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  • Griechenland und wir: Die erfundene Wirklichkeit

    geschrieben am 07. Juli 2015 von Joerg Wellbrock

    truth-257162_640Im Streit um den richtigen Weg für Griechenland rücken objektive Gesichtspunkte immer weiter ins Abseits.

    Fakten, Fakten, Fakten. Darum geht es.
    Oder?
    Nicht bei der Debatte um Griechenland. Da geht es ums Hauen und Stechen. Es geht um den Anspruch, im Recht zu sein, dem Gegner, der Partner genannt wird, einen Schritt voraus zu sein, besser gleich zwei.
    Die Wirklichkeit und das, was wir dafür halten, leidet massiv unter dieser Herangehensweise. Doch selbst das Offensichtliche wird selbstgefällig ausgeblendet. Den Artikel weiterlesen »

    2 Kommentare

    ARD Brennpunkt: Mehr Bullshit geht nicht mehr

    geschrieben am 06. Juli 2015 von Joerg Wellbrock

    gottliebKommentar
    Bild: Screenshot vom “Brennpunkt” am 5. Juli 2015

    Ich bin wirklich kein Freund der Theorie, die deutschen Medien seien massenhaft durch die USA gelenkt. War ich nie, weil die deutschen Medien auch ohne amerikanische Hilfe Unsinn verzapften können. Und wenn man sich den „Brennpunkt“ vom 5. Juli 2015 nach dem Referendum der Griechen ansieht, funktioniert besagte Theorie der Gleichschaltung deutscher Medien durch die Amerikaner eh nicht mehr. Weil aus den Vereinigten Staaten schon länger Kritik an der europäischen Austeritätspolitik kommt. Die ARD allerdings kann tendenziös einseitig auch ganz ohne fremde Hilfe berichten, wie der Brennpunkt vom Sonntag zeigt. Diese 15 Minuten „Berichterstattung“ waren ein Schlag ins Gesicht der Geldgeber für das öffentlich-rechtliche Fernsehen. Und die Geldgeber, das sind wir, die Gebührenzahler. Den Artikel weiterlesen »

    130 Kommentare

    Griechenland: Nehmen wir Platz. ES BRENNT!

    geschrieben am 03. Juli 2015 von Joerg Wellbrock

    BrenntGriechenland.
    Grexit. Reformen. Renten. Mehrwertsteuer.
    Das jetzt aber wirklich echte, einzig wahre und unbedingt zwingende und für immer und ewig gültige Ultimatum.
    Schwachsinn!

    Es geht bei Griechenland nicht um den Euro, nicht um die Rettung der Euro-Zone – nicht mal um die Rettung der Ost-Zone, pardon: Süd-Zone.
    Und ganz sicher geht es nicht um die Rettung Griechenlands!
    Wie gesagt: Schwachsinn!

    Es geht um den Widerstand gegen rechts! Den Artikel weiterlesen »

    336 Kommentare

    Schulzes Märchenstunde – ein neues Angebot an Griechenland, das weder neu noch ein Angebot ist

    geschrieben am 29. Juni 2015 von Jens Berger

    Martin Schulz und sein Parteichef Sigmar Gabriel haben gestern und heute über die Medien ihr Erstaunen zum Ausdruck gebracht, dass die griechische Delegation am Samstag ein angeblich „neues Angebot“ mit weitreichenden „neuen“ Zugeständnissen überhaupt nicht verhandeln wollte. Sven Giegold, Europaabgeordneter der Grünen, hat sich dieses „neue Angebot“ einmal anschaut und mit den „alten Angeboten“ verglichen – „neu“ ist an diesem Angebot so gut wie nichts und „weitreichende Zugeständnisse“ sind auch nicht zu entdecken. Schulz und Gabriel erzählen Märchen und stricken an einer Legende, die mittlerweile die Lesart der deutschen Öffentlichkeit bestimmt. Das ist Manipulation hoch zehn.

    „Daraus [aus dem veröffentlichen „Angebot“/Anm. JB] ist ersichtlich, dass fast alle Forderungen der griechischen Regierung erfüllt worden waren. Dass die dann mitten in der Nacht dieses Referendum angekündigt haben und die Leute aus den laufenden Verhandlungen abgezogen haben [...] Das Papier war annehmbar. [...] Und wenn er [Tsipras/Anm. JB] dem Volk empfehlen würde dieses Paket, dass jetzt auf dem Tisch liegt, wo es keine Mehrwertsteuererhöhung gibt [...]“
    Martin Schulz im gestrigen Heute Journal (ab Minute 4:45)

    „Es ist ja noch viel mehr angeboten worden. Und was so schwer zu verstehen ist, warum die griechische Seite das nicht zu Ende verhandelt hat. Es sind Dinge und Angebote gemacht worden, die gab es noch nie zuvor. Ich sage mal ein paar Dinge. Erstens, das wir bereit sind, ein drittes Angebot zu machen, das wir bereit sind, umzuschulden, das soziale Härten abgefedert werden – das Alles konnte ja gar nicht zu Ende verhandelt werden, weil die griechische Seite die Verhandlungen beendet hat und ins Referendum will.“
    Sigmar Gabriel, im gestrigen ZDF-Spezial (ab Minute 3:35)

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    Operation geglückt, Europa tot

    geschrieben am 29. Juni 2015 von Jens Berger

    Wenn dieses Wochenende uns eins gelehrt hat, dann ist es folgendes: Wer es wagt, das neoliberale Dogma auch nur zu hinterfragen, wird gnadenlos von seinen europäischen „Partnern“ an die Wand gestellt. Europa spielt bereits den „Grexit“ durch und es besteht kaum ein Zweifel daran, dass die „Institutionen“ ein Exempel statuieren wollen, um die linke griechische Regierung zu entfernen. Schon wird ein „Plan B“ ins Spiel gebracht – der Staatsbankrott und anschließende Ausschluss Griechenlands aus der Eurozone. Doch um was geht es bei diesem Plan B konrket? Ist er noch abzuwenden oder dient er vor allem als ultimatives Druckmitteln, um das Referendum im Sinne des neoliberalen Europas zu verschieben. Wie dem auch sei, der Schaden, den die Finanzminister der Eurozone angerichtet haben, ist gigantisch. Der europäische Gedanke ist tot, Europa ist tot.

    Syriza hatte nie eine echte Chance. Die linke griechische Regierung wurde vom Volk gewählt, um mit der Vetternwirtschaft der Vorgängerregierungen aufzuräumen und einen Weg zu finden, das Land aus der Krise zu führen. Jeder – auch die Herren Schäuble und Dijsselbloem – weiß, dass dies mit einer Fortführung oder gar Verschärfung der Sparmaßnahmen nicht möglich ist. Daher konnte Syriza die Forderungen der Gläubiger nicht annehmen, ohne sich selbst unglaubwürdig zu machen und dabei auch noch das Land zu ruinieren. Das Ziel der Gläubiger war und ist „den linken Spuk“ zu beenden, so dass in Spanien, Portugal oder sonst wo auch ja niemand nur auf die Idee kommt, eine linke Regierung zu wählen, die nicht nur die Austeritätspolitik, sondern gleich den ganzen Neoliberalismus hinterfragt. Denn wer weiß – hätten diese linken Regierungen Erfolg, könnte dies das Dogma der Alternativlosigkeit auch anderswo erschüttern und daran können die Herren und Damen der Alternativlosigkeit natürlich kein Interesse haben.

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    166 Kommentare
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