Direkt zum Inhalt

  • Suchen

  • RSS Feeds

  • Letzte Kommentare

  • Europa und der kalte Pipeline-Krieg

    geschrieben am 20. Mai 2015 von Jens Berger

    Nur sehr selten werden in den deutschen Medien die Themen „Energieversorgung“ und „Versorgungssicherheit“ thematisiert. Dies ist vor allem aus geostrategischer Sicht vollkommen unverständlich, da sich das Handeln der Akteure in den aktuellen Konflikten in der Ukraine und Mazedonien nicht zufriedenstellend erklären lässt, wenn man diese wichtigen Faktoren außer Acht lässt. In Europa tobt bereits seit vielen Jahren ein kalter Krieg um die Projektierung und den Bau von Erdgaspipelines, bei dem die Interessen der unterschiedlichen Akteure auch ein maßgebliches Motiv für deren Handlungen in den genannten Konflikten darstellen. Eine Sonderrolle nimmt hier – wie so oft – Deutschland ein, das gegen seine eigenen Interessen handelt.

    Damit wir es auch im Winter warm und heimelig haben, benötigen wir Wärmeenergie. Rund die Hälfte aller deutschen Haushalte heizt mit Erdgas, das zu fast 50% aus Russland kommt. Insgesamt verbrauchen deutsche Abnehmer rund 84 Mrd. Kubikmeter Erdgas pro Jahr. Dieses Geschäft ist ein Geschäft auf Gegenseitigkeit. Mit rund 161 Mrd. Kubikmeter gehen mehr als 80% der russischen Erdgasexporte nach Europa und stellen damit den Grundstein der für Russland so wichtigen Deviseneinnahmen dar. Der Handel mit Erdgas hat jedoch eine Besonderheit: Will man den Energieträger effizient und ökonomisch wie ökologisch vertretbar über Tausende von Kilometern transportieren, kommen nur stationäre Transportleitungen, sogenannte Pipelines in Frage. Und da Deutschland und Russland keine gemeinsame Grenze haben, stellt der Bau und Betrieb dieser Pipelines ein Politikum von allergrößter Wichtigkeit dar.

    Die aktuelle Versorgungssituation

    Die großflächige Versorgung deutscher Haushalte mit Erdgas begann paradoxerweise mitten im Kalten Krieg. Als Ergebnis der „Neuen Ostpolitik“ wurde in den frühen 1970ern auch Westdeutschland an das in den 1960ern gebaute sowjetische Pipelinesystem angeschlossen, mit dem westsibirisches Erdgas in die Länder des ehemaligen Ostblocks geliefert wurde. Auch heute noch stellt das sogenannte „Transgas-System“, das sich aus den russischen Pipelines Druschba und Sojus speist, mit einer maximalen Transportmenge von 120 Mrd. Kubikmeter pro Jahr das größte Pipelinesystem der Welt dar. Die Transgas-Trasse verläuft mit mehreren Nebensträngen über die Ukraine, die Slowakei, Tschechien und Österreich. Ergänzt wurde Transgas in den späten 1990ern durch die Jamal-Pipeline, die maximal 33 Mrd. Kubikmeter Erdgas über Weißrussland und Polen nach Deutschland transportieren kann.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    177 Kommentare

    No-Spy-Abkommen: Gewissen mit Bissen, Wissen mit Rissen

    geschrieben am 20. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    merkelsweltBetet Gott eigentlich auch manchmal? Und wenn ja, zu wem?
    Bekommen Träger des Friedensnobelpreises schneller Rückenschmerzen als andere?
    Sollten gute Freunde einander nur zuhören, oder sich auch mal vertrauensvoll abhören?

    Bekommt das beste Gewissen Bisse und das beste Wissen Risse, wenn sich herausstellt, dass beides wissentlich gewissenlos ignoriert wurde?
    Fragen über Fragen.
    Fragen, die sich gerade stellen, wenn man über das No-Spy-Abkommen nachdenkt. Und darüber, ob es das Angebot je gegeben hat.

    Der gute Ronald Pofalla hatte ja schon 2013 diese ganze blöde US-Abhöraktion für beendet erklärt. Er hat aber nicht erklärt, wie er darauf kam. Das hat Merkel jetzt nachgeholt, indem sie pathetisch davon sprach, dass irgendwie damals und heute alle nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt haben.
    Jetzt wissen wir: Das Wissen der Bundesregierung passt offenbar auf einen Bierdeckel. Und das Gewissen … na ja, dem haben wir ja nun sowieso nicht viel zugetraut. Ist man das Gewissen erst mal los, regiert sich herrlich gewissenlos. Den Artikel weiterlesen »

    5 Kommentare

    „Die Reichen werden immer reicher, die Superreichen immer superreicher“

    geschrieben am 20. Mai 2015 von Jens Berger

    Der NachDenkSeiten-Redakteur Jens Berger im Interview mit Patrick Schreiner über die Themen Vermögensverteilung und Vermögensungleichheit.

    Jens Bergers Buch „Wem gehört Deutschland?“ ist vor wenigen Wochen pünktlich zur Reisesaison auch als Taschenbuch im Piper-Verlag erschienen und kostet in der Buchhandlung 9,99 Euro.

    Sie haben sich in ihrem Buch „Wem gehört Deutschland?“ mit dem Thema Vermögensungleichheit befasst. Wie groß ist denn die Vermögensungleichheit, und wie hat sie sich in den letzten Jahren entwickelt?

    Jens Berger: Global und in Deutschland hat sich die Vermögensschere seit Beginn der 1990er Jahre massiv geöffnet. Egal welche Institute die Messungen vornehmen, die Ergebnisse sind immer die gleichen: Weltweit und insbesondere in Deutschland geht die Vermögensschere auf. Die Reichen werden immer reicher, die Superreichen immer superreicher. Und spiegelbildlich nimmt die Zahl der Menschen ohne Vermögen und der überschuldeten Menschen zu.

    Weiterlesen auf den NachDenkSeiten

    14 Kommentare

    Hallo da draußen, liebe Streik-Kritiker!

    geschrieben am 15. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    beekerIhr beklagt Euch, Ihr stöhnt, weil Ihr nicht wie gewohnt von A nach B kommt. Jetzt habt Ihr auch noch die ganz doll lieb, die nicht nur nicht von A nach B kommen, sondern dabei auch noch ihre Kinder mitnehmen müssen, weil die Erzieher streiken.

    Ihr schimpft auf die Forderungen der Gewerkschaften. Gar nicht mal unbedingt wegen deren Forderungen, sondern weil sie die auch noch durchsetzen wollen.
    Das geht nicht, sagt Ihr! Weil es zu lange dauert.
    Die sollen jetzt mal mit dem Streiken aufhören, das geht schon viel zu lange so. Ihr streikt ja schließlich auch nicht!

    Hallo, da draußen, liebe Streik-Kritiker!
    Sagt mal, geht’s noch?
    Merkt Ihr noch was? Den Artikel weiterlesen »

    174 Kommentare

    Und sie bewegt sich doch … nicht: Die Kanzlerin der Schmerzen

    geschrieben am 13. Mai 2015 von Joerg Wellbrock

    Von Jörg Wellbrock alias Tom W. Wolf
    Angela-Merkel-2014

    Kommentar

    Was hat die BND-Affäre mit der von Ursula von der Leyen zu tun?

    Beeindruckend ist das ja schon. Und leisten könnte sich das wohl außer Merkel niemand. Aber es funktioniert. Die Kanzlerin zeigt, dass sie entweder den BND nicht im Griff oder noch nicht einmal den Anspruch darauf hat. Sie plaudert und plappert Überflüssiges und Unwahres daher, sie verspricht Aufklärung, obwohl doch inzwischen klar sein müsste, dass das mit ihr nichts wird. Und sie hält sich dabei an der Macht, als wäre es eine absolute Selbstverständlichkeit.

    Weiterlesen auf Blastingnews

    Bild: „Angela-Merkel-2014“ von Michael Thaidigsmann – Eigenes Werk. Lizenziert unter CC-BY-SA 4.0 über Wikimedia Commons

    104 Kommentare
    Seite 1 von 2031234...1020...Letzte »