Blindflug in den Schuldenstaat
geschrieben am 26. Oktober 2009 von Spiegelfechter
Fahren auf Sicht: Union und FDP räumen endlich mit dem Vorurteil auf, bürgerliche Parteien könnten besser mit den Staatsfinanzen umgehen
Vor gerade mal einem halben Jahr tönte die FDP noch munter, sie wolle eine Nettoneuverschuldung der öffentlichen Haushalte per Grundgesetz verbieten lassen. Doch vor einem halben Jahr befand sich Deutschland auch noch im Wahlkampf und was schert einen Politiker sein Geschwätz von gestern, wenn die Kreuze gemacht und die Urnen geleert sind? An diesem Wochenende unterzeichnete die FDP einen Koalitionsvertrag, der bereits im nächsten Jahr eine Rekordneuverschuldung von bis zu 90 Milliarden Euro mit sich bringen wird. Damit wird Berlin auch im nächsten Jahr die Stabilitätskriterien der Maastricht-Verträge mit Pauken und Trompeten verfehlen. Wie Schwarz-Gelb unter diesen stockdüsteren Rahmenbedingungen den für 2011 angekündigten Umbau des Steuersystems verwirklichen will, der alle Einkommensgruppen durch die Bank weg entlasten soll, bleibt dabei ein offenes Geheimnis.
Weiter auf freitag.de
Kategorien: Deutschland Superwahljahr 09
![]() |
Partnersuche im Internet Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1 Wissenschaftlich fundierter Test www.PARSHIP.de |






Kommentieren
Artikel
Kommentare
eMail-Abo





@SF
ja und? Was sind schon 27 Mrd € gegen 480 Mrd. € = 5,6%
Man kann auch übertreiben…..
Dieser lächerliche Betrag sind noch nicht einmal die Zinsen für den Rentenklau seit 1954 – 2004 von über 700 Mrd. €
Wir sollten zur Kenntnis nehmen:
Wir sind pleite.
Ja, ja…das gute alte stopfen des Haushaltsloches mit dem Schuldenberg. Läufts darauf hinaus? Ist das der ganze Plan der großen Voodooökonomen von der FinanzDeppenPartei?
Aber halt! Das Wachstum wird uns retten!
Oder so. Manchmal glaub ich bei den Neoliberalalas ist das mit dem Wachstum, wie bei den Esoterikern mit dem Weltuntergang. Kommts heut nicht, kommts halt morgen, oder irgendwann …aber kommen tuts bestimmt. Ganz ehrlich. Spätestens morgen.
*seufz*
@R_Winter
Na wenn Du das sagst ;-)
Verdammt neblige Tage! Wo sind die Visionen?
Aber im Nebel lässt es sich gut verstecken, das hat auch seine Vorteile, wie der Schäuble ja weiß …
@Gebintit
Wo sind die Visionen?
Die haben andere!
Zurzeit finden permanent strategische Treffen zwischen Russland, China und Indien statt.
Z.B. das bahnbrechendeTreffen des russischen Premierminister Wladimir Putin in China vom 13.-15. Oktober.
Am wichtigsten war der von Putin und dem russischen Präsidenten Medwedew erarbeitete Beschluss, Russland gegenüber chinesischen Investitionen auf einer völlig neuen Basis zu öffnen. Zum ersten Mal sollen die Russen erlauben, dass Chinesen direkte Aktienanteile russischer Firmen besitzen können, in besonderen Fällen sogar Besitzer der Firmen sein dürfen. Solch ein Abkommen gehe weit über die bisherigen langfristigen Verträge zum Kauf von Energie und Rohstoffen hinaus, die bislang die russisch-chinesischen Vertragswerke charakterisiert hatten.
Die chinesischen Dollars werden nun in reale partnerschaftliche Sachwerte getauscht.
Die Russen kaufen dann mit den chinesischen Dollars Opel, Werften Technologie und Co.
Wenn der Dollar nun kurzfristig aufwerten sollte, kann man noch strategischer agieren.
Die BRIC-Kehrschaufel erhält einen Konjunkturschub.
Im weiteren trafen sich der Premierminister von China und Indien am 24.10. beim 15. ASEAN-Gipfel in Hua Hin/ Thailand.
Am 26. und 27. Oktober werden die Außenminister Russlands, Chinas und Indiens ihr neuntes Treffen in Bangalore/Indien abhalten, um die Ausweitung der Kooperation in regionalen und internationalen Aspekten zu diskutieren.
Es ist genau richtig, noch mehr Staatsschulden zu machen. Nur darf man dabei die Einnahmeseite nicht vernachlässigen! Eine allgemeine Entlastung ist daher Unsinn und wird wohl auch nicht stattfinden – und nach dem bisherigen Konzept profitieren eh nur wieder die wirklich Vermögenden.
Gruß!
@Outlook
Zu Bric schreibe ich noch was – aber zwei Sachen schon mal vorweg:
- BRIC ist kein Siegerclub, alle Staaten haben massive(!) Probleme mit der Finanzkrise
- Russland braucht keine chinesischen Dollars für Investitionen im Westen. Dafür braucht Russland massiv Investitionen in die eigene Wirtschaft, die momentan bestenfalls dümpelt und den angekündigten Schritt zu Endkonsumentenprodukten und High-Tech-Produkten nicht geschafft hat.
@tar
Sehr richtig – als oller Keynsianer würde ich auch nie per se gegen Schulden argumentieren. Neuschulden zur Subventionierung von Spitzeneinkommen halte ich allerdings nicht für konjunkturell belebend ;-)
@ SF / #7
Nicht alle BRIC Staaten gehen am Stock. Brasilien beispielsweise demonstriert, dass man mit scharfer Bankenregulierung, Erhöhung der Steuern für Ober- und Mittelklasse sowie Einführung und Erhöhung von Sozialleistungen auch in Zeiten einer globalen Finanzkrise nachhaltiges Wachstum erzeugen kann. Dies führt wiederum fast ein halbes Jahrhundert gegenteiliger Politik ad absurdum, welche im Großen und Ganzen zu einer weitreichenden Verelendung des Landes geführt hat.
Da verzeiht man Präsident Luís “Lula” Iñacio da Silva auch die Annahme von Briefumschlägen mit Geldbeträgen die selbst einen Mann wie Schäuble die Schamröte im Gesicht aufsteigen lassen würde. Und das vor laufender Kamera.
@ SF
Das Erbe des Trunkenboldes Jelzin zu überwinden, ist nicht ganz einfach.
Aber es wird demnächst gelingen.
Die Chorodowski und Litwinenko-Atacken ebenfalls.
Russland ist zurzeit auch auf chinesische Dollars angewiesen, weil es die eigenen für die Stabiltätsfonds braucht, die massiv angezapft wurden. Sie werden natürlich intelligent umschichten.
Man braucht sich nur die Entwicklung von Polyus anzuschauen.
Russland wird über Weltraum-und Militärtechnologien aufschließen. Glonass wird eher funktionieren als das europäische Satelittensystem. Wer den Weltraum erschließt, erschließt auch die Zukunft.
Der Westen kann gegenwärtig froh sein, das Russland noch technologische Probleme hat, sonst sehe es noch finsterer für den Westen aus.
Die BRIC´s haben sich nie als Siegerclub bezeichnet.
Aber ihre Struktur weist in die Zukunft.
Der Westen ist total überschuldet und auf Rohstoffe angewiesen.
Der Westen kann nur auf der Grundlage des Völkerrechts seinen Rohstoffhandel betreiben.
Alles andere endet im Chaos.
Das Schöne ist ja eigentlich, dass Schulden da sind, das Mindereinnahmen da sind, das Investitionen fehlen, das Gelder an jeder Ecke fehlen und die Idee um dies zu beheben ist Steuern zu senken. Seit Jahren sinken sie (für Unternehmen), seit Jahren gibt es keinen massiven Aufschwung. Seit Jahren wird überall gekürzt und die Wirtschaft stagniert fast. Wo bleiben die empirischen Belege? Wo bleibt die Statistik, welche versucht zu zeigen das Steuersenkungen ein massives Wirtschaftswachstum zur Folge hat? Wieso konnte die Wirtschaft überhaupt wachsen wenn sie doch so eingeengt war? Alles Frage auf die unsere Bundesoberen keine Antwort haben. Schon traurig. Aber immerhin vertraut Angie ihrem Minister.
@OAlexander
Stimmt – Brasiien geht aus der Krise sogar gestärkt vor. Aber auch Brasilien ist – wie kein anderes Land – eine Insel der Glückseligkeit in einem schäumenden Orkan. Wenn die Weltwirtschaft noch weiter in die Knie gehen sollen, wird auch Brasilien leiden. Der Welthandel ist viel zu venetzt, als dass solche Extremauswirkungen einzelne Länder verschonen würden.
@Outlook
Das erzähle mal den Wanderarbeitern an den Moskauer Ausfallstraßen.
Natürlich – was auch sonst ;-)
Es wäre auch ein Wunder, wenn einer der m.W. größten Goldproduzenten durch den absurd hohen Goldpreis nicht profitieren würde.
Dumm für den Rohstoffliferanten Russland.
Ich habe letztens ein interessates Zitat von DeBono gelesen (einem Kreativforscher), sinngemäß:
“Wenn die Chinesen die Kreativität entdecken, dann können wir Deutsche unsere Trachten aus dem Schrank holen. Wir werden dann zum Touristenland.”
Ich glaube, daß China und Rußland sich annähern. Auch wenn ich ihn persönlich nicht mag, so hat Gerhard Schröder meiner Meinung nach den richtigen Instinkt besessen, als er versuchte, Deutschland und Rußland einander näher zu bringen.
Brasilien tut im Grunde das, was auch für Deutschland erforderlich ist. Aber unsere Tigerenten machen genau das Gegenteil, sie zementieren eine Gesellschaft so, daß sie stillsteht und auch finanziell nicht mehr in der Lage sein wird, zu handeln. Wer Besizt und Vermögen hat, ist bestrebt, den Status Quo aufrecht zu erhalten. Wirkliche Innovationen, Kreativität und Veränderungen sind da gefährlich und müssen unterbunden werden.
Wegen Kreativforscher (und Kreativität):
Das, was ich hier einstelle, fand ich im Bundestagspetitionsforum und gehört eigentlich zu einem anderen Thema (Sanktionen wegbloggen). Verbindungslinien lassen sich aber trotzdem herstellen.
@ Jens
Ich wollte das erst an Dein schwarzes Brett nageln, habs abar nich hinbekommen.
___________________________________________________________
Zitat von Nutzer20003 am 26. September 2009
“Aus welcher Mentalität die Hartz IV-Gesetzgebung entsprungen ist, zeigt eine Presseinformation des Hessischen Ministeriums der Justiz vom 10.3.2005, also kurz nach Inkrafttreten von Hartz IV: Dort heißt es stolz: “Hessen bundesweit führend: Elektronische Fußfessel für Straftäter / Hessischer Justizminister Dr Christean Wagner informiert auf der CeBIT über das hessische Projekt: ..”Mit Hilfe der Technik wird dem Verurteilten jeden Tag wieder neu klar gemacht, dass er sich an bestimmte Vorgaben zu halten hat. … Die elektronische Fußfessel bietet damit auch Langzeitarbeitslosen und therapierten Suchtkranken die Chance, zu einem geregelten Tagesablauf zurückzukehren und in ein Arbeitsverhältnis vermittelt zu werden. Viele Probanden haben es verlernt, nach der Uhr zu leben, und gefährden damit gerade auch ihren Arbeitsplatz oder ihre Ausbildungsstelle. Durch die elektronische Fußfessel kann eine wichtige Hilfe zur Selbsthilfe geleistet werden.”
Was Hilfe zur Selbsthilfe ist, hat dieser Minister gründlich missverstanden.
Hartz IV ist auch ohne die elektronische Fußfessel offener Strafvollzug, wie Götz Werner in seinem Buch richtig schrieb.
Dabei möchte ich ebenfalls betonen, dass die ARGEn Jobcenter eine Sonderjustiz gegen Erwerbslose darstellen, die gegen das ausdrückliche Verbot von Ausnahmegerichten in Art. 101 des Grundgesetzes verstößt.
Die Jobcenter ruinieren Menschen mit ihren Sanktionen nach § 31 SGB II noch bevor eine erste Gerichtsinstanz dazu überhaupt Stellung nimmt. Dabei gilt im Strafrecht der Grundsatz des § 449 StPO: “Strafurteile sind nicht vollstreckbar, bevor sie rechtskräftig geworden sind.” Die Regierung hat diesen rechtsstaatlichen Grundsatz für den Umgang mit Erwerbslosen außer Kraft gesetzt, wie Hitler die Grundrechte offen außer Kraft gesetzt hat.
Die ARGEn vollstrecken ihre Sanktionen in das Existenzminimum aus den Launen eines Arbeitsvermittlers heraus, ohne dass der sogenannte Rechtsstaat sich auf die Hinterbeine stellt.
Das Diskriminierungsdenken des Faschismus lebt nach wie vor in Deutschlands Mitte!
In seinem Buch ‘Hitlers willige Vollstrecker. Ganz gewöhnliche Deutsche und der Holocaust’ schrieb Daniel Goldhagen auf Seite 535: “In der deutschen nationalsozialistischen Weltordnung hatten bestimmte Menschen aus biologischen Gründen den Tod verdient; andere waren prädestiniert für die Rolle der Sklaven, und auch sie konnten getötet werden, wenn die Deutschen sie für überflüssig erachteten. Das Lager war definiert durch ein System der Über- und Unterordnung, durch Herren und Sklaven. In Theorie und Praxis verhöhnte es die christlichen Werte der Nächstenliebe, des Mitleidens und des Mitgefühls mit den Unterdrückten und ersetzte sie durch den Haß auf andere.”
Wie Prof. Rixen als Anwalt der Bundesregierung am 20.10.09 vor dem Bundesverfassungsgericht zur Rechtfertigung der für ein menschenwürdiges Existenzminimum unzureichenden Alg II-Regelsätze sagte, basiert Hatz IV vor allem auf einer Reihe von Wertungsentscheidungen – im Klartext: auf einer Abwertung bzw. Diskriminierung der Erwerbslosen. Nur so sind die Regelsätze zu erklären, und nur so sind die Sanktionen zu erklären, mit denen die unzureichenden Regelsätze auch noch gekürzt und gestrichen werden.
Es ist zu hoffen, daß das Bundesverfassungsgericht – wohlgemerkt nach 5 Jahren des Leidens unter Hartz IV – mit der Anhebung der Regelsätze auch eine Aussage über die Unvereinbarkeit der Sanktionen mit dem Grundrecht auf ein menschenwürdiges Existenzminimum trifft.
« Letzte Änderung: Heute um 00:36:28 von Nutzer20003 »”
Das geht überhaupt nicht.
Ich hoffe noch auf den Protest der Bundesländer sowie der Städte und Gemeinden.
Nur weil die F.D.P. nun 15% der Stimmen gewonnen hat, scheint sie ihrem eigenen, unsinnigen Parteiprogramm tatsächlich zu glauben…
Bitte seid ein wenig vorsichtig mit Brasilien-, China oder Rußlandvergleichen.
Die Steuern und Abgaben der brasilianischen Mittel- und Oberschicht sind nämlich im Vergleich zu der deutschen lächerlich. Die Tendenz ist nicht alles. Die Reform der Bankengesetzgebung fand vor langer Zeit statt.
@ SF / #12
Na, gestärkt nicht unbedingt, es gibt durchaus Probleme weil der Kunde Pleite ist – Brasilien war ja jahrzehntelang als Zuträgerwirtschaft der USA – und weniger importiert, aber das wird vom gestärkten Binnenmarkt und vom strategisch ausgebauten Fernostgeschäft mehr als ausgeglichen. Und das mit der Insel der Glückseligkeit dauert wohl nach ein paar Monate oder etwas länger. Wie sagt man ja so schön? Brasilien ist das Land der Zukunft – und wird es auch immer bleiben. ;)
@ Freedom Lemmy / #16
Hast du eigentlich die geringste Ahnung von was du sprichst???
@OAlexander
OK – ich meinte das auch relativ und nicht absolut
Nein, hat er nicht und dafür ist er hinlänglich bekannt ;-)
Betreff: Brasilienstreit
Nennt doch einfach Zahlen und Quellen!
Der brasilianische Spitzensteuersatz ist mit 27,5% (Quelle: brasilien.de) wirklich nicht gerade hoch.
Im November fliege ich wieder nach Brasilien, dann werde ich gucken, wie es da ist und sagen wer Recht hat. :)
@Sukram71
Na dann viel Spaß! Falls du nach Sao Paulo kommst: achte mal auf die Privathelikopter, die über den Hochäusern die Geschäftsleute hin und her fliegen, während du zu Fuß unterwegs darauf achten musst, nicht versehentlich auf einen der vielen Elenden zu treten, die auf den Gehwegen im Dreck liegen. Wenn die Dunkelheit hereinbricht wird es in den weniger belebten Vierteln selbst Draufgängern ziemlich mulmig. Die Kriminalitätsraten der brasilianischen Großstädte sind ja bekannt.
Bei aller Kritik an der deutschen Innenpolitik der letzten Jahre und der zu erwartenden Verschlimmerung in den kommenden Jahren, es gibt viele Länder, in die ich aus Gründen der sozialen Ungerechtigkeit, bei allen sonstigen Reizen (hübsche Strände, Natur, Frauen, Klima, …), nie auswandern würde, Brasilien gehört für mich dazu.
Auch beim Vergleich von Wachstumsraten zwischen Ländern wie Deutschland und Brasilien wäre ich mit der Nennung von Ursachen ziemlich vorsichtig. Als Industrienation ist Deutschland eine ältere, reife Dame, dass diese weniger Entwicklungspotential hat als Brasilien, ist nicht sonderlich erstaunlich. Man sollte nicht vergessen, dass diese “Schwellenländer”, mit ihren noch stark wachsenden und jungen Bevölkerungen, ein ganz anderes Wachstum benötigen, um die zusätzlichen Arbeitsplätze zu kreieren, als Deutschland.
Deshalb ist es ja auch so unseriös, wenn die FDP dem Dummvolk weismachen will, dass die Steuergeschenke über das daraus generierte Wirtschaftswachstum sich quasi selbst bezahlen würden. Und wenn den Unternehmern mehr Netto vom Brutto übrig bleibt dann werden sie oft dort investierten, wo Dynamik zu erwarten ist und die Löhne niedrig sind und das wird selten Deutschland sein! Das haben die SPD-Silberrücken schon richtig bemerkt: so viel Wirtschaftswachstum ist für unsere alte Dame selbst in einem schöneren Klima nicht mehr drin!
OA: Hast du eigentlich die geringste Ahnung von was du sprichst???
Ja das habe ich und zwar unendlich mehr als du.
Unter Lula da Silva hat die eigentlich vorgesehene Steuerreform auf Grund des Widerstandes aller möglichen Gruppen überhaupt nicht stattgefunden.
Als Einkommenssteuer haben die einen f.d.p-mässigen 3-stufigen Satz. Ich sag nicht, dass ich das für eine gute Idee halte.
Die Regierung da Silva hat die Sozialausgaben erhöht, die Steuern aber nicht großartig geändert.
Im übrigen exportiert Brasilien mehr nach Europa als in die USA:
http://brasilianische-botschaft.de/wirtschaft/ausenhandel/
1. Wert Exporte, 2. Wert: Importe
Lateinamerika: 23,2 16,1%
USA 20,2% 18,0%
EU (einschl. Deutschland) 23,8% 26,1%
Asien 14,8% 22,0%
Nicht wild werden, nur weil du irgendwo linke Regierung und Wirtschaftswachstum liest.
pt. wikipedia:
A política fiscal garante a obtenção de superávits primários ainda maiores que os observados no governo anterior (4,5% do PIB contra 4,25% no fim do governo FHC). No entanto, críticos apontam que esse superávit é alcançado por meio do corte de investimentos, ao mesmo tempo em que aumento de gastos em instrumentos de transferência de renda como o Bolsa Família, salário-mínimo e o aumento no déficit da Previdência.
Die Fiskalpolitik (von Lula) garantierte sogar höhere primäre Überschüsse als in der Vorgängerregierung (4,5% gegenüber 4,25% gegen Ende der Regierung Cardosos). Kritiker führen an, dass dieses Überschuß durch eine Kürzung der öffentlichen Investitionen erreicht wurde, während gleicheitig Sozialabgaben zunahmen (Bolsa Familia, Mindestlohn, Rentenkassen).
Von einer Steuerreform hab ich im portugiesischen Wikipedia vergeblich gesucht. Vielleicht habt ihr ja mehr Glück.
Hier S. 191 ff. zum brasilianischen Steuersystem
http://books.google.de/books?id=IRcR62-v93EC&printsec=frontcover#v=onepage&q=&f=false
… ihr verdammten Makaken… ;-)
@ Spiegelfechter!
Also SO geht es nicht:
Das könnte man doch durchaus als Kritik auffassen und Kritik ist nicht erlaubt!
Vorgestern erklärte er Kritik an dem K.O.alitionsvertrag sei „hirnverbrannt“.
Wörtlich:
“Wer das als kalte Politik bezeichnet, dem ist in seiner Hirnverbrandheit nicht mehr zu helfen”, wetterte Westerwelle.
Offensichtlich bist Du nach der Westerwelle-Definition also ein hoffnungsloser Fall, ob Deiner „Hirnverbrandheit“.
Übrigenes, „es ist Deutschland hier“ – existiert das Wort „Hirnverbrandheit“ tatsächlich?
Zumindest nicht in der ZDF-Schreibweise.
Ginge „Hirnverbranntheit“?
Aus dem Duden hat der FDP-Chef das Wort zumindest nicht – aber auch das ist keine Überraschung für einen Nichtleser wie ihn.
Also, nicht rumnörgeln, sondern devot der Dinge harren, die da aus Berlin kommen mögen.
Westerwelle und Merkel schätzen kritische Fragen gar nicht.
Und frech im eigenen Blog die Finanzkompetenz der Ökonomiesuperhirne zu bezweifeln, grenzt an Hochverrat.
;)
LG
TAmmox
Die Einen werden sich auf dem Weg von unten nach oben und die Anderen auf dem Weg von oben nach unten mit sogenannten „Wegelagerern“ befassen müssen.
Der Westen wird noch viel Technologie verkaufen oder transferieren müssen.
Die Frage wird sein, unter welchen Bedingungen.
Dazu blende ich hier ein Video mit Volker Hellmeyer ein, Chefanalyst der Bremer Landesbank, den ich für seine sachliche, offene und kritische Meinung respektiere.
Ein seltener Lichtblick unter deutschen Bankern.
http://www.tfb-ag.de/
Er macht zur Zukunft der BRIC´s und einer möglichen Welt-Währungsreform interessante Aussagen.
Dazu passt:
“Iranische Ölbörse eröffnet”
http://www.zawya.com/Story.cfm/sidZAWYA20091027060706/Iran:%20Oil%20bourse%20inaugurated
Der Iran wird zunehmend unter die “Obhut” der wichtigsten BRIC-Staaten gestellt.
China übernimmt nun in Russland den Bau von Hochgeschwindigkeitszügen, Hafenentwicklungen und anderer infrastruktureller Entwicklungen.
China investiert im weiteren 25 Milliarden $ für die Infrastruktur in Südostasien.
Das “kluge” Europa hat lieber versucht, mit dümmlichen Provokationen Russland klein zu halten.
Die USA kann immer noch entscheiden, ob sie Partner einer “Viermächte-Allianz” im Rahmen einer mutipolaren Welt werden möchte.
Europa wird hier aus meiner Sicht in der jetzigen Form keine Rolle spielen.
Ein künstlich geschaffener Währungsraum.
@ Lemmy (23)
In der Google-Books-Variante des Buchs lässt sich S. 191 leider nicht einsehen. Die Angaben auf http://www.brasilien.de/wirtschaft/allgemein/steuern.asp scheinen mir aber auch seriös zu sein.
Um ein konkretes Beispiel zu machen. Zu versteuerndes Einkommen 40 000 Euro/Jahr. Dies fällt in Brasilien bereits unter den Spitzensteuersatz, also 27,5%. In Deutschland für einen Alleinstehenden ca. 24% (Quelle: Abgabenrechner.de). Nehmen wir das doppelte Einkommen, so bleibt es in Brasilien bei den 27,5%, in Deutschland erreichen wir dann aber fast 34%. Da aber auch das brasilianische Steuersystem kompliziert ist und kompliziert mit kompliziert zu vergleichen kompliziert ist, mache ich jetzt hier einen Punkt .
Interessant in dem von dir zitierten Buch ist die Studie auf Seite 67. Auf die Frage “Wer ein Wahlamt annimmt, sollte (!) es zur persönlichen Bereicherung nutzen” antworteten 40% der Analphabeten mit Ja im Vergleich zu 3% bei Hochschulabsolventen. Das erklärt vielleicht, warum sich Niederländer mehr an der Bestechlichkeit von Politikern stören als Deutsche, sie haben vielleicht im Schnitt ein höheres Bildungsniveau. OECD-Daten deuten darauf hin.
Zitat vom Anchorman ;)
Hat sich einer mal von euch gefragt, warum unsere Wirtschaft wachsen muss? Man hört von der neuen Regierung ja nichts anderes mehr. Wachstum, Wachstum, Wachstum, aber warum und wofür? Und wie sieht das aus?
Bei spätestens 4 Autos 5 Fernsehern und 9 Handys ist Schluss, und was kommt dann?
Die Russen brauchen eine kompetente und vor allem eine ehrliche Regierung, alles andere haben sie eigentlich schon.
Ein ausgezeichnetes Bildungssystem, überragende Wissenschaft(ler), fleißige Arbeiter usw. , was aber besonders wichtig ist, sie haben Rohstoffe im Überfluß.
Was ich in letzter Zeit (durch langjährige Beobachtung) festgestellt habe, sie (Russen) wollen wieder leben oder sie haben wieder die Lust am Weiterleben gefunden und gehen langsam so in die Offensive.
Und das dürfen wir (Deutschland&Europe) nicht verpassen bzw. verschlafen:
http://www.segodnia.ru/index.php?spos=1&spor=1&rst=0&srch=&srchtp=0&pgid=2&cldday=&srv=www.segodnia.ru&partid=13&newsid=10107&snewsid=0&gallery_id=0&imgnum=1
Sonst ersetzen uns die Chinesen und Inder bzw. haben? schon ersetzt.
@21 Gebntit
Danke! Ich fahre von Sao Paulo gleich 300 km weiter nach Paraguacu Paulista und wohne bei der Familie von nem guten Freund. Da auf dem Land hält sich das mit der Kriminalität in Grenzen. Aber du hast natürlich Recht.
Wenn ich reich wäre, wüde ich trotzdem nach Natal auswandern. :)
@Gebinitt:
Ein Gehalt von 40.000 € besitzt natürlich in Brasilien eine höhere Kaufkraft als in Deutschland und insgesamt verdienen die deutlich weniger. Das entspricht im Verhältnis eher einem deutschen Gehalt von 100.000 €.
Und dieser Abgabenrechner berücksichtigt die Sozialabgaben nicht, die in Deutschland recht hoch sind.
Du kannst davon ausgehen, dass sich die Bezieher höherer Einkommen in einer privaten Krankenversicherung befinden, da die staatliche Krankenversorgung prekär ist.
Für die Rentenversicherung werden die auch deutlich weniger bezahlen.
Lula da Silva hat in 2 Amtsperioden keine an sich sinnvolle Einkommenssteuerreform hinbekommen. Lagos und Bachelet habens in Chile auch nicht hinbekommen. In den Universitäten wirst du nach wie vor eher wenige indianische & afrikanische Gesichter finden, obwohl das nun etwas nach vorne geht.
Das sind die wahren Themen für sozialere BRIC Staaten & Schwellenländer, nicht diese zeitweise dollen Wachstumsraten und strotögische Böndnisse mit Schina.
China kauft ohnehin. Ist auch gut so. Die stärkere Nachfrage treibt die Preise für Rohstoffe & Landwirtschaft nach oben.
Tendentiell wird aber im Bereich wissensintensive & -aufbauende Exportaktivitäten mehr in die USA als nach Asien gehen. Die US Army hat etwa Embraer Jets geordert. Outsourcing von komplexeren Tätigkeiten wächst stark. Der Markt ist v.a. die USA. In Chile hat dieses Geschäft inzwischen volumensmässig den Weinhandel überholt. Übrigens sind da einige indische Unternehmen aktiv. Der Lohn gilt als 30% höher als vergleichbar qualifizierte Tätigkeiten anderswo. Dann beginnt sich noch so was wie ein Afrika-Geschäft für brasilianische Industrie- und Dienstleistungsunternehmen zu entwickeln.
Der Süden Südamerikas hat übrigens immer mehr mit Europa als mit den USA gehandelt. Jetzt steigt natürlich die Bedeutung Asiens. Da brauchts aber nicht strategisch. Das geht von ganz alleine.
Gibt einen Plan einen gewaltigen Tunnel durch die Anden zwischen Argentinien und Chile zu buddeln. Südbrasilien und Argentinien werden mehr Geld zahlen müssen als Chile, da der günstige Weg zum Pazifik inzwischen als wertvoller gilt als der zum Atlantik.
Interessante Fakten zu Russland und Deutschland.
http://www.bueso.de/news/financial-times-argert-sich-uber-verstarkte-russisch-deutsche-wirtschaftsbeziehungen
Der Mangold ist auch schon sehr souverän in München gegenüber den Neocons aufgetreten.
Das Spiel zu durchschauen, ist auch nicht jedermanns Sache.
Das ist ja womöglich auch Absicht der Akteure.
Eine ausgewogene Abhängigkeit bietet mehr Sicherheit, als eine anglo-amerikanische Vasallenrolle.
Vielleicht ist diese Politik in Deutschland mit einer Merkel, mit einem Schäuble oder zu Guttenberg
lautloser und subtiler umzusetzen, als mit Steinmeier und Co.
Der Umgang mit dem Ziehvater braucht in der gegenwärtigen und kommenden Phase viel Geschick.
Die globalen Machiavellies sind aktiv, z.Z. vielleicht auch hyperaktiv.
@ Outlook #31
Die Angel-Sachsen haben höllische Angst vor dem gemeinsamen deutsch-russischen Potenzial.
Sie werden alles mögliche tun um eine Annäherung Deutschlands mit bzw. zu Russland zu verhinden.
So ist es Truvor!
Und das ist ein Grund:
Russland stößt mit Atomkraft und neuartigen Satelliten ins All vor
http://de.rian.ru/science/20091028/123746045.html
Über diese Technologien wird Russland aufschließen.
Nicht auszumalen, wenn Russland und Deutschland gemeinsam ins All vorstoßen.
Der Mangold weiß mehr.
Übrigens, die Inder und auch die Türken, sollen sich am russischen Glonass beteiligen.
Die Iraner, Lateiner sowie Saudies sollen auch schon Anfragen gestellt haben.
Um Russland als Land (und Russen als Volk) zu begreifen, lest mal für den Anfang diesen Artikel:
http://www.za-nauku.ru/index.php?option=com_content&task=view&id=2158&Itemid=35
@34
Vielleicht liest du uns den Artikel mal vor…oder noch besser du übersetzt ihn für uns, wenn er so interessant ist. Ich denke, die wenigsten können hier Russisch, ich mit eingeschlossen ;)
+1.
Erinnert mich an einen amerikanischen Austauschschüler, der mein Qualitätsgymnasium besuchen durfte.
In der 10. Klasse konnte man damals 2 Wochen-Stunden wählen. Es wurde auch Russisch angeboten. Ausdrücklich in Englisch angesprochen, meinte er:
I am not going to learn some fucking commie language.
Ist echt passiert.
Die “Pax eurasiatica” – eine Herausforderung für Westerwelle
“Die EU soll sich von den USA abwenden und sich in einem Bündnis mit Russland “zum Osten bekehren”. Dies fordert ein Publizist in einer der führenden deutschen Zeitungen. Europa “irrt, wenn es sich für einen Teil der westlichen Welt hält”, erklärt der Autor unter Berufung auf alte Vordenker der deutschen “Geopolitik”.
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57658?PHPSESSID=korfovhovcg3s0ee4oij54pre3
Die Signale werden immer deutlicher, weil die Gefahren im Bund mit den USA immer riskanter werden.
Mit dem Zerfall des US-Dollars, werden auch alle Bündnisse mit dem Hegemon zerfallen.
Bündnisse ohne Rohstoffstruktur waren aber auch kriegsauslösend und kriegsentscheidend.
Die Russen und die Chinesen wissen, was auf sie zukommen könnte.
Rauchende Colts sind bei Onkel Sam auch fossile Brennstoffe.
Schäuble behält zwei Staatssekretäre … einen von den beiden dürfte man leicht erraten: Herr Asmussen, paradigmatischer Beweis des Peter-Principles …
@Lago
Leider ist dieses nur ein Teil der Wahrheit.
Asmussen weiß, wo die Leichen liegen und ist der “nützliche Idiot” der Banken und der Aktien-Börse.
Er hat wesentlichen Anteil, daß Steinbrück die IKB mit 10 Mrd. € gestützt und dann für ca. 150 Mill. € verkauft hat. Der HRE 104 Mrd. € in den Hintern gesteckt hat, damit die Deutsche Bank und andere ihr Spiel betreiben konnten.
@ R_Winter
“Asmussen weiß, wo die Leichen liegen”
Dann wäre Asmussen besser in der Pathologie aufgehoben ,aber nicht mehr in der Diagnose und Therapie.
Der Pathologe
weiß alles,
kann alles,
kommt aber immer zu spät.
CIT stellt Insolvenzantrag
http://www.goldreporter.de/goldblog/index.php?rs_id=view&s=225#225
Es handelt sich nun um die fünftgrößte Bankenpleite in der US-Geschichte.
Werden die Geldalchemisten in eine neue Panikzone getrieben?
Die Verschuldungskrise schaukelt sich in eine neue Qualität.
Ich glaub der Nebel wird noch lange nicht vergehen. Der wird wohl leider immer dicker. Obendrein die Wirtschaftskrise.
Lasset uns beten…
(und nö, das war kein Spass, obwohl ich nicht gläubig bin) :-)
Voll schwer der Aufnahmetest hier mit dem Spamschutz.
Hasse Prüfungen. Habe Prüfungsstress. :-)
@Jens
Niemand hat das so schön erklärt wie Du! :-D
Klärst Du im weiteren Zusammenahng gelegentlich auch noch auf, dass es nie einen solidarischen Sozialpakt (vulgo „Arbeitgeberanteil“) gegeben hat? Oder muss ich dat tun?
Beste Grüße
Die Wachstumsphantasieen von CDU/CSU, FDP und all den “neoliberalen Marktexperten” erinnern mich genau wie die Immobilienfonds an Pyramidensysteme.
Hier der Business Plan einer mittelständischen Lebensmittelmanufaktur der Sparte Backwaren, erstellt von einem Business Analyst der Deutschen Bank: (Einheit ist ein fiktiver Wert, der kann 1 oder 1 Million sein)
Heute verkauft die Firma 1 Einheit Brot
Morgen verkauft die Firma 2 Einheiten Brot = 50% Wachstum = 50% mehr Gewinn
Übermorgen verkauft die Firma 4 Einheiten Brot = 100% Wachstum = 100% Gewinn
usw.
Realität:
Heute verkauft die Firma 1 Einheit Brot
Morgen verkauft die Firma 1 Einheit Brot – Gewinnwarnung geht an die Börse raus, Mitarbeiter machen Kurzarbeit, CEO kauft sich einen neuen Lambourghini von seiner Prämie für die Einsparungen
Übermorgen verkauft die Firma 1 Einheit Brot: 50% der Lohnempfänger werden entlassen, CEO kauft sich eine Insel von seiner Prämie für die Einsparungen
Überübermorgen: Lebensmittelmanufaktur wird von einer Heuschrecke für 1 Euro gekauft, alle Mitarbeiter entlassen und Maschinenpark sowie Gelände verkauft, CEO erhält Prämie für seine großartigen Leistungen
Woher soll das Wachstum kommen? Wenn man auch noch den “Konsumenten” immer weniger Geld lässt, um zu konsumieren?
Verkehrte Welt.
gruß, Frank
Der wunderbare Schuldenberg …..
Ich betrachte regelmässig die Uhr und das Entsetzten über unseren Staat wird immer größer….
Was können wir nur tun?
MFG
http://www.steuerzahler.de/wcsite.php/_c-43/_lkm-24/i.html?rd=t
@Alex
Ganz einfach: Uhr abschaffen.
Wir zahlen nur 70 Mrd. € Zinsen p.a. und der Staat weiß angeblich nicht einmal, wer die Gläubiger sind.
Mit Sicherheit auch Steuerhinterzieher, die über ausländische Banken ihr Geld waschen.
Die Politiker sind dumm und die Banken freuen sich:
Die Bangster erhalten fast unbegrenzt Geld von der Bundesbank zu 1% (wird jetzt beendet) und leihen dem Staat das Geld zu 4% Zinsen…..
Der größte frei herumlaufende Finanzverbrecher in Deutschland ist Peer Steinbrück, gestützt von der dümmsten Bundeskanzlerin…..