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	<title>Kommentare zu: Der Freitod eines Torwarts und die Ethik</title>
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		<title>Von: Friedenstaube im Sturzflug &#124; Rockbär.de MedienBLOG</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52946</link>
		<dc:creator>Friedenstaube im Sturzflug &#124; Rockbär.de MedienBLOG</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 23 Nov 2009 13:05:16 +0000</pubDate>
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		<description>[...] ZAPP-Medienmagazin zeigt noch mal ganz deutlich die &#8220;Massen-Trauer in den Medien&#8221; auf. Der Spiegelfechter betrachtet die vermeintliche &#8220;Ethik der Qualitätsmedien&#8221; ebenfalls sehr treffend, und [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] ZAPP-Medienmagazin zeigt noch mal ganz deutlich die &#8220;Massen-Trauer in den Medien&#8221; auf. Der Spiegelfechter betrachtet die vermeintliche &#8220;Ethik der Qualitätsmedien&#8221; ebenfalls sehr treffend, und [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Und keiner hats verstanden&#8230;&#8230;.. &#171; Bittersweetkiss</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52909</link>
		<dc:creator>Und keiner hats verstanden&#8230;&#8230;.. &#171; Bittersweetkiss</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Nov 2009 16:20:20 +0000</pubDate>
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		<description>[...] davon gelesen, auch kein Titelblatt, nur drei Blogeinträge von Frau Doktor, Gnafu und dem Spiegelfechter und die Pressekonferenz gehört. Eigentlich ist alles geschrieben worden, was zu schreiben war, [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] davon gelesen, auch kein Titelblatt, nur drei Blogeinträge von Frau Doktor, Gnafu und dem Spiegelfechter und die Pressekonferenz gehört. Eigentlich ist alles geschrieben worden, was zu schreiben war, [...]</p>
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	<item>
		<title>Von: HarryHIII</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52819</link>
		<dc:creator>HarryHIII</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 20 Nov 2009 16:43:49 +0000</pubDate>
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		<description>@F2009
Punkt für Punkt:
Natürlich sind Medikamente kein Allheilmittel: So wenig wie möglich, so viel wie nötig, das sollte immer eine der Maximen sein. Und gerne (später) auch ganz ohne Medikamente; nur muss das wirklich immer kontrolliert ablaufen (in Kooperation: Psychiater, Mediziner und Psychotherapeut) – z.B.: kein Mensch, am wenigsten die betroffene Person selbst, will, dass der Betroffene ständig wieder in akute Phasen zurückfällt. (Wir reden hier immerhin von Fällen wie der &quot;Enke-Fall&quot; einer war. Wir reden hier von Fällen, die auch schon mal - zum Schutz vor sich selbst und zum Schutz anderer - eine stationäre Aufnahme in eine geschlossene Abteilung notwendig machen.)

Ja, die freie Wahl eines Psychotherapeuten ist so eine Sache in Deutschland, geht aber eigentlich; man kann ja eben sogar wechseln. Auch hier: Zunächst Einzeltherapie, dann Gruppentherapie ist immer der bewährte Ablauf. Zu Beginn ist der Patient noch nicht stark genug gefestigt für die Erfahrungen einer Gruppentherapie - die sind nicht immer positiv. Eine wichtige Erkenntnis, die sich dem Klienten in der Gruppentherapie eröffnet, ist tatsächlich: Ich bin nicht alleine mit meiner Thematik – ein großer Fortschritt und eine große Hilfe für den Therapieverlauf.

Es gibt viele andere sehr gute Möglichkeiten anstelle von Gestalttherapie. Aber auch das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Tränen sind &lt;em&gt;keine Pflicht&lt;/em&gt; für die Bewältigung der Vergangenheit; die Gestalttherapie ist aber prädestiniert dafür Tränen und Gefühle von Desorientierung beim Klienten zu generieren, ist meine persönliche Meinung.

Insgesamt ist es so: So wie man ist und das, was man erlebt hat, kann man nicht leugnen, wegreden oder „wegmachen“. Ziel einer seriösen Psychotherapie kann es nur sein mit seinen persönlichen „Beschädigungen“ besser umgehen zu können, sie in die eigene Persönlichkeit zu reintegrieren, sie als Bestandteile von sich zu &lt;em&gt;akzeptieren&lt;/em&gt;.

Allgemein:
Ich gebe hier natürlich keine Tipps und Hinweise für Therapien. Ich gehe hier auch nicht auf genaue Einzelheiten ein. Ich kann und will das Thema hier in diesem Rahmen auch nicht mal annähernd erschöpfend darstellen. Ich bin in dieser Thematik (Depression, Psychotherapie, Verhältnis in Deutschland zur Psychotherapie und zu psychischen Erkrankungen, Medizin u.ä.m.) nur ziemlich involviert und engagiert und wollte hier nur möglichen Missverständnissen, die sonst evtl. in Verbindung mit meinem Kommentar (Nr.149) entstehen hätten können, begegnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@F2009<br />
Punkt für Punkt:<br />
Natürlich sind Medikamente kein Allheilmittel: So wenig wie möglich, so viel wie nötig, das sollte immer eine der Maximen sein. Und gerne (später) auch ganz ohne Medikamente; nur muss das wirklich immer kontrolliert ablaufen (in Kooperation: Psychiater, Mediziner und Psychotherapeut) – z.B.: kein Mensch, am wenigsten die betroffene Person selbst, will, dass der Betroffene ständig wieder in akute Phasen zurückfällt. (Wir reden hier immerhin von Fällen wie der &#8220;Enke-Fall&#8221; einer war. Wir reden hier von Fällen, die auch schon mal &#8211; zum Schutz vor sich selbst und zum Schutz anderer &#8211; eine stationäre Aufnahme in eine geschlossene Abteilung notwendig machen.)</p>
<p>Ja, die freie Wahl eines Psychotherapeuten ist so eine Sache in Deutschland, geht aber eigentlich; man kann ja eben sogar wechseln. Auch hier: Zunächst Einzeltherapie, dann Gruppentherapie ist immer der bewährte Ablauf. Zu Beginn ist der Patient noch nicht stark genug gefestigt für die Erfahrungen einer Gruppentherapie &#8211; die sind nicht immer positiv. Eine wichtige Erkenntnis, die sich dem Klienten in der Gruppentherapie eröffnet, ist tatsächlich: Ich bin nicht alleine mit meiner Thematik – ein großer Fortschritt und eine große Hilfe für den Therapieverlauf.</p>
<p>Es gibt viele andere sehr gute Möglichkeiten anstelle von Gestalttherapie. Aber auch das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.</p>
<p>Tränen sind <em>keine Pflicht</em> für die Bewältigung der Vergangenheit; die Gestalttherapie ist aber prädestiniert dafür Tränen und Gefühle von Desorientierung beim Klienten zu generieren, ist meine persönliche Meinung.</p>
<p>Insgesamt ist es so: So wie man ist und das, was man erlebt hat, kann man nicht leugnen, wegreden oder „wegmachen“. Ziel einer seriösen Psychotherapie kann es nur sein mit seinen persönlichen „Beschädigungen“ besser umgehen zu können, sie in die eigene Persönlichkeit zu reintegrieren, sie als Bestandteile von sich zu <em>akzeptieren</em>.</p>
<p>Allgemein:<br />
Ich gebe hier natürlich keine Tipps und Hinweise für Therapien. Ich gehe hier auch nicht auf genaue Einzelheiten ein. Ich kann und will das Thema hier in diesem Rahmen auch nicht mal annähernd erschöpfend darstellen. Ich bin in dieser Thematik (Depression, Psychotherapie, Verhältnis in Deutschland zur Psychotherapie und zu psychischen Erkrankungen, Medizin u.ä.m.) nur ziemlich involviert und engagiert und wollte hier nur möglichen Missverständnissen, die sonst evtl. in Verbindung mit meinem Kommentar (Nr.149) entstehen hätten können, begegnen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: F2009</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52713</link>
		<dc:creator>F2009</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 20:29:24 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1147#comment-52713</guid>
		<description>@ HarryHIII. Ja, es kann Sinn machen, zu Beginn Mundmedikamente zu bekommen um erst mal runter von dem Trip zu kommen. Aber ich selbst habe an mir gemerkt, dass es kein Allheilmittel ist. eine Freundin nimmt Medikament, seit längerem. Gut geht es ihr nicht. Sie hat jetzt auch einen Therapeuten. Aber leider kommt sie da auch nicht weiter. Denn es steht und fällt leider auch mit dem Begleiter des Prozesses, meine erste Wahl (ich habe gewechselt) hat leider bei mir zu begrenztem Erfolg geführt. Richtig gut war eine Gruppe Gliechgesinnter, mit der ich mehrere Wochen Gruppentherapie hatte. Das ist letztendlich Gesprächstherapie, die v.a. noch mit Gestaltungtherapie unterlegt wird. Medikamente durften übrigens nicht eingenommen werden und waren auch nicht nötig. Der gegenseitige Halt hat das einfach unnötig gemacht. Jemanden zu haben, der das Ähnliche durchmacht, das hat mir sehr geholfen, zuvor kam ich mir in meiner Einzeltherapie oft so vor, als ob nur ich Probleme im Leben habe. Übrigens kann man fast sagen, dass 1 Woche Gruppe wie ein Jahr Einzelgesprächstherapie ist. Also: sehr effektiv und effizient. 
Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber seitdem sehe ich vieles anders. Der Schritt hat mich allerdings ein Haufen Überwindung gekostet. Denn wer will schon sagen, dass er mal ein paar Wochen weg ist und dass er ne Gruppentherapie gemacht hat. Ich habe das nur engsten Freunden erzählt und bin heuet noch sehr vorsichtig.
Im Studium viel das zum Glück nicht so auf.... Aber genau das ist dann schon das gesellschaftliche Problem. Denn eigentlich ist so ne Therapie nichts anders, als über sich zu reden, sich mitzuteilen und von früher zu erzählen und vor allem das zu verarbeiten. Manchmal denke ich, dass ist schon so banal, weil ich das nie gedacht hätte, das es so einfach ist und so viel bewegt.
Da fließen natürlich auch Tränen (das ist die Verarbeitung), wenn die Erinnerungen hochkommen. Aber genau darum geht es auch, das ist es, was sich über Jahre anstaut und mehr und mehr zum Gefühstau führt, bis man nicht mehr kann und  zusammenbricht. Ich finde das sehr spannend. Wer ein paar Zusammenhänge für sich klar bekommen will, kann auch klein anfangen und sich die Bücher von Hans-Joachim Maaz zu Gemüte führen (z.B. Lilith-Komplex), obwohl ich gleich dazu sagen muss, lesen ersetzt nicht das handeln, leider, muss ich sagen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ HarryHIII. Ja, es kann Sinn machen, zu Beginn Mundmedikamente zu bekommen um erst mal runter von dem Trip zu kommen. Aber ich selbst habe an mir gemerkt, dass es kein Allheilmittel ist. eine Freundin nimmt Medikament, seit längerem. Gut geht es ihr nicht. Sie hat jetzt auch einen Therapeuten. Aber leider kommt sie da auch nicht weiter. Denn es steht und fällt leider auch mit dem Begleiter des Prozesses, meine erste Wahl (ich habe gewechselt) hat leider bei mir zu begrenztem Erfolg geführt. Richtig gut war eine Gruppe Gliechgesinnter, mit der ich mehrere Wochen Gruppentherapie hatte. Das ist letztendlich Gesprächstherapie, die v.a. noch mit Gestaltungtherapie unterlegt wird. Medikamente durften übrigens nicht eingenommen werden und waren auch nicht nötig. Der gegenseitige Halt hat das einfach unnötig gemacht. Jemanden zu haben, der das Ähnliche durchmacht, das hat mir sehr geholfen, zuvor kam ich mir in meiner Einzeltherapie oft so vor, als ob nur ich Probleme im Leben habe. Übrigens kann man fast sagen, dass 1 Woche Gruppe wie ein Jahr Einzelgesprächstherapie ist. Also: sehr effektiv und effizient.<br />
Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber seitdem sehe ich vieles anders. Der Schritt hat mich allerdings ein Haufen Überwindung gekostet. Denn wer will schon sagen, dass er mal ein paar Wochen weg ist und dass er ne Gruppentherapie gemacht hat. Ich habe das nur engsten Freunden erzählt und bin heuet noch sehr vorsichtig.<br />
Im Studium viel das zum Glück nicht so auf&#8230;. Aber genau das ist dann schon das gesellschaftliche Problem. Denn eigentlich ist so ne Therapie nichts anders, als über sich zu reden, sich mitzuteilen und von früher zu erzählen und vor allem das zu verarbeiten. Manchmal denke ich, dass ist schon so banal, weil ich das nie gedacht hätte, das es so einfach ist und so viel bewegt.<br />
Da fließen natürlich auch Tränen (das ist die Verarbeitung), wenn die Erinnerungen hochkommen. Aber genau darum geht es auch, das ist es, was sich über Jahre anstaut und mehr und mehr zum Gefühstau führt, bis man nicht mehr kann und  zusammenbricht. Ich finde das sehr spannend. Wer ein paar Zusammenhänge für sich klar bekommen will, kann auch klein anfangen und sich die Bücher von Hans-Joachim Maaz zu Gemüte führen (z.B. Lilith-Komplex), obwohl ich gleich dazu sagen muss, lesen ersetzt nicht das handeln, leider, muss ich sagen.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Warnung: entfremdete Lebens- und Lernverhältnisse können tödlich sein &#171; Nachdenkseiten der Schulpsychologie</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52709</link>
		<dc:creator>Warnung: entfremdete Lebens- und Lernverhältnisse können tödlich sein &#171; Nachdenkseiten der Schulpsychologie</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 20:04:57 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Spiegelfechter, taz-Artikel zu Robert Enke, Micha Hilgers in der FR [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Spiegelfechter, taz-Artikel zu Robert Enke, Micha Hilgers in der FR [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: againstthewind</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52700</link>
		<dc:creator>againstthewind</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 18:40:19 +0000</pubDate>
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		<description>Es gab einmal eine kritische Psychotherapie in einer romantischen Universitätsstadt am Neckar. Dort  hatten die Patientinnen  praktisch die gleichen Rechte wie die Therapeutinnen, es gab Vollversammlungen und Arbeitskreise u a. über die demokratische Psychiatrie  in Italien, über Phänomenologie der Erfahrung von Laing.
Diese praktizierte Form einer kritischen Öffentlichkeit , in der die PatientInnen die 
therapeutischen Techniken  oft hinterfragten , war der Unibürokratie natürlich ein Dorn im Auge, und so wurde diese wohl einzigartige Psychotherapeutische Beratungsstelle  des Studentenwerkes Heidelberg Mitte der 1980er Jahre geschlossen.Seither  wird  eben vor allem  indivudualpsychologische  Therapie   betrieben, schnelle scheinbare Symtombehebung, die Probleme des Einzelnen also isoliert  von den gesellschaftlichen Zusammenhängen  gesehen.
Zum Weiterlesen:
Dieter Spazier , Jörg Bopp: Grenzübergänge. Psychotherapie als kollektive Praxis, Frankfurt am Main 1975 (es 738)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Es gab einmal eine kritische Psychotherapie in einer romantischen Universitätsstadt am Neckar. Dort  hatten die Patientinnen  praktisch die gleichen Rechte wie die Therapeutinnen, es gab Vollversammlungen und Arbeitskreise u a. über die demokratische Psychiatrie  in Italien, über Phänomenologie der Erfahrung von Laing.<br />
Diese praktizierte Form einer kritischen Öffentlichkeit , in der die PatientInnen die<br />
therapeutischen Techniken  oft hinterfragten , war der Unibürokratie natürlich ein Dorn im Auge, und so wurde diese wohl einzigartige Psychotherapeutische Beratungsstelle  des Studentenwerkes Heidelberg Mitte der 1980er Jahre geschlossen.Seither  wird  eben vor allem  indivudualpsychologische  Therapie   betrieben, schnelle scheinbare Symtombehebung, die Probleme des Einzelnen also isoliert  von den gesellschaftlichen Zusammenhängen  gesehen.<br />
Zum Weiterlesen:<br />
Dieter Spazier , Jörg Bopp: Grenzübergänge. Psychotherapie als kollektive Praxis, Frankfurt am Main 1975 (es 738)</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: HarryHIII</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52687</link>
		<dc:creator>HarryHIII</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 16:04:56 +0000</pubDate>
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		<description>@ F2009
Ganz verdammen würde ich, im Falle von Depressionen, die Antidepressiva und Anxiolytika nicht; Anxiolytika kurz gesagt: dämpfen Angst- und Spannungszustände. Sie sind Mittel der Wahl um den Teufelskreis zu unterbrechen in dem sich diese Patienten (Klienten) zunächst befinden.
Aber danach: muss eine gut abgesicherte Psychotherapie parallel zu einer weiteren ebenso gut kontrollierten medikamentösen Therapie laufen. (Medikamente: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!) Und genau das läuft hier in Deutschland unter der Allmacht der Mediziner falsch. Wobei: Psychiater sind spezialisierte Mediziner.

Mediziner erwerben ihre Psychologie im Studium beziehungsweise in gesponserten Wochenendseminaren; danach können sie diese Fertigkeiten dann aber immerhin schön mit der Krankenkasse abrechnen. Diplom-Psychologen werden da ganz anders bis zu ihrer Zulassung als niedergelassener Therapeut malträtiert – dreimal darf man raten weshalb (ein Tipp: Pfründe und Wissenschaftsgeschichte).

@ Phil
Konkret zur Depression: Wenn ein Bürger in Deutschland einmal mit der Diagnose Depression (welche Unterform auch immer) belegt ist, bleibt das unauslöschlich in seinen Akten; Personalakten, Versicherungsakten und so weiter sind &lt;em&gt;lebenslang&lt;/em&gt; mit diesem Eintrag behaftet, sozusagen stigmatisiert.

Wie der „Spiegelfechter“-himself bereits oben in seinen Kommentaren (Nr.45) andeutete: das Sozialsystem und vor allen Dingen Versicherungen, speziell Lebensversicherungen, freuen sich, denn sie brauchen eben aufgrund eines solchen Eintrags praktisch nie zu bezahlen, nie in Leistung zu treten!
(War so etwas auch eine von Enkes Ängsten?)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ F2009<br />
Ganz verdammen würde ich, im Falle von Depressionen, die Antidepressiva und Anxiolytika nicht; Anxiolytika kurz gesagt: dämpfen Angst- und Spannungszustände. Sie sind Mittel der Wahl um den Teufelskreis zu unterbrechen in dem sich diese Patienten (Klienten) zunächst befinden.<br />
Aber danach: muss eine gut abgesicherte Psychotherapie parallel zu einer weiteren ebenso gut kontrollierten medikamentösen Therapie laufen. (Medikamente: So viel wie nötig, so wenig wie möglich!) Und genau das läuft hier in Deutschland unter der Allmacht der Mediziner falsch. Wobei: Psychiater sind spezialisierte Mediziner.</p>
<p>Mediziner erwerben ihre Psychologie im Studium beziehungsweise in gesponserten Wochenendseminaren; danach können sie diese Fertigkeiten dann aber immerhin schön mit der Krankenkasse abrechnen. Diplom-Psychologen werden da ganz anders bis zu ihrer Zulassung als niedergelassener Therapeut malträtiert – dreimal darf man raten weshalb (ein Tipp: Pfründe und Wissenschaftsgeschichte).</p>
<p>@ Phil<br />
Konkret zur Depression: Wenn ein Bürger in Deutschland einmal mit der Diagnose Depression (welche Unterform auch immer) belegt ist, bleibt das unauslöschlich in seinen Akten; Personalakten, Versicherungsakten und so weiter sind <em>lebenslang</em> mit diesem Eintrag behaftet, sozusagen stigmatisiert.</p>
<p>Wie der „Spiegelfechter“-himself bereits oben in seinen Kommentaren (Nr.45) andeutete: das Sozialsystem und vor allen Dingen Versicherungen, speziell Lebensversicherungen, freuen sich, denn sie brauchen eben aufgrund eines solchen Eintrags praktisch nie zu bezahlen, nie in Leistung zu treten!<br />
(War so etwas auch eine von Enkes Ängsten?)</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Phil</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52683</link>
		<dc:creator>Phil</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 19 Nov 2009 14:56:25 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1147#comment-52683</guid>
		<description>@Peter:

&lt;blockquote&gt;Wäre die Haltung der Gesellschaft zu psychischen Erkrankungen eine, andere, würde er und all die anderen, die sich aufgrund dessen vor einer Behandlung scheuten, vielleicht noch leben.&lt;/blockquote&gt;

Wie wäre es mal, die Sache von der anderen Seite zu betrachten?

Seit Jahrzehnten steigen die psychischen Leiden, seit 1995 steigen die Fehltage aufgrund dieser und stehen mitlerweile auf Platz 3 der AU-Tage.
Was ist jedoch bisher alles geschehen? Den Arbeitern wird unter anderem gesagt, sie wären unnütze Kostenfaktoren, kürzt ihnen den Lohn, Arbeit wird immer weiter verdichtet, Stellen abgebaut so dass noch weitere Belastungen draufkommen, es werden unrealistische Arbeitsvorgaben gemacht, die man in der bereitgestellten Zeit nicht erfüllen kann, wird ihnen mit Arbeitsplatzverlust etc. gedroht und vielem mehr.
Dito auch beim Volk als ganzes. Der Zusammenhalt wird als etwas verwerfliches abgetan, es wird behauptet, man könne es schaffen während gleichzeitig die Möglichkeiten dazu abgebaut werden. Und das fängt letztlich auch mit der Schule an. Ja, wir brauchen ein anderes Schulsystem, welches einem auch die Chance lässt. Das ist mit unserem jetzigen System jedoch nicht zu machen. Besser wäre ein eingliedriges Schulsystem, wo erst sehr spät die Schüler verteilt werden. Nicht umsonst haben beispielsweise Frankreich 80%, Finnland 93% und Süd-Korea gar 97% Schulabgänger mit dem höchsten Abschluss. Deutschland gerade einmal 43%.

Dann ist es auch kein Wunder, wenn die psychischen Belastungen zu viel werden.

Setze ichbeispielsweise ein Tier unter Dauerstress, es wird die gleichen Symptome zeigen, die auch beim Menschen sichtbar sind.
Ich habe zum Beispiel keine Lust, in der Nähe eines in gefangenschaftlebenden Elephanten zu sein, der von seinen Wärtern ständig getriezt zu werden.
Und im Gegensatz zu unseren Politikern und anderen haben dies die Menschen erkannt, die professionell mit Tieren arbeiten.

Im Grunde muss das Volk als solches dringend zum Psychologen und nicht den Menschen, die darunter zu leiden haben, eingeredet werden, sie seien ja &quot;selber schuld&quot;. Das würde uns eine Menge Ärger sparen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Peter:</p>
<blockquote><p>Wäre die Haltung der Gesellschaft zu psychischen Erkrankungen eine, andere, würde er und all die anderen, die sich aufgrund dessen vor einer Behandlung scheuten, vielleicht noch leben.</p></blockquote>
<p>Wie wäre es mal, die Sache von der anderen Seite zu betrachten?</p>
<p>Seit Jahrzehnten steigen die psychischen Leiden, seit 1995 steigen die Fehltage aufgrund dieser und stehen mitlerweile auf Platz 3 der AU-Tage.<br />
Was ist jedoch bisher alles geschehen? Den Arbeitern wird unter anderem gesagt, sie wären unnütze Kostenfaktoren, kürzt ihnen den Lohn, Arbeit wird immer weiter verdichtet, Stellen abgebaut so dass noch weitere Belastungen draufkommen, es werden unrealistische Arbeitsvorgaben gemacht, die man in der bereitgestellten Zeit nicht erfüllen kann, wird ihnen mit Arbeitsplatzverlust etc. gedroht und vielem mehr.<br />
Dito auch beim Volk als ganzes. Der Zusammenhalt wird als etwas verwerfliches abgetan, es wird behauptet, man könne es schaffen während gleichzeitig die Möglichkeiten dazu abgebaut werden. Und das fängt letztlich auch mit der Schule an. Ja, wir brauchen ein anderes Schulsystem, welches einem auch die Chance lässt. Das ist mit unserem jetzigen System jedoch nicht zu machen. Besser wäre ein eingliedriges Schulsystem, wo erst sehr spät die Schüler verteilt werden. Nicht umsonst haben beispielsweise Frankreich 80%, Finnland 93% und Süd-Korea gar 97% Schulabgänger mit dem höchsten Abschluss. Deutschland gerade einmal 43%.</p>
<p>Dann ist es auch kein Wunder, wenn die psychischen Belastungen zu viel werden.</p>
<p>Setze ichbeispielsweise ein Tier unter Dauerstress, es wird die gleichen Symptome zeigen, die auch beim Menschen sichtbar sind.<br />
Ich habe zum Beispiel keine Lust, in der Nähe eines in gefangenschaftlebenden Elephanten zu sein, der von seinen Wärtern ständig getriezt zu werden.<br />
Und im Gegensatz zu unseren Politikern und anderen haben dies die Menschen erkannt, die professionell mit Tieren arbeiten.</p>
<p>Im Grunde muss das Volk als solches dringend zum Psychologen und nicht den Menschen, die darunter zu leiden haben, eingeredet werden, sie seien ja &#8220;selber schuld&#8221;. Das würde uns eine Menge Ärger sparen.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: F2009</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52643</link>
		<dc:creator>F2009</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 20:42:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1147#comment-52643</guid>
		<description>Ja, das sehe ich auch so. Das Thema Depression wird für mich viel zu sehr runtergespielt. Also, was macht es denn mit jedem einzelnen, der von dem Fall hört, warum ist es denn so sehr Thema? 
Ich will mal anfangen, Fragen und manchmal auch sehr persönliche Antworten zu geben....

Meine ersten Gedanken zu der Debatte waren: 
Warum fragt keiner nach der Ursache?! Was heißt es denn wirklich, Leistungssport zu treiben? Wie hoch ist denn der Druck, oft seit früher Kindheit. Schon im Vorschulalter feste Trainingszeiten und der Druck gut sein zu müssen. Und werde &quot;ich&quot; auch akzeptiert, wenn ich mal nicht Leistung bringe?! Fälle, in denen Fußballspieler bis nach Hause von ihren frustrierten &quot;Fans&quot; verfolgt und verwünscht werden ist kein Märchen mehr. 
Und die Gesellschaft? Wie gehen WIR mit dem Nicht-Perfekten um? Wie fehlertolerant ist unser &quot;Leistungs&quot;gesellschaft? Ich habe das Gefühl: kaum! Das geht in der Schule weiter. Der Druck ist auf verschiedenen Ebenen stark und durchzieht alle Lebensphasen. 

Ich kenne genug, die Angst hatten, vor Vorträgen, vorm Versagen, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung, Angst vorm Scheitern. Angst, nicht gewollt und nicht anerkannt zu sein. Wenn der Selbstwert nicht groß genug ist, kann die Folge sein, dass man sich zurückzieht, weil man ja eh das nicht schafft und dann in der Situation nicht so gesehen werden will. Die Sorge vor der „Blamage“ ist zu groß. 
Je weniger ein Mensch von seinen Eltern an Liebe mitbekommen hat, dass Sie dem Kind klar machen, auch wenn du mal einen Fehler machst: es ist ok und wir mögen dich trotzdem, das gehört dazu und je weniger Rückenhalt sie haben, umso mehr sind sie bereits als Kinder angewiesen, die Erwartungen zu erfüllen um ihren Teil der Liebe und Anerkennung zu bekommen.

Bekommen sie das nicht mit, bekommen sie tagtäglich (zumeist unterschwellig, nonverbal)die Information „Nur, wenn du gut bist, bist du was wert“, Aber was ist, wenn man nicht so gut sein kann (ich gebe mir Mühe, aber es reicht nicht), wie es erwartet wird? 
Woher nimmt man dann den Wert, wenn man ihn nicht bekommen hat?
Gelernt ist: Wenn ich nicht gut bin, bin ich nichts wert. 
Depressionen sind dann der Selbsthass, die nach innen gerichtete Aggression/Druck (De-Pression – innerer Druck))gegen sich selbst. 
Zu sagen, Depression ist rein physisch bedingt und kann mit Medikamenten behandeln werden, treibt mir die Galle hoch. Das ist das gleiche wie: Rauchen ist gesund. Die Pharmaindustrie hat aus meiner Sicht hier zu sehr ihre Finger im Spiel. Denn was wäre denn, wenn es reichen würde, sein Leben aufzuarbeiten um sich und seine Störungen zu erkennen und danach neue Wege zu lernen? Die Medikamentenindustrie hätte sicher ein riesiges Problem. Und: Es geht! Ich stand vor 10 Jahren selbst an diesem Punkt, hatte schon wenige Wochen diese Tabletten genommen und wieder abgesetzt. Denn: Es ist keine Lösung- es ist Chemie! Ich vergleiche das mal: Das ist wie, wenn ich permanent Milch trinke, danach Magenkrämpfe bekomme und aber anstatt die Milch weglassen einfach jeden Tag zusätzlich Medikamente schlucke. Also DAS finde ich krank.
Jetzt könnte man sich fragen: warum denn raten dann sogar Ärzte dazu?
Meine Antwort: Auch Ärzte sind Menschen! (((Übrigens: Der Arzt von Robert Enke z.B. wollte sich scheinbar profilieren, denn er hätte nie seine Schweigepflicht als Arzt brechen dürfen, auch nicht über den Tod seines Patienten hinaus. Das hat er aber schon getan, da reicht bereits, dass er sagt, dass er behandelnder Arzt war. Keiner fragt, ob man ihn dafür verklagen sollte….))

Raus aus den Tabletten! Nicht nur das Symptom mit Hilfe der Pharmaindustrie „Pflegen“, sondern die Ursache angehen: 
Der Weg: Psychotherapie statt Psychiatrie! Das heißt: Ich setzt mich mit mir auseinander. Ich gestehe mir Fehler ein. Ich sehe meine Grenzen. Ich lerne mich kennen. Ich sehe genau hin, um zu verstehen, warum ich im Hier und Jetzt wie reagiere. Gehen Sie damit? Trauen Sie sich diesen Weg? Haben Sie den Mut? 
Ich habe mal gehört, dass man das mit einer Situation aus dem Film „Matrix „ vergleichen kann. Der Held dort merkt, dass was nicht stimmt und dass es ihm nicht gut geht und er steht vor der Wahl, nimmt er die eine Pille, dann sieht er das wahre Leben, in dem er sich befindet, welches zwar nicht immer schön ist, aber in dem er sich nichts mehr vormachen muss und authentisch sein kann oder nimmt er die andere Pille und lebt weiter in seiner Scheinwelt. Er entscheidet sich für den klaren Blick und damit für eine neue Perspektive mit allen schönen als auch negativen Momenten und befreit sich von der Illusion. 
So ist es auch: Die eine Pille heißt Psychotherapie, die eine neue Sicht, das wahre Leben zeigt. Die andere Pille ist auch wirklich eine Pille „Antidepressiva“, die Emotionen abtötet und den Blick auf die Wirklichkeit nicht zulässt. 
Ich habe mich entschieden. Und ich lebe seit meinem Weg, der kurz vor der Klippe begann heute sehr erfolgreich in einem Job, in dem ich auf Menschen zugehen muss und habe mehr Selbstbewusstsein, das mich auch vor Fehltritten schützt. Manchmal versucht mich das Alte wieder zurückzuzerren und mal hänge ich durch, aber nie mehr so tief und nie mehr so lange. Selbstmord ist kein Thema mehr. Mein guter „Coach“, wie ich meinen Therapeuten nur noch nenne, ist meine Hilfe zur Selbsthilfe und mehr Luxus kann ich mir im Leben nicht leisten. Ich weiß jetzt, wer ich bin, wo ich herkomme und wo meine Grenzen und meine Stärken sind. Ich stehe aufrecht und kann auch akzeptieren, wenn ich mal durchhänge.
Ich kann nur jeden ermutigen: es lohnt sich! Ich kenne privat sehr viele, die den Weg begonnen haben und seitdem ein anderes Leben führen mit mehr Wärme, besseren Beziehungen und einfach mehr Zufriedenheit. Noch reden nicht viele drüber. Aber der Weg ist geebnet. Zum Glück. Nur Mut!!!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, das sehe ich auch so. Das Thema Depression wird für mich viel zu sehr runtergespielt. Also, was macht es denn mit jedem einzelnen, der von dem Fall hört, warum ist es denn so sehr Thema?<br />
Ich will mal anfangen, Fragen und manchmal auch sehr persönliche Antworten zu geben&#8230;.</p>
<p>Meine ersten Gedanken zu der Debatte waren:<br />
Warum fragt keiner nach der Ursache?! Was heißt es denn wirklich, Leistungssport zu treiben? Wie hoch ist denn der Druck, oft seit früher Kindheit. Schon im Vorschulalter feste Trainingszeiten und der Druck gut sein zu müssen. Und werde &#8220;ich&#8221; auch akzeptiert, wenn ich mal nicht Leistung bringe?! Fälle, in denen Fußballspieler bis nach Hause von ihren frustrierten &#8220;Fans&#8221; verfolgt und verwünscht werden ist kein Märchen mehr.<br />
Und die Gesellschaft? Wie gehen WIR mit dem Nicht-Perfekten um? Wie fehlertolerant ist unser &#8220;Leistungs&#8221;gesellschaft? Ich habe das Gefühl: kaum! Das geht in der Schule weiter. Der Druck ist auf verschiedenen Ebenen stark und durchzieht alle Lebensphasen. </p>
<p>Ich kenne genug, die Angst hatten, vor Vorträgen, vorm Versagen, nicht gut genug zu sein. Angst vor Ablehnung, Angst vorm Scheitern. Angst, nicht gewollt und nicht anerkannt zu sein. Wenn der Selbstwert nicht groß genug ist, kann die Folge sein, dass man sich zurückzieht, weil man ja eh das nicht schafft und dann in der Situation nicht so gesehen werden will. Die Sorge vor der „Blamage“ ist zu groß.<br />
Je weniger ein Mensch von seinen Eltern an Liebe mitbekommen hat, dass Sie dem Kind klar machen, auch wenn du mal einen Fehler machst: es ist ok und wir mögen dich trotzdem, das gehört dazu und je weniger Rückenhalt sie haben, umso mehr sind sie bereits als Kinder angewiesen, die Erwartungen zu erfüllen um ihren Teil der Liebe und Anerkennung zu bekommen.</p>
<p>Bekommen sie das nicht mit, bekommen sie tagtäglich (zumeist unterschwellig, nonverbal)die Information „Nur, wenn du gut bist, bist du was wert“, Aber was ist, wenn man nicht so gut sein kann (ich gebe mir Mühe, aber es reicht nicht), wie es erwartet wird?<br />
Woher nimmt man dann den Wert, wenn man ihn nicht bekommen hat?<br />
Gelernt ist: Wenn ich nicht gut bin, bin ich nichts wert.<br />
Depressionen sind dann der Selbsthass, die nach innen gerichtete Aggression/Druck (De-Pression – innerer Druck))gegen sich selbst.<br />
Zu sagen, Depression ist rein physisch bedingt und kann mit Medikamenten behandeln werden, treibt mir die Galle hoch. Das ist das gleiche wie: Rauchen ist gesund. Die Pharmaindustrie hat aus meiner Sicht hier zu sehr ihre Finger im Spiel. Denn was wäre denn, wenn es reichen würde, sein Leben aufzuarbeiten um sich und seine Störungen zu erkennen und danach neue Wege zu lernen? Die Medikamentenindustrie hätte sicher ein riesiges Problem. Und: Es geht! Ich stand vor 10 Jahren selbst an diesem Punkt, hatte schon wenige Wochen diese Tabletten genommen und wieder abgesetzt. Denn: Es ist keine Lösung- es ist Chemie! Ich vergleiche das mal: Das ist wie, wenn ich permanent Milch trinke, danach Magenkrämpfe bekomme und aber anstatt die Milch weglassen einfach jeden Tag zusätzlich Medikamente schlucke. Also DAS finde ich krank.<br />
Jetzt könnte man sich fragen: warum denn raten dann sogar Ärzte dazu?<br />
Meine Antwort: Auch Ärzte sind Menschen! (((Übrigens: Der Arzt von Robert Enke z.B. wollte sich scheinbar profilieren, denn er hätte nie seine Schweigepflicht als Arzt brechen dürfen, auch nicht über den Tod seines Patienten hinaus. Das hat er aber schon getan, da reicht bereits, dass er sagt, dass er behandelnder Arzt war. Keiner fragt, ob man ihn dafür verklagen sollte….))</p>
<p>Raus aus den Tabletten! Nicht nur das Symptom mit Hilfe der Pharmaindustrie „Pflegen“, sondern die Ursache angehen:<br />
Der Weg: Psychotherapie statt Psychiatrie! Das heißt: Ich setzt mich mit mir auseinander. Ich gestehe mir Fehler ein. Ich sehe meine Grenzen. Ich lerne mich kennen. Ich sehe genau hin, um zu verstehen, warum ich im Hier und Jetzt wie reagiere. Gehen Sie damit? Trauen Sie sich diesen Weg? Haben Sie den Mut?<br />
Ich habe mal gehört, dass man das mit einer Situation aus dem Film „Matrix „ vergleichen kann. Der Held dort merkt, dass was nicht stimmt und dass es ihm nicht gut geht und er steht vor der Wahl, nimmt er die eine Pille, dann sieht er das wahre Leben, in dem er sich befindet, welches zwar nicht immer schön ist, aber in dem er sich nichts mehr vormachen muss und authentisch sein kann oder nimmt er die andere Pille und lebt weiter in seiner Scheinwelt. Er entscheidet sich für den klaren Blick und damit für eine neue Perspektive mit allen schönen als auch negativen Momenten und befreit sich von der Illusion.<br />
So ist es auch: Die eine Pille heißt Psychotherapie, die eine neue Sicht, das wahre Leben zeigt. Die andere Pille ist auch wirklich eine Pille „Antidepressiva“, die Emotionen abtötet und den Blick auf die Wirklichkeit nicht zulässt.<br />
Ich habe mich entschieden. Und ich lebe seit meinem Weg, der kurz vor der Klippe begann heute sehr erfolgreich in einem Job, in dem ich auf Menschen zugehen muss und habe mehr Selbstbewusstsein, das mich auch vor Fehltritten schützt. Manchmal versucht mich das Alte wieder zurückzuzerren und mal hänge ich durch, aber nie mehr so tief und nie mehr so lange. Selbstmord ist kein Thema mehr. Mein guter „Coach“, wie ich meinen Therapeuten nur noch nenne, ist meine Hilfe zur Selbsthilfe und mehr Luxus kann ich mir im Leben nicht leisten. Ich weiß jetzt, wer ich bin, wo ich herkomme und wo meine Grenzen und meine Stärken sind. Ich stehe aufrecht und kann auch akzeptieren, wenn ich mal durchhänge.<br />
Ich kann nur jeden ermutigen: es lohnt sich! Ich kenne privat sehr viele, die den Weg begonnen haben und seitdem ein anderes Leben führen mit mehr Wärme, besseren Beziehungen und einfach mehr Zufriedenheit. Noch reden nicht viele drüber. Aber der Weg ist geebnet. Zum Glück. Nur Mut!!!</p>
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	<item>
		<title>Von: Flüge</title>
		<link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1147/der-freitod-eines-torwarts-und-die-ethik/comment-page-4#comment-52623</link>
		<dc:creator>Flüge</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 18 Nov 2009 16:30:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde es auch wichtig, nicht länger die Augen vor dieser Krankheit zu verschließen. Es ist schade, dass immer erst irgendwas schlimmes passieren muss, bis sich die Medienmühlen anfangen zu bewegen.
Problematisch ist jedoch, wie mit dem Thema im Fall Enkes umegangen wird. Natürlich ist das für Zeitungen der perfekte Aufmacher, um eine möglichst hohe Absatzzahl zu finden. Doch man muss gerade die Medien als Sprachrohr für alle Menschen in die Verantwortung nehmen und deren Vorgehen überwachen! Das ist kein Aufruf zur Zensur, sondern nur zum Erhalt von Moralvorstellungen und der Eindämmung von Profitdenken.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde es auch wichtig, nicht länger die Augen vor dieser Krankheit zu verschließen. Es ist schade, dass immer erst irgendwas schlimmes passieren muss, bis sich die Medienmühlen anfangen zu bewegen.<br />
Problematisch ist jedoch, wie mit dem Thema im Fall Enkes umegangen wird. Natürlich ist das für Zeitungen der perfekte Aufmacher, um eine möglichst hohe Absatzzahl zu finden. Doch man muss gerade die Medien als Sprachrohr für alle Menschen in die Verantwortung nehmen und deren Vorgehen überwachen! Das ist kein Aufruf zur Zensur, sondern nur zum Erhalt von Moralvorstellungen und der Eindämmung von Profitdenken.</p>
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