Spitze Ellenbogen statt starker Schultern
geschrieben am 13. November 2009 von Spiegelfechter
Schwarz-Gelb beerdigt die paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems
“Es wird in jeder Gesellschaft einen Ausgleich geben müssen zwischen Arm und Reich – aber eben nicht im Gesundheitssystem.” Mit dem Sozialstaatsgedanken haben die Vorstellungen, die der frischgebackene Gesundheitsminister Philipp Rösler in der gestrigen Bundestagsdebatte über das Gesundheitssystem offenbarte, nur mehr wenig zu tun. Die neue Regierung will das System der gesetzlichen Krankenkassen von Grund auf reformieren.
Die Kosten steigen von Jahr zu Jahr um rund 2,5%. Die Arbeitgeber sollen allerdings von künftigen Kostensteigerungen ausgenommen werden. Auf der Ausgabenseite will und kann man nicht sparen – schließlich gehören Ärzte und Apotheker zur Stammwählerschaft der FDP und auch die Gesundheits- und Pharmaindustrie kann fest darauf zählen, dass Schwarz-Gelb ihnen bei ihrem Renditestreben nicht in die Parade fährt. Steigende Kosten auf der Ausgabenseite bedingen steigende Kosten auf der Einnahmenseite – ohne Beteiligung der Arbeitgeber kann dies nur eine massive Mehrbelastung der Arbeitnehmer bedeuten, und die soll, so will es die Regierung, einkommensunabhängig per Pauschalbetrag erhoben werden. Aus dem “Mehr Netto vom Brutto” wird für die Mehrheit des Volkes also nichts. Aber darum geht es Schwarz-Gelb ja auch nicht. Die “Leistungsträger” werden durch die gesundheitspolitischen Novellen jedenfalls massiv entlastet – Mission erfüllt.
Das Ende einer Erfolgsgeschichte
Im letzten Jahr konnte die paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems ihr 125jähriges Jubiläum feiern. Seit der Verabschiedung des Gesetzes betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter im Jahre 1883 werden in Deutschland die Beiträge zur Krankenversicherung jeweils zur Hälfte von Arbeitnehmern und Arbeitgebern gemeinsam bezahlt. Wie selbstverständlich wurde die Höhe der Beiträge stets an der Höhe des Einkommens bemessen. Dies ist schließlich einer der Grundpfeiler des Sozialstaates – starke Schultern können mehr Lasten tragen als schwache. Sozialstaat ade, die geplanten Reformen entkoppeln die Finanzierung des Gesundheitssystems endgültig vom “solidarischen Ballast” alter Zeiten. Künftig wird die Krankenschwester genau so viel zu schultern haben wie der Chefarzt.
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Kategorien: Deutschland Neoliberalismus
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Im Zusammenhang mit freier Marktwirtschaft kann ich nur den neuen Film von Michael Moore empfehlen. Abseits seiner Argumentationslinie (die manchmal sehr gewollt ist) gibt es sehr interessantes Filmmaterial zum Wirtschaftssektor, und ebenso interessante Denkanstösse.
Die Krankenschwester kriegt bestimmt starke Schultern durch ihre arbeit aber der echte Leistungsträger muss sich das Fitnessstudio auch leisten können. Die Golftasche ist auch nicht gerade leicht.
Schröder hat das Siegel zerbrochen und die Richtung gezeigt.
Jetzt gibt es kein halten mehr die Richtung steht fest. Es wird Wachstum geben, die Krankenschwester kriegt breitere Schultern und die Golftasche wird immer wertvoller.
Jeder hat es gewußt und jeder hatte die Wahl.
Ich habe Hoffnung, dass das Volk wieder auf die Straße geht, wenn es soweit kommt, dass jeder eine Pauschale zahlen muss. Ich frage mich wirklich, ob die führenden Politiker das aus purer Bosheit tun oder ob ihnen in ihrem Elfenbeinturm nie der Gedanke kommt, dass das Wahnsinn ist, was sie planen…
@SF:
Du hast da einen Typo im Text “Mehr Brutto vom Netto” sollte doch sicher eher “Mehr Netto vom Brutto” heissen?!
Ansonsten guter Artikel, auch wenn er wieder mal das schwarz-gelbe Grausen ist, was er beschreiben muss. Furchtbar gruselig!
@Olli: Ich befürchte, das hat “niemand” gewusst, auch wenn es hätten alle wissen können.
@Gast: Die Leute könnten ebenso gut vor Jahren auf die Strasse gegangen sein. Man denke nur an das Rentensystem. Hat aber niemand gemacht. Also wird auch diesmal niemand auf die Strasse gehen. Die Handlanger der Lobbies kennen die Grenzen ganz gut. Das muss man ihnen wirklich zugestehen.
DANKE, das Thema ist die größte Schweinerei der FDP, jedoch ohne SPD wäre der Einstieg niemals möglich gewesen. Mir kommt jedes Mal der Mageninhalt hoch, wenn ich über das Gesundheitssystem nachdenke.
Übrigens:
Die Familie von und zu Guttenberg hat zwar ihre Anteile an eine privaten Krankenhauskette verkauft und keiner weiß so recht, wo die 600 Mill. € jetzt angelegt sind………
Mir geht es hier nicht um das Geld, sondern die Einstellung (CSU).
Wenn die CDU einen 29 jährigen – Jens Spahn – , der nie gearbeitet hatte, zum gesundheitspolitischen Sprecher gewählt hat, sagt dieses vieles aus, was uns erwartet.
Die Frage ist doch: wo denn eigentlich dann? Im Steuersystem hat die Regierung sich ja jegliche Möglichkeit verbaut irgendeinen Ausgleich zu schaffen da das ganze (nicht vorhandene) Geld an Unternehmen und Vermögende geht. Im Bildungssystem geht man eher in die andere Richtung. Während man in Deutschland daran arbeiten sollte Bildung weniger einkommensabhängig zu machen, werden die Studiengebuehren zementiert. Und eine paar mehr Stipendien werden das auch nicht richten.
Und im Gesundheitssystem wird nun ja jeder soziale Ausgleich von vorneherein ausgeschlossen. Damit findet sich die FDP entweder damit ab dass Arme es sich schlicht nicht mehr leisten können krank zu sein oder dass arme Kranke zu Bittstellern werden die auf den Knien rutschen muessen um vom Staat gnädigerweise notwendige Behandlungen bezahlt zu bekommen. Beides verstösst meiner Meinung nach gegen die Menschenwuerde.
Was nuetzen eigentlich all die schönen Grundrechte wenn die sozialen Menschenrechte mit Fuessen getreten werden?
Irgendwie erinnert das ganze schon stark an die USA…. Bye bye Sozialstaat.
Schoen geschrieben, allerdings das Ganzheitliche aussen vor gelassen. Wie waere zum Beispiel eine Bundesdeutsche Gesellschaft, in welcher alles den selben Eintritt zahlen:
Lohnsteuer pro Kopf = 500 EUR (Einkommensunabhaengig*, Arbeitgeberanteil entfaellt, Selbstaendige zahlen auch)
Krankenversicherung = 250 EUR (*)
Rentenversicherung = 250 EUR (*1)
Solidaritaetszuschlag = entfaellt
Pflegeversicherung = 20 EUR (*)
Unfallversicherung = 20 EUR (*, kein Arbeitgeberanteil, Arbeitnehmer incl. Selbstaendige)
Alle Angaben pro Monat.
Mehrwertsteuer auf alle Waren incl. Lebensmittel / Alkohol =20% (Tabak, Mineraloel und Zweckbedingte Steuern entfallen)
Auszubildende und Prakitikanten sind bei Festlegung bis zu einer maximalen Verguetungsgrenze ausgeschlossen (abgabenfrei)
Einfuehrung des Mindestlohns bei 15 EUR/Stunde.
Keine Einkommensbegrenzung, Hinzuverdienst nach oben nicht reguliert.
Kindergeld = 400 EUR pro Kind
Keine weiteren staatlichen Zuschuesse oder Steuerabschreibungsmodelle.
@SF
Ein bitterer Artikel. Ich hätte mir gewünscht, dass es mehr von solchen Artikeln mal in den Qualitätsmedien gegeben hätte, bevor die “Wahl” durchgeführt wurde, denn die ganzen “neu skizzierten Projekte” der gelben Krankheit waren vor der Wahl bekannt. Auch Guttenbergs Papiere (veraltet, ha, ha) und seine Hintergründe waren bekannt.
Das Wahlvieh hat dann Schwarz/Gelb gewählt …
Ich hoffe inständig auf Aktionen von den Ossies. Die sind noch nicht ganz so neoenthirnt wie die Wessies und können sich hoffentlich vielleicht noch an einen Aufstand vor 20 Jahren erinnern. Wenn man wie ich mal in Bayern gearbeitet hat, erwartet man von den Wessies nichts vernünftiges mehr. Es erstaunt mich immer wieder, wie es der Großteil unser INSM-Hirnwessies überhaupt noch schafft, die intellektuelle Höchstleistung des Arschabwischens zu bewerkstelligen.
An “Aufstände” und “Proteste” glaube ich auch nicht mehr. Zumindest der Wessie schluckt und schluckt, wedelt dabei freudig mit dem Schwanz und fletscht wutentbrannt die Zähne, wenn er jemanden entdeckt, dem es noch schlechter geht als ihm selbst. Demnächst wird der Dumpfdeutsche wieder für sein “Vaterland” und seine “Werte” “kämpfen”, um unserer Blasenökonomie einen Reset gönnen zu können:
http://www.miprox.de/Sonstiges/Goering-Zitat.html
Mißgunst, Neid, Geiz und Gier – Tugenden, die von oben in den letzten 30 Jahren nach unten heruntergebrochen wurden. Wir kommen an. Nur, diesmal wird es Zäune geben. Zäune vor dem Kopf und jetzt auch Zäune im Kopf. Hurra!
Sehr guter Artikel Jens. Dieser soziale Krieg von oben verläuft an allen Fronten, und irgendwann fliegt dieser soziale Sprengstoff den politischen Parallelwelten knallend um die Ohren. Mittlerweile erreicht die Verarmung einen solchen Umfang, und dringt tief in alle Familien ein. Selbst christlichen Familien und Jugendlichen im Osten fühlen sich von den “C” Parteien so verraten und verkauft und erkennen bei denen keinen sozialen Gedanken mehr.
Wenn ich das Gejammere von Steinmeier bei Spon lese, hoffe ich wirklich, in Dresden gibt es eine Abrechnung mit den Bonzen in der SPD, die dieses Land dermaßen an die Wand die gefahren, belogen, ausgenommen und verraten haben, und nun mit ihren eigenen Taten nichts mehr zu tun haben wollen.
Mal im ernst, aber “Schwarz-Gelb beerdigt die paritätische Finanzierung des Gesundheitssystems” ist ein wenig zu schmalzig.
Diese “paritätische” Finanzierung ist doch nur was für die Optik. Ein MA kostet das Unternehmen immer seinen Bruttolohn plus AG-SV-Beitrag. Immer, und so wird auch kalkuliert. Und unterm Strich werden ja auch beide Beiträge, also AG- und AN-Anteil i.d.R. vom Arbeitgeber abgeführt. Auch dies muss der AG in seine Liquiditätsplanung einbeziehen.
Diese Trennung von AG-AN-Anteil gibt es also nicht wirklich…alles nur Schein…
Also, ich verstehe die ganze Aufregung nicht.
Nach TINA geht es doch gar nicht anders, wo doch die Kosten im Gesundheitswesen nun mal Jahr für Jahr steigen.
Die Ökonomisierung des gesamten Lebens kann doch nicht ausgerechnet vor dem Gesundheitswesen halt machen, wo kommen wir denn da hin? Das ist schließlich ein Milliardenmarkt, die Gesundheit. Der Markt steht doch im Mittelpunkt, nicht der Mensch, schließlich ist das doch eine Marktwirtschaft…
Solidarität… pah! Gleichmacherei, Begriff aus grauen Vorzeiten, als es noch Klassenkampf gab und Proletariat…
Nein, jetzt geht es vorwärts in eine lichte Zukunft. Die entlasteten Unternehmer jubilieren schon und bereiten sich auf die Verkündung allumfassender Lohnerhöhungen vor. Gleichzeitig prüfen sie schon die Schaffung von Millionen neuer Arbeitsplätze; denn die Vergangenheit hat ja gezeigt, dass überschüssiges Geld sofort investiert wird, um Arbeitsplätze zu schaffen.
Die Anhäufung von irgendwelchen Vermögen und Vermehrung mittels zweifelhafter Wertpapiere war doch nur üble Nachrede irgendwelcher linker Spinner. Nein, Entlastung der Leistungsträger führt automatisch zu mehr Arbeitsplätzen und höherem Wohlstand für alle. Alle. So hab ich die Frau Merkel jedenfalls verstanden.
(Sollte jemand aus der werten Leserschaft schwanken, ob ich einerseits sie nicht mehr alle beisammen habe, oder ob ich andererseits dem Sarkasmus fröne, dann stimme ich für “andererseits” ;-) …)
Die Arbeitgeber frohlocken jetzt sicherlich, aber ihre Freude wird nur von kurzer Dauer sein.
Die einseitig auf die Arbeitnehmer verlagerten Ausgaben für die Krankenversicherung schlagen sich mittelfristig in höheren Lohnforderungen bei den Tarifverhandlungen nieder. Somit werden die Arbeitgeber letztendlich für die Steigerungen der Kosten im Gesundheitswesen mehr oder weniger allein aufkommen müssen. Ein schöner Bärendienst, den die FPD ihrer Klientel da erwiesen hat.
@jojo, #7,
Schön, dass in diesem Modell Arbeitslose nicht mehr vorkommen. Problem gelöst, Glückwunsch!
Und so richtig rechnet es sich auch nur bei einer 40-Stunden-Woche. Da bleiben dann noch rund 1.300 Euro übrig …
Toll!
Was gab es da zu Feiern? Die Kosten explodieren seit Jahren. Die Leistungen werden seit Jahren eingeschrumpft. Die 2-Klassen-Medizin ist längst schon Alltag. So kann es bitte nicht weitergehen.
Mit einem Einkommensunabhängigen Beitrag, der bei schlechtverdienenden aus Steuergeldern finanziert wird, sind wenigstens “alle Steuerzahler” an der Finanzierung beteiligt und nicht nur die Arbeitnehmer.
Was ist daran sozialer Kahlschlag?
Jeder weiss, dass sich das bestehende System überholt hat. Trotzdem wird gejammert und gejault und geschrien wenn endlich mal jemand kommt und das ausspricht und was neues machen will. So kann es doch nicht gehen.
@11 Ralf
Das wirklich Traurige bei Deinem Text ist ja, dass es sich mittlerweile um Realsatire handelt.
@12 Berlingonaut
Die Arbeitgeber werden das nicht zahlen. Die letzten 30 Jahre haben doch deutlich gezeigt, dass es diesbezüglich nur Einbahnstrassen gibt. Was sich allerdings bemerkbar machen wird, ist ein weiterer Einbruch des Binnenmarktes und eine Fortsetzung der Überproduktionskrise. Denn auch wenn Henry Ford ein ziemlicher Faschist war und wegen seiner Dogmen unter anderem Aldous Huxley zu dem Buch “Brave new world” inspiriert hat, hat er mit einem doch tatsächlich Recht gehabt: Autos kaufen keine Autos.
Was wir hier sehen sind klassische Akkumulationseffekte im Marxschen Sinne, die unser Gesellschaftssystem nachhaltig schwächen und langfristig zwangsweise korrigiert werden müssen. Normalerweise sind für solche Korrekturen Kriege geeignet, jedoch befinden wir uns mittlerweile in der misslichen Situation, dass unsere Waffen zu effektiv geworden sind, um hinterher noch etwas übernehmen und wieder aufbauen zu können. Ein Zyniker würde sagen, dass die modische Neuentdeckung und -entwicklung von “non-lethalen” Waffengattungen hier eine Chance bieten; jedoch ist deren großes Manko, dass die Human Resources mehrheitlich die nicht tödlichen Angriffe überleben.
Ein Paranoiiker würde vielleicht auf die Idee kommen, dass wir die Stabilität unserer klimatischen Bedingungen ganz bewusst gefärden, um epische quasi Emmerichsche Naturkatastrophen zu erzeugen, die in großm Stil Produktionsgüter und -kapazitäten vernichten und neue Landstriche zur Wiederbelebung und Erschließung hinterlassen. Das wäre die große Chance der kapitalistischen Menschheit: Das ganze Zeug, was normalerweise weltweiten Wohlstand für alle sichern könnte, wird endlich vernichtet, damit nicht unrühmlicherweise jemand ein Menschenwürdiges Leben führen könnte, ohne sich dafür vorher bis zur Selbstaufgabe prostituiert zu haben.Fatalerweise bietet unsere extreme Produktivität und der Resourcenreichtum der Welt soviel, dass niemand darauf angewiesen wäre, die Lebensqualität eines anderen durch sein Leben in Menschenwürde zu gefährden. Es gibt aber eine winzige Menge von Männchen und Weibchen, die denken,, dass sie aus irgendeinem Grund bessere Menschen als andere seien und deshalb darauf bestehen, Reichtum zu akkumulieren, den sie wegen der schieren Masse niemals wirklich nutzen könnten und der im Prinzip nur einem Horten-Wahn dient.
Diese winzige Teilmenge der Menschen ist sehr erpicht darauf, sich von dem Plebs abzugrenzen und die einfache Formel ist: Da sie sich selbst nicht erhöhen können, indem sie noch mehr abgreifen, nehmen sie halt dem Pöbel immer mehr weg – denn Reichtum ist im Verhältnis zu Armut relativ. Der Paranoiiker würde erkennen, dass epische Naturkatastrophen diesen Menschen wie ein Gottesgeschenk erscheinen müssen. Mitglieder dieser Kaste reklamieren ja sowieso schon für sich, dass sie den “göttlichen Willen” vollführen:
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,660075,00.html
@Dexter
Heul, schon wieder ;-)
Hab TP schon informiert – wird korrigiert. Danke!
@Olli
Ja ja, unsere lieben Mitbürger. Ich höre es schon: “Hätte das die Kanzlerin gewußt” ;-)
@Jojo
Ist das ernst gemeint?
@Sushirolle
Mitnichten, diese Rechnung hat ja einen entscheidenden Fehler. Du gehst davon aus, dass das Nettoeinkommen Basis für das Bruttoeinkommen sei. Erhöhte Arbeitnehmerabschläge würden demnach (quasi automatisch) auf das Bruttoeinkommen geschlagen. Das dies nicht so ist, muss ich Dir ja wohl nicht sagen. Mir wäre es neu, dass es einen Passus in den Rahmentarifverträgen gäbe, nach dem künftig der Bruttolohn automatisch um den zusätzlichen Arbeitnehmeranteil bei der GKV steigen würde.
@18 SF
Eventuell lag irgendwo ein Bierdeckel herum?
@Thorben
Leistungen sind gleich Einnahmen auf der Gegenseite. Wenn Krankenhäuser eine Eigenkapitalrendite von rund 10% anstreben, müssen(!) die Leistungen explodieren, anders geht das gar nicht Daher finde ich es müßig, darüber zu diskutieren, eine 2-Klassen-Medizin zu verhindern. Wenn auf der Gegenseite (also der Ausgabenseite) Wachstumsforderungen bestehen, die oberhalb des BIP-Wachstums stehen, wird es immer(!) eine Kostenexplosion geben. Daher sollte man zunächst auf dieser Seite ansetzen. Nur wenn der Gedanke beerdigt wird, dass Gesundheit ein Wachstumsmarkt mit guten Renditechancen sei, kann man dieses Teufelskreis unterbrechen.
Natürlich – und da die Profiteure des Pauschbetrags die Gutverdienenden sind, subventioniert die Krankenschwester über ihre Einkommenssteuer und über die Mehrwertsteuer den Chefarzt. Das ist nicht sozial, das ist nicht gerecht.
Wieso? “Mehr Brutto vom Netto” trifft doch den Kern wesentlich genauer, als “Mehr Netto vom Brutto”.
Es entlarvt doch diese ganze Gaucklerei, Phrasendrescherei.
Weniger Netto vom Netto sollte der Slogan der Zukunft sein.
Aber eines will mir einfach nicht in den Kopf! Wer hat denn nun diese Gauckler-Truppe gewählt, wenn nicht noch ein riesiger Wahlbetrug ans Tageslicht kommt.
Sollten die etwa nicht gewußt haben, was sie tun? Wie so oft in diesem unseren Lande!
@SchmidtH.
Wie wär´s mit “mehr Nutto vom Bretto”? ;-)
@ spiegelfechter
Auch nicht schlecht. ;-)
Sind die Möglichkeiten der “Buchstabenwürfelmaschine” schon ausgereizt?
sehr guter Beitrag Jens,
und schwitzig hat es auf den Punkt gebracht, diese Gesellschaft, vor allem die ‘Wessis’, sind ideologisch dermaßen verseucht, dass sie nicht merken, was ihnen geschieht. Hier werden die Verhältnisse errichtet, die die Progressiven in den USA seit Jahren verzweifelt zu überwinden suchen, ein marktaffines System der Gesundheit, in dem es nicht um die Versorgung der Bevölkerung mit dem öffentlichen Gut Gesundheit geht, sondern um die Renditeerwartungen einer lebensaverachtenden mächtigen Minderheit. Ob sich der zum Mark-Ding reduzierte Mensch sich hier jemals bewußt werden wird, was es heißt, dass der eigene Körper, die eigene Gesundheit nur noch eine den Profitinteressen Einiger unterworfene Ware ist, ist langfristig nicht zu erwarten – der Tritt wird wie eh und je in autoritären und lebensfeindlichen Gesellschaften nach unten erfolgen.
Der Steigerung um 2,5% pro Jahr steht die Inflationsrate gegenüber, die durchschnittlich bei 2,5% liegt. Das heißt, vom Wert her steigen die Gesundheitskosten überhaupt nicht, sondern bleiben konstant. Es geht also nicht darum, etwa steigenden Kosten aufzufangen, sondern darum, Kosten zu reduzieren, bzw. umzuverteilen.
Dadurch, daß die Kosten jetzt umverteilt werden, sinken diese ja nicht. Nur müssen jetzt die gesetzlich Versicherten die Differenzen ausgleichen und natürlich auch die Inflationsrate. Für die Arbeitgeber sinken die Kosten für die gesetzliche Krankenversicherungen, die ihnen kein Inflationsausgleich abverlangt wird.
Insgesamt läuft zur Zeit alles darauf hinaus, die umlagefinanzierte, solidarische Form einer gesetzlichen Krankenversicherung durch gesetzliche Vorgaben in Mißkredit zu bringen, damit diese ohne großen Widerstand zu Gunsten einiger weniger Profiteure umgestaltet werden kann.
Es wird immer davon geredet, daß die Kosten der gesetzlichen Krankenversicherungen so hoch seien. Wenn man aber beispielsweise die Verwaltungskosten privater und gesetzlicher Krankenversicherung vergleicht, wird man feststellen, daß die Kosten der privaten Versicherungen deutlich höher sind (manchmal um den Faktor 5). Die geringen Beiträge der privaten Krankenversicherungen rühren daher, daß diese größere Risiken gar nicht versichern und daß sie von der Infrastruktur (Praxen, Krankenhäuser, Reha-Einrichtungen,etc.), die die gesetzlichen Kassen vor allem finanziert haben, profitieren. Im Grunde snd die privat Versicherten Sozialschmarotzer, sie beteiligen sich nur zu einem Bruchteil solidarisch an den Kosten, die sie auch selbst verursachen.
@Thorben #14
Ich kann dieses blöde Nachplabbern nicht mehr lesen. Es ist eine Lüge zu Behaupten, “….jeder weiss….”
Hören Sie auf, diesen inhaltslosen Blödsinn weiter zu verbreiten und starten Sie mit dem Nachdenken.
@gerhardq
Aber nicht in Deutschland – hier liegt die Inflation wesentlich niedriger. Bei der Betrachtung ist ferner nicht die Inflation, sondern die Steigerung der Realeinkommen wichtig – und die liegt noch niedriger.
Natürlich nicht – wenn die Kosten sinken sollten, müssten die Einnahmen eines der Akteure (Ärzte, Apotheker, Krankenhäuser, Pharmakonzerne) ja stärker sinken, als die Einnahmen aller anderer Akteure zusammen steigen. Das ist – aus beschriebenen Gründen – nicht möglich.
-> Dem Rest stimmt ich zu
@ schwitzig 15:
Das klingt jetzt aber sehr nach: “Das war schon immer so; daran ist nichts zu ändern.”
In den letzten beiden Jahren sind die Gewerkschaftsforderungen deutlich nach oben gegangen, was nicht zuletzt an den vielen Mäßigungsrunden der Jahre davor lag. Auch wenn die IG Metall jetzt wieder die Zurückhaltung zu Gunsten des Erhalts von Arbeitsplätzen in Aussicht stellt: Verdi verfährt da anders und die sind in dieser Angelegenheit ebenfalls Zugpferd.
Letztlich hat mittlerweile jeder außer scheinbar der Bundesregierung begriffen, dass niedrige Lohnkosten (ich zähle die sog. Nebenkosten dazu) allein nicht zu Einstellungen führen, sondern nur der Bedarf an Arbeitskräften seitens der Arbeitgeber.
Meines Erachtens gibt es bei den Löhnen und Gehältern der unteren Stufen auch nicht mehr viel Spielraum nach unten, ohne die öffentliche Sicherheit zu gefährden. Wenn die Empfänger von Hartz IV- “Leistungen” sich gegenseitig auf der Straße erkennen und sehen könnten, wie viele sie eigentlich sind, wäre es schon lange soweit. Das vermuten scheinbar auch unsere Ausgewählten, denn sie lassen offenbar schon fleißig die Abwehr von inneren Unruhen trainieren:
http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57669/print?PHPSESSID=eogjc2gfsi106f3vlgoe2ltq30
Eigentlich unglaublich, dass man solche Artikel nicht in den “Qualitätsmedien” findet.
Vielen Dank, Jens Berger, für Ihren gescheiten Text. Vor allem die Passage über den Ausgleich für die Geringverdiener als Subvention für die Gutverdiener öffnet Augen und trifft genau den Punkt.
Ja und nun? Alles 1000mal konstatiert. Geht in die Birne eines Neoliberallalas sowieso nicht hinein und ansonsten werden wieder mal nur Gläubige bekehrt. Der Artikel ist zwar wieder einmal sehr ambitioniert und regt zur Beschäftigung mit dem Thema an, aber wohin sollte die Reise gehen?
Ich plädiere für die Aufgabe der paritätischen Finanzierung, da sie tatsächlich nur verschleiert. Egal ob AN- oder AG-Anteil, für die Buchhaltung sind das alles Lohnkosten. Also kann man auch direkt ab 1.1. die Arbeitgeberanteile komplett aufs Brutto draufschlagen und dann komplett vom Lohnzettel wieder abziehen. Das Netto des Arbeitnehmers bliebe dabei genauso unverändert wie die Lohnkosten des Arbeitgebers. Und warum dann?
Es gäbe ab sofort keine Diskussion um Lohnzusatzkosten (die es ohnehin nur als Arbeitgeber-Marketing-Gag gibt) und Arbeitgeberanteile mehr. Die Arbeitgeber wären komplett draußen und hätten zu Rente/Gesundheit/Pflege/Arbeitslosenversicherung ab sofort den Mund zu halten, weil alleinige Arbeitnehmerangelegenheit. Hundt & Co. wären, konsequent durchgezogen, damit ohne Belang & Einfluß (weil raus aus den entsprechenden Organisationen).
Jedes Schrauben an den SV-Beiträgen wäre eine Sache zwischen Politik und Arbeitnehmern. Und gegen klarere Fronten spricht ja nun wirklich nichts. Keine Ausflüge mehr über Arbeitgeber-Scheinargumente. Die Politik müsste jetzt selbst Arsch in der Hose haben…
Die Krankenschwester subventioniert den Chefarzt nicht. Denn der “Gutverdiener” bekommt von ihr ja nichts. Auch dürfte der Chefarzt i. d. R. mehr Einkommensteuer zahlen und daher “mehr” subventionieren. Richtig ist, dass Gutverdiener von so einer Reform profitieren werden. Aber nicht, weil sie mehr bekommen (“subventioniert werden”), sondern weil sie weniger zahlen (also ihrerseits weniger “subventionieren”) müssen.
Die angestrebte Reform ist grundsätzlich richtig, weil sie zur Entkopplungt der Gesundheitskosten von den Arbeitskosten beiträgt. Das dürfte positiv auf die Beschäftigung wirken und ist damit außerordentlich sozial. Grundsätzlich ist es auch richtig, die Umverteilung über das Steuersystem vorzunehmen und nicht in jedem Sozialsystem neue Umverteilungsmechanismen einzuführen.
Der “Bedarf” der Arbeitgeber ist aber gerade auch abhängig von den Lohnkosten. Arbeitgeber haben keinen fixen Bedarf. Unter ansonsten gleichbleibenden Bedingungen wird der Arbeitgeber bei niedrigen Lohnkosten einen höheren “Bedarf” haben als bei hohen Lohnkosten. Einfach weil bei niedrigeren Kosten mehr Verwendungsmöglichkeiten von Arbeit profitabel sind.
@8 & 25:
Ich bitte euch. Wer sitzt denn gerade im Kanzleramt und führt uns in die Verdebnis? Richtig, ein “Ossi”. (gibt es von “Ossi” überhaupt eine weibliche Form?)
Und wer schreibt gerade diesen Kommentar und regt sich über diese Reform und den ganzen neolibealistischen Dreck genauso auf wie Ihr? Richtig, ein “Wessi”.
Diese ganze Ost/West-Geschichte immer wieder aufzuwärmen ist pure Spiegelfechterei – gerade Leser dieses Blogs sollten das eigentlich wissen…
@den Balken …
Was für ein hanebüchener Unsinn – fast bin ich versucht , “Halt’s Maul” zu sagen. Andererseits lache ich auch gerne und erwarte mit Freude von Dir die Belegung Deiner These anhand der Statistik der letzten 30 Jahre.
Ach? Und ich Dummerchen dachte immer, dass das von der Nachfrage und dem daraus resultierenden Arbeitsbedarf abhinge … aber Du wirst Deine Behauptung sicherlich mit verifizierbaren Zahlen untermauern können?
@ 34 Thomas
Merkel stammt aus Hamburg. Sie ist bestenfalls eine Ossi mit westdeutschem Migrationshintergrund. Einigen wir uns auf Norddeutsche. :o)
@Stefan Balker
Der “Gutverdiener” zahlt weniger, als er es nach dem einkommensabhängigen Arbeitnehmeranteil müsste. Wenn jemand aufgrund gesetzlicher Maßnahmen von einer Zahlung befreit wird, so ist dies eine Subvention.
Eine klassische Subvention ist ja beispielsweise die Pendlerpauschale. Kein Pendler bekommt Geld aus der Kasse, er muss allerdings weniger Einkommenssteuern bezahlen, als er es ohne Pendlerpauschale müsste. Das ist durchaus vergleichbar.
Sehr richtig, aber Steuern sind viel mehr als nur die Einkommenssteuer. Die Krankenschwester zahlt beispielsweise Mehrwertsteuern und viele viele weitere Steuern, die nichts mit dem Einkommen zu tun haben.
So kann man es auch ausdrücken, wenn man verschleiern will, dass die Gesundheitskosten so vom Einkommen und von der Leistungsfähgikeit entkoppelt werden.
Unfug – sogar die Bundesbank hat schon vor drei Jahren in einer Studie festgestellt, dass Lohnnebenkosten in Deutschland wirklich kein Hinderrungsgrund für Neueinstellungen sind. Der Unternehmer stellt nicht ein, weil Arbeit billig ist, sondern er stellt ein, weil seine Auftragsbücher voll sind. Wenn dem Bürger allerdings mehr Geld genommen wird, wirkt sich dies negativ auf die Auftragsbücher aus. Wirtschaft ist viel mehr als Export.
Schöner Artikel Jens.
In der laufenden Diskussion um die Gesundheitspolitik und den Gesundheitsmarkt irritert mich allerdings immer die Sache mit den steigenden Kosten. Natürlich steigen die Kosten im Gesundheitswesen, das tun sie fast überall. Ist ja Inflation. Deshalb halte ich die Diskussion auf Grund von absoluten Werten nicht als sinnvoll. Wenn man nach einem relativen Werte geht, nach dem Anteil der Gesundheitskosten am BIP, sieht man, dass der Wert die ganze Zeit um 10% schwankt. Zwischen 2004 und 2007 sind die relativen Kosten zum Beispiel jedes Jahr gesunken. Aber das scheint ja keinen zu interessieren. Wobei diese Senkung aber auch zu hinterfragen ist. 2004 wurde glaube ich die Praxisgebühr eingeführt.
Mal so am Rande, das “tolle” Gesundheitssystem der USA, des Landes der freien Marktwirtschaft, liegt bei lässigen 15,6% des BIP. Auch wenn man das auf die Bürger runterbricht wird es nicht besser.
Du hast Recht, wenn man sich die derzeit zugänglichen OECD Daten ansieht, erkennt man, dass von steigenden ‘Gesundheitskosten’ in Deutschland nicht die Rede sein kann, zumindest wenn man sich die verfügbaren Daten bis 2007 anschaut. Der Anteil der Gesundgeitskosten am BIP betrugen 2007 in deutschland 10,4% (rückläufig also zu den Vorjahren). Die Quote liegt OECD-weit im oberen Durschschnitt, aber immer noch im Durchschnitt, jedenfalls weit unter dem der USA mit 17%, und das bei höherer Ärtzedichte pro 1000 Einwohner, geringerer Säuglingesterblichkeit und höherer Krankenhausbettenzahl. Das Gerede von explodierenden Kosten ist nur eine Ablenkung, um die Aufgabe der paritätischen solidarischen Finanzierung durchzusetzen, allein darum geht es, um die Renditeerwartungen, die Interessen und die Privilegien der privaten Gesundheitsindustrie, der, wie die USA zeigen, es nicht um das Öffentliche Gut Gesundheit geht (das stellt für die nur zu minimierende Kosten dar, wie das Bild vom Menschen als Kosten auf vier Beinen), sondern um die Ware Gesundheit, mit der möglichst hohe Profite gemacht werden sollen. Und diese sollen jetzt allein auf dem Rücken der Erwerbsarbeitsabhängigen herausgepreßt werden.
Er wird von der Zahlung nicht befreit. Der Gutverdiener zahlt weiterhin. Er zahlt dann nur nicht mehr als andere auch. Die Verwendung des Begriffes “Subvention” ist in diesem Fall absurd.
Auch der Gutverdiener zahlt diese Steuern. Und er zahlt i. d. R. mehr, d. h. er subventioniert auch mehr.
Das ist ja auch richtig so. Die Nahrungskosten sind auch von der Leistungsfähigkeit und dem Einkommen entkoppelt. Umverteilung gehört ins Steuersystem. Es gibt keinen sachlichen Grund für ein Nebeneinander einer Vielzahl von Umverteilungssystemen.
Die Studie würde ich gern mal sehen.
Das ist trivial. Natürlich stellt ein Unternehmer mehr ein, wenn er mehr Aufträge hat. Das ist für meine Aussage aber irrelevant. Die Frage ist, wann stellt ein Unternehmer bei gegebenem Auftragsvolumen mehr ein: Wenn die Arbeitskosten hoch oder wenn sie niedrig sind?
@Stefan Balker
Er zahlt gemäß dem (alten) paritätischen Prinzip weniger als vorher. Ohne Kopfpauschale würde er mehr zahlen.
Das ist komplett irrelvant.
Selbstverständlich, da sie nichts mit dem Sozialsystem zu tun haben – ein hanebüchener Vergleich.
Fein – dann wärst Du also beispielsweise für eine Sozialsteuer, die 10% des zu versteuernden Einkommens beträgt? Da hätte ich nichts dagegen, aber das ist natürlich nicht umsetzbar. Wo sollen die Steuergelder also herkommen?
Das ist ebenfalls trivial – wann bekommt ein Unternehmen mehr Aufträge? Wenn die Kunden mehr Geld in den Taschen haben, oder wenn sie weniger Geld in den Taschen haben?
@Stefan Balker #33
Die Behauptung stimmt einfach nicht. Z.B in Litauen betragen die Stundenlöhne ca. 1,50€ und die Arbeitslosenzahl auf die Gesamtbevölkerung !!! beträgt über 15% (sonst 27%) und dieses bei gutem Bildungsstand.
Entscheidend ist nicht allein eine chinesische Lohnhöhe , sondern ALLEIN die Nachfrage (in Litauen z.B. teilweise bis -50%) nach Produkten. Die reduzierten Lohnnebenkosten sind eine Lohnkürzung und erhöhen niemals die Nachfrage im Inland, sondern sie wird nur erhöht, wenn die frei verfügbaren Mittel steigen. Es ist absoluter Blödsinn, durch Steuer finanzierte Schulden die Hotelbetten zu unterstützen.
Die Einkommensschere in Deutschland geht immer mehr auseinander und darf durch dümmliche Aktionen im Gesundheitswesen nicht weiter geöffnet werden. Diese müssen die Lobbyisten der FDP endlich einsehen ( wenn sie überhaupt können).
@R-Winter:
Das wäre nur dann ein nennenswerter Einwand, wenn Du beweisen könntest, dass die Arbeitslosigkeit bei höheren Löhnen geringer wäre. Dieser Beweis ist aber nicht möglich. Deshalb ist der Einwand schlicht irrelevant, denn vielleicht wäre die Arbeitslosigkeit bei höheren Löhnen noch höher.
Eben nicht. Nachfrage kann man auch mit einer sehr kapitallastigen Produktion oder aus dem Ausland befriedigen. Für den Beschäftigungsgrad ist auch(!) immer das Preisverhältnis von Arbeit zu Kapital und das Preisverhältnis von inländischer Arbeit zu ausländischer Arbeit relevant. Zweitens ist “Nachfrage” nicht etwas, was man zuverlässig steuern können. “Löhne -> Nachfrage hoch”-Simplifizierungen unterschätzen die Komplexität ökonomischer Zusammenhänge.
Warum nicht? Die Nachfrage hängt ja nicht nur von der Lohnhöhe ab sondern auch von der Zahl der Lohnempfänger. Die Nachfrage ist höher, wenn 2 Personen 20 Euro pro Stunden verdienen als wenn 1 Person 30 Euro pro Stunde verdient. Wenn durch Lohnsenkungen das Einstellen von Arbeit für Unternehmer attraktiver wird, verdienen die bereits Beschäftigten weniger Geld, aber es verdienen mehr Beschäftigte Geld.
@Stefan Balker
Denk bitte mal über den Unterscheid von Geld-sparen und Geld-horten nach. Kleiner Tipp: der Idealzustand/Vollbeschäftigung ist erreicht, wenn alle Einnahmen umgehend wieder ausgegeben werden.
Und unter uns Unternehmern: Warum bei 1,30 €/h Schluß machen? Für lau stelle ich alle Deutschen ein.
@ den Balken 43
Na, dann beweise das doch mal.
Du weisst aber schon, dass die Erde eine Kugel ist, oder? Übrigens: Wie gut uns die Vernichtung unseres Binnenmarktes getan hat, sieht man gerade sehr schön an der Finanzkrise. Die Konzentration auf den Export, der zahlungskräftige Abnehmer voraussetzt, sorgt schon jetzt z.B. im Maschinenbau für horrende Einbrüche.
So würde wohl ein Grenzdebiler rechnen. Wieso soll die Nachfrage (!) höher sein, wenn 2 Personen weniger verdienen – also nach Begleichung ihrer Fixkosten weniger zum konsumieren verwenden können???
Richtig, aber das ist keine Subvention.
Das wäre nur dann der Fall, wenn dein vorheriger Einwand irrelevant wäre. Bei dieser Einsicht müsste ich dir dann auch zustimmen.
Das ist reine Etikettierung. Wir sind uns doch einig, dass der Zugang zu Nahrung mindestens genauso wichtig ist wie der Zugang zu Gesundheitsversorgung? Nahrungsmittelpreise sind weitestgehend unabhängig vom Einkommen. Wer sich selbst keine grundlegende Versorgung mit Nahrungsmitteln leisten kann, bekommt eine im Zweifelsfall steuerfinanzierte Hilfestellung. Wenn das okay ist, warum soll das gleiche Prinzip im Gesundheitswesen plötzlich so furchtbar “ungerecht” sein?
Ich konzentriere mich erstmal auf grundsätzliche Fragen und versuche Ursache-Wirkung-Zusammenhänge von möglichen Maßnahmen zu ergründen. Die Frage der Durchsetzbarkeit stellt sich erst anschließend.
Fein. Wir können uns dann darauf einigen, dass sich der Grad der Beschäftigung erhöht, wenn unter ansonsten gleichbleibenden Umständen die Arbeitskosten sinken. Der Preis von Arbeit ist also eine (von mehreren) Determinante für den Beschäftigungsgrad. Das war ja meine ursprüngliche Aussage.
@ Balken
Beweise das doch einfach mal. Bei der Rentendiskussion bist Du ja leider ganz fix verschwunden, sobald es um eine Beweisführung ging.
Allerdings findet man Dich geradezu Michael-Schnarch-artig mit immer denselben vor Arroganz strotzenden Platitüden in zig anderen Foren. Vielleicht hattest Du ja keine Zeit für eine Beweisführung?
@MNB:
Das wäre zu begründen.
Jepp, nur würde dann keiner für dich arbeiten. Und es würde sicher jemand auf Idee kommen, mehr zu bieten als du. Unternehmen konkurrieren um Arbeitskräfte genauso wie Arbeitskräfte um Arbeitsplätze konkurrieren.
@Stefan Balker +43
Es ist lächerlich.
Ich habe nicht behauptet, daß bei höheren Löhnen automatisch die Nachfrage größer wäre, sondern an dem extremen Beispiel Litauen belegt, daß sehr niedrige Löhne auch extreme Arbeitslosigkeit nach sich ziehen kann, um damit die blödsinnige Behauptung zu widerlegen, daß eine Reduzierung der Löhne und Lohnnebenkosten Arbeit erzeugt.
Die Minijobs/1-€jobs haben in Deutschland zu Engpässen in der RV und KV geführt, da hier keine Beiträge anfallen, aber dieses will die FDP auch: Alles zerstören und dann die Taschen der Aktionäre füllen.
Aber bei Deinem Wissenstand ist offensichtlich alles vergebens. Du bist halt ein verdrehter Neoliberaler und diese Spinner sitzen jetzt in der Regierung.
Das hast du nicht belegt. Du hast gezeigt, dass parallel zu (aus deutscher Sicht !!!) niedrigen Löhne Massenarbeitslosigkeit bestehen kann. Dem werde ich nicht widersprechen. Das heißt aber längst nicht, dass diese Löhne für die Arbeitslosigkeit verantwortlich sind und dass die Situation bei höheren Löhnen besser wäre. Daher ist deine Aussage kein Beleg dafür, dass die Reduzierung von Lohnkosten nicht mehr Beschäftigung erzeugt.
@Jens, das ist nicht ganz richtig:
Nein, es wird zwar eingeredet, dass der AG paritätisch zahlen würde, doch die Realität sieht anders aus, da der AN diesen Betrag durch seine Arbeit erbringen muss. Im Grunde ist der AG-Anteil nichts anderes als ein treuhänderisch verwalteter Teillohn.
Sinkt also nun der Lohn, da der treuhänderisch verwaltete Lohn gesenkt wird, hat der AN weniger Schutz durch die Kasse, in die er einzahlt. Im Fall der Rentenzahlung weniger Anspruch auf Rente. Will er diesen Ausfall wettmachen, so muss er von seinem Netto-Gehalt etwas abzweigen, was wiederum dazu führt, dass der Konsum weniger wird. Ist er schlau, dann investiert derjenige den fehlenden Betrag in die entsprechende Rentenkasse, da sie wesentlich billiger ist als eine private Vorsorge.
Um nämlich bei der privaten Rentenvorsorge auf eine ähnliche Leistung zu kommen, muss der private Rentenanbieter mindestens 13 – 14 % Rendite erwirtschaften, unmöglich auf Dauer gerade wenn das Wirtschaftswachstum im Jahr nur bei rund 2 % liegt.
Du schreibst Unsinn Stefan Balker,Deutschland ist noch Exportweltmeister was bedeutet das wir ein Leistungsbilanzüberschuß produzieren und es ebenfalls bedeutet das wir unter unseren verhältnissen leben.Die einseitige Fokussierung auf den Export bringt in der Hauptsache nur Probleme mit sich,zum einen wird durch das Jahrzehnte lange stagnieren der Löhne immer weniger Binnennachfrage generiert ,dadurch bedingt eine immer weiter sinkende Einnahmesituation der Sozialkassen sowie dem Staatshaushalt.Dabei sollte man sich an die Steuergeschenke von Rot/Grün erinnern welche die Situation der Arbeitgeber in keinster Weise verbessert haben weil fehlende Nachfrage durch stagnierende Löhne die Motivation zu Investieren zum erliegen bringt.Du solltest auch akzeptieren das Nachfrage unabdingbar für Investitionen und Einstellungen neuer Arbeitskräfte ist,die Frage nach den kosten kommt erst im Anschluss und würde nur dann ein Hindernis darstellen wenn die Lohnstückkosten im Internationalen Vergleich sehr hoch wären,das Gegenteil ist der Fall und gerade deshalb ist bei den Löhnen reichlich Luft nach oben.Ein weiterer Nachteil der Exportweltmeisterei ist die Abhängigkeit von den Defizitländern wie z.B. den USA was uns momentan gar nicht gut bekommt und nur dadurch behoben werden kann den Binnenmarkt zu stärken um langfristig eine ausgeglichene Leistungsbilanz zu erreichen.
@Stefan Balker:
Dann schau Dir einfach mal die Länder an, die im Gegensatz zu Deutschland einen allgemeinen Mindestlohn haben, und wie hoch da die Arbeitslosenquote ist.
So ist zum Beispiel in Santa Fee, New Mexico, wo der Mindestlohn fast 10 Dollar beträgt – der höchste überhaupt in den Vereinigten Staaten – die Arbeitslosenquote nur halb so hoch wie im Rest der USA.
@Stefan Balker:
Ich wusste nicht, dass sich der Chinese ins Flugzeug setzt um sich hier die Haare schneiden zu lassen.
Hallo zusammen!
Danke für diesen guten Artikel!
Gerade gestern las ich folgenden Kommentar:
http://www.tagesschau.de/ausland/gesundheitssystemschweiz100.html
So wie es dort beschrieben wird, versuchen die Schweizer unserem “zukünftigen” Modell gerade zu entfliehen. Dort scheint es zu kontinuierlich steigenden Beiträgen und einer stetig wachsenden Zahl von “Aufstockern” zu kommen.
Frage mich nur, wo das ganze schöne Geld für die ganze “Aufstockerei” herkommen soll, wenn alle “Aufstock-Pläne” mal umgesetzt sind?
@O. aus M.
Unter anderem aus allgemeinen Verbrauchssteuern und Abgaben sowie die Kürzung anderer Posten im Bundeshaushalt.
@Stefan Balker #32
Da bin ich ein bisschen skeptisch, weil ja die Gesundheitskosten nicht verschwinden. Aber was sicher für einen Ansatz mit Steuerausgleich spräche: Die einseitige Belastung der mittleren Einkommen für die Finanzierung der Gesundheitsfürsorge von Einkommenslosen oder niedrigen Einkommen – verursacht durch die Beitragsbemessungsgrenze -, die würde endlich aufgegeben.
Das würde allerdings auch durch eine Heranziehung aller Einkommen erreicht, also das System der Bürgerversicherung. Hinwiederum würde man mit deren Einführung zwei Einkommensteuersysteme nebeneinander etablieren, was eher nicht effektiv wäre.
@Q. aus M. #55
Wenn die Pauschale und die Steuerzuschüsse stetig wachsen, dann haben die schlicht einen Mismatch von Einnahmen und Ausgaben. Durch eine Abkehr vom System der Kopfpauschalen würden ja nicht auf einmal mehr Mittel generiert. Das wäre also insoweit kein Argument gegen Kopfpauschalen.
Ein valides Gegenargument ist für mich, dass die durch die Umstellung in Deutschland erforderliche Einkommensteuererhöhung konträr zu den anderweitigen Zielen der Partei des Gesundheitsministers ist.
@O. aus M.
Ja, da wird einer von zentralen Punkten des Problems angesprochen,
“dass das Wettbewerbssystem in einer Grundversicherung nicht funktionieren kann”. Das betrifft im Übrigen nicht nur s.g. Gesundheitssystem.
Der andere wichtige Punkt dabei ist, dass die Gesellschaft für eine gesellschaftliche Aufgabe wesentlich mehr Geld ausgibt, als dafür überhaupt notwendig wäre, und züchtet damit eine parasitäre Kaste heran, die dieses irre System aufrecht erhält und verfestigt.
Ich weiß, dass es nicht einfach ist, die notwendigen Aufwendungen für Gesundheitsfürsorge richtig einzuschätzen, aber dass es irgendwie rational noch zu gerechtfertigen ist, dass z.B. in der Schweiz jeden Monat fast zwei Millarden Euro im System zersägt wird, soll mir auch keiner erzählen. Das ist einfach viel zu viel dafür und daher oder ausgerechnet dadurch wird das System seiner Prädestination nach in das Gegenteil umgekehrt – es wird zum Krankheitssystem, weil gesunde Bevölkerung für das System existenzbedrohend ist.
In Deutschland, egal ob nun %-Beiträge oder Pauschalen, ist genau das gleiche Problem – es wird im System einfach viel zu viel Geld umverteilt, damit es vernünftig und zweckgerecht funktionieren kann.
Zitat:
“Während das ursprüngliche Besitzrecht darin besteht, demjenigen der den Boden bebaut, das Recht auf Ernte zu sichern, beschränkt sich das Eigentumsrecht darauf, dem Eigentümer das Recht auf einen Ertrag von seinem Land zu sichern, unabhängig davon, ob er das Land selbst nutzt oder nicht. Während das Besitzrecht sich selbst genug ist, erwächst die destruktive Kraft des Eigentums daraus, dass es einen Nichteigentümer erfordert.
Jacques Sapir bringt es auf de Punkt: Bevor Freitag die Insel betritt, gehört Robinson alles, also nichts. Für den der allein ist, haben Eigentumsrechte keine Bedeutung.
http://fr.wikipedia.org/wiki/Jacques_Sapir
Anders ausgedrückt: ohne Freitag kann Robinson nur die Früchte seiner Arbeit genießen. Als Eigentümer des an Freitag verpachteten Landes kann er auch die Früchte von Freitags Arbeit konsumieren. Dieses offensichtliche Unrecht erscheint uns heute als selbstverständlich. Doch der Weg bis zur Entstehung dieser unserer Rechtsvorstellung war lang.”
Samirah Kenawi
FALSCHGELD
Die Herrschaft des Nichts über die Wirklichkeit
http://www.egon-w-kreutzer.de/Newsletter%20extra/Falschgeld.html
Arbeitslosenquote, mehr Netto vom Brutto… alles schön und gut. Fakt ist: seit Jahren nimmt die soziale Kälte in diesem Land zu. Ich frage mich, warum das Ganze und wohin die Reise langfristig gehen soll? Sind deutsche Politiker so blind oder dermaßen ferngesteuert von unseren amerikanischen Freunden? Oder wissen Sie, dass Sie uns, wenn es so weitergeht, direkt in einen neuen Krieg führen? Ist dies eventuell sogar erklärtes Ziel, weil nur so der enorme Schuldenberg abgebaut werden kann? Das bereitet mir persönlich am meisten Sorgen.
Bernd Senf „ Geldsystem: Zerfall schreitet voran“
http://www.mmnews.de/index.php/200908133549/MM-News/Geldsystem.html
Zitat von Egon Krenz aus seiner Rede zum 20jährigen „Jubiläum“
„Als sich die Bundeskanzlerin im Fernsehen des deutschen Überfalls auf Polen erinnerte, verwies sie zugleich auf »das Verbrechen der Vertreibung«. Sie meinte zwar, daß sie Ursache und Wirkung nicht verkehren wolle, »vergaß« aber so ganz nebenbei zu sagen, was denn die »Ursache« des Krieges eigentlich war, nämlich: das Streben des deutschen Kapitals nach Maximalprofit!“
STREBEN NACH MAXIMALPROFIT!
Woher soll ein normaler Arbeitnehmer all die geplanten Mehrkosten bezahlen? Entkopplung der Familienversicherung, Privatisierung von Kassenleistungen, Einführung von Schulgeld in naher Zukunft, Privatisierung der Pflegeversicherung… Wer soll das bezahlen und wovon?
Ich habe auch die Hoffnung, dass die Menschen auf die Straße gehen. Ich traue den Ossis in der Hinsicht auch mehr zu als den Wessis, auch weil Ossis ein anderes Wir-Gefühl haben. Der Wessi ist in der Regel sich selbst am Nächsten.
Immer mehr Menschen merken, dass die Probleme zukünftig auch vor ihrer Haustür stehen könnten. Ich hoffe, dass genau dies zu einem veränderten Bewusstsein für die Politik in diesem Lande führt. Ich stelle immer öfter fest, dass sich Menschen für Politik interessieren, die dies von einiger Zeit noch nicht getan haben!
Aber wer weiß, vielleicht ist ein Bürgeraufstand sogar erklärtes Ziel der Politik. Anders kann ich mir das politische Geschehen kaum noch erklären.
@schwitzig
Danke für das Göring-Zitat. Auch wenn es meine Befürchtung leider bestätigt!
@spiegelfechter
Ich fänd es interessant, das LANGFRISTIGE Ziel der derzeitigen Politik in Deutschland und Europa näher unter die Lupe zu nehmen und zu diskutieren.
Den Artikel habe ich zwar nicht gelesen. Weis aber das zumindest Deutschland unter großen einfluß von Ärschen steht. Und nicht nur in der Politik.
Mal so eine Frage am Rande. Kennt jemand ein gutes Übersichtswerk zur historischen Entwicklung der Krankenversicherung?
Das Geld, das im Gesundheitswesen zur Verfügung steht, hängt im wesentlichen von der Lohnsumme also von den Löhnen ab. Die Entwicklung der Löhne ist aber seit einigen Jahren deutlich hinter der Entwicklung der Volkswirtschaft zurückgeblieben.
Dies ist aus meiner Sicht die Hauptursache dafür, dass das Gesundhseitssystem (angeblich) unterfinanziert ist. Es ist ein Treppenwitz der Geschichte, dass die Arbeitnehmer als Dank dafür, dass Sie durch Ihre Lohnzurückhaltung die hohen Unternehmensgewinne der letzten Jahre erst ermöglicht haben, nun zusätzlich und auch noch alleine (!) die Finanzlöcher in den Sozialkassen stopfen sollen.
@R_Winter #49
Wenn man sich die realen Daten anguckt, sieht man ein anderes Bild. Die Löhne in Litauen sind seit Mitte der Neunziger ungefähr mit dem BIP gestiegen, durchschnittlich um 8-9 Prozent. Das ist also die ganz falsche Spur.
Für den Zusammenbruch gilt im Falle Litauen sicher – wenn auch in leicht entschärfter Form – was auf die beiden anderen baltischen Staaten auch zutrifft: “The EU confidence shock encouraged people in the Baltic countries to borrow more to buy the cherished hallmarks of prosperity, namely real property, cars and foreign travel. The EU shock also encouraged increased inflows of foreign capital.” Die Verschuldung war als zu hoch erkannt worden, und sollte zurückgeführt werden just in dem Moment, als die Krise losbrach und die Kredite verteuerte sowie den Produktionssektor vom Exportmarkt abband.
@Karl Heinrich
In Litauen sind nach der angeblichen Statistik die Löhne des BIP gefolgt.
Die Preise für vergleichbare Konsumgüter liegen aber in Litauen und Deutschland fast gleich, ja sind in Litauen teilweise höher.
Das Beispiel Litauen zeigt, das niedrige Löhne automatisch keine Arbeitsplätze schaffen, was von “nützlichen Idioten “(nach Lenin) immer wieder behauptet wird, denn ca. 27% der berufstätigen (möglichen) Menschen in Litauen haben keinen Job.
Dieses ist aber nicht das Thema. Sie wollen Ablenken von neolinberalen Machenschaften in Deutschland – dieses ist das Thema.
Nun, die Arbeitnehmer Litauens haben seit 1995 ihre Löhne real verzweieinhalbfacht, sind also den Preisen – die natürlich immer zu hoch sind – um 150 Prozent näher gekommen. Das ist doch was.
Die Arbeitslosenquote lag in Litauen im zweiten Quartal 2009 bei 13,6 Prozent (EU-Maßstab). Das ist natürlich ganz schön viel, aber zugleich nur die Hälfte von 27 Prozent.
Im zweiten Vorjahresquartal lag sie bei 4,5 Prozent. Das ist ganz schön wenig. Litauen hat einen kräftigen Boom mitgemacht (wie die anderen baltischen Staaten auch), der aber nun an sein Ende gekommen ist.
Darunter leiden natürlich auch die Löhne. Die sind nämlich noch im zweiten Quartal 2008 – viel zu stark – um 22 Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal gestiegen, im zweiten Quartal 2009 jedoch um 3 Prozent gesunken.
Das ist alles nicht geheim und keine Grundlage für irgendwelche Verschwörungstheorien.
Jaja alles kacke. Kann man verstehen. Aber es ist hier kein Geheimnis offenbart worden. Scharzgeld hat das vorher angekündigt und nun wirds durchgezogen. Und daran wird sich auch in Zukunft nix ändern – solange man dieses System in Deutschland hat.
Und dieses System wird man in Deutschland solange haben, solange Sozialismus eine Domäne der Intellektuellen bleibt. In anderen Ländern ist die Flucht zum Sozialismus die einzige Überlebenschance die die Mehrheit hat – darum kommt er an die Macht. Dies ist aber in Deutschland noch lange nicht soweit – es wird auf hohem Nivau gejammert – und darum wird sich das Rad weiterdrehen – immer weiter bis die Leute endlich von ihrem scheißhohen Ross runterkommen, einsehen das sie die Looser, die Verlierer und der Abschaum sind und auf die Floskeln der Bürgerlichen scheißen können.
ERST dann wird sich hier was ändern denn Änderungen tun weh und erst wenn der andere Schmerz größer ist erst dann ist man bereit den Schmerz der Änderung zu ertragen. Ich denke Marx hatte mit seiner Verelendungstheorie absolut und 100%ig recht. Schade aber anders gehts wohl nicht. Wir sind halt zu blöd für was anderes.
@Karl-Heinrich
Es kann doch nicht das Ziel einer deutschen Wirtschaftspolitik sein, mit Billiglohnländern zu konkurrieren. Selbst Neoliberalen müsste doch klar sein, dass eine zunehmende Konzentration von Produktionsmitteln und Kapital in eine Sackgasse führt, weil die massenhaft produzierte Ware irgendwann nicht mehr genug zahlungskräftige Abnehmer findet. Durch Verschuldung der Privathaushalte lässt sich das Problem ein wenig hinausschieben, wie es die USA und GB vorgemacht haben, aber irgendwann ist Game over.
Gerne hätte ich auch mal eine Antwort von Wirtschaftsliberalen, wie unserem Minister Brüderle (der ja noch schlauer als unsere Wirtschaftweisen ist), wie das von Rifkin so überzeugend beschriebene Problem gelöst werden kann, dass immer mehr Arbeitsplätze durch Maschinen ersetzt werden. Zahlen denn die Maschinen, die Arbeiter arbeitslos gemacht haben, in die Krankenversicherungen ein? Natürlich nicht!
Nur ein Beispiel aus einem Büchlein von Christian Buchal über Energie: Wenn ein gut trainierter Mensch 10 Stunden lang eine Leistung von 100 Watt erbringt, entspricht das, aufsummiert auf einen Arbeitstag, einer Kilowattstunde. Eine Kilowattstunde elektrische Energie kostet (Gewerbetarif) immer noch unter 25 Cent. Wer würde dafür arbeiten? Dank technischem Fortschritt auf dem Gebiet der Informationstechnologie werden auch zunehmend Kopfarbeiter durch Maschinen ersetzt. Nirgends steigt der Energieverbrauch so an, wie auf dem Gebiet der IT.
Visionen sind gefragt: wie lösen wir das Problem, dass es immer weniger Arbeit gibt? Ein Wettbewerb um den niedrigsten Stundenlohn ist sicher keine Lösung!
@ name
@ COPOKA
Les(t) mal diesen Artikel: http://www.fondsk.ru/article.php?id=2588
Die zweite Hälfte des Artikels ist besonders interessant.
Gruß !
Nach acht Jahren Russischunterricht hätte ich vor dreißig Jahren den Artikel vielleicht noch lesen können, das kann man aber jetzt vergessen, das lappt niche.
@ 68
Arbeit als solche gibts genug (wenn man weiß, was Arbeit ist) – aber das mit der Entlohnung ist das Problem. Ich favorisiere das Bedingungslose Grundeinkommen in anständiger Höhe.
http://www.buergerinitiative-grundeinkommen.de/
Und stütze mich auch auf die Ausführungen von Gary Becker, der
1992 den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften erhalten hat, weil er u.a. erklärt hatte,
dass das ganz normale Alltagshandeln als Produktion von Nutzen zu sehen ist. Der Erwerb von Gütern dient nach seiner ‘neuen Konsumtheorie’ nicht dem Konsum, sondern ist eine Form der Produktion,
der Produktion von Nutzen. Haushalte und Familien sind keine bloßen Konsumenten, sondern Produzenten.
Es sind kleine Betriebe zur Produktion der Mittel zum Leben. Sie produzieren unter Einsatz von Zeit, Talent und eingekauften Marktgütern alle die Dinge, die das Leben erst lebenswert machen. Es gibt nach seiner von der Soziologie übernommenen Ansicht keinen systematischen Unterschied zwischen der Produktion von Nutzen und der Produktion der Güter, mit denen dann wieder Nutzen produziert werden kann
(Prof. Hartmut Esser, Universität Mannheim, in “Soziologie, Spezielle Grundlagen” Band 4).
Von diesem paritätischen System hat sich unsere Politik bereits zum 1. Juli 2005 verabschiedet, denn seitdem zahlen Arbeitnehmer 0,9 % mehr vom KV-Beitrag als die Arbeitgeber. Auch in der Pflegeversicherung gibt es für Kinderlose einen Zuschlag, den alle Pflichtversicherten selbst zu tragen haben.
Die entsprechende Diskussion im übrigen auch bei den Rentenversicherungsbeiträgen, wurde bereits unter rot-grün geführt. Man wollte Arbeitgeberanteile durch eine Steuerfinanzierung ersetzen, den damit alle zu tragen haben, wobei man der irrigen Ansicht war, daß Arbeitgeber ja generell mehr verdienen und damit auch mehr zur Kasse gebeten werden durch so ein Modell und damit auch für sich selbst. Man war der Ansicht, daß diese ja (für sich) gar keine Beiträge zahlen, da sie nicht pflichtversichert seien. Es war merkwürdiger ausgerechnet Herr Stoiber, der diese Milchmädchenrechnung auseinandernahm.
Man weiß allerdings nie so genau, in wieweit die Vorschlagenden die wahren Wirkungen nicht doch sehr genau kennen. Ich mein, fielen Arbeitgeberanteile durch eine Steuerfinanzierung weg, so wären diese Arbeitgeberanteile ja keine Lohnkosten mehr und es ergäben sich höhrere zu versteuernde Gewinne in den Unternehmen. Darüber hinaus wären die steuerfinanzierten Beiträge, die auch die Steuerlast der Arbeitnehmer erhöhten, von diesen nicht steuerlich absetzbar.
Alles Schlingel, diese Politiker, egal welcher Couleur.
@70 Betr. Bedingungsloses Grundeinkommen
Visionär ist das Konzept vom “Bedingungslosen (!) Grundeinkommen” schon, ich störe mich aber an dem “bedingungslos”, deshalb habe ich es auch mit einem Ausrufezeichen versehen. Das Thema wurde ja schon mal hier im Blog diskutiert. Ohne die Details des Konzepts zu kennen (bei Gelegenheit werde ich mich damit mal näher auseinandersetzen), erscheint es mir unrealistisch, der Solidargemeinschaft zuzumuten, dass sie bedingungslos Geldbeträge an alle Individuen auszahlt, die auch noch deutlich über dem heutigen Harz-IV-Satz liegen sollen.
Arbeit, im altmodischen Sinn, gäbe es ja auch genug, man müsste nur damit aufhören, alles dem Primat der Profitoptimierung und Wirtschaftlichkeit zu unterwerfen. Bestes Beispiel ist die Bundesbahn. Erst plagt man sich an einem dieser Automaten ab, um einen Fahrschein zu lösen, weil eben Menschen durch Automaten ersetzt wurden, dann bekommt man vielleicht noch Schläge von einem alkoholisierten, gelangweilten oder frustrierten Mitmenschen, weil man auch bei den Zugbegleitern und Sicherheitspersonal spart. Oder man denke an den Pflegebereich etc., es gäbe Arbeit, man muss sie nur finanzieren. Nach Möglichkeit sollte diese Arbeit aber dem Gemeinwohl dienen, eine vollständig bedingungslose Entlohnung lehne ich ab. Ich glaube schon, dass dann zu viele Menschen nur noch auf dem Sofa “arbeiten” würden. An einem zu positiven Menschenbild sind schon viele Visionen gescheitert.
@Gebintit:
Nun, es gab auch Befürchtungen, als das Projekt BIGNAM in Namibia gestartet werden sollte, dass das Geld verschwendet würde und gar nicht den erhofften Nutzen bringen würde.
Nach jetzt fast 2 Jahren dieses Projekts wollen die Initiatoren weiter machen und senden Botschafter aus, um andere Menschen in Namibia zu überzeugen, dass ein BGE sinnvoll ist und dass die Politik ein solches System einführen möge.
Die Erfahrungen und Hintergründe von dem BGE-Projekt in Steno:
- Jeder Einwohner (knapp 1000) erhält umgerechnet rund 10 Euro im Monat außer Rentner, die eine staatliche Rente bekommen
- Kriminalität ist um rund 1/3 zurückgegangen, der größte Rückgang ist bei der Wilderei zu verzeichnen
- das Krankenhaus konnte seine Einnahmen deutlich erhöhen
- fast jedes Kind hat eine Schuluniform und der Unterricht wird nicht mehr “geschwänzt”
- die Wirtschaftstätigkeit hat sich erhöht
- jeder hat trotz des BGE mehr in der Tasche
- Es wurden Mentoren ins Leben gerufen, die die Leute bezüglich des BGEs und wirtschaftlichen Tätigkeiten beraten.
Basic Income Grant offizielle Webseite
Allgemeine Zeitung Namibias Informationen auf Deutsch zu dem Projekt.
Basic Income Grant bei Wikipedia
@7 Jojo:
Genau solche Überlegungen brauchen wir in der Öffentlichkeit. Auch mal was trauen…
@ Stefan Balker “Jepp, nur würde dann keiner für dich arbeiten. Und es würde sicher jemand auf Idee kommen, mehr zu bieten als du. Unternehmen konkurrieren um Arbeitskräfte genauso wie Arbeitskräfte um Arbeitsplätze konkurrieren.”
Wenn dich das Amt dazu verdonnert, für 1,30 €/h arbeiten zu gehen oder sonst die Sozialleistungen gestrichen/gekürzt zu bekommen, oder aus so einem Vertrag auszusteigen und 3 Monate nix zu kriegen, da kann ich kein Konkurrieren um die Arbeitskräfte erkennen.
Konkurrenz/Wettbewerb würde einsetzen, wenn bspw. (Nur Zahlenbeispiel!) 1000 €/m negative Einkommenssteuer als bedingungsloses Grundeinkommen den potenziellen Arbeitnehmer von einer ungefährdeten Basis aus verhandeln liessen und die Arbeitnehmer etwas bieten müßten, um ihn auf Arbeit zu locken. Das wäre Wettbewerb! AG und AN auf vergleichbarer Augenhöhe. Aber 1,30 €/h als Ergebnis eines Wettbewerbs um eine Arbeitskraft zu bezeichnen, hmmmmmm.
@SF – Irgendwie hatte ich gehofft, auf den Einwurf mit der Streichung der paritätischen Finanzierung eine Erwiederung zu bekommen. Wie gesagt, war nur ‘ne Hoffnung. Ich weiß, du hast noch mehr zu tun. Hätte mich aber ernsthaft interessiert…
hier findet ihr den film “grundeinkommen – ein kulturimpuls” online und zum kostenlos runterladen:
http://www.kultkino.ch/kultkino/besonderes/grundeinkommen
@Gebinti
Betr.: BGE
Eine Idee wäre z.B. ein kastenunabhängiger Gemeinschaftsdienst ähnlich wie die Wehpflicht mit periodisch turnusmäßig wechselndem Einsatzgebiet – sprich jeder macht unabhängig von seinem Status jede Arbeit.
Dies könnte z.B. alle 5 Jahre ein Pflichtjahr sein.
Nur so als Idee.
@schwitzig
Kein guter Gedanke. JEDE Subvention wird vom Markt sofort eingepreist und mißbraucht. – Schau Dir Caritas & Co. an, wie sie die 1€-Jobber eingeplant haben, obwohl das vor jedem Gericht scheitern würde. Nein: entweder BGE oder negative Einkommenssteuer. Aber ein Wischiwaschi wird vom Markt umgehend vergewaltigt.
@MNB
sehr wohl gute Idee, weil für diese Dienste ausschließlich staatliche Träger in Frage kämen. Und wieso “entweder”? BGE mit einer Verpflichtung zur temporären Beteiligung für alle ohne Berücksichtigung des Status.
So kann gewährleistet werden, dass auch Arbeiten (z.B. Müllabfuhr) trotz eines negativen Images ausgeführt werden, ohne dass der Ausführende diskriminiert wird.
Und wo bitte erkennst Du da eine Subvention?
@schwitzig
Die Subvention besteht darin, daß bspw. in Pflegeheimen oder bei der Müllabfuhr “für lau” erledigt wird, wofür eigentlich Vollzeitstellen da sein sollten. Schau Dir heute Pflegeheime an: da wird der 1€-Job als Wiedereingliederungsmaßnahme konterkariert, indem jede Station je früh und abends einen 1€-Jobber als “Planstelle” hat. Da werden die Sklaven fest als solche eingeplant und dienen der Gewinnmaximierung. Das kann aber nicht die Aufgabe von 1€-Jobbern oder Zivi’s sein. – Oder Deine Müllabfuhr: ich zahle Entsorgungsgebühren. Da soll auch jemand davon leben können, v.a. der, der das macht, und eben nicht Lohnkosten gespart werden (=Subvention). Es wäre der Entsorger dann der Dumme, der nicht auf Sklaven zurückgreift.
Im Übrigen führt du das “bedingungslose” Grundeinkommen gerade ad absurdum mit Deiner “Verpflichtung”… – Es ist doch gerade dazu gedacht, Arbeitnehmer in die Lage zu versetzen Arbeit auch abzulehnen, es sei denn, der Arbeitgeber bezahlt eben ordentlich, bietet ordentliche Arbeitsbedingungen etc.
Und sorry, Deine staatlichen Träger gehören zu den muntersten Ausbeutern dieser Sklaven. Nee, Arbeit muß immer entlohnt werden und das ordentlich, sonst bleibt sie eben liegen, bis sie lohnenswert ist!
Sehr guter Artikel!
Ein Blick Richtung Schweiz zeigt die negativen Seiten der Kopfpauschale.
Wer noch etwas Argumentationshilfe bei Diskussionen zum Gesundheitswesen mit (gegen) FDP-Hampelmänner braucht, sollte dieses Buch lesen:
http://www.amazon.de/Mythen-Gesundheitspolitik-Hartmut-Reiners/dp/3456846797/ref=sr_1_1?ie=UTF8&s=books&qid=1258634569&sr=8-1
@Spiegelfechter
Der von Ihnen verwandte Subventionsbegriff ist relativ, denn er setzt daran an, dass zuvor eine gesetzliche und staatliche Maßnahme angemessen und maßvoll war. So wäre jede Reduzierung der Steuerlast eine Subvention.
Der durchschnittliche deutsche Erwachsene verursacht jährliche Gesundheitskosten von 2.500 EUR, jedoch trägt nur eine Minderheit Belastungen in dieser Höhe und mehr. Das bedeutet nichts anders, als dass die Mehrheit der Bevölkerung Kosten verursacht, für die sie nicht aufkommt. Das Zauberwort ist „Solidarausgleich“, weshalb die Sekretärin weniger zahlen soll als der Chef. Doch warum eigentlich? Das Verständnis einer freien Gesellschaft ist doch, dass jeder erstmal für sich selber aufkommt. Erst wenn das den einzelnen überfordert, hilft die Gemeinschaft.
Zweifellos würden 2.500 EUR so manchen überfordern. Dann kann aber doch unmöglich von einer Subvention gesprochen werden, wenn der Besserverdiener einen Teil dieser Kosten übernimmt, sei es in Form von Steuern oder Sozialabgaben. Bei den Krankenkassenbeiträgen gibt es immer noch das Äquivalenzprinzip, das besagt, dass zwischen Leistung und Gegenleistung ein direkter Zusammenhang gegeben sein muss. Dies wird zumindest tangiert, wenn der Vielverdiener weit mehr in die Gemeinschaft der Versicherten einbringt als derjenige mit wenig Einkommen.
Auf diesen Zusammenhang hinzuweisen und ihn deutlich zu machen, ist keine Aufgabe des Solidargedankens. Gleichzeitig ist zu fragen, wieviel Solidarität kann eine Gesellschaft verlangen und wo findet der Solidargedanke seine Grenzen? Muss jemand immer und in jeder Situation Solidarität üben, was für die meisten bedeutet, sein Einkommen mit anderen zu teilen?
StefanP
Nicht dass ich mich auch in diese Diskussion einklinken wollte, aber ich lese gerade zufällig:
Sie haben völlig Recht. Und deshalb möchte ich in einer Gesellschaft leben, die frei und solidarisch ist.