Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über mich
  • Kontakt

  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Werbung

    Drucker Preisvergleich

  • Partner

    OA Logo
  • Archiv

  • Kategorien

    • Afghanistan
    • Afrika
    • Allgemein
    • Ausland
    • Bildungssystem
    • Blogintern
    • Blogs
    • Buchvorstellungen
    • Bundespräsident
    • CDU
    • China
    • Deutschland
    • Energie
    • Europa
    • FDP
    • Finanzkrise
    • Frankreich
    • Geopolitik
    • Georgien
    • Gesundheitssystem
    • Glosse
    • Great Game
    • Großbritannien
    • Grundlagen
    • Grüne
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Kampagnenjournalismus
    • Lesebefehl
    • Linke
    • Medien
    • Menschenrechte
    • Nahostkonflikt
    • Neoliberalismus
    • Panik
    • Podcasts
    • Polen
    • Politclowns
    • Politischer Diskurs
    • Russland
    • Schwarz-Gelb
    • Sicherheitspolitik
    • Sozialpolitik
    • Sparen
    • SPD
    • Spezialdemokraten
    • Südamerika
    • Türkei
    • Unsympathen
    • US-Wahlen 08
    • USA
    • Verschwörungstheorien
    • Volkswirtschaft
    • Wahlen
    • Wirtschaft
  • Blogroll

    • 7Schläfer
    • Ad Sinistram
    • AllesDrehtSichImKreis
    • Blogsgesang
    • Chefarztfrau
    • Egghat
    • Feynsinn
    • FixMBR
    • Foreign Policy Watch
    • Geschichtsblog
    • Guardian of the Blind
    • Jacob Jung Blog
    • Maiak
    • Maskenfall
    • Michael Schöfer
    • NachDenkSeiten
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Philibuster
    • Sargnagelschmiede
    • sp!ked
    • Spiegelkritik
    • Spreeblick
    • Tautenhahn
    • TomDispatch
    • Transatlantikblog
    • uiuiuiuiuiuiui
    • Unser globales Dorf
    • Wolfgang Michal
  • Quellen

    • AG Friedensforschung
    • Alternet
    • Asia Times
    • Common Dreams
    • Das Dossier
    • Economist´s View
    • FinanceScout24 Versicherungsvergleich
    • Foreign Policy in Focus
    • Freitag
    • German-foreign-policy
    • journalismus – nachrichten von heute
    • Junge Welt
    • Kontaktlinsen Preisvergleich
    • NachDenkSeiten
    • Net News Global
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Open Democracy
    • Ossietzky
    • Project Syndicate
    • Russland-Aktuell
    • Russland.ru
    • Telepolis
    • Vox
  • RSS Nachdenkseiten

    • Neuwahlen in Griechenland – Bestrafung kontra Vernunft?
    • Die Wachhunde der Machtelite: Noam Chomskys Kritik der Intellektuellen
    • Hinweise des Tages
    • „Für einen Pakt aller Demokraten gegen Finanz-Zyniker und Spekulanten“ –Text der Dresdner Rede
    • So einfach ist die Manipulation: Mit Sprache, mit Übertreibungen ohne Bezug zu den Fakten
  • RSS Jacob Jung

    • Dänische Verhältnisse? Gerne, Herr Gauck.
    • Jacobs Woche (11.3. – 17.3.2012)
    • Cyber-Minister Friedrich: Rettet den Pizzaservice
    • Studie: Acht Millionen Geringverdiener in Deutschland
    • Nazi-Angriff auf türkischen Imbissbesitzer in Sachsen-Anhalt
  • RSS ad sinistram

    • Der Islamophobie ein wenig Weltläufigkeit
    • Wenn uns schlecht wird, geht es uns gut
    • De omnibus dubitandum
    • Wir versprechen, nicht zu lange zu löffeln
    • Können Sie von Ihrem Weingut leben?
    • De auditu
    • Nur das Vakuum ist vergleichbar
    • Ökonomisierte Generation
    • Hollande befreit Merkel
    • De omnibus dubitandum
  • RSS Feynsinn

    • Verbrannte Erde
    • Bei Blockupy nicht dabei
    • Das Elend an der Ruhr
    • Es ist ein Schwiegersohn
    • Deutsche Schmierengilde
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Sprachlos über den Röttgen-Rauswurf
    • Die NRW-Wahl - Eine Analyse
    • Vom Respekt für den Konsumenten
    • Sozialdarwinismus bei der Bahn
    • Des Kaisers neue Kleider
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Letzte Kommentare

      Manuel bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Dein Absatz zu den Knebelverträgen und der Stärkung der Urheber könnte...

      FetteBeute bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @FK Nein, DRM hatte ich nicht gemeint. Ich war eher darauf aus, das...

      FK bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @FetteBeute: Ist die Studie seriös? Will ich wohl hoffen,...

      Granado bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      “Können wir uns wenigstens darauf einigen, dass der Schöpfer...

      FetteBeute bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @FK Ich kann Karlas Feststellungen nur bestätigen. Du bekommst...

      Karla bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Wer die Frage nach der Vorrangstellung von Bürgerrechten gegenüber den...

      Victor bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Ist es zu viel verlangt, wenn sich die Piratenkritiker zunächst mal...

      Manuel bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Davon abgesehen, dass ich die Vorratsdatenspeicherung, Three-Strikes,...

      FK bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      also irgendwas stimmt hier nicht :) zum einen ist da ein bruch in karlas...

      Spezialdemokrat bei Europa spielt mit dem Feuer:

      Europa spielt nicht mit dem Feuer sondern mit dem Geld des...

      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Kotzen, Dünnpfiff – Urheberrechts-Fragen scheinen eine starke...

      Bingo bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Mal abgesehen davon, dass weder Du, Karla, noch Jens (wie so oft) den...

      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      Ach, da fallen sogar mir gleich ein paar Möglichkeiten ein, die...

      Winne2 bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      @jens 1. Das ist prinzipiell die gleiche Argumentationskette der...

      rudram bei Wenn Avatare über Werte quasseln:

      unfassbar was hier zusammentrifft….schon das rote stop schild von...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Werbung

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Facebook

  • Leseempfehlungen

    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra ?

    geschrieben am 17. November 2009 von Spiegelfechter

    Wenn es um die Auseinandersetzung mit ?der Linken? geht, nehmen sich Deutschlands ?Qualitätsmedien? bekanntlich nicht viel. Gern bleibt man entweder an der Oberfläche oder watet im Seichten, denn dort kann man bekanntlich nicht untergehen. Wie sich deutsche Medien die vielzitierte qualitativ hochwertige Berichterstattung vorstellen, für die sie am liebsten auch im Internet Gebühren verlangen würden, zeigt die aktuelle Kampagne gegen den Parteivorsitzenden der Linken Oskar Lafontaine. Der soll, so munkelt es aus dem SPIEGEL, eine Affäre mit der ?scharfen Kommunistin? (FAZ) Sahra Wagenknecht haben. Bereits im Vorfeld spielten sich dabei Bunte, Focus, FAZ und SPIEGEL munter die Bälle zu. In einer waghalsigen Mischung aus Spekulation, Wiedergabe von Hörensagen und seichtem Altmännerwitz will man Oskar Lafontaine auf diese Art und Weise Wählerbetrug nachweisen. Von der Realität wurden die Schmierulanten derweil bereits eingeholt ? wie heute bekannt wurde, ist der Grund für Lafontaines Teilrückzug nicht etwa ein parteiinternes Techtelmechtel, sondern eine bereits länger bekannte Krebserkrankung. Die Scheinheiligkeit dieser moralinsauren Posse ist offensichtlich ? das hindert allerdings nachrangige Presseerzeugnisse wie die taz nicht, auf den Boulevardzug aufzuspringen und sich mittels des Instruments der ?scheinheiligen rhetorischen Frage? genüsslich im unappetitlichen Schmierensumpf zu suhlen.

    Qualitätszeitungen und der Boulevard schieben sich die Bälle zu

    Der Startschuss der Kampagne fiel im Hause Burda. In der Randspalte ?TENDENZ-O-METER? kalauerte der Focus bereits am 12.10 in einem Zweizeiler ?Oskar Lafontaine ? Zieht sich ins Saarland zu Gattin Christa Müller zurück. Scharfe Berliner KommunistInnen müssen ohne ihn klarkommen?. Wen mag Helmut Fakten-Fakten-Fakten Markwort wohl damit gemeint haben? Was die Münchner Kalauer nur andeuten wollten, präzisierten die Kollegen aus Hamburg im Rahmen eines umfassenden ?Linken-Bashing? bereits eine Woche später mit doppeldeutiger Altherrenwitzrhetorik ? ?Die Kommunistin Sahra Wagenknecht, intime Kennerin von Lafontaines Positionen und nicht nur in Streikfragen mit ihm auf Augenhöhe, verlangt wie er regelmäßig französische Verhältnisse.? Hätten die Herren Stefan Berg, Markus Deggerich und Frank Hornig keinen Vertrag beim SPIEGEL bekommen, so hätten sie sicher eine vielversprechende Karriere in der Bütt vor sich ? und darauf einen Narrhallamarsch.

    Während Focus und SPIEGEL es im Oktober noch bei eindeutig zweideutigen Andeutungen beließen, war es Burdas Wartezimmerpostille Bunte überlassen, ein wenig konkreter zu werden. In der Ausgabe vom 29.10. fragte sich das Blatt besorgt, ob ?(s)eine Frau hinter dem Rückzug an die Saar stecke? ? ansonsten beließ es die Boulevardzeitschrift jedoch bei Andeutungen. Die Rampensau durfte diesmal Schirrmachers Inbegriff des Qualitätsjournalismus spielen. In seinem Artikel ?Lafo und die Kommunistin? bewies FAZ-Ressortleiter Alexander Marguier am 1.11. ein für alle Male, dass Schmierenjournalismus kein Alleinstellungsmerkmal der Boulevardmedien ist. ?Lafo hat was am Laufen mit Sahra Wagenknecht. Hammer, oder?? fragt Marguier seine Leser, freilich ohne einen Beweis für die Affäre von Lafontaine und der ?scharfen Kommunistin? zu liefern. Stattdessen liest Marguier lieber ?zwischen den Zeilen? von Bunte und SPIEGEL – freilich nicht ohne zu bekennen, dass dies ?so explizit in der Bunten natürlich nicht [stehe]?. Aber wofür braucht man eigentlich die Bunte, wenn SPIEGEL und FAZ Tratsch- und Klatschgeschichten sogar noch unseriöser präsentieren können?

    Der SPIEGEL passt in die Offensive

    Nun berichtet man schon in Anspielungen über hochbrisante Details aus dem Liebesleben der Linken und kein Schwein interessiert sich dafür? Das darf nicht sein, befanden die SPIEGEL-Klatschbasen Stefan Berg und Markus Deggerich und legten in der aktuellen Printausgabe des ehemaligen Nachrichtenmagazins nach. Dass derlei degutanter Klatsch und Tratsch eigentlich nichts im SPIEGEL zu suchen hat, wissen natürlich auch Berg und Deggerich. Aus diesem Grunde fassten sie die plumpe Aussage ?Oskar hat was mit Sahra und ist deshalb ein Verräter? auch in einen langatmigen Rahmen, um dem Leser erst einmal zu erklären, dass derlei Intimitäten ?höchst politische Folgen? haben. Um es kurz zu machen ? hinter den ?höchst politischen Folgen? versteckt sich lediglich der Vorwurf des SPIEGELS, Lafontaine hätte die Wähler betrogen, weil er im Wahlkampf suggeriert hätte, Fraktionsvorsitzender der Linken bleiben zu wollen, obgleich er bereits wissen musste, dass er von seiner Frau Christa nach den Wahlen nach Hause zurückgepfiffen würde, da diese eifersüchtig auf Sahra Wagenknecht sei. Von Lafontaines Krebserkrankung wussten die Politinsider des SPIEGELS, die ansonsten stets vorgeben, jede Kleinigkeit des Berliner Politspektakels aus dem Effeff zu kennen, offensichtlich nichts.

    Selbstverständlich hat auch der SPIEGEL keinen Beweis für die vermeintliche Affäre. Stattdessen berufen sich Berg und Deggerich auf nicht näher benannte Gerüchte. Um der fehlenden Seriosität der eigenen Berichterstattung auch noch die Krone aufzusetzen, nennt der SPIEGEL ausgerechnet die fehlenden Dementis der Beteiligten auf den Schmierenbericht der FAZ als überzeugendes Indiz, der sich seinerseits auf die Herren Berg und Deggerich als Quelle beruft. In der Logik nennt man so etwas Zirkelschluss, in der Publizistik ist und bleibt dies indes Schmierenjournalismus auf der niedrigsten Stufe.

    Die taz nimmt die Steilvorlage an und versenkt sich selbst

    Wenn schon der altehrwürdige SPIEGEL über Oskar und Sahra schreibt, ist dies natürlich so eine Art Quotenmesser für die Relevanz und offensichtlich auch für den Wahrheitsgehalt der Geschichte. Dies dachte man sich wahrscheinlich auch in den Redaktionsräumen der taz. Dort ist man anscheinend bereits dermaßen verwirrt von dem andauernden und nicht eben originellen Kindergartenzwist mit dem BILD-Chefredakteur Kai Diekmann, dass man selbst bereits auf unterstem Boulevard-Niveau angekommen ist. ?Lafo und Sahra ? Da geht doch was!? titelt die taz heute keck aus Berlin und versteckt sich dabei hinter rhetorischen Fragen und scheinheiligen Andeutungen. ?Warum kommt das Gerücht ausgerechnet jetzt aufs Tapet? und ?haben Journalisten endlich wieder etwas gefunden, mit dem sie der Linkspartei (sic!) ans Bein pinkeln können?? ? gerade so, als gehöre nicht ausgerechnet die taz zu den eifrigsten Beinpinklern der Partei ?die Linke?, die bei der taz immer nur ?Linkspartei? heißt.

    Schließlich munkele das ?politische Berlin? schon seit Jahren über die Beziehung von Oskar und Sahra, wie es taz-Autorin Simone Schmollack zu wissen vorgibt. Wobei die Frage gestattet sein muss, woher Frau Schmollack so intime Kenntnisse des ?politischen Berlins? haben will ? zum engeren Kreis der ?Hauptstadtjournalisten? zählt sie zumindest nicht, dafür ist sie allerdings Mitarbeiterin der Heinrich-Boell-Stiftung, die den Grünen nicht nur nahesteht, sondern die auch massiv Werbung für diese Partei betreibt. Zum eigentlichen Thema hat Schmollack, die die vermeintlich Affäre in einem Hauch von ?tazscher? Entrücktheit für ?dunkel?, ?schmutzig? und ?skandalös? hält, jedoch nichts zu sagen. Sie belässt es lieber dabei, die boulevardesken Mutmaßungen des SPIEGELS genüsslich zu rezitieren und ihrerseits mit unhaltbaren Spekulationen um parteiinterne Plaudertaschen zu ergänzen. Wer will das eigentlich wissen und wer würde sich an einer solchen Affäre stören, wenn es sie denn wirklich gäbe?

    Lieber den Ball flachhalten

    Spätestens seit den Zeiten Willy Brandts sollte selbst dem letzten Moralapostel klar sein, dass ein lebensfroher Politiker, der dem anderen Geschlecht nicht abgeneigt ist, kein schlechterer Politiker sein muss. Wen interessiert schon das Privatleben eines Politikers, solange es nichts mit der eigentlichen Politik zu tun hat? Wäre Angela Merkel eine schlechtere Politikerin, wenn sie eine Affäre mit ihrem Nachwuchstalent Ecki Klaeden hätte? Wäre Sigmar Gabriel ein schlechterer Politiker, wenn er heimlich mit Andrea Nahles schnackseln würde? Nun gut, vergnügungssteuerpflichtig sind beide Beispiele sicher nicht, aber letztendlich kann es dem Wähler doch egal sein, mit wem oder was ein Politiker sich vergnügt ? das ist Privatsache und wird auch durch aufgesetzte Politisierungen des SPIEGELS nicht öffentlich relevanter.

    Als Edmund Stoiber als Kanzlerkandidat in den Ring stieg und nach seiner Niederlage mit eingezogenem Schwanz nach München zurückeilte, kam dem SPIEGEL nicht in den Sinn, ihn als Wahlbetrüger zu verunglimpfen. Warum soll Oskar Lafontaine, der immerhin noch das Amt des Parteivorsitzenden innehat, eigentlich ein Wahlbetrüger sein, wenn er freiwillig auf das Amt des Fraktionsvorsitzenden verzichtet? Mit der heute eilig eingeschobenen Pressemeldung über Lafontaines lange geplante Operation an diesem Donnerstag erhält der Schmierenjournalismus von SPIEGEL, Bunte, FAZ und taz einen besonders abstoßenden Beigeschmack. Ist es etwa verdächtig, dass ein Krebskranker sich beruflich ein wenig zurücknimmt? Dass er nicht auf jeder Sitzung anwesend war? Dass er sich erst nach der Operation Gedanken über die berufliche Zukunft machen will? Manchmal steckt im Privaten zwar in der Tat etwas Politisches ? nur selten hingegen steckt im seichten Sumpf des Schmierenjournalismus etwas Wahres und fast nie etwas Politisches.

    Jens Berger

    272 Kommentare Print This Post
    Wenn es um die Auseinandersetzung mit ?der Linken? geht, nehmen sich Deutschlands ?Qualitätsmedien? bekanntlich nicht viel. Gern bleibt man entweder an der Oberfläche oder watet im Seichten, denn dort kann man bekanntlich nicht untergehen. Wie sich deutsche Medien die vielzitierte qualitativ hochwertige Berichterstattung vorstellen, für die sie am liebsten auch im Internet Gebühren verlangen ...
    Tags: Deutschland Kampagnenjournalismus Linke Medien
    Werbeblog
    Partnersuche im Internet
    Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
    Wissenschaftlich fundierter Test!
    www.PARSHIP.de

    Trackbacks:

    1. Tweets that mention Der Spiegelfechter» Blog Archive » Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra ? — Topsy.com
    2. Tweets that mention Der Spiegelfechter» Blog Archive » Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra ? — Topsy.com
    3. Es gibt Tage, da schreibe ich nur noch, damit die Nachwelt sieht, dass nicht alle so waren. « Guardian of the Blind
    4. Was ich loswerden will (24) « Duestere-Grenze Blog
    5. Wie er die Welt sieht » Blog Archive » Widerlich
    6. NachDenkSeiten – Die kritische Website » Hinweise des Tages
    7. Das Aus f?ie Die Linke? – Seite 3 – DIGITAL FERNSEHEN – Forum
    8. (Inhaltliche) Fragen zur Linkspartei – Seite 8 – SciFi-Forum
    9. Tweets that mention Der Spiegelfechter» Blog Archive » Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra ? — Topsy.com
    10. Simone Schmollack von der „taz“, Lafontaine, Ramelow und mehr « Rot steht uns gut
    11. Lafontaine & das Medien-Perpetuum-Mobile « Stefan Niggemeier
    12. Parteijournalisten neuen Typs ? zum Beispiel die Lafontaine-Vernichter | blogsgesang.de
    13. Links : Ralph’s Blog

    272 Kommentare:

    1. Rosaluxemburggedenkfrisur schrieb am 17. November 2009 at 17:17 - Permalink

      Und wieder ein Beweis was von den heutigen Qualitätsmedien in Holz zu halten ist.

    2. Glawen schrieb am 17. November 2009 at 17:40 - Permalink

      Mann Mann Mann, ich habe gestern oder so diesen komischen Artikel “Lafo und Sahra-Da geht doch was” bei TAZ-Online gelesen und staunte nicht schlecht. Dort stand das zwar, wie du auch schreibst, in Bezug auf den Spiegel und auch fast negativ über die Berichterstattung. Trotzdem war auch der Artikel in der TAZ arg. Ich habe zum ersten Mal dort überhaupt über den ganzen Mist gelesen. Was in letzter Zeit so alles aus den Löchern kriecht ist schlimm. Alles nur noch Schmierblätter.
      Wie du schreibst, es ist eigentlich egal was ein Politiker privat macht, ich habe auch keinen Bock wenn sie wie der ein oder andere ihre Homestory in der BILD abdrucken lassen. Den Spiegel Bericht habe ich im übrigen nicht gelesen, werde ich auch nicht. Da kommt mir sonst die Galle hoch.

    3. Gebintit schrieb am 17. November 2009 at 17:42 - Permalink

      Mal wieder gut beobachtet und analysiert!
      Wirklich peinlich, was sich der SPIEGEL da leistet. Bei dem Satz “Die Kommunistin Sahra Wagenknecht, intime Kennerin von Lafontaines Positionen und nicht nur in Streikfragen mit ihm auf Augenhöhe, verlangt wie er regelmäßig französische Verhältnisse.” haben sich die Spiegel-Autoren (Stefan Berg, Markus Deggerich, Frank Hornig) vermutlich lachend auf die Schenkel geklopft, wie pubertierende Jungs bei ihren ersten derben Sex-Witzen.
      Passt nur auf Jungs, wenn es schlüpfrig wird rutscht man leicht aus!

    4. Dierk schrieb am 17. November 2009 at 17:48 - Permalink

      Und keiner hat Nacktfotos?

    5. Spiegelfechter schrieb am 17. November 2009 at 17:56 - Permalink

      Sehr souverän übrigens die Süddeutsche:

      Es ist dann ziemlich viel telefoniert worden an diesem Dienstag. Schließlich einigte man sich auf die Devise: Nichts mehr rauszögern. Keine neuen Spekulationen keimen lassen. Die Woche hatte ja nicht gut begonnen. Der Spiegel hatte das “Ende der Ära Lafontaine” verkündet und dies umständlich mit einer angeblichen Liebesgeschichte des 66-jährigen Politikers in Verbindung gebracht.

      Ohne den Namen Wagenknecht zu nennen – was für eine Ohrfeige für die Hamburger Kollegen ;-)

    6. Luca schrieb am 17. November 2009 at 18:18 - Permalink

      Immer wieder geil, wie manche Deutschen Oskar Lafontaine in Kommentaren anfeinden, man merkt einen regelrechten Hass als Unterton, dabei war Herr Lafontaine praktisch NIE in Regierungsverantwortung und eher gibt es eine CDU/CSU/SPD/Grüne/FDP-Koalition, bevor die Linke in Deutschland irgendwelche Regierungsgeschäfte übernimmt.

      Ich kann ja verstehen, wenn man als enttäuschter Wähler eine Merkel, einen Schröder oder einen Chavez so krass anfeindet, aber jemand einer kleinen Oppositionspartei so zum Ziel von Hatespeak zu machen ist schon irrwitzig, da vollkommen unnötig.

      Deutschlands “Neue Mitte” wirkt bedrohlich, wer weiß welche Sündenböcke sich diese halbstarken Dummköpfe suchen, wenn die Wirtschaft weiter abrutscht.

    7. Kaiserbubu schrieb am 17. November 2009 at 18:21 - Permalink

      Hallo Jens,
      wirklich gut dass Du das Thema sofort aufgreifst. Es ist einfach zum kotzen. Ich habe auf “Spon” diese “Yellow Press Paparazzi Nummer” über Lafo gelesen und war erstaunt über so viel Schmierentheater. Das hätte ich dem “Spiegel” nicht zugetraut.
      Ich bin entsetzt. Aber dann kam die Krebsmitteilung. Und der Schmieren-Artikel wurde rausgenommen. Diese dreckigen Heuchler. Jetzt wohl auf Verständnis machen? Daraufhin habe ich einen Kommentar im Forum abgegeben, der nicht veröffentlicht wurde.
      Was ist das für mieses Blatt geworden?
      Wie verkommen sind unsere Medien? An Lafontaine darf sich ungesraft jeder hergelaufene (gut) bürgerliche Mainstream Schreiber abarbeiten.
      Gestern noch das große Betroffenheitskino über den tragischen Tod von Enke mit dem Schaulaufen der Sonntagsredner und heute wieder Business as usual in der Journaille.
      Dieser Scheißhaufenjournalismus, den die großen Verlage anzetteln gehört zugeschissen.

    8. name schrieb am 17. November 2009 at 18:30 - Permalink

      Spon hat eben im Stürmerstil zur “Story” nachgelegt….Eines sollte selbst diesen minderbemittelten Hearstanfängern klar sein: die Krise lässt ganz schnell wieder direkte kommunistische Charaktere und kommunistische Kader und wahrnehmbare kommunistische Parteien auch in Deutschland wachsen, und die neoliberalen Parteirechten in der Partei “Die Linke”, die Spon & Co die Sonderinfos verticken, geraten ihn ihrer großkotzigen Dämlichkeit wenigstens ins Blickfeld.

    9. Frank Powers schrieb am 17. November 2009 at 18:31 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter,

      Danke für die umfängliche Berichterstattung. Es ist tatsächlich zum Kotzen. Richtiger Journalismus findet nicht mehr statt *). Wenn ich noch SPIEGEL-Leser wäre, nun wäre ich’s mit Sicherheit nicht mehr. Ein kleiner Boykott wirkt vielleicht Wunder: Kein SPIEGEL mehr, und wenn die Hölle zufriert.

      Viel Erfolg weiterhin mit der guten Arbeit,
      Frank

      *) http://www.manwithahorn.de/2009/11/warum-kein-journalismus-mehr.html

    10. Spiegelfechter schrieb am 17. November 2009 at 18:39 - Permalink

      @name

      nun lass mal Deinen “Kommunismus” da raus. Weder Lafontaine noch Wagenknecht sind kommunistisch – und das ist auch gut so!

    11. landbewohner schrieb am 17. November 2009 at 18:40 - Permalink

      na ja merkel und gabriel würden jedenfalls einen entschieden schlechteren geschmack beweisen, da die auserwählten “partner” sowohl optisch als auch intellektuell keinesfalls wagenknechtniveau erreichen. ansonsten: spiegel, bunte, superillu und der rest der freien presse auf einem niveau. gleich und gleich gesellt sich gern.

    12. name schrieb am 17. November 2009 at 18:42 - Permalink

      Das stimmt natürlich Jens und ich habe nichts gegenteiliges behauptet, aber eines sollte auch dir klar sein: die Krise hat noch nicht einmal angefangen, und wer dann immer noch mit Keynes hofft, hofft auf Krieg.

    13. schwitzig schrieb am 17. November 2009 at 18:46 - Permalink

      @7 Kaiserbubu

      ?Spon? diese ?Yellow Press Paparazzi Nummer? über Lafo gelesen und war erstaunt über so viel Schmierentheater. Das hätte ich dem ?Spiegel? nicht zugetraut.

      Ich schon. Ich halte den Spiegel und SPON mittlerweile für eines der widerlichsten und leider auch gefährlichsten INSM-Feudalismus-Brüllorgane in der deutschen Medienwelt.
      Ich kann nur dringend meine Methode empfehlen: Sobald ein Spiegel-”Bericht” etwas mit den LINKEN, oder irgendeiner Idee, die auch nur gerinfügig dem Adelsgeschlecht unbekömmlich sein könnte, zu tun hat, diesen nicht zu lesen, denn im besten Fall ist der “Bericht” schlecht, häufig jedoch findet sich recht raffinierte Propaganda im Orwellschen Zwiedenk-Schema.

    14. Chris schrieb am 17. November 2009 at 18:49 - Permalink

      Der Stern wirft im Glashaus mit Steinen – trotzddem sind es richtige Worte:

      http://www.stern.de/politik/deutschland/lafontaine-hat-krebs-viel-glueck-oskar-1522572.html

    15. Jens schrieb am 17. November 2009 at 18:49 - Permalink

      Mag ja für Lafontaine stimmen, aber Wagenknecht?

      “Die Kommunistische Plattform ist ein offen tätiger Zusammenschluß von Kommunistinnen und Kommunisten in der Partei DIE LINKE, die auf der Grundlage von Programmatik und Satzung der Partei aktiv an der Basis und in Parteistrukturen wirken.”

      http://die-linke.de/partei/zusammenschluesse/kommunistische_plattform_der_partei_die_linke/

      Zitat von der homepage der KPF in der Linken, was ist denn bitte Fr. Wagenknecht?, wenn man bedenkt das sie dort eine recht hohe Position bekleidet.

    16. Spiegelfechter schrieb am 17. November 2009 at 19:11 - Permalink

      @Chris

      Ein – wie ich finde – sehr guter Artikel. Kompliment an den STERN.

    17. Spiegelfechter schrieb am 17. November 2009 at 19:14 - Permalink

      @Jens

      Mag ja für Lafontaine stimmen, aber Wagenknecht?

      Die gute Sahra könnte auch behaupten, sie sei die Königin von Saba, das wäre genau so abstrus. Glaub mir, ich habe mich mehrfach mit ihr unterhalten – sie ist ungefähr so “kommunistisch” wie ich rechtsextrem bin ;-)

    18. R_Winter schrieb am 17. November 2009 at 20:01 - Permalink

      Jetzt hat das zweite Fernsehen in den Nachrichten – sich auf den Spiegel berufen – über das angebliche Verhältnis ohne Namensnennung berichtet.

      Aber Lafontaine ist mit seiner Krebserkrankung wirklich beachtlich……
      Alles Gute für seine Operation am Mittwoch.

      Ich kann mich nicht mehr erinnern, wurde auch über Kohl so berichtet?

      Schmierentheater der untersten Schublade.
      Die neoliberale Presse muß ja die Latzhosen bis oben vollen haben.

    19. Markus schrieb am 17. November 2009 at 20:03 - Permalink

      Und wie erwartet nutzt die widerliche Schmierenpresse selbst eine Krebserkrankung für ihren Anti-Linken-Populismus:

      http://www.bild.de/BILD/politik/2009/11/17/oskar-lafontaine/chef-der-linken-an-krebs-erkrankt.html . Am Anfang noch relative neutral, offenbaren sie wieder ihr wahres Gesicht, um alle bekannten Klischees gegen Lafontaine auszupacken. Ich kann mir richtig vorstellen, wie sie bei Springer und Co. abfeiern.

      Die Süddeutsche macht Lafontaine seine Erkrankung fast zum Vorwurf: http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/402/494735/text/

      Und die Frankfurter Rundschau ist sich nicht zu schade, die Gerüchte über die Affäre noch einmal ausführlich zu schildern und sogar als glaubwürdig zu bezeichnen: http://fr-online.de/top_news/2086455_Politische-Zukunft-unklar-Lafontaine-kaempft-gegen-Krebs.html

    20. Rain schrieb am 17. November 2009 at 20:31 - Permalink

      Danke für den erhellenden Artikel.

      nur selten hingegen steckt im seichten Sumpf des Schmierenjournalismus etwas Wahres und fast nie etwas Politisches

      Meine unmaßgebliche Meinung ist, daß im seichten Sumpf des Schmierenjournalismus IMMER etwas Politisches steckt. Wozu bräuchte *man* ihn denn sonst?

    21. Harald schrieb am 17. November 2009 at 20:40 - Permalink

      Danke für die detaillierte Darstellung des Drecks, den die sogenannten Qualitätsmedien in trauter Eintracht mit dem Boulevard über Oskar Lafontaine auskübeln. Aber nach meinem Empfinden geht das mittlerweile über Schmierenjournalismus hinaus. Auch mir fällt dazu nur noch Julius Streichers Hetzblatt unseligen Angedenkens ein. Ich könnte mir vorstellen, dass in einigen Schreibstuben die Sektkorken knallen. ?Mission accomplished?. Hass, Häme und Verleumdungen haben Wirkung gezeigt, endlich hat man das ?linke Schwein? zur Strecke gebracht. Ihrer Widerwärtigkeit können diese Herrschaften jetzt noch die Krone aufsetzen, indem sie einige Krokodilstränen zerdrücken und geheuchelte Genesungswünsche ausdünsten.
      Ich wünsche Oskar Lafontaine alles Gute und hoffe auf seine baldige Genesung.

    22. Aio schrieb am 17. November 2009 at 20:41 - Permalink

      Ich war ja nie ein Lafo Freund – zumindest nicht seiner politischen Ideen der immerhin meist richtigen Analysen – und noch weniger einer Sarah Wagenknecht.
      Auch wenn sie Jens nicht für eine Kommunistin hält – aus irgendeinem Grund ist sie Sprecherin ebendieser Plattform, was sie per se verdächtig macht.

      Anyway… die Leistung unserer investigativen Qualitätsjournalisten ist hier einfach erbärmlich!
      Und dann wundern sich diese gleichgeschalteten MSM Praktikanten, dass ihnen die Leser in Scharen davonlaufen.
      Das wäre an sich nicht mal schlimm, wenn sie nicht nach staatlichen Subventionen plärren würden, welche ihnen wahrscheinlich auch gewährt werden.
      Damit ist der totale Staatsfunk endgültig zementiert. Willkommen in der DDR 2.0

    23. Stefan schrieb am 17. November 2009 at 20:43 - Permalink

      @Spiegelfechter:
      Erstmal Danke für den Artikel, wie eigentlich (fast) immer lesenswert. Im Grunde ist das schon abartig, wie Politiker aus rein politischen Gründen für (manchmal nur spekuliertes) Fehlverhalten in den Medien runtergemacht werden. Es interessiert doch die Masse der Menschen in einem praktischen Sinne nicht, ob sich Clinton einen blasen lässt, Mitterand ein uneheliches Kind hat oder Seehofer auch, was zählt, ist doch letztlich deren Politik. Insofern sollte man solche dubiosen Meldungen irgendwie ausblenden (insbesonder die “seriösen” Medien).
      Aber zu Frau Wagenknecht, Du hast geschrieben, Sie so kommunistisch, wie Du rechtsextrem seist, schade, dann kann ich Deinen Blog als von einem Rechtsextremen geschrieben nicht mehr lesen:) Ich kenne die Gute (und wirklich sehr hübsche) nicht persönlich, aber die Dinge, die ich in Interviews von ihr im Fernsehen gehört habe, erinnerten mich doch sehr an die Assagen von Freundschaftsratvorsitzenden in meiner Kindheit und in meiner Schule (war ein bissel speziell, viele begabte Stasi und Funktionärskinder) waren die immer ganz links aussen.
      Nun ja, viele Grüsse
      Stefan

    24. Stefan schrieb am 17. November 2009 at 20:47 - Permalink

      P.S.: Und schwups ist das Thema Enke/Depressionen aus dem Focus der Medien verschwunden …

    25. karamasow schrieb am 17. November 2009 at 20:56 - Permalink

      Es bleibt nur eine Option:
      die kategorische Abwendung von den Produkten einer ehedem unabhängig und verantwortungsvoll handelnden Berufsgruppe, die sich von der Macht rechts der Mitte widerstandslos hat kalibrieren lassen und deren Verlautbarungen in erstaunlich kurzer Zeit herabgesunken sind auf das Niveau eines Blattes, das ambitionierte Schreiber vor einem Jahr nicht einmal mit der Kneifzange aufgeschlagen hätte. Der gleichgerichete Journalismus tut nichts Geringeres als der Berlusconisierung unserer Gesellschaft Vorschub zu leisten. Tag für Tag aufs neue und mit wachsendem Erfolg. Und dass der ?Stern? OL zumindest im Ansatz Gerechtigkeit widerfahren lässt, verdanken wir – @ stefan – wohl Robert Enke. –
      Grüße an den Spiegelfechter, den ich – unverzeihlich – erst vor kurzem entdeckt habe, und an alle Kommentatoren.

    26. Rossi schrieb am 17. November 2009 at 20:57 - Permalink

      Wau, Respekt für den Stern! Das ist mal wirklich eine freudige Ausnahme in dem ganzen Schrottgeschreibe in der Presse. Besonders auch dafür meinen Respekt, dass darauf hingewiesen wird, dass eine Krebsdiagnose einen Menschen doch recht tief erschüttern kann. Der Satz “Das ist in Kopf und Seele des betroffenen Menschen schwer zu ertragen” trifft es IMO sehr sehr gut.

      Ich hoffe jedenfalls für Lafontaine, dass er die Krankheit soweit es eben geht gut übersteht, vor allen Dingen auch ohne endlose Chemos und weitere Operationen. Hoffentlich bleibt er uns ausserdem auch in der Politik erhalten, denn er ist und bleibt IMO ein wirklich guter/streitbarer Politiker….

    27. elwu schrieb am 17. November 2009 at 21:09 - Permalink

      Krebs macht einen Menschen nicht anständiger oder unanständiger, nur krank. Und bb der Lafo mit Wagenknecht poppt oder nicht ist mir ebenso völlig egal wie seine Krankheit.

    28. bigberta schrieb am 17. November 2009 at 21:14 - Permalink

      Chapeau, Jens, ein hervorragender Artikel, den ich gleich mal auf facebook anspielen werde, damit den möglichst viele lesen. Allerdings gabs von Sahra kein netteres Foto?

    29. HELLMOOD schrieb am 17. November 2009 at 21:24 - Permalink

      Da wird einem der gestandensten und glaubwürdigsten Politiker , sowie einer der klügsten Frauen dieses Landes eine Affäre angedichtet – von wem eigentlich? Doch wohl von scheinselbständigen und deshalb willfährigen Lohn-Tüten, die als Privatpatienten vermutlich längst den Kokain-Ersatz Viagra verschrieben bekommen und das obwohl sie sich eigentlich nur mit sich selbst beschäftigen. Der fraglos gelungenen Aufarbeitung ist das schon beinah garnicht wert. Wiederholt ist festzustellen, dass Rudolf Augstein, lebte er noch, wohl dasselbe machen würde wie Dieter Hildebrand.

    30. schwitzig schrieb am 17. November 2009 at 21:26 - Permalink

      @21 AIo

      Auch wenn sie Jens nicht für eine Kommunistin hält ? aus irgendeinem Grund ist sie Sprecherin ebendieser Plattform, was sie per se verdächtig macht.

      neee, wie mir diese Westentaschen-McCarthys auf den Geist gehen …
      huuh, huuuh – der pöööhse, gefäääährliche KOMMUNISMUS! Kreisch, Zeter, Spiegel-Kauf.

      Wie wäre es denn mal damit, wenigstens (ich weiss – es ist für die Neo-McCarthys eine fast nicht zu bewältigende Aufgabe) mal nachzulesen, was “Kommunismus” als Theorie bedeutet, bevor wieder Propagandainduziert losgegreint und gekreischt wird?

    31. Tammox schrieb am 17. November 2009 at 21:41 - Permalink

      Luca:

      Dabei war Herr Lafontaine praktisch NIE in Regierungsverantwortung und eher gibt es eine CDU/CSU/SPD/Grüne/FDP-Koalition, bevor die Linke in Deutschland irgendwelche Regierungsgeschäfte übernimmt.

      Na, Luca, das kann man ja nun nicht so sagen.
      Zehn Jahre Oberbürgermeister von Saarbrücken, 13 Jahre Ministerpräsident!
      Die Linke regiert außerdem in Brandenburg und Berlin und hat auch schon in Sachsen-Anhalt und Meck-Pomm regiert.

      Im Übrigen muß ich zu Kreuze kriechen.
      Wie alle anderen auch, wußte ich natürlich auch nichts von der Ca-Sache und habe mich durchaus vom SPIEGEL etc anstecken lassen mit dem Virus ?Lafontaine haut ab aus Berlin, hat sich verkalkuliert im Saarland?.

      Asche auf mein Haupt.

      Aber so ist es wohl – selbst wenn man grundsätzlich sehr skeptisch ist, kommt man nicht umhin bei Themen, die einen nicht ganz besonders interessieren ein bißchen des Meinungs-Tenors der Artikel, die man liest, aufzuschnappen.

      Die Wagenknechtsache hielt ich nie für relevant und ärgerte mich nur darüber, daß mal wieder mit verschiedenerlei Maß gemessen wurde.

      Am Ende bleibt nur die traurige Erkenntnis, daß es eben ?DAS? seriöse Medium nicht mehr gibt.
      Man muß IMMER mehrfach checken und genau darauf achten, woher die Informationen stammen. Glücklicherweise sind die meisten Schreiberlinge ja so faul, daß sie eh nur ap- oder dpa-Meldungen per copy und paste verbreiten.

      Bleiben also die Meinungsartikel der ?seriösen? Zeitungen (etc) – von denen man als möglichst viele lesen muß, so daß man sich langsam und mit Mühe ein Bild der Autoren machen kann.
      Das ist immerhin das GUTE am SPIEGEL.
      Inzwischen sind ja alle Artikel der Druckausgabe namentlich gekennzeichnet und man weiß gleich aus welcher Ecke es kommt.
      Wenn, wie z.B. letzte Woche geschehen, ein Gabor Steingart voll des Lobes über Merkel schreibt, kann man sich die Überlegung, ob Merkel tatsächlich etwas so tolles getan hat, gleich sparen.

      Summa Summarum ist man mit einem Print-Abo der SZ wohl noch am besten bedient; bei den Jungs und Mädels sind doch noch eine Menge Namen da, die für eine gewisse Glaubwürdigkeit stehen (Höll, Roll, Kister, Denkler, Prantl, Fried, Kornelius, Kreye, Bisky,?)..

    32. Markus schrieb am 17. November 2009 at 21:49 - Permalink

      @ 21 Harald:

      Ich könnte mir vorstellen, dass in einigen Schreibstuben die Sektkorken knallen.

      Ja, genau das hab ich mir auch gedacht (und in meinem Blog geschrieben).

      @ 28 bigberta:

      Allerdings gabs von Sahra kein netteres Foto?

      Hehe, der Gedanke kam mir aber auch …

      @ 31 Tammox:
      Die Süddeutsche verbreitet doch zumindest in der Wirtschaftspolitik den selben neoliberalen Einheitsbrei wie die meisten anderen.

    33. Vogel schrieb am 17. November 2009 at 21:51 - Permalink

      @ Jens,
      wat sollen die dunklen Andeutungen mit Äntschie und Ecki? Äntschie hat doch grade erst die Stones verschlissen. Unn der Siechmar mit der Andrea? Ich hab´den doch neulich mit Ulala gesehen. Man iss dat ´n Saustall – kannste dat ´mal in bewährter Manier aufklären, Jens? Aber keine Gerüchte, ja?, nur Fakten, Fakten, Fakten (wo war Helmut eigentlich? iss der krank?), unn Beweise, unn nich erst dem SPIEGEL zustecken, ja?, dat will ich zuerst hier lesen – sollen die annern dann ´mal nachkarten.

      Beste Grüße

      Auf dem Weg dem Oskar alles Gute für die OP

    34. alexandra schrieb am 17. November 2009 at 21:51 - Permalink

      hellmood: das kann jedem spitzenpolitiker, der irgendwem ein dorn im auge ist, jederzeit passieren – dass er mit etwas erfundenem in der luft zerrissen wird von medien, bei denen eines sozusagen den startschuss gibt und andere nachziehen. natürlich können medien auch etwas, das das gute recht aller menschen ist (private veränderungen) gegen unliebsame politiker benutzen, wenn es darum geht, diese personen fertigzumachen. dass da menschenrechte verletzt werden (art 8 emrk zb) und dass solche kampagnen wohl jemand aus orchestrieren wird, fällt aller wahrscheinlichkeit nur medien mit rückgrat wie dem spiegelfechter auf. andere machen blind mit, wenn jemand den startschuss gegeben hat.

    35. Rossi schrieb am 17. November 2009 at 21:59 - Permalink

      @elwu: Gut gebrüllt und in der Aussage auch nicht unkorrekt, nur eben halt auch vollkommen ohne Aussage. Krebs ist nunmal nicht irgendwie ein bisschen krank, sondern oft genug tödlich krank und solch eine Perspektive verarbeitet wohl kein Mensch mal eben so nebenbei.
      Wobei Lafontaine allerdings den fragwürdigen Vorteil hat, in Folge seiner Messerattacke schon einmal in seinem Leben dem Tode sehr Nahe gewesen zu sein…

    36. Tammox schrieb am 17. November 2009 at 22:00 - Permalink

      #32 Marcus

      @ 31 Tammox:
      Die Süddeutsche verbreitet doch zumindest in der Wirtschaftspolitik den selben neoliberalen Einheitsbrei wie die meisten anderen.

      Nein, das kann man nicht sagen.
      Insbesondere fiel mir das auch in der späten Phase von Rot/Grün, als unter der Führung von Steingart und Jörges die ehemals SPD-freundlichen SPIEGEL und STERN wie besessen gegen die nach ihrer Meinung noch viel zu sozialistische Wirtschaftspolitik von Schröder hetzten.
      Da wurde ja Merkel, die zu der Zeit als Neoliberale galt, sehnsüchtig herbei geschrieben.

      Ich habe jetzt noch den elenden ?Schrumpfenden produktiven Kern Deutschlands? im Ohr, von dem Steingarts Berliner Büro den Leser jede Woche zutextete.
      Da war die SZ die einzige der großen Tageszeitungen, die auch mal für soziale Überlegungen Partei ergriff.
      Die SZ-Redakteure sind nicht alle gleich, da gibt es in der Wirtschaftsredaktion auch andere Stimmen. Aber gerade ein Prantl, der da ja nun immerhin Innenpolitikchef ist, geißelt das neoliberale Gedankengut oft genug!

    37. Helmut Ruch schrieb am 17. November 2009 at 22:02 - Permalink

      Hallo Jens,
      meine Beziehung zur Presse ist eine indirekte; mein Bruder war/ist von Anfang an Geschäftsführer der taz, und ich war bis vor 4 Jahren deren Abonnent . Seit 4 Jahren nicht mehr, Familie hin oder her. Mein Abschied von dieser Zeitung meiner Träume rührte aus der Einsicht, dass in der taz Kräfte wirksam wurden, die nach außen nicht in Erscheinung traten und nicht erkannt werden wollten.
      Im vorletzten Bundestagswahlkampf, nach Schröders Neuwahlputsch, gab es in der taz mehrere Interviews mit Leuten von Scholz & Friends, in denen diese sich in der Richtung ausbreiten konnten, dass es zu Schröders Kandidatur für die SPD keine Alternative gäbe (innerhalb der SPD war das zeitweise eher umstritten) .
      Was in der taz nie auftauchte, war, dass diese Werbeagentur Scholz & Friends das ausführende Organ der INSM war/ist. Der taz-Geschäftsführer, gefragt, ob das denn seriöser Journalismus sei, hatte damit keinerlei Probleme. Die taz sei nicht verpflichtet, auf solche Zusammenhänge hinzuweisen. Aber er kannte sie natürlich…
      Von daher gesehen halte ich Deine Interpretation des Verhaltens der taz in dem aktuellen Fall für zu kurz gegriffen. Das war kein opportunistisches Aufspringen auf einen fahrenden Zug, das war Teil einer gut geplanten Kampagne! Das Vorgeplänkel bei Burda, Springer & Co ist eigentlich irrelevant. Diese Medien genießen in der linken Wählerschaft keinerlei Glaubwürdigkeit! Es diente eher dazu, den öffentlich-rechtlichen oder Spiegel/Stern/taz zuzuarbeiten, damit diese das Thema dann an die eigentlichen Adressaten herantragen.
      Und genau da funktioniert die taz seit Jahren. Und hat seltsamerweise auch keine Finanzprobleme mehr! Oder kannst Du dich noch an die letzte ?Rettet die taz?-Aktion erinnern?

    38. Markus schrieb am 17. November 2009 at 22:10 - Permalink

      @ 36 Tammox
      Ja, der Prantl, ok. ABer kuck dir z.B. mal Marc Beise an… Aber es stimmt, in der Süddeutschen kommen durchaus verschiedene Richtungen zu Wort.

    39. Lesefuchs schrieb am 17. November 2009 at 22:10 - Permalink

      Ich wußte schon, warum ich mich von sämtlichen Papier-Printmedien verabschiedet habe!!!
      Mir reichen völlig die Schlagzeilen und dickeren Überschriften in BLÖD und co. die mir morgens in der Bahn ins Auge springen, um meinen Puls auf 200 zu bringen.
      Mir tut es um jede Sekretärin oder anderen normalen Mitarbeiter in den Verlagen leid, dass die Schmierenheinis denken “Je mehr Mist, je besser”. So viele Blöde im Volk werden nicht übrig sein, um diese Masse an Fehljournallien am Leben zu halten.
      Es wird Zeit, dass sich der Medienmarkt konsolidiert.
      Und je mehr Müll produziert wird, je schneller geht es !!!

    40. der gespaltene westen schrieb am 17. November 2009 at 23:40 - Permalink

      “Weder Lafontaine noch Wagenknecht sind kommunistisch ? und das ist auch gut so!”

      Richtig, aber dieses Wissen kann man heute nicht mehr voraussetzen. Man muss es den Leuten erklären.
      Das macht die Schmierenkampagne auch doppelt eklig: Erst drückt man einer Person das falsche Etikett “Kommunist” auf, nach einer Weile glauben es die Leser/Zuschauer, danach fügt man sich trittbrettfahrerhaft in eine Kampagne ein, bei der die Grenzen des Anstands ignoriert werden.

    41. Gebintit schrieb am 17. November 2009 at 23:44 - Permalink

      @37

      Bist du wirklich der Bruder von Karl-Heinz Ruch? Hat die Wirtschaftlobby wirklich schon die taz unterwandert? Oh schlechte Welt! Gute Nacht.

    42. egal schrieb am 18. November 2009 at 01:10 - Permalink

      Da sich offensichtlich SZ-Leser unter den Kommentatoren befinden: Mal eine Frage zur Süddeutschen. Findet ihr auch, dass die seit der Wahl kritischer geworden ist, weil sie die SPD nicht mehr schützen muss?
      Ich habe ein Abo, aber ab den Hochzeiten von “Steinbrück rettet die Weltwirtschaft” nur noch Sport und Wissen gelesen. Seit kurzem lese ich auch wieder den Rest und erkenne die SZ kaum wieder.Ist das nur mein flascher subjektiver Eindruck oder wirklich so?

    43. Toni schrieb am 18. November 2009 at 01:52 - Permalink

      Spiegel Online hatte heute ebenfalls einen ziemlich widerlichen Bericht über Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht auf Seite eins. Heute Abend war er dann plötzlich verschwunden. In diesem Bericht wurde Lafontaine ebenfalls Wahlbetrug vorgeworfen, mit der Begründung, es gäbe ein zunehmend privates Interesse an Sahra Wagenknecht, welches den Hausfrieden im Hause Lafontaine empfindlich störe. Da sind wir der Spiegel Online Redaktion aber mal so was von dankbar, daß wir endlich darüber aufgeklärt wurden, was Wahlbetrug ist.Peter Scholl-Latour
      hat ja schön des Öfteren seine Meinung über den Spiegel geäußert. Dem kann ich mich nur anschließen.

    44. fellow passenger schrieb am 18. November 2009 at 02:03 - Permalink

      Wer mit wem Geschlechtsverkehr hat, ist in erster Linie die Privatangelegenheit der Beteiligten und als Thema schon im Bekanntenkreis ermüdend genug. Nachdem reputable Augenzeugen dem Koitus nur selten beiwohnen, werden solche “Nachrichten” ohnehin nur von Gerüchten und Hörensagen gespeist. Dann doch lieber einen ausführlichen Hintergrundbericht über den sprichwörtlichen Sack Reis, der in China angeblich tatsächlich umgefallen sein soll. Endlich mal zu erfahren, welche Reissorte und wie viele Körner davon darin waren wäre schon besser. Vielleicht lohnt sich eine Recherche vor Ort, um zu ermitteln welcher Anteil danach noch zu essen war. Das hätte auf jeden Fall mehr Relevanz als die Bettgeschichten Abgeordneter.

    45. sternenschein schrieb am 18. November 2009 at 02:12 - Permalink

      Als ich gestern den Artikel auf Spon las, dachte ich noch, dies ist eine Steilvorlage für den Spiegelfechter.
      Und ich wurde nicht enttäuscht.
      …schreiben immer Linkspartei…
      dagegen, dass viele ständig nur von der SED Nachfolgepartei sprechen und schreiben. Von den Kommunisten, eingemauerten Saarland etc. ist diese Bezeichnung fast schon als Lafontaine freundlich anzusehen.
      Genauso wie dieses ewige Geschwafel, Lafontaine sei immer vor der Verantwortung geflohen. Dabei seine langjährige Zeit als Bürgermeister und Ministerpräsident des Saarlandes einfach unter den Tisch fallen lassen..
      Ihn als Kommunist bezeichnen. Wäre mir neu, dass die SPD einen Kommunisten als Kanzlerkandidaten aufstellte oder zu ihrem Vorsitzenden machte.
      Es soll ja sogar Menschen geben, die Steinmeier und Schröder für links oder gar als Kommunisten ansehen.
      Bei den ganzen Linksrucks die der SPD, auch von Spon, in den letzten 11 Jahren angedichtet wurden, müsste die SPD inzwischen eine linksextreme Organisation sein, gegen die Sahra Wagenknecht und die Linke schon als neokonservativ eingestuft werden könnte.

      Liebe Grüsse und danke für den guten Artikel.

    46. Toni schrieb am 18. November 2009 at 02:23 - Permalink

      Sind wir doch einmal ehrlich: der Spiegel ist seit dem Ende der Ära Augstein und mit der Trivilasierung des Heftes durch Stefan Aust und seinen Nachfolgern, nicht mehr das politische Hygienetuch unseres Landes, oder? Alles in der schwammigen Mitte, kein scharfes Profil ist zu erkennen – und das ist doch auch ganz offensichtlich: man will es fast allen Lesern, ob schwarz, rot(spd), gelb, grün, einigermaßen recht machen. Dabei hat es der Spiegel verpasst mal in seinen alten Ausgaben nachzuschauen, welch brilliante Schreiberlinge dort zum Teil beschäftigt wurden. Ein ganz anderer Begriff von Journalismus der hier vorherrschte.

      Ich bin weder Freund von Lafo und auch die, wie die Presse befindet – schöne Kommunistin – gehört nicht zu meinen Lieblingspolitikern, aber diese miese hämische “Stürmerartige” niveaulose Berichterstattung, nicht nur im Spiegel, ist so widerwärtig, dass mir nur tiefste Verachtung überbleibt. Was werden die für einen diebischen Spass gehabt haben. Hallo Herr Kerner, vielleicht sollten Sie sich dort als Chefredakteur bewerben.

      Es ist schön zu sehen wie hier darüber berichtet wurde, vielen Dank.

    47. COPOKA schrieb am 18. November 2009 at 02:24 - Permalink

      @SF, #17

      Glaub mir, ich habe mich mehrfach mit ihr unterhalten ? sie ist ungefähr so ?kommunistisch? wie ich rechtsextrem bin ;-)

      Vielleicht hast du nur falsche Vorstellung von ?kommunistisch??
      :)
      Ich habe in meinem Leben zu Hauf echte Kommunisten (also überzeugte und aufrichtige Mitglieder der KPdSU) wie auch viele überzeugte Marxisten, welche marxistische Ökonomie, Soziologie, Ethik oder allg. Theorie doziert haben, kennengelernt. Mehrheitlich waren es sehr kluge und liebeswürdige Menschen gewesen, die nicht selten sich sehr kritisch mit dem real existierenden Regime auseinander gesetzt haben. Besonders die Berufsmarxisten.

    48. Andreas Skowronek schrieb am 18. November 2009 at 02:38 - Permalink

      Und jetzt ist Lafo schon wieder in den Schlagzeilen!
      Aber nicht wegen einer erdichteten Affäre mit Sarah Wagenknecht, sondern

      Lafontaine leidet an Krebs und Donnerstag erfolgt die Operation

      http://twitter.com/Askowronek/statuses/5812855918

    49. Goldener Reiter schrieb am 18. November 2009 at 03:35 - Permalink

      Tja, nachdem die Hofpresse ihre Verantwortung fuer den Erhalt traditioneller Familienwerte entdeckt hat,
      muss sich Hotte Seehofer jetzt wohl warm anziehen.
      Schaetze mal, SPON wird noch im laufe des Tages mit einem Kampfartikel gegen den fidelen Bigamisten auf dem Ministerpraesidentensessel aufwarten.
      Von den millionen empoerten Waehlern, die von Bild und Bunte angestachelt werden, gegen den ehebrechenden Schuft auf die Strasse zu gehen, ganz zu schweigen.

    50. schwitzig schrieb am 18. November 2009 at 05:57 - Permalink

      @Goldener Reiter

      Schaetze mal, SPON wird noch im laufe des Tages mit einem Kampfartikel gegen den fidelen Bigamisten auf dem Ministerpraesidentensessel aufwarten.
      Von den millionen empoerten Waehlern, die von Bild und Bunte angestachelt werden, gegen den ehebrechenden Schuft auf die Strasse zu gehen, ganz zu schweigen.

      Unterschätze den Spiegel nicht – Seehofer ist nicht voll Merkel-kompatibel und da kann es durchaus passieren, dass er vom Spiegel mit Dreck überhäuft wird.
      Der Unterschied wird sein, dass das Hetzblatt dies in keinster Weise mit Politik in Verbindung bringen wird, sondern es ähnlich wie die Spiegeltypischen Britney Spears und Paris Hilton Artikel aufmachen wird.
      Der Spiegel ist so eine Art Merkel-Hauspostille, die durchaus ab und zu auch mal Klatsch aus den eigenen Reihen durchschlüpfen läßt, sofern nicht die politische Meinungsbildung in Richtung Sozialdarwinismus und “liberalen” Neofeudalismus gefährdet wird. Lohnprostituierte, die mittlerweile den Löwenanteil der “seriösen” Artikel schreiben, pflegen nun mal keine ethischen Werte.

    51. salvo schrieb am 18. November 2009 at 08:58 - Permalink

      in dieser Rede hat Tom Schimmeck doch alles zur Lage des ‘Journalismus’ in diesem Lande gesagt

      “reie Journalisten werden hier zu Tätigkeiten genötigt, die viel mit den Wünschen der Inserenten zu tun haben, aber wenig mit Journalismus im engeren Sinne. Meine Kollegin Gabriele Bärtels schrieb nach vielen frustrierenden Berufserlebnissen im Sommer eine kleine Kolumne, die mit dem schönen Satz begann: “Die Pressefreiheit ist konstituierend für die Demokratie, aber nachts steht sie im dünnen Kleidchen an einer Laterne und zwinkert den Anzeigenkunden zu.”

      Sie beklagt in diesem Text, was viele von uns bedrückt, nämlich, dass “die Journalistenbranche von innen verfault und ich Texte schreiben soll, in denen nichts von dem vorkommt, was ich gesehen oder gehört habe.?”

      Preis und Wert des Journalismus

      http://www.schimmeck.de/Texte/mmdrede.htm

    52. Lenny schrieb am 18. November 2009 at 09:26 - Permalink

      Ich weiß nicht, warum sich so viele über den Spiegel und den Stern wundern? Bei Blätter gehören (zumindestens zu einen großen Teil) der Bertelsmann AG und damit ist doch alles gesagt, oder?

    53. Hobeditzn schrieb am 18. November 2009 at 09:32 - Permalink

      Moin,

      das, was der Spiegel über Oskar Lafontaine geschrieben hat, hätte bei Rudolf Augstein mit einer fristlosen Kündigung des betreffenden Redakteurs geendet. Der Spiegel hat damit endlich das Niveau des Gossenjournalismus der Vier-Buchstaben-Papiersammlung erreicht.
      Montags gab es immer das Heulen und Zähneklappern in den Büros der Politiker, als der Spiegel auf den Schreibtisch gelegt wurde. Und heute? Die Frage ist wohl rhetorischer Art.

      Auf diesem Wege wünsche ich Herrn Lafontaine eine baldige Genesung.

    54. clear schrieb am 18. November 2009 at 10:29 - Permalink

      Gerüchte über Beziehungen empfinde ich als unterste Schublade und die Weiterverbreitung in Medien als kriminell. Und bekannte Beziehungen gehn keinen was an. Mit einer Ausnahme meine ich – wenn Korruption ins Spiel kommt.

    55. Fragezeichner schrieb am 18. November 2009 at 10:38 - Permalink

      Wird hier der Spiegel von früher nicht ein wenig idealisiert? Unter der Gürtellinie hat sich der Spiegel auch schon unter Augstein gerne bewegt, allerdings war er in der Regel besser informiert. Oder?

    56. genova schrieb am 18. November 2009 at 10:46 - Permalink

      nur selten hingegen steckt im seichten Sumpf des Schmierenjournalismus etwas Wahres und fast nie etwas Politisches.

      Dem letzten Satz deines ansonsten sehr gelungenen Artikels würde ich nicht zustimmen: Der Schmierenjournalismus hat eine politische Funktion, das ist gerade bei Lafontaine zu sehen. Je konsequenter man ihn mit wutverzerrtem Gesicht abbilden und als bösen Populisten denunzieren kann, desto besser kann man viele Menschen davon abhalten, ihn zu wählen. Argumentativ setzen sich diese Journalisten mit Lafontaine ja nicht auseinander, das könnte ja schiefgehen.

      Gerade der aktuelle Schmierenjournalismus im Spiegel zeigt doch, wie das geht.

    57. Frank schrieb am 18. November 2009 at 11:24 - Permalink

      Spätestens seit den letzten “Artikeln” bei Spiegel und Co zu Oskar Lafontaine fange ich an zu begreifen, welchen mind die Nazis gehabt haben müssen bei ihrer Schreibe.
      Goebbels könnte kaum besser machen – natürlich nach heutigem Standard beurteilt.
      Alles ist recht, um den ideologisch verhaßten Gegner zu desavouieren, alles:
      1. Falschbehauptungen; 2. offensichtliche Lügen; 3. Wortwahl und Relationen; 4. das Ansprechen der niedersten Instinkte.
      Wozu bedarf es da noch Recherche? Es geht doch gar nicht darum, etwas herauszufinden über jemanden. Es geht doch nur darum, etwas über jemanden zu behaupten, damit die Leute ihn weiterhin ablehnen und sich somit nicht weiter mit der Person und ihrer Positionen und Argumente beschäftigen.

      Ich möchte es daher noch mal wiederholen: langsam verstehe ich, wie die Nazis drauf gewesen sein müssen, um in ihren Presseorganen das zu tun, was sie taten, und sich dabei auch noch gut fühlten.

      Diese Systemmedien (Presse, klar, aber auch TV und Online-Ausgaben) sollten so rasch wie möglich untergehen. Keine MwSt-Befreiung für Zeitungen, keine Staatshilfen. Die einzige Systemrelevanz, die diese Medien besitzen ist die, den Totengräber zu spielen für all das, was für eine funktionierende Demokratie lebenswichtig ist: Information, Denken können, Abwägen, Diskussionskultur u.a.

      Und bitte nun keine Relativierung wegen der paar Ausnahmen von Journalisten, die es sich leisten können und wollen, da nicht mitzumachen.

    58. Karl Marx schrieb am 18. November 2009 at 11:33 - Permalink

      da bleibt mir nur eins anzufügen:

      Gute Besserung, Oskar !

    59. Thom schrieb am 18. November 2009 at 11:58 - Permalink

      Tja, wenn man’s nicht alles wüßte, könnte man wirklich verärgert sein über die Widerlinge von taz und co. Früher mußte man nur Springerhochhäuer mit Steinen bewerfen, heute gäbe es gar nicht genug Steine für alle, die es verdienen.

    60. derkiesi schrieb am 18. November 2009 at 12:24 - Permalink

      Schaut mal, “satire” bei Spiegel Online:
      http://www.spiegel.de/spam/0,1518,661919,00.html

      Unter der Ueberschrift “Gerüchte um Verhältnis mit Wagenknecht – Lafontaine dementiert”
      ein Bild von Gysi und Lafontaine mit folgenden Sprechblasen:
      Oscar: “Sahra und ich, wir sind uns nur politisch naeher gekommen”
      Gysi: “Naja, im Bericht der Stasi stehts ein wenig anders, hihihi!!!”

      Dass die das noch nicht geloescht haben?! Unterste Schublade.

      Gute Besserung, Oskar!

    61. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 12:25 - Permalink

      Schade wenn man auf gewisse Weise recht behält. Lange hat man sich gezwungen gesehen Lafontaine gegen die gehässigen “haha-verspekuliert!!1″-Dumpfbacken zu verteidigen mit dem Hinweis, das der Rückzug ins Saarland seine Gründe haben wird. Nun bleibt nur noch gute Besserung zu wünschen.

      Umso trauriger das selbst jetzt die sogenannten Spitzenmedien es nicht lassen können ihren Hass zu verbreiten. War schon die Affärengeschichte mit Frau Wagenknecht bestenfalls uninteressante Farce (Mal ehrlich, wen schert das? Selbst wenns wahr wäre.) und schlimmstenfalls widerwärtige Kampagne, so ist der Umgang mit Oskar Lafontaine jetzt schlicht eine Frechheit. Da wird munter nachgetreten, Vorwürfe verbreitet und weiter gehetzt, das einem schlecht wird.
      Man darf sich fast wundern das die Krebserkrankung nicht auch noch als Gottesstrafe für böse Linke dargestellt wird – aber vermutlich arbeitet die BILD schon daran und muß nur noch nen Bischof auftreiben der gern mal richtig viel Blödsinn redet (Meisner ist vermutlich in Urlaub oder so).

      Alles in allem eine widerliche Geschichte.

      PS. Mal als Gedankenexperiment. Welcher Betroffenheitsorkan würde durch Deutschland gehen wenn ein anderer Parteivorsitzender an Krebs erkranken würde? Der Guido? Der Cem? Der Siggi? Der Horst? Oder, Gott bewahre, Königin Angie selber? Ob da auch nur ein mehr oder minder verklausuliertes “der hats verdient, hähä” käme?

    62. Peinhard schrieb am 18. November 2009 at 12:37 - Permalink

      Ich weiß nicht, warum sich so viele über den Spiegel und den Stern wundern? Beide Blätter gehören (zumindestens zu einen großen Teil) der Bertelsmann AG und damit ist doch alles gesagt, oder?

      Keineswegs. Damit tauschst du bloß eine Chiffre durch eine andere aus… ;)

    63. Robert schrieb am 18. November 2009 at 12:52 - Permalink

      Als ich den Artikel am Montag im Spiegel las, war mir gleich klar, dass das wieder einmal an den Haaren herbeigezogene Hetze gewesen ist und habe mich gleich selbst in meinem Blog zum Thema geäußert. Traurig ist nur, dass die taz die Aussagen des Spiegels nicht kritischer hinterfragt hat und den Unsinn für wahr nehmen musste. Was soll man in diesem Land eigentlich noch für Zeitungen lesen?

    64. Oskar ist der Beste schrieb am 18. November 2009 at 13:10 - Permalink

      das, was insbesondere der SPON gestern (am 17.11.2009) abgezogen hat, ist eigentlich ein Fall fuer den Presserat, wenn es denn noch eine funktionierende pluralistische Presse in Deutschland gaebe:

      - vormittags dieser schmierige aus den Socken gegriffene Beitrag ueber eine angebliche Affaere mit Sarah (womit dann Lafontaines (in Wahrheit gar nicht vorhandener) Linkfundamentalismus begruendet werden sollte.
      - dann gegen 15 Uhr auf einmal die Headline mit schwarzen Hintergrund (als ob er denn schon tod waere), dass er an Krebs erkrankt sei.
      - im entsprechenden Forum wurden dann alle Beitraege zensiert/nicht veroeffentlicht, die sich mit dieser Art des “Journalismus” auseinandergesetzt haben.

      Dann am abend ein Haufen von Berichten, wo man sich dafuer fast entschuldigt, dass man ja nur veoeffentlicht habe, was unter der Hand (wohl eher unter einem Penis) so aus der Fuehrung der Linkspartei verlautet worden ist ueber eine angebliche Affaere.

      Es ist ja nicht nur, dass Lafontaine verheiratet ist und seine Frau ja auch von solchen Schreibgewichse betroffen ist, es ist auch ein Bruch mit dem Tabu, ueber das Privatleben von Politikern nicht zu berichten.

      Im uebrigen wird die Krebserkrankung von Lafontaine – die er uebrigens bemerkenswerterweise sehr diskret behandelt – hoffentlich nicht so schlimm sein. (Immerhin konnte die Operation ja auch geplant werden, was darauf hindeutet, dass der Krebes wohl noch behandelbar ist.

      Gestern wurden in Deutschland, was in diesem Fall Lafontaine angeht, durch SPON ua. Daemme gebrochen wie ich es nicht fuer moeglich gehalten haette.

      Die Beleidsbekundungen von Benneter und CO haetten sich diese Heuchler auch schenken koennen, denn sie haben die Kampagne fuer die Zerstoerung der sozialen Sicherungssysteme und die Diffamierung von Lafontaine zb. als “Populisten” entscheidend mitgepraegt.

    65. starship trooper schrieb am 18. November 2009 at 13:16 - Permalink

      Petitese am Rande: Einer der “Verbrecher” des Rufmord-Artikels, war am Nachmittag auch als Schreiberling der Krankheitsmeldung genannt. Das ist Turbo-Journalismus der übelsten Art!

      Ich hatte den Beginn der Kampagne Gestern unter der Überschrift “Der SPIEGEL unterm Regenbogen ” vermerkt:

      “Wenn Journalisten zu Verpackungskünstlern für Nachrichtendienste verkommen ? oder wenn eine Kampagne gegen die einzig ernsthafte Opposition und Ihre Führer gestartet werden muß ? an den Konjunktiven sollte man sie erkennen.”

      Nach Juschtschenkos Dioxin “Erkrankung” glaube ich übrigens bei Politikern nicht mehr so recht an natürliche Ursachen einer Erkrankung …

    66. alexandra schrieb am 18. November 2009 at 13:19 - Permalink

      @ helmut ruch: ja, sowas ist teil einer kampagne, das ist orchestriert – das braucht nicht viel zeit, weil andere ohnehin aufspringen. das geht dann so: zb spiegel bringt was erfundenes / aufgebauschtes / (politisch) irrelevantes – focus bezieht sich darauf, bringt weitere (irrelevante) einzelheit, kommentiert (sehr polemisch, lauter negative adjektive, die stimmung gegen eine person machen) – spiegel bezieht sich auf focus, kommentiert (weitere negative stimmung schüren) und sieht sich bestätigt, weil er den focus zitiert (der den spiegel zitierte). dazu dann andere medien, die mitmachen, alles ist sehr emotionsgeladen, fakten werden in den hintergrund gedrängt (es wird subjektiv, nicht objektiv beurteilt), in dem tohowabohu macht sich dann kaum jemand die mühe noch zu sehen, von wem das ganze eigentlich ausging (oder gar zu fragen, warum eine zeitung damit begonnen hat).
      @ medien: medien sind auch eine waffe, und umso geneigter, bei sowas mitzumachen, je mehr es sich mit den in ihnen dominierenden interessen deckt – dazu gehört auf jeden fall der neoliberalismus, da alle gut bezahlten älteren schreiber, die seit jahren kein buch mehr gelesen oder recherchiert haben, natürlich einem system angehören, in dem sie mehreren 1000 euro für ein paar hingeschluderte kommentare kassieren. inzwischen haben junge journalistInnen immer mehr druck und ungesicherte arbeitsverhältnisse.
      @ politikerInnen als menschen: wahrscheinlich wird den nächsten, die von medien gejagt werden, nichts anderes übrig bleiben als in die offensive zu gehen, dh vor dem angriff schon den gegenangriff zu starten, etwa via web 2.0 – es hat wenig sinn, nachdem der ruf erst ruiniert ist, klagen einzureichen und richtigstellungen zu machen. wenn die menschen, das wählerInnenvolk, die möglichkeit haben, ihre empörung über medien auszudrücken und politikerInnen, die einfach auch mensch sein wollen (art 8 emrk) ihre solidarität bekunden, sind medien in die schranken zu weisen. ansonsten kann man wohl auf den umgang mit krankheiten nur mit ja, er hat krebs, das ist wie wenn einer ihrer angehörigen krebs hat bzw. wenn es um beziehungen geht mit ja, er/sie hat sex, das ist wie wenn sie sex haben antworten. denn bei sich selbst würden all die journalistInnen öffentliche kommentierung und einmischung ja auch nicht wollen.

    67. Heiko schrieb am 18. November 2009 at 13:31 - Permalink

      Mir wird von Tag zu Tag unverständlicher, warum man (ja wie bezeichnet man das, Drecksschleudern wäre ja noch viel zu nett bezeichnet) so ein Zeug überhaupt noch in einer Demokratie dulden sollte. In meiner Wut würde ich mich ja hinreissen lassen und fordern diesen Müll öffentlich zu verbrennen. Das Zeug hat absolut keinen Nutzwert, es ist rein informativ nicht mal das Papier wert auf dem es steht und die Menschen werden damit absichltich verblödet.

      Wo wir wieder bei Rudi Dutschke wären. Wieviel Morde (Dutschke) und Kranke (Enke, Lafontaine) wohl auf das Gebaren dieser Mähdien zurückzuführen sind? Und komm mir nicht einer damit, es gäbe da keine Zusammenhänge.

    68. Spiegelfechter schrieb am 18. November 2009 at 13:34 - Permalink

      @Helmut Ruch

      Die taz ist nun einmal ein ständiger Weggefährte der Grünen. Angefangen im linken Sponti-Milieu haben sie ihren Weg angetreten und sind ganz wo anders angekommen, als wo sie eigentlich hinwollten. Die taz ist nun einmal (spieß)bürgerlich und in ihrem emanzipierten Wahn auch höchst anti-liberal. Das hat der geniale – aber polarisierende – Ex-Tazler Wiglaf Droste ja schön bewiesen. Da braucht es keine Scholz & Friends, keine INSM und keine Spindoktoren – von den alten Idealen sind oft nur noch Worthülsen und Plattitüden über, aber da unterscheidet sie sich weder von den Grünen, noch von Teilen ihrer Leserschaft. Da wundert es auch gar nicht, warum die taz (vor allem die Autoren, die den Grünen nicht nur nahe stehen) gegen jede Konkurrenz giften, als gäbe es keinen Anstand. Und das betrifft ja nicht nur die Linke, auch die Piraten wurden von der taz mit Schamm beworfen. Ich sehe da aber keine gezielte Kampagne, sondern eher trotzige Verwirrtheit höchsten Grades.

    69. Spiegelfechter schrieb am 18. November 2009 at 13:39 - Permalink

      @einige Kommentatoren

      Ich finde es ja schön, wie ihr Rohrspatzen gleich über den SPIEGEL schimpft. Aber fasst Euch doch mal – ganz ehrlich – an die Nase. Wie würde Eure Reaktion ausfallen, wenn es nicht um Lafontaine, sondern um einen anerkannten Unsympathen vom Schlage eines Schäubles, Oettingers oder gar Westerwelles ginge. Würdet Ihr dann auch Zeter und Mordio schreien, wenn der SPIEGEL etwas über “delikate” Affären mit Parteispitzen berichten würde? Ihr braucht mir keine Antwort zu geben, nachdenken reicht ;-)

    70. Spiegelfechter schrieb am 18. November 2009 at 13:42 - Permalink

      @42 egal

      Da sich offensichtlich SZ-Leser unter den Kommentatoren befinden: Mal eine Frage zur Süddeutschen. Findet ihr auch, dass die seit der Wahl kritischer geworden ist, weil sie die SPD nicht mehr schützen muss?

      Das ist mir auch aufgefallen. Momentan gibt die SZ neben der FTD, die für mich als einzige Zeitung das Prädikat “Qualitätszeitung” erfüllt, noch das beste Bild im Blätterjungle ab. Ob das so bleibt? Warten wir ab.

    71. Spiegelfechter schrieb am 18. November 2009 at 13:44 - Permalink

      @43 toni

      Spiegel Online hatte heute ebenfalls einen ziemlich widerlichen Bericht über Oskar Lafontaine und Sahra Wagenknecht auf Seite eins.

      Das war/ist die Zweitverwertung vom Print-Artikel, der in der aktuellen Ausgabe am Montag erschien. Schlechtes Timing kann man da nur sagen ;-)

    72. Spiegelfechter schrieb am 18. November 2009 at 13:49 - Permalink

      @47 COPOKA

      Vielleicht hast du nur falsche Vorstellung von ?kommunistisch??
      :)

      mag ja sein ;-)

      Die nette Sahra ist beispielsweise für private Banken (unter staatlicher Kontrolle), für freie Marktwirtschaft (unter staatlicher Kontrolle), für Privatbesitz und für freies Unternehmertum (unter staatlicher Kontrolle). Sie will lediglich die Spielregeln neu gestalten. Das ist nicht kommunistisch, das ist bestenfalls sozialistisch.. Und – wie gesagt -, das ist ja auch gut so und trifft sich mit meiner Einstellung.

    73. schwitzig schrieb am 18. November 2009 at 14:02 - Permalink

      @SF 69

      Würdet Ihr dann auch Zeter und Mordio schreien, wenn der SPIEGEL etwas über ?delikate? Affären mit Parteispitzen berichten würde?

      Ja. Ich weigere mich seit einiger Zeit übrigens auch, Links zu SPON zu verschicken, selbst wenn es sich um einen “guten” oder interessanten Artikel handelt. Man kann nicht mit einer Drecksau ins Bett gehen und erwarten, selbst nicht schmutzig zu werden.

    74. Rossi schrieb am 18. November 2009 at 14:03 - Permalink

      @SF: Das kann dir sicherlich nicht jeder klar beantworten, aber einige wohl doch. Ich kann für mich feststellen, dass ich es bei jedem -egal aus welchem politischen Lager er kommt- gleichermassen uninteressant bzw irrelevant finde. Ich lese sowas eigentlich auch nie, allerdings wohl eher aus dem Grund heraus, dass es mich einfach null interessiert, nicht nur bei Politikern. Der Artikel bei SPON war zugegebenermassen eine Ausnahme. Da wollte ich allein schon aufgrund der grotesken Schlagzeile einfach sehen, was man sich da mal wieder an Scheisse ausgedacht hat. In der Hinsicht wurde ich wirklich kein bisschen enttaeuscht.
      Ein Politiker muss im uebrigen kein edler Mensch sein, sondern soll jene Ziele verfolgen, fuer die er vorgibt einzustehen.
      Tatsache ist aber wohl, dass das worauf du hinweisen willst, bei sehr vielen Menschen zutrifft. Die moralischen Massstaebe werden oft sehr unterschiedlich angewandt, je nachdem obs ein politscher Freund oder Feind ist. Es taete unserer Demokratie sicher ganz gut, wenn sich viele das mal bewusst machen wuerden. Wenn ich ueberlege wie viel Dreck, der wirklich tief ins persoenliche geht, man z.B. ueber Schaeuble im linken Lager zu lesen bekommt, dann ist das oftmals wirklich nicht besser als das, was man hier jetzt diskutiert.
      Angesichts der politischen Schlagseite der klassichen Medien gehe ich allerdings eher davon aus, dass es noch viel schlimmer werden wird. Die Radikalisierung faengt nunmal fast immer erstmal in der Sprache an…. und die Wut dahinter kann ich durchaus auch verstehen. Nur fuehrt das halt meistens zu nix Gutem.

    75. COPOKA schrieb am 18. November 2009 at 14:09 - Permalink

      @SF
      #69
      kwT :))

      #73

      Die nette Sahra ist beispielsweise für private Banken (unter staatlicher Kontrolle), für freie Marktwirtschaft (unter staatlicher Kontrolle), für Privatbesitz …

      Ja, man muss eben s.g. politisch-marxistische Staatsideologie und aufgeklärte Marxisten auseinander halten.
      Die letzteren sind idR keines Falls so verbohrt, dass sie private Banken, freie Marktwirtschaft, Privateigentum u.e.m. total ablehnen und nur noch von Diktatur des Proletariats (sprich Parteidiktatur) labern.
      Marxisten sind auch Menschen, und so wie es unter Menschen ist, es sind auch viele denkende Menschen darunter.

      PS. Ich habe dir per email was zukommen lassen.

    76. Raimund Hocke schrieb am 18. November 2009 at 14:21 - Permalink

      Bravo für diese unaufgeregte Auseinandersetzung mit unserer Qualitätspresse.

      Das hab ich schon auf Twitter gesagt, deshalb wollte ich hier eigentlich nichts schreiben (Es ist zwar schon alles gesagt, aber noch nicht alle haben gesprochen ;-).

      Aber dann bin ich über die Krebsmeldung bei SPON gestolpert, und sieh da:

      Überschrift ok: Oskar Lafontaine an Krebs erkrankt. Aufmacherbild ok. Text: insgesamt ok.

      aber mittendrin:

      Nach Informationen des SPIEGEL wurden in der Parteispitze andere Gründe für Lafontaines Rückzug ins Saarland diskutiert: Lafontaine sei seiner Parteigenossin Sahra Wagenknecht nicht nur inhaltlich näher gekommen, hieß es, von einem Verhältnis sei die Rede. Daher habe er sich auf Druck seiner Ehefrau vom Vorsitz der Bundestagsfraktion in Berlin zurückgezogen. Das Ehepaar Lafontaine und sein Parteikollege Gregor Gysi wollten zu den Gerüchten keine Stellung nehmen, Wagenknecht dementierte eine private Beziehung.

      mit diesem verklausulierten Hinweis auf den SPON Artikel von den

      SPIEGEL-Klatschbasen Stefan Berg und Markus Deggerich

      (Spiegelfechter).

      Statt sich dafür zu entschuldingen, dass sie fleißig am Rad mitgedreht und die Situation letztendlich voreilig und “schlecht”gläubig mit aufgebauscht haben, schieben sie ihr Fehlverhalten auf die Parteispitze. Aberwitzig, wenn zwei Sätze später geschrieben werden muss, dass die zu den Gerüchten keine Stellung nehmen wollten.

      Was die Herren von welchem Qualitätsmedium auch immer da so alles rumklatschen, ist mir so wie so egal. Man sollte aber wissen, wann man heftigst zurückrudern muss. Da wäre etwas mehr Demut gefragt.

      Heute habe ich in einem Blog (weiß nicht mehr wo, sorry) als Motto gelesen:
      Die Nachrichten sind schnell, die Wahrheit braucht etwas mehr Zeit.

      In diesem Sinne fühle ich mich grade zu den Themen rund um die Meinungsbildung beim Spiegelfechter immer gut aufgehoben.

    77. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 14:23 - Permalink

      Die wesentliche Frage wird hier nicht erörtert: hatte Lafontaine je die Absicht, im Bundestag die herausgehobene Rolle zu spielen, für die er sich im Wahlkampf beworben hatte und vom Wähler mit einem Rekordergebnis für die Linkspartei ausgestattet wurde?

      Je nachdem, wie diese Frage beantwortet wird oder beantwortet werden muss, handelt es sich eben um einen Betrug an den eigenen Anhängern oder nicht. Dabei ist es einerlei, ob der für die Öffentlichkeit überraschende Rückzug nun aus familiären oder gesundheitlichen Gründen erfolgte. Maßgeblich ist allein, ob die Gründe und die Entscheidung bereits zu Beginn des Wahlkampfes vorlagen, so wie es der SPIEGEL suggeriert.

      Oskar Lafontaine hat sich um eine herausgehobene Stellung in der Öffentlichkeit beworben und ist Mitglied eines Verfassungsorgans. Das ist keine Lappalie und Privat kann da nur bleiben, was wirklich privat ist und nicht die politischen Entscheidungen beeinflusst ? egal, ob es sich dabei um eine lebensbedrohliche Krankheit oder um Liebesbeziehungen handelt. Jeder regt sich zu Recht auf, wenn ein Amtsträger eine befreundete Person mit einem Job ausstattet, der vom Steuer- oder Beitragszahler vergütet wird. Dann muss auch ein Parteichef säuberlich auf die Trennung von Politischem und Privatem achten.

    78. Centaurium schrieb am 18. November 2009 at 14:27 - Permalink

      Gute Besserung an Lafontaine!!!

    79. Hans Maulwurf schrieb am 18. November 2009 at 14:51 - Permalink

      Sahra Wagenknecht könnte die kleine Schwester von Bernd Stromberg sein.

    80. dissenter schrieb am 18. November 2009 at 15:05 - Permalink

      StefanP
      Oskar Lafontaine hat sich um ein Abgeordnetenmandat im saarländischen Landtag und im Bundestag beworben. Den Fraktionsvorsitzenden wählt nicht der Wähler, sondern die Fraktionsmitglieder. Er hat beide Mandate angenommen und für seine Fraktion bisher auf die Regierungserklärung der Bundeskanzlerin und heute auf die des saarländischen Ministerpräsidenten geantwortet, sich also durchaus der “herausgehobenen Stellung” gemäß betätigt. Ich hoffe, dass ihm die Kraft erhalten bleibt, weiter in dieser Weise politisch tätig zu sein.
      Btw ist es gang und gäbe, dass Politiker sich um ein Bundestags- (Landtags-) Mandat bewerben und während der Legislaturperiode ein anderes Amt übernehmen oder ausscheiden, weil sie zB auf einer anderen staatlichen Ebene Minister werden oder schwerwiegende Gründe anderer Art haben (Beispiele: Stoiber, Müntefering, Seehofer). Niemand spricht in diesen Fällen von Betrug, nur im Fall Lafontaine wird jedes Wort auf die Goldwaage gelegt und auf das präziseste analysiert (bzw. spekuliert), wann er was gedacht, gewusst und gesagt hat. Auf einen sehr nahe liegenden Gedanken scheint dabei kaum jemand zu kommen (jedenfalls habe ich noch nichts davon gelesen): dass Oskar Lafontaine seinen Operationstermin bis nach Abschluss der Regierungsbildung im Saarland und im Bund hinausgeschoben haben könnte, um während dieser Wochen in der Öffentlichkeit präsent sein zu können. Von einem Rückzug auf betrügerischer Grundlage kann da wohl keine Rede sein.

      Da ich seit 2005 mehrfach wegen Oskar Lafontaine die Linkspartei gewählt habe, bin ich wohl sowas wie ihr bzw. sein Anhänger und sage deshalb ausdrücklich: Nein, ich fühle mich nicht hintergangen. Im Gegenteil bin ich sicher, dass Oskar Lafontaine, wenn seine Gesundheit es zulässt, weiter vorne auf der politischen Bühne mitmischen wird. Ihm und uns wünsche ich das auch.

    81. Raimund Hocke schrieb am 18. November 2009 at 15:14 - Permalink

      @sf #69

      Ich finde es ja schön, wie ihr Rohrspatzen gleich über den SPIEGEL schimpft. Aber fasst Euch doch mal ? ganz ehrlich ? an die Nase. Wie würde Eure Reaktion ausfallen, wenn es nicht um Lafontaine, sondern um einen anerkannten Unsympathen vom Schlage eines Schäubles, Oettingers oder gar Westerwelles ginge. Würdet Ihr dann auch Zeter und Mordio schreien, wenn der SPIEGEL etwas über ?delikate? Affären mit Parteispitzen berichten würde? Ihr braucht mir keine Antwort zu geben, nachdenken reicht ;-)

      Das ist aber jetzt was ganz Schwieriges:
      unterscheiden zwischen anerkannten und nicht anerkannten Unsympathen

      Woran misst sich diese Anerkennung ? An der Größe der grölenden Meute? An der Menge der Häme, die ausgekübelt wird? An der Differenz zwischen Schein und Sein? An der Menge der Comedians/Kabarettisten/Sonstigen, diese Person im Repertoir haben? Am Twitter Gewitter? … gibt bestimmt noch mehr

      Wenn man heutzutage das Internet nutzt, um informiert zu sein, ist man insofern dem Medium ausgeliefert, dass man durchaus hier und dort etwas untergejubelt bekommt (Überschrift und Anriss interessant, aber der Rest ist Mist). Ich glaube, da muss man durch. Man muss halt immer schnellst möglich entscheiden, dass man aufhört zu lesen, wenn es notwendig ist.

      Insofern finde ich die Überschrift hier “Wenn der SPIEGEL mit dem Oskar und der Sahra ?” fast schon gefährlich: Überall anderswo außer hier hätte ich gar nicht reingeschaut. Da ich immer erst mal über den Artikel rüberrolle, haben mich auch die Sarah-Bilder skeptisch gemacht. Habs dann aber doch gelesen, weil es Spiegelfechter ist.

      Die Konsistenz von Kommentierenden kann man schwer nachvollziehen, dass muss jeder selbst mit sich ausmachen. Wobei ich immer wieder feststelle, dass die Qualität von Kommentaren hier im SF meistens hoch ist. Na ja, verdient ist verdient.

      Ich glaube, dass das alles viel zu schnell geht. Die Geschwindigkeit diktiert das Geschehen und wird zum Maß aller Dinge. Recherche und damit Glaubwürdigkeit bleiben auf der Strecke. Der SF machts da für mich genau richtig. Schlimm finde ich das Grundrauschen von den Leuten (gut auf Twitter zu verfolgen), die quasi nur auf ein Stichwort in der Überschrift hin, den Link schon raushauen und sich dann der nächsten Überschrift zuwenden.

      Und weil ich das nicht so mache, möchte ich zwischendurch mich auch mal mehr oder weniger aufregen über irgend ein mediales Verhalten. Ich bin ja froh, dass ich mich überhaupt noch darüber aufrege.

      Ich hoffe, dass ich auch weiterhin beurteilen kann, ob irgendetwas nur dazu ausgebeutet wird, um jemandem so zu schaden, dass er seine persönlichen Ziele nicht mehr verfolgen kann. Erkennbar ist das eigentlich fast immer dadurch, dass es genau in diesem Zusammenhang veröffentlicht wird (wie hier mit Lafontaine geschehen). Ich wieder hole mich: SF hilft mir dabei.

      Interessant auch alles was so rund um den Tod von Enke passiert ist. Wurde hier auch sehr gut kommentiert.

      Sorry, ist was lang geworden.

    82. Oskar ist der Beste schrieb am 18. November 2009 at 15:15 - Permalink

      Wer allerdings die Frage von Farbenlehren in der Regierung oder auch Personen auf bestimmten Funktionen ausschlaggebend fuer seine Wahlentscheidung macht, hat den Sinn einer repraesentativen Demokratie nicht verstanden und schon gar nicht die Bedeutung von Parlamenten als gesetzgebenden Koerperschaften.

    83. MirkoS schrieb am 18. November 2009 at 15:21 - Permalink

      Ein Gedankenkonstrukt:

      Mir fiel gerade ein, was machen unsere Qualitätsmedien eigentlich wenn Lafontaine einmal abtritt, dann fehlt ihnen doch eine Personalie um die Linke zu verunglimpfen. Daraufhin von mir weitergesponnen müssten sie sich doch auf jemand anderen einschießen. Und wenn man dann Sahra Wagenknecht als Aufsteigerin Nr. 1 sieht wäre es doch schon eine tolle Sache ihr anzuhägen, dass sie es doch nur als Geliebte Lafontains geschafft hat… Wäre ein toller Plan gewesen um zwei “Fliegen” mit einer Klappe zu schlagen.
      Nur mal so gesponnen…

    84. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 15:32 - Permalink

      dissenter
      Nun, die Linkspartei hat Oskar Lafontaine und Gregor Gysi als Spitzenkandidaten bestimmt, mit der Spitzenkandidatur geht auch die Bewerbung für die Spitzenposition der Fraktion einher. Die SPD hat das eindeutig beantwortet, in dem sie Frank-Walter Steinmeier zum Fraktionschef gemacht hat. Sie sagen es ja selber: Sie haben die Linkspartei wegen Oskar Lafontaine gewählt ? und zwar nicht dafür, dass er die Funktion eines x-beliebigen Abgeordneten inne hat mit beschränktem Rederecht.

      Aber nochmal: machen Sie doch bitte den Test in die umgekehrte Richtung: hätte die Linkspartei dieses Wahlergebnis eingefahren, wenn zu Beginn der Listenaufstellung sowohl den Parteidelegierten als auch den Wählern bekannt gewesen wäre, dass der Saarländer nur als einfacher Abgeordneter und auch nur für eine übersichtliche Zeit im Bundestag vertreten sein wird?

      Übrigens: auch der Bundeskanzler wird nicht vom Wähler bestimmt. Dennoch hätte sich jeder Unionsanhänger verschaukelt gefühlt, wäre am Ende Norbert Blüm zum Kanzler gewählt worden. Oder wenn die SPD ob seiner Beliebtheit Helmut Schmidt als Kanzlerkandidat nominiert hätte.

      Die Vorliebe für einen bestimmten Politiker bleibt Ihnen unbenommen. Nur sollte man sich um ein Mindestmaß an Fairness bemühen, dass man bei anderen gerne einklagt ? siehe die Kritik am SPIEGEL. Stoiber verlor seine Macht und den Rückhalt in der Bevölkerung, weil ihm genau sein Rückzieher als das ausgelegt wurde, was Sie bei Lafontaine negieren. Die christsozialen Mitglieder und Wähler haben den Amtsverzicht Stoibers als Täuschung interpretiert.

    85. Centaurium schrieb am 18. November 2009 at 15:50 - Permalink

      Man muss sich nicht unbedingt in das kranke Hirn einiger “Blätter” hineindenken.

    86. dissenter schrieb am 18. November 2009 at 15:51 - Permalink

      StefanP
      Wenn Sie sagen, dass Oskar Lafontaine nur für eine “übersichtliche Zeit” Abgeordneter sein wird, dann wissen Sie mehr als die Öffentlichkeit.

    87. Frank Powers schrieb am 18. November 2009 at 16:01 - Permalink

      Kaum zu glauben, aber wahr: Unter dem Link, unter dem gestern noch der politische Rufmord an Lafontaine zu finden war, hatte der SPIEGEL nun ein stark veränderter Artikel gepostet – der eine weitere Abrechnung mit dem Politiker und Menschen Lafontaine war, natürlich, der nun aber Textstellen wie diese nicht mehr enthielt:

      Die Kommunistin Sahra Wagenknecht, intime Kennerin von Lafontaines Positionen und nicht nur in Streikfragen mit ihm auf Augenhöhe, verlangt wie er regelmäßig französische Verhältnisse.

      Ha ha ha, ein Schenkelklopfer sondergleichen. Dass solche Epistel nach der aktuellen Nachrichtenlage nicht mehr opportun waren, war nun offenbar sogar Markus Deggerich und seinen Kumpanen aufgefallen.

      Man konnte dem SPIEGEL nur Glück damit wünschen, die eigene track record zu fälschen – am Ende kämen ihm ansonsten noch Leser anhanden! Also sowas.

    88. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 16:03 - Permalink

      dissenter
      Lafontaine hat selber gesagt, erst im Frühjahr 2010 über die Fortsetzung seines Mandats zu entscheiden. In jedem Fall wird er aufgrund seiner Erkrankung einige Zeit nicht im Verfassungsorgan vertreten sein. Das sind die öffentlich bekannten Fakten.

    89. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 16:05 - Permalink

      Wie würde Eure Reaktion ausfallen, wenn es nicht um Lafontaine, sondern um einen anerkannten Unsympathen vom Schlage eines Schäubles, Oettingers oder gar Westerwelles ginge. Würdet Ihr dann auch Zeter und Mordio schreien, wenn der SPIEGEL etwas über ?delikate? Affären mit Parteispitzen berichten würde?

      Desinteressiertes Schulterzucken wäre meine Reaktion. Solang es nicht Teil einer jahrelangen Kampagne ist, oder es sich um einen Affäre der Marke “Chefredakteur mit CDU-Abgeordneter verheiratet, Zeitung trommelt für Internetsperren” handelt. Oder es deutlich unter jede Grenze geht.

      Ansonsten interessieren mit die Privatangelegenheiten auch von Politikern nicht die Bohne.

      Im übrigen würde ich auch Schäuble, Westerwelle, Oettinger oder sogar der IM Erika gute Besserung wünschen wenn sie ernsthaft erkranken. Nur um die nächste Frage schon mal zu beantworten. :)

    90. Rossi schrieb am 18. November 2009 at 16:05 - Permalink

      @StefanP: Über Wahlergebnisse zu spekulieren, die unter anderen Umständen hätten zustande gekommen wären, ist mal echt sowas von inhaltsleer. Da kannst du noch soviel spekulieren und wirst trotzdem keinerlei handfestes Argument für deine Argumentation liefern können.
      Genauso gut könnte man argumentieren, dass die Linke ja evtl. noch viel besser abgeschnitten hätte, weil die Partei ohne die Personalie Lafontaine wesentlich weniger Angriffsfläche geboten hätte.
      Davon ab spekulierst du hier indirekt darüber, seit wann Lafontaine schon von seiner Krankheit weiss. Wie wäre es also mal damit einfach abzuwarten?

      Weiterhin solltest du es schon den Wählern der Linken überlassen, ob sie darin -wenn es denn so zutreffen sollte wie du es vermutest- einen Betrug sehen oder nicht. Interessanterweise kommen solche Vorwürfe passenderweise fast immer nur aus der Ecke der politischen Gegner… obs nun links oder rechts ist. Genau so sollte man sie demnach auch werten: Für die eigene Wählerschaft als vollkommen belanglos.

    91. dissenter schrieb am 18. November 2009 at 16:10 - Permalink

      StefanP

      In jedem Fall wird er aufgrund seiner Erkrankung nicht im Verfassungsorgan vertreten sein.

      Sie verdrehen da was. Er wird vorübergehend nicht vertreten sein. Alles weitere ist kein Faktum, sondern Spekulation.

    92. Glawen schrieb am 18. November 2009 at 16:16 - Permalink

      Hmpf nach TAZ bin ich nun ein Lügner. Medien- und Leserkritik bekommen sie ja hin. In Punkto Selbstkritik ist das ganze noch ein bisschen ausbaufähig.

      http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/eine-verhaengnisvolle-affaere/

    93. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 16:30 - Permalink

      Rossi
      Nun, dann halten Sie die Spitzen der Linkspartei für inhaltslose Schwätzer. Gregor Gysi und Dietmar Bartsch haben an beiden Wahlabenden den Hauptanteil am Wahlerfolg (zumindest im Westen) dem Lafontaine-Effekt zugeschrieben. Lafontaines Popularität in der Gesamtbevölkerung ist begrenzt, im Lager der Linkspartei-Anhänger dagegen überdurchschnittlich groß. Heute wird Politik mehr denn je über Personen statt Programme definiert, warum Personen eine so herausragende Bedeutung haben. All dies indiziert, dass der Lafontaine-Faktor bei beiden Wahlen nicht zu verachten war.

      ?Wir sind sehr schnell dabei, Parteien Betrug am Wähler zu unterstellen, wenn sie ihr Wahlprogramm nicht 1:1 umsetzen können, da sie sich auf Kompromisse einlassen müssen und die Schnelligkeit der Veränderungen andere Prioritäten opportun erscheinen lassen.

      Die Linke konnte bei der Bundestagswahl drastische Zugewinne verzeichnen, die durch höheren Zuspruch im Westen zustande kamen. Während 15 Jahre lang die damalige PDS in den alten Bundesländern kaum Fuß fassen konnte, änderte sich das mit dem Übertritt von Lafontaine entscheidend. Ist es dann spekulativ zu sagen, der Aufbau im Westen geht maßgeblich auf die Ikone Lafontaine zurück?

    94. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 16:44 - Permalink

      Ist es dann spekulativ zu sagen, der Aufbau im Westen geht maßgeblich auf die Ikone Lafontaine zurück?

      Das hätten viele wohl gerne. Dann kann man alles schön auf das Lafo-Teufelchen schieben, anstatt sich Gedanken machen zu müssen, warum ein LINKE mittlerweile auch im Westen von vielen nicht nur als notwendig sondern sogar wählbar erachtet wird.
      Nebenbei: sollen Gysi und Bartsch auf die Frage ob die Personalie Lafontaine eine Rolle bei der Wahl gespielt hat nein sagen? Damit einen Tag später überall zu lesen ist “Lafontaine verliert Rückhalt in der Partei!”?

      Im übrigen find ich diese Unterstellung des Wahlbetrugs schon ziemlich ekelhaft. Während der Legislaturperiode in andere Ämter zu wechseln etc. pp. ist bei vielen anderen Parteien üblich und nicht weiter interessant. Aber bei der LINKEN und speziell bei Oskar Lafontaine ist es natürlich ein perfide geplantes Manöver, bei dem der gar böse Teufel in Menschengestalt, dieser Neo-Stalin, Oskar der Rote auch noch in infamster Weise seine Krebserkrankung vor der sabbernden, sensationsgeilen Öffentlichkeit versteckt hat nur um noch ein paar Stimmen mehr zu holen.

      Manchmal ist dieser psychotische, paranoide Linkenhass an Blödheit und Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten.

    95. Sawo schrieb am 18. November 2009 at 16:52 - Permalink

      @69

      Ja ja, zugegeben, ich würde mich über die Enthüllung des Verhältnisses zwischen Pofa(lla) und We(ster)we(lle) sehr amüsieren, und von SPON ist sowieso nichts Seriöses mehr zu erwarten. Schwitzig hats getroffen: Journalistische Lohnprostitution.

      Dass die SZ in letzter Zeit wieder an Profil gewonnen hat, ist mir auch aufgefallen. Aber dahinter mögen auch merkantile Interessen stehen: Die rechte Schmierenpressenecke ist einfach zu überfüllt, um hier noch Aufmerksamkeit zu erregen.

      PS

      Merkwürdig, dass es auch hier Leute gibt, die nicht über S. Wagenknecht ohne den Hinweis über ihr Aussehen schreiben können – als ob das irgendeine Rolle spielte. Im Grunde ist das als herausgestelltes Merkmal einer Politikerin eine gewisse Art von Diffamierung.

    96. Rossi schrieb am 18. November 2009 at 16:57 - Permalink

      @StefanP: Kurzform: Ja, ich halte das, was an Wahlabenden gesagt wird vorrangig für Geschwätz und zwar bei allen Parteien. Davon ab können solche Aussagen auch durchaus nach innen zur Partei gerichtet sein. Das kann ich ehrlich gesagt nicht beurteilen. Unrealistisch ist sowas aber sicherlich nicht, gerade angesichts der Tatsache, dass der Zusammenschluss von WASG und PDS wohl nicht ganz ohne Zerwuerfnisse abgelaufen ist.
      Ich will aber auch gar nicht bestreiten, dass Lafontaine wahrscheinlich seinen Anteil zum Wahlergebnis beigetragen hat. Das ist durchaus schon eine realistische Annahme, allerdings eben auch nicht mehr. Schon allein das Wahlumfeld mit einer wohl selten so stark gehassten SPD kann ausreichend viel erklaeren.
      Und nun mal angenommen, dass wirklich soviel an den Personen haengt, was ich in Teilen gar nicht ausschliessen moechte, dann kommt es dabei wohl mittlerweile weitaus weniger auf das Amt alleine als auf die “Pressequote”, sprich die Anzahl der Auftritte in Talkshows, Interviews, etc. an und in dem Punkt wird Lafontaine wohl auch alleine nur als Parteivorsitzender noch ausreichend genug Einladungen erhalten, um seine Partei zu vertreten.

      Und es aendert nach wie vor nichts am letzten Argument: Die Entscheidung, ob man sich getaeuscht fuehlt oder nicht, ist Sache des Waehlers. Ich, als jemand der bei der letzten Wahl die Linke gewaehlt hat und solche aus meinem Freundeskreis, die das ebenfalls getan haben, kamen jedenfalls von sich aus noch nicht einmal auf die Frage danach, ob man sich getaeuscht fuehlen muesse. Naja, das ist nicht repraesentativ, aber mich beschleicht das Gefuehl, dass es nicht nur mir alleine so geht. Komischerweise scheinen doch noch ein paar Waehler Parteien und nicht nur die Personen dahiner zu waehlen.

    97. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 17:02 - Permalink

      Fyyff
      Wir befinden uns ja nicht mitten in einer Wahlperiode, sondern am Anfang, also in der Phase, wo die Aufstellung festgezurrt und das weitere Vorgehen festgelegt wird. Ich finde den Vergleich mit der Wahl des Kanzlers durchaus passend. Wäre es nicht Betrug gegenüber dem Wähler, wenn die Union jemand anders als Angela Merkel ins Kanzleramt gewählt hätte?

      Die Linkspartei ist in Bremen eine 5-Prozent-Partei, im strukturell vergleichbaren Saarland erzielt sie seit Oskar Lafontaines Wechsel zuverlässig ein Vierfaches der Bremer Verhältnisse. Ist das Zufall, Erkenntnisgewinn der Saarländer oder wie ist so etwas zu erklären?

    98. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 17:15 - Permalink

      Ist das Zufall, Erkenntnisgewinn der Saarländer oder wie ist so etwas zu erklären?

      Saarland? Die ihn 10 Jahre als MP hatten und deswegen schon mal den üblichen Lügen nicht auf den Leim gehen.

      Schon darüber nachgedacht das 20-25% der normale Anteil einer sozialdemokratischen Partei bei Wahlen ist, wenn man die 10% welche noch von der SPD hinter die Fichte geführt werden bedenkt? Nicht zu vergessen das im Saarland auch eine Regierungsabwahl (auch wenn mans dank der Grünen nicht bemerkt) stattgefunden hat, was die Anteile noch etwas mehr durcheinanderwirbelt.

    99. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 17:20 - Permalink

      Rossi
      Natürlich wäre die Linkspartei ohne Lafontaine nicht unter die 5 Prozent-Hürde gefallen, es geht auch nur um den Fakt, dass jemand ein besseres Wahlergebnis erzielt, weil er nicht offen kommuniziert, was er nach dem Wahlabend machen will. 2005 wurde von so manchem das Eingehen einer Großen Koalition als Betrug der SPD gebrandmarkt, erst recht die Erhöhung der Mehrwertsteuer. Aus dem einfachen Grund, weil die Protagonisten nach erfolgtem Votum etwas anderes getan haben als zuvor behauptet.

      Sicher, die letztendliche Bewertung ist eine individuelle Sache. Andererseits ist eine Wahl (oder sollte es sein) immer auch eine Persönlichkeitswahl und nicht die allein die Entscheidung für eine Organisation. Aber Politik wird immer noch von Menschen gemacht und da ist es entscheidend, ob der Kanzler Merkel, Westerwelle, Nahles oder Gysi heißt. Wenn das aber so ist, kann es erst recht nicht belanglos sein, ob die Fraktion der Linkspartei von Oskar Lafontaine oder Sahra Wagenknecht geführt und in der Öffentlichkeit vertreten wird.

    100. Ein Gast schrieb am 18. November 2009 at 17:24 - Permalink

      Waaas Jens, du hast dich schon öfter mit der Sahra getroffen? Da werden aber einige eifersüchtig werden! ;-))

      Ich habe den letzten Artikel im Spiegel gelesen und fand ihn geradezu bizarr! Als ob da Praktikanten sich eine Pulle Glühwein genehmigt hätten… leider steckt da wirklich Berechnung dahinter.

      Stellen wir uns nur mal vor, Oskar und Sahra hätten beide dementiert. Wie glaubhaft wäre das gewesen? Spätestens wenn sich die BILD eingeschaltet hätte (“Krebs-Schock! Wer tröstet jetzt die schöne Sahra?” “Prostatakrebs – kann Lafo die schöne Sahra überhaupt noch glücklich machen” oder ähnlich haarsträubende Überschriften) würde er den Verdacht nie mehr los werden…

    101. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 17:29 - Permalink

      Fyyff
      Die Linkspartei hat sowohl bei der Bundestagswahl 2005, bei der Europawahl 2009, der Saarlandwahl als auch bei der Bundestagswahl 2009 ein Ergebnis jeweils von jeder vierten Stimme erzielt ? unabhängig davon, ob es gerade gegen die Bundespolitik, einer von Ihnen kritisierten Landes-SPD oder die Abwahl eines MP geht. Lafontaine ist im Saarland über die Grenzen der Linkspartei hinaus populär und genau deswegen geht ein Großteil der linken Zustimmung auf sein Konto.

      Das Potential der SPD im Saarland liegt weit über den von Ihnen angegebenen Zahlen, was sich in den langen Jahren der Opposition zu Zeiten der PDS und vor dem Auftauchen von Lafontaine bei der Linkspartei zeigte. Wenn sich jetzt die Gewichte verschoben haben, zeigt das nur den Einfluss der Persönlichkeitswahl. Nichts anderes behaupte ich.

    102. Rossi schrieb am 18. November 2009 at 17:37 - Permalink

      @StefanP:
      Ich fange an mich zu wiederholen: Du spekulierst ohne Ende oder hat Lafontaine schon irgendwo bekanntgegeben wann genau seine Entscheidung fiel und ueberhaupt seit wann er weiss, dass er an Krebs erkrankt ist? Weisst du, ob er diese Entscheidung auch ohne die Erkrankung so getroffen haette?

      Also wie waere es denn damit, einfach mal nix zu sagen bzw. hier nicht in irgend einer Art Betrug zu unterstellen?
      Ich kann dir auch aus eigener Erfahrung sagen -auch wenn das wieder nicht repraesentativ ist- dass man die Diagnose einer Krebserkrankung nicht mal eben so wegsteckt und das dabei sicher auch einige nach aussen hin merkwuerdige Entscheidungen bei gefaellt werden koennen… und da muss der zeitliche Zusammenhang keineswegs so plakativ auf der Hand liegen wie: heute Diagnose, morgen Amtsverzicht.
      Nur irgendwie nimmt man bei Lafontaine wohl erst einmal immer das Boeseste ueberhaupt an. Dass da noch ein Mensch steht, der momentan einer schweren Erkrankung gegenuebersteht, wird wohl gerne uebersehen.
      Es gab uebrigens mal ein interessantes Interview mit Schäuble und Lafontaine im (ich glaube es war der Stern), wo sich beide zu den Messerattacken auf sich geaeussert haben. Das sollten sich vielleicht die Hardliner auf beiden Seiten mal geben, um vielleicht in manchen Punkten mal wieder etwas Bodenhaftung zu erlangen.

    103. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 17:50 - Permalink

      Rossi
      Lafontaine und Schäuble haben gegeneinander Beißhemmungen, das ist richtig. Eine Beißhemmung, die die beiden Redetalente sonst nicht an den Tag legen.

      Der SPIEGEL behauptet, es habe zahlreiche Kondoleszenzen zwischen Gysi, Byski, Bartsch und Lafontaine Anfang des Jahres zum Amtsverzicht des Saarländers gegeben. Diese immerhin sehr wichtige Behauptung wurde bisher ebenfalls nicht kommentiert, obwohl sie eindeutig nicht in die Privatsphäre eines Politikers fällt.

      Und genau darum geht es und nicht vorrangig um die Frage, ob wer ein Verhältnis hat oder wer an was wann erkrankt ist. Die einzig relevante Frage ist, wann wurde über den Amtsverzicht entschieden. Und es war ein Verzicht, die Fraktion war bereit, Lafontaine an die Spitze zu wählen (und hat dies erwartet). Nur Lafontaine erklärte seinen Verzicht auf den Sitz, den er vier Jahre inne hatte.

    104. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 17:52 - Permalink

      @StefanP

      Ich machs jetzt mal kurz. Es ist mir vollkommen wurst, egal, gleichgültig wann Oskar Lafontaine von seiner Erkrankung wußte. Der Einfluß Lafontaines auf Wahlen geht mir am Hintern vorbei.

      Oder ums grob zu formulieren (sorry schon mal im Vorraus): Welcher amoralische ARSCH ist so verkommen, jemanden seinen Krebs auch noch zum Vorwurf zu machen? Muß man irgendwas spezielles rauchen um irgendjemanden zu unterstellen er würde eine schwere Krankheit verheimlichen um Stimmen zu bekommen?
      Oder ist das entschuldbar, weils ja nur gegen Linke geht und die eh keine Bürger sind?
      Meine Güte.

    105. Fritz schrieb am 18. November 2009 at 18:03 - Permalink

      Von der Realität wurden die Schmierulanten derweil bereits eingeholt ? wie heute bekannt wurde, ist der Grund für Lafontaines Teilrückzug nicht etwa ein parteiinternes Techtelmechtel, sondern eine bereits länger bekannte Krebserkrankung.

      Woher willst du eigentlich wissen, dass es für den Rücktritt Lafontaines nur den einen, mittlerweile bekannten, Grund gegeben hat?

    106. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 18:03 - Permalink

      Fyyff
      Zum Glück geht es in einer Demokratie nie um die Meinung eines Einzelnen, was für den einen belanglos ist für den anderen bedeutsam. An der Börse muss jede Information, die Einfluss auf den Wert eines Unternehmens haben kann, in einer ad-hoc-Mitteilung publiziert werden.

      Als solche hat vor einigen Jahren Borussia Dortmund den Hirntumor seines damaligen Torjägers Heiko Herrlich behandelt und die Öffentlichkeit über die Erkrankung ihres Spielers informiert. Ich glaube kaum, dass für demokratische Prozesse, die aus guten Gründen ein Höchstmaß an Transparenz verlangen, geringere Anforderungen zu gelten haben als für den Handel von Wertpapieren.

    107. Rossi schrieb am 18. November 2009 at 18:21 - Permalink

      @StefanP: Ich gebs auf… wenn du schon selbst schreibst, dass der Spiegel “behauptet”, dann gehe ich mal davon aus, dass die Sachlage ein ganz klein wenig duenn ist. Also bleibt es wohl dabei, dass du weiterhin munter Urteile auf Basis von Spekulationen faellst. Von mir aus… ich steig hier jetzt aus. Es ist eh alles gesagt.

    108. Fyyff schrieb am 18. November 2009 at 18:35 - Permalink

      Ich glaube kaum, dass für demokratische Prozesse, die aus guten Gründen ein Höchstmaß an Transparenz verlangen, geringere Anforderungen zu gelten haben als für den Handel von Wertpapieren.

      *prust*Ernsthaft?

      Fragen wir mal Merkel nach ihrer Stasitätigkeit. Fragen wir mal dutzende Abgeordnete nach einer genauen Auflistung ihrer Nebentätigkeiten. Fragen wir mal welche Anwaltskanzlei welche Gesetze schreibt. Fragen wir mal welcher Bundesminister in welchen Gremien, Vereinen und sonstigen tätig ist. Fragen wir mal nach dem Drehtüreneffekt. Fragen wir mal … und und und.

      Transparenz in der Politik…
      Und auch noch nach dem Vorbild von Aktiengesellschaften.
      Ein Schenkelklopfer.

      PS. Warum genau das nun aber NUR von den Linken und Lafontaine gefordert wird, aber offenbar von niemandem sonst ist leider kein Schenkelklopfer, sondern eigentlich eher ein trauriger Offenbarungseid.

    109. AausP schrieb am 18. November 2009 at 19:11 - Permalink

      @ spiegelfechter

      Die taz ist nun einmal ein ständiger Weggefährte der Grünen.

      Hm, bin ich mir nicht so sicher. Vor der Wahl hat die taz ja einige ihrer Redakteure/ Mitarbeiter zum Bekenntnis gebeten. Erstaunllich, wie viele sich doch als “Linke” Wähler outeten. Selbst solche alten Haudegen wie Christian Semler (wenn ich jetzt nicht alles verhaue). Ulrike Hermann hat sich zwar nicht bekannt, aber ihre Kommentare sind immer so erfrischend eindeutig gegen den Mainstream, daß es eigentlich egal ist wozu sie sich bekennt.
      Ja und von den Lesern wollen wir mal gar nicht reden. Die Stimmung in den Foren da ist deutlich pro “Linke” .
      Probleme habe ich mit Experten wie Stefan Reinecke. Trotz eher positiver Haltung gegenüber Rot-Rot-Grüner Bündnisse, kaut er die üblichen stigmatisierenden Platitüden der bürgerlich Presse nach. Die Linke als populistische “Partei der Arbeitslosen und Marginalisierten”, oder die “Grünen” als Partei urbaner Mittelschichten (was immer das sein soll, hört sich jedenfalls besser an als irgendwie marginalisiert ;-)).

    110. chris412 schrieb am 18. November 2009 at 19:13 - Permalink

      Dem unbeugsamen Ausnahmepolitiker Oskar Lafontaine die besten Genesungswünsche.
      Kommen Sie bitte recht bald gesund zurück, dieses Land braucht Sie wie kaum einen Anderen.

    111. chris412 schrieb am 18. November 2009 at 19:17 - Permalink

      Dem unbeugsamen Ausnahmepolitiker Oskar Lafontaine die besten Genesungswünsche!
      Kommen Sie bitte recht bald wieder gesund zurück, dieses Land braucht Sie wie kaum einen anderen.

    112. Momo schrieb am 18. November 2009 at 19:28 - Permalink

      @ 105 – Fritz

      Sie schreiben:

      “Woher willst du eigentlich wissen, dass es für den Rücktritt Lafontaines nur den einen, mittlerweile bekannten, Grund gegeben hat?”

      Geht´s nicht noch eine Portion schäbiger? Ihr Motto scheint zu lauten: “Es muß doch irgendwie machbar sein, daß irgendwas an Lafontaine hängen bleibt.”

      Kümmern Sie sich um den schwarz-gelben Polit-Sumpf und den Schmierenjournalismus unserer sehr zahlreichen rechtskonservativ-neoliberalen Medien (der deutsche “Medienkomplex” ist eine Schande für diesen Staat, der von seinen “Eliten” wie selbstverständlich “demokratisch” genannt wird)!Damit sollten Sie für die nächste Zeit mehr als ausgelastet sein!

    113. H. Müller schrieb am 18. November 2009 at 20:23 - Permalink

      @ StefanP

      Jetzt lass es doch mal gut sein mit Deinem inhaltslosen Geschnattere.

      H. Müller

    114. schwitzig schrieb am 18. November 2009 at 20:35 - Permalink

      @Momo

      Geht´s nicht noch eine Portion schäbiger? Ihr Motto scheint zu lauten: ?Es muß doch irgendwie machbar sein, daß irgendwas an Lafontaine hängen bleibt.?

      Ich antworte solchen Leuten mittlerweile eher selten, weil ich als paranoider Geist inzwischen oft denke, dass es bezahlte Spin-Doktoren oder einfach Trolle sind. Bezahltes Forenposten ist übrigens ein Zukunftsmarkt, wie z.B. der Bundesbahn, der Atomlobby und der INSM tatsächlich sogar schon nachgewiesen wurde.
      Grundsätzlich passt die “StefanP.-Argumentation” gut in das Bild, das die “Berichterstattung” zumindest der Bertelsmann-zugehörigen Medien hinterlassen hat und arbeitet mitunter sogar mit Rabulistik, denn z.B. fand die These (die genauso beweisbar und völlig belanglos wie bisher ausnahmslos alles von StefanP. ist), dass gerade die dämonisierte Person Lafontaine dafür gesorgt hat, dass DIE LINKE weniger Stimmen bekommen hat als sie es ohne Lafontaines Kandidatur bekommen hätte, keinerlei Erwähnung.
      Ein Rabulistiker wie ich würde z.B. anführen, dass im Saarland die Zeichen ganz klar auf Rot-Grün standen, bis Lafontaine sich zur Rückkehr entschlossen hat. Und da die gewählten Repräsentanten in einer Demokratie die Volksseele und -meinung abbilden, muss davon ausgegangen werden, dass Lafontaine nur wichtige Stimmen aus dem Volk gekostet hat.

      Klingt komisch, nicht wahr? Das ist SPON mal von der anderen Seite :-).

      Und noch ein wenig Textanalyse: StefanP vermeidet unter Inkaufnahme komplexer Formulierungen wenn es eben geht die direkte Anrede und stellt meistens einfach nur die Namen der Angesprochenen voraus. Hier habe ich eine direkte Anrede gefunden:

      StefanP am 18. November 2009 um 16:30 – - Permalink

      Rossi
      Nun, dann halten Sie die Spitzen der Linkspartei für inhaltslose Schwätzer.

      Sie …

      Ich finde das interessant. In Verbindung mit den scheinbar wohlüberlegten Postings in einem Stil, den ich sehr oft in den SPON-Foren angetroffen habe, riecht das schon sehr streng nach Spiegel/SPON/INSM-PR-Agentur.

    115. Momo schrieb am 18. November 2009 at 20:54 - Permalink

      Im taz-Blog gibt es harsche Kritik auch an der taz:

      “Aha, der SPIEGEL hat sich also blamiert! Dann war der Artikel ?Lafo und Sahra, Da geht doch was!? vermutlich gar kein redaktioneller Beitrag der taz, sondern eine Anzeige der grünen Heinrich-Böll-Stiftung (immerhin wurde er ja wohl von einer Angestellten dieser Stiftung geschrieben), und die Redaktion hat lediglich vergessen, die Anzeige als solche zu kennzeichnen? Dann wäre es jetzt aber an der Zeit, das klarzustellen und sich vom Inhalt dieser Anzeige zu distanzieren!
      Im Ernst, für wie dumm hält uns Stefan Reinecke? Glaubt er wirklich, dass, kaum dass der Skandalartikel von der Titelseite verschwunden ist, er auch aus der Erinnerung der Leser getilgt ist?”

      Interessant ist auch folgender Leser-Kommentar im taz-Blog:

      “Wenn ein Politiker von der gleichgeschalteten Presse auf derart beständige und unfaire Weise geprügelt wird, wie es mit Lafontaine im Laufe seines Politikerlebens immer wieder geschehen ist, so kann es dafür nur einen Grund geben: Die Angst der Elite, die Menschen könnten über seine Vorstellungen nachdenken und die gegenwärtigen Zustände in Frage stellen.”

      Zur Medienberichterstattung im Allgemeinen und des ZDF im Besonderen schreibt ein taz-Leser:

      “Das eigentlich Dramatische in unserer Medienlandschaft liegt doch in der gezielten Ungleichbehandlung.

      Beispiel: Da macht der Möchtegernjournalist Peter Frey als Hauptstadtleiter des ZDF ein Sommerinterview mit Oskar Lafontaine. Dieser Bertelsmann-Fellow stellt kaum eine politische, inhaltlich relevante Frage. Statt Inhalte herauszuarbeiten versucht er ganz offensichtlich ein Bild zu erzeugen, das sich in der Öffentlichkeit verfestigen soll. Zu diesem Zweck tritt er dann auch noch zwei mal mit Artikeln nach.

      Im Interview mit der Kanzlererin entpuppt sich der gleiche Journalist dann als unterwürfige rosettenschmeichelnde Hofschranze.

      Und genau dieses Verhalten zieht sich durch die gesamte bundesdeutsche Journaille.”

    116. Noone schrieb am 18. November 2009 at 21:25 - Permalink

      Drecksackjournalismus
      http://www.jungewelt.de/2009/11-19/052.php

      “Ein Kommentator der Website Spiegelfechter bezeichnete die Autoren dieses Zirkelverfahrens am Mittwoch als »Schmierulanten«.”

    117. Linksdings schrieb am 18. November 2009 at 21:34 - Permalink

      Ausweitung der Kampfzone in der #Linkspartei: Junge Welt sieht Bundesgeschäftsführer Bartsch als Strippenzieher der Kampagne gegen Oskar Lafontaine. Beruft sich aber ebenso auf anonyme Quellen. Mehr dazu auf lafontaines-linke.de http://tinyurl.com/yeee9f9

    118. carlo schrieb am 18. November 2009 at 22:33 - Permalink

      Habe der Spiegelredaktion mitgeteilt, das ich deren Zeitung nicht einmal mehr beim Friseur lesen werde.

    119. StefanP schrieb am 18. November 2009 at 22:43 - Permalink

      Heute übte Oskar Lafontaine scharfe Kritik im Saarländischen Landtag an dem Zustandekommen der sogenannten Jamaika-Koalition. Besonders ausführlich ließ sich der Oppositionsführer zudem über die Rolle des Unternehmers und FDP-Politikers Hartmut Ostermann beim Zustandekommen des schwarz-gelb-grünen Regierungsbündnisses aus. Nach dem Scheitern der Pläne für Rot-Rot-Grün hatten Vertreter der Linkspartei bereits gemutmaßt, die Entscheidung der Grünen könne etwas damit zu tun haben, dass Grünen-Chef Hubert Ulrich bis vor kurzem für ein Unternehmen arbeitete, an dem Ostermann, der zur FDP-Verhandlungsdelegation gehörte, beteiligt ist. «Der heimliche Ministerpräsident heißt Ostermann», donnerte Lafontaine nun.

      Möglicherweise hat sich der Vorsitzende der Linkspartei ziemlich im Ton vergriffen, in jedem Fall mutmaßt er in unzulässiger Weise?

    120. Momo schrieb am 18. November 2009 at 22:57 - Permalink

      @ 117 – Linksdings

      Sie schreiben:

      “Junge Welt sieht Bundesgeschäftsführer Bartsch als Strippenzieher der Kampagne gegen Oskar Lafontaine. Beruft sich aber ebenso auf anonyme Quellen.”

      Im Focus heißt es zum Bundesgeschäftsführer Bartsch:

      “Dietmar Bartsch geht davon aus, dass Lafontaine ?im Januar wieder da ist und seine Arbeit wieder aufnimmt?. Er stehe ?wie kein anderer für den Erfolg der Linkspartei, vor allem im Westen?, sagte Bartsch.”

    121. Gebintit schrieb am 18. November 2009 at 23:20 - Permalink

      SF #68

      Jetzt keilst du gegen die GRÜNEN aus. Leute ohne Anstand und mit schlechter Erziehung gibt es leider überall.
      Genauso muss man aufpassen, dass man nicht pauschal alle SPIEGEL-Autoren als unanständige Wirtschaftshuren abstempelt. Deshalb sollte man immer auf die Autoren schauen und sie beim Namen nennen, wenn sie sich daneben benehmen.

    122. Ein Gast schrieb am 18. November 2009 at 23:30 - Permalink

      Stefan P.:

      Diese Information ist vollkommend zutreffend. Der Ulrich ist oder war wirklich Angestellter von Ostermann. Und ist es nicht ein klein wenig befremdlich zu sehen, wie ein Angestellter mit seinem quasi Chef Koalitionsverhandlungen eingeht???

      “Doch Ulrich hat auch noch einen bezahlten Teilzeitjob als Angestellter. Beim Saarbrücker Software-Haus “think&solve Beratungsgesellschaft mbH” ist er seit 2001 zuständig fürs Marketing. Dies könnte den Vorzeige-Jamaikaner jetzt schwer in die Bredouille bringen. Denn Miteigentümer der Firma ist ausgerechnet der heftig umstrittene Saarbrücker FDP-Kreisvorsitzende Hartmut Ostermann. Dies geht aus Dokumenten hervor, die “Sonntag Aktuell”, der siebten Ausgabe der Stuttgarter Zeitung, vorliegen. Der Liberale ist zudem Betreiber der bundesweit größten Kette von privaten Alten- und Pflegeheimen (Pro Seniore). Ostermann, 58, hat auch politisches Gewicht. Er gehört zur Kerngruppe der Freidemokraten, die derzeit im Saarland den Koalitionsvertrag mit CDU und Grünen aushandeln.

      Als beim Grünen-Landesparteitag vor zwei Wochen überraschend 78 Prozent der Delegierten Ulrichs leidenschaftlichem Votum für das schwarz-gelb-grüne Bündnis folgten, wussten sie nichts von der engen wirtschaftlichen Verbindung zwischen ihrem Vormann und dem FDP-Verhandlungspartner. Denn in Ulrichs Einträgen im Landtagshandbuch und auf der Grünen-Homepage taucht der FDP-Mann als Mitgesellschafter von “think&solve” nicht auf. Dort steht lediglich der Firmenname.

      Mit Sicherheit wären sonst Fragen nach der Unabhängigkeit des Grünen-Vorsitzenden (Parteispitzname: “Der Panzer”) laut geworden. Gewiss hätte es die Delegierten interessiert ? rund 40 Prozent kamen aus Ulrichs Heimatverband Saarlouis ?, dass ihr Lokalmatador mit seinem Quasi-Arbeitgeber Verhandlungen über eine neue Landesregierung führt. Dass er diese pikante Verquickung verschwieg, könnte den forschen Parteichef vor allem deshalb in Verlegenheit bringen, weil er und Ostermann keine unbeschriebenen Blätter sind.”

      http://www.stuttgarter-zeitung.de/stz/page/2252095_0_6369_-koalitionsverhandlungen-im-saarland-jamaika-filz-an-der-saar.html

    123. Hanni Hartmann schrieb am 19. November 2009 at 03:40 - Permalink

      Es geht doch gar nicht um die KrebsErkrankung des OL.
      Diese Krankheit ist sicherlich ein Schicksal Schlag; Ich wuensche OL gute Besserung aber das trifft tausende jedes Jahr in Deutschland.
      Ausserdem ist Krebs-nicht unbedingt eine finale Krankheit.

      Was doch Sache hier ist,ist . das OL sich (wieder einmal) von seiner schaebigen Seite gezeigt hat und die Waehler hinters Licht gefuehrt hat.
      Sas wurde nun ledigleich enttarnt und aufgedeckt.
      Das ist die Aufgabe der Presse.

      Schon sonderlich wie hier gegen die berichtende Presse agitiert wird wenn es um das Kratzen am Idol geht…

    124. Goldener Reiter schrieb am 19. November 2009 at 04:03 - Permalink

      @Hanni Hartmann

      Wo wurde denn der Waehler bitteschoen betrogen?
      Lafontaine vertritt die gleiche Politik wie vor der Wahl. Und dass im Bundestag, im saarlaendischen Landtag und in seinem Amt als Parteivorsitzender.
      (Nebenbei, ein Aufwand, der auch fuer einen juengeren Menschen sehr belastend waehre).
      Auch Partei und Fraktion machen weiter wie bisher.

      Wer die LINKE gewaehlt hat, hat dass doch nicht getan, damit Lafontaine weiter Fraktionsvorsitzender in Berlin ist, sondern damit eine bestimmte Politik verfolgt wird.
      Parteien, die statt Inhalte ihre Ersatzmonarchen waehlen lassen findet man am anderen Rand:
      Union und FDP.

    125. schwitzig schrieb am 19. November 2009 at 05:31 - Permalink

      @123

      Hanni Hartmann am 19. November 2009 um 03:40 – - Permalink

      Was doch Sache hier ist,ist . das OL sich (wieder einmal) von seiner schaebigen Seite gezeigt hat und die Waehler hinters Licht gefuehrt hat.
      Sas wurde nun ledigleich enttarnt und aufgedeckt.
      Das ist die Aufgabe der Presse.

      Schon sonderlich wie hier gegen die berichtende Presse agitiert wird wenn es um das Kratzen am Idol geht?

      Das war doch jetzt satirisch gemeint (ernstgemeinte Frage)?

    126. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 08:01 - Permalink

      Ein Gast
      Fakt ist nur, dass Ulrich mal Angestellter des Unternehmers Ostermann war. Das galt jedoch nicht zum Zeitpunkt der Koalitionsverhandlungen. Weder bestand in den letzten Monaten eine wirtschaftliche noch sonstige Abhängigkeit. Die bisher aufgeführten Argumente zur Entlastung von Oskar Lafontaine angewandt handelt es sich um eine unzulässige Spekulation ohne Beweise.

      Ich wollte damit nur vor Augen führen, wie unterschiedlich die Bewertung für den gleichen Sachverhalt (?Spekulieren?) ausfällt, wenn sich einige der Person politisch nahe fühlen und im anderen Fall eben nicht. Wie ein anderer schrieb: eben ein Ersatzmonarch.

    127. Susanne schrieb am 19. November 2009 at 08:13 - Permalink

      Wow! Was für einen Artikel! Oskar und Sahra- die perfekte Kombination! Was wäre es, wenn die beiden z.B ein Liebespaar seien….?

    128. dissenter schrieb am 19. November 2009 at 08:38 - Permalink

      StefanP

      Fakt ist nur, dass Ulrich mal Angestellter des Unternehmers Ostermann war. Das galt jedoch nicht zum Zeitpunkt der Koalitionsverhandlungen. Weder bestand in den letzten Monaten eine wirtschaftliche noch sonstige Abhängigkeit.

      Ulrich war nicht “mal” Angestellter Ostermanns, sondern stand bis Ende September auf dessen Gehaltsliste. Zu diesem Zeitpunkt hatten die Sondierungsgespräche, an denen Ostermann auf FDP-Seite teilgenommen hatte und die zu Jamaika führten, bereits stattgefunden.
      Da Sie sich so mit Details auskennen: Hat Ulrich die Frage nach eventuellen Parteispenden Ostermanns an die Saar-Grünen inzwischen beantwortet oder lehnt er eine Auskunft weiterhin ab?

    129. noamik schrieb am 19. November 2009 at 08:57 - Permalink

      Da muss ich den Kommentatoren doch mal kontra geben. Es interessiert mich sehr wohl, wie ein Politiker sein Privatleben gestaltet, wenn dieses von dem abweicht, was er politisch als “Norm” proklamiert. Wenn eine Frau von der Leyen eine Affaire hätte, so wäre es mir ein Genuss diese im Boulevard zerfledert zu sehen, so wie es gewisse CSU-Politiker mit vollem Recht trifft, wenn ihre Beziehung zur Zweitfrau schonungslos ausgeleuchtet wird. Der Punkt ist, dass Lafontaine gar nicht die Moralkeule schwingt, erst das macht es verwerflich ihn damit zu erschlagen (zumal wenn wie hier zu Unrecht) …

    130. Perspektive2010 schrieb am 19. November 2009 at 09:35 - Permalink

      Huch, wollen da interessierte Kreise etwa Oskar Lafontaine und sein potentielle Nachfolgerin Sahra Wagenknecht beim Generationenwechsel diskreditieren und politisch ins Abseits stellen? Verdammte Milliardärspresse, verdammte Lügner!

    131. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 09:38 - Permalink

      dissenter
      Der Punkt ist doch nicht, ob es neben den politischen auch andere Beziehungen zwischen Ostermann und dem Grünen-Chef gab. Der Punkt ist, ob es Beziehungen jenseits der Öffentlichkeit gibt und gab, die die demokratische Entscheidung beeinflusst haben. Diese Frage zu stellen ist legitim. Sie baut gleichfalls auf einer Spekulation auf. Das haben Sie in Bezug auf Lafontaines Rückzug vom Posten des Fraktionsvorsitzenden abgelehnt. Sie messen mit zweierlei Maß.

    132. schwitzig schrieb am 19. November 2009 at 09:48 - Permalink

      @ 131

      Sie messen mit zweierlei Maß

      Kann ich nicht erkennen. Lies (ausserhalb der SPON-Foren gilt es als unhöflich, jemanden zu Siezen – Du schaffst das aber, da bin ich mir sicher) doch mal diesen Artikel und die dort verlinkten:

      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1102/jamaika-versinkt-im-grunen-sumpf

      Während es sich bei der Anti-Lafontaine-Kampagne um reinen Rufmord ohne Faktenbasis handelt, gibt es bei Koalitionären im Saaarland bedenkliche nachgewiesene Verbindungen. Dein Zweierlei-Maß-Geseiere wird seine Wirkung wohl nur in Meinungszensierten Foren wie z.B. in den SPON-SPIN-Foren entfalten können, daher würde ich empfehlen, eine andere Strategie zu entwickeln.

    133. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 09:57 - Permalink

      schwitzig
      Vielen Dank für die Empfehlungen, aber ich traue mir noch zu, selbst zu denken und aus unabhängigen Quellen und nicht aus Meinungsblogs Informationen zu sammeln.

      Unbestritten ist, dass es Anfang des Jahres 2009 intensive interne Abstimmungen in der Spitze der Linkspartei gab. Unwidersprochen steht die Behauptung, es wäre im Vorfeld bereits vereinbart worden, dass Lafontaine nicht wieder für die Fraktionsspitze kandidiert. Was die interessierte Öffentlichkeit wissen will: wann geschah das genau und was wurde bei den Konsultationen zwischen Saarbrücken und Berlin beredet? Das hat ungefähr das gleiche Fundament wie die andere Connection. Wer das eine bestreitet und das andere möchte, misst mit zweierlei Maß.

    134. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 10:15 - Permalink

      @Sawo

      Merkwürdig, dass es auch hier Leute gibt, die nicht über S. Wagenknecht ohne den Hinweis über ihr Aussehen schreiben können

      Nun, es ist auch sicher schwer, da das Image (und der Erfolg) von Frau Wagenknecht natürlich auch auf derlei Äußerlichkeiten aufbaut. Wäre sie klein, pummelig, mit roten Stoppelhaaren und unreiner Haut, hätte sie sicher nicht die Publicity aber auch nicht die Wirkung, die sie so nun einmal hat – Talkshoweinladungen gäbe es dann jedenfalls nicht. So ist das nun einmal in unsere Aufmerksamkeitsökonomie.

    135. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 10:20 - Permalink

      @Ein Gast

      Waaas Jens, du hast dich schon öfter mit der Sahra getroffen? Da werden aber einige eifersüchtig werden! ;-))

      Musst Du nicht, sie ist nicht einmal “mein Typ” – viel zu streng und ernst ;-)

      Stellen wir uns nur mal vor, Oskar und Sahra hätten beide dementiert. Wie glaubhaft wäre das gewesen? Spätestens wenn sich die BILD eingeschaltet hätte

      Das finde ich eh bemerkenswert – die BILD hält sich vornehm aus der ganzen Schlammschlacht heraus und berichtet gestern – für ihre Verhältnisse – geradezu seriös über das Ganze.

    136. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 10:22 - Permalink

      @Fritz

      Woher willst du eigentlich wissen, dass es für den Rücktritt Lafontaines nur den einen, mittlerweile bekannten, Grund gegeben hat?

      Weiß ich nicht – aber eine Krebserkrankung ist sicher ein sehr triftiger Grund, hinter dem alles andere zurücksteht.

    137. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 10:28 - Permalink

      @Gebintit

      Jetzt keilst du gegen die GRÜNEN aus. Leute ohne Anstand und mit schlechter Erziehung gibt es leider überall.

      Das stimmt sicherlich. Aber bislang bekleiden die (Saar)Grünen bei die Sonderrolle, als einzige Partei gegen mich (bzw. einen Artikel von mir) rechtliche Schritte einzuleiten versucht zu haben. Putzigerweise wurde das mit Hilfe des Taz-Justitiars Eisenberg abgewendet ;-)

      Genauso muss man aufpassen, dass man nicht pauschal alle SPIEGEL-Autoren als unanständige Wirtschaftshuren abstempelt. Deshalb sollte man immer auf die Autoren schauen und sie beim Namen nennen, wenn sie sich daneben benehmen.

      Richtig – genau dies ist der Grund, warum ich die Autoren auch alle beim Namen nenne ;-)

    138. dissenter schrieb am 19. November 2009 at 10:31 - Permalink

      StefanP

      Diese Frage zu stellen ist legitim. Sie baut gleichfalls auf einer Spekulation auf.

      Fakt ist, dass Ulrich bezahlter Mitarbeiter Ostermanns war. Unbestritten ist auch, dass Ulrich, seitdem er 2002 in den Bundestag einzog, seine Mitarbeit bei Ostermann auf eine Teilzeitstelle reduzierte, für die er zuletzt mit 1500 Euro monatlich entlohnt wurde. Wo ist da die Spekulation?

      Wir reden hier über Vertrauen. Unabhängig von der Parteizugehörigkeit vertraue ich einem Politiker nicht, der auf der Gehaltsliste eines Unternehmers steht und mit diesem über politische Inhalte verhandelt und auf Nachfrage nicht angeben kann oder will, warum der Unternehmer ihn seit 2002 weiter bezahlt hat und auf Nachfrage nicht angeben kann oder will, ob der Unternehmer seiner Partei Spenden hat zukommen lassen. Hier steht Korruption im Raum, und schon der Anschein zerstört Vertrauen bzw. lässt es nicht entstehen.

      Der Punkt ist, ob es Beziehungen jenseits der Öffentlichkeit gibt und gab, die die demokratische Entscheidung beeinflusst haben.

      Der Punkt ist, dass die Beteiligten an einer sehr sensiblen Stelle nicht bereit sind, Transparenz zu schaffen und nur einräumen, was nicht zu vertuschen war.

    139. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 10:31 - Permalink

      @Stefan P

      Fakt ist nur, dass Ulrich mal Angestellter des Unternehmers Ostermann war. Das galt jedoch nicht zum Zeitpunkt der Koalitionsverhandlungen.

      Das galt aber – und auch das ist Fakt – für den Zeitpunkt der Sondierungsgespräche. Ohne die Pressearbeit wäre er womöglich auch heute noch auf Ostermanns Payroll – aber das ist freilich spekulativ.

    140. schwitzig schrieb am 19. November 2009 at 11:22 - Permalink

      @stefanP

      aber ich traue mir noch zu, selbst zu denken und aus unabhängigen Quellen und nicht aus Meinungsblogs Informationen zu sammeln.

      Lies einfach mal den Artikel des “Meinungsblogs Spiegelfechter” und die darin enthaltenen Links auf die “seriösen Qualitätsmedien”.

    141. HELLMOOD schrieb am 19. November 2009 at 11:57 - Permalink

      @Spiegelfechter zu Punkt 69

      Mir persönlich war es genauso zuwider, als Horst Seehofers Besuch bei Mutter und unehelicher Tochter ans Licht der Öffentlichkeit gezerrt wurden. Einzig erheiternd daran war, dass die Anwürfe aus der eigenen “Puffgänger-Fraktion” kamen, die den Altartryptichon der heiligen Institution Ehe allzugerne als Spanische Wand für ihre Separee-Vergnügungen der öffentlichkeit vorschiebt. “Er hat uns hintergangen” wurde lamentiert – als wenn seinerzeit in New York die eingeweihten Bodygards hätten verhindern können, dass zwei Gunstgewerblerinnen dem grossen Vorsitzenden FJS den Scharivari (Geldbeutel) beschnitten haben. Und was Herrn Westerwelle angeht ist es mir ebenfalls egal mit welcher Kollegin er die Matratze teilt – ich erteilte ihm sogar noch einen Unbedenlichkeits-Attest. Den Spott aber, muss erdulden, wer seine sexuellen Präferenzen und die “politisch korrekte” Toleranz instrumentalisiert, um sich unangreifbar zu machen. Letztlich enerviert es nämlich, sich nicht einmal als Homo politicus bezeichnen zu können, ohne für’n schwulen Bürgermeister gehalten zu werden – das ist nämlich garnicht gut so.

    142. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 12:38 - Permalink

      dissenter
      Oskar Lafontaine stand sehr lange auf der Payroll der BILD-Zeitung, zudem als prominentes Parteimitglied der SPD, wo er vor allem gegen die eigene Organisation gewettert hat. Heißt das, Sie vertrauen Lafontaine nicht?

      Es gibt gute Gründe, warum ein Abgeordneter (und ein Bewerber) wirtschaftliche Beziehungen offen legen muss. Was ich hier ausschließlich kritisiert habe (und weshalb ich das Thema Saarland-Grüne nicht vertiefen möchte) ist einzig und allein der Anspruch als Wähler, offen gelegt zu haben, warum sich jemand so und nicht anders im Amt entschieden hat. Dies steht im Falle von Lafontaine zweifellos noch offen.

      Mir scheint, so manchem ist?s egal, was ein bestimmter Politiker macht, wieso und warum er zu bestimmten Entscheidungen gelangt, Hauptsache es entspricht der eigenen politischen Richtung. Ich habe mich jedoch nie als Fan einer bestimmten Partei oder eines Politikers gesehen.

    143. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 12:50 - Permalink

      @spiegelfechter

      Ohne die Pressearbeit wäre er womöglich auch heute noch auf Ostermanns Payroll ? aber das ist freilich spekulativ.

      Mag sein, das hätte der Abgeordnete Ulrich dann dem Landtag öffentlich zu machen, so dass jeder sich leicht ein Bild machen kann. Es gibt ja nun zum Glück immer noch Menschen, die nicht ihr ganzes Leben im Politikbetrieb zubringen, so dass vor ihrer Wahl Abhängigkeiten zwangsläufig entstehen ? entweder als Geschäftspartner, Mitarbeiter oder über Vereine. Gerade im Saarland mit seinen 700.000 Einwohnern ist die Geschichte sehr übersichtlich. Dort gibt es auch viele, die von Oskar Lafontaine während seiner Zeit als Oberbürgermeister und als Ministerpräsident begünstigt wurden: bei der Ausweisung von Bauland, Subventionsgewährung etc.

      Das zu untersuchen ist immer Sache der Öffentlichkeit, genauso Fragen nach den Gründen für eine politische d.h. staatliche Entscheidung zu stellen. So echauffiert sich niemand über die kritische Berichterstattung zur Connection Ostermann-Ulrich und dann ist es genauso legitim zu fragen, was Lafontaine zum Rückzug vom Amt des Fraktionschefs bewegt hat und wann die Entscheidung getroffen wurde. Und ebenso darf gefragt werden, warum er mit Sahra Wagenknecht gerade eine Politikerin befördert, die in der sonstigen Parteispitze nicht wohl gelitten ist und deren Kandidatur mehrfach von den Funktionären hintertrieben wurde.

      Aus Indizien oder Anhaltspunkten Überlegungen und Fragen zu entwickeln, ist nicht einfach Spekulation, wie das hier vielfach dargestellt wurde, sondern legitimes Vorrecht in einer Demokratie.

    144. dissenter schrieb am 19. November 2009 at 13:06 - Permalink

      und weshalb ich das Thema Saarland-Grüne nicht vertiefen möchte

      Hatten Sie nicht geklagt, es würde mit zweierlei Maß gemessen?

      Mir scheint, so manchem ist?s egal, was ein bestimmter Politiker macht, wieso und warum er zu bestimmten Entscheidungen gelangt

      Anders: Ich erwarte nicht, dass eine Partei über ihre längerfristige Strategie – und den “Einsatz” des “Stimmenfängers” Lafontaine betrachten Sie ja unter strategischen Gesichtspunkten – auf offener Bühne berät. Lafontaine hat nach der Wahl auf den Fraktions-, ausdrücklich aber nicht auf den Parteivorsitz verzichtet. Ohne Fraktionsvorsitzender zu sein, ist er in dessen Rolle geschlüpft und hat für seine Fraktion auf die Regierungserklärung von Frau Merkel reagiert. Er ist trotz bevorstehender Operation innerhalb weniger Tage auf dem NRW-Landesparteitag in Hamm, bei einer Buchvorstellung in Berlin und im Landtag in Saarbrücken aufgetreten (ohne Anspruch auf Vollständigkeit, dies sind die Termine, die ich verfolgt habe). Solange sich seine Präsenz in der Öffentlichkeit in diesem Rahmen bewegt, muss man ihm schon übel wollen, um ihm “Betrug an den eigenen Anhängern” anzulasten. Vielleicht ist das ja auch das Motiv.

    145. dissenter schrieb am 19. November 2009 at 13:15 - Permalink

      StefanP

      Und ebenso darf gefragt werden, warum er mit Sahra Wagenknecht gerade eine Politikerin befördert, die in der sonstigen Parteispitze nicht wohl gelitten ist und deren Kandidatur mehrfach von den Funktionären hintertrieben wurde.

      Man sollte, wenn man vermeintliche Antworten unters Volk bringt, diese aber auch belegen können. Und Belege in der Sache, auf die Sie anspielen, hat bislang niemand vorgelegt.

    146. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 13:17 - Permalink

      @StefanP

      Mag sein, das hätte der Abgeordnete Ulrich dann dem Landtag öffentlich zu machen, so dass jeder sich leicht ein Bild machen kann.

      Das mag nicht nur so sein

      Es gibt ja nun zum Glück immer noch Menschen, die nicht ihr ganzes Leben im Politikbetrieb zubringen, so dass vor ihrer Wahl Abhängigkeiten zwangsläufig entstehen

      Bei Herrn Ulrich ist dieses Abhängigkeitsverhältnis allerdings während seiner “Politikzeit” entstanden.

      Gerade im Saarland mit seinen 700.000 Einwohnern ist die Geschichte sehr übersichtlich.

      Was nicht für den Grünen-Ortsverband Saarlouis gilt.

      Das zu untersuchen ist immer Sache der Öffentlichkeit, genauso Fragen nach den Gründen für eine politische d.h. staatliche Entscheidung zu stellen.

      Sicher – nur das die Saar-Grünen klage- und abmahnwütiger sind als jede andere Partei. So viel zum Thema Pressefreiheit und Grüne.

      So echauffiert sich niemand über die kritische Berichterstattung zur Connection Ostermann-Ulrich

      Da echauffiert sich niemand? Na Du bist mir ja ein Witzbold. Du kannst gerne mal bei der taz oder den Stuttgarter Nachrichten anrufen und fragen, wie es mit der Echauffage der Saar-Grünen so steht, wenn Du offensichtlich schon nicht glaubst.

    147. Centaurium schrieb am 19. November 2009 at 13:24 - Permalink

      Das finde ich eh bemerkenswert ? die BILD hält sich vornehm aus der ganzen Schlammschlacht heraus und berichtet gestern ? für ihre Verhältnisse ? geradezu seriös über das Ganze.

      @Jens

      Geht der Gysi nicht manchmal mit dem Dingsda von der Bild in Berlin (oder wo?) essen, weil das so schön unterhaltsam ist? Bzw. geht der Dingsda von der Bild nicht so gern mit dem Gysi, weil …?
      Naja, was ich sagen will:
      wenn man mit jemandem gern zusammen schmaust, dann kann man ja schonmal einen Tipp geben, odder odder?

    148. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 14:08 - Permalink

      @spiegelfechter
      Meine Informationen über die Verbindungen von Herrn Ulrich habe ich aus dem SPIEGEL und von Spiegel-Online, ich konnte es in der FAZ und der FTD nachlesen. Insgesamt fühlte ich mich ausreichend informiert, obwohl ich kein Saarländer bin. Der SPIEGEL wurde auch fast zwei Jahrzehnte in seiner Pressearbeit gegenüber der Kohl-Regierung behindert, ohne dass darunter die kritische Berichterstattung insgesamt gelitten hätte.

      Um den Dreh zum Thema zu finden: ich sehe nicht, wo Journalisten über Gebühr Fragen zu Lafontaine gestellt hätten, die nicht gestellt werden dürfen. Als Parteifeinde die außereheliche Beziehung von Theo Waigel öffentlich machten, was das ein Politikum, ebenso die Affäre des Bundesministers Horst Seehofer. Letztere wurde allerdings von den Medien bekannt gemacht. Klaus Wowereit und Ole von Beust haben ihre Privatsphäre öffentlich gemacht, als diese drohte, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.

      Ein Politiker hat ein Recht auf ein Privatleben, das der Öffentlichkeit entzogen ist. Er darf sich jedoch dahinter nicht verstecken. Ich habe hier nichts gelesen, was den Medien das Fragen in dieser Angelegenheit verwehren könnte, denn es kann nie die Person sein, sondern nur der Sachverhalt.

    149. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 14:19 - Permalink

      @StefanP

      Meine Informationen über die Verbindungen von Herrn Ulrich habe ich aus dem SPIEGEL und von Spiegel-Online, ich konnte es in der FAZ und der FTD nachlesen.

      … und in jedem anderen Blatt, das dpa zitiert, die sich wiederum auf die Stuttgarter Zeitung berufen. Das hat mit investigativem Journalismus nichts zu tun, sondern eher etwas mit kostengünstiger Zweitverwertung.

      Die Vorwürfe aus der taz wurden übrigens nicht(!) vom SPIEGEL rezitiert Dafür hatte der SPIEGEL früher (98) einmal selbst in die gleiche Kerbe gehauen, allerdings – anders als die taz – nie nachgehakt. Klar, man will den Trend zu Jamaika ja nicht belasten.

      Der SPIEGEL wurde auch fast zwei Jahrzehnte in seiner Pressearbeit gegenüber der Kohl-Regierung behindert, ohne dass darunter die kritische Berichterstattung insgesamt gelitten hätte.

      Ach herrjeh – nur weil der Dicke den Hamburgern kein IV gegeben hat? Das dies ein Fehler war, weiß er selbst.

      ich sehe nicht, wo Journalisten über Gebühr Fragen zu Lafontaine gestellt hätten, die nicht gestellt werden dürfen.

      Dass Du das nicht siehst, ist mir mittlerweile klar. So lange mit Dreck zu werfen, bis etwas hängen bleibt, ist zumindest nicht meine Vorstellung von gutem Journalismus. Das kann man natürlich auch anders sehen.

      Als Parteifeinde die außereheliche Beziehung von Theo Waigel öffentlich machten, was das ein Politikum, ebenso die Affäre des Bundesministers Horst Seehofer.

      Und in beiden Fällen war es falsch darüber zu berichten! Ein Politikum wurde das Ganze übrigens nur aus einem einzigen Grund – dem erzkonservativem Familienbilld der CSU.

      Klaus Wowereit und Ole von Beust haben ihre Privatsphäre öffentlich gemacht, als diese drohte, Einfluss auf politische Entscheidungen zu nehmen.

      Und in beiden Fällen hatten dies eine befreiende Wirkung. Beim Ole von Beust war es aber nicht so, dass er dies freiwillig tat – er wurde eher von seinem feinen Koalitionspartner, dem koksenden Richter Gnadenlos dazu gezwungen.

      Das alles hat aber so gar nichts mit dem Fall Oskar Lafontaine zu tun.

    150. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 14:23 - Permalink

      dissenter
      Doch, Parteien haben ihre langfristige Strategie offen zu legen, sie müssen es sogar, schließlich handelt es sich um demokratische Organisationen. Das Demokratiegebot verlangt, dass sämtliche grundsätzliche Fragen und Kandidaten von den Mitgliedern mit Mehrheit bestimmt werden. Die Aufstellung eines Kandidaten ist eine höchst demokratische und damit öffentliche Sache, ebenso die politischen Ziele einer Partei und die Mittel sowie Personen, mit der sie diese erreichen wollen.

      Vor einem Jahr erzielte die CSU ein desaströses Ergebnis, woraufhin die Parteispitze den Ministerpräsidenten Kurt Beckstein die Unterstützung entzog und den Bundestagsabgeordneten Horst Seehofer zum Ministerpräsidenten wählte. Das passierte alles ungeachtet dessen, dass der Amtsinhaber ob seiner Kandidatur von 44 Prozent der Wahlbeteiligten unterstützt worden war, während der Ingolstädter gar nicht zur Wahl stand. Wissen Sie, das empfinde ich als höchst undemokratisch, einen Bewerber, der immerhin die relative Mehrheit erreicht hatte und zusammen mit einem Koalitionspartner hinreichend legitimiert war, per Federstrich durch einen Anwärter zu ersetzen, der sich nicht dem Votum stellen musste.

      In diesem Sinne ist es zu verstehen, dass ein Bewerber bei Erfolg das Amt übernimmt, für das er plakatiert wurde. Die Wähler der Linkspartei wollten Lafontaine als Spitze der Fraktion (als Parteichef kann er nicht vom gemeinen Volk gewählt werden), die Fraktionsmitglieder wollten ihn, dann sollte er es auch sein. Und wenn seine Lebensplanung und die strategischen Vorstellungen der Organe der Partei anderes vorsahen, dann hätte dies rechtzeitig zum Zeitpunkt der Entscheidung gesagt werden müssen.

    151. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 14:41 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Nein, ich sehe keineswegs die Aufgabe von Journalisten darin, mit Dreck zu werfen und ich sehe auch nicht, dass dies ein bestimmter Trend wäre. In den USA oder Großbritannien sind die Medien da weit härter und das andere sind gesteuerte oder unter Druck gesetzte Journalisten wie in Frankreich, Russland oder Italien.

      In den Vereinigten Staaten ist es längst üblich, dass Bewerber um höchste Ämter ihr medizinisches Bulletin den Medien zugänglich machen, damit die Öffentlichkeit sehen kann, ob ein Kandidat den körperlichen Anforderungen des Amtes gewachsen ist. Auch das ist eine Einschränkung des Persönlichkeitsrecht, aber gerechtfertigt in der Abwägung der Güter mit der demokratischen Transparenz.

      In dem Fall Theo Waigel hatte die Presse keine Wahl, nachdem eine öffentliche Person in einem öffentlichen Raum zu einem breiten Publikum die Liaison bekannt gemacht hatte. Ebenso, als die damalige SPD-Finanzexpertin Ingrid Matthäus-Maier im Bundestag über die sexuelle Neigung eines Kollegen philosophierte.

      Ob ein Konflikt entsteht, weil die eigenen Grundeinstellungen zu einer Privatsache problematisch sein können (konservatives Familienbild) ist nicht relevant. Schließlich mache ich auch einem Sozialisten nicht seine sozialistische Einstellung zum Vorwurf. Wichtig ist, ob sich bestimmte, damit verbundene Prinzipien in Politik umsetzen und umsetzen lassen.

    152. Der Postillon schrieb am 19. November 2009 at 14:56 - Permalink

      Exzellenter Artikel. Werde ich weiterempfehlen.

    153. Fyyff schrieb am 19. November 2009 at 15:00 - Permalink

      Die Wähler der Linkspartei wollten Lafontaine als Spitze der Fraktion

      Ach wirklich. Selber die LINKEN gewählt? Wenn ja – warum das sinnlose Lafo- und Linkenbashing?

      Wenn nein – Welch Anmaßung zu entscheiden was die LINKEN-Wähler zu wollen und zu empfinden haben. Ich habe die LINKE gewählt und fühle mich nicht mal ansatzweise betrogen. Viele andere Wähler mit denen ich gesprochen habe auch nicht.
      Außer das ich Oskar Lafontaine alles Gute wünsche, ist das einzige was ich aus dieser Diskussion mitnehme ein zunehmender Ekel ob der Mittel mit denen mittlerweile auf politisch Andersdenkende eingedroschen wird.
      Dazu gehört auch die vorgetragene wahnwitzige Rabulistik, die mir letztlich einfach zu dumm wird. Immer schön den eigenen Blödsinn wiederholen, Tatsachen nicht belegen, verdrehen, täuschen etc. – irgendwas wird schon hängenbleiben. Und wenn nicht…waren ja alles nur Spekulationen, no harm done.
      Ich würde mich für soviel Arbeit bezahlen lassen, das nur nebenbei.

      Ist diese absurde Bigotterie, welche dem bösen linken Feind alles nur menschenmöglich Abscheuliche zutraut und wünscht etwas speziell rechtskonservatives oder einfach nur menschliche Schäbigkeit in ihrer ekelhaftesten Form?

      Vermutlich darf ich schon froh sein, das bloß die Hälfte der deutschen “Presse” mehr oder minder offen noch mal aus allen Rohren feuert, bevor sie vielleicht von grad noch geltenden Normen wie Pietät dazu gezwungen wird, ein paar Monate auf ihre Schmiererein zu verzichten, gell? Und wenn doch alles gut läuft für Lafontaine, um so besser. Hat man ihn schon mal schön eins reingewürgt, diesem roten Teufel! Alles ist erlaubt zur Verteidigung bürgerlicher Werte, nicht?

      Wenn man darüber nachdenkt, sollten eigentlich alle Marktradikalen, Rechtskonservativen, Neoliberallalas und Gutbürgerlichen beten, das Oskar mindestens 100 Jahre alt wird. So einen guten Immanuel Goldstein findet man so schnell nicht wieder.

      PS: Zu schön um es nicht zu kommentieren…

      Schließlich mache ich auch einem Sozialisten nicht seine sozialistische Einstellung zum Vorwurf.

      Oh danke. Sehr großzügig. Dabei weiß man doch das Sozialismus genau wie Homosexualität heilbar ist.

    154. schwitzig schrieb am 19. November 2009 at 16:11 - Permalink

      @Fyyff

      PS: Zu schön um es nicht zu kommentieren?

      StefanP: Schließlich mache ich auch einem Sozialisten nicht seine sozialistische Einstellung zum Vorwurf.

      Oh danke. Sehr großzügig. Dabei weiß man doch das Sozialismus genau wie Homosexualität heilbar ist.

      Das ist eine sehr typische Einstellung für SPON-Foren-Poster. Oft habe ich den Eindruck, dass diese Poster sich ihrer Borniertheit und damit einhergehenden Menschenverachtung nicht bewußt sind.

    155. Burnair schrieb am 19. November 2009 at 16:18 - Permalink

      @153 Fyyff

      Danke – Du schreibst mir aus der Seele!

      Ansonsten die Aussage von Peter Scholl-Latour: “Die Freiheit der Presse im Westen, wobei die viel besser ist als anderswo, ist letztlich die Freiheit von 200 reichen Leuten ihre Meinung zu veröffentlichen.”

    156. Diskussionsteilnehmer schrieb am 19. November 2009 at 16:22 - Permalink

      Als Parteifeinde die außereheliche Beziehung von Theo Waigel öffentlich machten, was das ein Politikum, ebenso die Affäre des Bundesministers Horst Seehofer.

      Und in beiden Fällen war es falsch darüber zu berichten! Ein Politikum wurde das Ganze übrigens nur aus einem einzigen Grund ? dem erzkonservativem Familienbilld der CSU.

      Warum soll der Bericht darüber falsch gewesen sein? Klar, dass die Recherche schon Hand und Fuß haben sollte, bevor solche Dinge raus gehauen werden ist einzusehen.

      Aber wird im politischen Betrieb nicht auch aus Wertideen und dem Zuspruch Gleichgesinnter Macht generiert? Gerade wenn jemand behauptet, er würde andere Vertreten wollen, weil er/sie ihre Wertvorstellungen teilt und daher geeignet wäre, ist doch für diejenigen, die sich dazu entschieden haben sich von dieser Person tatsächlich vertreten zu lassen, entscheidend, dass ihr gewählter Vertreter seine Werte wahrhaftig erklärt hat(1).

      Dies betrifft zwar sachlich gesehen nur Werte, die in der politischen Kommunikation der Betroffenen auch tatsächlich vorkommen. Wie das genau bei Waigel und dem Seehofer Horst ausgeschaut hat, kann ich nicht sagen.

      (1)Als überzeichnetes Beispiel: Wenn jemand erklärt, er würde sich für den Schutz der Familie einsetzen, damit diese “heil” und generell ein Ort von Treue und Aufrichtigkeit bleiben kann, weil nur so ein geordnetes Bürgertum aus den Kindern dieser Familie nachwächst, schützt aber dann seine eigene nicht entsprechend, welches Vertrauen mögen ihm die anderen Familien mit gleichen Wertvorstellungen entgegen bringen, wenn sie diese Information haben? Ist das politisch bedeutsam und damit für die Berichterstattung von Belang?

    157. Stefan schrieb am 19. November 2009 at 18:06 - Permalink

      @StefanP:
      Ich hab mich dann mal durch die weiteren Kommentare gewühlt, und ich finde es schon etwas seltsam, Herr Lafontaine war Kandidat für einen Abgeordnetensitz und nicht für den Fraktionsvorsitz, oder? Also, wenn, er aus welchen Gründen auch immer (sie sind ja nun öffentlich, was ich ehrlich gesagt auch etwas befremdlich finde, aber dazu gleich), kein Fraktionsvorsitzender sein will, so what? Gewählt wird doch ein zunächst mal “einfacher” Abgeordneter und, viel häufiger für den Bundestag, ein Parteiprogramm. Als ich noch in Deutschland war, wusste ich nicht mal, wer der Bundestagsabgeordnete meines Wahlkreises war und es hat mich auch nicht sonderlich interessiert, denn was kann der schon lokal verändern. Aber, vielleicht sehe ich das auch alles falsch.

      Aber, wo mir wirklich die Galle hochkommt, ist dieser Satz:

      “In den Vereinigten Staaten ist es längst üblich, dass Bewerber um höchste Ämter ihr medizinisches Bulletin den Medien zugänglich machen, damit die Öffentlichkeit sehen kann, ob ein Kandidat den körperlichen Anforderungen des Amtes gewachsen ist.”

      Gehts noch? Mein Gesundheitszustand ist meine Privatsache, jeder Artzt hat schwerste Konsequenzen zu tragen, verletzt er das Artztgeheimnis. Für mich ist das ein absolutes Grundrecht und das sollte wohl auch für Politiker gelten. Und der Zusatz “In den Vereinigten Staaten ist es längst üblich” nun ja, was in den USA längst üblich ist und die Konsequenzen dessen dürfen wir ja jetzt in den Banken und an den Universitäten bewundern.

      Nichts für ungut, aber das musste mal raus.

      Stefan

    158. FrankS schrieb am 19. November 2009 at 18:18 - Permalink

      @Schwitzig

      “weil ich als paranoider Geist inzwischen oft denke, …”

      Na das ist ja Troll-ig,

      manche Dinge ändern sich nie. Aber immerhin hat man das ISNM gebrabell jetzt endlich als paranoid erkannt und man denkt jetzt auch schon öffter. Guter Weg mit Selbsterkenntnis geht es los! (c;

      Freundlichst, FrankS

    159. FrankS schrieb am 19. November 2009 at 18:20 - Permalink

      Nachtrag:

      es gibt auch noch weitere interessante Blogs: http://www.freispruch-blog.de

    160. schwitzig schrieb am 19. November 2009 at 18:22 - Permalink

      @157 Stefan

      Völlig Offtopic: Es sind teilweise wunderschöne Bilder auf Deiner Seite. Ich finde, dass Du darauf stolz sein kannst :-).

      Zu Deinem Kommentar: Ich finde es auch sehr unschön, wenn Parteien (und damit Inhaltsversprechen) wegen einzelner Personen gewählt werden und so sollte es nicht sein, da es dann Probleme mit einer demokratischen Aufgabenverteilung und direkten persönlichen Abhängigkeiten geben kann. Aber so ungerne ich dem Spiegel-Poster auch recht gebe, ist es leider dennoch so, dass “Zugpferde” immer mehr Wahlentscheidungen beeinflussen. Nicht zuletzt durch unsere Medien massiv unterstützt, die mehr über die Personen und weniger üver Parteiprogramme berichten.
      Bei Lafontaine allerdings denke ich, dass er aufgrund der Hasskampagnen gegen ihn, die LINKE eher mehr Stimmen gekostet als gebracht hat.

    161. dissenter schrieb am 19. November 2009 at 18:43 - Permalink

      Wenn die dpa mit dem Bodo und dem Oskar…

      Berlin (dpa) – Die vom Fraktionschef der Thüringer Linken, Bodo Ramelow, angestoßene Nachfolgediskussion um den erkrankten Parteichef Oskar Lafontaine hat in der Bundespartei zu heftigem Unmut geführt. Es sei geschmacklos, jetzt ungefragt Namen ins Spiel zu bringen, sagte Parteivize Klaus Ernst. Auch die politischen Konkurrenten warne er davor, sich falschen Hoffnungen hinzugeben. Ramelow hatte als erster Interesse an einer Kandidatur für den Vorsitz der Bundespartei angemeldet. Lafontaine ist an Krebs erkrankt. Er wurde heute operiert.

      Gerade gefunden bei der “Oldenburgischen Volkszeitung”. Wie findet ihr das denn?

    162. Stefan schrieb am 19. November 2009 at 18:44 - Permalink

      @schwitzig
      ich werd mal das OT fortsetzen, aber nur ganz kurz:
      Danke für das Kompliment, es fehlt nur im Moment die Zeit für mehr neue Bilder …

      Wie auch immer, was mich einfach unglaublich gestört hat, war der Verweis auf Amerika, so faszinierend das Land auch ist, ich glaube, dass wir teilweise bessere Modelle haben und insofern müssen nicht so viele Vorschläge mit ?In den Vereinigten Staaten ist es längst üblich” anfangen. Aber das ist auch eine andere Baustelle.
      Schönen Abend noch

    163. Heiko schrieb am 19. November 2009 at 18:58 - Permalink

      Interessant wie die Medien Realitäten schaffen. Da brauch man nur einem Politker das Wort im Munde rumdrehen und erwischt einen nicht ganz manipulationsresistenten Parteigenossen um Zwietracht zu säen. Erinnert mich irgendwie an Grima Schlangenzunge.

      Machen wir uns nichts vor, hier geht es nicht um eine Partei oder um irgendeine Führungsfigur. Nein, es ist einfach Klassenkampf und Herrschaftserhalt. Und das kapitalistische System buhlt nun einmal lieber mit dem Faschismus… die Medien sind dabei nur das Werkzeug. Eine alternative Richtung in der Gesellschaft wird dabei mit allen Mitteln bekämpft.

    164. Freedom Lemmy schrieb am 19. November 2009 at 19:00 - Permalink

      Was soll denn bitte über Sahrah Wagenknecht schon inhaltlich gesagt werden…
      Das ist eine zwangsneurotische Germanistin mit unterentwickelten logischen Fähigkeiten und einem schlechten Geschmack in Sachen outfit. Eine Frau, die Probleme hat, sich in der Freiheit zurechtzufinden und von ebensolchen gewählt wird.
      Die wir bereits als Kinder ein wenig mehr von der Welt gesehen haben als den FKK Strand an der Ostsee können über solche Gestalten nur lachen.

    165. Ein Gast schrieb am 19. November 2009 at 19:32 - Permalink

      Fällt einem zu Frauen nichts normales ein, wird ihr Outfit oder ihre Frisur bemängelt…. traurig aber wahr.

      Bei gewissen Baronen von und zu gilt das Gegenteil…

      Immerhin hat sie sich schon 2x in einem Live Interview mit Michel Friedmann tapfer bewährt, obwohl der ihr fast ins Gesicht gesprungen wäre (sah zumindest aus der TV Perspektive so aus, weil sich Friedmann mehrmals bedrohlich über sein Rednerpult beugte und mit zunehmender Sendung immer wilder und aggressiver wurde….) und noch dumme und peinliche BILD-Leser-Fragen beantwortet ohne auszurasten (“Lachen Sie eigentlich nie, Frau Wagenknecht?”). Unsere Bundesangie schaffte es ja nichtmal eine Frage eines holländischen Journalisten normal zu beantworten (“es ist alles gesagt!!!”)

      Und wenn ihre logischen Fähigkeiten UNTERENTWICKELT sind, dürfte von uns keiner mehr den Mund aufmachen! Damit meine ich insbesondere gewisse Professoren (Un-Sinn, Raffel etc.) DIE leben mit ihrer eigenen Logik….

    166. Spiegelfechter schrieb am 19. November 2009 at 19:34 - Permalink

      @Freedom Lemmy

      Tröste Dich – Leute wie ich, die viel von der Welt gesehen haben, können über solche Gestalten wie Dich auch nur lachen.

    167. HHartmann schrieb am 19. November 2009 at 20:50 - Permalink

      Nun; diese Reaktionen hier von unseren Freunden der linken Fakultaet sind nicht ueberraschend:

      Zuerst wird Ihr Idol OL zusammengestuzt, die Wahrheit kommt dann doch ans Licht.

      Das tut dann natuerlich sehr weh; denn wenn man so im Tunnel sitzt; kann man die grausame Realitat nur sehr schwer ertragen.

      Da brechen ja dann Berge und Illusionen zusammen.

      Nur schadet das, das deren Eifer und auch Idealismus, dann von solch schnoeden Typen brutal ausgelutscht wird; umso tiefer und schmerzlicher ist dann der Absturz in die Wirklichkeit.

      Leider sind die fehlgeleiteten “Schafe der Linken” aber immer noch nicht in der Realitaet angelangt; denn nun rutscht man dann doch in ziemlich beleidignde und abwertende Kommentare ab; wie man es hier nachverfolgen kann.

      Auch das eigentlich nicht ueberraschend; denn wenn die Felle davonschwimmen, dann schlaegt man schon mal wild und ungezuegelt um sich.

      Schade; sehr schade.

      Fuer mich ist die derzeitige Episode das OL nur ein weiteres Glied in einer langen Kette von Charakteristika eines Typem, der so viele negativen Eigenschaften hat und verkoerpert.

      Das zieht sich durch das gesamte oeffentliche Leben das wir von diesem missratenen Brand Enkel erleben durften.

      Die Liste ist lang; will das garnicht wieder aufzaehlen.

      OL hatte sich sogar erniedrigt dieses Attentat in Koeln – und sowas wuensche Ich nun wahrlich niemendem – monatelang kokettierend in seine Auftritte einzubringen.
      Solche Geschmacklosigkeiten gab es beispielsweise von einem Schaeuble NIE .

      Entweder man hat Charakter oder man verlaesst sich halt lediglich auf eine begnadete Dialektik- und Rednergabe; die hat er?.

      Aber das Dilemma ist ja :

      Es sieht aus wie eine Ente
      Es schwimmt wie eine Ente
      Es quakt wie eine Ente

      Und die guten Linken versuchen uns zu erzahlen, Oskar ist ein Schwan

    168. Momo schrieb am 19. November 2009 at 21:18 - Permalink

      @ 167 – HHartmann

      Ihr hingekotzter “Kommentar” ist an Niveaulosigkeit kaum noch zu überbieten! Argumente? NULL !!! Ressentiments und blanke Vorurteile? MASSENWEISE !!!

      Zu Ihrem “niveauvollen” Wolfgang Schäuble empfehle ich Ihnen das folgende Youtube-Video.

      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1094/eine-gute-frage

    169. Momo schrieb am 19. November 2009 at 21:33 - Permalink

      @ 161 – dissenter

      Bodo Ramelow mit seiner mehr als unglücklichen Taktiererei in den vergangenen 2 Monaten gezeigt, daß für die Position des Vositzenden der Partei “Die Linke” unqualifiziert ist. Als Parteivorsitzender wäre er höchstwahrscheinlich ein klassisches Opfer des “Peter-Prinzips”

    170. HELLMOOD schrieb am 19. November 2009 at 22:03 - Permalink

      Da finden sich zum Schluss doch einige Kommentatoren, derentwegen man nur noch auf seine leidlichen Latein-Kenntnisse zurückgreifen kann: RELINQUAMUS HUNC NEBULONEM GRATISQUE AGAMUS DIIS IMMORTABILIS Ach ja und für Freedom Lemming: Die Charakter-Darstellerin Schaffrath würde auch sicher besser zu deinem intellektuellen Niveau passen.

    171. kos schrieb am 19. November 2009 at 22:12 - Permalink

      Dass die Medien alles transportieren was Menschen bewegt macht sie als Medien eben aus, dass Spiegel und Co. auch davon abhängig sind liegt in der Natur der Sache. Im Grunde behandeln alle das selbe, sie unterscheiden sich eben nur im Ausdruck. Über den Ausdruck wird die Leserschaft angesteuert, bei den einen ist es der scheinheilige rotweingesäuerte Feuilleton-Chic, bei den anderen der sushimiefende Handelsvertreterstil und bei ganz anderen die bratwurstfettige Motorenölfingerei. Alles in allem ist es das Schlüpfrige im Feuchten das bewegt, bei aller Intellektualität. Das einzig Peinliche ist die immer wieder mitschwingende an den Haaren herangezogene Moralität des sittsamen Anstandes, der solche Themen zu kurzfristigen Skandalen hochkommen lässt. Aber mal ehrlich, Lafontaine mit Wagenknecht, das ist weder schlüpfrig noch feucht.

    172. Lischen schrieb am 19. November 2009 at 22:35 - Permalink

      Lieber Jens,

      danke für deinen sehr informativen Blog.
      Da ich mich heute Abend doch sehr über einige Kommentare gewundert habe (StefanP, FrankS, HHartmann) hab ich mal gegoogelt…

      Und das hab ich zu ihnen gefunden:
      http://insmwatchblog.wordpress.com/2008/07/02/insm-mietmaul-oswald-metzger-scheitert-in-der-cdu/

      Interessant der erste Kommentar von mortimermouse.

      An alle einen schönen Abend und man lernt doch nie aus :)

    173. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 22:46 - Permalink

      @Stefan
      Frau Merkel hat sich formal auch nur um einen Abgeordnetensitz beworben, auf den Punkt war ich bereits gestern eingegangen. Formal ist der Bundestag genauso frei, jeden x-beliebigen Abgeordneten (und Nicht-Abgeordneten) zum Kanzler zu wählen. Die überwältigende Mehrheit der Bundesbürger würde ein solches freies und durch das Grundgesetz garantierte Unabhängigkeit als Betrug bewerten. Zwischen rechtlich korrekt und öffentlicher Wahrnehmung besteht offensichtlich ein Unterschied.

      Die in meinem Wahlkreis vertretenen Kandidaten sind nicht bei Maybrit Illner & Co. im Duell mit den anderen Spitzenkandidaten aufgetreten (die sich auch nur um ein Abgeordnetenmandat beworben haben). Sie waren auch nicht in der Spitzenrunde der kleinen Parteien wenige Tage vor der Wahl. Der dort vertretene Trittin wurde zwischenzeitlich Fraktionsvorsitzender der Grünen. Der ebenfalls erschienene Westerwelle übernahm wie vor der Wahl angekündigt das Amt des Außenministers, da seine Partei mit einer anderen Partei die Parlamentsmehrheit stellt und damit die Regierung bestimmt. Der unterlegene Kandidat des Kanzlerkandidatenduells wurde derweil Fraktionsvorsitzender. Der Vertreter der Linkspartei hatte zwischenzeitlich anderer Pläne.

      Irgendwie habe ich den Eindruck, Ihre Kritik wird nicht von jedem geteilt.

      Auch in den Vereinigten Staaten gilt die ärztliche Schweigepflicht, von der die Bewerber um das Präsidentenamt gleichfalls ihre Ärzte entbinden. Das gilt nicht vollständig, die Presse sah bei McCain nur einen Teil des Bulletins und durfte nur bedingt zitieren. Der amerikanische Präsident wird für vier Jahre vom Volk gewählt, ein Ersatz durch das Parlament ist nicht möglich. Soviel gebührt der Respekt vor dem Souverän in einer Demokratie. In Deutschland kann jederzeit binnen Stunden die Staatsspitze durch die Parteien neu besetzt werden.

      So, unter diesen Bedingungen muss der Souverän sich verlassen können, dass der Gewählte dem Amt gesundheitlich gewachsen ist, denn ein Ersatz ist nur durch den Vizepräsidenten möglich (ich sage nur: Sarah Palin). Das galt in der Vergangenheit nicht für alle Präsidenten, weshalb das Interesse an der Gesundheit in den USA ein durchaus legitimes ist. Aus den erwähnten Gründen gilt das in Deutschland nicht, aber der Wähler sollte sich darauf verlassen können, dass sein Kandidat eben auch die Rolle spielt und spielen will, die er ihm zugedacht hat.

      Aber das habe ich alles schon geschrieben. Sie hätten mir Arbeit abnehmen können, in dem Sie meine Erwiderungen berücksichtigt hätten.

    174. StefanP schrieb am 19. November 2009 at 22:48 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    175. HHartmann schrieb am 19. November 2009 at 22:54 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    176. Heiko schrieb am 19. November 2009 at 23:04 - Permalink

      Pressefreiheit = Das Recht, Lügen zu drucken, ohne dazu gezwungen zu sein.

    177. FrankS schrieb am 19. November 2009 at 23:12 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    178. ppp schrieb am 20. November 2009 at 00:16 - Permalink

      Ich kenn keinen die Linke-Wähler, der sich getäuscht fühlt, seiner Stimme beraubt, weil Lafontaine nicht Fraktionsvorsitzender geworden ist. Eher wärs krude und verwirrender gewesen, wenn er sich zum FV hätte wählen lassen, um dann aber wegen der Krankheit doch wieder zurückzutreten. Mann mann mann, dann hätte die Jammernasen auch wieder Zeter und Mordio geschrien.

    179. HHartmann schrieb am 20. November 2009 at 00:26 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    180. HHartmann schrieb am 20. November 2009 at 00:29 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    181. Momo schrieb am 20. November 2009 at 00:45 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    182. Vogel schrieb am 20. November 2009 at 00:58 - Permalink

      Spitze Artikel! Super Kommentare (überwiegend). Ich habe ja noch am SPIEGEL zu kauen und zu verdauen, aber jetzt auch noch die taz wie ich hier in Kommentaren zur Kenntnis nehmen muss! Ein Unglück kommt selten allein!

      Beste Grüße

    183. Nülls schrieb am 20. November 2009 at 01:08 - Permalink

      Zitat:

      “Aber das Dilemma ist ja :

      Es sieht aus wie eine Ente
      Es schwimmt wie eine Ente
      Es quakt wie eine Ente

      Und die guten Linken versuchen uns zu erzahlen, Oskar ist ein Schwan”

      Das mag ja sein, doch irgendwie scheint mir, dass sie versuchen uns zusammen mit dem Rest der Qualitätsmedien zu verkaufen, das der Herr Lafontaine eine Vampirente sei, die Nachts den Teich blutschlürfend in Angst und Schrecken versetzt. Sparen sie sich doch bitte solche unsinnigen Gruselgeschichten.

      Und was Geschmacklosigkeit angeht, kann ich auch nur meinen Vorrednern zustimmen, besser geschmacklos als nachweisbar von einem Waffenschieber mit 100.000 in Bar ausgestattet.

    184. Manni schrieb am 20. November 2009 at 01:42 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    185. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 01:51 - Permalink

      Kinder, nun hört doch mal endlich mit diesem Quatsch auf, Leute, die anderer Meinung sind, zu verdächtigen, sie seinen “Agenten” oder “Sockenpuppen”. Das ist albern hoch zehn und Kindergartenniveau. Wir sind hier doch nicht bei Heise!

    186. HHartmann schrieb am 20. November 2009 at 01:59 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    187. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 02:12 - Permalink

      @all

      Ich habe mal ein wenig gesäubert. Reißt Euch am Riemen, sonst gibt es Sperren. Wir sind hier nicht nur nicht bei Heise, sondern auch nicht im SPON-Forum.

    188. Acronoys schrieb am 20. November 2009 at 03:00 - Permalink

      Gähn, was für ein Kindergarten. Ich gehe jetzt PI-News und Fact Fiction lesen. Das lohnt mehr als diese Gülle hier.

    189. schwitzig schrieb am 20. November 2009 at 05:57 - Permalink

      @SF

      Spiegelfechter am 20. November 2009 um 01:51 – - Permalink

      Kinder, nun hört doch mal endlich mit diesem Quatsch auf, Leute, die anderer Meinung sind, zu verdächtigen, sie seinen ?Agenten? oder ?Sockenpuppen?. Das ist albern hoch zehn und Kindergartenniveau. Wir sind hier doch nicht bei Heise!

      Naja, verständlich ist es ja schon, wenn man sich ansieht, wie z.B. die INSM arbeitet. Allerdings ist nicht jeder Wahlbetrugskreischer und OL-Hasser sofort ein Mietschreiber. Oft ist es so, dass Menschen an Prinzipien und an Vorstellungen, die sie sich in Jahren gebildet haben, einfach glauben und wenn dieser Glaube durch Kritik reduziert wird, fühlt sich gleichzeitig auch derjenige selbst reduziert, was einfachere Geister schnell dazu verführt, den Reduzierenden ebenfalls reduzieren zu wollen :-). Dann gibt es die Provozierer, die sich schlicht an einer Reaktion erfreuen und unter Umständen gar keine eigene Meinung haben. HHartmann z.B. würde ich zur zweiten Kategorie zählen.
      Bei StefanP allerdings drängt sich mir schon der Eindruck auf, dass es sich hier um eine Art AndyH, Petra bzw. Michael Schnarch handelt, da er einen Schreib- und Antwortstil pflegt, wie ich ihn von den Auftragsschreibern der INSM schon öfters gelesen habe. Aber selbst wenn er einer dieser Typen ist, ist das eigentlich auch nicht relevant, denn es geht ja um die Aussagen und nicht, wer er ist, richtig?
      Allerdings kann ich auch gut verstehen, dass es Leute gibt, die mittlerweile sehr allergisch auf in ihren Augen identifizierte Agitationsversuche reagieren, da deren Ausmasse mittlerweile eine bedenkenswerte Größe angenommen haben, wie z.B. der Bahnspin gezeigt hat.

    190. HHartmann schrieb am 20. November 2009 at 06:42 - Permalink

      Schade; schade

      …und Ich habe geglaubt; wir haben in der Bundesrepublik eine Meinungsfreiheit und keine Zensur a la DDR

      Sieht so aus das Ich aus diesem Blog ebenso schnell wieder verschwinde wenn “unangenehm ommenatre einfach “deleted” werden……

    191. FrankS schrieb am 20. November 2009 at 07:02 - Permalink

      Dessen Beitrag aus Gründen der geistigen Innzucht wieder gelöscht wird. [sehr richtig/sf]

    192. dissenter schrieb am 20. November 2009 at 07:53 - Permalink

      HHartmann

      ?und Ich habe geglaubt; wir haben in der Bundesrepublik eine Meinungsfreiheit und keine Zensur a la DDR

      Bevor jetzt noch einer meint, er sei hier auf der Leserbriefseite der Prawda gelandet: Mit Meinungs- und Zensurfreiheit ist die Abwesenheit staatlicher Eingriffe gemeint. In seinem privaten Forum darf jeder Forenbetreiber im Rahmen der Gesetze tun und lassen, was er will.

    193. Sylvia Henners schrieb am 20. November 2009 at 08:00 - Permalink

      Wie billig ist das denn?

      Das ganze Schmierentheater erinnert an den versiebten PDS-Wahlkampf 2002. Unter der Regie des damaligen Bundeswahlkampfleiters Dietmar Bartsch ist die PDS mit Pauken und Trompeten aus dem Bundestag geflogen. Einzig zwei Abgeordneten gelang es per Direktstimme einen warmen Stuhl im Bundestag zu ergattern. Der Wahlkampfreinfall war eine Meisterleistung des Herrn Bartsch. Der war im Anschluss aber nicht doof. Um sein Versagen zu übertünchen, intrigiert er nach Kräften gegen seine Parteivorsitzende Zimmer, schiebt ihr die Schuld für die Wahlniederlage zu und erdreistet sich als der bessere Vorsitzende in Stellung zu bringen. Alles selbstverständlich hinten rum und immer fein über die Medien – Spiegel-online, Welt, ?. Erinnert sei hier auch an die von ihm inszenierte ?Wachbuchaffäre?, die ihn als armes Opfer stilisieren sollte. Was ja auch mit tatkäftiger Hilfe der Medien gelang.

      So wie heute im Jahre 2009. Da werden unter seiner Verantwortlichkeit als Bundesgeschäftsführer und Wahlkampfleiter 2009 Wahlanalysen und Wahlaussichten für Landtagswahlen erstellt, die fern jeglicher Realität sind, den Landesverbänden aber als Beweis auf den Tisch geknallt werden, dass sie unfähig, unprofessionell, politikunfähig ect. sind. Und wenn diese Analysen vor Ort von den Landesverbänden dann zerlegt werden, na dann gibts eben Schelte via Bildzeitung. Zu der hat Herr Bartsch eh ein ganz besonderes Verhältnis. Sein Landesverband fährt eines der schlechtesten Ergebnisse bei der Bundestagswahl ein, die Schelte bekommen andere.

      Aus der ihm unterstellten Bundesgeschäftsstelle, parteiintern nur noch höhnisch ?die Behörde? oder ?das Amt? genannt, gelangen immer wieder sog. ?anonyme Zitate? an die Medien, mit der Absicht missliebige Parteigenossen zu diskreditieren. Dass der Herr Bundesgeschäftsführer sich persönlich bei Landesverbänden, Parteigenossen oder Landesvorständen meldet ist in der Vergangenheit so gut wie nie geschehen. Die dürfen immer als den Medien erfahren, wass ?im Amt? oder vom Bundesgeschäftsführer von ihnen gehalten wird. Und die Medien, die spielen dieses Spiel natürlich gerne mit.
      Und so demontiert Herr Bartsch nun via Journallie seinen Parteivorsitzenden Oskar Lafontaine nach Kräften, wie er 2002 schon seine Parteivorsitzende Gabi Zimmer. In der ?Parteibehörde? am Rosa-Luxemburg-Platz lässt er schon seit Sommer 2009 verlauten, dass er der besser Parteivorsitzende ist. Auf dem Wahlparteitag im Juni 2009 wurde die Rede von Oskar Lafontaine während er sie auf der Bühne hielt, von Genossen aus der Führung gegengelesen. Ein bis dahin noch nie gesehener Vorgang, dass eine Partei die Worte ihres Parteivorsitzenden noch während seiner Rede überprüft.

      Und die Demontage geht nach Kräften weiter.
      Dass der Parteivorsitzende ein aussereheliches Liebesleben u.a. mit Frau Wagenknecht haben soll, ist vielen Menschen inner- und ausserhalb der Partei seit langem bekannt. Alle haben sich gesagt, ?Na und – Ist deren Sache? und ?Im Bundestag ist das ganz normal.? Nun aber, wo Herr Bartsch seine Stunde kommen sieht, wird diese Affäre aus der ihm unterstellten Bundesgeschäftsstelle heraus an die Bunte gegeben, garniert mit angeblichen Details, und die Lawine die Dietmar Bartsch den Weg frei machen soll beginnt zu rollen.
      Aber der Spiegel hatte mal wieder seine Story und konnte sich ganz süffisant in epischer Breite und geheuchelter Empörung auf die Geschichte stürzen, offizielle O-Töne von Herrn Bartsch einfangen und die Informationen, die es vorher nur ?unter 3? gab drucken.
      Ob die Herren beim Spiegel genauso süffisant über das aussereheliche Liebesleben des Herrn Bartsch mit einer Kollegin aus ihrem Metier schreiben würden? Bestimmt. Wenn es den Umsatz steigert.

      Und was sich der SPIEGEL mal wieder alles süffisant zusammengereimt hat, bekommt mit der Meldung, dass Oskar Lafontaine an Krebs erkrankt ist und am 19.11. operiert werden musste, einen ganz eigenen Geschmack. Viel pseudoinvestigatives Geschreibsel um Halbwahrheiten um den Rücktritt von Lafontaine als Fraktionsvorsitzender. Aber die Herren Deggerich und Berg sind nach Aussagen von Spiegelmitarbeitern ja DIE profunden Kenner der Materie ?Linkspartei?. Aber den Krebs hat sich Oskar Lafontaine ganz bestimmt auch nur aus Gehässigkeit dem Spiegel gegenüber eingefangen.
      Zu solchen Artikeln fällt mir nur ein Lied mit dem Titel ?Einfach mal die Fresse halten? ein.
      Das gilt auch für Herrn Möchtegernbundesvorsitzenden Bartsch. Das Geheuchel nach den Berichten über ein Gerangel zwischen ihm und Bodo Ramelow um den Parteivorsitz und die Wünsche der Guten Besserung für Oskar aus dem Munde von Herrn Bartsch ist da schon ziemlich widerlich. Weiss doch jeder in der Partei, dass Dietmar Bartsch Oskar Lafontaine bis auf’s Blut hasst.

    194. Peinhard schrieb am 20. November 2009 at 08:00 - Permalink

      @HHartmann/FrankS

      Wenn man nicht mal Zensur und Hausrecht auseinanderhalten kann… Und ich wusste auch nicht, dass Westerwelle links ist. :D

    195. schwitzig schrieb am 20. November 2009 at 09:43 - Permalink

      @194

      Peinhard am 20. November 2009 um 08:00 – - Permalink

      @HHartmann/FrankS

      Wenn man nicht mal Zensur und Hausrecht auseinanderhalten kann? Und ich wusste auch nicht, dass Westerwelle links ist. :D

      Und nicht nur das: Eine Hausrechts-Zensur, wie hier von Jens praktiziert, ist nachvollziehbar, da Jens alle gelöschten Beiträge als gelöscht stehen lässt. Grundsätzlich ist es also zumindest transparent, was eben bei staatlicher Zensur eher selten der Fall ist.
      Und wenn ich mir z.B. den aktuellen FrankS-Beitrag ansehe, handelt es sich einfach um einen nicht zielführenden Off-Topic-Beitrag.
      Interessant finde ich, dass entweder ein realer oder ein dargestellter Hass – und zwar richtiger Hass – auf “die Linken” zu bestehen scheint und das paradoxerweise, obwohl “die Linken” in Deutschland effektiv seit mehr als 30 Jahren in Realpolitischer Hinsicht eigentlich fast nichts beschlossen, bewirkt oder erwirkt haben. Auf Deutsch: Die ganze Scheisse haben wir am allerwenigsten den Linken, sondern fast ausschließlich der Rechten und der “Mitte” zu verdanken.
      Das erinnert mich schon stark an Orwells Zwiedenken (der ebenso paradoxerweise nach seinen Franco-Erlebnissen zum Kommunistenhasser wurde und sogar später mit dem CIA zusammengearbeitet hat :-).
      Offensichtlich hat Lafontaine völlig unabhängig davon was er macht oder ob er überhaupt etwas macht das Zeug, stark zu polarisieren. Und wenn das unabhängig von den Taten und Entscheidungen Lafontaines geschieht, also Hass entsteht, selbst wenn er einen Dornröschenschlaf hält, ist dies ein Barometer für die Meinungsbildende Macht unserer Medien, denn wieso sollte man jemanden hassen, der keinerlei Einfluss auf das eigene Leben hat?
      Also bekommt der Michel gesagt, wen er hassen soll, mach laut “WUFF” und weiss noch nicht einmal, warum er das Hassobjekt überhaupt hasst :-).

    196. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 09:43 - Permalink

      @189 Schwitzig

      Nun mach mal halblang. Wie Du weißt, haben mehr als die Hälfte der Wähler Schwarz-Gelb gewählt, ist es da verwunderlich, dass auch einige Kommentatoren derlei Meinungen vertreten. Das ewige Gegröhle “der ist von der INSM” oder ähnliches, ist einer Diskussion in jedem Falle abträglich und ich es werde hier auch nicht dulden. Konzentriert Euch auf die Themen und lasst die Rabulistik raus.

    197. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 09:46 - Permalink

      @HHartman

      ?und Ich habe geglaubt; wir haben in der Bundesrepublik eine Meinungsfreiheit und keine Zensur a la DDR

      Meinungsfreiheit hat nichts damit zu tun, überall pöbeln zu dürfen. In diesem Blog existiert zwar Meinungsfreiheit aber auch ein Mindestanspruch an die Qualität der Beiträge und den erfüllst Du häufiger nicht.

      Sieht so aus das Ich aus diesem Blog ebenso schnell wieder verschwinde wenn ?unangenehm ommenatre einfach ?deleted? werden??

      Diesen gar herben Verlust werde ich verkraften können ;-)

    198. schwitzig schrieb am 20. November 2009 at 09:47 - Permalink

      @SF

      @189 Schwitzig

      Nun mach mal halblang. Wie Du weißt, haben mehr als die Hälfte der Wähler Schwarz-Gelb gewählt, ist es da verwunderlich, dass auch einige Kommentatoren derlei Meinungen vertreten. Das ewige Gegröhle ?der ist von der INSM? oder ähnliches, ist einer Diskussion in jedem Falle abträglich und ich es werde hier auch nicht dulden. Konzentriert Euch auf die Themen und lasst die Rabulistik raus.

      äh … habe ich nicht genau das gesagt? Mit dem Fazit, dass nicht die Motivation oder das “wer”, sondern die Auseinandersetzung mit der Aussage wichtig ist? Lies doch noch mal genauer :-).

    199. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 09:54 - Permalink

      @Sylvia Henners

      So einfach ist das auch wieder nicht. In der Linken gibt es nun einmal zwei Grundströmungen – die einen wollen eine möglichst griffige Opposition sein, die anderen wollen mitgestalten. Wer mitgestalten will, darf natürlich nicht allzu weit abseits stehen, da er sonst nicht koalitionsfähig ist. Bartsch und Ramelow gehören zweifelsohne zu diesem Flügel, während Lafontaine und auch Wagenknecht eher Fundamentalopposition betreiben. Ich gebe ganz offen zu, dass ich da eher auf Seiten von Bartsch und Ramelow stehe, obgleich sie sicherlich weniger Stimmen einfangen. Der Stil innerhalb der Partei ist ein ganz anderes Thema. Für ein Sammelbündnis aus Sektierern, Gewerkschaftlern, Sozialisten und Weltverbesserern jeglicher Art geht es dort aber noch relativ gesittet zu – ich hatte Schlimmeres erwartet.

    200. name schrieb am 20. November 2009 at 09:58 - Permalink

      [Wegen mangelnder Qualität gelöscht/sf]

    201. Peinhard schrieb am 20. November 2009 at 11:02 - Permalink

      “Wer mitgestalten will, darf natürlich nicht allzu weit abseits stehen, da er sonst nicht koalitionsfähig ist.”

      Und was das praktisch bedeutet, kann man nicht nur aktuell und nicht nur in Berlin (Land) sehen. Siehe dazu auch C.B. MacPherson ‘Nachruf auf die liberale Demokratie’ von 1972… Die tatsächlichen Interessen einer tatsächlichen Mehrheit lassen sich immer erst nach den Interessen des Kapitals – das im übrigen kein ‘Ding’ ist, auch keine ‘Klasse’, sondern ein ‘prozesshaftes Verhältnis’ – befriedigen. Und das gilt auch dann noch, wenn die Mehrheit mal nicht gegen ihre eigenen Interessen votiert, wie ua auch 1998ff gezeigt hat. Das heisst nicht, dass die Schröder/Fischer-Politik ‘alternativlos’ gewesen wäre, wohl aber, dass der Spielraum bei weitem nicht so groß ist wie man wohl möcht. Dass ich darüber hinhaus den keynesianischen ‘Rettungsversuch’ für zwar ‘netter’ (was für den Moment allerdings auch nicht unterschätzen wäre!), aber letztlich für genauso vergeblich wie den ‘neoliberalen’ halte, muss ich wohl nicht mehr extra betonen. ;)

    202. Zernichter schrieb am 20. November 2009 at 11:48 - Permalink

      Zunächst einmal ist wieder festzustellen, dass ein Thema auf Yellow-Press-Ni(e)veau, doch die meisten Leute dazu verleitet, dem Voyeurismus beizuwohnen. Ich kann mich da offensichtlich nicht ausnehmen ;-). Die ganz Schlauen unter uns werden sich sicher darauf berufen, dass eine Diskussion auf einer Metaebene zu einer besseren Handhabung des Einzelnen mit ähnlich gelagerter Niveaulosigkeit in der Berichterstattung führt. Solang man aber nur auf einem Blog mit mehrheitlichen Brüdern und Schwestern im Geiste Bordem-Killing-Business betreibt und vielleicht drei, vier konservativen Blog-Patrouillen konfrontiert wird, ändert sich nix.

      Sinnvoll erscheint es mir, wieder vermehrt mit den Leuten zu reden. Z.B. mit der häufig ungeliebten Verwandtschaft und sie dort abzuholen wo sie (informativ) stehen. Fakten bringen, Quellen nennen, und Neoliberalismus (in seiner heutigen Bedeutung) genüsslich auseinanderpflücken. Allerdings keine erschlagende Flut von Infos bringen. Das überfordert jeden schnell und die Bereitschaft das jeweilig aufgebaute Weltbild, für einen sonst selten gesprochenen Meschen, infrage zu stellen, errichtet eine sehr hohe Hürde. Kurz, sachlich und eindrücklich ein Punkt rausgreifen, verständlich darstellen und es damit dann vorerst bewenden lassen. Denn die Gefahr als Besserwisser abgestempelt zu werden, konterkariert die Bemühungen.

      @sf:
      Ich halte es nicht für sinnvoll heise als Synonym für Niveaulosigkeit in Diskussionen aufzugreifen, denn der Heise-Verlag ist einer der wenigen, der noch digital-politisch Themen kritisch beleuchtet. Du so als Autor für Telepolis solltest da etwas kritischer zu Werke gehen, finde ich. Sicher nicht wegen des Geldgebers, sondern weil die zurecht gute Reputation von heise in Misskredit gezogen wird. So viele Plattformen mit nicht-einseitiger Sichtweise gibt es heute leider nicht mehr. Getrolle ist doch eine vergleichsweise anspruchsvolle, auf Reaktion bedachte provokative und druchdacht-abstruse Wortmeldung. Wobei blankes, indoktriniertes Auskotzen, das eigentlich Flache darstellt. Da Schaut man sich z.B. nur die Kommentare bei welt.de an. Wenn man dafür stark genug ist ;-).

      Noch wichtiger finde ich es, den Begriff Bürgerliches Lager und deren Wortvariaten zu meiden. Auch wenn Du allemal Recht hast, dass die Begrifflichkeit einen geschichtlichen Hintergrund aufweist, so wird dieser in der Mehrheit nicht mit diesem asoziiert. Auffällig ist auch, dass diese Wortwahl erst in den letzten ein, zwei Jahren wieder forciert wird. Vor allem auch durch den unvermeidlichen Jörg Schönenborn, mit seinem Wahlzahlenhokuspokus. Es führt zu einer gedanklichen Ausgrenzung aller Nicht-CSFPDU-Wähler zu außenstehenden Unbürgern(oder wie definiert man dann die anderen!?). Somit würde ich sagen: 1:0 für die .de-NeoCon-Think-Tanks ;-).

    203. Momo schrieb am 20. November 2009 at 12:12 - Permalink

      @ 187 – Spiegelfechter

      Das ist ok. Auch einer meiner Kommentare wurde “Opfer” der Löschaktion. Darin hatte ich mir in einem Anfall von gesteigerter Impulsivität Luft gegen einen ausgesprochenen Lafontaine-Hasser gemacht.

      Im Stern wurde vor wenigen Tagen sogar der Kommentar-Teil zu einem Artikel (zur Krebserkrankung Lafontaines) geschlossen, weil etliche Lafontaine-Hasser in übelster Art und Weise rumgepöbelt hatten.

    204. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 13:28 - Permalink

      @Zernichter

      Ich halte es nicht für sinnvoll heise als Synonym für Niveaulosigkeit in Diskussionen aufzugreifen, denn der Heise-Verlag ist einer der wenigen, der noch digital-politisch Themen kritisch beleuchtet.

      Oh, es geht mir da natürlich auch nicht um die Artikel von Heise oder TP. Um Himmels Willen! Aber in den Foren sind derlei Grabenkämpfe und Pauschalisierungen verbunden mit Rabulitstik nun einmal an der Tagesordnung.

    205. Fyyff schrieb am 20. November 2009 at 13:49 - Permalink

      @195

      Ich sags ja schon die ganze Zeit, das mich das ganze an orwellsche Zustände erinnert.

      Lafontaine ist unser Immanuel Goldstein.

      Ich zitiere mal aus einer wenig relevanten Onlineenzyklopädie zum Thema Goldstein.

      Er ist ein ehemaliges Parteimitglied, aber er ist der ?Staatsfeind Nummer Eins?, der den Verrat an den sozialistischen Ideen der Revolutionszeit anprangert und eine Konterrevolution mittels der ?Brüderschaft? und der wechselnden Feinde von Ozeanien durchführen will.[...]Er ist auch als einziger Oppositioneller nicht zur Unperson erklärt worden, da seine Funktion als Feindbild für das System unentbehrlich ist. In diesem Sinne ist er genauso unsterblich wie der Große Bruder.

      Kommt einen teilweise bekannt vor was? :)

    206. Burnair schrieb am 20. November 2009 at 14:50 - Permalink

      Alles die dies eventuell überlesen haben, möchte ich den Link unter
      @ 172 Lischen
      und die dortigen Kommentare von mortimermouse zu unseren ?auffälligen Mitkommentatoren? empfehlen.

      Und dennoch finde ich es sehr gut, dass sich SF der bewundernswerten Mühe unterzieht, diese für viele Leser geradezu absurden Statements argumentativ auseinanderzupflücken ? und sich nicht auf ein polemisches Pöbelniveau herunterziehen zu lassen!

      Denn:

      Durch Heftigkeit ersetzt der Irrende, was ihm an Wahrheit und an Kräften fehlt. (Goethe)

    207. Burnair schrieb am 20. November 2009 at 15:18 - Permalink

      @ 205 Fyyff

      Wo wir nun schon einmal bei George Orwell gelandet sind (auch mich springen die frappierenden Übereinstimmungen mit den aktuellen Umständen an ? fürchte, die Neo?liberalen? haben 1984 in aller Heimlichkeit inhaliert):

      ?Eine hierarchische Gesellschaft ist nur auf der Grundlage von Armut und Unwissenheit möglich.?

      Und auch Aldous Huxley passt dazu (wie haben diese beiden Schreiberlinge bloß ihre so präzisen Visionen gewonnen), oder? Und damit sind wir wieder bei Oscar Lafontaine, dessen menschliches Format sich in dieser für ihn ja nun wirklich äußerst existentiellen Lage deutlich zeigt (wie auch immer die Mainstream-Medien dies anschließend instrumentalisieren):

      ?Wer so tut, als bringe er die Menschen zum Nachdenken, den lieben sie. Wer sie wirklich zum Nachdenken bringt, den hassen sie.?

    208. der gespaltene westen schrieb am 20. November 2009 at 16:26 - Permalink

      Dass der Spiegel gegen Lafontaine agitiert, ist nicht verwunderlich, ist das Blatt doch ziemlich durchsetzt von SPD-nahen Leuten, die im Gegensatz zu L. die Verwandlungen der Sozialdemokraten mitgemacht und miterzeugt haben.
      Dass der Spiegel, insb. aber SpOn auf das Niveau der BILD herabsinkt, kann man bedauern. In besonders schmierigen Fällen wie diesem kann man das auch kommentieren. Aber überraschend ist das doch nicht.
      Mit der taz verhält es sich ähnlich, ist vielleicht noch ein bisschen bedauerlicher. (Die These von der Ansteckung durch geistigen Kontakt mit Kai Diekmann ist übrigens interessant.) Überraschend finde ich aber auch das nicht.
      Heute wollen alle irgendwie mit den Anderen auf dem Boulevard flanieren.

    209. FrankS schrieb am 20. November 2009 at 18:02 - Permalink

      Werter Spiegelfechter,

      ich denke schon, dass ich Hausrecht und Zensur auseinander halten kann. Hausrecht ist auch absolut zu akzeptieren. Würde ich in meinem Blog auch wahrnehmen. Zum Beispiel wenn jemand versucht einen Mitblogger offenkundig persönlich zu beleidigen und dabei auf Daten zurück greift die er unmöglich aus dem Blog haben kann. Ich hatte da so einen Vogel, der hat private Dinge in die Öffentlichkeit gezerrt um einen Mitblogger der Mitwirkung in einer linken Partei zu denunzieren.
      Genau hier haben Sie scheinbar keine Probleme. Den das unbescholtene Demokraten einer Mitgliedschaft in der ISNM bezichtigt werden und sogar als Mietschreiber denunziert werden scheint für Sie ein Akt der Qualität zu sein. Und genau bei dieser zweierlei Maß fängt die Zensur an. Das ein schwitziger Mitblogger hierfür Verständnis zeigt muss dabei nicht verwundern, da er relativ auffällig der Urheber des verlinkten Artikels ist und damit untermauert, dass es ihm immer noch nicht um inhaltliche Auseinandersetzung, sondern um persönliche Denunziation geht. Welch großes Qualitätszertifikat.(und ganzschön wenig off-topic)
      Ganz schön Schein-Heilig,

      LG, FrankS

    210. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 18:13 - Permalink

      @FrankS

      Ich habe mehrfach erwähnt, dass ich Anschuldigungen á la “INSM-Mitglied” für falsch und nicht wünschenswert halte. Mehr kann ich da auch nicht machen. Ansonsten kannst Du Dir Deine Krokodilstränen sonst wo hinstecken – wer austeilt, muss auch einstecken können.

    211. Zernichter schrieb am 20. November 2009 at 19:07 - Permalink

      @sf

      Oh, es geht mir da natürlich auch nicht um die Artikel von Heise oder TP. Um Himmels Willen! Aber in den Foren sind derlei Grabenkämpfe und Pauschalisierungen verbunden mit Rabulitstik nun einmal an der Tagesordnung.

      Küzer formuliert: Es gibt abschreckendere Beispiele für Diskussionsunkultur. Natürlich haben die Artikel keinen direkten Bezug zur Diskussionsj?utur im Forum. Aber der Begriff Heise wird als Schnittmenge einer Nicht-Nerd-Zielgruppe in einem negativen Zusammenhang bekannt gemacht. Ich halte das für unglücklich gewählt. Aber vermutlich bist Du nach einem geschrieben Artikel für Telepolis mal eben kurz vor die Tür gestiefelt (sprich ins TP-Forum) und hast Dir gedacht: Oh, sind das hier wieder grausame Zustände ;-)

    212. Zernichter schrieb am 20. November 2009 at 19:32 - Permalink

      @Burnair

      Wo wir nun schon einmal bei George Orwell gelandet sind (auch mich springen die frappierenden Übereinstimmungen mit den aktuellen Umständen an ? fürchte, die Neo?liberalen? haben 1984 in aller Heimlichkeit inhaliert):

      Das ist auch anderen aufgefallen. Und sie rufen den Irrläufern entgegen 1984 ist keine Gebrauchsanweisung!.

      Der große Schwarze Peter gebührt den Konservativen und den Sozialdemokraten (aber die dürfen ja gerade nicht mehr :-). Der nur leicht kleinere Peter den Gelben.

    213. FrankS schrieb am 20. November 2009 at 19:49 - Permalink

      @spiegelfechter (schöne Metapher)

      ja lassen Sie es raus! Find ich gut, wenn Menschen ihren wahren Charakter offenbaren! Trolle eben.’lacht’
      “willst Du den wahren Charakter eines Menschen kennen lernen, gib ihm Macht”

      ich habe meine Lachtränen schon abgewischt.

      Na denn mal viel Spaß noch!

    214. Spiegelfechter schrieb am 20. November 2009 at 19:59 - Permalink

      @FrankS

      Ja das war´s. Schluss mit dem Getrolle und willkommen auf meiner Blacklist. Der Kommentarbereich dient dem sachlichen Meinungsaustausch und nicht dem Herumgestänkere auf persönlicher Ebene. Einige werden das leider nie verstehen.

    215. Ich eben schrieb am 20. November 2009 at 23:22 - Permalink

      Ein sich zur FDP bekennender Spiegelfechter-”Fan” weniger…

    216. Manni schrieb am 21. November 2009 at 00:37 - Permalink

      @SF (196):
      Wie Du weißt, haben mehr als die Hälfte der Wähler Schwarz-Gelb gewählt,

      48,4% sind mehr als die Hälfte? Das ist es doch gerade: wir werden jetzt auch von einer Minderheit der Wähler regiert, von einer Minderheit der Wahlberechtigten (aktuell 34,26%) wurden wir schon länger regiert. Nur im Bundestag hat Schwarz-Gelb die Mehrheit.
      Es sieht wohl so aus, als müsste diese Tatsache wohl erst noch breit in der Öffentlichkeit kommuniziert werden.

      Ansonsten zu den Löschungen im Zusammenhang mit den 3 auffälligen Kommentatoren:
      Mich machte stutzig, mit welcher Penetranz und Vehemenz die Drei agierten. Sie zeigten sich auch vom Argumentationsfortschritt unbekümmert, und versuchten holzhammermäßig den Mitdiskutanten einzureden, dass Lafontaine sie betrogen habe. Als Linke-Wähler sich dann dazu bekannten, dass sie immer noch nicht wissen, weshalb sie sich betrogen fühlen sollen, wurden sie sogar für merkbefreit erklärt. Und es wurde die ganze Zeit die Lüge transportiert, es gebe einen Bundestagsfraktionsvorsitz-Kandidaten, genauso, wie es einen Bundeskanzlerkandidaten gibt.
      Das fiel mir halt nur auf, und ich habe schon massenhaft (Online-)Diskussionen mitverfolgt (auch gerade bei Heise); Trollerei war auch nie so intensiv, wie das Vorgehen der Drei.
      Is nur meine Meinung, bzw. (vielleicht verzerrte) Wahrnehmung, soll nix gegen Dich sein.

    217. Centaurium schrieb am 21. November 2009 at 07:13 - Permalink

      “Es sieht wohl so aus, als müsste diese Tatsache wohl erst noch breit in der Öffentlichkeit kommuniziert werden.”

      Kommt mir auch so vor. Schon fast dringend.

    218. Markus M. schrieb am 21. November 2009 at 14:35 - Permalink

      Ob das Verhalten “der Drei” (eigentlichbgibt es ja keine Sippenhaft) so geschickt war, sei mal dahin gestellt. Aber man könnte es ja ignorieren statt mit gleicher oder gar grober zurück geben. Oder? Man soll ja nichts verallgemeinern, aber das kommt mir vor wie das Verhalten von Oskar Lafontain, oder Sarah Wagenknecht, die ja auch versuchen das eigene Museum zu restaurieren, statt mal über neue Wege nachzudenken, die zwischen Kommu- und Kapitalismus liegen,
      mm

    219. Momo schrieb am 21. November 2009 at 18:26 - Permalink

      Albrecht Mller unter der Überschrift “Mieses Spiel bei der Linken – wie am Anfang des Niedergangs der SPD” zu Bodo Ramelow:

      “Ramelow arbeitet schon an der Dauerherrschaft von Schwarz-Gelb.”

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=4352

    220. tyler_durden schrieb am 22. November 2009 at 00:09 - Permalink

      @Spiegelfechter.
      Tolle Geschichte, gut recherchiert.
      Aber an einer Stelle wird es krude, da wirds zur üblen Verschwörungsgeschichte (mit Andeutungen, versteht sich): Gerüchte über Lafontaine in der taz -> Autorin ist vermutlich hauptberuflich Datenschutzbeauftragte der Heinrich-Böll-Stiftung -> Böll-Stiftung steht den Grünen nah, macht gar Werbung für die (nebenbei, die dürfen das, sie sind DIE politische Stiftung der GRÜNEN) -> Uiu, uiu, Lafontaine, taz, Grüne.

    221. HHartmann schrieb am 22. November 2009 at 00:12 - Permalink

      Lieber Manni

      Als Linke-Wähler sich dann dazu bekannten, dass sie immer noch nicht wissen, weshalb sie sich betrogen fühlen sollen, wurden sie sogar für merkbefreit erklärt.

      reply
      Das ist ja das Ulkige………
      Die so Vorgefuehrten sehen in Ihrer drolligen Unbekuemmertheit eben nicht, wie Sie veralbert wurden. Da kommt mir irgendwie die Story des Floetenspieles in Hameln in den Sinn……..

      Wieder Manni:

      Is nur meine Meinung, bzw. (vielleicht verzerrte) Wahrnehmung, soll nix gegen Dich sein.

      reply

      Yep
      Meines Erachtens betraechtliche Verzerrungen in der Wahrnehmung.
      Aber nur guten Mutes sein; das kann alles korrigiert werden

    222. HHartmann schrieb am 22. November 2009 at 00:24 - Permalink

      Momo am 21. November 2009 um 18:26 – - Permalink
      :

      ?Ramelow arbeitet schon an der Dauerherrschaft von Schwarz-Gelb.?

      reply
      Das ist ja das Irre
      Die Schwarz-Gelben koennen garnicht so viel Mist bauen um den ewigen Streitereien und Diadochen Kaempfen “innerbetrieblich” bei Links noch zu toppen.

      Die Zustaende juengst in Teilen im Saarland; im Bezirk Giessen in Hessen oder im Luebecker Bereich sind doch klassische Beispiele der “Gartenzwerge” unter sich.

      Damit soll progresive Politik gemacht werden ????

    223. Markus M. schrieb am 22. November 2009 at 10:48 - Permalink

      Sehr geehrter hhartmann,

      dem kann man nur beipflichten.

      Wissen Sie warum Sozialisten in der BRD niemals die Macht übernehmen werden?
      Weil es sich bewehrt hat! ;-)

      mm

    224. Momo schrieb am 22. November 2009 at 14:15 - Permalink

      @ 222 – HHartmann

      Die Partei “Die Linke” ist im Westen noch recht neu. Da bleiben “Geburtswehen” nicht aus (siehe die “Grünen” in ihren Anfangsjahren).

      Ein Blick in den völlig zerstrittenen CDU-Landesverband Schleswig-Holstein (dort behaken sich der Ministerpräsident und jetzige sowie ehemalige CDU-Landesminister) zeigt, daß solche innerparteilichen Keilereien nicht auf die noch recht neue Partei “Die Linke” beschränkt sind.

      Allerdings ist es so, daß die sehr zahlreichen rechtskonservativ-neoliberalen Medien bei schwarz-gelben Rangeleien vieles unter den Teppich kehren oder zumindest runterspielen, während diese Medien jede Kappelei innehalb der Partei “Die Linke” bewußt aufbauschen und sogar noch anstacheln, Diese Medien möchten ganz gezielt Zwietracht innerhalb der Partei “Die Linke” säen. Und daher hat Albrecht Müller bezüglich der Instrumentalisierung Ramelows durch die rechtskonservativ-neoliberalen Medien Recht:

      “?Ramelow arbeitet schon an der Dauerherrschaft von Schwarz-Gelb.?

    225. HHartmann schrieb am 22. November 2009 at 18:32 - Permalink

      Momo am 22. November 2009 um 14:15 – - Permalink
      @ 222 ? HHartmann

      Die Partei ?Die Linke? ist im Westen noch recht neu. Da bleiben ?Geburtswehen? nicht aus (siehe die ?Grünen? in ihren Anfangsjahren

      repky
      Neee mein Gutster
      Die Probleme bei den Linken und bei den Kommunisten sind” system immannent und naturbedingt..”
      Das ist ja letztendlich deren Tragik, das sie sich in einem Selbstzerfleischungs Prozess bekriegen.

      Innerparteilichen Zank gibt es zwar ebenso bei den Buergelichen; hat aber kaum etwas von der Haerte und der Verve, die es bei den Kommies zu beobachten gibt

      Ihr Argument das die Presse das lanciert zieht ebenfalls kaum/wenig:

      Es gibt -Gottseidank- in der Bundes Republuik genuegend Presse ( und e-media etc..)
      des gesamten Spektrums, um den interresierte Buergen “auf dem Laufenden zu halten…

    226. HHartmann schrieb am 22. November 2009 at 18:38 - Permalink

      Momo

      Und daher hat Albrecht Müller bezüglich der Instrumentalisierung Ramelows durch die rechtskonservativ-neoliberalen Medien Recht:

      ??Ramelow arbeitet schon an der Dauerherrschaft von Schwarz-Gelb.?

      reply

      Ganz schoen gewagt den “rechtskonservativ-neoliberalen Medien ” die Schuld zuzuweisen das

      ??Ramelow arbeitet schon an der Dauerherrschaft von Schwarz-Gelb.?

      Klingt mal wieder nach :

      Ach wir arme Opfer- Linke in der Rolle der Getretenen und der Entrechteten

    227. Heiko schrieb am 22. November 2009 at 19:31 - Permalink

      Haben Sie eine Mission HHartmann? Schön dass sie auf die nicht fehlerfreien “Linken” hinweisen (und was auch immer an den Gerüchten wahr ist um Lafontaine).

      Was wollen Sie eigentlich damit bezwecken? Die Alternativlosigkeit von TINAs Mitte unterstützen? Oder liegt ihre Motivation durchaus woanders im politischen Spektrum?

      Statt dauernd einzudreschen, sollten sie lieber an den Alternativen arbeiten. Aber die haben sie wahrscheinlich, wie man ihren Kommentaren ansieht, nichts vorzuweisen. Vielleicht gefällt ihnen auch die derzeitige Situation.

      Daher muß sich bei Ihnen die Linke entschuldigen, dass sie von den Bundestagsparteien die einzigste ernstzunehmende Partei ist, die Themen um eine gerechtere Welt besetzt hält. Ja, sowas gibt es.

      Was interessiert uns schon eine freidrehende Finanz”wirtschaft”, eine dem Mittelalter nichts nachstehende dekadende Elite und die so ganz nebenbei stattfindenen Situationen ähnlich einem Kriege. Nein, die gefühlten Leichenberge sind ersetzt durch das netteste Kriegsmarketing der Rüstungskonzerne, weil es doch die schönen Arbeitsplätze erhält.

    228. Markus M. schrieb am 22. November 2009 at 21:04 - Permalink

      @momo

      Ich glaube nicht, dass das nur eine Frage der Medien ist, denn da gibt es ja auch genug linkslastige. Nach oben wird die Luft immer dünner. Wenn man an der Macht ist, dann sind streitereien nachvollziehbar. Die Glaubenskriege der Linken und ihrer vielen Sekten beginnt aber schon an der Basis bis auf’s Messer. Es regiert das Misstrauen und die Schuldvermutung. Aus meiner Erfahrung.

      mm

    229. aquadraht schrieb am 23. November 2009 at 00:21 - Permalink

      @213/214: Schade eigentlich, aber manche brauchen das. Ich finde die transparente Moderation hier sehr angenehm, exakt das Gegenteil eines Joachim Jahnke, der alles, was ihm nicht huldigt, wegzensiert, aber noch die Stirn hat, aus “nicht freigeschalteten” Beiträgen zu zitieren und sie anzuprangern. Generell verliere ich ungern Diskussionspartner, gerade solche, die anderer Meinung sind. Aber manchmal geht es halt nicht.

      @mm und Hhartmann: Es stimmt, dass sich Linke in Fragen der politischen Linie und Richtung viel heftiger in den Haaren haben als Rechte. Das liegt daran, dass Linke mehr mit dem Verstand dabei sind und ihnen dumpfe Bauchparolen nicht reichen. Richtig ist, dass das mitunter ausartet. Allerdings finde ich das, was Ramelow, Bartsch et alii sich da geleistet haben, in der Tat beunruhigend, und die NDS haben Recht, da auf Parallelen zur Erlegung Willy Brandts hinzuweisen. Die PDS-Oberrealos, allen voran die Weichkäse, aber auch Bartsch und Ramelow, sind in der Tat eine merkwürdige Spezies, die das Potenzial hat, ihrer Partei die Beine wegzutreten. Das ist etwas, was von Lafontaine, aber auch von Wagenknecht, Modrow oder Brombacher mit Sicherheit nicht zu erwarten ist.

    230. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 00:42 - Permalink

      1. Heiko am 22. November 2009 um 19:31 – - Permalink

      Haben Sie eine Mission HHartmann? Schön dass sie auf die nicht fehlerfreien ?Linken? hinweisen

      Reply

      Das ist vielleicht meine Mission:

      Auf die doch betraechtlichen Brueche bei den Linken hinzuweisen. Sehen Sie; wir haben ja recht ordentlich die Graeuel des Tausendjaehrigen Reiches aufgearbeitet. Gut so und meintewegen auch weiter so. Wir haben aber betraechtliche Defizite die Grausamkeiten der Kommies ebenso fair aund neutral und ?;historisch? objektiv aufzuarbeiten. Dabei sind die deutschen Kommiunisten doch grade erst mal vor 20 Jahren auf den Misthaufen der Geschichte gefegt worden, und immer nnoch spuken und geistern die Genossen in der Bundersrepublik herum in Groessen Ordnungen; die mich einfach fassungslos machen???

      Wieder Sie:
      (und was auch immer an den Gerüchten wahr ist um Lafontaine).

      Reply
      naja von wegen Geruechte um ?uns Oskar??
      nur eine ganz schnelle Aufzaehlung ?wes Geistes Kind? hier rumgeistert:
      - als MP im Saarland lediglich hervorgetan um jaehrlich Zuschuesse aus Bonn nach Saarbruecken zu tranferieren ( Original Ton O: schon wieder 3 Milliarden DM aus Bonn abgezogen..)
      - als Lebemann geprasst; aber als Ober Genosse das Leid der ?Untertanen? verkuendet und gepredigt
      - in uebeblster Weise den damaligen Kandidaten Scharping in Mannheim demontiert.
      - den nun wirklich in breiter Bevoelkerung anerkannten Ex Kanzeler H Schmidt denunziert: mit dessen SekundaerTugenden wie Diszpilin und Ordnung kann man auch ein Konzentrations Lager fuehren.
      - in der Verantwertung stehend den Kram bei der SPD hingeworfen; der Partei bei der Solidaritaet ganz hoch angesielt ist. Der Partei der Oskal so viel zu seinem Aufstieg zu verdanken hat. Aber Oskar kennt halt keinen ?Team Geist? Oskar kennt nur Oskar; und das werden die neuen Vasallen bei Links ueber kurz oder lang auch noch lernen muessen?.
      - Oskar ist ein Meister aus der Opposition zu agitieren
      - Oskar ist unbrauchbar wenn er in der Verantwortung stehen sollte. Daher ja auch der derzeitige Konflikt mit den ?Realisten? inm Lager. Das passt doch Oskar ueberhaupt nicht in den Kram?.

      Wieder Sie:
      Was wollen Sie eigentlich damit bezwecken?

      Reply

      - Lediglich den Einaeugigen helfen besser zu sehen
      - Ein bisschen Spass und Vergnuegen beim Bloggen zu haben
      -
      Wieder Sie

      Die Alternativlosigkeit von TINAs Mitte unterstützen? Oder liegt ihre Motivation durchaus woanders im politischen Spektrum?

      Reply

      1. Wer oder was ist TINA ? Kenn? Ich nicht .
      2. Meine Motivation ?wie oben angedeutet- liegt auch darin begruendet, das es fuer mich 20 Jahre nach dem Fall der Mauer, und dem Reichtum an Wissen das wir mittlerweile ueber das Kommie System nun haben; es immer noch Schaeflein gibt, die die Genossen in derart hoher Zahl waehlen.

      Wieder Sie
      Statt dauernd einzudreschen, sollten sie lieber an den Alternativen arbeiten. Aber die haben sie wahrscheinlich, wie man ihren Kommentaren ansieht, nichts vorzuweisen.

      Reply

      Das mache Ich seit Jahrzehnten indem Ich fuer viele AN Arbeit und Lohn zu fairen und komfortablen Konditionen geschaffen und erhalten habe. Alles in Allem mehrere hundert AN; mit Ihren ?dranghaengenden ? Familien ein paar tausend Menschen. Also einer der vielen und namenlosen ?Mittelstaendler? der die Maschine am laufen haelt?

      Sie:
      Vielleicht gefällt ihnen auch die derzeitige Situation.

      Reply

      Mein Job und das Bemuehen fuer noch bessere Umstaende hoert nie auf; aber mir gruselt es vor den Optionen und Resultaten die wir unter ?Linker ? Herrschaft erleiden muessten. Und zwar ALLE?

      Sie:
      Daher muß sich bei Ihnen die Linke entschuldigen, dass sie von den Bundestagsparteien die einzigste ernstzunehmende Partei ist, die Themen um eine gerechtere Welt besetzt hält. Ja, sowas gibt es.

      Reply

      Dream on, my friend?.

      Sie:
      Was interessiert uns schon eine freidrehende Finanz?wirtschaft?, eine dem Mittelalter nichts nachstehende dekadende Elite und die so ganz nebenbei stattfindenen Situationen ähnlich einem Kriege. Nein, die gefühlten Leichenberge sind ersetzt durch das netteste Kriegsmarketing der Rüstungskonzerne, weil es doch die schönen Arbeitsplätze erhält.

      Reply

      Alles ja nicht unbedingt falsch was Sie hier aufzaehlen?
      Aber schuetten Sie da nicht das Kind mit dem Bade aus?.?
      Ich habe selbst gehoerige Problem mit dem Szenario das Sie aufzaehlen.
      Da gibt es Handlungs Bedarf; sehr Grossen sogar.

      Allerdings moechte Ich vermeiden:

      Operation erfolgreich
      Patient tot

    231. hinterwald schrieb am 23. November 2009 at 07:40 - Permalink

      lieber hhartmann,

      in deiner aufzählung der (vermeintlichen) sünden des o aus s fehlt eigentlich nur, daß er nicht anständigerweise das zeitliche gesegnet hat, als ihm die irre das messer in den hals gerammt hat …

      ich verstehe ja, daß die permanente gehirnwäsche irgendwann tatsächlich den einen oder anderen verstand nachhaltig zerrüttet und am ende beiträge wie der deine die sinnlosigkeit einer halbwegs nüchternen diskussion über einen (ausnahmsweise einmal echten) skandal demonstrieren. wenn man sonst nix hat, hat man ja immer noch eine meinung, oder eben das, was man dafür hält.

      darf ich dich als älterer herr, der o.l. aus s. seit den 70ern kennt, auf ein paar persönliche erfahrungen mit oskar aufmerksam machen? als da wäre, daß er mir mal aus der seele sprach, als er seinem chef, einem herrn schmidt, als der noch herrscher über die rumpfrepublik war, ,qualitäten attestierte, mit denen man auch ein kz leiten könnte.

      sah’ ich damals – da gab’s noch keine linkspartei und nur ein paar sehr grüne grüne – genau so. da war er oberbürgermeister in sb. und man konnte den oskar tatsächlich in rockerkneipen an der theke treffen (in der übrigens drogen und waffen gehandelt wurden) oder in einem restaurant am nachbartisch. “uhs oska”, wie der saarländer sagt. scheint er immer noch irgendwie zu sein, weil mehr als 20% linke im saarland, das will ich irgendwie nicht glauben.

      als mp des saarlands konnte ich ihn dann auf diversen demos zum thema “nachrüstung” erleben (die sich sein chef ausgedacht hatte, er war damals so etwas wie die heutigen “parteirebellen” aus hessen – und, was solch ich sagen, er sprach mir mal wieder aus der seele. vor allem hat er mir/uns damals drastisch erklärt, was es konkret mit mittelstreckenraketen auf sich hat – ich sag’ nur 7 minuten flugdauer, geteilt durch 2. also nicht mal die zeit, um ne kippe zu rauchen, bevor irgendein grottenolm darüber entscheidet, ob er jetzt den verflixten roten knopf drückt. du wirst lachen, aber ich habe gdas mal genau so einerm JU ortsverein erklärt und die waren ganz baff, weil so hatte ihnen das ihre partei wohl nicht erklärt, und wenn man was nicht so ganz versteht, kann man ja so einen wahnsinn wie mittelstreckenraketen für ne gute idee halten. woraus man schliessen könnte, daß manchmal lmenschen mit überzeugung meinungen äußern, obwohl sie eigentlich nicht so genau wissen, wovon die rede ist.

      später sah ich ihn im trierer hindenburggymnasium, muss anfang der 80er gewesen sein, mit dem psychologen horst eberhard richter in einer podiumsdiskussion zum thema “politikermentalität”. was soll ich sagen? der verdammte kerl hatte schon wieder recht.

      mitte der 80er hat er es dann gewagt, gegen den dicken anzutreten, erklärt, daß die einheit nicht aus der portokasse zu bezahlen sei und der kohl russen ins land schleusste, die von sich behaupten konnten, sie hätten mal einen deutschen schäferhund gehabt. die kinder dieser – grundanständigen und fleissigen – menschen beherrschen heute in bitburg den heroinmarkt. gerolstein bekommt sicher demnächst einen russischen ortsnamen und zweisprachige schilder. egal – da war natürlich raus, daß der oskar in wirklichkeit ein “nazi” war. nichts gibt so sehr das gefühl von unendlichkeit, als wie die dummheit: die nummer funktionierte so gut wie die mit dem “saar-napoleon” oder den “rotlicht”-oskar.

      und weil einerseits der deutsche als solcher nicht gerne die wahrheit hört und lieber bis zum ende im (kohl)bunker rumlümmelt und weil zu allem überfluss eine irre mit einem blumenstrauss und einem riesigen messer ihre gespenster loswerden musste, hat sich der dicke arsch noch mal auf das land gesetzt und jede reform verhindert. mit den stimmen der russen übrigens, daß er uns belogen hat, kam dann auch irgendwann raus. nur, daß der oskar schlicht recht hatte, fiel dem vergessen anheim.

      ab ende der 80er hat er zb. ständig meinen lieblingsökonomen – der ja auch mal der von besagtem herrn schmidt war – jm keynes zitiert. fanden damals alle igitt, weil ja ronald reagan und maggier thatcher einen plan hatten, mit dem endlich der kapitalismus à la chicago boys – sprich DAS PARADIES! – realisiert werden sollte.

      als keynes vor nem jahr dann wieder in mode kam, weil der neoliberale spuk plötzlich platzte, wer hat sich da ausser so ein paar alten säcken daran erinnert, daß oskar offensichtlich schon seit jahrzehnten recht hatte? bestimmt nicht die, die sich den oskar als ersatz FJS zur beförderung ihrer auflagen ausgeguckt hatten und in folge oskar bashing spielten.

      was dabei herauskommt und wie diese nummer funktioniert, kann man in deinem beitrag ja genüsslich studieren: verdummung wirkt, wenn sie nur gebetsmühlenartig betrieben wird.

      um das klarzustellen: ich hab’ den oskar nie gewählt und werde ihn nicht wählen, aber nicht deshalb, weil ich ihn nicht für einen der ehrlichsten, kompetentesten, rauflustigsten und fähigsten politiker des landes halte, nein – ich wähle halt andere, weil, äh … bei sozis muss ich immer an noske denken und leider weniger an die rede von braun bei der abstimmung zum ermächtigungsgesetz: über sozen hat dutschke alles gesagt, was zu sagen ist. das gilt im grunde auch für die neo-sozen, sie ahnen es bloß noch nicht …

      kruz, ich sympathisiere nicht mit der “linken”, wählen würde ich die schon gar nicht. aber: die schäbigkeit, mit der hier mit einem kranken umgegangen wird, diese hass- und verdummungskampagne, die gegen ihn gefahren wird, die hat der oskar nicht verdient.

      halt: nein, diesen schweinejournalismus hat dieses land einfach nicht verdient.

      aber, hey, was soll man schon von leuten halten, die von stefan raab oder nachmittagstalkshows “sozialisiert” wurden und sich dann in die spiegelredaktion gerettet haben. die artikel über heidi klum in die rubrik “kultur” sortieren? die in einer gesellschaft leben, in der eine milliardenindustrie davon lebt, daß sich männer gegen einen geringen obulus nachts am telefon einen schubbern. das tun wahrscheinlich auch die herren in besagten redaktionsstuben, sie haben aber halt die fähigkeit, so zu tun, als hätten sie keinen … äh … schniepel, kein telefon und seien überhaupt nicht zu derlei gedanken fähig.

      eben … und dann kommt einer, der hat eier, traut sich, zu sagen was zu sagen ist, kriecht keinem in den … na du weisst schon … an so einem arbeiten sich halt die kastraten gerne ab. in herrenmagazinen, in sinnlosen leserbeiträgen eines blogs.

      weil, und das ist der punkt in der causa lafontaine, sie sich ihrer eigenen feigheit bewusst sind und statt sich für ihre eigene arschkriecherei zu schämen, lieber ihren hass auf den konzentrieren, der eine eigenschaft hat, die ihnen selbst mangelt: zivilcourage. mut zur eigenen meinung, auch wenn alle anderen (noch) nicht verstehen, was das soll.

      kastraten laufen halt lieber im (meinungs-)rudel, (und wenn das licht angeht, will keiner dabei gewesen sein), garnieren ihren eigenen inneren schweinehund gerne mit vokabeln wie “gutmenschen” und replizieren eingetrichterten stuss möglichst lautstark. sie lassen auch gerne ihrer eigenen unfähigkeit zu einem eigenständigen gedanken in leserbriefen freien lauf … man könnte das im grunde auch als “beinchenheben” und “das revier markieren” verstehen – und, wenn ich das richtig sehe, hast du da gerade dein beinchen nicht sonderlich hoch gehoben.

      trotzdem: danke für deinen beitrag, es ist immer wieder ein genuss, jemandem dabei zuzusehen, wenn er die hose herunterläßt und einen definitiv zu klein geratenen schniepel zum “MÖDERGERÄT” erklärt.

    232. hinterwald schrieb am 23. November 2009 at 07:58 - Permalink

      wie es allgemein um die “qualität” dessen, was früher mal der spiegel gewesen sein muss, steht, kann man übrigens auch hier

      http://www.dradio.de/dlf/sendungen/andruck/1070838/

      nachlesen

    233. Manni schrieb am 23. November 2009 at 08:56 - Permalink

      @ HHartmann (230):

      Wir haben aber betraechtliche Defizite die Grausamkeiten der Kommies ebenso fair aund neutral und ?;historisch? objektiv aufzuarbeiten. Dabei sind die deutschen Kommiunisten doch grade erst mal vor 20 Jahren auf den Misthaufen der Geschichte gefegt worden, und immer nnoch spuken und geistern die Genossen in der Bundersrepublik herum in Groessen Ordnungen; die mich einfach fassungslos machen???

      Genau, dann fang mal an:
      http://www.stalinwerke.de/wahrheit/wahrheit-208.html

      Den US-Imperialismus solltest Du aber auch nicht aussparen:
      http://killinghope.org/

      - als MP im Saarland lediglich hervorgetan um jaehrlich Zuschuesse aus Bonn nach Saarbruecken zu tranferieren ( Original Ton O: schon wieder 3 Milliarden DM aus Bonn abgezogen..)

      Beleg und Zusammenhang?

      - als Lebemann geprasst; aber als Ober Genosse das Leid der ?Untertanen? verkuendet und gepredigt

      Ja, er lebt wirklich in pompöösestem Luxus, und gönnt sich was und versucht das Leben zu genießen, trotz des ganzen Mobbings. Und er kann dabei auch noch anderen etwas gönnen. Skandal!!!!!!

      - in uebeblster Weise den damaligen Kandidaten Scharping in Mannheim demontiert.

      Wie schrecklich, er ist zu einer Wahl als Kandidat angetreten. Frei nach Pispers: ‘Wenn auf einem Parteitag zwei Kandidaten gegeneinander antreten ist das gleich eine Kampfabstimmung, wenn nur einer antritt ist das eine Wahl… Wenn es auf einem Parteitag mehr als eine Meinung gibt, ist die Partei heillos zerstritten.’
      Und wieso sollte er nicht gegen Scharping kandidieren? Der war doch ne Null. Hat vorher die Bundestagswahl vergeigt, obwohl Schwarz-Gelb eigentlich schon längst abgemeldet war. Und Jahre später, als Kriegsminister schwang er sich dann auch noch zum Angriffskriegshetzer auf.

      - den nun wirklich in breiter Bevoelkerung anerkannten Ex Kanzeler H Schmidt denunziert: mit dessen SekundaerTugenden wie Diszpilin und Ordnung kann man auch ein Konzentrations Lager fuehren.

      Das Zitat lautet in etwa:
      “Helmut Schmidt spricht weiter von Pflichtgefühl, Berechenbarkeit, Machbarkeit, Standhaftigkeit. [...] Das sind Sekundärtugenden. Ganz präzis gesagt: Damit kann man auch ein KZ betreiben.”
      Was ist daran auszusetzen? Es ist doch eine gelungene Aussage, die den Nagel auf den Kopf trifft.
      Und wenn die Partei nun einmal nicht will, was der Herr Schmidt will, dann ist das das Problem des Herrn Schmidt. Nennt sich Demokratie.

      - in der Verantwertung stehend den Kram bei der SPD hingeworfen; der Partei bei der Solidaritaet ganz hoch angesielt ist. Der Partei der Oskal so viel zu seinem Aufstieg zu verdanken hat. Aber Oskar kennt halt keinen ?Team Geist? Oskar kennt nur Oskar; und das werden die neuen Vasallen bei Links ueber kurz oder lang auch noch lernen muessen?.

      Schon oft genug abgehandelt und widerlegt, deshalb dazu nix mehr.

      - Oskar ist ein Meister aus der Opposition zu agitieren

      Ja und?

      Oskar ist unbrauchbar wenn er in der Verantwortung stehen sollte.

      Das sehen die Saarländer anders.

      Du hättest ruhig noch erwähnen können, dass er sich in Puffs rumgetrieben und die Presse geknechtet und versklavt hat.

      1. Wer oder was ist TINA ? Kenn? Ich nicht .

      http://mein-parteibuch.com/wiki/TINA

      Sie:
      Daher muß sich bei Ihnen die Linke entschuldigen, dass sie von den Bundestagsparteien die einzigste ernstzunehmende Partei ist, die Themen um eine gerechtere Welt besetzt hält. Ja, sowas gibt es.

      Reply

      Dream on, my friend?.

      Hier nur eine kleine Auswahl von Themen:
      http://www.linksfraktion.de/positionspapier_der_fraktion.php?artikel=7707238940
      http://www.lobbycontrol.de/blog/index.php/2009/09/wahlpruefsteine-was-wollen-die-parteien-zum-thema-lobbyismus-tun/
      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm

    234. R_Winter schrieb am 23. November 2009 at 10:51 - Permalink

      @hinterwald am 23. November 2009 um 07:40 – - Permalink

      Sehr gut !

    235. Heiko schrieb am 23. November 2009 at 14:40 - Permalink

      @Manni
      Danke für den Hinweis.
      Ist so ähnlich wie die Geschichte mit der Kubakrise. Ja, die bösen Russen warns, das bringt uns natürlich auch Hollywood ganz sympathisch rüber. Aber die Stationierung der Thor- und Jupiter-Atomraketen in der Türkei kurz zuvor wird natürlich in keinem dieser Filmchen, geschweige denn irgendwelcher Geschichts(revisionistischen) Dokumentation angesprochen. Oh, wie wir die Geschichtsbücher neu schreiben müßten. Aber in Großbritannien lernt man ja mittlerweile aus den Schulbüchern, dass der letzte Irakkrieg wegen den Weapons of Mass Destruction begann.

      @hinterwald
      Da ich mich nicht zu den ganz alten Hasen hier zählen kann, kann ich nur erahnen wie frühere sogenannte Denunzierungen um Lafontaine abliefen. Traurig wie die Menschen die stetig wiederholten Lügen dann glatt in ihre eigenen Kenntnisse ummünzen, als ob sie sich daher erlauben könnten über eben jenen urteilen zu dürfen. Danke für die Details, ich habe es schon geahnt.

      @HHartmann
      TINA, Ist die Abkürzung für “There is no alternative”. Ansonsten glaube ich, ohne sie damit beleidigen zu wollen, dass sie eines der Opfer sind die hinterwald und Manni so treffend umschreibt.

    236. hinterwald schrieb am 23. November 2009 at 19:39 - Permalink

      > Beleg und Zusammenhang?

      wenn ich da mein scherflein als exil-saarländer beitragen darf: der gut HaHa hat, wie du ja schon in punkto us-imperialimus bemerkt hast, eine eingeschränkte wahrnehmung – die übliche strategie von ideologischen höhlenmenschen, einfach ausblenden, was einem nicht passt.

      die fakten sehen so aus: im saarland hat die cdu bis in die 70er hinein alleine regiert, das land gründlichst ruiniert und als sie dann endlich abgewählt wurde, saß oskar auf einem schuldenberg, kohle und stahl waren aus der mode und das ländche ein trümmerhaufen. den oskar eben aufräumen sollte.

      das läuft immer so: die cdu/gdp tun so, als ob sie etwas von geld verstünden, sind aber realiter nur fähig, über ihre verhältnisse zu leben und ihre klientel mit geschenken zu bedienen (kommt dir irgendwie bekannt vor? stimmt, ist ein evergreen und gerade wieder in der hitparade). wenn dann die karre im dreck gelandet ist, müssen eben die sozen ran – und werden von denen, die den mist gebaut haben, in haftung genommen. die leute haben eben kein gedächtnis.

      ich war übrigens ende der 70er mitglied der saar-fdp, weil die damals die alleinherrschaft der cdu beenden wollte. nach dem patt hat sie sich dann aber auf die seite der cdu “gerettet”. da zur selben zeit ein fdp bundesinnenminister den atomkritiker traube bespitzeln liess, war meine mitgiedschaft nach relativ kurzer zeit obsolet.

      das geld, das oskar damals vom bund “abgezogen” hat, war das, was die cdu vorher verjubelt hatte. so wie die spd sich nach dem sieg von rot/grün erst mal damit konfrontiert sah, den reformstau kohlscher prägung aufzuräumen, 16 jahre stillstand sind ja kein pappenstiel. daß sie sich dabei in eine billige kopie der cdu verwandelte und mit hartz iv alle feuchten träume der fdp erfüllte, steht auf einem anderen blatt.

      bei der lektüre der hartmannschen ergüsse ist mir übrigens aufgefallen, daß ich von einem “mittelständle”r mit einer derart ausgeprägten schreibschwäche nicht mal den einbau eines klodeckel ordern würde.

      wahrscheinlich auch so ein opfer kohlscher bildungspolitik nach dem motto “je dummer die leut’, um so eher wählen sie die CDU”. hat – wie du siehst – funktioniert.

    237. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 21:16 - Permalink

      Hinterwald

      einige wenige bBemerkungen zu Ihren Repliken…

      1. Habe Ich nicht mit und/oder bei Ihnen Schweine gehuetet. Daher bitte unterlassen Sie diese sich
      anbiedernde Art mich zu Duzen. Mag ja hier beim Bloggen Usus sein; aber nicht meine Preferenz

      2. Sie fragten wegen meiner Gruende meiner Abneigung zu OL. Ich habe Ihnen mal
      “aus der Huefte schiessend” ein paar Beispiele wahlos genannt. Sicherlich nicht komplett.
      Dann kommen Sie daher und verweisen mit Ihrem ersten Satz darauf; OL haette doch am
      Besten dem Attentat zum Ofer fallen sollen…

      Wie schaebig und wie billig ; solch eine Untat bei mir dann “unterzubringen. und unterzuschieben..”
      Schlicht Meinungsmache der perfiden Art.

      ( Kennen wir doch irgendwie ???)

      Damit disqualifizieren Sie sich eigentlich auf einer Auseinadersetzung auf einem anspruchsvollen Niveau.

      Ich habe Ihnen dann auch-als erfolgreicher Mittelstaendler- kurz und trocken ein paar Hinweise gegeben das Ich nicht nur rede; dass Ich allerdings seit JAHREN auch Taten sprechen lasse.

      Muss/kann gestehen, das das mich sehr erfuellt und zufriedenstellt.

      Sie ignorieren diesen Hinweis von mir und kommnen dann erbaermlicherweise
      -wegen meine halt im Blog dahingfetzten Rechtschreibung- zu keiner besseren Erkenntnis als mich wieder nur billigst niedermachen zu wollen.
      Wohlgemerkt; Ich teile aus und kann auch einstecken.; wenn es denn eine adequate Auseinadersetzung ist..

      Sie bewegen sich halt da aber doch ein bisschen zu sehr an der Obergrenze eines Proletarieres….

    238. Spiegelfechter schrieb am 23. November 2009 at 21:31 - Permalink

      @HHartmann

      Sie ignorieren diesen Hinweis von mir und kommnen dann erbaermlicherweise
      -wegen meine halt im Blog dahingfetzten Rechtschreibung- zu keiner besseren Erkenntnis als mich wieder nur billigst niedermachen zu wollen.
      Wohlgemerkt; Ich teile aus und kann auch einstecken.; wenn es denn eine adequate Auseinadersetzung ist..

      Form follows function – wer derart schlampig orthographisch dilettiert, erweist seinem Gegenüber damit eine ausgesprochene Unhöflichkeit. Wer dann auch noch darauf besteht, des Respekts wegen gesiezt zu werden, macht sich lächerlich.

      Nichts für ungut.

    239. R_Winter schrieb am 23. November 2009 at 21:43 - Permalink

      @HHartmann

      Habe Ich nicht mit und/oder bei Ihnen Schweine gehuetet. Daher bitte unterlassen Sie diese sich
      anbiedernde Art mich zu Duzen. Mag ja hier beim Bloggen Usus sein; aber nicht meine Preferenz

      ja, so ist es nun einmal. In den Blogs wird “DU” verwendet, aber es gibt bestimmt Blogs mit dem Niveau, daß “Sie” sich wünschen. Der Spiegelfächter ist nun einmal das Beste, was ich im deutschen Internet gefunden habe.
      Wenn “Du” etwas besseres gefunden hast, lasse es allen wissen und im übrigen:
      Deine Lebenleistung und Alter haben andere schon lang….

    240. R_Winter schrieb am 23. November 2009 at 21:45 - Permalink

      Wiederholung

    241. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 22:32 - Permalink

      Spiegelfechter

      Wer die Form beherrscht darf sie vernachlaessigen………

    242. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 22:37 - Permalink

      Spiegelfechter

      wer derart schlampig orthographisch dilettiert, erweist seinem Gegenüber damit eine ausgesprochene Unhöflichkeit

      Soso
      Sie meinen also mich wegen der Orthographie als “unhoeflich” einzustufen

      Wie beurteilen Sie dann – von wegen unhoeflich- die Form und die Ausdruecksweise des Hinterwald ????

      Messen Sie da nicht mit zweierlei Maass ??

    243. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 22:40 - Permalink

      R-Winter

      Deine Lebenleistung und Alter haben andere schon lang?.

      1. DAS , ( Lebensleistung) mein Bester, moegen einige wenige erreicht haben.
      2. Noch’n Schweine hueter hier ????
      .

    244. HHartmann schrieb am 23. November 2009 at 22:48 - Permalink

      Ich moechte hiermit allen Mit Bloggeren mein grosses Bedauern ausdruecken; wenn ich eben wegen nachlasessiger und oberflaechlicher Orthographie manchem aufs Fuesschen getreten bin.

      Hoffe dennoch; das der Gehalt meiner Beitraege-auch wenn bei Vielen keine Zustimmung findend- dennoch den Unterhaltungs wert hier hochhaelt….

      …oder sollten die Blogger hier lieber im eigenen “Grueppchen” sich belobhudeln wollen ???

    245. hinterwald schrieb am 24. November 2009 at 03:16 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    246. HHartmann schrieb am 24. November 2009 at 03:40 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    247. hinterwald schrieb am 24. November 2009 at 04:45 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    248. Markus M. schrieb am 24. November 2009 at 06:36 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    249. hinterwald schrieb am 24. November 2009 at 08:07 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    250. HHartmann schrieb am 24. November 2009 at 08:34 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    251. salvo schrieb am 24. November 2009 at 09:22 - Permalink

      lesenswert die Stellungnahme von Carsten Ramelow zum Beitrag von A. Müller auf den nachdenkseiten

      http://www.nachdenkseiten.de/upload/pdf/091124_hinweise_bodo_ramelow.pdf

      es bestätigt sich wieder, dass die Mainstrem Medien nichts als eine manipulative Gewalt sind, ekelhaft

    252. StefanP schrieb am 24. November 2009 at 09:26 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    253. Einklang schrieb am 24. November 2009 at 14:39 - Permalink

      Ich hoffe, Lafontaine befindet sich auf dem Weg der Besserung.
      Gute Politik wird von Leuten mit Sachverstand, Lebenserfahrung und Herz gemacht.
      Ich zähle auf ihn (blöder Ausdruck). Öhm. Wollte ich mal an dieser Stelle gesagt haben.
      Ohne das, was die Linke in ihrem Programm hat, sähe es verdammt finster in D. aus.

      @ Spiegelfechter
      Du hältst das Haus gut sauber, finde ich in Ordnung.

    254. HHartmann schrieb am 24. November 2009 at 17:55 - Permalink

      Einklang

      Ich stimme Ihnen zu
      Wie jedem Krebs Patienten wuensche Ich auch OL gute Besserung
      Gott Sei Dank ist Krebs in weiten Bereichen heute behandelbar

      Ebenso muss Ich konzidieren das die Erscheingun das OL auf der politischen Szenerie durchaus positiv zu bewereten ist:
      Ich stimme zwar kaum mit seinen Absichten etc ueberein; allerdings mischt er das Politk Feld auf und agiert irgendwie wie der Fuchs im Huehnerstall und haelt “die Masse” des Polit Establishments auf Trab

      Das kann nur ein Vorteil sein fuer unsere Demokratie.

    255. Markus M. schrieb am 25. November 2009 at 17:10 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    256. Markus M. schrieb am 25. November 2009 at 17:12 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    257. Heiko schrieb am 25. November 2009 at 17:39 - Permalink

      [gelöscht/sf]

    258. Spiegelfechter schrieb am 25. November 2009 at 17:50 - Permalink

      @all

      Jeder Kommentar, der nichts mit dem Thema und nichts mit einer sachlichen Diskussion zu tun hat, wird – ohne Erklägung und ohne Rechtfertigung – gelöscht. Wer zanken, streiten und beleidigen will, der kann dies gerne woanders tun. Aber nicht hier.

    259. HHartmann schrieb am 26. November 2009 at 22:23 - Permalink

      Zitat aus dem Focus..:

      Aufkommende Nachfolgediskussionen im Zuge der Bekanntgabe seiner Erkrankung hatte die Linkspartei im Keim erstickt

      tja; so ist das eben leider im linken LInken Umfeld……


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    Wikio - Top Blog - Politik