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> <channel><title>Kommentare zu: Wir riestern uns arm</title> <atom:link href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm</link> <description></description> <lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 06:31:42 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: StefanP</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm#comment-53671</link> <dc:creator>StefanP</dc:creator> <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 21:40:11 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1181#comment-53671</guid> <description>@Peleo
Nun ja, ich meine nicht eine generelle Staatsaversion zu haben. Sie finden gute Beispiel, genau da liegt die Krux. Wenn Beamte mit Bürgern direkt zu tun haben, dann findet man des öfteren das, was Sie beschreiben. Sie werden staunen, wir haben in Relation zu den Beschäftigten nicht mehr Staatsdiener als die USA. Der Unterschied beider Länder liegt darin, dass Sie in Amerika weit häufiger in Kontakt mit denen kommen, die Sie bezahlen. Ein jeder sucht die Beschäftigung, die ihm liegt und so haben wir viele Menschen im Öffentlichen Dienst, denen der offene, freundliche Umgang mit anderen ein kraus ist. Menschenscheu begegnen sie ihrer Umwelt mit Misstrauen.
Wir brauchen den Staat, nicht nur wegen der Polizei, den Richtern und allem, was einen ?Nachtwächterstaat? auszeichnet. Wir brauchen den Staat, weil wir bestimmte Dinge nicht einfach im Dialog regeln können, sondern allgemeine Regeln benötigen. Allerdings, ich habe das gestern im beruflichen Umfeld gesagt, wir müssen uns alle als Dienstleister für andere begreifen. Was wir tun ist keine Selbstzweck, sondern soll anderen nützen. Dafür müssen wir miteinander reden und die Bedürfnisse des anderen erkunden. Wir müssen in Vorleistung treten.
Roland Tichy hat das für mich wunderbar mal auf den Punkt gebracht: zwischen Staat und Bürger sind die Fronten von Misstrauen bestimmt. Es wird Zeit gegenseitig abzurüsten. Der Staat braucht Einnahmen, um die Aufgaben zu erfüllen, die wir ihm zugedacht haben. Aber: der Staat und seine Repräsentanten muss sich um Fairness bemühen und sich selbst begrenzen. Seine Bürger fernsehgerecht vorzuführen gehört ebenso wenig dazu wie der fortgesetzte Betrug an denen, für die er eigentlich da ist.
Ich danke Ihnen für die angenehme Diskussion, die mir viel Freude macht und den Respekt. Sollten Sie noch Interesse an den Berechnungen haben, lassen Sie es mich wissen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Peleo</p><p>Nun ja, ich meine nicht eine generelle Staatsaversion zu haben. Sie finden gute Beispiel, genau da liegt die Krux. Wenn Beamte mit Bürgern direkt zu tun haben, dann findet man des öfteren das, was Sie beschreiben. Sie werden staunen, wir haben in Relation zu den Beschäftigten nicht mehr Staatsdiener als die USA. Der Unterschied beider Länder liegt darin, dass Sie in Amerika weit häufiger in Kontakt mit denen kommen, die Sie bezahlen. Ein jeder sucht die Beschäftigung, die ihm liegt und so haben wir viele Menschen im Öffentlichen Dienst, denen der offene, freundliche Umgang mit anderen ein kraus ist. Menschenscheu begegnen sie ihrer Umwelt mit Misstrauen.</p><p>Wir brauchen den Staat, nicht nur wegen der Polizei, den Richtern und allem, was einen ?Nachtwächterstaat? auszeichnet. Wir brauchen den Staat, weil wir bestimmte Dinge nicht einfach im Dialog regeln können, sondern allgemeine Regeln benötigen. Allerdings, ich habe das gestern im beruflichen Umfeld gesagt, wir müssen uns alle als Dienstleister für andere begreifen. Was wir tun ist keine Selbstzweck, sondern soll anderen nützen. Dafür müssen wir miteinander reden und die Bedürfnisse des anderen erkunden. Wir müssen in Vorleistung treten.</p><p>Roland Tichy hat das für mich wunderbar mal auf den Punkt gebracht: zwischen Staat und Bürger sind die Fronten von Misstrauen bestimmt. Es wird Zeit gegenseitig abzurüsten. Der Staat braucht Einnahmen, um die Aufgaben zu erfüllen, die wir ihm zugedacht haben. Aber: der Staat und seine Repräsentanten muss sich um Fairness bemühen und sich selbst begrenzen. Seine Bürger fernsehgerecht vorzuführen gehört ebenso wenig dazu wie der fortgesetzte Betrug an denen, für die er eigentlich da ist.</p><p>Ich danke Ihnen für die angenehme Diskussion, die mir viel Freude macht und den Respekt. Sollten Sie noch Interesse an den Berechnungen haben, lassen Sie es mich wissen.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Peleo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm#comment-53666</link> <dc:creator>Peleo</dc:creator> <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 21:07:14 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1181#comment-53666</guid> <description>@ StefanP
Sehr ärgerlich, keine Frage. Aber als Begründung für eine solche Staats-Aversion und derart  tiefsitzenden Groll gegenüber allem Staatlichen verwundert es mich doch. Zumal in Ihrem Beispiel der Ärger am Ende zum Erfolg führt.
Die Polizei habe ich übrigens als Beispiel nur genommen, weil die selbst eingefleischte Beamtenhasser nicht privatisieren wollen  und können. Das Steuereintreiben auch nicht, will man nicht in den Feudalismus zurück.  Mit Finanzamt-Sachbearbeitern habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Neben dem von Ihnen beschriebenen Typ waren auch ausgesprochen faire und gutwillige Menschen darunter. Menschen halt.
Ärger mit tumben und/oder böswilligen Zeitgenossen gibt es in jedem Lebensbereich (Nachbarn, Verkehrsteilnehmer, Hotelgäste usw.). Und wer mit &quot;dem Staat&quot; nichts mehr zu tun haben will, der kann ja eine Blockhütte in der kanadischen Wildnis beziehen. Wär´doch was für Sie ;-)</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ StefanP</p><p>Sehr ärgerlich, keine Frage. Aber als Begründung für eine solche Staats-Aversion und derart  tiefsitzenden Groll gegenüber allem Staatlichen verwundert es mich doch. Zumal in Ihrem Beispiel der Ärger am Ende zum Erfolg führt.</p><p>Die Polizei habe ich übrigens als Beispiel nur genommen, weil die selbst eingefleischte Beamtenhasser nicht privatisieren wollen  und können. Das Steuereintreiben auch nicht, will man nicht in den Feudalismus zurück.  Mit Finanzamt-Sachbearbeitern habe ich unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Neben dem von Ihnen beschriebenen Typ waren auch ausgesprochen faire und gutwillige Menschen darunter. Menschen halt.</p><p>Ärger mit tumben und/oder böswilligen Zeitgenossen gibt es in jedem Lebensbereich (Nachbarn, Verkehrsteilnehmer, Hotelgäste usw.). Und wer mit &#8220;dem Staat&#8221; nichts mehr zu tun haben will, der kann ja eine Blockhütte in der kanadischen Wildnis beziehen. Wär´doch was für Sie ;-)</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: StefanP</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm#comment-53623</link> <dc:creator>StefanP</dc:creator> <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 16:19:37 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1181#comment-53623</guid> <description>@Peleo
Ich rede die Steueroptimierung nicht klein, sie kommt vor. Mehr allerdings in großen Konzernen, von denen es nicht so viele gibt, bei Vermögenden und beim Durchschnitt (?1000 legale Steuertricks? ? und wie ich durch Betrug noch mehr bekomme). Allerdings wird die Bedeutung auf die Unternehmerschaft als Ganzes ziemlich überschätzt, aus vielfältigen Gründen. Aber das führt tatsächlich zu weit.
Ich finde Polizisten auch ganz toll (bis auf die an den Radarfallen). Aber wie viele sind das noch zum gesamten Heer des Öffentlichen Dienstes? Man meint den Streifenmann auf der Straße und bezahlt überwiegend den Bürokraten im Amt und auf der Gemeinde, den man nicht sieht, der einem aber im Zweifel das Leben schwer macht.
Wenn der Fiskus nicht rechtstaatlich agiert, kann man doch klagen, oder?
Breites Grinsen hier, wobei nicht Sie daran Schuld sind. Wissen Sie, wie das funktioniert? Die Finanzbeamtin erkennt ein oder mehrere Posten in Ihrer Einkommensteuererklärung nicht an, weil sie gerade Probleme hat, Ihre Stimme nicht mag oder vom Vorgesetzten ein Limit gesetzt bekommen hat. Sie legen Einspruch ein, der wird abgelehnt. Sie reichen Klage beim Finanzgericht ein, die Finanzbeamtin verlangt nun in der Klage eine ganze Latte an Unterlagen, die zur Anerkennung notwendig wären (der Nachweis eines Alibis ist nichts dagegen). Sie suchen alles zusammen und eines Tages erhalten Sie über das Gericht einen geänderten Bescheid. Was Sie nicht wissen: der Richter hat die Beamtin informiert, dass er der Klage statt geben würde. Damit das Urteil nicht veröffentlicht wird und andere renitente Steuerzahler auf den Plan ruft, wird die Sache nach der ganzen Mühsal (und ein paar schlaflosen Nächten) still und heimlich beerdigt.
Kein Einzelfall, deutsche Steuerrealität, worüber man allerdings höchst selten in Stern, Süddeutsche und erst recht nicht im Neuen Deutschland liest.
P.S.: Sie markieren Ihr Zitat und klicken im Fenster auf &quot;Zitat&quot;. Fertig.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Peleo</p><p>Ich rede die Steueroptimierung nicht klein, sie kommt vor. Mehr allerdings in großen Konzernen, von denen es nicht so viele gibt, bei Vermögenden und beim Durchschnitt (?1000 legale Steuertricks? ? und wie ich durch Betrug noch mehr bekomme). Allerdings wird die Bedeutung auf die Unternehmerschaft als Ganzes ziemlich überschätzt, aus vielfältigen Gründen. Aber das führt tatsächlich zu weit.</p><p>Ich finde Polizisten auch ganz toll (bis auf die an den Radarfallen). Aber wie viele sind das noch zum gesamten Heer des Öffentlichen Dienstes? Man meint den Streifenmann auf der Straße und bezahlt überwiegend den Bürokraten im Amt und auf der Gemeinde, den man nicht sieht, der einem aber im Zweifel das Leben schwer macht.</p><p>Wenn der Fiskus nicht rechtstaatlich agiert, kann man doch klagen, oder?</p><p>Breites Grinsen hier, wobei nicht Sie daran Schuld sind. Wissen Sie, wie das funktioniert? Die Finanzbeamtin erkennt ein oder mehrere Posten in Ihrer Einkommensteuererklärung nicht an, weil sie gerade Probleme hat, Ihre Stimme nicht mag oder vom Vorgesetzten ein Limit gesetzt bekommen hat. Sie legen Einspruch ein, der wird abgelehnt. Sie reichen Klage beim Finanzgericht ein, die Finanzbeamtin verlangt nun in der Klage eine ganze Latte an Unterlagen, die zur Anerkennung notwendig wären (der Nachweis eines Alibis ist nichts dagegen). Sie suchen alles zusammen und eines Tages erhalten Sie über das Gericht einen geänderten Bescheid. Was Sie nicht wissen: der Richter hat die Beamtin informiert, dass er der Klage statt geben würde. Damit das Urteil nicht veröffentlicht wird und andere renitente Steuerzahler auf den Plan ruft, wird die Sache nach der ganzen Mühsal (und ein paar schlaflosen Nächten) still und heimlich beerdigt.</p><p>Kein Einzelfall, deutsche Steuerrealität, worüber man allerdings höchst selten in Stern, Süddeutsche und erst recht nicht im Neuen Deutschland liest.</p><p>P.S.: Sie markieren Ihr Zitat und klicken im Fenster auf &#8220;Zitat&#8221;. Fertig.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Peleo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm#comment-53611</link> <dc:creator>Peleo</dc:creator> <pubDate>Wed, 02 Dec 2009 15:51:25 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1181#comment-53611</guid> <description>@ StefanP
@ Spiegelfechter
Der Riestervertrag der Bibliothekarin war also doch nicht ganz falsch. Das entlastet mein Gewissen, denn wenn durch mein Zutun von ihrem spärlichen Salär..... Danke für die Hinweise!
@ StefanP
&quot;Die meisten Unternehmen haben nur einen Steuerberater, der mit der Erstellung der verschiedenen Steuererklärungen gut ausgelastet ist&quot; (Das blockquoten werde ich auch noch lernen)
Jetzt reden Sie die Steuer-&quot;Optimierung&quot; aber arg, arg klein. Warum? Steuersparen ist doch populär.
Dass der &quot;Steuerspartrieb der Deutschen größer als ihr Sexualtrieb&quot; sei (Quelle grad nicht zur Hand) ist wohl übertrieben, aber die von Ihnen beklagte Subentionsmentalität ist doch ein Spiegelbild davon.
Noch ein Wort zum Feindbild Fiskus:
Vielleicht sollte man doch bedenken, dass , zum  Beispiel,  die Gehälter von Polizisten nicht vom lieben Gott bezahlt werden und digitale Funkgeräte auch nicht. Wie gesagt, nur so als Beispiel.
Wenn der Fiskus nicht rechtstaatlich agiert, kann man doch klagen, oder? Finanzbeamte handeln manchmal ökonomisch unsinnig und psychologisch unklug, das ist wahr und schadet dem Verhältnis des Bürgers zum Staat sehr. Aber das führt vom Thema (Riester) hier weg und deshalb höre ich auch auf damit.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ StefanP<br
/> @ Spiegelfechter</p><p>Der Riestervertrag der Bibliothekarin war also doch nicht ganz falsch. Das entlastet mein Gewissen, denn wenn durch mein Zutun von ihrem spärlichen Salär&#8230;.. Danke für die Hinweise!</p><p>@ StefanP<br
/> &#8220;Die meisten Unternehmen haben nur einen Steuerberater, der mit der Erstellung der verschiedenen Steuererklärungen gut ausgelastet ist&#8221; (Das blockquoten werde ich auch noch lernen)</p><p>Jetzt reden Sie die Steuer-&#8221;Optimierung&#8221; aber arg, arg klein. Warum? Steuersparen ist doch populär.<br
/> Dass der &#8220;Steuerspartrieb der Deutschen größer als ihr Sexualtrieb&#8221; sei (Quelle grad nicht zur Hand) ist wohl übertrieben, aber die von Ihnen beklagte Subentionsmentalität ist doch ein Spiegelbild davon.</p><p>Noch ein Wort zum Feindbild Fiskus:</p><p>Vielleicht sollte man doch bedenken, dass , zum  Beispiel,  die Gehälter von Polizisten nicht vom lieben Gott bezahlt werden und digitale Funkgeräte auch nicht. Wie gesagt, nur so als Beispiel.</p><p>Wenn der Fiskus nicht rechtstaatlich agiert, kann man doch klagen, oder? Finanzbeamte handeln manchmal ökonomisch unsinnig und psychologisch unklug, das ist wahr und schadet dem Verhältnis des Bürgers zum Staat sehr. Aber das führt vom Thema (Riester) hier weg und deshalb höre ich auch auf damit.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: StefanP</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1181/wir-riestern-uns-arm#comment-53537</link> <dc:creator>StefanP</dc:creator> <pubDate>Tue, 01 Dec 2009 21:39:22 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1181#comment-53537</guid> <description>@Spiegelfechter
@Peleo
Alles richtig, genauso wie, dass die Inanspruchnahme der Riesterförderung umso sinnvoller wird, je geringer mein Steuersatz im Alter sein wird. Nicht wirklich überraschend müssen wir bei unserem Einkommen in ein paar Jahrzehnten mit einigen Unbekannten rechnen. Eine Bibliothekarin dürfte sich mit ihrem Einkommen im kritischen Bereich befinden, d.h. wenn sie von längeren Phasen der Arbeitslosigkeit verschont bleibt, dürfte die Riesterrente für sie interessant sein.
Tatsächlich sind die meisten Steuervergünstigungen unsinnig und schaffen meist die Probleme, die sie zu lösen vorgeben. Und die meisten Unternehmen haben nicht viele Steuerberater zur Steueroptimierung und erst recht keine großen Steuerabteilungen. Erstens gibt es bei einer Durchschnittsrendite von vielleicht 4% nicht viel zu optimieren, zweitens haben die meisten Konzerne gar nicht genügend ausländische Tochtergesellschaften und drittens haben sie mit den Wirren des Unternehmenssteuerrechts genügend zu kämpfen. So werden derzeit die Schlagzeilen der Fachpresse davon beherrscht, dass die Finanzbehörden das seit zwei Jahren geltende Optionsrecht für Personengesellschaften bezüglich der Veranlagung von thesaurierten Gewinnen nicht anwenden können.
Die meisten Unternehmen haben nur einen Steuerberater, der mit der Erstellung der verschiedenen Steuererklärungen gut ausgelastet ist. Wer dann noch in Märkten wie China oder Indien mit eigenen Tochtergesellschaften operiert, hat ein echtes steuerliches Problem. Zwar sind die Unternehmenssteuern in China deutlich niedriger als in Deutschland, eine Kapitalanlage dort über das unbedingt notwendige Maß hinaus ist aber nicht anzuraten. Und mit Indien besteht ein ganz witziges Doppelbesteuerungsabkommen, schwer verständlich und enorm verwaltungsaufwendig. Nein, Sie können sich wahrlich nicht vorstellen, was für ein Aufwand in kleinen Konzernen anfällt, die einfach nur in verschiedenen Ländern ihre Waren und Produkte vertreiben wollen ? Transferpreisgestaltung, Umsatzsteuerregelung, Finanztransfer. Probleme, von denen viele mittelständische Unternehmen wenig Ahnung haben und für sehr viel Geld Steuerberatungsgesellschaften beschäftigen müssen, die ein paar Regeln einziehen, damit sich am Ende nicht zwei Steuerbehörden am Ertrag delektieren.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Spiegelfechter<br
/> @Peleo</p><p>Alles richtig, genauso wie, dass die Inanspruchnahme der Riesterförderung umso sinnvoller wird, je geringer mein Steuersatz im Alter sein wird. Nicht wirklich überraschend müssen wir bei unserem Einkommen in ein paar Jahrzehnten mit einigen Unbekannten rechnen. Eine Bibliothekarin dürfte sich mit ihrem Einkommen im kritischen Bereich befinden, d.h. wenn sie von längeren Phasen der Arbeitslosigkeit verschont bleibt, dürfte die Riesterrente für sie interessant sein.</p><p>Tatsächlich sind die meisten Steuervergünstigungen unsinnig und schaffen meist die Probleme, die sie zu lösen vorgeben. Und die meisten Unternehmen haben nicht viele Steuerberater zur Steueroptimierung und erst recht keine großen Steuerabteilungen. Erstens gibt es bei einer Durchschnittsrendite von vielleicht 4% nicht viel zu optimieren, zweitens haben die meisten Konzerne gar nicht genügend ausländische Tochtergesellschaften und drittens haben sie mit den Wirren des Unternehmenssteuerrechts genügend zu kämpfen. So werden derzeit die Schlagzeilen der Fachpresse davon beherrscht, dass die Finanzbehörden das seit zwei Jahren geltende Optionsrecht für Personengesellschaften bezüglich der Veranlagung von thesaurierten Gewinnen nicht anwenden können.</p><p>Die meisten Unternehmen haben nur einen Steuerberater, der mit der Erstellung der verschiedenen Steuererklärungen gut ausgelastet ist. Wer dann noch in Märkten wie China oder Indien mit eigenen Tochtergesellschaften operiert, hat ein echtes steuerliches Problem. Zwar sind die Unternehmenssteuern in China deutlich niedriger als in Deutschland, eine Kapitalanlage dort über das unbedingt notwendige Maß hinaus ist aber nicht anzuraten. Und mit Indien besteht ein ganz witziges Doppelbesteuerungsabkommen, schwer verständlich und enorm verwaltungsaufwendig. Nein, Sie können sich wahrlich nicht vorstellen, was für ein Aufwand in kleinen Konzernen anfällt, die einfach nur in verschiedenen Ländern ihre Waren und Produkte vertreiben wollen ? Transferpreisgestaltung, Umsatzsteuerregelung, Finanztransfer. Probleme, von denen viele mittelständische Unternehmen wenig Ahnung haben und für sehr viel Geld Steuerberatungsgesellschaften beschäftigen müssen, die ein paar Regeln einziehen, damit sich am Ende nicht zwei Steuerbehörden am Ertrag delektieren.</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
