SPON strickt an der Rostock-Legende [Update IX]

02. Juni 2007 von Spiegelfechter - Drucken

SPON dreht sich mal wieder seine eigene Wahrheit zurecht. Das es bei der G8-Demo in Rostock zu Krawallen kommen würde, war vorauszusehen. Leider versuchen die Medien mal wieder an einer Legende zu stricken - die Legende von Rostock soll lauten, daß die gewaltätigen Krawalle von den offiziellen G8-Kundgebungen angestachelt wurden.

So meldet SPON bereits in der Überschrift ihres Live-Tickers “Wir müssen den Krieg in diese Demo tragen”.

Für 18.30 meldet SPON den Tickereintrag “[18:30] Auf der Kundgebungsbühne stachelt ein Redner die militante Szene auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.”

Das gleiche Zitat bringt SPON in seinem Artikel über die Kundgebung:

Als die ersten Autos brannten, stachelte ein Redner auf der Kundgebungsbühne die militante Szene noch mit klaren Worten auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.”

Für diejenigen, die die Kundgebung live auf Phoenix verfolgt haben, mag dies seltsam klingen - hat dies doch keiner der Redner gesagt. Besinnt man sich indes auf die spiegeltypischen Übersetzungschwierigkeiten, wird einem so einiges klar. SPON meinte die Rede des philippinischen Globalisierungskritiker Walden Bello - Träger des alternativen Nobelpreises. Natürlich hat er nicht die Worte geäußert, die SPON ihm unterschieben will, sondern in einem vernünftigen Ton Kritik an der Vermeidung des Themas Irak-Krieg beim G8-Gipfel geübt:

“We have to bring the war right into this meeting - because without peace there can be no justice”.

Wie man dies mit - “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts” übersetzen kann, ist mir schleierhaft. Honi soit qui mal y pense.

Hier ein Mitschnitt von Phoenix, der das “strittige” Zitat enthält:

Update I: Einen guten Bericht über die Vorkommnisse in Rostock gibt es im Politblog.

Update II: Bellos Worte vom “Spirit of Genua” werden ebenfalls vom SPIEGEL aus dem Zusammenhang gerissen. Er erinnerte an den Geist von Genua als Abgrenzung zum Geist von Glenneagles - vorher kritisierte er die Banalisierung und Vereinnahmung der Anti-G8 Proteste in Glenneagles durch die Popbarden Bono und Geldorf. In diesem Kontext hat der “Spirit of Genua” natürlich nichts mit den Ausschreitungen in Genua zu tun, wie es der SPIEGEL suggeriert. Im Kommentarbereich bringt der User A.N. zusätzliche Informationen, die helfen den Kontext der Rede eindeutig als “nicht aufstachelnd” einzuordnen.

Es ist fast überflüssig, zu erwähnen, dass SPON die gefälschten Zitate nicht korrigiert hat und sie von Teilen der Presse bereits wiedergegeben werden. SPON hat sein sinistres Ziel erreicht - mit rund 2 Millionen Besuchern, die mit dieser gefälschten Meldung gefüttert werden, wird erfolgreich Meinungsmache betrieben - meine rund 2.000 Besucher wissen es jetzt zwar besser, sind aber natürlich in der eindeutigen Minderzahl. Und wer weiß, vielleicht ist diese absichtliche Fälschung nur die Spitze des Eisbergs, bei der SPIEGEL-Berichterstattung über Rostock. Ich kann nur jedermann raten, bei SPON Berichten äußerst kritisch zu sein und im Zweifel lieber nichts zu glauben, was dieses Magazin berichtet.

Update III: Es ist auffällig, dass SPON das gefälschte Zitat über eine Stunde später in den Ticker stellt. Wie man im Phoenix-Video sehen kann, ist das Zitat um 17.17 gefallen, was sich auch mit den bei SPON erwähnten “ersten brennenden Autos” deckt. Im Newsticker wird allerdings erst um 18.30 darauf eingegangen. Wiederum: Honi soit qui mal y pense.

Update IV: Was ein kleiner Blog-Artikel doch erreichen kann - SPON hat sich 23 Stunden nach der Falschmeldung zu einer kommentierten Korrektur hinreißen lassen, in der sie den schwarzen Peter der DPA unterschieben. Nun ist es mit solchen Meldungen leider wie mit der Büchse der Pandora - sind sie erst einmal in Umlauf, ist es unmöglich, sie zurückzuholen. Dennoch - Chapeau für diese “Gegendarstellung”. Der Vorwurf der mangelnden Sorgfältigkeit oder gar Fahrlässigkeit bleibt aber dennoch stehen.

Die “Gegendarstellung” im Volltext:

Ursprünglich hieß die Headline zu diesem Ticker: “Wir müssen den Krieg in diese Demo tragen”. Das Zitat stammt aus einem Bericht von Helmut Reuter, Korrespondent der Nachrichtenagentur dpa in Rostock. In seinem Bericht von Samstag, 18.41 Uhr, hieß es:

“Um 17.30 Uhr werden die ersten Autos angezündet, während unweit vom Tatort auf der Kundgebungsbühne ein Redner die militante Szene noch mit klaren Worten aufstachelt: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.” Und dann beschwört er noch den Geist von Genua. Die italienische Hafenstadt ging 2001 mit einem zweifelhaften Eintrag in die G8-Annalen ein, als sich militante Demonstranten zwei Tage lang erbitterte Straßenkämpfe mit der Polizei lieferten.”

Wie sich später herausstellte, stammt das Zitat aus einer Rede von Walden Bello, philippinischer Soziologieprofessor und Träger des alternativen Nobelpreises. Walden Bello hielt auf der Bühne in Rostock eine engagierte Rede, während um die Versammlung herum bereits die Randale entbrannte. In dieser Rede sagte er: “…we have the spirit of Genoa”. Dann folgte eine Passage über den Irakkrieg, die mit folgendem Aufruf endete: “We have to bring the war right into this meeting - because without peace there can be no justice.”

Teile der dpa-Darstellung hatte Spiegel Online in diesen Ticker übernommen. Die von Spiegel Online nach Rostock entsandten Kollegen waren zu dieser Zeit an anderen Stellen der Demonstration als Beobachter im Einsatz und hatten Bellos Ausspruch nicht persönlich mitbekommen. Heute um 15:59 verbreitete die Agentur dpa folgende Meldung:

“Rostock (dpa) - Der Aufruf zum “Krieg”, mit dem ein Redner während der Krawalle am Samstag in Rostock die militante Szene angestachelt hatte, war nach Darstellung der Protest-Organisatoren ein Übersetzungsfehler. Der zitierte Redner Walden Bello habe in seiner englischsprachigen Rede dazu aufrufen wollen, gegen den Krieg im Irak zu protestieren, teilte die globalisierungskritische Organisation Attac am Sonntag mit. In der deutschen Übersetzung wurde daraus: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.” Die Äußerung sei in diesem Zusammenhang missverständlich gewesen. Sie habe aber nicht auf Krawalle bei der Anti-G8-Demonstration abgezielt, betonte Attac.”

Die Agentur dpa hatte sich zuvor gegenüber Spiegel Online darauf berufen, dass ein Veranstaltungsteilnehmer auf der Bühne Bello übersetzt und wie in der dpa-Meldung vom Samstag wiedergegeben hätte. Spiegel Online bemüht sich derzeit, einen kompletten Mitschnitt der Veranstaltung zu bekommen, um dies zu überprüfen. Spiegel Online bedauert, die fehlerhafte Übersetzung von dpa übernommen zu haben.

Die Redaktion

Update V: Das ZDF-Blog vom G8-Gipfel hat die Geschichte der Falschmeldung aufgeklärt und liefert neben den Phoenix-Fernsehbildern auch den O-Ton des Übersetzers, wobei dem guten jungen Mann bei der entscheidenden Passage ein Hauch von Unsicherheit umweht:

Walden Bello: „Two years ago they said: Do not bring the war into the discussions. Just focus on poverty reduction. Well, we say: We have to bring the war right into this meeting. Because without peace there can be no justice.”

Der Übersetzer auf der Bühne: “Vor zwei Jahren hat es geheißen: Wir sollen den Krieg nicht in die Diskussion mit reinbringen. Wir sollen uns nur auf Armutsbekämpfung konzentrieren. Aber ich sage: Wir müssen den Krieg hier mit reinbringen. Denn ohne Frieden kann es auch keine Armutsbekämpfung geben.“

Fest steht: Das Zitat von DPA/SPON ist auch in der Übersetzung so nicht gefallen! Der Übersetzer gibt weder den “strittigen” Satz von sich, noch das “abgschwächte” Zitat aus der Gegendarstellung. Auch entsteht keinesfalls der Eindruck, er würde den Bezug “hier mit reinbringen” auf die Demo beziehen.

Zurecht merkt das ZDF daher an:

Für die Medien, die auf diese Ungenauigkeit hereinfielen, ein schwerer Patzer und ein unangenehmes Zurückrudern in Gegendarstellungen. Das ZDF hat frühzeitig die missverständliche Deutung erkannt und den Zusammenhang eben nicht hergestellt.

Was für ein Seitenhieb auf das ehemalige “Sturmgeschütz der Demokratie” *hüstel*, das zur “Spritzpistole Angela Merkels” herabgesunken ist.

Danke an Alexander für den Hinweis.

Update VI: Heute um 12.59 hat DPA endlich einen umfassenden Widerruf, verbunden mit der Entschuldigung an Walden Bello veröffentlicht. Nur zur Erinnerung: Seit der falschen Pressemeldung sind mittlerweile fast 67 Stunden vergangen - eine Ewigkeit in der schnelllebigen Medienwelt. SPON hat reagiert und die Tickermeldung mit einem eindeutigen Kommentar versehen. Ferner bietet jetzt auch SPON das Video auf seinen Seiten an. Das ist zwar ein korrektes und entschiedenes Krisenmanagement, kommt aber viel zu spät.

Danke an Stefan Niggemeier für den Hinweis.

Update VIII: In seinem Blog zeichnet Stefan Niggemeier eine umfassende Chronologie des Falles “Falschmeldung”. Lesetipp!

Update IX: Stefan Niggemeier hat in seinem Blog auch die Reaktion einiger deutschsprachiger Zeitungen dokumentiert. Leider lassen die meisten Zeitungen hier Ehrlichkeit, Transparenz und Selbstkritik vermissen.

Bildnachweis: ZDF

Jens Berger

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Trackbacks:

  1. 1 · Bühne Heiligendamm am 2. Juni 2007 um 21:19

    [...] Nachtrag: Wie die Medien mit diesem Spektakel umgehen, kann man beim Spiegelfechter lesen. Ungeheuerlich, aber sagt mir nicht, das wäre in den letzten jahren anders gewesen und träfe euch jetzt unvorbereitet und deshalb in der demokratischen Magegrube . [...]


  2. [...] Update 2: Berichte beim NDR (klingt, ebenso wie der Bericht in der ZEIT, einigermaßen sachlich, einfach von der Sprache her — anders als der Bericht bei Spiegel Online mit dem schönen Titel „Autonome verwüsten Rostock“) und bei Indymedia (Ticker). [...]


  3. 3 · G8 at einAugenblick.de am 2. Juni 2007 um 22:57

    [...] Ein klarer Beispiel falscher Berichterstattung hat der Spiegelfechter beobachtet: Spiegel Online schreibt: Als die ersten Autos brannten, stachelte ein Redner auf der Kundgebungsbühne die militante Szene noch mit klaren Worten auf: “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.” [...]


  4. [...] Sonnabend, 02.06.2007 puh. was für ein tag. dabei habe ich noch soviel mehr vor. wozu haben wir eigentlich diesen zaun gebaut? und ich dachte auch immer, der schwarze block seien wir. alles sehr kompliziert. [...]


  5. 5 · Autonome! - Citronengras am 3. Juni 2007 um 01:04

    [...] Ach Herrschaften, was soll denn das? Die Ziele, schön und gut - aber die gewählten Mittel doch müssen stimmen. Seid ihr sicher, euch übetr die Ziele im klaren zu sein? Glaubt ihr, Autos anzuzünden und Projektile zu werfen hätte irgendeinen anderen Effekt als den pyromanischen, den der Selbstpositionierung? Nun… ja. 1000 Gewaltbereite sind für Spiegel Online genug Stoff für das Quantum reißerischen Anti-Anti-Protest-Agitprop, um die inhaltlichen Positionen der restlichen 96% Demonstranten zu überdecken. Da wird dann auch mal noch schlechter übersetzt als der olle Babelfish, um die Aussage “Es herrscht Chaos” zu unterstreichen und so ähnlich wird die BamS morgen sicher auch titeln. Aber nur weil die blöd sind, heißt das nicht, das ihr’s nicht auch seid. Anstatt die Wirtschaftswürstchen und Phrasenschalmeien vom weltpolitischen Theater mit symbolischen Akten der Lächerlichkeit preiszugeben (die einzige Art, wie Demonstrationen heute überhaupt noch wirken können), bestätigt ihr sie mit euren eventtouristischen Wurfwettbewerben in der nach außen getragenen Auffassung, der Pöbel sei wild, dumm, gefährlich - also seiner Rechte zu entledigen. Der Gewinner wird nun leider nicht der sein, der verliert. Das seid ihr zwangsläufig, wenn ihr euch solcher Mittel bedient und ich glaube ihr gefallt euch mitunter ganz gut in der Rolle der Unterdrückten. Nein, Gewinner wird sein, der nach dem Gipfel in der Wahrnehmung der Masse das Opfer ist. Es geht um weit mehr als den Opferstatus, den ihr euch zwanghaft erhalten wollt. [...]


  6. 6 · links for 2007-06-02 auf F!XMBR am 3. Juni 2007 um 01:23

    [...] SPON strickt an der Rostock-Legende (tags: rostock g8 demonstation spon spiegel manipulation) [...]


  7. 7 · Dobschats Weblog am 3. Juni 2007 um 10:49

    Wie bescheuert seid Ihr eigentlich? (Update)…

    Wie bescheuert sind die Autonomen eigentlich? Sind die wirklich so bescheuert, dass sie glauben mit ihren Gewaltaktionen etwas anderes zu erreichen als entsprechende Gegenaktionen der Polizei? Merken die denn nicht, dass die damit den ganzen Sicherheit…


  8. 8 · Nerdcore — Qualitätsjournalismus am 3. Juni 2007 um 12:21

    [...] Der Spiegelfechter blamiert spOn: SPON dreht sich mal wieder seine eigene Wahrheit zurecht. Das es bei der G8-Demo in Rostock zu Krawallen kommen würde, war vorauszusehen. Leider versuchen die Medien mal wieder an einer Legende zu stricken - die Legende von Rostock soll lauten, daß die gewaltätigen Krawalle von den offiziellen G8-Kundgebungen angestachelt wurden. [...]


  9. [...] Also ich bin ja kein Experte und schon garnicht in der einen oder anderen Szene besonders aktiv. Aber irgendwie gefällt mir die momentane Berichterstattung über die gestrige Demo in Rostock überhaupt nicht. SPIEGEL ONLINE zitiert falsch und verdreht offenbar die Wahrheit, und die JungeWelt redet davon wie man einem Polizeikessel am Besten entgeht… Indymedia ist sichtlich bemüht der Informationsflut Herr zu werden und berichtet mir auch etwas zu einseitig… [...]


  10. [...] # sie dabei nicht einmal mehr vor der Verdrehung von Tatsachen zu Gunsten dessen, was sie ausdrücken möchten, Halt machen und der Meinungsmaschine einen neuen Dreh geben, [...]


  11. [...] Der Spiegelfechter zeigt auf: SPON dreht sich mal wieder seine eigene Wahrheit zurecht. Das es bei der G8-Demo in Rostock zu Krawallen kommen würde, war vorauszusehen. Leider versuchen die Medien mal wieder an einer Legende zu stricken - die Legende von Rostock soll lauten, daß die gewaltätigen Krawalle von den offiziellen G8-Kundgebungen angestachelt wurden. [...]


  12. [...] Wie Danijati gestern in anderem Kontext betonte, war Spiegel Online in der Berichterstattung von der Rostocker Demo recht schnell. Aber wie der Spiegelfechter zeigt, ist man in der Wahrnehmung der Realität etwas eigen. (via Nerdcore) [...]


  13. [...] Dass ich mich nicht getäuscht hatte, bestätigte ein Blick in das SPIEGEl-kritische Blog “Spiegelfechter”: SPON strickt an der Rostock-Legende. Spiegel-Online hatte offensichtlich ein Zitat des philippinischen Globalisierungskritikers Walden Bello (das außerdem schon um 17.17 fiel) zum Gewaltaufruf umgedichtet: SPON meinte die Rede des philippinischen Globalisierungskritiker Walden Bello - Träger des alternativen Nobelpreises. Natürlich hat er nicht die Worte geäußert, die SPON ihm unterschieben will, sondern in einem vernünftigen Ton Kritik an der Vermeidung des Themas Irak-Krieg beim G8-Gipfel geübt: [...]


  14. [...] Beim Spiegelfechter wird der von mir verlinkte SpOn-Artikel etwas differenzierter dargestellt. Aber um den ging es mir auch nicht - sondern um die Gewalt der Autonomen. Und da kann ich nur Kommentar #21 zustimmen: “Sorry, aber als friedlicher Demonstrant will ich weder zum Schutzschild für die autonomen Vollidioten werden, die Schutz in der Menge suchen (was gestern passiert ist) noch will ich von der Demonstrationsleitung mit diesen Menschen in einen Topf geworfen werden. … Außerdem hoffe ich, daß es nun endlich eine klare Abgrenzung des Organisationsbündnisses gegen Randale gibt. Sonst spielen Ereignisse wie gestern in Rostock nur wieder den Schäubles und Becksteins in die Hände.” ] Abgelegt unter Politix | [...]


  15. 15 · Konsumblog.de am 3. Juni 2007 um 14:48

    Berichterstattung zur Gewalt in Rostock…

    Es war so klar wie das Amen in der Kirche, kommt es zur Gewalt nach einer Demo, sind die Fronten und Schuldigen für einen Großteil der offiziellen Online-Presse klar. “Gewaltbereite Automone” ist die Standard-Erklärung, für die man sein…


  16. 16 · musiqua am 3. Juni 2007 um 15:20

    [...] Der Spiegelfechter (der langsam zum mustread wird), zeigt mal wieder das hintergründige Verdrehen von Tatsachen auf, diesmal bei SpOn: [...]


  17. [...] Mein Lieblings-Kampfblatt “Der Spiegel” reitet auf der Welle der Meinungsmache natürlich ganz vorne mit. Etwas anderes hatte vermutlich auch keiner erwartet. Mit SPONs Strickerei an der Rostock-Legende setzt sich Der Spiegelfechter kritisch auseinander und auch die Kommentare geben Aufschluss über Schein und Sein! SPON dreht sich mal wieder seine eigene Wahrheit zurecht. Das es bei der G8-Demo in Rostock zu Krawallen kommen würde, war vorauszusehen. Leider versuchen die Medien mal wieder an einer Legende zu stricken - die Legende von Rostock soll lauten, daß die gewaltätigen Krawalle von den offiziellen G8-Kundgebungen angestachelt wurden. [...]


  18. 18 · Webmaster Blog am 3. Juni 2007 um 15:25

    Bedenkliche Meinungsmache bei SPON…

    Wo lernen die Journalisten, die bei Spiegel Online schreiben, eigentlich Fremdsprachen? In der Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Rostock gestern schreibt SPON:
    Als ein Auto brannte, stachelt……


  19. [...] bis dahin eine prima sache, es gibt genug wogegen man demonstrieren kann, die industriestaaten lassen viel zu viel unrecht in der welt zu, oder verursachen es sogar! es hätte also eine richtig geile aktion für attac, greenpeace, kirchen, gewerkschaften,…  sein können - wenn nicht gegen abend zu kämpfen zwischen polizei und autonomen gekommen wäre. und genau an der stelle gehen die meinungen der meisten auseinander! [...]


  20. 20 · ePenis.de - Denn die Welt ist FUBAR am 3. Juni 2007 um 15:43

    [...] So streicht der Spiegelfechter zum Beispiel heraus, wie Spiegel Online mit bewusst falschen Übersetzungen den Eindruck erweckt, die Demonstrationsleitung selber hätte den schwarzen Block noch befeuert. Auch die Bilder im Fernsehen zeigen kein ganzheitliches Bild. N-TV zum Beispiel zeigt die meiste Zeit nur den schwarzen Block und brennende Autos. Die Aktionen der Polizei, die zum Teil Wasserwerfer gegen unbeteiligte einsetzte, werden verschwiegen. Gut zu sehen in einigen Videos, die sich inzwischen auf YouTube finden (nach dem Sprung). [...]


  21. 21 · Pottblog am 3. Juni 2007 um 15:54

    ARD-Wochenspiegel berichtete schon vor einem Jahr von den Krawallen…

    Gerade machte mich Djure auf den Beitrag im heutigen ARD-Wochenspiegel über die gestrigen Ausschreitungen im Rahmen der G8-Demonstration in Rostock aufmerksam, den man sich unter tagesschau.de direkt anschauen kann.
    Interessant dazu sind vor alle…


  22. [...] Ich liebe ja Spon (Spiegel-Online), denn die sind immer wieder gut fr einen Lacher. Auch wenn der heutige lacher, kritisch betrachtet, eher ein Rohkrepierer ist. Lachen kann ich auch, weil mal wieder die westliche Wertewelt, gabs die berhaupt schon (?), so lese ich das bei Spon, zusammen bricht. Was bricht da eigentlich genau zusammen? Eigentlich doch nur die klassischen Medien und ihre Propaganda. Die, dank des Internets, immer wieder fr einen Lacher gut ist. Lustig finde ich auch, dass gerade die klassischen Medien gerne einen Zug fahren lassen, nein ich nennen den nicht Spon-Furz (!), jetzt sind wieder die Demonstranten an allem Schuld. Spter dann kommen wieder die “investigativen” Journalisten daher und schreiben vielleicht sowas:”Die Anstachler innerhalb der Krawallmacher, waren mal wieder vom Geheimdienst [Name selbst einsetzen] bezahlte Doppelagenten!”. So kann man dann brigens fr Auflage sorgen, erst Vorverurteilen, dann spter noch’n bisschen Aufklren. Kennen wir alles doch schon! @Klassische Medien: Euren Untergang habt ihr selbst zu verantworten! Das ist so sicher, wie euch immer mehr zahlende Leser davonlaufen. Amen! [...]


  23. [...] So! Getextet am Sonntag, den 3. Juni 2007 um 1649 Uhr [...]


  24. 24 · File Status 48 am 3. Juni 2007 um 17:02

    “Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.”…

    [18:30] Auf der Kundgebungsbühne stachelt ein Redner die militante Szene auf: "Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts."Und der heisse Juni hat grade erst angefangen. Spiegel Onli…


  25. 25 · Das Buch zum G8 Gipfel at hoi polloi am 3. Juni 2007 um 17:39

    [...] Update: Nach den Krawallen von Rostok, liegt es nahe das Buch auch an die (anscheinen nicht selten unpolitischen) Randalierer und die Redaktion der dpa herauszugeben. [...]


  26. 26 · Gewalt vs Gewalt « Outsider in Strausberg am 3. Juni 2007 um 17:42

    [...] Nur die Menschen aus vielen Nationen nehmen immer wieder diesen Gipfel zum Anlass, um ihre Erwartungen und Forderungen für ein menschenwürdiges Leben für alle zu artikulieren. Sie wollen Zeichen setzen und eine Stimme haben. Früher wurden sie alle als Chaoten und Randalierer bezeichnet. Heute läuft die Berichterstattung schon etwas differenzierter, meistens jedenfalls, aber nicht immer. Es wird zumindest nicht mehr die Ernsthaftigkeit und der Wille zur gewaltlosen Demonstration angezweifelt. Und das ist gut so. Warum aber diese Straßenschlacht in Rostock so eskalierte, wird sicher nicht eindeutig geklärt werden. Die Veranstalter der Demonstration sehen den “schwarzen Block” als Initiator von Gewalthandlungen, andere haben erlebt wie die Polizei provozierte und gegen friedliche Demonstranten vorging, wiederum andere sprechen von aus dem Ausland angereiste Gewalttäter . Es gibt unzählige Videos, Berichte und Gedächtnisprotokolle. Egal wie die Aufarbeitung der Geschehnisse ausfallen wird, die Medien hatten ihre Sensationsberichterstattung mit eindrucksvollen Fotos und Schäuble und Co. sehen ihren Sicherheitswahn gerechtfertigt. Fotos von agierenden Gewalttätern wirken stark und nachhaltig. Gerade zum richtigen Zeitpunkt, um mal schnell das Grundgesetz zu Gunsten der legalen Überwachung zu verändern. Bleibt die Frage aller Fragen: Wer zieht seinen Nutzen aus dieser Straßenschlacht? Warum durfte dieser besagte “schwarze Block” sich überhaupt in den Demonstrationszug einreihen? Schließlich gibt es in Deutschland ein Vermummungsverbot. [...]


  27. [...] Zum vollständigen Beitrag beim Spiegelfechter… [...]


  28. [...] · tar, den 03.06.07 in Krise, Medien, Soziales, Politik, Lügen, Deutschland Quelle: spiegelfechter.com [...]


  29. 29 · b sapere aude 1 1 34 am 3. Juni 2007 um 19:33

    [...] auch Spreeblick, Politblog und Spiegelfechter zum Thema. 2f Posted in 86 Allgemein 3 | 2 9 12 No Comments » 4 38 a 319 [...]


  30. 30 · Dobschats Weblog am 3. Juni 2007 um 19:44

    Spiegel Online korrigiert…

    Das verfälschte Zitat von der Demo gestern wurde von Spiegel Online jetzt korrigiert und die Schuld dem Korrespondenten der dpa zugeschoben: Ursprünglich hieß die Headline zu diesem Ticker: "Wir müssen den Krieg in diese Demo t…


  31. [...] Weitere Links: heute.de: Gewalt ueberschattet G8-Demonstration,  politblog.de: Eskalation: Polizei inszeniert Buergerkrieg, Spiegelfechter: Spiegel Online strickt an Rostock-Legende   « Wann ist die Frau ‘ne Frau |   [...]


  32. [...] SPON strickt an der Rostock-Legende [...]


  33. 33 · 37.6-Blog am 3. Juni 2007 um 22:43

    Die Rostock-Legende von Spiegel Online…

    “Vertraue nie nur einer Quelle!”, ist ein journalistisches Gebot. In der Redaktion von Spiegel Online jedoch pfeift man darauf.

    ……


  34. [...] SPON strickt an der Rostock-Legende [Update] - Der Spiegelfechter [...]


  35. [...] Nachtrag: Wer auf jeden Fall auch für die Diskreditierung des G8-Protestes verantwortlich ist, ist Spiegel Online. Der Spiegelfechter erläutert zum Glück, wie Spiegel Online an der Rostock Legende strickt, so dass es jeder nachvollziehen kann. [...]


  36. 36 · . segert.net weblog . am 4. Juni 2007 um 01:02

    Für was die Bloggerei gut ist…

    Ein Beispiel zur rechten Zeit: SPON strickt an der Rostock-Legende [Update IV].
    ……


  37. 37 · da wird gebastelt und gelogen auf F!XMBR am 4. Juni 2007 um 03:00

    [...] spiegelfechter [...]


  38. [...] den Pagerank deiner…Titania CarthagaFreitag, Mai 25, 2007, 14:08manueller Trackback Geschwindigkeit ist nicht immer alles (0) Sonntag, Juni 3, 2007, 23:02 - G8 Nicht immer ist auch der erste Eindruck richtig. Ein schönesBeispiel lieferte die mediale Berichterstattung zu den Vorgängen in Rostock. Initial hieß es, von der Veranstaltungsbühne sei die militante Szene noch mit klaren Worten angefeuert worden: »Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen. Mit friedlichen Mitteln erreichen wir nichts.«So berichtete es denn auch Spiegel Online zunächst im Ticker. Wie Die Spiegelfechter dokumentieren, hat sich diese angebliche Aufstachelung von der Veranstaltungsbühne zwischenzeitlich als »Übersetzungsfehler« herausgestellt — leider hat das die Kavala-Pressestelle am Sonntang noch nicht realisiert, im »ZDF spezial« wird noch munter die Legende von der Anstachelung gebracht: [...]


  39. 39 · - 8 TUN G8 - at in|ad|ae|qu|at am 4. Juni 2007 um 05:42

    [...] Badespasz’ Pressespiegel G8 2007 hat sich gewaschen , G8 Ticker (indymedia) , Spree8 . Nachrichten vom Zaun (spreeblick) , Demonstration gegen G8-Gipfel endete in Militanz (Telepolis - Stand 3. 6. : Kurze Presseschau) , Bericht eines Demonstranten aus Rostock (Telepolis) . SPON strickt an der Rostock-Legende [Update IV] (Der Spiegelfechter - zum Vergleich MINUTENPROTOKOLL DER KRAWALLE , SpiegelOnline) , Eskalation: Polizei inszeniert Bürgerkrieg (politblog.net) , Pressefreiheit, Heiligendamm: 20 Journalisten wurde Akkreditierung verweigert (newsroom.de) . rostock - eine nachlese bietet Augenzeugenbericht auf tabula rasa / nachtspieler.de . [...]


  40. [...] Ein klares Beispiel falscher Berichterstattung hat der Spiegelfechter beobachtet:Spiegel Online schreibt: [...]


  41. [...] Wieso sprechen die Medien durch die Bank von «brennenden Autos» bei der G8-Demonstration in Rostock? Es hat ein einziges Auto gebrannt, nicht mehrere. Es ist auch nur dieses Eine Auto in den Medien zu sehen. Ich fasse es nicht, dass hier der Plural angewendet wird. Aber wir sind die Lügen von Spiegel Online & Co ja schon gewohnt. [...]


  42. 42 · blog.50hz.de am 4. Juni 2007 um 11:15

    Legenden: Das Megafon der WAZ…

    Als Auslöser der Krawalle in Rostock, da herrscht weitgehend Einvernehmen, gelten Attacken aus dem schwarzen Block auf einen einzelnen Polizei-Bus. In den meisten Berichten ist diese Attacke in einer Einstellung zu sehen, in der der Demonstrations…


  43. [...] Spiegelfechter «SPON strickt an der Rostock-Legende» Zürcher Oberländer «Die Polizei wurde überrascht» Spiegel Online «Minutenprotokoll der Krawalle…» Spreeblick «Ich war’s nicht» [...]


  44. 44 · Bello statt Bono at slidetone.blog am 4. Juni 2007 um 13:39

    [...] [Edit II: Offenbar waren nicht nur die Wasserwerfer von Walden Bellos Rede beeindruckt. ] [...]


  45. 45 · wonko.twoday.net am 4. Juni 2007 um 13:39

    Der G8 Gipfelblog - Krawalle nicht ausgeschloßen…

    Ich halte mich jetzt mal nicht an meine selbstauferlegte Schreibabstinenz zum Thema “Krawalltouristen meets Rostock” und lege doch ein paar Zeilen obendrauf.

    Wer da wo und an was die Schuld haben soll, ist mir schlicht egal. Geprügelt wird hier…


  46. [...] Der Spiegelfechter - SPON strickt an der Rostock-Legende [...]


  47. [...] Das “Spiegelfechter”-Blog beweist anhand des MyVideo-Ausschnittes, dass Bello dies nicht gesagt hat. [...]


  48. 48 · pasQualle » Gib 8! am 5. Juni 2007 um 18:56

    [...] Der morgen beginnende G8-Gipfel und die einseitige Berichterstattung der gemeinen Medienwelt war der Anlass ein alternatives Sprachrohr für die Autonomen und normaldenkenden Menschen dieser Welt zu schaffen. Mit Spree8 haben sie nun die Möglichkeit per SMS oder Telfonanruf aus ihrer Sicht über das wirkliche Geschehen in Heiligendamm zu berichten. Dies ist zwar noch keine wirklicher Kampf gegen den Überwachungs- und Kontrollwahn eines behinderten Politikers aber ein Schritt in die richtige Richtung. [...]


  49. 49 · Selten so Gl8! « Stefan Niggemeier am 5. Juni 2007 um 20:41

    [...] Im ZDF-Blog zum G8-Gipfel kann man schön sehen, wieviel Angst auch diejenigen etablierten Medien, die versuchen, sich auf die neuen Möglichkeiten der Kommunikation im Internet einzulassen, vor dem damit verbundenen Kontrollverlust haben. Links in den Kommentaren des Blogs, selbst solche wie dieser, werden entfernt. Nicht auszudenken, wenn jemand auf eine der schlimmen Seiten verlinkte, von denen man immer soviel hört. [...]


  50. [...] Heute, kurz vor High-Noon, hielt Deutschland den Atem an. Über den stets zuverlässigen SPON-Ticker kam die ultimative Terrormeldung. Terroristen in Clownsköstum setzen in ihrem Kampf gegen das ewig Gute chemische Kampfstoffe Flüssigkeiten ein; welch sinistres Treiben - ich war tief erschüttert, hoffentlich findet man bald die WMD Chemiewaffen: +++ “Clown’s Army” sprüht Gift gegen Polizisten +++ [11:42] Bei der Anti-G-8-Demonstration gestern in Rostock haben militante Demonstranten erneut chemische Flüssigkeiten gegen Polizisten versprüht. “Acht Polizisten mussten zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht werden”, sagte Polizeisprecher Axel Falkenberg in Rostock. Dies sei ein in Deutschland bislang unbekanntes Vorgehen der militanten Szene. Verursacher seien Mitglieder einer Gruppe namens “Clown’s Army”, die aus Spritzpistolen die bisher unbekannte Flüssigkeit versprühten. Bereits am Samstag mussten mehrere Polizisten mit schmerzhaften Hautreizungen medizinisch behandelt werden.” [...]


  51. [...] Dazu passend: Der Spiegelfechter hat sich SpOn (Spiegel online) herausgegriffen und dort die Wort-Wandlungen beobachtet. Ein Fazit: »Ich kann nur jedermann raten, bei SPON Berichten äußerst kritisch zu sein und im Zweifel lieber nichts zu glauben, was dieses Magazin berichtet». [...]


  52. [...] Und das Dritte, sollte dann wieder auf die Tagespolitik zurückführen: auf G8-TV kann man sich eine Berichterstattung zum G8-Gipfel und deren Demonstrationen fernab von SpOn anschauen. [...]


  53. 53 · wonko.twoday.net am 6. Juni 2007 um 00:23

    Eine Ente namens “Wir müssen den Krieg in diese Demonstration reintragen”…

    An der ganzen Geschichte gefällt mir so einiges nicht, aber dazu weiter unten mehr, hier erstmal die grobe Zusammenfassung.
    Wie Spiegelfechter ja sehr schnell herausgefunden hat, war das Zitat, welches wohl die DPA verbreite hat, kompletter Bl&oum…


  54. 54 · Joaquins Musikblog am 6. Juni 2007 um 01:09

    G8-Assis…

    Wenn man aus ganz Deutschland Polizisten auf einen Fleck konzentriert und vorab einige andere, fragwürdige Aktionen laufen läßt, dann verwundert es nicht, dass dies wie ein rotes Tuch auf die gewaltbereiten Antistaatler wirkt. Von einer Deeskalation…


  55. [...] Der Spiegelfechter (im Übrigen fürs Gesamtwerk: Chapeau!) hatte es wohl als erstes bemerkt, dass Herr Reuter (dpa) die Rede von Walden Bello falsch wiedergegeben hatte und SpOn (und andere) die Meldung ungeprüft übernommen hatte. [...]


  56. 56 · Spree8 | FreieNetze am 6. Juni 2007 um 14:13

    [...] Siehe:  SPON strickt an der Rostock-Legende [Update VI - DPA widerruft] [...]


  57. 57 · SPONtaner Boykottaufruf - Citronengras am 6. Juni 2007 um 14:49

    [...] Meines Erachtens hinkt die Qualität der Onlineausgabe sogar der Printversion hinterher. Reißerische Sex&Crime-Schlagzeilen, völlig irrelevante “News” frisch vom Boulevard, hämische Kommentare von Malzahn und Broder, schlecht recherchierte oder manipulative Artikel stehen der “Bild” in nichts nach - ausser dem immerhin-noch-ein-bißchen-seriös-Nimbus, das das Angebot ungerechtfertigt umgibt - und werfen ein schlechtes Licht auf jeden Nutzer der Seite. Hin und wieder ein gutes oder zumindest interessantes Artikelchen sind wohl die berühmte Schwalbe, die noch längst keinen Sommer macht. Die letzten zwei SpOn-Märchen (eins, zwei), die der Spiegelfechter ausgrub, sprechen für sich. Es ist eine Schande, dass Spiegel Online auch in der deutschen Blogosphäre nach der Wikipedia das meistverlinkte Onlinemedium ist. Herrje, warum lassen sich die Leute von diesem Webseite gewordenen Wurmfortsatz der “RTL Aktuell”-News bloß Relevanz und Seriösität vorgaukeln? Ich finde das unverzeihlich, will das einfach nicht mehr mit ansehen und gelobe hiermit folgendes: [...]


  58. 58 · MedienGAU Rostock - Der Spiegelfechter am 6. Juni 2007 um 16:46

    [...] Die Nachrichtenagentur DPA veröffentlicht am Samstag eine grob fahrlässige Falschmeldung, die von den Redaktionen ungeprüft und anscheinend unreflektiert weitergegeben wird. Eine umfassende Chronologie dieses Mediendebakels hat Stefan Niggemeier in seinem Blog aufgezeichnet. [...]


  59. [...] Diese Frage ist, wie ich finde, gar nicht mal so unberechtigt. Auf allen Kanälen wird Tag und Nacht berichtet von den Protesten, den Kundgebungen, den Randalen, von den zurechtgerückten Beiträgen von SPON mal ganz zu schweigen. [...]


  60. 60 · musiqua am 7. Juni 2007 um 16:03

    [...] Meines Erachtens hinkt die Qualität der Onlineausgabe sogar der Printversion hinterher. Reißerische Sex&Crime-Schlagzeilen, völlig irrelevante “News” frisch vom Boulevard, hämische Kommentare von Malzahn und Broder, schlecht recherchierte oder manipulative Artikel stehen der “Bild” in nichts nach - ausser dem immerhin-noch-ein-bißchen-seriös-Nimbus, der das Angebot ungerechtfertigt umgibt - und werfen ein schlechtes Licht auf jeden Nutzer der Seite. Hin und wieder ein gutes oder zumindest interessantes Artikelchen sind wohl die berühmte Schwalbe, die noch längst keinen Sommer macht. Die letzten zwei SpOn-Märchen (eins, zwei), die der Spiegelfechter ausgrub, sprechen für sich. [...]


  61. [...] Es ist keine Schande, Fehler zu machen. Aber nichts daraus zu lernen, und den selben Fehler ein zweites Mal zu machen. Und spätestens bei der dritten Wiederholung würde ich mal von einer gewissen Absicht ausgehen. [...]


  62. 62 · gelblog » Scheinheiligendamm-Links am 8. Juni 2007 um 11:56

    [...] Interessant ist Donalds Kommentar dazu beim Spiegelfechter. [...]


  63. [...] Die Rostock-Legende wird im kollektiven I-Gedchtnis hngen bleiben. War es nur ein versehen? Wurde wirklich nur zufllig eine Rede falsch bersetzt? War die Schlagzeile “Wir mssen den Krieg in diese Demo tragen tatschlich nur das Produkt mehrerer Irrtmer? Stefan Niggemeier zeichnete den Weg dieses “Irrtums” nach und fhrt uns Medienkonsumenten auch vor, was es bedeutet, wenn man der deutschen Presse glaubt. [...]


  64. [...] An der ganzen Geschichte gefällt mir so einiges nicht, aber dazu weiter unten mehr, hier erstmal die grobe Zusammenfassung. Wie Spiegelfechter ja sehr schnell herausgefunden hat, war das Zitat, welches wohl die DPA verbreite hat, kompletter Blödsinn. Es war noch nicht einmal aus dem Zusammenhang gerissen, es war einfach nicht richtig übersetzt. Wobei man zurecht bezweifeln mag, ob man ohne größere geistige Verrenkungen „Meeting“ mit „Demonstration“ übersetzen kann. [...]


  65. [...] Neben anderen Verfehlungen der Massenmedien während der G8-Sause war es besonders eine dpa-Meldung mit einer falschen Übersetzung, die zunächst auf SpOn und dann in nicht wenigen Zeitungen im deutschsprachigen Raum die Runde machte. [...]


  66. [...] Genug gequasselt, das macht SpOn ja schon und berichtet natürlich exakt so, wie man es erwartet hat – Aber, ich lasse jetzt male Andere ran: Malte hat das Ganze bei Spreeblick gut zum Ausdruck gebracht, Dobschat schreibt es schön pointiert auf, Andreas schafft es mit ein paar weniger Sätzen, im Politblog gibt es hautnahe Infos, die TAZ schreibt auch etwas dazu, Micele hier auch, MaloXP bei Citronengras ebenso und Der Spiegelfechter macht sich auch seine Gedanken dazu. [...]


  67. 67 · Linkgedöns aus dem Ersatzblog | NIGHTLINE am 18. Juni 2007 um 17:13

    [...] Spiegel-Online biegt sich die Wahrheit zurecht [...]


  68. 68 · » Gewalt vs Gewalt-My 1983 am 2. August 2007 um 16:18

    [...] Heute l?uft die Berichterstattung schon etwas differenzierter, meistens jedenfalls, aber nicht immer. Es wird zumindest nicht mehr die Ernsthaftigkeit und der Wille zur gewaltlosen Demonstration [...]


  69. [...] Es sieht so aus, als sei die SPON-Meldung von 17:00 mal wieder auf eine kapitale Ente der DPA zurückzuführen. Keine andere Presseagentur und kein anderes Qualitätsmedium meldet, dass die [...]


  70. 70 · SPON stellt Vorbedingungen - Der Spiegelfechter am 4. Oktober 2007 um 23:38

    [...] Blattes passen, nicht etwa korrigiert, sondern so lange wiederholt, bis es keinen mehr interessiert oder ein kleiner Skandal daraus wird, ist bekannt. So auch diesmal: In einem Folgeartikel, der gegen 21.00 online gestellt wurde, [...]


  71. [...] bis heute nicht entschuldigt hat sich der „Spiegelfechter” Jens Berger, von dessen ersten Darstellungen der „Journalist” offenkundig die falschen Abläufe übernommen hat. Berger war [...]


Kommentare:

  1. · Music Jams am 3. Juni 2007 um 00:40 - Permalink

    Also das ist nun wirklich krass. Nun denn, Menschen machen Fehler … Mehr fällt mir hier auch nicht zu sein.


  2. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 00:49 - Permalink

    @Music Jams

    Gerne würde ich auch einen “Fehler” glauben - leider passt dieser “Fehler” nur zu gut ins “neue” Bild des Spiegels und es ist ja nicht das erste mal, daß der Spiegel wider besseren Wissens Falschmeldungen verbreitet bzw. nach wohl begründeten Leserbriefen nicht richtigstellt.


  3. · A.N. am 3. Juni 2007 um 03:12 - Permalink

    Boah! Komme grad von der Großdemo, bin bis 19.00 da gewesen:
    So eine verkürzende Darstellung!
    Um das ganze noch etwas auszuführen: Bello hatte über die Entwicklung der Anti-G8-Proteste gesprochen. Zuerst sei Krieg als Problem bzw. Frieden als wohlstandsbildende Maßnahme halt nicht thematisiert worden, aus diplomatischen Gründen IIRC, aber jetzt sei klar, dass die Zustände nicht besser würden (im Gegenteil) und deshalb eine Lösung der Problematik eingefordert werden müsse. Und zwar genau so: Man müsse *das Thema* Krieg in die Versammlung hineintragen.
    Klingt doch schon ganz anders, nech?

    Weitere Punkte, die mir aus dem Ticker auffallen, wo ich da war:
    [18:39] “verlassen panikartig den Platz”: Unruhe ja, und zwar wegen des Wasserwerfers, der von hinten in die Menge blies. Panik, nein.
    [15:01] “Die Protestzüge gehen offiziell zu Ende. Hunderte Vermummte liefern sich Straßenschlachten mit der Polizei.”: Huch, das ging aber fix. Ich glaub, ich war da noch im Zug. Schon kompliziert, gab ja zwei. Und da wo ich war ist *nichts* passiert.

    Was mir fehlt: [17:05] Polizeitruppe stürmt Kundgebungsplatz (alles friedliche Demonstranten). Siehe auch
    politblog....

    Mein Fazit: In einer urbanen Umgebung kann es nur 500m weiter unglaublich anders aussehen.


  4. · soimar am 3. Juni 2007 um 03:32 - Permalink

    Jaja der Spiegel…
    Erinnert mich ein wenig an das Dahinsiechen eines Drogenjunkies. Anfangs regt man sich noch darüber auf, mit der Zeit verschwindet er immer mehr in der Bedeutungslosigigkeit, und am Ende ist er tot und man hat es nicht bemerkt.
    Betriebswirtschaftlich kann diese Transformation nicht begründet sein, denn konservative Blätter gibt es bereits zu Hauf - folglich wohl eine politische Entscheidung. Heldenhaft nimmt der Spiegel Umsatzeinbußen in Kauf um dem großen Ganzen dienen, von dem keiner so recht weiß was das sein soll. Da die Verhältnisse in der deutschen Medienlandschaft ähnlich wie in der Energiewirtschaft sind, bezweifle ich dass es in absehbarer Zeit einen Lückenfüller geben wird. Hier also mein Aufruf an Investoren aus China, Iran und Russland: Presseorgan zum herumstochern in westlicher Scheiße gesucht - Wachstumschancen garantiert!


  5. · Anonymus am 3. Juni 2007 um 04:44 - Permalink

    Als Augen- und Ohrenzeuge kann ich wiedergeben, daß die Demonstrationsleitung per Lautsprecher stets versuchte, die Menge zu beruhigen. Allerdings befanden sich hinten im Demonstrationszug Lautsprecherwagen diverser radikalerer Gruppen, die die Anhänger des Schwarzen Blocks aufstachelte. Von oben (wir haben eine Whng. “über den Dächern der Stadt”) war klar eine Zweiteilung der Menge beobachtbar. Die eine Hälfte zur Bühne gewandt, die andere Häflte mit Steinen in der Hand in Richtung Polizei…


  6. · Timothy am 3. Juni 2007 um 11:23 - Permalink

    Ich habe vom SPIEGEL nichts anderes erwartet…


  7. · Tadeusz Szewczyk am 3. Juni 2007 um 12:17 - Permalink

    “Als die ersten Autos brannten” ist auch falsch. Laut Medienbreichten brannte nur ein Auto.


  8. · kiesow am 3. Juni 2007 um 12:34 - Permalink

    eine beschwerde beim deutschen presserat wäre wohl verschwendete zeit, oder?


  9. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 12:40 - Permalink

    @17 Kiesow

    Ich werde mich mal schlau machen - wenn das ganze nichts kostet, warum nicht ;-)


  10. · kiesow am 3. Juni 2007 um 12:43 - Permalink

    es kostet nichts :-)
    siehe presserat....


  11. · Matthias am 3. Juni 2007 um 13:33 - Permalink

    Naja, der Spiegel kann kein Englisch. Das ist peinlich, aber letztlich eher amüsant.

    Zu Rostock: Es läßt sich nicht wegdiskutieren, daß die Ursache für die Eskalation das Verhalten der Randalierer war. Schaufensterscheiben sind schon vor Beginn der Abschlußkundgebung zu Bruch gegangen, währed des Demonstrationszuges hat sich die Polizei in für mich bislang ungekannte Weise zurückgehalten, wie ich als Teilnehmer der Demonstration berichten kann.
    Ob es am Schluß notwendig war, mit dem Wasserwerfer in die Menge zu fahren, kann ich nicht beurteilen. Zur Chronologie aber: Die Wasserwerfer sind erst dann aufgefahren, als die Feuerwehr anrückte, um die brennenden Barrikaden zu löschen und daran mutmaßlich gehindert wurden.
    Der Demonstrationsleitung muß ich hier einen schweren Vorwurf machen: Zu diesem Zeitpunkt war über die Lautsprecher nur die Aufforderung an die Polizei zu hören, Provokationen zu unterlassen. Die Demontranten dürfen sich hingegen “nicht spalten lassen”. Sorry, aber als friedlicher Demonstrant will ich weder zum Schutzschild für die autonomen Vollidioten werden, die Schutz in der Menge suchen (was gestern passiert ist) noch will ich von der Demonstrationsleitung mit diesen Menschen in einen Topf geworfen werden.
    Erst später kam dann eine Aufforderung, die Feuerweher ihre Arbeit machen zu lassen und noch später endlich eine klare Distanzierung von der Gewalt und eine Aufforderung auch an die Demonstranten, Provokationen zu unterlassen.
    Ich bin wirklich froh, daß die Berichterstattung immer noch den Focus auf die friedlichen Proteste legt und Inhalte transportiert. Ich hätte mich nicht gewundert, wenn das anders gewesen wäre. Außerdem hoffe ich, daß es nun endlich eine klare Abgrenzung des Organisationsbündnisses gegen Randale gibt. Sonst spielen Ereignisse wie gestern in Rostock nur wieder den Schäubles und Becksteins in die Hände.


  12. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 13:45 - Permalink

    @Matthias

    Das es sich um eine “Fehlübersetzung” handelt, glaubst doch wohl selbst nicht?

    Auch teile ich keinesfalls Deinen Eindruck, die Medien würden den Fokus auf die friedlichen Demonstrationen legen. Die Frontseiten der Publikumsmedien sprechen da eine ganz andere Sprache:

    Außerdem hoffe ich, daß es nun endlich eine klare Abgrenzung des Organisationsbündnisses gegen Randale gibt. Sonst spielen Ereignisse wie gestern in Rostock nur wieder den Schäubles und Becksteins in die Hände.

    Dem Satz kann ich indes zu 100% zustimmen!


  13. · patrick am 3. Juni 2007 um 13:55 - Permalink

    eben hab ich SpOn gelesen und finde allerdings nicht, daß die Veranstalter und die Autonomen in einen Topf geworfen wurden. Der Bericht sagt eher, daß die Situation entgeleist ist und die Polizei und Veranstalter nicht mehr Herr der Lage waren, was ich persönlich auch für durchaus schlüssig halte. Ob die Autonomen wirklich von der “Staatsmacht” gestellt waren kann ich nicht sagen. Nach Vergleich von diversen Quellen: Linksradikal, Rechtsradikal und Massenmedien kann ich nur eines sagen: Ich bin immer noch nicht schlauer, da man nie weiß welche Quelle wie stark die Wahrheit verbiegt- ich denke, die Wahrheit wird wohl irgendwo in der Mitte liegen.
    Daß ein Politiker, der nicht besonders beliebt ist einen Unruhe anzettelt, um zu beweisen “Seht, ich hatte doch recht” kann natürlich möglich sein. Auf eine solche Art haben schon ganze Kriege begonnen.


  14. · Matthias am 3. Juni 2007 um 14:29 - Permalink

    @Spiegelfechter:
    Doch, ich traue dem Spiegel zu, daß er wirklich kein Englisch kann. Es würde mich aber auch nicht wirklich verwundern, wenn es eine bewußte Fehlübersetzung wäre.
    Zu den Medien: Ich bin gespannt auf die Zeitungen morgen, aber bei dem, was ich bisher gesehen habe (z.B. Tagesschau), wurde in der Tat sehr deutlich zwischen den Randalierern und den friedlichen Globalisierungskritikern unterschieden. Auch die Berichterstattung von Spiegel und Bild ist zwar reißerisch, sie subsummiert den friedlichen Protest aber keineswegs unter die Randale.


  15. · kimi am 3. Juni 2007 um 15:42 - Permalink

    Mir stellst sich immer noch die Frage des Kontexts & der Übersetzung. Bitte helft mir mal da ich nicht in Deutschland lebe & nur aus´m Internet Informationen bekomme. Meine Übersetzung und Kontext ist bisher:

    Wir müssen den Krieg (als Thema denke ich mal) in dieses Treffen (ich denke er meint den G8 Gipfel & nicht die Demo) bringen, denn ohne Frieden kann es dort (Irak) keine Gerechtigkeit geben.

    Also ich denke mir, jeder der nur “we have to bring the war right into this meeting” liest oder versteht, denkt es geht um Gewalt.
    Ich würde gerne mal seine gesamte Ansprache lesen. Gibt es die irgendwo in Ton,Bild oder Schrift?


  16. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 15:55 - Permalink

    @27 Matthias

    Sicher, in den Hintergrundberichten und ausführlichen Darstellungen wird unterschieden. Aber unterschätze nicht die Macht des ersten Eindrucks und die Macht einer plakativen Überschrift. Und bei nahezu allen großen Online-Medien steht heute und stand gestern der Krawall nahezu isoliert an erster Stelle.


  17. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 16:02 - Permalink

    @24 kimi

    Du hast es schon ganz richtig dargestellt. Ich würde die Passage der Rede einmal (nach Erinnerung) so übersetzen:

    “[Der Irakkrieg] darf nicht aus der Diskussion ausgeblendet werden. Wir müssen den Krieg in die Diskussion bringen - denn ohne Frieden gibt es auch keine Gerechtigkeit.”

    Ob es eine Aufzeichnung oder ein Transkript der Rede gibt kann ich Dir nicht sagen - ich habe die Veranstaltung im TV bei Phoenix live verfolgt, aber leider nicht aufgezeichnet.

    Das Video von “MyVideo” habe ich eher durch Zufall im Netz entdeckt. Es enthält die Schlüsselszene aber leider nicht die gesamte Rede um den Kontext zu erkennen. Aber auch die Schlüsselszene alleine reicht um zu beurteilen, daß SPON lügt.


  18. · Alexander am 3. Juni 2007 um 16:02 - Permalink

    dpa meldet gerade, dass das Zitat laut attac ein Übersetzungsfehler war. Die Äußerung sei in dem Zusammenhang missverständlich gewesen, habe aber nicht auf Krawalle bei der Anti-G8-Demonstration abgezielt, teilte Attac mit.


  19. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 16:22 - Permalink

    @39 Alexander

    Gut das DPA bzw. Attac das richtigstellt. Da kann man ja mal gespannt sein, ob SPON seinen Artikel korrigiert. Das Dumme an so etwas ist natürlich, dass es sich wie wie bei der Büchse der Pandora verhält. Ist die “gefakte” Meldung erst einmal raus, kann man sie schwerlich wieder zurückziehen. Die Leserschaft hat die O-Meldung als Artikelüberschrift zur Kenntnis genommen - wie viele Leser wohl etwas von der Gegendarstellung mitbekommen?

    Ferner ist mein Verständnis von “Qualitätsjournalismus” doch ein anderes, zumal gerade das größte deutsche Online-Magazin doch sicher auch jemanden hatte, der die Rede gehört hat und dem ein derart wichtiges Zitat, das von SPON ja sogar als Artikelüberschrift genommen wurde, aufgefallen sein müsste.

    Fahrlässigkeit, bewußte Fälschung oder willfähriges Ausnutzen eines Übersetzungsfehlers? Wir werden es wohl nie in Erfahrung bringen.


  20. · Matthias am 3. Juni 2007 um 16:27 - Permalink

    @Spiegelfechter:
    Abschließender Kommentar von mir: Du hast recht, die Krawalle sind der Aufmacher. Aber es gab nun mal Krawalle in einer bislang bei solchen Veranstaltung nicht gekannten Größenordnung. Ich wünsche mir jedenfalls auch keine Berichterstattung, die die Krawalle nur am Rande erwähnt.
    Ich wünsche mir, um mein Anliegen auf den Punkt zu treffen, daß Protestierer und Organisierer erkennen, daß gewaltsamer Protest immer kontraproduktiv ist (was sie angesichts der Reaktionen ja auch tun) und Möglichkeiten finden, von sich aus weitere Eskalationen zu verhindern. Das Risiko, bei den an der Organisation beteiligten Autonomen-Organisationen anzuecken, muß man dabei in Kauf nehmen.


  21. · kimi am 3. Juni 2007 um 16:27 - Permalink

    @Spiegelfechter
    Danke für die schnelle Antwort.
    Das spon mit dieser Übersetzung lügt ist offensichtlich, u.a. auch deswegen will ich mich als sagen wir mal relativ interessierter Mensch auch über den richtigen Inhalt informieren.
    Bei einem Thema wie z.B. Wahrheitsgehalt von Meldungen in den Medien oder Globalisierung eine allerdings nicht ganz leichte Sache.


  22. · otti am 3. Juni 2007 um 16:31 - Permalink

    SPON kannste dir SPORN (sparen)!


  23. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 16:37 - Permalink

    @42 Matthias

    100% ACK


  24. · no85 am 3. Juni 2007 um 17:03 - Permalink

    Inzwischen bezieht SpOn Stellung zu diesem “Fehler”. Sie machen einen dpa-Korrespondenten dafür verantwortlich, dessen Meldungen sie wohl ungeprüft übernommen haben. spiegel.de...


  25. · Tobi am 3. Juni 2007 um 17:08 - Permalink

    Noch eine Anmerkung bzgl Absicht oder Fehler: Bei der SpOn-Übersetzung handelt es sich definitiv um eine absichtliche Verdrehung der Tatsachen, die Rede wurde nämlich (von dem Mensch rechts neben Walden Bello) auf der Bühne live und korrekt (!) übersetzt.


  26. · sizr am 3. Juni 2007 um 17:11 - Permalink

    Sehr guter Hinweis. Mittlerweile bereits etwas Korrigiert mit recht ausführlicher Darstellung (in kursiv): spiegel.de...


  27. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 17:16 - Permalink

    @49

    Es geschehen noch Wunder ;-)

    Dennoch muss sich SPON den Vorwurf der mangelnden Sorgfältigkeit gefallen lassen - wobei ich auch das Wort “Fahrlässigkeit” verwenden könnte.


  28. · JF am 3. Juni 2007 um 17:31 - Permalink

    Wow, nun hat Siegel-Online nicht nur qualitativ, sondern auch politisch bild.de eingeholt… -_-


  29. · rotz stock am 3. Juni 2007 um 17:35 - Permalink

    spiegel.de...

    mal ein nicht unbedingt schlechter kommentar


  30. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 17:42 - Permalink

    @52 rotz stock

    Der Kommentar ist polemisch, bis in die Haarspitzen - hat aber leider einen wahren Kern.

    Aber wenn ich Sätze wie diesen lese …

    “Nun kann man mit guten Argumenten über Angemessenheit und Rechtsgrundlage jener Razzia der Bundesanwaltschaft streiten [] ganz grundlos war das alles offensichtlich nicht.”

    … kriege ich das Kotzen! Sorry für die harten Worte, aber genau das war gestern meine erste Befürchtung, als die Bilder der Ausschreitungen sah.


  31. · no85 am 3. Juni 2007 um 17:53 - Permalink

    @52 Ein typischer Reinhard Mohr Kommentar. Einer dieser Journalisten, die sich von links unten nach rechts oben bewegt haben und offenbar ein Problem mit ihrer Vergangenheit haben.
    de.wikiped...
    Hier mal ein Text aus seiner Frühphase: conne-isla...


  32. · Skandalos am 3. Juni 2007 um 18:22 - Permalink

    Daß ne Menge Leute zur Gewalt anstacheln, manche offener manche subtiler, wird kaum jemand bestreiten können. Man muß nur die Foren lesen, dann ist man doch im Bilde.

    Daß dieser Aufruf erhört wurde, ist ebenfalls deutlich, oder nicht?

    Mich würde übrigens mal der gesamte Text ohne Schnitt interessieren, denn das, was im Video zu hören ist, klingt in seiner Eindeutig-Zweideutigkeit und vor allem mit der Kunstpause vor dem Wörtchen “peace” durchaus wie ein Aufruf zur Gewalt.

    Ansonsten: daß SPON eine skrupellose Form des politischen Journalismus betreibt, bestreitet wohl kaum noch jemand, egal in welchem politischen Lager.


  33. · Unkas am 3. Juni 2007 um 18:27 - Permalink

    Naja es gibt immer noch viele Leute, die den Spiegel für das Nonplusultra des Journalismus halten… Aber es werden immer weniger.


  34. · A.N. am 3. Juni 2007 um 18:58 - Permalink

    Wow, habe ich es sogar in ein Update geschafft. Für den Inhalt stehe ich mit meiner quasi-statischen IP gerade. :)
    Hut ab vor der Korrektur auf der SPON-Website. Es ist allerdings trotzdem fahrlässig die Überschrift nicht gegenzuchecken und im Kontext der gesamten Rede war der Satz auch überhaupt nicht falschzuverstehen gewesen.
    Denn. Jeder. Einzelne. Satz. Wurde. Nach. Und. Nach. Übersetzt.

    Hat das Zuhören anstrengend gemacht, die Rede war aber einprägsam.

    Was mich aber wundert, ist, dass ich bis jetzt noch keine Bilder vom Zug “Hamburger Str./Lübecker Str.” gesehen habe. Immer nur der aus Süden, wo die Krawallmacher waren.


  35. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 19:05 - Permalink

    @ A.N.

    “Lustig” finde ich vor allem die Begründung (O-Text):

    “Die von Spiegel Online nach Rostock entsandten Kollegen waren zu dieser Zeit an anderen Stellen der Demonstration als Beobachter im Einsatz und hatten Bellos Ausspruch nicht persönlich mitbekommen.”

    Ja wo laufen sie denn? Sehr vielsagend, das die SPIEGEL-Redakteure anscheinend überhaupt nicht an den Inhalten der Kundgebung oder der Kundgebung selbst interessiert sind - man musste wohl die “brutalsten” Attacken hautnah mitbekommen.

    So viel zum Thema “Fokus auf Inhalte” :-(


  36. · Dr. Dean am 3. Juni 2007 um 19:44 - Permalink

    Um nicht in Zukunft häufiger zu formulieren: “SpOn lügt und betrügt” dürfte es wohl an der Zeit sein, den letztlich verantwortlichen Redakteur in der Politredaktion des SPIEGEL in normalen Redakteursrang zurückzustufen, nämlich den ideologisch außerordentlich verbohrten Claus-Christian Malzahn, der dazu beigetragen hat, dass im Politikressort des SPIEGEL die ideologisch passende Denunzation einen höheren Wert errungen hat als Wahrheitsliebe.

    Die Behauptung, dass eine “Übersetzung” eines “Teilnehmers” auf der Bühne die Propagandalüge von DPA/SpOn verursacht hätte, ist übrigens:

    Eine erneute Lüge.


  37. · Hufi am 3. Juni 2007 um 20:52 - Permalink

    In dem Artikel wird es immer noch falsch zitiert. Man muss das falsche Zitat anklicken, um herauszufinden, dass es falsch ist…


  38. · A.N. am 3. Juni 2007 um 21:25 - Permalink

    @65 Dr. Dean:
    Leider weiss ich nicht mehr (und wohl auch niemand sonst), was der Übersetzer wörtlich gesagt hat, aber wenn eine Video-/Audiofassung der Rede online kommt und es falsch zitiert wurde (was ich igendwie erwarte :-/ ) gibt’s nochmal richtig Ärger.


  39. · Spiegelfechter am 3. Juni 2007 um 21:34 - Permalink

    @65 und 70

    Ich gehe auch davon aus, daß die Übersetzung auf der Bühne korrekt war - ansonsten hätte ich mich daran erinnert. Der junge Mann auf der Bühne hat einiges nicht wörtlich übersetzt, aber mE immer im Kontext korrekt.

    Irgendwo wird sich das Video schon auftreiben lassen ;-)