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> <channel><title>Kommentare zu: Klassenkampf</title> <atom:link href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf</link> <description></description> <lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 18:01:10 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: Was so bewegt! &#187; Blog Archive &#187; Klassenkampf vor dem Spiegel!</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf#comment-56319</link> <dc:creator>Was so bewegt! &#187; Blog Archive &#187; Klassenkampf vor dem Spiegel!</dc:creator> <pubDate>Fri, 08 Jan 2010 22:10:13 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1510#comment-56319</guid> <description>[...] Klassenkampf ist dieser Beitrag hier überschrieben, nur gerecht wird er dem Thema [...]</description> <content:encoded><![CDATA[<p>[...] Klassenkampf ist dieser Beitrag hier überschrieben, nur gerecht wird er dem Thema [...]</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: salvo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf#comment-55966</link> <dc:creator>salvo</dc:creator> <pubDate>Wed, 06 Jan 2010 09:15:07 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1510#comment-55966</guid> <description>link zum ersten Teil eines sehr lesernswerten Artikels von Herbert Schui zum Mythos der &#039;Sozialen Marktwirtschaft&#039;, realiter ein im Geiste einer autoritären Wendung des Wirtschaftsliberalismus entstandenes Projekt zur Beseitigung des sich als Antwort auf die Kapitalismukrise zur Weimarer Zeit herausbildenden demokratischen Interventionsstaates
http://www.nrhz.de/flyer/beitrag.php?id=14657</description> <content:encoded><![CDATA[<p>link zum ersten Teil eines sehr lesernswerten Artikels von Herbert Schui zum Mythos der &#8216;Sozialen Marktwirtschaft&#8217;, realiter ein im Geiste einer autoritären Wendung des Wirtschaftsliberalismus entstandenes Projekt zur Beseitigung des sich als Antwort auf die Kapitalismukrise zur Weimarer Zeit herausbildenden demokratischen Interventionsstaates</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1510#comment-55965</guid> <description>@Momo
Ich hatte es befürchtet mit Ihnen als Sprachrohr mit einem dritten Unbeteiligten diskutieren zu müssen. Zitate sind nicht dafür da, das eigene Denken zu ersetzen noch sich die Interpretation von Daten oktroyieren zu lassen. Quellen sollten einen Überblick über einen Sachverhalt verschaffen und der Stützung einer eigenen Position dienen. Die eigene Position aus der Position eines anderen abzuleiten ist nicht sehr freigeistig.
Zur Wirkung der degressiven Abschreibung zitieren Sie wieder ellenlang ? und widersprechen dennoch nicht dem einen Satz, der nur von mir geschrieben wurde, dass nämlich dadurch (außer dem Liquiditätseffekt) keine Steuerbegünstigung bewirkt würde.
&lt;blockquote&gt;[Steuersenkungen] führt mittelfristig nicht nur zum Ruin der Staatshaushalte, weil Steuersatzsenkungen das Steueraufkommen insgesamt dauerhaft reduzieren, Abschreibungsverschlechterungen aber nur zu einem Vorziehen von Steuerzahlungen führen, sondern vermindert auch die ohnedies zu geringe Neigung zu inländischen Realinvestitionen noch weiter.&lt;/blockquote&gt;
Noch mehr ruiniert die Staatshaushalte, wenn aufgrund der starken weltweiten Verflechtungen Kapital aus Deutschland abgezogen wird, da der steuerliche Zugriff des deutschen Fiskus als nicht wettbewerbsfähig gesehen wird. Produktionsunternehmen gehen zunehmend auf die Fläche, wo die Gewerbesteuersätze niedrig sind. Ob aber ein Unternehmen wie z.B. Bonita in der nordrhein-westfälischen Pampa oder in der ein paar Minuten entfernten niederländischen Pampa produziert, bleibt sich einerlei für die Versorgung des deutschen Textilmarktes. Dem deutschen Gemeinde- und Bundeshaushalt entgehen damit jedoch Millionen an Steuereinnahmen.
Ein internationaler Investor investiert nicht, weil es zufällig eine degressive Afa gibt ? wenn man gleichzeitig in den USA den Abschreibungszeitraum relativ frei wählen kann. Auf solche banalen Vorstellungen können nur Deutsche kommen. Ein Investor möchte eine gute Rendite haben (EBITDA) und einen besseren Cash Flow (immer noch ein Fremdwort hierzulande). Und das wird heute an anderen Kennziffern gemessen, die nicht durch Abschreibungssätze berührt werden: ROCE, Working Capital, Eigenkapitalrendite. Aufgezeigt werden die Steuersätze pro Land.
Neben Marktpotentialen, unterbewerteten Aktiva und überbewerteten Passiva sind die Steuersätze eine wichtige Größe für ein Investment. Zwar sind die Manager von Private Equity-Gesellschaften wirklich gut, aber so gut sich mit nationalen Abschreibungssätzen beschäftigen zu wollen, die am Ende doch nur marginalen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Investition haben, dann doch nicht. Dieser Glaube ist typisch deutsch und so handeln Deutsche, wie nach der Wiedervereinigung in Ost-Deutschland gesehen.
Offensichtlich hält Professor Jarass die Leute, die jährlich Millionen machen und Unternehmen in Werten von 3 Millionen bis 10 Milliarden Euro kaufen, für blöd, wenn Investoren durch Abschreibungssätze austricksen könnte, die ja nur einen Liquiditätseffekt verschaffen.
Ein Steckenpferd von ihm: die Besteuerung stiller Reserven. Nur will der gute Herr damit einen Slapstick riskieren, entstehen diese doch häufig, wenn Anlagengüter sich in ihrem bilanzierten Wert deutlich vom Marktwert lösen. In Amerika versuchte man das im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung von Gebäuden. Das Ganze endete in einem Desaster und der größten Weltweltwirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg.
Sowohl &lt;a href=&quot;http://kurse.fh-regensburg.de/kurs_23/kursdateien/hgb-usgaap-ias.pdf&quot;&gt;HGB, als auch IFRS als auch US-GAAP&lt;/a&gt; lassen eine Bewertung der Anlagevermögens nur bis zur Höhe der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu. Professor Jarass möchte abweichend von allen Grundsätzen ordentlicher Kaufleute eine steuerliche Bewertung mit der Glaskugel, während gleichzeitig der Fiskus die Unternehmen zu absurd niedrigen Abschreibungen im Anlagevermögen zwingt, eine deutsche Besonderheit, das regelmäßig Lachen in anderen Ländern hervorruft. Manche nennen so jemanden einen Hasardeur.
Das beste Rezept gegen die aufgestauten stillen Reserven hatte übrigens die Schröder-Regierung gefunden, in dem sie mit der Steuerfreiheit auf Veräußerungserlöse die verkastete Deutschland-AG aufgebrochen hatte.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@Momo</p><p>Ich hatte es befürchtet mit Ihnen als Sprachrohr mit einem dritten Unbeteiligten diskutieren zu müssen. Zitate sind nicht dafür da, das eigene Denken zu ersetzen noch sich die Interpretation von Daten oktroyieren zu lassen. Quellen sollten einen Überblick über einen Sachverhalt verschaffen und der Stützung einer eigenen Position dienen. Die eigene Position aus der Position eines anderen abzuleiten ist nicht sehr freigeistig.</p><p>Zur Wirkung der degressiven Abschreibung zitieren Sie wieder ellenlang ? und widersprechen dennoch nicht dem einen Satz, der nur von mir geschrieben wurde, dass nämlich dadurch (außer dem Liquiditätseffekt) keine Steuerbegünstigung bewirkt würde.</p><blockquote><p>[Steuersenkungen] führt mittelfristig nicht nur zum Ruin der Staatshaushalte, weil Steuersatzsenkungen das Steueraufkommen insgesamt dauerhaft reduzieren, Abschreibungsverschlechterungen aber nur zu einem Vorziehen von Steuerzahlungen führen, sondern vermindert auch die ohnedies zu geringe Neigung zu inländischen Realinvestitionen noch weiter.</p></blockquote><p>Noch mehr ruiniert die Staatshaushalte, wenn aufgrund der starken weltweiten Verflechtungen Kapital aus Deutschland abgezogen wird, da der steuerliche Zugriff des deutschen Fiskus als nicht wettbewerbsfähig gesehen wird. Produktionsunternehmen gehen zunehmend auf die Fläche, wo die Gewerbesteuersätze niedrig sind. Ob aber ein Unternehmen wie z.B. Bonita in der nordrhein-westfälischen Pampa oder in der ein paar Minuten entfernten niederländischen Pampa produziert, bleibt sich einerlei für die Versorgung des deutschen Textilmarktes. Dem deutschen Gemeinde- und Bundeshaushalt entgehen damit jedoch Millionen an Steuereinnahmen.</p><p>Ein internationaler Investor investiert nicht, weil es zufällig eine degressive Afa gibt ? wenn man gleichzeitig in den USA den Abschreibungszeitraum relativ frei wählen kann. Auf solche banalen Vorstellungen können nur Deutsche kommen. Ein Investor möchte eine gute Rendite haben (EBITDA) und einen besseren Cash Flow (immer noch ein Fremdwort hierzulande). Und das wird heute an anderen Kennziffern gemessen, die nicht durch Abschreibungssätze berührt werden: ROCE, Working Capital, Eigenkapitalrendite. Aufgezeigt werden die Steuersätze pro Land.</p><p>Neben Marktpotentialen, unterbewerteten Aktiva und überbewerteten Passiva sind die Steuersätze eine wichtige Größe für ein Investment. Zwar sind die Manager von Private Equity-Gesellschaften wirklich gut, aber so gut sich mit nationalen Abschreibungssätzen beschäftigen zu wollen, die am Ende doch nur marginalen Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit einer Investition haben, dann doch nicht. Dieser Glaube ist typisch deutsch und so handeln Deutsche, wie nach der Wiedervereinigung in Ost-Deutschland gesehen.</p><p>Offensichtlich hält Professor Jarass die Leute, die jährlich Millionen machen und Unternehmen in Werten von 3 Millionen bis 10 Milliarden Euro kaufen, für blöd, wenn Investoren durch Abschreibungssätze austricksen könnte, die ja nur einen Liquiditätseffekt verschaffen.</p><p>Ein Steckenpferd von ihm: die Besteuerung stiller Reserven. Nur will der gute Herr damit einen Slapstick riskieren, entstehen diese doch häufig, wenn Anlagengüter sich in ihrem bilanzierten Wert deutlich vom Marktwert lösen. In Amerika versuchte man das im Zusammenhang mit der Fremdfinanzierung von Gebäuden. Das Ganze endete in einem Desaster und der größten Weltweltwirtschaftskrise nach dem Zweiten Weltkrieg.</p><p>Sowohl <a
href="http://kurse.fh-regensburg.de/kurs_23/kursdateien/hgb-usgaap-ias.pdf">HGB, als auch IFRS als auch US-GAAP</a> lassen eine Bewertung der Anlagevermögens nur bis zur Höhe der Anschaffungs- oder Herstellungskosten zu. Professor Jarass möchte abweichend von allen Grundsätzen ordentlicher Kaufleute eine steuerliche Bewertung mit der Glaskugel, während gleichzeitig der Fiskus die Unternehmen zu absurd niedrigen Abschreibungen im Anlagevermögen zwingt, eine deutsche Besonderheit, das regelmäßig Lachen in anderen Ländern hervorruft. Manche nennen so jemanden einen Hasardeur.</p><p>Das beste Rezept gegen die aufgestauten stillen Reserven hatte übrigens die Schröder-Regierung gefunden, in dem sie mit der Steuerfreiheit auf Veräußerungserlöse die verkastete Deutschland-AG aufgebrochen hatte.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Momo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf#comment-55949</link> <dc:creator>Momo</dc:creator> <pubDate>Tue, 05 Jan 2010 22:58:53 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1510#comment-55949</guid> <description>@ StephanP
Professor Lorenz Jarass hat sehr zeitnah auf meine Anfrage geantwortet. Ich möchte seine Antwort jedoch nicht ohne seine Zustimmung ins Netz stellen. Habe ihn daher nochmals angemailt, um hierfür seine Zustimmung einzuholen.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ StephanP</p><p>Professor Lorenz Jarass hat sehr zeitnah auf meine Anfrage geantwortet. Ich möchte seine Antwort jedoch nicht ohne seine Zustimmung ins Netz stellen. Habe ihn daher nochmals angemailt, um hierfür seine Zustimmung einzuholen.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Momo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1510/klassenkampf#comment-55947</link> <dc:creator>Momo</dc:creator> <pubDate>Tue, 05 Jan 2010 22:25:25 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=1510#comment-55947</guid> <description>@ 129 -  StephanP
Sie schreiben:
&quot;Das Vorziehen von Aufwendungen oder das verspätete Ausweisen von Erträgen führt zwangsläufig in anderen Jahren zu höheren/ niedrigeren Gewinnausweisen und damit Steuern. Sie haben es selber bei der degressiven Afa gesehen.&quot;
Die von Ihnen so &quot;geschätzten&quot; Prof. Jarass und Obermair schreiben in dem von mir verlinkten Buch &quot;Unternehmenssteuerreform&quot; (Seite 79) zu der zunächst der Bundesregierung beschlossenen Abschaffung der degeressiven Afa (diese Entscheidung wurde später im Zuge der Finanzkrise wieder rückgängig gemacht):
&quot;Bei der Unternehmenssteuerreform 2008 plant die Regierung, die erst 2006 wieder auf 30% erhöhte degressive Abschreibung zu reduzieren oder ganz abzuschaffen zur vorübergehenden Gegenfinanzierung der geplanten Steuersatzsenkungen. Dies führt mittelfristig nicht nur zum Ruin der Staatshaushalte, weil Steuersatzsenkungen das Steueraufkommen insgesamt dauerhaft reduzieren, Abschreibungsverschlechterungen aber nur zu einem Vorziehen von Steuerzahlungen führen, sondern vermindert auch die ohnedies zu geringe Neigung zu inländischen Realinvestitionen noch weiter. Als ein Argument gegen ´überhöhte´ Abschreibungen wird vorgebracht, diese würden einen weiteren Aufbau von ´stillen Reserven´ in Form unbesteuerter Erträge begünstigen. In der Tat: Wenn insgesamt wegen geringerer Liquidität weniger investiert wird, so können auch weniger ´stille Reserven´ entstehen ? hier zeigt sich die Absurdität des Arguments. Die Bundesregierung macht keinerlei Vorschläge zur dringend erforderlichen Besteuerung bisher unbesteuerter Erträge, also zur allgemeinen Wertaufholung von ´stillen Reserven´. Vielmehr will sie ? zur vorübergehenden Gegenfinanzierung von endgültigen Steuerausfällen ? die Abschreibungsbedingungen weiter verschlechtern. Dies führt nur zu einem Vorziehen von Steuereinnahmen zu Lasten der Liquidität bei Realinvestitionen in Deutschland.
Stattdessen sollten ? wie in Kap. 7.3 erläutert ? bisher unbesteuerte Erträge schrittweise versteuert werden. Das resultierende Steueraufkommen könnte zu einer Verbesserung der Liquidität durch günstigere Abschreibungsbedingungen verwendet werden; der nachhaltige Aufbau neuer ´stiller Reserven´ würde dann durch die nach einigen Jahren einsetzende Wertaufholung verhindert.&quot;
Die Professoren Jarass und Obermair bezifferten den vorübergehenden Effekt der im Zuge der Unternehmenssteuer-Reform 2008 vorgenommenen Abschaffung der degressiven Afa auf 3 Mrd. ? (Seite 10).</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@ 129 &#8211;  StephanP</p><p>Sie schreiben:</p><p>&#8220;Das Vorziehen von Aufwendungen oder das verspätete Ausweisen von Erträgen führt zwangsläufig in anderen Jahren zu höheren/ niedrigeren Gewinnausweisen und damit Steuern. Sie haben es selber bei der degressiven Afa gesehen.&#8221;</p><p>Die von Ihnen so &#8220;geschätzten&#8221; Prof. Jarass und Obermair schreiben in dem von mir verlinkten Buch &#8220;Unternehmenssteuerreform&#8221; (Seite 79) zu der zunächst der Bundesregierung beschlossenen Abschaffung der degeressiven Afa (diese Entscheidung wurde später im Zuge der Finanzkrise wieder rückgängig gemacht):</p><p>&#8220;Bei der Unternehmenssteuerreform 2008 plant die Regierung, die erst 2006 wieder auf 30% erhöhte degressive Abschreibung zu reduzieren oder ganz abzuschaffen zur vorübergehenden Gegenfinanzierung der geplanten Steuersatzsenkungen. Dies führt mittelfristig nicht nur zum Ruin der Staatshaushalte, weil Steuersatzsenkungen das Steueraufkommen insgesamt dauerhaft reduzieren, Abschreibungsverschlechterungen aber nur zu einem Vorziehen von Steuerzahlungen führen, sondern vermindert auch die ohnedies zu geringe Neigung zu inländischen Realinvestitionen noch weiter. Als ein Argument gegen ´überhöhte´ Abschreibungen wird vorgebracht, diese würden einen weiteren Aufbau von ´stillen Reserven´ in Form unbesteuerter Erträge begünstigen. In der Tat: Wenn insgesamt wegen geringerer Liquidität weniger investiert wird, so können auch weniger ´stille Reserven´ entstehen ? hier zeigt sich die Absurdität des Arguments. Die Bundesregierung macht keinerlei Vorschläge zur dringend erforderlichen Besteuerung bisher unbesteuerter Erträge, also zur allgemeinen Wertaufholung von ´stillen Reserven´. Vielmehr will sie ? zur vorübergehenden Gegenfinanzierung von endgültigen Steuerausfällen ? die Abschreibungsbedingungen weiter verschlechtern. Dies führt nur zu einem Vorziehen von Steuereinnahmen zu Lasten der Liquidität bei Realinvestitionen in Deutschland.<br
/> Stattdessen sollten ? wie in Kap. 7.3 erläutert ? bisher unbesteuerte Erträge schrittweise versteuert werden. Das resultierende Steueraufkommen könnte zu einer Verbesserung der Liquidität durch günstigere Abschreibungsbedingungen verwendet werden; der nachhaltige Aufbau neuer ´stiller Reserven´ würde dann durch die nach einigen Jahren einsetzende Wertaufholung verhindert.&#8221;</p><p>Die Professoren Jarass und Obermair bezifferten den vorübergehenden Effekt der im Zuge der Unternehmenssteuer-Reform 2008 vorgenommenen Abschaffung der degressiven Afa auf 3 Mrd. ? (Seite 10).</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
