Filmtipp: The Weatherman
07. Juni 2007 von Spiegelfechter - Drucken
Der Kinosommer kann beginnen. Alan Smithees Meisterwerk „The Weatherman“ läuft heute in den Lichtspielhäusern an – ein tiefgründiges Fantasydrama über große Gefühle, Ränkespiele, Eitelkeiten und das Wetter. Gespickt mit einem internationalen Starensemble, wurde der von Whitehouse Pictures produzierte Blockbuster für das Rekordbudget von 100 Millionen Euro in einem eigens dafür umgebauten Schlosshotel an der deutschen Ostseeküste gedreht. Wie in Insiderkreisen gemunkelt wird, hat alleine der Schutzzaun, der die öffentlichkeitsscheuen Schauspieler beim Dreh vor den Blicken von Fans und Paparazzi schützte, 12 Millionen Euro gekostet – auch dies ein Novum in der Filmgeschichte.
Das Hauptplot des Streifens ist recht schnell erzählt. Der edle und ritterliche König George von Amerika - gespielt von George Clooney - kämpft in der Welt von Terra für Freiheit und Demokratie. Den Bauern in seinem Reich fehlt es an nichts, sie haben dank der befreiten Kolonien immer genügend zu Essen, die größten und schönsten Pferde und können es sich leisten gut zu heizen, so dass sie nie frieren.
Alljährlich werden die Könige der acht großen Reiche zum Kaiserhof geladen. Die schwarze Kaiserin „das Merkel“ - wunderbar trübsinnig und humorlos dargestellt von Dany de Vito - hat mit den Mächten der Unterwelt einen Plan entwickelt, das Wetter zu verschlechtern – sie will ewig währenden Regen, Kälte und lange Winter auf dem Planeten Terra.
Der Rat ihrer Alchemisten und Hohepriester ist der Überzeugung, große Pferde und warme Wohnstuben würden den Wintergott erzürnen und ihn von seiner wichtigen Arbeit abhalten, Kälte in den Ländern von Terra zu verbreiten. Aus diesem Grund will „das Merkel“ den Bauern von Amerika ihre Pferde wegnehmen und ihnen das Heizen verbieten. König George, dem neben Freiheit und Demokratie sowohl gutes Wetter als auch seine Bauern am Herzen liegen, kämpft im Schloss der Kaiserin einen - wie es anfangs scheint - aussichtslosen Kampf gegen die Mächte des Bösen.
Interessant an diesem Film sind auch die Nebenplots. Da gibt es den alten Mitstreiter von König George, mit dem er so viele Schlachten für Freiheit und Demokratie geschlagen hat und der von der schwarzen Kaiserin umworben wird. Tony, der König von Britannien, ein vielschichtiger Charakter voller Selbstzweifel und Tücke - überzeugend in dieser Rolle Rowan Atkinson – muss sich zwischen Loyalität zur Kaiserin und dem Kampf für das Gute und besseres Wetter entscheiden.
In einem anderen Nebenplot muss König George sich gegen den roten Ritter Vladimir von Russland wehren, der George hasst, da dieser die polnischen Ländereien an seinen Grenzen mit Langbogenschützen schützen will. Undurchsichtig bis zum Schluss bleibt auch der mysteriöse Troubadour Bono (Al Pacino), der vorgibt den Bauern helfen zu wollen, sich aber am reich gedeckten Tisch der Kaiserin vollfrisst.

Alles in allem ein wunderbarer Film, in bester alter Hollywood-Tradition, samt Happy-End. Wenn es auch in der realen Welt zu viel regnen sollte, ist dies der Tipp für einen unbeschwerten Abend, bei Popcorn und Coca Cola.
Jens Berger
Posted in Glosse, Politclowns |




















































































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Moin Spiegelfechter,
seit Anfang März verfolge ich mit großem Vergnügen die Berichte in Deinem Blog. Gut recherchiert und “unterhaltsam” geschrieben, genau das, was ich mittlerweile nach ca. 25 Jahre Spiegel-Leserei heute vermisse. Früher konnte man eine Zeitung abonnieren, heute sollte man darauf verzichten und seine Informationen aus diversen Quellen aus dem Netz ziehen, u.a. vom Spiegelfechter. Alles andere ist meist einseitig.
MFG … Elvloots
FSK 12 - Mit Eltern ab sechs erlaubt!
ROFL!
Danke dafür : )
Schreibst Du eigentlich schon für die Titanic? Würde öfters durchaus passen.
Weiter so!
Köstlich, der Tag ist gerettet!
Danke :)
V.
hehe, supergut
Dany de Vito als “das Merkel”
Wenn es den film gibt triff das merkel diesmal bestimmt mit einen rundumheiligenschein auf. sie wird ja schon dauernd so fofografiert. unerträglich das merkel.
Mein Urteil:
5 Sterne für diese Bewertung :D
Hallo,
leider wieder nur Zustimmung.
Aaaaaaaaaber - gehst Du eine Wette mit mir ein?
Der Gipfel endet mit einer tollen Erklärung zu gemeinsamen Umweltzielen?
Und das Merkel wird Kandesbunzler von Teutonien mit 99,99%.
Natürlich zieht King Georg die Strippen.
Stark bleiben!
:-)))) man sollte aus dem g8-filmmaterial wirklich sowas als youtube-kurzvideo machen :-)
@D.Krüger
Die Wette kann ich nicht eingehen, da Du ja schon gewonnen hast. Wir haben doch heute schon eine revolutionär dolle Erklärung gehört. Merkel hat die Sonne verdunkelt - das passt schon ;-)
*lol*. Kompliment. Herrlich. Mein Favorit: Al Pacino als Bono.
Dramatische Wendung im Märchenplot:
Wie ich gerade bei n-tv erfahre, hat sich The Weather Man den
Magen verdorben und kann nicht an den Schlusskonferenzen teilnehmen. Wird Kaiserin Merkel zu ihm eilen und Tee kochen, ihm
die Hand auflegen?!
Ban Ki Moon und die Generierung der VN zur Prostituierten der USA
Die USA sind um ein treues Schlachtross reicher. Nein, es ist weder ein menschenrechtsverachtender Diktator aus Subsahara-Afrika noch ein von CIA ausgebildeter Staatspräsident in Nordafrika. Bei dem neusten Pferd im Stall handelt es sich um keinen geringeren als den UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon, der auch gleich zum Einstand keinen Hehl daraus machte, dass er gegen die Hinrichtung Saddam Husseins keine Einwände hat. Eine Aussage, die nach der Ankündigung eines “dynamischen und mutigen” Sekretariats, welches kein “passives und furchtsames” sein soll, darauf hinweißt in welche Richtung die Vereinten Nationen die nächsten Jahre ziehen.
“Jedem Staat stehe es frei über die Anwendung der Todesstrafe zu entscheiden”, äußerte sich der Südkoreaner, der einen großen Teil seiner Karriere im Land der im wahrsten Sinne des Wortes unbegrenzten Möglichkeiten verbracht hat. Auch Südkorea steht die Anwendung frei - sie ist immerhin bis heute Bestandteil der Verfassung des Landes. Dumm nur, daß Ban Ki Moon Chefdiplomat einer Internationalen Organisation ist, die sich in Deklaration der Menschenrechte, 1948 von der UN-Vollversammlung verabschiedet, sich für das Recht eines jeden Menschen auf Leben ausspricht.
Daß er von verärgerten Attentäter bei seinem jüngsten Irakbesuch mit Raketen begrüßt verwundert dabei ebenso wenig wie Moons aufgesetzte, schauspielerisch aber exzellent inszenierte, Empörung über Ahmadinedschads jüngste Rede, in welcher er sich über die Äußerung des iranischen Präsidenten über den “Countdown zum Niedergang des israelischen Regimes” entsetzt zeigte. Aber wollen wir nicht alle gerne wissen, wer denn nun diesen Countdown in Gang gesetzt hat?
Für Ban Ki Moon, der während seines Studiums und Teilnahmen an ihn prägenden Englisch-Wettbewerben auch die Techniken der Textinterpretation gelernt hat, ist die Sache sonnenklar: Iran hat den Countdown in Gang gesetzt und drohe demnach dem UN-Mitglied Israel. Wie der VN-Generalsekretär aber seine Interpretation begründet bleibt sein Geheimnis. Vermutlich spricht er aber auch Persisch und hätte dabei auch den meisten Medien einiges voraus.
Wo es in der Welt von Seiten Washingtons etwas zu kritisieren gibt - Ban Ki Moon, den man wahlweise als Rocinante oder Sancho Panza bezeichnen kann, ist stets dabei und spart dabei nicht an Kritik gegenüber Myanmar, Sudan, Nordkorea oder Venezuela. Nicht umsonst wird der USA-Generalsekretär zum Zwecke der freundschaftlichen Bindung mit Auszeichnung überhäuft, so beispielsweise im September 2005 mit der Van Fleet Auszeichnung der koreanischen Gesellschaft in New York für seine Beiträge zur amerikanisch-(süd)koreanischen Freundschaft. Da ist es auch nicht weiter schlimm, wenn Seoul die UN-Frauenrechtskonvention mit Vorbehalten ratifiziert, das Zusatzprotokoll zur Frauenrechtskonvention gar nicht erst unterzeichnet hat. Ban weiß genau: ein großes Mundwerk gegenüber König George hätte auf längere sicht Nachteile für sein Herkunftsland und die Karriere des Südkoreaners - ein wahrlich dynamisches und mutiges Sekretariat.
Na dann, alles in Butter im Lande Luthters!
Oder sollten an Merkels antidemokratischen Schutzzaun viellleicht ein paar altbekannte Thesen und Artikel des Grundgesetzes genagelt werden?
eh blogger.
guck mal diese doku vom wdr.
video.goog...
da lernste was.
eh lebowski.
guck mal diesee doku an:
video.goog...
da kannst du noch was dazu lernen.
SCNR
COPOKA.
Trotz großem Werbebudget, allumfassender Medienpräsenz und spektakulären PR-Aktionen (wie Geruchsproben oder “Tag der offenen Tür” bei der Post) fiel die 100Mio teure Starproduktion beim Publikum wie bei den Kritikern durch.
Letztere bemängelten in erster Linie die “fehlende Äktschn” und die mißlungenen Dialoge, während das Publikum besonders durch Abwesenheit glänzte.
Ein enttäuschter Zaungast verriet uns: “Nächstes Jahr fahr ich lieber in Urlaub, vielleicht auf Japan.”
Alles in allem wird von dieser Produktion wohl in vier, fünf Wochen kein Mensch mehr reden.