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  • Bambi und Spongebob im Opernhaus

    geschrieben am 07. Januar 2010 von Spiegelfechter

    Auf ihrem Dreikönigstreffen in Stuttgart beschwören die Liberalen mit verbalem Gehampel die geistig-politische Wende

    Glaubt man dem Neuen Testament, beschenkten die Heiligen Drei Könige das Christuskind mit Gold, Myrrhe und Weihrauch. So abwechslungsreich fällt der Gabenkatalog der FDP zum Dreikönigstag nicht aus. Caspar Homburger, Melchior Lindner und Balthasar Westerwelle wollen dem Steuerzahler nur Steuererleichterungen, Steuererleichterungen und noch einmal Steuererleichterungen schenken. Dabei sei die Vorstellung, die FDP wolle Geschenke verteilen, “dekadent”, wie der Oberliberale Westerwelle seine Zuhörer im Stuttgarter Opernhaus wissen ließ. Der Steuerzahler schenke dem Staat schließlich Geld und wenn der Staat dieses Geschenk nicht mehr in voller Höhe annehmen würde, sei dies demnach ein Abbau von Geschenken. Mit derlei Verbalklamauk, der paradoxerweise durchaus ernst gemeint ist, will die ehemalige Spaßpartei nun zum voodoo-ökonomischen Generalangriff auf den Staat blasen. Nicht nur der Koalitionspartner dürfte sich bei derlei verbalem Gehampel die Haare raufen.

    Steuersenkungen o muerte!

    Elf Jahre lang hatten die FDP-Granden am Dreikönigstag ein Heimspiel. Mit einer gehörigen Portion Autosuggestion versuchten sie, sich selbst und dem Wähler einzureden, Deutschlands Grundübel bestünde darin, dass die FDP auf den Oppositionsbänken Platz nehmen muss. Nun sitzt die FDP zwar auf der Regierungsbank, an der Rhetorik hat sich allerdings nicht viel geändert. Das neue autosuggestive Mantra der Liberalen lautet: “Steuersenkungen”. Beinahe kein politisches Feld ist davon ausgenommen ? Steuersenkungen seien zwar nicht alles, aber ohne Steuersenkungen sei alles nichts. Mit derlei Taschenspielertricks geht die FDP auch jeder konkreten Positionierung aus dem Weg. Schuldenabbau? Natürlich will die FDP Schulden abbauen, aber daran könne man erst ernsthaft denken, wenn die Wirtschaft wieder brummt. Wann brummt die Wirtschaft wieder? Dumme Frage, natürlich erst dann, wenn die Steuern gesenkt werden. Aus der gelben Klientelpartei scheint durch die Regierungsverantwortung eine Ein-Themen-Partei geworden zu sein. Liberale Kernthemen, wie beispielsweise die Bürgerrechte, blieben auf dem Stuttgarter Dreikönigstag bestenfalls eine Randnotiz.

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    Auf ihrem Dreikönigstreffen in Stuttgart beschwören die Liberalen mit verbalem Gehampel die geistig-politische Wende Glaubt man dem Neuen Testament, beschenkten die Heiligen Drei Könige das Christuskind mit Gold, Myrrhe und Weihrauch. So abwechslungsreich fällt der Gabenkatalog der FDP zum Dreikönigstag nicht aus. Caspar Homburger, Melchior Lindner und Balthasar Westerwelle wollen dem Steuerzahler nur Steuererleichterungen, Steuererleichterungen ...
    Tags: Deutschland FDP Politclowns Superwahljahr 09
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    3. jan_ni (Jan Ni) sagt:
      31. Dezember 1969 um 23:59

      Westerwelle, der Spongebob der Politik:
      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1550/bambi-und-spongebob-im-opernhaus

    4. H0MERSIMPS0N (Markus Weber) sagt:
      31. Dezember 1969 um 23:59

      FDP: Bambi und Spongebob im Opernhaus http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1550/bambi-und-spongebob-im-opernhaus

    5. H0MERSIMPS0N (Markus Weber) sagt:
      31. Dezember 1969 um 23:59

      “Westerwelle ist der Spongebob der Politik ? schwammig, klamaukig und gelb.” (Der Spiegelfechter) http://bit.ly/7CEFtk

    61 Kommentare:

    1. superguppi schrieb am 7. Januar 2010 at 01:55 - Permalink

      Erstmal Happy New Year!

      Von den “Liberalen” hat ja auch nimand etwas anderes erwartet, unterstützen sie jetzt auch Nacktscanner und somit Kinderpornographie.

    2. Markus schrieb am 7. Januar 2010 at 02:22 - Permalink

      Wenn Guido Westerwelle eine Rede hält, bedient er sich mit Vorliebe bei der politischen Konkurrenz. Seine geistig-politische Wende ist letztlich nur ein blasser Aufguss von Kohls geistig-moralischer Wende, aus der auch nichts geworden ist

      Das würde ich so nicht sagen. Wenn man sich den Wandel der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik nach 1982 hin zur Neoklassik und zum Neoliberalismus anschaut, kann man schon von einer Wende sprechen. Auch in Geist und Moral, wenn der Egoismus seither hochgepriesen und die “Jeder ist sich selbst der Nächste”-Gesellschaft als Ideal propagiert wird. Und selbst rot-grün hat zum großen Teil eine neoliberale Politik betrieben. Also schon eine Wende, nur keine Wende zum Guten.

      Westerwelle ist der Spongebob der Politik ? schwammig, klamaukig und gelb.

      Großartig! :-D

      Und noch ein netter Kommentar zu dem Thema: Dreikönigstreffen in Stuttgart: Die FDP leidet unter machtbesoffenen Visionen (Tagesschau.de)

    3. SteinMain schrieb am 7. Januar 2010 at 03:41 - Permalink

      Danke, richtig schön böse, falls ich noch mal einen draufsetzen darf:

      Es ist zwar jetzt schon wieder so ein paar Monate her, aber ich werde nie im Leben den irre bösartigen Blick des gestandenen, urbayrisch-korrupten 2-meter Staatsmannes Seehofer im Staatsfernsehen vergessen, als ihm Westerwelle nach geglückter Koalitionsverhandlung zärtlich den Arm um die Schulter zu legen versuchte.

      Nie habe ich einen Moment der unterdrückten Aggression, also des instinktiven Triebverhaltens über ein elektronisches Medium vorher so intensiv fühlen können.

    4. schwitzig schrieb am 7. Januar 2010 at 05:42 - Permalink

      Hat jemand gestern zufällig das Pinkwart-Interview auf WDR2 gehört? Das war so peinlich, dass selbst dem WDR2-Moderator nichts mehr einfiel – Tenor:
      Wie wollen Sie die Steuersenkungen bezahlen? Antwort: Es wird wegen den Steuersenkungen “Wachstum” geben und dadurch Mehreinnahmen, wodurch die Steuersenkungen nachträglich validiert werden …

      :-))

      Früher haben sich die Politikkorrumpierer wenigstens rhetorisch wendige Luftblasenabsonderer gekauft, aber mittlerweile arbeitet selbst die Politik”elite” auf Rütli-Niveau, das wahrscheinlich selbst einem StefanP sogar noch peinlich wäre.

      Übrigens hat Pinkwart die ganze Zeit schwadroniert, dass in den nächsten Jahren Steuermehreinnahmen von (wenn ich mich richtig erinnere) 24 Milliarden “erwartet” werden. Weiss hier jemand, woher er diese Zahlen hat und auf welchen Berechnungen sie beruhen?

    5. Der Schachspieler schrieb am 7. Januar 2010 at 07:52 - Permalink

      Als Jens eins muss ich dir schon sagen, dem Spongbob, einer meiner Lieblingsfiguren im Zeichentrickfilm, so etwas anzutun und ihn mit Westerwelle vergleichen, das ist richtig unseriös.

      Das hat Spongbob nicht verdient.

      Hier noch ein interressanter link der sich mit den “richtigen” Lösungen der Steuerprobleme beshäftigt:

      http://www.hintergrund.de/index.php/wirtschaft/wirtschaft-inland/politik-finanzbehoerden-und-vermoegende.html

      Gruss

    6. Beate schrieb am 7. Januar 2010 at 08:42 - Permalink

      Traurig dass die Menschen dass in ihrem Schulunterricht gelernte verdrängen.

      Der Staat ist nicht eine, sondern alle Personen.

      Wem möchte Westerwelle die Lebensgrundlage kürzen?

      15 Milliarden Euro bringt die Einführung des Bürgergeldes.

      Senkung des Hartz IV – Satzes um 200 Euro.

      Weitere 25 Milliarden lassen sich durch Entlassungen im öffentlichen Dienst umverteilen.

      So dass 40 Milliarden Euro frei Verfügbar zur Umverteilung von unten nach oben werden.

      Bitte Bsirske setze für die unteren Tarifgruppen eine Lohnsteigerung von 15% durch.

      Viele Deutsche sind bereit zu streiken. Auch länger!

    7. reneè schrieb am 7. Januar 2010 at 08:58 - Permalink

      Prima Jens, schnell, treffsicher, demaskierend und dank humorvoller Würze sehr gut zu lesen. Klasse. Möchte bei der Gelegenheit auf meinen Beitrag “Westerwelle droht!” auf rxrenee.wordpress.com hinweisen. Geht von der Grundaussage in die gleiche Richtung. Vielen Dank Reneè

    8. Herr Knecht schrieb am 7. Januar 2010 at 09:45 - Permalink

      Wenn ich so über die Serie nachdenke: Spongebob arbeitet doch in der krossen Krabbe und sein Arbeitgeber ist der ultimative Turbokapitalist Mr. Krabs. Passt dann auch irgendwie noch.

    9. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 10:06 - Permalink

      @Herr Knecht

      Stimmt ;-)

    10. Der Schachspieler schrieb am 7. Januar 2010 at 10:07 - Permalink

      An Herr Knecht,

      also Spongbob gehört doch zur normalen Arbeiterklasse die eigentlich von Mr.Krabs diesem Turbokapitalisten ausgebeutet wird.

      Passender finde ich da schon Waylon Smithers, den Gehilfen von Mister Burns, der ist auch gelb, und eine gewisse Ähnlichkeit ist doch wohl auch nicht zu bestreiten :-)

      PS: Atomlobby, Reichtum, warme Gefühle, ne Brille und Loyalität ;-)

    11. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 10:16 - Permalink

      @Der Schachspieler

      *rofl*

      Aber unter Waylon Smithers stelle ich mir immer Ronald Pofalla vor ;-)

    12. H.H.Schmidt schrieb am 7. Januar 2010 at 10:26 - Permalink

      Auf den Ausspruch

      “Steuersenkungen o muerte”

      kann eigentlich nur geantwortet werden

      “¡No pasarán!”

      Ob der Michel das allerdings bewerkstelligen kann und vor allem will, wage ich zu bezweifeln.

      Trotzdem in Gesundes Neues Jahr!

    13. Herr Knecht schrieb am 7. Januar 2010 at 10:50 - Permalink

      @ Schachspieler:

      haha ja Du hast recht :D. Und Rösler ist Dr. Nick Riviera, der Pfuscharzt. Die Simpsons liefern bestimmt genug Charaktere um die ganze Partei zu bestücken.

    14. StefanP schrieb am 7. Januar 2010 at 10:59 - Permalink

      Eigentlich hatte man gehofft, zu den Vorsätzen des neuen Jahres gehörte für den Spiegelfechter, sich wieder mehr Zeit für die Entwicklung seiner Artikel zu nehmen, das sie das Fundament zurück gewinnen, über das sich eben auch widerstreitend debattieren lässt. Statt dessen praktisch die Wiederholung eines seiner kürzlich erschienenen Beiträge und somit ziemlich substanzlos.

      Die Kritik an dem liberalen Part der Regierung ergötzt sich wie gehabt an dem steuerpolitischen Ansatz des kleinen Koalitionspartners. Vergessen wird, dass dieser Ansatz eine beeindruckende Zahl von Wählern unter bekannten Rahmenbedingungen überzeugt hat und die neuen Partner nun versuchen das zu tun, was ihre Vorgänger unterlassen haben: Wahlversprechen zu halten. Wer hat nicht mehr im Ohr, als die Union und SPD 2005 antraten, als ersten Akt ihre Wahlprogramme wegfegten und die Belastung der Bürger erhöhten. Unisono wurde dies als richtiger und wichtiger Schritt zur Haushaltssanierung goutiert, nur war es der viel kritisierte Bruch mit vorher gegebenen Zusagen.

      Jetzt geht das Spiel anders herum und recht ist es wieder nicht. Unbestreitbar reiben sich die Wunschpartner aneinander statt ein eigenes Projekt zu entwickeln, eine gemeinsame Leitlinie, nach der sich regieren ließe. Nur hätten die Alternativen Besseres erwarten lassen? Wohl kaum. Die Vorgängerregierung war eingespielt, aber auch gegenseitig auf den wichtigsten Politikfeldern Steuern, Arbeitsmarkt und Sozialwesen blockiert. Ein solcher Stilstand und Wahlkampf im Kabinett weitere vier Jahre? Never!

      Die dritte Option, die gar nicht zur Wahl stand, nämlich ein Bündnis aus SPD, Grünen und Linkspartei, war schon im Vorwahlkampf gescheitert, da sich die Parteien gegenseitig Regierungsunfähigkeit bescheinigten. Es wäre auch kaum besser gekommen, wiesen die Vorstellungen der Grünen und insbesondere der Linksaußen Finanzierungsvolumina auf, gegen die sich die Vorstellungen der Liberalen wie ein Minieinkauf im Aldi ausnehmen.

      Ohne Frage sind Oppositionsparteien heute weniger denn je aufs Regieren vorbereitet, die Idee von der Regierung im Wartestand bleibt eine Fiktion. Dies gilt umso mehr, je länger Parteien im Zustand der politischen Minderheit verharren und dort nicht nur den Bezug zur Basis, sondern auch den Blick auf die Realitäten verlieren.

      Erstaunt, aber auch erfreut hat mich ein Detail des Koalitionsvertrages, was eigentlich selbstverständlich ist, in den vergangenen zwanzig Jahren aber so mit Füssen getreten wurde, dass es heute extra erwähnt werden muss:
      ?Dafür sorgen, dass sich BMF-Schreiben auf die Auslegung der Gesetze beschränken und die Praxis der Nichtanwendungserlasse zurückgeführt wird.?

      Rechtssicherheit und Rechtsgewährung sind auf Kosten der Staatsfinanzen ausgehebelt worden und die wichtigste, doch eigentlich selbstverständlichste Forderung an eine bürgerliche Koalition ist, sich wieder an Recht und Gesetz zu halten.

      So einiges hätte man jetzt mit Blick auf 100 Tage Schwarz-Rot schreiben können, doch das hätte Zeit und Arbeit in Anspruch genommen. Wozu, wenn man das anspruchslose Publikum so befriedigen kann?

    15. Martin schrieb am 7. Januar 2010 at 10:59 - Permalink

      Vorgestern beim Fernsehgucken:

      Sinngemäß wurde eine Gemeinde genannt, in der die KiTa-Gebühren um 20 Euro/Monat steigen sollen.
      Meint meine bessere Hälfte, in Sachen Politik ansonsten glücklicherweise ziemlich unbedarft: “Was bleibt denn da von der Kindergeld-Erhöhung über?”

      So viel zum Thema FDP…

    16. schwitzig schrieb am 7. Januar 2010 at 11:40 - Permalink

      @Martin am 7. Januar 2010 um 10:59 – - Permalink

      Vorgestern beim Fernsehgucken:

      Sinngemäß wurde eine Gemeinde genannt, in der die KiTa-Gebühren um 20 Euro/Monat steigen sollen.
      Meint meine bessere Hälfte, in Sachen Politik ansonsten glücklicherweise ziemlich unbedarft: ?Was bleibt denn da von der Kindergeld-Erhöhung über??

      So viel zum Thema FDP?

      Na, da hätte Deine bessere Hälfte doch besser den Forenclown StefanP befragt – der hätte ihr einen 3-Seiten Aufsatz über ein völlig anderes Thema gegönnt und das Fazit gezogen, dass alles besser wird :-). Dummerweise ist das gemeine Volk immer noch zu blöde zu begreifen, dass sie mehr in der Tasche haben, obwohl nur Nullsummen- oder Minusspielchen betrieben werden – und das, obwohl besagter Elitenakademiker doch glatt immer wieder das Gegenteil behauptet :-).
      Was soll’s – in 4 Jahren hat die gelbe Krankheit zusammen mit der Schwarzgeldaffäre unser Land ausgeblutet und Schuld daran sind dann < TUSCH > selbstverständlich die Linken :-))

    17. Der Schachspieler schrieb am 7. Januar 2010 at 11:46 - Permalink

      @StefanP

      Du wirst ja jetzt wohl der SPD nicht vorwerfen wollen das sie die “liberale” Politik der FDP durchgesetzt haben ?

      Das sollte heutzutage eigentlich normal sein , die CDU als Klimakämpfer und Umweltschützer, eigentlich ein Thema der Grünen.

      Die CHRISTLICH SOZIALEN als Kriegstreiber …….

      Würde mich nicht wundern wenn jetzt mit der FDP die Planwirtschaft kommt.

    18. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 11:46 - Permalink

      @2 Markus

      Das würde ich so nicht sagen. Wenn man sich den Wandel der Wirtschafts-, Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik nach 1982 hin zur Neoklassik und zum Neoliberalismus anschaut, kann man schon von einer Wende sprechen.

      Sicher, aber das war eher die Wende des Marktgrafen und nicht die konservative Wende, die Kohl vorschwebte. Dazu hatte ich aber erst neulich einen Artikel geschrieben ;-)

      Willkommen zur geistig-moralischen Wende”

    19. Michael W. schrieb am 7. Januar 2010 at 11:54 - Permalink

      @Stefan P. #14:

      Mal wieder schweifen Sie im Großteil Ihres Postings vom eigentlichen Artikelthema ab.
      Hier der Block, welchen man noch noch so gerade eben auf den Artikel (inhaltlich sinnvoll) beziehen kann:

      Die Kritik an dem liberalen Part der Regierung ergötzt sich wie gehabt an dem steuerpolitischen Ansatz des kleinen Koalitionspartners. Vergessen wird, dass dieser Ansatz eine beeindruckende Zahl von Wählern unter bekannten Rahmenbedingungen überzeugt hat und die neuen Partner nun versuchen das zu tun, was ihre Vorgänger unterlassen haben: Wahlversprechen zu halten.

      Wenn 100 Leute in einem Raum stehen und die Wahl haben, ob Sie aus dem Fenster springen oder die Treppe nehmen, gehören sie dann auch zu den 16-66 (oder wiviel Prozent hatte die FDP alleine bzw. mit CDU zusammen noch gleich^^), die springen?
      Ich denke, SF und viele der Leser haben u.a. gerade wegen der utopischen Stuerversprechen nicht die FDP gewählt.
      Und was das Halten des Wahlversprechnes angeht: Klar, als kleiner Koalitionspartner verschafft man sich durch solche substanzlose Polemik natürlich Respekt bei den o.g. 16-66.

    20. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 12:00 - Permalink

      @Herr Knecht und Schachspieler

      Dann lasst mich mal überlegen, wie man den Rest der Partei besetzen könnte.

      Dirk Niebel – wohl am ehesten Skinner, alleine wegen des Militärhintergrunds

      Sabine Leutheusser-Schnarrenberger – ganz klar, Edna Krababbel

      Rainer Brüderle – erinnert mich optisch eher an Grandpa Simpsons, obgleich der ja eigentlich Genscher sein müsste. Eigentlich sollte Brüderle aber die FDP-Variante von Moe Syslak sein, alleine schon wegen des Weins ;-)

      Hans Otto Solms – optisch Ned Flanders, ansonsten aber ganz klar der alte Gil

      Andreas Pinkwart – die optimale Besetzung von Milhouse!

      Jürgen W. Möllemann – Krusty der Clown, ohne wenn und aber

      Wolfgang Gerhard – passt am besten zu Martin Prince

      und das Ganze wird dann präsentiert vom Kent Brockman des deutschen Fernsehens – Claus Kleber

      Mönsch, da könnte man ja glatt eine Glosse draus machen *lol*

    21. StefanP schrieb am 7. Januar 2010 at 12:03 - Permalink

      @Michael W.

      Möglicherweise habe ich mir mehr Zeit für den Beitrag genommen als der Spiegelfechter. ;-)

      Ich denke, SF und viele der Leser haben u.a. gerade wegen der utopischen Steuerversprechen nicht die FDP gewählt.

      Stellt sich die Frage, wen man sonst wegen utopischer Wahlversprechen gewählt hat?

    22. Michael W. schrieb am 7. Januar 2010 at 12:16 - Permalink

      @Stefan P. 21:

      Was hat bitte Ihr vielleicht höherer Zeitaufwand damit, zu tun, dass Ihr Posting nicht auf das Artikelthema eingeht?

      Ansonsten ist Ihre Frage keine logische Folgerung aus dem Zitat bzw. versucht, wieder den Kontext zu verlassen.

    23. Lago schrieb am 7. Januar 2010 at 12:25 - Permalink

      Übrigens: Ganz so blöd wie die FDP-Minister sind die FDP-Wähler dann doch nicht. Immerhin meinte über die Hälfte derjenigen, die in Nachwahlbefragungen zugaben, FDP gewählt zu haben, dass sie die Steuersenkungsversprechen der FDP für unseriös hielten.

      D.h. die FDP macht noch nicht einmal ordentliche Klientelpolitik, sondern schlichtes Politikgetrolle …

    24. W.B. schrieb am 7. Januar 2010 at 12:47 - Permalink

      @ SF:
      Seit wann hast du dir ‘nen Kommentar-Clown zugelegt? Gab’s den günstig mittels Abwrackprämie …?

      Ich vermisse so etwas wie einen Ignore-Mode.

    25. Fyyff schrieb am 7. Januar 2010 at 13:18 - Permalink

      Westerwelle ist der Spongebob der Politik ? schwammig, klamaukig und gelb.

      Keine weiteren Fragen, euer Ehren. :D

      Obwohl doch einige. Warum ist die FDP der Meinung, daß man mit Konzepten die schon vor 30 Jahren Unsinn waren und erwiesenermaßen nichtfunktionierender Blödsinn sind (Laffer-Kurve! u.ä.), einfach nur oft herumfuhrwerken muß und irgendwann klappt der Unsinn dann schon? Sachen die schon bei Reagan und Thatcher in die Hose gegangen sind einfach nochmal probieren, weil…äh…bei uns könnte es ja klappen.
      Schlägt Herr Westerwelle bald vor, daß wir wieder mehr Autobahnen bauen müssen? Ist auch eine alte dumme Idee, aber wer weiß – einfach nochmal probieren weil es könnt ja klappen.

      Und überhaupt: Steuersenkungen helfen scheinbar eh gegen alles. Wirtschaftskrise? Steuersenkungen! Niedrige Binnenkonjunktur? Steuersenkungen! Kinderarmut? Steuersenkungen! Schweinegrippe? Steuersenkungen! Usw usf.
      Darf man diese Merkbefreitheit schon als pathologisch bezeichnen?

    26. Markus schrieb am 7. Januar 2010 at 13:26 - Permalink

      @ 18 Spiegelfechter:

      Ja, den hab ich auch gelesen ;-)
      Das meinte ich auch, dass es 1982 einen Wandel hin zum Marktliberalismus gab.

    27. Sulukol schrieb am 7. Januar 2010 at 14:01 - Permalink

      Wie so gut wie immer, ein sehr guter Artikel.

      Nur an einem Punkt, der mit der aktuellen FDP nur indirekt zu tun hat, möchte ich widersprechen:

      “Seine geistig-politische Wende ist letztlich nur ein blasser Aufguss von Kohls geistig-moralischer Wende, aus der auch nichts geworden ist”

      Dass aus Kohls geistig-moralischer Wende nichts geworden ist, liest man immer wieder. Das ist aber aus meiner Sicht nicht zutreffend.

      Wären die neoliberalen Schandtaten der Schröderregierung denkbar, wenn nicht beginnend in den 80er Jahren sich (sicher langsam) bestimmte an Politik von Reagan und Thatcher angelehnten Sichtweisen des Verhältnisses zwischen Staat und Wirtschaft, Solidarität und Eigenverantwortung und Ähnlichen durchgesetzt hätten?

      Natürlich hat auch der Wegfall des real existierenden Sozialismus zu Beschleunigung des Paradigmenwechsels geführt. Aber es begann schon früher, als Beispiel sei das Lambsdorff-Papier angeführt.

      Die Kohlsche geistig-moralische Wende hatte somit eine nachhaltigere Wirkung als es Kohl selbst wohl lieb gewesen wäre. Und die Tatsache, dass man immer wieder ihr Scheitern erklärt hat, hat diese Wirkung sogar noch begünstigt.

      Die heutige FDP ist das beste Beispiel dafür, wie “gut” die geistig-moralische Wende gelang.

    28. Sulukol schrieb am 7. Januar 2010 at 14:03 - Permalink

      Erst jetzt lese ich in Kommentaren, dass ich mit meiner Meinung nicht allen dastehe. Und die Antwort ist auch schon da. Denn Artikel vom 02.11. kannte ich noch nicht.

    29. Ein Gast schrieb am 7. Januar 2010 at 14:12 - Permalink

      @Fyyff:

      Du hast “Lohnzurückhaltung” vergessen! Das hilft auch gegen alles, am besten gepaart mit Steuersenkungen…

    30. Fyyff schrieb am 7. Januar 2010 at 14:22 - Permalink

      @29

      Stimmt. Lohnzurückhaltung ist auch wichtig. Hilft garantiert gegen Profitrückgang und sogar gegen Schweißfüße! :D

    31. P@trick schrieb am 7. Januar 2010 at 14:33 - Permalink

      Ich frage mich immer wieder wie es Leute geben kann, die die FDP ernst nehmen.

      Dabei kommt mir immer wieder ein Satz einer Kommilitonin in den Sinn: “Ärzte verdienen erst ab den 20ten eines Monats für sich Geld.” Ich hab gar nicht fragen getraut von wem sie das hat.

    32. Herr Knecht schrieb am 7. Januar 2010 at 15:05 - Permalink

      @SF

      hehe die Schnarrenberger als Enda Krababbel, wirklich wie eineiige Zwillinge :D.

    33. aquadraht schrieb am 7. Januar 2010 at 15:08 - Permalink

      31: vermutlich ist der 20.1. jedes Jahres gemeint ;)

      Aber mal Spass beiseite: Es ist nicht unrealistisch, dass einem Arzt von einem Honorareuro nach Abzug der Kosten für Praxis, Personal, Fahrzeug, Steuern und Abgaben “nur” 35,5% in 31-Tagemonaten bleiben oder übers Jahr ein Drittel. Das ist ein verdammt guter Rohertrag. Einem Zigarettenhändler bleiben vom Umsatz keine 20%, um alle Kosten zu decken.

    34. Zippo schrieb am 7. Januar 2010 at 15:10 - Permalink

      Moin zusammen,
      guter Artikel, wobei ich großen Repekt zollen muss, dass Du Dir solche Selbstbeweihräucherungsevents in voller Länge antun kannst, Jens. Mir wird meist spätestens nach 2 Minuten schlecht und ich schalte weg. Einzig die Grundsatzreden Ede Stoibers kann ich mir problemlos komplett reinziehen, allerdings nur wegen des Spaßfaktors. ;-)
      Übrigens, der Simpsonsvergleich ist wesentlich gelungener als der mit Spongebob. Bei letzterem sind es bloß Äußerlichkeiten, die passen. Außerdem tut man dem sympathischen Schwamm unrecht wenn man ihn mit Guido in einen Topf wirft.

    35. Karsten Bier schrieb am 7. Januar 2010 at 16:02 - Permalink

      Lieber SF,

      mit Freuden nehme ich immer wieder wahr, dass es offenbar nicht möglich ist, dir die Energie für die Fortsetzung deiner im wahrsten Sinne des Wortes hervorragenden Arbeit zu stehlen. Obwohl es ständig und mit allen Tricks versucht wird (anders kann ich mir so manchen Kommentar nicht erklären). Hier fällt mir wieder mal StefanP auf, der die Taktik der Abweichung auf ganz andere Themen praktiziert, oder auch so mancher Beitrag im TP-Forum, wie z.B. die Methode, ein einzelnes unwichtiges Details (hier: die Bibelsache) für die Bewertung des ganzen Artikels heranzuziehen und auf den ganzen Rest überhaupt nicht einzugehen.
      Besonders toll finde ich, dass du bei den Kritikpunkten, die dem Nicht-Insider auf den ersten Blick plausibel erscheinen, häufig antwortest und diese Kritik entkräftest anstatt zu schweigen wie so viele andere Autoren. Und wenn dann doch mal jmd. anders recht hat (was in meiner Wahrnehmung eher selten vorkommt), dann gibst du das auch zu.

      Daher möchte ich, auch wenn ich nicht immer sondern nur meistens deiner Meinung bin, unbedingt meine Hochachtung zum Ausdruck bringen und darauf hinweisen, dass sowohl ich als sicherlich auch sehr viele andere Leute dein Werk sehr zu schätzen wissen, auch wenn sie nicht ständig lobend kommentieren.

      Im Zuge meiner Spende an Wikileaks, der wohl wichtigsten Seite im Netz, werde ich auch dich mal wieder bedenken in der Hoffnung, diese Qualität deiner Seite noch möglichst lange genießen zu können.

      P.S.: Soll die neue “irrelevant”-Checkbox dazu dienen, Beiträge zu markieren, die nicht direkt mit dem Thema des Artikels zu tun haben? Wenn ja, dann gehört dieser Beitrag wohl auch zu dieser Kategorie. Für den Fall, dass du mit dieser Option etwas anderes im Sinn hattest, kreuze ich sie bei diesem Beitrag nicht an, mach’ du das nachträglich, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege.

    36. Stefan Balker schrieb am 7. Januar 2010 at 16:27 - Permalink

      Dabei sei die Vorstellung, die FDP wolle Geschenke verteilen, ?dekadent?, wie der Oberliberale Westerwelle seine Zuhörer im Stuttgarter Opernhaus wissen ließ. Der Steuerzahler schenke dem Staat schließlich Geld und wenn der Staat dieses Geschenk nicht mehr in voller Höhe annehmen würde, sei dies demnach ein Abbau von Geschenken. Mit derlei Verbalklamauk, der paradoxerweise durchaus ernst gemeint ist

      Westerwelle hat damit völlig Recht. Steuersenkungen sind keine “Steuergeschenke”. Ein Geschenk ist eine Sache, die einem gegeben wird. Bei Steuersenkungen wird einem nichts gegeben, es wird einem weniger weggenommen.

      Zu dem Rest des “Artikels” erübrigt sich eigentlich jeder Kommentar. An eine Aneinanderreihung geistloser Polemik, mit welcher der Amateurschreiberling zum millionsten Mal seinen FDP-Hass auskotzt. Es ist schon witzig, dass sich jemand über “Verbalklamauk” und Wiederholungen echauffiert und sich dann in Spongebob-Klamauk und den ewig gleichen Attacken verliert.

    37. Stefan Balker schrieb am 7. Januar 2010 at 16:32 - Permalink

      Schlägt Herr Westerwelle bald vor, daß wir wieder mehr Autobahnen bauen müssen? Ist auch eine alte dumme Idee, aber wer weiß ? einfach nochmal probieren weil es könnt ja klappen.

      Das Feld hat die Linke schon erfolgreich besetzt, die in alter Tradition des nationalen Sozialismus große Infrastrukturausgaben auf den Weg bringen will.

      Und überhaupt: Steuersenkungen helfen scheinbar eh gegen alles. Wirtschaftskrise? Steuersenkungen! Niedrige Binnenkonjunktur? Steuersenkungen! Kinderarmut? Steuersenkungen! Schweinegrippe? Steuersenkungen! Usw usf.
      Darf man diese Merkbefreitheit schon als pathologisch bezeichnen

      Gilt diese “Merkbefreitheit” auch für diejenigen, die Lohnerhöhungen für alle Probleme auffahren wollen? Das wird der Spiegelfechter nicht gern hören ;)

    38. Karsten Bier schrieb am 7. Januar 2010 at 16:45 - Permalink

      Passend zum Artikel finde ich diesen Text von Heiner Flassbeck auf den Nachdenkseiten:

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=4443

    39. Sawo schrieb am 7. Januar 2010 at 16:54 - Permalink

      Schönes, sehr treffsicheres und dabei auch noch unterhaltsames Traktat dieser FDP-Zirkusveranstaltung, SF.

      Nebenbei: Der Vorname Stefan scheint bei Forentrollen sehr beliebt zu sein ;)

    40. salvo schrieb am 7. Januar 2010 at 16:57 - Permalink

      Das Feld hat die Linke schon erfolgreich besetzt, die in alter Tradition des nationalen Sozialismus große Infrastrukturausgaben auf den Weg bringen will.

      sicher, genauso wie Obama, Krugmann, De Long & Co

      der Skandal an der heutigen deutschen Rechte ist, dass es ihr gestattet wurde, ihre eigene verbrecherische Vergangenheit zu vergessen, obwohl diese ihre Gegenwart maßgeblich determiniert,

    41. schwitzig schrieb am 7. Januar 2010 at 17:13 - Permalink

      @39 Sawo

      Schönes und sehr treffsicheres Traktat dieser FDP-Zirkusveranstaltung, SF.

      Ja, danke für den Link. Ich werde den Artikel weiterempfehlen.

      Nebenbei: Der Vorname Stefan scheint bei Forentrollen sehr beliebt zu sein ;)

      Vielleicht ist es ein und derselbe, der einfach nur an Fantasiemangel leidet? Mir ist das egal, denn ich ziehe mir den Seitenlang Stuss von den S-Boys nicht mehr rein. Die erste Diskussion, die er mit Jens Berger führte, fand ich wegen Jens’ Antworten sehr interessant. Danach kam von den S-Boys nur das übliche SPON-Geschwaller und das muss ich mir nun wirklich nicht antun :-).
      Eines der besten Argumente Flassbecks ist in meinen Augen die Bezifferung der “Kosten” für einen durch Entstaatlichung entmenschlichten Staat. Ich vermute, dass die S-Boys nur eine sehr diffuse Vorstellung davon haben, was es bedeutet aufgrund der zunehmenden Radikalisierung der Gesellschaft durch Vermögensspreizung z.B. Finger oder ganze Gliedmaßen zwecks erwünschter Partizipation an der “Leistungsgesellschaft” abgeschnitten zu bekommen :-).
      Den Neolib-Priester-Schwachsinn zu Ende gedacht führt der Kurs zwangsläufig in eine Gesellschaft, in der sehr viele Unterprivilegierte sehr wenigen Überprivilegierten gegenüber stehen.

      So hoch kann keine Mauer, so effektiv keine Kontrolle und keine Repression sein, als dass das nicht richtig rummsen würde. 1789 hat ja schon einmal gezeigt, dass Kopfloses Agieren einer “Elite” schnell in die Kopflosigkeit führen kann.
      Damals standen da auch überall ganz tolle Armeen und Personenschützer herum.

    42. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 17:15 - Permalink

      @Karsten Bier

      Zunächst einmal Schönen Dank für die netten Worte :-)

      P.S.: Soll die neue ?irrelevant?-Checkbox dazu dienen, Beiträge zu markieren, die nicht direkt mit dem Thema des Artikels zu tun haben? Wenn ja, dann gehört dieser Beitrag wohl auch zu dieser Kategorie. Für den Fall, dass du mit dieser Option etwas anderes im Sinn hattest, kreuze ich sie bei diesem Beitrag nicht an, mach? du das nachträglich, wenn ich mit meiner Vermutung richtig liege.

      Nein, dass ist ein Fehler. Das Plugin ist (von mir) dazu erdacht, Kommentare, die nichts mit dem Thema zu tun haben und nicht eben qualitativ sind, zu verbergen, so dass der Interessierte sie zwar aufklappen kann, sie aber nicht den Lesefluss stören. Eine Art “Löschen light” halt.

      Durch ein Update hat sich nun allerdings wieder unerwünschter Code eingseschlichen, den COPOKA auch beim letzten Mal schon erfolgreich eliminiert hat. Wir “arbeiten” daran ;-)

    43. Spiegelfechter schrieb am 7. Januar 2010 at 17:23 - Permalink

      @Stefan Balker

      Westerwelle hat damit völlig Recht

      Keine weiteren Fragen, Euer Ehren ;-)

    44. Markus schrieb am 7. Januar 2010 at 17:40 - Permalink

      @ 20 Spiegelfechter:

      Wie wäre es noch mit

      Otto Graf Lambsdorff: Mr. Burns

      Hildegard Hamm-Brücher: Jacqueline Bouvier

      Silvana Koch-Mehrin: irgendeine von den Freundinnen des Bürgermeisters

      Philip Rösler: Flanders

      Fricke und Solms: Rod und Tod ?

    45. Karsten Bier schrieb am 7. Januar 2010 at 17:42 - Permalink

      Zu 41 schwitzig:

      So hoch kann keine Mauer, so effektiv keine Kontrolle und keine Repression sein, als dass das nicht richtig rummsen würde. 1789 hat ja schon einmal gezeigt, dass Kopfloses Agieren einer ?Elite? schnell in die Kopflosigkeit führen kann.
      Damals standen da auch überall ganz tolle Armeen und Personenschützer herum.

      Tja, nur gab es damals keine Vorratsdatenspeicherung, keine zentralen Datenbanken mit detaillierten Informationen zum kompletten Leben eines jeden Einzelnen, keine DNA-Analysen, keine wirkungsvollen Geheimdienste, keine Maschinengewehre, keine Schmerz-, Geruchs- und Sonstwas-Massenkontrollwaffen, keine Bio- und Chemiewaffen, keine EU-Verfassung inkl. Schießerlaubnis für ausländische Truppen, keine wirksame Zensur, keine Brainwash-Massenmedien mit enormer Reichweite, keine High-Tech-Zäune, keine bewaffneten Drohnen bzw. Kampfroboter, keinen Leistungsträger-Zeitgeist und keine Elite, die die psychologischen Schwachstellen des Menschen sehr genau kennt und auszunutzen weiß uswuswusw.

      Die Technik entwickelt sich rasant weiter und ist dem Menschen, auch in Massen, schon sehr bald so weit überlegen, dass ich eine erfolgreiche Notfall-Revolution für immer weniger möglich halte. Dummerweise ist die Entwicklung auch noch global, da können dann nichtmal die Amis von außen helfen. Da bräuchten wir dann schon die Vulkanier oder alternativ die Vogonen…

    46. schwitzig schrieb am 7. Januar 2010 at 18:05 - Permalink

      @Karsten Bier

      keine Schmerz-, Geruchs- und Sonstwas-Massenkontrollwaffen

      Ich denke, das ist der einzige Punkt, der mein skizziertes Szenario tatsächlich verhindern könnte. Der Rest ist zwar lästig, fällt aber sehr schnell mit der Masse der Gegengewalt.

      Die Tests mit Schall-, -Mikrowellen- und Elektrowaffen im Hinblick auf eine zukünftige Benutzung sind allerdings beunruhigend und lassen erahnen, dass sich einige “Eliten” durchaus bewußt sind, dass sie ihren Status nur mit brutalster Repression halten können.

    47. boschwa schrieb am 7. Januar 2010 at 18:11 - Permalink

      @SF

      Meiner Ansicht nach war/ist einem überwiegenden Teil der FDP Wählern durchaus bewusst das man finanzpolitisch “einen Trupp Pyromanen in die Feuerwehr” gewählt hat.

      Du unterschätzt Mutti. Genial wie sie es im geschafft hat die FDP nach innen(kraft Eitelkeiten) und in der Öffentlichkeit(kraft Frida S. und Elli M. und auch Du Brutus) auf “Steuersenkungen o muerte” zu reduzieren.

      Vielen, vor allem neuen, FDP Wählern sehen in dieser verlogenen, unsolidarischen Gesellschaft den einzigen Weg Hirn in die Wahlmasse zu penetrieren, in einer voll umfänglichen Liberalisierung des Kündigungsschutzes.

      Bürgerrechte sind auch nett und spätestens ab da ist die Linke aufgrund eines grossen Teils ihrer Parteibasis, für mich persönlich, unglaubwürdig und somit nicht wählbar.

    48. Gekis schrieb am 7. Januar 2010 at 20:13 - Permalink

      …die “Fraktion Der Pausenclowns” will jetzt mit privaten Knochenbrechern die Zahlungsmoral (Ausplünderung)
      der kleine Leute auf Vordermann bringen ! =-(

      http://www.duckhome.de/tb/archives/7588-Die-privaten-Gerichtsvollzieher-der-FDP.html

    49. Peleo schrieb am 7. Januar 2010 at 21:48 - Permalink

      Wenn Steuern, wie die FDP meint, “Geschenke” an den Staat sind, wäre es doch unhöflich vom Staat , diese abzulehnen:

      http://www.zeit.de/2005/46/Kr_8amer

      Gibt es irgendeine Reaktion eines Freien Demokratischen Politikers zu dieser Initiative? Für verrückt erklären wie bei den Steuerfahndern in Hessen geht hier ja wohl nicht.

      Deshalb: Einfach nicht ignorieren ;-)

    50. Possimist schrieb am 8. Januar 2010 at 00:33 - Permalink

      Ist StefanP schizo, oder ist dieser Typ mit dem Balken am Kopf äh im Namen ein anderer?

    51. N.k schrieb am 8. Januar 2010 at 00:38 - Permalink

      Ist StefanP schizo, oder ist dieser Typ mit dem Balken am Kopf äh im Namen ein anderer?

      Raff ich jetzt irgendwie net.. Balken im Namen?!

    52. Possimist schrieb am 8. Januar 2010 at 00:45 - Permalink

      Sorry mein Fehler der heisst ja Balker . Hatte mich verlesen. ;-)

    53. Sawo schrieb am 8. Januar 2010 at 10:43 - Permalink

      Ich bin etwas spät dran, aber hier kommt noch ein Bildchen von Guidos Auftritt im Opernhaus:

      Edit
      Bild laden funktioniert leider nicht (bei mir) :(

    54. Peleo schrieb am 8. Januar 2010 at 11:32 - Permalink

      @ StefanP

      Da sind die eigenen Leute endlich in der Regierung und machen dann so´n Mist. Man schaut in die Zeitung und selbst in den ?eigenen? (in Ihrem Fall: FAZ, Handelsblatt) steht auch: Mist.

      Reaktion: Die-müssen-sich-doch-was-dabei-gedacht-haben-und-die-anderen-sind-doch-noch-schlimmer. So, nur spiegelverkehrt – erging es mir damals mit den Hartz-Gesetzen.

      Ich bin hier nicht nur, um mir meine eigene Sichtweise bestätigen zu lassen, sondern auch, um sie anhand anderer Sichtweisen zu überprüfen. Deshalb fände ich es gut, wenn Sie als eingefleichter Neo-Liberaler (wobei die Grenze zwischen Röpke/Erhard und Westerwelle leider verschwimmt) zur alten Form zurückfänden.

    55. Karsten Bier schrieb am 8. Januar 2010 at 12:07 - Permalink

      Zu 46 schwitzig:

      In den Kommentaren zum Autobrand-Artikel zeigst du durchaus ein Verständnis für die Überwachungsproblematik. Insofern wundert es mich etwas, wie einfach du die anderen Dinge hier abtust. Allein durch VDS, OD und zentrale Datenbanken wird es bald möglich sein, potentielle Rädelsführer (und ohne die geht gar nichts) zu finden und auszuschalten, bevor sie irgendwie wirksam werden können.

      Ist aber langsam total OT und hoffentlich nur eine Dystopie.

    56. Sawo schrieb am 8. Januar 2010 at 14:58 - Permalink

      Schöner, ironischer und lesenswerter Artikel von Kurt Kister über Guido in sueddeutsche.de:
      http://www.sueddeutsche.de/politik/218/499495/text/


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