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  • Das Great Game ist entschieden

    geschrieben am 08. Januar 2010 von Spiegelfechter

    Das neue Jahr beginnt mit einem geostrategischen Paukenschlag, der in Europa allerdings bestenfalls als Randnotiz wahrgenommen wird. Das überrascht nicht, schließlich gehört die EU zu den großen Verlieren der jüngsten Entwicklungen in Zentralasien. Binnen dreier Wochen entschied sich das “Great Game” um die Energiereserven rund um das Kaspische Meer. China ist der große Gewinner, Russland gewinnt an Bedeutung, verliert aber die Kontrolle über die ehemaligen Sowjetrepubliken der Region, Iran entwickelt sich zum ernsthaften geostrategischen Akteur und die EU und die USA schauen in die Röhre. Die Karten sind neu gemischt und die neue Konstellation wird vor allem Deutschland noch Kopfschmerzen bereiten.

    Vor ein paar Jahren war die Welt noch überschaubar. Der Westen hatte die zentralasiatischen Republiken bei seinem “Kampf gegen den Terrorismus” mit ins Boot geholt, baute Militärbasen, unterstützte Georgien als künftiges NATO-Mitglied, schloss Verträge mit Aserbaidschan ab und baute neue Pipelines, die kaspisches Öl über Georgien und die Türkei zum Mittelmeer transportieren sollten.

    Der Plan war offensichtlich ? man wollte Zentralasien aus den Klauen des Russischen Bären “befreien”. Doch der Westen unterschätzte den russischen Präsidenten Putin auf ganzer Linie. Putin torpedierte nicht nur die Pipeline-Pläne des Westens, er stutzte die Expansionsgelüste auch jäh, als Georgiens Präsident Saakaschwilli frech wurde und militärisch gegen die russischen Protektorate Südossetien und Abchasien vorging. Doch auch Russland musste Rückschläge hinnehmen ? mit der neuen asiatischen Supermacht China kann es vor allem ökonomisch nicht konkurrieren und muss nun tatenlos mit ansehen, wie China seinen Hinterhof ökonomisch überrollt.

    Iran ? der neue Mitspieler

    Am 6. Januar weihten Irans Präsident Ahmadinedschad und sein turkmenischer Kollege Berdimuhammedow feierlich eine neue Erdgaspipeline zwischen den beiden Nachbarstaaten ein. Bislang hatte Iran jährlich rund 6 Milliarden Kubikmeter Erdgas aus Turkmenistan importiert, nun kann sich diese Menge schrittweise auf bis zu 20 Milliarden Kubikmeter pro Jahr erhöhen. Damit wäre nicht nur der komplette Energiebedarf Nordirans gedeckt, Iran könnte auch noch turkmenisches Gas unter Umgehung russischen Staatsgebietes direkt in die Türkei weiterleiten ? eine entsprechende Trasse ist vorhanden und muss nur noch an die iranisch-turkmenische Trasse angeschlossen werden. Iran ? der auch von seinem Nachbarn Aserbaidschan Gas importiert ? ist damit in der glücklichen Situation, sein eigenes Erdgas aus dem Persischen Golf beinahe komplett gegen Devisen verkaufen zu können und den Energiehunger seines Nordens auch im Winter decken zu können. Wenn es das Ziel des Westens war, Iran zu isolieren, ist dieses Ziel gründlich in die Hose gegangen. Iran ist für die europäische Energiesicherheit wichtiger denn je. Seit feststeht, dass die Nabucco-Pipeline nur mit iranischem Gas oder Gas, das über iranisches Territorium transportiert wird, gefüllt werden kann, ist Iran der einzige Konterpart zu Russland. Wenn Europa seine Gasimporte diversifizieren will, führt an Iran kein Weg mehr vorbei.

    Turkmenistan ? begehrter Knotenpunkt

    Die Weltwirtschaftskrise ging auch an Turkmenistan nicht spurlos vorbei. Bislang hat der Staat nahezu sein komplettes Gas und Öl über Russland verkauft ? teils nach Russland, teils in die Ukraine, teils nach Westeuropa. Den größten Teil des Kuchens konnte sich allerdings der russische Exklusivpartner Gazprom sichern. Als die Gasnachfrage im Zuge des Produktionsrückgangs in den Keller ging, blieb Turkmenistan sogar auf seinem gesamten Gas sitzen. Neun Monate lang, wollte Russland keinen einzigen Kubikmeter, da die Gazprom die Nachfrage aus dem In- und Ausland mühelos aus der eigenen Förderung befriedigen konnte. Damit ist nun Schluss, denn Turkmenistan hat nun einen neuen Abnehmer, dessen Energiehunger größer ist als der des Westens ? China.

    Am 14. Dezember letzten Jahres eröffnete Berdimuhammedow zusammen mit seinem chinesischen Kollegen Hu Jintao die Turkmenistan-China-Pipeline, über die einmal 40 Milliarden Kubikmeter Erdgas von Turkmenistan ins Reich der Mitte fließen sollen ? dies entspricht der Hälfte des momentanen chinesischen Verbrauchs. Zusätzlich wird Uzbekistan weitere 10 Milliarden Kubikmeter in diese Pipeline einspeisen, die nun Chinas energetische Schlagader darstellt.

    China ist damit Turkmenistans Premiumkunde und das zentralasiatische Land hat die freie Wahl, ob es die Restmengen lieber über Russland oder über Iran exportieren will ? eine Frage, die wahrscheinlich über den Preis entschieden wird. Welch glückliche Lage für das Land, das vor wenigen Jahren noch als Vasallenstaat Moskaus galt.

    Chinas Sieg kommt allerdings nicht ganz überraschend. Der chinesisch-turkmenische Handel hat sich im letzten Jahrzehnt vervierzigfacht. Ganze 35 chinesische Großkonzerne sind in Turkmenistan aktiv. Neben dem Öl- und Gassektor, sind die Chinesen auch in den Bereichen Telekommunikation, Transport und Logistik, Landwirtschaft, Textil, Chemie, Nahrungsmittel, Gesundheitswesen und im Bausektor tätig. Während Russland Druck ausübte und der Westen an die Menschenrechtslage appellierte, hat China die Situation genutzt und besitzt nun nicht nur ein zentralasiatisches Standbein, sondern auch einen weiteren Absatzmarkt für seine Produkte.

    Kasachstan ? in der Zwickmühle


    Neben Turkmenistan und Usbekistan konnte China vor allem den gigantischen Flächenstaat Kasachstan für sich gewinnen. Kasachstan will nicht nur weiteres Gas in die Turkmenistan-China-Pipeline einspeisen, sondern über eine 6.000-Kilometer-Pipeline auch Öl in das Reich der Mitte liefern. Damit hat Kasachstan ebenfalls die freie Wahl des Kunden ? bislang war der Staat auf russische Pipelines angewiesen, die das Öl ans Schwarze Meer transportierten. Wer von nun an die Regeln bestimmt, machte Präsident Nasarbajew seinen westlichen Partnern bei einem Treffen in Astana klar. “Wir werden nur noch mit Unternehmen Geschäfte machen, die uns helfen, unsere Wirtschaft zu diversifizieren.” Die Vertreter von Chevron und TotalFina staunten nicht schlecht und wussten natürlich sofort, an wen Nasarbajew dabei denkt ? auch in Kasachstan floriert die wirtschaftliche Zusammenarbeit mit China.

    Die beiden Staaten haben nun sogar ein Gemeinschaftsprojekt der besonderen Art beschlossen. Eine Million Hektar fruchtbaren kasachischen Landes soll chinesischen Bauern zur Verfügung gestellt werden, um dort Soja und Raps anzubauen, der nach China exportiert werden soll. Doch gegen diese Pläne laufen vor allem die Kasachen selbst Sturm, die Angst vor einer Überfremdung haben. China hat jedoch nicht nur den Fuß in der Tür, sondern sitzt bereits gemütlich im kasachischen Wohnzimmer. Über die letzten vier Jahre hinweg hat China mehr als 20 Milliarden Dollar in die Hand genommen, um sich in die kasachische Energiewirtschaft einzukaufen, während der Westen um die letzten Joint-Ventures bangen muss. Von einer transkaspischen Pipeline, die Öl und Gas gen Europa liefern soll, spricht heute verständlicherweise niemand mehr. Aber auch Russland steht mit leeren Händen da und versucht Kasachstan nun über den Weg einer Zollunion mit Russland und Weißrussland nicht vollends Richtung China abdriften zu lassen.

    Russland ? weder Gewinner, noch Verlierer

    Bei der momentanen wirtschaftlichen Lage, in der das Energieangebot größer als die Nachfrage ist, kann es Russland relativ egal sein, ob die zentralasiatischen Republiken ihr Gas und Öl an China und Iran verkaufen oder nicht. Aber wenn die Nachfrage wieder anzieht, wird Russland den Bedarf seiner Kunden nicht mehr in vollem Umfang decken können. Schlechte Zeiten für Russlands weniger finanzkräftige Kunden, wie die Ukraine. Aber auch Deutschland ist künftig voll und ganz auf russische Gaslieferungen angewiesen. Wenn die EU sich nicht dazu durchringen kann, mit Iran eine potente Alternative zu wählen, wird sie komplett vom Gashahn Russlands abhängen ? die Anrainer des Kaspischen Meeres sind spätestens seit Beginn dieses Jahres keine Alternativen mehr.

    Russland setzt jedoch auf Kooperation und nicht auf Konfrontation ? egal, ob es sich um die EU oder um China handelt. Ein ebenfalls in den letzten Tagen von Wladimir Putin eingeweihtes Ölterminal bei Nadhodka an der Nähe der nordkoreanisch-russischen Grenze soll künftig vor allem die chinesische Nachfrage decken und eine geographisch und geostrategisch sinnvolle Alternative zum Transport von arabischem Öl durch das Nadelöhr der Straße von Malakka darstellen. Der erste Tanker verließ unter Putins Augen das Terminal mit russischem Öl für Hong Kong.

    China ? Gewinner mit Achilesferse

    Chinas energetische Schlagadern führen von Zentralasien über den Alataw-Pass in die chinesische Provinz Xinjiang und von dort aus ins Landesinnere. Diese Trassenführung ist für China suboptimal, denn Xinjiang gilt als Unruheprovinz. Die gewalttätigen Aufstände der Uiguren, die im letzten Juli in der Provinzhauptstadt Ürümqi stattfanden, waren nur die Spitze eines Eisbergs von Problemen, die sich immer wieder Luft machen. Es ist unmöglich, mehrere Tausend Kilometer Pipelines in der Unruheprovinz gegen terroristische Anschläge abzusichern. China wird wohl auf die Wünsche der Uiguren eingehen müssen, so lange diese sich mäßigen. Mit den Pipelines haben die Uiguren ein gewaltiges Druckmittel gegen Peking in der Hand.

    Der Westen guckt in die Röhre

    Während sich die geostrategische Karte Zentralasiens neu ordnet, führt der Westen einen komplett sinnlosen Krieg in der südlichen Peripherie, die nicht nur arm an Rohstoffen ist, sondern auch wegen der Sicherheitslage auf absehbare Zeit als Transitland für Energietransporte ausscheidet. Die USA haben das “Great Game” verloren, Europa spielt nicht mehr als eine Statistenrolle. Ohne einen Kotau vor den neuen geostrategischen Akteuren in Teheran – und auch in Ankara – wird Europa sich künftig wohl besser mit Russland vertragen müssen, will es nicht im Winter im Kalten sitzen.

    Quellen und Hintergrund:

    - Stratfor
    - M K Bhadrakumar – Russia, China, Iran redraw energy map
    - Vladimir Socor – Russia resumes gas imports from Turkmenistan
    - Putin opens oil-export route
    - M K Bhadrakumar – China resets terms of engagement in Central Asia
    - Bruce Pannier – Kazkhstan mulls China land deal

    Jens Berger

    161 Kommentare Print This Post
    Das neue Jahr beginnt mit einem geostrategischen Paukenschlag, der in Europa allerdings bestenfalls als Randnotiz wahrgenommen wird. Das überrascht nicht, schließlich gehört die EU zu den großen Verlieren der jüngsten Entwicklungen in Zentralasien. Binnen dreier Wochen entschied sich das "Great Game" um die Energiereserven rund um das Kaspische Meer. China ist der große Gewinner, ...
    Tags: Ausland China Energie Geopolitik Great Game Iran Russland
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    161 Kommentare:

    1. Mip. schrieb am 8. Januar 2010 at 19:31 - Permalink

      Meiner Meinung nach ist der Artikel zwar OK, gibt aber nicht alle wichtigen Aspekte wieder, die für eine Urteilsbildung von Nöten wären.

      So hat Europa nun beispielsweise überhaupt keine Alternativen mehr zu North und South Stream, da können die Mittel/Osteuropäer so rot werden wie sie wollen.

      Ausserdem muss in diesem Zusammenhang die Zollunion Russlands, Kasachstans und Weißrusslands erwähnt werden, die am ersten Januar in Kraft getreten ist. Eine gute Analyse davon gibt es hier http://www.stratfor.com/letters_to_stratfor ( Einfach beim Brief ” A Customs Deal ” auf Article klicken )

      Es scheint so, dass Russland mit wirtschaftlichen Investitionen Chinas kein Problem hat, solange der Politische Einfluß Russlands gewahrt wird.

      Was die Eröffnung des asiatischen Ölterminals für Konsequenzen hat wird hier gut ausgearbeitet.
      http://www.thetrumpet.com/index.php?q=6872.5382.0.0
      Russland kriegt nun auch noch die Möglichkeit, statt nach Europa einfach nach Asien zu liefern, wo es auch mehr als genug Nachfrage gibt.

      Und hier auch noch ein guter Artikel, der den Iran in diemem Zusammenhang gleich mitbehandel.
      http://www.atimes.com/atimes/Central_Asia/LA08Ag01.html

      Im Zuge dessen würde ich sagen, dass China/Russland/Zentralasien/Iran alle zu den Gewinnern gehören, während EU und USA wirklich in die Röhre gucken.

      Was da passiert ist könnte meiner Meinung nach riesige Auswirkungen auf die Machtbalance der Welt haben. Und hier kriegt es niemand mit….. Strategischer Dilletantismus wie er leibt und lebt.

      mfg Mip.

      PS. Muss jetzt bei dem miesen Wetter noch schnell was erledigen und raus in die Kälte :(

    2. Hiramas schrieb am 8. Januar 2010 at 19:42 - Permalink

      Naja ich warte auf den Zusammenbruch durch weitere Wirtschafts- und Finanzkrisen (die sich ja am Horizont schon wieder deutlich abzeichnen wenn ich das richtig verstehe) und bunkere bis dahin Kaminholz.
      Auf der einen Seite könnte man es als gut betrachten, das die Energiewirtschaft der Welt etwas weg von den alten, großen geht, auf der andern Seite wurde das ganze jetzt auf neue, vielleicht weniger mächtige, aber gerade deshalb vielleicht gefährlichere und ernstere Verhandlungspartner verteilt. Gerade mit dem Iran wird sich der Westen nicht so ohne weiteres einlassen (wobei solche Kleinigkeiten wie Moral oder vorhergehende Versprechen ökonomisch ja soviel Wert sind wie ne leere Tonne Öl)
      Ich bin mir nicht sicher was man heutzutage davon halten soll. (Wo sind nur die guten, alten Schwarz/Weißen Zeiten geblieben)

    3. Limited schrieb am 8. Januar 2010 at 19:59 - Permalink

      Von apokalyptischen Zusptizungen halte ich nichts, auch wenn dies den Gepflogenheiten der meisten Medien und der Blogosphäre entspricht.

      Nicht-Europäer haben also den Zuschlag zur Ausbeutung von primären Energieträgern in einer politisch eher instabilen weit entfernten Weltgegend erhalten. Und was sagt mir das? Wenig bis nichts.

      Ich halte die Anstrengungen die Energieversorgung auf erneuerbare Energien auszurichten und in Maßnahmen zur Energieeinsparung und für mehr Energeieffizienz zu investieren für rationaler und von mehr nachhaltigem Erfolg gekrönt, als sich einen Wettlauf um explorationsfähige Lagerstätten (mehr ist es nicht) zu liefern und dafür jeden Preis zu bezahlen.

      Das man hinsichtlich des Erdgas von Russland abhängig ist, ist auch im engeren Sinne wenig bedenklich. Erdgas ist auch nur ein Energieträger und substituierbar. Und genauso wie Europa von Russland in diesem Sinne abhängig ist, ist es Russland von Europa als Abnehmer. Erdgaslieferanten gibt es auch andere, auch ohne sich vom Iran wiederum abhängig zu machen.

    4. Spiegelfechter schrieb am 8. Januar 2010 at 20:04 - Permalink

      @Mip

      So hat Europa nun beispielsweise überhaupt keine Alternativen mehr zu North und South Stream, da können die Mittel/Osteuropäer so rot werden wie sie wollen.

      Sehr richtig

      Ausserdem muss in diesem Zusammenhang die Zollunion Russlands, Kasachstans und Weißrusslands erwähnt werden, die am ersten Januar in Kraft getreten ist. Eine gute Analyse davon gibt es hier http://www.stratfor.com/letters_to_stratfor ( Einfach beim Brief ? A Customs Deal ? auf Article klicken )

      Yep – aber das ist im Artikel angerissen.

      Es scheint so, dass Russland mit wirtschaftlichen Investitionen Chinas kein Problem hat, solange der Politische Einfluß Russlands gewahrt wird.

      Fragen wir mal so – hat Russland denn überhaupt eine Alternative?

      Russland kriegt nun auch noch die Möglichkeit, statt nach Europa einfach nach Asien zu liefern, wo es auch mehr als genug Nachfrage gibt.

      Auch das ist im Artikel angerissen ;-)

      Was da passiert ist könnte meiner Meinung nach riesige Auswirkungen auf die Machtbalance der Welt haben. Und hier kriegt es niemand mit?.. Strategischer Dilletantismus wie er leibt und lebt.

      Na, was erwartest Du von unserer Regentin denn sonst?

    5. Spiegelfechter schrieb am 8. Januar 2010 at 20:10 - Permalink

      @Limited

      Nicht-Europäer haben also den Zuschlag zur Ausbeutung von primären Energieträgern in einer politisch eher instabilen weit entfernten Weltgegend erhalten. Und was sagt mir das? Wenig bis nichts.

      Daran erkennt man, dass Du offensichtlich geostrategisch wenig bis nicht interessiert bist ;-)

      Der Kampf um die Ausbeutung dieser Ressourcen geht – mit einer Pause – schon seit 150 Jahren.

      Ich halte die Anstrengungen die Energieversorgung auf erneuerbare Energien auszurichten und in Maßnahmen zur Energieeinsparung und für mehr Energeieffizienz zu investieren für rationaler und von mehr nachhaltigem Erfolg gekrönt, als sich einen Wettlauf um explorationsfähige Lagerstätten (mehr ist es nicht) zu liefern und dafür jeden Preis zu bezahlen.

      Unsere Windräder werden uns aber im Winter keine Wärme bringen. Energie und Stromerzeugung ist nämlich immer noch ein kleiner Unterschied ;-)

      Das man hinsichtlich des Erdgas von Russland abhängig ist, ist auch im engeren Sinne wenig bedenklich. Erdgas ist auch nur ein Energieträger und substituierbar.

      Stimm – gegen Öl. Tolle Sache ;-)

      Erdgaslieferanten gibt es auch andere, auch ohne sich vom Iran wiederum abhängig zu machen.

      So so, interessant. Und welche sollen das sein? LNG kannst Du übrigens gleich vergessen, da es dafür überhaupt keine Infrastruktur gibt, um eine volle Substitution zu gewährleisten.

    6. schub schrieb am 8. Januar 2010 at 20:17 - Permalink

      Moin,

      nur zur Info, Deutschland produziert zur zeit immerhin 17 % seines Erdgasbedarfes selber. Und dieser Wert wird sich auch noch eine Weile über 10 % halten.
      Mit dem Bau eines LNG Terminals (geplant war mal Hamburg) stehen mehrere mustergültige, lupenreine Demokratien als potente Partner zur Verfügung. Katar zum Beispiel.

      Grüße,

      schub

    7. eltronix schrieb am 8. Januar 2010 at 20:26 - Permalink

      schub meinte tiefsinnig: “lupenreine Demokratien als potente Partner zur Verfügung. Katar zum Beispiel.”
      Selten so gelacht
      Willi

    8. Limited schrieb am 8. Januar 2010 at 20:31 - Permalink

      Daran erkennt man, dass Du offensichtlich geostrategisch wenig bis nicht interessiert bist ;-)

      Der Kampf um die Ausbeutung dieser Ressourcen geht ? mit einer Pause ? schon seit 150 Jahren.

      Ich habe vielleicht nur ein anderes geostrategisches Entwicklungsszenario mit anderen Schwerpunkten vor Augen. Wir können uns gerne in 20 Jahren darüber auseinandersetzen wer wo falsch lag. Ich erkenne immerhin an, dass ich nicht der liebe Gott bin und mich irren kann :o)

      Der Kampf um die Ausbeutung der Ressourcen geht sicherlich weiter. Meines Erachtens wird aber eher der gewinnen, der aus den Ressourcen das meiste macht und die meisten Ressourcen mit anderen substitutieren kann, als derjenige, der die meisten Ressourcen hat. Ansonsten wäre Russland uneingeschränkte Weltmacht.

      Unsere Windräder werden uns aber im Winter keine Wärme bringen. Energie und Stromerzeugung ist nämlich immer noch ein kleiner Unterschied ;-)

      Wieso sollen Windräder im Winter keine Wärme bringen? Die müssen zwar bei extremen Wetterlagen durchaus auch abgeschaltet werden, wichtig ist aber eher ein intelligenter Energieverbund in Europa, als die eine oder andere einzelne Form der Energiegewinnung. Energie gibt es auch jetzt schon im Überfluss, nur die Netze sind nicht adäquat ausgebaut.

      Ob man nun mit Gas Wasser erhitzt und durch Heizungsrohre leitet oder dies mit elektrischem Strom macht, der aus Windkraft gewonnen wurde, ist nur eine technische, keine grundsätzliche Frage.

      Stimm ? gegen Öl. Tolle Sache ;-)

      Gegen Öl, gegen Kohle, gegen Holz, gegen andere Biomasse, gegen Geothermie, gegen Wasser- und Windkraft …..

      So so, interessant. Und welche sollen das sein? LNG kannst Du übrigens gleich vergessen, da es dafür überhaupt keine Infrastruktur gibt, um eine volle Substitution zu gewährleisten.

      Auch wenn uns Russland morgen den Gashahn abdreht, wird mittelfiristig keine Heizung kalt bleiben. Für solche Fälle gibt es Krisenvorräte innerhalb der EU, die bis zu 90 Tage reichen (je nach Land auch länger). Die norwegischen und britischen Gasfelder können zudem auch noch Reserven ausschöpfen und auch vor der nordarfrikanischen Küste gibt es ggf. explorationsfähige Gasvorkommen. Hinzukommt LNG, das auch einen Teil übernehmen kann. Selbst wenn langfristig die Gasversorgung aus Russland entfällt, ist die Energieversorgung sichergestellt.

      Wenn es hart auf hart kommt, können wir auf Russland verzichten, auch wenn es teurer wird. Aber in Geiselhaft sind wir keineswegs. Im Gegensatz dazu würde ein Lieferstopp für die Stellung Russlands als vertrauenswürdiger Energielieferant einen ziemlichen Malus bedeuten. So abhängig wie Russland von seinen Rohstoffexporten ist, werden die sich das mehr als dreimal überlegen ;-)

    9. Spiegelfechter schrieb am 8. Januar 2010 at 20:46 - Permalink

      @schub

      Mit dem Bau eines LNG Terminals (geplant war mal Hamburg) stehen mehrere mustergültige, lupenreine Demokratien als potente Partner zur Verfügung. Katar zum Beispiel.

      Nun ja – dann rechne doch mal bitte aus, wie groß ein solches Terminal sein müsste, um die russischen Lieferungen zu substituieren. Da reichen Emden und Hamburg nicht aus.

    10. Spiegelfechter schrieb am 8. Januar 2010 at 20:53 - Permalink

      @Limited

      Wieso sollen Windräder im Winter keine Wärme bringen? Die müssen zwar bei extremen Wetterlagen durchaus auch abgeschaltet werden, wichtig ist aber eher ein intelligenter Energieverbund in Europa, als die eine oder andere einzelne Form der Energiegewinnung. Energie gibt es auch jetzt schon im Überfluss, nur die Netze sind nicht adäquat ausgebaut.

      Klar, aber Strom ist als Heizungsenergie nun einmal bestenfalls zweite Wahl.

      Ob man nun mit Gas Wasser erhitzt und durch Heizungsrohre leitet oder dies mit elektrischem Strom macht, der aus Windkraft gewonnen wurde, ist nur eine technische, keine grundsätzliche Frage.

      Es ist eine Frage des Wirkungsgrad.

      Gegen Öl, gegen Kohle, gegen Holz, gegen andere Biomasse, gegen Geothermie, gegen Wasser- und Windkraft ?..

      -Öl – Yep
      -Kohle – wollen wir den Kohlekeller wieder einführen?
      -Holz – sicher, reicht aber nur für einen kleinen Marktanteil, da es so viel Holz nun einmal nicht gibt
      -Biomasse – in der Heizung? Nun ja – nicht so lecker ;-)
      -Geothermie – sicher, in der Eifel. Wo anders schwierig.
      -Wasser- und Windkraft = Strom

      Auch wenn uns Russland morgen den Gashahn abdreht, wird mittelfiristig keine Heizung kalt bleiben

      Mittelfristig nicht, das ist klar. Es geht aber um die langfristige Perspektive.

    11. Limited schrieb am 8. Januar 2010 at 21:05 - Permalink

      Klar, aber Strom ist als Heizungsenergie nun einmal bestenfalls zweite Wahl.

      Ob man nun mit Gas Wasser erhitzt und durch Heizungsrohre leitet oder dies mit elektrischem Strom macht, der aus Windkraft gewonnen wurde, ist nur eine technische, keine grundsätzliche Frage.

      Es ist eine Frage des Wirkungsgrad.

      Sicherlich ist in einer technischen Diskussion der Wirkungsgrad von Belang. Aber darum geht es hier doch eher zweitrangig. Vorrangig geht es um die Verfügbarkeit von Energie – und die läßt sich auch mit anderen Energieformen erreichen.

      In diversen Medienberichten wird gerade über die Investitionstätigkeit der großen deutschen Energieerzeuger in Windparks vor der britiischen Küste berichtet – doof sind die ja auch nicht und “umsonst” machen die das auch nicht.

      Ich glaube aber die Diskussion krankt gerade an unterschiedlichen zeitlichen Perspektiven/Vorstellungen. Kurzfristig kann uns der Russe den Energiehahn abdrehen. Ein schwerer Schlag, aber kompensierbar.

      Mittelfristig ist eine Diversifizierung angeraten (aus meiner Perspektive) und kein Rennen um ausbeutbare Lagerstätten für Gas und Öl – auch die sind dann irgendwann ausgebeutet.

      Langfristig wird der gewinnen, der die intelligentesten Konzepte hat. Und da sehe ich uns in Europa eigentlich mit guten Karten im Rennen.

    12. Outlook schrieb am 8. Januar 2010 at 21:22 - Permalink

      Richtig ist, dass die USA und die westeuropäischen Vasallenstaaten die klaren Verlierer dieses geostrategischen Energie- Schlagabtausches in Eurasien sind. Und das trotz des Einsatzes der ?Wunderwaffe? Josef Fischer. Nabucco wird, wenn es überhaupt zu einer Geburt kommen sollte, permanent notleidend sein.

      Die Rolle Russlands sehe ich etwas anders. Russland konnte meiner Ansicht nach seine Rolle als Energie-Supermacht weiter stärken. Viele Entscheidungen sind im euro-asiatischen Energieraum im gegenseitigen Einvernehmen zwischen Russland und China gefallen, um ein wirkungsvolles und nachhaltiges Gegengewicht zur ?Energie?-NATO zu schaffen.
      Putin hat mit der Eröffnung des Ölverladehafen Kozmino im Dezember 2009 an der russischen Pazifikküste ein neues Great-Game eröffnet.
      http://www.steinbergrecherche.com/russland.htm#ESPO
      Dieses Terminal eröffnet für Russland weit mehr souveräne und autarke Handlungsspielräume als eine Pipelinebeteiligung in Turkmenistan.
      Sibirisches Öl kann nun direkt ohne Transitländer an japanische, chinesische und koreanische Abnehmer geliefert werden. Die westeuropäische? Abnehmerallianz? wird damit wirkungslos.
      Dieses Öl wird auch gegenüber anderen Anbietern Preisvorteile haben.
      Die neue strategische Welt-Ordnung wird nicht mehr nach der Anzahl der Atomsprengköpfe und der Anzahl der Flugzeugträger ausgerichtet sein, sondern nach Energieüberschuss-und Energie-Defizitländern.
      Nach dem jetzigen Kälteeinbruch wird das noch deutlicher werden.

      Russland und China haben eine strategische Energieallianz beschlossen. Weiteres wird folgen. Eingebunden sin der Iran, Venezuela, Brasilien etc. Die SCO-Staaten sind eine weitere strukturgebende Energie- und Militärallianz in Eurasien.
      Wenn es den euroasiatischen Ländern in den nächsten Jahren gelingt, wovon ich überzeugt bin ,die eigene Binnennachfrage zu stärken und die technologischen Rückstände auszugleichen, hat der Westen ganz schlechte Karten.
      Zumal Putin noch einige offene Rechnungen, z.B. die erniedrigende NATO-Osterweiterung begleichen wird.
      Der nächste geostrategische Höhepunkt wird ein voll funktionsfähiges Glonass-System sein.
      In diese euro-asiatische Entwicklung wollte AK Schröder Deutschland und Europa mit seiner Achse Paris ?Berlin-Moskau einbinden.
      Merkel beschäftigt sich nun mit Nacktscannern.

      Für die USA wird es ganz schwierig werden, wenn sie sich nicht freiwillig in die Schuldenrangordnung einbinden lassen.
      Einen atomar- militärischen Schlagabtausch mit dem euro-asiatischen Wirtschaftskoloss kann die USA schon lange nicht mehr gewinnen.
      Wenn der Westen weiter hochnäsig und widerspenstig bleibt, guckt er nicht nur in die Röhre, sondern wird “abgewickelt”.
      Das aktuelle Börsenranking der Top 100 zeigt ganz klar, dass sich das ?Big Picture? nach Osten gedreht hat.
      Petrochina Platz 1, das erste deutsche Unternehmen kommt auf Platz 61 mit Siemens.
      Eine solche Prognose hätte man vor fünf Jahren in Deutschland als antipatriotische Verschwörungstheorie durch den Mainstream abgekanzelt.

      Ich wünsche allen Spiegelfechterlesern für 2010 eine belastbare Vitalität.

    13. Truvor schrieb am 8. Januar 2010 at 21:37 - Permalink

      @ SF

      “…… schließlich gehört die EU zu den großen Verlierern der jungsten Entwicklungen in Zentralasien”.

      Unter diesem Satz muß ich leider auch meine Unterschrift setzen.
      Gefällt es uns oder nicht, aber das ist wahr.

      “….., Russland gewinnt an Bedeutung, verliert aber die Kontrolle über die ehemaligen Sowjetrepubliken der Region, ….”

      Da muß ich Dir einbißchen widersprechen.
      Ich glaube, wir müssen noch ein paar Jährchen abwarten, dann können wir es sehen, ob Deine Aussage der Wahrheit entspricht.
      Es ist leider so, daß die meisten westlichen Kommentatoren (Du gehörst natürlich nicht dazu ;-) ) Russland und die Beziehungen Russlands zu seinen Ex-Republiken, nicht besonders gut kennen.
      Deshalb wird Russland oft falsch eingeschätzt.
      Wie gesagt, wir dürfen nicht Russlands Einfluß auf die mittelasiatische Republiken (insbesondere auf Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisien, Kasachstan) unterschätzen, er ist immer noch recht groß.

    14. Truvor schrieb am 8. Januar 2010 at 21:59 - Permalink

      @ Limited #11

      “Kurzfristig kann uns der Russe den Energiehahn abdrehen”.

      Keine Bange, der Russe ist alles mögliche, aber kein Idiot und Selbstmörder.

    15. Karl Heinrich schrieb am 8. Januar 2010 at 23:34 - Permalink

      Endlich mal wieder ein Sf-Artikel mit nicht-prädiktablem Inhalt . Alle Schlussfolgerungen würde ich nicht unterstützen, aber der Informationswert ist hoch.

      Asien macht zunehmend sein eigenes Ding. Und wenn Zentralasien da mit einbezogen wird, sind wir eher Probleme los, als dass wir neue bekommmen. Und als Nebenaspekt – was am Ende gestreift wird -, dass sich schon seit einiger Zeit auch für die Türkei neue Perspektiven auftun, ist im Ganzen auch positiv. Dann wird die Enttäuschung über die EU nicht so groß.

    16. schub schrieb am 8. Januar 2010 at 23:36 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      “Klar, aber Strom ist als Heizungsenergie nun einmal bestenfalls zweite Wahl.”

      Bitte begründe Deine Aussage. Ja, eine Pipeline trägt die bis zu 6 fache Energie als eine Hochspannungsleitung (400 kV). Aber was spricht dagegen mit Wärme zu heizen? Im Verbund mit einer Wärmepumpe, die in 2-3 m tiefe das Wasser erwärmt / kühl, je nach Jahreszeit, ist das sogar sehr effektiv.
      Auch ohne Wärmepumpen lässt sich aus Strom, beispielsweise mit Konvektionsheizungen relativ einfach Wärme erzeugen.

      Gas kannst Du nur verbrennen – aus Strom kannst Du alles machen.

      Und zu Deinem Statement weiter oben:

      “Unsere Windräder werden uns aber im Winter keine Wärme bringen. Energie und Stromerzeugung ist nämlich immer noch ein kleiner Unterschied ;-)”

      Physik is nich so Dein Ding oder?
      Elektrischer Strom und Wärme sind BEIDES Energie nur in unterschiedlichen Formen. Aus technisch- physikalischer Sicht betrachtet ist Strom sogar wesentlich angenehmer, da geringere Entropie.

      grüße

    17. superguppi schrieb am 9. Januar 2010 at 00:18 - Permalink

      Heutzutage werden alle U- und S-Bahnhöfe und alle Personenwagongs elektrisch beheizt. Insofern spielen alternative elektrische Quellen, wie Windkraft und Biogas-Kraftwerke schon eine große Rolle.

    18. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 00:23 - Permalink

      @ Mip #1

      “Ausserdem muss in diesem Zusammenhang die Zollunion Russlands, Kasachstans und Weißrusslands erwähnt werden, ….”

      Genau, es sieht so aus, daß Putin und seine Kollegen die Geber-Republiken der Ex-Sowjetunion wieder zusammenführen(fügen ?) wollen.
      http://www.fondsk.ru/article.php?id=2621

      Mit “Stratfor” meinst Du diese Komiker ? http://www.win.ru/school/3159.phtml

      PS. Bleibe doch zu hause und trinke ein paar Gläschen Weinbrand. Alle Probleme können doch warten ;-)

    19. dereli schrieb am 9. Januar 2010 at 00:24 - Permalink

      Ersteinmal danke für den Artikel!

      Ganz so Rohstoffarm ist der asiatische Süden auch nicht. Kupfer in Afghanistan

      Gut Erdgas oder Öl gibts da wohl eher nicht.

      Wenn wir unsere Häuser hier ordentlich isolieren würden, bräuchten wir nur einen Bruchteil des jetztigen Verbrauchs an Primärenergieträgern für die Gebäudeheizung (siehe: Passivhaus, Niedrigenergiehaus).

      Ohne Erdgas siehts aber natürlich schlecht aus mit Regelenergie aus Gaskraftwerken, die die regenerative Stromerzeugung benötigt.

      Am Ende wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben als unseren Primärenergiebedarf aus fossilen Brennstoffen zu senken und noch mehr auf regenerative (heimische) Energieerzeugungsformen zu setzen.

    20. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 00:43 - Permalink

      @Truvor

      Wie gesagt, wir dürfen nicht Russlands Einfluß auf die mittelasiatische Republiken (insbesondere auf Usbekistan, Tadschikistan, Kirgisien, Kasachstan) unterschätzen, er ist immer noch recht groß.

      Ja freilich! Ich schrieb ja auch “Kontrolle verlieren” – das ist schon was anderes. China holt in Zentralasien nun einmal mächtig auf, hat aber natürlich (noch) nicht die Position, die Russland einmal hatte. Zentralasien wird wohl zwischen diesen beiden Polen hin- und herschwanken, wobei momentan China doch die Nase vorn hat.

    21. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 00:49 - Permalink

      @Schub und Supperguppi

      Ok ok, Physik ist idT nicht mein Ding ;-)

      Meine Meinung (die ja nicht stimmen muss) ist jedoch, dass trotz hoher Anstrengungen auf dem Gebiet der regenerativen Energien und der alternativen Energieformen auf absehbare Zeit weder Gas noch Öl substituiert werden kann.

      Die Bedeutung des Erdgases ist sogar im Steigen. Öl wird bald knapp, d.h. teuer. Sowohl für Heizungen als auch für den Individualverkehr ist Gas da ein geeignetes Substitut, so lange andere Techniken noch nicht ausgereift sind. Die Gasvorkommen sin ungleich größer als die Ölvorkommen und wenn der Gaspreis einmal die Ölkopplung aufgibt – was bald der Fall sein dürfte – wird es auch billiger als Öl sein.

      Die Energieversorgung der Zukunft sehe ich eher in einem Bausteinsystem aus vielen dezentralen Lösungen mit sehr vielen verschiedenen Energiequellen – Gas ist m.E. jedoch noch sehr lange ein sehr wichtiger Baustein der Versorgung.

      Können wir uns zumindest darauf einigen? ;-)

    22. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 00:50 - Permalink

      @Truvor

      Mit ?Stratfor? meinst Du diese Komiker ?

      Lass mal, die sind schon kompetent. Muss ja nicht jeder stramm prorussisch sein ;-)

    23. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 00:52 - Permalink

      @dereli

      Am Ende wird uns wohl nichts anderes übrigbleiben als unseren Primärenergiebedarf aus fossilen Brennstoffen zu senken und noch mehr auf regenerative (heimische) Energieerzeugungsformen zu setzen.

      Richtig – alleine die zu erwartende massive Preissteigerung für fossile Energierträger wird uns dazu zwingen. Da ist es gut, jetzt schon einmal diese Techniken zu pflegen.

    24. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 01:10 - Permalink

      @ SF #20

      “…… , wobei momentan China doch die Nase vorn hat.”

      Bin auch Deiner Meinung, aber die chinesische Nase ist momentan nur wirtschaftlich vorn.
      Das ist viel zu wenig, um Russland mit seinen “Tochterrepubliken” auseinander zu bringen.
      Falls es Hart auf Hart kommt und die “Töchter” sich einen anderen “Papa” suchen würden, dann hat Russland ein paar fiese bzw. miese Asse im Ärmel gegenüber der abtrünigen “Töchterchen”.
      Aber ich denke, es kommt nicht dazu.
      Alle Mitstreiter (Russen, Chinesen, Kasachen und andere gute Leute) wollen doch Geld machen.
      Einen gemeinsamen Nenner werden sie alle zusammen bestimmt finden (hoffe ich jedenfalls).

    25. COPOKA schrieb am 9. Januar 2010 at 01:13 - Permalink

      @Outlook

      … Putin hat mit der Eröffnung des Ölverladehafen Kozmino im Dezember 2009 an der russischen Pazifikküste ein neues Great-Game eröffnet.

      Das steht auch im Artikel, nur hat Jens es komischerweise als Nadhodka bezeichnet. Richtig transkribiert sollte die Ortschaft/Bucht (und die Stadt) eigentlich auf dt. Nachodka (russ. ???????) heißen

    26. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 01:15 - Permalink

      @ SF #22

      Hast Du diesen Artikel gelesen ?

      PS. Ich bestreite übrigens nicht, das sie “kompetent” sind ;-)

    27. Yoshi schrieb am 9. Januar 2010 at 03:12 - Permalink

      Da beschäftige ich mich mal zwei Monate nicht mit dem Great Game und schon habe ich die Entscheidung verpasst… ;)
      Danke für den kenntnisreichen Kommentar der Zeitlupe.

      Iran ? der auch von seinem Nachbarn Aserbaidschan Gas importiert ? ist damit in der glücklichen Situation, sein eigenes Erdgas aus dem Persischen Golf beinahe komplett gegen Devisen verkaufen zu können und den Energiehunger seines Nordens auch im Winter decken zu können.

      Diesen Satz verstehe ich nicht wirklich, warum ist es ein Vorteil für den Iran den Norden nicht mit eigenem Gas zu versorgen?

      Abgesehen davon frage ich mich, inwieweit Desertec und die Meldungen über ein Stromnetz in der Nordsee dazu passen.

    28. Lago schrieb am 9. Januar 2010 at 09:59 - Permalink

      @Truvor

      Bin auch Deiner Meinung, aber die chinesische Nase ist momentan nur wirtschaftlich vorn.
      Das ist viel zu wenig, um Russland mit seinen ?Tochterrepubliken? auseinander zu bringen.

      Das ist vermutlich derzeit auch gar nicht das Ziel Pekings, die haben nämlich schlicht ein ganz elementares Problem: Gerade im aktuellen Winter sind wieder – aufgrund der energetischen Unterversorgung einerseits und den extremen Temperaturen andererseits – mal wieder rekordverdächtig viele Menschen erfroren.

      Immerhin haben sie es – zuerst mit Astana – geschafft, die Blockade Moskaus zu durchbrechen, das ist kein rein wirtschaftlicher “Erfolg”. Russland wird sich mittelfristig von der avisierten Rolle als Gas-Zwischenhandelsmonopol verabschieden und eher zu einem “Energiehub” entwickeln müssen. Sie verlieren damit natürlich ein wenig an Kontrolle, gewinnen aber gigantische alternative Absatzmärkte.

      Das bringt uns zu:

      Kurzfristig kann uns der Russe den Energiehahn abdrehen.

      Denn bald “können” sie das wirklich, und das Gas einfach an “jemand anders” liefern. Das ist zwar ein rein hypothetisches Machtmittel, aber es verändert das “gefühlte” Machtverhältnis zwischen Lieferant und Kunden doch schon deutlich …

    29. Limited schrieb am 9. Januar 2010 at 11:34 - Permalink

      @ SF

      Meine Meinung (die ja nicht stimmen muss) ist jedoch, dass trotz hoher Anstrengungen auf dem Gebiet der regenerativen Energien und der alternativen Energieformen auf absehbare Zeit weder Gas noch Öl substituiert werden kann.

      Es geht nicht um eine 100% Substitution der einen Energieform durch andere Energieformen kurz- oder mittelfristig. Kurz- und mittelfristig stehen uns noch ausreichend fossile Energieträger zur Verfügung. Und Gas ist an sich kein knappes Gut. Alleine die bekannten Vorräte dürften noch ein paar Jahrzehnte ausreichen.

      Aus “geostrategischer Sicht” wundert mich, wie hier von einigen homogene Machtblöcke konstruiert werden. Russland und China sind wie beschrieben keine “natürlichen” Partner sondern haben durchaus unterschiedliche Strategien.

      Aber auch die diversen zentralasiatischen Staaten verfolgen eigene Ziele und sind nicht lediglich Satrapen Moskaus, ebenso wie der Iran, der Irak, der sich wohl auch mittelfristig am Gasexport in nennenswertem Umfang beteiligen wird und auch die Türkei bemüht sich nicht ohne Erfolg um Einflussnahme. Und alle wollen/müssen sie verkaufen, an wen ist für sie eher zweitrangig.

      Auch wenn Europa keinen direkten Zugriff auf die Förderstätten hat, so profitiert man doch von der Ausweitung der Zugangswege und kann sich, wenn über die Türkei und andere Staaten Transportwege erschlossen werden, von der Abhängigkeit gegenüber Russland etwas abkoppeln.

      Für Russland sieht es meines Erachtens eher schlecht aus. Man verliert an Einfluss in Zentralasien, hat kaum wettbewerbsfähige Industrie und muss im Bereich des Rohstoffexports jetzt mit neuen Akteuren konkurrieren.

      Das Ziel des großen Spiels ist es nicht, dass einer gewinnt (das wurde immer wieder versucht, ohne Erfolg) sondern das weitergespielt wird und immer mehr mitspielen ;-)

    30. Wolle schrieb am 9. Januar 2010 at 11:57 - Permalink

      Moin moin,

      @Limited(11):

      Kurzfristig kann uns der Russe den Energiehahn abdrehen.

      Das fett Geschriebene ist LTI vom feinsten! Schäm Dich!

      @SF: Ich glaube, dass die sich Situation in den ehemaligen SSR mit “stan” am Ende, nicht mit einfach gut oder schlecht für Russland beschreiben lässt. Man hat es hier mit sehr komplexen und oft etwas verwirrenden Vorgängen zu tun. Beide(alle) Seiten müssen hier noch viel lernen. “Alle”, weil sich die “Stan”-Staaten auch untereinander nicht immer grün sind. Manchmal wundere ich mich, warum tun sich die so was gegenseitig an? Geschichte reißt eben tiefe Wunden, aber wird es mit neuen Wunden schneller besser?

      Grüße aus Dushanbe(für die nächsten paar Wochen verdiene ich hier mein Geld)

    31. Limited schrieb am 9. Januar 2010 at 12:01 - Permalink

      @ Wolle

      Das fett Geschriebene ist LTI vom feinsten! Schäm Dich!

      Shame on me ;-)

    32. Jens schrieb am 9. Januar 2010 at 12:04 - Permalink

      Meiner Meinung nach ist es zu früh zu sagen, die Chinesen/Russen/Iraner hätten das Spiel gewonnen. Die politischen Auftritte und Statements der letzten Zeit sprechen eher dagegen.

      Im Verhältnis Russland/USA reiste Obama mit einer schon unverschämt zu nennenden Wunschliste zu Putin, um Unterstützung für Afghanistan zu erbitten. Die russischen Medien zeigen in letzter Zeit ein prowestliches Verständnis für Afghanistan, was natürlich mit den Jahrestag des Einmarsches der Sowjetunion verstärkt wurde.
      Auch die klammheimliche Wiederaufnahme von russisch-georgischen Linienflügen passen in diese Sicht der Dinge. Zumindest Russland scheint strategisch (immer noch) in der Defensive zu sein, sogar stärker als zuvor.

      Der wichtigste Verbündete Chinas – Pakistan – wird von NATO gerade erfolgreich destabilisiert, die Großmacht Indien, die im Artikel nicht vorkommt, ist über diese Entwicklung nicht gerade unglücklich. Zum Thema Öl und Gas: Sicher braucht der Westen und besonders die USA ungeheure Mengen dieser Rohstoffe, auf der anderen Seite zeigen die Ergebnisse des Klimagipfels das gerade der Westen versucht sich davon unabhängig zu machen, qualitativ wie quantitativ.
      Sollte die Wirtschaftskrise nicht in ein bis zwei Jahren vorbei sein, was ich vermute, wird der Wohlstandseinbruch der westlichen Länder dazu führen, dass diese Rohstoffe weniger verbraucht werden und das kombiniert mit immer mehr anderen Energiegewinnungsarten (Sahare Sonnenpark, Nordseewindpark usw.) China dagegen wird von Erdöl und Erdgas abhängig sein, immer mit der Gefahr, dass schon kleine Militärschläge westlicher Truppen aus dem Irak/Afghanistan die Pipelines unterbrechen können. Ich denke, dass ist auch einer der Gründe, warum die Amerikaner relativ unkommentiert irakisches Öl! nach Eurasien abgeben lassen.

      Es handelt sich daher aus meiner Sicht eher um einen Sieg mit dem Messer an der Kehle. Da spielt auch mit rein, dass der qualitative Rüstungsvorsprung der westlichen Länder gegenüber Russland noch nie so groß war wie heute.

    33. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 12:16 - Permalink

      @Copoka

      Richtig transkribiert sollte die Ortschaft/Bucht (und die Stadt) eigentlich auf dt. Nachodka (russ. ???????) heißen

      Stimmt – ist ein Typo

    34. Wolle schrieb am 9. Januar 2010 at 12:19 - Permalink

      @Limited(31):

      Shame on me ;-)

      Lustig ist das zwar nicht, aber mit dieser Antwort hast Du die Nominierung zum Gerhard-Löwenthal-Preis um 3 Millisekunden verpasst! ;-)

    35. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 12:27 - Permalink

      @Limited

      Es geht nicht um eine 100% Substitution der einen Energieform durch andere Energieformen

      Mein Reden

      Kurz- und mittelfristig stehen uns noch ausreichend fossile Energieträger zur Verfügung. Und Gas ist an sich kein knappes Gut. Alleine die bekannten Vorräte dürften noch ein paar Jahrzehnte ausreichen

      Richtig – obgleich beim Öl zumindest mittelfristig die Preisspirale greifen dürfte.

      Aus ?geostrategischer Sicht? wundert mich, wie hier von einigen homogene Machtblöcke konstruiert werden. Russland und China sind wie beschrieben keine ?natürlichen? Partner sondern haben durchaus unterschiedliche Strategien.

      Mein Reden – damit kannst Du mich nicht meinen.

      Aber auch die diversen zentralasiatischen Staaten verfolgen eigene Ziele und sind nicht lediglich Satrapen Moskaus,

      Und schon wieder mein Reden – genau das schreibe ich. Vor einigen Jahren waren sie jedoch “satrapiger” als heute ;-)

      Und alle wollen/müssen sie verkaufen, an wen ist für sie eher zweitrangig.

      Jein – man hat natürlich schon Interessen den Fluch des schwarzen Goldes zu umgehen. Die zentralasiatischen Republiken wollen (wie es ja auch im Artikel steht) beispielsweise nicht nur Geld, sondern auch faktische Wirtschaftshilfe, um diversifizieren zu können.

      Auch wenn Europa keinen direkten Zugriff auf die Förderstätten hat, so profitiert man doch von der Ausweitung der Zugangswege und kann sich, wenn über die Türkei und andere Staaten Transportwege erschlossen werden, von der Abhängigkeit gegenüber Russland etwas abkoppeln.

      Natürlich – aber das funktioniert halt nur, wenn man auch jemanden hat, der in die Pipelines einspeist. Auch darum geht der Artikel. Außer Iran bleibt da relativ wenig über, wenn man mal von den sehr vagen Möglichkeiten absieht, irakisches Gas zu beziehen.

      Für Russland sieht es meines Erachtens eher schlecht aus. Man verliert an Einfluss in Zentralasien, hat kaum wettbewerbsfähige Industrie und muss im Bereich des Rohstoffexports jetzt mit neuen Akteuren konkurrieren.

      Aber mit wem konkurrieren die Russen denn? Ihr Hauptabsatzmarkt ist Europa und da ist nun noch weniger Konkurrenz als vor der chinesischen Offensive in Zentralasien.

      Das Ziel des großen Spiels ist es nicht, dass einer gewinnt (das wurde immer wieder versucht, ohne Erfolg) sondern das weitergespielt wird und immer mehr mitspielen ;-)

      Zumindest Iran und die Türkei sind zu neuen Mitspielern geworden, dafür haben sich die USA und (in Teilen) auch die EU verabschiedet.

    36. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 12:32 - Permalink

      @Wolle

      Sicher! Ich wollte das komplexe Verhältnis der Republiken untereinander auch gar nicht berühren. Auch Faktoren, wie den Islamismus, demokratische Bewegungen und die allgemeine Stabilitätslage habe ich ausgelassen – ansonsten hätte der Artikel eher Buchformat ;-)

    37. generic schrieb am 9. Januar 2010 at 12:46 - Permalink

      Nützlicher Artikel, auch wenn ich den Schlussfolgerungen nicht ganz zustimmen kann.
      China ist keineswegs der große Gewinner. Russland könnte sein Öl auch über eine Pipeline nach China exportieren. Das sie sich für den Hafen entschieden haben scheint mir vor allem ein Erfolg für Japan zu sein und ein Zeichen, dass es mit der viel beschworenen Energieallianz nicht weit her ist.
      Eine Pipeline bindet den Verkäufer genauso wie den Käufer. Russland kann das Gas nicht einfach statt an uns an China verkaufen. Zumindest nicht ohne lächerlich teure Infrastruktur die meistens leer stehen würde.

      Unser größtes Problem ist nicht die Abhängigkeit von Russland sondern unsere bescheuerte Energiepolitik. Da hilft auch eine Diversifizierung der Lieferanten wenig. Ein deregulierter Energiemarkt baut nahezu ausschließlich Gaskraftwerke, da diese auf Grund ihrer geringen Errichtungskosten das geringste Risiko darstellen. Ein Gaskraftwerk kann Perioden niedriger Strompreise einfach aussitzen. Windkraftwerke wären das andere Extrem, die müssen unabhängig vom Preis produzieren und ohne Feed-in-Tarifs gehören sie bald der Bank.

    38. Outlook schrieb am 9. Januar 2010 at 13:04 - Permalink

      Turkmenistan hat ab heute die Gaslieferungen an Russland wieder aufgenommen:
      http://de.rian.ru/business/20100109/124629302.html

      Die deutsche Abhängigkeit vom russischen Öl und Gas ist so hoch wie nie.
      Deutschland bezieht zwischenzeitlich 35% seines Rohöls aus Russland.
      Laut einer Statistik des Mineralölwirtschaftsverbands sind die russischen Importe in den ersten zehn Monaten des vergangenen Jahres noch mal um 2,9 Prozent gestiegen.
      Dagegen haben die Einfuhren aus den Opec-Ländern um 10,7 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum abgenommen.
      Die Öllieferungen aus der Nordsee reduzierten sich um 19 Prozent, eine Folge der dort drastisch abnehmenden Reserven.

      Auch die Japaner bemühen sich um eine neue Qualität in der geostrategischen Zusammenarbeit mit Russland, auch wenn es noch territoriale Konflikte gibt.

      Moskau und Tokio im Gas-Rausch
      http://www.eurasischesmagazin.de/artikel/?artikelID=20090310

      Ich möchte erinnern:

      Wladimir Putin hat in seiner Rede im Deutschen Bundestag am 25.09.2001
      wenige Tage nach den Ereignissen vom 11. September 2001 den Kalten Krieg für endgültig beendet erklärt und eine Verschmelzung des rohstoffreichen sibirischen Raumes mit dem technologisch höher entwickelten EU-Raum vorgeschlagen.
      http://www.bundestag.de/kulturundgeschichte/geschichte/gastredner/putin/putin_wort.html

      Das war die Aufforderung zur Begründung einer Art russisch-europäischen Allianz nach dem Modell der alten deutsch-französischen Montanunion, die bekanntlich das Fundament zur späteren EWG legte.
      AK Schröder hat dieses Angebot gemeinsam mit Chirac aufgegriffen.

      Was wurde nun daraus?

      Die SCO (Shanghaier Organisation) ist als Resultat der Verschlechterung der Beziehungen zwischen Russland und dem Westen entstanden.
      Mit den USA bekam Russland Streit als Folge der russischen Ablehnung des Irak-Krieges.
      Mit der EU begannen Konflikte nach der Osterweiterung, als Moskau die politisch gestärkte EU plötzlich als geopolitischen Rivalen in Osteuropa und im postsowjetischen Raum erkannte.
      Die Unterstützung der EU für die orangene Revolution in der Ukraine hat in der russischen Elite zu einem Umdenkungsprozess gegenüber der zuvor angestrebten strategischen Partnerschaft mit den Europäern geführt.
      Merkel war nach ihrem Amtsantritt bemüht, die Treue zur USA durch öffentliche Demütigungen Putins und Russlands unter Beweis zu stellen.
      Ich möchte hier ergänzend an das Litwinenko Bashing erinnern.

      Putin wird nun über die SCO eine neue Opec aufbauen.

      Eine europäische Antwort auf Putin´s Rede ist bis heute ausgeblieben.

      Die erneuerbaren Energien haben das Potential, in Deutschland die fossilen Energieträger bei Strom bis 2030 und insgesamt bis zum jahr 2050 abzulösen.
      Seit der Amtsübernahme Merkels im Jahr 2005 hat aber die Dynamik beim Ausbau erneuerbarerer Energien nachgelassen.
      Nachzulesen: “Chance peak Oil” Otto Wiesmann

      Von einem Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsnetz habe ich von Merkel noch nichts gehört.
      So ein Netz ist Voraussetzung, um Wind- und Sonnenstrom in großem Stil und über weite Strecken transportieren zu können.

      Sicher ist aber, die Öl-und Gaspreise werden neue Höchstmarken erreichen.

    39. Thomas Immanuel Steinberg schrieb am 9. Januar 2010 at 14:00 - Permalink

      siehe http://steinbergrecherche.com/10oelundgas.htm Betrifft Gasverflüssigung im Süden Irans

    40. volkmar schrieb am 9. Januar 2010 at 14:53 - Permalink

      Sehr interessanter Artikel Jens. Summa summarum = Die fetten Jahre sind vorbei. Aber das dürfte ja eh allen klar sein, die ein bisschen Resthirn aufgespart haben. Aber so fragil, wie die Weltlage ist, möchte ist bezweifeln, dass die von dir beschriebenen Entwicklungen auf alle Ewigkeit zementiert sind. Das Blatt wird sich noch oft wenden. Dass sich die Weltfriedensapostel USA und EU mit einer Statistenrollen abfinden werden, wenns um die Energieverteilung der nächsten Dekaden geht, halte ich für absurd. Fett schwimmt immer oben, ein Blick in die Geschichtsbücher reicht hierfür aus. Und ein paar Kriege sind schnell angezettelt. Was gerade im Yemen abgeht, ist das beste Beispiel, die geopolitische Lage des Landes ist ja nicht zu unterschätzen.

    41. Limited schrieb am 9. Januar 2010 at 16:26 - Permalink

      @ SF

      Zumindest Iran und die Türkei sind zu neuen Mitspielern geworden, dafür haben sich die USA und (in Teilen) auch die EU verabschiedet.

      Diese Bewertung verstehe ich nicht. Da sind jetzt Explorationsrechte verkauft worden – und nun?

      Nun wird Gas nach China geliefert, das zum Teil ungenutzt war oder sich sogar als nicht verkäuflich herausstellte. Betrieben wird das von Unternehmen, die in der Weltwirtschaft aufs Engste verflochten sind.

      Die Verflechtungen sind dabei so eng, dass es sich keiner der Beteiligten leisten kann, den anderen die Pistole auf die Brust zu setzen.

      Mal ein paar Konfrontationshypothesen: Energieembargo Russlands gegen Europa? Vollkommen ausgeschlossen, Russland hätte dabei eindeutig mehr zu verlieren (nicht dass die EU wenig dabei zu verlieren hätte). Die Türkei ohne Anbindung an Europa – undenkbar, Rhetorik der türkischen Regierung hin oder her.

      Energiekappung Chinas gegenüber Europa und den USA – wer kauft dann chinesische Waren? Zumal dann die Währungsreserven Chinas schmelzen würden wie Schnee an der Sonne. Die zentralasiatischen Republiken – instabile Systeme, extrem abhängig von Rohstoffexporten, korrupt und umschmeichelt von Ost und West – mal so, mal so agierend.

      Alle zusammen teilen sie sich den Kuchen. Das China momentan den Tortenheber in der Hand hat ist in meinen Augen langfristig gesehen unerheblich. Wir haben – allen Unkenrufen zum Trotz – momentan ein bemerkenswert stabiles internationales System, das weit mehr auf Kooperation als auf Konfrontation ausgelegt ist.

      BTW – einige Statements in meinem letzten Kommentar bezogen sich eher auf Mitkommentare ;-)

    42. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 16:50 - Permalink

      @generic

      Ja nun nein – Russland hat ja Pipelines nach China und wenn die Kapazitäten am Limit sind, kann man entscheiden, ob man via Pipeline oder Schiff nach China oder nach Japan (oder auch in die USA!) verkauft.

      Eine Pipeline bindet den Verkäufer genauso wie den Käufer. Russland kann das Gas nicht einfach statt an uns an China verkaufen. Zumindest nicht ohne lächerlich teure Infrastruktur die meistens leer stehen würde.

      Russland nicht, Die -stans aber! Darum geht es ja.

    43. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 16:53 - Permalink

      @volkmar

      Und ein paar Kriege sind schnell angezettelt.

      Vor allem befürchte ich eine Undercover-Unterstützung des Westens für die Islamisten in den zentralasiatischen Republiken und in Xinjiang, für den Fall, dass es “heiß” wird.

    44. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 17:02 - Permalink

      @Limited

      Diese Bewertung verstehe ich nicht. Da sind jetzt Explorationsrechte verkauft worden ? und nun?

      Nein, es geht nicht um Explorationsrechte. Es geht um sehr langfristige Lieferverträge (im Falle Turkmenisten-China 30 Jahre) für sehr große Teile der Förderkapazität.

      Nun wird Gas nach China geliefert, das zum Teil ungenutzt war oder sich sogar als nicht verkäuflich herausstellte.

      Brüller ;-)

      Das erzähle mal bitte den Nabucco-Planern.

      Betrieben wird das von Unternehmen, die in der Weltwirtschaft aufs Engste verflochten sind.

      Nein, es sind m.W. ausschließlich(!) Staatsunternehmen aus Russland, den -stans und China involviert. Es kann sein, dass Lukoil noch eine Rolle spielt, das weiß ich aber nicht sicher. Gewinnorientierte Unternehmen nach westlichem Muster haben da – wenn überhaupt – nur Statistenrollen.

      Die Verflechtungen sind dabei so eng, dass es sich keiner der Beteiligten leisten kann, den anderen die Pistole auf die Brust zu setzen.

      Die “Gasstreits” zwischen Russland (Gazprom) und der Ukraine sollten Dich eigentlich eines Besseren belehrt haben.

      Mal ein paar Konfrontationshypothesen: Energieembargo Russlands gegen Europa? Vollkommen ausgeschlossen, Russland hätte dabei eindeutig mehr zu verlieren

      Es muss ja kein Embargo sein. Wie sieht es aber mit neuen Preisrunden aus? Ohne Alternative hat Russland da den Finger am Abzug. Alles andere sind “Doomsday-Szenarien” – das ist klar. Spielen wir aber doch mal den Georgien-Krieg noch einmal durch. Eine EU, die von Russland abhängig ist, kann gar nicht hart auf Kante fahren. Damit fällt ein Teil der Abschreckung weg. Es geht – wohlgemerkt – nur um Optionen, nicht um alltägliche Szenarien.

      Zumal dann die Währungsreserven Chinas schmelzen würden wie Schnee an der Sonne.

      Es geht hier um Abschreckungsszenarien – wie im guten alten kalten Krieg ;-)

    45. Limited schrieb am 9. Januar 2010 at 17:30 - Permalink

      @SF

      Brüller ;-)

      Das erzähle mal bitte den Nabucco-Planern.

      Ich glaube denen brauche ich nichts zu erzählen. Neben den Gasrechten in den von China erworbenen Feldern gibt es noch einiges mehr dort zu holen.

      Auch Nabucco wird seinen Anteil bekommen.

      Nein, es sind m.W. ausschließlich(!) Staatsunternehmen aus Russland, den -stans und China involviert. Es kann sein, dass Lukoil noch eine Rolle spielt, das weiß ich aber nicht sicher. Gewinnorientierte Unternehmen nach westlichem Muster haben da ? wenn überhaupt ? nur Statistenrollen.

      Da unterscheiden sich dann die Sichtweisen zwischen uns beiden deutlich. Die Verflechtung zwischen diesen Konzernen und der Staatsspitze ist deutlich ausgeprägt. Aber nicht so, dass der Staat die Unternehmen dominiert. Auch nicht eindeutig andersherum. Aber nicht so, dass diese Konzerne nicht ein evidentes eigenes Interesse auch bei gewinnträchtigen Beziehungen mit dem Westen in Waagschale werfen würden.

      Die wollen verkaufen, erst dann gibt es richtigen Profit. Konfrontation schadet da nur.

      Die ?Gasstreits? zwischen Russland (Gazprom) und der Ukraine sollten Dich eigentlich eines Besseren belehrt haben.

      Häh? Die Ukraine ist kein relevanter Partner. Die können zwar kurzfristig mal einen Klotz in die Maschine werfen, aber über Ostseepipline und EU-Kooperation bearbeitet ist die Ukraine nur eine sehr kleine Randerscheinung.

      Wie sieht es aber mit neuen Preisrunden aus? Ohne Alternative hat Russland da den Finger am Abzug.

      Merkwürdiger Finger, merkwürdiger Abzug. Preisrunden werden auch ohne Intervention aus Russland in Gang gesetzt. Wird der Preis zu hoch, stellt man auf andere Energieformen um. Energie und Zulieferer sind ausreichend vorhanden. An wen verkauft Russland dann? An China und unterwirft sich damit dem chinesischen Abnahmediktat. Putin wird sich hüten.

      Eine EU, die von Russland abhängig ist, kann gar nicht hart auf Kante fahren. Damit fällt ein Teil der Abschreckung weg. Es geht ? wohlgemerkt ? nur um Optionen, nicht um alltägliche Szenarien.

      Und ebenso kann ein Russland, China [beliebiges Land, das in die Weltwirtschaft eingebunden ist bitte hier eintragen] es sich nicht erlauben auf Kante zu fahren. Dazu sind die Verflechtungen vom Gemüseexport bis zu Rentenzahlungen zu eng geworden. Und warum auch auf Konfrontation gehen, wenn man sich den Kuchen teilen kann? Die Fußabtreter (Ukraine, Georgien, Kongo etc.) interessieren doch keinen.

      Es geht hier um Abschreckungsszenarien ? wie im guten alten kalten Krieg ;-)

      Ich halte es da mehr mit dem Spruch, dass sich Geschichte nicht wiederholt. Die gegenwärtige Situation ist einzigartig und durchaus geprägt von internationaler Zusammenarbeit, die auch Wettbewerb einschließt (was auch Geheimdienstoperationen und anderes einschließt), in der Krieg und Konfrontation aber zumindest unter den relevanten Spielern eher als unnötig, da kontraproduktiv, angesehen wird.

    46. Outlook schrieb am 9. Januar 2010 at 18:08 - Permalink

      Der Blog von SF ist nicht der Einzige, der sich aktuell mit diesem Thema scharfsinnig beschäftigt:

      ?Diktator Peak-Oil: Warum das Öl die Welt regiert?

      “Ob es Peak-Oil wirklich gibt, ist dabei fast irrelevant – fest steht, dass sich die Reserven immer mehr in Staatshänden befinden und diese Staaten damit ein nicht zu unterschätzendes Druckmittel haben. Nur noch 15 % der Erdölreserven befinden sich derzeit in den Händen von Energiekonzernen…

      Gegen die Öl-Supermacht Russland kann die USA nichts tun und sie werden es tunlichst vermeiden, sich noch einmal mit diesem Land anzulegen. Überhaupt interessant zu bemerken: Russland ist schon durch seine Größe eines der autarksten Länder der Welt, alle Grundbedürfnisse können vor Ort bedient werden und High-Tech kann man gegen Öl jederzeit tauschen. Russland wird deshalb in nicht allzu ferner Zukunft ziemlich sicher wieder aus dem Schatten heraustreten und eine wichtige Stellung im Weltgefüge einnehmen.?
      http://www.sein.de/gesellschaft/politik/2010/warum-das-oel-die-welt-regiert.html

      Russland, der verprügelte Verlierer des Kalten Krieges, ist jetzt der omnipräsente Makler der eurasischen Energie und der Energie-Global-Player an sich, und die Vereinigten Staaten, einmal die Supermacht in der Welt, werden nun noch durch den ?China-Moloch? gezwungen, sich auf die “Ewigen Jagdgründe” zurückzuziehen.

      Eine nicht eingeplante und erwartete Demütigung.

      Nichts ist ewig.
      Das sollten auch die zukünftigen Player beachten.

      Es wird höchste Zeit für eine neue Weltsicht und für neue Einsichten in der Politik des Westens, für neue Strategien und für ein neues demokratisch-multilaterales Miteinander in einer multipolaren Welt der Zukunft.

      Die Zivilisation wird nur durch Kooperation überleben können.

    47. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 18:14 - Permalink

      @ Lago #28

      Die Chinesen denken immer langfristig, egal ob in wirtschaftlicher oder politischer Hinsicht.
      Sie wollen (langfristig) in Mittelasien nicht nur investieren, sondern auch in einigen Gebieten auch für immer bleiben.
      Die klimatische Bedingungen in Süd-Kasachstan, Kirgisien, Usbekistan und in einigen Regionen Tadschikistans sind aus der Sicht der Chinesen ideal für das Leben dort.
      Die Russen befürchten heute, daß die Chinesen ihr schönes (ohne Scheiß) Sibirien irgendwann überfluten würden, aber da bin ich ein bißchen anderer Meinung.
      Sibirien ist eine Hölle für die Chinesen. Fakt.
      Einige Monate dort (in Sibirien) zu arbeiten, ja, aber bitte nicht ewig dort leben.
      Nur entlang des Amur-Flußes wäre das Klima für die Chinesen denkbar.
      Ein Krieg um Sibirien wäre selbstmörderisch für die Chinesen und wie wir alle (inzwischen) wissen, dumm sind sie nicht.
      Daher ist Mittelasien ein Idealplatz um dort zu leben.
      Wir dürfen nicht vergessen, daß diese -Stans allesamt unterbevölkert sind und das spricht auch dafür, daß die Chinesen in diese Regionen expandieren werden.
      In Süd-Kasachstan (z.B.) gibt es inzwischen mehrere Siedlungen, die vollständig Chinesisch sind.
      Alle die Khans (Nasarbajew & Co) müssen auch deswegen mit Chinesen “zusammenarbeiten”.

    48. Wolle schrieb am 9. Januar 2010 at 18:52 - Permalink

      @SF:

      Vor allem befürchte ich eine Undercover-Unterstützung des Westens für die Islamisten in den zentralasiatischen Republiken und in Xinjiang, für den Fall, dass es ?heiß? wird.

      Das wäre wirklich der “worst case”! Der Optimist in mir sagt, so dumm/blöd kann der Westen nicht zweimal/dreimal sein. Der Pessimist sagt Mist und wird nicht enttäuscht. :-(

      @Tuvor(47): China/Sibirien sehe ich gleich/ähnlich. Vor allem wäre es für China die Hölle, weil es Russland auf Dauer nicht akzeptieren kann/will. Am Ende würde IMHO China ein zweites Mal von Norden genommen werden, egal ob mit oder ohne Mauer. Besonders auch weil Sibirien für Chinesen nicht das Paradies ist. Bei den “Stan”s bin ich mir nicht sicher, Hilfe und Zusammenarbeit mit China ja, aber Dominanz von China eher nein. Habe schon billige Chinesen hier bemerkt. Da ist von “Stan”-seite eher eine “Chinesen sind Gastarbeiter”-Sicht bemerkbar. Das ist aber sehr subjektiv und nicht bestätigt, erster Eindruck, in 2-3Wochen weiß ich mehr. Vororttest läuft.

    49. Fragender schrieb am 9. Januar 2010 at 18:59 - Permalink

      China ist nicht nur der grosse Gewinner in Zentralasien, sondern auch in Afrika.
      http://tiny.cc/China_in_Afrika

      Für’s “Menscheln” und die “Rechte” ist dann wieder der Westen zuständig… mit einem Fass ohne Boden an Entwicklungshilfe.

    50. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 19:16 - Permalink

      @ Jens #32

      Ich möchte erstmal zum “qualitativen Rüstungsvorsprung” was sagen.
      Stichwort: Krimkrieg.
      Da war der qualitative Rüstungsvorsprung tatsächlich GROSS !
      Und heute, haben die Russen in der Tat, nach 20 Jahren Krise, nachsehen, aber der Vorsprung ist gar nicht so groß wie Du denkst.
      Wir wollen doch nicht übertreiben, oder ? ;-)

      PS. Der qualitative Vorsprung in Afghanistan und Irak ist noch größer (sogar gewaltiger), diese Kriege aber, haben die Amis eigentlich längst verloren.

      Und jetzt etwas zum Messer.
      Ich weiß nicht welches Messer Du gemeint hast, aber, solange die Russen ihre Massenvernichtungswaffen haben, können alle Messerbesitzer ihre Messer sonst wohin stecken ;-)
      (übrigens, aus diesem Grunde können (und werden) die Chinesen das wunderschöne ! (so klingt es noch besser) Sibirien nicht kriegen).

    51. Wolle schrieb am 9. Januar 2010 at 19:33 - Permalink

      @Fragender(49): Zentralasien ist ja der Vorgarten Chinas, da kann man(muss man nicht) westliche Ignoranz verstehen. Aber was sich der reiche Westen in Afrika leistet, spottet jeder Beschreibung. Ob Sudan, Uganda, Angola, beide Kongos uswusf. überall investiert China und Europa schaut zu! Das die Amis pennen ist ja nix Neues. Aber dass durchaus traditionelle europäische Industrien nicht auf Afrika abfahren, erklärt sich für mich nur mit: Europas Industrien sind in Bankenhand und die verdienen mit Finanzlotto kurzfristig (viel) mehr Geld als mit Afrika. Gute Nacht für Europa in Afrika.
      China baut Eisenbahnen(sehr schnelle) in China und China wird außer Bohrtürmen auch Eisenbahnen in Afrika bauen. Kann das Europa nicht? Nein, Europa will nicht!

    52. Truvor schrieb am 9. Januar 2010 at 19:52 - Permalink

      @ Wolle #48

      Die “billige Chinesen” bzw. Gastarbeiter sind nur die Vorhut.
      Du mußt Dich nicht täuschen lassen.
      An der Grenze zu Russland in Nord-Ostchina leben 110 Millionen echte Chinesen.
      Die arme Leute frieren dort, das mußt Du verstehen.
      In Mittelasien gibt es aber mehr als genug Lebensraum für sie.

      Machst Du dort Urlaub ? ;-)

      PS. Wo ist meine “r” geblieben ? Ich heiße “Truvor” nicht “Tuvor”. Ich möchte meine “r” zurück haben, sonst weine ich ganz laut ;-)

    53. Outlook schrieb am 9. Januar 2010 at 21:29 - Permalink

      @ Wolle #51

      “Die Amis pennen nicht”, man lässt sie nicht.
      “Europa will nicht”, man mag sie nicht.

    54. schub schrieb am 9. Januar 2010 at 22:35 - Permalink

      Moin,

      ich möchte gern eines noch anmerken. Um Gas und Öl aus der Erde zu holen braucht man eine gewissen Technologie. Diese hat nicht jeder, und russische Staatskonzerne aller Lokoil und Gazprom schon gar nicht. Auch die Chinesen sind noch nicht so weit wie die “Seven Sisters” … noch lange nicht.
      Private Europäische und amerikanische Konzerne holen Öl und Gas wesentlich effizienter aus der Erde und sind auch in der Lage in Regionen vor zu dringen, die die staatlichen Konzerne noch lange nicht erreichen werden.
      Unter anderem sieht man das daran, das in Russland die Shell und ExxonMobil sehr aktiv sind (Sachalin).
      Know How baut sich nicht so einfach auf und kaufen lässt es sich auch nicht ohne weiteres.

      Die 17 % Eigengasförderung (mit Gewinn) in Deutschland würden PetroChina und Gazprom nicht hin bekommen.

      Grüße,
      schub

    55. Spiegelfechter schrieb am 9. Januar 2010 at 22:58 - Permalink

      @schub

      a) Gazprom, Lukoil und andere sind technisch relativ kompetent
      b) Es ist relativ unerheblich, wer die technischen Dienstleistungen erfüllt – dafür kommen die westlichen Konzerne idT in Frage, aber das heißt nicht, dass sie am Umsatz beteiligt werden
      c) Sachalin -> Ja, der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und kann gehn. Du bist da up to date?

    56. Truvor schrieb am 10. Januar 2010 at 01:33 - Permalink

      Das Great Game ist tatsächlich entschieden: russian.people.com.cn/31518/6864241.html

    57. Truvor schrieb am 10. Januar 2010 at 01:52 - Permalink

      http://www.worldpoliticsreview.com/article.aspx?id=4913

      Der selbe Artikel:

      http://www.inosmi.ru/middle_asia/20100109/157469653.html

    58. sekobach schrieb am 10. Januar 2010 at 02:47 - Permalink

      Interessanter Artikel, den ich mit einem Erkenntnisgewinn gelesen habe!

      Allerdings frage ich mich, inwieweit solche Entwicklungen Auswirkungen auf potentiell “Anti- Westliche” Bündisse wie die Shanghai Cooperation Organization haben, in der viele der angesprochenen Länder organisiert sind.

      Außerdem ist die Frage, wie angesichts der nachlassende Bedeutung der Nationalstaaten und gleichzeitig steigende der Unternehmen und die der sie kontrollierenden Personen das Great Game nicht ein noch dasselbe ist. So ist Gazprom natürlich russisch hat aber auch signifikante Anteile vom deutschen E-On Konzern, der auch in Board vertreten ist….

    59. Fragender schrieb am 10. Januar 2010 at 07:23 - Permalink

      @Outlook 53
      @Wolle 51

      ?Die Amis pennen nicht?, man lässt sie nicht.
      ?Europa will nicht?, man mag sie nicht.

      Ganz so einfach ist es auch nicht.
      Der Gegenbeweis ist z.B. http://www.angloamerican.co.uk/
      Ausserdem mehrere Hi-Tech Projekte u.a. auch deutscher Konzerne in afrikanischen Ländern.

      China hingegen hat eine andere “Tradition”.
      Zusammen mit der Sowjetunion (und der DDR) war China sowohl Ausbilder als auch Ausrüster diverser ideologisch gefärbter “Befreiungsarmeen”.
      Nach dem Zusammenbruch des Ostblocks konnte sich China dort vermehrt “breit” machen und Instabilität ausnutzen.
      Eine Instabilität die durch willkürliche Grenzziehung der alten Kolonialmächte dort als “Naturgesetz” besteht.

      Dieser Satz aus Truvor”s Link @57 ist ausserdem von zentraler Bedeutung: “By insisting on issues — such as democracy and human rights — that not only had no influence, but scared the local power elites…”

      Viele der dortigen Despoten stammen in direkter Linie aus den von China etc. hofierten Befreiungsarmeen, sind gewissermassen politisch und ideologisch abhängig geworden.

    60. ChrisX620 schrieb am 10. Januar 2010 at 10:29 - Permalink

      In diesem Zusammenhang wäre interessant zu wissen, inwieweit vom Öl und Gas abhängige Staaten in neue Technologien zur Reduzierung des Energiebedarfs (effizienteres Energienetz, Energierückgewinnung, sparsame Geräte, usw.) investieren. In Kombination mit erneuerbaren Energien ist es aus meiner Sicht langfristig möglich, die Nachfrage nach importierten Rohstoffen so stark zu senken, dass Staaten wie Deutschland der Druck genommen wird. Beobachtet man z.B. die Elektronikbranche erkennt man überall das Streben nach energiesparenden Produkten. In der Masse macht sich dies schon bemerkbar. Zieht man weitere Branchen in Betracht so erkennt man ebenfalls Parallelen. Können wir den Energiebedarf also signifikant reduzieren?

      Um auf den Titel des Artikels zurückzukommen:

      Könnte mein Gedanke nicht ein “neues Spiel” darstellen? ;)

      ps.: Danke für den Artikel. Ich finde, dass die Entwicklung neuer Technologien für Deutschland und andere Staaten langfristig wertvoller ist, als sich Energieabkommen zu erkaufen. Ich habe diese These nicht wissenschaftlich behandelt – würde mich daher auf Artikel zu dieser Fragestellung freuen. Eventuell gibt es ja schon Leute, die dies unter ökonomischen Gesichtspunkten behandelt haben.

    61. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 11:14 - Permalink

      Zur weiteren Vertiefung und Beantwortung von Fragen habe ich hier einige interessante Artikel zusammengestellt, die von W. Engdahl geschrieben wurden.
      W. Engdahl hat auch das Buch geschrieben ?Apokalypse Jetzt?. Er ist ein ausgesprochener Kenner der geopolitischen Interessen der führenden Weltmächte und der amerikanischen Geopolitik im besonderen.

      Die Sicherheitsallianz SCO
      http://info.kopp-verlag.de/news/waehrend-die-eu-auf-der-stelle-tritt-erschliessen-asiens-schluesselstaaten-einen-neuen-wirtschaftsr.html
      Russland hat auch schwerpunktmäßig den atomaren Schutz dieser Allianz übernommen.
      Sie besitzen als einziges SCO-Mitglied die notwendigen balistischen Raketen.

      Die neue russische Nukleardoktrin
      http://info.kopp-verlag.de/news/die-neue-russische-nukleardoktrin.html

      Erdgas: russisch-bolivianisches Joint Venture
      http://info.kopp-verlag.de/news/erdgas-russisch-bolivianisches-joint-venture.html

      Brasilien und China setzen beim Öl ein neues geopolitisches Beispiel
      http://info.kopp-verlag.de/news/brasilien-und-china-setzen-beim-lll-ein-neues-geopolitisches-beispiel.html

      Russland und China halten gemeinsame Militärmanöver ab
      http://info.kopp-verlag.de/news/russland-und-china-halten-gemeinsame-militaermanoever-ab.html

      Russland, Iran und Katar unternehmen Schritte zur Bildung einer Erdgas-OPEC
      http://info.kopp-verlag.de/news/russland-iran-und-katar-unternehmen-schritte-zur-bildung-einer-erdgas-opec.html

      Neue Strategie: »Gazprom« engagiert sich in Afrika
      http://info.kopp-verlag.de/news/neue-strategie-gazprom-engagiert-sich-in-afrika.html

      @Fragender

      Das schließt natürlich nicht aus,das es noch wirtschaftliche Kontakte gibt.
      Speziell der Westen hat aber in Afrika absolut an Image verloren, da er so gut wie nichts für die Infrastruktur getan hat, sondern nur Marionettenregierungen zur Sicherung des Profits finanzierte.
      Die 20 Jahre nach 1989 hat der Westen durch eine arrogante Siegermentalität verspielt.

      Selbstverständlich hat China geschickt die Lücken genutzt, die der versunkende Ostblock hinterlassen hat. Mit dem Vorteil, sie wussten, was sie anders machem müssen als der Westen.

    62. martin schrieb am 10. Januar 2010 at 12:09 - Permalink

      1.) Vor wenigen Tagen gab es auf diesem Blog anlässlich der Klimakonferenz in Kopenhagen eine Diskussion. Die Welt stehe vor der Alternative, entweder das “Klima zu retten” oder eine nachholende Entwicklung der unterentwickelten Länder zuzulassen. Nur eins von beiden sei möglich. Bringt man die Mehrheit der Menschen auf das Wohlstandsniveau der Industrieländer, muss man folglich das Klima opfern.
      Bei genauerer Betrachtung besteht diese Wahlmöglichkeit jedoch nicht. Dazu folgende einfache Rechnung, die monatelang auf der deutschen Peal-Oil website zu finden war. Auf der Welt leben ca. 6 Milliarden Menschen. Ein Viertel im Wohlstand, drei Viertel in Armut. Heute beträgt die statische Reichweite des Erdöls 30 Jahre. Würde man auf einen Schlag die Verbrauchsstandards der unteren drei Viertel auf das Niveau des oberen Viertels heben, würde die Reichweite auf 8 Jahre schrumpfen. Eine nachholende Entwicklung der Bevölkerungsmehrheit auf das Verbrauchsniveau der Minderheit ist also nicht möglich.
      2.) Die Idee, dass alle Menschen in gleicher Weise wie wir Ressourcen verschwenden könnten, ist also falsch. Was passiert aber, wenn die Mehrheit der Menschen in der Dritten Welt merken, dass sie einem Trugbild aufsitzen? Ihr könnt euch abstrampeln, wie ihr wollt, Wohlstand werdet ihr nie erreichen! Diese Länder tauschen ihr Ressourcen oder sogar die fertigen Produkte lediglich gegen monetäre Einheiten (überwiegend “grüne Blüten”), über deren Wert sie keine Verfügungsgewalt haben, und die jederzeit von ihren Schuldnern entwertet werden können. Der Riesenberg Dollars, auf denen die Chinesen sitzen, ist bei einer Dollarinflation auch ein Riesenproblem für China.
      Wäre es für die Ressourcenbesitzer nicht viel nutzbringender unter Ausschluss der Industrieländer direkt mit China Geschäfte zu machen? China hat die Technologie und die billige Arbeitskraft, die Ressourcenbesitzer haben die Rohstoffe. Chinesische Waren sind im Unterschied zu den Waren der Industrieländer preiswert und damit erschwinglich für die Bevölkerungsmehrheit. Wozu brauchen die uns noch? Gegen diesen Sachzwang kommt keine Geopolitik an.
      3.) Der Zugriff auf die Ressourcen fremder Länder erhöht die Menge der Ressourcen nicht. Wenn sich eine Knappheit abzeichnet, lässt sich diese nicht durch geschickte Geopolitik aufheben. Den Ressourcenbesitzern fällt eine Machposition zu, die sie so oder so ausnutzen werden. Die chinesischen Verträge sind momentan für China ein Erfolg – aber eine Abhängigkeit vom zentralasiatischen Gas ist ein zweischneidiges Schwert, insbesondere wenn diesen Ländern die Möglichkeit bleibt, das Gas nach Europa zu verkaufen. (Schön ist allerdings der Seitenhieb auf die westliche Afghanistanpolitik. Die Idee, dort eine Gas-oder Ölpipeline zu verlegen, um sich der zentralasiatischen Energiequellen zu bemächtigen, ist etwas realitätsfern.)
      Nachhaltiger wäre es, die eigenen Verbrauchsstrukturen zu vermindern (Effizienz) und nachhaltige, regenerative Energieformen zu entwickeln. Das dauert natürlich. Ist auf lange Sicht jedoch unumgänglich.
      4.) Wenn man sich zu Energiefragen äußert, sollte man zumindest rudimentäre Vorstellungen über die Hauptsätze der Thermodynamik haben. Dass die Behauptung, Strom eigne sich nicht zum Heizen, falsch ist, weiß jeder, der schon mal unabsichtlich eine Glühbirne angefasst hat. So ein Ding wird ziemlich heiß!
      Aber diese Unkenntnis ist weit verbreitet. In den Zeitungen wimmelt es nur so von “Energieerzeugern” oder “Ölproduzenten”. Dabei kann man Energie nicht erzeugen. Und Öl zu produzieren macht nur Sinn, sofern man über Unmengen ungenutzter Energie verfügt. Vor Jahren wurde im Spiegel ein Leserbrief veröffentlicht, in dem ein Ingenieur vorschlug, das Kohlendioxidproblem durch Reduktion dieses Moleküls aus der Welt zu schaffen. Das ist ein alltäglicher Vorgang, der sich in jeder grünen Pflanze vollzieht. Die einfachste Sache der Welt. Nur: was die Pflanzen können, das kann der Mensch nicht! Um das Kohlendioxid mittels Wasser zu Kohlenwasserstoffen und Sauerstoffmolekülen zu reduzieren braucht man dummerweise Energie. Wo kommt die her? Daran denken die Spiegelredakteure nicht!
      Das gleiche bei Leuten, die jetzt, statt Gas und Erdöl, Wasserstoff verbrennen wollen – aktuelle Diskussion bei Telepolis zum Thema PeakOil. Wo gibt es auf diesem Planeten Wasserstoffquellen? Nirgends! Nahezu der gesamte Wasserstoff schwimmt in oxidierte Form als Wasser im Meer herum. Und wenn man Wasserstoff als Energieträger nutzen will, dann muss man mit viel Energieaufwand Wasserstoff vom Sauerstoff trennen. Wo kommt für diese wunderbare Energiequelle aber die Energie her? Oder die Idee unserer Kanzlerin, wir fahren zukünftig alle mit umweltfreundlichen Elektrokarren – mit unseren Opamobilen! Auch eine Physikerin sollte wissen, dass die Energie, die in einer Batterie gespeichert wird und ein Fahrzeug antreibt, vorher von irgendwo her gekommen sein muss. Woher wohl? Aus dem Stromnetz? Aus der Verbrennung von klimafreundlicher Braunkohle?

    63. PornoAndy schrieb am 10. Januar 2010 at 12:42 - Permalink

      @45 von Limited

      Ich glaube denen brauche ich nichts zu erzählen. Neben den Gasrechten in den von China erworbenen Feldern gibt es noch einiges mehr dort zu holen.

      Auch Nabucco wird seinen Anteil bekommen.

      In Turkmenistan gibt es für Nabucco nichts mehr zu holen. Die haben sich eigentlich jetzt schon übernommen (darum werden sich die “schweren Jungs” auch noch streiten). Aserbaidschan könnte eine Kleinigkeit decken, das reicht aber vorne und hinten nicht aus.
      Iran wäre eine Alternative, aber das wird der Russe auch zu verhindern wissen.

    64. Lago schrieb am 10. Januar 2010 at 13:12 - Permalink

      @martin:

      4.) Wenn man sich zu Energiefragen äußert, sollte man zumindest rudimentäre Vorstellungen über die Hauptsätze der Thermodynamik haben. Dass die Behauptung, Strom eigne sich nicht zum Heizen, falsch ist, weiß jeder, der schon mal unabsichtlich eine Glühbirne angefasst hat. So ein Ding wird ziemlich heiß!

      Nun, Strom eignet sich allerdings nicht besonders zum Heizen, wenn man den Strom z.B. mit einem Thermokraftwerk (Kohle, Gas, Öl, Atomkraft(hihi)) produziert, einfach weil das dann ziemliche Verschwendung ist. Da Thermokraftwerke in absehbarer Zeit nicht verschwinden werden, ist eine Umstellung auf Stromheizung zur Zeit nicht besonders sinnvoll – obwohl sie sich natürlich längst vollzogen hat: Eine noch höhere Strom->Wärme-Effizienz als die (mittlerweile “verbotene”) Glühlampe haben ja z.B. Computer.

      Um das Kohlendioxid mittels Wasser zu Kohlenwasserstoffen und Sauerstoffmolekülen zu reduzieren braucht man dummerweise Energie. Wo kommt die her?

      Naja, aber man könnte auch einfach den Vorschlag von Peter Sloterdijk umsetzen und Öl, Gas und Benzin vor dem Verbrennen von CO2 reinigen, damit es dann während des Verbrennvorganges gar nicht erst freigesetzt wird. (*prust*)

    65. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 13:42 - Permalink

      @ ChrisX620
      Du kannst nur das exportieren, was andere nicht produzieren können, aber ein Bedarf besteht.
      Und das wird zunehmend weniger werden. Schau nur, was die Franzosen heute für gute Autos bauen.

      Die 30 Giganten der Emerging Markets, eine komplexe und beeindruckende Übersicht.
      Wer möchte, kann hier nachlesen, was da auf uns zu rollt.
      http://emfis.de/fileadmin/user_upload/pdf/EM_EX/Studie_GEC131209.pdf

      Falls der Link nicht funzeln sollte, kann man es hier nochmals versuchen:
      http://www.emfis.de/global/global/analysen/beitrag/id/EMFIS_Studie_Die_30_Giganten_der_Emerging_Markets_ID83538.html

      Das sind detaillierte Daten und Fakten, die uns in Deutschland durch den Mainstream oft vorenthalten werden. Es soll auf keinen Fall als Produktwerbung verstanden werden.
      Die Übersicht hat aber ein Alleinstellungsmerkmal!!!! !

      Wir müssen dann nur die Ergebnisse zur Kenntnis nehmen:
      http://www.focus.de/finanzen/news/verkehr-hochgeschwindigkeitszug-startet-in-china_aid_466069.html

      Russland hat jetzt für Siemens einen Großauftrag ausgelöst:
      http://www.finanzen.net/nachricht/aktien/Siemens-liefert-Nahverkehrszuege-in-russische-Olympiastadt-Sotschi-721316

      Nur, das werden die Chinesen, die Russen und die Inder in ähnlicher Weise bald selbst bauen können, wenn sie wollen.
      Wenn diese Länder ihre beabsichtigte technologische Selbständigkeit erreicht haben, können sie bei einer zukünftigen globalen Marktschwäche auf Importe verzichten. Ihre Allianz bietet alles, was für einen erträglichen Lebensstandard notwendig ist.

      Der Westen hat nur langfristig eine Chance, wenn er als ehrlicher und vertrauensvoller Makler auftritt und jegliche Rambomanieren unterlässt.

      Sicherlich wird die Entwicklung in den Emerging Markets nicht ohne Rückschlage verlaufen.

      Der Trend ist aber kraftvoll in Gang gesetzt.

      Wo ist dieser Trend in Deutschland und in Europa?
      Wie geschrieben, Putin hatte 2001 an Deutschland und Europa ein großartiges Angebot unterbreitet.

    66. Fragender schrieb am 10. Januar 2010 at 14:10 - Permalink

      Richtig @ChrisX620,
      je schneller die Chinesen Öl und Gas “verbraten” desto dringender wird es für uns endlich mal mit Hochdruck ans Entwickeln zu gehen.
      Man stelle sich vor jeder Chinese und Inder möchte sein eigenes Auto…

      Ein effizienteres Energienetz ist schön und gut, allein es fehlen die dazu notwendigen Speicher.
      Bisher heissen die “Speicher” Kohle, Gastank, Öltank, Uranstäbe… und ein bisschen Wasser.
      Solange man nur Solarzellen und Windräder subventioniert, und damit ablenkt von wirklich epochemachenden Entwicklungen, bewegt sich nicht viel.
      Nach dem Gesetz der “Trägheit der Masse” braucht es wohl eine wirkliche Energiekrise um aufzuwachen.

    67. Daniel schrieb am 10. Januar 2010 at 15:02 - Permalink

      @Spiegelflechter

      Sehr interessanter Artikel, die Analysen sind schlüssig. Allerdings vermisse ich genau wie Limited den “neuen” Faktor Energieeffizienz und Erneuerbare, dass ist imho nämlich einer der entscheidenden Unterschiede zu den vergangenen 150 Jahren. Denn mit Biogas ein Blockheizkraftwerk zu betreiben ist genau so wenig “bäh” wie mit Erdgas. Hier 2 Links zu Energieszenarien:

      http://www.lukas-emele.de/Vortrag_Erneuerbare_Energien_Gruene_Jugend_Stuttgart_2009-12-19.pdf”

      und

      http://www.greenpeace.de/fileadmin/gpd/user_upload/themen/klima/Klimaschutz_PlanB.pdf”

      Grundsätzlich stimme ich dir (Jens) voll zu und sehe das Versagen auf geopolitischer Ebene der Bundesregierung genau so, aber es ist eben auch ein Problem wenn man von solchen “lupenreinen Demokratien” abhängig ist, und so wird (hoffentlich) in Europa die Einsicht reifen, dass, wenn schon nicht aus Umweltschutzgründen, doch zumindest wegen der verspielten geopolitischen Positionierung, der Umstieg auf Erneuerbare unvermeidbar ist (was natürlich dauert, aber je größer der Druck, desto schneller gehts ;) )

      lg
      Daniel

    68. Jens schrieb am 10. Januar 2010 at 15:06 - Permalink

      @ Tuvor

      Der qualitative Rüstungsvorsprung des Westens (bes. der USA) ist schon gross, meiner Meinung auch größer als beim Krimkrieg, wobei Vergleiche schwierig sind. Natürlich hat Russland Atomwaffen, mit denen es die Welt und seine Gegner vernichten kann, aber ich denke es nachvollziehbar das an deren Einsatz nur bei einer Gefährdung der territorialen Integrität der Russischen Förderation zu denken ist – wenn überhaupt. Ebenfalls richtig ist, dass Russland momentan in der Lage ist, sein Territorium auch konventionell zu verteidigen. Ähnliches gilt für China.

      Ganz anderes sieht die Lage aus, betrachtet man die Quasikolonialkriege im Irak oder Afghanistan. Der Westen hat hier bis zu 200.000 Soldaten mit hochmodernster Technik verortet. Dazu kommen etliche Verbündete, wie Israel, und wacklige Verbündete wie Saudiarabien, die ebenfalls relativ hoch gerüstet sind. Damit sitzt der Westen am Drücker und kann bei Bedarf (natürlich unter Vorwänden) Pipelins und Öl- und Gaswege blockieren, der Iran z.B. ist quasi eingekreist. Pipelins und Terminals lassen sich durch Bombenschläge leicht zerstören, da brauche ich keine Bodentruppen, auch in Turkmenistan. China/Russland und andere müssten diesen Entwicklungen quasi tatenlos zu sehen. Das gleiche gilt für Chinas Engagement in Afrika. Sie verfügen nicht annähernd über solche Kapazitäten militärische Schlagkraft außerhalb ihres Territoriums aufzubauen. Genau das meinte ich mit qualitativen Vorsprung, den auch die russische Regierung erkannt hat. Anders sind derzeitige russische Militärreformen nicht erklären ;).

      Am deutlichsten ist die Unterlegenheit der russischen Luftstreitkräfte, man schaue sich mal Zahlen der modernen Kampfflugzeuge der israelischen Luftwaffe, der US-Luftwaffe, der saudischen Luftwaffe und der russischen Luftwaffe an. Da wird schnell deutlich welche Auswirkung, das Militärbudget der USA hat. Ein Beispiel das sicherlich sehr drastisch ist: Allein Saudiarabien hat mit der F-15S etwas soviele High-Tech Jabos wie die russische Luftwaffe.

    69. TutnichtszurSache schrieb am 10. Januar 2010 at 16:51 - Permalink

      Erst einmal vielen Dank für den interessanten Artikel. Ich habe da aber einige Fragen und Anmerkungen.

      Fakt ist ja, dass der Westen immer mehr an Einfluss auf die Staaten im Nahen Osten verliert. Welchen Sinn die Kriege in Afghanistan und dem Irak hatten und haben, ist ja unter vielen “Politikexperten” extrem strittig!

      Vergleicht man die Entwicklung der USA und China in den letzten Jahren, so kann man einige bemerkenswerte Unterschiede feststellen. Die Chinesen modernisieren ihr Land in einem Wahnsinnstempo, während die USA (ich übertreibe jetzt) langsam aber sicher dahinrottet. In den USA zerfällt die Infrastruktur, während sie in China hochmodern ausgebaut wird. In China werden hochmorderne Industriekomplexe hochgezogen, währen die amerikanischen Industriegüter immer weiter an globaler Wettbewerbsfähigkeit verlieren und die Industrie über Jahre hinweg durch den Finanzkapitalismus zu einem Teil verdrängt wurde (Deindustrialisierung). Das geht soweit, dass gegenwärtig in der Automobilindustrie die Japaner und die Deutschen die USA erobern.
      In China wächst weiter der Wohlstand, während immer mehr Amerikaner verarmen, gerade weil auch viele Menschen während der Finankrise ihrer Pensionen “beraubt” wurden! Der Wohlstand basiert in den USA auch zu einem enormen Teil auf Schulden. Das Handelsbilanzdefizit spricht Bände!

      Wenn die These der ölhungrigen USA stimmen sollte, die mit allen Mitteln die letzten großen Ölreserven an sich bringen will stimmen sollte, warum riskiert man in einem furchtbar teurem Krieg den entgültigen Kollaps? Was steht für die USA hier auf dem Spiel und wie dürfte hier die zukünftige Entwicklung aussehen?

      Kann es sein, dass die gegenwärtige Politik gegenüber dem Iran hier ebenfalls reinpasst? Der Artikel hat ja beschrieben, dass der Iran ein wichtiges Land in Sachen Energiefragen ist. Möchte man Erdöl und Gas an den Indischen Ozian schaffen, so wird auch Afghanistan sehr wichtig. Ist hiermit der Druck zu erklären, der gegenwärtig auf den Iran ausgebaut wird?

    70. almabu schrieb am 10. Januar 2010 at 17:02 - Permalink

      Toller, informativer Artikel! Wie aus den Kommentaren ja auch ersichtlich wird, in einigen Punkten technisch interpretierbar, wie immer bei so komplexen Fragen! Was mich aber interessieren würde: Von der Hypothese ausgehend, dass der Westen und die USA das “Great Game” verloren haben, ist die Lage auf der Welt dadurch sicherer oder unsicherer geworden? Wird der Westen, der von der Ausbeutung der Welt seit mindestens 500 Jahren lebt und seine einstige Überlegenheit ableitet, mit einem Winseln in der Geschichte verschwinden, oder wird er alles auf eine Karte setzen das Spiel noch einmal zu drehen? Das würde eine Art Dritter Weltkrieg mit Ziel Zentralasien bedeuten. Ist so ein Szenario denkbar, realistisch, womöglich wahrscheinlich? Ist es überhaupt denkbar, dass die USA plötzlich ihre seit über zweihundert Jahren aggressive, vorwiegend auf Kriegen basierende, Außenpolitik ändern, hin zu friedlichen Methoden? Was hätten die USA und der gesamte Westen zu erwarten, wenn sie in einer globalen Auseinandersetzung “Zweiter Sieger” werden würden? Die ganze militärische Hightec, dieses “wunderschöne Geschäft”, beruht doch auf dem Grundgedanken der Schonung der Ressource Mensch. Das macht die Rüstung in letzter Konsequenz so teuer. Wer aber den Technologiesprung zu Waffensystemen ohne Menschen bewältigt, was die USA derzeit versuchen, der ist damit auf sehr teurem Weg nur an den gleichen Punkt gekommen, den menschenverachtende, totalitäre Systeme wie die Nazis oder die UdSSR durch schlichtes “verheizen” der Ressource Mensch erreichten! Wenn eine Rakete oder ein Cruise Missile einen Flugzeugträger mit 90 Jets und 6.000 Menschen versenken und die ganze Carrier Group von Begleitschiffen, Zerstörern, U-Booten, Tankern, etc., obsolet machen kann, wir sprechen dann von einer Wertevernichtung größer 10 Milliarden ? im Bruchteil einer Sekunde, dann ist die Rüstungsindustrie ans Ende einer Sau teuren Sackgasse gelangt. Selbstmordattentäter führen uns dies immer wieder deutlich vor Augen! Ein Provokateur in einem Flugzeug bringt die westliche Welt an den Rand einer Milliarden teuren Hysterie. Diese Auseinandersetzung werden wir wirtschaftlich verlieren. Es ist wie beim Stierkampf: Wenn der Stier die ersten Spieße in den Nacken bekommt ist er zunächst nur gereizt. Trotzdem begibt er sich damit auf einem Weg mit einem in 99% der Fälle klaren Ende: Er bekommt die Eier abgeschnitten und wird von Ochsen aus der Arena geschleift. Steht uns DAS etwa bevor ;-)

    71. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 17:23 - Permalink

      @ SF 68
      Das ist aber gleichzeitig das Problem. Diese Besatzungs-und Zerstörungsmaschinerie energetisch, logistisch und mental am Leben zu erhalten. Und das in Regionen alter Hochkulturen.
      Das Zerstören von Pipelines trifft natürlich den Westen selbst auch.
      Die NATO wir dort auch mit grüner Segnung keine Sonnenblumen ernten.

      Um die militärischen Kampfstärken vergleichen zu können, ist die technologische Ausrichtung zu beachten.
      Gerade bei diesem Vergleich:
      ?Ein Beispiel das sicherlich sehr drastisch ist: Allein Saudiarabien hat mit der F-15S etwas soviele High-Tech Jabos wie die russische Luftwaffe.?

      Eine fachliche Gegenargumentation dazu:
      ?Während der Westen führend in der Entwicklung und Einführung neuer Technologien für Flugzeuge ist , waren die Russen in der Vergangenheit bis heute führend in der Entwicklung neuer Ideen und Technologien zur Abwehr dieser modernen Flugzeuge und Technologien .
      Auf Erfahrung vergangener Kriege wurden neuartige Fla Raketen und neue Fla Raketensysteme entwickelt.
      Der Almaz Konzern sieht sich im ständigen Konkurrenzkampf mit der gegnerischen Seite der Flugzeugentwicklung.
      Moderne amerikanische Flugzeuge wie F 16 , F 18 und F15 haben nur geringe Chancen gegen russische Luftabwehrsysteme mit deren Systemen S 300 und S 400.?
      mehr unter:
      http://www.peters-ada.de/ausblick.htm#Tendenzen%20der%20russ.%20Fla%20Raketentechnik
      http://www.peters-ada.de/artikel1.htm

      Gerade das Flugzeug F15 wird im Bestand zur nationalen Raketenabwehr eingesetzt.

      Das neuste System der Russen:
      Russland baut 2015 neuartige Waffen für einheitliches Luftabwehrsystem
      http://de.rian.ru/safety/20091216/124393456.html
      Glonass wird eine neue Qualität einleiten.

      Nun haben aber die Saudis moderne Luftabwehrsysteme bei den Russen bestellt.

      Saudi-Arabien will russische Waffen kaufen
      http://de.rian.ru/world/20090817/122723042.html

      Kauft Saudi-Arabien zum ersten Mal russische Großwaffen?
      http://info.kopp-verlag.de/news/kauft-saudi-arabien-zum-ersten-mal-russische-grosswaffen.html

      Russische Waffenlieferungen an Iran und Saudi-Arabien unabhängig von einander
      http://de.rian.ru/safety/20091111/123941574.html

      Patt im Pazifik?
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29612/1.html

      Da im westlichen Mainstream nur die ?erfolgreichen? US-Waffentechnologien gezeigt werden, hat der deutsche Michel kaum Vorstellungen, was auf der anderen Seite läuft.
      Es ist natürlich für die Staaten äußerst problematisch, die ständig in fremden Regionen Krieg führen, um damit andere Völker zu ?demokratisieren?.

      Der Georgienkrieg hätte den Russen die eigene Situation nicht besser zeigen können. Dafür müssten sie den lupenreinen Demokraten aus den USA dankbar sein.

    72. schub schrieb am 10. Januar 2010 at 18:07 - Permalink

      @SF

      Bitte erläutere “Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und kann gehen”

      Shell und Exxon operieren die Gasgewinnung in Sachalin und nehmen einen großen Anteil am Gewinn mit. Natürlich hat Russland an den Gesellschaften die Mehrheit und somit “das sagen” und diese Tatsache finde ich auch vollkommen richtig. Trotzdem wäre Gazprom ziemlich aufgeschmissen wenn die beiden Konzerne da schlagartig rausgehen würden.
      Venezuela hat ExxonMobil rausgeworfen (ob gerechtfertigt sei mal dahin gestellt) aber tatsache ist, dass seitdem die Produktivität der Öl Gewinnung dort stark zurück geht.

      Grüße,

    73. Truvor schrieb am 10. Januar 2010 at 18:24 - Permalink

      @ Jens #68

      Nach den Napolinischen Kriegen hat Russland zwischen 1815 bis zum Krimkrieg (1853) für die Modernisierung seiner Armee überhaupt nichts getan.
      Der qualitative Unterschied war sehr groß bis gewaltig.
      Aus diesem Grunde (das war 1 von 2 Gründen) ging dieser Krieg für die Russen in die Hose (über die Einzelheiten könnte ich stundenlang reden).

      Das größte Problem der Russen heute, besteht darin, daß sie zu wenige moderne Waffen (bzw. Ausrüstung) haben.
      Es ist nicht so, daß sie keine moderne Flugzeuge, Hubschrauber, Panzer, U-Boote oder Raketen etc. etc. haben, aber (da muß ich Dir zustimmen) der Anteil der modernen Waffen bei etwa 10% bis 15%. liegt. http://www.perevodika.ru/articles/9723.html
      Das, was wir (und die Russen) als veraltet betrachten, ist eigentlich nicht so alt bzw. veraltet, wie damals im Krimkrieg.
      Heute (2010) noch sind diese Waffen (wenn sie in fähigen Händen sind) vergleichsweise effektiv, aber in wenigen Jahren (falls die Russen ihre Armee nicht modernisieren) bleiben ihnen nur ihre Atomwaffen.

    74. Joey schrieb am 10. Januar 2010 at 18:31 - Permalink

      Klasse! Ein toller, wirklich sehr interessanter und informativer Artikel. Spiegelfechter 4 ever!! ;-)

    75. Wolle schrieb am 10. Januar 2010 at 18:59 - Permalink

      @Trruvor(52):

      Sorry für das fehlende r, wurde nach geliefert. ;-) Hör auf zu weinen! ;-)

      Nein, ich werde für die nächsten paar Wochen in TJK arbeiten.
      War heute schönes Wetter hier in Dushanbe, wolkenlos, Tmax 9°C fast Frühling.

    76. Truvor schrieb am 10. Januar 2010 at 19:15 - Permalink

      @ Wolle #75

      Lieber später als nie ! Danke für die Nachlieferung ;-)

      Wir ertrinken hier (in D) im Schnee, bleibe noch ein bißchen im sonnigen Duschanbe ;-)

      Wünsche Dir Glück !!!!!!!!

      PS. Empfehlung von mir, besuche Duschanbeer Bazar, es lohnt sich.

    77. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 19:16 - Permalink

      Kroatiens scheidender Präsident Mesic wechselt möglicherweise zu South Stream
      http://de.rian.ru/business/20100110/124635019.html

      Clement wird Berater in Russland
      http://www.sueddeutsche.de/politik/441/465034/text/

      Das russische Gas scheint eine esoterische Schwingung auf EU-Politiker zu haben.
      Deshalb macht der Artikel von SF auch viel Sinn.
      Es ist ein äußerst spannendes und evidentes Thema.

      @ TutnichtszurSache
      Vieles wird davon abhängen, wie sich die noch Verbündeten der USA verhalten und die Menschen in den USA selbst.
      Ich kann mir einen globalen heißen Krieg nicht vorstellen, da es nur Verlierer gäbe.
      Einen von den USA offensichtlich angezettelten regionalen Krieg, wird die USA nur weiter in die geopolitische Isolation treiben.
      Sie werden es weiter mit fals flag versuchen. Es verzögert den Ablauf etwas.

      Aber wesentlicher ist, die Weltgemeinschaft könnte meiner Ansicht nach mit den USA respektvoller umgehen, wenn sie freiwillig auf ihren Weltführungsanspruch verzichten und nicht dazu gezwungen werden.
      Sobald der Dollar richtig abschmiert, ist für die USA nur noch die militärische Option möglich,
      die fast keiner will.
      Die Europäer bestimmt nicht?

      Ich kann mir gegenwärtig auch nicht vorstellen, dass speziell Russland und auch die Chinesen so demütigend mit den USA umgehen, wie es der Westen nach dem Zusammnbruch des Ostblocks mit Russland getan hat.

      Jetzt ist die andere Seite dran. Das Wort Systemkrise ist bezeichnend.
      Dem Clement möchte ich nicht unterstellen, dass er dies vorausschauend weiß.

    78. Wolle schrieb am 10. Januar 2010 at 19:18 - Permalink

      @Outlook(53):

      ?Die Amis pennen nicht?, man lässt sie nicht.

      Da trifft IHMO(besonders in Nordafrika) auch noch das nicht mögen zu. Alles was irgendwie auf die USA hinweist, ist da verpönt. Selbst Kleinigkeiten, wie ein installiertes Windows Locale en-US, stört die.

      ?Europa will nicht?, man mag sie nicht.

      Da habe ich in mehreren Ländern Afrikas etwas anderes erlebt. Dort steht Deutschland noch für Genauigkeit, Pünktlichkeit und Korrektheit. Nein Europa will irgendwie nicht. In der Republik Kongo kann man zum Beispiel eine Eisenbahnlinie bauen Pointe-Noire – Brazzaville(und weiter ins Land), wenn der Westen da so weitermacht, baut die China. Und es gibt da Dutzende Beispiele mehr. Nur die jeweils ehemaligen Kolonialmächte haben in ihren ehemaligen Kolonien oft schlechte Karten.

    79. Truvor schrieb am 10. Januar 2010 at 19:32 - Permalink

      @ Outlook #77

      Eine Weltgemeinschaft ist nur eine Illusion.
      In Wirklichkeit existiert sie nicht.

    80. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 19:37 - Permalink

      @Wolle 78

      “Nur die jeweils ehemaligen Kolonialmächte haben in ihren ehemaligen Kolonien oft schlechte Karten.”

      Das trifft den Nagel auf den Kopf. Die Deutschen pflegen teilweise über Touristen ihre Kriegerdenkmäler.

      Die Engländer müssen besonders verhasst sein.

      Kongo war franzosische Kolonie.

      Das “Brtische Finanzempire” hat natürlich auch kein Interesse an deutschen Sonderwegen.
      Die Franzosen auch nicht.
      So steht sich die EU selbst im Weg.
      Eben ein künstliches Gebilde.

    81. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 19:46 - Permalink

      @ Truvor 79

      O.K.
      Zweckgemeinschaften.

    82. TutnichtszurSache schrieb am 10. Januar 2010 at 19:54 - Permalink

      @ 77 Outlook

      Sobald der Dollar richtig abschmiert, ist für die USA nur noch die militärische Option möglich,
      die fast keiner will.

      Halten Sie dabei einen Staatsbankrott der USA für möglich bzw gar wahrscheinlich?

    83. Outlook schrieb am 10. Januar 2010 at 20:18 - Permalink

      @ TutnichtszurSache 82

      Ja.
      Aber erstrangig sind die Bürger pleite.
      Deshalb kann es in den USA auch zu einem Bürgerkrieg kommen, der eine militärische Qualität annimmt, da ein Großteil der US- Bürger Waffen besitzt.
      Und da sind Helmbarte und Armbrust die Ausnahme.

    84. Helga schrieb am 10. Januar 2010 at 21:07 - Permalink

      Sehr intgeressant, alles was ich hier gefunden habe. Danke für die Mitteilungen. Mich wundert aber,dass Nicolas Tesla nicht erwähnt ist. Seine Entwicklungen waren vor 70 Jahren. Sein Laboratorium und seine Unterlagen sind zerstört worden – doch bestimmt nicht wirklich. Ich habe gelesen und gehört, und wenn ich es auch nicht prüfen kann, halte ich es doch für möglich, dass es Lebenskomplexe gibt, die im Energiebereich völlig autark funktionieren. Dort soll Tesla-Technik in Anwendung sein. Es ist in der youtube-Serie Arrivle ausdrücklich gesagt worden, dass es noch eine Folge zu diesen Dingen geben wird. Das machte den Eindruck, dass über tatsächlich vorhandende Dinge informiert werden soll. Etwa Folge 48 wird in das lang angekündigt. Seit Teslas wissenschaftlicher Arbeit ist sehr viel Zeit vergangen.
      Ich gehe davon aus, dass uns viele interessante Sachen vorenthalten wurden. Ich kenne Leute, die sagen, dass revolutionäre Technologien fast reif sind, jedoch aus Selbstschutz diese Entwickler verborgen bleiben wollen. Hier wurde auch von Tesla-Technologien gesprochen, die im kleinen privaten Rahmen nach-geforscht und -entwickelt wurden auf der Grundlage irgendwie erlangter Schriftteile des Meisters.
      Also, so intelligent hier die Diskussion auch läuft, ich glaube, wir sollten andere Dinge nicht außer acht lassen. Es könnte ja sein, dass die ökonomischen Kämpfe, die als Auswirkung die Unterwerfung aller sozialen Werte bedeutet , möglicherweise wirklich zu kurz gesehen wird. Ich glaube, dass wir nicht daran vorbei kommen, unser gesamtes inneres und äußeres Gefüge komplett verändern zu müssen. Wie anders können wir sonst den Niederungen der inferioren Handlungsrichtung entkommen? Ich glaube einfach daran, egal ob das naiv ist oder was noch, dass dieses Endgame der Zusammenbruch der herkömmlichen und überkommenen politischen und ökonomischen Strukturen ist. Es wird allerorten so unglaublich viel Energie mit Grabenkämpfen verloren, die für menschlich glückliches Leben weitaus besser einzusetzen wären. Ich selbst benutze ein Bio-Resonanzgerät, mit Erfolg, durch das ich feststellen kann, dass Freie Energie genutzt werden kann.
      Noch etwas. Ich selbst gehe von einer theistischen Welt aus, bitte nicht zu verstehen mit dem Weltbild der Kirche oder ähnlichen Institutionen. Daher betrachte ich die gesellschaftlichen Geschehnisse immer auch aus der Sicht, dass die Zeit des Bewußtseins der Macht zu Ende gehen soll, so formuliert das die Maya-Idee, und das das Zeitalter des Bewußtseins beginnt. So gesehen. Die Darlegung der Moslem in der Serie Arrivle, läßt auch das Bild aufkommen, dass unweigerlich die Dinge in unserer Zeit so passieren müssen, wie wir es erfahren. Deren Sicht paßt ganz gut zu den Ereignissen in Jerusalem. Das könnte auch ein Schlüssel für die Ausrichtung der USA sein, die stark dorthin ausgerichtet sind und das enorme Kräfte ihrer Aufmerksamkeit bindet. Afrika hat mit den dort genannten Zielen vordergründig nichts zu tun.
      Es ist ja auch eigentlich nicht zu fassen, wie äußerst mittelmäßig Politiker sind. Ich hatte heute großartige Äußerungen zu den Sarrazin-Dummheiten seiner Politik-Freunde gelesen. Hochnotpeinlich. Denn sehr dumm für sie gelaufen, dass sich ein Gutachter gefunden hat, der kraft seines Status diesem Sarrazin Rassismus bescheinigt hat. Und genau dazu haben seine Freunde und wer sich noch alles bekannt hat, Beifall geklatscht. Dass sie nur Marionetten sind, liegt auf der Hand. Doch wer hat die Fäden. Und vielleicht, ist es so, dass die Machenschaften nach altem Muster am Ende sind. Ich frage mich schon, wie totale Veränderung gehen soll, da in Europa die Masse nur Ruhe und Futter und ´n bißchen Wohlstand will, erst recht auch die Menschen Asiens und sich für Bewußtsein kaum einer interessieren möchte. Aber ich weiß es nicht. Stagnation kann sich nicht ewig halten, das ist gegen die Natur. Letztlich ist alles eine Energiefrage und so viele Menschen sind umklammert in ihrer Existenz. Rom ging auch unter. Und die fetten Jahre hatten nicht glücklich gemacht. Vielleicht eröffnet sich uns ja ein inneres Wissen davon, dass wir etwas ganz anderes sind, als wir bisher meinten? Und dann kommt das mit dem Paradigmenwechsel? Und dann vielleicht auch, na klar geht das, das muss existieren als Möglichkeit – Energie für alle, ohne Konzerne? Vielleicht bröckelt alles, dass eine Gemeinschaft zur gegenseitigen Förderung und Kooperation ohne Engsinnigkeiten und Ideologien endlich entstehen kann? Ich fänd es schade, wenn das ganze Theater und seine Grausamkeiten immer nur weitergehen würde. Das macht keinen Spaß. Das Theater zu erkennen gewissermaßen wohl, aber das wiegt den gewaltigen Scheiß dann doch nicht auf. Und Freiheit, so etwas wunderbares und wichtiges, würde mehr und mehr versinken. Und das wieder kann ich mir nicht vorstellen. Am Ende sind Super-Mächtige in all dem Scheißspiel auch nicht mehr frei.

    85. samuiman schrieb am 10. Januar 2010 at 22:17 - Permalink

      schaut Euch dochmal das Interview von Engdahl an und überlegt, wenn dies stimmen würde, was die Konsequenzen wären ;-) lg samuiman

      http://www.wahrheiten.org/blog/oel-luege/

      oder hier : http://www.dailymotion.com/video/k4ZT5t3Xiwq5JvPgOo

    86. Sukram71 schrieb am 10. Januar 2010 at 23:30 - Permalink

      Klasse, dass dein Blog jetzt auch ne mobile Ansicht hat.
      Mein Palm Pre zeigt zwar auch die große Seiten an, aber die mobile Ansicht ist um einiges praktischer und schneller geladen.

      (Leider konnte ich aber eben von unterwegs, im türkischen Döner-Restaurant in Köln Ehrenfeld, keinen Kommentar abgeben. Das hat irgendwie nicht geklappt. Vielleicht lags aber auch an O2.)

    87. Sukram71 schrieb am 10. Januar 2010 at 23:53 - Permalink

      schaut Euch dochmal das Interview von Engdahl an und überlegt, wenn dies stimmen würde, was die Konsequenzen wären ;-) lg samuiman

      http://www.wahrheiten.org/blog/oel-luege/

      Irgendwie bin ich bei Texten, bei denen in jedem 2. Satz das Wort “Lüge” vorkommt etwas skeptisch. Und dann noch “Wahrheiten”, “Ausbeutung”, “muss”, OMFG! :)

      Ansonsten sind Theorien zur abiotischen Entstehung von Erdöl ein alter Hut (50er Jahre). Das steht schon lange bei Wikipedia zum Thema Erdöl. Welche Konsequenzen das hätte, hängt davon ab, wie lange die Entstehung dauert.
      Ich schätze mal, egal was stimmt, das ändert gar nix. Weil in unter 500-5000 Jahren liefe sowas sicher nicht in nennenswerten Mengen ab, weil sonst wäre die millionen Jahre alte Erde vermutlich komplett von Öl überschwemmt und durchtränkt. :D

    88. Outlook schrieb am 11. Januar 2010 at 08:25 - Permalink

      Kein ?Pfund Fleisch” für die Banker!
      Wettlauf mit der Zeit in den USA!

      http://www.bueso.de/artikel/kein-pfund-fleisch-fur-banker-wettlauf-mit-zeit-usa

      Auch wenn in diesem Blog schon mal gebrandmarkt wurde, weil ich einen BÜSO-Artikel reingesetzt habe, tue ich es wieder.
      Die Fakten sprechen für sich und tangieren das Thema voll!!!!

    89. Unwissender schrieb am 11. Januar 2010 at 09:39 - Permalink

      China, Iran, gewinner?

      Russland “neutral”?

      Der Westen (Europa, USA) verlierer?

      Hmm, lieber Herr Spiegelfechter, da wäre ich mir nicht so sicher!

      Es ist richtig, das sich China, Russland, die regionalen Mächte (Iran, Pakistan?, Indien?) noch näher (auch geschäftlich) zusammenrücken. Aber: ist das nicht gerade von den USA beabsichtigt? :)

      Die Amis wissen, dass sie vermutlich das Gebiet nicht vollständig kontrollieren können, deshalb haben sie für einen anhaltenden Chaos gesorgt, damit die “Partner für den Frieden” nicht ungestört ihren Geschäften nachgehen können. Und nicht zu vergessen, dass den Iran das selbe Schicksal ereilen kann wie den Irak!
      Ach ja, und haben die neuen “Gewinner” des “Small (!!) Game” nicht gegensätzliche Interessen?

      Ausserdem haben noch ein kleines aber wichtiges Detail außer Acht gelassen, lieber Herr Spiegelfechter. Wo haben die Amis ihren neuen Sandkasten?

      Richtig!
      In Jemen!!
      Und was wollen die Amis in Jemen?
      Für “Ordnung” sorgen? “Demokratie” aufbauen?

      Richtig!
      Man rückt den Saudis näher auf die Pelle!
      Aber ist das alles?

      Riiichtiiiig!!
      AFRIKA LIEGT VOR DER TÜR!! Aber da gibt es noch etwas….

      RIIICCHHHTTTIIIGGG!!!
      Jemen liegt am Golf von Aden und Rotem Meer, also genau da wo all die Schifflein mit all ihren wertvollen (und weniger wertvollen; sprich KIK-Kleidung ;) ) Waren zwischen Europa und Asien pendeln!!
      Süß, nicht!? Und das tolle ist; all die Ami-Kriegschiffe und Soldaten sind schon da! Das heißt: die Amis brauchen nur richtig Radau machen, und schon wird der Warenfluß zwischen Europa und Asien behindert und zwar kräftig!

      Also kommen wir zu den Ausgangspunkt zurück: wer ist der Verlierer? Nun mit Sicherheit NICHT die USA!
      Europa ist es. China auch. Aber vor allem Deutschland. Dass Deutschland seit seiner Wiedervereinigung und Öffnung des sog. Ostblocks sich wieder auf seine Wilhelmistische Wurzeln besinnt, haben die Amis schnell erkannt. Ich meine; es reicht doch wenn sich Amerika mit Russland und China und vielleicht noch Indien herumschlägt – es muss doch aber nicht noch einer dazu kommen, oder? ;)

      Also; das “Great Game” war es nicht, was “verloren” wurde, lieber Herr Spiegelfechter.
      Das Great Game ist die Kontrolle ALLER Ressourcen in der Welt – dieses Spiel ist noch nicht entschieden und es wird wohl nicht zu entscheiden sein.

      Grüße

      Unwissender

      P.S.: Sollte dieser Artikel Ihnen arrogant oder besserwisserisch vorkommen, so ist das nur ein Missverständnis. Wer Fehler findet, kann sie behalten! ;)

    90. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 11:20 - Permalink

      @Sukram71

      Mein Palm Pre zeigt zwar auch die große Seiten an, aber die mobile Ansicht ist um einiges praktischer und schneller geladen.

      Sag mir mal bitte, ob der “Fehler” sich gegeben hat – interessiert mich, da ich nur auf dem iPhone testen kann ;-)

    91. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 11:25 - Permalink

      @Tutnichtszur Sache

      Wenn die These der ölhungrigen USA stimmen sollte, die mit allen Mitteln die letzten großen Ölreserven an sich bringen will stimmen sollte, warum riskiert man in einem furchtbar teurem Krieg den entgültigen Kollaps? Was steht für die USA hier auf dem Spiel und wie dürfte hier die zukünftige Entwicklung aussehen?

      Die These des “Krieg für Öl” mag zwar beim Irak stimmen, bei Afghanistan stimmt sie nun einmal nicht. Öl ist nicht die einzige Triebfeder amerikanischer Außenpolitik. Die kindische Vorstellung, den American Way of Life zum internationalen Siegesmodell zu machen, ist m.E. die größte Antriebsfeder.

      Kann es sein, dass die gegenwärtige Politik gegenüber dem Iran hier ebenfalls reinpasst? Der Artikel hat ja beschrieben, dass der Iran ein wichtiges Land in Sachen Energiefragen ist. Möchte man Erdöl und Gas an den Indischen Ozian schaffen, so wird auch Afghanistan sehr wichtig. Ist hiermit der Druck zu erklären, der gegenwärtig auf den Iran ausgebaut wird?

      Nein – die These, Iran solle in dieser Form isoliert werden, ist und bleibt falsch. Ohne die iranischen Exporte würde zu allererst der Preis für Öl steigen, was der amerikanischen und vor allem europäischen Volkswirtschaft den Todesstoss versetzten würde.

    92. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 11:35 - Permalink

      @70 almabu

      Von der Hypothese ausgehend, dass der Westen und die USA das ?Great Game? verloren haben, ist die Lage auf der Welt dadurch sicherer oder unsicherer geworden?

      Weder noch – es kommt wohl vor allem darauf an, wie der Westen mit diesem Einflussverlust umgeht.

      Wird der Westen, der von der Ausbeutung der Welt seit mindestens 500 Jahren lebt und seine einstige Überlegenheit ableitet, mit einem Winseln in der Geschichte verschwinden, oder wird er alles auf eine Karte setzen das Spiel noch einmal zu drehen?

      Na ja – der Westen verschwindet ja nicht aus der Geschichte, er muss sich nur von der Rolle des Primus inter pares in einigen Jahrzehnten verabschieden.

      Das würde eine Art Dritter Weltkrieg mit Ziel Zentralasien bedeuten. Ist so ein Szenario denkbar, realistisch, womöglich wahrscheinlich?

      Nein, da jede militärische Konfontration mit China dem Westen das ökonomische Rückgrat brechen würde. Mit Russland kann der Westen sich ebenfalls nicht anlegen.

      Ist es überhaupt denkbar, dass die USA plötzlich ihre seit über zweihundert Jahren aggressive, vorwiegend auf Kriegen basierende, Außenpolitik ändern, hin zu friedlichen Methoden?

      Das muss ja nicht sein – im Kalten Krieg gab es ja auch Agressivität en masse, ohne dass es zu direkten Kriegen zwischen den Blöcken gekommen wäre.

      Was hätten die USA und der gesamte Westen zu erwarten, wenn sie in einer globalen Auseinandersetzung ?Zweiter Sieger? werden würden?

      Nicht viel – letztlich ist es gar nicht so wichtig, wer Energien “kontrollier”. Viel wichtiger ist es, sie bezahlen zu können.

      Die ganze militärische Hightec, dieses ?wunderschöne Geschäft?, beruht doch auf dem Grundgedanken der Schonung der Ressource Mensch.

      Es beruht vor allem auf der Einsicht, dass man dem eigenen Volk nur noch schwer eigene(!) Opfer verkaufen kann.

      Wenn eine Rakete oder ein Cruise Missile einen Flugzeugträger mit 90 Jets und 6.000 Menschen versenken und die ganze Carrier Group von Begleitschiffen, Zerstörern, U-Booten, Tankern, etc., obsolet machen kann, wir sprechen dann von einer Wertevernichtung größer 10 Milliarden ? im Bruchteil einer Sekunde, dann ist die Rüstungsindustrie ans Ende einer Sau teuren Sackgasse gelangt.

      Ja und nein – die Flugzeugträgerdoktrin basiert ja auf der Annahme, weltweit schlagkräftig präsent zu sein, ohne Landbasen haben zu müssen. Die Flugzeugträgergruppen sind – wenn überhaupt – nur von Big Playern wie Russland oder – mit Einschränkungen – China bedroht. Damit können die USA sehr gut leben.

      Selbstmordattentäter führen uns dies immer wieder deutlich vor Augen!

      Sicher, aber eine Flugzeugträgergruppe ist gegen Selbstmordattentäter immun.

      Ein Provokateur in einem Flugzeug bringt die westliche Welt an den Rand einer Milliarden teuren Hysterie.

      Ah geh, wir werden doch hysterisch, wenn es im Winter einmal schneit ;-)

    93. David schrieb am 11. Januar 2010 at 11:38 - Permalink

      Sehr schöner Artikel, das Thema ist gerade sehr wichtig, wir befinden uns Mitten in einer Neuordnung der Welt. Als Ergänzung ist dieser Artikel sehr lesenswert:

      Warum das Öl die Welt regiert:

      Gruß
      David

    94. TutnichtszurSache schrieb am 11. Januar 2010 at 12:09 - Permalink

      @ Outlook + Spiegelfechter

      Danke für eure Ausführungen. Eine Frage hätte ich dann aber noch:

      Nein ? die These, Iran solle in dieser Form isoliert werden, ist und bleibt falsch. Ohne die iranischen Exporte würde zu allererst der Preis für Öl steigen, was der amerikanischen und vor allem europäischen Volkswirtschaft den Todesstoss versetzten würde.

      Welches Ziel verfolgen dann die Amerikaner deiner Meinung nach? Ist es der dauerhafte Einfluss im Nahen Osten? Nach der Öffnung des Iran für den American Way of Life sieht es meiner Meinung nach momentan ja nicht aus. Dafür wird jedenfalls gegenwärtig zu viel Hass geschürt und die Kosten hierfür sind extrem hoch. Momentan müssen die USA durch die FED ihre eigenen Staatsanleihen aufkaufen. Ohne diese Maßnahmen wären die USA praktisch pleite. Wie kann man also das Wohl seiner eigenen NAtion auf Spiel setzen, nur um den American Way of Life global durchzusetzen? Versteh mich bitte nicht falsch, das soll keine Kritik an deiner Aussage sein. Ich habe nur Probleme dem Gedankengang zu folgen, weil es für mich, wahrscheinlich aufgrund fehlender Kentnisse, schwer vorstellbar ist.

    95. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 12:27 - Permalink

      @Tutnichtszur Sache

      Welches Ziel verfolgen dann die Amerikaner deiner Meinung nach? Ist es der dauerhafte Einfluss im Nahen Osten?

      Jein – Iran ist eine der wenigen Nah-/Mittelostmächte, auf die die USA selbstverschuldet keinen Hebel haben. Das Machtspiel in der Ölregion am persischen Golf ist – nach Ausscheiden der Irakis – eher Saudi Arabien gegen Iran. Die USA würden es gerne sehen, wenn Saudi-Arabien Hegemon werden könnte. Auch die Interessen Israels spielen da eine Rolle. Saudi-Arabien hat kein Interesse daran, wenn Palästinenser und Hisbollah in der Region Rabattz machen, Iran verfolgt eigene – nicht immer stringente – Ziele.

      Ich glaube aber nicht, dass das oberste Ziel der Mais im Nahen Osten ein rein(!) geostrategisches ist. Ihnen geht es auch um Demokratie á la Amerika und die kulturelle Vormachtstellung des American Way of Life. Auf Demokratien haben die Amerikaner Einfluss, Demokratien haben offene Märkte und unterwerfen sich der Wallstreet. Spätestens seit dem Irak-Abenteuer wissen die USA es aber nur all zu gut, dass es auf absehbare Zeit in der Region keine zweite westliche Demokratie neben Israel geben wird.

      Nach der Öffnung des Iran für den American Way of Life sieht es momentan ja nicht aus.

      Eben – und das fuchst die NeoCons ganz gewaltig.

      Momentan müssen die USA durch die FED ihre eigenen Staatsanleihen aufkaufen. Ohne diese Maßnahmen wären die USA praktisch pleite.

      Ach was ;-)

      Sie müssten “nur” mit dem Preis runtergehen, d.h. den Zinssatz erhöhen. Das wäre zwar langfristig teuer, aber pleite sind die USA noch laaaange nicht. Da stehen Japan und GB viel schlechter da.

      Wie kann man also das Wohl seiner eigenen NAtion auf Spiel setzen, nur um den American Way of Life global durchzusetzen?

      Nun ja – die Amis sehen aber nicht, dass sie das Wohl ihrer Nation aufs Spiel setzen.

      Da gibt es übrigens historisch einige Parallelen. Schau Dir mal den Zusammenbruch des Habsburger Weltreiches an. Sie hatten zwar die “Goldmine” Amerika, verwuselten sich aber dafür durch großmännische militärische und ökonomische Abenteuer in Europa und gingen letztendlich sogar in Staatsbankrott. Die “neue” Macht England und der aufsteigende Nationalstaat Frankreich schlüpften in die Lücke. China und die EU werden die Lücke, die die USA hinterlassen, ebenfalls schließen – hoffentlich ohne Reibungswärme.

      Versteh mich bitte nicht falsch, das soll keine Kritik an deiner Aussage sein. Ich habe nur Probleme dem Gedankengang zu folgen, weil es für mich, wahrscheinlich aufgrund fehlender Kentnisse, schwer vorstellbar ist.

      Da geht es weniger um Kenntnis, als mehr um Interpretation. Das ist ja das Schöne an der Geostrategie ;-)

      Ich bin volkswirtschatlich vorbelastet und sehr von Paul Kennedy beeinflusst. Da interpretiert man das Weltgeschehen sicherlich anders, als wenn eine andere “Schule” hatte.

    96. TutnichtszurSache schrieb am 11. Januar 2010 at 13:10 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Das macht alles wahrlich Sinn und eine solche Aufklärung tut immer gut :-)

      Sie müssten ?nur? mit dem Preis runtergehen, d.h. den Zinssatz erhöhen. Das wäre zwar langfristig teuer, aber pleite sind die USA noch laaaange nicht. Da stehen Japan und GB viel schlechter da.

      Was heißt in diesem Zusammenhang noch laaaange nicht? Die USA hat, relativ zum BIP gesehen, eine vergleichweise niedrige Verschuldung. Im Vergleich zu Japan sitzen die USA auf den ersten Blick fest im Sattel. Das Besondere ist hier jedoch, dass die einfachen US Bürger maßlos überschuldet sind. Sollte die USA nun die Zinssätze für Staatsanleihen anheben, so müssten sie die Steuern erhöhen, wofür aber durch das Abflachen der Kaufkraft in Verbindung mit der Überschuldung der US-Bürger, kaum bzw kein Spielraum mehr da ist. Da ja die US im höchsten Maße Konsumabhängig sind, müsste hier zwangsweise die Wirtschaft zusammenbrechen, oder? Zumindest könnten die jetzigen Schulden niemals zurückbezahlt werden, was auch die USA in ihrer Wettbewerbsfähigkeit massiv einschränken würde. Das Handelsbilanzdefizit der USA kann ja ebenfalls nicht ewig größer werden und förmlich explodieren. Irgendwann muss ja Schluss sein.

      Die Parallelen zum Habsburger Weltreich werde ich mir durchlesen. Gerade im Zusammenhang mit den USA, scheint dies mehr als nur interessant zu sein!

    97. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 13:13 - Permalink

      @72 schub

      Bitte erläutere ?Der Mohr hat seine Schuldigkeit getan und kann gehen?

      Shell und Exxon operieren die Gasgewinnung in Sachalin und nehmen einen großen Anteil am Gewinn mit. Natürlich hat Russland an den Gesellschaften die Mehrheit und somit ?das sagen? und diese Tatsache finde ich auch vollkommen richtig. Trotzdem wäre Gazprom ziemlich aufgeschmissen wenn die beiden Konzerne da schlagartig rausgehen würden.

      Da zitiere ich mich doch mal selbst:

      Die Staatskonzerne gehen mittlerweile ebenso robust zur Sache, wie einst die westlichen Multis. Der Staat Kasachstan strengte 2005 gegen den kanadischen Konzern PetroKazakhstan ein Antikorruptionsverfahren an und klagte wegen Nichteinhaltung der Umweltauflagen. Die Kanadier gaben entnervt auf und [extern] verkauften den Konzern für über 4 Mrd. US$ an den chinesische Staatskonzern CNPC. Kurz darauf verkündete China mit Kasachstan militärisch und wirtschaftlich verstärkt zu kooperieren.

      [...]

      Die größte ?feindliche? [extern] Übernahme eines Förderprojektes stellt wohl das russische Sachalin II Feld dar. Das 20 Mrd. US$ Projekt wurde im Jahre 1994 unter dem russischen Präsidenten Jelzin nach alter westlicher Sitte abgeschlossen. Ein internationales Konsortium unter der Leitung von Shell wurde im Steuerparadies Bermudas gegründet, und der russische Staat hätte den ersten Rubel aus diesem Geschäft erst gesehen, wenn das Konsortium seine Investitionen wieder reingeholt hätte.

      Als Shell die Investitionen 2005 neu schätzen ließ und sie anstatt mit 10 plötzlich mit 20 Mrd. US$ bezifferte, platzte Präsident Putin der Kragen. Urplötzlich entdeckte man Verstöße gegen Umweltrichtlinien und verklagte das Konsortium auf 30 Mrd. US$ Strafe. Shell musste einlenken und trat die Mehrheit an dem Förderprojekt an den Staatskonzern Gazprom ab ? damit waren, so Putin, auch die Umweltfragen beigelegt. Shell-Chef van der Veer, in der Branche als harter Hund bekannt, machte gute Miene zum bösen Spiel und dankte Putin für seine gute Zusammenarbeit.

    98. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 13:14 - Permalink

      @Truvor

      Das größte Problem der Russen heute, besteht darin, daß sie zu wenige moderne Waffen (bzw. Ausrüstung) haben.

      Jein ? die russische Militärdoktrin war und ist vor allem durch den Umstand bedingt, dass der Staat sich keinen ?Full-Scale-Rüstungswettlauf? leisten kann. Daher hat man sich auf Techniken konzentriert, die den Amerikanern an deren Schlüsselpositionen wehtun und die nicht so teuer sind. So hat Russland hochmoderne Antisschiffraketen, die aus einer Trägergruppe ohne große Probleme bleierne Enten machen können. Eigene Marinetechnik auf diesem Niveau hat Russland allerdings nicht. Russland ist eine atomar bewaffnete Regionalmacht ? die einzige Weltmacht ist und bleibt (mit Einschränkungen) die USA.

    99. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 13:14 - Permalink

      @85 samuiman

      schaut Euch dochmal das Interview von Engdahl an und überlegt, wenn dies stimmen würde, was die Konsequenzen wären ;-)

      a) Seiten, die ?Wahrheit? im Titel oder gar der URL haben, berichten selten die Wahrheit
      b) Engdahl scheint erkannt zu haben, dass sich VT-Bücher viel besser verkaufen, als seine ehemaligen seriösen Bücher. Ihm sei´s gegönnt.
      c) Die abiotische These ist keinesfalls neu, aber kaum relevant. Es geht letztlich nur darum, ob ? und wenn ja dann wo ? es noch Lagerstätten signifikanten Ausmaßes gibt. Der Umstand, dass die Entstehung Öl auch nach der abiotischen These sehr(!) lange braucht, macht Öl auch nach dieser These zu einem ?endlichen? Rohstoff.

    100. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 13:14 - Permalink

      @Unwissender

      Die Amis wissen, dass sie vermutlich das Gebiet nicht vollständig kontrollieren können, deshalb haben sie für einen anhaltenden Chaos gesorgt, damit die ?Partner für den Frieden? nicht ungestört ihren Geschäften nachgehen können. Und nicht zu vergessen, dass den Iran das selbe Schicksal ereilen kann wie den Irak!

      Oft gehört, nie überzeugt. Das ist doch Quark ? die einzige Gruppe, die dadurch faktisch Nachteile hat, sind die USA und die EU. China und Russland freuten, freuen und werden sich noch ein Loch in den Bauch freuen, da sie ganz prächtige Geschäfte mit allen Staaten der Region (inkl. Irak!) machen.

      Ausserdem haben noch ein kleines aber wichtiges Detail außer Acht gelassen, lieber Herr Spiegelfechter. Wo haben die Amis ihren neuen Sandkasten?

      Richtig!
      In Jemen!!
      Und was wollen die Amis in Jemen?
      Für ?Ordnung? sorgen? ?Demokratie? aufbauen?

      Jemen ist so wichtig, wie ein Furunkel am Arsch. Der Staat hat allenfalls geostrategische Bedeutung, weil man von seinem Gebiet aus die Schifffahrt auf der Suez-Route ein wenig ärgern kann ? das war´s.

      Man rückt den Saudis näher auf die Pelle!
      Aber ist das alles?

      Ach watt ? was will der Westen bei den Saudis? Die verkaufen seit jeher an den Meistbietenden.

      Jemen liegt am Golf von Aden und Rotem Meer, also genau da wo all die Schifflein mit all ihren wertvollen (und weniger wertvollen; sprich KIK-Kleidung ;) )

      Und? Sollen die Amis die KIK-Frachter mit Raketlein beschießen? Wenn sie den Suez-Kanal dich machen wollten, könnten sie das schon jetzt ohne Probleme. Aber warum?

      Waren zwischen Europa und Asien pendeln!!

      Und?

      Süß, nicht!? Und das tolle ist; all die Ami-Kriegschiffe und Soldaten sind schon da! Das heißt: die Amis brauchen nur richtig Radau machen, und schon wird der Warenfluß zwischen Europa und Asien behindert und zwar kräftig!

      Klar ? das konnten sie aber schon immer. Nur warum sollten sie?
      Die Straße von Malakka ist da übrigens wesentlich relevanter.

      Also kommen wir zu den Ausgangspunkt zurück: wer ist der Verlierer? Nun mit Sicherheit NICHT die USA!
      Europa ist es. China auch.

      So so ;-)

      Das Great Game ist die Kontrolle ALLER Ressourcen in der Welt ? dieses Spiel ist noch nicht entschieden und es wird wohl nicht zu entscheiden sein.

      nö

      Wer Fehler findet, kann sie behalten! ;)

      Das hast Du Dir so gedacht ;-)

    101. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 13:33 - Permalink

      @Tutnichszur Sache

      Die USA hat, relativ zum BIP gesehen, eine vergleichweise niedrige Verschuldung. Im Vergleich zu Japan sitzen die USA auf den ersten Blick fest im Sattel. Das Besondere ist hier jedoch, dass die einfachen US Bürger maßlos überschuldet sind. Sollte die USA nun die Zinssätze für Staatsanleihen anheben, so müssten sie die Steuern erhöhen, wofür aber durch das Abflachen der Kaufkraft in Verbindung mit der Überschuldung der US-Bürger, kaum bzw kein Spielraum mehr da ist.

      Wenn diese Entwicklung denn eintreten würde, wäre wohl eine steigende Inflation die Folge. Der Wert der Schulden würde sich dann dem Zinsniveau anpassen.

      Da ja die US im höchsten Maße Konsumabhängig sind, müsste hier zwangsweise die Wirtschaft zusammenbrechen, oder?

      Deshalb wird es auch nicht so weit kommen – auch China und die EU haben daran kein Interesse. Lieber die Schulden “abschreiben” als den golddukatenscheißenden Esel schlachten.

      Zumindest könnten die jetzigen Schulden niemals zurückbezahlt werden, was auch die USA in ihrer Wettbewerbsfähigkeit massiv einschränken würde

      Das würde ich noch nicht einmal so arg sehen, da die Privat- und die Staatsverschuldung auch in den USA zum großen Teil immer noch von der eigenen Bevölkerung gehalten wird. Der werktätige Amerikaner leiht dem Staat (und seinen Kollegen und sich selbst ;-)) Geld aus seinen Pensionsrücklagen. Das ist Kapitalismus pur – die Wirtschaft der Zukunft wird jetzt schon vorweggenommen. Natürlich geht das nicht gut, die USA werden sich auf magere Zeiten einstellen müssen. Aber ein Bankrott steht m.E. nicht vor der Tür.

      Das Handelsbilanzdefizit der USA kann ja ebenfalls nicht ewig größer werden und förmlich explodieren. Irgendwann muss ja Schluss sein.

      Wenn der Dollar sinkt, sinkt auch das Handelsbilanzdefizit.

    102. Outlook schrieb am 11. Januar 2010 at 16:22 - Permalink

      @Spiegelfechter 92 und @TutnichtszurSache

      ?Na ja ? der Westen verschwindet ja nicht aus der Geschichte, er muss sich nur von der Rolle des Primus inter pares in einigen Jahrzehnten verabschieden.?
      Ich bin an Hand der Faktenlage überzeugt, dass in den nächsten fünf Jahren dieser Fall schon eintritt.
      Das hängt sehr davon ab, wie der Crash der nächsten Derivatenblase verläuft, und wie sich im Anschluss die Rohstofflieferanten gegenüber dem Westen verhalten werden.

      Diese Zahlen sind eindeutig:
      ?Nach Zahlen des amerikanischen ?Comptroller of Currency? betrug der Nominalwert der Derivatkontrakte von US-Banken im 3. Quartal 2009 $204 Billionen. Das ist das 14-fache des amerikanischen BIP. Im Juni 2007 waren es ?nur? $152 Billionen. 97% dieser Kontrakte werden von den fünf größten US-Banken gehalten: JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, Citibank und Wells Fargo.?
      http://www.bueso.de/news/derivatenblase-steht-vor-nachsten-krach

      Nach Auflösung dieser Zahlen(egal wie), hat der Greenback meiner Meinung nach ausgedient.

      Der Mackinder-Traum

      Die USA haben ab 1989 begonnen, den Mackinder Traum, die Full Spectrum Dominace (Überlegenheit auf breiter Front) global umzusetzen. Dazu bedarf es der eurasischen Landmasse mit
      seinen enormen Rohstoffen und der Bevölkerung als Konsumenten.

      Das bedeutete primär, die russischen Atomraketen auszuschalten.

      Das war nur möglich, wenn das Land politisch, ökonomisch und politisch destabilisiert und isoliert wird. Alles war darauf ausgerichtet, Russland als ein funktionierendes Staatswesen zu vernichten.
      Alle geopolitischen Aktivitäten der USA wurden auf dieses Endziel ausgerichtet.
      Installierung einer Marionetten-Regierung in Russland.
      Der Fall Chorodowski und Litwinenko, der Irak, Iran, Afghanistam etc.sind hier im Kontext zu sehen.
      Es wäre fast gelungen.

      Nun kam aber der “böse” KGB- Putin.
      Russland benötigte sichere Energie-Absatzmärkte, die nicht durch die USA kontrolliert wurden, um seine angeschlagene Wirtschaft wieder auf die Beine zu bringen. China war der geeignete Partner.

      Diese Partnerschaft wurde durch die USA als Keimzelle des ?neuen Kalten Krieg? bezeichnet.
      Daraus ist SCO entstanden und ein neuer Zustand der gegenseitigen militärischen Abschreckung, mit dem Vorteil, dass die SCO im Besitz enormer Energiereserven ist.

      Der entscheidende Kasus:

      Das russische Verteidigungsministerium berichte im Januar 2006, dass es über 927 atomare Trägersysteme und 4279 atomare Sprengköpfe verfüge, wohingegen die USA 1255 Trägersysteme und 5966 Sprengköpfe besäßen.
      An diesen gewaltigen ?Overkill? reichen keine zwei anderen Mächte der Erde auch nur annähernd.

      Dieses Potential steht nun auch der SCO als Schutzschild zur Verfügung.
      Die Russen testeten im April 2006 K65M-R-Rakete, eine ganz neu entwickelte Waffe.
      Die U-Boot gestützte Variante ?Bulawa? ist noch in der Erprobung.

      Dieses russische atomare Potential sollte platt gemacht werden.

      Ich betrachte die Russen gegenwärtig als die, die aus ihrer Geschichte gelernt haben, insbesondere was ihre Geo-Politik betrifft.

      Die Russen werden ihr Territorium in Zukunft asymmetrisch verteidigen.
      Z.b. mit der ?Sunburn?
      http://de.wikipedia.org/wiki/SS-N-22_Sunburn
      http://warfare.ru/?lang=&linkid=1687&catid=263
      oder
      das russische “Shkval-Torpedo”
      http://de.wikipedia.org/wiki/Schkwal
      Die Chinesen sind ebenfalls im Besitz solcher Waffen. Die Iraner sollen Ähnliche haben.
      Wie SF schon schrieb, keine guten Aussichten für die Navy.

      Russland ist es gelungen, den Zustand der gegenseitigen Abschreckung wieder herzustellen und hat sich gleichzeitig als Energie-Supermacht entwickelt.
      Und das an der Seite der kommenden Welt-Wirtschaftsmacht China.

      Die USA sind, wie oben beschrieben, im Prinzip pleite.
      Den Zeitpunkt fürs “Pfandhaus” werden andere bestimmen.

      S.P. Q. R. ,
      Senatus Populus Que Romanus, dass römische Armee-Feldzeichen war auch ein Merkmal für Full Spectrum Dominace, aber in der Antike.

      Die verheerenden Waffen dürfen nicht zum Einsatz kommen.

    103. Unwissender schrieb am 11. Januar 2010 at 16:27 - Permalink

      Nun, wenn Sie überzeugt davon sind, dass Jemen absolut keine Bedeutung hat (geostrategische Bedeutung habe ich übrigens in meinem Kommentar angedeutet), und die Amis nur “endlich Demokratie im Jemen schaffen wollen”.
      Und dass es keinen Unterschied macht, ob ein Schiff von Asien nach Europa (oder umgekehrt) mehr Wochen braucht weil es nicht mehr den Suez-Kanal, das Rote Mee, Golf von Aden passieren kann, weil es da nur so von “Piraten” wimmelt (und die Amis sie nun persönlich bekämpfen müssen),
      Nun ja vielleicht irre ich mich.
      (Es hat ja auch keine Rolle für Deutschland gespielt, dass Opel nun doch nicht an Magna verkauft wurde)
      Die Zeit wird es zeigen.

      Grüße

    104. Spiegelfechter schrieb am 11. Januar 2010 at 16:42 - Permalink

      @Outlook

      Diese Zahlen sind eindeutig:
      ?Nach Zahlen des amerikanischen ?Comptroller of Currency? betrug der Nominalwert der Derivatkontrakte von US-Banken im 3. Quartal 2009 $204 Billionen. Das ist das 14-fache des amerikanischen BIP. Im Juni 2007 waren es ?nur? $152 Billionen. 97% dieser Kontrakte werden von den fünf größten US-Banken gehalten: JP Morgan, Goldman Sachs, Bank of America, Citibank und Wells Fargo.?

      Da würde ich mir keine allzu großen Sorgen machen

      a) Die Derivate werden zwar von den Banken gehalten, aber fast ausschließlich im Kundenauftrag
      b) Derivate sind Nullsummenspiele, d.h. es kann keinen Totalausfall gaben, da eine Partei immer ganz konkret mit einer anderen Partei einen Deal eingeht. Ein “Ausfall” ist übrigens oft durchaus geplant. Wenn ich mich als Exporteur gegen einen schwachen Dollar mit Derivaten absichere, verliere ich nun einmal meinen Einsatz, wenn der Dollar nicht schwächelt – und umgekehrt.

      Nach Auflösung dieser Zahlen(egal wie), hat der Greenback meiner Meinung nach ausgedient.

      Sollte das unwahrscheinlich Szenario eintreten, dass viele dieser Kontrakte aufgrund mangelnder Solvenz der Parteien nicht eingelöst werden können, betrifft dies beileibe nicht nur den Greenback.

      Der Mackinder-Traum

      ausgeträumt – schon lange ;-)

      Daraus ist SCO entstanden und ein neuer Zustand der gegenseitigen militärischen Abschreckung, mit dem Vorteil, dass die SCO im Besitz enormer Energiereserven ist.

      [...]

      Dieses Potential steht nun auch der SCO als Schutzschild zur Verfügung.

      Die SCO ist kein(!) Militärbündnis, sondern ein Kooperationsrahmen. Russische Atomraketen beschützen nur Russland und nicht China und schon gar nicht Iran.

    105. Outlook schrieb am 11. Januar 2010 at 17:41 - Permalink

      Deshalb ist der Iran noch kein Mitglied.

      ?In den SOZ-Dokumenten gilt der Kampf gegen die ?drei Übel” – Terrorismus, Extremismus und Separatismus – als die Hauptaufgabe. Ich würde ein weiteres ?Übel” hinzufügen – den illegalen Rauschgifthandel, der eine besondere Gefahr darstellt und die finanzielle Grundlage der ersten ?drei Übel” sichert. Wichtig ist, dass die SOZ die Möglichkeit bietet, gemeinsam auf Situationen zu reagieren, die Frieden, Stabilität und Sicherheit in der Region gefährden. Eine Steigerung der Effektivität der Organisation auf diesem Gebiet wäre ein realer Beitrag zum Widerstand gegen die regionalen und die globalen Herausforderungen im Interesse der internationalen Stabilität.?
      http://de.rian.ru/analysis/20070522/65588328.html

      Das hätte auch Bush für die NATO sagen können.

      Militärbündnis wurde natürlich für die SCO offiziell noch nie in den Mund genommen.
      Die SCO:
      http://wapedia.mobi/de/Shanghaier_Organisation_f%C3%BCr_Zusammenarbeit

      Der Westen sieht in der SCO ein Militärbündnis. Zumindest in seiner Ideologie.
      Real denke ich auch.

      Der Georgienkrieg war nicht ausreichend, die SCO zu mobilisieren. Putin hätte es gern gesehen.

      China und Russland haben schon Fragen der gegenseitigen Verteidigung diskutiert.
      Dieser Prozess begann zunehmend ab 2006.
      Die Rede Putins in München 2007 war das offizielle und nachhaltige Signal.
      Sagen wir so, die militärische Sicherheit der SCO wird durch die atomare Abschreckung der Russen gewährleistet.
      Lokal besitzt jedes Mitgliedsland seine Verteidigungsfähigkeit.
      Die Qualität ist wie in der NATO, sehr unterschiedlich.

    106. Jens schrieb am 11. Januar 2010 at 19:29 - Permalink

      @ Truvor

      wie gesagt halte es für sehr schwierig, die Entwicklung des Krimkrieges mit der des 20. Jh. zu vergleichen. Zwischen 1815 und 1853 liegen 38 Jahre, zwischen russischer Technik der 80er und heute liegen 20-25 in einer wesentlich dynamischeren Zeit. So unmodern war die russische Armee auch 1853 nicht, wie die Niederlage der türkischen Flotte bei Sinope zeigt, allerdings waren der technologische Unterschied zu Briten und Franzosen schon groß.

      @ Outlook 71

      Es ging mir nicht darum, die amerikanische Technologie zu verherrlichen oder russische Technologien zu unterschätzen. Aber einen Rüstungsetatunterschied von etwa 500 Milliarden Dollar muss man zur Kenntnis nehmen und die Schlussfolgerungen daraus ziehen. Ich denke das die russischen Waffenbauer meist sehr effektiv waren, aber momentan nicht die Mittel haben gleich zu ziehen.
      Es stimmt auch nicht, was in dem Link von Peter Ada geschrieben ist, dass der Westen immer die modernsten Flugzeuge hatte. Es gab Zeiten in denen die Russen/Sowjets fast schon überlegen zu nennende Konzepte hatten.

      Wie ich bereits geschrieben habe, sind die Russen momentan in der Lage ihr Land zu verteidigen, aber nicht mehr und nicht weniger! Darum geht es, aber in Zukunft weniger. Sie sind nicht in der Lage außerstaatliche Gebiete militärisch zu “behandeln” wie das die US-Militärmaschinerie derzeit kann. Gerade Flugzeugträger sind keine Waffen um die russische Marine zu bedrohen, vielmehr handelt es sich um Werkzeuge die vor Küsten der Dritten Welt Stärke zu zeigen und einsetzen. Sicherlich sind die Leistungsdaten der russischen Luftabwehrsysteme sehr beeindruckend, aber um in fremden Ländern agieren zu können, sind Su-34 und F-15S dann doch effektiver. Andersrum gefragt, wieviel Jagdbomber haben denn die Russen in Tschetschenien eingesetzt und wieviel Luftabwehrsysteme?

      Man kann es beschönigen, aber in Russland fehlt Kapital (und nicht Technologie) um mitzuhalten. Gerade bei teuren Teilstreitkräften wie Luftwaffe und der Marine ist das offensichtlich. Nicht zuletzt haben wohl deshalb die Russen seit 2008 ihren Etat erheblich erhöht.

    107. Truvor schrieb am 11. Januar 2010 at 20:34 - Permalink

      @ SF #98

      Ja, Du hast recht, aber die Atomwaffen würden (falls es zum großen Krieg kommen würde) als letztes Mittel zum Einsatz kommen.
      Die mögliche, künftige Gegner der Russen wären nicht nur die USA oder Chinesen, sondern auch andere Staaten, die keine Atomwaffen besitzen.
      Ein Riese, wie Russland braucht eine große Anzahl an modernen konventionellen Waffen, weil der Anteil an kampfähigen Bürgern zahlenmäßig gar nicht so groß ist.
      Die Zeiten als die Russen riesige Armeen aufbauen konnten sind schon längst vorbei.
      Um heute (oder in nächser Zukunft) gegen USA und besonders gegen China zu bestehen, braucht Russland eine große Anzahl an modernsten Waffen, um die fehlende Soldaten zu ersetzen.
      Ich bezweifle, daß die USA oder die Chinesen Russland jemals angreifen werden, aber die Amis könnten doch andere Länder (wie Georgien 2008) auf Russland hetzen.
      Russland besitzt tatsächlich hochmoderne und höchsteffektive Waffen, aber wie gesagt, ihre Anzahl ist im Augenblick nicht besonders groß.
      @ Outlook #102 hat Cruise Missile “Moskit” erwänt, es stimmt, diese Waffe ist höchst effektiv und die Amis könnten nicht viel gegen diese Waffe ausrichten, aber ihre Zahl ist, wie gesagt, nicht so groß.
      Russen haben auch solche Cruise Missiles wie: ” Granit “, ” Basalt “, “Medwedka” mit denen sie die ganze chinesische bzw. amerikanische Flotte versenken könnten, aber wie gesagt ………….. !
      Eine “Medwedka” (Medwedka ist eine Anti-U-Bootrakete) kann z.B. alleine ohne fremde Hilfe ein gegnerisches U-Boot entdecken und vernichten, dieses U-Boot hätte dann keine Chance dieser Rakete zu entkommen.
      “Granit” wird nicht als eine Rakete, sondern als ein Rudel von ca. 8-15 Raketen abgefeuert.
      Sie fiegen mit einer Überschallgeschwindigkeit, während des Fluges tauschen sie diverse Informationen aus.
      Wenn sie sich einem Schiffsverband nähern, befielt die Rakete-Kommandeur jeder einzelnen Rakete ihr jeweiliges, zugewiesenes Ziel zu treffen.
      Ist diese Waffe effektiv ?
      Jawohl, sie ist effektiv, aber sie haben nicht so viele “Granitraketen”.
      Wenn die Russen ruhig schlafen wollen, dann müssen sie die Zahl der moderner Waffen stark, sogar sehr, sehr drastisch ;-) erhöhen.
      Und Atomwaffen können nicht bei jeder Angelegenheit angesetzt werden, oder ?

    108. Truvor schrieb am 11. Januar 2010 at 21:25 - Permalink

      @ Outlook #102

      Bei Wikipedia steht: “Ein mögliches Einsatzgebiet des Schkwal -Torpedos ist die Abwehr feindlicher U-Boote”.
      Das stimmt nur teilweise, aber das ist sekundär.
      Der primäre Zweck des Torpedos ist ein Angriff bzw. eine Aggression.
      Schau doch die technische Daten dieses Torpedos an (welche Abwehr ?) und wende Dich an die Quellen des Entwicklers oder der russischen Militärs, dann vertehst Du, daß Wikipedia eine ein bißchen nicht so seriöse Quelle ist.

      PS. Meine Damen und Herren ;-)

      ich bitte Euch herzlichst mit Wikipedia etwas vorsichtiger umzugehen.
      Die Auslegungen dort (und dieser Satz da oben, über den Schkwal-Torpedo, ist eine Auslegung) sind in viele Fällen ziemlich dilettantisch und umstritten, daher, BITTE mit VORSICHT genießen ;-)

    109. Truvor schrieb am 11. Januar 2010 at 22:13 - Permalink

      @ Jens #106

      Ich habe nicht die Türken gemeint als ich den Krim-Krieg erwähnt hatte.
      Die Türken waren keine ernsthafte Gegner für die Russen.
      Die Franzosen und Briten waren (und sind) übrigens auch keine besonders gefährliche Gegner für die Russen, aber sie besaßen zu dieser Zeit Waffen, die zu der neuen Generation gehörten (z.B. Dampfpanzerschiffe, Fern-Artillerie etc.), deshalb waren die Russen im Nachteil.
      Die Franzosen (bei ihnen steckte noch im Blut die Erinnerung an die Niederlage von Napoleon) und Briten hätten nie gewagt Russland anzugreifen, wenn sie nicht gewußt hätten, daß russische Waffen absolut veraltet waren.
      Aber das war nicht der einzige Grund für den unglücklichen Verlauf des Krieges für die Russen.
      Es gab mehrere Gründe.
      Einer davon war, sie konnten nicht (regelmäßig und schnell) ihre Armee auf der Krim mit Waffen, Munition, Proviant etc. versorgen.
      Die russische Karavanen mußten Strecken von über 1000 Kilometer zurücklegen, die ständig von den beweglichen Partisaneneinheiten der Krim-Tataren angegriffen wurden.
      Um Dir von diesem Krieg zu erzählen, müßte ich hier ein ganzes Buch schreiben.
      Jens würde mich dafür sofort umbringen, obwohl er ein friedlicher und gütiger Mensch ist ;-)

    110. Outlook schrieb am 11. Januar 2010 at 22:23 - Permalink

      Selbstverständlich haben die Russen hervorragende und modernste Jagdflugzeuge.
      Die Inder wurden damit wiederholt Weltmeister gegenüber US-Maschinen bei entsprechenden Wettkämpfen in England.

      Es ging mir um den Vergleich der Anzahl.
      Sie haben auch die besseren Allwetter-Technologien -50 – +50 °C.
      Bei -15°C bleiben bei uns die Züge stehen.
      Die Bundeswehr mußte mit ihrer Gerätschaft in Afghanistan schmerzhafte Erfahrungen machen.

      Ein sibirischer Winter und ein eine heiße Steppe sind beste Voraussetzungen zur Allwettererprobung.
      Das ist wie mit den Doppelblindstudien bei Arzneien, wenn sie richtig gemacht werden.

      Zu den Ausgaben der Amis:

      Die USA müssen ca. 1000 ausländische Stützpunkte unterhalten.
      Das saugt sehr viel Geld auf. Die Römer sind an dieser Überdehnung kaputt gegengen.

      Die Russen werden ihre taktischen Waffen auf präzise und effektive Verteidigung umstellen.
      Das wird bis 2015 abgeshlossen sein.
      Dazu werden auch kleine Präzisionsatomwaffen gehören.

      Die globale atomare Abschreckung bleibt Kernbestandteil.

      Die Sicherung der Pipelines wird bei die Russen einen neuen technologien Quantensprung auslösen.
      Glonass wird hier eine zentrale Rolle spielen.

      Die Sicherung der Ostseepipeline ist ebenfalls eine maritime Herausforderung.
      Hier werden die Deutschen die Arbeitsweise der Russen kennenlernen.

      Ich glaube nicht, das es in erster! Linie eine Geldfrage bei den Russen ist, sondern die Fähigkeit, ihr technologisches Know How wieder hochzufahren.
      Das ist unter Gorbatschow und Jelzin richtig verkommen.
      Bis auf kleine Teilbereiche.

      Putin ist ein großer Stratege und ein Glücksfall für die Russen.
      Ich gehe davon aus, dass alles Notwendige heute schon zur Verfügung steht.
      Sicher kann es immer etwas mehr und besser sein.
      Die Forschungen wurden voll hochgefahren.
      Wenn den Amis der Dollar wegbricht, werden die Russen volle Fahrt aufgenommen haben.

      Den Russen sollte es besser gelingen, diesen Technologien auch einen volkswirtschaftlichen Gebrauchswert zu geben.

      Ansonsten können die Russen sehr effizient Waffen entwicklen.

      http://www.ausairpower.net/APA-Rus-Cruise-Missiles.html#mozTocId711630
      http://www.ausairpower.net/APA-Rus-GBU.html#mozTocId481832

    111. name schrieb am 11. Januar 2010 at 22:33 - Permalink

      @110

      Das römische Reich ist nicht wegen der Überdehnung in sich zusammen gebrochen, sondern weil die ökonomische Produktionsweise auf der dieses Imperium basierte, die Sklavereigesellschaft sich überlebt hatte, und ineffektiv geworden ist.

      Vergleichbar mit heute ist das nur insofern, als das die heutige Produktionsweise sich in einer ähnlichen Weise überlebt hat. Die Vereinigten Staaten haben seit 20 Jahren ihre gesamte Industrieproduktion militarisiert, um überhaupt noch eine kapitalistische Nachfrage und einen Innovationseffekt über die Form von gesamtstaatlich organisierten Kriegen (Kriegskeynianismus), jenseits der Spekulation generieren zu können.

      (das fängt bei der Binnenmilitarsierung der USA an und hört bei den Militärhilfen für andere Staaten rund um Globus auf)

      Die Situation ist aber heute auch da im Vergleich zu den früheren amerikanischen kriegskeynesianischen Projekten völlig anders, die wenigstens noch in der Lage waren, das komplett überflüssige / überschüssige amerikanische Humankapital in diese militarisierten Strukturen miteinbinden zu können.

      Das ist auch der entscheidene Punkt für alle heutige Kriege ohne deren Nachfrageeffekte die kapitalistische Produktionsweise schon längst völlig in sich zusammengebrochen wäre.

    112. Truvor schrieb am 11. Januar 2010 at 22:39 - Permalink

      @ Outlook #110

      Bin auch Deiner Meinung.
      In allen Punkten.
      Wo soll ich unterschreiben ? ;-)

    113. name schrieb am 11. Januar 2010 at 22:52 - Permalink

      Das Geschriebene gilt natürlich für alle daran beteiligten anderen kapitalistischen regionalen Großmächte wie Europa, Rußland und China.

      Kapitalismus ist Krieg und Krise,jenseits bürgerlicher Schachspielstrategien, die unter dem Stichwort Geopolitik verkauft werden.

    114. samuiman schrieb am 11. Januar 2010 at 23:10 - Permalink

      @ spiegelfechter :

      Du hast es immer noch nicht verstanden… bin kein Fan von “Wahrheiten”-Seiten , da war nur das Interview veröffentlicht… und ob Engdahl begriffen hat, dass mit Verschwörungstheorien besser Geld zu verdienen ist, lasse ich mal dahingestellt. Weder abiotische noch biotische Theorie läßt sich beweisen, bei allem geht es immer nur um Kohle und Macht ;-) und solange wir Idioten glauben, dass uns übermorgen das Öl ausgeht, akzeptieren wir die Abzocke an der Tankstelle und lassen uns den ganzen Klimascheiss verkaufen… bzw. zum Schutz desjenigen die entsprechenden Produkte (Haussanierungen, etc.) kaufen, womit wieder Reibach gemacht wird. Gleichzeitig sind wir “Gläubigen” bereit, Einschränk- ungen in allen Lebensbereichen zu akzeptieren (Flugscanner, Persönlichkeitsrecht, etc.) und sind somit immer schön beschäftigt, das Hirn mal zum Nachdenken zu benutzen. Und dies durchzieht alle Lebensbereiche.

      Schon mal auf den Gedanken gekommen, dass die USA all diese Kriege nur führen, um ihre einzig richtig produzierende Industrie mit Aufträgen zu versorgen ? Keiner ihrer bisher stattgefundenen Kriege sollte/wurde schnell beendet, das war weder im 2. WK, noch in Vietnam oder sonstwo anders… man beliefert alle Seiten und verdient somit am meisten und steht anschliessend wie Phoenix dar ;-).

      Und es geht immer nur ums Big Business, China und Russland wollen lediglich ein grösseres Stück vom vorhandenen Kuchen, Europa/USA werden ihn nicht freiwillig geben, der 3. WK läuft schon seit geraumer Zeit, nur findet er nicht mit Waffen statt, sondern in der Wirtschaft, bzw. im Finanzbereich…

      lg samuiman

    115. Truvor schrieb am 12. Januar 2010 at 01:58 - Permalink

      @ Outlook #110

      http://www.smh.com.au/opinion/politics/putin-marks-10-years-of-extraordinary-achievement-20100110-m0n1.html

      Ich traue meinen Augen nicht.
      Kommt dieser Artikel tatsächlich aus Australien ?
      Zwickt mich ;-)

    116. Sukram71 schrieb am 12. Januar 2010 at 08:51 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Sag mir mal bitte, ob der ?Fehler? sich gegeben hat ? interessiert mich, da ich nur auf dem iPhone testen kann ;-)

      Mit meinem Palm Pre kann ich in der mobilen Ansicht nicht kommentieren. Das wollte gestern wieder nicht klappen. Da wird dann nur publishing …, oder so, eingeblendet und dann tut sich nix mehr. Vermutlich liegts am Browser des Pre oder an O2.

      Dann muss ich auch von Unterwegs in der normalen Ansicht kommentieren. Das funktioniert nämlich, soweit ich mich erinnere. (Falls ich wirklich unbedingt auch noch vom Handy aus Kommentare schreiben muss. :D)

    117. Outlook schrieb am 12. Januar 2010 at 09:00 - Permalink

      @ Truvor 115

      Wird ähnlich bald in Deutschland kommen.
      Spätestens zum offiziellen Baubeginn von Nordstream.

      Hier werden bestimmt wieder Bilder von AK Schröder und Putin zu sehen sein, und viele Deutsche erst dann diese strategisches Partnerschaft begreifen.
      Dies wird auch zu einem ersten Offensivauftritt von Schröder in 2010 führen.
      Der kleine Deutschland-Winter jetzt, wird sein Übriges tun.

      Die Wendehälse werden natürlich auch nicht fehlen.
      Das wird sehr interessant zu beobachten sein.
      Ob man Merkel eine anerkennende Rolle zukommen lässt, wird sehr von Putin und Schröder abhängen.

      Der MP Tillich aus Sachsen war da sehr vorausschauend.
      Trotz einer masssiven Kampagne des Mainstream hat er Putin den Sächsischen Dankesorden überreicht.

      So weit wie ich weiß, reagiert Putin auf solche Gesten sehr isotherm.

    118. Outlook schrieb am 12. Januar 2010 at 09:44 - Permalink

      @Truvor

      Keine guten Aussichten für den Piplinetransit der Ukraine.

      Am Sonntag werden die Weichen neu gestellt.

      Geht die Stahl-und Chemiebranche der Ukraine in russische Hände?

      “Kein einziger Kunde in der Landwirtschaft wird heute ukrainische Produkte kaufen, weil sie teurer sind. Er wird russische Dünger bevorzugen, weil sie bei vergleichbarer Qualität deutlich billiger sind”, sagte Sokolowski.”
      http://de.rian.ru/business/20100111/124650368.html

      Ukrainischer Gasversorger Naftogas steht erneut vor Bankrott
      http://de.rian.ru/business/20100111/124645594.html

      Juschtschenko wird auch bald seinen Orden bekommen.

      Was wird demnächst mit den Balten passieren?
      Die EU kann sie nicht ewig “durchhalten”.

    119. samuiman schrieb am 12. Januar 2010 at 09:44 - Permalink

      und hier noch ein entsprechender Artikel für die, die China als grossen Gewinner im “Great Game” sehen :

      http://www.epochtimes.de/articles/2010/01/11/535804.html

      ist übrigens von einer chinesischen “Wirtschaftsexpertin” verfasst worden. Quintizenz : wo man auch hinschaut, nur Blasen… aber daran sind wir im Westen ja auch schon gewohnt… Beschiss, Bilanzierungsfälschung, etc. ist heute anscheinend überall Usus, ansonsten würde das Lügengebäude, das sich Kapitalismus nennt, schon morgen früh zusammenklappen :-) lg samuiman

    120. Outlook schrieb am 12. Januar 2010 at 21:22 - Permalink

      Die Chinesen brüsküren USA erneut mit militärischer Weltraumtechnologie

      Die Chinesen haben am Montag erfolgreich ihr neues orbitales(!!) Raketenabwehrsystem getestet.

      “Wir haben zwei geografisch getrennte Starts und eine Kollision außerhalb der Atmosphäre registriert”, sagte Pentagon-Sprecherin Maureen Schumann.
      http://de.rian.ru/safety/20100111/124645845.html

      Dieses System gleicht stark der russischen Raketenphilosophie.

      Der Test fand unmittelbar nach einem Waffendeal zwischen den USA und Taiwan statt.

      Die Zerstörung von Raketen in der mittleren Flugphase ist wesentlich.

      Vielleicht haben die Chinesen und die Russen ihr Raketenabwehrsystem schneller und wirkungsvoller aufgebaut als die NATO es für möglich hielt..

      PS.: Was die Chinesen hochschießen können, haben sie im wenentlichen von den Russen gelernt.

      Der Westen wird sich auf weitere Grande- Raketenspielchen einstellen müssen.

      Dazu ist auch die Aussage interessant:

      “Antiamerikanische Kräfte im deutschen Establishment setzen inzwischen sogar offen auf einen Pakt mit Russland.[9] Vor dem Hintergrund stark zunehmender deutsch-russischer Aktivitäten auf dem Feld der Außen- und Militärpolitik plädieren einflussreiche deutsche Außenpolitiker auch für eine Ausweitung der militärischen Kooperation mit Moskau. Russland sei “zu einer zweiten europäischen Sicherheitssäule” neben den Vereinigten Staaten aufzuwerten, fordern Regierungsberater.”
      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57712

      Alte Zweckbündnisse zerfallen zunehmend, und Neue entstehen.

    121. Outlook schrieb am 12. Januar 2010 at 21:34 - Permalink

      Russland fordert Nato zum Durchhalten auf – must read!!!

      http://www.faz.net/s/Rub0CCA23BC3D3C4C78914F85BED3B53F3C/Doc~EC9E66C3FD8514C14851C8F9F06E9227F~ATpl~Ecommon~Scontent.html?rss_googlenews

      Wer so schreibt, düpiert offensichtlich in diplomatischer Empathie.

      Das afghanische Stalingrad der NATO?

    122. Truvor schrieb am 12. Januar 2010 at 23:09 - Permalink

      @ Outlook #120

      “Dieses System gleicht stark der russischen Raketenphilosophie”.

      Jawohl, weil es sich hier um russische Raketentechnologie(n), samt russischer Wissenschaftler, handelt.

    123. Truvor schrieb am 13. Januar 2010 at 00:45 - Permalink

      Zum Thema: http://www.chaskor.ru/article/predely_rosta_135

    124. Helga schrieb am 13. Januar 2010 at 11:35 - Permalink

      Danke für alle Informationen. Spannender Disput. Doch wie weit reicht unser Überblick wirklich? SF nutzt ein Lehrkonzept. Konzepte. Immerhin befriedigen sie bei Betrachtung und Informationsverarbeitung. Doch Konzepte sind Konzepte. Taugen sie, um den Weg aus der Misere zu finden? Und ist´s nicht das, worum es uns genau genommen geht? Ich wiederhole aus dem Film bleep, 1, Teil: Es gibt unendliche Möglichkeiten, und wir wählen immer die gleichen. Inzwischen ist das aber völlig unangebracht, weil die Krise gewaltig ist. Und – nicht die Krise ist das schlimmste, sondern weiter zu machen, in den alten Mustern.

      Wenn ein Mensch sehr krank geworden ist, hängt seine Prognose entscheidend davon ab, ob er einen echten Sinn sieht und zu radikalen Änderungen in seinem Leben bereit ist. Geht es der menschlichen Gesellschaft anders? Wirtschaftswachstum ist im Kreislauf von Gier und Machtwahn zu Irrsinn geworden; völlig getrennt, ohne Beziehung zur Gesamt-Welt und zum Gesamt-Sein. Eben Irrsinn.

      Ideologie ´Wandel durch Handel´, ist nur ein Mythos, und der ist abgelaufen. Kriegsgewirbel für die Wirtschaft, wie die amerikanische Militärindustrie, ist keine Lösung für eine Zukunft. Ich finde zudem schlüssig, dass hinter Krieg und Wirtschaft und Finanzpoker noch tiefer etwas liegen muss, das in dieser Gesprächsrunde nicht beachtet ist. S. Blutlinien.Wie auch immer: Wenn eine neue, lebensfreudige Spielart, eine für das Wohl der Menschheit nach dem End Game entstehen soll, dann bestimmt keine, die intellektuell entworfen wird, oberflächlich ist, nicht unser Innerstes einbezieht, ein neuer Reformverschnitt – irgendwelche Kompromisse aus dem bisherigen. Wenn die Fahrt nicht nach irgendwelchen Zeitläufen wieder vor einer Wand enden soll, geht es nicht anders, als sich auf der Grundlage echter Werte zu bewegen. S. universale Gesetze. Wir können in unserem Denken und Handeln von diesen ausgehen, wie von menschlichen Lehren und Konzepten. Mit den universalen Gesetzen umzugehen befriedigt auch ? jedoch dieser Weg bietet größtmögliche Stabilität und Haltbarkeit. Sie sind ein bestes Mittel, aus dem Teufelskreis zu kommen und Einsicht in unser Dasein in einem Ganzen zu erreichen. Heißt das, wir müssen umlernen?

      Putin ist ein beachtlicher Mann. Das Problem ist, sein weitläufiges großes Land kann er nicht beherrschen. Entsprechend ist NWO nach Idee der heutigen Machtzentrale geisteskrank. Es ist schon richtig, dass das nur mit äußerster Gewalt und Ausschaltung jeglicher Individualität machbar wäre. S. RFID und metallische Teilchen in unseren Körpern.
      Im Artikel über China
      http://www.epochtimes.de/articles/2010/01/11/535804.html
      ist eindeutig klar, wie sehr sich alle die Taschen vollhauen, bluffen und zaubern. Das läuft nicht nur nach außen, das ist auch in den Leuten. Ich behaupte: Keiner blickt mehr durch, weltweit. Eingefleischte perfide Strategien werden durchgezogen, um Machterhalt taktiert, mehr nicht. Und das bringt keine Rettung.
      Die Machtelite stützt sich weitestgehend untereinander, auf Ideologie/n fußend. Doch all das ist auch nur ein Kartenhaus. Ein Physiker sagte zur Physik: Wenn man eine Karte ´rauszieht, bricht alles zusammen. Ich glaube das von der so gewaltig wirkenden Machtstruktur genau so. Das Herausziehen der Karte wird strikt verhindert, so sehr man kann. Leuchtet doch was auf, wird eben geleugnet, so sehr man kann.
      Dass die Konzepte und Ideen nicht das Ganze erfassen und sich dadurch zum richtigen Zeitpunkt wahrscheinlich ins eigene Messer laufen, danach sieht es derzeit aus. Und es kommt sehr darauf an, was wir, Teile der Masse und die Masse selbst ändern und leisten.

      Mit Verhalten ohne Ethik und verinnerlichten echten Werten kommen wir nicht weiter bzw. aus der Misere. Ich glaube gar nicht, dass sich Politiker und andere Scheingroßtiere völlig von anderen Menschen unterscheiden. Im Kleinen wie im Großen, nur Spielraum- und Ausprägungsunterschiede. Und sich was vormachen findet in jedem von uns statt. Und genau da ist der zentral wichtigste Ansatz für alles, das wir wollen, was jetzt ´los´ ist.
      Wenn die Ökonomisierung unseres Lebens, die Verbreitung von Angst, Stress und diese Mangel-Szenarien … zum ´Runterfahren unseres Kraftzustandes aufhören, könnte auf dieser Erde das Leben noch viel interessanter werden. Ich glaube, mit dem Abnehmen des gesamten Drucks würde auch die Zahl der Blöden weniger werden. Angst fressen Seele auf.

      Staaten, Systeme, alles steht auf tönernen Füßen. Kompromißlerisch sein reicht nicht – gehen wir doch endlich total aus dem Teufelskreis. Hilfe für diesen Weg und zur echten inneren Freiheit und Leben in Liebe gibt Ein Kurs in Wundern. Ganz wichtige Dinge, wie die Liebe, vertragen keinen Kompromiss. Wenn alles ein Ganzes ist, gibt es auch keine natürliche Rangordnung. Dann ist jeder Kompromiss nur schwächend. Wir sollten uns für diese Einstellung konditionieren. Kann etwas wirklich dagegen sprechen in dieser Lage?

    125. Spiegelfechter schrieb am 13. Januar 2010 at 11:47 - Permalink

      @samuiman

      und hier noch ein entsprechender Artikel für die, die China als grossen Gewinner im ?Great Game? sehen :

      http://www.epochtimes.de/articles/2010/01/11/535804.html

      ist übrigens von einer chinesischen ?Wirtschaftsexpertin? verfasst worden.

      Eigentlich bin ja kein Freund von pauschaler Quellenkritik, aber hier ist sie bitter nötig. Die Epochtimes ist das Kampfblatt der Sekte Falun-Gong und in puncto China ungefähr so objektiv und seriös wie die Junge Freiheit beim Thema Migration.

      und solange wir Idioten glauben, dass uns übermorgen das Öl ausgeht, akzeptieren wir die Abzocke an der Tankstelle und lassen uns den ganzen Klimascheiss verkaufen?

      Das Öl wird nie(!) ausgehen, es wird allerdings so “knapp”, dass der Preis empfindlich steigen wurd. Vollkommen egal, ob biotische oder abiotische Theorie. Das ist leider Fakt und unbestritten – die Ölkonzerne und ihre Lobbyisten gehören dabei übrigens noch zu den Abwieglern.

    126. Helga schrieb am 13. Januar 2010 at 13:01 - Permalink

      Eigentlich, Spiegelfechterei? Mhh. Was ist das?

    127. samuiman schrieb am 13. Januar 2010 at 15:10 - Permalink

      @ spiegelfechter :

      ich hätte Dir auch den Chef-Volkswirt von MorganStanley bzgl. “Blase China / auf Treibsand gebaut” zitieren können, der kam zum selbigen Ergebnis, von daher ist es ziemlich egal, ob das jetzt von einer “Fussgänger-Zonen-Freiluftgymnastik-Sekte” kam… ist jedenfalls fakt. Wenn Du andere Quellen brauchst, lass ich sie Dir gerne zukommen.

      Dass das Öl knapper wird, ist nicht unumstritten, denn an dem angeblich “knappen” Gut hängt ein ganzer Rattenschwanz :

      in Deutschland z.B. die 2. größte Steuerquelle nach Einkommenssteuer , in anderen Ländern der EU ähnlich !

      nur für ein “knappes” Gut lassen sich die Preiserhöhungen rechtfertigen… (allerdings ist beim Ölpreis mittlerweile eine Spekulationskomponente von > 30 % vorhanden.

      das Öl wird schon seit den 70´er Jahren knapp, ob das ganze nicht ähnlich wie die Klimakatastrophe ein abgekartetes Spiel zwischen dem Club of Rome, der Uno und anderen Verbindungen ist, wage ich nicht zu bezweifeln.

      Wenn der Ölpreis zu stark steigt, fährt die Wirtschaft entsprechend den Output runter, bzw. erforscht zunehmend Substitute, von daher wird der Ölpreis bestimmte Preisgrenze nie überschreiten, sonst ist ganz schnell ” aus die Maus” für die erdölproduzierenden Länder…

      lg samuiman

    128. Outlook schrieb am 13. Januar 2010 at 16:41 - Permalink

      Truvor 123
      China und Russland werden in deutschen Systemmedien oftmals sehr vereinfacht und oberlfächlich dargestellt.
      Eine Tendenz zur Seriosität ist aber im Ansatz zuerkennen. Warum dennn wohl?

      Weltraum
      Hier gibt es meiner Meinung nach eine klassische Arbeitsteilung zwischen Chinesen und Russen.
      Die Chinesen haben jetzt die Aufgabe übernommen, den Amis mitzuteilen, was alles im Weltraum-Köcher für Pfeile liegen könnten. Was man zeigt ist nur die Oberfläche.

      Iran strebt gemeinsame Bank mit Russland für Energieprojekte an
      http://de.rian.ru/business/20100113/124679788.html

      Gazprom-Departement für South-Stream-Koordination gegründet
      http://de.rian.ru/business/20100113/124677690.html

      Einige interessante Bilder zum South-Stream spin off !!!!!!
      http://de.rian.ru/photolents/20100111/124647824.html
      Die EU wird mit dem Bonsai-Duce noch eine harte Nuß zu knacken kriegen.

      Erdogan lobt ?vorbildliche? Energieprojekte mit Russland
      http://de.rian.ru/world/20100113/124677638.html

      “Das US-Thinktank Stratfor hat zu Beginn des neuen Jahres einen Bericht über die weltweite Entwicklung 2010 veröffentlicht. Darüber schreibt die Zeitung “Iswestija” am Mittwoch.

      Russland wird darin eine beispiellose Machtzunahme vorhergesagt, verbunden mit der Festigung der Positionen im postsowjetischen Raum, weil der Westen weiterhin Probleme mit Afghanistan, Irak, Iran und Nordkorea hat”
      http://de.rian.ru/world/20100113/124676340.html

      Das gesamte Great-Game gewinnt für mich zunehmend an Dynamik.
      An einen Krieg gegen den Iran kann ich zur Zeit nicht glauben.

      Übrigens bauen die Russen einen Flottenstützpunkt auf Sokotra auf.
      Sie lassen die Chinesen nicht allein.

      Unsere inneren Probleme werden über die Regularien der Äußeren gesteuert.

    129. Truvor schrieb am 13. Januar 2010 at 17:33 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      In meinem Kommentar #24 ging`s um immer noch recht starken Einfluß Russlands auf die zentralasiatische Republiken (-Stans).
      Da hatte ich ein paar fiese Asse, die die Russen gegen die -Stans haben, erwähnt.
      Eins davon ist Wasser bzw. Wasserressourcen, die die Russen im Überfluß haben.
      Es führt heute schon zu Konflikten wegen des Wassermangels in der Region (z.B. Usbekistan gegen Tadschikistan) und es wird schlimmer, in ein paar Jahren schon.
      Da sind auch die Chinesen mit im Spiel, weil sie dem Fluß Irtysch zu viel Wasser entnehmen (das ist auch ein ökologisches Problem in der Region).
      Irtysch versorgt mehrere Regionen in Kasachstan bis nach Russland (Gebiet-Omsk in West-Sibirien) mit Wasser und wenn dieser Fluß sein Wasser verliert, dann führt es irgendwann zu einem Konflikt zwischen den verschiedenen Parteien.
      z.B. Die Industriestadt Karaganda (Kasachstan) wird durch Karaganda-Kanal (bin dort dast vor 25 Jahren ertrunken, kein Scherz), das aus Irtysch sein Wasser holt, versorgt und wenn Irtysch irgendwann kein Wasser mehr spendet, dann würde keine Karaganda mehr geben.

      Ich würde mich freuen Jens, wenn Du irgendwann einen Artikel zu diesem Thema schreiben würdest.
      Die Meinungen und Ideen (zu diesem Thema) von anderen Kommentatoren würde ich auch gerne erfahren bzw. lesen.

      Ein paar Artikel zu diesem Thema (leider nur auf Russisch): http://geopolitica.ru/Articles/855/ und http://geopolitica.ru/Articles/856/
      Beide Artikel hat Kerry Bolton (New Zealand) geschrieben.

      Gruß Truvor !

    130. Outlook schrieb am 13. Januar 2010 at 20:14 - Permalink

      Die Evidenz des Great-Game transformiert den Westen weiter

      Iran strebt gemeinsame Bank mit Russland für Energieprojekte an
      http://de.rian.ru/business/20100113/124679788.html

      Iran rechnet mit Einbeziehung Russlands in Gasprojekt Iran-Pakistan-Indien
      http://de.rian.ru/business/20100113/124685282.html

      Iran will mit Russland in Rubel und Rial statt in Dollar verrechnen
      http://de.rian.ru/business/20100113/124687583.html

      Russland wird natürlich auch als ?Schutzpatron? für das große indische Gasprojekt benötigt.
      Es ist schon erschreckend, wie Defensiv der Westen diese Entwicklungen zur Kenntnis nehmen muss.
      Die deutschen Wirtschaftskontakte mit dem Iran sollen trotz erhobenen Zeigefinger von WW bestens weiterlaufen.

      Bezeichnend ist auch, dass die Westmedien kaum an den ukrainischen Wahlen interessiert sind.
      Unterliegen die Orangen einer zersetzenden Gärung?

      Milliardendeal: Chinesische Sinopec baut Raffinerie in Iran
      http://de.rian.ru/business/20091126/124136417.html

      Die Chinesen werden diesmal nicht tatenlos zuschauen, wenn ihr Eigentum durch US- oder zionistische Bomben zerstört werden sollten.

      ?Nato griff Chinas Botschaft in Belgrad absichtlich an?
      http://www.wsws.org/de/1999/okt1999/nato-o26.shtml

      Ob die deutsche Doppelmoral gegenüber dem Iran letztendlich Vorteile bringt, ist stark anzuzweifeln.

    131. Jens schrieb am 13. Januar 2010 at 21:44 - Permalink

      @ outlook

      wie ich bereits geschrieben habe, zweifle ich die technologischen Fähigkeiten der Russen nicht an. Aber es fehlen ihnen die Mittel (auch Kapital genannt) um eine ähnliche Rüstung wie die USA zu erreichen.

      Es ist nicht richtig zu behaupten die amerikanischen Stützpunkte im Ausland würden die 500 Mia. § auffressen, allein das F-22 Programm oder die drei neuen Flugzeugträger ab 2012 werden so viel kosten, wie das russische Militär im halben Jahr ausgibt.

      Glonass ist das beste Beispiel: Dir Russen haben nach unterschiedlichen Angaben gerade mal 16-19 Satelliten im All, da funktioniert GPS mit kompletten 24 Satelliten seit 1993! Vermutlich werden die Russen erst 2010 gleichziehen, da gibt es GPS schon 17 Jahre.

    132. Truvor schrieb am 13. Januar 2010 at 22:47 - Permalink

      @ Jens #131

      Glonass war bereits entwickelt als GPS noch als eine Idee in den Köpfen der Wissenschaftler steckte.
      Sie kriegen Glonass deshalb nicht zu Ende, weil es ihnen ständig an Geld fehlt.

    133. Outlook schrieb am 13. Januar 2010 at 23:14 - Permalink

      Das Russen – GPS-Problem war für mich erstrangig ein techologisches.
      Die gesamte IT-Technik wurde durch die Russen anfänglich verpennt. Trotz Geldes.
      Masse und Stahl war entscheidend.

      Der Honecker mußte dem Gorbatschow noch einen in der DDR entwickelten Speicherchip zeigen.

      Jelzin hatte vor 17-Jahren Russland zum Offenbarungseid geführt. Das hat natürlich auch eine sehr große Rolle gespielt.

      Dennoch, Russland hatte große Probleme, z.B. kleine handliche GPS-Empfänger zu entwickeln.
      Mit der “Bulawa” hadern sie auch noch. Sie brauchen den Quantensprung.

      Die Menschen wieder dahin zuführen, braucht Zeit.
      Der Jelzin-Fusel dreht bei vielen Russen immer noch.

      “Zu den Ausgaben der Amis:

      Die USA müssen ca. 1000 ausländische Stützpunkte unterhalten.
      Das saugt sehr viel Geld auf. Die Römer sind an dieser Überdehnung kaputt gegengen.”

      Das bedeutet nicht, das da alles reinfließt. Sondern sehr viel.

      Russland: Modernster Kampfjet der fünften Generation bald startklar zum Erstflug
      http://www.shortnews.de/start.cfm?id=806631
      http://www.suchoj.com/ab1953/T-50/images/T-50_06.jpg

      Die Russen brauchen natürlich weit aus weniger finanziellen Einsatz für sehr effektive Kampftechnik, als die USA.

      In Russland hat vor drei Jahren eine intensive Diskussion stattgefunden, über Sinn und Unsinn von Flugzeugträgern in der Zukunft.
      Der aktuelle Stand ist für mich noch unklar.
      ttp://de.rian.ru/safety/20090714/122336438.html

      Russland konzipiert Flugzeugträger der Zukunft – MEHR
      http://de.rian.ru/safety/20090428/121344453.html

      “Daraus ergibt sich eine ganze Reihe weiterer Fragen. Vor allem nach der Fähigkeit der russischen Industrie, einen Flugzeugträger bauen zu können.
      Denkt man daran, wie schwierig der Umbau des Flugzeugträgers “Admiral Gorschkow” im Auftrag Indiens sich gestaltet, so wird klar: Russlands Industrie ist in diesem Bereich auf die Hilfe aus dem Ausland angewiesen.”
      Daraus ergibt sich eine ganze Reihe weiterer Fragen. Vor allem nach der Fähigkeit der russischen Industrie, einen Flugzeugträger bauen zu können.
      http://de.rian.ru/analysis/20090115/119537481.html

      Es ist eine Gemengenlage.
      Aber eine Erfahrung aus der russischen Geschichte ist die, dass es am Geld niemehr scheitern soll, wenn es um die Verteidigungsfähigkeit geht.

      Russland hat ja nicht vor, Nordamerika mit Flugzeugträgern einzukreisen, so wie es die USA mit anderen Kontinenten pflegen.
      Dazu haben sie ihre atomare Erstschlagskapazität, wenn es sein muß.

      Die Sicherung der Rohstoff-Tranportwege z.B. das LNG-Gas samt Tanker ist z..B. eine Achillesverse.

      Flugzeugträgerverbände entwickeln sich aus meiner Sicht immer mehr zum globalen Prestigegehabe.

      In fünf Jahren wird man sie vielleicht mit Satelittentechnologie ausschalten können.

      Stützpunkte sind da aus meiner Sicht effektiver.
      Das war auch die Diskussion bei den Russen. Aber sie hatten kaum welche.
      Jetzt bieten immer mehr Länder den Russen Stützpunkte an.

      Z.B. Libyen, Syrien, Jemen, Venezuela, Kuba.
      Die alten Kameraden.

    134. Truvor schrieb am 14. Januar 2010 at 13:48 - Permalink

      @ Outlook #133

      rian.ru gehört zu den Mainstreammedien, nicht alles, was da drin steht, entspricht der Wahrheit bzw. Realität.
      Vieles, was da drin steht, ist nur ein Wunschdenken, deshalb eine Empfehlung von mir, sei vorsichtiger mit dieser (oder ähnlicher) Quelle.

    135. Helga schrieb am 14. Januar 2010 at 17:09 - Permalink

      ich möchte auf das Video hinweisen: http://info.kopp-verlag.de/news/bundeskanzlerin-merkel-kritische-fragen-unerwuenscht.html

    136. Outlook schrieb am 14. Januar 2010 at 21:47 - Permalink

      Alternative Energien und Great Game

      Bewegung bei Solarförderung, aber in die andere Richtung!!
      http://www.n-tv.de/wirtschaft/Bewegung-bei-Solarfoerderung-article680199.html
      Für alle Staatsgläubigen.
      Die deutschen Öl- und Gasplayer wollen es nicht.
      Es ist ja auch nicht völlig zu verteufeln.
      Die Steuerzahler mussten für die ?grüne Differenz ? aufkommen.

    137. Unwissender schrieb am 16. Januar 2010 at 10:14 - Permalink

      Oft gehört, nie überzeugt. Das ist doch Quark ? die einzige Gruppe, die dadurch faktisch Nachteile hat, sind die USA und die EU. China und Russland freuten, freuen und werden sich noch ein Loch in den Bauch freuen, da sie ganz prächtige Geschäfte mit allen Staaten der Region (inkl. Irak!) machen.

      Es ist ein Unterschied, in welcher Situation man mit wem Geschäfte macht. Selbstverständlich werden die US-Marionetten auch weiterhin mit anderen Ländern Geschäfte machen, doch die Frage ist; in welchen Maße?
      Wenn irgendwelcher Geheimdienst mit irgendwelchen Warlord Waffengeschäfte treibt, kann man das mit einem Geschäft zur Aufbau einer Infrastruktur oder Aufrüstung einer Taliban-Armee oder Bau einer Pipeline durch Afganistan vergleichen? Wohl kaum. Und solange diese Marionetten von den USA gesponsort werden, werden sie keine großen Verträge anschließen.
      WENN DOCH: dann sollte ich mir Sorgen um die Strategen in Pentagon und Washington machen.
      Außerdem: Wie könne Sie behaupten, dass Rußland an Bedeutung gewinnt, wenn Gasprom den Zugang zu Turkmenischen Öl und Gas verliert – Sie widersprechen sich selbst.

      Jemen ist so wichtig, wie ein Furunkel am Arsch. Der Staat hat allenfalls geostrategische Bedeutung, weil man von seinem Gebiet aus die Schifffahrt auf der Suez-Route ein wenig ärgern kann ? das war´s.

      Habe ich das nicht geschrieben? Suez-Route? Afrika vor der Nase? Die Saudis werden schön in die Ami-Decke eingekuschelt, und den Saudis kann das natürlich nur egal sein, wenn die Amis schon bei ihnen zu Hause sitzen und in Irak und jetzt auch noch in Jemen. Hm, ist vielleicht Saudi-Arabien das nächste Ziel?
      Und welche Rolle spielt die Hizbolla? Hat sie vielleicht Stützpunkte in Jemen?

      Und? Sollen die Amis die KIK-Frachter mit Raketlein beschießen? Wenn sie den Suez-Kanal dich machen wollten, könnten sie das schon jetzt ohne Probleme. Aber warum?

      Hm, ja, der KIK-Frachter. Nächstes Mal werde ich mit Ironie etwas spärlicher umgehen.
      Ähm, wie war das nochmal mit dem russischen “Holzfrachter” (oder was auch immer es war), der von den “Piraten entführt” worden ist und dann “befreit” wurde? Nun, dann wissen Sie warum es so “reizvoll” ist, diese Meerenge zu kontrollieren.

      Grüße

      Unwissender

      P.S.:
      “Post Awaiting Approval by Forum Administrator” – könnten Sie das ändern, oder stimmt mit meinem Post was nicht? :)

    138. Shitop schrieb am 16. Januar 2010 at 10:49 - Permalink

      @ 136 Outlook

      Als Konsequenz der überstürzten Absenkung der Einspeisevergütung für Photovoltaik werden jetzt genauso überstürzt Module aus China eingeflogen werden, nur um noch rechtzeitig mit der Stromproduktion beginnen zu können. Mittelfristig haben die deutschen Hersteller kaum eine Überlebenschance, da China auf einige dringend für die Zellenfertigung benötigten Materialien ein weitgehendes Monopol hat. Es ist China nicht zu verdenken, wenn sie diesen Vorteil nutzen. Dann werden in Zukunft halt alle Module importiert.

    139. Outlook schrieb am 17. Januar 2010 at 17:20 - Permalink

      China hat heute seinen dritten Navigationssatelliten ins All gebracht.
      Der erste Raumflugkörper, der im Jahr 2010 in eine Umlaufbahn um die Erde gebracht wurde, ist ein chinesischer Navigationssatellit für das Satellitennavigationssystem Beidou 2 alias Compass.
      Für die Europäer wird es immer problematischer.
      Bei der deutschen OHB System AG wurden die ersten 14 Satelliten bestellt.

      Russische Raketen sollen das EU-Navigationssystem ins All befördern.

    140. Outlook schrieb am 21. Januar 2010 at 13:34 - Permalink

      Nabucco-Final

      2,3 Milliarden Kubikmeter Gasfür Eurasien – faute de mieux

      Gazprom verdoppelt seine Gaskäufe bei Aserbaidschan
      http://de.rian.ru/business/20100121/124781953.html

      Iran will Erdgas aus Aserbaidschan beziehen – Langzeitvertrag kurz vor Abschluss
      http://de.rian.ru/business/20100121/124781218.html

    141. juliat Kangmu schrieb am 30. Januar 2010 at 00:31 - Permalink

      Ich habe dein Artikle complete mal gelesen, wahrscheinlich weil es sich gerade um China handelte(natürlich nicht nur um China). Ich komme aus China und studiere in Deutschland. :-)

      Die andere Personen oben haben bereits genug geschrieben und miteinander diskutiert. Ich habe damit auch etwas gelernt. Ich schreibe hier nur bißchen etwas:

      In China gibt es ein sehr bekanntes Sprichtwort: ” Man kann nur eine Schlacht gewinnen, indem man sich und seinen Gegener genau und besser kennt. ” Wer zu dem Gewinner gehört ist nicht ein Zufall.

      Die Beziehungen zwischen China und Russland sowie dem Iran und den zentralasiatischen Republiken sowohl in Wirtschaft als auch in Politik sind manchmal komliziert zu sehen, aber manchmal auch ganz einfach. Man sagt, in heutiger Welt gibt es ” nur endgültige Interessen, aber kein echte Freunde” , natürlich versten die Chinesen “echte Freunde ” und “dauerhafte Freundschaft ”
      anders wie die anderen besonders die westlichen.. (zwischen China und Russland ist ein gutes Beispiel)

      ich bin heute zufällig hier eingetritten, und möchte aber gerne öfter “Spiegelfechter” besuchen. :-))

    142. Outlook schrieb am 3. Februar 2010 at 10:14 - Permalink

      Deutsche Schützenhilfe für iranische Flüssigkeitsanlagen.
      Erneut Siemens im Zentum geostratetegischer Aktivitäten.
      Lässt sich die deutsche Wirschaft durch den “Ziehvater” weniger gängeln?

      Für die Amerikaner ein eurasischesWaterloo.

      Mehr unter:

      http://info.kopp-verlag.de/news/iran-milliarden-gasgeschaeft-mit-deutschland.html

      Die Russen und die Chinesen stellen das “Snowboard” für die Iraner zur Verfügung, welches sie geschickt in der Wüste einsetzen.

      Das zänkische Volk wird nun massiv gegen Siemens agitieren.

      Das Spiel bleibt höchst interessant.

    143. Outlook schrieb am 3. Februar 2010 at 14:21 - Permalink

      Iran und Pakistan beantragen Mitgliedschaft in der SCO
      und
      Ansturm ausländischer Firmen auf iranische Öl- und Gasvorräte.

      Das sieht wirklich nicht gut aus für unsere amerikanischen Partner.

      Lassen die Europäer nun den amerikanischen Desperado ins Leere laufen?

      Die “Balalaika-Stäbchen” werden für den Changer immer unhandlicher.

    144. Outlook schrieb am 13. März 2010 at 12:20 - Permalink

      Die eurasische Geo-Politik erhält durch umfassende und tiefgreifende Veträge zwischen Russland und Indien eine neue Performance.
      Russia, India sign atomic energy, telecom, military-technical deals
      http://itar-tass.com/eng/level2.html?NewsID=14911289&PageNum=0

      Das Wesentliche daran ist, des der Atom-Deal, der mit den USA geplant war, nun mit Russland stattfindet.

      Das die Inder das Glonass auch militärisch nutzen können, bindet die Inder langfristig an Russland.
      Hat die USA den Bündnispartnern Deutschland oder Frankreich den GPS-Zugang so ermöglicht?

      Der Kraft-Koloss Eurasien wird für den Westen zum Alptraum, wenn man nicht bald zur Besinnung kommt, die Kriegstreiberei auf diesen Kontinent wegen geostrategischer Ziele einzustellen.

      Dem Putin gelingt es immer wieder, den Westen to pierce.

    145. Outlook schrieb am 1. April 2010 at 15:43 - Permalink

      Bestätigt die Überschrift mit weiteren interessanten Details.

      Stärkung der eurasischen Energiekooperation zwischen Russland und Asien

      http://info.kopp-verlag.de/news/staerkung-der-eurasischen-energiekooperation-zwischen-russland-und-asien.html

    146. Outlook schrieb am 1. April 2010 at 15:53 - Permalink

      Die Russen und die Ukrainer basteln am Konkurrenten für den europäischen ?Superjumbo? A380

      Sollte die Flugzeugindustrie zwischen der Ukraine und Russland tatsächlich wieder ins Laufen kommen,
      entsteht für Europa und die USA ein ernstzunehmender Wettbewerber.
      http://de.rian.ru/business/20100401/125717974.html

      Und die chinesische PKW-Industrie wird ebenfalls ihre Zeichen setzen.

      Das kann man alles nicht mehr durch arrogante und hochnässige Sprüche lächerlich machen.

    147. Outlook schrieb am 30. April 2010 at 12:47 - Permalink

      Ballistische Raketen im Container: Neues Waffensystem versetzt Westen in Panik
      http://de.rian.ru/safety/20100430/126129923.html
      Hier das Video dazu:
      http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,691711,00.html

      Der asymmetrische Krieg wird nun offiziell in eine neue Bedeutung gehoben.
      Es muß Gründe geben?

    148. Outlook schrieb am 9. Mai 2010 at 14:24 - Permalink

      Eine bedeutungsvolle und beeindruckende Siegesparade:
      http://www.youtube.com/user/RussiaToday

    149. Truvor schrieb am 9. Mai 2010 at 15:38 - Permalink

      @ Outlook #148

      Ein beeindruckendes Gedächtnis hast Du mein Freund, ehrlich ! :-)
      Ich kann mich kaum erinnern, was ich Gestern gemacht habe und Du erinnerst Dich noch an diesen, vor vier Monaten geschriebenen, Artikel.

      Danke für den Link.
      Dieser Schlaufuchs Putin hat tatsächlich eine beeindruckende Parade veranstaltet.
      Mit all den Briten, Amis, Franzosen und nicht zuletzt Polen etc.
      So macht ein schlaue Führer (Putin) Politik heute.
      Ich fange inzwischen an ihn (auch durch andere Anzeichen) zu respektieren.

      Nochmals Danke !

    150. Outlook schrieb am 9. Mai 2010 at 16:43 - Permalink

      @Truvor 149

      Für die Europäer beginnt gerade das Great Game.
      Die Amerikaner treiben sie mit ihren massiven Euro-Angriffen in die Hände der Eurasier.

      Ohne Eurasien, speziell China und Russland hat Europa keine Chance gegen die Angriffe der
      Anglo-Amerikaner.

      Die alten “Freunde” werden zu Feinden.
      Diese Kontraktion ist latent und subtil allgegenwärtig.
      Die Engländer wollen sich auch nicht am europäischen Stützungsfond beteiligen.
      Die Börsen sind ein Symptom.

      Der gezüchtete Deutsche wird den amerikanischen Berliner nun erst richtig kennen lernen.
      Ein mächtiges Holzen hat begonnen.
      Das Problem für die europäischen Politiker ist, keiner weiß, wer dort ein europäischer Amerikaner ist.

      Medwedew geht davon aus, dass ein dritter Weltkrieg immer noch möglich ist.
      Das die amerikanischen Politiker Psychopaten sein können, hat ja der Dabbler eindrucksvoll dokumentiert.

      Das geplünderte Griechenland wird das erste EU-Land sein, das ein Überlebenssignal nach Eurasien funkt.
      Das SOS-Signal wird die südliche Flanke der EU öffnen.
      Danach werden sie reihenweise im Balkan umfallen.

    151. Outlook schrieb am 9. Mai 2010 at 17:29 - Permalink

      Wer profitiert am Scheitern der EU?
      Russland und China sind jedenfalls weiter an zahlungsfähigen Europäern interessiert.
      Und das trotz aller geopolitischen Divergenzen, in die man Europa hineingetrieben hat.

      Manch kritischer Wirtschafts-und Finanzexperte sollte hier mal laut nachdenken.

    152. Truvor schrieb am 9. Mai 2010 at 17:42 - Permalink

      @ Outlook #150

      Ein interessanter Artikel zum Thema: http://www.warandpeace.ru/ru/commentaries/view/46916/

    153. Outlook schrieb am 9. Mai 2010 at 18:22 - Permalink

      @Truvor 152
      Ja, die Royals sind ein Auslaufmodell.

      Den Krawattenfresser werden sie auch nicht mehr lange halten können.

      In Deutschland ist man nur zu feige über diese Zusammenhänge zu sprechen und zu schreiben.
      Die Sahra hat da völlig recht.

      Der La Rouche sieht ja in dieser Finanz-Monarchie das Grundübel.

      Und der Putin hat die Litvinenko-Affäre noch nicht abgehackt.
      Das sitzt tief.

    154. Outlook schrieb am 14. Mai 2010 at 19:47 - Permalink

      Russland zieht seine geostrategischen Energiefäden und die EU zappelt und schwächelt.

      Brasilien erwägt Einstieg in russisches Navigationssysstem GLONASS
      Vertrag über AKW-Bau in Türkei wird “in nächster Zeit” unterzeichnet – Setschin
      Russland und Ukraine vor Energiefusion? Beide Staatschefs beraten in Kiew
      Türkei erteilt im November Genehmigung für South Stream
      Brasilien lädt Russland zur Beteiligung am Abbau neuer Vorkommen ein

      Nachzulesen von heute unter:
      http://de.rian.ru

      Wer hätte das vor fünf Jahren so prognostiziert.
      Nur sehr wenige, die haben aber auch die EU-Krise am Horizont gesehen.
      Für die EU wird es auch geopolitisch immer enger. Die Ränder zerfallen.
      Die BRIC´s sind eindeutig im Vormarsch.

      Der technologische Vorsprung des Westens wird im All entschieden.
      Und da hat die EU z.Z. keine guten Karten.

      Die Streitigkeiten in Deutschland wirken da nur noch kleinkariert und vom Ideologiewahn durchdrungen.
      Bei der marktradikalen FDP ist dieser Duktus besonders ausgeprägt.
      Diese Partei ist auf Bundesebene ein Totalausfall.
      In NRW hat sie sich für Zirkusauftritte empfohlen.
      Und das Fraktionsschwergewicht Birgit Homburger ist ein rhetorischer Teilchenbeschleuniger verölter Resonanzen.

    155. Mitsubishi Zubadan schrieb am 24. Mai 2010 at 04:16 - Permalink

      Der Artikel ist toll zu lesen. Toller Blog


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