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  • Schnäppchen für Liberale

    geschrieben am 22. Januar 2010 von Spiegelfechter

    Was gibt es Schöneres, als nach dem 18. Loch direkt ins Meer zu tauchen oder im gleißenden Sonnenuntergang über das Handicap und Steuersenkungen zu fachsimpeln? Einiges, aber es geht hier um nicht die Wünsche von Otto Normalverbraucher, sondern um die Interessen einer ganz besonderen Klientel. FDP-Mitglieder können über das Netzwerk mit Nutzwert so wundervolle Dinge wie einen Golfurlaub, eine private Krankenversicherung, einen Handy-Vertrag von Vodafone oder schicke Uhren mit einem Sonderrabatt erwerben. Ermöglicht wird dieses Schnäppchennetzwerk durch die parteieigene liberal Verlag GmbH.

    Wenn der Leistungsträger einmal einen Burnout hat

    Nicht nur die Mövenpick-Gruppe zählt zum Freundeskreis der FDP. Haben die Liberalen mal Lust auf Urlaub, so können sie ihre Reise mit 6% Parteirabatt über die TUI-Tochter Berge und Mehr buchen. Auch Maritim Hotels, der Golfreisen-Spezialist Urlaubsreisen GmbH, zwei Hotelvermittlungsagenturen und ein Vermittler für Ferienhäuser und ?wohnungen ködern die FDP-Mitglieder mit Parteirabatten. Und wenn man einmal nicht weiß, wie man zum Urlaubsort gelangt, hilft der Autoverleiher Sixt weiter, der ebenfalls Sonderkonditionen für Liberale einräumt. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich ? sind FDP-Politiker denn keine Leistungsträger, die vor lauter Arbeit keine Zeit für Urlaub haben?

    Ein besonderes Schmankerl bietet der private Krankenversicherer DKV seinen politischen Freunden an. Dort können FDP-Mitglieder nicht nur Beitragsnachlässe durch Gruppenkonditionen absahnen, sondern sich auch die Wartezeiten sparen, besondere Annahmekonditionen genießen und Familienangehörige gleich mitversichern. Ob es daran liegt, dass die FDP den PKV-Lobbyisten Christian Weber als neuen Abteilungsleiter für Grundsatzfragen in das Gesundheitsministerium geholt hat? Man weiß so wenig.

    Netzwerkerträume

    Neben den “großen Namen” bietet das Netzwerk für Nutzwert jedoch auch kleineren Freunden der gelben Partei die Chance, sich ein echtes FDP-Mitglied als Neukunden zu ködern. Mittlerweile gibt es unzählige Anwaltskanzleien, IT-Berater, Handwerker oder Pädagogen, die sich in die exklusive Liste eingetragen haben. Auch der Spiegelfechter hat sich für einen Eintrag in das Netzwerk beworben. Er will FDP-Mitgliedern stolze 5% Rabatt bei Werbeschaltungen einräumen ? wenn das kein tolles Angebot ist? Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird meine großzügige Offerte jedoch noch geprüft.

    Einen Sonderrabatt bekommen die nutzwerten Netzwerker auch beim parteieigenen Werbeartikeldiscount. Dort kann man sich schicke Einstecktüchlein und Business-Hemdchen, den Genscher-Pullunder oder eine garantiert limitierte Armbanduhr kaufen. Wem das zu bieder ist, der findet in der parteieigenen Spreadshirt-Sektion auch ein superhippes “Make love not Steuererklärung”-Girlie ? der Brüller auf jeder BWLer-Erstsemesterparty. Natürlich findet man bei der FDP auch den üblichen Parteienplunder inklusive Großplakat mit dem Slogan “Arbeit muss sich wieder lohnen” ? eine schöne Geschenkidee für Schlecker-Mitarbeiter. Wer seine Mitmenschen einmal so richtig ärgern will, der kann via Web auch ein FDP-Plakat für die Plakatwand seiner Wahl ordern. Was für ein Spaß für jung und alt!

    Liberale Wirte?

    Gut haben es auch die “liberalen Wirte”. Wer gerne bei einem Parteifreund essen gehen will, der kann sich auf der gleichnamigen Internetseite umschauen, welche Gaststätten von FDP-Mitgliedern betrieben werden. Das hat natürlich auch für Otto Normalverbraucher seine Vorteile. So ein “liberaler Wirt” sagt sicher nichts, wenn man sich nach dem Essen erst einmal eine Zigarre gönnt. Doch Obacht! Die Macher der Internetseite geben ihren Parteimitgliedern gleich noch einen Tipp mit auf den Weg: “Bei einem guten Essen und einem guten Gläschen Wein lassen sich auch zwischen dem liberalen Anliegen und den Bürgern Brücken schlagen.” Wer will aber schon beim Essen oder einem Glas Wein von einem FDP-Politiker über den Sinn von Steuerkürzungen aufgeklärt werden?

    Ideen zur Verbesserung


    Das Angebot für liberale Schnäppchenjäger ist jedoch noch keinesfalls ausgereift. Der FDP-Shop müsste dringend auch eine Schallplatte mit Sprung ins Angebot nehmen, auf der die schönsten Steuersenkungsforderungen des oberliberalen Chefclowns Westerwelle enthalten sind. Auch eine Jubiläums-DVD-Box mit Hans Werner Sinns gesammelten Talkshow-Auftritten würde sicher das Herz jedes Liberalen höher schlagen lassen. Für die Kleinen sollte ein süßer Knuddel-Guido in das Angebot aufgenommen werden. So stünde der lückenlosen Karriere des gelben Nachwuchses nichts mehr im Weg ? von den Krabbel-Liberalen zur Guido-Jugend, über die JuLis hin zur FDP.

    In der Sparte “Wahlkampfgadgets” wäre ein Sack, prall gefüllt mit heißer Luft, sicher der Renner. Für Parteizyniker würde sich auch eine FDP-Edition des beliebten Gesellschaftsspiels Monopoly anbieten. Parteimitglieder erhalten bei dieser Edition die Parkstaße und die Schloßallee bereits zu Spielbeginn und Bahnhöfe, Wasser- und Elektrowerk sind privatisiert. Wer auf diese Felder kommt, muss den doppelten Preis zahlen ? dafür gibt es jedoch kein Einkommenssteuerfeld.

    Jens Berger

    P.s.: Danke an den Leser “Schwitzig” für den Tipp.

    Und weil es so schön passt – der aktuelle Startcartoon der Titanic

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    81 Kommentare:

    1. vera schrieb am 22. Januar 2010 at 18:05 - Permalink

      darf ich dir noch die herren bolz, schirrmacher, matussek, di fabio sowie die insm ans herz legen?

    2. Shitop schrieb am 22. Januar 2010 at 18:09 - Permalink

      @SF
      Die eingeblendete Google Werbung ist echt der Knüller:
      Aldiana – Urlaub unter Freunden – Golfen unter Palmen

    3. Will Hierweg schrieb am 22. Januar 2010 at 18:11 - Permalink

      Wundert eigentlich doch nicht weiter, wenn Westerwelle bis 2008 im Beirat der Hamburg-Mannheimer (ein Unternehmen der ERGO-Versicherungsgruppe) und Daniel Bahr nun im Beitrat der ERGO sitzt. Und, voilà, zum wem gehört die DKV ?…Genau !

      Also, warum zur Konkurrenz gehen, wenn man mal kurz auf dem Flur schnackt und dann ‘nen Haustarif bekommt ;-). Sicherlich 100% Zahnersatz dabei. Da braucht man noch nicht mal den Weber bemühen.

      Wills gar nicht wissen, aber diese Art von Korruption ist doch heute selbstverständlich geworden. Dann wird sich kurz aufgeregt…und zur nächsten Wahl ist alles vergessen.

      Siehe auch:
      http://www.abgeordnetenwatch.de/daniel_bahr-180-24650-1.html

    4. Donald schrieb am 22. Januar 2010 at 18:13 - Permalink

      Sehr schön, das ist doch mal ein lustiger Start ins Wochenende (wenn es nur nicht so traurig wäre).

      “Auch der Spiegelfechter hat sich für einen Eintrag in das Netzwerk beworben. Er will FDP-Mitgliedern stolze 5% Rabatt bei Werbeschaltungen einräumen ? wenn mal das kein tolles Angebot ist? Zum gegenwärtigen Zeitpunkt wird meine großzügige Offerte jedoch noch geprüft.”

      Da könnte man dir anbieten, sämtliche so gewonnen Werbeeinahmen zu verdoppeln. Das Risiko tatsächlich Geld überweisen zu müßen, geht wohl gegen null. ;-)

      Mit bestem Dank
      Donald

      PS: Frag vorsichtshalber mal deinen Anwalt wie das ist, wenn StefanP jetzt einen Herzinfarkt bekommt und dich verklagt. Es ist ja nicht so, dass du nicht wußtes was du da tust. ;-)

    5. Herr Knecht schrieb am 22. Januar 2010 at 18:15 - Permalink

      Auch sehr schön beim Netzwerk:

      “Golf für dem Weg zum Volkssport”

      kann mir jemand den Satz erklären?

    6. ul schrieb am 22. Januar 2010 at 18:23 - Permalink

      Sehr schön.

      Schade allerdings, dass noch niemand auf die Idee gekommen Steiff anzusprechen. Ich wünsche mir BWL Frettchen als Plüschtier. Dabei bin ich gar kein Hundebesitzer ;-)

    7. W.B. schrieb am 22. Januar 2010 at 18:27 - Permalink

      Was denn, sind keine Fallschirme und gar Fallschirmsprünge im FDP-eigenen Shop dabei …?

      … oder etwa nicht mehr?

    8. timmi schrieb am 22. Januar 2010 at 18:44 - Permalink

      Nett, hab mich sehr amüsiert. So a bisserl Spott und Häme zum Wochenausklang tut auch mal ganz gut. Was hätten denn die anderen für ihr Klientel zu bieten? Die Union einen Naktscanner für die Wohnungstür, die SPD die Peter-Hartz-Voodoo-Puppe, die Grünen ein ökostrombetriebenes Fahrrad und die Linke einen extra dicken Pullover für Kalte Wohnzimmer.

    9. kenji schrieb am 22. Januar 2010 at 19:01 - Permalink

      “Parteimitglieder erhalten bei dieser Edition die Parkstaße und die Schloßallee bereits zu Spielbeginn und Bahnhöfe, Wasser- und Elektrowerk sind privatisiert”

      man echt..super beitrag spiegelfechter! Danke!

      wenn ich noch einmal geboren werde – dann aber als JuLi…

      *kotz*

    10. Markus schrieb am 22. Januar 2010 at 19:15 - Permalink

      Boah, diese Fanshops sind echt der Hammer! :-D
      Was ich noch vermisst habe: die original Projekt-18-Schuhe

      Die “Golfen unter Palmen”-Anzeige steht aber doch extra da, oder? ;-)

    11. Spiegelfechter schrieb am 22. Januar 2010 at 19:19 - Permalink

      @Shitop und Markus

      Die eingeblendete Google Werbung ist echt der Knüller:
      Aldiana ? Urlaub unter Freunden ? Golfen unter Palmen

      *rofl*

      Das sehe ich jetzt erst – und das ganz ohne Parteibuch ;-)

    12. Spiegelfechter schrieb am 22. Januar 2010 at 19:23 - Permalink

      @kenji

      wenn ich noch einmal geboren werde ? dann aber als JuLi?

      Oh, das geht aber nur mit ganz üblem Karma! ;-)

    13. Spiegelfechter schrieb am 22. Januar 2010 at 19:25 - Permalink

      @Donald

      PS: Frag vorsichtshalber mal deinen Anwalt wie das ist, wenn StefanP jetzt einen Herzinfarkt bekommt und dich verklagt. Es ist ja nicht so, dass du nicht wußtes was du da tust. ;-)

      Ich mache mir schon Sorgen – der gute StefanP ist schon länger verschollen. Nicht, dass ich ihn vermissen würde ;-)

    14. Gideon schrieb am 22. Januar 2010 at 19:39 - Permalink

      sehr schön geschrieben, davon brauchen wir mehr! weiter so!

    15. wawerka schrieb am 22. Januar 2010 at 19:40 - Permalink

      Lieber Jens,

      ich hoffe du gestattest mir die kleine Klugscheißerei: Es heißt “Handicap” und nicht “Handycap”. Es geht nämlich nicht um eine Mütze fürs Handy und auch nicht um eine praktische Kappe sondern um einen Angleich der verschiedenen Leistungsstärken.

      Ansonsten prima Beitrag (wie immer eigentlich)

      Beste Grüße

      wawerka

    16. Shitop schrieb am 22. Januar 2010 at 19:51 - Permalink

      @SF

      Die “TUI-Tochter Berge und Mehr” nennt sich in der realen Welt übrigens “Berge und Meer” und die verkaufen ihre Reiseangebote auch unter dem Label “Aldi Reisen” über Aldi (http://sued.aldi-reisen.de/html_sued/kontakt_bm.php, http://nord.aldi-reisen.de/html_nord/kontakt_bm.php). Ob sich die FDP-Klientel in diesem Umfeld zeigen will?

    17. Outlook schrieb am 22. Januar 2010 at 19:58 - Permalink

      Die FDP will den Reichtum für sich.
      Die Linke will ihn für alle.
      Was ist nun intelligenter?

      Der FDP-Monitor ist immer für eine Überraschung gut.
      Ein Monolith der Unterhaltungskunst.
      Und Unterhaltung gehört zum Mekka der Bundesbürger.

    18. Gebintit schrieb am 22. Januar 2010 at 21:04 - Permalink

      Unglaublich, selbst konservative Zeitungskommentatoren erinnern mahnend an das hier:
      Millionen stehen hinter mir (Heartfield).

      Das “D” im Clubnamen FDP muss jedenfalls für “dekadent” stehen.

    19. schub schrieb am 22. Januar 2010 at 21:12 - Permalink

      Ich fass jetzt mal grob den relevanten Inhalt dieses äußerst schwachen Artikels zusammen:

      “…blubb…blubb….blubb”

      Mal ernsthaft, in jeder größeren Firma gibt es so einen Shop und dort kann sich Ottonormalmitarbeiter diese Dinge auch kaufen, zu entsprechendem Rabatt.

      In meiner Firma gibt es dass, in der Firma, in der ich zuvor war, und viele Kommilitonen sind in Firmen gelandet, in denen es sowas gibt.
      Warum regt sich keiner auf, dass der gemeine VW – Mitarbeiter einen VW vergünstigt kaufen kann?

      Findest Du nicht, dass es relevantere Themen gibt als FDP – Bashing??
      Die schaffen das doch ganz allein….

      gruß,

      schub

    20. Gideon schrieb am 22. Januar 2010 at 21:13 - Permalink

      http://www.lachschon.de/images/63005_katalog_der_fdp.jpg

      darauf noch gestoßen, so zur allgemeinen belustigung. ;-)

    21. salvo schrieb am 22. Januar 2010 at 21:40 - Permalink

      irgend wie habe ich den Eindruck, als wolle man vor aller Augen die Käuflichkeit von Politik und Staat, vorführen
      Diese Hemmungslosigkeit hat etwas Obszönes und Niederschmetterndes

      “Supreme Court Eviscerates Campaign Finance Restrictions”

      “The Court’s conservatives also believe that spending money in elections is a fundamental free speech right; thus, the government cannot restrict corporate spending in elections.”

      http://motherjones.com/mojo/2010/01/supreme-court-eviscerates-campaign-finance-restrictions

    22. Outlook schrieb am 22. Januar 2010 at 22:26 - Permalink

      @Schub 19
      ?Findest Du nicht, dass es relevantere Themen gibt als FDP ? Bashing??
      Die schaffen das doch ganz allein?.

      Sich immer auf die Schwachen zu stürzen, finde ich auch nicht O.K.
      Suizidprävention gehört zum Trainingsprogramm der FDP.

      Nun mal ehrlich SF, die Evokation ist Dir schon besser gelungen.
      Die Essentials sind es.

    23. Axel schrieb am 22. Januar 2010 at 22:56 - Permalink

      Als ich die Überschrift las dachte ich, jetzt gehts um die Bestechlichkeit. Weil ich glaubte zu wissen worum es ging las ich also durcheinander teilweise Text und Kommentare und nahm die FDP-Verarschung wahr und wurde erst durch den Kollegen Schub aufgeschreckt.

      Also eigentlich bei der FDP wie in einem Kleingärtnerverein? Ich dachte ganz viel früher mal, das Politik eigentlich eine ernste Sache sei. Aber das mit dem Kleingartenniveau zumindest im Ortsverein hatten wir dann damals schnell erkannt.

      Ich weiß gar nicht, Westerwelle setzt doch jetzt sehr gewählt staatstragend Wort auf Wort. Aber ich erinner mich gar nicht, wann er das letzte Mal vom Ernst der Politkik sprach.

      Ach jetzt fällt mir ein er ist ja der “Politik macht Spaßvogel” zumindest so ähnlich mal in einer Kampagne (aber da noch nicht erfolgreich?) gewesen.

    24. noone schrieb am 22. Januar 2010 at 23:12 - Permalink

      Da die FDP ja immer für Wettbewerb ist, schlage ich vor, alle Arbeitslosen (je nach Lesart 6-8 Millionen) spenden je einen Euro (das sollte machbar sein) an die FDP.
      Damit wäre eine Erhöhung des ALGII-Satzes auf 450 Euro machbar, oder kann jemand 6-8 Millionen überbieten?

      Auch die Niedriglöhner (das wären um die 15-20 Millionen?) zahlen je 1 Euro, macht 15-20 Millionen.
      Damit wäre ein genereller Mindestlohn von 10 Euro durchsetzbar.

      Jetzt versteh ich, was die mit “angebotsorientierte Politik” verstehen.
      Wir verkennen die FDP, eigentlich sind die zuweilen sogar sehr sozial, die Leute müssten nur endlich mal spenden.

    25. Markus schrieb am 22. Januar 2010 at 23:24 - Permalink

      @ 19 schub:

      Die FDP ist aber keine Firma, sondern eine Partei. Da finde ich das schon kritisch. Außerdem sind die Sachen in den Shops doch echt lustig .

    26. Donald schrieb am 22. Januar 2010 at 23:26 - Permalink

      @ Salvo

      Recht hast du!

      ?The Court?s conservatives also believe that spending money in elections is a fundamental free speech right; thus, the government cannot restrict corporate spending in elections.?

      Genau diese Argumentation ist undeokratisch und schränkt die Meinungsfreiheit ein. In einer Demokratie sollte jede Meinung und jede Stimme das gleiche Gewicht haben.

      Können nun reiche Menschen, Firmen oder Organisation ihrer Stimme und Meinung, durch Wahlwerbung mehr Gewicht verleihen, so schwächt das die Stimmen und Meinungen der ärmeren.

      De facto schränkt dieses Gesetz die Meinungsfreiheit ein, zumindest die der Armen.

      Aber was soll man erwarten, ist bei uns nicht anders (s. FDP).

      @ schub

      “Mal ernsthaft, in jeder größeren Firma gibt es so einen Shop und dort kann sich Ottonormalmitarbeiter diese Dinge auch kaufen, zu entsprechendem Rabatt.”

      Günstigere KV-Beiträge gibt es also in vielen Firmen, soso. Ohne Ihnen zu nahe treten zu wollen, aber 20? im Center-Park zu sparen oder billiger in den Freizeitpark zu kommen hat mit dem Sachverhalt der hier dargestellt wird reichlich wenig zu tun.

      Das sie die, dem “Volkswillen verpflichtete” (*prust*, *lach*, *den Bauch halt*) FDP, hier mit Firmen vergleichen spricht allerdings Bände. Jaja, der liebe Freud hätte an Menschen wie Ihnen seine wahre Freude gehabt.

      Ich habe aber zwei Frage für sie, so eine Art Denkanstoß: Warum geht es bei dem Globalisierungsgedanken immer um Wirtschaft, aber nie um Menschenrechte? Wie ordnen sie diesbezüglich unsere liberalen Freunde der FDP ein? Eher Kapital oder eher Mensch?

      MfG
      Donald

      PS: Ich vermisse StefanP, der schreibt den gleichen Müll, aber es klingt wenigstens intelligent.

    27. edgar schrieb am 23. Januar 2010 at 01:05 - Permalink

      Mein Papa wäre drüber verwundert gewesen. Kopfschüttelnd hätte er sie für Kinder gehalten, die nicht wissen was sie tun.
      Mein Opa wäre wütend geworden. Hätte seine Freunde zusammengerufen und versucht gegen sie zu kämpfen.
      Mein Ur-Opa hätte sie umgebracht..

    28. Hope schrieb am 23. Januar 2010 at 02:10 - Permalink

      Man möchte brechen.

      Das FDP-Mitglied, privilegiert und unter seinesgleichen, im vollrausch der Vetternwirtschaft..

    29. Avantgarde schrieb am 23. Januar 2010 at 07:59 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter, du musst kein FDP-Mitglied werden, um in den Genuss der Gruppentarife der DKV zu kommen… der gilt z.B. auch für Mitglieder des Deutschen Journalistenverbands und Hunderter anderer Berufsverbände, z.B. der Übersetzer oder Rechtsanwälte.

      Allerdings beträgt der Mindestbeitrag bei der FDP momentan im Monat nur so um die 12 Euro. Das ist wesentlich weniger, als die meisten Berufsverbände verlangen, die ja auch nicht frei zugänglich sind.

      Und wenn ein (älterer) Selbständiger bei der DKV sagen wir mal 500 Euro im Monat bezahlt, würde er im Gruppentarif wohl so 30 bis 40 Euro pro Monat sparen.

      Natürlich könnten die Grünen ähnliche Konditionen aushandeln wie die FDP. Deren Mitglieder sind auch nicht mehr die Ärmsten.

    30. schub schrieb am 23. Januar 2010 at 09:51 - Permalink

      @ Donald

      1. Es wäre durchaus hilfreich, wenn man sich hier “austauschen” könnte ohne beleidigt zu werden.

      2. Was genau hat die Tatsache, das ein Verband, “der bei der politischen Willensbildung des Volkes mitwirkt” (GG Art 21, Abs 1) seinen Mitgliedern gewisse Vorteile ermöglicht mit Globalisierung zu tun?

      Bitte erläutern Sie mir dies.

      3. Dann sage ich es mal anders: Jeder Kleingärtnerverein (der hier auch schon mal angesprochen wurde) ermöglicht seinen Mitgliedern vergünstigtes Einkaufen, Rabatte etc. … niemand regt sich auf. Und das haben die bösen bösen Kleingärtner …. und wohl auch die Liberalen, Konservativen, Sozialdemokratischen … schon gemacht, da gab es den Begriff Globalisierung noch nicht.

      Warum müssen Leute wie Sie, so einen absolut unwichtigen Sachverhalt gleich so hoch aufziehen?
      Dieses Land hat weitaus größere Probleme. Und, mit Verlaub mein lieber Donald, mit Polemik wird man diese nicht lösen.

      Grüße, schub

    31. Spiegelfechter schrieb am 23. Januar 2010 at 10:09 - Permalink

      @wawerka

      Danke – daran sieht man, dass ich kein Golfer bin ;-)

    32. Ralf-zwei.null schrieb am 23. Januar 2010 at 10:14 - Permalink

      Na, das sind doch verlockende Angebote. Ich werde mal meine Eigenverantwortung anwerfen und Initiative ergreifen.

      Kann mir jemand sagen, wieviel ich für so eine Mitgliedschaft in der Mövenpick-Partei hinblättern muss?

    33. Spiegelfechter schrieb am 23. Januar 2010 at 10:25 - Permalink

      @29 Avantgarde

      Die Journalistenrabatte sind ebenfalls ein Skandal – Krankenversicherungen sind da noch das geringste Problem. Eine gute Idee für einen Artikel übrigens ;-)

      Eine Mitgliedschaft im DJV ist übrigens weitaus günstiger, als eine FDP-Mitgliedschaft ;-)

      Aber sei es drum – man kann natürlich die FDP nicht “entlasten”, nur weil die “Journalisten” ähnlich rabattgeil sind. Vor allem bei Krankenkassen gibt es da einen Interessenkonflikt.

    34. Christian Klotz schrieb am 23. Januar 2010 at 10:43 - Permalink

      Verantwortungsvolle Kaufleute

      Politische Willensbildung durch Schnäppchen.
      Da spricht die Ware ein kühnes freies Wort .
      Die Transaktion erfolgt schweigend.

      Im Akt selbst vollzieht sich
      die Utopie der FDP.

    35. wollecarlos schrieb am 23. Januar 2010 at 11:15 - Permalink

      Spiegelfechter schreibt Satire und da ist es schon mal erlaubt, Wahrheit und Dichtung, Mutmaßungen und Realitäten miteinander zu vermischen.

      Ausgangspunkt war wohl die ?merkwürdige? Spende an die FDP, die von einer Hotelbetreiberfirma kam und dann in Zusammenhang mit der Mehrwertsteuersenkung für einen Teil der Hotelkosten-Rechnung gebracht wurde.

      Keine Frage:
      Hier MUSS man aufpassen, nachfragen und evtl. sogar die Staatsanwaltschaft bemühen.

      Völlig anders verhält es sich bei den vielen im Beitrag von Spiegelfechter aufgeführten sonstigen ?Vergünstigungen?.

      Es müsste unter intelligenten Leuten (also unter allen (!), die hier schreiben und lesen (!)), Konsens sein, daß es legitim ist, für Mitglieder ?seiner? Gruppe Vorteile heraus-zu-verhandeln.

      Das macht die SPD, die CDU das machen andere Parteien auch, das macht der Sportverein, wenn er eine Gruppenversicherung für seine Handballer abschließt, das machen die Gewerkschaften, die sich dann darüber ärgern, daß auch Nicht-Mitglieder in den Genuß der ?evtl. sogar erstreikten- Vorteile kommen.

      Das machen Staaten, die eine ?Meistbegünstigungsklausel? verhandeln und das machen (künftige) Eheleute, wenn sie einen Ehevertrag abschließen. Jedenfalls einige davon!

      Also grinsen wir über den Artikel, dampfen die Suppe dann mal ein und schauen uns das Wesentliche, das Konzentrat, an:

      Und das ist die FRAGE, ob die FDP (und die CDU/CSU) sich haben kaufen lassen.

      Leute mit so stark entwickelten investigativen Fähigkeiten, wie Spiegelfechter und einige andere hier, werden diese Frage sicherlich schnell und korrekt beantworten können.

      Dann stellt sich heraus, ob man mal lachen und dann zur Tagesordnung übergehen konnte oder ob wir einen mittelprächtigen Skandal in der Bundesrepublik haben

    36. Vogel schrieb am 23. Januar 2010 at 14:36 - Permalink

      Je höher der Berg, umso tiefer das Tal. Nur die Mövepick-Partei baut Täler ohne Berg!

      “Pour le Mérite” Für Jens und Schwitzig!

      @ Christian

      Den Kommentar schneid ich mir aus, der kommt an die Wand! Suuper!

      Beste Grüße

    37. GoeZz schrieb am 23. Januar 2010 at 15:35 - Permalink

      @schub
      “Dann sage ich es mal anders: Jeder Kleingärtnerverein (der hier auch schon mal angesprochen wurde) ermöglicht seinen Mitgliedern vergünstigtes Einkaufen, Rabatte etc. ? niemand regt sich auf.”

      Liegt vllt. daran dass der Kleingärtnerverein nicht die Geschicke eines Landes und damit von 80 Mio. Menschen lenkt!
      Der Vergleich hinkt ja dermaßen, da die Entscheidungen die ein KLeingärtnerverein trifft, selten Auswirkungen für das ganze Land haben. Trifft die FDP allerdings Entscheidungen, dann ist genau dass der Fall, und sind diese Entscheidungen evtl. durch Spenden, Rabatte oder sonstiges beeinflusst, dann gilt es sich darüber aufzuregen!

      “Warum müssen Leute wie Sie, so einen absolut unwichtigen Sachverhalt gleich so hoch aufziehen?”

      Genau deswegen!

    38. Shitop schrieb am 23. Januar 2010 at 15:55 - Permalink

      Kernkraftstrom gibt es sicher auch bald mit Rabatt für FDP-Mitglieder. Jetzt fehlt noch eine Rabattstaffel für Falschparken, überhöhte Geschwindigkeit und ähnliche Kleinigkeiten.
      Wer Sarkasmus findet darf ihn behalten.

    39. Sawo schrieb am 23. Januar 2010 at 17:36 - Permalink

      Besonders eindrucksvoll finde ich auch die handgefertigte, exklusive FDP-Jubiläumsuhr mit den eingravierten Unterschriften der Ehrenvorsitzenden Walter Scheel (ehemaliges Mitglied der NSDAP), Hans-Dietrich Genscher (Mitinitiator des Bosnienkrieges durch vorzeitige Anerkennung Sloweniens und Kroatiens) und Otto Graf Lambsdorff (vorbestraft wegen Steuerhinterziehung).

    40. Peleo schrieb am 23. Januar 2010 at 18:14 - Permalink

      Hat jemand die Zahlen aus der Hotelbranche, damit man die system-relevanten Kennzahlen (Cash Flow und ROI ) für das Mövenpick-Investment ermitteln kann?

    41. Avantgarde schrieb am 23. Januar 2010 at 19:12 - Permalink

      “Aber sei es drum ? man kann natürlich die FDP nicht ?entlasten?, nur weil die ?Journalisten? ähnlich rabattgeil sind. Vor allem bei Krankenkassen gibt es da einen Interessenkonflikt.”

      Sicher nicht, und die FDP ist mir in etwa so sympathisch wie das, was man unter modrigen Steinen zu finden pflegt.

      Nur Interessenskonflikt ist in diesem Fall etwas weit hergeholt (und würde für Journalisten noch viel mehr gelten). Hier geht’s einfach um klasische Win Win Kooperation. Die KK kriegt neue Mitglieder, weil in der FDP ja doch mehr Selbständige und “Besserverdiener” sind, und die FDP kriegt Mitglieder, die rechnen können. Dass man egen dem Gruppenrabatt politische Zugeständnisse machen muss, glaube ich eher nicht, denn der Verband der Übersetzer kriegt die gleichen Rabatte und hat politisch nichts zu melden.

      Das eigentliche Problem ist der Lobbyismus, von DEHOGA bis Atomindustrie. Genau das aber wird die FDP bei den nächsten Wahlen wieder auf ihr Normalmaß zurückstutzen. Dadurch, dass sie lange nicht in der Regierung war, konnte sie sich als bürgernahe liberale Protestpartei beim Wähler einschwindeln.

      Jetzt ist sie wieder wegen ihrer Brüderleswirtschaft entlarvt. Die sind halt so wie sie immer waren, ein Scheissapothekerärzterechtsanwälteatomindustrielobbyistenverein.

    42. Winne2 schrieb am 23. Januar 2010 at 19:18 - Permalink

      Kleiner Hinweis auf die GANZE Geschichte: ALLE Parteien haben ihre Clubs und das schon lange. In der SPD gibt es seit Mitte der 90er eine sog. SPD-Card mit der man z.B. vergünstigte Versicherungstarife für alle möglichen Versicherungen bekommt (übrigens auch teilweise vom gleichen Konzern wie die SPD). Der gleiche Konzern hat auch einen SPD Parteitag komplett gesponsort. Die Gewerkschaften bieten seid Ewigkeiten solche “Clubleistungen” (“Volksfürsorge….”), Urlaube etc.pp. Fast ALLE gesellschaftlichen Gruppen vom ADAC, über VCD (Alternativer Verkehrsclub), über Kaninchenzüchter bis eben auch allen politischen Parteien bieten sowas. Als Club oder von Zeit zu Zeit und dies seit teils Jahrzehnten. Bei jeder Partei könnte man hier einen Zusammenhang zwischen irgendeiner “Clubleistung” und einer politischen Entscheidung finden – und hätte vermutlich auch nicht völlig Unrecht. Lobbying ist viel mehr als direkte Bestechung. Gute Stimmung und freundliches Umfeld sind viel entscheidender. Der Staat (incl. der Parteien) sind längst Privatisiert. Direkt und indirekt. Mal geschickt, mal ungeschickt….

    43. Fragender schrieb am 23. Januar 2010 at 20:02 - Permalink

      Ist das jetzt die Fortsetzung der “Verschwörungen und Skurillitäten” vom vorherigen Beitrag oder soll das gar FDP-Bashing sein?
      Es kann aber auch schlicht und ergreifend nur Neid sein weil man selbst nicht irgendeinem Klub, Verein, Partei oder sonstigen Gruppierungen angehört…
      Ist das noch keinem aufgefallen dass Mitglieder eines schlichten Karnickelzüchtervereins verbilligt in den Urlaub fliegen können wenn ein Reiseunternehmer dort Mitglied ist?
      Das “schwitzig” das nicht weiss war mir klar, vom SF hätte ich anderes erwartet.

    44. dissenter schrieb am 23. Januar 2010 at 20:11 - Permalink

      Na Mensch, ist doch Klasse! Wir alle sollten froh sein, dass der liberale Leistungsträger, wenn er des Abends bei den “Liberalen Wirten” einkehrt, ein paar Prozente weniger bezahlt als der weniger leistungsbereite Normalbürger! Wenn der sozialistische Umverteilungsstaat seit Jahrzehnten daran scheitert, endlich die Steuern an der richtigen Stelle, nämlich oben, zu senken, ist ein solches Nutzwert bringendes Netzwerk ein Akt der Notwehr und nichts anderes!
      Wann reagieren endlich die Jobcenter und stellen FDP-Mitgliedern und anderen Mitgliedern unserer Eliten vergünstigte Putzhilfen zur Verfügung? Roland Koch, übernehmen Sie!

    45. John Dean schrieb am 23. Januar 2010 at 21:07 - Permalink

      @ 24 | noon

      Dein Vorschlag verdient es, weiter verfolgt zu werden. Vielleicht als Projekt in der Helpedia? Sowas wie

      * “Obdachlose helfen der FDP” oder
      * “Hungernde HartzIV-Familien sammeln für Westerwelle“.

      Das Obermotto wäre dann: Leistung muss sich wieder lohnen!”

      @ 29 | Avantgarde

      Tja, der Unterschied ist auch, dass es in der FDP (je nach Kreisverband) locker möglich ist – nach meiner konkreten Kenntnis – einen Sponsor für den FDP-Beitrag zu finden. So konkurrieren ja einzelne Kreisverbände untereinander – und am Ende hängen Macht und Mandate dran. Sowas macht großzügig.

      Der zweite Unterschied ist, dass FDP-Mitglieder von der DKV nicht (!) auf Vorerkrankungen geprüft werden. So jedenfalls kann man es der Berichterstattung entnehmen. Insofern ist ein FDP-Eintritt für all diejenigen eine interessante Option, welche aufgrund ihrer Vorerkrankungen von privaten Krankenkassen nicht aufgenommen werden. Stets schlecht sind beispielsweise Depressionen, Diabetis, metabolisches Syndrom u.v.m.

    46. Avantgarde schrieb am 23. Januar 2010 at 21:21 - Permalink

      Der zweite Unterschied ist, dass FDP-Mitglieder von der DKV nicht (!) auf Vorerkrankungen geprüft werden.

      Nein, das stimmt so nicht. Selbstredend wird geprüft, es darf nur nicht deswegen abgelehnt werden. Risikozuschläge bzw. Ausschlüsse gehen natürlich trotzdem.

      Auch das unterscheidet den Gruppentarif der FDP nicht von dem Gruppentarif, den andere Verbände aushandeln.

      Ich sehe den einzigen echten Unterschied darin, dass andere Verbände ja nicht jedermann offenstehen. In die FDP kann jeder eintreten, und auch wer schon in der DKV ist, kann den Gruppentarif in Anspruch nehmen. Und das rechnet sich.

      Denn die 12 Euro (teilweise nur 8) kann man zur 50% direkt von der Steuerschuld abziehen. Man bekommt also eine DKV-Ermäßigung von 30, 40 Euro, und investiert dafür nur 4 bis 6 Euro. D.h. so eine Mitgliedschaft spart einem gern mal 300 Euro im Jahr. Dafür gibt’s schon einen hübschen Kaschmirpulli.

      Fragt sich nur noch: Sind FDP-Mitglieder depressiver als andere? Könnte ich ja verstehen

    47. King Balance schrieb am 23. Januar 2010 at 21:30 - Permalink

      Eine Gesellschaft von Schafen muss mit der Zeit eine Regierung von Wölfen hervorbringen. Wer mit der Herde geht, kann nur den Ärschen folgen.

      “An der Börse sind 2 + 2 nicht 4, sondern 5 – 1 !” – “An der Börse kann man tausende % Gewinn erzielen, aber nur 100% Verlust!”.

    48. Hannis schrieb am 23. Januar 2010 at 22:21 - Permalink

      Diese Hetze gegen die FDP ist doch lächerlich. Denkt jemand ernsthaft, die anderen Parteien haben nicht ebenso Dreck am stecken? Ja, sicherlich auch die LINKE (und das nicht “nur” durch ihre PDS/SED-Vergangenheit).

      Ebenso ist die teilweise extreme Kapitalismuskritik in diesem Blog bzw. dessen Kommentarbereich völlig Fehl am Platz – zumindest so lange jemand keine bessere Alternative aufzeigen kann, die vor allem REALISTISCH und UMSETZBAR ist. Die zahlreichen gescheiterten “Versuche” auf der Welt zeigen, dass Sozialismus/Kommunismus noch weitaus größerer Mist sind, als das, was man als Negativfolgen des Kapitalismus beobachten kann. Dieses System hat immerhin mehr Menschen in zivilisierten Ländern ein ordentliches Leben ermöglicht, als der Müll, der hier direkt oder indirekt als “sozial” und “gerecht” angepriesen wird.

    49. Graf Zahl schrieb am 23. Januar 2010 at 23:11 - Permalink

      Achtung Hannis, fast wäre das ein Beitrag mit konkreter Aussage geworden! Wieso ist das Anprangern der FDP-Klientelpolitik lächerlich?

    50. noone schrieb am 23. Januar 2010 at 23:44 - Permalink

      John Dean:

      Mein Vorschlag war eigentlich nur zynisch.
      Wenn Benachteiligte dieses Landes diese Partei schmieren, werden die Günstlinge des System eben mehr Geld spenden, um soziale Politik zu verhindern. Das eröffnet nur einen “Wettbewerb” und die Pfeffersäcke dieser korrupten Partei machen sich die Taschen noch voller.
      Würde also auch rational betrachtet wohl nicht funktionieren.

      Aber als spaßige Aktion wären
      * ?Obdachlose helfen der FDP? oder
      * ?Hungernde HartzIV-Familien sammeln für Westerwelle?.

      Das Obermotto wäre dann: Leistung muss sich wieder lohnen!?

      sicher gut, fraglich allerdings, ob das Erfolg hätte, die Medien würden darüber wohl kaum berichten.

      Ich finde aber, meine “angebotsorientierte Politik” wird hier zu wenig gewürdigt ;-)

    51. Shitop schrieb am 24. Januar 2010 at 10:06 - Permalink

      @ 47 Hannis

      Welchen Weg das politische System unter dem Einfluss der FDP einschlagen könnte, lässt sich bei “Hans-Hermann Hoppe: Demokratie. Der Gott, der keiner ist” nachlesen. Nach dieser Idee wird Alles der Privatwirtschaft überlassen, einschließlich der Justiz. Es sollte niemand sagen, er hätte es nicht ahnen können.

    52. Peleo schrieb am 24. Januar 2010 at 10:24 - Permalink

      Diese Hetze gegen die FDP ist doch lächerlich

      “Hetze”? Welche Hetze?

    53. Spiegelfechter schrieb am 24. Januar 2010 at 11:52 - Permalink

      @Fragender

      Es kann aber auch schlicht und ergreifend nur Neid sein weil man selbst nicht irgendeinem Klub, Verein, Partei oder sonstigen Gruppierungen angehört?

      ich halte es da mit dem alten Groucho Marx: “Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt.”

    54. H.H.Schmidt schrieb am 24. Januar 2010 at 12:07 - Permalink

      Also noch einmal zurück zur DKV. Diese Versicherung bietet bereits besondere Konditionen für bestimmte Berufsgruppen an. Siehe hier:

      Berufsgruppen, die man sowieso schon mit der FDP in Verbindung bringt . Warum dann also noch dieser FDP-Spezialtarif?

      Darüber nachdenken lohnt sich allemal!

    55. Shitop schrieb am 24. Januar 2010 at 14:38 - Permalink

      FDP-Sonderkonditionen: Jetzt auch für Taliban!

      “Aufkauf der Gotteskämpfer. Außenminister Guido Westerwelle kündigt ein Aussteigerprogramm für ehemalige Talibankrieger an. Er will die Alt-islamisten dafür bezahlen, dass sie den Kampf gegen den Westen aufgeben. Parteifreund Dirk Niebel nennt das Vorhaben eine “Perspektive” für Aussteiger. …”
      http://www.sueddeutsche.de/,tt2m1/politik/836/501096/text/

      Wer als einziges Werkzeug den Hammer kennt, sieht in der ganzen Welt nur Nägel. Die Mannschaft von der FDP glaubt, es wäre wirklich Alles käuflich. Dass in anderen Kulturen auch anders gedacht werden kann, dass nicht einmal “unsere” westliche lineare Denkweise überall gilt, das können sich diese wohl mit reduzierter Denkfähigkeit ausgezeichneten Ignoranten wohl nicht vorstellen. Diese Stümpertruppe in Berlin macht sich ja nur noch lächerlich.

    56. Fragender schrieb am 24. Januar 2010 at 17:10 - Permalink

      @SF

      ich halte es da mit dem alten Groucho Marx: ?Ich mag keinem Club angehören, der mich als Mitglied aufnimmt.?

      Ach Gott, dann hast wohl auch keine Freunde… :-D

    57. Gewaltfrei schrieb am 25. Januar 2010 at 08:53 - Permalink

      Welchen Weg das politische System unter dem Einfluss der FDP einschlagen könnte, lässt sich bei ?Hans-Hermann Hoppe: Demokratie. Der Gott, der keiner ist? nachlesen. Nach dieser Idee wird Alles der Privatwirtschaft überlassen, einschließlich der Justiz. Es sollte niemand sagen, er hätte es nicht ahnen können.

      Keine Angst, Shitop. Das ist sicher nicht der Plan. Bei der FDP handelt es sich letztlich auch um Sozialisten, gelbe Sozialisten halt. Sie wollen wie alle Parasiten weiter vom Geld der anderen leben und entscheiden, wem sie etwas wegnehmen und wem sie etwas geben, also Robin Hood spielen. In einer freien Gesellschaft ist das niemandem gestattet. Da gölten Eigentumsrechte. Du könntest also sicher sein, dass von deinem Geld kein Politiker Golf spielen würde, orange Pullover kaufen oder Maritim-Urlaube buchen könnte. Es könnte dir auch egal sein, ob eine Firma irgendeinem Club oder Verein Vorteile oder Rabatte einräumen würde, denn der Vorteilsnehmer hätte nicht die Macht, andere die Zeche zahlen zu lassen, indem er dem Vorteilsgeber durch Gesetze den Gefallen erwidern würde.

    58. salvo schrieb am 25. Januar 2010 at 09:27 - Permalink

      das hat mir sehr gut gefallen, umschreibt das doch die geistige Verfassung eines Marktlibertären

      “The libertarians and their Austrian-Neoliberal clones do. Of course libertarians don?t live in the world that is, but in the world that ought to be, or as Reinhold Niebuhr put it, in their ?paradise of innocence.?”

      http://www.nakedcapitalism.com/2010/01/quelle-surprise-proposed-restrictions-on-proprietary-trading-are-a-joke.html

    59. John Dean schrieb am 25. Januar 2010 at 10:01 - Permalink

      Den hier aufschlagenden Rechtslibertären rollen ja dicke Kullertränen aus den Augenwinkeln wegen des Sozialstaats und überhaupt ob der Existenz eines Staates an sich, welcher angeblich die “freie” Entfaltung des Privateigentums qua Steuern und Gesetze hemmt. Sie wollen doch nur unser aller Bestes, nämlich die totale Diktatur eines radikalisierten Kapitalismus. Alles geht, Eigennutz ohne jede Hemmung und maximal mit “Minimalstaat” mit Minimalsteuern. Tja. Das ist, was ihr wollt. Bösartige “Hetze” sei es, wenn hier beschrieben bzw. befürchet wird, wie die FDP funktioniert. Nämlich als Klientelistendreckspartei. Und weil die FDP (noch?) nicht ganz so radikal wie die Rechtslibertären tickt, erklären sie der FDP ihren Bann: “Sozialdemokraten!”.

      Schlimmeres können sich Rechtslibertäre nicht denken.

      Hey, Rechtslibertäre!!

      Ich habe einen super Vorschlag für euch, die ihr ja so “staatskritisch” seid. Es gibt da einen Staat mit unter 10 Prozent Staatsquote und einem Steuersatz für Unternehmen von lediglich rund 10 Prozent. Die Gesetze, die dieser Staat erlässt, werden nicht durchgesetzt – behelligen euch Rechtslibertäre nicht. Wenn ihr wolltet, könntet ihr dort z.B. Kekse aus stinkendem Schlammm verkaufen. Kein Lebensmittelrecht, keine Lebensmittelkontrolle würde euch stören.

      Die für euch gute Nachricht, liebe Rechtslibertäre Extremisten:
      Dieses Land existiert. Euer Paradies!

      Haiti. Dort werden tatsächlich Schlammkekse verkauft. Vier Stück zu 5 Pence. “Freier” Kapitalismus.

      Alles, was ihr euch wünscht.

    60. Goldener Reiter schrieb am 25. Januar 2010 at 12:37 - Permalink

      @52Peleo
      FDP-Anhaenger bewerten jedwede Kritik, ja jede noch so kleine Meinungsabweichung als “linksradikale Hetze”.
      Sektenmitglieder sind so ;)

      Ansonsten faellt mir zu unseren Lobbyralen vor allem so viel ein:

      Zu kaisers Zeiten hat die damalige “Staatsfeindliche Partei Deutschlands” fuer ihre Mitglieder und deren Millieu allerlei Angebote und wirtschaftliche Hilfe organisiert.
      Kein Wunder, dass sie sich trotz Sozialistengesetze zur staerksten Partei hocharbeiten konnte.

      Und wie sieht es heute aus???

      Scheint mir, die LINKE koennte so einiges von den echten Staatsfeinden der Gegenwart lernen.
      Leider ist sie wohl lernunwillig.

      In die FDP trete ich aber trotzdem nicht ein, auch wenn es wirtschaftlich sinnvoll ist.
      Eher schiesse ich mir eine Kugel in den Kopf!

    61. Peleo schrieb am 25. Januar 2010 at 12:39 - Permalink

      Nochmal zur Mövenpick-Spende: Leyendecker von der SZ, der ja allgemein als investigativer Journalist gilt, sieht keinen direkten Zusammenhang mit der Hotel-MwSt. Das sei halt eine “Richtungsspende”, weil von Finck die FDP halt so mag. Ich bin verwirrt.

    62. John Dean schrieb am 25. Januar 2010 at 12:52 - Permalink

      @ Peleo

      Es ist natürlich immer ein gutes Stück Interpretation bei der Bewertung dieser Vorgänge. Herr Leyendecker, der ein außergewöhnlich guter Journalist ist, wiegelt gerne einmal ab bzw. hält sich andere Wertungsoptionen offen, wenn nicht alle Dinge bis ins letzte Detail belegt sind.

      Wenn man aber den Weg nachgeht, den der Spiegel (!) beschrieben hat, und zwar hinsichtlich der Details in den Koalitionsverhandlungen als auch im dazu passenden politischen Vorfeld, dann hat man auch bei offener und voruteilsarmer Haltung sehr schnell den Eindruck,

      1) dass DEHOGA und FDP auf Funktionärseben sehr eng verbandelt sind bis hin zur Ausarbeitung gemeinsamer politischer Strategien
      2) dass die FDP bei der DEHOGA außerordentlich wohlgelitten ist und von den führenden Mitgliedern bejubelt wird
      3) dass Baron von Finck (bzw. Erben) und die DEHOGA ebenfalls sehr enge Bande unterhalten

      Es spricht einiges dafür, dass Baron von Finck bzw. Mövenpick (u.a.) bei ihren Spenden nicht nur herzenswarm wurden, weil “die Richtung” der FDP so stimmig ist, sondern auch, weil sie selbst von der Umsetzung einer bestimmten Klientelpolitik zigmillionenschwere Vorteile hatten. Dafür spricht, dass auch die CSU von Finck immerhin 800.000 Euro erhalten haben – mit ähnlichen Vernetzungen und ganz gewiss nicht aus Ärger über das Hotelerbenbeschleunigungsgesetz.

      Natürlich bleibt bei diesen Wertungen immer ein Rest an Spekulation und Interpretation, jedenfalls solange, bis wir eine Totalüberwachung von Politikern haben…

      Ich wüsste nicht, wie der Zusammenhang zwischen einer bestimmten Politik und den getätigten Parteispenden deutlicher ausfallen könnte – außer vielleicht durch Geständnisse der Beteiligten.

      Die werden sich hüten.

    63. karola Schramm schrieb am 25. Januar 2010 at 14:04 - Permalink

      Hallo liebe spiegelfechter,
      ich hab da mal eine Frage: Koennen diese grossen Unternehmen eigentlich ihre grossen Summen Spendengeld wieder von der Steuer absetzen ?
      Wenn ja, finanzieren wir, bzw. ich, doch diesen ganzen “Salat”mit — ?
      Karola

    64. Metallkopf schrieb am 25. Januar 2010 at 14:39 - Permalink

      Keine Sorge, liebe Freunde. Wenn Ihr in der Gewerkschaft seid, dann ist auch für Euch gesorgt.

      http://www.verdi-mitgliederservice.de/

      Aber nicht jeder Rechtgläubige kann bei ver.di sein. Deshalb gibt’s für Reisewillige Sozen immerhin auch was:

      http://www.spd-reiseservice.de/

      Die haben übrigens den gleichen Vorteil bei MARITIM wie die Liberalen. Allerdings ist der Buchungscode anders. Der heißt dort SPD199.

      Also. Entspannt Euch, Leute… Lächeln, winken, weitergehen!

    65. John Dean schrieb am 25. Januar 2010 at 15:13 - Permalink

      @ Kopfmetall

      Ja, es gibt eine ganze Menge sogenannter “Marketing-Zusammenarbeit” und Formen von “Kreuzmarketing”. Ich finde das auch dubios, allerdings sind die dabei realisierten “Vorteile” für die SPD- bzw. Gewerkschaftsmitglieder ausgesprochen laaangweilig. So zweifelhaft es ist, dass sich eine Parteiorganisation gegen gutes Geld als Versicherungsdrücker betätigt, so wenig erkenne ich hier für die Mitglieder einen echten Vorteil. Die sogenannten “Spezialtarife” sind i.d.R. sogar unvorteilhaft, und die sogenannten Rabatte echt lahm – da holt jeder gewöhnliche Versicherungsmakler bzw. jedes gewöhnliche Reisebüro deutlich mehr raus.

      Kopfmetall, Ich sehe allerdings nicht, dass man bei Verdi oder der SPD eine vergünstigte Krankenversicherung bekommt. 5 Prozent auf eine Krankenversicherung sind für Besserverdiener (pro Monat) schon ein rundes und beachtliches Sümmchen.

      Auch sind die “kalten Kosten” bzw. Vertriebskosten anteilig bei einem Krankenversicherungsprodukt deutlich geringer als bei den üblichen Nepp-Angeboten zur “Vorsorge” im Rahmen von privaten Lebens-, Zusatz- oder Rentenversicherungen. Das ist durchaus relevant – und das sogar sehr, um das FDP-Spezialangebot richtig einschätzen zu können.

      Lieber Freund Metallkopf, wo finde ich den Krankenversicherungstarif von Verdi, DGB oder SPD? Sie wissen das bestimmt. Oder?

    66. Metallkopf schrieb am 25. Januar 2010 at 16:00 - Permalink

      Klar, gerade ver.di hat da doch einige Zusatzversicherungen am Start, die den Mitgliedern da schmackhaft gemacht werden. Dass die Partnerschaft mit Privatversicherern bei ver.di eher stiefmütterlich gesehen wird, könnte an der anderen – Schockschwerenot! – Klientel liegen. Die Wahrscheinlichkeit für die Masse der Gewerkschafter, sich komplett privat krankenversichern zu können, ist schätzungsweise gering, bzw. dürfte dort, wo entsprechend verdient wird, der Konzern bereits einen entsprechenden Tarif bei bestimmten Anbietern bereithalten.

      Ob das ganze wirklich einen tatsächlichen Nutzwert hat, naja, das muss dann schon jeder für sich ausmachen. Ich könnte jedenfalls, selbst wenn mich der Scheitan ritte und ich nur für eine Privatversicherung in die FDP strebte, nur enttäuscht werden. Dank Ulla Schmidts Abschiedsgeschenk verdiene ich auf Jahre hin nicht soviel, dass es für ein Überschreiten der Pflichtversicherungsgrenze langte.

      Was genau werfen Sie also jetzt der FDP, bzw. der DKV vor? Dass das vorliegende Angebot ausnahmsweise kein Nepp ist? Soviel mir bekannt, böte die DKV ähnliche Tarife auch für jede andere Partei, bislang habe allerdings nur die FDP im Rahmen des Netzwerks Interesse gezeigt. Dass die FDP bemüht ist, hier echten Mehrwert anzubieten, und dies im Hinblick auf die Gruppenversicherung auch gelungen ist, ist doch eine feine Sache. Wie groß wäre denn der Hohn im Justemilieu, wenn sich herausgestellt hätte, dass die FDP ihre Mitglieder in dieser Hinsicht einfach kolossal bescheißen würde? Jetzt ist dem nicht so, also wittert man faules Spiel…

      Seien wir ehrlich: Die Neiddebatte hinsichtlich der Privatversicherung stellt sich doch für den allergrößten Teil der Nicht-FDP-Mitglieder schon allein aufgrund von elf Jahren sozialistischer, auf die Einheitskasse hin orientierter Gesundheitspolitik nicht. Die werden ohnehin über Leichen vorwärts in der GKV zementiert und kämen unter dem bestehenden System nicht mal ansatzweise in die Versuchung, überhaupt wählen zu müssen.

      Egal wer, man lässt sich durchaus gern subventionieren. So auch B90/DIE GRÜNEN in ihrer Einladung zum Landesparteitag Sachsen-Anhalt Dezember 2007:

      Bitte denkt bei Eurer Anreise mit der Bahn an den Großkundenrabatt. Alle Mitglieder von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN erhalten bei Angabe der Großkundennummer einen Rabatt von 7,5% auf den Normalpreis. Weitere Informationen hierzu findet ihr im Extranet der Bundespartei.”

      Nun sind die Grünen programmatisch ohnehin seit eh und je eher der Schiene zugetan als der Autobahn, aber das ist bei FDP und PKV schließlich auch nicht entscheidend anders, oder?

    67. salvo schrieb am 25. Januar 2010 at 16:21 - Permalink

      apropos Mythos der Vorteile der PKV gegenüber den GKV verweise ich kurz auf einen Beitrag in der Diskussion um die Reform des maßgeblich auf private Versicherungen basierenden Krankenversicherungssystems in den USA

      “Public health insurance entities such as Medicare do not evaluate risk because they are universal. Therefore, they save the major cost associated with private health insurance. They pay their personnel at civil servant salary scales and are under no obligation to provide a return to shareholders via dividends or meet a target rate of return. Insurance in general, therefore, strikes me as something which is intrinsically a service that the public sector can competently provide at lower cost than the private sector, and from the standpoint of the entire population, selective provision of private health insurance is invariably inferior to universal public provision. US private insurance is extraordinarily inefficient and many of the criticisms you level against your post office are replicated in spades at our insurance companies.”

      http://www.nakedcapitalism.com/2010/01/health-care-time-for-obama-to-cross-the-rubicon.html

    68. Karl Heinrich schrieb am 25. Januar 2010 at 21:44 - Permalink

      @salvo #67 [citing Naked Capitalism]

      Insurance in general, therefore, strikes me as something which is intrinsically a service that the public sector can competently provide at lower cost than the private sector, and from the standpoint of the entire population, selective provision of private health insurance is invariably inferior to universal public provision

      Ja, toll – aber Moment mal, was war das heute mit Kassendefiziten und Zusatzbeiträgen ;-)
      There is no free lunch.

    69. salvo schrieb am 25. Januar 2010 at 22:17 - Permalink

      “Ja, toll ? aber Moment mal, was war das heute mit Kassendefiziten und Zusatzbeiträgen”

      yes, and don’t forget that it has been the german politics’ task to burden the costs of solidar health covering onto the public sector whereas the private has been given the benefit to make profits by providing insurance to the higher incomes

      If you had informed yourself first you would know that it was the private insurance ccorporations who lobbied against the public option to be eliminated from the reform bill by arguing that it would be unfair to compete with public health providers

      “”if its government, the private insurers will be ‘unfairly’ deprived of profits for how can they ever be expected to compete with government”"

      http://ataxingmatter.blogs.com/tax/2009/10/public-optionresurrected-from-the-dead.html

      vaafanculo p.d.m. :-)

    70. John Dean schrieb am 25. Januar 2010 at 22:25 - Permalink

      @ Metallkopf

      Die Wahrscheinlichkeit für die Masse der Gewerkschafter, sich komplett privat krankenversichern zu können, ist schätzungsweise gering, bzw. dürfte dort, wo entsprechend verdient wird, der Konzern bereits einen entsprechenden Tarif bei bestimmten Anbietern bereithalten.

      Das finde ich, ist ein stichhaltiges Argument.

      Ja – und natürlich passt dann ein privater KV-Tarif besser zu FDP-Mitgliedern. Insofern liegt es wirklich näher, gemessen an gängiger gesellschaftlicher Praxis, auch in diesem Fall (also: der FDP) von einem typischen Ausdruck der Marketing-Denke (welche ja – wie zu sehen – auch bei Verdi und SPD Einzug gehalten hat) auszugehen.

      Und auch Ihrer Aussage, welche das andere Ende der Wertung auslotet: “egal, man lässt sich eben gerne subventionieren” kann ich folgen. Richtig, auch andere Parteien wären für solche Angebote zu haben. Zeitgeist eben.

      Danke für die sachliche Argumentation!

      Was Sie wiederum zum “justemillieu” schreiben, erscheint mir – pardon – doch eher schlecht begründbar. Ein derartiges, einheitliche Millieu kann ich nicht erkennen. Denkbarer ist für mich der Fall, dass – aus politischer Abneigung heraus – hier ein angebliches Millieu herbeigedacht wurde. Anders gesagt, diese Begrifflichkeit hat weniger mit präziser Beobachtung politischer Umstände zu tun, so scheint mir, und mehr mit politischen Affekt. Wenn Sie dann schreiben:

      Seien wir ehrlich: Die Neiddebatte hinsichtlich der Privatversicherung stellt sich doch für den allergrößten Teil der Nicht-FDP-Mitglieder schon allein aufgrund von elf Jahren sozialistischer, auf die Einheitskasse hin orientierter Gesundheitspolitik nicht. (…)

      Nunja, Metallkopf: Das klingt vor allem nach persönlicher Unzufriedenheit. Sie möchten eben gerne eine PKV haben. Ob gesetzliche KV nun vor allem Ausdruck eines herrschenden “Sozialismus” ist, kann man mit nüchternen politischen Verstand auch bestreiten. Der pauschalisierende Vorwurf “Sozialismus!” vernebelt das politische Denken – das wäre meine Kritik. Ähnlich übrigens, wie sich (oftmals) der Begriff des vermeintlichen oder echten Neoliberalismus auswirkt. Zu pauschal, Herr Metallkopf – zu hartsinnig.

      Das gesetzliche KV-System hat auch allerhand privatwirtschaftliche Züge (das lässt sich kaum bestreiten) und dazu Merkmale von Sozialstaatlichkeit, Bürokratie und – in kleineren Teilen würde ich sagen – eines in ein Marktsystem eingebetteten “Sozialismus”. Das sind dann aber jeweils durchaus unterschiedliche Schuhe – und diese drücken an je unterschiedlichen Stellen… – übrigens ist ja gerade der privatwirtschaftliche Teil der Gesundheitsversorgung (Stichwort unter vielen: Pharmavertriebspraktiken) nicht völlig problemfrei.

      Der sachliche Gehalt Ihres Vorwurfes eines Trends zur “Einheitskasse” ist meines Erachtens nur vordergründiger Art – und hält nicht einmal die gröbere statistische Beschau aus. Denn tatsächlich hat sich ja der Anteil der PKV und von privatwirtschaftlich geführter Krankenhausversorgung in den letzten Jahrzehnten recht kontinuierlich ausgeweitet – und sogar zu gewissen Systemproblemen geführt (Stichwort unter vielen: Rosinenpickerei, Risikoausschlüsse).

      Und bitte: Die politischen Aktionen in Richtung “Einheitskasse” bzw. die letzten Reformen von Ulla Schmidt sind wirklich Dreckmist. Es gibt vielleicht einige (wenige) gute Teile an diesen Reformen (Risikoausgleich halte ich für eine gute Idee), aber in der Summe taugt es nicht viel, ausgerechnet den Preiswettbewerb und die Kassenvielfalt aus dem Gesundheitssystem ausschließen zu wollen.

      Ich vermute, an dieser Stelle sind wir uns so einigermaßen einig, Herr Metallkopf.

    71. Shitop schrieb am 26. Januar 2010 at 11:42 - Permalink

      Das DKV-FDP-Modell scheint ja offensichtlich viel versprechend zu sein.
      Warum sonst sollte die “Investment-Legende Buffet” bei der Münchener Rück, der “Groß-Mutter” der DKV ein einsteigen. (http://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/0,1518,674069,00.html)

    72. Outlook schrieb am 6. Februar 2010 at 18:24 - Permalink

      Auch in Westerwelle steckt ein Stück Realitätssinn, wenn er in München für eine strategische Partnerschaft mit Russland wirbt und Medwedews europäischen Sicherheitsvertrag diskutieren will.

      Vom “grünen” Joscka hört man solche Töne nicht.

      Vielleicht erreicht der Westerwelle außenpolitisch mehr als der Steinmeier.

      Und auf Schnäppchenjagd waren ja heute wieder sehr viele und aller Couleur.


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