BILD ist beleidigt!
26. Juni 2007 von Spiegelfechter - Drucken
„Es geht nicht um eine deutsche Kanzlerin mit „Migrationshintergrund“, sondern um 80 Millionen Deutsche, die chronisch zum Beleidigtsein und unvorhersehbaren Reaktionen neigen. Es geht um Meinungsfreiheit, den Kern der Aufklärung und der Demokratie, und um die Frage, ob Respekt, Rücksichtnahme und Toleranz die richtigen Mittel im Umgang mit Kulturen sind, die sich ihrerseits respektlos, rücksichtslos und intolerant gegenüber allem verhalten, das sie für undankbar, provokativ und unfair halten.“
So hätte es ein polnischer Broder in diesen Tagen schreiben können, wenn er den Karikaturenstreit zwischen Warschau und Berlin polemisch kommentiert hätte. Polnische Flaggen wurden von aufgebrachten BILD-Redakteuren bislang noch nicht verbrannt, aber das beleidigte Gehabe in den Redaktionsbüros des Blattes nimmt bereits tragische Züge an.
Es ist schwer über die Kartoffel-Zwillinge (TAZ) etwas positives zu schreiben – aber Ziel einer von BILD initiierten „Beleidigte-Leberwurst-Kampagne“ zu werden, haben die drolligen Kerlchen sicher nicht verdient.
Doch was ist passiert? Eine polnische Zeitschrift hat auf ihrer Titelseite eine Photomontage mit der Merkelin, in der barbusigen Version der Kapitolinischen Wölfin mit den Kartoffel-Zwillingen an ihren Zitzen, veröffentlicht. Damit wurde die Prophetin der Springer-Mullahs natürlich in unentschuldbar infamer Art und Weise durch den Dreck gezogen. Aber seit 5.45 wird zurückgeschossen. BILDs Mann für dumme Äußerungen aus der CSU, Außenexperte Eduard Lintner, poltert auf Kommando beleidigt los:
Die Polen sollten aufhören, sich mit Geschmacklosigkeiten zu überbieten. Irgendwann schlägt das auf die Stimmung in Deutschland durch, die momentan noch sehr hilfsbereit ist.
Und was es heißt, wenn die Deutschen die Geduld verlieren, sollte doch gerade der Pole wissen!
Nebenbei zeigt sich hier Lintners Verständnis von Pressefreiheit. Ein polnische Zeitschrift ist also gleichbedeutend mit “die Polen”. Hoffen wir mal, dass man im Ausland differenzierter vorgeht und BILD nicht für “die Deutschen” hält.
Satire findet ihre Grenze dort, wo sie die Würde anderer beschädigt!
Dies ist ein Satz, den man aus Kreisen der CSU bei der Veröffentlichung der Mohammed-Karikaturen sicher nicht gehört hat.
Es ist ja auch eine Frechheit – unsere große Kanzlerin, Frau Dr. Merkel, zu „verhöhnen“. Gerade sie, die als Mischung von Florence Nightingale, Mutter Teresa und einem Drahthaardackel bereits mehrfach die Welt gerettet hat, die ihr daher zu immerwährenden Dank verpflichtet ist. “Ist das der Dank?“ fragt BILD. Gerade der Pole! Von ihm hätte man doch mehr erwartet. Kennt er doch Deutschland und seine Spargelfelder, Schlachthöfe und Baustellen aus dem Effeff. Aber Undank ist der Welten Lohn und wer so phänomenal erfolgreiche Politik wie die uckermärkische Landfrau betreibt, hat viele Neider.
Warum „die Polen so aggressiv sind“, erklärt uns in BILD Prof. Stürmer, WELTs Experte für die östlichen Protektorate:
In der Politik wie im Leben ist Dankbarkeit ein Gefühl von kurzer Dauer.
„Dankbarkeit“ ist ja auch ein klassisch politischer Begriff. Vielleicht sollte man einmal Herrn Putin fragen, wie er die Dankbarkeit des Westens einschätzt, dafür dass die Sowjetunion der deutschen Wiedervereinigung zugestimmt hat und sich ohne größeres Murren aus den osteuropäischen Satellitenstaaten zurückgezogen hat. Herr Wörner war ja einst so dankbar, dass er Russland versprach, die NATO würde sich nicht östlich der Oder ausdehnen. Nun ist Russland von dankbaren NATO-Truppen umzingelt – so kann man seine Dankbarkeit auch demonstrieren.
Auch könnte man Herrn Kohl fragen, wie viel „Dankbarkeit“ seine Ziehtochter aus dem Osten ihm entgegengebracht hatte, als im Rahmen der Spendenaffäre der Wind um ihn herum eisig wurde. Herr Kohl wird sicher Oden an die Dankbarkeit der Merkelin singen können. “An Schäbigkeit kaum zu überbieten?” - da muss er sicher falsch zitiert wurden sein.
Aber Fairness gehört nicht zur Erziehung der Kaczynski-Zwillinge.
Die Kartoffel-Zwillinge sind schlecht erzogen und unfair – und „Fairness“ ist ja auch so ein klassisch politischer Begriff. Das wissen die Entwicklungsländer spätestens seit Merkels sensationellem Erfolg beim G8-Gipfel. „Fairness“ zeichnete die Politik Merkels und ihrer Vorgänger schon immer aus.
[Polen] Man will die Vorteile der EU haben, aber sonst frei agieren, beschützt von den USA. Das gibt es aber in der realen Welt nicht.
Diese Worte aus Stürmers Mund? Einem der entschiedensten Befürworter eines polnischen Raketenabwehrsystems? Man biegt sich die Argumente halt so, wie sie gerade passen.
BILD kennt die „Giftzwerge“ gut und fragt im Namen ihrer Leser, ob sie größenwahnsinnig sind.
Polen (knapp 40 Mio. Ew.) will Einfluss in der EU – wie das doppelt so große Deutschland (80 Mio. Bürger), Frankreich oder Großbritannien (je 60 Mio.)!
Man sollte der BILD-Redaktion mal erklären, was eine Quadratwurzel ist. Die Quadratwurzel von 80 ist schon größer als die Quadratwurzel von 40, liebe BILD. Dass das Quadratwurzelmodell aus wissenschaftlicher Sicht das Modell ist, welches im zutiefst undemokratischen Prozess der EU-Abstimmungen das sogenannte Demokratie-Defizit minimiert, muss ein BILD-Redakteur natürlich nicht wissen; Paris Hiltons Körbchengröße ist da sicher wichtiger.
Diesen Satz wird allerdings kaum jemand lesen, denn bereits die ersten Sätze dieses “Artikels” lassen den Leser entweder mit einem Lach- oder mit einem Weinkrampf zurück:
Was müssen wir uns von diesen Polen eigentlich noch alles gefallen lassen? Seit Jahrzehnten gibt es in Europa niemanden, der mehr für Polen getan hat als ausgerechnet wir Deutsche!
Das stimmt natürlich. „Wir Deutsche“ wollten Polen schließlich in einem Verteidigungskrieg präventiv vor dem bösen Iwan retten, was „leider“ nicht so ganz funktioniert hat. Um Millionen Polen haben „wir Deutsche“ uns liebevoll in Entlausungsstationen gekümmert – es gibt wahrlich niemanden, der mehr für diese undankbaren Polen getan hätte, als „ausgerechnet wir Deutsche!“. Was müssen wir uns von diesen Polen eigentlich noch alles gefallen lassen?
BILD kämpft für uns! Danke BILD!
Jens Berger
p.s.: Die “polnische” Montage habe ich aus ästhetischen Gründen nicht abgebildet.
Bildnachweis: Spielerzwei.de, Lenta.ru, 2x Ria-Nowosti, Titanic-Magazin
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Was müssen wir uns von diesen Polen eigentlich noch alles gefallen lassen? Seit Jahrzehnten gibt es in Europa niemanden, der mehr für Polen getan hat als ausgerechnet wir Deutsche!
Wieder mal sehr scharf beobachtet!
Von wem stammt eigentlich der Satz:
“Satire findet ihre Grenze dort, wo sie die Würde anderer beschädigt!”
???
Nebenbei bemerkt könnte er auch von mir stammen, aber das tut er nicht …
@1:
Es war lt. der Süddeutschen sueddeutsc... CSU-Außenexperte Eduard Lintner.
Den findet man bei der Partei wiederum unter csu-landes...
Allerdings hätte ich ohne den tollen Satz nie darüpber nachgedacht, wer das überhaupt ist.
Ausserdem finde ich den Text wieder einmal eine Offenbarung an klarem Verstand.
Andere Blogger waren entschieden Böser:
“Die CDU / CSU zeigt sich düpiert ob des Titelbildes der polnischen
Zeitung Wprost, auf dem die Kanzlerette, die
Besser-Als-Erwartet-Frau, die “Wir erwägen ernsthaft mal drüber
nachzudenken”-G8-Erfolgsvermittlerin, als barbusige Nuckelhupe für
die polnischen Kartoffelbrüder abgebildet wird.
Wo liegt das Problem? Nach Jahren der Schmähungen und des
Spots wird uns’ Angela erstmals als Frau wahrgenommen und dann
ist auch nicht gut?
Näher wurde diese Frau noch nie in die Nähe eines sexuellen
Wesens gerückt - und das ist eine viel größere Schmähung als sie
hier auf den Leib einer wohlgeformten 21jr zu montieren.”
siehe Batz nochetwass...
Also mal überlegen……. Die BIld ist beleidigt…. weil Polnische Satiriker
ihre Kaczinskitwins an den ´”nackten Busen” unserer Miss World gepinnt haben?????????
Also mal ganz ehrlich wer hier beleidgt sein sollte liegt doch wohl auf der Hand, oder????
Erstens, denke ich das, auch von den Lesern des Spiegelfechter, keiner ungefragt nackig in der Zeitung abgebildet werden möchte.
Richtig???
Und zweitens wer wünscht sich bitte an MissWorld ihren Busen????
Ich nicht!!!!!!!
Ich finde den Neologismus Springer-Mullahs weltklasse!!!!
Großartiger Text und so wahr. Danke.
Was gerne vergessen wird: Das polnische Blatt gehört zum….Springerkonzern.
“Satire findet ihre Grenze dort, wo sie die Würde anderer beschädigt!”
So’n Scheiß, was hat denn das dann noch mit Satire zu tun? “Satire darf alles”, so steht’s geschrieben.
@6 SVEN:
lt. de.wikiped...
gehört das Blatt NICHT Springer…
@7
YES !
@7
Das Zitat in voller Länge:
Die Satire muss übertreiben und ist ihrem tiefsten Wesen nach ungerecht. Sie bläst die Wahrheit auf, damit sie deutlicher wird, und sie kann gar nicht anders arbeiten als nach dem Bibelwort: Es leiden die Gerechten mit den Ungerechten. […] Was darf die Satire? Alles
Kurt Tucholsky
> Was gerne vergessen wird: Das polnische Blatt gehört zum….Springerkonzern.
Gibt es dafür Quellen, die diesen Fakt belegen?
Hallöle
Selten guter Artikel. Die Bild-Zeitung outet sich immer mehr als ausländerfeindliches Hetzblatt.
Grüssle
Wahrscheinlich sind die beim Springer-Verlag einfach nur beleidigt, dass sie nicht auf diese Satire gekommen sind…
Jetzt muss man mir nur noch erklären, warum die Quadratwurzel das Demokratiedefizit in der EU minimiert…
Das Blatt gehört wohl zu 60% dem Chefredakteur Marek Krol
Ex Propagandamensch beim Geheimdienst jetzt Antikommunist und einer der 100 reichsten Polen, die Zwillinge hält er für “Idioten” die Satire ging also auch gegen sie.
Alles hastig ergugelt also keine 100% Gewährleistung von mir. ;-)
wprost.pl/...
pl.wikiped...
pl.wikiped...
berlinonli...
3sat.de/3s...
Pax
Hallo,
Spiegelfechter wird mir immer **********(”Schleim” - Selbstzensur)
da fallen mir doch glatt ein paar Fragen ein:
- Warum gerade in Polen amerikanische Raketen?
- Gegen wen richten sich diese Raketen noch - gegen Ost - gegen West?
- Wer hat auf dem heiligen Damm denn von seiner britischen Insel her gemurrt?
- Warum hört man von dem nichts?
- Ist in GB alles in Butter gegenüber Teutonien?
- Spielt Polen eine Rolle - wer steht hinter diesen “Mächtigen”?
- Brauchen die US-Amerikanischen Interessen einen willigen Helfer in “Europa”?
- Schon mal was vom “Pfahl im Fleisch” gehört?
- Wer hatte auf das Nachkriegspolen (und das trotz “stalinistischem Terror”) so einen großen Einfluß?
- Welche Rolle spielte und wer bezahlte Lech Walesa, welche Rolle spielen und wer bezahlt die Kaczynski-Brüder?
- Welchem imperialistischen Machtblock ist der Europäische imperialistische Machtblock ein Dorn im Auge?
- Sind wirklich an allem “die Russen” schuldig?
Fragen über Fragen…
Stark bleiben!
@2 PS
Der Herr Lintner ist schon ein Faszinosum - in meinen fünf BILD-Beiträgen “durfte” ich ihn bereits drei mal zitieren:
BILD kämpft gegen die Mullahschwebebahn!”
BILD rettet die freie Welt!
Er scheint BILDs Kasper für alles mögliche zu sein.
Wobei bei der CSU ein Außenpolitikexperte ja bereits jemand ist, der weiß, dass die Semmel in Hamburg “Rundstück” und in Berlin “Schrippe” heißt. Obgleich ich bezweifele, dass Lintner dies weiß ;-)
Ich glaube Frau Merkel wäre froh wenn sie solche schönen Brüste hätte.
Ja, und damit finde ich ist auch schon alles wichtige gesagt.
… schon seit 1939 wissen wir: Der Pole provoziert! Erst zwang er uns “zurückzuschießen” und löste dadurch den 2. Weltkrieg aus. Und dann gab er auch noch unverschämterweise uns Deutschen die Schuld am Tod von sechseinhalb Millionen polnischer Bürger. Okay, so ein bissi mag ja da was dran sein. Aber das ist doch noch lange kein Grund, uns deshalb nach dem Krieg ständig die Autos zu klauen, unsere Prostituierten preislich zu unterbieten und fleißigen deutschen Spargelstechern und Erdbeerpflückern den Arbeitsplatz wegzunehmen. Und jetzt wollen sie auch noch in der EU mitreden und beleidigen sogar unsere geliebte Kanzlerin. Der Pole nervt eben nach wie vor.
Daher hat “Bild” recht. Und es sollten sich alle aufrechten Europäer die Frage stellen: Wie lange sollen wir uns eigentlich noch von diesen Polen terrorisieren lassen?!
Gruß Ben
Schlagzeile vom 01.09.2007:
Bild deckt auf: 6 Millionen Polen begangen Selbstmord! Deutschland unschuldig……?
Grüssle
Dazu passend, ist folgende Meldung aus dem Titanic-Newsticker:
[22.06.2007]
Neuer Vorstoß im EU-Stimmenstreit
In der Debatte um die Stimmenverteilung innerhalb der EU ist Polens Premier Kaczynski mit einem neuen Vorschlag vorgeprescht: Polen will bei der Verteilung auch seine sechs Millionen Toten aus dem Zweiten Weltkrieg angerechnet wissen. Der Vorschlag stößt bei EU-Ratspräsidentin Angela Merkel auf Unverständnis: “Aber – das hat doch damals alles uns gehört! Dann müßten doch wir die zusätzlichen Stimmen kriegen!”
Einfach genial, ich mache mir nur manchmal wirklich schon Sorgen, wieviele Menschen in Deutschland und vor allem im Ausland diesen Bild-Sch… glauben…
diese polnischen zwillinge sind unter aller kanone, das ist doch wohl schonmal fakt! bild hin oder her. da sollte man auch nicht den 2. WK heranziehen, um irgendetwas zu “relativieren”. deutschland hat seit kriegsende tatsächlich viel für polen getan… aber die regierung dort will mehr! die zwillinge schaden doch nur dem ansehen ihres landes, wie man auch an den reaktionen anderer länder sehen kann. also spiegelflechter, nicht zu weit nach links aus dem fenster lehnen. es gibt auch fälle, wo bild gar nicht mal so unrecht hat…
Liebster Rocky,
ob die Zwillinge ein paar Widerlinge sind oder nicht ist vollkommen schnuppe. Wenn jemand wegen einer Karikatur einer einzigen Zeitung von “Die Polen” spricht, dann hat er nicht mehr alle Meisen beisammen im Kopf. Ich will auch nicht, dass von “Den Deutschen” gesprochen wird, wenn man “Die Bild” meint.
Das hat aber mal sowas von gar nichts mit “Links aus dem Fenster lehnen” zu tun.
Was sollen “Die Polen” denn deiner Meinung nach machen? Ihr Regierung stürzen, weil sie das Ansehen Polens in der Welt schädigen? Komisch, daß sich gerade die Bild an soetwas stört, wo doch die Nibelungentreue zum transatlantischen Bündnis tief im Kodex verankert ist. Und da hätte man derweil ein paar Aufregerthemen mehr zur Hand, als ein peinliches - aber ziemlich gängiges - Geschacher bei EU-Verhandlungen. Vielleicht sagt Dir das legendäre “Ich will mein Geld zurück” noch was? Oder französische Agrarsubevntionen und die davon abhängigen Bauern?
mal gaaaaaanz abgesehen davon, wie unser aller Lieblingskanzler Kohl seinerzeit so im Ausland herumgetrampelt ist.
@wonko
Schön gesagt - da kann ich mir meine Antwort ja fast sparen ;-)
@Rocky
Als Ergänzung zu Wonko:
Es geht mir um die Scheinheiligkeit der Diskussion. Fragt irgendeiner, was an der neuen “EU-Verfassung”, die nicht so heissen darf, eigentlich “gerecht” und “demokratisch” ist. Es fehlt um das Demokratiedefizit, das von BILD ignoriert wird. Dafür erhebt BILD die Deutungshoheit für Begriffe wie “Dankbarkeit”, “Fairness” und “gute Erziehung” - gerade dies ist ein Hohn, wenn es von der BILD kommt.
Die Kartoffel-Zwillinge haben damit wenig zu tun - auch ihnen geht es mehr um Macht als um Demokratie, das ist klar. Zufällig entspricht aber das Modell, das Polen anscheinend begünstigt, dem bestmöglichen demokratischen Vorstellungen.
Noch schöner wäre die Satire mit zusätzlich Papa George W. gewesen.
Ich finde an dieser Stelle ein paar Zitate vom Satire-Großmeister Ephraim Kishon ebenfalls passend.
“Der Humorist ist ja nicht ernst zu nehmen. Und merkwürdigerweise klingen alle diese fürchterlichen Dinge gar nicht so fürchterlich, wenn man sie in Humor verpackt. Dann kann man den Menschen die bitterste Wahrheit zu schlucken geben, und sie werden sich köstlich darüber amüsieren.”
Demnach sollten sich die Gemüter mal abkühlen. Herr Gott, das sind nur ein paar nette Ti**en auf einer hässlichen Kanzlerin. Anscheinend war der Humor für Bild zu hoch.
“Dieser sonderbare Beruf verlangt das Herausschälen der Wahrheit aus den vielen Schichten, von denen sie überlagert wird. Man schält und schält. Und eines Tages merkt man, dass das genaue Gegenteil von dem, was man in der Schule gelernt hat, richtig ist: Lügen haben lange Beine.”
Das sollte man mal auf Bild anwenden, immer schön abschälen und dann sehen :-)
@26
Hallo Spiegelfechter,
apropos “EU-Verfassung”…heute morgen in den Nachchrichten auf N24 zum Thema EU-Vertrag fragte der Nachrichtensprecher den Außenreporter ungefähr sowas:
“Und was bringt der neue EU-Vertrag den Bürgern denn nun?”
Der antwortete:
“Äh…ja…hmm…also…der Vertrag macht die EU handlungsfähiger und äh..ja vor allem sollten die Bürger honorieren das nun die Roaminggebühren für Handytelefonate billiger werden!
…
Außerdem werden nun die Datenbanken einiger Ermittlungsbehörden zusammengelegt - was natürlich auch ein Vorteil für die Bürger ist”
Im ersten Moment musste ich laut lachen und dann habe ich nur noch den Kopf geschüttelt. Echt SUPER! Also wenn das alle Vorteile sind kann ich da GERNE drauf verzichten!
Die Berichterstattung über die Themen “EU-Verfassung” bzw. “neuer EU-Vertrag” ist aus meiner Sicht echt erbärmlich.
Gruß,
Martin
P.s.: Achja…möchte mich an dieser Stelle auch für die sehr interessanten und lesenswerten Artikel in diesem Blog bedanken! :)
Die Verlage habe Besitzer und diese geben grünes Licht zur Provokation.
Hier geht es aber wohl um das England - Polen - Spiel.
Die Verhinderung einer politischen Union - einer stabilen Union.
Vor allen Dingen einer Union die sich dem Osten, also Russland zuwendet.
Polen ist Dollaraum durch die Bindung des Zloty an den Dollar.
Wenn Polen frech wird muss man England unter Druck setzen und ihren Austritt aus der europäischen Union fordern.
Es ist der alte Kampf der Geldkrieger!
Die Bilder sind auch keine Satire sondern Kriegspropaganda!
Naja,
die Polen sind ja nun auch sehr erbost und beleidigt, wenn man nun die Karrikatur im Tagesspiegel sieht. Naja Die eine Kartoffel wollte schon den großen Vaterländischen Krieg ausrufen!
Klang eigentlich sehr nach Bild! Vielleicht ist der Bildautor Redenschreiber in Polen?
Oder sind die Gemeinsamkeiten Kaschinsky und BILD noch gößer!
Den selben Stil, die selbe Leberwurst, die selbe Intelligenz haben sie…………
Jetzt hab ich Kaschinsky ist BILD, BILD ist Kaschinsky!
@30 Tibby
Das ist genau das Hauptproblem an der EU und ihrer “Verfassung”. Der Bürger wird nicht mit einbezogen und demokratische Elemente werden stiefmütterlich behandelt. Nach außen wird mit einem riesigen Tata um Lapalien abgelenkt, so dass auch ja keiner die “richtigen” Fragen stellen könnte - Spiegelfechtereien eben ;-)
Hallo allerseits !
Nun, ich als Polin, die 17 Jahre hier in Deutschland lebt muss schon sagen, dass ich mich ziemlich verletzt darüber fühle wie über meine Regierung (ich sage mit Überzeugung meine, weil ich selbst für diese Partei gestimmt habe) hergezogen wird. “Giftzwerge”, “Krawallski-Brüder” usw, sind nicht gerade nett und sagen wir mal, ziemlich respektlos. Aber das Wort “Respekt” scheint die BILD ja nicht zu kennen.
Und wieso meckern denn die Deutschen darüber, dass sie “ach so viel” für Polen tut ? Ich denke, dass das nach dem 2. WK schon das Mindeste sein sollte. Und ja, “ausgerechnet” ihr Deutschen ? Ja, ausgerechnet ! Oder war der 2. WK für Polen ein Segen und wir sollten für die 6 Millionen Toten noch dankbar sein ?
Und hier regen sich viele über den Wprost-Aufmacher auf, meint ihr, dass sich der Spiegel mit dem Satz “Wie die Polen Europa nerven” bei den Polen auch nicht sonderlich beliebt gemacht hat ? Wir gehen euch auf die Nerven ??? Weil wir es nicht zilassen, dass alles von dem “Alten Europa” entschieden wird und wir als gleichberechtigte Partner ebenso ein Mitspracherecht haben wollen ? Weil wir es nicht zugelassen haben, dass Die heilige Kanzlerin Merkel eine tadellose Bilanz ihrer Präsidentschaft vorlegen kann ? Wir, diese nervenden Polen, die eure Autos klauen, für euch die Arbeit erledigen, die nichtmal ein Hartz IV-Empfänger machen will, die eure LKWs durch Europa kutschieren ?
Natürlich, der Satz von Kaczynski mit den Kriegstoten war vielleicht etwas daneben. Nur, wenn die Krawwalski-Brüder ihre Krawalle nicht durchgezogen hätten, dann würde uns keiner in Europa hören, wir würden nur wieder unter den Tisch fallen gelassen, so wie es oft in der Geschichte passiert ist.
Wir sind ein Land, dass 100 Jahre lang nicht exisirtiert hat, weil andere Mächte meinten einfach über uns entscheiden zu dürfen ud sich unser Land so aufzuteilen wie ihnen das gerade passt. Wir haben 50 Jahre Sowjet-Herrschaft hinter uns. Wir dürfen wieder seit mehr als einen halben Jahrhundert selbst über unser Schicksal entscheiden und wir werden uns diese Freiheit von keinem mehr nehmen lassen.
Liebste Ewa,
mit Deinem Kommentar begehst Du denselben Fehler wie es die Bildzeitung macht und wie es der Spiegelfechter (Gratulation zu dem Werk an dieser Stelle) hier darstellen versucht.
Natürlich sind die Deutschen nicht die BILD-Zeitung und niemand will über Polen bestimmen. Aus der subjektiven Meinung heraus erscheint es jedem zuersteinmal ungerechtfertigt, wenn größere Länder weniger Stimmen erhalten.
Darüberhinaus ist der Ton der Kartoffeln nicht unbedingt versöhnlichste.
Mit herzlichen Grüßen,
ein Schwein
PS: Danke für den “Spectrum”-Link. Hochinteressant.
@34 Ich kenne Polen, war früher oft dort und will dieses Jahr wieder hin!
Niemand hat hier etwas gegen die Polen - da ist kein echter Kulturkonflikt. Die Polen sind ein stolzes Völkchen und gar liebenswert!
Deutschland hat Polen sehr geholfen um in die EU zu kommen und erlebt jetzt auf der politischen Bühne ein mieses Spiel. Darum geht es. Heute würde keiner mehr fragen warum die Gaspipline durch die Ostee gezogen werden soll. Polen wird durch die USA und durch England missbraucht als Spaltkeil zu wirken.
Die Polen selbst sollten schnellstens ihre politischen Verhältnisse ordnen. Es geht nur um Heute und um Morgen!
Dann sollten die Polen alle Jugendlichen von Europa bis 17 Jahre kostenlos ihr Bahnnetz benutzen lassen.
Das Geld dafür natürlich von der EU fordern!
@Ewa
Das ist es ja gerade eben. Der SPIEGEL und die BILD sind nicht Deutschland, genau so wenig, wie es Merkel oder Schröder sind und die Kartoffel-Zwillinge und die Wprost sind nicht Polen.
Europa muss eine Europa der Menschen sein/werden und keins der Politiker und selbsternannten Interessenvertreter. Davon ist Europa meilenweit entfernt und sowohl BILD und Merkel, als auch Wprost und die Kartoffeln sorgen nur dafür, dass sich dieser Trend verstärkt.
leute wie ewa erstaunen mich immer wieder. wenn sie so “vaterlandstreu” ist, warum lebt sie dann nicht in polen? ach, dort ist die lebensqualität nicht so gut wie hier? infrastruktur auch nicht? bildung? sozialleistungen? verstehe… klar, man kann hier ja alles “mitnehmen”, auch wenn man im herzen gar kein deutscher ist und womöglich das land nichtmal mag.
@39 Rocky
Was für ein grenzwertig dümmlicher Kommentar.
oh, verzeihung. ich wusste nicht, dass hier nur eine bestimmte meinung erlaubt ist. es ist doch tatsache, dass in der brd viele ausländer leben, die hier nur aus wirtschaftlichen gründen sind. warum geht denn die berühmte integration so schleppend voran? viele bleiben im herzen und geiste eben immer polen, türken, etc.
@Rocky
Und? Wo ist das Problem? Willst Du alle in Deutschland lebenden Ausländer assimilieren? Ja? Zu was? Zum Preussen, zum Bayern oder zum Hessen?
Wir reden hier über Europa und nicht Klein-Kleckerdorf. Und ob es Dir passt nicht, oder nicht. Das kleinste Soziotop ist bereits heterogen. Je größer man den Rahmen definiert, desto größer die Heterogenität. Deutschland? Was ist das? Eine Ansammlung von Individuen, die teils mehr, teils weniger Deutsch sprechen, teils mehr, teil weniger religiös sind, die teils Bratwurst, teils Döner mögen. So what?
Wenn es nach mir geht können wir den Begriff “Vaterland” bitte aus dem Sprachgebrauch streichen und nur noch als Anachronismus verwenden.
Vielleicht liegt es am Aufwachsen in unmittelbarer Grenznähe mit Holland und Belgien, aber für mich steht “Deutsch” nur als Staatsangehörigkeit im Pass. Das ganze Volk- und Herkunftgequatsche ging mir schon immer auf die Nerven.
Fakt ist, ich habe mehr Gene und Eigenheiten mit den Leuten hier drüben über der Grenze gemeinsam, als mit den vermeintlichen “Deutschen”. Von daher sind mir die Zusprache von nationalistischen Eigenheiten ein ganz schönes Greuel und, wenn von “DEN Deutschen” und “DEN Polen” gesprochen wird, dann höre ich sowieso schon weg.
Im Herzen bin auch ich kein “Deutscher” weil ich gar nicht weiss, was das ist. Das ist nur das Land in dem ich zufälligerweise geboren wurde, 800 meter weiter wäre ich Holländer.
@spiegelfechter
mit assimilieren hat das nichts zu tun. ich erwarte nur, dass fremde menschen, die hier leben, sich den gepflogenheiten anpassen und - das wäre schön - auch etwas solidarität mit den “einheimischen” zeigen würden und nicht nur die vorteile, die sich aus einem leben in deutschland ergeben, abgreifen. aber ich merke schon, eine diskussion darüber ist hier zwecklos, da liegen die ansichten viel zu weit auseinander.
Gibt es auch Zahlen um diese “Tatsachen” zu belegen - insbesondere “nur aus wirtschaftlichen Gründen”?
Ist es nicht ebenso “Tatsache” dass viele Migranten Jobs machen, für die sich viele “Deutsche” schon lange zu schade sind? Wann hat man das letzte Mal einen “Deutschen” in der Spülküche eines trendigen Szenelokals erblickt?
Wer sind eigentlich diese Gestalten, die frühmorgens den “deutschen” Wohlfahrtsmüll entsorgen?
Gibt es nicht viele “Deutsche”, die im Herzen und Geiste immer noch “Schlesier”, “Donauschwaben” oder “Siebenbürger Sachsen” sind?
Zu dem Thema hier - dass ist schon eine Spiegelfechterei - die polnische Regierung hat - meinetwegen recht hemdsärmlig und mit merkwürdigen Argumenten - ihre legitimern Standpunkt vertreten.
Daraus ergibt sich für mich keinerlei Anlass über die “Polen” zu spekulieren, wie ich andererseits auch erwarte, dass man mir von polnischer Seite nicht “Bild” als meine Meinung anklebt.
Und Politiker mögen noch so sehr auf ihren Eitelkeiten bestehen - ich denke, die Bürger des neuen und alten Europas sind da schon um einiges weiter, was die Verbundenheit angeht.
nachtrag: deutschland ist das, was wir und unsere politiker daraus machen. momentan fürchte ich eine balkanisierung und die damit entstehenden probleme (”multikulti” hat versagt). aber das war ja gar nicht das thema, hier ging es ja um die BILD. werde mich daher nun verabschieden… schönen tag noch zusammen!
“es ist doch tatsache, dass in der brd viele ausländer leben, die hier nur aus wirtschaftlichen gründen sind”
Ähh ja ist es. Und? Wieso hast Du damit ein Problem? Halb NRW besteht aus Menschen, die vor ein paar Jahrhunderten bis vor ein paar Jahrzehnten aus anderen Teilen Europas hierher gekommen sind. Rate mal, warum hier viele so polnisch klingende Namen haben und sich der Ruhrpott-Slang als Soziolekt entwickelt hat?
Aber nach deiner Meinung hätten die damals gar nicht kommen dürfen, denn sie hätten ja ihre kulturellen Eigenheiten vom alten Wohnort mitgebracht und auch noch gewagt sie zu pflegen.
Meine Güte… Manchmal will ich echt nicht mehr diskutieren, weil die Begriffe die verwendet werden schon merkwürdig sind. Die ewig gleiche Leier von “Ausländern” und “Deutschen”. Ich kann es nicht mehr hören, weil es einfach im Kern falsch ist.
@ rocky
Schön, dass Du weg bist. Deine “Ansichten” sind nämlich keine. Das sind nur Ressentiments die sich einer logischen Auseinandersetzung widersetzen.
“ich denke, die Bürger des neuen und alten Europas sind da schon um einiges weiter, was die Verbundenheit angeht.”
Leider zweifel ich daran immer mehr…
@Rocky
… und in welcher Art und Weise tun das polnische Staatsbürger, die in Deutschland leben nicht? …
Solidarität mit wem oder was? Mit der Politik Merkels? Dies würde ich persönlich für höchst unsolidarisch halten.
Nur nicht (ver)zweifeln.
Ressentiments gibt es natürlich noch eine Menge und diese kochen insbesondere in wirtschafliche schwierigen Zeiten immer hoch, insbesondere bei den “Modernisierungsverlierern”, wie es so schön neudeutsch heißt.
Aber europaweit hören wir ähnliche Musik, mögen ähnliche Filme, haben recht identische Schulbücher, lieben Fußball, können mit Religiosität wenig anfangen (nicht Religion als Event - das ist ein Renner) etc., etc., - all das sind verbindende Momente.
@51 Limited
Das sehe ich genau so! Egal in welchem europäischen Land ich war, ich habe keine großen Unterschiede festgestellt. Überall gibt es Menschen, die genau so ticken wie ich und mein Bekanntschaftskreis, mit denen ich mich auf Anhieb gut verstanden habe. Regionale Unterschiede gibt es natürlich, aber die geben der Sache ja eher eine extra Würze. Natürlich gibt es auch überall Arschlöcher - das ist klar. Aber warum sollte dies auf europäischer Ebene anders sein, als in meiner Nachbarschaft?
Okay, so gesehen habt Ihr beide Recht :-)
Da sind meine Erfahrungen ähnlich, was andere europäische Länder angeht.
Dankeschön für diesen vortrefflichen Bericht.
Die BLIND-Zeitung ist an Lächerlichkeit und hässlicher Propaganda kaum zu überbieten.
Man erinnere sich mal an den Eklat um die “Mohammed-Karikaturen”.. nicht um deren (geschmacklose) Veröffentlichung, sondern um die “gestörten fanatischen Muslime (alle!)” die diese “Satire” (die fest in unserem Recht auf Meinungsäusserung verankert ist) auch nur im geringsten zu kritisieren trauten.
Ich bezweifle, dass sich irgendein Otto-Normal-Deutscher durch diese barbusige Zeichnung von “das Merkel” auch nur oberflächlich angegriffen fühlt.
Bild asoziiert es so, als ob die ganze gloreiche deutsche Nation aufs übelste verunglimpft wurde.
Pfui Bild Zeitung… wer für so einen nutzlosen Schund noch 0,50 € locker macht, dem ist sowieso nicht zu helfen.
Grüsse aus Planquadrat NRW
Einige Statements von mir:
Die polnischen Brüder finde ich unerträglich. Und jetzt die Toten des seit einigen Generationen beendeten 2. Weltkrieges aufzurechnen finde ich schamlos.
Je mehr Einwohner das Land desto mehr Stimmen. Ist doch logisch. Wird im Bundesrat schon immer praktiziert und ist gut so. Wie will man es auch sonst machen? Doppelte Größe = doppelte Stimmenzahl.
Ich bin froh Deutscher zu sein - aber nicht stolz drauf. Wie kann ich auf etwas stolz sein, wofür ich nichts geleistet habe? Es ist pures Glück, dass ich hier geboren wurde.
Wenn ich aus beruflichen oder sontigen Gründen ins Ausland gehe, werde ich mich trotzdem noch Deutschland verbunden fühlen.
Wenn ein Araber im Kaftan durch Deutschland läuft heißt es, dass er sich nicht anpassen kann. Wenn ein Deutscher NICHT im Kaftan durch ein arabisches Land läuft ist das normal…
Ich passe mich so gut wie möglich den Gepflogenheiten des Landes an, in dem ich mich aufhalte. Bedauerlich finde ich, dass sehr oft Südosteuropäer ein Problem damit haben dieses auch in ihrem Gastland zu praktizieren.
“Aber europaweit hören wir ähnliche Musik, mögen ähnliche Filme”
Na wen wundert das auch, die Mainstreamscheisse ist ja fast alles “Made in USA”…
Eigentlich ein schönes praktisches Beispiel für die Argumentation der polnischen Regierung.
Im Bundesrat sind die Stimmen eben nicht anhand der Bevölkerungsgröße gewichtet (z.B. Bremen hat 3 Stimmen, das ungleich größere NRW hat auch “nur” 6 Stimmen) und dies vor dem Hintergrund, dass sich die kleinen Bundesländer nicht von den großen an die Wand drücken lassen.
@Manfred
a) Der gemeine Europäer als solcher, hört und guckt nicht nur “Mainstreamscheisse”
b) Wenn etwas von der US-Kultur beeinflusst ist, ist es nicht “Made in USA” sondern eher ein Teil Weltkultur. Musikalisch und cineastisch haben die USA nun einmal einen großen Einfluss - und dies z.T. ja auch zu recht.
Was hat die Kleidung mit der Anpassung an ein Gesellschaftssystem zu tun. Muss ich jetzt in Bayern zwingend Lederhose tragen?
Werden alle Punker ausgewiesen? Was ist mit der netten alten Dame aus Siebenbürgen - die erinnert rein äußerlich sehr an die mutmaßlich türkische Dame, die am Gemüsestand neben ihr steht?
Allerdings diese Schlabberhosen finde ich auch gräßlich, wer sich so kleidet, ist jenseits der “deutschen” Kultur - die sollte man zur Strafe zwingen zwei Wochen in Unterhosen rumzulaufen.
@limited
Ok, da hast du Recht. Aber es sollte immer eine bestimmte Mindestanzahl von Stimmen geben. Sonst hätte Luxemburg gerade mal 0,02 Stimmen.
Zu deinem zweiten Posting: Das hat nichts mit dem Gesellschaftssystem zu tun. Ich wollte nur deutlich machen, dass viele Deutsche etwas von hier lebenden Ausländern erwarten (100%ige Anpassung), was sie selbst nicht zu tun gewillt sind, wenn sie selbst im Ausland sind (siehe auch oben-ohne-Frauen am Strand in einem islamischen Land).
@Limited
Nur mal zu Info: In Bayern trägt kaum noch jemand Lederhosen! Wohne jetzt seit 5 Jahren hier und habe in der ganzen Zeit vielleicht 2x jemanden sowas tragen gesehen.
Ansonsten muss ich Chris zustimmen. Er hat mit seinen Ausführungen, was die Anpassung im Gastland angeht, vollkommen Recht. Eine Vermummung sehe ich auch als Provokation an. Deutschland ist christliches Abendland! Mir tun die armen Frauen leid, die im Hochsommer so herumlaufen müssen.
@Chris
Deutsche, die sich im Ausland nicht anpassen, finde ich ebenso unmöglich! Allerdings gibt’s da einen kleinen Unterschied: Die schlecht erzogenen Deutschen hauen wieder ab, nachdem sie ihr Geld dagelassen haben. Bei uns ist es umgekehrt.
Hoppala, ich bin auch Deutscher - aber kein Christ, wie viele anderen in diesem Land auch.
Zudem hat sich unsere Gesellschaft durch seit der Aufklärung in säkularer Hinsicht gewandelt und dies in expliziter Abgrenzung gegen die Gestaltungsvorstellungen der christlichen Kirchen.
Unsere Gesellschaft war einmal christliches Abendland (das zudem viele Einflüße aus anderen Kulturkreisen aufgenommen hat), nun sind wir nur noch Abendland.
Deutschland ist und war sowieso - jenseits von juristischen Definitionen - immer nur eine Idee, nie ein Objekt.
Aber was hat das eigenlich noch mit der Medienberichterstattung rund um den EU Gipfel zu tun - jemand fähig einen eleganten Bogen zurück einzuschlagen?
@Limited 59
Da fallen mir (als stets leidenden Ästheten) noch viele andere Dinge ein. Aber ich halte es da ganz mit Wiglaf Droste, dessen Zitat ich gestern schon gepostet habe, es aber gerne noch einmal tue:
Die klassische humanistische Position also wäre es, für das Recht eines jeden im Lande lebenden Ausländers zu streiten, Heroin verkaufen zu dürfen, ohne das er sich dafür den Spruch “typisch Ausländer” anhören müßte. Auch das sich Behängen mit Schnäuzern und Goldketten, das Tragen von Bötzelschuhen und weißen Socken, das Herumfahren in geschmacklosen Automobilen muss auch dem Ausländer gestattet sein, wie seinem deutschen Widerpart. Und so lange hierzulande das Christentum toleriert wird, muss auch der Mullah, der mit Knebelbart, Schlafrock, Zwiebelmütze und Scheisse im Kopf durch die Strasse flaniert, ohne Gemurre von deutscher Seite, seinen dummen Verrichtungen nachgehen können. Schwer nur ist diese Position zu halten - aber wer sagt denn, dass Humanismus leicht ist.
In meinen Augen ist das falsch verstandene Tolleranz. Na ja, ich bin mal scheissen… ciao ;-)
@61 Manfred
Es ist Dein gutes Recht, Mitleid für verschleierte Frauen zu empfinden. Ob sie es denn unfreiwillig tun, lass ich mal außen vor. Aber wie willst Du das ändern? Verbieten? Auf welcher Basis? Man kann doch kein Geschmacksdikat einführen - wie leben in einer (noch) freien Gesellschaft. Und das ist gut so!
Da wurde ich irgendwie missverstanden. Ich habe kein Problem damit, wenn ein “Westler” in Dubai mit Jeans rumläuft - ich habe aber auch kein Problem damit, wenn ein Araber mit Kaftan in Deutschland rumläuft. Mich ärgern nur Leute die sich über Kaftans in D aufregen, sich aber selbst im Ausland unangepasst verhalten.
Meinst du mit Schlabberhosen die Kaftans oder die Hip-Hop Hosen unserer Jugend? ;-)
Womit der alte Droste sowas von Recht hat. Humanistisch und liberal zu sein erfordert eine große Leidensfähigkeit und sehr viel nachdenken über sich und die Positionen anderer .-)
Und bite, bitte, da haben Generationen von Menschen dafür gekämpft uns vom Joch der Kriche und des Adels zu befreien, den Geist der Aufklärung durchzusetzen und uns schließlich demokratische und humanistische Werte beizubiegen und dann soll auf einmal das ganze schöne Europa nur ein Christen-Club sein? Nee, nicht mit mir.
Wenn mit Religionsfreiheit nur die Wahl zwischen “Katholik” oder “Protestant” gemeint ist, dann haben da einige etwas falsch verstanden. Ausüben dürfen sie es alle, ob es mir grundsätzlich in den Kram passt oder nicht.
Übrigens ist - nach höchstrichterlichem Entscheid auch noch einem bestätigt - die Beherrschung der deutschen Sprache nicht Voraussetzung um in Deutschland auch leben zu dürfen. Was diverse Mitglieder der deutschen Bevölkerung in anderen Ländern auch sehr gerne unter Beweis stellen. Einfach einmal eine durchschnittliche Auswanderer-Sendung ansehen.
Oder ein paar Leute in meiner Verwandschaft, die durchaus in Spanien leben, aber nicht wirklich die Sprache beherrschen. Ach so, und Flamenco und Stierkampf finden die auch nicht gut die und Arbeitszeiten mit Siasta finden die alle sogar ganz schrecklich :-)
Zum Thema: Christliche Basis in Deutschland empfehle ich neueste Statistiken, daß die Konfessionslosen doch die stärkste Gruppierung hier sind. Komisch…
@Manfred 65
Dein Ausdrucksweise passt zu deiner Rechtschreibung. Beides ist unterstes Niveau.
@Limited
Kurz: Du meintest die gute alte Pluderhose :-)
@Chris
Hauptsache, Du kannst es besser, Du Held. Meinen nächsten Haufen wirdme ich Dir! Na ja, Euren linken Club der Pseudo-Weltverbesserer möchte ich nicht länger beehren.
@Manfred
Ich kann nicht sagen, dass der Club Dich vermissen wird ;-)
Feiner Artikel. Nur der Link zur Quadratwurzel hat mich nicht unbedingt schlauer gemacht, da ich es mit der Mathematik noch nie so hatte. Aber da bin ich wohl nicht der Einzige, wenn ich an die lange Verhandlungsnacht denke. Und Bild ist halt Bild. Eine Hyäne wirst Du auch nicht auf Hafergrütze umstellen können. Und Schmierfinken machen es eben wie alle Vögel: sie scheißen alles voll.
Natürlich weiß ich, dass diese Zeitungen keines Falls die Meinung der gamten Bevölkerung wiederspiegeln. Nur geschieht auf beiden Seiten etwas was mir nicht schmeckt und dass ist eben, dass man sich gegenseitig mit Beleidigungen hochschaukelt und es im Endeffekt niemand etwas nützt.
Der Wprost-Aufmacher beleidigt übrigens genauso die KaczynskiBrüder wie Merkel selbst. Die Wprost ist eine Zeitung, die nur rummeckert, gegen die EU ist, gegen die Regierung und überhaupt ist alles in der Welt schlecht. Diese Zeitung wird gerade mal von 11 % der Bevölkerung gelesen und steht so auf den absteigenden Ast (wie übrigens die BILD-Zeitung ebenfalls).
@Rocky: Weißt, es tut mir Leid für dich, dass du anscheinend sich eine Meinung von Menschen gebildet hast, die du nichtmal kennst. Ich bin nicht freiwillig hergekommen, meine Eltern haben mich mehr oder weniger mitgeschleppt. ich selbst werde in einigen Wochen wieder nach Polen zurückgehen, denn so schlecht ist die Wirtschafliche Situation in Polen gar nicht ;-)
@Kolumnistenschwein
Versuchs mal hiermit:
heute.de/Z...
Hallo,
@winfried aus chemnitz - bei Nr. 37 gebe ich Dir ausnahmsweise mal recht.
Die Frage, wer im Hintergrund die Strippen zieht, hat mir bisher noch niemand beantwortet.
Und allen denen ins Stammbuch geschrieben, die für unterschiedliche Stimmenverteilung sind - entweder pro Land eine oder zehn oder 78456987452147 Stimmen - es geht nicht um die Zahl der Bevölkerung - es geht einfach um Recht. Jedes Land hat EINE Stimme, so wie jeder Mensch EINE Stimme hat - oder ist die Stimme von Kohl mit drei Zentner (ohne Knochen ) mehr wert, als die Stimme von mir (95 Kg - mit Knochen).
Es ist nur verwerflich, wenn die polnische Geschichte von DEN DEUTSCHEN so verdreht wird - soll Gleiwitz sich wiederholen?
Man könnte es denken.
Und die Hinterleute von “Blöd” haben ihren Anteil.
Stark bleiben!
@ D. Krüger
Was ist das denn jetzt wieder für ein Unfug?
Die Länderstimmen repräsentieren doch die Anzahl an Personen der jeweiligen Bevölkerung. Soll Luxemburg da genau so viel Stimmen haben wie Deutschland, das ist doch nicht gerecht. Das bestreitet auch überhaupt niemand, es geht um eine Gewichtungsmethode die den Anteil der Bevölkerung repräsentiert aber kleinere Länder nicht einfach an die Wand drückt. Und dieses Quadratwurzeldings was kaum einer versteht soll auch einigermaßen gerecht sein, zumindest gerechter als das heutige System. Mir geht inzwischen das Vetorecht eines einzigen Landes auf den Senkel, das funktioniert so nicht mehr bei 27 Ländern.
Meiner persönlichen Meinung nach (auch wenn das gewisse Nachteile hättet) sollten wir uns mit Frankreich und Benelux zusammentun und einiges für uns untereinander alleine regeln. Ich seh da nichts verwerfliches dran, diese babylonischen Zustände inclusive der andauernden Einmischung und Stolpersteine werfenden 51 Staaten von Amerika.
Pax
Dieser ganze Nationalismus geht mir auf die Nerven. Ein Pass ist ein Zettel. Sonst gar nichts! Es ist schon komisch. Anstatt auf die Gemeinsamkeiten zu sehen werden Unterschiede gesucht und überbewertet. Selbsterfüllende Prophezeiung nennt das die Psychologie! Es gibt, deutsche, russische, japanische, türkische, belgische usw. Arschlöcher. Aber das hat nicht mit dem Pass zu tun. Man bewertet also nicht mal 1% der Bevölkerung, in dem Fall Nationalität, und wagt es zu behaupten, dass alle so sind!
In 50. Mio Jahren werden Paleantologen Knochenreste vom Menschen ausbuddeln und feststellen warum wir ausgestorben sind. Die waren einfach zu blöd!!!
Und noch was. Kleine Kinder haben überhaupt keine Ahnung was ein Pole, Deutscher,Türke Russse oder Chinese ist. Und von Religion erst recht nicht. Die Unterschiede müssen sie erst lernen!!! Und wer bringt ihnen nun diesen Unsinn bei?
@Chris
Komisch, dass rund 70% der Insassen in deutschen Gefängnissen gar keine Deutschen sind. Ihrer “Arschloch”-Theorie nach müssten unsere JVA’s ja bunt gemischt sein… nun gut, gewissermaßen sind sie das ja auch: Türken, Libanesen, Kosovo-Albaner…
Multikulti mag gescheitert sein, dafür gibt’s eben multikriminell. Ist ja auch etwas wert ;-)
Komisch auch, dass die Bereitschaft einen Ausländer anzuzeigen um 18% höher ist, das Strafmaß höher ausfällt und häufiger U-Haft verhängt wird.
Komisch auch, dass die Zahl der deutschen Tatverdächtigen zwischen 1997 und 2006 von 1.640.080 auf 1.780.091 gestiegen ist.
Komisch auch, dass die Zahl der nicht deutschen Tatverdächtigen im selben Zeitraum von 633.480 auf 503.037 gefallen ist.
Gar nicht komisch ist, dass 25% der Ermittlungen gegen nicht-deutsche Tatverdächtige Vergehen gegen das Aufenthalts-, Asylverfahrens- und Freizügigkeitsgesetz betreffen und ein substanzieller Teil der Ausländer auch deswegen im Knast sitzen.
Ich sag nur ein Zitat, dass ich in einem deutschen Gericht von einem deutschen Richter gehört habe: “Ihr Polen habt doch schon die Kriminalität im Blut”…
Ja, die Ausländer machen es ihnen vor ;-)
Nein, ernsthaft, man kann jede Statistik so herunterrechnen, wie Sie es vorhin getan haben. Letztendlich ist es nun mal Tatsache, dass in unseren JVAs eine bedenklich große Anzahl Ausländer einsitzt. Das liegt allerdings gar nicht mal daran, dass es keine Deutschen sind, sondern daran, dass wir uns seit Jahrzehnten die “Falschen” ins Land lassen. Sprich: Mit einer sinnvollen Einwanderungspolitik (hochqualifizierte IT-Kräfte u.ä. kommen rein, der “Pöbel” nicht) hätten wir solche Probleme gar nicht. Wer aber überwiegend künftige Hartz IV-Empfänger und Billiglöhner reinlässt, braucht sich nicht wundern.
@ 82 Pitbull
Wie du mit deinen behaupteten 70% Ausländeranteil am Spamschutz hier vorbeigekommen bist, ist mir ein Rätsel.
berlin.de/...
jva-konsta...
justizvoll...
knastblog....
justizvoll...
Klar sitzen eine Menge Ausländer in unseren Knästen ein.
Betrachtet man jedoch die jeweilige Vergleichsgruppe der “Deutschen” in Bezug auf Bildungsniveau und sozialen Status liegt das weniger am Status “Ausländer”, als an der Lebenslage.
Die Lebenslage ist wiederum auch durch Vorbehalte der “deutschen” Aufnahmegesellschaft geprägt. Ein Jugendlicher mit Migrationshintergrund aus dem südosteuropäischen Raum hat eine um 70% geringere Chance als ein “deutscher” Hauptschüler auf einen Ausbildungsplatz - bei gleichen Noten und bei Geburt und Schullaufbahn in Deutschland.
Ich könnte auch noch diverse Schulstudien anführen, die zeigen, dass Schulerfolg, Schulempfehlung und schulische Förderung sehr stark von der sozialen Herkunft bestimmt sind und daher Ausländer und Menschen mit Migrationshintergrund strukturell benachteiligen.
Und wer mit mir über Statistiken reden will, solle sich warm anziehen - das ist mein Alltagsbrot.
@ Pitbull
ja und man kann sich jede vermeintliche Tatsache so hinbiegen, dass sie zur eigenen Gesinnung passen.
Es ist immer der gleiche Ablauf mit menschen wie Dir.
1. Parole: Ausländer sitzen überproportional viele in Gefängnissen ein
2. man entkräftet das Argument mit nackten Zahlen und weist
zurecht auf Tendenzen hin, daß Ausländer erstens öfter angezeigt werden und zweitens viele wegen äußerst fragwürdiger Asyl-Gestzesverstöße einsitzen. nackte Zahlen, nichts zurecht gebogen oder auf Gefühlsmässigem basierend.
3. Es kommt, was kommen muss: Entweder Churchills dämliches Zitat oder der allgemeine Vorwurf, Statistiken vom Statistischen Bundesamt wären irgendwie politisch motiviert schöngefärbt worden.
4. Das spare ich mir jetzt, da könnte ich auch mit meiner Tante diskutieren.
Ich kenne den Ausgang und alle scheinheiligen Argumente die nach 4 kommen und auf “Ich weiss, aber das…”, “Ein Freund von mir hatte mal einen Bekannten, der hat…” oder “Mein Nachbar ist aber…” basieren. Es bringt einfach selten etwas auf diese Art zu diskutieren.
Warum soviele Ausländer denn überhaupt in Haft sitzen, welche Hintergründe das alles hat, was wir schon alle vor 30 Jahren hätten anders machen sollen, willst Du gar nicht wissen. Auch nicht, wie wenig Asylsuchende überhaupt noch in die BRD kommen, weil die Gesetze schon auf das Unmenschlichste reduziert worden sind.
Und diese Pseudokacke von wegen “Ich bin ja für Zuwanderung, nur die Richtige muss es sein” kannst du Dir an die Hundkrempe tackern. Das ist sowenig zu Ende gedacht, dass es fast schon weh tut. Immer nur die augenscheinlichste Möglichkeit nehmen, bloss nie hinterfragen, nie mal die Münze 10 Mal umdrehen. Kein Wunder, dass Broder noch Menschen findet die seinen angeblichen Tabubrüchen zujubeln.
Fakt ist, Zahlen willst Du nicht hören, deine gefühlte Wahrnehmung ist das Mass aller Dinge und Du glaubst den Medien und Krakelern aus der Politik mehr, als Du solltest.
Menschen wie Du, ihr macht es euch zu einfach. Was komischerweise exakt das ist, was bestimmte Medien, die CDU und neuerdings auch die SPD gut geschafft haben, den angeblichen Multikulti-Fanatikern mit dem blinden Fleck “Ausländer sind gut” anzudichten.
Ich habe mir meine Meinung noch nie so einfach gemacht, dass ich nicht um die Probleme wüsste. Aber ich versuche es wenigstens hinter die Zahlen zu schauen und vielleicht noch einen Hauch Menschlichkeit dabei bewahren zu können. Was juckt es Dich, wenn irgendwer zu Unrecht abgeschoben wird, wenn dafür 10 potentielle Straftäter draussen bleiben. Für mich ist der eine, der nicht reinkommt, obwohl er es müsste, das Mass aller Dinge, nicht die 10 anderen.
So, ich rege mich jetzt wieder ab, nehme mir einen Keks und hoffe inständig, daß ich in 30 Jahren nicht an die Wand gestellt werde, wenn der ganzen Laden hier den Bach runter gegangen ist. Aber dann können Menschen wenigstens wieder sagen: Ich wusste von nichts…
Verdammt, ich wollte mich doch abregen :-)
Aua - ich bin Genosse - auch wenn in der Öffentlichkeit nur der Seeheimer Kreis wahrgenommen wird - Mainstream ist das bei weitem inner Pardei nich.
@ Corax
Wofür Spamschutz? Ihr habt ihn doch besser zum Narren gemacht, als jeder Spamschutz es je machen könnte!
Um es mit D. Krüger zu sagen: Stark bleiben!
@Limited: Ups, wollte ich nicht. :-)
Aber was die Basis denkt, ist nicht unbedingt das, was seit geraumer Zeit in Gesetze einfliesst oder von Spitzenpolitikern kommuniziert wird. Leider.
Habe ich wirklich ‘Hundkrempe’ geschrieben? Ha, natürlich HUTkrempe! Ich sollte mich besser ins Bett legen :-)
@ 89 Limited
Danke, nun brauchs ich nicht schreiben! Denke das gleiche
Multikulti ist keineswegs gescheitert Herr Pitbull, und hat es schon immer gegeben. Ich verstehe nicht wie man nur zu so einer unsinnigen Schlußfolgerung kommen kann. Im Gegenteil, die meisten Konflikte resultieren aus Mangel an Kenntnis über andere Kulturen, was es einigen leicht macht Feuer zu schüren, aber das nur am Rande. Bei der Bemessung des Strafmaßes bei der Beurteilung eines Vergehens wird neben der Schwere des Vergehens auch die soziale Prognose Berücksichtigt. So kommt es, dass ein Afrikaner ohne Aufenthaltsgenehmigung und nachweisbare Schulbildung bei einem Betäubungsmittelvergehen unter Umständen ein härteres Urteil bekommt als z.B. ein CSU Politiker Namens Lintner der im Suff einen Polen tot fährt. Zurück zu meinem Anliegen: Wir brauchen mehr Multikulti, und zwar gewaltig. Immer noch drehen sich viele Menschen in Deutschland entsetzt um, wenn sie einen Farbigen auf der Straße sehen. Hilfreich könnte da z.B. ein höherer Ausländeranteil vor deutschen Fernsehkameras sein (wie z.B. bei CNN). Außerdem müssen Ausländer besser am wirtschaftlichen Wohl des Landes beteiligt werden, um soziale Konflikte (bitte nicht mit kulturell verwechseln) wie beispielsweise in Frankreich zu vermeiden.
@wuschel: Das ist höhere Mathematik und das ist wiederum der Grund, warum sich das nicht durchsetzen wird …
@wonko
Kennen wir uns? Ach, nein? Gut. Dann gib nicht so einen Scheiss von Dir. Ich gehe mit offenen Augen durchs Leben und empfehle jedem, der an sozialen und wirtschaftlichen Problemen der “Multikulti”-Gesellschaft zweifelt, mal in einer Großstadt zu späterer Stunde mit der S-Bahn zu fahren… oder gewisse Bezirke zu betreten… oder [...]
@Spiegelfechter
“zum Narren” machen höchstens Sie sich gelegentlich mit Ihren Ergüßen. Bin über bildblog hier gelandet… aber in meine festen Lesezeichen wandert dieser möchtegern-liberale-Gutmenschkram sicher nicht.
@soimar
Ich hoffe, dies ist nur ein (schelchter) Trollversuch.
Die… wie nennen es Politiker so schön… Integrationskraft der Gesellschaft ist aufs äußerste strapaziert! Habe übrigens noch nie erlebt, dass sie jemand wegen es Farbigen/Schwarzen/Negers (suchen Sie sich ihren Lieblingsbegriff aus!) “entsetzt umgedreht” hätte. Die sozialen Konflikte entstehen übrigens, weil beim der Anteil “sozial schwacher” bzw. “bildungsferner” Schichten nicht zuletzt bei bestimmten Ausländergruppierungen recht ausgeprägt ist. Den Ali, der abends den Supermarkt fegt, können Sie nunmal nicht zum Fialleiter machen. Das ist nicht böse gemeint - es ist nunmal Realität.
Scheinbar herscht in diesem Blog ein großes Pseudo-Gutmenschendenken vor, vermutlich 68iger Generation bzw. deren Früchte. Ich empfehle mich vorerst…
Noch eine Ergänzung: Ich bitte die Tippfehler zu entschuldigen, doch bei all dem realitätsfernen, rosarot eingefärbten Multikulti-Denken hier, stellen sich bei mir die Nackenhaare auf, was wiederum zu hektischem schreiben und letztendlich Flüchtigkeitsfehlern führt ;-)
“Kennen wir uns? Ach, nein? Gut.”
Auch das war so klar, wie das Glockengeläut um 12 Uhr.
Ich bin dann jetzt raus, so schön die Diskussion auch war…
@Ben-99: Das stimmt leider… Chance irgendwie vertan.