An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen …
geschrieben am 30. Januar 2010 von Frank Benedikt
Eine Rezension von Roberto de Lapuentes Buch “Unzugehörig”
Unzugehörig – der Titel ist Programm. Hier schreibt einer, der sich dieser Gesellschaft und ihren Normen nicht zugehörig fühlt, sondern seine Heimat anderswo verortet. Auf rund 175 Seiten polemisiert der Autor sprachgewaltig gegen den täglichen Einheitsbrei, gegen das Wegsehen und die Lethargie. Der 31-jährige Ingolstädter kennt “seinen” Camus, “seinen” Sartre und “seinen” Marcuse und er steigt darüber hinaus – hinab zu den alltäglichen Problemen und Gemeinheiten. In kräftig-derber, zuweilen schon lyrischer Prosa seziert er gnadenlos seine Umwelt und hält ihr einen geschliffenen Spiegel vor Augen.
Schon früh sah er, der Bayer mit einem spanischen Vater, sich mit dem Problem der Ausgrenzung und der Verweigerung einer Integration durch die “Einheimischen” konfrontiert. So schildert er im Text “Unzugehörig”, nach dem auch das Buch seinen Namen bekam, seine Kindheitserfahrungen: den Vater, der bereits 1962 nach Deutschland kam, der fließend Deutsch sprach, aber von den Kollegen in gebrochenem Deutsch angesprochen wurde, die Erniedrigung, die daraus resultierte, dass der Vater keiner von ihnen, nicht akzeptiert, nicht zugehörig war. Erniedrigung auch, da die Deutschen zu dieser Zeit die Spanier für rückständig hielten, was natürlich nicht den Tatsachen entsprach. Nicht zuletzt auch aus diesen Erfahrungen heraus dürfte sich De Lapuentes Ablehnung von Vorurteilen und Rassismus jeglicher Art, die sich wie ein roter Faden durch seine Texte zieht, speisen.
Wortmächtig klagt er, der er wohl zur letzten Generation gehört, die noch das System des “Rheinischen Kapitalismus” und den Sozialstaat alter Prägung selbst erlebt haben, auch über zunehmende soziale Kälte und Ungerechtigkeit, über die Ausbildung eines neuen Klassenbewußtseins seitens der Oberschicht und Defizite im Klassenbewußtsein “der da unten”. Die zunehmende Ungleichheit, die Kälte der Ämter – dies kennt der Autor leidvoll aus eigener Anschauung und reagiert darauf mit einem der menschlichsten aller Gefühle: Wut. Aus Verletzung geboren, zu Buchstaben und Worten geronnen, setzt de Lapuente diese Wut kreativ und bildreich um in eine Philippika, die in Zeiten der “Political Correctness” wohl mehr als nur den guten Ton verletzen dürfte. Da ist einer, der sich nicht nur wehrt, sondern diese erfrischende Wehrhaftigkeit auch noch in scharf gestanzte Worte umzusetzen weiß.
In 31 Skizzen widersetzt sich der Autor dem “Mainstream”, schreibt gegen die fortschreitende Re-Barbarisierung der Welt an, gegen eine Welt der wieder wachsenden Chancenungleichheit, gegen das mediale Blendwerk der Bertels- und Diekmänner, gegen Vorurteile und den Rassismus, der in uns allen steckt, vor allem auch gegen die Vergewaltigung und Verzerrung der Sprache durch “die Mächtigen”, die spätestens seit George Orwells “1984″ ein veritables Thema in der (linken) Diskussion bildet. Wieder auflebender Sozialdarwinismus, Eugenik, die obligatorischen Mauscheleien zwischen Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretern stellen weitere Themenfelder und der “Kampf aller gegen alle”, den bereits Thomas Hobbes 1651 beschrieb, der hier aber unter den Vorzeichen fortschreitender Erosion der gesellschaftlichen Solidarität und des Verfalls jedweder staatlichen Autorität(!) zu betrachten ist, bildet unter dem Aspekt der Entsolidarisierung und Vereinzelung des Menschen einen zentralen Punkt zum Verständnis dieses Buches.
Wohl wissend, dass der Einzelne hinter seiner Tastatur ohnmächtig ist, keine intellektuelle Ein-Mann-Armee, dass der Rufer in der Wüste nichts gilt, kämpft er, einem modernen Don Quixote gleich, mit dem Griffel gegen die Windmühlen von Dummheit, Ignoranz und Vorurteil, wo doch schon Götter versagten. Als Mensch möchte man ihm, diesem Roberto de Lapuente, der in all seiner Menschlichkeit da steht und die “Frechheit” besitzt, noch Idealismus haben und die Menschen lieben zu wollen, wo doch Gleichgültigkeit und Gefühlskälte das Credo der Zeit sind, nur beipflichten und einen kleinen Nietzsche ausbringen: “Ecce homo!” Mit ihm hat die Gesellschaft wieder ein schlechtes (und beileibe nicht stummes!) Gewissen in ihrer Mitte, das vermutlich noch öfter unbequem mahnen wird.
Roberto De Lapuente ist ein “Empörer”, ein rigoroser Moralist, einer, der sich eben nicht damit zufrieden gibt, wenn er aus der Schußlinie ist; er vertritt die Idale, für die er steht, auch lautstark und findet in seinem Blog ad sinistram täglich ein zwar kritisches, aber geneigtes Publikum. Er ist ebenfalls ein “Poète maudit”, wenn man denn so will, entbehrt aber doch nicht einer gesunden Selbstironie, die sich vor allem auch in seinem Schlußtext “Die eingezäunte Welt” wiederfindet. Das Buch selbst ist gut ausgestattet, liest sich flüssig und leidet nicht an unnötigen Längen, obwohl es für die nächsten Ausgaben ein weiteres Korrektorat verdienen würde. Es ist beim beim Renneritz Verlag erschienen und für 11,- Euro zzgl. Versandkosten bei Amazon erhältlich.
“An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen”, so schrieb einst der große Karl Kraus. Roberto de Lapuente ist dafür ein erfreuliches Beispiel im Positiven.


schon gelesen – wirklich sehr zu empfehlen!
Ein Kleinod, und sehr günstiges Geschenk für Anhänger wirklich guter Schriftsprache.
Da bin ich etwas anderer Auffassung: Die Normen sind doch im Grundgesetz verankert. Und die zentralen Normen unserer Gesellschaft werden von eben dieser nicht beachtet. Die Gesellschaft mißachtet ihre eigenen Normen. Alles eine Frage des Blickwinkels.
Roberto schließt im Kern sich nicht aus, sondern die “Gesellschaft” /1/ ist es. Und es ist immer wichtig zu hinterfragen und zu wissen, welche Gesellschaft wir meinen! Sonst passiert es leicht, und man geht der Gehirnwäsche unserer Medienindustrie auf dem Leim. Und das ist es, wogegen Roberto auch anschreibt.
Jens, guck Dir bitte mal das Video
http://www.kannnichtsein.com/interessante-clips/politiker-und-journalisten-in-berliner-hinterzimmern
an und ignorier nicht den Text drüber.
/1/ Gesellschaft: Auch Familie genannt (Süditalien), man spricht auch von der ehrenwerten Gesellschaft…
Grüßle
Bernhard
Der dunklehaarigen Frau, die sich eine Journalistin hält, springt die Arroganz doch aus dem Gesicht.
Wie toll sie sich findet, weil sie im Hinterzimmer die Wahrheit erfahren darf und dann bestimmt, was der Leser verstehen muss. Das war mit Abstand das schlimmste Enthüllungsvideo, das ich seit langem im INet gesehen habe…
Ich hatte bisher das Versagen der vierten Gewalt eher an der Unfähigkeit des Personals fest gemacht. Das hier ist ja aber schon ansatzweise ein Verhalten, dass ich bei Mitgliedern einer Staatsklasse vermutet hätte…
Sicher ist dieses Buch nicht nur bei Amazon erhältlich, sondern dank Buchpreisbindung zum selben Preis auch im Buchladen um die Ecke.
Mein Gott, Jens’ Text ist ja wie aus einem Guss! (wieder mal)
So will ich mich auch ausdrücken können *neidischbin*
@ caf, #6:
*Räusper* … entschuldige, aber der Text stammt von mir. Ich hoffe, Du bist jetzt nicht enttäuscht ;-)
Danke für das schöne Kompliment!
Beste Grüße
Frank B.
Nach dieser Empfehlung des Spiegelfechters werde ich das Buch nicht kaufen.
@caf, der text ist nicht von jens, sondrn von frank benedikt.
@ Bona Parte, #8:
Wieso das denn? Und um Jens wie auch Roberto aus der Kritik zu nehmen: ich habe das geschrieben und ich stehe dazu.
Beste Grüße
Frank B.
Der Teil mit seiner spanischen Herkunft kam spät. Von ihm, allerdings.
Mann hätte ihn die gesamte Zeit für einen der wenigen letzten Linken deutschen Spiesser-Nachwuchses halten wollen.
Roberto: Mutig, richtig, wenig Drumrum genug.
Jens: Du musst nicht konsumabel sein, um erfolgreich zu sein. Wollte ich Dir immer schon mal sagen …
@caf und andere
Die Rezension ist idT aus einem Guß … aber nicht von mir, sondern von meinem Lektor und Literaturpapst Frank Benedikt ;-)
Ich habe das Buch aber auch gelesen und finde es ebenfalls bemerkenswert. Nur – Schuster bleib bei deinen Leisten – habe ich mir nicht zugetraut, eine Rezension zu schreiben und Frank gebeten, diese ehrenhafte Aufgabe zu übernehmen. Eine weise Entscheidung, wie ich meine ;-)
Mit Spiegelfechter meinte ich das Kollektiv, das in diesem Blog zu Wort kommt. Zunächst werde ich jetzt einige Artikel des von Euch gelobten Buchautors in seinem Blog lesen.
Ob ich mir das Buch dann doch noch kaufen werde, wird sich zeigen. Ich könnte mir denken, dass es sich um eine Zusammenfassung seiner Blogbeiträge handelt.
@ Cheffe, #12:
Danke für das feine Lob; wenn selbst Du es für “aus einem Guß” hältst, freut mich das natürlich sehr. Überhaupt war dies mal eine dankbare Aufgabe für einen “Schreibmüden”, denn das (gute!) Buch eines Freundes für das Blog eines anderen Freundes rezensieren zu dürfen, hat selbst mir einen Moment die Freude am Schreiben wiedergegeben. Ich warte immer noch auf Dein Buch … ;-)
Dein Fränkel
P.s.: Vielen Dank auch an Paulinchen, ohne deren Zuspruch der Text so wohl nicht enstanden wäre.
@ Bona Parte, #13:
“Kollektiv”? Laß das bloß nicht den Jens hören – der zieht uns beiden die Hammelbeine lang :-D Nee, das ist ganz klar sein Blog (und zwar ein “Einmannbetrieb”), aber ab und an lädt er halt mal einen Gast ein.
Mit den Blogbeiträgen hast Du im übrigen recht (ein Fehler von mir, daß ich das nicht erwähnte), wobei es sich um eine überarbeitete und lektorierte Auswahl sein bisher besten handelt. Es ist wirklich ein ganz anderes Lesegefühl, das darfst Du mir glauben, auch fand ich es sehr bequem, in Bus und U-Bahn lesen zu können (Nein, auf meinem PDA lese ich keine Literatur!).
Mein Fazit: Ich werde das Büchlein dieses Jahr auch dem einen oder anderen Freund zum Geburtstag schenken, denn da haben dann Freund wie Autor was davon :-)
Beste Grüße
Frank
@Frank
Nicht, dass Du noch anfängst nun ein Vorwort mit Danksagungen vor jeden Artikel zu schreiben ;-)
*duckundwech*
@ kotzt, #11:
Wie meinst Du das? Kam das spät von Roberto? Steht doch schon länger in seinem Blog, auch ist der Name ja nicht gerade urbayerisch ;-)
Oder spät von mir? Steht doch bereits im zweiten Absatz :-)
Wenn ich meinen geschätzten Freund und Kollegen richtig kenne, würde er Dich wohl nur trocken ergänzen: “ibero-deutschen …” :-D
Wesentlich ist doch wohl, daß Roberto ein Linker ist und Cojones hat.
Beste Grüße
Frank B.
@ Cheffe, #16:
Ein glänzende Idee, die ich natürlich gerne aufgreifen werde :-P
Im Ernst: Das würde ja bedeuten, daß ich öfter was für Dich schreibseln müßte :-O Und dabei schreib ich doch kaum was für mich … *g*
Schönen Samstagabend
Dein altes hannilein
Frank Benedikt:
Ich meine, dass ich Roberto seit etwa anderthalb Jahren lese, und erst seit etwa irgendwas vor drei Monaten einen Hinweis auf seine Orginität habe (Blogeintrag).
Schon interessant.
Und was die Cojones angeht: Ganz sicher hat er vier davon.
B.t.w.: Bist Du sein scheiss Bodyguard?
ad sinistram kannte ich noch nicht. Für Leute meiner Generation ist der dort gepflegte Schreibstil gewiss ein anregendes Retro-Erlebnis. Noch einmal die wilden Zeiten aufkochen, Sartre, Camus, Adorno… alle da!
Vielleicht gar keine schlechte Idee. Jahrzehntelang haben sich alte Säcke Gedanken gemacht, wie sie ihr Anliegen der Jugend(tm) vermitteln könnten. Sich das Hirn zermartert, um den richtigen Ton zu finden, die Geschichte, die an die sog. Lebenswirklichkeit dieser Jugend anknüpfen kann.
Aber wie immer macht der Pop es vor: Ab ungefähr 1990 schafft es Lenny Kravitz mit perfekten, nicht gecoverten, Coverversionen der 60s und 70s sein Publikum zu erreichen, und das eben ohne die Form zu aktualisieren. Im Gegenteil: die Distanz hilft ihm, pure Struktur zu schaffen, Essenz und Stil, Tonfall ohne Subjekt.
Wenn es im Pop klappt: warum sollte man sich als Schreiber bemühen, “zeitgemässe” Ausdrucksweisen zu finden, vielleicht steht das Publikum ja viel mehr auf Retro. Tatsächlich ist das Anliegen ja sympathisch und wahrscheinlich mehr als eine Coverversion. Und der Tonfall ist die Botschaft, meine: an der Sprache scheidet sich Mensch von Unmensch, meine: es ist schon ok, altmodisch zu klingen, wenn man gute Gründe hat, Neumodisches abzulehnen.
Als Fragen blieben noch, wie man Randerscheinungen der Nostalgie wie den “Grünen” u. ä. bei der Reinszenierung vermeiden kann und vor allem wie man mit den Real Existierenden Nichtbürgerlichen umgeht, denen der kulturelle Background fehlt.
Aber vielleicht lese ich erst mal eine Weile ad sinistram
Euer
Besuch
@ kotzt, #19:
Klar doch – wir sind dank der Bloggerei nämlich alle scheißreich :-D
Ernsthaft: Der kann auf sich selber aufpassen. Allerdings sind wir aber Freunde und das zählt für uns noch etwas.
Beste Grüße
Frank
@ Besuch, #20:
Was heißt schon “retro”? Ein paar von uns sind halt nicht nur “unzugehörig”, sondern auch “unzeitgemäß” :-) Warum bspw. nicht den ganzen Sprachschatz verwenden, wenn er einem denn zur Verfügung steht? Das gefällt mir ja so sehr an einem jungen Autor wie Roberto de Lapuente – er hat die Wahlmöglichkeit und wählt meist sehr präzise, was einen alten Bibliophilen und Lektor wie mich freut. Da ist nichts gestellt, nichts aufgesetzt, einfach nur O-Ton eines denkenden Menschen. Wir bräuchten mehr davon …
Und wenn es “modern” oder “zeitgemäß” ist, nicht mehr solidarisch zu sein und nicht mehr kritisch zu denken, dann bleiben wir lieber unzeitgemäß, oder, wenn man so will, “konservativ”.
Das Netz scheint übrigens für Menschen wie uns ja immer mehr zur letzten Zuflucht zu werden und ich staune immer wieder, wieviele “Unzeitgemäße” es anscheinend noch gibt.
Beste Grüße
Frank B.
[gelöscht/SF]
[gelöscht/SF]
“[...]Nachtrag: Die allgemeine Fastformel ?Linke = Antisemiten? scheint wohl zutreffend zu sein. Zumindest auf die Linkspartei[...]”
Nett, jetzt kommt auch noch der Vorwurf, dass die Linkspartei antisemitisch wäre. Was noch? Islamistisch fehlt doch noch? Oder.
An Ihrem Text merkt man eigentlich nur eines, die Überschrift von Ad Sinistram ist passend “An ihrer Sprache sollt ihr sie erkennen ? ”
Die Recht(s)extremen von CDU/CSU/FDP/SPD/GRÜNEN/NEOLIBS sind ja keine Antisemiten, die unterstützen keine blutigen Putsche gegen Demokratie und überhaupt sind die Neoliberalen ja nur die Schutzengel der kleinen Leute, die keinem ein Haar krümmen und nicht, wie erst kürzlich geschehen eine “Neue Weltwirtschaftskrise” auslösen.
Zum ewig banalen Beliebigkeitskult der Rechtsneoliberalen findet man ja neuerdings sogar auf jüdischen Homepages erklärendes:
“[...]Antisemitismusforscher Wolfgang Benz ist plötzlich selbst ein Antisemit[...]”
Quelle und kompletter Text:
http://www.hagalil.com/archiv/2010/01/30/antisemitismus-6
Fazit: Jeder ist ein Antisemit, sogar ein bekannter Antisemitismusforscher. Nach der Logik müßte Guido Knopp, als Kenner des Nationalsozialismus, ein Nazi sein…..eine neue Kultur der irren Beliebigkeit tut sich breit in Deutschland….aber, dass wissen Sie ja besser als ich….
Übrigens, Bild als Garant für Wahrheit anzugeben, da könnte man ja das Politbüro der kommunistischen Partei in China/Nordkorea noch für ehrlicher als Bild befinden – Dabei stammen die Ideologen – mit anderem Vorzeichen – aus der selben Ecke wie unsere Bildjournalisten – in punkto Menschenfeindlichkeit auf alle Fälle….
Gute Nacht
Deutschland
soso, Bild und PI… na da haben sich ja zwei richtig seriöse Quellen gefunden. Würde mich nicht wundern, wenn die ebenfalls den Namen der Frau nicht mal richtig schreiben könnten.
OT: Seit wann gehört dieses Blog eigentlich Stefan Raab? Und wo ist die hübsche V-isage hin? ;)
Gruß, Lars
Zur Unterstützung eines rechtsextremen Putsches in Honduras durch die FDP-Friedrich-Nauman-Stiftung hier einiges zu finden:
http://www.amerika21.de/nachrichten/inhalt/2010/jan/oliva-736484-interv
Was deinen Sarkasmus gegen “Linke” angeht, da gibt es ein nettes Büchlein eines angeblichen Ex-Linken drüber, der selbst nie links war, aber nun jedem – zwecks Geld abzocken – vorlügt, dass er kein sturer Konservativer war, seit der Kinderstube, sondern schon einmal “links” war und nun angeblich die Schnauze voll hätte und rechtskonservativ (das war der gute Mann schon immer) wurde.
Wer dem glaubt ist selber schuld und über diese erneute Lügerei der Neoliberalen kann man einiges bei Nachdenkseiten nachlesen…..
Gruß
Benno
Übrigens, es gibt mit Serdar Somuncu einen türkischen Kabarettisten den ich jedem Neolib ans Herz lege – Er redet immer von CDU-CSU-FDP-DVU-NPD als Einheitspartei. Warum wohl? Man sollte Serdar Somuncu mal danach fragen. Wirklich! :-) ;-)
Gruß
Benno
Übrigens, die Deutschen sind doch ein Volk von Nazis – seit 1933, und trotz verlorenem Krieg 1945.
Dank Guido Knopp, und den Gegnern von Wolfgang Benz wissen wir es nun – “Jeder, der sich intensiv mit den NS-Verbrechen auseinandersetzt, egal in welcher Funktion, ist selbst ein Nazi.”
Gute Nacht
Deutschland
@ cheffe:
Du räumst aber gerade ganz schön auf :-O Habe die Posts ja via Mail bekommen, fand sie aber nicht sooo schlimm. Die “irrelevanten” kann man ja wenigstens aufklicken (nette Funktion übrigens), aber den “Leser” hast Du ganz gekickt, wo der doch durchaus Stoff zur Diskussion geboten hätte.
Nun ja, ich weiß, daß es schwierig mit der Abwägung ist und das muß jeder “Hausherr” für sich entscheiden ;-)
LG
Frank
@ Frank Benedikt, #22
schön, dass angekommen ist, was ich meinte. Für mich ist es eben sehr zwiespältig: ich verstehe und mag den Ton des Blogs, ich denke eben nur, dass es einen Unterschied gibt zwischen sich-ausdrücken und etwas-bewirken wollen. Etwas Strategisches eben. Und alles zu durchblicken, um es dann gekonnt zu formulieren ist das Glück des sprachbegabten Bürgers, nicht falsch, aber auch nicht zielführend, solange sich die “Demokratie” auf eine Mehrheit weniger feingeistig Orientierter verlässt, um ihre Mehrheiten zu gewinnen.
Was ich geschrieben habe war wahrscheinlich viel unironischer als es sich anhörte. Ich bin wirklich zum ersten Mal auf die Idee gekommen, dass es sinnvoll sein könnte, fortschrittliche Gedanken, die (warum auch immer) aus der Mode gekommen sind, eben nicht “modern” zu verpacken, sondern nostalgisch als extrem coolen Stil einer vergangenen Zeit zu verkaufen.
Herr Zweck heiligt….
Euer Besuch
@ Besuch, #31:
Lieber Besuch,
natürlich kommt das an. Selbst bin ich nicht mehr der Jüngste und habe somit doch glatt das eine oder andere gelernt, ein paar andere (noch) ältere Herrschaften strawanzen hier auch herum und die Jüngeren sind meist hochgebildete und -engagierte Menschen. Das verbindet uns, wenn uns zum Teil auch Generationen trennen. Wir teilen “universelle Werte”, nämlich wesentlich die Werte des Humanismus’, und wir versuchen, sie – jeder nach seinem Vermögen – hochzuhalten. Die einen schreiben, die anderen organisieren, wieder andere laufen einfach auf die Straße ;-) Das alles hat seine gute Berechtigung, wenn Du es im Gesamtzusammenhang siehst und daß alles auch im Verbund funktioniert. Da ich besser organisiere denn schreibe, arbeite ich mit anderen KollegInnen daran, uns stärker zu vernetzen und zu koordinieren, während weitere Kollegen (wie der mir liebe Hausherr hier) versuchen, möglichst eine ernsthafte Gegenöffentlichkeit zu bilden.
“Aktion” ist da für meinen Teil auch unerläßlich, weshalb sich die “Blogtivisten” (sry für die Schleichwerbung, Jens, aber Du weißt – es ist “für einen guten Zweck”) gerade häuslich im Netz einrichten, um neue Aktionen und Kampagnen zu fahren und dabei mitzuhelfen, die außerparlamentarische Opposition wieder auf die Straße zu bringen und vernehmbar zu machen.
Nun, “extrem cool”? Klar ist das auch ein “cooler Stil”, aber darum geht es doch nicht vorrangig. Es gibt nun mal etwas, was meine Freunde und ich wohl als “ewige Werte” bezeichnen würden und die es zu leben lohnt. Alle Grundfreiheiten/Menschenrechte gehören dazu, und noch manches mehr. Geraten sie in Gefahr, werden wir – jeder auf seine Art – darum kämpfen, nicht interventionistisch, sondern jeweils in unserem Land/unserer Region.
Wir werden dafür natürlich auch jede Sprachebene, jeden “Slang”, jeden Dialekt einsetzen, der uns nötig erscheint.
Und das war jetzt mein “Wort zum Sonntag” – das von meinem Kollegen Andreas findest Du bei uns drüben ;-)
Beste Grüße
Frank B.
@ Frank Benedikt
Hallo Frank,
es ist komisch, daß einige Kommentatoren hier, Dich mit Jens verwechselt haben.
Ihr Beide, seid wie Himmel und Erde.
Jens ist ein knallharter Pragmatiker ( mag sein, daß er auch andere Eigenschaften hat ? :-) ) und Du bist ein Philosoph oder eher ein Philosoph.
Es freut mich, daß Ihr Beide diese Welt platt trammpellt, sonst wäre diese Welt, wie eine Mainstreemwelt, die mir am meisten Angst macht.
@Truvor
Das hast Du schöööön gesagt ;-)
@ Truvor, #33:
Lieber Truvor,
Du hast recht und unrecht zugleich ;-) Jens und ich sind sehr unterschiedlich, andererseits uns aber ähnlich wie Zwillinge und wir denken oft gleich, wie wir bei unserem ersten Treffen amüsiert feststellten. Wir haben durchaus dieselben Ideale, sprechen praktisch dieselbe Sprache (wie sonst könnte ich Jens lektorieren?), nur schlußfolgern wir nicht immer gleich bzw. setzen gleiche Schlußfolgerungen unterschiedlich um. Ich bin da – obwohl der Ältere – der Impulsivere, wie Du wohl richtig erkannt hast, und ich verdanke Jens sehr viel, gerade, was meinen Hang zu Panik anbetrifft.
Wir sind ein gutes und eingespieltes Team und zumindest mir macht die Arbeit somit viel Freude.
Nun aber genug der Intima, hier geht es ja eigentlich um Roberto, sein Erstlingswerk im Print und die ganze Crux, die Leute wie uns zum Schreiben nötigt – statt daß wir mit unserer Liebsten im Kino oder mit Freunden in geselliger Runde sitzen können. Auch Roberto ist da wie Jens wie ich (und viele andere): Wir versuchen zu nutzen, was wir als “Talent” mitbekommen haben, um es nicht noch schlimmer kommen zu lassen.
Nicht ganz daneben ;-) Allerdings habe ich da weitaus kompetentere in unserem eigenen Blog und ich gebe zu, ich bin “stolz” darauf, denn da kann ich noch eine Menge lernen.
Herzliche Grüße
Frank
@ Cheffe:
Ja, das hat der Gute, aber ich finde, er tut Dir da doch ein wenig unrecht; während Du schriebst, habe ich es wortreich zu erklären versucht ;-)
Schlaf gut
Fränkel
P.s.: Du solltest vielleicht doch darüber nachdenken, Dein “Image” ein wenig in Richtung Deiner wahren Persönlichkeit zu korrigieren ;-) Mit meiner schonungslosen Offenheit lebe ich ganz gut, wenn ich natürlich auch hin und wieder anecke.
@Benno 25
Auch wenn der Kommentar “irrelevant” ist.
“Nach der Logik müßte Guido Knopp, als Kenner des Nationalsozialismus, ein Nazi sein?..”
Nicht auf halber Strecke Halt machen!
Ist Herr Knopp ein Kenner?
Oder anders gefragt, wie wichtig ist es den alten rechten Kreisen und deren Zöglingen, dass gewisse Aspekte der NS-Zeit eher nicht beleuchtet werden? (Stichwort die Industrie und die Vermögenden und deren Zuwendungen an Hitler)
Wäre einer wie Knopp dann nicht perfekt, als Ikone aufgebaut, erklärt er Otto-Normalverbraucher, wie es damals war, bzw. in gewissen Aspekten gewesen sein soll?
Er wäre nicht, er ist!
http://books.google.de/books?id=7t23y0H6qXQC&pg=PA74&dq=Mehr+Leidenschaft+Recherche:+Skandal-Geschichten+und+Enth%C3%BCllungsberichte+ultrarechte&cd=1#v=onepage&q=&f=false
Ist es so unglaubwürdig, dass die alten Strukturen damals weitermachten und die Wirkungen bis heute da sind?
nur ein paar Beispiele:
siehe dazu auch Finck:
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1739/der-alte-mann-und-die-fdp
oder die Legende von Erhard und die “Soziale Marktwirtschaft”
http://war-is-illegal.livejournal.com/7650.html
oder der Grundgesetzkommentar von Maunz bis Herzog
(leider nur noch mit Abo)
https://www.jungewelt.de/loginFailed.php?ref=/2009/09-19/023.php
Bevor jemand meint, 2x Junge Welt … entscheidend ist der Autor Otto Köhler
http://de.wikipedia.org/wiki/Otto_K%C3%B6hler_(Journalist)
P.S. zu Wolfgang Benz weiß ich zu wenig, um dazu was sagen zu können
P.P.S. sorry, ist etwas sehr Offtopic
@Frank Benedikt,
danke für die Rezension.
Da ich schon eine Weile in Robertos Blog lese, habe ich mir natürlich das Buch gekauft. Wenn es nicht so wäre, hätte sicher Deine Rezension den letzten Ausschlag dafür gegeben.
Ich habe das Buch direkt beim Verlag erworben, der hält sich nämlich daran, dass Büchersendungen in Deutschland versandkostenfrei sind…
@ Ralf-zwei.null, #38:
Ich habe zu danken, zumal mir die Schreiberei ausnahmsweise Vergnügen bereitet hat, wie man wohl auch der Rezension entnehmen kann ;-)
Das Buch gefällt mir, da Robertos Texte überarbeitet noch besser kommen und ich so ein Büchlein prima in die Jackentasche stecken kann, um unterwegs darin zu schmökern und auch handschriftliche Notizen vorzunehmen.
So steht es auch bei mir drüben im Blog geschrieben, aber da Jens “Affiliate” ist und für all die Arbeit auch was (sind eh nur Kleinbeträge) verdienen soll, steht hier halt der Amazon-Link drin. Kuck mal, das ist simple Interessenabwägung – Jens muß was verdienen, damit er vor allem auch hier weiter hochqualitative Artikel schreiben kann, Roberto muß was dazu verdienen, damit er weiter so wuchtige Sachen schreiben kann und Jork, der Verleger, muß was verdienen, damit er sich weiter den “Luxus” leisten kann, eigenwillige und non-konforme Autoren verlegen zu können. Das ist das leidige Lied vom Geld, und wenn alle solidarisch spenden würden für derlei Arbeit(!), wären wir nicht gezwungen, gelegentlich auch was zu verkaufen oder Werbung zu schalten. Denkst Du, wir hätten Spaß daran, Amazon praktisch die Hälfte des von den Lesern meist sauer erarbeiteten Geldes in den Rachen zu stopfen – nur , damit die dann wiederum bspw. an Jens einen Bruchteil davon ausschütten?
Nun, das war zumindest für mich ein wenig die “Nacht des Nähkästchens”, denn ich finde, man sollte gelegentlich mal für etwas Transparenz sorgen, aber mit Tagesanbruch kommt wieder der Deckel auf die Kiste ;-)
Es gäbe m.E. so einiges anzumerken zu diesem ganzen “Schreibbetrieb”, aber das werde ich mit Sicherheit nicht hier machen und auch meine Freunde raushalten, zumal ich dann nicht von ihnen autorisiert sein und auch nicht mit ihrem Verständnis rechnen dürfte.
Du hast übrigens gar nicht gesagt, ob Dir Roberto in der “klassischen Form” nun eigentlich gefällt ;-) Selbst finde ich ihn gedruckt besser, denn er ist ein Autor, der meiner Ansicht nach so am besten wirkt. Und jetzt warte ich nur noch auf ein Buch von Jens, damit ich auch da eine sehr wohlwollende Rezension schreiben darf :-D
Schönen Sonntag
Frank
http://www.freitag.de/community/blogs/margareth-gorges/buchempfehlung-roberto-jde-lapuente–unzugehoerig
@Frank, #39,
leider kann ich Dir noch nicht sagen, wie mir der Roberto in der “klassischen” Form gefällt, da ich zur Zeit nicht in Deutschland bin und ich mich daher noch etwas gedulden muss.
Generell gilt aber, dass ich liebend gern ein richtiges Buch zur Hand nehme.
Ja, wenn ich früher gewusst hätte, dass der Jens was verdient hätte… Es war mir in dem Moment nicht momentan, Asche auf meine Haupt!
So habe ich einfach auf Robertos Seite geklickt und bin beim Verlag gelandet. Ich werde aber in Zukunft mal daran denken.
Gleichfalls einen schönen Sonntag und schöne Grüße aus Singapore,
Ralf
@Interessierter
Jetzt aber auch Klartext:
Was versprichst du dir, wenn du Sahra Wagenknecht wegen der Widerrede an einen israelischen Staatsmann als Antisemitin bezeichnen willst? Was hast du dagegen, wenn Jens Berger ihre Bücher bewirbt? Sind alle ANDEREN MEINUNGEN GEGENÜBER ISRAEL bei dir GLEICH ANTISEMITISCH?
Ja? Dann lies mal diesen hier:
“Antisemitismus als politische Waffe: Israel, Amerika und der Mißbrauch der Geschichte” von Norman G. Finkelstein
Finkelstein hat leider auch von den falschen Leuten für seine richtige Thesen Applaus bekommen, aber es gibt auch andere Meinungen zum selben Thema “Hitler besiegen: Warum Israel sich endlich vom Holocaust lösen muss” von Avraham Burg und Ulrike Bischoff.
Avraham Burg ist sicher unverdächtig bei Rechtsextremen und Antisemiten Applaus zu erhalten, aber die Thesen sprechen für sich und eine alte Binsenweisheit ist wenn zwei, oder mehrere, Quellen denselben Sachverhalt berichten, dann ist da etwas wahres dran.
Wo gilt dies, ausser in den rechtsneoliberalen FDP-Kreisen, und Blogs, in denen die Medien sich bewegen, die du wohl offensichtlich für ebenso unfehlbar wie die Heilige Schrift hälst, bei Sahra Wagenknecht sonst noch?
Gruß
Benno
An deiner Stelle würde ich hier mal suchen:
“[...]Die größte juedische InterNet-Site in deutscher Sprache. Juden in Deutschland, Israel, Tschechien, Österreich, Schweiz…
[...]”
http://www.hagalil.com
Sollten die ernstzunehmende Hinweise darauf haben, dass Sahra Wagenknecht schon immer eine Judenfeindin war dann ist da was wahres dran, ansonsten sind deine Quellen unglaubhaft, und wohl selbst von Medien beeinflußt, die, wären die Zeiten anders, offen gegen Juden hetzen würden – der Quote wegen (Ja ich geb’s zu ich halte die Bild-Zeitung für antisemitisch und die Springer-Presse erst recht).
Gruß
Benno
@Frank&SF
Jetzt gesehn, das Kompliment hat aber trotzdem die richtigen getroffen wie es scheint, ich bin zufrieden ^^
@Interessierter #45
Biste bissel schizo, huh?
@Interessierter
Wer erzählt hier was? Wieso beantwortest du meine Frage nicht?
“[...]Es ist bei Linken doch mehr oder weniger Konsens, FÜR die ?armen? Palis zu sein (die aufgrund ihrer ?Not? den zionistischen Feind mit selbstgebauten Raketen angreifen) und GEGEN den ?bösen Unterdrücker? Israel[...]”
Danke für die klaren Worte, d.h. auch Juden sind Antisemiten “[...]Diese Einstellung passt zu dieser Seite[...] – Du meinst sicher hagalil.com?
Die Rechten machen es sich da ja wirklich etwas einfach, siehe deine Logik oben.
Übrigens, ich bin für den Staat Israel, aber gegen die Kriegs- und Besatzungspolitik der derzeitigen Regierung – nach deiner Logik also ein Antisemit, ebenso wie Frau Wagenknecht, die ähnliche Positionen teilt.
Danke für deine seltsame Logik hier.
Ich schriebs schon einmal: Nach deiner Logik ist jeder, der z.B. Hitlers Klamotten tragen würde, selbst ein Nazi. Die Klamotten können ja nichts für ihren Träger, aber egal man ist damit infiziert.
So hast du es mit Meinungen, jeder, der sich mit der Zeit des Nationalsozialismus befaßt, egal ob aus wissenschaftlichen (z.B. Wolfgang Benz) oder sonstigen Gründen ist ein Nazi. Stimmt`s?
Ich würde mich an deiner Stelle hüten Bücher von Linken zu lesen, du könntest selbst ein zweiter Castro werden, nur weil du seine Bücher liest…..
Oder gar ein Heiliger, wenn Du als Atheist die Bibel liest…..
Merkst du eigentlich wie dämlich deine Logik hier ist?
Frägt sich Benno
Das ad-sinistram blog habe ich ne zeitlang gelesen, aber irgenwann kann man diese endlos ausgewalzten blumig ausformulierten sich in übertriebenem Selbstmitleid und Weltschmerz suhlenden Artikel einfach nicht mehr ertragen. Und alles was nach Kritik riecht, auch wenn es gar keine ist, wird mit pawlowschen Sabberreflex sofort gestrichen.
Neine Danke, das Buch will ich gar nicht lesen.
Ich wußte zunächst nicht so recht was die Antisemitismusdebatte sollte und auch nicht welche Frau gemeint war. Deshalb kamen mir gestern Abend beim Überfliegen einige Kommentare recht verquer vor. Ich weiß gar nicht mehr ob ich die gelöschten “Leser”-Kommentare noch mitbekommen habe. Jedenfalls war ich ein wenig ratlos. Mittlerweile weiß ich, was Sarah Wagenknecht “angezettelt” hat und das es auch in der Linkspartei Widerspruch ausgelöst hat.
Ich war gestern Abend deshalb ratlos, weil ich ja vor allem aus humanistischer Perspektive mit meinen Gedanken mit linkem Gedankengut oft nahezu wortgleich bin. Parteipolitisch gesehen mache ich aber immer die Einschränkung: Sie formulieren es oft identisch zu mir, aber sie “meinen” es vielleicht nicht genauso. Ich meine es immer nur human. So assoziierte ich also mit “Ad-Sinistram” vor allem , die trefflicher kaum vorzunehmende Entlarvung (die ich nicht anders formulieren würde) unserer Gesellschaft als zunehmend inhuman, verlogen und heuchlerisch. (es gibt viele weitere Charakterisierungen dieser Art)
Aber ich hatte es natürlich schon im Hinterkopf das die “Linken” leider nicht nur aus humanistischen Gründen sondern oft auch reflexartig mit den Unterdrückten (bzw. dem Schwächeren) sympathisieren. Das führt nicht nur, aber insbesondere auch im Falle des Nahost-Konflikts (m. E.) leider zu politischen Fehlurteilen.
Eine “humane” Position wird nicht dadurch “wahr”, das sie sich für Unterdrückte oder Schwächere einsetzt. Man mag die israelische Politik sachlich teilweise kritisieren können, aber die Ursache ist der Terror der Palästinenserorganisationen.
Es spielt keine Rolle mehr ob der Staat Israel dort zu recht existiert oder nicht. Er existiert und die Menschen die dort leben haben das Recht, sich gegen Raketenbeschuß und Terror zu verteidigen. Und kein muslimischer Staat hat das Recht, die Existenz Israels in Frage zu stellen oder gar seine Vernichtung zu fordern. Das ist eine Ungeheuerlichkeit und solche Staaten disqualifizieren sich als zivilisierte Nationen. Diese Staaten müssen irgendwann das Verhandeln lernen. Leider haben sie oft keine guten Voraussetzungen dafür, um es mal diplomatisch auszudrücken.
Innenpolitisch muß ich den “Linken” aus Protest zustimmen (sachlich bleibt natürlich auch da Vieles im Argen) , da es ansonsten in der Gesellschaft keine zustimmungsfähige politische Position mehr gibt, aber die außenpolitischen Anischten der Linken sind für mich eigentlich ein Ko-Kriterium, zumindest für die Zustimmung zur Partei.
Ansonsten kann ich nur sagen; Jeder der meint unsere Gesellschaft sei frei, human, demokratisch Hartz IV sei nötig, es sei ein Erfolg, der Journalismus und die Medien seien nicht gleichgeschaltet usw. sollte “Ad Sinistram” mal unter diesem Aspekt lesen. Er findet dort viele treffende Gegenargumente, auch wenn nicht alle (voll) zustimmungsfähig sind.
Hallo Frank,
danke für die Rezension, sie hat mich neugierig gemacht und damit wohl ihren Zweck erfüllt.
Gruß, Jeanette
Hei, was ist das für ein larmoyanter junger Mann! Ich hab mir mal den Blog angesehen. Das ist ja zum Gottserbarmen. Und dass jemand ein schweres Schicksal hat, weil ein Elternteil Spanier ist, das kauf ich ihm nicht ab.
Ich finde nicht, dass man Menschen in erster Linie nach pekuniärem Erfolg im Leben beurteilen sollte. Aber ein bisschen die Arschbacken zusammenzukneifen, das kann man von jedem erwarten.
@Benno #47
Klassisches Argumentationsmuster des linken Antisemitismus. Kein Mensch käme auf die Idee, etwa zu sagen “Übrigens, ich bin für den Staat Türkei”.
Ich hoffe doch, das mein Kommentar nur deshalb als irrelevant gebrandmarkt wurde, weil ich auf die “Antisemitsmusdebatte” einging, die ja auch ich gestern zunächst im Zusammenhang mit dem Thema nicht verstand. Sachlich, habe ich nichts zurückzunehmen.
Als ich meine Stellungnahme abgab, dachte ich, man hätte umgeshiftet und ließe die “Antsemitismus. Diskussion” zu, aber wahrscheinlich waren die Kommentare die ich sah noch nicht als irrelevant gekennzeichnet.
Dann hätte ich wahrscheinlich von einer Stellungnahme abgesehen.
Don’t feed the troll? Jens? Danke für, hast recht, ich lasse meine Kommentare hier, die füttern nur die Provo-Trolle denen weder SPIEGELFECHTER noch AD SINISTRAM in ihre Schublade passen.
Gruß
Benno
Übrigens, was die Antisemitismusvorwurfstrolle hier angeht, da bleib ich auch bei meiner Meinung: Die sollten sich hüten linke Bücher zu lesen, denn ansonsten könnten die Che Guevara beerben, von “Mein Kampf” ganz zu schweigen, was die neoliberalen Antisemitismusvorwurfstrolle wohl eher lesen.
Gruß
Benno
Dem anonymen “Interessierten” dürfte ja wohl auch Albrecht Müllers Bewerbung hier nicht passen, da bin ich mir fast sicher und Nachdenkseiten ist eine Nazi-Seite, wenn es nach dem “Interessierten” geht.
@#52
Schade, das man das immer so einfach sehen muß!
Sicherlich existiert Schubladenkritik, aber so generell kann man das nicht sehen. Diese Meta-”Argumentation” sollte man deshalb m. E, grundsätzlich unterlassen. Mag ja sein, das man durch Austausch von Gedanken nicht zum Ziel kommt, aber den Ideologievorwurf kann man sich rein formal immer gegenseitig machen. Natürlich halte auch ich oft Gegenpositionen für ideologisch, aber der Vorwurf führt zu nichts.
@#54
Was soll das? Ich lese die Nachdenkseiten allein der Information wegen jeden Tag. Ich stieß zufällig im letzten August bei einer Busfahrt darauf, als ich auf WDR5 Albrecht Müller im Interview hörte.
Ich dachte zuvor seit 1998, ich wäre mit der Beurteilung unserer Gesellschaft vollkommen alleine.
Aber ich stimme in der Tat mit einigen Positionen dort nicht überein. Das darf doch wohl sein.
@Axel, Benno und andere
Der “Interessierte” ist ein alter Bekannter – ein Rechtsradikaler, der immer wieder über einen neuen offenen Proxy hier hereinkommt und somit die IP-Sperre untergräbt. Seine Kommentare lösche ich natürlich sobald ich sie sehe und meine IP-Blacklist hat einen Punkt mehr.
-> Irrelevante Kommentare
Diese Funktion hat nichts mit der Qualität zu tun, sonder soll lediglich Off-Toppic-Diskussionen aus dem Blickfeld der normalen Leser verbannen. Und die Antisemitismus/Links-Antisemitismus-Debatte wurde hier wahrlich schon oft genug geführt ;-)
@Frank Benedict #39
Nein, das ist nicht das leidige Lied vom Geld, das ist das leidige Lied von der economic Illiteracy. Das ‘Spenden’, das ‘in den Rachen Stopfen’ und das ‘Ausschütten’, das sind alles dieselben Tauschvorgänge. Du verstehst es nur nicht. Und bildest dir vermutlich noch was drauf ein.
@Spiegelfechter
Danke für den Hinweis – Dachte mir gleich so etwas, und bleibe treuer Fan deines Blogs lieber Spiegelfechter.
Gruß
Benno
Ab wann ist man hier rechtsradikal und wird gelöscht?
Bin ich das schon, wenn ich am 27. September 2009 schwarz oder gelb gewählt habe?
Bin ich rechtsradikal, wenn ich nicht an Gott glaube und Christentum, Islam, Hinduismus und Judentum (im religiösen Sinne) ablehne?
Bin ich es, wenn ich Nationalsozialismus (Faschismus) und (International-)Sozialismus (Stalinismus, Trotzkismus, Maoismus, PolPotismus) schlecht finde?
Ist es möglich, lieber Jens Berger, dass Bona Parte, Interessierter, Karl Heinrich & Co. ein- und dieselbe Person sind? Ich hab da so einen Verdacht, weil ich schon einmal, vor Jahren, in einem Forum so einen Provo-Troll erlebt habe, der sich hinterher als ein- und dieselbe Person – unter verschiedenen Pseudonymen – enttarnt hat.
Wie? Seine Sprache war immer dieselbe.
Gruß
Benno
@ Benno:
Nein, es kann nicht sein. Jens Berger kann das auch anhand der IP-Adressen und der E-Mail-Adressen erkennen. Er darf sie nur leider nicht (öffentlich) auswerten.
Ich weiß nicht, ob die anderen Kommentatoren rechtsradikal sind oder den Anschein erwecken. Für meine Person verbitte ich mir solche Unterstellungen entschieden. Da hört für mich der Spaß auf.
@ Spiegelfechter:
Meine Fragen sind durchaus ernst gemeint.
@Benno und Bonna Parte
Wenn mir etwas daran liegen würde, könnte ich weitere Analysen einsetzen: Bildschirmauflösung, OS, Browserversion, Java-Version, Cookies etc. pp.. Dafür ist aber meine Zeit zu schade.
Karl-Heinrich ist jedenfalls ein alter Bekannter, mit dem ich zwar selten einer Meinung bin, der aber nie gegen die guten Sitten verstößt und daher selbstverständlich Rederecht hat ;-)
Der “Interessierte”, der hier schon seit langem unter diversen Nicks postet, ist ein PI-Hetzer, der gar kein anderes Thema kennt als Hetze gegen Ausländer und den Islam. Da mehrere Mahnungen meinerseits nicht befolgt hat, hat er Hausverbot.
@Bonna Parte
Nein – bis hier jemand Hausverbot bekommt, muss schon einiges passieren! Einfach nur eine unbequeme Meinung zu haben, reicht da noch lange nicht.
@ Spiegelfechter:
Benno gerne mit zwei n, aber Bona mit einem.
Die Rasterfahndung nach unliebsamen Kommentatoren ist nach meiner Ansicht rechtlich und moralisch fragwürdig.
@Bona Parte mit einem N
weder noch – und damit lass ich es nun gut sein
Interessant, was so ein Buch anrichtet… :-D
Rasterfahndung… ich kriege mich gar nicht mehr ein! Danke für diesen genialen Wochenstart. Mein Frohsinn reicht jetzt bis mindestens… wenn nicht noch weiter!
Und natürlich freue ich mich jetzt noch mehr, dass ich mir dieses Buch gekauft habe!
Viel Spaß und eine schöne Woche,
Ralf
Ich hatte ja meine Empfehlung für den “Ad Sinistram” in einen irrelevanten (ich akzeptiere diese Kennzeichnung übrigens formal) Kommentar gepackt. Ich habe politisch einige gravierenden Differenzen mit dem “Sinistram”, aber bei der begrifflichen Analyse unserer aktuellen Gesellschaft häufig auch 100% Übereinstimmung.
Wie gesagt, m. E, wird nirgendwo begrifflich so treffend die aktuelle Gesellschaft entlarvt.
Ganz hervorragend vor kurzem der “Hinweis” darauf, das Patienten durch die Praxisgebühr vom Arztbesuch abgeschreckt werden sollen. Also wenn die offizielle Gesellschaft zugeben würde, das man über die Praxisgebühr fehlende Einnahmen decken wolle, so kann man das ja geistig akzeptieren, wenn man es auch sozial kritisieren mag. Aber nein so billig “argumentiert” der “Geist des Systems” nicht. Schließlich gehen die Menschen unnötig zum Arzt und müssen abgeschreckt werden.
Die Absurdität und Unsinnigkeit solcher Positionen deckt der “Sinistram” täglich auf und charakterisiert die Masken die dahinter stecken. Ihr Heucheln, ihre Lügen, ihre Rituale, ihre ideologien, ihre Sonntagsreden und ihre Demagogie (ich habe nicht die Zeit vollständig zu sein).
Wie gesagt meistens voll zustimmungswürdig, wenn auch nicht immer oder manchmal nicht immer zur Gänze. Aber das mag ja jeder für sich selbst herausfiinden.
Ein wirklich herausragendes Blog, das Ad Sinistram. Manchmal wirkt es etwas quengelig, dehnen sich Texte in einem verbalen Tanz um den heißen Brei endlos quälend. Warscheinlich ist dies nur Ausdruck des hohen Anspruches, den der Autor sich stellt. Wobei er eben immer wieder dicht an der Grenze der formulierfähigen Gedanken steht, um Worte ringen muss. Und genauso lesen sich dann manche Passagen.
Beim Lesen haben wohl auch die besten Schreiber ihre Schwächen, so wurde ich öffentlich gescholten für meine dreisten Ansichten, die sich als Satire entpuppten. Da war ich schon etwas beleidigt ob Lapuentes Unwillen diesen Fehler und seine öffentliche Hinrichtung auch entsprechend öffentlich zuzugeben und zurückzunehmen und meine Stellungnahme dort nicht veröffentlicht hatte.
Seitdem verbleibe ich dort als Leser. Kommentare lohnen meistens nicht, wenn nicht die Zeit für Substanz beinhaltende Diskussionen bleibt. Reine Bauchpinseleien sind nicht mein Ding, somit bleibt nicht viel Sinn für Kommentarfunktionen übrig.
Ach, das ist dann aber nicht von dem mit dem adsinistram blog, gell?
Dort
habehatte ich oft das Gefühl, der Mann hätte was zu sagen und macht sich mitunter kluge Gedanken. Er kann es nur nicht ausdrücken, ohne in Logorrhoe zu verfallen. Nein, dass ich adsinistram nicht mehr lese liegt nicht daran, dass mich lange Sätze überfordern. Wo Sprache präzise sein will, kann es auch einmal ausführlicher werden. Wo die Ausführlichkeit und Repetition Selbstzweck sind, dort graut es mir.Aber wer’s mag, soll’s halt kaufen. Warum ausgerechnet bei Amazon und nicht bei der ums Überleben ringenden Kleinbuchhandlung zwei Straßen weiter, das weiß nur der Kapitalismuskritiker mit Amazon-Partner-Bonus ;-)
@ Karen, #69:
Nun, das empfindest Du so. Das ist Dein gutes Recht, aber für meinen Teil halte ich es für “Literatur” – im Gegensatz zu “Meinungsmache” oder “Propaganda”. Natürlich hast Du recht, wenn Du es “rein politisch”, also “zweckdienlich” betrachtest: Kurz und knapp soll es sein, ohne Frage. “Schön” ist es dann aber meist nicht mehr. “Logorrhoe”? Nur, wenn Du es allein unter einem “utilitaristischen ” Aspekt betrachtest. Ich hingegen sehe das nicht nur als “Werkzeug”, sondern eben auch als Kunst.
De gustibus …
Frank B.
[gelöscht/SF]
@ Working Machine, #72:
Vielleicht, weil zwischen “kritisieren” und “anklagen” ein Unterschied besteht? Vielleicht auch, weil eine Handvoll palästinensischer “Terroristen”/”Freiheitskämpfer” (je nach Standpunkt) den “Judenstaat” eben nicht mal ensthaft gefährden, geschweige denn “vernichten” kann?
Oho – “Gesten” auch noch? Ich dachte, sie hätte im Zweifelsfalle nur dumm dahergeredet :-P Welche Bücher der Hausherr bewirbt, solltest Du schon ihm überlassen – Du kannst gerne damit aufhören, hier zu lesen (und bleib mir bitte aus meinem Blog, da ich Dich da dann eigenhändig rauswerfe!) und auch zu einem Boykott aufrufen. Wagenknecht macht ihr Ding, manches davon auch unterstützenswert, weshalb der Spiegelfechter das wohl verlinkt.
Wo hab’ ich das nur schon gehört … ? *lol*
Vielleicht, weil wir nicht das Recht haben, uns in fremde Kulturen einzumischen? Da können wir die Schweizer diesbezüglich zur Not noch “kritisieren”, da wir demselben Kultur- und Sprachraum entstammen, aber sonst ist Feierabend. Der Spiegelfechter kritisiert nicht – er mahnt an und erinnnert an Fakten, die wohl übersehen oder ausgeblendet wurden. Ein “Urteil” bleibt stets dem Leser überlassen.
Ziemlich herausfordernd, findest Du nicht? Von mir bekämst Du dafür keine …
Freundliche Grüße
Frank B.
[gelöscht/sf]
You made my day… :-D
Nein wirklich, so was kann ich einfach nicht ernst nehmen.
Wo machst Du eigentlich Urlaub?
Übrigens finde ich den Nicknamen ganz interessant. Maschinell kommt mir diese “Denke” in jedem Falle vor…
Ja, ich frage mich wer oder was diese Person so abgerichtet hat.
Also ich find die Titel der heutigen Welt Online – Artikel, unter Rubrik Politik, sind ein echtes Kunstwerk fuer sich, wie so oft. Und da es mit der Ueberschrift dieser Rezension hier zu tun hat, hab ich die meisten hier der Reihe nach schoen aufgelistet und riskiere eine SF-Zensur ^^. Aber vielleicht findets ja noch jmd. interessant, ausser mir.
Zehntausende Hartz-IV-Empfänger unter Verdacht
Barack Obama zeigt Europa die kalte Schulter
Mehr Beamte ? Steuerzahler sauer auf Regierung
Deutsche Kommunen stürzen ab in tiefes Defizit
Zweifel an Strategie der Taliban-Gespräche
Westerwelle düpiert Rösler bei Zusatzbeiträgen
Ypsilantis Thinktank offenbart rot-rot-grünes Defizit
Missbrauch-Skandal entfacht neue Zölibat-Debatte
Benedikt XVI. ? radikal, modern und Buddha-gleich
Betrunkene Jugendliche begehen mehr Gewalttaten
Machtwort der Kanzlerin
Merkel hält an Steuersenkung für Hotels fest
Soziologin im Interview
Kelek beklagt fehlende Selbstkritik der Muslime
Innenpolitiker wollen nicht vom NPD-Verbot lassen
Von der Leyen will “Hartz IV”-Begriff abschaffen
Die Kakophonie der SPD-Spitze zur Links-Koalition
SPD will namentliche Abstimmung zum Hotelprivileg
Russlands brutale Staatswillkür gegen die Bürger
Schluss mit lau ? Merkel muss Führungsstil ändern
Drumherum gibts natuerlich noch viel “Titten”, dumme Tests und Werbung fuer Rechtsschutzversicherungen
Damit wird das Volk gefuettert/bei Laune gehalten, abgelenkt und aufgehetzt, in die uns bekannten Richtungen, wodurch es dann zu solchen Opfern wie Working Machine kommt…
@all
Na ratet mal, wer “Working Machine” ist?
Der “gute Mann” ist ebenjener Rechtsradikale, den ich schon in #57 meinem Publikum vorgestellt hatte. Er scheint jedenfalls viel Zeit und Energie zu haben. Er hat heute Nacht 52(!) Versuche unternommen, mit verschiedenen Nicks und anonymen Proxys die Sperrliste zu umgehen, bis er schließlich einen Proxy gefunden hat, der noch nicht bei mir gesperrt ist. Hut ab ;-) Nun ist die Liste im einen Punkt größer ;-)
@SF
Es gibt sicher noch unzählige solcher Typen. Deshalb ist die IP-Sperrung wohl nur als provisorische Lösung zu sehen. Ich hoffe jedenfalls, dass du dich mit sowas nicht allzusehr beschäftigst. ^^
@Working Machine, Interessierter,…
Hmm, dass der Spiegelfechter Dich als Rechtsradikalen abstempeln will, obwohl Du klare Stellung für Israel beziehst, macht mich schon etwas neugierig. Du bist doch hoffentlich nicht dieser Lemmy. Denn der hatte echt nicht mehr alle Latten am Zaun.
Andererseits hat dieser Lemmy auch ständig nur von Chile und Venezuela schwadroniert.
Dein Eifer uns vor Jens Bergers Artikel zu warnen ist zwar bemerkenswert, aber nicht wirklich nötig.
Ich z. B. schau hier öfters vorbei und finde hin und wieder gute Sachen. Ist ja nich alles falsch und verlogen hier, auch wenn man hie da mal anderer Meinung ist. :-)
Mit solchen Artikeln jedenfalls hat Jens Berger genug vor sich selbst gewarnt.
Die einen lassen sich halt eh kein X für ein U vormachen und der Rest ist hier ohnehin links außen ;-)
Was soll also die Aufregung?
.
.
.
Aber Dein frührer Nick würde mich schon interessieren, auch wenn ich ihn vielleicht nicht kenne, weil ich die meisten Kommentare nur überfliege.
@caf
Wenn es bei WordPress eine Möglichkeit gäbe, Kommentatoren, die über annoynme Proxys im Netz sind, generell in die manuelle Genehmigungsschlange zu geben, wäre ich der Erste, der es einsetzt. ;-)
@Albert
Nö, das hat nichts mit Israel oder den Palästinensern zu tun. Es geht vielmehr um eine offene Hetze gegen Ausländer und die hässliche Angewohnheit, jeden Thread mit diesem Themenfeld vollzuspammen. Wenn es denn zum Thema passt, bin ich sehr tolerant. Unter dem Artikel zum Minarettverbot habe ich fast nichts “zensiert”. Aber wenn ein Kommentator versucht jede Diskussion durch eine Verschiebung des Diskussionsthema zu sabottieren, dann nennt man dies bestenfalls Getrolle, schlimmstenfals Propganda.
@#72 Frank Benedikt am 2. Februar 2010 um 03:10
OK ich riskiere jetzt vielleicht eine Löschung.
Ich bin definitiv nicht rechtsradikal. Ich weiß nicht ob “Working Machine” sich ansonsten unflätig ausdrückt oder in Hetze verfällt. Die von Frank Benedikt zitierten Passagen zeigen das in meinen Augen so nicht. Ich würde freilich weniger “meta-theoretisch” den Blog oder den Autor angehen, sondern einfach nur argumentieren. Ich habe auch nicht ein einziges Thema.
Aber zurück zum Vorwurf des Rechtsradikalismus:
Frank Benedikt meint. wir dürften uns in fremde Kulturen nicht einmischen. Das ist ein schwieriges Thema. Soweit universell anerkannte Menschenrechte verletzt werden muß man es aber, obwohl auch das schwierig ist, aber man kann das dann ja ausdiskutieren
Was aber Kardinal Meisner z. B. unter dem Untenstehenden Link sagt ist keine Einmischung sondern zeigt die Problematik das Islam.
Der Islam verlangt für sich jedes Recht und bekommt es bei uns auch fast immer, weil wir grundsätzlich eine tolerante Kultur haben. Aber umgekehrt existiert diese Toleranz nicht,
Das ist eine Tatsache, die man nicht wegdiskutieren kann. Der muß man sich stellen!
Für denjenigen, der den folgenden Link nicht aufruft: Meisner beklagt sich hier darüber, das eben in muslimischen Ländern die freie (ungehinderte) Religionsausübung für fremde Religionen ein Problem ist.
“http://www.focus.de/politik/deutschland/religion-meisner-ermahnt-islamische-welt-zur-toleranz_aid_464823.html”
Zu Meisner habe ich (nicht nur weil ich mit Religion nichts “am Hut” habe) eine ablehnende Haltung.
Er selbst bezeichnete ja vor Kurzem Richard Dawkins interessante wissenschaftliche Hypothese vom “selfish Gene” als faschistoid. Ich meine Dawkins ist Humanist, was Meisners Äußerung in ein Licht rückt, das ich hier nicht diskutieren will.
Aber seine Kritik daran, das der Islam für sich etwas fordert, daß er anderen nicht zugesteht, steht und ich meine er hat diese Kritik vorsichtig (und geschickt) formuliert.
Man kann dieses Problem nicht wegdiskutieren.
@ Axel
Ja und? Deshalb sollen wir uns einmischen, obwohl ein Scheitern der Einmischung abzusehen ist? Oder gar die ‘Sturheit des Gegners’ dadurch befeuert wird?
Wir haben hier genug aufzuräumen. Beispielsweise die Probleme die der oben rezensierte Autor thematisiert.
Und da wir in einer Umgebung leben, in der unter dem Label Säkularität die Wissenschaftsgläubigen einen missionarischen Feldzug mit geradezu religiösem Fanatismus führen, sind wir ein ziemlich unglaubwürdiger Einmischer. Religionsfreiheit in den Grundregeln, aber die Weltreligion Islam wird nicht als Religion der Christlichen gleichgestellt. Das verstehe ich nicht. Sollte nicht jede Glaubensgemeinschaft gleich gut behandelt werden? Die Christen werden bevorzugt. Den Atheisten geht es prächtig. Was haben die Muslime nur verbrochen?
Die beste Überzeugungsarbeit wird bekannterweise durch Vorleben geleistet.
Was lebt der Okzident vor? Organsierten permanenten Grundregelbruch. Ausgrenzerische Härte gegen Verlierer jeglicher Art. mp3-player- und TV-geschädigte Massen. Ein Goldenes Kalb aus Markenbewußtsein wird angebetet. usw … Was haben wir zu bieten, was tatsächlich tolerabel ist?
Und denke an die Reform der Christenheit. Haben da Atheisten den Ton angeben wollen? Haben da nicht Katholiken den katholischen Glauben reformiert? Ohne Hilfestellung fernöstlicher Hindus, Bhuddhisten oder Konfuzianer. Nee nee, diese ominöse ‘eingeforderte’ Islamreform müssen die schon selber machen … und sonst eben keiner, was dem Nichtmuslimen ja herzlich egal sein kann.
@Axel
Warum solltest Du damit eine “Löschung” risikieren?
Um es noch einmal klarzustellen. Der gute Herr hat Hausverbot. Ich lösche also keine einzelnen Kommentare, weil sie irgendwie anstössig sind, sondern alle seine Kommentare. Er hatte unzählige “gelbe Karten” bekommen, irgendwann ist Schluss mit lustig und es gibt “rot”.
@Degnaphta am 2. Februar 2010 um 12:52
Ich habe ein etwas schlechtes Gewissen, nicht der Thematik wegen, sondern weil ich ja selbst akzeptiert habe, daß diese Diskussion hier nicht dem eigentlichen Thema folgt.
Ich will aber einen formalen Gesichtspunkt ansprechen, der mir vorhin einfiel:
Wenn der Islam uns so fremd ist, das wir uns nicht einmischen sollen oder können, wie soll es dann z. B. vorstellbar sein, das er sich in unserer Kultur ohne erhebliche Konflikte (bzw. überhaupt) “assimilieren” soll? Da machen sich viele, auch die Bundesregierung etwas vor, rein formal gesehen. Praktisch gibt es ja diese Konflikte, aber sie sind auch logisch vorprogrammiert! Diese Ansicht will ich nicht weiter begründen, aber auch nicht durch Einschränkungen relativieren.
So, ich halte mich jetzt aber innerhalb dieses Themas zu dieser Problematik zurück.
Wenn gefragt wird, was haben wir zu bieten, so muß ich Dir einerseits Recht geben.
Praktisch kann man die Orientierungslosigkeit ansprechen, wobei ich nicht weiß wie Viele davon erfaßt sind.
Aber das ist ein so weites Feld, da geraten wir am Ende noch in die Existenzphilosopie von der ich nur von Camus etwas kenne.
Was wir zu bieten haben, Freiheit, Menschenrechte, Menschenwürde usw. existiert aber auf jeden Fall als Idee und ist eine Errungenschaft (die Idee und teilweise ist es sie ja auch immer noch umgesetzt) hinsichtlich derer man unsere Gesellschaft nicht in Frage stellen muß.
Aber wenn es darum geht was wir konkret zu bieten haben, habe ich in der Tat Sorgen. Denn die Menschen benötigen Orientierung und die fehlt Vielen. Ich will jetzt nicht ausführen, wer diese Orientierung langfristig bieten könnte. Ich mag es mir nicht vorstellen.
@ SF #77
“Na ratet mal, wer “Working Machine” ist ?”
Ein “PI-NEWS”-Fan.
Vergleiche mal seine “Weisheiten” mit den “PI-NEWS”- Texten und laß Dich überraschen, sie stimmen überein.
Hallo @all,
Zurück zum besprochenen Buch, denn “wir” wollen uns ja nicht durch Trolle vom Thema abbringen lassen.
und…
@Frank Benedikt (39)
MEIN SENF DAZU…
Soeben habe ich das Buch bestellt, aber nicht über AMAZON (mit 3? Versandzuschlag) sondern beim Renneritz Verlag (VERSAND OHNE ZUSCHLAG)…
Lieber Frank Benedikt,
Interessenabwägung hin oder her, durch den im Artikel des Spiegelfechters nicht erwähnten Direktlink zum Renneritz Verlag findet eine Interessenabwägung durch den Leser evtl. erst gar nicht statt, daher halte ich das “Unterschlagen” der direkten Bestellmöglichkeit zumindest für “problematisch”.
Affiliate hin oder her, meine Interessenabwägung lief in diesem Fall auf eine Unterstützung des kleinen Verlags hinaus (wie ich auch sonst nach Möglichkeit kleinzellige Strukturen fördere) was ausserdem einen Mitnahmeeffekt durch den Riesen AMAZON vermeidet.
Sorry Jens, vielleicht bei einer anderen Gelegenheit, OK. ;-)
Und danke Roberto für dieses Buch. :-)
mfG
BestsellerBesteller
@BestsellerBesteller, #87:
Lieber Leser,
da wendest Du Dich leider an den Falschen ;-) Ich habe keinerlei Einfluß darauf, wohin Jens verlinkt. In meinem ursprünglichen Skript stand der Verlag ja drin und in meinem eigenen Blog steht er da auch weiter :-D
Beste Grüße
Frank B.
@Axel, #82:
Wie Jens schon sagte: warum solltest Du gelöscht werden? Du stellst berechtigte Fragen in einem moderaten Ton – no need to worry ;-)
Es ist in der Tat schwierig, denn wo willst Du eine Grenze ziehen, wenn Du die Souveränität anderer Staaten zu verletzen bereit bist? Dürfen, müssen wir gar bei Massenmord intervenieren? Sicherlich. Aber dürfen wir das auch, nur weil wir eventuell eine Gesellschaft/eine Kultur mit Abscheu betrachten, die Steinigungen und Hinrichtungen durch das Schwert zuläßt? Sicher nicht.
“Wir” und unsere Vorfahren haben uns in Jahrhunderten eine “Toleranzkultur” erkämpft und Teil dieser Kultur ist eben auch, gegenüber anderen Kulturen tolerant zu sein, denn sonst würden wir unsere eigenen Ideale aufgeben.
Beste Grüße
Frank B.
Und was steht am Ende des Artikels?!?
Lieber Frank Benedikt,
Dein Augenzwinkern habe ich wahrgenommen, aber…
…damit machst Du es Dir etwas leicht, wenn Du schreibst “Ich habe keinerlei Einfluß darauf, wohin Jens verlinkt.” Der Artikel ist mit DEINEM Namen unterzeichnet oder etwa nicht?!?
JaJa, es ist halt wie “im richtigen Leben”: keiner kann was dafür, dass die Karre im Dreck steckt. ;-)
Aber gut, dann wende ich mich hiermit an “den Richtigen”:
Lieber Jens,
bitte ergänze der Vollständigkeit wegen den Artikel doch bitte durch die von mir genannte direkte Bestellmöglichkeit beim Renneritz Verlag.
Danke.
mfG
BestsellerBesteller
@ BestsellerBesteller, #90:
Lieber Leser,
ich mache es mir gar nicht “leicht”, sondern ich habe Dich darauf hingewiesen, daß der Link zu Renneritz in meinem ursprünglichen Skript stand. Wenn Jens entscheidet, das abzuändern, habe ich – auch wenn mein Name drunter steht – keinerlei Möglichkeit, diese Entscheidung anzufechten, außer ich ziehe den Artikel zurück. Das ist Jens’ Blog, er ist hier der Hausherr und Redakteur und entscheidet allein, wobei der Verlag, Roberto und ich Jens dankbar sind für die Gelegenheit, das Buch einem etwas größeren Publikum vorzustellen.
Beste Grüße
Frank
@BestellerBesteller
Man kann – wie bei jedem anderen Buch auch – natürlich x verschiedene Vertriebswege nutzen. Beim Buchhändler vor Ort fallen auch keine Versandkosten an.
Das ist immer auf Amazon verlinke, hat den einfachen Grund, das Amazon ein ordentliches Partnerprogramm anbietet. Leider bietet kein anderer Anbieter oder Händler derartige Möglichkeiten. Ich wäre ja gerne bereit, mit den Verlagen gesonderte Konditionen auszuhandeln, aber leider ist da noch niemand auf mich zugekommen. Im letzten Jahr hat Amazon mit mir immerhin einen fünfstelligen Umsatz gemacht. Da die Vermittlungsgebühren für Bücher eines der finanziellen Standbeine des SF sind, kann ich darauf auch “leider” nicht verzichten. Man kann es sich nun einmal nicht immer leisten, “gut” zu sein ;-)
@#89 Frank Benedikt am 2. Februar 2010 um 19:01
Da mischt man sich ja i.a. nicht ein. Man betreibt Realpolitik oder weniger. Freilich mische ich mich als Mensch da innerlich schon ein, ich “mag” Hinrichtungen auf dem elektrischen Stuhl auch nicht und hätte sie gerne abgeschafft.
Aber der Unterschied ist folgender. Es besteht eine grundlegende Asymmetrie: Die USA z. B. kann jeder kritisieren wegen der Todesstrafe. Wenn die sich das verbitten, kann man mit den Schultern zucken und sie noch schärfer kritisieren. Wenn den Muslimen an unserer Kultur was nicht gefällt können sie das freimütig sagen. Sie haben mit Sicherheit, ganz leicht sogar berechtigt was zu kritisieren wie Degnaphta richtig festgestellt hat. Ich könnte ihnen viele Hinweise ganz allgemeiner Art geben.
In viele andere Dinge als die oben Genannten kann man (muß man) sich schon einmischen, (wie soll man ohne Einmischung kommunizieren) immer die Realpolitik im Auge habend ,denn die Asymmetrie ist das Problem. Unsere Kultur ist grundsätzlich tolerant und deshalb müssen wir “die Luft rausnehmen”, aber wir müssen wissen, das der Gegenüber nicht (kaum) auf unserem Standard ist.
Das mit der Zurückweisung der Einmischung in diese “anderen” Angelegenheiten ist i. übrigen Standard in allen Staaten, die etwas “zu verbergen” haben
@ Axel, #93:
D’accord. Da stehen wir auf derselben Seite.
Ebenfalls d’accord. Aber was tun, ohne unsere eigenen Ideale dranzugeben, wie ich bereits fragte. Wenn ich bspw. an das saudische oder auch das frühere Taliban-Regime denke, kommt’s mir auch hoch, ebenso bei Nord-Korea u.a., aber man kann die Leute halt nicht mit Gewalt zu Einsicht und ihrem Glück zwingen.
Ein weiteres Mal d’accord. Natürlich müssen wir “dieLuft rausnehmen”, wenn wir nicht wollen, daß etwas unnötig eskaliert. Das ist manchmal bitter, denn es bedeutet, Kröten zu schlucken, aber wir sind es nun mal, die auf Toleranz wert legen und dann auch zeigen müssen, daß es uns mit ihr ernst ist.
Beste Grüße
Frank
@ Mitleser, #[gelöscht]:
Lange nicht mehr so gelacht – für Sie ist vermutlich schon die BILD ein linkes Blatt :-D
Den Leser “Axel” werden Sie so wohl nicht auf Ihre Seite ziehen, denn er wirft wichtige Fragen auf, die eine gute Diskussion wert sind, während Sie sich wohl eher auf “Stimmungsmache” beschränken. Damit können Sie sicherlich bei “P.I .” oder bei “Fakten und Fiktionen” punkten – hier geht das nicht.
Ah, Jens Berger ein antikapitalistischer Hetzer? Daß ich das noch erleben darf … :-) Mein Bester, Jens ist in meiner Umgebung einer der vehementesten Verteidiger des K., wenn auch in seiner “rheinischen Variante”, sprich: es handelt sich um eine soziale Marktwirtschaft. Wenn er allerdings moderne Auswüchse und den so ausufernden wie gefährlichen “Finanzkapitalismus” kritisiert, macht er dies als Volkswirt sicherlich nicht ohne Grund.
Hier wird nicht “gespielt”, sondern es wird ernsthaft der Versuch unternommen, den einen oder anderen Aspekt zu beleuchten oder Mißstand aufzuzeigen und in der Folge fruchtbar zu diskutieren. Da Ihnen dieses Prinzip fremd zu sein scheint, empfehlen wir Ihnen doch höflich, aber nachdrücklich, sich eine andere Spielwiese zu suchen.
MfG
Frank Benedikt
@Frank
Vergiss es, ist vergebene Liebesmüh´ und verschenkte Lebenszeit ;-)
@ Frank Benedikt(91) und @Spiegelfechter(92)
Lieber Frank, lieber Jens,
vielen Dank für Eure Antwort und Eure Stellungnahme.
Was Ihr schreibt, ist nachvollziehbar.
Was mich ärgert ist, dass sich AMAZON vom “Kuchen”, den Roberto zusammen mit dem Renneritz Verlag und Frank als Lektor gebacken haben einfach mal so ein Stück von diesem “Kuchen” abschneidet (ohne dafür produktiv gewesen zu sein). Dir Jens sei es gegönnt (immerhin ist Deine Werbung für das Buch hilfreich für den Absatz), dem Riesen AMAZON aber nicht (der zuätzlich auch noch EXTRA Versandgebühren verlangt). Ihr beiden habt hoffentlich verstanden, dass meine Kritik nicht als “Neidkeule” gemeint war.
Abschliessend sei angemerkt, dass ich damit dieses Thema für erledigt betrachte.
mfG
BestsellerBesteller
PS: Ich wünsche Roberto, dass sein Buch ein Bestseller wird…
@BestellerBesteller
Ich kann Deinen Punkt absolut nachvollziehen. Wahrscheinlich wäre es besser gewesen, ich hätte einen Deal mit dem Verlag ausgehandelt … nun ja, nachher ist man immer klüger :-(
@ BestsellerBesteller, #97:
Lieber Leser,
Glaub uns, daß uns das erst recht ärgert, wobei ich ja außen vor bin: dank(?) ALG II habe ich ja wenigstens eine Existenzgrundlage, die es mir erlaubt, nicht an solchen Projekten mitverdienen zu müssen(!). Bei Roberto, Jens und Jork (der Verleger) sieht das schon anders aus und als Freund von allen dreien muß ich darauf achten, daß jeder von ihnen über Wasser bleibt. Da sind die Interessen dann schon mal gegenläufig und Abstimmung (wie Jens es unter #98 richtig angemerkt hat) tut not. Übrigens habe nicht ich Robertos Buch “lektoriert”, aber ich werde voraussichtlich die zweite Auflage korrigieren ;-)
Zu “lektorieren” gibt es da auch nicht viel, denn Roberto denkt und schreibt sehr stringent, und seinen Stil mag man entweder oder nicht :-)
Eben das. Der marktdominierende Riese erbringt keine eigene “Kreativleistung”, eine logistische nur in gewissem Rahmen, nimmt dafür aber satte Prozente (frag nach bei Jork!), von denen auch Jens im besten Falle nur Bruchteile sieht. Jens war da lobenswert entgegenkommend, sein Politik- und Wirtschaftsblog für ein wenig “Promotion” zur Verfügung zu stellen und darf sich zum Lohn seit zwei Tagen auch schon wieder mit einem alteingesessenen Troll herumärgen ;-)
Schon klar ;-) Jens hat Dir was dazu geschrieben und ich schließe mich dem an. Und da ich es schön finde, daß man manchmal immer noch so “familiär” diskutieren kann, sage ich Dir, daß mich gefreut hat, mit Dir darüber zu reden, daß Du Dir Gedanken machst, wo Autor und Kleinverlag bleiben (und nun wohl auch erkannt hast, daß auch der Spiegelfechter seine diesbezügliche Berechtigung hat) und Du generell die Problematik nun noch differenzierter sehen dürftest.
“Wir” hier sind Freunde, wir stehen füreinander ein und im selben “Lager”, so man von “Lager” reden kann, und wir versuchen, Euch (den geneigten Lesern) das Beste zu geben, was wir anzubieten haben: unsere “Schreibe”. Nicht verbogen, nicht gestellt, sondern so, wie wir die Dinge verstehen und offen zur Diskussion gestellt.
Dir eine Gute Nacht
Frank
P.s.: Einen “Bestseller” wünschen wir uns wohl (fast) alle und ich habe das Buch ja nicht nur bei meinen BloggerkollegInnen beworben … ;-)
@#94 Frank Benedikt am 2. Februar 2010 um 21:51
Da stimme ich zu, aber das machen wir ja auch nicht. Für die BRD ist das ja sogar vom Grundgesetz verboten. Gewalt und Krieg sind geächtet. Und kriegerische Auseinandersetzungen finden unter Aufsicht der Staatsanwaltschaft statt.
Das Problem ist, das man u.U. gezwungen ist, Gewalt anzuwenden, um sich zu schützen.
Kompliziert wird das dadurch, das man oft keine kriegerische Auseinandersetzung mit einem Staat, sondern mit “Aufständischen” führt. Man kann natürlich auch sagen, zum Glück führt man keine kriegerische Auseinandersetzung mit einem Staat, denn das wäre dann ja tatsächlich Krieg.
Andererseits, ein Krieg wäre (und war ja) aufgrund der westlichen Überlegenheit dort immer schnell beendet. Aber man hat es mit Terror zu tun und daher fängt die eigentliche Auseinandersetzung erst an (das war mir immer klar), wenn der “Krieg” vorbei ist. Und dann kann man sich nicht mehr einfach zurückziehen. Dann “hängt” man auch drin und weiß nicht mehr wie man rauskommt. Aber d. h. nicht, das man nicht (und eben nur) aus Notwehr damit anfangen mußte,
Aber noch eine rein formale Anmerkung: Ich schreibe oben, das kriegerische Auseinandersetzungen vom Grundgesetz verboten sind. Nun kann man sagen, auch die Menschenwürde ist vom Grundgesetz garantiert und wird doch (“ohne Not”) verletzt, ohne das die offizielle 4. Gewalt davon Kenntnis nimmt.
Was sollen sich die Verantwortlichen also darum scheren, das “aggressive” kriegerische Auseinandersetzungen vom Grundgesetz verboten sind? Ich denke das hinsichtlich kriegerischer Auseinandersetzungen die 4 Gewalt in zweierlei Hinsicht (besser) funktioniert:
1. Ist die offizielle Position hier weitgehend korrekt, denn Krieg ist geächtet und das ist ein außerordentlich starkes Meinungskorrektiv. Selbst wenn die öffentliche Meinung auch hier gemacht wird, sie wird im Gegensatz zur innenpolitischen “Meinungsmache” weitgehend (und wenn auch nur zufällig) korrekt gemacht.
2. Ein reißerisches “Kriegsthema” läßt die Presse sich nicht entgehen, auch wenn es zum Nachteil des Westens ausfällt. Dadurch ist außenpolitisch auch durch die offizielle 4. Gewalt eine starke Kontrolle gegeben. Es droht immer der Skandal und der Rücktritt, selbst für “Shooting”-Stars.
“Scharia” (mehr als Strafrecht!) ist etwa gleichbedeutend mit “Halacha” der jüdischen Tradition: (Regeln des) Lebenswandel(s), eben “mores”. Falls jüdische Fundamentalisten mit manchen Regeln des Alten Testaments Ernst machen (würden), würden wir auch mit den Ohren schlackern. Was evangelikale US-Militärs betreiben (möchten), geht weit darüber hinaus: evangelikale Kreise warten nur auf das atomare Armageddon. Kalvins Genfer Theokratie sei nicht vergessen!
Was Staaten mit Berufung auf Religion exekutieren wollen – sollen mehr oder minder säkulare Staaten da konkurrieren/konvergieren? Wie beim hiesigen Feindstrafrecht-Diskurs? Auch sind “unsere” christlichen Kirchen teilweise nur mühsam domestiziert, wie wir an Äußerungen nicht nur Kardinal Meisners erkennen können.
@Granado
Staat? Oh Gott!, Religion? Oh Gottogott!!, Staat & Religion? Oh Gottogottogott!
Man muss sich nich in alle hässlichen Details reinknien, Stefan Zweig’s Castellio gegen Calvin oder Ein Gewissen gegen Gewalt reicht schon. Falls nich im Bücherschrank, der örtliche Buchhändler hatt’s, versandkostenfrei! ;-)