The same procedure as every year
geschrieben am 02. Juli 2007 von Spiegelfechter
Irgendwo in Europa schlagen Terroristen zu, innerhalb kürzester Zeit ?verhärtet sich? eine Al-Qaida Verbindung und in Deutschland schreien die Politiker nach schärferen Sicherheitsgesetzen und dem Abbau von Hürden, die angeblich den Kampf gegen den ?Terror? verhindern.
In England und Schottland hat wieder eine dilettantische Terrorzelle zugeschlagen. Nur der Dummheit der Verdächtigen scheint es zu verdanken zu sein, dass kein Unbeteiligter zu Schaden kam. Wieder einmal wussten die Behörden vor den vereitelten Anschlägen von dem Treiben der Verdächtigen und wieder einmal müssen sich die Behörden den Vorwurf gefallen lassen, nicht tätig geworden zu sein. Was hinter den Kulissen geschah, werden wir allerdings (wieder einmal) nicht erfahren. Was zu subsumieren ist, ist die Tatsache, dass die von Sicherheitskreisen hoch gelobten britischen Sicherheitsgesetze bei der Vermeidung solcher Anschläge nicht von Vorteil sind. Selbstmordattentätern ist es herzlich egal, ob sie bei ihrer Tat gefilmt werden.
Al-Quaida hat sich in der offiziellen Sprachregelung zu einem Sammelbegriff für islamistisch (sunnitisch) motivierten Terror entwickelt. Hinweise auf eine mutmaßliche Verbindung zu Al-Quaida sind dementsprechend hohle Phrasen. Was ist Al-Quaida? Diese Frage können selbst sogenannte ?Sicherheitsexperten? nicht wirklich beantworten. Al-Quaida ist ein Phantom. Ein Phantom, das benutzt wird, um dem Bürger Angst zu machen. Komplexe Zusammenhänge und Wechselbeziehungen sind nicht geeignet schärfere Sicherheitsgesetze zu erzwingen. Wenn die Grenzen zwischen ?wir? und ?die?, zwischen ?gut? und ?böse? verschwimmen, verliert sich die klare Trennlinie, die dem Bürger suggeriert, es gäbe einen manifesten Feind, der durch die Sicherheitsbehörden zu bekämpfen ist, wenn sie denn vom Volk die Werkzeuge dafür bekämen. Dies ist aber bereits im Ansatz falsch.Zweifelsohne ist die Gruppe der potentiell Verdächtigen von bestimmten Stereotypen bestimmt. Islamistisch motivierter Terrorist wird nur jemand, der Muslim ist. Weitere Rastermerkmale scheiden indes aus.
Wenn die Sicherheitsexperten von ?homegrown terrorism? sprechen, so heißt dies nichts anders, als dass es in Deutschland 3,2 Millionen potenzielle Verdächtige gibt. Möchte man wirklich einen bedeutenden Teil seines Volkes unter Generalverdacht stellen? Selbst wenn dies der Willen der Politik wäre, so würde dies eine Diskriminierung einer kompletten Religionsgemeinschaft darstellen, und dies ist nach dem Grundgesetz verboten ? und die Väter und Mütter des Grundgesetztes hatten noch frische Erfahrungen, wieso sie dies so niedergeschrieben haben.Wenn nun aber eine gezielte Ermittlung unter den Angehörigen einer Religionsgruppe zum Glück nicht möglich ist, so gerät jeder Bürger unter Generalverdacht. Was ist dies für ein Staat, der in seinem Souverän zuallererst einen Verdächtigen sieht? Dies ist ein Staatsbild, das die Herren Schäuble, Beckstein und Co. vertreten mögen, mit dem Grundgesetz hat es nicht mehr viel gemein.
Die alten Forderungen der sicherheitspolitischen Bulldozer, die jetzt wieder aufgekocht werden, hätten Anschläge, wie sie in England und Schottland geplant wurden, nicht verhindern können. Wer jetzt mit einer veränderten Sicherheitslage argumentiert, hat anscheinend sein eigenes Geschwätz von gestern vergessen. Jede Verschärfung der Sicherheitsgesetze wurde mit dieser Begründung eingeleitet. Die Gesetze sind auf dem Stand einer Sicherheitslage, die von der akuten Bedrohung durch Terrorismus ausgeht. Selbst ein massiver Anschlag in Deutschland würde an der Grundlage, auf der eine Diskussion zur weiteren Forcierung der Sicherheitsgesetze geführt wird, nichts mehr ändern. In der Wirtschaft nennt man diesen Effekt ?eingepreist?.
In der Rechtssprechung gilt der Verhältnismäßigkeitsgrundsatz ? wenn eine Maßnahme keine Aussicht auf Erfolg hat, so darf sie nicht eingesetzt werden, wenn sie andere Rechte einschränkt oder verletzt. Bundestrojaner, Videoüberwachung und der Einsatz der Bundeswehr bringen nichts im Kampf gegen einen dilettantischen Terrorismus. Dafür verletzen sie massiv die Bürgerrechte.
Wenn es nicht notwendig ist, ein Gesetz zu machen, ist es notwendig, kein Gesetz zu machen
Montesquieu
Deutschland wird sich an eine latente Bedrohung durch islamistischen Terror gewöhnen müssen. Man kann ihn nicht durch strengere Sicherheitsgesetze verhindern. Wenn ein verwirrter Geisteskranker eine Autobombe mit Propan und Benzin einsetzen will, so kann man dies mittels strenger Gesetze nicht verhindern. Die einzige Möglichkeit, dies zu verwirklichen, wäre die Abschaffung des Rechtstaates und die Einführung eines Überwachungsstaates und dies ist nach Abwägung aller Vor- und Nachteile die denkbar schlechteste Perspektive.
Die Bedrohung der Gesellschaft geht nicht von den vermeintlichen Terroristen aus, sondern von denen, die vorgeben, die Gesellschaft zu schützen. Sie beseitigen in ihrem Wunsch zu schützen, eben das, was schützenswert ist. Dies wäre ein Sieg für die Feinde der freien Gesellschaft ? ob sie jetzt am Hindukusch oder in der bayerischen Staatskanzlei sitzen.
Jens Berger
Bildnachweis: BBC, Armcurl, 2x Montage Spiegelfechter

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“Al-Quaida ist ein Phantom. Ein Phantom, das benutzt wird, um dem Bürger Angst zu machen.”
Oh, da hat wohl jemand auch die hervoragende BBC-Doku über die ideologischen Grundlagen und die Entstehung des fundamentalistisch motivierten Terrors gesehen:
“The Power of Nightmares”
Etwas älter aber schon ein Klassiker! Und das Beste: Völlig legal und in verschiedenen Qualitätsstufen bei Archive.org zum Download vorhanden.
http://www.archive.org/details/ThePowerOfNightmares
Gruß qwerty
“Selbstmordattentätern ist es herzlich egal, ob sie bei ihrer Tat gefilmt werden.”
Wie simpel und wie wahr; und wie bitter, daß unsere sog. politischen Führer nicht Willens oder in der Lage sind, dies zu erkennen.
@qwerty
Gut erkannt ;-)
Die Doku ist absolut empfehlenswert!
Wieder mal auf den Punkt gebracht!
Ist euch schonmal aufgefallen, daß bei einer akuten Bedrohung immer in den Nachrichten folgender Satz fällt: “Die Sicherheitsvorkehrungen an Flüghäfen wurden wieder verschärft”. Immer. Garantiert!
Auch das ist genauso wie die überpropotionale Erwähnung des Phantons “Al Quaida” eine Dramatisierung und damit auch Manipulation des jeweiligen Nachrichten-Konsumenten.
@Roman Möller
Nicht nur das Wort “Al Quaida” sondern vor allem das Wort “Terror/-ist/-ismus”. Als ich letzte Woche (vor den Anschlagsplänen in London) im Supermarkt aus den Lautsprechern, die sonst die käuflichen Waren anpreisen, die Radionachrichten anhörte, in denen ein gutes Duzend mal das T-Wort auftauchte, kam ich mir vor wie in einer Dystopie á la “V-wie Vendetta”, “Children of Men” oder “1984″. Ein schauriges Gefühl.
Ich fand den Spruch der Nachrichtensprecherin grade toll, so in dem Tenor “Forderung zum Einsatz der Bundeswehr im innern zur Terrorismusbekämpfung”…. Der normale soldat kann doch den Dönerverkäufer nicht vom Terroristen unterscheiden^^
In diesem Sinne Chr.
@ 5
stimme ich voll mit überein
nur bei mir erscheint im Kopf das immer das von Bush geliebte “weapons of massdestruction”
es verging wohl damals keine Rede ohne das dieser Spruch 5-10 mal herruntergebetet wurde
tja Chr, und wie unterscheidest *Du* den Dönerverkäufer vom Terroristen?
Dazu kommt mir nur folgendes in den Sinn:
http://video.google.de/videoplay?docid=5024787479139933029
Was mich dabei wundert, ist, dass Bin-Goldstein diesmal so dilettantisch “zugeschlagen” hat. Benzin oder Gas zur Explosion zu bringen, ist hohe Ingenieurkunst. Und ohne echten Sprengstoff geht das gar nicht.
Ist es vielleicht nur eine Art Vorwarnung ans neue Regierungskabinett?
@Copoka:
“Ist es vielleicht nur eine Art Vorwarnung ans neue Regierungskabinett?”
Ist es, aber nicht aus Afghanistan :-) Eher aus Washington/Tel Aviv/…
@Spiegelfechter:
Man beachte auch, dass die ganzen “Terrorexperten” im TV im Regelfall bei Firmen und Instituten angestellt sind, die Terrorismus entweder analysieren oder durch diverse Produkte verhindern wollen. Damit haben die “Experten” ein Eigeninteresse daran, jeden Böller möglichst als schmutzige ABC-Bombe zu verkaufen, sonst droht der Arbeitsplatzverlust.
@DaRockwilda
> …
> “Ist es vielleicht nur eine Art Vorwarnung ans neue Regierungskabinett?”
>
> Ist es, aber nicht aus Afghanistan :-) Eher aus Washington/Tel Aviv/…
>
Nein, das geschundene Land kam mir gar nicht in den Sinn. Washington auch weniger, eher schon Langley, Staat Virginia. Wobei auch sie wahrscheinlich nur die Auftragnehmer sind.
> …
> Man beachte auch, dass die ganzen “Terrorexperten” im TV im Regelfall bei
> Firmen und Instituten angestellt sind, die Terrorismus entweder analysieren
> oder durch diverse Produkte verhindern wollen. …
>
Na ja, verhindern wohl weniger. Sie wollen nur ihre “Produkte” verkaufen. Verhindern wäre da kontraproduktiv. Aber das sind m.E. nur Trittbrettfahrer.
Was dabei sehr auffällig ist, die hohen westlichen Politiker benehmen sich in T-Fragen wie Zombies. Normalerweise tun es Menschen, wenn sie schwer erpresst werden – von außen betrachtet, ganz irre und unberechenbar.
Fairerweise muss man aber sagen , dass die Videoüberwachung die Tätersuche bzw. Aufklärung wohl vereinfacht hat.
Bundeswehr , Onlinedurchsuchungen , Rasterfahndungen,…. hätten die Anschläge allerdings nicht zu verhindern gewusst!
Ich bin zwar im Allgemeinen mit Ihnen einig, was die gezielte Panikmache unter den Politikern angeht. Das ist aber sozusagen deren natürliche Eigenschaft: Empörung und gehobener Zeigefinger als polemisches Instrument.
Jens, sie leiten aber daraus einen Defätismus, der nur eine Option bietet: Verharmlosung des militanten Islamismus in Europa des Trostes willen. Da komme ich nicht mit. Denn diese Gefahr ist echt, man braucht sich nur ein wenig mit dem Thema zu beschäftigen, um die Gegenwärtigkeit der Bedrohung zu realisieren. Sicher, statistisch gesehen ist es in Europa viel wahrscheinlicher unter anderen unglücklichen Umständen ums Leben zu kommen, als in einem Selbstmordattentat. Aber Autounfälle sind nicht kalkulierbar, egal welche Behörden man dagegen einsetzt. Gegen Terrorosmus und seine Ideologie kann man aber tatsächlich mit dem Staatsapparat vorgehen. Und man sollte es tun. Und eine Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus hat keine politische Message, welche Vertrauen in die freiheitliche Ordnung erschüttert und die Menschen über die Vorzüge der Toleranz gegenüber einer totalitären Ideologie nachdenken lässt.
Jetzt leiste ich mir einen Fauxpas und stelle mich als einen xenophoben Verschwörungstheoretiker bloß. Was soll’s… Aber: es wird auch Attentate in Deutschland geben, es ist nur eine Frage der Zeit. Nach den ersten Fernsehbildern mit blutüberströmten Leichen in Berlin oder Hamburg oder München oder Köln ändert sich die Richtung des Diskurses sehr rasch. Wenn die Medienmaschinerie dann auf Hochturen kommt, werden viele Bedenken von heute uns von einer Minute auf die andere als obsolet vorkommen. Das ist die eigentliche Gefahr.
Tja, und alles was nötig wäre: das Abschlachten der “braunen Untermenschen” zum Zwecke des Neo-Kolonialismus beenden.
Ist schon krass, die Realität. Die echten Faschisten aus dem ‘freien Westen’ töten mittlerweile täglich hunderte von Muslimen und da wundert man sich wenn mal was zurück kommt.
@Neuraum. Sie schreiben: “Aber Autounfälle sind nicht kalkulierbar, egal welche Behörden man dagegen einsetzt. Gegen Terrorosmus und seine Ideologie kann man aber tatsächlich mit dem Staatsapparat vorgehen.”
Ich bin nicht sicher, was Sie mit “Autounfälle sind nicht kalkulierbar” meinen. Mit dem Staatsapparat gegen Autounfälle vorgehen kann man allerdings auf jeden Fall (Sie implizieren das Gegenteil). Durch die Einführung und Durchsetzung der Gurtpflicht beispielsweise wurde die Zahl der Verkehrstoten gesenkt. Seit Jahren geht die jährliche Zahl von Verkehrstoten trotz weiter zunehmenden Verkehr zurück. Das ist kein Zufall oder Glück, sondern Ergebnis von neuen Sicherheitstechniken, Baumaßnahmen usw. Trotzdem sterben pro Jahr in Deutschland immer noch mehr als 5000 Menschen (1980 waren es noch etwa 15000) . 5000 sind mehr Todesopfer als der 11. September 2001 in den USA forderte (ca. 3000 Tote).
Die Verkehrstoten können wir weiter deutlich reduzieren: Bessere aktive und passive Sicherheit, Pre-Crash-Sensorik bzw. irgendwann autonome Fahrzeuge, Tempolimit auf der Autobahn, bessere Verkehrsausbildung (zB von Radfahrern) usw. Und das sind nur einige Ideen eines Laien.
Sie haben recht: statistisch ist es viel wahrscheinlicher, zB im Straßenverkehr zu sterben als durch einen Terroranschlag (ca. 5000 Tote in 2006 zu ca. 0 Toten in 2006, jew. in Deutschland). Sie haben allerdings nicht recht, dass man gegen die Verkehrstoten nichts machen kann – im Gegenteil! Setzen wir also die Mittel entsprechend ein!
@ 13 Neuraum
ob man durch einen Autounfall oder einen Terroranschlag umkommt — die “politische Message” dahinter ist irrelevant, und sollte demnach nicht als wesentliches Unterscheidungskriterium herangezogen werden. Fakt ist: Autounfälle bedrohen unsere Gesellschaft weit stärker als Terror — jedenfalls numerisch betrachtet und mal von Schäubles Rache abgesehen…
Ebenso wäre es genau wie beim Terror durchaus möglich, mit staatlichen Mitteln die Risiken des Autofahrens durch massive Einschränkung des individuellen Spielraums zu minimieren — also ist auch hier diese künstliche Unterscheidung der Todesursachen mit oder ohne “politischer Message” fehl am Platz.
Das einzige, was den Terror von den anderen, mannigfaltigen Möglichkeiten der Überquerung des Jordans abhebt ist, was wir uns draus machen. Solange wir den Diskurs nicht von systemtreuen Medienvasallen diktieren lassen, liegt das mit in unserer Hand.
Um es einmal ganz kurz zu sagen: Der Ruf nach “schärferen” Gesetzen nach jedem vermeintlichen oder tatsächlichem Terror-Delikt ist – rational betrachtet – völliger Unfug.
Der Ruf unterstellt ja, dass das, was da gerade passiert ist, bislang erlaubt gewesen wäre. Das ist lächerlich.
Ich habe mich schon während der hysterischen Grundstimmung im Herbst 1977 immer gefragt: War es denn bislang erlaubt, Menschen umzubringen oder zu entführen? Wozu brauchen wir neue Gesetze? Warum kann man so etwas nicht als ganz normale Straftat behandeln – und mit einer ganz normalen, kriminalistischen Strafverfolgung eben?
Und hier setzt meine zentrale Sorge ein:
Es ist eben nicht so, dass als Reaktion auf solche Vorkommnisse das Recht gestärkt würde. Im Gegenteil: Wesentliche Prinzipien des Rechtsstaates werden ausgehölt. Wenn man Verdächtige mit der Joker-Karte “Terror” beliebig lange wegsperren kann, ohne Haftprüfung, ohne anwaltliche Vertretung, ohne gerichtstaugliche Beweismittel, dann hat der Rechtsstaat aufgehört zu existieren.
Der nächste Schritt in diesem Zusammenhang ist, “kreative Befragungsmethoden” (Klartext: Folter) zu legalisieren und enttabuisieren.
Und auf diesem abschüssigen Pfad befinden wir uns. Mit weitgehender Duldung seitens der Bevölkerung und eines großen Teils der Medien.
Das ist beängstigend.
“Deutschland wird sich an eine latente Bedrohung durch islamistischen Terror gewöhnen müssen. ”
Es hat sich schon dran gewöhnt, wie auch Großbrittanien, Frankreich, Spanien, USA usw. Bleibt ja nix anderes übrig.
Doch wenn man sich daran gewöhnt hat, dass irgendein Spinner, ob jetzt islamistisch, oder Terrorist oder Pyromane, jederzeit in der Lage ist, einen Schaden anzurichten bei dem es zwischen 0 und ein paar hundert Tote gibt fallen einem in der Aufbereitung dann doch ein paar Kleinigkeiten auf, wie auch in den Kommentaren zu diesem Kommentar zu sehen ist:
Zitat Ende> ?Ist es vielleicht nur eine Art Vorwarnung ans neue Regierungskabinett??
>
> Ist es, aber nicht aus Afghanistan :-) Eher aus Washington/Tel Aviv/?
>
Nein, das geschundene Land kam mir gar nicht in den Sinn. Washington auch weniger, eher schon Langley, Staat Virginia. Wobei auch sie wahrscheinlich nur die Auftragnehmer sind.” Zitat Ende
Wirres Geschwätz, dias in keinerlei Tatzusammenhang steht ist die die stereotype Folge auf einen Anschlag wo auch immer in der Welt, Geseiche, vor dessen Niveaulosigkkeit selbst die BILD erblasst.
Wenn ich der Überzeugung wäre, dass irgendwelche finsteren Mächte hinter den Anschlägen, ob jetzt dilettantisch ausgeführt oder nicht, stehen würdenwürde ich darauf drängen, dass alle möglichen Vorkehrungen getroffen würden, diesen Spuk abzustellen. Aber so lange es dafür keine Hinweise gibt, bitte ich doch um Rückkehr zur Sachdiskussion.
Ich finde das Aufkochen abgestandener Verschwörungstheorien genauso abgeschmackt wie medial geschürte Hysterie oder den Sicherheitsfetischismus der Regierung.
Erst wenn Schluss damit ist Anschläge oder deren Versuche zu adeln, sondern sie als Straftaten mit ihrer jeweiligen Zuordnung im Strafgesetzbuch unter Akzeptanz des angemessenen Versuchs der Aufklärung zu sehen, kann von einer Normalität gesprochen werden.
@Neuraum
Das hat nichts mit Defätismus zu tun, sondern ist eiskalte Mathematik. Die Gefahr ist natürlich echt, da mathematisch abschätzbar. Die Gefahr für das Individuum selbst, ist aber minimal. Ich mache mir jetzt nicht die Mühe auszurechnen, wie groß die statistische Wahrscheinlichkeit für einen EU-Bürger in der EU ist einem islamistischen Terroranschlag zum Opfer zu fallen ? sie dürfte in einer Größenordnung liegen, die Statistiker ?stat. Rauschen? nennen.
Setzt man nun die finanziellen Anstrengungen, die gesetzlichen ?Bemühungen? und die kollektive Panik der marginalen Gefahr für den Einzelnen gegenüber, so kann man von paranoider Mittelverschwendung sprechen. Mit einem Bruchteil dieser Mittel (finanziell und legislativ) könnte man auf anderen Gebieten Wunderdinge vollbringen, an denen real viele Menschen sterben.
So seltsam sich dies anhört ? den islamistischen Terror kann man wohl nicht mit traditionellen Mitteln ?bekämpfen?, sondern man muss ihn als Faktum akzeptieren. Der ?Krieg? gegen den Terrorismus lässt sich nur in den Köpfen gewinnen ? und das gilt auch für unsere Köpfe.
@15 jsrn
Im Strassenverkehr ist es, wie auch in der Verbrechensprävention, eine Frage der Güterabwägung, was man bereits ist für ein Mehr an Sicherheit zu geben. Dies kann eine Frage der Finanzen sein, aber auch eine Frage der Einschränkung der persönlichen Freiheit. Überspannen wir den Bogen doch einmal und konstruieren ein paar Beispiele, die unrealistisch sind:
- Beheizung von Strassen: Unglaublich teuer und energieintensiv – aber, die Zahl der Verkehrstoten durch Glatteis könnte minimiert werden.
- Staatliche Subventionen für den Einbau von Sicherheitstechnik in ältere PKW. Ebenfalls sehr teuer, die Verringerung der Toten wäre indes im signifikanten Bereich.
- Einbau von Alkoholsperren, die den Fahrer an der Fahrt hindern, wenn er Alkohol getrunken hat. Technisch möglich.
- Lückenlose Überwachung der Geschwindigkeit durch Onboard-Systeme. Technisch möglich, teuer aber sehr wirkungsvoll. Der Bürger wäre indes auch lückenlos überwacht durch den Staat.
Diese Beispiele mögen im Bereich Verkehrssicherheit absurd erscheinen, im Bereich Terrorabwehr werden Maßnahmen, die mit den genannten vergleichbar sind allerdings ernsthaft diskutiert bzw. sie sind bereits eingeführt. Anders als bei der Verkehrssicherheit bewegen sich die Benefits allerdings nicht im meßbaren oder gar signifikanten sondern eher im marginalen Bereich.
@stroga
Das “Problem” mit den VTs ist, dass sie auf der Grundannahme fußen, einigen Sicherheitsbehörden (v.a. der USA) sei so ziemlich alles zuzutrauen. Dem mag man noch nicht mal widersprechen. Ich halte es indes mit “Ockhams Rasiermesser” und würde schon handfeste Beweise verlangen, bevor ich mich zu dem Gedanken hinreißen lasse, nicht wirre Idioten sondern staatliche Dienste wären die Täter.
Problematisch ist es allerdings, dass v.a. die USA massiv(!) sunnitische Terrororganisationen mit Geld und Waffen unterstützen. Und dies ist keine VT, sondern Bushs neue Nahostdoktrin.
Dazu:
Die Neuausrichtung
@Neuraum, 13
> Ich bin zwar im Allgemeinen mit Ihnen einig, was die gezielte Panikmache
> unter den Politikern angeht. Das ist aber sozusagen deren natürliche
> Eigenschaft: Empörung und gehobener Zeigefinger als polemisches Instrument.
>
Es ist idT nichts neues unter Priestern, Weltrettern und Regenmachern.
> Jens, sie leiten aber daraus einen Defätismus, der nur eine Option bietet:
>
Sorry, dass ich mich einmische, aber da kann ich mich wirklich nicht heraushalten.
Wie ich es sehe, hast Du die Defätisten an falschem Ende entdeckt.
> Verharmlosung des militanten Islamismus in Europa des Trostes willen. Da
> komme ich nicht mit. Denn diese Gefahr ist echt, man braucht sich nur ein
> wenig mit dem Thema zu beschäftigen, um die Gegenwärtigkeit der Bedrohung
> zu realisieren. Sicher, statistisch gesehen ist es in Europa viel
> wahrscheinlicher unter anderen unglücklichen Umständen ums Leben zu kommen,
> als in einem Selbstmordattentat.
>
Du sagst es! Der gegenwärtigen Lage nach ist es hierzulande idT viel wahrscheinlicher von einem Blitz getroffen zu werden als von der Hand eines Terroristen Schaden zu nehmen. Es ist kein Witz – s. statistische Erhebungen!
Von anderen durchaus realistischen Gefahren, deren Opferzahlen in vier- und in manchen Bereichen gar in fünfstellige Größenordnungen gehen (p.a.), wollen wir hier gar nicht erst anfangen.
Es wird also ganz gezielt Massenhysterie geschürt und Panikmache batrieben. Und wozu das “gut” seien sollte, müssen wir eigentlich bereits aus historischer Erfahrung wissen – siehe z.B. Link in meinem ersten Posting (der Link in meinem Post hat sich allerdings in “…” verwandelt).
> Aber Autounfälle sind nicht kalkulierbar, egal welche Behörden man dagegen
> einsetzt. Gegen Terrorosmus und seine Ideologie kann man aber tatsächlich
> mit dem Staatsapparat vorgehen. Und man sollte es tun. …
>
Da sind unsere Meinungen diesbezüglich wirklich konträr.
Terrorismus ist eigentlich nichts anderes, als ein politisch begründeter Amoklauf. Dagegen kann der Staat gar nicht effektiv vorgehen, nich mal, wenn es sich in eine totalitäre Diktatur verwandelt.
> Und eine Gasexplosion in einem Mehrfamilienhaus hat keine politische
> Message, welche Vertrauen in die freiheitliche Ordnung erschüttert und die
> Menschen über die Vorzüge der Toleranz gegenüber einer totalitären Ideologie
> nachdenken lässt.
>
Gegenwärtig wird die freiheitliche Ordnung nicht von islamistischen Terroristen, sondern von den Politikern, die von dieser Ordnung offensichtlich nicht viel halten, erschüttert. Und genau das gibt mir gegenwärtig den Anlaß, über totalitäre Ideologien mit gut bekannten Tricks nachzudenken.
Erst vor paar Tagen ist ein Besoffener absichtlich in eine Menschenmenge hineingerast und Dutzende davon schwer verletzt. Nur die Schlagzeilen und Hysterie blieben aus – er war ja “leider” nur hundsgewöhnlicher Christ. Nicht so gut für totalitäre Propaganda.
> Jetzt leiste ich mir einen Fauxpas und stelle mich als einen xenophoben
> Verschwörungstheoretiker bloß. Was soll?s? Aber: es wird auch Attentate
> in Deutschland geben, es ist nur eine Frage der Zeit.
>
Meine Verschwörungsphantasien gehen noch ein Schritt weiter. Es wird wieder auch totalätere Regimes in Deutschland und Europa geben, mit Millionen von Opfern. Staatsterrorismus, wie die Geschichte es eindrucksvoll zeigt hat, ist in Hinsicht auf Vernichtung der Zivilbevölkerung um vielfaches “effektiver” als Amokläufer aller religiösen Strömungen zusammen.
> Nach den ersten Fernsehbildern mit blutüberströmten Leichen in Berlin oder
> Hamburg oder München oder Köln ändert sich die Richtung des Diskurses sehr
> rasch. …
>
Ja, die Masse ist und bleibt leider manipulierbar. Von daher denke ich auch, dass es noch zu “islamistischen” Anschlägen kommen wird, um dann spektkuläre Bilder in der Glotze zu zeigen. Wie schon gesagt, nichts neues – siehe Link in 1. Post.
COPOKA.
@Spiegelfechter, 19
> …
> So seltsam sich dies anhört ? den islamistischen Terror kann man wohl nicht
> mit traditionellen Mitteln ?bekämpfen?, …
>
Wieso eigentlich nicht? Terrorismus, welcher Art auch immer (außer staatlichen), ist nicht viel mehr als hundsgewöhnliche Kriminalität. Das lässt sich auch ohne großes Aufsehen mit entsprechenden Mitteln ?bekämpfen?.
> sondern man muss ihn als Faktum akzeptieren.
Nein, akzeptieren muss es die Gesellschaft nicht – s.o. Aber was eine souveräne Gesellschaft auf keinen Fall zulassen darf – sie darf darauf nicht mit Hühnergegackere zu reagieren.
> Der ?Krieg? gegen den Terrorismus lässt sich nur in den Köpfen
> gewinnen …
Das ist auch der Weg, um die Köpfe für den Krieg zu gewinnen, mit folgerichtiger Apotheose … Und die ist immer gleich.
@COPOKA
Du hast recht, ich habe mich undeutlich ausgedrückt. Wenn ich vom “bekämpfen” des islamistischen Terrors spreche, so meine ich dessen Alleinstellungsmerkmal. Das man “gewöhnliche” Schwerstkriminalität als solche bekämpfen kann, ist selbstverständlich.
Und welche Wahl hat die Gesellschaft in ihrer “Nichtakzeptanz”? Jede Form der Schwerstkriminalität darf natürlich nicht geduldet werden. Aber man hat sich an das Vorhandensein von Mord und Totschlag in den vielen tausenden Jahren der Zivilisation gewöhnt. Lediglich bestimmte Formen sind geeignet beim Bürger den rationalen Verstand auszuschalten. Dies ist Schwerstkriminialität an Kindern und eben Terrorismus. Beides darf natürlich nicht als Normalität ignoriert werden, aber beides darf ebenso natürlich nicht zu einer der biblischen Plagen überhöht werden.
OT: Links werden automatisch umgebrochen, wenn sie nicht in HTML-Tags stehen. Wenn Du das verhindern willst, musst Du Tags setzen.
Die ‘stärkere Überwachung’ wird irgendwann aus der muslimischen Gemeinschaft selbst kommen, denn auch die hat inzwischen im Westen viel zu verlieren. und sie wird viel verlieren, wenn sie nicht endlich Instrumente der Selbstkontrolle entwickelt. Wenn irgendwer weiß, wo die Bekloppten zu suchen sind, dann sie.
Zweitens fehlt es dieser Religion – cum grano salis – nach dem wahhabitischen Rollback (einer Art islamischer ‘Reconquista’) ganz gewaltig an Selbstaufklärung, sie steht auf einem selbstherrlichen und totalitären Standpunkt wie der Katholizismus Anno Loyola. Es käme daher darauf an, ‘Aufklärung’ im guten alten Voltaire’schen Sinne in den Islam hinein zu tragen. Das muss aber wiederum auch durch Muslime erfolgen, nicht durch Schäuble & Co. Ansätze gibt’s genug, kaum jemand hört von diesen Trägerfiguren, weil der Vollbart-Fundi-Muslim viel besser ins genormte Fernsehbild passt.
@21 Spiegelfechter
“Das ?Problem? mit den VTs ist, dass sie auf der Grundannahme fußen, einigen Sicherheitsbehörden (v.a. der USA) sei so ziemlich alles zuzutrauen.”
Das Problem mit den VTs in Deutschland ist, dass sie monokausal(CIA/Mossad – wobei diese beiden schon divergierende Interesen haben) sind und andere Geheimdienste und andere Interessen unberücksichtigt oder höchstens unter ferner liefen betrachten. Das mag unter anderem daran liegen, dass ein Seymour Hersh in anderen Ländern eine Haltezeit von wenigen Stunden hätte und eine Doku wie die der BBC( ?The Power of Nightmares?)nur geringe Chancen zur Ausstrahlung hätte.
Solange all dies möglich ist, mache ich mir noch keine all zu großen Sorgen um den totalitären Staat. Der beginnt bei jeder Form der Einschränkung der Meinungsfreiheit, aber bisher können wir ja alle ganz offen unseren kopf zerbrechen und auch laut geben, allerdings müssen wir dann auch akzeptieren, dass es Meinungen gibt, die wir widerwärtig finden.
Aber ich ich möchte das thema VT gar nicht stressen, sondern nochmals unterstreichen, dass jegliche Hysterie im zusammenhang mit terror übertrieben ist und Gesetzesänderungen oder gar Grundgesetzänderungen sicherlich nicht notwndig sind wie auch geglückte Anschläge ganz ohne VT unausweichlich sind.
Es sollte die Stärke einer freien Gesellschaft sein, damit angemessen, nicht leichtsinnig umzugehen und zumindest mental sind die Briten da den Deutschen überlegen, wie die “We’re not afraid” Kampagne gezeigt hat.
http://www.werenotafraid.com/
Terror hat den Zweck Angst zu verbreiten, deswegen ist das beste Mittel gegen Terror kein Angst zu zeigen und diese Botschaft sollte auch deutlich nicht nur den Terroristen, sondern auch der Bundesregierung übermittelt werden. Wenn man sich dann noch darauf einigt, die Schuld den tätern zuzuweisen und nicht in wirre Konstruktionen, die jeden anderen verantwortlich machen, außer den Tätern, wäre auch in der Diskussionskultur etliches gewonnen.
Einige Anmerkungen zum Islam.
Dieser ist keineswegs eine monotholitische Religion. Die Vielzahl der Glaubensströmungen ist hier ebenso ausgeprägt wie im Protestantismus.
Der Anteil aktiver Gläubiger in Europa ist höher als bei den großen christlichen Strömungen (in den USA ist das pari).
Nach einer Umfrage (genaue Quelle krame ich bei entsprechendem Wunsch heraus) bezeichnen sich nur 9% der Muslime in Deutschland als konservativ-orthodoxe Muslime. Weitere 46% als Ottonormal Muslime, die zwar regelmäßig die Moschee besuchen, aber eine tiefergehende Bedeutung des Korans für ihre Lebensführung im Alltag verneinen. Der Rest sind Zählmuslime, die ähnlich viel mit Religion zu tun haben, wie der getaufte Christ, der sich höchstens zu Weihnachten mal in die Kirche verirrt.
Weiter gibt es diverse Bestrebungen aus den Reihen der Muslime heraus eine zeitgenössische Variante des Islam zu entwickeln, die vereinbar mit westlichen Vorstellungen ist.
Zum einen die beiden Spielarten des Euroislam. Aber auch von konservativ islamischer Seite sind Anpassungsanstrengungen zu konstatieren. Siehe hierzu etwa Dan Diner ‘Die Moschee muss sich unterordnen.
Und religiös aufgeladene Terrorattacken sind kein Alleinstellungsmerkmal von Muslimen.
Beispiele hierzu gibt es viele. Süd- und mittelamerikanische Todesschwadronen, die mit Billigung und Segnung durch katholische Priester in ihren Kampf gegen gottlose Kommunisten gezogen sind, und dabei wahllos Dorfbewohner niedergemezelt haben. Die Aum Sekte mit ihrem Giftgasanschlag, Wacko, Oklahoma, die Ermordung von Abtreibungsärzten in den USA und anderes.
Das Ausmaß religiöser Verblendung mag bei Muslimen größer sein, Religion als Scheinlegitimation, um eigentlich politische Ziele durchzusetzen, gibt es bei nahezu jeder Religion.
Das diese Terrorattacken auch immer dazu gedient haben staatliche Repression zu fördern ist auch nichts neues – und nichts spezifisch westliches. Man kann dazu z.B. die Ausweitung der Befugnisse der Sicherheitsdienste in Russland heranziehen, die nach diversen Anschlägen durch vermeintlich muslimische Attentäter bedeutend erweitert wurden.
@Spiegelfechter; 21 & 24
Eines muss ich doch noch loswerden.
Du schreibst:
> Ich halte es indes mit ?Ockhams Rasiermesser? und würde schon handfeste
> Beweise verlangen, bevor ich mich zu dem Gedanken hinreißen lasse, nicht
> wirre Idioten sondern staatliche Dienste wären die Täter. …
>
Eigentlich bin ich auch der Meinung, dass in dem von mir verlinkten “Terrorstorm” alles etwas zu dick aufgetragen ist, aber nicht dicker, als es die Ganre erfordert. Die meisten Feststellungen aus dem Streifen sind bestens belegt – mal eigene Recherche wagen.
So z.B. die Gladio-Geschichte. Oder die Tatsache, dass “Begründungen” für Afghanistan- und Iraqkriege ganz bewusst und gezielt erfunden und erlogen wurden. Und dass die Türme im NY nicht von dem Bin-Goldstein abgerissen wurden, obwohl die echte Urheberschaft noch weitgehend im Dunkeln liegt. Die Indizien deuten jedoch ganz andere Richtung, als Goldsteins sieben Räuber.
Die Verstrickung der Staatsbehörden in die Anschläge in Spanien sind ebenfalls alles andere als frei erfunden. Ebenfalls in England. etc.pp.
Auf jeden Fall ist die Faktenlage für die offizielle VT mit dem islamischen Terrorismus wesentlich schwächer als jene, die in “Terrorstorm” vorgetragen wird.
Aber das ist viel zu unangenehme Sichtweise auf die Realität. Die meisten Menschen sind einfach zu schwach, um solche Realität zu ertragen und fluchten daher bereitwillig in die vorgekaute Illusion mit paternalistischen Phantasien oder verdrängen diesen Teil der Realität aus ihrer Wahrnehmung gänzlich. Das ist halt wesentlich angenehmere und praktisch bequemere Haltung, als sich mit Faktenlage ernsthaft auseinanderzusetzen.
Vielleicht solltest du noch “Die Massenpsychologie des Faschismus” von Wilhelm Reich hier rechts verlinken. Ist auch eine sehr spannende und ernüchternde Lektüre.
Zur automatischen Umwandlung der URLs/Links. Die Idee ist gar nicht so schlecht, die Umsetzung – miserabel. Falls du noch Einflüss darauf hast, versuch es bitte deutlicher zu machen, wie z.B. d. “**URL**” oder “-Link–>”
MfG
COPOKA
opfer im strassenverkehr sind nur die eine seite, der man vielleicht etwas mehr aufmerksamkeit als der diffusen terrorgefahr widmen sollte. ich habe da noch eine andere seite, zu der ich einfach mal die zahlen von 2006 nur aus NRW nennen möchte:
- gefährliche und schwere körperverletzungen: 36.200
- straftaten gegen die sexuelle selbstbestimmung: 11.474
- vergewaltigung: 1.660
- mord/totschlag: 146
- versuchter mord/totschlag: 270
macht zusammen 49.750 fälle nur in NRW.
wesentlich bedrohlicher für meine körperliche und seelische gesundheit als die terroranschläge in europa und den USA in den letzten sieben jahren.
@stroga
> Das Problem mit den VTs in Deutschland ist, dass sie monokausal(CIA/Mossad -
> wobei diese beiden schon divergierende Interesen haben) sind und andere
> Geheimdienste und andere Interessen unberücksichtigt oder höchstens unter
> ferner liefen betrachten.
>
Das ist richtig. Ich nehme mal an, dass Du auch fähig bist, die offizielle VT (die mit Osama und islamisten) auf gleiche Art und Weise genauso nüchtern zu betrachten. Ob du dazu auch willig und mütig genug bist, mag ich allerdings zu bezweifeln.
> Solange all dies möglich ist, mache ich mir noch keine all zu großen Sorgen
> um den totalitären Staat. …
Kennst du persönlich noch jemanden, der die Zeiten vor dem 2.WK bewußt erlebt hatte? Falls ja, dann sprich mit ihm/ihr und versuch’s mal herauszufinden, wie die allg. Stimmung und Wahrnehmung politischer Realitäten damals war. Ich meine in Hinsicht auf Sorgen, Normalität und Anomalität. Du wirst überrascht sein! Im Übrigen lässt es sich auch aus Literaturgeschichten zu damaliger Zeit erfahren.
> Der beginnt bei jeder Form der Einschränkung der Meinungsfreiheit, …
Jain. Es stimmt zwar, dass jede Form von Totalitarismus darum bemüht ist, all die “unerwünschten und schädlichen” Meinungen aus dem Bewußtsein der Bürger zu verdrängen, um sie im Keim ersticken zu lassen, aber es ist naiv zu glauben, dass das nur auf einem einzigen Wege zu erreichen ist. Du sprichst so, als ob Du noch nie etwas von Propaganda und Beinflüssung der öffentlichen Meinung gehört hattest. Hast Du Dich noch nie gefragt, warum “unsere” Politiker auf dem Weg zu ihren Büros nicht die Post ihrer Wähler, sondern die BILD-Zeitung so aufmerksam studieren?
> aber bisher können wir ja alle ganz offen unseren kopf zerbrechen und auch
> laut geben, …
Ich kann mich noch sehr gut an die Zeiten erinnern, wo die s.g. Glasnost (nichts anderes als Meinungs- und Redefreiheit) in der ehem. Sowjetunion verkündet wurde. Die Enttäuschungen der Russen danach sind genau so groß wie es die Erwartungen davon am Anfang waren. Lässt man alle gleichzeitig reden, so wird nur derjenige erhört, der am lautesten schreit und über die Mittel dafür verfügt – BILD-Zeitung & CoKG, die allesamt leider käuflich sind. Von daher bin ich auch nicht geneigt, den Stellenwert des Internets mit Blogosphäre & pipapo in dieser Hinsicht zu überschätzen.
> allerdings müssen wir dann auch akzeptieren, dass es Meinungen gibt,
> die wir widerwärtig finden.
Meinungen ja, aber nicht die Mittel, mit denen sie in die Welt gesetzt werden. Und akzeptieren bedeutet auch keinesfalls stillschweigend hinnehmen.
> Terror hat den Zweck Angst zu verbreiten, deswegen ist das beste Mittel
> gegen Terror kein Angst zu zeigen und diese Botschaft sollte auch deutlich
> nicht nur den Terroristen, sondern auch der Bundesregierung übermittelt
> werden …
welche de facto samt s.g. Massenmedien zumindest die übelsten Terrorhelfer sind, indem sie Angst und Schrecken in der Gesellschaft verbreiten.
Genau darum geht’s hier in erster Linie. Ob und ggf. welche Absichten hinter solchem Verhalten der “Staatsdiener” stecken, ist schon das nächste Thema. Ich kann mir allerdings nur sehr schlecht vorstellen, dass dahinter nur eine simple Dummheit steckt. Meine Erfahrung sagt mir was ganz anderes dazu.
MfG
COPOKA
@COPOKA
Ich bin in VT-Logie nicht so ganz auf dem Stand der Wissenschaft ;-)
Ich habe mich vor ein paar Jahren mal mit den Argumenten beschäftigt und sie nach kurzer Analyse allesamt nicht verifizieren können, da sie nicht auf überprüfbare Quellen sondern auf “Hörensagen”, “Spekulationen” und “Interpretationen” fußten. Desweiteren wurden damals die meisten “konspirativen Theorien” mit Querverweisen auf andere “konspirative Theorien” begründet. Das häufige Fehlen von Logik war ein weitere Tatsache, die mich von dieser “Grenzwissenschaft” abschreckte.
Es mag sein, dass ich komplett falsch und die VT-Logen komplett richtig liegen. Ich habe nicht die Möglichkeit dies herauszufinden und bis irgendeiner dieser Sparte den goldenen Beweis präsentiert gehe ich mal davon aus, dass ich richtig und sie falsch liegen ;-)
Das Argument könnte ich ebenso gut zurückwerfen. Viele Menschen sind in ihrer Kritik an den herrschenden Umständen derart verbittert , dass sie jede Phantasie der bitteren Realität vorziehen. Und wenn die Realität der Grundideologie dieser Leute widerspricht, wird sie ausgeblendet und per se als Lüge eingeordnet. Die persönliche Wahrheit dieser Menschen ist mit rationaler Logik kaum zu erklären … aber das stört diese Leute auch nicht weiter. Da baut sich dann halt eine Lebenslüge auf, in der es als “wahrscheinlicher” gilt, dass ein Logistikhilfsarbeiter bei der BBC ganz selbstverständlich Teil der großen Verschwörung ist, als dass ein paar Araber durchticken. Und hilft nichts weiter, kommen die Bilderberger und Rothschild etc. pp.
Das sehe ich diametral anders. Natürlich sind weite Teile der offiziellen “Interpretation” der Geschehnisse falsch bis vorsätzlich erlogen, aber die Frage welche “Version” die “seligmachende alleinige Wahrheit” ist, ist nicht binär zu beantworten. Nur weil die off. Version Lücken und Lügen hat, muss sie nicht komplett falsch sein, nur weil Jones und Co mit dem Schrotgewehr auch eine Kugel ins Ziel bringen, heißt dies noch lange nicht, dass die anderen Kugeln auch Treffer sind.
Was z.B. London/Glasgow betrifft wundert mich Deine Sicherheit Langley oder deren Auftraggeber (wer auch immer das sein soll) stünden hinter den Anschlagsversuchen. Deine persönliche Wahrheit in allen Ehren – für mich klingt dies phantastisch. Bis mir irgendjemand stichhaltige Indizien oder gar Beweise vorlegen kann, dass es sich nicht um eine Gruppe durchgeknallter Islamisten gehandelt hat, gehe ich erst einmal von diesem Ansatz aus.
@SF, 31
> …
> Es mag sein, dass ich komplett falsch und die VT-Logen
> komplett richtig liegen.
Nein, das kann nicht sein. Schon alleine aus formellen gründen. Jede Betrachtungsweise ist naturgemäss voreingenommen und unvollständig. Dass Du komplett richtig liegst, ist genauso unwahrscheinlich.
> Ich habe nicht die Möglichkeit dies herauszufinden und bis irgendeiner
> dieser Sparte den goldenen Beweis präsentiert gehe ich mal davon aus,
> dass ich richtig und sie falsch liegen ;-)
Jep! Das ist und bleibt letztes Endes eine Glaubensfrage.
> Viele Menschen sind in ihrer Kritik an den herrschenden Umständen derart
> verbittert , dass sie jede Phantasie der bitteren Realität vorziehen.
Und was ist die bittere Realität? Dass die s.g. Massenmedien und die Politiker Massenhysterie und Terrorangst verbreiten. Nein, nicht “die” Terroristen.
Und was ist nun die bittere Schlußfolgerung daraus?
Nein, es geht nicht um die Frage Warum. Darauf gibt’s idT Tausende Antworten, die jede an sich genauso falsch wie richtig ist.
> Und wenn die Realität der Grundideologie dieser Leute widerspricht, wird sie
> ausgeblendet und per se als Lüge eingeordnet. Die persönliche Wahrheit
> dieser Menschen ist mit rationaler Logik kaum zu erklären …
>
Wieso beziehst du das nur auf die s.g. VT-Logen? Ich spreche, meines Erachtens korrekterweise, von einer offiziellen VT und einigen inoffiziellen. Sicherlich kennt jemand auch die “Wahrheit” im Bezug auf ein oder anderes Ereignis, die ganze “Wahrheit” kennt jedoch kein Mensch. Also jeder ist mehr oder weniger auf sein Gefühl(!) für Plausibilität der Erklärungen und somit auf seine Lebenserfahrung hingewiesen. Ich auch.
> … aber die Frage welche ?Version? die ?seligmachende alleinige Wahrheit?
> ist, ist nicht binär zu beantworten.
Das nicht. Wie gesagt – Glaubensfrage.
> Deine persönliche Wahrheit in allen Ehren – für mich klingt dies
> phantastisch.
Meinung, keine Wahrheit. Das Wort Meinung stammt von dem Wort Mein ;)
> Bis mir irgendjemand stichhaltige Indizien oder gar Beweise vorlegen kann,
> dass es sich nicht um eine Gruppe durchgeknallter Islamisten gehandelt hat,
> gehe ich erst einmal von diesem Ansatz aus.
>
Dass es eine Gruppe durchgeknallter Islamisten war, klingt für mich sogar sehr glaubwürdig. Wer lässt sich denn sonst bis zum Selbstmord konditionieren? Aber von wem und wie wurden sie so konditioniert? Der bartige Teufel selbstpersönlich oder ein konventioneller Prozess? Klingt für mich unglaubwürdig. Einer massiven Erpressung dahinter könnte ich noch mein Glauben schenken. Damit wäre auch diese absolut dilettantische Ausführung erklärbar – die “Attentäter” wären daran gar nicht interessiert gewesen, das “ordentlich” durchzuführen. … Ja, alles Spekulationen. Nur das Gegackere drumherum und abgeschmackte Instrumentalisierung dieses Zwischenfalls widert mich über alle Maßen an.
Schönen Abend noch
COPOKA.
Richtig!
Al Quaida? sondern vor allem das Wort ?Terror/-ist/-ismus
Fiktionalität – Anschläge kann man auch selbst Inszenieren – vor allem solche Dämlichen – wäre ich ein Aal von der Quida – würden meine Anschläge bei wenig Risiko tausendmal gefährlicher sein – was ich damit sagen will – die Einfaltslosigkeit soll wahrscheinlich die Nachahmer in die “richtigen” einfallslosen Bahnen lenken.
Der Iszenierte – nützliche Feind – nützt dem System und schadet ihm Nie!
Hier wird Sozialfarming betrieben der übelsten Art – wer dabei nicht an Verschwörungen denken kann – nun gut!
Wo kann man unterschreiben?
@33 COPOKA
Ich nannte hier nur die ?inoffiziellen? VTs ? für die offizielle VT gilt ähnliches. Bei der Logik möchte ich indes einen Schnitt machen. Die offizielle VT beleidigt meine Logik keinesfalls in der Art und Weise, wie es einige inoffizielle VTs tun. Dies heißt natürlich nicht, das der Umkehrschluss gültig wäre und die offizielle VT absolut mir den Gesetzen der Logik zu vereinbaren ist.
IdT
Das geht mir doch eben so ? nur finde ich die voreilige Schlussfolgerung von Dir, Langley und seine ?Hintermänner? würden dahinter stecken, bei der momentanen Beweislage genau so angreifbar wie die ?Al Quaida-Rufe? der Behörden und der Presse. Für Kommentar 10 von DaRockwilda gilt dasselbe nur wollte ich eigentlich das ?Fass VT? nicht aufmachen ;-)
Dir auch einen schönen Abend
p.s.: Kennst Du seriöse Seiten, anhand derer ich mir einen Überblick über die momentane Gemengelage rund um VTs über Al-Quaida und Co. machen kann?
Wo führt uns diese Dame hin, die von ?hinter der Mauer? gekommen ist, wo die Menschen gerufen haben: ?Wir sind das Volk!??
Landen wir allesamt wieder hinter der Mauer?
Diese Dame und ihr Minister haben aus der friedlichen Revolution in der DDR nichts, aber auch gar nichts, gelernt.
Wenn der Bürger von den Machthabern als potenzieller Krimineller eingeschätzt und behandelt wird, dann haben wir keine freiheitlich demokratische Werteordnnung mehr, sonder schlicht und einfach den Stasi-Staat.
@SF, 36
> …
> Die offizielle VT beleidigt meine Logik keinesfalls in der Art und Weise,
> wie es einige inoffizielle VTs tun. …
>
Meine schon. Alleine der Gedanke, dass die sieben Räuber von Tora-Bora den Clou am 11.9.01 ohne tatkräftiger Nachhilfe durchgezogen haben könnten, sprengt meine Toleranzgrenze in kleine Stücke.
Ich habe mich noch in meiner Studienzeit oft damit begnügt, meine Studienkollegen – fast diplomierte Fachleute, danach herauszuquetschen, was sie denn machen würden, wenn sie plötzlich ganz alleine auf dem Planet geblieben wären. Die Antworten darauf gaben mir viel detaillierteren Aufschlüsse über deren Weltbilder, als tagelangen Diskussionen über Wissenschaft, Philosophie, Politik etc.pp. So meinten z.B. einige allen Ernstes, sie könnten sich in einen Raketenträger hinsetzen und irgendwohin weg von dem Planet fliegen. An solchen Antworten merkst du erst, wie realitätsfremd eigentlich menschliche Vorstellungen von der Realität sind. Und das waren keine BILD-berger, sondern angeblich hochbildete Leute.
> …
> Das geht mir doch eben so ? nur finde ich die voreilige Schlussfolgerung
> von Dir, Langley und seine ?Hintermänner? würden dahinter stecken, bei der
> momentanen Beweislage genau so angreifbar wie die ?Al Quaida-Rufe? der
> Behörden und der Presse.
Auch wenn ich dies nur ironisch gemeint hatte, wer wäre denn deiner Meinung nach noch imstande, so einen Clou wie 911 durchzuziehen? Auch wenn es “nur” eine Splitterstfraktion darin oder gar eine abtrünnige Strömung aus der Behörde war. Wäre es so gewesen, so würde die Regierung, auch wenn sie sich daran überhaupt nicht beteiligte, alles mögliche unternehmen um dies zu vertuschen. Meinst Du nicht?
> Für Kommentar 10 von DaRockwilda gilt dasselbe nur
> wollte ich eigentlich das ?Fass VT? nicht aufmachen ;-)
>
Ja, das wäre idT ein Faß ohne Boden :)
> Dir auch einen schönen Abend
>
> p.s.: Kennst Du seriöse Seiten, anhand derer ich mir einen Überblick
> über die momentane Gemengelage rund um VTs über Al-Quaida und Co.
> machen kann?
>
Nein, Rundum-Seiten kenne ich nicht und lege auch kein großen Wert darauf, mich auf dem Laufenden zu diesen Themen zu halten. Aber es gibt genug seriöse Seiten, die sich mit einem oder anderem Aspekt dieser und ähnlichen Lügen befassen. Was wäre deines Erachtens z.B. an Auslegungen von Prof. Steven Jones unseriös?
Oder was findest du unseriöses an Terrostorm? Einseitig – zweifelsohne. Suggestiv – auch! Aber wer würde denn im Ernst von dem Film erwarten, dass darin die ganze Welt unvoreingenommen und absolut präzise erklärt wird?
Im Übrigen glaube ich auch nicht, dass die Wohnhäuser in Moskau von tschetschenischen Terroristen in die Luft gejagt wurden. Das bedeutet für mich jedoch nicht, dass die Herren George und Vladimir unter einer Decke stecken ;)
An weltweite Verschwörungen glaube ich wirklich nicht.
Also zu den seriösen Quellen hinsichtlich VT möchte ich mich gerne mal einklinken. Ich habe mich seit 1,5 Jahren eingehend mit 9/11 beschäftigt und gewisse Dinge sind einfach nicht abzustreiten:
WTC7
Ein 47-stöckiges Hochhaus, das von keinem Flugzeug getroffen wurde und am Nachmittag des 11. in 6.5s “kollabierte” — spontan, symmetrisch, vollständig. Freier Fall im Vakuum aus derselben Höhe dauert 6s — die tragende Struktur des Gebäudes bot demnach überhaupt gar keinen Widerstand und versagte spontan, symmetrisch und vollständig. Das erreicht man nur durch Sprengung…
Darin waren Büros der CIA, US Secret Service, DoD, das “emergency command center” von Guiliani, der es seltsamerweise nicht nutzte, und die US Börsenaufsicht, die durch den Verlust des Gebäudes sämtliche Akten zu anstehenden Untersuchungen verlor (keine Backups gemacht, ist klar — BW lässt grüßen), eingeschlossen des Falls von Enron. Die Untersuchungen wurden postwendend eingestellt.
Ach, bevor ich mich hier zum x-ten mal wiederhole, schaut bitte hier:
http://www.numweb.de/cgi-bin/download.pl?datei=911PDF_1-8_en-de_Acro5.pdf
(Blättert bis Seite 9, die Seiten davor sind die englische Fassung)
bottom line: Entweder die Naturgesetze waren am 11.9 temporär ausser Kraft, oder die Regierung eingeschlossen ihrer Untersuchungsorgane und “unabhängiger” Lohnschreiber lügt wie gedruckt. Suchts euch aus!
An dieser Stelle möchte ich auf das Bildarchiv auf dieser Seite aufmerksam machen:
http://nw0.info/?p=911%20Body%20of%20Evidence/
Es sollen ja mittlerweile unlogische und unglaubwürdige Verschwörungstheorien im Umlauf sein, um die VT-Diskussion ins lächerliche zu ziehen (Verschwörer unter den Verschwörungstheoretikern :).
Ansonsten kann ich leider nichts als die üblichen VT-Argumente zur Diskussion beitragen.
Verschwörungstheorie ist leider in der massenmedial gesteuerten öffentlichen Diskussion leider zu einem Kampfbegriff entleert und instrumentalisiert worden, um kritisches Denken an sich zu lähmen, Themen zu tabuisieren, das kritische Hinterfragen von offiziellen und massenmedial verbreiteten Realitätskonstrukte zu verhindern.
Zur Bedeutung, Sinn und Notwendigkeit von Verschwörungstheorien sollte man lediglich den Artikel auf wikipedia lesen, da kann man erkennen, wie in bestimmten Kontexten man ohne so genannte VTs nicht über die unkritische Hinnahme der von Herrschaft authorisierten Version einer Wirklichkeit hinauskäme. Es kann ein Mittel zur kritischen Infragestellung von herrschaftlich authorisiertem Wissen und der offiziellen Geschichtsschreibung sein.
“Auch in der Kontroverse um die Hintergründe des Reichstagsbrands vom 27. Februar 1933 wird eine solche seriöse Verschwörungstheorie diskutiert: Deren Anhänger glauben, die Nazis hätten sich planvoll mit der Brandstiftung einen Vorwand für die am nächsten Tag erfolgte Verordnung zum Schutz von Volk und Staat verschafft.”
http://de.wikipedia.org/wiki/Verschw%C3%B6rungstheorie
Um einen aktuellen Beispiel zu nehmen: Sollte es den Tätern gelingen, alle ‘harten’ Belege für ihre Verstrickung in die so genannte ‘Sachsenaffäre’ zu vernichten, was bleibt dem Denken übrig als der Rückgriff auf eine Methode, die dann von interessierter Seite als ‘VT’ diskreditiert werden kann?
ein anderes Beispiel:
solche Meldungen
“Bei heftigen Kämpfen in Tora Bora und anderen Regionen Afghanistans sind nach Angaben der örtlichen Behörden mehr als 80 Taliban-Kämpfer getötet worden”
http://www.sueddeutsche.de/ausland/artikel/693/121534/#readcomment
nehmen ich zunehmend skeptisch auf. Ich Frage kommt immer mehr in mir auf: 80 Menschen wurden getötet – wer wurde tatsächlich getötet. Welche Realität verzeichnet denn diese Meldung? Welche Möglichkeiten haben wir, sie zu falsifizieren? Sind wir denn nicht völlig dem Wahrheitsanspruch des Melders ausgeliefert? Können Zweifel daran denn auch als VT diskreditiert werden?
Ich habe mich dann gefragt, ob solche Meldungen formal nicht denen gleichen, die z.B. im 2. Weltkrieg durch deutsche Medien über die ‘Erfolge an der Front’ verbreitet wurden. Die kritische Historiographie hat später teilweise die durch diese Meldungen verzeichnete Wahrheit (die das Realitätsbewußtsein der Massen ausmachte) widerlegt. Ich bin dann auf folgende Seite gestoßen:
“In Kriegsberichten fand der US-Historiker Raffael Scheck (Bild) Schilderungen bestialischer Massaker der Wehrmacht an den Kolonial-Soldaten. Tatort Erquinvillers: In der Nacht vom 8. zum 9. Juni 1940 kesseln deutsche Verbände Dörfer südlich von Amiens ein, eröffnen das Feuer. Die Franzosen müssen sich ergeben. Was dann geschieht, lässt selbst dem kriegserprobten Offizier Amadée Fabre das Blut in den Adern gefrieren. “Nach der Gefangennahme stürzten sich die Deutschen auf die Senegalesen, erstachen sie mit Bajonetten”, schreibt er. “Als ich protestierte, sagte ein Deutscher: ,Das sind doch nur Wilde.’” Weiße dagegen blieben als Kriegsgefangene verschont. Sie mussten zusehen, wie 600 Senegalesen getötet wurden.
Die bestialischen Morde wiederholen sich: Bei der Jagd nach afrikanischen Soldaten machen die Deutschen keine Gefangenen. Hunderte sterben bei Amiens, vor Lyon am 19./20. Juni selbst nach der Bitte Frankreichs um Waffenstillstand. Um die Morde zu vertuschen, bezichtigen die Nazis Kolonial-Soldaten in einem Papier des Mordes an Zivilisten. Doch Präfekt Jean Moulin verweigert die Unterschrift selbst unter Folter.”
http://www.afrikanet.info/index.php?option=com_content&task=view&id=309&Itemid=2
Wer wurde da getötet? Es wurden auch Feinde getötet. Nach der offiziellen Version der Täter sollten es Feinde gewesen sein, die Zivilisten gemordet haben, also gewissermaßen ‘Terroristen’. Der Versuch wurde ja gemacht, dieser Version der Realität durch ein offizielles schriftliches Dokument eine amtliche Gültigkeit zu verleihen, was auch die Geschichtsschreibung vordefinieren sollte.
also das mit den urls ist ja grausam …
versuchs mal damit
(ich hoffe ich hab den richtigen schnipsel erwischt …)
und zu den beweisen, reicht das 60 sekunden video wirklich nicht ?
was willst du noch mehr sehen und hören ?
es bestätigt die zahlreichen zeugen vor ort.
wenn das nicht reicht, weiss ich auch nicht mehr weiter.
http://www.youtube.com/watch?v=IucJYYM__YU
http://www.youtube.com/watch?v=IucJYYM__YU
gruss
… der auf den ersten Blick und auch in seiner durchaus freundlichen Art gar nicht mal so unsympathisch wirkende Wolfgang Schäuble ist eine tragische Figur. Und die Tatsache, daß er im Rollstuhl sitzt, macht es erst recht schwer, ihn als derzeit schlimmsten Feind unseres Rechtsstaats zu bezeichnen. Und doch hockt da eine tickende Zeitbombe in Gestalt eines scheinbar harmlosen, verlegen lächelnden älteren Herrn, die jederzeit hochgehen und die Demokratie in Deutschland, aber auch in anderen sogenannten “Kernländern” Europas, in die Luft sprengen könnte. Keine Frage: Dieser Mann ist gefährlicher für unsere Freiheit als alle in Deutschland lebenden Muslime zusammen.
Das haben inzwischen viele begriffen. Sogar in den eigenen CDU-Reihen wächst inzwischen die Empörung. Aber wie soll man mit ihm umgehen? Und vor allem: Wie lange bleibt die Frage ein Tabu, daß der derzeitige, mit besonders wirksamen Machtinstrumenten ausgestattete Innenminister unseres Landes eventuell nicht nur physisch krank sein könnte?
Auch wenn er in der Vergangenheit schon mal üppige Bar-Schecks angenommen hat, an die er sich später nicht erinnern mochte, halte ich ihn nicht für einen Machtpolitiker, der vor allem sein eigenes Wohl im Auge hat. Otto Schily war so einer, und auch Joschka Fischer gehörte in den letzten Jahren zu den Politikern, bei denen hauptsächlich egoistische Interessen im Vordergrund standen, vermeintliche “Staatsdiener” also, die ihren Minister-Job clever dazu ausgenutzt haben, um sich für die Zeit “danach” schamlos zu bereichern.
Wolfgang Schäuble gehört nicht in diese Kategorie, da ich überzeugt davon bin, daß er wohl wirklich meint, unser Land durch solche skurrilen Maßnahmen “schützen” zu können. Natürlich sollte auch ein Politiker, der selbst Opfer eines spektakulären Attentats geworden ist, nach seiner Genesung wieder ein Amt übernehmen können. Die Frage ist nur, ob er auch psychisch wieder so weit hergestellt ist, daß man ihm eine so große Verantwortung anvertrauen kann. Und vor allem: Könnte man eigentlich auch einen Bundesminister nach einem ereignisreichen und zuletzt eher tragisch verlaufenen Leben dazu zwingen, sich auf seine Gesundheit bzw. seinen Geisteszustand untersuchen zu lassen?
Wenn man sich richtig erinnert, sind auch schon in der Vergangenheit viele Politiker, die ihrem Land und der übrigen Welt massiv geschadet haben, bereits vorher psychisch auffällig geworden, nur traute sich meist keiner, dieses offen auszusprechen. Mir wäre daher am liebsten, wenn Frau Merkel oder irgendein anderer Mensch, der Einfluß auf Wolfgang Schäuble hat, ihn behutsam dazu überreden könnte, seinen Lebensabend in einem First-Class-Seniorenheim zu genießen, anstatt für unser Land auch weiterhin das derzeit größte Sicherheitsrisiko darzustellen.
Gruß Ben