Müll findet Eimer
geschrieben am 05. Februar 2010 von Spiegelfechter
Es gibt Dinge auf dieser Welt, die passen einfach zusammen. Ernie und Bert, Dick und Doof, Merkel und Westerwelle – all diese Traumpaare haben sich nach langer Suche gefunden. Nun hat auch endlich das SPIEGEL-Enfant terrible Gabor Steingart den Topf gefunden, auf den sein Deckelchen passt. Gabor Steingart wird im zweiten Quartal dieses Jahres seine Stelle als neuer Chefredakteur des Handelsblatts antreten. Damit endet eine dreijährige Durststrecke, die der Schnösel vom Dienst in der Washingtoner Diaspora verbringen musste – fernab vom großen Hauptstadtjournalismus. Das Handelsblatt ist zwar auch eher niederrheinische Provinz, aber es hat als auflagenstärkstes deutschsprachiges Finanzblatt immerhin noch einen Namen und als Chefredakteur darf man sich berechtigte Hoffnungen auf die eine oder andere Talkshoweinladung machen. Für einen eitlen Parvenü wie Steingart ist dies bereits Grund genug, seinem jetzigen Arbeitgeber SPIEGEL den Rücken zu kehren. Doch an der Brandstwiete wird man darüber sicherlich nicht gerade bestürzt sein. Schließlich gilt der neoliberale Claqueur Steingart dort als Ziehkind des geschassten Stefan Aust, dessen Talent noch nie auch nur im Ansatz mit seinem Ego mithalten konnte.
Sir Steingart, der Kampagnero
Es gab eine Zeit, in der fast die gesamte deutsche Medienlandschaft den Neoliberalismus, wie er von den Hohepriestern der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft gepredigt wird, für progressiv hielten. Die breite Schar marschierte wie ein Haufen Entlein, die noch nicht flügge sind, einigen Kampagneros in den vielzitierten Leitmedien hinterher. Vor fünf Jahren gehörte Gabor Steingart zu den Wortführern dieser fünften Kolonne des Wirtschaftsliberalismus. Als Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros in Berlin hatte es der eitle Sohn eines ungarischen Arbeiters weit gebracht. Der Autor des Buches “Deutschland – der Abstieg eines Superstars”, der mit den Buzzwords dieser Zeit jonglieren konnte wie kein zweiter, war kein Beobachter, sondern ein Gestalter. “Journalismus braucht zuweilen Wirtstiere. Wir haben für Schröders Agenda mitgestritten”, so drückte es Steingart damals bescheiden unbescheiden aus. Was Wirtstier Steingart verschwieg, ist, dass der SPIEGEL zu jener Zeit massives “Campaigning” für die neoliberalen “Pressure-Groups” betrieben und damit Schröders Politik ganz aktiv gelenkt hat.
“Die journalistische Freiheit wird in der Bundesrepublik heute viel weniger durch obrigkeitsstaatliche Pressionen bedroht als durch die weiche Knechtschaft einer eitlen Selbstverliebtheit”
Jürgen Leinemann
Doch Steingart erkannte zu spät, dass er sich viel zu weit aus dem Fenster gelehnt hatte. Gabor Steingart war der Ikarus des Bratwurstjournalismus. Er flog zu hoch, seine Flügel waren zu weich, der Absturz in die Realität kam jäh. Steingarts Konzepte wurden Realität und das Volk fand die Realität keineswegs so berauschend wie die Latte-Macchiato-Journaille in Berlin Mitte. Dem SPIEGEL war seine ruchlose Trommelei plötzlich peinlich und der Obertrommler stand nun auf der Abschussliste. Steingart wechselte das Fach und polterte fortan gegen China, das Deutschland “im Weltkrieg um den Wohlstand” bedrohe. Einmal mehr setzte Steingart eine haltlose These in den Raum und bog die Realität so lange zurecht, bis sie in seine These passte. Die Botschaft war indes die alte – nur wenn Deutschland spart und den Gürtel enger schnallt, kann es diesen Weltkrieg gewinnen. Starker Tobak ohne jeglichen Sachverstand, den Steingart auch noch in einem grauenhaften Buch zu vermarkten versuchte. Doch die Zeichen standen auf Sturm.
Als Steingart sich 2007 als Vertreter der Redaktion in die Geschäftsführung der Mitarbeiter KG, der über 50% des SPIEGEL-Verlags gehören, wählen lassen wollte, wurde er von seinen Kollegen abgestraft – mit 69 von 327 Stimmen erhielt er das zweitschlechteste Ergebnis. Steingart wurde daraufhin auf eine Drittelstelle im Washingtoner Außenbüro abgeschoben, wo er sich nebenberuflich vor allem seinen leidlich erfolgreichen Büchern widmete. Sein jüngstes Buch „Die Machtfrage“ ging als potentieller Bestseller an den Start. Doch das Buch floppte jäh. Auch journalistisch war Steingarts Zeit im Exil mehr als unglücklich. In seiner Wahlkampfkolumne für SPIEGEL-ONLINE erklärte Steingart seinen verwunderten Lesern bis zum Konvent der Demokraten in Dallas fortwährend, warum Obama nie und nimmer nicht Präsidentschaftskandidat werden könne. Als Obama sich gegen Steingarts Favoritin Hillary Clinton durchsetzte, wechselte er das Lager und erkärte seinen Lesern, warum der “Populist ohne Volk” gegen John McCain gar keine Chance hätte. Doch die Amerikaner lasen Sir Steingart nicht aufmerksam genug. Der Mann mit der Drittelstelle war auf allen Feldern gescheitert. Zuletzt hörte man, dass er sich auf die Stelle des Chefredakteurs bei der Beliebigkeitspostille Focus beworben hatte. Doch dort entschied man sich für Wolfram Weimer – einen konservativen Hardliner, der Steingart zwar in Sachen Schnöseligkeit in nichts nachsteht, dafür aber zumindest einen Hauch von Talent besitzt.
Der neoliberale Mediendinosaurier
Das Handelsblatt ist unter der Ägide des bekennenden Neoliberalen Bernd Ziesemer zur Leib-und-Magen-Postille der letzten Marktradikalen geworden. Während andere Zeitungen in diesem Segment die Finanz- und Wirtschaftskrise mit nachdenklichen Kommentaren begleitet haben, ging das Handelsblatt zum Frontalangriff auf den Staat über. Selbst auf dem Höhepunkt der Krise nutzte Ziesemer das Marktversagen publizistisch, um einen Abbau staatlicher Regulierungen zu fordern. Während der direkte Konkurrent Financial Times Deutschland bisweilen kluge, unkonventionelle und progressive Leitartikel und Kommentare veröffentlicht und selbst der ehemalige Chef des Manager Magazins sich in seinen Kommentaren kaum mehr von Oskar Lafontaine unterscheidet, ist das Handelsblatt zu einer Kampfschrift der Marktradikalen verkommen. Der Qualitätsunterschied zur FTD könnte kaum größer sein – hier der inspirationslose Mediendinosaurier, dort das kluge Leitmedium für finanzpolitische Berichterstattung.
Ziesemer, der für den desolaten Zustand seines Blatts die Verantwortung trägt, kehrt dem Handelsblatt allerdings nicht deshalb den Rücken. Brancheninsider vermuten eher die Unzufriedenheit Ziesemers mit den Sparplänen des Handelsblatt-Verlegers Holtzbrinck als eigentlichen Grund. Nun geht Ziesemer seinem eigentlichen Talent nach und leitet ab November den Bereich “Corporate Publishing” von Hoffmann und Campe. Jetzt darf er endlich ganz direkt im Auftrag der Großindustrie schreiben. Gabor Steingart wird nun die Aufgabe haben, dem Handelsblatt den Gürtel enger zu schnallen. Ein Kurswechsel ist unter dieser Personalie natürlich nicht zu erwarten.
Zum Thema Steingart: Arschlochalarm! von Tom Schimmeck – gnadenlos lustig, klug und wortgewaltig!
Jens Berger
| Tags: Deutschland Medien Neoliberalismus | |
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Kommentare
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Also wenn das Zitat von ihm ist, dann glaub ich alles was du geschrieben hast Jens. Verdiente Gnadenlosigkeit!
Der Artikel ist sehr treffend. Er hatte seine “Berufung” auf seiner website veröffentlicht, bevor diese seitens des Handelsblattes erfolgte. Leider wird durch sein Weggang der Spiegel nicht lesbarer.
Gabor Steingart lernte laufen als grüner Lokalpolitiker. Wie zahlreiche andere Grüne wechselte er mit der Zeit die Farbe, so wie es Marc-Uwe Kling besingt:
http://www.youtube.com/watch?v=5qaNJPeo9V8
@R_Winter
Klitzekleine Verbesserungen kann man schon ausmachen (allerdings sicher nicht wg. Steingarts Abgang). So ist die finanzpolitische Berichterstattung (hier v.a. Beat Balzli) im Print-SPIEGEL mittlerweile qualitativ hochwertig. Neoliberale Kampfpropagnada ist auch nur noch sehr selten zu vernehmen. Das ist natürlich nur eine Schwalbe, die noch keinen Sommer macht, aber immerhin ein Hoffnungsschimmer ;-)
Ausgeblendeter Kommentar (anzeigen)
Wie so oft in letzter Zeit wünscht man sich bei Deinen Artikeln, sie mögen niemals enden. Danke dafür. Wenn ich einen Wunsch frei hätte, wäre Dein nächstes Thema die Erörterung Deines Satzes: “Das Handelsblatt ist unter der Ägide des bekennenden Neoliberalen Bernd Ziesemer zur Leib- und Magen-Postille der letzten Marktradikalen geworden.” – insbesondere der Zustand der neoliberalen Ideologie ist meiner Meinung nach berichtenswert, habe ich doch den Eindruck dass diese in das Mediensystem strukturell eingewobene Ideologie enormem Realitätsdruck unterliegt. Dies einmal an Personen aus der Medienwelt und ihren Meinungen festzumachen wäre eine schöne Fleißarbeit. Beste Grüße!
allmählich muss man sich Sorgen um unsere Medienkasperln machen.
Den Krankheitsverlauf kann man ja in seinem mittlerweile fortgeschritteneren Stadium bei Schirrmacher rekonstruieren.
Anfangs Narzissmus mit einer Portion Verbohrtheit,
dann einsetzende Schizophrenie,
dann paranoide Schübe ,
dann werden sie komplett verrückt.
Steingart, Joffe und Weimer stehen da noch ziemlich am Anfang -die haben noch garnichts gemerkt-, Schirrmacher und Matussek ca in Phase 2-3.
Schirrmachers momentaner Geisteszustand:
“Schirrmacher & Kluge: “Algorithmen geben niemals auf” ”
(Aaach, der gutmütige Kluge)
http://carta.info/22535/schirrmacher-kluge-algorithmen-geben-niemals-auf/
Irgendwann muss man dann doch den Arzt rufen.
Achja,
noch’n Fortgeschrittener:
Norbert Bolz
‘Klimawandel as Religion’. (3sat Kulturzeit)
http://www.youtube.com/watch?v=tro3Z6svvnw
Ist wohl in paranoider Phase.
Und fühlt sich noch wohl dabei
Nun ein kleiner Blick zurück auf diesen Herrn Bernd Ziesemer sei auch hier noch gestattet.
Wo kam er her, wo wollte er hin!
Hier steht es: Ziesemer war in seiner Jugend in den siebziger Jahren Mitglied der maoistischen KPD. Gemeinsam mit Karl Schlögel und Willi Jasper schrieb er 1980 über diese Zeit eine grundsätzliche Abrechnung in dem Buch Partei kaputt – Das Scheitern der KPD und die Krise der Linken.
Damit auch jeder weiß, wo geistiger Mist seinen Ursprung hat. Wie wir wissen, sind die Konvertiten schon immer die SCHLIMMSTEN gewesen!
@H.H.Schmidt,
interessant.
Das ist ja ein typisches Neocon-Psychogramm.
Was ich mich frage: Gibt es auch Fälle, wo es umgekehrt verläuft?
Mir fällt momentan Niemand ein.
Und wenn es die nicht gibt, was bedeutet das?
Eigentlich nicht viel neues aber dass er sich beim Locus beworben hat wusste ich noch nicht, hehe.
Bitte mehr solcher Persodossiers. Das über den Mövenpickbaron war sehr gut, da mir die Person weitgehend unbekannt war.
@ Groo:
In die Nähe eines umgekehrten Falles kommt Heiner Geißler.
SF schrieb:
Ja, dass kann man auch beim Stern etc. beobachten…aber natürlich erst alles, nachdem das Scheitern der neol. Konzepte völlig offensichtlich geworden ist, nachdem die Zerstörungen alle angerichtet sind, nachdem Schwarz-Gelb an der Macht ist. Was für Versager, diese Eliten…
Wenn Spiegel der Meinung hier nach nicht mehr so pro-neoliberal “berichtet” und es dafür so lange gebraucht hat, wie viel Zeit muss vergehen, bis sie nicht mehr Linkenhetze betreiben? Bzw. welche Zeiten sollen da kommen… So zum Beispiel gestern: http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,675846,00.html
obwohl das wohl eher als frauenfeindlich einzustufen ist…
Nene, Spiegel trifft sich samt Diekmann, Springer und diversen Wirtschafts- und Finanzgrößen auf Ackermanns Geburtstagsfeier im Kanzleramt bei Frau Merkel. So siehts doch aus.
http://www.tagesschau.de/inland/ackermannkanzleramt104.html
Psychogrammatisches. Links-Rechts-Flippper
Bsp. Steingart und Bolz.
Steingart war auch mal ein Linker, aber man findet dazu recht wenig im Netz.
Als Gymnasiast hat er einen Aufsatz geschrieben, den er dann zu einem Buch ausgewalzt hat.
’sein erstes Buch 1984 ist in einem links-alternativen Regionalverlag erschienen.’
“Widerspruch unerwünscht. Beobachtungen aus 111 Jahren Fuldaer Zeitung”.
Vorwort von Robert Jungk!
Über den Inhalt ist nichts ausfindig zu machen. Ist wohl out of print.
Interessant ist http://www.fuldawiki.de/fd/index.php?title=Gabor_Steingart
zu “Kampf dem Raubkatzenkapitalismus”:
…
Trotz der Abgedroschenheit der Steingartschen Thesen drängt es mich, den Text zu kommentieren, da er m.E. für die Geisteshaltung unserer journalistischen Elite – und der Form halber muss man Gabor Steingart dazu zählen – symptomatisch ist.
Das Hauptmerkmal dieser Elite ist ihre OPPORTUNISTISCHE PARTEINAHME ZUGUNSTEN DES NEOLIBERALISMUS. Ein Paradebeispiel liefert Steingarts Essay, der in arrogantem Ton über die Ursache der Reformmüdigkeit aufklären will und dabei die wichtigsten Zusammenhänge verschweigt. Warum erwähnt Herr Steingart in seiner “Analyse” nicht die Steuermoral der in Deutschland angesiedelten Konzerne? Warum moniert er nicht das Steuervermeidungsverhalten der Reichen?
…
Ja, warum wohl?
Opportunismus: Das scheint mir eine Grundeigenschaft der Links-Rechts-Flippper zu sein.
Man biedert sich der ‘herrschenden’ Meinung an, und versucht, sie nach Fähigkeit und Möglichkeit zu gestalten
#########################
vgl Norbert Bolz, unser Hans-Dampf in allen Gassen:
Der Fall liegt da etwas komplizierter:
…
Bolz lehrt an der TU Berlin und hat in jüngeren Jahren viel darüber geschrieben, wie das Fernsehen Wirklichkeit suggeriert. “Ich komme aus dieser Adorno-Schule”, sagt Bolz, “immer wieder Neo-Marxismus, Neo-Marxismus, Neo-Marxismus.” Erst Anfang der neunziger Jahre habe er SEINE ANGST VOR DEN KONSERVATIVEN LANGSAM ÜBERWUNDEN, er habe etwa CARL SCHMITT gelesen und erst damals begonnen, wirklich zu lernen.
…
http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-50666676.html
Später fabriziert er sowas:
…
In seinem Buch ‘Das Wissen der Religion’ schreibt er, der Antichrist sei an seiner Rhetorik von Sicherheit und Friede erkennbar und werde den guten, politisch korrekten Menschen zum Vorbild erklären.[1] In seinem Buch erklärt er weitere drei Begriffe und ihre eigentliche Bedeutung:
* Soziale Gerechtigkeit: Maske des Neids
* Teamfähigkeit: Maske des Hasses auf die Erfolgreichen
* Dialog der Kulturen: Maske der geistigen Kapitulation vor fremden Kulturen
…
http://de.wikipedia.org/wiki/Norbert_Bolz
Während mir Steingart ein Feld-Wald-und-Wiesen-Narr zu sein scheint, ist Bolz durch seine Produktion von Memen und seine Multiplikatorfunktion als Professor für Medientheorie brandgefährlich.
Ein Kommentar bei weissgarnix:
——————
retep1 2. September 2009 um 14:13
Ich stelle mir gerade vor, ich müsste als Student bei Prof. Bolz eine akademische Prüfung ablegen und wäre nicht seiner Meinung.
Ich könnte nachts nicht mehr schlafen…
Jemand, der die oben zitierten Sätze sagt (“Soziale Gerechtigkeit ist die Maske des Neids, ….Überhaupt das was man Political Correctness nennt, ist die aktuelle Rhetorik des Antichristen.”), sollte m.E. keine Studenten ausbilden dürfen, da die Gefahr der geistigen Überwältigung der ihm anvertrauten Studenten unübersehbar ist.
——————
http://www.weissgarnix.de/2009/09/02/norbert-bolz-uber-die-medien/
Gut gesagt.
Das sage noch jemand, es gäbe keine Rechts-Intellektuellen.
Bolz ist ein zehnmal gefährlicherer Brunnenvergifter als ein Steingart,
und sollte dringend seziert werden.
@ Groo
verdammt “fiese”Frage. Sicherlich gibt es einige Renegaten – wie gerade angedeutet Heiner Geissler – aber Konvertiten, die mit dieser Rigorosität, fallen mit trotz Nachdenken momentan nicht ein.
Woran mag das liegen? Glaube, der Erfolg, die Aussicht darauf , wie auch immer – materiell oder immateriell – scheint mir die eigentliche Triebfeder zu sein. Überzeugungen zu vertreten, Idealismus zu leben, auch im politischen Bereich scheint mir heute weniger verlockend, als es früher vielleicht einmal war.
Kann so sein, aber eine überzeugende Erklärung, Antwort darauf fällt mir schwer, sehr schwer. Spiegelfechter übernehmen Sie! .-)
@H.H.Schmidt #15
Stimmt.
Geissler wäre so ein Kandidat.
Jesuitenschüler- Generalsekretär (ich habe ihn damals mal mit Goebbels verglichen-war wohl etwas übertrieben)-Attac-Mitglied.
Aber wie Du sagst, das ist nicht einfach.
Wir sehen ja immer nur die Oberflächen.
(Bolz ist ja so ein Oberflächentheoretiker, wie Luhmann.
Haben Menschen ‘Tiefe’ und ‘Substanz’? Bestimmte Denkrichtungen, die ich pauschal als ‘rechts’ einordnen würde, glauben nicht an ein substantielles Wesen des Menschen.
Luhmann’sche ‘Kommunikation’ ist so eine Oberflächentheorie,
ebenso wie die von Bolz. Beweise dafür, dass es anders ist, hat kaum einer. Das macht die Sache ja so schwierig –und spannend.)
Albrecht Müller hat Geissler ja mal unterstellt, er spiele eine taktische Rolle, um die linke Flanke der CDU abzudecken.
Was immer man von Einzelpersonen halten mag, die Krise ist gerade KEIN Marktversagen, sondern eine Krise der Ueberregulierung! Kein vernuenftiger Unternehmer haette variabel verzinste Hypotheken an Geringverdiener ausgegeben, wenn er nicht vom US-Kongress per “affirmative action” dazu gezwungen worden waere. Und keine Bilanz der letzten Jahre waere testiert worden, wenn die Staaten nicht die Bewertungsrichtlinien (kein mark-to-market) systematisch manipuliert haetten. Das tun sie, u.a. um ihre eigene hemmlungslose Kreditschoepfung zu kaschieren, was nun folgerichtig zum Staatsbankrott fuehrt. Dann kommen endlich wieder echte Maerkte zustande: die Schwarzmaerkte.
@ Groo 15
bist du unser seliger Willy? Ich erinnere mich noch genau, dass der den Geißler damals den schlimmsten Hetzter seit Goebbels genannt hat. Ich war noch recht jung (wann das war weiss nich nciht mehr) , hab diese TV Runde aber noch bildlich im Kopf.
Denoch, ich denke schon dass der G. sich gedreht hat, klar ist aber auch, dass er mit seinen heutigen Positionen in der CDU nichts verloren hat. Aber der sehr von mir geschätzte Albrecht Müller ist ja auch noch SPD Mitglied. Könnten doch auch allesamt zu den Linken wechseln, oder nicht? Geißler als Nachfolger von Lafo, Seite an Seite mit Sarah Wagenknecht und Müller macht den Wahlkampf, wäre doch mal was neues.
Geißlers Erweckungserlebnis, sofern es tatsächlich ein solches gab, hing glaube ich mit seinem Bergsteigerunfall zusammen. War das nicht ein Bergsteigerunfall? Also mir fiel jedenfalls auf, dass es da sowas wie einen radikalen Kurswechesl bei ihm gab. Kann mich aber auch täuschen…
Richtigstellung zu #16:
Es gibt ZWEI ‘rechte’ Theorien:
1) Der Mensch HAT eine Substanz, und die ist SCHLECHT (böse, Erbsünde etc)
2) Der Mensch hat KEINE Substanz, und ist ein Bündel von Hedonismen, die durch Kommunikation zusammengehalten werden (Bolz,Luhmann …)
@ Groo 15
bist du unser seliger Willy? Ich erinnere mich noch genau, dass der den Geißler damals den schlimmsten Hetzter seit Goebbels genannt hat. Ich war noch recht jung (wann das war weiss nich nciht mehr) , hab diese TV Runde aber noch bildlich im Kopf.
Denoch, ich denke schon dass der G. sich gedreht hat, klar ist aber auch, dass er mit seinen heutigen Positionen in der CDU nichts verloren hat. Aber der sehr von mir geschätzte Albrecht Müller ist ja auch noch SPD Mitglied. Könnten doch auch allesamt zu den Linken wechseln, oder nicht? Geißler als Nachfolger von Lafo, Seite an Seite mit Sarah Wagenknecht und Müller macht den Wahlkampf, wäre doch mal was neues.
Geißlers Erweckungserlebnis, sofern es tatsächlich ein solches gab, hing glaube ich mit seinem Bergsteigerunfall zusammen. War das nicht ein Bergsteigerunfall? Also mir fiel jedenfalls auf, dass es da sowas wie einen radikalen Kurswechesl bei ihm gab. Kann mich aber auch täuschen…
@ 15 Albrecht Müller hat Geissler ja mal unterstellt, er spiele eine taktische Rolle, um die linke Flanke der CDU abzudecken.
Er hat recht mit dieser Aussage.
Ich habe Geissler einmal erlebt. Auf Einladung der hiesiegen CDU-Kandidatin im Wahlkampf. Eine Frau, die anderen “Wasser” predigt, aber selber “Wein” trinkt.
Geissler hat mit seiner Hilfe eine Kandidatin unterstützt, die nie und nimmer seine öffentlichen Ansichten vertreten würde. (Hat sie dann von 1998 – 2008 im Landtag auch nicht)
@ unbequemer
dann hat also Geißler seinen Kurs niemals gewechselt, sondern lediglich seine Strategie verfeinert.Vom Hetzter zum Ketzer aber für ein und dieselbe Sache..
#20
liebe Geheimrätin,
(hoffe mich nicht wieder so unverständlich wie dunnemals bei feynsinn auszudrücken),
Ich hatte damals den unmittelbaren Eindruck, dass Geißler wie Goebbels polemisiert.
Mit den Jesuiten ist es ja so eine Sache: Paulus-Saulus-Paulus…
Ich möchte ihm schon glauben, aber da stellt sich die merkwürdige Frage nach der Oberfläche, wo die Umstehenden ja eigentlich nur die Möglichkeit haben, den ‘Anderen’ an seinen TATEN zu messen. Talk is cheap. Und auch eine Attac-Mitgliedschaft ist recht billig.
Das Frappierende ist ja, dass AUCH die TAT erstmal nur eine Oberfläche erzeugt.
Ich bin da mit mir nicht im Reinen, wo man da eine Grenze ziehen kann.
(War das auch wieder unverständlich? Sorry)
@ unbequemer,
ein alter SPD-Freund hat mal Schröder (ca 1996) auf einer Provinz-Parteiversammlung erlebt.
Wie er sich da verhalten hat, möchte ich garnicht auswalzen.
Das Narzissmus zu nennen, wäre untertrieben.
Besorgniserrregend.
Vgl Jutta Ditfurths Beobachtungen zu Joschka Fischer, die sie sich im einem 50-seitigen Pamphlet von der Seele geschrieben hat.
Wer sowas nicht aus verlässlicher Quelle bestätigt bekommt, kann das nicht glauben.
Ähnlich ist es mit unserer Leitjournaille, um die es hier ja geht.
Heribert Prantl als black swan.
@ Gro
have underständ u, sehe das auch so. Der Geißler schlägt sich sozusagen mit der eigenen Hand permanent in die eigene Fresse, muss ganz schön weh tun sowas.
Die Frage ist nur, tut er das aus Gewohnheit oder aus Überzeugung?
Stichwort: Geißler
Nun seid doch mal nicht so in Grabendenken verfangen. Der Mann hat sich im Alter an die christliche Sozialethik erinnert. Ihr vergesst da immer eins – auch im Konservatismus gibt es durchaus Feinde des neoliberalen Kurses, den nicht nur die C-Parteien eingeschlagen haben. Freut Euch doch, dass ein C-Politiker seiner Partei ein wenig die Leviten liest, das Geißler nun nicht zum Anarcho-Syndikalisten mutiert … geschenkt. Geschenkt auch, dass er einer Parteifreundin, die nicht so integer ist, beim Wahlkampf hilft. Ihr stellt ja moralische Ansprüche, dass man nur mit den Ohren wackeln kann ;-)
@Jens #25
man darf doch noch grübeln dürfen :)
Das Vertrackte an der Geißlerschen ‘Ethik’ ist doch, dass sie eine medial vermittelte Oberflächenethik ist,
so wie eigentlch Alles, was im Netz so fabriziert wird.
Ich möchte das nicht missen, und vielleicht ist das unser Schicksal.
Trotzdem fühle ich mich unwohl dabei.
Schröder habe ich einmal erlebt, 1989 war das, kurz nach dem Mauerfall. Er kam, laberte etwas rum und verschwand wieder.
Eines aber war mir sofort klar – das ist ein kleiner Kerl (174) – ich habe viele kleine Kerle kennengelernt, die haben meistens Probleme mit ihrer Größe und müssen das kompensieren.
„Lasst wohlbeleibte Männer um mich sein, mit glatten Köpfen und die nachts gut schlafen. Der Cassius dort hat einen hohlen Blick. Er denkt zu viel. Die Leute sind gefährlich!“ (Shakespeare)
Er hätte besser – wohlbeleibte große Männer …. – gesagt.
@CrisisMaven
Einen Schritt weiter gedacht als die meisten, aber immer noch viel zu kurz.
Bedenke – wie wäre denn die wirtschaftliche Lage vor der Krise gewesen, wenn keine exzessive Kreditvergabe an Konsumenten via Immobilien Bubble erfolgt wäre ?
Und bedenke weiterhin, dass nicht nur dort Kredit Müll entstanden ist, sondern auch andernsorts – Osteuropa nur als offensichtlichstes Beispiel.
Durch die Kredite wurde doch lediglich die zugrunde liegende Freihandelproblematik (Race to the bottom habe ich kürzlich mal dafür gehört, trifft es ganz gut) der sinkenden Löhne im unteren und mittleren Einkommensbereich (Einkommen=Konsum=Produktion) und der dafür stärker steigend hohen Einkommen (je höher, desto weniger Konsum) kaschiert. – Was da jetzt an Wirtschaft einbricht, wäre vorher nie entstanden bzw. schon vorher verschwunden.
Was die “Neoliberalen” Medien Heinis angeht, die warten auf das Ende der Krise, dann machen sie weiter wie zuvor – glücklicherweise können sie da lange warten, sie waren vorher einfach zu gründlich und haben das System über den Rand der Funktionsuntüchtigkeit “Reformiert”.
Lieber Jens
Ich könnte brüllen. Lange hab ich mich nicht mehr so gut amüsiert wie beim lesen Deines Artikels.
Willkommen zu Hause Gabor!
Schön auch noch mal den “Arschlochalarm” gelesen zu haben. Eine Zeitreise in einen Alptraum. Die Arschlochdichte war und ist ja gewaltig in Berlin.
Ab und zu kriecht jetzt wieder eins aus den Löchern in das es verschwunden war als die Show geplatzt war..
also es gibt noch viel zu tun
Kaiserbubu
Musik für arschlochfreie Zonen
http://www.myspace.com/kaiserbubu
Das geht an der Bedeutung des Handelsblattes total vorbei. Die liegt nicht in ihrem Politik-Buch, sondern bei den Themenbereichen Branchen und Unternehmen. Dabei kann ihr die FTD nicht das Wasser reichen. Gerade für diese Berichte wird das HB auch von Praktikern sehr geschätzt.
Hinwiederum ist beiden in der Finanzberichterstattung (im engeren Sinn) die FAZ turmhoch überlegen.
Ob Steingart eine gute Wahl zur Führung des Handelsblattes ist, würde ich auf den ersten Blick bezweifeln. In erster Linie ist dabei hinter-den-Kulissen-Geschick gefragt. Steingart ist bisher jedenfalls nicht als Mann mit guten Instinkten aufgefallen.
Lieber unbequemer
will dir ja nicht zu nahe treten, aber nach deiner Logik würdest du wohl Kohl wählen, anstelle von Lafo?
Was den kleinen Schröder betrifft, so hat mir meine eigene Mutter, die noch kleiner ist als der erzählt, dass er sie mal ordentlich geknudelt hätte, auf einer Veranstaltung. Sie fand ihn damals noch richtig doll, ich hab sie dann erstmal aufgeklärt und ordentlich gerügt, dass sie nicht die Gelegenheit dafür genutzt hat, ihre eigene Tochter zu rächen
@ 32
Nein, wenn ICH die Macht hätte, würde ich lieber einen dicken fetten Kohl zum Gegner haben wollen.
Oskar, den hab ich gewählt. Ich habe gesplittet. Die Erststimme dem “kleineren Übel”, Zweitstimme meiner Überzeugung nach.
Dumm nur, dass das “kleinere Übel” immer so groß ist, wie schon Pispers treffend sagte.
Aber das ist mir schon lange bewusst:
Die Globalisierung der Wirtschaft ist ein gut vorbereitetes und in Szene gesetztes Werk, vorbei an dem Willen der Mehrheit der Bürger.
http://feldpolitik.de/feldblog/item.php?i=199
Zum Thema Schröder:
Der war schon ein guter Politiker, weil, der hat gemacht, daß der Albrecht weg war, daß der dicke Kohl weg war.
Und er hat eine gute Show geliefert. Seine Auftritte waren meistens sehenswert und hatten einen hohen Unterhaltungswert..
Seine Politik:
Ok, anderes Thema.
Heiner Geißler: Der hatte nen schweren Unfall mit nem Gleitschirm, nicht beim Bergsteigen, wie einige Vorposter mutmaßten.
Politisch halte ich den eher für ein Irrlicht als für einen Wendehals, ich bin aus seinen Positionen nie schlau geworden, der hat die ja gewechselt, wie andere Leute ihre Socken.
Wobei wir wieder bei Schröder wären, der war wenigstens gradlinig und hat sein Ding durchgezogen, bis zum bitteren Ende. Basta halt. Politik der ruhigen Hand im Gegensatz zum CDU-Aussitzen/Abwarten.
Was hat unser schönes Niedersachsen nicht die Bundespolitik mit Koniferen bereichert: Gas-Gerd, Siggi Pop, Rösler, Jürgen Tritt ihn, das ist schon nicht schlecht.
Abschließend ein paar Worte on-topic:
Steingart zum Handelsblatt. Sehr gut, das lese ich nicht, aber das ist wirklich ein Heimchenfänger erster Kajüte. Möge er dort glücklich werden und in der Versenkung verschwinden :P
@ Karl Heinrich #31
“Steingart ist bisher jedenfalls nicht als Mann mit guten Instinkten aufgefallen.”
GaborS hat einen ausgeprägt guten Instinkt wie man häufiger in TV-Studios eingeladen wird, ähnlich übrigens wie Ex-Kollege Henryk M. Broder, um dann diverse Sauen durch das Dorf zu jagen.
Ob man Steingart mag oder nicht: Der schreibt eindeutig in der Bundesliga, was man vom Spiegelfechter beim besten Willen nicht behaupten kann. Dieser Schmähartikel hat allenfalls Wadenbeißer-Niveau. Schade eigentlich, denn manche seiner sonstigen Beiträge sind durchaus anregend und intelligent.
Kontosperre: Du meinst, Steingart versuche mittels literarischer Fusstritte Geld zu machen, oder spielst Du auf die Werbeeinnahmen an? Der Artikel muss Dir nicht gefallen. Ich fand ihn lustig. Bitte weiter schmähen.
a^2
@ Kontosperre #36
Mit seinen wirren Fantasien allenfalls in der 2. Bundesliga und dabei chronisch abstiegsbedroht.
Solange er für seine Phantasien gut bezahlt wrid und Phantasieabnehmer findet, ist das doch O.K.
Der Eimer ist voller Müll.
Ein geschlossener Kreislauf.
Bei den Linken ist dieser öfters unterbrochen.
Wegen Stau und Rhythmusstörungen.
Hm, nichtsdetotrotz hat man im Handelsblatt doch wenigstens ab und zu mal einen Artikel gefunden, der der herrschenden neoliberalen Meinung widersprach (wenn auch nicht die Leitartikel oder so). Auf jeden Fall wird es mit diesem Chefredakteur noch deutlich weiter sinken.
”Für einen eitlen Parvenü wie Steingart ist dies bereits Grund genug, …”
” Als Leiter des SPIEGEL-Hauptstadtbüros in Berlin hatte es der eitle Sohn eines ungarischen Arbeiters weit gebracht.”
herr steingart, dem ich im übrigen einen angenehmen autounfall wünsche, ist wohl kaum als parvenü im klassischen sinne zu bezeichen.
sein vater kam zwar aus ungarn war aber kein arbeiter, sondern chemiker und fabrikdirektor.
http://de.wikipedia.org/wiki/Gabor_Steingart:
Ach, der ist in Neuhof aufgewachsen? Das passt ja mal wieder wie die Faust aufs Auge. Der Ort, wo Martin Hohmann Bürgermeister war. Die Gegend, für die die Bezeichnung “erzkonservativ” ein Lob wäre. Wo so gut wie jeder sich bigott frömmelnd gibt, erzreaktionär und mindestens so wirtschaftsliberal wie Graf Lamsdorff ist.
Und dann war er auch noch im Bieberstein-Internat? Mein Gott. Das erklärt einiges.
P.S.: Ich komme selbst aus Fulda …
@ Outlook #39
Yep. Aber laut Amazon-Verkaufsrang gehen Steingarts Bücher nicht gerade weg wie warme Semmeln, außer vielleicht in der Region Fulda und ähnlichen Sprengeln.
@ Markus #42
Oje. Ein gewisser Oswald Metzger schreibt in letzter Zeit regelmäßig für die als Anhängerin der INSM bekannten Fuldaer Zeitung.
@Markus
Fulda? Ist das nicht die Stadt, bei der im ICE immer folgende Durchsage kommt: “Sehr geehrte Damen und Herren, in wenigen Minuten erreichen wir Fulda Hauptbahnhof, bitte stellen Sie ihre Uhren um 500 Jahre zurück, der Ausstieg ist rechts”? ;-)
@ 43 Retans:
Ja, dieses Blatt hat eine sogenannte “Medienpartnerschaft” mit der ISNM (und ich vermute auch mit der katholischen Kirche :-D). Sprich: verkündet deren Propagansa. Günter Ederer, ein “Journalist”, der sich Fernsehbeiträge von der INSM finanzieren lässt und in anderen Desinformationen der Klimawandelleugner verbreitet (ganz lustig: der Wikipedia-Artikel wurde in den letzten Monaten massiv geschönt, schaut euch mal die Versionsgeschichte an) kommt natürlich auch aus Fulda.
Aber ich sag mal so: Oswald Metzger würde man in Fulda noch eher zu den “linken Sozialromantikern” zählen…
@ 44 Spiegelfechter:
Ja, so ungefähr :-D
Ich sag nur ein paar Namen: Hohmann, Dregger, Dyba ….
Als Angehörige einer kleinen Minderheit bitte ich doch dringlich: schert nicht alle Fuldaer über einen Kamm! Obwohl, wenn ich es recht bedenke, die meisten Fortschrittlichen sind Zugereiste ….
Ich werde meine Zeit hier auch hoffentlich bald beenden können.
Was die Fuldaer Zeitung ,Steingart, Neuhof, Hohmann, und FD oberen Zehntausend betrifft : genau so isses. Leider :-( …
@Groo, #16,19
Würdest Du bitte so freundlich sein, dieses /gute/ “substantielles Wesen des Menschen”, an welches ‘linke’ Geister glauben(?) sollen(??), Begrifflich etwas näher zu umschreiben. Irgendwie kann ich mir dahinter nichts konkretes vorstellen.
Im Übrigen denke ich, dass Bolz mit seiner These über Ersatzreligion (3sat Kulturzeit) gar nicht so falsch liegt.
Bisschen harter Titel des Artikels.
Im Gespräch bezeichne ich zwar auch gern mal asoziale Sozialschmarotzer (die im eigentlichen Wortsinn) als Abfall, aber in Textform … sollte man nicht zu oft machen, auch wenn man eine besondere “Liebe” zu diesem Menschen empfindet.
Da hier Geißler/Goebbels vorkam: Kohl (und nicht wie gelegentlich behauptet Geißler) wars, der den Gorbatschow/Goebbels – Vergleich zog.
Brandt wars, der Geißler als schlimmsten Hetzer seit Goebbels bezeichnete, Hans-Joachim Kuhlenkampff legte Ende der 80er noch einen drauf und meinte schlimmer als Goebbels.
@Kaiserbubu: “Musik für arschlochfreie Zonen”?
Ist damit was Spezielles gemeint? Kenne den Begriff bislang nur von
http://www.afz-netz.de/ (Kommune um Dieter Moor – ttt-Moderator, früher auch Canale Grande auf VOX)
Mal wieder ein ganz hervorragender Artikel, der genau das Richtige zum Ausdruckt bringt, nämlich das, was ich mir schon dachte, aber nicht zu formulieren in der Lage war. Das ist übrigens wohl das Geheimnis des Erfolges dieser Seite.
Ich mag d(e)i(n)e Polemiken nicht, damit scheine ich wohl alleine zu sein, allerdings wollte ich es mal erwähnt haben.
Steingart, ist also der Müll Heini, der als Grünen Politiker dann den Spiegel in eine PR Maschine für den CIA umbaute, wo viele Jahre unter dem Kommando Aust, auch noch so absurde Storys für die USA verkauft wurden.
Eigentlich ist der Autor, als auch die “Community” immer bemüht höhere Standards durch Recherche und Qualität der Beiträge zu setzen. Ich finde es befremdlich und kontraproduktiv auf dem Niveau einer Spinger Presse oder einer “Raab Abdröhne” sich inhaltlich mit einem Menschen auseinander zu setzen. Das Absprechen von Würde und Respekt hat noch nie zu etwas Gutem geführt und ist meiner Meinung nach ein qualitativer Tiefpunkt. Was sagt der Autor über sich aus wenn er es für angemessen hält einen Menschen als Müll zu bezeichnen. Das war und ist tunmenschlich.
@stefan ingmann
und dann so etwas
.
Ich finde den Artikel sehr gut, denke die Überschrift ist mir zu Printlastig. Bitte denkt doch auch die Suchmaschinennutzer, so wird doch niemand diesen Beitrag finden.
Ich hätte bei dem Stichwort “Müll” oder “Recyclinghof” eher an so etwas Recyclinghof Berlin gedacht. Wobei mir hier noch der Bundestag in der Karte fehlt…
Bewirbt sich Steingart für die Planwirtschaft?
http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,676983,00.html
Nur, kann man noch Supermacht mit Superschulden sein?
Wohl kaum.
Hier widerlegt sich Steingart selbst mit seiner Oberflächlichkeit.
Ansonsten will wo Steingart Spiegelbüroleiter in Shanghai werden.
Wird die Wendung vorbereitet?
StefanP, Du hast Dich doch nicht vom Acker jagen lassen?