Stupid German Money
geschrieben am 02. August 2007 von Spiegelfechter
In einigen Büros der Wall-Street und einigen Penthouse-Wohnungen an der 5th Avenue dürften an diesem Wochenende die Champagnerkorken geknallt haben und die New Yorker Koks-Dealer mit gehobener Kundschaft mussten sicher Überstunden machen. Ein Konsortium aus deutschen Privatbanken, Spar- und Raiffeisenkassen und der staatseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) hat sich bereit erklärt, Risiken in Höhe von 3,5 Mrd. €, welche die Deutsche Industriebank AG (IKB) auf dem US-Immobilienmarkt verbrannt hat, zu übernehmen. Amerikanische Spekulanten mit guten Informationen über das deutsche Bankensystem hatten leichtes Spiel. Eine Privatbank, die eine mit AAA bewertete Staatsbank im Hintergrund hat, wird trotz Kreditlinien, die sie nie und nimmer einhalten kann, faule Papiere bedienen – Stupid German Money halt, der Michel wird’s schon richten.
Die Privatbanken und die Spar- und Raiffeisenkassen tragen jeweils 500 Mio. €, während die KfW 2,5 Mrd. € über Umwege an amerikanische Spekulanten überweist. Wie konnte es dazu kommen, dass eine deutsche Privatbank, die mit der staatlichen KfW ein breites Partnerschaftsabkommen hat und deren größter Aktionär die KfW (also der Staat) ist und in deren Aufsichtsrat neben den Vertretern der staatlichen KfW auch Vertreter des Bundesfinanzministeriums und des nordrhein-westfälischen Wirtschaftsministeriums sitzen, neben ihrem Kerngeschäft, der Vergabe langfristiger Investitionskredite an den deutschen Mittelstand, über die Zweckgesellschaft „Rhineland Funding“ mit 12,7 Mrd. € an hochspekulativen „Asset Backed Commercial Papers“ beteiligt ist?
Es ist seit langer Zeit bekannt, dass der amerikanische Hypothekenmarkt aufgrund von „faulen“ Krediten im Subprime-Sektor und spekulativ in die Höhe getriebene Immobilienpreise einer gigantischen Blase gleicht. Aufgrund niedriger FED-Leitzinsen können sich Finanzinstitute, die den schnellen Reibach machen wollen, kostengünstig mit großen Mengen an Geld eindecken. Einige dieser Institute sahen eine gute Geschäftsmöglichkeit im Verkauf von Risiken aus Forderungen an Hypothekennehmer, deren Kredite „dank“ mangelnder Rücklagen nur durch die Mondpreise auf dem Immobilienmarkt “gesichert” waren. Dies war – und ist – ein höchstriskantes Geschäft. Sobald die Immobilienpreise wieder auf ein normales Niveau fallen, sind die Sicherheiten für die aufgekauften Kredite passé und die Forderungen, mit denen gehandelt wird, nichts mehr wert.
Die IKB, eine Bank, die in der Branche laut Handelsblatt als „stockkonservativ“ und „halbe Behörde“ galt, hat vor wenigen Jahren den Entschluss gefasst, freie Aktiva dafür zu verwenden, um am Kapitalmarkt Gewinne zu erzielen, die das Eigenkapital des Bankhauses vermehren sollten, ohne dass eine Kapitalerhöhung nötig ist. Dem haben die Vertreter des Staates zugestimmt. In jüngster Vergangenheit hat sich diese Aktivität verselbstständigt, und – entgegen der Aussagen im Geschäftsbericht – wurde anscheinend nicht auf sichere Anlagen gesetzt, sondern über Zweckgesellschaften, wie den Rhineland Funds im hochspekulativen Subprime-Immobilienmarkt mitgespielt. Alleine Rhineland wurde von der IKB eine Kreditlinie von 8 Mrd. € eingeräumt. Wie viele Mittelständler hätten für eine solche Summe Investitionen tätigen können, die gesamtwirtschaftlich sinnvoll gewesen wären?
Ob die Aufsichtsratsmitglieder etwas von der Art des Investments wussten, ist nicht belegbar. Sie haben allerdings ihr Plazet zur Kreditlinie des Rhineland Funds gegeben, wussten somit wohl davon, dass die IKB ABCP-Geschäfte auf dem amerikanischen Markt unternimmt und dass diese zu Teilen aus Immobilienhypotheken bestehen. Jetzt beschwert sich die KfW, und deren Vertreter aus den Ministerien, lautstark über verschwiegene Risiken. Das ist natürlich richtig, vor 14 Tagen lobte der – mittlerweile entlassene – Vorstand der IKB die finanzielle Lage seines Instituts noch in höchsten Tönen. Dennoch müssen KfW und der Staat sich die Frage gefallen lassen, ob man nicht im gröbsten Maße fahrlässig gehandelt hat, mit seinem Geld über private Töchter auf hochspekulativen Märkten in den USA mitzuspielen. Dass selbst Brancheninsider die Risiken derartiger Geschäfte nicht richtig einschätzen können, ist kein Geheimnis: Entweder der ehemalige Vorstand der IKB Ortseifen war inkompetent und hat die Risiken seiner Geschäfte dilettantisch falsch eingeschätzt oder er hat die Vertreter der Kapitalseite (den Staat) kriminell hinters Licht geführt. Im ersten Fall muss der Staat erklären, wie es zu solchen systembedingten Fehlern kommen kann, im zweiten Fall muss Anklage gegen den Manager erhoben werden. Entweder wird der freigesetzte Vorstand also einen millionenschweren goldenen Fallschirm bekommen, oder aber er landet er vor Gericht: “Barfuß oder Lackschuh, alles oder nichts, leg´ich mir ´nen Frack zu, oder komm´ich vor Gericht. Nie die goldene Mitte, immer volles Risiko!”.
Der Leidtragende ist der Steuerzahler. Wenn ein Sprecher des Finanzministeriums sagt, der Steuerzahler sei nicht direkt von den Risikoübernahmen der KfW betroffen, da diese keine direkten Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte haben, so ist dies – streng genommen – zwar richtig, aber dennoch Augenwischerei. 2,5 Mrd. € der KfW wurden verbrannt – dies war Geld des Staates, also Geld seiner Bürger. Dieses Geld fehlt, wenn es darum geht Studentendarlehen auszuzahlen und Mittlelständlern Kredite zu geben. Die positive Wirkung dieser Kredite bleibt somit aus, – und das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die öffentlichen Haushalte. Grundsätzlich muss man sich die Frage stellen, ob der Staat mit seinem Geld private Spekulationen absichern darf, – diese Frage wird auch Brüssel in den nächsten Wochen noch beschäftigen. Wie lange erträgt es der deutsche Michel, dass Gewinne zwar privatisiert, Verluste aber „solidarisiert“ werden?
Die deutschen Medien haben unisono von einer abgewendeten Bankenkrise schwadroniert, wie es sie seit 1931 in Deutschland nicht mehr gegeben habe. Fragt man bei der Bafin nach, so erhält man eine Antwort, die der Interpretation bedarf: laut Bafin-Chef Sanio „bestand die Gefahr, dass der plötzliche Zusammenbruch einer, mit der guten Bonität AA bewerteten, Bank bei den Marktteilnehmern eine unerwünschte psychologische Verunsicherung ausgelöst hätte.“ Da die Fehlspekulationen und die systemimmanenten Fehler der IKB ja keinesfalls geheim geblieben sind, kann dies nur heißen, der Finanzmarkt braucht die Sicherheit, dass irgendwer für das Geld gerade steht, welches deutsche Banken verbrennen. Wären es Privatbanken, so wäre dies eine Sache der Alpha-Männchen in Schlips und Zweireiher; auch in diesem Falle würde der Michel im Endeffekt die Fehler der Alpha-Männchen ausbaden, aber daran haben wir uns ja in den letzten Jahren schon gewöhnt. Dass allerdings der Michel direkt für die Fehlkalkulationen seiner Angestellten (der Staatsvertreter) bezahlen soll, da andererseits das Vertrauen in das deutsche System erschüttert würde, ist eine dreiste Aussage des Bafin-Chefs.
Was wäre denn passiert, wenn die KfW nicht eingesprungen wäre? Die Spekulanten aus den USA hätten ca. 3,5 Mrd. € verbrannt und das wäre gut so! Der größte Fehler des vorherrschenden Finanzsystems ist aus ökonomischer Sicht die mangelnde Volatilität: ein solcher Crash würde Volatilität in die Märkte bringen, was genau die „bittere“ Medizin ist, die das kranke Finanzsystem kurieren könnte. Wenn das Vertrauen in einigen Banken dadurch sinken würde, so ist dies im höchsten Maße gerechtfertigt. Ein Freund, der sein gesamtes Geld ins Casino schleppt, genießt auch weniger Vertrauen, wenn er einen ‘anpumpt’, als ein Freund, der verantwortungsvoll mit seinem Geld umgeht. Wollen die Banken das nächste „nationale Desaster“ (WELT) vermeiden, so müssen sie ihre Anlagepraktiken überdenken – ansonsten kommt dieses „Desaster“ so sicher wie die nächste Nacht.
Jens Berger
Kategorien: Deutschland Wirtschaft
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Naja, verbrannt worden wäre das Geld ja nicht, wie hieß es 2000 immer so schön “Das Geld ist nicht wirklich weg, es gehört nur jemand anderem”
Grundsätzlich gebe ich Dir recht, hier hätte der Staat nicht einspringen dürfen. Das Problem ist überhaupt, dass so ein halbstaatliches Institut diese Geschäfte macht. Eine private Bank wäre damit auf die Nase gefallen und wenn es eine ähnlich kleine Bank gewesen wäre, hätte kaum ein Hahn danach gekräht.
Welche Auswirkungen die Pleite der IKB wirklich gehabt hätte, weiß man nicht. Vielleicht wäre der DAX um 1000 Punkte abgerutscht. Na und? Mancher hätte das als guten Grund zum Wiedereinstieg gesehen.
Die Auswirkungen eines quasi-staatlichen Eingriffs in das private Finanzgeschäft sind viel größer. Ganz davon abgesehen, hat die KfW wohl andere Aufgaben. Wiederaufbau im Namen heißt ja nicht, dass der amerikanische Immobilienmarkt wieder aufgebaut werden soll.
Das Risikokapital-Spekulanten sich darauf verlassen können, dass von ihnen ausgelöste Krisen von der öffentlichen Hand ausgeglichen werden, sie das imho in ihrer “Risikoabschätzung” gleich mit einberechnen (ich glaube, man nennt das “moral hazard”), ist spätestens seit der Asienkrise 1997 bekannt. Zumindest als Laie hat man den Eindruck, dass es sich insbesondere beim US$ selbst um eine gewaltige Spekulationsblase handelt, bei deren Platzen es nichts mehr gäbe, was dem Wert der weltweit im Umlauf befindlichen US$ auch nur annähernd entspräche. Um diese Katastrophe zu verhindern, springen staatliche Institutionen nur allzu bereitwillig als kurzfristige Risikoabsicherer ein.
Mit Kapitalismus als eigenverantwortlichem Unternehmertum hat das nichts mehr zu tun. “Eigenverantwortlichkeit” wird nur vom kleinen Arbeitnehmer, der seine Existenz absichern muss, gefordert, als Argument für den Abbau sozialstaatlicher Leistungen – die Steuergelder werden ja anderweitig (s.o.) gebraucht.
Jedenfalls danke für Ihren sehr sachkundigen und hintergründigen Artikel.
@Jörg Friedrich
Auch wenn ich in allen anderen Punkten mit Dir d´accord gehe, so möchte ich auf das “Verbrennen” des Geldes noch einmal eingehen. Wenn “Werte” keine reale Grundlage haben, so können Sie theoretisch verbrennen. Gewinne sind erst dann Gewinne, wenn sie auch realisiert wurden, die Bewertung des “Buchwertes” ist das Problem – und hier schliesst sich der Kreis zu den sog. Blasen, die u.a. am US-Immobilienmarkt vorherrschen.
Ein kleines Beispiel: Ich kaufe ein Gemälde eines jungen Künstlers für 10.000 Euro. Der Mann wird berühmt und einige Sammler bieten mir 100.000 Euro dafür an. Kurze Zeit später mag den Künstler keiner mehr und ich bekomme nur noch die 10.000 Euro für das Bild, die ich gezahlt habe. War der Wert von 100.000 Euro real? Problematisch wird es dann, wenn ich für einen Kredit den “Marktwert” von 100.000 Euro als Sicherheit angebe und die Bank da mitspielt. Wenn sie diese Summe als Sicherheit in ihre Bücher eintragen, ist die Differenz von 90.000 Euro (im Falle meiner Insolvenz) idT “verbrannt”.
@red.cloud
Der Dollar ist momentan nur durch das Vertrauen der internationalen Finanzwelt in den Finanzstandort USA gesichert. Auch die riesige Umlaufmenge ist momentan gesichert. Probleme gibt es erst, wenn der Finanzplatz USA schlagartig unattraktiv im Verhältnis zu anderen Finanzplätzen wird. Das ist momentan nicht abzusehen, aber keinesfalls auszuschliessen.
>>Mit Kapitalismus als eigenverantwortlichem Unternehmertum hat das nichts mehr zu tun. “Eigenverantwortlichkeit” wird nur vom kleinen Arbeitnehmer, der seine Existenz absichern muss, gefordert, als Argument für den Abbau sozialstaatlicher Leistungen – die Steuergelder werden ja anderweitig (s.o.) gebraucht.
Nein, das hat etwas mit dem berühmten ‘tendenziellen Fall der Profitrate’ zu tun, und die hat uns längst (wieder) in eine Situation gebracht, die tatsächlich unangenehme Erinnerungen an die 30er Jahre des letzten Jahrhunderts heraufbeschwört. Die ‘Global Player’ aller Nationen sind ziemlich verzweifelt auf der Suche nach Extraprofiten, die sie davor schützen sollen, übernommen zu werden und sie im Gegenteil möglichst in die Lage versetzen, andere zu übernehmen. Eine ‘natürliche’ Expansion ist, aus ähnlichen, aber nicht gleichen Gründen wie damals weitgehend unmöglich. Dabei wird von den jeweiligen Staaten im ‘nationalen Interesse’ nicht zuletzt gezielt Sozialabbau und Lohndumping betrieben, um ‘ihre’ Global Player zu erhalten und zu stärken, wobei in diesem ‘Wettbewerb’ (man kann es auch ‘race to the bottom’ nennen) sogar so etwas wie ‘Überakkumulation’ ensteht.
Man meint nun aber immerhin soviel gelernt zu haben, dass man es auf eine Krise des Finanz- und Bankensystems nicht ankommen lassen will. Sollte sich das als nicht durchführbar erweisen, wird uns aber wohl auch (wieder) eine nochmals ‘verstärkte Zusammenarbeit’ von Staat und Wirtschaft drohen… die ‘Instrumente’ jedenfalls werden schon mal vorsorglich in Stellung gebracht.
Ähhm halt moment, ich glaube hier habe ich etwas nicht richtig verstanden. Der Staat bzw. staatliche Bankeninstitute haben doch nur genehmigt den Betrag der aus den Spekulationen entstandenen Schulden “auszulegen”. Soll heißen das anstatt das die IKG immernoch Geld schuldet, jedoch diesmal halt eben dem Staat anstatt Geiern in den USA.
So zumindest meine ich es heute morgen in der Zeitung gelesen zu haben. Unser Finanzminister meinte ja auch das der Steuerzahler nicht belastet werde.
Das es trotzdem eine Schweinerei ist, ist klar jedoch möchte ich hier einfach mal ein Holzmann in die Runde werfen.
@Spiegelfechter “Ein kleines Beispiel: Ich kaufe ein Gemälde eines jungen Künstlers für 10.000 Euro. Der Mann wird berühmt und einige Sammler bieten mir 100.000 Euro dafür an. Kurze Zeit später mag den Künstler keiner mehr und ich bekomme nur noch die 10.000 Euro für das Bild, die ich gezahlt habe. War der Wert von 100.000 Euro real? Problematisch wird es dann, wenn ich für einen Kredit den “Marktwert” von 100.000 Euro als Sicherheit angebe und die Bank da mitspielt. Wenn sie diese Summe als Sicherheit in ihre Bücher eintragen, ist die Differenz von 90.000 Euro (im Falle meiner Insolvenz) idT “verbrannt”.”
Oder gerade nicht – da unsere Geldschöpfung über Kredite funktioniert, ist der nun uneinbringliche Kredit (der normalerweise mit seiner Rückzahlung das Geld wieder ‘verschwinden’ liesse), nun ein für alle Mal ‘in der Welt’. Kann nicht gerade auch auf diese Weise ‘Überliquidität’ entstehen?
@fabiank22
Ja sicher – das hast Du ganz richtig verstanden. Was meinst Du aber, wie lange eine Bank, deren “Rekordgewinn” mW rd. 200 Mio € betragen hat, braucht, um diese Summe zurückzuzahlen? Wenn die “Retter” marktübliche Zinsen verlangen sollten, wird dies gar ewig dauern.
Was die KfW angeht, so kann diese natürlich nur Kredite vergeben, die gegengedeckt sind. Jeder Euro, den sie der IKB leiht, fällt so als potentielle Kreditsumme für den Mittelstand aus.
@Peinhart
Ja sicher – nur für die Bank ist das Geld verbrannt, außer sie hat die Kreditausfallrisiken an eine andere Bank verkauft ;-)
Du hast recht, das war ein schlechtes Beispiel.
abgesehen davon, dass man, wenn alles gut geht, ne Menge
Geld damit machen kann, sehe ich die Ursache für das sorglose
Heruminvestieren in fragwürdige Fonds ganz einfach in der morbiden
Faszination, die dieses ganzen Risikokapitalgeschäft austrahlt….
mensch, einen Betrieb mit realer Wertschöpfung zu führen ist ja
ziemlich anstrengend –> da investiert man lieber mal schnell
in nen Milliarden Fond, trifft sich auf exquisiten Manangerpartys….
keine Hand mehr krumm machen, wie die langweilige Arbeiterschicht…
das ganze Umfeld in Medien, Politik, Wirtschaft sowieso ist völlig
eingenommen von dem Glauben an die wundersamen Kapitalmärkte,
das GANZ NEUE GROSSE! DER SPIRIT DES KAPITALISMUS!
da überrascht es nicht, wenn das mal daneben geht und niemand
was gesehen hat….
@ fabiank22
ja klar, die Privaten Banken und der Staat in Form der KfW werden
das Geld, dass sie jetzt als Notspritze geliehen haben, natürlich
auch wieder zurückbekommen wollen…..
das werden sie sich von den Angestellten und Kunden holen, bzw. die KfW dadurch, dass sie ihrer anderen Kredite, Projekte zurückschneidet….jedenfalls wirds an der realen Wirtschaft hängenbleiben
Interessant ist auch, wer alles im Aufsichtsrat der Bank sitzt. Siehe hier
Der Titel des Artikels ist jedoch irreführend. Mit Stupid German Money ist in der Regel etwas anderes gemeint. Der Begriff kam meines erachtens auf, als sinnlos deutsches Geld in den USA angelegt wurde um sog. Steuerschlupflöcher im deutschen Steuersystem auszunutzen.
@Schukert
Ganz richtig, darauf bezieht sich der Begriff. Da jetzt aber wieder Geld, das eigentlich dem Bürger aka Steuerzahler gehört, in die Taschen amerikanischer Spekulanten “umverteilt” wird, finde ich den Titel passend.
@Schukert:
Da ging es vor Allem darum, dass der deutsche Steuerzahler durch allerhand tolle Filmfonds ganze Hollywoodproduktionen finanziert hat. Also auch ein sozialisiertes Risiko, im Falle von Gewinneinnahmen bekamen die Fonds auf jeden Fall nicht einen gerechten Anteil zurück.
“About 20% of Hollywood’s entire production budget is financed through German media funds, experts estimate. But these cash payments, dubbed “stupid German money” in Hollywood, have long been a thorn in the side of the Berlin finance ministry.
At present, investors can write off 100% or more in initial losses against tax, making the media fund an attractive option for thousands of well-heeled private investors.
Germans invest about 2 billion euros in media funds per year, with about 70% of the money going to U.S. projects.”
http://www.usatoday.com/money/media/2003-08-11-hollywood-germany_x.htm
Hallo,
ein Skandal löst den anderen ab.
Berichtet wird in den Medien nur wenig – da ist es schon wichtig (und notwendig), “Spiegelfechter” zu lesen.
Fragen für mich: Sind denn nun wirklich die Chinesen an den gegenwärtigen Preissteigerungen im Einzelhandel schuldig?
Bewegen wir uns nicht auf eine Inflation zu?
Noch haben wir “Sommerpause” – steht uns ein heißer Herbst bevor?
Stark bleiben!
@D. Krüger
Ja und Nein – durch die erhöhte Nachfrage aus Fernost sind mW die Erzeugerpreise stark gestiegen. Für den Einzelhandel sind dies Einkaufspreise und die Preiserhöhungen prozentual 1 zu 1 auf den Endpreis zu schlagen ist natürlich Nepp. Hier verdient sich der Einzelhandel eine goldene Nase – mal schauen, ob es der Markt richtet. Sobald ein Discounter aus der “Mauer des Schweigens” ausbricht, werden andere nachziehen müssen.
Eher nein, so lange uns Fernost und Co mit billigen Waren überschwemmen, wird sich die allgemeine Preissteigerung im Rahmen halten. In den USA sieht das übrigens anders aus, aber dort gibt es auch andere strukturelle Probleme. Inwieweit diese auf Europa zurückschlagen und hier zu einer Inflation führen können, ist ein komplexes Thema.
@D.Krüger: “Berichtet wird in den Medien nur wenig – da ist es schon wichtig (und notwendig), “Spiegelfechter” zu lesen.
” Nichts gegen den Spiegelfechter aber in diesem Falle lohnt es sich, die heutige FAZ zu lesen, die die komplette Dokumentation des Falls mit allen Zusammenhängen auch online gestellt hat: http://www.faz.net/s/Rub5CAECB7768E046A3976500B4D416A560/Doc~E5FE5AB37CC1945A7B5596F1D1B42F41E~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
@Jörg Friedrich und D. Krüger
Sehr empfehlenswert sind auch die Hintergrundinfos der FTD.
Auch das Handelsblatt hat ein empfehlenswertes Special ins Netz gestellt.
Allgemein muss ich an dieser Stelle auch mal ein Lob für die beiden o.g. Blätter loswerden, da sie meist gänzlich unideologisch und unaufgeregt berichten und die “neoliberale/libertäre” Überzeugungsarbeit gerne SPIEGEL, Springer und den anderen “Publikumsblättern” überlassen.
Auch die SZ hat sich des Themas ausführlich angenommen, schwankt aber in der Qualität der Artikel stark. Teils werden Aussagen aus dem Aufsichtsrat oder des Bafin-Chefs als Tatsachen dargestellt, ohne die Informationen als Aussagen zu charakterisieren. Ansonsten blieb die SZ ganz gut am Ball, während SPIEGEL und WELT fast nur Agenturmeldungen wiedergekäut haben.
In der Tat, Handelsblatt und in Maßen auch die FTD sind lesenswert.
Das eine nüchterne Analyse selbst idelogisch verschwaschen ist, liest man spätetenstens, wenn man neben der deutschen Ausgabe der FTD gleich zum Original und zur Mutter der FT-Group aus der Pearson Verlagsgruppe greift. http://ftd.com/
Während die deutsche Ausgabe der FTD auf der einen Seite ganz ideologisch auf den Staat in Form der Kfw blasen lässt und ein Hochlied auf die Banken singt (in Form von Joesef Ackermann als nationaler Erretter) kritisiert sie völlig widersprüchlich, die deregulierte staatliche amerikanische Bankenaufsicht, die doch bitte diese Megawetten nicht hätte zulassen sollen dürfen. (Der “Ami” ist schuld)
So einfach kann Ideologie sein.
Das sich das Risiko nicht nur auf die besagte Mittelstandbank erstreckt, zeigen nicht nur die Artikel im Britischen Original der FTD: Fazit dort: niemand weiss wirklich, wie hoch die Risiken sind, welche Banken direkt und indirekt betroffen sind, welche Übernahmen diese Jahr noch platzen werden. Das die deutsche Bank direkt eingegriffen hat, und sich aktiv an der Stabilisierung der IKB beteiligt, zeigt nur, wie gefährlich selbst diese Kleinstwette war.
Das der Staat als ideeller Gesamtkapitalist bei einer größeren Finanzkrise massiv und direkt eingreifen wird, um die realen Folgen einer solchen Wirtschaftskrise zu kontrollieren, die Verluste zu sozialisieren und das System am Überleben zu erhalten, ist kein Geheimnis.
Richtiger Link ohne Blumen natürlich : http://www.ft.com/home/europe ;)
Die Alchemisten der Finanzwirtschaft machen aus Scheiße (drittklassigen Hypotheken) Gold (erstklassige Hypotheken, AAA).
Und das funktioniert halt nur auf dem Papier und eine gewisse Zeit in der Realität, bis es zum Stress-Test kommt, der selbstredend nicht bestanden werden konnte.
Da hilft auch kein Nobelpreisträger (s. LTCM).
Gier frisst gesunden (Menschen-)Verstand.
Sehr erkenntnisreich, dieser Beitrag. Es sieht wirklich nicht gut aus mit der Bankenkrise.
Ein Banker sagte mir gestern, es werde noch heftige Turbulenzen geben. Der obige Beitrag lässt einen dann nicht wohler schlafen…
Alles organisierte Kriminalität, das ganze “System” – durch und durch Kriminelle in Wirtschaft und Politik (gedeckt durch eine korrupte und kriminelle Justiz)
… obwohl ich in letzter Zeit die spürbar journalistisch ausgebildeten Moderatoren der “heute”-Sendung im ZDF bevorzuge, habe mir an diesem Tag ausnahmsweise auch mal wieder die “tagesschau” angesehen. Da saß wie üblich eine dieser Sprecherinnen, die den Beitrag in gefühlt 30 Sekunden vom Blatt ablas. Ich bin ganz sicher, daß über 90 Prozent der Zuschauer die Brisanz des Themas gar nicht mitbekommen hat. Um so wichtiger ist es, daß man sich hier im Internet über solche für uns alle wichtigen Themen informieren kann.
Allerdings befürchte ich, daß auch hier schon bald dasselbe wie beim TV-Publikum eintreten wird: Ein paar werden weiterhin gern Blogs wie “Spiegelfechter” lesen, während sich die Mehrheit lieber auf Zoff-Portalen tummelt, wo sich die Schreiber regelmäßig gegenseitig die Fresse polieren. Oder sagen wir mal so: Die nicht unbedingt denkbereite Masse an scheinbar trockene, für sie vermeintlich “unwichtige” wirtschaftspolitische Themen heranzuführen, sollte immer noch die größte Herausforderung für einen Blogger darstellen, der wirklich etwas bewegen und dadurch auch seinen Mitbürgern helfen will.
Ob das immer gelingen kann, bezweifele ich. Denn ein Volk, das offensichtlich noch immer nicht mal die direkte Auswirkung einer Mehrwertsteuer-Erhöhung aufs Portemonnaie der Durchschnittsbürger geschnallt hat, wird sich wohl kaum dafür interessieren, ob die Existenz irgendeiner Klein-Bank durch Milliarden-Zahlungen von Großbanken gerettet wird, nur weil mal wieder, vom Bund abgesegnet, wild mit der Kohle der Steuerzahler spekuliert wurde.
Man sollte auch als Blogger nur den Lesern liefern, was sie auch verstehen können. Denn in Wahrheit ist es doch so: Wer es als Politiker geschickt anstellt, kann dem in dieser Hinsicht tumben Volk auch weiterhin noch den letzten Cent aus der Schatulle ziehen, ohne daß gemault wird. Er muß nur dafür sorgen, daß die Leute nicht wirklich den Sinn dahinter verstehen, aber es trotzdem “irgendwie” für akzeptabel halten. Selbst dann, wenn eine durchschnittliche Familie dadurch in einem Jahr mehrere hundert Euro verliert. Dieselben Durchschnitts-Deutschen jaulen aber auf, wenn zum Beispiel der Bier-Preis auch nur um 10 Cent pro Glas erhöht werden würde. Logisch, denn bei diesem Thema kennt sich ausnahmsweise jeder von uns aus.
Also wüßte auch ich als Politiker ganz genau, über welche Themen ich zum Volk konkret und offen sprechen sollte, auch wenn es nur um “Peanuts” geht, während man die wirklich skandalösen Themen, bei denen es um Milliarden und somit auch um Existenzen geht, nach wie vor so gut es geht vertuscht und darauf hofft, daß sie für den immer leichtgläubigen Otto Normalverbraucher und seiner stets reizend naiven Gattin Lieschen Müller bis ans Ende der Tage ein Buch mit sieben Siegeln bleiben werden. Denn, so argumentieren wohl auch die Macher der “tagesschau”: Was der Bürger nicht weiß, macht das Volk auch nicht heiß.
Gruß Ben
Und wer ist am Ende der Dumme? Nein, nicht der deutsche Michel, auch wenn er davon nicht kanz ungeschoren wegkommt:
http://www.atimes.com/atimes/Global_Economy/IG14Dj01.html
MfG
COPOKA
Ich wollte hier noch auf ein lesenswertes Essay bei der Atimes hinweisen (dreiteilig, die ersten beiden Teile sind schon erschienen). Man muß nicht alle Einschätzungen teilen, dennoch werden etliche interessante Denkanstöße gegeben.
“GERMANY, THE RE-ENGINEERED ALLY
PART 1: Readiness for endless war
PART 2: Everything is broken”
Teil 3 erscheint morgen.
Gruß qwerty
ps: Wenn jemand eine Idee hat, wer sich hinter “Axel Brot” verbirgt wäre ich für einen Tip dankbar.
An #30:
Interessant. Ich mag es zwar nicht, wenn ein Artikel in einem Onlinemedium auf mehrere Seiten verteilt wird, aufgrund der Länge ist das hier jedoch zu verschmerzen ;-) . Nicht nur wer hinter “Axel Brot” steht wäre interessant zu erfahren, auch warum um alles in der Welt das ausgerechnet in der “Asia Times” steht. Diese “Zeitung” (?) ist mir bisher noch nicht aufgefallen.
Wikipedia sagt dazu folgendes: http://en.wikipedia.org/wiki/Asia_Times
Was anderes: Jemand in der Zeit heute schon Seite 7 gelesen?
@30
Sehr schöööner Text – bin erst jetzt wieder aus dem (Kurz)urlaub zurück und werde mich mit dem Text auch noch mal anderweitig auseinandersetzen.
@31
Das ist idT eine “Bildungslücke”. Die ATimes ist die Zeitung, wenn es um außenpolitische Themen mit dem Schwerpunkt Asien geht. Excellente Autoren und Gastautoren und sehr seriöse Berichte. Absolut empfehlenswert.
Seite 7 in der ZEIT. Ist das der “Linksruck”-Artikel?
Nein, noch nicht – klingt aber sehr interessant!
Hallo,
was steht den auf der ominösen Seite 7 der Zeit? Ist der Artikel auch online verfügbar? Ich habe schon vor einigen Jahren das Lesen der Zeit aufgegeben, Joffe, Bittner, von Randow und Konsorten haben mir die Lektüre verdorben.
Gruß
ps: Auch die Kommentare bei Atimes zu dem Artikel sind lustig zu lesen. Vom Lob bis zum typischen, gegen “left-winged”&”liberal” anschreibenden amerikanischen Konservativen alles dabei.
http://atimes.com/atimes/Letters.html
@31: Dort wird übrigens auch Abhilfe für die lästigen mehrseitigen Artikel versprochen.
@ #30:
Wieso? Steht doch dort: “Axel Brot is the pen name for a German defense analyst and former intelligence officer. ”
Zu deutsch: Der Mann ist ein Militärexperte und ehemaliger Mitarbeiter eines deutschen Dienstes…
Seinen Klarnamen wirst Du (und vermutlich auch ich) wohl nie erfahren.
Bei der “Asia Times” handelt es sich übrigens sehr wohl um eine “Zeitung”, auch wenn diese immer noch nur online erhältlich ist und eigentlich mehr die Charakteristiken eines [->] “Journals” aufweist. Auf ihren Seiten steht aber dazu auch etwas, und der hiesige Gastgeber (Jens) ist bestimmt ebenfalls gerne bereit, Dir Auskunft zu erteilen, da er mit mir das Interesse an der “ATimes” teilt ;-)
Gruß
Hannilein
@34:
Ich nehme mal an nur der erste Teil des Postings war für mich. Mir ist schon klar, daß “Axel Brot” ein Pseudonym ist. Von Zeit zu Zeit aber werden solche Pseudonyme durchaus mal “enttarnt”. Und die weiteren Ausführungen zu seiner Person habe ich durchaus auch verstanden.
I cannot write properly in German, but I can read it. Asia Times online (ATol) is one of the best sources of information and analyses that I know in the seven languages that I am able to read on the Internet. You’ll find lots of material you will never find in the “alternative” media in the West (and of course not in the mainstream – Atlanticist/Orientalist – media).
This article by “Axel Brot”, which I have just finished reading, is an excellent and most comprehensive summary of the world’s current geopolitical situation. Yes, Spengler has his “limitations”, but you still can learn lots from reading him too. I would also highly recommend reading articles by Pepe Escobar, Henry Liu, Chan Akya, Julian Delasantellis and M K Bhadrakumar.
Qûr Tharkasdóttir
P.S. It is unfortunate that this Speigelfechter site does not work in my Mozilla browser.
Huiuiui, anscheinend ganz schön in’s Fettnäpfchen getreten mit der Bemerkung über die Asian Times. Nach der Menge an Zuspruch hat die Seite jetzt erst mal ein Bookmark spendiert bekommen.
Der Artikel in der Zeit ist im endeffekt nur eine Buchkritik zu “Selbstbehauptung des Rechtsstaates” von Otto Depenheuer, gewürzt mit der Bemerkung, das unser aller lieblingsinnenminister das Buch kürzlich im Zeit Interview empfohlen hat. Fand ich selbst höchstinteressant, weil es seine Paranoia einigermaßen erklärt. Aber vermutlich hänge ich dem Trend mal wieder hinterher und der Inhalt des Buches wurde an anderer Stelle schon besprochen.
Panik an den Börsen und Zentralbanken, die bald nicht mehr wissen, wieviel Wasser sie noch in die Wüste schütten müssen.
Erinnert sich noch jemand an die winzige Meldung und Forderung von Josef Ackermann im Geheimgespräch mit Gerhard Schröder von 2003 nach einer Bad Bank als staatliche Notlösung in Höhe von 500 Mrd Euro ???
http://www.zeit.de/2003/10/01_leit_1
http://www.faz.net/s/Rub822C6F5CE40E4AC589F55AB974E92897/Doc~E64A6076877034DEE9D1238973C6B7BD4~ATpl~Ecommon~Scontent~Afor~Eprint.html
http://www.abendblatt.de/daten/2003/04/23/150663.html
Damals forderte man noch eine nationale Notlösung, heute buttert die Europäische Zentralbank innerhalb von zwei Tag knapp 140 Euro in die Wüste. Anscheinend verbleibt keine Zeit mehr für eine formelle Gründung…
@sirfa
Ich verstehe die momentane Lage auf den Märkten selbst nicht. Ich persönlich habe gestern und heute alles außer Bonds verkauft. Was mich wundert, ist, dass bei riesigen Umsätzen und “nervöser” Stimmung auf diesem hohen Niveau genug Käufer vorhanden sind. Egal ob an der RTS oder in Deutschland – auf hohem Nievau wandern Milliardenbeträge von einer Tasche in die andere. Das mag im Zusammenhang mit dem Tender der EZB stehen. ABER, warum kaufen institutionelle Anleger momentan auf Pump Papiere, die zum Großteil von Privatanlegern kommen?
Entweder es wird von den Institutionellen Panik geschürt, um bei diesem Niveau an Papiere der Privatanleger zu kommen oder die Lage ist so brenzlig, dass die Banken stützend eingreifen um eine echte Krise zu verhindern.
In beiden Fällen denke ich, dass es Zeit ist, sich als kleiner Fisch aus dem Teich voller Haie zu verabschieden.
p.s.: Der Tender ist kein verschenktes Geld der EZB und keine Geldmenge, die wirklich in den Markt geblasen wird. Er muss nach 4 Tagen zurückgezahlt werden und verschwindet somit wieder aus der M3. “Leidtragender” (wenn man bei 4% Jahreszins davon sprechen kann) sind die Banken. Ich werte den Tender als echte Hilfe der EZB um Liquidität in die Märkte zu pumpen um einen “schwarzen Freitag” zu verhindern.
sirfa, du meinst 140 mrd. und dann nochmal 61 mrd. hinterher. wie auch immer, real bedeuten diese finanzspritzen eine inflation von etwa 10% und immer mehr leute begreiffen, dass sie für die scheinwerte an der börse nichts reelles bekommen werden. die banken haben sich verkalkuliert und können den forderungen ihrer kunden durch “geldschöpfung” (aus 10 euro guthaben mach 100 euro verteilte kredite, natürlich alles elektronisch) einfach nicht nachkommen. M3 wird in den USA eh nicht mehr dokumentiert, es sind ja auch nur forderungen und kein reales geld. es scheint, als ob das langsam auch den verbohrtesten “wirtschaftsweisen” klar wird. das system besitzt eben keine negative rückkopplung, nur eine positive – und das kann nie gut gehen.
- Ludwig von Mises.
und noch zur leichteren orientierung:
-> http://www.hartgeld.com/collapse-o-meter.htm
-> http://www.hartgeld.com/systemkrise.htm
bereitet euch vor! wenn nicht jetzt – wann dann?
@spiegelfechter
Genauso diese beiden Varianten bestehen: entweder schüren die Haie wirklich Panik und kaufen nebenbei alles leer oder ist es wirklich ernst.
Schaut man sich die konzentrierte Aktion der Zentralbanken weltweit an, so erstaunt mich zumindest, dass die Zentralbanken aus dem europäischen Raum die “Hauptlast” tragen, neben der EZB, auch Norwegen und die Schweiz. Warum diese quatitative Verhältnis genau so ausfällt, ist mir auch nicht klar.
Eines aber schon: diese Tenderkredite sollen nur schnellstmöglich Zeit erkaufen, und es scheint, dass dieser Faktor fehlt. Dazu kommt der Umstand einer direkten massiven Intervention in direkter Absprache mit den privaten Großbanken und warum die deutsche Bank, für mich eigentlich immer so ein Idikator für aufziehende Winde, so behaarlich schweigt, besagt auch vieles. Schliesslich war sie es, die schon genau wusste, wie es um die IKB steht.
Josef Ackermann war sicher die Retterpose in der FTD schon zuviel ;)