Hartz IV und der hausgemachte Niedriglohnsektor
geschrieben am 11. Februar 2010 von Spiegelfechter
Die Diskussion rund um das Lohnabstandsgebot wird unredlich geführt ? um die Einkommensschere zwischen Hartz IV und Arbeit zu vergrößern, müssen nicht Transferleistungen gesenkt, sondern die Löhne erhöht werden
Ein Wort ist seit dem Hartz-IV-Urteil des Bundesverfassungsgerichts in aller Munde, obwohl es in der Urteilsverkündung überhaupt nicht vorkommt ? das Lohnabstandsgebot. Wer arbeitet, muss mehr haben als der, der nicht arbeitet. So weit, so gut ? nur wie kann man die Schere zwischen den Regelleistungen und dem unteren Lohnniveau im Arbeitsmarkt vergrößern?
Sicher, man könnte die Hartz-IV-Leistungen nach dem Gießkannenprinzip um einen bestimmten Satz kürzen, wie es unlängst der Wirtschaftsweise Wolfgang Franz vorgeschlagen hat. Nur würde dies zu einem zu einem Konflikt mit dem soziokulturellen Minimum führen, das bei der Bemessung der Regelleistungssätze nicht unterschritten werden darf. Außerdem würde dies lediglich eine weitere Absenkung des Lohnniveaus im Niedriglohnsektor auslösen. Aber vielleicht ist es genau das, was Franz und Teile der Politik eigentlich wollen.
Das Lohnabstandsgebot im Fokus
Das Lohnabstandsgebot ist ein zentrales Argument in der Diskussion über die Bestimmung der Regelsätze für Hartz-IV-Empfänger. Aus volkswirtschaftlicher Sicht wird diese Diskussion jedoch höchst unsauber geführt. Es ist richtig, dass nach klassischer Lehre ein Abstand zwischen Transferleistungen und dem Einkommensniveau im Niedriglohnsektor bestehen sollte. Für einen Aufschlag auf die Transferleistungen in Höhe von 50 Euro pro Monat wird sich nun einmal kein Arbeitsloser jeden Morgen aus dem Bett quälen, um einem unattraktiven 8-Stunden-Job nachzugehen. Doch bereits hier steckt die “reine Lehre” in einer empirischen Sackgasse ? wenn die klassischen Modelle evident wären, gäbe es nämlich gar keinen Niedriglohnsektor, in dem Löhne gezahlt werden, die nur marginal über den Transferleistungen des Sozialsystems liegen.
Bei einem funktionierenden Arbeitsmarkt würde ein Arbeitsloser solche Angebote schlichtweg ablehnen und ein Beschäftigter im Niedriglohnsektor seinen Job kündigen. Das Angebot an Arbeitsplätzen in diesem Lohnbereich würde die Nachfrage weit übersteigen und es gäbe eine hohe Zahl von offenen Stellen. Angebot und Nachfrage müssten sich ? der klassischen Lehre folgend ? dann auf ein Gleichgewicht einpendeln, bei dem der Lohn signifikant über dem Niveau der Hartz-IV-Bezüge liegt. Das vielzitierte Lohnabstandsgebot wäre demzufolge ein Automatismus, bei dem sich die Löhne im Niedriglohnsektor automatisch an die Höhe der Transferleistungen anpassen. In der realen Welt ist all dies allerdings nicht der Fall.
Theorie und Praxis
Im Gegenteil: Die Löhne im Niedriglohnsektor sinken genauso stetig wie der Lohnabstand, während die Anzahl der Geringqualifizierten, die im Niedriglohnsektor tätig sind, stetig steigt. Versagt hier die klassische Lehre oder haben wir es mit einem Sonderfall zu tun, auf den die klassische Lehre gar nicht anwendbar ist? Letzteres ist der Fall, da die Sanktionierungspraxis der Hartz-IV-Gesetzgebung dafür sorgt, dass der Leistungsempfänger weder rational agieren kann noch ein freier Marktteilnehmer ist.
Wer ein Arbeitsangebot aufgrund der zu niedrigen Bezahlung ablehnt, muss mit einer Streichung seiner Transferbezüge rechnen. Er wird also ökonomisch gezwungen, ein Angebot anzunehmen, das er bei einer rationalen Abwägung vielleicht nie annehmen würde. Durch diesen Zwang wird die Marktlogik jedoch auf den Kopf gestellt. Die Hartz-IV-Bezieher haben als Anbieter von Arbeitskraft offensichtlich gar nicht die Marktmacht, zu niedrige Löhne abzulehnen und damit zu einer Steigerung des Lohnniveaus im Niedriglohnsektor beizutragen. Auf der anderen Seite hat die Nachfrageseite die Marktmacht, Löhne zu realisieren, die weit unterhalb des rational zu verwirklichenden Niveaus liegen. Warum sollte ein Dienstleistungsunternehmen beispielsweise Putzfrauen oder Fensterreinigern mehr Geld bezahlen, als der Arbeitsmarkt hergibt? Wer solche Angebote ablehnt, wird schließlich sanktioniert und die Ämter sorgen schon für willfährigen Nachschub aus dem großen Heer der Arbeitslosen.
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Sehr gut alles beschrieben. Das entspricht genau meiner Meinung. Doch auch nach dem BVerfG Urteil gelangt diese Sichtweise kaum in den Fokus der Öffentlichkeit.
Gestern bei meinem lieblings Polit-Magazin “Stern TeeFauu” saßen zwei Familien bei Jünther auf der Couch:
Die eine Familie bezog Hartz-IV und kommt damit kaum über die Runden. Sie könnten aber nachvollziehen, dass sich Leute, die Arbeiten gehen über die rumsitzenden Hartz-IV-Empfänger ärgern. Gutscheine oder kostenlose Schulspeisungen für die Kinder, fänden sie eine gute Alternative zu Geldbezügen, damit man gegen die HIV-Betrüger angehen könnte.
In der anderen Familie ist nur der Mann berufstätig und kommt Netto auf 200? mehr als HIV. Diese Familie vertrat den Standpunkt, dass sie gut leben, wie jede andere Familie frisches Obst zuhause haben und “vorgestern gab es auch Schweinelenden zu essen!”
Ihrer Ansicht nach sei HIV völlig ausreichend, wenn man mit Geld umgehen kann. Ausserdem brauche man auch weniger Nahrung, wenn man, wie der gemeine HIV-Empfänger, körperlich untätig ist.
Gegen Ende der Sendung sollte man Vorschläge einschicken, wie HIV denn zukünftig genannt werden könnte. Wird der Vorschlag tatsächlich als Name für Hartz-V genommen, winken sage und schreibe 1000?!!
Das ist wirklich interessant. Aber wenn man weiter mit Wachsturmsbeschleunigung alle Ressourcen auf einen starken Export konzentrieren will, kann die Schwächung der Binnenwirtschaft schon Unsinn machen, oder liege ich falsch? Weiterhin kann ich mir auch die psychologische Wirkung bei der Sache als Teilaspekt vorstellen. Motivation durch Abschreckung gegenüber den Niedriglöhnern und Abneigung gegenüber den Sozialschmarotzern.
Deine inhaltlich korrekte Kritik am ganzen h4-Geschwurbel ist fast gleichlautend mit in Vorhartz4zeiten vorgebrachten Warnungen. Du kannst dich jetzt auf die Erfahrungswerte stützen, was den damaligen Kritikern natürlich nicht zur Verfügung stand.
Als Königsweg bietest du den Mindestlohn an. In anderen Volkswirtschaften gibt es den bereits, sodaß man dort ablesen kann, daß er weder der totale Bringer noch ein fulminanter Irrtum darstellt. Als Interimslösung könnte man also realistischerweise eine Entschärfung der aktuellen Abwärtsspirale erwarten. On the long run hingegen müssen andere Hebel an anderen Stellen angesetzt werden.
Dieses ominöse Lohnabstandsgebot ist sicherlich eine Kopfgeburt aus der Hasspredigergilde, vermute ich mal ins Blaue hinein. Es ist weder ein Bestandteil des GG noch, wüßte ich ein anderes Gesetz zu nennen, indem diese ‘Regel’ festgeschrieben stünde. Wozu wird diese nutzlose Sau durchs mediale Dorf gejagt? Die Neusprech&Doppeldenk-Version von Neiddebatte? und der deutsche Dumpfmichel läßt sich in seiner unendlichen Begeisterungsfähigkeit auch wieder vor diesen häßlichen Karren spannen?
Wären wir unseren grundwerten tatsächlich treu verpflichtet, würde man doch eher wege beschreiten, die Freiheitlichkeit und Humanismus fördern, anstatt Gulags im nicht-euklidischen Raum zu installieren, um Druck gegen Wehrlose zu staatsterroristischer Blüte gedeihen zu lassen.
Familienschutz ist hingegen ein Verfassungsnhalt. So wie Freiheit und Würde eben auch. Wollte man diesen Werten auf die Beine helfen, müßte beispielsweise das Kindergeld erhöht werden … und selbstverständlich bei den Verlierern auf dem Arbeitsmarkt ncht zur Anrechnung gebracht werden. Ebenso müßte der Arbeitszwang in der jetzigen Form abgeschafft werden. Wer die Wahl trifft, auf dem materiellen und soziokulturellen Minimum zu dümpeln, dem müßte das erlaubt sein … ohne daß man ihn dafür öffentlich mit Dreck bewirft.
Die Zuverdienstmöglichkeiten müßten radikal verändert werden, sodaß jedwede Form von Nebentätigkeit, Kleinstjob oder Einmalereignis fließend in den konsum übergehen kann, wo er dann auch den Binnenmarkt befruchtet.
Damit Arbeit sich wieder lohnt, könnte man die Körperschftssteuer und die Ertragssteuern für lebende Menschen mal tauschen. Das würde den tatsächlichen Leistungsträgern unserer Volkswirtschaft einen Vorteil gegenüber den ‘Künstlichen Lebewesen’ verschaffen. Ich halte echte Menschen für wichtiger als irgendwelche Konstrukte, zumal wenn diesen erlaubt ist, in Konkurrenz zu echten Menschen zu treten.
Doch leider wird an all diesen Möglichkeiten vorbeidiskutiert. Die Qualitätsmedien schaffen es scheinbar immer wieder, den Blick mit nutzlosem Gebrabbel zu verschleiern respektive auf nachrangige Belange zu lenken.
Wenn tatsächlich so etwas Simples und noch nicht einmal wirklich Umwälzendes wie der Mindestlohn als ‘Sozialromantik’ gebrandmarkt werden kann, wie soll es da nur zu relevantem Umdenken kommen?
@ Herrn Knecht
moin auch,
Jauch zählt für mich zu den Hasspredigern … nur so nebenbei :-)
Was diese Familien nicht alles so erzhlen, wenn es etwas Knete und Fernsehminuten gibt, geht manchmal auf keine Kuhhaut. Da finden sich auch h4er, die stolz ihre Tüte von der Tafel vorzeigen und “ich bin doch nicht blöd.”-Sprüche klopfen.
Daß beim schlangenzüngigen Jauch (“Ich bin dagegen, daß ‘diese Leute’ mehr Geld bekommen!” Bei Anne Will als Gast) nur handverlesene Worthülsenschwinger auftauchen, sollte jedem mit etwas Medienkompetenz klar sein.
Im Grunde hat das Bundesverfassungsgericht hier schon eine Entscheidung gefällt, deren Konsequenz möglicherweise noch nicht durchgedrungen ist. Es sagt eindeutig:
: ?Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit dem Sozialstaatsprinzip des Art. 20 Abs. 1 GG sichert jedem Hilfebedürftigen diejenigen materiellen Voraussetzungen zu, die für seine physische Existenz und für ein Mindestmaß an Teilhabe am gesellschaftlichen, kulturellen und politischen Leben unerlässlich sind? Dieses Grundrecht aus Art. 1 Abs. 1 GG hat als Gewährleistungsrecht in seiner Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG neben dem absolut wirkenden Anspruch aus Art. 1 Abs. 1 GG auf Achtung der Würde jedes Einzelnen eigenständige Bedeutung. Es ist dem Grunde nach unverfügbar und muss eingelöst werden, bedarf aber der Konkretisierung und stetigen Aktualisierung durch den Gesetzgeber, der die zu erbringenden Leistungen an dem jeweiligen Entwicklungsstand des Gemeinwesens und den bestehenden Lebensbedingungen auszurichten hat. Dabei steht ihm ein Gestaltungsspielraum zu.?
Diese Aussage schränkt die Willkür durch Zwangsmaßnahmen gegen HARTZ-IV-Empfänger deutlich ein, denn es definiert ein unverrückbares Grundrecht auf minimale materielle Voraussetzungen zu. Dieses ist im Grunde eine Form des bedingungslosen Grundeinkommens!
Das Lohnabstandsgebot ist eine Krücke, die benutzt wird, um die Transferleistungen immer weiter zu senken. Aus diesem Grunde findet man auch nichts dazu im Urteil! Wir können nur dann von einem Lohnabstandsgebot ausgehen, wenn wir vergleichbare Situationen haben. Das ist allerdings nie der Fall, denn derjenige der Arbeit hat ist in einer anderen Situation als der, der Arbeit sucht und nicht findet!
Ich bin nach wie vor der festen Überzeugung, daß wir in den westlichen Industriestaaten an einem bedingungslosen Grundeinkommen nicht vorbeikommen. Der technische Fortschritt wird sich immer weiter bewegen und es werden immer mehr Menschen ersetzt. Wenn wir das bGe nicht wollen, dann müssen wir den technischen Fortschritt aufhalten oder sogar zurückschrauben. Und das können und wollen wir alle nicht. Also müssen wir uns eine Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens überlegen, die allen Menschen eine soziokulturelle und ökonomische Mindestteilhabe am gesellschaftlichen Leben erlaubt. Dazu brauchen wir aber keinen bürokratisch aufgeblähten Verteilungsapparat. Wer gegen das bGe wettert, der sollte einmal überlegen, wie viele Menschen von den Verteilungsapparaten direkt und indirekt profitieren. All das sind Menschen, die keinen wirklichen Anteil an der Produktivität leisten, sie sind Verteilungsapparatschiks. Und eines dürfen wir auch nicht vergessen, Bürokratien sorgen immer zuerst für ihren eigenen Erhalt und ihr Wachstum. Wir können also nicht erwarten, daß sie sich selbst abschaffen!
[gelöscht - der Kommentator ist nicht "der" StefanP/SF]
Eigentlich können “Neoliberale” auf diesen Artikel nicht reagieren, da er deren unsinnige Politik mit beschreibt und ihre Reaktion auch bereits mit einschließt.
Trotzdem es wird sicher wieder das Argument kommen, das der Mindestlohn Arbeitsplätze vernichtet und das halt die Transferleistung zu hoch ist.
Aber sehen wir mal was passiert, leider ist ja StefanP der einzige harte Vertreter dieser “Richtung” in diesem Blog, was ich persönlich im Gegensatz zu vielen Anderen Blog-Teilnehmern eher bedaure, denn nur in der konkreten Auseinandersetzung kann man die Argumente besser kennenlernen. Vielleicht kommen ja interessante Argumente? Ich persönlich freue mich daher bereits auf die Auseinandersetzung .
Eins will ich aber vorab noch feststellen: Der “Neoliberalismus” darf ja als Alternative grundsätzlich existieren. Man kann die Gesellschaft so gestalten. Ich kann auch immer noch nicht beurteilen ob ein Mindestlohn das Problem ökonomisch wirklich lösen kann.
Aber, und diese Frage geht bereits vorab an StefanP. Wie wollen Sie das fürchterliche Armutsproblem lösen, das sich immer weiter verschärfen wird.
Mir der Entlastung der Leistungsträger und dem sich daran anschließenden selbsttragenden Aufschwung? Oder wollen Sie das einfach so hinnehmen. Ich kann das nicht!
Wenn #4 tatsächlich von StefanP ist, dann hat sich mein Kommentar wohl erledigt.
Aber ich vermutete ja, die Vorlage ist so wasserdicht geschrieben, das der Neoliberalismus keine sachlich sinnvolle Reaktion zeigen kann.
Mich interessiert jetzt zunächst einzig und allein noch, ob es politisch außer Transfer eine Lösung gegen die Armut gibt.
Einer meiner greisen Onkels (>85) erzählte vom Berufseinstieg seines Enkels, der als Einzelhandelskaufmann eine Lehre begann. Dabei stellte er sich als Naturtalent heraus, was die Qualität ‘Verkäufer’ betrifft. Er galt als so talentiert, daß ihm nahegelegt wurde, die Lehre abzubrechen, um als Versicherungskaufmann neu einzusteigen.
Doch was da von ihm verlangt wurde, schlug dem armen Jungen auf’s Gemüt. Er sollte Leute vorsätzlich und arglistig täuschend über den Tisch ziehen. Ich zitiere meinen Onkel:”Die machen da böse Menschen aus Einem.”
Tja, was wären wir nur ohne Versicherungswirtschaft?
Was wären wir, wenn in jeder Branche ‘ehrbare Kaufleute’ die Mehrheit bildeten?
….alles nach dem Motto
- Hauptsache, ich habe gut bezahlte Arbeit
- die Welt ist gerecht
- jeder bekommt, was er verdient
- ich fahre ja noch meinen BMW
- der Tellerrand um mich herum ist hoch genug
- was scheren mich die anderen – Anpassung ist mein Vorname
- nach mir die Sintflut
- Augen zu und durch – Kopf in den Sand
- solange die Sonne noch um mich kreist, ist alles in Butter
Prost Mahlzeit, na denn weiter so …..
@ Axel #6
Lass dich doch nicht verarschen, weder von #4, noch, und vor allem, nicht von StefanP. Dass StefanP keine konstruktive Diskussion verfolgt, wurde hier nun schon mehrfach bewiesen, obwohl das kein Grund ist – ihn zu faken. Das Niveau hier sinkt schnell… das ist echt zu bedauern.
@axel
Das finde ich so spannend an der Debatte jetzt. Durch das BVerfG wird da wohl kaum Spielraum nach unten sein, wenn man die Berechnungen transparenter gestalten muss. Das ändert natürlich nichts an der Einstellung gegenüber den “Sozialschmarotzern”. Sie muss jetzt aber anders verpackt werden. Da ist Kreativität gefragt.
I wo! Es gäbe einen massiven Angebotsüberhang. Für lecker Lohn würden alle Arbeit anbieten, aber zu wenige nachfragen. Das geben auch viele Mindestlohnfans – wie zum Beispiel der Garnixwisser – zu.
Im Gegenteil: Es sind die Transferbezüge, die die Marktlogik auf den Kopf stellen. Ein Anbieter auf einem Produktmarkt kann schließlich auch nicht Preise allein aus dem Grund ablehnen, dass der Staat ihm ein alternatives Mindestangebot macht.
Was mich bei diesem ganzen Gejammer immer wundert, ist dies: Wenn man durch die Einstellung von Niedriglöhnern so eine Mörderkohle machen kann, warum machen das dann die Spiegelfechters dieser Welt nicht dauernd? Und wo sind die ganzen fett verdienenden Gebäudereinigungsunternehmer und Friseurmeister?
Das bedingungslose Grundeinkommen ist eine viel elegantere Lösung, um die Kontraktion der Binnenwirtschaft durch Lohndumping zu verhindern und hat eine ganze Reihe weiterer nützlicher Seiteneffekte. Der Mindestlohn verhindert das zwar auch, hat aber die erwähnten Probleme durch unterschiedliche Familiengröße und ist eine künstliche Grenze ohne Puffer.
Das bGE hat unter anderem folgende positive Effekte:
1. Stärkung der Arbeitnehmerseite gegenüber den Arbeitgebern durch Verringerung des Drucks auf Arbeitslose
2. Stärkung der psychischen Gesundheit des Volkes durch weniger Unsicherheit
3. Starke Verringerung der nötigen Bürokratie
4. Beseitigung der Armutsindustrie
5. Werkzeug zur Steuerung der Geldmenge im Realwirtschaftskreislauf im Verlauf des Konjunkturzyklus (z.B. antizyklische Höhe des bGE)
6. Balance des Arbeitsmarkts möglich selbst wenn technologisch und/oder ökologisch bedingt weniger Arbeitskräfte nötig sind als vorhanden
7. Risiko beim Übergang zur Selbständigkeit weit geringer
@Spiegelfechter
Danke.
@13 StefanP
Nur keine Aufregung, ich sitze auch nicht 24h am Blog … ich habe den Kommentar natürlich gleich gelöscht.
@Karl Heinrich
Aus einer reinen marktgläubigen Sicht heraus könntest Du Recht haben (obwohl sich die Nachfrageseite der Arbeit, durch das Aufstocken der Löhne die Transferleistungen ja ebenso zu Nutze macht). Aber wie willst du damit umgehen, wenn das BVerfG bzw. unsere Verfassung ein Existenzminimum vorschreibt. Was wäre deine Lösung dieses Dillemas?
Oder siehst du das Problem (die Abwärtsspirale), wie im Artikel beschrieben, als garnicht bestehend?
@Degnaphata
Nö, es ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit bei freien Märkten. In regulierten Märkten muss man nun einmal künstlich dafür sorgen, dass es einen Abstand gibt. Daran ist ja nun nichts verwerfliches.
sehr aufschlussreich wie der spiegelfechter sich sofort für stefanP eingesetzt hat und den “lümmel kommentar” löschte.
wann wird stefanP diese fairness seinen von ihm zu idioten gestempelten hartz 4 beziehern zuerkennen.
wann werden die westerwelles und sinns das tun.
übrigens sitzt der sinnlose sinn heuer wieder bei der freundin vom telekom chef.
vorgestellt als wissenschaftler!
tja das ZDF.
gruss
Ein Anbieter auf einem Produktmarkt hat die Möglichkeit, die Produktionsmenge zu reduzieren.
Ein Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt hat diese Option nicht (ausser er ist Massenmörder). Durch die Sanktionen bei Nichtannahme einer Arbeit hat er noch nicht mal die Option, seine eigene Arbeitskraft zurückzuziehen.
Und damit passiert eben genau das, was in einem Überproduktionsmarkt auch passiert, nämlich die Verringerung der Preise.
Der Arbeitsmarkt hat dann auch noch die unschöne Rückkopplung, dass die die Gesamtwirtschaft dominierende Binnenwirtschaft stark vom Geld in den Taschen der Arbeitnehmer bestimmt wird und von dieser wiederum die Menge der Jobs abhängen. Die Verringerung der Löhne verringert damit indirekt auch die Menge der Jobs, was wiederum die Löhne verringert auf dem Überproduktionsmarkt.
@gerhardq
Das würde ich ja genauso sehen, leider sieht die Politik dies anders. Was tun?
@ SF
“Warum sollte ein Dienstleistungsunternehmen beispielsweise Putzfrauen oder Fensterreinigern mehr Geld bezahlen, als der Arbeitsmarkt hergibt?”
.Nur zur Info:
Für Gebäudereiniger gibt es schon einen Mindeslohn.
Für 2010 gilt:
Lohngruppe 1 (Putzfrauen) 8,40 Euro in den alten Bundesländern , 6,83 Euro in den neuen.
Lohngruppe 6 (Fensterreiniger) 11,13 Euro i d a B. und 8,66 Euro ind den neuen.
“Unverständnis über deutsche Angsthasen-Mentalität
John van der Veen, Chef von Jannes Bax, versteht die deutsche Angsthasen-Haltung nicht. Als kleiner Unternehmer hat er es nicht leicht, seinem Personal das Pflichtminimum zu zahlen. “Ich finde aber, dass meine Leute ein Recht auf eine ordentliche Bezahlung haben. Wenn ich den großen fetten Brocken Deutschland sehe und lese, dass dort Millionen Menschen lausige drei bis vier Euro die Stunde bekommen, dann halte ich diese Schmarotzer, die ihre Mitarbeiter ausbeuten, für Straftäter”. Beruhigend findet er, dass seine Konkurrenz mit den gleichen hohen Gehältern kalkulieren muss.”
http://www.stern.de/politik/ausland/fallbeispiel-niederlande-mindestlohn-ein-deutsches-drama-602749.html
Wie schaffen die Niederländer es 12,9% der Vollzeitarbeitsplätze als Non-Profit – Arbeitsplätze zu finanzieren?
@Karl-Heinrich
Ja aber natürlich! Vollkommen richtig. Nur dass die Transferbezüge nun einem eine conditio sine qua non sind, wie wir spätestens seit dem BVerfG-Urteil wissen. Nun haben wir also einen Markt, der nicht frei ist. Was tun?
Och die Gebäudereinigerunternehmen sind schon recht profitabel. Informiere Dich mal, mit was Firmen wie Haniel & Cie ihr Geld verdienen. Und das nicht zu knapp.
Westerwelle warnt vor Vollversorgerstaat
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677163,00.html
Widerlich! Einfach nur widerlich der Typ.
Dieses Spiel H4 gegen “leistungsträger Mittelschicht” ist zu verabscheuen.
Wenn man sich die seit zwei Tagen häufenden Selbstanzeigen bei den Finanzämtern anschaut, frage ich mich, wer ist denn eigentlich der Sozialschmarotzer? Ich sehe sie alle in der Schweiz und den ganzen anderen Hottentottenländern.
Schaut mal an der Grenze zu Schweiz (Basel, Weil a.R. usw.) was da so hin her fährt. Der gute Mittelstand, der sein Geld in Einkaufstüten, in Klorollen und unter dreckigen Unterhosen vor dem Sozialstaat schützen will. Wenn ich die Berichte der Zollbehörden lese, und nicht alle stehen in der regionalen Presse, dann weiß ich was die Leistungsträger mit Ihren Geldern machen. Das sind die Schmarotzer des Landes.
Moin Jens,
Du hast an einer Stelle geschrieben:
[quote] Die Löhne im Niedriglohnsektor sinken genauso stetig wie der Lohnabstand, während die Anzahl der Geringqualifizierten, die im Niedriglohnsektor tätig sind, stetig steigt. Versagt hier die klassische Lehre oder haben wir es mit einem Sonderfall zu tun, auf den die klassische Lehre gar nicht anwendbar ist? [/quote]
Dazu gibt es eine Studie, die zeigt, dass es eben nicht die Geringqualifizierten sind, die immer mehr in Niedriglohnarbeit sind (weil sie da evtl. schon zum größten Teil versammelt sind), sondern – und das ist der eigentliche Hammer – immer mehr “Leistungsträger” mit Fachausbildung dort reingedrängt werden.
Kurz angerissen bei WGN:
http://www.weissgarnix.de/2009/08/22/die-geringqualifizierten-luge/
Hier die Studie der Uni Duisburg, die dort auch nochmal verlinkt ist:
http://www.iaq.uni-due.de/iaq-report/2009/report2009-05.pdf
@AndresM
Ja … und nein. Das BGE ist so ein zweischneidiges Schwert. Mit ihm würden ja alle(!) Transferleistungen wegfallen. Wir hätten als Hartz durch BGE ersetzt und da jeder BGE bekommt, würde die Wirtschaft einen Teufel tun und “ordentliche” Löhne zahlen. In einer besseren Welt würde das BGE funktionieren, in unserer Welt würde es nur “durchgereicht” und den Arbeitgebern Kosten sparen, während sich für den Arbeitnehmer nicht viel ändert.
Was aber noch schwerer wiegt: Das BGE ist einem Volk, das Schwarz-Gelb und die SPD wählt, ganz einfach nicht zu vermitteln. In einer Demokratie dürfte es daher auch nicht durchsetzbar sein.
@ Axel
In einer pluralistischen Gesellschaft, die dem Humanismus verpflichtet ist, sollte auch eine Extremistenmeinung zumindest nicht verboten sein.
Doch galten beispielsweise Kommunisten ln den 70ern als Verfassungsfeinde, die nicht im öffentlichen Dienst oder gar als Beamte arbeiten durften. Der sogenannte Radikalenerlaß kostete manch eigentlich wohlmeinenden Extremisten den Job.
Nazi-Meinungen sind sogar verboten, sodaß sie ‘nicht existieren dürfen’. Dennoch (oder gerade deshalb?) werden es nicht weniger mit dergleichen klar verfassungsfeindlichen Ansichten.
Der Neoliberalismsu ist ebenso schädlich für unsere Verfassungsinhalte, weshalb man bei neoliberal agitierenden Lehrern durchaus mal den Radikalenerlaß aus der Schublade holen könnte. Ebenso könnte dieser das Mütchen der h4-Sachbearbeiter kühlen, die es mit der Würde nicht mehr ganz so ernst nehmen.
Stefanp, als Worthülsenjongleur, steht neben den Fundamentalisten, die unseren Staat kaputt machen wollen. Ein selbsternannter Knecht der Nutzmenschenhalter wie es leider viel zuviele im Lande zu geben scheint.
Als Privatmann StefanP sehe ich ihn durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Stammtischdiskussionen bewegen sich eher seltener auf dem Boden unserer FDGO.
Wesentlich beängstigender sind die Mietmäuler und Mietfedern in den Massenmedien. Agenda setting, Agenda cutting, Schweigespirale seien als Schlagworte für die Werkzeugpalette genannt.
Vorgestern lief auf arté ein Verdummungsrundumschlag gegen Verschwörungstheorien im allegmeinen und böse Blogger im INet speziellen.
Daß es eben auch Spiegelfechter und Co gibt, wurde nicht mit einer Silbe erwähnt. Dafür wurde mit derselben Begründungsstruktur, die von VTlern vorgebracht wird, hervorgehoben, wieso man VTler auf gar keinen Fall Gehör oder gar Glauben schenken sollte. laut meiner Tochter fehlte eigentlich nur der explizite Hinweis darauf, daß das Internet eigentlich zensiert gehört, da es die ‘Qualitätsmedien’ untergrabe. Das Untergraben wurde bejammert, aber die Konsequenz der zensurbasierten Lösung blieb der kreativen Energie des Zuschauers überlassen. Insgesamt ziemlich fragwürdig diese ‘Reportage’.
@BoHey
Ja, aber sie werden leider ständig unterlaufen. Aber Du hast Recht, ich hätte mir lieber ein anderes Beispiel aussuchen sollen.
Im Fernsehen werden ständig Wiederholungen gesendet. Also wiederhole ich mich auch wieder!
Auch wenn das BVerfG. geurteilt hat:
(Zitat) Der Umstand, dass der Gesetzgeber in anderen Rechtsbereichen, zum Beispiel bei den Einkommensgrenzen im Prozesskostenhilferecht oder bei den Pfändungsfreigrenzen, andere Beträge festgesetzt hat, begründet keine durchgreifenden Zweifel an der Bedarfsgerechtigkeit der Summe von 345 Euro. Der Gesetzgeber kann in anderen Bereichen unterschiedliche Wertungen nach der jeweiligen ratio legis treffen und dabei auch über das hinausgehen, was er von Verfassungs wegen denjenigen zur Verfügung stellen muss, die ihren Lebensunterhalt nicht aus eigenen Mitteln bestreiten können. Aus anderen Rechtsbereichen können daher keine Rückschlüsse auf die notwendige Höhe der Leistungen zur Sicherstellung eines menschenwürdigen Existenzminimums gezogen werden.(Zitat Ende)
das Existenzminimum kann man nicht unterschiedlich beurteilen, je nachdem wer dieses Geld bekommt. Das ist ein Verstoß gegen Artikel 3 GG, leider hat das BVerfG auch diesen Artikel verworfen.
(Zitat) Andere Grundrechte, wie zum Beispiel Art. 3 Abs. 1 GG oder Art. 6 Abs. 1 GG, vermögen für die Bemessung des Existenzminimums im Sozialrecht keine weiteren Maßstäbe zu setzen. Entscheidend ist von Verfassungs wegen allein, dass für jede individuelle hilfebedürftige Person das Existenzminimum nach Art. 1 Abs. 1 GG in Verbindung mit Art. 20 Abs. 1 GG ausreichend erfasst wird; eines Rückgriffs auf weitere Grundrechte bedarf es hier nicht. (Zitat Ende)
Artikel 3 Satz 3 bezeichnet es aber als ein Grundrecht, nicht wegen “Abweichungen von der Norm” benachteiligt zu werden. Es liegt offensichtlich nicht an den entlassenen oder “freigestellten” erwerbsfähigen und lohnabhängigen Menschen, dass sie keine Arbeit und somit kein Einkommen erzielen können, welches ihnen ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. DARAUF hat jeder Mensch nach Artikel 3 GG (3) einen RECHTSANSPRUCH, den das BVerfG. nun ausser Kraft gesetzt haben möchte. Denn sie werden auf Grund des Mangels keinen Arbeitsplatz zu bekommen benachteiligt. Erst wenn wirklich für jeden Menschen ein Einkommen geboten wird, welches ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, nur dann könnte dem Verweigerer daraus eine Schuld auferlegt werden.
Ein Mangel an Arbeitsplätzen liegt nun einmal nicht in der Verantwortung der Lohnabhängigen. dafür wurde von den Vätern des GG die soziale Komponente in unsere Demokratie eingefügt. In Form der Kranken-, Renten- und Arbeitslosenversicherung.
Manchmal habe ich den Eindruck, die Anwälte und Kläger habe in ihrer Klagebegründung einige Akzente vergessen.
Und wenn ich die Worte lese: “Entscheidend ist von Verfassungs wegen allein, dass für jede individuelle hilfebedürftige Person das Existenzminimum ausreichend erfasst wird” möchte ich den Richtern entgegnen, WO wird denn ein INDIVIDUELLES EXISTENZMINIMUM erfassst, wenn es PAUSCHALIERT wird. Wenn ich (stimmt wirklich) mit Schuhgröße 50 neue Schuhe benötige, bekomme ich die nicht für den Preis, den ein anderer für Größe 44 bezahlen muss. Aber mein ALG-2 ist nun nur eine Pauschale für den DURCHSCHNITT. Mein individuelles Existenzminimum erhalte ICH jedenfalls nicht. Genau so wenig erhalten es alle anderen Menschen. Nciht einmal die Menschen, die sich mit Minilöhnen wie Zitronen auspressen lassen, mitte 40 dann schon so “leer” sind, das sie nicht mehr nützlich genug sind und “freigesetzt” werden.
Diese Richter in ihren Elfenbeintürmen haben den Blick für die Wirklichkeit verloren.
@Herr Knecht
Nur ganz kurz zum Sprachgebrauch:
“HIV-Betrüger“, “HIV-Empfänger” klingt einfach nur extrem ungesund, denn die Abkuerzung HIV gibt es bereits seit Laengerem.
@ Axel
Du hattest noch nach weiteren Loesungsvorschlaegen gefragt:
Neben bedarfsgebunden Transfers, Mindesteinkommen und dem von AndreasM erwaehnten bedingungslosen Grundeinkommen wird noch haeufig die negative Einkommensteuer genannt:
http://de.wikipedia.org/wiki/Negative_Einkommensteuer
Das Konzept klingt gar nicht schlecht, aber bei Namen wie M. Friedman und den Chicago-Boys schrillen einige meiner Alarmglocken!
Dennoch sollte man stets ueber den eigenen Tellerrand schauen und moeglichst alle Alternativen in Betracht ziehen. Die Gruenen in BW haben es uebrigens getan und eine NE beschlossen, was spaeter aber von den Bundesgruenen abgelehnt worden ist:
http://www.gruene-bw.de/fileadmin/gruenebw/dateien/LDK_Heilbronn/Grundeinkommen.pdf
Dass die ARGEN selber Druck auf den Niedriglohnsektor machen, stimmt und gehört abgeschafft.
Aber das ist nur ein Teil der Wahrheit.
Lohndruck kommt in den Niedriglohnsektor auch von außen.
Länder mit Mindestlöhnen unter 1 EUR:
Bosnien-Herzegowina ~0,99
Rumänien 0,83
Albanien ~0,80
Bulgarien 0,71
Russland ~0,68 *
Serbien ~0,54
China ~0,50 *
Montenegro ~0,44
Ukraine ~0,36
siehe Ableitungen
http://de.wikipedia.org/wiki/Mindestlohn
Der Niedriglohnsekltor betrifft vor allem niedrig qualifizierte Arbeiten.
Genau deshalb funktionieren auch Mindestlöhne nicht wirklich.
z.B.
Gebäudereinigung 7,84/8,34 (ausser Kraft seit 10/09)
Abbruch- und Abwrackgewerbe 9,10 ? / 11,96 ( bis Ende 2008)
Mindestlöhne führen daher direkt zum Wegfall oder zur Illegalität von Arbeitsplätzen.
Für die Arbeitnehmer ändert sich, dass sie immer auch nicht arbeiten können (bzw. Blogs schreiben oder versuchen, künstlerisch tätig zu sein), und das ist genau das, was die Löhne steigen lässt. Sobald sie zu tief sinken, setzt genau dieser Gegeneffekt ein und entzieht dem Arbeitsmarkt Arbeitskräfte, was wiederum zu einer Balance der Löhne auf einer gewissen Ebene führt, die zusammen mit dem bGE deutlich über dem liegt, was die Leute zum Leben brauchen.
Leider haben viele Leute kein richtiges Verständnis für Volkswirtschaft. Naja, aber man kann ja hoffen, vielleicht irgendwann.
@ 25
Ach Jens, alias “Spiegelfechter”, es ist doch egal ob und wieviel die Unternehmer freiwillig zahlen wollen.
Wenn ein echtes Existenzminimum als Grundleistung des Staates für alle Bürger gezahlt würde, was dem Artikel 3 GG entsprechen würde, da alle “Gleich” sein sollen, dann müssten natürlich die Einnahmen des Staates entsprechend angepasst werden. Und diese Einnahmen müssten dann nach Artikel 14 GG vom (und mit dem) EIGENTUM erwirtschaftet werden, welches DANN wirklich dem Wohle der Allgemeinheit dienen würde.
Also weg mit “Spielgeld” für Bankster und Heuschrecken, weg mit Bonizahlungen, weg mit Spekulationsgewinnen, weg mit Steuerhinterziehern. Und das “weg” meine ich im wahrsten Sinne der Bedeutung, in die Verbannung mit solchen Menschen. Sollen sie doch im ersehnten Traumland der Egoisten glücklich werden. Die können dann alle (so wie das Ehepaar das ihre Kinder nicht in eine Schule schicken wollte) um politisches Asyl bitten. Irgendwo dort, wo man ihnen ihren Egoismus duldet. aber doch bitte nicht in einer demokratischen und sozialen Gesellschaft. Und in einer solchen sollen wir nach dem GG leben können. Diese Forderung werde ICH auch nie aufgeben.
Denn, der Staat sind WIR. Der Staat bin ICH, diese Aussage eines gewissen Königs in Frankreich ist schon lange als Dummheit entlarft. Aber immer noch hoffen einige das sie das sein können.
Noch als Oppositionspolitiker und Teil des ?Triumvirats? hat der spätere Bundeskanzler Gerhard Schröder den sehr schnell berühmt gewordenen Spruch getätigt: “Es gibt keine linke oder rechte Wirtschaftspolitik, nur eine moderne oder unmoderne.” Wenn man den Begriff der Mode nicht als ?beliebig?, sondern als für die Zeit angemessen interpretiert, so ist damit der Sinn von Wirtschaftspolitik beschrieben. Damit zeigt sich auch der Unterschied zu dem, was immer noch als ?linke? Wirtschaftspolitik umrissen wird und was in dieser Form politisch nur noch die Linkspartei vertritt. Sie beruht auf Ansätzen der 1970er Jahre und verweigert die Annahme neuer Rahmenparameter.
Typisch hierfür ist die nationalökonomische Argumentation, was schon deswegen eine gewisse Ironie birgt, weil linke Theoretiker sich meistens als Internationalisten verstanden haben. Man geht also von einer geschlossenen Ökonomie aus, wo externe Effekte nur eine untergeordnete Rolle spielen und Marktungleichgewichte entweder durch die Geldpolitik (leider auch internationalisiert) oder unmoralisches Verhalten einzelner Akteure verursacht ist. Doch die Welt ist eine andere geworden und Zeit ließ sich noch nie zurückdrehen.
Erstens: es gibt kein Lohnabstandsgebot. Da es nicht kodifiziert ist, konnte das Bundesverfassungsgericht auch nicht darauf Bezug nehmen. Es ist eine ausschließlich wirtschaftliche Betrachtung zu fordern, dass der Arbeitende mehr haben soll als der Nichtarbeitende. Die Einhaltung dieses Grundsatzes lässt sich natürlich immer auf zwei Wegen herstellen, wobei die jeweilige politische Seite das ein oder andere ausschließt. Solche Reaktionen sind jedoch Ideologie, nicht Vernunft. Die Absenkung der Transferbezüge ist genauso legitim wie die Forderung nach höheren (Netto-) Löhnen. Wobei der Artikel eine Erkenntnis der letzten Jahrzehnte verweigert: steigen die Transferbezüge, sinken damit die Nettolöhne und der Arbeitgeber muss noch ein paar Euro draufpacken. Der Glaube, dass dies ein Spiel mit nach oben offener Richterskala ist, kann nur als Riesenirrtum bezeichnet werden.
Unternehmen müssen ihre Preise am Markt verdienen, von denen sie schließlich die Löhne bezahlen. Und deswegen können sie eben auch nicht dauerhaft Löhne zahlen, die deutlich jenseits des Marktüblichen liegen. Im Gegensatz zur Annahme des Spiegelfechters konkurrieren auch schlecht zahlende Dienstleistungsunternehmen international. So arbeiten bemerkenswerterweise auf dem Bau so viele ?Gastarbeiter?, wie es z.B. noch im Einzelhandel undenkbar wäre. Gleichzeitig ist die Arbeitslosigkeit unter Bauarbeitern relativ hoch, was natürlich so gar nichts mit in der Branche herrschenden hohen Lohnniveau, gepusht durch einen vergleichsweise hohen Mindestlohn, zu tun hat. Mindestlöhne haben über die Niedriglöhner hinaus weitgehende Einflüsse auf die Lohnstruktur und zurück bleiben die, die noch konkurrenzfähig sind. Die anderen arbeiten schwarz oder gar nicht.
Die klassische Lehre gilt in einer offenen, verflochtenen Wirtschaft nicht mehr. Außerdem kannte sie in der Form keinen durch die Sozialstruktur vorgegebenen sozialen Mindestlohn. Deswegen sind die Schlussfolgerungen hieraus falsch:
Nach der klassischen Theorie würde sich ein markträumender Lohn bilden. Punkt. Erst durch den Sozialstaat wird diese Grundannahme ausgehebelt, Arbeit finden nur noch jene, die zufällig mit ihrem Marktlohn über dem Sozialhilfeniveau liegen. Damit aber dennoch möglichst viele arbeiten, bedarf es bürokratischen Drucks, um die Rationalität des Niedriglöhners wiederherzustellen. Das gelingt eher schlecht, aber es ist der Weg, durch Umgehung von Marktgesetzen Marktbedingungen wieder in Kraft zu setzen.
Keine Frage, die Existenz des Niedriglohnsektors ist politisch gewollt. Allerdings bestände er auch dann, wenn es keine Arbeitsmarktreformen, aber auch kein Sozialhilfeniveau gäbe. Jahrzehntelang wurde dies ausgehebelt mit vielen Langzeitarbeitslosen. Aber es war eben eine sehr teure Angelegenheit. Die Frage ist, ob sich selbst so ein reiches Land wie wir es sind, dies dauerhaft leisten kann. Die Verschuldung der öffentlichen Haushalte und der Sozialparafisci sagt da eindeutig: nein.
Kein Marktteilnehmer ist völlig frei, die vom Spiegelfechter eingeführte Annahme ist grundfalsch und nirgends gegeben. Die Preise bilden sich natürlich aufgrund von Marktmacht und in der Nationalökonomie der 1960-1980er Jahre haben die Gewerkschaften diese gehörig missbraucht, in dem Preise jenseits der Produktivität vereinbart wurden. Anders ist die stetig ansteigende Arbeitslosigkeit nicht zu erklären, selbst dann noch, also sonst überall seit Ende der 1980er Jahre die Quoten sanken.
Löhne müssen selbst in Bereichen, die auf den ersten Blick keinen internationalen Bezug haben, in Konkurrenz mit anderen Ländern verdient werden. Es kann eben nicht sein, dass ein Auto heute in Belgien, Spanien oder Frankreich das Gleiche kostet wie in Deutschland (im heftiger umkämpften US-Markt sogar deutlich weniger), die Löhne aber deutlich über diesen Ländern liegen. Das geht nicht, wenn man nicht bereit ist, höhere Arbeitslosigkeit in Kauf zu nehmen. Und das Gleiche gilt für den Lebensmittelsektor, wo die Preise traditionell weit unter dem internationalen Niveau liegen. Wer hier von hoher Profitablilität spricht, hat schlicht keine Ahnung vom Markt. Die Margen sind kaum erwähnenswert.
Wenn man dann noch mit einem ?rechnerischen Hartz-IV-Lohn? von 4,60 EUR hantiert, wird es völlig unseriös. Wer so redet, verwechselt brutto mit netto. Tatsächlich entspricht eine Hartz-IV-Regelleistung von 770 Euro einem Bruttoarbeitslohn von knapp 1.000 Euro oder gut 6 Euro in der Stunde.
@JB
Ab Mitte 2011 dürfen polnische(britische, griechische,dänische, lettische, usw..) Dienstleister ihre Leistungen auf dem deutschen Arbeitsmarkt anbieten.
siehe europäische Dienstleistungsrichtlinie.
Weder die deutsche Post , noch Pin, noch TNT wären dann z.B. im entferntesten konkurrenzfähig.
Es gibt eine Möglichkeit den Abbau der deutschen Arbeitsplätze zu verhindern.
Einführung eines flächendeckenden Mindestlohnes in Deutschland.
Und der wird hoch sein.
ES STEHT AUSSER FRAGE DAS EIN MINDESTLOHN KOMMT!
Was mich ärgert sind die Angsthasen aus der CDU.
Die taktieren und abwarten.
Rofl!
Natürlich kann er das! DAS NENNT SICH SUBVENTION!
Wie hirnlos muss man sein ….
Die Subvention beinhaltet die Ablehnung und Aushebelung des Marktes und Marktpreises. Treffendstes Beispiel Apotheker:
“Das letzte Kombinat Deutschlands. Apotheker dürften mehrheitlich FDP Wähler sein. Kämpfen für die Deregulation bei Brot, Butter und Wurst. Aber doch nicht bei Medikamenten!” V. Pispers
Dieses scheinheilige Getue hat doch Symbolcharakter für den Rest der Märkte. Landwirtschaft, Industrie und heute sogar der Banken- bzw. Finanzsektor. Alle Leben und Überleben sie von Subventionen und Marktprotektionismus sehr gut.
ABER DOCH NICHT DIE ARBEITER! Denen steht kein Protektionismus zu oder es wird zur weiteren Subventionierung der Gewinnmargen die Bezahlung der Arbeitnehmerschaft an den Staat und damit die Allgemeinheit Outgesourced, Kosten Externalisierung.
Um nichts anderes geht es: Die einen wollen Besitz mehren und stehlen selbigen von den Anderen. Fair ist was anderes. Dafür werden immer wieder neue Lügen benutzt. Lächerlich überhaupt auf den albernen kindischen Scheiß von habgierigen Gesellschaftsteilnehmern und ihren Helfershelfern einzugehen.
__
Ja sicher, und das was SIE und Ihresgleichen propagieren zwischen den Zeilen ihres Rechtfertigungsgeredes ist die Politik einer faschistischen Marktradikalen Gesellschaft.
Unbelehrbar, Asozial bis ins Mark und unfähig zwischen einem Gegenstand und einem Menschen zu unterscheiden.
http://video.google.de/videoplay?docid=-933374850146828170&ei=0OtzS8mxIZKM2ALUu6HLBw&q=erich+fromm&hl=de&client=firefox-a
Nur für dich StefanP, vielleicht lernst ja was oder findest dich im beschriebenen wieder.
Die negative Einkommensteuer, so wie sie dort beschrieben ist, entspricht der Zusammenlegung von bGE und Einkommensteuer (soweit ich das auf die Schnelle richtig verstehe). Beide Konzepte sind somit vollständig aufeinander abbildbar und nicht wirklich unterschiedlich (Die negative Einkommensteuer ist im Diagramm die um bGE nach unten verschobene Einkommensteuer).
Eine lineare Einkommensteuerkurve (Steuer über Einkommen mit oder ohne negativem Teil bzw. bGE) halte ich allerdings nicht für empfehlenswert, da dadurch zu viel kapitalbildendes Einkommen in den hohen Gehältern übrigbleibt (und damit die Balance zwischen kapitalbildenden und kapitalabbauenden Geldströmen bei weitem nicht erreicht wird).
@ SF #16
Muß es diesen Abstand tatsächlich geben? Könnte nicht ‘Sozialneid von oben’ oder Segregationsabsicht hinter dieser Meinung stecken?
Daß unterschiedlichste Kriterien bei der Wahl des Berufes eine Rolle spielen, ist hinlänglich bekannt. Daß Geld allein nicht glücklich macht, gilt auch als erwiesen.
Wozu nun also dieses Gehöker mit dem ‘Lohnabstandsgebot’? Das ist doch nur ne (neue) Nebelkerze.
#25
Ohne den Arbeitszwang ergäbe sich schnell ein Lohnabstand. Wie der dann wäre, zeigte ja der Markt. Wenn die Arbeitnehmerseite sich als großer Profiteur erwiese, dann ließe sich das fiskalisch wieder auffangen. Wer gut verdient, darf auch gut Steuern zahlen. Ich sehe das nicht so problematisch wie du.
@StefanP
Exemplarisch nur ein Hinweis auf deine blödsinnigen Ergüsse:
So, so. Wie erklärst du dir dann. dass unter den 10 reichsten Menschen in Deutschland 4 aus der Lebensmittelindustrie sind? Mmhh?
http://www.welt.de/wirtschaft/article3365297/Die-50-reichsten-Deutschen-und-ihre-Verluste.html
Platz 1: Karl Albrecht
Platz 2: Theo Albrecht
Platz 7: Erivan Haub (Tengelmann)
Platz 8: Karl-Heinz Kipp (Metro)
Wahrscheinlich damit, dass man mit Milch und Butter nichts verdient, gell. Das ist eine der größten Lügengeschichten, die diese Inustrie geschickt in die Welt gesetzt hat. Aber du hast Ahnung vom Markt.
Genau. Setzen. Sechs.
Die einzigen die nichts verdienen sind die Erzeuger und Angestellte. Alle anderen inkl. Industrie und Handel verdienen fürstlich. Schau die die Zahlen von Nestle und Procter&Gamble an, du Marktspezialist. Man was regst du mich auf.
Ihr könnt euch vorstellen , welche in Deutschland erbrachten Dienstleistungen gegen Konkurrenz aus den europäischen Nachbarländern besonders geschützt würde?
Na ja die Ärzte, usw… müssen sich keine Sorgen machen.
@StefanP
So ist es. Das nennt sich dann soziale Marktwirtschaft.
Du sagst hier selbst, dass es mit Druck eher schlecht gelingt. Man gelangt an einen Punkt, an dem der Ausbau des Sanktionsapparats teurer wird, als die damit einhergehenden erwünschten Effekte. Dieser Weg (Druck nach unten), hat ausserdem eine verfassungsrechtliche Untergrenze. Wenn diese erreicht ist, muss ein anderer Weg gefunden werden, sofern man die Menschenwürde achtet. Wenn Du jetzt den Weg nach oben für ein Lohnabstandsgebot kategorisch ausschließt, obwohl die Druckmittel nach unten offensichtlich ausgereizt sind, dann weiß ich wessen Reaktionen Ideologie und nicht Vernunft sind….
Oha – dann stand da tatsächlich mal nicht menschenverachtender Müll drin oder woran hast Du erkannt, dass es nicht StefanP war?
Naja der Arbeitgeber muss nicht unbedingt Kosten dabei sparen.
Beispiel:
zur Zeit zahlt der Arbeitgeber insgesamt etwa 2420? bei einem Brutto von 2000?. Der Arbeitnehmer bekommt Netto etwa 1300?. Der Staat bekommt 1120?.
Bei einem BGE könnte man z.B. 65% Steuern (der Prozensatz ist variabel) auf den Gesamtlohn setzen, den der Staat bekommt.
Wenn der Arbeitgeber weiterhin die 2420? zahlt, bekommt der Staat 1573? und der Arbeitnehmer 847?. Netto + BGE (z.B. BGE = 700?, die Höhe ist variabel. Bei 700? würden Arbeitslose eine Wohnung, wie jetzt auch, gestellt bekommen. ) = 1547? für den Arbeitnehmer.
Ende Beispiel ;)
Die Zahlen sind jetzt eig. egal, die können in alle Richtungen gehen, damit dieses System funktioniert. Ich wollte nur zeigen, dass der Arbeitgeber nicht unbedingt bei einem BGE entlasstet werden muss. Wenn bei meinem Bespiel dem Arbeitnehmer 847 zu wenig ist und er lieber zu Hause bleibt, dann wird der Arbeitnehmer sogar gezwungen mehr zu zahlen.
@SF/gerhardq
Nein, nicht die Sanktionsmassnahmen werden eingeschränkt, sondern die Haltungsbedingungen für Nutten-Peter-IV-Empfänger werden definiert. Die vom BVerfG erwähnten Rahmenbedingungen eines menschenwürdigen Existenzminimums können z.B. auch Sammelunterkünfte mit Arbeitsdienstverpflichtung eines öffentlichen Trägers abdecken.
Ein Arbeitslager mit Freigang würde die Rahmenbedingungen erfüllen und ich bin gespannt, wann die ersten Vorschläge (kommunen können die Mietkosten nicht mehr tragen etc.) diesbezüglich offen kolportiert werden.
@Jack Bauer
Im Grunde sind das nur 2 Einzelhändler (Albrecht & Albrecht gleich Aldi), wovon nur 2 aus der Lebensmittelindustrie kommen. Metro ist kein Einzelhändler (sollte man wissen). Aldi und Metro sind Marktpioniere und wie meistens erhalten Marktpioniere bei Erfolg traumhafte Renditen. Das ist im Falle von Microsoft nicht anders als beim Discounter. Zudem verdienen diese Händler einen wesentlichen Teil ihres Geldes im Ausland. Kennen Sie vom Insiderblick die Margen im Handel? Können Sie vergleichen? Ohne Übertreibung: ich kann es.
Wissen Sie, wo diese Konzerne ihr Geld verdienen? Nicht in Deutschland. Wenn Sie Lust darauf haben, exerzieren wir das durch.
@ StefanP #33
Ach herrje, die Generation Praktikum schlägt wieder zu.Die Worthülsen-DB der BLÖD-Zeitung offenbarte heute mal wieder einen Strauß Klassiker :-)
Ach ja, diese ewiggestrigen sozialromantischen Spinner. Denen sollte man auf keinen Fall zuhören. Die haben doch den Schuß nicht gehört.
Madoff war’s! Ist doch klar .. na und dieser Lehmann und sein Arschbruder. Echt übles Pack … aber irgendwann wird die unsichtbare Hand nach solchen Strolchen greifen …ganz bestimmt!
Damit der Homo oekonomikus funktioniert, bedarf es dieses Postulats. Ansonsten ist das Kokolores.
Aha, steigen die Transferbezüge, sinken die Löhne. Sieh mal einer an. Man lernt nie aus.
Also den hier fans ich schon fast wieder erfrischend … die Rationalität des Niedriglöhners … Sachen gibt’s…
Bürokratischer Druck in Form eines Gulags im nicht-euklidischen Raum. Tolle Wurst, Herr Humanist.
Die Kassen sind leer. Tja dann, Pech, dann gibt’s wohl keine Alternative.
Wenn es regnet, fällt schließlich auch das picknick aus. So unerbittlich und das GG unterlaufend sind nunmal diese vermaledeiten Naturgesetze.
Das mit der Produktivitätssteigerung auf Grund technologischer und organisatorischer Fortschritte ist eine der verbreitetsten Verschwörungstheorien seit “Jesus lebt!” Daß da so viele leichtgläubige Dummbeutel drauf reinfallen, erschwert natürlich die Diskussion.
Und zum Abschluß die Aufforderung, sich kopfüber ins Rattenrennen zu stürzen. Wo ist das Ziel dieses Rennens?
Es gibt Gegenden, in denen die Leute mit ein Dollar pro Tag in die Statistik einziehen. Wenn hier 8? (bummelig 10$) pro Tag drin sind für einen 1?-Jobber, dann bekommt der im internationalen Vergleich nur ein Zehntel. Da ist also die Schallgrenze respektive das Ziel des Rattenrennens. Wie wrd sich das auf die ‘regulären’ Löhne der jetzt noch Beschäftigten auswirken? Was wird der Binnenmarkt dazu sagen? Wird es genügend Autos geben, die als Begleitfeuer für diese alternativlose Entwicklung für Erhellung sorgen?
stefanp, deine Büxenschieterrabulistik liegt jenseits dessen, was ich als ernsthafte Diskussion verstehe.
Wie sieht dein Konzept von Würde aus? Wie sieht deine Vorstellung von Existenzminimum aus? Wie ergeht es dir mit den Begriffen ‘Einigkeit und Recht und Freiheit’? Singen gerne? Gewähren lieber nicht?
@43:
Die Politik hängt ihr Mäntelchen nach dem Wind. Es ist daher unser aller Aufgabe, sie davon zu überzeugen, daß wir nicht von Haltungsbedingungen reden, sondern daß es gewisse Grundrechte gibt, an denen sie sich orientieren müssen.
Es ist die Aufgabe aller Menschen in diesem Staat, zu sagen, wie sie die Gemeinschaft wollen. Politiker wollen wiedergewählt werden und Beamte ihre Ruhe. Wenn wir also fordern, daß auch Arme menschenwürdig behandelt werden und wir dabei Zivilcourage beweisen, in dem wir unsere Wünsche aktiv durch Handeln unterstreichen, dann besteht die Möglichkeit, daß sich etwas ändert.
@Herr Knecht
Klar hebt das Konstrukt der sozialen Marktwirtschaft einige Bedingungen der klassischen Theorie auf. So wie es zusätzlich die voranschreitende Globalisierung tut. Nur kann man dann kaum in wesentlichen Punkten auf Basis der klassischen Theorie argumentieren und mit der Begründung, die Ergebnisse seien nicht wie die klassische Theorie es vorsieht, behaupten, es gäbe kein marktäquivalentes Angebot. Da hat die Argumentation so viele Brüche, dass sie untauglich wird. Der Neoliberalismus berücksichtigt einige dieser Rahmenveränderungen.
Absolut d?accord. Ich war ja nicht der, welcher dem Ersatz des Marktes durch behördliche Maßnahmen das Wort geredet hat. Das würde ein Neoliberaler nie tun. Aus dieser Sicht ist das Lohnersatzniveau aber dann zu hoch, wenn sich unter den Bedingungen eine vergleichsweise hohe Sockelarbeitslosigkeit bildet. Man wird sich schon entscheiden müssen: entweder hohe Sozialtransfers und viel staatlichen Druck (der weit weniger effizient als wirtschaftlicher Druck ist) oder niedrige Unterstützungen und kein Druck. Die Kumulation von hohen Transfers und wenig Druck führt zu hoher Arbeitslosigkeit, ein Zustand, mit dem viele anscheinend zufriedener sind.
Tue ich nicht, nur da hat Axel das Erstantwortrecht.
Daß Politik zu vernünftigem Handeln zu bewegen ist, sieht man auch daran, daß unsere EU-Parlamentarier gerade mit überwältigender Mehrheit gegen das SWIFT-Abkommen gestimmt haben. Es geschehen noch Zeichen und Wunder.
Naja ganz ohne Umsatz ist Nestlé Deutschland ja nun nicht. Die Aussage von StefanP haut nicht ganz hin:
Umsätze von Nestlé Deutschland:
http://www.nestle.de/Home/Unternehmen/Basisinformationen/Kennzahlen/
Deutschland war 2007 der drittgrößte Ländermarkt von Nestlé. Die Behauptung, dass die in Deutschland kein Geld verdienen ist falsch.
Aber bestimmt gibt es dafür auch eine Begründung. Wahrscheinlich sind die Pioniere, wie die Aldi-Brüder, die Edeka-Genossen haben sicherlich auch nur alturistische Gründe und 36Mrd Umsatz machen die ohne Gewinn. Im Lebensmittelgeschäft kann man halt einfach keine Kohle machen in Deutschland. Ich frage mich wieso es überhaupt noch jemand auf sich nimmt die Deppen hier zu versorgen. Müssen echte Philantropen sein.
@Axel
Den ersten Teil von Ihnen habe ich hoffentlich mit meinem Beitrag beantwortet.
Der Neoliberalismus ist genauso ein theoretisches Konzept einer Wirtschaftsverfassung wie es der Sozialismus und der Keynesianismus sind. Die sozialistische Idee ist an der menschlichen Natur, der Keynesianismus an den demokratischen Implikationen gescheitert. Der Neoliberalismus findet sich dagegen in zahlreichen OECD-Staaten zwar nicht in Reinkultur, jedoch in wesentlichen Essenzen. In Deutschland haben wir unter Kohl-Endphase (politisch ohne Macht) und unter Schröder der Agenda-Phase nur Ansätze des ?neuen? Liberalismus nach der Ära Ludwig Ehrhard erlebt. Gleichwohl sind wir über Ansätze nicht hinausgekommen.
Erstmal: welches Armutsproblem? Ich weiß, die Frage klingt außerordentlich ketzerisch, wenn man sich wie beim Klimawandel in einer Ecke eingerichtet hat und nicht mehr fragt, was das eigentlich ist. Meinen Sie die Armut, dass in Deutschland tagtäglich Menschen verhungern? Wohl kaum. Meinen Sie die Armut, die Menschen vor lauter Existenznot auf die Straße zum Betteln treibt? Sicher auch nicht. Die meisten reden von Armut, wenn sie damit meinen, dass Teile der Gesellschaft wirtschaftlich nicht mehr mitkommen und sich weit weniger leisten können als andere. Auch das ist Armut, aber eine ganz andere. Eine Definition, über die selbst in sehr entwickelten OECD-Ländern angesichts der eigenen Existenznöte nur gelacht werden kann.
Um es klar zu sagen: ich tue das nicht. Ich bin Deutscher, ich bin hier aufgewachsen und habe eine deutsche Kultur mit den entsprechenden Werteeinstellungen. Die deutsche Gesellschaft ist auf Gleichheit ausgelegt, weit mehr als andere, was ich in Punkten übertrieben finde. Gleichwohl ist es nicht wünschenswert, wenn Teile regelrecht abgehängt werden. Die Schuld dafür liegt aber mitnichten nur bei einer Seite, die Abgehängten haben einen erkleckerlichen Teil dazu beigetragen, dass ihre Situation ist wie sie ist.
Doch Wirtschaftspolitik sollte den moralischen Aspekt nicht in den Vordergrund stellen. Wer arbeitet ? und sei es nur ein paar Stunden ? sollte sich damit besser stellen als wenn er dies nicht täte. Die Lösung dafür sind sicher keine Kombilöhne, wo der Arbeitgeber Einkommensbestandteile kassiert. Sicher auch nicht die Aufstockung in der heutigen Form oder Mindestlöhne, die es im Zweifel größeren Gruppen unmöglich machen, mit gewissen Chancen überhaupt am Erwerbsleben teilzunehmen.
Lösungsansätze dazu, Erwerbstätige in jeder Phase ihres Einkommensbezugs besser als andere zu stellen ist eine Negative Einkommenssteuer. Dies setzt zweierlei voraus: erstens die Absenkung der Sozialbezüge für die übrigbleibenden Nichterwerbstätigen (Ausnahme: Nichterwerbspersonen) und zweitens die Bereitschaft, mit hohen steuerlichen Kosten Menschen aus der Armut zu heben. Sie werden einwenden: damit wären zuviele negative Folgen verknüpft, doch die hier vorstellten Konzepte haben noch sehr weitergehende Einschränkungen und Wohlstandsverluste zu verantworten.
Es gibt, das schreiben alle internationalen Forschungsinstitute von der OECD angefangen, keinen anderen Weg der Armut dauerhaft zu entkommen als durch Arbeit ? und sei sie anfangs noch so niedrig entlohnt. Jeder andere Versuch hat sich in der Wirtschaftsgeschichte als teurer Irrweg erwiesen. Wenn wir uns mit hoher Arbeitslosigkeit abfinden, dann finden wir uns mit hoher statistischer Armut ab.
@#33 StefanP am 11. Februar 2010 um 12:24
Das sehe ich nicht so. Die Argumentation dagegen ist sehr schwierig, aber ich werde das im Laufe der Diskussion hinbekommen. (ich tendiere in Richtung “Degnaphta”). Im Übrigen hat diese Aussage praktisch keinen Sinn, da wie “Herr Knecht” richtig feststellt es irgendwo Grenzen gibt. Wenn nämlich nur das Existenzminimum verdient wird, kann man den Transfer nicht mehr darunter drücken. Das steht ja auch wohl schon beim Spiegelfechter. Wenn jemand diese Grenze überschreiten will, ich nicht!
Ich möchte das mit dem nötigen Druck jetzt nicht mehr hören, ohne das ein zu 100% eindeutiger Beweis dahinter steht.
Was ich zuletzt mitbekommen habe war Folgendes: (wobei ich unterstelle, das die Untersuchungen als solche korrekt waren). Das ZEW behauptete, das scharf sanktionierende ARGEN 70% in Arbeit bringen (übrigens in welche prekären Stellen eigentlich?), schlaffe ARGEN nur 20%. OK wenn man die Leute vor die Entscheidung “lebensgefährdende Sanktion” oder sich die Stelle aufdrängen lassen stellt, kann das sein, aber sowas müßte dabei stehen (was nicht der Fall war!). Das wäre ein unzulässiger Druck, wie “Herr Knecht” schreibt. Dieser Druck existiert i. übrigen bereits, d. h. die Grenze ist praktisch längst überschritten.
Am selben Tag las ich eine DIW Studie, nach der festgestellt wurde, das 90 oder über 90% der Langzeitarbeitslosen arbeitswillig sind. Die Quellen liefere ich bei Bedarf. (Momentan keine Zeit).
Damit meinen sie anscheinend, daß für alle Langzeitarbeitslosen eine Stelle vorhanden ist.
Dabei müssen Sie berücksichtigen, das es zu den offiziell Registrierten noch Viele gibt die eigentlich erwerbslos sind und in der Statistik nicht auftauchen, So gibt es z. B, Fälle, bei denen jemand der einmal im Monat zu einem “Beratungsgespräch” geht nicht als arbeitslos geführt wird. Ich könnte das jetzt endlos weiterführen. Diese Fälle müssen sie zur Gesamtzahl der Erwerbslosen hinzurechnen. Übrigens ist dieser Fall nicht ungeheuerlich. Was für eine Arbeit liefert unser (schwarz-gelber) Staat und die Ministerin da ab. Ich hätte längst eine Regreßforderung am Hals, wenn ich auf diesem Niveau arbeiten würde!
Bitte beantworten Sie mir, in welchem Sinne es für jeden Langzeitarbeitslosen eine Stelle gibt. Im Prinzip bräuchten Sie nur Roland Koch anzurufen, denn der wollte ja Alle zwangsverpflichten. Das würde nur gehen, wenn für jeden eine Stelle da wäre. Koch muß es also wissen, sonst hätte er das nicht fordern dürfen. Oder ist das ein weiterer Fall eines unseriösen Regierenden?
Immobilienspekulant Jauch und seine geistig dummen Vorzeigefamilien hatte ich mir auch angeschaut, und nach 10 Minuten lies sich dieser seichte, nach Verständnis hechelnde sozialdarwinistische Dreck nicht mehr ertragen.
StefanP
“Die Kumulation von hohen Transfers und wenig Druck führt zu hoher Arbeitslosigkeit, ein Zustand, mit dem viele anscheinend zufriedener sind.”
Sowas kann nur jemand schreiben, dessen geistige Fähigkeiten nicht einmal ansatzweise vorhanden sind.
Du willst studiert haben StefanP?
@StefanP
Wenn wir im internationalen Vergleich nur den Gesetzen der Marktlogik folgen würden, dann hieße das für eine arbeitsteilige Gesellschaft im internationelen Maßstab, die Kosten für den Einzebedarf zu senken bzw. anzugleichen. Allerdings sind die Grundbedarfe des Bürgers vom Klima, der Umwelt und der Gesellschaft geprägt.
Was bleibt ist die Spezialisierung in hochtechnischen Bereichen sowie eine excellente Grundlagenforschung und Freiheit der Lehre – sprich auch ein hohes Bildungsniveau der Gesamtgesellschaft (was gerade durch die zunehmend politisch gewollte Einflussnahme von Unternehmen in den Universitäten ad absurdum geführt wird).
Und daraus folgt auch die Deckung der Bedarfe Aller in einem irgendwie geregelten Transfer.
In Ländern mit ausreichend natürlichen Rohstoffen kann dieser auf der gesellschaftlichen Ebene über die Veräußerung derselben funktionieren. Bei uns nicht.
Preise werden am Markt erzielt – was unstrittig ist.
Welche Lösungen wir als Gesellschaft aber auf die Herausforderung des internationalen Wettbewerbs finden ist eine nationale Aufgabe die nicht nur innerhalb der Gesetze des Marktes zu finden sind.
Ohne jeden Sozialstaat bildet sich auf Dauer auch kein markträumender Lohn, da der Teufelskreis zwischen Lohn, Binnennachfrage und Arbeitsplätzen langfristig für die meisten gar keine Arbeitsplätze mehr übrig lässt (und sie im Extremfall verhungern oder anderweitig sterben).
Grund dafür ist, das das kapitalistische Wirtschaftssystem, so wie wir es betreiben, gar nicht die Eigenschaft hat, die Produktion zu maximieren, sondern im Extremfall nur die Bedürfnisse einer kleinen Gruppe oder gar nur eines Einzelnen voll befriedigt und für dem Rest nur so viel lässt, wie nötig ist, um diese Minimalproduktion für die Wenigen aufrechtzuerhalten.
In so einem Zustand hätte keiner ausser dem Einen, der nichts mehr will, das Geld, um für irgendeine Produktionserhöhung zu zahlen. Und damit bleibt der Zustand stabil bzw. die Wirtschaft strebt diesem Zustand entgegen.
@Glawen
Sie wissen doch hoffentlich, dass Umsatz nicht “verdienen” (also Gewinn) ist? Wenn die Kosten höher sind als der Umsatz (umgangssprachlich auch “Einnahmen”), dann haben Sie einen Verlust. Nestle veröffentlicht nur das Minimum, nämlich Umsatz und Mitarbeiterzahl. Was lesen Sie daraus? Leider veröffentlicht die Nestle Deutschland AG keinen Abschluss im Handelsregister.
In der Segmentberichterstattung von Nestle (Seite 22) können Sie jedoch erkennen, dass das EBITDA in Europa prozentual betrachtet niedriger ist als in anderen Regionen, z.B. Amerika. Wie Sie selber schreiben, ist Deutschland der drittgrößte Markt. Bestätigt das nicht die These, die Sie bestreiten?
Die Margen des deutschen Einzelhandels sind deutlich niedriger als die international Üblichen. Wie sonst wäre die größte Discounterdichte und die niedrigen Lebensmittelpreise in Deutschland zu begründen?
@name
Soweit ich es mitbekommen habe, geht es in diesem Blog um inhaltliche und nicht um persönliche Auseinandersetzungen.
H4 ist nichts weiter als die Reaktion der klügsten Köpfe des Bürgertums auf die Tatsache der Verwertungsgrenze der menschlichen Ware Arbeitskraft, und dem globalen Aussterben dieser kaptialistischen Arbeit.
Sie ist sowohl eine präventive Antiaufstandsmaßnahme, die einen Umsturz des kapitalistischen Systems verhindern soll, als auch eine Garantie staatlicher Nachfrage für den Binnenmarkt.
Auf Kapitalseite weiß man sehr wohl, ein weiters Absenken dieses Niveaus, könnte in den großen Städten einen Aufstand auslösen, den in Berlin keine Regierung überleben würde.
@56
Es geht darum, ob auf der Seite der hier Schreibenden ein wenig geistiges Potential vorhanden ist, und unser Spezialist für ausschweifend sozialdarwinstische Triaden, der sich selbst für gebildet hält, führt jedesmal nur den Sachbeweis seiner völligen Unkenntnis und Dummheit an, und diese kann man ihm ruhig deutlich ins Gesicht ballern.
@StefanP
Achtung Glatteis. Du begibts auf eine Gelände auf dem du dich ganz bestimmt nicht auskennst. Deine Antworten und der erste Hinweis von @49Glawen zeigen es schon deutlich. Aber der Reihe nach:
Grundfalsch. Aldi Nord und Aldi Süd sind zwei komplett getrennte Unternehmen. Zwei Firmensitze. Zwei GL. Zwei verschieden Produkpaletten und unterschiedliche Lieferanten. Fakt.
Du hast von der Lebensmittelbranche gesprochen und jetzt schreibst du was von Einzelhändler. Was nun?
Die beiden als Einzelhändler zu bezeichnen ist schon verwunderlich, aber gut.
und wieder. Was soll das mit den Einzelhändler. Sollen wir nur von Schmids Lebensmittelladen in Karlfelden reden? Btw: Schau mal hier: Ich sehe Wurst, Käse und Cola usw. Was siehst du?
http://www.metro24.de/pages/DE/HomePage
Übrigens gehören zum Metro auch die real-SB Warenhäuser und Galeria Kaufhof. Informieren dich richtig, bevor du Blödsinn schreibst. Besser noch, schreib erst gar nicht.
Ich weise dich nochmal auf deinen Satz hin:
Merkste was, wie deine Argumente zusammenbrechen. Entscheide dich jetzt. Lebensmittelsektor oder Einzelhandel? Aber weiter:
Aha. Diese Unternehmen leben also nur von Ihren ersparten Geldern aus der Gründerzeit. Sag mal, gehts noch? 1. Semester Marketing und BWL. Kann dir ganz gute Kurse empfehlen.
So, so. Aldi Nord und Süd, Kaufhof und real verdienen ihr Geld nur im Ausland. Wahrscheinlich stüzt Austria mit den Billa-Märkten (Aldi-Töchter) den kompletten deutschen Markt. Ja. Ist das so?
In Deutschland wird also mit Mars und Pampers kein Geld verdient. Wenn du das wirklich meinst und nicht einfach daher geblubbert hast, dann vergehe dich lieber in theoretischen geblubber, aber halte dich aus den Themen der deutschen Wirtschaft raus.
ztztzt. Lebesmittelsektor – Einzelhandel – verdienen kein Geld. Ich fasse es nicht. Aber das war gut so. Hat dich schön entlarvt.
Das wesentliche fast vergessen. Nicht im Ausland verdienen diese Buden. Mit Lohndumping und miesen Arbeistbedingungen verdienen die am meisten Geld. Und mit der ausbeutung der Erzeuger der Kakaobohnen und dem ganzen Zeug. Willst du das bestreiten?
Jack Bauer: Du begehst einen Fehler, wenn Du StefanP ernstnimmst. Er gibt nur Widerworte wie ein präpubertäres Kind, wenn er nicht weiter weiß, wechselt er das Thema. Was das soll, verstehe ich auch nicht, er bildet sich wohl ein, Recht zu behalten, wenn er andere in die Erschöpfung getrieben hat. Er liefert weder Nachdenkenswertes noch auch nur Interessantes, aus Wikipedia zusammengeschustertes Halb- und Viertelwissen. Von Theorien, die INSM oder dergleichen habe ihn abgestellt, um die Diskussionen hier kaputtzumachen, halte ich nicht so viel. Aber den Effekt hat es mitunter.
a^2
@StefanP.
Wenn Sie meinen Kommentar vollständig gelesen haben, wissen Sie doch ob ich den Unterschied zwischen Gewinn und Umsatz kenne und brauchen nicht fragen. Im letzten Absatz gehe ich ja auch nochmal darauf am Beispiel von EDEKA ein. Kann aber natürlich auch sein, dass Sie der Meinung sind Nestlé wäre altruistisch und die Kosten übersteigen die Umsätze in Deutschland. Wenn Sie allerdings diese Meinung nicht haben bestätigt dies nur das ihre These “Wissen Sie, wo diese Konzerne ihr Geld verdienen? Nicht in Deutschland.” auch in Ihren Augen falsch ist. Wie diese These damit begründet werden soll, dass Deutschland der drittgrößte Markt ist, erschließt sich mir allerdings nicht.
Das die Gewinnmargen geringer sind sagt ja noch nicht, das sie nicht vorhanden sind. Sie verdienen ihr Geld auch in Deutschland müsste es heißen.
@ #50 StefanP am 11. Februar 2010 um 14:10
Also mit “Neoliberalismus” meine ich einfach verkürzend immer die heutigen “Konzepte”, nicht die ökonomische Theorie. Ich habe mich in diesem Blog einfach nur vereinfachend einem Sprachgebrauch angeschlossen. Von Hayek z. B. sind mir (soweit bekannt), viele m. E. sinnvolle Aussagen bekannt.(ich kenn allerdings nicht viel)
Ich meine vor allem auch die Armut, die noch kommen wird. Wir haben das Schlimmste noch vor uns! Ich weiß noch keine Lösung, Die heutige Politik aber mitnichten. Sie diskutiert das Problem nicht einmal, sondern beschönigt und verschleiert. Wie soll mans auch anders erwarten. Aber an der Realität wird auf Dauer niemand vorbeikommen! Wie die Menschen auf ihr Elend reagieren, bleibt natürlich abzuwarten.
Warum sind hier eigentlich in letzter Zeit so viele Leute so furchtbar aggressiv? Ist doch gut, wenn jmd. die Gegenseite vertritt. Das kann man doch auch sachlich kontern, wie Axel (und SF natürlich) sehr schön zeigt (Axel: Sowohl Stil als auch Argumentsqualität gefällt mir bei dir sehr gut). Gut, manche Aussagen StefanPs können einem schon kurz die Zornesröte ins Gesicht treiben. Aber der Vorteil eines Internet-Forums (im Gegensatz zu Reallife-Diskussionen oder Chats) ist es doch gerade, dass man kurz in sich gehen kann und die Antwort erst nach Abflauen des Zorns geben kann. Das ergibt eine wesentlich seriösere Diskussion, die uns alle viel weiter bringen und die man auch mal weiterverlinken könnte. Mich stören inzwischen die ständigen Beleidigungen in Richtung StefanP (manchmal auch Karl Heinrich) oft mehr als seine Aussagen.
@aquadraht
Ja, haste wohl recht. Mich packte nur der Ehrgeiz seine abstrusen Argumente zu zerlegen.
Muss nochmal ausholen:
Zitat StefanP:
WEIL HIER DAS MEISSTE GELD ZU VERDIENEN IST UND DAMIT DER GRÖSSTE WETTBEWERB!
Das ist Marktwirtschaft auf Kosten der Mitarbeiter und der 90% der Verbraucher belohnen dieses System. Weil sie nicht nachdenken.
Das war es aber wohl jetzt. Ah. Nein das noch:
Ein Land wie Deutschland und eine derart hohen Kinderarmut. Das ist vielleicht auch gemeint. Aber du bist ja guter Deutscher, wie du schreibst. Nur die starken kommen durch, gell. Die anderen haben es eh nicht verdient.
@Axel
Natürlich gibt es für einen Rechtsstaat Grenzen, bis wohin er das Sozialniveau absenken kann. Diese Grenze ist spätestens erreicht, wenn Menschen so wenig haben, dass sie verhungern. Davon sind wir weit entfernt, also sollten wir auch nicht so tun als ob. Wir können ohne Verletzung des Sozialstaatsgebots das Transferniveau weiter absenken, z.B. auf die Höhe Großbritanniens oder Irlands. Das wollen wir nicht, das ist ein gesellschaftliches Commitment. Doch darum ging es nicht, sondern um die Behauptung, man könne das derzeitige Niveau nicht weiter reduzieren.
Was stellen Sie sich in wirtschaftlichen, in sozialen Beziehungen als ?100% eindeutigen Beweis? vor? Das gibt es nicht, in keiner Beziehung. Genausowenig wie, dass der Mindestlohn wirkt oder nicht wirkt. Sie haben selbst das Beispiel des ZEW gebracht, scheinbar sind Argen mit viel Druck erfolgreicher, Menschen in Arbeit zu bringen.
Das ist falsch. Nach der Studie stehen ein Drittel der Erwerbslosen dem Arbeitsmarkt nicht unmittelbar zur Verfügung. Ein Teil davon wäre zwar zur Arbeitsaufnahme bereit, sucht aber nicht aktiv, schreibt z.B. keine Bewerbungen. Rechnet man solche Gruppen heraus, kommt man so auf die 10% ?Arbeitsunwillige?. Nur: wie soll jemand eine Arbeit bekommen, wenn er sich anderen gegenüber nicht als interessiert zu erkennen gibt? Wenn Sie nicht in den Bentley-Verkaufsshop gehen, wird kein Verkäufer Sie ansprechen, ob Sie gerne einen Bentley kaufen möchten.
Nein, muss ich nicht. Die Gruppe der Arbeitslosen ist immer eine Definitionsfrage. Die deutsche Definition ist so eng gezogen. Erwerbsfähig ist, wer in der Lage ist?in absehbarer Zeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt mindestens drei Stunden pro Tag erwerbstätig zu sein (§ 43 Abs. 2 Satz 2 SGB VI). Das ist eine so enge Beschreibung, dass die deutsche Arbeitslosigkeit in internationalen Messungen niedriger ausfällt als die Veröffentlichte.
Gibt es. Die derzeit angebotenen Stellen sind zum einen nur diejenigen, die richtig ausgeschrieben sind. Diese Größe ist immer niedriger als der tatsächliche Bedarf. Zum anderen bezieht sich das Volumen an offenen Stellen nur auf das derzeit geltende Lohnniveau für die jeweiligen Tätigkeiten. Aber es sollte für jedermann leicht nachvollziehbar sein, dass beispielsweise ein Bauunternehmer mehr Leute einstellen würde, wenn deren Lohnanspruch niedriger wäre als das der Stammbelegschaft, er dadurch teure und ineffiziente Überstunden vermeiden könnte und/oder er diese Neueinstellungen bei rückläufiger Auftragslage ohne zusätzliche Kosten sofort wieder entlassen könnte. Dass diese potentiellen Stellen nicht angeboten werden, hat nichts damit zu tun, dass die Arbeit dafür nicht vorhanden wäre, sondern dass die rechtlichen Rahmenbedingungen dies nicht zulassen.
@StefanP
Ein zu hohes Lohnersatzniveau interessiert nur solange, wie man sich im Rahmen eines vertretbaren Existenzminimums bewegt. An dieser Untergrenze immer weiter rumzudoktorn, ist für mich im wahrsten Sinne des Wortes ein Armutszeugnis deines erwähnten deutschen Kultur- und Werteverständnisses.
ME haben wir zu niedrige Unterstützung und viel staatlichen Druck, der keinem hilft. Weder den betroffenen Menschen, noch der Volkswirtschaft. Dieser Druck wird schlicht dazu zweckentfremdet als betriebswirtschaftliches Angstmittel den Niedriglohnsektor zu festigen und Rechte der Arbeitnehmer zu beschneiden. Da hast du doch schon deinen erwünschten wirtschaftlichen Druck.
@Karsten Bier
Damit hast du grundsätzlich Recht. Aber nur dann, wenn Fakten und Wissen vorhanden ist.
Über Meinungen kann man streiten, aber nicht über Tatsachen. Und dann muss man es eben deutlicher sagen.
@57 name
Schön geschrieben!
@AndreasM
Also eine Hartz IV ohne Sanktionen. Entscheidend ist ja die Höhe des BGE. Nur ist ein BGE in einer Marktwirtschaft wohl nicht möglich, da die Preise sich an die erhöhte Nachfragemacht anpasen würden – also Inflation. Mit einem BGE müssten man die Rahmenrichtlinien des Wirtschaftssystems komplett neu strukturieren.
Das BGE ist wahrscheinlich die(!) einzige Alternative, aber man kann es nicht einfach so einführen und dann gucken, was passiert. Verstehe mich nicht falsch, ich bin sogar überzeugt davon, dass das BGE einmal kommen wird. Ob ich das noch erlebe, will ich aber nicht mutmaßen.
@Unbequemer
Momentan ist der Staat der Wähler und der Wähler will weder Mindestlohn noch BGE sondern Schwarz-Gelb. Was kann man da machen? Revolution? Abwarten?
@Jack Bauer
Und wie war das bei Gründung? Und viele Jahre danach? Der Ursprung ist ein Unternehmen. Und in dem gemeinsamen Konzept, das in der Form kein Dritter nutzen kann. Unterhalten wir uns also, woher der Reichtum kommt, dann müssen wir dies berücksichtigen. Deswegen die Rechnung als ein Unternehmen.
Meine Behauptung der geringen Margen bezog sich auf den Lebensmitteleinzelhandel, also der Bereich, der direkt mit dem Endkonsumenten handelt.
Du hast von der Lebensmittelbranche gesprochen und jetzt schreibst du was von Einzelhändler. Was nun?
Der Gewinn und die Quelle des Wohlstandes stammt aus dem innovativen Großhandelsgeschäft. Nochmal: genau darum ging es, womit wurde wirklich Geld verdient, dass man es auf die Forbes-Liste schafft. Mit Sb-Märkten sicher nicht.
Quatsch. Sie leben von der Idee der Gründerzeit. Markenrechte und Patentrechte sowie eroberte Marktstellungen sind nicht einfach kopierbar.
Okay, vergleichen Sie mal das EBITDA von Rewe mit beispielsweise BMW, die eine ähnliche Marktposition haben. Oder mit einem Energieerzeuger. Oder einigen marktbeherrschenden Online-Anbietern. Überlegen Sie mal anhand von markttypischen Unternehmen, in welchen Branchen schlechter verdient wird als im Lebensmittelbereich (und des geringbezahlten Dienstleistungssektors). Vielleicht kommen Sie dann mal auf den Boden.
@Glawen
Internationale Einzelhändler sind auf dem deutschen Markt aktiv, weil er in Europa volumenmäßig der Größte ist. Damit lassen sich vergleichsweise hohe Umsätze und Skaleneffekte erzielen. Dennoch muss sich jedesmal das Management dafür rechtfertigen, dass die prozentualen Margen deutlich niedriger ausfallen als in den meisten anderen Märkten. Headquarters verstehen so etwas nicht.
Einigen wir uns darauf, dass man zwar auch im Lebensmitteleinzelhandel Gewinne machen kann, diese aber prozentual betrachtet deutlich geringer ausfallen als international üblich.
@StefanP
Na das erzähle mal Deinen Buddys aus den Instituten ;-)
Richtig und darum haben Geschäftsmodelle, die ausschließlich auf Hungerlöhne aufbauen, auch keine Zukunft.
Den Satz kreide ich mir rot an und schleudere ihn Dir bei nächster Gelegenheit um die Ohren ;-)
Was heißt hier ausgehebelt? Für einen Anbieter von Produkten gibt es auch eine Angebotspreisschwelle, die nicht unterschritten werden darf und unter der er sein Produkt nicht anbietet. Das ist ganz normal. Ansonsten würde er zwar seine Waren absetzen, aber aufgrund mangelnder Rentabilität vom Markt verschwinden. Warum es eine solche Schwelle im Arbeitsmarkt nicht geben? Auch der Anbieter von Arbeitskraft hat eine solche Angebotspreisschwelle.
Richtig, das ist eine der Errungenschaften des Sozialstaats.
So so, damit stellst Du zwar sämtliche Postulate der Mikroökonomie auf den Kopf. Aber wenn es Dir Spaß macht … ;-)
Das ist eine verquere Logik. Wenn ein bestimmtes Geschäftsmodell mit den gegebenen Kosten nicht klarkommt, hat es nun einmal keine Daseinsberechtigung. Ich kann auch nicht sagen “Energie ist viel zu teuer und das ist politisch gewollt” und mich dann darüber aufregen, dass ich meine Kühlschränke mit dem Energieverbrauch eines Suchscheinwerfers nicht loswerde. Es ist aber natürlich immer einfacher, den Fehler bei den Anderen zu suchen und nicht sein eigenes Modell in Frage zu stellen.
Was wiederum nur zeigt, dass Du nicht rechnen kannst ;-)
@Jack Bauer
Und woher kommt die hohe Kinderarmut? Durch die hohe Zahl der Alleinerziehenden. Verringern Sie die Zahl der Alleinerziehenden und sie haben weit weniger Kinderarmut. Allein von Mitte der 1990er bis Mitte 2000 ist die Zahl der Alleinerziehenden um nahezu 1 Million gestiegen. 90 Prozent davon fanden sich unmittelbar in der Unterschicht wieder.
@StefanP
Aber setzen Arbeitsplaetze nicht zu erledigende Arbeit voraus? Das Problem sind nicht die Arbeitsplaetze sondern die nicht vorhandene Arbeit. Schau dir mal an wieviele Leute in den 50/60 noch auf einem Bauernhof gearbeitet haben; solch ein Hof wird heute von 2 Personen bewirtschaftet. Und das zieht sich durch fast alle Wirschaftsbereiche. Wir werden uns daruf einstellen muessen, dass wir einen Teil der Gesellschaft wirtschaftlich nicht mehr brauchen werden, da einfach keine Arbeit mehr da ist. Niedrige Loehne und Zwangsmasznahmen helfen da herzlich wenig. Darauf muss die Geselschaft reagieren. Ich bin deshalb fuer das Grundeinkommen.
@Karsten Bier
StefanP vertritt nicht irgendeine “Gegenseite”. Er zerstört mittels Forumfluten die Diskussionskultur, er weicht manipulativ vom Thema ab, er fröhnt der Rabulistik und hat dafür gesorgt, dass sich die meisten Kommentatoren nur noch mit Antworten auf StefanP beschäftigen, anstatt wie früher kontrovers zu diskutieren. StefanP hat oft bewiesen, dass es nicht möglich ist, mit ihm seriös zu diskutieren und dadurch zerstört er die Diskussionskultur. Ich selbst habe mal hier geschrieben, dass ich es falsch fände, seine Beiträge wegzuzensieren – mittlerweile weiss ich nicht mehr, ob ich die Position noch richtig finde, da die SF-Foren mittlerweile zu einem StefanP-Dreckloch verfallen sind.
Deutlich wird das z.B. bei Karl Heinrich – jemand, der ähnliche Positionen vertritt, aber mitnichten ein derartiges Benehmen wie StefanP an den Tag legt. Karl Heinrich wird nicht vergleichbar beleidigt und es gab wohl auch noch keine Zensurforderungen, denn Karl Heinrich ist ein kompetenter Diskussionspartner, der diskutiert und nicht nur zerstört.
Mal ganz abgesehen davon, dass dieser StefanP unentwegt beleidigt – er benutzt nur nicht die Fäkalsprache um zu diskreditieren, zu verleumden und niederzumachen. Ich sehe da keinen Unterschied und ich bin froh, wenn er endlich mal verschwindet, da die Qualität der Diskussionen durch StefanP stark nachgelassen hat.
@37 Degnaphata
Nein, der “Lohnabstand” ist ja per se nichts negatives. Er sorgt dafür, dass es keine Jobs gibt, die zu schlecht bezahlt werden.
@StefanP
Du erzählst (wie gewohnt) Unsinn. Axel beruft sich hier auf die Frankfurter Rundschau.
Natürlich sind 90% laut der neuen Studie arbeitswillig. Dass 1/3 (nach der alten Studie) dem Arbeitsmarkt nicht unmittelbar zur Verfügung steht, ist eine willkürliche Festlegung des DIW, die du nur zu gerne übernimmst, weil sie dir in den Kram passt und du nicht selber denken willst.
Auch das folgende muss dir Hartz-Boy wohl wie eine schallende Ohrfeige vorkommen:
Wie die Zeitung unter Bezug auf die DIW-Studie schreibt, haben die Hartz-Reformen, anders als von der Politik erhofft, nicht zu einer höheren Arbeitsbereitschaft geführt. Dies liege laut DIW daran, dass die Motivation schon vor der Reform “offenkundig kaum steigerungsfähig” gewesen sei. Dies gelte insbesondere für die neuen Bundesländer, wo noch weniger Erwerbslose auf einen Job verzichteten als im Westen.
http://content.stuttgarter-nachrichten.de/stn/page/2380281_0_6213_-diw-studie-hartz-iv-empfaenger-suchen-nach-arbeit.html
@StefanP
Möchtest du jetzt den Menschen sagen wie sie leben sollen? oder sind gar selbst schuld? Können sich nicht selbst aus dem Dreck befreien die doofen. Ist doch jeder seines Glückes Schmied. Westerwelle hat heute ähnliches verachtendes gesabbert.
Oder kann es an dem Fakt liegen, dass die Alleinerziehenden dann doch meistens Frauen sind und die leider nur beim “Lebensmittelsektorbranche”
an der Kasse sitzen und von dem Geld nicht leben können? Was willste mit den Alleinerziehenden sagen?
Genauer bitte.
Und schon wieder Quatsch. Lidl, Netto usw. haben es kopiert. Mit der Folge, dass die Menschen noch schlechter bezahlt werden. Beim Aldi geht es im Verhältnis noch. Schlecker ist übrigens auch so ein Beispiel. Die haben den Aldi kopiert und Deos in die Regale gestellt. Immer das gleiche Prinzip.
Entweder durch Masse der Filialen siehe Aldi, Schlecker usw. oder durch Masse an Verkaufsfläche, siehe real und seit neuestem Edeka. Die übrigens durch den Kauf von Netto der größte deutsche Lebensmittelhändler geworden sind. Woher kommt das Geld, um so einen Kauf abzuwickeln?
Nicht dadurch, dass man ein Pfund Butter für 0,59 ? einkauft und für 0,69 ? verkauft. Es kommt von den Regalgeldern, von den Werbekostenzuschüsse, von den Eintrittsgeldern, von den Jahresrückvergütungen. Wie diese ganzen Geldern auch heissen. Ich nenne es Bestechungsgelder, damit ein Produkt im Markt verkauft werden kann. Und das Geld landet nicht bei den Mitarbeitern. Das geht in die Kasse. War das verständlich, wie das System läuft? Oder ist das für einen Theoretiker zu hoch?
Natürlich ist das so. Muss auch sein. Wäre ja noch schöner, dass der Handel das gleiche verdient wie die Produktion. Ist aber auch nicht das Thema. Den BMW Mitarbeiter geht es sehr gut. Die Menschen im Handel geht es sehr schlecht. Frage mal die Ex-Hertie MItarbeiter was sie von Middelhof halten, der Mutwillig dern ganzen Konzern gegen die Wand gefahren hat.
@Spiegelfechter
Was Sie als Hungerlohn bezeichnen, gilt in Polen, Tschechien, Spanien oder gar China als fürstliches Salär. Global betrachtet ist der deutsche Markt viel zu klein und unbedeutend als sich nach den nationalen Bedingungen richten zu müssen.
Tut das weh? ;-)
Ich schlage Sie zum Chefberater der AEG vor. Die hat nämlich genau das getan, weltweit Aufträge unter der Vollkosten- und häufig unter der Teilkostenschwelle angeboten. Tatsächlich passiert das Tag für Tag, was Ihnen unmöglich erscheint, z.B. wenn die allgemeine Auftragslage dünn oder der Auftrag ein großes Volumen hat. Interessiert in der Regel niemanden, wenn Handy-Anbieter Mobiltelefone anbieten, die sie mit dem Verkaufspreis nicht refinanzieren können.
Das Prinzip will keiner aushebeln, über das Niveau wird diskutiert.
Die Mikroökonomie untersucht nicht die Motive, sondern nur der Kostenstruktur der Marktteilnehmer.
Jetzt vergessen Sie die Mikroökonomie. Wenn ein Anbieter über dem Marktpreis liegende Kosten hat, dann ist die erste Aufgabe, diese Kosten zu drücken, nicht aus dem Markt auszuscheiden. Dazu gehören Materialkosten genauso wie Personalkosten. Nur wenn neben dem Marktpreis auch noch der Input als Datum genommen werden soll, entsteht wirklich ein Problem. Das ist aber nicht Mikroökonomie, sondern Staatswirtschaft.
Wenn mehrere Anbieter sich zu einem Preisverhandler zusammenschließen, was ist das dann? Ein Kartell? In diesem Sinne agierten die Gewerkschaften. Über Lohn- und Arbeitszeitvereinbarungen verknappten sie das Angebot an Arbeit, wodurch sich höhere Löhne durchsetzen ließen. Die Verknappung des Angebots ging allerdings zu Lasten der Bundesanstalt für Arbeit und damit der Allgemeinheit. Hätten die Gewerkschaften für die freigesetzten Arbeiter aufkommen müssen, hätten sie wie dieses Jahr die IG Metall den Preis für Arbeit nicht hochgetrieben, sondern Abschlüsse verhandelt, die den Arbeitgebern nicht zusätzlichen Rationalisierungsdruck auferlegt hätten.
Erzählen Sie das bloß nicht meinen Auftraggebern. ;-) Übrigens haben Sie nicht verraten, warum Sie Ihren Hartz-IV-Mindestlohn auf Nettobasis gerechnet haben, wo doch die Bruttobasis üblich ist. Weil?s einfach beeindruckender aussieht?
@Sf #71
Du sagst es, er verschwindet vom Markt. Also hat er keine staatliche Absicherung für irgendeinen Preis. Absolut keine.
Und deshalb kann dein Versuch, den Mindestlohn allgemein markttechnisch zu legitimieren, nicht glücken.
Nein, du warst es, der der alten Sozi-Neigung erlag, Netto und Brutto nicht auseinander zu halten ;-)
@ schwitzig #74
wahrscheinlich versprechen sich manche etwas aus einer Diskussion mit ihm, das produktiver und aufschlussreicher sein könnte, als sich mal eigene Gedanken zu machen oder zu recherchieren…das ist echt bescheuert. Er ist eigentlich vergleichbar mit dem heutigen Fernsehen, oder mit der früheren katholischen Kirche – immer schön die Gedanken zurück auf den rechten Pfad und dazugehöriger Knechtschaft führen…
Ich hoffe das klingt jetzt nicht blöd, aber es schmerzt fast, das mitansehen zu müssen.
@ StefanP #72
Sie haben den Artikel von dem Großanthropologen Gunnar Heinsohn zum Wachstum der Unterschicht süffig zur Kenntnis genommen. Dass Ihnen dieser behaglich erscheint, ergibt sich aus Ihrem Beitrag. Begrenzung der Bezugsdauer auf insgesamt 5 oder 6 Jahre und schon ist die Sache gebongt!
Auszug:
Die zweite Gruppe (der Rassisten, d.V) steht eher links und argumentiert im Grunde noch verachtender. Sie betrachtet die Sozialhilfemütter als hilflose Personen, die selbst einfachste menschliche Verrichtungen nicht hinbekämen. Deshalb müsse mehr Geld her für immer größere Schutzheere von Sozialarbeitern her. Rechte wie linke Rassisten werden von den Sozialhilfemüttern umgehend Lügen gestraft. Sie können Schwangerschaften nämlich genau so gut verhüten wie ihre Karriereschwestern. Gleich nach Inkrafttreten des neuen Gesetzes (unter Bill Clinton, d.V.) verwenden auch sie das gesamte Arsenal der Geburtenkontrolle.
A propos Invektiven: Schauen Sie sich ‘mal die dortigen Kommentare zu dem obigen Artikel an. Wow!
@StefanP:
Ich weiß nicht, ob ich lachen oder heulen soll.
@Jack Bauer
Möchten Sie, dass die Gesellschaft jedes Lebensmodell zu finanzieren hat? Der Großteil dieser Alleinerziehenden arbeitet nicht (zumindest der Großteil derer, die sofort in die Unterschicht verschwunden ist). Und warum nicht? Eine Alleinerziehende mit zwei Kindern hat einen um fast 10 000 EUR höheren Bedarf als ein Paar mit zwei Kindern. Sind Sie der Ansicht, der Staat habe dieser Frau jährlich 10000 EUR zusätzlich zu geben?
Lidl und Netto sind nur in der selben Branche (Discounter), sie haben nicht das identische Geschäftsmodell. Das wissen Sie, sobald Sie in beiden Geschäften eingekauft haben.
Diese Systeme sind absolut branchenüblich, Aldi hat sich dem sehr lange weitgehend entzogen. Wenn das für Sie Bestechungsgelder sind, dann sind fast alle Unternehmen korrupt. Sie übrigens auch, sobald Sie einen Rabatt für Barzahlung oder sonstige Mätzchen aushandeln.
@Jack Bauer #66
Dann halte sich daran. Du kennst zum Beispiel die Bedeutung des Begriffs Einzelhandel nicht und glaubst, das wäre das, was man unter Tante-Emma-Laden versteht.
Sowas ist ja nicht schlimm. Ich weiß nicht, ob ich das als Zehntklässler parat gehabt hätte. (Da standen andere Dinge im Vordergrund. ;-)
Umso wichtiger ist es, dann etwas zurückhaltender zu diskutieren.
Geht nicht mehr. Der Typ argumentiert verachtend und dumm. Gehe ich doch lieber in den Schnee und zähle die Schneepflocken.
Auf das dir das Neolib. Zeug im Halse stecken bleibt. Du entziehst dir selbst die Basis, dass man dich noch ernst nehmen könnte.
uff. und jetzt noch Karl-Heinrich. :-(
@Karl Heinrich
*seufz*
4,60 pro Stunde macht bei 255 Arbeitstagen im Jahr und 8 Stunden am Tag 9.384 Euro brutto, was bei Lohnsteuerklasse 1 (ist egal, da eh keine Steuern anfallen) und den üblichen Abgaben 7.463 Euro netto macht. Dies entspricht dem durchschnittlichen Hartz-IV-Satz für einen Alleinstehenden inkl. Kaltmiete und Heizkosten.
“Ihr” macht nur immer wieder den Fehler, Extrembeispiele herauszusuchen, wie den zuckerkranken Hartzer, der in München lebt und wesentlich höhere Mietkosten hat. Wenn, dann nehmt doch bitte den Durschnitt, alles andere ist unseriös. Aber dass ist ja eine alte Neolib-Neigung ;-)
@Spiegelfechter
255 Arbeitstage im Jahr erkennt ein Finanzamt nur an, wenn die Arbeitswoche aus 6 Arbeitstagen besteht oder der Arbeitgeber bestätigt, dass kein Urlaub genommen wurde. 770 EUR plus Sozialabgaben plus Steuern (die Grenze beginnt bei 7 900 EUR p.a.!) ergibt genannte knapp 1000 EUR. 1 000 EUR bei 168 Stunden ergibt besagte 6 EUR Stundenlohn, bei 160 Stunden 6,25 EUR.
Nehmen wir die in Rede stehenden 770 EUR, teilen sie durch 168 Stunden, kommen wir erstaunlicherweise genau auf die von Ihnen erwähnten 4,60 EUR. Zufall? Nur hätten Sie damit netto gerechnet – genau der Vorwurf.
@ 68 (SF)
Will der Wähler das wirklich? Ich kenne viele Wähler die das nicht wollen, aber keinen Wähler der das will. Nur, diejenigen, die es nicht wollen, das sind meistens die Nichtwähler. Da kann ich mir die Finger blutig schreiben (ich erstelle eine Stadteilzeitung) und den Mund fusselig reden.
Schon J.W.v.G. schrieb – getretener Quark wird breit, nicht stark.
Und der Gipfel aller …. der mit seinen 95 Thesen, der hat dann hinterher “wider die räuberischen und mörderischen Bauern” gehetzt. Heute würde der sicher auch “wider die faulen Erwerbslosen” schreiben.
In einem hast Du aber Recht. Zwar bilden ALLE Bürger den Staat, aber nur die Wahlberechtigten die dieses Recht in Anspruch nehmen haben einen (wenn auch zu geringen) Einfluss auf die Richtung der Politik. Da arbeiten Demagogen geschickt daran, die Wut in bestimmte Kanäle zu leiten und über die Opfer der Gesellschaft zu schütten.
Demokratie, die Tyrannis der Stimmenmehrheit – (da nach Einstein die Dummen sowohl in der Mehrzahl als auch die Dummheit unendlich ist – somit die Demokratie als die Tyrannis der dummen Wählermehrheit bezeichnet werden kann) und die wurde damals in Russland mit Bolschekiki bezeichnet – Mehrheitler – während die Minderheit, also die oppositionellen Kräfte, Menschewiki genannt wurden. Wie passend. Denn mensch(lich)ewiki ist meistens nur eine Minderheit.
Und dann sollte der Unterschied zwischen Tyrannis und Diktatur beachtet werden. Leider halte ich die Erklärung auf Wiki für unüberlegt. Die werfen Diktatur und Tyrannei in einen Topf – aus meiner Sicht. Nicht jeder Diktator ist ein Tyrann und nicht jede Tyrannei wird durch eine Person beherrscht, das können auch Parteien sein.
Das wäre der Fall, wenn das Angebot an Waren konstant wäre.
Das Marktangebot passt sich aber der Nachfrage an. Wenn also jetzt festgelegt würde, das ab nächstem Jahr jeder Deutsche ein bedingungsloses Grundeinkommen einer bestimmten Höhe erhalten wird und dafür der Steuersatz (und insbesondere der Spitzensteuersatz) um so und so viel erhöht wird, werden eine Reihe schlauer Leute mit mehr oder weniger guten Modellen berechnen, was erwartet wird, das die Leute sich mehr oder weniger kaufen. Sie werden damit zwar häufig danebenliegen, aber es wird eine gewisse Erwartung geben und dementsprechend wieder Firmen, die versuchen, zugehörige Waren zu produzieren.
Von manchen Waren werden dann zu viele, von manchen zu wenige da sein, aber es wird nur dann eine generelle Inflation geben, wenn die Volkswirtschaft das insgesamt nicht erfüllen kann.
Aber man braucht sich Deutschland nur anschauen.
Wir haben einen hohen Aussenhandelsüberschuss. Das heißt, wir können noch deutlich mehr Waren importieren, also durchaus einen erhöhten Bedarf decken.
Wir haben viele Arbeitslose, und zwar nicht nur solche mit wenig Bildung. Das heißt wir können noch durchaus mehr produzieren oder sonstige zusätzliche Arbeitsstellen besetzen.
Was spricht also dagegen, die Nachfragekraft der Bevölkerung auf breiter Basis zu erhöhen? Zu einer Inflation wird es dabei so schnell nicht kommen (und das bGE ist ein gutes Werkzeug, genau das für den Realwirtschaftskreislauf zu regulieren).
@StefanP
Na, mit Mathe haben wir es aber wirklich nicht, gell? ;-)
Ich habe explizit vorgechnet, wie hoch das Bruttoeinkommen ist und wie hoch die Abzüge sind. Wenn Du dem nicht folgen kannst, kann ich auch nichts dafür. Wenn Du unbedingt 30 Tage Urlaub abziehen willst, was für einen Neoliberalen Deiner Couleur ja bereits bemerkenswert ist, kommt man nur dann auf eine andere Zahl, wenn der Urlaub unbezahlt ist … das ist aber in unserem Land zum Glück nicht der Fall, weshalb ich niemanden kenne, der beim Stundenlohn nur die tatsächlich geleistete Zeit heranzieht. Merke – Volkswirtschaft ist nicht(!) BWL und schon gar nicht KoLei.
das sehe ich etwas anders. de facto ist der staat momentan vorrangig das was die römer patriziat nannten, die oberen 5% und vor allem die massenmedien, und ein teil von vielleicht 30-40% der bevölkerung, der blind in vermeintlich eigenem interesse folgt, so verträumt-naiv-kommunistisch sich das auch anhören mag. wenn man nur ein wenig beim gemeinen volk hinterfragt, stellt sich sehr schnell heraus, dass sie eigentlich typisch linke positionen vertreten, aber aus angst vor ausgrenzung, fehlinformationen etc. nie im leben darauf kämen die linke zu wählen. damit will ich nicht einmal behaupten dass die linke die lösung aller probleme wäre, aber jede stimme die an die linke ginge ist eine stimme weniger für cdu, fdp (traurigerweise auch die spd) und ähnliche rentabilitätsfaschisten.
andererseits ist da auch eine nicht völlig unbegründete und teils sogar aktiv genährte politikverdrossenheit, die dem wähler weis macht er könne ohnehin nichts mit seiner stimme ändern.
fazit: der deutsche karren steckt ziemlich tief in der scheiße, und er hat wie es aussieht kein interesse daran sich freizuschaufeln.
ps. heute abend bei illner zu besuch: v. d. laien, kurt beck, buschkowsky und hans werner unsinn. personen die an hypotonie leiden dürfen das nicht verpassen :)
@ #64 StefanP am 11. Februar 2010 um 14:58
Also wir müssen jetzt, an irgendeiner Stelle mal zu Potte kommen.
Ich kenne jetzt die Einzelfälle nicht, aber was auf den ARGEN abläuft ist in vielen Fällen menschenverachtend , ja und schon kriminell. Was die ARGEN also an “Druck” aufbauen dürfte von derselben Qualität sein.
Ich kann also die unkritische Verwendung des Wortes “Druck” nicht akzeptieren.
Wir müssen jetzt mal versuchen, hier einen Ansatzpunkt zu bekommen. Das mit der Höhe des Transfers ist schwierig, aber über konkrete “Sauereien” werden wir uns doch wohl noch einig werden können. Deshalb bringe ich Ihnen ein Beispiel. Wie gesagt diese Sauereien zeigen, daß man auch dem “Druck” der ARGEN mit Sicherheit skeptisch gegenüberstehen sollte!
Ich brachte es vor Kurzem schon einmal und habe Ihnen bereits viele weitere Hinweise gegeben.
Ich weiß nicht ob man im Beispiel von “Druck” sprechen kann. Der arme Kerl dem das passierte mag aber solchen verspürt haben, denn er wußte nicht wie ihm geschah.
Beispiel: Ein Thyssen-Arbeiter ist geschieden und lebt mit einer neuen Lebensgefährtin und deren Kindern zusammen. Da er für Unterhalt zahlen muß, reicht das Geld für die neue Lebensgemeinschaft nicht. Er stellt Antrag auf Hartz-Leistung.
Die Bestimmung ist: In einem solchen Notfall muß die Behörde sofort zahlen. Was passiert? Die Behörde leistet nicht. Sie gibt dem Mann den ?Tipp?, er solle bei Thyssen kündigen und eine Leiharbeit annehmen, um mehr zu verdienen. Der Mann weiß zunächst nicht wie ihm geschieht, fängt sich aber und weiß, das er die 17 Euro die er bei Thyssen bekommt, in der Leiharbeit nicht bekommt. Erst durch Hilfe eines Ombudsmannes, kommt er verspätet zu seinem Recht. Als Leiharbeiter wäre er natürlich auch arbeitslos geworden. Wahnsinn, oder?. Kein Einzelfall!
Ja das ist der Staat sagen sie jetzt. Eben das ist u. a. Schwarz-Gelb, (das die Gesellschaft erneuern will) und im weiteren Sinn die Einheitspartei Schwarz-Gelb-SPDRot-Grün.
Hartz IV ist nicht nur grundlegend ?inadäquat?, diese Ungeheuerlichkeiten in der Praxis des Systems haben Methode. Das sind keine Einzelfälle. Das ist die Folge, wenn man wie Hartz IV ein System auf Lügen über die Realität aufbaut, wie z. B. der Lüge, das die Arbeitslosigkeit am zu spendablen Sozialstaat läge. Da das eine Lüge ist kann durch Hartz keine Arbeitslosigkeit abgebaut werden und die Ämter müssen auf diese Weise Amok laufen!
Ich gehe auf weitere Punkte jetzt nicht ein, da ich momentan zuviel Streß habe, aber nachher vielleicht.
@schwitzig
Weil man Mortimer hinter jedem Pseudonym erkennt! ;)
Hallo Herr Spiegelfechter,
vielen Dank für den schönen Satz in dem ansonsten eher ernsten Text:
… auch die SPD erinnert sich nur dann an den Mindestlohn, wenn sie gerade nicht in der Lage ist, ihn auch tatsächlich durchzusetzen.
Das musste ich lachen.
Grüsse
@FrankS
Sie meinen den Mortimer, der selbst aus einem linken Forum wegen ungebührlichen Verhaltens geflogen ist und der so schnell verjüngt? Aber das wissen wir doch… ;-)
@Axel
Gerade lese ich, dass 17% der deutschen Schüler keine 400 Punkte beim Pisa-Test erreichen, was als Minimalanforderung für das Berufsleben in Industriestaaten gilt. 17% die potentiell nicht leistungsfähig sind. Frage: was machen Sie mit denen? Sicher, Druck wird da auch nicht helfen, diese Menschen in Erwerbsarbeit zu bringen, aber ganz sicher nicht eine Erhöhung der Hartz-IV-Sätze.
Wenn nur jeder Schüler mindestens die besagten 400 Punkte erreichen würde, könnte die Wirtschaft um jährlich 0,65% zusätzlich wachsen, was 16 Milliarden EUR entspricht. Dies wiederum könnte zu 6-8 Milliarden mehr Steuereinnahmen führen – per annum! Das nur, wenn das Mindeste des Mindesten erfüllt würde, von mehr reden wir gar nicht.
Da sich der Mindestlohn als das Allheilmittel etabliert hat, Gibt es auch ein Szenario, wie man als Unternehmen Mindestpreis am Markt durchsetzen kann? Gibt es dafür dann ein Bundesgesetz oder eine Ausführungsverordnung? ;)
Freundlichst, FrankS
@Unbequemer
Anscheinend schon, sonst würde er sich ja anders entscheiden.
Das muss an Deinem Umfeld liegen ;-)
Tja, so ist nun einmal das Leben. Ich weiß.
Ich kenne das aus eigener Erfahrung.
Das ist sicherlich richtig, aber haben wir so wenig aus der Geschichte gelernt? Man kann nicht immer nur die Demagogen verantwortlich machen, wenn ein ganzes Volk hinter ihnen herrennt.
@FrankS
Meinst Du damit mich oder wie soll ich das verstehen?
Ich habe es nicht nötig, irgendwelche Pseudonyme zu verbrennen. Wenn jemandem meine Postings so mißfallen, dass er mich irgendwie ausschließt, verlasse ich sein Portal. Ich nenne es Höflichkeit, jemanden nicht weiter zu behelligen, wenn das nicht gewünscht oder toleriert ist.
@noname
In diesem Punkt hat Pispers es auf den Punkt gebracht: 66% der Wähler wählen eine Partei, die das Gegenteil von dem vertritt, was sie selber für richtig halten.
@FrankS
Aber natürlich, man muss nur gute Freunde in der FDP haben, dann ist das kein Problem. Ärtze, Apotheker, Anwälte und Architekten wissen davon ein Lied zu singen.
@StefanP 96
Gerade lese ich, als Blumenuhr bezeichnet man die Zeitbestimmung anhand der geöffneten Blüten verschiedener Pflanzen. Ein paar Öffnungszeiten: Kürbis (5 bis 15 Uhr), Sumpfdotterblume (8 bis 21 Uhr), Distel (6 bis 12 Uhr). Sicher, Druck wird da auch nicht helfen die Blüten länger offen zu halten, aber ganz sicher nicht eine Erhöhung der H4Sätze!!!
@Spiegelfechter
wahrlich, Ärzte bekommen (meistens) ein Honorar vorgeschrieben, das so niedrig ist, dass ein Hartz-IVler darüber weinen würde. Bei Apothekern ist mir kein “Mindestlohn” bekannt und für Anwälte gilt mit der RGV das Gleiche wie für Apotheker. Diese Regeln angewandt müsste ein allgemeiner Mindestlohn von 4 Euro doch durchsetzbar sein, oder?
@StefanP
Ach Papperlapapp, Du weißt ganz genau, dass Apotheken durch das Arzneimittelgesetz, die Apothekenbetriebsordnung und das Sozialgesetzbuch vor Konkurrenz geschützt sind und ein Quasi-Monopol mit festgesetzten Preisen haben. Du weißt auch, dass Anwälte durch die RGV vor dem Wettbewerb geschützt sind. Und Du weißt auch, dass das Honorierungssystem der Ärztekammern schon fast sozialistisch ist und sie im Schnitt 142.000 Euro Reinertrag haben. Dein Vergleich zum Mindestlohn von 4 Euro ist schäbig und zynisch. Willst Du uns eigentlich für dumm verkaufen?
@SF
Doch, das wird aber getan – man nennt es “Wunder”. Das erste “Wunder” hatten wir 1945, als plötzlich alle erkannten, dass sie von irgendwelchen ominösen braunen Horden überrannt worden waren – gegen ihren Willen natürlich.
Das zweite Wunder haben wir nach dem 27sten September 09 erlebt: Wir haben eine Regierung, die niemand gewählt hat! Kein Scherz: Egal, wen man anspricht – niemand gibt zu, dass er FDP oder CDU gewählt hat :-). Wenn jetzt Wahlautomaten eingesetzt worden wären, hätte ich Probleme mit aufkeimender Paranoia.
Grundsätzlich steht die Demokratie nicht umsonst auf 4 Säulen, deren 4te die freie Presse ist. “Frei” ist die Presse in der Tat größtenteils, was jedoch nicht bedeutet, dass sie auch frei agieren kann, denn aufgrund von Besitzverhältnissen ist sie in Deutschland mittlerweile eher zu einem Sprachrohr der jeweilig Besitzenden verkommen.
Das muss nicht per se schlecht sein, wenn die Besitzer quer durch alle Gesellschaftsschichten und politischen Strömungen verteilt sind – jedoch ist genau dies in Deutschland nicht der Fall. Und das ist der Grund, weshalb wir zwar keine gleichgeschaltete, aber doch größtenteils eine Propagandapresse haben.
Einer gut gemachten Propaganda kann man sich auf Dauer genauso wenig entziehen, wie einer gut gemachten Werbung. Es ist wie Scheisse am Schuh: Ein bißchen bleibt immer hängen, selbst wenn man es nicht sieht.
Und genau das erzeugt das Paradoxon unserer Wahlen.
@all
ich finde, man nimmt stefanP hier allgemein zu ernst, wahrscheinlich weil er sich auf den ersten blick wissenschaftlich erscheinender argumentationsweisen und formulierungen bedient und auch den teilnehmerm fast nie persönlich zu nahe tritt.
schlimm finde ich das menschenbild, das sich nach dem “entschälen” seiner argumente enthüllt. mit den ergüssen über “alleinerziehende” hat er sich endgültig als misogyner Antihumanist geoutet. eigentlich sollte man auf sowas gar nicht eingehen, da sein menschenbild seine argumentationsweise bestimmt und diese somit überwiegend unsachlich bleibt.
…jetzt bin ich auch irgendwie “drauf eingegangen” :(
@schwitzig
Da sprichst da große Worte gelassen aus.
@ FrankS
“Da sich der Mindestlohn als das Allheilmittel etabliert hat, Gibt es auch ein Szenario, wie man als Unternehmen Mindestpreis am Markt durchsetzen kann? Gibt es dafür dann ein Bundesgesetz oder eine Ausführungsverordnung? ;)”
Wieso können es die vielen anderen EU Staaten?
Könnte es daran liegen , dass diese sich gesagt haben: Wir versuchen es mal.
Ein niederländischer Unternehmer sagte sinngemäss:
Mindestlohn finde ich deshalb gut , weil ich nicht befürchten muss , dass sich ein Konkurrent mit 3 – 4 Euro Löhnen einen Wettbewerbsvorteil verschafft. (Andere Mentalität, Arbeitslosenquote 12/2009 4,0%)
PS. Nix mehr los bei Euch im Freispruch-Blog ? Naja, Hauptakteur hat ja hier auch viel zu tun.
@#64 StefanP
Also ob man einfach sagen kann das ist falsch mag jeder für sich selbst beurteilen.
Hier die entscheidenden Passagen:
(Ich hatte am 10.2. nur die Meldung gelesen und mich gewundert!)
Das DIW sieht die Sache jedenfalls nicht ganz so systemgefährdend.
Und noch was: Wenn man das Folgende liest: die meisten Langzeitarbeitslosen, scheinen sich nicht in die Hängematte legen zu wollen und Druck muß man Ihnen wohl auch nicht machen!
“Pressemitteilung vom 10.02.2010
Die meisten Arbeitslosen wollen arbeiten
………eine hohe Arbeitsbereitschaft von Hartz-IV-Empfängern ? dies sind zentrale Befunde einer vom DIW Berlin veröffentlichten Bilanz,
………….
Deutlich zeigt sich dagegen, dass sich Hartz-IV-Empfänger in ihrer Arbeitsmoral nicht von anderen Arbeitlosen unterscheiden: Rund 90 Prozent von ihnen würden kurzfristig angebotene Stellen jederzeit annehmen, so das Ergebnis der DIW-Studie ? das war aber auch schon vor der Reform so.
Das Problem ist nicht der Wille
In seiner Hartz-IV-Bilanz hat Karl Brenke auf Basis der Daten des Sozio-oekonomischen Panels (SOEP) auch die Arbeitsbereitschaft von Hartz-IV-Empfängern untersucht. Sein Fazit: ?Die Diskussion darüber geht an der Realität vorbei.? Etwa 90 Prozent der arbeitslosen Hartz-IV-Empfänger bis 55 Jahren würden nach eigenen Angaben einen angebotenen Job annehmen; 70 Prozent suchen dazu selbst aktiv nach einer Stelle ? nicht mehr und nicht weniger als bei anderen Arbeitslosen.
Lediglich bei den Arbeitslosen über 56 Jahren gibt es mit 42% einen großen Anteil, die dem Arbeitsmarkt gar nicht mehr zur Verfügung stehen wollen..Zudem liegt bei Personen unter 25 Jahren lder Anteil derer, die Arbeitsangebote ablehnen würden, etwas über dem Durchschnitt. Trotzdem sagt Karl Brenke: ?Die Arbeitsmoral ist nicht das Problem.? Daher sieht der DIW-Experte die aktuelle Diskussion darüber auch kritisch. “
@axel
…zur Ergänzung:
Anzahl offener gemeldeter Stellen: ca. 450.000.
Quelle Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Schluesselindikatoren/OffeneStellen/liste__offstel,templateId=renderPrint.psml
Anzahl registrierter Arbeitsloser: ca. 3 617.500.
Quelle Statistisches Bundesamt: http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Content/Statistiken/Zeitreihen/WirtschaftAktuell/Arbeitsmarkt/Content100/karb820bv4,templateId=renderPrint.psml
Warum ‘gleichgeschaltet’ unpassend sein soll, leuchtet mir spontan nicht ein.
Nach meinem Empfinden wird in den ‘Qualitätsmedien’ eine sauber orchestrierte Desinformationsscharade abgehalten.
Auch wenn unterschiedliche Medientypen (print, TV usw) und unterschiedliche ‘Anbieter’ (ÖRs, Bertelsmann, Springer und ne Handvoll) mal in ‘Kontroversen’ geraten, was man als Beleg für die Nichtgleichschaltung werten könnte, bewegt sich diese Kontroverse dann meist in einem recht eng abgezirkeltem Feld der möglichen Meinungspalette.Was ‘zu extremistisch’ und somit untragbar ist, wird meistens durch gebetsmühlenartige Wiederholung manifestiert. Dann gibt es ein oder zwei ‘realistische’ Standpunkte, denen die geführte Debatte dann gilt. Und schließlich mündet es in der finalen Gebetsmühle, die Lösung X als alternatvlosen aber schwer durchdachten ‘mutigen Schritt’ verbreitet.
Eine Medienanalyse, die obiges bestätigt, kann jeder bequem von zuhause aus erstellen. Tabellenkalkulation oder einfaches Datenbankprogramm, durchs INet bei den Zeitungen & Co die headlines verfolgen und – wer Spaß dran hat, kann noch ein Punktsystem mit Wertigkeiten hinzufügen – schwups fertig ist die Entlarvung der Medienlandschaft als Versagergrube apokalyptischen Ausmaßes.
Hier im Blog mischt StefanP als Vertreter der Sith-Lords mit, was wirklich auf die Dauer den Spaß an der Geschichte nimmt. Wenn ich für ‘sowas’ Potential über habe, gucke ich mir Will, Maischberger oder ähnliche Fratzen an. Wenn mir allerdings die Geduld gerade knapp bemessen ist, dann habe ich echte Probleme mit dem kaltherzigen Argumentationsmüll, der aus jener Ecke kommt.
@Retans
Da Heinsohn Murray zitiert.
Prüfen wir doch einmal ob Murrays Aussagen empirisch fundiert sind und schauen in die Studie Losing Ground:
” Die allermeisten der in der Studie von Murray zitierten Zensusdaten zur Beschreibung der Entwicklung von 1950 – 1980 beziehen sich zudem gar nicht auf die Bezieher von Sozialleistungen und auch gar nicht auf die von Armut Betroffenen, sondern auf Kennzahlen im Vergleich der weissen Bevölkerung im Vergleich mit der farbigen Bevölkerung.
Es gelang Murray nicht während der Recherchen zu seinem Buch nicht , die gewünschten Datenreihen zu der eigentlich von ihm anvisierten Zielgruppe zu erstellen. Er greift einfach auf das Merkmal der ethnischen Zugehörigkeit zurück. Er stellt lapidar fest , dass diese Zugehörigkeit ja stark mit Armut und allgemeiner Benachteiligung korreliert sei, er demzufolge die Schwarzen für die Benachteiligten und die Weissen für die Privilegierten einsetzen könne.” Murray , Charles Losing Ground New York , Basic Books, 1984 Seite 54
Das betreffende Kapitel ist von Murray Being Black, Being Poor überschrieben.
Jetzt wissen wir erst mal warum einige Herrn Heinsohn oder Bill Clinton einen Rassisten schimpfen.
Weiter:
Die von Murray ins Zentrum seiner Untersuchung gerückten Bereiche der Bildung, Familie und Kriminalität sind für die 50er nicht bearbeitet worden.
In den 50ern wurde Lynchjustiz an Schwarzen verübt.
An eine Ausbildung war für Schwarze nicht zu denken.
Gemäss dem von Murray dargelegten Theorem der “Armutsfalle” entwickeln Personen, die Sozialleistungen beziehen, niedrigere moralische Motive als Personen die keine Sozialleistungen beziehen.
Arme die arbeiten sind immer moralisch gut.
Wer möchte nicht zu den guten gehören?
“Da der Autor nun aber keine empirischen Belege zur Motivlage der Betroffenen liefert, handelt es sich dabei um eine reine Unterstellung. In der Mitte seiner Studie ‘Losing Ground’ macht der Autor gleich selber explizit klar, dass seine Thesen nicht auf empirischen Material, sondern auf eigentlichen ‘Prämissen’ beruhen.
Murray, Seite 146.
Die Armut ist in den USA nicht verschwunden.
Die empirischen Daten hierzu finden sich auf http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/
Ja, gibt es zwei verschiedene Arten von Menschen.
Die Reichen arbeiten nur , wenn sie möglichst viel zur Verfügung haben.
Die Armen müssen selbst die dürftigen Handlungsmöglichkeiten , die Sozialhilfe gibt, verlieren und mit Gewalt gezwungen werden ein würdiger Armer zu werden.
Schauen wir jetzt mal und googeln:
Alleinerziehenden junge Mütter:
http://en.wikipedia.org/wiki/Teenage_pregnancy
Damit ist Heinsohn und Murray wohl erledigt.
Das Land mit den niedrigsten Sozialleistungen hat hier das grösste Problem.
@
Degnaphta am 11. Februar 2010 um 19:28 – - Permalink
Gleichgeschaltet = Durch eine staatliche Instanz im Bedarfsfall mit Gewalt kontrollierte Presse.
Besitzerorientiert unfrei = Eine “Gefälligkeitspresse” mit Druck durch Lohn- oder Honorarabhängigkeit im Sinne der Besitzer kontrolliert. Die Besitzer verfolgen häufig gleiche Interessen, aber nicht zwangsläufig, wodurch eine größere Vielfalt entsteht, die vordergründig glaubwürdiger wirkt und genau deswegen bedeutend gefährlicher als eine gleichgeschaltete Presse ist. Im Dritten Reich und in der DDR wußte jeder, dass er durch die Presse manipuliert wird. In dem derzeitigen System ist das Propagandainstrument der Manipulation ungleich schwerer zu erkennen und zuzuweisen.
Du hast das hier sehr schlüssig herausgearbeitet, SF.
Das ganze Thema wurde als Partei durch die Linke immer wieder wach gehalten und thematisiert.
Lafontaine hat hier tatsächlich einen großen Anteil.
Die mediale Hetze und Herabwürdigung hat in seinem Körper Spuren hinterlassen.
Ob das gewollt war?
Deshalb sollten auch die Hartz 4 ?Empfänger statt die ?Bild? zu kaufen, dass ND oder die ?Junge Welt? abonnieren.
Solidarität beruht auf Gegenseitigkeit.
Für mich ist es bisher unerklärlich, wieso eine SPD keinen Aufstand für eine angemessene Kindergrundsicherung anführt.
@#64 StefanP
Sie weichen mir immer wieder aus!
Zum einen wollte ich nicht die Erwerbsfähigkeit definiert haben, sondern die Erwerbslosigkeit, bzw die Erwerbstätigkeit.
Zum zweiten: es mag ja sein, das Arbeitslosigkeit eine Definitionsfrage ist. Und Definitionen sind nicht richtig oder falsch, aber Definitionen müssen sinnvoll sein.
Ist es sinnvoll jemanden, der einmal im Monat ein 10-minütiges “Beratungsgespräch” bekommt, als erwerbstätig zu definieren. Der Betreffende hielt sich für erwerbslos (Er war im Gegensatz zum Amt oder der ARGE oder unserem Staat noch bei Verstand). Man muß ihn sicherlich als Erwerbslosen berücksichtigen!
Ich könnt ja jetzt fragen,lasst dass Herz entscheiden oder dass Bauchgefühl.
Was ist richtig?Was braucht ein Mensch hier in Deutschland zum Leben?
Mit Sicherheit nicht eine entlose Debatte mit einer folge Debatte der eine Debatte
dann folgt.Eine Entscheidung also.
Aber hey, eine Entscheidung zu ungunsten weniger?
Das Wohl vieler wiegt mehr als das Wohl weniger oder eines Einzelnen.Kann man das unterschreiben?
(Filmzitat,daher kenn ich es,gefühlt auch schon vorher)
Jetzt sind sie noch eine Randgruppe,die Harz fear´ler aber dies wird sich hoffentlich in dem Sinne ändern als dass sie erkennen dass sie als Menschen Rechte haben.
Wie sollen die sogenannten Eliten oder Experten sich da schützen?Durch die Bundeswehr?
Anfangen sollte man durch ein bedingungsloses Harz fear.Mit der Bitte um Verständnis das für ~ 8Millionen Transfer Empängern einfach nicht genugend Vollzeitstellen zur Verfügung stehen mit demVerweis auf etwas ehrenamtliches.Und damit mein ich nicht 1? Jobs im heutigen Sinne, sondern dies in Verbindung mit eine bedingungslosen Harz4.
Die Motivation sollte dann eine ganz andere sein für den “Betroffenen”
Und bitte jetzt nicht wie soll man des finanzieren?Geld ist genug da,nur schlecht verteilt.
André Gorz “Gebt das Geld den Leuten in die Hand, damit sie es ausgeben können”
Anstatt Symptome zu bekämpfen sollte man sich lieber mit der Realität und der Zukunft auseinanderstetzen.
Ich kram den hier jetz mal raus,und wenn ich mich zurücklehne und nachdenke,kann ich mir gut vorstellen dass es in dieser Richtung geht…..
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/29/29286/1.html
Mir kommt es manchmal so vor,als wüssten die “Eliten*hust*” das die Welt bald untergeht und sie lassen es nochmal richtig krachen.Oder sie wollen ihre Ahnen-Line bewahren indem sie ein unüberschaubares Vermögen anhäufen für den bevorstehenden Knall.
Hier geht es nicht nur um Zahlen,Theorien usw sondern einfach nur um dass Wollen.
Treffen sich zwei Planeten,sagt der eine”hey,siehst du schlecht aus,bist du krank?”
“ne” sagt der andere”ich hab die Menscheit”.”macht nix”sagt der andere “des vergeht”
Die Menschheit,Primaten mit Technologie vielleicht?
Und komm einen noch…
http://img284.imageshack.us/img284/6988/blurb200lgpp2.jpg
Jeder ist seines schicksals Schmied.
Wiso was ändern? Mir geht es gut.
@Axel
Nein. Erwerbsfähig= Erwerbstätig + Erwerbslos. Die Definition, wer erwerbsfähig ist, bestimmt, wer als erwerbslos zu zählen ist. Ich halte es für Humbug, darunter Leute zu erfassen, die kaum in der Lage sind, einen halben Arbeitstag auf Dauer durchzuhalten. Das ist genauso unsinnig wie Ihr Beispiel, nur in entgegen gesetzte Richtung.
Beate: Danke für Deine Beiträge. Gäbe es nicht hin und wieder solche informativen Highlights, ich hätte die SF-Foren wegen ihrer Durchseuchung mit StefanP-Getrolle schon aufgegeben. Heinsohns Gehetze ist in der Tat nicht nur komplett neben der Sache, sondern auch unverschämt. Heinsohn selbst ist ein überbezahlter Transfermittelempfänger, der den ihm während der Bildungsreformen in Bremen unglücklicherweise zugefallenen akademischen Beamtenstatus für Pseudowissenschaft, Esoterik und blanke Hetze missbraucht. Ich habe allerdings den Eindruck, dass der das gar nicht mitkriegt und sich wirklich für den Universalgelehrten hält.
a^2
@Axel
In dem Originalbericht des DIW ließt sich das etwas differenzierter. Ein wesentlicher Teil der zwischen den 10% und einem Drittel liegenden Erwerbslosen sagt, nicht aktiv zu suchen und sich um einen Job zu bemühen, im Falle des Falles ihn aber anzunehmen. Nun können wir lange darüber diskutieren, ob jemand, der nicht aktiv etwas unternimmt, in Lohn und Brot zu kommen, als arbeitsaufnahmebereit zu bezeichnen ist. Und wir können darüber philosophieren, warum er sich so passiv verhält.
Die Wahrscheinlichkeit jedoch, mit der Passivität in absehbarer Zeit einen Job angeboten zu bekommen, dürfte relativ gering sein – selbst wenn so jemand qualifiziert ist. Übrigens: die Demotivationsthese funktioniert nur eingeschränkt, da die Werte für die Kurzzeitarbeitslosen (0 – 12 Monate) ähnlich sind.
@SF
Nun sind das alles Freiberufler, aber sicher die sind auch unternehmerisch tätig. Ich dachte da mehr an Unternehmen die sich einem freien Markt stellen müssen.
Da Sie ja einen beißreflex bei dem Wort FDP zu haben scheinen, wie erlären Sie sich, dass es diesen Berufsgruppen nie besser ging als in den Jahren, in denen die FDP nicht in der Regierung war?
Freundlichst, FrankS
Übrigens hat dieser Protektionismus aus meiner Erfahrung weniger was mit Partei als eher mit dem Etiket “Akademiker” zu tun. Denn die sind überall priviligiert. Ob in der Wirtschaft oder im Staatsdienst. Den seinen gibts der Herr im Schlaf!
Westerwelle zum Hartz 4-Urteil:
“Wer dem Volk anstrengungslosen Wohlstand verspricht, lädt zu spätrömischer Dekadenz ein.”
Gastbeitrag Westerwelle in der ?Welt?.
Der ?Schimmelreiter? hat die Ursachen der Systemkrise neu postuliert.
Die Hartz 4-Empfänger werden bald für die Niederlage in Afghanistan zuständig sein.
Tolle Aussichten.
@#116 StefanP am 11. Februar 2010 um 20:44
Die Gleichung ist inhaltlich richtig, aber sie ist manpulierbar. (Ihre 2.Behauptung ist falsch, aber ich will das jetzt hier nicht verkomplizieren)
Wenn sie in A = B+C , A festlegen, können sie B und C variieren. Die Gleichung ist nicht eindeutig lösbar!
Je nachdem wie sie die (ich glaube Extension der) Variablen definieren wird sie mit anderen Zahlen richtig. Darin liegt die Manipulierbarkeit.
Nehmen wir an die Zahl der Erwerbsfähigen liege fest.
Wenn Sie den erwerbsfähigen Mann, der im Monat ein 10 minütiges Gespräch erhielt als erwerbstätig zählen, erhöht sich die Zahl der Erwerbstätigen um 1 und die der Erwerbslosen vermindet sich um 1 und umgekehrt. Die Gleichung bleibt richtig, aber Sie haben die Zahl der Erwerbslosen manipulativ um 1 verringert.
@Spiegelfechter
Ich glaube ich bin der letzte hier, der staatlichem verordnetem Gebietsschutz das Wort redet. Das ist aber eine Marktordnung, was sich deutlich von einer Preisgrenze unterscheidet.
Das funktioniert etwas anders. Sie bekommen eine prozentuale Marge, wenn niemand kaufen will, verdienen sie auch nix. Im Gegensatz zum abhängig Beschäftigten.
Hä? Die RVG regelt nur den Vergütungsanspruch des Rechtsanwalts, nicht die Zuordnung von Beratungsgebieten. Finden Sie 25 Euro Honorar für einen Beratungsfall, wo Sie der Mandant zigmal nervt, eine angemessene Entlohnung? Womit wir bei dem von mir erwähnten Stundensatz wären, mit Abschlägen für die Bildung. ;-)
Ein durchschnittlicher Arzt verdiente 2008 an Honorarvolumen von rund 190 000 EUR. Davon müssen die Betriebsausgaben abgezogen werden, die zwischen 53% und 80% des Umsatzes liegen. Somit verbleiben aus dem Gebührentopf der Gesetzlichen im Schnitt 38 000 EUR – 90 000 EUR. Sicher, immer noch Geld, aber bei einem Verdienst von 45-57 EUR pro Patient auch keine Reichtümer, wenn man das Ungleichgewicht bei der Verteilung berücksichtigt. Zugestanden, Ärzte gehören im Schnitt zu den Besserverdienenden. Aber der Gesetzgeber sichert dies nicht zu.
@Axel
Ich glaube, wir drehen uns im Kreis. Ihre Schlussfolgerung hatte ich bereits erwähnt. Wenn Sie die Zahl der Erwerbsfähigen per Definition vergrößern, haben Sie auch plötzlich mehr Erwerbslose, weil die Zahl der Erwerbspersonen fix ist. Würden wir die strengeren Regeln der OECD oder von Eurostat anwenden, hätten wir statistisch weniger Erwerbslose. Sie haben aber darauf abgehoben, wen man alles nicht zählen würde. Dem sind die entgegen zuhalten, die man fragwürdiger Weise als erwerbslos zählt.
@StefanP
Arbeitslosigkeit ist ein globales Problem und hat nichts mit der Weichheit der sozialen Hängematte zu tun. Verstehe ja den Charme, die schöne Einfachheit an der Idee das Problem zur Ursache zu erklären, aber mit verlaub, das mag der Bauch so empfinden, aber vernünftig ist es nicht, aber wer ist schon vernünftig, die Politik ist es schonmal nicht, sie hat mit geziehlten Massmahmen Kapital überbe- und Arbeit entwertet und hat damit ein Feuer mit Benzin bekämpft.
Einige Kommentatoren sollten in einer stillen Stunde mal über ihr Verhalten und ihre Äußerungen nachdenken. Die beleidigte Leberwurst zu spielen, kaum das man von 1-2 anderen Bloggern mit konfrontativen Ansichten behelligt wirkt, zeugt nicht von viel Reife. Wenn dies der Auslöser ist, einen Blog zu verlassen, so sollten diese sich fragen, ob sie damit nicht dem Gegenüber einen Triumpf gönnen, den sie eigentlich nicht gönnen wollen. Ich bin, im Gegensatz zu vielen Unterstellungen, kein charakterlich böser Mensch und es erfreut mich nicht, wenn einige sich in die Ecke stellen und kindlich rufen: “Ich mach’ nicht mehr mit!”
Wie der Spiegelfechter schrieb: Sie werden ständig mit solchen Meinungen behelligt, wollen Sie wirklich bei Ihren politischen Ansichten ein Biotop, dass Sie in Wirklichkeit nur in die gesellschaftliche Isolation führt?
@loewie
Arbeitslosigkeit ist vor allem für die Wohlfahrtsstaaten Deutschland, Frankreich und Italien ein dauerhaftes Problem, für viele andere ein periodisches. Die Schweizer wissen bis heute nicht richtig, was das ist. Es ist die Erscheinung, die Menschen aus anderen Staaten in die Alpenrepublik treibt.
Also, wir können nicht so tun als hätte Arbeitslosigkeit nichts mit den sozialen Bedingungen zu tun. Ist bequem, lässt sich aber kaum halten.
Der Staat braucht Geld, um die Sozialausgaben zu bezahlen?
Hier hat jemand die Lösung:
http://www.heise.de/tp/foren/S-Ich-hab-die-Loesung/forum-173588/msg-18050851/read/
125: StefanP, Du bist einfach unreif, egal ob Du nun Rentner, Arbeitsloser oder schlunzender Student bist (dass Du einer Arbeit nachgehst, nehme ich Dir nicht ab). Was Du hier treibst, nennt man flooden, und das ist einfach hochgradig ungehörig. Deine Beiträge sind inhaltlich nicht neu, Deine Argumente nicht überzeugend, Deine “Fakten” meist lieblos aus Welt, Faz oder Wikipedia herausgegrabbelt. Dein Diskussionsstil ist schlicht und einfach Abnutzungskrieg: den Diskussionspartner mit inhaltsarmen Einwänden, mit Hölzchen auf Stöckchen zu Überdruss treiben, und sich als “Sieger” fühlen, wenn er aufgibt. In Deinem eigenen Blog, im Usenet und von mir aus in den Heiseforen geht das an. Hier zerstörst Du einfach Diskurszusammenhänge und hältst Leute von interessanten und niveauvollen Debatten ab. Es müsste auch Dir auffallen, dass schon die Überdosis von Beiträgen, mit denen Du jeden Thread monopolisierst, einfach unverschämt ist. Wenn Du, wie Karl-Heinrich und selbst Lemmy, solange er nicht seine Chavez-Diarrhoe kriegt, inhaltlich etwas zu schreiben hättest, würde ein argumentativ dichter Beitrag unter anderen Dir Respekt verschaffen, auch wo man anderer Meinung ist. So müllst Du hier bloss alles zu. Und es kotzt einfach nur an.
a^2
@#123 StefanP am 11. Februar 2010 um 21:32
Nein wir drehen uns nicht im Kreis. Das Entscheidende ist, welche Leute man als erwerbstätig zählt und da wird eindeutig manipuliert . Auch Leute in “”Trainings”maßnahmen” sind erwerbslos, werden aber als erwerbstätig gezählt. Die Absicht ist glasklar. Man will nach außen besser dastehen. Albern ist der günstige Ausdruck dafür. Es steht Ihnen aber frei zu meinen, das Leute in Trainings-Maßnahmen erwerbstätig sind.
Erzwingen kann man das Gegenteil nicht, aber man kann an die Einsicht appellieren.
StefanP ignoriert Fakten einfach oder er schreibt bewusst falsche Beiträge.
Sybilla macht sich seit langer Zeit die Mühe die Arbeitslosenzahlen zu belegen. Ich lese diese Zahlen Monat für Monat.
http://www.elo-forum.org/news-diskussionen-tagespresse/24471-aktuelle-arbeitslosenzahlen-spiegel-realitaet-3.html
Januar 2010:
Offizielle Zahl der registrierten Arbeitslosen 3.617.485 + 1.543.888 Personen in arbeitsmarktpolitische Instrumente
ARBEITSLOSE + Personen in Maßnahmen JANUAR 2010 == 5.161.373 Personen
BA Bericht Januar 2010 Seite 49 Unterbeschäftigung ohne Kurzarbeit 4.758.953 Personen
BA Bericht Januar 2010 Seite 49 6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALG I und ALG II
Im Januar 2010 gibt es laut BA Bericht 8.132.854 Leistungsempfänger von ALG I, ALG II und Sozialgeld BA Bericht Januar 2010 Seite 49.
Darunter 6.301.308 Leistungsempfänger im Bereich des ALGI und ALG II.
Aber solche Quellen ignorieren die Medien ja leider.
http://www.deutschland-debatte.de/2010/02/04/der-arbeitsmarkt-im-januar-2010-interpretierte-ba-daten/
November 2009
Erwerbstätige 40.410.000
Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte 27.768.600
und viele weitere Zahlen sind dort zu finden. Man muss sie nur LESEN. Ignorieren und kleinreden hilft da nicht weiter.
sehr amüsant wie es hier wieder zu geht, vor allem dank StefanP, muss man ihm mal zu gute halte. ;-)
vor allem den hier finde ich gut:
[quote]
Was Sie als Hungerlohn bezeichnen, gilt in Polen, Tschechien, Spanien oder gar China als fürstliches Salär. Global betrachtet ist der deutsche Markt viel zu klein und unbedeutend als sich nach den nationalen Bedingungen richten zu müssen.
[/quote]
Stimmt in China arbeiten die alle für viel weniger Geld und unter ganz anderren Verhältnissen + eingeschränkte Meinungsrechte und China hat die Wachstumszahlen überhaupt, am besten wir machen denen alles einfach nach, total einfach!!! Alle Länder richten sich schließlich überhaupt nicht nach nationalen Bedingungen, ist klar!
Totschlagargumente waren schon immer sehr beliebt. Es ist hier doch jedem klar, dass wir hier in Deutschland auf hohem Niveau diskutieren. Am Ende geht es fast immer darum was nun genau Arbeit “wert” ist, die achso “freie” Marktwirtschaft scheint diesen Wert “falsch” festzusetzen. Ein BGE kann hier helfen, auch wenn es momentan noch visionär ist.
Diskutiert fleißig weiter, vielleicht kann sogar jemand mal die Änderungsvorschläge (gegen Arbeitslosigkeit/H4/Blindungsprobleme…) zusammen fassen, seien sie sinnvoll oder nicht mal dahingestellt.
So langsam muss ich mich doch fragen, ob Typen wie StefanP hier eigentlich ihren geistigen Dünnschiss absondern, weil die wirklich so ticken oder weil die Geld damit verdienen. Ein “Leistungsträger” hätte niemals die Zeit sich auf diese Diskussionen einzulassen. Selbst ich als Lohnsklave (also mit weniger Leistung ausgestattet) kann es mir zeitlich nicht leisten, hier mehr als ein paar Zeilen zu schreiben. Außerdem ist mir die Zeit auch zu wertvoll und ich müsste schon Geld dafür kriegen.
Ich habe heute einen interessanten Artikel auf fr-online.de gelesen, der wieder einmal deutlich den Eindruck hinterlässt, dass der Neoliberalismus keine Glaubensrichtung, sondern nur dem kleptokratisch-faschistischen Kapital dient, um Demokratien zu unterwandern und auszuhöhlen. Das ein gut besuchter und alternativ denkender Blog wie spiegelfechter.com dauerhaft unbehelligt bleibt von ideologischen Giftmischern ist dagegen unrealistisch. Die gibt es schließlich in jeder Talkshow, warum also nicht auch hier?
@Leynad
Natuerlich ist der Neoliberalismus ein Glaube der letztendlich die Wohlhabenden bereichert, wie der Monetarismus. Und frueher eben die Kirche. Goethe halt: “Was ihr den Geist der Zeiten heisst, ist im Grund der Herren eigner Geist, in dem die Zeiten sich bespiegeln” (so ungefaehr) Hatte Lafontaine zu seiner hoerenswerten Rede zum 60. Geburtstag zitiert. Mit dem Lafontaine geht der Letzte …
Generell: Die klassische Theorie von Smith ist im Grund richtig, nur uebersehen die meisten ein kleines Problem. Smith ging bei Geld nicht von unserem heutigen Papier- und Giralgeld aus. Eher etwas wie Salz oder Gold/Silber. Demzufolge gab es bei Smith keinen Spieler am Markt, der Geld schoepfen konnte, so wie heute die Banken. (Was ihnen letztendlich einen Teil am BIP sichert, ohne dass sie selbst jemals irgendetwas geopfert haben muessen, sozusagen ein free lunch). Smith gilt schonmal heute nicht, schon gar nicht auf dem Arbeits”markt”, da dort Angebot und Nachfrage einander bedingen.
@StefanP
Das Maerchen von der Globalisierung und die dt. Wirtschaft muss wettbewerbsfaehige Preise anbieten koennen und somit niedrige Loehne zahlen, ist nur die halbe Wahrheit. Bei freien Wechselkursen wuerde ein Anheben der Loehne oder (brutales) Absenken (wie in Dtl.) sofort durch Abwertung oder Aufwertung der Waehrung kompensiert werden. Man kann sich durch die Lohnpolitik keinen Vorteil auf dem Weltmarkt verschaffen. Warum macht Dtl. es dann? Weil Dtl. im Schutz des Euros ist. Die meisten Exporte gehen in den Euroraum und Griechenland, Spanien, Italien koennen nicht mehr wie frueher mit einfacher Abwertung der Waehrung reagieren und es entsteht ein immer hoeheres Leistungsbilanzdefizit. (Warum ist wohl Dtl. jetzt so an der Rettung Griechenlands interessiert? Das Geschaeftsmodell ist in Gefahr) Das Druecken der Loehne in Dtl. war nur unter dem Schutz des Euros erfolgreich. Mit der DM haette dies nicht funktioniert. (Andere Ausnahme ist die USA: sie inflationieren ihre Waehrung, was eigentlich zu Kursverlust fuehren muesste, da aber alle wichtigen Rohstoffe in Dollar bezahlt werden, stabilisiert das die Dollarnachfrage. Irak wird ein wenig plausibler)
Das beste was den Hartz IV Empfaengern passieren kann? Zusammenbruch der Eurozone. Die ganze deflationaere Politik der Arbeitgeberverbaende/Exportwirtschaft/CDU/CSU/FDP/SPD/Gruene wuerde in sich zusammenbrechen. Frueher oder spaeter kommt das sowieso, da ist auf die Spekulanten Verlass. (Nur nebenbei sei auf die gestrige Phoenixrunde verwiesen, dort hat ein ehemaliger Zentralbaenker die Katze aus dem Sack gelassen, “Monetarisierung der Staatsanleihen durch EZB” als Option)
Warum brennen eigentlich noch nicht die Argen… :-/
Ward Zeit!
Ein Mensch braucht mindestens 1000 Euro Netto….
Mlg
Ich stelle mir gerade vor, wieviel DRUCK es braucht, um rund 5 Millionen Arbeitslose in ca. 500.000 freie Stellen zu pressen…
Globalisierung.
Meine Frisörin klagte mir bei meinem letzten Besuch in Deutschland ihr Leid. Sie würde ihren Angestellten gern mehr Lohn zahlen, was aber wegen der Billigkonkurrenz nicht geht. Seit in der Straße ein Salon aus Bulgarien und einer aus Pakistan aufgemacht haben, unterbieten die schamlos die deutschen Preise…
Reihenweise fallen Handwerksmeister aus meiner Heimatstadt der Insolvenz anheim, weil sie von osteuropäischen und asiatischen Reifendiensten, Autowerkstätten, Tischlereien und Malerbetrieben zu Tode konkurriert werden.
Seit dem dieses neue indonesische Altenpflegeheim vor drei Jahren in unmittelbarer Nachbarschaft eröffnet hat, ist das Gehalt meiner Frau um 50% gesunken, obwohl sie nach wie vor die gleiche Arbeit macht. Irgendwann wird sie wohl keine Arbeit mehr haben.
Ja, es ist schon ein Kreuz mit der Globalisierung!
@136
Haetten wir einen gesetzlichen Mindestlohn, dann gaebe es fuer die Menschen in deinen Ausfuehrungen m.A.n. bessere Wettbewerbsstrukturen. Jedoch wollen unsere Machthaber das nicht. Deshalb sehe ich das weniger als ein Problem der Globalisierung, sondern viel mehr als ein Politikum, das 90% der Menschen zum Problem wird und die wenigen Kapitaleigner bereichert.
@137 caf
Hmm – ich denke, dass Ralf 2.0 eher die Absurdität der Globalisierungsargumentierer herausstellen wollte :-). Ich überspitze es mal: Als ich neulich nach Südafrika flog, um mir die Haare schneiden zu lassen,hatte ich gegenüber meinem ortsansässigen Friseur ein schlechtes Gewissen. Ich flog für 2300 Euro nach Südafrika und zurück, weil der dortige Friseur umgerechnet einen Euro weniger für den Haarschnitt berechnete. Die “wirtschaften” dort nämlich viel besser und müssen nicht so hohe Löhne zahlen. Das ist der Grund, weshalb in Südafrika alles so viel besser als in Deutschland ist und weshalb es dort auch dem Durchschnitt der Bevölkerung dort bedeutend besser geht. Leistung lohnt sich dort! Ausserdem wird dort nicht das Geld der Leistungserbringer von Sozialromantikern als Alimentierung von Hartz-IV-Fernsehern verbraten.
Man muss schon viel Kafka lesen, um solche Forenzuscheisser wie StefanP noch angesichts ihrer Absurdität interessant zu finden.
maaaaaaaaaaaaaan……. ich will hier endlich eine IGNORE-Funktion!!! StefanP , dieser bezahlte Forenmanipulator nervt extrem!
ich glaub fast, der hausherr hat den stefanp fest angestellt um hier für belebung zu sorgen…
giebts geld für jeden klick? da könnte mans verstehen, spiegelfechter will ja auch leben…
aber warum steigen nur so viele auf das geschwurbel von diesem *** ein. kann man dessen
beiträgegeistigen dünnschiss nicht einfach ignorieren…?@ schwitzig #138
Kann es sein, dass du mit deinem Beitrag mehrere Fliegen mit einer Klappe erwischen wolltest und am ende keine gekriegt hast? Also in der Hinsicht scheinen wir uns wohl ähnlich zu sein *g*.
Auf alle Fälle verstehe ich nicht so ganz was du eigentlch sagen wolltest.
@kenji
es gibt mE nach hier nur zwei Lösungen
a) den Kommentarbereich von sf weitgehend zu boykottieren, solange es professionellen Manipulatoren erlaubt wird, den diskursiven Raum zu zerstören.
b) den Script Plonk zu verwenden, den freundlicherweise hier zur Verfügung gestellt wurde, funktioniert aber nur mit firefox. Hierzu muss man das Addon für firefox greasemonkey installieren
greasemonkey: https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/748
Plonk script: http://userscripts.org/scripts/show/62267
btw, ich mache derzeit von beiden Optionen Gebrauch: Die Artikel von Jens lese ich, den Kommentarbereich meide ich weitgehend.
Ich teile nicht die Auffassung, StefanP schreibe nur Müll. Es ist viel Müll (aus meiner Sicht) dabei, auch schweift er ab, wechselt das Thema, verdreht Aussagen und Zusammenhänge und tut allerlei andere Dinge, die eine Diskussion unangenehm machen. Aber das heißt _nicht_, dass nicht auch gelegentlich überdenkenswerte und v.a. diskutierenswerte Argumente vorkommen würden, die bei so manchem Leser evtl. einer Widerlegung bedürfen. Einfach nur zu beschimpfen und/oder zu flüchten bringt IMO nichts. Besser wäre IMO eine Widerlegungs- und Ignorierungsstrategie, also Falsches widerlegen, Unsinniges, Abschweifendes usw. ignorieren. Und den emotionalen Ball flach halten.
@titus und andere
-> StefanP
So langsam habe auch ich die Schnauze voll. Ich werde noch heute die Leserschaft abstimmen lassen, welche Lösung man da finden könnte. Ich könnte mir beispielsweise einen Sammelthread oder die konsequente Nutzung des Ausblenden der Kommentare (irrelevant) vorstellen. Aber das wil ich nicht alleine entscheiden ;-)
@caf, #137, und @schwitzig, #138,
klar, ich hab die Beispiele der ausländischen Konkurrenz frei erfunden. Die Probleme, Sorgen und Nöte der betroffenen Handwerker und ihrer Beschäftigten sind es aber nicht.
Ich wollte genau die Absurdität mancher “Argumente” der Sozialstaatszerstörer sichtbar machen. Manchmal muss man solchen Leuten einfach mal auf diese Art kommen.
Und frei nach Pispers: Wer 40 Stunden in der Woche für den Unterhalt seiner Familie arbeitet, soll auch einen Lohn erhalten, von dem er anständig leben kann. Und zwar hier, nicht in Bangladesh!
Aber die Apologeten der als “modernes Kombilohnmodell” getarnten Lohnsenkungen sind für solche Gedankengänge eh nicht zugänglich. Lieber lassen sie sich neue verschwurbelte “Begründungen” einfallen, wieso ihr Vermögenszuwachs weiterhin auf Kosten der abhängig Beschäftigten zu erfolgen hat.
Und Verschwurbelungen brauchen sie dazu, weil sie denken, das dumme Proletariat begreift’s eh’ nicht. Aber die Zahl der Akademiker in der Gruppe der “faulen Schweine” steigt…
@SF, mir ist es egal, ob die kognitiven Insolvenzerklärungen eines StefanP hier weiter zu lesen sind oder nicht. Es ist eh’ immer die gleiche neoliberale Soße, ein Beweis für Erkenntnisunfähigkeit. Damit überlese ich diese “Kommentare” geflissentlich. Kenne ich schon alles…
@Spiegelfechter:
wenn es wirklich Anzeichen gäbe, dass StefanP kein bezahlter Forenmanipulator ist, sondern ein neoliberal-”verseuchter” privater Bürger, dann würde ich wirklich noch tolerant sein und wenigstens ab und zu mit ihm diskutieren wollen. Allerdings ist seine Art und Weise zu diskutieren dermaßen unglaubwürdig( denn diskussionszerstörend), dass ich seit längerem der festen Überzeugung bin, dass er entweder von einer Initiative ins Leben gerufen wurde oder ein Sekräter direkt aus der FDP ist. Anders kann ich mir es nicht mehr erklären.
@SF
Ich bin da gespalten.
Dass der Typ sagen wir mal “eine eigene Art zu rechnen” hat, hat er schon mehrfach bewiesen.
Dass er oft Tatsachen verdreht und von Sachen redet, von denen er keine Ahnung hat (wie z.B. seine Bemerkung über ehemalige Nokiamitarbeiter) läßt mich ihn gar nicht mehr ernst nehmen.
Dass er die hässliche Fratze der Neoliberalen heraushängen läßt, karikiert eigentlich nur ihn selber und seine Gesinnungsfreunde.
Aber die Diskussionen mit ihm lassen andere (für mich) wertvolle Gegenargumente erzeugen, die z.B. mich persönlich schlauer machen. Ich habe mit BWL/VWL nix am Hut und habe hier schon mehr gelernt, als mir ein Professor in einer Uni beibringen könnte.
Von daher würde ich keine “Zensur” walten lassen, sonden einfach seinen asozialen Unsinn überfliegen bzw. ignorieren.
Schwätzer gibt es halt überall (ich will mich da gar nicht ausnehmen, bin nun mal ein impulsiver Bauchgefühl-Mensch). Man muß ja nicht auf seine (oder auch meine) Bemerkungen eingehen.
Manchmal schreibe ich mir nur meinen Frust von der Seele (bei seiner Bemerkung über mich: “Frustmännchen” stimmt nur der Wortteil “männchen” nicht…), was mir dann aber auch irgendwie hilft.
Was ich prima finden würde bzgl. dieses Blogs wäre ein Inhaltsverzeichnis der einzelnen Artikel, die Du geschrieben hast.
Bravo. Das ist eine gute Idee.
@Karsten Bier
Das funktioniert aber nicht. Ich habe mehrfach sein Text als falsche widerlegt. Die Konseqeunz ist, dass er immer abstruser und extremer argumentiert. Siehe seine Ausführungen über Alleinerziehende.
Und emotional den Ball flach halten muss man nicht immer. Man muss nicht immer cool bleiben. Extreme Meinungen dürfen extrem beantwortet werden. Unser Vizekanzler, Brandreder und Demagoge Westerwelle macht uns es vor. Seit zwei Tagen hetzt er wie zu Zeiten von 1930. Der Mann ist Vizekanzler aller Deutschen. Auf jeden Fall von Amts wegen. Das heutige Nachtreten macht es nur noch schlimmer.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,677397,00.html
Mein Gott: ich stelle mir vor, wenn Angie mal ausfällt. Vielleicht wg. starker Menstruationsschmerzen.
Dann ist der Typ Chef. Und ein StefanP gehört zu denen, die dann als erstes Hurra! schreien. Der Gedanke macht mir Angst.
Very Cool!!! That’s it, definitely!!!
@ Ralf-zwei.null #145
Alles klar, danke für die Erklärung. Jetzt versteh ich wenigstens auch schwitzigs sehr übertriebene Antwort – vor allem das mit dem 2300,- Flug hatte mich irritiert ^^ – somit hat schwitzig die Fliegen doch erwischt.
beim StefanProblem halte ich mich raus, bin da zu emotional… da fällt mir ein, “er” könnte ein Computerprogramm sein?
@Causa StefanP
Eine Zensur i.S.v. löschen oder einer Sperre kommt eh nicht in Frage. Ich favorisiere eine etwas strenge Moderation, bei der ich häufiger die Kommentare “irrelevant” markiere – sie sind dann ja weiterhin lesbar, stören aber nicht den Lese- und Diskussionsfluss. Ich würde dann auch das “irrelevant” umbennen in “ausgeblendet”. Aber wie gesagt – ich will das nicht entscheiden und da ich heute nachmittag eh ein “in eigener Sache” schreiben wollte, kann ich das integrieren.
@Jack Bauer am 12. Februar 2010 um 10:14
Daraus Guido’s Statement:
“Leistung muss sich lohnen, und es gibt keinen Wohlstand ohne Anstrengung und Leistung. Dass eine verheiratete Kellnerin mit zwei Kindern im Durchschnitt 109 Euro weniger verdiene, als wenn sie Hartz IV beziehen würde, sei ungerecht.”
Da sagt er ja nichts Falsches. Nur die Konsequenz daraus, nämlich die Regelsätze noch weiter zu kürzen, anstatt die Löhne endlich anzuheben, ist völlig abstrus, unrealistisch und unsozial.
BTW:
Die “Knopfleiste aus der Uckermark” wird wohl angesichts ihres Alters keine großen Menstruationsbeschwerden mehr bekommen. ;-)
@144 SF
Nach wie vor – wenn auch unter Schmerzen :-) – halte ich eine Zensur für wenig sinnvoll, zumal Trolle sich dadurch in der Regel nicht aufhalten lassen.
Andererseits sorgt StefanP definitiv (a^2) dafür, dass die Diskussionsqualität rapide abnimmt – jedoch liegt das zum großen Teil eher daran, dass so viele Kommentatoren auf sein Gefloode eingehen. Leute wie StefanP sind eigentlich in allen öffentlichen Foren bekannt und ich wußte schon nach dem zweiten Diskussionsstrang von ihm, den er hier losgelassen hat, wie man mit ihm umgehen sollte: Komplett ignorieren.
in der Theorie klappt das, wenn sich alle daran halten, offensichtliche Sabotageversuche nicht zu kommentieren. In der Praxis gibt es immer mal neue Teilnehmer oder Leute, die sich provozieren lassen und daher schlägt es meistens fehl, den Troll auszuhungern.
“Irrelevant” oder ähnliches als Markierung ist in meinen Augen auch ein Eingriff, der als Zensur interpretiert werden könnte (welches Recht Dir übrigens als Blogbetreibert zusteht). Besser fände ich ein in meinen Augen transparenteres Vorgehen:
StefanP und seine Intentionen bzw. Auswirkungen sind bekannt. Daher bietet es sich an, ein eigenes StefanP-Forum einzurichten, in welches alle StefanP-Artikel nach einer Zeit von z.B. 5 Minuten automatisch verschoben werden. In diesem StefanP-Forum könnte man selbstverständlich darauf antworten und so richtig losHeisen – aber die originale Diskussion wird nicht zugespammt.
Knopfleiste ist gut. Ich kannte bisher immer nur “Hosenanzug aus der Uckermark”. Dann hat sie halt Wechseljahre. :-)
Auch wenn ich es bedenklich finde, dass die Tante faktisch nicht mehr zu sehen und zu hören ist, ausser das sie dummes Zeug auf der Medienpreisverleihung labert (Bruchdruckerfindung “zu Guttenberg”!!), aber man hat jedenfalls den “Eindruck”, dass Sie Kanzler (das ist kein Rechtschreibfehler) aller Deutschen ist.
Aber Westerwell ist gefährlich und muss extrem unter Druck sein. Er hat jede Fassung verloren und zeigt täglich, dass er mit dem Amt und den Druck nicht zurechtkommt. Dazu kommen eine Menge Komplexe (Englisch, BigBrother, Schwul, 18 auf den Schuhen), die er alle wieder gerade bügeln will. Diese Mischung macht ihn zu einen gefährlichen Mann. Da ist Oskar ein Jesuitenschüler gegen. Oder besser nicht. Sagen wir mal, ein Waisenknabe.
Vor wem hat der Mann (darf man das sagen?) eigentlich Angst? Vor den Apothekern und Hoteliers? Was bewegt einen Menschen auf diese Art seine Fassung zu verlieren? Gibts hier Psychologen, die mir das mal erklären können? Denn sachlich kommt er so nicht weiter. Er kann nicht gegen alle Verbände und Gewerkschaften kämpfen. Das wird er nicht schaffen. Und mir dem Urteil aus Karlsruhe muss er leben. Da kann er noch so abkotzen. Will er ein noch kälteres Klima in Deutschland?
Und wo sind die Kirchen? Hier geht es um die Diskrimenierung von einem Teil Deutschlands. Hört man da mal was?
ja, guido… dass die verheiratete kellnerin trotz arbeit weniger hat , liegt gerade an der Politik der FDP, die konsequent gegen einen Mindestlohn ist und Löhne drücken möchte! Die Lösung kann doch nicht sein, dass Hartz IV-Bezieher noch weniger bekommen, sondern eindeutig einen höheren Lohn für die Kellnerin. Und nur das ist die richtige Entscheidung.
140.titus am 12. Februar 2010 um 09:20
Das nenne ich eine Diskussion auf hohem intellektuellem Niveau!
Wenn er nicht mehr weiter weiß, schreibt ein Linker(?) solchen Scheiß:
Danke für Deine Offenbarung!
@SF
http://www.spiegelfechter.com/wordpress/1905/hartz-iv-und-der-hausgemachte-niedriglohnsektor/comment-page-4#comment-59701
Vielleicht direkt ein StefanP-wollecarlos-Forum?
Zu Westerwelle:
Da gab es sogar doch tatsächlich selbst mal bei SPON einen akzeptablen Kommentar zu:
http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/0,1518,677225,00.html
@Schwitzig
Ein solches “Forum” entspräche ja meiner Idee eines Sammelthreads. Ich empfinde dies allerdings als rigoroseren Eingriff als die Markierung “irrelevant”. Nun ja, ich nehme das mal auf.
-> Westerwelle
Zu dem schreibe ich heute noch was.
151.Spiegelfechter am 12. Februar 2010 um 10:42 – - Permalink
Dies kann man -im Interesse eines vernünftigen, sachlichen Umgangs miteinander nur unterstützen!
Dann bleiben uns solche Blogger-Beleidigungen wie von “titus”
künftig erspart. Von Mord- und Totschlagsdrohungen eines “schwitzig” ganz zu schweigen!
@wollecarlos
Klappe! Sonst kommst Du wieder in die Moderationsschlange.
@wollecarlos:
ich entschuldige mich für titus und schwitzig. wir haben eben nicht so ein menschliches antlitz, wie das neoliberale wirtschaftssystem, in dem es selbstverständlich nur um fairness und menschlichkeit geht. deshalb bedrohen und beleidigen wir ständig.
mir macht eher angst, das es zur früheren geschichte so viele paralelen giebt…
in allen medien eine gleichgeschaltete hetze gegen
judenarbeitslose, öffentliche aufrufe für krieg und permanente versuche die überwachung zu perfektionieren.das urteil des bvg spricht bände, nur wischiwaschi, zum soundso auslegen. nix mehr mit 3. und 4. gewalt in diesem staate. alles nur augenwischerei. wir haben schon eine diktatur, nur habens die meisten noch nicht mitgekriegt.
entweder kommt bald der ganz grosse crash oder uns hilft nur noch revolution…
ps: zu stefanproblem
mir egal, ich ignoriere ihn komplett, lese höchstens die ausführungen des spiegelfechters zu seinen geschwurbel
Eigentlich ist ja StefanP ein schönes Beispiel für das Funktionieren des menschlichen Zustimmungsverhaltens. Man sieht seine schönen Satzbildungen, die elegante und freundliche Art und dazu bietet er sogar Argumentationsversuche. Das ist nur selbstverständlich, dass da viele Leute drauf einsteigen. “The world is a beauty contest” oder wie war das doch gleich aus dem Film little miss sunshine… ich schätze mal 70% der Bevölkerung schenkt dem konkreten Inhalt einer Aussage kaum beachtung und legt dazu im Gegensatz viel mehr wert auf die Verpackung. Das wird sich auch niemals ändern, schätze ich.
Loriot: ?Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen.?
Und da Freitag ist, noch was zur Entspannung:
Loriot – Grundsatz parlamentarischer Arbeit:
http://www.youtube.com/watch?v=nLsXXlmVL7A
Loriot: Der Wähler fragt – Politiker antworten:
Ich schreib hier zwar so gut wie nie, weil ich gemerkt habe, dass ich mich einfach nicht gedanklich aus der Diskussion lösen kann und den ganzen Tag nur vor dem PC sitze F5 hämmere und dann nichts mehr für mein Studium tue. (lediglich an den Weihnachtstagen hatte ich nichts zu tun und hab hier mitgebrabbelt)
Aber, ignoriert den StefanP doch. Der Benutzt die Kommentarfunktion hier als eigenen Blog, er schreibt ellenlange Beiträge und führt ständig “Fakten” an, bei denen sich im Nachhinein rausstellt, dass sie einfach falsch sind. (Stichwort: DIW-Studie)
Bitte, StefanP, bitte tu uns den gefallen und erstell dir einen Blog. Dort kannst du dann das ganze schreiben. Ich verspreche dir, dass ich regelmäßig vorbeigucken werde, weil ich dich einfach unglaublich unterhaltsam finde. Wirklich!
Btw glaube ich nicht, dass Stefan arbeitslos oder Student ist. Ich glaube vielmehr, dass das hier seine Arbeit ist. Ich bin sogar schon fast davon überzeugt, dass StefanP Geld dafür kriegt die Blogosphäre zu unterwandern. Dass der Staat blogger dafür bezahlt die Meinungshoheit des eigenen Staates aufrechtzuerhalten oder die eines anderen Staates, der durch unliebsame Ideologien geprägt ist, zu unterwandert, ist doch schon mehrmals aufgefallen. Als Quelle hätte ich jetzt blos das hier im Kopf, aber um den Artikel einzusehen, muss man leider Geld bezahlen. Ist zwar von der Jungen Welt, aber es werden einige Fakten angeführt, die man einfach nicht leugnen kann. (z.B. die komischen Bankkonten der Bloggerin im Ausland etc.)
Vielleicht ist StefanP ja auch einer von denen? Möglich wärs ;)
Freedom Lemmy und konsorten sind mir da sehr viel angenehmer. Die verstecken sich nicht hinter Rethorik und Rabulistik (wovon StefanP unglaublich viel versteht), sondern sagen einfach ihre Meinung und lassen mit sich diskutieren.
/voteformoreFreedomLemmysandlessStefanPs
dann mal byebye
edit: ohohoho, da sind aber ein paar Punktuations und Rechtschreibfehler in meinem Beitrag
Als Vielleser und Wenigkommentierer finde ich es zwar mühsam, über den StefanP-Spam hinwegzulesen, aber ich fände, dass es dem Blog schlecht zu Gesicht stände, moderierend einzugreifen. Einfach ignorieren den Kollegen..
meine Rede
160.Spiegelfechter am 12. Februar 2010 um 11:30 -
Ist unser Sensibelchen (wenn es um ihn selber geht!) nicht süß?
Voltaire modernisiert
@Wollecarlos
Willkommen auf der Moderationsliste
was ist die moderationsliste?
@kenji
Morderationsliste heißt, dass ich Beiträge dieser Kommentatoren erst manuell freischalten muss, bevor sie hier erscheinen – bei einigen Blogs ist das ja eh Standard. Eine sinnvolle Maßnahme, um Trollen und renitenten Stänkerern ein wenig den Wind aus den Segeln zu nehmen.
@wollecarlos:
Ich distanziere mich von mir.
(Wer das Piratenthema gelesen hat weiss, was ich meine :-).
Das ist doch mal informativer Artikel! Das neoliberale Pack wird nun aber sagen:
1. Wir stehen im internationalen Wettbewerb! Bei einem Mindestlohn verschwinden die Firmen ins Ausland.
2. Leistung muss sich lohnen! Das heißt Arbeit, die keine 9? die Stunde wert ist, ist keine 9? wert. Was bringt hier ein Mindestlohn? Arbeitsplatzabbau und sonst nichts.
3. Niedriglöhne gab es schon immer und hat mit Hatz4 nichts zu tun.
4. Und zu guter Letzt: Das Urteil aus Karlruhe hat sozialistische Züge! Und wen interessieren schon die Hartz4 Empfänger, die so oder so nur ihr Geld verrauchen und versaufen (Stichwort: Kultur).
Und jetzt?
Ich bitte meine Übertreibung zu entschuldigen, aber Herr Koch oder Herr Westewelle denken und äußern sich ja in diese Richtung.
@ StefanPProblem
Also als ich führe die Diskussion um die “herrschenden Konzepte” immer wieder auch mit der Intention zu verstehen, wie die hinter diesen Konzepten stehenden Lügen entstehen und warum sie verbreitet werden können. Albrecht Müllers Meinungsmache Analyse reicht mir nicht aus.
Ich versuche die Inadäquatheiten, bzw. das Negative (um es mal so neutral wie möglich auszudrücken) des Systems zu identifizieren und mein(e)(te), das man das dem “Andersmeinenden” nahebringen kann.
Ich denke, wenn man die Inadäquatheiten unterläßt wäre man einen gehörigen Schritt weiter. Deshalb habe ich oft sehr konkrete Beispiele gebracht, um einfach den Gegenüber dazu zu bringen, zu sagen: Das darf nicht sein! Und er sollte auch darüber nachdenken, wieso das denn doch so ist.
Wieso sind z. B. die Hälfte aller ARGE-Bescheide falsch und damit eigentlich versuchter Betrug? Und damit müssen sich Menschen herumschlagen, die unter der Belastung des Existenzminimums leben. Solchen Menschen gegenüber müßte man eigentlich besonders sensibel sein.
Ich dachte soweit muß doch jemand zustimmen. Das ist doch unsauberes Arbeiten und das der Gegenüber im Gegensatz zu Politikern weiß, was anständiges Arbeiten heißt und nicht wie diese gezwungen ist zu lügen. Wenn man diesen Einstieg schaffen könnte, so dachte ich, könnte man auch konzeptuell weiter diskutieren. Wobei ich meine, das die Vermeidung von Lügen über die Realität und damit das Unterlassen inadäquaten Handelns eigentlich schon sehr viel bewirken könnte. Ein positives Konzept aufzustellen, ist ja ungleich schwieriger.
Aber ich weiß nicht ob ich bisher überhaupt ein Ergebnis erzielen konnte.
Wollen wir das StefanP problem nicht kommentieren, indem wir unsere Beiträge als irrelevant markieren?
So zerstören wir die Diskussion über den Artikel
@caf
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr.-Fox-Experiment
hatten wir das hier nicht schon einmal?
Nachtrag: Krass, ich habe die Kommentare nur bis zur Hälfte gelesen, weil ich immer oben und nicht unten anfange. Dann habe ich meinen selbst als irrelevant markierten Eintrag verfasst, in dem ich behauptet habe, dass StefanP Geld für das Zumüllen des Spiegelfechterblogs bekommt. Nun habe ich zu Ende gelesen und vor mir haben das auch schon einige vermutet. Ich scheine also nicht alleine da zu stehen mit meiner Vermutung ;)
@N.k.
http://de.wikipedia.org/wiki/Dr.-Fox-Experiment
Auch Hape Kerkeling hat diese Beweisführung schon mit “Hurz” angetreten :-).
http://www.youtube.com/watch?v=D8gzeSlHtM4
Der letzte Wahl”kampf” mit völlig sinnfreien Plakaten, auf den Sprüche wie “Guter Rat” standen, die Einführung von TV-Duellen usw. usf. unterstützen dieses Verhalten. Ich gehe davon aus, dass diese Unterstützung durchaus gewollt ist.
Ein von und zu Gurkenzwerg z.B. hätte seine Popularitätswerte niemals aufgrund programmatischer Inhalte erreichen können.
Auch in diesem Bereich sind wir also einer Amerikanisierung unterworfen.
@ N.k.
alter Kaffee ^_^
kann man aber ruhig ab und zu nochmals aufkochen, weils einen ja auch selber immer wieder trifft
@ “Neoliberalismus”
Nach dem Luftholen mal wieder ein konstruktiver Vorschlag. Die herrschende Ideologie geht ja davon aus, das das was ist i.w . unverrückbar ist. Aber in einer parlamentarischen Demokratie ist prinzipiell vieles verrückbar, im Prinzip neu verhandelbar (im Prinzip).
So wird z. B. immer gewettert, wenn höhere Steuern gefordert werden. Aber das kann man immer tun. Wenn sie bei 20% liegen kann man dagegen sein das sie auf 25% gehen usw. Wo steht eigentlich unverrückbar geschrieben wie hoch die Steuern sein dürfen? Wieso dürfen sie 50% Spitze nicht überschreiten, wieso nicht 49,456378%.
Eine Sache wäre es, wenn es durchgerechnete ökonomische Modelle geben würde, die einen bestimmten Steuersatz als ökonomisch gefährdend ausweisen. Das akzeptiere ich, aber lassen wir mal zunächst beiseite ob es sowas gibt (Laffer?) und ob es trägt.
Es wird immer gewettert wenn hier mal jemand 90% fordert. OK das mag zu platt sein, aber ich wende mich gegen das grundsätzliche reflexhafte Wettern. Man kann das doch alles überdenken und dann diese Idee eventuell auch aufgeben.
Was passiert bei 90% (progressiver) Spitze? Mal ein ganz plattes Beispiel: Wer vorher 5 Mio Steuern zahlt, zahlt jetzt 9 Mio. Er ist immer noch Millionär. Aber ok: 1. leistet er jetzt nichts mehr und 2. ist unser aller Freiheit in Gefahr. Und man muß natürlich auch immer ernsthaft fragen, ob das Geld nicht beim Staat versickert, das ist eine Riesengefahr, denn wer verwendet das Geld sinnvoll. Aber das ist immer ein Problem!
Und was ist mit den Arbeitsplätzen bei Bombardier, bei denen der höher Besteuerte jetzt keinen Privat-Jet ordern kann?
Das könnte sich einspielen: denn er könnte ja wie jemand der sich ein Auto kauft einen Kredit für den Jet-Kauf aufnehmen, statt ihn wie bisher bar mit Peanuts zu bezahlen.
Wie gesagt ich will meinem Vorschlag hier nicht das Wort reden, aber in einer parlamentarischen Demokratie könnte man das doch in offener Diskussion festlegen.
Wieso ist das alles zunächst immer unverrückbar (undenkbar)?, obwohl es immer wieder verrückt wurde und wird in beide Richtungen.
@ Spiegelfechter #144
Ich finde Ihr “Irrelevant-System” ist eine tolle Sache. Ich bezeichne es mal als “friendly censorship”. Der Leser / die Leserin hat, trotz Markierung, noch Zugriff auf den Inhalt. So etwas ist für Zensursysteme ja sonst nicht üblich. Ein schöner Mittelweg.
Eine zukünftige konsequente(re) Nutzung würde ich befürworten.
http://www.bildblog.de/16128/wie-sich-alle-mit-hartz-iv-verrechnen/
Das.
Ich versuche schon lange zu begreifen wie irgendwer überhaupt auf die Idee kommen kann, daß bei dieser Ausgangslage das Problem in der Motivation der Arbeitslosen läge. Es will mir nicht in den Kopf.
Das ist wie wenn man einen eckigen Pflock in ein rundes Loch hämmern will und nach unzähligen gescheiterten Versuchen dann verwundert feststellt, daß das so nicht gehen kann….weil der Pflock ist ja grün…
Und dann streicht man den Pflock grün und versucht es stur weiter um nach langer Zeit festzustellen…argh geht nicht…der Pflock ist ja aus Holz!
Wie gesagt: ich versteh es immer noch nicht. Aber simple Mathematik scheint eh nicht die Stärke der marktradikalen Spinner zu sein. Komplizierteste Steuerangelegenheiten oder die hochwissenschaftliche Begründung warum wir Stundenlöhne unterhalb eines chinesischen Wanderarbeiters sofort in Deutschland brauchen…das geht sofort ohne Taschenrechner. 2+2=? hingegen, dauert was länger. Oder die Lösung ist 2+2=3 weil die faulen Arbeitslosen der Mittelschicht aus Apothekern, Ärzten, Anwälten und Anlageberatern auf der Tasche liegen.
OffTopic: StefanP amüsiert mich einfach nur noch. Nicht das ich es gut fände wenn sich alle Kommentatoren zustimmen und sich gegenseitig der Schlechtigkeit der Welt versichern. Aber mit jemand der nicht an Diskussion interessiert ist zu diskutieren ist noch größere Zeitverschwendung als Druckerzeugnisse aus dem Hause Springer zu lesen.
Nachdem mir das klar wurde ist StefanP für mich nur noch sowas wie ein kompliziertes Kreuzworträtsel mit Druckfehlern und teilweise zu wenig Kästchen für die Lösungen. Man bekommt ein paar Dinge zum Nachdenken, findet etliche Fehler und am Ende lacht man sich über die Absurdität des ganzen schlapp.
@StefanP
Sie sind auch arbeitslos in England, den USA und in China von Afrika und Südamerika ganz zu schweigen, global halt und die Liste der Oasen besteht auch nicht nur aus irgendwelchen Alpenländern.
Und es ist eben kein periodisches Problem, das mit der Produktivität. Und das grausame scheitern des Strukturwandels zur Dienstleistung (Internetblase, Finanzblase) macht wenig Hoffnung. Könnte man zaubern und man könnte 5 Millionen Arbeitslose über Nacht zu hoch qualifizierten und hoch motivierten Menschen verwandeln, die klaglos für die Hälfte doppelt soviel arbeiten, dann hätten wir übermorgen 10 Millionen Arbeitslose.
In den 60er kam halb Europa hierher um Arbeit zu finden, seit den 70er gibt es Arbeitslose, seit den 80er werden sie als Problem empfunden und es wurde viel für Arbeitslose getan, seit Schröder wird viel gegen Arbeitslose getan, nichts hat geholfen, Quantität und Qualität von Arbeit nimmt weiter ab.
Denkt man nun über diese Entwicklung nach und es als ein systematisches Problem begreift, ist es wenig hilfreich, geradezu schädlich, sich ständig diesen blöden Neid- und Gerechtigkeitsdebatten hinzugeben.
Sieh mal einer an, es geht endlich richtig los:
http://krisendemonrw.wordpress.com/about/
Da ich befürchte, das das leicht OT ist, markiere ich das hier mal selber als irrelevant. ;-)
@ “Schwesterwelle”
Gerade gibt es mal wieder ein Beispiel für die “Inadäquatheit” der 4. Gewalt. Da wird gefragt: “Westerwelle: Schreihals oder Freigeist?”.
Das steht in einer Reihe mit der Floskel, das das für die Lebendigkeit der Demokratie steht. Und solche provokanten Äußerungen Anregung geben. Nein Flegelhaftigkeit ist Flegelhaftigkeit. Schreierei ist Schreierei!
@ SF
Warum hast du nur @ StefanP 165 versteckt?
Alle sollen doch sehen, was für Idiotien dieser neoliberale Politkommissar verzapft. Natürlich ist es kaum zu glauben, dass er selber daran glaubt; das ist nur die Taktik unserer raffgiereigen, rücksichtlosen und räuberischen Eliten.
PS
Die größten Wachstum- und Produktivitätsraten hatten wir nach dem Krieg, mit den ?Ausländern? aus den rückständigsten Gebieten – die nicht einmal ihre Muttersprache beharrst haben. Übrigens führt mehr Bildung nur zum Kampf um Arbeitsplätze auf höherem Niveau. Sie dient letztendlich nicht den Menschen, die auf abhängige Arbeit angewiesen sind, sondern allein den Arbeitgebern, da sie sich über eine größere Auswahl an Bewerbern und sicher auch über sinkende Löhne und Gehälter freuen dürfen.
Die USA hatten vom 2. Weltkrieg bis 1964 einen Spitzensteuersatz von über 90%.
Ab einer gewissen Einkommensmenge wird es eh nicht mehr ausgegeben, noch nicht mal in Jets. Sondern eben nur angelegt in der eh schon viel zu großen Finanzblase.
@wollecarlos
Dinge sollte man beim Namen nennen, etwas wo mit ihr (Rechten) schon immer Probleme hattet:
ob beim Sex, Geld oder Politik: ihr seid immer noch verklemmte Duckmäuser.
Was, lieber wollecarlos, ist an StefanPs Diskussionsstil (Verdrehungen, Lügen, Abschweifen, unzählige Wiederholungen bereits WIDERLEGTER menschenverachtender “Argumetation”) vernünftig oder sachlich?
Guck mal hier wollecarlos was caf schrieb:
Das ist genau dein Problem!
Oder warum hängst du dich so sehr an der Form auf?
Die perversen Tiraden und dümmlichen Ablenkungsmanöver (Inhalt!) eines StefanP stören dich nicht, nein, die zugegebenermaßen teils deftigen Kommentare dazu!
Hier schon wieder:
Und ausgerechnet DU forderst eine vernünftige Diskussion?
DU der du den menschenverachtenden GedankenMÜLL stillschweigend hinnimmst oder gar gutheisst und Kommentatoren belästigst die ihm dafür Saures geben?
@ #183 Ioewie am 12. Februar 2010 um 13:49
Da Politik jetzt 40 Jahre lang die Arbeitslosigkeit “bekämpft” (seit Schröder die Arbeitslosen bekämpft), und nichts erreicht hat sage ich immer: Es ist eine Anmaßung der Politik dagegen etwas unternehmen zu können und sie konnte sich 40 Jahre lang etwas anmaßen. Ein Arbeitsministerium zum Beispiel ist überflüssig. Aber vielleicht kann sie versuchen, Rahmenbedingungen zu setzen, die der Wirtschaft Raum zur Verbesserung geben.
@ Systemfrager #186
Also bei Thema Bildung bin ich 180° anderer Meinung. Denkst du nicht, dass es selbstbewusste gebildete Menschen für eine Demokratie bedarf und nicht – einfach nur überhebliche Dummköpfe, ala Westerwave?
Wo siehst du einen Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt? Also ich sehe Selektion/Vetternwirtschaft(z.B. Eltern die ihre Kinder aufs Gymnasium “schleusen”) und Knechtschaft, von wegen Wettbewerb. Millionen Kinder leben in Armut und Vernachlässigung und du sprichst von Wettbewerb auf dem Arbeitsmarkt?
edit: Oder war da jetzt wieder versteckte Ironie dahinter, die ich (mal wieder) nicht gecheckt hab. ^^
Ausserdem warte ich noch auf eine Antwort. Du meintest nämlich, die Linke wolle den Kranken in den Kühlschrank sperren, stimmt das? warum?
@effizienzcluster
das Zitat war zwar nicht von mir, aber der Sinn schon
148
Naja, ich bin zufällig auch Chef eines multinatinonalen Konzerns mit 5000
SklavenAngestellten. Kann im Netz ja jeder behaupten was er will, wer sollte das überprüfen?@ caf 190
“Also bei Thema Bildung bin ich 180° anderer Meinung. Denkst du nicht, dass es selbstbewusste gebildete Menschen für eine Demokratie bedarf und nicht ? einfach nur überhebliche Dummköpfe, ala Westerwave?”
Im Bundestag sitzt nicht nur Westerwelle , sondern über 600 gutausgebildete Menschen , was nutzt es?
Glauben Sie wirklich wenn Frau Doktor den Flur schrubbt und die Toiletten reinigt , dass Sie dann als Aufstockerin grosse Lust hat den ganzen Laden aufzumischen?.
Sie wird wohl eher ihr Ränzlein schnüren und ab dafür..
Es wird doch nix besser , wenn die Anzahl der Ärzte oder auch Ingenieure verzehnfacht wird.
Wenn heute schon das Bildungsniveau bei Niedriglöhnern ständig zunimmt, müsste doch von denen jetzt schon viel mehr Druck auf die Regierenden ausgeübt werden.
In der Zeit die Systemfrager beschrieb , konnten viele auch der unteren Bildungsschichten noch aufsteigen , also klotzten im Prinzip alle rein, um am Wohlstand teilzunehmen.
Wenn alle Kinder das Abitur schaffen und auch die meisten noch studieren , wo gibt es dann noch Aufstieg. Der grösste Teil wird absteigen und Berufe ergreifen müssen , die vor 50 Jahren ein Volksschüler locker ausführte..
Die werden sich dann wieder genau die gleichen Sprüche anhören müssen wie heute.
@Fyyff, #182,
und so lange mir einer wie StefanP auf diese Frage keine erschöpfende Antwort geben kann (nebenbei, bei dem Thema wird er versuchen, die Diskussion auf Nebenkriegsschauplätze zu verlagern, weil er sonst eine konkrete unverschwurbelte Antwort geben müsste), kann ich seine Wortmeldungen getrost in den Skat drücken.
- Apropos Skat… da fällt mir ein…zwei Luschen darf man drücken… wieviele Minister haben wir grade??? -
Allgemein halte ich es aber auch mit Roberto De Lapuente: Scheiße muss man auch Scheiße nennen dürfen!
Hallo, habe gestern erstmals reingeschaut ich nervt StefanP zwar auch, aber ebenso die oft grenzwertigen, wenig qualifizierten Reaktionen auf seine Postings. Ich empfinde ihn einfach als Echo der medial dominanten Markschreier.
Real sind diese Marktradikalen, deren oft haarsträubende Konzepte und Kuren tatsächlich als Wissenschaft daher kommen, kläglich gescheitert, wenn man ihre Projekte gesamtgesellschaftlich bewertet.
In Pinochets Chile, das nach dem Putsch vom 11..09.1973 in ein 1:1 – Laboratorium der berüchtigten Chicagoer Schule umgewandelt wurde, ebenso, wie in Jelzins Russland, dessen Wirtschaftsberater fast ausschliesslich “Chicago Boys” waren, sowie faktisch in vielen Ländern, wo Infrastruktur und öffentliche Dienste durch Privatisierungen oder Public Private Partnership-Modelle, auf geradezu erbärmliche Niveaus zurückgefallen sind. Mit meinem Verdacht, das Wohl der Gesellschaft nur zu Propagandazwecken im Munde zu führen, in Wahrheit aber die eigennützigen Interessen der Vermögenden zu bedienen, dürfte ich nicht alleine da stehen.
Das Konzept der Marktradikalen, wie es an fast allen Unis gelehrt wird, unterscheidet sich meines Erachtens und pikanter weise gar nicht so wesentlich von einer missionarischen Religion, wie dem Katholizismus, z.B. Diese religiös/ideologischen Weltbilder funktionieren nur, als geschlossenes System, wenn also nichts anderes, störend daneben existiert.
Vielleicht muss man sich deshalb ständig von den Predigern des Marktradikalismus vorhalten lassen, ihre Konzepte seien noch ungenügend umgesetzt ..
Seit über 20 Jahren sind wir nun diesen Ideologen und ihrer Deregulierung ausgesetzt, ohne das nur eines der Probleme die der Kapitalismus mit sich bringt gelöst oder auch nur abgemildert werden konnte.
Arbeitslosigkeit, Armut, Hunger, Folgen der Umweltverschmutzung, Energiekrise, Ausbeutung, Analphabetismus, Krieg und Barbarei. Das alles ist inzwischen auch in die westlichen Zentren eingedrungen und vermutlich bedeutet Regieren heute im besten Falle permanentes Krisenmanagement. Immer häufiger allerdings, befürchte ich, sind Regierungen inzwischen quer durch die Parteien Ansammlungen gut bezahlter Vertreter multinationaler Konzerne und womöglich noch anderer Machtgruppen, deren Interessen sie gezielt durchsetzen (FDP).
StephanP scheint jemand, die Theorien und Konzepte des Marktfundamentalismus quasi missionarisch im heidnischen Gefilde dieses Forums zu verankern sucht. Hier macht er keine ganz schlechte Figur, weil es ihm gelingt das Thema immer wieder an sich zu ziehen, er im Zweifelsfall selber zum Thema wird und damit eine weiterführende Diskussion immer wieder blockiert. Mindfucking, bis alle genervt sind ..
Persönlich glaube ich nicht, dass der Kapitalismus auch in Zukunft ohne Barbarei auskommt und vielleicht sollten wir uns mal darüber Gedanken machen, wie eine Welt nach dem Kapitalismus aussehen könnte, ob Ansatzpunkte für dessen Überwindung zu finden sind usw., anstatt die immer gleichen Diskussionen zur Systemerhaltung zu führen. Kommt mir vor, wie das Anstreichen der Stühle auf der untergehenden Titanic, sorry ..
@Bohey #192
Wow, Ihr Beitrag hat mich etwas geschockt muss ich gestehen. Also ich meine diese Sichtweise.
Dass unsere Parlamentarier vergleichsweise gut ausgebildet sind, kann wohl nicht bestritten werden – aber
1. die Politiker sind zwar ausgebildet, aber nur marginal gebildet, charakterschwach, und oft sogar, ich behaupte mal, einfach richtig strunzdoof und instrumentalisierbar, bzw. kriminell – jeder kann sich davon bei ihren Reden überzeugen, wenn er denn nur richtig zuhörte
2. es ist eigentlich völlig egal wer im Parlament hockt – entscheidet und gesteuert wird außerhalb, und meistens haben unsere Politiker sowieso nix zu entscheiden, sondern einfach nur zu präsentieren und zu verkünden
das ist völlig falsch, am allerbesten erkennen Sie die Falschheit dieser Aussage, wenn Sie sich einfach nur die Entwicklung der Fernsehprogramme ansehen. Die Bildung liegt blutend am Boden und wird immer noch weiter zusammengedroschen, ungefähr so, wie das Mädchen in dem Video auf SPON heute. Die Bevölkerung wird systematisch verblödet, davon bin ich zumindest überzeugt. Während meiner Schulzeit habe ich gelernt auswendig zu lernen, aber niemals eine Aufforderung zum selbstständigen Denken gespürt, auch während dem Studium, kaum. Was die herrschende Elite möchte, sind nützliche Idioten. Also ich kann Ihnen gerne viele Argumente liefern, falls Sie interessiert sind, müsste aber erst mal selbst recherchieren… Unsere Politiker sind eigentlich ein gutes Pendant zur Bevölkerung. Vor einigen Jahrzehnten war das aber noch anders, zumindest scheint es mir.
M.E. unterschätzen Sie die Kraft der Kreativität und eines gesunden Selbstbewusstseins, das zusammen mit einer guten Bildung so viele Arbeitsplätze schaffen würde, dass wir sogar zusätzliches Humankapital bräuchten. Allerdings wäre es dann für einige Schichten nicht mehr möglich in einer solch extremen Machtposition zu stehen, wie es momentan der Fall ist.
meine rede, das ganze gesülze um qualifikation und bildung ist auch nur eine baustelle, um von anderen dingen abzulenken…
besser ist learning by doing, wenn man den leuten eine chance giebt
ein kleines beispiel: in unserem dörfli anfang der 70er jahre gabs den dorftrottel, der ging zur sonderschule, mit viel ach und krach hat er ohne abschluss eine maurerlehre abbekommen und diese auch mit viel wohlwollen zu einem abschluss gebracht.
er konnte in der gleichen firma weiterarbeiten, aber ende 80er/anfang der 90er übernahm der unternehmersohn den betrieb und hat erstmal alle älteren und nicht so gebildete mitarbeiter entsorgt, dafür kamen ausländer und junge knackige burschen für halben lohn.
dieser ehemalige dorftrottel hat dann mit einigen ehemaligen kollegen seine eigene baufirma gegründet und ist bis heute in dem bereich tätig.
ist zwar nur eine kleine klitsche, 10 – 15 leute, aber nach meinen erkenntnissen sind alle in dem betrieb glücklich. es giebt keine dumpinglöhne und die mitarbeiter können noch ihre familien ohne aufstocken ernähren.
allerdings fährt der ehemalige dorftrottel auch keinen porsche, hat keine villa, keine rennpferde und ist auch nicht im golfclub, wie dieser unternehmersohn, der ihn einst rausgeschmissen hat.
ps.: die ehemalige firma mitsamt unternehmersohn ist seit 2003 geschichte und ca. 250 leute arbeitslos
Ein Mindestlohn von 7,50 Euro wäre mitnichten ausreichend. Zumindest nach dieser Studie, die ich für durchaus plausibel halte, hätten es letztes Jahr schonmal wenigstens 8,15 Euro sein müssen.
siehe: http://www.arbeitnehmerkammer.de/sozialpolitik/dukumente/2009-08-03%20bedarfsdeckende%20Bruttoentgelte.pdf
191 effizienzcluster am 12. Februar 2010 um 14:58
Danke für Deinen Beitrag, mit dem Du auf den Punkt genau vor Augen führst, WIE selbsternannte ?Linke?, diskutieren!
Wirkliche (!) Linke nehme ich durchaus für voll und kann mich stundenlang mit denen streiten. Was ich in der Realität ja auch durchaus mache, zum Nutzen der Kommune, in deren Ratsversammlung ich Mitglied bin.
Doch nun zu Deinem Beitrag!
Wenn Du sagst,
braucht man ja nicht unbedingt Zuflucht zur Fäkalsprache zu nehmen.
Da gibt es durchaus viele andere Möglichkeiten. Der von Dir und Deinen Consorten so heftig angegriffene hat NIEMALS sich auf dieses Keller-Niveau begeben.
Und dann kommen immer wieder Behauptungen, Unterstellungen, Halbwahrheiten. Schade drum, als ob die Linken nicht eine ganze Reihe kräftiger Argumente hätten!
Wie kommst Du da drauf, daß
Wobei es ja interessant ist, daß Du mich zu den ?Rechten? zu rechnen scheinst. Kannst Du für Deine Behauptungen irgendwelche Belege nennen, oder ist es nur ?wie leider so oft- heiße Luft?
Und dann wirfst Du diesem StefanP vor:
?Was, lieber wollecarlos, ist an StefanPs Diskussionsstil (Verdrehungen, Lügen, Abschweifen, unzählige Wiederholungen bereits WIDERLEGTER menschenverachtender ?Argumetation?) vernünftig oder sachlich??
Wenn Jemand ?verdreht?, ?abschweift? oder ?wiederholt?, dann ist das zwar ärgerlich, aber nicht weiter schlimm. Das kann man ja übergehen.
Aber könntest Du diesem Blogger wirklich (hieb- und stichfest!) ?Lügen? nachweisen? Und ?menschenverachtende Argumentation?? Und zwar nachweisen im wissenschaftlichen logisch/dialektischem Sinne?
Und dann kommst Du mit diesem ?Experiment?, dessen Stichhaltigkeit ich ja nicht mal anzweifle. Es ist doch schon ein ziemlich starkes Stück von Unverfrorenheit und Egozentrismus, wenn Du meinst, daß dieses Beispiel nur auf andere, nicht jedoch auf Dich zuträfe. Meinst Du nicht auch? Wo bleibt da das streng wissenschaftliche, neutrale und objektive Denken?
Und wieso meinst Du, sei es mein Problem, wenn ich mich an der ?Form? aufhänge? Es ist ein gesamtgesellschaftliches Problem!
Du schreibst sogar selbst von
Das mag ja für den ?Dünnschiss? gerade noch zutreffen, Mord- und Totschlagsdrohungen eines ?schwitzig? gehen aber über diesen folkloristischen Begriff wohl weit hinaus. Ich hoffe auf Deine Zustimmung!
Schließlich greifst Du mich nochmal ganz persönlich an:
Es ist schon ein durchsichtiges Manöver, die Beweislast einfach umzudrehen, um dem Diskussionsgegner etwas Unlauteres zu unterstellen.
Was hat die Forderung nach einer ?vernünftigen Diskussion? mit ?Stillschweigen? zu verschiedenen Themen zu tun? Darf man sich nur dann äußern, wenn man vorher zehn AveMaria gebetet hat und mainstream-mäßig seine Meinung kundtat?
Du meinst, ich hätte ?Kommentatoren belästigt…? und begreifst nicht, daß die Umkehrung Deines Satzes bedeutet: Die Kommentatoren belästigen mich.
Wenn Du aufrichtig zu Dir selber wärest, würdest Du merken, wie verquer Deine Argumentationen sind. Wie wenig sie einer seriösen Untersuchung standhalten.
Man könnte meinen, Du gehörst zu den verklemmten Typen, die die Weltrevolution nachholen wollen, aber mangels Potenz es bei der Schrift-Form belassen. Aber da habe ich sicherlich Unrecht, das räume ich schon jetzt ein.
@ Very Cool #184
Wieso irrelevant? Supersache und echt very cool :-)
“Wir sind das Volk!” fällt mir da spontan ein.
@Degnaphta am 12. Februar 2010 um 17:58 #198
Pssst. Das ist ein Marketing Trick – soviel habe ich hier schon gelernt.
Wenn ein Beitrag als “irrelevant” markiert ist, bin ich doch immer neugierig, was dahinter steckt und klappe den Beitrag auf. :-))
Mal im Ernst: ich war als Ruhri ja nicht in der “Befreiungsbewegung” der Ex-DDR involviert.
Aber wenn es wirklich so angefangen hat, mit kleinen aber regelmäßigen Demos, an denen immer mehr Leute teilgenommen haben (wenn man mal so überlegt, wie klein die “Love Parade” angefangen hat…), dann wäre jetzt die richtige Zeit, damit anzufangen. Ich für meinen Teil will mir den Frust über die Zustände hier (und eigentlich auch weltweit) aus der Seele brüllen. So ‘ne Art “Urschrei Therapie. Außerdem brauche ich das Gefühl, nicht alleine zu sein mit meiner – schon seit der Kohl Ära – Abneigung über die vorherrschende Politik. Deshalb lese ich hier vieles und einige Leute hier würde ich glatt zum Essen bei mir zu Hause einladen. Das soll bei mir was heißen, ich gehe anderen Leuten nämlich lieber aus dem Weg.
Wäre doch prima, noch vor den Wahlen hier im Mai, einen wichtigen und nicht zu überhörenden Akzent zu setzen. Wir machen das, Basta!
@ Very Cool 199
Ja, man sagt dazu: Die ersten Schwalben. Aber die DDR-Revolution ist kein Vorbild, weil sie keine war. Damals ging es nur darum, dass die roten Diktatoren sich das Volkseigentum eineignen (privatisieren) wollten. Alles andere war Show.
Die Gezeitenwende hat nur dann eine Chance, wenn man die Mittelschichten ruiniert hat, die dann ?etwas tun?. Nach drei Jahrzehnte des neoliberalen Raubzugs ist es soweit. Das Blutbad in der Mitte beginnt.
PS
Der letzte Versuch der schlauen (und ratlosen) Mittigen, wir wählen die FDP und alles wird gut, war der letzte Verzweiflungsakt.
http://www.youtube.com/watch?v=ihSuD3eoMwEextra3: Die Durchschnittsfamilie und der MindestlohnGut gemacht.
Also ich fand soeben folgenden Kommentar auf n-tv. Ich kenn Hubertus Volmer nicht. Ich konnte auf die Schnelle nichts aussetzen. Wenn das so ist, Ich bin überrascht!
Ich denke es ist aber nicht nur eine Frage des Menschenbildes, sondern auch logische Realität!
http://www.n-tv.de/politik/politik_kommentare/Der-falsche-Streit-article725091.html
Also für mich gab es hinsichtlich soviel Bildung und Ausbildung wie möglich aber nie einen Zweifel. Außerdem sollte man sich wenn man es kann, auch was aussuchen, was Erfolg verspricht.
Interessanterweise hat die Lusche Wolfgang Clement zum Abschluß seiner Superministerkarriere das einzig Richtige von sich gegeben was er jemals gesagt hat: Ich weiß genau, das er in etwa sagte: Die ganzen Bemühungen um den Arbeitsmarkt seien eigentlich müßig gegen die Forderung nach Bildung.
Nein, bilden und ausbilden um jeden Preis, was dabei gesamtgesellschaftlich herauskommt kann man nicht vorhersehen. Aber man muß soweit wie möglich die Selbstrettung versuchen.
@#182 Fyyff am 12. Februar 2010 um 13:45 – - Permalink
Ich denke schon seit ca. 10, 12 Jahren immer mal wieder darüber nach.
Gehen wir die Sache der Reihe nach systematisch an:
1. Die Idee muß falsch sein, da i. a. niemand freiwillig von 60,65 % lebt, wenn er 100% benötigt (das kann jeder normale gesunde Mensch an sich selbst überprüfen!). Das ist ein sehr starkes Argument, da es quasi a priori, logisch gilt, also man sich eigentlich weitere Untersuchungen sparen könnte.
2 Untersuchungen die dazu, wenn überhaupt existieren, können also Mißbrauch nur als Randerscheinung ergeben. So ist es auch!
Aus 1. und 2. folgt, daß die “Idee” der mangelnden Motivation keine wahre Aussage über die Realität ist, sondern eine Lüge oder eine ideologische Aussage.
Wenn sie eine Lüge ist, wird sie bewußt erzeugt, um die von H4 Betroffenen zu diffamieren, um sich u. a. eine bessere Ausgangspostion für niedrige Leistungen, bzw. die Sanktionspraxis zu schaffen. Man kann auch ganz praktisch eine primitive politische Karriere daran ausrichten und sich damit verewigen, wie die Realsatire Schröder, des Kindes aus einfachen Verhältnisse zeigt.
Schwieriger wird es, wenn es eine Ideologie ist, denn diese kann auch unbewußt geglaubt werden! Das heißt man hält sie dann für richtig obwohl sie falsch ist.
Wie kann diese Ideologie entstehen, bzw. unter die Leute gebracht (diese Frage gilt auch für die Lüge ) werden.
Einfacher zu beantworten ist die Frage wie die Ideologie vom Volk angenommen wird, wobei ich nicht sicher bin ob sie tatsächlich weitgehend absorbiert ist, aber manche Studien lassen auf eine 66% tige Durchseuchung der Bevölkerung mit dieser Idee schließen. Man muß aber immer darauf achten, wie in diesen Studien die Fragen gestellt werden.
Die Durchseuchung mit dieser Idee mag gelingen, weil gerade derjenige der H4 gefährdet ist sich dieser Bedrohung aus Angst entheben bzw. sich über diese Bedrohung erheben will.
(**)Was ist er schon ohne seinen Arbeitsplatz und sein Einkommen?
Aber es können auch eine Reihe von niedrigen anthropologisch bedingten Vorurteilen gegen Arbeitslose zum Tragen kommen. Das habe ich noch nie voll durchdacht.
Nun bleibt die Frage, ob und wie die Herrschenden unbewußt von der Ideologie der mangelnden Motivation befallen werden. Sie haben ja kein Problem, sich mit H4 zu infizieren.
Zum einen ist es fraglich, ob sie diese Ideologie nicht doch voll bewußt im Sinne einer Lüge vertreten und für ihre Zwecke instrumentalisieren.
Ich denke aber, die Anfälligkeit für die “Idee” liegt noch tiefer, und dieser Aspekt würde dann auch die Herrschenden betreffen, aber das will ich hier jetzt nicht weiter ausführen. Es hat was mit (**) bzw. der “anthropologisch bedingten Komponente” der Bewertung der Lohnarbeit zu tun.
Ich weiß nicht, ob ich was Wesentliches vergessen habe. Ich hab das schon mal ausführlicher aufgeschrieben. Ergänzungen sind willkommen.
Dann könnte daraus ein Artikel über die Psychopathologie der “Idee” entstehen.
Zurzeit existieren wohl Aussagen darüber, das die Idee falsch ist, aber keine mir Bekannten dazu, warum sie existiert.
Jede Staatsform kann existieren, wenn man den idealtypischen Bürger dafür konstruiert.
Faschistoide Formen wie Diktatur, Oligarchie, Monarchie oder sonstige auf Ungleichheit der Bürger bauende Modelle erfordern Sklavenhalter und bereitwillig Versklavbare. Den Sklavenhaltern kann man per definitionem guten Willen zumessen, und den Versklavten die Einsicht, daß sie es toll getroffen hätten. Daraus läßt sich leicht ein oberflächlich betrachtet funtionierendes Gebilde formen, das man dann als ‘beste Staatsform von allen’, alternativlos und geradezu gottgegeben und/oder von Naturgesetzen erzwungen verkauft.
Die demokratischen Ansätze bedingen ebenfalls einen idealtypischen Bürger. Dieser muß zwingend aufgeklärt und informiert sein, um seinen staatsbürgerlichen Pflichten genügen zu können. Den Aufklärungsprozess muß er aus sich selbst heraus aktiv halten. Die Informationen muß er sich zumindest zuführen. Die Weiterverarbeitung ist dann ebenfalls ein völlig individueller Vorgang mit ebenso unterschiedlichen Vorgehensweisen (Denken, Fühlen) und Ergebnissen. Dieser Pflicht darf sich der idealtypische Demokrat nicht entziehen. Der Sklave darf sich ja ebenfalls nicht seiner Pflicht zur Unterwürfigkeit entziehen. So wie auch der Sklavenhalter in seiner Herrscherpflicht steht.
Um dem idealtypischen Demokraten näher zu kommen, wurde in den 70ern der ‘Bildungsbürger’ aus der Taufe gehoben. Die Schulen spuckten in allen Bereichen ziemlich gebildete junge Leute aus. Gerade was staatsbürgerliche Themen anging, war vom Hauptschüler bis zum Abiturienten eine reichhaltige Kenntnis bezüglich Demokratiemodellen und der schönen neuen Welt der freien Entfaltung und Selbstverwirklichung.
Wirtschaftsdinge waren allerdings -jedenfalls in meinem Umfeld- eher nebulös bis gar nicht bekannt. Da standen nur die Dogmen der Linken gegen die “Lieber tot als rot!”-Fraktion. Ab und an äußerte einer ‘Zinskritik’, die auch einleuchtete, die aber an der Ermangelung eines Alternativkonzeptes (Gesell hatte keiner kapiert oder konnte ihn vermitteln. In den Medien fand er gar nicht statt.) und einer Mauer, die aus Gesprächsverweigerung bestand, nicht weiter Raum griff.
Doch der Bildungsbürger versprach Abhilfe. Der ‘zweite Bildungsweg’, die sogenannte Volkshochschule, qualitätiv teilweise exzellente Reportagen im Fernsehen (Mittagspause u Sendeschluß im TV!), etliche um Niveau erfolgreich bemühte Printmedien, ein dem Auftrag folgendes Radio und die Verbesserung vieler Lebensumstände, die Optimismus leicht machten, ließen die Verheißung aufkommen, daß es auch irgendwann der Letzte würde begreifen können, daß das Leben geiler ist, wenn man zusammenhält.
Doch haben die künstlich geleerten Kassen, das auf echt hohes Niveau gehobene Bildungswesen völlig zerrüttet, sodaß jetzt verdummte Schüler von bereits verdummten Lehrern im Glauben gewogen werden, daß schon alles ok sei. Mich erschüttert das immer wieder, wenn ich mir überlege, was da inzwischen über Bord geworfen wurde. Hatte man uns damals noch genauestens erklärt, daß, so wie im Straßenverkehr die defensive Fahrweise von Vorteil für alle Beteiligten ist, auch gesellschaftliche Solidarität den am breitest gestreuten positiven Effekt erzeugt.
Mit dem Totschlagargument der leeren Kassen ist die Ökonomisierung sämtlicher Lebensbereiche jetzt eine erhebliche Bremse für den Bildungsbürger. Man muß sich Bildung heutzutage auch leisten können. Schlechte Entwicklung, wird doch damit einer großen Anzahl an Bürgern die Möglichkeit genommen, ihre staatsbürgerliche Pflichten zu erfüllen. Gleichzeitg wird diese Verdummtenschar als Argument benutzt, von Schieflagen in anderen Bereichen abzulenken, und zudem wird verweigert, hier radikal Abhilfe zu schaffen. So fährt man eine Demokratie gezielt an die Wand.
Gegen die fast vollendete Amerikanisierung durfte man schon früher nichts sagen. “Die haben uns befreit!” hieß es dann und Schluß. Heutzutage ist es ähnlich. Amerika wird nach wie vor noch als Vorbild hingestellt, obwohl die inzwischen glasklar auf dem Niveau eines Schwellenlandes angekommen sind. Wenn man den Anspruch betrachtet, mit dem sich Uncle Sam auf der Weltbühne präsentiert, dann spricht die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit sogar dafür, hier von einem ‘failed state’ zu sprechen.
Frustrierenderweise haben wir als treuer Vasall diese Entwicklung mitvollzogen. diesen traurigen Tatsachen mag leider nur eine Randgruppe ins schreckliche Antlitz schauen.
@ 192
Wer sitzt im Bundestag? Intelligente Abgeordnete?
Hoffentlich wird mein lautes Lachen nicht als ruhestörender Lärm in der Mittagsruhe angesehen.
Wer wird denn als Kandidat aufgestellt? Das erinnert mich an diesen Witz:
Frage an Radio Eriwan: “Um den Tourismus zu fördern, hat man vor einigen Wochen in Moskau ein Striptease-Lokal eröffnet. In den ersten Tagen war der Andrang der ausländischen Gäste sehr groß. Dann aber sind alle weggeblieben, und das Lokal steht jetzt ständig leer. An den Getränken kann es nicht liegen, da raffinierte Drinks geboten werden. Auch das Essen kann nicht die Ursache des Misserfolgs sein, da man die besten Köche Moskaus verpflichtete. Liegt es vielleicht an den Striptease-Tänzerinnen?”
Antwort: “Auch da können Sie beruhigt sein. Alle sind seit mindestens vierzig Jahren treue Parteimitglieder!”
Wer jung in eine Partei eintritt, macht dort die “Ochsentour”, um irgendwann einmal Kandidat zu werden. Nicht die intelligentesten werden Kandidaten, sondern die, die sich immer anpassungsfähig und dem “Parteizwang” unterworfen haben. Deswegen klappt es auch meistens mit dem Fraktionszwang. (Ein Verstoß fast aller Abgeordneter fast immer – gegen Artikel 38 (1) GG)
So kenne ich “Wendehälse” in großer Zahl. 16 Ratsherren (und -frauen) von 44 haben seit der Wahl die Partei gewechselt. Das Wahlergebnis der Bürger spiegelt sich hier nicht mehr nieder.
Ein Beispiel. Mit 17 in die Partei, mit 25 auf der Landesliste, mit 35 in Grabenkämpfen verwickelt, Ämter werden entzogen, Parteiausschluss droht, schnell in eine Partei wechseln, die das Gegenteil von dem verfolgt, was vorherr galt. In der neuen Partei alles wofür man vorher eingetreten ist als falsch bezeichnen.
Wo liegt da Intelligenz? Für mich ist das nur der persönliche Erhalt von Pfründen.
207 unbequemer am 13. Februar 2010 um 13:41
Nun, die Antwort, wenn ich sie denn geben darf, steht im Artikel 38 unseres Grundgesetzes.
Für den Fall, daß Du dieses nicht gerade “unterm Arm” hast, hier der Wortlaut:
Und so, wie das “ganze Volk”, ja sehr unterschiedlich gepoolt ist, sollten es demzufolge ja auch unsere Abgeordneten sein.
Warum also sollten Abgeordnete irgendeine “Elite” sein? Das wird doch in anderem Zusammenhang hier immer ganz furchtbar verteufelt und angegriffen!
Prinzipiell wäre ein Grundeinkommen OK. Wer mehr will arbeitet, wer dies nicht will der lässt’s. Geschickt aus tariert wird die menschliche Gesellschaft nicht in Stagnation verfallen, im Gegenteil, vielleicht würde so sogar wahrer Fortschritt (Stichwort Innovationshürde) gefördert.
Aber noch ein Kommentar zu Niedriglöhnen:
Es wird hier gerne auf die Putzfrau und den Straßenkehrer, die Friseuse usw. verwiesen. Dies impliziert, man müsse ja nur entsprechend fähig sein und “was lernen” damit man nicht in so eine Lage kommt. Die Wahrheit sieht aber folgendermaßen aus: in jedem Bereich, zunehmend bei Akademikern und dort wieder bevorzugt in industrienahen Jobs werden ebenfalls magerste, stetig fallende Löhne gezahlt. Zeitarbeit ist unter Akademikern weit verbreitet, noch nicht für unter 5 ?/h aber durchaus nur für 7,5 ?/h. Für solche Berufsgruppen wären 14 DM schon in den 70gern nicht viel Geld gewesen, heute – im Vergleich mit den Kollegen kurz vor der Rente – ist dies ein Witz! Zugegeben man verhungert nicht wie so mancher H VI-ler, aber WO soll dort das schöne Leben für die “Leister” liegen, welche ja gegen den “Rest” ausgespielt werden?
Nicht falsch verstehen, ich versuche nicht zynisch zu sein und auf die ärmsten der armen Einzuschlagen, sondern möchte viel mehr darauf hinweisen dass “unwürdige” Löhne, egal in welchem Bereich sich auf die Gesamtwirtschaft, Soziales, Rente aber auch das Gesamtlohnniveau auswirkt. Denn an den fallenden Löhnen sind IMHO NICHT die hohen Abgaben schuld sondern das heuschreckenartige Verhalten unserer Wirtschaft(sbosse).
Kurzum, soziales verankert man entweder in Gesetz und somit Gesellschaft oder man schafft Spannungspotential – milde gesagt.
Hervorragender Artikel, vielleicht eine Anmerkung zum sog. Lohnabstandsgebot. Auf den Nachdenkseiten war vor knapp zwei Jahren zu lesen, dass die Lohnquote – der Anteil der Arbeitnehmerentgelte (d.h. der Bruttolöhne incl. Lohnsteuern, Sozialabgaben und incl. AG-Anteile an Sozialversicherungsbeiträgen) abgestürzt ist, und zwar zwischen 2000 und 2008 von 72,2 % auf 64,6 %.
Und weil die konkreten Zahlen so beeindruckend sind, hier noch ein paar Zahlen aus dem Artikel:
Die Forderung nach dem gesetzlichen Mindestlohn ist sicher eine zwingende. Staatlich bezuschusste Niedriglöhne, die vor allem von dem Steueraufkommen der Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen finanziert werden müssen, führen zwangsläufig zur Verarmung und weitgehenden Handlungsunfähigkeit z.B. von Städten und Gemeinden.
Darüber hinaus sind Lohnabschlüsse für die unteren und mittleren Lohngruppen, also etwa bis 3200 ? brutto m.E. nur dann akzeptabel, wenn sie mindestens beim Nettolohn den Inflationsausgleich berücksichtigen. Sonst gibt es auch hier sukzessive weiteren Druck auf die unteren Lohngruppen.
Zu hoffen ist darüber hinaus, dass der Entwurf des Vergabegesetztes des Berliner Senats Schule macht und so zumindest öffentlich Aufträge an Lohndrücker immer mehr der Vergangenheit angehören. Ein Baustein, um den Druck auf die schwarz-gelbe Bundesregierung zu erhöhen…
@aschlutter #210
Da kann man dich beruhigen. Die Arbeitnehmerentgelte haben im letzten Jahr um zweieinhalb Prozentpunkte zugelegt, auf 67,5% des Volkseinkommens. Vom Betrag her sind sie gegenüber 2008 gleichgeblieben. Der Absturz des BIP ging auf Kosten der Unternehmens- und Vermögenseinkommen.
@ Karl Heinrich
Das beruhigt mich kein bisschen, damit haben die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer inflationsbereinigt trotzdem weniger verdient (bei einer Inflationsrate in 2009 von 0,4%).
Darüber hinaus haben laut DGB zwischen Oktober 2008 und September 2009 im Saldo 492.000 sozialversicherungspflichtig beschäftigte Arbeitnehmerinnen ihren Job verloren. Auch das beruhigt mich kein bisschen.
@SF
Kollege von Dir? ;-)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32091/1.html
@aschlutter #212
Also bitte, für einen Konjunktur-Absturz von 5 Prozent haben die Arbeitnehmereinkommen bombig abgeschnitten, wenn sie stagniert haben.
Was sagte Gerhard Schröder noch vor fünf Jahren in Davos?
Die FR kommentiert dies vor einer Woche so:
Ich frage mich, wie jemand guten Gewissens diese Entwicklung für richtig oder sogar notwendig bzw. – um auf Schröder zurückzukommen – alternativlos halten kann?
Ein kleines Rechenexempel zum Mindestlohn: Wenn die Friseurin in Sachsen laut Tarif statt 3 ? zukünftig 7,50 ? verdienen würde, würde das incl. Arbeitgeberanteil meinen Friseurbesuch (Mann, Waschen, Schneiden, ggf. etwas Fönen, Dauer ca. 30 Minuten) um sage und schreibe 3 ? verteuern, macht eine durchschnittliche monatliche Mehrbelastung von 1,50 ? aus. Dafür lohnt es sich doch, von Dresden nach Zgorzelec gleich hinter der polnischen Grenze zu fahren. Und auf der A4 bin ich ja ganz schnell da und eine Autobahnausfahrt auf polnischer Seite gibt es auch. Sind ja nur gute 100 Kilometer, zweieinhalb Stunden für Hin- und Rückfahrt.
Fakt ist: durch Einführung des Mindestlohns von 7,50 ? oder höher würden viele Menschen mehr Geld verdienen, die Zahl der Aufstocker bei Hartz IV würde abnehmen, damit vor allem die Kommunen entlastet (Reduzierung oder Wegfall des Zuschusses bei den Unterkunftskosten). Die könnten dann vielleicht die Grundschule renovieren, was ortsansässigen Handwerkern Aufträge bringt, Arbeitsplätze sichert oder gar schafft.
Zur den Regelleistungen nach dem SGB II: viel gewonnen wäre, wenn auf Grund des BVerfG-Urteils die Sanktionsmöglichkeiten entfallen. Bei den sog. U25 kann derzeit nicht nur der Regelsatz teilweise oder einbehalten werden, auch die Übernahme der Unterkunftskosten kann zusätzlich komplett eingestellt werden. Nulldiät mit Wohnungsverlust statt menschenwürdiger Existenzsicherung.
Spannend und sicher Anlass zu neuen Klagen wird der von Frau von der Leyen angekündigte Katalog der Härtefall-Regelungen sein. Werden da auch Bildungs- also Zukunftschancen für die Kinder enthalten sein? Ist z.B. der vorübergehende Nachhilfebedarf eines Zehntklässlers auf dem Gymnasium ein solcher Härtefall? Nachdem, was derzeit zu lesen ist wohl kaum.