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      ….dummerweise wurde/wird nur der berechtigte...

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      und wenn ich mir das bild zum artikel aus der stimme...

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      ach, und diese ‘truppen aus qatar’ sollen also...

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      qatar ist klein, weit weg Nun ja, England ist nicht so klein...

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      was meinst du mit quatarische truppen? ein internationales...

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  • Die Gesundheitskostenbombe tickt

    geschrieben am 27. Februar 2010 von Spiegelfechter

    Eine geheim gehaltene Studie bringt brisante Details zu den Kosten und der Sicherheit des privaten Krankenkassensystems zum Vorschein. Für die Kopfpauschale ist dies wohl das sichere Aus

    Es gibt Briefe, die hätte man am liebsten gar nicht erst geöffnet. Für Rainer Brüderle zählt sicherlich ein Brief des Institutes für Gesundheits- und Sozialversicherung (IGES) zu dieser Kategorie. Sein Vorvorgänger Michael Glos hatte die Berliner Sozialforscher mit einer [extern] Studie beauftragt, die die Auswirkungen des demografischen Wandels auf die Kosten und Beiträge des privaten Krankenversicherungssystems erforschen sollte. Was die Forscher unter Federführung des Wirtschaftsweisen Bert Rürup herausfanden, bedeutet für Brüderle und seine Partei jedoch nichts Gutes. Kein Wunder, dass Brüderle die Studie in seinem Giftschrank verwahrt ? nun ist sie aber dank eines Whistleblowers über Wikileaks ans Licht der Öffentlichkeit geraten.

    Die privaten Krankenversicherungen (PKV) sind nur ungenügend auf den demographischen Wandel vorbereitet und laufen mit offenen Augen in die Kostenkatastrophe, die nur über massive Beitragssteigerungen halbwegs kontrolliert werden könnte. Ein solches Szenario wäre jedoch das Ende für das Kopfpauschalenmodell der FDP. Wer würde noch zur PKV wechseln, wenn dort die Beiträge signifikant höher wären als in der GKV? Schlechte Nachrichten für Philipp Rösler, der nun vor einem gesundheitspolitischen Scherbenhaufen steht.

    Demografie und Gesundheitskosten

    Die Deutschen werden immer älter – das ist natürlich durchaus positiv, für die Kosten im Gesundheitssystem ist dies jedoch fatal. Je älter ein Mensch wird, desto kränker wird er. Während ein Versicherter, der jünger als 40 Jahre ist, die privaten und gesetzlichen Krankenkassen im Schnitt zwischen 800 und 1.200 Euro pro Jahr kostet, steigt das Kopfschadensprofil der Bevölkerung im Alter dramatisch an. Ein gesetzlich Versicherter im Renteneintrittsalter von 65 Jahren kostet seine Kasse durchschnittlich 2.500 Euro im Jahr. Sein privat versicherter Altersgenosse kostet seine Krankenkasse bereits 5.000 Euro – bei Frauen ist der Unterschied sogar noch größer. Extrem teuer wird der Versicherte für seine Kasse jedoch erst im hohen Alter – über 80-Jährige kosten die gesetzlichen Kassen durchschnittlich 5.000 Euro im Jahr und die privaten Kassen sogar über 9.000 Euro.

    Während die gesetzliche Krankenkasse eine Umlagefinanzierung beinhaltet, die durch Steuermittel aufgestockt wird, muss die PKV Altersrückstellungen bilden, um den Beitrag nicht ausufern zu lassen. Die 750 Euro, die ein privat versicherter Greis seine Kasse durchschnittlich im Monat kostet, müssen aber erst einmal hereingeholt werden. Die Theorie ist simpel – in den jungen Jahren zahlt der privat Versicherte mehr, als er die Kasse kostet. Dieser Überschuss wird ähnlich wie bei einer Lebensversicherung am Kapitalmarkt angelegt und im Alter verrentet ausgezahlt, um die Mehrkosten zu decken.

    Soviel zur Theorie. In der Praxis erweisen sich diese Altersrückstellungen jedoch laut IGES als viel zu niedrig. Wollen die privaten Krankenkassen nicht bereits bei jüngeren Versicherten höhere Beiträge fordern, so müssen sie wohl oder übel die Beiträge im Alter massiv erhöhen. Für ältere Versicherte, die oft nicht mehr finanziell so leistungsfähig sind wie in ihren besten Jahren, ist dies natürlich eine mittlere Katastrophe. Die Alternative, die höheren Alterskosten auf die Prämien der jüngeren Versicherten anzurechnen, würde die PKV jedoch gegenüber der GKV deutlicher unattraktiver machen.

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    Eine geheim gehaltene Studie bringt brisante Details zu den Kosten und der Sicherheit des privaten Krankenkassensystems zum Vorschein. Für die Kopfpauschale ist dies wohl das sichere Aus Es gibt Briefe, die hätte man am liebsten gar nicht erst geöffnet. Für Rainer Brüderle zählt sicherlich ein Brief des Institutes für Gesundheits- und Sozialversicherung (IGES) zu dieser ...
    Tags: Deutschland Gesundheitssystem Neoliberalismus Schwarz-Gelb
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    70 Kommentare:

    1. Chris W. schrieb am 27. Februar 2010 at 05:41 - Permalink

      Ein gesetzlich Versicherter im Renteneintrittsalter von 65 Jahren kostet seine Kasse durchschnittlich 2.500 Euro im Jahr

      Klar, aber ob daran das Gesundheitssystem schuld ist wage ich jetzt einmal in Frage zu stellen. Jeder weiß dass man nur über eine Grenze fahren muss um Medikamente im Durchschnitt um 50% billiger bekommen kann. Und dann sind die Deutschen auch noch Weltmeister der Hypochonder mit durchschnittlich 18 Arztbesuchen pro Jahr.
      Kopfpauschale hin oder her: die Deutschen sind einfach zu “krank” um das auf die Reihe zu kriegen :-)

    2. tar schrieb am 27. Februar 2010 at 09:21 - Permalink

      Die Theorie ist simpel ? in den jungen Jahren zahlt der privat Versicherte mehr, als er die Kasse kostet. Dieser Überschuss wird ähnlich wie bei einer Lebensversicherung am Kapitalmarkt angelegt und im Alter verrentet ausgezahlt, um die Mehrkosten zu decken.

      Das ist doch derselbe ideologische Blödsinn wie bei der kapitalbasierten Rente.

      Lernen es denn diese BWL-Pfeifen nie?

      Die Ausgaben werden immer aus den aktuellen Einnahmen bestritten. Ob das dabei die RV oder die KV betrifft, spielt überhaupt keine Rolle.

      Ich könnte mich gerade wieder stundenlang über solche Hohlhirne aufregen. Sorry, echt.

      Gruß!

    3. Chat Atkins schrieb am 27. Februar 2010 at 09:26 - Permalink

      Die Menschen werden im Alter nicht immer ‘kränker’, sie bleiben im Gegenteil immer länger gesund. Weil sie nicht mehr der erste Schlaganfall dahinrafft, kommen später dann die ‘teuren’ und chronischen Krankheiten des hohen Alters hinzu: Alzheimer usw. Mit allen Folgen für Rentensystem und Krankenversicherung.

      Auch deshalb also, weil sie durch ihre Risikobefragung anfangs eine eher betuchte und zugleich sportlich-gesundheitsbewusste Klientel junger gutverdienender Menschen versichern, geraten die privaten Krankenversicherungen später in die Krise, dann, wenn auch diese Gruppe unausweichlich in das Alter der chronischen Zipperlein eintritt. That’s biology …

      Das ‘beste Risiko’ für eine Krankenkasse bleibt die saufende und rauchende Sofakartoffel, die kurz vor dem Renteneintrittsalter an einem Herzinfarkt stirbt: Ein solcher Mensch hätte dann ein Leben lang in die Sozialkassen einbezahlt, und nur verhältnismäßig geringe Summen entnommen.

    4. Spiegelfechter schrieb am 27. Februar 2010 at 10:00 - Permalink

      @Chat Atikins

      Die Menschen werden im Alter nicht immer ?kränker?, sie bleiben im Gegenteil immer länger gesund.

      Statistisch gesehen … nein. Während man in den 50ern ins Krankenhaus kam und es entweder tot oder gesund verließ, verläßt man es heute sehr oft krank. Da wären zu einem die chronischen Krankheiten, die heute wesentlich besser langfristig kontrolliert werden können. Aber auch andere Eingriffe sind heute möglich, die man nicht gesund, sondern krank überlebt und sich noch eines langen Lebens erfreut. Die Zahl der Kranken nimmt stetig zu – und das ist gut so, denn ansonsten wären diese Personen tot.

      Erst diese Woche habe ich in den Nachrichten gehört, dass die Zahl der Krebskranken in den letzten 10 Jahren massiv zugenommen hat. Die Gründe liegen auf der Hand:

      - Bessere Früherkennung
      - Bessere Therapie, ein Krebskranker lebt heute wesentlich länger
      - Höhere Lebenserwartung, die Chance überhaupt in den “Genuß” zu kommen, eine typische Alterskrankheit wie Darmkrebs zu bekommen, stieg rapide.

      Alles gute Nachrichten, auch wenn es sich auf den allerersten Blick nicht so anhört.

      Weil sie nicht mehr der erste Schlaganfall dahinrafft, kommen später dann die ?teuren? und chronischen Krankheiten des hohen Alters hinzu: Alzheimer usw. Mit allen Folgen für Rentensystem und Krankenversicherung.

      Richtig

      Auch deshalb also, weil sie durch ihre Risikobefragung anfangs eine eher betuchte und zugleich sportlich-gesundheitsbewusste Klientel junger gutverdienender Menschen versichern, geraten die privaten Krankenversicherungen später in die Krise, dann, wenn auch diese Gruppe unausweichlich in das Alter der chronischen Zipperlein eintritt. That?s biology ?

      … and stupidity. Als Freiberufler schwankte ich auch lange, mich vielleicht privat versichern zu lassen. Ärztliche Checkups bei Vertragsbeginn sind ein Witz – man kann lügen, das die Schwarte kracht, um seinen Tarif zu drücken. Zum Glück konnte ich allerdings widerstehen. Der Grund war denkbar einfach. Keine Versicherung konnte (oder besser wollte) mir die von mir gewünschte Berechnung vorlegen, wie sich die Beiträge für einen konkreten Vergleichsfall entwickelt haben, der vor 20 Jahren in meinem Alter in die Versicherung eingetreten ist. Wenn ich die IGES-Studie lese, weiß ich auch, warum mir niemand diese Zahlen vorlegen wollte ;-)

      Das ?beste Risiko? für eine Krankenkasse bleibt die saufende und rauchende Sofakartoffel, die kurz vor dem Renteneintrittsalter an einem Herzinfarkt stirbt: Ein solcher Mensch hätte dann ein Leben lang in die Sozialkassen einbezahlt, und nur verhältnismäßig geringe Summen entnommen.

      Absolut! Ich habe ja – gegen den erbitterten Protest einiger Leser – schon häufiger auf Studien hingewiesen, die klar belegen, dass die Vermutung, Raucher würden das Gesundheitssystem belasten, grundfalsch ist.

    5. Herr Knecht schrieb am 27. Februar 2010 at 10:18 - Permalink

      http://www.kreiszeitung.de/bilder/2009/08/21/451043/1032264442-wirtschaftsminister-philippp-roesler-brokser-heiratsmarkt.9.jpg
      http://atlasshrugs2000.typepad.com/atlas_shrugs/images/2008/02/20/monopoly.jpg

      Zurück auf Start und einfach nochmal würfeln Herr Rösler ;).

    6. unbequemer schrieb am 27. Februar 2010 at 11:40 - Permalink

      Unser Gesundheitssystem wäre durchaus bezahlbar. Es dürfte nur keine Beitragsbemessungsgrenze geben. Gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

      Dann müsste eine Positivliste her, die den Nutzen der Therapien und Medikamente belegt. Andere Medikamente … auf den Müll damit.

      Auch der Placeboeffekt muss beachtet werden. Da gibt es doch die Doppelblindversuche. So lange kein Beleg für die Wirksamkeit ohne diesen Effekt besteht, so lange gehört das auch nicht auf die Positivliste.

      Was meines Erac htens viel wichtiger ist, die Früherkennung und Vorbeugung. Hier iegt das große Problem. Gerade in Zeiten der Existenzangst um seinen Job riskieren viele ihre Gesundheit. Ich kenne als ehemaliger Angestellter einer Krankenkasse so einige Fehler im System.

      Früher wurden die Kassen von Gewerkschaftsmitgliedern verwaltet. Die Sozialwahl der Erwerbstätigen die Gewerkschaftlich ausgerichtet waren führte dazu. Dann kamen ein paar Zocker auf die Idee, Interessengemeinschaften zu bilden, die jeweils den Namen der Kass benutzten, um uninformierte Wähler dazu zu bringen, ich bin in der Kasse, also dann wähle ich die, die den Namen benutzen.

      So kamen dann Menschen in die Verwaltung der Kassen, die nicht im Interesse der Kassen sondern im Interesse von …. (schreib ich lieber nicht – sonst musst du meine IP freigeben)

      Denn es geht um viel Geld, das den Krankenkassen Monat für Monat zur Verfügung steht.

    7. Ranger schrieb am 27. Februar 2010 at 12:26 - Permalink

      @unbequemer

      Unser Gesundheitssystem wäre durchaus bezahlbar. Es dürfte nur keine Beitragsbemessungsgrenze geben. Gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

      Ich bin ja sehr sozial und durchaus deiner Meinung, aber man muss nun mal an der Ausgabenseite drehen und nicht immer an der Einnahmenseite. Mitnichten sind z. B. Ärzte heute Schlechtverdiener, auch wenn sie es gerne so darstellen. Jungen Ärzten geht es wie allen Akademikern, dort werden die Gehälter gedrückt. Aber warum Chefärzte immer noch Millionengehälter im Krankenhaus verdienen müssen verstehe ich nicht – ohne den Zusatzverdienst durch Privatpatienten hinzuzurechnen versteht sich, der geht extra. Schwierig einzuschätzen, aber das scheint mir der der größere Ausgabenposten als die Pharmaindustrie, denn wenn Medikamente in Deutschland teuer verkauft werden als im Ausland dann höchstens im niedrigen Eurobereich. Summiert sich, ja, aber löst nicht spontan die Probleme.

      Alles in allem muss die Medizinbranche schlicht Produktiver werden, und Produktivitäsdiskussionen hatten wir ja schon. Deshalb hat das Consulting den medizinischen Bereich schon für sich entdeckt – Gott helfe uns!

    8. Jörg schrieb am 27. Februar 2010 at 12:37 - Permalink

      Dies wäre jedoch das Ende des Schneeballsystems und die PKVen müssten wohl oder übel ihre Bestandskunden – die ebenfalls zur FDP-Klientel zählen – massiv zur Kasse bitten.

      Was aber noch wichtiger ist – die Ärzte zählen zur Stammklientel der FPD und würden ihr einen Angriff auf ihre Melkkühe nie verzeihen

      Diese Verallgemeinerung stößt mir gerade etwas negativ auf: Nicht alle Ärzte und nicht alle Privatversicherten sind Mitglied der FDP oder sympathisieren mit ihr. Einige Privatversicherten haben auch gar nicht die Wahl und müssen sich privat versichern (z.B. Lehrer).
      Höchstwahrscheinlich gibt es viele FDPler unter diesen beiden Gruppen, aber ich hätte es schöner gefunden, wenn dies etwas differenzierter dargestellt worden wäre, auch wenn mir schon klar ist, wohin diese Argumentation zielt.

      Ansonsten aber ein guter Artikel – bin von dieser Seite aber auch nichts anderes gewohnt :)

    9. ZwischenSpeicher schrieb am 27. Februar 2010 at 12:43 - Permalink

      Also von der Tendenz kann ich dem Artikel zustimmen, aber im Detail sind da doch viele Schlussfolgerungen viel zu eindimensional. Beispiel:

      “…. Ein gesetzlich Versicherter im Renteneintrittsalter von 65 Jahren kostet seine Kasse durchschnittlich 2.500 Euro im Jahr. …”

      Demgegenüber hat die Kasse ja auch noch Einnahmen. Bei einer durchschnittlichen Rente von 1100 Euro und einem Kassenbeitrag von 15% sind das 1980 Euro im Jahr. Nicht gedeckt wären also im Schnitt nur 520 Euro, die sicherlich durch die Beiträge der viel gesünderen noch arbeitenden Jüngeren gedeckt sind.

      Die Rechnung mit dem 80-Jährige suggeriert jetzt eine Proportionalität zwischen diesem 65 und dem 80-Jährigen bei den Kosten. (5.000 Euro). Dem ist natürlich nicht so. Die durchschnittliche Lebenserwartung beträgt hierzulande 75,6. Der 80-jährige steht also kurz vorm Grab. Und es war schon immer so, dass die höchsten Kosten im letzten Lebensjahr (und nur dort, nicht in der Spanne davor) auftreten (natürlich nur pi mal Daumen, aber da müsste ich jetzt lange überlegen, wie ich das exakt ausdrücken könnte).

      Hinzu kommt natürlich auch der Fakt, dass Medikamente viel zu teuer sind, etc. und dass die hohen Kosten im Alter nicht unbedingt zwingend sind, wenn man eine wirtschaftliche Medizin betreiben würde.

    10. Linus schrieb am 27. Februar 2010 at 12:50 - Permalink

      Warum läßt man nicht die PKV-Versicherten zurückkehren in die GKV und ihre PKV-Altersrücklagen einbringen? Ich könnte mir vorstellen, daß sich das rechnet.

    11. R_Winter schrieb am 27. Februar 2010 at 12:53 - Permalink

      Der Inhalt der Studie ist der PKV lange bekannt, aber was interessiert der PKV die Beitragshöhe im Alter?
      Junge wurden und werden mit Beitragssätzen unter der GKV geködert (geleimt).
      Die FDP und Herr Rösler ist soziale Solidarität ein Greul. Rösler hat bewußt einen Mann aus der PKV zur Neugestaltung des Gesundheitswesen in seinem Ministerium eingegliedert.
      Wichtig ist den Vorständen der PKV nur der Gewinn heute.
      Pflichtversicherte erhalten schon heute einen Brief von der PKV, daß die Kosten nur unter Vorbehalt und letztmalig übernommen werden, wenn nicht ein “billiger” Therapeut gesucht und gefunden wird.
      Die PVK sucht bewußt das schwächste Glied in der Gesundheitsvorsorge – die Therapeuten – zur Gewinnmaximierung aus.

    12. Mephane schrieb am 27. Februar 2010 at 13:20 - Permalink

      Unser Gesundheitssystem wäre durchaus bezahlbar. Es dürfte nur keine Beitragsbemessungsgrenze geben. Gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

      Exakt. Erst sollten alle Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden, und dann sehen wir mal, ob es noch Finanzierungsprobleme in den jeweiligen Systemen gibt. Damit das etwas bringt, wäre es allerdings wohl nötig, die private Krankenversicherung abzuschaffen und alle in gesetzliche Kassen aufzunehmen; Jens hat ja schon sehr deutlich aufgezeigt, warum das Prinzip der PKV nachhaltig nicht funktionieren kann.

    13. Mir schrieb am 27. Februar 2010 at 13:51 - Permalink

      Die Finanzierung der PKV ist doch sehr solide und rechnet sich auch für die meisten Versicherten.

      Jung/Gesund = gutes Preisleistungsverhältniss bei der PKV = PKV
      Alt/ernsthaft Krank = schlechteres Preisleistungsverhältniss bei der PKV = GKV

      Aus der Sicht der Versicherten betrachtet im Vergleich zu den Beiträgen und den Leistungen bei der GKV.

    14. Karl Heinrich schrieb am 27. Februar 2010 at 13:59 - Permalink

      @Mephane #14

      Unser Gesundheitssystem wäre durchaus bezahlbar. Es dürfte nur keine Beitragsbemessungsgrenze geben. Gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

      Exakt. Erst sollten alle Beitragsbemessungsgrenzen abgeschafft werden, und dann sehen wir mal, ob es noch Finanzierungsprobleme in den jeweiligen Systemen gibt.

      Eine Beitragsbemessungsgrenze wird es immer geben. Alles andere wäre nicht verfassungskonform.

      Was man wohl machen kann, das ist, dass auch Leute oberhalb der BBG direkt für die Krankenversicherung von Geringverdienern aufkommen. Der einfachste Weg, das zu erreichen, wäre über das Steuersystem, wo vertikale Umverteilung auch hingehört. Zur Versicherung gehört nur die Risikoverteilung.

      Das wäre das System der Kopfpauschale, die ja äh-baba ist.

      Jens hat ja schon sehr deutlich aufgezeigt, warum das Prinzip der PKV nachhaltig nicht funktionieren kann.

      Das zeigt weder Jens noch die Studie, auf die er sich bezieht. Die besagt nur, dass die PKVen die Alterung nicht ausreichend berücksichtigen. Zurückgeführt wird das auf ein Wettbewerbsdefizit. (Dass die GKV ebensowenig Dukaten scheißen kann, ist ja nun hinlänglich bekannt.)

      Warum das Ganze ein Argument gegen die Kopfpauschale sein soll, ist unklar.

    15. Ranger schrieb am 27. Februar 2010 at 14:18 - Permalink

      17. Karl Heinrich
      Das wäre das System der Kopfpauschale, die ja äh-baba ist.

      Nee Kopfpauschale ist super. Denn dann würde ich garantiert weniger zahlen, oder wie würde die sonst gebildet? Soll jemand mit 800? netto auch 600? Kopfpauschale zahlen? Weniger Kosten werden ja nicht entstehen.
      Ach mein Fehler, unsere Politik ist ja bekannt für ihre Rohrkrepierer: dann würde man den untere Gehaltsklassen halt wieder was zuschießen (ein bisschen Verwaltungsoverhead geht immer!), was z. B. über die Rentenkasse finanziert würde, welche dann zugunsten der privaten Absicherung gekürzt würde. Super Idee!

    16. aloa5 schrieb am 27. Februar 2010 at 16:02 - Permalink

      @Mir
      Was Du beschreibst ist entsozialisiserung. Die gesunden Besserverdiener gehen in die PKV und die schlechter verdienenden sowie die kranken in die GKV. Das ist nicht das, was man “Sozialsystem” nennt.

      Was die Kosten angeht und die Effizienz kann man bemerkenswertes berichten. Wo es nicht ganz so gut aussieht und wo “besser”, kann man mitunter hier sehen:
      http://voices.washingtonpost.com/ezra-klein/health_spending_graph.gif
      Hat Ezra Klein letztens thematisiert. Leider fehlt dabei Deutschland. Die “Effizienz” einer Vorsorge Marke USA ist damit jedoch wohl eher deutlich zu widerlegen. Da auch GB (was die Null-Linie markiert) auch nicht gerade als Effizienz- und Versorgungswunder gilt ist unser GKV-System und dies als Umlage- und Solidarsystem durchaus zu loben.

      Ich sehe keinen Grund den Dummfug den u.a. die Schweizer dieses Jahr beendet haben bei uns neu zu erfinden.

      Grüße
      ALOA

    17. Axel schrieb am 27. Februar 2010 at 16:04 - Permalink

      @ #17 Karl Heinrich am 27. Februar 2010 um 13:59

      Eine Beitragsbemessungsgrenze wird es immer geben. Alles andere wäre nicht verfassungskonform.

      Warum wäre die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze verfassungswidrig?
      Wieso hat sie genau die Höhe die sie hat?

      Wer weiß das?

      Sicher würde ich das selbst rausbekommen wenn ich googeln würde, aber auf diese Weise gehts vielleicht schneller.

    18. schwitzig schrieb am 27. Februar 2010 at 16:04 - Permalink

      @Karl Heinrich

      Eine Beitragsbemessungsgrenze wird es immer geben. Alles andere wäre nicht verfassungskonform.

      Wieso das?

    19. gerhardq schrieb am 27. Februar 2010 at 16:08 - Permalink

      @17: Wo kommt eigentlich immer der Blödsinn her, daß die Abschaffung einer Beitragsbemessungsgrenze nicht verfassungskonform wäre?

      Wir können sehr wohl verfassungskonform die Beitragsbemessungsgrenzen abschaffen und gleichzeitig die Ausgaben begrenzen. Solange es gegen die sozial Schwachen geht, ist das ja schon heute der Fall (z.B. Arbeitslostenversicherung, nach einem Jahr Arbeitslosigkeit ist Schluß, auch wenn 30 Jahre eingezahlt wurde!). Auch der Halbteilungsgrundsatz, der sich auf Steuern bezieht (nicht mehr als 50%), wurde vom BVerfG 2006 aufgehoben!

      Ich kann verstehen, wer als Vermögender gut privat versichert ist, daß dieser sich gegen die Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenzen wehrt. Schließlich ist er ja einer der Profiteure des aktuellen Systems, die dummen Kassenpatienten finanzieren schließlich die Infrastrukturen von denen er dann profitieren kann. Wenn wir fairen Wettbewerb wollten, dann müßten private Krankenkassen und öffentliche Krankenkassen jeweils eine eigene Gesundheitsinfrastruktur aufbauen, damit sie vergleichbar werden. Zur Zeit kann der Herr Professor mit Gerätschaften, die vor allem mit Hilfe der gesetzlichen Krankenkassen finanziert wurden, den Privatversicherten behandeln und sich dafür gut bezahlen lassen – ohne den äquivalenten Beitrag zurückzugeben.

    20. Rossi schrieb am 27. Februar 2010 at 16:23 - Permalink

      Warum brauchen wir eigentlich hunderte von Krankenkassen? Ob nun PKV oder GKV… worin liegt der Nutzen? Schlussendlich geht es doch nur darum die Beiträge zu verwalten. Vielleicht gehe ich da zu naiv heran, aber es will mir wirklich einfach nicht einleuchten.

      Interessant finde ich übrigens, dass diese Studie bestätigt, was ich eigentlich schon immer gedacht habe und zwar, dass die ärztliche Versorgung bei privat Versicherten keineswegs generell besser ist als die der gesetzlich Versicherten.
      Da ich gerade erst eine Krebserkrankung -hoffentlich- hinter mir habe, hing ich im letzten Jahr doch recht tief in unserem Gesundheitssystem drin (als gesetzlich Versicherter). Ich habe parallel sehr viel an Eigenrecherche betrieben und kenne auch aus meinem privaten Umfeld viele Leute, die in dem Bereich arbeiten, wodurch man vieles einfacher bewerten kann. Dabei kann ich aktuell definitiv eines sagen und zwar, dass ich an keinem Punkt meiner Erkrankung auch nur irgendwie das Gefühl hatte benachteiligt behandelt worden zu sein. Fachlich wie auch menschlich (was ich persönlich nicht unwichtig finde) lief alles sehr vorbildlich ab.
      Es wäre zu hoffen, dass man unser Gesundheitssystem in etwa auf diesem Niveau bewahren kann. In der Hinsicht bin ich allerdings sehr skeptisch… allerdings weniger aus Kostengründen. Ich sehe vielmehr einfach nicht den breiten politischen Willen dieses System gerecht und solidarisch zu halten.

      Wirklich negativ sehe ich übrigens auch die umsichgreifende Privatisierung der Krankenhäuser in Deutschland, aber alleine das wäre schon ein Thema für ein Dutzend Beiträge…

      Ach so noch was: Wie wird eigentlich die Zahl der an Krebs Erkrankten gezählt? Einmal erkrankt = für immer in der Statistik? Oder fliegt man nach 5 Jahren ohne Rezidiv auch wieder raus?

    21. unbequemer schrieb am 27. Februar 2010 at 16:28 - Permalink

      @ 17

      Zitat:

      Eine Beitragsbemessungsgrenze wird es immer geben. Alles andere wäre nicht verfassungskonform.

      Da habe ich in der Verfassung, sprich Grundgesetz, nichts gefunden.

      Was ich aber gefunden habe, vor langer, langer Zeit, ist der Artikel 14 – … zum Wohle der Allgemeinheit …

      Soziale Gerechtigkeit sieht anders aus. Die “Mehrklassengesellschaft” wird so eines Tages zu einer “Zweiklassengesellschaft”. Die, die etwas haben und die, die nichts haben.

      Zu welcher Gruppe werden Sie dann gehören. Sollte sich jeder einmal überlegen, wo er mal landen kann wenn es so weiter geht wie bisher.

      Zu der, die sich in der Zeit der französichen Revolution mit der Aussage, wenn sie kein Brot haben sollen sie doch Kuchen essen, unbeliebt gemacht haben?

      Und deswegen wurden schnell die Tafeln geschaffen (McKinsey) damit es nicht mehr zu Hungerrevolten kommt wie damals.

    22. Karl Heinrich schrieb am 27. Februar 2010 at 16:54 - Permalink

      @Axel #20

      Warum wäre die Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenze verfassungswidrig?

      Das GKV-System samt BBG sind vom BVerfG über den Art. 2 (2) (Leben und Unversehrtheit) legitimiert: nur zu seiner Verfolgung darf die Regierung das System institutionalisieren und Freiheitsrechte einschränken.

      Dass jemand mit, sagen wir, 200.000 Jahreseinkommen 15.800 + 14.000 an GKV-Beitrag zahlt (neben 80.000 Steuern), ist in dem Zusammenhang nicht zu rechtfertigen.

    23. gerhardq schrieb am 27. Februar 2010 at 17:31 - Permalink

      @25: Bitte aktuelle Urteile des BVerfG dazu!

      Es wird immer wieder das Argument vorgebracht, daß das Bundesverfassungsgericht Steuern und Abgaben über 50% als nicht verfassungskonform bezeichnet – der sogenannte “Halbteilungsgrundsatz”. Mit der Entscheidung vom 18. Jan. 2006, Az. 2BvR 2194/99 ist dieser Grundsatz zumindest für Einkommen- und Gewerbesteuer aufgehoben!

      Also darf jemand mit 200.000,-EUR Jahreseinkommen durchaus 28.000,- an die GVK abführen und zusätzlich noch die entsprechende Einkommensteuer bezahlen (ca. 78.000,-).

    24. Axel schrieb am 27. Februar 2010 at 17:47 - Permalink

      Nun habe ich doch versucht, selbst etwas über die Beitragsbemessungsgrenze herauszufinden und siehe da, sie ist eigentlich für die KV ein Anachronismus.

      Frei nach wikipedia:

      Die Ausgaben der Rentenversicherung werden für die Auszahlung der (vom Einzahlungsbetrag abhängigen) Rente aufgewandt.

      Ursprünglich wurden auch die Ausgaben der Krankenkassen zu fast 95 Prozent für die Auszahlung des (vom Einzahlungsbetrag abhängigen) Krankengeldes aufgewandt.

      D. h. die Leistungen der Krankenkassen waren ursprünglich analog denen der Rentenversicherung konzipiert.

      Medizinische Behandlungskosten entstanden damals anscheinend noch nicht in nennenswerter Höhe.

      Sowohl in der Renten- als auch in der Krankenversicherung sollten die Arbeitnehmer durch den Arbeitgeber (die 50 Prozent der Beiträge trugen) unterstützt werden.

      “Bei Personen mit einem Einkommen über der Beitragsbemessungsgrenze wurde unterstellt, dass diese keinen oder zumindest keinen über diesen Beitrag hinaus gehenden Schutz durch die Sozialkassen benötigen.”

      Die Beitragsbemessungsgrenze sollte also nicht etwa eine Zumutbarkeitsgrenze für die Höhe von Abgaben ziehen, sondern sollte nur besagen, das man ab einem bestimmten Verdienst nicht vom Arbeitgeber sozial unterstützt werden muß.

      Da sie also gar keine Zumutbarkeitsgrenze zieht ist es für mich nun umso fraglicher, warum sie eine bestimmte Höchstgrenze haben soll, wenn man mal andere Aspekte wie ?Halbteilungsgrundsatz? aus denen sich im Zusammenspiel mit anderen Abgaben eine Grenze ableiten ließe, außer acht läßt.

    25. Peleo schrieb am 27. Februar 2010 at 18:20 - Permalink

      @ aloa, 19

      den Dummfug den u.a. die Schweizer dieses Jahr beendet haben

      Was haben die Schweizer denn beendet? Soviel ich weiß, gab es in der Schweiz keine Beitragsbemessungsgrenze – wurde die jetzt abgeschafft?

    26. Anonymus schrieb am 27. Februar 2010 at 18:48 - Permalink

      Ein Beitrag ist, im Gegensatz zu einer Steuer, immer an eine Gegenleistung geknüpft, deshalb muß auch die Höhe eines Beitrags (zumindest theoretisch) in irgendeinem Verhältnis zur Leistung stehen, die man empfangen kann. Es ist klar, daß mal einer mehr und einer weniger Leistungen in Anspruch nehmen wird, aber man darf wohl davon ausgehen, daß man sich mit 28000 EUR Jahresbeitrag äußerst schwer tun wird, um das jemals an Leistungen empfangen zu können! Die Koppelung an die Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung mag willkürlich sein, ganz sinnlos ist das ganze insofern aber nicht. Man muß einfach wissen, daß zwischen einer Steuer, deren Entrichtung an keine Gegenleistung gekoppelt ist und einem Beitrag, dessen Entrichtung eben genau das ist, ein Unterschied besteht! Insofern ist es schon logisch nachvollziehbar, wenn manche sagen, ok, man nehme den Umverteilungsfaktor komplett aus der KV heraus und verschiebt ihn ins Steuersystem! Alternativ könnte man auch das Gesundheitssystem komplett über die Steuer finanzieren, so wie in GB oder Skandinavien.
      Krux in der Schweiz ist wohl, daß die Eidgenossen zwar eine Prämiensystem eingeführt haben, dem jedoch m. W. keine flankierenden Maßnahmen im Steuersystem beigefügt haben, weil das schweizer Steuersystem (m. W.) insgesamt sehr, sehr wenig umverteilend wirkt, so daß das dort wirklich in eine wenig soziale Richtung ging (ich bitte um Korrektur, wenn ein Kenner des schweizer Steuer- und Sozialversicherungssystems bessere Infos hat.).

    27. Peleo schrieb am 27. Februar 2010 at 19:49 - Permalink

      @ Axel, 27

      Die Beitragsbemessungsgrenze sollte also nicht etwa eine Zumutbarkeitsgrenze für die Höhe von Abgaben ziehen, sondern sollte nur besagen, das man ab einem bestimmten Verdienst nicht vom Arbeitgeber sozial unterstützt werden muß.

      Trifft dies nicht eher für die Versicherungspflicht-Grenze zu?

      @ Anonymus, 29

      die Höhe eines Beitrags (zumindest theoretisch) in irgendeinem Verhältnis zur Leistung stehen, die man empfangen kann

      Ein Beitrag ist im Gegensatz zu einer Steuer in der Tat an einen bestimmten Zweck gebunden , mit dem Verhältnis der Höhe der Beiträge zu der Höhe der Gegenleistung hat das aber m. W. nichts zu tun. Das kann eigentlich auch nicht sein: Die medizinischen Behandlung bei einem “kleinen” Beitragszahler kostet vielleicht Zigtausend, ein Großverdiener ist zufällig gesund und braucht sie überhaupt nicht.

    28. Axel schrieb am 27. Februar 2010 at 21:13 - Permalink

      Eine Kopfpauschale wäre nur dann sinnvoll wenn sie ohne Sozialausgleich durchgeführt würde. Das aber würde dem überwiegenden Teil der Versicherten Einkommen und Kaufkraft entziehen, Für den Sozialausgleich aber müßte ein unsinniger bürokratischer Aufwand getrieben werden.

      Sinnvoller wäre dann sicher eher eine reine Finanzierung über das Steuersystem. Ein Mischsystem ist ein Aberwitz und wird selbst beim jetzigen Niveau der deutschen Politik sicher nicht durchkommen.

      Die Schweizer haben eine Kopfpauschale und sind jetzt in Schwierigkeiten.

      http://www.tagesschau.de/ausland/gesundheitssystemschweiz100.html

      Jede Menge weitere Beiträge zur Schweizer Kopfpauschale findet man, wenn man in einer Suchmaschine eingibt: “Schweiz Kopfpauschale”

    29. unbequemer schrieb am 27. Februar 2010 at 22:08 - Permalink

      Die Sozialversicherungen sind ein SOLIDARITÄTSPAKT.

      Artikel 14 – Eigentum verpflichtet – zum Wohle der Allgemeinheit

      Es ist nicht berechtigt, eine Gegenleistung in der Höhe zu erwarten, die man selber als Beitrag einbezahlt. Dann wären die Renten-, Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung Unsinn.

      Durch die Bemessungsgrenze profitieren gerade diejenigen die darüber liegen, denn ihr Beitragsanteil vom Einkommen ist geringer als der Anteil derer, die unterhalb dieser Grenze liegen.

      Darin lag ja der ursprüngliche Erfolg, dass sich die Arbeitnehmer gegenseitig unterstützt haben, das waren “Selbsthilfegruppen”, die noch Solidarität kannten.

    30. GeroldG. schrieb am 28. Februar 2010 at 04:01 - Permalink

      Wären nicht auf unsere Kosten noch zehn- oder gar hunderttausende Ausländer in ihren Heimatländern mitversichert (dank Familienmitversicherung und unserer lieben Migranten aus dem orientalischen Kulturkreis), ginge es den Kassen besser und man müsste über sowas wie Kopfpauschalen gar nicht nachdenken.

      “Die Bevorzugung von Ausländern in den deutschen Krankenversicherungen entwickelt sich zum Politikum.

      Das Gesundheitsministerium bekam in dieser Woche eine Welle der Empörung von Bürgern aus allen Teilen des Bundesgebietes über die Enthüllung zu spüren, dass Eltern von in Deutschland beschäftigten ausländischen Arbeitnehmern in ihrem Heimatland Türkei und auf dem Balkan beitragsfrei von der deutschen Familienmitversicherung aufgenommen werden und sich dort auf Kosten der Versicherung ambulant und stationär behandeln lassen können.

      Bei Deutschen dagegen dürfen nur Ehegatten, Lebenspartner und Kinder beitragsfrei in die Familienversicherung aufgenommen werden.

      Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion verlangt jetzt von der Bundesregierung volle Aufklärung. “Das regt die Leute auf. Wir wollen vom Bundesgesundheitsministerium als Erstes wissen, wie viele ausländische Eltern im vorigen Jahr davon profitiert haben und welche Gesamtsumme überwiesen wurde”, sagte der Bundestagsabgeordnete Andreas Storm (CDU), Vorsitzender der CDU/CSU-Arbeitsgruppe “Gesundheit und soziale Sicherung”, dieser Zeitung.

      Auf Anfrage von WELT am SONNTAG erklärte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums: “Uns liegen keine aktuellen Zahlen vor – weder über bezugsberechtigte Personen noch über die Summe der geleisteten Zahlungen.”

      Das Ministerium lehnt aber eine Abschaffung der Ungleichbehandlung von Ausländern und Deutschen ab. “Wir sehen keinen Anlass, da tätig zu werden”, sagte die Sprecherin.

      Die CDU-Bundestagsabgeordnete Erika Steinbach hatte die rot-grüne Bundesregierung gefragt: Trifft es zu, dass in der Bundesrepublik Deutschland krankenversicherte ausländische Arbeitnehmer bestimmter Staaten damit auch die in ihrer Heimat lebenden Eltern mitversichert haben?

      Anstoß für ihre Anfrage gab Professor Bert Rürup, dessen Kommission alle Sparpotenziale in den Sozialsystemen ausloten soll. Dabei hatte er auch die Familienversicherung infrage gestellt, in der in Deutschland 20 Millionen Familienangehörige kostenfrei mitversichert sind – ausgenommen Eltern.

      Im Auftrag der Bundesregierung antwortete der Parlamentarische Staatssekretär Franz Thönnes (SPD) aus dem Bundesgesundheitsministerium, der just am Tage der Veröffentlichung überraschend als SPD-Landesvorsitzender in Schleswig-Holstein abgewählt worden war. Er bestätigte, dass Eltern in der Türkei, in Bosnien und Herzegowina, Serbien und Montenegro unter bestimmten Voraussetzungen Anspruch auf Leistungen aus deutschen Krankenversicherungen haben.

      Die Fakten laut Thönnes:

      Grundlage ist ein deutsch-türkisches Abkommen vom 30.4. 1964 für die Türken sowie ein deutsch-jugoslawisches Abkommen vom 12.10.1968 für die Bewohner in den vier genannten Balkan-Staaten. Der Kreis der anspruchberechtigten Familienangehörigen richtet sich nach den Rechtsvorschriften des Wohnsitzstaates der Familienangehörigen, also auch der Eltern.

      WELT am SONNTAG hatte vorigen Sonntag über diese weithin unbekannte Tatsache berichtet. Die Vorzimmer-Sekretärin des Parlamentarischen Staatssekretärs Thönnes sagte dieser Zeitung: “Das hat ein großes Echo. Das haben wir hier auch gemerkt.” Zu spüren bekam das beispielsweise auch die im Bereich “Migration” der SPD-Bundestagsfraktion tätige wissenschaftliche Mitarbeiterin Gerlinde P., die sich Fragen einer empörten Berliner Anruferin anhören musste, die den Sachverhalt nicht glauben konnte.

      Die Sprecherin des Bundesgesundheitsministeriums sieht allerdings keinen Grund zur Aufregung über die beitragsfreie Mitversicherung der Eltern. “Als die Sozialabkommen in den sechziger Jahren geschlossen wurden, galt in der Türkei und auf dem Balkan halt noch ein anderer Familienbegriff”, sagte sie. Daran werde nicht gerüttelt – auch nach rund vierzig Jahren nicht.”

      Artikel erschienen in WELT AM SONNTAG am 20. Apr 2003

    31. Phil schrieb am 28. Februar 2010 at 05:22 - Permalink

      @ Karl Heinrich:

      Das wäre das System der Kopfpauschale, die ja äh-baba ist.

      Weil sie nicht funktioniert. Schau rüber in die Schweiz, die haben solch ein System, was hier eingeführt werden soll und sind alles andere als glücklich darüber.

    32. Phil schrieb am 28. Februar 2010 at 05:29 - Permalink

      @ GeroldG.

      Das, was die WELT AM SONNTAG schreibt, ist wieder eine Volkverhetzung.

      Diese “paar” Menschen machen den Kohl nicht wirklich fett. Das, was fehlt, sind die Einnahmen der Sozialkassen. Im Jahr 2007 waren es bereits rund 40 Mia Euro, was den Sozialkassen fehlten. Dieses allein nur aufgrund der massiven Senkung der Lohnquote im Vergleich zu 2000.

    33. Chat Atkins schrieb am 28. Februar 2010 at 08:25 - Permalink

      @ 7 Spiegelfechter: Die Krankenkassen rechnen intern tatsächlich mit diesen Faktoren. Die sog. ‘Präventionsprogramme’ werden vor allem deshalb eingerichtet, weil es dafür Vorteile beim Risikostrukturausgleich gibt, nicht deshalb, weil ‘gesundheitsbewusste Menschen’ den Kassen à la longue irgendwelche Vorteile bei den Ausgaben brächten. Multimorbidität und Alter betreffen irgendwann jeden, das Lebenselixier ist noch nicht erfunden. Prävention ist Handeln wider besseres Wissen sozusagen, sie verschiebt die Probleme ein paar Jahre in die Zukunft und hält zudem die Menschen während der Dauer ihres Arbeitslebens fit …

    34. GeroldG. schrieb am 28. Februar 2010 at 11:57 - Permalink

      @Phil

      der deutsche Kassenpatient zahlt jährlich Millionen für Türken und andere Personengruppen im Ausland und wenn eine Zeitung dies anprangert, ist es “Volksverhetzung”? Geht’s noch? In welcher Welt leben Sie eigentlich? Ich zumindest habe keine Lust, auf meine Kosten – mal überspitzt ausgedrückt – die halbe Welt mit zu versorgen. Sie können das ja gerne tun – aber bitte mit Ihrem Privatvermögen!

      Immer wieder lustig, wie irgendwelche Gutmenschen gerne “Gutes” mit dem Geld anderer tun. Zum kotzen.

    35. Ulf schrieb am 28. Februar 2010 at 12:22 - Permalink

      @29: Anonymous

      Ein Beitrag ist, im Gegensatz zu einer Steuer, immer an eine Gegenleistung geknüpft, [...]

      Die Gegenleistung für Steuern sind ein funktionierendes Staatswesen inklusive Aufbau und Erhalt von Infrastruktur. Auf dieser Basis erzielst Du Dein Einkommen und kannst konsumieren. Steuern (auch nicht Einkommenssteuer) sind keine Geschenke des Bürgers an den Staat, wie gewisse Kreise uns das immer wieder weismachen wollen.

    36. Spiegelfechter schrieb am 28. Februar 2010 at 12:29 - Permalink

      @Unbequemer

      Unser Gesundheitssystem wäre durchaus bezahlbar. Es dürfte nur keine Beitragsbemessungsgrenze geben. Gilt auch für die Renten- und Arbeitslosenversicherung.

      Nein – die Loecher werden ja aus dem Steuersack bezahlt, was sich letztlich nicht so sehr von einer impliziten Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze unterscheidet. Man muss dringend auf der Ausgabenseite sparen, sonst ist dies ein Schwarzes Loch.

      Dann müsste eine Positivliste her, die den Nutzen der Therapien und Medikamente belegt. Andere Medikamente ? auf den Müll damit.

      Richtig!

      Auch der Placeboeffekt muss beachtet werden. Da gibt es doch die Doppelblindversuche. So lange kein Beleg für die Wirksamkeit ohne diesen Effekt besteht, so lange gehört das auch nicht auf die Positivliste.

      Richtig! Und Placebos sollten auch wesentlich haeufiger eingesetzt und bezahlt werden. Das gilt auch fuer den ganzen Voodo-Schnickschnack der Alternativmedizin. Wenn man belegen kann, dass die Placebos der Alternativen gut und vor allem billig wirken, muss man sie auch zulassen.

      Was meines Erac htens viel wichtiger ist, die Früherkennung und Vorbeugung. Hier iegt das große Problem. Gerade in Zeiten der Existenzangst um seinen Job riskieren viele ihre Gesundheit. Ich kenne als ehemaliger Angestellter einer Krankenkasse so einige Fehler im System.

      Menschlich ja, oekonomisch nein. Vorbeugung und Frueherkennung sparen keine Kosten.

    37. tar schrieb am 28. Februar 2010 at 12:48 - Permalink

      Nein ? die Loecher werden ja aus dem Steuersack bezahlt, was sich letztlich nicht so sehr von einer impliziten Aufhebung der Beitragsbemessungsgrenze unterscheidet. Man muss dringend auf der Ausgabenseite sparen, sonst ist dies ein Schwarzes Loch.

      Was bringt es denn, die Ausgabenseite der KV zu senken?
      Wer bezahlt denn dann die nachwievor vorhandenen Kosten?

      Im Gegenteil: Es ist dieselbe Leier wie den Renten – ja bei wie bei sämtlichen Staatsausgaben.

      Eine Konsolidierung kann nur über die Einnahmenseite erfolgen und das heißt nichts anderes als das gesamte Volkseinkommen als Bemessungsgrundlage heranzuziehen.

      Bei den Renten sind dies mittlerweile nur mehr die Lohneinkommen samt unterschiedlichster Einzahlerklientel. Eine wunderbare Klassengesellschaft. Welch Idiotie!

      Übertragen auf die KV sind jegliche Beitragsbemessungsgrenzen höchst unsolidarisch. Ganz zu schweigen von der selben Klassentrennung (GKV und PKV), die schlicht aufgehoben gehört.

      Gruß!

    38. unbequemer schrieb am 28. Februar 2010 at 13:53 - Permalink

      @ 39 Spiegelfechter

      Früherkennung und Vorbeugung können durchaus Kosten einsparen, zum Beispiel ist es preiswerter vorbeugende Impfungen (natürlich nicht wenn die wie bei der schweinegrippewelle ….) zum Beispiel gegen Kinderkrankheiten. Auch die Vorsorgeuntersuchungen der Neugeborenen vermeiden doch einige Kosten. Auch wenn dadurch erst einmal Kosten entstehen.

      Und bei mir hätten auch Kosten gespart werden können, wenn ich gleich beim ersten Anzeichen meiner “Erkrankung” die richtige Behandlungsmethode benutzt worden wäre. Nun darf ich Krankengymnastik “machen”, pro Verordnung von 6 Terminen 22,84 ? zuzahlen. Und das kann dauern. Wie lange mir mein Arzt die noch Verordnet? Keine Ahnung. Und dann? Laut Krankengymnastin kann das bis zu einem Jahr notwendig sein, pro Woche 3 Termine. Und zu Hause dann mindestens zweimal täglich Übungen mit einer Hantel und einem Theraband (zur Wiederherstellung der Muskulatur). Auch auf eigene Kosten besorgen müssen.

      Und sie hat zugegeben, wenn beim ersten Anzeichen gleich Krankengymnastik verordnet worden wäre, hätte ich nicht den Muskelabbau in dem Umfang erlebt. Aber da wurde nur Tabletten gegen Schmerzen verordnet, die dann auch noch unangenehme Nebenwirkungen hatten. Bis nach drei Monaten dann vom behandelnden, Arzt nach Verweigerung einer OP und anschliessender Reha durch mich, auf die Idee mit der Krankengymnastik kam. Und nun tritt eben langsam eine Besserung ein.

      Zum sparen an der Ausgabenseite – ja auch – nur es müssen meines Erachtens die Einnahmen ebenfalls gesteigert werden. Und wenn “Geringverdiener”, also die unterhalb der Bemessungsgrenze tatsächlich 15 % ihres Einkommen tragen, wird ein “Besserverdienender” mit einem doppelt so hohen Einkommen nur mit 7,5 % belastet.

      Auch wenn “Ganzgeringverdiener” oder Erwerbslose “nur” den 1%- oder 2%tigen Zuschlag tragen, nun mit einer Pauschale weitere Kosten zu schultern haben, ist das System nicht mehr gerecht. Zur Zeit der “ordinören Sozialhilfe” und der Arbeitslosenhilfe wurden diese Menschen von der Zuzahlung befreit. Wer vom Existenzminimum, das auch noch zu niedrig berechnet wurde, leben muss, dem wird wohl nur noch das sozialverträgliche Ableben zugestanden. Ein Punkt, Brillen. Menschen mit starker Seeschwäche, aber angeblich noch ausreichend genug um die Kosten nicht übernommen zu bekommen, finden keine günstigen Angebote. Ich trage eine Brille, 2 Dioptrin und musste 245,- ? bezahlen. Wenn eine mir bekannte Person mit Brille 6,5 Dioptrin, trotzdem nur die Nummernschilder parkender Autos aus wenigen Metern lesen kann, Bekannte auf der anderen Straßenseite nicht mehr erkennt, dafür über 600,- ? selber bezahlen muss, halte ich das für ein Unding. Da wurde an den Ausgaben der Krankenkassen gespart, aber da war das sparen meines Erachtens an der falschen Stelle. Um solche Kosten übernehmen zu können, müssen eben die Einnahmen ehöht werden.

      Das war mein Anliegen.

    39. elwu schrieb am 28. Februar 2010 at 15:35 - Permalink

      Die Beitragsbemessungsgrenze ist sehr wohl gerecht. Denn in allen anderen Sozialversicherungen gilt das sog. Äquivalenzprinzip- wqer mehr einzahlt, werhält auch mehr. Bei Renten- und Arbeitslosenversicherung wrid das nicht mal von den Linken ernsthaft in Frage gestellt.

      Bei der Kranken- und Pflegeverischerung dagegen gilt in erster Näherung, dass die, die mehr einzahlen, auch nicht mehr Kosten verursachen als die anderen. Tendenziell sogar weniger. Daher erfolgt längst eine erhebliche Umverteilung innerhalb des Systems, von höheren zu niedrigeren Einkommen.

      Zudem: die Einnahmeseite wurde während der Regierungszeit von Ulla Schmidt allein über die gesetzlichen Kassen von ca. 138 auf ca. 170 Milliarden Euro im Jahr ausgeweitet. Dazu kamen weitere zig Milliarden an Praxisgebühr, Medikamentenzuzahlung usw. Auch die Privatversicherungen haben ihre Einnahmen um etliche Milliarden gesteigert.

      Und die Ausgaben: alles weg, spurlos. Das durch eine Abschaffung der Beitragsbemessungsgrenzen (übrigens ist der sogenannte ‘Arbeitgeberbeitrag’ fixiert, der bleibt konstant) einseitig zu Lasten der Beitragszahler noch auszuweiten, würde zwar einige Dutzend Milliarden Euro im Jahr zusätzlich in die Kassen des medizinisch-industriellen Komplexe spülen, der die ebenso spurlos aufsaugen würde wie jeden beliebigen Betrag.

      Es ist also sinnlos, an der Einnahmeseite noch mehr zu pressen. Die Ausgabenseite muss gezähmt werden. Das wird allerdings hierzulande nie passieren, da sind die Lobbyisten und gekauften Mandatsträger vor.

    40. winne2 schrieb am 28. Februar 2010 at 17:22 - Permalink

      Kurz – zu ganz verschiedenen Dingen – aus der Sicht eines Menschen, der sowohl die oberen Etagen der gesetzlichen Kasse, als auch einer privaten kennt:

      - Das Schneeballsystem der PKV ist Fachleuten schon seit 20 Jahren bekannt. Früher haben sie das einfach über die Eröffnung eines neuen Tarifes gelöst, wenn der alte finanzmathematisch zu teuer wurde. Teurer Tarif geschlossen – “billiger” mit niedrigen Eintrittstarifen für junge Mitglieder eröffnet. ALLE PKVen wissen das seit über 15 Jahren – es ist ihnen so gleichgültig wie es Finanzanlagenvertretern gleichgültig ist, ob der Kunde die avisierte Rendite bekommt.

      - Provisionen für die Vermittlung einer privaten Vollversicherung (oder auch Zusatzversicherungen) lagen bei bis zu ACHT Monatsbeiträgen. Die Motivation für dieses Geschäftsmodell dürfte damit klar sein.

      - Alles was Jens über Effizienz der PKV gesagt hat, ist völlig zutreffend, die haben überhaupt erst vor wenigen Jahren sowas wie Kostencontrolling angefangen einzuführen sitzen aber genau zwischen Baum und Borke, weil es ja gerade DAS Argument für die PKV ist, ganz doll super beim Arzt “behandelt” zu werden. Die Geschichten von “Patienten” mit allerwelts Unpässlichkeiten oder schlicht gar nichts die für zehntausende oder gar hundertausende von Euro diagnostiziert wurden – um dann festzustellen “ist nix” geht in die Zehntausende jährlich.

      - natürlich brauchen wir keine 150 GKVen (waren übrigens mal mehrere Hundert, ist also schon ordentlich geschrumpft). Alle gesetzlichen Krankenkassen bieten zu 95% die gleichen Leistungen und unterscheiden sich nur in marginalen Randfeldern (das ist so ein Unterschied, wie zwischen Rama und Flora soft..). Das Problem ist: EIne gesetzlichen Krankenkasse ist eine Körperschaft öffentlichen Rechts und kann “eigentlich” gar nicht pleite gehen… Heisst: Derzeit arbeitet bei den gesetzlichen Krankenkassen direkt eine ordentliche sechsstellige Zahl von Personen. Mit den “dranhängenden Zulieferern” (Werbeagenturen, IT-Dienstleister, Reinigungstruppen etc.pp.) dürfte indirekt die Zahl glatt nochmal verdreifacht werden. Klar kämen wir mit zwei, drei oder auch nur einer (wie in Frankreich oder England) gut aus und dafür müsste man heute vermutlich nicht mehr als 20 bis 30.000 Menschen beschäftigen. Was machen wir mit den anderen 300.000 bis 500.000??? Die sind bei und in Krankenkassen ausgebildet worden und heissen z.B. “Sozialfachwirte” für GKV – interner Jargon: “Sofas”. Alles klar?

      - Das Gesundheitsweien auf BEIDEN Seiten (ausführende Ärzte, Therapeuten, Pflege) UND die Geldverwalter (KVen) sind eigentlich von der technischen Entwicklung her in der Lage die “Ware” Gesundheit viel effektiver und preiswerter zu produzieren und anzubieten. Nur, wer hat daran ein Interesse? Ausser den Patienten, die das ganze zahlen müssen keiner. Und die letzteren sind meist krank und wenn man Krebs hat verhandelt man nicht gern über den Preis. Das ist auch der Grund warum “Markt” in diesem System (fast) überhaupt nicht funktioniert. Diese Goldgrube zur Ausplünderung der Patienten die die “Player” im System (von Ärzten – klar gibt ausnahmen! Gott sei dank!, über Pharmaindustrie – da gibt es keine Ausnahmen… bis zu den Kassenvorständen) sich geschaffen haben, wird nur durch rabiateste Massnahmen und erheblichen gesellschaftlichen Zwang auszutrocknen sein. Die Diskussion, um die eine oder andere Massnahme ist gut gemeint, wird aber nichts mehr bringen. Da ist nur noch Revolution angesagt. WIrd nicht einfach und nicht freundlich werden. Wenn nicht, werden wir nicht bei der Dreiklassenmedizin bleiben, die wir schon haben, sondern zu noch ein paar Klassen druntersetzen.

    41. unbequemer schrieb am 28. Februar 2010 at 17:32 - Permalink

      @42

      gerade der soziale Staat ohne ein Recht auf Arbeit mir einem Einkommen das ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht, macht es notwendig, dass die ohne Arbeit wenigstens ein Existenzminimum erhalten. Früher war das die Sozialhilfe. Dort haben Gerichte Ansprüche der Betroffenen dergestalt beurteilt, dass diese Menschen nicht nur auf gebrauchte Sachen verwieden werden durften. Es wurde BEDARFSORIENTIERT geurteilt.

      Das war denen, die etwas abgeben sollten, schon immer nicht genehm. Also wurde die Politik geschmiert. Mit dem Ziel, die soziale Sicherung zu zerstören.

      So wie es nun mit der Krankenversicherung den Anfang genommen hat, das die paritätische Finanzierung nicht mehr besteht. Und es sind ja weitere Schritte in die Richtung geplant. Gerade die USA sollten ein abschreckendes Beispiel bieten.

      Wenn es also eine “Höchstgrenze” für ALG und Rente oder Krankengeld gibt, ist das verständlich. Aber das deswegen die “Besserverdienenden” nur mit einem kleineren %-Anteil ihres Einkommen daran beteiligen, ist die Ungerechtigkeit des Systems.

      Jeder Mensch hat nun einmal die gleichen Grundbedürfnisse, die auch für alle die gleichen Kosten verursachen, Nahrung, Kleidung, Wohnung und so weiter. Wohin es führt, wenn “Besserverdienende” die Preise in die Höhe treiben ist in Ländern zu betrachten, wo die Einheimischen verdrängt werden.

      Genau dieses ist in unserem Lande im Gange. Wer nur eine Minimiete in kleinen Wohnungen ausgeben darf, oder wer wegen eines zu geringen Einkommen nicht in der Lage ist sich in einer der “guten Wohngegenden” eine Wohnung leisten zu können, landet in “Slumgegenden”, die zwar noch nicht wie in vielen Ländern aus selbstgebastelten Papp- oder Wellblechwänden bestehen, aber wenn ich mir so einige Stadtteile ansehe ….

      Die “Stärkeren” haben in einem sozial ausgerichteten Gesellschaftssystem eben mehr zu tragen, somit wäre eine Aufhebung der Bemessungsgrenze durchaus möglich. Und dabei darf man eines nicht ausser acht lassen, dadurch, wenn also die Einnahmen steigen, die Ausgaben nur für wirksame Methoden getragen würde, könnte der so bejammerte hohe Beitragssatz GESENKT werden. Dann zahlen alle weniger.

    42. Anonymus schrieb am 28. Februar 2010 at 18:38 - Permalink

      In der GKV gilt grundsätzlich auch das Äquivalenzprinzip, wie bei allen staatlichen Abgaben (im Gegensatz zu Steuern), in der GKV ist es lediglich modifiziert durch das Solidarprinzip (modifiziertes Äquivalenzprinzip), womit das Äquivalenzprinzip aber nicht im Grundsatz angetastet wird, bei einer Aufgabe der Bemessungsgrenze wäre das Äquivalenzprinzip allerdings schon in seinen Grundfesten tangiert! Insofern gibt es bei der Höhe der Bemessungsgrenze den ein oder anderen Spielraum, nicht aber im Hinblick auf eine komplette Abschaffung.

    43. Ranger schrieb am 28. Februar 2010 at 19:01 - Permalink

      Statt über fitzelthemen werwaswo Gesetz und Gerechtigkeit zu schwadronieren sollte man sich lieber um folgendes kümmern:
      - Warum wird das Gesundheitswesen immer teurer? Macht das Sinn? Gibt es nur im Gesundheitswesen keine Skaleneffekte?
      - Warum steigt die Produktivität im Gesundheitswesen im Gegensatz zu ALLEN anderen Branchen nicht? Mir scheint es als würde jeder neue Tomograph, der zu schnellerer und besserer Diagnose führt die Kosten drastisch erhöhen. Ist einmalig!

      Kosten im Gesundheitswesen müssen massiv runter, und ich behaupte in dieser Branche gibt es nur Abzocker, die reich werden auf kosten der Gesellschaft. Man sehe sich mal die “Produkte” an, z. B. pervers teure Krankenhausbetten, Krücken etc. Diese Stücke zusammengeschweissten Metalls sind qualitativ nicht auf dem Niveau von Dachrinnen, kosten dafür aber im Bereich von Kleinwagen. Selbst Handgeschweißt müssten diese billiger sein!

    44. GeroldG. schrieb am 28. Februar 2010 at 19:27 - Permalink

      @ unbequemer

      Wer nur eine Minimiete in kleinen Wohnungen ausgeben darf, oder wer wegen eines zu geringen Einkommen nicht in der Lage ist sich in einer der ?guten Wohngegenden? eine Wohnung leisten zu können, landet in ?Slumgegenden?, die zwar noch nicht wie in vielen Ländern aus selbstgebastelten Papp- oder Wellblechwänden bestehen, aber wenn ich mir so einige Stadtteile ansehe ?.

      Interessant. Das sind dann wohl Wohngegenden, die es laut diverser Politiker und Zeitungsschmierer gar nicht gibt. Also Gegenden mit 80% A u s l ä n d e r a n t e i l und wo man ab Deutscher ab 20 Uhr nicht mehr unbewaffnet durch kann… nennt sich heutzutage auch “No-Go-Area”.

      Die ?Stärkeren? haben in einem sozial ausgerichteten Gesellschaftssystem eben mehr zu tragen, somit wäre eine Aufhebung der Bemessungsgrenze durchaus möglich.

      Schonmal daran gedacht, dass die “Stärkeren” keinen Bock haben, andere auf ihre Kosten mitzufinanzieren? Die “Stärkeren” (damit meine ich übrigens keine Millionäre) sind i.d.R. deshalb stark, weil sie mehr als andere leisten, also richtig ranklotzen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Warum sollen sie dafür zahlen?

    45. Ranger schrieb am 28. Februar 2010 at 20:01 - Permalink

      Schonmal daran gedacht, dass die ?Stärkeren? keinen Bock haben, andere auf ihre Kosten mitzufinanzieren? Die ?Stärkeren? (damit meine ich übrigens keine Millionäre) sind i.d.R. deshalb stark, weil sie mehr als andere leisten, also richtig ranklotzen (Ausnahmen bestätigen die Regel). Warum sollen sie dafür zahlen?

      Quatsch. Die Masse der sogenannten Stärkeren bzw. Leister profitiert vom Rest der Gesellschaft. Ärzte sind z. B. immer noch Bestverdiener, und warum? Weil der Hauptteil ihres Gehalts aus der “Sammlung” der KVen gezahlt wird. Ähnlich ist es bei Anwälten. Der Bundestag nennt das “Qualität hat ihren Preis”. Man muss sich diese Menschenverachtung mal vor Augen führen: jeder Mensch muss Spitzenarbeit leisten, sonst ist er gefeuert, in Harz IV etc. Nicht so Anwälte und Ärzte (und diverse andere Leister) die muss man mit Geld motivieren gut zu arbeiten, andere Prüfungsmöglichkeiten gibt es nicht. Geprüft wird dann natürlich nicht, oder wer hat den Anwalt schon mal wegen schlechter Arbeit verklagt. Diese Saublöde “Leistungsträgerdebatte” führt zu nichts.

      Die “Leistermasse” wird bald genauso bitter merken was es heißt, wenn die Solidargemeinschaft fällt!

    46. GeroldG. schrieb am 28. Februar 2010 at 20:13 - Permalink

      Ich bezog mich nicht auf Spitzenverdiener wie Ärzte (wobei hier längst nicht jeder Arzt dazugehört!) oder Anwälte (ebenfalls: manche, nicht alle), sondern auf sog. “Besserverdienende”. Dazu zähle ich persönlich jeden mit monatlich > 3000 Euro netto. Ich gehöre leider nicht dazu, sondern liege etwas darunter, aber Lust hätte ich auch nur wenig, einen dicken Batzen abzudrücken, damit das Prekariat und albanische Großfamilien hier versorgt sind.

    47. Ranger schrieb am 28. Februar 2010 at 20:18 - Permalink

      Ich bezog mich nicht auf Spitzenverdiener wie Ärzte (wobei hier längst nicht jeder Arzt dazugehört!) oder Anwälte (ebenfalls: manche, nicht alle), sondern auf sog. ?Besserverdienende?. Dazu zähle ich persönlich jeden mit monatlich > 3000 Euro netto.

      Also, die weit meisten Ärzte und Anwälte SIND Spitzenverdiener (natürlich nicht alle). Aber ich muss sagen Ihre Definition von Spitzen/Besserverdiener finde ich seltsam. Ich unterstelle diesen Berufsgruppen kein Gehalt so wesentlich >3000 netto.

      aber Lust hätte ich auch nur wenig, einen dicken Batzen abzudrücken, damit das Prekariat und albanische Großfamilien hier versorgt sind.

      Das ist halt die Westerwellische Neukonservative Orwellsche Desinformationspolitik. Der gierige Ausländer belastet das Gesundheitssytem genauso wie die faulen Arbeitslosen. Komischerweise werden heute eher unsere Luxusrentner mit ihrer hohen Lebenserwartung für die Kosten verantwortlich gemacht. In Wahrheit – meine Meinung – ist’s die Gier der Kapitalisten im System für die WIR ALLE teuer und gezwungen bezahlen.

    48. Heinzi schrieb am 28. Februar 2010 at 22:02 - Permalink

      rgendwie gefällt mir der Titel nicht. Er impliziert das die Kosten der Gesundheit steigen werden. Es ist ein Propagandakampfbegriff.

      Real ist, das die Kosten für Medikamente ständig verteuert werden. Real ist, daß Ärzte immer mehr verdienen möchten, als im letzten Jahr. Aber darum solls nicht gehen, wer am meisten durch die Gelder durchgefüttert wird, die die arbeitende Klasse erwirtschaftet.

      Es geht darum, das die Kosten für Gesundheit nicht wirklich steigen, sondern bei stabilen 6-7% BIP stehen geblieben sind. Sie sind immer noch nicht wirklich angezogen. Nur: Die Arbeitgeber und Besserverdiener verlassen das System der Solidarität und die Löhne sinken kontinuierlich. Darum verteilen sich wir mehr Kosten, die auf immer weniger verdienenden Zahler und nehmen einen immer größeren Anteil von deren Kaufkraft ein. Das ist den Profiteuren dieses Gesundheitswesens egal.

      Worum es geht: Der Titel ist Falsch gewählt. Korrekt müsste es heißen:

      Kostenexplosion bei Privaten Versicherern

      Kosten für alternde Privatkassenpatienten explodieren

      Private KK auf Kostenexplosion durch Demografie nicht vorbereitet

    49. GeroldG. schrieb am 28. Februar 2010 at 22:35 - Permalink

      @Ranger

      Also, die weit meisten Ärzte und Anwälte SIND Spitzenverdiener (natürlich nicht alle). Aber ich muss sagen Ihre Definition von Spitzen/Besserverdiener finde ich seltsam. Ich unterstelle diesen Berufsgruppen kein Gehalt so wesentlich >3000 netto.

      Entschuldigung, mein Fehler. Es sollte >2000 Euro heißen (Tippfehler), wobei dies auch Ansichtssache sein dürfte.

      Das ist halt die Westerwellische Neukonservative Orwellsche Desinformationspolitik. Der gierige Ausländer belastet das Gesundheitssytem genauso wie die faulen Arbeitslosen.

      Missbrauch gibt es immer und es ist Aufgabe der Politik und Justiz, diesen so gering wie möglich zu halten. Ich fand Westerwelles Aussage (“spätrömische Dekadenz”) gegenüber “ehrlichen” (= unverschuldet arbeitslos) Leistungsempfängern auch unangebracht, er hat jedoch nicht völlig Unrecht. Das, was ausgegeben wird, muss erstmal erwirtschaftet werden.

      @Heinzi

      Nur: Die Arbeitgeber und Besserverdiener verlassen das System der Solidarität [...]

      Würde ich definitiv auch, wenn ich es könnte. Na ja, vielleicht klappt’s bald ja :)
      Nicht falsch verstehen: Ich bin für Solidarität, aber nur in einem System, wo es fair zugeht. Das ist in Deutschland nicht der Fall. Ich will nicht länger den Zahlemann für Asis und kriminelle Einwanderer und deren Großfamilien machen (plus die Eltern dieser Leute in der Türkei oder auf dem Balkan, siehe oben verlinkten Artikel aus der Welt – ein Skandal!). Die ehrlichen Arbeiter tun mir leid, doch die dürfen sich bei der Politik bedanken, die die hiesigen Zustände ermöglicht hat. Wer kann, flüchtet aus diesem kaputten und unfairen System.

    50. tar schrieb am 1. März 2010 at 00:27 - Permalink

      Das, was ausgegeben wird, muss erstmal erwirtschaftet werden.

      Das gilt allerdings nicht für Staatsausgaben.

      Gruß!

    51. Phil schrieb am 1. März 2010 at 01:21 - Permalink

      @GeroldG.

      Was sind schon ein paar Millionen im Gegensatz zu den Milliarden, die jedes Jahr hinterzogen werden, gegen viele unsinnige Subventionen und vielem mehr, die tatsächlich dem Volk schaden? Dagegn sind die Millionen Peanuts.

      Und lieber ein Gutmensch als ein Schlechtmensch.

      und wo man ab Deutscher ab 20 Uhr nicht mehr unbewaffnet durch kann?

      Dann rate auch mal, warum das so ist, wie es in den USA schon lange gang und gäbe ist und warum es vor ein “paar” Jahren hier noch unmöglich war.

      Schonmal daran gedacht, dass die ?Stärkeren? keinen Bock haben, andere auf ihre Kosten mitzufinanzieren?

      Dann setze Dich dafür ein, dass diejenigen, die in den letzten Jahrzehnten massiv von Steuererleichterungen profitierten, wieder mehr Steuern zahlen. Dann kannst Du Dich auch noch dafür einsetzen, dass die Lohnquote wieder steigt und Du zahlst dann wieder weniger, da die Einnahmenseite vergrößert wurde.

      @Jens:

      Man muss dringend auf der Ausgabenseite sparen, sonst ist dies ein Schwarzes Loch.

      Nicht wirklich. Vielmehr müssten die Einnahmen wieder erhöht werden. Doch das will ja die Politik nicht, denn es würde ja dem Sklavenlohnstandort Deutschland massiv schaden.

      Achja, ich kann Dir ein paar Geschichten vom Goslarer Krankenhaus erzählen.

      @elwu:

      Die Beitragsbemessungsgrenze ist sehr wohl gerecht. Denn in allen anderen Sozialversicherungen gilt das sog. Äquivalenzprinzip- wqer mehr einzahlt, werhält auch mehr.

      Das ist schlicht gesagt falsch. Auch schon deshalb, weil derjenige, der nur wenig einzahlt in die GKV genau die gleichen Leistungen erhält wie jemand, der kurz unter der Bemessungsgrundlage liegt, obwohl er deutlich mehr eingezahlt hat. Würde es nämlich so ablaufen, dann müsste derjenige, der mehr in die GKV zahlt, auch mehr Leistungen erhalten.
      Die staatlichen Versicherungen sind solidarische Systeme und da hat jeder nach seinen Kräften entsprechend einzuzahlen, um die Kosten für diejenigen, die es sich sonst nicht leisten können, in vertretbaren Rahmen zu halten.

    52. GeroldG. schrieb am 1. März 2010 at 01:58 - Permalink

      @Phil

      Was sind schon ein paar Millionen im Gegensatz zu den Milliarden, die jedes Jahr hinterzogen werden, gegen viele unsinnige Subventionen und vielem mehr, die tatsächlich dem Volk schaden? Dagegn sind die Millionen Peanuts.

      Weil es Steuerhinterziehung gibt, finden Sie es also belanglos, dass jedes Jahr Millionen aus dem deutschen Krankenkassenwesen an Menschen ins Ausland fließen (also z.B. die mitversicherten Eltern der hier lebenden Türken)? Wollen Sie mich ver*rschen? Als ich diesen Artikel in der Welt das erste Mal laß, ging ich von einem Aprilscherz aus. Aber nein! Das ist die bittere Wahrheit – und unsere Regierung hält es bis heute nicht für nötig, diesen Mißstand abzustellen. Ob diese Gelder im Vergleich zu Steuerhinterziehungen “Peanuts” sind, interessiert mich nicht. Oder werfen Sie Ihre 10-Cent-Stücke in den Müll, weil 1-Euro-Münzen ja mehr wert sind?

      “und wo man ab Deutscher ab 20 Uhr nicht mehr unbewaffnet durch kann?”

      Dann rate auch mal, warum das so ist, wie es in den USA schon lange gang und gäbe ist und warum es vor ein ?paar? Jahren hier noch unmöglich war.

      Lassen Sie mich raten… die Mehrheitsgesellschaft ist Schuld? Das ist typische linke Standard-Entschuldigung für alle Missstände hierzulande. Es sind nie die Migranten, nein, es sind immer die Deutschen verantwortlich.

    53. winne2 schrieb am 1. März 2010 at 08:37 - Permalink

      Interessant, dass eine Diskussion über das Gesundheitswesen sich wandelt in eine um Migrations- und Ausländerfragen… Und wieder so eine in der ALLE irgendwie Recht haben. Es gibt Ärzte (z.B. Labormedizin…), die üble Systemausbeuter sind, es gibt Ärzte (vom Assistenzarzt im Krankenhaus bis zum Hausarzt in der ProvinZ, die sich den Arsch aufreissen für fast einen Hungerlohn und noch Ärzte sind, so wie wir sie uns als Patient wünschen. Was ist nun die Wahrheit und was systemrelvant?? Es gibt Migranten, Ausländer, die mit ihrer Arbeitsleistung, ihrem kulturellen Beitrag nicht nur die Gesellschaft, sondern auch due Sozialkassen bereichern und es gibt Migranten, Ausländer die Sozialkassen plündern und gern Bomben basteln. Was davon ist “die” Wahrheit und was systemrelevant?

      Alle (wirklich alle!) spüren: So geht das hierzulande und weltweit nicht weiter. Aber wie? Jeder hat da, je nachdem wo er sich in dieser Gesellschaft grad befindet, seine extremen Antworten. Das Sein bestimmt da immer noch das Bewusstsein. Ich kann gut verstehen, dass jemand der zwischen 2000 und 3000 Euro verdient sich über die “paar Millionen” Euro für türkische Eltern aufregt und seine Schlüsse zieht, auch wenn ihm ein netter intellektueller Linker vorhält, das sei angesichts von ein paar Milliarden, die die Pharmaindustrie abzockt, doch “Peanuts”.

      Ich kann verstehen, dass jemand der sich in der Strassenbahn nicht mehr “wohlfühlt”, ob der netten Migrantengangs in der Tram, nach mehr “Ordnung” ruft und es elend nervt, dann den Hinweis auf die Enstehungsgeschichte und das soziale Elend zu hören.

      Beide Sichtweisen und vor allem das Erleben von Millionen Menschen hierzulande in eine Politik und in eine Vision zu fassen, in der sich zumindest eine grosse Menge von Menschen wiederfinden kann und die viele als gerecht und fair empfinden – das sollte “die Politik” mal angehen. Wer sich das vorhandene Zwergenpersonal in Berlin anschaut, kann da wenig Hoffnung entwickeln.

      Wollen hoffen, dass die Diskussion sich – z.B. hier – friedlich entwickelt und nicht irgendwann ein smarter gegelter deutsche Haider oder niederländischer Islamhasser in einer Talkshow auftaucht und 20% bis 30% der Bevölkerung in eine Radikalisierungsspirale reinzieht. Die Wahrscheinlichkeit ist hoch.

    54. unbequemer schrieb am 1. März 2010 at 17:38 - Permalink

      @ Gerold G

      Ich empfehle Ihnen DRINGEND einmal das Grundgesetz zu lesen.

      Und noch ein Hinweis. Eine Kette (Gesellschaft) ist nur so stark, wie ihr schwächstes Glied. Wird die Belastung dieses “schwachen Gliedes” zu groß, zerreist es die “Kette”, sprich, unsere Gesellschaft.

      Wer daran ein Interesse hat, ist klar. Demagogen die sich ihr Süppchen darauf kochen wollen, und dann das “gekochte” alleine aufessen.

      So wie in Orwells – Farm der Tiere – Die Schweine eben, die spült es immer wieder nach oben.

      Egoisten sind reine Dummköpfe, sie erkennen nicht das sie sich den Ast absägen, auf dem sie sitzen. Denn sie sind Teil einer Gesellschaft die nur MITEINANDER bestehen kann. Nicht Gegeneinander. Und Egoismus ist ein “gegen alle Anderen” Verhalten.

      Wer das nicht erkennen kann, und verneint, ist nur zu Dumm. Wer das aus anderen Gründen verneint ein Lügner.

    55. GeroldG. schrieb am 1. März 2010 at 18:33 - Permalink

      @winne2

      Es gibt Migranten, Ausländer, die mit ihrer Arbeitsleistung, ihrem kulturellen Beitrag nicht nur die Gesellschaft, sondern auch due Sozialkassen bereichern und es gibt Migranten, Ausländer die Sozialkassen plündern und gern Bomben basteln. Was davon ist ?die? Wahrheit und was systemrelevant?

      Ein sehr guter, differenzierter Beitrag.
      Meine Meinung: “Gute” Migranten bleiben bei uns, “schlechte” Migranten fliegen raus. Damit ist dann nicht nur der deutschen Bevölkerung, sondern auch allen “guten” Migranten geholfen.

      @unbequemer

      Ich kenne das Grundgesetzt. Bedauerlicherweise wurde und wird es gerne mal “gebogen”, wenn es den Interessen bestimmter Personen und Gruppen dient.

    56. Heinzi schrieb am 1. März 2010 at 20:43 - Permalink

      GeroldG du bist kein sozialer Mensch, hör auf dir was vor zu machen.

      Du verachtest Menschen die sozial agieren.

    57. winne2 schrieb am 1. März 2010 at 21:34 - Permalink

      @GeroldG:

      Ich habe es unterlassen, meinen Beitrag zu erweitern um:

      “Es gibt gute Deutsche, die die Gesellschaft bereichern in jeder Hinsicht und es gibt die Ackermanns und GeroldGs.” Keine Ahnung wohin ich die rausschmeissen kann, seid die Engländer Australien als Knastinsel verloren haben, ist die Auswahl nicht so besonders gross. Naja, wie sagte Tucholsky schon so schön: “Und ausser dem Menschen gibt es noch Sachsen und Amerikaner – aber Zoologie bekommen wir erst nächstes Jahr.” Irgendeine Hundeschule, die gutes Benehmen und Mitgefühl beibringt wird es wohl noch geben – aber ob die Ackermann u.a. aufnehmen??? Pfui!

    58. GeroldG. schrieb am 1. März 2010 at 23:24 - Permalink

      @Heinzi

      GeroldG du bist kein sozialer Mensch, hör auf dir was vor zu machen.

      Sie sagen, ich sei nicht sozial. Was Sie jedoch eigentlich meinen, ist “Du bin kein Sozialist”. Ja, das ist wahr. Und gut so!

      Du verachtest Menschen die sozial agieren.

      Nein, keineswegs. Ich verachte lediglich Menschen, die mit dem Geld anderer Leute gerne “Gutes” tun und bei denen aus “gut gemeint” jedoch selten “gut gemacht” wird. Ich wette, jeder (pseudo)intellektuelle Linke hier, der seine Hand über Migranten hält, kennt persönlich keinen und würde auch nie auf Privatkosten eine Person durchbringen wollen, die z.b. aus Anatolien direkt in Hartz IV “eingewandert” ist. Solange es aber die abstrakte Gesellschaft zahlt, ist alles OK und man kann sich so richtig gut und sozial fühlen. Ja, solche Leute – die Befürworter jener Poliitk, nicht die Migranten selbst – verachte ich tatsächlich.

    59. GeroldG. schrieb am 1. März 2010 at 23:31 - Permalink

      @winne2

      “Es gibt gute Deutsche, die die Gesellschaft bereichern in jeder Hinsicht und es gibt die Ackermanns und GeroldGs.?

      Keine Ahnung, was diese Schelte nach Ihrem letzten, differenzierten Beitrag jetzt soll, doch ich verwehre mich, mit jemandem wie Ackermann in einen Topf geworfen zu werden.

      Wenn wir in Deutschland nicht (mehr) das Recht haben, zu sagen, welche Migranten uns willkommen sind (fähige, anständige) und welche nicht (unfähige, kriminelle), dann ist das ein Problem mangelnder Souveränität aufgrund zwanghafter, politischer Korrekheit. Wir brauchen in Deutschland fähige Leute, gerne auch Fachkräfte aus dem Ausland, was wir jedoch nicht brauchen, sind zusätzliche Sozialfälle, Intergrationsverweigerer, Kofferbombenbastler u.ä. Personen. Wer dies anders sieht, sollte sich mal fragen, ob er/sie wirklich noch bei klarem Verstand ist und in welcher Welt er/sie eigentlich lebt.

    60. H. Müller schrieb am 2. März 2010 at 17:57 - Permalink

      @ GeroldG Nr. 52

      Junge geh nach Paraguay, da gibt es noch mehr von deiner Sorte.
      Dort kannst Du auch deinen Schäferhund frei rum laufen lassen.

      H. Müller

    61. Phil schrieb am 2. März 2010 at 20:43 - Permalink

      @GeroldG:

      Das ist ein Vertrag, der ausgehandelt wurde und ist dem Fall in der Tat was anderes als Steuerhinterziehung, Leistungserschleichung und dergleichen.
      Und solch einen Vertrag kann nicht einfach aufgekündigt werden.

      Lassen Sie mich raten? die Mehrheitsgesellschaft ist Schuld? Das ist typische linke Standard-Entschuldigung für alle Missstände hierzulande. Es sind nie die Migranten, nein, es sind immer die Deutschen verantwortlich.

      Und wieso konnte man noch vor Jahren unbehelligt auch nachts in dunklen Straßen/Ecken noch gehen?
      Nicht umsonst sind die Gefängnisse in den USA so voll.

    62. wschira schrieb am 2. März 2010 at 21:27 - Permalink

      Hallo Jens,
      wie schaffst du es immer wieder so nette Zeitgenossen wie GeroldG an Land zu ziehen, kaum dass sich StefanP vom Acker gemacht hat? Ich vermute ja, dass das dieselbe Person ist, nach dem wirren Geschwurbel, das beide von sich geben.

    63. Phil schrieb am 3. März 2010 at 04:30 - Permalink

      @wschira:

      Mach Dir nichts draus. Konservative haben es nicht so mit dem Denken, wie die Wissenschaft jetzt herausfand:

      http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,680956,00.html

      xD

    64. GeroldG. schrieb am 3. März 2010 at 22:19 - Permalink

      H. Müller, Ihnen ist wohl nichts zu blöd, oder?

      Phil, selten so einen Unsinn gelesen. Aber der Spiegel liefert eben genau das ab, was seine überwiegend linken Käufer lesen wollen.

    65. Phil schrieb am 4. März 2010 at 14:54 - Permalink

      @GeroldG.

      Der Spiegel und links? Ich glaube, Du lebst in einem Parallel-Universum aber der Spiegel ist mitnichten links, es sei denn, man steht noch weiter rechts als die Positionen des Spiegels.

    66. GeroldG. schrieb am 4. März 2010 at 23:19 - Permalink

      Der Spiegel und rechts? Ich glaube, Du lebst in einem Parellel-Universum.
      Der Spiegel hängt irgendwo zwischen SPD und CDU, wobei die CDU ja nun immer weiter nach links abdriftet. Momentan gibt es in Deutschland (außer den erfolglosen REP’s) leider keine echte demokratische Rechte.

    67. Mario Fassen schrieb am 12. März 2010 at 14:34 - Permalink

      Wenn in Deutschland immer mehr alte Menschen leben, werden die Menschen deshalb nicht immer älter. Diese Statistik sollte einmal genauer unter die Lupe genommen werden.
      Es geht auch nicht um die Wirksamkeit von Medikamenten. Wer heilt hat recht. Was mich stört ist, daß die Krankenkassen sich überhaupt nicht darum kümmern, wie erfolgreich behandelt wird. Die Kasse hätte die beste Kontrolle darüber. Es gibt Erkrankungen, zB. Bauchspeicheldrüsenkrebs, wo die Chemotherapie die Situation nur noch verschlimmert und trotzdem werden zum Schaden der Kranken Unsummen dafür ausgegeben. In China wird die Chemotherapie bei Lungenkrebs von der Kasse nicht bezahlt, weil sie nichts bringt.
      Weiter wird bei uns diagnostiziert auf Teufel komm raus, ohne daß daraus eine therapeutische Konsequenz gezogen wird. Kranke bekommen Mixturen verschrieben, da kommt einem das kalte Grausen und niemand kümmert sich darum. Das Krankensystem ist krank und darin liegt die Kostenexplosion. Das Krankensystem hat sich aufgeblasen und kommt ohne die hohen Einnahmen nicht mehr aus. Ein senken der Kosten, kann nur mit dem Abbau des Medizinbetriebs einher gehen. Jede Reform die das System erhalten möchte, wird keinen Erfolg haben und hat bisher auch keinen gehabt. Nur durch das schärfen der Eigenverantwortung des Kranken und Wege der Selbsthilfe, kann die Kostenexplosion gestoppt werden. Aber da spüre ich schon den Knüppel derer auf meinem Rücken, die den Patienten weiter wie einen Idioten führen oder geführt werden möchten.


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