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  • Myanmar an der Schwelle zum Bürgerkrieg?

    geschrieben am 28. September 2007 von Spiegelfechter

    Nachdem in den letzten Tagen Bilder (hier oder hier) von niedergeschlagenen Demonstranten und Massenunruhen das abgeriegelte Land Myanmar auf dem ?Online-Weg? verlassen konnten, hat die burmesische Militärjunta heute Vormittag (Ortszeit) die Internetverbindungen der staatlichen Provider gekappt. Informationen dringen nun nur noch über Telefon und langsame Einwahlverbindungen über ausländische Provider nach draußen ? was die Übersendung von Bildmaterial massiv erschwert. Einige populäre burmesische Blogs konnten so durch die burmesische Junta bereits ?stillgelegt? werden. Nichtsdestotrotz gelangen weiterhin brisante Informationen über Netzaktivisten nach draußen.

    Diese Informationen sind spektakulär und deuten auf eine massive Verschärfung des Konfliktes hin. Morgen wird Ibrahim Gambari, der Sondergesandte der UN, nach einer Intervention des Staates Singapur, in Myanmar eintreffen und mit den Generälen einen ?konstruktiven Dialog? über eine Lösung des Konfliktes anstreben. Die Strategie der burmesischen Junta war in solchen Fällen in der Vergangenheit meist eine Blockadehaltung. Es wurde bestritten, dass es überhaupt Proteste gäbe und da laut burmesischer Version kein Problem existierte, könne man auch nicht konstruktiv darüber sprechen.

    Dadurch entsteht in Yangon eine angespannte Lage ? die Demonstranten wollen den Eindruck massiver Aufstände vermitteln, um die UN unter Druck zu setzten. Aus Online-Quellen wird berichtet, das Ziel der Demonstranten sei es, zu einem Gespräch mit Gambari vorgelassen zu werden. Das burmesische Militär wiederrum, hat als Ziel Demonstrationen für den Zeitraum des UN-Besuches möglichst niederzuschlagen und zu verhindern.

    In Yangon hat sich dadurch die Lage angespannt. Laut lokalen Quellen gibt es momentan mehrere große Demonstrationszüge, die durch die Stadt ziehen. Auch wird aus Yangon immer wieder von Schüssen und brutalen Übergriffen der Militärs berichtet. Ein Augenzeuge spricht von ?Pools of blood?, die nach einem Einsatz mit eisernen Schlagstöcken die Straßen überziehen

    Für Spekulationen sorgen momentan Bilder von besonders brutal vorgehenden Sicherheitskräften, die, entgegen der normalen Praxis, keine Stiefel, sondern “Badelatschen” tragen – auch der Mörder des japanischen Photographen hatte dieses Outfit. Burmesische Blogger gehen davon aus, dass es sich dabei nicht um reguläre Streitkräfte handelt, sondern um Kriminelle, die vom Militär mit Waffen und Drogen “gekauft wurden”, um gegen Demonstranten vorzugehen.

    Im zentralburmesischen Mandalay, der zweitgrößten Stadt des Landes, hat sich der Befehlshaber der 33. Armee-Division, General Tin Htun Aung, geweigert, seine Soldaten auf Mönche schießen zu lassen. Anstatt dessen sollen die Soldaten weinend vor den Mönchen niedergekniet seien und sich dann zurückgezogen haben. Mittlerweile haben sich viele Soldaten den Protesten angeschlossen. Die Junta schickte daraufhin die 99. Armee-Division aus, um gegen die 33. Armee-Division vorzugehen. Andere Quellen berichten von Fallschirmjägern, die nahe Mandalay abgesetzt werden sollen.

    Aus Zentralburma sollen Soldaten den Marsch auf Yangon angetreten haben. Derweil ist es allerdings unklar, ob diese Truppen die lokalen Verbände in Yangon verstärken, oder gegen sie vorgehen sollen. Myanmar könnte an der Schwelle eines Bürgerkrieges stehen.

    Die Updates sind in den “Ticker” gewandert.Jens Berger

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    Nachdem in den letzten Tagen Bilder (hier oder hier) von niedergeschlagenen Demonstranten und Massenunruhen das abgeriegelte Land Myanmar auf dem ?Online-Weg? verlassen konnten, hat die burmesische Militärjunta heute Vormittag (Ortszeit) die Internetverbindungen der staatlichen Provider gekappt. Informationen dringen nun nur noch über Telefon und langsame Einwahlverbindungen über ausländische Provider nach draußen ? was die ...
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    80 Kommentare:

    1. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 14:19 - Permalink

      Was die gekauften “Kriminellen” angeht: Soweit ich mich erinnere war die Rede von “Prisoners”, also Gefangenen, die zu diesem Einsatz gezwungen wurden.

    2. salvo schrieb am 28. September 2007 at 14:23 - Permalink

      ich möchte zunächst nur auf die Beitragsserie auf German-foreign-policy.com hinweisen

      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57013?PHPSESSID=saqvju889n2pf0ud2vjjil7ac7

      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57015?PHPSESSID=saqvju889n2pf0ud2vjjil7ac7

      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57017?PHPSESSID=saqvju889n2pf0ud2vjjil7ac7

    3. salvo schrieb am 28. September 2007 at 14:30 - Permalink

      siehe auch hier: atimes
      http://www.atimes.com/atimes/Southeast_Asia/II29Ae02.html

    4. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 14:31 - Permalink

      @Simon Columbus

      Ich beziehe ich hier auf folgenden O-Text aus der CBOX:

      “It seems surprising that the person who killed the japanese reporter was wearing slippers. we heard that military is teaching criminals to shoot and also feed them with drugs and ask them to suppress the demonstrations.”

      Vielleicht stimmt beides?

    5. Nero schrieb am 28. September 2007 at 14:46 - Permalink

      Verschwörungstheorie, bitte nicht ernstnehmen: Was ist wenn die CIA diesen Marsch der Mönche initialisiert und Kontakt zu oppositionellen und militärischen Kreisen hergestellt hat um die Junta zu schädigen wenn nicht zu neutralisieren?

      Die Vorteile wären das die USA eine weitere Basis in Südostasien, Zugriff auf die Ressourcen des Landes und China um einen Verbündeteten gebracht haben hätten.

      Man denke an die Machenschaften von NGO´s in Ukraine und Georgien welche Milliarden von Dollars in Opposition gepumpt wurde, und das ist keine VT.

    6. salvo schrieb am 28. September 2007 at 14:55 - Permalink

      @Nero

      das Problem ist wohl, dass es sich bei der Junta um eine brutale Militärdiktatur handelt, die die Bevölkerung worl zu Recht loswerden möchte. Dass die westlichen Eliten diesen legitimen Widerstand für ihre eigenen Interessen instrumentalisieren (wie auf Germany-foreign-policy.com ausgeführt wird) dürfte niemanden überraschen und ist gewiss keine Verschwörungstheorie. Die Gefahr ist eben, dass die Menschen dort eine brutale Diktatur loswerden und eine anders brutale ‘Demokratie’ bekommen, möglicherweise unter Erhalt der jetztigen Machtstrukturen: Es würde mich nicht´überraschen, wenn nach dem Zusammenbruch der Junta unter den zukünftigen ‘demokratischen Eliten’ sich nicht wenige der derzeitigen finden würden

    7. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 15:00 - Permalink

      @salvo

      Dazu passen (unbestätigte) Meldungen, dass in den höchsten Militärkreisen zu Auseinandersetzungen kommt. Es würde mich nicht überraschen, wenn ein General putschen würde und das Volk wieder Jahrzehnte auf eine Verfassung warten ließe.

      @Nero

      Diese “Theorien” sind in Foren natürlich schon aufgetaucht. Immer, wenn es international irgendwelche Meldungen gibt, die den USA zum Vorteil gereichen könnten, vermuten einige “Theoretiker” die CIA oder Soros “Open Society” und andere dahinter. Ich halte es bzgl. eines total abgeriegelten Landes, wie Myanmar, allerdings für ausgeschlossen, dass Soros und Co. dort signifikante Spuren hinterlassen können, die zu “Farbrevolutionen” führen können. Auch halte ich es für unwahrscheinlich, dass US-Geheimdienste umfassende Kontakte zu buddhistischen Mönchen in diesem Land aufbauen konnten.

    8. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 15:09 - Permalink

      Ein Einfluss von Soros’ “Open Society” – ich bin mir nicht sicher, ob er immer gut, ist. Zum einen sind dadurch (u.a.) einige Regimes gestürtzt worden, zum anderen diese “neuen” Demokratien auch wieder recht instabil…

    9. johnny schrieb am 28. September 2007 at 15:16 - Permalink

      Bist du dir mit dem Foto sicher, dass der abgebildete Soldat der Mörder des Fotografen ist? Ich dachte heute morgen das gleiche (da es eben so aussieht), aber einen Hinweis darauf habe ich nicht finden können.

      Gibt’s da ‘ne Quelle?

    10. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 15:27 - Permalink

      @Johnny

      Die burmesischen Blogger behaupten dies.

      Ein Video auf YouTube zeigt den Mord – es ist aber sehr schwer zu erkennen, ob der Soldat auf dem Photo auch wirklich der Mörder ist.

    11. Choddy schrieb am 28. September 2007 at 16:17 - Permalink

      @11

      Na doch, es sieht in dem Video ganz so aus, als wäre das der Soldat von dem Foto, den der Fotograf scheint sich auf dem Bild noch im Fallen zu befinden und im Video sieht man, dass in dem Moment nur der eine Soldat anwesend war. Natürlich kann ich mich auch irren.

    12. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 17:57 - Permalink

      @ Spiegelfechter:

      Ich denke, es stimmt beides. Ich habe die Information von Global Voices:

      “It was suspected that those soldiers who shot Japanese Journalist and protesters yesterday were said to be prisoners who were forced to handle situation in place of real soldiers; due to their appearances ie. no proper boots (unconfirmed).”

      Hier: http://www.globalvoicesonline.org/2007/09/28/myanmar-soldiers-back-down-in-mandalay/

    13. Enka schrieb am 28. September 2007 at 18:27 - Permalink

      Wessen Militärdiktatur ist das eigentlich – es waren auf dem Video eine ganze Truppe von “Australian Federal Police” -Leuten eingesetzt die Demonstranten abblockten ?!?!?

      Ein Suche danach brachte als offizielle Begründung dies:

      Another example is the relationship between the AFP and the police in Burma. While internationally different countries have a different posture on Burma, we have worked with the Myanmar National Police for nearly a decade. The reason is simple. No relationship with the police of Burma would mean no relationship with the country in our region responsible for 90% of heroin that was coming to our shores. It is the source Region for the exponential growth in methamphetamine production. Working with them on narcotic investigations has allowed a mature relationship to develop which in turn will mutually assists both agencies when it comes to other forms of trans-national crime such as terrorism.

      Myanmar-Suche bei afp.gov.au – leider kann man Direkt-Links hier nicht posten :-(

    14. Enka schrieb am 28. September 2007 at 18:43 - Permalink

      Sorry oben meinte ich dieses Video:
      spiegel.de/politik/ausland/0,1518,508477,00.html

      Nach dem Umwerfen und ggf. Mord an dem Fotografen sind die Australischen Polizisten zu sehen. Es sind die blau Uniformierten die mit dicken Lederhandschuhen Demonstranten abwehren. Wenn sie sich umdrehen steht auf dem Rücken “Australian Federal Police” .. am besten das Video da anhalten.

    15. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 18:54 - Permalink

      @Enka

      Es ist ja auch kein Wunder, dass in Canberra australische Polizisten ihren Dienst tun ;-)

      Kleiner Tipp: Auf den Kommentar achten

    16. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 19:00 - Permalink

      @Simon Columbus

      Folgendes Zitat ist auch sehr aufschlussreich:

      “-The soldiers, riot police, “Swann Arr Shin” (plains clothes policemen) and thugs who’ve just been sprung from prisons (given shorter sentences, if they agree to hurt innocent protesters) are reported to be beating people to death with clubs (to try to kill them silently). They are trying to reduce the number of shots being heard.”

      Quelle: http://www.moeyyo.com/MM/

    17. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 19:04 - Permalink

      Das ist wirklich überraschend. Zumal die Typen auch eher nach Australiern aussehen als nach Burmesen.

      Allerdings habe ich in den Blogs nie derartige Vorwürfe gelesen. Das wundert mich jetzt schon.

    18. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 19:06 - Permalink

      Ok, das Zitat ist wirklich deutlich.

      Und was das Video angeht – als ich auf “abschicken” geklickt habe fiel mir ein, dass es auch in Australien Demonstrationen gab… naja, zu spät.

    19. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 19:07 - Permalink

      Das hier kam gerade über die CBox:

      http://burmamyanmargenocide.blogspot.com/

    20. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 20:14 - Permalink

      @all

      Ich habe den Text umfangreich aktualisiert.

    21. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 20:58 - Permalink

      Robert Basic plant eine gemeinsame Blogger-Aktion:

      http://www.basicthinking.de/blog/2007/09/28/action-burma-ii/

      Mitmachen!

    22. soeren onez schrieb am 28. September 2007 at 21:06 - Permalink

      Jens, du leistest hier wirklich gute Arbeit! Danke

    23. Simon Columbus schrieb am 28. September 2007 at 21:16 - Permalink

      Dem kann ich mich auch mal anschließen! Lob hast du allemal verdient.

    24. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 21:19 - Permalink

      @Simon und Soeren

      Danke, Danke – bei Robert Basics Aktion werde ich natürlich mitmachen. Leider schaffe ich es zeitlich nicht, aktiv organisatorisch mitzumachen. Aber Artikel/Links/Banner sind machbar.

    25. Peter Krause schrieb am 28. September 2007 at 22:01 - Permalink

      Mir erschließt sich die Logik nicht, den “Hilfskräften” Waffen, Uniform und Helme, aber keine Stiefel zu geben.
      Befürchtete man eine Situation, in der man sie schnell oder/und deutlich von den regulären Truppen unterscheiden können muß?

    26. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 22:11 - Permalink

      @Peter Krause

      Meine Erklärung wäre folgende: Man hatte schlicht und ergreifend keine Stiefel mehr auf Lager. Wenn man sich die Bilder dieser “Hilfstruppen” anschaut, entdeckt man auch zu große Uniformen und schlecht sitzende Helme.

    27. Marnem schrieb am 28. September 2007 at 22:41 - Permalink

      Spiegelfechter, ich möchte Dir an dieser Stelle dafür danken, dass Du an den Thema dran bleibst und aktuell dran bleibst.

      Eine Bitte hätte ich aber: Ich hab nur durch Robert erfahren, dass Du diesen Artikel immer mehr erweiterst. Als ich ihn heute Mittag gelesen hatte, sah er noch etwas anders aus. Sei doch bitte so nett und schreib einen neuen 2 Zeilen Post, der auch die anderen Feedleser darauf hinweist, dass es hier neues gibt. Danke!

    28. Peter Krause schrieb am 28. September 2007 at 22:52 - Permalink

      @Spiegelfechter (32)

      Dachte ich auch erst, aber dann kam es mir doch sehr merkwürdig vor, daß die Bestände an Helmen und Stiefeln so unterschiedlich groß sind. Ist sowas beim Militär üblich?
      Zumal ich mir dort eher Stiefel als einen Helm wünschen würde …

      Dem Dank einiger Kommentatoren möchte ich mich auch anschließen. Mach weiter so!

    29. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 22:52 - Permalink

      @Marnem

      Nichts leichter als das ;-)

    30. Spiegelfechter schrieb am 28. September 2007 at 22:55 - Permalink

      @Peter Krause

      Da bin ich überfragt – wenn ich an meine alte Bundesmarine-Zeit zurückdenke, waren es damals stets die “Kopfbedeckungen” jeglicher Art, die zu knapp waren und nachbestellt werden mussten. Man kann aber davon ausgehen, dass sogar die bürokratische Bundesmarine noch um Länge besser ausgerüstet ist, als die burmesischen Sicherheitskräfte.

    31. corax schrieb am 28. September 2007 at 22:59 - Permalink

      Mal wieder klasse hier.

      Pax

    32. RockSolid schrieb am 29. September 2007 at 00:37 - Permalink

      herr berger, müssen sie solche splatterbilder (hirn auf boden) wirklich posten? finde das reichlich geschmacklos – auch dem toten gegenüber. ein hinweis auf den vorfall OHNE ein solches foto wäre auch völlig ausreichend. oder wollen sie neuerdings auf “bild”-niveau provozieren? wäre sehr schade.

    33. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 00:52 - Permalink

      Herr RockSolid,

      hier geht es keinesfalls um Provokation. Gewalt und Tod sind etwas blutiges und spielen sich jenseits der Telletubbie-Kuschelwelt ab. Wenn burmesische Sicherheitskräfte Jugendlichen den Schädel zerschlagen, so muss man dies zur Kenntnis nehmen und den Schrecken auch visualisieren – jenseits jedes Vouyeurismus´.

    34. RockSolid schrieb am 29. September 2007 at 01:03 - Permalink

      sorry, mit solchen bildern verliert ihr blog m.e. sehr an niveau. es gibt auch andere möglichkeiten, gewalt effektiv zu visualieren. solche derben splatterbilder reinzusetzen ist für mich effekthascherei und überschreitet anstandsgrenzen im journalismus (auch im hobby-bereich). kenne so etwas sonst nur von “bild”.

    35. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 01:13 - Permalink

      @RockSolid

      Wenn ich mir die Fäkalsprache ihrer letzten Beiträge so anschaue, komme ich nicht umhin, an ihrer Empörung und ihrer Sorge um das Niveau zu zweifeln. Meine Leserschaft unterscheidet sich von der der BILD-Zeitung – sowohl vom Sprachniveau als auch von der Rezeptionsfähigkeit.

    36. Simon Columbus schrieb am 29. September 2007 at 01:15 - Permalink

      @ RockSolid:

      Es kommt schon drauf an, ob man Bilder “pflastert” oder gezielt und einzeln einsetzt. Ich kenne sowas im übrigen nicht nur von B**D – die von mir sehr geschätzte GEO Epoche habe ich u.a. deshalb abonniert, weil die Bilder dort, etwa aus den KZ’s oder Hiroshima, weit mehr vermitteln als jeder Text. Ganz ohne Splatter.

    37. Peter Krause schrieb am 29. September 2007 at 01:17 - Permalink

      Ich muß RockSolid insofern zustimmen, als daß ich zuerst bei Simon Columbus eine bessere Version sah, mit diesem Bild umzugehen: Verlinkt, aber mit Warnung.
      Nicht jeder verträgt die Wirklichkeit so ungeschminkt …

    38. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 01:27 - Permalink

      @Peter Krause

      Es kommt stark darauf an, wo man solches Bildmaterial einsetzt. Für die Tageszeitung oder eine Nachrichtensendung ist das freilich nichts. Für ein politisches Blog, dessen Leserschaft ein anderes Profil hat, habe ich da kaum Bedenken. Grundsätzlich neige ich aber auch eher zu “Schocktherapien” und bin kein Freund von “Weichspülern”.

    39. Peter Krause schrieb am 29. September 2007 at 01:33 - Permalink

      @46:
      Ich auch. Doch ohne solche Schockmethoden fällt es mir leichter, Dein Blog 14-jährigen zu empfehlen. :)

    40. Marcsen schrieb am 29. September 2007 at 01:33 - Permalink

      Auch wenn der Anlass traurig ist, hier mal ein Dank für stetig gute Arbeit. Mach bitte weiter hier und bei allen anderen Themen.

      Zum Thema Hut oder Schuhe: Ich kann mir durchaus vorstellen, das in einer Militärdiktatur mehr Helme als Schuhe auf Lager liegen. Auch der Aspekt, der bessern Identifizierung leuchtet mir durchaus ein.

      @RockSolid
      Kommt noch was zum eigentlichen Thema?

      @Spiegelfechter: Daumen hoch für die umfassendste Auflistung der Ereignisse.

      Danke!
      Marcsen

    41. Marnem schrieb am 29. September 2007 at 01:34 - Permalink

      Kann man die Diskussion um das Bild nicht an einem anderen Ort führen? In diesem Artikel geht es wahrlich um wichtigeres!

    42. Simon Columbus schrieb am 29. September 2007 at 01:49 - Permalink

      @ Peter Krause:

      Dieses Blog kann man auch so 14-jährigen empfehlen. Ich zumindest würde es meiner Schwester zeigen.

      Schlimmer, als sie vor solchen Schrecken zu “bewahren”, ist es, Kindern keine politische Bildung – im Sinne eines wachen Geistes – zu vermitteln.

    43. Peter Krause schrieb am 29. September 2007 at 01:59 - Permalink

      @Simon Columbus:

      Ich gehe auch mit Kindern in “Schindlers Liste” oder “Das Leben ist schön”. Niemand ist zu jung dafür.
      Aber nicht, ohne sie vorher zu warnen.

      Sorry, Marnem. Bitte, Du hast mein Ohr …

    44. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 02:04 - Permalink

      @RockSolid

      Ich habe die letzten Beiträge, die mit dem Thema nichts zu tun haben, auf eine gerade eben spontan eingerichtet Spielwiese verschoben. Ich muss doch auf das Niveau des Blogs achten ;-)

      @all

      Don´t feed the Troll!

    45. Tim schrieb am 29. September 2007 at 02:34 - Permalink

      Danke Jens! Echtes Danke!

    46. Modran schrieb am 29. September 2007 at 06:05 - Permalink

      @Thomas Kurbjuhn:

      Das Ausland ist nicht fern.
      Es ist noch nicht einmal “aus” …
      (frei nach D.Hildebrandt)

    47. MuhKuh schrieb am 29. September 2007 at 08:56 - Permalink

      @Thomas Kurbjuhn.
      Sinn des § 130 StGB ist es nicht, dass die Meinung verboten wird, sich kritisch gegenüber anderen Bevölkerungsteilen/Menschen zu äußern. Vielmehr wird bestraft, wer dies auf eine Art und Weise macht, die nicht mit sonnvollen Dialog zu tun hat, sondern – salopp gesagt – nur dazu dient die andere Seite zu verunglimpfen und herabzuwürdigen.

      Im § 130 StGB geht es um böswilliges Verächtlichmachen, nicht das Verbot der eigenen Meinung.

    48. Simon Columbus schrieb am 29. September 2007 at 09:15 - Permalink

      China scheint sich öffentlich für eine friedliche Lösung ausgesprochen zu haben – aber das soll nicht viel heißen…

    49. antonym schrieb am 29. September 2007 at 09:24 - Permalink

      Das mit den Kriminellen in Badelatschen halte ich für sehr wahrscheinlich. Das organisierte Verbrechen und die Rechten und Nationalen gehen auf der ganzen Welt nahtlos ineinander über, in Asien kann man das häufig aber ganz offen beobachten. In China ist es bei Landenteignungen gängige Praxis die Triaden aufmarschieren zu lassen, die Provinzgouverneure verwenden ganz routinemässig Schlägertrupps gegen Aufsässige.

      Anzumerken wäre aber auch, das die Burmesen offenbar immer noch freier sind als die Palästinenser, denn vom Einsatz schwerer Waffen wie Tanks und Kampfflugzeugen hat man aus Myanmar noch nicht gehört.

    50. Schwitzig schrieb am 29. September 2007 at 10:00 - Permalink

      @58MuhKuh

      Zitat:
      “@Thomas Kurbjuhn.
      Sinn des § 130 StGB ist es nicht, dass die Meinung verboten wird”

      Ich teile Thomas’ Meinung nicht, aber der Sinn dieses und diverser anderer Paragraphen ist genau das.
      Es sind Gummiparagraphen und das Spiel funktioniert so (ich habe selbst letztes Jahr 1.500 euro Staatsterrorgebühren zahlen dürfen):

      Irgendein Hampelmann will ein Exempel statuieren. Er nimmt sich eine etwas extremere Bemerkung, definiert sie als “Billigung von Straftaten”, “Volksverhetzung” oder “Störung des öffentlichen Friedens” und – schwups – hast Du eine Anzeige am Hals.

      Dann gehst Du zum Anwalt (das zahlt übrigens keine Rechtsschutzversicherung) und der setzt ein Schreiben wegen Akteneinsicht auf.

      Ja, richtig! Du selbst darfst noch nicht einmal erfahren, worum es geht!

      Das kostet alles schon ein paar hundert Euro.

      Dann gibt es 2 mögliche Ausgänge:
      1)
      Der Staatsanwalt stellt es wegen Geringfügigkeit ein. Du hast nur die Anwaltskosten am Hals.

      2)
      Er moderiert sein Exempel durch. Androhung von Gerichtsverhandlung, eventuell Gefährdung der eigenen Reputation durch eine dadurch entstehende Vorstrafe.

      Parallel wird immer (!!!) das Angebot gemacht, das Verfahren gegen eine Ablasszahlung durch mit einer Höhe nach Gusto des Staatsanwaltes vor Eröffnung einzustellen.

      Jeder Anwalt wird Dir zur Staatsterrorgebühr raten, da es bei Exempelstaatsanwälten durch die Instanzen gehen und bis zu 20.000 Euro Vorkasse (!) gehen kann.

      Wenn Du viel Zeit, ein paar tausend Euro über hast, es Dir und Deiner persönlichen Reputation nichts ausmacht, wenn ab und zu einfach mal ein paar willkürliche Hausdurchsuchungen – die tatsächlich Strafaktionen und Schikanen sind – durchgeführt werden, kannst Du das durchziehen und in der Regel bekommst Du nach spätestens 3 Jahren Recht und Dein vorgestrecktes Geld zurück.
      Davon rät Dir jeder seriöse Anwalt ab, selbst wenn Du ideale Gewinnvoraussetzungen hast und die Vorwürfe absolut haltlos sind.

      DAS ist die Realität. Recht, wenn Du Geld hast.

      Man kann es natürlich auch als etwas komplizierte Methode zur Aufbesserung des Staatshaushaltes betrachten, denn > 90% gehen auf das Ablass-Angebot des Dealers (in diesem Fall Staatsanwalt) ein.

      Was viele nicht bedenken: Pseudorecht erzeugt das Gefühl der Rechtlosigkeit. Wenn es hier in wahrscheinlich gar nicht so ferner Zukunft mal rummst, könnte es sein, dass diese “Rechtsprecher im Namen des Volkes” ihre “Rechtsprechung” auch im physischen Sinne bereuen. Ich bin froh, dass ich nicht über andere “Recht spreche”.

    51. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 11:57 - Permalink

      @all

      Der Artikel wurde aktualisiert – leider ist sowohl die Quellenlage als auch die Qualität der Quellen eher bescheiden.

    52. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 12:06 - Permalink

      @Thomas Kurbjuhn

      Ich würde mich freuen, wenn Blogger sich nicht nur für Freiheitsrechte im fernen Ausland einsetzen, sondern auch bei uns für eine möglichst umfassende Meinungsfreiheit eintreten.

      Dann klicke auf die Kategorie Stasi 2.0 und freue Dich ;-)

      Im Ernst – dieses Thema ist in der politischen deutschen Bloggosphere eigentlich das Thema Nummer 1. Worüber Du Dich aufregen könntest, wäre, dass dieses Thema in den Mainstreammedien so gut wie gar nicht aufgefasst wird – da hättest Du meine volle Unterstützung.

      Auch wie die Mainstream-Medien das Thema “Myanmar” angehen, ist höchst fragwürdig. Der “Schwarze Peter” wird lautstark China zugeschoben, ohne freilich auch nur in Nebensätzen zu erwähnen, dass hier auch westliche Wirtschaftsinteressen betroffen sind und der Westen keinesfalls ein “sauberes Spiel” spielt.

      Die Berichterstattung über die Verbrechen der Militärjunta haben mE nichts mit der innenpolitischen Diskussion zu tun. Natürlich ist hier einiges im Argen. Aber man sollte doch die Kirche im Dorf lassen. Das eine anprangern, heisst nicht, vor dem anderen die Augen zu verschliessen. Beim Bild eines von Eisenknüppeln zerplatzten Kopf über Schäuble zu lamentieren, würde die Diskussion nur verwässern. Alles zu seiner Zeit.

    53. Wolfgang schrieb am 29. September 2007 at 12:42 - Permalink

      Badelatschen

      Schlecht ausgerüstete Soldaten sind nichts ungewöhnliches in Myanmar. Ich bin mal mit einer ganzen Truppe auf einem Boot gereist, wo bis auf den Boss alle in Badelatschen waren. Ähnliches erlebt man auch in anderen Ländern SO-Asiens, zB Laos oder Kambodscha.

      Aus dieser Tatsache alleine sollte man also keine voreiligen Schlüsse ziehen. Die burmesische Armee ist keine Bundeswehr.

    54. Simon Columbus schrieb am 29. September 2007 at 13:08 - Permalink

      Die Cbox berichtet gerade gegenteiliges zum Putsch:

      “Gen. Maung Aye gave command the military force to SHOOT to the people”

      Augenscheinlich in Mandalay.

    55. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 13:32 - Permalink

      @Simon Columbus

      Ja – sie hatten sich verschrieben (short statt shoot).

      -> Gen. Maung Aye gave command the military force to short to the people who loot and destroy public?s properties

      Das habe ich auch so geschrieben

    56. Spiegelfechter schrieb am 29. September 2007 at 13:34 - Permalink

      @all

      Ich habe einen neuen Beitrag als “Ticker” aufgesetzt, in dem ich von neuen Meldungen berichte – diesmal von “unten” nach “oben”, so wie sich das gehört.

    57. Wolfgang schrieb am 29. September 2007 at 16:25 - Permalink

      Bitte “Stasi 2.0″ und ähnliche Themen hier nicht diskutieren, weil das mit den Vorgängen in Myanmar nichts zu tun hat.

    58. Zapp schrieb am 29. September 2007 at 23:15 - Permalink

      @Wolfgang, 71:
      Er hat sich beim Griff in die Copy&Pase-Kiste vertan und den Massenkommentar zum falschen Thema erwischt. Sein Burma-Kommentar hätte so ausgesehen.

      @Spiegelfechter: Spielwiese?

      On Topic:
      Bei dem Gehirnmassebild habe ich als erstes gedacht: Ob das wohl wirklich echt ist? Auch die “Guten” werden der Versuchung guter Propaganda nur schwer widerstehen können. Die Hirnmasse liegen zu lassen, wenn der Leichnam abtransportiert wird, erscheint mir nicht gerade logisch.
      Die Grenze zwischen Paranoia und gesundem Misstrauen ist allerdings fliessend, insbesondere, da sich solche Bilder nur schwer verifizieren lassen dürften.

    59. Simon Columbus schrieb am 29. September 2007 at 23:44 - Permalink

      Ich glaube kaum, dass da hinter dem Militär die Putzfrauen-Armee herläuft. Da werden die “gröbsten Teile” weggeschafft und gut ist…

    60. Zapp schrieb am 29. September 2007 at 23:50 - Permalink

      Hmm, ging es nicht an andere Stelle gerade darum, die Morde möglicht zu vertuschen (Knüppel statt Schüsse etc.).
      So ein halbes Gehirn auf der Strasse ist dabei eher hinderlich. Aber wie gesagt: Ausschliessen kann und will ich das natürlich nicht.
      Letztlich ist es auch völlig egal, die Vorgänge in Myanmar sind auch so grausam genug, egal ob das Bild echt oder falsch ist.

      Im SWR sagte heute im Interview ein Mönch, dass er Hungersnöte bei den in den Klöstern internierten Mönchen befürchtet, da dort normalerweise keine Vorräte gelagert würden und die Mönche ja nicht mehr auf ihre Bettelgänge gehen dürfen.

    61. Simon Columbus schrieb am 30. September 2007 at 00:03 - Permalink

      Vertuschen?

      Das glaube ich kaum. Dafür geschieht das viel zu dreist und öffentlich.

    62. Timbe schrieb am 30. September 2007 at 12:34 - Permalink

      @Thomas Kurbjuhn

      >Nur leben die NPD-Jungs die Demokratie am ehesten in Deutschland,
      >weil sie ungeachtet karrieretechnischer Folgen die vorhandene >Meinungsfreiheit in vom Establishment unerwünschter Weise bis an >den Rand des möglichen ausreizen.

      Nun mag ich ja ein falsches Bild der NPD haben, aber eine vom Verfassungsschutz beobachtete Partei, die auf Ideologien aus einer Zeit, in der die Bürger weder Mitsprache- noch überhaupt freies Recht zu sprechen hatten aufbaut soll die Demokratie am ehesten in Deutschland ausleben? Frei nach dem Motto “Die Demokratie mit demokratischen Mitteln abschaffen” oder wie habe ich das zu verstehen? Natürlich reizt sie die Meinungsfreiheit aus, aber das in ungefähr genauso ehrenhafter Weise wie jemand, der von einer Verstaatlichung der Produktionsmitteln träumt, dafür Fabriken zerschlägt und danach behauptet er hätte sich doch aktiv dafür engagiert, dass das Privateigentum erhalten bleibt, schließlich hätte er es sonst nicht zerstören wollen können… Nun scheint der Vergleich zwar ein wenig weit hergeholt, aber ich denke, was ich damit ausdrücken möchte sollte verständlich sein.
      Weiterhin dürfte der Großteil der hier passenderweise als “NPD-Jungs” bezeichneten Wähler- und Anhängerschaft ohnehin keine große Karriere zu erwarten haben… Das ist dann ungefähr so als würde ich mich für meine Courage loben auf meine Karriereaussichten als Anti Drogen Beauftragter zu verzichten und dafür heldenhaft Rauschmittel zu konsumieren…
      Die Jungs sind verblendet, desillusioniert und wahrscheinlich zu 90% Bildungstechnische Notfälle, sie als Spitze unserer Demokratiebewegung zu bezeichnen verspottet doch alles, wofür wir in dem letzten halben Jahrhundert gekämpft haben.

    63. RockSolid schrieb am 30. September 2007 at 21:38 - Permalink

      schöne diskussion hier. mir ist aufgefallen, dass herr berger das brutale splatterbild (hirnmasse) entfernt hat. gute entscheidung, denn immerhin lesen vermutlich auch jüngere personen dieses weblog.

    64. Timbe schrieb am 30. September 2007 at 22:39 - Permalink

      @Thomas Kurbjuhn

      Jetzt nachdem ich etwas in Ihrem Blog gelesen habe wird mir auch einiges hinsichtlich ihrer Intention hinter dem Ruf nach freier Meinungsäußerung klar…

      >Es werden bei uns nationale Aktivisten wegen Volksverhetzung ( §130 STGB)
      >zu zum Teil mehrjährigen Haftstrafen verurteilt. Der § 130 STGB ist der Kern der
      >Demokratiegefährdung in Deutschland, da er die für eine Demokratie hoher
      >Qualität nötige Meinungsfreudigkeit hierzulande behindert.

      und hier habe ich dann noch einmal einen Ausschnitt des §130 STGB:

      (1) Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
      1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
      2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, daß er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,

      wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.

      Nun sehe ich allerdings keinen Zusammenhang zwischen einer “Demokratie hoher Qualität” und dem Recht auf Gewaltaufrufe gegen Bevölkerungsteile. Soll wohl sowas wie eine “Politik der harten Hand” sein…
      Nein… Dieser Paragraph schützt die Menschen vor solchen Leuten, die das gleiche Recht für alle so und so gerne ein wenig relativieren würden.
      Aber ich glaube Sie haben den Sinn bereits selber verstanden, schließlich schreiben Sie ja daraufhin einsichtigerweise:

      >Wer Angst hat, bei einem falschen Wort ins Gefängnis zu kommen, verzichtet >gleich ganz aufs Reden.

      Das Austauschen von “einem falschen Wort” mit “Gewalt- und Hassreden” und die imaginäre Fortsetung “… und haut sofort drauf!” sind übrigens rein dem Leser überlassen und stammen ausschließlich aus meiner Phantasie.

      Soo guten Abend. Ich muss mir jetzt noch ein paar Hermann und Tietjen Episoden auf Video anschauen… Mensch ist die Frau attraktiv ;-)

      Zum Abschluss noch ein Zitat, das ich von ihnen wahrscheinlich noch einmal in abgewandelter Form zu hören bekomme:

      >Sie aber wollten selber mit einem sinnentstellt zitierten Satzbestandteil im
      >Trüben fischen und fühlen sich jetzt durch die Blogger ertappt.

    65. Simon Columbus schrieb am 30. September 2007 at 23:14 - Permalink

      @ RockSolid:

      Wer jünger ist als ich bitte melden! (d.h.

    66. hannilein schrieb am 30. September 2007 at 23:22 - Permalink

      @ 55:

      Nun, Herr Kurbjuhn:

      Meinungsfreiheit ist eines, Volksverhetzung ein anderes, – da werden Sie mir hoffentlich noch zustimmen können!
      Der 130er ist bei dieser Unterscheidung ganz klar:
      “Wer…
      1. zum Haß gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt…
      2. die Menschenwürde anderer … angreift…”

      Beides hat m.E. nichts mehr mit “Meinungsfreiheit” und (notwendiger) “Kritik” zu tun, – hier geht es direkt um ‘Verächtlichmachung bis Verfolgung’. Daß dies strafbewehrt ist, halte ich für völlig angebracht!

      Wenn nun einige “nationale Aktivisten” aufgrund ihrer “Meinungsfreudigkeit”, oder gar, weil sie ängstlicherweise lieber gleich auf’s Reden verzichteten und der non-verbalen Kommunikation den Vorzug gaben, ‘eingefahren’ sind, so halte ich das nicht für bedauernswert!
      Vielmehr sollte “die Bewegung” sich doch freuen, daß sie ein paar neue ‘Märtyrer’ hat :-P

      Schlappen Gruß von der
      Setzerin

    67. info schrieb am 8. Oktober 2007 at 19:36 - Permalink

      da die offizielle regierungsseite von myanmar off ist,
      aber die zensierte regierungsnahe zeitung THE MYANMAR TIMES online ereichbar ist, liegt wohl nichts näher als sich auf der seite http://www.mmtimes.com/ vom 8.9 – 12.9 sehr sehr oft zu informieren ;-)

      damit wir uns öfter “informieren” können sollten wir uns folgendes kleines add-on “ReloadEvery” https://addons.mozilla.org/de/firefox/addon/115
      installieren.
      nach der installation gibt es im kontextmenü der rechten maustaste den neuen befehl _Alle…neu laden_ über _benutzerdefinierte zeit_ können wir uns auf der seite sogar noch öfter “informieren” (jede sekunde einmal :-))
      bitte öffne doch diese woche immer wenn du im internet unterwegs bist in einem neuen tab (strg+t) die seite der MYANMAR TIMES (www.mmtimes.com) und “informiere” dich durch den befehl _Alles…neu laden_

      im besten fall wirst du mit sekündlich neuen informationen versorgt

      im schlechtesten fall wird die seite durch den andrang, zeitweilig nicht erreichbar sein was sehr schade wäre ;-)

      bitte schicke diese mail weiter damit sich mehr leute “informieren” können

      Danke


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