Westerwellendämmerung
geschrieben am 12. März 2010 von Spiegelfechter
Als ich vor einiger Zeit bei einem Glas Bier mit einem hochrangigen Beamten des Auswärtigen Amtes über den vermeintlichen Wandel der deutschen Russlandpolitik unter der schwarz-roten Regierung philosophierte, erhielt ich eine amtliche Nachhilfestunde, die hängen blieb: Das Auswärtige Amt ist kein ?normales? Ministerium. Es ist eher ein Staat im Staate, getragen von einer Oberschicht, die fern jeglicher parteipolitischer Strömungen steht. Hier gibt es sie noch ? die ostelbischen Junker aus den Familien, die bereits seit Bismarcks Zeiten mit der deutschen Außenpolitik vertraut sind. Kanzler und Außenminister kommen und gehen, das Auswärtige Amt bleibt. ?Es spielt keine allzu große Rolle, wer unter uns Außenminister ist?, meinte augenzwinkernd mein Gesprächspartner. Man habe schließlich auch den ehemaligen Taxifahrer Fischer intensiv in sein Amt eingearbeitet und es sei kein Wunder, dass deutsche Außenminister stets eine ?Bella Figura? machen.
In Guido Westerwelle scheinen die Chefdiplomaten nun allerdings ihren Meister gefunden zu haben. Verglichen mit allen anderen Außenministern wirkt der liberale Parvenü wie eine glatte Fehlbesetzung. Der als beratungsresistent geltende FDP-Chef springt mit Karacho in jedes sich bietende Fettnäpfchen und desavouiert mit seiner kleinkrämerischen Vetternwirtschaft die deutsche Außenpolitik. Bessere Männer sind schon wegen weitaus geringerer Verfehlungen zurückgetreten. Doch schlimmer noch ? Westerwelle scheint seinen Spaß am Tabubruch zu haben und reagiert auf Kritik wie ein tölpelhafter Geck.
Nicht ohne Micky
Die Rolle von Lebensgefährtinnen oder Lebensgefährten ist im diplomatischen Protokoll geregelt. Auf offiziellen Staatsbesuchen mit Bankett und Damenprogramm wird erwartet, dass Staatsoberhäupter, Regierungschefs und auch Außenminister in Begleitung erscheinen. Besuche des Staatsoberhauptes sind fast immer solche repräsentativen Veranstaltungen. Für die Präsidentengattin sind dabei meist ?Charity-Events? vorgesehen, die in einem Nebenprogramm absolviert werden. Nicht umsonst waren und sind Christiane Herzog, Christina Rau und Eva Köhler Schirmherrinnen diverser gemeinnütziger Stiftungen und Organisationen. Diese Rolle ist jedoch die Rolle der Präsidentengattin und nicht die der Partner von Kanzlern oder Außenministern. Die Damen Genscher, Kohl, Kinkel, Fischer, Schröder und Steinmeier hielten sich bei Arbeitsbesuchen im Ausland ebenso zurück wie Merkels Gatte Joachim Sauer, dem die Teilnahme am ?Damenprogramm? bei Gipfeltreffen sichtlich Unbehagen bereitet. Befremdlich wirkt es da, wenn Guido Westerwelle auf fast jeder Auslandsreise seinen Lebensgefährten Michael Mronz mitnimmt. Westerwelle ist kein Präsident und Mronz keine First Lady für das Charity-Programm, das bei solchen Arbeitstreffen eigentlich auch vollkommen unüblich ist.
Mronz sitzt zwar im Vorstand der Charity-Organisation ?Ein Herz für Kinder?, die vom Springer Verlag ins Leben gerufen wurde. Ob er aber in der Entourage des Außenministers mitreist, um armen Kindern oder seinem Lebensgefährten das Haupt zu tätscheln, ist eine Frage der Etikette. Mronz unterscheidet sich jedoch noch in einem weiteren Punkt von Herrn Sauer und den Damen Steinmeier und Schröder. Während sie entweder in Staatsdiensten sind oder wie Frau Schröder ihren Beruf während der Regentschaft des Gatten ruhen lassen, ist Michael Mronz ein bekannter Netzwerker und Veranstaltungsmanager. Natürlich wäre es mehr als naiv anzunehmen, hier könne man Berufliches und Privates strikt trennen ? zumal das Paar Westerwelle-Mronz auch sonst gerne gemeinsame Geschäfte betreibt. Erst unlängst durfte Guido Westerwelle bei der von Mronz organisierten Eröffnung eines Luxushotels neben ehemaligen Pornodarstellerinnen und TV-Promis den ?festlichen Rahmen? der Veranstaltung bilden. Für einen Chefdiplomaten wäre da ein wenig Contenance sicher nicht von Schaden. Natürlich kann und sollte man nicht versuchen, Herrn Mronz zu untersagen, einen geschäftlichen Vorteil aus seiner illustren Partnerschaft zu ziehen, aber ein Herr Westerwelle sollte sich als offizieller Vertreter Deutschlands wenigstens etwas staatstragender verhalten und Interessenkonflikten aus dem Wege gehen, bevor sie entstehen. Westerwelle macht aber das genaue Gegenteil und zelebriert den Tabubruch mit einer pubertär-rebellischen Vehemenz.
Die Homophobiekeule
Vielleicht spekuliert er dabei auch auf die Zurückhaltung der Medien, die aufgrund Westerwelles sexueller Orientierung sich selbst einen Maulkorb aufsetzen. Doch das ist hanebüchen. Kritik an Westerwelles Vorteilsnahme im Amt hat nichts mit Homophobie zu tun. Würde Michael Mronz Michaela heißen, wäre die Kritik an geschäftlichen Verquickungen im Schutzschirm des Auswärtigen Amtes keineswegs geringer. Es ist löblich und richtig, wenn offizielle Ämter nicht nur von weißen christlichen Männern mit Frau und Bilderbuchfamilie wahrgenommen werden. Aber jeder Schwule, Schwarze, Muslim oder jede Frau muss sich den gleichen Maßstäben von Anstand und Moral stellen, die auch für einen weißen, christlichen, heterosexuellen Familienvater gelten. Alles andere wäre auch einen positive Diskriminierung. Wer Westerwelle schont, weil er homosexuell ist, diskriminiert Homosexuelle. Anspielungen dieser Art, wie sie z.B. von Westerwelles Parteifreundin Sylvana Koch-Mehrin vorgetragen werden, entbehren nicht einer gewissen Perfidie.
Liberale Amigos
Zu Westerwelles Entourage auf Auslandsreisen gehört allerdings nicht nur Michael Mronz, sondern auch eine ganze Delegation von Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft. Normalerweise gibt es für die Zusammensetzung solcher Delegationen einen strikten Kodex. Zusammen mit den deutschen Diplomaten vor Ort und den Verbänden daheim, wird ein Mix von Unternehmensvertretern zusammengestellt, der entweder bereits vor Ort tätig ist, besondere Interessen im Gastland verfolgt, die von der Politik protegiert werden, oder ein Produkt in ihrem Portfolio haben, mit dessen Hilfe die gegenseitigen Wirtschaftsbeziehungen gestärkt werden. Man mag sich darüber aufregen, dass in Westerwelles Südamerika-Tross Vertreter der hiesigen Atomindustrie saßen ? dies ist jedoch (rein pragmatisch gesehen) vollkommen vertretbar. Nicht vertretbar ist jedoch, wenn Parteispender und Geschäftspartner der Familie Westerwelle-Mronz Stammplätze in offiziellen Delegationen haben. Es ist auch nicht vertretbar, wenn eine Freundin Westerwelles aufgrund eines lange zurückliegenden Versprechens des FDP-Chefs plötzlich als ?Künstlerin? in der offiziellen Delegation sitzt, obgleich die Dame mit Kunst nichts zu tun hat.

Sicher ? würde man Frau Merkel oder Herrn Köhler untersagen, Parteispender mit auf Auslandsreisen zu nehmen, stünden sie meist sehr alleine dar. Auch Gerhard Schröder hatte stets die Parteispender der Energiekonzerne in seinem Tross und wer könnte sich noch an eine China-Reise ohne den berüchtigten Herrn von Pierer erinnern? Herr von Pierer war allerdings Vorstandvorsitzender eines der größten deutschen Konzerne, der in China milliardenschwere Geschäftsinteressen wahrnahm. Warum begleitet aber ein Vertreter des Miele-Konzerns Herrn Westerwelle gleich zweimal? Kann es etwas damit zu tun haben, dass Miele und Westerwelles Gefährte Mronz enge Geschäftspartner sind? Warum begleitet ausgerechnet der Internetunternehmer (1&1, GMX), FPD-Spender und Mronz-Geschäftspartner Ralph Dommermuth den Außenminister auf seinen Auslandsreisen? Und was hat eigentlich Cornelius Boersch im Flugzeug des Auswärtigen Amtes verloren? Boersch zählt zwar zum engeren Zirkel der Familie Westerwelle und gilt als Hans Dampf in allen Gassen ? als nennenswerter Vertreter deutscher Wirtschaftsinteressen kann der Schweizer Risikokapitalgeber, der unlängst mit dem Politikportal Trupoli Schiffbruch erlitt, aber sicherlich nicht gelten.
Wäre man zynisch, man könnte sagen, dass die FDP-Kamarilla so lange in der Opposition war, dass man sich nicht wundern muss, wenn sie nun mit einem gewissen Heißhunger an der Trögen der Macht Platz nimmt. Korruption und Vetternwirtschaft sind keineswegs ungewöhnlich in Deutschland. Jede Partei hat ihren ?Freundeskreis? ? auch die Grünen haben mit ihrer Nähe zur Solar- und Windenergiewirtschaft ihre eigene Klientel. Es mag auch sein, dass in einigen Bereichen schlichtweg Futterneid vorherrscht. Nun sind die Chargen mit gelbem Parteibuch an der Reihe und einige Verdrängte, die andere Parteien unterstützt haben, fürchten nun um ihre Pfründe. Das ist es aber nicht, was den Beobachter erstaunt. Es ist vielmehr die Dreistigkeit, mit der die FDP ihre Amigos protegiert. Würde man etwas dezenter zur Sache gehen, sähe dies ja alles etwas anders aus ? schließlich ist das Volk so einiges gewöhnt. Westerwelle hat jedoch eindeutig den Bogen überspannt und der Knall des zerberstenden Holzes bringt böse Holzsplitter mit sich.
Mediale Breitseite
Fast scheint es so, als sei Westerwelle nun auch bei großen Teilen der Presse in Ungnade gefallen. Mit offener Feindseligkeit berichtet der SPIEGEL nun beinahe täglich über die Verfehlungen des Oberliberalen. FTD, die Süddeutsche, der Stern und sogar die FAZ stehen den Hamburgern in Ton und Form dabei kaum nach. Einzig und allein die ansonsten so krawallige Springer-Presse stellt sich immer noch schützend vor Westerwelle. Der Dammbruch ist vollzogen, Westerwelle wurde zum Abschuss freigegeben. Sicher, Westerwelle taugt qua personam nicht eben zum Sympathieträger. Sicher, er hätte den Mund vor den Wahlen nicht so voll nehmen und sich nach den Wahlen nicht auf Inhalte festnageln sollen, die schlichtweg nicht umsetzbar sind. Daran liegt es aber nicht, dass er nun in Ungnade gefallen ist, es liegt vielmehr an einem eklatanten Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit und einem mehr als katastrophalen Krisenmanagement.
Selbstmord mit Ansage
Hört man sich die Reden eines Herrn Westerwelle an, so könnte man glauben, er sei ein wahrer Saubermann. Subventionen, Vetternwirtschaft, eine zu große Nähe von Wirtschaft und Politik ? all dies hat der Marktliberale stets verteufelt, als kranke Deutschland einzig und allein an diesen Dingen. Kaum im Amt, subventioniert die FDP Hoteliers, macht Politik für ihre Klientel und setzt ihre Förderer und Freunde an die Tröge der Macht ? völlig ungeniert und maßlos. Westerwelle und seine Mannen haben einfach keine Klasse und kein Gewissen. Der ehemalige Haudrauf der Opposition ist nicht satisfaktionsfähig. Politische Fundamentalgegner der FDP wissen dies seit langem. Nun müssen dies jedoch auch die Eliten feststellen, die schon immer dachten, sie könnten radikale Schreihälse zivilisieren, sobald diese in Amt und Würden sind. Das hat früher nicht funktioniert, das funktioniert auch heute nicht.
Westerwelles Tage sind gezählt, vor allem in den Reihen der FDP verlangt man bereits immer lauter seinen Kopf. Es ist seine eigene Hybris, an der Westerwelle scheitert. Vor allem im Auswärtigen Amt kann man sich nichts Schlimmeres vorstellen als einen selbstverliebten Parvenü, der beratungsresistent und geckenhaft durch die Weltgeschichte eiert und sich selbst und sein Land lächerlich macht. Es darf bereits heute als ausgeschlossen gelten, dass Westerwelle ganze vier Jahre in diesem Amt verbleibt. Die Uhr tickt und es ist unwahrscheinlich, dass es neben den Herren Mronz, Dommermuth und Boersch allzu viele Personen gibt, die nicht die Sektkorken knallen lassen würden, wenn Westerwelle seinen Sessel räumen würde.
Jens Berger
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Du trinkst Bier mit hochrangigen AA-Beamten? Die lassen sich dazu herab?
Nix für ungut, aber du bist doch keiner von Deutschlands Edelkolumnisten, sondern ein… ein… Blogger!
Mal ernsthaft: Wie kam es dazu?
Ich lese Ihre Artikel zwar sehr gerne, jedoch verabscheue ich Namenswitze. Und da selbst Horst Seehofer schon über die “Westerwelle” gewitzelt hat, könnte man das doch in Zukunft unterlassen, oder?
Sonst – wie immer – ein großartiger Text. Vielen Dank!
Schöner Text von Dir, Spiegelfechter.
@Dissenter
Wenn ich jetzt noch sage, dass dieses Treffen im Umfeld eines Empfangs beim Bundespräsidenten stattfand, ist mein Ruf vollends ruiniert. War aber so und ist schon fast zwei Jahre her. Manchmal werden auch seltsame Blogger zu hochoffiziösen Treffen eingeladen ;-) Und da ich keine Vorurteile habe und ein geselliges Kerlchen bin, komme ich hin und wieder auch mal zu solchen “off-the-record” Gesprächen.
Nice! Schöne Zusammenfassung auch meiner Wahrnehmung der letzten Tage. War es nach der Hartz-4-Schelte Westerwelles schon augenscheinlich, dass sich da etlichen Leuten in den Redaktionen die Augen geöffnet haben, ist es nun wirklich nicht mehr zu übersehen, dass Westerwelle sein Blatt offensichtlich überreizt hat.
Ich bin wirklich gespannt, wie sich die nächsten Wochen entwickeln. Ich wette, dass sein Kopf rollen wird, wenn in NRW schwarz-gelb es nicht schafft. Mir persönlich gefiel sein oft schriller Ton noch nie, auch wenn er in Oppositionszeiten so manchen Finger in offene Wunden gelegt hat. Das dies alles (z.B. FDP-Sparbuch etc.p.p.) – kaum ist man selbst in der Regierung – komplett vergessen ist und es sogar noch toller getrieben wird als bei den alten Römern ^^ , verschlägt einem dann doch etwas die Sprache und mir die Laune. Wenn man dann den Blick über die restlichen Granden der FDP wandern lässt, wird es ja keinesfalls besser- mit Rösler und Niebel sind aus meiner Sicht 2 weitere Minister der FDP absolut fragwürdig aufgestellt. Von Brüderle mag man garnicht reden, es gibt schlicht nur zu sagen, dass der nix tut und damit fast die beste Figur abgibt. Leutheuser-Schnarrenberger ist für mich seit SWIFT erledigt und ebenfalls Fallobst.
In diesem Sinne – hoffen wir, dass Westerwelle genügend Ehre im Leib hat und von selbst geht – denn eines ist sicher -spätestens, wenn Springer als Ratte das sinkende Schiff Westerwelle verlässt, wird es richtig schmutzig. Anderseits- warum eigentlich nicht ;-) Die FDP könnte ja für weitere 11 Jahre in die Opposition gehen und sich hoffentlich an ihre Wurzeln erinnern.
@Ludger
Da sei mal froh, dass ich mir den Westerwellensittich unterdrücken konnte ;-)
Wirklich wieder ein toller Artikel. Es bleibt einem doch mittlerweile als Durchschnittswähler der Mund offen stehen, mit welcher Dreistigkeit und Ungeniertheit sich die Damen und Herren ihre Pfründe sichern.
Hoffentlich setzt beim ein oder anderen, der diese Leute gewählt hat, jetzt ja doch so langsam ein Aha-Erlebnis ein.
@ Ludger: Und warum genau soll Herr Berger jetzt nochmal keine Namenswitze machen?
Ich verabscheue z.B. Leute, die ihre kleinen Schrullen für so wichtig halten, das jeder danach leben sollte…Muss ja nicht jeder alles gleich lustig finden…Der ausgesungen hat?
@Griebiger Bazi
Nö, der die Federn aufstellt und lautstark gackert … ich habe zwei solche Exemplare, die erinnern mich schon stark an unseren Guido.
@SF
Danke für diesen Bildschirmverschmutzer :-).
Genau so ist es. Danke für den Artikel.
Der Westerwelle hat einfach zu lange den selben Mist immer und immer wieder gelabert…wie lange ist der gute Mann schon FDP-Chef? Tja, das kriegt der jetzt nicht mehr weg, zu spät, bekanntlich fräsen sich solche Sachen ins Gehirn ein. Völlig natürlich.
Ähem, aber wenn er zurücktreten muss, gar auch noch als FDP-Chef…das wird doch nicht einfach so über die Bühne gehen, der reißt dann noch so viele wie möglich mit.
Okay, das wird natürlich auch ein amüsantes Spektakel ohne gleichen.
Danke für diesen inhaltsarmen Artikel, verehrter Spiegelfechter. Was ist falsch an Westerwelles Außenpolitik? Womit hat Westerwelle Deutschland im Ausland geschadet?
Freut Euch nicht zu früh. Er wird erst gehen wenn er die volle Pension bekommt. Da bleibt er sich treu.
Wie sagt der Dichter: “Die Botschaft hör’ ich wohl, allein …” Na ja, man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.
Tut auf jeden Fall gut, so etwas zu lesen. Insbesondere die Differenzierung bei den Reisebegleitern sollte man all jenen hartnäckigen Westerwellisten in den anderen Foren zu bedenken geben, die dessen halbseidene Entourage immer mit den Wirtschaftsdelegationen früherer SPD-Kanzler und -Minister vergleichen.
Was noch fehlt — auch wenn die Anspielung ja durchaus deutlich war — ist der Zusatz “wie aus wohlinformierten Kreisen verlautet”. Das würde zurückhaltenden Gemütern wie mir die Spekulation über den zu erwartenden Rücktritt noch etwas glaubhafter erscheinen lassen.
“Freut Euch nicht zu früh. Er wird erst gehen wenn er die volle Pension bekommt. Da bleibt er sich treu.”
Das ist es mir wert!!!
Haha,
ich steige ein bei der Wette gegen die Amtszeit des Wellensittichs. Kann man nicht bei der Börse irgendwie diesbezüglich spekulieren? Das gelbe Ausfallrisiko in CDS packen oder so?
Ich stimme die in der Analyse absolut zu, wäre aber nicht sicher, ob Westerwelle sich nicht tatsächlich doch noch halten kann. Er hat durch seinen autoritären Stil ja nicht nur in der FDP kaum Konkurrenten zugelassen, die ihn sozusagen beerben könnten. Ich habe eher den Eindruck, dass auch die anderen Protagonisten der FDP, v.a. die Minister, eine kaum andere Einstellung haben. Bei diesen Personen und ihrem Umfeld scheint es sich um eine Gruppe von Personen aus einem verzweigten Netzwerk aus Politik, Wirtschaft und persönlichen Vertrauten, man könnte sie auch “Klasse” oder “Kaste” nennen, zu handeln, die offenbar völlig den Bezug zu so etwas wie Anstand und Moral verloren hat, die, ganz gemäß der neoliberalen Ideologie, ausschließlich für sich selbst die größtmöglichen Vorteile zu schaffen versucht – und das auch noch ganz ohne jedes Unrechtsbewusstsein. So offen wie jetzt wurden wohl noch nie die Besetzung von Regierungsposten aufgrund von Parteiloyalität statt Kompetenz, die Klientelpolitik und selbst eine wirklich ganz und gar offensichtliche Käuflichkeit zelebriert und mit ihnen kokettiert – früher hätte man wenigstens den Anstand gehabt, so etwas heimlich zu tun und sich wenigstens ein paar Pseudoausreden zurechtgelegt, falls etwas auffliegt. Nun reagiert aber nicht nur Westerwelle selbst, sondern auch andere FDPler, überaus aggressiv auf jede Kritik. Muss Westerwelle aus diesen Gründen gehen, würde damit ja das ganze Seilschaften- und Vetternwirtschaftsnetz, das die FDP charakterisiert (man kann es auch, wie, ich glaube Lindner war es, als “Partnerschaft zwischen Wirtschaft und Politik” bezeichnen :-D), zur Diskussion stehen. (Andererseits könnte ein Abgang Westerwelles auch von diesem vordergründig ablenken und man zukünftig darauf achten, dass weniger an die Öffentlichkei dringt.) Aber was wohl auf jeden Fall folgen wird, ist, da die FDP durch die politischen Amokläufe ihrer Minister ja drastisch an Unterstützung in den Medien verliert, sie auch inhaltlichen Einfluss in der Regierung einbüßen wird.
na, wenn das mal kein hitlervergleich ist! da nützt es auch nichts, den namen nicht zu nennen. aber eines ist mal klar: westerwelle hat gar keinen bart!
Sehr schöner Artikel. Wirklich gut geschrieben. Als beratungsresistent habe ich G.W. auch kennengelernt, aber nicht nur den. Es ist fast so, als ob unsere Berufspolitiker allesamt von einer fremden Macht beeinflusst werden. Nicht einmal mit der Hilfe von tausenden, teils wissenschaftlichen Mitarbeitern, kommen die auf die einfachsten Lösungswege.
Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es irgendwann eine “Münchhausen-Steuer” geben wird, mit der man politisches Versagen auch nachträglich bestrafen kann. 30 Jahre rückwirkend wäre sinnvoll. Da könnte eine Ex-Ministerpension schon um 30 % gekürzt werden. Es ist bestimmt nicht aussichtslos, eine Mehrheit dafür zu finden …
Homophobie, Xenophobie…
Mir als Betroffenem stinkt’s, dass eine evolutionär legitimierte, natürliche Abneigung gegenüber bestimmten Personengruppen von einzelnen ideologisch verblendeten Individuen als Phobie hingestellt wird. Ja, auch wenn diese Individuen zunehmend der Minderheit zuzuordnen sind – glücklicerweise.
Herpes in Folge von Ekel ( http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,326591,00.html ) bezeichnet man schließlich auch nicht als Herpophobie. Warum sollen da “Menschen”, sobald sie als die Auslöser des Ekels auftreten, plötzlich zu Opfern von Phobien erklärt werden?
Krank. Und dekadent (c).
Dieser Artikel ist gut und keinesfalls zu hart. Leider glaube ich, Merkel wird Westerwelle durchziehen – es sei, die FDP sinkt in NRW unter 5%. Merkel hat bewiesen und beweist es täglich, wie man eine Krise umschifft – die Finanzkrise.
Den Satz
kann ich nur bestätigen – nur leider anders, als das Auswärtige Amt sich sehen will. Die “Westerwelle´s” sind in den Botschaften reihenweise vorhanden.
Westerwelle wird nicht gehen. Es wird auch kaum Jemanden geben, der Westerwelle zum gehen veranlassen wird. Er hat sie alle in der Hand. Er kennt Betrieb, Betreiber und deren Interna seit Jahren. Er würde beißen, kratzen und spucken ? öffentlich in allen medialen Kanälen. Wenn man ihn nicht machen lässt was er machen will.
Die Öffentlichkeit kann er nicht erpressen. Die Öffentlichkeit wird ihn auf Normalmaß zurechtstutzen.
:)
@Spiegelfechter
Nö, der die Federn aufstellt und lautstark gackert ? ich habe zwei solche Exemplare, die erinnern mich schon stark an unseren Guido.
Das Thema Wellensittich hat seinerzeit Wischmeyers ‘Kleiner Tierfreund’ konsequent abgearbeitet! ;-)
Pucki (live)
Also hier im Nachbeben-geschuettelten Chile kam Westerwelles Trip gut an. Er war der einzige und bislang einzige hochrangige EU – Politiker, der nach dem weltweit schwersten Erdbeben seit 50 Jahren vorbeischaute. Mit ihm ein Flugzeug voller Hilfsgueter, wie abgesprochen. Nicht das Chile dies noetig haette, aber die Geste kam halt gut an. Das mitten in die grosse nationale Solidarisierungswelle nach dem Beben.
Lief hier 1 Tag relativ weit vorne durch die Fernsehnachrichten.
Wobei man daran sieht, dass auch eher ungeeignete Personen auf dem Posten als deutscher Aussenminister eine gute Figur abgeben koennen. ;-)
Westerwelle erhebt Anspruch einer habilitierten, liberalen Elite.
Sein Genaeralsekretär ist der politische Hardcore und Phantom- Pennäler.
Die Wähler dieser Partei müssen nun mit diesem Resultat klar kommen.
Er wird uns wo noch ein Stück in dieser Funktion erhalten bleiben.
Er hat viele enttäuscht und ist ein Remake liberaler Gestrigkeit.
Seine Arroganz blockiert den Blick.
Die FDP ist seit Westerwelle verstärkt durch monarchische Züge geprägt.
Liberal ist die Gloria und die Täuschung.
Da ist der Grupp schon ein Genius.
@19 ca-fi
Frei nach Brecht:
Westerwelle, den sein Bart,
ist von ganz besondrer Art.
Kinder da ist etwas faul,
so ein gar kein Bart und so ein großes Maul.
Naja, nix neues und leider fehlten alle Fakten, die (selbst) hier doch eindrucksvoll skandalös geschrieben stehen: http://www.sueddeutsche.de/politik/9/504223/text/
Der Artikel natürlich ganz schnell verschwunden und bietet viel bessere Gründe, diesen Lobbykraten an den Pranger zu stellen.
PS: Da wird dieser Mann jahrelang bewiesenermaßen von Finanzdienstleistern, Schweizer Banken und Hoteliers schon mal fett angefüttert und die Medien schreiben über Dienstreisen mit dem Sex-Partner und nicht ganz koscheren Reisebegleitern. Hallo? Da hat doch unser jetziger Finanzminister und früherer Innenminister schon ganz andere Pillen schlucken müssen ohne langfristigen Schaden und von FJS will ich da gar nicht reden. Die Gründe für einen möglichen Rücktritt stehen in diesem verbuddelten SZ-Artikel und leider nicht hier.
@carokann
Die SZ hat Pinkwart ins Spiel gebracht.
@Leynad
Die SZ ist keine schlechte Zeitung.
Welche grosse deutsche Zeitung hat Herrn Flassbeck ausser der SZ in letzter Zeit oft zu Wort kommen lassen?
Mir fällt keine ein.
Die anderen deutschen Zeitungen bitten van Suntum und ähnliche Kollegen um Gastbeiträge….
@32
Ich weiß nicht, wovon du redest, aber lies diesen Artikel!
Flassbeck ist vor allem auf fr-online.de ein recht häufig gelesener Gast und hat aktuell auch was zu sagen. Der Artikel hält sich da auch mal länger als ein paar Nachmittags-Stunden.
Da manche zu faul sind, Links anzuklicken, ein kleiner Appetithappen:
Das einzige was Westerwelle am Ende von dem restlichen Gesocks unterscheidet ist seine Schamlosigkeit, mit der er seinem Amt nachgeht.
Nur leider muss es so offensichtlich sei um dem deutschen Durchschnittswähler klar zu machen wie dreckig das System ist.
Westerwelle ist der praktische Dumme, der sich auch noch freiwillig an den Pranger stellen und mit faulem Obst bewerfen lässt.
Vielleicht wird er dem Volk zum Fraß vorgeworfen.
Der Rest unserer Politelite wird daraus auch noch gestärkt hervorgehen.
Neben Westerwave verblassen Fehltritte wie Rüttgers und aus dem Streit mit der CDU werden Kanzlerin und vor allem Schäuble, der keine Gelegenheit auslässt den Steuerplänen der FDP in den Weg öffentlich in den Weg zu rollen.
Ist Westerwelle vielleicht sogar nur Ablenkung?
PS: Zum Thema “Export-Weltmeister” und südländischem Defizit hat Flassbeck IMHO auch nicht wirklich den Nagel auf den Kopf getroffen. Im Gegenteil. Import-Weltmeister sind die USA, nicht Griechenland, und was geben sie uns für unsere Leistungen? Dollars, die sie selber im Übermaß für Lullu produzieren!
Wir tauschen gerade Waren gegen Geldscheine bzw. bunte Zahlen auf Kontoständen. Das ist nicht nur in Anbetracht des baldigen Dollar-Zusammenbruchs ein ganz schlechter Tausch, sondern insgesamt.
Den schwachen Euro gibt es nur, weil dieser zu 80% durch den Dollar gedeckt ist – wir also keine harte Währung besitzen.
Ich kann diesen amüsanten Vortrag von Andreas Clauss sehr empfehlen. Auch wenn man nicht mit allem konform gehen muss, was ich auch nicht tue, aber man muss die physische Ökonomie verstehen, weil die einem die Augen öffnet. Es geht bloß um Rohstoffe und Produkte, nicht um Geld. Der Dollar ist längst eine Totgeburt bzw. das Fiat-Geld insgesamt wird bald null und nichtig sein, während die Amis dann noch unsere Autos fahren können: http://anti-zensur.info/index.php?page=Videos#crash
@Leynad
Vergiss meinen Flassbeck-Hinweis.
Ist mir eben gerade in den Sinn gekommen, auch wenn es nicht viel mit Westerwelle zu tun hat.
Ich weiß nicht, auf welchen Artikel Du Dich beziehst, aber wie schauen die Zahlen aus, wenn Du die Exporte ins Verhältnis mit der Einwohnerzahl der Länder setzt?
Kannst Du mir den Artikel sagen, wo Flassbeck Griechenland als Importweltmeister “kürt”?
Ich bezweifle, dass er gehen wird. Westerwelle ist ein Intrigant wie er im Buche steht und dreimal so dreist. Die Preisfrage bleibt doch: Was tun wenn ihn alle loswerden wollen und er nicht geht? Es glaubt wohl keiner, dass Mutti Merkel ihn vom Bundespräsidenten rausschmeißen lässt wie einst Schröder die Schlaftablette Scharping .
Aber sind wir ehrlich – UNS kann eigentlich nix besseres passieren als dieser Geck im Außenministerium. Wir leben in einer Zeit in der kaum ein Politiker mehr ist als ein intrigantes Schwein. Also ist es folgerichtig, dass so einer auch im Außenministerium sitzt – wie innen so außen. Vielleicht ist es ja irgendwann dem Volk, der Mainstreampresse, den Bilderbergern oder meinetwegen dem lieben Gott peinlich genug und solche Gecken kommen nicht mehr an die Macht. Leider wird dies eine vergebliche Hoffnung sein.
@36: Mir geht es jetzt nicht um Statistiken, sondern darum, den Wert unseres Titels “Exportweltmeister” mehr als in Zweifel bzw. ins negative zu ziehen.
Wir exportieren Know-How, Maschinen, hochentwickelte Produkte etc. für Geld. Aber was ist Geld? In Anbetracht des derzeitigen Dollar-Defizits, der rigorosen Geldmenge in Dollar- und Euro-Land ist Geld bald einen Scheißdreck mehr wert. Wir verschenken also unsere Waren, anstatt sie selber zu gebrauchen, zu konsumieren etc.
Das nennt sich physische Ökonomie. Man betrachtet nicht das Geld (weil es eh Spielgeld geworden ist), sondern die Waren, die von A nach B wandern. Wir sind dann kein Exportweltmeister mehr, sondern der Weihnachtsmann der ganzen Welt und entsprechend auch Sklaventreiber für die eigene Bevölkerung. Natürlich in Co-Produktion mit China, die ihre Dollar-Reserven auch nie loswerden.
Flassbeck geht in die richtige Richtung, hängt aber zu sehr am Geld. Er hat diese Geld-Gläubigkeit, obwohl er wissen müsste, das es längst nicht mehr um Geld geht. Es geht prinzipiell nur noch um Rohstoffe und die Kriege können nicht teuer genug sein (in Dollar gerechnet) um diese gegen Greifbares zu finanzieren.
.. Mit Verlaub, das ist eine gewagte Aussage.
@Layland:
So gut wie alle Volkswirte (besonders auch Flassbeck) wissen meines Erachtens von dieser Problematik.
Es gibt Gründe, warum die VAE nur auf den ersten Blick verschwenderisch mit ihren Petrodollars umgehen.
Das ist ja der grosse Witz.
China versucht mit Hilfe seiner (Halb)- Staatsunternehmen Produktionsanlagen gezielt aufzubauen, gezielt Know-How ins Land zu holen und im Land zu halten.
Ein chinesisches Staatsunternehmen baut nicht mal schnell die eigene, moderne Fabrikationsanlage in China ab und in Zimbabwe wieder auf, nur weil die Lohnkosten dort noch niedriger wären.
Ein sehr gutes Beispiel ist GB. Vor und unmittelbar nach dem 2. Weltkrieg war das eine Industrienation, die sich nicht gegenüber der deutschen Produktionsleistung verstecken musste.
Jetzt haben sie “werteschaffende” Banker.
Flassbeck geht zumindest bei seinen Überlegungen hinsichtlich der aus der Staatsverschuldung heraus resultierenden Problematiken stark in diese Richtung.
Ohne Geld wird es nie gehen. Dies wäre auch nicht zu wünschen.
Geld müsste aber wieder vermehrt durch materielle Gegenwerte gedeckt sein.
@ Spiegelfechter
Die Dämmerung ist m.E. nach kalkuliert. Die FDP hat vier Jahre Zeit, um ihre derzeitige Ideologie nach Hayek und Friedman umzusetzen – wovon sie rücksichtslos Gebrauch machen. Gemäß Locke`s Naturrecht.
Die poll tax in Form einer Gesundheitsprämie, die flat tax u.s.w..
Die Idee ist ja an sich gar nicht so schlecht, allerdings müssten bei der Etablierung des radikalen Gleichheitssystems auch vorher alle zurück auf Los, die Erbschaftssteuer auf 100% erhöht werden u.s.w..
Ich halte diesen Grundgedanken, den Gesellschaftsvertrag auf betriebswirtschaftlicher Basis neu auszuhandeln für einen schlechten Witz, der von “Leistungsträgern” in Versicherungen, Banken, Konzernen etc. auch über Stiftungen forciert wird – die allerdings nicht bereit wären, wieder bei Null anzufangen – und der dabei ist Gestalt anzunehmen.
Was ich wiederum nicht bereit bin widerspruchslos hinzunehmen.
Anstatt sich wie z.B. China neue Märkte in Afrika mittels nachhaltiger Investitionen zu erschließen, soll hier der Markt radikal nach Innen ausgeweitet werden.
In besagtem, aber namentlich nicht genannten Hotel, war ich vor kurzem von der Schwiegermutter zum Essen eingeladen. Das war nicht schlecht, aber das Essen am Buffet war auch höchstens lauwarm, Fassade war protzig, die Atmosphäre und Ausstattung jedoch wie in einem Einkaufszentrum, wenngleich auch aus lauter Designer-Brimborium zusammengewürfelt. Also alles in allem wie die FDP, großes Tamtam, wenig dahinter (wobei im Hotel das Essen wenigstens schmeckte, wenn auch lauwarm. Das politische Menue der FDP ist ungenießbar.).
Aber was beschwere ich mich, bin ich doch sonst nur Instant-Gerichte gewöhnt, sowohl bei der Nahrungsaufnahme, als auch vom politischem Diskurs. Beides stumpft ab. Auf Dauer.
Achja, das muss auch mal sein: Mach weiter so Spiegelfechter, ich genieße es immer wieder deine Artikel zu lesen. Danke dafür!
@Jens
Du trinkst Bier mit hochrangigem AA-Beamten? Mit Mitgliedern des Apparates? Müssen wir uns Sorgen machen? ;-) Du denkst daran, dass Jakob Augstein das Verhältnis des Journalisten zum Politiker (sinngemäß) als “am besten keins” beschrieben hat, gelle. Und Tucholsky iss Dir ja auch geläufig:
s. hier
Noch hast Du mein Vertrauen! ;-) Aber: Trink nich zu viel “richtiges Bier mit den Falschen” (frei nach Adorno) :-)
Beste Grüße
Ich glaube nicht, dass Westerwelle sich halten kann. Vielleicht erleben wir die große Überraschung, dass Merkel ihn rausschmeißt.
Ihre gestrigen Äußerungen zur Causa wurden in den Medien mehrheitlich als rückenstärkend interpretiert. Ich habe einen anderen Eindruck. Sie zieht sich aus der Verantwortung, indem sie sagen lässt, jedes Ministerium sei selbst zuständig für Reisebegleiter. Mir scheint, sie schützt sich, um bei Westerwelles (baldigem) Abgang heil dazustehen.
Was für eine böse Anspielung …
Wann ist denn schätzungsweise mit der Machtergreifung zu rechnen? :)
Was hälst du von der “Lästerwelle”oder “Schwesterkelle”?
Es könnte in meinen Augen auch sein, dass die Besetzung der Leitungsebene im Auswärtigen Amt (s. hier) mit willfährigen FDP-Spende-Buddies zu den andauernden Indiskretionen massiv beiträgt. Die FDP-Personalpolitik nach Gutsherrenart brächte dann gerade diese Fronde aus Gutsherren im diplomatischen Dienst gegen Westerwelle auf. Die Presse dankt es ihnen …
Erst schlupft diese selbst ernannte lebende “Freiheitsstatue” unter den Schutzschirm des Zentralrates, dann läßt er seine Ergebenen ins Arsenal hinabsteigen und die “Homophobiekeule” herausholen.
Selbst unsere Demokratie ist in Gefahr.
Ja, hier ist schon eine unerträgliche Perfidie zu konstatieren.
Aber wie “klein” die Person Westerwelle ansich daherkommt, zeigt ein Vergleich mit den schon lange amtierenden Bürgermeister von Hamburg und Berlin von Beust und Wowereit. Insbesondere Klaus Wowereit steht seit geraumer Zeit im Visier und unter Dauerfeuer seiner Kritiker.
Doch niemals wurde der Versuch unternommen, die Kritiker etwa mundtot zu machen, durch den Einsatz der “Homophobiekeule”.
Beide Politiker beweisen, dass sie mehr Arsch in der Hose haben, als diese Freiheitsstatue.
@H.H.Schmidt
Das liegt daran das Wowi irgendwie auch cool ist. Ganz im Gegensatz zu dem Schreihals Guido war Wowi immer cool aber nie infantil – kein Guidomobil oder beklebte Schuhsohlen.
Vielleicht liegt ja so einiges an den Verhaltensmustern des Gildo – äh, Guido – W. in seiner schweren Kindheit begründet. Möglicherweise war er schon in der Grundschule (also bevor er zu seinen “Standesgenossen” aufs Internat kam) inmitten von Kindern des Proletariats und Prekariats ein Streber (verbunden mit nervtötender Besserwisserei und Rechthaberei), der auch gern mal den einen oder anderen Streiche ausheckenden Mitschüler verpetzt hat (früh übt sich so, wer später politisch oder anderweitig Karriere machen will). So etwas stösst nicht immer unbedingt auf Gegenliebe bei den betreffenden Mitschülern und folglich gab es dann ggf. auch mal die eine oder andere Kopfnuss (was evtl. den einen oder anderen “Aussetzer” bei ihm erklären könnte) oder auch mal Klassenkeile. War zu meiner Zeit durchaus gängige Praxis und ich gestehe, ich habe bei sowas ebenfalls immer mitgemacht – Kinder sind nun mal so*grins*.
Jetzt befindet er sich auf einem späten Rachefeldzug und möchte diesen ganzen Proleten und Prekarianern mal ordentlich zeigen, wo der Hammer hängt und wer jetzt über ihr Wohl und Wehe bestimmt. Könnte ja so sein, nüch? Und was seinen Reisetross angeht ist das ja nur eine Solidaridätsbekundung gegenüber seiner Klientel: “PiepPiepPiep, Gildo – äh, Guido- hat Euch lieb”!
Danke für diesen Artikel :-)
Hoffen wir einfach auf das beste in absehbarer Zeit…
Der geht nicht, nicht von alleine, der nicht. Wie wärs also mit Neuwahlen, mit einem ordentlichen Misstrauensvotum, mit einem Generalstreik? Oder wenigstens mit einem Reality-Check (http://rxrenee.wordpress.com/2010/03/13/reality-check/). Wie bringt man den dazu?
Grüße aus der Nachbarschaft
reneè
guter Kommentar! auch genussvoll, diese Art der Sprache zu lesen. Eigentlich ist ja schon alles gesagt. Vielleicht bin ich altmodisch, oder unflexibel, aber seinem Lebensgefährten auf einen offiziellen Anlass in ein moslemisches Land mit zunehmen, finde ich sehr mutig. Wir erwarten Toleranz von diesen Ländern. Da haben wir sie. Danke dafür. Sein spärliches Englisch kann ich ja mitfühlen. Gut hätte ich trotzdem gefunden, wenn er von anfang an einen Dolmetscher gehabt hätte, nicht mehr. Pasta(das Wort hab ich doch schon mal gehört) Ohne Rechtfertigungen. Jeder wäre mit Respekt umgegangen (ich denke an Altbundeskanzler Kohl). So hat er sich von Anfang an längerlich gemacht. (Youtube) Das andere, für mich, doch das Problematischte ist, dass unsere Kanzlerin, ihn überhaupt eingestellt hat. Was hat Sie vor, diese Frau ist doch für jede Überraschung gut. Irgendwas will Sie was damit bezwecken. Sie ist ja raffiniert genug, sich strategische Ziele auszusuchen, die der EU, oder vielmehr den weltweit obersten Etagen dienen. Man darf ja auch nicht vergessen, sie hat ein System in sich, das immer noch funktioniert, wie bei mir, mit der DM. Dies funktioniert immer noch. Der Westerwelle ist für sie doch nur ein willkommener Hampelmann. Ade Deutschland, wie du in fernen Zeiten mal warst.
Wenn der Wolfgang ein Joachim Sauer wäre, könnte man ihn glatt für den Kanzlerinnengatten halten.
Ich glaube der Westerwelle wird nicht zurücktreten wenn er in der Öffentlichkeit als Verlierer darsteht.
Lieber treibt er es bis auf die “Spitze”.
Die Frage ist, ob ihm die Wahl gelassen wird. Die FDP muss sich schleunigst etwas einfallen lassen, um die Medien zu beschäftigen, sonst wird der Druck auf die Partei zu groß.
Im vorzeige-”neoliberalen” n-tv halten laut Umfrage 20% Westerwelle für weiterhin tragbar – da muss möglichst bald etwas passieren …
Gern gelesen.
Danke, Jens!
Im Südkurier hat es am 12.03. eine Abstimmung gegeben (habs aber heute erst mitbekommen):
Wird Westerwelle vor Ende der Legislaturperiode zurücktreten?
59%- Ja, er erlaubt sich zu viele Fehltritte.
41% – Nein, das ist eine Kampagne.
Tja, ich hab zwar schonmal hellseherische Anwandlungen, aber dafür habe ich kein Gespür.
Allerdings wünsche ich mir, dass er sich ein anderes Betätigungsfeld sucht. Seine Art und Weise nervt.
Hat jemand eine Idee, welche Arbeit zu ihm passen würde, wo er keinen Schaden mehr anrichtet?
Ja der Guido. Jahrelang war er nur Leistungsempfänger. Jetzt wo sein Zeitvertrag über 4 Jahre in trockenen Tüchern ist , sieht es so aus als wenn er die halbjährige Probezeit nicht übersteht.
Konnte er am Anfang noch glänzen, indem er Nichtwissende aufklärte , dass hier Deutschland ist , so hatte er kurz danach Schwierigkeiten zu verstehen , dass niemand der arbeitet weniger hat als ein Leistungsberechtigter. Jetzt nur ein Flugzeug für die Familie. Hat er nicht an alle Spender und Journalisten gedacht? Irgendetwas macht der Junge , was man nicht macht.
Ich glaube die Königin kann beruhigt schlafen. Die aggressivste Killerbiene wird den Stock verlassen und wieder den Nektar von den Lobbyblüten naschen.
@ #57:
naja so gerne wie seine Partei gelegentlich nahe brauner soße fischen geht wäre kanalarbeiter doch was oder? ;-)
Und weil er sich mit Gewäsch auskennt wäre Tellerwäscher doch auch ne gute Wahl! da hat er dann auch mal ganz real mit seichtem Geblubber und interessanten Blasen zu tun. Sind ja keine Finanzblasen, da kann er nicht viel falsch machen!
Ansonsten fällt mir nur (Wester-)Wellensittich-sitter ein, am besten einen knallgelben so die Farbe die einen blendet.^^
Er kann nicht zurücktreten – wohin soll denn die FDP gehen, wenn sie sich jetzt als regierungsunfähig erweist? Wenn sie nicht einmal mit der diffusen CDU zusammenarbeiten kann? Wenn nicht einmal gelb-schwarz funktioniert, müsste Westerwelle von der Vorstellung ausgehen, die FDP werde einmal so stark, dass ohne sie nicht regiert werden könnte. Das glaubt aber, nehme ich an, nicht einmal die deutsche Freiheitsstatue.
Die traurige Quintessenz ist, dass Westerwelle nicht nur sich selbst als untauglich demaskiert, sondern zugleich seine ganze Partei. “Seine” darf man sagen, weil die FDP tatsächlich ausgebeint ist. Es ist nichts da, in das man Hoffnungen setzen könnte, weder Personal noch Ideen.
Er selbst hat gerade ein Beispiel geliefert, wie es eindeutiger nicht sein kann. Wie ein Stammtischbruder entdeckt er plötzlich den anstrengungslosen Wohlstand der Armen in Deutschland und wütet los, als sei er gerade dabei, unerträgliche Mißstände aufzudecken und augenblicklich abzustellen.
Und was passiert tatsächlich? Die FDP veranstaltet ein Symposion zum Thema und ist auch noch stolz darauf. Offenbar weiss sie nicht, was es denn für Mißstände gibt, ganz konkret, und wie man sie abstellen könnte, ganz konkret. Das Symposion verläuft entsprechend. Eine solide Sammlung von Sprechblasen stellt sich ein, und keine einzige ist neu. Ein Berg kreisst, aber es fallen nur ein paar trockene Schafsköttel herunter. Das ungefähr ist, was die ganze Partei derzeit leisten kann. Der Parteivorsitzende repräsentiert die Partei überraschend wahrhaftig.
Was hat die FDP in ihrer Oppositionszeit getan? Offensichtlich nichts, was man irgendwie als programmatisch bezeichnen könnte, nicht einmal auf konkrete, öffentlich diskutierte Aufgabenfelder bezogen. In die Regierung ist sie mit ihrem völlig unzureichenden Personal hineingestolpert, als sei sie davon gänzlich unvorbereitet getroffen worden. Und so ist es auch tatsächlich.
Die FDP ist leider ein ganz trostloser Haufen, ganz ohne Format, ganz ohne konsistente Vorstellung davon, was sie eigentlich will.
Diese desaströse innere Verfassung der Partei versucht Westerwelle zu übertönen. Das macht alles nur noch schlimmer – aber er kann nicht zurücktreten. Auf keinen Fall. Aus seiner Misere kommt er nur heraus, wenn er als Märtyrer auftreten kann. Vielleicht tut ihm Angela Merkel den Gefallen.
Ja, als Probe-Arschloch für Zäpchen in der Pharma-Industrie.
Ich bin ziemlich sicher, spätestens wenn WW sein Ehrenwort gibt, wird in Genf das Wasser abgestellt.
Abgehakt. Erledigt. Es sind ganz andere Sorgen die einen da plagen. Sie zu nennen, muss man Enzensberger bemühen, der mit seinem Gedicht “Die Scheisse” das Thema salonfähig machte. Denn was soll man machen, wohin treten, als Barfüssiger zumal, wenn im hohen Gras aus Machtmissbrauch, Willkür, Korruption (welcher Art auch immer) und Manipulation, die Spitze des Scheissbergs erstmal weg ist.
1. Seltsam, daß hier noch nicht die Worte “Möllemann” und “Fallschirm” gefallen sind.
2. Ganz ernsthaft: kann man irgendwo auf Rücktritte wetten? Ich finde es ja fast noch spannender, wie lange Ratzinger noch braucht.
3. @Berggeist1963 (#50):
Solche alten Schulgeschichten finde ich immer toll. So wie die (angeblich fiktive, aber dann gut erfundene) von Kristina Köhler (jetzt Schröder) :
http://www.taz.de/1/leben/koepfe/artikel/1/schluss-mit-den-zecken/
Müsste doch eigentlich Einige geben, die sich bei WW an sowas erinnern und mal erzählen könnten. Oder haben die alle Schweigegeld gekriegt?
und 4.: wer kommt als Nachfolger in Frage? Ich setze mal auf Frau Künast, unter Kanzler Guttenberg.
–
@Griebiger Batzi: “Welche grosse deutsche Zeitung hat Herrn Flassbeck ausser der SZ in letzter Zeit oft zu Wort kommen lassen?”
Die FTD. Ist momentan in meinen Augen die Zeitung, welche die meisten Artikel hat, die gegen den Strich bürsten. V.a. die dortigen Autoren Zeise und mit Abstrichen Münchau & der Chefökonom. Sieht übrigenz auch die Studie aus dem Brenner-Institut so.
Meine 50 Cent zum Thema: fliegt die FDP aus dem NRW-Landtag, gibts einen neuen Parteivorsitzenden. Das Ministeramt behält er. Sollte Merkel den Außenminister wechseln müssen, würde das auch an ihrem Lack kratzen. Von dem sie denkt, er wäre noch dran. Also ggf. Ämterteilung und bei nächster BT-Wahl ab in den vorgezogenen Partei-Ruhestand aus persönlich-gesundheitlichen Gründen.^^
Wer durfte denn mit Steinmeier in fremde Länder reisen?
@ 66, MNB
Hier und da gibt es schon ein paar Leserosinen. Siehe nachfolgender Link:
Hans-Martin Tillack hat dort sehr gründlich gegen den Strich gebürstet …
Ungeachtet des zweifellos ausbaufähigen Fingerspitzengefühls von Westerwelle bei der Besetzung von Reiseplätzen halte ich die Diskussion, und auch diesen Artikel, in weiten Teilen schlicht für unanständig.
Soll Mronz vielleicht seine Geschäftstätigkeit aufgeben, solange Westerwelle dieses Amt innehat? Soll er sich degradieren zu einem Charitymännchen an des erfolgreichen Gatten Seite? Das ist ein sehr, sehr unemanzipiertes Verständnis von Lebenspartnerschaft.
Was manche anderen Mitreisenden im Tross angeht, werden von Westerwelle sicher auch einige Freundschaftsschulden beglichen, das war schon immer so, bei allen Außenministern. Nur wurde da nie so ein Gezeter veranstaltet.
bei “…(1&1, GMX), FPD-Spender ….” müsste wohl FDP-Spender heißen, oder weiß ich da etwas nicht.
ansonsten guter Artikel, aber langsam hab ich geng vom Westerwelle, wobei ich mir nicht so sicher bin, dass er nicht die ganzen 4 Jahre durchält.
Der tritt nicht zurück. Der beschwört jetzt das Kommunistengespenst.
Völlige Fehleinschätzung. Der wird in wenigen Tagen Merkel entlassen.
@Beifahrer Horscht #72
So wird es wahrscheinlich kommen. Fink jun. wird ihm finanziell unter die Arme greifen – so wie Fink sen. es auch schon ~ 1930 getan hatte.
Der Mann ist eine glatte Fehlbesetzung, denn er ist alles andere als ein Diplomat. Das er das Wohlwollen der Leitmedien verloren zuhaben scheint macht mir einwenig Hoffnung auf eine frühzeitige Korrektur dieser Personalie … Wir weden sehen.
Ein mal wieder sehr schöner Artikel, den ich mit Gewinn gelesen habe. Wobei es eigentlich nicht wundert: Die FDP ist spätestens seit Lambdsdorff korrupt, Westerwelle ist die genau richtige Besetzung.
Wenn deine Prognose stimmt, dass Westerwelles Tage gezählt sind, dann gebe ich einen aus.
Wenn damit auf Hitler angespielt wird (so verstehe ich es zumindest), dann ist das schon starker Tobak. ;-)
In Brasilien sind die Reaktionen eher verhalten. Kaum eine grössere Tageszeitung hat über seinen Besuch im grössten Land des Subkontinents berichtet, selbst das Treffen mit Amtskollege Celso Amorim wurde zu einer Randnotiz in den Qualitätszeitungen des Landes. Lediglich die staatliche Nachrichtenagentur Agência Brasil widmete dem dreitägigen Besuch einige kurze eigene Artikel, andere Medien griffen ganz auf europäische Agenturberichte zurück.
Wie wichtig der Besuch des deutschen Spitzenpolitikers und Parteivorsitzenden in Brasilien gewertet wurde, sah man auch am Besuchsprogramm. Während Westerwelle in Chile vom designierten Präsidenten Sebastián Piñera, in Argentinien von Amtsinhaberin Cristina Kirchner und in Uruguay vom frisch ernannten Präsidenten Jose ?Pepe? Mujica empfangen wurde, zeigte der brasilianische Staatspräsident Luiz Inácio Lula da Silva wenig Interesse an einem Gespräch.
@53
Ja. Wir erwarten Toleranz.
Aber wie steht es um unsere Toleranz, wenn ein saudischer Außenminister mit vier Zwölfjährigen kommt?
Wer jetzt Schnappatmung bekommen hat, kann sich wieder beruhigen. Das wird nicht passieren. Die Araber haben nämlich Respekt vor unserer Kultur, und würden sich für so einen Außenminister schämen.
Besitzt Guido Westerwelle überhaupt so etwas wie Demut? Das macht meine Abneigung ihm gegenüber, neben seiner Arroganz, nur noch größer. (“Hass” wäre wohl zuviel der Ehre für dieses Persönchen…)
http://www.youtube.com/watch?v=CIW3NZPO5Do
Immerhin weiß man, wovor sich Guido am meisten ekelt. Also, falls jemand mal Zeit hat, legt dem Herrn nachts ein Rosa-Luxemburg-Porträt unter die Bettdecke….höhö.
Guido W. steht ganz besonders in der Friedrich-Naumann-Tradition: anti-kommunistisch bis ins Mark. Gäbe es heute noch eine “Anti-Bolschewistische Liga”, uns Guido würde fleißig einzahlen wie weiland der stinkende Fascho Naumann. Mich widert es so an, sehen zu müssen, wie sich Geschichte in Nuancen wieder und wieder wiederholt…;-(
So viel Heuchelei war selten. Alle Außenminister haben es so gemacht. Alle ließ man während ihrer Auslandsreisen innenpolitisch in Ruhe. Das ist ein mieser Stil. Und der Spiegelfechter macht mit.
@westerwellenreiter
Da sieht man die Toleranz hier in Brasilien. In keinster Silbe wurde die Homosexualität von Guido erwähnt.
@Westerwellenreiter
Naja, wenn du deine Tränchen getrocknet hast dann kannst du dich ja trotzdem freuen. Wir müssen diesen Clown nämlich volle 4 Jahre ertragen. Und wenn du ein Problem mit Pressefreiheit hast (auch “schlechter” Stil ist darin erlaubt) dann kannst du dich ja nach Nordkorea oder Saudi-Arabien fortmachen – wenn sie da so nen Typen wie dich brauchen können.
@Westerwellenreiter:
Komm, möchtegernliberaler kleiner Troll, Butter bei die Fische. Ein paar Fakten tun langsam Not. Wer, wann, warum. Immer nur Dünnes ablassen, um die Leute hier zu beschäftigen ist doch einfach nur unwürdig, oder?
@MNB
Tausend Dank, dass Du mich nochmals auf die FTD hingewiesen hast.
Ehrlicherweise muss ich gestehen, dass mich der Name bisher ein abgeschreckt hat.
Ich ging irgendwie davon aus, dass die FTD keine nähere Betrachtung verdiente, da ich in ihr fälschlicherweise auch diesen austauschbaren Einheitsbrei wie im Handelsblatt, Manager-Magazin, der Wirtschaftswoche oder dem Wirtschaftsteil der Zeit erwartet hatte.
Die Welt erwähne ich mal gar nicht, da ich diese Zeitung nicht für eine seriöse Zeitung erachte – Seriosität im Sinne einer Tageszeitung wie der SZ, der FAZ oder ähnlicher Zeitungen.
Ich bin überrascht, welch gute Artikel in der FTD zu finden sind.
Ich wusste von der Studie des Otto-Brenner-Instituts -der Spiegelfechter hat ganz nebenbei davon berichtet-, aber ich dachte mir, dass sei wieder eine dieser typischen Studien, die mit Vorsicht zu genießen seien- selbst wenn sie von einer gewerkschaftsnahen Stiftung stammten.
Ich hatte nie und nimmer zum Beispiel so was erwartet:
http://www.ftd.de/wirtschaftswunder/index.php?op=ViewArticle&articleId=2317&blogId=10
Die anderen Medien haben geschwiegen.
Spätestens jezz iss das Fass voll. Radiomeldung, DLF, 15.03.10, 08:42 h, sinngemäß zitiert:
“Laut Birgit Homburger belastet die fortdauernde Kritik an Westerwelle zunehmend das demokratische Miteinander!”
Es iss nich zu fassen: Die Brunnenvergiftung hält an. Die sind tatsächlich enthirnt, die F.D.P.-ler!
Grimmige Grüße
@84 Vogel
Ich denke, dass SF’s Hitlervergleich durchaus angebracht war. Die braunen Horden waren damals auch nicht mit einem Knall da – dieses Gewächs ist gewachsen. Die Stengel dieser Blume sind die Westerwelles und Merkels und wenn ein sehr passender Vergleich als Warnung nicht politisch korrekt ist – warum sollten wir dann überhaupt aus der Geschichte lernen?
Hat jemand die letzte Rede von Westerwelle vor seinen FDP-Kumpanen gesehen? Ich habe sie gesehen und ich fand erschreckend viele Analogien zu Demagogen vom Schlage eines Goebbels oder eines Hitlers.
Aber solche Vergleiche dürfen wahrscheinlich erst dann angestrengt werden, wenn es zu spät ist. Bis dahin “spuckt man den Opfern des NS-Regimes höhnisch in die Gesichter” – richtig?
Wenn die Argumente ausgehen, gibt es immer noch eines, was in Westdeutschland garantiert wirkt: die Angst vor der kommunistischen Weltverschwörung:
http://www.spiegel.de/video/video-1055506.html
“Wir wollen nicht, dass in Nordrhein-Westfalen 20 Jahre nach der deutschen Einheit Sozialisten und Kommunisten wieder was zu sagen haben!”
Wie oft hat Guido diesen Satz in abgwandelter Form wohl schon geplärrt?
@ westerwellenreiter 79
“So viel Heuchelei war selten. Alle Außenminister haben es so gemacht. Alle ließ man während ihrer Auslandsreisen innenpolitisch in Ruhe. Das ist ein mieser Stil.”
Alle Aussenminister vor Westerwelle haben sich aber auch innenpolitisch nicht wie eine Bauchrednerpuppe der Unternehmer geäussert. Westerwelle ist auch Vizekanzler aller Deutschen. Beleidigt man in dieser Position Millionen von Mitbürgern , darf er sich doch nicht wundern , wenn die Öffentlichkeit hier sein Tun mit Argusaugen betrachtet.
Übrigens fuhr Steinmeier nur einmal und Fischer zweimal in Damenbegleitung zu Staatsbesuchen. Wenn WW sagt , sein Liebchen sei nur wegen Charity mitgeflogen , heisst das für mich so viel wie:
“Ohne Guido weiss ich gar nicht wo ich hinfliegen soll”
Da Liebe zwar blind aber nicht unbedingt dumm macht , denke ich eher ,dass Westerwelles sich im Ausland eher eine Wellneskur ala FDP (FIT DURCH PROFIT) gönnen
Ein schön pointierter Artikel. Erstaunlich finde ich das ja nicht, was Westerwelle, Rösler und auch Niebel in punkto Fresströge und strategischer Durchdringung ihrer Ministerien (=parteinahe Interessen) abziehen. Wer die FDP kennt war schon vorher nicht auf die staatsferne Reform-Meierei hereingefallen.
Der interessante Punkt ist jedoch, dass nun gerade die bürgerlichen Medien, die nun seit einem Jahrzent jeden neoliberalen Scheiß mitgemacht haben, auf einmal den “kritischen Journalismus” – oder das was sie dafür halten – wiederentdeckt zu haben scheinen. Bereits die Mövenpick-Affäre ging vom Spiegel aus und weitete sich rasch zu einer allgemeinen Medienkampagne aus. Ähnlich bei der neuen Affäre.
Fraglos gab es in beiden Fällen eindeutig moralische Verfehlungen (besonders dieser zwielichtige Boersch) – aber hey, sonst stört sowas die Preßmafia ja auch nicht! Die Schwere der Verfehlungen war dabei jedoch eher gering und im politischen Geschehen und auch in anderen Parteien durchaus üblich. Verglichen mit einigen Vorgängen und Besetzungen rund um die Finanzkrise ein Pappenstil!
Nun aber zur zentralen Frage: Warum eine so umfassende Medienkampagne, jetzt und ausgerechnet gegen die FDP? Im Artikel war das bereits angedeutet worden:
Neben der sehr gelungenen Anspielung trifft das sehr gut den Punkt: Die FDP ist derzeit eine Partei mit “revolutionärem” Anspruch, dh. die Umkrempelung der Bundesrepublik zu einer neoklassischen Bananenrepublik (der Ausdruck erscheint nur im ersten Augenblick als Paradoxon!). Siehe Steuersenkungsmanie etc. Dies stößt bei der konservativen Oligarchie à la Springer & Quandt auf Widerstand, so die These. Aber wie genau? Ein fruchtbarer Ansatz, der weiter verfolgt werden sollte…
Welche Eliten bekriegen sich da? Und was sind die Konfliktpunkte? Zb. könnte man analysieren wie sich Parteispender der FDP und CDU unterscheiden, dh. nach Sektorzugehörigkeit. Meine These: FDP = spekulatives Finanzkapital (siehe auch Boersch) und aufstrebendes Bürgertum vs Großindustrie und Monopolkapital = CDU.
Auf einen Abgang Westerwelles zu spekulieren halte ich für zu optimistisch. Sollte die FDP einknicken und von ihren “revolutionären” Zielen Abstand nehmen, gäbe es nach der oben genannten These ja keinen Grund mehr, die Kampagne fortzuführen. Dann wäre es nicht verwunderlich, wenn die FDP wieder hochgeschrieben würde.
Bei aller berechtigten Kritik an Westerwelle ist es schon erstaunlich, wie der gesteuerte Mainstream auf Westerwelle nachhaltig einschlägt und das Thema am köcheln hält.
Das gibt es sonst nur bei nichtkonformen Linken.
Kann das auch mit seiner Forderung zusammenhängen, alle US-Atomwaffen aus Deutschland abzuziehen?
Ihr tut alle so, als wäre nur das AA fehlbesetzt. Ich halte die komplette Regierung für einen inkompetenten, korrupten Sauhaufen und nicht ein Minister hat Ahnung von seine Ressort. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Und denkt dran, wer Westerwelle disst, ist ein Schwulenhasser und wer Merkel disst, ist ein “Doofe-Frisur-auf-doofem-Gesicht”-Hasser. Weitere Beispiele lassen sich analog aufstellen.
gruß
Ein FDP Vorsitzender eignet sich hervorragend um davon abzulenken, dass sich unsere “Volksvertreter” ausnahmslos (von links bis rechts) zu einer Parallelgesellschaft entwickelt haben, die wirklich gefährlich ist da sie an den Hebeln der Macht sitzt. Und die Medien helfen gerne dabei mit.
Wir müssen die Demokratie, wie sie bei uns von Politikern gehandhabt wird, ganz ernsthaft in Frage stellen. Und wir müssen uns fragen, ob wir diese Tendenz weiter unterstützen sollten, indem wir WÄHLEN GEHEN. Wahlen als Mittel zum Machterhalt politischer Eliten kann nicht mehr als demokratischer Akt bezeichnet werden.
Also: Geh nicht hin!
@schwitzig
Treffer! Versenkt! Wehret den Anfängen!
Beste Grüße
Diese Kampfansage ist ein guter Grund den liberalen Ungeist im Mai aus dem NRW-Parlament auszutreiben, geht es dabei doch nicht nur gegen die Verunglimpfung der traditionell starken sozialistischen Grundschwingung an Rhein und Ruhr, sondern auch gegen den fortgesetzten Mißbrauch des an sich positiv besetzten Begriffs liberal durch Westerwelle und seine Mövenpick-Kamarilla. Tragisch ist nur, daß die höherenorts erwünschte bürgerliche Mehrheit dann eben mithilfe der programmatisch entkernten Grünen eingekauft wird, ähnlich wie an der Saar. Sollte deren Basis sich nicht hijacken lassen und etwa eine Rot-Rot-Grüne Option möglich werden, finden sich sicherlich ein paar Seeheimer in der SPD, die zum Königsmord an Kraft bereit sind. Die payrolls der Kapitalgesellschaften sind schließlich lang…
@ Pressefuzzi (91)
ist ja noch diplomatisch formuliert. Welcher Staatsfeind vermag unserem Land solche Milliardenschäden zufügen, wie es unsere ?Volksvertreter? seit Jahrzehnten, nahezu ungestraft, tun?
Gegengesellschaft trifft m.M.n. eher zu. Und von einer Demokratie kann man ja kaum noch sprechen, wenn sich Politiker ihre Arbeit von schwerreichen Konzernen und vermögenden Lobbygruppen finanzieren lassen dürfen.
Hallo? Sind wir alle bekloppt, dass wir solche Gesetze durchgehen lassen?
Das Video ist witzig. Wer nicht wählen geht, hat auch gewählt, sage ich mal. Wir nehmen doch wohl alle stark an, dass sich bald ein Licht am Politik-Horizont erheben wird. Bin guter Dinge ?
@Cornelius
Das war ich auch mal … bis zur BTW. Dieses Volk hat diese Regierung verdient. Bei der NRW-Wahl wird Schwarz-Grün gewinnen.
@ schwitzig (95)
Alles wird gut, uns fehlen schließlich nur noch 20 Millionen für den Landtagswahlkampf in einem Jahr und 5 Tagen.
Westerwelle bleibt Außenminister und Vizekanzler bis zum Ende der Legislaturperiode.
Wie lange er FDP-Bundesvorsitzender bleibt, hängt vom Ausgang der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen ab.
Was hat Westerwelle eigentlich politisch, für unser Land, auf seiner Auslandsreise gemacht?
Ich würde es schätzen, so langsam wieder auf die inhaltliche Ebene zurück zu kommen und weg von der emotionalen. Fehltritte von WW hin oder her, es scheint mir im Moment Mode zu sein, gegen ihn zu wettern und dabei aber inhaltliche Dinge außen vor zu lassen.
Guten Morgen
Wer sich ein klein wenig über die Posts von “westerwellenreiter.de” wundert…
Ich schaue in das dortige Impressum und lese: Karl-Marx-Straße 2, Potsdam.
Gebe ich selbige Adresse z.B. bei maps.google.de ein, lande ich in der Nähe eines Schriftzuges:
“Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit”
Ok, keine Panik. Leicht amüsiert besuche ich anschließend die Internetseite dieser Stiftung und lese bei “Kontakt” ebenfalls: Karl-Marx-Straße 2, Potsdam.
Internet fetzt!
@ Lennard (99)
Na, wenn sich da keine neue Geschichte auftut. Die parteinahen (Sinnlos-)Stiftungen, die lediglich das Unmaß ihrer Partei zementieren und verschleiern, und auch sonst nicht an einem gesellschaftlichen Fortschritt interessiert sind, weil sie dann nämlich ihre Partei infrage stellen müssten, dürfen nämlich gar keine Partei unmittelbar oder mittelbar unterstützen, wenn sie einen gemeinnützigen Status haben und Spender oder Zustifter mit Steuervorteilen beschenken. Auweia ?
Sitzt ?Westerwellenreiter? in der steuerfinanzierten Friedrich-Ebert-Stiftung der FDP, könnte dies eine Verfehlung sein, die zu hinterfragen wäre.
Lieber “Westerwellenreiter”, Hand aufs Herz, stehen Sie auf der Lohnliste der Friedrich-Ebert-Stiftung?
@Cornelius (100)
Ob Herr “westerwellenreiter” zwischen beiden Stiftungen pendelt weiß ich nicht. Ich weiß nur dass seine Internetseite aus dem Truman-Haus in Potsdam kommt – also dem Gebäude, welches 1998 von der Friedrich-Naumann-Stiftung gekauft wurde.
Die weiterführende Recherche ist i.Ü . recht interessant – wenn auch anstrengend und schädlich für meinen Blutdruck :(.
Nach kurzer Recherche ist mir auch schnell klar geworden, warum Westerwave das metaphorische Fass mit den Atomwaffen in Deutschland aufgemacht hat.
Als Tipp: Wenn Du wenig über die Stiftung findest, suche im Netz nach konkreten Namen oder Adressen. Unter “Truman-Haus” (o.ä.) findet sich so einiges, was auf der Stiftungs-Seite keine Erwähnung findet, aber weiter Licht in das Dunkel namens FDP-Lobby scheinen lässt.
@99 Lennard
?Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit?
Sind das nicht die Schwerstkriminellen, die unter anderem mit indirekter Steuerfinanzierung den Militärputsch inklusive Folter und Mord in Honduras unterstützen?
Wer sich für die wahre Geisteshaltung hinter der staatstragenden Maske des W. interessiert, dem sei dieser recht aktuelle Beitrag des ZDF empfohlen: Schnell, oberflächlich, opportunistisch.
http://www.youtube.com/watch?v=cVXgyOyPydI
@schwitzig:
http://syndikalismus.wordpress.com/2009/12/07/der-antibolschewistische-mordfonds-500-millionen-mark-1919/
@ schwitzig (102)
Für rethorische Fragen ist’s mir eindeutig noch zu früh :(. Mir brummt immer noch der Schädel von dem Mist, den ich dort gelesen habe. Ich kann ja eine gewisse Faszination ob der dort herrschenden Wortwahl nicht abstreiten (auch wenn ich dabei ständig gegen meinen kleinen Godwin ankämpfen muss). Aber ohne einen guten Rotwein (wenn schon kein Leistungsträger – dann wenigstens schon mal üben) traue ich mich dort nicht mehr hin.
Aber ich schreib mir mal einen Recherche-Auftrag in meinen Kalender. Als Brandenburger macht mich das nämlich direkt betroffen was in meiner Landeshauptstadt für ein Mist verzapft wird. Auch wenns nur in einem Möchtegern-Whitehouse ist. Dem Joop gönne ich seine Potsdamer Villa.
Aber einem Sozialschmarotzer vom Schlage eines Guido Westerwave?
*örgs* Ich reg mich schon wieder auf…
Soso, ein aufmerksamer Leser des Spiegelfechters – der Herr “westerwellenreiter”.
Mittlerweile ist das Impressum auf der Webseite geändert und es ist keine Post-Adresse mehr zu finden.
Screenshots vom Original-Impressum sind bei mir vorhanden. Man weiß ja nie… :)
Ihr glaubt doch nicht im Ernst, dass die “Friedrich-Naumann-Stiftung” so dumm ist, sich mit einem “Westerwellenreiter” beim “Spiegelfechter” derartig zu blamieren.
Was soll man davon halten? Der Kanalliendruck hat hier in den letzten Wochen/Monaten schon irgendwie zugenommen. Sogar der zweifelhafte Ruhm Karl-Heinrichs fängt im Lichte dieser “hauptberuflichen” Trolle langsam an zu verblassen.
Gibt es ähnliche Entwicklungen in anderen “Politik”-Blogs? Wenn ja, ist das ein Ergebnis einer PR-Arbeitsmodernisierung bei den Lobbyvereinen?
@Westerwellensittich
Schwer zu sagen – dämlich genug sind sie sicherlich. Es hängt wohl davon ab, wie ernst sie den SF-Blog nehmen, ob sie einen der Massenclowns auf den SF loslassen, oder den finanziellen Aufwand stemmen, einen rhetorisch bewanderteren Vertreter ihrer Sekte zu bemühen.
Ich halte das für möglich.
@ Lennard (106)
Das ist ja der Hammer! Haben eben selbst nachgeschaut: Adresse und Tel.-Nr. sind tatsächlich verschwunden. Gegen 11 Uhr war noch alles da.
Hat der liebe “westerwellenreiter” etwa kalte Füße bekommen?
Sehr aufmerksam ;-)
@ Lustig (110)
Ich auch …
@Lennard
Den Screenshot kannst Du mir mal mailen ;-)
Ich vermute dahinter aber etwas anderes – Denic sagt über den Westerwellenreiter folgendes:
Domaininhaber: Charles Hagman
Organisation: Plagiarist
Adresse: Gubener Strasse 47
PLZ: 10243
Ort: Berlin
Land: DE
OK, es gibt in Berlin keinen “Charles Hagman” und unter “Plagiarist” findet sich weder im Netz noch bei der Telefonauskunft ein Eintrag. In der Gubener Strasse 47 findet sich allerdings ein anderes Unternehmen. Spaß? Satire? Ich weiß es nicht.
Beim Spiegelfechter gibt es oft diese lustigen bis abartigen Verschwörungstheorien. Kann es nicht sein, dass der Westerwellenreiter wirklich Jan Müller heißt, wie es in seinem Impressum steht? Und dass er Westerwelle und die FDP für ebenso nötig zur Meinungsbildung hält wie die Linkspartei?
@Westerwellensittich
Das kann sein – ich glaube auch nicht, dass er von der FNST ist. Er hat aber entweder unter “falschen” Namen die Domain registriert oder ein wissentlich falsches Impressum eingestellt.
@Hobbydetektive
Die Seite ist übrigens auf einem Billigserver bei Hetzner gehostet und der gute Westerwellenreiter lebt nicht in Berlin oder Potsdam, sondern in einer westdeutschen Großstadt. So viel zur Info ;-)
@ #50, 64
Dass die Schulgeschichte aber nur ausgedacht, eine Vorstellung ist (schon anderswo), ist schon klar?
Ein Streber? Jedenfalls war G.W. doch wohl eher ein Bummelstudent, der nur in Vaters Kanzlei eine Weile Arbeit finden konnte, ansonsten nur Politgeschäft betrieben hat – und wie Kohl und Köhler à la Parteischule promoviert ist.
Was FDP-Politik in Reinkultur erbringt, war in Argentinien (über Militärdiktatur, Peronisten und Bürgerunion auch personell kontinuierlich) und nun in Griechenland zu bewundern.
Die Empfänglichkeit für (Militär-)Diktaturen (s. Honduras)? Lambsdorff und Pinochet nicht vergessen!
Im Übrigen war gerade die NRW-FDP ein Auffangbecken für NSDAP-Mitglieder.
@ Westerwellensittich (113)
Das kann und darf auch sein. Klar, nur nicht aus einer steuerfinanzierten Stiftung heraus, weil die nämlich (offiziell) einen gemeinnützigen Auftrag hat, keine parteipolitische Werbung machen darf. Das ist der Punkt.
Ob sich die staatliche Stiftungsaufsicht für diesen Fall interessieren könnte, bleibt offen …
@ SF (114)
Das mit Hetzner weiß ich :). Aber ich nehme halt Einträge in einem Impressum immer etwas ernster als Ergebnisse von whois-Anfragen. Zumindest nach dem rechtlichen Trubel, den es damals gab.
(ging doch mal um Abmahnungen o.ä. bei fehlendem/fehlerhaftem Impressum auf einer Seite).
Ich fands einfach seltsam. Wenige Minuten nach den Posts änderte sich das Impressum und abermals Minuten später taucht ein Westerwellensittich hier auf.
Für eine “April-April”-Aktion irgendwie…strange.
Und ich traue sowas eher der Titanic zu :P
Der Kommentator, der sich Westerwellenreiter nennt, wohnt in der Tat ganz in Deiner Nähe, lieber Spiegelfechter. Das aber geht nur Dich und mich etwas an. Wenn hier bei Dir Pseudonyme nicht mehr sicher sind, wäre das ein Fall für den Datenschutzbeauftragten und meinen Rechtsanwalt.
Ob der Kommentator etwas mit dem gleichnamigen Blog zu tun hat, bleibt ungewiss.
@Westerwellenreiter
Das weiß ich.
Weiß ich auch, darum nenne ich ja auch Deinen Wohnort nicht, obgleich ich dies könnte.
Nun lass aber mal die Luft raus Kleiner *lol*
Mir ist es doch wurscht, was der Westerwellenreiter in sein Impressum schreibt. Sollte die FNST wirklich hinter der Aktion stecken, wäre dies jedoch berichtenswert.
Ja klar ;-)
@Lennard
Erst mal Danke für den Screenshot – ich werde dem mal nachgehen.
@ (118)
Na dann hat Dein “Kommentator” ja Glück dass die Seite vom Netz genommen ist und auf
http://westerwellenreiterdouble.de/ verweist.
Langsam wirds echt lächerlich (und damit meine ich nicht (nur) Deine Drohung mit dem Rechtsanwalt)…
Naja, Ihr werdet Eure Gründe haben.
Ich kommentiere hier, weil ich dieses Blog schätze, obwohl ich oft anderer Meinung bin, als der Spiegelfechter. Mein Pseudonym ändere ich immer mal wieder, weil ich meine, man sollte auf die Argumente achten und nicht auf die Person, die sie vertritt.
Dazu sind aber die meisten Menschen nicht in der Lage, wie der Fall Westerwelle gerade in eindrucksvoller Weise zeigt.
Deshalb bin ich zur Zeit der Westerwellenreiter. Mit der FDP oder deren Stiftungen habe ich nichts zu tun. Jede Verdächtigung in dieser Richtung ist Unsinn.
@120
Ob’s den Zeitaufwand lohnt? Ich denke, dass der “kommentator” alias “Plagiator” so eine Art Langeweileprovokateur ist. Wahrscheinlich wählt er noch nicht einmal die FDP :-):
@Westerwellenreiter
Ja feyn, darum geht es aber doch nicht. Seit Du unter dem Pseudonym “Westerwellenreiter” hier auftauchst, gibt es einen gleichnamigen Blog, auf den komischerweise ja auch verlinkst. Dieser Blog ist nun aber von einer nicht ermittelbaren (und vielleicht nicht existenten) Berliner “Briefkastenfirma” registriert worden und wies ein Impressum auf, das bestenfalls falsch, schlimmstenfalls gefälscht (und allerschlimmstenfalls echt *lol*) ist. Das ist schon etwas komisch … oder nicht?
Mein Gott, wie sich alle an dem Herrn Westerwelle abarbeiten. So wichtig ist der doch überhaupt nicht. Aber es ist nicht alles falsch, bloß weil es von Westerwelle und der FDP kommt. Auch die Linkspartei sagt manchmal etwas Richtiges.
Und noch unwichtiger als Herr Westerwelle sind irgendwelche Reiter oder Sittiche, die ihm huldigen oder ihn verarschen. In den Kommentarspalten der Blogs und in den Blogs selber tummeln sich doch tausende von Trollen, die sich gegenseitig als Trolle titulieren.
Wobei ich den Spiegelfechter selber ausdrücklich ausnehme und auch einen großen Teil seiner Kommentatoren (außer Schwitzig und Westerwellenreiter ).
Verlassen wir doch die Westerwellendämmerung und betrachten des Spiegelfechters neuesten Artikel.
Das lohnt sich.
@ t.h.wolff (103)
Danke für den Link. Mir ist fast schlecht geworden. Vor einiger Zeit habe ich mal geschrieben, dass “liberal” irgendwann zum Schimpfwort werden könnte, wenn sich einige FDP-Größen nicht bald besinnen. Ist wohl soweit …
Wenn ein Vize-Kanzler solche engen Freunde hat, sogar ein Buch mit der Sorte “Unternehmer” verfasst, steht es nicht gut um unser Land. Es schreit förmlich nach einer Revolution …
Ist es nicht durchaus ‘normal’ respektive erstmal unverdächtig, wenn Domain-Inhaber und Impressum sich unterscheiden?
Also ich registriere eine Domain und mein Kumpel betreibt sie, was er im Impressum darlegt. Da wäre die beschriebene Diskrepanz doch nur natürlich.
@Spiegelfechter
na dann bin ich ja froh, dass ich tunnel. :-)
Es ist klar, dass es lächerlich ist, wenn der Westerwellenreiter den Anwalt erwähnt. Nicht zuletzt, da er anscheinend entweder im Impressum oder gegenüber der Denic falsche Angaben gemacht hat.
Trotzdem finde ich es nicht ganz so glücklich. Ich weiß, dass die Angabe “in einer westdeutschen Großstadt” nicht unbedingt “genau” ist -ganz im Gegenteil, aber naja ……. Meine Meinung.
Wie auch immer.
Schöner neuer Artikel.
Das Konzept mit den Gastbeiträgen finde ich sehr gut.
Lg
Batzi
@ schwitzig am 16. März 2010 um 14:20 – - Permalink
@120
Das Internet ist dumm, aber vergißt nichts.
Es gibt ein Internet Archive Wayback Machine
http://web.archive.org/
“0 pages found for http://www.westerwellenreiter.de
Sorry, no matches.”
Ne ne, ich bleib mal bei meinen Screenshots. Das hat so was von Anarchie oder MS-DOS, außerdem richtig oldskool offline – oder so ähnlich. :P Soooo viele Blog-Einträge gabs da ja nicht. Die paar PNGs tun nicht weh.
@SF 124
Naja – selbst wenn etwas dran sein sollte, würde ich das dem WWR einfach mal durchgehen lassen. Warum? Nun, die Naumannstiftung und welche halbseidenen Figuren dahinterstehen, ist bekannt. Selbst wenn es ein Propagandaschreiberling ist, der sich gerne tarnt, hat er nicht im mindesten die Klasse beispielsweise eines StefanPs und trägt zu einer nachhaltigen Meinungsbeeinflussung eigentlich nichts bei. Leben und leben lassen fände ich da eher angebracht :-).
Ein anderes Thema ist verdeckte, professionelle Meinungsmanipulation z.B. der Friedrich-Naumann-Stiftung – so etwas wäre sicherlich einen Artikel wert, in dem allerdings Kaliber eines WWR wohl eher als Randnotiz etwas zu suchen hätten.
@Schwitig
Ich mach doch nur Spaß und jage dem WWR ein wenig Angst ein ;-)
Ganz so locker sehe ich die Sache nicht.
Kann auch sein, dass ich (noch) nicht so abgebrüht bin wie SF. Der Kommentator hat klar erkennbar auf FDP-Linie argumentiert – nicht nur hier sondern auch in seinem Gegenartikel zu einem SF-Artikel (Gastschreiber) über das Grundeinkommen. Auch im INSM-Blog tauchte er zeitnah auf. Als er hier “erwischt” wurde folgte ein Durcheinander aus panischer Reaktion, Drohung, abwiegeln und “Haha, war doch nur Spaß”. Dazu die Sache mit der Webseite und dem Ändern des Impressums und anschließendem Verschwinden.
So eine Superkette von Zufällen halte ich einfach für unwahrscheinlich. Nicht mehr – aber auch nicht weniger. Für einen FDP-Fan der nur zuviel Zeit hat und ein wenig stänkern möchte, ist mir das einfach zu aufwendig. :)
So, ich wünsche noch einen angenehmen Abend, gleich kommt “Neues aus der Anstalt”.
PS.: ‘S geht mich zwar nichts an, aber so wie Du mal Deinen “Spezi” aus dem Großraum München beschrieben hast (Arcor-Kunde glaub ich, fremdenfeindlich, etc.)… Ich wunder mich zumindest über das Ertragen der Postings von GeroldG oder wie der Typ heißt.
“Ausdrücklich sicherte der FDP-Politiker deutsche Unterstützung beim Ausbau der Kernenergie zu. “Wir Deutsche haben die Technologie und hervorragende erfahrene Firmen, die dabei unterstützen können”, sagte Westerwelle am Mittwoch. An einer Zusammenarbeit auf dem Feld der Atomenergie sei die deutsche Wirtschaft “sehr interessiert”.
Westerwelle verwies auch auf den technologischen Vorsprung deutscher Firmen bei erneuerbaren Energien wie Sonne und Wind.
Brasilien ist Deutschlands wichtigster Handelspartner in Lateinamerika. Gleich zu Anfang seiner Reise hatte Westerwelle ein Kernanliegen seiner Außenpolitik klar gemacht: “Türen zu öffnen für deutsche Unternehmungen.” Seine Vorgänger, Frank-Walter Steinmeier (SPD), war 2006 und Bundeskanzlerin Angela Merkel zuletzt 2008 in Brasilien.
Der Siemens-Konzern und auch die Transrapid-Bauer hoffen auf Aufträge bei dem mehr als 13 Milliarden Euro umfassenden Projekt “Trem-Bala”. Der Hochgeschwindigkeitszug soll bis 2016 laufen und die Millionen-Metropolen São Paulo und Rio verbinden.”
Ich halte nichts von deutschen Politikern, aber außenpolitisch seh ich sie neutral. Da sind sie weniger ideologisiert, durch den Gesprächspartner unter Kontrolle und können von daher weniger Unsinn machen.
Ich meine der Artikel hier über Westerwelle widmet sich einem(r) unwerten Gegenstand (Person). Darüber zu schreiben, ist doch was für die offizielle gleichgeschaltete 4. Gewalt, bzw, für den Boulevard. An solchen Themen können sich auch die offiziellen Journalisten abarbeiten (aufgeilen). Spektakuläres Aufdecken, “Enthüllung” das ist auch noch was für die Offiziellen. Sinnvolle Gedanken über die gesellschaftliche Realität weniger.
Mich würde hier eher interessieren: was hat Westerwelle inhaltlich in Brasilien falsch gemacht? Wen er dabei hat interessiert mich eigentlich wenig. Der Mann ist doch nicht so blöd, das er sich nicht gegen die sich anschließenden Anschuldigungen perfekt wehrten kann.
In Anführungszeichen steht alles was ich inhaltlich zu seiner Reise gefunden habe.
NIcht das das was Dolles ist, aber ich sehe auch nichts Schlechtes. (Der Kernenergie steh ich neutral gegenüber)
Wie schon mehrmals in letzter Zeit hier , muss man mal wieder die FTD lobend erwähnen:
Münchau – Möllemann, der Zweite
http://www.ftd.de/politik/deutschland/:kolumne-muenchau-moellemann-der-zweite/50089408.html
“Deutschland hat seit Herbst letzten Jahres effektiv keine Außenpolitik mehr. Westerwelle ist überfordert. Deutschland braucht einen neuen Chef im Auswärtigen Amt.”
So klar hat meines Wissens noch kein deutsches Mainstream-Medium Guidos Abgang gefordert und auch noch ausführlich begründet. Ich persönlich hätte mir eine zusätzliche Bemerkung zum Thema Fallschirmtraining (insbesondere bei dem Titel) nicht verkneifen können, aber mit einer Entsorgung nach Brüssel /alternativ evtl. besser Alaska könnten wohl alle zufrieden sein.
@ 133 Lennard:
Einige hier kommentieren klar erkennbar auf der Linie der Linkspartei. Na und? Behaupte ich deshalb, die würden von der Linkspartei bezahlt?
Gestehen wir doch jedem zu, dass er seine eigene Meinung vertritt. Und hüten wir uns vor dummen Verschwörungstheorien.
In einem INSM-Blog habe ich übrigens noch nie kommentiert.
@ 331 schwitzig:
Ja, wo ist denn nur der StefanP geblieben? Vielleicht ist ihm das Niveau hier doch nicht hoch genug. Kein Wunder, wenn ich an manche Kommentatoren denke, z.B. an Westerwellenreiter oder schwitzig.
@Tera?
Die FTD war auch die einzige Zeitung, die seriös über den Lagarde-Vorstoß berichtet hat.
@ (136)
Ist das schizophrene Auftreten eine Masche von Dir? Eine andere Person nur weil Du den Namen kursiv schreibst? Das mit der FDP-Linie habe ich iÜ deshalb geschrieben, da Du ja meintest, mit der FDP nix gemein zu haben. (Es hat iÜ nie jemand behauptet, dass Du FDP-Mitglied bist oder von der FDP bezahlt wirst.)
Thema INSM: Es ist schon ein seltsamer Zufall, dass wenige Tage nach dem Du hier unter Deinem Namen auftauchst, ein “westerwellenreiter” im INSM-Blog und mindestens 2 anderen Foren erscheint, gegen CDU und SPD wettert und für die FDP und ihre scheinbar liberalen Ziele eintritt.
Aber lassen wir das Thema. Ich glaube Dir eh kein einziges Wort mehr. Aber das soll Dich nicht vom Kommentieren hier abhalten. Da ich mir nicht soviele Namen merken möchte, nenne ich Dich in Gedanken einfach StefanP.
@ (SF)
Großes Sorry für das Offtopic. Sei mir bitte nicht böse. Ich lese lieber Deine guten Artikel.
mfG
Edit: [@SF]Zum Thema FTD – könntest Du da evtl. ein Abo empfehlen? Nachdem mir alle anderen seriösen Zeitungen abhanden gekommen sind…naja, die guten Meldungen über die FTD häufen sich in letzter Zeit. Das macht mir nach meinen schlechten Erfahrungen mit FAS und SZ wieder etwas Hoffnung.
@Lennard
(bin zwar nicht der SF :-)
Warum gleich ein Abo? Wenn es noch einen Rest Konsumentenmacht gibt, könntest Du ihn viel besser nutzen, indem Du nur die Exemplare von Zeitungen (egal ob FTD, SPIEGEL(Stürmer),SZ usw.) einzeln ohne Selbstverpflichtung kaufst, in denen der Anteil der interessanten/wertvollen/Nichtpropaganda-Artikel überwiegt und die jeweiligen Trimm-Versionen nicht finanziell unterstützt.
Ein Abo gibt eine Geld- und Adressatengarantie. Ich finde, dass man so etwas bei der Qualität unserer Medien vermeiden sollte.
Hast ja recht mit dem Abo. Ich mag sowas normalerweise nicht besonders. Problem sind da eher meine Arbeitszeiten und -orte sowie die Zeitschriftenladenverkäufer (gibts so ein Wort?).
Und so schnell wie ich evtl. ein Abo abschließe – so fix gehts auch wieder mit dem Kündigen. :)
Es ging mir aber auch eher um den Inhalt der FTD. Ich höre halt in letzter Zeit öfter Gutes über selbige Zeitung. Bei der SZ hat ich irgendwann die Schizophrenie gestört, dass man im Fölli…Feliu…Kulturteil darüber meckert, was man im Wirtschafts- und Politik-Teil selber fordert. Sonst mochte ich die eigentlich ganz gerne.
Aber ich seh’ schon. Ich komme wohl nicht drumherum, mir mal eine Zeit lang Testexemplare zu kaufen. Infos nur aus dem “Netz” ziehen nervt tierisch.
@140 Lennard
Sicher gibt es das: Da verkauft einer Zeitschriftenläden :-)
@ Lennard:
Ein Abo ist weitaus günstiger als der tägliche Kauf am Kiosk. Und die Zeitung kommt früh morgens ins Haus, geliefert vom regionalen Zeitungsverlag. So bekomme ich selbst im Winter fast immer pünktlich die FAZ, die Süddeutsche und die Braunschweiger Zeitung.
Auch Handelsblatt, FTD, Frankfurter Rundschau, Die Welt, taz, Tagesspiegel und zwei hannoversche Tageszeitungen können so bequem bezogen werden. Nur die Bild muss ich mir beim Bäcker holen.
Das Neue Deutschland ist leider nicht im Angebot. Das hat aber keine politischen Gründe, sondern wirtschaftliche. Der regionale Zeitungsverlag kassiert natürlich mit. Das ist dem ND zu teuer, wie man mir dort sagte. Also bliebe nur der Postbezug. Das hieße, ich bekäme die Zeitung meistens erst am frühen oder manchmal gar am späten Nachmittag.
Die guten überregionalen Tageszeitungen kosten alle um die 40 ? im Monat. Das ist für einen Normalverdiener eine Menge Geld. Ein Studentenabo kostet aber nur gut die Hälfte. Schön für den, der selber Student ist oder einen in der Familie hat.
Mag sein. Deshalb gilt noch lange nicht der Umkehrschluss. Wer keine Kinder hat, hat kein (gesundes) Verhältnis zur Zukunft. Solche Menschen sollten keine weitreichenden Entscheidungen treffen dürfen. Jedenfalls nicht in einer Regierung.
@ marcus # 143
Boah.
Es sollten überhaupt keine Menschen Entscheidungen über andere Menschen treffen (können) – nirgends, auch nicht in einer Regierung.
Das Auswärtige Amte ist seit 1999 ein totaler Schrott Haufen, weil Joschka Fischer es in einem Abstell Gleis für Geistes Studierte umwandelte. Dabei wurden vor allem Leute bevorzugt, mit Grünen Partei Buch, welche zu dumm waren einen Job zu finden. Die Skandale des Lobbyismus, der Visa Skandal sind nur ein Beispiel. Man fing damals an, hohe Millionen Summen in Lobby Vereine umzuleiten, welche überall auf der Welt nur die Regierungen korrumpierte. Zeitgleich prangierte man dann korrupte Länder an, obwohl man ja selbst auch mit Entwicklungsgeldern, jede Art von Zusammenarbeit mit korrupten und oft hoch kriminellen Ausländischen Clans sponserte und diese Leute an die Macht zu bringen. Einziger Grund. Irgendeine dubiose Firma, wie Siemens, VW, Mercedes, Berlinwasser, Thyssen wollte ein “Geschäft” machen und dies mit Bestechungs Hilfe des Auswärtigen Amtes. A perversesten sind ja die Rüstungs Geschäfte mit Griechenland. Was braucht Griechenland Leopard Panzer, bei einem hügeligen Geländer und das natürlich wie die U-Boote KfW Kredit finanziert, welche nun platzen. 1.000 Milliarden ? faule Kredite der KfW im Ausland, für Autobahn Bauten, Stauseen, Energie Firmen usw.. und das Alles in Pleite Staaten.
Hast Du einen Spleen?
Ich will keine Kinder, weil ich dazu keine Lust habe. Meine Freundin ebenfalls nicht. Wie kannst Du Dir anmaßen, dass wir deshalb kein “gesundes Verhältnis zur Zukunft” hätten? Das nennt man individuelle Lebensplanung! Du kannst ja gerne Kinder zeugen… obwohl, Moment, überleg’s Dir bitte nochmal.
@GeroldG
Vielleicht weil die Zukunft nicht in etwa 50 Jahren (zusammen mit deinem Leben) “aufhört”? Nur so am Rande.
@lupo:
Es fällt schwer deine wirr zusammengesetzten Sätze zu entschlüsseln.
@Dexter
Und? Willst Du mir deshalb nun irgendeine “moralische Verpflichtung” ans Bein hängen, für Nachkommen (und somit zukünftige “Rentenzahler” – haha) zu sorgen? Außer vielleicht meinen Eltern schulde ich niemandem etwas. Erst Recht nicht der Bevölkerung dieser Bananenrepubik.
Keine Sorge, unsere moslemischen Freunde *hust* werden schon für reichlich Nachkommen sorgen. In 50 Jahren gehen hier so oder so die Lichter aus. Das Deutschland, wie wir es kennen, wird dann nicht mehr existieren.
@Kamerad GeroldG
LOL, wenn das mal kein krankes Verhältnis zur Zukunft ist (nicht zu dir selbst!), dann weiss ich auch nicht!
Alles klar, aus der Müllecke weht bei dir der Wind. Das “Deutschland, wie du es kennst” ist doch eine Bananenrepublik, so what!
Du bist verwirrt und solltest tatsächlich lieber keine Verantwortung für ein Kind übernehmen müssen.
Das ist kein Müll, sondern eine Zukunftsprognose, die sich auf die demographische Entwicklung stützt. Jeder mit etwas Verstand kann dies sehen – das ist keine absurde NPD-These, sondern Fakt. Wach mal auf, Dexter. Deine pseudo-subtilen Beleidigungen im Stile von “Kamerad” kannste Dir übrigens stecken! Interessant, wie schnell man hier abgestempelt wird.
Deutschland ist in meinen Augen tatsächlich nur noch eine Bananenrepublik. In 50 Jahren ist es dann eben eine islamische Bananenrepublik mit 60% – 70% Moslemanteil und Progromen gegen Christen, wie heute z.B. in Nigeria. So kluge Leute wie Du werden dann sagen “das konnte man doch nicht ahnen”.