Aktuelle Entwicklungen in Myanmar [Ticker]
geschrieben am 29. September 2007 von Spiegelfechter
05.10/19:30: Der UN-Sonderbeauftragte Gamabri warnte die burmesische Militärjunta und stellte “ein ernsthaftes internationales Nachspiel” in den Raum. Wie er sich dieses “Nachspiel” vorstellt, erwähnte er freilich nicht. Quelle
- Mizzima News ruft seine Todesmeldung zurück. Laut neueren Informationen, ist der burmesische Premier Soe Win nicht tot, sondern “lediglich” in einem sehr kritischen Zustand auf der Intensivstation des Yangoner Mingalardon Krankenhauses.
05.10/11:35: Suu Kyi hat die Dialog-Offerte der Junta abgelehnt. Die Vorbedingungen waren für sie nicht tragbar. Quelle
- Die Junta hat der US-Legationsleiterin Shari Villarosa Gespräche angeboten.
- In einem ausführlichen Artikel vermittelt Peter Mühlbauer auf Telepolis Hintergrundinformationen über ethnische Konflikte in Myanmar und die Rolle des Drogenanbaus.
05.10/07:35: Die Seite Meta-Web TV hat verschiedene Filmbeträge zum Thema zusammengestellt und Protestbriefe zum Download vorbereitet.
04.10/19:15: Es sieht so aus, als sei die SPON-Meldung von 17:00 mal wieder auf eine kapitale Ente der DPA zurückzuführen. Keine andere Presseagentur und kein anderes Qualitätsmedium meldet, dass die burmesische Junta die Bereitschaft, den Dialog mit Suu Kyi aufzunehmen, von der Einstellung der Sanktionen des Westens abhängig machen würde. Außer von SPON wird dies auch vom Ticker der WELT gemeldet, der sich auf die DPA bezieht. Im Artikel des Onlineangebots der WELT fehlt die Passage.
Der Junta-Chef forderte als Voraussetzung für Gespräche mit Suu Kyi außerdem ein Ende der westlichen Sanktionen gegen sein Land.
SPIEGEL ONLINEAuch müssten die westlichen Sanktionen gegen sein Land aufgehoben werden.
WELT-Ticker
Es ist mal wieder bezeichnend, dass SPON es noch nicht einmal vermag, Agenturmeldungen gegenüber zu stellen und auf Plausibilität zu prüfen.
04.10/17:00: SPON meldet, dass der oberste General der burmesische Junta, Than Shwe, sich unter “bestimmten Bedingungen” mit der Oppositionsführerin Suu Kyi treffen will. Diese Bedingungen – so die Einstellung der Sanktionen des “Westens” – sind allerdings derart abstrus, dass dieses Treffen kaum zu Stande kommen wird. Agenturmeldungen von Reuters und AP erwähnen diese Vorbedingung allerdings nicht. Dort weiß man (wie SPON auch) nur von Vorbedingungen, die an Suu Kyi selbst gestellt werden. Nebenbei berichtet SPON, dass die verhaftete UN-Mitarbeiterin wieder freigelassen wurde.
04.10/16:35: Wie die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua meldet, hat der Sprecher des chinesischen Außenministeriums, Liu Jianchao, die Gespräche zwischen dem UN-Sondergesandten Gambari und seinen burmesischen Gesprächspartnern als sehr “fruchtbar” bezeichnet. Der Text von Xinhua ist einerseits voll von Sarkasmus: Man spricht davon, dass “die Lage in Myanmar sich aufgrund der gemeinsamen Anstrengungen der burmesischen Seite und der internationalen Gemeinschaft beruhigt hätte“. Andererseits ist die Meldung von einer nicht zu erwartenden Offenheit. So wird Liu zitiert, es müsse “auf friedlicher Ebene zu einem nationalen Ausgleich kommen, der die materielle Lage des Volkes verbessert und Demokratie und Entwicklung gewährleistet“. Dass ein chinesischer Spitzenpolitiker offen bekennt, es müsse in Myanmar mehr “Demokratie” geben, ist eine kleine Sensation.
04.10/16:20: Auf den Seiten der SZ-Online, ist ein Interview mit dem burmesischen Blogger Ko-Htike veröffentlicht.
04.10/16:00: Ein ganz besonderer Lesetipp: Cloud of Pessimism Hangs Over Burma. Der burmesische Journalist und Autor Aung Zaw lässt seinen Frust über die UN, die EU, die USA und die burmesischen Nachbarn in diesem außerordentlich empfehlenswerten Artikel freien Lauf. Dabei enttarnt er die bigotte und heuchlerische Linie des Westens und zeichnet ein düsteres Bild für Myanmars Zukunft.

(C) The Irrawaddy
- The Irrawaddy berichtet von Razzien in fünf Klöstern. Die Sicherheitskräfte suchen nach Mönchen, von denen sie Photos haben. Wenn sie einen Mönch gefunden haben, der auf den Photos der Demonstrationen zu sehen ist, nehmen sie alle Mönche des betreffenden Klosters gefangen.Quelle
- Die 88er Studenten Gruppen und die “National League for Democracy” schätzen, dass während der vergangenen Tage mindestens 130 Menschen umgebracht und über 3000 Mönche und Demonstranten festgenommen wurden. Quelle
04.10/14:00: Die beiden Hauptakteure in der Myanmar-Frage, Indien und China, “überbieten” sich in der Öffentlichkeit gegenseitig in Sachen Zurückhaltung. Indien betrachtet die gewaltsame Unterdrückung der Proteste als “interne” Angelegenheit – die größte Demokratie der Welt hat kein Interesse, seine Energiegeschäfte mit seinem Nachbarn zu gefährden. “Erst kommt das Fressen, dann die Moral” – die Machthaber in Delhi unterscheiden sich genau so wenig von Mackie Messer, wie der Rest der Weltpolitik. Die Forderungen der EU an Indien, Sanktionen zu beschließen, wirken anhand der fehlenden Sanktionen der EU, die den französischen Energiekonzerne Total zu einem Rückzug aus dem Land bewegen könnten, geradezu bigott.
- Andrew Symon analysiert in seinem Artikel “Thailand a key to new Myanmar sanctions” die Rolle des Nachbarn Thailands.
- David Cronin berichtet in seinem Artikel “France’s Total mired in Myanmar” über mögliche Probleme des französischen Energiegigantens Total, mit der belgischen Justiz, im Zusammenhang mit dessen Engagement in Myamar.
- Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG berichtet in ihrer Onlineausgabe über die Blogger-Onlinedemo “Free Burma!”.
- TP-Chef Florian Rötzer greift das Thema Bild- und Videoquellen aus Internetmedien als Instrumente der Unterdrückung in Myanmar auf.
- Reaktionen der chinesischen Medien
04.10/10:10: Wie die ZEIT meldet, befindet sich unter den tausenden Festgenommenen auch eine Mitarbeiterin der Vereinten Nationen. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon kündigte an, alles für die 38-jährige UNDP-Mitarbeiterin Mynt Ngwe Mon zu tun, was in seiner Macht stehe.
- Der UN-Sondergesandte Gambari schweigt weiterhin über Details und Ergebnisse seiner Mission in Myanmar.
- Der UN-Menschenrechtsrat hat Myanmar aufgefordert, einer Untersuchung der Ereignisse der letzten Woche zuzustimmen. Es ist indes wenig wahrscheinlich, dass Myanmar zustimmen wird, den Sonderbeobachter Paul Sergio Pinheiro ins Land zu lassen.
- Die EU hat härtere Sanktionen gegen Myanmar in Aussicht gestellt. Betroffen sind vor allem Handelsfragen – europäische Energiekonzerne, die mit Myanmar Geschäfte im Öl- und Gassektor tätigen sind freilich nicht betroffen. Quelle
- Die Junta in Myanmar verhaftet – laut Meldungen der First Post – mittlerweile auch Bürger, die “westliche” Medien, wie BBC oder CNN, verfolgen. Quelle
- Die Sicherheitsbehörden sind auf der Suche nach Bloggern und Journalisten, die für die Leckage verantwortlich sind, bei der immer wieder Bilder und Nachrichten, das streng abgeriegelte Land verlassen. Quelle
03.10/14:00: Deutsche Wertarbeit für burmesische Schlächter:

03.10/13:45: Dieses Video von CNN zeigt das “zurückhaltende” Vorgehen der burmesischen Sicherheitskräfte:
[MEDIA=5]
02.10/19:30: Mizzima News meldet, dass der burmesische Premierminister Soe Win heute gestorben ist. Soe Win war schwer krank und kam erst vor wenigen Tagen von einer medizinischen Behandlung in Singapur zurück.
02.10/19:25: Podcasts:
- Vom SWR gibt es einen sehr empfehlenswerten Podcast zum Thema: “SWR2 Forum: Gegen die Diktatur – Die Massenproteste in Birma
- Auch der Hessische Rundfunk hat einen (wie fast immer) sehr empfehlenswerten Podcast zum Thema: HR2 Der Tag: Revolte in Kutten – Die macht der Mönche
- Im Deutschlandradio ist ebenfalls ein Podcast erschienen: Dradio Hintergrund Politik: Barfuß gg. die Diktatur – der Kampf um Demokratie in Myanmar
02.10/18:40: Auch ich habe mir in einem Artikel weiterführende Gedanken, über das Schicksal der burmesischen Bevölkerung gemacht: Quo vadis, Burma
02.10/13:25: Zum Abschluss seines Myanmar-Besuches hat sich der UN-Sondergesandte zum zweiten mal mit der Bürgerrechtlerin Aung San Suu Kyi getroffen. Nach dem 15-minütigen Gespräch verließ der Gesandte das Land und flog nach Singapur. Quelle
02.10/12:15: Bei einer Rede vor der UN machte der burmesische Außenminister U Nyan Win Opportunisten und – nicht näher genannte – andere Länder für die Aufstände verantwortlich.
- Ein Sprecher der UN bestätigte, dass sich der UN-Sondergesande Gambari heute mit dem obersten General der burmesischen Militärjunta, Than Shwe, treffen soll. Anschließend soll es eine Pressekonferenz geben. Quelle
- Nach den Gesprächen mit Gambari wurde eine Verkürzung der Ausgangssperre in Yangon um zwei Stunden verkündet. Quelle
- Australien lehnt den offiziellen Abgesandten der Militärjunta für das Amt des Botschafters ab, da dieser als General ein direkter Verantwortlicher für die Menschenrechtsverletzungen sei. Quelle
Linktipps:
- Die indische Seite NDTV.com gibt einen kurzen Einblick in indische Interessen in Myanmar.
- Sai Lernkham klärt in einem Artikel auf LinkeZeitung.de über die Verflechtungen deutscher Unternehmen mit der burmesischen Militärjunta auf.
01.10/18:30: Laut BBC hat der oberste Vertreter der Militärjunta, General Than Shwe, zugestimmt, am Dienstag den UN-Sonderabgesandten Gambari zu empfangen.
- Die BBC meldet ebenfalls, dass China seinen Einfluss geltend macht, dass die Mission des UN-Sondergesandten verlängert wird.
- 3000 Mönche sollen alleine in Yangon in Gefangenenlagern in den Außenbezirken festgehalten werden. Im Stadtbild ist nichts vom Rot der buddhistischen Mönche zu sehen. Quelle
In der “Rheinischen Post” ist ein Artikel erschienen, der die persönlichen Eindrücke eines deutschen “Elefantenexperten” schildert, der das Land öfters bereist hat.
01.10/15:40: Die Londoner “Daily Mail” berichtet von einem übergelaufenen hochrangigen Geheimdienstoffizier, der behauptet, dass die Zahl der Todesopfer mehrere Tausend betragen soll. Außerdem sollen die Leichen mehrerer hundert Mönche im Dschungel “entsorgt” worden sein. Der Offizier mit dem Namen Hla Win, hat die Flucht aus Myanmar angetreten, nachdem ein schwedischer Diplomat vorhersagte, dass die Revolte gescheitert sei. Mittlerweile soll er die Grenze zu Thailand erreicht haben.
Anlässlich der unklaren Quellenlage ist diese Meldung sicher mit äußerster Vorsicht zu genießen.
01.10/14:40: Linktipps:
- Democracy Now! hat verschiedene Aktivisten (u.a. den Blogger Ko Htike) zur Lage in Myanmar interviewt.
- Larry Jagan schreibt in der Asia-Times über die Spannungen innerhalb der Militärjunta.
- Die FAZ hat den indischen Schriftsteller Amitav Gosh interviewt.
- Die Coordination gegen Bayer-Gefahren berichtet von Plänen des Bayer-Konzerns, in Myanmar hybride Reissorten einzuführen. In Indien haben sich bereits 150.000 Landwirte das Leben genommen, da sie durch den sterilen Hybridreis in den Ruin getrieben wurden.
- German-Foreign-Policy hatte bereits letzte Woche einen Hintergrundbericht veröffentlicht, der das Interesse der deutschen Politik für das Schicksal Myanmars kritisch hinterleuchtet.
01.10/14:30: “The Norway Post” berichtet von einem burmesischen Oberst, der in Norwegen Asyl haben will. Er habe den Befehl verweigert auf demonstrierende Mönche schießen zu lassen und sei übergelaufen. Der norwegische Freelancer Hans-Joachim Schilde hat den Oberst getroffen, der sich bei den Karen im Dschungel versteckt hält. Der Oberst bietet an, bei Erteilung des Asylstatus, umfassend über die Lage in Myanmar berichten.
01.10/14:00: 700 Mönche und Nonnen, die im “InnSein GTI” inhaftiert sind, haben laut Burmanews einen Hungerstreik gestartet.
- Auch heute gibt es mehreren burmesischen Städten wieder Demonstrationen mit tausenden Teilnehmern. Die Militärs sind dazu übergegangen Zivilisten systematisch nach Kameras und Handys zu durchsuchen. Quelle
- Der UN-Sondergesandte Gambari besucht heute laut Mizzima News die Städte Muse und Lashio im ostburmesichen Shan-Staat.
- Channel NewsAsia berichtet heute von einer deutlichen Entspannung der Lage in Yangon. So sollen die meisten Schulen und Geschäfte zum ersten mal seit Beginn der Unruhen am Mittwoch wieder geöffnet sein. Auch der Busverkehr, der wegen der Strassensperren ausgesetzt wurde, soll wieder aufgenommen worden sein. Der Zugang zu den heiligen Pagoden von Shwedagon und Sule soll Buddhisten wieder ermöglicht sein.
30.09/18:35: Der schwedische Myanmar-Experte Bertil Lintner ist der Ansicht, die Tatsache, dass keiner der obersten Mitglieder der Militärjunta den UN-Sondergesandten Gambari gesprochen hat, müsse nicht unbedingt auf einen Machtkampf innerhalb des Regimes hindeuten, sondern könne auch schlicht ein Zeichen der Ignoranz der Junta sein. Eine Demütigung wie diese, passe, so Lintner, ins Bild. “[Myanmars] Regime zeigt seine äußerste Geringschätzung der internationalen Meinung”. Quelle
Gerüchten zufolge, wurden die beiden Befehlshaber, die sich in Mandalay geweigert hatten, gegen Mönche Gewalt anzuwenden, vom Dienst suspendiert. Quelle
30.09/17:40: An dieser Stelle möchte ich auch auf die Online-Petition der AVAAZ hinweisen, die bis jetzt bereits von 245.800 Menschen unterschrieben wurde.
30.09/16:55:

Der Karikaturist Stephane Peray hat die Rolle der UN recht gut erkannt
30.09/15:00: Eine Liste mit Unternehmen (via), die Geschäfte mit der Militärjunta machen, ist auf den Seiten der “Burma Campaign UK” zu finden.
Es ist allerdings zu bedenken, dass die Konkurrenz, der dort genannten Unternehmen ebenfalls oft ihre eigenen “Hurensöhne” hat, mit denen sie Geschäfte macht und die Praxis westlicher Konzerne, mit Ländern, die Menschenrechte mit Füßen treten, Geschäfte zu machen, geht weit über Myanmar hinaus. Auch finde ich es bedenklich, dass dort Tourismusunternehmen aufgeführt sind. Ein nachhaltiger Tourismus, der die Situation im Reiseland auch offen anspricht, ist sicher förderlicher, als eine komplette Isolation.
30.09./14.35: Der UN-Sondergesandte Gamabri hat sich laut Informationen der Nachrichtenagentur Reuters noch nicht mit dem Staatschef General Than Swe getroffen. Bei seinem gestrigen Aufenthalt in der isolierten Retorten-Hauptstadt Naypyitaw traf er sich mit dem Premierminister Thein Sein – die Nummer 5 der Generalität – und zwei Ministern (auch Generäle). Das Schicksal der beiden höchsten Generäle bleibt damit unklar, genau so wie die Frage, wer momentan im Staat das Sagen hat.
Einen sehr guten Hintergrundartikel über die chinesisch-burmesischen Beziehungen schrieb der Freelancer Larry Jagan im Juni in der Asia-Times.
30.09/13:00: Heute hat sich der UN-Sondergesandte Gamabri mit der Friedensnobelpreisträgerin und Menschenrechtlerin Aung Sa Suu Kyi getroffen. Das Gespräch fand in der Nähe ihres Hauses statt, in dem sie – mit kurzen Unterbrechungen – seit 1989 unter Hausarrest gestellt ist. Quelle
Derweil versuchen die Militärs – laut verschiedenen Quellen – Spuren ihrer Verbrechen zu verwischen. Der Blog Burma-Myanmar Genocide 2007 meldet, dass Leichen in einem Krematorium verbrannt werden.
29.09/20:55: Eine Gruppe ehemaligen 8888-Studenten (Aufstand in Myanmar am 8.8.1988) hat der chinesischen Regierung ein Ultimatum gestellt. Wenn China nicht anfängt, sich bis zum 2. Oktober 09.00 EST aktiv gegen die Militärjunta in Myanmar zu stellen, und eine führende Rolle in der internationalen Gemeinschaft übernimmt, werden die Studenten eine Kampagne starten, in der sie zum Boykott der Olympischen Spiele 2008 in Peking und zum Boykott sämtlicher chinesischer Produkte aufrufen. Dafür haben die Aktivisten schon einmal zwei Banner erstellt:


Eine gute Idee – wie ich finde. Dies scheint der einzige Weg, China und die westlichen Konzerne, die mit der Junta blendende Geschäfte machen, zum Einlenken zu bewegen.
29.09/20:00: An dieser Stelle möchte ich alle Blogger und Nicht-Blogger noch einmal eindringlich auf die Free Burma! Wiki hinweisen, die über die gleichnamige Blog-Aktion am 4. Oktober informiert.
29.09/19:40: DiePresse.com beleuchtet im Artikel “China und Indien schielen auf Burmas Öl- und Gasfelder “die wirtschaftspolitischen Hintergründe rund um die burmesischen Energiereserven.
29.09/18:20: Kommentar: Auch Harald Neuber macht sich auf Telepolis Gedanken darüber, wie sich die internationale Politik in der Myanmar-Frage verhalten kann. Das entmutigende Fazit ist: Der Westen kann eigentlich gar nichts machen, was in einer realistischen Art und Weise helfen könnte. Daher bleibt die Hoffnung an China hängen – eine Hoffnung die sehr vage ist. China kann kein Interesse an einer Demokratisierung Myanmars haben und verfolgt eigene globalstrategische Wege. Die Hoffnung der Demonstranten in Myanmar stützt sich derweil nahezu vollkommen auf den UN-Sondergesandten. Auch dies ist eine trügerische Hoffnung, hat er doch keine Mittel in der Hand, Änderungen herbeizuführen. So sind die Demonstranten in Myanmar wohl auf das Placet aus Beijing angewiesen – eine groteske und aussichtslose Situation.
29.09/17:35: “The Irrawaddy”, eine regimekritische Internetseite, die vom thailändischen Chiang Mai aus betrieben wird, behauptet, seine Internetseiten wären durch einen eingeschleusten schadhaften Code mit einem Trojaner infiziert wurden. Ziel sei eine Erhöhung des Transfervolumens und die, damit verbundene, Abschaltung der Seite. Die Seite war seit gestern Nacht (MESZ) sehr schlecht zu erreichen. Mittlerweile wurde der Verkehr auf einen anderen Server umgelegt.
29.09/17:25: “The Irrawaddy” meldet:
- Laut burmesischen Oppositionsgruppen sind seit Beginn der Demonstrationen 200 Menschen von Regierungstruppen getötet wurden und es mehrere hundert Verletzte auf seiten der Regimegegner gab. Viele Leichname wurden zu geheimen Stellen gebracht.
- Schäden an gestürmten Klöstern werden derweil schnell behoben.
- Alleine in Yangon wurden 1.000 Mönche in Haft genommen. Sie mußten ihre roten Roben gegen Gefängniskleidung eintauschen.
- Einige Mönche wurden in einem Schnellverfahren zu sechs Jahren Haft verurteilt.
- Die Preise für Grundlebensmittel steigen stündlich. Einige Lebensmittelhändler berichten, dass die Reisvorräte zu Ende gehen.
29.09/14:40: “Mizzima News” meldet, dass das Unternehmen “Htoo Trading Company”, das dem berüchtigten Waffenhändler, Holzexporteur und burmesischen Tycoon Tay Zaa gehört, geschlossen wurde. Den Angestellten wurden zwei Monatsgehälter ausgezahlt und ihnen wurde gesagt, sie sollten sich erst im November wieder melden. Dies könnte ein Zeichen für einen Wechsel in der Machtstruktur in der Militärjunta sein. Tay Zaa ist ein guter Amigo und der Schwiegersohn des Machthabers Than Swe – mit der Nummer 2 – General Maung Aye – verbindet ihn indes eine tiefe Feindschaft.
29.09/14:10: Laut Agenturmeldungen hatten hunderte Demonstranten versucht, zum Trader-Hotel in Yangon vorzudringen, da sie dort den UN-Sondergesandten erwarteten. Sie kamen allerdings an den massiven Sperren des Militärs nicht vorbei. Mindestens 40 Demonstranten wurden auf Lastwagen abtransportiert.
29.09/13:55: Über 30 Mönche, die am Donnerstag verhaftet wurden, haben laut Quellen vor Ort im Bamaw-Gefängnis einen Hungerstreik gestartet. Quelle
29.09/13:35: Wie Channel NewsAsia meldet ist der UN-Sonderbeauftragte Gambari in Myanmar eingetroffen. Er soll von Yangon direkt in die neue Hauptstadt Naypyidaw gebracht werden, um sich dort mit Mitgliedern der Militärjunta zu treffen. Dies ist ein herber Schlag für die Regimegegner. Die neue Hauptstadt ist eine schwer gesicherte Retortenstadt, in der fast nur Militärs und Regierungsbeamte leben. Ein Kontakt zur normalen Bevölkerung oder zu Vertretern der Demonstrationen ist dort unmöglich.
29.09/13:05: Offensichtlich ist die Militärjunta in zwei konkurrierende Teile zerfallen. Einige Generäle und Minister sind auf der Seite des (alten) Machthabers, General Than Shwe und Teile der Generalität stehen auf der Seite der (alten) Nummer 2, General Maung Aye. Dieser hat seinen Truppen den Befehl erteilt, auf Plünderer zu schiessen.
29.09/11:40: Heute erwartet das burmesische Regime den UN-Sondergesandten Gambari, auf den alle Hoffnungen der Demonstranten lasten. Aufgrund dieses Besuches, gehen die Demonstranten davon aus, dass die Militärs heute keinen Schießbefehl erteilt haben – dies wird auch von mehreren regimenahen Quellen bestätigt.
- In der Nähe des Trader-Hotel in Yangon, in dem der UN-Sondergesandte untergebracht werden soll, lässt das Regime Gegendemonstranten auflaufen, um die Lage zu verschleiern.
- Der Blogger Ko Htike hat hingegen erfahren, dass der Gesandte in die neue Hauptstadt Naypyitaw gebracht werden soll – dies ein isolierter Hochsicherheitsbezirk, in dem er keinen Kontakt zum normalen Volk hätte. Diese Meldung lässt sich allerdings nicht verifizieren und widerspricht anderen Quelle.
- Trotz der äußersten Brutalität der Einsatzkräfte am gestrigen Tag, sind in Yangon wieder viele Menschen auf den Strassen – es sind allerdings wesentlich weniger als an den Tagen zuvor. Das Bild der Proteste hat sich indes gewandelt. Buddhistische Mönche sind kaum noch zu sehen – diese wurden festgenommen, verschleppt oder werden in ihren Klöstern festgehalten.
- In Mandalay patroulieren Militärhelikopter.
- Die Internetaktivisten von burmanews.cbox berichten von einem Aufruf zum Generalstreik, der ab kommenden Montag beginnen soll.
- Die Gerüchte, dass Staatschef Than Shwe durch seinen zweiten Mann Maung Aye gestürzt wurde, halten sich weiterhin hartnäckig. Quelle
28.09/21:15: In einem Interview mit DiePresse.com berichtet Benno Röggla, der Chef von “Helfen ohne Grenzen”, dass nach seinen Informationen im Norden Yangons Regierungstruppen gegeneinander kämpfen. Außerdem sollen Einheiten der bisher regierungstreuen “Democratic Karen Buddhist Army” sich gegen das Regime gestellt haben und bereit sein, die Mönche in Yangon mit der Waffe in der Hand zu verteidigen.
28.09/20.15: Die Nr. 2 im burmesischen Militär, General Maung Aye, soll gegen die Nr.1 General Than Shwe geputscht haben. Seine Truppen sollen die Bürgerrechtlerin Aung San Suu Kyi bewachen. Ein Gespräch zwischen ihr und Maung Aye wird erwartet. Quelle
28.09/20.05: Laut der Organisation “Helfen ohne Grenzen” hat die 66. Division in Yangon die Seiten gewechselt und kämpft nun gegen die Regierungstruppen. Quelle
28.09/19.20: Die burmesische Bloggerin Moe Moe, die momentan in Berkley studiert, fasst in Ihrem Blog die Ereignisse des heutigen Tages zusammen (Übersetzung: Spiegelfechter):
- Das Stadtzentrum von Yangon ist nahezu komplett abgeriegelt. Die Demonstranten liefern sich ein Versteckspiel mit den Soldaten – sie protestieren und wenn die Soldaten bereit sind, das Feuer zu eröffnen und schießen, rennen sie um ihr Leben.
- Die aufgebrachten Demonstranten skandieren nun, das Militäregime müsse zurücktreten. (Bislang forderten sie lediglich friedliche Gespräche, aber die Soldaten haben einen Schiessbefehl)
- Die Soldaten, die Spezialpolizeitruppe “Swann Arr Shin” (Zivilpolizisten) und Verbrecher, die frisch aus den Gefängnissen kommen (ihnen wurde Straferlass gewährt, wenn sie unschuldige Demonstranten verletzen) schlagen – laut Berichten – Menschen mit Knüppeln zu Tode (sie versuchen lautlos zu morden). So versuchen sie die Zahl der hörbaren Schüsse zu reduzieren.
- Augenzeugen berichten, dass einige Hotels von Soldaten und der Polizei gestürmt wurden und die Laptops und Kameras der Gäste nach Aufnahmen von den jüngsten Ereignissen durchsucht wurden. Ich bin nicht sicher, ob etwas konfiziert wurde.
- Die Klöster sind schwer bewacht. Einige leere Klöster, deren Mönche bereits verhaftet oder abtransportiert wurden, werden von den Soldaten als Basis genutzt.
- Als die Klöster gestürmt wurden, wurden die jungen Novizen verprügelt – aber nicht so schwer, wie die älteren Mönche. Diese wurden schwerstens verletzt und einige leitende Mönche wurden – laut Berichten – umgebracht.
- Es wird berichtet, dass einige Studenten der Medizinhochschule, die vor den Kugeln davonrannten, von Armeelastwagen überfahren wurden. (Dies wird offensichtlich in South Okkalapa ebenfalls gemacht)
- In South Okkapala wurden die Ausgangssperren geändert – von 21.00 bis 6.00 auf 18.00 bis 6.00, da die Mengen dort nicht nachgeben wollen.
- Maung Aye (die Nr. 2 in der Armee) und seine Anhänger sollen sich mit Than Shwe (die Nr.1 in der Armee) überworfen haben. (Ich schätze sie werden sich gegenseitig umbringen oder beide von einem anderen General umgebracht werden)
- Die Armee geht wieder zu der Taktik über, Strassen abzusperren und die Demonstranten so einzukesseln und dann entweder das Feuer zu eröffnen oder sie zu überrennen.
- Mir wurde berichtet, dass die Demonstrantenmassen mittlerweile wutentbrannt sind und sich in der Nähe von Sule mit Stöcken und Steinen bewaffnet haben und die Zivilpolizisten der “Swann Arr Shin” herausfordern. Ich weiß nicht, wie viele von ihnen noch leben.
- Die WHO wollte medizinische Hilfsmittel zur Verfügung stellen, was von der Regierung zurückgewiesen wurde. “Mizzima” [eine exilburmesische Zeitung] rief beim General Hospital an, aber diese hängten auf ohne zu antworten. Es wird berichtet, dass die Pforten des Krankenhauses geschlossen sind.
- Der einzige Internet-Provider in Burma hat seinen Dienst eingestellt (Bagan net – das Tay Za gehört, einem guten Freund der Generäle und Geschäftsführer von Htoo Trading, und – laut Berichten – ein Waffenhändler, neben anderen Geschäften, verheiratet mit einer von Than Shwes Töchtern)
- Die Familienmitglieder von Than Shwe sind – laut Meldungen – nach Laos geflohen. Viele Burmesen, die in Singapur leben, schrieben mir, dass einigen Familienmitglieder von Than Shwe in Singapur eingetroffen sind.
- Es gibt keine offiziellen Zahlen darüber, wie viele Menschen heute umgebracht wurden. Ein Augenzeuge sagten im Radio, er hätte zwei Leichnahme in den Strassenrinnen vor der State High School 3 Tar Mway gesehen.
- Augenzeugen im ganzen Land berichten, dass die Todeszahlen am heutigen Tag bis hetzt bereits in die Hunderte gehen, da die Soldaten und Spezialpolzeieinheiten mit äußerter Brutalität vorgehen.
- Die Armee erklärte, dass die Zahl der getöteten Mönche 9 betrage – was wahrscheinlich eine Lüge ist.
- Die leichten Divisionen 66 und 77 kontrollieren Yangon, während viele andere Divisionen hinzugezogen werden.
- Zivilbedienstete wurden heute aufgefordert zur Arbeit zu gehen – obwohl alles drunter und drüber geht.
- Channel News Asia strahlte eine Dokumentation aus (“The Saffron robes revolution”). Überraschenderweise wurden einige junge Burmesen interviewt, die Kinder von Ex-Generälen sind. Sie stehen auf der Seite des Volkes – was eine gute Sache ist.
Diese schreckliche Bild zeigt die Hirnmasse eines Jugendlichen, der von Soldaten mit eisernen Schlagstöcken derart malträtiert wurde, dass sein Kopf platzte (Vorsicht! Das Bild ist nichts für schwache Gemüter). Quelle
28.09/15.05: Laut Burmanews.CBOX wollen sich auch die Kadetten der burmesischen “Defense Service Academy” den Demonstranten in Mandalay anschliessen. Vorher wurden ihre Waffen konfisziert.
Auch der Spreeblick hat einen empfehlenswerten Artikel zum Thema “Myanmar/Burma/Birma” verfasst, in dem auch interessante weiterführende Links aufgeführt sind.
Lupe hat eine unterstützenswerte Aktion ins Leben gerufen: “Blogger für Burma” – der SPIEGELFECHTER schließt sich dem gerne solidarisch an.
28.09/14.20: Wie Burmanews.CBOX meldet, haben Anhänger der burmesische Militärregierung in Teilen Yangons Bürger unter Gewaltandrohung gezwungen, an “Gegendemonstrationen” teilzunehmen. Ziel dieser Aktion ist es, dem UN-Bevollmächtigten Gambari vorzugaukeln, bei den Demonstrationen handele es sich in der Mehrzahl um “Gegen-Demonstrationen”.
Der Ticker wurde aufgrund der Übersichtlichkeit vom eigentlich Beitrag “Myanmar an der Schwelle zum Bürgerkrieg? getrennt.
Jens Berger
| Tags: Ausland | |
![]() |
Partnersuche im Internet Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1 Wissenschaftlich fundierter Test www.PARSHIP.de |











Artikel
Kommentare
eMail-Abo
Maung Aye ist ein anderer, aber sicher kein besserer als Than Shwe… Mal sehen, wie sich das mit ihm (und dem Treffen mit Aung San Suu Kyi) entwickelt.
warum ist denn der “schäuble wegtreten”-button weg? scheisse, wir haben genug eigene probleme in deutschland und diese aktion ist sehr wichtig! viel zu wichtig, um sie gegen die myanmar-sache auszutauschen. warum läuft das nicht beides zusammen?
nachtrag: so sehr ich auch die netten mönche bedauere, diese übertriebene solidaritätsnummer wird langsam peinlich!
hey rock.. du willst ja wohl die probleme in deutschland nicht mit denen von birma vergleichen ?????
mach dich doch nicht lächerlich!!!
Wie nicht anders zu erwarten, sind auf den Boykott-Banners die üblichen Verdächtigen völlig unterrepresentiert:
http://www.kurier.at/nachrichten/ausland/111222.php?from/nachrichten/
http://www.kurier.at/nachrichten/ausland/111222.php?from/nachrichten/
Finde die Aktion von dem “Genocide”-Blog absolut lächerlich. Ich weiss nicht ob das echt ist, es könnte genausogut auch wieder so eine PR-Kampagne wie bei den Farbrevolutionen sein. Eine Militärdiktatur ist jetzt also “Völkermord”, wenn das mal keine Nazihetze ist. Und die 5 Millionen Flüchtlinge / 1 Million Tote im frisch geteilten Irak sind dann ausserdem was bitte?
Einfach nur lächerlich, die plakative Zur-Schaustellung von russischen und chinesischen Firmen. Da hat der Westen X solcher Diktaturen von Nigeria bis zu den Saudis für sich am Arbeiten, aber die einzige die nicht kooperiert kriegt dann so eine hysterische Medienkampagne ab.
Auch der geforderte Olympiaboykott ist an Lächerlichkeit kaum zu überbieten. Jetzt sollen also schon die Sportler für die Ölfirmen zu Geiseln werden. Traurig, das primitive kulturelle Niveau und Unwissen über die Verhätnisse, das im ach so freien Westen herrscht.
@spiegelfechter
“Eine gute Idee – wie ich finde. Dies scheint der einzige Weg, China und die westlichen Konzerne, die mit der Junta blendende Geschäfte machen, zum Einlenken zu bewegen.”
Bin völlig verblüfft, auf welch Propagandahype Du plötzlich abfährst.
Ultimatium China
Boykott China
Boykott Russland
Boykott Olympiade
Das stinkt doch zum Himmel.
Erschreckend wie leichtgläubig doch der Spiegelfechter auf dem Zug gegen China mitauspringt und so tut, als ob es in Mynamar eine unabhängige Opposition von Studenten gäbe, heldenhafte Recken, die sich gegen den Mythos vom asiatischen Ausbeuterstaat wehren.
Warum Jens, erwähnst du einfach nicht, dass die eine geschickte PR Offensive gegen China ist, wo das NED mitspielen darf und keine Sau weiss, wer sich hinter der Gruppe von 8.888 ehemaligen Studenten wirklich verbirgt. Dieser unkritische Übernahme ist nicht mehr lächerlich und der innere Konflikt in Mynamar zwischen den verschiedenen Interessengruppen reduziert sich nicht auf “Gut” und “Böse”.
Distanz wahren, wenn nicht bekannt ist, für wenn man letztlich hier tätig wird, müsste das Gebot sein, gerade wenn man sich wirklich diesen direkten Unsinn vom Genocide auf der dortigen Kampagenwebseite anschaut.
Wohnt Hitler nun in Mynamar ????
@name, Kranich05 und antonym
Man darf die Welt in Schwarz/Weiß sehen. Eine Schweinerei, die die Chinesen unterstützen, macht die Schweinereien, die der Westen unterstützt keinesfalls besser oder gar ungeschehen. Die Erwähnung des Iraks, ist in diesem Zusammenhang gerade zu lächerlich. Ihr habt die Artikel, die ich über den Irak geschrieben habe nicht gelesen? Ich stütze dort die Methoden des Westens? Aha – da muss ich mir die Artikel doch mal näher anschauen. “Myanmar” als PR-Kampagne gegen China zu bezeichnen, ist nicht nur sarkastisch, sondern menschenverachtend. Natürlich spielt bei der Aufregung der westlichen Politik die “Eindämmung” Chinas eine Rolle, natürlich steht China auf der Agenda von SPON, FOX und anderen Hetzblättern des “western way of life” – und? Ist deshalb der Umkehrschluss gestattet, die Militärjunta in Myanmar sei deshalb auch nur einen Jota besser? Die Mönche und Studenten sind also entweder CIA-Agenten oder von Soros “Aufgehetzte”- klar, die Parallelen zu Ukraine, Georgien etc. sind ja auch augenscheinlich – perfekte Organisation der Proteste, finanzielle und logistische Unterstützung der Demonstranten etc. pp..
Ihr verfallt wieder in das typische Denkschema der alten Linken. Pol Pot, Ho Chi Min, Stalin, Mao und jeder blutrünstige Diktator, der sich blumig gegen den Kapitalismus oder gegen die USA ausspricht, ist ein Verbündeter, da er ja gegen das “Schweinesystem” kämpft.
Auf die Menschenrechtslage in Myanmar hinzuweisen, ist keineswegs gekoppelt mit der “Reinwaschung” westlicher Schweinereien. China ist keineswegs der weiße Ritter aus dem Oste, der mit hoher Moral und solidarischer Geschlossenheit zum Endkampf gegen die dunklen Mächte des Westens antritt. Nein, China ist im Vergleich zum Westen sogar schlimmer – die Lage der Menschen- und Bürgerrechte und Arbeitsbedingungen ist in China hanebüchen. China überfällt zwar keine Länder, wie der Westen es tut; auch ist Chinas Tradition, sich international für “Hurensöhne” einzusetzen, jünger und unausgeprägter als die des Westens. Das alles mag für eine globale Analyse von Wert sein, hat aber nichts mit dem konkreten Beispiel zu tun.
@spiegelfechter
Wer Genocid im Zusammenhang mit Mynamar als Grundtendenz als Diskussionsgrundlage festschreibt, berichtet nicht mehr kritisch. Es kommt nicht von ungefähr, dass hier China ins Blickfeld geworfen wird, dass Politik vor der Haustür Chinas mit solche lustiger Unterstützung von Voice of America und Democratic Voice of Burma aus dem NED Topf sprudelt.
Was glaubst du wohl, wer die sind, Taschenspieler, verirrte Gläubige, aufrechte “Heros” wie die Propagandaseite vonhttp://burmamyanmargenocide.blogspot.com/ es verkaufen mag ?
Ich verstehe nicht, welchen Grund es gibt, seine Distanz aufzugeben: wahrscheinlich ist es dein Zitat hier, dass letztlich alles besagt:
“Nein, China ist im Vergleich zum Westen sogar schlimmer – die Lage der Menschen- und Bürgerrechte und Arbeitsbedingungen ist in China hanebüchen. China überfällt zwar keine Länder, wie der Westen es tut; auch ist Chinas Tradition, sich international für “Hurensöhne” einzusetzen, jünger und unausgeprägter als die des Westens.
>>>Wen das wirklich Dein Ernst sein sollte, von der Frage der Bewertung, der Einordnung, des Vergleiches: dann guten guten Tag …..
nach all dem lob weht dem spiegelfechter nun ein rauher wind der kritik um die nase. so schnell kann’s gehen ;)
@name
Ja, das ist mein Ernst. Ich war des öfteren persönlich in China und habe dort mit Studenten und Oppositionellen gesprochen. Das waren keine “gekauften Seelen”, sondern ganz normale Menschen.
btw.: Ich nehme das Wort “Genozid” sicher nicht in den Mund und mir ist klar, dass die dortigen Aktivisten natürlich parteiisch sind. Darum gebe ich im “Ticker” auch die Quellen an, un benutze grundsätzlich die indirekte Rede. Jeder kann sich sein eigenes Bild machen. Du hältst dies alles für eine “schmutzige PR” des Westens – fein, ich bin anderer Meinung.
Niemand hat hier irgendwo “Pol Pot, Ho Chi Min, Stalin, Mao” oder gar “Schweinesystem” gesagt. Du machst dich nur gerade mit diesen starkrechten Sprüchen zum beispielhaft hysterischen Mitbrüller in genau so einer Bewegung. Die deutschen Nazis verlangen ja auch “Menschenrechte” auf ihren Demos und reden genauso von “Völkermord” wie die angeblichen “8.888 Studenten”.
Freiheit bringt ihr damit niemandem, ihr schafft höchstens eure eigene Freiheit ab durch solche Unterwerfung unter fremde Interessen. Tatsächliches Wissen über China und Asien würde nur eure selbstherrliche Hysterie stören.
Aber interessant ist es schon zu sehen, mit welchen Mitteln die öffentliche Meinung von Geheimdiensten und Propaganda-Agenturen hysterisiert wird. Quasi “dänische Karrikaturen” für den freiheitlichen Mob.
Mit Volldampf in die zersplitterte und atomisierte Gesellschaft, mit pseudo-demokratisch legitimierten Herrschern die weitaus schlimmere Verbrechen in Nigeria, Kongo, Saudiarabien, Irak, Kolumbien, Türkei, Uzbekistan, Pakistan usw decken ohne dass ein Hund danach bellt wie bei dem miefigen Militärregime in einem der abgelegensten Teile der Welt.
@Antonym
Nur weil deutsche Nazis “Menschrechte” verlangen, diskrediert dies nicht die “Menschenrechte”.
Na, dann sei doch so frei und vermittele “tatsächliches Wissen” – ich bin gespannt.
Du tust mir wirklich leid, solche Leute hier ertragen zu müssen.
@33 RockSolid
Das ist doch ganz normal. So lange man “kontra” ist, hat man die Kritiker meist auf seiner Seite. Sobald auch nur ein Hauch von “pro” für irgendetwas geäußert wird, gibt es von einigen was um die Ohren.
Aber das ist Teil der politischen Diskussion. Die drei hier angesprochenen “Kritiker” habe ihre Meinung – und diese kann sich von der meinen natürlich unterscheiden. Das ist gut so! In anderen Punkten teile ich ja auch ihre Meinung, wie mir andere Kommentare der drei (die sicher für zig Mitlesende stehen) stehen, zeigen. Dies unterscheidet sie allerdings von Kommentatoren wie Dir, deren einzige Aufgabe darin zu bestehen scheint, mir “ans Bein zu pissen”. Die Kritik von “Antonym”, “name” und “Kranich05″ nehme ich daher auch ernst.
es ist nicht meine absicht, dir ans “bein zu p*ssen”. schade, dass du das seit meinen kritischen äußerungen zu den unnötig brutalen bebilderungen deiner texte so siehst. bei älteren themen habe ich durchaus zustimmung geäußert.
also, das alles spiegelt ein Grunddilemma der ‘Linke’, bzw der Menschen, die den historisch in den kapitalistisch organisierten Gesellschaften belegten Verbrechen gegen die Menschlichkeit etwas entgegezusetzen versuchen. Das Tragische daran ist, dass es sehr schwer ist, historisch und gegenwärtig sich an Gesellschaftsmodellen zu orientieren, die eine reale humane Alternative zum alltäglichen kapitalistischen Wahnsinn darstellen können. Da gerät man wider Willen schnell in die Rolle des Apologeten, der etwas verteidigt, was er in seiner kritischen Rolle sonst zu Recht angreift. Vielleicht sollte man einfach lernen, besser zu differenzieren. Und das gilt für beide Seiten. Die staatlichen Gebilden, die im kapitalistisch organisierten globalen Konkurrenzkampf gegen den westlichen Urprung dieses Prinzips antreten, haben eine ambivalente Gestalt: Einerseits stehen sie in Konkurrenz zu den westlichen Zentren (dem Ursprung des kapitalistischen Wahnsinns, des ‘Bösen’), andererseits bedienen sie sich in diesem Kampf schon längst der selben Mittel wie ihre westlichen Konkurrenten. Weder China, noch Iran, Burma oder Russland bieten annäherend eine humane Alternative zur kapitalistisch betriebenen Entmenschlichung der Gesellschaft. Da sie jedoch gegen die westlichen ‘Zentren des Bösen’ konkurrieren, werden sie im Reflex in Schutz genommen, die Menschen, die dort konkret auch einer Entmenschlichung ausgesetzt sind, die Opfer von Herrschaft sind, werden allzu schnell aus dem Blick verloren.
Auf der anderen Seite, darf man bei der Unterstützung des menschlich organisierten und daher legitimen Widerstands nicht die Distanz zur Sache verlieren und muss die mediale Wirkung solcher Unterstüzung immer in Erwägung ziehen.
Die Verbreitung, auch wenn sie rein dokumentarisch gemeint ist, von solcher plakativen Zurschaustellung der Bilder des Bösen, nämlich Russland und China, spielt leider denen in die Hände, denen die Entmenschlichung der Gesellschaften in Myanmar, China oder Russland wirklich einen Dreck interessiert und die keineswegs deren Aufhebung im Sinne haben, sondern dir Kontrolle über die Herrschaftsstrukturen. In diesem Sinne erwarte ich eigentlich auch von Dir, spiegelfechter, eine kritische Distanz auch in der Unterstützung legitimen Widerstands, denn gerade dieser ist um so gefährdeter und verfälschbarer, um so verzweifelter er ist.
Ich weiß, spiegelfechter, dass du immer aus dieser kritischen Distanz schreibst, diese aber im Elan des Kampfes für die ‘gute Sache’ zunehmend abnimmt. Allerdings gebe ich zu, dass es nicht gerade leicht ist, stets die für die kritische Reflexion richtige Distanz zu den Dingen finden und halten zu können. Es ist leicht gefordert.
In diesem Sinne, viel Glück!
@salvo
Schön geschrieben – ich versuche mein Bestes ;-)
top niveau.
spiegelfechter hat natürlich im grunde recht. für das volk ist es sicherlich besser, wenn das militärregime zerfällt.
trotzdem denke ich, dass man mit gehirnbildern und satelitenfotos von massenhinrichtungen und genozidgeschichten generell vorsichtig sein sollte. sonst macht man sich zur propagandamaschine. das kommt dann der wahrheit nicht näher- und das sollte doch das ziel sein…
man kann durchaus auch ohne solche kritischen informationen aus kritischen quellen schon ausreichend belege für die grausamkeit des regimes finden.
Eine Anmerkung zu den Tourismusunternehmen auf der schwarzen Liste: Klar ist ein nachhaltiger Tourismus wünschenswert, ermöglicht er doch eine soziale und kulturelle Öffnung des Landes, und vielleicht werden damit auch kleine Schritte in die richtige Richtung getan.
Aber, und das aber kommt unvermeidlich, inwiefern kann ein Tourismus das sein, dessen Konzeption schon das unterlaufen will. Wenn Dörfer mittels Militärgewalt umgesiedelt und Straßenbau und andere für eine touristische Infrastruktur notwendige Massnahmen von Zwangsarbeitern geleistet werden. Und dazu dann noch die meisten Hotels, Transportunternehmen, Wechselstationen u.ä. in Regierungsbesitz sind. Da ist es praktisch unmöglich, nicht in die Tasche der Militärs zu arbeiten, wenn man Burma besucht ud jede Reise nur die Lebenszeit des Militärregimes verlängert. Das ist auch die Position, wie sie Aung San Suu Kyi vertreten wird. Mehr dazu gibt es auf den Seiten von Tourism Concern.
Ich weiß nicht, inwiefern da Tourismus ‘nachhaltig’ sein kann, ein Problem, dass sich auch bei China stellt, wobei da imo nachhaltiger Urlaub gemacht werden kann als in Burma. Das soll jetzt keine Geißelung sein, ich glaube, dass mit dem nötigen Maß an Hintergrundrecherche und Vorabinformation durchaus ein touristischer Beitrag zur Öffnung Burmas geleistet werden kann. Aber, wenn wir mal ehrlich sind, das kann man dann nicht mehr als Urlaub bezeichnen. Das ist eher Arbeit ;)
Und das global agierende Firmen immer irgendwo in fragwürdigen Kooperationen tätig sind ist auch klar, Menschenrechte sind da ökonomisch gesehen ein blinder Fleck.
@Mark
-> Tourismus
Ja, das ist ein recht komplexes Feld und Du hast sicher recht mit Deinen Einwänden. Vielleicht habe ich mich auch ein wenig unscharf ausgedrückt. Eigentlich bin ich der “klassische” Individualtourist, der “Bettenbunker” und “typische touristische Infrastruktur” eher ablehnt – obgleich auch das eine “elitäre” Haltung ist, da ich weiß, dass viele meiner Mitbürger alleine wegen sprachlicher Barrieren darauf angewiesen sind. Was mir v.a. wichtig erscheint, ist die Sensibilisierung beim Touristen. Vor allem dort, wo nur selten der mediale Fokus hinwandert, sind es oft Menschen, die ein Land bereist haben, die ihren Mitbürgern die Augen aufmachen. Neben China galt mein Interesse immer Afrika – mit den gewonnenen Eindrücken und Informationen vor Ort, gerate ich natürlich kaum in Gefahr, Merkels G8-Versprechungen oder den ständigen Spendenaufrufen diverser Organisationen irgendetwas abzugewinnen. Dies hatte ich mal in einem recht kontroversen Artikel angesprochen. Von daher geht meine Argumentation eher auf die Meinungsbildung und Informationspolitik. Je mehr die Bürger von einem Land wissen, desto schwerer ist es für die Politik und die Wirtschaft, egoistische Interessen zu verfolgen und den Bürger medial zu manipulieren.
-> Unternehmen
Ganz richtig. Ich bin so und so der vollsten Überzeugung, dass die größte Macht, die der Bürger hat, die Macht an der Ladenkasse ist. Je mehr Kunden sich Produkten widersetzen, die ihren ethischen Maßstäben nicht genügen, desto eher wird in der Wirtschaft eine Selbstkontrolle stattfinden. Sicher ist es in einigen Branchen unmöglich, nach ethischen Gesichtspunkten zu unterscheiden. So ist mir keine einzige Mineralölfirna bekannt, die ethisch korrekt agiert.
Wobei mir die Macht an der Ladenkasse im Fall Myanmar nicht viel nützt. Wenn ich die Liste richtig in Erinnerung habe, kommen für mich als Konsument direkt nur zwei Boykottkandidaten in Frage: Schenker (bzw. das Mutterunternehmen DB AG) und Siemens.
Kein Gerät von Siemens zu kaufen wird mir nicht schwer fallen, aber damit nicht Bahn zu fahren, schade ich mir nur selbst. Ausserdem wäre dann ja ggf. wieder die Ölindustrie der Profiteur.
Und ganz ehrlich: Der Boykott von Produkten “Made in China” ist mittlerweile ganz schon schwierig und ziemlich teuer.
@Zapp
Ich glaube selbst nicht, dass im Falle “Myanmar” durch den Druck an der Kasse etwas erreicht werden kann – darum geht es in diesem Falle auch nicht. Es geht ums Image der Unternehmen. Man denke an den Fall “Brent Spar” zurück, der für Shell ein Image-Gau war, der richtig ins Geld ging – ob Greenpeace damals zu recht in Hysterie verfallen ist, ist ein anderes Thema. Wenn (das ist jetzt naiv, ich weiß) z.B. 10.000 Franzosen an mehreren Wochenenden vor der Zentrale des Total-Fina Konzerns demonstrieren würden, so würden sich deren Manager und einige PR-Profis flux zusammenrotten und eine Krisen-PR entwickeln. Die Chance, dass dieses Unternehmen, aus Angst vor einem Image-Gau, tatsächlich dem Regime in Myanmar auf die Füße tritt, ist gar nicht so unrealistisch. Hier geht es nicht um Moral, sondern nur ums Geld.
Ja und nein. Wer Hartz-IV bezieht, wird idT kaum Pordukte aus China meiden können. Ich kaufe mir z.B. lieber Kleidung aus europäischer Produktion, auch wenn diese teurer ist. Bei Elektroartikeln fehlt indes teilweise die Alternative.
In Sachen PR hast du natürlich Recht, durch die Gefahr eines Image-Schadens könnte man wahrscheinlich schon etwas bewirken.
Aber haben Boykott-Aufrufe eigentlich schon mal irgendetwas bewegt? Hatte z.B. der Aufruf zum Südafrika-Boykott damals wirklich politische Folgen? (Keine Kritik, sondern wirklich historisches Interesse.)
Hmm, was wäre denn rein europäische Kleidung? Ich habe eben den Eindruck, dass es das Segment der mittelpreisigen Qualitätsware aus heimischer (bzw. europäischer) Produktion nicht mehr gibt. Entweder man kauft China-Ware, bei der die Herkunft ja auch nicht immer offensichtlich ist, oder man landet gleich im Hochpreis-Luxussegment. Das ganze ähnelt etwas dem Problem bei Bio-Produkten.
Vielleicht wäre eine Positivliste fast sinnvoller als eine Negativliste?
@ Spiegelfechter / 53:
100% Ack.
Ist schon interessant, dass 10.000 Menschen an der Kasse nichts, vor der Zentrale aber eine ganze Menge bewirken können…
@Zapp
Der umfassende diplomatische Boykott des Apartheidsregimes in Südafrika, hat dem System sicher nicht genutzt – in weit dies tatsächlich Auswirkungen auf das Ende der Apartheid hatte, entzieht sich leider meiner Kenntnis.
-> Kleidung
Och, täusch Dich mal nicht. Ich habe z.B. eine Manufaktur für “Business-Kleidung” direkt vor der Nase. Iren und Schotten stellen ganz gute Outdoorkleidung her, Italiener und Franzosen stellen qualitativ hochwertige Kleidung her und hier in Deutschland gibt es im “Mittelpreissegment” auch noch die Firma, deren Chef (nein, nicht der Schimpanse) uns immer erzählt, er produziere nur in Deutschland.
Ein Positivliste ist eine seht gute Idee!
Diese Liste ließe sich noch um einige Punkte ergänzen – beispielsweise die Behandlung der Angestellten und die ordentliche Bezahlung.
Es hat im Fall Südafrika nie einen richtigen Boykott gegeben. Frau Thatcher meinte damals noch kurz vor dem Ende, an der Apartheid sei absolut nicht zu rütteln. Bischof Tutu wurde als Kommunist und Terrorist bezeichnet. Zum Warenboykott wurde uns damals erzählt, wenn man keine Granny Smith Äpfel kauft ist das wie “kauft nicht beim Juden” usw. Wahrscheinlich weil Israel der engste Verbündete des alten Südafrika war.
Moral der Geschicht, heute sind wir immer noch die Apartheidler. Der “Westen” betreibt immer noch strategischen Rassismus, sei es bei der Zerschlagung Jugoslawiens, im Irak, oder in Palästina. Gerade mit Jugoslawien verstehen die Europäer immer noch nicht, was man daran eigentlich gehabt hat.
Es geht immer um die Zerschlagung grösserer Staaten, die Menschen sollen gegeneinander aufgehetzt werden damit darauf der Krisenkapitalismus gedeihen kann. Dadurch wandert die Macht in die höchste Sphären der internationalen Konzerne und kommt eben nicht zur Bevölkerung. China ist als integrierender Vielvölkerstaat für so eine Strategie natürlich wie geschaffen.
Auch angesichts der Religiösen ist mir sehr unbehaglich, das in Burma ist eben keine bürgerliche Revolution sondern in meinen Augen ein Zerfallsprozess. Ich bin persönlich auch gegen den Esoterik-Quatsch mit dem Dalai Lama und den “Free Tibet”-Unsinn, das sind in meinen Augen erzreaktionäre Ethno-Romantiker die auch ganz schnell zu Faschisten werden wie unsere europäischen Erfahrungen beweisen.
@antonym
ich kann mich deiner Meinung nur anschliessen, ein guter Kommentar.
Möchte noch was zu den Boykott-Aufrufen im Fall Myanmars hinzufügen:
Die Vorstellung, das Militär würde bei ausreichendem Druck einfach abdanken, ist völlig illusorisch. Das Militär sieht sich in der Tradition des antikolonialen Befreiungskampfes, den der Vater der jetzigen Oppositionsführerin geführt hat. Das beinhaltet auch und vor allem, den Staat zusammenzuhalten. Es gibt in Myanmar diverse Minderheiten, die ihren eigenen Kampf um “Unabhängigkeit” mit ebenso grosser Brutalität durchführen- unterstützt von Drogenbaronen und diversen anderen zwielichtigen Gestalten.
Meiner Ansicht gibt es nur einen Weg: wirtschaftliche Enwticklung führt LANGFRISTIG zu demokratischeren Verhältnissen. Kann man gut am Beispiel Chinas sehen, das verglichen mit Maos Zeiten schon um eine gutes Stück Demokratie weiter ist.
Umgekehrt bedeutet Boykott und Embargo in vielen Fällen nur ein härteres Leben für die Bevölkerung. Das extremste Embargo der Geschichte, das gegen Saddams Irak, hat Hunderttausende das Leben gekostet.
Druck durch Öffentlichkeit – ja. Druck durch Aushungern – nein.
@ #57, “Antonym”:
Da (-> “Krisenkapitalismus”) würde ich Dir gerne noch das aktuelle Interview mit Naomi Klein an’s Herz legen:
“Die Räuberbarone kommen zurück”
(So Du es noch nicht gelesen haben solltest)
Freundliches Grunzen von
der Setzerin
@ # 60 Wolfgang.
> Druck durch Öffentlichkeit – ja.
Genau. Im Falle von China/der Olympiade 2008 und den Ereignissen in Darfur hat es ja bereits etwas gebracht, siehe hier:
http://www.miafarrow.org/genocide_olympics.html
Dort sind übrigens auch alle Firmen gelistet, die Peking 2008 sponsern
http://www.miafarrow.org/sponsors_genocide_olympics.html
Wie wir wissen stellt sich China (und in geringerem Masse auch Russland und Inden) gegen eine klare Verurteilung der Ereignisse der letzten Tage und unterstützt das Regime in Burma seit Jahren massgeblich.
momentan gibts leider wenig Hoffnung auf Besserung:
http://www.bangkokpost.com/breaking_news/breakingnews.php?id=122214
@azorro
ich zitiere aus dem verlinkten Artikel
“Burma “has developed its own military regime for a long time to protect its national interests,” said Sonthi, who last year led a bloodless coup in Thailand that ousted elected premier Thaksin Shinawatra. ”
das korrespondiert mit
“Das Militär sieht sich in der Tradition des antikolonialen Befreiungskampfes, den der Vater der jetzigen Oppositionsführerin geführt hat. Das beinhaltet auch und vor allem, den Staat zusammenzuhalten.”
übrigens zu den in Myanmar unterdrückten Minderheiten gehören auch gerade die Muslime
“There are nothing to say about the systematically discrimination, oppression, decentralizing, persecution, arrest, accusation, jailing,destruction Muslims Grave yards, Mosques, religious schools,villages, confiscation , nationalizing and deny from citizenship. We are facing extremination campaign in the hand of Myanmar military Junta as”
http://merhrom.wordpress.com/2007/07/23/the-situation-of-unhcr-recognized-stateless-rohingya-refugees-in-malaysia/
ich frage mich aber, woraus sich eigentlich angesichts dieses ethnischen Fragmentierung die so gennante pro-demokratische Bewegung speist. Es ist eben nicht von der Hand zu weisen, dass die westlichen Eliten allgemein eine Strategie der nationalen Desintegration fahren, wie im ehemaligen Jugoslawien und jetzt in Irak, und sich die Frage stellt, wie sich die ethnischen Konflikte dafür instrumentalisieren lassen.
siehe auch hier
http://www.atimes.com/atimes/Southeast_Asia/HJ07Ae01.html
und hier
und hier der Bericht von Christine Chan, eine Rawang, vor der UN Commission of Human Rights
http://ohchr.org/english/issues/minorities/docs/12/Statement_to_WGM_Christine_Chan_Myanmar.doc
“Although it may seem that the civil war in the Kachin State has ended since the ceasefire between the SPDC and KIO in 1994, this is not entirely the case. Bloodshed continues. The economy is booming with logging and mining industry flocking to the state due to the lax environmental regulations and nearly non-existent law enforcement. This has caused an influx of Chinese business men and women and miners to come to the Kachin State. Desperate people from various parts of Myanmar are also coming. As a result of these development projects without the consent of local people, human rights violations, environmental destruction, corruption, land confiscations, overcrowding, food shortage, drug abuse, gambling, prostitution, sexual exploitation and other illicit activities has allegedly flourished in the Kachin State .”
eine Anspruch auf Allgemeingültigkeit: die postkoloniale Emanzipationsprozess führt zur Herausbildung einer starken ‘nationalen Struktur’ aus der historischen Notwendigkeit heraus, die eigene Unabhängigkeit gegen die aggressive Expansionspolitik der westlichen kapitalistischen Zentren zu verteidigen. Und da setzen die Widersprüche auf. Die ’starke nationale Struktur’ führt zu einem autoritär. Staat, zu einer Militärdiktatur. Hinzu kommt, dass die zentraliserten staatlichen Herrschaftsstrukturen der ethnischen Fragmentierung widersprechen: Tendenziell besetzen Eliten einer Ethnie die Machtpositionen und die anderen, besonders die Minderheiten, werden marginalisiert. Die Widerstände sind ‘natürlich’, aber – und da wiederhole ich meine Bedenken – man muss aufpassen, welchen Widerstand man da unterstützt, den genuinen Widerstand der Menschen vor Ort oder die hinter solchem Widerstand maskierten Interessen der westlichen kapitalistischen Zentren?
Vielleicht bin ich ja zu einfach gestrickt, aber ein Widerstand, bei dem friedliche Demonstranten von der Polizei beschossen werden, ist für mich in sich unterstützenswert, unabhängig davon, welche Interessen letztlich vielleicht dahinter stehen.
Diese Menschen riskieren ihr Leben und für mich ist das das ultimative Zeichen eines “genuinen Widerstand(es) der Menschen vor Ort”.
@Zapp
ich habe nichts Gegenteiliges geschrieben, nur darauf hingewiesen, dass man über diese Unterstützung nicht vergessen sollte, in welchem realen geopolitischen Kräfteverhältnis sich beide Seiten befinden und welche Interessen sich final in diesem Konflikt durchzusetzen drohen. Von einer Afghanisierung des Konfliktes haben am Allerwenigsten die Menschen vor Ort etwas, auch wenn das im Interesse westlicher Eliten ist
apropos geopolitischer Machtverhältnisse, siehe dazu auch diesen Artikel
The Sino-Russian Alliance: Challenging America’s Ambitions in Eurasia
http://www.globalresearch.ca/index.php?context=va&aid=6688
Könntest du etwas konkreter werden? Wie gesagt, ich bin offensichtlich eher einfach gestrickt, was geopolitische Diskussionen angeht.
Das “der Westen” ein Interesse daran hat, China indirekt über ein instabiles Myanmar zu schwächen ist mir allerdings klar.
Was bedeutet das konkret für die aktuelle Lage in Myanmar? Ist es besser, eine Militärdiktatur zu stützen, um eine Fragmentierung des Landes zu verhindern? Ist es prinzipiell besser, eine Fragmentierung zu verhindern, auch wenn die Bevölkerung sie vielleicht vorzieht, nur weil sie den geostrategischen Interessen einer Supermacht zu Gute kommt? Was sollte die Staatengemeinschaft deiner Meinung nach konkret tun, um eine Afghanisierung zu verhindern?
@Zapp
prinzipiell meine ich, dass es den Menschen dort zusteht, selbst zu entscheiden, in welcher Gesellschaft sie ihr Leben leben wollen
du hast mich mißverstanden: ich maße mir nicht an, diesen menschen vorzuschreiben, was für sie besser ist, dass sie ihre konkrete Lebenssituation den Erfordernissen ‘geopolitischer Stabilität’ unterwerfen sollten. Ich beziehe mich lediglich auf jene, die, aus welchen Gründen auch immer, diesen Widerstand unterstützen. Also auch auf mich, denn ich kann prinzipiell nicht das Unrecht gutheißen oder rechtfertigen, was von der Militärdiktatur ausgeht. Ich versuche aber auch hier, nicht lediglich in ein Schwarz-Weiß-Schema zu geraten, dafür weiß ich konkret vom ‘Widerstand’ zu wenig und doch Einiges von den Interessen westlicher Eliten an einer Destabilisierung der Region, da sie im chinesichen Einflussbereich liegt. Siehe dazu zB den oben verlinkten Artikel.
Danke für die Klarstellung, ich habe immer Bedenken, dass über die geostrategische Betrachtung die Lage und die Interessen der Leute vor Ort aus den Augen verloren wird.
ich weiß nicht, ob das Interview hier schon bekannt ist
“An interview with those who have first-hand knowledge of the military crackdown in Myanmar (Burma) where the junta has shot at unarmed crowds and raided monasteries. ”
http://www.alternet.org/rights/63773/
ein Interview mit dem Schriftsteller Amitav Ghosh (“Der Glaspalast”) über “Myanmar” findet man (auch online) in der FAZ – Sonntagszeitung:
http://www.faz.net/s/Rub117C535CDF414415BB243B181B8B60AE/Doc~E8ABDAE7A459247CB858E09DBA5CE72A2~ATpl~Ecommon~Scontent.html
free Burma, Freiheit?
vielleicht projizieren wir in diesem Widerstand etwas, was mehr mit unseren eigenen Wertvorstellungen zu tu hat als mit der Situation der Menschen dort
“But in the now-tranquil, tree-filled courtyard in central Rangoon, it is not of these atrocities that the monk, in his early sixties and wishing to remain anonymous, wants to speak. It is the atrocities which the Burmese people have suffered. The people are living under rulers busy enriching themselves with natural gas, timber, diamonds and rubies while spending less on health care per head than nearly any other country on earth. They are living in poverty more akin to sub-Saharan Africa than Asia.
“As monks, we see everything in society. We go everywhere, to ask for our food and we see how people live,” he says. “We know that they give to us when they themselves do not have enough to eat, because there is no work and the costs of living are so high. We also see how the wealthy live. We see how everything is getting worse and worse.” And that is why he is adamant that the fight must continue. “We have already lost too much and the people cannot continue to suffer as they do,” he explained. “We knew well the risks before we started. It is up to us. We have to see this through to the end, whatever the end will be.”"
http://news.independent.co.uk/world/asia/article3015276.ece
das ist sozialer Widerstand, entstanden aus materiellem Mangel, gegen eine scheinbar abgehobene priviligierte Herrschaftsclique, die Menschen dort lehnen sich nicht auf im Namen abstrakter westlicher Werte, die, wie wir wissen, den menschen konkret das Gegenteil dessen bringen, was sie verkünden
@salvo
Du schreibst, die westliche Politik würde auf eine nationale Desintegration setzen – also auf ein “divide et impera”.
Das ist streng genommen falsch – sicher gibt es Beispiele (Du nennst sie ja), bei denen so vorgegangen wird. Aber dies lässt sich keinesfalls verallgemeinern. Die westliche Politik setzt nur dort auf Desintegration, wo es für sie von Vorteil ist. Nimm diverse Beispiel wie Türkei, Irak, Kongo, Thailand und Indonesien, in denen der Westen keinesfalls desintegrierende Politik betreibt, sondern – im Gegenteil – den multethnischen Nationalstaat verteidigt. Vor allem dort, wo die etnische Minderheit muslimisch ist, besteht kein Interesse des Westens. Regimes, auf die der Westen Einfluss hat, sind auch nicht davon betroffen.
Generell stellt sich mir hier die Frage der freien Selbstbestimmung der Völker. Wenn es Minderheiten dazu drängt, selbstständig zu sein, so ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis dies in einen gewalttätigen Konflikt mündet. Je schwächer die Zentralmacht, desto größer ist das Bestreben der Minderheiten ihre Rechte geltend zu machen. Dies kann man als Aussenstehender per se nicht werten.
@spiegelfechter
dass die Poltik der westlichen Eliten nur dann auf Desintegration setzt, woe es ihnen nützt, versteht sich eigentlich von selbst – ich habe niche behauptet, das sei ein Automatismus jenseits jeden Nutzkalküls. Im Falle Myanmar dürfte es ihnen von Nutzen sein.
Was den Irak anbetrifft, habe ich übrigens mehrmals auch Anderslautendes gelesen, zB hier aktuell
http://www.jungewelt.de/2007/09-28/020.php
Ein Linktipp: Bericht eines Elefantenpflegers/
Eine Korrektur: Statt “Democay now” bitte “Democracy now”
Ein Lob: Gute Arbeit! Während das Thema Myanmar in den Medien unterzugehen scheint, bleibt man hier im Blog auf dem Laufenden.
hmm…. ein Artikel überden ‘Kampf gewaltfreier Bewegungen in Indien um wirtschaftliche Unabhängigkeit’
gehört, meine icg dazu, wenn man über den Zustand bloßer Betroffenheitskundgebungen hinaus die Vorgänge in Myanmar in einen größeren Kontext stellen will
“Wirtschaftliche Zwangsstrukturen sind auf der ganzen Welt eines der wesentlichen Instrumente von Herrschaft und Unterdrückung. Sie sind in den verschiedenen Gesellschaften und Kulturen auf verschiedene Weise mit sozialen und politischen Strukturen verwoben. Immer geht es darum, Menschen in eine Position existentieller Not zu bringen um sich ihre Arbeitskraft verfügbar zu machen und ihren politischen Willen zu brechen. ”
http://www.graswurzel.net/321/indien.shtml
zur Verwicklung deutscher Unternehmen mit der Militärjunta Myanmars
http://www.linkezeitung.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=3463&Itemid=199
Hier ein angeblich aktuelles video.. quelle leider nicht bekannt
http://www.yourfilehost.com/media.php?cat=video&file=burma.wmv
Zur Ungenauigkeit/Falschmeldung von SpOn/dpa: In diesem Artikel der BBC News klingt die Geschichte plausibler. Dort heißt es, Than Shwe fordere von Aung San Suu Kyi als Vorbedinung für ein Treffen, dass sie ihre Unterstützung der Sanktionen beende. Das war wohl zu kompliziert für den SpOn-Praktikanten.
@no85
Yep – ich habe mal kurz recherchiert und schreibe darüber gerade ein kurzen Artikel. SPON hat in einem neuen Artikel die “Ente” wiederholt, was mal wieder ein typischer Fall von “Spiegel”-Schlampigkeit ist.
Amnesty International ruft zu einem Aktionstag für heute den 6.10. auf. Ausschnitt aus der Website von ai:
http://web.amnesty.org/pages/mmr-011007-news-eng
“Join the global demonstration
Amnesty International, in partnership with other organisations worldwide, has called for a second day of global demonstrations at 12 noon on Saturday 6 October 2007.”
Auch in Nepal gab es nun Protest:
http://www.phayul.com/news/article.aspx?article=Buddhist+Monks+lead+Nepal%E2%80%99s+protest+against+Burma&id=18132
Thank you for helping. FREE Burma!!!
Bush slammed the UN and the rulers of Myanmar in his UN speech last week. The only country that has any influence over Myanmar is China, and they can’t and won’t push too hard. There is too much Oil & Gas there that they need.
The UN must do something, but they never use military force to fight.
That is a huge problem.
Illegal drug and ruby fortunes are a BIG part of this too.
absurd thought -
God of the Universe wants
complete narco states
criminals in power
loving the corrupt drug war
absurd thought -
God of the Universe says
shoot peaceful protesters
calling for democracy
which you must never allow
absurd thought -
God of the Universe thinks
keep trying communism
you can never KILL too much
pursuing Utopia…
http://free-burma.org/
http://absurdthoughtsaboutgod.blogspot.com/
:)
.
Es ist der 12. Oktober keine News mehr oder was ist passiert?!
@Martin
Aus den “üblichen” Quellen kommen recht wenig Meldungen, die berichtenswert wären. Aber keine “Angst” – ich bleibe am Thema dran und werde im Ticker auch neue Beiträge hinweisen.
Hier mal was interessantes aus der TAZ:
http://www.taz.de/index.php?id=politik&art=5944&src=MT&id=deutschland-artikel&cHash=61c2a5233c
Ja, bitte haltet diesen Ticker am Laufen, ich habe ihn in ein großes Forum verlinkt und versuch da die Aufmerksamkeit aufrecht zu erhalten. Viel können wir von hier nicht tun, aber wir können wenigstens. wie du sagst, am Ball bleiben. Das müssen wir sogar!
“Every civilized nation has a responsibility to stand up for people suffering under a brutal military regime like the one that has ruled Burma for too long,” President Bush said last month.
Mal etwas wo der Bush was gesagt, dem man zustimmen kann :) Aus einem Artikel der eigentlich nichts neues beinhaltet, sondern nur die jaemmerliche momentane internationale Situation dargelt:
http://www.courant.com/news/opinion/editorials/hc-burma.artoct22,0,7226675.story
Allmählich kehrt man wieder zur “Normalität” zurück – oder besser man betreibt business as usual. Dazu ein ausschnitt aus einem Mail das mich eben erreichte:
…wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu dürfen, dass die nächtliche Ausgangssperre in Myanmar aufgehoben wurde. Alle touristischen Programme können normal und ohne Einschränkungen durchgeführt werden.
Von einer verstärkten militärischen Präsenz ist nichts mehr spürbar. Vor dem Hintergrund einer weiter normalisierten Situation im Land hat das Auswärtige Amt seine Sicherheitshinweise zu Myanmar daher am 22.10.07 erneut modifiziert….
Ihr go asia – Team
Hallo Spiegelfechter.
Wie waer’s mal mit einem kleinen Update zum Thema Burma?
So nach dem Motto “Was macht eigentlich….. Burma?”
Aus den Augen aus dem Sinn…
Ansonsten – Weiter so!
@Johannes Kraemer
Yep, ich werde mich diese Woche mal an das Thema setzen.
Danke! Das ist klasse!
hallo
auf meiner Website findest du immer aktuelle Menschenrechts- und Umweltkampagnen, so auch zu Burma
http://www.flokli.ch/index.php?page=86
hilf bitte mit, dass die Kampagnen Erfolg haben, gib sie weiter und nimm einen Link
vielen Dank
Rolf