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  • SPON stellt Vorbedingungen

    geschrieben am 04. Oktober 2007 von Spiegelfechter

    SPIEGEL ONLINE überraschte seine Leser heute nachmittag um 17.00 mit einem Bericht über die neuerliche Dialogbereitschaft des burmesischen Generalissimus Than Shwe. Sein Angebot an die Oppositionsführerin Suu Kyi ist an seltsame Vorbedingungen geknüpft. So soll die Lady zunächst von ihrer Haltung der ?Konfrontation, Verwüstung und Sanktionen? abrücken. Dies ist keine neue Forderung – sie wurde von anderen Vertretern der Junta schon häufiger genannt und ist eher als Nebelkerze zu werten. Suu Kyi ist als sture Vertreterin ihrer Grundsätze bekannt, die sicher nicht von ihren Standpunkten abrückt. Da die Bedingungen im Staatsfernsehen und im staatlichen Rundfunk vorgetragen wurden, ist dies ferner als Propaganda zu werten, die fälschlich den Eindruck vermittelt, Suu Kyi sei für die Sanktionen des Westens verantwortlich – dies ist natürlich unredlich und falsch.

    Dies ist es, was im burmesischen Rundfunk gesendet wurde, und so von allen seriösen Medien, wie IHT, NYT, Washington Post, BBC, Telegraph, Süddeutsche, Handelsblatt oder der Tagesschau berichtet wurde – nur die Art der Kommentierung differiert von Medium zu Medium. SPIEGEL ONLINE weiß allerdings mehr, als die gesamte Konkurrenz. Laut SPIEGEL ONLINE stellte Generalissimus Than Shwe für die Gespräche auch die Vorbedingung, der Westen solle die Sanktionen einstellen.

    Der Junta-Chef forderte als Voraussetzung für Gespräche mit Suu Kyi außerdem ein Ende der westlichen Sanktionen gegen sein Land.
    SPON

    Die Quelle dieser “exklusiven” Meldung dürfte die DPA sein. So meldete der WELT-Ticker, unter Berufung auf DPA, um 16.50 die gleiche Ente.

    Auch müssten die westlichen Sanktionen gegen sein Land aufgehoben werden.
    WELT-Ticker 16.50

    Die WELT merkte anscheinend den Widerspruch dieser Agenturmeldung, zu den Meldungen von AP, Reuters und AFP, die allesamt über das Thema ausführlich berichteten. Die Meldung von 16.50 wurde aus dem Ticker genommen und um 19.17 in einer korrekten Form, ohne die falsche Passage wieder online gestellt.

    Das SPON Falschmeldungen, die in die journalistische Linie des Blattes passen, nicht etwa korrigiert, sondern so lange wiederholt, bis es keinen mehr interessiert oder ein kleiner Skandal daraus wird, ist bekannt. So auch diesmal: In einem Folgeartikel, der gegen 21.00 online gestellt wurde, wiederholte SPON die Fehlmeldung und schmückte sie auch noch kommentierend aus, indem man die Vorbedingungen “abstrus” nennt.

    Auch einen Stopp der Sanktionen des Westens gegen Burma machte Than zur Vorbedingung für die Gespräche.
    SPON

    Es ist das gute Recht eines Journalisten, die wirklich geäußerten Vorbedingungen “abstrus” zu nennen, aber im Kontext der Falschmeldung wird der falsche Eindruck vermittelt. Dies ist ganz auf der politischen Linie, mit der SPON bei seiner katastrophale Asien-Berichterstattung in letzter Zeit glänzt. China ist die “Gelbe Gefahr”, gegen die der Westen sich gemeinsam wehren muss. Dieses Mantra hat SPIEGEL-Hauptstadtbürochef Gabor Steingart schon in seinem fragwürdigen Buch “Weltkrieg um Wohlstand” vorgebetet. Dass heute nicht berichtet wurde, dass der Sprecher des chinesischen Außenministeriums expressis verbis mehr “Demokratie” für Myanmar forderte, steht ganz in dieser unrühmlichen Kampflinie.

    So kann man auch hier von einem Fehler ausgehen, oder unterstellen, der Fehler passte so schön ins Konzept, dass man ihn lieber nicht bemerken will.

    Update (5.10/19:35): In einem heute erschienenen Artikel vermeidet SPON die “Falschmeldung” ein weiteres mal zu wiederholen. In den beiden alten Artikeln ist der Fehler freilich nicht korrigiert.

    Jens Berger

    22 Kommentare Print This Post
    SPIEGEL ONLINE überraschte seine Leser heute nachmittag um 17.00 mit einem Bericht über die neuerliche Dialogbereitschaft des burmesischen Generalissimus Than Shwe. Sein Angebot an die Oppositionsführerin Suu Kyi ist an seltsame Vorbedingungen geknüpft. So soll die Lady zunächst von ihrer Haltung der ?Konfrontation, Verwüstung und Sanktionen? abrücken. Dies ist keine neue Forderung - sie ...
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    1. Burma | Bilanzen at in|ad|ae|qu|at

    22 Kommentare:

    1. monsieur fischer schrieb am 4. Oktober 2007 at 23:44 - Permalink

      gute recherche… ich tippe (leider) eher auf zweiteres…

    2. Schwitzig schrieb am 5. Oktober 2007 at 05:56 - Permalink

      Das wirklich traurige an dem Regierungs/Volk-Konflikt ist meiner Meinung, dass die Tage der Junta zwar gezählt sind und dass das auch auf beiden Seiten jeder weiss, allerdings dennoch Menschen sinnlos gequält und sterben werden, bis es dann endlich mal so weit ist, dass die derzeitigen Machthaber entmachtet sind.
      In allen Beispielen die mir bekannt sind, sind Militärregierungen abgesetzt worden, wenn der innere Widerstand derart langanhaltend und Schichtübergreifend aufkam, wie es derzeit in My/Bi/Bu(? was denn nu – jeder sagt etwas anderes, daher nenne ich es jetzt politisch korrekt Mybibu :-) der Fall ist.
      Jede Qual, jedes zerstörte Leben ist verschwendet, aber als noch viel “verschwendeter” empfinde ich es, wenn das Ende absehbar ist und dennoch Opfer generiert werden.
      Zu dem widerlichen Opportunismus von Blättchen wie dem SPIEGEL und dem Internetauswurf SPON werde ich mich jetzt nicht äußern, da wir den Blog doch nicht mit Fäkalausdrücken fluten möchten :-).

      Gruß

    3. Ntr0pY schrieb am 5. Oktober 2007 at 08:49 - Permalink

      @Schwitzig:
      Burma ist die Englische Bezeichnung von Myanmar die der Kolonialzeit entstammt. Birma wird vor allem im deutschsprachigem Raum verwendet. Myanmar ist der ältere Begriff, der jedoch lediglich die größte Bevölkerungsgruppe benennt. Dieser wurde von der Militärjunta gewählt, um zu zeigen, dass die Kolonialzeit hinter ihnen liegt.

      @Herr Berger:
      Schöner Artikel, doch frage ich mich, woher das untere Bild stammt.

    4. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 09:01 - Permalink

      @Ntr0pY

      Das Bild stammt aus dem Jahre 1899 und trägt den “schönen” Titel: “The Yellow Terror In All His Glory”

      Quelle

      Mir scheint, als würden wir uns wieder einmal auf Wilhelm Zwos Spuren wandeln.

    5. Peter Schlegel schrieb am 5. Oktober 2007 at 09:45 - Permalink

      Lieber Jens, das sind wirklich gute Burma-Reportagen!

      Ein paar Mosaiksteinchen moechte ich noch dazufuegen: Die Situation ist noch komplizierter als Du sie darstellst, weil noch weitere Interessen im Spiel sind:

      1.) Burma verfuegt ueber bedeutende Uranvorkommen und produziert nun offensichtlich Yellow Cake, das Ausgangsmaterial fuer Uranhexafluorid, welches zB. Iran dringend zur Speisung seiner Gaszentrifugen benoetigt, nachdem Russland seine vertraglich zugesicherten Lieferung blockiert. Nordkorea faellt nun als Abnehmer aus.

      Quelle: http://www.dictatorwatch.org/ unter der Rubrik:
      IMAGES OF SUSPECTED URANIUM MINE AND REFINERY IN BURMA

      Offenbar unterhaelt die Junta auch ein Raketenbauprogramm und zwingt die Bevoelkerung zu Frondiensten in den Minen und im Strassenbau.

      2.) Thailands vertriebener Exministerpraesident Thaksin Shinawatra hat die offizielle thailaendische Linie gegenueber der burmesischen Junta unterlaufen, indem er die thail. Entwicklungsbank zur Aufstockung eines ausschliesslich fuer Infrastrukturverbesserungen im Grenzgebiet moeglichen Kredites noetigte. Die zusaetzlichen Mittel wurden seinem Telekommunikations-Joint Venture mit der burmesischen Junta zugespielt. Das ist uebrigens eine der wenigen kriminellen Handlungen, die man ihm wirklich beweisen kann und liefert die Begruendung fuer einen internationalen Haftbefehl, resp. des Auslieferungsbegehrens an England. Wie sich Thailand zukuenftig der burm. Junta gegenueber verhalten wird, werden wir nach den Wahlen am 23. Dez. dieses Jahres sehen.

      3.) Die burm. Junta stuetzt sich auch auf die Drogenmafia. Deren Wah Staate Liberation Army massakriert und vertreibt die ethnische Minderheit der Karen aus dem thail./burmesischen Grenzgebiet.
      Quelle: http://derstandard.at/?url=/?id=3054597

      Die burmesische Junta ist uebelster Abschaum und Suu Kyi liegt voellig richtig, wenn sie sich mit denen nicht arrangieren will.

      Es zeigt sich erneut, dass die UNO dringendst reformiert werden muss. Erstens sind den Grossmaechten ihre Veto-Privilegien zu entziehen und zweitens muss eine internationale Eingreiftruppe geschaffen werden, die solchen Herrschuften nach erfolglosen Ultimati den Garaus macht.

      Noch kurz zu China. Du siehst die chin. Politik und ihre Akteure mit westlichen Augen. Pflichtlektuere – der Schluessel zum Verstaendnis Chinas sind gute Kenntnisse der konfuzianischen und taoistischen Traditionen:

      Harro von Senger: 36 Strategeme für Manager.
      Verlag Carl Hanser, München und Wien 2004. 222 S., Fr. 36.-, Euro 20.-.

      Gruss! Peter Schlegel

    6. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 11:28 - Permalink

      @Peter Schlegel

      Danke für die Infos!
      Mit der Querverbindung zu Iran wäre ich aber seeehr vorsichtig.
      Iran baut selbst Uran ab und betreibt eigene Uranmühlen, die Yellow-Cake produzieren. Meines Wissens ist Iran nicht von “Natururanimporten” abhängig – weder aus Russland noch anders wo her.

    7. Lady schrieb am 5. Oktober 2007 at 11:35 - Permalink

      Wie kann China mehr “Demokratie” für Myanmar fordern? Es ist doch selbst eine Diktatur und tritt die Menschenrechte mit Füssen. Stichworte: Tibet, Rebyia Kadeer, Harry Wu und, und, und ………

    8. DrNI schrieb am 5. Oktober 2007 at 11:51 - Permalink

      Ich möchte jetzt nicht den Sick’schen Sprachblockwart spielen, aber wäre “Falschmeldung” nicht auch ein gutes Wort? Bei “Fehlermeldung” denke ich immer an “Allgemeine Schutzverletzung in Modul Kriegsberichterstattung”.

    9. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 12:17 - Permalink

      @DrNI

      Ich schrob auch nicht “Fehlermeldung”, sondern “Fehlmeldung” – aber Du hast recht, “Falschmeldung” ist besser – ich habe es korrigiert.

      @Lady

      China hat eigenwillige Vorstellung von “Demokratie” – die demokratischen Merkmale des chinesischen Staates sind auf jeden Fall wesentlich ausgeprägter als in Myanmar, wo es gar keine Demokratie gibt.

    10. antonym schrieb am 5. Oktober 2007 at 12:27 - Permalink

      Tja #7, China ist eben keine “Diktatur”. Selbst des Spiegelfechters Leitmedium in Asienfragen, die ATOL, ist ja eine chinesische Zeitung.

      Die in lauter Selbstgerechtigkeit angeprangerten Menschenrechtsverletzungen sind zwar bedauerlich, erfolgen aber absolut undifferenziert. Mir scheint das chinesische System eher hocheffizient, immerhin wird 1,x Milliarden Menschen damit ein friedliches Leben mit Reichtum etc. ermöglicht. Wieviel Unglück wird denn im Rahmen der westlichen Sphäre produziert, um diese Zahl von Menschen unter Verwaltung zu halten?

      Und natürlich ist die Demokratisierung durch die informationelle Revolution auch in China noch längst nicht abgeschlossen. Man darf nur nicht erwarten, dass das in exakt in den gleichen Bahnen laufen wird wie im Westen, dazu sind sind kulturellen Unterschiede einfach zu gross.

    11. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 13:12 - Permalink

      @antonym

      Des Spiegelfechters Leitmedium in Asienfragen, die ATOL, ist eine thailändische Zeitung – das nur so nebenbei ;-)

    12. Peter Schlegel schrieb am 5. Oktober 2007 at 14:06 - Permalink

      @spiegelfechter: Ich habe in der Tat (noch) keine konketen Hinweise auf iranische Urankaeufe in Burma gefunden.

      Dafuer im gestrigen Tagesanzeiger (Zuerich) einen hautnahen Bericht aus Rangun, der aus meiner Sicht die Athmosphaere hervorragend beschreibt. Ich habe selber ueber 25 Jahre als Pressefotograf gearbeitet.

      Die Mönche hoffen, es sei noch nicht zu Ende
      04. Okt. 2007 von Stefan Klein
      http://www.tagesanzeiger.ch/dyn/news/ausland/798503.html

      Gruss Peter

    13. antonym schrieb am 5. Oktober 2007 at 16:10 - Permalink

      ATOL ist zumindest lt. Wikipedia:

      “Asia Times Online was founded at the beginning of 1999 and is incorporated and duly registered in Hong Kong.”

      Klar, HK ist nicht die VR China. Aber trotzdem ;)

    14. Ralf schrieb am 5. Oktober 2007 at 17:17 - Permalink

      @ antonym: Das chinesische System ist eben nicht “hoch effizient” und sichert auch keinen “1.x Milliarden Menschen damit ein friedliches Leben mit Reichtum etc.”, vielmehr baut es ein rapides Wachstum auf dem vorindustriellen Lebensstandard der Landbevölkerung auf und lockt dadurch Investoren. Ein Bruchteil der Chinesen verdient momentan enorm am status quo, die Mehrheit tut es eben nicht, sondern zieht unter Hungerlöhnen Wolkenkratzer hoch oder schuftet in Fabriken. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis dieses System seine Stagnation erfahren und die dunkle Mehrheit der Arbeitsheere für sich mehr Rechte einklagen wird. Nur deshalb teile ich auch nicht die Sorgen um eine mögliche chinesische Weltmacht auf den Märkten, die chinesische Welt hat viele Umbrüche noch vor sich, die Europa längst hinter sich hat.

      Wieviel Unglück in “westlichen Sphären” verursacht wird weiss ich nicht. Wieviel darf man denn? In Relation geht es dem durchschnittlichen Europäer jedenfalls meiner Ansicht nach besser als dem durchschnittlichen Chinesen, und selbst, wenn dies nicht so wäre rechtfertigen die Fehler des einen Systems nicht die des anderen.

    15. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 18:57 - Permalink

      @antonym

      Ich muss mich anscheinend zum Teil korrigieren ;-)
      ATOL ist tatsächlich in Hong-Kong registriert, die englisch-sprachige Ausgabe wird aber m.W. von Bangkok aus geleitet. In Hong-Kong wird m.W. nur die komplett unterschiedliche chinesische Ausgabe gemacht. Der “Firmensitz” Hong-Kong hat etwas mit dem Besitzer zu tun. Laut dem Vorwort in Pepe Escobars Buch “Globalistan” ist dies der thailändische Geschäftsmann und Multimillionär . Dieser steht auf Kriegsfuß mit einigen thailändischen Politikern und Generälen, so daß der Firmensitz “Hong-Kong” auch politisch gewählt ist.

    16. Spiegelfechter schrieb am 5. Oktober 2007 at 19:36 - Permalink

      Update (5.10/19:35): In einem heute erschienenen Artikel vermeidet SPON die ?Falschmeldung? ein weiteres mal zu wiederholen. In den beiden alten Artikeln ist der Fehler freilich nicht korrigiert.

    17. Peter Schlegel schrieb am 6. Oktober 2007 at 00:02 - Permalink

      @spiegelfechter
      Gute Quellen zu Menschenrechten in Thailand und China:

      FACT – Freedom Against Censorship Thailand
      http://facthai.wordpress.com/

      China Intern (in deutscher Sprache)
      http://www.china-intern.de/page/menschenrechte.html

      Zu China moechte ich allerdings anmerken, dass die verfolgte Sekte Falun Gong von ihren Mitgliedern absoluten Gehorsam verlagt, also hoechst bedenklich ist. Dies rechtfertigt aber keinesfalls deren Folterung etc.

      Gruss Peter

    18. antonym schrieb am 6. Oktober 2007 at 23:56 - Permalink

      #15
      Faszinierend: “called for Thaksin’s children to “become whores infected with venereal disease.”

      Der Herausgeber der Atol ist also ein thailändischer tycoon, der seine neoliberale Phase hinter sich hat und sich statt dessen den Konservativen angeschlossen hat um eine Schlüsselrolle im Kampf gegen den thailändischen Berlusconi zu spielen. Vielleicht sind ja deshalb die meisten Schreiber da so konservativ :-)

      #14

      ja natürlich zum Glück widerspricht mir ja jemand. Einen realistischen Artikel have ich z.B. hier gefunden:

      http://www.newleftreview.org/?page=article&view=2678

      #15

      Tut mir leid Peter, da bist Du der ultra-rechten Hetze aufgesessen. Anschuldigungen von Organraub, Konzentrationslager, Anti-Kommunismus wie bei McCarthy. Diese Zeitungen sind reine Propaganda, das Geld für diesen Mist kommt von diesen seltsamen Psychosekten wie etwa Falun gong und natürlich auch direkt vom CIA. So etwas als Informationsquelle ernst zu nehmen wäre mehr als fatal. Das ist die gleiche Form von kruder Hasspropaganda mit der z.B. auch die Taliban rekrutiert wurden.

    19. Ralf schrieb am 8. Oktober 2007 at 11:19 - Permalink

      @antonym:

      Ich weiss nicht, wo der von Ihnen gepostete Link mir groß widerspricht, zitieren Sie doch bitte mal. Natürlich benennt die Quelle die Probleme nicht angemessen, was erwarten Sie von einem eindeutig nicht objektiven Bericht? Trotzdem finde ich auch da Hinweise auf genau die Problemthemen, die ich selbst ansprach.

      Ansonsten noch der Link zum Jahresbericht AI 2007, machen Sie sich mal ein nicht rot-gefärbtes Bild (oder doch rot-gefärbt, aber eben nicht links-rot).

      http://www2.amnesty.de/internet/deall.nsf/51a43250d61caccfc1256aa1003d7d38/1d063d69fdd93369c12572ff004510ad?OpenDocument

    20. antonym schrieb am 8. Oktober 2007 at 19:37 - Permalink

      Ich bin z.B. nicht der Meinung, dass destruktive Führerkulte wie Falun Gong unter die Religionsfreiheit fallen. Das zitierte Propagandablättchen mit der esoterisch gefärbten Hasspropaganda ist ein gutes Beispiel, weshalb man solchen Taliban Paroli bieten sollte, auch in Europa wird das ja z.B. vom französischen Staat bei vielen Sekten so praktiziert. Gerade in China haben solche von geistig Verwirrten geführte Gruppen in der Geschichte schon viel Schaden angerichtet.

      Ausserdem bleibt doch die Tatsache, dass der vermeintlich freie Westen weitaus grössere Gewaltmassnahmen aufwendet, um seine Bevölkerung in den Randgebieten des Imperiums unter Kontrolle zu halten. Diese inheränte Gewalttätigekeit des Westens ist auch einer Hauptgründe für die steigende Ablehnung dieses Modells in der Welt.

      Bei allen diesen Berichten über China bleibt auch immer unerwähnt, in welcher Phase der Entwicklung sich das Land eigentlich befindet. Ein entsprechender Bericht über die etwa entsprechende Zeit des Manchester-Kapitalismus wäre um einiges schlimmer ausgefallen, was die Verletzungen von Menschenrechten betrifft.

    21. Manuel schrieb am 11. Oktober 2007 at 11:43 - Permalink

      Ihr könnt auf die verlinkte Webseite gehen und es euch angugen, oder ihr könnt die Verfolgung ignorieren unds es als Sektenseite verurteilen ohne es zu kennen. http://www.FalunGong.de

      Aber natürlich ist es immer einfacher Menschen nach bestimmten Mustern, Schubladen und Kategorien zu beurteilen – nur manchmal ist das fatal.


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