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  • Der Irre von Tiflis lässt es krachen

    geschrieben am 17. März 2010 von Spiegelfechter

    Als der amerikanische Radiosender CBS 1938 Orson Welles Hörspiel “Krieg der Welten” ausstrahlte, kam es landesweit zu Irritationen ? das Szenario, in dem Marsianer unvermittelt die USA angreifen, war offenbar nicht abstrus genug, um nicht von einigen Hörern ernst genommen zu werden. Der moderne “Krieg der Welten” heißt “Kronika” und das Sujet wurde nach Georgien verlagert. Die Marsianer von heute sind ? wie könnte es anders sein – die Russen, die von skrupellosen georgischen Oppositionspolitikern zu einem Angriffskrieg animiert wurden. Anders als Orson Welles Hörspiel wurde Kronika jedoch mit dem Vorsatz ausgestrahlt, Verwirrung und Panik zu verbreiten. Es darf als sicher gelten, dass niemand anders als der georgische Präsident Michael Saakaschwili hinter dieser Sendung steckt. Dem chronisch neben der Spur liegenden Saakaschwili scheint kurz vor den Kommunalwahlen offensichtlich die letzte vorhandene Sicherung durchzubrennen.

    Ein starkes Stück

    Samstag zur Primetime ? der größte georgische Fernesehsender Imedi TV unterbricht das laufende Programm für eine Sondersendung. Innerhalb der beliebten Nachrichtensendung Kronika wird im Stil einer Sonderreportage über ein Horrorszenario berichtet: Georgische Oppositionspolitiker haben sich in ihrem Kampf gegen Saakaschwili mit den Russen verbündet und sie um tatkräftige Hilfe gebeten. Ein martialischer Präsident Medwedew erklärt den “Terroristen” den Krieg, russische Panzer rollen Richtung Tiflis, es wird von Bombardierungen und Aufständen berichtet. Präsident Saakaschwili soll von Oppositionellen umgebracht worden sein und führende Oppositionspolitiker hätten eine pro-russische Regierung gebildet. Die Verräter tragen die Namen Alasania und Burdshanadse ? ersterer Oppositionskandidat bei den Bürgermeisterwahlen in Tiflis, die im Mai stattfinden, letztere aussichtsreichste Gegenkandidatin bei den 2013 stattfindenden Präsidentenwahlen. Krieg, Tod, Verwüstung, Unruhen … fiktiv versteht sich, nur dass man das Publikum lediglich in einem kurzen schwammigen Satz vor der Ausstrahlung auf die Fiktion vorbereitet hat. Keine Untertitel, die den fiktiven Charakter betonen, stattdessen “O-Töne”, die westlichen Diplomaten, oppositionellen Politikern und russischen Offiziellen in den Mund gelegt worden.

    Saakaschwilis Scoop ging auf, lokale Medien berichten von Herzinfarkten, Hamsterkäufen und einem zusammengebrochenen Mobilfunknetz. Die Botschaft blieb ebenfalls hängen. Die Opposition ist pro-russisch und will das Land mit Hilfe des großen Nachbarn unter seine Kontrolle bringen. Wer mit der Opposition demonstriert, stürzt das Land in einen Krieg. Saakaschwili selbst meldete sich wenig Stunden später zu Wort und säuselte, seiner Großmutter hätte die Sendung einen gehörigen Schrecken eingejagt, das Szenario sei jedoch absolut glaubwürdig und sehr realistisch. Wusste Saakaschwili wirklich nichts von der “Sondersendung”? Das Gegenteil ist der Fall.

    Tiflis Clan

    Imedi TV wurde ursprünglich im Dunstkreis des 2008 verstorbenen georgischen “Geschäftsmanns” Badri Patarkazischwili gegründet. Patarkazischwili, der engste Verbindungen zur Mafia unterhielt, galt als enger Partner des umtriebigen Oligarchen Boris Beresowski. Während der unruhigen Jahre des Systemwechsels kamen skrupellose Gangster wie Beresowski und Patarkazischwili zu sagenhaften Reichtümern. Um diese zu verteidigen und die Geschicke der Staaten zu lenken, engagierten sich beide Oligarchen im Medienbereich. Doch schon bald mussten sie erkennen, das sie auf die falschen Pferde gesetzt hatten. Wladimir Putin jagte seinen ehemaligen Protegé Boris Beresowski aus dem Land und Michael Saakaschwili lies Badri Patarkazischwili nicht die Freiräume, die dieser verlangte. Patarkazischwili stellte sich gegen Saakaschwili und aus Imedi TV wurde ein “echter” Oppositionssender.

    Das Hätschelkind des Westens duldet jedoch keine Opposition, nahm Imedi TV zunächst vom Netz, überschrieb den Sender dann an “regierungsnahe Kreise” und machte ihn zu seinem Haus- und Hofsender. Heute wird Imedi TV von einem engen Saakaschwili-Vertrauten und ehemaligen Minister geführt und es ist kein Geheimnis, dass Saakaschwilis PR-Stab das Programm des Senders bestimmt. Es ist unvorstellbar, dass Saakaschwilis Sender ohne Absprache seinen eigenen Tod melden würde. Recherchen georgischer Journalisten haben sogar ergeben, dass niemand anderes als Saakaschwili selbst dafür gesorgt haben soll, dass die gefälschte Sondersendung von Kronika keine Warnhinweise enthielt.

    Saakaschwili hat überreizt

    Ein Mann wie Saakaschwili ist eine einzige Katastrophe für Georgien. Er ist wankelmütig, verlogen und hat offensichtlich jeglichen Sinn für die Realität verloren. Er führt sein Land mit eiserner Hand, unterdrückt die Opposition und agiert wie ein geisteskranker Potentat. Spätestens seit seinem Fünftagekrieg gegen Russland, den er mit Pauken und Trompeten verloren hat, ist Saakaschwili auch international isoliert. Die EU und die USA gehen auf Distanz und kritisieren offen die Menschrechtsverletzungen in Georgien. Von einem NATO-Beitritt Georgiens ist längst keine Rede mehr. Die Auslandsinvestitionen brechen ein, während die Wirtschaft des Landes schwer unter der neuen Eiszeit zwischen Georgien und Russland zu leiden hat. Hätte Saakaschwili nicht einen durch und durch korrupten Staatsapparat aufgebaut, bei dem sich viele Funktionsträger an den Trögen der Macht satt fressen können, hätte ihn das Volk sicherlich bereits aus dem Land gejagt. Saakaschwili ist jedoch ein talentierter PR-Profi ? was im Westen lächerlich und clownesk wirkt, kommt im eigenen Land offensichtlich gut an. Vor allem versteht er, auf der Klaviatur der Angst vor dem großen Nachbarn zu spielen. Auch wenn die Mehrheit des Volkes Saakaschwili verachtet, in den Machtbereich Russlands möchte sie auf keinen Fall kommen. Solange Saakaschwili dem eigenen Volk vorgaukeln kann, die Alternative zu ihm sei die russische Knute, wird es die Opposition schwer haben.

    Ende Mai finden in Georgien Kommunalwahlen statt. Vor allem die Wahlen um das Bürgermeisteramt von Tiflis gelten als Signal für die Zukunft des Landes. Jeder dritte Georgier lebt in Tiflis und der Bürgermeister der Hauptstadt ist eine der mächtigsten Personen im Lande. Mit Irakli Alasania hat die Opposition einen aussichtsreichen Kandidaten ins Rennen geschickt. Der ehemalige georgische UN-Botschafter Alasania galt einst als Ziehsohn und enger Verbündeter Saakaschwilis. Nach dem Fünftagekrieg trat er jedoch aus Protest gegen die Politik des Präsidenten von all seinen Ämtern zurück und wechselte die Seiten. Wenn er die Bürgermeisterwahlen gewinnen sollte, wäre er neben der ehemaligen Präsidentin Nino Burdschanadse wohl der aussichtsreichste Gegner von Saakaschwili bei den 2013 stattfindenden Präsidentschaftswahlen.


    Saakaschwili hat Angst und versucht nun alles in seiner Macht stehende, Alasania zu beschädigen. In diesem Kontext ist auch die unsägliche Kronika-Sendung zu betrachten. Man darf gespannt sein, mit welchen Mitteln Saakaschwili noch zu Werke gehen wird. Im Vorfeld machte die Opposition bereits auf hanebüchene Unregelmäßigkeiten bei den Wahllisten aufmerksam. So existieren in den offiziellen Wahlverzeichnissen mehrere Wohnungen, in denen angeblich mehr als 100 Menschen leben und 50.000 Wähler sollen im Jahre 1890 geboren sein ? so viele 120jährige gibt es jedoch auf der ganzen Welt nicht. Diese Unregelmäßigkeiten dürften jedoch nur die Spitze des Eisbergs sein.

    Hollywood soll´s richten

    Der Westen sollte den “Irren von Tiflis” endlich ganz fallen lassen – ihn weiter zu tolerieren, schadet letztendlich vor allem den Georgiern selbst. Der Mann, der Millionen Steuergelder für PR-Profis in den USA und Europa ausgibt, scheint die Macht der PR zu überschätzen. Ein Produkt wie Saakaschwili kann noch nicht einmal der beste Spindoctor mit Millionenbudgets erfolgreich verkaufen. Um wenigstens die westliche Öffentlichkeit in die Irre zu führen, hat sich Saakaschwili etwas ganz besonderes ausgedacht. Er lässt gerade in Hollywood einen Spielfilm über den Fünftagekrieg drehen. In “Georgia” sollen dann die bekannten Schauspieler Val Kilmer (als amerikanischer Journalist) und Andy Garcia (als Saakaschwili) die Mär vom russischen Überfall verbreiten. Ein glückliches Händchen hatte Saakaschwili bei diesem PR-Coup jedoch nicht ? ausgerechnet Renny Harlin, fünffache mit der Golden Himbeere “geehrt”, soll den Propagandafilm realisieren.

    Jens Berger

    69 Kommentare Print This Post
    Als der amerikanische Radiosender CBS 1938 Orson Welles Hörspiel "Krieg der Welten" ausstrahlte, kam es landesweit zu Irritationen ? das Szenario, in dem Marsianer unvermittelt die USA angreifen, war offenbar nicht abstrus genug, um nicht von einigen Hörern ernst genommen zu werden. Der moderne "Krieg der Welten" heißt "Kronika" und das Sujet wurde nach ...
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    1. Kleine WELTpolitische Exkursion ? Realität und Verschwörungstheorie « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft

    69 Kommentare:

    1. R_Winter schrieb am 17. März 2010 at 17:23 - Permalink

      Saakaschwili ist bescheuert und reiht sich nahtlos in einer Anzahl von geistig behinderten Präsidenten ein.

    2. Sigmund schrieb am 17. März 2010 at 17:36 - Permalink

      Zweiter!

      1. Was in der Berichterstattung eigentlich zu kurz kommt, ist das der Super-Demokrat S. nebenbei auch die Opposition schön schlechtgemacht hat, nach dem Motto:
      “Wer nicht für mich ist, paktiert mit dem Iwan!.

      (Was mich ja an Westerwelle erinnert: Wer die FDP nicht liebt, ist ein demokratiefeindlicher Schwulenhasser!)

      2. Kann sich noch wer an den Terz erinnern, der gemacht wurde, weil Chavez einen Sender hatte “schließen” (nicht wirklich, ich weiß) lassen?
      Wie hat den Imedi den Besitzer gewechselt, und unter welchen Umständen ist der Besitzer in London verschieden? Man stelle sich vor: Ein russischer “Regierungskritiker” stirbt überraschend in London, na da wüßte man aber wer schuld ist.
      Aber hier wird einfach darüber hinweg gesehen.

    3. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 17:42 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Ich wußte, daß Du dieses Ereignis nicht übersiehst :-)

      Soll mir jetzt einer sagen, daß der Kravattenfresser noch alle Tassen im Schrank hat.

      Ein russischer Analytiker http://www.nstarikov.ru/blog/4528 ist der Meinung, daß die Amis den “geborenen Krieger” Saakaschwilli runterspülen wollen.
      Was meinst Du dazu ?

      Einige Artikel von ihm, gibt`s auch auf Englisch: http://www.nstarikov.ru/en/

    4. Outlook schrieb am 17. März 2010 at 18:01 - Permalink

      Das sollte man deshalb aucht vergessen:

      Merkel stützt Saakaschwili
      http://www.taz.de/1/politik/europa/artikel/1/merkel-stuetzt-saakaschwili/

      oder

      Merkel sieht Georgien in der Nato
      http://www.netzeitung.de/politik/ausland/1127657.html

      Merkel stärkt Saakaschwili den Rücken
      http://www.tagesschau.de/ausland/kaukasus118.html

      Merkel hatte dasmals nicht besseres zu tun, als den Russen in den Rücken zu fallen und den Krawatten-Zombie Beistand zu leisten.
      Aus Staatsräson heraus.

      An den ARD-Roth, der heute in den USA ein weiteres Praktikum macht, wäre hier auch zu erinnern.

      Wie kann man die Lage nur so verkennen?
      Deshalb verdient auch Merkel eine Hollywoodchance.

    5. Spiegelfechter schrieb am 17. März 2010 at 18:09 - Permalink

      @Truvor

      Was meinst Du dazu ?

      Das halte ich für sehr plausibel. Wenn wan Civil Georgia liest (die werden von der FNST und USAID unterstützt), kann man kaum glauben, dass der Westen an MS festhält.

    6. Spiegelfechter schrieb am 17. März 2010 at 18:10 - Permalink

      @Outlook

      Ein weiteres Beispiel für Merkels Kurzsichtigkeit.

    7. Outlook schrieb am 17. März 2010 at 18:22 - Permalink

      Steinmeier widerspricht Schröder im Kaukasus-Konflikt

      http://www.sueddeutsche.de/politik/547/306507/text/

      Wie kann man heute solch einen Oppositionsführer der SPD für ernst nehmen.

      Auch hier müßte er sich in einer entsprechenden Bundestagsdebatte korrigieren, genauso, wie heute zu Hartz IV im Bundestag.

      Die Indoktrination der SPD ist unverkennbar.

    8. Outlook schrieb am 17. März 2010 at 18:40 - Permalink

      Barroso besorgt über georgische TV-Inszenierung ?russischer Invasion?
      http://de.rian.ru/safety/20100317/125519169.html

      Merkel schweigt. Aus Staatsräson.

    9. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 18:55 - Permalink

      Mich persönlich, interessiert in dieser Geschichte etwas anderes.
      Werden unsere (westliche) Politiker diese Kreatur nach diesem “Scherz” weiter als einen Demokraten bezeichnen ?

    10. Westerwellenreiter [Jan Müller] schrieb am 17. März 2010 at 18:58 - Permalink

      Der Irre von Tiflis ist eine Anspielung auf den Irren von Teheran. Ich halte beide Bezeichnungen für eine unnötige Personalisierung von Politik.

    11. Spiegelfechter schrieb am 17. März 2010 at 19:01 - Permalink

      @Truvor

      EU, OECD und USA haben bereits mächtig die Schnauze voll. Die Zeiten, in denen MS als “Hoffnungsträger” gefeiert wurde, sind ein für alle mal vorbei.

    12. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 19:22 - Permalink

      @ Spiegelfechter #11

      Ich hoffe, Du hast recht.
      Er ist nämlich, nicht der Einzige http://www.politico.com/news/stories/0210/32487.html , der in eine Klappsmühle gehört.

    13. Luca schrieb am 17. März 2010 at 20:40 - Permalink

      Nach lesen des Artikels stellt sich mir die Frage, warum sollte Georgien unter Saakashivili nicht in die EU aufgenommen werden? Wo sind jetzt die großen Unterschiede zu Berlusconi, den Kaczynski-Brüder oder zu Blair & Aznar? Ist Georgien “ärmer dran” als Griechenland?

      Ich finde jetzt sogar, dass Georgien und Saakashivili ganz ausgezeichnet in die EU-Struktur passen.

      Grüße aus Rom.

    14. lemming schrieb am 17. März 2010 at 20:41 - Permalink

      Total schlimm! Mit solchen Horrorszenarien arbeiten! Noch dazu im TV! Käme echten Demokraten wie uns natürlich niemals in den Sinn, nicht wahr?

      Was soll die Empörung? “shock and awe” wird bei uns in jeder Primetime in jeder Talkshow gespielt.
      MS übertreibt das nur so stark, dass es störend aufstößt. Das Prinzip ist dasselbe. War es hierzulande schon immer: “Die Russen kommen” hieß das damals. Heute heisst es “Deutsche Wirtschaft gegen den Rest der Welt” – weil sie einfach zu gut für diese ist, so dass sie ihr böse wird.
      Dann können die Arbeitnehmer auf ihre Blödheit auch noch stolz sein. Und das ist, herrschaftstechnisch, sehr wichtig.
      Um unliebsam gewordene Bundesgenossen los zu werden, reicht unterdessen ein aufgeschäumtes TV-Event. Wenn Panik gemacht wird, muss man mitrennen. Aber sonst geht’s gut, ja?

    15. Spiegelfechter schrieb am 17. März 2010 at 20:44 - Permalink

      @Luca

      So gesehen … ;-)

    16. Spiegelfechter schrieb am 17. März 2010 at 20:45 - Permalink

      @lemming

      Oh verdammt ich vergaß. Wir leben ja im schlimmsten aller denkbaren Länder. Vergib mir meine Vergesslichkeit *kopfschüttel*

    17. lemming schrieb am 17. März 2010 at 20:53 - Permalink

      @SF

      Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, ein Balken ist in deinem Auge? Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; darnach siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehst!

      Matthäus 7, 4/5

    18. TutnichtszurSache schrieb am 17. März 2010 at 21:02 - Permalink

      Ich frage mich schon lange, warum die Georgier ihren Präsidenten nicht ganz einfach selbst aus dem Amt jagen. Hierfür wäre mir, so hart das auch klingt, jedes Mittel Recht.
      Erst der Krieg gegen die Russen, dann die Sprengung des Kriegsdenkmals, bei dem auch ein kleines Kind umgekommen ist und nun so etwas. Wo soll das noch enden?

    19. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 21:09 - Permalink

      @ Luca #13

      Machst Du auch “Scherze” ?

      Dieser “Scherz” hat der Mutter eines georgischen Soldaten das Leben (Herzinfarkt) gekostet.
      Und so einen “Scherzmacher” willst Du in die EU aufnehmen ?
      Die Herrn, die Du in Deinem Beitrag erwähnt hast, sind zwar keine Heilige, aber sie haben irgendwie geschafft, nicht auf ihre (jeweilige) Bürger mit den “Smertsch”-Raketen zu feuern.

      Erkundige Dich mal, welche Sprengkraft diese Raketen haben und dann versuche es Dir vorzustellen, welche Auswirkung diese Sprengkraft in einer Stadt hat.

    20. Enc schrieb am 17. März 2010 at 21:10 - Permalink

      Diese ruchlose Verquickung von News und Entertainment gab es in abgemilderter Form auch hierzulande bei Pro7… Ich möchte nicht wissen wieviele nichtsahnende Omis und Opis den Pro7-Newsbreak für wahre Münze genommen haben. Auch nicht ohne: Die zunehmende Vermischung von Nachricht und Kommentar bei den großen deutschen Tages- und Wochenzeitungen. Oder digitale Manipulation von Bild-, Ton- und Videomaterial. Sehr bedenklich das alles.

    21. Der Russe schrieb am 17. März 2010 at 21:25 - Permalink

      Der Westen sollte Abhasien und Süd-Ossetien anerkennen (Kosovo lässt grüßen). Sowie auch die Leistung von Russland, das diese Völker von diesem Irren beschützt.
      Dafür ist aber der Westen zu heuchlerisch und zu feige.

    22. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 21:25 - Permalink

      @ TutnichtszurSache #18

      “Ich frage mich schon lange, warum die Georgier ihren Präsidenten nicht ganz einfach selbst aus dem Amt jagen”.

      Das würden sie gern tun (insbesondere nach dem 08.08.08), aber einen Diktator kann man nicht so leicht von seinem Thron stoßen.
      Er klebt daran, wie die Fliegen an der Schei……. .

    23. lemming schrieb am 17. März 2010 at 21:29 - Permalink

      @Truvor
      Dieser ?Scherz? hat der Mutter eines georgischen Soldaten das Leben (Herzinfarkt) gekostet.
      Und so einen ?Scherzmacher? willst Du in die EU aufnehmen ?

      Hey, ich nehme jeden gern in die EU auf, dessen Maßnahmen lediglich einen(!) Herzinfarkt verursacht haben – und sei es der eines weinenden Herzens einer “Soldatenmutter” (schnüff, schneuz). ALLE haben weit mehr auf dem Gewissen, inklusive unserer hiesigen Afghanistan-Krieger. MS allerdings auch, dem seine (ehemaligen) Verbündeten aber doch zugute halten sollten, dass er einen “Frontstaat” regiert. Gerade wir Westdeutschen sollten dafür viel Verständnis haben…

    24. t.h.wolff schrieb am 17. März 2010 at 21:51 - Permalink

      “Georgien wird – wenn es dafür ist – Mitglied der NATO werden.”

      Angela Merkel

      http://www.tagesschau.de/ausland/kaukasus118.html

      Ein denkwürdiger Satz, ausgesprochen während gerade die Opfer von Herrn Saakaschwilis Kleinkrieg mit Russland gezählt wurden. Offenbar erscheint manch einem Strippenzieher die Vorstellung verlockend, daß die nächste Auseinandersetzung auf dem Kaukasus zwischen der NATO und der Russischen Föderation ausbrechen könnte. Diese Frau ist und bleibt ein Sicherheitsrisiko, an ihre Unterstützung der Koalition der Willigen während des völkerrechtswidrigen Krieges gegen den Irak sei erinnert – einschließlich des unsäglichen diplomatischen Fauxpas, der amtierenden deutschen Regierung auf dem Höhepunkt der Verstimmungen zwischen Deutschland und den USA bei einem Besuch in Washington in den Rücken zu fallen – offenbar als Vertreterin des wahren, bürgerlich konservativen Deutschland. Eine günstige Fügung hat verhindert, daß diese Marionette transtlantischer Puppenspieler seinerzeit schon Kanzlerin war, sonst kämen auch aus dem Irak deutsche Soldaten in Zinksärgen zurück.

    25. Griabiger Bazi schrieb am 17. März 2010 at 21:53 - Permalink

      @lemming, 23

      ALLE haben weit mehr auf dem Gewissen

      schnüff, schneuz

    26. COPOKA schrieb am 17. März 2010 at 22:16 - Permalink

      Die Marsianer von heute sind ? wie könnte es anders sein ? die Russen, …

      :))

      Recherchen georgischer Journalisten haben sogar ergeben, dass niemand anderes als Saakaschwili selbst dafür gesorgt haben soll, dass die gefälschte Sondersendung von Kronika keine Warnhinweise enthielt.

      Interessant! In allen Meldungen, die ich davor gelesen/gehört/gesehen habe, war die Rede davon, dass vor und nach der Sendung explizit darauf hingewiesen wurde, dass dabei nur um eine eventuelle Ereignisentwicklung gehe. Angeblich um die Opposition zu kompromittieren.

    27. Linus schrieb am 17. März 2010 at 23:14 - Permalink

      @Der Russe #21:

      Eben. Man bedenke all die russischen Pässe, die an Abhasier und Süd-Ossetier ausgegeben wurden.

    28. Der Russe schrieb am 17. März 2010 at 23:28 - Permalink

      @Linus

      Man bedenke all die russischen Pässe, die an Abhasier und Süd-Ossetier ausgegeben wurden

      Welche Pässe sollen dann Abhaisier und Süd-Ossetier haben? Deiner Meinung nach.

    29. Linus schrieb am 17. März 2010 at 23:31 - Permalink

      Mal jenseits von MS, ist das Problem ziemlich komplex, insbesondere WEIL sich Großmächte einmischen. Georgien war einst, neben der Krim, DER Ferienort der Russen, jedoch nicht der NATO.
      Eine Mitgliedschaft der Georgier in der NATO bringt militärisch gesehen gar nichts, ist aber bei anderen Leuten ein Stachel im Fleisch. Man bricht am Kaukasus einen Streit vom Zaun, dann muß auch Deutschland am Kaukasus verteidigt werden.

    30. Cornelius schrieb am 17. März 2010 at 23:34 - Permalink

      Sehr gute Analyse …

      Mir ist damals das Gesicht eingeschlafen, als die Merkel – kurz nach dem 5-Tage-Krieg – tönte, dass Georgien in die NATO aufgenommen werden sollte.

      Dieser Saakaschwili ist wirklich irre. Der Titel triffts. Solche Schädlinge bekommt man wohl nur mit scharfen Mitteln aus dem Pelz.

    31. Linus schrieb am 17. März 2010 at 23:34 - Permalink

      @Der Russe #28:

      Georgische ;-)

    32. Der Russe schrieb am 17. März 2010 at 23:47 - Permalink

      @ Linus

      Georgische ;-)

      Ja, komisch ;) Aber in Wirklichkeit Quatsch, aus folgenden Gründen:

      1. Nach dem Zerfall der UDSSR hatten alle sowjetische Pässe.
      2. Russland ist Rechtsnachfolger der UDSSR, jeder mit einem sowjetischem Pass konnte auch einen Russischen beantragen (viele Georgier haben dass auch gemacht).
      3. Abhasien ist seit Anfang 90-ger (nach dem Krieg mit Georgien) de facto unanhängig. Also, woher nehmen Abhasier georgische Pässe? Und vor allem warum sollen sie das machen? Die haben doch ihr eigenes Land. Das war doch immer so. Siehe Geschichte Abhasiens.

    33. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 23:48 - Permalink

      @ COPOKA #26

      Ich denke, es hätte bestimmt keine Panik unter der georgischen Bevölkerung gegeben, wenn es einen Hinweis VOR der Sendung gäbe.
      Hast Du die Theorie von N.Starikov (mein Beitrag # 3) gelesen ?
      Sie scheint mir plausibler.
      Würde gerne Deine Meinung erfahren?

    34. Linus schrieb am 17. März 2010 at 23:51 - Permalink

      Was Herrn Saakaschwili anbetrifft, ist das Sache der Georgier. Wir sollten uns dagegen Gedanken machen, was wir von den Leuten halten sollen, die diesem Herrn ‘hinaufgeholfen’ haben.

    35. Truvor schrieb am 17. März 2010 at 23:51 - Permalink

      @ Der Russe #32

      K o r r e k t !!!!!!!!!!!

    36. Linus schrieb am 17. März 2010 at 23:58 - Permalink

      @Der Russe #32:

      Geht’s schon los? ;-)

      Ich seh das nicht so eng. Gebt ihnen halt abhasische Pässe, wenn sie welche wollen. Man muß sie ihnen ja nicht aufdrängen. ;-)

      Am Rande: Ich hab auch #29 geschrieben, übrigens auch #34.

    37. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 00:08 - Permalink

      @ Linus #36

      Jawohl, sie wollten diese Pässe haben und die hatten sie auch gekriegt.

    38. Der Russe schrieb am 18. März 2010 at 00:08 - Permalink

      @ Linus

      Wir sollten uns dagegen Gedanken machen, was wir von den Leuten halten sollen, die diesem Herrn ?hinaufgeholfen? haben.

      Das ist das eigentliche Problem.

    39. Westerwellenreiter [Jan Müller] schrieb am 18. März 2010 at 00:12 - Permalink

      Wie sollen sich Europa (EU), Amerika (USA) und Russland konkret gegenüber Georgien verhalten?

    40. Linus schrieb am 18. März 2010 at 00:12 - Permalink

      @Der Russe #38:

      Ich sehe: Wir beide sind Meister der Entspannungspolitik – im Ernst :-)

    41. Cornelius schrieb am 18. März 2010 at 00:14 - Permalink

      @ Linus (34)

      Wir sollten uns dagegen Gedanken machen, was wir von den Leuten halten sollen, die diesem Herrn ?hinaufgeholfen? haben.

      Ist diese Frage nicht längst beantwortet?

      Mich bewegt doch eher, wie man die Hinaufhelfer – allernorts – umpolen kann. Das ist der Auftrag, der die Menschen weiter bringt. Nicht philosophieren. Handeln.

    42. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 00:20 - Permalink

      @ Westenwellenreiter #39

      Wenn EU, USA und RU keinen Krieg wegen SUKAschwilli haben wollen, dann muß der genießer der Krawatten schleunigst weg.
      Er ist Unberechenbar.

    43. Linus schrieb am 18. März 2010 at 00:31 - Permalink

      @Cornelius #41:

      Unter uns – JA!
      Im Moment bin ich mir ziemlich sicher – die kommen auch noch selber drauf! Warum dann Öl ins Feuer gießen?

    44. Westerwellenreiter [Jan Müller] schrieb am 18. März 2010 at 00:40 - Permalink

      @ Truvor:
      Ich dachte, es seien die Georgier, die ihren Präsidenten und ihr Parlament wählen. Der Westen, aber auch Russland sollten sich da raus halten. In der Ukraine ist das doch auch einigermaßen gelungen.

    45. Linus schrieb am 18. März 2010 at 00:41 - Permalink

      @Truvor #42:

      Ich seh’s anders. EU, USA und RU raus aus Georgien. Dann werden die Georgier ihren Saakaschwili zum Teufel jagen und sich mit den Russen arrangieren. Macht ja auch Sinn ;-)

    46. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 01:31 - Permalink

      @ Westerwellenreiter #44

      Glaubst Du, er wurde von irgendjemanden gewählt ?

    47. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 01:35 - Permalink

      @ Linus #45

      Ach, mein Freund, wenn nur alles so einfach wäre :-)

    48. Westerwellenreiter [Jan Müller] schrieb am 18. März 2010 at 01:44 - Permalink

      @ Truvor:
      Ja, er wurde von einem großen Teil des georgischen Volkes gewählt. Ob es nun wirklich die Mehrheit war, scheint mir genauso wahrscheinlich wie das angebliche Ergebnis der Präsidentenwahl im Iran.

    49. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 02:07 - Permalink

      @ Westenwellenreiter #48

      “Ja, er wurde von einem großen Teil des georgischen Volkes gewählt”.

      Ja, wer glaubt, wird selig :-)

    50. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 03:16 - Permalink

      http://www.timesonline.co.uk/tol/news/world/europe/article7064652.ece

    51. schwitzig schrieb am 18. März 2010 at 09:12 - Permalink

      Westerwellenreiter [Jan Müller] am 18. März 2010 um 00:12 – - Permalink

      Wie sollen sich Europa (EU), Amerika (USA) und Russland konkret gegenüber Georgien verhalten?

      Meiner Meinung nach sollten Militärlieferungen/Programme und Bündnisüberlegungen eingestellt werden.

    52. Spiegelfechter schrieb am 18. März 2010 at 09:26 - Permalink

      @26 COPOKA

      Interessant! In allen Meldungen, die ich davor gelesen/gehört/gesehen habe, war die Rede davon, dass vor und nach der Sendung explizit darauf hingewiesen wurde, dass dabei nur um eine eventuelle Ereignisentwicklung gehe. Angeblich um die Opposition zu kompromittieren.

      Ich hoffe, Du hast mich da nicht falsch verstanden. Vor der Sendung gabe es einen Hinweise – ein kleiner Satz in der Anmoderation, der sicher von den meisten Zuschauern überhört wurde. Nach der Sendung wurde die Fiktion natürlich aufgklärt. Während der Sendung gab es indes keinen einzigen Hinweis. Hierzulande gibt es ja auch solche Sendungen – ich denke da an Guido Knopps “Der dritte Weltkrieg”. Dort werden dann allerdings permanent Untertitel eingeblendet, die auf den fiktionalen Charkater hinweisen. Das wurde bei Kronika unterlassen.

    53. Spiegelfechter schrieb am 18. März 2010 at 09:42 - Permalink

      @Truvor und Co.

      -> Abchasien und Südossetien

      So einfach, wie Ihr das darstellt, ist es natürlich nicht. Beide Entitäten sind kein(!) integraler Bestandteil Russlands. So weit gehen ja noch nicht einmal die Russen selbst. Ein integraler Teil Georgiens können die Entinitäten jedoch auch nicht wieder werden. Russland hat hier Fakten geschaffen – zum einen durch die Pässe, zum andern durch seine wirtschaftlich Übermacht. Ja, Russland lässt sich diesen Streit eine Menge kosten, da kann Georgien nicht mithalten. Am Besten wäre es wohl, wenn die beiden Entitäten so lange wie möglich unter internationaler Aufsicht bleiben, gegen die faktische Dominanz Russlands kann man eh nichts machen.

      -> Saakaschwili

      Der Westerwellenreiter hat (was ja selten vorkommt ;-)) hier vollkommen recht. Natürlich wurde MS von seinem Volk gewählt. Natürlich gab es aber auch Unregelmäßigkeiten – aber die gibt es in Russland auch, nur dass Putin/Medwedew zweifelsohne auch ohne solche Unregelmäßigkeiten die Wahlen locker gewonnen hätte. Bei MS kann man sich da nicht so sicher sein. Dennoch – momentan ist er der legitime Präsident und nur die Georgier können ihn abwählen. Was die internationale Gemeinschaft machen kann, ist folgendes: Sie muss Georgien genau beobachten, Menschenrechtsverletzungen und Behinderungen der Opposition protokollieren und MS vorhalten. Aber das macht sie bereits, sowohl die USA als auch die EU haben diese Dinge protokolliert und gehen (vielleicht zu) vorsichtig auf Distanz. Was kann man noch tun? Man kann MS international isolieren und jegliche Hilfe für das Regime einstellen – dabei muss man jedoch aufpassen, dass mögliche Sanktionen nicht die Wirtschaft und das Volk treffen, ansonsten würde man Georgien in die Hände Russlands treiben und so seine Souveränität untergraben. Russland ist kein(!) neutraler Makler, sondern eine Konfliktpartei! Das darf man nicht vergessen. Einseitige Lösungen kann und darf es nicht geben, der Konflikt lässt sich nur innerhalb eines Dialogs, an dem Georgien und Russland beteiligt sind, lösen.

    54. schwitzig schrieb am 18. März 2010 at 10:05 - Permalink

      @SF

      Was kann man noch tun? Man kann MS international isolieren und jegliche Hilfe für das Regime einstellen ? dabei muss man jedoch aufpassen, dass mögliche Sanktionen nicht die Wirtschaft und das Volk treffen, ansonsten würde man Georgien in die Hände Russlands treiben und so seine Souveränität untergraben.

      Ich denke nicht, dass Sanktionen angebracht sind, denn die Probleme in Georgien gehen uns nichts an. Wir sind nicht die Weltpolizei! Was allerdings geboten wäre ist, Hilfen z.B. militärischer Art und Bündnisüberlegungen mit sofortiger Wirkung einzustellen – der normale Handel muss davon ja nicht betroffen sein. Darüber hinaus könnte überlegt werden, ob OECD-Wahlbeobachter und Russische Wahlbeobachter in einem gemeinsamen Gremium die nächsten Wahlen beobachten – ohne Geheimhaltungsklauseln. Es dürfte für MS schwer werden, eine neutrale Beobachtung von Wahlen zu diskreditieren.

    55. Outlook schrieb am 18. März 2010 at 10:32 - Permalink

      Das Georgien-Syndrom” – DW-Journalist stellt sein Buch bei Leipziger Buchmesse vor
      http://de.rian.ru/world/20100318/125524929.html

      Jetzt bemüht man sich sich schon über Bücher, um der deutschen Aussenpolitk Nachhilfeunterricht zu erteilen.
      Und das von einem DW-Journalist.

    56. Spiegelfechter schrieb am 18. März 2010 at 11:03 - Permalink

      @Schwitzig

      Ich denke nicht, dass Sanktionen angebracht sind, denn die Probleme in Georgien gehen uns nichts an.

      ja, im Kern hast Du da natürlich recht. Ich meine damit auch eher diplomatische Regelungen, die MS als Person treffen. So sollte man ihm beispielsweise keine Plattform bieten, indem man ihn empfängt oder hochrangige Personen mit ihm treffen lässt. Die USA machen das übrigens ganz clever – MS wurde nicht zur Inauguration Obamas eingeladen, sein Konkurrent Alasania war dabei.

      Hilfen z.B. militärischer Art und Bündnisüberlegungen mit sofortiger Wirkung einzustellen ? der normale Handel muss davon ja nicht betroffen sein.

      Absolut d´accord!

      Darüber hinaus könnte überlegt werden, ob OECD-Wahlbeobachter und Russische Wahlbeobachter in einem gemeinsamen Gremium die nächsten Wahlen beobachten ? ohne Geheimhaltungsklauseln. Es dürfte für MS schwer werden, eine neutrale Beobachtung von Wahlen zu diskreditieren.

      Sehr richtig.

    57. khadkh schrieb am 18. März 2010 at 11:12 - Permalink

      @SF

      “Was kann man noch tun? Man kann MS international isolieren und jegliche Hilfe für das Regime einstellen ? dabei muss man jedoch aufpassen, dass mögliche Sanktionen nicht die Wirtschaft und das Volk treffen, ansonsten würde man Georgien in die Hände Russlands treiben und so seine Souveränität untergraben.”

      Ich hatte Sie doch für intelligent genug gehalten, um zu wissen,daß Sanktionen immer die Wirtschaft
      und das Volk treffen. Mal direkt, meist aber indirekt.
      Die Sanktionen im Irak, die auch nicht das Volk treffen sollten, haben 500.000 Kindern das Leben gekostet, lt. Albright war es das auch wert.

      Wie sollten Sanktionen denn sonst auch funktionieren?
      Dadurch das das Volk getroffen wird, ihr Leben erschwert wird, sollen doch dann die Veränderungen
      durch das Volk erzwungen werden.

    58. Spiegelfechter schrieb am 18. März 2010 at 11:15 - Permalink

      @khadkh

      Sanktionen sind auch nicht gleich Sanktionen, man muss nicht gleich mit der unsäglichen Irak-Geschichte kommen. Ich wüßte auch nich inwieweit es das georgische Volk treffen würde, wenn man MS im Ausland keinen roten Teppich ausrollt oder der georgischen Armee keine Waffen mehr verkauft.

    59. khadkh schrieb am 18. März 2010 at 11:57 - Permalink

      @ SF

      Die Relativierung bezüglich der Sanktionen habe ich zu spät bemerkt.

      MS keinen roten Teppich auszurollen, bewirkt was?
      Er steht dann auf einen grauen.
      Keine Waffen zu verkaufen oder das Militär nicht zu unterstützen wirkt sich genauso auf das
      Volk aus, da nun anderswo und nicht subventionierte Waffen teurer eingekauft werden müssen.

    60. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 16:03 - Permalink

      @ Spiegelfechter #53

      Ich habe nie behauptet, daß Abchasien und Südossetien ein integraler Bestandteil Russlands wären.
      Oder vielleicht doch ? :-)

      Westenwellenreiter hat hier vollkommem unrecht.
      Die Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen könnten vielleicht bei uns vorkommen, aber nicht in Georgien.
      Damals wurden nicht nur von Schewarnadse die Wahlergebnisse gefälscht, sondern auch von unserem “geliebten” Saakaschwilli und gerade von ihm in keinem Fall weniger.
      Und seine Wiederwahl war nichts anderes als ein Witz.
      Sogar ein deutscher Wahlbeobachter hat diese Fälschungen angeprangert.
      Am nächsten Tag aber ist er ziemlich “demokratisch” Mundtot gemacht worden.
      Als legitim sieht ihn vielleicht Herr Westerwelle mit seinem “Trabant” Westerwellenreiter, aber ich und die meisten Georgier sehen das anders.

      Die Russen wollen nicht, daß irgendjemand Georgien in ihre Hände treibt.
      Sie freuen sich, daß sie diese Republik los geworden sind.
      In den Augen der Russen sind die meisten Georgier Schmarotzer und wer will schon Schmarotzer haben.

      Mein Vorschlag: Wir schicken ihm ein paar Dutzend Krawatten zu, damit er etwas zu fressen hätte, dann sehen wir, wie es weiter geht :-)

    61. blubb schrieb am 18. März 2010 at 16:09 - Permalink

      Vieleicht sollte man Herrn Harlin noch den Herrn Uwe Boll zur Seite stellen.. nur um ganz sicher zu gehn..

    62. Sukram71 schrieb am 18. März 2010 at 17:54 - Permalink

      Geil.

      Das ist in etwa so, als hätte Helmut Kohl Der Dritte Weltkrieg ohne Vorspann 1983 senden lassen, um die Wahl zu gewinnen … :)

    63. Truvor schrieb am 18. März 2010 at 22:02 - Permalink

      Eine weitere Version: http://www.rusrep.ru/2010/10/news_propaganda/

    64. Berggeist1963 schrieb am 19. März 2010 at 09:04 - Permalink

      Hm, vielleicht hätte der Irre von Tiflis ja auch in Bälde eine Verwendung für den Irren aus Bonn aka Gildo – äh, Guido – Westerwelle. Das gäbe bestimmt ein Dreamteam und der Gildo – äh, Guido – lernt dabei auch noch, wie er bei seiner nächsten “Wutrede” stilvoll in seine Krawatte beisst…

    65. Sukram71 schrieb am 19. März 2010 at 16:12 - Permalink

      @ Berggeist

      Vielleicht treffen sich der Irre aus Tiflis, der Irre aus Bonn und der Irre aus Teheran
      mal auf nem Gipfeltreffen und machen ein Gruppenfoto … :)

    66. lupo schrieb am 20. März 2010 at 13:08 - Permalink

      Heckler Koch Waffen nach Georgien, Mercedes Raketen Werfer für Streu Munition, das ist Alles kein Problem mehr, für hoch kriminelle Deutsche Lobby Politiker! Dies finanziert Alles der Steuerzahler, damit ein paar kriminelle Pyschopaten der Deutschen Politiker, ihre privaten Geschäfte machen können.

      Das georgische Militär ist illegal mit deutschen Waffen ausgerüstet worden. Wie das ARD-Magazin ?Report Mainz? berichtet, sind Spezialeinheiten unter Verletzung der Export-Grundsätze der Bundesregierung mit deutschen Sturmgewehren von Heckler&Koch beliefert worden. Dem SWR-Magazin liegen aktuelle Fotos vor, die georgische Soldaten mit diesen Waffen in Südossetien im Einsatz zeigen.

      http://ard.de/cmwebapp/util/redir.jsp?url=http%3A%2F%2Fwww.tagesschau.de%2Finland%2Freportmainz100.html

      Wo bleibt die Moral von Deutschland, wenn man von Beginn an in Georgien sogar eine reine Mafia Polizei aufbaute vor 16 Jahren

      Georgiens moderne Raketenwerfer können Streumunition verschießen ? eine Gefahr für Zivilisten. Montiert sind sie Mercedes-Benz-Lkws. Dies bedeutet ein Glaubwürdigkeitsproblem für Berlin, das Vorreiter beim Verbot von Streumunition sein will.

      http://www.tagesspiegel.de/politik/Ruestungsexporte-Waffenlieferungen-Georgien;art771,2600242

    67. Bommel schrieb am 21. März 2010 at 14:39 - Permalink

      Die illegalen H&K Waffen können auch über Mittelsmänner oder – länder gekommen sein. Schliesslich verkauft H&K an NATO-Bündnispartner, nur was die damit anstellen, das wird nicht geprüft. Warum auch?
      Verdienen ja alle dran.

    68. Bommel schrieb am 21. März 2010 at 14:41 - Permalink

      Die illegalen H&K Waffen können auch über Mittelsmänner oder – länder gekommen sein. Schliesslich verkauft H&K an NATO-Bündnispartner, nur was die damit anstellen, das wird nicht geprüft. Warum auch?
      Verdienen ja alle dran.
      Dass die USA Georgien militärisch unterstützten ist ja nichts neues, so gesehen könnten sogar die USA diese Lieferung weitergeleitet haben, ist aber rein spekulativ.


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