Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über mich
  • Kontakt

  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Werbung

    MP3-Player Preisvergleich

  • Partner

    OA Logo
  • Archiv

  • Kategorien

    • Afghanistan
    • Afrika
    • Allgemein
    • Ausland
    • Bildungssystem
    • Blogintern
    • Blogs
    • Buchvorstellungen
    • Bundespräsident
    • CDU
    • China
    • Deutschland
    • Energie
    • Europa
    • FDP
    • Finanzkrise
    • Frankreich
    • Geopolitik
    • Georgien
    • Gesundheitssystem
    • Glosse
    • Great Game
    • Großbritannien
    • Grundlagen
    • Grüne
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Kampagnenjournalismus
    • Lesebefehl
    • Linke
    • Medien
    • Menschenrechte
    • Nahostkonflikt
    • Neoliberalismus
    • Panik
    • Podcasts
    • Polen
    • Politclowns
    • Politischer Diskurs
    • Russland
    • Schwarz-Gelb
    • Sicherheitspolitik
    • Sozialpolitik
    • Sparen
    • SPD
    • Spezialdemokraten
    • Südamerika
    • Superwahljahr 09
    • Türkei
    • Unsympathen
    • US-Wahlen 08
    • USA
    • Verschwörungstheorien
    • Volkswirtschaft
    • Wirtschaft
  • Blogroll

    • 7Schläfer
    • Ad Sinistram
    • AllesDrehtSichImKreis
    • Blogsgesang
    • Chefarztfrau
    • Egghat
    • Feynsinn
    • FixMBR
    • Foreign Policy Watch
    • Geschichtsblog
    • Guardian of the Blind
    • Jacob Jung Blog
    • Maiak
    • Maskenfall
    • Michael Schöfer
    • NachDenkSeiten
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Philibuster
    • Sargnagelschmiede
    • sp!ked
    • Spiegelkritik
    • Spreeblick
    • Tautenhahn
    • TomDispatch
    • Transatlantikblog
    • uiuiuiuiuiuiui
    • Unser globales Dorf
    • Wolfgang Michal
  • Quellen

    • AG Friedensforschung
    • Alternet
    • Asia Times
    • Common Dreams
    • Das Dossier
    • Economist´s View
    • FinanceScout24 Versicherungsvergleich
    • Foreign Policy in Focus
    • Freitag
    • German-foreign-policy
    • journalismus – nachrichten von heute
    • Junge Welt
    • Kontaktlinsen Preisvergleich
    • NachDenkSeiten
    • Net News Global
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Open Democracy
    • Ossietzky
    • Project Syndicate
    • Russland-Aktuell
    • Russland.ru
    • Telepolis
    • Vox
  • RSS Nachdenkseiten

    • Hinweise des Tages
    • Die Ordinate wird auch in Sachen Krieg und Frieden stets nach rechts verschoben – auch mithilfe von Friedensnobelpreisträgerinnen
    • Flassbecks „Zehn Mythen der Krise“ – ein Kippbild zur herrschenden Lehre
    • Hinweise des Tages
    • Betr.: Kostenlose Tagesschau App – Der Bundesverband deutscher Zeitungsverleger will das nicht.
  • RSS ad sinistram

    • Diese EU hat keine Berechtigung mehr
    • Nicht rechts, nicht links
    • Sit venia verbo
    • Und dann fehlen uns die Worte
    • Der vage Ausdruck
    • Finanzmärkte als Gegner
    • Ridendo dicere verum
    • Hinter die Schalter!
    • Rückschrittlichkeiten
    • Kinderarmut mit Einkommen verrechnet
  • RSS binsenbrenner.de

    • “Linke” Kanzlerin unter rechtem Beschuss
    • Den Worten ein Gewissen …
    • Amazon und Hungerlohn
    • Ein Volk von Bundestrainern?
    • Sie haben Post! (II)
  • RSS Feynsinn

    • Humanistische Solidarität
    • 2000 – Ich widerrufe alles
    • Neues aus der besten aller Welten
    • Tierkinderporno
    • Warnhinweis
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Konservativer Zwergenaufstand
    • Die Schuldenschnitter
    • Zur Steinbach-Debatte
    • Der Tick mit den jungen Frauen
    • Die Basics über Auschwitz
  • RSS Jacob Jung

    • Das Imperium schlägt zurück: Anstieg linksmotivierter Straftaten
    • Es ist besser, als ein Wulff zu sterben, denn als Hund zu leben
    • Jacobs Woche (29.1. – 4.2.2012)
    • Mitbestimmung oder Mogelpackung: Merkels Zukunftsdialog
    • IGH: Deutschland muss Nazi-Opfer nicht entschädigen
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Letzte Kommentare

      Momo bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Stefan Sasse Du schreibst zur CDU: “… sie sind definitiv keine...

      FetteBeute bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Vogel So ist es.

      Vogel bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Mörkels Trick: Die Abwesenheit eines Profils als Profil? Hm?

      Joachim Endemann bei zur Steinbach-Debatte:

      Ich halte eine Gleichsetzung von Kapitalismus und Faschismus für falsch.

      FetteBeute bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Ich hatte eher den Eindruck es handele sich um ein winseln und...

      Momo bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Stefan Sasse — Ergänzung zu meinem @ mit der Nr. 7: Was Du als...

      Daniel Elsner bei Die Agonie der Demokratie:

      Im Allgemeinen: Was ist an diesem Artikel inhaltlich neu? Er...

      Mod bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Aber FetteBeute?, nur ein Brüllen ihrerseits über einen Artikel, über den...

      Joachim Endemann bei zur Steinbach-Debatte:

      Wenn man der Meinung ist, und dieser kann man selbstverständlich sein,...

      t.h.wolff bei Konservativer Zwergenaufstand:

      “Ich denke man sollte die CDU nicht als monolithischen Block...

      schwitzig bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Sasse Sie sind stark davon beeinflusst und mit Sicherheit nicht gerade...

      Bonsaibäumchen bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Ich denke die sind alle verstrahlt. Bei dem Verein ist einfach...

      schwitzig bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Heimatprophet Ich bin mir recht sicher, dass es ansonsten jeder hier...

      Cheops bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Wie kann man bei der CDU ernsthaft ein Profil vermissen, wenn man eine...

      Heldentasse bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Daeva Herzlichen Dank für die Info, aber ehrlicher weise möchte ich...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Werbung

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Facebook

  • Leseempfehlungen

    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Mutti lässt es krachen

    geschrieben am 22. März 2010 von Spiegelfechter

    Was soll man von einer Mutter halten, die ihre Kinder tagein tagaus vor dem dünnen Eis auf dem naheliegenden Weiher warnt und dann, wenn einer der ungehörigen Racker gegen ihren Willen die Eisfläche betritt und einbricht, dem Ertrinkenden rät, doch selbst die Feuerwehr zu rufen? Wenn sie ihm mit einer Leiter zur Hilfe käme, sei schließlich der erzieherische Effekt für seine Geschwister dahin, so die eiskalte mütterliche Logik. Angela Merkel ist so eine Rabenmutter ? wenn es nach ihr ginge, würde Europa das notleidende Griechenland am ausgestreckten Arm verhungern lassen. Es vergeht zwar kaum ein Tag, an dem die Bundesregierung nicht ihre Position zu den Hilfsmaßnahmen neu überdenken würde, durchgesetzt hat sich allerdings momentan die brachialpädagogische Linie der Kanzlerin.

    With a little help from my friends?

    Bilaterale Hilfen seien so eine Sache und eine Beteiligung der EU sei vertragsrechtlich ohnehin verboten. In diesem Punkt hat Frau Merkel natürlich vollkommen recht, aber seit wann hält sich die Politik in Ausnahmesituationen an Gesetze und Verträge? Die Bundesregierung hat mehrfach vorexerziert, dass selbst die Verfassung vor der gestalterischen Phantasie der Politik keinen Bestandsschutz hat. Ginge es nach der großen Mehrheit der europäischen Politiker, so würde man der EU-Kommission gestatten, eine Sonderanleihe aufzulegen, die man den Griechen zur Verfügung stellt und für die die EU-Staaten gemeinsam haften. Dies hätte den Vorteil, dass die Zinsen überschaubar blieben. Griechenland könnte sich zwar theoretisch auch noch selbst an den Märkten Kapital beschaffen ? die horrenden Risikoaufschläge würden jedoch jegliche Sparmaßnahmen der Hellenen ad absurdum führen.

    Doch das europäische Haus hat seine Rechnung ohne die resolute Wirtin gemacht. Angela Merkel weiß, dass Deutschland als ohnehin solidestes Land der Eurozone in Krisenzeiten zu einer Großmacht geworden ist. Ohne Deutschland ist die EU nicht handlungsfähig und das lässt die Kanzlerin ihre “Freunde” auch wissen. Vollkommen ohne Not treibt sie Griechenland in die Hände des IWF. Während EU-Kommissionspräsident Manuel Barroso das Thema “Griechenlandhilfe” unbedingt am kommenden Donnerstag auf dem EU-Gipfel diskutieren will, geht Merkel auf Konfrontationskurzs und will dieses Thema ausblenden. Verbündete hat sie in diesem Kampf gegen Resteuropa zwar keine, das stört die deutsche Regentin jedoch nicht im Geringsten. Viel Feind, viel Ehr, so die neue deutsche Europadoktrin.

    Sollte sich Merkel in dieser Woche nicht wiederholt von sich selbst distanzieren, wird Griechenland wohl bereits in der nächsten Woche den IWF anrufen. Die USA, als größtes IWF-Geberland und implizite Macht hinter dem IWF, haben den Griechen bereits unter der Hand ihre Unterstützung zugesagt. Was soll man von einer EU halten, die noch nicht einmal in einer überschaubaren Krise einem Mitglied helfen kann oder besser helfen will? Was soll man von einer gemeinsamen Währungszone halten, die bei kleinsten Problemen das Heft des Handelns aus der Hand gibt? Für die Architekten eines gemeinsamen Europas ist Merkels harte Linie schlichtweg ein Schlag ins Kontor.

    Preußens Gloria

    Was treibt die deutsche Kanzlerin eigentlich an? Sind es nur die Wahlen in Nordrhein-Westfalen, wie einige Kommentatoren vermuten? Mitnichten, Angela Merkel will die EU mittels Brachialpädagogik in einigen wichtigen Punkten entmachten und damit den deutschen Hegemonialstatus zumindest auf die gemeinsame Währungszone ausdehnen. Merkel weiß ? der IWF wird Griechenland helfen können, an Portugal, Spanien, Italien oder Irland wird er sich verheben. So spendabel sind selbst die Amerikaner nicht. Vielleicht wird dann ja auch die “rettende Hand” aus Deutschland kommen, die den Amerikanern ihre Anteile im IWF abkauft? Bis dahin will es Merkel bei bilateralen Hilfen belassen und ein hartes Sanktionsregime aufbauen, das unsere südlichen Nachbarn zu deutscher Haushaltsdisziplin zwingen soll. Sollten die Probleme größer als die Lösungsbereitschaft sein, wird der bilaterale Retter in der Not bereits im Vorfeld einen aktiveren Einfluss auf die Politik seiner Nachbarn verlangen. Genau das will die EU-Kommission auch, nur das sie bei der momentanen Gemengelage wohl den Kürzeren ziehen wird. Wer die Kapelle zahlt, bestimmt, welche Musik gespielt wird. Nicht die Ode an die Freude, sondern Preußens Gloria steht auf der aktuellen Playlist der Europapolitik.

    Dabei geht es nicht nur um eine offensive Einflussnahme auf die europäischen Nachbarn. Berlin fürchtet vielmehr, selbst Opfer einer starken EU-Kommission zu werden. Niemand weiß, wie Deutschland seine eigenen Schulden zurückzahlen will. Schon heute verlangt Finanzkommissar Olli Rehn nach Konzepten für eine künftige Haushaltskonsolidierung. Für FDP-Eseleien à la Steuersenkung oder Kopfpauschale wäre dann natürlich kein Platz mehr. Deutschland will immer dann ein starkes Europa, wenn die europäischen Interessen mit den deutschen Interessen deckungsgleich sind. Vertritt man unterschiedliche Ansichten, ist Deutschland keineswegs so europäisch, wie es sich in Sonntagsreden gerne gebärdet. Im europäischen Haus hat Mutti die Hosen an und die alternden Sugardaddys Sarkozy und Berlusconi müssen kleinbei geben. Europa ist teutonisch, Europa ist Matriarchat ? ob es unseren Nachbarn passt oder nicht. Willkommen im Klub.

    Jens Berger

    67 Kommentare Print This Post
    Was soll man von einer Mutter halten, die ihre Kinder tagein tagaus vor dem dünnen Eis auf dem naheliegenden Weiher warnt und dann, wenn einer der ungehörigen Racker gegen ihren Willen die Eisfläche betritt und einbricht, dem Ertrinkenden rät, doch selbst die Feuerwehr zu rufen? Wenn sie ihm mit einer Leiter zur Hilfe käme, ...
    Tags: Deutschland Neoliberalismus Schwarz-Gelb
    Werbeblog
    Partnersuche im Internet
    Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
    Wissenschaftlich fundierter Test!
    www.PARSHIP.de

    Trackbacks:

    1. Mutti lässt es krachen | Global Change 2009 e.V.
    2. Eiserne Lady der Europäischen Union

    67 Kommentare:

    1. memoon schrieb am 22. März 2010 at 18:44 - Permalink

      Der IWF als Inkassobüro für deutsche Banken? Mich wundert nicht, dass Merkel das gut findet – die deutschen Banken können zwar nicht das zu verpfändende Tafelsilber auswählen, dafür sind sie aber auch nicht die Buhmänner.

      Aber ich finde es ist vollkommen Schnurz, von wem die “Hilfe” kommt. Für die Griechen bedeutet sie den Totalverlust der Souveränität (falls da überhaupt noch was ist). Zu diesem Problem sagt der Artikel nichts.

      Ich wünsche den Griechen die Kraft, “nein” zu sagen, die Kredite zu annulieren, ihre Banken zu vergesellschaften und die Drachme wieder einzuführen. Das wär ein erster Schritt in die Mündigkeit. Gegen die Macht der Medien wird es aber ein schwerer Weg.

    2. Diskussionsteilnehmer schrieb am 22. März 2010 at 19:05 - Permalink

      Ich wünsche den Griechen die Kraft, ?nein? zu sagen, die Kredite zu annulieren, ihre Banken zu vergesellschaften und die Drachme wieder einzuführen. Das wär ein erster Schritt in die Mündigkeit.

      Würde es eigentlich Sanktionen geben, wenn ein Land beschließt seine Kredite nicht mehr zurück zu zahlen?

    3. ppp schrieb am 22. März 2010 at 19:07 - Permalink

      Mich fasziniert ja auch, wie völlig vergessen inzwischen ist, das die EU sich erst feierlich eine ach so zukunftsfeste Verfassung gegeben hat. Man, wie wurde sich da auf die Schulter geklopft und auf die uneinsichtigen Bürger herabgesehen….

      In Reaktion auf die Deutsche Herren…ach ne, natürlich Damenattitüde wird wohl oder übel die Eurozone auseinander fallen. Zu den vielen Einzelwährungen wird man vielleicht nicht zurückkehren, eher ein Süd-, Ost, Mitteleuro – und einen eigenen Euro ganz allein für Deutschland, hehe.

      Denn kein anderes Euroland wird wohl wieder so doof sein, sich in die babylonische Gefangenschaft der starrköpfigen deutschen Wirtschaftspolitik zu begeben.

    4. Diskussionsteilnehmer schrieb am 22. März 2010 at 19:11 - Permalink

      In Reaktion auf die Deutsche Herren?ach ne, natürlich Damenattitüde wird wohl oder übel die Eurozone auseinander fallen.

      Wenn wir die DM wieder bekommen wird das für die Gastronomie und den Einzelhandel eine Katastrophe ^^. “WÄÄÄS! Deine Muddä löhnt 8 Maak fün Bier Aldä!”

    5. Raus aus Deutschland schrieb am 22. März 2010 at 19:19 - Permalink

      Die Griechen haben nachweislich betrogen.

      HEUTE ist Zahltag!

      Darum habe ich kein Mitleid mit den Griechen.

      Der Preis für die Rettung bedeutet die Aufgabe der Souveranität.

      Es ist Sache der Griechen zu entscheiden wofür sie wählen.

    6. Wat. schrieb am 22. März 2010 at 19:24 - Permalink

      @ memoon # 1

      Ich wünsche den Griechen die Kraft, ?nein? zu sagen, die Kredite zu annulieren, ihre Banken zu vergesellschaften und die Drachme wieder einzuführen. Das wär ein erster Schritt in die Mündigkeit. Gegen die Macht der Medien wird es aber ein schwerer Weg.

      Warum die Griechen.
      Warum nicht ‘wir’ auch.

      Geht schließlich ‘oben’ gegen ‘unten’ – nicht DE gegen GR – oder ‘wir’ gegen die anderen oder die anderen gegen ‘uns’….

      Die Welt-/ und EU-weit-Oberen (die mit den leistungslosen Zinseinkommen) haben sich da fein ‘bedient’, davon hat(te) der ‘gemeine Grieche’ genauso wenig, wie der ‘gemeine Deutsche’.

      Es ist also eigentlich nicht die Frage nach Drachme oder DM – sondern, wen ‘füttern’ wir wirklich ‘durch’, wer lebt wirklich über ‘unsere’ Verhältnisse.

      Divide et impera! – klappt ja mal wieder prima.

    7. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 19:26 - Permalink

      @Diskussionsteilnehmer

      Würde es eigentlich Sanktionen geben, wenn ein Land beschließt seine Kredite nicht mehr zurück zu zahlen?

      Das ist nicht einmal nötig – die folgenden Bestrafungen durch die Märkte wären derart verherend, dass sich die Frage nicht ernsthaft stellt.

    8. Omom schrieb am 22. März 2010 at 19:28 - Permalink

      Die südlichen Staaten der Eurozone (Griechenland, Spanien, Italien, Portugal) bräuchten meines Erachtens nur ganz leise damit zu drohen, aus der momentanen Eurozone auszusteigen und den von Heiner Flassbeck in die Diskussion eingebrachten “Süd-Euro” einzuführen, und schon wäre es weitestgehend vorbei mit der erpresserischen “Preußens-Gloria-Herrlichkeit” der Raben-”Mutter” Merkel:

      – Der “Süd-Euro” würde gegenüber dem “Rest-Euro” drastisch abwerten, was die Exporte der südeuropäischen Staaten sowohl gegenüber der “Rest-Eurozone” als auch gegenüber dem “Rest der Welt” wettbewerbsfähiger machen würde. Die Wechselkursabwertung des “Süd-Euro” würde zugleich die Importe aus der “Rest-Eurozone” und dem “Rest der Welt” verteuern und sich damit positiv auf das zukünftige Auftragsvolumen der Unternehmen der südeuropäischen Staaten auswirken.

      – Die Einführung eines “Süd-Euro” wäre ein kräftiger Schlag ins Kontor der Staaten der “Rest-Eurozone”, und hier vor allem des Exportjunkies Deutschland: Die Wettbewerbsfähigkeit der südeuropäischen Staaten gegenüber der “Rest-Eurozone” würde mit einem Schlag drastisch ansteigen und damit die Exporte vor allem Deutschlands deutlich nach unten drücken. Auch gegenüber dem “Rest der Welt” würde die Aufwertung des “Rest-Euro” zu einem Verlust an Wettbewerbsfähigkeit und damit zu einem Einbruch bei den Exporten führen.

      Ich weiss: Es gibt auch gegenläufige Aspekte:

      — Z.B. ein Anstieg der Inflation bei den südeuropischen Staaten (sofern die Exporteure nicht preisliche Zugeständnisse machen müssen, um das eigentlich aus der Wechselkursabwertung resultierende höhere Preisniveau in den südeuropäischen Staaten zumindest teilweise zu neutralisieren).

      – Z.B. eine aus dem Wechselkursanstieg des ‘”Rest-Euro” resultierende niedrigere Inflation und damit eine günstigere Entwicklung der Realeinkommen in der “Rest-Eurozone”.

      Per Saldo würde die Einführung eines “Süd-Euro” meines Erachtens jedoch insbesondere der extrem exportlastigen deutschen Wirtschaft einen erheblichen Schaden zufügen. Sofern die Merkel zu großkotzig auftritt, kann es ganz schnell passieren, daß die südeuropäischen Staaten einen leichten Fingerzeig in Richtung “Süd-Euro” geben. Das würde wahrscheinlich bereits kurzfristig den Wechselkurs des Euro umgehend nach oben treiben und den von der hiesigen Exportwirtschaft begrüßten Rückgang des Euro-Wechsekurses zumindest teilweise wieder rückgängig machen.

    9. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 19:29 - Permalink

      @memoon

      bedeutet sie den Totalverlust der Souveränität (falls da überhaupt noch was ist). Zu diesem Problem sagt der Artikel nichts.

      Nee, ich will doch nicht immer Artikel schreiben, die über fünf Seiten aufwärts gehen ;-)

      Ich wünsche den Griechen die Kraft, ?nein? zu sagen, die Kredite zu annulieren, ihre Banken zu vergesellschaften und die Drachme wieder einzuführen. Das wär ein erster Schritt in die Mündigkeit. Gegen die Macht der Medien wird es aber ein schwerer Weg.

      Dann müssten die Griechen aber auch bereit sein, den Preis dafür zu zahlen … und dieser Preis ist extrem hoch. Ich würde das den Griechen auf keinen Fall empfehlen, geschweige denn wünschen.

    10. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 19:31 - Permalink

      @Omom

      Die südlichen Staaten der Eurozone (Griechenland, Spanien, Italien, Portugal) bräuchten meines Erachtens nur ganz leise damit zu drohen, aus der momentanen Eurozone auszusteigen und den von Heiner Flassbeck in die Diskussion eingebrachten ?Süd-Euro? einzuführen, und schon wäre es weitestgehend vorbei mit der erpresserischen ?Preußens-Gloria-Herrlichkeit? der Raben-?Mutter? Merkel:

      Seeeehr richtig! Aber so viel Zusammenhalt ist weit und breit nicht auszumachen.

    11. Albert schrieb am 22. März 2010 at 19:33 - Permalink

      Also diesen merkelkritischen Unterton kann ich nicht ganz nachvollziehen.

      Mitnichten, Angela Merkel will die EU mittels Brachialpädagogik in einigen wichtigen Punkten entmachten und damit den deutschen Hegemonialstatus zumindest auf die gemeinsame Währungszone ausdehnen.

      Ist das etwa schlimm? Die EU ist ein Staatenverbund, indem Stimmen kleiner Länder leider übermäßig viel gelten. Und zu allem Überfluss tauchen in der EU immer mehr Kleinststaaten auf, von denen alle ihren Senf dazugeben wollen.
      Da ist es doch wirklich nicht unvernünftig, wenn die Interessen der weniger wertvollen deutschen Wählerstimmen etwas gestärkt werden.
      Engländer und Franzosen sind in der Hinsicht um einiges härter unterwegs und unseren ost-europäischen Freunden täte etwas deutsche Führung auch ganz gut.

    12. Wat. schrieb am 22. März 2010 at 19:36 - Permalink

      @ Spiegelfechter# 10

      Dann müssten die Griechen aber auch bereit sein, den Preis dafür zu zahlen ? und dieser Preis ist extrem hoch. Ich würde das den Griechen auf keinen Fall empfehlen, geschweige denn wünschen.

      Schon mal von diesem komischen Wort ‘Solidarität’ gehört ;-)

      ‘Wir’ zahlen dafür auch, oder was glaubst Du wer da wieder ‘retten’ darf und womit. Die Lohnempfänger haben schon gezahlt, daß da Geschäfte in Gang kamen und die Lohnempfänger und die mit keinem Lohn mehr werden auch die sein, die dafür bezahlen, daß die Geschäfte nun ‘geplatzt’ sind…

      ‘Wir’ kriegen das auch so voll ab. Nur, daß uns verklickert wird, der doofe Grieche ist ja schuld.

    13. Diskussionsteilnehmer schrieb am 22. März 2010 at 19:40 - Permalink

      Die Griechen haben nachweislich betrogen.

      HEUTE ist Zahltag!

      Darum habe ich kein Mitleid mit den Griechen.

      Der Preis für die Rettung bedeutet die Aufgabe der Souveranität.

      Trennen wir doch erst einmal zwischen Volk und Herrschaft und gucken dann, was übrig bleibt. Wenn ich mir unsere gewählte Verwaltung so ansehe, möchte ich auch auf keinen Fall für diese Regierung haften oder an ihren Taten gemessen werden.

      Ansonsten kann eine Regierung durch weitere Kreditaufnahme nicht aufgeben, was nur dem Volk unabänderlich zu eigen ist.

    14. Griabiger Batzi schrieb am 22. März 2010 at 19:41 - Permalink

      Wer hat Island mit einem grosszügigen Sofortkredit über 4 Milliardenm der nur mit LIBOR-Prozentsatz + 0,3 bis 0,5 Prozent verzinst wurde?

      Es waren nicht die Bündniskollegen aus der Nato.
      Es waren kein Kollege aus dem Europäischer Wirtschaftsraum.

      Es war Russland.

      Der neueste Nebelkerze ist das hier:

      http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bankenabgabe110.html

      Das bringt so gut wie nichts. Ausserdem können sich die Banker damit mal wieder toll aus der Verantwortung für die jetzige Krise stehlen.

      Etwas bringen würde:

      1. Verbot von CDS ohne dazugehörige Kredite
      2. Finanztransaktionssteuer
      3. Mit ein bißchen zeitlicher Verzögerung: Erhöhung der Leitzinsen.

    15. dat krokodil schrieb am 22. März 2010 at 19:41 - Permalink

      Hätte so eine Meinung nicht erwartet… Warum sollen die Deutschen den Griechen ihr Geld schenken? Zurück bekämen wir die Kredite doch nie im Leben. Griechenland musste ja bereits für den Eintritt in die Währungsunion pfuschen und ohne Goldman Sachs wäre nichts daraus geworden.

    16. Diskussionsteilnehmer schrieb am 22. März 2010 at 19:42 - Permalink

      Die Lohnempfänger haben schon gezahlt, daß da Geschäfte in Gang kamen und die Lohnempfänger und die mit keinem Lohn mehr werden auch die sein, die dafür bezahlen, daß die Geschäfte nun ?geplatzt? sind?

      So etwas passiert auch in unserer Wirtschaft jeden Tag. Schlechtes Wirtschaften hat meistens auch für andere Konsequenzen.

      Viel wichtiger: Ich hatte schon den Glauben an die deutschen U-Boote verloren, als Griechenland immer mehr und mehr reklamiert hatte. Da nun der wahre Grund bekannt ist, bin ich wieder beruhigt, was das angeht.

    17. Wat. schrieb am 22. März 2010 at 19:47 - Permalink

      @ dat krokodil # 15

      Warum sollen die Deutschen den Griechen ihr Geld schenken? Zurück bekämen wir die Kredite doch nie im Leben.

      ‘Die Deutschen’ haben ihr Geld längst verschenkt, als sie nämlich für immer geringere Löhne und Sozialbudgets gearbeitet haben – nämlich ihrem jeweiligen ‘Arbeitgeber’.

      ‘Die Deutschen’ haben keine Forderungen an Griechenland – die Forderungen an griechische Firmen, also auch nicht an Griechenland, haben die privaten Eigentümer der unterschiedlichen Firmen und Banken, die das Ganze kreditiert haben.

    18. Griabiger Batzi schrieb am 22. März 2010 at 19:49 - Permalink

      @Raus aus Deutschland, 5
      @ dat krokodil 15

      Die Griechen haben nachweislich betrogen.

      HEUTE ist Zahltag!

      Darum habe ich kein Mitleid mit den Griechen

      98% der Griechen haben nicht betrogen. Ein paar vermeintliche Volksvertreter haben betrogen. Das Wahlsystem und der Repressionapparat dieser vermeintlichen Volksvertreter haben dafür gesorgt, dass das Volk dem betrügerischen Treiben der vermeintlichen Elite kein Ende setzen konnte.

      Da halte ich es wie Univ.-Prof. Dr. Hans Herbert von Arnim:

      ?Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wahrheit nichts zu sagen.”

      Folglich hat es [das Volk] auch nicht für Krisen zu zahlen, die es [das Volk] nicht zu verantworten hat.

    19. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 19:49 - Permalink

      @Wat

      ?Wir? zahlen dafür auch, oder was glaubst Du wer da wieder ?retten? darf und womit.

      Aber wen retten wir denn? Den gemeinen Griechen auf der Strasse? Oder doch den deutschen Banker, Fondsmanager oder Versicherungsanbieter? Wer müsste denn letztlich (neben dem Griechen auf der Strasse) die Pleite zahlen? Wir, Du und ich und alle unsere lieben Mitbürger, die in irgendeiner Art und Weise eine finanzgedeckte Altersvorsorge haben. Denn dem gemeinen Griechen auf der Strasse gehören die eigenen Staatsanleihen nicht. Think about it ;-)

    20. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 19:53 - Permalink

      @dat krokodil

      Hätte so eine Meinung nicht erwartet? Warum sollen die Deutschen den Griechen ihr Geld schenken?

      Welchen Griechen? Wer besitzt denn griechische Anleihen? Es ist das alte Spiel – das Finanzsystem muss wieder einmal gerettet werden und der Steuerzahler ist der Doofe. Egal in welchem Szenario, da klingt der Vorschlag einer EU-Kommissionsanleihe schon am besten.

      Zurück bekämen wir die Kredite doch nie im Leben

      Natürlich nicht, aber nun sind die Griechen schon waidwund, da wäre es für unsere Eliten doch fahrlässig, nicht zuzuschlagen. Ein echtes Niedriglohnland im Euroraum – das hätte doch was für unsere Leistungsträger.

    21. Wat. schrieb am 22. März 2010 at 20:00 - Permalink

      @ SF – watt’n, ‘nen intelligenter Mensch wie Du hat so was wie eine private Altersvorsorge, oh mann.

      Haste auch noch sowas wie eine kapitalbildende Lebensversicherung – dann wärst Du sogar noch jemand der Geschäfte mit dem Tod und gar mit dem ‘eigenen’ macht.
      Dafür hast Du ‘Strafe’ verdient ;-)

      ‘Wir’ retten die Banken und Du hoffst, ‘wir’ retten Dich dabei mit Deiner Supi-Altersvorsorge mit…( falls das mit der Absicherung wirklich auch auf Dich zutreffen sollte, habe ich jetzt einfach mal, sorry, unterstellt)

      Und die Banken wissen, solange sie solche ‘zukunftsfrohen’ Menschen wie z.b. Dich unter Vertrag haben, werden sie auch immer ‘Soldaten’ haben, die ihr Geschäftsprinzip verteidigen.

      P. S. Sollte jeder bitte mal in einer ruhigen Stunde drüber nachdenken.

    22. memoon schrieb am 22. März 2010 at 20:07 - Permalink

      @Wat.

      Warum die Griechen.
      Warum nicht ?wir? auch.

      Weil die Deutschen noch lange nicht soweit sind.
      Bei den Griechen gibt es wenigstens eine organisierte Minderheit, deren Bauch ihnen sagt, dass sie den Gürten nicht für das Kapital enger schnallen sollten. Wenn die organisierten den Rest ‘mitnehmen’ könnten, wäre der Ansatz eines wahrhaft basis-demokratischen Widerstandes erkennbar. Aber die Chancen dafür stehen nicht gerade gut, wenn man hört, wie TINA aus allen Rohren feuert.

      @SF

      Dann müssten die Griechen aber auch bereit sein, den Preis dafür zu zahlen ? und dieser Preis ist extrem hoch.

      Der ‘Preis’ ist so oder so hoch. Die Frage ist doch, wer bezahlt wen. Jahrelang Schulden abbezahlen und auf jegliche gesellschaftliche Gestaltungsspielräume verzichten (dabei noch die alte korrupte Elite in Ämtern und Würden halten) oder retten, was man retten kann und auf von niedrigem Niveau einen Neuanfang wagen. Hoffentlich dann mit einem besseren Verständnis der eigenen Produktionsweise und ihrer Möglichkeiten…

      Du hast von der Bestrafung durch die Märkte gesprochen. Ich glaube, die ‘Märkte’ (meintest Du nicht ganauer das ausländische Kapital?) kennen keine Moral und kein Recht, das Wort Bestrafung ist unangebracht. Sollten die Griechen resetten, können sie natürlich den bisherigen öffentlichen Sektor vergessen. Das halte ich aber für einen Vorteil. Wenn sie es schaffen, die Verwaltung und die Justiz nach eigenen Regeln neu aufzustellen, können sie auch dem ‘Markt’ dort einen Platz zum Tummeln lassen, wo sie ihn brauchen (siehe China, Venezuela, Kuba, Bolivien, usw). Der Knackpunkt ist die Stabilität der Verhältnisse. Die Beispiele sollten dabei natürlich nur in dem Sinne als Vorbilder gelten, das man ihre Fehler vermeidet.

    23. Omom schrieb am 22. März 2010 at 20:11 - Permalink

      @ 11 – Albert

      Sie schreiben:

      “Da ist es doch wirklich nicht unvernünftig, wenn die Interessen der weniger wertvollen deutschen Wählerstimmen etwas gestärkt werden.
      Engländer und Franzosen sind in der Hinsicht um einiges härter unterwegs und unseren ost-europäischen Freunden täte etwas deutsche Führung auch ganz gut.”

      Das ist genau die Argumentations-Marschlinie unserer konservativ-neoliberalen “Eliten”:

      - Diese versuchen, die hiesige Bevölkerung über die Masche “Deutsche Interessen”, “Patriotismus” und “Nationalstolz” in ihre eigensüchtige Strategie einzubinden.

      - Jedoch: Es gibt nicht “die” deutschen Wählerstimmen und es gibt auch nicht die “deutsche Führung”, die zum Nutzen der Mehrheit der deutschen Bevölkerung (von der Mehrheit der Bevölkerung auch in den anderen europäischen Staaten wollen wir mal gar nicht sprechen) ausgeübt wird. Ich will das alles an dieser Stelle nicht lang und breit ausführen, sondern nur einige Stichworte zu jener Politik nennen, welche die deutsche Regierung und die neoliberalen deutschen Interessenvertreter im Verbund mit der unter starkem deutschen Einfluß stehenden EZB den übrigen Staaten der Eurozone und den dort lebenden Menschen aufs Auge drücken möchte:
      — Lohndumping (Deutschland hat europaweit mittlerweile den höchsten prozentualen Anteil der im Niedriglohnsektor beschäftigten Arbeitnehmer).
      — Eine seit langen Jahren anhaltend schlechte Entwicklung des hiesigen Binnenmarktes.
      — In keinem Land der OECD haben sich die Einkommen zwischen 2000 und 2005 so ungleich entwickelt wie in Deutschland.
      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/413/die-grose-dekompression
      — Eine Übertragung der deutschen “Reformpolitik” auf die übrigen Staaten der Eurozone würde sich letztendlich zum Schaden der Arbeitnehmer sowohl in Deutschland als auch in den übrigen Staaten der Eurozone auswirken. Die Löhne und Gehälter in der gesamten Eurozone würden unter Druck geraten, die Gefahr einer europaweiten Deflation würde drastisch ansteigen.

      FAZIT:
      Wir sollten uns von unseren neoliberalen “Meinungsführern” in Politik, Medien und Lobbyorganisationen der Wirtschaft (z.B. INSM) nicht mit falschen und verlogenen “Patriotismus”-Parolen hinters Licht führen lassen. Die hiesigen neoliberalen “Eliten” würden sich im Falle einer erfolgreichen Verdummbeutelung der Bevölkerung schepp lachen!

    24. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 20:14 - Permalink

      @Wat

      @ SF ? watt?n, ?nen intelligenter Mensch wie Du hat so was wie eine private Altersvorsorge, oh mann.

      Natürlich nicht ;-)

      Aber Finanzprodukte, die in irgendeiner Art und Weise von einem Zusammenbruch des Finanzsystems betroffen wären ;-)

      ?Wir? retten die Banken und Du hoffst, ?wir? retten Dich dabei mit Deiner Supi-Altersvorsorge mit?( falls das mit der Absicherung wirklich auch auf Dich zutreffen sollte, habe ich jetzt einfach mal, sorry, unterstellt)

      Och tröste Dich – wenn Du nicht eben ein komplett hoffnungsloser Hartzer bist und nie wieder im Leben eine Perspektive haben wirst, retten “wir” auch “Dich” ;-)

    25. memoon schrieb am 22. März 2010 at 20:14 - Permalink

      @Griabiger Batzi
      Mit Herrn von Arnim zu argumentieren ist auch immer wieder eine Gelegenheit das VOLK auf die Palme zu bringen. Leider habe ich das Gefühl, sein Publikum wird immer mehr zum VOLK und dabei immer weniger souverän.

    26. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 20:21 - Permalink

      @memoon

      Der ?Preis? ist so oder so hoch. Die Frage ist doch, wer bezahlt wen.

      Das sind aber zwei Fragen, die nicht immer direkt zusammenhängen. Du kannst ja mal einen Argentinier oder einen Russen fragen, was ein Staatsbankrott eigentlich ist – und die Russen hatten noch das Glück, dass die Welt scharf auf ihre Rohstoffe ist, was für Griechenland nicht zutrifft.

      Du hast von der Bestrafung durch die Märkte gesprochen. Ich glaube, die ?Märkte? (meintest Du nicht ganauer das ausländische Kapital?) kennen keine Moral und kein Recht, das Wort Bestrafung ist unangebracht.

      Jein, dann zahle Du doch mal Deine Privatkredite nicht zurück. Wenn überhaupt kriegst Du dann nur noch Geld von sog. Kredithaien (hinter denen natürlich auch unsere lieben Banken stehen). Das meine ich mit der Strafe der Märkte. Schön wenn man keine Kredite braucht, für eine gesamte Volkswirtschaft ist dies jedoch nicht der Fall.

      Sollten die Griechen resetten, können sie natürlich den bisherigen öffentlichen Sektor vergessen.

      … und ihre “neue” Währung ebenfalls, womit auch der private Sektor betroffen wäre.

      Das halte ich aber für einen Vorteil. Wenn sie es schaffen, die Verwaltung und die Justiz nach eigenen Regeln neu aufzustellen, können sie auch dem ?Markt? dort einen Platz zum Tummeln lassen, wo sie ihn brauchen (siehe China, Venezuela, Kuba, Bolivien, usw).

      China kann dies nur, weil die Chinesen einen Bruchteil eines Griechen “verdienen”. Kuba, Venezuela oder Bolivien als positive Beispiele darzustellen, die mit Griechenland vergleichbar wären, ist wenig hilfreich. Lateinamerikanische Genügsamkeit ist nicht jedermanns Sache ;-)

    27. Wat. schrieb am 22. März 2010 at 20:23 - Permalink

      @ SF # 24

      Och tröste Dich ? wenn Du nicht eben ein komplett hoffnungsloser Hartzer bist und nie wieder im Leben eine Perspektive haben wirst, retten ?wir? auch ?Dich?

      Oh, da hast Du Dir aber was ‘aufgehalst’ – dann üb’ mal schon.
      Ossi, Frau, ‘falsches’ Weltbild’… Hatzer schaff ich bestimmt auch noch (mal)… Perspektive? etwa doch statt TINA nun TIANA ;-)

    28. elwu schrieb am 22. März 2010 at 20:38 - Permalink

      So wenig ich von Merkel halte, in dieser Sache hoffe ich, dass sie ausnahmsweise wirklich ihre angeblich harte Position durchhält (was ich bezweifle). Und nicht per EWF oder bilateraler Hilfen die Schleusen öffnet dafür, dass die deutschen Arbeitnehmer den Griechen (und darauf zwangsläufig folgend den Portugiesen, Spaniern und Italienern) ihr Dolce Vita noch mehr als bisher eh schon subventionieren.

    29. R_Winter schrieb am 22. März 2010 at 20:46 - Permalink

      Für FDP-Eseleien à la Steuersenkung oder Kopfpauschale wäre dann natürlich kein Platz mehr.

      wenn es so wäre……..

      Ich bin Überzeugt, daß die Kopfpauschale zwischen den Neoliberalen in der CDU und FDP abgesprochen ist. Wie wäre sonst der Satz von Merkel zu verstehen, als Antwort auf Söder´s Konzept der Gesundheitsvorsorge? :
      “Dieses Gesundheitssystem, wie wir es verändern wollen, wird solidarischer sein als das, was wir heute haben.”
      Sie weiß also, wie das Konzept aussehen wird.
      Der ganze Ministerarbeitskreis dient nur zur Ablenkung.
      Der Versicherungslobbyist Spahn (Gesundheits-politischer Sprecher der CDU) und Rösler haben sich in Gronau lange geeinigt.

    30. Omom schrieb am 22. März 2010 at 20:52 - Permalink

      @ 16 – Diskussionsteilnehmer

      Hierzulande werden, neben berechtigter Kritik an der griechischen Politik, viele Unwahrheiten zu Griechenland verbreitet.

      Der nachfolgende Text von Michalis Pantelouris, Hamburger Journalist und Sohn eines Griechen, zeigt dies unter anderem anhand der von deutschen Medien, allen voran der Bildzeitung, verbreiteten Tatsachenverdrehungen zu den angeblich himmlischen Lebensumständen der griechischen Beamten.

      http://print-wuergt.de/2010/03/07/griechen/

      Merkürdigerweise hat jedoch nicht nur Griechenland Probleme mit der seit der Einführung des Euro abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit, die ganz wesentlich aus dem deutschen Lohndumping verursacht wurde. Auch Spanien, Italien und Portugal leiden unter der schwindenden Wettbewerbsfähigkeit.

      Die hiesigen neoliberalen Medien, Politiker, Wirtschafts-”Experten” und Wirtschaftslobbyisten mimen die Unschuld vom Lande und verfahren zumindest in Punkto Griechenland nach dem Motto: “Angriff ist die beste Verteidigung”.

    31. memoon schrieb am 22. März 2010 at 20:55 - Permalink

      @SF
      Keine Frage, ein Reset wäre mit weniger Konsummöglichkeiten verbunden. Auch Schwarzmarkt, Kredithaie, Unruhen – alles inklusive. Das muss man in die Entscheidung einbeziehen, ob man einen Neuanfang wagen will. Aber wenn man gut organisiert ist, lassen sich die negativen Folgen lindern und noch wichtiger: auch überwinden. Auf der anderen Seite der Bilanz wäre auch einiges zu finden: Souveränität habe ich schon erwähnt, ein Wort, dessen Tragweite viele gar nicht mehr verstehen aber sicherlich lernen können zu verstehen. Dazu kommt, dass die ökonomischen Sorgen in der Gemeinschaft geteilt und gelöst werden können (NICHT die Volksgemeinschaft, sondern die Gemeinschaft der Menschen, denen ich die Hand geben kann und die ich fragen kann, wie es ihnen geht).

      Aber ich bin ins Schwärmen geraten, soweit reichen die Hoffnungen der jetzt Streikenden wahrscheinlich nicht. Du unterstellst implizit einen ‘Neuanfang’ a la Argentinien, der natürlich gar kein Neuanfang ist. Deine Argumente stimmen für ein solches Szenario. Falls das das Ziel des Widerstandes wäre, wäre es tatsächlich nur Pest und Cholera.

      Never mind

    32. Cornelius schrieb am 22. März 2010 at 20:57 - Permalink

      Die Merkel wäre besser beraten, etwas solidarischer mit Griechenland umzugehen, wenn man sich die Exportgüter anschaut, die D bisher nach G geliefert hat. Der fette Siemens-Deal hat auch unsere Arbeitsplätze gesichert. Griechenland könnte auch ohne Kapial geholfen werden. Aber was sollen wir von einer Kanzlerin schon erwarten, die ihren Laden selbst nicht im Griff hat.

      Mir gehen die Sparpläne der Griechen noch nicht weit genug. Es fehlt eine Bestrafung aller mitverantwortlichen Politiker, die das Land so runtergewirtschaftet haben. 30 Jahre rückwirkend. Diese Lumpen sollten einen Ablass bezahlen, für ihren Egoismus und für ihr Versagen. Und wenn man denen die Häuser wegnehmen muss … Knallhart durchgreifen und ein Exempel statuieren.

    33. Outlook schrieb am 22. März 2010 at 20:57 - Permalink

      Zum betrügen gehören immer zwei.
      Die EU hatte und hat alle Instrumente, um solche Betrügereien rechtzeitig festzustellen.
      Sie waren aber alle auf neue EU-Sterne geil.
      Der Größenwahn konnte nicht groß genug sein, um eine europäische Weltmacht zu schaffen

      Es gehört sich nun, mit preußischer Standhaftigkeit bis zum Sieg der europäischen Gloria zusammen zuhalten.
      Die Deutschen haben es sich über Kohl, Schröder und Merkel verdient.
      Wurden sie nicht deshalb auch gewählt ?
      Auch der Deutsche muß für seine Wahlentscheidung in Haftung genommen werden.

      Sich so billig davon schleichen, würde den Deutschen trotz ihrer wirtschaftlichen Dominanz in der EU
      sehr viel Reputation kosten und alter Feindbilder würden zum Programm.

      Einer für alle und alle für einen, wie es so in funktionierenden Familien sein sollte, oder?
      Mütter können sich auch nicht so einfach bei Lustlosigkeit oder Überforderung aus dem Staub machen.

      Oder soll das die Zukunft sein?

    34. uk schrieb am 22. März 2010 at 21:08 - Permalink

      “Willkommen im Klub.”
      Musste spontan an folgendes denken:
      http://www.elyrics.net/read/s/schweisser-lyrics/willkommen-im-club-lyrics.html

      du hast geglaubt es geht ewig so weiter
      jetzt wachst du auf
      willkommen im club der verlierer
      willkommen zu hause

    35. Karl Heinrich schrieb am 22. März 2010 at 21:25 - Permalink

      In diesem Falle macht Mutti was richtig. Und den Leuten im Kanzleramt ist Standfestigkeit zu wünschen.

      @Omom

      Der ?Süd-Euro? würde gegenüber dem ?Rest-Euro? drastisch abwerten, was die Exporte der südeuropäischen Staaten sowohl gegenüber der ?Rest-Eurozone? als auch gegenüber dem ?Rest der Welt? wettbewerbsfähiger machen würde.

      Oh ja, und dann gehen die südeuropäischen Staaten noch schneller pleite, weil der Schuldendienst dann erst recht nicht mehr leistbar ist.

      Merkürdigerweise hat jedoch nicht nur Griechenland Probleme mit der seit der Einführung des Euro abnehmenden Wettbewerbsfähigkeit, die ganz wesentlich aus dem deutschen Lohndumping verursacht wurde.

      Hört dieser Unsinn denn nie auf? Die deutschen Firmen schnappen den griechischen keine Aufträge weg, und schon gar nicht durch ‘Lohndumping’. Weder überlappen sich die Angebotsbereiche, noch kommen deutsche Exporteure über die Lohnkosten ans Ziel.

    36. Griabiger Batzi schrieb am 22. März 2010 at 21:38 - Permalink

      @memoon, 22, 25:

      Mit Herrn von Arnim zu argumentieren ist auch immer wieder eine Gelegenheit das VOLK auf die Palme zu bringen. Leider habe ich das Gefühl, sein Publikum wird immer mehr zum VOLK und dabei immer weniger souverän.

      sorry, verstehe ich nicht wirklich.

      können sie auch dem ?Markt? dort einen Platz zum Tummeln lassen, wo sie ihn brauchen (siehe China, Venezuela, Kuba, Bolivien, usw)

      Du hast in deiner Liste Japan, Norwegen, Schweden, Südkorea und Russland vergessen.

      Da Norwegen und Schweden klar dirigistischere/”sozialistischere” Länder als Deutschland sind und es auch klar ist, dass die Lebensqualität dort grösser als in Deutschland ist, gehe ich nicht weiter auf diese beiden Länder ein.

      Dafür gehe ich auf Japan, Südkorea und Russland ein.

      Japan:

      Das “Wirtschaftswunder” (1950 bis 1989) Japans hängt m.E. fast ausschließlich mit dem MITI-Wesen zusammen. Da MITI Wesen war ein sehr starkes marktdirigistisches Eingreifen des Staats. Grosse Unterschiede zu vergesellschafteten Konzernen gibt es m.E. nicht wirklich. Je mehr der Einfluss des Ministry of International Trade and Industry zurückging und damit einhergehend die japanische Wirtschaft liberaler wurde, desto schlechtere volkswirtschaftliche Ergebnisse wurden erzielt.

      Russland:

      Russland und die russische Volkswirtschaft konnte sich als Land erst stabilisieren, nachdem man wieder anfing, strukturell wichtige Konzerne durch den Staat zu kontrollieren. Dürfte weiterhin der von mir fachlich überhaupt nicht geschätzte Jeffrey Sachs in Russland seinen Unfug betreiben, sähe es Russland richtig, richtig schlimm aus.

      Da mag Gazprom vielleicht in den Augen einiger westlicher Analysten einige Angestellte zu viel haben, sodass der Konzern nicht die Effizienz erreicht, die man nach einer Kürzung von 30000 Stellen erreichte, aber somit sorgt der Konzern immerhin für den Lohn von circa 240000 Arbeitnehmern.

      Russland fährt auch nicht so schlecht mit seinen (halb)staatlichen Grossbanken:
      Vnesheconombank und VTB Bank.

      Dass Russland mittels Gazprom viele außenpolitische Vorteile erhält, die man bei einer Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnungen miteinbeziehen müsste, muss man nicht erwähnen.

      usw…

      (Mir sind die aktuellen Probleme in Russland durchaus bewusst, doch wären sie [die Probleme] wesentlich grösser, wenn der Staat nicht wieder begonnen hätte, mehr Marktdirigismus zu betreiben.

      Südkorea:

      Das südkoreanische Jaebeol-system zeigt deutliche Züge von Marktdirigismus auf, ohne die Südkorea nicht den jetzigen Lebensstandard erreicht hätte.

      Für mich ist es klar, dass man eine effizientere Volkswirtschafts-, Sozial- und Wissenschaftpolitik machen könnte, wenn grosse, strukturell wichtige Konzerne in Staatshand wären.

      Interessanterweise wird darüber in den westlichen Ländern kaum geredet. Es redet kaum einer darüber, dass China es mit Hilfe der (Halb)-Staatskonzerne geschafft hat, die westlichen Volkswirtschaften in den letzten Jahren immer wieder auszumanövrieren.

      Eine der mir bekannten Ausnahmen: Government-Owned Businesses: Market Presence, Competitive Advantages and Rationales for Their Support by the State, by Richard P. Nielsen , American Journal of Economics and Sociology, 1982,

      Drei aktuellere Abhandlungen von Nielsen sind im Hinblick auf die amerikanischen Wirtschaftspraktiken der jüngsten Zeit sehr interessant, da sie deutlich aufzeigen, wie gross das Ausmaß der Korruption war (immer noch ist?):

      -Rede von Nielsen: mit dem “The Current Subprime Financial Crisis: Ethics Issues and Potential Reforms” http://www.alba.edu.gr/uploads/speech.pdf
      -?Business Citizenship and United States ?Investor Capitalism?: A Critical Analysis,? Business Ethics Quarterly: Ruffin Series, No. 3, 2002, pp. 231-241.
      - Systematic Corruption in Financial Services, Types of Capitalism, and Ethics Intervention Methods,? Business & Professional Ethics Journal, Vol. 23, Nos. 1&2, 2004,

      Ich stimme natürlichen nicht allen Aussagen von Nielsen zu. Dennoch zeigt es die Kleingeistigkeit und Dummheit der SPD auf, wenn sie [die SPD] die guten Vorschläge Lafontaines verteufelt. Dass sind keine DDR-Nostalgie Vorschläge, dass sind gute Vorschläge, die bereits öfters mit grossen Erfolg angewandt wurden und die durchaus Gegenstand von Diskussionen sind.

      Wenn ein Leser weitere Ausnahmen, d.h. akademischen Schriften, die sich mit den Vorteilen von strukturell wichtigen Konzernen in Staatshand befassen, kennt, so möge er sie doch bitte hier posten.

      Ich hätte großes Interesse daran.

      @wat.
      Ich habe eine private Altersvorsorge. Habe ich mich jetzt als komplett Schwachsinniger geoutet?
      Ich verstehe es mal wieder nicht ganz, was Du andeuten willst.

    37. Linus schrieb am 22. März 2010 at 21:52 - Permalink

      Sieht man den Realitäten ins Auge, so wird klar, daß die sog. Südschiene (ca. 15% des EU-BIP)
      1.) die angehäuften Schulden nicht bezahlen kann
      2.) derzeit wirtschaftlich gegenüber den Geberländern im Euroverbund keine Chance hat

      Konsequenzen:
      zu 1.) die Geberländer erlassen ihnen die Schulden. Damit ist aber 2. noch nicht beseitigt. Deshalb:
      zu 2.) die Südschiene macht ihre eigene Währung

      Nur so besteht, wenn überhaupt, Hoffnung, daß sich eine halbwegs ausgeglichene Handelsbilanz entwickeln kann. Das wäre durchaus im Sinne Deutschlands – und wohl auch im Sinne Europas.

    38. Osterhase schrieb am 22. März 2010 at 22:11 - Permalink

      Sturm im Wasserglas – und das noch bis zur NRW-Wahl. Billiger kommt das Merkel nicht zu Wählerstimmen. Und Griechenland wird danach aus der Pfanne gehauen, ebenso wie die anderen Südländer.

      Die Großbanken Deutschlands haben laut vorgestrigem WSJ 689 Mrd. USD an Anleihen von Griechenland, Italien, Spanien und Portugal in ihren Büchern, da wird Ackermanns Kanzleramtsverwalterin doch tun, was der Scheffe sagt.

      Egal wie die Sache ausgeht, wir zahlen immer. Zum Wohl der grossen Banken.

    39. Spiegelfechter schrieb am 22. März 2010 at 22:15 - Permalink

      @31 memoon

      So sympathisch Deine Ideen auch sind – nimm den Kleinbürgern ihre geliebten Autos, ihren Sommerurlaub und ihre Flatscreen-TVs und sie werden auf die Strasse gehen. Was Du mit “weniger Konsummöglichkeiten” verniedlichend umschreibst, ist für unsere lieben Mitbürger (egal ob in Bottrop oder in Piräus) eine mittlere Katastrophe.

    40. Omom schrieb am 22. März 2010 at 22:32 - Permalink

      @ 35 – Karl Heinrich

      1.) Sie schreiben:

      “Oh ja, und dann gehen die südeuropäischen Staaten noch schneller pleite, weil der Schuldendienst dann erst recht nicht mehr leistbar ist.”

      Dies würde, sofern relevant, nur die Auslandsschulden betreffen. Und bei den Auslandsschulden nur jene, welche auf Fremdwährung lauten (wegen der Abwertung des “Süd-Euro”).

      Wer sagt jedoch, daß die südeuropäischen Staaten sämtliche Auslandsschulden zurückzahlen müssen? Wer Kredite vergibt, der geht bekanntlich ein Kreditrisiko ein. Und wer über hohe Außenhandelsüberschüsse mit den südeuropäischen Staaten deren Auslandsverschuldung wissentlich über viele Jahre nach oben treibt, der muss wissen, daß er eines Tages möglicherweise zumindest einen Teil seiner Kreditvergabe seinen Büchern streichen muss. Shit happens! Oder streben unsere hiesigen Neoliberalen urplötzlich “anstrengungslosen Wohlstand” über das Ausschalten jeglichen Kreditvergabe-Risikos an? :-)

      Bereits im Jahre 2005 warnten Heiner Flassbeck und Friedrike Spiecker unter dem Titel “Die deutsche Lohnpolitik sprengt die Europäische Währungsunion”:
      http://www.flassbeck.de/pdf/2005/8.11.2005/Die%20deutschen%20Lohnst%FCckkosten.pdf

      “Eine Währungsunion kann nur funktionieren, wenn die Lohnpolitik in allen Ländern das von den Regierungen oder der Zentralbank gesetzte Inflationsziel akzeptiert. Daraus folgt, dass die gesamtwirtschaftlichen Lohnstückkosten in allen Ländern entsprechend dem Inflationsziel steigen müssen. Daraus wiederum ergibt sich, dass die Reallöhne in allen Ländern der Zuwachsrate der gesamtwirtschaftlichen Produktivität zu folgen haben. Nur dann können eine deflationäre Entwicklung für die gesamte Union einerseits und schwerwiegende Verzerrungen der realen Wechselkurse andererseits verhindert werden. Deutschland verletzt durch forcierte Lohnsenkungspolitik diese Spielregel in massiver Weise. Daher ist die Gefahr einer europäischen Deflation oder einer europäischen Transferunion, vergleichbar der deutschen Währungs- und Transferunion, äußerst akut.”

      Der Begriff “Transferunion” am Ende des Zitats aus dem Flassbeck/Spiecker-Beitrag deutet bereits eine Variante an, auf welche die heutigen extremen ökonomischen Ungleichgewichte innerhalb der Eurozone hinauslaufen können.

      Im übrigen hatte Großbritannien Anfang der 90er Jahre sehr gute Erfahrungen mit seinem seinerzeitigen Ausstieg aus dem damaligen Europäischen Währungssystem gemacht. Die kräftige Pfund-Abwertung führte zu einer deutlichen Verbesserung der britischen Wettbewerbsfähigkeit und damit zu kräftig steigendem Wirtschaftswachstum und einem starken Rückgang des Staatsdefizits.

      2.) Sie schreiben:

      “Hört dieser Unsinn denn nie auf? Die deutschen Firmen schnappen den griechischen keine Aufträge weg, und schon gar nicht durch ?Lohndumping?. Weder überlappen sich die Angebotsbereiche, noch kommen deutsche Exporteure über die Lohnkosten ans Ziel.”

      Gegenfrage: Hört der Unsinn denn nie auf, den Zusammenhang zwischen der aus dem deutschen Lohndumping resultierenden “zurückhaltenden” Entwicklung der deutschen Lohnstückkosten und dem dramatischen Anstieg des deutschen Außenhandelsüberschusses in Abrede zu stellen? Der drastische Anstieg des hiesigen Aussenhandelsüberschusses seit der Einführung des Euro als gemeinsame Währung im Euro-Währungsraum ist eine Folge der “Innovationskraft” der hiesigen Unternehmen, wie unsere neoliberale Glaubensgemeinde so gerne in die Welt hinausposaunt? Rein “zufällig” fallen die Euro-Einführung und der drastische Anstieg des deutschen Außenhandelsüberschusses zeitlich zusammen? Dieses neoliberale Ammenmärchen von der komischerweise ausgerechnet seit der Jahrtausendwende angeblich so dynamisch hochgefahrenen “Innovationskraft” der deutschen Unternehmen ist und bleibt ein Ammenmärchen!

      FAZIT:
      Ich habe, wenn ich den Blickwinkel der Neoliberalen einnehme, durchaus Verständnis für deren mangelnde Begeisterung für die Einführung eines “Süd-Euro”, würde dieser doch deren Zukunftspläne kräftigst durchkreuzen.

    41. dat krokodil schrieb am 22. März 2010 at 22:36 - Permalink

      @20 Spiegelfechter:

      Welchen Griechen? Wer besitzt denn griechische Anleihen? Es ist das alte Spiel ? das Finanzsystem muss wieder einmal gerettet werden und der Steuerzahler ist der Doofe. Egal in welchem Szenario, da klingt der Vorschlag einer EU-Kommissionsanleihe schon am besten.

      Na das Finanzsystem scheint ja dieses Mal noch nicht einmal zur Disposition zu stehen – nicht unmittelbar.

      Durch eine “Rettung” wären, wenn ich das richtig verstehe, doch vielmehr lediglich die dt. Banken gegen Abschreibungen im Falle einer GR-Pleite abgesichert. Das Steuergeld flöße also noch nicht einmal direkt den Banken zu, was schon schlimm genug ist, sondern an den griechischen Staat, dessen Pleite man damit aufschieben und die eigene, wie du schon schriebst, beschleunigen würde. Und die Rest-PIGS hätte man damit auch noch sofort am Hals. Warum dann stattdessen nicht einfach weiterhin wie gehabt die eigenen Banken bailouten?

    42. Linus schrieb am 22. März 2010 at 22:45 - Permalink

      Mal ‘ne allgemeine Frage: Wieviel (in Euro) können wir eigentlich ‘bailouten’, sprich, ab wann wird’s unsinnig?

    43. Andreas Kühlerkopp schrieb am 22. März 2010 at 22:56 - Permalink

      Ist schon fast peinlich, wie Merkel zaghafte aber jederzeit wiederrufbare Zustimmung zur Mindestlohnthematik durchblicken lässt, JETZT WO WAHLK(R)AMPF IN NRW IST!!!!!!!!!!!

      Interessanterweise würden deutsche Mindestlöhne ja nicht nur Armut in D eindämmen, sondern innerhalb der EU auch zu fairerem und ausgeglichenerem Wirtschaftswettbewerb führen.

      UND JETZT WO WAHLKAMPF IN DEUTSCHLANDS GRÖßTEM BUNDESLAND; NÄMLICH NRW; IST; wird Merkel mit Sicherheit nicht noch mehr Geld für Finanzkrisenopfer und Schuldenopfer zur Verfügung stellen.
      JEDENFALLS NICHT V_O_R DER NRW-WAHL.

      Kann mir übrigens einer mal folgende Frage beantworten:

      Der IWF steht (in linken Foren) im Verdacht, Länder durch seine Maßnahmen und Forderungskataloge in die Abhängigkeit stärkerer Wirtschaftsnationen, vornehmlich der USA, zu treiben. Stimmt das? Ginge das mit Griechenland? Liefert die Kanzlerin damit ein Land der EU-Wirtschaftszone den Amis aus, denen die EU ja noch nie wirklich gefallen hat, weil die EU ein Konkurrent ist.

      Nevertheless, vielleicht hilft ein wenig polit. Engagement ja doch
      (Link oben)

      Petition: Arbeitslosengeld II – Einfügung eines Lohnanstandsgebotes ins Sozialgesetzbuch vom 24.02.2010

      Text der Petition

      Der Deutsche Bundestag möge beschließen …
      Einfügung eines Lohnanstandsgebotes in die §§ 10 SGB II (“Zumutbarkeit”) und 121 SGB III (“Zumutbare Beschäftigungen”) und ergänzend in § 36 SGB III (“Grundsätze der Vermittlung”)

      Die in die §§ 10 SGB II und 121 SGB III aufzunehmende Formel zur Berechnung der Lohnanstandshöhe könnte lauten:

      Lohnanstandshöhe = Bezugsgröße (tief) t * a

      mit a = 0,55/173 = 0,00318 (55 Prozent des Durchschnittsentgelts dividiert durch 173 Stunden pro Monat)
      Begründung

      Ein gesetzliches Lohnanstandsgebot mit einer definierten Lohnanstandshöhe als Untergrenze ist zur Präzisierung “zumutbarer Arbeit” dringend geboten. Die faktisch nach unten offene Zumutbarkeit von Niedrigstlöhnen (“jede Arbeit zumutbar”; § 10 Abs. 1 SGB II) widerspricht Artikel 1 Abs. 1 Satz 1 des Grundgesetzes (GG). (“Die Würde des Menschen ist unantastbar.”)

      Vor dem Hintergrund der zu beobachtenden zunehmenden Nichtbeachtung des Lohnanstandes ergibt sich aus Artikel 1 Abs. 1 Satz 2 GG (“Sie (die Würde des Menschen) zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.”) in Verbindung mit Artikel 20 Abs. 1 GG (“Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.”) die Verpflichtung zu einem gesetzlichen Lohnanstandsgebot.

      Der Lohnanstand wird definiert durch die Lohnanstandshöhe, die sich an der einheitlichen monatlichen Bezugsgröße der Krankenversicherung und damit am durchschnittlichen monatlichen Arbeitsentgelt der Versicherten in der gesetzlichen Rentenversicherung (Westdeutschland) orientiert.

      Aus der oben genannten Formel zur Berechnung der Lohnanstandshöhe ergäbe sich für 2010 ein Bruttostundenlohn von 8,12 Euro.

      Arbeiten mit einem erzielbaren Arbeitsentgelt unterhalb der Lohnanstandshöhe gelten im Sinne der Paragrafen 10 SGB II und 121 SGB III als nicht zumutbar. Die Bundesagentur für Arbeit, die Grundsicherungsstellen und die ggf. beauftragten Dritten dürfen nicht am Zustandekommen von Arbeitsverhältnissen mit Löhnen unterhalb der Lohnanstandshöhe mitwirken.

    44. Griabiger Batzi schrieb am 22. März 2010 at 23:03 - Permalink

      @Osterhase, 38

      Sturm im Wasserglas ? und das noch bis zur NRW-Wahl. Billiger kommt das Merkel nicht zu Wählerstimmen. Und Griechenland wird danach aus der Pfanne gehauen, ebenso wie die anderen Südländer.

      Die Großbanken Deutschlands haben laut vorgestrigem WSJ 689 Mrd. USD an Anleihen von Griechenland, Italien, Spanien und Portugal in ihren Büchern, da wird Ackermanns Kanzleramtsverwalterin doch tun, was der Scheffe sagt.

      Egal wie die Sache ausgeht, wir zahlen immer. Zum Wohl der grossen Banken.

      So wird es wohl laufen. Es ist komisch, wenn die mächtigste Person des deutschen Staates eine Geburtstag Party für Ackermann im Bundeskanzleramt ausrichtet, wenn der Deutschlandchef von Goldman Sachs ein sehr enger Berater von Frau Merkel ist, der Goldmann-Berater Issing den Vorsitz der Expertengruppe “Neue Finanzarchitektur” innehat und der in meinen Augen äußerst kritisch zu sehende Asmussen immer noch rumgeistert.

      Ich weiß nicht, was man dazu noch sagen soll.

      @spiegelfechter, 24

      China kann dies nur, weil die Chinesen einen Bruchteil eines Griechen ?verdienen?. Kuba, Venezuela oder Bolivien als positive Beispiele darzustellen, die mit Griechenland vergleichbar wären, ist wenig hilfreich. Lateinamerikanische Genügsamkeit ist nicht jedermanns Sache ;-)

      Die Philippinen und Bangladesh probieren schon seit Jahrzehnten mittels sweatshops und dem Angebot billiger Arbeitskraft eine Zunahme des volkswirtschaftlichen Wohlstands zu erreichen. Es funktioniert nicht.
      Ein Akademiker verdient mittlerweile in China nicht schlecht. In Griechenland bekommt er keinen Job und verdient als Kellner im Tourismus weniger als viele chinesische Akademiker. Mittlerweile arbeiten einige amerikanische Microsoft-angestellte in China, da die effektiven Löhne (unter Berücksichtigung von Kaufkraftparitäten,unterschiedlichen Lebenserhaltungskosten) sich nicht mehr stark unterscheiden.

      Die Zunahme des volkswirtschaftlichen Wohlstandes in China wird durch den starken Einfluss des Staates auf die Wirtschaft erst möglich gemacht.
      Der Grund, warum China in der westlichen Welt so stark angefeindet wird und Horrorszenarien vor China in die Welt gesetzt werden, ist in meinen Augen, dass China das beste Beispiel ist, wie man mit starker Kontrolle der Wirtschaft durch den Staat bessere volkswirtschaftliche Ergebnisse erzielt als im Kapitalismus amerikanischer Prägung zu Beginn des neuen Jahrtausends.

      In Bolivien hat es Jeffrey Sachs auch mal probiert. Das Ergebnis war miserabel.

      Dagegen sind Erfolge von Evo Morales deutlich zu sehen:

      http://www.hintergrund.de/index.php/20091112526/wirtschaft/welt/vom-armenhaus-zum-hoffnungstraeger-iwf-lobt-den-bolivianischen-sozialismus-des-evo-morales.html

      Da ich befürchte, dass keiner die Rede von Richard P. Nielsen lesen wird, zitiere ich wenigstens einen Abschnitt, in dem Vorteile der Regulierung durch den Staat in Deutschland hervorgehoben werden. (Vielleicht liest ja dann doch einer die Rede. Sie ist wirklich interessant und man braucht nicht länger als 15 Minuten):

      Also der Abschnitt:

      A third method for restricting highly leveraged, subprime activity would for central banks and governments to not approve deals, as has occasionally occurred in China, Germany, Japan, and Spain (Santini, 2007; Crawford and Tett, 2008). For example, governments have
      refused to sell former state-owned-enterprises to highly leveraged, subprime firms. Central banks have refused to allow the subprime financing deals and governments have refused to approve subprime take-over deals. In addition, governments have refused to allow banks to bypass through off-balance sheet accounting the capital requirements for highly leveraged loans.

      Komplementär dazu:

      Why the Buyout Titans Are Stumbling in Asia

      Der neoliberale oder neoklassische Kapitalismus ist m.E. volkswirtschaftlich gesehen nicht die effizienteste Wirtschaftstruktur.

      Leider wird diese Erkenntnis -aus welchen Gründen auch immer- von der westlichen Politik (bis auf wenige Ausnahmen) nicht angenommen.
      In Amerika formiert sich immer mehr innerhalb der Universitäten eine Gegenbewegung. In Deutschland sehe ich davon leider nicht so viel.

    45. Karl Heinrich schrieb am 22. März 2010 at 23:59 - Permalink

      @Omom #40

      Gib doch einfach ein Beispiel, wo deutsche Unternehmen griechische Unternehmen durch ‘Lohndumping’ auskonkurrieren. Ansonsten kannst du dir die Weisheiten deines Herrn Flassbeck in die Haare schmieren.

      @Griabiger Batzi #44

      Die Philippinen und Bangladesh probieren schon seit Jahrzehnten mittels sweatshops und dem Angebot billiger Arbeitskraft eine Zunahme des volkswirtschaftlichen Wohlstands zu erreichen. Es funktioniert nicht.

      Doch, funktioniert: Jährliches Wachstum Bangladesh 1990-2008: 5,2 Prozent; Philippinen 3,7 Prozent (Asian Development Bank).

    46. Westerwellenreiter [Jan Müller] schrieb am 23. März 2010 at 00:02 - Permalink

      Was spräche dafür oder dagegen, wenn Griechenland seine eigene Währung wieder einführen würde?
      Es gibt doch einige Nicht-Euro-Länder in der EU.

    47. lemming schrieb am 23. März 2010 at 01:12 - Permalink

      @Karl Heinrich
      Der Wettbewerb geht doch nicht um den niedrigsten Preis, sondern um die höchste Kapital-Rendite – DIE steigt durch sinkende Löhne und sinkt mit steigenden. Ist doch eigentlich ganz einfach, oder nicht? Der Wettbewerb, von dem hier die Rede ist, findet nicht zwischen Unternehmen, sondern zwischen sog. “Finanzplätzen” statt, und da spielt der Staat entsprechend seiner Verschuldung die entsprechende Rolle.
      Deine Argumente liegen auf der Ebene des berühmt-berüchtigten Mittelstands, haben aber mit der Logik der wirtschaftlichen Entwicklung so wenig zu tun wie dieser. Ein Mythos, so beliebt wie falsch.

    48. Griabiger Batzi schrieb am 23. März 2010 at 02:03 - Permalink

      @Karl Heinrich, 45

      Doch, funktioniert: Jährliches Wachstum Bangladesh 1990-2008: 5,2 Prozent; Philippinen 3,7 Prozent (Asian Development Bank).

      oh man. Ist das wirklich ernst gemeint?

      Na gut, ich gehe mal davon aus, dass es Ernst gemeint ist.
      Du weisst, wie diese Zahlen erhoben werden und wie wenig sie über den volkswirtschaftlichen Wohlstandes eines Landes aussagen?

      Nehmen wir an Du -Karl Heinrich- wärst in meinem Unternehmen angestellt. Ich würde Dir eh schon so wenig bezahlen, sodass Dir bereits 2 Kinder wegen Unternäherung weggestorben wären.
      Aber ich möchte noch mehr Geld, ich möchte vom Jahr 07 bis 08 noch reicher werden, der Umsatz meines Unternehmens sollte von Jahr 07/08 noch weiter wachsen.
      Tja was mache ich dann: ich zahle dir nur noch die Hälfte, aber dafür musst pro Woche noch ein paar Stunden länger arbeiten. Ausserdem will ich, dass deine Kinder -so sie das Alter von 6 Jahren überschritten haben- bei mir kostenlos arbeiten (ich bezahle ja immerhin Dich dafür, wenn auch nur noch die Hälfte des alten Lohns). Und deine Frau schicke ich noch auf den Strich, aber erst nachdem sie eine Niere verkauft hat.
      Zusammengenommen wird das schon mal ein grosses Umsatzwachstum meines Unternehmes auslösen.
      Aber ich kann es sogar noch besser. Ich will bei meinen Golffreunden Eindruck schinden und brauche noch mehr Wachstum. Ich schaue also nach, wie der BIP berechnet wird und stelle fest, dass Hausarbeiten nicht mit gezählt werden. Hm. Da es tausende Menschen gibt, die bei mir arbeiten möchten, -da sie sonst verhungerten- und die Löhne, die ich bezahlen müsste, so niedrig sind, fällt mir etwas geniales ein.
      Ich gründe ein Tocherunternehmen -Batzi Service Agency- und stelle die 2 Töchter deines Nachbarn ein. Bezahlen tue ich natürlich wenig, so dass eine nach einem Jahr trotzdem verhungert. Aber egal. Ich brauch eine hohe Wachstumrate meines Unternehmens. Die frauen begleiten mich überall und erledigen alle arbeiten, die sonst nicht in die Statistik gefallen wären: Arsch abputzen, Krawatte binden, beim Pinkeln abschütteln, meine Hände waschen, im Haus putzen, Wäsche waschen usw. Dafür stellt das Tochterunternehmen -Batzi Service Agency- der Mutterfirma einen horrenden Preis in Rechnung. Da die Löhne für die 2 Tussen so gering sind, macht Batzi Service Agency einen riesen Gewinn, den es am Jahresende wieder an die Mutterfirma überweist. Mit der Folge, dass der Gewinn nicht wirklich gestiegen ist, aber der Umsatz. Und darauf kommts an, weil die Wachstumsraten des Umsatzes vergleiche ich mit meinen Golffreunden. Mir reicht das aber immer noch nicht.
      Gut. Ich gründe eine weitere Tochterfirma- Batzi Little Girls Recycling Agency. Diese Firma kauft eine deiner Tochter zum Preis einer Schnitte Brot. Dann mache ich einen Vertrag aus mit einem Geschäftspartner aus Übersee (aus der westlichen Welt). Er darf alles aus deiner Tochter ausbauen was er braucht, muss mir aber dafür richtig Geld bezahlen. Z.b. ein junges Mädchenherz für 1 Million Euro, eine Leber für 200000 Euro usw..
      Das Fleisch deiner Tochter schickt er mir wieder zurück, so dass ich Dir ?zu einem nicht geringen Preis (vielleicht den Gegenwert von 6 Milliarden Scheiben Brot)- über die Tocherfirma ?Batzi`s quality nurtrition for poor people- das Fleisch deiner eigenen Tochter wieder verkaufe, damit Du was zum Essen hast. Da Du aber nicht Geld vom Gegenwert von 6 Milliarden Scheiben Brot hast, verkaufst Du mir dafür deine Bretterbude und die Kleidung von Dir und Deiner Familie. Ich gründe wieder eine Tochterfirma ?Batzi`s living like a millionaire for everybody-, die dir dein altes Haus und dein Kleidung vermietet/verleiht.
      Da der Umsatz aller meiner Töchterfirmen auf die Bilanz der Mutterfirma angerechnet wird, bin ich sicher, dass mein Unternehmen die Wachstumsraten von Bangladesch von 5,2 Prozent grandios überschreiten wird.

      Würdest Du gerne Teil meines Unternehmens sein? Geht es Dir als Angestellter meines Unternehmens eher besser oder schlechter, wenn mein Unternehmen super Wachstumraten aufweist?

      Setzt man dieses Beispiel auf die Ebene von Staaten, wird über multinationale Konzerne und deren Tochterfirmen bei den BIP-Wachstumsraten der Staaten noch viel mehr verändert.

      Schau dir doch Handelsbilanzen Chinas an. Da tauchte in den letzten Jahren (es ist -so glaube ich- immer noch so) Hongkong ganz weit vorne auf.

      Wie? Die stellen soviel her? Ne, pustekucken. Die Hafenkapazität Hongkongs würde gar nicht ausreichen, um so viele Güter abzufertigen. Da sind reine Bilanzsummen, die tatsächlich durch China von Hongkong importierten Waren nicht gemein haben.
      Mit Macao ist es ähnlich.
      Oder mit Länder, in denen multinationale Konzerne Niederlassungen haben. Also eigentlich sagt das BIP überall nicht viel aus.

      Da importiert ein multinationaler Konzern von seiner Tochterfirma in Rumänien eben Schrauben zum Stückpreis von 100000? , verrechnet das mit den viel zu billigen Scharnieren der Tochterfirma aus Ungarn, schraubt das in Polen bei einer Tochterfirma zusammen, exportiert das halbfertige Produkt (Scharnier+Schraube) zum Wert von 1,20 ? zur Tochterfirma nach Deutschland und nach weiteren derartigen Bilanzverrechnungen stimmt das BIP der involvierten Länder absolut nicht mehr.

      Ein mittel-gute Zusammenstellung, warum das Bip nichts über den Wohlstand eines Landes aussagt, findest Du hier: http://www.eed.de/dyn/download?entry=page.de.pub.de.401

      Mittelgut deswegen, da es dreifach so viele Faktoren wie aufgeführt gibt, warum ein BIP rein gar nichts über den volkswirtschaftlichen Wohlstand eines Landes aussagt.

      Gib doch einfach ein Beispiel, wo deutsche Unternehmen griechische Unternehmen durch ?Lohndumping? auskonkurrieren. Ansonsten kannst du dir die Weisheiten deines Herrn Flassbeck in die Haare schmieren.

      Ist die Frage etwa auch Ernst gemeint, oder willst Du ein bißchen trollen?

      Da ist mir meine Zeit zu kostbar, um darauf lang zu antworten.

      -Intrakat
      -Eurometal S.A
      -zincometal S.A.
      -METKA S.A
      -ISSA Import und Export
      -Merit S.A.
      - Kentia S.A.
      -FRAGINO GROUP
      -EXEL-MAK-METAL S.A
      -EVIE MICHAILIDES S.A
      -EVIE MICHAILIDES & CO. E.E.
      -ALLATINI GROUP

      usw.

      -Tourismus im allgemeinen. Fahr ich nach Griechenland oder in den Schwarzwald?

      Hast Du etwa gedacht, eine Volkswirtschaft besteht nur aus den Firmen, die mal in der Bildzeitung erwähnt werden:

      also BMW, VW, Mercedes, EADS, MAN,SAP, OPEL und Audi?
      Mehr gibt es in Deutschland ned, deswegen konkurrieren wir auch nicht mit den Griechen. Und des ist alles Humbug mit dem Flassbeck. Der weiß gar nix. Ich bin nämlich soooo klug. Und ich bin auch ein deutscher Besserwisser. Ich bin viel intelligenter als Flassbeck. Aber Raffelhüschen vertraue ich. Mehr Wissen tue ich trotzdem. Ich bin nämlich ein deutscher Besserwisser. Eigentlich sollte ich einen Ferrari fahren und keinen gebrauchten Golf. Und ich sollte eine sexy junge Sekretärin haben, wie all die Leute aus der “Hyper -the Best- Manager-Zeitung.”

    49. Griabiger Batzi schrieb am 23. März 2010 at 02:15 - Permalink

      @Westerwellenreiter, 46:

      Was spräche dafür oder dagegen, wenn Griechenland seine eigene Währung wieder einführen würde?
      Es gibt doch einige Nicht-Euro-Länder in der EU.

      Hallo Jan,

      ja das hielte ich auch für eine gute Lösung.
      Eine eigene Südwährung (Vielleicht Griechenland alleine, vielleicht Griechenland und Spanien…) die an den Euro über ??Ab?und Aufwertungsbänder? gekoppelt wäre, sähe ich sehr gerne.

      Viele Grüsse

      Batzi

    50. noone schrieb am 23. März 2010 at 03:45 - Permalink

      @48 Griabiger Batzi

      Bissel sehr derb ausfantasiert, aber dafür bildlich schön zusammengefasst.
      Nur leider fliegt das kilometerweit über dem Horizont des Rezipienten.

      Vielleicht aber doch noch was Plakatives dazu.
      Lidl verbreitet sich auch in Griechenland wie ein Geschwür (ja Geiz ist dort wohl noch geil). Vieles von dem Krempel dort wird nicht in Griechenland hergestellt und verdrängt damit griechische Waren, die sonst in griechischen Supermärkten angeboten werden/wurden (die Supermärkte haben nämlich gegen Unternehmen wie Lidl, die im jeweiligen Ausland in aller Regel noch dreckiger agieren, erst recht keine Chance).

    51. der vollstrecker schrieb am 23. März 2010 at 06:08 - Permalink

      28.elwu am 22. März 2010 um 20:38 – - Permalink
      So wenig ich von Merkel halte, in dieser Sache hoffe ich, dass sie ausnahmsweise wirklich ihre angeblich harte Position durchhält (was ich bezweifle). Und nicht per EWF oder bilateraler Hilfen die Schleusen öffnet dafür, dass die deutschen Arbeitnehmer den Griechen (und darauf zwangsläufig folgend den Portugiesen, Spaniern und Italienern) ihr Dolce Vita noch mehr als bisher eh schon subventionieren.

      …jaa…so sieht klein-erna die welt…

      warst du schon mal in griechenland über einen längeren zeitraum?
      was meinst du bitteschön mit dolcevita? keine brauchbare krankenversicherung, sozialleisungen sind ein witz, explodierende lebensmittel-und energiepreise bei geringsten löhnen, ein korrupter staats-und beamtenapparat, rudimentär vorhandenes bildungssystem, keine lehrstellen usw usw.

      immer wieder faszinierend zu sehen, wie die mainstreammedien es schaffen, leute wie dich einzuseifen.
      dort wo griechenland jetzt ist, wird deutschland in ca. drei jahren sein. und dann werden hierzulande nicht nur autos brennen…

    52. Griabiger Batzi schrieb am 23. März 2010 at 06:38 - Permalink

      @noone, 50

      Bissel sehr derb ausfantasiert, aber dafür bildlich schön zusammengefasst.

      Ich befürchtete, dass es anderenfalls nicht verstanden worden wäre- wenn ich so derb ausformulierte.
      Auch bei den Schrauben habe ich ob des besseren Erkenntnisgewinnes übertrieben. Schrauben zum Stückpreis von 100000? fallen bei einer Bilanzprüfung oder im Zoll natürlich auf.
      1 Milliarde Schrauben, die je mit 1 Cent mehr gebucht werden, aber nicht.
      Oder was ist der Wert vom Logo Draufkleben?
      Welchen Wert setzt man für das Erfinden des Logos an?
      Wie verbucht man Marketing Leistungen? Hat eine Marketing leistung wirklich 100 Arbeitsstunden gedauert oder doch nur 60?

      So derb ist es eigentlich auch gar nicht. Nimmt man mal für die Methaper “Tochter” die Umwelt her, den Regenwald.

      Oder die Menschen, die ohne sonderlichen Schutz im Niger Uran abbauen. usw..

      Lidl verbreitet sich auch in Griechenland wie ein Geschwür (ja Geiz ist dort wohl noch geil). Vieles von dem Krempel dort wird nicht in Griechenland hergestellt und verdrängt damit griechische Waren, die sonst in griechischen Supermärkten angeboten werden/wurden (die Supermärkte haben nämlich gegen Unternehmen wie Lidl, die im jeweiligen Ausland in aller Regel noch dreckiger agieren, erst recht keine Chance).

      Lidl ist kein schlechtes Beispiel. Zum einen verlässt sich Lidl zu grossen Maßen auf seine angestammten Lieferanten, die nicht in Griechenland herstellen.
      Und zum anderen ist fast der gesamte overhead lidls in Deutschland.

    53. Goesser schrieb am 23. März 2010 at 08:28 - Permalink

      Griechenland hat extrem hohe Militärausgaben und auch das Kapital wird in G kaum besteuert.

      Wer verbietet Griechenland eigentlich bei den Militärausgaben zu sparen oder gar das Kapital zu besteuern?

      Warum sind diese Sparmassnahmen(noch) tabu?

      Ich würde solche Massnahmen einer EU-Hilfe vorziehen.

      Solche Massnahmen wurden sogar schon im kapitalistischen Mutterland USA durchgeführt als es eng wurde.

      p.s. Wenn es den USA nicht gelingt uns(EU) in einen 3. WK zu hetzen werden solche Massnahmen in den USA auch wieder bald ergriffen werden.

    54. Vogel schrieb am 23. März 2010 at 08:51 - Permalink

      @Jens #9

      Nee, ich will doch nicht immer Artikel schreiben, die über fünf Seiten aufwärts gehen ;-)

      Meinst Du nich, dass es für den “SPIEGEL-Weg” – sich mit umfassenden Recherchen und ebensolchen Artikeln einen Namen machen unn dann mit “Kurzberichten” im Mittelmaß versacken – ein bisschen früh iss?

      #20

      [...] aber nun sind die Griechen schon waidwund, da wäre es für unsere Eliten doch fahrlässig, nicht zuzuschlagen. Ein echtes Niedriglohnland im Euroraum ? das hätte doch was für unsere Leistungsträger.

      Verdächtig still im Elitariat, gelle? Iss ja klar: Alle zehn Finger lecken unn gleichzeitig ‘was kluges zum Thema sagen geht nich.

      Beste Grüße

    55. Spiegelfechter schrieb am 23. März 2010 at 09:52 - Permalink

      @41 dat krokodil

      Na das Finanzsystem scheint ja dieses Mal noch nicht einmal zur Disposition zu stehen ? nicht unmittelbar.

      Das ist ja eben die Frage. Der Haircut bei den Ouzo-Anleihen könnte zwar die eine oder andere Bank in Schieflage bringen, aber wie sieht es dann mit den anderen PIIGS-Anleihen aus, die plötzlich ebenfalls “toxisch” werden? Ist Griechenland größer als Lehman? Ja, leider ist Griechenland “systemrelevant”. Ansonsten würde sich die Politik auch einen Dreck um die Hellenen scheren.

    56. Spiegelfechter schrieb am 23. März 2010 at 09:58 - Permalink

      @Vogel

      Meinst Du nich, dass es für den ?SPIEGEL-Weg? ? sich mit umfassenden Recherchen und ebensolchen Artikeln einen Namen machen unn dann mit ?Kurzberichten? im Mittelmaß versacken ? ein bisschen früh iss?

      Ach watt ;-)

      Es geht eher darum, dass ich mehr als einen einzigen Artiel zu einem Thema schreiben will. Würde ich Deinen Wink ernst nehmen, würde ich auch gar nicht bloggen, sondern Bücher schreiben. Artikel abstrahieren immer, so ist das nun einmal.

    57. Linus schrieb am 23. März 2010 at 10:23 - Permalink

      @SF #55:

      Griechenlands Anteil am EU-BIP liegt unter 2%. Damit ist es, was Geld anbetrifft, nicht systemrelevant. Für die PIGS als Ganzes (ca.15%) kann man dagegen von Systemrelevanz sprechen.
      Die wirkliche Relevanz erwächst imo jedoch v.a. aus der politischen Dimension, da die EU als solche in Frage gestellt wird. Insofern ist dies der Lackmustest, ob jenseits des wirtschaftlichen Interessenverbandes auch eine politische Solidarität innerhalb der EU vorhanden ist.

    58. Martin schrieb am 23. März 2010 at 11:50 - Permalink

      @43: Andreas Kühlerkopp:

      Der IWF steht (in linken Foren) im Verdacht, Länder durch seine Maßnahmen und Forderungskataloge in die Abhängigkeit stärkerer Wirtschaftsnationen, vornehmlich der USA, zu treiben. Stimmt das? Ginge das mit Griechenland? Liefert die Kanzlerin damit ein Land der EU-Wirtschaftszone den Amis aus, denen die EU ja noch nie wirklich gefallen hat, weil die EU ein Konkurrent ist.

      Hierzu eine Aussage von jemandem, der es wissen muss: (ab Min. 2:00)

      http://www.youtube.com/watch?v=M_1dD3dlTUs

      Was John Perkins hier beschreibt, war jahrelang Praxis. Ich empfehle sehr das Buch von ihm, was absolut lesenswert ist.

      In Bezug auf Griechenland könnte ich mir (mangels Rohstoffen) ein ähnliches Procedere vorstellen, wie es in Südost-Asien nach dem Tsunami Anwendung fand, wo man sich vor allem auf den Tourismussektor stürzte.

    59. Lesefuchs schrieb am 23. März 2010 at 13:37 - Permalink

      Mutti läßt es jetzt richtig krachen ;-)

      “Politik verübelt Banken das Zocken”
      aus: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/bankenabgabe110.html

      Ackermann und co. stehen jetzt weinend und zitternd hinter der Gardine ;-)

      Da kann man nur hoffen, dass in NRW nicht alle hinter dem Mond leben (wie die CDU/CSU/FDP-Wähler vor dem Bundestagswahlen).
      Seit 2 Jahren will die Linke die Banken zur Zahlung verdonnern.
      Merkel und CO. blockieren (ausser mit Worten).
      Jetzt, KURZ VOR DER NRW WAHL, dieser Schwenk.

      Wer jetzt nicht kappiert wie es läuft, dem ist nicht zu helfen !
      Noch haben wir die Chance Andere zu wählen. Wer weiß wie lange noch?!
      Irgendwann wird man sagen, dass sich für die paar Wähler der finanzielle Aufwand von Wahlen nicht mehr lohnt.
      Und das wars dann mit dem Rest von Demokratie.

    60. Flying Circus schrieb am 23. März 2010 at 15:32 - Permalink

      @48 / Grabiger Batzi:

      Sehr schön zusammengefaßt, verbindlichsten Dank! Mich würde ja auch interessieren, warum der Herr Flassbeck keine Ahnung hat, aber eine akzeptable Antwort darauf wern wir wohl nicht kriegen, sei’s drum.

      @All die, die hier meinen, am deutschen Wesen sollte gefälligst die Welt genesen:

      Uns Merkel meinte ja auch schon, man solle von uns “siegen lernen”. Man verrate mir folgendes:

      wenn jedes Land ein Importdefizit anstrebt, also Exportüberschüsse erwirtschaften möchte – wo sollen die herkommen? Für einen Exportüberschuß muß ein anderes Land zwingend (!!) ein Exportdefizit bzw. einen Importüberschuß aufweisen. Anders geht es nicht. Wirklich nicht.
      Im Klartext: das, was Frau Merkel da fordert, meint sie nicht ernst – oder sie hat den Schuß nicht gehört.

    61. Martin schrieb am 23. März 2010 at 16:00 - Permalink

      Deutschland (EU) verweigert Griechenland die Hilfe in der Krise.

      Das klingt so, als sei im Sonnenstaat bisher alles super gelaufen, dann kommt die “Krise” – Bruder Sirtaki strauchelt und niemand verhindert den Fall.

      Griechenland als Netto-Empfänger von Transferleistungen seit EU-Beitritt 1981, bekommt damit seit fast 20 Jahren permanent Hilfe.

      Die Konsequenzen der jahrzehntelangen Misswirtschaft nun unter dem Deckmäntelchen CO² H1N1 Krise hervorblitzen zu lassen und lautstark mangelnden Beistand zu beklagen darf lediglich als “Angriff ist die beste Verteidigung” gewertet werden.
      Nicht umsonst heißt ein griechisches Sprichwort übersetzt ungefähr:
      “Der laute Hund ist der schuldige.”

      Ob es nun klug, dumm, clever oder egal ist dem Griechen zu helfen oder es nicht zu tun maße ich mir nicht an zu beurteilen… das dürfte frühestens in 20 Jahren zu bewerten sein.

      Martin*

      *pendelt berufsgebunden regelmäßig nach Thessaloniki und Athen…

    62. Omom schrieb am 23. März 2010 at 19:41 - Permalink

      @ 45 – Karl Heinrich

      Sie schreiben:

      “Gib doch einfach ein Beispiel, wo deutsche Unternehmen griechische Unternehmen durch ?Lohndumping? auskonkurrieren. Ansonsten kannst du dir die Weisheiten deines Herrn Flassbeck in die Haare schmieren.”

      Warum sollte ich ein “Beispiel” für Lohndumping nennen? Die “Agrumentationskette” Ihrer neoliberalen Gesinnungsfreunde lautet doch:

      1.) Der drastische Anstieg des deutschen Aussenhandelsüberschusses hat mit dem hiesigen Lohndumping nichts zu tun (“wir sind innovativ”).

      2.) Auf die Forderung nach einer Rückkehr zur produktivitätsorientierten Lohnpolitik bzw. – zur Wiederherstellung der ökonomischen Stabilität innerhalb der Euro-Zone – zu einer Lohnpolitik, die für einige Jahre Lohnsteigerungen oberhalb des mittelfristigen Produktivitätswachstums zuzüglich der Zielinflationsrate der EZB zuläßt, beantworten die neoliberalen deutschen Wirtschafts-”Experten” mit dem Vorwurf, damit würden wir unserem Wirtschaftsmodell Schaden zufügen und den Ast absägen, auf dem wir sitzen.

      Die Argumentationsketten 1) und 2) sind völlig widersprüchlich: Zunächst (1) wird der aussenhandelsüberschusstreibende Effekt des hiesigen Lonhndumping bestritten, dann (2) wird die Aufrechterhaltung der “zurückhaltenden” Lohnpolitik zur Voraussetzung für den weiteren Erfolg des stark exportlastigen deutschen Wirtschaftsmodells erklärt. Wat denn nu?

      Der christdemokratische Premierminister Luxemburgs, Jean-Claude Juncker, stellte in der vergangenen Woche fest, Berlin gebähre sich in seiner pamigen Reaktion auf die europäische Kritik an der deutschen Exportmanie als “beleidigte Leberwurst”.

      Diese berechtigte Kritik trifft auch auf Ihren oben von mir zitierten Kommentar zu!

    63. Meerbuscher schrieb am 24. März 2010 at 09:26 - Permalink

      Beim Streit um eine europäische Lösung für Griechenland tappt meiner Meinung nach unsere Muttibande in die nächste Falle. Aus Angst vor der vox populi am Nordrhein und in Westfalen wagen die Damen und Herren nicht den Schritt zur Solidarität. Dabei ist das genau das, was bei uns immer mehr den Rhein hinunterfließt. Würden wir Wähler diesen Akt solidarischen Verhaltens wirklich bestrafen – ich bezweifle das – aber ich bin ja auch ein Gutmensch. Jeden Bundesbürger dürfte die derzeit notwendige Souvlaki Patenschaft für die Banken Griechenland ca. 60 ? kosten. Nicht wenig, aber es würde uns nicht umbringen.

      Mein Gott, was hätte man damit für Stimmen gewinnen können, indem man in einem Akt der Solidarität mit der Faust auf den Tische geschlagen und gesagt hätte: “Wir machen die Mehrwertsteuersenkung für Hotelbetriebe rückgängig, das war ein Fehler, wir verzichten auf weitere Steuergeschenke an die falschen Bevölkerungsgruppen (irgendwie widerstrebt mir die gängige Bezeichnung “Elite”), stattdessen unterstützen wir im Zweifelsfall lieber unsere hellenischen Nachbarn … ” – dafür Kopfschütteln bei den europäischen Ländern, Krach mit den Gelben, Krach mit Barrosos Truppe.

      Weiter den sturen, egoistischen Kurs halten – egal, lass doch die Länder um uns herum verrecken oder an die Amerikaner ausliefern. Erst haben wir die Dritte Welt ausgenutzt und tun es immer noch, jetzt sind schon unsere Nachbarn dran. Die Einschläge kommen näher. Muttis Truppe kocht weiter ihr stinkendes Süppchen und versucht es bis nach der Wahl in NRW irgendwie nicht zum Überlaufen zu bringen – Mahlzeit.

      Mal ein ganz anderer Aspekt, schon mal daran gedacht: Lena Meyer Landrut wird aus poiltischen Gründen als USFO in Oslo keine Chance haben, wenn das so weitergeht: “Germany … 0 points”.

    64. Hans Bambel schrieb am 24. März 2010 at 11:27 - Permalink

      Hat denn nicht auch noch Goldman Sucks seine Finger im Spiel? Ich sehe hier Deutschland mal wieder eher als Erfüllungsgehilfen für amerikanische Interessen.

    65. Meerbuscher schrieb am 24. März 2010 at 15:56 - Permalink

      Ja, mindestens einer aus der “Achse der Bösen & Friends” hat doch immer seine flinken Finger im Spiel, wenn es irgendwo was abzuschöpfen gibt …

      Goldman Sucks – Otmar Issing – Jörg Asmussen – “Der Alex” Dibelius – Mutti …


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    Wikio - Top Blog - Politik