Kohl um Nobelpreis betrogen
geschrieben am 12. Oktober 2007 von Spiegelfechter
Nein, was war das für eine schwarze Woche für George Bush und Helmut Kohl. Nicht der hoch ehrenwerte und verdiente Altkanzler aus Oggersheim, sondern der Erfinder des Internets, Klima-Kasper und Beinahe-Präsident aus Washington räumte in Oslo ab. Ein Jahr nach dem Oscar, erntete Calamity-Al die zweitsubjektivste Auszeichnung der Welt – den Friedensnobelpreis – und reiht sich damit in die Liste verdienter Friedensaktivisten, wie Henry Kissinger, Jassir Arafat, Schimon Peres und Jitzhak Rabin ein.
Doch all dies wäre vermeidbar gewesen: Hätte George Bush der Jüngere doch nur auf den Trick mit den Wahlmaschinen in Florida verzichtet – die Welt wäre eine andere. Bush selbst könnte in Frieden seine Brezeln essen und den Cowboy spielen. In die Geschichte wäre er lediglich als der schlechteste Gouverneur Texas´ eingegangen und nicht als der Mann, der für Millionen Tote und das Ende des amerikanischen Zeitalters verantwortlich ist. Da der Irak-Krieg nie stattgefunden hätte, wäre Ede Stoiber 2002 Kanzler aller deutschen Stämme und Deutschland hätte wenigstens etwas zu Lachen.
Al Gore säße stattdessen im Weißen Haus und müsste sich mit konservativen Querulanten herumärgern, anstatt Preise, Ruhm und Ehre einzustreichen. Die USA wären Vorreiter im Klimaschutz und in der Bildungspolitik anstatt in der Rüstungsindustrie und auf dem Gebiet der rekonstruktiven Chirurgie. Die Welt wäre ein wenig glücklicher, Merkel eine Hinterbänklerin, und – was am allerwichtigsten ist – Helmut Kohl wäre heute für sein Lebenswerk mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet worden.
Sein Lebenswerk ist wahrlich nobel. Er erreichte die Durchsetzung des NATO-Nachrüstungsbeschlusses, die Einführung des Euros, den Aufkauf und anschließenden Ausverkauf der DDR. Er ist bekannt für seine taktischen Blackouts vor Untersuchungsausschüssen, die Kranzniederlegung auf einem Waffen-SS Friedhof, die kreative Finanzierung seiner Partei und viele friedliche Dinge mehr. Er würde nicht den Friedensnobelpreis bekommen, sondern er wäre der Friedensnobelpreis, wie die Titanic postulierte.
Und was hat Al Gore diesen heroischen Taten entgegenzusetzen? Bei der Befriedung des Kosovos stand er nur in der zweiten Reihe, er wollte eine Annäherung an das Reich des Bösen – nein, damals war das Russland und nicht die USA -, er kaspert mit Flipcharts und Powerpoint-Präsentationen gegen den Klimawandel und geht vor allem als der einzige gewählte Präsident der USA in die Geschichte ein, der nie Präsident wurde. Hätte Schröder bei seinem „suboptimalen“ Auftritt bei der „Elefantenrunde“ nicht besser argumentieren können? Merkel hätte doch glatt geglaubt, dass er der Wahlsieger sei, hätte sich aus der aktiven Politik zurückgezogen und in ein paar Jahren auch einen Nobelpreis für Klima-Kaspereien bekommen. Die Welt ist ungerecht!
Verschärfend kommt für Kohl hinzu, dass mit Doris Lessing ausgerechnet die Tante der linken Socke Gregor Gysi einen Nobelpreis absahnte. Nun haben sowohl SPD als auch LINKE Nobelpreisträger in der erweiterten Verwandtschaft, nur CDU/CSU gehen permanent leer aus. Dass Ede Stoiber irgendwann einmal für sein literarisches Lebenswerk den Literaturnobelpreis bekommt, ist eher unwahrscheinlich. Schäubles bahnbrechenden Theorien über schmutzige Bomben reichen wohl auch nicht ganz für einen Chemienobelpreis und das Jung dereinst einmal für seine Fulgzeugabschußphantasien den Friedensnobelpreis bekommen könnte, fiele selbst den übelsten Sarkasten nicht ein.
Vielleicht sollte man ja die Wahlmaschinen in Oslo überprüfen lassen und vor dem internationalen Gerichtshof eine Nachzählung der Stimmen von Hand einklagen. Wer weiß? Vielleicht hat Al Gore aus den Fehlern der Vergangenheit gelernt und die Wahlen der “Academy of Motion Pictures” und des “Nobelpreiskomitees” in schändlicher Art und Weise manipuliert.

p.s.: Der Autor hätte sich sehr gefreut, wenn Mohammed Ali – der ebenfalls nominiert war – den Preis gewonnen hätte. Er hätte ihn wirklich verdient. Aber immer noch besser Al Gore, als der unsägliche Bonobo ;-)
Jens Berger
Kategorien: Ausland Deutschland Glosse
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YMMD
Wunderbare Glosse, Jens!
Danke :o)
Wirklich klasse geschrieben. Kam streckenweise aus dem Schmunzeln nicht mehr heraus. Eine Frage haette ich aber noch.
Zitat:
“Er ist bekannt für seine taktischen Blackouts vor …, die Kranzniederlegung auf einem Waffen-SS Friedhof, …”
Ich frag mich ehrlich gesagt, was das mit “Blackout” zu tun hat. Natuerlich war die Waffen-SS eine verbrecherische Organisation, aber man sollte nicht alle Menschen, die in der SS dienten, ueber einen Kamm scheren. In diesem Fall schon allein deswegen nicht, weil die SS irgendwann anfing, auch wahllos junge Wehrpflichtige einzuziehen, die gar nicht dorthin wollten. Waehrend der Nuernberger Prozesse wurde dieser Sachverhalt uebrigens beruecksichtigt und die Zwangseingezogenen quasi freigesprochen.
Mit freundlichen Gruessen
baikinman
P.S.: Nein, ich will mit diesem Post keine Diskussion ueber die Waffen-SS anregen.
@baikinman
Ganz einfach – Du hast auf zwei Aufzählungselementen eins gemacht.
- taktische Blackouts vor Untersuchungsausschüssen
und
- Kranzniederlegung (ich glaube es war in Bitburg)
Zwei komplett verschiedene Sachen, die nichts miteinander zu tun haben.
Sorry, ich seh schon. Ich lebe wohl schon zu lange im Ausland.
Nun ja,
halte ich auch für etwas zu sehr überspitzt formuliert.
Es handelte sich nach kurzer Recherche wohl um den
Ehrenfriedhof Kolmesshöhe
Mit 2000 Gefallenen zu 59 (Jugendlichen) Angehörigen der Waffen-SS
also einer Quote von 3%.
Da ist die Wortwahl schon etwas provokant. ;-)
Wieso aber ausgerechnet Al Gore, der Suppenkasper mit seiner polemischen faktenverbiegenden Disneyshow für debile Amerikaner den Friedensnobelpreis erhalten soll, will mir nicht in den Kopf.
Pax
@corax
Herrjeh – dies ist ein Glosse und darin schwimmt viel Ironie.
Außerdem kannst Du es interpretieren, wie Du lustige bist (das Zeichen ist es was zählt(!)), eine Pro-Friedensnobelpreisaktion war dies nicht.
Nette Glosse :-)
Ansonsten halte ich es mit “Nachrichten” und “Auszeichnungen” spätestens nach einem Friedensnobelpreis für einen Templer eher the Slipknot-Way … sie beeindrucken oder beeinflussen mich nicht.
In diesem Sinne: I won’t let this build up inside me!
Anderer Kontext, dasselbe Leben.
@ Cheffe
Das mit der Glosse hatt ich schon verstanden, deshalb auch lediglich mein “zu sehr” zwischen dem “etwas überspitzt”.
Und auch erst nachdem es schon zu Missverständnissen führte.
Mein zweiter Absatz bezog sich nicht auf dich, der war ganz allgemein.
Da fehlte wohl ein “auch”
will mir auch nicht in den Kopf.
Pax
Ich bin überzeugt davon, dass wir früher oder später von/über Kohl in irgendeiner Zeitung lesen werden, wie enttäuscht er am Morgen des 12. Oktober war. Und wenn’s in der Titanic ist… :-) Aber ich tippe insgeheim auf die Zeitung mit den vier Buchstaben.
Passend dazu:
“Gandhi was nominated for the Nobel peace prize five times,
in 1937, 1938, 1939, 1947, and finally in 1948,
a few days before his assassination.
However he was not awarded the Nobel Prize
because he was ‘neither a real politician
nor a humanitarian relief worker.’
The Executive Director for the Nobel Foundation, Michael Sohlam,
has gone on record to state that not awarding him the Peace Prize
was ‘a big regret’ of the Nobel Foundation.”
en.wikipedia.org/wiki/Mahatma_Gandhi
“The Nobel Foundation wanted to give a posthumous award in 1948
but decided against it and didn’t award the Nobel Peace prize for that year.
Probably they didn’t want to create additional controversies
of not including leaders from other countries.”
http://www.digitaljournal.com/article/236470/Nobel_Prize_panel_regret...
Quelle: groups.google.com/group/comp.sys.hp48/browse_thread/thread/df144b229ae8513a/c8a5266badd68087
Schon bezeichnend, daß wirklich grpße Persönlichkeiten so wenig Beachtung fanden …
MfG
mmmh….vielleicht hätte der Spiegelfechter lieber was
über die Quadriga-Verleihung an Schröder schreiben sollen…
Kohl ist ja ein zu leichtes Opfer…bzw. aufgrund seiner üppigen
Figur leicht zu treffen.
Naja, wenigsten arten die Diskussionen dann hier nicht so aus ;)…
@starship trooper
Ja, das ist leider idT bezeichnet – wenn man Gandhi mit den am Anfang des Artikels genannten Personen vergleicht, so versteht man die Welt, bzw. das Olsloer Komitee nicht mal im Ansatz.
Wie ich schrieb, wäre für mich Mohammed Ali idT ein würdiger Preisträger – schade, dass es nur um Politik geht :-(
@Spiegelfechter
“die Kranzniederlegung auf einem Waffen-SS Friedhof”
Ich weiß nicht vieviele Gefallene auf dem Soldatenfriedhof in Bitburg liegen, aber es liegen dort 5 Soldaten der Waffen-SS, gefallen mit 17 bis 23 Jahren. Damit ist das garantiert kein “Waffen-SS-Friedhof”.
Laut “Der Spiegel” von ca. 1985 waren 1943 ca. 60% aller Waffen-SS-Soldaten gezogen. 1,8 Mio. Mann waren bei der Waffen-SS, und nur ein “kleiner” Teil hat an Kriegsverbrechen teilgenommen (teilnehmen müssen), die meisten waren (wie bei der Wehrmacht auch) unter Zwang da und sind in jungen Jahren “verreckt” für nichts und wieder nichts.
Man sollte ein wenig differenzieren.
@13
Sehe ich auch so. Die undifferenzierte Haltung “Waffen SS -> Schwerverbrecher” ist so nicht in Ordnung, wenn man bedenkt, dass viele junge Männer unfreiwillig zur Waffen-SS gelangt sind und sicher auch nicht jeder Einzelne an Kriegsverbrechen teilgenommen hat. Wenn man es anders sieht, müsste man auch sagen, dass jeder Soldat ein potentieller Verbrecher war bzw. ist – und zwar auf allen Seiten (inwiefern diese These zutrifft, lassen wir mal besser im Raum stehen).
Fazit: Die Kranzniederlegung ist völlig legitim gewesen.
@ 15
was die beiden da vertreiben ist kein Blöder Unsinn
Mein Onkel wurde 1944 gemustert und als 17jähriger “überredet” bei der Waffen SS zu unterschreiben… Nur weil mein Großvater als er davon hörte dem Wiedersprochen hat, kam er nicht zu Waffen SS
Was meinem Großvater einen Eintrag als Querulant einbrachte, wie er bei seiner Entnazifizierung erfahren hat.
JA die Waffen SS war und ist eine Verbrecherische Organisation
JA Kohl oder besser seine Berater hätten sich besser informieren sollen und nicht auf dem Friedhof in Bitburg das Treffen abhalten sollen
JA jeder der heutzutage an Waffen SS Treffen teilnimmt ist für mich ein Nazi
aber ein dickes NEIN nicht jeder bei der Waffen SS war da Freiwillig oder war ein Verbrecher
@ name
Ich möchte Sie darauf hinweisen, das ich weder “rechts” noch ein Spinner bin. Ich habe lediglich ein paar Fakten gebracht, die Sie nicht widerlegen können und dazu meine Meinung geäußert. Ich wehre mich dagegen, daß die Medien und die Politik teilweise die Geschichte gezielt umdeutet und für ihre Zwecke mißbrauchen.
Sie scheinen kein Freund der Meinungsfreiheit zu sein, sofern die Meinungen Ihnen nicht in den Kram paßen. So etwas gab es zwischen 1933 bis 1945 schon mal, nur mit fatalen Folgen für die Meinungsäußernden. Vielleicht sind Sie ja doch ein Freund dieser damaligen Methoden?
Schrieb ich vorhin, dass die Diskussion hier nicht ausarten würde?
nun, ich habe mich getäuscht…
Sorry, jeder Tread endet hier irgendwie mit gegenseitigen (Nazi-)
Denuziationen. Das ist wirklich ermüdend.
Leider habe ich gerade überhaupt keine Zeit, um irgendwo über irgendwas zu diskutieren, deshalb nur soviel:
Die Waffen-SS war, was “Reichsdeutsche” (die unter die damalige Wehrpflicht fielen) anbetrifft, eine Freiwilligen-Armee: in den seltensten Fälle wurden “Reichsdeutsche” zwangsweise der Waffen-SS zugeführt.
Erst [->] Gottlob Berger fand eine ‘Lösung’: Zunächst die Auslandsdeutschen, und – später – die “Freiwilligen aus dem geeinten Europa”. Später kamen dann auch Kaukasier, Inder und andere hinzu…
Nachzulesen ist dergleichen bspw. bei [->] Günther Deschner.
Und um es klar zu sagen: Die Masse der (Waffen-)SS war eine Meute blindwütiger Fanatiker, egal woher der Einzelne stammte!
Persönlich habe ich da geügend Erfahrung, um zu wissen, wovon ich spreche :(
Tschau!
hannilein
Na, soweit ich das verstehe, hat Kohl ja noch eine zweite Chance. Er ist ja erst im Juni nominiert worden und war wohl in diesem Jahr noch gar nicht auf der Liste, da im Februar schon Nominerungsschluss war.
Man weiß nicht, was die verbleibende Zeit bis zum nächsten Februar noch für Helden zeugt, aber wenn keine ganz großen mehr auftauchen, hat Kohl sicherlich fürs nächste Jahr ganz gute Karten.
Ich weiß nicht, ob Kohl ein Friedensnobelpreis gebührt.
Aber in einem Atemzug mit Kissinger, Arafat und Peres genannt zu werden, denke ich, DAS hat er sich doch redlich verdient.
Sur mes cahiers d’écolier
Sur mon pupitre et les arbres
Sur le sable sur la neige
J’écris ton nom
Sur toutes les pages lues
Sur toutes les pages blanches
Pierre sang papier ou cendre
J’écris ton nom
Sur les images dorées
Sur les armes des guerriers
Sur la couronne des rois
J’écris ton nom
Sur la jungle et le désert
Sur les nids sur les genêts
Sur l’écho de mon enfance
J’écris ton nom
Sur les merveilles des nuits
Sur le pain blanc des journées
Sur les saisons fiancées
J’écris ton nom
Sur tous mes chiffons d’azur
Sur l’étang soleil moisi
Sur le lac lune vivante
J’écris ton nom
Sur les champs sur l’horizon
Sur les ailes des oiseaux
Et sur le moulin des ombres
J’écris ton nom
Sur chaque bouffée d’aurore
Sur la mer sur les bateaux
Sur la montagne démente
J’écris ton nom
Sur la mousse des nuages
Sur les sueurs de l’orage
Sur la pluie épaisse et fade
J’écris ton nom
Sur les formes scintillantes
Sur les cloches des couleurs
Sur la vérité physique
J’écris ton nom
Sur les sentiers éveillés
Sur les routes déployées
Sur les places qui débordent
J’écris ton nom
Sur la lampe qui s’allume
Sur la lampe qui s’éteint
Sur mes maisons réunis
J’écris ton nom
Sur le fruit coupé en deux
Dur miroir et de ma chambre
Sur mon lit coquille vide
J’écris ton nom
Sur mon chien gourmand et tendre
Sur ces oreilles dressées
Sur sa patte maladroite
J’écris ton nom
Sur le tremplin de ma porte
Sur les objets familiers
Sur le flot du feu béni
J’écris ton nom
Sur toute chair accordée
Sur le front de mes amis
Sur chaque main qui se tend
J’écris ton nom
Sur la vitre des surprises
Sur les lèvres attentives
Bien au-dessus du silence
J’écris ton nom
Sur mes refuges détruits
Sur mes phares écroulés
Sur les murs de mon ennui
J’écris ton nom
Sur l’absence sans désir
Sur la solitude nue
Sur les marches de la mort
J’écris ton nom
Sur la santé revenue
Sur le risque disparu
Sur l’espoir sans souvenir
J’écris ton nom
Et par le pouvoir d’un mot
Je recommence ma vie
Je suis né pour te connaître
Pour te nommer
Liberté
@ wahlleiter
Gibts das auch übersetzt?
Ich hab meine Französischstunden in der Cafeteria mit Pokern verbracht. ;-)
Pax
allein die bilder…. sind den artikel wert, der natürlich auch super ist….
woher hast du nur immer sooo tolle bilder?
das alte layout gefiel mir übrigens besser – aber man wird sich gewöhnen müssen :-)
Ich war ja sehr schockiert, als ich das hörte: Kohl und Nobelpreis?! Heilige Makrele!
Ich bin nämlich eine von Kanzlersache angeschmierte, und konnte es mir nicht leisten, gegen die elf Aquitaine zu Gericht zu ziehen, nachdem sie sich unser Grundstück entschädigungslos unter den Nagel gerissen haben. Weder die CDU noch Kohl noch der Rest der Baggage haben ein Unrechtsbewusstsein für Afrikanische Zustände entwickelt.
Die Waffe einer Frau ist das Wort – also habe ich mich mit dem Nobelkomittee in Verbindung gesetzt und meine Gedanken dargelegt. Ob ich dazu beigetragen habe, dass Kohl den Preis nicht bekommen hat, weiss ich natürlich nicht. Es hat mich aber trotzdem gefreut, dass er ihn nicht bekommen hat, obwohl man vermutlich noch eine bessere Wahl als Al Gore hätte treffen können, meine ich.
Nachtrag/Zusammenfassung
Die Wiedervereinigung, und der Bankrott des Ostens, bereiteten sich schon eine ganze Weile vor. Amerikanische Experten hatten spätestens seit 1986 Informationen, dass es im Osten Pläne zu einer Wiedervereinigung gab. Die Bundesrepublikanischen Politiker wollten aber nichts davon wissen und weigerten sich, Vorbereitungen zu treffen. Dann versuchte der KGB in Ostdeutschland eine Aufweichung, die aber an den Altgenossen der SED scheiterte.
Schließlich unterrichtete Gorbatschow die Amerikaner, dass sie Ostdeutschland ziehen lassen würden, weil es zu teuer wurde.
Dann arrangierte man einen Kohl-Besuch in Polen, damit er nicht zu weit weg war und arrangierte die Sache mit dem mysteriösen Zettel ‘ab Mitternacht ………….’ in der Ostberliner Fernsehübertragung.
Als darufhin die Ostberliner durch die Mauer strömten, war die Wiedervereinigung vollzogen. Kohl hat da gar nichts arrangiert außer einer Auffüllung der Schweizer CDU-Konten durch Kanzlersache.
Kohl hat keinen Frieden geschaffen, wo anderweitig Krieg war oder gewesen wäre. Mit Kanzlersache hat er auch bewiesen, dass er nicht zwischen Mein und Dein unterscheiden kann.
Dass die Nobelpreisorganisation sich und ihre Preise durch eine Vergabe an Kohl entwerten sollte und will, ist wohl nicht angesagt.