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  • Workforce Vouchers ? das neue Arbeitsmarktkonzept der FDP

    geschrieben am 01. April 2010 von Spiegelfechter

    “Wachstum wagen” ? so prangt es in fetten Lettern auf dem FDP-Programmentwurf, der nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Seit Oktober letzten Jahres entwickelte eine fünfköpfige Kommission unter Leitung des wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion Volker Thiel ein Arbeitspapier, dessen Ziel die lange vernachlässigte Finanzmarktfähigkeit sozialstaatlicher Elemente ist. “Wachstum wagen” soll die Geißel der Arbeitslosigkeit besiegen und gleichzeitig den hoffnungslos überschuldeten Bundeshaushalt entlasten, um so Raum für wachstumsbeschleunigende Steuersenkungen zu schaffen. Die Soziale Marktwirtschaft ist Vergangenheit, die Soziale Finanzmarktwirtschaft soll neuer Leitfaden wirtschafts- und sozialpolitischer Reformen werden.

    Privatisierung der Sozialsysteme

    Kern der Reformen soll die Auslagerung der Arbeitslosenversicherung aus dem Bundeshaushalt sein. Die klassische Arbeitslosenversicherung bremst das Wirtschaftswachstum aus, so die Autoren des Arbeitspapiers. Wer sozialversicherungspflichtig beschäftigt ist, muss einen Teil seines Bruttolohns in diese staatliche Zwangsversicherung einzahlen. Vor allem die Arbeitgeberseite wird von diesem Modell in unfairer Weise ausgebremst, da die Lohnnebenkosten nicht zum Wohle des Wirtschaftsstandortes investiert werden können. Ist der Versicherte erst einmal arbeitslos, hemmen die großzügigen Alimentierungen aus dem Versicherungstopf jeglichen Willen zur Aufnahme einer neuen Arbeit. Statt der Wirtschaft zu dienen, legt sich der Arbeitslose gemütlich in die soziale Hängematte. Ein solches Modell, das nur Verlierer kennt, hat ? so Co-Autor Hans Werner Sinn ? in einer globalisierten Welt ganz einfach keine Daseinsberechtigung. Statt auf antiquierte Wohlfahrtsökonomie setzt die FDP daher auch auf moderne marktnahe Konzepte.

    Statt Geld soll der Arbeitslose künftig sogenannte Workforce-Vouchers (WV) bekommen. Für jede geleistete Arbeitsstunde erhält der Arbeitslose einen WV. WVs können beispielsweise durch Schneeschippen oder andere gemeinnützige Tätigkeiten erworben werden, sie können allerdings auch von privaten Arbeitgebern eingesetzt werden, um Auftragsspitzen abzufangen. So können die Arbeitgeber endlich Lohn- und Lohnnebenkosten sparen, indem sie ihre Stammbelegschaft auf ein international wettbewerbsfähiges Minimum reduzieren und den Rest der Arbeit über das WV-System organisieren. Dadurch trägt sich das System selbst und der Sozialstaat wird endlich vom Steuer- und Lohnnebenkostensystem entkoppelt.

    Der Markt bestimmt den Preis


    Wie viel ein solcher WV wert ist, entscheidet der Markt. Als Handelsplattform soll die umgewandelte und künftig börsennotierte Arbeitsagentur in Nürnberg dienen. Hier werden die WVs im freien Verkehr gehandelt. Arbeitslose können durch den Verkauf ihrer WVs Geld verdienen, mit dem sie ihren Lebensunterhalt bestreiten. Arbeitgeber müssen auf dem Nürnberger Markt die WVs kaufen, mit denen sie die Arbeitslosen für ihre Tätigkeiten entlohnen. “Dieses System ist rund, gerecht und kosteneffizient”, so Michael Hüther vom IW in Köln.

    Die Vorteile des WV-Systems gehen jedoch weit über die effiziente Verteilung ehemals sozialstaatlicher Leistungen hinaus. “Arbeitslosigkeit wird endlich wieder planbar”, so Anton F. Börner vom Bundesverband Großhandel, Außenhandel und Dienstleistungen. Der Handel mit WVs soll nämlich auch terminmarktfähig werden. Um die Kosten für Arbeit nicht der Volatilität der Märkte zu unterwerfen, können Arbeitgeber Terminkontrakte für WVs handeln. Ähnlich wie auf den erfolgreichen Rohstoffmärkten können sich die Akteure so langfristig mit dem Rohstoff Arbeit zu berechenbaren Preisen versorgen. Dies sei ? so das Arbeitspapier der FDP ? eine Win-Win-Situation. Schließlich könnten auch Arbeitlose auf diese Art und Weise zuverlässig ihre die Zukunft planen. Wer sich beispielsweise in einem Terminkontrakt verpflichtet, im September 2011 einhundert WVs für 500 Euro zu verkaufen, hat Planungssicherheit. Gerecht ist das System ebenfalls ? ist der Arbeitslose zu faul, um diese WVs durch Arbeit zu bekommen, muss er selbst auf dem Nürnberger Markt WVs kaufen, um nicht vertragsbrüchig zu werden. “Wenn die Arbeitslosen erst einmal die Marktmechanismen verstanden haben, agieren sie auch wie echte Leistungsträger”, so Hans Werner Sinn. “Warum können Rohöl und Schweinehälften auf modernen Terminmärkten gehandelt werden, Arbeit, der Nukleus unserer Gesellschaft, aber nicht?”

    Vorbild für weitere Reformen

    Wenn das WV-System von den Märkten angenommen wird, will die FDP auch weitere Elemente des Sozialstaates marktfähig machen und so die Weichen für eine goldene Zukunft des Wirtschaftsstandortes Deutschland stellen. So könnte sich FDP-Generalsekretär Christian Lindner beispielsweise auch eine Handelsplattform für Rentenansprüche vorstellen. “Das jetzige System der Umlageversicherung ist nicht mehr zeitgemäß. Wir brauchen ein System, in dem Freiheit, Leistungsgerechtigkeit und Wachstumsorientierung vereint werden”. Heute kassiert der Staat monatlich den Arbeitnehmer im Namen der Rentenversicherung ab, nur um es an die Rentner auszuschütten ? ob der Arbeitnehmer oder der Rentner dies will oder nicht, spielt dabei keine Rolle. Eine solche Allokation von Leistungen lässt sich natürlich über den Finanzmarkt wesentlich effizienter organisieren. Warum kauft der heutige Arbeitnehmer dem heutigen Rentner nicht einfach Rentengenussscheine ab, die er im Alter selbst an Arbeitnehmer verkaufen kann?

    Angebot und Nachfrage regeln dann die Höhe der Renten, womit dieses politische Themenfeld endlich den Populisten jeglicher Couleur entzogen wird. Besser noch ? laut Lindner lassen sich auf diese Art und Weise die private und die institutionelle Altersvorsorge perfekt kombinieren. Die Allianz habe bereits Interesse bekundet, einen Rentenfonds aufzulegen, der professionell mit Rentengenussscheinen spekuliert. Auch Klaus F. Zimmermann vom DIW ist von diesem Konzept überzeugt: “Ein solches System würde die chronisch klammen Arbeitgeber entlasten und Arbeitnehmer stärken. Außerdem ist es wesentlich flexibler als andere Altersvorsorgesysteme. Wenn der Arbeitnehmer seine Rentenansprüche bereits vor dem Eintritt in die Altersarbeitsniederlegung benötigt, um beispielsweise Investitionen zu tätigen oder seine Krankenhausrechnung zu begleichen, kann er seine Genussscheine auf dem freien Markt verkaufen und fortan aktiv am WV-System partizipieren. Künftig könnte der Arbeitnehmer auch frei entscheiden, wann er aus dem Arbeitsleben ausscheiden will. So viel Freiheit gab es noch nie.”

    Sollte die FDP ihr Konzept durchsetzen, würden alle Bürger davon profitieren. Ist der Staat erst einmal von den Lasten der Sozialsysteme befreit, könnte er endlich auch auf der Einnahmeseite sparen. Steuersenkungen auf breiter Front sind machbar. Das dadurch erzeugte Wachstum könnte gar ein neues Wirtschaftswunder einläuten. Doch vor den goldenen Zeiten stehen immer noch die professionellen Bedenkenträger der Interessenverbände, wie Gewerkschaften oder Wohlfahrtsverbände, die sich arglos am Topf der Sozialkosten laben. Erst wenn das FDP-Konzept alle Hürden genommen hat, kann Deutschland den Weg der Freiheit gehen und mehr Wachstum wagen. Ob es soweit kommt? Hoffen wir das Beste.

    Quelle: “Wachstum wagen” – ein arbeitsmarktpolitisches Konzept der FDP

    Jens Berger

    58 Kommentare Print This Post
    "Wachstum wagen" ? so prangt es in fetten Lettern auf dem FDP-Programmentwurf, der nach den Wahlen in Nordrhein-Westfalen der Öffentlichkeit vorgestellt werden soll. Seit Oktober letzten Jahres entwickelte eine fünfköpfige Kommission unter Leitung des wirtschafts- und arbeitsmarktpolitischen Sprechers der FDP-Fraktion Volker Thiel ein Arbeitspapier, dessen Ziel die lange vernachlässigte Finanzmarktfähigkeit sozialstaatlicher Elemente ist. "Wachstum ...
    Tags: FDP Glosse
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    58 Kommentare:

    1. COPOKA schrieb am 1. April 2010 at 01:29 - Permalink

      ?Wenn die Arbeitslosen erst einmal die Marktmechanismen verstanden haben, agieren sie auch wie echte Leistungsträger?, so Hans Werner Sinn.

      Brilliant! Ist es noch zu toppen?

      Das liest sich noch wie eine böse Satire. Aber nein, die meinen es im Ernst.

      Schaffen die Liberalen mit ihren Schildbürgerstreichen noch unter 5% Hürde?

      *grmpf* :))
      Den Link hätte ich zuvor anklicken sollen.

    2. Bebu schrieb am 1. April 2010 at 01:32 - Permalink

      Das Schlimmste an diesem Artikel ist, dass ich der FDP solche Ideen wirklich zutrauen würde.

    3. Hiramas schrieb am 1. April 2010 at 01:40 - Permalink

      Das ist wirklich nicht lustig. Bring doch die nicht auch noch auf Ideen!
      Hab aber auch erst ab der Hälfte des Textes ans Datum gedacht.
      Aber leider nur zu realistisch.
      Fürn 1. April aber sonst sehr schön.

    4. mic schrieb am 1. April 2010 at 01:54 - Permalink

      Sehr schön….da bin ich doch erst nach 2/3 des Textes auf die Idee gekommen auf die Uhr zu schauen.

      Aber die WV sind Ihnen leider wirklich zuzutrauen….

    5. Peter schrieb am 1. April 2010 at 01:58 - Permalink

      ich habe auch bis relativ weit in den Artikel hinein das Ganze für ernst gehalten. Das sagt aber wohl mehr über die FDP als über mich aus :)

    6. Nero schrieb am 1. April 2010 at 03:15 - Permalink

      Ein schöner Aprilscherz, der leider erschreckend nah an der Realität ist.

    7. The Shorthair schrieb am 1. April 2010 at 04:12 - Permalink

      Lieber Jens Berger,

      ja, es naht der April. Ein gelungener Artikel dessen Inhalt tragischer Weise “fast” Realität werden könnte.
      Ich wünsche Dir angenehme Osterfeiertage und “…. aufpassen, das die Gelben nicht solche Eier verschenken”!

      Beste Grüße an den Spiegelfechter
      SHORTHAIR

    8. Frank Benedikt schrieb am 1. April 2010 at 04:51 - Permalink

      @ all:

      Auch der Lektor, das vormalige “hannilein”, hat beim Gegenlesen herzlich gelacht und befürchtet, daß unser guter Jens gewisse Leute noch auf weitere dumme Gedanken bringt, aber – die lesen hier ja nicht und solange Ihr ihnen das nicht verratet … ;-)

      Schönen April
      Frank

    9. schwitzig schrieb am 1. April 2010 at 05:06 - Permalink

      Eigentlich ist die FDP eine bedeutend bessere Satirepartei als “DIE PARTEI”. Nur leider meinen es die Kasper ernst :-(.

      Die Aussage:

      Hans Werner Sinn. ?Warum können Rohöl und Schweinehälften auf modernen Terminmärkten gehandelt werden, Arbeit, der Nukleus unserer Gesellschaft, aber nicht??

      ist verschwurbelt. Tatsächlich meint diese Figur es wohl eher so:

      Hans Werner Sinn. ?Warum können Rohöl und Schweinehälften auf modernen Terminmärkten gehandelt werden, Menschen, der Nukleus unserer Gesellschaft, aber nicht??

      Die CDUSPDFDPGRÜNE wird es noch hinbekommen, dass alle Unternehmen abwandern, wenn erst die Infrastruktur verkommen und Anschläge, Gewalt und “soziale Unruhen” dieses Land unbewohnbar gemacht haben.
      Sozialer Frieden kostet Geld und das ist auch gut so!

      Edit:
      OH – ein Aprilscherz! Hnnnngg … zu meiner Ehrenrettung muss ich sagen, dass ich ein Opfer der Realsatire bin und es mittlerweile für realistisch halte, dass derart “Sinniges” real ist :-).

    10. kapiernix schrieb am 1. April 2010 at 05:56 - Permalink

      Oh … ich hab erst beim Lesen der Kommentare bemerkt, dass es der 01.04. ist :-D

      Man könnte heulen, wenn man bedenkt, dass diese Idee wirklich von der FDP hätte sein können.

    11. Hobeditzn schrieb am 1. April 2010 at 06:22 - Permalink

      Moin,

      schöner Text zum 1. April.
      Doch leider haben wir das, was im Text beschrieben wurde, prinzipiell schon: 400-Euro-Arbeitskräfte und Zeitarbeiter. Damit hat der Arbeitgeber(AG) schon jetzt die Möglichkeit, eine Stammmannschaft zu halten, die für eine durchschnittliche Auftragslage ausreichend ist. Wenn es zu Produktionsspitzen kommt, holt der AG sich die benötigten Kräfte bei Zeitarbeitsfirmen oder ruft die 400-Euro-Kräfte an.

    12. chriwi schrieb am 1. April 2010 at 06:34 - Permalink

      Das grausige an diesem Text ist, dass man ihn für bare Münze nehmen kann. Nach dem ersten April schnell löschen, bevor sich ein FDPler hierher verirrt und auf Ideen kommt. :)

    13. aebby schrieb am 1. April 2010 at 06:48 - Permalink

      Der gute Scherz enthält einen Kern Wahrheit ;-)

      Sehr guter Scherz mit einem großen bitter schmeckenden Kern!

    14. Daniel schrieb am 1. April 2010 at 07:03 - Permalink

      E-Mail-Porto kommt!

      http://www.wdr.de/radio/wdr2/

      Und nicht vergessen: Immer das Kreuz an die richtige Stelle setzen… ;-)

    15. Lars schrieb am 1. April 2010 at 07:25 - Permalink

      Respekt! Es gehört schon was dazu, einen Artikel durchgehend auf dem schmalen Grat zwischen grotesk und unrealistisch zu schreiben, dass er zwar frei erfunden wirkt, dies den meisten Lesern jedoch erst mittendrin oder am Besten hinterher bewußt wird.
      Die Kommentare sprechen da ja Bände :)
      Schade, dass ich den Spiegelfechter gerade auf der bewußten Suche nach Aprilscherzen angesurft habe, sonst wär mir, angesichts der Realitätsnähe des Geschriebenen, mit Sicherheit auch ein Schauer über den Rücken gelaufen.
      Gruß, Lars

    16. AK schrieb am 1. April 2010 at 07:45 - Permalink

      Puh, lange nicht so darüber gefreut reingelegt worden zu sein..

    17. Ifrit schrieb am 1. April 2010 at 07:54 - Permalink

      Hab den Artikel auch von Anfang bis Ende geglaubt, nur Jens’ scheinbar positive Meinung bzw die fehlende Kritik zu diesem… Mist konnte ich nicht nachvollziehen.
      Bis ich COPOKAs Kommentar angeschaut habe… dann hab ich auf den Link geklickt und… Kopf => Tisch :-D
      Erschreck mich nie wieder so ;-)

    18. Malte schrieb am 1. April 2010 at 09:00 - Permalink

      Ganz stark, erst irgendwann mitten im Artikel habe ich realisiert, dass heute der 1. April ist :)

    19. Degnaphta schrieb am 1. April 2010 at 09:02 - Permalink

      bin voll drauf reingefallen. Erst der letzte Satz und die Rubrik Glosse ließen Zweifel aufkommen, weshalb ich den link dann mal testete.
      Irgendwie bin ich mittlerweile zu empfindlich für solche Scherze, da ich allen im Artikel genannten haargenau diese Denke zutraue. Ich war schon am überlegen, ob es tatsächlich Zeit geworden ist, diesen hemmenden Pazifismus doch mal an den Nagel zu hängen … und die Überlegung finde ich gar nicht witzig, sondern es wäre der bitterste persönliche Rückschritt, der mir spontan einfiele.

      Im Morgenmagazin auf den ÖRs hatten sie einen SZS, der mir schon bitter aufstieß (Werde ich zu alt für harten Humor?)
      SZS steht für Selbst-Zuliefer-Service und meint hyperaktive Rentner, die die Post aus der Nachbarschaft einsammeln und weiterleiten. Das Alles zu dumping-Preisen bei dumping-Löhnen. die interviewten SZS-Akteure hatten alle tolle Uniformen an, so mit Posthorn drauf und so, und meinten in etwa “Ich hab ja sonst nix vor..”. Dazu wurden dann Proteste wegen des daraus erzeugten Lohndrucks kolportiert.
      Wie gut, daß die das aufgeklärt haben, sonst hätte der Tag mit noch mehr Ärger begonnen :-)

      Hoffentlich stoße ich noch auf ‘freundliche’ Aprilscherze.
      “Hey, dein Schuh ist offen” war ja mal ein Klassiker, aber da hat die offene-Sneaker-Mode auch Makkulatur draus gemacht. Was bleibt denn noch? Wieder zu den Kindern von Bullerbü greifen, um den unübertroffenen Steinesammler nochmals zu genießen?

    20. pinkinson schrieb am 1. April 2010 at 09:06 - Permalink

      Heute lachen wir darüber, morgen wird uns das Lachen möglicherweise im Halse stecken bleiben.

      BTW: kennt jemand einen FDP?ler, dem man das als ernstgemeinten Vorschlag schicken kann? Nur mal zu gucken wie er darauf reagiert.

    21. Griabiger Batzi schrieb am 1. April 2010 at 09:06 - Permalink

      Der Aprilscherz von tagesschau.de ist aber auch nicht schlecht.

    22. Martin W. schrieb am 1. April 2010 at 09:29 - Permalink

      Ich wollte auch sagen, so weit hergeholt ist das nicht. Wer weiß schon, was die heimische Elite wie Börner, Hüther und Käpt´n Ahab sich im Geheimen alles ausdenken?

      Aber nett gemacht Jens.

    23. SwENSkE schrieb am 1. April 2010 at 09:29 - Permalink

      @ 21/Griabiger Batzi

      Ja, den find’ ich auch richtig gut.

    24. Dani schrieb am 1. April 2010 at 10:05 - Permalink

      Schöne Satire! Ich vermute allerdings stark, das es in so einigen Polit- und Lobbyköpfen tatsächlich so tickt…

    25. peterMueller schrieb am 1. April 2010 at 10:36 - Permalink

      ohh danke, dass es sich hierbei um eine nichtwahrheit handelt!

      hoffentlich lesen keine fdp’ler diesen blog ;)

    26. TheExpatriot schrieb am 1. April 2010 at 10:52 - Permalink

      …erst nach dem dritten Absatz ist mir das heutige Datum eingefallen… sehr schön geschrieben :)

      Leicht OT: Welcher Artikel bei tagesschau.de ist denn der Aprilscherz? Etwa derjenige, dass die FDP angeblich noch auf acht Prozent kommen würde?

    27. Monteguu schrieb am 1. April 2010 at 10:59 - Permalink

      Netter Artikel, für den Spiegelfechter aber zu unkritisch und daher leicht zu entlarven :-)

    28. Internetausdrucker schrieb am 1. April 2010 at 11:20 - Permalink

      Schaut mal hier:
      http://www.fixmbr.de/warum-ich-in-die-fdp-eingetreten-bin/

      Auch nett. Ich bin jedenfalls für eine Schrecksekunde lang drauf reingefallen.

    29. Thomas schrieb am 1. April 2010 at 11:38 - Permalink

      klasse.
      ich habe erst nach 3 Absätzen gecheckt, daß es ein Aprilscherz ist.

    30. Frank Schenk schrieb am 1. April 2010 at 11:50 - Permalink

      RTL EXTRA hat sich nicht entblödet, das Thema auch ausgiebig auszuschlachten.

      Wenn ich groß bin, kriege ich Hartz 4
      Die Chancen der Kinder von Langzeitarbeitslosen

      Das Hartz-IV-Gen
      Einmal Stütze immer Stütze? In kaum einem anderen Land ist die soziale Herkunft so entscheidend für den Bildungsgrad wie in Deutschland. Und wenn Eltern auch noch morgens lieber liegen bleiben statt arbeiten zu gehen, fehlen die Vorbilder. Kein Wunder, dass sich Hartz IV von Generation zu Generation weiter “vererbt”. Doch warum ist es so schwer fürJugendliche aus Hartz-IV-Familien, eine Arbeit zu finden? EXTRA begleitet eine Hartz-IV-Familie in ihrem Alltag.

      http://www.rtl.de/cms/information/rtl_extra/extra_ueberblick.html

      gruß

    31. Harry Haller schrieb am 1. April 2010 at 11:53 - Permalink

      Und hier die akademischen Fingerübungen zum Text:
      Kieler Studie 332
      Hans H. Glismann, Klaus Schrader
      Privatisierung der Arbeitslosenversicherung: Ein Konzept für Deutschland

      http://www.ifw-kiel.de/pub/fruhere-publikationsreihen/kst/volumes/kst332/?searchterm=private%20arbeitslosenversicherung

    32. Manfred Tadema schrieb am 1. April 2010 at 12:06 - Permalink

      ..köstlich..

      Frohe Ostern, lieber Jens Berger

    33. Unbequemer schrieb am 1. April 2010 at 12:08 - Permalink

      Je näher eine Geschichte dem Zeitgeist liegt, um so eher wird sie glaubwürdiger.

      Die Einleitung war realistisch. Aber dann bei der Überschrift – Privatisierung der Sozialsysteme – war mir klar, es soll ein Aprilscherz sein.

      Denn so kann es nicht gehen. Ewiges Wachstum, das ist den Krebsgeschwüren vorbehalten, wenn sie nicht bekämpft werden.

      Zurück zur Privatisierung der Sozialsysteme. Das der Versuch unternommen wird, diese Richtung zu gehen, ist auch offensichtlich.

      Die Hartz-Gesetze waren ein Schritt auf den Weg. Tafeln und Kleiderkammern sind es ebenfalls. Bei der Krankenversicherung wird von einigen “Leithammeln” schon ein Stück dieses Weges gegangen. Sie hoffen, dass die Herde ihnen folgt. Und da nach Einstein die Dummheit unendlich ist, folgen diesem Weg auch einige, die nicht in der Lage sind das Ziel zu erkennen.

    34. Axel schrieb am 1. April 2010 at 12:11 - Permalink

      Mir fehlen ja zur Arbeitsmarktpolitik eigentlich seit jeher die angemessenen Worte. Vielleicht sind ja die bestehenden “Konzepte” zur “Bekämpfung” der Arbeitslosigkeit, gemessen an den Zielen die sie angeblich haben sollen, auch alles April-Scherze die unsere Polit-Clowns (günstiger Fall) fälschlich für bare Münze genommen haben.

    35. Martin W. schrieb am 1. April 2010 at 12:33 - Permalink

      OT:
      Kein April-Scherz ist es wohl auch, dass Grünen-Chef Özdemir heute morgen ernsthaft davon gesprochen hat, nach der Wahl in NRW sei Schwarz-Grün durchaus denkbar, “wenn denn die CDU ihre Politik ändert.”

      Ja ne, is klar. So wie in Hamburg wahrscheinlich, oder?

    36. Griabiger Batzi schrieb am 1. April 2010 at 13:21 - Permalink

      @TheExpatriot, 26:

      Leicht OT: Welcher Artikel bei tagesschau.de ist denn der Aprilscherz? Etwa derjenige, dass die FDP angeblich noch auf acht Prozent kommen würde?

      Nein, dieser Artikel ist kein Aprilscherz. Das ist wohl wirklich so.

    37. Unbequemer schrieb am 1. April 2010 at 13:30 - Permalink

      @ 26 – The Expatriot:

      http://www.tagesschau.de/ausland/internetabschaltung100.html

    38. Griabiger Batzi schrieb am 1. April 2010 at 13:57 - Permalink

      @Unbequemer, 37

      Ach Mensch. Doch nicht den Aprilscherz aufdecken. :-)

      Vielleicht wollten ein paar andere auch Rätseln.

    39. vera schrieb am 1. April 2010 at 14:45 - Permalink

      Hast Dir viel Mühe gegeben, um das so paßgenau in den Mund meines Lieblingsmannes Hans-Werner Sinn zu legen. Danke dafür.

    40. peter brack schrieb am 1. April 2010 at 15:10 - Permalink

      Schockschwerenot, das ist aber mal schön fies gewesen. Wirklich kurz gedacht, so, jetzt geh ich in den Untergrund ,….knurr. Danke :-)

    41. Andreas schrieb am 1. April 2010 at 15:53 - Permalink

      @Spiegelfechter:

      Und? Schon Post bekommen von den gelben? Würde mich nicht wundern, wenn sie dir per Express-Versand einen Mitgliedsantrag zuschicken würden. Demnächst mal Phoenix schauen. Könnte sein, dass die gelben einen verdächtig ähnlichen Antrag einbringen.

    42. Netti schrieb am 1. April 2010 at 16:01 - Permalink

      Schockierend glaubwürdig!

      Vor allem der neoliberale Sprachduktus ist hervorragend gelungen – ich wusste nicht, ob ich lachen oder weinen sollte.

      Der bisher beste – und tiefsinnigste – Aprilscherz, der mir heute untergekommen ist!!!

    43. Outlook schrieb am 1. April 2010 at 16:03 - Permalink

      Wo die Weidenkätzchen blühen, und die kleinen Hasen hoppeln, ist das Gras so saftig grün, so grün wie die Frühlingskoppeln.
      Ein Häschen aber ist dabei, der bringt auch dir auch ein Osterei!

      Kleiner Scherz zum 1.April.

    44. Very Cool schrieb am 1. April 2010 at 16:07 - Permalink

      Ist mir zwar peinlich, aber ich habe erst beim letzten Absatz gemerkt, was los ist.
      Als ich las “Sollte die FDP ihr Konzept durchsetzen, würden alle Bürger davon profitieren.”, scrollte ich nach oben um zu sehen, wer das geschrieben hat. Tatsächlich von Spiegelfechter. Dann sah ich das Datum…
      Gut gemacht, Jens. Ist mir aber tatsächlich auf den Magen geschlagen, so kurz nach dem Essen. ;-)

    45. Degnaphta schrieb am 1. April 2010 at 16:30 - Permalink

      Nachdem ich jetzt einige weitere ‘Scherze’ mitbekommen habe, muß ich doch nochmal ein fettes Lob loslassen. Mordsding, geschätzter Spiegelfechter, auch wenn ich mich beim Lesen (als erfolgreich Genasführter) mächtig geärgert habe :-)
      Wenn ich dann an die eher flache und peinliche Nummer aus meiner Heimatzeitung denke, dann gehörst du ganz klar in den Olymp der Aprilscherzkekse. Wirklich super!

    46. Outlook schrieb am 1. April 2010 at 17:14 - Permalink

      Spiegelfechter wir folgen Dir, auch im neuen FDP-Revier.
      Der Blogger ist ein Herdentier, denn das Denken überlässt er Dir.

      Der Osterspott ist Dir gelungen, viele sind ins Gras gesprungen.

    47. Stefan K. schrieb am 1. April 2010 at 18:42 - Permalink

      @ Jens Berger

      Das ist viel zu kurz angesetzt. Den Voucher sollte es schon für die Gebärerlaubnis geben. Dieser wird dann nach sozialer Prognose gewertet und gehandelt. Natürlich muss es einen unteren Grenzwert geben, der bei einer schlechten Prognose eine Kapitalerhöhung voraussetzt.
      So würde jeder Bürger von Anfang an an das Leistungsprinzip gebunden sein – von der Wiege bis zur Bahre sozusagen) – und es würde den Druck auf die Leistungselite erhöhen, da die Anzahl der Kinder mit positiver Prognose relativ und absolut steigen würde.

      Ein schönes Wochenende…

    48. egal schrieb am 1. April 2010 at 19:09 - Permalink

      SPON bringt am 1. April auch einen Artikel zu Hartz IV.

      Aufblasbarer Plastikkäse, kopiertes Spielgeld, gefärbtes Wasser in Weinflaschen: Das Jobcenter Hamburg finanziert einen kompletten Supermarkt. Hartz-IV-Empfänger sollen dort wieder arbeiten lernen. Die simulierte Einkaufstour kostet Millionen – und hat bislang nur eine magere Erfolgsquote.

      http://www.spiegel.de/wirtschaft/soziales/0,1518,686388,00.html

      Was sich anhört wie ein Aprilscherz und von SPON-Lesern so verstanden wurde, ist aber keiner.

      http://www.team-arbeit-hamburg.de/deutsch/presse/index.php?news_id=207&year=

    49. Lesefuchs schrieb am 1. April 2010 at 20:06 - Permalink

      Lass sowas sein. Ich habe zwar recht früh an das Datum gedacht, aber im nächsten Augenblick meine Befürchtungen gehabt. Wenn das ein FDP Fuzzi liest, werben die Dich ab!!! Köpfe in denen solche Ideen schwirren braucht diese Partei. Also Vorsicht !!!

    50. Gideon schrieb am 1. April 2010 at 21:37 - Permalink

      gut das heute der 1. april ist, sag mal wie hinrverbrandt sind die? nicht zu fassen.

    51. Gideon schrieb am 1. April 2010 at 21:38 - Permalink

      genial! zum glückt 1. April! Die FDP würde das knallhart so unterschreiben! hirnverbrandter lindner guido und co!

    52. Heinzi schrieb am 1. April 2010 at 21:48 - Permalink

      Das ist eine Glosse … das ist eine Glosse … das ist eine Glosse … das ist eine Glosse … das ist eine Glosse … das ist eine Glosse …

      SAGT DAS DAS EINE GLOSSE IST!

      Puh ein Glück ist es der 1 April … aber im ersten Moment :-D

      Bitter aber so weit ists schon…

      FAST :-(

    53. t.h.wolff schrieb am 1. April 2010 at 22:02 - Permalink

      Herr Berger, sollte nicht das eindeutig vorbelastete Datum Grund für obigen Beitrag sein, müsste ich nervenärztliches Konsil anempfehlen. Ha ! Ich bin nicht für eine Sekunde auf den Leim gegangen. Die schräge Orthodoxie gewisser Markt-Taliban ist in diesem Beitrag sehr drollig herausgearbeitet. Chapeau !

    54. Dexter schrieb am 2. April 2010 at 02:02 - Permalink

      Mensch Jens, das ist der mit Abstand beste Aprilscherz, der mir je untergekommen ist. Herrlich bittersüß. Wer hätte es gedacht: Niemand mimt den Marktradikalinski besser als du! Da muss der UnSinn wohl noch einiges von dir lernen.

    55. Kaizen schrieb am 2. April 2010 at 09:16 - Permalink

      Prima, wirklich prima…..

      habe erst nach dem 3. Absatz, wo die WV ins Spiel kamen geschnallt, dass es das ominöse Tagesdatum ist.
      Wobei ich zuerst die Buchstaben verwechselt hatte, ….. Arbeitslose bekommen eine VW ??? Hat hier womöglich der Herr Piech mit an der Schraube gedreht, um somit seinen Konzernumsatz an Pkw zu steigern !
      Aber es hat sich ja sehr schnell in einen “Brüller” gewandelt. Prima Jens, auf ein Neues 2011

    56. Tharben schrieb am 2. April 2010 at 11:38 - Permalink

      Man sollte über Aprilscherze nicht erst am 2. April stolpern. Der Eintrag kam mir zu real vor. Neoliberallalas und Ökonomickymäusen traue ich alles zu.

    57. Vogel schrieb am 2. April 2010 at 17:07 - Permalink

      @Jens
      *rofl* (nach dem Schreck!!)

      Meine Vorredner haben alles gesagt. Bleibt mir nur noch: Frohe Ostern (unn dicke Eier)!

      Allerbeste Grüße

    58. vrano schrieb am 13. April 2010 at 16:26 - Permalink

      von der Wiege bis zur Bahre
      ist der Mensch dann nur noch Ware


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