Der Dollar und Herr Börner
22. November 2007 von Spiegelfechter - Drucken
„Der Dollar ist unsere Währung, aber euer Problem“, so sagte es einst John Connally, US-Finanzminister unter Nixon. Heute ist der Dollar zwar auch ein Problem der Amerikaner, aber vor allem ist er, wie schon zu Connallys Zeiten, ein Problem der Europäer und ganz besonders ein Problem der Deutschen. Der Exportweltmeister, wie er sich selbst nennt, hat eine Achillesferse: Er kann an seinem eigenen Erfolg zu Grunde gehen, wenn der Export ernste Probleme bekommt. Neben Japan und China ist wohl kein Land der Erde so sehr von seinem Exportsektor abhängig geworden. Bei einem BIP von 3.000 Mrd. € macht der Export mit seinen rund 900 Mrd. € fast ein Drittel der Gesamtwirtschaftskraft aus. Jahrelang wurde politisch alles getan, um den Souffleuren der Exportwirtschaft ihre Wünsche von den Lippen abzulesen – freilich wurden diese Wünsche auf Kosten des Binnenmarktes bedient, so dass heute die Bürger nicht nur stagnierende Löhne bei steigenden Lebenshaltungskosten haben, sondern auch zu wenig verfügbares Einkommen, um die Volkswirtschaft durch Konsumausgaben zu stützen, wenn der Export wegbricht.
Und dies könnte passieren, wenn der Dollarkurs weiter und langanhaltend auf Rekordtiefen verharrt. Noch ist der niedrige Kurs des Dollars keine Katastrophe – zu „guten alten“ D-Mark Zeiten stand der Dollar schon mal auf einem ähnlichen Niveau (1,436 € im Jahre 1995). Aber, anders als damals, gibt es heute einige strukturelle Gründe, die dafür sprechen, dass der Tiefpunkt der Talfahrt noch lange nicht erreicht ist. In diesem Jahr ist der Euro bereits um 13% gegenüber dem Dollar gestiegen, seit dem zwischenzeitlichen Dollar-Höchststand im Jahre 2001 sind es sogar rund 80%.
Für den deutschen Export ist dies ein fundamentales Problem. Zwar gehen „nur“ 8% der Exporte direkt in die USA (bzw. 13,5%, wenn man die Eurozone als Binnenmarkt betrachtet), aber durch die anhaltende Eurostärke sind deutsche Produkte auf dem Weltmarkt starker Konkurrenz ausgesetzt. Auch gegenüber dem Yen hat der Euro in den letzten zwei Jahren 25% gewonnen, und es gibt keine andere Währung von Bedeutung mehr, die stärker gestiegen ist, als der Euro in den letzten Jahren. Dass der Euro so stark ist, hat mehrere Gründe – die Wirtschaft in Euroland ist solide, die Neuverschuldung der Eurostaaten ist gering und der Euro gewann in den letzten Jahren immer mehr Bedeutung als Reservewährung. Dies alles sind zwar handfeste Gründe für einen starken Euro, aber der Hauptgrund für den Anstieg liegt jedoch im EZB-System. Das EZB-System hat die Preisstabilität als höchstes Ziel. Daher betreibt die EZB seit Jahren eine Zinspolitik, deren oberstes Ziel es ist, die Inflation möglichst gering zu halten. Hohe Zinsen ziehen Kapital von den Weltmärkten in den Euro. Verglichen mit der FED, ist die EZB unpolitisch – Wirtschaftswachstum gehört bei ihr zu den untergeordneten Zielen. Dies mag man als konservativ-seriös bezeichnen, ein solches System hat allerdings den Nachteil, dass es auf fundamentale Änderungen der Wirtschaftslage nicht korrigierend reagieren kann.

Die FED hat nach dem New-Economy Crash und 9/11 eine langjährige Niedrigzinsphase eingeleitet, die dem Markt das „billige“ Geld anbot, was die US-Wirtschaft und vor allem die US-Finanzwirtschaft mit dem Geld versorgte, das jetzt für die Kreditkrise verantwortlich ist. Während der FED-Niedrigzinsphase stieg der Eurokurs stetig gegenüber dem Dollar. Erst als die FED wegen einer Überhitzung des Marktes die Notbremse zog und die Zinsen wieder erhöhte, fing sich der Euro wieder. Dann kam die Subprime- und mit ihr die Kreditkrise. Europäische Märkte wurden auf einmal sicherer, und große Mengen an Dollarbeständen wanderten in den Euroraum. Nun stehen beide Zentralbanken vor einem Problem. Die FED muss die Zinsen senken, um eine Rezession abzuwenden, die der Kreditkrise folgen kann. Die EZB jedoch darf die Zinsen nicht senken, um die Inflation nicht anzufeuern. Ein weiterer Abstieg des Dollars scheint unumgänglich. Der Ökonom Paul Krugman macht sich bereits Sorgen darüber, dass eine sich bereits jetzt abzeichnende Boom-Phase in den USA, die aufgrund der Dollarschwäche mit Zeitverzug ins Haus steht, die FED in ein oder zwei Jahren zu Zinserhöhungen zwingen wird, und dies bei den langfristigen Zinsen bereits antizipiert wird, was konjunkturhemmend wirkt.
Die Dollarschwäche wird für den US-Bürger steigende Lebenshaltungskosten mit sich ziehen, für die US-Wirtschaft ist sie indes ein Segen, weil sie dadurch auf den Weltmärkten konkurrenzfähiger wird. Für die deutsche Wirtschaft hingegen ist dies ein Fluch. Noch sind die Auftragsbücher voll und der Export brummt, mit einem gewissen Zeitverzug wird die Eurostärke allerdings auf die Konjunktur zurückschlagen. Man kann nur hoffen, dass sich die US-Konjunktur schnell anspringt und sich der Dollar in Folge dessen bald wieder fangen wird. Anderfalls könnte schon bald ein Gewitter über die deutsche Volkswirtschaft hinweg ziehen.
Die Lobbyisten, die Deutschlands Volkswirtschaft externen Faktoren ohne Not preisgegeben haben, fahren derweil eine skurril anmutende Vogel-Straus Taktik. Gehen Experten davon aus, dass eine 10% Dollarabwertung 0,5% BIP-Rückgang in Deutschland verursacht, so muss man sich doch wundern, wo die Kassandrarufer bleiben, die bereits den Sozialstaat mit ihrer krankhaften Fixierung auf die Wettbewerbsfähigkeit der Exportbranche ruiniert haben. Der Fürst der Dunkelheit in den Lobbyistenkreisen heißt Anton Börner und ist Präsident des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels (BGA). Von ihm kam jüngst der erstaunenswerte Satz:
Der deutsche Außenhandel wird auch bei einem Eurokurs von 1,50 Dollar noch in der Lage sein, erfolgreich zu exportieren. Deutsche Produkte sind aufgrund ihrer Qualität und Technologie kaum zu ersetzen. Die meisten Unternehmen haben sich zudem gegen Wechselkursrisiken abgesichert.
Absicherungen über Dollar-Hedging gleichen stärke Kursschwankungen aus, sind aber zeitlich begrenzt und bieten keinen Schutz für die Zukunft. Mit steigendem Eurokurs werden Absicherungen, die von einem moderat schwachen Dollar ausgehen, bereits jetzt unbezahlbar. Herr Börner geht also von einer kurzen Marktturbulenz aus, die sich in Kürze wieder korrigiert – ist er nun mutig oder dumm? Vielleicht beides.
Sein unaufgeregter Langmut wirkt umso erstaunlicher, wenn man sich seine Kampfrhetorik vor Augen führt, mit der er den Sozialstaat ins Grab bringen will, um der Industrie ein Paar Euro bei den Lohnkosten zu sparen. So ist Börner z.B. der Meinung, dass sich die “Politik von dem Gedanken lösen müsse”, dass der Lohn zum Überleben reicht. Stattdessen hätte er gerne 1-Euro Jobs in der Industrie. Was zum Existenzminimum fehlt, schießt der Staat hinzu. Woher der Staat das Geld nehmen soll, um gierige und skrupellose Unternehmer zu subventionieren, bleibt Börners großes Geheimnis, da er bekanntlich ein gnadenloser Verfechter von Steuer- und Lohnnebenkostensenkungen ist. „Die Bürger müssen konkret spüren, dass sie am Aufschwung teilhaben und nicht nur als Finanzier des Staates immer stärker zur Kasse gebeten werden“, sagt der Herr Börner. Gut, dass er nicht gesagt hat, „die Bürger müssen am Aufschwung teilhaben“, sonst könnte ja noch jemand auf die Idee kommen, seine Verbandsmitglieder könnten ihren Anteil vom Aufschwung über die Löhne weiterreichen. Aber da die Bürger nur spüren sollen, dass sie am Aufschwung teilhaben, reichen natürlich Steuergeschenke, die auf der Ausgabenseite gekürzt werden müssen – kann man nicht das Existenzminimum senken? Wir stehen doch im globalen Wettbewerb und die Chinesen lachen sich schlapp über unser hohes Existenzminimum. Skrupel hat Börner jedenfalls keine, wünschte er sich doch eine deutsche Beteiligung am Irak-Krieg, da durch Schröders Weigerung - so seiner Einwand dazu - mehr als zwei oder drei Prozent der Exporte in die USA gefährdet seien. Ja, der Tod ist ein Meister aus Deutschland und mit Männern wie Börner hätte man auch im Reichswirtschaftsamt etwas anfangen können.
Jens Berger
Bildnachweis: Chart: Spiegelfechter, Bilder (von oben nach unten): FED, 2x University of Southern California, Wikicommons
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Warum bist du jetzt auf Airbus nicht eingegangen?
Pax
Sie sollten allerdings erwähnen, daß die deutsche Exportwirtschaft etwa drei Viertel ihrer Geschäfte, also etwa Transaktionen im Wert von 675 Mrd. Euro mit EU Ländern abschließt. Die meisten davon sogar in Euro. Eine Steigerung des Dollards betrifft also nur einen “geringen” Teil und das auch nur in einem “gewissen” Maß. Natürlich ist die Aufwertung des Dollars für unsere Exportwirtschaft nicht ganz so toll, aber ob sie so dramatisch ist wie Sie es schreiben? Ich zweifele…
@Corax
Da die Eurostärke natürlich ein offensichtlicher Nachteil für Airbus ist, ich aber ohne Recherche die “Spiele” an der Konzernsitze nicht durchschaue und der PK nicht wirklich traue.
@Jesus
Das habe ich nicht explizit erwähnt, da ich es für Allgemeinwissen halte. Aber auch bei Exporten in den Euroraum ist der starke Dollar ein riesiger Nachteil - Konkurrenzprodukte aus dem Dollarraum (und anderen Währungszonen, die schwächer sind) können wesentlich preiswerter angeboten werden, als deutsche Produkte. Das habe ich allerdings auch im Artikel schon geschrieben.
Jens, du schreibst, um deine Sorge zu untermauern, der Bürger habe “zu wenig verfügbares Einkommen, um die Volkswirtschaft durch Konsumausgaben zu stützen, wenn der Export wegbricht.” Das ist doch so aber nicht richtig. Der private Konsum macht weiterhin ca. 60% des BIP aus und der Export wird auch nicht wegbrechen, vor allem da ein nicht zu unterschätzender Teil der deutschen Exportwirtschaft international agiert und somit Dollarschwankungen und auch Einbrüche, wie momentan, abfangen kann, weil eh in Dollar weitergehandelt wird. Diese Möglichkeit hat der Mittelständische Konzern sicher nicht und wird das auch zu spüren bekommen, aber dadurch auf ein Wegbrechen der Exporte zu spekulieren, halte ich für übertrieben. Wenn auch die Möglichkeit nicht vollkommen auszuschließen ist.
Ein weiterer Faktor, den du nicht mit einfließen lässt, ist doch der Außenbeitrag, also das verrechnen von Import und Export. Dann ist die makroökonomische Gefahr schon nicht mehr sonderlich prekär, da dieser nicht ein Drittel, sondern nur noch 10 % der Gesamtwirtschaft ausmacht.
Korrigiere mich, wenn ich jetzt was vergessen habe, aber die Sorge zu Anfang deines Artikels kann ich nicht teilen, auch wenn ich es ebenso abenteuerlich halte was der gute Herr Börner da erzählt und deiner Erklärung unten folge. Es bleibt allerdings abzuwarten ob die fallende Lohnentwicklung nur eine kurzfristige Situation ist oder ob sich dieser Trend fortsetzt und zu einem Problem wird.
Exportweltmeisterschaft bedeutet nicht, dass es uns gut geht. Wir leben schon lange nicht mehr von einem technologischen Vorsprung, wie auch PISA usw. zeigt, sondern von einem Ausverkauf.
Die US-Wirtschaft boomt traditioniell in Kriegszeiten (siehe 1. WK, Rezession, Aufschwung im 2. WK, und zwar lange nach allen anderen Volkswirtschaften, usw.), also auch jetzt im Irak-Krieg. Kein Wunder, dass die Bush-Administration schon die Messer für den nächsten wetzt. Doch selbst nach der Ausplünderung der europäischen Wirtschaften im und nach dem 2. WK sind die USA allmählich pleite, wie auch der Dollarkurs zeigt. Der Versuch, auch die Araber auszuplündern, scheint nicht so gut zu funktionieren. Eigentlich Zeit für die Europäer, mehr auf den Binnen-, Ost- und Fernostmarkt zu setzen, wenn auch für den Ostbereich mal eine grundlegende Revision des Bildungssystems und anderer Prioritäten notwendig wären.
@ soeren (falls du noch mit mir sprichst)
Der deutsche Konsument wird aber wohl kaum Druckmaschinen, Schiffsdiesel, und Containerschiffe kaufen können als (kurzfristigen) Ausgleich zum wegbrechendem Export. imho
@ Gilbert
USA allmählich Pleite?
Das ist doch momentan das Beste was ihnen passieren kann.
Die Schulden lauten doch auf Dollar und noch kann es sich kein Land leisten Dollar abzulehnen. Also jetzt schön die Schulden mit Dollar abstottern und währenddessen klammheimlich auf €uro umrubeln, wenn sie nicht schon längst heimlich €urobestände angehäuft haben, was mich nicht wundern würde.
Pax
@Soeren
Das ist wohl richtig, aber Du weißt doch wie das Verhältnis zwischen Inflation und Lohnsteigerungen ist. Eine Substitution wegbrechender Exporteinnahmen ist da doch extrem unwahrscheinlich, es sei denn es geschieht eine politische Kehrtwende oder eine Kehrtwende an der Tariffront - beides ist unwahrscheinlich.
… und damit nicht in die nationale VGR eingeht. Wenn BMW in den USA PKWs produziert, die von amerikanischen Zulieferern beliefert werden und auf dem amerikanischen Markt verkauft werden, gehen nur die Transfers von BMW USA nach BMW Deutschland in die Rechnung ein, so sie nicht gleich reinvestiert werden.
Nun ja ;-)
Exportrückgänge wirken sich dennoch 1:1 auf das BIP aus und Importsteigerungen, die auch bei einer fortlaufenden Eurostärke wahrscheinlich sind, verstärken diesen Effekt eher.
corax, warum sollte ich das nicht tun? Wegen unseres kleinen Wahrheitsintermezzo im Glaubenssumpf:) Aber zur Sache. Sicher hast du Recht damit anzunehmen, dass ein Wegbrechen der Exportwirtschaft nicht aufzufangen wäre. Aber damit hättest du auch Recht, wenn Deutschland nur einen Exportanteil von 10% hätte, statt 30%, denn ein solches Fiasko kann keine Volkswirtschaft verkraften, ein Wegbrechen wird aber nicht passieren, denn auch die komplette übrige Welt müsste mit einer weiteren Abwertung des Dollars zurechtkommen. Im Extremfall wird eben der Yen oder eben der Euro das, was heute der Dollar ist. Ich will nicht sagen, dass es zu ernsten Schwierigkeiten auf keinen fall kommen wird, dies aber gerade für Deutschland als Schreckgespenst zu sehen, halte ich nicht für besonders begründet. Mehr wollte ich nicht sagen, die Zahlen liegen a auf dem Tisch und können eben unterschiedlich interpretiert werden. Ein Anteil von 225 Milliarden Euro wiegt nicht mehr so schwer, wie einer von 900 Milliarden und das der amerikanische Markt komplett wegbrechen wird denkt wohl niemand, oder?
@ Corax: Vorsicht! Die USA sitzen auf dem größten Haufen Raubgold, den es je gegeben hat.Der Goldpreis ist zwar hoch, aber wenn die das Zeug auf den Markt werfen (müssen), bricht der zusammen. Die USA sind schon seit Jahren auf eine tägliche Nettoschuldenaufnahme von mehreren Mio $ angewiesen. Bisher fließen die (vermutlich gehört bereits 2/3 oder mehr der US-Wirtschaft den Arabern qua Öl). Aber wir sitzen letztendlich auf einem Haufen Forderungen, die nicht eintreibbar sind (sieh derzeitige Bankenkrise). Der hier fehlende Aufschwung der breiten Volksmehrheit steckt mehr oder weniger in amerikanischen Anleihen, und wenn die nichts mehr wert sind, geht es uns noch dreckiger. Schnelles Umorientieren wäre angesagt, aber unsere Politker haben es ja gerne warm (in diversen amerikanischen Ärschen).
@soeren
Du machst es Dir ein wenig zu einfach ;-)
Folgen eines Rückgangs der Exporte:
- Entlassungen, Kurzarbeit und Verlagerungen ins Ausland
- Schrei nach Reformen, die den Binnenmarkt noch weiter schädigen
- Flächendeckende Nullrunden bei steigender Inflation
Die Effekte lassen sich keinesfalls auf die Exporte reduzieren, es gibt Folgeschäden, Interdependenzen und unsere “Freunde” von der Reformerfront nutzen schlechte Zahlen, um das Land umzukrempeln. Die Schäden sind enorm.
@ soeren
Genau, ich hatte in deinem (Ex?)blog kommentiert und versucht das Kriegsbeil zu begraben, aber du hast nicht reagiert, deshalb dachte ich …. Ich kenn dich ja nicht wirklich, aber lassen wir den Schnee von gestern. Pax :-)
Öhm, während ich dir gerade antworten wollte, dass ja bei uns viele Arbeitsplätze z. B. im exportabhängigem Maschinenbau dranhängen, u.a. kam schon die Antwort vom Chef. ;-)
Ich bin ja auch noch nicht sonderlich weit in der BWL/VWL, da sind unsere Modelle eben noch einfach, zum Glück hab ich den Blödsinn bald hinter mir und kann wieder was richtiges studieren:)
Aber zum Thema, du sagst, dass du eine positivere Lohnentwicklung für unwahrscheinlich hältst. Warum? Normalerweise steigt die Lohnkurve und erst in den letzten Jahren ist sie etwas abgeflacht. Warum sollten der GDL nicht auch andere folgen um auch die Arbeitnehmer wieder am Aufschwung zu beteiligen. Dann wäre die Binnennachfrage und der Konsum gestärkt und auch wenn dann immer noch ein Rückgang der Exporte sehr negative Folgen hätte, wäre dieser geringer.
Ich winde mich und will doch einfach nur sagen, dass es sich bei deiner Prognose um eine Schätzung handelt und diese muss nicht so negativ ausfallen, bzw. muss nicht mal überhaupt negativ auffallen, oder?
Jens, deine Previewfunktion ist kaputt, da kommen immer sql-Fehler
Corax, ich kann mich dran erinnern, wollte eigentlich kurz nach der Diskussion noch einen inhaltlichen Beitrag zum Intelligent Design Problem nachschießen, bin aber nie dazu gekommen, und die Sache dann irgendwann vergessen. Pax klingt gut und es hätte mich auch gewundert, wenn deshalb irgendetwas anderes übriggeblieben wäre.
@Gilbert
Oh ha, eine Menge heißer Luft ;-)
Gold ist ein anachronistisches Überbleibsel aus vergangen Tagen. Früher repräsentierte es den Wert einer Volkswirtschaft, heute reichen die Goldmengen nicht mehr aus, um nur einen Teil zu repräsentieren, ohne das Gold Mondpreise erzielen würde.
Die USA sind (relativ) wesentlich weniger verschuldet als Japan und ungefähr so hoch verschuldet wie die Eurostaaten.
Nein, es sind mW rund 9.000 Mrd. US$. Gemessen am BIP von 13.000 Mrd. US$ ist das nicht dramatisch viel. Und die Araber sind nur zu kleinen Teilen Gläubiger.
Na aber hallo, sind die eintreibbar und sie werden Tag für Tag eingetrieben, da die Schuldscheine eine bestimmte Laufzeit haben und immer wieder neu aufgelegt werden.
Keinesfalls, Deutschland hält auch kaum Anteile und die Anteile, die gehalten werden, werden mit Zinsen zurückgezahlt. Bei der Eurostärke ist dies freilich ein schlechtes Geschäft.
Mich dünkt, Du bist Stammleser von hartgeld.com, goldseiten.de und politblog.net - kann das sein?
@ Gilbert
Goldreserven?
Seit der Aufhebung des Goldstandards ist der Dollar explodiert, da sind die Vorräte in Fort Knox oder sonstwo nen Fliegenschiss (okay nicht ganz aber jedenfalls zu gering)
Und der Goldpreis ist nicht hoch, der ist genau da wo er immer war: 1850 bekam man für eine Feinunze einen guten Herrenanzug und 2007 auch. Nicht mehr und nicht weniger. Der angeblich hohe Goldpreis war bloß ein Indiz für den zu hoch bewerteten Dollar, seit der auch nur noch FIAT-Money ist.
Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose und eine Unze ist eine Unze ist eine Unze.
(H. Schneider/ corax)
Das das lediglich den USA zugute kommt und nicht uns, schrieb ich doch.
Pax
Pax
@corax
Na, nun schreib das Getrude Stein Zitat mal nicht dem Helge zu ;-)
Mit dem Gold hast Du natürlich recht. Es würde mich ja mal interessieren, was so eine Feinunze kosten müßte, wenn sie heute noch 1:1 die Geldmengen decken sollte. Ich schätze, jeder Mensch mit Goldzähnen wäre plötzlich steinreich ;-)
Ich und alle die Kommentieren haben das begriffen,was du schreibst.. aber wie viele haben einfach geklickt um enspannt zu chillen. erklär denen die 1 Euro Fuzzi’s die Welt das gelingt dir und mir nicht. Denken ist nicht meine Sache ich bin Deutscher das machen andere. Wo muss man in der Gesellschaft stehen?
@Soeren
Ganz einfach - die Wirtschaftsweisen unken jetzt bereits, angemessene Tarifabschlüsse würden den Aufschwung beerdigen, die politische Großwetterlage ist sehr arbeitnehmerunfreundlich und der Wachstum geht idT zurück. In einer normalen Welt hättest Du rech, unterschätze aber bloß nicht die Macht der Arbeitgeberverbände.
Natürlich ist es nur eine (meine) Prognose und würde ich wissen, dass sie eintrifft würde ich mein ganzes Geld in Dollar-Short Sells stecken ;-)
Meine Einschätzungen decken sich z.B. mit denen Bofingers und Krugmans, die eigentlich meistens recht haben (zumindest der letztere). In welchem Maße dies alles geschieht, ist freilich nicht vorherzusagen, da viele Faktoren im Dunkeln sind. Stützen die Chinesen den Dollar auf Teufel komm raus? Erhöht die FED vielleicht sogar die Zinsen? Was wird aus der Kreditkrise? Fragen über Fragen.
Das Gerede darüber, dass ein fallender Dollar ein “Segen” für die US-Wirtschaft sein soll, kann ich langsam nicht mehr hören.
Der Dollar fällt nicht erst seit ein Paar Monaten sondern befindet sich seit etwa 7 Jahren in einem perfekten bearischen Downtrend. Ich habe in dieser Zeit bestimmt schon mehrere Zig-Male von vielen “Experten” gelesen, wie schlecht der fallende Dollar für die Euro-Wirtschaft und vor allem wie gut er für die USA sein würde.
Immer die gleiche Leier über die positiven Auswirkungen auf die US-Defizite (sie würden sich bekanntlich reduzieren, soweit sie (laut Cheney) überhaupt eine Rolle spielen), das Gleiche über die angeblich stimulierende Wirkung auf die US-Industrie, die ja ohnehin die dynamischste, innovativste, die freieste auf der Welt sei und nun auch noch zusätzlich von niederigem Dollar unterstützt wird usw…
Und was sehen wir? Haben sich die US-Defizite etwa reduziert?? Oder sind die USA plötzlich wieder zu einem Export-Land geworden??
Oder ist jetzt alles wieder anders geworden und der Durchbruch kommt nun doch noch? Vielleicht wird nun doch die ganze Welt Fords und Opels und Chryslers en masse kaufen, wo der niedrige Dollar sie doch so günstig machen wird?
Der fallende Dollar wird alles andere als ein Segen für die US-Wirtschaft sein und natürlich schon gar nicht für die Bevölkerung.
Allerdings wird sich die Finanzindustrie, die CEO´s und die anderen an der “Geldquelle” - sprich der Notenpresse - noch einige Monate und vielleicht sogar ein Paar Jahre freikaufen können.
Ich bin bereit, jede Wette abzuschließen, dass es in der US-Wirtschaft nach 1 Jahr keinen segensreichen Aufschwung geben wird. Es sind schlichtweg keine Kapazitäten mehr da ausser irgendwelchen Finanzblasen.
Lustiger Mensch dieser Herr Börner.
Wenisgtens ehrlich, lässt dem Otto Normalverbraucher ja nicht mal mehr die Illusion , er könnte es mit ehrlicher Arbeit zu einem bescheiden Wohlstand schaffen.
Wie stellt er sich eigentlich die Welt in 20 Jahren denn konkret vor?
Das Volk arbeitet für lau, die Grundversorgung kommt vom Staat? Welcher sich das Geld bei den Firmen leiht?
Warum dann noch freiwillig arbeiten? Aber da fallen dem Börner bestimmt auch noch… ähm … Maßnahmen ein .
Wenn es das ist , was sich Herr Börner unter der Welt in 20 Jahren vorstellt , gibt es dafür sogar ein Wort ;) .
Ok , war jetzt alles ein bissel polemisch.
Aber ich versteh den Mann, ist doch bestimmt lästig jedes Jahr von neuem Lohnverzicht zu predigen , besser gleich abschaffen.
Herr Börner will garantiert auch noch entscheiden dürfen wo, wann & wer arbeitet - er selber geht dann in die Politik und verschreibt sich eine dicke Diät. Das ganze verbreitet er dann via BILD (wie geschehen) und was dieses “Blatt” schreibt ist ja realer als die Realität :) …
Mein Vater (ehem. Lehrer bzw. Oberstudienrat) hat mir gestern Abend gesagt, daß wir wirklich schon in einer Wirtschaftsdiktatur leben und mein Bruder (auch Lehrer) sieht sich schon jetzt in der beruflichen Position eines Lakaien (bzw. Sklaven). Wie man sich dann wohl als z.B. “Siemens1€uroJobber” fühlt ? Nunja: Irgendwie müssen ja die schwarzen Kassen gefüllt werden !
Guten Morgen
Tobias
Kenne ich noch nicht mal. Von Gold als Deckung habe ich auch nie gesprochen. Es ist halt ein Aktivposten, der nach wie vor seinen Wert hat. Und euer restliches Abwiegeln passt nicht zur seit Jahren laufenden Entwicklung der Währungen usw.
@Albertus
Hmmm, wenn ich mir die Mainstream-Medien so anschaue, ist eher das Gegenteil der Fall. Man räumt dort zwar ein, dass es für Deutschland nicht eben von Vorteil ist, wenn der Euro so stark ist, aber die USA werden dort keinesfalls als „gesegnet“ sondern eher als „verflucht“ dargestellt. In politischen Blogs, alternativen Internetmedien und Foren herrscht sogar eine Armageddon-Stimmung – dort ist es schon beinahe „common sense“, dass die USA ganz kurz vorm totalen Zusammenbruch stehen.
Das „Gerede“, von dem Du sprichst, kenne ich hauptsächlich von Investment-Seiten. Nichts ist unzuverlässiger als ein Börsenbrief, auf deren „Meinungen“ gebe ich gar nichts.
Was Du sagst, ist natürlich im Kern richtig, aber betrachte die Sache doch einmal von einem anderen Standpunkt aus: Was wäre, wenn Bushs miserable Politik und die katastrophalen Fehler der Finanzmärkte bei einem höheren Dollarkurs passiert wären? Die Defizite wären noch größer, der Export wäre noch schwächer und das Land stünde idT vor einer tiefgreifenden Krise. Der schwache Dollar hat all dies abgemildert.
Für die Bevölkerung keineswegs, so viel ist klar. Für die Wirtschaft ist er bereits ein Segen, da diese ohne ihn noch schlechter dastünde. Ein „Segen“ muß nicht mit einem sagenhaften Aufschwung einhergehen, dass ein sagenhafter Abschwung vermieden wird, kann auch ein Segen sein.
Formuliere die Wette mal um, und ich schlage vielleicht ein ;-)
Schade, dass dieser interessante und gut recherchierte Artikel in einer persönlichen Attacke mit Nazi-Assoziation enden muss. Als ob eine einzige Person für das Übel der deutschen Wirtschaft verantwortlich wäre. Unsägliche Lobbyisten gibt es in allen möglichen Lebensbereichen.
Ein Punkt noch, den ich gerne anmerken möchte: es wird immer von den Schattenseiten des starken Euro gesprochen (gerade in Frankreich, die ja eigentlich weit weniger vom Export abhängen als Deutschland). Es gibt aber auch positive Aspekte: importierte Rohstoffe und Produkte, gerade auch Heizöl und Benzin, werden billiger und stärken die Kaufkraft in Europa.
@Tobias
Wenn er in die Politik ginge, wäre das ein herber Rückschritt, sowohl finanziell als auch machtstrategisch. Auf seinem jetzigen Posten hat er das Sagen – warum sollte er sich selbst zum „Befehlsempfänger“ degradieren lassen, der seine dollen Ideen gegen eine mürrische Partei und eine genervte Basis verteidigen muss?
@Fragezeichner
Ich bin mir durchaus, dass ich (mal wieder) gegen Godwins Gesetz verstoßen habe. Anlässlich Börners Forderung, Schröder solle seine Zurückhaltung zum Irakkrieg doch überdenken, denn (Krieg hin Krieg her) diese Politik könnte Marktanteile in den USA kosten, hatte ich sofort die Herren aus den IG-Farben Prozessen vor meinen Augen - ich bitte mir dies nachzusehen.
Jein, sinkt der Dollar steigt der Ölpreis in Dollar ganz automatisch. Letztendlich bestimmen Angebot und Nachfrage den Ölpreis, die Währung in der er angegeben wird, hat kaum einen Einfluss auf den Ölpreis in anderen Währungen. Öl wird zwar in Dollar bepreist aber nicht bemessen.
@Spiegelfechter: für den Ölpreis hast du recht. Zumindest solange der Ölpreis noch in Dollar gehandelt wird. Die Diskussionen der OPEC um eine Abkehr vom Dollar hin zu Euro sind ja auch Folge des Dollarverfalls.
“Der deutsche Konsument wird aber wohl kaum Druckmaschinen, Schiffsdiesel, und Containerschiffe kaufen können als (kurzfristigen) Ausgleich zum wegbrechendem Export. imho”
Da ich aus dem Bereich Schifffahrt komme kann ich dazu wohl etwas sagen. Schifffsdiesel kauft man aufgrund der Qualität immer noch im EU-Bereich, ich kenne wirklich keinen ernstzunehmenden Reeder der zugunsten von ein paar tausend Euro auf eine MAN Maschine verzichten und dafür irgend ein non-EU-Drecksding einbauen würde. Die Folgekosten, die aus nur einem Tag mehr Ausfall pro Jahr resultieren stehen da in keinem Verhältnis.
Containerschiffe baut D aufgrund des Bedarfs weltweit wie jedes andere Land mit gefüllten Auftragsbüchern. Beim Handel mit Tonnage sind die Preise extem gut weil der Bedarf enorm ist, da macht weder Euro noch UsD irgend einen Einfluss geltend - Schiffe die vor 8-10 Jahren gebaut wurden gehen momentan über Neupreis weg.
Also für Schifffahrt in D bitte keine Teufel mehr an die Wand malen, hier gehts blendend.
@Ralf (und die anderen)
Der Schiffsbau mag idT ein schlechtes Beispiel sein, da (außer bei Öltankern) momentan große Nachfrage nach den Produkten besteht, als die Angebotsseite hergibt.
Um das Dollar/Euro Problem einmal zu verdeutlichen, kann ich die Konstellation in dem Bereich, in dem ich früher einmal tätig war – Spezialanlagenbau – skizzieren. Das Unternehmen, für das ich tätig war, war die deutsche Tochter eines multinationalen europäischen Konzerns. Entwickelt wurde in UK, produziert in UK und Italien, einzelne Bauteile wurde von einer Tochter in Hong-Kong produziert. Die deutsche Tochter war für Projektierung, Vertrieb, Service etc. pp. in Mittel-/Osteuropa, Nahost und Russland zuständig. Der Weltmarktanteil in dem betreffenden Sektor lag bei über 50%, es gab einen relevanten Konkurrenten aus Schweden und zwei aus den USA, die hohe Anteile in Nord-/Südamerika hatten, sich aber langsam auch in Asien und Europa breit machten. Die Qualität der Produkte war (und ist) im Großen und Ganzen gleich, obwohl es natürlich Unterschiede gab. Bei internationalen Ausschreibungen lag man immer ungefähr Kopf an Kopf, was die Preise angeht.
Das hat sich geändert – der Marktanteil der amerikanischen Konkurrenz ist in den letzten paar Jahren massiv gestiegen, da sie Preise anbieten können, bei denen „wir Europäer“ einfach nicht mithalten können. Bei Projektvolumina von 10 – 250 Mio. € sind (je nach Rechnung) 10 – 30% Kostenvorteil durch Devisenkursunterschiede einfach nicht zu kontern. Anfangs waren die Marktanteile, die verloren gingen, auf Asien und Nahost beschränkt. Mittlerweile haben die Amis ihre Stärke erkannt und in Service- und Vertrieb in Europa investiert und gewinnen hier mehr und mehr Marktanteile, da sie preiswertere Produkte anbieten können. Nur in Russland können sie nicht Fuß fassen – dort spielen das Vertrauen in europäische Technik und die Abneigung gegen die Amerikaner eine weitaus größere Rolle als der schnöde Mammon ;-)
Ich denke, dieses Beispiel steht für viele.
@ SpiegelFechterJens (zu 25.)
Das waren heute morgen nur meine satirischen Gedanken zu Herrn Börner. Obwohl ich mir gut vorstellen kann, daß solche “Herren” ihre eigene “Chill-Partei” aufmachen; Gelder abkassieren und in’s Ausland fliehen - eben um zu “Chillen” ;) . In Zukunft unterlasse ich Satire - dafür ist die Zeit momentan zu ernst.
@Tobias
Nee, lass mal … Satire hilft gerade in diesen stürmischen Zeiten ;-)
Im Artikel musste ich zwischen den Zeilen Kritik an der EZB lesen, dass diese allein auf die Preisstabilität fixiert sei. Ich kann das nicht nachvollziehen. Ich bin froh, dass die EZB die Bundesbank-Tradition fortzusetzen schein, und sich ausschliesslich auf die innere Stabilität der ihr anvertrauten Währung achtet. Die Aufgabe allein ist schwer genug.
Den äusseren Wert des Euros bestimmen mittel- und langfritstig ohnehin allein die innere Stärke der Eurozonen-Volkswirtschaft. Und diese Stärke wird von anderen Faktoren viel stärker bestimmt.
Im Übrigen braucht man sich nur den Aussenwert der D-Mark in den 5 Jahrzehnten ihres Bestehens ansehen, dass dieser Aussenwert auf über kurz oder lang keinen Einfluss auf die Wettbewerbsfähigkeit hat, sondern eher deren Stärke wiederspiegelt.
Der von Dir als erstaunenswer bezeichnete Satz wird dir von jedem erfolgreichen Maschinenbau-Exporteur bestätigt. Der Kern liegt bei “Deutsche Produkte sind aufgrund ihrer Qualität und Technologie kaum zu ersetzen.” Genau das sagte mir ein Druckmaschinen-Hersteller in dieser Woche: xn--jrg-fr...
“Der Preis spielt keine Rolle, entscheidend ist die Qualität unserer Produkte” das war so ziemlich das Original-Zitat des Unternehmers. Das ist heute so wie vor hundert Jahren: xn--jrg-fr...
@ Ralf
Weiß ich doch.
Du hast mich missverstanden, ich hatte doch gerade deswegen Beispiele ausgesucht, wo Deutschland aufgrund von Qualität ganz vorne beim Exportieren ist, die der Import aber nicht ausgleichen könnte falls es hypothetisch wegfallen würde.
Ich wollte auf keinen Fall den Teufel an die Wand malen. Ich hab extra Sachen rausgesucht wo wir erfolgreich sind, damit es besonders anschaulich wird. Es sollte bloß verdeutlichen, dass die Binnennachfrage den Export nicht ausgleichen kann, denn wer von uns braucht schon Schiffsdiesel bei sich im Garten?
Das war alles. :-)
Pax
@Jörg
Na prima! Wenn alle Wirtschaftsverbände ab jetzt so argumentieren, wird es ja sicher keine Einflussnahme mehr auf die Sozial- und Arbeitspolitik geben ;-)
@firefly
Da sind wir letztendlich bei der Grundsatzfrage, ob Wirtschaftspolitik intervenieren darf/soll oder nicht. Und ich muß ganz ehrlich eingestehen, daß ich ein autarkes (also politisch unabhängiges) Zentralbankmodell vorziehe, dass die Geldpolitik am Wohl des Volkes ausrichtet.
@ Spiegelfechter
Wirtschaftspolitik kann und muss man aktiv betreiben. Das kann aber nicht heissen, dass man dafür unbedarft mit dem Wert der eigenen Währung rumfuchteln kann (wie es Herr Sarkozy wohl gern hätte). Allein mit dem Heben und Senken von Steuern hat eine Regierung genügend Hebel, um eine aktive Wirtschaftspolitik zu betreiben.
@firefly
Auf keinen Fall darf die Geldpolitk der Zentralbank weisungsgebunden sein. Das EZB-Modell ist per se ja absolut in Ordnung, nur ist es halt (typisch Europa) nicht einfach eine wirklich gemeinsame aktive Geldpolitik zu betreiben. Was für Deutschland gut ist, ist z.B. monentan für Spanien schlecht. Grundsätzlich bietet die Geldpolitik (im keynesanischen Sinne) eine zusätzliche Stellschraube. Aber, ich gebe zu, ich gehe von “guter” Politik im meinen Sinne aus - was daraus in der Realität würde, weiß ich auch nicht. So gesehen, ist das EZB-Modell viellicht gar nicht schlecht, obgleich man damit auf potentiell sinnvolle Möglichkeiten freiwillig verzichtet.
ich als Nicht-BWLer bzw. eher VWLer habe da eine Frage an die Spezialisten:
So weit ich mich erinnern kann, war das Geschrei und Wehklagen immer groß, und zwar egal in welche Richtung der Euro sich bewegt hat.
Als er gegen den Dollar verlor (gestartet bei 1,16 glaube ich) und so bei ca. 0,8 ankam war die ganze Zeit das Geschrei groß…. dann gewann er gegenüber den Dollar, und immer mehr, und das Geschrei war wieder sehr groß…
Nicht anders zu DM Zeiten: war die DM stark war es schlecht, und war sie schwach, war sie auch schlecht, aber alle warn se stolz wie stark und stabil die DM doch war……. deswegen wollten ja viele auch den Euro nicht
So langsam kann man das ja nicht mehr ernst nehmen
@7Schläfer
Eben darum wundert mich die Stille der momentanen Aufregung, wo sogar ich - als unaufgergter Mensch - mit schon Sorgen mache ;-)
Bin gerade auf dem Sprung, wenn Du eine ausführliche Antwort haben willst, so liefere ich sie Dir gerne morgen nach.
@Spiegelfechter
Da ich prinzipiell ein neugieriger und lernfreudiger Mensch bin, freue ich mich besonders über ausführliche Antworten ;)
Dollar und Außenhandel
Durch die anhaltende Eurostärke sind deutsche Produkte starker Konkurrenz auf den Weltmärkten ausgesetzt, schreibt Spiegelfechter. Keine Frage, würde wohl Gehard S. (Altkanzler) anworten. He, he, he!
Neben der zunehmenden Bedeutung des Euro als Reservewährung wird die an der Inflationsbekämpfung ausgerichtete Zinspolitik der EZB für dessen gegenwärtige Stärke verantwortlich gemacht und bemängelt, dass die europäische Notenbank auf fundamentale Änderungen der Wirschaftslage (Kredit- bzw. Vertrauenskrise?) statutengemäß nicht reagieren könne.
Erstaunlich findet Spiegelfechter die Aussage des Präsidenten des Bundesverbandes des Deutschen Groß- und Außenhandels, Börner, auch bei einem Dollarkurs von 1,50 € werde erfolgreich exportiert und reibt sich am schönfärberischen Politsprech des Verbandsfunktionärs, die Bürger müssen konkret spüren, dass sie am Aufschwung teilhaben und nicht nur als Finanzier des Staates immer stärker zur Kasse gebeten werden.
Was die Menschen hierzulande bereits jetzt ganz konkret spüren, ist leider nicht die Teilhabe am Aufschwung der Unternehmensgewinne, die von der Kapitalseite vollständig eingesackt worden sind, sondern die Teilhabe am Aufschwung der Teuerungsrate, verursacht durch den verantwortungslosen Renditehunger von Kapitalmarktjongleuren, denen nun die Notenbanken mit frischem und billigem Geld aus der Bredouille helfen, was wiederum der Inflation zusätzliche Nahrung geben wird. Nicht die Finanzelite wird deren Kapitlmarktexzesse auszubaden haben, das bleibt, wie üblich, am Verbraucher und Steuerzahler hängen.
Die Adepten neoliberalen Terrors werden natürlich schnell mit anderen Erklärungen bei der Hand sein: Schuld an der ganzen Misere sind die Lokführer und - unschlagbar – die Globalisierung! Nur eine Frage der Zeit wird es sein, bis Verbandsfunktioäre und Manager wieder über sinkende Wettbewerbsfähigkeit und zu hohe Löhne jammern werden. Der Arbeitnehmer wird die Zeche zu zahlen haben.
Wie angeschlagen das neoliberale kapitalistische Wirtschaftssystem ist, zeigt das fehlende Vertrauen der Banken untereinander. Diese Leute haben im Namen des Wettbewerbs der Deregulierung das Wort geredet, jetzt stecken sie in einem selbst angerichteten Sumpf von Intransparenz und trauen sich gegenseitig nicht mehr über den Weg. Billiges Geld hat dort zu unverantwortlichen Investitions- und Anlageentscheidungen geführt, wobei das Risiko mit untauglichen mathematischen Modellen wegdiversifiziert oder nicht angemessen berücksichtigt wurde.
Das kapitalistische System hat eine eiterige Wunde. Bevor die Wunde zugenäht werden kann, muss erst der ganze Dreck ausgeräumt werden, dann besteht vielleicht Hoffnung auf Heilung
Passend dazu ein Honecker-Zitat, leicht abgewandelt. Den Kapitalismus in seinem Lauf hält weder Ochs noch Esel auf.
So ist es, der Knecht treibt Ochs und Esel an, der Gutsverwalter labt sich dran und der Gutsherr weiß nicht wie ihm geschieht, wenn ‘älles is den Bach raa gaan’(den Bach runter gegangen).
Der neoliberale Kapitalismus in seiner Gier, der krepiert bald hier.
Einen grandios dämlichen Kommentar von Marc Beise findet man in der SZ:
sueddeutsc...
Mensch, alles halb so schlimm, fahren wir einfach nach Amerika!
Das ein unregulierter Devisen- und Spekulationsmarkt verbunden mit
einer einseitigen Wirtschaftspolitik das Wirtschaftssystem gegen die Wand
fahren kann - nö, solch ein Gedanke würde ja Handlungsalternativen
aufzeigen - das darf natürlich niemals passieren!
@21, Tobias
> Mein Vater (ehem. Lehrer bzw. Oberstudienrat) hat mir gestern Abend gesagt,
> daß wir wirklich schon in einer Wirtschaftsdiktatur leben …
Der Gedanke kam mir auch schon öfters in den Sinn.
Bei allen groß angelegten Betrügereien wird die Gesellschaft immer einem ‘höheren’ Ziel oder Zweck untergeordnet. Hier und jetzt sind es Wachstum, Aufschwung, “unsere Wirtschaft”, “Bekämpfung der Klimaveränderung” und ähnl. Bullshit.
@42, Otti
> Nur eine Frage der Zeit wird es sein, bis Verbandsfunktioäre und Manager
> wieder über sinkende Wettbewerbsfähigkeit und zu hohe Löhne jammern werden.
Darauf kannst du Gift nehmen ;)
@43, pittiplatschprotestiert
Was genau findest du am Artikel, außer letzterer Bemerkung, so grandios dämlich? Die Frage wurde auch oben diskutiert, ob es gut oder schlecht ist, dass EZB grundsätzlich nur diese Aufgabe wahr nimmt - kümmert sich um die Geldstabilität. M.E. ist es voll Ok.
MfG
COPOKA
LOL
Sehr treffend
Für den “Cheffe”:
Hannilein lacht sich ein’… ;-) (Warum, dürfte Dir wohl bewußt sein *g*)
Gruß
h.
@ Copoka:
Kann Dir grob zustimmen.
Aber bei der Klimaveränderung nicht, weil es sich nun einmal verändert. Egal ob vom Menschen oder der Sonne verursacht. Das komische dabei ist, daß die “Heiligen, welche warnen und Hysterien auslösen (…die Welt wird überschwemmt etc. …) meistens diejenigen sind, welche den meisten Dreck am Stecken haben. Bestes Beispiel ist Al Gore.
MfG!
@Tobias (48)
Ich liebe diese Einstellung: Ja, wir blasen jeden Tag noch mehr unvorstellbare Mengen an Dreck, Abgasen, CO2, etc. pp in unsere Atmosphäre, wir holzen Tag für Tag riesige Flächen unserer Wälder ab, etc., aber das hat alles natürlich gar nichts mit Klimawandel zu tun. Und dann wird gesagt: wir können gar nichts tun, und deshalb brauchen wir auch nichts zu ändern…. schuld ist die Sonne, oder wer auch immer
naja ob die US-Wirtschaft so erfreut über den schwachen Dollarkurs ist? DIe Importe werden wesentlich teurer, der Ölkurs der bei uns durch den starken Euro abgefedert wird schlägt absolut durch … Boing zum Beispiel rechnet mit roten Zahlen dann der Dollarschwäche.
@ 7schläfer :
Was willst Du Dir mir damit sagen? Wäre nett, wenn Du mir das noch einmal erklärst!
Ich hatte auf eine Nachricht von Copoka (44) geantwortet, der hinter “Bekämpfung der Klimaerwärmung” die Wörter “und ähnlichen Bullshit” gesetzt hat. Bei dem “Wachstum, Aufschwung, unsere Wirtschaft” kann ich das Wörter “ähnlicher Bullshit” verstehen - das Klima verändert sich aber. Und meine Meinung war nur, daß viele “Retter” (=”Heilige” wie Al Gore) erst einmal bei ihrem eigenen Leben anfangen sollen, etwas zu verändern - als gutes Vorbild voran gehen anstatt zu labern und deren Ideologie professionell zu vermarkten, damit z.B. “der” seine fünfstellige Summe an Heizkosten aus der Portokasse bezahlen kann um weiterhin sein dekadentes Leben fortzuführen.
Natürlich kann man was tun - hab’ mal ein CO²-Check gemacht: Setze ~80kg CO² im Verkehr pro Jahr frei (der Durchschnitt liegt 10-fach höher). Meine Kehrseite ist der hohe Milchprodukt-Konsum, welchen ich aber durch niedrigen Fleischkonsum ausgleiche. Ein Auto besitze ich nicht und mit dem Fahrrad komme ich (fast) überall hin.
MfG Tobias
P.S.: Der Mensch setzt trotzdem soviel Dreck, Abgase und weitere Giftstoffe (wie z.B. radioaktiven Müll) frei, daß es krank macht. Die Sonne auch Mitschuld. Wenn die nächsten Jahrzehnte der Yellowstone-Vulkan hochfliegt, dann wird sich die Menschheit übrigens einen Treibhauseffekt wünschen …
@Tobias
ich wollte Dir damit sagen, dass Du den Eindruck erwecktest den meines Erachtens hauptsächlich vom Menschen verursachten Klimawandel zu verharmlosen, d. h. dem Menschen seine Verantwortung dafür abzusprechen.
War wohl ein Mißverständnis ;)
Nichtsdestotrotz teile ich Deine Meinung bezüglich Gore nicht, auch wenn Du inhaltlich vermutlich, ich kenne seine Lebensweise nicht, recht hast. Der Grund ist ganz einfach, dass er gehört wird, und Menschen dazu bewegen kann die eigenen Verhaltensweisen zu ändern und für die Problematik zu sensibilisieren. Was nützte es da einen “echten Heiligen” zu haben, der gar nicht wahrgenommen wird?
@ 7schläfer :
Dann hatte ich Dich also richtig verstanden und Du mich falsch ! :)
Al Gore kann vielleicht Menschen bewegen. Nur in welche Richtung ?
Auch wenn ich mir teilweise echt blöd vorkomme (dachte z.B. , daß Ron Paul das Beste ist, was den Amerikanern passieren kann ;) - bei Al Gore hatte ich schon bei der Premiere seines Films Zweifel. Dato war ich noch “Uwi” (Umweltwissenschafts-Student) und ALLE waren total pro-Gore. Mittlerweile (bin zwar kein Student mehr, kenne aber noch ein paar von den “Uwi’s”) haben einige ihre Meinung -aus guten Gründen- geändert. Die “echten Heiligen” agieren nicht auf diese Art & Weise. Auch wenn diese in den Medien nicht so stark wahrgenommen werden und das große Kollektiv in ihren Bann ziehen können, erreichen sie mehr als es Al Gore je wird.
Leider werden die meisten observiert und sogar als “Umwelt-Terroristen” abgestempelt. Ich kenne einen, der sollte Fingerabdrücke wie Geruchsproben abgeben. Dazu gibt es dann noch “Gratis” (bezahlt ja der Steuerzahler) Totalüberwachung. Ein anderer hat eine Einladung vom Verfassungsschutz bekommen. Alles einfache Menschen, die in friedlicher Absicht (z.B. durch Demonstrationen) wahrgenommen werden wollen und verändern.
Jetzt kannst Du raten, warum soetwas Al Gore nicht passiert …
Noch einen schönen Sonntag!
“Meier”
@Jens. Danke für die Korrektur.
@Tobias & 7schläfer
Ich sehe mich genötigt, eine Erklärung dazu abzugeben.
Klimaveränderung an sich ist selbstverständlich kein Bullshit - es hat sich schon immer verändert. Menschlicher Einfluss darauf - unbestritten, jedoch arg überschätzt. So zumindest meine Meinung dazu.
Was jedoch die “Bekämpfung der Klimaveränderung” anbetrifft, so ist es zweifelsohne Bullshit - es ist meine feste Überzeugung, u.z. aus folgenden Gründen.
1. Menschlicher Einfluss auf das Klima begrenzt sich keinesfalls auf den CO2-Ausstoß. Es sind diverse Faktoren: Rodung der Wälder, vielfältige Verschmutzung der Meere und Ozeane, Verschmutzung der Luft durch Feinstaub und diverse Aerosole, Vernichtung der Bödenflora durch industrielle Agrarwirtschaft und v.v.m. Dabei ist der s.g. Treibhauseffekt d. CO2 immernoch nicht einwandfrei wissenschaftlich belegt, und wenn doch - mal angenommen, lässt sich die gegenwärtige Klimaveränderung - ob’s nun sinnhaft oder nicht, nicht durch Reduzierung des CO2-Ausstoßes umkehren, weil die Erde eben kein Treibhaus, sondern ein sehr komplexes offene System mit extrem komplexer Dynamik ist.
2. Die “Reduzierung” des CO2-Ausstoßes ist eine typische magische Handlung der Politik oder - genauer - der Politiker. Regenmacherei, wie ich es nenne. Es bestimmt nicht die Politik, wie und was in der Wirtschaft und wirtschaftlicher (wie auch finanzieller!) Entwicklung abläuft - es ist genau umgekehrt. Die Wirtschaft und das Finanzwesen bestimmen die Politik - Politik ist längst zu einem dienstbereiten Knecht verkommen. Von daher ist es kein Wunder, dass CO2-Ausstoßes munter weiter Anwächst, und der ganze Aktionismus der Politik in dieser Richtung in ein munteres Spekulieren mit Ablassscheinen verkommen, die letztes Endes von Verbrauchern bezahlt wird. Prima Geschäft, wenn man bedenkt, dass die ganze Drecksproduktion schlicht in Drittländer ausgelagert wird.
3. Laut abschließendem IPCC-Bericht ist die Klimaveränderung doch bei weitem nicht so dramatisch, wie es noch in ersten prophezeit wurde. Schlussfolgerichtig haben die superdupertolle Klima-Modelle - die Grundlage des prophezeiten Weltuntergangs, kläglich versagt, was auch nicht anders zu erwarten war.
4. Die Sonne mit ihrer Variabilität ist an der Klimaveränderung auch keine zu vernachlässigende Größe. Das Klima auf dem Mars hat sich in letztem Jahrzehnt auch erwärmt. Warum wohl?
Ich könnte noch vieles dazu schreiben, aber im Moment leider keine Zeit. Von daher ist solche Zielsetzungen wie “Temperatur der Erde in den nächsten X Jahren um Y Grad zu senken” reinster Bullshit.
MfG
COPOKA
@ COPOKA
Sorry, deine Schlussfolgerungen sind diesmal fast alle falsch.
> 1. Menschlicher Einfluss auf das Klima begrenzt sich keinesfalls auf den CO2-Ausstoß.
Korrekt.
>Es sind diverse Faktoren: Rodung der Wälder,
Freisetzung von Kohlenstoff.
>vielfältige Verschmutzung der Meere und Ozeane,
?
>Verschmutzung der Luft durch Feinstaub und diverse Aerosole,
Korrekt.
>Vernichtung der Bödenflora durch industrielle Agrarwirtschaft und v.v.m.
Freisetzung von Kohlenstoff.
>Dabei ist der s.g. Treibhauseffekt d. CO2 immernoch nicht einwandfrei wissenschaftlich belegt,
Doch. Ist er. Gestritten wird lediglich über den Umfang, und zusätzlichen Ursachen.
(und wenn doch - mal angenommen, lässt sich die gegenwärtige Klimaveränderung - ob’s nun sinnhaft oder nicht,)
>nicht durch Reduzierung des CO2-Ausstoßes umkehren,
Es geht nicht um eine Umkehr sondern um eine Abschwächung des bisherigen Anstiegs.
>weil die Erde eben kein Treibhaus, sondern ein sehr komplexes offene System mit extrem komplexer Dynamik ist.
Erhöhte Durchschnittstemperatur = Erhöhte Gesamtenergie in der Atmosphäre=möglicherweise stärkere Reaktionen in bestimmten Regionen.
Gesetz der Thermodynamik bzw Energieerhaltungsgesetz
>2. Die “Reduzierung” des CO2-Ausstoßes ist eine typische magische Handlung der Politik oder - genauer - der Politiker.
Nein, es ist eine Reaktion der Politik auf jahrelange Proteste von diversen Umweltorganisationen, auf die Wiederum “die” Wirtschaft reagiert, weil man auch mit dem Verkauf von Katalysatoren und Rußfiltern sowie Entschwefelungsanlagen Gewinne erzielen kann.
>Regenmacherei, wie ich es nenne. Es bestimmt nicht die Politik, wie und was in der Wirtschaft und wirtschaftlicher (wie auch finanzieller!) Entwicklung abläuft - es ist genau umgekehrt. Die Wirtschaft und das Finanzwesen bestimmen die Politik - Politik ist längst zu einem dienstbereiten Knecht verkommen.
Off Topic, No comment.
>Von daher ist es kein Wunder, dass CO2-Ausstoßes munter weiter Anwächst, und der ganze Aktionismus der Politik in dieser Richtung in ein munteres Spekulieren mit Ablassscheinen verkommen, die letztes Endes von Verbrauchern bezahlt wird. Prima >Geschäft,
Genau das sage ich, für “die” Wirtschaft ist es eine ‘Win-Win-situation’ wie so oft;
Erwerbsregel #034: “Krieg ist gut für das Geschäft.”
Erwerbsregel #035: “Frieden ist gut für das Geschäft.”
aber das widerlegt doch nicht die Notwendigkeit eines Umdenkens der Menschheit als Ganzes.
>wenn man bedenkt, dass die ganze Drecksproduktion schlicht in Drittländer ausgelagert wird…
…muss man resignieren?
“Auch die längste Reise beginnt mit dem ersten Schritt” (Mao?)
>3. Laut abschließendem IPCC-Bericht ist die Klimaveränderung doch bei weitem nicht so dramatisch, wie es noch in ersten prophezeit wurde.
Widerlegt das die Veränderung als solches?
>Schlussfolgerichtig haben die superdupertolle Klima-Modelle - die Grundlage des prophezeiten Weltuntergangs, kläglich versagt, was auch nicht anders zu erwarten war.
Klimamodelle funktionieren bei der Gesamtkomplexität des Systems nur bedingt. Das hat auch nie jemand behauptet. Aber sie werden immer genauer, dies wird durch die Fortschritte in der Informatik der letzten Jahrzehnte ermöglicht. “Supercomputer” werden immer kleiner und die notwendigen Programme immer komplexer.
>4. Die Sonne mit ihrer Variabilität ist an der Klimaveränderung auch keine zu vernachlässigende Größe.
Ja und? Die Sonne hält die Durchschnittstemperatur der Erde von 2,7 K (-270,45°C)
an der Oberfläche auf 288 K (ca. 15°C).
Beziehungsweise dank unserer Atmosphäre haben wir hier keine Mondtemperaturen von: auf der Sonnenseite: 130 °C / bis auf der Schattenseite: - 170 bis -185 °C.
Wir reden über eine zusätzliche aber entscheidende Erhöhung um wenige Grad.
>Das Klima auf dem Mars hat sich in letztem Jahrzehnt auch erwärmt. Warum wohl?
Perihel – Aphel 1,381 – 1,666 AE?
>Ich könnte noch vieles dazu schreiben, aber im Moment leider keine Zeit. Von daher ist solche Zielsetzungen wie “Temperatur der Erde in den nächsten X Jahren um Y Grad zu >senken” reinster Bullshit.
Die Zielsetzung einer Temperaturabsenkung existiert überhaupt nicht.
Ziel ist es die Zunahmeintensität langfristig abzuschwächen.
Das die Erwärmung einen ” deutliche menschgemachte Anteile” hat, kann man nicht ernsthaft bestreiten, das eine beispiellose Umwandlung von fossilen Kohlenstoff, der seit Millionen von Jahren in der Erde gebunden war, seit ca. 200 Jahren, in Kohlendioxid Folgen haben muss, ist doch simpelste Physik. Aktion -> Reaktion.
Sorry, aber deine Exegese der Schmidtaussagen versus Gabor Steingart hat mich beeindruckt, deine hier gemachten Aussagen zur Klimadiskussion erachte ich als … ;-)
Pax
@ Copoka :
zu 1: Bei den ersten Sätzen kann ich voll zustimmen. Nur ist CO² auch Schuld an einer Erderwärmung - vielleicht nicht so “übertrieben”,wie manche es dastellen. Es ist aber wissenschaftlich belegt. Mit dem Wort CO² werden viele Kampagnen gestartet, obwohl viele gefährlichere Gase gibt. Die “ach-so-grünen” Katalysatoren setzen z.B. viel gefährlichere Stickstoffverbindungen frei (weiß grad nicht, welche).
zu 2: Kann ich zustimmen - das Problem wird praktisch nur verlagert. Und diejenigen, welche es sich leisten können, verbrauchen noch mehr Energie … weil sie es sich ja “verdient” haben (z.B. als Vorstandsvorsitzender bei der Bahn :). Man soll aus ökologischen Gründen “öffentliche” Verkehrsmittel benutzen, welche privatisiert (und damit teurer) werden sollen. Das ganze macht irgendwie keinen Sinn, außer: Wirtschaft benutzt grüne Politik.
zu 3: Kann ich auch wieder zustimmen. Die ganze Hysterie wie Endzeitvisionen werden an sich nichts ändern. Man sollte auch niemanden durch Angst & Schrecken ändern wollen… das Wort “Terror” hat nämlich genau diese Bedeutung.
zu 4: Es gibt auch gegenteilige Behauptungen wie hier; de.rian.ru... .
Es muß nur ein Vulkanausbruch mittlerer Größe geben, dann kühlt sich die Erde wieder ab. Explodiert “YellowStone” hätten wir für Jahre ein großes Problem und die halbe Menschheit würde sich dann eine Klimaerwärmung wünschen.
Eine schöne Woche!
Tobias
Nein, aber man muss sich fragen, ob das Problem mit eben der ‘Denke’, die es verursacht hat, auch gelöst werden kann. Und da bin ich, gelinde gesagt, skeptisch. Erfahrungsgemäss kommt dabei größtenteils nichts anderes heraus als ‘technischer Umweltschutz’, also zB die ganze Palette von Katalysator- und Filterkram, der die Probleme 1) erst anpackt, wenn sie bereits ‘in der Welt’ sind statt sie im Vorwege zu vermeiden und 2) sie iA nur verlagert, mit einer Gesamtbilanz, die von allenfalls marginal bis sogar verheerend reicht. Das folgt der Logik der ‘technischen Beherrschbarkeit’, also der Herrschaft über und der Instrumentalisierung von Natur, deren bislang monströseste Hervorbringungen die Atom- sowie die Gentechnik sind und die das gesamte ‘abendländische’ Denken im Sinne des ‘die Erde untertan machen’ bestimmt. Das kommt im übrigen bereits in dem Begriff ‘Umweltschutz’ selbst zum Ausdruck, seiner unverhohlenen Anthroprozentrik, die auf einen reinen ‘Reparaturbetrieb’ des vermeintlich Unvermeidbaren hinausläuft statt auf Integration und Kooperation mit der Natur. Statt ‘mit’ heisst es weiterhin ‘über’. In diesem Sinne - bin ich gegen ‘Umweltschutz’.
PS Lappt ja ganz schön nach OT, die Diskussion. Aber so ist das wohl in einer Welt, in der ‘alles mit allem wundersam verwoben’ ist. ;-)
@Tobias.
Ich hoffe, mit folgender Antwort an corax wird auch deinem Anliegen genüge getan.
Auf rian.ru gibt’s eine hervorragende Suchfunktion, auch für dt. Artikel.
Meine Empfehlung zu Klima-Themen: “ANALYSEN UND KOMMENTARE” und “WISSENSCHAFT UND TECHNIK”.
@corax
> Sorry, deine Schlussfolgerungen sind diesmal fast alle falsch.
Und darauf kannst du Gift nehmen, nicht?
> …
> >Es sind diverse Faktoren: Rodung der Wälder,
> Freisetzung von Kohlenstoff.
s.u.
> > vielfältige Verschmutzung der Meere und Ozeane,
> ?
Ölteppiche; verschmutzte Abwässer durch Flüsse - ich meine keinesfalls nur die in der EU; die g’rade in Mode kommende Düngung der Küstengewässer uvm.
Die Rolle der Meere und Ozeane in der CO2-Bilanz, muss ich dir wohl nicht extra erkären, oder?
> …
> >Vernichtung der Bödenflora durch industrielle Agrarwirtschaft und v.v.m.
> Freisetzung von Kohlenstoff.
Es ist sogar - genau wie die Punkte oben - noch schlimmer als Freisetzung. Dadurch wird eine natürliche Senke für den CO2-Anteil in der Atmosphäre beschädigt oder gar zerstört.
Was ich als bullshit bezeichne, ist eben “Bekämpfung der Klimaveränderung” in der Art und Weise, wie’s gegenwärtig veranstaltet wird - ein großartiges Hornberger Schießen! Das Geschachere drumherum ging so lange hin und her, bis die Kommerz noch einen Hebel in die Hand bekam, das Geld in etablierter Richtung zu schaufeln. Das war’s! Die Ablassscheine beziehen sich nur darauf, was aus dem Schornstein/Auspuff kommt und werden komplett auf Endverbraucher und KMUs abgewälzt. Die Großabnehemer vom Sprit oder Energie, wie Glaß- oder Stahlproduktion z.B., können immernoch ganz prima Konditionen mit Lieferanten aushandeln, wenn sie nicht schon von vorne an von diesen “Zusatzlasten” d. Politik befreit sind - es gefährdet ja die Arbeitsplätze! Die Zeche dafür bezahlen nun, wie immer, die kleineren - friß oder stirb!
Und im Endeffekt sehe ich nur das, was mit der Wassermangel-Hype bereits großartig durchzogen worden ist. Die WVWs spielen ihre Kosten immer ein - schlicht durch Preiserhöhungen. Und sie haben nun eine hervorragende Rechtfertigung dafür, ihre monopole Stellung voll auszukosten - *fingerzeig*. Die Endverbraucher in einem wasserreichsten Land der Erde müssen nun so sehr daran sparen, dass die Kommunalversorger regelmässig das Trinkwasser haufenweise direkt in Abwasserkanäle fluten müssen, um einerseits die Versorgungsleitungen sauber zu halten, und andererseits, um die Kacke in den Kanälen herunterzuspülen - es staut sich ja bei zu wenig Flüssigkeit. Und nun erklär mir bitte, wie die armen Chinesen, Inder oder Ägypter/Afrikaner dadurch zumindest einen Tropfen sauberes Wasser zusätzlich gewonnen haben?
> >Dabei ist der s.g. Treibhauseffekt d. CO2 immernoch nicht einwandfrei
> >wissenschaftlich belegt,
> Doch. Ist er. Gestritten wird lediglich über den Umfang, und zusätzlichen
> Ursachen.
Ähmm, fällt dir nicht auf, dass wir im Grunde den gleichen Sachverhalt mit verschiedenen Formulierungen konstatieren? Oder warum habe ich dMn extra darauf hingewiesen, dass Ökosystem eben kein Treibhaus ist?
> > (und wenn doch - mal angenommen, lässt sich die gegenwärtige
> > Klimaveränderung - ob’s nun sinnhaft oder nicht,)
> >nicht durch Reduzierung des CO2-Ausstoßes umkehren,
> Es geht nicht um eine Umkehr sondern um eine Abschwächung des
> bisherigen Anstiegs.
Ich meinte vor allem die Art und Weise, wie’s gegenwärtig “reduziert” wird.
Aber auch tatsächliche Reduzierung im globalen Maßstab, sofern überhaupt realistisch - ist ein Thema an sich, steht keinesfalls in diesem monokausalen Zusammenhang mit der “Wärme” des Klimas, wie’s allg. suggeriert wird. Da stellt sich v.a. die Kosten/Nutzen-Frage, ähnlich wie bei dem Wassersparen in Deutschland.
> >weil die Erde eben kein Treibhaus, sondern ein sehr komplexes offene
> >System mit extrem komplexer Dynamik ist.
> Erhöhte Durchschnittstemperatur = Erhöhte Gesamtenergie in der
> Atmosphäre=möglicherweise stärkere Reaktionen in bestimmten Regionen.
> Gesetz der Thermodynamik bzw Energieerhaltungsgesetz
Kein komplexes System darf derlei Naturgesetze verletzen, aber so gut wie keinem System dieser Art ist alleine damit beizukommen, um seine Dynamik zu verstehen oder gar seine Zustände längerfristig zu prognostizieren.
> > 2. Die “Reduzierung” des CO2-Ausstoßes ist eine typische magische Handlung
> > der Politik oder - genauer - der Politiker.
> Nein, es ist eine Reaktion der Politik auf jahrelange Proteste von diversen
> Umweltorganisationen, …
Jö, es muss was geschehen! Jetzt!
(und danach etwas leiser)
Aber so, dass die Schäfchen heiter und die Wölfe satt bleiben:
> auf die Wiederum “die” Wirtschaft reagiert, weil man auch mit dem Verkauf
> von Katalysatoren und Rußfiltern sowie Entschwefelungsanlagen Gewinne
> erzielen kann.
Genau das meinte ich auch mit “Reduzierung” und magischen Handlungen i.a..
Erst vor weniger tagen erlebt.
Junge aufstrebende Politikerin vor dem Publikum: “Die Erdbeben müssen aufhören!!!”, und stampfte selbstbewußt und trotzig mit dem Füßchen.
Das Pubikum - Jahuuuuu!!!
“La cruauté indigne, mais la sottise décourage.” - A. Camus.
> > Regenmacherei, wie ich es nenne. …
> Off Topic, No comment.
Da machst du dir etwas zu einfach.
> > Von daher ist es kein Wunder, dass CO2-Ausstoßes munter weiter
> > Anwächst, …
> Genau das sage ich, für “die” Wirtschaft ist es eine ‘Win-Win-situation’…
Vllt sollten wir aufhören, die pure Kommerz und Umverteilung als Wirtschaft zu bezeichnen. Damit wären schon einige Missverständnisse und Euphemismen aus dem Weg geräumt.
> … aber das widerlegt doch nicht die Notwendigkeit eines Umdenkens der
> Menschheit als Ganzes.
Der Zweck heiligt die Mittel?
> > wenn man bedenkt, dass die ganze Drecksproduktion schlicht in Drittländer
> > ausgelagert wird…
> …muss man resignieren?
Muss man nicht, mir ist aber oft danach - s.o. Camus-Zitat.
Ist es dir noch nicht aufgefallen, dass fast alle “ultiamativen” Lösungen im öff. Diskurs sehr schnell zum Selbstzweck ausarten? So halte ich z.B. auch die “Bekämfung der Arbeitslosigkeit” für großartigsten Bullshit, mit dem Abermillionen Menschen verschaukelt werden.
======================
> >3. Laut abschließendem IPCC-Bericht ist die Klimaveränderung doch bei
> >weitem nicht so dramatisch, wie es noch in ersten prophezeit wurde.
> Widerlegt das die Veränderung als solches?
Ist Klimaveränderung ein eigenartiges Phänomen?
> >Schlussfolgerichtig haben die superdupertolle Klima-Modelle - die Grundlage
> >des prophezeiten Weltuntergangs, kläglich versagt, was auch nicht anders zu
> >erwarten war.
> Klimamodelle funktionieren bei der Gesamtkomplexität des Systems nur
> bedingt.
“Nur bedingtes Funktionieren” bezeichne ich für gewöhnlich schlicht als Versagen oder zumindest als Fehlfunktion.
> … Aber sie werden immer genauer, dies wird durch die Fortschritte in der
> Informatik der letzten Jahrzehnte ermöglicht. “Supercomputer” werden
> immer kleiner und die notwendigen Programme immer komplexer.
Willst du es jemandem erzählen, der sich nach einem Mathestudium ein Viertel Jahrhundert mit Computern und IT befaßt hat? “Supercomputer” löst bei mir überhaupt keine Ehrfurcht aus - es ist nun mal schlicht ein Instrument.
Und wer einen Hammer in der Hand hält, … du weißt es schon.
> > 4. Die Sonne mit ihrer Variabilität ist an der Klimaveränderung auch keine
> > zu vernachlässigende Größe.
> Ja und? Die Sonne hält die Durchschnittstemperatur der Erde von …
Ja und? Das ist mir noch aus der Schule bekannt.
> Wir reden über eine zusätzliche aber entscheidende Erhöhung um wenige Grad.
Meine Betonung lag auf der Variabilität - das Gestirn ist eben keine Glühbirne mit konstanter Leistung. Und das, was du oben ausgeführt hast, führt eben jedem vor Augen, dass das, was Menschen in ihrem Nest g’rade veranstalten, ein Mückenschiß im Vergleich damit ist.
Ich habe sehr großen Respekt vor der Natur und denke, dass sowohl unser Gestirn a.a. das Ökosystem der Erde noch paar Überraschungen für uns parat halten.
> >Das Klima auf dem Mars hat sich in letztem Jahrzehnt auch erwärmt.
> >Warum wohl?
> Perihel – Aphel 1,381 – 1,666 AE?
Jetzt machst du mich wirklich neugierig.
Weltraummechanik war nicht mal an der Uni meine Stärke - ich ließ mich mit undeterminierten dynamischen Prozessen und Computern faszinieren.
Das mit dem Mars habe ich zugegebenermaßen aus der Hand der Astrophysiker erfahren, und sie - wie’s nahe liegt - halten nun ihren eigenen Hammer in der Hand. Klär mich bitte auf, für gute Argumente bin ich immer aufgeschlossen.
> >Ich könnte noch vieles dazu schreiben, aber im Moment leider keine Zeit.
> >Von daher ist solche Zielsetzungen wie “Temperatur der Erde in den nächsten
> >X Jahren um Y Grad zu senken” reinster Bullshit.
> Die Zielsetzung einer Temperaturabsenkung existiert überhaupt nicht.
> Ziel ist es die Zunahmeintensität langfristig abzuschwächen.
Sehe ich kein großen Unterschied darin.
Im Übrigen, wie wird denn im Nachhinein der “Erfolg” der Massnahme gemessen?
Also, nachfolgend eine Fibel für aufstrebende Regenmacher.
Nach erfolgreicher Reduzierung des CO2-Ausstosses durch finanzielle Anreize - der Markt wird schon richten, hat sich die Duchschnittstemperatur der Atmosphäre:
- nicht verändert. “Na, gesehen! Gibt’s da noch Zweifler in euren Reihen?”
- um paar Grad ehöht. “Ufff, stellt euch bloß vor, was geschehen würde, wenn WIR nicht dagegen gesteuert hätten”.
- um paar Grad gefallen. “Öhmm, daran ist die Sonne/Erdekliptik schuld! Aber nach letzten Erkenntnissen des MP-Instituts haben all die Maßnahmen, die zur Absenkung bzw. Verhinderung des Temperaturanstiegs unternommen wurden, dank Engagements unserer Fraktion im Parlament nichts dazu beigetragen”.
Das Pubikum - Jahuuuuu!!! (Und steinigt Blasphemiker)
———–
Aber soweit wird es höchstwahrscheinlich gar nicht erst kommen - nach paar Dekaden ist entweder Schah oder der Esel gestorben, und die Geschichte längst vergessen.
> … Aktion -> Reaktion.
Jep - s.o.
> Sorry, aber deine Exegese der Schmidtaussagen versus Gabor Steingart hat
> mich beeindruckt, deine hier gemachten Aussagen zur Klimadiskussion erachte
> ich als … ;-)
Sorry, aber die Masche zieht bei mir nicht. Das “braves Kind”-Spiel spiele ich nicht mit ;-)
MfG
COPOKA
PS. Heut’ abends werde ich höchstwahrscheinlich wieder keine Zeit für eine ausführliche Antwort auf frische und gut recherchierten Argumente zu deiner eingänglichen These finden - muss was dringendes erledigen. Du kannst dir also etwas Zeit dafür lassen.
Ich brauch keine Zeit weil ich mich mit dir nicht weiter darüber streiten will.
Du vermischst die “Klimageschichte” (und nur zu diesen Fakten wollte ich was sagen, noch nicht mal über die Debatte dazu an sich, da halte ich mich auch raus) mit einem Rundumschlag gegen irgendwelche Wirtschaftsmodelle und bringst jetzt auch noch das Wasser ins Spiel.
Klingt alles nach VT, da klink ich mich aus, auch wenn mir dann Feigheit oder Sonstwas vorgeworfen wird.
Den “good cop” spiel ich auch nicht. Schönen Tag noch. ;-)
Pax
@ COPOKA :
Was willst Du mir jetzt sagen ?
Das ich komplett “plöd” bin oder wie ? … dann werd’ ich echt “pöse” ! ;)
Ja, “rian.ru” ist einer der besten informativen Seiten “aus dem Osten”.
Sorry, kann Dir bei einigen Sachen zustimmen (wie z.B. die Rolle der Ozeane in der CO²-Bilanz). Darauf einzugehen, würde mir bei Deinem ellenlangen Text an corax die Zeit rauben. Die Zeit, die Du auch nicht hast.
MfG Tobias
@COPOKA
Wenn Du das Thema schon ansprichst ;-)
Die WVU reden sich den Mund fuselig, dass die Kunden kein Wasser sparen sollen - bei einem profitorientierten WVU mag das ein wenig seltsam klingen, bei Verbänden würde dies durchaus Sinn machen, da diese die Kosten direkt weiterreichen und ein Mehrverbrauch den Mengenpreis senken würde. Da die Kost