Raucher sind die besseren Menschen – eine Polemik

geschrieben am 13. Dezember 2007 von Spiegelfechter

Zuerst holten sie die Raucher.
Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht.
Dann holten sie die Fettleibigen.
Ich schwieg, denn ich war ja schlank.
Dann holten sie die Trinker.
Ich schwieg, denn ich trank ja nicht.
Dann holten sie mich …
nur da war niemand mehr da, der protestieren konnte.

Frei nach Martin Niemöller

Was für ein Erfolg für die „Fit-for-Fun Generation“ – ab 2008 wird endlich in allen Gaststätten Deutschlands das Rauchen verboten sein. Die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt. Dem gesundheitsbewussten Jogger ist es auch schwerlich zuzumuten, täglich verschwitzt an Kneipen vorbeizuhasten, in denen übergewichtige Genussmenschen beieinander sitzen und bei einem alkoholischen Gärgetränk, sich oral an Giftstängeln berauschend, der Gemütlichkeit und der Geselligkeit frönen. Mit der Sünde kommt das Verderben und das ewige Leben erreicht nur der Tugendhafte.

Wir leben in neoreligiösen Zeiten, mit sehr variablen Glaubensbekenntnissen, jedoch sehr ähnlichen Strickmustern: Die einen glauben, das Böse lauere in vorehelichem Geschlechtsverkehr, die anderen, dass Zigarettenqualm sie selbst in homöopathischen Dosen krankmachen würde, während sie gleichzeitig nichts dagegen haben, sich dem vollen Aroma von Benzol und Verbrennungsmotoren auszusetzen und dabei genießerisch mit der Zunge zu schnalzen.

Für eine puritanische Gesellschaft ist die nicht sanktionierbare Sünde tabu – und das Rauchverbot in Gaststätten ist sicher nicht die Endstation auf der Fahrt in die universelle Glückseligkeit. Als nächstes geht es den Fettleibigen an den Kragen – in einer schönen neuen Welt, mit schönen neuen Menschen, ist ein solcher Makel nicht zu tolerieren. Entsprechende Ansätze, Fettleibige aus der Volks- und Solidargemeinschaft auszuschließen, gibt es bereits. Auch der Alkohol sollte eher ein Privileg der Eliten sein, die mit solchen Rauschmitteln auch umgehen können – über eine massive Erhöhung des Steueranteils wird es aber zu machen sein, dass Alkohol nicht in falsche Hände gerät. „Schundliteratur“ und „Pornographie“ stehen auch auf dem Index – ein von Sünden und bösen Gedanken umwehtes Hirn, kann schließlich nichts Produktives zur Volksgemeinschaft beitragen.

Um dies umsetzen zu können, müssen die Sünder stigmatisiert werden – „Schämen sollen sie sich, die Hunde, Raucher sind potentielle Mörder, die auch kleine Kinder fressen“, so könnte die Metabotschaft der medialen Volkshygiene lauten. Menschen, die Nichtraucher schützen wollen, argumentieren von einem hochmoralischen Standpunkt aus. Die Hilfskonstrukte, die dabei gebaut werden, relativieren sich indes bei näherer Betrachtung:

- Raucher schädigen die Volkswirtschaft.

Raucher haben einen sozialverträglichen Nebeneffekt – sie haben statistisch gesehen eine kürzere Lebenserwartung (statistisch gesehen, sterben Raucher zwar in einem höheren Alter als Nichtraucher, das ist aber eher eine statistische Spielerei, die nichts mit der Sache zu tun hat). Was den Raucher selbst nicht so sehr freuen dürfte, ist volkswirtschaftlich ein Vorteil. Für die Solidargemeinschaft ist derjenige optimal, der während seines Arbeitslebens kräftig in die Kassen einzahlt und mit Erreichen des Renteneintritts tot umfällt. Der Raucher kommt diesem Ideal ziemlich nahe. Eine durchschnittlich sieben Jahre längere Rentenbezugsdauer aller „umgedrehten“ Raucher wäre eine Katastrophe für die Solidarkassen und für die Finanzlücken der Pflegeversicherung müssten wahrscheinlich die Weihnachtsfeiertage gestrichen werden – daran sollte jeder Gesundheitsfanatiker denken, wenn er seine Radieschen unter dem Tannenbaum verzehrt.

Bei der Krankenversicherung ergibt sich – allen gegenteiligen Behauptungen zum trotz – ein ähnliches Bild. Je älter ein Mensch wird, desto anfälliger ist er für schwere Krankheiten und teure Behandlungen. Je älter ein Mensch ist, desto teurer ist er für die Krankenversicherungen. Natürlich ist die Behandlung eines tabakabususbedingten Lungenkarzinoms eine teure Angelegenheit, würde der Raucher aber nicht an diesem Karzinom sterben, so würde er ein paar Jahre später mit hoher Wahrscheinlichkeit an einem anderen Karzinom sterben, dessen Behandlung ähnlich teuer ist. Die dazwischen liegenden Jahre kommen die Kassen allerdings teuer zu stehen, da ein Rentner die Krankenkassen deutlich mehr kostet, als er ihnen einbringt. Ein großer Teil der „Tabaktoten“ stirbt indes sozialverträglichkeitsoptimiert im frühen Rentenalter an einer Herz-Kreislauferkrankung – einen „günstigeren“ Tod gibt es für die Krankenkassen fast nicht.

Walter Krämer, Professor für Wirtschafts- und Sozialstatistik, also ein ausgewiesener Fachmann auf diesem Gebiet, bemerkt dazu:

„Die berühmte Untersuchung von Leu und Schaub von der Universität Basel zu Rauchen und Gesundheitskosten in der Schweiz, die u.a. zu dem Ergebnis kamen, daß die Schweiz langfristig eher mehr statt weniger für die Gesundheit ausgeben müßte, wenn es dort seit hundert Jahren keine Raucher gäbe. So paradox das auf den ersten Blick auch klingt, aber das Gesundheitswesen würde durch ein totales Rauchverbot nicht billiger, sondern langfristig nur noch teurer (weil nämlich die Kosten, die in den Extra-Lebensjahren des Nichtrauchers entstehen, die vorher gesparten Ausgaben mehr als aufwiegen). Wenn man also ernstnimmt, was man die letzten Monate zu Bonus-Malus beim Krankenkassenbeitrag liest, müßten den Rauchern kein Malus, sondern ein Bonus auf ihren Kassenbeitrag eingeräumt werden.“

Eine Studie der Erasmus-Universität in Amsterdam kam zu den gleichen Ergebnissen wie die schweizer Forscher.

- Raucher in Kneipen sind eine Belästigung und verbreiten Gestank

Olfaktorische Wahrnehmungen werden erst im Kopf hedonisch bewertet, dies ist ein weitestgehend subjektiver Vorgang – einige Menschen stört der Geruch von Tabakrauch, andere Menschen nehmen keine Störung wahr. Ist der Raucher schuld daran, dass sein Gegenüber Rauch als störend empfindet? Soll sich der “Hässliche” dafür entschuldigen, dass sein Äußeres von gewissen Menschen als störend empfunden wird?

Den einen stören lange Haare, den anderen Glatzen, den einen stört laute Musik, den anderen stören Hunde, einer hasst knutschende Schwule, der andere Schweißausdünstungen, Tabakrauch oder Autoabgase.

Auf alle individuellen Spleens kann die Gesellschaft schwerlich Rücksicht nehmen. Sofern es im Bereich des Taktes und des Anstandes liegt, ist eine Rücksichtnahme natürlich geboten. Gesetzliche Maßnahmen dürfen höchstens dann nötig werden, wenn das Außerachtlassen von Takt und Anstand seitens der “Störenden” den “Gestörten” objektiv in besonderem Maße belästigt. Da sich ein Großteil der Nichtraucher aber keinesfalls durch Rauch besonders belästigt fühlt, ist auch kein Grund gegeben, hier gesetzlich zu intervenieren. Soll man Hunde verbieten, die Langhaarigen zum Frisör schicken, Schwule wegsperren? Nein, man kann es nicht jedem recht machen und das ist gut so.

Das Rauchverbot in niedersächsischen und hessischen Kneipen hat zu der kuriosen Entwicklung geführt, dass Raucher und Nichtraucher ihr Näslein in überfüllten Großkneipen und Diskotheken heute stärker rümpfen müssen, als vorher. Die Umgebungsluft entspricht einer Mischung aus Alkoholfahnen, Knoblauch, Zwiebeln und billigem Parfum, gespickt mit einer kräftigen Note Schweiß, mit einem herben Abgang aus Fürzen und Gammel. Der Mensch stinkt, wenn er sich nicht wäscht, und einige Gerüche lassen sich auch durch Hygiene kaum verhindern. Für all diese unerfreulichen Gase diente früher der Rauch als neutralisierender Faktor – das verwöhnte Näslein wird sich umgewöhnen müssen.

- Das Rauchverbot in Gaststätten hat in anderen Ländern zu positiven Ergebnissen geführt und den Umsatz der Wirte gesteigert

Die Gesundheitsapostel haben einen Sieg errungen und können sich freuen, der Tabakkonsum ist in den betreffenden Ländern zwar zurückgegangen, dennoch stieg z.B. in Irland die Zahl der jugendlichen Raucher seit der Einführung des Rauchverbots in Gaststätten. Für die Wirte ist dies allerdings alles andere als positiv. Seit Einführung des Rauchverbotes ist die Zahl der Pubs in Irland um über 1.000 zurückgegangen. Vor allem in ländlichen Gebieten sterben die Pubs – laut einer Wirtin, sind die Pubs nur noch bei Beerdigungen voll. In Wales sind die Umsätze der Pubs seit Einführung des Tabakverbotes um 20% gesunken, in Schottland um 15% und in England ist der Ausschank von Bier auf dem niedrigsten Niveau seit 1930. Da das Rauchverbot in Großbritannien noch sehr jung ist, gibt es noch keine verlässlichen Zahlen über die Konkurse von Gaststätten, die Zahl der Bingo-Hallen dürfte im Zuge des Rauchverbotes um ein Drittel zurückgehen.

Gerade Großbritannien als gutes Beispiel heranzuziehen, ist also im doppelten Sinne unglücklich. Denn wer soll sich ein Land zum Vorbild nehmen, dessen Bewohner sich freiwillig per CCTV und ASBOs vollüberwachen und gängeln lassen. In punkto Bürgerrechte und Freiheit sind die Briten das zurückgebliebenste Land in ganz Europa, wieso sollte man sich ausgerechnet die Untertanen der Queen bei einer Frage über persönliche Freiheiten zum Vorbild machen?

Und wie sieht es im Rest der Welt aus? Spanien führte lauthals ein ähnlich rigides Gesetz wie die deutschen Länder ein – und musste es bereits zurücknehmen und auf ein erträgliches Maß stutzen, bei dem der Wirt selbst entscheiden kann, ob er seine Gaststätte zum Raucher- oder Nichtraucherlokal macht. In Griechenland wurde das Gesetz bereits wieder zurückgenommen, weil sich keiner daran hielt. In Italien hält sich auch fast keiner an das Gesetz – nur in den touristisch überlaufenen Zentren der Metropolen wird es beachtet, auf dem Lande signalisiert die offene Kneipentür „Raucher“, die geschlossene Kneipentür „Nichtraucher“, und da in Italien das Leben in den Strassencafés spielt, die nicht betroffen sind, ist es den meisten Italienern auch egal, was die Herren aus dem Palazzo Chigi da so beschließen. Den puritanischen Amerikanern ist eh nicht mehr zu helfen, die Schweizer setzen – grundliberal, wie sie sind – auf Eigenverantwortung und in Japan führen solche Gedanken höchstens zu einem Schmunzeln. Dort reagiert man mit hoch entwickelten Klimaanlagen und Luftfiltern auf das „Raucherproblem“ – Frau Merkel lässt diese Arbeitsplätze ja lieber in der Windenergiebranche entstehen.

- Kneipen sind „öffentlicher Raum“ und der Wirt muss seine Gäste schützen

Selbstverständlich darf der Staat in öffentlichen Gebäuden das Rauchen untersagen. Auch Private dürfen dort das Rauchen untersagen, wo sie das Hausrecht ausüben – wenn die Bahn oder der Arbeitgeber das Rauchen verbieten will, so ist sie/er zunächst einmal im Recht. Als Privatperson hat man die Wahl, seine Gäste in der Wohnung rauchen zu lassen, sie auf den Balkon oder die Terrasse zu bitten oder das Rauchen komplett zu untersagen. Ein Gastwirt hat diese Wahl mit dem neuen Gesetz nicht mehr. Er darf seine Gäste nicht mehr so empfangen und bewirten, wie er gerne möchte.

Dabei stellt eine Gaststätte mitnichten einen „öffentlichen Raum“ dar, den jeder betreten darf – der Türsteher eines Nobelclubs wird diese Forderung lachend von sich weisen. Der Wirt hat in seiner Gaststätte Hausrecht und wenn er es seinen Gästen erlauben will, ihrem sündigen Genuss zu frönen, so ist dies sein ureigenstes Recht. Wenn ein militanter Nichtraucher dies nicht anerkennen will und sich durch die Rauchschwaden über Gebühr belästigt fühlt, so hat er leider Pech – das Leben ist kein Wunschkonzert. Um Nichtraucher adäquat zu schützen, könnten Wirte Warnschilder anbringen, so dass sich niemand fahrlässig in Gefahr begeben muss. In Peepshows und ähnlichen Etablissements hat man sich eine Altersregelung ausgedacht, um Jugendliche vor den seelischen Grausamkeiten, die sei dort zu erwarten haben, prophylaktisch zu schützen – warum soll es nicht ähnliche Regelungen für „Raucherkneipen“ geben? Eine klare Zeichengebung (so wie das für Niedersachsen angedachte und wieder verworfene „R“) würden einen größtmöglichen Schutz für echte und psychosomatische Opfer des Rauches bedeuten.

- Wo der Markt versagt, muss der Staat eingreifen

Glaubt man Frau Bätzing oder der politischen Haute Volée, so haben rauchfreie Kneipen ein riesiges Marktpotential – nur leider wissen das die Wirte nicht und die Kundschaft ist bis dato auch nicht mit einer signifikanten Nachfrage nach solchen Etablissements aufgefallen. Das verwundert, sagen doch Umfragen, dass sich ein Großteil der Bevölkerung genau das wünscht. In Niedersachsen ist das „Antirauchergesetz“ bereits seit einem halben Jahr, respektive eineinhalb Monaten (seit dem 1. November wird das Gesetz auch vollstreckt), in Kraft – der Ansturm auf die Kneipen blieb freilich aus, was auch kaum anders zu erwarten wäre, weiß doch jeder Marktforscher, dass nur Umfragen unter realen und potentiellen Kunden relevant für diese Art von Umfragen sind. Auch wenn 90% der Bevölkerung eine Anhängerkupplung an einem Ferrari chic finden würden, so sieht dies die Kundengruppe ein wenig anders und Ferrari wäre gut beraten, von solch Innovationen abzusehen.

Die Gruppe der Kneipengänger besteht zu einem signifikanten Teil aus Rauchern – Gelegenheitsraucher gehen ihrem Laster meist bei einem Bierchen in der Kneipe nach. Auch die Nichtraucher, die gerne gesellig sind, haben eine hohe Rauchbelästigungsschwelle. Es gibt natürlich Einzelfälle, wie beispielsweise Asthmatiker, die gerne in Kneipen gehen würden, für die der Rauch aber ein echtes Problem darstellt. Die militanten Nichtraucher, die die Diskussion durch laute Zwischentöne beherrschen, gehören jedenfalls nicht zur Gruppe der potentiellen Kneipengäste. Puritaner, Extremisten und Radikalinskis jeglicher Couleur neigen nicht zu Geselligkeit, da die Gesellschaft sie als unangenehm empfindet und nichts mit ihnen zu tun haben will. Dies ändert sich durch das Rauchverbot um kein Jota und das wissen sie auch und bleiben den Kneipen – allen Lippenbekenntnissen zum trotz – auch weiterhin fern.

All dies führt zu skurrilen Situationen wie folgender, die in Niedersachsen schon Normalität ist: In einer neuerdings schlechter gefüllten Kneipe musste eine Trennwand gezogen werden, um den Rauchern ein Habitat zu schaffen. In dieser Rauchzelle sitzen Raucher und Nichtraucher eng beieinander und haben ihren Spaß so wie früher – der einzige Unterschied ist die schlechtere Luft, da sich der Rauch trotz Lüftung auf einen kleineren Luftraum verteilt, womit niemanden ein Gefallen getan wurde. Der große Nichtraucherbereich, samt Theke, ist fast menschenleer. Die wenigen Gestalten an der Theke bekunden auch, ihnen wäre es lieber, wenn wieder geraucht werden dürfte – die saubere Luft sei zwar nett, ersetze aber nicht die verlorene Gemütlichkeit und der neuerliche Separatismus der Masse spalte die Gesellschaft. Ist es das, was die Politik will?

Raucher rauchen meist nur dort, wo sie dürfen und stören ungern ihre Mitmenschen. Raucher zahlen auch gerne die Magen-/Darm-/Leberkrebsbehandlungen der “gesunden” Nichtraucher, die Raucher dank ihrer ungesünderer Lebensweise und des vorzeitigen Ablebens meist gar nicht erst bekommen, da diese Krebsarten idR nur Menschen über 80 bekommen. Raucher zahlen auch gerne die künstlichen Kniegelenke und Hüften für Extremsportler, die es zeitlebens nicht lassen können, ihren Körper zu schädigen. Raucher zahlen auch gerne die OPs, Hubschraubereinsätze und Rehamaßnahmen für Skisportler, Motorradfahrer, Mountainbiker oder Drachenflieger, die mit ihren Hobbys “unnötige” Risiken eingehen.

So ist das mit den Rauchern, sie scheinen irgendwie die toleranten Menschen zu sein, die anderen Menschen auch ihren “unvernünftigen” Spaß gönnen können. Warum gönnt man nicht auch den Rauchern ihren „unvernünftigen“ Spaß?

p.s.: Im Jahre 1692 wurde im Herzogtum Lüneburg die Todesstrafe für “unerlaubtes Rauchen” gesetzlich festgeschrieben – da stellt die gesellschaftliche Diskriminierung heutiger Tage ja schon einen kleinen Fortschritt dar. Bei der 1848er Revolution war eine der Kernforderungen der Demonstranten die Aufhebung des Rauchverbots im Berliner Tiergarten. Wir können also hoffen.

Jens Berger

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  1. [...] Original post by Der Spiegelfechter [...]

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  3. 3 · Klinke: Hand. Hand: Klinke. – Citronengras am 14. Dezember 2007 um 04:03·

    [...] Spiegelfechter hat eine hübsche Polemik über die Maßnahmen zum Schutz einer Gesellschaft geschrieben, die zuvor, scheint’s, [...]

  4. [...] Deinen Besuch!Bei Citronengras hab ich einen netten Artikel von MaloXP gefunden, der durch einen Text bei Spiegelfechter angeregt wurde. Beide Artikel lege ich zur Lektüre ans [...]

  5. 5 · RunkenBlog » Blog Archiv » No Smoking am 14. Dezember 2007 um 12:19·

    [...] Einen lesenswerten Artikel zum Thema Rauchverbot gibts beim Spiegelfechter. [...]

  6. [...] spiegelfechter: Raucher sind die Besseren Menschen – eine Polemik [...]

  7. 7 · Fakten, Infos, Kommentare am 17. Dezember 2007 um 16:29·

    Rauch- und andere Verbote…

    Anlässlich des schleswig-holsteinischen Entwurfes zum Nichtrauchergesetz wird sich auch die Gemeinde Oersdorf in Kürze damit beschäftigen, wie das Rauchen zukünftig in den gemeindlichen Räumen der Feuerwehr und des Gemeindehaus…

  8. [...] wunderbaren Artikel (er wird sogar durch die bis dato 154 Kommentare besser) beim Spiegelfechter empfehle ich allen, die [...]

  9. 9 · ]momentum:flux[ » schall um rauch am 20. Dezember 2007 um 19:12·

    [...] hier noch ein schön polemischer artikel vom spiegelfechter über das [...]

  10. [...] Um so enttäuschter war ich davon, als dort vor kurzem ein ziemlich undifferenzierter Artikel zum Thema “Rauchverbot” erschien.  Ja, ich weiß, es steht groß und fett “Polemik” dran, aber selbst [...]

  11. 11 · Rauch und Freiheit « Seitenhiebe am 31. Dezember 2007 um 10:33·

    [...] und Freiheit Dieser Artikel des Spiegelfechters erschien zwar schon vor einiger Zeit, nichtsdestotrotz komme ich erst jetzt [...]

  12. [...] Zuerst holten sie die Raucher. Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht. Dann holten sie die Fettleibi… [...]

  13. [...] impliziert, sondern als Passivraucher. Passiv, klingt schon besser und erinnert an Gandhi. Der Raucher gehörte fortan zur Achse des Bösen, schließlich pustet er seinen Qualm ständig in das Gesicht der armen, wehrlosen [...]

  14. [...] Raucher sind die besseren Menschen – eine Polemik [...]

  15. [...] Fall (wie in diesem) sind sie eine Gefahr für die persönliche Freiheit der Menschen auf der Welt. p.s. http://www.finanzbeamter.de – das laesst sich auch auf die Anti-Rauch-Bürokratenfraktion [...]

  16. [...] raucheneinmal bin ich grundsätzlich für ein Rauchverbot im öffentlichen Raum (öffentliche Gebäude, öffentliche Plätze, Gaststätten, Discos [...]

  17. [...] sein: Seit gestern gilt das Gesetz zum Schutz der Nichtraucher auch in NRW. Ich verweise auf eine Polemik sowie etwas sachlicheres sage nur noch: Bei eurem nächsten Kneipen oder Disco Besuch wird diese [...]

  18. [...] sieht man den Raucher durch die ihr wahres Gesicht zeigenden “Passivraucher” in die Achse des Bösen gedrängt, was ein Kneipensterben zur Folge hat, weil die Nichtraucher eh nicht in die Kneipen [...]

303 Kommentare

  1. Schwitzig am 13. Dezember 2007 um 17:28 - - Permalink

    Danke :-)

    Ich rauchte 29 Jahre bis zu 3 Schachteln täglich, bin seit 4 Monaten clean und hasse die militanten Gutmenschen-Nichtraucher immer noch :-).
    Mir hat Rauchen immer Spass gemacht; es hat bis zur letzten Zigarette gut geschmeckt und auch wenn die Vorteile der Freiheit beeindruckend sind, käme ich niemals auf die Idee, jemandem seinen Genuss zu vermiesen.
    Ich stelle mich ja auch nicht vor die Haustür und erschiesse den Notarztwagenfahrer, weil er so einen fiesen Killerfeinstaubdiesel durch meine Strasse fährt, um so einen emotionalen Nichtraucherkrüppel zu retten.

  2. Hanno am 13. Dezember 2007 um 17:31 - - Permalink

    Tja. Da war ich in Kanada auf Reisen und hatte mir in Montreal im Veranstaltungskalender ein vielversprechendes Konzert des Montreal Popfestivals herausgesucht. Erfahren mit deutschen Clubkonzerten habe ich mich umgezogen und meine schlechtesten Klamotten zusammengesucht.

    Denn wie jeder weiß, der in Deutschland einen kleinen, heißen, schlecht belüfteten Club besucht: Nach einem Konzert in einem engen Raum mit vielen Rauchern wird man garantiert mitstinken. Passivgestank, quasi.

    Aber erstaunlich: Niemand rauchte. Ich war völlig überrascht. Wirklich, ich war vollkommen baff: Meine Klamotten, sie waren nach dem Konzert vollkommen frühlingsfrisch.

    Und nein, es war kein Konzert eines katholischen Mädchenchors, sondern die genialen United Steelworkers of Montreal, deren CDs jeder sofort bestellen sollte, der diese Zeilen hier liest.

    Seit diesem Erlebnis kann ich einem Rauchverbot einiges abgewinnen.

    Vor ein paar Tagen war ich in einem Irish Pub hier in HH. Meinen vorhe frischgewaschene Kleidung konnte ich anschließend direkt wieder in die Wäsche stecken.

    (Disclaimer: Bin kein Raucher, auch kein Ex-Raucher, auch kein Raucher-Hasser.)

  3. Spiegelfechter am 13. Dezember 2007 um 17:38 - - Permalink

    @Hanno

    Nach einem nächtlichen Zug um die Häuser, ist es generell ratsam seine Kleidung zu waschen. Oder willst Du Schweiss und Co konservieren? ;-)

  4. Choddy am 13. Dezember 2007 um 17:49 - - Permalink

    Ich als aktiver und äußerst regelmäßiger Raucher war seit Beginn der Debatte für ein absolutes Rauchverbot in allen öffentlichen Einrichtungen. Ich habe selbst als starker Raucher oft die Erfahrung machen dürfen, wie unglaublich widerlich Räume und Örtlichkeiten sein können, die bis unter die Decke vernebelt sind. Von Diskos und Restaurants, in denen man primär gutes Essen genießen möchte, mal ganz zu schweigen.

    Mir persönlich sind da auch wirtschaftliche Hintergründe scheißegal. Jeder vernünftige Mensch kann für eine Zigarette zwischendurch auch vor die Tür gehen und ich muss nicht permanent rauchen, um mit Müller, Meier und Schulze in der Kneipe eine gepflegte Unterhaltung zu führen. Gerade in dieser Debatte habe ich die militanten Raucher fast so sehr zu hassen gelernt, wie ihre nicht minder militanten Nicht-Raucherkollegen.

    Nene, hier sollten Rücksicht und gesunder Menschenverstand viel öfter genutzt werden, dann würde auch jeder erkennen, dass es kein Problem ist, seine Zigarette auch vor Kniepe/Club/Restaurant zu genießen …

    Edit: Abgesehen davon, sollte jeder Raucher doch irgendwo doch dafür dankbar sein, dass er so ein bisschen eingeschränkt wird … wer raucht schon freiwillig weniger, wenn er süchtig ist ;o)

  5. flippah am 13. Dezember 2007 um 17:49 - - Permalink

    Ich muss hier leider doch widersprechen.

    Das Rauchverbot ist nötig geworden durch die Ignoranz einer Minderheit unter den Rauchern, für die Rücksichtnahme offenbar ein Fremdwort ist.

    Ich kenne viele Raucher und sie verhalten sich so, dass sie niemanden mit ihrem Rauch belästigen. Wenn alle so wären, käme niemand auf die Idee, dass man ein Rauchverbot bräuchte.

    Leider aber begegne ich immer wieder Leuten, die, wenn man z.B. bittet, das Rauchen zu unterlassen, weil man gerade eine akute Erkältung hat und es keine Möglichkeit gibt, ihnen auszuweichen, einem den Rauch absichtlich ins Gesicht blasen. Oder die auf den Bahnsteigen, wenn man sie bittet, doch den Raucherbereich aufzusuchen, wenn sie rauchen wollen, einem Schläge androhen.

    Diese Leute sind es, bei denen sich die gewaltige Mehrheit der vernünftigen Raucher bedanken darf, dass ein Rauchverbot leider notwendig geworden ist.

  6. Ralph am 13. Dezember 2007 um 17:50 - - Permalink

    Mal abgesehen davon das der Staat sofort Pleite wäre (bzw. dessen Einwohner), wenn es keine Raucher gäbe, wären auch die Probleme in der Pflege nicht mehr beherschbar (das Raucher an Demenz und Alzheimer leiden ist relativ Unwahrscheinlich).
    Bei diesen Hintergrund ist es auch logisch, dass weder der Staat oder die Krankenkassen für die Raucherentwöhnung aufkommen.

  7. derhans am 13. Dezember 2007 um 18:20 - - Permalink

    > und das Rauchverbot in Gaststätten ist sicher nicht die
    > Endstation auf der Fahrt in die universelle Glückseligkeit

    Spätestens ab da wird es erschreckend undifferenziert (bin hier eigentlich anderes gewohnt, deswegen erschreckend), auch bei aller Polemik sollte man nicht alle möglichen Themen in einen Topf werfen, nur weil bestimmte Verbote/Verordnungen auf den ersten Blick ähnlich aussehen, sind sie nicht alle falsch oder alle richtig.

    Da hilft auch alle Milchmädchenrechnerei nichts, ob Raucher mehr Geld einringen/einsparen, als sie kosten, ist erstens äußerst schwer zu beurteilen, und zweitens für das Thema ohnehin nicht von Bedeutung, da hier gesundheitliche und nicht monetäre Aspekte im Vordergrund stehen sollten.

    > Raucher in Kneipen sind eine Belästigung und verbreiten Gestank
    Es geht auch nicht um Gestank oder Belästigung einzelner, sondern um deren objektiv feststellbare Gesundheit. Jedes Jahr sterben Nichtraucher durch das passiv Rauchen oder werden krank. Man kann jetzt argumentieren, dass ja jeder Gast freiwillig in die Gaststätte geht, aber was ist mit dem Personal? Klar, Kellner und Kellnerinnen arbeiten auch freiwillig da wo sie arbeiten (mehr oder weniger), aber mit dem Argument kann man gleich mal alle Arbeitsschutzbestimmungen abschaffen. Wozu Schutzhelme, Ohrenstöpsel, Mundschutz und Schutzbrillen. Aber Kellnerinnen mit Gasmasken will ja auch wieder kein Raucher haben.

    > Das Rauchverbot in Gaststätten hat in anderen Ländern
    > zu positiven Ergebnissen geführt und den Umsatz der Wirte gesteigert
    Ich hatte bereits das Vergnügen mit betroffenen Wirten zu sprechen (in BaWü), und einige klagen tatsächlich über erhebliche Umsatzeinbuße. Ich denke allerdings, dass sich das langfristig auf plus/minus null einpendeln wird, weil ich mir nicht vorstellen kann, dass alle Raucher in Zukunft nur noch frustriert zu Hause sitzen

    > warum soll es nicht ähnliche Regelungen für „Raucherkneipen“ geben
    Ganz einfach:
    Nichtraucher sind entgegen der landläufigen Meinung erheblich toleranter und nicht annähernd so weinerlich wie Raucher (auch ein bischen Polemik :D), deshalb können die Wirte ihre Kneipen guten Gewissens alle zu Raucherkneipen machen, die Nichtraucher kommen ja trotzdem. Demzufolge könnte man es dann auch gleich ganz lassen.

    > so haben rauchfreie Kneipen ein riesiges Marktpotential
    Geschwätz, rauchfreie Kneipen haben das selbe Marktpotenzial wie Kneipen in denen geraucht wird. Jetzt finden sich die Nichtraucher damit ab, dass geraucht wird, bald finden sich die Raucher damit ab, dass eben nicht mehr geraucht wird

    > In dieser Rauchzelle sitzen Raucher und Nichtraucher eng beieinander
    > und haben ihren Spaß so wie früher
    Gegenbeispiel. In einer Disco in BaWü feiern Raucher und Nichraucher bei klarer Luft auf der Tanzfläche. Die Stimmung ist großartig, außer bei den paar Rauchern (etwa 10) die sich in den beiden zugig kalten und äußerst ungemütlichen Raucherräumen aufhalten. Bei einem Blick in den Raum kamen mir als erstes Assoziationen wie “Bahnhofsklo” und “Junkie” in den Sinn :D

    > Raucher rauchen meist nur dort, wo sie dürfen und stören ungern ihre Mitmenschen
    Das behaupten im wesentlichen alle Raucher. Tatsächlich scheinen sich aber die allermeisten Raucher einen Dreck darum zu scheren, wer ihren Mief gerade mit wegraucht. Die meisten würden sich vermutlich selbst in nem vollbesetzten Bus noch eine anzünden, wenn sie dürften. Und wenn man dann als Nichtraucher höfflichst möglich, freundlich und kompromissbereit um etwas Rücksicht bittet, fühlt sich der Durchschnittsraucher in der Regel auch gleich persönlich beleidigt.

    > So ist das mit den Rauchern, sie scheinen irgendwie die toleranten Menschen
    > zu sein, die anderen Menschen auch ihren “unvernünftigen” Spaß gönnen können.
    > Warum gönnt man nicht auch den Rauchern ihren „unvernünftigen“ Spaß?
    Erstens sind Raucher nicht toleranter, sonst müssten sich die Wirte ja keinen Sorgen um ihren Umsatz machen und zweitens hat mein unvernünftiger Spaß den Vorteil, dass meine Mitmenschen in unmittelbarer Nähe bei meinen unvernünftigen Spaß keine zig-tausend krebserregenden Stoffe mit einatmen müssen…

  8. corny am 13. Dezember 2007 um 18:27 - - Permalink

    Irgendwie verstehe ich diese Debatte schon vom Ansatz nicht. Ich hab sowieso keine Geld um irgendwo essen zu gehen, da ist es mir doch egal, ob man da rauchen kann oder nicht. Soll sich der Staat lieber erst mal um die Armut kümmern, das halte ich für wichtiger.

    Aber da sieht man, wie das ist, wenn Wohlstandsgesellschaftler zu viel Zeit haben und vor allem keine richtigen Probleme.

  9. transwarp am 13. Dezember 2007 um 18:29 - - Permalink

    Und wieder Ron Paul O-TON vom Spiegelfechter;)

    “Nene, hier sollten Rücksicht und gesunder Menschenverstand viel öfter genutzt werden, dann würde auch jeder erkennen, dass es kein Problem ist, seine Zigarette auch vor Kniepe/Club/Restaurant zu genießen”

    Man erkennt das du kein wirklicher Raucher und Kneipengänger sein kannst. Wärst du die letzte Zeit mal vor der Kneipe gestanden, wuesstest du wie scheiss kalt nass und windig es ist.. und das rauchen so weder Genuss noch Spass macht.

  10. corny am 13. Dezember 2007 um 18:32 - - Permalink

    wo ich das grad noch gesehen habe

    @derhans

    “Jedes Jahr sterben Nichtraucher durch das passiv Rauchen oder werden krank.”

    Dasselbe kann man auch über Geschlechtsverkehr behaupten, durch den viele ansteckende und definitiv tödliche Krankheiten übertragen werden. Also sollte man vorsichtshalber Geschlechtsverkehr verbieten?

    Mein Gott, die Welt ist kein Wunschtraumland (aber wie gesagt – Wohlstandgesellschaftler…)

  11. Buzel am 13. Dezember 2007 um 18:34 - - Permalink

    lieber herr spiegelfechter,

    sie haben auch an allem etwas zu mäkeln.

  12. He who trains himself in asking questions am 13. Dezember 2007 um 18:47 - - Permalink

    Zuerst hörten die Leute auf, über Vergnügen zu reden. Essen ist Vergnügen, aber sie erzählen, dass man sich vor zu hohem Cholesterin schützen muss. Wenn man Sex hat, kann man AIDS bekommen. Wenn man raucht, kann man Krebs bekommen. Aber Rauchen ist ein Vergnügen – Ich bin Raucherin, ich verspreche es Ihnen. Essen ist Vergnügen. Liebe ist Vergnügen.
    Tatsache ist: Wir kennen den Feind nicht, darum fürchtet sich die Welt. Die Welt ist im Krieg, aber gegen wen? Bin Laden wird zu Saddam und Saddam wird jemand anderes. Alle reden über Sicherheit. Sicherheit, Sicherheit, Sicherheit. Aber Sicherheit heißt auch weniger Freiheit. Eine Gesellschaft, die auf Sicherheit fixiert ist, wird konservativer. Wer Freiheit will, hat mehr Risiken. Das geht zusammen. Ich selbst bevorzuge Risiken, und manchmal tut es halt weh.
    Die Anti-Raucher-Gesetze sind für mich eine Vergewaltigung der persönlichen Freiheit. Warum ist der Staat plötzlich so besorgt um unsere Gesundheit? Alles andere ignoriert er doch auch: beschissene Luft, beschissenes Essen, beschissene Arbeitsbedingungen. Das Problem hat für mich tiefere Ursachen. In unserer extrem konservativen Zeit gilt Rauchen als sexueller Akt. Da geht etwas in eine Öffnung des Körpers hinein, kommt wieder heraus und bereitet Genuss.

    -Marjane Satrapis-

    taken from: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26678/1.html

  13. Schwitzig am 13. Dezember 2007 um 18:56 - - Permalink

    Was mich interessieren würde:
    Es wird immer behauptet, dass pro Jahr sagen wir mal 7000 Leute am Passivrauchen sterben.

    Wie kann man diese Zahlen bekommen? Welche Jahrzehnte zurückreichenden Untersuchungen unter Berücksichtigung aller in einem Menschenleben auftretenden inneren und äußeren Bedingungen liegen dem zu Grunde?

    Oder ist das etwa Propaganda?

  14. xconroy am 13. Dezember 2007 um 18:57 - - Permalink

    Die meines Erachtens eleganteste Problemlösung wurde ja schon benannt:

    wenn die Japaner es hinbekommen, den Rauch mit Filtern und Klimaanlagen wegzusaugen, warum sollte das nicht hierzulande auch möglich sein?

    Gibt es dazu bereits Aussagen von den Verbotsbefürwortern, warum das nicht gehen kann?

    Sicher ist das erst mal nicht ganz billig. Die Lokale müßten da schon was investieren. Nur: wären die Ausgaben für die technische Lösung (Installation und Wartung) nicht mittelfristig weit geringer als die Verluste, die durch wegbleibende Gäste entstünden? Dazu müßte es doch irgendwelche Studien geben…

    beste Grüße von einem Nichtraucher, der überhaupt kein Problem mit verrauchten Kneipen hat ;-)

  15. Christian am 13. Dezember 2007 um 19:28 - - Permalink

    “Dasselbe kann man auch über Geschlechtsverkehr behaupten, durch den viele ansteckende und definitiv tödliche Krankheiten übertragen werden. Also sollte man vorsichtshalber Geschlechtsverkehr verbieten?”

    Das Problem ist, wann und mit wem ich Geschlechtsverkehr habe, kann ich mir aussuchen. Ich trage hier selber die Verantwortung/das Risiko.
    Wenn ich in der Gaststätte sitze kann ich mir nicht aussuchen, ob da geraucht wird.

    Deswegen Rauchverbot zum Schutz vor Passivrauchen für Gäste und Personal! ;)

  16. Harti am 13. Dezember 2007 um 19:33 - - Permalink

    Es ist wirklich erschreckend, mit welchen an den Haaren herbeigezogenen Argumenten manche Leute versuchen, das Rauchverbot als Einschränkung ihrer persönlichen Freiheit darzustellen und ihre Sucht zu einem Kampf für Bürgerrechte hochstilisieren. Der Vergleich mit Alkohol- oder sogar Sexverbot ist so offensichtlich bescheuert, dass es mir die Worte fehlen.
    Es geht doch hier um eine Sache: die Sucht der Raucher ist häufig* so stark, dass selbst vernünftige Kompromisse (Rauchen erlaubt, aber nur dort wo es niemanden stört) aufs heftigste abgelehnt werden. Welche der beiden Diskussionsgruppen damit die intolerante ist, ist ja wohl klar…

    * Ich möchte davon ausdrücklich den großen Teil der gemäßigten Raucher ausschliessen, deren Ansehen bei Nichtrauchern leider häufig durch pöbelnden Tonfall der Extremraucher herabgesetzt wird.

  17. Sceptic am 13. Dezember 2007 um 19:40 - - Permalink

    Für mich haben Sie das wichtigste Argument unterschlagen: den Schutz der Angestellten. Ich stimme mit Ihnen in allen anderen Punkten überein. Allein obiges Argument hat mich dazu gebracht, das Rauchverbot schweigend hinzunehmen.

    PS: Der Zusatz “Polemik” im Titel hat auf mich die negative Wirkung, dass ich Ihre anderen Artikel nun mit anderen Augen lese. Haben Sie da vielleicht hier und dort diesen Zusatz vergessen?

    PPS: Der Spiegelfechter ist nichtsdestotrotz eine gute Lektüre.

  18. Schwitzig am 13. Dezember 2007 um 19:44 - - Permalink

    Vielleicht sterben die Nichtraucher ja auch deswegen früher, weil sie sich alle so aggressiv, verbiestert und freudlos durch’s Leben hassen. Jedenfalls sind die Hasspostings hier hauptsächlich von Nichtrauchern.
    Wäre ich noch Raucher, würde ich mich belästigt fühlen :-).
    Naja – wenn es schon nicht mehr “den Russen” als Feindbild gibt, muss man wenigstens Raucher hassen, nicht wahr?

  19. SoE am 13. Dezember 2007 um 20:03 - - Permalink

    Ich verstehe ehrlich gesagt nicht, was daran so schlimm gewesen wäre, wenn jede Kneipe und Gaststätte sich das hätte aussuchen können. Dann würden die Familien in NR-Restaurants gehen und die Rauchercliquen in den R-Kneipen weiter schmöken neben dem Bier. Wenn ein Laden es sich erlauben kann, macht er vielleicht aus einem Raum ne Bar, an der man neben der Kippe auch schon den nächsten Cocktail ordern kann.

    Dann hätte sich jeder ein neues Zeichen in die Tür geklebt (NR oder R oder eben “Für alle!”) und die Discos könnten sich die Heizpilze sparen (Klimaschutz anyone?).

  20. Peter am 13. Dezember 2007 um 20:58 - - Permalink

    Wäre man ein baumumarmender Gutmensch könnte man vielleicht sagen, das Rauchverbot wäre der Schutzhelm der Kneipenbetreiber und ihrer Angestellter. Aber halt, die Kosten! Es ist wahr, Arbeitsschutzmaßnahmen kann sich in der globalisierten Welt von heute weder die Wirtschaft noch die Rentenkasse leisten.

    Was würde es nicht schon alles helfen, die Helmpflicht für Baustellen einzustampfen und diese lästigen Pausen für Kraftfahrer gleich auch. Das senkt die Kosten und reduziert die Arbeitslosenzahlen nicht nur dadurch, dass die Unternehmer neue Kräfte einstellen können, sondern eben von Zeit zu Zeit auch müssen. Dann sieht auch das Arbeitsamt besser aus wenn es ständig neue Jobs vermittelt und die Autoindustrie wird ebenfalls gefördert.

    Und da wir Nägel mit Köpfen machen: hinfort mit diesen ganzen „Sicherheitsmaßnahmen“ der Kernkraftwerke. Und ihr ganzen langhaarigen Grünen seid bloß ruhig! Anwohner können ja umziehen, die Angestellten können sich auch außerhalb von Kraftwerken als Nuklearingineur bewerben und billiger ist das Ganze sowieso. Wir bekämpfen die hohen Strompreise (vielleicht ist sogar ein Mindestlohn für die Liquidatoren drin) und die Lebenserwartung wird auch an die Wünsche der Rentenkasse angepasst.

    Win-Win für alle!

  21. terk am 13. Dezember 2007 um 21:10 - - Permalink

    Schutz des Personals als Hauptargument?

    Meiner (jahrelangen) Erfahrung im Gastrobereich nach sind in dieser Branche gute 80% der Angestellten Raucher…

    In Berlin habe ich denn noch bis Mitte nächsten Jahres, bevor ich die Bar dicht machen muss um draussen Rauchen zu gehn, wenn ich mal Pause machen will… Na denn.

    Wenn ich mir nen Job such und Probleme mit zugequalmten Räumen habe, dann muss ich mir halt was anderes suchen alsn Club (vielleicht ein Restaurant in dem nicht so dolle geraucht wird?)….
    Promotion/Callcenterjobs lass ich ja auch einfach links liegen, da is mir verrauchtes Arbeitsklima tausendmal lieber…

  22. Peter am 13. Dezember 2007 um 21:19 - - Permalink

    Da schätzt du mit 80% aber noch sehr vorsichtig. Da wo ich herkomme sind es an die 99% – wenn nicht gar mehr. Und der Rest, den nennen wir Militärs Kollateralschaden. Bedauerlich aber nicht zu ändern. In einer Demokratie wie dieser hat man sich dem Diktat der Mehrheit zu unterwerfen, alles andere ist schlechter Stil und/oder Terrorismus.

  23. king balance am 13. Dezember 2007 um 22:08 - - Permalink

    Herr Willemsen, wo wird mehr gelogen: beim Sex selbst – oder beim Reden über Sex?
    Der Sex ist keine wahrheitsfähige Zone. Das ist eine alogische Welt der Sekretabsonderungen und Drüsentätigkeiten. Wer aber in diesem Moment sagt: „Ich liebe dich“, der glaubt daran. Es gibt bei Marcel Proust eine wunderbare Wendung, die das alles zusammenfasst: „Immer wenn ich geschrieben hatte ,Ich liebe Albertine‘, strich ich den Satz und schrieb: ,Sie zu küssen hat mir Spaß gemacht.‘“ Man kann ja auch mit einem Kuss lügen, dem Bruderkuss, dem Judaskuss. Und die Pornodarstellerin, die permanent lustvoll stöhnt, lügt auch.

    Angela Merkel sagte 2004: „Eine Erhöhung der Mehrwertsteuer steht für uns nicht zur Debatte. Im Gegenteil.“ Ein Jahr später war in der „FAS“ zu lesen: „Merkel verteidigt die geplante Mehrwertsteuererhöhung.“ Wie nennen Sie das?

    Es gehört zum Kategorialen des Politischen, dass es Wahrheit und Lüge schon vollkommen entzogen ist. Franz Müntefering hat ganz ehrlich gesagt: „Ich finde es nicht gerecht, dass wir immer an Wahlkampfaussagen gemessen werden.“ Der Sozialdemokrat verlangt also von mir, dass ich alle seine Sätze im Wahlkampf von vornherein als Lügen behandle. Tue ich es nicht, fühlt er sich von mir beleidigt.

    Sollte man den Mut haben verordnete Barrieren zu überwinden bzw. zu umgehen? Das Verbot ist da, um verletzt zu werden, meint der Soziologe Wolfgang Sofsky in einem interessanten Kommentar zur aktuellen Politik des Verbots der Verbote. Es lohnt sich, diese Zeilen zu lesen…

    Zitat:
    Es gab ein anfängliches Murren, aber keine Revolution – Frankreichs Raucher beugen sich zähneknirschend dem seit dem 1. Februar 2007 geltenden Rauchverbot in öffentlichen Räumen. Schließlich drohen bei Zuwiderhandlung auch 135 Euro Strafe. In Deutschland wird derweil weiter über ein Nichtrauchergesetz debattiert. Die Bundesregierung drängt angesichts der Pläne für ein EU-weites Qualmverbot auf eine schnelle bundesweite Lösung. Verbote über Verbote – ein Kommentar des Soziologen Wolfgang Solfski.

    Der Anlass ist banal, doch er bestätigt den Trend. In den rauchfreien Zonen breitet sich der Giftnebel staatlicher Fürsorge aus. Überall sind wir von Verboten umgeben: auf Straßen und Plätzen, beim Arbeiten und Einkaufen, beim Essen und Trinken, Reden und Lachen. Verfemte Filme, Karikaturen und Computerspiele stehen auf dem Index. Demnächst wird man dem Untertan die Vorliebe für Alkohol, Zucker und Fett austreiben. Niemand soll sich mehr der Wolllust oder Völlerei hingeben. Sie stehen längst bereit: die Toleranzprüfer und Sprachpolizisten, die Sittenapostel, Diätmeister und Gedankenwächter.

    Erlaubt ist nur, was Pflicht ist
    Verbote sind wie Befehle. Sie fordern prompten Gehorsam. Es geht nicht um Sicherheit oder Volksgesundheit, sondern um Macht und Freiheitsentzug. Mitnichten sollen die Menschen vor einander geschützt werden. Die Verbotspolitik erfasst längst auch Bereiche, in denen ein Schaden entweder Privatsache oder höchstens Ansichtssache ist. Der totale Rechtsstaat will die Gesellschaft erziehen und steuern. Erlaubt ist nur, was Pflicht ist. Wo kein Gesetz, droht da nicht die Ausschweifung, das Laster, die Sünde? Der Staat als Hüter der Sittlichkeit – das ist ein Vollbeschäftigungsprogramm für Heerscharen von Alarmrufern, Denunzianten und Anklägern.

    Die Obrigkeit bekämpft Lebensrisiken mit Angst und Strafen. Doch das Verbot verhilft dem Übel erst zu seinem Recht. Es schafft den Tatbestand, den es zu verhindern vorgibt. Wer einer Unsitte Aufmerksamkeit verschaffen will, der muss sie untersagen. Das Verbot ist da, um verletzt zu werden. Kein Verbot, das nicht überschritten werden könnte. Die Menschen werden auch weiterhin dem Schnaps und dem Glücksspiel frönen, ihrer Fettsucht und der Zigarette. Die Torheit der Legislative liegt in dem Glauben, sie könne mit Verboten die bösen Geister und Gelüste aus der Welt schaffen. Aber Zwang hat noch niemanden gebessert. Verbote sind ebenso hilflos wie Appelle an höhere Werte. Was einer taugt, sagt ihm nicht das Verbot, sondern die Tugend. Tugenden jedoch hat man sich abgewöhnt, als man damit begann, alle Verantwortung dem Staat zu übertragen und Laster mit törichten Verboten zu bekämpfen.

  24. Matthias_F am 13. Dezember 2007 um 22:27 - - Permalink

    Der Spiegelfechter beschreibt in seinem Eintrag die angeblichen finanziellen Vorteile für die Gesellschaft, die durch das Rauchen entstehen.
    Kosten wie Arbeitsausfälle durch Raucherpausen sowie die Zusatzbelastungen für die Sozialsysteme durch die Behandlung typischer Raucherkrankheiten usw. fließen in diese Betrachtung aber nicht ausrechend mit ein.
    Nun kann man sich natürlich streiten, inwieweit das Verhältnis beider Bilanzseiten ausgeglichen ist. Muss man aber nicht, denn es wurde bereits in einer Studie der Uni Hamburg ausgerechnet! Das Ergebnis: Jeder Raucherjahrgang kostet Deutschland 55 Milliarden Euro!!

    In diese Rechnung ist auch schon eingeflossen, dass der Staat auf der Habenseite Tabaksteuer kassiert und außerdem dadurch Rente spart, dass Raucher früher sterben.

    Den Link zum Nachvollziehen gibts hier:
    http://www.econ.uni-hamburg.de/IRdW/zivil/Kosten_des_Rauchens.pdf

  25. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:07 - - Permalink

    @7 derhans

    Spätestens ab da wird es erschreckend undifferenziert (bin hier eigentlich anderes gewohnt, deswegen erschreckend), auch bei aller Polemik sollte man nicht alle möglichen Themen in einen Topf werfen,

    Verdammt – da habe ich mir solche Mühe gegeben, schon ab der ersten Zeilen undifferenziert zu sein ;-)

    Polemik und Differenziertheit schliessen sich übrigens aus … gönn´ mir doch den Spaß, mal den Frust total undifferenziert abzulassen.

    Jedes Jahr sterben Nichtraucher durch das passiv Rauchen oder werden krank

    Quod erat demonstrandum?
    Sorry, aber die Studien, die dies behaupten und bis dato auf dem Tisch liegen, sind alle samt anfechtbar.

    aber was ist mit dem Personal

    Was ist mit inhabergeführten Kneipen?

    Meinst Du nicht, ein Gesetz, dass das “R” für Raucherkneipen an Auflagen bindet, wie beispielsweise eine gute Belüftung, die in regelmäßigen Abständen vom Gewerbeaufsichtsamt oder dem Gesundheitsamt kontrolliert würde (Messung der Schadstoffe am Samstag abens in der Luft) wäre sinnvoller, als die Regelung, Personal in total verquarzte Nebenräume schicken zu müssen?

    Geschwätz, rauchfreie Kneipen haben das selbe Marktpotenzial wie Kneipen in denen geraucht wird.

    Interessant – in Berlin ist der Wettbewerb beispielsweise so ruinös, dass die Bierpreise teilweise schon auf 99 Cent abgerutscht sind. Meinst Du im Ernst, kein Wirt würde die Marktlücke ergreifen, wenn wirklich ein Potential bestünde?

  26. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:08 - - Permalink

    @9 transwarp

    Vielleicht werden ich und der Herr Paul ja noch die besten Freunde … wer weiß? ;-)

  27. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:11 - - Permalink

    @12 He who trains himself in asking questions

    Ein wunderschönes Zitat – Danke ;-)

  28. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:15 - - Permalink

    @13 Schwitzig

    Oder ist das etwa Propaganda?

    Ganz schwer zu beurteilen und für den Laien nicht zu bewerten. Die Studien, die dies behaupten sind wissenschaftlich schwer umstritten. Diejenigen, die diese Studie bestreiten, stehen wiederum unter dem Verdacht von Big-Tobacco und Co gesponsort zu sein.

    Beides ist richtig – die Aufsteller der Studien sind auch nicht neutral, sondern beziehen ihre Forschungsgelder von der Krebsforschungsliga etc., die genau diese Ergebnisse haben müssen, um weiter von Forschungstöpfen leben zu können.

    Eine neutrale Studie gibt es mW nicht – sollte einer der Mitleser eine kennen … her damit

  29. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:20 - - Permalink

    @16 Harti

    * Ich möchte davon ausdrücklich den großen Teil der gemäßigten Raucher ausschliessen, deren Ansehen bei Nichtrauchern leider häufig durch pöbelnden Tonfall der Extremraucher herabgesetzt wird.

    Ja, aber Du darfst Dir gerne mal anschauen, was im TP-Forum gestern so alles von militanten Nichtrauchern abgesondert wurde. Viel Spaß beim Lesen, dies wirft auch ein sehr schlechtes Bild auf alle Nichtraucher, wenn man nicht zu differenzieren weiß … klar, wir können das ;-)

  30. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:29 - - Permalink

    @Matthias_F

    Kosten wie Arbeitsausfälle durch Raucherpausen sowie die Zusatzbelastungen für die Sozialsysteme durch die Behandlung typischer Raucherkrankheiten usw. fließen in diese Betrachtung aber nicht ausrechend mit ein.

    Letzeres ist explizit mit in die Studien eingegangen, ersteres würde ich nicht überbewerten. Wenn ich am Arbeitsplatz rauche (ich dürfte in meinem Büro rauchen, da es ein Einzelbüro ist und ich über einen separaten Besprechungsraum verfüge – tue es aber nicht), so gehe ich einen Raucheraufenthaltsraum und nehme Akten mit, bei denen es egal ist, wo ich sie lese. Das Arbeitszeitdefizit geht gegen null, bei meiner Kollegin, die zwar nicht raucht, aber gerne telefonisch oder persönlich mit anderen Kolleginnen tratscht, ist das Defizit wesentlich höher … was aber auch gar nicht schlimm ist ;-)

    Im modernen Arbeitsleben ist die Raucherpause (ohne Ausstempeln) eh ein anachronistisches Relikt. Immer mehr Firmen erlauben ihren Angestellten während der Arbeitszeit gar keine Zigarettenpausen mehr.

    Insofern kann ich das Argument und die verlinkte Studie nicht gelten lassen.

  31. COPOKA am 14. Dezember 2007 um 00:31 - - Permalink

    @Spiegelfechter

    > Raucher haben einen sozialverträglichen Nebeneffekt – sie haben statistisch
    > gesehen eine kürzere Lebenserwartung (statistisch gesehen, sterben Raucher
    > zwar in einem höheren Alter als Nichtraucher, das ist aber eher eine
    > statistische Spielerei, die nichts mit der Sache zu tun hat).
    >
    Wie meinst du es genau mit dem Letzteren (in Klammern)?

    @flippah, 5

    > Das Rauchverbot ist nötig geworden durch die Ignoranz einer Minderheit unter
    > den Rauchern, für die Rücksichtnahme offenbar ein Fremdwort ist.
    > …
    > Leider aber begegne ich immer wieder Leuten, die, wenn man z.B. bittet, das
    > Rauchen zu unterlassen, weil man gerade eine akute Erkältung hat und es
    > keine Möglichkeit gibt, ihnen auszuweichen, einem den Rauch absichtlich ins
    > Gesicht blasen. Oder die auf den Bahnsteigen, wenn man sie bittet, doch den
    > Raucherbereich aufzusuchen, wenn sie rauchen wollen, einem Schläge androhen.
    >
    Das Zauberwort heißt hier Verhältnismäßigkeit.
    Es gibt nun mal rücksichtslose und arrogante Arschlöcher, wie bedauerlich das auch seien mag. Ob die zu den Rauchern oder Nichtrauchern gehören, ist dem Zufall überlassen.
    Bei nächstem Kneipenbesuch gesellt sich so’n Gesundheitsfreak zu deinem Tisch und rotzt sich geräuschvoll und genüßlich seine Nase aus, während du noch beim Essen bist – Guten Appetit!
    Der Rauchverbot ist in etwa genauso sinnhaft wie Staatsterrorismus wegen paar vermeintliche Terroristen oder gar Terrorgefahren.

    @Schwitzig, 13

    > Es wird immer behauptet, dass pro Jahr sagen wir mal 7000 Leute am
    > Passivrauchen sterben.

    > Wie kann man diese Zahlen bekommen? …
    >
    Bekommen kann man sie bei ein wenig Phantasie ganz problemlos.
    Viel schwieriger ist es, sie zweifelsfrei zu belegen.

  32. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:39 - - Permalink

    @COPOKA

    Wie meinst du es genau mit dem Letzteren (in Klammern)?

    Das ist das gleiche Prinzip, das wir zwei schon mal bei TP “ausgefochten” haben.

    Welche Berufsgruppe hat die höchste Lebenserwartung?

    Die Bischöfe … warum? Weil sie erst mit über 50 Jahren Bischof werden und jeder potentielle Bischof, der vorher gestorben ist, gar nicht in die Statistik eingeht.

    Das Gleiche gibt es bei Rauchern – jemand der erst mit 60 Jahren mit den Rauchen anfängt, hat bereits eine stattliche Lebenserwartung angesammelt, die jeder Nichtraucher, der vor seinem 60 Lebensjahr verstarb nicht erreichen kann. Sämtliche verstorbenen Kinder fallen auch aus dieser Statistik heraus.

    Daher ist das Durchschnittsalter der verstorbenen Raucher höher als das der verstorbenen Nichtraucher. Dennoch hat der 20jährige Raucher eine rund 7 Jahre kürzere Lebenserwartung als sein nichtrauchendes Pendant – vorausgesetzt, er raucht bis zum Tode weiter.

  33. Aude am 14. Dezember 2007 um 00:41 - - Permalink

    Wie schön – der Spiegelfechter hat ein Suchtproblem, und wir alle dürfen mitlesen. Respekt!

  34. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 00:42 - - Permalink

    @Aude

    Ich stehe wenigstens zu meinen Lastern und Süchten … Du nicht?

  35. Mad Thorax am 14. Dezember 2007 um 03:06 - - Permalink

    Ist das jetzt Satire, oder ernst gemeint?

    Das ist mal eines von den Dingen, die in diesem Staat richtig laufen.
    Wer rauchen will, soll ins Freie gehn, oder in Raucherklubs!

    Wenn ich meinen Eltern etwas vorwerfen muß, dann das beide starke Raucher waren und ich meine ganze Kindheit und Jugend darunter zu leiden hatte.
    Ich habe häufig Atemwegsprobleme gehabt, Halzschmerzen, Atemnot, was sich erst gelegt hat, als ich nicht mehr mit Rauchern zusammen war.

    Wenn man mit Rauchern spricht, merkt man das Verhalten von Süchtigen:
    “Ich kann jederzeit aufhören, es belästigt niemanden, es riecht doch gut, das wird alles übertrieben…”

    mfg

  36. janfrie am 14. Dezember 2007 um 04:38 - - Permalink

    Hossa,

    ich lese den Spiegelfechter seit einiger Zeit mit Begeisterung; bis auf die etwas vorhersehbaren Beiträge, wenns um den persönlichen Feldzug gegen den SPIEGEL geht, hat mir bisher alles sehr gut gefallen. Schön und einleuchtend formuliert, gut recherchiert; eine effektive Gegenöffentlichkeit eben.

    Diesen Artikel würde ich allerdings zum ersten Mal irgendwo zwischen hoffnungslos polemisch, inkorrekt und anmaßend verordnen.

    Im Detail:

    “Für eine puritanische Gesellschaft ist die nicht sanktionierbare Sünde tabu – und das Rauchverbot in Gaststätten ist sicher nicht die Endstation auf der Fahrt in die universelle Glückseligkeit. Als nächstes geht es den Fettleibigen an den Kragen – in einer schönen neuen Welt, mit schönen neuen Menschen, ist ein solcher Makel nicht zu tolerieren. Entsprechende Ansätze, Fettleibige aus der Volks- und Solidargemeinschaft auszuschließen, gibt es bereits. Auch der Alkohol sollte eher ein Privileg der Eliten sein, die mit solchen Rauschmitteln auch umgehen können – über eine massive Erhöhung des Steueranteils wird es aber zu machen sein, dass Alkohol nicht in falsche Hände gerät. „Schundliteratur“ und „Pornographie“ stehen auch auf dem Index – ein von Sünden und bösen Gedanken umwehtes Hirn, kann schließlich nichts Produktives zur Volksgemeinschaft beitragen.”

    Dass es bei einem Rauchverbot in Gaststätten (!) nicht darum geht, den Dummen ihre Dummheit zu verbieten, wird hier freilich verkannt. Jeder, der seinen Abgang sozialverträglich früh gestalten möchte, soll das Recht dazu haben. Einzig soll er so viel soziales Bewusstsein nicht auch von anderen erwarten und ihren Abgang ebenfalls beschleunigen. Dass Verbote von Alkohol für Erwachsene oder von “Schundliteratur” und Pornographie, sowie die Diskriminierung von Dicken schwachsinnig sind, ist absolut meine Meinung. Sie betreffen schließlich auch stets nur die direkten Konsumenten.

    “Raucher haben einen sozialverträglichen Nebeneffekt – sie haben statistisch gesehen eine kürzere Lebenserwartung (…). Was den Raucher selbst nicht so sehr freuen dürfte, ist volkswirtschaftlich ein Vorteil.”

    Diese Tatsache Tatsächlich als “Argument” gegen das Rauchverbot zu benutzen ist zynisch und nicht gerade effektiv. So argumentiert könnte man auch einfach mal einen Tag in Deutschland die Ampeln abschalten, um etwas fürs Wirtschaftswachstum zu tun oder als Maßnahme gegen die Überbevölkerung Atombomben auf die dritte Welt werfen.

    “Den einen stören lange Haare, den anderen Glatzen, den einen stört laute Musik, den anderen stören Hunde, einer hasst knutschende Schwule, der andere Schweißausdünstungen, Tabakrauch oder Autoabgase.”

    Liberale Ansätze sind ja gut und schön. Man sollte dabei aber nie vergessen, dass es irgendwo eine Grenze gibt, ab der das Ausleben der eigenen Freiheit die von anderen beschränkt. Wo genau das ist, ist natürlich Diskussionssache. Ein wichtiges Kriterium ist hier, inwieweit man störendes Freiheitsausleben von anderen ignorieren kann. Visuelle “Beeinträchtigungen” (küssende Menschen, merkwürdige Outfits) kann man leicht umgehen – weggucken. Bei akustischen und olfaktorischen Reizen fällt das schwerer (nebenbei ein Grund dafür, dass es die Nachtruhe gibt – Schränkt das die Freiheit des Trancefreaks unter mir ein?). Natürlich kann man auch diesen Reizen aus dem Weg gehen. Die Frage ist nur: Sollten wir das? Sollten wir unsere Freiheit, in die Kneipe zu gehen, beschneiden lassen, sollten wir nicht mehr mit der Straßenbahn fahren, weil uns die Handy-Speaker-Klingelton-Kiddies tierisch nerven? Sollten wir nicht mehr ins Internet gehen, weil uns der Staat bespitzelt? Zwingt uns ja keiner, uns dem Qualm auszusetzen, zwingt uns ja keiner, uns Fortzubewegen, zwingt uns ja keiner, im Netz zu surfen. Wenn wir’s tun. Tja, selbst schuld, wer so blöd ist.
    Wirklich?
    Nein.
    Kneipen und (begrenzt) Diskos sind sehr wohl öffentliche Räume, in die vielleicht nicht de iure, wohl aber de facto jeder kommen und gehen kann. Und ich muss nicht meinen Lebensstandard verengen, weil einige Leute Freiheit bis zu einem Grad auslegen, der Einschränkung anderer bedeutet. Der Raucher kann weggucken, wenn zwei Männer sich am Tisch neben ihm küssen, der Nichtraucher aber nicht weg”riechen”, von gesundheitlichen Aspekten ganz zu schweigen. Ich möchte mal einen Raucher sehen, der wenn ich ihm mein Bier über den Kopf gieße oder meine Klingeltonsammlung neben ihm ausprobiere die Argumentation akzeptiert: “Musst ja nicht hier hinkommen! Ich lebe nur meine Freiheit aus.” Rauchen in der Kneipe hat nichts mit Freiheit zu tun. Es war bisher konventionell, aber deshalb noch lange nicht richtig.

    Ich dachte gerade der Spiegelfechter sollte diesen Unterschied kennen.

    “Die Gruppe der Kneipengänger besteht zu einem signifikanten Teil aus Rauchern – Gelegenheitsraucher gehen ihrem Laster meist bei einem Bierchen in der Kneipe nach. Auch die Nichtraucher, die gerne gesellig sind, haben eine hohe Rauchbelästigungsschwelle. Es gibt natürlich Einzelfälle, wie beispielsweise Asthmatiker, die gerne in Kneipen gehen würden, für die der Rauch aber ein echtes Problem darstellt. Die militanten Nichtraucher, die die Diskussion durch laute Zwischentöne beherrschen, gehören jedenfalls nicht zur Gruppe der potentiellen Kneipengäste.”

    Diese Kategorisierung von Menschen ist so dumm wie verallgemeinernd. Raucher sind also die wahren Genussmenschen, die ihre Freiheit leben, die anderen sind Asthmatiker oder Spießer, die nicht in die Kneipe gehen, sondern am Schreibtisch sitzen und überlegen, wie sie die Freiheit der Raucher beschneiden können? Da hat wohl der Marlboro-Mann einen bleibenden Eindruck hinterlassen. Er ist übrigens mit 51 Jahren – ganz sozialverträglich – an Lungenkrebs gestorben.

    “Puritaner, Extremisten und Radikalinskis jeglicher Couleur neigen nicht zu Geselligkeit, da die Gesellschaft sie als unangenehm empfindet und nichts mit ihnen zu tun haben will.”

    Ich denke, dieser Satz braucht nichtmal mehr einen Kommentar.

    “Raucher zahlen auch gerne die künstlichen Kniegelenke und Hüften für Extremsportler, die es zeitlebens nicht lassen können, ihren Körper zu schädigen. Raucher zahlen auch gerne die OPs, Hubschraubereinsätze und Rehamaßnahmen für Skisportler, Motorradfahrer, Mountainbiker oder Drachenflieger, die mit ihren Hobbys “unnötige” Risiken eingehen.”

    Der Spiegelfechter reduziert Krankheiten auf die Kosten, die sie verursachen, na herrlich. Der Unterschied zu den Sportlern ist, dass sie ihr Gesundheitsrisiko selbst tragen. Wenn sie im Rollstuhl landen, finanzieren sie vielleicht die ganzen Raucher, trotzdem sitzen sie, *tja* im Rollstuhl. Sie, und niemand anderer.
    Insofern vergehe ich auch fast vor demütiger Dankbarkeit, wenn die Raucher meinen Lungenkrebs mitbezahlen, was freilich nichts daran ändert, dass *ich* Lungenkrebs habe. Na toll, vielen Dank. Aber ich hätte ja auch draußen bleiben können – Nein Danke, denn – man höhre und staune – auch spießige, gängelnde Nichtraucher wollen mal Spaß haben und ein Bierchen trinken. Die Leberzirrhose bleibt dann wenigstens auch meineeigene.

    Zum Abschluss sei noch auf die nette Fabel vom Igel hingewiesen, der bei einem freundlichen Hasen über den Winter Unterschlupf fand. Als der Hase schließlich begriff, dass der Bau für beide so eng war, dass er sich ständig an den Stacheln des Igels stach, sprach er diesen darauf an und bat ihn, etwas Platz zu machen. “Wieso?”, sagte da der Igel, “Was ist denn dein Problem? Du störst mich wirklich nicht, Hase. Sollte es dir mit mir hier nicht passen, kannst du ja gehen.”

    Jan Friedrich

  37. janfrie am 14. Dezember 2007 um 04:43 - - Permalink

    Nachtrag: Ich habe glücklicherweise keinen Lungenkrebs. Da schwingt ein etwas schwer erkennbarer sinngemäßer Konjunktiv mit ;).

  38. Frederic am 14. Dezember 2007 um 08:44 - - Permalink

    Auch polemisch dagegen gehalten:
    Warum glauben Raucher eigentlich immer, “Raucher” sei eine urwesentliche Existenzform, wo es doch nur ein hoffentlich lustvolles Hobby ist? Der Raucher muss doch auch mal in der Lage sein, zweitweise als Nichtraucher zu existieren. Es gibt auch Leute, die gerne masturbieren oder genüsslich flatulieren – schön für sie. Aber dass aktive Wichser und Furzer in Kneipen unerwünscht sind, ist Konsens. Dabei ist von ihnen nicht mal eine gesundheitliche Gefährdung des Umfelds zu erwarten, zumindest keine körperliche. Was soll da am Rauchen besser sein?

  39. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 10:22 - - Permalink

    @35 Mad Thorax

    Das ist mal eines von den Dingen, die in diesem Staat richtig laufen.
    Wer rauchen will, soll ins Freie gehn, oder in Raucherklubs!

    Sorry Mad Thorax,
    es gibt für Nichtraucher kein Grundrecht auf Rauchfreiheit, dass in einer Abwägung, ein höheres Rechtsgut darstellen würde, als die freie Entscheidung eines Menschen, der sich entschlossen hat ein Gasthaus aufzumachen, seine Gäste entscheiden zu lassen, ob sie rauchen wollen oder nicht. Theoretisch leben wir in einem freien Land, in dem solche Entscheidungen dem mündigen Bürger obliegen. Den Rest regelt der Markt, wer sich gestört fühlt, kann gerne fortbleiben oder sich rauchfreie Kneipen suchen. Schäuble und Co werden die Bereitschaft einer Bevölkerungsmehrheit, der Minderheit Recht zu entziehen it Freude beobachtet haben.

  40. salvo am 14. Dezember 2007 um 10:30 - - Permalink

    Die Bildung der Gruppe ‘Raucher’ im ver-öffentlichten Bewußtsein könnte auch in diesem Licht gesehen werden:

    “Dr. Goebbels wollte Dr. Noelle schließlich zu seiner Adjutantin machen, woran sie eine Krankheit hinderte. Aber das nur nebenbei – wir sind in der traurigen Wirklichkeit des Jahres 1986, als vermehrte Arbeitslosigkeit den Kanzler Kohl bedrängte. Also bedurfte es wieder einmal einer “willensmäßigen Beeinflussung” der öffentlichen Meinung, eines “zuverlässigen Systems der Massenbefragung”. Vertrauliches Angebot aus Allensbach an die Industrie: “Jetzt, ein Jahr vor der Bundestagswahl 1987, besteht die Aussicht, dass Arbeitslosigkeit zu einem Schwerpunktthema des Wahlkampfes wird.” Dem sei entgegenzutreten: “Es geht dabei zunächst darum, das demagogische Potential der Arbeitslosigkeit zu entschärfen …”

    Und zwar mit demoskopischen Mitteln: “Die geplante Untersuchung soll den Block der Arbeitslosen segmentieren.” Segment heißt Teilstück. Zu deutsch: Der große Block der Arbeitslosen sollte so lange zerteilt werden, bis nur noch leicht fassbare Einheiten übrig blieben, gegen die Allensbach zugleich ein umfassendes, aber differenziertes Diffamierungsangebot vorlegen konnte.

    Und so wurde an Noelles Institut eifrig segmentiert: Arbeitslos gemeldete Hausfrauen? Die suchen doch in Wirklichkeit keine Arbeit. Zudem: “Die Hausfrauenrolle vermindert die psychologische Belastung der Arbeitslosigkeit für Frauen oder hebt sie sogar ganz auf.” Ein anderes Segment speziell bei Dauerarbeitslosen: die gesinnungsmäßig auffällig Hervorgetretenen. Dauerarbeitslose sind extremistisch, protestantisch, atheistisch und treiben sich nachts herum. Als demoskopisch besonders leicht zu bewältigendes Segment unter den Arbeitslosen erwiesen sich für das Allensbach-Angebot die “freiwillig Arbeitslosen”. Elisabeth Noelle gab ihre Zahl mit 700.000 an, damals fast ein Drittel: “Alkoholiker, Drogensüchtige, jugendliche Sektenmitglieder” und sonstige Personen, die “nicht einsatzfähig sind”. ”

    http://www.freitag.de/2007/01/07010801.php

    das Ziel einer solchern Segmentierung der Bevölkerung ist ja, aus Sicht von Herrschaft, sie in einander widersprechenden Interessenlagen zu fragmentieren: Raucher gegen Nichtraucher, Dicke gegen Schlanke, Kranke gegen Gesunde, Alte gegen Junge, Arbeitsplatzbesitzer gegen Arbeitslose, Christen gegen Muslime, Modernisierer gegen Traditionalisten usw, mit dem Ziel die Bildung eines Bewußtseins gemeinsamer existentieller Interessen (z.B. das nach sozialer Sicherheit) zu verhindern. Das ver-öffentlichte Bewußtsein besteht lediglich aus solchen segmentierenden Identifikationsangeboten, mit welchen Herrschaft von realen sozialen Widersprüchen ablenkt, indem sie Individuen in Gruppen voneinander abschottet und gegeneinander positioniert.

    siehe auch hier

    “Langzeitstudie: Arbeitslose sind die neuen Ausländer”

    http://www.nachdenkseiten.de/?p=2835#more-2835

  41. ckwon am 14. Dezember 2007 um 10:41 - - Permalink

    Irgendwie ziehen alle Leute, die gegen das Rauchverbot argumentieren immer schlechte Vergleiche an. Kann mich da nur janfrie anschließen.

    Wo ist eigentlich das Probelm, wenn Raucher zum Rauchen in einen extra Raum kurz gehen oder nach draußen? Machen sie zum Fäkalien loswerden ja (gottseidank) auch.

    Und leider geht auch das mMn absout stärkste Argument für Rauchverbot, nämlich Mitarbeiterschutz, gerne mal unter. (Über rein inhabergeführte Kneipen kann man dann wieder anders reden)

    Ich gehe übrigens eit dem Raucverbot in Niedersachsen tatsächlich öfter weg, das benötigt vielleicht nur etwas Zeit bis sich das einspielt.

  42. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 10:53 - - Permalink

    @36 janfrie

    Dass Verbote von Alkohol für Erwachsene oder von “Schundliteratur” und Pornographie, sowie die Diskriminierung von Dicken schwachsinnig sind, ist absolut meine Meinung. Sie betreffen schließlich auch stets nur die direkten Konsumenten.

    So argumentieren die Gesundheitsfanatiker aber nicht – laut ihrer Argumentation “produzieren” Dicke und Alkoholkonsumenten (ebenso wie Raucher) eine nicht hinnehmbare Belastung für das Solidarsystem, da sie Kosten verursachen. Früher nannte man so etwas “Volksschädlinge”.

    Ich möchte mal einen Raucher sehen, der wenn ich ihm mein Bier über den Kopf gieße oder meine Klingeltonsammlung neben ihm ausprobiere die Argumentation akzeptiert: “Musst ja nicht hier hinkommen! Ich lebe nur meine Freiheit aus.” Rauchen in der Kneipe hat nichts mit Freiheit zu tun. Es war bisher konventionell, aber deshalb noch lange nicht richtig.

    Nun ja, “Bier auf dem Kopf auskippen”, ist, anders als Rauchen, auch keine kneipentypische Tätigkeit. Wenn der Wirt sich entscheiden sollte, in seiner Gaststätte, dass “Bier auf dem Kopf auskippen” zu erlauben und dies mit einem “B” – analog zum Raucher “R” – an der Tür signalisiert, so ist es mein gutes Recht, dieses seltsame Geschäftsmodell durch Fortbleiben zu boykottieren.

    Diese Kategorisierung von Menschen ist so dumm wie verallgemeinernd. Raucher sind also die wahren Genussmenschen, die ihre Freiheit leben, die anderen sind Asthmatiker oder Spießer, die nicht in die Kneipe gehen

    Da hast Du aber nicht genau gelesen – die absolute Majorität der in Kneipen gehenden Nichtraucher fühlte sich vorher nicht gestört und es war ihr schlichtweg egal. Auch diese Gruppe (siehe Text) ist von dem Gesetz alles andere als begeistert.

    Eine andere Klientel sind die Kneipenabstinenten bzw. diejenigen, die ihren Fuß 1x im Jahr in eine Kneipe setzen. Es mag sein, dass sie sich mehrheitlich ein Rauchverbot wünschen, aber die Einführung eines solchen, ändert nahezu nichts, an der Kneipenbesuchfrequenz dieser Klientel. Insofern ist es irrelevant, was sie wünschen. Ich bin kein Segler und halte mich daher aus Diskussionen über die Tonnensetzung in einer Fahrrinne auch geflissentlich heraus, was geht´s mich an?

    Der Spiegelfechter reduziert Krankheiten auf die Kosten, die sie verursachen, na herrlich.

    Im letzten Skiurlaub ist eine kleine Pistensau auf einer Eisplatte gestürzt und meinem Freund mit rund 60km/h von hinten in die Knie gebrettert. Ein doppelter Meniskusriß ist nichts erstrebenswertes. Dennoch käme ich nicht auf die Idee, einen Pistenführerschein oder ähnliches zu fordern, wie es die Regulierungswütigen immer wieder tun.

    Der Unterschied zu den Sportlern ist, dass sie ihr Gesundheitsrisiko selbst tragen.

    Mitnichten! Mir ist keine private oder gesetzliche Krankenkasse bekannt, die hohe selbstverursachte Krankheitskosten (z.B. neues Kniegelenk … sehr teuer) auf den Verursacher abwälzt. Diese Kosten trägt die Allgemeinheit … und das ist auch gut so. Btw.: Wenn ich mir “mein” Unternehmen anschaue, so haben (bei den Unter-50hährigen) die Sportler den mit Abstand(!) höchsten Krankheitsstand. In gewissen Kreisen ist es sogar chic, wegen einer Sportverletzung “krank zu feiern”. Ich bin übrigens saisonal aktiver Mountainbiker (Downhill) und war in meiner Arbeitskarriere m.W. summasummarum zwei Wochen wg. normaler Krankheiten und fünf Wochen wg. Sportverletzungen krankgeschrieben.

    Ich habe glücklicherweise keinen Lungenkrebs

    Halllelujah, wir danken dem Herrn und hoffen, dass er die Feinstaubrichtlinie konsquent durchsetzt, dass sich dies nicht ändert.

  43. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 10:58 - - Permalink

    @38 Frederic

    Der Raucher muss doch auch mal in der Lage sein, zweitweise als Nichtraucher zu existieren.

    Das tut er auch den Großteil seiner Zeit. Ich rauche so ca. eine Schachtel am Tag, d.h. 20×5 Minuten = 100 Minuten am Tag bin ich Raucher und 1340 Minuten am Tag Nichtraucher.

    Es gibt auch Leute, die gerne masturbieren oder genüsslich flatulieren – schön für sie. Aber dass aktive Wichser und Furzer in Kneipen unerwünscht sind, ist Konsens.

    Für Wichser gibt es eigene Etablissements, in denen sie ausdrücklich erwünscht sind. Das Furzer sich nicht aus dem Kneipenleben fernhalten, merkt man (siehe Text) jetzt, wo das Rauchen verboten ist, erst besonders ;-)

  44. salvo am 14. Dezember 2007 um 11:08 - - Permalink

    tja, ich rauche selbst nicht, und zwar ‘kategorisch’, lasse mich aber nicht in eine von oben aus Herrschaftinteressen begründete Gruppe von ‘Nicht-Raucher’ einsperren, die sich dadurch identifiziert, dass sie sich von der konstruierten Negativität einer anderen abschottet, in solcher identifikatorischen Leistung erstarrt und, derart kolonisiert, vermeint sich ihrer selbst, der eigenen existentiellen Interessen, bewußt geworden zu sein

    mit wird immer klarer, wie recht Foucault gehabt hat…. wie einfach lassen sich Menschen in die ihnen von Herrschaft zugewiesenen Zellen einsperren

  45. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 11:20 - - Permalink

    @salvo

    Kennst Du eigentlich die Doku-Reihe The Century of the Self?
    Diese Doku offenbart, recht interessant gemacht, die Methodik, die hinter dieser Separation von oben steht. Ich muß der Regierung und ihrem Umfeld in diesem Falle sogar ein Kompliment machen – mit dem “Nichtraucherschutzgesetz” haben sie ein technisch hervorragend umgesetztes Exempel statuiert.

  46. salvo am 14. Dezember 2007 um 11:56 - - Permalink

    @jens

    nein! aber sich der Frage “How was the all-consuming self created, by whom, and in whose interests?” zu stellen, bedeutet sich u.U. das eingestehen zu müssen, dass man zum eigenen und damit zum Wächter des anderen verkümmert ist

  47. danielj am 14. Dezember 2007 um 12:35 - - Permalink

    Eine andere Klientel sind die Kneipenabstinenten bzw. diejenigen, die ihren Fuß 1x im Jahr in eine Kneipe setzen. Es mag sein, dass sie sich mehrheitlich ein Rauchverbot wünschen, aber die Einführung eines solchen, ändert nahezu nichts, an der Kneipenbesuchfrequenz dieser Klientel. Insofern ist es irrelevant, was sie wünschen.

    Beweis durch Behauptung?

    Dann behaupte ich als Widerlegung mal das Gegenteil; viele der Kneipenabstinenten werden nach Einführung eines Rauchverbots viel häufiger Kneipen aufsuchen; immerhin wird es nicht mehr nötig zu sein sämtliche Klamotten nach jedem Kneipenbesuch einer gründlichsten Reinigung zu unterziehen und auch das Ausspucken kleiner Teerklümpchen am nächsten Tag bleibt aus.

    Somit wird die Gastronomie dem Rauchverbot ungeahnte Umsatzrekorde zu verdanken haben.

  48. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 12:38 - - Permalink

    @danielj

    Dann behaupte ich als Widerlegung mal das Gegenteil; viele der Kneipenabstinenten werden nach Einführung eines Rauchverbots viel häufiger Kneipen aufsuchen

    Die Zahlen aus anderen Ländern behaupten indes das Gegenteil. Die empirischen Erfahrungen aus den Bundesländern, die bereits “rauchfrei” sind, bestätigen Deine Prognose auch nicht.

  49. salvo am 14. Dezember 2007 um 13:21 - - Permalink

    apropos Gaststättengewerbe

    die Umsätze gehen ungeachtet der gruppenbewußten Schuldzuweisungen über einen längeren Zeitraum zurück, siehe die Statis-Daten

    http://www.destatis.de/jetspeed/portal/cms/Sites/destatis/Internet/DE/Presse/pm/2007/12/PD07__508__45411,templateId=renderPrint.psml

    das liegt eher an der durch die radikale Umverteilung von unten nach oben verursachten wachsenden Armut – im gruppenbewußten Kampf um die vermeintlich eigenen Interessen werden solche Realitäten zumeist verdrängt

  50. Petersen am 14. Dezember 2007 um 13:22 - - Permalink

    Meine Lieblingseckkneipe hat es nach dem Rauchverbot (Niedersachsen) jedenfalls nur ganze drei Monate geschafft. Seit 2 Wochen ist Ende und das lag ausschließlich am Rauchverbot. Mit Einführung blieben schlagartig fast alle Raucher weg und kein einziger Gast ist neu dazu gekommen (ich kenne die ehem. Besitzerin). Ein generelles Rauchverbot ist einfach Schwachsinn – man hätte differenzieren müssen. Bei Restaurants/Speiselokalen lasse ich doch mit mir reden! Aber eben nicht bei Kneipen. Schade.

  51. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 13:28 - - Permalink

    @49 salvo

    Die Entwicklung überrascht natürlich nicht, bei sinkenden Reallöhnen ist weniger Geld über, dass man in Restaurants oder Kneipen ausgeben könnte. Verdrängen tue ich diese Realitäten keinesfalls, der Angriff auf die Freiheit muß allerdings auch mal abgekoppelt von ökonomischen Realitäten betrachtet werden, ich bin ja kein Schüler Marcuses ;-)

  52. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 13:38 - - Permalink

    @50 Petersen

    Absolut, eine meiner Lieblingskneipen hat es auch bereits dahingerafft. Wir sprechen hier ja auch nicht über Restaurants, sondern explizit von den Kneipen. Mit ihnen geht auch ein Stück Alltagskultur verloren – Irland zeigt den Weg, teure Großstabpubs, mit teils elitären, teils touristischen Publikum machen bessere Umsätze, während der originäre Pub stirbt. Man könnte dies sogar in einen gesamtgesellschaftlichen Trend setzen. Das Originäre, vielleicht sogar tendenziell Subversive weicht; entweder man beugt sich dem Trend oder man verweigert sich und sucht das Heil in der inneren Emigration. Eine sehr bedenklicher Trend, wie ich finde. Der Wirt meiner “Stammkneipe” zieht die Konsequenzen und verkauft seine Kneipe nächstes Jahr und wandert aus – mittlerweile ist er vom engagierten Gesellschaftskritiker zum desillusionierten Fatalisten mutiert. Zum Glück übernehmen die Mitarbeiter die Kneipe, so die Bank nicht noch abspringt – was in Zeiten von Basel II nicht mal verwunderlich wäre.

  53. name am 14. Dezember 2007 um 13:55 - - Permalink

    Wieder mal ein Treffer in vielen Buchstaben in Zeiten des konservativen Verbotsterrors ;)

    Das militante Nichtraucher Clubs und Kneipen besuchen würden, ist totaler Unsinn:

    jeder Club und Kneipengänger will das verruchte, verrauchte, lebendig-witzige, und nichtrauchende männliche oder weibliche Barsschlampen gibt es einfach nicht. Das Personal raucht zu 99 Prozent wirklich selbst und dieser Unsinn: mein Klamotten Klamotten:

    Wat denn, wascht Ihr Euer Zeug sonst nie ?

    Diese Volksgesundheitsterroristen leben wirklich in paralellen Welten, und blicken letztlich überhaupt nichts mehr. Die gecleante Welt von heute haben wir irgendwelchen Irren zu verdanken, die selbst Larry Flint lynchen würden. Wer Onkel Adolfs Vorlieben für den reinen arischen Menschenkörper kannte, wird sich über die Fangemeine nicht wundern, die da in breiter Front die Raucher zum Abschuss freigeben will.

    Ach ja, als Buchtip wäre vielleicht noch dieser hier zu erwähnen, um zu verstehen, dass Dicke nicht dick sein dürfen und Raucher Menschenfresser sind:

    Perfect Body. Körperkult, Schlankheitswahn und Fitnessrummel erschienen von Hans-Peter Waldrich

    Grüße aus Berlin ;)

  54. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 14:06 - - Permalink

    @name

    Mönsch, Du bist ja auch gut in Polemik ;-)

    Apropos Onkel Adolf: Unser geliebter Föhrrrer war Vegetarier, Nichtraucher und mochte auch keinen Alkohol. Der geliebte Föhrrrer der Amis ist ebenfalls Nichtraucher, trocken und auch ansonsten ein toller Mensch.

    Wie sähe die Welt wohl aus, wenn der Föhrrrer in seiner Zeit als Bohemian nicht so ein verstocktes Arschloch gewesen wäre, sondern mit netten Leuten bei Bier, Weißwurst und Zigaretten über die schönen und die schlechten Seiten des Lebens geklönt hätte?

  55. John am 14. Dezember 2007 um 15:11 - - Permalink

    Ich finde diese Plexiglaskäfige sehr interessant, wo man sich dann dieses rauchende charakterschwache “Gesindel” von allen Seiten betrachten kann. So wie im Zoo eine aussterbende Tierart.

    Gibt es vielleicht schon Bestrebungen, sagen wir in jedem Wohnblock, so ein Raucherkäfig aufzustellen?

  56. verschwender am 14. Dezember 2007 um 15:12 - - Permalink

    Man kann sein Leben auch mit der Angst vor Krankheiten und zwei Jahre weniger Lebenserwartung verbringen. Ich ziehe es aber lieber vor das Leben in vollen Zügen zu genießen. Wer weiß denn schon was in einer Stunde passiert? Vielleicht gehe ich durch die Fußgängerzone und ein 90jähriger fährt mich mit seinem Opel über den Haufen. Kein Scherz, vor zwei Wochen in Dortmund auf dem Ostenhellweg passiert. Zu den Polizisten sagte er:”Ich habe mich nur gewundert warum so viele Menschen auf der Straßen rumlaufen.” Aber ganz ehrlich, mir käme es jetzt nicht ernsthaft in den Sinn Opie den Opel zu verbieten.

  57. Ralf am 14. Dezember 2007 um 15:17 - - Permalink

    Mhm, jetzt soll ich mich als Raucher mit Fettleibigen solidarisieren, da ist der Verbündete ja schlimmer als der Feind.. Fettleibigkeit fällt genau wie Kettenrauchen oder Alkoholikertum unter Maßlosigkeit und ist dazu noch sau unästhetisch. Wer in überschaubaren Bahnen raucht, frisst, poppt und trinkt genießt richtig und kann unter Umständen sogar die einzelnen Laster lebenszeittechnisch gegeneinander ausspielen.

    D wird einfach immer mehr ein Kinderparadies weil die Vernunft auf dem Rückzug ist und Politik um umsorgte Majoritäten wirbt.

  58. name am 14. Dezember 2007 um 15:29 - - Permalink

    @spiegelfechter :)

    Ach, das mit dem gut gut und dreimal gut ist manchmal gar nicht mehr so klar und natürlich bleibt einem außer einem Lachen, dass sich zurücklehnt, und dabei weiterläuft, um den toten Unsinn einiger Weniger, deren Karre dreimal soviele Lebenwesen ausrottet, der obendrein so klare bösartige Auswirkungen hat, ins Gesicht zu spucken.

    Nur Kenner wissen, wie interessant, sympatisch und lustig das Teilen von Feuerzeugen, Streichhölzern der alten und neuen schwedischen Wallenbergsmiliardärsfamilie, rauchendem Stoff und lebhaftes Feuer in den Augen des Gegenüber ist: Rauchen ist und bleibt eine soziale, gerecht teilende Tätigkeit: fast urkommunistisch und die interessantesten Frauen (und Männer) sind oftmals nun mal Raucherinnen ;)

    Wünsche dann schönes Wochenende Jens

  59. salvo am 14. Dezember 2007 um 15:38 - - Permalink

    hmm.. ich habe mich damals, als Jugendlicher, gegen das Rauchen entschieden, weil ich ihm nichts abfinden konnte. Heute scheint mir das eher als eine Positionierung gegen abweichendes Verhalten, eine Art von Gesinnungsprüfung

    es ist geradezu absurd, wie wir unsere Kinder vor den Gefahren des Rauchens schützen und uns zugleich zu effektiven Komplizen im Prozess ihrer Verkümmerung zu für den ihre Arbeitskraft ausbeutenden Markt nützlichen Waren machen

    p.s. wie halten es übrigens Kreationisten mit dem Rauchen?

    http://karlweiss.twoday.net/

  60. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 16:05 - - Permalink

    @name

    Na aber sicher sind die meisten interessanten Leute Raucher … zumindest in repressiven Zeiten. “Rauchen” war ein ungehöriger Affront gegen das Establishment, die ersten Souffragetten erzeugten durch ihren Tabakkkonsum auf der Strasse fast mehr Empörung, als durch ihre Kernforderungen. Wer vergisst James Dean, den Rebell gegen die Spießigkeit mit der Fluppe im Mundwinkel? Aber so ist es mit Rebellen, sie sterben jung … Raucher sind heute wieder Rebellen gegen eine gleichförmige, lustfeindliche und repressive Gesellschaft.

    Dazu auch ein schöner Artikel auf TP

  61. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 16:07 - - Permalink

    @55 John

    Ich finde diese Plexiglaskäfige sehr interessant, wo man sich dann dieses rauchende charakterschwache “Gesindel” von allen Seiten betrachten kann. So wie im Zoo eine aussterbende Tierart.

    Da weiß man als Raucher zumindest, wie der stolze Löwe sich fühlt, wenn er von unwürdigen Menschlein im Zoo begafft wird ;-)

  62. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 16:16 - - Permalink

    @59 salvo

    p.s. wie halten es übrigens Kreationisten mit dem Rauchen?

    Na Du kannst Fragen stellen … da werde ich mal Nick Abee anmailen, der weiß so was ;-)

    Ich würde mal schätzen, sie lehnen es als Charakterschwäche und Geschenk Satans an die Menschheit ab, bestreiten aber dennoch jeglichen Zusammenhang zwischen Tabakkonsum und Krebserkrankungen.

  63. Frank Schenk am 14. Dezember 2007 um 17:59 - - Permalink

    Danke Jens, hab mich köstlich amüsiert. Diese sektierenden, militanten, beratungsresistenten, mit 50 an Herzinfarkt aufgrund ihrer Unausgeglichenheit sterbenden Nichtraucher töten mir schon lange den Nerv.

    Wie war das:

    Ist der Tolerant, der Intoleranz toleriert oder der, der Toleranz nur von den anderen fordert, selbst aber die Intoleranz gepachtet hat?

    Schönes, verrauchtes Wochenende.

    Frank

  64. these are the good old days am 14. Dezember 2007 um 18:41 - - Permalink

    - Raucher in Kneipen sind eine Belästigung und verbreiten Gestank

    Das ist nunmal so. Beim Betreten der Kneipe stört mich das enorm, im Laufe des Abends gewöhnt man sich zwar einigermaßen daran, dabei hört der Gestank nie auf, mich zu stören. Alkohol, Schweiß & co. stinken; dass man sonst nur Rauch riecht und nach Rauch stinkend den Heimweg antritt wo geraucht wird, zeigt aber gerade dass Rauch der stärkste und penetranteste der Gerüche in Kneipen ist. Und dass der Duft von Zigarettenqualm angenehm sei, habe ich noch von niemandem gehört. Fast alle meiner Bekannten würden ihn als unangenehm beschreiben, auch Raucher (naja, zumindest vor der ersten Zigarette…)

    - Kneipen sind „öffentlicher Raum“ und der Wirt muss seine Gäste schützen
    Natürlich nicht nach der strengen Definition. Aber wo verbringen denn die allermeisten Menschen, wenn nicht in Privatwohnungen, den Abend und die Nacht? Praktisch mein Sozialleben aufzugeben, um Zigarettenrauch zu entgehen, ist denke ich etwas zuviel verlangt.

    - Wo der Markt versagt, muss der Staat eingreifen
    Genau so ist es in diesem Fall. Gibt es kein Verbot, sondern die Wahl, wird es keine Nichtraucherkneipen geben. So ist das im auch oben zitierten Beispiel Spanien. Dort kann man wählen und alle entscheiden sich fürs (R)…

    Ob Raucher mehr oder weniger netto zu den Sozialkassen beitragen sei mal dahingestellt – dass man sich als Nettozahler das Recht erkauft, andere zu schädigen (oder zumindest zu belästigen) ist allerdings eine gewagte These.

    Verletzungen aus Extremsport seperat versichern zu müssen, ist keine so schlechte Idee. Nur ist das unabhängig von der Raucherproblematik zu diskutieren.

    Dass auch Kneipen Gefahrenzonen sind, liegt an den Rauchern. Dafür zu sorgen, dass Kneipen nicht mehr gesundheitsgefährdend sind, ist ein richtiger Ansatz. Jeder soll entscheiden können, welchen Gefahren er sich aussetzt. Welchen Gefahren er andere aussetzen darf muss aber reguliert werden.

    Langfristig gesehen können auch Kneipen so gestaltet werden, dass es einen ausreichenden Raum für Raucher gibt. Warum die Räumlichkeiten nicht zweiteilen? Wollen die Kneipen Raucher anlocken, müssen sie nun eben etwas mehr investieren.

    Naja und zu den viel toleranteren Rauchern…gönnt ihr dem Motorradfahrer, der halsbrecherisch über die Straßen heizt und im Extremfall bei einem Unfall eben einige Unschuldige in den Tod reißt, sein Hobby immernoch? Sollten jährlich z.B. 3300 Menschen an den Folgen solcher Unfälle sterben, würdest du hier die Motorradfahrer verteidigen? Oder geht die Toleranz nur soweit, dass kein Außenstehender betroffen sein darf? Nichtraucher sind vom Rauchen betroffen. Ob es jetzt jedes Jahr 3300 Opfer (TK-Studie) sind oder nicht.

    Grüße aus Karlsruhe :)

  65. Debil am 14. Dezember 2007 um 19:26 - - Permalink

    Hallo Jens,

    erstmal ein dickes Lob für dich und dein Blog. Das ist zusammen mit bildblog.de mein absolutes Lieblingsblog. Dafür erstmal ein Dankeschön.

    Ich bin Raucher und das auch nicht gerne. Ich habe leider nicht die Willensstärke damit aufhören. Mit dem Rauchverbot habe ich kein grundsätzliches Problem, da die Vergangenheit gezeigt hat, dass sich ohne gesetzliche Maßnahmen kein Markt für rauchfreie Kneipen und Restaurants zu finden scheint. Warum das so ist, kann und will ich nicht beurteilen. Im Gegensatz zu den sonstigen Bestrebungen vom “lieben Vater Staat” meine und unser alle Freiheit zu beschränken – Stichwort Anti-Terror-Kampf – finde ich das auch ehrlich gesagt vernachlässigbar.

    Auch vielen Dank für deinen Link zu dem Forum auf der TP-Seite. Hab selten so viel gelacht. Muss aber leider aufhören Postings von den militanten Nichtrauchern zu lesen, sonst renne ich noch irgendwann grinsend durch die Fußgängerzone und puste allen meinen Rauch ins Gesicht.

    Als Konsequenz aus dem in Hessen geltenden Nichtrauchergesetz gehe ich halt einfach wesentlich seltener in Kneipen. Das spart so viel Geld, dass ich dreimal so viele Zigaretten rauchen könnte. Aus Gesprächen mit Freunden und mir bekannten Kneipenwirten glaube ich erkennen zu können, dass dieses Rauchverbot auf jeden Fall zu weiter sinkenden Umsätzen im Gaststättengewerbe und damit auch zu dem Verlust von Arbeitsplätzen führen wird. Ob das letztendlich dadurch aufgewogen wird, dass die “Volksgesundheit” steigt weiß ich nicht.

    Bei der ganzen Diskussion um Rauchverbote, die teilweise von beiden Seiten sehr niveaulos geführt wird, kommt mir einmal mehr Schopenhauers Zitat ” Der Mensch kann wohl tun was er will, aber er kann nicht wollen was er will” in den Sinn.

    Dies gilt letztendlich auch für meinen Post, bei dem ich – nachdem ich ihn mir nochmal durchgelesen habe – nicht weiß ob er die Diskussion voranbringt.

    Auf jeden Fall hoffe ich, dass du auch weiterhin die Zeit und die Lust aufbringst deinen Blog zu schreiben.

    Ich wünsche allen ein schönes Wochende. Habe jetzt wohl genug geschrieben.

    Grüße Debil

  66. Spiegelfechter am 14. Dezember 2007 um 19:42 - - Permalink

    @Debil

    Zum Thema “Aufhören” gibt´s ein schönes Zitat von Oscar Wilde … oder war´s Balzac? Egal:

    “Es gibt nichts leichteres, als mit dem Rauchen aufzuhören – ich mach das jeden Tag mindestens zwanzig mal”

    In diesem Sinne
    Schönes Wochenende auch Dir

  67. sv am 15. Dezember 2007 um 07:50 - - Permalink

    Bitte nicht vergessen, daß Raucher den Kampf gegen den Terror (mit-)finanzieren. Dafür wurde schließlich die Tabaksteuer anno 2002 erhöht, was inzwischen 2 Cent pro Zigarette ausmacht. Man stelle sich vor, die Raucher würden alle von heute auf Morgen aufhören. Deutschland wäre dem Terror hilflos ausgeliefert! ;-)

  68. Nico_Icon am 15. Dezember 2007 um 16:32 - - Permalink

    Du bist ein Heiliger!

  69. nox am 15. Dezember 2007 um 21:33 - - Permalink

    gilt das verbot eigentlich nur für tabak rauch?

  70. Ntr0pY am 16. Dezember 2007 um 01:11 - - Permalink

    @64- these are the good old days
    “Naja und zu den viel toleranteren Rauchern…gönnt ihr dem Motorradfahrer, der halsbrecherisch über die Straßen heizt und im Extremfall bei einem Unfall eben einige Unschuldige in den Tod reißt, sein Hobby immernoch? Sollten jährlich z.B. 3300 Menschen an den Folgen solcher Unfälle sterben, würdest du hier die Motorradfahrer verteidigen?”

    Du hast recht, wahrscheinlich sollte man die Motorradfahrer nicht verteidigen. Am besten verbieten wir das Motorradfahren gleich. Ebenso Autofahren und Fliegen, die Gefahren für Leib und Leben werden in den Bereichen bisher einfach nicht ernst genug genommen. Fahrradfahren soll zwar recht umweltfreundlich sein, jedoch sterben auch dort jährlich mehrere Leute.
    Wobei… Warum wurde das Sterben nicht einfach verboten?

  71. Peter am 16. Dezember 2007 um 01:32 - - Permalink

    Naja, also eins wollen wir mal nicht vergessen: Raucher sterben vielleicht früher, kosten aber gerade in den letzten Jahren die Krankenkassen ein Heidengeld… Insgesamt also wohl eher ein Verlustgeschäft!

  72. hannilein am 16. Dezember 2007 um 03:00 - - Permalink

    @ #65: “debil”

    Na – DU mußt aber Geld haben, daß Du Dir Kneip[p]kuren UND das Rauchen gleichzeitig leisten kannst :-P *Ich* – als arme kleine ‘Hartzerin’ – habe mittlerweile für BEIDES kein Geld mehr und trinke neuerdings nur noch 29 ct.-Bier…

    Gruß aus der neuen Armut :(
    hannilein

  73. PrittStift am 16. Dezember 2007 um 04:18 - - Permalink

    der nichtraucherschutz ist eines der wenigen, sinnvollen gesetze in jüngster zeit.

    rauchen privat = ok
    rauchen öffentlich = nein

    der mensch wird ja nicht als raucher geboren und die schädlichen folgen für raucher und passivraucher – also alle, die den dreck mit einatmen müssen – sind doch hinlänglich bekannt. beim saufen schädigt der konsument nur sich selbst (und höchstens über die krankenkassenkosten finanziell die allgemeinheit), beim rauchen schädigt der konsument auch direkt sein umfeld – außer, er raucht in seinen eigenen vier wänden, alleine und ungestört. da hat ja kaum jemand etwas dagegen.

    mit intolleranz etc. hat das alles nichts zu tun. hier geht es einfach darum, nicht durch andere leute in seiner gesundheit geschädigt zu werden. eine bekannte meinerseits hat z.b. asthma (nicht vom rauchen) und kann nie gefahrlos irgendwo essen gehen, weil sie, sobald stärker geraucht wird, einen atemnotanfall bekommt.

    na ja, da jens berger selbst raucher ist, ist er bei diesem thema natürlich nicht objektiv. daher wohl auch der zusatz “polemik”. ich selber habe übrigens nichts gegen raucher, so lange sie nicht öffentlich anderen ihren giftigen qualm zumuten und ausschließlich zuhause oder irgendwo abseits von bus-haltestellen usw. im freien rauchen.

  74. PrittStift am 16. Dezember 2007 um 04:23 - - Permalink

    @hannilein

    meine empfehlung: 19 cent mineralwasser vom LIDL. das schmeckt gut, ist gesünder und aufgrund des günstigen preises 100% HARTZ IV-kompatibel ;)

  75. hannilein am 16. Dezember 2007 um 04:51 - - Permalink

    @ #73 “PrittStift” (nebenbei: ist derlei “Schleichwerbung” eigentlich hier zulässig?)

    Beim:
    - Autofahren
    - in den Urlaub-fahren/fliegen
    - beim Generieren Deiner Zeilen vermittels Strom
    - [Konsum-]Güter kaufen wie nutzen
    etcpp.

    nimmst Du billigend inkauf, daß bspw. ich, der ich mit dem ganzen Sch*** nichts mehr zu tun habe, durch die Folgen Deines Tuns/Konsums geschädigt werde! Ob nun Kohlenmonoxid zum Frühstück, PCB und Blei zum Lunch oder Cadmium und Pu-239 zum Dinner – ich WILL das nicht!
    Und dann kommen so peinliche Leute wie DU daher: solange Du DEINEN A*** nicht hochbekommst, auch gegenüber anderen Gesundheitsrisiken Deine Stimme zu erheben, halte *ich* Dich schlichtweg für “unqualifiziert” :-P

    Achja: Auch DU wirst natürlich sterben – nicht nötigerweise an fremdinduziertem Lungenkrebs -, aber sterben wirst Du… Sonst noch Fragen? (‘Dumme’ Frage: Leute wie Du haben ja gemeinhin keine Fragen, sondern nur Antworten)
    das – längst tote – hannilein

  76. hannilein am 16. Dezember 2007 um 05:05 - - Permalink

    @ # 74, “Prittstift”:

    Tja – Gerolst***r und Frankenb***n vertrage ich aber – je nach Tageszeit – deutlich besser, zudem mag ich übertriebene Ausbeuter (auf Namensnennung verzichte ich jetzt mal) nicht unnötig unterstützen; lieber bohre ich mir demnächst einfach selbst einen Brunnen, da: Ist das Gesetz nicht mehr für unsereiner da, sind wir auch nicht mehr für das Gesetz da…

    P.s.: Freut mich übrigens schon heute sehr, Typen wie Dich am Boden der Realität aufschlagen zu sehen – DU gehörst garantiert NICHT zu den [vorläufigen] Gewinnern der ‘neuen Weltordnung’ :-P

    Wohl dem der Freunde ‘hat’…
    hannilein

  77. Jens Ferner am 16. Dezember 2007 um 08:53 - - Permalink

    Solange ich mit meiner Tochter in die Öffentlichkeit gehen kann, ohne dass einer von uns unfreiwillig das (Nerven-)Gift einatmen muss, das Raucher ausstoßen, ist es mir eherlich gesagt egal ob andere Leute rauchen oder nicht. Ich verbiete es keinem und will darüber auch nicht diskutieren, denn es ist eure Sache.

    Ich aber habe ebenfalls ein Recht am öffentlichen Leben, etwa in Restaurants, teilzunehmen. Und ich muss manchmal in ein Rathaus, so wie meine Tochter in die Schule muss.

    Habt Respekt vor uns, sprecht uns nicht das Recht ab, nach unseren Vorstellungen zu leben – und ihr bekommt (jedenfalls von uns) das gleiche Recht. Es gibt viele Ansätze für eine Lösung, welcher Ansatz gewählt wird ist mir gleich. Solange ich endlich wieder mal als Familie aus essen gehen kann und auch sonst im öffentlichen Leben nicht mehr ausgeschlossen bin, nur weil ich mein Kind von dem Dreck fernhalten will.

    Wir sind eine Gesellschaft: Lasst uns gemeinsam was suchen. Das ständige anfeinden bringt nichts und vor allem keine Lösung.

  78. Daniel Wolpert am 16. Dezember 2007 um 12:28 - - Permalink

    Was für ein Armutszeugnis. In diesem Land lassen die Menschen so ziemlich alles mit sich machen. Hartz IV, Hungerlöhne, Kriegseinsätze, Sozialabbau, Neoliberale Wirtschaftspolitik, und und und. Aber ich bekomme das Gefühl nicht los, dass sich die Leute so herrlich echauffieren wegen einer, eigentlich, völlig belanglosen Sache. Die gleiche “rebellische” Energie bei anderen, eigentlich, wichtigen Sachen an den Tag gelegt, würde diesem Land sicherlich helfen.

  79. liberphiler am 16. Dezember 2007 um 13:32 - - Permalink

    @Daniel Wolpert:

    Sind die Bürger in diesem Land nicht erst durch die Sozialpolitik so unmündig geworden, die den Bürgern die Verantwortung abnimmt, sie vom Staat abhängig macht und zu Leistungslosigkeit und Initiativlosigkeit motiviert und sie so zu Lemmingen der Politik gemacht hat?

  80. Anna am 16. Dezember 2007 um 13:40 - - Permalink

    @hannilein

    meine empfehlung: 19 cent mineralwasser vom LIDL. das schmeckt gut, ist gesünder und aufgrund des günstigen preises 100% HARTZ IV-kompatibel ;) (Prittstift)

    So eine ähnliche Bemerkung hat dazumal Antoinette den Kopf gekostet. (Majestät, das Volk hat kein Brot. Antoinette: Sollen sie doch Kuchen essen!)

    Aber abgesehen davon scheinen Raucher wie Nichtraucher davon auszugehen, dass Rauchen zwangsweise Krebs erzeugt. Wieso haben dann auch Nichtraucher Krebs? Überhaupt, wieso sterben Nichtraucher und die zwanghaft Angepassten, wo sie doch alles recht machen?

    Und warum diese permanente Angst vor “Dreck”. Das kann doch nur sein, weil sie diese Verängstigten bis auf die Markknochen dreckig und vor allem UNWERT fühlen und das natürlich zwanghaft auf alles, was sie erleben, projizieren.

    So ‘rum wird ein Schuh draus!

  81. Anna am 16. Dezember 2007 um 13:41 - - Permalink

    meine empfehlung: 19 cent mineralwasser vom LIDL. das schmeckt gut, ist gesünder und aufgrund des günstigen preises 100% HARTZ IV-kompatibel ;) (Prittstift)

    So eine ähnliche Bemerkung hat dazumal Antoinette den Kopf gekostet. (Majestät, das Volk hat kein Brot. Antoinette: Sollen sie doch Kuchen essen!)

    Aber abgesehen davon scheinen Raucher wie Nichtraucher davon auszugehen, dass Rauchen zwangsweise Krebs erzeugt. Wieso haben dann auch Nichtraucher Krebs? Überhaupt, wieso sterben Nichtraucher und die zwanghaft Angepassten, wo sie doch alles recht machen?

    Und warum diese permanente Angst vor “Dreck”. Das kann doch nur sein, weil sie diese Verängstigten bis auf die Markknochen dreckig und vor allem UNWERT fühlen und das natürlich zwanghaft auf alles, was sie erleben, projizieren.

    So ‘rum wird ein Schuh draus!

  82. Harti am 16. Dezember 2007 um 13:43 - - Permalink

    @ Anna:

    Du meinst das nicht wirklich ernst, stimmts!? ;-)

  83. Anna am 16. Dezember 2007 um 13:43 - - Permalink

    “meine empfehlung: 19 cent mineralwasser vom LIDL. das schmeckt gut, ist gesünder und aufgrund des günstigen preises 100% HARTZ IV-kompatibel ;)” (Prittstift)

    So eine ähnliche Bemerkung hat dazumal Antoinette den Kopf gekostet. (Majestät, das Volk hat kein Brot. Antoinette: Sollen sie doch Kuchen essen!)

    Aber abgesehen davon scheinen Raucher wie Nichtraucher davon auszugehen, dass Rauchen zwangsweise Krebs erzeugt. Wieso haben dann auch Nichtraucher Krebs? Überhaupt, wieso sterben Nichtraucher und die zwanghaft Angepassten, wo sie doch alles recht machen?

    Und warum diese permanente Angst vor “Dreck”. Das kann doch nur sein, weil sich diese Verängstigten bis auf die Markknochen dreckig und vor allem UNWERT fühlen und das natürlich zwanghaft auf alles, was sie erleben, projizieren.

    So ‘rum wird ein Schuh draus!

  84. Spiegelfechter am 16. Dezember 2007 um 13:43 - - Permalink

    @71 Peter

    Naja, also eins wollen wir mal nicht vergessen: Raucher sterben vielleicht früher, kosten aber gerade in den letzten Jahren die Krankenkassen ein Heidengeld… Insgesamt also wohl eher ein Verlustgeschäft!

    Hast Du den Text auch gelesen?

  85. Anna am 16. Dezember 2007 um 13:48 - - Permalink

    “Du meinst das nicht wirklich ernst, stimmts!? ;-)” Harti

    Das mit dem sich dreckig fühlen und unwert sein ist sozusagen “ernst”!
    Jeder kann nur sich selbst sehen – gewissermaßen.

  86. liberphiler am 16. Dezember 2007 um 13:53 - - Permalink

    Ob Raucher oder nicht Raucher jeder Mensch wird mal ins Grass beißen. Der einzige Unterschied bei den Rauchern geht es schneller, weil sie ihren Weg zum Grab teeren…

  87. Spiegelfechter am 16. Dezember 2007 um 13:59 - - Permalink

    @78 Daniel Wolpert

    Wenn Du mal in die Geschichtsbücher schaust, wirst Du feststellen, dass sogar Revolutionen meist wegen belangloser Details ausgebrochen sind. Sie entstanden zwar nur, wenn die Rahmenbedingungen repressiv und ökonomisch ungerecht waren, der zündene Funke war aber immer nur ein konkreter Tropfen, der dass Fass zum überlaufen brachte. Es ging (anfangs) nie um die Gesamtsituation.

    btw.: Für mich persönlich, stellt das Nichtraucherschutzgesetz eine konkrete Bedrohung dar, da es mit konkret Rechte entzieht. Die “Gesamtsituation” ist indes eher abstrakt und weniger greifbar – das mag für jedes Individuum natürlich anders aussehen, aber bei diesem Gesetz scheint es zumindest etliche Individuen zu geben, die ähnlich empfinden.

  88. Spiegelfechter am 16. Dezember 2007 um 14:01 - - Permalink

    @79 liberphiler

    Sind die Bürger in diesem Land nicht erst durch die Sozialpolitik so unmündig geworden, die den Bürgern die Verantwortung abnimmt, sie vom Staat abhängig macht und zu Leistungslosigkeit und Initiativlosigkeit motiviert und sie so zu Lemmingen der Politik gemacht hat?

    Nein lieber Liberphiler, es waren die Freiheiten, die die Menschen unmündig gemacht haben. Die Freiheiten der Starken, die Freiheiten derjenigen, die immer schreien, man sollte den Staat abbauen.

  89. Harti am 16. Dezember 2007 um 14:04 - - Permalink

    @ Anna:

    > Das mit dem sich dreckig fühlen und unwert sein ist sozusagen “ernst”!
    > Jeder kann nur sich selbst sehen – gewissermaßen.

    Verstehe ich irgendwie nicht. Du meinst, ich habe Angst vor Dreck, weil ich mich unwert fühle?

  90. Anna am 16. Dezember 2007 um 14:40 - - Permalink

    > Das mit dem sich dreckig fühlen und unwert sein ist sozusagen “ernst”! Jeder kann nur sich selbst sehen – gewissermaßen.

    “Verstehe ich irgendwie nicht. Du meinst, ich habe Angst vor Dreck, weil ich mich unwert fühle?”

    Ja. Wer nur Dreck sieht, fühlt sich selber dreckig – eine direkte Folge der Ignoranz über das, was ein Mensch eigentlich ist. Daher (aus der Ignoranz) der sich epidemisch ausbreitende Unwert und dessen Folgen…
    Oder….

    Dem Heiligen ist alles heilig.
    Dem Unheiligen ist alles unheilig.

  91. Spiegelfechter am 16. Dezember 2007 um 14:43 - - Permalink

    @83 Anna

    Überhaupt, wieso sterben Nichtraucher und die zwanghaft Angepassten, wo sie doch alles recht machen?

    Das ewige Leben erreichen sie nur, wenn nicht nur sie gottgefällig leben, sondern wenn sie missionieren – wir armen Seelen sollen doch auch in den Himmel kommen … mir war die Hölle schon immer sympathischer ;-)

  92. Harti am 16. Dezember 2007 um 14:46 - - Permalink

    Alles klar, liebe Raucher.

    Ich habe mir jetzt hier alle Kommentare nochmal durchgelesen und, was soll ich sagen, ich hatte tatsächlich Unrecht. Man muss seine Fehler eingestehen können – ihr habt mich überzeugt! Beim Rauchverbot steht offensichtlich nicht nur die Freiheit des Menschen auf dem Spiel, sondern es kommen auch handfeste Kosten auf unser Rentensystem zu (siehe Studie).
    Ich bin also auch dafür: kippt das Rauchverbot! Die Gesellschaft hat uns nichts vorzuschreiben! Lasst das die freie Marktwirtschaft regeln! Lasst uns Rauchen wo wir wollen (und wenns ein Kindergarten ist)! Ich werde auch gleich damit anfangen. Überhaupt sollten wir aufgrund der Kostenvorteile für die Gemeinschaft die Antiraucherkampagnen generell abschaffen, das Rauchen eventuell bereits für Vierzehnjährige durch finanzielle Anreize fördern. So hätten alle was davon und niemand würde sich mehr über das bisschen gemütlichen Qualm in Gaststätten aufregen.

    Bei der Gelegenheit sollten wir auch darüber nachdenken, das Asbest wieder in öffentliche Gebäude zurückzubauen.

  93. PrittStift am 16. Dezember 2007 um 15:21 - - Permalink

    @hannilein

    nur kein neid, bitte… gehöre leider nicht zu den “gewinnern”, aber immerhin auch – zumindest noch – nicht zu den “verlierern”. das mit dem billigen mineralwasser war auch bloß etwas galgenhumor. lachen sie doch mal darüber.

    im übrigen: nichts gegen LIDL & co. – ohne die ganzen discounter wäre der soziale frieden in deutschland noch mehr gefährdet, hätten dann doch viele sozial schwache nichts mehr (schmackhaftes) zu beissen – zum relativ kleinen preis. ich muss es nicht unbedingt, kaufe aber gerne dort ein, da die qualität überwiegend stimmt. nur die ganzen kopftücher usw. stören ein wenig.

    zu ihrer pro-raucherpolemik sage ich jetzt mal nichts. die ist mir zu – verzeihung – zu dumm, als das man ernsthaft darauf eingehen sollte.

  94. Thoralf am 17. Dezember 2007 um 07:16 - - Permalink

    Ja, ich bin Nichtraucher.
    Ja, ich freue mich ueber das Rauchverbot.
    Nein, ich sehe keine Einschraenkung der persoenlichen Freiheit.

    Was ich sehe, ist die weitgehende Befreiung der Nichtraucher vom aufgezwungen Laster der Raucher. Das ist fuer mich Freiheit und eben gerade nicht die von den Rauchern beschworene Einschraenkung von Buergerechten. Endlich kann ich wieder in ein Restaurant gehen und mich auf ein leckeres Essen freuen, ohne dass ich damit rechnen muss, dass am Nachbartisch ein Raucher mir den Appetit verdirbt. Und ja, leider ist dies bisher eher die Regel als die Ausnahme gewesen.

    Die Raucher sind (zum Glueck) in der Minderheit. Schlimm genug, dass sie seit ewigen Zeiten die Nichtraucher traktieren konnten.

    Und ja, die wirtschaftlichen Folgen sind mir wirklich egal.

  95. Schwitzig am 17. Dezember 2007 um 11:12 - - Permalink

    @94

    Ja, ich bin (mittlerweile) Nichtraucher.
    Nein, ich feue mich nicht über das Rauchverbot.
    Ja, diese beschissenen Gutmenschen drücken der gesamten Welt ihr Verständnis von richtig nicht nur auf, sondern schlagen es ihr in die Fresse.

    Ich habe mich entschieden, als Nichtraucher zukünftig _ausdrücklich_ jedes Lokal zu meiden, in welchem Rauchen verboten wird.
    Im Zweifelsfall sage ich es dem Lokalinhaber, dass 8ich mit solchen herrschsüchtigen Herrenmenschen nichts zu tun haben möchte.

  96. salvo am 17. Dezember 2007 um 12:58 - - Permalink

    “nur die ganzen kopftücher usw. stören ein wenig.”

    so … die stören auch, was sonst noch stört, ist aus dem usw zwar nicht ersichtlich, aber denken kann man sich das schon, denn Eines ist klar, das ist der Persönlichkeitsstruktur ähnlich, der auch unter Hitler-Deutschland so Vieles am Anderen störte, ja so sehr, dass es ausgelöscht werden mußte

  97. vegetarier am 17. Dezember 2007 um 13:40 - - Permalink

    Laut meinem fleisch-essenden (nur der glaubwürdigkeit halber genannt) Geschichtslehrer ist es lediglich ein gerücht, dass adolf hitler Vegetarier war. Sein lieblingsessen war angeblich fleischklöschensuppe.

    und zum artikel: dies war der erste artikel zu einem thema, bei dem ich mich für gebildet genug hielt, mitdiskutieren zu dürfen. gerade dieser jedoch hat mich schwerst enttäuscht. ich hoffe, die vorigen artikel waren nicht so stark irrational und subjektiv (was ich selbst aus mangelnder kenntnis heraus nicht beurteilen kann), ansonsten würde ich nicht weiterhin gespannt auf den nächsten warten.

    und an alle, die ihren lieblingskneipen hinterhertrauern: wenn die kneipen wirklich nur aufgrund des neuen gesetzes schließen mussten, dann gilt sich’s schon zu fragen, wo die intolerantere fraktion sitzt.
    ich als in bayern lebender freue mich sehr auf das anstehende rauchverbot, werde dann auch gerne öfter in kneipen gehen und meine klamotten, die dank meines (verletzungsarmen,) bewegungsreichen lebensalltags nicht nach jedem Abend schweißgetränkt sind, mehrere male tragen können!

    grüße

  98. SwA am 17. Dezember 2007 um 16:06 - - Permalink

    @ 97 Wunder dich mal nicht. Du wirst deine Klamotten wohl trotzdem waschen müssen. Ich lebe in Hessen und damit auch mit dem Rauchverbot. Jetzt stinkts halt nach was anderem, nur halt nicht mehr nach Zigarettenrauch.
    Und nein, besser riechts auf keinen Fall.

  99. decaxoza am 17. Dezember 2007 um 17:33 - - Permalink

    Wenn Raucher so volkswirtschaftlich vorbildliche und diskriminierte Menschen sind- Warum verteilen wir in der ersten Klasse nicht demnächst in der Pause Zigaretten statt Milch?

    PS: Wie volkswirtschaftlich sinnvoll sind Raucher, die vor dem Rentenalter kostenintensiv ableben, Raucherpausen und Arbeitnehmer, deren körperliche Leistungsfähigkeit schon Jahre vor dem Krebstod durch Rauchen beeinträchtigt wird?

  100. Spiegelfechter am 17. Dezember 2007 um 17:42 - - Permalink

    @99 decaxoza

    Workaholics sollen, so sagt man, volkswirtschaftlich auch vorbildlich sein – trotzdem würde ich Grundschülern nicht unbedingt raten, in deren Fußstapfen zu treten.

    Die kognitiven Dissonanzen einiger “Raucherfeinde” finde ich schon drollig. Ist ja gut, ihr seid moralisch im Recht und sowieso die Besseren, an wissenschaftlich nachprüfbaren Fakten ändert dies aber leider nichts. Aber tröstet Euch, ihr müsst nicht mit Fakten argumentieren, auf der emotional-moralinsauren Schiene seit ihr uns Bösewichtern so meilenweit überlegen, dass wir brav den Kotau vor so viel Vernunft, Altruismus und Selbstdisziplin machen.

  101. Anna am 17. Dezember 2007 um 18:11 - - Permalink

    Ach, liebe Gutmenschen… Das Einzige was stinkt ist die Ignoranz. Und davon triefen die Beiträge der Freiheitsbeschränker nur so.

    Aber das ist so bei den “Gerechten”. Es stinkt zum Himmel! -)

  102. escii am 17. Dezember 2007 um 19:31 - - Permalink

    “Jeden Tag ‘ne gute Tat – heute rauch’ ich für den Staat!”
    ()___()_______{}}}}~~~~

  103. jsrn am 17. Dezember 2007 um 21:22 - - Permalink

    @Spiegelfechter: Weiter oben schreibst Du in einem anderen Kommentar:

    [...]
    es gibt für Nichtraucher kein Grundrecht auf Rauchfreiheit, dass in einer Abwägung, ein höheres Rechtsgut darstellen würde, als die freie Entscheidung eines Menschen, der sich entschlossen hat ein Gasthaus aufzumachen, seine Gäste entscheiden zu lassen, ob sie rauchen wollen oder nicht.

    Ein Grundrecht auf Rauchfreiheit gibt es nicht, aber eins auf körperliche Unversehrtheit. Das wird in Deiner Argumentation bei “normalen Nichtrauchern” freilich nicht tangiert, da entsprechende Studien zur Schädlichkeit von Passivrauch ja “allesamt anfechtbar” sind. So weit so gut.

    Immerhin erwähnst Du bedauerliche “Einzelfälle” wie Asthmatiker – der Begriff “Einzelfall” kommt mir hier freilich ein wenig strapaziert vor – immerhin ca. 7% der erwachsenen deutschen Bevölkerung leiden darunter. In anderen Ländern sind das noch erheblich mehr, beispielsweise in England ungefähr 15%.

    Vielleicht fühle ich mich vom Begriff “Einzelfall” aber auch nur angepisst, weil ich selber zu dieser Minderheit zähle und trotzdem ganz gern abends weggehe – ich will da auch gar nichts dramatisieren, ich bekomme nicht jedesmal automatisch einen Asthmaanfall, wenn in der Kneipe der Dunst etwas dichter wird, unangenehm ist es auf jeden Fall (je nach Schweregrad des Asthmas mag das anders sein). Wo es aber relativ unmöglich für mich wird: wenn man sich in verrauchten Clubs bewegt, also tanzt [bzw. dies je nach Enge auch nur versucht:-)] Ich habe zwar immer einen Inhalator dabei, aber ehrlichgesagt auch keine Lust, einen Anfall zu provozieren.

    Soviel zur körperlichen Unversehrtheit. Ist hier – zumindest für die oben erwähnte Minderheit, wenn man die Schädlichkeit des Passivrauchens für Nicht-Asthmatiker negiert/anzweifelt – durchaus relevant. Ob sie ein höheres Rechtsgut als die freie Entscheidung des Wirtes ist, seine Gäste entscheiden zu lassen, ob sie rauchen wollen oder nicht – darüber muss man in der Tat diskutieren. Du sagst die freie Entscheidung des Wirtes ist höherwertig.

    Mal sehen was mir nach Deiner Argumentation für Lösungen bleiben:

    Theoretisch leben wir in einem freien Land, in dem solche Entscheidungen dem mündigen Bürger obliegen. Den Rest regelt der Markt, wer sich gestört fühlt, kann gerne fortbleiben oder sich rauchfreie Kneipen suchen.

    Ok, wenn ich keinen Bock habe meine asthmatische Lunge unnötig zu strapazieren (der Arzt ist dann immer so böse), muss ich mir also einen rauchfreien Club zum Weggehen suchen. Ups! Gibts nicht in meiner Stadt? Zumindest keinen, der die Musik spielt, die ich eigentlich hören wollte? Naja, der Markt wird schon Recht haben. Lohnt sich halt nicht für solche Einzelfälle!

    Entspricht ja auch Deiner Theorie: die rauchfreien Kneipen etc. existieren natürlich nur deshalb nicht, weil es zuwenig Leute gibt, die auf Rauchfreiheit Wert legen *und* die keine Stubenhocker sind. Tatsächlich ist es aber doch nicht so schön Spiegelfechter-Schwarz-Weiß: die Kneipen-/Clubentscheidung wird ja meist nicht alleine getroffen, sondern in der Gruppe. Und da geht man eben da hin, wo, ökonomisch gesprochen, der Nutzen für alle maximiert wird. Bei sieben Leuten, die sich treffen, mag da bei zwei oder dreien die Rauchfreiheit eine Rolle spielen, bei zwei oder drei anderen dagegen vielleicht gerade *dass* man rauchen kann und außerdem noch viele andere Faktoren. Für mich alleine bliebe dann die Wahl – lieber mit den Freunden unterwegs sein oder zuhause bleiben (alleine irgendwo hingehen finde ich meist nicht so toll).

    Der Markt regelt das ganze also schon irgendwie, nur eben meiner Meinung nach so schlecht, dass ein Eingriff so abwegig nicht ist.

    Schäuble und Co werden die Bereitschaft einer Bevölkerungsmehrheit, der Minderheit Recht zu entziehen mit Freude beobachtet haben.

    Mag sein dass Schäuble diese Bereitschaft einer Bevölkerungsmehrheit freut (ist es überhaupt eine Mehrheit? Es gab ja keine Abstimmung darüber, oder?).
    Wenn ich das obige von mir Gesagte mal in diesem Stil umformulieren würde: eine Minderheit (die Raucher) entzieht bisher einer anderen Minderheit (den Atemwegskranken) das Recht auf körperliche Unversehrtheit – mit Hilfe der vom Markt ausgeübten Zwänge.

    Übrigens finde ich Deine Markt-Begründung schon ein wenig scheinheilig. Genauso könnte ein Neoliberaler argumentieren, der einer 3-Euro-Friseuse erklärt, warum ein Mindestlohn schlecht ist:

    Theoretisch leben wir in einem freien Land, in dem solche Entscheidungen dem mündigen Bürger obliegen. Den Rest regelt der Markt, wer sich gestört fühlt, kann gerne arbeitslos bleiben oder sich nen anderen Job suchen.

    Die Entscheidungen sind nicht immer so frei wie dargestellt.

    Höhö. Jetzt aber mal zu was anderem: wenn ihr Euch in Eurer Kneipe einigermaßen einig seid, dass weitergeraucht werden soll – warum dann kein ziviler Ungehorsam? Zumindest in meiner Stadt scheint das zu funktionieren, da gibts einige Kneipen wo genauso geschmökt wird wie zuvor. Keine Ahnung obs an der Solidarität der Kneipenbesucher liegt oder daran, dass das Gesetz (noch?) nicht richtig durchgesetzt wird. Und gerade wenn die Kneipe hauptsächlich aus Stammbesuchern besteht gibt es vielleicht auch keine Denunzianten.

  104. 7schläfer am 17. Dezember 2007 um 21:25 - - Permalink

    Bislang konnte mir kein einziger der Rauchverbotverfechter sagen, warum dies nicht der Markt regeln kann.
    Wenn es tatsächlich soviele Nichtraucher gibt, die nur darauf warten, dass sie (zigaretten)rauchfrei weggehen können, dann dürfte es doch kein Problem sein dies dementsprechend durchzusetzen. Vadder Staat könnte das ja anfangs noch steuerlich subventionieren. Und irgendwann hat es noch jeder eingesehen: ein Marktregelung wäre am Besten für alle….

    Nur: warum gibt es keine Marktregelung? Weil es keinen Markt für Nichtraucherkneipen gibt…. und warum ist das so???? Die einzige logische Erklärung ist, dass es eine verschwindend geringe Minderheit ist, die sich das wünscht. Das sind so kleine Kinder, und wenn die was richtig dolle wollen, dann bekommen sie das auch irgendwann.

  105. Spiegelfechter am 17. Dezember 2007 um 22:12 - - Permalink

    @jsrn

    Mal sehen was mir nach Deiner Argumentation für Lösungen bleiben:

    Wie wäre es mit folgendem konkreten Ansatz: Jede Kneipe über 100qm (was alle Diskotheken mit einbeziehen sollte) darf nur dann ein “R” an der Tür tragen, wenn die Behörden unter realen Bedingungen eine Schadstoffkonzentration von unter x/m³ Raumluft messen. Um dies zu ermöglichen, müssen sie in intelligente und innovative Lüftungen invstieren. Kneipen unter 100qm ist es freigestellt, ob sie ein “R” oder ein “NR” auf die Tür kleben. Ein bisschen viel Bürokratie, aber so etwas liebt der Michel doch und ich fände ein solches Model recht begrüßenswert.

    Was Dich angeht, so beglückwünsche ich Dich – Du bist einer der wenigen, denen ich es gönne, dass das Gesetz geändert wurde. “Man muß auch jönne könne”, wie Konrad Konradowitsch schon sagte und wir Raucher können das ja ;-)

    btw.: Ich kann bei Deinem Pre-Gesetz Schicksal nicht ganz verstehen, dass deine Freunde und Du nicht die Rauchbelästigung als einen von mehreren Faktoren mit einbezogen habt bei der “ökonomischen” Entscheidung. Wenn ich mich mit einem bestimmten Freund, der gelinde gesagt etwas mäkelig ist, verabredet habe, so sind wir natürlich nicht in total verquarzte Jazz-Keller gegangen, sondern in großvolumigen Läden mit guter Lüftung und einem niedrigen Raucheranteil … ja ja, so was gibt´s … äh gab´s :-(

    Jetzt aber mal zu was anderem: wenn ihr Euch in Eurer Kneipe einigermaßen einig seid, dass weitergeraucht werden soll – warum dann kein ziviler Ungehorsam?

    Alles probiert … aber so etwas klappt nur in Mini-Kneipen mit sehr eingeschränktem Besucherkreis. Meine Stammkneipe hat ca. 50 Meter Schaufenster, da ist dies nicht möglich. Andere Kneipen, die ich frequentiere, haben das Gesetz ignoriert … bis die Briefe vom Ordnungsamt kamen. “Uns liegt eine Beschwerde vor, wir weisen sie darauf hin, dass wir bald mal vorbeischauen” – und bei 3.000 Euro Strafe wird jeder kleinere Wirt sein Rebellentum fallen lassen :-(

  106. Jockel am 17. Dezember 2007 um 22:49 - - Permalink

    Zitat von Thoralf am 17. Dezember 2007 um 07:16
    Endlich kann ich wieder in ein Restaurant gehen und mich auf ein leckeres Essen freuen, ohne dass ich damit rechnen muss, dass am Nachbartisch ein Raucher mir den Appetit verdirbt. Und ja, leider ist dies bisher eher die Regel als die Ausnahme gewesen.
    Die Raucher sind (zum Glueck) in der Minderheit. Schlimm genug, dass sie seit ewigen Zeiten die Nichtraucher traktieren konnten. Zitat Ende

    Du mußt ja ein regelrechter Kneipen/Restaurant Fetischist sein das Du so oft in die Kneipe/Restaurant zum essen gehst … bist wohl in einer Kneipe aufgezogen worden :D
    Ich persönlich ziehe das selbst gekochte Essen auch am Wochenende oder an Feiertagen
    dem Essen im Restaurant/Kneipe allemal vor ;-) und erst recht seit der unseligen Euro-Einführung wo gerade/speziell die Restaurantbesitzer (nicht die Kneipenwirte) die Preise oftmals eins zu eins umgerechnet haben.

    Zitat von Thoralf am 17. Dezember 2007 um 07:16
    Und ja, die wirtschaftlichen Folgen sind mir wirklich egal. Zitat Ende

    Wollen wir Wetten, daß DU einer der ersten sein wirst der die Raucher anflehen würde sollten sie doch alle einmal für sagen wir 6 Monate aufhören zu rauchen :D
    Für die Steuerausfälle müßtest DU als Nichtraucher dann auch mit aufkommen und glaub mir,
    daß wird DIR sehr weh TUN :-) die Summe die DU dann mit zu tragen hättest ist gewiß nicht gering.

    ————————————————————————————–

    Ich hätte da einen anderen für alle akzeptablen Vorschlag/Regelung war zu DDR-Zeiten zumindest in Restaurants ganz normal.

    Undzwar durfte dort während der Mittagszeit vonn 11:00 – 14:00 Uhr und während der Abendessenszeit von 18:00 – 21:00 Uhr in Restaurants nicht geraucht werden. Da wurden um 11:00 bzw. 18:00 Uhr die Aschenbecher eingesammelt und Schluß war mit rauchen ;-) .
    Warum konnte man sich nicht auf z.B. diesen Kompromiß einigen oder hat eine derartige für mich als Raucher auch vernünftige Regelung nicht einführen können ???
    Weil es aus der DDR kommt ???

    Jockel

  107. decaxoza am 17. Dezember 2007 um 22:49 - - Permalink

    @Spiegelfechter: Verräst du uns noch mehr zu den Studien über die Gesundheitsförderlichkeit des Rauchens? Die wurden doch hoffentlich nicht wieder von der Zigarettenindustrie bezahlt…;-)

    Wenn Rauchen so gesund ist (oder zumindest nicht so ungesund wie die “Gesundheitsapostel” immer behaupten) warum sterben dann Raucher im Schnitt früher (steht zumindest auch in deinem Text.)?

    Gruß

  108. Spiegelfechter am 17. Dezember 2007 um 23:09 - - Permalink

    @ decaxoza

    Wo meinst Du etwas in der Art gelesen haben zu wollen?

  109. decaxoza am 17. Dezember 2007 um 23:33 - - Permalink

    “Raucher haben einen sozialverträglichen Nebeneffekt – sie haben statistisch gesehen eine kürzere Lebenserwartung (…) Für die Solidargemeinschaft ist derjenige optimal, der während seines Arbeitslebens kräftig in die Kassen einzahlt und mit Erreichen des Renteneintritts tot umfällt. Der Raucher kommt diesem Ideal ziemlich nahe. Eine durchschnittlich sieben Jahre längere Rentenbezugsdauer aller „umgedrehten“ Raucher wäre eine Katastrophe für die Solidarkassen und für die Finanzlücken der Pflegeversicherung…”

    Deine Ausführungen zwischen drin

    “(statistisch gesehen, sterben Raucher zwar in einem höheren Alter als Nichtraucher, das ist aber eher eine statistische Spielerei, die nichts mit der Sache zu tun hat)”

    verstehe ich ehrlich gesagt nicht ganz, aber vor und hinter der Klammer steht es ja schwarz auf weiß. (Falls “das” überhaupt damit gemeint ist.) War`s das?

    Mich interessieren besagte Studien und genannter, mir bisher nicht verständlicher Inhalt in Klammern. Bin halt neugierig.

  110. Spiegelfechter am 17. Dezember 2007 um 23:49 - - Permalink

    @decaxoa

    Aha, darum geht´s, sag das doch gleich ;-)

    Das ist nur eine statistische Spitzfindgkeit, die nichts mit Kausalitäten zu tun hat. Niemand wird als Raucher geboren, sondern fängt irgendwann damit an. Fängt z.B. ein 50jähriger mit dem Rauchen an, so hat er bereits 50 Jahre Lebenserwartung angesammelt und verfälscht daher den Durchschnitt, da er, wenn er gestorben wäre, nicht als “Raucher” sondern als “Nichtraucher” in die Statistik eingegangen wäre. Dieser “Fehler” kommt nur bei “Nichtrauchern” vor und verfälscht die Statistik in einem höheren Maße, als dass die kürzere Lebenserwartung dies ausgleichen könnte.

    Das hat nichts mit Gesundheit zu tun, sondern nur mit statistischen Elementen. Man könnte im Extremfall auch sagen, Gebißträger haben eine extrem höhere Lebenserwartung als Nichtgebißträger. Das ist der gleiche Effekt.

    Ich habe dies im Text aber explizit erwähnt, so daß kein falscher Eindruck entstehen sollte. M.W. hat die Tabaklobby idT schon mit diser Statistik PR gemacht, was natürlich unredlich ist.

  111. Carlos-K am 18. Dezember 2007 um 15:07 - - Permalink

    Boah, mal ganz abgesehen vom immer wieder guten “Wenns dir hier nicht passt geh doch woanders hin” Schlag-Mich-Tot-Argument haben die Raucher hier die wesentlich sachlicheren und überzeugenderen Argumente:

    - Raucher sind per se die interessanteren Menschen: Lustvolle, lebensbejahende Menschen, gesellig und genußfreudig.
    - Nichraucher sind per se lust- und genußfeindliche, griesgrämige Stubenhocker, die nicht wissen wie man genießt und die nur der Frust über ihr kümmerliches Leben dazu treibt, den Rauchern die gute Laune zu vermiesen.
    - Der “freie Markt” wird es schon richten. Alles dem “freien Markt” überlassen.
    - Nichtraucher sind einfach nur dumm, weil sie gar nicht merken, das sie zu willenlosen Handlangern von Schäuble & Co im Kampf gegen Freiheits- und Menscherechte werden. Alleine die viele Energie, die Nichtraucher mi dieser überflüssigen Debatte den kritischen, rauchenden Widerständlern entziehen, die den Rauchern dann im Kampf gegen das Unrecht auf dieser Welt fehlt ..
    - In Wahrheit ziehen die Demoktratiefeinde im Hintegrund die Strippen, um die Bevölkerung zu spalten und zu entzweien, um Ihre repressive Politik unbemerkt durchsetzen zu können. Und die blöden Nichtraucher merken das nicht und lassen sich auch noch vor deren Kkarren spannen ..

    - bei der weniger politischen, aber nicht minder paranoiden Variante werden einfach nur an allen Ecken lustfeindliche, griesgrämige Nichtraucher ausgemacht, die nur neidisch auf die geselligen und lebenslustigen Raucher sind.

    - Da wird von manchen das Rauchen in Kneipen, Clubs, Diskotheken, Konzertsälen und Gaststätten gar zum Widerstand gegen “das System” hochstilisiert, zum wahren Kampf für Menschenrechte, Demokratie und Freiheit.

    - Die Raucher werden von Schäuble & Co. (und den Nichtrauchern als deren Handlanger) in den Widerstand GETRIEBEN!. Wir sollten den Rauchern viel mehr Respekt bezeugen, kämpfen Sie doch in Wahrheit für UNSER ALLER Freiheit. Sie gefährden ihre Gesundheit für das Gemeinwohl. Und wie wird es ihnen gedankt?

    - Die Argumentation einiger hier weitergesponnen, sind letztendlich der Staat und die Nichtraucher schuld, wenn die Raucher rauchen müssen – denn nur so können diese Widerstand leisten gegen ein freiheitsbeschneidenedes, repressives System nichtrauchender Griesgräme.

    Aber mal im Ernst:

    Sonst wird hier doch scharf anlaysiert, das es z.B. bei Dumpinglöhnen, Kinderarbeit usw. keine Freiwilligkeit und keinen wirklich “freien Markt” gibt, sondern nur Stärkere und Schwächere und Abhängigkeiten. Und das übergeordnete Instanzen mitunter eingreifen und notfalls auch verbote und Gesetze durchsetzen müssen, weil z.B. auch die ganzen freiwilligen Selbstverpflichtungen der diversen Industrien das Papier nicht wert sind, worauf sie stehen.

    Sonst werden hier eher internationale Großkonzerne, die sich auf Kosten der Allgemeinheit dumm und dämlich verdienen und die Milliarden Dollars in Lobbyarbeit, Bestechung von Ärzten, Wissenschaftlern und Politikern stecken und weitere Milliarden in ausgeklügelte Marketingsstrategien, zu Recht in jeder Hinsicht hinterfragt und kritisiert.

    Nur bei der Tabakindustrie vernehme ich wenig. Warum?
    Ganz einfach. Es sind die eigenen Dealer.

    So einfach ist überhaupt die ganze Diskussion. Es geht um nichts anderes als um Sucht und Abhängigkeit.

    Diese ganze Debatte um Genuss, Freiheitsrechte, Widerstand gegen den Überwachungsstaat, gefälschten / manipulierten Messwerten der Nichtraucherlobby und das ganze Drumherum ist einfach nur peinlich.

    Nur weil die meisten Raucher nicht zugeben wollen, das sie abhängig vom Tabak sind und Ihnen die Vorstellung eines Lebens ohne Tabak wie ein Jammertal scheint. Daher auch die Übertragung der eigenen Angstfantasien auf die angeblich lustfeindlichen Nichtraucher. Raucher können sich ein Leben ohne Rauchen eben nur als grausam und voller Qualen vorstellen – das ist nun mal bei jeder Sucht so. Fragt doch mal euren lokalen Alkoholiker oder Junkie um die Ecke.

    Die große Mehrzahl der Raucher wird nach spätestens 2 Stunden ohne Zigarette zumindest leicht nervös, nach weiteren 1-2 Stunden hibbelig bis hin zum Ausbruch von kaltem Schweiß.

    Leute, so etwas nennt man nicht Genuss oder Entspannung, das sind Entzugserscheinungen!

    Und das auch gerade die unter den Rauchern, die sich selber als kritisch, als Humanisten, als “Linke” oder wie auch immer selbst bezeichnen, auf die Werbekampagnen internationaler Großkonzerne mit ihren aalglatten Managern reingefallen sind und denen nun das Geld in den Hintern schieben, damit diese weiter manipulieren, schmieren und bestechen können ..

    Da ist das Selbstbild vom “Widerstand” und “Freiheitskampf” schon irgendwie spannender und romantischer.

    Nehmt euch und eure Mitmenschen doch mal selber ernst, zeigt mal etwas Selbstachtung und lügt euch nicht in die Tasche. Und die ganzen “Argumente” und das Beschwören des freien Marktes wie das Anbeten des goldenen Kalbes – bitte, wie arm ist das denn?

    Ihr seid süchtig und man will euch den freien Genuss eurer Droge jederzeit und überall erheblich einschränken, weil durch eure Droge bisher andere, nicht süchtige Menschen ständig in Ihrer Freiheit eingeschränkt werden und zudem noch in ihrer Gesundheit gefährdet sind.

    Da ist man erst mal sauer. Da setzt das Denken aus. Wie bei jedem Junkie oder Alkoholiker auf Entzug oder bei Androhung des Entzugs.
    Und in einer solchen Situation seid ihr, wie alle Abhängigen, nicht einsichtig und zurechnungsfähig. Aus diesem Grund muß das von oben geregelt werden. So einfach ist das.

    Dieser Punkt ist gekommen und es insofern eine enorme Leistung, weil der Staat damit zum einen gegen eine mächtige Lobby mal NICHT eingeknickt ist und zum anderen sinkende Einnahmen in Kauf nimmt.

    Die Paranoia mancher Diskussionsteilnehmer hier kannte ich bisher nur von intensiven Koksern. “Echte” Junkies haben keine Lobby – anderen Süchtigen dagegen, die Krankenkassen und Gesellschaft belasten, den Rauchern, ist es jahrelang gelungen, mit Hilfe der Großindustrie das öffentliche Ausüben ihrer Sucht und die Schädigung der Gesundheit anderer als eine Art Persönlichkeitsrecht durchzusetzen.

    Entsprechend groß ist jetzt das Gzetere, das weinerliche Gejammere von hochgradig Abhängigen, denen man ihr Suchtmittel noch nichtmals ganz wegnimmt, sondern nur stundenweise, temporär vorenthält.

  112. salvo am 18. Dezember 2007 um 15:36 - - Permalink

    @Carlos

    ich rauche nicht, bin aber dennoch kein ‘Nicht-Raucher’

    das Selbstbild der bekennenden Raucher ist in der Tat problematisch bis ulkig, man sollte aber schon auf die veränderte Wahrnehmenung des ‘Rauchens’ verweisen können, wie und warum das Bild des ‘Rauchers’ zunehmend negativ geprägt und in ein religiös-ideologischen Diskurs eingebettet wird, ohne pauschal als ‘paranoid’ denunziert zu werden – aber in einem Punkt hast du recht: solche Gegen-Stilisierungen wirken sich weiter polarisierend aus

  113. Ralf am 18. Dezember 2007 um 15:49 - - Permalink

    @ Carlos, welche Schädigung der Gesundheit? Sie argumentieren doch genauso scheinheilig wie die vermeintlichen Raucher, Sie werden mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eher den Abgasen, Holzkohlegrills im Sommer oder Hawaiipizzen einen Krebstod verdanken als dem Passivrauchen. Für die beiden erstgenannten Faktoren gilt genauso die Fremdverursachung, nur für Letztgenannten haben Sie überhaubt eine Alleinverantwortung.

    Dann zur Sucht, Sucht ist für jeden Genuss ein Totschlagsargument. Alkohol, Sex, Essen, Kaffee, Rauchen und zig andere Genüsse können alle zur Sucht führen, Suchtverhalten ist keine unmittelbare Reaktion des Einzelnen auf einen Stoff, es ist eine Willensschwäche des Einzelnen. Das es bei hohem Konsum zu Entzugserscheinungen kommt trifft ebenfalls auf jede der genannten Stoffe zu, trinken Sie mal eine Woche keinen Kaffee geht die Pumpe, Essen Sie mal unregelmäßig wird Ihnen statistisch gesehen kälter, haben Sie keinen Sex .. lassen wir das.. es gab in den 20ern ein Orgonmodell um derartigen Mangel darzustellen ;)
    Sucht ist gerade bei synaptisch wirkenden Substanzen nur ein Gewöhnungseffekt, eine Zunahme an Rezeptoren, mehr nicht.

    Ihr Versuch, Raucher als gescheiterte Existenzen mit ernsthaften Problemen hinzustellen ist sachlich so einfach nicht haltbar. Sie werden feststellen, dass Sie auch mit Rauchverbot weder länger noch kürzer leben als ohne. Und Sie sollten sich vllt fragen, welchem Genuss Sie eventuell überhöht nachhängen und was Sie zu dessen Verbot sagen würden.

  114. danielj am 18. Dezember 2007 um 15:54 - - Permalink

    Entsprechend groß ist jetzt das Gzetere, das weinerliche Gejammere von hochgradig Abhängigen, denen man ihr Suchtmittel noch nichtmals ganz wegnimmt, sondern nur stundenweise, temporär vorenthält.

    Schöne Zusammenfassung.

  115. salvo am 18. Dezember 2007 um 16:14 - - Permalink

    “Sie werden feststellen, dass Sie auch mit Rauchverbot weder länger noch kürzer leben als ohne.”

    hmmm …. wie stellt man das fest? :-)

  116. Frank Schenk am 18. Dezember 2007 um 16:36 - - Permalink

    Die physische Abhängigkeit ist minimal, es gibt auch keine klassischen Entzugserscheinungen, die Abhängigkeit ist zu 95% eine psychische.

    Was kommt als nächstes?
    Kein Sex unter 18 (wird ja inzwischen unter Strafe gestellt obwohl man schon vor 20 Jahren davon ausging, daß normaler GV unter z.B. 16 Jährigen in beidseitigem Einverständnis ok ist) während man in allen Medien rund um die Uhr nur hört, wer mit wem bumst und die Jugend ihren “Idolen” nacheifert
    Kein Sex ohne die Absicht, ein Kind zu zeugen?
    Kein Alkohol
    Keine öffentliche Spielhallen mehr
    usw. usf.

    Ich versteh ja, daß manchen ihre Freiheit egal ist und sie “nichts zu verbergen haben”, mir ist meine Freiheit aber nicht egal.

    Herr wirf Hirn vom Himmel, die gleichgeschalteten Medien haben auch bald die gleichgeschalteten Massen geschaffen und dann kommt das vierte Reich und Deutschland geht wieder einmal unter…

    gruß

  117. Thoralf am 18. Dezember 2007 um 16:46 - - Permalink

    Die “Freiheit” ueberall rauchen zu koennen ist ungefaehr so sinnvoll wie die “Freiheit” einem x-beliebigen eine aufs Maul zu hauen. Beides macht gewissen Leuten Spass, beides hat keine Sinn, beides beeintraechtigt die Gesundheit der Betroffenen und beides gehoert verboten.

    Die Raucherei mit dem Griff in die Freiheitskiste verteidigen zu wollen, ist nicht nur dreist sondern auch dumm.
    Die persoenliche Freiheit hoert ueblicherweise da auf, wo die Freiheit eines anderen erheblich eingeschraenkt wird. Sie hoert aber spaetestens dort auf, wo die koerperliche Unversehrtheit eines anderen gefaehrdet wird.

    Und das steht sogar im Grundgesetz.

  118. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 16:54 - - Permalink

    @thoralf

    so, und jetzt wenden wir Deinen Beitrag einfach auf Kraftwägen und Flugzeuge an

  119. Spiegelfechter am 18. Dezember 2007 um 16:57 - - Permalink

    @Carlos

    Sagen wir es mal mit dem alten Abe Lincoln:

    “Ich habe die Erfahrung gemacht,
    daß Menschen ohne Laster
    auch keine Tugenden haben.”

    Alternativ könnte man auch mit Hunter S. Thompson antworten:

    “I wouldn’t recommend sex, drugs or insanity for everyone, but they’ve always worked for me.”

    In diesem Sinne

    Viel Spaß beim Ausleben der Laster und Süchte ;-)

  120. PrittStift am 18. Dezember 2007 um 16:57 - - Permalink

    Thoralf, schön gesagt. Ich wünschte, die militanten Raucher hier würden endlich einsehen, dass ihre “Freiheit” i.d.T. dort aufhört, wo sie die der nichtrauchenden Mehrheit einschränkt bzw. deren Gesundheit gefährdet.

    Ach ja, da ich hier offenbar zensiert/gelöscht werde, noch einen schönen Gruß an den “Spiegelfechter”… es ist offenbar einfacher, unliebsame Meinungen zu filtern.

    EDIT: Ok, Jens, geht klar ;)

  121. Spiegelfechter am 18. Dezember 2007 um 17:03 - - Permalink

    @Prittstift

    Nicht jede Verbalflatulenz ist eine Meinung und Foren-/Bloghygiene ist nicht immer Zensur.

  122. Thoralf am 18. Dezember 2007 um 17:07 - - Permalink

    @118
    Na dann versuchs mal selbst! Aber bitte korrekt und nicht einfach etwas weglassen oder dazudichten, weil es nicht passt.

    Kleine Stichwortliste damits nicht zu schwer wird: Spass, sinnlos, Beeintraechtigung, Gesundheit

    und @119
    Laster kann jeder von mir aus so viele haben wie er will. Von mir aus koennen sie den ganzen Tag qualmen – wenn sie dabei die anderen Menschen in Ruhe lassen. Es geht hier ueberhaupt nicht darum die Raucher einzuschraenken. Es geht darum die Nichtraucher zu schuetzen. Wenn die Raucher in ihrer ueberwiegenden Ignoranz nicht ewig Toleranz geschwaetzt aber Intoleranz praktiziert haetten, waere es ueberhaupt nicht zu diesem Gesetz gekommen.

    Jeder kann sich selbst zu Grunde richten so sehr er mag – solange eben nur der eigene Koerper betroffen ist.

  123. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 17:09 - - Permalink

    @Prittstift (#120)
    siehe #118

  124. PrittStift am 18. Dezember 2007 um 17:15 - - Permalink

    @123

    Ja. Und?

    Was sollen diese sinnlosen Vergleiche bezwecken? Es gibt viele Dinge im Leben, welche die Gesundheit negativ beeinträchtigen. Viele sind (leider) unabdingbar, das Rauchen nicht.

  125. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 17:20 - - Permalink

    @Thoralf
    da geht es schon los: Bequemlichkeit

    Also für Dich: von Kraftwägen und Flugzeugen wird meine Gesundheit massiv beeinträchtigt; mit Deiner Argumentation müsste man folglich auch diese weitestgehend verbieten, da meine körperliche Unversehrtheit nicht gewährleistet ist.

  126. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 17:23 - - Permalink

    @124
    warum ist der Vergleich sinnlos? weil er Dir nicht in den Kram passt?

    Autofahren ist nicht unabdingbar, sondern bequem. Aufgrund Deiner Bequemlichkeit muss ich die verpestete Luft einatmen, und Du regst Dich über ein paar Zigaretten auf

  127. Thoralf am 18. Dezember 2007 um 17:24 - - Permalink

    Offenbar ist selbst die Hilfe nicht genug gewesen. Also nochmal deutlicher:
    Ja, es gibt Dinge, die die Gesundheit beeintraechtigen und eben nicht vermeidbar sind – Rauchen gehoert nicht dazu, Autos oft (aber auch nicht immer) und Flugzeuge ebenso.

    Kleiner Nachtrag: Wenn du von heute auf morgen saemtliche Autos aus dem Verkehr ziehst, hast du spaetestens nach ein paar Tagen die ersten Tausend Toten in den Grossstaedten, weil die Leute verhungern und verdursten.

    Manchmal hilft es auch einfach selbst ein wenig nachzudenken bevor man postet.

  128. name am 18. Dezember 2007 um 17:26 - - Permalink

    Schön Schön: Der Raucher ist schuld, damit der lebende arische Astralkörper und samt der eigenen Karre weiter fein die anderen Lebewesen ausrotten kann.

    @Thoralf

    Merkst Du eigentlich, wie verlogen dein vermeintlich moralischer Dreck eigentlich ist ? Den Proleten das Rauchen verbieten wollen und im gleichen Atemzug blutiges Erdöl aus aller Welt verfahren, und dazu Lügen in voller Unkenntniss der tatsächlichen Verhältnisse in Kneipen, Club und auf Konzerten verkaufen wollen.

    Das einzige Ergebiss, was diese weltfremden Gesetze zu Stande bringen werden, sind riesige Trennwände, insolvente Kneipen und eine noch intensivere Rauchkultur.

    Niemand hätte was gegen die klaren, wirklichkeitsnahen Regelungen gehabt, wie sie in DDR praktiziert worden sind: den welt und menschenfremden Gesundheitsterroristen von heute fällt dagegen nur eine besonders neuartige Architektur ein.

  129. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 17:38 - - Permalink

    @Thoralf
    Autofahren gehört nicht zu den notwendigen Dingen des Lebens; wir haben lediglich unser Leben weitestgehend darauf ausgerichtet….. das ließe sich auch wieder ändern; Radikallösungen wären nicht notwendig
    wer spricht denn hier von heute auf morgen? wer spricht davon, dass seine Gesundheit durch “schlechte Luft” beeinträchtigt wird?
    Ich habe lediglich Deinen Argumentationsstil aufgegriffen

  130. Thoralf am 18. Dezember 2007 um 17:45 - - Permalink

    @129

    Nein, du hast genau das getan, was dir uebrig blieb: die Tatsachen verdreht und dir deine eigene Wirklichkeit gebastelt.

    Wenn von heute auf morgen alle Zigaretten vom Erdboden verschluckt werden, geht es ein paar Leuten in den naechsten Tagen und Wochen vielleicht etwas schlechter aber unterm Strich verliert niemand etwas. Wenn du das gleiche mit Autos/Flugzeugen oder sonstwelchen unpassenden Vergleichsobjekten machst, bekommst du das reine Chaos mit Toten und Katastrophen.

  131. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 18:07 - - Permalink

    @Thoralf
    ich zitiere Dich mal, da Du Dein eigenes Geschreibsel entweder verdrängt hast, oder nicht mehr dazu stehst:

    Die “Freiheit” ueberall rauchen zu koennen ist ungefaehr so sinnvoll wie die “Freiheit” einem x-beliebigen eine aufs Maul zu hauen. Beides macht gewissen Leuten Spass, beides hat keine Sinn, beides beeintraechtigt die Gesundheit der Betroffenen und beides gehoert verboten.

    Das ist doch wahrlich mal ein toller Vergleich
    aber Du hast ja noch mehr “auf Lager”:

    Die persoenliche Freiheit hoert ueblicherweise da auf, wo die Freiheit eines anderen erheblich eingeschraenkt wird. Sie hoert aber spaetestens dort auf, wo die koerperliche Unversehrtheit eines anderen gefaehrdet wird.

    und genau dieses Sprüchlein kann man wunderbar auf Autos anwenden, aber das passt Dir ja nicht, da Dir so die Argumente ausgehen, und dass nur deshalb, weil ich mich Deiner Argumentation bedient habe, was Du ja natürlich bestreite musst.

    und Autoabgase sind nicht gesund, genauso wenig wie Zigarettenrauch, und ja, auch Du kannst ohne Auto leben, genauso wie man ohne Zigaretten leben kann….; aber was mache ich mir hier überhaupt mit so Leuten wie Dir meine Mühe:
    entweder kapierst Du es wirklich nicht, oder Du hast Gefallen daran Dich über andere lustig zu machen bzw. diese zu veräppeln….. werde mal erwachsen!

  132. Harti am 18. Dezember 2007 um 18:19 - - Permalink

    Versteht mich nicht falsch, das Problem ist selbstverständlich nicht, dass jemand gegen das Rauchergesetz ist. Aber dieses absurden Begründungen dafür, dieses sinnverzerrte Gefasel von Freiheit, die ständigen Andeutungen in Richtung Nazizeit, das Herbeifabulieren von dräuender Gefahr für die Gesellschaft, das penetrante Unterstellen von Intoleranz, die wirklich grotesken Vergleiche besonders mit lebensnotwendigen menschlichen Trieben, oder (die Krönung) Psychoargumente, Metadiskussionen und die absolute Unkenntnis grundlegender wissenschaftlicher Arbeitsweisen – all das macht mich wirklich am Verstand so mancher Diskussionsteilnehmer zweifeln. Man legt sich Fakten und Argumente wohl tatsächlich so, wie man sie gerne haben möchte.

    Und wenn ihr ehrlich seid – eigentlich wisst ihr doch genau, das euch nur eure Sucht im Wege steht, oder nicht!?

  133. Harti am 18. Dezember 2007 um 18:20 - - Permalink

    @ 131:

    Kosten-Nutzen-Relationen?

  134. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 18:39 - - Permalink

    @Harti
    Hier geht es nicht um Ehrlichkeit, sondern um das Prinzip!
    Mich regt es einfach auf, wenn Menschen mit ihrer Doppelmoral das eine rechtfertigen und das andere verurteilen.
    Diese penetrante Selbstgefällig- und Selbstgerechtigkeit kozt mich einfach nur an.

    Und zur Kosten-Nutzen-Relation:
    also in Zeiten, in denen man drüber nachdenkt Kühe wegen ihres Metanaustosses zu besteuern, kann man auch drüber nachdenken, das Autofahren drastisch zu reduzieren (von den Verkehrstoten und Verkehrskrüppeln hatte ich ja gar nicht gesprochen), und auf das notwendigste zu reduzieren….. dafür eine Stärkung des öffentlichen Nahverkehrs

  135. Thoralf am 18. Dezember 2007 um 18:43 - - Permalink

    Doppelmoral?

    Ich habe selbst geschrieben, dass Auotfahren auch sinnlos sein kann – und dann natuerlich auch verboten werden sollte, sofern es denn wirklichgefaehrlich ist. Es gibt (zumindest hier in der Gegend) eine massiv zunehmende Anzahl elektrisch betriebener Fahrzeuge.

    Ich selbst habe kein Auto, fahre so gut wie nie Auto und halte Autos trotzdem fuer unverzichtbar.

    Die Doppelmoral existiert aber sehr wohl auf Seiten der Raucher, die fuer sich Freiheit reklamieren wollen aber den Nichtrauchern am liebsten jegliches Recht auf frische Luft absprechen.

  136. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 18:53 - - Permalink

    @Thoralf
    ich spreche keinem Nichtraucher das Recht auf die sogenannte frische Luft (die es ja gerade wegen des Straßenverkehrs (und natürlich der Industrie) nicht mehr gibt) ab; wie ich schon weiter oben geschrieben habe (#104) bin ich hier (ausnahmsweise) ein Verfechter des freien Marktes: man sollte dem jeweiligen Wirt/Pächter/etc. und den Kunden die Entscheidung überlassen

    aber nein: man muss es ja allen überall verbieten und auf der anderen Seite bläst man die Abgase den Mitmenschen nur so um die Ohren

    ich selber bin NR und vermisse den Rauch in den Kneipen…… und einen Führerschein habe ich nie besessen (eben aus den oben erwähnten Gründen)

  137. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 19:00 - - Permalink

    Ergänzung:
    sobald es finanzierbare umweltfreundliche Autos (die im Idealfall auf den Fahrer nicht mehr angewiesen sind) und ein Tempolimit gibt, werde ich auch über einen Führerschein nachdenken….. und ja: in seltenen Fällen lasse ich mich auch mal kutschieren ;)

  138. Spiegelfechter am 18. Dezember 2007 um 20:09 - - Permalink

    @132

    Und wenn ihr ehrlich seid – eigentlich wisst ihr doch genau, das euch nur eure Sucht im Wege steht, oder nicht!?

    Im Wege von oder für was?

    Nein, ich betrachte ein Leben als gesundheitsorientierter, laster- und süchtbefreier Abstinenzler, als alles andere als erstrebenswert. Aus kindlichem Trotz (nur um meiner Ex zu beweisen, dass ich sehr wohl willensstark bin ;-)) habe ich mal 7 Monate aufgehört, ohne es eigentlich zu wollen. Aber irgendwie fand ich dieses Leben zu septisch, zu fad, zu angepasst und zu wenig lustorientiert … das war nicht ich, drum habe ich wieder angefangen und es nie bereut.

  139. lixt am 18. Dezember 2007 um 22:54 - - Permalink

    Totales Rauchverbot, ja gehts noch?

    Wahrlich, Adolf Hitler war wirklich ein Verbrecher, dennoch war er ein überzeugter Nichtraucher und kam nie auf die Idee „seinem“ Volk das Rauchen zu verbieten.
    Bei der Machtfülle die er innehatte, wäre es für ihn ein leichtes gewesen das Rauchen generell zu verbieten. Bei Nichtbefolgung des Rauchverbots wäre der Betreffende halt im KZ gelandet. Diese Aussicht hätte mit an Sichertheit grenzender Wahrscheinlichkeit fast jeden vom Rauchen abgehalten. Doch halt! Welch eine Ausgeburt an Toleranz war doch dieser Österreicher!

    Er hat es nicht verboten. Er hat es zugelassen!
    Man stelle sich vor wie sein oberster Volksverhetzer J.Goebbels, mit leicht überschlagender Stimme das Rauchen im Fackelschein Tausender stramm stehender Soldaten verboten hätte. Statt einer Bücherverbrennung hätte er dann eben eine Raucherverbrennung veranstaltet.
    Das Propagandaministerium hätte ganz München mit Anti-Raucher-Plakaten zugegleistert. Das wäre mit Sicherheit die leichteste Übung im Dritten Reich gewesen.
    Doch nein! Die Nazis waren toleranter als diese Politiker die heute im bayerischen Landtag sitzen.

    Fazit:
    Zuerst geht man auf die Raucher los.
    Dann auf die Alkoholtrinker. (Jährlich allein in Bayern 6000 Tote wg. übermäßigen Alkoholgenuss – Folgeschäden etc.), noch nicht mit eingerechnet die Folgen vieler Gewaltdelikte aufgrund totaler Enthemmung sowie den vielen unschuldigen Straßenverkehrsteilnehmern die völlig schuldlos von so einem Idioten zum Krüppel gemacht oder gleich einen grauenhaften Unfalltod erleiden müssen.
    Als Nächstes geht man dann auf die Leute los, die gerne recht fett und möglichts viel zu essen pflegen – ungesund – Volkskörper – etc.
    Schließlich kommt die Kleidung dann der Haarschnitt und am Ende die Gesinnung.
    Ich glaube so etwas nennt man Faschismus in seiner reinsten Urform.

    Na dann Prost Neujahr!

  140. Harti am 18. Dezember 2007 um 23:01 - - Permalink

    @ 138:

    “habe ich mal 7 Monate aufgehört, ohne es eigentlich zu wollen. Aber irgendwie fand ich dieses Leben zu septisch, zu fad, zu angepasst und zu wenig lustorientiert …”

    Du verwechselst da was. Für Freiheit und Abenteuer braucht man nicht die Zigarette, sondern das Pferd und den Cowboy-Hut.

  141. Spiegelfechter am 18. Dezember 2007 um 23:12 - - Permalink

    @harti

    Es hätte mich auch gewundert, wenn ihr antiliberalen Sauertöpfe von der Latzhosenfraktion nicht auch die Definitionshoheit über “Freiheit” und “Abenteuer” hättet. Respekt!

  142. Carlos-K am 18. Dezember 2007 um 23:13 - - Permalink

    @ Ralf
    Durch das ständige Wiederholen, das Autoabgase (und von mir aus auch Holzkohlegrills im Sommer und Hawaiipizzen) ebenfalls gesundheitsschädlich sind, ändert doch aber auch rein gar nichts an der Rauchdiskussion. Oder?

    Aber ganz abgesehen von der Gesundheit (denn das ist immerhin noch eine Lotterie mit ungewissen Ausgang): Der Qualm stinkt, er beißt in den Augen, in der Nase, in den Atemwegen, ich bekomme Hustenreiz, in Extremfällen wird mir fast übel. Und kalter Rauch, das ist der Hammer, absolut ekelhaft, für mich noch schlimmer als schlimme Schweifüße.

    Wenn andere permanent rauchen MUSS ich mitrauchen, egal ob ich will oder nicht. Ich muß wie alle Menschen atmen, es geht physikalisch leider nicht anders. Jemand hat mal in einer geselligen Runde fogendes Beispiel gebracht: “Wenn in diesem Glas Sauerkrautsaft wäre und ich diesen trinke, müssen alle anderen am Tisch auch etwas Sauerkrautsaft trinken. Völlig egal, ob sie Sauerkrautsaft lieben oder hassen, ob es ihnen egal ist oder ob sie eine Würgreiz davon bekommen.” Ich käme niemals auf die Idee, andere dazu zu zwingen, ebenfalls Sauerkrautsaft zu trinken, nur weil ich diesen trinke. Aber die meisten Raucher machen permanent nichts anderes.

    @ 7schläfer
    Für dich gilt das gleiche. Du häslt dich hier merhere Beiträge lang daran fest, das Kraftfahrzeuge und Flugzeuge ebenfalls gesundheitssschädlich sind (was ja per se niemand abstreitet). Und meinst auch noch allen Ernstes, das Thoralf die Argumente ausgehen. Dabei hat er dich argumentativ schon ein paar Mal verfrühstückt, du merkst es nur nicht.
    Du, Thoralf und ich können es leider erst einmal nicht ändern, das die Abgase von Kraftfahrzeugen und Flugzeugen schädlich sind. Aber ich zwinge dir zu all dem Übel auf der Welt – und wahrlich, davon gibt es reichlich – nicht noch zusätzlich Sauerkrautsaft auf! Das wäre fies.

    @ alle Raucher: das Leben ist riskant, euer Totschlagargument. Gecheckt und abgehakt. Darum werden wir auch die Lebensmittel nicht mehr kontollieren, keinen TÜV mehr, keine Überprüfung mehr auf giftige Chemie in Lebensmitteln oder Kinderspielzeugen. Wozu überhaupt noch Umweltauflagen – sterben tun wir doch alle mal, No risk no fun. Und hat man sich erst einmal an Gammelfleisch gewöhnt tut der Gammelfisch bald auch nicht mehr so weh.

    Die lieben Gesundheitsschäden: Es gibt ja nicht nur den relativ schnellen Lungenkrebstod, sondern z.B. auch das jahrelange Ersticken durch Lungenemphysem oder ähnliche Krankheiten. Mußte ich bei einem geliebten Menschen seit Ende der 90er Jahre mitansehen. Anfangs konnte sie nur kaum noch gehen (schon zu anstrengend). Die letzten 2 ½ Jahre wurde sie immer weniger. Zum Glück ist sie dann Ende letzten Jahres an Darmkrebs gestorben – bis zum endgültigen Erstickungstod hätte es dank diverser technsicher Hilfsmittel villeicht noch ein weiteres Jahr gedauert. Einem geliebten Menschen beim Ersticken zuzusehen – ich glaube es gibt wenig, was noch grausamer ist. Und in den diversen Krankenhäusern und bei den Ärzten waren so viele davon. Soviele mit Sauerstoffgeräten. So viel langsam am ersticken. Ja, alles Raucher die ich gefragt habe. Nein, die kommen nicht mehr in die Kneipe, die leiden und sterben leise.

    @ Ralf noch mal:
    Ich will Raucher nicht als gescheiterte Existenzen hinstellen, es tut mir leid wenn der Eindruck entstanden sein sollte. Für mich sind auch Junkies keine gescheiterten Existenzen, denn es weiß doch jedes Kind, das diese mit sauberem Stoff und ohne Beschaffungszwang ganz unauffällig unter uns leben könnten. Und auch Alkoholiker sind per se keine gescheiterten Existenzen. Im Gegenteil habe ich sehr viel Mitgefühl. Junkies und Alkoholiker beschneiden mich in der Regel aber nicht, wenn ich abends ausgehen möchte, auf Konzerten ohne Hustenanfälle tanzen und pogen möchte, mir im Restaurant beim Essen der Qualm in die Nase steigt usw.. Es sei denn, Junkies berauben einen oder Alkis verursachen im Rausch Unfälle.

    Mir ist nur diese unsagbar dümmliche und weinerliche Argumentation vieler Raucher hier dermaßen auf den Keks gegangen- wenn diese Raucher auch nur ansatzweise ahnen würden, wie tolerant die meisten Nichtraucher jahrzentelang mit ihnen umgegangen sind und was die Nichtraucher im Gegenzug in all dieser Zeit schon ertragen und über sich ergehen lassen mußten – an Gestank, Ekel, Übelkeit, verdorbenen Essengenüssen, Hustenanfällen bis hin zu Erstickungsanfällen im Extremfall. Oder Spott. Aggressives Angebrülle. Oder einfach nur simples Unwohlsein.

    Die Mitarbeiter in Diskotheken und Clubs tun mit leid. Ich gehe gerne mal aus, aber nach manchen Erlebnissen in solchen Clubs / Discos glaube ich den Behauptungen vieler Untersuchungen ungeprüft, das die Schadstoffkonzentration in vielen Clubs dermaßen hoch ist, das die Mitarbeiter eigentlich Gasmasken tragen müßten,
    Zitat: “So maßen die Tester laut Zeitung in Discotheken Feinstaubwerte von mehr als 1000 Mikrogramm je Kubikmeter Luft. Auch in Restaurants (200 Mikrogramm) und Kneipen (220) fanden sich stark erhöhte Werte. Wenn im Freien Konzentrationen von nur 50 Mikrogramm dauerhaft überschritten werden, müssen Kommunen einen Luftreinhalteplan etwa mit Lkw-Fahrverboten starten.”

  143. Carlos-K am 18. Dezember 2007 um 23:17 - - Permalink

    @ lixt
    Sie diskreditieren sich ja selber, so was dümmliches. Ein wahrlich berauschendes Niveau. Sie steigern es sogar noch ein wenig. Bravo!

  144. Carlos-K am 18. Dezember 2007 um 23:21 - - Permalink

    @ Spiegelflecher
    “Nein, ich betrachte ein Leben als gesundheitsorientierter, laster- und süchtbefreier Abstinenzler, als alles andere als erstrebenswert. Aus kindlichem Trotz (nur um meiner Ex zu beweisen, dass ich sehr wohl willensstark bin ;-)) habe ich mal 7 Monate aufgehört, ohne es eigentlich zu wollen. Aber irgendwie fand ich dieses Leben zu septisch, zu fad, zu angepasst und zu wenig lustorientiert … das war nicht ich, drum habe ich wieder angefangen und es nie bereut.”

    Das überrascht mich jetzt aber. Das Sie so etwas simples wie Rauchen oder Nicht-Rauchen für sich zu einer Frage von “Angepaßt / Unangepaßt”, von “fad / lustorientiert” stilisieren.

    Ja, wenn das so ist! Das erklärt natürlich alles.
    Wer es nötig hat ..

  145. 7schläfer am 18. Dezember 2007 um 23:23 - - Permalink

    @Carlos

    Dabei hat er dich argumentativ schon ein paar Mal verfrühstückt, du merkst es nur nicht.

    erleuchte mich doch bitte, Deine Behauptung alleine überzeugt mich nicht

  146. PrittStift am 18. Dezember 2007 um 23:23 - - Permalink

    LOL… ich habe ja schon viel dummes und einfältiges hier gelesen, aber der “Adolf-war-tollerant-weil-er-den-Pöbel-rauchen-lies”-Vergleich ist so absurd, dass er schon fast wieder genial ist. Na ja, fast. Wie war das mit der Regel aus Murphys Law(?), dass spätestens nach X-Beiträgen in einem Forum irgendein Teilnehmer einen Nazi-Vergleich anstellen werde?

  147. Spiegelfechter am 18. Dezember 2007 um 23:25 - - Permalink

    @Carlos-K

    [] und was die Nichtraucher im Gegenzug in all dieser Zeit schon ertragen und über sich ergehen lassen mußten – an Gestank, Ekel, Überleit, verdorbenen Essengenüssen, Hustenanföllen bis hin zu Erstickungsanfällen im Extremfall. Oder Spott. Aggressives Angebrülle. Oder einfach nur simples Unwohlsein.

    Ich schätze mal, mit Sätzen, wie diesen, diskreditierst Du Dich als ernst zu nehmenden Diskussionspartner – leider haben Leute wie Du, in Dieser Welt wieder das Sagen … das ist ärgerlich, aber da keine Aussicht auf Besserung besteht, muß man wohl damit leben.

  148. Carlos-K am 19. Dezember 2007 um 00:01 - - Permalink

    @7schläfer
    Siehe 127 und 130. Das sind für mich ganz gute Argumente, auf die du nichts erwidert hast. Wenn von heute auf morgen alle Kraftfahrzeuge und Flugzeuge verschwinden würden, gäbe es auf der ganzen Welt eine unübersehbare Zahl von Toten und Verletzten, alles würde komplett zusammenbrechen. Mal dir das Szenarion mal aus, ohne Verklärung und Romantisierung früherer Zeiten mit Pferd und Kutsche.
    Zitat Toralf:
    Wenn von heute auf morgen alle Zigaretten vom Erdboden verschluckt werden, geht es ein paar Leuten in den naechsten Tagen und Wochen vielleicht etwas schlechter aber unterm Strich verliert niemand etwas. Wenn du das gleiche mit Autos/Flugzeugen oder sonstwelchen unpassenden Vergleichsobjekten machst, bekommst du das reine Chaos mit Toten und Katastrophen.

    So etwas halte ich für ein Argument.
    Niemand bestreitet, das die Abgase schädlich sind, viele Menschen enagieren sich in verschiedenster Form dagegen und für einen weniger schädlichen Verkehr, für mehr und günstigeren öffentlichen Nahverkehr, gegen den Ausbau von Flughäfen und Autobahnen usw. Eine vollkommene Abschaffung ist eine Illusion, wir können nur versuchen, es positiv zu beeinflußen. Das tun viele, Raucher wie Nichtraucher gemeinsam.

    Deine Argumentation heißt, nur weil es Kraftverkehr und Verberennungsmotoren gibt, müssen wir gar nichts mehr schützen. Und da es diese in absehbarer Zeit weiterhin geben wird – tun wir nichts. Weitergesponnen brauchen wir dann gar keinen Umweltschutz mehr, keine Lebensmittelnkontrollen usw. – ist ja alles Doppelmoral, solange in dieser Gesellschaft weiterhin die Luft durch Motorabgasen verpestet wird.

  149. Carlos-K am 19. Dezember 2007 um 00:05 - - Permalink

    @Spiegelflechter
    “leider haben Leute wie Du, in Dieser Welt wieder das Sagen ”

    Ja klar! Gut das du mir das mitteilst, hätte ich sonst glatt verpennt.

  150. 7schläfer am 19. Dezember 2007 um 07:47 - - Permalink

    @Carlos
    Danke; allerdings bin ich nun beruhigt, da ich doch nichts verpasst habe.
    Nur soviel dazu: wenn er argumentiert, dass die “Abgase” der Zigaretten seine körperliche Unversehrtheit beeinträchtigen und ich sage, dass die Abgase der Autos meine beeinträchtigen, und als Antwort darauf das Thema wechselt und die Abschaffung der Zigaretten über Nacht mit der von Autos vergleicht, war es mir einfach zu mühselig auch darauf noch einzugehen, nur weil er einem irgendwelche Brocken hinwirft, die inhaltlich nichts bringen, und das nennst Du verfrühstücken?
    Zudem habe ich in, zugegeben später, #134 darauf hingewiesen, dass ich die ganzen Verkehrstoten und Krüppel durch Verkehrsunfälle (d. h. auch alle temporär Geschädigten) eben nicht aufgegriffen habe, weil es mit seinem ins Spiel gebrachten Thema nichts zu tun hatte.

    Deine Argumentation heißt, nur weil es Kraftverkehr und Verberennungsmotoren gibt, müssen wir gar nichts mehr schützen. Und da es diese in absehbarer Zeit weiterhin geben wird – tun wir nichts. Weitergesponnen brauchen wir dann gar keinen Umweltschutz mehr, keine Lebensmittelnkontrollen usw. – ist ja alles Doppelmoral, solange in dieser Gesellschaft weiterhin die Luft durch Motorabgasen verpestet wird.

    Falsch, das behauptest Du! Ich habe lediglich seinen Argumentationsstil übernommen, und das ist die Konsequenz aus seiner Argumentationweise, die ich ja dadurch angegriffen habe. Er sagt ja: “was meine körperliche Unversehrtheit angreift, muss verboten werden”
    Was ich sage, habe ich ja an anderer Stelle geschrieben

  151. Schwitzig am 19. Dezember 2007 um 08:17 - - Permalink

    Fazit: Wie Carlos-Kam und Satelliten eindrucksvoll bewiesen haben, muss die Welt anscheinend mit der Faust in der Fresse von ihren “Lastern” befreit werden.

    Nun – ihr Bevormunder – das ist EURE Welt. Was ist, wenn jemand sie nicht wichtig findet? Es gab in der Geschichte schon viele Besserwisser, Bevormunder, Verbieter und Versklaver. Je größer der zeitliche Abstand zu ihren Lebzeiten wird, um so mehr mehrt sich die Vearchtung dieser Furunkel am Arsche der Menschheit.

  152. Carlos-K am 19. Dezember 2007 um 09:29 - - Permalink

    @schwitzig
    Weiß nicht wovon du nachts träumst in deiner Paranoia. Ich argumentiere hier für das Rauchverbot, ich vertrete meine Meinung. Ich finde das Rauchbverbot gut, aber ich habe niemals irgendwelchen Leute in die Fresse gehauen noch Gewalt angedroht. Ich habe auch niemanden missioniert. Meine Freundin raucht und auch wenn ich das schade finde lebe ich damit. In Knepen / Cafes / Restaurants / Clubs habe ich es aufgrund von äußerst negativen Erfahrungen schon lange aufgegeben, Raucher mal um Rücksicht zu bitten (ja, ich wagte es doch tatsächlich nett darum zu bitten, nicht oder zumindest weniger zu rauchen – da mußte der Raucher ja ausfallend und gewalttätig werden. Ich habe ihnen ja keine andere Wahl gelassen) Ich erdulde es oder gehe, wenn es ganz schlimm kommt. Aber das passt ja nicht in dein Bild, du willst mich unbedingt als miltanten Nichtraucher sehen.

    @7schläfer
    Ja du hast vollkommen recht. So arguemtieren auch Kleinkinder: “DER macht aber auch Dreck, also kann ich das auch machen.” “Solange nicht alle anderen auch total vernünftig sind und immer alle rücksichtsvoll und umweltbewußt leben – solange mache ich das auch nicht.” WoW, tolle Arguemnte. Da kann ich nichts mehr zu sagen.

    Die einzigen, die hier ständig ausfallend und aggressiv sind bist du @schwitzig und einige andere “Satelliten”. Da kann man ja mit Kleinkindern besser diskutieren als mit euch weinerlichen Jammerlappen. Euer Ego muß ja reisengroß sein, wenn ihr glaubt, das alle euch nur bevormunden und euch die Freiheit nehmen wollen. So wichtig wie ihr gerne wärt seid ihr gar nicht. Die Leute, die für ein Rauchverbot sind, freuen sich weil es IHNEN dann besser gehen wird und nicht weil sie EUCH ärgern können. Du und deine “Satelliten” seid doch so was von unwichtig. Wir sind genauso Egoisten wie ihr es seid: Wir möchten, das wir uns wohlfühlen können wenn wir ausgehen. Ihr wollt das gleiche auch. Bisher mußten sich die Nichtraucher einschränken. Demnächst müssen sich die Raucher einschränken. Findet euch damit ab und hört endlich mit dem Gejammere auf und der Paranoia, das IHR PERSÖNLICH von Nichtrauchern verfolgt und versklavt und bevormundet werdet.
    Wären die Nichtraucher auch nur ansatzweise so weinerlich und intolerant wie viele Raucher .. ach ist doch Energieverschwendung. Viel Spaß noch beim Jammern und Paranoia schieben.

  153. danielj am 19. Dezember 2007 um 09:31 - - Permalink

    Fazit: Wie Carlos-Kam und Satelliten eindrucksvoll bewiesen haben, muss die Welt anscheinend mit der Faust in der Fresse von ihren “Lastern” befreit werden.

    Nein. Pflegt euer Laster, raucht soviel ihr wollt, das ist nicht mein Problem. Die ganze Aufrechnerei ob Raucher jetzt dem Solidarsystem eher nützen oder schaden ist mir ziemlich wurscht, das kann sich letztlich jede Seite so schönrechnen wie es ihr passt. Alles worum es mir geht – ich rauche nicht und ich wünsche auch nicht beraucht zu werden.

    Furunkel am Arsche der Menschheit

    Sehr eloquent, das bereichert diese Diskussion ungemein.

  154. salvo am 19. Dezember 2007 um 09:33 - - Permalink

    hat sich ja zu einem richtigen Krieg entwickelt, ‘Raucher’ gegen ‘Nicht-Raucher’, und ich, der bloß nicht raucht, stehe zwischen den Fronten :-)

    aber im Ernst, man könnte meinen, Herrschaft hätte damit ihr Ziel erreicht

    “dass spätestens nach X-Beiträgen in einem Forum irgendein Teilnehmer einen Nazi-Vergleich anstellen werde?”

    diese Sicht ist leider auch falsch, da man bedenken muss, dass die Strukturen – gerade in den Köpfen der Leute – die Nazi-Deutschland (und im übrigens die anderen faschistischen Diktaturen) ermöglicht haben, nicht mit seiner militärischen Niederlage verschwunden sind. Dass jemand mal sich zu einem ‘dummen’ Vergleich hinreißen läßt, kann kein Grund sein, jenen das Feld zu überlassen, die jede historische Kontinuität negieren

  155. Schwitzig am 19. Dezember 2007 um 09:51 - - Permalink

    @Carlos K und Nachplapperer.

    Ich gebe auf – ihr habt Recht und ich meine Ruhe. Ja, ihr wart die, die am lautesten gebrüllt haben und jetzt habe ich keine Lust mehr (ich bin übrigens Nichtraucher), mich weiter anpöbeln zu lassen.
    Freut euch über eure Welt, aber wundert euch nicht, wenn ihr da irgendwann alleine seid. Da müsst ihr dann eure Russen (oder welches Feindbild auch immer gerade benötigt wird, um eine Sau durch’s Dorf zu treiben) aus den eigenen Reihen aquirieren.

    Der SF hatte schon ganz recht mit diesem Satz:

    Ich schätze mal, mit Sätzen, wie diesen, diskreditierst Du Dich als ernst zu nehmenden Diskussionspartner – leider haben Leute wie Du, in Dieser Welt wieder das Sagen … das ist ärgerlich, aber da keine Aussicht auf Besserung besteht, muß man wohl damit leben.

  156. 7schläfer am 19. Dezember 2007 um 10:01 - - Permalink

    @Carlos
    Das war nicht Thema, das hast Du daraus geschlossen.

    Thoralf sagt: rauchen soll verboten werden, weil seine Gesundheit beeinträchtigt wird; ich konfrontiere ihn mit der Aussage, dass man so auch gegen die Autos argumentieren kann, worauf er sagt, dass man Zigaretten aber von heute auf morgen abschaffen kann, Autos aber nicht, also mit anderen Worten: das bißchen Dreck der Raucher stört mich, weil es meine Gesundheit beeinträchtigt, aber den massenhaften Dreck der Autos, der die Gesundheit noch mehr beeinträchtigt, den nehme ich gerne in Kauf, wiel man die nicht von heute auf morgen abschaffen kann.

    Ihr habt nur Radikalargumente im Angebot: generelles Rauchverbot, Abschaffung der Autos von heute auf morgen, schwarz oder weiß.

    ich selber sage: keine Verbote, sondern lasst das den Markt entscheiden

    Du allerdings vermischst meine verschiedenen Aussagen und bastelst Dir daraus was neues, das Du mir dann in die Schuhe schieben willst.
    Aber ich weiß: Du hast ja die Deutungshochheit über alles, was Du sagst ist Gesetz, es interssiert Dich nicht, was andere tatsächlich schreiben, solange sie nicht Deine Meinung wiedergeben… das nenne ich Kindergarten
    Komme mal von Deinem hohen Ross runter anstelle hier nur auzuteilen aber nichts zur Diskussion beizutragen

  157. Jockel am 19. Dezember 2007 um 10:24 - - Permalink

    Zitat Carlos-K am 19. Dezember 2007 um 09:29 :

    Die Leute, die für ein Rauchverbot sind, freuen sich weil es IHNEN dann besser gehen wird und nicht weil sie EUCH ärgern können. Zitat Ende

    Wie oft geht ihr eigentlich in die Kneipe/Restaurant ??? das hatte ich schon weiter oben siehe 106 geschrieben.

    Zitat name am 18. Dezember 2007 um 17:26

    Niemand hätte was gegen die klaren, wirklichkeitsnahen Regelungen gehabt, wie sie in DDR praktiziert worden sind: den welt und menschenfremden Gesundheitsterroristen von heute fällt dagegen nur eine besonders neuartige Architektur ein. Zitat Ende

    Doch, doch nämlich die Nichtraucher haben etwas gegen wirklichkeitsnahe Regelungen wie sie z.B. in der DDR praktiziert (siehe meinen Vorschlag bei 106) wurden den dann haben sie ja keine Möglichkeit mehr die Raucher zu drangsalieren ;-)

    Jockel

  158. Ein polemischer Kommentar am 19. Dezember 2007 um 10:33 - - Permalink

    Rauchen?
    Zitat von Ströbele: “GEBT’ DAS HANF FREI!”.
    Jaaa!

  159. salvo am 19. Dezember 2007 um 10:37 - - Permalink

    “keine Verbote, sondern lasst das den Markt entscheiden”

    ich hoffe, das ist nur auf das Rauchen verboten, ansonsten meinst Du das doch nicht im Ernst?

  160. 7schläfer am 19. Dezember 2007 um 11:05 - - Permalink

    @salvo
    natürlich; dies ist eine der wenigen Ausnahmen, bei der ich den Markt machen lassen würde.
    hätte ich nochmals erwähnen müssen, da die anderen Hinweise schon weiter oben liegen

  161. danielj am 19. Dezember 2007 um 11:20 - - Permalink

    beschissenen Gutmenschen

    schlagen es ihr in die Fresse.

    Faust in der Fresse

    Furunkel am Arsche der Menschheit

    Mit Verlaub, mein lieber Schwitzig, Sie behaupten man habe *Sie* angepöbelt?

  162. Frank Schenk am 19. Dezember 2007 um 11:22 - - Permalink

    Schöne neue Kneipenwelt.

    Ganz viele Nichtraucher
    Kein einziger Raucher

    Wer will schon mit diesen miesepetrigen, militanten Nichtrauchern gesehen werden? Toleranz ja, klar, aber nur für mich, gelle!

    Ich warte nur drauf, daß der Verzehr von Alkohol auch noch verboten wird, dann entstehen überall lustige Milchbars für unsere Gutmenschen von der Nichtraucherliga, dann können sie sich gegenseitig die nicht vorhandenen Eier kraulen und sich feiern, daß sie es den bösen Rauchern, Alkoholikern, bei Rot über die Ampel gehern gezeigt haben. Dann gehen sie nach Hause, schlagen ihre Frau und ihre Kinder und freuen sich auf den nächsten Tag in ihrem sinnlosen und freudlosem Leben.

    Ja, ich kann auch Polemik.

    gruß, Frank

    P.S.: Das mit den Nazis ist natürlich Godwins Law, ist aber auch irrelevant, da uns unsere Vergangenheit nach wie vor beschäftigt und es IMHO besser ist, wenn sie im Gedächtnis bleibt.

  163. Schwitzig am 19. Dezember 2007 um 11:58 - - Permalink

    alles ein wenig aus dem Kontext gerissen:

    danielj am 19. Dezember 2007 um 11:20 – Permalink

    beschissenen Gutmenschen

    schlagen es ihr in die Fresse.

    Faust in der Fresse

    Furunkel am Arsche der Menschheit

    Mit Verlaub, mein lieber Schwitzig, Sie behaupten man habe *Sie* angepöbelt?

    nun – trotz Geschwurbel ist die Faktenlage so:

    - Ihr wollt anderen etwas verbieten.
    - Niemand will euch etwas verbieten.

  164. Kati am 19. Dezember 2007 um 12:01 - - Permalink

    Was all die Verfechter des Rauchverbots nicht befriedigend erklären können: Wieso wollt ihr partout den Leuten die Möglichkeit, selbst zu entscheiden, verwehren?

    Was spricht gegen Raucherklubs? Wieso der Zwang? Wieso dann nicht gleich die Zigaretten ganz verbieten?

    Muss ein Nichtraucher in einer Raucherkneipe arbeiten? Müssen sich Nichtraucher unbedingt in einem Raucherklub aufhalten?

    Ihr tut so, als würdet ihr euch und eure Kinder schützen, wenn ihr Rauchern verbietet, in der Kneipe zu rauchen. Sorry, was machen eure Kinder in einer Kneipe??? Wieso geht ihr nicht in die Bar in der Fitnesshalle, wenn ihr euch amüsieren wollt und lasst uns in Ruhe?

  165. salvo am 19. Dezember 2007 um 13:02 - - Permalink

    und es wird in Deutschland weiter verboten

    http://www.heise.de/newsticker/meldung/100824

    obwohl ich, wie im Falle des Rauchverbots, kein unmittelbar Betroffener bin, fange ich an, mir ernsthaft Sorgen zu machen: Was wird denn als Nächstes verboten werden, damit die politischen Eliten weiterhin von ihrem eigenen Versagen ablenken können?

  166. Carlos-K am 19. Dezember 2007 um 13:23 - - Permalink

    @7schläfer @156
    Du beziehst dich mit deinem Kraftfahrzeugvergleich auf den Beitrag @117, in dem Thoralf u.a. schrieb:

    “Die “Freiheit” ueberall rauchen zu koennen ist ungefaehr so sinnvoll wie die “Freiheit” einem x-beliebigen eine aufs Maul zu hauen. Beides macht gewissen Leuten Spass, beides hat keine Sinn, beides beeintraechtigt die Gesundheit der Betroffenen und beides gehoert verboten.”

    Daraus leitest du ab, das nach Thoralfs Argumentation dann automatisch auch Kraftfahrzeuge verboten gehören, die ja alle unsere Gesundheit beeinträchtigen können.

    Du magst damit formal im Recht sein, wenn du jede Lebenswirklichkeit außer acht lässt und du dein Argument nie an der Realität messen musst. Und du dich nur auf diesen einen Satz von Thoralf beziehst. Und wenn du das Wort “Überall” unter den Tisch fallen lässt.

    Von der Rauchern wird doch nur erwartet, in öffentlichen Räumen mal für einige wenige Stunden entweder gar nicht zu rauchen oder für 5-10 Minuten vor die Tür zu gehen. Punkt. Das ist schon alles. Keiner möchte das Rauchen generell verbieten. Nur innerhalb von öffentlichen Räumen.
    Das geschieht nicht, um Raucher zu drangsalieren und zu bevormunden usw., sondern um Nichtraucher zu schützen, weil die nun mal doch nicht alles nur fade langweilige Miesepeter sind, sondern auch am Sozialleben teilnehmen möchten. Da aber leider die große Mehrheit der Raucher offenbar nicht in der Lage ist, freiwillig und von selber mal auf das Rauchen zu verzichten oder es zumindest erheblich einzuschränken, wird innerhalb von geschlossenen Räumen das Rauchen generell verboten.

    Auch wenn viele Autofahrer ihr Auto nur als Statussymbole nutzen und aus Bequemlichkeit jeden kleinen Weg mit dem Auto zurücklegen, so ändert dies erst einmal nichts daran, das sowohl unsere Gesellschaft im Ganzen als auch viele Einzelne existentiell von Autos / LKW abhängig sind. Es würde sowohl der Gesellschaft als auch vielen Individuen schlicht die Existenzgrundlage entziehen, unabhängig vom gesellschaftlichen Chaos, das noch hinzu kommt. Eine totales Verbot wäre also mehr als nur illusorisch und das will ja auch keiner (auch nicht von den Raucehrn!).

    Ebenso unmöglich ist es jedoch, das Fahren von Kraftfahrzeugen zu reglementieren z.B. in “sinnvolle” oder “nicht sinnvolle” Fahrten. Wie soll man denn so etwas kontrollieren? Wer darf wann zu welchem Zweck wohin fahren? Wer regelt die Tausenden Ausnahmen, die Genehmigungen und wer kontrolliert das? Es wird ja jetzt schon versucht, zumindest in Großstädten, den Weg in die Innenstadt mit Plaketten zu reglementieren, je nach Schadstoffausstoß. Das wird schon schwer genug.

    Das Verbot in öffentlichen Räumen (und nur darum geht es) mag für viele Raucher hart sein, aber es ist organisatorisch ohne großen Aufwand machbar. Und es wird den Rauchern nicht die Existenzgrundlage entzogen oder ihr Leben sonst wie erheblich beeinträchtigt. Und es bleibt ihnen ungenommen, jederzeit woanders hinzugehen.

    Thoralf wollte dir nur klar machen, das man die beiden Dinge (Rauchverbot in öffentlichen Räumen und Verbot von Kraftfahrzeugen/Flugzeugen ) einfach nicht miteinander vergleichen kann und dein Vergleich daher mehr als nur hinkt.

    In @104 möchtest du eine Antwort, warum dies nicht der Markt regeln kann. Auch dazu gebe ich noch gerne meinen Senf, aber jetzt steht erst einmal Arbeit an. Auch @164 fragt sich dies gerade (meine Güte, so viele Verfechter des freien Marktes hier beim Spiegelflechter, alle Achtung)

  167. Spiegelfechter am 19. Dezember 2007 um 13:42 - - Permalink

    @all

    Sehr schön:

    “Hinzu kommt der moderne Gesundheitswahn. Die Mehrheit wünscht eine rauchfreie Umgebung, ein möglichst langes Leben in Fitness und Unverbindlichkeit. Das öffentliche Bewusstsein hat die Rolle des Babysitters für Erwachsene übernommen, gegenseitige Kontrolle ist oberstes Gebot. Es wird demnächst ein paar hässliche Szenen und peinliche Auftritte geben, wenn das Zeitalter der Prohibition erst begonnen hat. Mit der Einführung des Rauchverbots endet ein weiteres Stück alter europäischer Bürgerlichkeit. Was soll das sein: eine Whiskybar, an der keiner mehr rauchen darf?”

    Aus der “Elegie auf den Rauch” von Durs Grünbein (via)

  168. salvo am 19. Dezember 2007 um 13:47 - - Permalink

    also, ich als ein Mensch, der nicht raucht (ich lasse mich nicht in Kategorien wie ‘Raucher’ oder ‘Nicht-Raucher’ zwingen, da sie der Ausgang solcher Polarisierungen sind, die hier offenkundig werden), also ich sehe trotzdem nicht ein, warum ein allgemeiner Verbot zwingend sein soll und es keine Alternative dazu geben kann, die auf der Fähigkeit der Menschen zur friedvollen Regulierung ihrer Angelegenheit vertraut: Ein solcher Verbot geht davon aus, dass Menschen dazu grundsätzlich unfähig sind, d.h. es gibt hier einen Ansatz zu einer autoritären, fremdbestimmten zwanghaften Lösung eines gesellschaftlichen Problems – wie wir beobachten können, macht das politische Establishmant neuerdings von solcher , im Kern entmündigender, Verbotspraxis immer mehr Gebrauch – und es ist diese Entwicklung, die uns sorgen machen sollte

    Warum es nicht Kneipenbetreibern und den Besuchern überlassen (das hat mit ‘freien’ markt nichts zu tun), bzw einen breiten gesellschaftlichen, meinetwegen wie auch immer moderierten, Diskurs anregen, in dem solche Lösungen herausgearbeitet werden können?

  169. Spiegelfechter am 19. Dezember 2007 um 13:52 - - Permalink

    @166 Carlos

    Von der Rauchern wird doch nur erwartet, in öffentlichen Räumen mal für einige wenige Stunden entweder gar nicht zu rauchen oder für 5-10 Minuten vor die Tür zu gehen

    Nein! Es wird von den Rauchern auch erwartet, in ihren angestammten Habitaten, den Kneipen und Clubs, von einem Stück Alltagskultur Abschied zu nehmen. Das Klönen bei einem Bier oder einem Whisky und einer Zigarette/Zigarre oder das Geniessen von Jazz/Blues in einer rauchgeschwängerten Kellerbar sind Teile dieser Kultur – es geht nicht(!) um schnellen Sex am Wichsautomaten (vor der Tür den Nikotinspiegel auffüllen), sondern um die “Kultur der fleischlichen Vereingung von Liebenden”. Bei Fragen des Sex hatten Puritaner lange genug mitgeredet ohne etwas zu sagen zu haben, dies hat(te) sich zum Glück geändert. Bei der Frage des Rauchens wittern die Puritaner Morgenluft. Frage ich den Priester, was ich im Bett anstellen soll? Nein, warum sollte ich Euch fragen, was ich in Kneipen und Bars dürfen soll? Keine Angst, mit meinem Sexualleben belästige ich keine Kinder und Puritaner und mit meinem Rauchgenuß ebenfalls nicht.

    Aber dies wird an Dir eh abprallen, mit Technokraten über Sinnlichkeit zu “diskutieren”, ist ein hoffnungsloses Treiben ;-)

  170. Thoralf am 19. Dezember 2007 um 14:01 - - Permalink

    Im Bett kannst du tun und lassen was du willst – weil es nur dich und die Person(en) betrifft, die dem explizit zustimmen. Im Restaurant beeinflusst dein Qualm aber alle, auch die, die es stoert.

    Warum ist das so schwer zu begreifen?

    Wenn du dir die Zigarette in die Nase steckst – fein, deine Sache. Es betrifft nur dich. Aber wenn du sie anzuendest, qualmst du die gesamte Umgebung zu – und eben nicht nur dich selbst. Von diesem Moment an ist es eben keine persoenliche Entscheidung mehr sondern eine gesellschaftliche.

    Wenn ploetzlich eine Gruppe von Menschen beginnt anderen ins Gesicht su spucken und nach einer Weile der Toleranz der anderen Seite auf das Gewohnheitsrecht pocht und sagt, dass es zu ihrem persoenlichen Gluecksgefuehl gehoert und sie sich in ihrer Freiheit eingeschraenkt fuehlen, wenn sie das ploetzlich nicht mehr duerfen – was wuerdest du dann antworten?

  171. Spiegelfechter am 19. Dezember 2007 um 14:26 - - Permalink

    @Thoralf

    Wer spricht hier von Restaurants? Du oder ich? Ich spreche von Kneipen und Bars und da gibt es eine sehr überschaubare Menge von “Opfern”. Wem eine arg verrauchte Kneipe nicht zusagt, der mag sich gerne eine andere mit besserer Luft suchen. Es gibt zig andere Faktoren, die mich an gewissen Kneipen und v.a. deren Publikum stören … oh ja, Chart-Musik übt auf meine Seele einen derartigen Schaden aus, dass Traumata mit den bekannten Spätfolgen durchaus im Rahmen des Möglichen liegen ;-) Ja, ich übertreibe ein wenig, aber nur um “Euch” Eure Übertreibungen vorzuführen. Wenn ich weiß, dass in einer Kneipe nur Müll gespielt wird, was natürlich auch mülliges Publikum anzieht, so meide ich sie. Ich käme nie auf die Idee, Müll-Musik zu verbieten, da sie mich und meine Geschmacksgenossen seelisch und körperlich schädigen könnte.

    Wenn ploetzlich eine Gruppe von Menschen beginnt anderen ins Gesicht su spucken u

    Wenn ein Wirt dies toll findet, so soll er es in seiner Kneipe erlauben … die Leute werden ausbleiben und er wird es bereuen. So what? Jeder Wirt durfte seine Kneipe auch vor “dem Gesetz” zur Nichtraucherkneipe machen. Noch nicht einmal die böse Tabaklobby hat ihm das verboten und anders als bei Bierverlegern sind Wirte auch bei Automatenaufstellern etc. nicht in wirtschaftlicher Abhängigkeit. Der Mensch ist frei?

  172. 7schläfer am 19. Dezember 2007 um 17:16 - - Permalink

    @Carlos
    vorneweg: es geht hier ja gar nicht um Autos, die Gesundheit, oder sonstiges, was jeweils eine seperate Diskussion wäre, sondern um das Rauchverbot in quasi allen [!] Gaststätten Deutschlands, ich wollte nur so die Argumentauswahl kritisieren.

    Meine persönliche Wunsch”regelung” wäre die, dass es Raucher- und Nichtraucherkneipen gibt. Es macht einfach keinen Sinn in jeder Kneipe Deutschlands das Rauchen zu verbieten. Wer sich unbedingt einräuchern möchte, sollte auch die Möglichkeit dazu haben, es ist die freie Entscheidung eines jeden in eine solche Kneipe zu gehen oder nicht.
    Damit es auch tatsächlich genügend Nichtraucherkneipen gäbe würde ich auch eine steuerliche Subvention von Nichtraucherkneipen unterstützen.

    Ich habe auch keinerlei Schmerzen, wenn in öffentlichen [!] Gebäuden ein Rauchverbot besteht, oder wenn die Bahn (was sie ja schon hat) sich für ein solches entscheidet.

    Gaststätten gehören allerdings nicht zum öffentlichen Raum.
    Außerdem lehne ich staatliche Bevormundung generell ab.

  173. PrittStift am 20. Dezember 2007 um 03:50 - - Permalink

    @Spiegelfechter & 7schläfer… ich glaube, ihr verkennt hier etwas.

    thoralf MÖCHTE auch gerne in kneipen/bars gehen KÖNNEN, er kann’s aber nicht, da sich überall der eine oder andere raucher findet, der die luft für andere verpestet. viele nichtraucher tollerieren das (weil es sie nicht stört bzw. sie es gewohnt sind), andere wie thoralf eben nicht.

    die frage also: warum sollten nichtraucher deine kneipen/bars meiden MÜSSEN?! sehe ich nicht ein, unsereins will ja auch mal einen netten abend verbringen. der markt alleine (sprich der wirt) regelt das in 99% der fälle leider NICHT von alleine, denn die fürchten um umsatz, weil es könnten ja raucher – womöglich gar stammgäste – ausbleiben… ok, beobachtungen aus dem ausland sagen etwas anderes, aber sei’s drum. dieses gesetz war und ist leider dringend nötig.

  174. PrittStift am 20. Dezember 2007 um 03:58 - - Permalink

    @Frank Schenk

    nee, lass mal, die vergangenheit ist gott sei dank vergangenheit. ich bin’s ehrlich leid, ständig irgendwelche dummen nazi-vergleiche lesen, hören oder sehen zu müssen. warum? nur damit dem “bösen deutschen” auf ewig ein schlechtes gewissen plagt? aber ok, das ist jetzt “off topic”…

    zum rauchen: siehe mein kommentar #172!
    ach ja, hallo jens berger… wieso bin ich eigentlich auf moderation?

  175. ckwon am 20. Dezember 2007 um 08:58 - - Permalink

    Eigentlich alleine schon interessant, wieviele Antworten es hier gibt…andere, für die Zukunft wichtige gesellschaftliche Themen werden hier nicht so heiß diskutiert, naja, vielleicht weil bei den Lesern da eher Einigkeit besteht.

    Die richtige Frage stellt Kati in 164 (obwohl sie wohl eher gegen ein Rauchverbot arumentieren wollte):
    “Muss ein Nichtraucher in einer Raucherkneipe arbeiten? Müssen sich Nichtraucher unbedingt in einem Raucherklub aufhalten?

    Auf zweitere Frage kann man zwar wohl mit “Nein” antworten.
    Aber ersteres muss man wohl mit “Ja” beantworten. Man kann sich leider selten seinen Arbeitsplatz frei aussuchen und gerade Leute die auf einen Verdienst sehr dringend angewiesen sind arbeiten doch oft in Kneipen als Bedienung.

    Daher gebietet ja alleine schon ein Arbeiterschutz einen Nichtraucherschutz.
    (Über rein inhabergeführte Kneipen kann man dann wiederum gerne disktieren)

    Es ist auch nicht so, dass zwingend alle Kneipen an Kunden verlieren hier in Niedersachsen.
    Mit Raucherraum geht es manchen Kneipen sogar besser als vorher.

    Im Übrigen: Ich bin Nichtraucher und gehe seit der Einführung des Nichtraucherschutzes deutlich öfter aus als vorher.

    Ich verstehe auch nicht, wo das Problem für die Raucher ist, zum Rauchen mal kurz in ein Nebenzimmer oder vor die Tür zu gehen.
    Ich meine, in einer Kneipe oder im Restaurant gehe ich ja auch zur Toilette und mache nicht irgendwohin, nur weil ich gerade am Quatschen bin…

  176. Spiegelfechter am 20. Dezember 2007 um 11:44 - - Permalink

    @173 PrittStift

    die frage also: warum sollten nichtraucher deine kneipen/bars meiden MÜSSEN?! sehe ich nicht ein, unsereins will ja auch mal einen netten abend verbringen.

    Bitte, die Auswahl ist groß! In Kinos, Theatern etc. pp. ist seit langem Rauchverbot, ein Anrecht auf eine rauchfreie Umgebung in einer ganz bestimmten Kneipe habt ihr aber nicht. C´est ca, da hilft kein Mähren und kein Maulen. Das wäre ja auch noch schöner, dann kämen bald die Glatzen auf die Idee “Negermusik” zu verbieten, da diese ihr individuelles Recht auf “einen schönen Abend” unterminiert. Eine Gesellschaft ist ein komplexes Konstrukt und die Aversionen einiger Weniger sollten eigentlich nicht Grundlage für Gesetze sein. Sie sind es aber in diesem Falle, da sie im gesellschaftlichen Mainstream liegen. Schauen wir in die Geschichte, so entdecken wir zig Fälle, in denen der (teils geformte) gesellschaftliche Mainstream auf Kosten von Minderheiten weltanschauliche Paradigmen kodifiziert hat. Dies kann man rechtfertigen … aber dann soll man auch Ross und Reiter nennen und aufhören von einer freien Gesellschaft zu palavern und sagen “Ja, wir mögen Euch und Euer Verhalten nicht, deshalb setzen wir Sanktionen durch” – das wäre wenigstens ehrlich.

  177. Spiegelfechter am 20. Dezember 2007 um 11:49 - - Permalink

    @ckwon

    Daher gebietet ja alleine schon ein Arbeiterschutz einen Nichtraucherschutz

    Der Arbeitsschutz geböte eine Verordnung über zulässige Schadstoffkonzentrationen in der Umgebungsluft am Arbeitsplatz aber kein Rauchverbot!

    Chemische Produktionsprozesse mit einem hohen Schadstoffemissionspotential werden ja auch nicht verboten, es wird nur kontrolliert, ob die Luft, dee sich Chemiearbeiter aussetzen, Schadstoffe enthält. Warum gibt es kein solches Gesetz für Kneipen?

  178. Arno am 20. Dezember 2007 um 15:01 - - Permalink

    “Wenn man also ernstnimmt, was man die letzten Monate zu Bonus-Malus beim Krankenkassenbeitrag liest, müßten den Rauchern kein Malus, sondern ein Bonus auf ihren Kassenbeitrag eingeräumt werden.“

    Dabei sind die Kosten für die Rentenversicherung noch nicht einmal angedacht!

  179. Ralf am 20. Dezember 2007 um 16:20 - - Permalink

    Also nach der polemischen Breitseite von Thoralf und Carlos seh ich klar! Nichtraucher, und damit meint ihr in euren Beiträgen nicht die Mehrheit, sondern eure Kleinstgruppe aus Sonderlingen, KÖNNEN per se keine Kneipen besuchen, solange geraucht wird, da schon die Begegnung mit moderatem Qualm Zitat “Brechreiz, Übelkeit” auslöst.

    Damit ist die Diskussion am Totpunkt, mit Menschen, die derlei Probleme mit Rauchern haben ist einfach keine Koexistenz in Kneipen möglich, selbst mit Klimaanlage und verantwortungsbewußten Rauchern nicht. Euch erlebe ich in den letzten Beiträgen als hoffnungslose Rationalisten die die Sinnhaftigkeit eines Treibens nur nach utilitaristischen Maßstäben erfassen und deshalb sowohl den extremen Rüpelraucher als auch die Mehrheit der rücksichtnehmenden Raucher als Gegner stilisieren, die einem nicht nutzbringenden Übel hinterher hängen. Im Gegensatz zu den nutzbringenden Übeln natürlich, die trotz hundertfach höherer Tödlichkeit dank der Utilisierbarkeit quasi Absolution genießen.

    Ich geh jetzt schön bei Kaffee und Zichte über die Liebe zu Lastern diskutieren, und der militante Arm der Nichtraucher darf dafür in seinen nun klinisch reinen Kneipen den Sieg feiern.. zumindest, wenn ihr denn nix anderes findet, was sich dort störend auswirkt und dringend verboten werden müsste ..

    @ Spiegelfechter, sehr schön, auch mal mit Ihnen auf einer Linie zu sein! Viel zu schnell steht man bei anderen Themen wieder erbittert gegenüber, beim Genuss nicht, sauber!

  180. Lasterhaft und glücklich dabei am 20. Dezember 2007 um 18:27 - - Permalink

    @ 176 und 179: Das bringt es (nochmals) auf den Punkt! Warum soll jeder Nichtraucher unbedingt in jedes Lokal gehen können? Trage ich nicht die richtigen Klamotten, komme ich nicht in die Disco. Bin ich nicht Mitglied in einem Club, lässt man mich nicht rein. Gefallen mir die Leute, das Ambiente oder die Musik irgendwo nicht, gehe ich schon freiwillig nicht hin. Na und? Ein Lokal ist eben kein *kein* öffentlicher Raum wie ein Rathaus oder Bahnhof!

    Ja, ich rauche gern. Nicht viel, und nicht zwingend in Restaurants, aber vorzugsweise in den wenigen kleinen Stammkneipen hier in Berlin, wo ich mit anderen Leuten (die überwiegend auch rauchen) ein paar Biere trinke, quatsche und dabei nach Herzenslust qualme. Das mag mancher Nichtraucher armselig finden, mir ist das ein wichtiger Teil meiner Freizeitgestaltung.

    Und ich habe wenig Lust, diesen “Dreiklang” auseinander zu reißen, um draußen vor der Tür in klirrender Kälte (oder unterm Heizpilz – wärmer, nicht besser) “mal schnell eine durchzuziehen”, wie es hier immer wieder empfohlen wird. Ganz klammheimlich, gerade so, als würde ich meine Notdurft verrichten oder mir einen Schuß Heroin in die Vene setzen. Diese Stigmatisierung ist unerträglich. In aller Deutlichkeit: Ich rauche aus Genuß! Bin ich der Einzige?

    In Belgien hat man zu einer vernünftigen Regelung gefunden: In Restaurants wird nicht geraucht. In Kneipen, die weniger als ein Drittel des Umsatzes mit Essen machen, kann der Wirt entscheiden. Die meisten haben das Rauchen verboten. Und alle sind glücklich… Warum soll das hier nicht möglich sein? Die belgischen Nichtraucherregeln gründen auf den gleichen EU-Rahmenbestimmungen (zum Schutz der Arbeitnehmer) wie bei uns!

    Übrigens: Bekommen Wirte eigentlich ein Sonderkündigungsrecht, wenn das Lokal sich nur mit Nichtrauchern nicht mehr rechnet? Pacht-, Bierlieferungs- und Angestelltenverträge kann man nämlich nicht so einfach von heute auf morgen kündigen – außer, man macht Pleite.

  181. PrittStift am 21. Dezember 2007 um 00:41 - - Permalink

    ZITAT SPIEGELFECHTER:
    “Eine Gesellschaft ist ein komplexes Konstrukt und die Aversionen einiger Weniger sollten eigentlich nicht Grundlage für Gesetze sein”.

    Habe ich etwas verpasst, oder machen die Raucher nun die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung aus?

    Ach ja, wie lauten die Zitat-Tags eigentlich?

  182. Frank Schenk am 21. Dezember 2007 um 13:00 - - Permalink

    SPIEGELFECHTER:
    “Eine Gesellschaft ist ein komplexes Konstrukt und die Aversionen einiger Weniger sollten eigentlich nicht Grundlage für Gesetze sein”.

    Giftiges Klebehilfsmittel schrub:

    Habe ich etwas verpasst, oder machen die Raucher nun die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung aus?

    Nein aber die militanten Nichtraucherüpel stellen garantiert auch nicht die Mehrheit der erwachsenen Bevölkerung aus.

    sers

    P.S.: {blockquote}zitat{/blockquote} geschweifte Klammern durch Spitze ersetzen.

  183. name am 21. Dezember 2007 um 13:42 - - Permalink

    Im übrigen PrittStift:

    Was willst du eigentlich in Clubs und Kneipen, deren innere Kultur und Lebensgefühl Du überhaupt nicht verstehen und leben kannst, was willst du in diesen Mileus, deinen dämlichen Voyeurismus ausleben, anderen auf Nerven gehen oder was ?

    Keiner wartet dort auf dich, Keiner!

    Das irgendwelche Typen Anderen ans Bein pissen wollen, ohne irgendwas nur ansatzweise zu verstehen, ist schon eine Frechheit. Mit solche Gestalten wie Dir, will sicher hier keiner zu tun haben. Eine Jazz HC Blueskneipe ohne Rauch ist wie Tittytainment von Sony BMG: gecleant als billige Unterhaltung, aber nicht als eine lebendige Kultur, die sich solche Typen wie Dich sowieso schon verachtet.

    So, es ist alles schreibend zu dem Thema gesagt worden.

  184. Spiegelfechter am 21. Dezember 2007 um 13:47 - - Permalink

    @name

    Wunderschön gesagt!!!

  185. salvo am 21. Dezember 2007 um 14:40 - - Permalink

    “Was willst du eigentlich in Clubs und Kneipen, deren innere Kultur und Lebensgefühl Du überhaupt nicht verstehen und leben kannst, was willst du in diesen Mileus, deinen dämlichen Voyeurismus ausleben, anderen auf Nerven gehen oder was ?”

    oder einfach den Lebensraum Anderer erobern?

  186. danielj am 21. Dezember 2007 um 15:38 - - Permalink

    Eine Jazz HC Blueskneipe ohne Rauch ist wie Tittytainment von Sony BMG: gecleant als billige Unterhaltung, aber nicht als eine lebendige Kultur, die sich solche Typen wie Dich sowieso schon verachtet.

    Ich kann ja durchaus verstehen, daß man den Rauch in Kauf nimmt, weil andere Faktoren ihn ausgleichen (machen Nichtraucher so ja seit Jahren); oder man raucht selber und es stört einen einfach nicht; oder aus welchem Grund auch immer ist der Rauch einfach unwichtig.
    Aber zu behaupten, daß Rauch(en) ein wesentliches Element ist, daß dem Besuch zB besagter Blueskneipe ohne Rauch(en) etwas wesentliches fehlen würde ist, bei allem Respekt, lächerlich oder ein Armutszeignis für besagte Kneipe.

  187. Einwurf am 21. Dezember 2007 um 21:59 - - Permalink

    Habt Ihr eigentlich schon mal daran gedacht, was die Rentner sagen würden, wenn die Raucher nicht deren Rente erqualmen?

  188. Uwe Weißmann am 22. Dezember 2007 um 21:20 - - Permalink

    Vor ein paar Jahren starb ne gute Freundin an Lungenkrebs und jetzt hats ne Kollegin erwischt, so kanns kommen, alle von denen übrigens starke Raucher.
    Ich selbst habe bis vor 9 Jahren geraucht, finde alle deine artikel gut bis natürlich auf diesen hier.
    Um deine Euphorie bezüglich der Harmlosigkeit und des sozialen Frühablebens von raucher mal ein bischen zu dämpfen hier ein Artikel von Telopolis:
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26923/1.html
    Da gibts garnichts zu beschönigen: Raucher sind total asoziale Umweltverschmitzer die nicht nur sich selbst schädigen sondern durch das permanente Absondern von supergefährlichen krebserregenen stoffen ihrer umwelt und ihren mitmenschen massiv schaden zufügen.
    und so wie ich einen infektiös erkrankten auf die iso starion packe damit er andere nicht schädigt muss der staat gegen diese suchtkranken vorgehen und sie daran hindern ihre mitmenschen zu schädigen.

  189. 7schläfer am 22. Dezember 2007 um 21:45 - - Permalink

    @Uwe
    Ich finde diese Diskussionen herrlich, da so doch einiges deutlich wird. Da Du Dich vermutlich nicht durch die Kommentare gekämpft hast, eine Replik auf Deinem Niveau:

    Da gibts garnichts zu beschönigen: Autofahrer sind total asoziale Umweltverschmutzer die nicht nur sich selbst schädigen sondern durch das permanente Absondern von supergefährlichen krebserregenen Stoffen ihrer Umwelt und ihren Mitmenschen massiv Schaden zufügen.
    und so wie ich einen infektiös Erkrankten auf die Iso-Station packe, damit er andere nicht schädigt, muss der Staat gegen diese Suchtkranken vorgehen und sie daran hindern ihre Mitmenschen zu schädigen.

  190. Uwe Weißmann am 22. Dezember 2007 um 22:02 - - Permalink

    ätsch:
    ich bin nicht nur nichtraucher sondern hatte noch nie einen führerschein und bin infolgedessen auch noch nie auto gefahren (höchstns mal als beifahrer und das ist schon jahre her)
    habe stattdessen eine monatskarte für den öpnv.
    und ja, ich finde autofahren auch asozial.

  191. 7schläfer am 22. Dezember 2007 um 22:28 - - Permalink

    @Uwe
    na, immerhin bist Du wenigstens konsequent!

    Deinen Radikalismus finde ich trotzdem nicht gut

  192. Fragezeichner am 22. Dezember 2007 um 23:13 - - Permalink

    Und, hat uns die Diskussion jetzt irgendwie weitergebracht? Fühlt sich jetzt jemand besser?

  193. PrittStift am 23. Dezember 2007 um 00:05 - - Permalink

    @183 (name)

    selten etwas SO abgrundtief dämliches gelesen. ohne worte.

  194. Carlos-K am 23. Dezember 2007 um 12:06 - - Permalink

    @7schläfer
    Auch wenn du ihn ständig wiederholst: Dein Autovergleich passt hinten und vorne nicht. Nur weil man so schön die Worte “Raucher” durch “Autofahrer” ersetzen kann wird daraus noch kein gutes Argument.

    Du vergleichst Dinge, die aus vielen Gründen nicht miteinander verlgeichbar sind – wir hatten das schon. Zudem übernimmst du jetzt noch das Wort “Suchtkranke” bei deinem Autovergleich. Tabakabhängigket und Autofahren willst du ernsthaft auf eine Stufe stellen?

    Vor allem aber impliziert dein Vergleich ständig, ob beabsichtigt oder nicht, das man nicht gegen etwas eintreten darf, ohne gleichzeitig sämtliche andere Mißständer dieser Welt mit zu kritisieren. Ab wann bin ich denn in deinen Augen würdig hier mitzudiskutieren? Erst wenn ich mein Auto abgebe? Oder wenn ich zumindest für eine autofreie Siedlung eintrete? Wo ziehst du die Grenze? Wenn ich so viel arbeite , das ich mich gar nicht mehr irgendwo engagieren kann und trotzdem ein Auto brauche – soll ich dann gefälligst meinen Mund halten? Willst du auch noch einen Nachweis, ob ich mich bei meinem Vermieter stark genug dafür eingesetzt habe, eine effiziente, saubere neue Heizungsanlage einzubauen?

    Du sagst zwar jedes Mal, das du das so alles nicht meinst, aber deine Intention scheint genau dieses zu sein – warum sonst bringst du diesen Vergleich immer wieder? Du hälst den Befürwortern des Rauchverbotes indirekt Scheinheiligkeit vor und sprichst ihnen das Recht ab, auf die Schädlichkeit des Passivrauchens hinzuzuweisen, weil Autofahrer ja auch die Umwelt schädigen. Das weiß doch jedes Kind. Aber wo ist der Zusammenhang?

    Außerdem unterschlägt du immer wieder, das es beim Rauchen um ein beschränktes Verbot in öffentlichen, geschlossenen Räumen geht. Keiner käme auf die Idee, mit dem Auto in die Kneipe zu fahren und dort den Motor laufen zu lassen. Erst wenn das die Realität wäre könntest du die beiden Dinge miteinander vergleichen.

  195. Carlos-K am 23. Dezember 2007 um 12:08 - - Permalink

    @7schläfer
    Du hast geschrieben, das du generell gegen staatliche Bevormundung bist.

    Die neuen Gesetze habe ich nicht gemacht und bin total überrascht, das sie überhaupt durchgekommen sind. Vielleicht hätte man flexiblere Lösungen finden können für “echte” Kneipen (da fängt das Definitionsproblem schon an).

    Bei Restaurants, bei Discotheken, Club-Partys- und Club-Konzerten finde ich das neue Verbot richtig. Beim Essen ist Rauch besonders störend. Bei Kneipenabenden kann man evtl. in andere Kneipen ausweichen, aber manche Partys sind nur einmal im Monat, ein bestimmter DJ ist vielleicht nur alle paar Monate da und manche Bands sieht man nur alle 2-3 Jahre mal live – und die geben nicht extra noch ein Zusatzkonzert für Nichtraucher.
    Wenn du dichgedrängt mit 200 Leuten im kleinen Club aufm Konzert oder Party bist und die Luft schon ohne Zigaretten zum Schneiden ist, müssen trotzdem immer noch gut 20% der Leute rauchen bis der Arzt kommt und alle anderen müssen das mitinhalieren, ob Sie wollen oder nicht.

    Die, die in solchen Clubs rauchen, wissen es genau und machen es trotzdem. Warum können die nicht mal Rücksicht nehmen? Es wäre für die Raucher viel gewonnen, wenn diese nur alle 2 Stunden eine rauchen würden. Dann gäbe es diese Diskussion hier gar nicht. Aber nein, wenn Raucher rauchen fürfen dann machen sie es auch. Solche Erfahrungen sind die Regel und führen nach jahrelanger Diskussion überhaupt erst zu dem Verbot.

    Das Problem bei den Rauchern ist nun mal die starke Sucht. Es ist mühselig, mit Süchtigen über freiwillige Rücksichtsnahme und Selbstbeschränkung rational zu diskutieren. Es ist das Wesen der Sucht und jahrelange Erfahrung, das Raucher, selbst wenn sie in persönlichen Gesprächen noch so viel Verständnis zeigen, entweder in der Gruppe oder spätestens nach vielen Bieren oder wenn die Entzugserscheinungen stärker werden, alle Einsichten und Rücksichtsnahme wieder über Bord werfen. Egal wo und an welchem Ort.
    Ohne Verbot oder zumindest ganz erhebliche Einschränkungen würde sich doch nie etwas ändern!

    Dazu empfehle ich Beitrag @36 von janfrie, der den Aspekt Asthma (u.ä. Krankheiten) ins Spiel bringt. Und den Schutz für Mitarbeiter und Angestellte nicht vergessen. Es wird hier zwar immer behauptet “die rauchen ja alle selber”, aber ich komme aus einer Universitätsstadt mit vielen Kneipen und Clubs. Auch für nichtrauchende Studenten sind die vielen Kneipen, Cafes, Restaurants und Clubs eine der wenigen flexiblen Arbeitsmöglichkeiten.

  196. Carlos-K am 23. Dezember 2007 um 12:09 - - Permalink

    Vielleicht könnte man bei den Kneipen trotzdem intelligente Lösungen finden, die allen zugute kommen. Die Idee mit den steuerlichen Aneizen ist vielleicht ein guter Ansatz. Aber dies, wie auch die ganze Argumentation “Laßt doch den Markt selber alles regeln”. läßt m.E. einen entscheidenden Aspekt außer Acht:

    Jeder hat Raucher wie Nichtraucher im Freundes- oder Bekanntenkreis und keiner will ernsthaft eine strikte Trennung, keiner will eine “Rassentrennung” und nur noch unter “seinesgleichen” bleiben. Doch die Raucher werden sich – in der Regel – immer durchsetzen. Und wenn man dann gemeinsam ausgeht und man sich nicht von seinen rauchenden Freunden trennen will, werden diese mindestens zu 80% die Raucherkneipe oder den Raucherclub wählen. Bisher haben sich die Nichtraucher eben immer angepaßt und einiges erduldet. Und das wissen die Raucher und leiten daraus ein Gewohnheits- und Persönlichkeitsrecht ab.

    Wenn der freie Markt funktionieren soll (tatsächlich mit massiver finanzieller Unterstützung und Regulierung, da das Rauchermonopol sonst einen freien Markt von vornherein behindert) und man keine “Rassentrennung” will, müßten sich gerade auch die Raucher darauf einlassen und gemeinsam mit Nichtraucherfreunden regelmäßig auch Nichtraucherkneipen besuchen – nur so könnte es überhaupt funktionieren. Meine Erfahrung mit der Mehrheit der Raucher ist leider eine völlig andere.

    Allein aus diesem Grund finde ich das ganze “Laßt doch alle selber entscheiden” ziemlich verlogen und das Ergebnis von vornherein klar.

  197. Carlos-K am 23. Dezember 2007 um 12:09 - - Permalink

    @name @Spiegelflechter

    Gute Musik, egal ob Blues / Jazz oder was auch immer, ist erst einmal nur gute Musik, vollkommen unabhängig davon, ob irgendwo ne Zigarette qualmt. Musik wird weder per se besser noch per se schlechter, nur weil du eine Zigarette im Mund hast. Die Vorstellung, das Geniessen von guter Musik (oder anderen Genüssen) sei abhängig von einer Zigarette ist doch absurd.

    Wenn ihr gute Musik nur mit Zigarette erkennen oder genießen könnt und darüber hinaus meint, bestimmte Musik gehöre untrennbar mit Rauchen und Qualm und schlechter Luft zusammen – wo holt ihr das her? Genießt ihr dann wirklich die Musik oder nur irgendwelche Assoziationen und Fantasien von “authentischem Blues” oder “authentischem Jazz”.

    Wenn @Spiegellechter dann auch noch schreibst, das du mal eben einfach so 7 Monate mit dem Rauchen aufgehört hast (ohne es wirklich zu wollen! Alle Achtung) um dann festzustellen, das dir dieses Leben zu septsich(?), zu fad, zu angepasst und zu wenig lustorientiert war, möchte ich wirklich nur noch an ein sozilogisches Experiment deinerseits glauben, um zu testen, was deine Leser alles schlucken.
    Ansonsten muß ich mich fragen, wie man Persönlichkeit und Charaktereigenschaften wie z.B. “Angepaßt sein” oder “Lustorientiert” mit einer Zigarette in Verbindung bringen kann.
    Entweder ich bin angepaßt oder nicht, entweder bin ich lustorientiert und genieße gerne – oder eben nicht. Entweder ich habe Charakter und Persönlichkeit oder nicht. Daan ändert aucheine Zigarette nicht wirklich was.

    Ich versuche mir das vorzustellen: Du fühlst dich fad, angepaßt und wenig lustorientiert. Du fängst dann nach 7 Monaten wieder an zu rauchen und HEY! SCHWUPP! Von einem Moment auf den anderen bist du unangepaßt, lustorientiert und dein Leben ist nicht mehr fade.

    Das klingt doch alles sehr nach Marlboro-Man und Gauloise, nach Freiheit und Abenteuer und kreativen Querköpfen. Offenbar hat sich die jahrzentelange, milliardenschwere Werbung der Tabakkonzerne doch in den Hinterköpfen eingenistet, mehr als manche wahrhaben wollen.

    “Nein, ich betrachte ein Leben als gesundheitsorientierter, laster- und süchtbefreier Abstinenzler, als alles andere als erstrebenswert.”
    Wenn das deine Motivation ist: Mir gehen Mode, Zeitgeist und irgendwelche “Wellen” sowas von am Arsch vorbei. Aber dann auch wirklich. Dann habe ich es nicht nötig, genau das Gegenteil zu tun, nur um zu zeigen, das ich unangepaßt bin und den Scheiß nicht mitmache.

  198. Carlos-K am 23. Dezember 2007 um 12:10 - - Permalink

    @name 183 @schwitzig
    “was willst du in diesen Mileus, deinen dämlichen Voyeurismus ausleben, anderen auf Nerven gehen oder was ?”

    Das ist wohl nicht nötig. Leute, die wie du chronisch aggressiv und mies gelaunt und wegen jeder Kleinigkeit angepisst sind, gehen sich selbst und ihrer Umwelt schon genug auf den Wecker.

    @schwitzig
    Und du pöbelst schon direkt ab Beitrag 1, bevor überhaupt irgendjemand was gesagt hat. Auch ne Leistung.

    Grüße von eurem moralinsauren, beschissenen, latzhoentragenden, technokratischen, zwanghaft angepassten und miesepetrigen, militant-gutmenschelnden Berufspuritaner.

  199. Spiegelfechter am 23. Dezember 2007 um 13:27 - - Permalink

    @Carlos

    Es ist fruchtlos … Du verstehst es nicht, Du willst es nicht verstehen und wahrscheinlich kannst Du es auch nicht verstehen. Das Leben ist mehr, als eine rationale Abwägung von Verhaltensmustern, die rein vernunftgesteuert vor sich geht. Auch wenn Du es nie verstehen wirst – es gibt Menschen, die mögen die Welt nicht, so wie sie ist und einige dieser Menschen suchen den Zusammenschluss mit Gleichgesinnten in ihren Habitaten, in denen sie eine Subkultur leben, die sich gegen Lebensbilder, wie das Deine, abgrenzt. Verstehe es doch … “Wir” wollen nicht so werden wie Du und Deine Vorstellungen einer antiseptischen (;-)) Welt stossen bei “uns” auf wenig Gegenliebe.

    Noli turbare circulos meos! Geniesse Du Deine Welt, und lass uns unsere. Deutschland ist groß und wir alle könnten unseren Frieden finden, mich interessiert nicht, was Du in Deiner Freizeit machst, Dich hat es nicht zu interessieren, was ich mache.

  200. 7schläfer am 23. Dezember 2007 um 14:00 - - Permalink

    @Carlos
    ich fordere in einer Diskussion, dass man nicht mit Radikallösungen daher kommt, und eine Argumentation verwendet, die man aber nur für die eigene Meinung gelten lässt.

    Wenn ich mit dem Autoargument komme, dann weil von den NR angeführt wird, dass sie sich durch die schlechte Luft belästigt fühlen, dass rauchen Körperverletzung ist, dass in jeder Kneipe/Lokal/Restaurant/etc. ein gnadenloses Rauchverbot herrschen muss, damit ein eventuell dort auftauchender militanter NR zufrieden gestellt ist, unabhängig von der Tatsache, ob derjenige überhaupt Einlass erhält oder nicht.

    Wenn ich nun darlege, dass sich diese Argumente quasi 1 zu 1 auf das Autofahren übertragen lassen, dann ist die Empörung groß, da die Scheinheiligkeit aufgedeckt ist. Ich benutze dazu die Argumentation der militanten NR, um die Sinnlosigkeit dieser Argumentation aufzuzeigen. Ich habe nie Radikallösungen gefordert, ich fordere, dass man sich über Lösungen Gedanken macht, die beiden Seiten gerecht werden!
    Verbote sind keine Lösungen, sondern drücken Hilflosigkeit aus.

    Und deshalb auch mein Vorschlag der steuerlichen Begünstigung, den Du ja für einen guten Ansatz hälst.
    Und wenn Raucher und Nichtraucher gemeinsam ausgehen, dann wird man auch zu einer sinnvollen Lösung gelangen. Als ich früher geraucht habe, bin ich zum Teil freiwillig rausgegangen, das andere Mal sind die Nichtraucher in die verrauchte Location mitgekommen, und ganz selten hat dann ein NR auch mal 2-3 Zigaretten mitgeraucht…

    Es ist alles eine Frage des Miteinanders und des Respekts. Wenn man etwas allen verbietet,
    dann hat man weder das eine noch das andere.

    Und , um einen Ausblick zu wagen, wenn es noch ein paar “Raucherlocations” gibt, dann steht es jedem frei dort hineinzugehen oder auch nicht

  201. Fiend_THeyde am 23. Dezember 2007 um 15:38 - - Permalink

    Die nächste Stufe des NR-Spins scheint erklommen (oder besser gesagt: hinabgestiegen)… “Raucher schlagen Rentner zusammen” (derzeit in einigen Gazetten online zu lesen, z.B. auf SPIN,… äh SPON.

    Vor nicht allzulanger Zeit hätte es noch geheißen: “zwei junge Männer” (oder meinetwegen “Jugendliche”). Jetzt wird als hervorstechende Eigenschaft der Begriff Raucher verwendet. Passt natürlich wunderbar ins liebevoll gepflegte Bild vom “Körperverletzer” Raucher. :-)

    Ob jetzt wohl demnächst bei jedem Verbrechen zwischen Raucher und Nichtraucher unterschieden wird? Wahrscheinlich nur dann, wenn der oder die Täter mit Tabakprodukten in Verbindung gebracht werden können. Für selbsternannte Sittenwächter, Gesundheitsapostel, Leistungsoptimierer und Blockwarte a la “Pro Rauchfrei” steht ohnehin schon fest, daß jeder Raucher per se ein Verbrecher und jeder Nichtraucher ausschließlich hilfloses Opfer ist.

    Das nächste Ziel ist das Rauchverbot in Privatwohnungen (selbstredend ist das angebliche Wohl der “armen Kinder” das Einfallstor für derartige Forderungen). So mancher Raucherfeind wird sich dann als Kinderschützer zu profilieren suchen. Wahrscheinlich träumen die “Pro Rauchfrei”-Jünger davon, sich als Kontrolleure in den Wohnungen ihrer Nachbarn zu betätigen, natürlich nur, um ganz altruistisch dem “Kindeswohl” zu dienen… ist schließlich viel gesünder für die lieben Kleinen, im Straßenverkehr umzukommen oder in höherem Lebensalter bei der “Verteidigung” der “Freiheit” am Hindukusch zu helfen.

    Bezeichnenderweise sind unsere rauchfreien Menschenfreunde nicht gerade dafür bekannt, sich mit gleicher Intensität – wie bei der Bekämpfung tabakgebrauchender Mitmenschen – um die gesundheitlichen Gefährdungen durch Kriege, Kernkraftkraftwerke oder den Straßenverkehr zu sorgen. Von misanthropen Sittenmuffeln, ist diesbezüglich wenig zu erwarten; erst recht, wenn es in erster Linie darum geht, ihre selbstempfundene Bedeutungslosigkeit zu steigern. Daß es so einigen fanatisch rauchfreien Zeitgenossen in erster Linie darum geht, belegt das entlarvende Argument “jetzt müssen sich die Raucher endlich mal nach den Nichtrauchern (= meinemeinen) richten”. :-)

    Greets

  202. Spiegelfechter am 23. Dezember 2007 um 16:08 - - Permalink

    @Fiend

    Du bagatellisierst die gigantische Dunkelziffer der Raucherkriminalität! Hier besteht ein gesellschaftlicher Diskussionsbedarf, so kann es nicht weitergehen. Der volkswirtschaftliche Schaden durch Raucherkriminalität ist u.a. verantwortlich für Massenarbeitslosigkeit, islamistischen Terrorismus und das frühe Ausscheiden von Werder Bremen aus der Champions League! Damit sollte man keine Späße treiben … die verstehen “unsere” misanthropen Sittenmuffel auch gar nicht ;-)

    btw.: Die “Argumente” werden auch immer lustiger – auf der letzten Betriebsratssitzung kam der argumentative Hammer auf den Tisch, um das Rauchen in Einzelbüros zu untersagen … es ging um die CPU-Lüfter, die verkleben und so eine kürzere Lebenszeit haben *fg* Herr, schmeiß Hirn vom Himmel!

  203. arno am 23. Dezember 2007 um 20:35 - - Permalink

    Kein Raucher ist in der Lage, derart penetrant zu stänkern, wie ein militanter Nichtraucher. ;)

  204. danielj am 23. Dezember 2007 um 22:42 - - Permalink

    @Fiend_THeyde und Spiegelfechter
    Der Mann wurde anscheinend zusammengeschlagen weil er die beiden bat, die Zigaretten auszumachen; insofern ist in diesem Fall das Kriterium Raucher in der Tat maßgeblich und eure Polemik unangebracht.

  205. Fiend_THeyde am 23. Dezember 2007 um 23:32 - - Permalink

    @ danielj:
    Maßgeblich und völlig ohne Hintergedanken…schon klar… in ihrer Eigenschaft als Raucher wurden sie zu Tätern und nicht etwa als gewöhnliche Arschgeigen und Kriminelle.

    Und wäre er zusammengeschlagen worden, weil er die beiden Männer/Jugendlichen gebeten hätte, ihre beschuhten Füße von den Sitzen zu nehmen, hätte man die Täter dann zu “Schuhträgern” deklariert? Oder – im Falle eines penetrant lauten CD-Players – zu “Musikhörern”?

    Wohl kaum… denn Schuhe tragen und Musik hören die rauchfreien Misanthropen schließlich auch und würden dadurch selbst stigmatisiert und das geht natürlich gar nicht! Gelle? ;-)

  206. Fiend_THeyde am 23. Dezember 2007 um 23:57 - - Permalink

    @ Spiegelfechter:
    Editieren funzzt irgendwie nicht, also Doppelpost. ;-)

    Unsere rauchfreien Misanthropen von “Pro Rauchfrei” werden schon noch dafür sorgen, daß der Zusammenhang zwischen Rauchen und Kriminalität endlich offengelegt wird. Zulange schon wurden Menschheitsverbrechen wie “Feinstaub-unterhalb-der-Gefährdungsgrenze-durch-Tabakkonsum-verursachen” verharmlost.

    Da dies – nicht zuletzt Dank der Bemühungen von “Pro Rauchfrei” – nun endlich nicht mehr der Fall ist, sollen die Gerichte sich nicht mehr mit weniger schweren Verbrechen wie Raub, Einbruch, Vergewaltigung oder Betrug beschäftigen, sondern die wahre Ursache allen Übels bekämpfen: den die Welt vergiftenden Tabakkonsumenten!

    Dann wird dieser Globus endlich ein glücklicher Ort sein…Wäsche wird nie mehr stinken und muß daher nie mehr gewaschen werden. Und die Gehäuselüfter werden länger halten. Hurra! ;-)

    Greets :-)

  207. PrittStift am 24. Dezember 2007 um 00:36 - - Permalink

    [EDITIERT]

  208. PrittLösemittel am 24. Dezember 2007 um 09:51 - - Permalink

    An PrittStift (207)
    Der Türke und der Grieche werden hoffentlich ihre gerechte Strafe bekommen. Aber genau mit solchen Argumenten wie Deinen wird das Volk auf Hass getrimmt und entzwei geteilt. Bei den Demonstrationen der NPD,DVU,ETC. steht die Polizei als “Lichterkette” immer brav dabei. Bei “linken Demos” sieht das ganz anders aus; da tut die Polizei nämlich alles andere als beschützen.
    Noch ein guter Witz: Empfehle Dir, Deinen PrittStift nicht immer zu “mißbrauchen” – dann würde der auch ausnahmnsweise mal nicht immer diese braunen Schlieren ziehen, wenn Du mal wieder etwas kleben willst.

  209. Spiegelfechter am 24. Dezember 2007 um 12:23 - - Permalink

    @PrittLösemittel

    Der “PrittStift” ist ein Ärgernis, das dieses Blog schon länger belästigt. Unter verschiedenen Nicks zieht er die Diskussion immer wieder in die PI-Ecke und geht dabei nach bekanntem Muster vor. Die technischen Möglichkeiten, ihn zu sperren/blocken sind zwar vorhanden, aber ich kann nicht ausschließen, dass Unschuldige in Mitleidenschaft gezogen werden, da es sich bei den mir bekannten Mitteln eher um das Breitschwert als ein Florett handelt.

    @PrittStift

    Ich werde in Zukunft von meinem Hausrecht Gebrauch machen und Kommentare von Dir (egal unter welchem Nick) ohne weitere Begründung löschen. Vielleicht vergeht Dir ja dann die Lust.

  210. stefan am 2. Januar 2008 um 00:32 - - Permalink

    Also sorry, es gibt weder ein Recht am Arbeitsplatz anderer (Kneipe) zu rauchen, noch in Gaststätten generell zu rauchen. Es gibt aber das Recht auf körperliche Unversehrtheit, und da Kneipen nunmal öffentlich sind, und der Wirt dort auch andere Gesetze einzuhalten hat, ist das ganz normal.

    Oder darf der Wirt, weil es “seine ” Kneipe ist, in die Küche scheißen oder das Bier panschen? Abgesehen davon ist die Aufregung doch vollkommen übertrieben, weil:

    1) die Raucher sind verantwortlich dafür das es jetzt ein Gesetz gibt
    2) selbst in Italien wurden nur 4% Raucherzonen eingerichtet – die Nachfrage war einfach nicht da
    3) in keinem Land mit Rauchverbot gab es Rückgänge
    4) in den letzren 10 Jahren mussten in Dt. 25% der getränkeorientierten Lokale schließen – und das alles mit Raucherlaubnis

    Also, alles kein Grund zu schwafeln. Wer rauchen will, geht raus, wer das nicht will und so intolerant ist soll zu Hause qualmen.

    Also, der Wirt ist weder Eigentümer der Lungen von Gast oder Angestellten, noch darf er, analog zum Alkoh