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    geschrieben am 18. Mai 2010 von Spiegelfechter

    Die Gedanken sind nicht nur frei, sondern zumindest im Internet auch frei verfügbar. Auch wenn einige Content-Inhaber liebend gerne Abo-Modelle konzipieren würden, scheitern diese Modelle doch letztlich immer an der Ablehnung der Nutzer. Warum soll ich für etwas bezahlen, das es in gleicher Qualität an der nächsten Ecke umsonst gibt? Diese Frage ist mehr als berechtigt, weshalb bislang alle Versuche, Abomodelle zu etablieren, auch vor allem daran gescheitert sind, dass der Content, für den die Anbieter gerne kassieren würden, zu beliebig ist. Blogger sind ebenfalls Content-Anbieter und je nach Copyright-Modell auch Content-Inhaber. Anders als bei klassischen Medien ist jedoch ein Abomodell für Blogs von vornherein ein absurder Gedanke. Blogs sind ein Kind der digitalen Revolution, sie demokratisieren die Medien, da es noch nie so preiswert war, eine eigene Publikationsplattform zu betreiben. Es wäre geradezu grotesk, sich an diesem Ideal zu versündigen und nur noch für zahlende Abonnenten zu bloggen.

    Warum wollen sich Blogs überhaupt monetarisieren?

    Dennoch haben auch Blogger ein legitimes Interesse daran, eine geldwerte Anerkennung für ihre Arbeit zu bekommen. Auch der Spiegelfechter ist auf Einkünfte angewiesen, die sich aus Spenden und Werbeeinnahmen zusammensetzen. Leider ist es mir bislang nämlich noch nicht gelungen, meinen Vermieter, die Stadtwerkte, meinen KFZ-Mechaniker oder meine Gemüseverkäuferin davon zu überzeugen, meine Rechnungen in der Währung ?Blogbeiträge? bezahlen zu dürfen. Und es ist auch nicht jedem vergönnt, finanziell unabhängig oder aber auch so frei zu sein, dass man eh nichts mehr zu verlieren hat. Wer bloggt, um berühmt oder reich zu werden, sollte seine Strategie ohnehin überdenken und sich lieber bei einer Casting-Show oder bei Günther Jauch anmelden.

    Blogger sind Idealisten. Aber jeder Idealismus stößt an seine Grenze, wenn es darum geht, seine Rechnungen bezahlen zu müssen ? oder um es mit Bertolt Brecht zu sagen, ?zuerst kommt das Fressen, dann die Moral.? Meist ist dies in der Praxis eine simple Abwägung ? je mehr Geld man braucht, desto mehr Zeit muss man in ?bezahlte? Arbeit investieren, je weniger Geld man braucht, desto mehr Zeit hat man fürs Blog. Spenden und Werbeeinnahmen sorgen auf diese Art und Weise dafür, dass man dem Leser mehr kostenlosen Inhalt anbieten kann, was zweifelsohne auch im Interesse des Lesers sein sollte.

    Social Micropayment

    Wer kennt das nicht ? man streift durchs Netz und würde gerne auch einmal die Anbieter kostenlosen Contents durch eine kleine Spende unterstützen. Dies geht weit über die Blogosphäre hinaus und trifft auch auf Musiker, Photographen oder Programmierer zu, die ihre Werke frei und kostenlos im Netz zur Verfügung stellen. Aber ? Hand aufs Herz, wer will schon jedesmal dem Anbieter umständlich einen Kleinstbetrag überweisen oder PayPal durch eine Kleinspende reicher machen? Ein optimales ?Social-Micropayment-System? sollte vor allem einfach, unkompliziert und transparent und dabei möglichst mit einem einzigen Mausklick zu bedienen sein. All dies verspricht Flattr, ein neuer Micropaymentdienst, der in diesen Monaten von einem schwedischen Team rund um den Mitgründer der legendären File-Sharing-Plattform ?The Pirate Bay? in einer geschlossenen Beta-Phase in Dienst gestellt wurde.

    Was ist Flattr?

    Flattr ist eine Art freiwilliger Kulturflatrate. Das System unterscheidet nicht zwischen Anbietern und Nutzern ? jeder Anbieter ist immer auch Nutzer. Wer sich bei Flattr registriert, kann zwischen einem monatlichen Beitrag von 2, 5, 10 oder 20 Euro wählen. Dieser Beitrag wird dann vom Flattr-Konto abgezogen. Leider unterstützt Flattr bislang lediglich PayPal als Transaktionsschnittstelle zum Flattr-Konto. Wer über ein PayPal-Konto verfügt, kann seinen Beitrag aber immerhin über alle PayPal-Dienste (Konteneinzug, giropay, Kreditkarte oder PayPal-Guthaben) entrichten. Hier unterscheidet sich Flattr angenehm vom Konkurrenten Kachingle, der zwar ebenfalls mit PayPal zusammenarbeitet aber nur Kreditkartenzahlungen zulässt, was weder akzeptabel noch erklärbar ist. Der Nachteil der PayPal-Schnittstelle ist jedoch ebenfalls offensichtlich ? zum Einen kassiert PayPal einen kleinen Obolus, zum Anderen sperrt man mit der Festlegung auf PayPal Interessenten aus, die diesem Dienst ? aus welchem Grund auch immer ? misstrauen. In puncto Datenschutz ist die Partnerschaft jedoch relativ unbedenklich ? PayPal weiß nicht, welche Seiten die Spenden des Flattr-Nutzers bekommen, Flattr weiß im besten Falle noch nicht einmal, wer die Nutzer eigentlich sind. Zur Registrierung bei Flattr genügt eine nicht verifizierbare eMail-Adresse.

    Für Anbieter ist Flattr relativ kompliziert ? für jeden Beitrag, der ?geflattert? werden kann, ist die Einbindung eines kleinen Buttons mit einem Code nötig, der von Beitrag zu Beitrag variiert. Dies hat natürlich auch Vorteile, da man auf diese Art und Weise Content und Plattform trennen kann. Auch Blog-Kommentatoren können sich ihren eigenen Flattr-Button in ihren Kommentar einbinden, wenn sie der Meinung sind, ihr Kommentar sei so gut, dass er Unterstützer finden könnte. In Mehrautorenblogs kann man spezielle Artikel unterstützen, ohne gleich die ganze Plattform und dabei meist den Blogbetreiber zu unterstützen.

    Nutzer können durch einen einfachen Klick auf den Flattr-Button den Content unterstützen, der ihnen unterstützenswert erscheint. Wer sich beispielsweise für das 2-Euro-Modell entschieden hat, bestimmt durch die Klicks, welche Anbieter sich am Ende des Monats die 2 Euro teilen. Klickt der Nutzer innerhalb eines Monats auf zehn Artikel, so bekommt jeder geklickte Anbieter 20 Cent, klickt er auf einhundert Artikel, so sind es nur noch 2 Cent. Das ist natürlich nicht viel, aber wenn sich Flattr durchsetzten sollte, macht die Menge den Unterschied – 500 mal 20 Cent sind immerhin auch 100 Euro.

    Für seine Dienstleistung kassiert Flattr in der Anfangsphase 10% der Umsätze. Wer zehn Euro einzahlt, verteilt also nur neun Euro an seine Kandidaten und einen Euro an Flattr. Die Macher wollen diese Bearbeitungsgebühr so niedrig wie möglich halten und in der Zukunft senken ? warten wir es ab. Warum setzt Flattr eigentlich nicht selbst auf sein eigenes System? Was wäre dagegen einzuwenden, auch auf der Flattr-Seite einen Flattr-Button zu positionieren und damit die Gebühren auf freiwilliger Basis einzutreiben? Vertraut man dem eigenen System etwa nicht? Doch die 10% Gebühr, die sich immerhin positiv von den 20% der Kachingle-Konkurrenz abhebt, ist dann auch der einzige Pferdefuß des Systems. Die Vorteile überwiegen: Das System ist transparent, einfach zu bedienen, gerecht und längst überfällig.

    Ob sich Flattr durchsetzen wird, hängt vor allem von der Beteiligung der Nutzer ab, die selbst keinen Content einstellen. Bislang ist Flattr (ebenso wie Kachingle) vor allem ein Umverteilungsmechanismus unter Bloggern. Da jeder Blogger, der seinen Content ?versilbern? will, auch als Nutzer in das System einbezahlen muss, hat man zumindest schon einmal Geld, das man verteilen kann. Wenn das System allerdings darauf hinauslaufen sollte, dass sich Blogger gegenseitig ihre zwei Euro (minus Gebühr) spenden, wird es sich auf Dauer nicht durchsetzen. Sollte es dem System allerdings gelingen, eine kritische Masse von Nutzern für sich gewinnen zu können, könnte dies sogar auf eine kleine Revolution hinauslaufen.

    Flattr auf dem Spiegelfechter

    Flattr befindet sich immer noch in einer geschlossenen Beta-Phase. Wer Mitglied werden will, braucht einen Einladungscode. Wer sich auf der Flattr-Seite registriert, bekommt wenige Tage später diesen Code. Das System soll allerdings bereits in den nächsten Tagen in eine offene Beta-Phase übergehen, in der sich jeder ohne Verzögerung registrieren kann. Seit gestern ist auch der Spiegelfechter Mitglied bei Flattr und unter jedem neuen Artikel wird künftig ein Flattr-Button auftauchen. Wer den Spiegelfechter und andere Seiten auf diese Art und Weise unterstützen möchte, ist herzlich eingeladen, Mitglied bei Flattr zu werden. Ich werde meine Einnahmen künftig transparent darstellen, so dass jeder Spender weiß, wieviel Geld beim Autoren angekommen ist.

    Betteln 2.0

    Wem das alles nicht zusagt, der kann den Spiegelfechter natürlich auch auf herkömmliche Art und Weise unterstützten. Ich freue mich über jeden Euro und werde auch nicht gleich in ?spätrömische Dekadenz? verfallen, wenn Ihr mir etwas spendet. Allen Lesern, die in der Vergangenheit den Spiegelfechter auf diese Art und Weise unterstützt haben, sei an dieser Stelle noch einmal gedankt. Man kann den Spiegelfechter entweder über Paypal oder über den normalen Bankweg unterstützten ? eine kurze Mail mit ?Kontonummer her? im Betreff und ich antworte ? garantiert ;-)

    Euer Spiegelfechter aka Schreibhure aka Sellout-Schwein, Jens Berger

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    70 Kommentare:

    1. Reinard schrieb am 18. Mai 2010 at 17:38 - Permalink

      Klingt gut und intelligent. Es wäre eine Lösung – wenn es denn akzeptiert wird. Einfach genug scheint es zu sein. “Freier” Software und Information bleibt diese Form der Bestätigung bisher ja weitgehend versagt. Da bleibt zur Sicherhei nur die Email-Bitte: “Kontonummer her!”

    2. cubi schrieb am 18. Mai 2010 at 17:45 - Permalink

      Hoert sich sehr Interessant an. Werd mich mal anmelden.

    3. Stefan schrieb am 18. Mai 2010 at 17:46 - Permalink

      Ich hab flattr auch schon einige Zeit und seit ich da einzahl beobachte ich fast schon mit Sorge, dass pro Klick nur noch ein paar Cent übrig bleiben. Damit ist fraglich ob das ganze System überhaupt einen Sinn hat oder nur Einnahmen für Flattr generiert.

      Wenn flattr funktioniert zur Lebensfinanzierung, dann wohl auf den besonders großen Blogs, und die haben soetwas schon heute kaum nötig (weil Werbung). Für die meisten wird also nicht mehr als ein Abend in der Kneipe übrigbleiben. Aber immerhin: Anerkennung.

      Ach und ich bin kein Blogger, also Teil der zu erschließenden kritischen Masse :).

    4. Paul Lanon schrieb am 18. Mai 2010 at 17:52 - Permalink

      Schade ist natürlich, das jeder Mittelsmann (Paypal) seine Gebühr abzweigt. Die mag bei 2 EUR gering sein. Aber die Masse machts. Das wird auch bei Flattr der Fall sein. Das gleiche System wird im Übrigen auch auf den ganzen Pokerseiten verwendet, bei denen sich jeder anmelden kann. Dies scheint die neue Art zu sein, Profit zu scheffeln.

      Aber langsam, das muss ich wirklich gestehen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen “alles” kostenlos zu bekommen, ohne den Aufwand des Urhebers entsprechend zu würdigen. Insbesondere dann, wenn die Urheber noch nicht ausgesorgt haben. ;)

      Ein “Danke” streichelt zwar den Bauch, füllt ihn aber nicht.

    5. Moritz schrieb am 18. Mai 2010 at 17:58 - Permalink

      Ich will Flattr auch bei mir im Blog nutzen, habe allerdings noch eine Frage: wie sieht das denn mit dem deutschen Recht aus? Soweit ich weiß, müssen Spenden doch versteuert werden, oder?

      Das System an sich unterstütze ich vollkommen und ich hoffe, dass es sowohl bei den Bloggern, als auch bei den Lesern gut ankommen wird. Mir für meinen Teil als Schüler wäre nämlich auch schon geholfen, wenn ich die Kosten für mein Blog in Zukunft nicht selbst tragen müsste – Werbung schalten will ich nicht.

    6. vera schrieb am 18. Mai 2010 at 18:26 - Permalink

      Willkommen im Club.

      Sowohl flattr als auch Kachingle werden absehbar weitere Bezahlmöglichkeiten (zusätzlich zu PayPal) anbieten, von flattr weiß ich, daß sie dran sind, Typaldos kündigt es an. In den letzten Tagen hat es jede Menge weiterer Anmeldungen zu flattr gegeben. Ich habe am 29.04. vor allem die schnelle Bearbeitung von Fragen und Problemen gelobt, das ist so geblieben.

      Schönes Interview von Ulrike Langer mit der Kachingle-Gründerin (und was sie vorhat) bei ‘medial digital‘.

      Weiteres interessantes Tool für Blogger: AdTaily, Werbung in einer Art Direktvertrieb.

    7. Phil schrieb am 18. Mai 2010 at 18:40 - Permalink

      Da ich seit heute auch dabei bin, allerdings aus einer anderen Motivation heraus und in meinem Beitrag vom Tag einigen Kritikern des Systems Flattr somit den Wind aus den Segeln nehmen möchte, war dieser Beitrag quasi meine monetäre Deflatterung ;-)

      Vielleicht wird das mal ja was und guter wie auch gerecht entlohnter Content differenziert allein schon durch die faire Entlohnung der Nutzer untereinander. Schön von Anfang an dabei zu sein und die Entwicklung verfolgen zu können.

    8. Cornelius schrieb am 18. Mai 2010 at 18:41 - Permalink

      “Längst überfällig” trifft den Kern der Sache, zumal es mit einem freiwilligen Bezahlsystem im Internet möglich wäre, einen viel stärkeren Gegenpool zu den Mainstreammedien zu schaffen. Gut gelesene Blogger und Schreiber könnten bei hohen Einnahmen sogar noch Werbung für ihren Content machen, und somit stetig wachsen. Darin sehe ich eine Zukunft für gute Schreiber, wie Jens Berger einer ist.

      Das Thema ging mir schon länger durch den Kopf. Wenn der faire Content-Nutzer jeden Monat einen festen Betrag (5 oder 10 ?) für seine Informations- und Kommunikationsbedürfnisse im www einkalkuliert und über den Monat an verschiedene Blogger, Schreiber oder Redakteure von professionellen Medien verteilt, wäre damit auch eine Grundlage für aufwendigere Recherchen gelegt.

      Kulturflatrate passt …

    9. Deho schrieb am 18. Mai 2010 at 19:22 - Permalink

      Das war ein schöner Beitrag, allerdings nicht sehr informativ. Muss ich jetzt googlen, damit ich verstehe, was der Autor meint?

      Hier steht: ?Dieser Beitrag wird dann vom Flattr-Konto abgezogen.?

      Ich habe kein Flattr-Konto und will auch keins haben.

      Mein Bankmensch fragte mich vor Jahren, ob ich nicht ein Online-Konto einrichten wolle. Ich fragte zurück ob er denn eines hätte, er verneinte das. Alles klar?

    10. Alex schrieb am 18. Mai 2010 at 19:34 - Permalink

      Du Kapitalistenschwein. :D Finde ich gut. Besonders in den letzten Wochen sind viele große Blogs nachgezogen und besonders Spiegelfechter unterstüzt man für die aufwändigen Artikel gerne.

    11. Uli schrieb am 18. Mai 2010 at 20:12 - Permalink

      Ich werde meine Einnahmen künftig transparent darstellen, so dass jeder Spender weiß, wieviel Geld beim Autoren angekommen ist.

      Da bin ich sehr gespannt, wie sich das entwickelt.
      Was mir im Artikel noch etwas fehlt sind ein paar persönliche Einsichten von dir. Möchtest du mit Flattr “nur” die Hosting Kosten etc. decken oder damit mittelfristig einen Teil oder deinen gesamten Lebensunterhalt bestreiten? Ist das evtl. schon teilweise passiert und du arbeitest nur noch Teilzeit etc.? Fände ich sehr interessant, dein letztes Interview zu dem Thema ist ja schon etwas her.

    12. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:20 - Permalink

      @3 Stefan

      Ich hab flattr auch schon einige Zeit und seit ich da einzahl beobachte ich fast schon mit Sorge, dass pro Klick nur noch ein paar Cent übrig bleiben. Damit ist fraglich ob das ganze System überhaupt einen Sinn hat oder nur Einnahmen für Flattr generiert.

      Das liegt wohl eher daran, dass mehr Seiten ihren “Invite-Code” bekommen und die “Flatterer” mehr Alternativen haben, ihre Punkte abzugeben.

      Wenn flattr funktioniert zur Lebensfinanzierung, dann wohl auf den besonders großen Blogs, und die haben soetwas schon heute kaum nötig (weil Werbung). Für die meisten wird also nicht mehr als ein Abend in der Kneipe übrigbleiben. Aber immerhin: Anerkennung.

      Zur “Lebensfinanzierung” wird es wohl eh nie reichen, dafür wäre schon eine sehr große kritische (und vor allem zahlungsfreudige ;-)) Menge nötig. Aber das soll flattr m.E. ja auch gar nicht leisten – es geht um Micropayment, nicht mehr, nicht weniger. Auch für große Blogs wird flatte auf absehbare Zeit kein Ersatz, wohl aber eine Ergänzung zur klassischen Werbung sein.

    13. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:25 - Permalink

      @Paul Lanon

      Der Vorteil am Flattr-System ist ja, dass nicht für jede Miniüberweisung PayPal-Gebühren anfallen, sondern “nur”, wenn man einzahlt oder abhebt. Bei etwas größeren Beträgen sind die relativen PayPal-Gebühren zum Glück niedriger als bei Kleinstbeträgen.

      Aber langsam, das muss ich wirklich gestehen, bekomme ich ein schlechtes Gewissen ?alles? kostenlos zu bekommen, ohne den Aufwand des Urhebers entsprechend zu würdigen. Insbesondere dann, wenn die Urheber noch nicht ausgesorgt haben. ;)

      Ach was ;-)

      Aber das ist natürlich idT ein übergreifendes Phänomen, von dem Autoren, Musiker, Photographen und Programmierer gleichsam betroffen sind.

    14. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:27 - Permalink

      @Moritz

      Ich will Flattr auch bei mir im Blog nutzen, habe allerdings noch eine Frage: wie sieht das denn mit dem deutschen Recht aus? Soweit ich weiß, müssen Spenden doch versteuert werden, oder?

      Wenn Du das Geld ordnungsgemäß von PayPal auf Dein Konto überweist, kannst Du es ja auch ordnungsgemäß versteuern. Bei solchen Kleinbeträgen will das Finanzamt keine Einzelbelege sehen, zumal das bei annonymen Spenden auch gar nicht möglich ist.

    15. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:30 - Permalink

      @Deho

      Hier steht: ?Dieser Beitrag wird dann vom Flattr-Konto abgezogen.?

      Ich habe kein Flattr-Konto und will auch keins haben.

      Intelligenter Kommentar – dann ist dies die Sache für Dich auch irrelevant, so what?

    16. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:33 - Permalink

      @Uli

      Was mir im Artikel noch etwas fehlt sind ein paar persönliche Einsichten von dir. Möchtest du mit Flattr ?nur? die Hosting Kosten etc. decken oder damit mittelfristig einen Teil oder deinen gesamten Lebensunterhalt bestreiten?

      Einen Teil meines Lebensunterhalts bestreite ich ja bereits jetzt (dank Werbung und Spenden) durch das Blog. Ansonsten wäre es mir auch nicht möglich, mein angepeiltes Ziel von vier Artikeln pro Woche einzuhalten.

      Ist das evtl. schon teilweise passiert und du arbeitest nur noch Teilzeit etc.? Fände ich sehr interessant, dein letztes Interview zu dem Thema ist ja schon etwas her.

      Stimmt – nein ich arbeite Vollzeit als freier Journalist und “investiere” rund 50% meiner Arbeitszeit ins Blog und 50% in den Broterwerb außerhalb des Blogs.

    17. name schrieb am 18. Mai 2010 at 20:34 - Permalink

      Das klingt jetzt vielleicht ein wenig blöd, aber gibt es so ein ähnliches Modell auch auf Sachspendenbasis?

      Musiker, Blogger braucht x, y, z oder ähnliches..

    18. Timo schrieb am 18. Mai 2010 at 20:51 - Permalink

      Wäre schön wenn dieser Flattr-Button/Link auch im RSS Feed unter den Artikeln auftauchen würde …

    19. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 20:51 - Permalink

      @name

      Klingt gar nicht so blöd, ich wurde eben schon gefragt, ob ich keine Amazon-Wunschliste hätte. Ich könnte mir so etwas eher für Dienst- als für Sachleistungen vorstellen. Z.B. Blogger braucht Serverplatz, Musiker braucht PA-Technik usw. usf.. Wäre vielleicht eine Idee, die angenommen werden würde.

    20. Seepferd schrieb am 18. Mai 2010 at 21:01 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Stimmt ? nein ich arbeite Vollzeit als freier Journalist und ?investiere? rund 50% meiner Arbeitszeit ins Blog und 50% in den Broterwerb außerhalb des Blogs.

      Ich dachte, dass Du Öffentlichkeitsarbeit für einen lokalen Versorger machst?

      Einen Teil meines Lebensunterhalts bestreite ich ja bereits jetzt (dank Werbung und Spenden) durch das Blog. Ansonsten wäre es mir auch nicht möglich, mein angepeiltes Ziel von vier Artikeln pro Woche einzuhalten.

      Puh, das ist gut. Dann sind auf jeden Fall wenigstens die Hostinggebühren gedeckt (Das schafft schon mal nicht jeder Blogger). Die schwarze Null steht also auf jeden Fall und dann kriegt man noch ein bißchen was drüber, oder?

      Wie ist das

      Und es ist auch nicht jedem vergönnt, finanziell unabhängig oder aber auch so frei zu sein, dass man eh nichts mehr zu verlieren hat.

      zu verstehen?

      Hattest Du bereits erhebliche berufliche und persönliche Nachteile durch deine Bloggertätigkeit?

      Jetzt folgen reine Interessenfragen, die Du nicht beantworten musst:

      Kriegst Du mehr über Spenden als über Werbung rein, oder umgekehrt?

      Bringt die google Werbung mehr als Deine originären Werbepartner?

      Passt sich die googlewerbung auf den jeweiligen Nutzer an?
      Kriegt der systemfrager z.B. eine andere Werbung zu sehen als linus?

    21. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 21:03 - Permalink

      @Timo

      Das stimmt – leider wird Java-Script ja im Feed nicht angezeigt. Also entweder auf einen statischen zurückgreifen oder auf eine automatisches Lösung warten ;-)

    22. zeno schrieb am 18. Mai 2010 at 21:06 - Permalink

      @ spiegelfechter

      haben sie schon mal von der Möglichkeit per sms spenden zu können gehört? Ich hab das letzte mal irgendwo aufgeschnappt und war sofort begeistert. Wenn ich 5 Euro spende, gehen ca. 4,80 an sie und das andere sind “normale” sms-Gebühren. Es gibt da bestimmt mehrere Anbieter. Aus meiner Sicht hat diese Art von Spenden Vorteile, so muss man sich zum Beispiel nirgendwo anmelden und das Geld wird bei der nächsten Telefonrechnung einfach abgebucht.

    23. Timo schrieb am 18. Mai 2010 at 21:27 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Das stimmt ? leider wird Java-Script ja im Feed nicht angezeigt. Also entweder auf einen statischen zurückgreifen oder auf eine automatisches Lösung warten ;-)

      Ja gut, danke für den Tip, aber das war weniger als allgemeiner Wunsch für mein eigenes Blog oder sowas gemeint, sondern als konkreter Wunsch an dich, damit ich wenn ich dir per Flattr was zukommen lassen möchte nicht umständlich meinen RSS Reader verlassen muss :-)

    24. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 21:34 - Permalink

      @Timo

      So hatte ich das auch gemeint, hab das nur dämlich formuliert ;-)

      Ich werde da mal experimentieren – als Übergangslösung werde ich dann wohl zwei Buttons (einen statischen und einen JS) einbetten. Ansonsten warte ich mal auf gescheite Lösungen, die sicher bald kommen werden.

    25. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 21:35 - Permalink

      @zeno

      Da muss ich mich mal schlau machen – wenn man dafür eine spezielle Nummer braucht, die Geld kostet, ist die Sache natürlich nicht mehr so attraktiv. Aber ich werde da mal recherchieren.

    26. Uli schrieb am 18. Mai 2010 at 21:47 - Permalink

      @Spiegelfechter:
      Interessant zu wissen, ich war noch auf dem Stand das du Vollzeit irgendeinen Bürojob machst. Vielleicht willst du dein “About me” ja mal aktualisieren um ein bisschen transparenter zu machen wo das Geld denn hinwandert. Ich musste nämlich vorher schon überlegen wieviel so ein Hosting Paket denn kosten soll um Werbung, Spenden und neuerdings auch Flattr zu rechtfertigen.

    27. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 21:50 - Permalink

      @Seepferd

      Ich dachte, dass Du Öffentlichkeitsarbeit für einen lokalen Versorger machst?

      Ach jeh, schon seit fast drei Jahren nicht mehr ;-)

      Ich sollte die “about me”-Seite endlich mal auf den neusten Stand bringen. Mein Fehler.

      Puh, das ist gut. Dann sind auf jeden Fall wenigstens die Hostinggebühren gedeckt (Das schafft schon mal nicht jeder Blogger). Die schwarze Null steht also auf jeden Fall und dann kriegt man noch ein bißchen was drüber, oder?

      Ja klar – ansonsten könnte ich auch nicht “freiwillig” auf rund die Hälfte meiner Einkünfte aus der freiberuflichen Tätigkeit verzichten. Wobei das natürlich auch nicht ganz korrekt ist, da der SF natürlich auch Auftraggeber auf mich aufmerksam macht.

      Wie ist das

      Und es ist auch nicht jedem vergönnt, finanziell unabhängig oder aber auch so frei zu sein, dass man eh nichts mehr zu verlieren hat.

      zu verstehen?

      Es gibt ja einige Blogger, die jeden kommerziellen Ansatz von Grund auf ablehnen. Nach meiner Erfahrung sind dies hauptsächlich zwei Gruppen:

      - die finanziell unabhängigen, die entweder auf “Daddys Kosten” studieren, über ein gewisses Vermögen verfügen oder ihre Einkünfte auf ganz anderen Wegen erzielen, die nicht so zeitaufwendig sind.

      - diejenigen, die nichts mehr zu verlieren haben: Beispielsweise Hartz-IV-Empfänger, die eh nichts dazuverdienen dürfen.

      Hattest Du bereits erhebliche berufliche und persönliche Nachteile durch deine Bloggertätigkeit?

      Im Gegenteil – beruflich (also als Journalist) ist das eher hilfreich. Es ist eine reine Zeitfrage – wieviel Zeit nehme ich mir fürs Bloggen, wieviel Zeit für andere Dinge, die nötig sind, um die Rechnungen zu bezahlen. Wenn Geld keine Rolle spielen würde, würde ich nur noch bloggen und mein Publikum mit sieben Artikeln pro Woche nerven/erfreuen ;-)

      Jetzt folgen reine Interessenfragen, die Du nicht beantworten musst:

      Kriegst Du mehr über Spenden als über Werbung rein, oder umgekehrt?

      Mehr über Werbung

      Bringt die google Werbung mehr als Deine originären Werbepartner?

      Nein, viel weniger, weshalb sie auch schon länger zur Disposition steht. Sobald ich einen regulären Werbepartner finde, der den Platz haben will, fliegt Google raus. Vielleicht ersetze ich das Banner auch bald durch ein Banner, in dem ich für den Werbeplatz werbe – schaun mer mal.

      Passt sich die googlewerbung auf den jeweiligen Nutzer an?
      Kriegt der systemfrager z.B. eine andere Werbung zu sehen als linus

      M.W. nicht, sie ist lediglich “leidlich” textsensitiv – ob beispielsweise ein US-Nutzer eine andere Webung sieht als ein deutscher Nutzer, weiß ich selbst nicht.

    28. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 21:56 - Permalink

      @Uli

      “About me” – siehe letzter Kommentar ;-)

      Ich musste nämlich vorher schon überlegen wieviel so ein Hosting Paket denn kosten soll um Werbung, Spenden und neuerdings auch Flattr zu rechtfertigen.

      Nein, um Himmels Willen – für das Hosting Paket zahle ich übrigens keinen Cent, da es von den netten Jungs vom Ciez als eine Art Sachspende gehostet und betreut wird. Auch meine sonstigen “Blog-Kosten” sind durch die Einnahmen mehr als gedeckt. Es geht hierbei um den Faktor Zeit, den ich je nach finanzieller Lage zwischen “unbezahlter” Arbeit (Bloggen) und bezahlter Arbeit (Schreiben für andere Medien) verschieben muss. Wenn man selbstständig oder Freiberufler ist, muss man nicht nur seinen eigenen Urlaub, sondern auch zeitaufwendige Tätigkeiten wie das Bloggen indirekt durch Verdienstausfall bezahlen. Das soll jetzt aber kein Jammern sein, ich mache das ja freiwillig und auch gerne.

    29. Linus schrieb am 18. Mai 2010 at 22:12 - Permalink

      Passt sich die googlewerbung auf den jeweiligen Nutzer an?
      Kriegt der systemfrager z.B. eine andere Werbung zu sehen als linus

      Soso – also gehöre ich inzwischen auch schon zu den exponierten Persönlichkeiten. Wird Zeit, das ich meinen Nick ändere. Nicht, daß noch SF von meinen herausragenden Kommentaren profitiert ;-)

      Nee, im Ernst, SF:

      Schöne Seite
      ich bin pleite
      usw.
      bis ich Kohle an dich leite …

      Da nutzt leider der schönste Button nichts :-((

    30. Spiegelfechter schrieb am 18. Mai 2010 at 22:24 - Permalink

      @Linus

      Soso ? also gehöre ich inzwischen auch schon zu den exponierten Persönlichkeiten.

      Offensichtlich ;-)

      Da kannst Du ja selbst einen Flattr-Button in Deine Kommentare einbauen, den ich dann klicken kann, wenn sie mir gefallen. So schließt sich der Kreis ;-)

    31. Linus schrieb am 18. Mai 2010 at 23:09 - Permalink

      Test

    32. Seepferd schrieb am 18. Mai 2010 at 23:16 - Permalink

      @linus, 31

      Da kannst Du ja selbst einen Flattr-Button in Deine Kommentare einbauen,

      Test
      und
      Kein Button!

      haha

      :-)

    33. uniquolol schrieb am 18. Mai 2010 at 23:44 - Permalink

      Cool, dass ihr auch bei flattr dabei seit!

    34. Mir schrieb am 19. Mai 2010 at 00:08 - Permalink

      Mit der Unterschrift gleich die möglichen Beleidigungen auskontern zu wollen ist aber nicht nett, daher hier noch einige Anregungen:
      Du Nuttengriffel,
      Tintenpolitiker,
      Bailoutfeder,
      Monetentipse,
      und Journalist.

      Warum Flattr das nicht selbst macht ist mMn klar – wenn es gut ist, ist es nur so ein Dingsbums im Hintergrund, das man am besten garnicht bemerkt. Wird für Selbstverständlich genommen und keiner würde zahlen.
      Ein Problem ist , dass einige ihre Artikel mit der Zeit sicher “Flattrklickzahlenoptimieren” werden und mehr tagesaktuelle Schleimsülze produziert wird. Zu SEO kommt dann FKO, wenn es sich durchsetzt.
      Man kann auch nichtmehr (bzw. nicht mit Flattr) differenziert seine Millionen unter das Blogvolk bringen, jeder Artikel, der geklickt wird, zählt gleichviel.
      Ansonsten ist das eine gute Sache, man zahlt nach wie vor nur für Dinge, die man für bezahlenswert hält, aber einfacher und mit Limit für die Blogspendesüchtigen, da gibt es bestimmt eine hohe Dunkelziffer.

    35. COPOKA schrieb am 19. Mai 2010 at 00:22 - Permalink

      In puncto Datenschutz ist die Partnerschaft jedoch relativ unbedenklich ? PayPal weiß nicht, welche Seiten die Spenden des Flattr-Nutzers bekommen, Flattr weiß im besten Falle noch nicht einmal, wer die Nutzer eigentlich sind.

      Es ist erfreulich, das zu lesen. Vielleicht schaffe ich mir doch ein PayPal-Konto an ;)

      Interessant, kann man ein Artikel mehrmals “abklicken”?
      So stellt z.B. einer am Monatsende fest, dass er einen Artikel besonders honorieren möchte aber es sind schon etliche “Klicks” vergeben. So könnte man doch durch mehrmaliges Klicken etwas mehr Gewicht einer Sache verleihen.

    36. SwENSkE schrieb am 19. Mai 2010 at 03:56 - Permalink

      Ich kann’s mir zwar nicht wirklich leisten, aber 2 oder 5 Euronen hin oder her im Monat machen den Kohl auch nicht mehr fett (oder eher dünn in meinem Fall).
      Gibt da schon ein paar Kandidaten, die ich (gerne) unterstützen würde.
      Solange flattr aber nur paypal-Zahlungen akzeptiert, wird das wohl nix (mit mir).
      Sollte sich das ändern, bin ich dabei. Aber paypal sieht von mir keinen roten Heller – dazu sind die viel zu unzuverlässig. Die haben schon öfter einfach Kohle einbehalten aus den fadenscheinigsten Gründen.

    37. Vogel schrieb am 19. Mai 2010 at 06:21 - Permalink

      @Jens
      1. Find’ ich Klasse! (Wenn die Möglichkeit besteht das Flattr-Konto vom Bankkonto zu bedienen, bin ich dabei. Wo gäbe es denn dann solche Info?)
      2.

      [...] ich mache das ja freiwillig und auch gerne.

      Kann das sein, dass man das merkt? :-D

      Gut dass es Dich gibt!

      Beste Grüße

    38. daMax schrieb am 19. Mai 2010 at 07:19 - Permalink

      Nix gegen Monetarisierung, aber dieser Flattr-Iframe ist ein riesen Mist. Ich lese dein Blog nur noch in einem Feedreader namens RSSOwl. Der macht nun für jeden Post einen extra Firefox auf, nur um diesen Flattr-Iframe anzuzeigen. Damit ist das Lesen Deines Blogs für mich unmöglich geworden. Schade drum :(

    39. Bastl schrieb am 19. Mai 2010 at 07:47 - Permalink

      @daMax
      Warum ein Iframe? Kommt das durch deinen RSS Reader?
      @SF
      Her mit der Amazon-Wishlist! Da müssen ja keine zig-hundert Euro teuren Sachen drin sein ;-)

      @Topic
      Mir gefällt die Methode dahingehend das es für den Blogger dann auch ein Feedback gibt welche Artikel besonders gut von den Lesern aufgenommen wurden. Werd mich gleich mal anmelden. Noch mehr Geld in den Rachen von Paypal aber vielleicht tut sich bei den Bezahlmethoden ja noch etwas.

      …

      OT:
      Was ist eigentlich ein “online-Konto” ô.Ô

    40. Vogel schrieb am 19. Mai 2010 at 08:09 - Permalink

      @daMax #38
      Seit drei Jahren nur Freude an Opera unter Vista :-( und unter Ubuntu :-) da funst der Reader auch “nach Flattr” ganz normal. Merke: Es muss nich immer FF sein, gelle?

      Versuch’s ‘mal.

      Beste Grüße

    41. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 09:46 - Permalink

      @Mir

      Ein Problem ist , dass einige ihre Artikel mit der Zeit sicher ?Flattrklickzahlenoptimieren? werden und mehr tagesaktuelle Schleimsülze produziert wird. Zu SEO kommt dann FKO, wenn es sich durchsetzt.

      Sicher, aber die Blogger, die für so was in Frage kommen, sind doch schon heute auf diversen “Optimierungstrips” und werden vom mündigen Leser eh nicht ernst genommen.

      Wenn ich mich an die Leserschaft anschleimen würde, in dem ich nur noch über Spekulanten meckere und jede Schuld des Volkes vollkommen abstreite (ist jetzt nur ein aktuelles Beispiel) würde mir das zwar kurzfristig “Freunde” bringen, langfristig würde ich allerdings meine Seriösität *hüstel* aufs Spiel setzen.

    42. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 09:48 - Permalink

      @Copoka

      Interessant, kann man ein Artikel mehrmals ?abklicken??
      So stellt z.B. einer am Monatsende fest, dass er einen Artikel besonders honorieren möchte aber es sind schon etliche ?Klicks? vergeben. So könnte man doch durch mehrmaliges Klicken etwas mehr Gewicht einer Sache verleihen.

      Meines Wissens ist das nicht “noch” nicht möglich. Ich habe gelesen, dass die Macher mittelfristig eine Skalierbarkeit einführen wollen. Aber das dauert sicher noch.

    43. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 09:50 - Permalink

      @Vogel

      1. Find? ich Klasse! (Wenn die Möglichkeit besteht das Flattr-Konto vom Bankkonto zu bedienen, bin ich dabei. Wo gäbe es denn dann solche Info?)

      Würde ich im Rahmen eines Open-Threads nachliefern.

      Gut dass es Dich gibt!

      Daaaaanke ;-)

    44. Gitanes schrieb am 19. Mai 2010 at 09:52 - Permalink

      Hallo Jens,

      erst mal vielen vielen Dank,dass Du den Bildungsauftrag angenommen hast ;-)
      Vor gut zwei Jahren habe ich angefangen den zumeist inhaltslosen Wortbrei
      der Alltagsblätter wieder kritischer zu hinterfragen und landete unter anderm bei
      den nachdenkseiten,weissgarnix,etc und mit Sicherheit nicht zum Schluß gemeint,
      beim Spiegelfechter.

      Bei mir zumindest hast du etwas wichtiges seit 2002 wieder erweckt,nämlich das Interesse an Politik und Wirtschaft.
      Als wählender “Mitmensch” denke ich, sollte man wenigstens ein wenig durchblick haben und meine Augen sind auf jedenfall, offener denn je.

      Da ich mich auch in Zukunft an diesen blog erfreuen möchte, (ja ich freu mich wirklich wenn ein neuer Artikel erscheint)würde es begrüßen wenn du in deinem blog irgendwo etwas einbaust, was die möglichen Möglichkeitenen der wie”Spenden” beinhaltet.

      Und da ich ein Passwort geplagter Mensch bin und mich nicht noch weiter damit zumüllen möchte,
      wäre es vielleicht Sinnvoll in dieser “Spendensektion” oder “Betteln XXL” :-) schlicht eine Bankverbindung
      anzugeben….wenn es denn geht?

      Alles gute und weiter so.

    45. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 09:53 - Permalink

      @damax

      Nix gegen Monetarisierung, aber dieser Flattr-Iframe ist ein riesen Mist. Ich lese dein Blog nur noch in einem Feedreader namens RSSOwl. Der macht nun für jeden Post einen extra Firefox auf, nur um diesen Flattr-Iframe anzuzeigen. Damit ist das Lesen Deines Blogs für mich unmöglich geworden. Schade drum :(

      iframe? Vom flattr-Applet? Da muss ich mich mal schlau machen, da dieses Problem offenbar nur bei RSSOwl auftaucht. Kann man dieses Problem nicht über die Einstellungen von RSSOwl lösen?

    46. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 09:56 - Permalink

      @Bastl

      Her mit der Amazon-Wishlist! Da müssen ja keine zig-hundert Euro teuren Sachen drin sein ;-)

      Nee, das macht ja bei mir keinen Sinn ;-)

      Als Jornalüst kriege ich Bücher mit dem Vermerk “Rezensionsexemplar” eh für lau und wenn ich mal bei Amazon kaufe, sind das meistens Geschenke, die am besten schon vorgestern ausgeliefert sein müssten ;-)

    47. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 10:04 - Permalink

      @Gitanes

      Danke – Diesen Kommentar rahme ich mir ein ;-)

      Und da ich ein Passwort geplagter Mensch bin und mich nicht noch weiter damit zumüllen möchte,
      wäre es vielleicht Sinnvoll in dieser ?Spendensektion? oder ?Betteln XXL? :-) schlicht eine Bankverbindung
      anzugeben?.wenn es denn geht?

      Ich habe schon mit meiner Hausbank gesprochen, ob es denn die Möglichkeit gäbe, ein Unterkonto einzurichten, von dem eine Lastschrifteinzüge möglich sind – eine privat Kontonummer im Netz anzugeben, ist nämlich nicht so fürchterlich gescheit. Dafür bräuchte ich allerdings ein (recht teures) Geschäftskonto – mal schauen, ob ich mich dazu hinreißen lassen kann. Bis dahin kannst Du mich aber immer gerne anmailen und kriegst die Kontonummer ;-)

    48. Henrik schrieb am 19. Mai 2010 at 10:28 - Permalink

      seh ich das richtig das ich ueberhaupt nix spenden kann da man fuer eine Anmeldung einen invite-code braucht? Ist das nicht etwas kontraproduktiv? Ich dachte es sollte einfacher werden …

    49. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 10:56 - Permalink

      @Henrik

      Das ist es, was ich mit der “geschlossenen” Beta-Phase meinte. Ich musste z.B. rund eine Woche auf meinen “Invite-Code” warten. Aber das wird bereits in den nächsten Tagen bei der Eröffnung der Public-Beta-Phase eh Geschichte sein.

    50. Lemmy Caution schrieb am 19. Mai 2010 at 11:02 - Permalink

      Hallo Jens,

      wie werden diese Einkünfte eigentlich versteuert?

      Gruß Lemmy

    51. viosz schrieb am 19. Mai 2010 at 11:07 - Permalink

      @sf
      Seit ich diverse Zeitungs-Abos restlos gekündigt habe, wandert das Jahres-Etat in die Unterstützung von Bloggern die ich gern lese und dieser Blog ist definitiv unter den Favoriten.

      Auch wenn es als altmodisch erscheint, finde ich allerdings einmalige Überweisungen als die bessere Lösung gegenüber externen Dienstleistern, welche sich mit Gebühren in den Geldfluss einklinken wollen und auf Grund fehlender Anonymität der Kunden Daten sammeln.

      Ich persönlich möchte als Leser mit einer Spende eher allgemein den Online-Journalisten unterstützen, als mit selektiven Mikrospenden zu mir gefallenden Artikeln indirekt die jeweilige Sichtweise des Artikels
      zu belohnen. Zumal man mit solchen Belohnungsmodellen immer riskiert, beim jeweiligen Blogger eine Tendenz auszulösen.

    52. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 11:10 - Permalink

      @Lemmy

      Natürlich – leider nicht zum Spitzensteuersatz ;-)

    53. Spiegelfechter schrieb am 19. Mai 2010 at 11:15 - Permalink

      @Vioz

      Ich glaube, den betreffenden Bloggern ist es sogar lieber, wenn Du sie durch einmalige Überweisungen unterstützt, da sie dann auch 100% der Spende bekommen. Kein Problem, flattr richtet sich eher an potentielle Spender, die andere Methoden bevorzugen.

    54. Degnaphta schrieb am 19. Mai 2010 at 13:22 - Permalink

      Schade, daß ich zu den Dauerblanken im Lande gehöre, sonst würde ich dir sicherlich gerne mal ne Spende rüberwachsen lasse. Meine Heimatzeitung hatte ich ja auch mal abonniert, wobei die das grundsätzlich nicht verdient und vermutlich niemals verdient hat.
      Wobei eine Spende an den Blogger (oder das flattrn) leider die manchesmal ebenso wertvollen wenn nicht sogar wertvolleren Kommentare überhaupt nicht berücksichtigt. Denn manch aus den Kommentaren stammender link oder Gedankengang geben dem Gesamtwerk ‘thread’ erst den vollen Gehalt.
      Allerdings fließt kein Fluß ohne Quelle, womit ich wieder beim ‘schade, daß ich…’ bin.

      Was das Phänomen der Käuflichkeit angeht, solte man bedenken, daß Integrität nicht ihren Wert hätte, wäre sie nicht gezwungen, gegen Widrigkeiten zu bestehen.

    55. Moritz schrieb am 19. Mai 2010 at 17:36 - Permalink

      @Spiegelfechter: Aber ich als Schüler versteuere doch gar nichts. Oder versteh’ ich da irgendwas nicht? Reicht es, wenn ich den Betrag einfach ordnungsgemäß von Paypal auf mein Konto überweise?

    56. genova schrieb am 19. Mai 2010 at 17:52 - Permalink

      Das Flattr-Modell hört sich gut an, und Seiten wie der Spiegelfechter sollte man in der Tat unterstützen *schleim*

      Mich interessiert jetzt aber konkret, wieviel Prozent sich Paypal und Flattr von dem gespendeten Betrag nehmen.

      Danke im voraus
      genova

      P.S.:
      Moritz,
      Schüler dürfen hier nicht lesen, nur Erwachsene.

      Nichts zu danken
      genova

    57. Alex schrieb am 19. Mai 2010 at 18:47 - Permalink

      Seit wann kann ein Schüler nicht erwachsen sein. Oder warst du ein Wunderkind, dass mit 17 die 13. gemacht hat?

      Mal davon abgesehen kann eine bessere politische Bildung den meisten nicht schaden. Und woher nimmst du dir das recht hier jemanden ausschließen zu wollen?

    58. Moritz schrieb am 19. Mai 2010 at 19:43 - Permalink

      @genova: Ich bin erwachsen. Und Schüler. Wie die meisten Gymnasiasten in den Klassen 12 und 13 ;-)
      Wer den Artikel aufmerksam gelesen hat, kann die Hälfte deiner Frage übrigens beantworten: Flattr kassiert 10% des Umsatzes, möchte diesen Prozentsatz aber senken.
      @Alex: Danke :-D

    59. ChP schrieb am 20. Mai 2010 at 09:36 - Permalink

      @Moritz (55.):

      Aber ich als Schüler versteuere doch gar nichts. Oder versteh? ich da irgendwas nicht?

      Ob du versteuern müsstest oder nicht, hängt maßgeblich von der Art und Höhe deiner Einkünfte ab.

      Hast du nur nen Aushilfsjob mit max. 400? oder Kaufst und verkaufst du fleißig Aktien; vermietest du oder bist du – wie/warum auch immer – an nem Unternehmen in irgendeiner Art und Weise beteiligt…

      Die Frage, ob du steuerpflichtig bist oder nicht ist immer eine rein individuelle Geschichte. Das führt hier aber auch zu weit. ;)

      onT:
      Das Konzept dahinter finde ich gut, nur schrecken mich Gebühren für Transaktionen immer auch ein wenig ab. Wenn dann auch der direkte Weg von meinem Bankkonto zu Flattr möglich ist, würde der Dienst zumindest für mich wesentlich attraktiver werden.

    60. Wandschrank schrieb am 20. Mai 2010 at 13:59 - Permalink

      @jens Berger

      Die taz ist Dir -hinsichtlich flattr- auch schon nachgezogen.

      http://www.taz.de/1/politik/asien/artikel/1/vier-tote-in-bangkok/

      Oder Du der taz. Ich glaube aber, dass Du schneller warst. Kann mich jedoch auch täuschen.

      Es behaupten übrigens immer mehr Menschen, dass der Sturz in Kirgisistan womöglich durch Moskau mit-orchestriert gewesen sein könnte.

      So auch Erich Follath im Spiegel.

    61. genova schrieb am 20. Mai 2010 at 15:35 - Permalink

      Alex,
      so ähnlich. Ich habe das Abi mit 16 gemacht, war also in der Tat das, was man ein Wunderkind nennt. Auch heute noch bin ich ungewöhnlich klug und mir deshalb sicher, dass ich mit meinem Blog via Flattr sehr schnell sehr reich werden kann. Deshalb meine detaillierten Fragen.

      Jetzt fehlt nur noch die Antwort auf meine zweite Frage.

      Moritz,

      wer sich als 18jähriger darüber Gedanken macht, ob er zuwenig Steuern zahlt, ist, sagen wir, ein wenig zu erwachsen.

    62. Wandschrank schrieb am 20. Mai 2010 at 16:23 - Permalink

      @genova, 61

      so ähnlich. Ich habe das Abi mit 16 gemacht, war also in der Tat das, was man ein Wunderkind nennt. Auch heute noch bin ich ungewöhnlich klug und mir deshalb sicher, dass ich mit meinem Blog via Flattr sehr schnell sehr reich werden kann.

      Zieht das Internet eigentlich nur solche Schwätzer Leute an?

      Mich interessiert jetzt aber konkret, wieviel Prozent sich Paypal und Flattr von dem gespendeten Betrag nehmen.

      Jetzt fehlt nur noch die Antwort auf meine zweite Frage.

      Na, wenn Du doch so ein tolles, ehemaliges Wunderkind wärst, dann fändest Du dies sicher ganz von alleine heraus und müsstest vor allem nicht hier diese Frage stellen.
      Selbst einem minder begabten Menschen fiel bei der Lektüre des Textes hinsichtlich flattr die Nennung von 10% auf.

    63. ChP schrieb am 20. Mai 2010 at 17:27 - Permalink

      Immer wieder erheiternd zu lesen, wenn sich jmd. selbst vorführt auf Grund seines/ihres achso hohen Intellekts. // Daumen hoch @ Wandschrank

      Flattr nimmt wohl 10% und PayPal je nach Überweisungsbetrag – so jedenfalls der Text. Wie viel nu PayPal berechnet, müsste doch wohl mindestens auf deren Hp bzw. in deren AGB zu finden sein.

    64. ixiter schrieb am 20. Mai 2010 at 21:29 - Permalink

      Ich denke Flattr ist eine gute Alternative zu Werbeeinblendungen. Gerade kleine Blogs erzielen durch Werbung so gut wie keine Einnahmen. Mit flattr wird zwar auch nicht viel kommen, aber vielleicht genug, um die Webspace-/Serverkosten zu decken.

      Zum Geld verdienen wird man 100e oder sogar 1000e flattrs pro Artikel benötigen. Und ob man dahin kommt, hängt in erster Linie davon ab, ob es genug Flattr Mitglieder gibt. Also davon, ob genug User überhaupt bereit sind, auch nur kleine Beträge im Monat für Netzinhalte auszugeben.

    65. Dieter Burmel schrieb am 21. Mai 2010 at 11:07 - Permalink

      Flattr ist eine richtig feine Idee. Schade aber, dass sie sich so viel von den Clicks selber nehmen. Wenn von einem Euro um die 80 cent an Flattr gehen, dann lohnt sich es doch nicht mehr…

    66. Alex schrieb am 21. Mai 2010 at 11:40 - Permalink

      Flattr nimmt nur 10%, also gehen von 1 Euro nur 10 und nicht 80 Cent an Flattr.

    67. Vogel schrieb am 21. Mai 2010 at 19:31 - Permalink

      @ Jens #43

      Würde ich im Rahmen eines Open-Threads nachliefern.

      Häh? Ich bin kein IT-ler. Wo find’ ich den “offenen Abtritt”?

      Beste Grüße

      PS.: Wo kriegt man Deine “Auftritte”/Beiträge im ÖR mit? Kannse nich ‘ne Rubrik einbauen: Spiegelfechter im DLF/SWR/Tagesschau … :-D


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