Radiert das Infame aus!
15. Februar 2008 von Spiegelfechter - Drucken
Zu Beginn des letzten Jahrhunderts wäre im Morgengrauen ein Offizier in die Villa des Postchefs gekommen, hätte wortlos eine Pistole auf den Tisch gelegt und wäre wieder gegangen. Kurze Zeit später hätten Nachbarn einen Schuss gehört und der ehemalige Postchef wäre in allen Ehren begraben worden. Das übersteigerte Ehrempfinden der alten Eliten mag heutzutage anachronistisch erscheinen, es bildete jedoch ein unsichtbares Band zwischen „Oben“ und „Unten“. Natürlich stehen Namen wie Zumwinkel, Ackermann, Schremp, Esser oder Hartz nicht für die gesamte gesellschaftliche Elite der deutschen Gegenwart, aber diese Fälle sind ein Zeichen für die „Erosion des bürgerlichen Normbewusstseins in der Wirtschaft“, wie es Heribert Prantl so treffend formuliert.
Der Fall Zumwinkel hat eine ganz besondere Qualität: Ein Top-Manager, der von seinem Arbeitgeber, dem deutschen Staat - also letztendlich dem deutschen Bürger - mit fürstlichen 4,24 Millionen Euro im Jahr bezahlt wird, baut komplexe Finanzierungsmodelle auf, um zu verhindern, seinen Beitrag zum Allgemeinwohl entrichten zu müssen. Wenn man Herrn Zumwinkel ein Unrechtsempfinden unterstellen kann, so geht es hier um ein Verbrechen, das mit hoher krimineller Energie und Vorsatz begangen wurde. Aber das eigentliche Problem geht tiefer - hat Herr Zumwinkel überhaupt ein Unrechtsbewusstsein gehabt oder ist dieses Normbewusstsein in den Spitzen der Wirtschaft gar nicht mehr vorhanden? Im Falle Zumwinkel muss man wohl vom letzteren ausgehen.
Zumwinkel kommt von der berühmt berüchtigten Unternehmensberatung „McKinsey“, dessen Senior-Partner er war. McKinsey gehört zu den Beraterfirmen, die für die epidemische Ausbreitung des „Shareholder-Value“ Prinzips stehen, die Abkapselung des Unternehmens von der Gesellschaft vorantrieben und in deren Denken „Ethik“, „Moral“ und „Ehre“ keine Rolle spielen. Wer sich seinen Lebtag lang beruflich Gedanken macht, wie man das Unternehmen, das man berät, am besten von seinem gesellschaftlichen Umfeld lösen kann, um renditeorientiert im luftleeren Raum zu schweben, wird es schwer haben, umzuschalten, wenn es um die eigene Person geht.
Er war angekommen, an der Spitze. Unempfindlich, unberührbar, isoliert durch Reichtum und Macht. Ein Meister des Universums. Eine sehr große Höhe um von dort aus den Rest der Welt zu betrachten. Eine zu große Höhe um zu stürzen.
aus „Fegefeuer der Eitelkeiten“ von Tom Wolfe
Die „McKinsey Welt“, in der Zumwinkel und die anderen „Meister des Universums“ leben, sieht sämtliche Abgaben als Kosten an, die ein guter – also renditeorientierter – Mensch minimieren muss. Die Regeln der „Sterblichen“ gelten für sie nicht und Gesetze werden als Herausforderungen gesehen, deren clevere Umgehung eine durchaus vorhandene Handlungsoption ist.
Es ist keine Gier, die Zumwinkel und die vierstellige Anzahl von Mittätern antreibt, gegen die der Fiskus ermittelt. Der Abgrund der Infamie sitzt tiefer, es ist die innere Isolation einer Kaste, die eigene Regeln aufstellt und über dem Rest der Welt steht. Anders lässt es sich nicht erklären, warum ein Mitglied der Oberschicht, dessen Grenznutzen an der hinterzogenen Millionen eher gering sein dürfte, mit einem hohen Grad an Organisation ein Finanzmodell betreibt, von dem er selbstverständlich weiß, dass es im höchsten Maße illegal ist, und bei dessen Enttarnung er vom Olymp ins Fegefeuer des öffentlichen Mobs gestoßen wird. Dass die Wahrscheinlichkeit, erwischt zu werden, nicht gerade klein ist, wusste Herr Zumwinkel auch. Das Ganze war für ihn ein Verstoß gegen das Gesetz der Sterblichen, das für „Meister des Universums“ wie ihn nicht gilt.
Wie kann eine komplexe Gesellschaft funktionieren, deren Eliten die Bodenhaftung verloren haben? Menschen, wie Zumwinkel, betrügen keinen anonymen Staatsapparat, sondern sie sorgen dafür, dass wir nicht die Chancen bekommen, die wir bekommen könnten. Die Millionen und Milliarden, die Zumwinkel und seine Artgenossen Jahr für Jahr hinterziehen, fehlen dort, wo es darauf ankommt. Wie viele zusätzliche Lehrer könnten eingestellt werden, wenn die Zumwinkels etwas mehr „Ehre“ und „Moral“ hätten? Wie viele Schulen könnten in Stadtteilen, die als soziale Brennpunkte gelten, davon betrieben werden? Deutschland hat kein Problem mit Migrantenkriminalität, sondern mit Managerkriminaltität.
“Écrasez l’infâme!”- „Radiert das Infame aus!“
Voltaire
Natürlich gilt immer noch der Grundsatz, dass jeder so lange „unschuldig“ ist, bis ihm die Schuld bewiesen wurde. Die Wut auf die Zumwinkels der Gesellschaft ist aber so groß, dass er bereits „schuldig“ ist – und sei es nur als prominentes Vorzeigebeispiel. Natürlich ist es von der Staatsanwaltschaft nicht eben fair, Journalisten zum Ort einer „geheimen“ Durchsuchungsaktion vorzubestellen. Aber ist Herr Zumwinkel fair zur Gesellschaft? Der Bochumer Staatsanwaltschaft und den beteiligten Finanzdirektionen kann man nur gratulieren und ihnen Durchhaltevermögen wünschen. Zum Glück genießt die Bochumer Staatsanwaltschaft den Ruf, im Wirtschaftsbereich unerbittlich und hart zu sein. Hoffen wir, dass es einen Richter gibt, von dem man ähnliches sagen kann. Der Druck von oben wird gewaltig werden – zu eng ist die Welt der „McKinseys“ mit der der Politik verwoben. Das Bundesfinanzministerium ruft bereits die Schuldigen auf, sich selbst anzuzeigen – man wird das schon irgendwie lösen, garantiert anonym und straffrei. Eine Hand wäscht die andere und politische und wirtschaftliche Eliten sitzen in einem Boot. Manchmal wünscht man sich doch das übersteigerte Ehrempfinden der alten Zeiten zurück.
Jens Berger
Bildnachweis: Alle Montagen CC Spiegelfechter
p.s.: Wen der Mensch hinter dem Blogger interessiert, dem sei das Interview mit Poli Pfeffer von Politik.de empfohlen.
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Sehr treffender Artikel, doch ich denke das Gerechtigkeitsempfinden fehlt nicht nur in der Oberschicht. Nur für die vielen Normalsterblichen lohnt es sich einfach nicht, vom Aufwand her eine Stiftung in Lichtenstein zu unterhalten. Meiner Meinung nach führt allerdings gerade das deutsche Steurrecht zu einer Art Frontenmentalität. Auf der einen Seite das Finanzamt und der Staat der gar nicht genug bekommen kann und auf der anderen Seite der Bürger der versucht seine Steuerlast zu optimieren.
P.s. Ein Schelm wer böses dabei denkt, dass ausgerechnet ein Tag nachdem unsere hoch geschätzten Politiker 1,2 Millarden Steuergelder in der IKB versenkt haben, der öffentliche Mob auf Herrn Zumwinkel gelenkt wird. Für 1,2 Millarden brauchts einige Zumwinkel bis diese Summe wieder zusammenkommt.
Es tut mir leid, aber Prantl hat nichts anderes getan, als wieder einmal zu verschleiern. Bitte lies einfach mal meinen Kommentar. Du kannst den hier dann wegwerfen.
duckhome.d...
Mir ist nicht ganz klar, was der Verfasser eigentlich sagen will.
Überspitzt könnte man meinen, er ruft zum vorauseilenden Suizid vielleicht sogar zum Totschlag auf.
Das “Kosten- und Renditedenken” wird kritisiert, aber es ist das, was der westlichen Gesellschaft wirkliche Reduktion angedeihen lassen kann: Preisregulierung. Keine Konsumverzichtsfantasien leider hilft erst der hohe Preis.
Wie ein “komplexe Gesellschaft” funktionieren kann? Genau so: Jeder versucht den maximal möglichen Gewinn zu erzielen und der Staat muss Ungesetzlichkeiten sanktionieren und ansonsten einhegen.
Das ist doch genau das, was die Chicagoer Schule propagiert und was von vielen gelebt wird.
Ich kann den Süddeutsche Bertelsmann-Bastion-Artikel nicht gut finden. Z.B.:
“Die Wirtschaftsverdrossenheit ist so groß wie die Politikverdrossenheit; und das ist eine fatale Kombination.”
ist eine klassische Nebelkerze, denn es gibt weder “Politikverdrossenheit” noch “Wirtschaftsverdrossenheit”.
Es gibt “Politik_ER_verdrossenheit” und “Wirtschaft_ER_verdrossenheit”. Denn großen Teilen der Bevölkerung geht es kontinuierlich schlechter, während ein kleiner Kreis in seiner sich akkumulierenden Raffgier erstickt.
Auch der berühmte Sack-Satz ist keineswegs erbärmlich, sondern eine verifizierbare, empirische belgbare Fallstudie. Die Rahmenbedingungen unserer “Demokratie” sorgen dafür, dass genau diese Sackqualifizierten an den für den Sack qualifizierenden Positionen landen.
Vor einiger Zeit ist mir schon die Bertelmanisierung (das 2te “n” fehlt bewusst) der Süddeutschen aufgefallen und ich hätte gerade von einem H.P. doch etwas mehr Tiefe erwartet.
Nun.
Schade.
wem nützt diese forcierte spaltung der gesellschaft? dieses obrigkeitsdenken von den elitären geizhälsen, deren geld - würde es nur sinnvoll ‘investiert’ - jegliche probleme aus der welt schaffen könnte? das erinnert sehr an die konsument-produzent - oder arbeitgeber-arbeitnehmer - denke, in der alle gegeneinander arbeiten. wir wissen doch mittlerweile, dass es nicht so ist, dass wir prosumenten sind und ein arbeitgeber ohne arbeitnehmer nutzlos ist.
das ist die typisch personale ablenkung - nichts sonst und ich bedaure es sehr, dass du darauf hereinfällst. man wird auf einen menschen oder einen speziellen typ mensch fokusiert - dabei sind nicht die menschen das problem, sondern das marktwirtschaftliche und damit kapitalistische system.
“ach wären nur seine steuer-millionen da und da ‘investiert’ worden…” hätte es ebensowenig mehr lehrkräfte oder schulen gegeben, da eben zum einen die politik diener der wirtschaft ist und zum anderen die steuern heute schon zum großteil nur zum bedienen der zinsen für eben jene kapitalhalter dienen. mach dir doch da nichts vor.
aber ich sehe schon, dass sich dein weltbild auf die unfähigkeit einiger manager und banker manifestiert, deren menschliches versagen als hauptursache der derzeitigen finanziellen krise der weltwirtschaft ausgemacht wird. die alte egoisten-denke macht sich wieder breit, dabei kratzt diese gerade mal an der oberfläche des problems, deren ursache ich oben bereits genannt habe. mckinsey ist eben ein produkt der abartigen unmenschlichkeit des kapitalismus’.
Ich halte vieles von dem, was du schreibst für richtig, glaube aber, das man das Ganze nicht verstehen kann wenn man zu vieles auf einmal in den Topf wirft. Schon deine Aufzählung von Manager-Namen zeigt das. Die dahinter stehenden Geschichten haben zunächst nichts gemeinsames, und wenn man doch auf ein grundlegendes Problem hinaus will, muss man erst mal die Einzelfälle verstehen. Sonst bleibt man im Klischee stecken.
Zumwinkel ist - davon kann man nun wohl ausgehen - kriminell geworden. Mit seiner Leistung für die Post AG hat das zunächst mal nichts zu tun, und es hilft nicht dabei, sich über die Gründe für das kriminelle Verhalten klar zu werden, wenn man das miteinander vermischt. Vermutlich hat er sogar eine Menge Gutes für die Mitarbeiter getan, aus welchen Motiven auch immer, das Stichwort Mindestlohn sei hier nur erwähnt.
Betrachtet man nun einfach die Kriminalität des Verhaltens an sich, stimme ich Kommentar 1 zunächst einfach zu. Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand mit Steuerhinterziehung kriminell wird, ist bei den verschiedenen Einkommensgruppen wahrscheinlich gleichverteilt. Auch die Meinung, dass es eigentlich nicht wirklich schlimm ist, Steuerpflicht zu verschleiern, gibt es überall. Was tun die Deutschen nicht alles, um “Steuern zu sparen”.
Deutschland hat eindeutig ein Problem mit beidem! Die traurige Erkentniss liegt lediglich darin, dass die Oberschicht nicht besser als die (ausländische) Unterschicht ist.
Was mich wirklich interessiert ist, ob man charakterlich genauso tief abstürzt wie Zumwinkel und Konsorten, wenn man erst mal eine gewisse Gehaltstsufe erreicht hat. Ich würde mich gern für einen Selbstversuch opfern, brauche also nur einen edlen Spender. Oder bin ich allein schon durch diese anrüchige Idee charakterlich gebrandmarkt?
Sehr guter Artikel Jens ! :)
Was mich nur ein wenig verwundert, und darauf sollte man achten, ist der Umstand, dass es keine Erwähnung findet, dass jene Kreaturen aus der kreativen Raubtierklasse mit dem Opitimierungsschildchen “Ratingagentur”, also jene Manager wie Zumwinkel und Co, eben Produkte und Subjekte des alten bürgerlichen Ehrgefühls selbst sind. Sie sind keine aus dem Nichts entstandene “Teufel”, sondern Kinder dieser bürgerlichen kapitalistischen Gesellschaft. Ihre Demönisierung, so hochverbrecherisch sich diese auch immer Verhalten, verschleiert letztlich die wahren , wenigen Macht und Eigentumsstrukturen, und sie dienen als medialer Blitzableiter. Das diejenigen Kräfte, die Charaktere wie Zumwinkel beschworen haben, ihn nun selbst durch den Ring vorführen, hätte er sicher auch nicht erwartet.
Das bürgerliche Ehrgefühl hat sich verändert. So wie ursprünglich das Bürgertum aufklärerisch und friedlich war, so kriegerisch und verlogen ist es heute.
Was auch nicht vergessen werden sollte: die riesigen unglaublichen Gehälter der Manager beruhen ja eigentlich auch auf dem Klassenkampf zwischen den Eigentümer des großen Kapitals und seiner angestellten Manager. Es bleibt bei der ungelösten Frage des Eigentums an Produktionsmitteln.
Ach ja: Was mich ein wenig stutzig gemacht hat, war die erste Meldung, der BND (!!) hätte die Informationen laut Spon als erster losgetreten. Sollte das stimmen, ist es wirklich interessant, was der Bundesdeutche Auslandsnachrichtendienst so jenseits seiner gesetzlichen Aufgabe noch so treibt.
Ich hatte ja nach den ersten Meldungen eher daran gedacht, dass jemand im Hause Springer die Panzerschränke geöffnet hat, um den Chef der Post AG öffentlich hinzurichten. Soviel bürgerliche Ehre traue ich denen nach dem vermiessten Geschäftssklavenmodell PIN AG auch zu. Mal abwarten, wie sich da die Informationen noch verdichten oder lichten.
Grüße ;)
Irgendwo da draußen schrieb jemand: “Da geht wieder ein Stück Vertrauen in unsere Eliten verloren”. In einer finanzmarktdurchglobalisierten Welt sind Chefs die Eliten, da sie alle unsere Belange bestimmen. Diese “new world order” ist nicht demokratisch, denn CEOs sind nominal nur Ihrem shareholdervalue verpflichtet und kein Kamerageheule wird sie davon abbringen. Sonst droht der Rausschmiss.
Gern wird vor allem von staatsschwangeren Politikern diesen Eliten eine Verantwortung zugeschoben, welche diese ungemein gern annehmen, da so Ihr Einflussbereich wächst. Aber das ist wie den Bock zum Gärtner machen.
Das Nationalstaaten in diesem globalen Umfeld keine Verantwortung mehr tragen können ist bewiesen, diese Verantwortung auf absolutistische Firmenimperien zu verschieben ist aber die falsche Lösung.
Jetzt zu klagen das unserer “Eliten” Ihrer Verantwortung nicht nachkommen ist wie als würde ich den Bock dafür schimpfen den Kohl gefressen zu haben. Diese “Eliten” sind keine, sie als solche zu stilisieren ist ein genauso großer Raubbau wie die Zumwinkel-Millionen, die IKB-Milliarden oder die Subprime-Billionen.
Wer die globale soziale Verantwortung wieder übernehmen könnte weiß ich leider auch nicht. Nationalstaaten, die proletarische Internationale, die Weltbank, die heilige Gemeinschaft der Aufsichtsräte, der Papst oder Julius Cäsar jedenfalls nicht. Wahrscheinlich müssen wir es selber machen. Das ist wäre am einfachsten. Wir sollten aber nicht ständig den Einflussbereiche von “denen da droben” noch durch Beweihräucherung erhöhen.
Öhm, Jens, ich lese dein Blog sehr gerne. Aber hier haust du etwas zu sehr auf den Putz. Herr Zumwinkel ist noch nicht verurteilt worden und ein Verfahren ist auch noch weit entfernt. Hätte man Gerichtsfeste Beweise würde man nicht durchsuchen müssen. Was passiert, wenn sich diese Vorwürfe nach der Durchsuchung als unhaltbar erweisen?
Was ist aus der Unschuldsvermutung geworden? Im letzten Absatz weggewischt, weil der Beschuldigte so schön ins Feindbild passt?
Ich bin etwas enttäuscht, denn in gewisser weise ist das nicht besser als das, was das bekannte xenophobe zweibuchstabenblog so abliefert.
@2 Jochen Hoff
Ich meinte lediglich die Formulierung “Erosion des bürgerlichen Normbewusstseins in der Wirtschaft”, die ich an Prantls Text idT sehr gut finde. Den Rest des Artikels finde ich auch nicht so gelungen.
@3 Diemo Schaller
Das wäre nicht nur sehr überspitzt, sondern ginge auch an der Aussage vorbei. Mir geht es primär darum, zu kritisieren, wie sich eine Kaste von Oberschichtangehörigen moralisch von der Gesellschaft getrennt hat. Das zugegebenermaßen recht martialische Beispiel des “Suizids bei Ehrenmännern” dient hier als übersteigerter Vergleich. Dies ist das eine Extrem, Zumwinkel und Co sind das andere Extrem.
Wikioedia: An der katholischen Kirche und ihrer Verquickung mit der weltlichen Macht übte Voltaire schärfste Kritik. Viele seiner späteren Briefe beschloss er mit der berühmt gewordenen Parole „Écrasez l’infâme!“ (wörtlich: „Zermalmt die Niederträchtige!“), was vielfach auf die Kirche als Institution bezogen wurde. Einer anderen Lesart zufolge war der von Voltaire oft gegeißelte Aberglaube („l’infâme superstition“) gemeint.
Schönen Gru, Thomas Immanuel Steinberg
@5 tar
Wenn man die Marktwirtschaft gegen eine komplette Planwirtschaft austauschen will, dann kann man das so sehen, wie Du und ist zu recht von meinem Artikel enttäuscht. Das ich dies nicht will, solltest Du mittlerweile wissen.
Der Gedanke, hier geht es eher darum, das “Gesamtproblem” zu personalisieren, ist mir auch gekommen. Aber ich (und Du?) gehen da wohl zu “verkopft” heran. Beim “normalen” Menschen löst gerade dieser Fall “Ekel” und “Entsetzen” aus, weil das abartige Verhalten in der Wirtschaft endlich ein Gesicht bekommen hat. Wer sich nicht so intensiv mit der Thematik beschäftigt und einfach nur “im Urin hat”, dass in unserer Gesellschaft etwas stimmt, kann mit abstrakten Begriffen wie “Systemtheorie” nichts anfangen. Da ist sehr sinnvoll, dem ganzen ein Gesicht zu geben.
Da mittlerweile von 700 bis über 1000 “Prominente” und “Wirtschaftsführer” im Visier der Bochumer sind, wird es auch sicher nicht bei dem einen Gesicht bleiben.
@6 Jörg Friedrich
Du hast natürlich recht - es könnte der Eindruck entstehen, ich schmeiße die div. Namen und div. Fehler und Verfehlungen in einen Topf - das wollte ich eigentlich nicht. Mir ging es mehr darum, eine Mentalität im obersten Mangement zu kritisieren, die sich von der Gesellschaft abgelöst sieht und nicht als Teil der Gesellschaft. Jeder maximiert das Eigeninteresse, ohne auch nur an das Gemeinwohl zu denken. So wie die zugekoksten “Masters of the Universe” in Tom Wolfes Buch. Anders als bei diesen (neureiche Finanzhasardeure) geht es hier aber um unsere Führungseliten.
@8 KS
Das glaube ich nicht, obwohl ich es auch auf einen Versuch ankommen lassen würde ;-)
Es gibt ja auch einige Gegenbeispiele - leider viel zu wenige. Aber wer weiß, vielleicht folgt ja jetzt die große Charmeoffensive der Eliten ;-)
@9 name
Es wurde so dargestellt, dass ein Whistleblower sich an den BND gewendet hat und dieser die Sache an Oberfinanzdirektion Rheinland weitergegeben hat. Wenn das so stimmt, sehe ich da kein Problem drin.
@blubbfisch
“Deutschland hat eindeutig ein Problem mit beidem! Die traurige Erkentniss liegt lediglich darin, dass die Oberschicht nicht besser als die (ausländische) Unterschicht ist.”
Nun die deutsche Unterschicht ist genauso kriminell, einfach mal NACHDENKEN und NACHFORSCHEN, statt nachplappern.
Wofür ist dir ein Kopf gewachsen?!
Es gibt kein Migrantenkriminalitäts-Problem, es gibt soziale und Bildungs-Probleme.
Jens: Hältst du diese Konstruktion für glaubwürdig, dass ein Informant sich an den BND wendet, um Informationen über Zumwinkels Steuergeheimnisse zu melden und dieser das der zuständigen Oberfinanzdirektion weitermeldet? Es klingt auf jeden fall sehr ungewöhnlich.
Hmm, also , wer immer auch da was losgetreten hat: eine Menge Konkurrenten und Interessenten lassen sich da in alle Richtungen ausmachen und wenn es irgendwo wichtige und interessante Daten gibt, dann bei den privaten Bankinstituten.
Guter Beitrag, ebenso wie die heutigen Kommentare und Berichte auf sueddeutsc...
Würde es nach mir gehen, sollte man die Todesstrafe für solche Volkswirtschaftsschädlinge wiedereinführen und öffentlich auf einem Marktplatz wie in den guten alten Zeiten des ausgehenden 18. Jahrhunderts verrichten. Vielleicht ist die Schwelle zum Tod und der öffentlichen Demütigung die einzige Hürde, solche rebellions- und aufstandsfördernde Wesen zu eliminieren. Die BRD ist auch nicht vor dem Zusammenbruch gefeit, die inner- und intrasozialen Scherenbewegungen sind da äußerst bedenklich.
@10 klml
Das ist ganz richtig erkannt. Irgendwie steckt in uns halt noch der Anspruch an die Eliten sich ihrer Verantwortung auch bewußt zu sein. Wenn man sich die Vergangenheit anschaut, so stellt man fest, dass die Eliten diesen Anspruch eigentlich in keiner Zeitperiode wirklich erfüllt haben. Vielleicht war die ruhige Phase der Bonner Republik, in der die Aussage “Wenn es der Wirtschaft gut geht, geht es (fast) allen gut” noch gültig war, eine kurze Phase, die als Ausnahme die Regel bestätigt.
Was mich an der Infamie der modernen Eliten wundert, ist das sie anscheinend kein Ehrgefühl mehr haben. Früher kam der Herr Generaldirektor in den Betrieb und wurde von allen ehrfürchtig gegrüßt, wenn er in die Stadt kam, nahmen die Herren ihre Hüte hab und brachten ihm ihre Ehrschätzung dar. Andererseits hatte der Unternehmer damals auch noch so etwas wie ein Verantwortungsgefühl gegenüber seiner Umgebung. Er betätigte sich als Mäzen, baute Arbeiterwohnungen und entliess Menschen nur dann, wenn es die dem Unternehmen wirklich schlecht ging. Aus Renditegründen den Produktionssitz zu verlagern, käme ihm nie in den Sinn, da er mit der Region und den Menschen verwuzelt war. Sicher ist das jetzt eine idealisierende Darstellung, die natürlich nicht auf jeden Unternehmer anwendbar war und sie verklärt auch so einiges, aber der Unterschied zum modernen “McKinsey” Manager könnte größer kaum sein.
Wie liesse sich dies ändern?
Ich denke da sind zu allererst diejenigen in den Eliten gefragt, die nicht so verkommen sind. Wenn ein Herr Zumwinkel, ein Herr Ackermann oder ein Herr Obermann in die Oper oder zu einer Gala kommen, müßte man ihnen die kalte Schulter zeigen und ihnen den Handschlag verweigern - das wäre auch eine ehrliche Handlungsoption für die Politiker, die momentan publikumswirksam schimpfen wie Rohrspatzen, den schlimmsten Arbeitsplatzkillern und Steuerflüchtlingen aber im elitären Kreis wieder ihre Hochachtung erbringen.
Eliten ohne Moral müßen gesellschaftlich isoliert werden!
@20 name
Das schon - vor allem: Wer kommt an geheime Bankunterlagen und dies in einem Rahmen, der Ermittler sagen lässt “wir haben die ganze Bank gesprengt? Das kann ja eigentlich nur ein Bankangestellter sein. Vielleicht hat er seine Bank erpresst und diese ist nicht darauf eingegangen? Ich weiß es natürlich auch nicht, das ist nur wilde Spekulation ;-)
@21 deepthroat
Da kann ich nur (mal wieder) den ehemaligen ZEIT-Chef Theo Sommer zitieren:
“Nur verbohrte Marktliberale können glauben, dass die Menschen sich nicht irgendwann gegen diesen Trend [Gerechtigkeitsdefizit A/N] auflehnen werden. Wenn genügend Leute glauben, dass die krasse ökonomische Vernunft sie ihrer Lebenschancen beraubt, werden sie sich erheben. Jedenfalls kann selbst in unserem Teil der Welt niemand die Hand dafür ins Feuer legen, dass es künftig keine Revolution mehr geben wird. Man sollte die Geschichte nicht durch einen Mangel an Fantasie beleidigen. Der Notschrei der Gräfin Dönhoff hat nichts von seiner Aktualität verloren: Zivilisiert den Kapitalismus!“
@11 nrq
Nach allem menschlichen Dafürhalten kann ich das ausschließen. Wenn die Staatsanwaltschaft schon von “Material mit überwältiger Beweiskraft” spricht, denke ich nicht, dass an der Sache nichts dran ist.
Vielleicht ja - den Schuh muß ich mir anziehen.
Den Schuh wiederrum, ziehe ich mir nicht an. Der “Zweibuchstabenblog” hetzt gegen die Schwächsten der Gesellschaft und hat sich zum Ziel gesetzt, die Gesellschaft zu spalten. Ich mache den Stärksten der Gesellschaft moralische Vorwürfe, mit dem Ziel (das natürlich nur theoretisch ist, da diese Herren/Damen sicher nicht meine Texte lesen) die Gesellschaft zu einen und die Eliten zu “(re)soldiarisieren”
”Er betätigte sich als Mäzen, baute Arbeiterwohnungen und entliess Menschen nur dann, wenn es die dem Unternehmen wirklich schlecht ging.”
Das ist wie mit dem Krieg, als das alles noch kurz und persönlich war wurde das menschliche Handeln noch evtl. durch eine Moral beeinflusst.
Wer im Kampf Mann gegen Mann deren menschenverachtende Brutalität gesehen hat, entwickelte vielleicht sowas wie eine ritterlichen Ehrenkodex, oder feierte das Weihnachten von Yppern. Wer nur noch variable Koordinaten in einen Gefechtsleitstand eingibt, dann den Bodycountindex auswertet und dann nen Kaffee holt, tötet mehr, das aber nicht bewusst.
Wer damals als Generaldirektor soziale Auswirkungen durch sein Handeln direkt in seiner Wirtschaftsumgebung und auch Sozialumgebung beeinflusst hat, baut sowas wie Moral auf. Wer nur noch globale Outsourcingziele in eine PR-Meldung eingibt, dann den dadurch beeinflussten Börsenindex auswertet und dann nen Kaffee holt, hat mehr outcome, das aber nicht bewusst.
”Eliten ohne Moral müßen gesellschaftlich isoliert werden!”
Eliten ohne (gesellschaftliche) Moral sind keine Eliten. Ein Wirtschaftslenker der per Definition NUR seinem sharholder verpflichtet ist, ist keine geselschaftliche Elite. Was wirklich hilft wäre ein emanzipierte Sichtweise auf die Multis, auf das was sie sind: gewinnorientierte Unternehmen. Denen eine Moral aufzudrücken oder zuzuschreiben ist Themaverfehlung. Wir brauchen zivilgesellschaftliche Wege und nicht die Anbiederung das doch ein wenig Sozialleben vom großen Kuchen abfallen möge.
Unser Land geht vor die Hunde.
@Deepthroat
Schreie nach Rache, Pranger und Vergeltung bringen selten Besserung. _Angewandte_ rechtsstaatliche Prinzipien sind durchaus ausreichend, denn das eigentliche Problem ist, dass genau diese vom SF angesprochene Kaste diesen immer seltener unterworfen ist. Sie kaufen sich ihr Recht und im Umkehrschluss passiert es immer häufiger, dass Normalverdiener auf ihr Recht verzichten müssen, weil sie sich den Anwalt und die Prozessauslagen nicht leisten können.
Das ist die Definition eines Unrechtstaates.
Diese Figuren müssen weg, ganz klar. Aber bevor sie aus dem Weg geräumt werden, müssen erstmal die Systemfehler beseitigt werden, die dieses Einnisten von Parasiten erst ermöglicht haben. Es krankt am Immunsystem.
Pranger und ähnliche Prinzipien würden die bestehenden Strukturen durch ihre Stellvertreterwirkung eher noch festigen.
@27 Dann sollten wir mal, wie der Jens, unser Bein ausstrecken und es zum stolpern bringen, bevor es da ankommt.
@19 effizienzcluster
ach hör doch auf mit diesen träumereien. klar gibt es soziale probleme. und warum gibt es die? weil sich viele migranten nicht anpassen wollen. im falle der türken unterstützt sie ihr ‘toller’ staatschef ja auch darin. du kannst aus dem sohn einer super-bildungsfernen, kein deutsch verstehenden und von hartz iv lebenden familie nunmal keine akademiker machen… oft nichtmal einen ordentlichen arbeiter. da kannste soviel ‘bildung’ reinstecken wie du willst, es kommt trotzdem nichts bei raus. deutschland muss sich seine einwanderer besser aussuchen. sozial und intellektuell schwach bleibt genau das. was dieses land braucht sind qualifizierte experten, z.b. inder für den IT-bereich. so, jetzt werd ich bestimmt von einigen träumern zerissen, aber ich sprech zumindest die wahrheit aus!
@30 Hugenfeld:
“aber ich sprech zumindest die wahrheit aus!”
You, You Lt. Weinberg….
youtube.co...
@Jens,
Hieß der Postchef damals nicht Baron von und Zum Winkel? Hatte das damals nicht die preußisch-königlich-kaiserliche Gerichtsbarkeit unter dem Deckel gehalten? War es nicht so, dass dann das Hausmädchen … und der Baron sich dann ein Jahr später als Graf von und Zum Winkel auf seine neuen Ländereien in Niederschlesien zurückgezogen und als Geber großer Jagdgesellschaften, an denen auch in den Folgejahren (bis 1917) seine Majestät Wilhelm Zwo teilnahm, ein kärgliches Dasein fristete? Seltsam, wie einem manchmal die Erinnerung einen Streich spielen kann.
Übrigens: Ich hab’ am Dach ‘ne Reparatur durchführen lassen. Fragt mich der Dachdecker, ob ich ‘ne Rechnung brauche. Als ich dann zurückgefragt habe, ob’s das heute nicht mehr gäb - ich dachte an irgendetwas elektronisches -, wurde er verlegen und sagte nur: “Hab’ ich nämlich im Büro vergessen, schick’ ich Ihnen mit der Post zu!” und ging. Was hab’ ich falsch gemacht?
Spaß beseite: 1. Die Kleinen sind immer auf die Großen neidisch! “Mutti, Mutti, ich will auch ‘mal nach Liechtestein fahren!” *stampf* 2. Jeder, der bescheißt, gehört an die höchste Rah! 3. Eliten sollten Vorbilder sein? Sind sie ja auch!!! ;), se sollten nur ‘n bisschen weniger auffallen! Ich weiß, ich weiß … aber erkläre mir einer, wie man auf das schmale Brett kommt, die wären nicht aus Fleisch und Blut! Sind die Eliten Roboter? Nein, Halunken wie Du und ich!
Olaf Henkel *würg* hat heute mittag im DLF sehr schön *staun* rübergebracht: Es sind nicht die … sondern es ist immer (nur) der …! Sag’ ich doch: Ein Mensch!
Bleibt übrig: 2.! Und natürlich muss man drüber reden, damit jeder weiß (Ludwig Fulda zitiert) “Auf zweierlei sollte man sich nie verlassen: Wenn man Böses tut, dass es verborgen bleibt; wenn man Gutes tut, dass es bemerkt wird.” und es deshalb tunlichst unterläßt, das Böse natürlich!
Beste Grüße
Vogel
PS.: @Jochen #2: Du nimmst das Maul aber ziemlich voll! ;) Geht’s nicht ‘n bisschen zivilisierter? Z. B.: Der Satz mit dem Sack iss und bleibt Müll! Grüße auch an Dich
Es wäre in der Tat verwunderlich, wenn ein Bilderberger-Stammgast wie Zumwinkel wegen so einer “kleinen” Affäre größere Schwierigkeiten bekommen sollte. ;)
PS: In Zeiten, in denen Marx’ “Kapital” an der Wall Street eifriger gelesen wird als sonstwo, könnte sich evtl. auch die engagierte “Zivilgesellschaft” dazu durchringen über reale Sachverhalte wie “Privateigentum an Produktionsmitteln” etwas öfter nachzudenken.
„Die totale Organisation der Gesellschaft durchs big Business und seine allgegenwärtige Technik hat Welt und Vorstellung so lückenlos besetzt, daß der Gedanke, es könnte überhaupt anders sein, zur fast hoffnungslosen Anstrengung geworden ist.”
Oder noch besser:
“Die Zeiten, da man noch Barrikaden bauen konnte, sind fast schon so selig wie die, da das Handwerk einen goldenen Boden hatte.” ROFL
@Hugenfeld
Jawoll!!! Einer muß es ja mal sagen!
@ Hugenfeld
Der Witz mit den IT Indern war echt gut!
Es mag unanständig und assozial klingen, was Hugenfeld gesagt hat aber ich fürchte, er hat ein Stück weit Recht. Wo kein Potential vorhanden ist, kann nichts ausgeschöpft werden. Da hilft auch noch so gut gemeinte Bildungs- und Integrationsförderung nichts. Nicht die Ausländer ansich sind das Problem. Das Problem besteht darin, das wir die Falschen (z.B. muslimische Einwanderer auf Ziegenhirtenniveau) ins Land lassen. Insofern hat Hugenfeld Recht. Mit Nazitum hat das nicht zu tun (Comic-Bild).
Glaubt ihr euch eigentlich selbst, wenn ihr hier so über Moral, Anstand und Ehre sprecht? Das gab es nie, ihr habt wohl nur ein bisschen viel Thomas Mann etc. gelesen.
Ich kann 1 nur zustimmen - JEDER würde handeln wie Zumwinkel, wenn er nur die Möglichkeit und die Risikoaffinität hätte (s. eure “Selbstversuche”).
Das einzige, was ich dem Postchef vorwerfen würde, ist, dass er sich hat erwischen lassen.
Wenn ich eines Tages mal 4 Millionen verdienen sollte, werde ich auch alles unternehmen, den Anteil, der mir bleibt, möglichst groß zu halten - so wie jeder andere auch.
Bei solchen Summen ist nur der Neidfaktor höher als bei den 11,80 Euro, die Nachbar Müller am Finanzamt vorbei trickst.
@Hugenfeld
Hugenberg würde besser passen…
Und jetzt noch einmal: Die deutsche “Unterschicht” ist genauso kriminell wie die “Migrantenunterschicht”, kann man nachprüfen wenn man es denn wollte.
“klar gibt es soziale probleme. und warum gibt es die? weil sich viele migranten nicht anpassen wollen.”
Ah ja, das ist also die Ursache für sozialen Probleme, schon klar…
” im falle der türken unterstützt sie ihr ‘toller’ staatschef ja auch darin. ”
Ja der nutzt die Steilvorlagen von deutschen Politikern, die machen es ihm aber auch zu einfach….
“du kannst aus dem sohn einer super-bildungsfernen, kein deutsch verstehenden und von hartz iv lebenden familie nunmal keine akademiker machen… oft nichtmal einen ordentlichen arbeiter. ”
Seltsam die Familie wurde doch geholt, weil man Gastarbeiter brauchte, wüsste nicht das sich die Gastarbeiter geweigert hätten zu arbeiten.
Und was ist mit dem deutschen Bildungssystem, das erwiesenermaßen das SELEKTIVSTE aller Industrienationen ist?
Klar das man so aus Hartz4-Abstämmigen keine Akademiker machen kann, dafür müsste man erst mal Möglichkeiten schaffen aber du stehst wohl mehr auf Vorurteile habe ich Recht?
“da kannste soviel ‘bildung’ reinstecken wie du willst, es kommt trotzdem nichts bei raus. ”
Woher nimmst du diese Gewissheit?
Sollte man es nicht vielleicht mal ausprobieren?
“deutschland muss sich seine einwanderer besser aussuchen. sozial und intellektuell schwach bleibt genau das. was dieses land braucht sind qualifizierte experten, z.b. inder für den IT-bereich. ”
Damit man die lästigen Bildungsinvestitionen noch weiter zurückfahren kann?
Dann werden aber noch mehr “echte”deutschstämmige verblöden(ja auch die verblöden zunehmend), das kannst du doch nicht wollen!
“so, jetzt werd ich bestimmt von einigen träumern zerissen, aber ich sprech zumindest die wahrheit aus!”
ok, wenn dumpfe Parolen und Vorurteile deine “Wahrheit” sind gebe ich dir Recht.
Ich träume (was sind die Ursachen) dann lieber…
Und zerrissen wirst du auch, nämlich argumentativ…
@ Finja
Du solltest nicht von dir auf andere schließen.
Und dass du die Problematik nicht begriffen hast ist dein Problem, und zwar nur deins.
Arbeite dran, auch du kannst es schaffen(Lesen und schreiben kannste ja schon)!
@36 Xor
Das hat sehr wohl was mit Nazitum zu tun, denn solche Menschen ohne Potential ( klingt n bissel wie Untermensch oder?) gibt es nicht ! Ob Ausländer oder Inländer total egal! Soetwas gibt es nicht! Davon ganz abgesehen das es abartig ist Menschen nur nach ihrem möglichem Nutzen zu beurteilen!
@37 Finja
Ich empfinde so etwas generalisieredneds als Beleidigung! Solch eine selbstsüchtige Lebenseistellung teile ich nicht mit dir und dem lieben Herrn Zumwinkel! Solche Leute sind alleine Schuld an dem Zustand unserer Gesellschaft! Widerwärtig!
Same old song…
Ich bitte um Nachsicht, wenn ich das ganze Thema “Kapitalismus & Anstand” auch in der Bearbeitung von Herrn Berger(?) einfach in den Orkus der Geschichte verweise: derlei Betrachtungen sind alles andere als neu, und sowohl sozio-historisch wie auch literarisch reichlhaltig belegt.
Als Beispiel für entsprechende Kommentare zu “Beginn des letzten Jahrhunderts” führe ich da mal schlicht Jack London an, und zwar sowohl in Prosa [-> "Die eiserne Ferse"], wie auch im [wankelmütigen] Leben gemäß der Biografie von A. Sinclair.
Ich behaupte da mal frech: es hat sich in gut 100 Jahren nichts geändert - die Ausbeutung ist (wenn gelegentlich auch subtiler) geblieben und “der Widerstand” hat auch nichts dazugelernt!
Ist eigentlich eine Schande…!
Hallo Spiegelfechter,
ich will nicht klugscheissen, aber meinst du nicht dass das Menschchen mit dem Schnäuzer kontraproduktiv ist?
Ich kann schon verstehen Idioten einfach abzuwatchen aber der fühlt sich doch jetzt erst recht bestätigt (der Gutmenschenlinksfaschist beschränt meine Meinungsfreiheit und kommt mit der Nazikeule an…).
Ob er und seine Gesinnungsgenossen wirklich lernrestistent sind?
Vielleicht sollte ich mich mal bei der grünen-pest registrieren, ich kann viel Geduld haben :)
@SF, #22
In mir ganz bestimmt nicht mehr. Eine kurze Zeit habe ich mir zwar Illusionen gemacht, dass die deutsche Elite doch anders als z.B. die russische ist.
Aber das ist schon sehr lange her.
Jede Clique pflegt in ihrem Milieu ihre eigene Vorstellungen von der Ehre und Ehrgefühl.
Das zeugt davon, dass früher die Bürger mangels Erfahrung ihre Phantasien und Erwartungen auf diese Person projiziert haben. Selbstverständlich waren auch diese Personen bestrebt, diesen Erwartungen gerecht zu werden, zumindest rein äußerlich - das war auch für sie die einzig wahrnehmbare Umgebung. “Besser” waren sie daher kaum. Die Welt, die Realität, in der sich die heutige “Elite” wähnt, ist ganz anders. Die Humanresources weden, wenn überhapt, nur als solche wahrgenommen. Die ganze Menagerie ist nur dem Kapital und der Rendite verpflichtet, sonst niemandem. Nicht mal dem Gott.
Das liesse sich nur dadurch ändern, dass man den Mänätschern nicht weniger einflussreiche Personen entgegensetzt - so’ne Art Comanager, die aber diametral entgegengesetzte Interessen haben. Aber wirklich. Nein, die Aufsichtsräte sind es nicht wirklich. Bei denen muss ich immer an die Szene aus dem Film “das fünfte Element” denken. Die Szene, wo der Zorg auf den Knopfdruck auf seinen Bosstisch so’n glitschiges Rüsseltier mit ergebenem Dreinblick befördert, um es für eigene Entspannung paar Mal zu kraulen.
Ich bin mir sicher, dass erheblicher Teil der Politiker nur noch davon träumt, paar Mal von den Wirtschaftsbossen und “Investoren” gekrault zu werden.
Vergiss es wieder. Menschen sind formbar. Sofern einer so hoch ankommt, passt er ganz genau an die Anforderungen. Tut er das nicht, kommt er dort gar nicht an.
Zunächst muss aber eine Gesellschaft her, die das aus ethischen gründen tun würde. U.z. auf allen sozialen Ebenen. Darauf wirst du noch lange warten müssen.
Eine anständige Gesellschaft aus anständigen und ehrenhaften Menschen zu organisieren, wäre kein Kunststück - das käme auch von sich zustande.
Solche aus realen Menschen zu organisieren, ist schon eine echte Herausforderung.
@ Jens
“Vielleicht hat er seine Bank erpresst und diese ist nicht darauf eingegangen? Ich weiß es natürlich auch nicht, das ist nur wilde Spekulation ;-)”
Denke ich auch: bereits am 11.02. veröffentlicht:
“Häftling in Österreich erpresst Liechtensteiner Landesbank”
diepresse....
und, die CD kam vermutlich vom BND:
r-archiv.d...
“… Der Informant hat dem BND die Daten angeboten. Da sich Behörden gegenseitig Amtshilfe leisten müssen, hat der BND den Informanten an die Steuerfahndung weiter vermittelt (so die offizielle Version).”
Nur die IntenTion ist mir noch nicht so klar:
Ich bin davon überzeugt, das hätte man wie sonst auch in diesen Kreisen still und leise regeln können, aber Döpfner wird den schöneren Valentinstag gehabt haben ;), also:
- Zaunpfahl zur Selbstanzeige und/oder
- Intrige (BND-Cheffe: Hanning, rechte Hand von Schäuble, rechte Hand von Merkel, hasst wie Friede den Mindestlohn)
- Eigenmächtigkeit (glaub’ ich kaum)
- vielleicht auch Nebelkerze/Plazebo, da er sowieso gerade gehen wollte (spätestens in einem Jahr kräht kein Hahn mehr danach), das auf sich nimmt, um die Volksseele zu kühlen?
Da Herr Bilderberger Zumwinkel zwar kein kleiner Fisch ist, aber auch kein großer, vielleicht Machtprobe/-demonstration, wo sind die Hände, die er gewaschen hat? Irgendwie muss ich auch an Maxwell und einen geschassten Staatsanwalt denken.
Mit ein paar Millionen (Pension um die 100.000 Euro im MONAT) schreckte solcherlei Herren wohl nur Gefängnis, aber dazu wird es, egal wie viel er evtl. hinterzogen hat, garantiert nicht kommen. In diesen Sphären, wenn auch am unteren Ende, sind Geldstrafen nur lästig wie Mückenstiche.
Und jeder kleine Hartz-Positive muss hungern bei kleinsten unrichtigen (auch unabsichtlichen) Angaben …
Noch was zu den Managern:
“Unsere mehr als 200 in Deutschland ansässigen Milliardäre lässt man in aller Ruhe ihre Milliarden vermehren, da jubelt man in den einschlägigen Gazetten höchstens “unseren besten” Vermögensanhäufern huldigend zu - aber niemand aus unserer gleichförmig-bunten Medienlandschaft erlaubt sich, die absurd hohen Einkommen der Aldis, Würths, Flicks und Quandts, der Piechs und Faßbenders [... mir fallen da noch Mohn, Springer, Holtzbrinck, Burda, Beisheim, Herz u. a. ein ...] anzuprangern - denn das könnte leicht das Letzte sein, was er sich erlaubt (…) Vorstände tun, was die Anteilseigner von ihnen verlangen. Und sie lassen sich dafür bezahlen, dass sie das tun. Sie lassen sich dafür bezahlen, dass sie gewisse Risiken eingehen, die ein Anteilseigner selbst niemals eingehen würde. Sie lassen sich dafür bezahlen, dass sie mit der notwendigen Skrupellosigkeit die kleinen und großen Schweinereien durchziehen, an denen sich ein Anteilseigner nie die Finger schmutzig machen würde - und sie müssen gehen, wenn es der Anteilseigner will. (…) Wer - anonym - bei zwei, drei, zwanzig, dreißig großen und kleineren Unternehmen mit Mehr- oder Minderheitsbeteiligungen mitreden kann, dessen Spiele und Ränke sind nicht auf eines dieser Unternehmen beschränkt. Da wird leicht einmal an der einen Stelle eine Insolvenz veranstaltet, wenn es anderweitig der Profitmaximierung dienlich ist - und wenn der Vorstand hinterher publikumswirksam geschasst wird, aber gleichzeitig eine dicke Abfindung kassiert, dann wissen er und sein Brötchengeber ganz genau wofür er damit belohnt wird… ”
Minijobs und Maxigehälter, E. Kreutzer, egon-w-kre....
Genau so sehe ich das auch.
@Dr_NOse, #35
Na ja, wenn einer selber dafür zu blöd ist, bleibt ihm nix übrig, als solche Witze zu schneiden.
@37
Die Einstellung von Menschen wie Dir sorgt dafür, dass die Welt so Scheisse ist.
Obendrein ist Deine JEDER-These schlicht falsch.
Ein einfaches Beispiel von mir selbst: Als ich noch meinen 12-Zylinder BMW hatte, fuhr ich auf einer Autobahn und wurde von einem LKW an der hinteren Stossstange gerammt, dessen Fahrer auch schuld war.
Schaden: Eine kleine Macke an der lackierten Stossstange, die Stosstange war auf einer Seite etwas näher am Rahmen.
Ein solcher Schaden hätte bei Ausbesserung wenigstens 2.500 Euro gekostet. Da der Schaden minimal, fast nicht sichtbar war, ist die übliche Herangehensweise Kostenvoranschlag, Auszahlung durch die Versicherung und Nichtbehebung.
Da ich dem LKW-Fahrer wegen 2500 Euro keine beruflichen Probleme verursachen wollte, einigte ich mich mit ihm darauf, die Sache zu vergessen.
_DU_ hättest auf Biegen und Brechen die 2.500 Euro herauszupressen versucht und ich bin sehr glücklich, dass ich nicht einen so miesen Charakter und ein derart beschissenes Weltbild wie Du mein Eigen nenne.
@37 Finja
Das ist natürlich Quatsch, nicht jeder der in der ESt-Erklärung falsche Angaben macht, ist ein Krimineller. Ob jemand “vergisst” die Tage, an denen er krankgeschrieben war, bei der Pendlerpauschel abzuziehen, oder ob jemand komplexe Steuerfluchtmodelle in Liechtenstein in Höhe von 10 Mio. Euro abschließt, ist ein sehr großer qualitativer Unterschied. Es ist ja auch ein Unterschied, ob Du eine Schachtel Zigaretten bei ALDI oder den kompletten Rentenfonds Deines Arbeitgebers “klaust” - im ersten Falle wird es noch nicht einmal eine Anklage geben, im zweiten Falle wirst Du nicht auf Bewährung hoffen dürfen.
Jeder hat eine andere Rechtsnorm - da eine Gesellschaft ohne Rechtssystem nicht funktionieren könnte, wurden allen Rechtsverstößen, je nach Schwere Strafen zugeordnet. Der eine findet es nicht falsch, sich Musik aus dem Netz zu laden, der andere sieht Geschwindigkeitsbegrenzung als unverbindliche Empfehlungen, ein dritter denkt, nur Loser würden Steuern zahlen und ein vierter findet es vollkommen normal, mit Kindern Sex zu haben. Nur weil Du in puncto Steuern eine recht verschrobene Norm hast, gilt dies nicht für die Masse der Bevölkerung und da ein Staat ohne Steuern nicht existieren kann, sanktioniert der Gesetzgeber Steuerkriminalität auch recht hart. Auch wenn ich es nicht glaube, so könnte für Zumwinkel idT ein Strafrahmen herausspringen, der mit einer Bewährung nicht mehr abzugelten ist.
@42 effinzienzcluster
Vielleicht sind sie das, aber ich bin die Art von Kommentatoren leid, die hier xenophobe Kurzkommentare abgeben, die nichts mit dem Thema zu tun haben. Mit diesen Leuten ist auch keine Diskussion möglich - glaub mir, ich hab´s d.ö. probiert.
Ich habe gar nichts gegen die Diskussion dieser Thematik (siehe Diskussion zum Artikel “Tabubruch reloaded”), aber dann bitte auf höherem Niveau als vom Kameraden “Hugenberg”
@43 COPOKA
Natürlich, aber kriminelles Verhalten war eigentlich unter den Eliten meist verpöhnt. Natürlich haben sie immer am Rande des Gesetzes ihre eigenen Vorteile gesucht - zweifelsohne. Eine solche Ablehnung des Staates und der Gesellschaft gab es m.W. aber nur in der Weimarer Republik (auf D bezogen).
Das wäre beim Stakeholder-Value Prinzip durchaus möglich
Hoppala, das ist jetzt aber wirklich die gleiche Denke, die unsere Xenophoben von anderen Gruppen so haben ;-)
Lies Dir doch mal durch, was ein gewisser Herr Krämer zu diesem Thema sagt. Er schwimmt zwar gegen den Strom, ist aber nicht alleine.
@all
Zumwinkel und die Unicef
Mein Kommentar:
1. Zumwinkel packt aus und kommt frei - es wird ein Deal (alá Hartz) ausgehandelt, wofür ein “Normalsterblicher” umgerechnet jahrzentelang hinter Gitter müßte. Die Strafe kann der Steuerhinterzieher aus seiner Portokasse übernehmen. Der Imageschaden hält sich in Grenzen. Bei der Post “freiwillig gekündigt”, kann er sich nun um seine anderen Arbeitsplätze kümmern, um seine Drogensucht mit dem Namen “Geld” zu stillen.
2. Mit dieser Medienschlachtung wird vergessen, daß der Politiker Steinbrück praktisch Milliarden des Steuerzahlers verschenkt hat, weil das System angeblich auseinanderbrechen würde (was real für VIELE Mitbürger schon gilt). Wegen dieser “Schenkung” gibt es laut seiner Aussage leider keine Möglichkeiten für Steuersenkungen.
3. Es handelt sich hierbei nur um die Spitze des Eisberges; es sind doch nur die Daten von einer Bank zugänglich gemacht wurden. Die restlichen Banken “bunkern” fleißig vor sich hin. Dem Bürger wird sugeriert, daß es global gesehen rechtsstaatlich zugehen würde. M.E. fängt der Systemfehler nicht erst bei der Steuerhinterziehung an, sondern schon bei Gehältern, die aus menschlicher Sicht nicht gerechtfertigt sind - es ist ein unmenschlich, wenn via Geld moderne Sklaverei ermöglicht wird.
4. In den nächsten Tagen kommt es wahrscheinlich zu einem Megacrash (siehe wirtschaft.t-online.de/c/14/15/35/58/14153558.html oder dasgelbeforum.net/forum_entry.php?id=10462 mit Link zum Spiegel :) - extra für Dich, Jens!) und dann verschwindet diese “Milliönchenbetruggeschichtl” unter den Teppich.
5. Zumwinkel bekommt übrigens 1 Million €uro Rente pro Jahr. Dafür hat der auch harrrt gearbeitet… schließlich war es Schwerstarbeit, in der Öffentlichlichkeit zu stehen und das Image clean zu halten.
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Es macht ja so einen Spaß in der Endzeit zu leben.
@SF
Ja, ich bemerke schon seit längerer Zeit nicht nur in Bezug auf die Manager- und Politikerkaste parallele Entwicklungen wie in der Weimarer Republik und damit einhergehend wachsen meine Befürchtungen, dass wieder nach starken Männer gerufen wird.
Die sogenannte “Politikverdrossenheit” (die es nicht gibt - es ist PolitikER, Korruptions- und Heucheleiverdrossenheit) ist ein deutliches Indiz, dass dieser Staat im Sterben liegt und die immer absurderen Überwachungs- und Repressionsideen tragen dem Rechnung.
Allerdings wird die Randgruppenvernichtung diesmal mit der aktuellen Technik deutlich effektiver und vor allem wird dieses Reich dank Ü-Technik und Foltermöglichkeiten ohne Nachweismöglichkeit deutlich länger als das Dritte Reich halten.
Im Zuge der Orwellschen Dreizonenaufteilung der Welt (es wäre witzig, wenn es nicht so tragisch wäre) werden die Kriege der Zukunft allerdings in kapitalistischer Hinsicht viel besser, effektiver und vor allem profitabler organisiert sein.
Ein Gefängnisplanet mit einer winzigen, masslosen Kaste aus Lebensgenießern und 7 Milliarden Sklaven, von denen 2 Milliarden denken, dass sie frei wären.
Wenn das mal irgendein Ausserirdischer sehen sollte, wird er wahrscheinlich folgendes denken:
“Wie lächerlich!”
Immer vorausgesetzt, dass es Ausserirdische gibt und dass sie nicht ebenso peinlich wie die Menschheit sind.
Guter Beitrag, Jens.
Und genau wegen solcher Leute (MC Zumwinkel) bekomme ich immer eine Gänsehaut, wenn unsere Politiker/innen von den “selbstregulierenden Kräften” der Wirtschaft sprechen und meinen, Markt und Moral würden es schon richten…
Eigentum verpflichtet, verdammt nochmal. Darauf hat sich unsere Gesellschaft geeinigt. Da ist es eben nicht naiv, wenn man erwartet das ALLE ihren Beitrag leisten. *schaumabwisch*
Zumwinkel war doch eigentlich einer, der den „Kapitalismuskritikern“ hier eigentlich fast hätte gefallen können. Chef eines Staatsbetriebes (”gezähmter Kapitalismus”), und das über unüblich lange 18 Jahre, also keine Abfindungsheuschrecke, keine betriebsbedingten Kündigungen, anders als bei der neoliberalen Telekom, Kämpfer für den Mindestlohn etc. Klar, dass dann die Enttäuschung bei einigen besonders groß ist. Passt aber ins Schema, denn man konnte der Presse vor einiger Zeit entnehmen, dass gerade sie staatsnahen Betriebe ihre Manager besonders großzügig entlohnen.
So profitieren mal wieder alle. Die Finanzbehören arbeiten mit FUD, die Medien helfen mit, die verzockten Steuermiliarden der ÖR-Banken landen auf der letzten Seite des Wirtschaftsteils, die CDU kann sich für den Mindestlohn rächen, die Linke wird sich über eine verhinderte Bahnprivatisierung freuen, die SPD kann „gegen die da oben“ schießen, die VTler können was von „Bilderberg“ und sinisteren Mächten reden und der Marxist freut sich über die Endzeit ;)
Gut dass der Spiegelfechter von allem nur ein bisschen ist, so dass sein Blog trotz oft konträrer Meinung lesbar und sogar teilweise lehrreich ist ;)
@#51,
ich kann Dich trösten: 1. Deals à la Hartz werden, auch im Kleinen, täglich gemacht, das ist aber nicht neu!
2. Den Job von Steinbrück würde wahrscheinlich jeder besser machen, auf jeden Fall Du und ich! Ansonsten: Kann nix mit Deinen Milliarden-Schenkungen, die Du Steinbrück nachhälst, anfangen. Klar ist, die geben das Geld immer falsch aus … das kann ich bestätigen!
3. “Spitze des Eisbergs” - stimmt! Jeder bescheißt so gut er kann, Steuerhinterziehung (und nach Kräften darüberhinaus: Individualnutzen ziehen auf Kosten der Gemeinschaft) ist Volkssport Nr. 1!
4. Muss nicht in den nächsten Tagen sein, aber das Auf und Ab war so, ist so, wird so sein. Dass die Menschen morgen vergessen, was heute “Lebensinhalt” war? Gab’s das nicht auch schon ‘mal? Hm
5. Zumwinkel bekommt 1 Mio Rente? Von der DRVB (ehemals BfA)? Kann nicht sein, auch nach 1.000 Beitragsjahren kommste nicht auf den Betrag! Ach so … Du meinst vertraglich zugesicherte Ruhestandsbezüge! Sag das doch gleich, damit man das verstehen kann. Also, das ist so: Wenn sich da zwei zusammensetzen und einen Vertrag schließen … Wir beide hätten natürlich bei Abschluss eines Dienstvertrags gesagt: “Ruhestandsregelung? Ist das nicht unanständig? Nein, nein, Danke, ich verzichte!” Stimmt’s ;)
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Da hier auch verschiedentlich auf die IKB-Krise gezeigt wird - ich bin der Meinung, die müsste abstürzen, die Folgen sind in jedem Fall beachtlich - will ich nur zwei Dinge anmerken: 1. Dass der Großaktionär immer der gekniffene ist, ist so. Der Kleinaktionär schreibt halt den kleinen Betrag ab und kann so immer den Großaktionär erpressen im Krisenfall mehr zu tun. Erst recht, wenn der Großaktionär die öffentliche Hand ist. 2. Wenn der Staat Großaktionär ist, wird im Verlustfall immer - undifferenziert - von “Gewinne privatisieren, Verluste sozialisieren” geschwafelt. Bullshit! a) ist das im rein privaten Bereich genauso (das möge sich jeder selber durchdenken, gebe nur ein Stichwort: Steuerausfälle) und b) werden die Gewinne - allgemein gesagt - nach Anteilen verteilt, es sei denn, ein Vertrag sieht vor, dass ein Teil der Aktionäre die Gewinne und ein anderer Teil der Aktionäre die Verluste übernimmt. Dann muss man aber, sollte die öffentliche Hand letzteren Part bei einer Beteiligung zusichern, ein anderes Thema diskutieren!
Beste Grüße
Vogel
@ VOGEL #55
1. Wo (in dieser Größenordnung) ? Bei Hartz ging es um mehr als 40 Verbrechen. Bei Zumwinkel um ~10 Millionen (und insg. ang. um mehr als 4 Milliarden). Normalerweise müßte man solche Individuen hinter Gitter - aber nicht in diesem “Rechtsstaat”. Warum wohl?
2. Die retten diese Privatbank (IKB) auf Kosten des Steuerzahlers, weil Deutschland sonst Probleme bekommen würde… m.E. hat De-Land schon Probleme, welche durch solche “Hilfen” nicht behoben, sondern sich noch verschlimmern werden. Die Milliardenschenkungen werden medial jetzt mit Millionensteuerhinterziehungen “weggewischt” - businessasusual.
3. Du meinst den Volxsport Schwarzarbeit&co, oder? Der Eisberg, den ich beschreibe, besteht aus vermögenden Menschen, die es wirklich nicht nötig hätten.
4. Schon letztes Jahr habe ich mitbekommen, daß spätestens Sommer2008 der “Systemcrash” bevorsteht. Glaube, alle hier-lesenden (inkl. mir) werden noch nie soetwas miterlebt haben.
5. Wieso soll man von einem (ehem. Staats-) Unternehmen, dessen Image man geschadet hat (merkwürdig, daß die Börse das anders sieht…), noch Rechte auf absurde “Renten” (ja:Ruhestandsregelung) nach einer Kündigung haben? Und “normale Menschen” sollen “privat” vorsorgen…
Ich hasse dieses Land mitsamt der meisten Menschen: Meine Heimat… habe nie geklaut, habe keine Gewalt ausgeübt, war nie “schwarz” tätig usw… und: Was habe ich davon? NIX.
Sollte mir Waffen zulegen, betrügen und bescheißen. Wieso? EXISTIEREN (außerdem macht es doch fast jeder). Sind Grundgesetze mehr “Wert” als die Existenz von Menschenleben? Ist der Existenztrieb Grundgesetz- bzw. Verfassungswidrig ??? In diesem europäischen Land: JA!
Hi Vogel,
na das kennen wir doch, oder? Wenn alles schön “flutscht”, dann sind alle grosszügig wie noch wie was (und handeln jede Menge “Ich hab dich lieb” Verträge aus). Aber kommt der ganze Laden in’s Schleudern, dann heulen alle rum wie böse und unanständig einzig die ANDEREN sind…
Der ganze Bockmist wurde schon vor Jahrzehnten in die Wege geleitet. Und heut bezahlt die ganze Nation die Zeche.
Ach ja, wie war gleich unser schöner deutscher Spruch?:
“Unwissenheit schützt vor Strafe nicht!”
Wenn also der Bürger unwissend ist, dann wird er von Leuten wie Zumwinkel dafür abgestraft. Informations(un)kultur ist schon eine feine Sache…
Gruß
@#56
Du scheinst ja ein richtig ernsthaftes Problem zu haben …
Wünsch’ Dir alles Gute
Vogel
@51 Kommentar
Mit was soll er denn auspacken? ;-)
In einem vergleichbaren Fall mußte der Reiter und Unternehmer Paul Schockemöhle 22,6 Mio. DM zahlen und bekam 11 Monate auf Bewährung. Ich schätze eine ähnliche Strafe wird es für Zumwinkel auch geben.
In seinem Alter wird er sich wohl eher aufs Altenteil zurückziehen. Der Imageschaden ist jedenfalls gewaltig - seinen Unesco-Job kann er sich jedenfalls abschminken.
Das die Gehälter unanständig sind, ist klar. Aber der Bürger denkt garantiert nicht, dass es rechtsstaatlich zugehen wird.
Joo, so was liest man jede Woche. Die Sache mit den Monolinern wird definitiv weitere Mrd. kosten. Aber einen “Megacrash” gibt es sicher nicht, außer man lässt sich dazu verleiten Korrekturen im Rahmen von bis zu 25% als einen solchen zu bezeichnen.
Rente? Da nenn´ doch mal bitte eine Quelle.
@ Vogel #58 :
Ja. Mein Hauptproblem ist, daß die Probleme nicht von mir verursacht worden - war schon öfters in “professioneller Beratung”. Ergebnis: Keiner kann mir helfen.
In einer negativen Welt bringt es nichts, sich positiv zu verhalten. Auf “gut Deutsch”: In einer (fast) reinen Ellenbogengesellschaft ist es schwachsinnig, sich gegenteilig zu verhalten.
Danke für Deine Wünsche - “Ein Kommentator”
Noch ein Link passend zum Thema:
afp.google...
Um an die geheimen Steuerdaten von Zumwinkel&co zu gelangen, wurden angeblich 5 Millionen Euro Steuergelder bezahlt.
PS: Weiß, daß ich nicht der einzigste bin und es anderen MIT SICHERHEIT (finanziell, sozial & physisch) noch schlechter geht. Damit sind die übriggebliebenen “Gutmenschen” gemeint.
@56 Kommentar
Das der “Systemcrash” unmittelbar bevorsteht, wird schon so lange behauptet, wie ich aufmerksam gewisse Medien verfolge. Das ist wie den lustigen Gestallten, sie mit einem Schild “am 20. Juni 2008″ geht die Welt unter durch die Straßen laufen und am 21. Juni aus der 2008 eine 2009 machen ;-)
btw.: Ich bin mir sehr sicher, dass ein sehr großer Teil meiner Leser einen echten “Systemcrash” durchgemacht hat. Das sind alle Ostdeutschen, die älter als 18 sind und (in wesentlich stärkeren Maße) alle ehemaligen Bewohner der ehemaligen Sowjetunion, von denen einige zu meinen Lesern und Kommentatoren gehören.
@60 Kommentar
Wenn jeder Steuercent so gut investiert würde, wäre ich froh ;-)
@ Spiegelfechter Jens #59:
Zumwinkel wird auspacken, wie er wo und was getan hat. Evtl. noch einen oder mehr “Mitschuldige” verraten. Ohne Vorstrafen können die Richter ja auch bis zu 2.5 Jahre auf Bewährung aussetzen und wie schon geschrieben: Das Finanzielle wird dem wenig interessieren…
Und wenn er arbeiten will, wird er auch Arbeit finden; schließlich ist er doch noch Vorstandvorsitzender bei anderen Organisationen. Unesco … LOL … der wußte wohl, daß man dort richtig absahnen kann.
Durch dem Gerede von Herrn Steinbrück, Herrn Beck und dem Rest der Mainstream-Medien wird so getan, als ob die Verantwortlichen zur Rechenschaft gezogen werden. Du hast aber Recht, wenn du schreibst, daß die (meisten) Bürger nicht an ein rechtsstaatliches Verfahren denken.
Der Megacrash hat “NeuroSystems” errechnet (Link wirtschaft... ) und ein Crash von diesem Ausmaß gab es wohl seit einigen Jahrzehnten nicht mehr… Man wird sehen & spüren, was passiert. Besonders, wenn man nicht so vermögend wie Zumwinkel ist. Das wird dann soziale Unruhen auslösen.
“1-Millionen-Rente”-Quelle: Stand gestern in meiner lokalen Zeitung - “Vogel” hat mich schon verbessert, daß es sich um “vertraglich-zugesicherte Ruhestandsbezüge” handelt. Nach kurzem googeln habe ich diesen Link (