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  • Ein Schurkenstück des Pentagon

    geschrieben am 14. Juni 2010 von Spiegelfechter

    Afghanistan sitzt auf Rohstoffen im Wert von fast einer Billionen US$? Da ist den Pentagon-Strategen ein echter Scoop gelungen. Der Krieg in Afghanistan hat nunmehr seit Jahren einen toten Punkt erreicht. Selbst eingefleischte Falken glauben nicht mehr an den “Endsieg” des Westens am Hindukusch. Die groß angekündigte Offensive im Süden verläuft mehr als schleppend, die Verluste der westlichen Allianz mehren sich. Der Juni 2010 könnte als verlustreichster Monat in die Annalen des Kriegs in Afghanistan eingehen – in diesem Jahr sind bereits mehr westliche Soldaten gefallen, als in den ersten drei Kriegsjahren zusammen. Was die bröckelnde Heimatfront braucht, sind gute Nachrichten. Aber woher sollte solch eine gute Nachricht kommen?

    Jeder Spin-Doctor weiß, dass die besten “guten Nachrichten” diejenigen sind, die man sich selbst ausdenkt. Das kriegsmüde Volk glaubt nicht mehr an die Demokratisierung Afghanistans? Wir können mit Brunnen, Frauenrechten und Schulen nicht mehr punkten? Dann schwenken wir doch um auf die Köhler-Taktik und machen dem kriegsmüden Volk klar, dass der Krieg letztendlich unseren Reichtum mehrt. Anders als der Irak ist Afghanistan nun aber nicht unbedingt für sprudelnde Quellen schwarzen Goldes bekannt und es ist auch nicht eben einfach, Afghanistan als kommendes Paradies der Sweat-Shops oder gar als lukrativen Absatzmarkt zu verkaufen. Haben wir nicht noch irgendwelche alten Rohstoffanalysen im Schreibtisch, die wir ein wenig “aufsexen” können? Aber natürlich! Die New York Times veröffentlichte diesen PR-Gag mit Freude und heute sprangen auch die deutschen Qualitätszeitungen völlig unkritisch auf den Zug mit auf.

    Alter Plunder aus Sowjetzeiten

    Im Jahre 2004 stolperten die Amerikaner in den Archiven des afghanischen Amtes für Geologie über alte Dokumente, auf denen Rohstoffquellen kartiert waren. Urheber dieser Papiere waren sowjetische Bergbauexperten, die in den 1960ern das Land nach Rohstoffen abgesucht hatten. Sonderlich überzeugend waren diese Papiere offensichtlich nicht. Trotz der relativ ruhigen Sicherheitslage in dieser Zeit, unterließen es die Amerikaner, eigene Geologen zu entsenden, um Explorationsbohrungen zu unternehmen. Stattdessen ließ man die von den Sowjets markierten Regionen zwei Jahre später von ausgemusterten Bombern mit Spezialkameras überfliegen. Spätestens an dieser Stelle sollte jeder Journalist zum Telefonhörer greifen – Förderprognosen auf Basis von Luftbildern? Geologen der TU-Clausthal bezeichneten ein solches Vorgehen gegenüber dem Spiegelfechter als Vorgehensweise, die bestenfalls geeignet ist, um Daten zu erheben, die als grobe Vorlage für detaillierte geologische und mineralogische Untersuchungen dienen können. Aus solchen Luftbildanalysen konkrete Förderprognosen zu erstellen, sei “bestenfalls kühn”.

    Immerhin ordneten Briten und Amerikaner ein Jahr später eine zweite Luftbildanalyse an – diesmal überflog ein ausgemusterter britischer Bomber das Land mit einer Kamera, die angeblich sogar 3D-Analysen von den unterirdischen Minerallagerstätten machen konnte. Die abschließenden Studien liegen bereits seit über einem Jahr vor. Am 5. April 2009 berichtete das Fachportal Mining Exploration News bereits von den “sensationellen” Funden, die am Wochenende in den Medien zitiert wurden. Jeder Minenkonzern kannte diese groben Schätzdaten demnach bereits seit über einem Jahr. Das Interesse an den “bis zu sechs Milliarden Tonnen Eisenerz” hielt sich jedoch in Grenzen. Mining Exploration News nennt auch gleich die Gründe: Die vermuteten Vorkommen sind weder qualitativ noch quantitativ gesichert, sondern basieren auf vagen und sehr hypothetischen Schätzungen, wie die Broschüre des afghanischen Bergbauministeriums explizit erwähnt. Von den sagenhaften Eisenreichtümern des Landes sind gerade einmal 111 Millionen Tonnen wirklich nachgewiesen. Damit löst sich die Hälfte des vermeldeten Billionen-Dollar-Rohstoffreichtums bereits in Wohlgefallen auf.

    Auch die anderen Rohstoffvorkommen, deren Wert am Marktpreis für geförderte, aufbereitete und zu einem der indexfähigen Häfen transportierten Rohstoffe, orientiert ist, haben bestenfalls Unterhaltungswert. Abgesehen davon, dass die Zahlen grob geschätzt sind und es nicht einmal Probebohrungen gegeben hat, befinden sie sich in einer zerklüfteten, bergigen und alles andere als sicheren Region, die weder Förder-, noch Weiterverarbeitungs- oder gar Transportkapazitäten aufweist. Selbst wenn man das Eisenerz aus dem Boden holen würde, wie soll man die Millionen Tonnen ohne Eisenbahn und ohne Seehafen zum Kunden bringen? Eisenerz wird nun einmal nicht per Luftfracht verschickt. Der Westen scheidet mangels Transportkorridor als Kunde ohnehin aus. Die potentiellen Kunden für die afghanischen Rohstoffe sind vielmehr Russland und China. Beide Staaten sind im Land – sehr zum Missfallen des Westens – auch bereits aktiv. Rosneft prüft die Exploration von Erdgasvorkommen im Norden des Landes und chinesische Minenkonzerne haben im Jahr 2008 die Ausschreibung für die Förderung von Kupfer in den Aynak-Minen südlich von Kabul gewonnen. Seit letztem Jahr fördern die Chinesen dort ihr Kupfer und transportieren es auf dem Landweg ins Reich der Mitte. Der Gewinn aus der Förderung wird nach guter alter zentralasiatischer Sitte zwischen korrupten afghanischen Beamten und den chinesischen Unternehmern aufgeteilt.

    Lithium – das Mineral, das die Phantasie anregt

    Mit Eisen und Kupfer kann man jedoch noch nicht einmal all zu faule Qualitätsjournalisten hinter dem Ofen vorlocken. Um die ganze Story “aufzusexen”, bringt das Pentagon daher Lithium ins Spiel. Lithium ist knapp, teuer und nahezu vollkommen in der Hand des “Feindes”. Weder die USA noch die EU verfügen über nennenswerte Lithium-Vorkommen. Die größten nachgewiesenen Vorkommen liegen im Salz des bolivianischen Salar de Uyuni, der bislang noch nicht einmal erschlossen ist. Nennenswerte Vorkommen liegen ferner in den Salzseen der Atacama-Wüste in Chile und im Zhabuye-Salzsee in Tibet. Ob es in Afghanistan überhaupt Lithium in nennenswerter Menge gibt, ist indes ungewiss. Die einzige Quelle für die Lithium-Funde, die das Pentagon bereits von einem “Saudi-Arabien für Lithium” schwärmen lassen, sind Stichproben von hauseigenen Geologen, die am ?b-e ?st?deh-ye Moqor genommen wurden. Daraus nun Lithium-Vorkommen “in der Größe von Bolivien” herzuleiten, ist ebenfalls bestenfalls kühn. Aber das Beispiel Bolivien kann durchaus dazu dienen, die Phantasien ein wenig abzukühlen. Logistische und technische Probleme sorgen selbst im vergleichsweise fortschrittlichen, friedlichen und logistisch nicht allzu abgelegenen Bolivien dafür, dass trotz nachgewiesener Vorkommen in gigantischem Volumen die Förderung noch nicht beginnen konnte. Sämtliche Bedingungen sind in der Ghazni-Provinz im afghanisch-pakistanischen Grenzgebiet ungleich schlechter. All dies weiß offensichtlich sogar das Pentagon – in der Berechnung des afghanischen Rohstoffreichtums taucht “Lithium” erst gar nicht auf – selbst die 7,4 Milliarden Dollar, die kumuliert in “seltene Erdmetalle” eingehen, stehen in keinem Verhältnis zu den möglichen Explorations-, Verarbeitungs- und Transportkosten.

    Unkritische Berichterstattung

    Eigentlich sollten bei jedem Journalisten die Alarmglocken schrillen, wenn das Pentagon alte Papiere als neu verkauft und sie dann auch noch mit Superlativen versieht. Afghanistan könne eines “der wichtigsten Minenzentren” der Welt werden, zitiert die New York Times nicht näher benannte US-Offizielle. Ein Pentagon-Memo spreche gar von einem “Saudi-Arabien für Lithium”. General Petraeus sieht ein “erstaunliches Potential” und ein Berater des afghanischen Bergbauministers wird gar mit den Worten zitiert, dies werde “das Rückgrat der afghanischen Wirtschaft”. Bye bye Opium? Wohl kaum.

    In die phantastische Zahl von 908 Milliarden US$, die ohnehin jeglicher Basis entbehrt, gehen noch nicht einmal die Förderkosten mit ein. Was ist eine Tonne Eisenerz wert, die tief im zerklüfteten, umkämpften Hindukusch lagert? Gar nichts. Ohne moderne Minentechnik, ohne die industriellen Kapazitäten, die Erze aufzubereiten und vor allem ohne nutzbare Transportwege haben die afghanischen Rohstoffvorkommen keinen realen Wert. Noch ungewöhnlicher als die fehlende Recherche der schreibenden Zunft ist jedoch die kritiklose Akzeptanz des Paradigmenwechsels der westlichen Afghanistan-Doktrin. Was General Petraeus und Co. der New York Times dort durch die Blume zu verstehen geben, ist nichts anderes als “Köhler reloaded”.

    China in Wartestellung

    Führt der Westen seinen Krieg in Afghanistan nun für die Sicherheit Deutschlands, für die Zwangsdemokratisierung oder doch wegen Rohstoffen? Der Westen hat zwar keinen Transportkorridor für die afghanischen Rohstoffe, egal welche Qualität und Quantität sie haben mögen. Der große Konkurrent China verfügt jedoch dank seiner geographischen Nähe über die benötigten Transportwege. Was mit den Rohstoffen passiert, wenn der Westen abzieht und die Taliban wieder die Macht übernehmen, ist leicht zu erahnen. Kann es sein, dass der Afghanistan-Einsatz nicht viel mehr als eine moderne Form der Doktrin der verbrannten Erde ist? Solange “unsere Jungs” vor Ort sind und vor Ort in die Luft gesprengt werden, kann sich China nicht an den Rohstoffen des Hindukuschs bereichern. Aber diese Strategie hat einen Fehler – wer stets den freien Markt predigt, muss ihn auch bei Ausschreibungen am Hindukusch gelten lassen. Für chinesische Unternehmen mag die Exploration und Förderung afghanischer Erze in Einzelfällen rentabel sein – westliche Unternehmen müssen aufgrund der gigantischen Folgekosten hier allerdings passen. Peking muss sich also nicht grämen. Außerdem ist der beste Verbündete der Chinesen der Faktor Zeit. Ob sie die Rohstoffe bereits in fünf oder doch erst in fünfzehn Jahren bekommen, spielt kaum eine Rolle.

    Jens Berger

    50 Kommentare Print This Post
    Afghanistan sitzt auf Rohstoffen im Wert von fast einer Billionen US$? Da ist den Pentagon-Strategen ein echter Scoop gelungen. Der Krieg in Afghanistan hat nunmehr seit Jahren einen toten Punkt erreicht. Selbst eingefleischte Falken glauben nicht mehr an den "Endsieg" des Westens am Hindukusch. Die groß angekündigte Offensive im Süden verläuft mehr als schleppend, ...
    Tags: Afghanistan Great Game Medien USA
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    50 Kommentare:

    1. robert schrieb am 14. Juni 2010 at 17:40 - Permalink

      Jeder halbwegs denkende Mensch hätte stutzig werden müssen, als er heute auf Bild.de die “tolle” Nachrichten von den Rohstofffunden lesen konnte…aber welche aufgeklärte Mensch liest schon die BLÖD ;)

    2. R_Winter schrieb am 14. Juni 2010 at 17:40 - Permalink

      Wenn es nicht so traurig wäre, könnte man lachen.

      Die Behauptung

      Stattdessen ließ man die von den Sowjets markierten Regionen zwei Jahre später von ausgemusterten Bombern mit Spezialkameras überfliegen.

      glaube ich nicht. Es waren bestimmt keine Spezialkameras in den Flugzeugen, sondern Menschen mit Pendel und Wünschelruten. Die deutsche Wehrmacht hatte so so Wasserquellen im zweiten Weltkrieg gesucht.
      Copilot könnte Peter Struck gewesen sein. Er hatte schon andere dümmlich Versprechen und Aussagen bezüglich unseres Truppenaufenthalt in Afghanistan gemacht.

    3. schwitzig schrieb am 14. Juni 2010 at 17:45 - Permalink

      @SF

      Sehe ich ähnlich wie im Artikel beschrieben und es passt auch zur CIA-Strategie, bei den Verbündeten einen “Meinungsumschwung im Volk” zu bewirken.

      Allerdings hast Du in meinen Augen die wichtigste Frage ausser Acht gelassen:
      Wie kommen die USA überhaupt dazu, das Gebiet auf Bodenschätze abzusuchen? Brunnen aus Eisen und Gold?

    4. egghat schrieb am 14. Juni 2010 at 18:14 - Permalink

      Wo ist der Flattr Button?

      Danke für die gute Analyse. Bei Meldungen über Bodenschätze, denen keine Schätzung über Förderkosten gegenüberstehen, kann man getrost “in die Tonne kloppen”.

      Aber die Medien (wie auch Anleger bei Pennystocks) fallen auf diese Methode scheinbar immer noch rein.

      Milliardenschatz unter dem Ruhrgebiet entdeckt! Kohle ohne Ende! Leider in 1500 Metern Tiefe …

    5. Linus schrieb am 14. Juni 2010 at 18:16 - Permalink

      @R_Winter #2:

      Es gibt tatsächlich einige geophysikalische Prospektionsverfahren, die man vom Flugzeug aus machen kann, wie Gravimetrie und Geomagnetik. Optische Verfahren werden dagegen überwiegend von mit Infrarotkameras und Radar ausgestatteten Satelliten durchgeführt.

      Solche Fernerkundungsverfahren taugen aber allenfalls für eine Bestandsaufnahme bzw. zur Auswahl vielversprechender geologischer Strukturen und Gebiete. Eine echte Evaluierung oder gar Quantifizierung ist ohne intensive Geländearbeit von Geologen keinesfalls möglich.

    6. Spiegelfechter schrieb am 14. Juni 2010 at 18:20 - Permalink

      @egghat

      Wo ist der Flattr Button?

      Seufz – hatte ich wieder vergessen ;-)

      Nun ist er da.

    7. Steve schrieb am 14. Juni 2010 at 18:52 - Permalink

      Ich finde es schade, dass BP nchts dagegen tun kann. So wie ich es kommen sehe, wird es die nächsten Monate noch immer so ausschauen, und das Rohöl wird in Millionenfacher Weise Tag für Tag auslaufen, ohne dass irgendetwas geschieht. Technisch ist so etwas schwer lösbar.,

      mfg

    8. kaliban schrieb am 14. Juni 2010 at 19:05 - Permalink

      Ich habe bereits 2001 von solchen Vorkommen gehört. Die USA haben im Hindukusch doch keine Taliban gesucht! Hochprofessionelle und -technologisierte Anschlagsplaner verkriechen sich wie die Ratten in Gebirgshöhlen? Genauso lächerlich wie ein Ex-Diktatator und Multimilliadär in einer Erdgrube!

      Die haben dort im Gebirge immer nach Rohstoffen gesucht. Hat man doch mitbekommen, dass der skrupellosen Bande um Bush jedes Mittel Recht war (ist?), die Vormachtstellung der USA im 21. Jhdt zu behaupten. Kann man doch den Papieren der Think Tanks entnehmen, die seit damals richtungsweisend sind.

      Das scheint mir die eigentliche Sauerei an der Berichterstattung in den MM zu sein. Bodenschätze als Grund, ein Land zu überfallen, ist doch nicht neu.
      Wohl auch für dich nicht, geschätzter Spiegelfechter!

    9. Truvor schrieb am 14. Juni 2010 at 19:24 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Dieser kurze Kommentar http://www.actualcomment.ru/news/12867.html bekräftigt Deinen gutrecherchierten Artikel.

      PS. China ist tatsächlich in Wartestellung.
      Nach dem Abzug des Westens aus Afghanistan, werden die Chinesen ein paar kleine (jeweils 10 Mio Mann) Arbeitergruppen nach Afghanistan schicken.
      Und dann werden wir (vielleicht) erfahren, ob es in Afghanistan irgendwelche Bodenschätze gibt. :-)

    10. Netzbummler schrieb am 14. Juni 2010 at 19:32 - Permalink

      Also wenn ich lese, dass ausgediente Bomber die Lagerstätten überflogen und aus der Luft sondiert haben, muss ich an die Fernaufklärung auf den deutschen Marine-Schiffen vor Libanon denken. Mittels Hochfrequenz-Geräten (ähnlich wie die Nacktscanner, glaube ich) können die selbst Schiffswände durchleuchten und auf illegale Waren durchsuchen. Wäre es unglaubwürdig, derartige Technik auf diesen Luft-Explorern zu vermuten? Und was ist mit Radar? Das reicht ja zum Teil doch ziemlich in die Tiefe – die geeignete Technik vorausgesetzt.

      Mit anderen Worten: wie zuverlässig ist denn die Information, dass die Luftaufklärung eine bessere Wünschelrutenaktion war?

    11. Linus schrieb am 14. Juni 2010 at 20:13 - Permalink

      @egghat #4:

      Das kann man ohne Einschränkung unterschreiben. Aber, ein Goldrausch ist allemal ein Rausch. Prost ;-)
      Die korrekte Rentabilitätsanalyse für eine Lagerstätte ist i.A. eine extrem anspruchsvolle und aufwendige Geschichte. Das dauert Jahre.

      @Netzbummler #9:

      Mit anderen Worten: wie zuverlässig ist denn die Information, dass die Luftaufklärung eine bessere Wünschelrutenaktion war?

      Sehr zuverlässig. Radar wird zwar tatsächlich auch von Flugzeugen aus gemacht, die Eindringtiefe ist aber allenfalls einige Zentimeter. Viel mehr als wirklich ausgezeichnete topographische Karten kriegt man dabei nicht raus, wobei diese durchaus geologisch interessant sind. Materialanalysen sind mit dieser Methode nicht möglich. Alle anderen optischen Verfahren macht man besser aus dem Weltraum (Wasser auf dem Mars ;-).
      Ansonsten s. #5.

    12. Elbarto schrieb am 14. Juni 2010 at 20:13 - Permalink

      Kam auch gerade in der Tagesschau mit Berufung auf den NYTimes Artikel.

    13. Spiegelfechter schrieb am 14. Juni 2010 at 20:18 - Permalink

      @Truvor

      Ist komplett OT: Kennst Du eigentlich “Der Tag des Opritschniks” von Vladimir Sorokin?

    14. Truvor schrieb am 14. Juni 2010 at 20:37 - Permalink

      @ Spiegelfechter #13

      Habe einen Absturz.
      Könntest Du mir bitte irgendwie ausführlicher erklären, was Du mit dieser Frage meinst ?

      Habe Mitleid, meine Birne dröhnt :-)

    15. Spiegelfechter schrieb am 14. Juni 2010 at 20:45 - Permalink

      @Truvor

      Ich wollte nur wissen, ob Du das genannte Buch gelesen hast oder etwas (in den russischen Medien) von ihm gehört hast ;-)

    16. Netzbummler schrieb am 14. Juni 2010 at 20:51 - Permalink

      @Linus: Danke für die Info. Post #5 hatte ich überlesen.

    17. Truvor schrieb am 14. Juni 2010 at 20:55 - Permalink

      @ Spiegelfechter #15

      Nee, den Mann kenne ich nicht.
      Wo hast Du diesen Namen her ?
      Ist das nicht irgendein Freund von Putin ? :-)

      PS. Frage mal nach ihm bei seinem Namensvetter COPOKA. :-)
      (Sorokin = Elster(mann))

    18. Spiegelfechter schrieb am 14. Juni 2010 at 21:06 - Permalink

      @Truvor

      Ok – ich dachte Du kanntest den Mann oder das Buch. Egal ;-)

    19. Truvor schrieb am 14. Juni 2010 at 21:30 - Permalink

      @ Spiegelfechter #18

      Seit Du mir das Foto von ihm gezeigt hattest, ist mir dieser “Schriftsteller” eingefallen.

      Jens, wenn ich in einer Einzelzelle 10 Jahre absitzen müßte und seine Bücher die einzige Lektüre wären, dann würde ich lieber “rapen”, statt diesen Schund zu lesen.

      Wenn Du Russland wirklich kennenlernen willst, dann sehe Dich am besten nach anderen Autoren um.
      Muß zugeben, es ist leider praktisch unmöglich vernünftige und sachliche Autoren bzw. Historiker in deutscher bzw. englischer Sprache zu finden.

      Und Sorokin ist nur ein weiterer Nestbeschmutzer a`la Solschenizyn.
      Seine Bücher werden nicht umsonst ins Englische etc. übersetzt.
      Der Westen soll doch die “Wahrheit” über Russland erfahren.

    20. egghat schrieb am 14. Juni 2010 at 21:35 - Permalink

      Danke, geflattert …

    21. edgar schrieb am 14. Juni 2010 at 21:37 - Permalink

      Mit der Technik, die die eingesetzt haben geht schon einiges.
      Hier mal ein Link vom USGS:
      http://afghanistan.cr.usgs.gov/airborne.php

    22. Truvor schrieb am 14. Juni 2010 at 22:26 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Darf ich Dir diesen Mann da http://www.alexbattler.com/alexbattler/author.html bzw. http://www.alexbattler.com empfehlen ?

      Russische Version: http://www.olegarin.com

      PS. Sorry Jens, habe keine Deutsche Version.
      Nur Englisch und in Deiner Lieblingssprache Russisch. :-)

    23. Eduard II schrieb am 14. Juni 2010 at 22:34 - Permalink

      Ich weiss nicht, ob es verlässliche Methoden Lithiumvorkommen aus der Luft zu erkundschaften gibt. Ich bin kein Geologe. Ich weiss nur, dass ein der größten Eisenerzvorkommen der Welt wurde anhand von Magnetanomalie entdekt. Man hat halt gemerkt, daß Magnetfeld an dieser Stelle viel Stärker ist als sonstwo (KMA). Es ist so Stark, dass Kompassanzeige sehr stark von Nord-Süd-Linie abweicht. Ich habe mal irgendwo gelesen, dass Spannung des Magnetfeldes an manchen Stellen dort 2 oder 3 mal größer als Weltdurchschnitt ist. Ich weiß nicht ob das stimmt, aber dass diese Spannung viel größer als es in Normalfall sein sollte, stimmt auf jeden Fall. Außerdem die Dichte der Erdkruste an dieser Stelle so groß ist, dass die Beschleunigung des Freifalls an dieser Stelle meßbar größer ist als üblich durchschnittliche 9,81 m/s². Es ist denkbar, dass diese Werte auch aus der Luft gemessen werden können. Und zwar mit großer Genauigkeit und für große Gebiete. Ich kann mir vorstellen, dass anhand von diesen Werten man Mächtigkeit des Eisenerzvorkommens schätzen kann.

    24. COPOKA schrieb am 15. Juni 2010 at 00:06 - Permalink

      @Netzbummler

      Mittels Hochfrequenz-Geräten (ähnlich wie die Nacktscanner, glaube ich) können die selbst Schiffswände durchleuchten und auf illegale Waren durchsuchen.

      Meines Wissens werden moderne Schiffe aus Stahl gebaut. Um sie “zu durchleuchten” muss die Frequenz so hoch sein, dass die Wellenlänge mindestens 3-mal kürzer als Abstand zw. Zwei Eisenatomen sein. Und das wäre verdammt hochfrequent :)

      ======
      @SF
      Klasse Artikel. Ich habe mich schon gewundert, dass das Thema in letzten Tagen so plötzlich hoch kam. Aber wenn ich mich nicht irre, so hat doch Pentagon vor mehreren Monaten beschlossen, mehr für “positive Wahrnehmung” in Europa für Afghanistankrieg zu sorgen ;)
      Eigentlich ist diese neue Rechtfertigung für den Krieg absolut lächerlich, wenn man bedenkt, wie viel dieser Krieg für Steuerzahler bereits gekostet hat.

      @SF & Truvor
      Das Buch liegt frei im Netz, erfordert allerdings sehr gute Kenntnisse russischer Sprache.

    25. Linus schrieb am 15. Juni 2010 at 00:09 - Permalink

      @edgar #21:

      Schöner Link :-). Das ist Stand der Technik.

      Die Hinweise bzgl mehrere Meter Eindringtiefe mittels Radar sind zutreffend. Sowas ist geeignet für Prospektion unter Schuttfächern u.ä., also gerade Afghanistan. Nichtsdestoweniger kann man aus dem Reflexionsverhalten nicht unmittelbar auf das anstehende Gesteinsmaterial schließen geschweige denn irgendeine chemische Zusammensetzung ableiten.
      Das unterschiedliche Reflexionsverhalten ergibt sich überwiegend aus Unterschieden bei Verwitterung, Porenraum, Porenwassergehalt und Leitfähigkeit, nicht jedoch aus chemischen Eigenschaften.

      Bei der Erkundung geht man folgendermaßen vor: Überflug mit Aufnahme von Radar-Images. Anhand der unterschiedlichen Reflexionsmuster kann man die Gesteine großräumig kartieren und Gesteinsgrenzen festlegen. Anschließend Probennahme an ausgewählten Punkten / Aufschlüssen, um den Gesteinstyp festzumachen.

      Für geochemische Fernerkundung, also direkte chemische Analyse benutzt man Infrarot-Kameras, normalerweise von Satelliten aus. Damit lassen sich großflächige Lagerstätten an der Oberfläche(!) durchaus identifizieren (z.B. Wasser auf dem Mars). Allerdings habe ich Zweifel, daß sich die abbauwürdigen, aber dennoch niedrigen Lithium-Gehalte in einem Salzsee damit nachweisen lassen. Davon abgesehen handelt es sich in Afghanistan bei Lithium wohl nicht um Salzseen, sondern um Pegmatite, also Primär-Lagerstätten, denen man den Lithiumgehalt bestimmt nicht vom Weltall aus ansieht, auch nicht vom Flugzeug.

      Was Magnetik und Gravimetrie anbetrifft: Auch hier nur indirekte Methodik. Eine Einschätzung der Mächtigkeit einer Lagerstätte ist ohne Feldarbeit reine Phantasie.

      Alles in allem halt Fernerkundung. Man weiß jetzt, wo es sich lohnt, genauer hinzusehen.

      Und wenn man auch dies getan hat, dann geht es darum, eine möglichst präzise räumliche 3D- Einschätzung der Erzgehalte zu machen. Da kommen dann hochkomplexe Modelle ins Spiel, deren Wahrheitsgehalt erst an der Lagerstätte nachgewiesen werden muß. Dann benötigt es eine Einschätzung der Infrastruktur, der Verkehrswege, des Wasserhaushaltes, des Umwelt-Impacts, kurz des gesamten Produktionsablaufes und aller möglichen Folgekosten, politischer Risiken, Marktentwicklungen etc, pipapo über > 10 a.

      Kurz: die Meldung ist eine einzige Lachnummer. Ein paar genauere, durchaus wertvolle Daten über das, was in Gründzügen schon vorher bekannt war. Aber sich hinzustellen und noch irgendwelche Dollar-Zahlen anzugeben, ist gelinde gesagt dumm-dreist.

    26. Luigi Alphonso schrieb am 15. Juni 2010 at 01:49 - Permalink

      “gelinde gesagt dumm-dreist”

      es ist gelinde gesagt (nochmal!) der Bruch in der Argumentation. Wenn es nicht Okay ist, vor Ort für die Hoheit über Handelswege zu intervenieren, sozusagen als Weiterführung der Exportwirtschaft mit anderen Mitteln – siehe Horst Köhler,
      dann ist es immer noch nicht okay, wenn dabei ein Klumpen Gold im Spiel ist der dort des Wegesrandes rumliegt. Und was die sagenhaften Goldvorkommen anbelangt ($ 25.0 bil) so frage ich mich wirklich, warum man die nicht innerhalb der letzten Acht Jahre intensivster Brunnenbohrarbeiten nicht mit ausgegraben hat. Nicht mal ein Körnchen!

      … da wissen dat die Russen seit 1960 und sagens net ! Liegt das schöne Gold da einfach so rum, so fuffzich Jahre lang, keinen kümmerts … ich hab schon meinen Dispo gesprengt und geh morgen zum Reisebüro, muß mal nachm Hindukusch gucken, mit Schaufel und Pfanne.

      Apropo Bildgebender Röntgenverfahren: Einen Automotor durchleuchten ist keine Große Sache, bloß braucht man für diese Verfahren einen Projektionsschirm hinter dem Untersuchungsobjekt. Äh ja dieser Schirm enhält ein Coating aus einem Lithium (ja echt, kein Scheiß!) Isotop das grade mal zu 10% in normalen Lithiumlagerstätten vorhanden ist. Abstand Strahlenquelle – Untersuchungsobjekt – Schirm grade mal so, wie du es auch schon beim Röntgenarzt gesehen hast. Man kann halt Röntgenstrahlen nicht beliebig bündeln und streuen wie Licht mit einer Glaslinse. Es geht mit Magnetfeldern, aber die Streuen -> matschiges Bild. Aus der Luft Schiffe durchleuchten … da muß schon eine echt Helle Blitzbirne am Steuerknüppel sitzen, damit das sauber hinhaut.

    27. André schrieb am 15. Juni 2010 at 06:59 - Permalink

      Leute, Deutschland wird am Hindukusch verteidigt! Das haben wir doch inzwischen verstanden, oder? Es ging nie und nimmer um Bodenschätze, denn Deutschland ist ja schließlich keine Imperialmacht. Oder doch? Irgendwie lächerlich diese ganze Aufregung um Horst K.´s Interview und die jetzt veröffentlichte Analyse der Ressourcen. Natürlich ist Deutschland am Hindukusch, um dabeizusein, wenn es mit der Ausbeutung der Rohstoffvorkommen losgeht. Und die USA haben seit mindestens 30 Jahren auch die mittelasiatischen Öl- und Gasvorkommen im Blick. Das ist die berühmte doppelte Rohrleitung, die irgendwann durch Afghanistan führen soll. Da muß Deutschland doch mitwirken! Wie sagt mein Chef immer so schön? Die Jungs sind dort, damit du hier in Deutschland im Winter einen warmen Arsch hast! Also: Alle wissen es, alle machen mit. Warum nur wollen uns die eigenen Politiker immer noch für dumm verkaufen?

    28. tommm schrieb am 15. Juni 2010 at 07:03 - Permalink

      Die Briten gucken mal nach, die Russen, die Amis……

      Was haben die da zu suchen?

      Sollen wir jetzt glauben, die armen Afgahnen brauchen Entwicklungshilfe, um ihre Bodenschätze zu heben?

      Das ist für mich das eigentlich dreiste an diesen Meldungen.

      Und vielen dank an alle, die mich in Sachen Erkundungstechnik weitergebildet haben.

    29. Spiegelfechter schrieb am 15. Juni 2010 at 09:33 - Permalink

      @25 Linus

      Genau das erzählte man mir bei der TU Clausthal auch ;-)

    30. knt schrieb am 15. Juni 2010 at 11:45 - Permalink

      Vielleicht hat man ja auf den Luftbildern die Wracks der Russenpanzer gezählt – das ist immerhin 1a Waffenstahl…

    31. Wolle schrieb am 15. Juni 2010 at 12:17 - Permalink

      Die amerikanische Billion ist bei uns die Milliarde! So wird aus eins ratzfatz ein Promille!

    32. Spiegelfechter schrieb am 15. Juni 2010 at 12:50 - Permalink

      @Wolle

      Und die amerikanische “Trillion” ist eine deutsche Billion. Ein wenig journalistische Sorgfalt kannst Du von mir schon erwarten ;-)

    33. Heldentasse schrieb am 15. Juni 2010 at 13:28 - Permalink

      [ZYN ON]

      Nun, dann haben sich ja die ganzen Probebombungen doch in zweifacher Hinsicht gelohnt! Zum einen findet man Bodenschätz, und zu anderen gibt es jetzt endlich mal einen plausiblen Kriegsgrund für den WM Tröten geschädigten Pöbel. Ein Konzept, welches sich bestimmt auch noch auf andere Länder erfolgreich übertragen ließe. >:-)

      [ZYN OFF]

      Just for Info: Warum ein Volk ohne Bodenschätze auf Dauer womöglich besser fährt.

      Gruß
      Die Heldentasse

      P.S.: Ich denke mal, meinen “Lebensabend” werde ich, sollte es so weitergehen, als “Soylent Green” verbringen

    34. Heldentasse schrieb am 15. Juni 2010 at 13:33 - Permalink

      [ZYN ON]

      Nun, dann haben sich ja die ganzen Probebombungen doch in zweifacher Hinsicht gelohnt! Zum einen findet man Bodenschätz, und zum anderen gibt es jetzt endlich mal einen plausiblen Kriegsgrund für den WM Tröten geschädigten Pöbel. Ein Konzept, welches sich bestimmt auch noch auf andere Länder erfolgreich übertragen ließe. >:-)

      [ZYN OFF]

      Just for Info: Warum ein Volk ohne Bodenschätze auf Dauer womöglich besser fährt.

      Gruß
      Die Heldentasse

      P.S.: Ich denke mal, meinen “Lebensabend” werde ich, sollte es so weitergehen, als “Soylent Green” verbringen

    35. Wolle schrieb am 15. Juni 2010 at 14:37 - Permalink

      @SF: Bei Dir schon, aber gestern gab es genug Qualitätsmedien, die das nicht wirklich wussten und in dem Bild oben mit den grauen Rechtecken steht auch $ xxxx bil., also lieber einmal mehr gesagt.

    36. Spiegelfechter schrieb am 15. Juni 2010 at 15:01 - Permalink

      @Wolle

      Mir ist da ehrlich gesagt kein Fehler bei den Qualitätsmedien aufgefallen.

    37. Wolle schrieb am 15. Juni 2010 at 15:57 - Permalink

      Im Radio(irgendwas vom NDR) und im Fernsehen(mittags, nur nebenbei gehört) sprach man von Billionen, im Web steht wohl meistens “fast eine Billion”. Das hab ich aber erst jetzt gegoogelt. Dann war der Hinweis wohl umsonst. Sorry!

    38. Herr Lazaro schrieb am 15. Juni 2010 at 17:27 - Permalink

      Der Westen hat zwar keinen Transportkorridor für die afghanischen Rohstoffe

      na wenn Israel demnächst über Iran herfällt, dürfte dies Problem doch auch gelöst sein.

    39. Truvor schrieb am 15. Juni 2010 at 21:57 - Permalink

      Interessanter Artikel: http://www.fondsk.ru/article.php?id=3101

    40. Andreas schrieb am 16. Juni 2010 at 08:31 - Permalink

      Ich mußte bei dem Artikel so lachen. Haben doch tatsächlich einige von den dummen Verschwörungsheinis, die glauben 9/11 war ein insidejob gedacht, jetzt hätten die Amis den wahren Kriegsgrund offen gelegt. Dabei war es nur eine Ente, um die kriegsmüde Bevölkerung anzustacheln.

    41. goesser schrieb am 16. Juni 2010 at 15:24 - Permalink

      Heute starben wieder 2 deutsche NATO-Terroristen in Afghanistan(+3 Schwerverundete) für die dort befindlichen Bodenschätze.

      http://quqnoos.com/index.php?option=com_content&task=view&id=4445&Itemid=48

      Aber ist ja eh kein grosser Verlust. Ist ja eh nur Pöbel aus der Unterschicht….

    42. Truvor schrieb am 16. Juni 2010 at 16:00 - Permalink

      Sorry, hatte keine Zeit Gestern den verlinkten Artikel (#39) zu kommentieren.

      Diesem Artikel zu Folge hat die NYT offensichtlich “vergessen” solch strategisch wichtige Erz-Vorkommen: wie Mangan, Zinn, Chrom, Zink, Kalzium, Zirkonium, Monazit und nicht zuletzt Beryllium in ihrem Artikel zu erwähnen, die die Russen in Afghanistan entdeckt haben.
      Insbesondere Beryllium, das z.B. in Atomindustrie und Raumfahrt eingesetzt wird (Monazit übrigens auch).


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