Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über uns
  • Kontakt

  • Blog-Flattr

    flattr this!
  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Kategorien

  • Archiv

  • Blogroll

    • Ad Sinistram
    • annotazioni
    • Das Blättchen
    • Das Dossier
    • Die Freiheitsliebe
    • Economist´s View
    • Egghat
    • Feynsinn
    • German-foreign-policy
    • le Bohémien
    • Maskenfall
    • NachDenkSeiten
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Nics Bloghaus
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Ossietzky
    • Paul Krugman
    • Philibuster
    • Real-World Economics Review Blog
    • Tautenhahn
    • Telepolis
    • Transatlantikblog
    • Wirtschaft und Gesellschaft
    • Wolfgang Michal
  • RSS Nachdenkseiten

    • Hinweise des Tages II
    • Gerechtigkeit – Das „Institut der deutschen Wirtschaft“ müsste in den Medien jegliche Glaubwürdigkeit verloren haben
    • Hinweise des Tages
    • „Quo vadis NATO? – Herausforderungen für Demokratie und Recht“
    • Hinweise des Tages
  • RSS ad sinistram

    • Die Unmöglichkeit reinen Lebens
    • Mehr Planwirtschaft wagen
    • De dicto
    • Lieber arrogant als gefesselt
    • Spinat mit Käsesoße
  • RSS annotazioni

    • Aufruf: Europa geht anders!
    • Soziale Ungleichheit und die Krise
    • Die „höchsten Steuereinnahmen aller Zeiten“ unter die Lupe genommen
    • Ungleichheit und Krise – zwei aktuelle Wortmeldungen
    • Ein ewiges Lied: Die FAZ mit Zahlentricks gegen höhere Steuern
  • RSS Feynsinn

    • Nachrichten aus der Montagehalle
    • Dany zurückgestreichelt
    • Einmal Marx und zurück
    • Gedruckter Surrealismus
    • Rechts vs. Links: Der Staat
  • RSS Freiheitsliebe

    • “Schere zwischen Arm und Reich wächst zusammen” – Freiheitsliebe-Tv #2
    • Hartz IV – wo bleibt die gesellschaftliche Verantwortung?
    • Netzwerk Wohnen – Architektur für Generationen
    • Das Problem des positiven Nationalismus
    • Wahlkreispauschale ohne Wahlkreis
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Die Meute wird zur Jagd geblasen – die Medien und die “Obama-Skandale”
    • Sie sprechen in Zungen! - Warum wir uns in der Politik nicht verstehen
    • Warum Vergangenheitsbewältigung so wichtig ist
    • Das Geld findet immer einen Weg - warum die Debatte um eine Parteispendenreform sich immer im Kreis drehen wird
    • Politische Analphabeten bei der Arbeit
  • RSS Wirtschaft und Gesellschaft

    • Eurokrise: Neueste Außenhandelsdaten belegen Fehlentwicklung
    • Inflation/Deflation: Selbst Deutschland schon im Minus
    • Rundfunkbeitrag: Verdient haben sie es nicht
    • Alltag im Regierungsviertel: Achtung! Politiker!
    • Eurokrise/Weltwirtschaft/Konjunktur: Heiner Flassbeck im Interview mit Paul Jay, Senior Edi­tor at The Real News Net­work
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Der Preisvergleich

    Hier könnte auch Ihre Werbung stehen
  • Letzte Kommentare

      Rainer N. bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Ach vergessen – deswegen noch diesen Nachtrag: If...

      Rainer N. bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      @ Heldentasse Ja den Titel kenne ich auch – war auf...

      Falk bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Der Produktivitätszuwachs löst doch längst das demografische...

      Bernie bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      @Bruder Johannes …wie öde…immer wieder dasselbe...

      Am_Rande bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      @ OAlexander„Es ist nie...

      Am_Rande bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      @ Peleo Das...

      Am_Rande bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      @ Andreas „Die Märkte“ –...

      Querleser bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Hi-hi! Zum Thema “Politik- und Neusprech” kann...

      Am_Rande bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      Wenn Sie wirklich auf...

      Heldentasse bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Möchte Er mich foppen mit leichter Ironie? ;) Aber es ist...

      alter Sack bei An die Wand gefahren – Warum wir eine konstruktive Euro-Exit-Debatte brauchen:

      Weitgehend müßig sage...

      Bruder Johannes bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Denken in völkischen/ nationalen Kategorien Ja, ja,...

      Heldentasse bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Sorry ich will nicht den Oberlehrer spielen. Das Info war...

      Bruder Johannes bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      Ja, genau. Man kann sich auch ganz leicht klar...

      Heldentasse bei Der Demografie-Traktor: Immer in Bewegung:

      @Jörg Wellbrock Was in Deutschland passiert, ist der...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype?

    geschrieben am 17. Juni 2010 von Spiegelfechter

    Um in Zeiten der Politiker- und Parteienverdrossenheit erfolgreiches Online-Campaigning machen zu können, braucht man einige Faktoren, die in Deutschland normalerweise nicht gegeben sind: Das Produkt (der Kandidat) sollte von der “Community” nicht all zu eng mit einer der etablierten Parteien verbunden werden. Daher sollte auch die Kampagne als solche sich nicht mit einer Kampagne einer Partei in Verbindung bringen lassen. Wenn dies gegeben ist und man dann auch noch willfährige Massenmedien vorfindet, die ebenso wie arglose Netzbewohner auf den Kampagnenzug aufspringen, ist die Gelegenheit günstig. Yes, we Gauck! Das Netz lässt sich gerne vergauckeln und freut sich bereits über seine vermeintliche Wirkmächtigkeit, denn “wir werden gehört”. Fragt sich nur, wer “wir” ist.

    Go for Gauck!

    BILD, SPIEGEL und ZEIT haben ein Phänomen ausgemacht. “Go for Gauck“, das Netz, so wollen es die Qualitätsjournalisten wissen, schwärmt für Joachim Gauck. Anscheinend leben wir in getrennten Netzen, mir ist selbst bei umfassenden Bloglese kein besonderer Gauck-Hype aufgefallen. Aber ich bin ja auch kein Qualitätsjournalist. Ein breites Medienbündnis von taz bis BILD liebt den “besseren Präsidenten” (SPIEGEL) und will, dass auch das Netz Joachim Gauck lieb hat. Wer aber akribisch nach Quellen sucht, um einen Artikel über den “Gauck-Hype” im Netz zu schreiben, wird sie auch finden. Und wer weiß? Vielleicht setzt dies ja eine selbsterfüllende Prophezeiung in Gang?

    Den Stein ins Rollen brachte offenbar der Unternehmensberater und “Beinahe-Europaabgeordnete” der FDP Christoph Giesa. Der ehemalige Vorsitzende der Jungen Liberalen in Rheinland-Pfalz gründete kurz nach der Rücktrittsankündigung Horst Köhlers eine Facebook-Gruppe namens “Joachim Gauck als Bundespräsident”. Mit dieser Idee war Giesa nicht alleine, auch der Urenkel des letzten deutschen Kaisers sammelt auf Facebook Gauck-Sympathisanten. Giesa scheint allerdings besser vernetzt zu sein und sammelte binnen weniger Wochen immerhin über 10.000 Klickaktivisten.

    Facebook-Klickaktivismus

    Online-Aktivismus ist glücklicherweise denkbar unkompliziert – man muss nur einmal die Maustaste betätigen und schon ist man echter Aktivist. 10.000 Facebook-Aktivisten sind zwar schon eine kleinere Hausnummer, im Vergleich zu den Leserzahlen von “gauckkritischen” Blogs wie f!xmbr oder dem Spiegelfechter sind sie jedoch überschaubar. Aber warum sollte man sich mit derlei Marginalien abgeben, wenn man einen Artikel über den so nicht vorhandenen “Gauck-Hype” im Netz zu schreiben hat. Die Kollegen schrieben, schwärmten und lieferten damit natürlich erstklassige Werbung für die Facebook-Aktivisten. Mittlerweile tummeln sich dort bereits 31.000 Gauck-Fans, was im Vergleich zu den Leserzahlern “gauckkritischer” Blogs zwar immer noch überschaubar ist, aber zumindest als Steilvorlage für weitere Artikel benutzt werden kann.

    Denn, so wollen es SPIEGEL, BILD und Co., der “Gauck-Hype” geht ja weit über Facebook hinaus. Ist dem so? Es gibt zwar auch weitere Pro-Gauck-Seiten im Netz, die auf so aussagekräftigen Domains wie wir-fuer-gauck.de, go-for-gauck.de oder mein-praesident.de laufen und sogar eine innovative Einbindung sozialer Netzwerke ermöglichen. Das Problem dieser Seiten ist jedoch, dass sie nicht unbedingt ins Bild der spontanen Graswurzelbewegung passen, die die Herren und Damen Qualitätsjournalisten ausgemacht haben wollen.

    So viele Zufälle

    Die Seite wir-fuer-gauck.de wird von einem gewissen Nico Lumma betrieben. Lumma arbeitet als “Director Social Media” für die bekannte Werbeagentur Scholz & Friends, die Netzaktivisten eigentlich schon wegen ihrer regelmäßigen Arbeit für das Netz-Enfant-terrible “Zensursula” ein Dorn im Auge sein sollte. Lumma ist allerdings nicht nur Werber, er sitzt auch im “Gesprächskreis Netzpolitik des SPD-Parteivorstands”. Zufälle gibt es! Natürlich ist es möglich, das Nico Lumma als echter Citoyen vom Gauck-Fieber überwältigt wurde und seine Kompetenzen vollkommen selbst- und parteilos einbringt. Aber wer glaubt schon an so viele Zufälle? Seltsam nur, dass unter den Erstzeichnern seiner Unterschriftenliste auffällig viele SPD-Politiker sind. Wer gut vernetzt ist, hat jedoch auch im Netz Erfolg. Nachdem der SPIEGEL über die Unterschriftenliste Lummas berichtete, wuchs diese sprunghaft von 1.300 auf momentan “sensationelle” 8.767. Sogar eine Unterschriftensammlung zur Rettung des Karstadt-Warenhauses in der Altstadt von Goslar hatte im letzten Jahr mehr Stimmen sammeln können.

    Zum “Gesprächskreis Netzpolitik des SPD-Parteivorstands” gehört auch Mathias Richel. Richel ist Betreiber der Seite mein-praesident.de. Bis vor kurzem war Richel Angstellter der Agentur “Butter”, die im Willy-Brandt-Haus ein- und ausgeht. Für den Kunden SPD hat Richel unter anderem in leitender Funktion im letzten Jahr den SPD-Bundestagswahlkampf, den SPD-Europawahlkampf und den Wahlkampf für die Landtagswahlen in Thüringen und Sachsen betreut. Richel wurde auch in der SPD-Wahlkampfzentrale “Nordkurve”, dem Nachfolger der berühmt-berüchtigten Kampa eingesetzt. Zufälle gibt es! Natürlich kann es auch sein, dass Richel sich spontan in den Präsidentschaftskandidaten der SPD verliebt hat und sein Netz- und Twitter-Engagement vollkommen selbst- und parteilos betreibt. Aber wer glaubt schon an so viele Zufälle?

    Ein eher kleines Licht im PR- und Werber-Jungle ist hingegen Stefanie Schmidt. Schmidt leitet die Werbeagentur Soundsites und betreibt die Seite go-for-gauck.de. Beruflich ist Frau Schmidt unter anderem mit der Realisierung des Internetauftritts einiger SPD-Politiker beschäftigt und im SPD-Netzwerk meinespd.net ist sie Mitgründerin der Gruppe “Joachim Gauck als Bundespräsident”. Zufälle gibt es! Natürlich kann es auch sein, dass Frau Schmidt ihr Pro-Gauck-Engagement völlig spontan und ohne jegliche parteipolitische Präferenz betreibt. Aber wer glaubt schon an so viele Zufälle?

    Da gucken wir doch lieber ganz angestrengt weg

    All diese Hintergründe sind für jeden Journalisten innerhalb weniger Stunden im Netz recherchierbar. Warum berichten die lieben Kollegen nicht über die – sagen wir es freundlich – ungewöhnliche Nähe der Gauck-Fans zur Parteizentrale der SPD? Hat der Leser denn kein Recht zu erfahren, wer hinter dem Gauck-Hype steckt? Wem ist damit geholfen, wenn die Massenmedien den Eindruck erwecken, “das Netz” stünde geschlossen hinter Gauck? Ein Großteil der Journalisten will – aus welchen Grund auch immer – Joachim Gauck in einem besseren Licht darstellen, als es ihm gebührt. Das ist Kampagnenjournalismus, der sich nahtlos in die auch ansonsten sehr einseitige Pro-Gauck-Kampagne der großen Zeitungen einreiht.

    Online-Hype wird zur Offline-Blamage

    Dass Online- und Offlinewahlkampf zwei verschiedene Dinge sind, mussten jedoch auch die wenigen “echten” Gauck-Fans feststellen. Der FDP-Mann Christoph Giesa wollte den “Online-Hype” auf die Strasse bringen und am letzten Montag in Berlin eine “Großdemonstration” veranstalten. Giesa sprach in diesem Zusammenhang von “Montagsdemonstrationen” und sein Netzwerk will auch heute am 17. Juni auf die Strasse gehen und ruft zu “bundesweiten Demonstrationen” auf, da sich an diesem Datum “schon einmal das Volk gegen die Arroganz der Herrschenden” erhoben habe. Diese doch recht drollige Relativierung der “DDR-Diktatur” sollte eigentlich den Kandidaten Gauck auf den Plan rufen. Als Sozialverbände ihre Demonstrationen gegen Hartz-IV “Montagsdemos” nannten, schäumte der Herr der Akten vor Wut und nannte dies “töricht und geschichtsvergessen”. Gilt dies dann auch für Giesa und seine Freunde? Aber man sollte aus einer Mücke auch keinen Elefanten machen, schließlich konnte Giesas “Großdemonstration” gerade einmal 30 Aktivisten auf die Strasse bringen, die immerhin einer fast gleich großen Schar von Journalisten in die Mikrophone diktieren durften, warum das Netz in einen derartigen Gauck-Hype verfallen ist. Vielleicht sollte Giesa einmal im Willy-Brandt-Haus anrufen, dort verfügt man schließlich über die “50-Cent-Army” der Jusos, die jede noch so schlecht besuchte Demonstration personell verstärken kann.

    Jedenfalls sollte man der SPD Respekt zollen. Sie hat es geschafft, das Medium Internet direkt und indirekt für einen Wahlkampf einzuspannen: Das ist eine Novität in Deutschland. Es muss allerdings auch die Frage gestattet sein, ob diese Online-Kampagne auch ein derartiges mediales Echo bekommen hätte, wenn ihre Ziele sich nicht zufälligerweise mit der Agenda der Leitmedien so hervorragend ergänzen würden. Vielleicht kann “das Netz” ja mal eine SPD-Kampagne für die Einführung des Mindestlohns starten. Dann schauen wir mal, ob SPIEGEL, BILD und Co. auch dann derart wohlwollend berichten.

    Jens Berger

    Teilen:

    • E-Mail
    • Facebook
    • Google +1
    • Twitter
    Print This Post
    Tags: Blogs Bundespräsident Deutschland Kampagnenjournalismus Medien
    flattr this!

    Trackbacks:

    1. Das mit dem Gauck-Hype » F!XMBR
    2. Tweets that mention Neu auf dem SF: Gauck-Hype? Welcher Gauck-Hype? — Topsy.com
    3. ?ª]V[ªX » Links 2010-06-17
    4. Noch mehr Lügen.. ehm.. Zufälle
    5. „Astroturfing“ « GrasWurzel-Blog
    6. Netz vergauckelt (mit Nachträgen) – Mutantenstadl
    7. Blogschau: Mein Gauck, Dein Gauck? Yes, we Gauck!
    8. Protokoll vom 19. Juni 2010beiTrackback
    9. TRB 184 Zoe.Leela, Gauck-Hype?, Futurezone, OhrenblickebeiTrackback
    10. Das Wort zum Sonntag ? Folge 7 | Mathias Richel
    11. 21.06.10 « montag’s auf ’s coloRadio’s
    12. Folge 7 | Das Wort zum Sonntag
    13. Freiheit ? Verantwortung ? Gemeinsinn » Kanten, Ecken, Mann, Werte, Politikern, Fxmbr » QuerBlog.de
    14. Online nach Bellevue? « Internet und Politik
    15. Kill More People » Lasst euch nicht verGAUCKeln!
    16. Gedankenblasen » Blog Archiv » Die Kopflosigkeit hat ein Ende
    17. Anonymous
    18. Ausgegrinst, ausgeflaggt und politikverdrossen « Die Linke in der Nordstadt (Braunschweig)

    153 Kommentare:

    1. Chris schrieb am 17. Juni 2010 um 14:35 - Permalink

      Danke Jens. Als ich gestern Abend von der Tausend-Mann-Demo gehört habe, bei der sich 30 Leute fast einer gleichen Anzahl von Journalisten gegenübersah, musste ich schon laut lachen. Dieses Lachen setzt sich heute fort… :)

    2. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 14:38 - Permalink

      @Chris

      Das ging mir auch so ;-)

      Ich wollte zuerst auch gar nicht glauben, dass man den “Gauck-Hype” mit ein paar Google-Abfragen ad absurdum führen kann.

    3. robert schrieb am 17. Juni 2010 um 14:57 - Permalink

      jaja der werte herr gauck. ich finde den mann ja von anfang an suspekt (den wulff sowieso) dass der ganze “hype” auch noch eine inszenierung war, hätte man von anfang an wissen müssen. journalisten wollen sowas in der heutigen zeit aber nicht mehr wissen (bzw. blenden es bewusst aus), denn allein die story zählt. dabei spielt es keine rolle, ob man da ein paar pr strategen auf den leim geht oder nicht.

    4. Chris schrieb am 17. Juni 2010 um 14:57 - Permalink

      Ich bin echt froß, dass dieser Spuk schnell wieder vorbei ist. Am 30. Juni werden sich einige Damen und Herren die Wunden lecken, aufschreien, die Politik hätte sich über die Menschen hinweggesetzt -naja, business as usual. Irgendwann wird der eine oder andere dann merken, dass er für den Wahlkampf einer Partei eingespannt wurde.

      Dieses Mal ist aber echt witzig: 4 Comicfiguren versuchen, Bundespräsident zu werden. Da ist der eine seltsamer als der andere. Man mag es kaum glauben, wenn man mal ein wenig gräbt.

      - Die Koalition nominiert einen Pro-Christ-Depp.
      - Die Opposition eine Type, die aus dem FDP-Parteiprogramm gefallen ist.
      - Die Linke entblödet sich mal wieder völlig selbst.
      - Der Barde der NPD – was soll man über so einen Depp schreiben.

      Fazit: Die FDP wird noch zur neuen Volkspartei mit den Online-Unterstützern… ;-)

    5. Beate schrieb am 17. Juni 2010 um 15:03 - Permalink

      Kummer macht mir, dass es in der SPD offenbar inhaltlich keine Änderung der Positionen zu Sozialstaat, Wirtschafts- und Finanzpolitik gegeben hat.
      Anders kann ich mir den Kandidaten Gauch nicht erklären.
      Welches Gewerkschaftsmitglied das zur Bundesversammlung gehört will Gauck wählen?

      Das wäre doch selbstschädigend.

    6. Mathias Richel schrieb am 17. Juni 2010 um 15:07 - Permalink

      Hallo Jens,

      all deine Informationen über mich sind nicht neu, schon immer einsehbar gewesen, nicht verheimlicht und vor allem im gleichen Zusammenhang schon thematisiert worden: http://www.thueringerblogzentrale.de/2010/06/08/blogger-begeisterung-fur-gauck-von-spd-bezahlt/

      Und auch wenn man es sich schwer vorstellen mag: Ja, ich mache das alles aus freien Stücken, unbezahlt und aus reinem Enthusiasmus. Denn, neben all den beruflichen Überschneidungen mit der SPD, bin ich auch seit meinem 16. Lebensjahr Mitglied dieser Partei.

      Um das Bild vollends abzurunden: Seit Anfang Juni arbeite ich für Ressourcenmangel. Diese Agentur hat zusammen mit Zum Goldenen Hirschen im Wahljahr 09 die Bündnis90/Grünen betreut.

      Toll hätte ich gefunden, wenn du vorher einfach versucht hättest, mich zu kontaktieren und mal nachzufragen, wie sich das denn alles so verhält, statt nur mein Xing-Profil zu besuchen.
      Das hat der Autor der Blogzentrale ja auch geschafft.

      Mit besten Grüßen
      Mathias

    7. André schrieb am 17. Juni 2010 um 15:09 - Permalink

      …und doch läuft inzwischen vieles auf Wulff hinaus. Die, warum auch immer, nach der Wende hochgespülte Dagmar Schipanski (natürlich, so wie Gauck, ein Profiteurin des alten Systems) aus Thüringen hat vor einigen Tagen noch öffentlich für Gauck getrommelt. Pech, denn nun darf sie nicht am 30.6. als “Wahlfrau” mit nach Berlin fahren. Und sie war sich schon sicher, daß sie dabeisein wird. Nun war auf der CDU – Liste plötzlich kein Platz mehr für sie.

      Also, ich tippe mal, daß Angela ihren Kandidaten schon durchbringt, Gauck – Hysterie hin oder her.

      Erschreckend ist allerdings, wie die “Einheitspresse” hier kurbelt, um – ja, um was eigentlich? Um letztlich Angela abzusägen? Das klappt dieses Mal noch nicht. Aber wie Menschen sich zunehmend manipulieren lassen, vorgefertigten Meinungen nachlaufen, das läßt schon staunen. Siehe Gauck, siehe Lena (Wer war das noch gleich?), siehe…

    8. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 15:30 - Permalink

      @Mathias Richel

      all deine Informationen über mich sind nicht neu, schon immer einsehbar gewesen

      Natürlich nicht. Der Artikel ist ja auch nicht gegen Dich oder die anderen Aktivisten gerichtet (ihr mach ja einen guten “Job”), sondern gegen die Faulheit der lieben Kollegen, die es offensichtlich nicht für nötig halten, diese “immer schon einsehbaren Informationen” ihren Lesern mitzuteilen.

      Und auch wenn man es sich schwer vorstellen mag: Ja, ich mache das alles aus freien Stücken, unbezahlt und aus reinem Enthusiasmus.

      Natürlich ;-)

      Als Werber ein erfolgreichen Social-Media-Campaigning-Modell umgesetzt zu haben, schadet ja auch nicht unbedingt im Lebenslauf.

      Um das Bild vollends abzurunden: Seit Anfang Juni arbeite ich für Ressourcenmangel. Diese Agentur hat zusammen mit Zum Goldenen Hirschen im Wahljahr 09 die Bündnis90/Grünen betreut.

      Ist mir bekannt.

      Toll hätte ich gefunden, wenn du vorher einfach versucht hättest, mich zu kontaktieren und mal nachzufragen, wie sich das denn alles so verhält, statt nur mein Xing-Profil zu besuchen.

      Auch wir armen freien Journalisten haben Zeitnot und ich sah eigentlich auch keine Informationsdefizite oder klärungswürdige Punkte, zumal die Kollegen …

      Das hat der Autor der Blogzentrale ja auch geschafft.

      … von der Blogzentrale Dein Statement schon eingeholt hatten und ich es ja auch “behutsam” habe einfließen lassen. Der Artikel der Blogzentrale ist übrigens auch im Artikel verlinkt.

      Mit besten Grüßen
      Jens

    9. Meerbuscher schrieb am 17. Juni 2010 um 15:32 - Permalink

      Es stinkt …

      Spätestens seit der unsäglichen “Bürgerinitiative” wwx.wortbruch.info (nä, dat Gesoiche valink ich nich auch noch) in Hessen, sind mir all diese “Initiativen” und selbsternannten Netzvolksbefreier grundsätzlich mal so ganz pauschal und über einen Kamm gebürstet (“Diese Freiheit nehm ich mir”) mehr als suspekt.

      Die Zugehörigkeit zu PR-Agenturen, Parteien und deren Umfeld stinkt aus diesen Seiten meist zum Himmel – aber ne klar, das sind alles völlig private Initiativen, … ne … ganz ehrlich jetzt … völlig uneigennützig. Ischwöre!

      Und dann diese elende Verwurstung dieser “Ich kann es nicht mehr hören-Slogans”, die inzwischen 98257 mal durch den Fleischwolf gedreht, gefressen und wieder ausgekotzt wurden: “Wir sind … “, “Yes we … “, “Du bist …” und jetzt auch noch “Go for …” – es reicht.

      Also trotz des eindeutig für jeden kritischen Netzleser wahrnehmbaren Stallgeruchs, danke an Jens für diese aufschlussreiche Darstellung.

    10. Bonsaibäumchen schrieb am 17. Juni 2010 um 15:51 - Permalink

      Wenn sich jemand die mühe machen würde eine Seite aufzuziehen die für jeden Objektiv alle Informationen über die Kandidaten zusammenfasst. Und dort die Möglichkeit bieten würde für jeden Kandidaten mit Ja/Nein zu stimmen dann wäre das mal was.
      Diese ganzen StudiVZ/Facebook/Twitter gruppen bringen doch nix, da melden sich dann die an die dafür sind und alle die dagegen sind oder denen das am Hintern vorbeigeht schauen sich das an und wundern sich das in den Medien davon gesprochen wid das Netz sei für XY.

      schöne Grüsse,
      Bonsaibäumchen

    11. Valentin schrieb am 17. Juni 2010 um 16:03 - Permalink

      Es ist schon interessant, wie man aus Fakten Geschichten stricken kann, wenn man in die falsche Richtung läuft oder laufen will. Die Nominierung Gaucks ist ein Zwitter. Zum einen ein wirklich genialer, strategischer Schachzug von Rot-Grün, zum anderen aber ein Volltreffer in die Wunschkiste vieler Bürger.

      Davor kann ich nur meinen Hut ziehen.

      Dass dann ein paar Social-Media- und Online-Enthusiasten versuchen, das Momentum ein aufzunehmen und ein bisschen zu beschleunigen ist prima. Motive gibt es dafür viele: Parteizugehörigkeit, Interesse an Gauck, professionelle Fingerübungen, private Fingerübungen – daraus aber einen bezahlten Masterplan ableiten zu wollen, das sich dann aber auch nur zwischen den Zeilen zu trauen, ist schon etwas schräg.

      An dieser Argumentationskette hätten auch viele Verschwörungstheoretiker ihre Freude. Jetzt am besten kurz recherchieren, ach was, ich mache es noch leichter: Ja, ich habe die ein oder andere lose, virtuelle Verbindung zu Leuten, die Gauck-Seiten bauen oder gebaut haben. Und? Ich habe auch zahlreiche Verbindungen zu Menschen, die sich in Hamburger gegen eine Erhöhung der Kita-Gebühren gestellt haben. Sicher auch viele SPD-Wähler darunter :-)

      Im Ernst, ich kann es ja verstehen, in diese Richtung zu laufen und an große Strategien zu glauben. Meine Erfahrung im Job zeigt mir aber eher, dass wir schon ein ganzes Stück weiter wären (“Wir” jetzt als Menschen, die in ihrem Beruf mit strategischer Kommunikation zu tun haben), wenn das alles einer strategischen Kladde entsprungen wäre…

    12. Fian schrieb am 17. Juni 2010 um 16:10 - Permalink

      @SF: Guter Artikel! Was man ohne dich alles nicht mitbekommen würde…!

    13. Mathias Richel schrieb am 17. Juni 2010 um 16:11 - Permalink

      @Jens

      Ich kann dir leider nicht sagen, warum die Journalisten das nicht schreiben, mit mir hat jedenfalls bis heute niemand gesprochen. Aber wenn sie mich fragen sollten, was die SPD mit dieser Seite zu tun hat, sage ich ihnen: “Gar nichts.” Deshalb sieht sie übrigens unter anderem auch so aus, wie sie aussieht. :)

    14. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 16:18 - Permalink

      @Valentin

      Es ist schon interessant, wie man aus Fakten Geschichten stricken kann, wenn man in die falsche Richtung läuft oder laufen will.

      Nicht wahr ;-)

      Die Nominierung Gaucks ist ein Zwitter. Zum einen ein wirklich genialer, strategischer Schachzug von Rot-Grün, zum anderen aber ein Volltreffer in die Wunschkiste vieler Bürger.

      Nein, die Nominierung ist kaum mehr als nackte Parteipolitik, die aber auch so gar nichts mit der “Wunschkiste” der Bürger zu tun hat. Gauck ist ein bürgerlicher Kandidat, ein Kandidat, der eigentlich Kandidat von Schwarz-Gelb hätte werden müssen. Was hat er denn mit der SPD gemeinsam? Seine Verteidigung der Märkte? Seine Ablehnung zu rot-rot-grünen Bündnissen? Seine Begeisterung für die Agenda 2010? Natürlich ist es eine parteipolitisches Bravourstück einen schwarz-gelben Kandidaten als rot-grünen zu nominieren, zumal Wulff eine denkbar schlecht Wahl der Regierung ist.

      Warum hat Rot-Grün denn nun Herrn Gauck nominiert? Weil er so schön in die rot-grüne Politik-Agenda passt, oder weil er ein größtmöglicher Spaltfaktor für Schwarz-Gelb ist? Das ist ein parteipolitisches Ränkespiel – nichts weiter.

      Dass dann ein paar Social-Media- und Online-Enthusiasten versuchen, das Momentum ein aufzunehmen und ein bisschen zu beschleunigen ist prima.

      Welches Momentum denn? Sprichst Du von der öffentlichen oder der veröffentlichten Meinung? Wie sähe die öffentliche Meinung denn aus, wenn die Medien Wulff promotet hätten?

      Motive gibt es dafür viele: Parteizugehörigkeit, Interesse an Gauck, professionelle Fingerübungen, private Fingerübungen ? daraus aber einen bezahlten Masterplan ableiten zu wollen, das sich dann aber auch nur zwischen den Zeilen zu trauen, ist schon etwas schräg.

      Genau aus diesem Grund vermeide ich diesen Schluss auch.

      Im Ernst, ich kann es ja verstehen, in diese Richtung zu laufen und an große Strategien zu glauben. Meine Erfahrung im Job zeigt mir aber eher, dass wir schon ein ganzes Stück weiter wären (?Wir? jetzt als Menschen, die in ihrem Beruf mit strategischer Kommunikation zu tun haben), wenn das alles einer strategischen Kladde entsprungen wäre?

      Woraus ziehst Du den Schluss, ich würde dies als “Strategie” ansehen?

    15. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 16:23 - Permalink

      @Mathias Richel

      Ich kann dir leider nicht sagen, warum die Journalisten das nicht schreiben, mit mir hat jedenfalls bis heute niemand gesprochen

      Das glaube ich Dir sofort, ich kenne doch die lieben Kollegen. Nachgehakt wird immer nur dann, wenn die Story nicht in die Agenda passt. Aber ich bin da ja nicht anders ;-)

      Aber wenn sie mich fragen sollten, was die SPD mit dieser Seite zu tun hat, sage ich ihnen: ?Gar nichts.? Deshalb sieht sie übrigens unter anderem auch so aus, wie sie aussieht. :)

      Das glaube ich gerne. Aber ich muss einem Profi-Werber wohl nicht sagen, dass eine “PR 2.0-Kampagne” selbstverständlich nicht das CD des “Auftraggebers” nutzen sollte ;-) Damit habe ich nicht gesagt, dass es sich in diesem Fall auch tatsächlich so verhält.

    16. Grummel schrieb am 17. Juni 2010 um 16:26 - Permalink

      Moin Herr Doctor Spin,
      ich finde es sehr interessant wie sich jetzt und hier gewisse Persönlichkeiten zu Wort melden.
      Wie “freien Stücke”, “Enthusiasmus”, “vieler Bürger” und “Verschwörungstheorie” in den Raum gestellt werden…. eine kritische Sicht der Dinge ist erwartungsgemäß nicht Teil dieser Realität.

      Sehr lehrreich wie ich finde.

      Vielen Dank an Jens von meiner Seite, ich lese hier schon lange und sehr gerne.

      Grüßle, Grummel

    17. Mathias Richel schrieb am 17. Juni 2010 um 16:27 - Permalink

      @Jens

      Ich als Profi-Werber würde hingegen jedem Kunden sagen, das eine “PR2.0-Kampagne” exakt das CD des Auftraggebers haben sollte.

    18. Valentin schrieb am 17. Juni 2010 um 16:31 - Permalink

      @Jens

      Entschuldige, wenn ich dich in diesem Punkte falsch verstanden habe, aber: Dein Text suggeriert mir, dass du eine Strategie, eine Kraft hinter dem Sichtbaren siehst. Wenn das nicht so gemeint ist, habe ich es einfach falsch verstanden.

      Zum Zwitter: Mit der Wunschkiste meine ich nicht nur Gauck als Person, sondern den Unmut über die Nominierung von Wulff. Ich recherchiere nicht zu dem Thema, also kann ich als Anhaltspunkt nur mein weiteres Umfeld heranziehen. Und da: Ob beim Mittagessen, in Kundenkantinen, bei grüneren, sozialeren, gelberen, schwärzeren, habe ich von Tag 1 viel Sympathie für Gauck erlebt. Ebenso habe ich erlebt, wie genervt Leute sich vom Gebaren der Regierung zeigen. Es ist ja nun nicht alles nur Herbeigeschrieben. Der Boden muss ja schon da sein, damit so eine Saat aufgehen kann.

      Ich bin aber auch Realist. Da hat Gauck nun mal fast keine Chance.

      Aber wie gesagt: Das Momentum habe ich im Privaten erlebt. Kann natürlich an meinem Umfeld liegen, aber dort kamen die Artikel nach und nicht vor der Begeisterung für Gauck.

      Während ich diesen Kommentar schreibe, sehe ich weitere Kommentare eintrudeln und, @Grummel, zeigt mir mal wieder, warum ich in letzter Zeit so selten mitdiskutiere. Es geht nicht um die Sache, nicht um einen Dialog, sondern um was weiß ich. Schade.

    19. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 16:32 - Permalink

      @Mathias

      Auch wenn sie in Form von Astroturfing daherkommen soll?

    20. Mathias Richel schrieb am 17. Juni 2010 um 16:39 - Permalink

      @Jens Es gab noch nie einen plausiblen Grund, den von mir betreuten Kunden so etwas vorzuschlagen. Und funktioniert übrigens, auch wegen Menschen wie dir, nur sehr bedingt, bzw. gar nicht. Für Astroturfing sind in diesen Fall auch alle von dir erwähnten Personen zu “gläsern”, zu öffentlich und ihre politische Orientierung bekannt.

      Tschüss,
      Mathias

    21. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 16:46 - Permalink

      @Valentin

      Zum Zwitter: Mit der Wunschkiste meine ich nicht nur Gauck als Person, sondern den Unmut über die Nominierung von Wulff. Ich recherchiere nicht zu dem Thema, also kann ich als Anhaltspunkt nur mein weiteres Umfeld heranziehen. Und da: Ob beim Mittagessen, in Kundenkantinen, bei grüneren, sozialeren, gelberen, schwärzeren, habe ich von Tag 1 viel Sympathie für Gauck erlebt.

      Oh ja! Zweifelsohne! Die Frage ist allerdings, “warum” diese Sympathie empfunden wird. Ich beobachte den politischen Journalismus ja nun schon etwas länger, aber so eine Kampagne ist mir bis dato noch nie untergekommen. Ich halte Wulff auch nicht für einen geeigneten Kandidaten – aber macht das Gauck automatisch zum “Präsidenten der Herzen”? Das Volk ist mit Schwarz-Gelb sehr unzufrieden. Das Volk ist mit der Parteipolitik als solcher sehr unzufrieden, es herrscht eine Politikerverdrossenheit vor. Unter diesen Bedingungen wäre wahrscheinlich jeder “bürgerliche” Kandidat, der nicht direkt mit einer Partei verbunden wird, ein Hoffnungsträger, dem die Sympathie entgegen schlägt, wenn die Medien ihn einhellig als deutschen Obama verkaufen.

      Ich mache ja auch keinen Hehl daraus, dass ich Gauck im Zweifel ebenfalls Wulff vorziehen würde. Ein idealer Kandidat ist er deshalb aber nicht, da er mir keine Antworten für die m.E. drängendsten Probleme der Nation liefert. Wir stecken mitten in einer Finanz- und Wirtschaftskrise und dazu noch in einer Zeit, in der unser Wirtschaftssystem nicht mehr jedem Bürger “Glück” und “Selbstbestimmung” garantieren kann – und es wird sicherlich nicht besser. Auf diese Probleme hat Gauck keine Antwort. Gauck hat auch keine Antwort, auf die Krise der Demokratie, in der sich immer mehr Bürger von den Parteien nicht mehr repräsentiert fühlen. Von einer echten kritischen Positionierung zur Parteiendemokratie, wie sie in den 90ern vom ebenfalls bürgerlichen Weizsäcker zu hören war, höre ich bei Gauck auch nichts. Er ist für mich eine Katze im Sack. die sich bis dato lediglich als bürgerlicher Neoliberaler mit transatlantischen Präferenzen präsentiert hat. Ist das mein Präsident? Nein. Aber es findet ja auch gar keine öffentliche Diskussion um die Inhalte des Kandidaten Gauck statt. Es geht hier nur noch um ein Gesicht und einen Namen – wahrlich kein Höhepunkt des politischen Diskurses.

    22. Grummel schrieb am 17. Juni 2010 um 16:48 - Permalink

      @Grummel, zeigt mir mal wieder, warum ich in letzter Zeit so selten mitdiskutiere. Es geht nicht um die Sache, nicht um einen Dialog, sondern um was weiß ich. Schade.

      Ich führe keinen Dialog, ich bilde mir ein Urteil.
      Sie sehen ja wie es ausgefallen ist.

      Beste Grüße, Grummel

    23. kackklo schrieb am 17. Juni 2010 um 16:49 - Permalink

      @Valentin

      Recherchier’ lieber doch mal zum Thema Gauck:

      gespalten statt versöhnt

      Dabei ist es erstaunlich, wie eine Partei, deren Ziel der Demokratische Sozialismus ist – die SPD -, nun einen fundamentalen Antisozialisten vorschickt, der Sozialismus nur als Gegensatz zu Demokratie denkt und damit auch künftig jeden dritten oder vierten Weg ausschließt. Er will bewahren, was ist. Zwar hat er als SPD- und Grünen-Kandidat der Selbstcharakterisierung “konservativ” ein “links” beigefügt. Aber das Unchristliche am Casino-Kapitalismus ist ihm bislang so wenig in den Sinn gekommen wie das biblische Zinsverbot. Dass die Schöpfung bedroht sein könnte, ist nicht sein Thema. Unter denen, die Schwerter zu Pflugscharen in Afghanistan forderten, war seine Stimme nicht zu hören.

      Gauck legt noch eins drauf: “Einheimischen wie Vertriebenen galt der Verlust der Heimat als grobes Unrecht, das die Kommunisten noch zementierten, als sie 1950 die Oder-Neiße-Grenze als neue deutsch-polnische Staatsgrenze anerkannten.” Gauck distanziert sich von dieser Haltung nicht. Wegen derartig zwielichtiger Äußerungen kam Erika Steinbach nicht in den Stiftungsrat des Zentrums gegen Vertreibungen. Auf den Antrittsbesuch eines Bundespräsidenten Gauck beim polnischen Nachbarn dürfte man gespannt sein.

    24. Dominik schrieb am 17. Juni 2010 um 16:59 - Permalink

      @Mathias(edit: ich meine kommentar 13… ihr schreibt zuviel in zu kurzer Zeit!)
      Ein guter, kritischer Journalist würde es trotzdem zumindest erwähnen. Ihre Meinung sollten sich die Leser selbst bilden können.
      Versteh mich nicht falsch, auch ich wäre eher für Gauck als den unsäglichen Wulff (ich komme aus Niedersachsen und hasse es schon, hier von ihm vertreten zu werden ;) ),
      aber dieser Möchtegern-Hype kam mir auch von Anfang an suspekt vor. Ich glaube dir sogar, dass du das völlig aus freien Stücken machst. Jeder, der sich etwas umfassender mit der Akte Wulff beschäftigt, würde das wohl tun. Dass du allerdings SPD-naher Werber bist, gibt dem ganzen für mich trotzdem ein “Geschmäckle.” Mir wie gesagt in diesem Fall aber weitestgehend schnuppe.

      Dass du SPDler bist wusste ich übrigens vorher nicht, aber deshalb lese ich, auch als nicht-linker, gerne den Spiegelfechter (und mehr schleim ich gerade mal nicht).

    25. R_Winter schrieb am 17. Juni 2010 um 17:06 - Permalink

      Gauck ist bei der Bevölkerung so beliebt, wie es Köhler war – laut Spiegel, FAZ, Bild usw.
      Diese maßlose Übertreibung und die Strippenzieher sind sehr gut aufgezeigt – danke, Jens.

    26. Ralf schrieb am 17. Juni 2010 um 17:19 - Permalink

      Vielleicht sehe ich das ja zu einfach, aber was ist denn bitte die Stoßrichtung des Artikels? Ganz offensichtlich hält eine breite Fraktion der Medien Gauck, aus welchen Gründen auch immer, für sympathischer und dreht die Artikel entsprechend – na ach was. Das auch die Netzwelt dabei zu instrumentalisieren versucht wird ist ja spätestens seit den letzten BT Wahlen auch nicht neu, ich erinnere ans gegruschelt werden von Frau Merkel oder alberne “Peter findet Siegmar Gabriel gut” adds in diversen communitynetzwerken.

      Trotzdem schreit der Pragmatiker in mir, Gauck sei auf jeden Fall die bessere Alternative als Wulff – wenns die Propagandamaschine also schon vorher gegeben hat, sie dazu auch noch unbeabsichtigt mal sinnvolles leistet will mir die Motivation von SF nicht klar werden..

    27. gerdos schrieb am 17. Juni 2010 um 17:20 - Permalink

      Wenn das im Medienmainstream öffentlich wird, dürfte sich die Avantgarde der Gauck-Jubler wie bepisste Pudel fühlen:

      Aus der Gauckschen Vita von Rayk Wieland:

      Kaschiert hat er etwas anderes, nämlich seine Kontakte zur Staatssicherheit, die sich in dem erwähnten Operativen Vorgang “Larve” niederschlug. Der Kasus, der 1991 ohne größere Beachtung durch die Presse ging, sei hier zur gefälligen Beachtung noch einmal kurz dargestellt.

      1988 informierte Gauck die Staatssicherheit über den Verlauf des Kirchentags in Rostock. Im Gespräch bemerkte er u. a., wie das im folgenden zitierte Protokoll von MfS-Hauptmann Terpe festhält, daß 60 Prozent der Mitarbeiter entlassen werden müßten, damit das MfS, effektiver arbeiten könne, und freute sich über den auf einem “hohen Niveau” geführten Dialog zwischen Marxisten und Christen. Des weiteren äußerte er seine Sorge darüber, daß die “positiven Zielsetzungen, die die sozialistische Gesellschaft in der DDR hat”, nicht erfüllt würden und daß “ein Großteil der DDR-Bürger ein devisenorientiertes Konsumdenken besitzt, das schon seine ideologischen Spuren bei den Menschen hinterlassen” habe. Außerdem fand sich Gauck bereit, “dahingehend wirksam zu werden, die ihm bekannten Übersiedlungsersuchenden durch Gespräche, mehrmalige Gespräche zu beeinflussen, damit sie in der DDR bleiben”. Daraufhin wurde Gauck “gedankt für seine Initiativen, für seine langfristig gute Zusammenarbeit und Durchführung des Kirchentages, ihm wurde auch gedankt für seinen hohen persönlichen Einsatz, und dieser Dank wurde vom Mitarbeiter nicht nur aus persönlichen Gründen vorgebracht, sondern ihm wurde auch deutlich zu verstehen gegeben, daß dieser Dank seitens des MfS an Gauck ergeht”.

      Mehrfach hat Gauck erklärt, daß es über ihn keinen “IM-Vorlauf” gebe (“Die Behauptungen, es gäbe über mich einen IM-Vorlauf, sind unwahr … Ein IM-Vorlauf wurde über mich nie angelegt”, Gegendarstellung im “ND”), sondern lediglich eine “Opferakte” – und mehrfach laviert. Denn die dubiose und rechtsstaatlich nicht eben glorreiche Unterscheidung in Täter- und Opferakten wurde erst durch die Gauck-Behörde, Jo. Gauck himself, eingeführt.

      Alles nachzulesen in “konkret”-online unter “Aus aktuellem Anlass”. …..und ein Geschmäckle bleibt.

    28. Tango Korrupti schrieb am 17. Juni 2010 um 17:39 - Permalink

      Wow. Der beste Artikel bisher. Weltklasse Jens!

      Arbeiten Scholz & Friends nicht mit Diekmann und/oder dem Springerkonzern zusammen?

      Lief das mit dem vermeintlichen Facebook “FAN” Account von Diekmann nicht ähnlich.
      War das wirklich ein “Fan”?
      Oder jemand, der in beruflicher Beziehung zu Diekmann stand/steht?

      Mich würden weiterhin die angeblichen LESER-zuschriften interessieren, in denen sich die angeblich so hart arbeitenden Niedriglöhner über die vermeintlich in der Hängematte liegenden Hartz-4 Empfänger im Zuge der durch Westerwelle angestoßenen “Debatte” echauffierten. Ich habe das Gefühl, dass sich darunter einige gesteuerte “Leser”-zuschriften befanden.

      Jetzt will welt-online anscheinend nach dem Vorbild der Welle gegen Frau Müller-Hohenstein eine online-”Empörungs”-welle gegen Frau Schwan starten:

      welt.de/debatte/kommentare/article8087091/Gesine-Schwan-hat-sich-im-Ton-vergriffen.html

      Wie schult man einen “Yes, we Gauck” medial, um vor allem junge Leute für sich zu gewinnen? (um den Finger zu wickeln?)

      Vielleicht so: http://www.youtube.com/watch?v=YLaBneoXOz4 ?
      Man begrüsst mit “hallo”, der Moderator gibt eine tolle (abgesprochene?) Steilvorlage “Wie ist das, wenn einem plötzlich so die Journalistenherzen zu fliegen?”……….

      Ein anderes Video, in der sich Herr Gauck doch anders zeigt:

      http://www.ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4706470

      Ist das der “Yes, we Gauck”-Sympathieträger?

    29. Tango Korrupti schrieb am 17. Juni 2010 um 17:42 - Permalink

      Ich will Qualitätsmedien und keine Hofberichterstatter.

    30. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 17:45 - Permalink

      @Ralf

      Der Zweck heiligt nun einmal nicht die Mittel – reicht das als “Motivation”?

    31. mspro schrieb am 17. Juni 2010 um 17:50 - Permalink

      Nee, is klar. Die bösen Kampagnenmedien machen sich das Netz, so wie es ihnen gefällt und fallen auf die ganzen gefakten SPD-Sachen rein. Im Gegensatz natürlich zum Spiegelgefechter. Der bestreitet, dass es eine Netzkampagne für Gauck gibt und hat vermutlich einfach übersehen, dass es auch mygauck gibt, dass vom dem Parteilosen Thomas Pfeiffer gemacht wird, dass Felix Schwenzel ein Parteiloser ist, der als erstes im Netz für Gauck Stimmung machte, dass es ein CDUler ist, der deutschland-fuer-gauck.de in’s Leben rief und irgendwelche Muttis für Gauck in’s Mikro singen (http://yuccatree.de/2010/06/neues-viral-gauck-oh-gauck/). Das alles passt nur zufällig nicht in den Ton des Artikels rein und wurde nur zufällifg nicht erwähnt? Soso.

      Zugegeben: Es existiert eine Kampagne der Massenmedien (das sage ich auch schon länger) und natürlich hast du recht damit, dass sie die SPD nähe einiger der Beteiligten hätten nennen sollen. Aber Du selbst arbeitest anscheinend genau so, wie du es den Medien vorwirfst: du nimmst nur Beispiele, die dir in den Kram passen, alles andere wird unter den Tisch fallen gelassen.

      Hey, no offense. So funktioniert Meinungsbildung im großen und im kleinen. Selektive Wahrnehmung roulz! Aber vielleicht sollte man sich dann nicht allzu pathetisch auf die vermeintlich integere Brust schlagen. Ein bisschen mehr selbstkritische Reflektion täte dem Spiegelfechter gut. Dann kommt vielleicht auch nicht so eine in Text gegossene Hybris bei heraus wie: “10.000 Facebook-Aktivisten sind zwar schon eine kleinere Hausnummer, im Vergleich zu den Leserzahlen von ?gauckkritischen? Blogs wie f!xmbr oder dem Spiegelfechter sind sie jedoch überschaubar.”

    32. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 18:12 - Permalink

      @mspro

      Nee, is klar. Die bösen Kampagnenmedien machen sich das Netz, so wie es ihnen gefällt

      Nö, dass macht “das Netz” schon selbst ;-)

      Der bestreitet, dass es eine Netzkampagne für Gauck gibt und hat vermutlich einfach übersehen, dass es auch mygauck gibt,

      Ja, das ist natürlich schick – erinnert an die grün angemalten “Iran-Soli” Avatare. Wo sind die eigentlich geblieben? Hand aufs Hertz: Hat das wirklich was mit Politik zu tun?

      und irgendwelche Muttis für Gauck in?s Mikro singen (http://yuccatree.de/2010/06/neues-viral-gauck-oh-gauck/).

      Das überzeugt mich natürlich und wirkt auch so rrrrrichtig authentisch und so wunderbar argumentationsgeladen. Ist das “das Netz”? Wenn dem so ist, bin ich wohl kein Teil davon ;-)

      Zugegeben: Es existiert eine Kampagne der Massenmedien (das sage ich auch schon länger) und natürlich hast du recht damit, dass sie die SPD nähe einiger der Beteiligten hätten nennen sollen. Aber Du selbst arbeitest anscheinend genau so, wie du es den Medien vorwirfst: du nimmst nur Beispiele, die dir in den Kram passen, alles andere wird unter den Tisch fallen gelassen.

      Ja und nein – ich wäge nach Bedeutung ab, sonst hätte ich kaum etwas über Giesa geschrieben, der ja nun so gar nichts mit der SPD zu tun hat. Ich kann aber doch nicht auf jede Twitter-Spielerei oder jede Selbstvermarktungsmaßnahme im Netz eingehen. Oder doch?

      Hey, no offense. So funktioniert Meinungsbildung im großen und im kleinen. Selektive Wahrnehmung roulz! Aber vielleicht sollte man sich dann nicht allzu pathetisch auf die vermeintlich integere Brust schlagen.

      Tue ich das?

      Ein bisschen mehr selbstkritische Reflektion täte dem Spiegelfechter gut. Dann kommt vielleicht auch nicht so eine in Text gegossene Hybris bei heraus wie: ?10.000 Facebook-Aktivisten sind zwar schon eine kleinere Hausnummer, im Vergleich zu den Leserzahlen von ?gauckkritischen? Blogs wie f!xmbr oder dem Spiegelfechter sind sie jedoch überschaubar.?

      Das mag “arrogant” klingen, ist für mich aber ein integraler Bestandteil der Berichterstattung über das Netz. Und ich bin da ja selbst ein kleines Licht. Mir wird immer schlecht, wenn ich die ganzen Jubelarien auf “das Netz” höre. Hey, was ist denn “das Netz”? Die meist gelesenen “echten” Web 2.0-Seiten im deutschsprachigen Bereich sind m.W. PI und die VTler von Schall und Rauch. Das Netz ist nun einmal ein Spiegel der Gesellschaft und nicht “besser” oder “schlechter”. Ich kriege aber wirklich Stehhaare, wenn irgendein dahergelaufener Superjournalist aus 10.000 Facebook-Klickheinis “das Netz” macht. Ich hoffe, zumindest diesen Punkt kannst Du verstehen.

    33. mspro schrieb am 17. Juni 2010 um 18:18 - Permalink

      Klar, “das Netz” gibt es nicht. Ein “gutes” Netz noch weniger als ein “schlechtes” Netz. Da sind wir uns einig. Und man kann auch von den verschiedenen Gauck-Kampagnen halten was man will. Abstreiten, dass es sie gibt, kann man nicht. Wenn man es doch tut, sollte man etwas gründlicher sein.

      Ich persönlich verweigere mich da ja auch, obwohl ich im Zweifelsfall schon eher für Gauck als für Wulff wäre. Aber hey, jeder wie er will.

    34. Spiegelfechter schrieb am 17. Juni 2010 um 18:25 - Permalink

      @mspro

      Und man kann auch von den verschiedenen Gauck-Kampagnen halten was man will. Abstreiten, dass es sie gibt, kann man nicht. Wenn man es doch tut, sollte man etwas gründlicher sein.

      Auch wenn ich die “kleineren” Nebenkampagnen nicht aufzähle, streite ich nicht ab, dass es sie gibt. Im Artikel streite ich aber sehr wohl ab, dass es einen Gauck-Hype im Netz gäbe. Zu einem “Hype” gehört für mich schon einiges mehr. #Zensursula erfüllt für mich diese Kategorie – aber das war es dann auch.

      Ich persönlich verweigere mich da ja auch, obwohl ich im Zweifelsfall schon eher für Gauck als für Wulff wäre. Aber hey, jeder wie er will.

      Eben – ich bin ja im Zweifel auch eher für Gauck als für Wulff.

      Der Artikel ist auch weniger über “das Netz” als mehr über die Berichterstattung über “das Netz”. Und hier ist m.E. durchaus Kritik angebracht.

    35. wii1and schrieb am 17. Juni 2010 um 18:25 - Permalink

      Auf Youtube geht die Kampagne weiter, diemal mit einem Lena-Satellite-Cover: Gauck o Gauck

    36. Tango Korrupti schrieb am 17. Juni 2010 um 18:47 - Permalink

      Lief das mit dem vermeintlichen Facebook ?FAN? Account von Diekmann nicht ähnlich

      Fehlt ein Fragezeichen.

      Lief das mit dem vermeintlichen Facebook ?FAN? Account von Diekmann nicht ähnlich?

      Wissen tu ich es ja leider nicht.

      Ich befürchte, dass auch dieser Absatz ein wenig missverständlich formuliert sein könnte:

      Jetzt will welt-online anscheinend nach dem Vorbild der Welle gegen Frau Müller-Hohenstein eine online-?Empörungs?-welle gegen Frau Schwan starten:

      In unmissverständlicherer Weise:
      Ich könnte mir vorstellen, dass welt oder welt-online versuchte, eine Empörungswelle gegen Frau Schwan zu starten, von der man sich vielleicht wünschte, dass sie ähnliche Formen annähme wie die Welle gegen Frau Müller-Hohenstein.

      ———————————

      ardmediathek.de/ard/servlet/content/3517136?documentId=4706470

      Ich finde, dass “Yes, we Gauck” die Tasse so richtig sympathisch wegstösst.

      spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,700809,00.html

      Oh, wie peinlich für unseren

      Unternehmensberater in Jeans und Karopullover.

      Selbst bei den Geburtstagspartys meiner Schwester tauchen mehr als 30 Leute auf.
      Und meine Schwester ist nicht gerade ein Sympathieträger. Ganz im Gegenteil.
      Meine Schwester hat übrigens auch jede Menge Facebook-Freunde. Darauf ist sie mächtig stolz. Mindestens doppelt so viele Freunde wie ich im realen Leben, sagt sie immer.

      Erhoffen sich eigentlich Personen wie Christoph Giesa einen Karrieresprung, wenn sie so viel Zuneigung für “Yes, we Gauck” (empfinden?) zeigen?
      Was könnten die Gründe sein, warum sich der (erfolgreiche?) Unternehmensberater Christoph Giesa dadurch einen Karrieresprung erhoffen könnte? (ob er sich dadurch tatsächlich einen Karrieresprung erhofft, weiß ich nicht)

      @Jens

      Jedenfalls sollte man der SPD Respekt zollen. Sie hat es geschafft, das Medium Internet direkt und indirekt für einen Wahlkampf einzuspannen: Das ist eine Novität in Deutschland.

      Haha, das ist köstlich. Bei der Bundestagswahl hat das ja noch nicht wirklich funktioniert.

      http://www.freitag.de/wochenthema/0939-wahlkampf-spd-wahlkampfzentrale-insider

    37. Kalle schrieb am 17. Juni 2010 um 18:57 - Permalink

      Guter Artikel, Jens, aber mir ist auch der Vergleich von “Klickheinis” mit Spiegelfechter-Lesern ein wenig aufgestoßen. Du vergleichst einen Blog, der über Jahre hinweg eine Leserschaft gesammelt hat, mit ner Facebook-Gruppe, die keinen Monat Bestand haben wird und nur ein einziges Thema hat.
      Des Weiteren haben die Heinis immerhin “geklickt”, während wir hier “nur” lesen. Ob das Gros deiner Leser dir bei den jeweiligen Artikeln zustimmt oder nicht, kannst du höchstens aus den Kommentaren abschätzen. Das ist doch alles sehr grob. Für mich ist das Äpfel mit Birnen vergleichen.

      Hatte jetzt wirklich keiner den Nerv Schramm zu nominieren? Schade, der hätte wenigstens die Aufmerksamkeit nutzen können, um einige Missstände offen anzusprechen…

    38. DerFlaschengeist schrieb am 17. Juni 2010 um 19:01 - Permalink

      @22 Grummel

      Nicht wahr?
      Auch ich bin überrascht, hier heute soviel “Prominenz” anzutreffen. Kann der Artikel ja seine Wirkung schonmal nicht verfehlt haben.
      Da hat Jens, der alte Verschwörungstheoretiker, mal wieder voll zugelangt :-D
      Nur den Part mit der “Wunschkiste der Bürger” hab ich nicht verstanden…seit wann gehöre ich nicht mehr zu den Bürgern? Und wer war gleich nochmal Gauck? Hype? Der ganze Rummel gehört doch eher in die Kiste mit den Realsatieren. Wir haben ganz andere Probleme, deren Lösung schon mehr als überfällig sind, aber die Regierung mit ihren PR Lemmingen im Schlepptau macht sich ne riesen Gaudi mit politstrategischem Wischiwaschi und findet das scheinbar auch noch clever und ganz toll.
      Aber gut…Hut ab…es ist immer wieder aufs Neue erstaunlich, von was wir regiert werden.

    39. Oleg Ivanych schrieb am 17. Juni 2010 um 19:10 - Permalink

      Ein sehr guter Artikel. Danke Jens.

    40. Tango Korrupti schrieb am 17. Juni 2010 um 19:13 - Permalink

      Zur besseren Klarheit:

      Arbeiten Scholz & Friends nicht mit Diekmann und/oder dem Springerkonzern zusammen?

      Arbeiten oder arbeiteten Scholz & Friends nicht mit Diekmann und/oder dem Springerkonzern zusammen?

      Erhoffen sich eigentlich Personen wie Christoph Giesa einen Karrieresprung, wenn sie so viel Zuneigung für ?Yes, we Gauck? (empfinden?) zeigen?

      das (empfinden?) besagt natürlich nicht, dass Herr Giesa nicht als Person so viel Zuneigung für Herrn Gauck empfinden könnte.

    41. Tango Korrupti schrieb am 17. Juni 2010 um 19:33 - Permalink

      Witzig finde ich auch:
      spiegel.de/netzwelt/web/0,1518,700809,00.html

      Doch davon mag Initiator Giesa sich nicht vergrämen lassen und hofft, die Mechanismen der sozialen Netzwerke in das echte Leben übertragen zu können.

      und

      Anmerkung der Redaktion: Initiatoren der Demonstration waren nicht wie ursprünglich gemeldet Christoph Giesa und Rainer Ohliger, sondern Thomas Doetsch.

      Wenn das schon eine falsche Information ist, dann sollte der spiegel doch nicht nur den Artikel mit einem Zusatz versehen, sondern auch gleich den Artikel ausbessern.

      wie ursprünglich gemeldet

      impliziert ja, dass der Artikel bereits ausgebessert worden sei.

      Naja, keine Ahnung was man davon halten soll.

    42. Carsten Penkella (Westerwellenreiter) schrieb am 17. Juni 2010 um 19:37 - Permalink

      Es ist egal, wer Bundespräsident wird: Von mir aus Frau Jochimsen oder Herr Rennicke.

    43. Jana schrieb am 17. Juni 2010 um 19:50 - Permalink

      Sehr schöner investigativer Journalismus.

      Die Nominierung Gaucks von RotGrün ist ein Armutszeugnis, aber was erwartet man noch von diesen Parteien. Gauck ist Mitglied der “Atlantik-Brücke”, welche den Neoliberalismus propagiert und mit ihrem amerikanischen Pendant CFR dem Großkapital gehört. Ein neoliberaler Hardliner, über den sich besonders die FDP freut.

      Neoliberalismus, Neoliberalismus, Neoliberalismus

      Ich kann dieses Wort nicht mehr hören. Dabei hört man so wenig von diesem Wort in den Medien. Die herrschende Lehre wird nicht gerne beim Namen genannt.

      Auch interessant: Auf ZEIT ONLINE erhöht sich die Chance, dass ein Kommentar nicht veröffentlicht wird, wenn man Neoliberalismus mit einbaut. Dazu noch kritisch und hinter die Fassade schauend den Finger in die Wunde legen und der Zensur steht nichts mehr im Wege. Ich habe aufgehört auf ZEIT ONLINE zu kommentieren, weil die Hälfte meiner Beitrage nicht erscheinen.

      Man müsste diese Zensur öffentlich machen. Vielleicht eine Internetseite, wo Zensierte ihre Kommentare veröffentlichen können? Oder gibt es sowas schon? Und wenn nicht, wer macht mit? ;-)

      Jana

    44. DerFlaschengeist schrieb am 17. Juni 2010 um 19:53 - Permalink

      @ Carsten Penkella

      Es ist egal, wer Bundespräsident wird: Von mir aus Frau Jochimsen oder Herr Rennicke.

      Das sollte es nicht sein.
      Der Bundespräsident ist das zweite “kleine” Bollwerk, das wir neben Karlsruhe noch haben.
      Auch er kann vom Bundestag verabschiedete Gesetzen noch verhindern. Er ist nicht ganz so unwichtig, wie es den Eindruck haben kann. Er sollte Volks,- aber nicht Pateinah sein.
      Keiner der beiden vorgeschlagenen “Delinquenten” erfüllt diese Bedingung. Nun, das erklärt auch, warum sich so beharrlich dagegen gewehrt wird, dass der Bundespräsident demokratisch direkt vom Volk gewählt wird.
      Weder Wulf noch Gauck werden für die Regierung ein grosses Hindernis darstellen, wenn sie einmal im Amt sind. Von daher hast du wirklich recht. es ist egal, wer es wird.

    45. Gideon schrieb am 17. Juni 2010 um 19:55 - Permalink

      nix ist egal! Im Idealfall weder Gauck noch Wulff, hätte die Linke mal Harpe Kerkeling aufgestellt, dann wüßte ich für wen ich bin. :D

      but in the end it doesnt matter. :-/ Ist halt doch “nur” der Präsident.

    46. DerFlaschengeist schrieb am 17. Juni 2010 um 19:58 - Permalink

      @Jana

      Man müsste diese Zensur öffentlich machen. Vielleicht eine Internetseite, wo Zensierte ihre Kommentare veröffentlichen können? Oder gibt es sowas schon? Und wenn nicht, wer macht mit? ;-)

      Jana

      Mach doch dem Spiegelfechter Konkurrenz und einen eigenen Blog auf ;)
      Informationsplattformen kanns nicht genug geben. Wenn du das ähnlich objektiv wie auf den NDS machst, dann kann das direkt sinnvoll sein.

    47. Kati schrieb am 17. Juni 2010 um 20:35 - Permalink

      Ach, nee, die SPD… Sie zuckt mal wieder. Und was kommt raus, wenn die Neue SPD zuckt?

      Ein CDU-Produkt.

      Das ist doch mal wieder typisch – irgendwas sozialdemokratisches kriegt diese Bande seit Jahren nicht mehr hin und nun, nachdem sich auch die schwarz-gelbe Traumkoalition des bürgerlichen Lagers gründlich entzaubert hat, überschlägt sich die Truppe doch glatt dabei, einen Kandidaten einzubringen, den Angela auch gleich selbst hätte nominieren können, wenn sie und ihre Kronprinzchen ein bisschen länger nachgedacht hätten, statt voreilig zum Beweis nicht vorhandener Führungsstärke und Entschlussfreudigkeit eine Nullnummer wie Zensursula ins Spiel zu bringen. Die wäre ja sowas von daneben gewesen, dass sogar Typen wie Gauck oder Wulff “passender” erscheinen für das Amt. Aber wirklich passen tun die beide auch nicht. Und das Ausbleiben des Shitstorms, den die Nennung der freundlich lächelnden Zensurbeauftragten, die für einen Posten auch Parteifreunde hinhängen würde, zuvor noch ausgelöst hat, das missverstehen die grandiosen Strategen der SPD wohl als “Hype” .

      Also, zur SPD fällt mir nur noch eins ein: Geht weg. Löst den Laden auf. Geht zur CDU oder zur FDP. Geht mit Gott, aber geht.

    48. Ralf Röhrig schrieb am 17. Juni 2010 um 20:56 - Permalink

      Die Nominierung Gaucks ist ein geschicktes taktisches Manöver. Er hat natürlich keine Chance gewählt zu werden. Es wird wohl doch der evangelikale Wulf werden. Aber die Nominierung Gaucks erfüllt ihren Zweck und wird die Sporen des Spaltpilzes ein wenig weiter in das Getriebe der Koalition treiben. An dieser Stelle decken sich die Interessenn der Opposition im Bundestag und der publizierenden Medien, denen Stories über knirschende Getriebe die Butter auf dem Brot sichert.

      Das hat Jens mit seinem Beitrag sehr gut recherchiert und anschaulich dargestellt.

    49. Wandschrank schrieb am 17. Juni 2010 um 21:03 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Erinnerst Du Dich an unsere Diskussion bezüglich des Rücktritts von Herrn Köhler?

      Ich war damals nicht so glücklich, dass meinen Eindruck nach die einschlägig bekannten Medien einige -Herrn Köhler im nicht unbedingt vorteilhaften Licht erscheinende- Artikel druckten.

    50. Jan schrieb am 17. Juni 2010 um 21:51 - Permalink

      Sagt eigentlich der Begriff “Internet-Gemeinde” (BILD) mehr über die politische Bloggosphäre in Deutschland aus oder über die Wahrnehmung derselben durch Leute, die im Netz nicht wirklich zuhause sind?

    51. Patrick Meisner schrieb am 17. Juni 2010 um 22:04 - Permalink

      Immer heraus mit der Wahrheit :-)

      Kann mich noch gut an den vorletzten Wahlkampf der SPD in Hessen zur Landtagswahl erinnern,war mit Kollegen in Frankfurt übers Wochenende auf einer Weiterbildung und sehe beim spazieren durch die Innenstadt einen Informationsstand der SPD,. mit Plakate für den Mindestlohn ,Unterschriftenlisten für den Mindestlohn und Wahlkampfhelfer, sowie ?Spitzenkandidatin? die die Passanten eintrichtern, dass nur mit der SPD der Mindestlohn kommen würde.

      Auf meine Frage ,warum sie hier am Informationsstand Wahlkampf für den Mindestlohn machen würden, aber im Bundestag gegen ihren eigenen hier am Informationsstand vorliegenden Antrag stimmen würden,erntete ich von den SPD Wahlhelfern nur negative Emotionen und wurde der Lüge bezichtigt .

      Für mich stand damals die Frage im Raum ,sind diese SPD Wahlhelfer wirklich nur unwissend ,oder sind sie einfach nur Skrupellos.

      Für mich ist die SPD nicht mehr wählbar.

    52. derwaechter schrieb am 17. Juni 2010 um 22:05 - Permalink

      Der Vergleich Anzahle der Mitglieder der Facebookgruppen mit Lesern Gauckkritischer Blogs so wie diesem hier, hinkt aber gewaltig.

      Bei einer Gruppe Mitglied werde drückt aktiv Zustimmung aus. Hier lesen heisst nicht unbedingt Zustimmung.

      Ich z.B. bin bei Facebook für Gauck und lese den Artikel hier.

    53. Carsten Penkella (Westerwellenreiter) schrieb am 17. Juni 2010 um 22:09 - Permalink

      Wir hätten den Herrn Gauck schon 1999 als Bundespräsidenten haben können. Aber damals wollte die SPD Herrn Rau.
      Und noch etwas: Herr Wulff mag alles (oder nichts) sein, aber evangelikal ist er nicht.

    54. Gebintit schrieb am 17. Juni 2010 um 22:11 - Permalink

      Unter die Räder kommt mal wieder die Glaubwürdigkeit und Seriosität von Politik und Nachrichtengeschäft.
      Bald ist da nichts mehr zu demontieren!

    55. Martin Betzwieser schrieb am 17. Juni 2010 um 22:15 - Permalink

      Die im Artikel erwähnte Werbeagentur Scholz & Friends war auch zehn Jahre lang für die Arbeitgeberlobby “Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft” tätig.
      http://www.insm.com/2009/12/31/insm-wechselt-agentur-serviceplan-statt-scholz-friends/

    56. FDPWaehler schrieb am 18. Juni 2010 um 01:52 - Permalink

      Unter die Räder kommt mal wieder die Glaubwürdigkeit und Seriosität von Politik und Nachrichtengeschäft.
      Bald ist da nichts mehr zu demontieren!

      Es hat schon immer Pressekampagnen gegen und für alles mögliche gegeben: gegen Kohl/für Schröder, gegen Schröder/für Merkel, … . Schon der Proklamation des Unfehlbarkeitsdogmas des Papstes vor 150 Jahren ging eine selbige voraus. Wird es geben, solange es Medien gibt, auch ohne unsichtbare Hand im Hintergrund.

      Ich verstehe das ganze Gaucking ganz gut: Gerade jetzt, wo das bürgerliche Lage eine ähnlich stabile Lage wie Somalia aufweist, feiert die Mitte jeden, der nicht das ganze Leben lang an Pressemeldungen rumfeilt und wenigstens einmal Goethe gelesen hat und die großen Zeitungen drucken in Resonzbegeisterung. Die SPD freut sich auf eine Gelegenheit Merkel eine reinzuwürgen.

      Dass im Falle einer Wahl von Gauck uns eventuell die Regierung um die Ohren fliegt, sollte man aber auch im Hinterkopf behalten. Gerade in Zeiten der Euro-Krise, und ziemlich sicher ohne Mehrheit für Rot-Grün oder die Bürgerlichen bei Neuwahlen nicht ganz ungefährlich.

    57. Margareth Gorges schrieb am 18. Juni 2010 um 05:43 - Permalink

      Die erwähnte Werbeagentur Scholz & Friends, die in dieser Aktion mitzumischen scheint, war auch zehn Jahre lang für die Arbeitgeber-Lobby http://www.insm.de/insm/ueber-die-insm/INSM-Historie.html ?Inititative Neue Soziale Marktwirtschaft? tätig http://www.insm.com/2009/12/31/insm-wechselt-agentur-serviceplan-statt-scholz-friends/

    58. aquadraht schrieb am 18. Juni 2010 um 08:00 - Permalink

      52: Ich möchte Dir ja nicht zu nahe treten, aber “bei Facebook zu sein” zeugt doch etwas von 250. Ich kenne keinen erfahrenen Netizen, der an dem Zirkus teilnimmt.

      a^2

    59. Tamas Szalai schrieb am 18. Juni 2010 um 09:21 - Permalink

      Sehr guter Artikel. Was wird wohl auf uns zukommen, bei der nächsten Bundestagswahl. Das hier wird wohl erst der Anfang sein.

    60. Christoph Giesa schrieb am 18. Juni 2010 um 09:43 - Permalink

      Ist ja interessant, was man so über sich selbst findet im Netz… Es macht dieses Land ja aus, dass jeder frei seine Meinung sagen darf. Selbst beim kurzen Überfliegen des Textes sind mir aber mindestens fünf faktische Fehler aufgefallen, die durch saubere Arbeit (in diesem Falle schlichtweg: einmal googeln) hätten vermieden werden können. Ein wackeliges Fundament für derart gewagte “Verschwörungstheorien”… Aber trotzdem weiterhin viel Spaß dabei. Das macht die Welt auch irgendwie bunter :-)

    61. no0ne schrieb am 18. Juni 2010 um 09:53 - Permalink

      @60 Christoph Giesa
      Dann könntest du ja die Fehler natürlich auch locker mal benennen, oder?

      Und “Verschwörungstheorie” scheint ja das Totschlagargument schlechthin zu sein..

    62. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 10:03 - Permalink

      @Christoph Giesa

      Na, dann schieß mal los, Du Freidenker – was ist denn “faktisch falsch”?

    63. Stefan schrieb am 18. Juni 2010 um 10:06 - Permalink

      Ach ich glaube die Internetgemeinde “unterstützt” Gauck aus den gleichen Gründen wie SPD und Grüne das tun: Um die aktuelle Koalition zu unterminieren. SPD und Grüne haben odhc absolut _kein_ interesse an einem Präsidenten Gauck. Zum einen könnte er mit Bürgerrechten “nervig” werden, zum anderen sozial vermutlich eher rechts stehend. Beides keine so guten Voraussetzungen für einen “guten” Präsident aus Sicht der SPD & Grüne. Man könnte natürlich auch sagen, Gauck ist Ausdruck des Rechtskurses der SPD, aber imo eher taktisch motiviert.

      Warum die Medien besonders die Gauck-Fans promoten liegt vermutlich an der eigenen Bias der Medien. Die Koalition wurde ja vor kurzen von der vierten Gewalt kollektiv als beendet erklärt, insofern trommelt jetzt jeder für Gauck.

      Ich denke auch viele Journalisten haben auch immernoch berufsbedingt ein zu enges Spektrum: Der “rechte” Kandidat ist Wulff, der “linke” Gauck und die “Kommunisten” und die Nazis haben auch eigene Kandidaten. Drei Schubladen, da muss für jeden was dabei sein, denk der simple Journalist.

      Jemand der gegen Gauck ist, wird entweder als CDU-ler wahrgenommen (vermutlich selten) oder als verbohrter Linker. Insofern würde, selbst wenn die Medien recherchiert hätten, es keine besondere Rolle spielen was hier oder auf fixmbr steht, weil das von den Journalisten schnell als Seitenmeinung aufgefassst wird.

    64. Christoph Giesa schrieb am 18. Juni 2010 um 10:21 - Permalink

      Das könnte ich wohl… alleine: welches Interesse sollte ich daran haben, die Arbeit des Autors zu machen? Wer sich nicht einfach auf sein vordergründiges Wissen verlässt, sondern etwas recherchiert, wird dann feststellen, dass die Argumentation auf tönernen Füßen steht. Zwei Beispiele will ich aber gerne geben: erstens wird niemand irgendwo eine Quelle finden, wo ich persönlich von “Montagsdemonstrationen” oder einer “Großdemonstration” am vergangenen Montag spreche. Das ist also eine Erfindung des Autors. Zweitens hatte die Gruppe nicht “innerhalb weniger Wochen” 10.000 Unterstützer, sondern innerhalb von weniger als einer Woche nach Gründung und innerhalb von drei Tagen nach Nominierung von Joachim Gauck. Das ist alles auch ohne Probleme recherchierbar. Wer sich also über unsauberes Arbeiten von Massenmedien aufregt, sollte nicht den Fehler machen, selbst handwerkliche Fehler in dieser Art und in diesem Umfang zu machen. Nicht jeder, der vermeintliche Machenschaften anderer aufdeckt, ist selbst sauber. Das zeigt auch die Geschichte… Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch jetzt wieder alleine und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren. Das macht mir so viel Spaß, dass ich dabei ein fröhliches Liedchen trällere… verrückt, diese Menschen, die sich selbst als Bürger in die VerantwortunDas könnte ich wohl… alleine: welches Interesse sollte ich daran haben, die Arbeit des Autors zu machen? Wer sich nicht einfach auf sein vordergründiges Wissen verlässt, sondern etwas recherchiert, wird dann feststellen, dass die Argumentation auf tönernen Füßen steht. Zwei Beispiele will ich aber gerne geben: erstens wird niemand irgendwo eine Quelle finden, wo ich persönlich von “Montagsdemonstrationen” oder einer “Großdemonstration” am vergangenen Montag spreche. Das ist also eine Erfindung des Autors. Zweitens hatte die Gruppe nicht “innerhalb weniger Wochen” 10.000 Unterstützer, sondern innerhalb von weniger als einer Woche nach Gründung und innerhalb von drei Tagen nach Nominierung von Joachim Gauck. Das ist alles auch ohne Probleme recherchierbar. Wer sich also über unsauberes Arbeiten von Massenmedien aufregt, sollte nicht den Fehler machen, selbst handwerkliche Fehler in dieser Art und in diesem Umfang zu machen. Nicht jeder, der vermeintliche Machenschaften anderer aufdeckt, ist selbst sauber. Das zeigt auch die Geschichte… Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch jetzt wieder alleine und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren. Das macht mir so viel Spaß, dass ich dabei ein fröhliches Liedchen trällere… verrückt, diese Menschen, die sich selbst als Bürger in die Verantwortung nehmen, oder?

    65. Lennard schrieb am 18. Juni 2010 um 10:28 - Permalink

      @ 31(mspro):

      Noch ein paar Anmerkungen zu den 2 Namen die Du mit aufgeführt hast…

      Thomas Pfeiffer

      Nun, Herr Pfeiffer mag parteilos sein, aber er kennt sich zumindest mit *lufthol* “Social Media Marketing” aus. Seine eigenen Worte auf seiner Webseite: “Thomas Pfeiffer (Medienpädagoge): Ich erstelle Social-Media-Konzepte und programmiere für’s Web 2.0 (Twitter-API, Facebook-Apps). Zudem erstelle ich Social-Media-Analysen.”
      Wenn man sich auf seiner Website (webevangelisten.de) umschaut, bekommt man zumindest den Eindruck, dass Herr Pfeiffer eher ein berufliches Interesse an seinem Anteil an der Kampagne hat.

      Oder ein anderes Beispiel (http://www.i-camp-muenchen.de/files/fenster_cal.php?satz=460&seite=4):

      Twitter hat zwar als Namensgeber eine besondere Bedeutung für den Twittwoch ? jedoch möchten wir allgemein Social Media-Marketing und dessen Möglichkeiten für Unternehmen beleuchten.

      Wie Jens Berger weiter oben schon anmerkte:

      Als Werber ein erfolgreiches Social-Media-Campaigning-Modell umgesetzt zu haben, schadet ja auch nicht unbedingt im Lebenslauf.

      Nun zu

      Felix Schwenzel

      Felix Schwenzel ist wenigstens so ehrlich, seine Gründe anzugeben. Respekt! (http://wirres.net/article/articleview/5581/1/6/)

      das wäre doch mal eine prima gelegenheit die angebliche kampagnenfähigkeit* des blog-, facbook-, twitter- und internetcommunitybenutzer-dings mal auszutesten.

      ich fordere mich hiermit öffentlich auf, für joachim gauck zu wahlkämpfen. vier wochen zeit.

      Ist das alles schlecht oder VT? Nö, aber Social-Media-Kampagnen zu führen, nur um anderen was zu beweisen oder das Bewerbungsprofil aufzuhübschen – ich weiß ja nicht.
      Dass die Medien da so drauf abfahren ist ne ganz andere Geschichte.

      mfG

      Edit: (@Stefan) Jap, man will Mutti offenbar mal ordentlich an die Karre fahren.

    66. Vogel schrieb am 18. Juni 2010 um 10:57 - Permalink

      Vielen Dank, lieber Jens, für die zwiefachen, interessanten Erhellungen zu Gauck. Im Angebot isser nachwievor die beste Wahl, noch bessere Kandidaten sind natürlich denkbar, stehen aber nich zur Wahl.

      Imho der Punkt ist, dass viele Menschen, die der derzeitigen Politik von Herzen das wünschen, was ihr zu gesteht (“ab in den Orkus”) und auf eine Sensation am 30ten warten, durch den “Gauck-Hype” befeuert und zusätzlich motiviert, dann umso entäuschter zurückbleiben. (“Die Dreggsägg mache alles unner sich aus, mir werde nedd gefracht, Sauerei!”)

      Vielen Dank Ihr Kampagnen- und Qualitätssäue! *grrh*

    67. derwaechter schrieb am 18. Juni 2010 um 12:41 - Permalink

      @aquadraht

      Es freut mich ja, dass Du so über den Dingen stehst.

      Das ändert nur nichts daran, dass es Blödsinn ist, die Anzahl der Leute die aktiv pro Gauck stimmen mit der Anzahl derer zu vergleichen die hier passiv Kritik an Gauck lesen, sie aber u.U. gar nicht teilen.

      Ich würde gerne mal vom Hausherren hören warum er Äpfel mir Birnen vergleicht. Oder verstehe ich da einfach was falsch?

    68. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 13:02 - Permalink

      @Christoph Giesa

      Das könnte ich wohl? alleine: welches Interesse sollte ich daran haben, die Arbeit des Autors zu machen?

      So, so – Dir sind fünf Fehler aufgefallen, aber Du willst sie nicht benennen? Irgendwie peinlich.

      Wer sich nicht einfach auf sein vordergründiges Wissen verlässt, sondern etwas recherchiert, wird dann feststellen, dass die Argumentation auf tönernen Füßen steht. Zwei Beispiele will ich aber gerne geben:

      zu nett ;-)

      erstens wird niemand irgendwo eine Quelle finden, wo ich persönlich von ?Montagsdemonstrationen? oder einer ?Großdemonstration? am vergangenen Montag spreche. Das ist also eine Erfindung des Autors.

      Oder des SPIEGELS? Ist der Artikel etwas nicht autorisiert?

      Zweitens hatte die Gruppe nicht ?innerhalb weniger Wochen? 10.000 Unterstützer, sondern innerhalb von weniger als einer Woche nach Gründung und innerhalb von drei Tagen nach Nominierung von Joachim Gauck.

      Na, das ist ja wunderbar. Und dann kamen Zeitungen und die Post ging so richtig ab? Aus den 100.000 der FR ist aber dann wohl doch nichts geworden.

      Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch jetzt wieder alleine und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren.

      … so gut Du kannst. Ich zähle da auf Dich.

    69. knt schrieb am 18. Juni 2010 um 13:06 - Permalink

      Sag mal Jens, hast du die zwei drei kampagneros die plötzlich in deinen kommentaren auftauchen, bezahlt um die glaubwürdigkeit deines artikels zu erhöhen oder sind die echt? ;)

    70. Andrea P. schrieb am 18. Juni 2010 um 13:06 - Permalink

      @Christoph Giesa, 64

      Das könnte ich wohl? alleine: welches Interesse sollte ich daran haben, die Arbeit des Autors zu machen? Wer sich nicht einfach auf sein vordergründiges Wissen verlässt, sondern etwas recherchiert, wird dann feststellen, dass die Argumentation auf tönernen Füßen steht. Zwei Beispiele will ich aber gerne geben: erstens wird niemand irgendwo eine Quelle finden, wo ich persönlich von ?Montagsdemonstrationen? oder einer ?Großdemonstration? am vergangenen Montag spreche. Das ist also eine Erfindung des Autors. Zweitens hatte die Gruppe nicht ?innerhalb weniger Wochen? 10.000 Unterstützer, sondern innerhalb von weniger als einer Woche nach Gründung und innerhalb von drei Tagen nach Nominierung von Joachim Gauck. Das ist alles auch ohne Probleme recherchierbar. Wer sich also über unsauberes Arbeiten von Massenmedien aufregt, sollte nicht den Fehler machen, selbst handwerkliche Fehler in dieser Art und in diesem Umfang zu machen. Nicht jeder, der vermeintliche Machenschaften anderer aufdeckt, ist selbst sauber. Das zeigt auch die Geschichte? Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch jetzt wieder alleine und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren. Das macht mir so viel Spaß, dass ich dabei ein fröhliches Liedchen trällere? verrückt, diese Menschen, die sich selbst als Bürger in die VerantwortunDas könnte ich wohl? alleine: welches Interesse sollte ich daran haben, die Arbeit des Autors zu machen? Wer sich nicht einfach auf sein vordergründiges Wissen verlässt, sondern etwas recherchiert, wird dann feststellen, dass die Argumentation auf tönernen Füßen steht. Zwei Beispiele will ich aber gerne geben: erstens wird niemand irgendwo eine Quelle finden, wo ich persönlich von ?Montagsdemonstrationen? oder einer ?Großdemonstration? am vergangenen Montag spreche. Das ist also eine Erfindung des Autors. Zweitens hatte die Gruppe nicht ?innerhalb weniger Wochen? 10.000 Unterstützer, sondern innerhalb von weniger als einer Woche nach Gründung und innerhalb von drei Tagen nach Nominierung von Joachim Gauck. Das ist alles auch ohne Probleme recherchierbar. Wer sich also über unsauberes Arbeiten von Massenmedien aufregt, sollte nicht den Fehler machen, selbst handwerkliche Fehler in dieser Art und in diesem Umfang zu machen. Nicht jeder, der vermeintliche Machenschaften anderer aufdeckt, ist selbst sauber. Das zeigt auch die Geschichte? Mit dieser Erkenntnis lasse ich Euch jetzt wieder alleine und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren. Das macht mir so viel Spaß, dass ich dabei ein fröhliches Liedchen trällere? verrückt, diese Menschen, die sich selbst als Bürger in die Verantwortung nehmen, oder?

      Hast Du Dir Deinen Kommentar nochmals durchgelesen, bevor Du ihn abgeschickt hast?

      *Kopfschüttel*

      Dein Kommentar ist einfach nur konfus und in seiner Ordnung erheblich zersetzt.

      Weiterhin verstehe ich die Aussage Deines Kommentars nur ansatzweise.

      und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren

      Es besteht bei derartigen Projekten theoretisch auch immer die Möglichkeit der Überforderung. Dann kann es ratsam sein, einen Tag mal eine Pause einzulegen und in sich zu gehen.

    71. wilko0070 schrieb am 18. Juni 2010 um 13:07 - Permalink

      Merkel hat sich für Wulff entschieden und damit ist die “Wahl” des deutschen Staatsoberhauptes gelaufen. Alles andere ist völlig unnötiges Schmierentheater, um einen demokratischen Schein zu wahren.
      Wenn man diskutieren will, dann kann man dies eigentlich nur über die Direktwahl des Bundespräsidenten tun, wie beispielsweise im politisch ähnlich strukturierten Österreich (= förderalistischer Staat mit ähnlicher Stellung des Bundespräsidenten).

    72. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 13:12 - Permalink

      @Andrea P.

      Hast Du Dir Deinen Kommentar nochmals durchgelesen, bevor Du ihn abgeschickt hast?

      Der gute Christoph ist nun einmal noch grün hinter den Ohren, was Medien- und Öffentlichkeitsarbeit angeht. Das wird sich aber sicher bald ändern. Vielleicht bietet ja einer der im Artikel genannten PR-Profis dem “Gesinnungsgenossen” mal ein wenig Unterricht? So wird das jedenfalls noch nichts. Vielleicht fahre ich morgen mal zur “Großdemonstration” in Peine – da dürfte ich dann mit Christoph alleine sein, schließlich ist er der einzige gemeldete Teilnehmer ;-)

    73. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 13:19 - Permalink

      @all

      Spaßig auch, wer sich so alles auf den “Demos für Gauck” herumtreibt. Unter der Handvoll Demonstranten, die sich für die “Großdemo” in Marburg angemeldet haben, finden neben den JuLis auch den Namen Silke Tesch? Silke Tesch? Kennen wir die? Na klar – so findet zusammen, was zusammen gehört *kopfschüttel*

    74. caf schrieb am 18. Juni 2010 um 13:32 - Permalink

      … und arbeite weiter hart daran, mich für diese Demokratie zu blamieren.

      Etwas ab vom Thema, aber bei diesem “D” Wort läuten bei mir alle Glocken.

      Sehr schön zu erkennen in den Ausführungen während diesem Gespräch mit dem Wirtschaftskolumnisten Paul Jorion.
      => Wir leben tatsächlich wohl eher in feudalen Verhältnissen…

    75. JuttaS52 schrieb am 18. Juni 2010 um 13:46 - Permalink

      das ist doch mal ein gelungener Schachzug unserer Einheitspoliteliten, mit tatkräftiger Unterstützung unserer “freien” Leitmedien.
      Egal wer’s wird, es wird immer der Richtige.

    76. Teja552 schrieb am 18. Juni 2010 um 14:34 - Permalink

      Ob nun Gauck oder Wulff was ändert das schon, die bringen da irgendeine Marionette in Stellung und sprechen auch noch davon, dieser sei der richtige für das Volk, seit wann wissen den diese Pappnasen, was wohl das richtige für das Volk wäre.

      Deren dummes gesabber Interessiert mich schon lange nicht mehr, naja und was der Mainstream berichtet etc.geht mir auch ziemlich am Arsch vorbei!

    77. Beate schrieb am 18. Juni 2010 um 16:01 - Permalink

      Ich stelle mir gerade vor rot-grün gewönne die nächste Wahl. Und Gauck würde die rot-grüne Regierung pernament kritisieren, würde diese nur ein Zipfelchen der Agenda 2010 zurücknehmen.
      Vielleicht ist gerade dies gewünscht, damit Gabriel – Achtung ganz dicker VW-Amigo – die gewünschte großkonzernfreundliche Politik beibehalten kann. Struck macht die Schuldenbremse, Steinbrück senkt die Steuern massiv für Unternehmen und Vermögende , Steinmeier baut den Sozialstaat ab, ist ja Schuldenbremse.

    78. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 16:05 - Permalink

      @spiegelfechter,

      Jedenfalls sollte man der SPD Respekt zollen. Sie hat es geschafft, das Medium Internet direkt und indirekt für einen Wahlkampf einzuspannen: Das ist eine Novität in Deutschland.

      Dein Artikel geht voll am thema vorbei. In der Causa ?Gauck? hast du einiges noch nicht gecheckt bzw. falls doch, hast du es nicht erwähnt.

      Die SPD hatte sofort nach dem ?Rücktritt? Köhlers den Schwarzen und Gelben vorgeschlagen, einen GEMEINSAMEN Bundespräsidenten vorzuschlagen. Die Bundeskanzlerin hat das ignoriert und sofort einen PARTEIEIGENEN, handzahmen Politiker als Bundespräsidentenkandidaten vorgeschlagen.

      Warum? Die Bundeskanzlerin will die Wahl zum Bundespräsidenten politisch instrumentalisieren, um das schwarz-gelbe Regierungsbündnis zusammenzuschweißen und damit Dr. Merkels verbliebene Macht zu stärken. Mit dieser Entscheidung hat Dr. Merkel allerdings die SPD gezwungen, die Wahl zum Bundespräsidenten ebenfalls politisch zu instrumentalisieren, das schwarz-gelbe Regierungsbündnis zu sprengen und damit Dr. Merkel selbst zu schwächen. Dr. Angela Merkel suchte den Showdown und sie hat ihn in Form von Gauck bekommen.

      Für den Showdown musste die SPD einen Kandidaten nominieren, mit dem die SPD eigentlich ideologisch nicht iel am Hut hat, mit dessen Ideologie aber viele Anhänger der Schwarzen und Gelben einiges am Hut haben. Man darf annehmen, dass die Entscheidung für Gauck von der SPD deshalb getroffen wurde, da Gauck der Idealkandidat der FDP gewesen wäre und die CDU-Bundeskanzlerin noch in diesem Jahr Gauck in höchsten Tönen gepriesen hat.

      Konkret sieht jetzt so aus, dass schwarz-Gelb 18 Stimmen in der Bundesversammlung mehr hat. Die FDP-Sachsen wird für Gauck stimmen (minus 3). Wenn der ein oder andere nicht für Wulff stimmt, wird Wulff nicht im ersten Wahlgang gewählt. Das wäre ein Misstrauensvotum gegen Dr. Merkel und die schwarz-gelbe Koalition wäre sofort am Ende.

      Somit wäre die Bundespräsidentenwahl ein eleganter Weg, um die Koalition zu beenden. Nun gehörte z.B. der Springer-Verlag zu den Medienkonzernen, die Gauck zuerst vorgeschlagen haben, noch vor der SPD. Damit sollte klar sein, dass die sog. Systemmedien den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel stoppen wollen (FDP inzwischen lt Umfragen unter 5%). Stoppen könnte beenden heißen. Und beenden könnte heißen, dass Dr. Merkel weg soll.

    79. Goerfiast schrieb am 18. Juni 2010 um 16:15 - Permalink

      @goldmann sachs, 78

      Konkret sieht jetzt so aus, dass schwarz-Gelb 18 Stimmen in der Bundesversammlung mehr hat. Die FDP-Sachsen wird für Gauck stimmen (minus 3). Wenn der ein oder andere nicht für Wulff stimmt, wird Wulff nicht im ersten Wahlgang gewählt. Das wäre ein Misstrauensvotum gegen Dr. Merkel und die schwarz-gelbe Koalition wäre sofort am Ende.

      Somit wäre die Bundespräsidentenwahl ein eleganter Weg, um die Koalition zu beenden. Nun gehörte z.B. der Springer-Verlag zu den Medienkonzernen, die Gauck zuerst vorgeschlagen haben, noch vor der SPD. Damit sollte klar sein, dass die sog. Systemmedien den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel stoppen wollen (FDP inzwischen lt Umfragen unter 5%).

      Du widersprichst Dir selbst.

    80. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 16:36 - Permalink

      @Goerfiast,

      Du widersprichst Dir selbst.

      Schalt mal dein Hirn ein.

      Der Tagesspiegel schrieb, dass ein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit auf sich vereinen muss, also 623 Stimmen. CDU/CSU und FDP stellen mindestens 645 Vertreter. Die genaue Zahl kann sich wegen einiger offener Losentscheide noch ein wenig verändern. Höchstens 23 Delegierte von Union und FDP dürften also Christian Wulff ihre Stimme verweigern, ab 24 Abweichlern ist er nicht gewählt. Gauck könnte im 1. Wahlgang mit höchstens 599 Stimmen rechnen.

      Ein FDP-Landesverband hat schon offen erklärt Gauck zu wählen. Weitere werden folgen, denn die FDP liegt den Umfragen schon unter 5%. Als 3%-Partei ist die FDP eh völlig unberechenbar. CDU-Biedenkopf hat vorgeschlagen, den Delegierten die “freie Wahl” zu lassen, was ja ein Hammer ist, weil es nichts anderes besagt, dass die Delegierten heute nur Parteienroboter sind.

      Wenn Wulff im 1. Wahlgang nicht die absolute Mehrheit erreicht, und die Wahrscheinlichkeit steigt, wäre Schwar-Gelb schwerstens angeschlagen und Dr. Merkel angezählt

      Im 2. Wahlgang steigen Wulffs Chancen auf bis zu 100%. Im zweiten Wahlgang zu scheitern, käme einem offenen Misstrauensvotum gleich und die Koalition wäre sofort beendet. Falls Wulff im 1. Wahlgang scheitert, wäre die Koalition vielleicht nicht sofort, aber etwas später am Ende. Selbst wenn Wulff im 1. Wahlgang durchkommt, genügen nur ein paar Abweichler, um die Koalition zu beschädigen.

      Wie auch immer, mit der Entscheidung für Wulff hat sich Dr. Merkel selbst ins Bein geschossen.

    81. Überblick schrieb am 18. Juni 2010 um 16:47 - Permalink

      Schaut Euch mal diese Rede von Gesine Schwan, die von den offiziellen Medien auf das unfairste nieder gemacht wurde, im Original an.

      http://webtv.bundestag.de/iptv/player/macros/_v_f_514_de/bttv/od_player.html?singleton=true&content=659023

      Hier liegt doch ein Super Thema für Jens in der Luft. Hier noch ein link zum besten Forum zu dem Thema in der ZEIT – zur Inspiration :o)

      http://www.zeit.de/politik/deutschland/2010-06/schwan-17.-juni?commentstart=65#comments

      Liebe Grüsse

      Edda

    82. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 16:49 - Permalink

      @ Vogel, 66

      Vielen Dank, lieber Jens, für die zwiefachen, interessanten Erhellungen zu Gauck. Im Angebot isser nachwievor die beste Wahl, noch bessere Kandidaten sind natürlich denkbar, stehen aber nich zur Wahl.

      Ich befürchte, dass Du auch der Finte aufgesessen bist.

      Ich denke, dass die Wahl Wulffs für das deutsche Volk wesentlich besser wäre.
      Gauck wäre der Super-Gau für Deutschland.
      Jemand, der -so weit ich weiß- relativ stark marktliberal ( bis hin zu sozialdarwinistisch?) eingestellt ist, wird von den Sozialdemokraten und der ehemaligen Anti-Establishment Partei – den Grünen- als Präsidentschaftskandidat aufgestellt.
      Dieser jemand ist noch dazu Mitglied der Atlantik-Brücke. Einem Verein, zu dem auch die Grössen des Springer-Konzerns erstklassige Beziehungen unterhalten.
      Weiterhin liegt ein Schwerpunkt Gaucks auf etwas , was in meinem Leben noch nie eine Rolle spielte und was mich auch in keiner Weise interessiert: die DDR.
      Ich bin in Westdeutschland geboren, war weder Agent der Stasi noch sympathisierte ich mit der DDR. Ich habe sie eh nur 5 Jahre als absolutes Kleinkind erlebt. Was interessiert mich diese Scheiß-DDR? Was interessiert mich ein ehemaliger Beauftragter für Stasi-Unterlagen? Was interessiert mich Gaucks Gelaber von Freiheit? Meine Freiheit wird am meisten durch die Freiheit der grossen Konzerne beschnitten. Die Freiheit, die Gauck m.E. möchte, bedeutet vor allem für 99,5% der Deutschen mehr Unfreiheit, bis hin zu an Sklaverei erinnernden Formen.

      Wulff ist eigentlich für mich als wirklich (!) christlich orientierten Konservativen keine schlechte Wahl.

      Bleibt zu hoffen, dass die CSU mal wieder den Karren aus den Dreck zieht und die Wahl Wulffs sicherstellt.

      PS: In der -vielleicht falschen- Annahme, dass Du mit den Zielen der SPD und der Linken sympathisierst, denke ich, dass die Wahl Wulffs ebenfalls am ehesten Deinen Vorstellungen entspräche.

    83. Gideon schrieb am 18. Juni 2010 um 16:52 - Permalink

      kam soeben in den zdf nachrichten, 3 fdp abgeordnete sagn sie wählen gauck anstatt wulff. :D

    84. Christoph Giesa schrieb am 18. Juni 2010 um 16:54 - Permalink

      @Spiegelfechter: Auch die Links, die Du gepostet hast, beweisen nicht, was Du geschrieben hast. Du hast unsauber recherchiert. Oder anders formuliert: Du gehst mit der Wahrheit großzügig um. Lustig ist, dass Du die Presse für ihre Berichterstattung kritisierst – und sie dann unreflektiert zitierst. Du hast Fehler gemacht – und beschimpfst mich dafür. Das fällt auf Dich zurück. Es gibt Menschen, die engagieren sich und leben damit, wenn auch einmal nicht alles funktioniert. Diese Menschen kämpfen mit offenem Visier, sie haben Rückgrat. Und es gibt Menschen, die meckern, die es immer besser wissen, die sich freuen, wenn andere scheitern. Diese Menschen sind geistige Heckenschützen. Zu welchem Schlag gehörst Du und Deine Anhängerschaft? Welche dieser Gruppen bringt diese Gesellschaft nach vorne? Denkt mal drüber nach… ich genieße lieber das Leben und setze mich für das ein, woran ich glaube. Es gibt schon viel zu viele traurige Menschen in diesem Land…

    85. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 17:07 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel ,

      Ich befürchte, dass Du auch der Finte aufgesessen bist.
      Ich denke, dass die Wahl Wulffs für das deutsche Volk wesentlich besser wäre.
      Gauck wäre der Super-Gau für Deutschland.

      Nicht nur für dich “als wirklich (!) christlich orientierten Konservativen” wäre die Wahl Gaucks “der Super-Gau”!

      Auch für die SPD wäre die Wahl Gaucks “der Super-Gau”, weshalb die Wahl Gaucks ja auch so unwahrscheinlich ist. Gauck wurde von der SPD ja nur deshalb ausgekuckt, damit einige FDPler dem CDU-Kandidaten mindestens im 1. Wahlgang NICHT ihre Stimme geben.

      DDR-Pfarrer Gauck ist halt von Natur aus der geborene Spaltpilz. Die SPD konnte der Versuchung nicht widerstehen, die Gaucksche Pilz”kultur” mitten in der Koalition zu platzieren! Ist das etwa nicht sehr menschlich?

      Herr Gauck macht bei dem Präsidentenspiel beflissen gerne mit, denn als 70jähiger DDR-Oldie ist er in seinen schwulen Seidenhemden immer noch eitel und schrecklich ölig genug!

    86. Goerfiast schrieb am 18. Juni 2010 um 17:15 - Permalink

      @goldmann sachs, 80

      Der Tagesspiegel schrieb, dass ein Kandidat im ersten Wahlgang die absolute Mehrheit auf sich vereinen muss, also 623 Stimmen. CDU/CSU und FDP stellen mindestens 645 Vertreter. Die genaue Zahl kann sich wegen einiger offener Losentscheide noch ein wenig verändern. Höchstens 23 Delegierte von Union und FDP dürften also Christian Wulff ihre Stimme verweigern, ab 24 Abweichlern ist er nicht gewählt. Gauck könnte im 1. Wahlgang mit höchstens 599 Stimmen rechnen.

      Ein FDP-Landesverband hat schon offen erklärt Gauck zu wählen. Weitere werden folgen, denn die FDP liegt den Umfragen schon unter 5%. Als 3%-Partei ist die FDP eh völlig unberechenbar. CDU-Biedenkopf hat vorgeschlagen, den Delegierten die ?freie Wahl? zu lassen, was ja ein Hammer ist, weil es nichts anderes besagt, dass die Delegierten heute nur Parteienroboter sind.

      Wenn Wulff im 1. Wahlgang nicht die absolute Mehrheit erreicht, und die Wahrscheinlichkeit steigt, wäre Schwar-Gelb schwerstens angeschlagen und Dr. Merkel angezählt

      Im 2. Wahlgang steigen Wulffs Chancen auf bis zu 100%. Im zweiten Wahlgang zu scheitern, käme einem offenen Misstrauensvotum gleich und die Koalition wäre sofort beendet. Falls Wulff im 1. Wahlgang scheitert, wäre die Koalition vielleicht nicht sofort, aber etwas später am Ende. Selbst wenn Wulff im 1. Wahlgang durchkommt, genügen nur ein paar Abweichler, um die Koalition zu beschädigen.

      Wie auch immer, mit der Entscheidung für Wulff hat sich Dr. Merkel selbst ins Bein geschossen.

      Das ist alles richtig. Darum ging es mir nicht.

      Ich helfe Dir mal auf die Sprünge und weise auf den von mir angemahnten Widerspruch in Deinem Denken hin:

      Somit wäre die Bundespräsidentenwahl ein eleganter Weg, um die Koalition zu beenden. Nun gehörte z.B. der Springer-Verlag zu den Medienkonzernen, die Gauck zuerst vorgeschlagen haben, noch vor der SPD. Damit sollte klar sein, dass die sog. Systemmedien den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel stoppen wollen (FDP inzwischen lt Umfragen unter 5%).

      Du willst also sagen, dass der Springer-Konzern mit dem Vorschlag Gaucks als Präsidentschaftskandidaten die Regierung Merkel beenden möchte -um den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel zu stoppen. ?!?!?!?!

      Hast Du es bemerkt?
      :-)

    87. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 17:25 - Permalink

      @Goerfiast ,

      Du willst also sagen, dass der Springer-Konzern mit dem Vorschlag Gaucks als Präsidentschaftskandidaten die Regierung Merkel beenden möchte -um den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel zu stoppen. ?!?!?!?!
      wtf?
      Hast Du es bemerkt oder muss ich noch deutlicher werden?

      Du stehst immer noch auf der Leitung, goerfiast.

      Dieses dein HAndicap bedenkend schrieb ich schon davor

      Stoppen könnte beenden heißen. Und beenden könnte heißen, dass Dr. Merkel weg soll.

      Hmm, du stehst ja ziemlich lange auf der Leitung!

      Du willst also sagen, dass der Springer-Konzern mit dem Vorschlag Gaucks als Präsidentschaftskandidaten die Regierung Merkel beenden möchte -um den fortschreitenden Zerfall der Regierung Merkel zu stoppen. ?!?!?!?!
      wtf?

      Jaaaa, so ungefähr! Tröste dich, nicht nur Frau Merkel versteht “Die Welt” nicht mehr!

      “Der deutsche Bundespräsident Horst Köhler hatte erst vor Stunden seinen Rücktritt erklärt, CDU, CSU und FDP waren noch in Schockstarre, da schickte am 31.Mai die konservative Tageszeitung ?Die Welt? abends einen Kommentar online, der einen kopflosen Rücktritt konstatierte, in einem Nachsatz in Retrospektive aber berechnend scheint: ?Jetzt bitte keine Notlösung, keine Versorgungslösung, kein Wegloben und kein Versuch, nach einem willfährigen Kandidaten Ausschau zu halten. Wie wäre es mit Joachim Gauck, einem Mann, der aus dem Osten kommt und der jenen Geist der Freiheit gut verkörpert, dem sich die Bundesregierung ausweislich des Koalitionsvertrages doch irgendwie verpflichtet fühlt??
      http://diepresse.com/home/meinung/marginalien/571753/index.do

    88. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 17:41 - Permalink

      @Christoph Giesa

      Auch die Links, die Du gepostet hast, beweisen nicht, was Du geschrieben hast. Du hast unsauber recherchiert. Oder anders formuliert: Du gehst mit der Wahrheit großzügig um.

      Blödsinn – zum Einen habe ich nicht gesagt, dass diese Zitate O-Ton und beglaubigt sind, zum Anderen stammen sie a) (Großdemo) aus einem SPON-Artikel, den Du hättest autorisieren können, und b) (Montagsdemo) von Eurer Facebook-Seite. Wenn Du Deinen Laden nicht unter Kontrolle hast, ist das Deine Sache. Wer den Kopf in die Kameras hält und die Publicity abgreift, muss auch seine Subalternen im Griff haben. Du musst anscheinend noch SEHR viel lernen, lieber Christoph.

      Es ist auch komplett unerheblich, ob dies ein O-Zitat oder eine Interpretation Deiner Worte von SPON ist. Du trittst großspurig auf und fällst gerade eben mit Deinen 30-Mann-Demos ziemlich unsanft auf die Klappe. Ein Jubeljournalist macht noch keinen Sommer.

      Lustig ist, dass Du die Presse für ihre Berichterstattung kritisierst ? und sie dann unreflektiert zitierst.

      a) ich zitiere sie reflektiert
      b) wenn ich einen Artikel über die Presse schreibe, muss ich sie auch zitieren

      Du hast Fehler gemacht ? und beschimpfst mich dafür.

      Ich beschimpfe Dich doch überhaupt nicht. Eigentlich bin ich sogar ausgesprochen sanft zu Dir, da Du offensichtlich trotz Deiner 29(?) Lenze noch nicht sonderlich erfahren bist. Genieße den Welpenschutz ;-) Auf den gnadenlosen Bullshit, der jeden Politologen die Tränen in die Augen treibt, den Du auf Deiner Seite geschieben hast, gehe ich ja noch nicht einmal ein. Warum auch? So wichtig bist Du nun wirklich nicht.

      Das fällt auf Dich zurück. Es gibt Menschen, die engagieren sich und leben damit, wenn auch einmal nicht alles funktioniert. Diese Menschen kämpfen mit offenem Visier, sie haben Rückgrat.

      Ach jeh, mir rinnt eine Träne durchs Knopfloch. Wie pathetisch, lieber Herr Nachwuchspolitiker. Auf so etwas stehen unsere Medien, das lässt sich ausbauen.

      Und es gibt Menschen, die meckern, die es immer besser wissen, die sich freuen, wenn andere scheitern.

      Na solche Bösewichte! Denen sollte man das schmutzige Handwerk legen!

      Diese Menschen sind geistige Heckenschützen.

      Solch böse Worte solltest Du als Nachwuchstalent aber lieber sein lassen. Das gibt schlechte “O-Töne”, vor allem, wenn man seine Aussagen nicht einmal autorisieren lässt.

      Zu welchem Schlag gehörst Du und Deine Anhängerschaft? Welche dieser Gruppen bringt diese Gesellschaft nach vorne? Denkt mal drüber nach?

      Gerne – die geistigen Heckenschützen (ich darf das sagen, bin ja ein böser Blogger) der FDP bringen die Gesellschaft jeden kein Jota nach vorne.

      ich genieße lieber das Leben und setze mich für das ein, woran ich glaube. Es gibt schon viel zu viele traurige Menschen in diesem Land?

      Hach, Du sagst es, lieber Christoph. Gut, dass ich mich stets im Hintergrund halte und mich nicht für irgendetwas einsetzen. Dafür haben wir ja die Christophs dieser Welt.

    89. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 17:45 - Permalink

      @78 goldman sachs

      Schreibe ich irgendetwas, das dem widerspricht? Der Artikel geht (solltest Du es nicht gemerkt haben) NICHT um die parteipolitischen Hintergründe bei der Nominierung, sondern um die mangelhafte Berichterstattung der Medien bei Berichten über Gauck und “das Netz”.

    90. Goerfiast schrieb am 18. Juni 2010 um 17:46 - Permalink

      @goldmann sachs, 87
      Warum formulierst Du dann nicht einfach:

      Somit wäre die Bundespräsidentenwahl ein eleganter Weg, um die Kanzlerschaft Merkels zu beenden. Nun gehörte z.B. der Springer-Verlag zu den Medienkonzernen, die Gauck zuerst vorgeschlagen haben, noch vor der SPD. Damit sollte klar sein, dass die sog. Systemmedien den fortschreitenden Zerfall der gelb-schwarzen Regierung stoppen wollen (FDP inzwischen lt Umfragen unter 5%).

      :-)

      Du hättest überdies noch erwähnen können, was dann in deinen Augen die nächsten Schritte wären.
      Vertrauensfrage?
      parteiinternes Misstrauensvotums in Gestalt eines Sonderparteitages?

    91. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 17:51 - Permalink

      @spiegelfechter,

      Gut, dass ich mich stets im Hintergrund halte und mich nicht für irgendetwas einsetzen.

      spiegelfechter, nimm dir mal ein Beispiel an der Ossietante Vera Lengsfeld von der CDU, die in der ?Achse des Guten? über die Ossietante Angela rumzickt und den ollen Ossie-Charmeur Gauck heftig bauchpinselt:

      “Angela Merkel muss Kanzlerin bleiben ist das einzige Ziel dieser Bundespräsidentenwahl. Einen Grund dafür, der außerhalb des bloßen Machterhalts liegt, liefert sie nicht.
      Gauck war ein Akteur der Revolution von 1989. Mit ihm würde der Geist der Revolution revitalisiert und fruchtbar gemacht. Genau, was ein mutlos und ratlos gewordenes Deutschland jetzt braucht. Das beweist die spontane Zustimmung zu Gauck in den Umfragen.
      http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/warum_deutschland_einen_bundespraesidenten_gauck_braucht/

      Hmmm, was will Vera damit andeuten, dass mit Gauck der “Geist der Revolution revitalisiert und fruchtbar gemacht” wird. Ja ja, diese Ossiefrauen! Vera wild entschlossen: “Genau, was ein mutlos und ratlos gewordenes Deutschland jetzt braucht.”

      Auch Springers Welt am Sonntag kann das Wasser nicht mehr halten und stellt Gauck auf eine Stufe mit Her royal highness princess Diana: PRÄSIDENT DER HERZEN
      http://166mhz.de/wp-content/uploads/2010/06/gauck_wams.jpg

    92. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 17:58 - Permalink

      @goldman sachs

      nimm dir dochauch mal ein Beispiel an Vera Lengsfeld von der CDU

      geht nicht, gegen derlei inhaltliche Argumente …

      … habe ich leider nichts entgegenzusetzen. Und wer schon …

      die in der ?Achse des Guten?

      … in dieser Gossenpostille schreibt, ist eh nicht satisfaktionsfähig.

      Auch Springers Welt am Sonntag kann das Wasser nicht mehr halten

      Aber einige wenige Konservative riechen wenigstens den Braten ;-)

    93. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 18:14 - Permalink

      @spiegelfechter,

      Auch Springers Welt am Sonntag kann das Wasser nicht mehr halten
      Aber einige wenige Konservative riechen wenigstens den Braten ;-)

      Wieso riecht Thomas Schmid den Braten? Wieso soll Thomas Schmid ein Konservativer sein? War Thomas Schmid (Chefredakteur Die Welt) etwa nicht derjenige, der auf Welt online schon am 31.Mai 2010, Stunden nach Köhlers Rücktritt, Joachim Gauck als nächsten Bundespräsidenten vorschlug?

      Herr Schmid wollte wohl den “Geist der Revolution” (CDU-Vera Lengsfeld) in Form von Gauck aus der Flasche lassen und nun wird er die Geister, die er als Springers oberster Knecht rief, nicht mehr los.

      Hoffentlich verstehst du jetzt, wie welkende Ossie-Frauen a la vera lengsfeld ticken. Wenn sie neben Angelas Busen ihren Busen präsidental präsidiert mit dem Slogan “Wir haben mehr zu bieten”, meinte sie in Wahrheit natürlich ihren welkenden DDR-Oldie-Charmeur Joachim Gauck.

    94. Spiegelfechter schrieb am 18. Juni 2010 um 18:31 - Permalink

      @goldman sachs

      Na, wenn Schmid (und sein Spezi Ulf Poschardt) keine Prototypen des “modernen Konservativen” sind, dann weiß ich nicht, wer das dann sein sollte. Schmid ist übrigen nicht mehr Chefredakteur, sondern nun sogar Herausgeber der WELT.

      Sein Artikel drückt m.E. sehr schön die inneren Kämpfe eines Konservativen aus – einerseits will er seine Merkel schützen, andererseits ist Gauck sein großes Idol. Was tun?

    95. ppp schrieb am 18. Juni 2010 um 18:56 - Permalink

      Oha, das Ganze wird ja immer emotionaler:

      Dagmar Schipanski – So wurde ich als Wahlfrau entfernt

      http://www.sueddeutsche.de/politik/bundespraesidentenwahl-dagmar-schipanski-so-wurde-ich-als-wahlfrau-entfernt-1.961699

    96. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 19:16 - Permalink

      @spiegelfechter,

      Na, wenn Schmid (und sein Spezi Ulf Poschardt) keine Prototypen des ?modernen Konservativen? sind, dann weiß ich nicht, wer das dann sein sollte.Sein Artikel drückt m.E. sehr schön die inneren Kämpfe eines Konservativen aus ? einerseits will er seine Merkel schützen, andererseits ist Gauck sein großes Idol. Was tun?

      Wahre Worte! Über Thomas Schmid schreibt wikipedia:

      “Schmid war Teil der Frankfurter Studentenbewegung und neben Daniel Cohn-Bendit, Joschka Fischer und Matthias Beltz Gründer der Gruppe Revolutionärer Kampf. (…) Er schrieb das Nachwort zu Toni Negris Kampfschrift Sabotage (München, Trikont, 1979).(…) Von 1989 an beriet er Daniel Cohn-Bendit, als dieser Dezernent für multikulturelle Angelegenheiten in Frankfurt am Main war. (..) Im Dezember 2009 wurde Schmid zum Herausgeber der “Welt”-Gruppe des Springer-Verlags ernannt”
      http://de.wikipedia.org/wiki/Thomas_Schmid_%28Journalist%29

      Über Toni Negris Kampfschrift “Sabotage”, die Thomas Schmid so sehr inspirierte, heißt es:

      Programmatisch formulierte Toni Negri die These von der “Vergesellschaftung der lebendigen Arbeit als Kampf und zunehmende Insubordination … auf gesamtgesellschaftlichem Niveau”. Diese Kämpfe unterbrachen, durch die Forderung nach Lohn als Einkommen, durch Verweigerung der Arbeit und Sabotage, den Reproduktionsprozeß des Kapitals. Im selben Zug forcierten sie die Tendenz zur Integration der kommunistischen Arbeiterpartei in den kapitalistischen Staat (…) so wenig zu begreifen wie etwa das Motto “Die Revolution ist zu Ende, wir haben gesiegt”, mit dem die “mao-dadaistische” kulturrevolutionäre Zeitschrift A/traverso im Sommer 1977 erschienen war.
      http://www.labournet.de/diskussion/arbeit/Atzert.htm

    97. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 19:22 - Permalink

      @ppp, 95

      natürlich darf in dieser Gesellschaft Dagmar Schipanski nicht fehlen.

      *Kopfschüttel*

      Wer sich da alles plötzlich zu Wort meldet.

      Die INSM-Botschafterin Schipanski beklagt sich also in der SZ, der auch der von mir in keiner Weise geschätzte Marc Beise angehört, dass dieser Umgang mit der Würde der Demokratie nicht vereinbar sei.

      *Kopfschüttel*

      Da stehen einem wahren CSUler wie mir die Haare zu Berge.

      Wulff ist eine erstklassige Wahl. Ich hoffe, dass es die CSU schafft, den Karren mal wieder für den Rest aus den Dreck zu ziehen und geschlossen Wulff wählt
      Mir fehlen die Worte bezüglich des Schurkenstücks des SPD und der Grünen.
      Es gab Gründe, warum die CSU Gauck 1999 nicht nominierte.

    98. goldman sachs schrieb am 18. Juni 2010 um 19:33 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel,
      so isses in der Merkel-DDRreloaded

      In der DDR wurde Wilhelm Piek zum Bundespräsidenten gewählt. Nach Piecks “Tod” am 7. September 1960 schaffte Walter Ulbricht (Angela Merkel) das Amt des Staatspräsidenten ab und nahm stattdessen selbst die Position des ?Vorsitzenden des Staatsrates der DDR? ein, ein Amt, das zugleich die Führung über die Christliche Einheitspartei Deutschlands (CDU) einschließen wird.

    99. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 19:38 - Permalink

      @goldmann sachs, 98

      so isses in der Merkel-DDRreloaded
      In der DDR wurde Wilhelm Piek zum Bundespräsidenten gewählt. Nach Piecks ?Tod? am 7. September 1960 schaffte Walter Ulbricht (Angela Merkel) das Amt des Staatspräsidenten ab und nahm stattdessen selbst die Position des ?Vorsitzenden des Staatsrates der DDR? ein, ein Amt, das zugleich die Führung über die Christliche Einheitspartei Deutschlands (CDU) einschließen wird.

      Erspare mir Deinen groben Unfug!

      Willst Du mir auch noch sagen, dass die Stasi in Wahrheit von den Bilderbergern unterwandert war?

      Ach, behalte es für Dich!

    100. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 19:40 - Permalink

      Da haben die Grünen und die SPD mal wieder ihr wahres Gesicht gezeigt.

    101. Outlook schrieb am 18. Juni 2010 um 19:58 - Permalink

      Ost-Merkel gegen Ost-Gauk.
      CDU gegen CDU. Links gegen Ost. FDP gegen Merkel.
      Oder soll nicht mehr zusammenwachsen, was zusammen gehört?

      Lassen wir doch beide Ossis die Bundesrepublik regieren.
      Vom Osten lernen heißt, in die Zukunft sehen.

    102. Groo schrieb am 18. Juni 2010 um 20:19 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel

      endlich eine resolute Stimme der Vernunft aus Bayern!

      Bravo!
      Saludo Amigo!

    103. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 20:31 - Permalink

      @Groo, 102

      Danke

      Wobei ich mich verbessern muss.

      Da stehen einem wahren CSUler wie mir die Haare zu Berge.

      könnte suggerieren, dass ich Mitglied der CSU wäre.

      Diesen Schritt zögere ich noch ein wenig hinaus. Man muss sehen, in weit in Zukunft die Basis noch so Gehör findet und die Erneuerung unter Seehofer anhält.

      Ich bin aber auf jeden Fall ein grosser Anhänger der wahren CSU.

    104. Gideon schrieb am 18. Juni 2010 um 20:48 - Permalink

      omg jetzt erobern auch noch CSU-Fanatiker spiegelfechter.com, das kann ja heiter werden.

    105. Groo schrieb am 18. Juni 2010 um 21:03 - Permalink

      @Gideon #104

      na, das hat Dich mächtig erschreckt!

      es gibt auch Bayern, die Humor haben.
      Hauptsächlich Galgenhumor.

    106. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 21:07 - Permalink

      @Gideon, 104

      Keine Sorge. Dein CSU-Fanatiker ist nicht so fanatisch wie er scheint.
      Ausserdem ist er sich nicht mehr so sicher, wie das 1999 wirklich abgelaufen ist. :-(
      Ich war ja damals auch noch recht jung. Damals hatte die CSU vielleicht auch nicht unbedingt den besten Parteivorsitzenden. Die Basis war damals jedoch genauso gesund wie heute. Ich denke, dass es kaum eine Partei gibt, die so von der Basis lebt wie die CSU.

      Egal.

      Zum Thema:

      Gauck wäre der Super-Gau.
      Christian Wulff ist keine schlechte Wahl.
      Nur ein Beispiel:
      Er hat immer die -für das Volk in seiner Gesamtheit Mehrwert bringende- VW-Staatsbeteiligung verteidigt.

    107. Vogel schrieb am 18. Juni 2010 um 21:13 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel #82
      Sorry, mein Kommentar war wohl nich so verständlich, wie ich dachte:

      Vielen Dank, lieber Jens, für die zwiefachen, interessanten Erhellungen zu Gauck.

      … sollte heißen, dass ich auch die “andere Seite von Gauck” in Jens’ Postings wahrgenommen habe – aber trotzdem zu einem anderen Ergebnis komme als Du. Unn nu? Willst Du mich überreden?

      Gerne magst Du “wirklich (!) christlich orientiert konservativ” sein. Das ist okee, für Dich! Ich krieg’ da leider Schluckauf – Hintergrund: Ein ganzes Schock solcher Menschen musste ich, und muss es tlw. noch, in meiner Familie “geniesen” …

      Allerbeste Grüße

    108. Groo schrieb am 18. Juni 2010 um 21:17 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel #106

      finde ich interessant.

      Frage: Wieso meinst Du, Gauck wäre der Supergau?

      Kannst Du das in ein paar Sätzen sagen?

    109. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 21:33 - Permalink

      @Groo, 108

      @Hermann Steinsibsel #106

      finde ich interessant.

      Frage: Wieso meinst Du, Gauck wäre der Supergau?

      Kannst Du das in ein paar
      Sätzen sagen?

      auwe. Jetzt spielte man in Bayern einen Tusch und reckte die Gläser in die Höhe.

      Ah Schmarrn. Ich werde später dazu etwas schreiben, warum ich Gauck als möglichen Präsidenten ablehne.

      Darf ich noch vorher fragen, zu welchen Kandidaten Du tendierst?

    110. Groo schrieb am 18. Juni 2010 um 21:39 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel

      ich tendiere zu keinem.

      Lehne alle ab.

    111. Groo schrieb am 18. Juni 2010 um 21:46 - Permalink

      @Hermann Steinsibsel
      Nachtrag:

      Wenn Du mich gefragt hättest, wer der Schlechteste ist, hätte ich Gauck gesagt.
      Und zwar mit ABSTAND!

      Aber jetzt warte ich mal auf Deine Gründe.

    112. Gideon schrieb am 18. Juni 2010 um 22:09 - Permalink

      @Groo au ja, wenn alle dafür sind bin ich auch dagegen.

      Super-Gau hin oder her, was kann ein Präsident in Deutschland schon groß anrichten, außer unbeliebt beim Volk sein? Der wird in sein Schloss verbannt wenn er einmal das Maul dumm aufreißt, mal so ganz dreist formuliert.

    113. Hermann Steinsibsel schrieb am 18. Juni 2010 um 22:12 - Permalink

      @Groo, 111

      Ich wollte schon sagen, dass zu nichts tendieren ähnlich dem Nichtwählen wäre. Aber ich habe meine Frage in ungenügender Präzision gestellt.

      Wenn Du mich gefragt hättest, wer der Schlechteste ist, hätte ich Gauck gesagt.
      Und zwar mit ABSTAND!

      Sehe ich genauso.

      Wenn Du mich fragtest, wer der beste, der zur Wahl stehenden Kandidaten wäre, sagte ich Wulff.

      Da ich einen Mordshunger habe, antworte ich “versetzt”. Ich nenne den 1. Punkt. Führe ihn und die anderen Punkte jedoch erst später aus.

      Warum könnte Gauck der Super-Gau sein?

      1. Punkt:
      Es gibt für das deutsche Bevölkerung in ihrer Gesamtheit fast nichts “gefährlicheres” als wenn Schlüsselfiguren eigentlich sozialdemokratischer / bzw. Anti-Establishment Parteien (SPD/ Grünen) durch die Partikularinteressen einiger weniger ( der 0,5 Prozent- Elite) in Beschlag genommen oder wesentlich beeinflusst werden. Manchmal vielleicht sogar gelenkt werden.
      Ist natürlich die Frage, ob / in wie weit das auf Gauck zuträfe.

      Ausführungen zu Punkt 1 folgen.

    114. Jens schrieb am 18. Juni 2010 um 22:23 - Permalink

      Finde den Artikel sehr gut, auf den Punkt getroffen!

    115. Heike schrieb am 18. Juni 2010 um 22:46 - Permalink

      Hallo!

      Hier wurden immerhin bereits gut 9000 Stimmen für Gauck gesammelt:

      http://www.petitiononline.com/171027WM/

    116. unschuldvomland schrieb am 18. Juni 2010 um 23:41 - Permalink

      Im Namen der Bundestagsfraktion der Grünen werden massenweise E-mails (Spendenaufruf etc.) versandt. Ich frage mich, woher die diese eine Mail-Adresse gespeichert hatten.

      Im Übrigen ja off topic, aber da von einem laptop-lederhosen-Verdächtigen so ausgewalzt: Erneuerung durch Seehofer ?! Die brutalstmöglichen Aufklärer:
      http://www.bayern.landtag.de/www/InternetTO/UA-BayernLB-HGAA/20100618_007.pdf
      Unter Ausschluss der Öffentlichkeit wohlgemerkt. Die “gesunde Basis” halt.

    117. Carsten Penkella (Westerwellenreiter) schrieb am 19. Juni 2010 um 00:50 - Permalink

      Der Gauckler von der SPD, Sigmar Gabriel, ist jetzt in Meinungsumfragen beliebter als Angela Merkel.

    118. Gebintit schrieb am 19. Juni 2010 um 02:12 - Permalink

      Dieses allein machtpolitisch motivierte Personalgeschachere ist doch einfach nur erbärmlich.
      ALLE (!) Parteien, verlieren bei dieser Präsidentenwahl. Die Regierungsparteien wegen ihrer Kandidatenkür nach Parteibuch, SPD/Grüne für ihre Kandidatenkür aus kurzfristig taktischen Motiven und die LINKE, weil sie auf die Gauck-Provokation hereingefallen ist und nun (im Westen) wieder verstärkt mit dem alten DDR-Regime assoziiert wird.
      Statt nur nach einem Präsidenten sollten unsere Volksvertreter nach einer Alternative zu dieser Parteiendemokratie suchen. Sie ist am Ende!

    119. Gebintit schrieb am 19. Juni 2010 um 02:15 - Permalink

      Technisches: Manchmal kann man den Kommentar nicht mehr bearbeiten (keine Rechte). Bleiben die Fehler halt drin.

    120. clear schrieb am 19. Juni 2010 um 09:48 - Permalink

      Also ich fühle mich als Bürger total “vergauckt”.

      Auch wenn die Nominierung von Gauck schwarz-gelb in die Bredouille bringt oder er am Ende gewählt werden sollte – wir haben quasi zwei regierungsgenehme Kandidaten.
      Das bestätigt , dass sich in der SPD nichts geändert hat und sie wohl absehbar auch nichts ändern will. Schwarz – Rot – alles ein Brei …

    121. nanu schrieb am 19. Juni 2010 um 10:55 - Permalink

      Liest sich ja wie ein aufgescheuchter Bienenschwarm, oder ein Vuvuzela Konzert.
      Die Kommentare meine ich.

    122. Gideon schrieb am 19. Juni 2010 um 12:01 - Permalink

      exakt ein vuvuzela konzert, deswegen auch den hier:

      http://i48.tinypic.com/24uvn1x.jpg

      ist zwar offtopic, aber ihr werdet mir schon verzeihen.

    123. demokratie-ist-wichtig.de schrieb am 19. Juni 2010 um 14:12 - Permalink

      Fand es neulich ganz erstaunlich. War mit dem Auto von München aus Richtung Süden gefahren, um dem Wahnsinn dieser Stadt für ein paar Stunden zu entkommen, da hörte ich im Deutschlandfunk eine Live-Reportage über eine aktuelle Pro-Gauck Bloggerdemo in der Innenstadt. Wegen starken Regens seien statt der angekündigten 1000 Demonstranten jedoch nur 50 gekommen. Die Dame am Mikrofon fragt den Reporter vor Ort, warum denn die Blogger alle so geschlossen für Gauck seien. Da dachte ich mir, armes Land, Du bist verloren.
      Erstens beweist es, dass die gute Frau gar nicht selbst im Netz unterwegs ist, um sich mal ein Bild jenseits der Qualitätsmedien zu machen und vielleicht zu erfahren, dass ‘die Blogger’ gar nicht alle so denken. Zweitens, dass die komplett falschen Fragen gestellt werden, nämlich z.B. nicht etwa, woher dieser ganze Hype eigentlich kommt und was das Ganze eigentlich mit den tatsächlichen Problemen dieser Demokratie zu tun hat. Armes Deutschland.
      Nicht, dass es in Großbritanien gerade besser um die Politik gestellt ist. Aber den BBC World Service Live Stream kann ich jedem nur empfehlen. Auch den Leuten vom DLF.

    124. Karl Heinrich schrieb am 19. Juni 2010 um 16:03 - Permalink

      Clever, dass Sozialdemokraten und Grüne einen BP-Kandidaten vorschlagen, den die Kommunisten unmöglich wählen können. Das soll wohl eine Unabhängigkeit suggerieren, die ja nun in Düsseldorf ganz und gar nicht gegeben sein wird.

      Allerdings, dass für Gauck Freiheit den höchsten Stellenwert hat, vor Kaiser, Vaterland, Volksgemeinschaft und sozialer Gerechtigkeit, das ist sicher auch für manchen Sozi grenzwertig.

    125. Die"Leistungstraeger"fuerGauck schrieb am 19. Juni 2010 um 21:45 - Permalink

      @demokratie-ist-wichtig.de, 123

      Wegen starken Regens seien statt der angekündigten 1000 Demonstranten jedoch nur 50 gekommen.

      50?

      Knapp (!) 30 passen eher.

      http://www.sueddeutsche.de/muenchen/muenchen/politik/bundespraesidentenwahl-ausweitung-der-gauck-zone-1.961491

      http://www.sol.de/_/tools/picview.html?_CMELEM=1653302

      Solange nur knapp 30 Gauck-Unterstützer in Berlin und knapp 30 in München öffentlich auftreten und damit verifizierbar werden, ist es lächerlich, über die angeblich rund 30000 Facebook-Aktivisten auch nur zu reden.

      Wie viele waren es in Peine?

    126. Outlook schrieb am 19. Juni 2010 um 22:46 - Permalink

      Gauk ist der Gau für Merkel.
      Wählt die Linke im dritten Wahlgang mit, was hätte sie zu verlieren? Nichts. Im Gegenteil.
      Gauk gegen Merkel, bedeutet Gauk tritt gegen die CDU an. Eine Übel-Justierung einfacher Form.
      Eine große Koalition hat die Linke gestärkt, die dann kommen könnte.
      Ob Gauk das denkt, was man ihn unterstellt, ist kaum zu prüfen.
      Auch in der Politik handelt man anders. als man sich öffentlich äußert..

      Er geht ja auch zur Linken. Mein Respekt.

      Mit Gauk lassen sich vielleicht mehr Dinge öffentlich diskutieren als mit “Rucki” oder “Zaster-Köhler”.

      Der Gauk wird sich auch vielen unbequemen Dingen stellen müssen, die er in der nahen Zukunft so nie erwartet hätte. Seine Redeprotokolle schützen das deutsche Volk vor neuen Zumutungen.
      Der Gauk wird das durch Unterschriftsverweigerung verhindern?
      Der Wulf nicht.
      Also Linke!!
      Der Gauk ist Zukunft.
      Und mit Putin hätte der der keine Probleme, der kennt die Aktenlage.

      Pro Gauk.

    127. crontabist schrieb am 20. Juni 2010 um 12:43 - Permalink

      Das gute an Gauck ist, dass er die Linke entlarvt.

      Mit rationalen Argumenten können sie ihn nicht demontieren, also muss es mal wieder infam werden.

    128. Castorp schrieb am 20. Juni 2010 um 13:50 - Permalink

      Bin ich der einzige, den diese Kampagnen und der inszenierte Hype an den Piratenpartei-Aufwind aus dem letzten Jahr erinnert? Da sind auch viele Unpolitische auf diesen Zug aufgesprungen. Und so erlebe ich es auch heute bei vielen Menschen in Deutschland: ‘Gauck? Der ist doch cool, hoffentlich wird der gewählt!’ Da könnte ich kotzen. Die dümmsten Kälber würden ihren eigenen Metzger selber wählen…
      Nur weil Gauck “parteilos” ist, heißt das doch nicht, dass er “unabhängig” ist oder “überparteilich”…die Leute lassen sich viel zu leicht blenden. Gauck hat Sympathien für Angela Merkel geäußert, da sollte sich doch jeder kritisch denkende Mensch als erstes an den Kopf fassen! (macht aber komischerweise kaum jemand, der in der Öffentlichkeit steht…liegt es daran, dass die Kanzlerin noch relativ “beliebt” ist?)

      Nebenbei bemerkt: ich hasse das Wort “bürgerlicher Kandidat”. ;-) Wer wäre denn kein “bürgerlicher Kandidat”? Doch wohl jemand ohne deutschen Pass, oder? ;-) Für die SPD, die absurderweise einen anti-sozialen Kandidaten hochlobt, ist es wohl eher ein “schildbürgerlicher Kandidat”…

      @Ralf:

      “Trotzdem schreit der Pragmatiker in mir, Gauck sei auf jeden Fall die bessere Alternative als Wulff ”

      Nein, das wäre von den vier Kandidaten Luc Jochimsen, weil sie sich stärker den Problemen am Finanzmarkt oder der sozialen Schieflage widmen würde. Aber Jochimsen hat wohl keine Mehrheit im Parlament. Dabei sind Spiegel, BILD und Co. doch immer gleich hinterher, wenn es darum geht, dass es doch “endlich mal eine Frau” machen sollte (auch wenn es das natürlich oberflächlich wäre, aber man muss auch auf solche Verlogenheiten hinweisen).

      Der Pragmatiker in dir wird laut aufweinen, wenn sich Gauck im Amt als verbaler Kommunistenjäger betätigen würde und auf die noch folgenden sozialen Demos zynisch draufpisst (wie schon vor fünf, sechs Jahren geschehen). Mark my words.

    129. Castorp schrieb am 20. Juni 2010 um 14:03 - Permalink

      Gauck über die Linken:

      http://www.youtube.com/watch?v=Cq0FVDaXITU

      Da zeigt sich sein “neoliberales” Denken. Er belächelt die Linke.

    130. aquadraht schrieb am 20. Juni 2010 um 14:30 - Permalink

      124 Karl-Heinrich: Freiheit ist auch die wohlfeilste aller Vokabeln. So hiess eines der Zentralorgane der NS-Presse “Der Freiheitskampf”. Und das monumentale Werk von James McPherson über den amerikanischen Bürgerkrieg heisst “Battle Cry of Freedom”: beide Seiten gingen im Namen der Freiheit aufeinander los. Dass Gauck als wohlgepamperter Pfaffe nie, in keinem der beiden deutschen Staaten, je soziale oder materielle Probleme hatte, macht seine Rhetorik noch verlogener.

      a^2

      P.S.: Oops, die Rechenaufgabe ist weg

    131. Florian schrieb am 21. Juni 2010 um 02:37 - Permalink

      Ist vielleicht Of-topic aber der Liebe zweit Initiator der Gauk FB Seite Philip Kiril Preussen postet auf seinem Profil auch mal gerne rechtsradikale Links á la Pi-news….

    132. Peter schrieb am 21. Juni 2010 um 12:11 - Permalink

      Ich sehe an Gauck nichts dass diesen Hype hier berechtigt erscheinen lässt. OK, er war Pastor, OK er war Geisterjäger mit seiner Behörde aber sonst? Wo ist sonst etwas fassbares das den Herrn auszeichnet…….?

      Ostdeutsche mögen ihn lieben aber ich als Wessi finde nichts, aber auch gar nichts, dass mich besonders anspricht.

      Für Wulff spricht zwar auch nichts aber auch nicht gegen ihn…….

      Gruß
      Peter

    133. ralle schrieb am 21. Juni 2010 um 12:57 - Permalink

      danke für die recherche arbeit und den artikel. habe letzte woche meinen augen nicht getraut als ich von dem “gauck hype” in ZEIT online gelesen habe. ich wunderte mich schon, warum ich noch nie etwas davon gehört habe. in der tat hat die SPD offensichtlich garnicht so ungeschickt agiert, das ziel ist aber alles andere als ehrenwert. ziemlich erbärmlich.

    134. Castorp schrieb am 21. Juni 2010 um 16:06 - Permalink

      Das “Erfolgsgeheimnis” Gaucks ist auch seine geschliffene Rhetorik, sein öliger Charme, seine heterosexuellen Seidenhemden, sein mecklenburgischer Küsten-Dialekt (Rostock)…noch was vergessen?

      Auf geschliffene Rhetoriker sind die Deutschen schon 1933 reingefallen. ;-)

    135. Philipp Sacher schrieb am 25. Juni 2010 um 20:55 - Permalink

      Gauck? Wir wollen Wulff!

      http://einminutentexte.wordpress.com/2010/06/21/wir-wollen-wulff/

      Grüße
      PhS


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    loading Abbrechen
    Beitrag nicht abgeschickt - E-Mail Adresse kontrollieren!
    E-Mail-Überprüfung gescheitert. Bitte noch einmal versuchen.
    Ihr Blog kann leider keine Artikel per E-Mail sharen.