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  • 54, 74, 90, 2010 – Jogis Mädchen träumt vom Sommermärchen

    geschrieben am 02. Juli 2010 von Spiegelfechter

    Angela Merkel macht es richtig. Es kriselt im Koalitionsgebälk, die Umfrageergebnisse dümpeln im demoskopischen Kellerloch vor sich hin und dann vermasseln ihr ihre Parteifreunde auch noch den Durchmarsch ihres Präsidentschaftskandidaten. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: die Hütte brennt, die Stimmung ist mies, die Kanzlerin im Popularitätsloch. Und was macht die Regentin? Sie setzt sich in ihren Flieger und schaut sich im fernen Südafrika das Fußballspiel der deutschen Equipe gegen die Argentinier an. Adieu Tristesse! Jogis Mädchen weiß, dass das positive Image der jungen deutschen Mannschaft nur positiv auf sie abfärben kann und Politik und Fußball in diesem unseren Lande oft Hand in Hand durch die Geschichte gehen.

    Das Wunder von Bern

    Als die westdeutsche Fußballnationalmannschaft 1954 sensationell gegen die hoch favorisierten, filigranen Ungarn den Weltmeistertitel holte, gab es zwar bereits ein geistiges Band zwischen Politik und Fußball, parteipolitisch wurde diese Symbiose allerdings noch nicht ausgeschlachtet. Konrad Adenauer konnte den Torpfosten nicht von der Eckfahne unterscheiden und ignorierte das Wunder von Bern, so gut er konnte. Das hatte natürlich einen guten Grund. Die internationale Rezeption des deutschen Sieges, zu dem im Berner Wankdorfstadion aus den Kehlen zehntausender mitgereister Schlachtenbummler die erste Strophe des Deutschlandlieds dröhnte, war – anders als es moderne Legenden gerne behaupten – vernichtend.


    1954 traute die Politik ihrem Volk, das noch zehn Jahre zuvor fest an den Endsieg glaubte, nicht über den Weg. Fußball war damals noch ein proletarisch gefärbter Volkssport, der nicht gesellschaftsfähig war. Adenauers Nachfolger Ludwig Erhard war zwar ein begeisterter Fußballfan, auf die Idee, sich medienwirksam bei einem Turnier volkstümlich ablichten zu lassen, wäre er jedoch nie gekommen.

    Mehr Demokratie wagen

    Adenauer und Herberger, das waren knorrige Patriarchen, die in ihrer Gestalt das junge alte Deutschland, gefangen zwischen Nationalsozialismus und Wirtschaftswunder, verkörperten. Die Helden von 1954 war Kinder ihrer Zeit – fleißig, volksnah, den Blick nach vorn und nicht nach hinten gerichtet. Mit der Zeit änderte sich nicht nur der soziale Status des Fußballspiels, sondern auch das Selbstverständnis der Politik. Die legendäre Mannschaft, die 1972 die Europa- und 1974 die Weltmeisterschaft gewinnen konnte, verkörperte die Bundesrepublik der sozialliberalen Ära. Neben den hölzernen Arbeitern Vogts und Schwarzenbeck gab es die jungen Rebellen Netzer und Breitner und mit dem späteren “Kaiser” Franz Beckenbauer sogar einen ersten Superstar.

    Willy Brandt wagte “mehr Demokratie”, dem Patriarchen Herberger folgte sein Assistent Helmut Schön, der – unfreiwillig – auch mehr Demokratie in der Nationalmannschaft einführen musste. Die Bundesrepublik war nun endlich wieder ein Staat unter vielen und durfte Weltmeister werden, ohne dass dies bei unseren Nachbarn alte Ängste hervorrief. Die glorreich aufspielende Nationalmannschaft verhalf dem von einem Misstrauensvotum geschwächten Willy Brandt bei den vorgezogenen Neuwahlen im November 1972 sogar zu einem historischen Wahlsieg. Das Land fühlte sich gut, die Jungs, die den Titel holten, waren mehr Brandt als Barzel. Oft entscheiden das Momentum und Emotionen über Erfolg oder Misserfolg bei Wahlen.

    Zwölf Freunde sollt ihr sein

    Willy Brandt und sein Nachfolger Helmut Schmidt waren auch die ersten Kanzler, die sich publikumswirksam im Umfeld der Nationalmannschaft ablichten ließen. Professionell setzte jedoch erst Helmut Kohl die Fußballnationalmannschaft für seine PR-Arbeit ein. Als die deutsche Mannschaft 1986 in Mexiko gegen Argentinien, das damals mit dem glorreichen Diego Maradona spielte, verlor, stürmte der tumbe Pfälzer die Kabine und herzte “unsere Jungs” medienwirksam. Seitdem galt sein Credo: “Zwölf Freunde sollt ihr sein und einer davon bin ich”.

    Den Höhepunkt, sowohl der Ära Kohl als auch des bundesrepublikanischen Fußballs, markierte das Jahr 1990. Kurz vor der Wiedervereinigung wurde Deutschland Weltmeister, Kohl ließ sich feiern und der stets ein wenig zu großspurig auftretende Fußballlehrer Franz Beckenbauer ließ sich im Siegesrausch zur Aussage hinreißen, dass “Deutschland auf Jahre hin unbesiegbar sein (wird)”. Doch auf die durchzechte Nacht folgte der Kater – wirtschaftlich, politisch und auch fußballerisch. Als Trainer-Kanzlergespann der Ära Kohl geht daher auch das Duo Kohl-Vogts in die Geschichte ein.

    Hans-Hubert (Berti) Vogts und Helmut Kohl haben einiges gemeinsam – sie waren in ihrer aktiven Karriere keine Lichtgestalten, sondern solide Handwerker mit Hang zur Blutgrätsche. Mangelnde intellektuelle Wendigkeit machten sie durch steten Einsatz wett – so etwas wirkt eher tumb als filigran, kann aber durchaus erfolgreich sein. Von Erfolg war das, auch privat befreundete, Duo Kohl und Vogts allerdings in den 90ern nicht umweht. Vogts Jungs rumpelten das Land mit ihren defensiven Standfußball mal mehr, mal weniger erfolgreich in die Lethargie – welche passende Begleitmusik zur späten Ära Kohl. Auch Vogts-Nachfolger und Trainerdarsteller Erich Ribbeck konnte das Land mit seiner technisch rückständigen Seniorentruppe nicht mehr begeistern und Kohl und Ribbeck wurden durch Gerhard “Acker” Schröder und Rudi “Tante Käthe” Völler ausgetauscht.

    Acker schwächelt

    Gerhard Schröder und der Fußball, dies war eine überaus unglückliche Beziehung. Schröder, der in seiner Jugend als grobschlächtiger Stürmer beim TUS Talle den nicht eben schmeichelhaften Beinamen Acker bekam, wäre eigentlich dafür prädestiniert gewesen, Fußballkanzler zu werden. Allerdings schwächelte in der rot-grünen Ära nicht nur die Regierungskoalition, sondern auch die Fußballnationalmannschaft. Einzig bei der WM 2002 – Schröder verlegte wegen des Spiels gegen Saudi-Arabien sogar einen SPD-Parteitag – konnte sich die Equipe glanzlos bis ins Finale vorkämpfen. Einige Beobachter sind sogar davon überzeugt, dass dieser unerwartete Triumph Schröders Sieg bei den Wahlen im Herbst des gleichen Jahres rettete.

    Schröders größter strategischer Fehler war es wohl, seine Legislaturperiode durch vorgezogene Neuwahlen um ein Jahr zu verkürzen. Mit Jürgen Klinsmann hatte Gerhard Schröder ab 2004 endlich ein würdiges Pendant im Bundestraineramt. Doch der Brioni- und Cohiba-Kanzler konnt nicht mehr vom frischen Wind des schwäbischen Mavericks profitieren, der bei der Weltmeisterschaft 2006 im eigenen Lande seinen Höhepunkt fand. Hätte “Acker” die Probleme ausgesessen und die WM kunstvoll zur Selbstinszenierung genutzt, hätte es womöglich nie eine Kanzlerin Merkel gegeben. “Acker” schwächelte jedoch in der zweiten Halbzeit und ließ sich mit hängendem Kopf vorzeitig auswechseln.

    Dass ausgerechnet die ostdeutsche Pfarrerstochter Angela Merkel die Spiele im eigenen Land derart kunstvoll für PR-Maßnahmen zu nutzen wußte, hat viele Beobachter überrascht. Als Frau hat sie qua Geschlecht keine Ahnung von Fußball, aber genau aus diesem Handicap machte sie ihre Geheimwaffe. Selbst Merkel-Kritiker können sich nicht dagegen wehren, bei ihrer kindlich-kitschigen Knuddel-Inszenierung die Lippen zu einem zarten Lächeln zu formen: Ach wie süß sich Mutti doch freut. Bei den leistungsorientierten Jungmillionären hat die Kanzlerin freilich auch politische Verbündete – mit Marco Bode beendete im Jahr 2002 der letzte kritische Denker seine Laufbahn in der Nationalmannschaft.

    Löws Mädchen

    Angela Merkel und Jogi Löw, das ist das Traumgespann der jüngsten Fußballgeschichte. Der metrosexuelle Schwabe Badenser, der gerne im Helmut-Kohl-Gedächtnis-Strickjäckchen am Spielfeldrand flaniert, ist einer der letzten bekennenden Merkel-Fans. Doch die Weltmeisterschaft 2010 hat einen entscheidenden Nachteil für Angela Merkel – sie findet nicht im eigenen Land, sondern im fernen Südafrika statt. Das Protokoll gestattet der Kanzlerin zwar, zum Finale nach Kapstadt zu fliegen; aber wer weiß schon, ob Jogi Löws junges Team es überhaupt so weit schafft?

    Um ihr Popularitätstief wenigstens durch geschickte PR-Auftritte im Umfeld der Fußballnationalmannschaft hinter sich zu lassen, hat sich die Regentin kurzerhand entschlossen, unseren Jungs bereits zum Viertelfinale einen Besuch abzustatten. Doch die garstigen Grünen in der Opposition und die Kleinkrämer vom Bundesrechnungshof mäkeln bereits an den Kosten herum, die Merkels PR-Auftritt für den Steuerzahler mit sich bringt. Diese Blutgrätsche ist typisch für die Grünen. Wenn ein echter Grüner Fußball feiert, so findet dies auf einer alternativen Multi-Kulti-Veranstaltung statt und der Grüne ist natürlich nicht für Deutschland, sondern für die Afrikaner – auch wenn keine mitspielen. Das gehört sich schließlich so. Bei der Europameisterschaft 2008 entblödeten die Grünen sich noch nicht einmal, öffentlich Jogi Löw zu rügen, weil dieser – von der UEFA in die VIP-Lounge verbannt – während des Spiels seiner Mannschaft genüsslich eine Zigarette rauchte. Manchmal ist die politische Korrektheit grüner Spitzenpolitiker nur schwer zu ertragen.

    Wer kann sich Claudia Roth schon mit einer schwarz-rot-goldenen Afro-Perücke auf der Ehrentribüne der FIFA vorstellen? Niemand, daher sagten die Grünen auch medienwirksam die Einladung der Regentin ab, sie im Kanzlerflugzeug mit nach Südafrika zu nehmen. Nun muss Angie alleine in die schwarz-rot-goldene Vuvuzela blasen. Wenn sie Pech hat, verliert Deutschland morgen sogar kläglich gegen Argentinien. Dann muss sich die Regentin wohl als Trösterin der Nation aufspielen. Aber so weit wollen wir lieber gar nicht denken – viel Glück, Deutschland, es stehen in diesem Jahr ja glücklicherweise keine Wahlen an.

    Jens Berger

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    Angela Merkel macht es richtig. Es kriselt im Koalitionsgebälk, die Umfrageergebnisse dümpeln im demoskopischen Kellerloch vor sich hin und dann vermasseln ihr ihre Parteifreunde auch noch den Durchmarsch ihres Präsidentschaftskandidaten. Oder um es mit anderen Worten zu sagen: die Hütte brennt, die Stimmung ist mies, die Kanzlerin im Popularitätsloch. Und was macht die Regentin? ...
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    3. 54, 74, 90, 2010?
    4. Ausgegrinst, ausgeflaggt und politikverdrossen « Die Linke in der Nordstadt (Braunschweig)
    5. Deutschland – Argentinien 4:0 – Amateurkommentar eines Neugastes « Der AmSeL-Gedanke Plus = Gemeinschaft
    6. Jogis Mädchen träumt vom Sommermärchen | WIR die ZZ-ZeitZeitung
    7. WM und Migration – Seite 10 – hilferuf.de-Forum

    245 Kommentare:

    1. Tiberius schrieb am 2. Juli 2010 at 18:27 - Permalink

      Netter Artikel.
      Wem zum Nutzen?

      • Gertraude L. schrieb am 4. Juli 2010 at 19:57 - Permalink

        Keinem, denn auch dieser Artikel geht an der Realität vorbei, zum Beispiel daran, dass die Bundespräsidentenwahl formell ungültig ist, weil die Wahlmänner aus dem Landtag von NRW nicht ordnungsgemäß gewählt worden sind und demzufolge der Wulff kein Bundespräsident sein kann. Das ist ein Krimi. Mehr Informationen dazu beim Grundrechteforum:
        http://grundrechteforum.de/2010/rechtswirklichkeit/wahl-zum-bundespraesidenten-der-bundesrepublik-deutschland-ungueltig/
        und hier:
        http://grundrechteforum.de/2010/rechtswirklichkeit/wahl-des-10-deutschen-bundespraesidenten-von-wahlfaelschung-und-wahlertaeuschung-im-landtag-von-nrw-ueberschattet/

    2. SwENSkE schrieb am 2. Juli 2010 at 18:34 - Permalink

      Sorry Jens, aber das ist einer der schwächsten Artikel, den ich je von Dir lesen musste/durfte.

      Nur mal zwei, drei Dinge, die nicht mit der Realität vereinbar sind.

      Günter Netzer war nach eigener Aussage nie der Rebell, zu dem er gemacht wurde. Zum Rebell sein reichen lange Haare und ein Ferrari noch lange nicht aus. Schon gar nicht, wenn man ein waschechter Konservativer ist (wieder O-Ton Netzer).
      Auch wenn Berti Vogts als Trainer in der Öffentlichkeit nicht sonderlich gut weg kam, so hat man ihm doch massiv Unrecht getan. Er war der letzte Bundestrainer, mit dem Deutschland einen Titel geholt hat. So schlecht kann er also nicht gewesen sein.

      Der metrosexuelle Schwabe, der gerne im Helmut-Kohl-Gedächtnis-Strickjäckchen am Spielfeldrand flaniert, ist einer der letzten bekennenden Merkel-Fans.

      Was ich von diesem Satz halt, sage ich lieber nicht. Könntest Du bitte noch belegen, daß Löw bekennender “Merkel-Fan” ist?

      Ich habe auch so meine Zweifel, ob die Rechnung “Fußballerfolge färben auf Regierung” ab, wirklich aufgeht. So dumm ist das Volk nicht. Ein engagiertes Auftreten bei einer Naturkatastrophe oder ein “Nein” zu einem unpopulären Krieg eignen sich dazu deutlich besser.

      • J. S. schrieb am 2. Juli 2010 at 18:48 - Permalink

        Löw ist Merkel-Fan. Das hat er in einer Pressekonferenz mitgeteilt.

        Aber mal ganz Offtopic:
        Da ja SPD und Grüne den Linken vorwerfen, dass Gauck nicht gewählt wurde, werde ich die gleiche Argumentationslinie übernehmen. Wenn also die Nationalmannschaft verliert, werde ich das Merkel in die Schuhe schieben.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 18:57 - Permalink

        Günter Netzer war nach eigener Aussage nie der Rebell, zu dem er gemacht wurde. Zum Rebell sein reichen lange Haare und ein Ferrari noch lange nicht aus. Schon gar nicht, wenn man ein waschechter Konservativer ist (wieder O-Ton Netzer).

        Nun, heute wäre der junge Netzer ganz sicher kein Rebell. Damals hatten wir allerdings andere Zeiten. Gegen brav-bürgerliche Konventionen verstieß der langhaarige Discobesitzer damals allerdings schon. Das kann man sich vielleicht heute gar nicht mehr so vorstellen. Neulich kam auf Phoenix mal ein Bericht über die Ära Netzer, bei dem dem Volk einmal mit O-Tönen aufs Maul geschaut wurde – amüsant ;-)

        Auch wenn Berti Vogts als Trainer in der Öffentlichkeit nicht sonderlich gut weg kam, so hat man ihm doch massiv Unrecht getan. Er war der letzte Bundestrainer, mit dem Deutschland einen Titel geholt hat. So schlecht kann er also nicht gewesen sein.

        Mir ist es lieber, die deutsche Mannschaft fliegt in Schönheit im Halbfinale (2006) raus, als dass sie mit defensivem Standfußball Europameister wird. Erfolg ist viel, aber nicht alles.

        • Jörg schrieb am 3. Juli 2010 at 00:01 - Permalink

          Mir ist es lieber, die deutsche Mannschaft fliegt in Schönheit im Halbfinale (2006) raus, als dass sie mit defensivem Standfußball Europameister wird. Erfolg ist viel, aber nicht alles.

          Na, das sind ja ganz tolle Kriterien, um Fußball zu beurteilen.

          Vielleicht sollten wir neben dem Spielergebnis noch eine B-Note einführen, wo so etwas dann einfließen kann.

          • Markus schrieb am 3. Juli 2010 at 00:09 - Permalink

            Na fragen wir doch mal so: Was für ein Spiel siehst du lieber als Zuschauer? Offensivfußball oder 10 Mann hinten und rumstochern?
            Und wodurch verdient der Fußball ausschließlich sein Geld? Etwa nicht durch die Zuschauer?

            • Meinungsherrscher schrieb am 6. Juli 2010 at 13:16 - Permalink

              Am liebsten sieht der Zuschauer Siege der befürworteten Mannschaft alles andere ist sekundär, wenn nicht sogar tertiär. In endlosen Diskussionen wird das zwar immer wieder anders dargestellt, aber worüber sollen die Experten auch sonst nach dem Spiel reden?

        • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 00:35 - Permalink

          @Spiegelfechter

          Mir ist es lieber, die deutsche Mannschaft fliegt in Schönheit im Halbfinale (2006) raus, als dass sie mit defensivem Standfußball Europameister wird. Erfolg ist viel, aber nicht alles.

          Also ich liebe dreckigen Abwehrfussball.

        • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:17 - Permalink

          Nun, heute wäre der junge Netzer ganz sicher kein Rebell.

          Er war auch damals keiner – sondern wurde von den Medien dazu hochstilisiert (nach reinen Äußerlichkeiten). Und von der “falschen” Seite vereinnahmt.
          Das ist jedenfalls seine persönliche Sicht der Dinge!

          Mir ist es lieber, die deutsche Mannschaft fliegt in Schönheit im Halbfinale (2006) raus, als dass sie mit defensivem Standfußball Europameister wird. Erfolg ist viel, aber nicht alles.

          Da habe ich dann eine andere EM gesehen als Du.
          Aber Du bejubelst ja auch den Aufstieg von St. Pauli :D

    3. Shitop schrieb am 2. Juli 2010 at 18:45 - Permalink

      Hallo Jens,

      also zumindest ein Schwabe ist Löw nicht. Der stammt aus dem Wiesental und wohnt jetzt südlich von Freiburg. Beides ist schönstes Südbaden. Von wegen Schwaben, auch wenn es von Norden und Süden so ausschaut.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 18:58 - Permalink

        Ich leiste Abbitte – mit Schwaben, Badensern, Breisgauern und so weiter, habe ich es nicht so ;-)

        Für mich sind das alles Schwaben

        *duckundweg*

        • Tubl schrieb am 2. Juli 2010 at 20:08 - Permalink

          *lol*
          Na ja, die Schweizer denken genauso.

          • Shitop schrieb am 2. Juli 2010 at 20:38 - Permalink

            Deswegen “Süden”. kwt

            • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 00:28 - Permalink

              Manche in Bayern schlagen spaßeshalber vor, diese ganze Gegend eh zu überschwemmen und mit dem Bodensee zu vereinen, damit wir unser eigenes Meer haben. :-)

        • pebell schrieb am 6. Juli 2010 at 08:05 - Permalink

          Der Ausdruck “Badenser” wird hier überwiegend als Beleidigung betrachtet. Badener oder Südbadener wäre regionskompatibler.

    4. Klinke schrieb am 2. Juli 2010 at 19:01 - Permalink

      Die internationale Rezeption des WM-Sieges von 1954 ist nun wirklich nicht von Belang, vor allem das auch hier zu ertragende Blitzkrieg-Gefasel passt gar nicht zum Endspiel. Der Blitzkrieg ging hier wohl eher von den Ungarn aus, die überfallartig der deutschen Mannschaft zwei Tore einschenkten, denen aber zum Schluss doch das Schlachtenglück fehlte.

      @Swenske

      Was ich von diesem Satz halt, sage ich lieber nicht. Könntest Du bitte noch belegen, daß Löw bekennender “Merkel-Fan” ist?

      Vor ein paar Tagen hat der gute Jogi auf einer PK berichtet, wie sehr er und die Mannschaft von Muddi schwärmen.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:21 - Permalink

        Die internationale Rezeption des WM-Sieges von 1954 ist nun wirklich nicht von Belang,

        sportlich nein, politisch schon

        vor allem das auch hier zu ertragende Blitzkrieg-Gefasel passt gar nicht zum Endspiel.

        sportlich nein – es verkörpert aber sehr gut die (verständlichen) Antipathien unser westlichen Nachbarn. Dieser Punkt wird in der deutschen Geschichtsgeschreibung seltsamerweise immer ausgeblendet.

        • Klinke schrieb am 3. Juli 2010 at 01:25 - Permalink

          sportlich nein, politisch schon

          Man sollte aber den Sport Sport und Politik Politik sein lassen. Will man die beiden vermengen, kommt nichts Gescheites raus, sieht man ja zur Zeit bei den Franzosen auch.

          sportlich nein – es verkörpert aber sehr gut die (verständlichen) Antipathien unser westlichen Nachbarn. Dieser Punkt wird in der deutschen Geschichtsgeschreibung seltsamerweise immer ausgeblendet.

          Gut, aber was hätte unsere 54er-Mannschaft denn machen sollen? Extra schlecht spielen und verlieren um unseren Nachbarn zu gefallen. Nene, da ist mir der altbekannte Ausgang schon lieber ;-)

          • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 09:40 - Permalink

            Gut, aber was hätte unsere 54er-Mannschaft denn machen sollen? Extra schlecht spielen und verlieren um unseren Nachbarn zu gefallen. Nene, da ist mir der altbekannte Ausgang schon lieber ;-)

            Natürlich nicht. Dies ist nur eine der Erklärungen, warum Adenauer das Wunder von Bern nicht zu PR-Zwecken genutzt hat. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

        • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:20 - Permalink

          sportlich nein – es verkörpert aber sehr gut die (verständlichen) Antipathien unser westlichen Nachbarn.

          Wenn man danach gehen würde, dann kann uns heute noch der Großteil der Welt nicht leiden.
          Dernn dieser “Blitzkrieg” und “Panzer”-Blödsinn ist noch heute in Zeitungen auf der ganzen Welt zu lesen – selbst nach dem England-Spiel.
          Passt nur nicht so ganz zur Realität……

          • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 09:43 - Permalink

            Wenn man danach gehen würde, dann kann uns heute noch der Großteil der Welt nicht leiden.

            Das ist hierzulande Gemeingut, aber dennoch falsch.

            Dernn dieser “Blitzkrieg” und “Panzer”-Blödsinn ist noch heute in Zeitungen auf der ganzen Welt zu lesen – selbst nach dem England-Spiel.

            Der englische Boulevard ist da schon ein Thema für sich. Das sollte man eh nicht ernst nehmen.

            • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 19:52 - Permalink

              Du solltest Dir vielleicht mal öfter die internationale Presse zu Gemüte führen ;)
              Diese Rhetorik wird längst nicht nur von den englischen Medien benutzt.
              Die sich – im Gegensatz zu anderen Zeitungen – diesmal extrem zurück gehalten haben. Selbst nachdem wir die “Three Lions” mit 4:1 heimgeschickt hatten.

            • Sukram71 schrieb am 4. Juli 2010 at 12:27 - Permalink

              In türkischen Zeitung hab ich (beim Brötchenholen) hier auch was von “Panzer” auf der Titelseite gelesen.

              Aber wenn man so blitzartig nach 3 Minuten ein Tor schießt und die Argentinier anschließend dermaßen überrollt, muss man sich wirklich nicht wundern, wenn ausländische Zeitungen von “Blitzkrieg” und “Panzer” schreiben, um auszudrücken was war …
              Viele andere deutsche Worte kennen die ja auch gar nicht.

              Das kann man dann auch nur noch eines nennen:
              “ausnahmsweise passend und voll zutreffend”. ^^

      • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:12 - Permalink

        Vor ein paar Tagen hat der gute Jogi auf einer PK berichtet, wie sehr er und die Mannschaft von Muddi schwärmen.

        Wenn ein Bundestrainer (diplomatisch) auf einer Pressekonferenz sagt, daß er und die Mannschaft sich über die Unterstützung der Bundeskanzlerin freuen, ist daß etwas anderes als “von Muddi” schwärmen.
        Was soll er denn sonst sagen, wenn er a) seinen Job behalten will und b) unnötiges Theater von der Mannschaft fern halten will?

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 09:51 - Permalink

          a) Wir sind doch hier nicht in Nigeria, wo der Trainer die Regenten lobpreisen muss
          b) Das war viel mehr, als eine bloße Höflichkeit – schau doch mal in der ZDF-Mediathek nach. Mich hat es dabei gefröstelt.

          • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 19:55 - Permalink

            Das ist doch Unfug.
            Nebenbei bemerkt – das sind Sportler, keine Politiker. Ich halte es nach wie vor für absolut unzulässig, da irgendetwas reinzuinterpretieren.
            Das ist Kaffeesatzleserei – sonst nichts. Auf demselben Niveau wie unsere “Qualitätsmedien”.

    5. f.luebberding schrieb am 2. Juli 2010 at 19:09 - Permalink

      Hat die Mannschaft eigentlich schon einmal verloren, wenn Merkel dabei war? Im Halbfinale gegen Italien 2006. Dann soll sie wegbleiben, im Halbfinale. Ich habe mir in europäischer Solidarität auch schon ein Italien Trikot gekauft. Das passt auch ganz gut, die Beweglichkeit der italienischen Senioren ist mit meiner fast vergleichbar und vom Alter passt es auch, wenigstens fast … . Also ich finde das gut, wenn Merkel morgen auf der Tribüne sitzt. Wenn unsere Mannschaft verlieren sollte, was ich nicht glaube, dann ist doch die Konsequenz offensichtlich: Die Bundeskanzlerin taugt noch nicht einmal mehr als Maskottchen. Ganz klar, sie muss dann zurücktreten. Ich weiß also nicht was es hier über die Reise zu meckern gibt.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:22 - Permalink

        Ich habe mir in europäischer Solidarität auch schon ein Italien Trikot gekauft. Das passt auch ganz gut, die Beweglichkeit der italienischen Senioren ist mit meiner fast vergleichbar und vom Alter passt es auch, wenigstens fast …

        *g*

        Und Du hast es jetzt sicherlich im Sonderangebot bekommen ;-)

        • f.luebberding schrieb am 3. Juli 2010 at 08:20 - Permalink

          Ganz klar. Ich wollte als alter Gaullist auch ein Frankreich Trikot bekommen: Gab es aber bei uns nicht. Zu wenige Franzosen. Nur ein oranges Trikot kommt nicht ins Haus. Das alte Thema Erbfeindschaft …. .

      • Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 00:49 - Permalink

        Ganz klar, sie muss dann zurücktreten.

        Zu früh, Kollege, zu früh ;-) Madame muß schon noch bis zum Frühjahr durchhalten, damit auch die Partei ordentlich Schaden nimmt :-D

        Und “meckern”? Bitte auf eigene Rechnung (zur Not mit Miles and More) und unter Urlaubnahme, den sie ist nicht in offizieller Funktion dort. So einfach, so bitter und meine Verbundenheit zu Jens ist da dann nicht von Bedeutung.
        Aber ich sehe ja Deinen ungeschriebenen Smiley, weshalb ich mir den “Neid-”Nachsatz für Dich schenken kann :-)

    6. Dr.Evil schrieb am 2. Juli 2010 at 19:10 - Permalink

      Was würdet ihr denn zum Besuch Merkels sagen, wenn ihr als Bundestrainer auf einer Pressekonferenz dazu gefragt werdet?

      Wie in der Politik. Um den heisen Brei herumreden und bloss nicht die eigene Meinung sagen, sondern alle Fragen positiv beantworten ;) Das ist das was Jogi getan hat, meiner Meinung nach.

      • Klinke schrieb am 2. Juli 2010 at 19:15 - Permalink

        Ich befürchte aber, Jogi meint das ernst. Er hat aber auch keinerlei politische Ambitionen, da kann ich mir dann schon vorstellen, dass Mutti in diesen Fällen sehr umgänglich ist.

        • Shitop schrieb am 2. Juli 2010 at 20:40 - Permalink

          Jogi bezieht wohl seine politischen Information aus der Wild & Belt.

          • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:26 - Permalink

            Da kriegen manche hier wohl auch Ihre Informationern über die politische Einstellung des Bundestrainer her….

            Ich warte immer noch auf eine Quelle, daß Löw “bekennender Merkel-Fan” ist.
            Und CDU-Wähler (wobei ich selbst da unsicher bin) ist nicht gleich “Merkel-Fan” und Pressekonfenzen in seiner Eigenschaft als Bundestrainer taugen auch nicht…..

            • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 09:54 - Permalink

              Der Jogibär

    7. wawerka schrieb am 2. Juli 2010 at 19:11 - Permalink

      “mit Marco Bode beendete im Jahr 2002 der letzte kritische Denker seine Laufbahn in der Nationalmannschaft.”

      Dem würde ich dann doch mal widersprechen: Auch Jens Lehmann war ein kritischer Kopf (Ausnahme: seine eigene Person) und Thomas Hitzlsberger ist es ebenfalls (wie das lange Interview mit ihm im aktuellen “11 Freunde”-Heft beweist.)

      Des Weiteren finde ich den Trip von Angela Merkel nach Süd-Afrika deutlichst überflüssig. Zwar spielen die geschätzten 200.000 € Kosten bei dem Defizit des Bundeshaushalts auch schon keine große Rolle mehr, aber es ist doch eine Geste, die die Ignoranz der hohen Politik zeigt. Wer “sein Volk” zum Sparen aufruft, sollte selbst mit gutem Beispiel voran gehen, auch wenn es nur symbolisch ist.

      Kohl ist damals (meiner Erinnerung nach) immerhin erst zum Finale nach Mexiko eingeflogen, Merkel plant ja dem Vernehmen nach weitere Reisen nach Süd-Afrika zu einem eventuellen Halb- bzw. Finale.

      Und Handycap schreibt sich mit “i”. (Sorry, soviel Klugscheißerei musste sein;-)) Allein schon wegen des “Schwaben” Löw….

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:28 - Permalink

        Das Interview mit Hitzelsberger kenne ich leider nicht. Wer mir auch sehr gut gefallen hat, was Sebastian Deisler, dessen Interview (ZEIT? Süddeutsche?) ganz hervorragend die Maschinerie hinter dem “Volkssport” offenbart. Für einen so jungen Mann, sind dies wahrlich weise Worte.

        Ich will den Jungs übrigens auch gar keinen Vorwurf machen. Was soll ein 20-Jähriger, der die letzten vier Jahre in Internaten verbracht hat, denn auch über das Leben wissen? Das ist schon ok. Im Großen und Ganzen sind mir die Jungs schon sympathisch. Ein Marco Bode war da wohl eine Ausnahmeerscheinung ;-)

      • Markus schrieb am 2. Juli 2010 at 23:55 - Permalink

        Und, spielt Thomas Hitzlsperger bei dieser WM? q.e.d.

        • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:29 - Permalink

          Geht’s nicht noch blöder?

          Oder habe ich die “Ironie-Tags” übersehen?
          Dasß Hitzlsperger nicht spielt, hat er nur Markus Babbel (dem meist-überschätzten VfB-Trainer seit langem) und sich selbst zuzuschreiben.

          Seine persönlichen Ansichten haben da wohl eher weniger mit zu tun als mangelnde Spielpraxis….

    8. goldman sachs schrieb am 2. Juli 2010 at 19:17 - Permalink

      @spiegelfechter,

      Selbst Merkel-Kritiker können sich nicht dagegen wehren, bei ihrer kindlich-kitschigen Knuddel-Inszenierung die Lippen zu einem zarten Lächeln zu formen: Ach wie süß sich Mutti doch freut.

      Bundespräsident Theo Zwanziger klärte mit zartem Lächeln: „Egal was auch immer am Kap der guten Hoffnung passiert, „Jogis Mädchen“ Angela Merkel bleibt bis 2013 unsere Trainerin. Das ist völlig unabhängig davon, ob wir bei der EM weiterkommen oder ausscheiden, wovon ich ausgehe. Es gibt jetzt keine Alternative zu „Jogis Mädchen“ mehr. So ist mal das TINA-Prinzip.“
      http://www.neosprech.de/wiki/index.php/TINA-Prinzip

      Theo Zwanziger enthüllte weiter mit zartem Lächeln, nach Verfassen einer Enthüllungsstory zu „Jogis kindlich-kitschiges Mädchen“ habe ein deutscher Journalist mit Hilfe einer Bombendrohung versucht, einen Flug mit „Jogis Mädchen“ zur Fußball-Europameisterschaft nach Kapstadt doch noch zu bekommen. Als das Bodenpersonal ihm mitteilte, er könne „Jogis Mädchen“ … ähh … den Flieger nicht mehr besteigen, habe der Mann bei der Polizei angerufen und erklärt, in der Maschine befinde sich eine Bombe. Der Journalist erläutert später, er habe mit Bombe ja nur „Jogis kindlich-kitschiges Mädchen“ gemeint. Er sei kurz nach seiner anonymen Bombendrohung erneut am Schalter erschienen und habe gesagt, er habe auf den Anzeigetafeln gelesen, dass die Maschine mit „Jogis Mädchen“ noch nicht startbereit sei. Dies war aber auf den Anzeigetafeln des Flughafens noch nicht bekannt gegeben worden. Sein Handy habe ihn schließlich als Anrufer der Bombendrohung enttarnt.

    9. Truvor schrieb am 2. Juli 2010 at 19:19 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Was hat Demokratie mit Fußball zu tun ?

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:29 - Permalink

        Viel ;-)

        • Truvor schrieb am 2. Juli 2010 at 23:35 - Permalink

          A-ha ! :-)

          • Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 00:52 - Permalink

            Vergiss Jens, wenn es um Fußball geht – er ist da nicht zurechnungsfähig ;-)

            • Truvor schrieb am 3. Juli 2010 at 01:23 - Permalink

              Danke für die Vorwarnung, Frank :-)

    10. Xenocrates schrieb am 2. Juli 2010 at 19:37 - Permalink

      Zahlreiche prominente Mitglieder der Linkspartei hatten bei der WM im eigenen Land erhebliche Probleme mit dem “Deutschland-Hype”. Katja Kipping mochte gar die deutsche Mannschaft nicht speziell anfeuern, das Problem, dennoch nicht völlig tatenlos zusehen zu müssen, löste sie ihrer Meinung nach auf eine elegante Art und Weise: sie unterstützte jeweils die angreifende Elf – für eine Linke eine nicht völlig unproblematische Lösung.

      Und dann war da noch die diese Woche eingegangene Petition beim Deutschen Bundestag. Man möge doch dafür Sorge tragen, dass den Engländern nachträglich das nicht gegebene Tor anerkannt würde, die Deutschen hätten sich 1966 auch über eine solche Fairplay-Geste gefreut. Liebe Nicht-Fußball-Fans: Auch das letzte Tor der Engländer zum 4:2 Endstand war irregulär, da sich zu dem Zeitpunkt bereits zahlreiche freudetrunkene Insulaner auf dem engen Spielfeld befanden. Deutschland verlor für die Fußball-Historiker also 2:2.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:33 - Permalink

        Ja, das Verhältnis der Linken zum Fußball ist bestenfalls lächerlich. Ich kann mich noch an das Jahr 2006 erinnern, als es in meiner Heimatstadt im Stadtrat um die Bereitstellung öffentlichen Raums für das Public Viewing ging. Die hiesige Linke hat dagegen gestimmt, weil der WM-Ball angeblich in Pakistan von Kindern genäht wurde. Jo mei, damit gewinnt man natürlich Stimmen und handelt genau im Sinne der eigenen Wähler … Kapserletheater. Seit diesem Zeitpunkt war mir klar, dass ich mich nie bei dieser Partei auf lokaler Ebene engagieren würde.

        • Markus schrieb am 3. Juli 2010 at 00:04 - Permalink

          Wir hatten damals die WM an der Universität im Studierendenhaus übertragen (vom AStA aus) und für die – ich sag mal – Linksaußen war es da auch unerträglich und schon ein Zeichen für eine Rückkehr des Faschismus, wenn Deutschland angefeuert wurde. Man kann es auch übertreiben …

        • f.luebberding schrieb am 3. Juli 2010 at 08:41 - Permalink

          Diese Verklemmtheit ist wirklich lächerlich. Also in meiner Sozialisation gibt es ein traumatisierendes Ereignis: 1974 in Hamburg ausgerechnet gegen die Spalter aus der DDR verloren zu haben. Da war es auch nur ein begrenzter Trost, dass Heide Rosendahl zwei Jahre vorher in München Renate Stecher abgehängt hatte. Beim Fußball gibt es eben keine Entspannungspolitik. Aber zum Glück dauert das Spiel auch nur 90 Minuten, oder maximal 120 Minuten plus unser Sieg im Elfmeterschießen. Das sollte man einmal den Linken erklären.

    11. Kalle schrieb am 2. Juli 2010 at 19:43 - Permalink

      Von mir aus kann ruhig etwas von Jogis Glamour ( http://www.youtube.com/watch?v=jRVXSHVI494 ) auf Angie abfärben. Das passt schon ganz gut.

    12. Tohrwarth bei Schneemann bei 48, schrieb am 2. Juli 2010 at 19:52 - Permalink

      Na Jens, zu Löw hättest ruhig ein paar erläuternde Worte verbraten dürfen, ist das der neue Mittelfeldstürmer?

      Und die Väter

      Adenauer und Herberger, das waren knorrige Patriarchen, die in ihrer Gestalt das junge alte Deutschland, gefangen zwischen Nationalsozialismus und Wirtschaftswunder, verkörperten.

      des ersten deutschen Schießbefehls läßt auch recht milde im Abendsonnenglanz erstrahlen. Kurt Schuhmacher definierte den einen einst treffsicher als ‘Kanzler der Alliierten.’

    13. DerFlaschengeist schrieb am 2. Juli 2010 at 20:21 - Permalink

      Weiss garnicht, wo diese Verwunderung herkommt…
      Klar macht Merkel einen auf Fussballfan, wenn alle Bürger auch auf dem Trip sind. Wie sonst soll sie denn noch Sympatien sammeln? Durch ihre Politik ja sicher nicht. das weiss sie ganz genau denn Dummheit kann man ihr kaum unterstellen. Wenn also der ganze Saal grölt, dann grölt man eben mit um zu zeigen “ich gehöre auch zu euch”.

      Ich zieitere hier mal aus dem Artikel 13 der NDs von heute:
      “Die Bundesfamilienministerin wünscht eine Fortdauer des anlässlich der Fußball-WM erstarkenden Nationalismus in der deutschen Bevölkerung. Das “Schöne an der Weltmeisterschaft” sehe sie vor allem darin, “dass ein unverkrampfter Patriotismus möglich” sei, erklärt Kristina Schröder im Hinblick auf die dominierende Präsenz von Deutschlandfahnen aller Art in der Öffentlichkeit. Sie hoffe nun, dass “dieses Gefühl auch über die WM hinaus” bestehen bleibe.”

      Na logo wünschen sich das alle…Brot und Spiele für das Volk, damit keiner mehr so genau auf die Politik und die desaströsen entscheidungen schaut (was ja auch tatsächlich passiert). Der Mob is abgelenkt und kommt nicht auch nur annähernd auf die Idee zu demonstrieren.

      Wer will denn jetzt etwas von Merkel über den Afghanistankrieg hören? Oder über Beitragserhöhungen der Krankenkassen? Nein, dann doch lieber mit der Masse “Deutschland Deutschland” mitgrölen und nicht weiter auffallen.
      Nee ne, Merkel macht das schon wie gewohnt sehr geschickt. Politische Klippen ignorieren und dafür lieber das Augenmerk auf “angenehmere” Dinge lenken.
      Bundespräsidentenwahl? Ach was…morgen spielt Deutschland gegen Argentinien!!!

      Im Ernst.
      Was den alten Römern recht war, ist heute auch noch billig…und es funktioniert ebenso gut, wie vor 2000 Jahren. Wenigstens haben die Tierschützer einen Meilenstein erreicht. Die Löwen im Zirkus sind jetzt keine Echten mehr. Sie tragen Anzug und Krawatte..und sind sogar manchmal Staatsoberhäupter.

      In diesem Sinne….

      • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:35 - Permalink

        Na logo wünschen sich das alle…Brot und Spiele für das Volk, damit keiner mehr so genau auf die Politik und die desaströsen entscheidungen schaut (was ja auch tatsächlich passiert). Der Mob is abgelenkt und kommt nicht auch nur annähernd auf die Idee zu demonstrieren.

        Mir wäre nicht bewußt, daß die Zustimmung zu Schwarz-Geld durch die WM zugenommen hätte… Die Umfragewerte sind nach wie vor katastrophal.
        Und mit demonstrieren ist es in Deutschland seit den 80ern generell nicht mehr weit her – WM hin oder her.

        Und auch die geplante Beitragserhöhung zur Krankenversicherung wird registriert (trotz WM) – genau wie 2006.

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 10:02 - Permalink

          Das ist doch auch nur ein weiteres dümmliches Vorurteil aus dem “verkrusteten” Teil der Linken. Die Leute, die mit Fähnchen die deutsche Mannschaft anfeuern, sind so, wie sie sind: Wer Merkel politisch kritisisert, tut auch das, wenn Deutschland Weltmeister werden sollte. Wem Politik egal ist, der geht wiederum auch nicht auf die Strasse, wenn keine Fußball-WM ist.

          Ich kann mich da noch an 2006 erinnern – ich glaube, es war das Spiel gegen Polen. Da standen Deutsche und Polen gemeinsam beim Public Viewing und buhten erst mal ganz fröhlich, als die Kamera auf unsere Mutti ging. Mich hat´s gefreut ;-)

    14. Egon schrieb am 2. Juli 2010 at 20:43 - Permalink

      Einen Badener als Schwaben zu bezeichnen… ;)
      So haben schon Kriege angefangen.

      • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 09:37 - Permalink

        Zu recht…. :D

    15. besuch schrieb am 2. Juli 2010 at 21:03 - Permalink

      Das Protokoll gestattet der Kanzlerin zwar, zum Finale nach Kapstadt zu fliegen;

      Dann wird es eben das Finale, zumindest für die Deutschen. 3:1 verloren und die Kanzlerin, in Fankreisen ab morgen “Gauckeley” (sic) genannt ist schuld, weil sie nicht warten konnte. So naht ihr erstes Popularitätstief…

      Schönes Gartenglotzen wünscht

      der besuch

    16. Ralf Bendrath schrieb am 2. Juli 2010 at 22:32 - Permalink

      Nur zur Info: Daniel Cohn-Bendit weist im FR-Interview richtig darauf hin, dass Multikulti bereits massiv innerhalb der deutschen Nationalmannschaft angekommen ist. Daher haben ja dieses Mal auch so viele Neonazis Probleme damit, die deutsche Elf zu unterstützen, hihi. Merkel und Löw hin oder her.

      • Spiegelfechter schrieb am 2. Juli 2010 at 22:38 - Permalink

        Ja – auf jeden Fall. Es ist ja auch nur folgerichtig, dass Deutschland endlich dieses Potential nutzt – die Niederlande und Frankreich haben es schließlich vorgemacht. Dennoch wird auch ein Herr Cohn-Bendit (der wollte übrigens Iran von der WM 2006 ausschließen!) eher nach Canossa gehen, als die deutsche Mannschaft anzufeuern. Das ist nun mal ein “grünes No Go” ;-)

        • Klinke schrieb am 3. Juli 2010 at 01:29 - Permalink

          Sind die Grünen jetzt wirklich so verklemmt? Wie schaut es dann bei den Grünen in unseren Nachbarländern aus, halten die auch nur zu politisch vertretbaren Mannschaften?

        • Ralf Bendrath schrieb am 4. Juli 2010 at 15:47 - Permalink

          Ich werd mal sehen, für wen er am Mittwoch jubelt. Die Grünen im EP haben extra die Fraktionssitzungen vorverlegt, um Dienstag und Mittwoch die Spiele sehen zu können. :-)

      • Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 01:58 - Permalink

        Ehrlich? Welcher Hahn kräht danach, was der Bandit sagt? Dany ist längst dort angekommen, wo er schon immer gern gewesen wäre ..

    17. Cobra liberaleusis schrieb am 2. Juli 2010 at 23:57 - Permalink

      @SF

      Viel aufhebens um eine uckermärkische Trulla und einen ahnungslosen Gehilfen.

      Für die Zeit des Erwachens aus der kollektiven Besinnungslosigkeit nach der WM:

      …Lasst nicht die roten Hähne flattern, ehe der Habicht schreit…

      (Bemerkenswerte Kryptologie, für diese Zeit!)

      Liedgut von Franz Josef Degenhardt über einen berühmten Badenser, allerdings einem viel bedeutungsvolleren als Jogi Löw es jemals werden könnte…

      http://de.wikipedia.org/wiki/Jo%C3%9F_Fritz

    18. v. Altzheimer sen., Bonn schrieb am 3. Juli 2010 at 00:38 - Permalink

      @ Fiegelspechter

      Vorsicht junger Mann – das mit dem Politputsch gegen Äntschie (“ain´t she”) wird auch nur was, wenn DEUTSCHLAND morgen torlos ausscheidet nachdem Diegos Argentinos sie zwei Halbzeiten lang anne Wand gespielt ham – die Frau bricht dann noch auffer Ehrentribüne zusammen, war zuviel Stress für sie die letzten Wochen, ist halt auch nicht mehr die jüngste, soll gleich ins BuWe-Krankenhaus Koblenz ausgeflogen werden – und dann wird´s spannend, schaunwer mal was passiert und ob die Hessenkochtruppe wirklich an alles gedacht hat … spätestens montagnachmittag wissen WIR ALLE dann wo´s längs geht;-)

      • Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 01:56 - Permalink

        Alkeimer – davon träumst Du aber nur feucht ;-) Die Merkelin muß noch bis zum Frühjahr durchhalten, um die Niederlage komplett zu machen, denn nur dann besteht die Chance, daß Rot-Grün sich wieder desavouieren darf.

        Irgendwie erinnert mich das alles an Ping-Pong …

    19. JayAr schrieb am 3. Juli 2010 at 01:15 - Permalink

      “Fußball war damals noch ein proletarisch gefärbter Volkssport…”

      Und heute nicht oder wie?

      • Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 01:52 - Permalink

        Fußball ist ein Proletensport :-P

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 10:05 - Permalink

          Das ist heute eher die Playstation ;-)

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 10:04 - Permalink

        Nö – bei Ticketpreisen um die 50 Euro ist es der Spitzenfußball sicher nicht mehr ;-)

        • JayAr schrieb am 4. Juli 2010 at 16:01 - Permalink

          Man kann auch mit viel Geld Prolet sein

    20. Frank Benedikt schrieb am 3. Juli 2010 at 01:48 - Permalink

      @ Truvor, #9.last:

      Danke für die Vorwarnung, Frank :-)

      Stets gerne, mein Guter :-) Danke für die Links neulich zu Kirgistan. Leider haben alle Leute vor Ort, die ich um nähere Information bat, um was “Handfestes” darüber schreiben zu können, bisher nicht geantwortet :-(
      Das frustriert mich, denn erst wurde um Aufmerksamkeit gebeten, meine Kollegen haben sich eingeschaltet, ich mich auch – und dann ist plötzlich Funkstille.

      Ich hätte da drei Leute vor Ort: zwei Blogger, die auch schon Jens Auskunft gaben, und einen “exklusiven” Mitarbeiter der GTZ in Bischkek. Es kommt aber leider nichts zurück …

      *seufz*
      Frank

      • Truvor schrieb am 11. Juli 2010 at 01:28 - Permalink

        @ Frank Benedikt

        Hallo Frank !
        Habe etwas zu Kirgisstan für Dich: http://www.apn.ru/publications/article22982.htm

        • Frank Benedikt schrieb am 11. Juli 2010 at 01:37 - Permalink

          Danke, Truvor!
          Da werde ich wohl einen Übersetzer anwerfen müssen, da ich zwar Anfang der Neunziger mal versucht habe, Russisch zu lernen, aber faktisch nichts hängengeblieben ist.

          Schönen Sonntag Dir
          Frank

          • Truvor schrieb am 12. Juli 2010 at 01:24 - Permalink

            @ Frank Benedikt

            Hallöchen nochmals !

            Habe eine informationsreiche Seite, zum Thema Kirgisstan, für Dich entdeckt: Ein Artikel http://www.freedolina.net/hero/95-geroi-osha.html daraus.

            Wünsche Dir (allen Anderen selbstverständlich auch) Glück und Gesundheit !

            • Frank Benedikt schrieb am 12. Juli 2010 at 11:32 - Permalink

              Dank Dir vielmals und auch Dir alles Beste :-)

              Frank

    21. jan schrieb am 3. Juli 2010 at 02:16 - Permalink

      handycap? – wohl eher nicht. falls das ein witz sein sollte hab ich ihn wohl nicht verstanden.

    22. Kaffee ole schrieb am 3. Juli 2010 at 04:28 - Permalink

      Die aktuelle Regierung ist so schlecht und so kaputt, dass dieser nicht einmal der Weltmeister-Titel helfen koennte!

    23. ZwischenSpeicher schrieb am 3. Juli 2010 at 09:28 - Permalink

      Nicht nur Merkel kocht da mit der Fußballweltmeisterschaft gerade ihr politisches Süppchen. Gestern im ZDF-Heute-Journal dachte ich, was ist denn nu los. Der Kleber leitete einen Beitrag ein mit “Deutschland liegt in einem Bereich der Bildung an der Spitze” … gemeint war der Fußball. Dann kam ein Loblied auf die Reformen im Fußball seit den Zeiten von Horst Hrubesch und was Reformen doch so alles Tolles bewirken können. Ein schönes Beispiel für Reformkommunikation, für die es ja hierzulande neuerdings sogar Lehrstühle gibt..

    24. Omom schrieb am 3. Juli 2010 at 10:31 - Permalink

      Der Löw-Millionärsverein, vor allem der den teutonischen Jung-Siegfried mimende Schweinsteiger, dürfte in seiner großen Mehrheit tatsächlich Fan der schwarz-gelben Wespenkoalition und vor allem des Hosenanzugs aus der Uckermark sein. Vor allem Schweinsteiger (hatte mal gelesen, Merkel und Schweinsteiger würden regelmäßig miteinander telefonieren) möche wohl das leicht ramponierte Merkel-Image aufpolieren. Die Löw-Millionärsbuben sehen in Schwarz-Gelb wahrscheinlich ihre “natürlichen” Interessenvertreter.

      Zum Thema Fußball und Nationalismus siehe auch German Foreign Policy: “Ein Stück Volksverdummung”:
      http://www.german-foreign-policy.com/de/fulltext/57847

      “Die Folgen des gern als “Partypatriotismus” verharmlosten Fußball-Nationalismus hat schon Ende 2006 eine wissenschaftliche Analyse nachgewiesen, die von dem prominenten Soziologen Wilhelm Heitmeyer publiziert worden ist. Wie die Autoren belegen, ist während der Fußball-WM 2006 ein “Anstieg des Nationalismus” zu verzeichnen gewesen; dabei führe die “nationale Identifikation mit Gesamtdeutschland” ungebrochen zu einer Abwertung etwa von Migranten. Heitmeyer zufolge ist die These, die Fußball-WM habe einen “toleranten Patriotismus” hervorgebracht, “gefährlicher Unsinn, ein Stück Volksverdummung”. Die Autoren der Analyse warnen ausdrücklich, es sei “in jedem Fall … davon abzuraten, das Land … unter Mithilfe der Massenmedien mit Identitäts- und Patriotismuskampagnen zu überziehen”. Der “Vorwurf eines mangelnden Patriotismus”, heißt es weiter, könne sogar “zum innergesellschaftlichen Kampf- und Ausgrenzungsbegriff werden”. (…)
      Bereits 2006 urteilte der Soziologe Wilhelm Heitmeyer, mit Hilfe des von Politik und Medien kräftig geförderten Nationalismus sollten “jene Angehörige der Mehrheitsgesellschaft emotional wieder integriert werden, die andererseits sozial desintegriert worden sind”. Erst kürzlich hat das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) in einer detaillierten Studie belegt, dass die Kluft zwischen Arm und Reich in Deutschland deutlich wächst und eine Spaltung der Gesellschaft erkennbar wird.”

      Der Nationalismus wird von unseren “Eliten” in Politik, Medien und Wirtschaft gezielt missbraucht, um über die Methode “Brot und Spiele” ungestört Interessenpolitik in eigener Sache zu betreiben. Bereits während der Fussball-Weltmeisterschaft 2006 schrieb Matussek (Spiegel), die Politik solle die nationale Begeisterung nutzen, um der Bevölkerung “schmerzliche Einschnitte” abzuverlangen.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 10:37 - Permalink

        Fußball-Nationalismus? Was für ein Schmarrn. Wenn die Deutschen den Deutschen Özil, Cacao, Boateng, Khedira, Podolski und Klose (klingt deutsch, ist aber in Polen geboren) zujubeln, soll dies Migranten heabsetzen? Ich glaube der gute Herr Professor sollte man sein steriles Studierstübchen verlassen und Feldforschung betreiben ;-)

        • Omom schrieb am 3. Juli 2010 at 11:05 - Permalink

          @Spiegelfechter

          Das hatte der “gute Professor” 2006 getan. Es gab damals in der Frankfurter Rundschau einen Artikel, in dem die Umfrageergebnisse zu rechten Einstellungne vor und nach der Fussball-WM genannt wurden. Der Link zu diesem Artikel funktioniert jedoch nicht mehr. Die Daten wurden kurz vor dem WM-Beginn und kurz nach dem WM-Ende erhoben. Die nationalistischen Einstellungen waren in diesem Zeitraum massiv angestiegen. Von wegen “toleranter Party-Patriotimus”!
          Nach dem England-Spiel hatte ich in Frankfurt das zweifelhafte Vergnügen, arrogant-nationalistischen Spüchen von “Deutschland-Fans” lauschen zu dürfen. Was da an nationalistischer Fäkalsprache abgesondert wurde, ist in meinen Augen erschreckend. Solche Sprüche werden von unseren “unabhängigen” und “überparteilichen” Medien jedoch nicht publiziert. Das könnte ja Zweifel an der ganz unpolitischen “Party”-Stimmung aufkommen lassen. Würden unsere Medien über das “Fan”-Treiben rund um den Fussball genauso berichten, wie sie das bei Demonstrationen z.B. gegen das schwarz-gelbe Sparpaket tun (dort instrumentalisieren sie jede “gewaltsame Ausschreitung”, um das eigentliche Anliegen der Demonstrationsteilnehmer in Misskredit zu bringen), dann würde es von negativen Meldungen zum “Fan”-Geschehen in unseren Medien nur so hageln.
          Ein Beispiel: Ein Bekannter hatte während der Fußball-WM 2006 ein Spiel der deutschen Mannschaft besucht. Nach dem Spiel kam es rund um den Bahnhof zu massiven Ausschreitungen und Schlägereien zwischen deutschen Hooligans und den Hooligans der gegnerischen Mannschaft. Der Bahnhof musste komplett geperrt werden, so daß er auf anderem Wege wieder nach Hause fahren musste. In den Medien war damals von diesen Ausschreitungen meines Wissens nichts berichtet worden. Wäre das bei einer Demo gegen Schwarz-Gelb passiert, dann hätten die Medien das massiv ausgeschlachtet.

          • Klinke schrieb am 3. Juli 2010 at 11:56 - Permalink

            Herabwürdigungen der gegnerischen Mannschaft und Hooligan-Attacken kommen auch im normalen Vereinsfußball vor. Daraus kann man nun wirklich nichts ableiten.

        • Rossi schrieb am 12. Juli 2010 at 14:20 - Permalink

          @SF: Also so widersprüchlich ist das nun auch wieder nicht. Man kann durchaus einen Özil, Cacao, Boateng, etc gut finden, trotzdem aber insgesamt etwas gegen Ausländer haben. Die Herren Fussballer sind dabei dann halt einfach nur eine positive Ausnahme. Der Rest bleibt aber im Weltbild nach wie vor der Kanacke, Neger oder allgemein Asylant, die zusammengefasst das Pack der grossen faulen Schmarotzer bilden, die uns allen nur unseren schönen Wohlstand rauben wollen.
          Das kann ich zwar zugegebenermassen nicht mit Zahlen belegen, aber meine Erfahrungswerte sind da leider nicht sehr positiv. “Schön” anzuhören sind in der Hinsicht übrigens auch immer wieder Geschichten von meiner Freundin, die selbst Ausländerin ist, der man das aber weder ansieht noch anhört. Wenn ihre Gesprächspartner dann erfahren, dass sie keine Deutsche ist, dann kommt immer das ganzzzz dolle “Ja aber SIE meine ich damit natürlich nicht…”.
          Dabei würde ich allerdings trotzdem nicht so weit gehen zu behaupten, dass jeder, der den Klassiker “Ich habe ja eigentlich nichts gegen Ausländer, aber…” Spruch abläßt direkt zur rechten Szene zu zählen ist, aber unterschwellige Fremdenfeindlichkeit ist imo keineswegs so selten wie die Wählerzahlen der Rechten vermuten lassen würden.

      • Xenocrates schrieb am 3. Juli 2010 at 10:56 - Permalink

        Vielleicht sollte der Professor tatsächlich echte Feldforschung betreiben und dazu ausländische Presseerzeugnisse heranziehen. In den Medien bis hin zur alterwürdigen Times und dem Time Magazine war man entsetzt, zu welchem Rückfall in längst überwundene nationale Überhöhung es in Deutschland während der Fußball-WM kam. Geschockt konstatierte man: so fröhlich und ungezwungen (ergo: nicht typisch deutsch) habe man die Teutonen noch gar nicht gekannt. Der Professor wahrscheinlich auch nicht oder der damalige heiße Sommer (selbst Petrus hat auf das Volk in der Mitte Europas Rücksicht genommen!) hatte zu einigen schädlichen Gehirnaussetzern geführt.
        P.S.: Jede der angetretenen Nationalteams war für sich ein Millionärsverein. Meines Wissens kassiert Didier Drogba beim Club des russischen Milliardärs Abramowitsch Chelsea London nicht nur Bananen…

        • Omom schrieb am 3. Juli 2010 at 11:09 - Permalink

          Daß es sich bei den Teams der anderen Staaten auch um Millionärsvereine handelt tut überhaupt nichts zur Sache! Es ging mir lediglich darum zu sagen, daß dieser Millionärsverein in Schwarz-Gelb seinen “natürlichen” Interessenvertreter sieht.

          Ansonsten verweise ich auf meinen Kommentar vom 11.05 Uhr.

          • Xenocrates schrieb am 3. Juli 2010 at 13:11 - Permalink

            Dann ist das so eine Nullaussage. Denn ebenso ließe sich das auf Bill Clinton / Obama zum US-Team, von Nigerias Staatspräsidenten, Nicolas Sagozy … ich werd’ einfach nicht fertig. Jedenfalls ließe sich das 1:1 anwenden und eine besondere Spezialität zur derzeitigen Bundesregierung lässt sich nicht aufzeigen.

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 17:02 - Permalink

          Ich finde es herzlich egal, ob die Jungs mit Bannanen oder Millionen gefüttert werden. Warum sollte nicht auch Jungmillionäre eine gute Leistung bringen? ;-)

          • Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 08:35 - Permalink

            Es geht nicht darum, ob die Jungmillionäre gute Leistung brngen oder nicht, sondern darum, daß die WM ganz gezielt genutzt wird, dem Neoliberalismus neuen Auftrieb zu geben (passt doch gut zur “Exportweltmeisterschaft”, der “Standortwettbewerb” usw.). Laut Löw sind alle deutschen Spieler Merkel-Fans. Wird ansonsten die “Eigenverantwortung” gepredigt und gefordert, jeder müsse “seines Glückes Schmied” sein, so wird ausgerechnet beim Fussball das “Wir” in den Vordergrund gespielt. Über das Spielen der nationalen Karte wird versucht, die zunehmende gesellschaftliche Spaltung zuzukleistern.

            Hier noch ein Auszug aus Ad Sinistram (“Gebt, damit wir nehmen können”):

            http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/06/gebt-damit-wir-nehmen-konnen.html

            “Vorgabe war, dass ihr die Massen toll macht; ihr solltet einen nationalen Massenrausch für Arme inszenieren, damit wir denen – den Armen – ungestört in die Taschen fassen können. Der soziale Friede braucht den Suff, er kann nur im trunkenen Milieu gedeihen. Und ihr entzieht denen die Trunkenheit und uns die zahme Gemütslage. Bemüht euch, kämpft, marschiert – die Medien warten nur auf das Spektakel. … Ihr spielt und rackert für die Krone des deutschen Gezüchtes. Für Konzernbosse, Manager und Unternehmerfamilien! Für sie beackert ihr die südafrikanischen Felder, für sie müßt ihr weiter, noch weiter, weit kommen und den nationalen Rausch entfesseln. Der Pokal ist nur Firlefanz, denn der wahre Grund eures Engagements sind die Eigenheime und Pools, die Karossen und Yachten unserer Klientel – Heim und Hof jener Damen und Herren verteidigt ihr auf der südlichen Erdhalbkugel! … Wir wollen sparen – aber nicht am Rausch, nicht am nationalen Delirium. Dort sind wir gerne großzügig – nur dort wo man generös große, pathetische Gefühle wachkitzelt, kann man auch großzügig im Sozialwesen sparen. Erst muß man geben und dann nehmen – einen Staat zu leiten heißt immer Geben und Nehmen. Ihr gebt, damit wir nehmen können!”

            • Fian schrieb am 5. Juli 2010 at 11:39 - Permalink

              @Omom:

              Meinen Respekt!

              Das ist so ziemlich das Dümmste, was ich hier je gelesen habe! Und es ist bestimmt nicht leicht, diesen Platz zu erlangen – Glückwunsch!

              Eigentlich müsste ich jetzt fairer weise auf einzelne Kritikpunkte eingehen, aber bei derart viel dummes Zeug, würde es hier den Rahmen sprengen. Zudem ich ohnehin wenig Hoffnung hätte, einen derartigen Hirnknoten lösen zu können. Sorry.

          • Xenocrates schrieb am 5. Juli 2010 at 10:51 - Permalink

            Also Du zeigst immer mehr, dass Deine Bemerkung bezüglich der hergestellten Beziehung Jungmillionäre zu Regierung keinen besonderen Bezug zur deutschen Bundesregierung hatte. Schon immer versuchten Politiker und Regierungen den Spitzensport für eigene Zwecke zu instrumentalisieren. Das war bei den Griechen und Römern so und behielten die Pseudokommunisten des Ostblocks bei. Kein Wunder: Politik ist öffentlich, Spitzensport ist es auch, was liegt da näher, als das Image des einen mit dem anderen zu verbinden? Das hat nichts mit Neoliberalismus zu tun. Dennoch funktioniert der Imagetransfer immer nur bedingt, es hat Kaiser nicht davor geschützt, vom Plebs masakriert zu werden, es hat den Fall der Mauer nicht aufgehalten und es hat die Abwahl des ewigen Kanzlers nicht verhindert – die erste in der Geschichte.

            Fußball ist ein Mannschaftssport, genauso wie in Unternehmen reicht zum Erfolg nicht die Leistung eines Einzelnen. Ansonsten auch in der Politik: schau’ die mal die Wahlkampfparolen aller Parteien an, schau’ Dir die Parteitagsreden an. Nirgends ist so häufig von wir und Solidarität und Gemeinschaft die Rede wie an diesen Orten. Ich wette, Du benutzt selbst zu Hause nicht so oft das Wort vom „wir“.

            Ansonsten glaube ich nicht, dass der Bundestrainer weiß, wer welche Partei wählt. Und der hier als kritischer Sportler gesehene Jens Lehmann fragte Merkel 2006 bei ihrem Besuch ziemlich provokant, ob es nicht sinnvoll sei, ähnlich wie in England die Steuern für Spitzensportler zu senken, um so mehr Top-Athleten im Land zu halten. Nun ja, zwischenzeitlich wurde in GB das Steuerprivileg abgeschafft, in Deutschland die Reichensteuer eingeführt und Lehmann inzwischen Co-Kommentator auf Sky. Merkel ist noch immer Kanzlerin.

            Ansonsten ist es eine grobe unsinnige Unhöflichkeit, einem Besuch entgegenzuschleudern, wie falsch und schlecht man seine Arbeit hält (zumal es darum gar nicht geht), erst recht wenn es sich um einen der höchsten Repräsentanten unseres Landes handelt. Ansonsten macht Angela Merkel auch nur ihren Job (sicher, aus meiner Sicht schlecht) steht frühmorgens auf und sitzt spät abends mit Leuten zusammen, die sie nicht leiden kann. Doch dies zu beurteilen ist bestimmt nicht die Aufgabe von ein paar Jungmillionären.

    25. v. Alkheimer sen., Bonn schrieb am 3. Juli 2010 at 10:53 - Permalink

      @ 18+ Pink-Ponk, Kochtruppe

      Frank – nur knapp daneben: W e n n die CDU-Kochtruppe unter genannten konkreten Bedingungen den Putschversuch n i c h t unternimmt … gehörnse inn´ rechten politischen Orkus, weilse dann ain´t she übers Sommerloch inn´ Herbst übern Winter bis zum nächsten Frühling 2011 kommen lassen, so wird ´n Politschuh draus … also nix für ungut, Frank, auch hier in Bonn am Rink ist´s mehr als 30 Grad Celsius im Schattn

      • edgar schrieb am 3. Juli 2010 at 11:47 - Permalink

        Die haben doch das verursacht:
        http://www.tagesschau.de/inland/deutschebankrazzia100.html

        Das wird die dann halt veröffentlichen. :)

    26. abc schrieb am 3. Juli 2010 at 11:01 - Permalink

      Löw frisst Popel während des Spiels:
      http://www.youtube.com/watch?v=zA803thhgA0

      Was ne Sau.

      • Klinke schrieb am 3. Juli 2010 at 12:08 - Permalink

        Da wer er halt nervös. Ich denke, heute wird der Jogibär auch wieder zum Nasenbär mutieren.

      • goldman sachs schrieb am 3. Juli 2010 at 12:17 - Permalink

        @abc,

        Löw frisst Popel während des Spiels:

        Was ne Sau.

        Laut dem Innsbrucker Lungenfacharzt Dr. Bischinger wirkt das mechanische Reinigen der Nasenschleimhäute von Popeln mit dem Finger viel gründlicher als mit einem Taschentuch. Das anschließende Verspeisen der Popel steigere zudem die Abwehrkräfte, da der Popel ein bakteriöses Auscheidungsprodukt aus Schlacken und Bazillen sei und in der Nase nicht, wohl aber im Dickdarm als Medikament wirkt.

        Das mag der wahre Grund sein, warum Jogi Löw den Finger in die Nase schraubt und danach in den Mund. Warum Jogi Löw die Popel z.B. nicht einfach unter den Tisch schmiert, was ja echt eklig wäre.

        Tiefenpsychologisch will Jogi Löw mit dem Popelpuhlen und –essen unbewußt die Abwehrkräfte der deutschen Fußball-Mannschaft stärken, was die afrikanischen Nationaltrainer ja andauernd machen. Es ist eine magische Handlung. Mit den Popeln in der Hand manifestiert sich materiell. dass Jogi Löw die deutsche Abwehr für extrem schwach hält und das deutsche Tor löchrig. Ja, psychologisch gesehen will Jogi Löw mit dem Nasebohren unbewusst sogar das eigene deutsche Tor für feindliche Bälle erst richtig aufbohren. Jedes feindliche Tor beweist somit eindeutig, dass Jogi Löws wiederholtes Nasenpopeln daran Schuld ist.

        Also aufpassen, wenn Jogi Löw heute seine Popel aus der Nase puhlt und anschließend Frau Dr. Angela Merkel die Hände länger als üblich reibt, war die deutsche Abwehr schuld.

    27. kenji schrieb am 3. Juli 2010 at 11:58 - Permalink

      als türkischstämmiger deutscher bin ich natürlich für deutschland.

      lustig ist, dass die meisten pi-news-leser gegen die deutsche nationalmannschaft sind.. 3 mal dürft ihr raten warum ( özil, boateng , cacau)…

    28. Kaizen schrieb am 3. Juli 2010 at 12:28 - Permalink

      @ sf

      ein Artikel von Johannes Aumüller in der SZ vom 01.07. veranlasst mich die provokatorische Frage zustellen: Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei??

      • goldman sachs schrieb am 3. Juli 2010 at 12:38 - Permalink

        @Kaizen

        Wer war zuerst da, das Huhn oder das Ei??

        Zuerst war der Fußball da und dann erschuf der Fußball den Fußballer. Somit war auch das Ei zuerst da und da das Ei da war, war das Huhn da, also darin.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 16:57 - Permalink

        hmmm, an den Artikel kann ich mich nicht erinnern.

    29. Kunar schrieb am 3. Juli 2010 at 12:35 - Permalink

      Was mir an dem Artikel nicht gefällt: Fakten, die der Grundidee von Politik-und-Fußball-Vermischung widersprechen, werden ausgeblendet.

      1996 war Helmut Kohl nur noch eine “lahme Ente” oder ein “müder Hund” – da war nicht mehr viel zu machen. In diesem Jahr holte die deutsche Fußballnationalmannschaft ihren bisher letzten Titel. Herausragende Charaktere hatte sie nicht, aber das hatte Berti Vogt treffend mit “Der Star ist die Mannschaft” zusammengefasst. Der Finaleinzug bei der EM 1992 war tatsächlich mit viel Glück verbunden, aber die EM 1996 wurde zurecht gewonnen. Man denke an das dramatische Halbfinale gegen England im Wembley-Stadion und an das Verletzungspech, das die Mannschaft begleitete. Dass Berti Vogts im Schnitt sogar der erfolgreichste Trainer nach Punktewertung war (unsichere Quelle: Wikipedia), wird gerne ausgeblendet. Er ist eben kein Charismatiker und außerdem der erste Bundestrainer, der mit seiner Mannschaft nie ein WM-Halbfinale erreicht hat.

      2002 hieß es, ein Erfolg (!) im Finale helfe dem amtierenden Kanzler. Nach der Logik hätte die Niederlage der Stimmung einen Dämpfer vepassen müssen, was gut für den Herausforderer Stoiber gewesen wäre. Ich erinnere mich sogar noch an derartige Interviews mit ihm, denn das wurde damals aktuell so behandelt. Laut der populären Geschichtsschreibung haben das Hochwasser und das Nein zum Irak-Krieg Schröder gerettet.

      Was mir hingegen zuwenig beleuchtet wird: Dass tatsächlich ab der WM 2006 die fröhliche-harmlose Partylaune für einen Ersatzbefriedigungs-Patriotismus verwendet wird: Wir haben Euch (der Bevölkerung) zwar nichts mehr zu bieten in Deutschland (an Zukunftsaussichten), aber seid mal froh, dass wir wenigstens im Fußball (recht) erfolgreich sind und Ihr dazugehören dürft.

      • goldman sachs schrieb am 3. Juli 2010 at 12:52 - Permalink

        @Kunar , ganz klar hängen Politik-und-Fußball ganz eng zusammen. Fußball ist aber nicht Politik und Politik ist nicht Fußball.

        Es geht in Kapstadt darum, dass die Deutschen durch den Fußball zu einer Volksgemeinschaft zusammengeschmolzen werden wollen und bestätigt bekommen wollen, dass sie die Herrenmenschen sind. Wenn die deutsche Mannschaft in der Spitzengruppe angelangt ist, arbeitet die Matrix bereits und die Politiker fliegen wie die Maikäfer in die wohlige Wärme der Volksgemeinschaft.

        Bei den afrikanischen Mannschaften funktioniert das noch ganz anders. Es gibt diese magische Zeit, die die Menschen aus dem Gefüge der schlimmsten Realität herauskatapultiert in eine andere Dimension. Wenn es vorbei ist, ist es vorbei, so ist das Leben, die magischen Kräfte waren zu schwach.

        • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 16:57 - Permalink

          mein Gott, bist Du schräg *kopfschüttel*

          • goldman sachs schrieb am 4. Juli 2010 at 10:42 - Permalink

            @spiegelfechter

            mein Gott, bist Du schräg *kopfschüttel*

            Spiegelfechter, in diesem deinen tiefen Seufzer bricht sich immer wieder mal die Janusköpfigkeit der völkischen Masse Bahn, die ihr Bedürfnis nach Unterordnung unter das Ideal des Volkskörpers gern durch (gedankliche) Gewaltausbrüche (*Kopfschüttel*) auslebt.

            Jedenfalls unterstelle ich bisher nicht, dass dein *kopfschüttel* als Zustimmung zur konkreten Politik des Regime Dr. Merkel interpretiert werden soll. “Links” ist dein tiefgequälter Seufzer vermutlich nicht, aber das weißt du ja nicht, sonst würdest du mich ja nicht mit “mein G-tt” anreden.

          • Geheimraetin schrieb am 4. Juli 2010 at 10:47 - Permalink

            @ goldman
            da habe ich einen sehr schoenen, bitterboesen beitrag vom genossen hoff fuer dich ;)

            http://www.duckhome.de/tb/archives/8208-Achtung-die-Merkel-kommt.html

            • goldman sachs schrieb am 4. Juli 2010 at 11:12 - Permalink

              @geheimrätin, danke für den Link, danke Herrn Hoff.
              Könnte es wirklich sein, dass Herr Spiegelfechter zu viele Blicke auf die herabgezogenen Mundwinkel und die kalten unbarmherzigen Augen der Tresenschlampe von Joe Ackermann (IM Erika) geworfen hat, sodaß ihm das Blut im Hirn gefroren ist und er es mit *kopfschüttel* probiert?

              Saugt Mutti, wie Schwiegersohn Westerwelle Mutti nennt, etwa alle Emotionen der Volksgemeinschaft auf? Ist das etwa die Erklärung für Merkels hängende Mundwinkel, für ihre beutelartigen Backen? Sind die hängenden Mundwinkel Muttis ein Zeichen dafür, wie sehr sie den Volkskörper verabscheut? Hängt der “Rest” etwa auch?
              http://proll.files.wordpress.com/2008/04/angela-merkel-titten-proll.jpg

        • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 19:23 - Permalink

          @goldman sachs,

          *Kopfschüttel*

        • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:00 - Permalink

          Autsch!

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 16:56 - Permalink

        1996 war Helmut Kohl nur noch eine “lahme Ente” oder ein “müder Hund” – da war nicht mehr viel zu machen. In diesem Jahr holte die deutsche Fußballnationalmannschaft ihren bisher letzten Titel.

        Ja, das stimmt. Aber die nächsten Wahlen war erst 98 und im Schatten des Versagens bei der WM, die dann ja auch dem Bundesberti seinen Job kostete.

        Dass Berti Vogts im Schnitt sogar der erfolgreichste Trainer nach Punktewertung war (unsichere Quelle: Wikipedia), wird gerne ausgeblendet. Er ist eben kein Charismatiker und außerdem der erste Bundestrainer, der mit seiner Mannschaft nie ein WM-Halbfinale erreicht hat.

        Und das ist es, was hängen bleibt. Vogts und Ribbeck bleiben nun mal wegen des Versagens bei den Weltmeisterschaften in Erinnerung.

        Was mir hingegen zuwenig beleuchtet wird: Dass tatsächlich ab der WM 2006 die fröhliche-harmlose Partylaune für einen Ersatzbefriedigungs-Patriotismus verwendet wird: Wir haben Euch (der Bevölkerung) zwar nichts mehr zu bieten in Deutschland (an Zukunftsaussichten), aber seid mal froh, dass wir wenigstens im Fußball (recht) erfolgreich sind und Ihr dazugehören dürft.

        Den “Party-Patriotismus” würde ich da mal rauslassen. Es ist nun mal weltweit so, dass die Stimmung im Lande steigt, wenn die eigenen Mannschaft einen Lauf hat. Nachhaltig ist das nie, nur eine Momentaufnahme.

    30. Kaizen schrieb am 3. Juli 2010 at 12:51 - Permalink

      @goldman sachs

      Du hast das leider nicht verstanden: ich meinte damit, ist der Jens von dem Artikel von Aumüller in der SZ inspiriert worden, seinen zu schreiben, oder ist er unabhängig davon entstanden

      • goldman sachs schrieb am 3. Juli 2010 at 12:57 - Permalink

        @kaizen

        Du hast das leider nicht verstanden: ich meinte damit, ist der Jens von dem Artikel von Aumüller in der SZ inspiriert worden, seinen zu schreiben, oder ist er unabhängig davon entstanden

        Ist das etwa relevant, wer wen wann inspiriert hat? Du hättest die Gedanken von Aumüller auch aufschreiben können, jeder Gedanke wird schließlich millionenfach gedacht.

    31. Rudi schrieb am 3. Juli 2010 at 13:16 - Permalink

      Wer noch nach Gründen sucht, warum man unter keinen Umständen Geld für die taz ausgeben sollte:

      http://www.taz.de/1/leben/medien/artikel/1/die-milch-machts-nicht-1/

      Kennt Ihr eine Molkerei Wiehenstefan?

      In Zeile 6 ist noch von einer Molkerei Wiehenstefan die Rede.
      In der vorletzten Zeile wird daraus die Molkerei Wiehenstephan.

      Ich kenne nur die Molkerei Weihenstephan.
      Sollte sich der Berliner Möchtegern Journalist Steffen Grimberg etwa besser in Bayern auskennen als ich? Gibt es tatsächlich eine Molkerei Wiehenstefan, die “offizieller Ernährungspartner” des FCBs ist?

      *Kopfschüttel*

      • Sonntagsfahrer schrieb am 4. Juli 2010 at 10:40 - Permalink

        Würden Sie mir bitte Ihre bevorzugte Tageszeitung nennen, damit ich Ihnen dort auch einige Rechtschreibfehler aufzeigen kann?

        Ich verstehe übrigens, was Sie mit “Möchtegern Journalist” meinen, aber falscher konnten Sie das eigentlich kaum schreiben.

    32. Kaizen schrieb am 3. Juli 2010 at 13:17 - Permalink

      @goldman sachs

      um das weiter auszubauen, ist mir die Hitze heute am Mittag doch etwas zu heftig. Gerne mal, wenn es etwas kühler ist. Aber da wird der Fussball- Hyp Gott sei Dank wieder vorbei sein.

    33. André schrieb am 3. Juli 2010 at 14:36 - Permalink

      Na, ihr philosophiert hier lustig über Fußball. Dann haue ich Euch mal die ärgerliche Seite dieser kleinen Südafrika – Reise von Angie um die Ohren. Die Grünen hatten gleich abgesagt, die hatten vermutlich den Braten gerochen. Die LINKE und die SPD hatten das nicht. Die waren fast schon im Flugzeug mit drin, als ihnen aufging, daß das vielleicht irgendwie falsch aufgefaßt werden könnte. Für mich der klare Beweis, daß unsere “Volksvertreter” inzwischen komplett abgehoben haben. Und da gehört auch die LINKE ganz klar dazu. Flugkosten: 200.000 Euro. Hinzu kommen die Aufwendungen für Sicherheit, Unterbringung, Organisation usw. usf. Ich tippe, daß da schnell mal eine Mio. Euro aufläuft. Macht aber bei einer Neuverschuldung von 60 Mrd. Euro im laufenden Jahr den Kohl vermutlich auch nicht mehr fett.

      Egal, der Michel hat die Tröte schon poliert, da geht diese kleine Reise glatt unter. Und von der Erhöhung der Krankenkassenbeiträge redet auch keiner mehr, das Thema war ja nur gestern aktuell. Immerhin ist Deutschland auf dem Durchmarsch zur Weltmeisterschaft!!! Alles andere? Nebensache, na klar!

      Wird es eines Tages doch noch ein böses Erwachen geben? Oder wird irgendwie immer alles gut?

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 19:28 - Permalink

        @Andre, 33

        Absehen davon, dass dieser Kommentar wie alles, was ich bisher von Dir gelesen habe, unbewiesene, erbärmliche Hetze gegen die etablierten Parteien ist, habe ich nichts dagegen auszusetzen, wenn die Bundeskanzlerin und Vertreter der verschiedenen Bundestagsfraktionen zu solchen Spielen fliegen.

        Die Probleme in Deutschland sind wahrlich andere.

    34. Limited schrieb am 3. Juli 2010 at 15:24 - Permalink

      Als Frau hat sie qua Geschlecht keine Ahnung von Fußball, aber genau aus diesem Handycap machte sie ihre Geheimwaffe.

      Das ist ziemlich……….gähn.

      Gewollte Provokation oder einfach nur ein Griff in die Chauvikiste auf dem Dachboden und ein angestaubtes Statement aus dem letzten Jahrtausend wiedergefunden?

      Man kann ja von mir aus klagen, dass sich Politiker im Glanz sportlicher Leistungen sonnen wollen. Verwerflich oder verbrecherisch finde ich daran nichts.

      Eher finde ich die Anlehnung zweiter Ordnung an den Sport, wie in diesem Blogeintrag geschehend, befremdlich. Auch eine Art der Instrumentalisierung.

      Der ehemalige Verein von Schröder heißt im übrigen TUS Talle und wurde durch den Einsatz von “Acker” in die Bezirksliga geführt, eine Spielklasse, die wohl die allermeisten Schreibenden hier aufgrund fußballerischer Defizite nie kennengelernt haben.

      Qualitätsjournalismus? Ja, bitte – aber dieser Blogeintrag gehört in meinen Augen nicht in diese Kategorie.

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:27 - Permalink

        @Limited, 34

        Bezirksliga geführt,

        ?
        Ich halte die Bezirksliga nicht wirklich für eine sehr hohe Spielklasse.
        In manchen Spielklassen scheint die Bezirksliga die 2. niedrigste Spielklasse zu sein.
        Bei mir in Bayern ist es die 4. niedrigste.

        die wohl die allermeisten Schreibenden hier aufgrund fußballerischer Defizite nie kennengelernt haben

        naja.

    35. goldman sachs schrieb am 3. Juli 2010 at 15:59 - Permalink

      @Limited

      Der ehemalige Verein von Schröder heißt im übrigen TUS Talle und wurde durch den Einsatz von “Acker” in die Bezirksliga geführt, eine Spielklasse, die wohl die allermeisten Schreibenden hier aufgrund fußballerischer Defizite nie kennengelernt haben.

      Gerd Schröder hat bei seinem letzten Spiel für TUS Talle alle Tore beim 5:2 Sieg geschossen, weshalb ja Ex-DFB-Praesident Egidius Braun in seiner Festrede “1000 Jahre DFB” Gerd Schröder als “Kombination aus Gerd Müller, Katsche Schwarzenbeck und Lothar Emmerich“ beweihräucherte.

      Schröder selbst über seine 5 Tore zum 5:2-Sieg: „Und ich wußte in dem Moment: Das war’s. Damit die Legende lebt. Man muß rechtzeitig abtreten. Das habe ich – als Fußballspieler wohlgemerkt – getan.“

      Gerd Schröder lebt seit seinem Abtritt 2005 als Legende weiter, allein schon durch seinen denkwürdigen Satz im Fernsehen zu Beginn des Kosovo-Krieges 1999: “Wir führen keinen Krieg, aber wir sind aufgerufen, eine friedliche Lösung im Kosovo auch mit militärischen Mitteln durchzusetzen.”

    36. Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 16:26 - Permalink

      Geht es nur mir so; oder bevorzugt der Schiedsrichter Deutschland in erheblicher Weise.
      Erst beschwert sich Schweinsteiger in einer öffentlichen Pressekonferenz über die angeblich so hart spielenden Deutschen und fordert, dass der Schiedsrichter besonders auf die Argentinier achten soll. Und jetzt spielen die Deutschen extrem hart, so dass der Schiedsrichter eigentlich besonders auf die Deutschen achten sollte. Wenn sich die Argentinier gegen die besondere Härte der Deutschen mit ebenso gleicher Härte wehren, pfeift der gegen die Argentinier von Schweinsteiger aufgehetzte Schiedsrichter natürlich.
      3 Beispiele:
      -Mascherano hat vor rund 10 Minuten Ball gespielt. Hätte keinen Freistoss für Deutschland geben sollen.
      -Schweinsteiger geht sehr hart mit den Knie gegen Demichelis. Schiedsrichter denkt nicht mal über eine gelbe Karte nach.
      -Schweinsteiger geht generell sehr hart gegen Messi rein und der Schiedsrichter pfeift nichts.

      Irgendwie ein durchschaubares Spiel der Deutschen. Erst den Schiedsrichter in aller Öffentlichkeit aufhetzen, dann selbst hart spielen und die Argentinier zu Härte zwingen, in der Hoffnung, dass der aufgehetzte Schiedsrichter dann pfeift.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 16:30 - Permalink

        nun lass mal diese grässliche Objektivität. Hier geht es um Fußball, da ist man nicht objektiv *tsss*

        • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 16:47 - Permalink

          nun lass mal diese grässliche Objektivität. Hier geht es um Fußball, da ist man nicht objektiv *tsss*

          Dass denkt sich der Schiedsrichter -wie es mir scheint- auch.

          cirka 42:30 Mertesacker den Argentinier umgestossen (in den Mann reingesprungen)

          42:10 war auch was. Weiß nur die Beteiligten nicht mehr.

          Kein Wunder, dass sich die Argentinier so aufregen.

          • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:03 - Permalink

            Die regen sich immer auf ;)

    37. Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 16:30 - Permalink

      Jetzt gerade podolski. Nichts gepfiffen. Das war ein klares Foul.
      Und danach gegenTevez war es zu deutlich. da musste er pfeifen. Vor allem da der Linienrichter dieses Foul anzeigte.

      PS:
      Bela-Rethy *facepalm*

    38. aquadraht schrieb am 3. Juli 2010 at 17:04 - Permalink

      muhaha. Nett, dass Ihr mir erzählt, was da so abgeht. Ich geh mal einkaufen. Alles schön leer grad.

      a^2

    39. gerdos schrieb am 3. Juli 2010 at 17:06 - Permalink

      Spiegelfechter: “Wenn die Deutschen den Deutschen Özil, Cacao, Boateng, Khedira, Podolski und Klose (klingt deutsch, ist aber in Polen geboren) zujubeln,…………..” dann nennt man das Utilitarismus, eine Kategorie von Rassismus.

      Ich wundere mich überhaupt. wie viel konzentrierter Fussball-Sachverstand und komprimiertes Fachwissen in der Kombination Sport versus Politik hier versammelt ist. Hier können MÄNNER NOCH UNTER SICH SEIN.

      Dann möchte ich einigen WM-Experten mal in die Suppe spucken:
      1. 3-Sat zeigte vor Wochen eine Reportage über die gesundheitlichen Probleme der deutschen National-Weltmeisterschafts-Mannschaft von 1954. Bei den damaligen Bemühungen, den Vorwurfs des Dopings auszuräumen, kam heraus, dass man die Spieler “lediglich” mit einer Dextrose-Lösung geimpft hatte. Da es damals noch keine Einwegspritzen gab, erhielten alle dieselbe Nadel. 11 von 19 Spielern bekamen Hepatitis C, das Killervirus unter den Hepatitiden. Nach langem persistierenden Verlauf führt diese Variante der Leberentzündung zur Fibrose und Zirrhose. Der letzte Spieler starb in den 90er Jahren an Leberzirrhose. Das hat unter meinen fussballverrückten Freunden und Bekannten bisher keiner gewusst.

      2. 2006 war kein Sommermärchen, wie es von den Medien und der politische Elite immer wieder gerne verbrämt wird. ntv hat bis heute mindestens 5 x die Reportage “Hooligans – ein anderes Sommermärchen” ausgestrahlt. Sie zeigt, dass hinter den Objektiven der offiziellen Kameras Hooligans aus verschiedenen Ländern, insbesondere englische und deutsche sich in fast allen Austragungsorten schwere Krawalle lieferten. Die Bereitschaftspolizei wirkte angesichts derartiger Gewalt unter Alkoholeinfluss völlig hilflos und schritt immer erst ein, wenn es bereits zu schweren Sach- und Personenschäden gekommen war.

      Soviel zu den Mythen, die den Fussball umranken. Lieber Jens, ich darf doch davon ausgehen, dass Du dem Weltereignis “Tour de France” ab morgen ebenfalls eine adäquate Aufmerksamkeit in Deinem Blog schenkst. Oder wie wäre es mit dem Berlin Marathon im Oktober? Gemessen an den aktiven Sportlerinnen und Sportlern stellen doch die nationalen und internationalen Marathonwettbewerbe den Fussball weit in den Schatten. Hohooooooo!

      • Klinke schrieb am 3. Juli 2010 at 18:03 - Permalink

        Zu Punkt 1:
        Viele Spieler hatten später auch Alkoholprobleme, davon dürfte die Leberzirrhose eher herrühren, Kennst du zufällig Horst Eckel und Ottmar Walter? Wohl eher nicht.

        Zu Punkt 2:
        2006 war tatsächlich kein Sommermärchen. Wenn der Vize-Weltmeister bei der Heim-WM im Halbfinale rausfliegt, kann man schlecht von Märchen reden.

      • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:04 - Permalink

        ntv – muhahahahahahaha

        Da kommen auch so tolle “Reportagen” wie “Die TOP 10 der Kampfpanzer”.
        Da ist die BILD ja noch seriöser.

    40. Ricardo schrieb am 3. Juli 2010 at 17:20 - Permalink

      scheint doch der Florian in der Halbzeitpause mit dem Schiri telefoniert zu haben, zumindest pfeift der jetzt ausgeglichener…
      Bela Rethy heisst übrigens so, nix Doppelname o.ä.!

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 17:28 - Permalink

        ja, der Schiedsrichter pfeift jetzt ein bißchen besser.

        Wobei ich mir nicht sicher bin, ob das

        cirka 63.39 nicht ein Handspiel von Boateng war
        und ob
        cirka 65.42 nicht eine Schwalbe von Podolski war.

        • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 17:51 - Permalink

          ja, der Schiedsrichter pfeift jetzt ein bißchen besser.

          naja, vielleicht ein klein wenig besser.
          cirka 78.42 Kroos
          davor friedrich.

          Wenn sich Messi bei 82.12 fallen lässt, pfeifen viele Schiedsrichter gegen Schweinsteiger. Podolski hätte sich m.E. fallen gelassen.
          Wenn das Spiel eh nach dem 2:0 für Deutschland entschieden ist, dann kann der Schiedsrichter ja noch ein paar “Alibi”-Aktion gegen Deutschland pfeifen, damit ja kein Verdacht aufkommt.
          Deutschland schlägt England 4:1
          Deutschland schlägt Argentinien 4:0.

          Na dann bin ich mal gespannt, in weit nächste Saison die europäischen Ligen von dieser angeblichen “Traum”-Elf dominiert werden. Mal sehen, ob sich z.B. um Arne friedrich die europäischen Topclubs reißen werden.

          Ich würde mich ja eigentlich total freuen,. Aber diese ein wenig durchschaubaren Aktionen der Deutschen und Scheinsteiger im Vorfeld und die entsprechende Schiedsrichterleistung, finde ich seltsam.

          • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:05 - Permalink

            Verschwörungstheoretiker aller Länder vereinigt Euch :D

    41. Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 17:24 - Permalink

      @gerdos

      Interessiert mich nicht.

    42. Gideon schrieb am 3. Juli 2010 at 17:35 - Permalink

      schalallallalalalllaaaa schlalalalalalaallaaaaa schalalalalalallalaaaaaaaa

      hergespielt!

    43. gerdos schrieb am 3. Juli 2010 at 17:40 - Permalink

      8. Minuten vor “Schluss”: Es sieht so aus, als ob mein größter Wunsch in Erfüllung geht. Ganz am Ende, wenn die deutsche Nationalelf in die Möhre beißen möchte, zieht man sie ihnen vor der Nase weg. Oder anderes gesagt: Am Ende des Siegesrausches wartet der (vielleicht) “niederländische Winter”.
      Kurz vor dem Ziel, Halbfinale oder gar Endspiel rauszufliegen, dass wäre die brutalstmögliche Schmach für Jogis Yoghurettentruppe.

      Florian?: Kannst richtig stolz sein auf Dein theoretisches Fussballwissen. (Neid!) Während Du Dir Gedanken über den Schiri machst, beabsichtigt Mutti Merkel und ihr schwarz gelbes Geschmeiss im Schatten der WM mal eben die Erhöhung der GKV-Beiträge.

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:32 - Permalink

        @gerdos

        Kannst richtig stolz sein auf Dein theoretisches Fussballwissen. (Neid!) Während Du Dir Gedanken über den Schiri machst, beabsichtigt Mutti Merkel und ihr schwarz gelbes Geschmeiss im Schatten der WM mal eben die Erhöhung der GKV-Beiträge.
        Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

        Ich halte die aktuellen Pläne bezüglich der Gesundheitsreform, die eine radikale Abkehr von den unverantwortlichen, dummen Plänen Röslers darstellen, für sehr gelungen und intelligent.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 18:40 - Permalink

        Geh doch in den Keller ;-)

        • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:50 - Permalink

          @Spiegelfechter

          Geh doch in den Keller ;-)

          Ich?

          Ne, ich geh jetzt in einen Biergarten. Erst einkaufen, dann in den Biergarten. Vielleicht gehe ich später nochmal in den Keller. Ich muss vielleicht Wäsche waschen.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 18:42 - Permalink

        Während Du Dir Gedanken über den Schiri machst, beabsichtigt Mutti Merkel und ihr schwarz gelbes Geschmeiss im Schatten der WM mal eben die Erhöhung der GKV-Beiträg

        Und das hätte sie ohne die WM nicht gemacht? Ohne WM wären ganze Massen von Menschen vor den Reichstag gezogen? *hüstel*

    44. Ricardo schrieb am 3. Juli 2010 at 17:40 - Permalink

      @Florian
      Punkt 1 von gerdos’ Ausführungen finde ich durchaus interessant

      @gerdos
      zu Deiner Schlussbemerkung, ja sapperlot nochmal, darf man denn zum Fußball gar keine wie auch immer positive Haltung haben? Sollen wir alle intellektuell hochstehend und politisch korrekt vor’m Backgammonbrett versauern?

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:45 - Permalink

        @Ricardo

        Ist nur nichts wirklich neues. Die Geschichten 1954 betreffend gibt es schon seit einer gefühlten Ewigkeit.

    45. Ricardo schrieb am 3. Juli 2010 at 17:46 - Permalink

      ja die Yoghurettentruppe, die spielt so himmlisch joghurtleicht…
      SCNR

    46. Truvor schrieb am 3. Juli 2010 at 17:58 - Permalink

      1. Die Engländer ? massakriert.
      2. Die Gouchos ? massakriert.
      3. Die …………………. in Erwartung massakriert zu werden :-)

      Geil Deutschland !!!!!!!!!!!!!!

    47. Ricardo schrieb am 3. Juli 2010 at 17:59 - Permalink

      @Truvor

      agent provocateur?

      • Truvor schrieb am 3. Juli 2010 at 18:09 - Permalink

        Ricardo, bist Du Argentinier ?

    48. elwu schrieb am 3. Juli 2010 at 17:59 - Permalink

      Gratulation dem Team!

      Wenn nur nicht ab und an die Kanzlerette durchs Bild gewuchtet wäre :/

      • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:10 - Permalink

        Ja, das hat mir auch das ganze tolle Spiel verdorben :D

        Irgendwie habe ich ja den Verdacht, daß der Regisseur SPDler ist, so oft wie der die olle Merkel eingeblendet hat. So nach dem Motto “bis sie Euch zum Hals raushängt” :D

        Ich kenne niemand, der diese Einblendungen von Äintschie (oder ihren Südafrika-Trip) gut fand. Nicht mal bekennende CDU-Wähler.

    49. Gideon schrieb am 3. Juli 2010 at 18:02 - Permalink

      ja die merkel haben die soo oft gezeigt, aber ich will fussball sehen und politik mal vergessen. ty!

    50. Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:12 - Permalink

      Löw betont natürlich explizit, dass die deutsche Mannschaft seiner Meinung nach es geschafft hat, die Argentinier sehr fair (ohne Fouls) auszuschalten.
      Schweinsteiger betont ebenso natürlich, dass man auch in diesem (!) Spiel gesehen habe, dass die Argentinier eben immer zur Unfairness tendieren.

    51. Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 18:44 - Permalink

      no comment: Olli Kahn hat sich diese Woche in Südafrika das “Kap Horn” angeschaut, wie er gerade Frau Müller-Irgendwas erzählt hat. Ein wahrer Titan ;-)

      • Florian schrieb am 3. Juli 2010 at 18:56 - Permalink

        Die WM ist Südafrika und unser Titan turnt in Südamerika herum?

        Nicht schlecht.

        Mir scheint es weiterhin so, dass der Titan ein wenig zugenommen hat.
        Außerdem hat er wohl eine neue Freundin.

        http://blog.zdf.de/sport/2010/06/happy-birthday-oliver-kahn.html

        Blond, gut aussehend, vielleicht ein klein wenig jünger…….

        • SwENSkE schrieb am 3. Juli 2010 at 20:12 - Permalink

          Blond, gut aussehend, vielleicht ein klein wenig jünger…….

          Tja, Frauen suchen sich halt immer bevorzugt Männer mit Geld :P

          Oder wolltest Du doch das andere dumme, alte Vorurteil auspacken ;)?

    52. Ricardo schrieb am 3. Juli 2010 at 18:51 - Permalink

      @51

      dabei wäre doch das Kap der Guten Hoffnung um so vieles passender gewesen…

    53. Rossi schrieb am 3. Juli 2010 at 19:06 - Permalink

      Boah ey, kann mal wer die Merkel abschalten! Das ist ja echt nimmer auszuhalten. Ihre Fussballbegeisterung wurde jawohl schon ausreichend durch ihre eruptiven Emotionsausbrüche während des Spiels dokumentiert… um Himmels willen, das ist echt ein hartes Programm!

    54. name schrieb am 3. Juli 2010 at 19:19 - Permalink

      Großartiges, spannendes, faires Spiel, mit einer Siegermannschaft, deren gleichberechtigte Spielerstruktur die Spielfreude, und damit den Erfolg garantiert.

      Joachim Löw hat es geschafft eine Mannschaft zu formen, die keine Spieler unmittelbar und mittelbar heraushebt und die ein Unterordnungverhältnis mit einem Führerprinzip statuiert (wie alle Mannschaftsstrukturen mit Charakteren wie Ballack und Kahn davor) .

      Eine großartige Leistung für eine Form von Fußball, die man auch ganz nüchtern Fußballkommunismus nennen darf.

      • Spiegelfechter schrieb am 3. Juli 2010 at 20:30 - Permalink

        100% d´accord!

    55. J. S. schrieb am 3. Juli 2010 at 19:56 - Permalink

      @Florian

      Wenn man jetzt jedes Foul pfeifen und verwarnen würde, dann wären am Ende auf beiden Seiten nur noch jeweils 5 Mann und das Spiel hätte abgebrochen werden. Wer sowas sehen will (siehe das Spiel gegen Serbien), hat keine Ahnung von Fußball.
      Und btw. das waren alles Fouls, die man nicht pfeifen muss. Schau mal nach England. Dort wird erst gepfiffen, wenn man jemandem das Bein bricht.

    56. Fian schrieb am 3. Juli 2010 at 23:48 - Permalink

      Wenn ich hier das ein oder andere lese, fällt es mir schwer, meinen Kotzreitz zu unterdrücken, dabei habe ich heute (leider) gar keinen Alkohol genießen dürfen.

      Wie kann man nur Fußball zum Politikum machen???

      1. es ist vollkommen egal, was der ein oder andere Spieler Wählt und ob Jogi der beste Freund von Merkel oder wem auch immer ist – das ist zurecht deren Privatsache!!! Das macht jeder Andere hier auch für sich gelten…

      2. Es haben vermutlich ca. 75Mio. Deutsche dieses obergeile Spiel gesehen. Dabei war es vermutlich 74.999.990 Leuten total egal, ob die Kanzlerin da ist oder auch nicht – der Rest macht sich hier so seine Gedanken…

      3. Wenn man Fußball und Politik schon in Verbindung bringen möchte, dann nur so: “…und da lagen sich alle Fans, egal ob Anhänger der Linken, der CDU oder sonst einer Partei in den Armen und schrien vor Freunde – denn ihre politische Ausrichtung war für einen Moment vollkommen egal und alle waren einfach nur glückliche Menschen!” = Fußball verbindet!

      Warum schafft ist es so schwer mal ein Ereignis ohne politische Untermalung zu genießen? Weil Merkel lustig auf der Tribüne applaudierte, wählt sie doch nicht auch nur einer mehr oder weniger…

      Ansonsten war das heute wohl eines der schönesten Spiele, die ich seit dem Englandspiel gesehen habe ;-)

      …aber leider nich einer der besten Artikel…

      Egal, vergessen wir doch alle einen Moment alle Politiker, alle Parteien, sowie die Politik im Ganzen und genießen alle diesen grandiosen Sieg!

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 11:31 - Permalink

        Es geht mir doch nicht darum, gegen die Nationalmannschaft oder gar gegen Fußball zu argumentieren. Im Gegenteil, ich bin da ja vollkommen mit Dir einer Meinung. Mir geht es um die Instrumentalisierung des Fußballs durcht die Politik. Das habe ich versucht, ein wenig historisch abzubilden. Wie fang das an? Was soll das?

        Zum gestrigen Spiel, das eines der besten Spiele war, das ich je von der deutschen Mannschaft gesehen habe: Warum wurde die Merkelin nach jedem Tor eingeblendet? Das war doch nicht das internationale Broadcast-Bild! Da war doch eine Kamera des ZDFs non stop auf Merkel gerichtet und wurde von der Bildregie bei jedem Tor über das internationale Bild gelegt. Mit dem Zweiten sehen sie schwärzer, kann ich da nur sagen.

        • Tubl schrieb am 4. Juli 2010 at 14:30 - Permalink

          ich muss dazu anmerken dass ich das Spiel bei BBC gekuckt habe und auch dort Merkel nach jedem Tor gezeigt wurde.

    57. Rossi schrieb am 4. Juli 2010 at 00:09 - Permalink

      @Fian: Sach an, du hast es erfasst… daher bitte nicht alle 5 Minuten Politiker einblenden. Um nix anderes ging es, denn genau da verhindert man nämlich die Instrumentalisierung.

      Ob sie dafür jemand mehr wählt oder nicht kann ich nicht beurteilen. Das ist aber auch egal, denn es geht nicht um den erzielten sondern um den beabsichtigten Effekt dahinter und genau DAS will ich bei einer Spassveranstaltung wie Sport eben nicht haben.

    58. kenji schrieb am 4. Juli 2010 at 00:17 - Permalink

      sind das die wahren gedanken von einem großteil der deutschen oder sind das nur randgruppen: ich zitiere mal aus kommentaren eines beitrags von pi-news:

      “Vier der Einwanderer haben nicht mitgesungen. Und so eine Mannschaft wird auch noch von den meisten Deutschen angefeuert? Auch diese Instrumentalisierung für politische Zwecke (“Say no to racsim”) ist gleichsam unerträglich wie lächerlich.”

      “wenn ich schon wieder die dreckfressen sehe die nicht mitsingen…..”

      “Wenn es nicht mehr Tradition ist eine Nationalmannschaft zu entsenden, sondern eine Söldnertruppe die nicht mehr verpflichtet ist die Nationalhymne zu singen, dann sollte dort auch nicht die nationale Führung sitzen, sondern der, der die Söldner bezahlt.

      Ich habe fertig!
      ”
      http://www.pi-news.net/2010/07/wm-bringt-die-kanzlerin-deutschland-glueck/#comments

      - ->mir wird als türkischstämmiger deutscher angst und bange, wenn ich so etwas lese!

    59. gerdos schrieb am 4. Juli 2010 at 07:40 - Permalink

      Lieber Fian: In einer deutschen Fankurve könnten rein theoretisch ein Dieb und der Bestohlene, ein Vergewaltiger und sein Opfer, ein Firmenboss und ein von ihm Entlassener, ein Todesraser und eine Hinterbliebene direkt nebeneinander sitzen. Würden die zueinander sagen: Vergessen wirs und feuern wir gemeinsam Deutschland an? Genau dies fordert und beabsichtigt aber der “Fußballpatriotismus” als Spielart des völkischen Nationalismus.

      Hauptsache alles GEIL!

      • vonTronje schrieb am 4. Juli 2010 at 11:27 - Permalink

        das habe ich die tage schonmal als zitat aus dem buch “die verblödetet rebuplik” gelesen. das ist doch unsinn.

        der “fussballpatriotismus als spielart des völkischen nationalismus” fordert oder beabsichtigt also, dass z.b. ein vergewaltigungsopfer seinen peiniger in der deutschen fankurve “rein theoretisch” neben sich sitzen sieht und sich daraufhin spontan und dauerhaft mit ihm aussöhnt, damit nichts mehr zwischen ihnen steht beim gemeinsamen anfeuern?

        im ernst?

        ist eigentlich schon aufgefallen, dass der gemeine wm-gucker entgegen aller schwarzmalerei sehr gut zwischen der nationalmannschaft und deutschland unterscheiden kann? (stichwort: “Schland”)

    60. K.St. schrieb am 4. Juli 2010 at 09:55 - Permalink

      Hallo, Spiegelfechter,
      Dein Artikel”54…” war gut wie immer, nur ein kleiner Tippfehlerteufel hat sich reingeschlichen: “Acker” Schröder spielte beim TUS Talle (nicht Calle).

      In Vorfreude auf weitere Artikel grüßt Kerstin

    61. Benjamin schrieb am 4. Juli 2010 at 10:11 - Permalink

      An Fian:

      Wer macht denn diesen Spocht zum Politikum?

      Gehen wir mal ins Jahr 2006 A.D….

      Wer hat denn überall Sticker angeklebt mit den Worten “DIE FAHNEN BLEIBEN OBEN!”?
      Kanzlermacher Bild-”Zeitung”.

      Wer hat denn die MwSt.-Erhöhung durch den Bundestag gepeitscht, als alle halb verzückt, halb betrunken Fußi geguckt haben?
      Ja wohl die “2 + 0 = 3″-Steuersenkungspartei CDU und ihr Juniorpartner sPD.

      Wer hat denn bis zum erbrechen die “mutigen” und “notwendigen” (TINA lässt grüßen) “Reformen” mit Xavier Naidoo untermalt?
      Wieder die deutschen Medien.

      Medien – Politik – Wirtschaft – sie alle profitieren von diesem aufgebauschten Fußballtunier, es fällt doch auf, dass es erst seit einigen Jahren so ein Bohei um dieses Gekicke gemacht wird mit unnötigen Autokorsos und Huphup wenn Deutschland mal gegen Palau gewinnt etc., weil uns die Mächtigen ablenken wollen.

      Der Fußball kommt denen da wie gerufen.

      Ohne mich, dann bin ich halt der 74.999.991. Mann auf dem Platz :)

    62. Peleo schrieb am 4. Juli 2010 at 11:38 - Permalink

      Im Vorfeld der WM las ich irgendwo den Satz: „Wenn die deutsche Elf die Vorrunde übersteht, hat Merkel ihr Sparpaket im Sack“. So ist es gekommen.

      Jetzt wurde mit der argentinischen Gurkentruppe auch die Wulff-Peinlichkeit vom Spielfeld gefegt und das Weniger-Netto-vom-Brutto durch die KK-Beiträge gleich mit.

      Da frag ich mich bang: Was wird uns erst das Endspiel kosten? Und wenn „Deutschland“ – mit freundlicher Unterstützung von Frau Angela Merkel – gar Meister der Welt wird? Dann hat sie das ganze Land im Sack und diese ewigen Nörgler gleich mit.

      Dann wird endlich klar sein, wer die richtige Strategie hat, im Fussball wie in der (Wirtschafts-) Politik. Damit einer gewinnt, muss ein anderer verlieren.

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 11:56 - Permalink

        Ach Peleo, ich bitte Dich. Du versuchst da Zusammenhänge herzustellen, die es so nicht gibt. Das Sparpaket war a) vor der WM und wurde b) m.E. von Medien ausreichend kritisiert. Die Wulff-Peinlichkeit ist durch einen Sieg gegen Argentinen noch lange nicht vergessen und die Erhöhung der KK-Beiträge wäre so oder so gekommen (11 Mrd. Loch). Was hat das alles mit der WM zu tun?

        • Peleo schrieb am 4. Juli 2010 at 16:12 - Permalink

          Du schreibst doch selbst gegen die Instrumentalisierung des Fussballs durch die Politik. Merkel ist sicher nicht aus Fussballbegeisterung gerade jetzt so weit geflogen. Diese Bilder sind viel mehr wert als eine millionenteure PR-Kampagne, das weiß sie genau. Und ich weiß es aus meiner Umgebung.

          • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 17:11 - Permalink

            Da hast Du zweifelsohne Recht. Ich denke aber eher, dass es um Imagepolitik geht und nicht darum, von konkreten Entscheidungen abzulenken.

            • Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 14:05 - Permalink

              Über so viel Blauäugigkeit kann ich mich nur wundern. Wolfgang Lieb schrieb bereits während der Fussball-WM 2006 unter der Überschrift “Wie der Neo-Nationale Matthias Mattusek die WM-Euphorie umdeutet: Die „Bejahungswelle“ stelle selbst die Wiedervereinigung in den Schatten”:

              http://www.nachdenkseiten.de/?p=1399

              “Der Kulturchef des SPIEGEL sieht in einem DLF-Interview in der Begeisterung und Partystimmung der Fußballfans auf einer „atavistischen tiefen Ebene in jedem von uns des Gefühl der Zugehörigkeit zu den eigenen Leuten“. Was da wachgerufen wurde, habe „sich ins kollektive Bewusstsein gesenkt und abgelagert und wird als abrufbare Erinnerung bleiben“.
              In Klinsmann sieht er geradezu eine germanische Heldenfigur, „wo ein einzelner verkörpert, was kollektiv vorher gewünscht, geträumt, gedacht wurde.“ Eine solche „Lichtgestalt“ brauche man auch in der Politik. „Wir brauchen in der Politik unbedingt so jemanden“.
              Der ausgebrochene Patriotismus sei „natürlich sehr tauglich“ durch schwierige Zeiten zu kommen und „schmerzhafte Einschnitte“ hinzunehmen und zu sagen: „Okay, das muss jetzt sein, diesen Einschnitt machen wir.“”

              Der Glaube, die nun unter tatkräftiger Mithilfe der Medien angefachte “nationale Begeisterung” sei eine ganz und gar harmlose Veranstaltung (lediglich “Imagepflege”), ist meines Erachtens nicht tragfähig. Ich bin der Auffassung, daß die rechtskonservativen und neoliberalen Kreise versuchen werden, die “nationale Begeisterung” für ihre politischen Zwecke (analog der von Matussek während der Fussball-WM 2006 geforderten “schmerzhaften Einschnitte”) zu missbrauchen.

    63. Xenocrates schrieb am 4. Juli 2010 at 12:02 - Permalink

      In dem Artikel wird zwar das Umdenken beim DFB nach der völlig verkorksten Europameisterschaft 2000 in den Niederlanden und Belgien erwähnt, was als die Graswurzel des heutigen Erfolges einer jungen, multikulturellen Nationalmannschaft gesehen werden kann. Wer diese Wende jedoch maßgeblich eingeleitet hat, bleibt unerwähnt. Es war, das passt halt nicht ins linke Gedankengut, der als nationalkonservativ verschriehene frühere CDU-Landesminister und damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der die Öffnung und zielgerichtete Förderung von Migrantenkindern vorantrieb.

      Ansonsten kann ich mich Fian nur anschließen: es ist teilweise armseelig, wie hier über alles Nationale und eine begeisternd spielende deutsche Fußballnationalmannschaft hergezogen wird. Gegen die Deutschen würden zu wenig Fouls gepfiffen, die Argentinier würden benachteiligt und natürlich die in Siegtrunkenheit vereinte Bevölkerung. Wird sonst nach mehr Solidarität gerufen, ist das nationale Einheitsgefühl in Punkto auf Schwarz-Rot-Gold nur lästig.

      Übrigens: vor dem Spiel wurde hier bereits schadenfroh über die Konsequenzen spekuliert, wenn das deutsche Team von den Argentiniern eingeseift würde. Derjenige hat sich nicht mehr zu Wort gemeldet.

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 12:11 - Permalink

        In dem Artikel wird zwar das Umdenken beim DFB nach der völlig verkorksten Europameisterschaft 2000 in den Niederlanden und Belgien erwähnt, was als die Graswurzel des heutigen Erfolges einer jungen, multikulturellen Nationalmannschaft gesehen werden kann. Wer diese Wende jedoch maßgeblich eingeleitet hat, bleibt unerwähnt. Es war, das passt halt nicht ins linke Gedankengut, der als nationalkonservativ verschriehene frühere CDU-Landesminister und damalige DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, der die Öffnung und zielgerichtete Förderung von Migrantenkindern vorantrieb.

        Jein, MV hat das sicher vorrangetrieben. Als “Vater” der bessere Förderung von Migrantenkindern im Fußball sollte aber m.E. eher Egidius Braun (Kartoffel-Braun) gelten. Dennoch will ich MVs Leistungen in diesem Bereich keineswegs in Abrede stellen.

        Wenn ich diese Passage allerdings in den (m.E. eh schon zu langen) Artikel hätte einfließen lassen, so würde das sogar in “meine Theorie” passen, da die Entwicklung ja in der rot-grünen Ära ihren Wendepunkt nahm, in der v.a. beim Thema Migration und Integration sehr viel geschah.

        Ansonsten kann ich mich Fian nur anschließen: es ist teilweise armseelig, wie hier über alles Nationale und eine begeisternd spielende deutsche Fußballnationalmannschaft hergezogen wird.

        Wo? Diese Stimmen sind hier eher Aussenseitermeinungen. In einem Blog mit “linken” Publikum ist das “leider” unvermeidlich, da einige “linke” Kommentatoren da anscheinend wirklich einen Stock im Hintern haben ;-)

        Übrigens: vor dem Spiel wurde hier bereits schadenfroh über die Konsequenzen spekuliert, wenn das deutsche Team von den Argentiniern eingeseift würde. Derjenige hat sich nicht mehr zu Wort gemeldet.

        Er weiß schon warum ;-)

        • Xenocrates schrieb am 4. Juli 2010 at 12:38 - Permalink

          Es gibt halt viele richtige Antworten. Dennoch will ich vor allem herausstreichen, dass auch konservativ denkende Menschen nicht automatisch ausländer- oder migrationsfeindlich sind. Ansonsten ist das Migrationsbild der DFB-Elf ja nicht typisch für die Gesellschaft, weder zahlenmäßig, wo 50% des Kaders aus Spielern mit Migrationshintergrund besteht, noch von dem Integrationsstand. Ein Mesut Özil hatte beispielsweise erheblichen Klärungsbedarf mit seinem familiären Umfeld, warum er für Deutschland und nicht für die Türkei auflaufen möchte.

          Darüberhinaus wäre der Erfolg ohne “deutsches” Organisationstalent auf (Schweinsteiger) und neben dem Platz (Trainingsintensität, Perfektion in Taktiklehre sowie Planung von Hotel und Location) nicht denkbar, ebenso dem Konditionsbolzen und Fitnesslehre durch amerikanische Trainer – eingeführt durch den ehemaligen Teamchef Klinsmann. Und könnte man sich eine so offensivstarke und risikoorientierte Mannschaft unter einem Bundestrainer Matthias Sammer vorstellen?

    64. Lemmy Caution schrieb am 4. Juli 2010 at 12:18 - Permalink

      Deutschland hat unglaublich gespielt.
      Die intelligenteren – und fairen – Kommentare finde ich allerdings in der argentinischen Sportzeitung Ole (sieht man mal von den hämisch blutgrätschenden Brasilianern ab -> das ist schlimmer als Schalke und Dortmund Fans).

      Das offensive 4-3-3 System Argentiniens konnte einfach mit den Deutschen nicht mithalten. Trotz aller individuellen Klasse der argentinischen Spieler. Laut ole.com.ar ist Lionel Messi im Spiel NICHT EINMAL gefoult worden.

      Wie ihr euch vorstellen könnt, schüteln mich Ekel-Krämpfe, wenn ich an die riesige Che Guevara Tätowierung auf dem Oberarm des großartigen Diego Armando Maradona denke.
      Trotzdem hat der Mann Respekt verdient.
      Er ist einfach wie er ist. Hier die Trauerszene mit seiner Tochter Dalma im Stadion Backoffice. Super-Jogi läuft auch durchs Bild. Für mich bislang die Bilder dieser Weltmeisterschaft.
      http://tinyurl.com/3796t24
      (unbedingt ansehen, auch wenn Lemmy fürn Arsch ist und das ganze ein wenig lange läd)

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 12:30 - Permalink

        Das ist Tango. Mir tut Maradona auch aufrichtig leid.

        • goldman sachs schrieb am 4. Juli 2010 at 12:50 - Permalink

          @spiegelfechter

          Das ist Tango. Mir tut Maradona auch aufrichtig leid.

          Sowas von verlogen! *kopfschüttel* Was hat denn eine Hinrichtung eines Rindersteaks auf offener Bühne mit Tango zu tun, spiefelfechter ?

          Irgendwie passen Argentinier und Deutsche einfach nicht zusammen. «Scheiße Mann, das ist eben Fußball», heulte Diego und Tränen kullerten dem gedrungenen Diego in kleinen Bächlein über die hellblau-weiße Gesichtsschminke.

          So es Tango gewesen wäre, hätten die Argentinier dieses vergeigte Spiel abgebrochen und einfach eine neue Frau aufgefordert, z.B. Nordkorea.

          • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 12:59 - Permalink

            Ach Goldman Sachs, Du schreibst hier schon einen Stuss zusammen. Gehab Dich wohl.

            • goldman sachs schrieb am 4. Juli 2010 at 13:20 - Permalink

              @spiegelfechter, irgendwie erinnerst du an Diego Maradona mit seiner riesigen Che Guevara Tätowierung auf dem Oberarm.

              Xenocrates tut Maradona auch aufrichtig leid: „Dazu ist er ein körperlich kranker Mann mit wahrscheinlich starken Gehirnschäden aufgrund jahrelangem Kokainkonsums. Wie sehr er aufgrund seines Lebenswandels gealtert ist, sieht man, wenn man Bilder von ihm mit dem gleichaltrigen Lothar Matthäus vergleicht. Ob Mitleid angebracht ist?“

            • Lemmy Caution schrieb am 4. Juli 2010 at 17:37 - Permalink

              @Goldman: DAS finde ich auch massiv übertrieben. Maradona kann sich in Interviews sehr klar artikulieren.
              Internationale Kritiker der New York Times äußern sich nach dieser Weltmeisterschaft voller Respekt über den Mann.
              http://tinyurl.com/38jf2jq
              In Umfragen selbt von eher konservativen argentinischen Zeitungen sprechen sich fast 50% für einen Verbleib Maradonas als Nationaltrainer aus.

              Wenn es entsprechend läuft, kann imho auch Deutschland am Mittwoch durch ein 4:0 ausgeknockt werden. Selbst Serbien hätte höher gewinnen können.

      • Xenocrates schrieb am 4. Juli 2010 at 12:47 - Permalink

        Ich denke, Maradona leidet unter einer Überschätzung seiner selbst. Er war einer der besten Spieler der Welt, eine Augenweide am Ball und eine Legende nicht nur in Argentinien. Aber er hat nichts, was ihn zum Trainer prädestiniert, erst recht nicht in einer Zeit, wo ohne moderne Trainingslehre und innovative Taktik sportlicher Erfolg allein auf Basis von Motivation nicht mehr möglich ist.

        Dazu ist er ein körperlich kranker Mann mit wahrscheinlich starken Gehirnschäden aufgrund jahrelangem Kokainkonsums. Wie sehr er aufgrund seines Lebenswandels gealtert ist, sieht man, wenn man Bilder von ihm mit dem gleichaltrigen Lothar Matthäus vergleicht. Ob Mitleid angebracht ist? Er hat immerhin 2008 seine Inthronisierung vehement über die Medien vorangetrieben und kein gutes Haar an seinen Vorgängern gelassen, die teilweise wirklich gute Fußballlehrer waren. Den Job hat er nur bekommen, weil er in Argentinien eine Ikone ist.

        Sicher, Franz Beckenbauer ist 1984 ähnlich vorgegangen, als er sich via Bild-Zeitung als künftiger Nationaltrainer positionierte. Nur hat er niemals Mitleidsgefühle erregt.

        • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 13:01 - Permalink

          Wofür gibt es denn den Trainerstab hinter dem Cheftrainer? Und was ist Jürgen Klinsmann, der 2006 auch nichts hatte, was ihn als “Trainer prädestinierte”?

          • Sukram71 schrieb am 4. Juli 2010 at 13:18 - Permalink

            Oder Rudi Völler war, glaub ich, auch kein ausgebildeter Trainer …
            Rudi Völler war vielleicht am ehesten mit Maradonna vergleichbar. Der hat alleine schon mit seiner Aura, die Mannschaft – nach dem unsäglichen Erich Ribbeck – aufgerichtet.

            Mein Eindruck ist, dass das DFB-Team, das dem Teamchef (nicht Tainer) zuarbeitet, zu den allerbesten auf der Welt gehört.
            Ich schätze, die haben so unglaublich viel Erfahrung wie man sich vorbereitet, wie man ein positives Umfeld und Team-Spirit schafft und bereiten sich so gut, professionell und akribisch vor, wie kaum ein anderes Team in der Welt. Nur mein Eindruck.

            Das ist bestimmt auch ein Geheimnis des regelmäßigen deutschen Erfolges. Maradonna und dem argentinischen Team traue ich das in dieser Form nicht zu.

          • Xenocrates schrieb am 4. Juli 2010 at 13:31 - Permalink

            Tja, Jürgen Klinsmann war zum einen ein grandioser Motivator (ist Maradona vielleicht auch?) und ein sehr strategisch denkender Innovator (Maradona mit Sicherheit nicht). Dazu wusste Klinsmann seine eigenen Schwächen hervorragend durch Teambildung auszugleichen und gewährte seinen Mitarbeitern die Freiräume in der Innen- und Außenwirkung. Kurz: von allen für eine Mannschaftsbildung wichtigen Faktoren bringt Maradona vielleicht eine Eigenschaft mit, Klinsmann jedoch mehrere.

            Und im Gegensatz zu Klinsmann und auch Beckenbauer hat sich Maradona in der Vergangenheit nicht für Spielentwicklung, Trainingsinhalte und neuere Taktik interessiert und hervorgetan, während Klinsmann auf einer internationalen Trainerkonferenz 2003 einen vielbeachteten und gelobten Vortrag hielt. Von Maradona ist Ähnliches nicht überliefert.

            • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 13:35 - Permalink

              Das ist die öffentliche – oder besser veröffentlichte – Meinung. Ist das aber auch so? Ich zweifele da doch mal.

            • Xenocrates schrieb am 4. Juli 2010 at 14:03 - Permalink

              Nun ja, das ist ja kein Widerspruch, wird doch wesentlich die Motivationsseite herausgehoben. Fakt ist, dass die Seleccion ihre Spiele dann überzeugend gewann, wenn sie früh in Führung ging und in der Defensive nicht gefordert wurde. Dagegen war auch gestern wenig von Spielorganisation zu sehen. Beispiele:

              Messi, bei Barca in eine echte Angriffsreihe eingebunden, spielt in der argentinischen Nationalmannschaft so etwas wie einen Spielmacher. Ergebnis: während er bei Barca regelmäßig glänzt, lastet im Nationalteam alle Verantwortung auf seinen Schultern. Im modernen Fußball hat man aber keinen Erfolg mehr, wenn sich alles auf einen Spieler konzentriert. Die Afrikaner sind dafür das beste Beispiel, Ghana das beste Gegenbeispiel.

              Die linke deutsche Abwehrseite, als die Schwachstelle bei diesem Tunier ausgemacht, wurde bei Ballbesitz der Albiceleste nicht gedoppelt, statt dessen versuchten es regelmäßig Messi oder Tevez im Alleingang.

              Beim ersten Freistoß, der zum Gegentor führte, wurde viel zu tief verteidigt, die Argentinier schienen auf eine so übliche Spielsituation nicht eingestellt. Darüberhinaus scheinen sich nichts von der Rechtslastigkeit des deutschen Spiels und den vorherigen Überlegungen über die Langsamkeit des eigenen Verteidigers Heinze mitbekommen zu haben. So stand er bei den deutschen Angriffen über Müller doch häufig allein auf weiter Flur, die Torchance von Klose in der ersten Hälfte resultierte aus diesem Defizit und war in der Entwicklung eine Kopie des deuschen 2:0 gegen England.

              Insgesamt: man hat nicht viel gesehen, dass der argentinische Trainerstab sich sehr mit dem Gegner beschäftigt hatte und die Mannschaft auf bestimmte Spielsituationen wie einem Rückstand vorbereitet hatte.

            • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 17:21 - Permalink

              @Xenocrates

              Nun ja, das ist ja kein Widerspruch, wird doch wesentlich die Motivationsseite herausgehoben. Fakt ist, dass die Seleccion ihre Spiele dann überzeugend gewann, wenn sie früh in Führung ging und in der Defensive nicht gefordert wurde.

              Sah das bei der Nationalmannschaft anders aus? Bei den wirklich guten Auftritten (Australien, England, Argentinen) gingen die Deutschen auch (relativ) früh in Führung und konnten dem stürmenden Gegner ihr Spiel aufzwingen. Das haben sie allerdings optimal gemacht.

              Messi, bei Barca in eine echte Angriffsreihe eingebunden, spielt in der argentinischen Nationalmannschaft so etwas wie einen Spielmacher. Ergebnis: während er bei Barca regelmäßig glänzt, lastet im Nationalteam alle Verantwortung auf seinen Schultern. Im modernen Fußball hat man aber keinen Erfolg mehr, wenn sich alles auf einen Spieler konzentriert. Die Afrikaner sind dafür das beste Beispiel, Ghana das beste Gegenbeispiel.

              Yep, sehr richtig. Daher bin ich auch froh, dass unser Ballack-Nationale pausieren muss.

              Insgesamt: man hat nicht viel gesehen, dass der argentinische Trainerstab sich sehr mit dem Gegner beschäftigt hatte und die Mannschaft auf bestimmte Spielsituationen wie einem Rückstand vorbereitet hatte.

              Richtig – oder es fehlte schlicht die Fähigkeit dies umzusetzen.

    65. tupperware schrieb am 4. Juli 2010 at 12:51 - Permalink

      Ich hatte inständig gehofft, dass die Deutschen endlich rausfliegen und das schon beim Spiel gegen die Engländer. Und was passiert? Jedesmal gewinnnen sie haushoch.

      Aber gegen Spanien werden sie hoffentlich einen Dämpfer bekommen, dann ist wieder nachts ruhe und kann bei der Hitze bei offenem Fenster schlafen.

      • Sukram71 schrieb am 4. Juli 2010 at 13:45 - Permalink

        Das geht aber gar nicht … Wirklich nicht. Unfassbar. ^^

      • Sukram71 schrieb am 4. Juli 2010 at 14:49 - Permalink

        Echt nicht !!!

      • Truvor schrieb am 4. Juli 2010 at 14:51 - Permalink

        Ich empfehle dir nach Sibirien umzuziehen.
        Dort kriegst du deine Ruhe.

        PS. Dein Kommentar würde sogar einen Toten deprimieren :-(

        • Benjamin schrieb am 4. Juli 2010 at 15:58 - Permalink

          Veto.

          Aber da seid ihr Fußballfans einfach zu befangen :duckundweg:

    66. Frank Benedikt schrieb am 4. Juli 2010 at 14:16 - Permalink

      Ohne Worte:

      Na also ;-)

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 17:22 - Permalink

        *pffff*

        Seit wann kümmert es uns, was SPON-Schmierulanten sich zusammenspinnen? ;-)

    67. v. Alkheimer sen., Bonn schrieb am 4. Juli 2010 at 14:36 - Permalink

      @fiegelspechter

      Mal ordentlich recherchieren, nicht nur feuilletonparlieren:

      Da nicht nur Brasil gegen NL verlor, sondern auch Argentinia gegen D – bietet sich diese Deutung an: Daß die Peter-Hartz-Gang um den damaligen Bundeskanzler Sch. (1998-2005) nicht in ihren heimischen Sexapartments in Salzgitter, Braunschweig und Hannover blieb, ist ebenso bekannt wie die jahrelangen Nuttenflüge zu ihren Brasilianerinnen.

      Das erklärt Brasilien FIFA-Niederlage vorgestern.

      Und Argentiniens FIFA-Niederlage gestern?

      Die Schröder-Hartz-Gang könnte auch gleichzeitig, was bisher verborgen blieb, jahrelange Nuttenflüge zu ihren Argentinierinnen unternommen haben …

      Das erklärt Argentiniens FIFA-Niederlage gestern.

      Also Vorsicht mit zuviel Jubelei, ain´t she, Ehre wem Ehre gebührt auch bei der Schröder-Hartz-Gang;-) …

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 17:27 - Permalink

        Sag mal, schreibst Du in Deiner Freizeit für Schall&Rauch?

        • v. Alkheimer sen., Bonn schrieb am 4. Juli 2010 at 17:35 - Permalink

          “Freizeit” – was bitte soll das sein;-)? v.A.

    68. na sowas schrieb am 4. Juli 2010 at 18:22 - Permalink

      @ SF
      190 Kommentare und erst 5 mal den »Flattr« betätigt!
      *pfffuuuuit* … klassische Abseitsstellung
      So wird das nie was mit ‘artgerechtehaltung.de’ und 99 $$$ für’s
      ‘Typekit’ bekommst Du erst recht nicht zusammen.
      Unbedingt ein Photo von Deiner Che Guevara Tätowierung uploaden → Sex sells
      btw.
      Immer noch keine Krokodile im Baggersee gesichtet… ☂

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 18:36 - Permalink

        Ah geh – wenn es mir ums Geld ginge, würde ich ein VT-Blog aufmachen. Dann hätte ich auch viel mehr Zeit … warum eigentlich nicht? Du bringst mich auf gute Ideen!

    69. Lazarus09 schrieb am 4. Juli 2010 at 19:22 - Permalink

      Brot und Spiele fuer’s dumme Volk. Spiele hat es im moment und waehrend sich der Michel einen abjubelt als haette er persoenlich etwas vom Erfolg “seiner”WM Mannschaft bekommt er still und leise das Fell ueber die Ohren gezogen.Nichts gegen die Freude am Fussball aber dieser Hype ist schon wiederlich.
      Unsere Kanzlerette die Perle der Uckermark drueckt sich,und versucht meiner Meinung nach ihre Beliebtheit soweit noch vorhanden durch einen Maskottchenbesuch in Suedafrika aufzubessern. Warum auch nicht ,schliesslich kostet es sie nichts und so kann sie auch kein Unheil im Land anrichten,so es denn noch irgend eine Rolle spielt.
      Es hinterlaesst halt einen schalen Geschmack wenn man dauernd vom sparen schwadroniert was eigendlich meint das man der Normalbevoelkerung die Mittel zum Lebensunterhalt streicht und durch Abgabenerhoehungen reduziert waehrend man sich selbst die Bezuege weitgehend unbeachtet schamlos erhoeht. Alles vor dem Hintergrund “wir” haetten ja ueber unsere Verhaeltnisse gelebt.
      Aber vielleicht wird unsere Probagandakanzlerette ja noch Kanzlerin der Herzen wenn das Sommermaerchen weiter geht … fuer den tumben Deutschen Michel wird es wenn denn der von den Meden angeheizte Freudentaumel abklingt ein boeses erwachen geben.

    70. noname schrieb am 4. Juli 2010 at 19:24 - Permalink

      Ich komme oft und wirklich gerne hierher um interessante, sauber recherchierte und gut geschriebene Artikel über Politik und Wirtschaft zu lesen, und auch die darauffolgenden Diskussionen bewegen sich meist auf hohem Niveau. Wenn’s aber um Fußball geht dann bewegt sich das Ganze hier leider zwischen SPON und Bild-Niveau.. wenn ich hier schon lesen darf dass Grinsi-Klinsi ein guter Trainer wäre – in anderen Ländern wird man für solche Aussagen strafrechtlich verfolgt. Auch die Analyse der argentinischen Niederlage gestern – bitte, aufhören!

    71. Heldentasse schrieb am 4. Juli 2010 at 19:32 - Permalink

      Ich bin auch begeistert das unsere Manschaft gestern gewonnen hat. Allerdings wird meiner Meinung nach viel zuviel in das Ganze hineininterpretiert weil – und das kann man statistisch nachweisen – der Zufall wesentlich den Ausgang eines Spiels bestimmt! (Infos)

      Der Einfluß des Spitzenfussballs auf die Politik sowie Gesellschaft, und letztendlich auch auf Verhalten des Einzelnen ist m.E. ein Paradebeispiel für Irrationalität. Das schüren der selbigen bringt z.B. der FIFA und grossen internationalen Konzernen Milliardengewinne, ohne dass das z.B. bei dieser WM Südafrika gross was davon hat, und der Politik ein Deckmäntelchen für das eigene Unvermögen.

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 19:45 - Permalink

        Aber es ist doch gerade eben diese Irrationalität, die Dinge faszinierend macht – Sex (ohne Vermehrungsabsicht) ist auch irrational, sich über Dinge, wie einen Sonnenuntergang oder ein Feuerwerk zu erfreuen ebenfalls. Wahrscheinlich ist es das Erfolgsrezept des Fußballs (vor allem bei Weltmeisterschaften), dass er die archaischen Instinkte in uns wachrüttelt. So lange das friedlich geschieht, ist es doch wunderbar. Wer lässt sich nicht gerne “mitnehmen”?

        Wahrscheinlich sollte man da auch gar nicht so viel hinein interpretieren (ja ich weiß, ich interpretiere selbst) ;-)

        • Heldentasse schrieb am 4. Juli 2010 at 20:14 - Permalink

          Vorweg, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Nur bei objektiver Betrachtung sind die “archaischen Instinkte” so harmlos nicht. Das es friedlich abgeht beim Fussballspiel und bei den Fans ist eine notwendige aber IMO keine hinreichende Bedingung. Die NDS haben das in Das Schwenken der Fahnen – eine Einübung in Gleichschaltung für alles Mögliche sehr gut auf den Punkt gebracht.

          Natürlich werde ich mir am Mittwoch trotz dieser Überlegungen das Spiel “unserer Jungs” ansehen, nur das Reflektieren über dieses Massenphänomen Fußball ist wichtig! Drum gehört dieses Thema ja auch hierhin :-). Der Kritik mancher Foristen daran kann ich so nicht nachvollziehen.

          • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 20:28 - Permalink

            Vorweg, jeder soll nach seiner Fasson glücklich werden. Nur bei objektiver Betrachtung sind die “archaischen Instinkte” so harmlos nicht. Das es friedlich abgeht beim Fussballspiel und bei den Fans ist eine notwendige aber IMO keine hinreichende Bedingung. Die NDS haben das in Das Schwenken der Fahnen – eine Einübung in Gleichschaltung für alles Mögliche sehr gut auf den Punkt gebracht.

            Ja klar, “Masse und Macht” – das hat der gute Canetti schon perfekt ausgearbeitet und ich schätze, man kann seine Erkenntnisse auch beinahe 1:1 auf die Fußball-Faszination übernehmen. Ich würde das aber nicht überbewerten.

            Natürlich werde ich mir am Mittwoch trotz dieser Überlegungen das Spiel “unserer Jungs” ansehen, nur das Reflektieren über dieses Massenphänomen Fußball ist wichtig! Drum gehört dieses Thema ja auch hierhin :-). Der Kritik mancher Foristen daran kann ich so nicht nachvollziehen.

            Fußball – und vor allem die Nationalmannschaft – polarisiert. Da gibt es einige kluge Menschen (z.B. mein Freund und Lektor Frank Benedikt), bei denen sich sofort die Nackenhaare aufstellen, wenn sie eine deutsche Flagge sehen. Da kommen dann “urlinke” Instinkte durch und man sieht gleich das Vierte Reich kommen, wenn man in der U-Bahn einem Mädel mit schwarz-rot-gold lackierten Fingernägeln gegenüber sitzt. Was soll man da noch sagen? Am Besten nichts. Dann gibt es noch “Freaks”, wie bespielsweise der Kommentator Swenske, die sich besser in der Materie auskennen und sich jegliche Kritik an “Ihrer” Mannschaft verbieten – und sei es nur, wenn man die Merkel-Äußerungen des Bundes-Jogis nicht so toll findet.

            Aber Du hast Recht – ich finde, die Diskussion sollte geführt werden. Sie “vernünftig” zu führen, ist allerdings in einem offenen Forum beinahe unmöglich. Vielleicht brauche ich da auch einen guten Gastautoren ;-)

            • f.luebberding schrieb am 5. Juli 2010 at 10:02 - Permalink

              Also mit Canetti kann man nicht unbedingt die Nationalismus These stützen. Massen sind nämlich nach Canetti flüchtige Phänomen. Sie sind fragile Geschöpfe und zerfallen, wenn der Anlaß weg ist. Also in zwei Wochen wird das Massen-Erlebnis nur noch eine Erinnerung sein. Genauso wie 2006.

            • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 10:07 - Permalink

              @Frank

              Genau das meine ich ;-)

    72. Lazarus09 schrieb am 4. Juli 2010 at 19:56 - Permalink

      @Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 19:45

      Ja da haben sie ja Recht …aber ist das was wir seit Talfahrt der Republik hier erleben ” nur ” echte Freude am Fussball …oder kuenstlich angefachter Hype um die Massen abzulenken ? Ich kann mich an Zeiten erinnern wo man sich einfach nur gefreut hat “ohne” das man von Medienseite das Gefuehl hat man waehre im Robinson Club bei einem Animateur Wettbewerb ;-)….

      • Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2010 at 20:12 - Permalink

        Es ist sicher eine Mischung aus beidem. Natürlich wurde und wird der Hype medial mit entfacht. Man darf nicht vergessen, dass das Geschäft rund um den Fußball herum sehr groß ist. Aber man kann natürlich auch keinen Hype für “ein Produkt” – und erst recht nicht für Emotionen – entwickeln, die sich nicht dafür eignen. Man könnte einer Werbeagentur wohl 1 Milliarde Euro geben und sie würde es nicht schaffen, Golf, Cricket oder Dressurreiten so populär zu machen. Bei den “US-Sportarten” Basketball und American Football wurde das ja sogar versucht. Fußball ist auch ein weltweites Phänomen – bis auf die USA und einige ehemalige britische Kolonien, in denen Rugby und Cricket Nummer 1 sind, ist Fußball m.W. weltweit der Sport Nummer 1 und weltweit fiebern die Menschen mit “ihrer” Mannschaft.

        Der Hype (Public Viewing, Autokorsi, geschmückte Mofas und Autos, Fahnen) ist übrigens m.W. eine Adaption aus Südeuropa. Was hier “neu” ist, gibt es in Italien schon lange.

    73. na sowas schrieb am 4. Juli 2010 at 20:45 - Permalink

      @68 SF
      …wer spricht denn hier von Geld und anderem Krimskram:
      Gib mich die Kirsche und ab die nichtlineare Bananenflanke

    74. Lemmy Caution schrieb am 5. Juli 2010 at 12:25 - Permalink

      Während die brasilianische Mannschaft bei ihrem Eintreffen im Heimatland angefeindet wurde und Melo von Sicherheitskräften vor der aufgebrachten Menge geschützt werden mußte, wurde die argentinische Mannschaft vor dem Flughafen Buenos Aires Ezeiza von ca. 20.000 Menschen gefeiert. 20.000 erscheint mir relativ viel. Es war kein offizieller Empfang geplant und der Flughafen ist immerhin über 30 Minuten Stadtautobahnfahrt von Buenos Aires Zentrum entfernt. Ohne Stau.
      http://www.ole.com.ar/mundial/Seleccion-Sudafrica_0_292170845.html
      harto simpático.

    75. Peleo schrieb am 5. Juli 2010 at 12:38 - Permalink

      Adaption aus Südeuropa

      … aber bitte nicht noch eine Adaption namens Berlusconi.

      Aber im Ernst: Ich würde gern wissen, wie andere damit umgehen, wenn “wir” gegen ein Land spielen, das den Erfolg viel, viel dringender bräuchte als “wir”, also z. B. Ghana und damit fast ganz Afrika. Schaltet ihr dann den kritischen Verstand aus? Und wohnt in mir ein kleiner Chauvinist, wenn ich trotzdem lieber will, dass D gewinnt?

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 12:40 - Permalink

        Wer sagt denn, das Ghana einen Sieg “dringender” bräuchte als D?

        • caf schrieb am 5. Juli 2010 at 13:16 - Permalink

          Wer sagt denn, das Ghana einen Sieg “dringender” bräuchte als D?

          der HDI!?!

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 13:21 - Permalink

            Und was hat der HDI mit Fußball zu tun?

            • caf schrieb am 5. Juli 2010 at 13:26 - Permalink

              Na ein WM-Sieg kurbelt doch was an oder nicht? Ich weiss ja grad auch nicht genau was, aber ist für das Land (auch wirtschaftlich) schon besser, wennse gewinnen… [edit] allein die Popularität in der Welt! Ich bin außerdem davon überzeugt, dass Brasiliens jahrzehntelange fußballerische Dominanz sich auch auf deren Wirtschaft niedergeschlagen hat.

            • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 13:30 - Permalink

              @caf

              So läuft die Welt aber nicht – ansonsten müsste Afghanistan Fußballweltmeister werden ;-)

              Es ist auch nicht unbedingt “gerecht”, wenn derjenige, der am wenigsten hat, gewinnt. “Gerecht” ist es, wenn derjenige, der am besten spielt, gewinnt.

              Hätte Peleo seine Frage folgendermaßen formuliert …

              Aber im Ernst: Ich würde gern wissen, wie andere damit umgehen, wenn “wir” gegen ein Land spielen, das viel, viel besseren Fußball spielt, als “wir”, also z. B. Ghana und damit fast ganz Afrika. Schaltet ihr dann den kritischen Verstand aus? Und wohnt in mir ein kleiner Chauvinist, wenn ich trotzdem lieber will, dass D gewinnt?

              … käme ich freilich ins Schwimmen. Da die Nationalmannschaft aber m.E. – auch objektiv – den besten Fußball bei dieser WM spielt, mache ich mir darüber gar keine Gedanken.

    76. Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 13:42 - Permalink

      Fian , 5. Juli 2010, 11:39

      Du wirst es mir gestatten, auf Deinen groben Klotz einen groben Keil zu setzen: Du gehörst wahrscheinlich zu Jenen, auf die Heiner Geisslers Zitat zutrifft: “Wenn die Fahnen flattern, dann rutscht der Verstand in die Hose.”

    77. unbequemer schrieb am 5. Juli 2010 at 14:32 - Permalink

      Inzwischen vermisse ich die alte Aufmachung der Kommentare. Ich habe mir immer die Nummer des letzten Kommentars gemerkt, den ich gelesen habe und konnte später bei der nächsten Nummer weiterlesen.

      Nun wird es komplizierter. Ich muss nun bei jedem Kommentar erneut schauen, ob noch eine Antwort gepostet wurde.

    78. leslie schrieb am 5. Juli 2010 at 15:45 - Permalink

      Mal meinen Senf dazugeb***

      Es stand vom Anfang an fest,daß Deutschland Weltmeister wird. ;-)

      Denn die Deutschen haben wahrlich grössere Probleme,
      von denen sie abgelenkt werden müssen.

      Das Böse Erwachen kommt noch.

      Sicher!!

      Mlg

    79. Andreas schrieb am 5. Juli 2010 at 16:35 - Permalink

      Ach, ist es nicht schön, diese netten, kleinen Deutschlandfähnchen an den Autos, die Fanmeilen, das Gejöhle und Gegröhle und alle Fans inkusive der Kanzlerin sind im gemeinsamen Freudentaumel!? Und hintenrum wird still und heimlich das größte Sparpaket auf dem Rücken der sozial schwächsten durchgewinkt.

      • Benjamin schrieb am 5. Juli 2010 at 20:42 - Permalink

        You are not alone.
        Ich leide auch mit.
        :)

    80. Karsten Bier schrieb am 5. Juli 2010 at 16:54 - Permalink

      Zu 78 leslie:

      Es stand vom Anfang an fest,daß Deutschland Weltmeister wird. ;-)

      Denn die Deutschen haben wahrlich grössere Probleme,
      von denen sie abgelenkt werden müssen.

      Na, dann frage ich mich aber, wie “sie” es zur Durchsetzung “ihres” Plans geschafft haben, dass unsere Jungens so traumhaft spielen können…

      Cyborgs oder Genmanipulation, das ist hier die Frage…

      SCNR ;)

      • Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 16:59 - Permalink

        Spanien beispielsweise hat mit dem Gewinn des Europameistertitels vorgemacht, daß auch ein Land mit Problemen einen Titel gewinnen kann. Schon damals zeigte die spanische Aussenhandelsbilanz ein gewaltiges Defizit auf (das nicht unwesentlich auf das deutsche Lohndumping zurückzuführen ist).

        • Karsten Bier schrieb am 5. Juli 2010 at 17:06 - Permalink

          Da haste mich jetzt missverstanden :)

          Ich meinte, wenn jmd. Deutschland z.B. durch Geld zum Titel “verhelfen” wollte, wie es die Vorposterin andeutete, so frage ich mich, wie “sie” das im konkreten Fall gemacht haben sollen, da sich der bisherige Erfolg ja offensichtlich durch echte, sportliche Spitzenleistung eingestellt hat und nicht durch Schiri-Bestechung o.ä.

          • Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 17:22 - Permalink

            OK

            Beste Grüsse

    81. titus schrieb am 5. Juli 2010 at 17:52 - Permalink

      is das eine schei**e…
      nun habe ich glatt 10 min. gebraucht, um zu wissen, worum es geht

      76.Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 13:42 – Permalink Antworten
      Fian , 5. Juli 2010, 11:39

      Du wirst es mir gestatten, auf Deinen groben Klotz einen groben Keil zu setzen: Du gehörst wahrscheinlich zu Jenen, auf die Heiner Geisslers Zitat zutrifft: “Wenn die Fahnen flattern, dann rutscht der Verstand in die Hose.”

      den ganzen mist hochscrollen bis zu kommentar 24 irgendwas verschachteltes darunter…

      DAS IST NIE NICH MEHR LUSTICH…

      • Omom schrieb am 5. Juli 2010 at 18:09 - Permalink

        Tut mir leid, daß Du Dich mühselig zu dem Ursprung-Kommentar hinarbeiten musstest. Leider ist in dem Kommentar 24 bei “Fian schrieb am 5. Juli 2010 at 11:39″ die Funktion “Antworten” gesperrt. So blieb mir nichts anderes übrig, als einen neuen Kommentar aufzumachen (hätte allerdings als Hilfe die Nummer 24 in meinem Kommentar nennen können. Sorry!!!).

    82. Ulrike Maria Beck schrieb am 5. Juli 2010 at 17:59 - Permalink

      Das schönste am Fußball ist das WIR !

      WIR sind im HALBFINALE
      WIR haben gewonnen
      WIR werden Weltmeister
      WIR sitzen gemütlich Daheim beim Grillen
      WIR feiern beim PUBLIC V…mit lecker Bierchen und Mettbrötchen..

      GOTT SEI DANK müssen WIR uns dabei nicht bewegen, nur die JUNGS sich für uns abrackern !!!!!!!

      Was die Politiker während der WM mal eben hinterrücks unmögliches ” aushecken”,
      aber da haben WIR doch nichts mit zu tun….

      denn WIR sind doch nur Fußballfans und WIR sind doch nur Deutschland.

      Übrigens:
      Heißt das Endspiel Deutschland: Holland, dann spielen WIR in beiden
      Mannschaften mit, denn es spielt eigentlich Bayern München ..!!!!!!

      Viel Spaß und noch ne schöne WM-ZEIT
      wünscht
      Ulrike Beck

    83. Alkheimer sen., Bonn schrieb am 5. Juli 2010 at 21:58 - Permalink

      @ 82 Ulrike Beck

      Nicht ganz – WIR ALLE – nicht nur bloß WIR — WIR ALLE ist auch jetzt wieder “das Schöne” anner FiFA-WM.

      Oder nicht?

      Schön´ Gruß an Ulli und Volker

    84. Degnaphta schrieb am 5. Juli 2010 at 23:26 - Permalink

      …
      Selbst Merkel-Kritiker können sich nicht dagegen wehren, bei ihrer kindlich-kitschigen Knuddel-Inszenierung die Lippen zu einem zarten Lächeln zu formen: Ach wie süß sich Mutti doch freut.
      …

      Also der Zauber ist sogar auf mich übergesprungen. Da ich sturmfrei hatte, habe ich micht mitreißen lassen und bin immer aufgestanden, wenn die Kanzlerin sich vom platz erhob. Dann habe ich auch die Arme hochgeworfen und möglichst hochstimmig gejuchzt.
      Das brachte Spaß und fühlte sich gut an.
      Nach meiner Einschätzung ist in solchen Momenten die Kanzlerin zu Frau Merkel, dem Menschen, geworden. Ist sie sonst eher im Bereich einer Sprechpuppe oder live-Rollenspielerin anzusiedeln, so ist sie als Nationalmanschaftsfan zum echten Menschen gewandelt. Vermutlich sind das die schönsten Momente ihrer Kanzlerschaft.

      Die aufgeführten Paralellen von politischer Entwicklung und Zustand des nationalen Fußballs, wobei besonders der Fokus auf den Trainer gelegt wird, erscheint mir ziemlich schlüssig und zutreffend. Als blöder Eso-Träumer sei mir das auch gestattet, wobei der in Sachen ‘Systemvergleich’ weniger geschulte Leser wahrscheinlich die glossenhafte Komponente betonen muß, um sich nicht an den aufgezeigten Zusammenhängen zu stoßen.

      • Omom schrieb am 6. Juli 2010 at 08:56 - Permalink

        http://www.stuttmann-karikaturen.de/archivseq.php?id=3651

        • Degnaphta schrieb am 6. Juli 2010 at 13:09 - Permalink

          Diese Interpretation verdränge ich unter großer Anstrengung, um mir den Spaß nicht verderben zu lassen :-)
          Und was die Entspanntheit von Frau Merkels Mimik angeht, dürfte meine Einschätzung zutreffen. Sie wirkt im Gegensatz zu sämtlichen anderen Öffentlichkeitsauftritten kein Stück angestrengt.

          Als Putzfrau im Gaza-Streifen bei Aufräumarbeiten aller Art gefiele sie mir allerdings noch besser als als steuersubventionierter Fußballfan.
          Und dabei möge sie besonders angestrengt wirken und sein.

    85. OAlexander schrieb am 6. Juli 2010 at 09:16 - Permalink

      Ich fand das schon alles schon ein wenig hochnotpeinlich,wie die Kanzlerin da nach jedem Tor einsam im roten Mäntelchen vor sich her gehampelt hat; kein aufmunterndes Wort vom linken oder rechten Sitznachbarn. Die haben Uns Angie mächtig ignoriert.

      @ SF
      Was ist ein “VT-Blog”?

    86. dew schrieb am 6. Juli 2010 at 13:19 - Permalink

      Off-Toppic.

      Hast Du Deinen Block mal mit dem IE6 oder mit Chrome unter Linux angeschaut. ist echt grauenhaft.
      Firefox ist auf beiden Plattformen ok

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 13:24 - Permalink

        Bei Chrome unter Linux gibt es ein Problem, das sich alledings durch “Reload” beseitigen lässt. woran das genau liegt, weiß ich auch nicht. IE6 wird – genau so wie der Netscape Navigator 3.1 – nicht mehr unterstützt ;-)

    87. Thrombophlebitis schrieb am 6. Juli 2010 at 17:29 - Permalink

      @ an alle die meinen, da sei eventuell etwas an den Ergebnissen manipuliert, um vom politischen Geschehen abzulenken.

      Ja, es gab eindeutig eine Bestechung bei dieser WM! Und genauso eindeutig ist die deutsche Mannschaft (zumindest bisher) der Nutznieser dieser Bestechlichkeit. Ja, ja. Da guckt ihr, die von der Gegenseite, ihr “Realisten” vor dem Herrn! Es wurde aber nur einer, ein Auserwählter, dafür bezahlt, seine Dienste dieser Sache zur Verfügung zu stellen.

      Nicht die WM-Verantwortlichen sind von gewissen Regierungen bestochen worden, sondern PAUL der TINTENFISCH ;)

      Er hat alle Spiele der Deutschen richtig vorausgesagt. Inklusive der Niederlage gegen Serbien. Na, wenn das ma´ mit rechten Dingen zugeht. Jetzt hat er, bei der Vorhersehung zum Spanien-Deutschland Spiel, das spanische Glas geöffnet. Au weia!

      Wenn das mit der Manipulation stimmt, hat die deutsche Mannschaft diesmal aber schlechte Karten! Bye, bye, Bier&Chips (aus gutem Grund und nicht einfach so, wie sonst), Autkorso, Gehupe, Tröten, Pfeifen, Vuvuzelas, Bildschirme anbrüllen, Fähnchen schwingen und nicht zuletzt, das plötzliche Bewusstsein, dass die gerade in Berlin, Brüssel oder sonstwo, penibelst über die Umstände meines Restlebens (ob es dieses Wort schon auf irgendeinem amtliche Formular gibt?) entscheidet. Ach wie traurig ich doch bin.

      Gruß

      Thrombo

    88. Alzheimer sen., Bonn schrieb am 10. Juli 2010 at 23:17 - Permalink

      … sehn Sie nun:

      Dritter Platz.
      Bei der FIFA-WM.

      Können WIR ALLE mit leben.

      Und der deutsche BP WULFF
      war auch da – ohne Schafspelz.

      Können WIR ALLE mit leben
      Oder nicht?


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