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  • Wider den Moraltotalitarismus!

    geschrieben am 05. Juli 2010 von Spiegelfechter

    Armes Land der Bayern. Fast jeder vierte volljährige Bewohner des stolzen Freistaats ist gestern dem Ruf der Fit-for-Fun-Dogmatiker gefolgt und hat sich in einem Volksbegehren für die Einführung des schärfsten Anti-Raucher-Gesetzes in Deutschland entschieden. Die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt. In Bayern wird damit bereits in wenigen Wochen der Tabakgenuss selbst in separaten Gaststättenräumen mit geschlossenem Lüftungssystem und in kleinen Eckkneipen verboten sein. Dem gesundheitsbewussten Jogger ist es auch schwerlich zuzumuten, täglich verschwitzt an Kneipen vorbeizuhasten, in denen übergewichtige Genussmenschen beieinander sitzen und sich bei einem alkoholischen Getränk oral an Giftstängeln berauschen und der Gemütlichkeit und der Geselligkeit frönen. Mit der Sünde kommt das Verderben und das ewige Leben erreicht nur der Tugendhafte.

    Doch dieser Teilerfolg ist der Anti-Raucher-Lobby noch nicht genug. Heute gehört uns Bayern und morgen die ganze Welt? Nun plant man bereits den bundesweiten Angriff auf die Freiheit von Wirten und ihren Gästen. Armes Deutschland, wohl den Bundesländern, in denen die Landesverfassung hohe Hürden für Volksbegehren eingebaut hat.

    Verbotswahn

    Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass das ehemalige Volk der Dichter und Denker und der Richter und Henker sich selbst seiner Freiheit beraubt? Der Michel hat eine neue alte Marotte wiederentdeckt, den Ruf nach Verboten. Das gefällt dem Michel gut, liebt der Michel doch Autoritäten, die ihm sagen, was er zu tun und zu lassen, zu denken und zu meinen hat – und wann er in Polen einmarschieren soll. War es früher der preussisch geprägte Ordnungssinn, der in Form von Obrigkeitswahn, vorauseilendem Gehorsam des deutschen Biedermanns und reglementierender Bürokratie unser Leben formte, so haben sich die Pickelhauben von gestern mit den Latzhosen von heute verbündet. Der Gesundheits-, Ernährungs- und Ökowahn der gut situierten, aber politisch desillusionierten und weltanschaulich sinnentleerten Mittelschicht mit Bildungshintergrund, hat sich längst zu einer Religion entwickelt.

    “Wer mehr als Hunger hatte, war einst Denker. Heute ist Denker, wer die Sattheit nicht länger erträgt.”
    Walter Fürst


    Ähnlich dem religiösen Puritanismus zielt der moderne Moraltotalitarismus auf das Verbot als Form der manifestierten Selbstverneinung. Und wer sich selbst veneint, der entwickelt einen latenten Neid. Wer Ehebruch und Homosexualität dämonisiert, hat oft selbst eine langweilige Ehe oder ist ein verkappter Schwuler. Wer täglich joggt, seine Knäckebrot isst und dem Alkohol abgeschworen hat, schaut oft mit Argwohn auf seinen Nachbarn herab, der am Samstag Abend rauchend mit seinen Freunden bei einem kühlen Bier in der Kneipe klönt. Sieht der Herr Nachbar denn nicht ein, dass er sich selbst schädigt? Das muss man ihm doch verbieten, wenn er denn nicht selber im Stande ist, sich vor sich selbst zu schützen. Man meint es doch nur gut mit ihm …

    Lustfeindlichkeit ist wieder gesellschaftsfähig

    Alles, was Spaß macht, ein wenig Wärme, Abwechslung und Komfort verspricht, das Selbstbewusstsein stärkt oder die kleine Flucht aus dem Alltag organisiert – zumal die preiswerten Vergnügungen des kleinen Mannes -, soll eingeschränkt, reglementiert, verteuert, wenn nicht gar verunmöglicht werden. Es ist bestürzend und in seiner Systematik nahezu grotesk.

    Dabei ist die gesamte Diskussion um Rauchverbote an Realitätsferne schwerlich zu überbieten. Der Staat oktroyiert im Namen einiger Bürger anderen Bürgern Gesetze, die an der Realität dieser Bürger komplett vorbeigehen. Natürlich ist der Gesundheits- und somit der Nichtraucherschutz ein hohes Gut, dem auch vom Gesetzgeber nachgegangen werden muss. Dennoch muss sich der Gesetzgeber auch hier an die Verhältnismäßigkeit halten. Ein Rauchverbot in Krankenhäusern, öffentlichen Gebäuden und Speisegaststätten wird von einem Großteil der rauchenden und nichtrauchenden Besucher begrüßt.

    Parallelwelten

    In klassischen Kneipen herrscht allerdings eine andere Realität vor. Selbst wenn der Wirt die Möglichkeiten hat, separate Raucher- und Nichtraucherräume anzubieten, hat er nach dem neuen bayerischen Gesetz nicht die Freiheit, selbst zu entscheiden, ob in den separaten Räumlichkeiten geraucht werden darf oder nicht. Auch muss sich die Eckkneipe, die jahrelang kein Mitglied der Fit-for-Fun-Gesellschaft mehr gesehen hat, deren Diktat unterwerfen.

    “Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk.”
    Laotse

    Eine Alterskontrolle bei den Besuchern und ein klar sichtbarer Warnhinweis für unbedarfte Gäste müssten hier als Signal doch eigentlich ausreichen – “Wer mein Etablissement betritt, setzt sich einer latenten Gefährdung seiner Gesundheit aus”. Der mündige Bürger wird abwägen, die Freiheit des Besuchs einer solchen Gaststätte gegen die Unfreiheit, sich latent schädigen zu lassen, einzutauschen. Alles andere ist Bevormundung des Wirts und seiner Gäste.

    Wer als Jugendlicher eine Striptease-Bar besuchen will, wird schließlich auch vom Wirt dieses Etablissements qua Gesetz dazu aufgefordert, draußen zu bleiben. Der Gesetzgeber vertritt nun einmal die Ansicht, dass einem jungen Mann, der bei der Bundeswehr bereits das Töten lernen darf, nicht zuzumuten ist, eine entblößte weibliche Brust zu sehen. Hier wird der – vermeintliche – Schutz der seelischen und körperlichen Integrität eines Individuums vor dessen Freiheit gestellt. Dennoch käme (noch) niemand auf die Idee, diese Freizeitbeschäftigung auch volljährigen Menschen zu untersagen. Warum soll dies beim Besuch einer Raucherkneipe anders sein?

    Freizeitdiktat

    Mit den Raucherkneipen stirbt auch ein Stück regionaler Kultur. Nicht jeder Bürger kann oder will in Wellness-Tempeln speisen und seine Getränke in hippen Lounges oder Erlebnisgastronomietempeln zu sich nehmen. Die verräucherte Kneipe um die Ecke hat ebenso ihre Daseinsberechtigung wie der klassische Musikclub oder der Bierpub. Letztendlich entscheidet der Gast, wo er seine hart erarbeiteten Euros ausgeben will. Möchte er dies lieber in einer Atmosphäre tun, die auch Reinraumkriterien erfüllt, so kann er dies tun. Die freie Entscheidung des Wirts sorgt, wie auch bei anderen Unternehmern, für den wirtschaftlichen Erfolg oder Misserfolg – spielt er Jazz oder Volksmusik, bietet er seinen Gästen Bier zum Sparpreis oder hippe Cocktails für 10 Euro an, erlaubt er den Tabakkonsum oder verbietet er ihn?

    Ob dieses Gesetz verfassungskonform ist, muss Karlsruhe noch entscheiden. Bereits bei einem früheren Verfahren stellte der Verfassungsrichter Johannes Masing fest, “dass [ein totales Rauchverbot in Gaststätten] mangels Interessenausgleich unverhältnismäßig [sei] und die Gefahr paternalistischer Bevormundung in sich [berge]“. Daher sehe er “keinen hinreichenden Grund, den Rauchern die ‘Kultur des Tabakgenusses bei Speis und Trank’ auch zu verbieten, wo es aus Gründen des Nichtraucherschutzes nicht erforderlich [sei]“. Ob diese Grenze der Verhältnismäßigkeit durch das neue Gesetz gegeben ist, dürfte daher wohl letztlich erst in Karlsruhe entschieden werden.

    Die Herrschaft der Mehrheit kann nur funktionieren, wenn man die individuellen Rechte schützt. Man kann nun einmal nicht fünf Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen lassen, was sie gerne zum Abendessen hätten.
    Larry Flynt

    Vox populi, vox Rindvieh?

    Egal ob es sich um das Rauch- oder das Minarettverbot handelt – das Votum der Mehrheit scheint nicht unbedingt die Interessen der Minderheiten ausreichend zu respektieren. Je emotionsgeladener ein Thema ist, desto größer ist auch die Gefahr, dass interessengesteuerte Rattenfänger die Mehrheit gegen die Minderheit ausspielen. Warum stören Minarette den Schweizer? Warum stören Raucherkneipen den Bayern? Muss man alles verbieten, was subjektiv als störend empfunden wird? Wenn sich Plebiszite zu modernen Scherbengerichten entwickeln, in denen Minderheiten ihre Rechte entzogen werden, so ist dies der endgültige Sieg der Intoleranz über die Toleranz. Welcher aufgeklärte und tolerante Bürger käme schließlich auf die Idee, Dinge, die ihn stören, einfach verbieten zu wollen?

    Ein Volksbegehren mit einem Verbotsantrag, der individuelle Freiheiten einschränkt, kann immer nur ein Plebiszit der Intoleranz sein. Wo bleibt da die Gleichheit der Waffen? Während der Intolerante das Plebiszit hat, steht der Tolerante mit seiner aufgeklärten Zurückhaltung als Verlierer da, der sich dem Intoleranten beugen muss. Eine Welt, in der die Klügeren immer nachgeben, wird unweigerlich bald von den Dümmeren beherrscht. Das Rauchverbot ist da nur der erste Schritt in die Volksdiktatur der Intoleranz.

    Wie weit noch?

    Für eine puritanische Gesellschaft ist die nicht sanktionierbare Sünde ein Tabu – das Rauchverbot in Gaststätten ist sicher nicht die Endstation auf der Fahrt in die universelle Glückseligkeit. Als nächstes geht es vielleicht den Fettleibigen an den Kragen; in einer schönen neuen Welt – mit schönen neuen Menschen – ist ein solcher Makel nicht zu tolerieren. Entsprechende Ansätze, Fettleibige aus der Volks- und Solidargemeinschaft auszuschließen, gibt es bereits. Auch der Alkohol sollte eher ein Privileg der Eliten sein, die mit solchen Rauschmitteln auch umgehen können – über eine massive Erhöhung des Steueranteils wird es aber zu machen sein, dass Alkohol nicht in falsche Hände gerät. Schundliteratur und Pornographie gehören dann auch auf den Index. Ein von Sünden und bösen Gedanken umwehtes Hirn kann schließlich nichts Produktives zur Volksgemeinschaft beitragen.

    Im Jahre 1692 wurde im Herzogtum Lüneburg die Todesstrafe für “unerlaubtes Rauchen” gesetzlich festgeschrieben – da stellt die gesellschaftliche Diskriminierung heutiger Tage ja schon einen kleinen Fortschritt dar. Bei der 1848er Revolution war eine der Kernforderungen der Demonstranten die Aufhebung des Rauchverbots im Berliner Tiergarten. Wir können also hoffen.

    Zuerst holten sie die Raucher.
    Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht.
    Dann holten sie die Fettleibigen.
    Ich schwieg, denn ich war ja schlank.
    Dann holten sie die Trinker.
    Ich schwieg, denn ich trank ja nicht.
    Dann holten sie mich …
    nur da war niemand mehr da, der protestieren konnte.

    Jens Berger

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    3. In Bayern hat sich’s ausgeraucht | Nics Bloghaus II
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    5. Rauchen. Macht. Dumm. « DavidBLN.de
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    7. echter Nichtraucherschutz – Seite 23 – hilferuf.de-Forum
    8. đª]V[ªX » Wollt ihr das totale Verbot?
    9. đª]V[ªX » Links 2010-07-12

    964 Kommentare:

    1. sapere aude schrieb am 5. Juli 2010 at 16:59 - Permalink

      Was für ein Quatsch.

      Drei Worte: Raucher sind Mörder.

      http://www.thueringerblogzentrale.de/2007/04/04/pro-nichtraucherschutz/

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:00 - Permalink

        … und fressen kleine Kinder!!!

        Du hast ja sooo Recht!!!

        • sapere aude schrieb am 5. Juli 2010 at 17:02 - Permalink

          Lies den Link!

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:03 - Permalink

            nö

            • slartibartfass schrieb am 5. Juli 2010 at 17:22 - Permalink

              Süchtige sind halt nicht rational…
              Sagt einer der den Glimmstengel vor ein paar Jahren weggelegt hat.
              Schade dass der ansonsten sehr sachlich argumentierende Spiegelfechter in diesem Fall anscheinend vom Nikotin vernebelt den Weltuntergang heraufbeschwört.

            • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:25 - Permalink

              @slartibartfass

              Exakt das ist der Grund, warum ich mich immer weigere als “links” eingeschubladet zu werden. Ich bin linksliberal und das “liberal” muss nun man manchmal auch gestärkt werden.

      • borderline44 schrieb am 6. Juli 2010 at 15:03 - Permalink

        Frage/n: ist Amok auch Privatsache? -oder Ruhestörung? -oder, wenn ich andere Menschen mit mir wohlgefallenen Gerüchen penetriere/besprühe? IST DAS Privatsache? -ich meine, wenn das NICHT gesundheitsschädigend ist? -und WENN es gesundheitsschädigend ist? WARUM ist Rücksichtslosigkeit, auf Grundlage von Sucht und Kompensation, auf Kosten von anderen Menschen, PRIVATSACHE? WARUM wird SELBSBVERLETZENDES- UND SUCHTVERHALTEN zur Kultur pervertiert? UND WARUM werden Menschen, welche sich NICHT penetrieren lassen möchten, weil sie den Geruch und Geschmack von Nikotin widerlich finden (unabhängig davon, dass Nikotin ungesund ist), in ihrem Mund, in ihren Haaren, in iher Wohnung, als Nikotin(Rauch-)gegner bezeichnet, anstelle die Nikotinsüchtigen als Sauerstoffgegner, -als wenn es normal wäre Nikotin, anstelle Sauerstoff zu inhalieren? WARUM wird von Menschen verlangt, dass, kaum, drei Minuten einem Nikotinsüchtigem ausgesetzt, es hinzunehmen, dass auch Stunden danach die Kleidung und die Haare noch nach Nikotin eines wildfremden Menschen riechen. -UND WARUM soll ich es als selbstverständlich hinnnehmen, dass SÜCHTIGE darüber entscheiden ob der Nikotin-Suchtstoff ungesund ist und oder ob Menschen vor diesem Stoff geschützt werden, angefangen beim ungeborenen Leben und endend jetzt, wo wir uns befinden? WARUM wird Perversion, selbstverletzendes Verhalten und Rücksichtslosigkeit (für sein Suchtmittel geht man schon mal über Leichen) verteidigt, anstelle den Menschen zu helfen ihre Sucht, zugunsten der Wahrheit aufzugeben, auch wenn es per Gesetz ist? Warum gilt unser Grundgesetz für Nikotinsüchtige Menschen NICHT? -WARUM wird es HIER ausser Kraft gesetzt? -VORSICHT: http://www.alice-miller.com/leserpost_de.php?lang=de&nid=2997&grp=0310 – Lachen als Abwehr.

        • borderline44 schrieb am 25. Juli 2010 at 23:53 - Permalink

          Ich möchte meinen Kommentar, vom 06. Juli 2010 – at 15:03 Uhr, um meinen Blogeintrag, vom 25.07.2010, ergänzen:

          http://www.borderline44.homepage.t-online.de/45031.html?entry_id=c6ab08b621c69414c8f7ea4407a97d75#blogstart – NIKOTINSUCHT …

          und bedanke mich abschließend bei Spiegelfechter, dass mein/e Beitrag/Beiträge NICHT zensiert wurde/n!

          MfG borderline44 -in der Hoffnung, dass die Menschen ihre pathologische Treue ( mit Verweis auf Arno Gruen – http://www.lptw.de/archiv/vortrag/2003/gruen_arno.pdf ) AUFGEBEN und andere Menschen NICHT mehr für ihren Selbstbetrug zahlen lassen, angefangen bei den eigenen Kindern und endend in Gesellschaft und Politik.

      • Peter Jörke schrieb am 6. Juli 2010 at 16:49 - Permalink

        Solange im Namen der individuellen Freiheit Motoradfahrern, Extremsportlern und gelenkbelastenden Extremjoggern im Falle eines Unfalls und damit verbundener körperlicher Schädigung eine lebenslange Versorgung zugesichert wird kann ich ja wohl meinen kleinen individuellen Schwächen nachgeben. Moralisten waren mir schon immer verdächtig.

      • Nirun182 schrieb am 6. Juli 2010 at 18:25 - Permalink

        Ich bin Nichtraucher und brauche keinen “Grossen Bruder” der mich vor dem bösen Rauch beschützt? Kriminalisiern hat noch NIE etwas gebracht ausser viele Kriminelle und “ALLE” Macht dem “STAAT” (aber leider nicht den Staatsbürgen sondern dem STAATSAPPARAT)? Siehe Prohibition und Drogenverbot? Durch Verbote leiden nicht die “Süchtigen” sondern genau diejenigen die das Verbot angeblich schützen soll?

      • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 20:44 - Permalink

        Ihnen fehlen in Thüringen die Lochthofens…….

      • na sowas schrieb am 10. Juli 2010 at 22:54 - Permalink

        @ 1. sapere aude

        Raucher sind Mörder

        Vom‘Driehonderdvijfendertigjarige oorlog’ (1651–1986) mal abgesehen, ist mir kein weiterer Krieg bekannt, in dem nicht[!] geraucht wurde. Wo Du schon Recht hast – rauchende Soldaten[¹] sind demnach erst recht Mörder[²], quasi Mehrfachmörder – da muß dringend ein Rauchverbot her!
        …womit – wenn schon nicht Kriege, zumindest aber das Morden beendet wäre.
        Dem Rauchverbot stimme ich zu. Incipe!
        …
        [¹]Antitraucher zielen in Kriegen,wie in ihren Kommentaren so trefflich belegt, wohl immer daneben, sind also keine Mörder.
        [²] Ausnahme: Good Soldier Švejk

        …
        btw.
        Wer zum Teufel will eigentlich noch bis zum Ende scrollen:

        'Here is not the end. It is not even the beginning of the end. But it is, perhaps, the end of the beginning.'

    2. M.Schmidt schrieb am 5. Juli 2010 at 17:05 - Permalink

      Jaaa, der Aufschrei der Süchtigen ;-) Ich hab selbst 23 Jahre gequarzt und kanns nachvollziehen.
      Andererseits – Irgendwo und Irgendwann muss mal angesetzt werden, um vll. mal eine rauchfreie Gesellschaft hinzukriegen. Und die ist durchaus erstrebenswert.
      Das man die heutigen raucher nur bedingt ändern kann, weiss jeder. Aber man erzieht
      kinder langfristig dazu, rauchen als gar nicht cool zu sehen. Und das ist ja schon mal was.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:07 - Permalink

        Ja, aber was bitte schön hat das mit dem bayerischen Verbot zu tun? Die bestehenden Gesetze sind ja schon ein deutlicher Eingriff.

        • M.Schmidt schrieb am 5. Juli 2010 at 17:16 - Permalink

          Es ist eben eine (von den fanatischen Amis rübergeschwappte) Ansicht, die Welt gesünder zu machen. Positiv gesehen arbeitet man auf eine gesellschaft hin, in denen die Kinder sich später mal in Museen derbe wundern, wie die menschen früher so dumm sein konnten, sich diese stinkbolzen in den hals zu stecken.
          und solche veränderungen, die ja immerhin von einer immer grösser werdenden gruppe in der gesellschaft mitgetragen werden, ergeben nunmal auch nachteile für einzelne bevölkereungsgruppen. ich bin auch bayer. und ich hab nix gegen raucher. nur gegens rauchen.
          gesundheitspolitisch die richtige richtung.

          • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 20:58 - Permalink

            Das Letzte, was ich meinen Kindern wünsche ist ein “Gesundes vor sich hin Vegetieren”…

        • Bastl schrieb am 6. Juli 2010 at 13:13 - Permalink

          In Bayern gabs das Problem dass, das 2008 eingeführte NRSG von der CSU als Grund für das schlechte Abschneiden bei der Landtagswahl herangezogen wurde. Daraufhin lockerte die CSU das NRSG in Bayern.

          Als Reaktion auf diese Lockerung gab es dann dieses Volksbegehren. Ich schätze mal die meisten hätten sich auch schon über die Rücknahme der Lockerung gefreut.

    3. micha schrieb am 5. Juli 2010 at 17:09 - Permalink

      bin selbst raucher, und kann das nur begrüßen (kneipen-restaurant-total-verbot) … mit geselligkeit hat das leider meist nicht viel zu tun.
      ABER:
      wenn das nun so gefährlich ist das rauchen, und eigentlich zweifle ich das auch gar nicht an, aber man muss ja alle mal hinterfragen: wenn das rauchen nun so gefährlich ist, dann muss man doch auch so konsequent sein, und es tatsächlich komplett verbieten, also auch in den eigenen 4 wänden, und komm mir keiner mit freiheit, harte drogen sind ja auch nicht erlaubt, aber man fürchtet wohl ein paar einnahmeeinbußen in form von steuer … und so bleibt es wirkungslos, wie so vieles was in letzter zeit so politisch konstruiert wird.

    4. Stefan K. schrieb am 5. Juli 2010 at 17:14 - Permalink

      @ sapere aude

      Die militantesten Nichtraucher sind halt ehemalige Raucher, die ihre Ängste – gerade die vor einem “Rückfall” – auf Raucher projezieren.

      @Spiegelfechter

      Der letzte Absatz hört sich frei nach Brecht an

      • chapultepec schrieb am 5. Juli 2010 at 17:28 - Permalink

        @ Stefan K. (Beitrag Nr. 4)
        “…Der letzte Absatz hört sich frei nach Brecht an…”

        Nein, das ist frei nach Martin Niemöller

        „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
        Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
        Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
        Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude.
        Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

    5. Traveller schrieb am 5. Juli 2010 at 17:16 - Permalink

      Ach der Herr Berger – kritische Beiträge zum Rauchverbot und zu den deutschen Kickern in so kurzer Zeit. Wenn das mal gut geht…Fehlt nur noch ein Posting zum Tempolimit, und die drei größten Aufreger in der deutschen Politik sind komplett. Ich habe gestern auch mit ‘Nein’ gestimmt und finde es unverhältnismäßig, verrauchte Eckkneipen und ihre Besucher plötzlich als asozial zu brandmarken und gesund erziehen zu wollen. Allerdings scheint dies ein Trend unserer Zeit zu sein, und die Zukunft werden wohl wirklich Reinraum-ähnliche Gaststätten sein. Ich freue mich über die Gnade der frühen Geburt, denn den größten Blödsinn werde ich wohl nicht mehr miterleben. Nerven tun mich allerdings auch die schlechten Verlierer, die aufgrund der geringen Wahlbeteiligung die Legitimation des Volksentscheids anzweifeln. Aber das tun Sie ja Gottseidank nicht.

      • drummy-b schrieb am 5. Juli 2010 at 22:01 - Permalink

        Wo sie’s schon erwähnen, ich wäre erst mal für ein grundsätzliches Fahrverbot in Städten (auf lange sicht natürlich Dschlandweit), Autofahrer halte ich für weit gefährlicher als Raucher :-)

    6. Dierk schrieb am 5. Juli 2010 at 17:17 - Permalink

      Was ich alles durch die bayerische Ve lerne …

      - Nichtraucher sind Nazis, weil Hitler auch Nichtraucher war
      - Nichtraucher sind Nazis, weil sie anderen alles verbieten wollen
      - es gibt totale Freiheit
      - Verbote von LSD, Kokain, Cannabis, Opiumprodukten sind richtig
      - Nikotin und Teer gehören in die Lungen von Menschen, die das gar nicht wollen
      - Wird das Rauchen in Deutschland eingeschränkt, geht das freiheitliche Abendland unter
      - [Direkte] Demokratie ist gut, wenn das Ergebnis nicht meinen Ansichten widerspricht
      und so fort.

      Wieso spielen die Einschränkungen von Freiheiten in Deutschland immer dann eine Rolle, wenn es um Tempolimits und Rauchbeschränkungen geht? Hauptsache wir können unsere übermotorisierten GTIs so richtig auf öffentlichen Straßen ausfahren. Hauptsache, wir können jederzeit und überall – nun gut, gnädigerweise nicht in Krankenzimmern – andere Menschen vollquarzen.

      Mag sein, dass einige Herrschaften glauben, die Raucher vor sich selbst schützen zu müssen, zumindest bei anderen Rauschmitteln und Giften wird das ja gerne angeführt. Nur, darum geht es nicht. Es geht tatsächlich um diejenigen, die sich nur schwer gegen die Vergiftung durch andere wehren können, Menschen, die richtig arbeiten müssen zum Beispiel, in der Gastronomie. Leider geht es noch nicht um den Schutz von Kindern, die fröhlich weiter von ihren Eltern geräuchert werden dürfen.

      Nehmen wir die beiden Argumente ‘Freiheit’ und ‘Lustfeindlichkeit’ und wende wir sie einfach mal auf andere Verbote an. Ich kenne so manchen, der gerne mal eine Schusswaffe benutzt, natürlich ganz harmlos, nur auf Scheiben oder nichtmenschliche Tiere. Wieso hat nicht jeder Mensch die Freiheit, eine Schusswaffe zu besitzen und tragen zu dürfen? Wie sieht es mit Einschränkungen nach Alter aus, weshalb darf ein 12-jähriger nicht auf öffentlichen Straßen Auto fahren, wenn er doch Lust hat? Hardcore-Sex auf dem Rathausmarkt – schadet auch niemandem – und doch …

      Das Zusammenleben von Menschen bedingt selbst im kleinen Rahmen Regeln, die immer auch Freiheiten einschränken. Diese Regeln werden in offenen Gesellschaften immer wieder überprüft und oft angepasst, und nicht immer zuungunsten von Freiheit.

      • Netzbummler schrieb am 6. Juli 2010 at 09:27 - Permalink

        Ich wünschte, wie beim Heise-Forum könnte man auf Posts Punkte vergeben bzw. ihnen zustimmen. Von mir käme jedenfalls eine dicke fette Zustimmung. Süchtige, gerade Raucher, drehen total durch, wenn man ihnen ihr Suchtobjekt nimmt. Gerade der sonst so intelligente und überlegte Spiegelfechter ist ein glänzendes Beispiel dafür, wie sich erwachsene Menschen in einem solchen Fall in quengelnde, greinende Kinder verwandeln. Hat was von Jekyll und Hyde. :-(

      • Anna schrieb am 6. Juli 2010 at 14:57 - Permalink

        Das Schöne (oder auch nicht) ist ja, dass wir Raucher uns bislang eh schon neueren Regeln gebeugt haben und so das Rauchen während des Essens so gut wie verschwunden ist – außer in ausgewiesenen Raucher”clubs”. Und nur wenige Lokalitäten haben das Rauchen nach 22 Uhr erlaubt. Ein ganz schöner Einschnitt in meine Freiheit, wie ich finde. Aber ich habe es akzeptiert und genieße mittlerweile selbst das rauchfreie Speisen.
        Doch nun das totale Rauchverbot.
        Dein erstes Argument: Schutz der Gastronomen –> dann sollen sie halt wo arbeiten, wo Rauchen eh schon verboten ist
        Dein zweites Argument: Schutz der Kinder –> sehe ich genauso, aber da hilft auch dieses Rauchverbot nicht, weil dann werden sie von ihren Eltern halt zu Hause eingeräuchert.
        Und der klugscheißerische Satz von wegen “Zusammenleben, Regeln im kleinen Rahmen, etc.” können auch nur Leute bringen, die gerade nicht im mindesten in ihrer Freiheit eingeschränkt wurden.

        Dich möchte ich sehen, wenn plötzlich Trekking-Sandalen, Körner oder Kirschkernkissen verboten werden. Dann stehst du doch als Erster auf und protestierst…

      • Nirun182 schrieb am 6. Juli 2010 at 17:33 - Permalink

        Wieso nicht jeglichen Sex verbieten und nur noch in Kliniken ausgesuchte und genetisch gesunde Embrionen dann am besten im Spezialbrutkasten aufziehen? Sex macht doch auch Krank und ist gefährlich? Und natürlich auch jeden Sport bei dem eine Verletzungsgefahr besteht sofort verbieten dazu gehört natürlich auch Fussball????? Die Dummheit der Deutschen nimmt kein Ende, Am besten alles verbieten und jedem eine kleine hermetisch abgeschirmte Zuchtkabine die natürlich komplett mit Gummi und Schaumstoff ausgekleidet ist damit beim nichts tun auch nichts passieren kann? Dummheit ist nicht zu heilen – ich bin froh das ich über 50 bin und das SCHÖNE ZUKUNFTS LEBEN nicht mehr erleben werde? Übrigens ich bin Nichtraucher seit geburt!

    7. R_Winter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:20 - Permalink

      Der Artikel bringt es auf den Punkt.

      Mehr Demokratie wagen………nur ein Werbespot?

      Dann holten sie mich …
      nur da war niemand mehr da, der protestieren konnte.

      Es scheint, der Mensch ist überflüssig, es sei, er wird zur Wertevermehrung gebraucht.

    8. Frank Schenk schrieb am 5. Juli 2010 at 17:21 - Permalink

      Ich finde das amüsant!

      So ein Oberministrant! (ich frag besser nicht, was man dafür tun muss) und mehrfacher Studienabbrecher (Lehramt, Theologie) hat seine eigene Religion entdeckt (deren Mittelpunkt vermutlich er selbst ist) und labert sich einen ab mit seiner Weltverbesserungsscheiße (siehe: http://www.welt.de/politik/deutschland/article8318413/Wie-Bayerns-Nichtraucher-Rebell-Politik-aendern-will.html ) – unfassbar.

      Soll er sich doch Löcher in die Extremitäten stanzen lasssen, eine Dornenkrone aufsetzen, Jünger um sich scharren aber bitte den Rest der Menschheit mit seinen Ergüssen verschonen.

      Wenn es ihm ja ernst wäre, würde er es anstreben, Alkohol, Tabak und Weihrauch insgesamt verbieten zu lassen aber immer diese Doppelmoral. Immer diese bösen Raucher. Was spricht dagegen, es den Gastwirten zu überlassen? In meinen Stammkneipen kamen nach dem generellen Rauchverbot nicht plötzlich hunderte Nichtraucher – die kamen vorher nicht – und warum sollten die auf einmal kommen?

      In Restaurants finde ich ein Rauchverbot absolut Ok, vor allem, da viele Raucher in der Tat wenig rücksichtslos sind (ich bin es nicht).

      gruß

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 23:24 - Permalink

        Manche Raucher würden diesem Frankenberger am liebsten den ganzen Tag die Visage polieren.

    9. Ingo schrieb am 5. Juli 2010 at 17:22 - Permalink

      Ich stimme voll und ganz zu. Ich bin alt genug, um zu entscheiden, ob ich meine Gesundheit schädigen (und gleichzeitig genießen) möchte oder nicht. Ich kenne auch keinen einzigen Raucher, dem man noch erklären müsste, dass Rauchen schädlich sein. Und ich kenne gleichzeitig eine Menge Nichtaucher, die festgestellt haben, wie ungemütlich es ist, wenn die Raucher sich bei einem Kneipenbesuch immer wieder vor die Tür bewegen (müssen), um mal wieder eine Zigarette zu rauchen. Allerdings bemerken es nur die Nichtaucher, die noch nie geraucht haben und dementsprechend tolerant gegenüber Rauchern sind.

      • Stefan schrieb am 5. Juli 2010 at 18:27 - Permalink

        Ich stimme voll und ganz zu. Ich bin alt genug, um zu entscheiden, ob ich meine Gesundheit schädigen (und gleichzeitig genießen) möchte oder nicht. Ich kenne auch keinen einzigen Raucher, dem man noch erklären müsste, dass Rauchen schädlich sein.

        Und genau darum ging es in dem Volksentscheid überhaupt nicht.

    10. Atzilla schrieb am 5. Juli 2010 at 17:25 - Permalink

      Schon wieder Kognitive Dissonanz…
      Und weil hier erneut das Hitlerbild auftaucht:
      Man könnte da natürlich auch Vergleiche anstellen, dass der geringqualifizierte Nichtraucher der in besagter Raucherkneipe zwangsarbeitet, durch Tabakgas ausgerottet wird. Die Endlösung auf dem Arbeitsmarkt.

      Wo ist dann eigentlich das Problem mit deutschen Soldaten im Ausland. Welchem Einheimischen dort das Blei in der Luft nicht passt, der soll halt woanders hingehen…

    11. Holger schrieb am 5. Juli 2010 at 17:27 - Permalink

      Das Problem beim Rauchen ist ja, dass der Raucher an sich ja andere mit seinem Rauch stört. Würde es ausschließlich um den Raucher selber gehen wäre ich der gleichen Ansicht wie H. Berger.

      Aber die Belästigung in einem Pub(lic) Raum durch die Raucher ist doch immens.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:30 - Permalink

        Nein, diese Diskussion hatten wir vor zwei Jahren. Heute sind die Raucher (falls Du es nicht bekommen hast) bereits in separaten Räumen – also kein “Pub(lic) Raum”.

        Das Problem der Anti-Raucher-Lobby ist, das sie keine Verhältnismäßigkeiten mehr kennt.

        • olli schrieb am 5. Juli 2010 at 18:18 - Permalink

          Aber das geht doch an der Realität vorbei. Faktisch sind die »separaten Räume« keinesfalls separat, sondern durch eine offenstehende Tür mit dem Nichtraucherbereich verbunden. Schließlich hat die Bedienung keine Lust (und zu wenig Hände) die Tür jedesmal zu öffnen und zu schließen.

          Und natürlich sind Gaststätten »öffentliche Räume«. Die Vehemenz, mit der Raucher auf das Aufsuchen der entsprechenden Räume bestehen, schließt zumindest dort, wo die Raucher in der Mehrheit sind, die Menschen aus dem öffentlichen Raum aus, die nicht bereit sind, sich der rauchgestänkerten Luft auszusetzen. Hier gilt wirklich das Diktum:

          »Man kann nun einmal nicht fünf Wölfe und ein Schaf darüber abstimmen lassen, was sie gerne zum Abendessen hätten.«

          Nichtraucherschutz ist der Schutz individueller Rechte

          • Nirun182 schrieb am 6. Juli 2010 at 18:09 - Permalink

            Ich bin Absolut-Nichtraucher seit meiner Geburt, aber ich kann für mich selbst entscheiden ob ich in ein Raucherlokal gehe oder nicht????? Und auch der Angestellte im Gastgewerbe kann für sich entscheiden in einem Raucherlokal zu arbeiten (vielleicht raucht Sie/Er ja selber?) Das “Volk” merkt doch gar nicht wie es die eigene Entscheidungsfreihet verliert (auch noch selbst danach schreit?) und nur noch GE-und Verbote beachten muss? Sind die Deutschen zu blöde selbst zu denken/entscheiden?????? Trauriges Land??

          • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 20:55 - Permalink

            Und was ist übrig, wenn der Nichtraucherschutz als individuelles Recht der einzige Schutz bleibt, den der Durchschnittsbürger nach >Rückbau< des sozialen Rechtsstaates noch hat ?

            Selbstgerechtigkeit und Selbstmitleid. .

        • H.S. schrieb am 6. Juli 2010 at 06:05 - Permalink

          Ich halte es für unverhältnismäßig wenn man vom
          “Zum rauchen vor der Tür” Zum Faschismus Kommen kann.

        • Glen Fiddich schrieb am 6. Juli 2010 at 13:30 - Permalink

          Ich kann jeden Satz des Ausgangskommentars vom Spiegelfechter “unterschreiben”! Es hat sich in Deutschland und der EU eine regelrechte Verbots-und Reglementierungswut in mittlerweile nahezu allen Bereichen des Lebens den letzten Jahren entwickelt. Wenn vor mehr als 20 Jahren in der ehemaligen DDR oder einem anderen Ostblockland ein solches Verbot erlassen worden wäre (was nie ein Thema war, obwohl man dort ja nie zimperlich mit Einschränkungen, Erlassen und Vorschriften war!), hätte es einen medialen und gesellschaftlichen Aufschrei in der sogen. “freien Welt” gegeben. Die Schlagzeile in BILD kann sich jeder vorstellen!
          Übrigens: Toleranz kann nie einseitig funktionieren! Und niemand zwingt einen Nichtraucher, in eine rauchgeschwängerte Eckkneipe zu gehen. Der Wirt hat das Hausrecht. Insofern ist der ganze Denkansatz für derartige Verbote abstrus!

          • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 21:00 - Permalink

            Wie wahr, wie wahr. Es gibt so viele Gesetze, dass niemand sie alle kennen, geschweige dann befolgen und beachten kann. Das funzt the Crime… und die “Unterschicht” verschwindet aus der Arbeitslosen-und -suchenden Statistik.

            Schlau gemacht, ne ?

      • Ingo schrieb am 5. Juli 2010 at 17:30 - Permalink

        Kein Nichtraucher wird gezwungen in eine – eindeutige als Raucherkneipe gekennzeichnete – Kneipe zu gehen. Nur begehren viele Nichtraucher Einlaß in Raucherkneipen, um sich anschließend aufregen zu können. Dass ist ungefähr genau so, als wenn ich in Saudi-Arabien während des Ramadan auf offener Straße Alkohol konsumiere und mich nachher wundere, warum ich was auf die Mütze bekomme…

      • Derek schrieb am 5. Juli 2010 at 18:18 - Permalink

        @Holger … Aber genau da liegt doch das Problem. Im öffentlichen Räumen Nichtrauchern Rauch aufzudrängen, dass das nicht gehen kann, keine Frage. Aber was um alles in der Welt haben Nichtraucher in Raucherclubs, Zigarrenlounges und Shisha-Cafès zu suchen … wenn sie sich dort am Rauch stören? Dieser Teil ist und ist mir nicht begreiflich zu machen.

        Man kann als Nichtraucher unbedingt erwarten, dass sich einem kein Raucher an die Seite stellt, und einem seinen Qualm um die Nase bläst. – Sich als Nichtraucher aber neben einen Raucher zu stellen, und sich dann zu empören … ne, ne, ne, was ‘ne schräge und wirklich gestörte Idee.

        Tabak ist in Deutschland nicht verboten, er darf von volljährigen Bürgern gekauft und in vielfältiger Weise konsumiert werden. Er mag gefährlich sein (wie Alkohol, Fett, Zucker, Abgase, Elektrosmog, Free-Climbing, ungeschützter Geschlechtsverkehr, etc.), aber Tabak ist nicht illegal.

        Wenn also jemand eine Gelegenheit anbieten will, ein Wirt zum Beispiel, Rauchern das Rauchen in Gemeinschaft mit anderen Rauchern zu ermöglichen, dann kann das nicht verboten werden. Auf welcher Grundlage denn bitteschön? Ich-weiß-was-gut-für-Dich-ist kann diese Grundlage nicht sein, denn schnell werden sich viele andere Gutwisser melden, die ähnliche Ambitionen haben.

        Und was nun die Gesundheitsgefährdung möglicher Mitarbeiter in einem solchen für die rauchende Öffentlichkeit zugänglichen (privat geführten) Raum angeht, da gibt es diverse Möglichkeiten vom Gesetzgeber Regelungen zu treffen (oder bestehende anzuwenden), wie bei allen anderen Berufsgruppen auch umgesetzt, die sich qua Job einer Gefahr aussetzen.

        Die Sache stinkt. Und zwar gewaltig.

        • Mask schrieb am 6. Juli 2010 at 14:17 - Permalink

          “Und was nun die Gesundheitsgefährdung möglicher Mitarbeiter in einem solchen für die rauchende Öffentlichkeit zugänglichen (privat geführten) Raum angeht, da gibt es diverse Möglichkeiten vom Gesetzgeber Regelungen zu treffen (oder bestehende anzuwenden), wie bei allen anderen Berufsgruppen auch umgesetzt, die sich qua Job einer Gefahr aussetzen.”

          Kneipen und restaurants in denen die Bedienung dann in Zukunft mit Atemschutzmaske oder Ganzkörperkondom herumlaufen müßen, fände ich persönlich sehe ungemütlich. Dann doch lieber das rauen verbieten.

    12. Florian Schmitt schrieb am 5. Juli 2010 at 17:32 - Permalink

      Wow, da hat der Spiegelfechter doch echt mal uneingeschränkt recht!

      Rauchenkneipen gefähren keine Nichtraucher.
      Rauchersepareés gefährden keine Nichtraucher.
      Absolute Rauchverbote sind völliger Blödsinn und ein bedenklicher Eingriff in die Freiheit der Menschen.

    13. L. Kleemann schrieb am 5. Juli 2010 at 17:34 - Permalink

      Ich finde die Vergleiche etwas überzogen. Ein Rauchverbot in Bars oder “Eckkneipen” ist trotzdem eine Bevormundung der Raucher und Wirte. Ich fand aber auch die bisherige “Antwort” der bayerischen Regierung nicht toll. Die Regeln waren zu kompliziert; trotzdem wäre es mit diesen Regelungen vielen Nichtrauchern weiterhin schwergefallen, rauchfrei Veranstaltungen (z.B. das Oktoberfest) zu besuchen.

      • Florian Schmitt schrieb am 5. Juli 2010 at 17:37 - Permalink

        Auf dem Oktoberfest bleibt Rauchen dieses Jahr noch erlaubt.
        Das ist Konsequenz!

    14. Stefan K. schrieb am 5. Juli 2010 at 17:34 - Permalink

      @chapultepec

      Danke.

    15. chapultepec schrieb am 5. Juli 2010 at 17:36 - Permalink

      interessant wo man überall die Antisemitimuskeule einsetzen kann. Jetzt sind also alle Nichtraucher Nazis

      „Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
      Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
      Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Gewerkschafter.
      Als sie die Juden holten, habe ich nicht protestiert; ich war ja kein Jude.
      Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der protestieren konnte.“

      M. Niemöller

    16. Xenocrates schrieb am 5. Juli 2010 at 17:37 - Permalink

      Ich wundere mich: in einem linken Blog wird gegen totale Verbote aufbegehrt? Das Ergebnis des Volksentscheids rührt aus einer Verbotskultur. Je weniger Werte eine Gesellschaft hat, desto mehr Verbote braucht sie. Und ein Wert wäre es, als Raucher auf den Genuss zu verzichten, wenn in seinem Umfeld sich fast ausschließlich Nichtraucher befinden. Rücksicht nennt man diesen Wert. Ein anderer Wert ist Toleranz (von tolerare: dulden).

      Wo ist eigentlich der Unterschied, ob man einem Kneipier verbietet, in seinen Räumlichkeiten das Rauchen zu erlauben und einem Handwerker untersagt, sich von Arbeitnehmern zu trennen, mit denen er nicht mehr zusammenarbeiten will? Beide Verbote folgen dem gleichen Gedanken.

      Als Nichtraucher ist es sehr angenehm, nirgends mehr auf den blauen Dunst zu stoßen, sich nicht von Halbstarken anpöbeln zu lassen, weil man sie dezent auf den Nichtraucherbereich hingewiesen hat. Allerdings ist es auch eine Aufgabe von Freiheit, wenn es Gelegenheitsrauchern nicht mehr möglich ist in geselliger Runde in Maßen Tabak zu sich zu nehmen. Jedenfalls lässt sich mit Rauchverboten die Sucht nicht aufhalten, das zeigt die Empirie in Europa. Es macht sie nur ein Stück unbequemer.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:41 - Permalink

        Ich wundere mich: in einem linken Blog wird gegen totale Verbote aufbegehrt?

        Ein “linksliberales” Blog ;-)

        Und ein Wert wäre es, als Raucher auf den Genuss zu verzichten, wenn in seinem Umfeld sich fast ausschließlich Nichtraucher befinden. Rücksicht nennt man diesen Wert. Ein anderer Wert ist Toleranz (von tolerare: dulden).

        Von mir aus. Aber in separaten Raucherabteilen und kleine Raucherkneipen befinden sich nun einmal keine Nichtraucher, auf die man Rücksicht nehmen müsste.

        Als Nichtraucher ist es sehr angenehm, nirgends mehr auf den blauen Dunst zu stoßen, sich nicht von Halbstarken anpöbeln zu lassen, weil man sie dezent auf den Nichtraucherbereich hingewiesen hat.

        Meinetwegen – aber genau das ermöglichen doch die geltenden Gesetze! Darum geht es doch längst nicht mehr! Wir sind schon einen Schritt weiter … es geht um den Endsieg der Anti-Raucher-Lobby ;-)

        • Xenocrates schrieb am 5. Juli 2010 at 17:52 - Permalink

          Nur das wir uns nicht missverstehen: ich bin absolut bei Dir, aber das Rauchverbot kann nicht singulär betrachtet werden, es wächst auf dem Nährboden der Werte einer Gesellschaft. Wir sind überzeugt, dass sich das, was einzelne für gut befinden, nur durch oktroyierende Maßnahmen durchsetzen lässt. Und das spürt man eben.

          So fordert nun die Grüne Ulrike Höfken, in der Bundestagskantine einen fleischfreien Tag einzuführen. Also nicht nur vegetarische Gerichte anzubieten, sondern eine Form des Essens zu unmöglichen. Sie praktiziert das zu Hause und es funktioniert wunderbar. So können wir alle an ihrer Einsicht teilhaben und tun noch etwas für unsere Gesundheit.

          Natürlich, wir müssen schon überlegen, ob die Folgen aus jeder gesundheitlich schädlichen Handlung eine Aufgabe für die Soldiargemeinschaft ist. Wer die Verantwortung für sein fetthaltiges Essen übernimmt, sollte auch die finanziellen Konsequenzen seiner Fettleibigkeit in Teilen mittragen. Aber das ist ein anderes Thema.

          • Lutz Hausstein schrieb am 5. Juli 2010 at 20:05 - Permalink

            Natürlich, wir müssen schon überlegen, ob die Folgen aus jeder gesundheitlich schädlichen Handlung eine Aufgabe für die Soldiargemeinschaft ist. Wer die Verantwortung für sein fetthaltiges Essen übernimmt, sollte auch die finanziellen Konsequenzen seiner Fettleibigkeit in Teilen mittragen.

            Entschuldigung. Einfach noch mal lesen und darüber nachdenken!

            Gerade Menschen mit wenig Geld sind gezwungen, sich billige Nahrungsmittel zu kaufen. Diese haben aber einen höheren Fettgehalt. Fett ist nämlich, im Verhältnis, billig. Nun sollen sie Deiner Meinung nach aufgrund dessen eventuelle Behandlungen aus eigener Tasche (teil-)bezahlen? Müssen sich krankhaft Dickleibigere dann ein ärztliches Attest besorgen, dass sie diesen auf sie zukommenden Behandlungskosten noch gerade so von der Schippe springen?

            Der solidarische Gedanke ist offensichtlich inzwischen vollständig erfolgreich aus den Köpfen der Menschen getilgt worden. Hoffentlich bekommst Du mal nicht eine Krankheit, deren Behandlungskosten so hoch sind, sodass Du sie nicht selbst begleichen kannst.

            • Xenocrates schrieb am 5. Juli 2010 at 22:54 - Permalink

              Wie haben nur früher die Leute das mit der Ernährung gemacht? Deutschland hat nach den USA die meisten Fettleibigen und rasant ansteigende Diabetes-Zahlen. Allein, wenn jeder Diabetes-Gefährdete jährlich einmal den Test macht, kostet das 15 Mrd. EUR. Hast Du eine Ahnung, wie vielen Menschen man damit angenehm das Leben verlängern kann? Ein Salat mit Hühnchen ist billiger als die Currywurscht mit Pommes, Wasser günstiger als Cola und auch McDonald’s ist kein Schnäppchen. Fetthaltig zu essen ist eine Sache der Bequemlichkeit, nicht des Geldbeutels.

              Zudem: wenn es sich ohnehin um sozial Bedürftige handelt, kommen wir als Gesellschaft nicht umhin, zu zahlen. Also wozu die Aufregung? Solidarität bedeutet auch, sich nicht vorsätzlich selbst zu schädigen – und sei es aus Bequemlichkeit und Nichtwissen.

            • Monteguu schrieb am 5. Juli 2010 at 23:27 - Permalink

              Das Kilo Äpfel gibts für 2.99, das Kilo Sckokolade für ca. 9.99 €…

            • Lutz Hausstein schrieb am 6. Juli 2010 at 00:12 - Permalink

              Hm, irgendwie sind die Antworten-Button offensichtlich nur begrenzt verfügbar. Wir sollten dem spiegelfechter noch ein paar Button schenken. :-)))

              @ Xenocrates, Monteguu:

              T´schuldigung. Wart Ihr schon mal einkaufen? Irgendwelche fettige Leberwurst, Hackfleisch oder andere andere stärker fetthaltige Nahrungsmittel sind billiger als fettärmere Wurst-, Fleisch- odeer Käsesorten. Also dürft Ihr das Bequemlichkeits-”Argument” schon mal ganz locker aus Eurem Argumente-Buch herausstreichen.

              Ganz offensichtlich ist die ökonomische Verwertbarkeit eines Menschen in den Köpfen von Einigen schon soweit vorangeschritten, dass inzwischen schon alles in Geldeinheiten umgerechnet wird. Zuwanderung muss “sich rechnen”, das Sozialwesen muss “sich rechnen”. jeder Kranke muss “sich rechnen”, Raucher oder Nichtraucher müssen “sich rechnen”. Gibt es eigentlich auch noch andere, außer ökonomische, Werte, die wichtig und entscheidend sind? Müssen sich eigentlich Freunde auch “rechnen”?

              Also wozu die Aufregung?

              Ganz simpel. Weil Du verschiedene Dinge in ein- und denselben Topf geworfen hast. Die aktuelle Raucherdiskussion hat eine ganz andere Grundlage und Inhalte als die von Dir auf dem Nebenplatz dargelegte Fettleibigkeits-Debatte.

              Und “Nein”. Wo steht, dass die Gesellschaft “ohnehin dafür” aufkäme? Du behauptest es jetzt mal forsch. Und behauptest gleichzeitig, es sei aus Bequemlichkeit. Wer nur ein klein wenig die letzten Jahre mitverfolgt hat, der weiß auch, dass man aus dieser Deiner Unterstellung ganz schnell ein “selbstverschuldet” bastelt. Und aus diesem selbstverschuldet macht man dann mit Vorliebe ein “Dann bade es auch selber aus”. Wir alle haben es schon tausend Male miterlebt. Und sind immer noch nicht schlau daraus geworden?

              Das Kilo Äpfel gibts für 2.99, das Kilo Sckokolade für ca. 9.99 €…

              Soll ich jetzt nach dem Preis pro Kilo Hirn fragen? Sorry, das ist eigentlich sonst nicht meine Art. Aber angesichts solcher platten “Argumente” konnte ich einfach nicht mehr anders … Ich entschuldige mich dafür und behalte dafür meine (rhetorische) Frage aufrecht. Das ist doch ein Deal.

            • Xenocrates schrieb am 6. Juli 2010 at 08:20 - Permalink

              Nun hast Du gerade Nahrungsmittel aufgezählt, die ohnehin nicht gerade als gesund gelten und deren Qualität verglichen, ausgedrückt durch den Preis. Nicht gerade sinnvoll, wenn Du Dich darüber unterhalten willst, wie man sich gesund ernährt. Das ist fast so, als würden wir uns darüber unterhalten, welchen unvergleichlich besseren Geschmack eine Cohiba gegenüber einer billigen DomRep-Zigarre hat.

              Klar, wenn Du den Anspruch hast, dass jemand mit einem Einkommen von 500 EUR im Monat den gleichen Bedarf nach Rindfleisch hat wie jemand mit einem Einkommen von 5.000 EUR, dann hast Du völlig Recht, dann ist Ersterer unterprivilegiert. Nur ist das nicht die Ursache deutscher Fettleibigkeit und des rasanten Anstiegs von Diabetes. Die argumentierst so und so am Thema vorbei.

            • Lutz Hausstein schrieb am 6. Juli 2010 at 09:58 - Permalink

              Okay. Ich habe, so denke ich, ganz verständlich geschrieben und erklärt, dass zu niedrige Einkommen zwangsläufig zu ungesünderer Ernährung führen. Wer dies jedoch partout nicht einsehen will, der macht es halt einfach eben nicht. Ich kann es nicht erzwingen.

              Ich werde auch diesen ohne Not eröffneten Nebenkriegsschauplatz nicht weiter fortführen, da er nicht im Geringsten mit dem eigentlichen Thema zu tun hat.

    17. AndreasM schrieb am 5. Juli 2010 at 17:38 - Permalink

      Hier kollidiert eben die Freiheit des Wirts und der Raucher mit der Freiheit und Gesundheit der Angestellten und Nichtraucher.
      Nach dem Gesetz kann der Raucher aber immer noch rauchen, er muss nur dafür vor die Tür. Die andere Seite aber hat jetzt die Freiheit gewonnen, ohne (fremdbestimmte) Gesundheitsgefährdung und Belästigung auch Festzelte und Kneipen aufzusuchen, die bisher doch in vielen Fällen das Rauchen erlaubt hatten.

      Klar ist das etwas, was abgewogen werden muss, aber es hat nichts mit Lustfeindlichkeit oder Ähnlichem zu tun.

      Das alte Gesetz hatte auch den grossen Nachteil, künstliche Schwellen in die Entscheidungsfreiheit der Wirte eingebaut zu haben bezüglich der Grösse und Struktur des Raums / der Räume, auf die sich die Wirte noch nicht beim Bau der Kneipen einstellen konnten (nicht gerade fair für die Konkurrenzverhältnisse).

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:44 - Permalink

        Das sag mal dem Wirt meiner “Stammkneipe”. Der hat – trotz schlechter Umsätze – erst einmal Tausende Euros in eine Glaswand samt hermetisch abriegelbarer Schiebetür und zweiter Entlüftungsanlage investiert.

        • Frank Powers schrieb am 5. Juli 2010 at 21:03 - Permalink

          Da wäre er mal besser gleich konsequent gewesen und hätte das Rauchen abgeschafft. ;-)

          Stimme ansonsten den “Nichtrauchern” hier zu, besonders bei all den verqueren Freiheitsvergleichen à la Handwerksmeister und dessen Angestellte (#16) – das Problem beim Rauchen ist schlichtweg, dass es, so dumm es klingt, die körperliche Unversehrtheit anderer beeinträchtigt, auch solcher, die eben keine Wahl haben, ob sie sich das antun wollen. Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit der anderen anfängt. Einfach mal drüber nachdenken.

          Ich rauche selbst ab und an. Vor der Tür. Auch zuhause.

          • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 21:09 - Permalink

            “Ich rauche selbst ab und an. Vor der Tür. Auch zuhause.”

            Hier kann man nachlesen, dass man sich daran gewöhnen kann, auch vor der Tür zuhause zu sein. Unbehaust.

    18. Truvor schrieb am 5. Juli 2010 at 17:39 - Permalink

      @ Spiegelfechter

      Ich bin eigentlich kein Aufklärungsfanatiker, aber was Rauchen (und Alkohol) angeht, da bräuchte man mehr Aufklärungsarbeit zu leisten, um die Menschen vom Rauchen abzubringen.
      Diese blöde Verbote bringen da nicht viel.
      Die Kneipenwirte sind jetzt die Verlierer und vielleicht auch die Straßen, auf denen bald mehr Kippen rumliegen werden.

      Ich habe Freiwillig vor 10 Jahren aufgehört zu rauchen und ich habe das ohne irgendwelche Verbote getan !
      Ja, das ist so, es fängt immer mit irgendwelchen Kleinigkeiten an.
      Heute ist es Rauchen und Morgen …………………

      PS. Jens, bist Du Raucher ? :-)

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:48 - Permalink

        Welcher Raucher braucht denn Aufklärung? Herrjeh, wir sind doch nicht doof. Natürlich weiß jeder Raucher, dass Rauchen schädlich ist.

        PS. Jens, bist Du Raucher ? :-)

        Früher habe ich das verklärend relativiert. Heute sage ich stolz “JA!” ;-)

        Ich würde aber auch für die Fettsüchtigen polemisieren, wenn es denen an den Kragen gehen sollte, obwohl ich selbst “normalgewichtig” bin. Aber auch ich kriege schon die Plaque, wenn ich mir so einen Blödsinn wie die “Lebensmittelampel” anschaue, die ja nun Gott sei Dank nicht kommen wird.

        • Dr.Evil schrieb am 5. Juli 2010 at 18:26 - Permalink

          Früher habe ich das verklärend relativiert. Heute sage ich stolz “JA!” ;-)

          Warum ist man stolz Raucher zu sein?
          Darauf mit gutem Gewissen seine Gesundheit zu ruinieren?
          Darauf Hormonsteigerungen nur mit einer oder mehreren Zigaretten zu kommen?
          Finde das recht interessant :D

          Gegen getrennte Räumlichkeiten habe ich (als Nichtraucher) absolut gar nichts. Da es die Möglichkeit gibt zu wählen, ob man eingequalmt werden möchte oder nicht. Raucherbereiche auf luftigen Bahnsteigen finde ich allerdings unsinnig. Als ob der Qualm vor aufgemalten Grenzen halt macht -.-

          So wie es nun in Bayern entschieden wurde finde ich etwas übertrieben.

          Teilweise finde ich die Argumentation erschreckend. Als ob alle Verbote und Gebote schlimm und unnütz sind.
          Warum nicht gleich die Promillegrenze abschaffen?
          Warum noch Führerscheinkontrollen?
          Warum gibt es Geschwindigkeitskontrollen?
          etc. pp.

          Jeder weiß doch das Alkohol die Fahrtüchtigkeit einschränkt, höhere Geschwindigkeit den Bremsweg verlängert, ohne Führerschein Auto fahren verboten ist.. :)

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 19:28 - Permalink

            Warum ist man stolz Raucher zu sein?

            Weil man sich damit mittlerweile gegen einen Moraltotalitarismus stellt. Zu Beginn der letzten Jahrhunderts gehörten das Rauchen in der Öffentlichkeit zur Emanzipationsbewegung. Heute sind wir zwar “gleichberechtigt”, man will uns allerdings zu vernünftigen neuen Menschen machen. Ich bin unvernünftig! Und diese Unvernunft lasse ich mir nicht nehmen. Oder um es mit Charlton Heston zu sagen: “I’ll give you my cigarette when you take it from my cold, dead hands” *muhhahaa*

            • Dr.Evil schrieb am 5. Juli 2010 at 20:42 - Permalink

              Interessant. Die Raucher die zugeben können das sie süchtig sind können auch damit aufhören. Der Rest komischerweise nicht und sucht immer nach neuen Gründen, warum er denn Rauchen muss und möglichst auch im beisein von Nichtrauchern um deren “heile Ökowelt” zunichte zu machen :)

              Angefangen hat man, weils jeder macht und um cool zu sein…
              Danach raucht man, weil es einen entspannt…
              Mittlerweile raucht man, weil man gegen das System ist…
              Warum raucht man nicht weil es einem schmeckt?

              Sehr interessante Entwicklung :)

              Happy smokin’ ;)

            • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 20:48 - Permalink

              Zu Beginn der letzten Jahrhunderts gehörten das Rauchen in der Öffentlichkeit zur Emanzipationsbewegung.

              Jens, da kommst rasch auf ganz dünnes Eis.

            • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:52 - Permalink

              @Schneemann

              Joo mei, hast ja Recht ;-)

            • Juli schrieb am 6. Juli 2010 at 19:54 - Permalink

              Weil man sich damit mittlerweile gegen einen Moraltotalitarismus stellt. (…) Ich bin unvernünftig! Und diese Unvernunft lasse ich mir nicht nehmen.

              Was für ein Rebell du bist. Aber irgendwie typisch Deutsch, diese Diskussion und vor allem die Standpunkte vieler Raucher. Die Deutschen verteidigen ihre “Freiheit” an der Theke und am Zigarettenautomaten. Zu mehr reichts bei den meisten wohl immer noch nicht. Traurig…

        • Truvor schrieb am 5. Juli 2010 at 22:33 - Permalink

          Doof vielleicht nicht, aber, wie nennt man Menschen, die es wissen, daß Rauchen schädlich ist und trotzdem weiter qualmen ? :-)
          Deine Leser Jens, wollen doch einen gesunden, munteren, rauchfreien (etc.) Jens haben. Also Jens, denke an Deine Leser, sei kein Egoist. :-)

          • name schrieb am 5. Juli 2010 at 22:41 - Permalink

            Wie soll man Fisch, Schaschlik, Brot, Puntinka und Zigarren zu all dem was Ist geniessen sollen, wenn da eine der Zutaten aus dem Leben ausgesperrt wird? ;)

            Du musst dir unbedingt das Buch Sto Gramm zum lesen und zum Selbstexperiment besorgen….das nur am Rande ;)

        • Eigenbröckler schrieb am 6. Juli 2010 at 12:43 - Permalink

          Ich muss zugeben, nicht alle der über 400 Kommentare gelesen zu haben und werde versuchen nur einen Denkanstoß zu liefern, von dem ich mir vorstellen kann, dass er in der Diskussion bisher nicht vorgekommen ist:
          Oft wird mit der Freiheit der Gastwirte (und der Kundschaft) argumentiert. Aber steht die nicht in den allermeisten Fällen in direktem Zusammenhang mit der Nachfrage der Gäste? Um einmal zwei Beispiele, die vielleicht ähnlich unhaltbar wie die Nazivergleiche sind zu bemühen: Nehmen wir an, es gibt in einem bayerischen Dorf ein Metzgergeschäft. Der Meister steht vor der Wahl, ein ortsansässiges Mädchen oder einen türkischstämmigen Jungen aus dem Umland für den Job hinter der Theke einzustellen. Angenommen der Metzgermeister hält den türkischstämmigen Mann besser geeignet für den Job, entscheidet sich aber aufgrund der Kundennachfrage (konservative, spießige Erzbajuwaren, die lieber nicht “vom Türken kaufen” würden) für die junge Frau – hat er dann richtig und frei und womöglich wirtschaftlich sinnvoll entschieden, oder wird da der Lobby in Form seiner Kundschaftsnachfrage zuviel Macht eingeräumt?

          Zweites fiktives Beispiel, vermutlich bewege ich damit was die historische Korrektheit angeht auf sehr dünnem Eis, wenn nicht sogar schon übers Wasser gehend ;)

          Wenn in den USA zur Zeiten der Rassentrennung ein Gastwirt gerne auch Afroamerikaner bedient hätte, dadurch aber wahrscheinlich einen Teil seiner weißen Stammkundschaft verloren hätte, der nicht mehr “mit den schwarzen an einem Tresen” trinken wollte und sich stattdessen lieber in den Country Club zurückgezogen hätte…aus betriebswirtschaftlicher Sicht (die Nachfrage seiner rassistischen Kundschaft berücksichtigend) wäre es also vielleicht durchaus sinnvoll, die Rassentrennung beizubehalten. Aber irgendwann kam der Staat und nahm ihm die Freiheit zu diskriminieren…

          Vielleicht zwei hinkende Vergleiche, aber my point is: Manchmal ist es womöglich mit “Selbstverpflichtungen” und “freien Entscheidungen” nicht so weit her und es bedarf tatsächlich staatlichen Eingreifens, um ein Umdenken in den Köpfen erst ursächlich zu erzwingen…ich sehe das durchaus zwiegespalten, was es noch schwieriger macht, das Augenmaß zu wahren ;)

          Ich würde aber auch für die Fettsüchtigen polemisieren, wenn es denen an den Kragen gehen sollte, obwohl ich selbst “normalgewichtig” bin. Aber auch ich kriege schon die Plaque, wenn ich mir so einen Blödsinn wie die “Lebensmittelampel” anschaue, die ja nun Gott sei Dank nicht kommen wird.

          Also gibst du über den Umweg der Fettleibigen zu Polemik zu betreiben? ;) Konsequenterweise dann aber bitte auch in Zukunft nicht mehr von Rauchern, sondern von Nikotinsüchtigen sprechen, gelle!? Dann müssen sich die armen Nichtraucher auch nicht ständig über etwas Negatives definieren (ich bezeichen mich schließlich auch nicht als “Nichtalkoholiker” ^^). Aber was das Thema Übergewicht, Lebensmittelampel etc angeht: Deine Meinung zu dem Thema, da ich sie meist sehr zu schätzen weiß, würde mich sehr interessieren. Vielleicht im Hinterkopf behalten für einen deiner nächsten Beiträge?

        • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 14:27 - Permalink

          “Früher habe ich das verklärend relativiert. Heute sage ich stolz “JA!” ;-)”

          Das wird ja nun argumentativ immer schwurbeliger. Jetzt wird dem nicht einsichtigen Raucher quasi auch schon die Rolle als Märtyrer zugeschrieben bzw. von selbigem eingenommen. Puh, starker Tobak, im wahrsten Sinne des Wortes.

    19. asynchron schrieb am 5. Juli 2010 at 17:42 - Permalink

      hach was für ein herrlich polarisierendes thema bar aller vernunft.

      oh natürlich, die vernunft heften sich die nichtraucher natürlich ans eigene revers, denn sie kümmern sich ja um die eigene und die volksgesundheit und sparen den krankenkassen noch so manchen euro. vorbildlich!

      die frage um die es letztlich geht ist nicht der gesundheitsschutz von irgendwem, nicht die frage ob die süchtigen zu einer sinnvollen debatte nicht in der lage sind …

      die frage ist, ob es der gesellschaft noch möglich ist, dem einzelnen unvernünftiges verhalten zu gestatten.

      und geht mir weg mit den haarsträubenden argumenten, gekrönt von der bedauernswerten witwe eines rauchers … und hätt ihn der blitz getroffen, was dann?
      das leben ist ein spiel mit unbegrenztem risiko und endet so oder so immer tödlich.

      wenn der (rauchende) wirt meiner ehemaligen stammpinte – die er nur aus liebhaberei und sentimentaltität übernahm nach dem die alten pächter ausgestiegen waren – seinen laden jetzt dichtmachen kann, weil drinnen keiner mehr rauchen darf und rauchen vor der tür kein nachbar tolerieren würde (*), dann ist niemandem geholfen. wirklich niemandem.

      (*) das ist nämlich der nächste pferdefuß, draußenrauchen ist bei weitem nicht bei allen etablissements möglich, sei es wg. der tatsächlichen oder hypothetischen lärmbelästigung durch die kleingrüppchen, sei es weil sich ein nachbar findet den nicht der lärm sondern der rauch stört.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:45 - Permalink

        noch nicht einmal das. Sowohl für die Rentenkassen als auch für das Gesundheitssystem sind Raucher ein deutlicher Sparfaktor. Sie sterben nun einmal sozialverträglich früher.

        • Commander Cool schrieb am 5. Juli 2010 at 18:20 - Permalink

          Dieses Argument, Jens, glaube ich schon mehr als einmal von Dir gehört zu haben. Ebenso hörte ich aber, dass ich als Raucher statistisch vor meinem (zweifellos früheren) Ableben den Gesundheitssystem noch einen sozialUNverträglicheren Batzen Geld kosten werde. Raucher sterben früher. Aber in den letzten Jahren kosten sie eine Menge Geld.

          • Derek schrieb am 5. Juli 2010 at 18:34 - Permalink

            Nichtraucher leben länger (womöglich) und kosten, weil mit zunehmendem Alter die Gesundheitskosten statistisch gesehen grundsätzlich ansteigen, entsprechend länger jenen Batzen Geld (und kriegen entsprechend länger Rente! Aber Hallo! Da kommt ganz schön was zusammen).

            Leider, leider finde ich keinen Link dazu, aber es gab wohl eine Studie der niederländischen Regierung zu diesem Thema, die besagte: Raucher sind unterm Strich, vor allem in einer alternden Gesellschaft, für die Volkswirtschaft wesentlich günstiger als Nichtraucher. Diese Art der Rechnung befand man – nachvollziehbarer Weise – als schwer vermittelbar (und unmoralisch). Also hat man das Ding auf sich beruhen lassen.

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 19:30 - Permalink

            Dann kennst Du sicher auch die Studien, die das Gegenteil beweisen.

          • Galenit schrieb am 6. Juli 2010 at 13:46 - Permalink

            Raucher sterben früher und kosten in den letzten Jahren mehr als Nichtraucher aber dennoch sind sie “billiger”.

            Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Tabakrauchen#.C3.96konomische_Aspekte :

            “Forscher vom niederländischen Institut für öffentliche Gesundheit und Umwelt errechneten hingegen, dass die durch den Tabak-Konsum verursachten Kosten für das Gesundheitssystem von den „Einsparungen“ durch das frühere Ableben der Raucher kompensiert werden. Im Alter von 20 bis zu ihrem Tod verursachen Raucher demnach 220.000 Euro Behandlungskosten, Nicht-Raucher hingegen 281.000 Euro.[62] Das frühere Ableben „entlaste“ darüber hinaus auch die Sozialsysteme.”

            Raucher brauchen nunmal selterner künstliche Gelenke, ewige Demenzpflege und alles andere was im Alter so an Wehwehchen so kommt.
            Ein Raucher bekommt 10-20 Jahre weniger Rente …

        • Joss Fritz schrieb am 5. Juli 2010 at 21:35 - Permalink

          Vielleicht hilgt das hier ein wenig auf die Sprünge………..

          http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,533257,00.html

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 21:37 - Permalink

            ich glaube, da redet man gegen eine Wand. Was nicht sein darf, kann auch nicht sein ;-)

    20. Tubl schrieb am 5. Juli 2010 at 17:43 - Permalink

      Wie mal Volker Pispers angemerkt hat. Im Kampf gegen den demographischen Wandel brauchen wir Rauchpflicht! Mindestens 2 Schachteln pro Tag! Unter Aufsicht!
      Aber im ernst, wir sollten hier mal den Ball flach halten. Es wurde Rauchen nicht verboten. Man darf ja immer noch. Die Stinker müssen halt an die frische Luft qualmen, oder in den eigenen Wänden.
      Andererseits sind wir aber jetzt an den Punkt angekommen wo ich sagen würde dass jetzt genug ist mit dem Verbieten. Bis hier und nicht weiter.

    21. Herb schrieb am 5. Juli 2010 at 17:50 - Permalink

      Ich stimme dem Artikel als Exraucher überhaupt nicht zu.

      In fünf Jahren ist es total normal, dass in Kneipen nicht geraucht wird, wie es auch jetzt schon normal ist, dass in Flugzeugen nicht mehr geraucht wird.

      Passivrauchen ist halt extrem ungesund. Fakt.

      Außerdem wird doch sonst immer mehr Demokratie eingefordert hier. Da habt ihr mehr Demokratie, dann passt es auch wieder nicht.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:52 - Permalink

        Passivrauchen ist halt extrem ungesund. Fakt.

        Ob das Fakt ist oder nicht, in den separaten Raucherräumen, gibt es keine Nichtraucher, die geschützt werden müssten.

        Außerdem wird doch sonst immer mehr Demokratie eingefordert hier. Da habt ihr mehr Demokratie, dann passt es auch wieder nicht.

        Wenn der Pöbel die Einführung der Todesstrafe beschließen würde, wäre ich auch dagegen.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 13:00 - Permalink

          Ob das Fakt ist oder nicht, in den separaten Raucherräumen, gibt es keine Nichtraucher, die geschützt werden müssten.

          Dein Artikel beschwerte sich nicht über den Fakt, daß keine separaten Raucherräume gestattet sind, sondern das Verbot an sich.

          Das es soweit gekommen ist, war ja aber auch verursacht, weil es die von dir genannten separaten Räume nicht gab und gibt. Wieso tust du jetzt permanent so, als sollten sie abgeschafft werden.

          Die Realität heisst doch Raucherklub, und nicht Gaststätte mit separatem Raucherzimmer.

      • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 21:16 - Permalink

        In fünf Jahren gibt es überhaupt keine Kneipen mehr, sondern nur noch Spelunken für die Unterschicht und den dazugehörigen Nachtwächterstaat.

    22. Salva schrieb am 5. Juli 2010 at 17:51 - Permalink

      Ich muss Dierk (Nr. 6) in weiten Teilen zustimmen und verstehe das Lamentieren des Spiegelfechters nicht. Gerade hat sich in Bayern eine deutliche Mehrheit bei einem Volksentscheid dafür ausgesprochen das Rauchverbot zu verschärfen. Das ist demokratisch, und in meinen Augen bewundernswert, und sollte deutlich öfter stattfinden.

      @Spiegelfechter: Lebst du in Bayern ? Warum berichtest du in deinem Rant nicht über die bayerischen Verhältnisse zum Rauchverbot die zum Volksentscheid führten ? Kommentierst die Tatsache dass die vorherige Regelung recht schwammig war ? Ich habe hier einige Kollegen die den Entscheid mit Erleichterung aufgenommen haben und sich darauf freuen endlich in einige Restaurants zu gehen in denen trotz Rauchverbots in der jüngeren Vergangenheit geraucht werden durfte weil es eine Ausnahmeregelung erlaubte ohne danach mit stinkenden Kleidern und der gesteigerten Gefahr selbst an Atemwegserkrankungen zu leiden nach Hause gehen zu können.

      Dein Artikel schlägt in die Kerbe die ich oft als Nichtraucher von Rauchern zum Thema höre: ich müsste ja nicht in die Kneipe gehen, wenns mir nicht passt dass dort geraucht werde.

      Im Übrigen hat mich eigendlich die Verhunzung des Textes zum Schluß dazu bewogen hier zum ersten Mal zu antworten. Ich kann zwischen einem Rauchverbot und Verfolgungen durch Nazis keinen Zusammenhang herstellen, sehe noch nirgends Lager in denen Zigarren, Pfeifen und sonstige Raucher nach Sorte getrennt interniert würden. Ein schwacher Artikel!

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 17:57 - Permalink

        @Spiegelfechter: Lebst du in Bayern ? Warum berichtest du in deinem Rant nicht über die bayerischen Verhältnisse zum Rauchverbot die zum Volksentscheid führten ?

        Nein, in Niedersachsen. Aber ich vernehme ja schließlich bereits die Begehrlichkeiten der Anti-Raucher-Lobby, die das bayerische Modell bundesweit einführen will.

        Dein Artikel schlägt in die Kerbe die ich oft als Nichtraucher von Rauchern zum Thema höre: ich müsste ja nicht in die Kneipe gehen, wenns mir nicht passt dass dort geraucht werde.

        Nein. Du musst allerdings nicht in den abgetrennten Raucherbereich gehen, wenn es Dir nicht passt, dass dort geraucht wird.

        Wenn ich mir meine “Stammkneipe” so anschauen, gibt es dort rund 80qm Nichtraucherraum (samt Theke, schöner Sitzplätze am Fenster usw. usf.). Dann gibt es noch rund 15qm Raucherzelle, hermetisch abgeriegelt. WARUM soll man diese 15qm auch noch wegstreichen? NEIN, keine nichtrauchende Thekenkraft wird gezwungen, diesen Raum zu betreten, das macht der rauchende Chef schon ganz freiwillig ;-)

        • Salva schrieb am 5. Juli 2010 at 18:08 - Permalink

          Wetterst du also gegen die Schärfe des Raucherverbots oder gegen dieses allgemein ? Schließlich wurde die Verschärfung nicht zuletzt dadurch bewirkt dass zahlreiche Klagen von Kundenverlust etc zunächst eine enorme Verwässerung erreichten und am Ende mancher Lokalität nicht anzumerken war, dass ein Rauchverbot in irgendeiner Form existierte.

          Leider bringst du ausser einem, in meinen Augen abgeschmackten, Schimpftext nichts dass irgendwen irgendwie irgendwo weiterbrächte und bedient nur wieder eben jene emotionsgeladene Diskussion.

          Es ist dieses also dein Blog, also sei es dir gelassen subjektiv zu polemisieren und mal Dampf abzulassen. Gut finden muss ich dass in dieser Form nicht, das sei mir gelassen.

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 19:33 - Permalink

            “Wir” Raucher haben “Euch” Anti-Rauchern den kleinen Finger gegeben und ihr habt gleich die ganze Hand abgeschnitten. Es geht um die Maßlosigkeit der aktuellen Diskussion.

            Natürlich ist der Artikel ein Breitschwert (wenn nicht sogar ein Kriegshammer) und kein Florett. Das musste aber mal raus.

            • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:56 - Permalink

              “Wir” Raucher haben “Euch” Anti-Rauchern den kleinen Finger gegeben und ihr habt gleich die ganze Hand abgeschnitten.

              Gibt es dafür irgendeinen belastbaren Beleg? Z.B: 100 % von diesen hier:

              - In Nichtraucherzonen an Bahnhöfen und Flughäfen wird nicht geraucht.

              - Wenn man gebeten wird, die Kippe wegen Anwesenheit von Nichtrauchern auszumachen, wird das anstandslos und ohne Murren bzw pöbelndes Benehmen gemacht.

              - Raucherzimmer in Gaststätten sind nicht die am Tresen oder der Bar, sondern Räume, die ein Nichtraucher nicht durchqueren muß?

              Bis jetzt habe ich höchstens Fingernägel statt kleine Finger gesehen. Wenn Ausnahmeregelungen zur Regel gemacht werden und somit der Sinn eines Gesetzes zur Farce wird, kommt man um Verschärfungen nicht drumrum. Was bei der Regulierung von Finanzmärkten gilt, gilt hier auch. Im Gegensatz zur Beschreibung in deinem Artikel gibt es die Alternativen für Nichtraucher nämlich nicht in vergleichbarem Umfang, vor allem wenn man das Verhältnis Raucher zu Nichtrauchern betrachtet..

            • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 14:45 - Permalink

              ““Wir” Raucher haben “Euch” Anti-Rauchern den kleinen Finger gegeben und ihr habt gleich die ganze Hand abgeschnitten.”

              Prust, also das wird ja nun immer grotesker. Wo bleibt der Beleg dafür, daß auch nur irgendwo vor dem Rauchverbot in Kneipen dort freiwillig auf das Rudelrauchen verzichtet worden wäre (mal abgesehen von vernünftigen Einzelpersonen)?

              Und mal ganz allgemein fehlt mir ganz einfach ein Beleg dafür, warum man einen Kneipen- oder Restaurantaufenthalt nicht ganz einfach auch ohne Zigarette im Mund genießen könnte oder warum man durch entsprechenden Verzicht an Coolness verliert.

              Durch Verklärung wird die Diskussion bestimmt nicht sachlicher.

        • Ahkuna schrieb am 5. Juli 2010 at 23:10 - Permalink

          NEIN, keine nichtrauchende Thekenkraft wird gezwungen, diesen Raum zu betreten, das macht der rauchende Chef schon ganz freiwillig ;-)

          Woher weißt du das so genau??? Ich kann es mir nämlich ganz gut vorstellen, dass es mehr als eine nichtrauchende Thekenkraft tatsächlich tun muss…

        • Parkster schrieb am 6. Juli 2010 at 15:17 - Permalink

          Gerade hat sich in Bayern eine deutliche Mehrheit bei einem Volksentscheid dafür ausgesprochen das Rauchverbot zu verschärfen.

          Nö, eine deutliche Mehrheit hat gezeigt, dass ihr der Volksentscheid am Arsch vorbei geht. Anders kann ich mit eine derart niedrige Wahlbeteiligung nicht erklären.

          Dein Artikel schlägt in die Kerbe die ich oft als Nichtraucher von Rauchern zum Thema höre: ich müsste ja nicht in die Kneipe gehen, wenns mir nicht passt dass dort geraucht werde.

          Ja. Genau. Und die Raucher müssen ja ab August dann auch nicht mehr in Kneipen gehen, wenn es ihnen nicht passt, dass dort nicht geraucht werden darf.

          Ich habe hier einige Kollegen die den Entscheid mit Erleichterung aufgenommen haben und sich darauf freuen endlich in einige Restaurants zu gehen in denen trotz Rauchverbots in der jüngeren Vergangenheit geraucht werden durfte weil es eine Ausnahmeregelung erlaubte ohne danach mit stinkenden Kleidern und der gesteigerten Gefahr selbst an Atemwegserkrankungen zu leiden nach Hause gehen zu können.

          Warum gab es dann keinen Volksentscheid, der sich zum Ziel gesetzt hat die beschlossenen Regelungen konsequent durchzusetzen? Wäre doch sinnvoll gewesen, oder?

          • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 15:35 - Permalink

            @Parkster

            Nö, eine deutliche Mehrheit hat gezeigt, dass ihr der Volksentscheid am Arsch vorbei geht. Anders kann ich mit eine derart niedrige Wahlbeteiligung nicht erklären.

            Das Votum des bayerischen Volks ist bei 2.149.010 Stimmen für das Vorhaben, 1.375.948 Gegenstimmen und 5.830.335 Enthaltungen unmissverständlich und lässt den Willen des bayerischen Volks in eindeutiger Weise erkennbar werden.

            Warum gab es dann keinen Volksentscheid, der sich zum Ziel gesetzt hat die beschlossenen Regelungen konsequent durchzusetzen? Wäre doch sinnvoll gewesen, oder?

            Fass Dich an die eigene Nase und frage Dich, warum es einen diesbezüglichen Volksentscheid nicht gegeben hat.
            Du hättest wie jeder andere bayerische Wahlberechtigte dazu nach Art. 71 BV ein Volksbegehren initiieren können.
            Mir als Nichtraucher gefällt das Votum vom Sonntag auch nicht. Jedoch ist es meine eigene Schuld, da ich nicht zum Bürgerentscheid erschienen bin. Ich finde die in Bayern gelebte direkte Demokratie ausgezeichnet und verteidige diese entschieden. Auch wenn ich mich dann vom Spiegelfechter als Teil des Pöbel beschimpfen lassen muss. Aber hey, ist der Ruf erst ruiniert…….

            • Parkster schrieb am 6. Juli 2010 at 16:51 - Permalink

              Das Votum des bayerischen Volks ist bei 2.149.010 Stimmen für das Vorhaben, 1.375.948 Gegenstimmen und 5.830.335 Enthaltungen unmissverständlich und lässt den Willen des bayerischen Volks in eindeutiger Weise erkennbar werden.

              Also gib mir Tier- und Straßennamen, aber wenn 3,5 Mio ihre Stimme abgeben und 5,8 Mio nicht, dann heißt das für mich weiterhin, dass es der Mehrheit egal war. Oder sie waren zu faul.

              Fass Dich an die eigene Nase und frage Dich, warum es einen diesbezüglichen Volksentscheid nicht gegeben hat.
              Du hättest wie jeder andere bayerische Wahlberechtigte dazu nach Art. 71 BV ein Volksbegehren initiieren können.

              Stimm, hätte ich. Mich hat die vorherige Regelung aber nicht gestört :)

              Mir als Nichtraucher gefällt das Votum vom Sonntag auch nicht. Jedoch ist es meine eigene Schuld, da ich nicht zum Bürgerentscheid erschienen bin.

              Mach Dir keinen Kopf, ich als ebenfalls Nichtraucher habe teilgenommen, dagegen gestimmt und es hat trotzdem nix gebracht.

        • JackGoldfinch schrieb am 6. Juli 2010 at 18:02 - Permalink

          Wenn ich mir meine “Stammkneipe” so anschauen, gibt es dort rund 80qm Nichtraucherraum (samt Theke, schöner Sitzplätze am Fenster usw. usf.). Dann gibt es noch rund 15qm Raucherzelle, hermetisch abgeriegelt. WARUM soll man diese 15qm auch noch wegstreichen? NEIN, keine nichtrauchende Thekenkraft wird gezwungen, diesen Raum zu betreten, das macht der rauchende Chef schon ganz freiwillig ;-)

          Das mag in deiner Stammkneipe so sein…
          Wenn ich mir meinen derzeitigen Wohnsitz so anschaue (Siegen in NRW), sieht das aber ganz anders aus:
          So gut wie alle Kneipen hier sind, als sie die Wahl hatten, ob sie Rauchen verbannen oder Raucherclub werden, zum Club geworden. Von den zwei, drei Ausnahmen, die es gibt, hat eine(!) einen wirklich separaten Raucherraum (Genau genommen hat sie einen Nichtraucherraum, um den zu betreten man den Raucherbereich durchqueren muss). Bei beiden anderen ist man nur durch einen (sehr) kurzen Flur ohne Tür voneinander getrennt. Bei einer der beiden letztgenannten Kneipen muss man auf dem Weg zur Toilette den Raucherbereich durchqueren, bei der anderen muss man ebenfalls durch den Raucherbereich, um überhaupt in den Nichtraucherbereich zu kommen.

          Man muss hier also zwangsweise Mitglied in mehreren Raucherclubs werden, um Abends auch mal irgendwo hin gehen zu können, wo man nicht ständig hingeht.

          • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 18:11 - Permalink

            Das mag in deiner Stammkneipe so sein…

            Nicht nur, dies ist eine Folge des niedersächsischen Gesetzes. Ausnahmen mögen die Realität bestätigen, aber in Niedersachsen greift das Gesetz sehr gut. Das haben “wir” übrigens dem Bundes-Wulff zu verdanken, der sich damals gegen den massiven(!!!) Widerstand der Anti-Raucher-Lobby durchgesetzt hat.

    23. Jürgen Beck schrieb am 5. Juli 2010 at 17:51 - Permalink

      Mein lieber Jens

      ich weiß das ist ein harter Tag für Dich. Jetzt musst Du tapfer sein. Allerdings aus dem Rauchverbot auf alles zu schließen was reguliert gehört ist doch wohl ein frommer Wunsch.
      Es ist zum ersten Mal dass man ein Gesetz nicht der Industrielobby opfert. Selbst keine populistische Parteiaktion hat das Nein verhindert. Es ein Sieg der Basisdemokratie.
      Du willst doch nicht sagen, dass die Zigarettenlobby weniger Einfluß hätte wie die Nichtraucher?
      Aber keine Angst, wenn Du wieder mal uns besuchst, mein Freund, darfst Du wieder am offenen Fenster rauchen.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 18:00 - Permalink

        Ach Jürgen ;-)

        Die Anti-Raucher-Lobby ist doch selbst bereits eine Größe im politischen Diskurs. Schau Dir doch nur die lieben Leitartikler an, die Wulff und Seehofer unter Druck setzten.

    24. 7schläfer schrieb am 5. Juli 2010 at 17:51 - Permalink

      Ich frage mich manchmal, wie selbstkritisch Nichtraucher, die die Raucher erziehen wollen, mit ihrer eigenen Lobby umgehen, d.h. mit dem von ihnen verwendeten Datenmaterial.

      Auf der einen Seite sehr kritisch, wenn es sich nicht um Nichtrauchen handelt, auf der anderen Seite inhalieren und verinnerlichen sie alle Meldungen, die sie in ihrem Rauchererziehungswahn unterstützen. Wissenschaftliche Untersuchungen, die die Konsequenzen von Passivrauchen im Vergleich zu denen Untersuchungen der Antiraucherstudien relativieren, werden als Propaganda der Tabakindustrie hinweggefegt, die “eigenen” Studien als der Weisheit letzter Schluß angesehen.

      Um es dem geneigtem Leser einfach zu machen ein Link (nur 2 Seiten) ohne Umweg, der am Ende erklärt, warum Hamburger essen so schädlich wie Passivrauchen ist.
      http://www.immunology.unibe.ch/wiki/Files/es_ist_ein_Wunder.pdf

    25. Christoph F. schrieb am 5. Juli 2010 at 18:05 - Permalink

      Bin seit 5 Jahren weg vom Nikotin und zähle mich dennoch zu den toleranten Nichtrauchern. Stimme dem Spiegelfechter in allen wesentlichen Punkten zu. Neben dem Verbotswahn, der Intoleranz und der Unverhältnismäßigkeit stört mich aber auch noch, dass anscheinend in vielen Köpfen die Vorstellung herrscht, dass man das Rauchen mit diesen Verboten abschaffen könnte. Nach dem Mottoo: Was man nicht mehr erleben/erleiden muss, das existiert nicht mehr. Das erinnert doch stark an die Säuberung der Innenstädte von Obdachlosen, wo München ja auch ganz groß drin war/ist.

    26. Stefan schrieb am 5. Juli 2010 at 18:07 - Permalink

      Der Artikel ist mit “Menschenrechte” gestaggt? Das Menschenrecht auf Rauchen? Schauen wir mal in’s Grundgesetz, wo das von Grenzen der persönlichen Freiheit steht und die Rechte von Mitbürgern.

      Aber was soll’s, zu dem Thema ist alles gesagt. Der polemische Ton und die große Nazikeule zeigen, dass hier Herzblut fließt und bestimmt kein Argument den Autor umstimmen wird.

      Sei doch froh, Jens. Bei nem “NEIN” hätte bestimmt früher oder später ein Lösungsmittelschnüffler seinen Benzinkanister neben dir am Stammtisch aufgestellt um seine Freiheit, andere an seiner Sucht teilhaben zu lassen, zu genießen.

      Ich freu mich auf die nächsten Spiegelfechter-Artikel, bei dem es wieder um Wirtschaft geht. Die Volkswirtschaft, nicht die Eckkneipe… :-)

      • 7schläfer schrieb am 5. Juli 2010 at 18:12 - Permalink

        Aber was soll’s, zu dem Thema ist alles gesagt. Der polemische Ton und die große Nazikeule zeigen, dass hier Herzblut fließt und bestimmt kein Argument den Autor umstimmen wird.

        Nur umgekehrt wird ein Schuh draus, gelle?

    27. schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 18:12 - Permalink

      Mich widern Bayern – das wahrscheinlich mit Abstand dämlichste Volk auf der Erde – regelrecht an, seit ich für 1,5 Jahre gezwungen war, in diesem Rückzugsgebiet für Restenthirnte zu arbeiten – Ausnahmen (seltene) gibt es natürlich selbst bei den Typen da unten. Es war schon klar, dass die Bayerntaliban als erste das Manifest der Blödheit verschärfen würden. Passt schon.

      An die Nichtraucher: Ich war selbst mal für ein Jahr Nichtraucher und ich muss sagen, dass ich regelrecht angewidert war, als ich durch meinen wieder geschärften Geruchssinn den Gestank von hygienefeindlichen Nichtrauchern und Häkelpullitragenden Wurfmaschinen inklusive stinkendem Geburtsendprodukt in der ganzen ekligen Intensität erleben durften.
      Was bin ich froh, dass ich wieder angefangen habe und euren Gestank nicht mehr ertragen muss!
      Speziell die militanten Hardcore-Ich-muss-jedem-meinen-Lebensstil-aufdrängen-Nichtraucher zeichnen sich interessanterweise überproportional häufig durch üble Gerüche aus. Abgesehen davon ist die “Gesundheits”argumentation medizinischer Mumpitz.
      Ich könnte es ja nachvollziehen, wenn z.B. Pestizide auf Obst verboten würden – was könnten wir dadurch an Krebserkrankungen sparen. Aber Raucher verbannen?
      Das Thema vom Splitter und dem Balken.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 19:35 - Permalink

        YMMD! *rofl*

      • Frank Benedikt schrieb am 5. Juli 2010 at 21:02 - Permalink

        Danke, “schwitzig”, von einem Bayern – auch im Namen meiner StammesgenossInnen. Derlei Dünnsinn ist mir seltenst untergekommen und ich bin viel gewohnt. Raucher bin ich auch, der allgemeine Trend zur Bevormundung nervt mich aber, mit Verlaub – was Du hier über meine “Landsleute” absonderst, würde Dir zurecht nur eine Tracht Prügel einbringen (für Frankenberger habe ich einen “Ochsenfiesel” empfohlen). “Wir” sind anders und vielleicht lernst ja auch Du noch das …

        Frank Benedikt

        • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 11:05 - Permalink

          @Frank Benedikt

          was Du hier über meine “Landsleute” absonderst, würde Dir zurecht nur eine Tracht Prügel einbringen (für Frankenberger habe ich einen “Ochsenfiesel” empfohlen). “Wir” sind anders und vielleicht lernst ja auch Du noch das …

          Oh – Prügeln? Ist das die Art, wie die bayrischen Eingeborenen kommunizieren? Ich habe mich nicht so tief in die lokalen Riten eingearbeitet, daher wusste ich das noch nicht.

          Nur mal so: Erkennen Bayern eigentlich niemals Satire, auch wenn sie ihnen in den bierverbreiterten Arsch beisst? Dann war mein Urteil vielleicht doch nicht so überzeichnet …

          • Bernhard schrieb am 6. Juli 2010 at 12:57 - Permalink

            “Erkennen Bayern eigentlich niemals Satire, “.

            Als Hesse: Wo ist da die Satire?

            Tsss…..

    28. Nichtraucher schrieb am 5. Juli 2010 at 18:15 - Permalink

      Glückwunsch! Sie haben einen unsäglich schlechten Artikel verfasst.

      Es gibt keine sachlichen Argumente, die den Tod von 3.300 Passivrauchern in Deutschland rechtfertigen?
      Dann hohlen wir doch Hitler raus!
      Oder man schreibt von “preussisch geprägte[m] Ordnungssinn”, der in Bayern (!) nun wieder auflebe.
      Oder man sagt, dass bayerische Gesetz sei verfassungswidrig, obwohl das Bundesverfassungsgericht gänzlich anderer Meinung ist.

      Alternativ könnte man sich ja mit der Entscheidung, auch wenn sie einem persönlich nicht zusagt, abfinden. Die Entwicklung des Raucherverbots in Bayern zu recherchieren und diese Prozess zu kritisieren, wäre natürlich auch möglich.

      • Shitop schrieb am 5. Juli 2010 at 22:36 - Permalink

        Und wenn wir gerade die unbeteiligten Opfer der Raucher betrachten, wo liegt eigentlich der sachliche Grund dafür, die deutlich höhe Zahl der Verkehrsopfer zu rechtfertigen?
        Die Konsequenz müsste doch jetzt eigentlich die Forderung nach Tempo 20 auf der Autobahn sein.

        • COPOKA schrieb am 6. Juli 2010 at 03:37 - Permalink

          Und wenn man noch die Opfer von medizinischen Kunstfehlern und multiresistenten Keimen in Bertacht zieht, so muss auch ein Generalverbot für Krankenhäuser und Antibiotika her.

          • Parkster schrieb am 6. Juli 2010 at 15:23 - Permalink

            Verdammte hacke, ich habe gelesen, dass 100% aller Menschen die schon einmal Brot gegessen haben sterben müssen!

            PRO “VOLKSENTSCHEID BROTVERBOT”!

      • Degnaphta schrieb am 5. Juli 2010 at 23:24 - Permalink

        Es gibt keine sachlichen Argumente, die den Tod von 3.300 Passivrauchern in Deutschland rechtfertigen?

        Na endlich! Konkrete Zahlen sind im Spiel. Dann kann man doch mal loslegen.
        Du kennst du Bedeutung von Opfern? Man opfert irgendwas, umetwas anderem näher zu sein? So im Groben jedenfalls dürfte die Erklärung treffen.
        Also die Ureinwohner Südamerikas haben zum Erhalt und zur Förderung ihrer Lebensqualität haufenweise Menschen geopfert. Mehr Schmerz bei der Opferung versprach mehr Erfolg bei den Schicksalsmächten. Das war der Deal.
        Wir sind da anders aufgestellt. Wir finden Menschenopfer doof, sogar richtig übel… sogar so übel, daß wir nicht einmal wollen, daß einanderer das Opfer ist (Hmm, gehe ich hier vielleicht zu weit?)
        Na jedenfalls opfern wir halt heimlich und verstohlen.
        >4k Opfer für verbrennungsmotorgestützten Individualverkehr
        Man könnte die Zahl dieser Opfer eklatant verringern, aber dann würden einem die Götter zürnen, und als himmlische Strafe den Fahrspaß verderben und dazu noch die Autoindustrie, die Herz-Lunge-Niere teutonischer Existenz darstellt, schädigen. Das können wir selbstverständlich nicht riskieren.
        Aber europaweit opfern wir auch 65k durch Feinstaubemissionen in der Nähe von Hafengebieten. Wofür wir die opfern, weiß ich nicht genau. Möglicherweise für billige T-Shirts aus zarter Kinderhand oder hochtechnologisierte Plastikkostbarkeiten gefertigt im Reich der Mitte, wer weiß, vielleicht sind es auch Stämme ansonsten nutzloser Bäume, die jetzt eine sinnvolle Zweitexistenz als Sonderangebotsbekanntmachung deines nächstgelegenen Discounters in deinem Briefkasten erfahren.
        Aber wie die Schweden dafür zu sorgen, daß die Häfen ausschließlich mit Elektromotor benutzt werden dürfen, kommt uns nicht in den Sinn. Die Schweden werden schon sehen, was sie davon haben. Irgendein Zorn wird sie schon treffen.
        Daß die Schiffe überhaupt mit unraffiniertem Dreck durch die Meere schippern, war ja nicht immer so. Die stets für Opfergaben bereitstehenden Spezialdemokraten haben die deutsche Dieselflotte mal extra auf die Dreckschleuderei umgerüstet. Als Wirtschaftsförderung wurde das damals an den Bürger gebracht vor einigen Dekaden. An eine Welle der Empörung erinnere ich mich nicht. Wir opfern also gern.
        Die geschätzten 10Mio Hörgeschädigte, die europaweit existieren sollen, haben zwar nur einen Sinn und nicht das Leben geopfert, aber da ich diese Zahlen im Zusammenhang mit der unreflektierten Verwendung von mp3-playern vernommen habe, schließe ich daraus, daß uns sowohl ich-bin-doch-nicht-blöd als auch nur-eine-Frage-der-Technik und der ganze Rest diese partiellen Opferungen wert sind.
        Wieviele opfern wir den organisatorischen und sonstigen Mißständen im Krankensystem? In der Hälterung der Alten? Den Agrarchemikern und ihren Freilandexperimenten? Und, und, und… da ist kein Ende in Sicht.

        Ist doch ein toller Zankapfel der ganze Spaß. So treibt man Keile ins Volk. Dagegen ist spätrömische Dekadenz ne Lachnummer.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 00:01 - Permalink

        3300 tote Passivraucher. Die Zahl höre ich jetzt schon seit Jahren. Immer 3300 tote Passivraucher.
        Nur steht da auf dem Totenschein nicht: “an Passivrauch gestorben”., es sei denn der Tote hat der Nachwelt eine ordentliche Buchführung hinterlassen, in der penibel aufgezeichnet wurde, wann und wo man passiv geraucht hat.
        3300 tote Passivraucher im Jahr? Da ist ja die Chance im Verkehr getötet zu werden größer.
        Und dabei haben die Hinterbliebenen anders als beim Passivrauch auch noch die Chance ganz genau zu wissen, dass ihr Liebster in einem Verkehrsunfall getötet worden zu sein, ohne dass sich der Tote vorher bemühen musste, jeden Schritt und Tritt im Straßenverkehr aufzeichnen zu müssen.

        • COPOKA schrieb am 6. Juli 2010 at 03:49 - Permalink

          Immer 3300 tote Passivraucher.
          Nur steht da auf dem Totenschein nicht: “an Passivrauch gestorben”.

          Die sterben eher an lauter Aufregung über die Raucher ;)
          Siehe dazu Link bei ’7schläfer’ #24 – durchaus lesenswert.

      • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 09:08 - Permalink

        Nichtraucher schrieb am 5. Juli 2010 at 18:15:

        Es gibt keine sachlichen Argumente, die den Tod von 3.300 Passivrauchern in Deutschland rechtfertigen?

        Hier wird die “Studie”, auf die Du Dich beziehst, die nicht dem wissenschaftlichen Standard genügt, auseinander genommen:

        http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen?page=all

    29. Pansen schrieb am 5. Juli 2010 at 18:16 - Permalink

      Nach einem Arbeitstag in der Gießerei erscheint mir auch eine noch so verräucherte Kneipe wie ein Luftkurort.

    30. goldman sachs schrieb am 5. Juli 2010 at 18:18 - Permalink

      @spiegelfechter, mantel dich bittschön nicht so weinerlich auf! Wenn du willst, kannst du dich weiterhin bis zum Abwinken oral an Giftstängeln berauschen, aber nur nicht in Gegenwart von Nichtrauchern.

      Dass der Staat Antirauchergesetze erläßt ist natürlich genauso eine Ersatzhandlung wie für Leute wie dich das Rauchen. Je machtloser der Staat und je hohler die Birnen der Politiker, desto mehr manteln sich die Staatsdiener auf! Die brauchen derlei Pseudogesetze so sehr wie der Nikotinsüchtige den Stengel.

      Bayerns Ministerpräsident heulte ja vor einigen Wochen, dass nicht er die Macht hätte sondern diejenigen Bänker, die offiziell keine Macht nicht haben. Also macht Bayerns MP statt Gesetzen gegen die Finanzindustrie das Blut der Bayern mit Gesetzen gegen die Gastwirte so richtig in Wallung. Unterm Strich qualmen die Raucher in den Raucherecken aber eh weiter wie eh und je, is eh klar.Als Mann muß man hinnehmen, dass manche Frauen nach einem guten Essen unbedingt einen guten Stengel brauchen. Aber muß das unbedingt in einer verrauchten Kneipe sein, fiegelspechter?

      • Tom schrieb am 5. Juli 2010 at 23:44 - Permalink

        Bayerns Ministerpräsident?? Seehofer mag ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben, aber aus der Debatte hat er sich rausgehalten – zum Glück für ihn. Je nachdem für welche Seite man sich als Politiker entscheidet macht man sich Feinde. Die CSU zuerst bei den Rauchern mit dem Verbot, dann bei den Nichtrauchern mit der Verwässerung des Verbots.

        Und nun meine Meinung als Bewohner Bayerns und Nichtraucher: Ich finde die bisherige Regelung auf jeden Fall besch…eiden. Mag ja sein, dass in Niedersachsen die Räume wirklich abgetrennt und sperat belüftet werden, das kann ich aber von meinem Stammpub nicht behaupten. Wirklich störend war die Ausnahme der Raucherclubs – wenn auf einmal der Großteil der Weggeh-Orte meines Freundeskreises zu Raucherclubs erklärt wird kann ich natürlich allein daheim bleiben – oder ich werde zähneknirschend Mitglied und lass mich dort vollqualmen…
        Ich schließe mich meinen Vorredner an in dem Punkt: Die Freiheit des einzelnen hört da auf, wo die Freiheit anderer beeinträchtigt wird. Auch wenn das totale Verbot vielleicht nicht der Weisheit letzter Schuss ist.

        • Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 23:54 - Permalink

          @Tom

          Schenk den Kommentaren von goldmann sachs nicht viel Beachtung. Goldmann sachs offenbart m.E. sehr oft eine seltsame Wahrnehmung der Realität.

          Diesbezüglich

          Seehofer mag ja die Weisheit nicht mit Löffeln gefressen haben,

          bin ich natürlich anderer Meinung.
          Ich denke, dass wir Bayern mit Herrn Seehofer den besten Ministerpräsident seit langen haben.

          Aufgemerkt:
          Ein überaus intelligenter Ministerpräsident ist nicht zwangsläufig ein guter Ministerpräsident.

          Auf Herrn Seehofer treffen jedoch beide Attribute (intelligent und gut) zu.

    31. Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 18:22 - Permalink

      Die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt.

      Ich hätte eher „der antirauchende Mob“ geschrieben, gebe allerdings zu, ein militanter Raucher zu sein. ;)

      In Bayern wird damit bereits in wenigen Wochen der Tabakgenuss selbst in separaten Gaststättenräumen mit geschlossenem Lüftungssystem und in kleinen Eckkneipen verboten sein.

      Nicht nur! Man möchte schließlich auch Nichtraucher in einem Schischa-bar schützen und, selbstverständlich, in der Zigarren-Loge! Und was ist mit „geschlossenen Veranstaltungen“?! Da möchte man ja auch die privaten Familienfeiern „schützen“ ;)
      Im Allgemeinen geht der Trend in der Gesellschaft in Richtung Gesundheitsfaschismus, mit allem drum und dran. Schlimmer könnte es kaum kommen…

    32. Rossi schrieb am 5. Juli 2010 at 18:23 - Permalink

      Also so ganz stimmt es jawohl nicht, dass kein Nichtraucher die Raucherkneipen bzw -ecken betreten muss. Was ist denn bitte sehr mit dem Kneipenpersonal? Das muss ja keineswegs immer der Wirt sein, der sich bewusst für oder gegen einen Raucherbereich entscheiden kann. Der Rest des Personals wird wohl keineswegs ob eines gewissen Unwillens gegenüber des Rauchens direkt seinen Job aufs Spiel setzen.
      Davon abgesehen bin ich allerdings auch der Meinung, dass das Verbot zu weit geht. Schlussendlich ist doch mit dem jetzigen Stand schon ein recht grosser Schutz erreicht und bestrafen sollte man da eh niemanden müssen, denn das tun die Rauscher ja nun schon ausreichend genug. Die Diagnose Krebs haut am Ende dann doch auch den härtesten Befürworter definitv erst einmal aus den Latschen… gönnen tue ich es aufgrund der schon selbst gemachten Erfahrung wahrlich niemanden, aber so ist eben der Mensch… bis es irgend wann mal richtig knallt wird erstmal fleissig verdrängt.

    33. daniel23 schrieb am 5. Juli 2010 at 18:23 - Permalink

      heutzutage gibt es wohl nur noch selten zwei meinungen darüber, ob rauchen schädlich ist oder nicht, dennoch bleibt es jedem selbst überlassen, ob er sich dieser “gefahr” aussetzen will, schließlich zieht jeder seine eigenen grenzen, ab wann etwas für ihn zu gefährlich, schädlich usw. ist bzw. ob er sich diesem zugunsten eines genusses aussetzen möchte

      problematisch wirds nur, wenn andere, unbeteiligte in mitleidenschaft gezogen werden; ich könnte jedesmal bei eltern kotzen, die mit der kippe in der hand den kinderwagen schieben oder das kind auf dem schoß sitzt; ein solches maß an unmündigkeit und verantwortungslosigkeit lässt mich zeitweise verzweifeln

      dennoch bleibt es das gute recht eines jeden menschen sich selbst schaden zuzufügen wenn er denn will und denjenigen, die rauchen als genuss empfinden, darf dies nicht durch verbote genommen werden; ich halte das ausweisen einer gaststätte als “raucherclub” für ausreichend, so hat man die wahl und niemandem wird eine sichtweise aufgezwungen, wie es wohl grade in bayern geschehen ist

      ich persönlich habe nie geraucht und begrüßte eine welt ohne rauch, es fiele mir jedoch niemals ein jemandem das rauchen zu verbieten, da halte ich “aufklärung” für den korrekteren ansatz

      • Stefan schrieb am 5. Juli 2010 at 18:37 - Permalink

        dennoch bleibt es das gute recht eines jeden menschen sich selbst schaden zuzufügen wenn er denn will und denjenigen, die rauchen als genuss empfinden, darf dies nicht durch verbote genommen werden; ich halte das ausweisen einer gaststätte als “raucherclub” für ausreichend, so hat man die wahl und niemandem wird eine sichtweise aufgezwungen, wie es wohl grade in bayern geschehen ist

        Das ist ja die Krux beim Bayerischen Nichtraucherschutzgesetz und seinen diversen Verwässerungen, die zu dem Volksentscheid geführt haben! Es konnte jeder einfach lapidar “Raucherclub” draußen hinschreiben und so weitermachen wie bisher. Es ging ja nicht darum, dass Nichtraucher Einlass in klar gekennzeichnete Raucherlokale erzwingen wollten. Es ging darum, dass sich in ihren Lieblingslokalen und -bars trotz Gesetzen nichts geändert hatte. Deshalb wurde beim Volksentscheid der aktuelle Gesetzesentwurf vorgelegt, in dem nur die Lücke geschlossen wurde, dass in einem “nicht öffentlich zugänglichen” Lokal weitergequarzt werden durfte.

        • Tom schrieb am 5. Juli 2010 at 23:48 - Permalink

          Stimme voll und ganz zu. Ich kann das Beispiel Regensburg nennen, wo es einen Stadtweiten Raucherclub gab, zu dem jede Menge Kneipen und Bars gehörten – Im Endeffekt hatte sich nicht geändert, außer vielleicht das einem noch öfter der Rauch ins Gesicht gepustet wurde – man ist schließlich in einem Raucherclub…

          • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 09:12 - Permalink

            Und warum haben die Nichtraucher dann nicht selbst eine Lokalität eröffnet?

    34. Erich Sturm schrieb am 5. Juli 2010 at 18:24 - Permalink

      Ein wunderbaren Beitrag. Meine volle Zustimmung. Er macht auch deutlich, dass eine Volksabstimmung die nur ein Ja oder Nein zulässt mit vielen Schwächen behaftet ist. Ein Tool wie Liquid Feedback wird das ändern. Hoffe ich.

    35. Atzilla schrieb am 5. Juli 2010 at 18:25 - Permalink

      @24 7schläfer

      hat der Beda M. Stadler nicht auch gesagt “Wer Offroader fährt, schützt das Leben seiner Kinder. Kritik daran ist nichts als Neid.” ?
      Da montier ich an meine fahrende Mauer doch gleich noch den Rammbügel. Meine Freiheit auf Geländewagen bleibt, sollen die andern ausm Weg springen.

      und @26 7schläfer

      “selber doof” ist natürlich eine tolle Antwort…

      • 7schläfer schrieb am 5. Juli 2010 at 18:46 - Permalink

        Heißt das etwa, dass Du hier das Thema Automobil aufmachen möchtest? Von wegen Umweltverschmutzung, leicht bis schwerst Verletzten und den ganzen Unfalltoten?

        Ich habe keine Ahnung, was Beda M. Stadler in seinem Leben schon so alles gesagt hat; wie schön, dass Du auf das von mir verlinkte 1.) gar nicht eingehst und 2.) siehe oben.
        und 3.) seine Kolumne (in der dieses Zitat auftauchte) auf die gleiche Stufe stellst wie seine Aussagen zu wissenschaftlichen Themen

        “selber doof” ist natürlich eine tolle Antwort…

        wie war, wie war…. nur wenn man schon daherkommt und sagt: Du bist belehrungsresistent und ich im Besitz der Wahrheit, dann kann man ja wohl den anderen daran erinnern, dass er keinen Deut besser ist.

        • Florian Schmitt schrieb am 6. Juli 2010 at 09:57 - Permalink

          wie war, wie war…

          Göttlich!

    36. Irreversibel schrieb am 5. Juli 2010 at 18:27 - Permalink

      Danke für den Artikel!
      Dieser Trend Gesundheitsdiktatur geht mir (als Nichtraucher) derartig auf den Senkel, ich warte nun darauf, dass in Clubs/auf Konzerten Musik nur noch auf Zimmerlautstärke läuft damit die Angestellten und unbedarfte Besucher keinen Hörschaden zu befürchten haben.

      Als ob es einem Nichtraucher schlechter gegangen wäre wenn in Manni´s (sic!) Eckkneipe weiter geraucht werden würde oder es in anderen Etablissements separate Raucherräume gäbe. Aber nein, alleine das Wissen darum, dass es Orte gibt, wo geraucht wird (egal, ob man davon selbst je betroffen sein wird) reicht aus um nach der harten Hand von Papa Staat zu rufen, welche die Anderen maßregelt und auf den richtigen Weg bringt. Zum Brechen.

    37. Gideon schrieb am 5. Juli 2010 at 18:27 - Permalink

      ich finde es gut! und dieses Verbot hat nichts mit Gesundheitswahn zu tun. Geht mal nach Amerika ins Land der Freiheit und schaut mal wo man da noch so rauchen darf, dagegen ist Deutschland ein Raucherparadies. :D

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 19:53 - Permalink

        Ja, aber kann das ein Vorbild sein?

        • Genotron schrieb am 5. Juli 2010 at 23:09 - Permalink

          kann schon, muss aber nicht.
          Hängt von der eigenen Meinung ab (denke ich)
          Rechts kann auch nen Vorbild sein ;>

          Naja ich selbst finde die derzeitige (nichtbayrische) Lösung eigentlich sehr vorteilhaft.
          Wer keinen Bock auf Qualm hat bleibt beim Essen bei den Nichtrauchern
          und wer qualmen will …
          Da gibt es bei mir nur das Problem dass das nur die Papiersituation ist …
          In echt scheren sie sich bei mir viele (auch Wirte) nen scheißdreck um das verbot und qualmen was das zeug hält.

          Ich bin der Meinung jeder nach seiner Facon, solange er dadurch niemanden in seiner Freiheit schädigt. Oder im falle von passivrauchen körperlich schädigt… empfinde ich und mein Körper so…
          Ich esse trotzdem gern mal auch nen Fettes stück Fleisch und schädige mich selber, aber ich finde ich habe nur das Recht mich selbst zu schädigen.
          Und das tue ich gerne ^^
          finde aber Raucher sollten eigentlich selbständig danach schauen nur sich selbst zu schädigen.
          Dann hat man auch weniger verärgerte Leute die einem den Genuss kaputt machen wollen …

          (gesundheitsfaschos mal außen vor)

          • Florian Schmitt schrieb am 6. Juli 2010 at 10:00 - Permalink

            Ich bin der Meinung jeder nach seiner Facon, solange er dadurch niemanden in seiner Freiheit schädigt. Oder im falle von passivrauchen körperlich schädigt…

            Und genau dieses (sinnvolle) Prinzip unterbindet das neue Gesetz.

            Raucher dürfen nicht einmal mehr dort rauchen (Raucherkneipe, abgetrennte Bereiche…), wo sie niemanden schaden und lediglich ihre persönliche Freiheit ausleben.

    38. Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 18:29 - Permalink

      Sieht der Herr Nachbar denn nicht ein, dass er sich selbst schädigt? Das muss man ihm doch verbieten, wenn er denn nicht selber im Stande ist, sich vor sich selbst zu schützen. Man meint es doch nur gut mit ihm …

      Das ist wohl der entscheidende Punkt: der Raucher ist ein Umweltverschmutzer, der eine an sich verbotene Substanz freisetzt, und dadurch unser gesamtes Biotop schädigt. Dies mußte verboten werden, und weitere Schritte dürften in Kürze folgen:

      - totaler Verbot von Speisealkohol (Bier, Schnaps, Moselwein)
      - nachhaltige Reduzierung von schadstoffhaltigen Abgasen (Verkehr, Heizung)
      - Rückführung der produzierten Müllmengen auf 5 kg/Kopf/Jahr
      - Einschränkung der Lärmbelästigung durch Musik, Verkehr und Treppengang
      - Vermeidung der Lichtverschmutzung am nächtlichen Sternenhimmel.

      Und nein, diese Maßnahmen haben nichts mit denen der Taliban gemein, welche lediglich aus Freude am Verbot der Lust agierten, während hierzulande die Lust an der Freude des Verbietens (noch) vorherrscht.

      Umweltfreundlich gedacht von einem nichtrauchenden Partialversteher unserer qualmenden Nachbarn. :)

      • goldman sachs schrieb am 5. Juli 2010 at 19:03 - Permalink

        @Schneemann

        Und nein, diese Maßnahmen haben nichts mit denen der Taliban gemein, welche lediglich aus Freude am Verbot der Lust agierten, während hierzulande die Lust an der Freude des Verbietens (noch) vorherrscht.

        Also die Taliban haben gar keine Freude am Verbot der Lust. Wirklich nicht! Es habe alles nur mit diesem heißen Klima zu tun.

        Mir sagten sie, dass sie so unerbittlich streng gegen das Rauchen von Drogen seien, weil sie schon durch das Einatmen frischer kühler Bergluft high seien und dass sie das Trinken von kühlem Wasser trunken mache. Wenn die Frauen keine Burka mehr tragen würden, könnten sie nicht anders, als über die Frauen herzufallen, weshalb die Burka zum Schutze von Männern und Frauen unverzichtbar sei.

        Die Leute aus dem Westen müßten vermutlich dauernd Rauchen, Alkohol trinken und aufreizende Frauen haben, weil sie nicht mehr high, trunken oder sonstwie erregt werden könnten. Frisches Wasser, Klare Luft und der Hauch der Frau reiche vollkommen aus. Bayern kann so viel von den Taliban lernen!

        • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 20:16 - Permalink

          …oder sonstwie erregt werden könnten

          Die Bayern?? ;)

    39. elwu schrieb am 5. Juli 2010 at 18:33 - Permalink

      Das sind ja ganz erstaunliche Ansichten zu Plebisziten. Oder, um in deinem Jargon zu bleiben: zur Diktatur des Pöbels.

      Welche Pöbeldiktaturen fänden denn deine gestrenge Gnade? ‘Verbotsanträge’ ja offenbar nicht, also auch kein Verbotsantrag bzgl. Kriegen, Kernenergie, Walschlachten, Gen-Food usw.

    40. schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 18:33 - Permalink

      @Nichtraucher schrieb am 5. Juli 2010 at 18:15 – Permalink Antworten

      Glückwunsch! Sie haben einen unsäglich schlechten Artikel verfasst.

      Es gibt keine sachlichen Argumente, die den Tod von 3.300 Passivrauchern in Deutschland rechtfertigen?

      Oho. Na – da bin ich aber mal gespannt, wie Du empirisch belegst, dass diese 3300 “Passivraucher” (innerhalb welcher Zeit eigentlich) tatsächlich am Passivrauchen gestorben sind. Ich erwarte allerdings nicht das mittlerweile bekannte Geschwalle im Sinne von Potentialhochrechnungen, sondern verifizierbare auf Fakten beruhende Beweise.

      • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 18:45 - Permalink

        Na, du erwartest doch keine wissenschaftliche Diskussion hier oder?!

        Na, du erwartest doch keine wissenschaftliche Diskussion hier oder?! Was die Damen und Herren aus pseudowissenschaftlichen Bereich „Tabakkontrolle“ „errechnet“ oder „bewiesen“ oder (das gibt es nur in diesem „Wissenschafts-“Bereich) „als wissenschaftlich beweisbar “ angegeben haben, sollte man immer unter dem Punkt „wir kämpfen für eine raucherfreie Welt“ sehen. Diese Studien kann doch keiner ernst nehmen, der mehr oder wenige genügend gute Matheschulkenntnisse besitzt und diese „Studien“ durchliest. Sprich: diese „Studien“ wirken wirkungsvoll auf zwei Bevölkerungsgruppen:
        a) den antirauchenden Mob
        b) Leuten, die an die Ergebnisse der Studien glauben wollen.
        Im Prinzip fertig :=)

    41. na sowas schrieb am 5. Juli 2010 at 18:34 - Permalink

      @Sf

      Mit der Sünde kommt das Verderben und das ewige Leben erreicht nur der Tugendhafte.

      …na…na…na
      Dieu est un fumeur de havanes
      Je vois ses nuages gris
      Je sais qu'il fume même la nuit
      Comme moi ma chérie

      …

      Wir können also hoffen.

      …ich gönne mir erstmal ‘ne rassige Französin Gitanes Maïs
      Nikotin 3,5 mg, Kondensat ca. 40 mg ;-)==~~~
      …wird wohl recht lustig mit den ‘comments’. Danke!

    42. schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 18:37 - Permalink

      Passend zu den Nichtrauchertaliban:

      http://www.youtube.com/watch?v=U7-60tyLQhA

      Die Jungs haben Recht!

    43. lupusofnews schrieb am 5. Juli 2010 at 18:38 - Permalink

      Das ist ne Satire… guckt doch mal hin:

      “[...] Diktatur des Pöbels [...] Angriff auf die Freiheit [...] Verbotswahn [...] Ökowahn [...] weltanschaulich sinnentleerten Mittelschicht [...] Moraltotalitarismus [...] Lustfeindlichkeit [...] Fit-for-Fun-Gesellschaft [...] interessengesteuerte Rattenfänger [...]”

      …und sie kaufen ihm den Schneid nicht ab! Vorallem das letzte ist vor dem Hintergrund der Finanzierung der Gegenkampagne durch die Tabaklobby, naja, lustig. Aber die Wellnessfaschisten stecken bestimmt auch alle in der Tasche von Big Müsli…

      HOLY CRAP.

    44. klopskalle schrieb am 5. Juli 2010 at 18:40 - Permalink

      Trag`s mit Fassung, dass sich eine Mehrheit in einer Volksabstimmung, einem demokratischen Verfahren, gegen das Rauchen ausgesprochen hat.

    45. t.h.wolff schrieb am 5. Juli 2010 at 18:41 - Permalink

      Bin ich Raucher ? Seit heute ja.

    46. Peleo schrieb am 5. Juli 2010 at 18:41 - Permalink

      Wenn Jens gesagt hätte: “Ich kann und/oder will mit dem Rauchen nicht aufhören. Deshalb ist das Ergebnis des Volksentscheids für mich störend, lästig und schwer zu ertragen”, dann könnte ich das akzeptieren. Das aber zu einem grundsätzlichen Problem aufzublasen (wenn auch rhetorisch gekonnt: Pickelhauben und Latzhosen – Chapeau!) überzeugt mich nicht.
      Ich bin auch ganz froh darüber, dass die Deutsche Bahn gar nicht basisdemokratisch die Raucherabteile abgeschafft hat und ich nicht mehr mit den Kindern in ein stinkendes Abteil gehen muss, weil im Nichtraucherbereich nichts mehr frei ist.
      Man könnte es auch so sehen: jahrzehntelang hatten die Raucher ihre Freiheit, jetzt sind mal die Nichtraucher dran.

      • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 18:43 - Permalink

        die Deutsche Bahn gar nicht basisdemokratisch die Raucherabteile abgeschafft hat … jahrzehntelang hatten die Raucher ihre Freiheit, jetzt sind mal die Nichtraucher dran.

        Dieser Vergleich hinkt. Nichtraucher konnten immerhin zu Fuß gehen, den Rauchern ist dies nun auch verboten…

      • Heckenpenner schrieb am 5. Juli 2010 at 18:49 - Permalink

        Die Bahn hat das selbst entscheiden koennen. IIRC hat sich McDonalds auch selbst entschieden rauchfrei zu werden. Und das ist ja auch gut so. Was ist mit dem Wirt der fuer ein kleines Vermoegen seine Kneipe raucherfreundlich gemacht hat? Eigentlich muesste der Freistaat doch nun diese Kosten den Wirten zurueckerstatten…

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:41 - Permalink

          Wieviel kostet denn ein Schild “Raucherklub”?

        • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 15:13 - Permalink

          “Und das ist ja auch gut so. Was ist mit dem Wirt der fuer ein kleines Vermoegen seine Kneipe raucherfreundlich gemacht hat?”

          Häh? Warum Geld sinnlos in den Aschenbecher werfen? Warum wendet ein Wirt nicht einfach sein Geld auf, seinen Kunden(!) die Kneipe oder sein Restaurant so freundlich, den Aufenthalt dort so angenehm und attraktiv wie möglich zu machen?
          Ein Schild “Rauchen verboten” hätte ausgereicht! Das der Genuß oder Spaß unter einem Rauchverbot leiden oder offenbar davon abhängen würde behaupten doch nur die Raucher selbst. Ich muß nicht Rauchen um zu genießen oder Spaß zu haben.

          Aber mal abgesehen davon, das Rauchen ist ja nicht verboten worden. Es existieren immer noch genügend Freiräume, bis hin zur den eigenen vier Wänden, in denen man sein Laster ausleben kann. Oder macht eine Zigarrette wo anders weniger Dreck als in der eigenen Wohnung?

    47. schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 18:45 - Permalink

      klopskalle schrieb am 5. Juli 2010 at 18:40 – Permalink Antworten

      Trag`s mit Fassung, dass sich eine Mehrheit in einer Volksabstimmung, einem demokratischen Verfahren, gegen das Rauchen ausgesprochen hat.

      Hör mal – wir reden hier über … Bayern! Also Menschen, die wahrscheinlich mangels Potential noch nicht einmal “demokratisch” buchstabieren können. Und von denen auch nur gerade mal 22,8%.
      Und von einem taktisch klug gesetzten “Wahltermin” – einen Tag nach dem Länderspiel.

      Auch wenn wir nicht nur im Extremen in Bayern, sondern in ganz Deutschland ein Bildungsproblem haben, gehe ich davoon aus, dass das ein einmaliger Idiotenausrutscher bleibt. OK – in Hessen geht vielleicht noch etwas – die sind wohl auch strunzdumm.

      • Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 23:40 - Permalink

        Ha ha. Der ganz normale Durchschnittsbayer ist wesentlich gebildeter als Du.

        • Tom schrieb am 5. Juli 2010 at 23:55 - Permalink

          Immer wieder nett wie so ein Thema gleich zum allgemeinen Bayern-Bashing wird.
          “Vorurteile liefern Argumente, die man sonst nirgends fände.”

          • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 00:23 - Permalink

            Um es noch deutlicher auf den Punkt zu bringen:

            Dummheit und Vorurteile liefern Argumente, die man sonst nirgends fände.

    48. Chris schrieb am 5. Juli 2010 at 18:48 - Permalink

      Wer von euch war eigentlich so in den letzten 2 Jahren in den betreffenden bayuwarischen Gaststätten?
      Keiner?
      Ja?
      Dann würdet ihr nichtmehr von der Mär mit den “separaten Räumen” und den “wenigen selbstbestimmt raucherlaubenden Eckkneipen” reden. Die gibts nämlich nicht. Bis gerade eben wurde überall und jederzeit in allen Räumen, die auch nur entfernt an Gaststätten erinnern, von unseren ach-so-rücksichtsvollen Rauchern geraucht, keine Chance für jemand der das nicht haben möchte am “abendlichen Leben” teilzunehmen.
      Das maximalstrikte Nichtrauchergesetz ist da nur die logische Konsequenz.

      • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 19:05 - Permalink

        Nun ich bin mindestens 2 Mal pro Jahr in Bayern gewesen. Und konnte leicht eine Raucherkneipe finden und habe gar kein Restaurant mit einem Raucherabteil gefunden,das mir passen würde. Insofern entspricht die Aussage “85 % der Gastronomieobjekte sind schon jetzt komplett rauchfrei” wohl der Wahrheit.

      • Shining Raven schrieb am 6. Juli 2010 at 11:56 - Permalink

        Volle Zustimmung, vielen Dank, dass hier jemand einmal die echte Situation in Bayern beschreibt, wie sie bisher war.

        Wie war’s denn in Bayern in der Praxis? Man sitzt abends im Cafe (Nichtraucher) mit Freunden, und um 22:00 kommt die Bedienung, stellt Aschenbecher auf den Tisch, und sagt: “Ab 22:00 ist hier Raucherclub”. Wenn man das nicht will, kann man dann ja gehen. Toll.

        Das mit den “separaten Räumen” ist wirklich größtenteils ein Märchen, und praktisch war es halt so, dass dann irgendwann abends die Raucher sich wieder im ganzen Etablissement eine anstecken konnten, und man praktisch rausgeschmissen wurde.

        Ich sehe das Nichtrauchergesetz auch als Konsequenz genau dieses Verhaltens der Wirte. Wenn’s wirklich ein Separée gegeben hätte, wär’s mir ja egal, aber so …

    49. Karsten Bier schrieb am 5. Juli 2010 at 18:51 - Permalink

      Ich glaube, das hier ist der erste SF-Artikel, den ich nicht zu Ende gelesen habe. Aufgrund der unglaublich schwachen Argumentation. Weder muss man den Rauchern ihr “Hobby” verbieten wollen, um für dieses Gesetz gestimmt zu haben (und das ist auch nicht geschehen), noch ist das sinnvoll vergleichbar mit dem Minarettverbot der Schweiz (das durch Minarette die Gesundheit von Unbeteiligten geschädigt wird, also in die Freiheit und Unversehrtheit von Anderen eingegriffen wird, das soll mir doch mal jemand darlegen).

      Die Maximal-Keule, die SF hier auspackt hat mich aber auch amüsiert – wie würde wohl der Artikel zu einer echten Kriminalisierung von Nikotin aussehen?
      (Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, dagegen würde ich auch als Nichtraucher opponieren – wg. dem in diesem Artikel IMO fälschlich verwendeten Freiheitsargument).

      Ansonsten wäre noch hinzuzufügen: Bei 37% Wahlbeteiligung hätten die Raucher das Gesetz locker verhindern können – wenn sie denn gewollt hätten. Offenbar sehen das aber nicht mal allzuviele Raucher so wie SF.

    50. Girolamo schrieb am 5. Juli 2010 at 18:59 - Permalink

      Welcher aufgeklärte und tolerante Bürger käme schließlich auf die Idee, Dinge, die ihn stören, einfach verbieten zu wollen?

      Das haben Sie richtig formuliert. Es ist keine rhetorische Frage.

      Toleranz hat für mich einen üblen Beiklang; es scheint mir ein abscheuliches Wort zu sein. Unsere Gesellschaft ist auch nicht toleranter als andere Gesellschaften, sie tut nur so, und die Toleranz ist dann ein Wort, das die bestehenden Zustände legitimieren soll, nichts weiter.

    51. vera schrieb am 5. Juli 2010 at 19:01 - Permalink

      So fängt es an, und hinterher haben wir kalifornische Verhältnisse. Viel Spaß damit.

    52. Stepplaender schrieb am 5. Juli 2010 at 19:08 - Permalink

      Das beste ist, gleichzeitig werden die Laufzeiten für Atomkraftwerke verlängert, Millionen Liter Öl ins Meer gelassen u.s.w. aber beim Rauchen anzufangen ist ja soo wichtig!!! In welcher Welt leben denn einige hier?
      Mt der Eckkneipe stirbt der letzte Rest persönlicher Komunikation, ausserhalb der
      Privatsphäre – wenn´s dann mal brenzlig wird, braucht man nur noch das Netz abschalten.
      Ach ja, ich bin Nichtraucher!

      • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 15:27 - Permalink

        “Mt der Eckkneipe stirbt der letzte Rest persönlicher Komunikation, ausserhalb der
        Privatsphäre”

        Was hat Komunikation mit einer Kippe im Mund zu tun?
        Ich finde manche zurechgelegte Arumentation schon wirklich lustig, egal ob von Rauchern/Nichtsüchtigen oder von Wirten, die die Zeichen der Zeit im Umgang mit ihren Kunden verschlafen.

    53. rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 19:08 - Permalink

      Volle Zustimmung zum Artikel.
      Ich bin froh, mit dem Rauchen vor Jahren aufgehört zu haben, und ich kann mir leider keine Kneipenbesuche leisten. Trotzdem halte ich es für sehr gefährlich, per Volksentscheid über die Einschränkung der persönlichen Freiheit einer Minderheit entscheiden zu lassen.
      Wer in einer Raucherkneipe raucht, schädigt damit keine Nichtraucher. Da gibt es nichts zu verbieten. Punkt.
      Mich erinnert das an Kalifornien, wo im November ’08 die Mehrheit dafür gestimmt hat, daß die Homo-Ehe wieder verboten wird. (Nicht nur) Schwule haben gegen diesen Volksentscheid protestiert. Auf ihren Plakaten stand:
      “Wann dürfen wir über eure Ehe abstimmen?”

      Ich hoffe, daß das Verfassungsgericht das neue bayerische Gesetz wieder aufhebt.
      Ich halte es für denkbar, daß die Initiatoren des Volksentscheids mit ihrer Kampagne vor allem das Instrument der Volksgesetzgebung (direkte Demokratie) desavouieren wollen. (Ähnliches denke ich auch beim Berliner “Pro-Reli”-Entscheid.)

      Ich bin wiedermal froh, als Linksradikaler mit einem Linksliberalen im gleichen Club zu sein.

    54. David schrieb am 5. Juli 2010 at 19:15 - Permalink

      die wahren und damit ungleich verbotswürdigeren übeltäter:

      schokolade & mononatriumglutamat

    55. Klingelhella schrieb am 5. Juli 2010 at 19:16 - Permalink

      bei so vielen Kommentaren ist es ja fast schon überflüssig, noch was zu schreiben… aber der Spiegelfechter hat recht: seperate Raucherräume oder komplettes Rauchverbot im Ermessen des Wirtes sowie Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden wird dem Nichtraucherschutz mehr als gerecht!

      Alles andere geht traurigerweise in die Richtung Schaden am Völkskörper vermeiden / “ich zahl nicht für deren Behandlung”.

      Wie hier leider schon mehrfach angemerkt: Rauchern als Süchtigen rationales Entscheiden absprechen zu wollen ist extrem lächerlich. Genauso wie Kaffeetrinkern. Oder Bildzeitunglesern.

      M.E. sollten angemessene Regelungen wie der eingangs erwähnte, der Rücksichtnahme genüge tuende, Nichtraucherschutz auf andere Bereiche ausgedehnt werden (zB Straßenverkehr), wo primatenhaftes Verhalten nach wie vor Primärtugend ist.

    56. epikur schrieb am 5. Juli 2010 at 19:16 - Permalink

      Wären die meisten Raucher in der Vergangenheit rücksichtsvoll gewesen, wäre es wohl nie soweit gekommen! Die weit um sich greifende ignoranz vieler Raucher (“mir doch egal, ich will meine Sucht”) lässt Nichtraucher radikaler werden.

      Man kann es verherrlichen und schönreden wie man will, niemand küsst gerne einen Aschenbecher! Die Klamotten, die Haut und die Haare stinken, es kostet viel Geld und beeinträchtigt die Gesundheit!

      Mit Freiheit zu argumentieren, während man im gleichen Rauchzug die Freiheit aller Menschen um sich herum einschränkt, ist wenig überzeugend. Die Nazi, Hitler- und Diktaturkeule tuen ihr übriges.

      Wieso sagt man eigentlich nicht: militante Nichtalkoholiker oder militante Nichtkiffer? Ist man militant, wenn man keine Drogen nimmt?

      Letztlich lese ich nur den verzweifelten Versuch eines Rauchers seine Sucht zu rechtfertigen.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:08 - Permalink

        @epikur

        Wären die meisten Raucher in der Vergangenheit rücksichtsvoll gewesen, wäre es wohl nie soweit gekommen! Die weit um sich greifende ignoranz vieler Raucher (“mir doch egal, ich will meine Sucht”) lässt Nichtraucher radikaler werden.

        Das hätte ich Dir vor zwei Jahren noch abgenommen, heute nicht mehr. Hier in Niedersachsen hat man einen ordentlichen Kompromiss gefunden. An meinem Wohnort gibt es z.b. mehrere “Großkneipen”, die getrennte Raucher- und Nichtraucherabteilungen haben. Meist fungieren die Raucherabteilungen nur als überdachte Raucherräume, in die man zur Verrichtung des Tabakkonsums geht und danach zurück in den Nichtraucherbereich, der größer und angenehmer möbliert ist. Ich kenne KEINEN Nichtraucher, der sich je über diese Lösung beschwert hätte. Zusätzlich gibt es noch rund ein Dutzend Kleinstkneipen, die als Raucherkneipen ausgewiesen sind Jugendlichen den Eintritt verwehren. Ich kann mich allerdings nicht erinnern, dass vor der Novelle dort je ein Nichtraucher zu sehen gewesen wäre und mir ist auch nicht bekannt, dass Nichtraucher große Ambitionen hätten, in diesen “Eckkneipen” zu sitzen.

        Wo ist also das Problem mit den “ignoranten Rauchern”, wie Du sie nennst. Was haben sie mal wieder so böses getan, dass ihnen auch noch die letzten Refugien weggenommen werden sollen?

        • Tom schrieb am 5. Juli 2010 at 23:58 - Permalink

          Wie schon vorher geschrieben: Hier in Bayern hat man keinen ordentlichen Kompromiss gefunden. Jetzt wurde bei der Abstimmung eine radikale Regelung gewählt…

        • Bubu schrieb am 6. Juli 2010 at 14:30 - Permalink

          Mahlzeit,

          deswegen gibt es in Niedersachsen ja auch keinen Volksentscheid darüber :)

          In Bayern sieht es nun mal so aus, wie es Chris (48 ) und andere hier beschreiben.

          Grüße

      • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 20:53 - Permalink

        Wären die meisten Raucher in der Vergangenheit rücksichtsvoll gewesen, wäre es wohl nie soweit gekommen! Die weit um sich greifende ignoranz vieler Raucher (“mir doch egal, ich will meine Sucht”) lässt Nichtraucher radikaler werden.

        Also: Auge um Auge, Zahn um Zahn?! Aus Prinzip?!

        Na, dann nehme ich Mal eine Maschinenpistole, gehe auf die Straße und erschieße, Moment Mal, genau 9 Bewohner in Deutschland. Warum? Weil früher, vor 69 Jahren, die Deutschen mit dem oben angezeigten nichtrauchenden Führer nach Russland einmarschiert sind und meine ganze Familie, bis auf eine Frau, nach ein paar Monaten „den gelben Stern tragen“ nach Auschwitz transportierten.
        Eine ziemlich bescheuerte Logik, finde ich.

      • Howl schrieb am 6. Juli 2010 at 03:09 - Permalink

        @ 56 Epikur gönnt den Rauchern ihre persönliche Eudaimonie nicht?^^

    57. muffin schrieb am 5. Juli 2010 at 19:17 - Permalink

      Boah, wo kommen bloß all diese Fanatiker her? Aus welchen Löchern seid ihr so schnell gekrochen? Scheint, als ob diese Leute sich Schwarmweise und in Windeseile über solche Artikel “hermachen”. Ist ja Wahnsinn mit welcher einer Inbrunst diese Anitraucher propagieren…. Sogar mit Zahlen von toten Nichrauchern, Passivrauchern die am Rauch gestorben sind. Diese Zahlen können per sé nicht stimmen, weil es keine kausale Ursache gibt. Es gibt nur eine hohe Wahrscheinlichkeit. Ja, Rauchen ist gefährlich und schädlich… das weiss wirklich jeder. Da gibt es auch keine Realitätsleugung noch sonstirgendwas, was auch immer gerne unterstellt wird. Aber diese Fanatiker veranstalten eine Inquisition, mit Beleidigungen und Verleumdungen übelster Art. Vollkommen verhältinslos, aber dafür um so aggressiver. Das Ziel ist wahrscheinlich, dass man das Rauchen ganz verbietet. Oder? Dann können wir die schöne saubere Luft, die durch Autoabgase, Feinstaub, giftige Metalle und Dämpfe “verfeinert” wird Atmen. Ich habe auch noch einen Vorschlag an die Nichtraucher, ihr solltet dafür plädieren das Leben zu verbieten. Dann gibts auch keine Toten.

      Mal ein Gegenvorschlag aus Spaß , aber mit ernstem Hintergrund. Ich bin dafür das Auftos verboten werden, es gibt mehr als 40 Millionen. Jährlich sterben aktiv 6000 Beifahrer und sonstige Unbeteiligte, zigtausende passiv. Autos machen ununterbrochen lärm, verpesten die Luft mit krebserzeugenden Substanzen, krankheitserregenden Schwermetallen, verschmutzen unser Grundwasser, Fahren kleine Kinder tot, zerstören die Umwelt, verurachen den Treibhauseffekt.

      Trotzdem werde ich es mir nicht wie #1 (sampere aude) herausnehmen und rumblöken:
      “Autofahrer sind Mörder !”

      Wo kann ich einen Volksentscheid starten? :-)

      • rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 19:33 - Permalink

        Ich bin dabei.
        Also jedenfalls Autos mit Verbrennungsmotor, die in Ortschaften schneller fahren als Fahrräder.
        (Natürlich hat jeder weiterhin das Recht, zuhause in seiner Garage den Automotor laufen zu lassen.)
        Übrigens ist das Fahren mit solchen Autos längst verboten, nach § 1 der Straßenverkehrsordnung:
        “Jeder Verkehrsteilnehmer hat sich so zu verhalten, daß kein Anderer geschädigt, gefährdet oder mehr, als nach den Umständen unvermeidbar, behindert oder belästigt wird.”
        Das Verbot wird nur leider nicht durchgesetzt.

      • Peter Jörke schrieb am 10. Juli 2010 at 12:15 - Permalink

        Hallo muffin. Ich finde die Idee schon ganz gut. Meinst du Leben oder Menschen?
        Zur erweiterung deines Vorschlags: Verbot des Sonnenbadens: führt häufig zu Hautkrebs. Und ultimativ: Verbot des Fleischessens: führt im allgemeinen zum Tod der Tiere. Vielleicht sollten wir einen Verein aufmachen zur Sammlung weiterer Anträge – ich hätte da noch so einiges und glaube, andere Menschen auch.

    58. Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:17 - Permalink

      für alle politisch und sonstwie ‘Korrekten’:

      Juli Zeh ‘Corpus Delicti’

      Wir schreiben das Jahr 2057. Grundlage des gesamten Staatswesens ist die “Methode” geworden: Eine Gesundheitsdiktatur. Alles wird kontrolliert. Der Staat zwingt seine Bürger zu radikalster Vorsorge, verlangt die Abgabe von Schlaf- und Ernährungsberichten und behandelt selbst das Rauchen einer Zigarette als Delikt. Darf man, muss man dagegen Widerstand leisten?

      “Zwei Sicherheitswärter in grauen Uniformen haben sie hereingebracht, sich in aller Höflichkeit für die Unannehmlichkeiten entschuldigt und beim Verlassen des Raums leise die Tür geschlossen.
      Jetzt sitzt Mia mit nacktem Oberkörper und leerem Blick im Untersuchungsstuhl. Von Handgelenken, Rücken und Schläfen hängen Kabel. Ihre Herztöne, das Rauschen des Bluts in den Adern, die elektrischen Impulse der Synapsen sind zu hören – ein Orchester von Wahnsinnigen, das die Instrumente stimmt. Der Amtsarzt ist ein gutmütiger Herr mit gepflegten Fingernägeln. Er streicht Mia mit einem Scanner über den Oberarm, als wäre sie eine Bohnendose auf dem Kassenband im Supermarkt.”

      Wie hehre ökologische und gesundheitspolitische Ziele sich verselbstständigen können und ins Brutale abgleiten, wie aus einem Vorsorge- ein Entmündigungsstaat wird, und wie bei wachen Menschen wie Mia sich Widerstand regt gegen dieses System, davon erzählt Juli Zeh in ihrer messerscharf gedachten, zwingend konstruierten und höchst beunruhigenden Novelle. Ein sehr nachdenklich machendes, also zeitgemäßes Buch!

      Wer hinter einem geifernden A… wie Sebastian Frankenberger herläuft, was soll man da sagen?

      Als Bayer und (Raucher) war ich nicht abstimmen.

      Im übrigen: viele grosse Literaten hatten mehrere ‘Laster’– Sartre, Hemingway…

      Gesundheitsapostel schreiben Gesundheitsbücher und Fitnessratgeber.
      Danke für solche “Erkenntnisse”!
      Das braucht die Welt!

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:30 - Permalink

        für alle Bayernhasser hier:

        1) wer hier überproportional ‘pro’ abgestimmt hat, sind mE hauptsächlich Zuagroaste–Papierbayern.

        Und: Nachrechnen: 20% der Wahlberechtigten

        Und: Fanatiker lassen sich besser mobilisieren.

      • rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 19:38 - Permalink

        Da das zur Entscheidung vorliegende Gesetz verfassungswidrig ist, war es sicher richtig, nicht zur Abstimmung hinzugehen.

        • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 15:43 - Permalink

          Grundgesetz, die Gundrechte Artikel 2:

          (1) Jeder hat das Recht auf die freie Entfaltung seiner Persönlichkeit, soweit er nicht die Rechte anderer verletzt …

          (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich. …

          Nirgendwo steht gesetzlich festgeschrieben, daß ein Raucher das Recht für sich in Anspruch nehmen darf und kann, andere Menschen, die ihre Freiheit nutzen sich in einem Restaurant oder eine Kneipe aufzuhalten in ihrem Recht auf körperliche Unversehrtheit schädigen zu dürfen. Toleranz sieht anders aus, zumal auch noch mit dem Rauchverbot eine ganze Menge Freiräume völlig unangetastet bestehen, die die Belästigung anderer ausschließen helfen. Punkt.

      • goldman sachs schrieb am 5. Juli 2010 at 19:47 - Permalink

        @groo, der Entmündigungsstaat wird auf breiter Front kommen. Die Entmündigungsindustrie v.a. im Lebensmittelbereich ist ja schon lange am Wirken, man schaue sich nur dieses Diätunwesen an und diese verblödenden Fitnessratgeber.

        Es fehlt in Deutschland eine lebendige Kultur des Genießens, die ja überhaupt nichts mit Geld zu tun hat, im Gegenteil. Genießen heißt z.B. auch das Rauchen genießen, was eben bedeutet, nur einige wenige Rauchwaren pro Monat zu genießen. Genießen heißt frische Dinge essen, gutes Wasser trinken und wenig Wein. Was in Deutschland gerade läuft, bemerkt man an der schlechten Haut, dem zunehmenden Übergewicht, der schlechten Haltung, den müden Blicken, sogar bei Jugendlichen. Es sieht schlecht aus. Bei den Amerikanern ging es mit dem industriellen Fraß los und was man jetzt so sieht, ist nur noch schaurig.

    59. Stephan schrieb am 5. Juli 2010 at 19:20 - Permalink

      Ein Rauchverbot ist schön und gut. Die Realität (in Berlin) sieht leider ganz anders aus. In Clubs und Konzerten hält sich keine Sau an das Rauchverbot und die Veranstalter achten nicht darauf. Das Ordnungsamt kontrolliert wahrscheinlich auch gar nicht. Selbst die DJs rauchen. Bei Kneipen wird es wahrscheinlich ähnlich sein. Wenn man nach Hause kommt, heißt es erst mal duschen und Sachen waschen, damit der Nikotingestank weg ist. Da ist mir Berlin doch etwas zu liberal.

      Ich finde auch, dass das Rauchen an öffentlichen Plätzen und bei Veranstaltungen in Freien verboten werden sollte. Bei Bushaltestellen, im Freiluftkino und beim Public Viewing ist immer so ein “rücksichtsvoller” Raucher neben mir, der sich eine Zigarette anzündet.

      Also Jens, komm nach Berlin. Da kannste rauchen bist du tot umfällst.

      • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 20:13 - Permalink

        Jens, komm nach Berlin.

        Wie denn, als autofreier Raucher?

        • Stephan schrieb am 5. Juli 2010 at 20:32 - Permalink

          Mit einem Nikotinpflaster.

      • Jürgen schrieb am 6. Juli 2010 at 10:07 - Permalink

        Ich finde auch, dass das Rauchen an öffentlichen Plätzen und bei Veranstaltungen in Freien verboten werden sollte. Bei Bushaltestellen, im Freiluftkino und beim Public Viewing ist immer so ein “rücksichtsvoller” Raucher neben mir, der sich eine Zigarette anzündet.

        Dann lass gleich konsequent sein und auch schlechte Deos, Rasierwasser, Parfums, Schweißgeruch, Raumsprays, Alkohol- und Knoblauchfahnen, Hundekot, öffentliche Toiletten, Verbrennungsmotoren, Hefefabriken und tausend andere Dinge verbieten welche für den ein oder anderen eine Geruchsbelästigung darstellen.

    60. Gideon schrieb am 5. Juli 2010 at 19:26 - Permalink

      also wer jetzt schreit: “als nächstes wird alkohol verboten.” Der hat nix kapiert. Das Rauchen wirde verboten, weil es halt alle in dem Raum schädigt, vor allem auch das Personal. Wenn ich einen Schnaps drinke zwinge ich nicht alle im Raum dazu auch paar Tropfen zu trinken.

      Ich habe kein Problem mit reinen Raucherkneipen aber ich habe wirklich auch kein Problem damit wenn diese nicht existieren.

      Dann gehen Raucher halt 5min raus, rauchen da eine, vielleicht finden sie eine/n nette/netten Gespärchspartner/in, der/die das gleiche Leiden hat und schon sind alle happy.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:34 - Permalink

        ja, da ist was dran.

        Leider kann ich bei Rauchverbot die Fundamentalisten= fanatische Nichtraucher und sonstiges Gschwerrl nicht mehr so leicht erkennen wie bisher.

    61. Beanprovider schrieb am 5. Juli 2010 at 19:32 - Permalink

      Was für ein schwacher Artikel, sorry. Der wichtigste Punkt wurde völlig übersehen – was ist mit dem Arbeitsschutz? Hat nicht die Kellnerin ein Anrecht auf SAUBERE Luft am Arbeitsplatz?

      bp.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:35 - Permalink

        Erbsenzähler,
        kannst vor lauter Schaum vorm Mund nicht mehr erkennen, dass das zig-mal abgehandelt wurde!

      • Dierk schrieb am 5. Juli 2010 at 19:43 - Permalink

        Natürlich nicht! Die Freiheit der geknechteten Arbeiterschaft endet an meinem Glimmstängel! Wo kämen wir denn hin … Mein Egoismus ist wertvoller als der irgendeiner unterbezahlten Bierglasschwenkerin!

        PS: Da wir in Toitschland und unter Nafatikern sind, muss ich leider den Warnaufdruck ‘Dieses Posting kann Satire enthalten’ anhängen.

        PPS: Bisher wird niemandem das Rauchen verboten, solange andere dadurch nicht gefährdet oder belästigt werden, ist überhaupt nichts dagegen einzuwenden. Ich verfechte schon lange die Freigabe so ziemlich aller im Betäubungsmittelgesetz gelisteten Substanzen – Einschränkungen wie nicht an Kinder oder Abgabe über lizensierte Ärzte und Apotheken eingeschlossen.

    62. Sukram71 schrieb am 5. Juli 2010 at 19:36 - Permalink

      Als ich im Radio das Ergebnis des Volksentscheids zum Rauchen in Bayern gehört habe, wusste ich, dass der Beitrag vom Spiegelfechter dazu schon in Arbeit sein muss. Ich wollte schon fragen, wenn der endlich fertig ist. :)

      Was sagen denn jetzt die rauchenden Volksabstimmungs-Beführworter?

      Da gibt es gar nix zu diskutieren:
      Das ist alles genau so, wie es im Radio ständig wiederholt wird:
      Der eindeutige Bürgerwille ist ein striktes völliges Rauchverbot. ;)
      Das ist gelebte Demokratie.

      Das Rauchen gehört verboten. (Außer für Helmut Schmidt.)
      Stattdessen soll man lieber CoffeShops wie in Holland einrichten.
      Dort riecht es 100 mal besser, als in jeder kölner Raucherkneipe.

    63. se1f schrieb am 5. Juli 2010 at 19:39 - Permalink

      Es tut mir leid, ich bin eigentlich auch sehr liberal. Trotzdem kann ich die Argumente nur schwerlich nachvollziehen.

      Zuerst einmal ist es nicht vollkommen belanglos, ob sich der Raucher selber schädigt, weil er ob er will oder nicht in Deutschland krankenversichert sein muss. Ergo muss die Allgemeinheit für seine gesundheitlichen Schäden haften.

      Zweitens ist es auch nicht in Ordnung, wenn er mit seiner Sucht Dritte schädigt und das nicht zu knapp. Warum sollte der rauchende Gast mehr wert sein als der nicht-rauchende? Hat mal wer den Wirt oder die Bedienung gefragt, ob sie sich täglich stunden lang den Krebs reinziehen möchten? Wahrscheinlich nicht.

      Mir ist durchaus bewusst, das mit den Argumenten noch so einiges verboten werden müsste. Allen voran Alkohol, Coffein, Gummibären und vieles mehr. Ich finde es schade, dass man in Deutschland in so vielen Bereichen nicht konsequent ist. Entweder verbietet man alles oder man legalisiert alles. Mir wäre letzteres lieber, aber nur unter der Voraussetzung, dass jeder eine “Gefahrenzulage” bei seiner Krankenversicherung abschließen muss und er seinen Konsum auf daheim beschränkt, wenn er damit Dritte schädigt.

      In sofern ist ein absolutes Rauchverbot außerhalb der eigenen vier Wände für mich absolut begrüßenswert.

      • titus schrieb am 5. Juli 2010 at 19:51 - Permalink

        aber nur unter der Voraussetzung, dass jeder eine “Gefahrenzulage” bei seiner Krankenversicherung abschließen muss

        genau…
        aber moment mal…
        wer zahlt eigentlich für die ganzen hirnies, die beim public viewing mit 35 grad reihenweise umkippen…?

        hach, ich rauche gerne, paffe auch gerne meine mitbürger voll…
        jetzt sogar noch mit freude und innerer genugtuung, bei soviel ökofaschisten…

        • Salva schrieb am 6. Juli 2010 at 09:22 - Permalink

          Irgendwie hab ich nicht das Gefühl dass sich hier sonderlich viele Nichtraucherradikale sammeln, dafür aber basht gerade die Raucherpartei hier munter vor sich hin. Ist ja auch ihr Artikel…

          Trotzig wie kleine Kinder beschweren sich hier wohl so manche, die gar nicht aus Bayern stammen! Aber dem eigenen Wohlbefinden gefährliches Gedankengut gehöhrt angefeindet, sobald es sich zeigt. Da wird auch gern der “Ökofaschist” und die Nazikeule hervorgeholt, drunter gehts nimmer.

          Wäre die öffentliche Meinung so wie hier allenthalben durchschimmert, dann frag ich mich doch wie es beim Volksentscheid hat möglich sein können, dass die Bajuwaren das Rauchverbot so verschärfen wollten ? Um mich herum sitzen überall welche, Franken und Bayern, die dafür stimmten. Und die sind weder zugezogen noch Grünen-Wähler oder sonstwas. Also hat sich ein Volkswille entsprechend geäußert, und schon fühlt sich jeder Raucher in seiner Existenz und seinen gefühlten Grundrechten beschnitten? Bitte klagt dann ganz schnell vor’m BVG oder stellt einen Kontra-Volksentscheid auf die Beine. Aber hier ist der Spiegelfechter gerade zum Stammtisch verkommen, Schade.

      • goldman sachs schrieb am 5. Juli 2010 at 20:02 - Permalink

        @se1f

        Ich finde es schade, dass man in Deutschland in so vielen Bereichen nicht konsequent ist. Entweder verbietet man alles oder man legalisiert alles.

        Deutschland muß dahin kommen, möglichst vieles zu legalisieren. Die Menschen können die Dinge selbst regeln. Damit das funktioniert, muß ein eine neue Kultur der Freiheit entstehen. Wenn es jemand nicht passt, dass jemand in einem Lokal raucht, dann soll er es eben offen zum Ausdruck bringen, aber so, dass eine echte Debatte entsteht. Nur so können sich Sachen selber regeln.

        Wenn einem in Deutschland das Essen in einem Lokal nicht schmeckt und man das laut und vernehmlich zur Sprache bringt, ducken sich die anwesenden Gäste irgendwie peinlich berührt. Der Kellner fragt routiniert diesen schrecklichen Spruch “Hats geschmeckt” und die Gäste lügen wie Roboter “Es war gut”. Wie soll da der Koch mitbekommen, daß er schlecht kocht? Die Deutschen haben zwar Meinungs- und Redefreiheit, aber sie nutzen sie nicht, sie scheuen Konflikte, sie nehmen Widerspruch sofort persönlich, es ist halt ein Laden mit lauter autoritären Charakteren, zumeist verklemmt bis zum Abwinken. Dieses Land muß dringend durchlüftet werden, mal ganz im ernst!

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:15 - Permalink

        Mir wäre letzteres lieber, aber nur unter der Voraussetzung, dass jeder eine “Gefahrenzulage” bei seiner Krankenversicherung abschließen muss und er seinen Konsum auf daheim beschränkt, wenn er damit Dritte schädigt.

        Ich würde sagen: Klassisches Eigentor.

        Anders als Raucher, belasten Sportler die Versicherungen massiv – vor allem Skifahren wäre hier zu nennen. Ich zahle als Raucher, der sich leider seit Jahren keinen Skiurlaub mehr leisten konnte, aber gerne die Mehrkosten meiner Sport treibenden Mitmenschen mit. Bin ja tolerant ;-)

        • se1f schrieb am 6. Juli 2010 at 00:10 - Permalink

          Die Sportler sind von der Zusatzversicherung mit Sicherheit nicht ausgenommen.

          Ich finde, man sollte ein allgemeines Paket schnüren mit Leistungen, die übernommen werden. Für alle selbstverschuldeten gesundheitsgefährdende Dinge sollte eine Zusatzversicherung nötig werden.

          Der Hauptpunkt beim Rauchverbot ist aber nicht die Versicherungssache, sondern dass ein Nichtraucher ohne Rauch durchs Leben gehen können sollten. Sie beschweren, wenn ich Ihnen sobald sie vor die Tür gehen Asbest unter die Nase halten würde.

        • Xenocrates schrieb am 6. Juli 2010 at 09:45 - Permalink

          Anders als Raucher, belasten Sportler die Versicherungen massiv – vor allem Skifahren wäre hier zu nennen.

          Ein zwar populäres, aber falsches Argument. Quantitativ spielen Sportunfälle bei den Ausgaben kaum keine Rolle. Eine andere Rechnung: Wenn alle Übergewichtigen Deutschlands ihr Gewicht um 10 Kilo im Durchschnitt reduzieren würden, fiele das Diabetes-Risiko um 50%, was wiederum gleichbedeutend mit 27 Mrd. EUR jährlicher Ersparnis in der Krankenversicherung wäre. Schon überlegenswert, oder? Da kann man die paar Sportunfälle locker verkraften.

      • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 20:23 - Permalink

        Es tut mir leid, ich bin eigentlich auch sehr liberal. Trotzdem kann ich die Argumente nur schwerlich nachvollziehen.

        Offensichtlich bist du nämlich nicht liberal oder verstehst den Begriff falsch ;)

        Zuerst einmal ist es nicht vollkommen belanglos, ob sich der Raucher selber schädigt, weil er ob er will oder nicht in Deutschland krankenversichert sein muss. Ergo muss die Allgemeinheit für seine gesundheitlichen Schäden haften.

        Na, da muss ich Sie leider auf Folgendes verweisen:
        http://www.welt.de/gesundheit/article1923065/Dicke_und_Raucher_sind_auf_lange_Sicht_billiger.html

        Das heißt: Die Allgemeinheit muss dem Raucher eine Entschädigung zahlen oder von Nichtrauchern höhere Krankenkassenbeiträge anfordern! (Wenn wir schon bei so einem Ton angelangt sind)

        „

        Zweitens ist es auch nicht in Ordnung, wenn er mit seiner Sucht Dritte schädigt und das nicht zu knapp. „

        Also Sie sollten vielelicht auf Ihre Sprache aufpassen, dann erkennt man einen militanten Antiraucher nicht sofort:
        1. Das Rauchen kann süchtig machen, macht es aber meistens nicht.
        2. Die Schädigungen durch Passivrauchen sind wissenschaftlich höchst umstritten und immer noch leider nicht bewiesen. Ob das auch der antirauchende Mob versteht ´, ist fraglich. Meistens wollen und können Vertreter dieser Gruppe nichts verstehen.

        Warum sollte der rauchende Gast mehr wert sein als der nicht-rauchende?#

        Ganz einfach: weil der rauchende Gast in bestimmten Gastronomieobjekten mehr Geld lässt.

        Hat mal wer den Wirt oder die Bedienung gefragt, ob sie sich täglich stunden lang den Krebs reinziehen möchten?

        Ja, ja das alte mär über Krebs durch Passivrauchen.

        • se1f schrieb am 6. Juli 2010 at 00:25 - Permalink

          Als Mediziner im Studium kann ich Ihnen versichern, dass Rauchen wie auch passiv Rauchen höchst ungesund ist.

          Krebs ist nur eine der vielen negativen Folgen: –> passiv rauchen
          http://www.krebsinformationsdienst.de/themen/risiken/rauchen-und-passivrauchen.php

          Dass Raucher und adipöse Menschen auf Dauer gesehen das Gesundheitssystem weniger belasten als gesunde Schlanke, ist mir wirklich neu. Gibt es dazu vielleicht noch ein paar andere Quellen?
          Bei Google konnte ich auf die Schnelle nur gegenteilige Reports lesen.

          Ich halte es für recht schwer dort genaue Zahlen zu berechnen. Tabakrauch enthält meines Wissens an die 600 verschiedene Gifte die alle in unterschiedlicher Weise in tausende von Krankheiten mit einspielen. Da genau zu differenzieren, was zum Ausbruch der Krankheit geführt hat, ist schier unmöglich. z.B: Wenn man wegen eines Schnupfens zum Arzt geht, kann der mitverursacht sein durchs Rauchen und die geschwächte Immunabwehr. Andererseits hätten die Bakterien vielleicht auch einen Gesunden krank gemacht. Man kann es nicht wissen. Trotzdem kann man durch Experimente mit den vorhanden Giften ganz klar belegen, dass sie pathogen bzw. kanzerogen sind.

          Die Gaststätte ist ein öffentliches Objekt. Demzufolge hat jeder Kunde die selben Rechte und jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit. Ich will ihnen das Rauchen ja gar nicht ausreden. Wenn Sie eine Raucherparty bei sich Daheim veranstalten möchten, dann können Sie das gerne tun. Rauchen soll ja für manchen Leuten auch ein Genussmittel sein.

          • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 09:24 - Permalink

            Auch da wird wieder eine Studie zitiert, die nicht den wissenschaftlichen Anforderungen genügt:

            http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen?page=all

          • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 09:25 - Permalink

            Vielen Dank für diesen Beitrag. Einer der Wenigen hier, die nicht komplett emotionsgeladen runter geschrieben wurde – egal ob pro oder contra Rauchen.

          • Mikls schrieb am 6. Juli 2010 at 18:29 - Permalink

            Als ein diplomierter Mathematiker, der sich auf Risikominimierung spezialisierte, kann ich Ihnen versichern, dass vom Passivrauchen aufgrund der heutigen Studienlage höchstwahrscheinlich keiner gestorben ist. Dazu brauchen Sie auf solche Begriffe wie „statistisch signifikant“ und „statistisch insignifikant“ beim Lesen der Studien aufpassen. Wenn Sie noch alle Studien ausschließen, deren Autoren bewiesenermaßen Gelder von Nikotinentwöhnungsmittelproduzenten bekommen haben, dann wird die Sache noch eindeutiger. Sollte man die Studien der „Kämpfern für eine raucherfreie Welt“ nicht berücksichtigen, dann frage ich mich, wie gefährlich ist das Rauchen selbst?! Gefährlich – klar, aber wie?!
            Dementsprechend brauchen sie hier den DKFZ nicht aufzuführen, insbesondere sollten Sie vielleicht keinem „Report“ des Öffentlichkeitsarbeitszentrums der WHO-Abteilung zur Tabakbekämpfung am DKFZ viel zu viel Glauben schenken. Mir fehlen bei diese „besonderes qualitative“ Arbeit einiges auf, vor allem die Begriffe wie: „statistisch nicht signifikant“ und „wissenschaftlich beweisbar“. Dazu fehlen mir die Konfidenzintervalle und die zugehörige Wahrscheinlichkeit.
            >

            Dass Raucher und adipöse Menschen auf Dauer gesehen das Gesundheitssystem weniger >belasten als gesunde Schlanke, ist mir wirklich neu. Gibt es dazu vielleicht noch ein paar >andere Quellen?

            Mir ist es schon seit 2 Jahren nicht neu. Dem DKFZ sind diese Zahlen übrigens immer noch „nicht bekannt“

            >Tabakrauch enthält meines Wissens an die 600 verschiedene Gifte die alle in >unterschiedlicher Weise in tausende von Krankheiten mit einspielen.“

            Welche Stoffe, mit welcher Wahrscheinlichkeit? Wer hat die Studien, die das beweisen durchgeführt und bezahlt?

            >Da genau zu differenzieren, was zum Ausbruch der Krankheit geführt hat, ist schier >unmöglich.

            Das ist klar.

            >Trotzdem kann man durch Experimente mit den vorhanden Giften ganz klar belegen, dass >sie pathogen bzw. kanzerogen sind.

            „Kann man“ oder hat man bewiesen?
            Nebenbei eine Frage: ich kenne den Beweis, dass bei Ratten das Passivrauchen tatsächlich Lungenkrebs ausgelöst hat(wie lassen dabei außer Acht, dass die Bedingungen, bei denen der Versuch durchgeführt wurde, dermaßen „realistisch“ waren, dass ich mich wundere, warum die Ratten nicht erstickt haben). Ich kenne auch das Experiment, bei dem das Passivrauchen keinen Lungenkrebs bei einer anderen Art von Kleintieren auslöst. Wäre daraus die Folgerung: “eindeutigerweise erzeugt das Passivrauchen den Lungenkrebs” richtig?

            >Die Gaststätte ist ein öffentliches Objekt. Demzufolge hat jeder Kunde dieselben Rechte und >jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit.

            Dem Spruch kann ich nur insoweit zustimmen, dass man in einer Kneipe immer gefährdet ist. Sei es durch „Passivrauch“ oder durch „Küchengiftstoffe“ oder „Innenraumgiftstoffe“. Also ist die Aussage hier wohl falsch.
            Sie können nur verlangen, dass die Giftstoffkonzentration in einer Kneipe einen bestimmten Wert nicht überschreiten darf. Das ideologisch und pseudowissenschaftlich geprägte Theorem über „Nullmolekülgefährdung“ kann man ruhig den Pseudowissenschaftlern überlassen. Allerdings ist da die Frage, ob Sie etwas verlangen können oder nicht! Da Sie als Kunde zuerst Mal dem Wirt passen müssen! Passen Sie ihm nicht, so muss er Sie nicht bedienen. Schade, aber wahr! Wir haben hier keine Zwangswirtschaft, oder besser gesagt: wir hatten hier keine Zwangswirtschaft, bis einige Personen sich als Kundenstamm dem Wirt aufgezwungen haben.

          • Mikls schrieb am 6. Juli 2010 at 18:35 - Permalink

            Als ein diplomierter Mathematiker, der sich auf Risikominimierung spezialisierte, kann ich Ihnen versichern, dass vom Passivrauchen aufgrund der heutigen Studienlage höchstwahrscheinlich keiner gestorben ist. Dazu brauchen Sie nur bei Studien auf solche Begriffe wie „statistisch signifikant“ und „statistisch insignifikant“ beim Lesen der Studien aufpassen. Wenn Sie noch alle Studien ausschließen, deren Autoren bewiesenermaßen Gelder von Nikotinentwöhnungsmittelproduzenten bekommen haben, dann wird die Sache noch eindeutiger. Sollte man die Studien der „Kämpfern für eine raucherfreie Welt“ nicht berücksichtigen, dann frage ich mich, wie gefährlich ist das Rauchen selbst?! Gefährlich – klar, aber wie?!
            Dementsprechend brauchen sie hier den DKFZ nicht aufzuführen, insbesondere sollten Sie vielleicht keinem „Report“ des Öffentlichkeitsarbeitszentrums der WHO-Abteilung zur Tabakbekämpfung am DKFZ viel zu viel Glauben schenken. Mir fehlen bei diese „besonderes qualitative“ Arbeit einiges auf, vor allem die Begriffe wie: „statistisch nicht signifikant“ und „wissenschaftlich beweisbar“. Dazu fehlen mir die Konfidenzintervalle und die zugehörige Wahrscheinlichkeit.

            Dass Raucher und adipöse Menschen auf Dauer gesehen das Gesundheitssystem weniger belasten als gesunde Schlanke, ist mir wirklich neu. Gibt es dazu vielleicht noch ein paar andere Quellen?

            Mir ist es schon seit 2 Jahren nicht neu. Dem DKFZ sind diese Zahlen übrigens immer noch „nicht bekannt“:

            Tabakrauch enthält meines Wissens an die 600 verschiedene Gifte die alle in unterschiedlicher Weise in tausende von Krankheiten mit einspielen.“

            Welche Stoffe, mit welcher Wahrscheinlichkeit? Wer hat die Studien, die das beweisen durchgeführt und bezahlt?

            Da genau zu differenzieren, was zum Ausbruch der Krankheit geführt hat, ist schier unmöglich.

            Das ist klar.

            Trotzdem kann man durch Experimente mit den vorhanden Giften ganz klar belegen, dass sie pathogen bzw. kanzerogen sind.

            „Kann man“ oder hat man bewiesen?
            Nebenbei eine Frage: ich kenne den Beweis, dass bei Ratten das Passivrauchen tatsächlich Lungenkrebs ausgelöst hat(wie lassen dabei außer Acht, dass die Bedingungen, bei denen der Versuch durchgeführt wurde dermaßen „realistisch“ waren, dass ich mich wundere, warum die Ratten nicht erstickt haben). Ich kenne auch das Experiment, bei dem das Passivrauchen keinen Lungenkrebs bei einer anderen Art von Kleintieren auslöst. Darf man bei diesen beiden Fakten sagen: Bewiesenermassen erzeugt das Passivrauchen den Lunegnkrebs?

            Die Gaststätte ist ein öffentliches Objekt. Demzufolge hat jeder Kunde dieselben Rechte und jeder hat ein Recht auf körperliche Unversehrtheit.

            Dem Spruch kann ich nur insoweit zustimmen, dass man in einer Kneipe immer gefährdet ist. Sei es durch „Passivrauch“ oder durch „Küchengiftstoffe“ oder „Innenraumgiftstoffe“. Also ist die Aussage so hier wohl falsch.
            Sie können nur verlangen, dass die Giftstoffkonzentration in einer Kneipe einen bestimmten Wert nicht überschreiten darf. Das ideologisch und pseudowissenschaftlich geprägte Theorem über „Nullmolekülgefährdung“ kann man ruhig den Pseudowissenschaftlern überlassen. Allerdings auch da ist die Frage, ob Sie etwas verlangen können oder nicht! Da Sie als Kunde zuerst Mal dem Wirt passen müssen! Passen Sie ihm nicht, so muss er Sie nicht bedienen. Schade, aber wahr! Wir haben hier keine Zwangswirtschaft, oder besser gesagt: wir hatten hier keine Zwangswirtschaft, bis einige Personen sich als Kundenstamm dem Wirt aufgezwungen haben.

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 10:20 - Permalink

        Was ein Eigentor. Raucher sind für Krankenkassen günstiger als Gesundheitsfreaks. Die größten Kosten werden von alten Menschen mit alterstypischen Krankheiten verursacht. Vor dieser Zeit unterscheiden sich die Kosten für Raucher und Nichtraucher kaum. Allerdings sterben Raucher früher und überspringen damit den teuersten Part. Davon abgesehen zahlt jeder Raucher bereits mehr in die Krankenkasse ein, über die Tabaksteuer. Das Raucher das Krankenkassensystem höher belasten als Nichtraucher ist leider eine weit verbreitete Legende.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:36 - Permalink

          Siehst du mal, inwieweit Passivrauchen die Unterschiede zwischenden Gruppen schon verwischt hat.

          Auch sterben Raucher leider nicht so früh, daß sie vor dem Ableben gar nicht krank werden.

          Eine solche Argumentation spricht aber auch für das Rasen auf der Strasse. Man zahlt ja Ökosteuer, und belastet durch eine höherer Sterblichkeit, egal ob es die eigene oder die anderer ist, die Krankenkasse weniger.

          Jede Logik, die darauf aufbaut, daß Raucher ja am Ende das System günstiger kommen, lenkt zu sehr vom Kern ab, daß andere gerne selbst entscheiden würden, wie lange und wie gesund sie leben,.

          • Thomas schrieb am 7. Juli 2010 at 12:13 - Permalink

            Es wurde angeführt, dass Raucher das Gesundheitssystem übermäßig belasten würden. Darauf habe ich geantwortet. Ich weiss nicht was mir Deine Antwort jetzt sagen soll.

    64. foo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:42 - Permalink

      Sorry, aber das ist der mit Abstand dümmste Text, den ich auf diesem Blog gelesen habe. Wurde der Text von der Tabbakindustrie unterstützt?

      Seit jeher ist unsere Gesellschaft daran interessiert Gefahren zu minimieren. Deswegen leisten wir uns viele Regeln in Form von Gesetzen und Institutionen, die deren Einhaltung prüfen und Gesetze erweitern. Dass es da stetige Veränderungen gibt, ist natürlich dem technischen und gesellschaftlichen Fortschritt zu verdanken. Ohne diesen Fortschritt würden wir heute wohl noch immer in Asbest-Häusern wohnen und andere schädliche Stoffe um uns herum dulden.

      Und nun gerät eine weitere “Errungenschaft” in Verruf: der Glimmstengel. Im Text wird sorgfältig ausgeblendet, dass dieses “Genussmittel” den mit Abstand gefährlichsten Cocktail an Stoffen enthält, den einige Menschen bereit sind einzuatmen. Aber auch beim Einatmen bleibt es nicht. Die Anwendung hat zur Folge, dass auch andere Menschen von ihr betroffen sind. Es ist schon blanker Zynismus, wenn Fettleibigkeit oder Alkoholgenuss gleichgesetzt werden. Diese Lebensweisen tun sich Menschen jedoch selbst an und die Rückwirkungen sind anderer, wenig gefährlicherer Natur; man kann sich ihnen leichter entziehen.

      Ich bin natürlich dagegen Lebensweisen immer stärker zu reglementieren. Und der Kampf gegen zB. Fettleibigkeit und den Alkoholismus wird auch nicht nur mit Gesetzen bestritten. Aber beim Glimmstengel sehe ich eindeutig handlungsbedarf. Hier gilt es eine Kultur zu überwinden, die auf falschen Versprechen und Unwissenheit beruht. Niemand raucht doch mehr den unbehandelten Tabbak unserer Vorfahren. Und niemand will mehr in einem Asbest-Haus wohnen oder seine Mitmenschen einer solchen Umgebung aussetzen. Dieses ganze Gerede von Kultur, Genuss und Freiheit ist nüchtern betrachtet eine Fassade – aufgebaut von Süchtigen und den Industrien, die davon profitieren. Und nun rütteln die Leidtragen fest an dieser Fassade…

      Ich finde, dass übersehen wird, dass hier ein gesellschaftlicher Konsens neu justiert wird. Sicher sind Gesetze nie perfekt. Aber man kann sie mit der Zeit perfektionieren. Es muss Freiräume auch im öffentlichen Raum für Raucher geben – zumindest solange, bis Raucher von sich aus rigeros auf ihre Umwelt (Mitmenschen) achten.

      • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 20:07 - Permalink

        Wurde der Text von der Tabbakindustrie unterstützt?

        Jens jammert ja schon lange über wachsende Leere im Budget…

        ..Gefahren zu minimieren. Deswegen leisten wir uns viele Regeln in Form von Gesetzen und Institutionen, die deren Einhaltung prüfen und Gesetze erweitern.

        So ganz selbstlos, die gesamte Bürokratur, nicht wahr?

        Im Text wird sorgfältig ausgeblendet, dass dieses “Genussmittel” den mit Abstand gefährlichsten Cocktail an Stoffen enthält, den einige Menschen bereit sind einzuatmen.

        Bei Autoabgasen sind wir zwar nicht bereit, dafür jedoch gezwungen, die Schadsubstanzen – ständig – einzuatmen. **Freu mich auf den nächsten Volksentscheid!**

        Es ist schon blanker Zynismus, wenn Fettleibigkeit oder Alkoholgenuss gleichgesetzt werden.

        Schon mal neben einem 140-kg-Schwergewicht im Fliegersessel der Holzklasse nach Luft gerungen? Oder von einem Besoffenen den Ermenegildo-Zegna-Anzug angek***t gekriegt?

        • foo schrieb am 5. Juli 2010 at 20:52 - Permalink

          So ganz selbstlos, die gesamte Bürokratur, nicht wahr?

          Sicher nicht. Aber das liegt in der Natur des Systems und wird immer wieder optimiert. Perfektion ist kaum möglich, da wo Menschen arbeiten.

          Bei Autoabgasen sind wir zwar nicht bereit, dafür jedoch gezwungen, die Schadsubstanzen – ständig – einzuatmen. **Freu mich auf den nächsten Volksentscheid!**

          Ich besitze kein Auto und würde mich freuen, wenn wir auch das Problem der fossilen Kraftstoffe lösen können. Aber leider gibts derzeit wenig Alternativen zum fossilen Kraftstoff und die Mobilität ist gesellschaftlich enorm wichtig. Wäre Mobilität nicht wichtig oder hätten wir ausreichend Alternativen, würden wir auch die fossilen Kraftstoffe verbannen. Rauchen ist unwichtig und vermeidbar. Fossile Kraftstoffe werden es hoffentlich auch schnell.

          Schon mal neben einem 140-kg-Schwergewicht im Fliegersessel der Holzklasse nach Luft gerungen? Oder von einem Besoffenen den Ermenegildo-Zegna-Anzug angek***t gekriegt?

          Nein, aber für ihre schlechten Erfahrungen bedarf es keinem Gesetz oder gesellschaftlichen Konsens. Immerhin hätten Sie sich bei ihrer Fluglinie beschweren können. Oder sie beschweren sich bei Ihrem Chef, der ihnen zuwenig zahlt, sodass Sie sich die Business Class nicht leisten können. Und der Betrunkene wird doch sicher den Anzug ersetzen müssen.

      • Degnaphta schrieb am 6. Juli 2010 at 11:05 - Permalink

        Dieses ganze Gerede von Kultur, Genuss und Freiheit ist nüchtern betrachtet eine Fassade – aufgebaut von Süchtigen und den Industrien, die davon profitieren. Und nun rütteln die Leidtragen fest an dieser Fassade…

        Ist dir diese ‘Umjustierung’, als die du diesen faschistoiden Übergriff wortmächtig verniedlichst, tatsächlich die Verletzung der religiösen Gefühle all derer wert, die dem heiligen Feuer des Lebens auf diese Art huldigen?
        Naja, an den Muselmanen konnte man ja schon den tatsächlichen Stellenwert der Religionsfreiheit in unserer Gesellschaft erkennen. Daß jetzt auch noch Raucher auf schlichte Umweltverschmutzung reduziert werden, wundert da wenig.

        Intoleranz, Unverständnis und unerbittlicher Härte sind sicherlich die geeignetsten Fundamentsteine für eine pluralistische Gesellschaft der Freien.

    65. rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 19:44 - Permalink

      Was sagen denn jetzt die rauchenden Volksabstimmungs-Befürworter?
      Ob rauchend oder nicht, werden sie entsetzt sein, daß hier ein verfassungswidriges Gesetz zur Abstimmung zugelassen wurde. Damit wird natürlich die Idee der direkten Demokratie beschädigt, und vielleicht ist genau dies auch ein Grund für die Kampagne.
      (siehe auch meinen eigenen Kommentar weiter oben)
      An die wirklich wichtigen Fragen lassen sie uns nicht ran. Den Staatshaushalt z.B., und die Steuern. Das Volk soll nur über Unsinn bestimmen.

      • rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 19:53 - Permalink

        Der Kommentar, auf den sich das Zitat (nur der erste Satz) bezog, ist leider weg.

    66. Dr. Richard A l b r e c h t schrieb am 5. Juli 2010 at 19:46 - Permalink

      @SpiegelFechter

      Wenn´s hier nun so tugendlich läuft – spendier´ ich Ihnen, Jens Berger, als der Renegat, der am 17. Dezember 1990 nachmittags seine letztbeiden van Nelle Selbstgedrehten rauchte und seitdem nicht mehr [rauchte], diese aktuelle Fortschreibung eines bekannten linksbayrischen Volkslieds, das bei YouTube hier zu hören & sehen ist –> http://www.youtube.com/watch?v=fZqeVnvnaAk … auch wenn dabei dem einen oder der anderen hier das Hören & Sehen vergehn´ mag;-)

      „Jetzt moachens d´Wiesen raucherfrei
      Dank Ödipiselei
      Joamei, dös iss uns einerlei
      Zu´n Wiesn g´hörts die Rauferei …

      Woas haottmer?
      ´n Volksentschei´ hoattmer …

      Wir haom die größten Volkskanonen
      Wo jetzt in Bajuwarien wohnen …“

      Wem´s zu derb klingt – möge sich mit Cristina Peri Rossi´s feinsinnigem Essay „Cuando fumar era un placer“ (2003, deutsch „Die Zigarette. Leben mit einer verführerischen Geliebten“, Berenberg ²2004, 168 p.) intellektuell an diesem Vorspiel zu einer Kulturgeschichte des Rauch(ens)s vergnügen…

      Richard Albrecht
      5. Juni 2010

    67. Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 19:47 - Permalink

      nochmal Juli Zeh:

      Sie werden weiterhin trinken, rauchen, reiten?

      Ja, rauchen muss man ja inzwischen echt aus politischen Gründen.

      http://www.stern.de/kultur/buecher/interview-mit-juli-zeh-plaedoyer-gegen-die-fitness-diktatur-658572-print.html

      Ich mag die Frau.

    68. janfrie schrieb am 5. Juli 2010 at 19:48 - Permalink

      Ja, bin ganz deiner Meinung, Spiegelfechter!
      Die plöden Moraltotalitaristen mit der Milliardenschweren Nichtraucherlobby im Rücken haben uns, der geknechteten Minderheit der Raucher, wieder ihre Vorstellung von Gesundheitswahn aufgedrückt, indem sie uns einfach des Rechtes beraubt haben, ihner Gesundheit rücksichtslos zu schaden!

      Dabei wissen wir doch (laut einer Studie der gemeinnützigen und nicht profitorientierten Marlboro e.V.), dass wir die guten, die Genussmenschen sind, denen Selbstverstümmelung und Körperverletzung, pardon, Freiheit und Abenteuer noch etwas bedeuten! Uns unabhängigen Freigeistern, die wir abends nach getaner Arbeit schonmal einen Ausritt in die Rocky Mountains machen, um in unschuldiger Einsamkeit einen Glimmstängel zu genießen, können diese pickligen, genussfeindlichen Kellerkinder doch nicht einfach vorschreiben, was wir zu tun haben, und das auch noch demokratisch!

      Ja, ich habe mir meine Meinung geBILDet!

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:16 - Permalink

        Och, die Pharma- und Medizinlobby verfügt schon über gewisse Summen. So ist es ja nun nicht.

        • janfrie schrieb am 5. Juli 2010 at 20:18 - Permalink

          Die Pharma- und Medizinlobby braucht kranke Menschen, keine Gesunden.

          • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:23 - Permalink

            Ganz genau und was ist da schlimmer, als ein 65Jähriger, der einen Herzinfarkt bekommt. Die meisten Raucher, die an den Folgen des Tabakkonsums sterben, sterben nicht an einem durchaus profitablen Lungenkrebs, sondern an Herz-/Kreislauferkrankungen, die – zumal wenn sie spontan auftreten – viel zu billig sind. Da ist der 85Jährige mit seinen multiplen Erkrankungen doch schon wesentlich profitabler. Warum sollte die Pharmaindustrie denn auch sonst die ganzen Anti-Raucher-Studien finanzieren?

            • Mikls schrieb am 5. Juli 2010 at 20:40 - Permalink

              Mit Vergnügen der Link, der diese Worte bestätigt:
              Link

            • janfrie schrieb am 5. Juli 2010 at 21:34 - Permalink

              Achso, die Pharmaindustrie macht das, weil Unternehmen ja bekanntlich so sehr für ihre langfristige und nachhaltige Geschäftsplanung bekannt sind! Stimmt ja, die Welt ist voll von geduldigen Aktionären, die alles für den langfristigen Geschäftserfolg ihres Unternehmens tun und dafür auch schonmal auf eine kurzfristige Steigerung der Quartalszahlen verzichten!

              Und die Raucher erst, wie heldenhaft! Sich selbst zu opfern für das Allgemeinwohl! Und weil’s doppelt gut für das Allgemeinwohl ist, wird der tolerante Nichtraucher, der in der Kneipe daneben sitzt, gleich noch mitgeopfert.

              Ja, jetzt verstehe ich, warum wir ein Recht auf Körperverletzung brauchen. Wer nicht zu Hause bleibt, muss eben damit rechnen. Aber die paar Spaßbremsen und Gesundheitsfanatiker, die für eine zünftige Schlägerei nicht zu haben sind, gehen ja sowieso eigentlich nicht vor die Tür. Von daher würde so ein Verbot ja auch total an der Realität vorbeigehen.

              Achja, habe ich schon erwähnt, dass alle die nicht meine Meinung teilen, Nazis sind?

    69. schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 19:53 - Permalink

      @self

      Zuerst einmal ist es nicht vollkommen belanglos, ob sich der Raucher selber schädigt, weil er ob er will oder nicht in Deutschland krankenversichert sein muss. Ergo muss die Allgemeinheit für seine gesundheitlichen Schäden haften.

      Holla – das ist aber ein dünnes Brett, auf das Du Dich da gerade begibst. Soll ich mal anfangen:

      - Zuviel Arbeit.
      - Zuviel Stress auf der Arbeit.
      - Kaugummikonsum (Aspartame)
      - Milchkonsum
      - Obstkonsum
      - Fischkonsum
      - Fettleibigkeit
      - Zuviel/zuwenig Sport
      - Sport falsch betrieben
      - Zuwenig Schlaf.
      - Zuviel Schlaf
      - Generell Ernährung
      - Zuwenig Wasserkonsum
      - Konsum von schädlichem Wasser
      - Alkoholkonsum
      die Liste kann ich endlos fortsetzen. Vieles ist schädlicher als sogar aktives Rauchen. Merke: Du bist bei weitem nicht so “aufgeklärt”, wie Du Dich fühlst und die Theorie speziell auf den höheren Volkswirtschaftlichen Schaden durch Raucher steht auf extrem wackeligen Füssen.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 20:00 - Permalink

        allerdings.

        nochmal Juli Zeh (die Frau ist nebenbei auch noch Juristin, und zwar eine gute)

        …
        ###
        Sie tun es nicht der Gemeinschaft der Krankenversicherten zuliebe, der Sie damit vielleicht die Kosten für die Krankheiten senken könnten, die möglicherweise aus Ihrem Nikotin-, Koffein- und Ethanol-Konsum entstehen?
        ###
        Ganz im Gegenteil. Reiten kann ja so was von gesundheitsschädlich sein. Neben Skifahren gehört das, glaube ich, zu den Sportarten, bei denen man überlegt, ob man dafür nicht Sonderkategorien bei den Versicherungen schaffen sollte.
        ###
        Das soll die Leute entlasten, die besser auf sich selbst achten. Was halten Sie von dieser Logik?
        ###
        Das ist überhaupt keine Logik, sondern ein fatales Missverständnis. Das Prinzip Versicherung basiert ja gerade auf dem Solidaritätsgedanken und der Idee des Ausgleichs. Wenn man einer Versicherung beitritt, aber der Meinung ist, nichts zahlen zu müssen für die Risiken, die andere Leute eingehen, hat man das Prinzip nicht verstanden. Gerade die Argumentation mit der Selbstgefährdung ist die größte Chimäre überhaupt. Wenn man damit anfängt, wird das zu einem völlig unbegrenzten Argument. Dann müsste man den Leuten verbieten, das Bett zu verlassen. Wobei ich gar nicht weiß, wie sicher statistisch der Aufenthalt im Bett ist. Das Betreten eines Badezimmers ist in der Hinsicht jedenfalls gefährlich. Wenn man mit Gerechtigkeitsargumenten das Risiko minimieren will, dann dürften wir alle nicht mehr duschen. Das ist nämlich gefährlicher als Skifahren. Diese ganze Überlegung ist doch absurd.

        • goldman sachs schrieb am 5. Juli 2010 at 20:11 - Permalink

          @Groo, dieses pharisäerhafte ist ganz tief in dieses Land eingefressen. Die Leute sind halt so gedrillt, ich bin gut, weil ich mich an die Regeln halte, die der Staat für alle aufgestellt hat, es muß die Schlechten geben, damit ich sie ausgrenzen kann, damit ich zu den Guten gehöre.

          Es war fast nicht zu glauben, daß Tausende mal riefen: “Wir sind das Volk”. Die Menschen können die meisten Sachen selber regeln, dazu müssen nur ein paar Dinge in den Hirnen passieren.

      • se1f schrieb am 5. Juli 2010 at 20:17 - Permalink

        Hast du meinen Post auch noch bis zum Schluss gelesen? Dort erwähne ich noch, dass mit dem Argument noch so einiges verboten werden müsste und wie man es vielleicht hinbekommt, dass beide Seiten zufrieden sind.

        • schwitzig schrieb am 5. Juli 2010 at 20:26 - Permalink

          @self

          Hast du meinen Post auch noch bis zum Schluss gelesen? Dort erwähne ich noch, dass mit dem Argument noch so einiges verboten werden müsste und wie man es vielleicht hinbekommt, dass beide Seiten zufrieden sind.

          Ja, aber dann kommst Du mit dem Stuss der “Gefahrenzulage” und Deiner Akzeptanz, dass es eben eine Verbots- und Dominanzwelt geben muss, wenn eine “Legalisierung” nicht möglich ist.
          Das ist weder konsequent,noch logisch, weshalb ich ausdrücklich die unhaltbare Behauptung der Solidargemeinschaft aufgenommen habe.

    70. Bernie schrieb am 5. Juli 2010 at 19:56 - Permalink

      Hallo lieber Spiegelfechter,
      danke für den Text – Ich seh’s ähnlich.

      Übrigens vor gar nicht so langer Zeit las ich ein interessantes Buch über “Die Tyrannei der Tugend: Calvin und die Reformation in Genf” von Volker Reinhardt.

      Einiges was dieser religiöse Taliban damals in Genf einführen wollte erinnert mich fatal an die neue Lustfeindlichkeit der neoliberalen “Eliten”. Ich empfehle das Buch daher einem weiten Lesekreis als lehrreiche Lektüre weiter.

      Ich las es als Ergänzung zum Film “Hexenwahn”, wo sogar “Tanzen” eine Form der Teufelsanbetung war.

      Wir sind ergo nicht weit vom Terror der Tugend Calvins entfernt, wenn man als Raucher vorgeschrieben bekommt wie tugendhaft man sich zu verhalten hat – Ich finde es übrigens immer wieder amüsant wenn unmoralische Menschen anderen Moral predigen wollen.

      Gruß
      Bernie

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:18 - Permalink

        danke für den Tipp – werde ich mal lesen

        • Bernie schrieb am 5. Juli 2010 at 20:37 - Permalink

          Hallo Spiegelfechter,
          gerne geschehen ;-)

          Übrigens ich habe nie geraucht, aber mir geht der von dir geschilderte “Moraltotalitarismus” schon lange auf den Wecker.

          Es scheint so, dass jeder den anderen bevormunden will?

          Übrigens, ich lebe in einem kleinen Dorf, und erlebe derzeit etwas ähnliches – beim Dorfgeschwätz über einen angeblich alkoholkranken, älteren Nachbarn, mit dem ich schon seit Jahren, mehr oder weniger, – über eine alte Familienfehde (is aber ein anderes Thema) – verfeindet bin.

          Dennoch stört mich das Dorf-Geschwätz, und ich beteilige mich nicht an Spekulationen über den Grad von dessen Alkoholsucht, da es eben dem sein Problem ist.

          Ähnlich sehe ich es mich Rauchern, die müssen von allein drauf kommen, und eine Einmischung schadet mehr als hilft, d.h. Verbote schrecken nicht ab, sondern beflügeln eher.

          Ist doch auch so bei den Jugendlichen die Alkopops trinken.

          Die Verbote reizen da eher, als dass die Abschrecken, und der Begriff “Moraltotalitarismus” trifft die Sache m.E. genau ins Schwarze.

          Gruß
          Bernie

          • Bernie schrieb am 5. Juli 2010 at 20:50 - Permalink

            Ergänzung zum Text von mir:

            Es geht noch schlimmer was Bevormundung angeht – Hier ein Beispiel: “Debatte um kostenlose Verhütung für Hartz-IV-Empfänger” – Quelle und kompletter Text: http://www.thueringer-allgemeine.de/startseite/detail/-/specific/Debatte-um-kostenlose-Verhuetung-fuer-Hartz-IV-Empfaenger-1222794575

            Gruß
            Bernie

          • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 16:04 - Permalink

            “Ähnlich sehe ich es mich Rauchern, die müssen von allein drauf kommen, und eine Einmischung schadet mehr als hilft,”

            Aha, und bis bei den Rauchern mal der Vernunftsgroschen gefallen ist, dürfen sie munter anderen weiterhin ihr Laster aufdrücken. Och gottchen, dieser arme Raucher, der kann einem schon leid tun.
            Warum schließen sich Raucher nicht so lange einfach in ihrer eigenen Wohnung zur “Klausur” ein? Da können sie mal so richtig mit ihrem Rauchopfer in sich gehen.

    71. politicus schrieb am 5. Juli 2010 at 19:57 - Permalink

      Ich hoffe blos das die selbsternannten Gesundheitsapostel endlich mal das Autofahren verbieten, Der Mief aus den Auspufftöpfen ist wesentlich schädlicher, weil in Massen, als die paar Zigaretten. Abzuwarten bleibt wie die Raucher jetzt reagieren. Das ist das einzig spannende. Allerdings muss hier mal erwähnt werden mit welchem Potenzial der Volksentscheid durchging. 37% der Bayerischen Bevölkerung ging zum Wählen den Restlichen 63% war es Wurscht. Von den 37% waren um die 60% für ein Verschärftes Rauchverbot. Das ist genauso Demokratisch wie Landtags- oder Bundestagswahlen.
      Ich würde Sagen, geschissen drauf und weiterrauchen!

    72. Sandsturm schrieb am 5. Juli 2010 at 20:02 - Permalink

      Tja, da muss man halt neidlos zugestehen das die Nichtraucherlobby hervorragend organisiert ist. Ob Hartz IV, Mindestlohn oder Krieg – in keinem Thema schaffen es die “angeblichen” 90% des Volkes etwas zu unternehmen aber wenn es um WM, Raucher oder Lena geht dann steht das Volk auf.

      Vielleicht sollte man daraus seine Lehre ziehen und die Menschen um einen rum so sehr ausbeuten und verarschen wie es nur geht – offenbar steht die Mehrheit darauf.

      • Schneemann schrieb am 5. Juli 2010 at 20:11 - Permalink

        Lehre ziehen und die Menschen um einen rum so sehr ausbeuten und verarschen wie es nur geht – offenbar steht die Mehrheit darauf.

        Alle Sado-Masos.

    73. Kreuzdorf schrieb am 5. Juli 2010 at 20:04 - Permalink

      einige spontane gedanken zum thema:

      wie ist das mit all den menschen, die kein auto besitzen bzw. nutzen? die werden doch auch ständig durch autofahrer gefährdet oder sogar getötet. durch unfälle oder langfristig durch abgase, feinstaub etc. das ist dann wahrscheinlich ein “kollateralschaden”, der wissend in kauf genommen wird?

      ich bin durchaus für schutz von nichtrauchern und nehme persönlich auch rücksicht, wo immer ich kann. wo z.b. nicht geraucht wird, gehe ich vor die tür oder auf den balkon. in gegenwart von kindern verzichte ich generell. natürlich ist mir klar, dass ich mir selbst mit dem rauchen schaden zufüge. meine motivation, das rauchen aufzugeben ist hoch, aber noch bin ich nicht so weit.

      und zu drogen und sucht: alkohol gefährdet zwar nur diejenigen, die ihn zu sich nehmen, aber viel zu selten wird thematisiert, wie viele zig-tausend menschen JÄHRLICH an diesem “gesellschaftlichen schmierstoff” hier bei uns krepieren.

      deine artikel sind meist sehr lesenswert und gut. sie verfehlen nie das ziel, über sachverhalte nachzudenken und zu diskutieren.

      wie bei allem: die “wahrheit” liegt oft irgendwo in der mitte…

      alles gute und beste grüße aus berlin

      • Jürgen schrieb am 6. Juli 2010 at 10:31 - Permalink

        und zu drogen und sucht: alkohol gefährdet zwar nur diejenigen, die ihn zu sich nehmen, aber viel zu selten wird thematisiert, wie viele zig-tausend menschen JÄHRLICH an diesem “gesellschaftlichen schmierstoff” hier bei uns krepieren.

        von wegen man gefährdet nur sich selbt.

        So wurden im Jahr 2001 allein in Deutschland insgesamt knapp 65.000 Verkehrsunfälle registriert, bei denen Alkohol eine Rolle spielte. 909 Menschen kamen dabei ums Leben.

        Link

        Und dazu kommen noch die Opfer derjenigen die unter Alk ihre Aggressionen nicht mehr kontrollieren können.

        Und stinken tun die auch noch.

        Also Waidmans Heil die nächste Minderheit steht zum Abschuß bereit

        • Genotron schrieb am 6. Juli 2010 at 13:13 - Permalink

          naja wer so versuchtet ist dass er trotz alk noch autofährt …
          ist genauso arm dran wie die ganzen raucher suchties
          die auch noch vor dem steuer qualmen müssen

          Hab dazu keine “unabhängigen” zahlen aber dass dadurch keine
          Unfälle (vllt auch nur mitverschuldet) werden kann mir keiner erzählen!
          maßvoll ist was anderes

          Drogen sollten allgemein vom Autofahren wegbleiben, genauso wie
          unnötige ablenkungen – Telefon, Kippe, Weinflasche
          alles schon gesehen …
          Autofahren so ist schon gefährlich genug

          man sollte die “anderen” allerdings nicht auf deren Extremfälle reduzieren.
          das ist gefährlich, für alle.

          Geno

    74. Ecker schrieb am 5. Juli 2010 at 20:09 - Permalink

      Einigen der Fanatiker hier (in Verbindung mit den 22,8 % “Pöbelherrschern” in B.) sei zunächst empfohlen, die Streitschrift v e r s t ä n d i g zu lesen. Zu lesen, nicht halbblind zu eifern…. Daran hapert es offensichtlich bei den Ich – Ich – Ich Meinungslemmingen, die glauben, durch fleißige Reproduktion und Wiederholung der gleichgeschalteten Milliardärsspresse und NGO-Meinungsschaffungsindustrie zu eigenen Gedanken gekommen zu sein. Laß ihnen morgen einreden und einhämmern, klares Gebirgswasser und müffelndes Heilwasser sei gesundheitsschädlich, weil Mineralien und Spurenelemente nicht von Monsanto oder Danone stammen, und sie werden ihre eigenen Quellen zumauern und jeden steinigen, der versucht, an dieses Wasser zu kommen.

      So rein in hohler Leere und Geschwätzigkeit sind nur die gelehrsamsten Papageien.

      Alle diese Leute werden tragende Rollen in der Weiterentwicklung der evangelikalen und/oder sektenmäßigen Umerziehung zur absoluten Freudlosigkeit bis hin zur Neuauflage des einnehmen.

      Jens, “die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt” bedeutet konkret (Schreibfehler?), dass das knappe Bevölkerungsviertel von Pöbelherrschaft da gestern seinem gesamten Land vernünftig diktiert hat, oder ? Das werden Sie wohl nicht gemeint haben, nehme ich an.

      An den Rauchern wird schon mal plakativ geübt, wie eine betonköpfige und unbelehrbare Minderheit von 1/4 die g e s a m t e Mehrheit von 3/4, die nicht fanatisch veranlagt sind, dominieren kann.

      Den Gallebitteren liegt demnächst das (auch gelegentliche) Saufen und der gegenseitige lustvolle Austausch von Körperflüssigkeiten noch schwer auf Körper und Seele, da muß man doch der Normalbevölkerung herrschaftsinstrumentarisch und verbotsmäßig -mit faktischen Ausnahmeregelungen für die sog. Eliten- ebenfalls noch welche überbraten
      können…

      Der Pöbel muß doch mit Druck und Pittjes wieder zum Gehorsam finden können, nachdem die großen Revolutionen (und Erzählungen) sich von Rußland aus ins Nirwana verpisst haben… und die wilhelminischen Gelüste einiger die Republiken vom Potomac bis hin zum finnischen Meeresbusen dabei sind zu verwüsten…. Das muß doch zu schaffen sein !

      “Demokratische ” Wahlergebnisse werden mittlerweile ohnehin mehr und mehr von den unteren rd. 20 % und den oberen rd. 20 % der Wählerschaft beschert, wie es Emmanuel Todd bereits mehrfach ausgeführt hat, weil die alten Demokratien (mittlerweile auch die neuen) “schwächeln”, d.h. nur noch die privaten Belange des Geldadels und der von ihm Privilegierten berücksichtigt werden.

      Wir alle werden sehen und spüren: Mindestens 80 % von uns werden Pöbel sein. Kurz-und mittelfristig. Vielleicht auch etwas weniger, wenn wir uns wegen regelbarer Nichtigkeiten schon teilweise gegenseitig auffressen.

      • Frank Benedikt schrieb am 5. Juli 2010 at 20:47 - Permalink

        Wieviel hohles Geschwätz verträgt eigentlich ein Blog/Diskurs? Wie wärs damit, wenn Sie Hohlkörper mal als erstes erzählen würden, was Sie uns eigentlich sagen wollen? Ist doch imho schon etwas sehr dürftig …

        • Degnaphta schrieb am 6. Juli 2010 at 11:20 - Permalink

          Er dürfte sowas hier meinen, aber ist ja möglicherweise ‘auch nur’ hohles Gejammer?

        • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 12:23 - Permalink

          Fragt sich wer hier der “Hohlkörper” ist….

    75. Ecker schrieb am 5. Juli 2010 at 20:15 - Permalink

      Neuauflage von Nathaniel Hawthorne und seinem wichtigsten Werk

    76. WhiteHaven schrieb am 5. Juli 2010 at 20:23 - Permalink

      “Demokratie bedeuted nicht das die Mehrheit Recht hat. Die Mehrheit hat das Recht zu regieren” Umberto Eco
      Von einem gesundheitlichen Aspekt her gesehen, hat die gestrige Mehrheit in Bayern definitiv Recht!
      Ich bin sicher die Raucher werden eine Lösung finden… Untergrundkneipen…
      Schnupftabak… ;-)

    77. Jason schrieb am 5. Juli 2010 at 20:24 - Permalink

      Gibt es etwa ein Gesetz, das Nichtraucher zu einer Arbeitsaufnahme in einem Raucherlokal zwingt.
      Leider sind es gerade die miletantesten Nichtraucher die am lautesten von “Toleranz” schwadronieren.

      • Gideon schrieb am 5. Juli 2010 at 20:31 - Permalink

        sowas von unfug. Wieso denken so viele Raucher es existieren nur fundamentalistische Nichtraucher.

        Irgendwie psychologisch interessant wie so ein “belangloses” Thema so extrem polarisiert. Psychologie ist aber leider nicht meine Stärker. :D

        Mir ist völlig egal wie ungesund ein Raucher oder Nichtraucher lebt, aber er soll mich damit in Ruhe lassen. Daher sind auch reine Raucherkneipen eigentlich völlig in Ordnung, außer natürlich für das Personal, aber bei so kleinen Kneipen ist das ja sowieso ein “1-Mann/Fraubetrieb”.

        Najo aber stellt euch schonmal drauf ein, dass kommt nun sicher langsam in jedem Bundesland. :P

      • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:28 - Permalink

        Schon mal was von Hartz IV gehört. Damit wirst du gezwungen, jeden Job anzunehmen.

    78. Lars schrieb am 5. Juli 2010 at 20:24 - Permalink

      Großartiger Artikel. Danke!

      Ich als alter Idealist habe auch immer große Stücke auf die direkte Demokratie gehalten (sah von kaum erreichbarer Ferne wirklich gut aus). Aber wenn man sieht, wie schnell die Pflugscharen des Plebiszits zum Schwert der Diktatur der Mehrheit über eine Minderheit rückgeschmiedet werden können, dann verblasst das Bild ganz schnell.
      Erst das mit den Minaretten… zum Glück trafen die Geistesverwandten von PRO noch auf Widerstand. Nun wird einfach so einer Minderheit von der Mehrheit eine Tätigkeit verboten, von der sie garnichts mit bekommt, ja die sie noch nicht mal schädigt.
      Ich bin nach längerer Zeit als Gelegenheitsraucher (alle paar Wochenenden beim Weggehen halt) seit 2,5 Jahren Nichtraucher. Trotzdem habe ich gestern gegen das totale Rauchverbot gestimmt. Und ich hatte auch die ganze Zeit Niemöller im Kopf.
      Wenn man so durch die Foren der großen Publikationen streift, fallen einem zwei Dinge recht deutlich auf:
      1) decken sich die Argumentationsmuster der Radikalen in ihrem Süchtewahn auf erschreckende Weise mit der Inquisition und ihrem Sündenwahn.
      2) ist es erschütternd, was zu Tage kommt, wenn die ganzen selbsternannten kritischen Gutmenschen einmal ihre Maske fallen lassen und ihre eigene kleine Minderheit gefunden haben, gegen die es sich so herzerfrischend hetzen lässt. Im Endeffekt sich wir doch alle Menschen.

      PS: Wann wird eigentlich Wintersport verboten? Die Heerscharen von bigotten Gesundheitsfanatikern (Rauchen böse/Sport gut), die da Jahr für Jahr ihre Knochen, Gelenke und Bänder zerstören und dabei auch das Leben von sich und anderen auf’s Spiel setzen, hätten doch sicher kein Problem damit, wenn sie ihre Arzt- und Unfallkosten selbst tragen müssten. Es gibt übrigens eine Industrie, die davon lebt (prima Feindbild) und enorm Umweltschädlich ist es auch. Also ein Klassiker, bitte liebe Verbotsfreunde: Stürzt euch drauf.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 20:38 - Permalink

        Spiessbürger mit Blockwartmentalität halt.

        Wenn ich nicht schon rauchen würde, würde/müsste ich jetzt anfangen.

        • 7schläfer schrieb am 5. Juli 2010 at 23:51 - Permalink

          Wenn ich nicht schon rauchen würde, würde/müsste ich jetzt anfangen.

          Hehe, so und so ähnlich gehts mir auch immer wieder bei diesem Thema: wenn ich gerade wieder eine Nichtraucherphase hatte, haben mich diese fanatischen NR wieder zum Rauchen motiviert; wenn dies in einer Rauchphase, wie aktuell bspw., geschah, hat mich dies in meinem Tun bekräftigt ;)

    79. Brixius schrieb am 5. Juli 2010 at 20:31 - Permalink

      hätt dieser Initiator mal was gegen die Unmengen Chemie gemacht die in unseren Essen sind ohne das manns mitkriegt, aber dieser Wahn mit dem Rauchen ist Käse und ablenken von anderen wichtigen Dingen tut er damit auch noch…Trottel

      • Gideon schrieb am 5. Juli 2010 at 20:32 - Permalink

        aber das Essen stopf ich nicht meinem Nebensitzer in den Mund. Boah dies verbietet doch gleich alles, geht mir auf die Eier. Kein Mensch wird anfangen Alkohol verbieten zu wollen.

        • Heckenpenner schrieb am 5. Juli 2010 at 20:52 - Permalink

          Wenn aber das immer das Recht auf die koerperliche Unversehrtheit bemueht wird, ist der Alk als naechstes faellig.

          * Die durch Alk verursachten Verkersunfaelle
          * Durch Alk induzierte Gewalt
          * Und natuerlich Gesundheitskosten fuer Leberschaeden und Entgiftungen

          Alkohol fordert immer noch mehr Leben und zerstoert mehr Existenzen als alle anderen Drogen(Tabak eingeschlossen) zusammen. Rein nach dem Schaden fuer die Gesellschaft haette man Alkohol schon laengst verbieten muessen. Aber der gehoert ja hier zur “Kultur”, also geht das nicht.

          • NJC schrieb am 5. Juli 2010 at 21:11 - Permalink

            Kann man das wirklich vergleichen?
            Wenn ich unter Menschen trinke, dann tue ich es von vornherein, ohne jemandem zu schaden. Ob sich das ändert, liegt an mir.
            Wenn ich rauche, gibt es keine Option, das schadet immer.

            @Lustfeindlichkeit
            Ich glaube nicht, daß es noch schlimmer wird. Irgendwie muß das Volk ja bei Laune gehalten und am Denken gehindert werden. Und das geht am Besten mit schlechtem Essen, Alkohol und Sex. ;)

            • Heckenpenner schrieb am 5. Juli 2010 at 21:21 - Permalink

              Schon richtig. Wenn es aber Etablissements nur fuer Raucher gibt schaden die sich ja auch nicht mehr als wenn sie alleine in der eigenen Butze qwartzen. Dann is Rauchen auch nicht schlimmer als Saufen. Und diese Option hat der Volksentscheid ja nun abgeschafft

    80. rauskucker schrieb am 5. Juli 2010 at 20:32 - Permalink

      Noch ein interessanter Aspekt des neuen bayerischen Gesetzes: danach dürfen die Insassen von pychiatrischen Kliniken und Gefängnissen dort auch weiterhin rauchen.
      Das ist natürlich erstmal zu begrüßen. Aber:
      Sollte das vielleicht ein Schritt sein dahin, alle Raucher als psychisch krank abzuurteilen?
      Und (wenn das Gesetz Bestand haben sollte): werden sich dann die geschlossenen Abteilungen für Raucher öffnen?
      Werden die Knastis schließlich lieber dortdrin bleiben als sich draußen schikanieren zu lassen?

      • WhiteHaven schrieb am 5. Juli 2010 at 21:04 - Permalink

        Nikotinsüchtige Psychotiker und andere Insassen geschlossener Abteilungen… sind über Zigarettenausgabe/nichtausgabe sehr gut führbar… hüstel, hüstel….

        • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 12:18 - Permalink

          Das verweigern eines Suchtmittels zur “Führung” ist meiner Ansicht nach ganz dicht bei der Folter.
          Ich jedenfalls würde über solche Dinge keine billigen Witzchen reißen.

    81. Benjamin schrieb am 5. Juli 2010 at 20:34 - Permalink

      Was sollen die Bilder sagen?

      Coole Typen, geile Weiber und dann kommt ER… Oo

      Der Nichtraucher als der übelste Fascho, oder was?!

      Ich – als Nichtraucher – distanziere mich von Gesundheitsaposteln, Verbotswichsern und dergleichen, weil ich finde, dass zu einer Kneipe auch ne Kippe un Korn gehört.

      Überrascht?

      Bitte nicht mehr soviel Lagerdenken (alt vs. jung, “links” vs. “rechts”, schlau vs. dum…)

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:37 - Permalink

        na ja, ich hätte auch den hier einbinden können:

        ;-)

        • Benjamin schrieb am 5. Juli 2010 at 20:47 - Permalink

          Genau!!! xD

    82. Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 20:36 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Was ist denn das für ein Schrott Artikel?

      Ich bin als Nichtraucher für das Rauchen in Kneipen und damit gegen das Ergebnis des Nichtraucherschutzvolksentscheides.
      Aber ich finde, dass Deine Einstellung gegenüber Volksentscheiden unter aller Sau ist.

      Die Diktatur des Pöbels hat wieder einmal über die Unvernunft gesiegt.

      Mit der gleichen Einstellungen boxen -m.E. oftmals korrupte- Parteispitzen Entscheidungen im Auftrag neoliberaler, sich dem Primat der Politik entziehender Machtkreise durch. Was Du dann auch oftmals in der Vergangenheit in Artikeln angeprangert hast.
      Findest Du es okay, wenn die SPD-Spitze eine Politik/Agenda vorantrieb/vorantreibt, die von der Basis mehrheitlich abgelehnt wird?

      http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,697504,00.html

      Es ist in grossen Maße schätzenswert, dass die CSU unter dem aussergewöhnlich guten Landesvater Horst Seehofer das bayerische Volk frei entscheiden lassen hat.

      ——————-
      Anmerkung: Viele Bayern halten Herrn Seehofer für den besten bayerischen Ministerpräsident schlechthin. Dies mag zu grossen Teilen daraus heraus resultieren, da man bei ihm das zur Sicherheit werdende Gefühl hat, dass Herr Seehofer für die Interessen der Bevölkerung eintritt und sich nicht von korrumpierenden, neoliberalen und sich dem Primat der Politik entziehender Machtkreise kaufen lässt. Dies ist m.E. zur heutigen Zeit eine grosse Ausnahme.
      —————————
      Es ist weiterhin absolut löblich von der CSU, dass sie sich nicht auf eine der beiden Seiten -Raucher und Nichtraucher- geschlagen hat. Damit ermöglicht es die CSU, dass das bayerische Volk selbst und frei für sich entscheidet. Und nicht Parteispitzen, die oftmals mehr Marionetten als freien Politikern ähneln. Marionetten, bei denen m.E. oft den Anschein macht, dass sie von neoliberalen, sich dem Primat der Politik entziehenden Machtkreisen kontrolliert werden.

      Wie „frei“ und Getreu dem Vorsatz –dem deutschen Volk zu helfen- kamen die Entscheidungen der Schröder-Clique zustande?
      Wie kann es sein, dass eine SPD-Spitze eine Politik macht, die von der Basis mehrheitlich abgelehnt wird?

      Konnte man die Schröder-SPD Marionetten nennen?
      Die CSU ist keine Marionette finanzstarker Kreise. Die CSU will dem bayerischen Volk dienen und das bayerische Volk möglichst glücklich machen. Wäre die CSU so von finanzstarken Kreisen beeinflussbar wie es die Schröder-SPD gewesen ist, hätte sich die CSU m.E. von der Tabaklobby korrumpieren lassen und hätte als Folge, das bayerische Volk via Volksentscheid nie frei entscheiden lassen. Die CSU verdient grosses Lob.
      Im Gegensatz zu den anderen Parteien lässt die CSU das Volk entscheiden.

      Natürlich darf nicht vergessen werden, dass die CSU auch ein gegenteiliges Votum als Willen des Volks akzeptiert hätte. Der CSU geht es nämlich um das eigene Volk. Anderen Parteien scheinen die Anweisungen der neoliberalen und sich dem Primat der Politik entziehenden Machtkreise wichtiger.

      PS: Informiere Dich mal über die Unterschiede zwischen Volksbegehren und Volksentscheiden.

      PPS: Bist Du Raucher?

      PPPS: Ich lese ja Deine Artikel mehrheitlich sehr sehr sehr sehr (sic!) gerne, um nicht zu sagen: außerordentlich gerne.
      Ich halte Deinen Blog und Deine sehr oft großartigen Artikel normalerweise für eine grosse Bereicherung der Medienlandschaft.
      Aber dieser vorliegende Artikel ist unter aller Sau.

    83. HabKeinen schrieb am 5. Juli 2010 at 20:39 - Permalink

      Selten so gut gelacht. Raucher als die letzten Wilden gegen die “Ordnung”. Und dann die ganzen Totalirismusvergleiche. Aber ich kann 56 nur voll zustimmen – selbst schuld!

      Ich finds einfach schön in einer fast rauchfreien Welt zu leben. Das ist Freiheit!

    84. Julia schrieb am 5. Juli 2010 at 20:39 - Permalink

      die gewünschte freiheit der raucher, immer und überall rauchen zu dürfen, kollidiert nunmal mit der gewünschten freiheit der nichtraucher, am öffentlichen leben ohne belästigung durch gesundheitsbeeinträchtigenden rauch teilnehmen zu können. der derzeitige “kleine finger” nichtraucherschutz, den jens hier mehrfach etwas gönnerhaft anbringt, funktioniert in meiner stadt so gut wie gar nicht. raucherräume sind nicht wirklich abgetrennt, zu späterer stunde wird fast überall gequarzt wie früher oder man deklariert die wochenend-abende gleich zur geschlossenen gesellschaft, weil irgendwer angeblich irgendwas zu feiern hat, mitmachen darf jeder, aber geraucht wird auch. in 90% der läden in denen ich mich bewege, ist der nichtraucherschutz de facto nicht existent. ich finde es richtig, innerhalb geschlossener räume im öffentlichen bereich ein absolutes rauchverbot auszusprechen. dagegen mit “lustfeindlichkeit” zu argumentieren, ist mehr als lächerlich und zeugt imho nur vom egozentrischen blick einiger raucher auf die thematik. die lust der nicht rauchenden ist nicht existent. dabei empfinde ich als nicht rauchende vor allem raucher als extrem lustfeindlich. beim küssen schmeckt ihr nach aschenbecher, vom geruch mal ganz zu schweigen. lustvolles geniessen geht da nur mit ausblenden von 2 meiner fünf sinne….

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 20:52 - Permalink

        wo lebst du denn?

        In Schland?

        Die von Dir geschilderten Zustände sind mir noch nicht untergekommen.

        Und was das Küssen einer Nichtraucherin betrifft:
        Das ist eine Geschmacksverirrung, die leider manchen Rauchern ab und an passiert.
        Da gibts nämlich ne Artgrenze!

        • Genotron schrieb am 6. Juli 2010 at 13:57 - Permalink

          Und was das Küssen einer Nichtraucherin betrifft:
          Das ist eine Geschmacksverirrung, die leider manchen Rauchern ab und an passiert.
          Da gibts nämlich ne Artgrenze!

          Super war fast lustig …

          die beschriebenen Zustände herrschen leider bei mir auch.

          Und ich lebe in Schland, zwar nicht im “Deutschen Ausland” aber in BW
          Da ich mich nicht unbedingt wiederhoheln möchte, hier ein selbstquote
          (antwort auf nr 37)

          Naja ich selbst finde die derzeitige (nichtbayrische) Lösung eigentlich sehr vorteilhaft.
          Wer keinen Bock auf Qualm hat bleibt beim Essen bei den Nichtrauchern
          und wer qualmen will …
          Da gibt es bei mir nur das Problem dass das nur die Papiersituation ist …
          In echt scheren sie sich bei mir viele (auch Wirte) nen scheißdreck um das verbot und qualmen was das zeug hält.

          Ich bin der Meinung jeder nach seiner Facon, solange er dadurch niemanden in seiner Freiheit schädigt. Oder im falle von passivrauchen körperlich schädigt… empfinde ich und mein Körper so…
          Ich esse trotzdem gern mal auch nen Fettes stück Fleisch und schädige mich selber, aber ich finde ich habe nur das Recht mich selbst zu schädigen.
          Und das tue ich gerne ^^
          finde aber Raucher sollten eigentlich selbständig danach schauen nur sich selbst zu schädigen.
          Dann hat man auch weniger verärgerte Leute die einem den Genuss kaputt machen wollen …

          (gesundheitsfaschos mal außen vor)

          Geno

    85. Lars schrieb am 5. Juli 2010 at 20:47 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter,

      wenn es darum ginge, dass hier Raucher davon abgehalten werden sollen, “unvernünftig” zu sein und zu rauchen, dann wäre ich ganz Deiner Meinung. Solange niemand anderes zu Schaden kommen kann, soll jeder solange und so oft rauchen dürfen, wie er möchte.
      Das Problem ist aber ein ganz anderes: Nichtraucher, die nicht zugeraucht werden wollen, müssen sich in vielen Fällen erheblich einschränken. Wenn man z.B. in der Kleinstadt, aus der ich komme, nach Mitternacht noch etwas trinken gehen möchte, kommt nur eine einzige Bar in Frage. Alles andere hat dicht. Weil das jetzt ungünstigerweise eine Raucherkneipe ist, hat man als Nichtraucher Pech gehabt.
      Wenn ich dort mit Freunden in die einzige Disko gehe, gibt es zwar zwei Tanzflächen, und nur auf einer darf geraucht werden, aber erstens ist es auch auf der Nichtraucherfläche nicht so rauchfrei, dass man anschließend nicht stinken würde, zum anderen wird unterschiedliche Musik gespielt, und nur auf der Raucherfläche gibt es eine Bar und Getränke. Als Nichtraucher muss man sich also mal wieder stark einschränken.

      Insofern wäre ein faire Diskussion die, ob man es lieber hätte, dass sich Raucher einschränken und vor der Tür rauchen müssen, oder ob Nichtraucher sich entscheiden müssen, ob sie sich zugequalmen lassen wollen oder auf viele Angebote einfach verzichten. Ich würde da für die Nichtraucher sprechen, aber ich könnte auch Leute verstehen, die eine andere Meinung haben, z.B. wenn jeden Tag in der einzigen Kneipe im Ort fünf Raucher und zwei tolerante Nichtraucher sitzen, sollten die dann wirklich nie rauchen dürfen, bloß weil zweimal im Monat irgendwelche Nichtraucher vorbeikommen, die auf keinen Fall passivrauchen möchten?

      So zu tun, als ob die Einschränkungen für Nichtraucher nicht existierten und in jeder Kneipe ein wirklich mit guter Entlüftungsanlage geschützter Raum für Nichtraucher wäre und neben jeder Raucherkneipe eine Nichtraucherkneipe, und daher vorzutäuschen, den Nichtrauchern ginge es aus reiner Intoleranz darum, den Rauchern die Freiheit zu nehmen, das ist Blödsinn.

      Wenn Du Deine Diskussion gerne führen möchtest, dann sorg doch zuerst dafür, dass es wirklich auch überall vergleichbare Angebote für Nichtraucher gibt und man sich, egal wo man gerade ist, einfach immer entscheiden kann, ob man in den wirklich rauchfreien Nichtraucherraum oder den Raucherraum geht, in denen es dasselbe Angebot gibt. Allerdings bin ich mir sehr sicher, dass die Diskussion sich dann erledigt hätte, weil es den Nichtrauchern dann wirklich völlig egal wäre, was die Raucher machen.

      Oder mach doch mal einen Vorschlag für ein Nichtrauchergesetz, das zu einem solchen Angebot führen würde. Mir fiele nichts ein, zumal das Bundesverfassungsgericht ja geurteilt hatte, das es nicht erlaubt ist, in kleinen Einraumkneipen das Rauchen zu verbieten, wenn ansonsten Raucherräume erlaubt sind, und damit hättest Du in Kleinstädten vermutlich sehr häufig die von mir beschriebene Situation: dass die einzige offene Kneipe nämlich nur einen Raum hat und daher eine Raucherkneipe ist.

      Beste Grüße
      Lars

      • Lars schrieb am 5. Juli 2010 at 21:00 - Permalink

        Hallo Namensvetter,

        ich weiß nicht wo du deine Beispiele her hast, aber sicher nicht aus Bayern (das Land des angesprochenen Totalverbots). Deine Szenen mit der einen größeren Kneipe, in der es nicht mal nen Nichtraucherbereich, waren nämlich auch vorher schon verboten (unter dem ach so aufgeweichten Rauchverbot 1.0). Die Zustände hier decken sich mit den Beschreibungen der hermetisch abgetrennten Kämmerchen oder eben vollständig Nichtraucherzone viel eher.

        PS: auch bei Einraumkneipen gibt es recht enge Maximalflächengrenzen, aber der überhaupt nicht mehr geraucht werden darf.

        • Juli schrieb am 5. Juli 2010 at 21:21 - Permalink

          Geregelt ist das alles gar nicht mal so schlecht. Nur wird es meiner Erfahrung nach so gut wie gar nicht umgesetzt, weil schlicht nichts kontrolliert und geahndet wird. Eine Freundin arbeitet in einer Kneipe mit “getrenntem” Raucherraum, der aber überhaupt nicht getrennt ist, weil in dem ca. 2m breitem Türrahmen nicht einmal eine Tür hängt. Das Ordnungsamt war letztes Jahr einmal da und haben das bemängelt, seitdem waren sie nie wieder da. Da der regelgerechte Umbau wohl teurer ist als die zu befürchtende Geldbuße, wurde erstmal gar nichts gemacht. Zumal in anderen Kneipen das Ordnungsamt schon mehrmals gemeckert hat, ohne irgendein Bußgeld zu verhängen…

        • Shining Raven schrieb am 6. Juli 2010 at 12:12 - Permalink

          Das stimmt halt einfach nicht: es gibt genügend Etablissements in Bayern, die ab einer bestimmten Uhrzeit einfach zum Raucherklub umdeklariert werden, und die keinen separaten Raucherraum haben.

          Wenn man zu dieser Uhrzeit zufällig gerade da ist, dann kann man sich aussuchen, ob man als Nichtraucher geht oder sich vollqualmen lässt.

          Es würde der Diskussion sehr helfen, wenn man von den existierenden Verhältnissen ausgeht, und nicht von einem hypothetischen Ideal-Bayern, in welchem nur in abgetrennten Raucherräumen gequalmt wurde. Das war einfach nicht so, und alle anderen Behauptungen sind Phantasie.

          • militanter raucher schrieb am 8. Juli 2010 at 04:06 - Permalink

            Bereits vor dem Verbotsgesuch herrschte in ausnahmslos allen Speiselokalen und öffentlichen Gebäuden sowie in den meisten Cafes, Kneipen und Diskotheken ein umfassendes Rauchverbot. Der subjektive Eindruck eines militanten Rauchers: In Nürnberg kam auf zwanzig Diskotheken eine Raucherdiskothek, auf zehn Cafes ein Rauchercafe, auf zwei Eckkneipen eine Raucherkneipe. Kurzum: Wer zu Milchkaffe und Zeitung oder Weizenbier und Stammtisch unbedingt Zigaretten rauchen wollte, bedurfte einer gewissen Ortskenntnis, um entsprechende Läden zu finden. Wer dagegen auf Zigaretten verzichten konnte, musste sich mitunter unglücklich verirren, um in einem Raucherladen zu landen.

    86. NJC schrieb am 5. Juli 2010 at 20:50 - Permalink

      Wenn ich zu Hause ein Steam mit einem Messer schneide – in Ordnung.
      Wenn ich in der Kneipe den Gast mit einem Messer schneide – nicht in Ordnung.
      Wenn ich zu Hause wie ein Schlot rauche, meine Sachen stinken und ich krank werde – in Ordnung.
      Wenn in der Kneipe ANDERE meinen Rauch mitrauchen müssen, ihre Sachen stinken und sie krank werden – nicht in Ordnung.

      Das es darüber überhaupt Diskussionen gibt – unfassbar.

      @Spiegelfechter
      Ach so. Ich dachte, es geht um abgetrennten Raucherräume und Bierzelte. In ersterem Fall verräuchert so ein Raucherraum das angrenzende Treppenhaus und der Qualm zieht durch alle Wohnungen. Da wohnen dann auch Kleinkinder.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 20:53 - Permalink

        es geht nicht um Kneipen mit Nichtraucherpublikum sondern um RAUCHERRÄUME!

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:22 - Permalink

          Nein, die sind der Sache jetzt leider nur zum Opfer gefallen.

          Ursache war jedoch, daß ganze Gaststätten zu Raucherzonen umfunktioniert wurden.

    87. Joerg schrieb am 5. Juli 2010 at 20:54 - Permalink

      Hab selber schon lange mit dem Rauchen aufgehört, aber so ein Gesetz geht entschieden zu weit. Es ist immer eine schlechte Idee, wenn man jemandem seine Lebensgewohnheiten per Gesetz austreiben will. Was stört es mich wenn Raucher sich in einem Nebenzimmer in ner Kneipe treffen? Rein gar nichts. Wenn ich mir den Passivrauch nicht antun möchte muss ich ja nicht reingehen.

    88. popel schrieb am 5. Juli 2010 at 21:00 - Permalink

      Jetzt muss ich auch mal einen Komentar hier ablassen:

      HA! HA! Jens ist ein Raucher ;) HA! HA!

      Naja, hier hat ausnamsweise mal der “Pöbel” dem rumpöbeln der Tabakindustrie (die hatte ja bekanntlich die Bay. Staatsregierung fest in der Hand) etwas entgegengesetzt und damit Bayern zu einem durchführbaren Gesetz verholfen. Das Gemurkse davor hat ja noch nicht mal ein Jurist verstanden.

    89. Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 21:04 - Permalink

      Da ich laut Herrn Berger- dem Spiegelfechter- zum Pöbel gehöre und ich bei allen bis auf diesem letzten Volksentscheid teilgenommen habe, verhalte ich mich ein wenig so, so wie sich der Pöbel meinen Klischee nach verhält.

      Ich wiederhole meine in Kommentar 81 getätigte Aussage:

      WAS IST DENN DAS FÜR EIN SCHROTT-ARTIKEL!

      Diktatur des Pöbels

      Gehts noch?

      *Absolutes Kopfschütteln*

      PS: Ich war bei diesem Volksentscheid leider das erste Mal in meinen Leben verhindert und konnte nicht daran teilnehmen. Ich hätte aber gegen den Nichtraucherschutz votiert. Meine Karte liegt noch auf dem Schreibtisch. Leider kam kurzfristig etwas dazwischen.

      PPS: Da ich laut Herrn Berger -dem Spiegelfechter- so richtig im Pöbel verwurzelt bin:

      DIESER ARTIKEL IST M.E. UNTER ALLER SAU!

    90. Rhein Sieg schrieb am 5. Juli 2010 at 21:10 - Permalink

      “Wo ist also das Problem mit den “ignoranten Rauchern”,”

      Das Problem mit den “ignoraten Rauchern”, das ich persönlich sehe, besteht darin, wenn sie sich an die geltenden Rauchverbote nicht halten. Hatte in dieser Hinsicht erst vor 4 Wochen ein sehr unangenehmes Erlebnis, vor Beginn eines Konzertes in Oberhausen. Nun ist ja die Luft gerade in den Hallen, ohnehin nicht so sonderlich pralle, wenn darin aber auch noch geraucht wird, macht’s das mal so richtig unangenehm. So die höchste Qualmkonzentration hat’s etwa eine halbe Stunde vor Beginn gegeben. Es gab allerdings auch vereinzelt ein paar Spezialisten, die dann den Abend “durchgemacht” haben. Und tut mir leid, da hab ich absolut kein Verständnis für. Wenn es eins gibt, wo das Verbot lange überfällig war, dann in Konzerthallen.

      Wobei ich allerdings grundsätzlich, mit den hier in NRW geltenden Einschränkungen zufrieden bin. Wenn sie denn auch immer eingehalten würden.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 21:13 - Permalink

        Halten wir fest: In der angesprochenen Halle ist das Rauchen nach geltendem Gesetz eh verboten und Du bist ansonsten mit den Regelungen zufrieden. Warum soll man dann das Rauchen nun auch in den Raucherbereichen verbieten?

        • Rhein Sieg schrieb am 5. Juli 2010 at 21:31 - Permalink

          So hatte ich das auch nicht gemeint. Ich hatte dein Zitat nur zum Anlass genommen, mir auch mal ein klein wenig Frust von der Seele zu schreiben. Sorry, wenn das nicht klar geworden sein sollte.

    91. Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:13 - Permalink

      so, mir reichts jetzt.
      Frage:
      haben die Damen und Herren Fanatiker und Geruchsästheten keinen Sinn für Proportionen?

      zB:
      Afghanistan und Drogenanbau?

      Mexico?

      Mexico’s July 4 Election – Has the Narco State Arrived?

      http://agonist.org/mexico2010

      DAS sind Probleme!
      Mexico driftet grade ab in einen failed state, in Kalifornien überlegt man, Marihuana zu legalisieren, als verzweifelten Verteidigungsschlag. Was die harten Drogen nicht treffen wird, mit denen das Geld gemacht wird.

      Das Rauchverbot nervt mich, bringt mich nicht um, hindert mich nicht, die GROSSEN Probleme in Proportion zu sehen.

      Was mich aber noch mehr nervt sind Leute, die eine Erbse nicht von einer Kanonenkugel unterscheiden können.

      Diese mikroskopischen Ordnungsbemühungen von Erbsenzählern nerven mich vor allem,
      weil sei den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, und da sie mich zur Verzweiflung bringen,
      rauche ich (unter anderem).

      Jens will halt auch ab und an seinen Spass haben.
      Sein Sinn für Proportion ist mE prächtig entwickelt.

      • NJC schrieb am 5. Juli 2010 at 21:20 - Permalink

        Nein, man muß auch Sinn für die “kleinen”, persönlichen Probleme des Alltags haben. Sonst hätten die Menschen im zweiten Weltkrieg wohl kaum Kinder in die Welt gesetzt.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:27 - Permalink

          verstehe ich nicht.

          Das waren ‘Nottriebe’.
          Ich kenn das aus meiner eigenen Familie.
          Fronturlaub: Kindermachen.
          Die Proportionen waren schon da.

    92. Vince schrieb am 5. Juli 2010 at 21:13 - Permalink

      Der letzte Absatz hat es in sich und trifft den Nagel auf den Kopf. Warum dünkte mir bloß dass der derzeitige Umweltholocaust im Golf von Mexico kein Einzelfall ist. Heute lese ich ausgerechnet eine Meldung im Netz, dass es in der Nordsee umfassende Gas-und Öllecks geben soll die in Relation denen im Golf von Mexico nicht unwesendlich nachstehen sollen. Ich weiss nicht was dran ist an der Story und wir im “Norden” Europas haben nix gesehen oder gehört, die Nachricht soll aus dem “Süden” genauer gesagt Griechenland kommen, dort hat ein Blogger angeblich mehr Informationen über den Gesundheitszustand unserer Gewässer als alle Anreinder der Nordsee zusammen. Auch das toxische Corexit soll im großem Umfang zum Einsatz gekommen sein. Hast Du irgendwelche Indizien die das stützen könnten Jens ? Ich hoffe jedenfalls ich habe mich verlesen und verhört und habe jetzt ne Netzente zum spielen.

      http://www.youtube.com/watch?v=mLFpFlvBAeg&feature=player_embedded
      http://www.youtube.com/watch?v=cSS-YoT-_xo&feature=player_embedded#at=118

      • Lieschen schrieb am 5. Juli 2010 at 23:06 - Permalink

        Ja das Gasleck gibts schon seit 20 Jahren…
        http://www.zeit.de/2010/24/Nordsee-Bohrloch-Methan

        Ansonsten bin ich schon immer Nichtraucher habe rauchende Familienmitglieder und bin noch nie auf die Idee gekommen von diesen vergiftet oder krank gemacht zu werden…
        (alle rauchen draußen:))

        Finde außerdem das es ganz andere Dinge gibt, vor denen man sich nicht mal schützen könnte wenn man denn wollte: Nanotechnologie im Essen z.B.

    93. titus schrieb am 5. Juli 2010 at 21:18 - Permalink

      @84

      Wenn man z.B. in der Kleinstadt, aus der ich komme, nach Mitternacht noch etwas trinken gehen möchte, kommt nur eine einzige Bar in Frage. Alles andere hat dicht. Weil das jetzt ungünstigerweise eine Raucherkneipe ist, hat man als Nichtraucher Pech gehabt.

      und warum ist das so…?

      ich komm ziehmlich weit rum in teutschen landen und erlebe es immer und überall…
      während in den rauchfreien zonen alle (meist sowieso nur ein paar nasen) miesepeterisch rumsitzen, stept in den raucherräumen der bär…
      selbst das rudelrauchen vor der tür im winter war lustiger, als in sone von allerlei duftwässerchen durchschwängerte nikotinfreien zone…

      • NJC schrieb am 5. Juli 2010 at 21:24 - Permalink

        Das ist mal kognitive Dissonanz – wer es nicht geschafft hat, mit dem Rauchen aufzuhören, oder in der Schule zu schwach war, um eine Kippe abzulehnen, muß es sich ja irgendwie als Coolness schönreden. :)

      • Degnaphta schrieb am 6. Juli 2010 at 11:47 - Permalink

        Nichtraucher sind langweilig, könnte man meinen, wenn man sich die Parties der Jugend so anschaut.
        Privatparty mit Rauchverbot im Hause. OK, die Eltern wollen es so und verfügen auch über die Macht zur Durchsetzung.
        Also stehen die Raucher draußen zum schmöken… und nach und nach stehen auch die Nichtraucher mit draußen, weil sie es alleine nicht aushalten drinnen. Selbst bei Schietwetter läßt sich das beobachten?
        Warum nur?

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 12:18 - Permalink

          Weil die Raucher den Rückweg nicht finden?

          Und der Nichtraucher, der mal mit einem bestimmten Menschen reden will, dessen vielleicht einziger Fehler seine Nikotinsucht ist, halt zu ihm gehen muß wie der Prophet zum Berg.

          Nach meinem Empfinden sind Nichtraucher nicht ungeselliger oder weniger fröhlich, nur ist gemeinsam Nichtrauchen natürlich kein Zusammenseinfeature.

        • militanter raucher schrieb am 8. Juli 2010 at 04:12 - Permalink

          … einer tatsächlich immer wiederkährende Erfahrung

    94. Chr.Bolz schrieb am 5. Juli 2010 at 21:21 - Permalink

      Ne Jens, so nicht

      Ich bin selber Raucher und aus Bayern. Ich habe gestern für das Rauchverbot gestimmt. Es ist ganz einfach. Wenn ich mich mit Krebs umbringen will ist das meine Sache. Jedoch ist es was anders wenn ich andere mit meinen cancerogenen Stoffen belästige. In einem Restaurant ist es sogar eine Plage.

      Ich gehe mal davon aus, wie dein Artikel ist, das du Raucher bist. Hast du schon mal was von egoistischem Verhalten gehört?

      So geht es nicht. Wenn ich unbedingt Lust auf nen Sargnagel habe, gehe ich vor die Tür.

      Mal runter vom Egoismus. Das ist das Hauptproblem mit den Rauchern.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:32 - Permalink

        sag das mal Helmut Schmidt.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:35 - Permalink

          ungefähr so:

          wegen Gesundheitsgefährdung des Reporters gibt es keine Interviews mehr mit dem Altbundeskanzler.

          Darauf warte ich.

      • nasowas schrieb am 5. Juli 2010 at 22:32 - Permalink

        @94 Chr.Bolz

        Mal runter vom Egoismus. Das ist das Hauptproblem mit den Rauchern.
        Hier klicken, um die Antwort abzubrechen.

        …ansonsten hast Du aber keine Probleme Träume

    95. dualbore schrieb am 5. Juli 2010 at 21:22 - Permalink

      Dem PPPS des Kommentares Nr. 82 von Florian möchte ich vollumfänglich zustimmen, mir geht es genau so.

    96. Myron L. Fox schrieb am 5. Juli 2010 at 21:24 - Permalink

      Ich bin Nichtraucher und stimme dem Spiegelfechter zu 90% zu. Das einzige Problem was ich gegenwärtig sehe sind die nicht-rauchenden Angestellten. Man kann eben nicht davon ausgehen, dass der rauchende Wirt diesen Bereich unbedingt bedient. Es gibt sicherlich genug Fälle in denen auch nichtrauchende Kellner(innen) den Raucherbereich bedienen müssen. Und die tuen mir wirklich leid.

      • Heckenpenner schrieb am 5. Juli 2010 at 21:30 - Permalink

        In den Kneipen in den ich verkehre, wird der Raucherrauml nicht bedient. Oder die Bedienungen rauchen selber. Das kann aber auch ein Henne – Ei Problem sein.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:40 - Permalink

          da wirds dann talmudistisch spitzfindig.

          Der Raucher holt sich selber sein Bier in sein abgetrenntes Kabuff—aaaber, er muss die Tür auf und zumachen!

          Da sind die Fanatiker kreativ.
          Geht die Tür zum Nebenraum ins Freie auf, fällt ihnen wieder was ein.

          Incredible shrinking man-Syndrom nenne ich das mal.

          • Heckenpenner schrieb am 5. Juli 2010 at 22:08 - Permalink

            Ganz einfach: ABC Anzuege fuer die Bedienungen und der Raucherraum wird auf Unterdruck gesetzt mit einer Schleuse

    97. Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 21:36 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Ich stimme Dir aber zu, dass es klarere Regeln dafür geben sollte, bei welchen Themen Volksentscheide zulässig sind.

      Zum Beispiel macht mir der mögliche Ausgang eines Volksentscheides “Todesstrafe -Ja, Nein” ein wenig Angst.

      Ich denke jedoch, dass die Regeln in Bayern bezüglich dieser Angst mehr als ausreichend sind..

      PS: mir ist vor Hunger schlecht. Ich muss essen gehen. Wie gestern. Wie vorgestern. Wie davor. Zefix.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 21:39 - Permalink

        Vielleicht ist Dein Artikel ja doch nicht so schlecht. Vielleicht ist er ja richtig gut.:-)

        Vielleicht sollte ich Kritik immer aussitzen ;-)

        • Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 21:45 - Permalink

          Vielleicht war diese Aussage

          Vielleicht ist Dein Artikel ja doch nicht so schlecht. Vielleicht ist er ja richtig gut.:-)

          doch wieder ein wenig voreilig. :-)

          Ich brauche dringend etwas zum Essen. Ich habe nur noch Äpfel und Kartoffeln. Der Hunger beeinflusst meine Voreiligkeit ein wenig.

          Ich stehe weiterhin ohne Abstriche zu meinen -in den Kommentaren mit der Nummern 82 und 97- getätigten Aussagen.
          Ich denke, dass es in Bayern sehr gut geregelt ist, wann Volksentscheide gestattet sind und bei welchen Themen nicht. Bei einem Entscheid über einen Nichtraucherschutz begrüsse ich es in grossen Maße, dass das Volk darüber frei entscheiden kann.
          Mögliche Volksentscheide über das für und wider der Todesstrafe lehne ich jedoch ab.
          In Bayern sind die den Volksentscheid betreffenden Gesetze und Regeln jedoch absolut ausreichend und ausgezeichnet, so dass es mit den derzeitigen Gesetzen nie zu einem Volksentscheid für und wider die Todesstrafe kommen wird.

          Ich bin dann mal weg, um Essen zu gehen.

    98. Dominik schrieb am 5. Juli 2010 at 21:41 - Permalink

      Manchmal habe ich echt das Gefühl, dass du dich einfach über alles aufregen musst, Jens.
      Das Volk hat entschieden. Das hat überhaupt nichts mit “hippen Lounges” zu tun, es gibt sicherlich genug konservative Kneipenhocker, die trotzdem keine Lust auf den ständigen Qualm haben.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:45 - Permalink

        nana,

        lies das mal:

        Bierkrüge im Anflug

        Wird es in Zeiten des Rauchverbots keine friedlichen Volksfeste mehr geben? Überall in Bayern fürchten Wirte Raufereien zwischen Qualmern, Nichtrauchern und Ordnungshütern.

        http://www.sueddeutsche.de/muenchen/raufereien-auf-volksfesten-bierkruege-im-anflug-1.970395

        Ob das nun übertrieben ist oder nicht, aber eins ist mir klar:
        Wer anfangen wird!

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:54 - Permalink

          das gibt es übrigens eine nette Gesetzeslücke:

          was ist ein ‘geschlossener Raum’?
          Das ist ein Raum/Zelt der/das etwa bei schlechtem Wetter komplett geschlossen werden kann.

          Wenn irgendwo also ein grosses unverschliessbares Loch –wetterabgewandt– ist…

          na?
          Dann gehen die Fanatiker zum Verfassungsgericht, und lassen die Definition des geschlossenen Raums von unseren Klügsten definieren.

          Wird lustig.

          • Dierk schrieb am 5. Juli 2010 at 22:38 - Permalink

            Seltsam finde ich denn doch, dass – nicht nur in dieser Kommentarspalte – die “Fanatiker” ausgerechnet nicht unter den Verteidigern der nun bestätigten Raucheinschränkungen in der Öffentlichkeit sind. Die übelsten Beschimpfungen, schlimmsten Vergleiche und widerwärtigsten Gewaltinvektiven kommen von den toleranten Rauchern.

            Nun ja, Toleranz … die der Raucher scheint mir die billigste Art zu sein: Verschieben des Problems auf die anderen, auch bekannt als Sankt-Florians-Prinzip. Sollen doch die Nichtraucher – m.W. auch in der Gesamtbevölkerung über 16 in der Mehrheit – woanders hingehen, statt die Raucher mit ihrem Gehuste zu belästigen.

            • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 14:11 - Permalink

              Ehrlich gesagt, eigentlich bin ich tolerant, aber was so manch militanter Nichtraucher, der letztlich anderen Vorschreiben will, wie andere zu leben zu haben und ihm auch noch den letzten Rückzugsort, wo er mal in Ruhe beim Bierchen eine Rauchen kann, wegnehmen will, da kriege ich echt den Hals.

              Und ja, aufgrund diverser dummer Kommentare von militanten Nichtrauchern, die lieber nach der Mami schreien anstatt selbst eine Gastronomie zu eröffnen, weil es ja angeblich keine entsprechenden Angebote gibt, bin ich am überlegen, ob ich nicht meine Toleranz und Rücksichtnahme gegen Nichtraucher aufgeben soll.

    99. Totontli schrieb am 5. Juli 2010 at 21:48 - Permalink

      Um mal zu verdeutlichen, dass es mit dem momentan in Bayern geltenden Nichtraucherschutz nicht so einfach ist, wie es hier teilweise dargestellt wird (“Raucher sind im abgeschlossenen Nebenraum, da muss kein Nichtraucher rein” bzw. “Raucherkneipen sind gekennzeichnet, da muss kein Nichtraucher rein”): Mir ist es wiederholt passiert, dass sich diverse Kneipen ab 22 Uhr in eine Raucherkneipe umwandeln; ohne dass man sich dessen beim Betreten derselben bewusst ist. Vielleicht hängt da irgendwo an der Theke ein Aushang, der das kund tut, aber mal ehrlich: Wer achtet da drauf wenn er in eine “nichtrauchende” Kneipe geht? Ich habe mich also immer wieder geärgert, dass man dann doch den Gestank ertragen muss bzw. die Kneipe verlassen oder wechseln muss. Da schafft das neue Gesetz erfreuliche Klarheit.
      Noch was: Aus persönlicher Erfahrung aus Kanada/Ontario kann ich sagen, dass ein “totales” Rauchverbot bestens funktioniert. Alle die sich jetzt mega aufregen, werden sehen, dass das alles halb so wild ist, wenn man vor der Tür raucht. Und in Bayern gibt’s nicht -30 Grad Celsius im Winter (außer Berchtesgaden vielleicht).
      Zum Artikel: Seltsame Rauchverbot-Nazizeit-Vergleiche (z.B. “Polen einmarschieren”) entbehren jeglicher Grundlage und hinken so stark, dass sie beim nächsten Hinkeschritt umfallen. Vielleicht war’s ja lustig gemeint.

    100. Thomas R. schrieb am 5. Juli 2010 at 21:52 - Permalink

      Lieber Spiegelfechter,

      ich gratuliere dir zu diesem Beitrag, dem ich vollumfänglich zustimme.

      Aber was jetzt kommt, ist verlässlich wie ein Uhrwerk. Eine unzählbare Menge von Moralaposteln und Wasserpredigern, die die ewig gleiche Leier spielen, dass sie sich schon übergeben müssen, wenn sie durch ein Fenster jemanden auf der Straße rauchen sehen, dass sie ihre Kleidung nach jedem Kneipengang verbrennen und die Asche mit dem Gesicht nach unten außerhalb des Friedhofs vergraben müssen, dass sie mal von einem Raucher in der City angerempelt wurden und der sich nichtmals entschuldigt hat, der fiese Raucher, der.

      Manche Standpunkte sind so bequem, es tropft so viel leckere Selbstgerechtigkeit aus ihnen heraus, dass man sie ungern hinterfragt. “Rauchen verbieten”, das klingt nach “Keine Macht den Drogen”, da denkt man nicht lange nach, da ist Aktionismus gefragt.

      Raucher sind Mörder! Massenmörder! Kindermörder!

      Unzählige Leute glauben, Freiheit bedeute, dass man sich aussuchen könne, was alle anderen zu tun und zu lassen haben.

      Fragt sich keiner, warum die bayrischen Initiatoren das Ganze jetzt auf das ganze Land ausweiten wollen? Sie haben doch ihren Willen, in Bayern leben jetzt alle gesund und fröhlich, keiner ermordet sie entgegen ihrer Rechte (bis Karlsruhe den Entscheid kassiert, natürlich). Warum will man die anderen Bundesländer jetzt auch noch beglücken? Ist die Auswahl an Kneipen etwa immer noch nicht groß genug, müssen auch noch ein paar in der Ferne dazukommen, wenn man mal weiter weg will?

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 21:59 - Permalink

        Fragt sich keiner, warum die bayrischen Initiatoren das Ganze jetzt auf das ganze Land ausweiten wollen?

        Schau Dir den an:

        Sebastian Frankenberger

        http://www.sueddeutsche.de/bayern/sebastian-frankenberger-der-mann-der-bayern-veraendern-will-1.969946

        Dieser verkrachte Theologiestudent.
        Luther reborn als Erbsenzähler.

        oder:
        Warum fällt mir bei solchen Leuten Mixa ein?

        Hättest du mal die Bayern2-Interviews von Passauern zu dem ‘berühmten Sohn’ ihrer Stadt hören sollen.

        Da schwant mir nichts Gutes.

    101. Peter schrieb am 5. Juli 2010 at 22:05 - Permalink

      Was für ein Blödsinn.

      Warum haben die Raucher eigentlich immer das Gefühl, dass man Ihnen persönlich auf den Schlips tritt, wenn man Ihnen in öffentlichen (!) Räumen untersagt, die Luft zu verpesten? Gilt den nicht zurecht der Grundsatz in einer Demokratie, dass die persönliche Freiheit (zu rauchen) dort aufhört, wo sie die Freiheit des anderen (ein ungestörtes Essen und nicht vergiftete Luft) unangemessen einschränkt? Und warum können sich die Befürworter qualmender Aschenbecher neben dem Salat nicht mal damit abfinden, dass sie eben dem selben gesellschaftlichen Konsens unterliegen, der es auch verbietet Haschisch auf der Parkbank und Pornos in der Straßenbahn zu konsumieren? (Das ist als Metapher gemeint, ich will damit nicht Tabak mit Haschisch oder Pornos qualitativ vergleichen)

      Und sein wir doch mal ehrlich: Ist es denn wirklich so tragisch, für die Fluppe vor die Tür zu gehen? Falls es den geneigten mitlesenden bayerischen Rauchern über die tragische Enttäuschung des Sonntag Abends hinweg hilft: Zumindest einem Besucher süddeutscher Gastronomiebetriebe machen Sie mit diesem rücksichtsvollem Verhalten eine Freude, nämlich mir. Ganz unabhängig davon, ob Sie von einem Gesetz dazu angehalten werden oder nicht.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:16 - Permalink

        Was für ein Blödsinn.

        Gut.
        Da bist Dir offenbar sicher. Wieso eigentlich?

        Mir fällt als Raucher mit dem Rauchverbot kein Zacken aus der Krone.

        Was mich an militanten Nichtrauchern stört, ist, dass sie ihre Ästhetik und ihr Risikoempfinden auf eine Gruppe projizieren, die mit ihnen garnichts zu tun haben will.

        Ich habe kein Problem, um einen solchen einen 100Meter Umweg zu machen.

        Wieso lässt ER mich nicht in Ruhe?

        DAS ist doch die Frage!

        Kassenwart-Mentalität reloaded.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:19 - Permalink

          hat das eventuell mit Muslimen, Kopftuchverbot, Leitkultur zu tun?

          Die Ängste des Spiessbürgers halt.

          • Peter schrieb am 6. Juli 2010 at 09:19 - Permalink

            hat das eventuell mit Muslimen, Kopftuchverbot, Leitkultur zu tun?

            Nein hat es nicht. Welches öffentliche Erscheinungsbild man einer religiösen Gruppierung einräumen möchte hat nichts damit zu tun, ob man beim Abendessen nicht vergiftet werden möchte. Mit dieser Andeutung versuchst Du gezielt, mich in eine rechte Ecke zu stellen und dagegen möchte ich mich ausdrücklich verwahren!

            Die Tatsachen bleiben doch sehr simpel: ICH möchte nicht, dass ich in öffentlichen Räumen – in denen ich die selben Rechte habe wie DU – mit giftigem und unangenehmem Qualm konfrontiert werde. DU möchtest weiter rauchen. Lösung: DU gehst vor die Tür, den DU gönnst dir einen Luxus, während ICH einfach nicht in meinem Recht auf Gesundheit eingeschränkt werden möchte.

        • Peter schrieb am 6. Juli 2010 at 09:14 - Permalink

          Mir fällt als Raucher mit dem Rauchverbot kein Zacken aus der Krone.

          Offenbar doch.

          Ich habe kein Problem, um einen solchen einen 100Meter Umweg zu machen.

          Dann ist doch alles wunderbar :-). Du gehts beim Rauchen vor die Tür (müssen noch nicht mal hundert Meter sein) und danach sitzen wir wieder beim Bier und unterhalten uns über die wichtigen Themen.

          Wieso lässt ER mich nicht in Ruhe?

          Weil ER von DIR zugequalmt wird. Und noch mal zur Erinnerung: hier will niemand irgend jemandem das Rauchen verbieten oder den Gesundheitsapostel für andere spielen. Aber wenn ich als Kneipengänger, Gastronomiebesucher und / oder Servicekraft nicht mit verpesteter Luft zu tun haben will, dann liegt die Bringeschuld meiner Meinung nach ganz eindeutig bei den Rauchern.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:56 - Permalink

          Wenn ich mal einen Raucher sehe, der vor dem Anzünden 100m Abstand zu seinen Mitmenschen sucht, werde ich mich in der Lage sehen, dir zuzustimmen.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 10:18 - Permalink

        Was ist ein öffentlicher Raum? Hast Du schon einmal etwas vom Hausrecht des Wirts gehört?

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:54 - Permalink

          Da der Wirt sich nicht auf geladene Gäste beschränkt, ist es öffentlicher Raum. Sein Hausrecht zu Ablehnung übt er ja nur individuell aus.

          Wenn die Stadt Bonn die Rheinaus absperrt, um das Mitbringen eigener Getränke und Müll zu vermeiden, ist Rhein in Flammen trotzdem eine öffentliche Veranstaltung, ebenso wie jede Disco.

    102. zinslo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:10 - Permalink

      Ach leutz,

      was ein dummgeschwätz! Das passt mal wieder perfekt. Scheinheiliges pack.

      Da wird mal wieder das wichtigste aller Probleme angegangen und über eine so saubere Zukunft geredet, wir wollen ja alle saubere luft einatmen. Dieser gefährliche massenmordende
      Raucher, weit gefährlicher als die Friedensaktivistische US-Army, unsere schulenbauende Bundeswehr, die freiheitsliebende Israelische Armee und zu guter letzt natürlich
      die Natur liebenden Großkonzerne, die uns mit wirklich Zukunftsorientierten Techniken zeigt
      wie man sauber Öl fördert!

      Ja wohl wir brauchen saubere Luft zum Atmen und reine Lungen, damit wir auch schön Fit sind beim nächsten Strandurlaub! Das vorankommen im schönen geschmiertem Meerwasser könnte etwas schwieriger sein als letztes Jahr.:-)

      An dem Rauchverbot erkennt man wie kaputt der Großteil dieser Gesellschaft ist, ganz besonders der verbliebene Rest des Mittelstandes der auf jede scheiße reinfällt!

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:20 - Permalink

        Du sagst es

    103. Dominik schrieb am 5. Juli 2010 at 22:16 - Permalink

      @zinslo: Weitaus schlimmer? Nein, sicherlich nicht. Aber ein Übel, dass sich eben einfach viel leichter verringern lässt. Ich bin sehr froh, dass Rauchen so langsam mal einige Privilegien verliert. Wenn ich nur daran denke, dass es analog zu Raucherpausen auch Alkoholikerpausen gäbe…

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:23 - Permalink

        bist auch so ein Korrekter.

        mit Hemingway oder Orwell oder Sartre wärst DU jedenfalls nie an einem Tisch gesessen.

        Kultivier’ Deine aseptische Welt und giess Deine Radieschen, die du über kurz oder lang von unten sehen wirst.

        Kopfschüttel.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:27 - Permalink

          ist Dir eigentlich schonmal aufgefallen, dass Kreativität rauschaffin ist?

          Inklusive–leider– der Kokser an der Wallstreet und der City.
          Aber das sind HARTE Drogen!

    104. Sukram71 schrieb am 5. Juli 2010 at 22:23 - Permalink

      Naja, aber eigentlich kann ich auch gut damit leben, wie es derzeit in NRW Köln ist. Draußen an der Kneipe ist ein Schild “Raucherclub” und gut ist. Schreibe ich aus dem Irush Pub in dem geraucht wird.

      Manchmal ist es aber sooo schlimm, dass ich rückwärts wieder rausstolpere.

      • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:50 - Permalink

        Nein, die NRW-Regelung ist Mist.

        Da findet man mal eine Gaststätte,, in der man nicht nur Kölsch zu trinken kriegt, und darf sich dann nicht mal wohlfühlen, weil “Raucherklub”.

        Und es ist fast jede Kneipe Raucherklub.

        • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 12:08 - Permalink

          Mach doch Deine eigene Kneipe auf….

          Mir und meinen rauchenden Freunden ist sogar das ziemlich liberale Nichtraucherschutzgesetz in unserem Bundesland schon zu blöd.

          Wir gehen gar nicht mehr weg, sondern feiern nur noch privat.
          Die Klage der Wirte über ausbleibende Gäste kommt ja nicht von ungefähr. Viel Spaß dann alleine in der Kneipe.

    105. captain c schrieb am 5. Juli 2010 at 22:27 - Permalink

      gestern in münchen beim grillen:

      “ich habe für das rauchverbot gestimmt.”

      -”aber du bist doch raucherin!”

      “ja, aber ich rauch immer viel zu viel, wenn ich darf und trinke. wenn ich rausmuss rauche ich am abend 4 zigaretten und komm mal an die frische luft”

      ein anderer:
      “ich hab auch für das rauchverbot gestimmt. ist eigentlich besser. ich rauch zwar gern, aber im rauch sitzen ist kacke.”

      ich als nichtraucher hingegen hatte mich der wahl enthalten.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 10:20 - Permalink

        Nun ja, es soll auch Niedriglöhner geben, die für die FDP gestimmt haben. Schland ist nun mal das Land der unbegrenzten Unmöglichkeiten ;-)

        • captain c schrieb am 6. Juli 2010 at 16:14 - Permalink

          klar. nur, weil hier scheinbar jeder denkt, “militanten nichtraucher” hätten die “freiheit” der raucher (in einer art konsternierter aktion, einem putsch gleich) beraubt.
          :-)

        • Peter Jörke schrieb am 10. Juli 2010 at 13:35 - Permalink

          Hallo spiegelfechter. Finde die Beiträge ja recht interessant – führt aber zu nichts.
          Was hältst du eigentlich von dem Vorschlag uns räumlich zu trennen. Die Raucher bekommen entsprechend ihrem Anteil ein Gebiet in der Bundesrepublik und die anderen den anderen Anteil. Man müüste sich auch noch darüber unterhalten, wo jeder seinen Platz findet. Danach sind Umzüge durchaus möglich (auch Kurzbesuche), bei uns muss man nicht rauchen – kann aber. Wie die anderen das handhaben, bleibt ihr Problem. Wäre auch ein gutes Konjunkturprogramm mit viel Bewegung. Ist die Überlegung utopisch, dadaistisch oder was?

    106. Peleo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:29 - Permalink

      Vielleicht mal n´bisschen über´n Aschenbecherrand gucken, zum Beispiel nach Schottland . Auch alles Öko-Faschisten mit Pickelhaube und Kilt?
      Oder nach Italien. Oder nach Frankreich.

    107. unbequemer schrieb am 5. Juli 2010 at 22:30 - Permalink

      Ich sitze im ICE, alleine in einem Nichtraucherwagen. Eine Gruppe von 10 Fußballfans steigt zu. Bierflaschen rollen nach wenigen Minuten über den Boden, von hinten gegen meine Füße. Lieder werden gegrölt.

      Ich drehe mich um und sehe vier der Fans rauchen auch noch im Nichtraucherwagen. Ich weise darauf hin – Entschuldigung, aber hier ist ein Nichtraucherwagen – nur EINER drückt seine Zigarette aus, der Rest pöbelt mich an und will mich aus dem Wagen ekeln. Erst recht werden leere Bierflaschen mit den Füßen getreten und rollen auf mich zu. Dem, der seine Zigarette ausgedrückt hat, wird vorgeworfen auf so einen Depp wie mich reagiert zu haben. Er zündet sich wieder eine an.

      Meine hingeworfene Bemerkung, wenn der “Schaffner” kommt, würden sie sicher mit ihrer Haltung keinen Erfolg haben, bringt auch keine Besserung.

      Dann der Hammer – als der Kontrolleur kommt (vermutlich auch Raucher), wird dieses Verhalten nicht bemängelt und mein Hinweis, dass dieses doch ein Nichtraucherwagen sei, wird von dem nicht beachtet (oder er traute sich nicht sich mit der Gruppe anzulegen) und er verlässt den Wagen. Die Fans pöbeln nun noch mutiger weiter. Ich habe dann doch den Wagen verlassen.

      Wenn nun Wirte sagen, sie würden niemanden das Rauchen verbieten, und auch nicht melden, schade das ich nicht überall sein kann – ich würde die anzeigen. Es gibt Beweise für die Folgen von Passivrauchen. Und mir gefällt eine Bezeichnung die Pispers benutzt hat – Raucher sind Selbstmordattentäter.

      Ich würde es begrüßen, wenn Raucher sich in eine kleine Kammer setzen, ohne Frischluftzufuhr, und dort ihre Qualmerei ausüben. Mal sehen, wie lange die das darin aushalten.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 22:37 - Permalink

        Kinder, was Euch immer so tolles passiert. Es ist schon Wahnsinn. Da fahre ich nun jahrelang ICE und mir ist so etwas noch nie passiert. Irgendetwas mache ich wohl falsch.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:58 - Permalink

          Jens,
          Da fährst Du im falschen Zug.

          Es ist schon ein paar Jährchen her, da habe ich Regional (München-Nürnberg, nach einem Fussballspiel) ähnliches erlebt.

          Als ICE-Fahrer bist Du da wohl etwas abgehoben.

          Das war schon interessant.
          Entspricht ungefähr dem, was ‘unbequemer’ geschildert hat.

          Da geht einem als -ähem- Intellektuellen schon einiges durch den Kopf.

          Wenns nicht zu krass wird, habe ich da eine Beisshemmung.

          Ich meine zu verstehen, wieso sie sich so verhalten.

          Man kommt dann in einen reflexiven Zirkel, wo das Faktische und das Normative sich reiben.

          Normalerweise bewege ich mich nicht in solchen -ähem- Kreisen.
          Aber ich glaube, ich verstehe sie, ohne das in irgendeiner Weise zu billigen.

          Da muss ich meine höchsten Vermittlungskünste aktivieren, und falle, wenn ich fix genig bin, in Errinnerungs-Atavismen (so war ich mal oder könnte so sein) zurück, um die Situation zu beherrschen.

          Was eine hohe Kunst ist, die keiner würdigt.

          Aber was schert mich der Snob?

        • Salva schrieb am 6. Juli 2010 at 10:33 - Permalink

          Hab ich auch erlebt: Hier hat der Schaffner aber reagiert und die Raucher aus dem ICE geworfen, 10 Minuten Verspätung für den Rest. Wer ist nun der Böse ?

        • unbequemer schrieb am 6. Juli 2010 at 13:53 - Permalink

          Nun denn, es war auf der Fahrt von Bremen nach Wuppertal. Die Fans waren Dortmunder die in Osnabrück zugestiegen sind.

          Es war auch ein einmaliges Erlebnis. Ich bin diese Strecke ein paar Jahre gefahren. Normalerweise lief es auch ohne solche Probleme ab. Aber es ist eben doch einmal so gewesen.

          In der Nordwestbahn von Osnabrück nach Oldenburg habe ich ähnliches von einem Frauenkegelclub erlebt. Die stiegen in Osnabrück ein und in Essen aus. Die waren aber so nett und boten ihren Schampus in Plastikbechern an und nahmen die leeren Flaschen mit, wenigstens rauchten sie nicht im Zug. Und attraktiver als die männlichen Dortmundfans waren die auch.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 22:44 - Permalink

        Bitter,

        ich geb’s zu.

        Aber ich vermute mal, dass es da um etwas anders geht:

        In Gruppenstärke wehrt man sich gegen Vorschriften in einem weichen Umfeld.

        Und woher kommt das?
        Ich rate mal:
        Es ist das System von SIE benachteiligenden Regeln, wo sie temporär mal unterm Teppich den Aufstand wagen, und ein Mikro-Verbot mit wenig Folgen übertreten.

        Das Kleine als Metapher des Grossen.

        verständlich?

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 22:48 - Permalink

        Und ich dachte, es gäbe keine Raucherabteile mehr?
        Und seit wann sind alle Raucher pöbelnde versoffene Fussballfans?

        • Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 23:03 - Permalink

          Heu! Da war wohl in der Zwischenzeit einer schneller gewesen.

      • Florian schrieb am 5. Juli 2010 at 23:02 - Permalink

        @unbequemer

        Ich sitze im ICE, alleine in einem Nichtraucherwagen. Eine Gruppe von 10 Fußballfans steigt zu.

        Ha ha. Da entlarvt sich jemand als kleiner Lügner.

        Gibt es noch Raucherwagen?

        Seit 1. September 2007 (!) ist Rauchen in Zügen generell nicht mehr gestattet.

        Wenn mich meine Erinnerungen nicht trügen, war auch schon vor 2007 das Rauchen in den normalen Wagons der ICEs nicht mehr gestattet. Deswegen war -meinen Erinnerungen nach- ja immer rund ums Wochenende das Bord-Bistro besonders von reisenden Bundeswehrsoldaten gut besucht. Deswegen war -meinen Erinnerungen nach- ja immer besonders rund ums Wochende das Bistro eine einzige Rauchwolke.
        Des weiteren:
        Die DB bucht ja ICEs immer so, dass ein Fahrgast allein im Abteil sitzt. :-)

        Ich glaube Dir kein Wort und gehe irgendwie stark davon aus, dass Du noch nie mit einem ICE gefahren bist.

        • unbequemer schrieb am 6. Juli 2010 at 13:59 - Permalink

          Es war im Jahr 2002 – lange her – ich hatte eine Frau aus Wuppertal kennen gelernt und sie häufiger besucht – mit dem Zug – und bis 2005 (dann zog sie zu mir) bin ich sehr oft mit dem IC oder ab und zu mit dem ICE gefahren.

          In normalen Zügen ist es schlimmer – wie oft habe ich auf der Strecke Oldenburg – Hamburg Fans vom HSV, Werder Bremen und anderen Mannschaften erlebt. Da hilft nur richtige Planung die Züge mit Fans zu vermeiden. Klappt aber nicht immer.

    108. bayer schrieb am 5. Juli 2010 at 22:33 - Permalink

      I ois a echta baya

      Oiso jezad mus i mi moi aimischn. es preissen es lamentierts do über unseren geliebten Freistaat und ob mia was richtiges oda wos foisch getan hom. des is oba unsane angelegenheit und da hobts es preisen es greislige oanfach a moi staad z san. wan a baya wos song meacht soi a sie aa ois soichana z kenna gem.

      mia san immer no mia und es seids es!

      Oiso trink ma a hoibe!

    109. name schrieb am 5. Juli 2010 at 22:35 - Permalink

      So eine Abstimmung in Berlin, und wir hätten die Ergebnisse von Volkskammerwahlen wie in der DDR. 95 Prozent würden sich in Berlin gegen so ein unsinniges Verbot aussprechen, und das zu Recht.

      Wir haben zwar auch zugewanderte Ökotalibs aus dem Sonstwo, nur denen würde man auf so eine Unsinnigkeit drei Geschichten auf einmal erzählen.

      Meine eigene Erfahrung ist tatsächlich die, daß der nörgelnde Nichtraucher ein Spießer der ganz besonderen Art ist.

    110. WInne2 schrieb am 5. Juli 2010 at 22:38 - Permalink

      Ich finde diese Einschränkung der Freiheit durch Verbote auch umöglich. Niemand zwingt jemanden Lehmann Zertifiakte zu kaufen, niemand zwingt jemanden Konten bei Banken zu eröffnen, die einen dann abkassieren. Niemand zwingt einen in Afghanistan einen Angriffkrieg zu führen und dort mitzumachen. ALso sollte das alles auch verdammt nochmal erlaubt sein! Wer gern in Afghanistan Leute abmurkst, sollte gefällst das Recht dazu haben. Schliesslich muss ich da ja nicht mitmachen, wenn er sich die Freiheit nimmt. Beim Rauchen ist das natürlich oft ein wenig anders, wenn Raucher rauchen sind immer irgendwelche Deppen gezwungen mitzurauchen. Gut das ist ein kleiner Unterschied – aber soviel Freiheit muss nunmal sein. Alles andere ist fiesestes Spiessertum. Ich trink erstmal Rotwein mit Cola und jeder der das hier zur Kenntnis nimmt, muss einen Schluck mitnehmen und dann bitte noch über seine Krankenkassenbeiträge meine Leberzirrosenbehandlung mit bezahlen. Ich bin so frei und tierisch liberal. Prost, pfffffffff.

    111. Victor schrieb am 5. Juli 2010 at 22:38 - Permalink

      Vorweg: Ich bin Nichtraucher, Bewohner eines von Bayern besetzten Gebietes und habe am Sonntag gegen die Verschärfung des Rauchverbots gestimmt.

      Leicht ist mir das aber nicht gefallen. Warum? Nun, erst einmal hatten die Befürworter des Volksentscheids ein paar gute Argumente. Arbeitnehmerschutz gehört definitiv dazu, denn in allen mir bekannten Raucherräumen wurde selbstverständlich vom Personal bedient. Dann war da noch die Beobachtung, dass die angeblich so gut abgetrennten Raucherbereiche in der Praxis derartig offen standen, dass man auch Tage später beim Riechen an der einmal dort getragenen Kleidung noch den Eindruck hatte, man habe nicht nebenan, sondern mitten im Raucherraum gesessen. Die Kennzeichnungen waren auch nur in der Theorie klar erkennbar. Nun, ich will ja mal nicht so sein: Letztlich ist das alles zumindest für mich eher ein kleines Ärgernis gewesen, die Welt braucht nun mal Kompromisse.

      Mein Problem war aber irgendwie auch: Je öfter ich die Infomaterialien, Websites etc. der Verbotsgegner angesehen habe, desto befremdlicher fand ich deren Selbstdarstellung. Kein Eingehen auf die Problematik des Arbeitnehmerschutzes oder auf die unzureichend umgesetzten Bestimmungen. Keine Fakten, die die flächendeckende Verfügbarkeit von Nichtraucherkneipen dargestellt hätten. Stattdessen fast ausschließliche Fokussierung auf Slippery-Slope-Argumentationen, auf Emotion und die eigene Darstellung als “Genussmenschen”. Sicher, das Berufen auf die gemeinsamen Vorlieben findet vielleicht bei anderen Rauchern Beifall, aber wie will man damit jemanden erreichen, der sich nicht etwa den Genuss des Rauchens versagt (wie manche Raucher wohl meinen), sondern für den Rauchen schlicht nicht in die Kategorie “Genuss” fällt? Und wer ist auf die grandiose Idee gekommen, praktisch ausschließlich an Zigarettenautomaten und in Tabakläden zu plakatieren?

      Am Ende hat dann trotzdem meine liberale Gesinnung gesiegt und der Wunsch, den Rauchern ihre kleinen Freuden selbstverständlich auch dann zu lassen, wenn ich ihnen selbst nichts abgewinnen kann. Geschmäcker sind nun mal verschieden.

      Die meisten Abstimmenden haben ihre Gewichtung anders gesetzt. Aber über das Ergebnis wundern brauchen sich die Rauchfreunde bei ihrer Öffentlichkeitsarbeit eigentlich nicht. Wenn man eine Minderheit ist, kann man sich nicht erlauben, Kampagnen zu fahren, die höchstens die eigene Gruppe ansprechen. Und ich habe in diesem Wahlkampf (Volksentscheidkampf?) trotz bestem Willen nicht einmal den Versuch gesehen, auch bei Nichtrauchern Überzeugungsarbeit zu leisten.

      • NJC schrieb am 5. Juli 2010 at 23:01 - Permalink

        “Mein Problem war aber irgendwie auch: Je öfter ich die Infomaterialien, Websites etc. der Verbotsgegner angesehen habe, desto befremdlicher fand ich deren Selbstdarstellung. ”

        Kein Wunder, wenn die Rauchbefürworter zu großem Teil aus der Tabak- und der Gastronomielobby bestehen. :)

    112. Sukram71 schrieb am 5. Juli 2010 at 22:43 - Permalink

      Als militanter Nichtraucher bin ich sogar eingetragenes Matglied im Raucherclub http://www.braustelle.com/ . Wassoll man auch machen? Ohne Rauch kein lecker Helios. Richtig ist das nicht. So die freie Wahl hat man halt doch nicht…

    113. Andreas F. schrieb am 5. Juli 2010 at 22:45 - Permalink

      Ich freue mich – endlich kann ich mich als ehemaliger Raucher (22 Jahre, seit 10 Jahren clean) in sauberer Luft konzentriert und ohne lästige olfaktorische Ablenkungen in das Bourbon-Nirvana saufen.
      Schade nur, das ich nie nach Bayern komme, das macht aber nix, als Berliner habe ich die DDR ja direkt vor der Haustür.

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 22:53 - Permalink

        22 Jahre, seit zehn Jahren clean? Alle Achtung. Ganz tolle Leistung: mit zwölf angefangen und mit 22 aufgehört. Toller Typ. Tolle Moral. Mensch, was bist toll. Muuuuaaaaah.

        • Andreas F. schrieb am 6. Juli 2010 at 08:47 - Permalink

          43 Jahre, mit 12 Jahren angefangen, am Tag nach dem 33stigen Geburtstag aufgehört. Von Moral ist in diesem Thread doch eigentlich sowieso nicht die Rede.

    114. Stephan schrieb am 5. Juli 2010 at 22:49 - Permalink

      Fakten & Vorschlag

      (Fakt 1) Rauchen ist legal.
      (Fakt 2) Rauchen kann (neben Rauchern) auch Nichtrauchern schaden.
      (Fakt 3) Der Schutz dieser Nichtraucher stellt offenbar ein schützenswertes Gut dar, daß bei Konflikt der Rechtsgüter Vorrang gegenüber der Freiheit der Raucher hat.

      Vorschlag:
      (1) Rauchverbot in sämtlichen öffentlichen Einrichtungen (Ja, auch bei Ihnen in Hessen, Herr Bouffier!), selbst wenn diese (..aktuelles Beispiel: Schwimmbäder) ganz oder teilweise Freiluftstätten sind: Vorbildwrikung, Jugendschutz..
      (2) Rauchverbot in sämtlichen Speisegaststätten.
      (3) Rauchverbot vor 20:00 (genaue Zeit diskutabel – Schutz von Kindern!) in allen sonstigen Lokalen (..Bars, Diskos, Bowlinghallen etc..). Daneben steht es den Betreibern frei, ähnlich wie bisher Lösungen (abgetrennte Räume o.ä.) zu finden, wo geraucht werden kann (siehe Fakt 1).
      (4) Abgestufte, ansteigende Bestrafung von Verstößen.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2010 at 22:51 - Permalink

        (3) Rauchverbot vor 20:00 (genaue Zeit diskutabel – Schutz von Kindern!) in allen sonstigen Lokalen (..Bars, Diskos, Bowlinghallen etc..). Daneben steht es den Betreibern frei, ähnlich wie bisher Lösungen (abgetrennte Räume o.ä.) zu finden, wo geraucht werden kann (siehe Fakt 1).

        Du wirst vielleicht lachen, aber genau dieses pragmatische Modell gab es in der DDR. Da wurde erst nach der Essenszeit die Ascher ausgeteilt.

        • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 23:06 - Permalink

          kluge Leutz,

          die beste Zigarette ist die nach dem Essen.
          Mein Körper hat mir nie verraten, wieso das so ist.

          Jetzt muss ich raus in die Finsternis, zum Pilz, und die Nichtraucher wissen überhaupt nicht, was sie verpassen.

          Die Einheit der Welt ist zerstört!

        • volkix schrieb am 6. Juli 2010 at 13:49 - Permalink

          aber genau dieses pragmatische Modell gab es in der DDR. Da wurde erst nach der Essenszeit die Ascher ausgeteilt.

          Genau. Sehr pragmatisch. Das Rauchen in Gaststätten war in der Regel zwischen 11 und 14 Uhr “unerwünscht”. Das ist – frei nach Günther Grünwald – so, als ob in Schwimmbädern Hinweisschilder angebracht würden, auf denen das Publikum ersucht wird, zwischen 17 und 20 Uhr nicht ins Wasser zu pinkeln.

      • nasowas schrieb am 5. Juli 2010 at 23:22 - Permalink

        @114. Stephan

        Fakten & Vorschlag

        (Fakt 1)Alkohol ist legal.
        (Fakt 2)Alkohol kann (neben Trinkern) auch Nichtrinkern schaden.
        [Rauferei, Alkohol am Steuer etc. pp]
        (Fakt 3) Der Schutz dieser Nichtrinker stellt offenbar ein schützenswertes Gut dar, daß bei Konflikt der Rechtsgüter Vorrang gegenüber der Freiheit der Trinker hat.
        Vorschlag:
        (1) Alkoholgenuß ist nur noch in Klöstern erlaubt!?

        …wat nu? … à votre santé!

        • Gideon schrieb am 5. Juli 2010 at 23:31 - Permalink

          rofl, genau, rauferei und alkohol am steuer sind ja auch erlaubt!!! is klar, eigentor ole!

          • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 12:00 - Permalink

            Klar, weil das die Besoffenen auch davon abhält….
            Die Gefahr für Leib und Leben durch Besoffene besteht trotzdem, auch wenn die Säufer hinterher bestraft werden.

            Soviel zum Thema “Eigentor”. Erst denken, dann schreiben….

    115. Braunes Hartz schrieb am 5. Juli 2010 at 22:50 - Permalink

      Mich persönlich betrifft die Problematik kaum, da ich kein Kneipengänger bin. Ich möchte aber den Rauchfans zu bedenken geben, daß Lokale eine soziale gesellschaftliche Funktion erfüllen. Wenn Nichtraucher manche Lokale nicht besuchen können, werden Sie von diesen sozialen Kontakten, die eben gegebenenfalls nur gerade in bestimmten Lokalen stattfinden oder wo sich ein bestimmter Kreis trifft, ausgeschlossen. So einfach, wie sich es manche mit dem Argument machen, daß man nicht in eine Raucherkneipe zu gehen bräuchte und man selbst schuld sei, wenn man dorthingeht, ist es eben nicht.
      Man muß sich eigentlich nur mal vorstellen, es hätte bisher überhaupt keinen Tabakrauch gegeben und jemand käme so in ein Lokal, steckte einen weißen Papierstengel in Brand und blaste seinen ahnungslosen Mitmenschen den Rauch um die Ohren. Man würde ihn wahrscheinlich abholen und in die Psychatrie stecken. Nur weil sich ein Zustand mit viel kommerziellen Werbeaufwand so eingebürgert hat, macht diesen weder normal, noch rechtfertigt er ihn. Ich halte dieses Verbot einfach für ein längst fälliges Gebot der Vernunft, des Anstandes und der Unverletzlichkeit des Mitmenschen, was man sich auch beim Spiegelfechter einmal durchdenken sollte.

      • name schrieb am 5. Juli 2010 at 23:00 - Permalink

        Du bist tatsächlich kein Kneipen- oder Clubgänger, sonst würdest du wissen, daß dort eine gewisse eigene Kultur von Herzen gelebt wird, bei denen niemand etwas zu suchen hat, der diese Form des Sozialen zerstören will.

        • Braunes Hartz schrieb am 5. Juli 2010 at 23:35 - Permalink

          Den Dreher im letzten Teil Deines Satzes habe ich zwar nicht verstanden. Ich habe aber tatsächlich in diesem Jahrtausend noch keine inländische Kneipe besucht und vermisst habe ich eigentlich nichts.

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 23:02 - Permalink

        Tja, man sollte auch in Pornokinos pornografische Darstellungen verbieten, denn was macht man, wenn man in so ein Pornokino hinein will, um soziale Kontakte knüpfen zu wollen, man aber selbst pornografische Darstellungen ekelhaft findet?

        Es geht, wie es Spiegelfechter schon so ähnlich gesagt hat, lediglich um die vollständige Durchsetzung der Mission der fanatischen Nichtraucherfraktion. Die können einfach nicht anders. So wie man an Gehirnen von Mördern feststellen kann, dass bestimmte Hirnregionen auffallend aktiver sind als bei normalen Menschen, ließe sich bei ihen wohl auch eine Gehirnegion zeigen, die auffallend aktiv sind. Wahrscheinlich sind das dieselben Gerhirnregionen, die auch bei fanatischen Rechtsradikalen aktiv sind.

    116. Chris schrieb am 5. Juli 2010 at 22:59 - Permalink

      Selbst der obligatorische Hitlervergleich (mit Bild!) fehlt hier nicht.

      Der Artikel lässt sich kurz so zusammenfassen:

      “Ich will in der Öffentlichkeit rauchen, und mir ist es scheißegal, ob es meine Mitmenschen stört oder nicht. Schließlich hat es Ingrid Berman auch nicht gestört. Und Hitler … äh … der war auch Nichtraucher! Aber deswegen war er auch kein besserer Mensch!”

      Ach ja, und Nichtraucher sind selbstverständlich kulturlose Rindviecher.

      Bravo! Weiter so!

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 23:08 - Permalink

        Nein, Spiegelfechter möchte dort rauchen können, wo sich Raucher zusammenfinden und wohin Nichtraucher auch selten den Weg finden.
        Es gibt in ganz Deutschland kaum noch Restaurants, wo geraucht wird, ja es gibt sogar Kneipen, in denen das Rauchen verboten ist und wo sich Raucher draußen vor der Türe treffen.
        Niemand ist gezwungen in eine Kneipe zu gehen, die sich als Raucherkneipe bezeichntet.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:41 - Permalink

          Es gibt in ganz Deutschland kaum noch Restaurants, wo geraucht wird, ja es gibt sogar Kneipen, in denen das Rauchen verboten ist und wo sich Raucher draußen vor der Türe treffen.

          Das sollte eigentlich der gesetzliche Normalfall sein, daß Rauchen verboten ist, ohne den ersten Halbsatz, daß es Restaurants geben gibt, wo eh nicht geraucht wird. Ich weiss nicht wo du lebst, aber nach meinem Empfinden haben sich fast 90 % aller Gaststätten zu Raucherklubs erklärt, auch dort, wo sich ggfs Jugendliche zu Billardspiel etc trafen. Die sind nun ausgesperrt, ebenso wie Familien. Weil Wirte 10 % der Gäste nicht wehtun wollten, müssen andere nun leiden, und es gibt eben keine Alternativen.

          Außerdem ist es traurig, daß dein (und wie du unterstellst auch Spiegelfechters) Freundeskreis über Raucher/Nichtraucher definiert wird. Daß sich evtl auch mal Leute was zu sagen haben, deren Überschneidungen woanders liegen, und ein Teil davon für einen Kneipenabend gern ohne verqualmte Klamottenund kratzenden Hals überstehen würde, ist dir somit fremd.

    117. Sukram71 schrieb am 5. Juli 2010 at 23:04 - Permalink

      Das mit dem Rauchen ist im Grunde so, als wenn Motoradfahrer gewohnheitsmaessig ihr Motorad mit in ne Kneipe nehmen wrden und dort mal ordentlich Standgas geben. Dann wuerden ja auch alle sagen: Der tickt nicht ganz sauber und stinkt uns die Bude mit Abgasen voll. Tolles Krad hin oder her.

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 23:11 - Permalink

        Nein, das mit dem Nichrauchverbot ist so, als wolle man in Tanzlokalen das Tanzen verbieten.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 23:11 - Permalink

        eine schräge Metapher ist auch ne Metapher.

        Danke.
        das hat mich erleuchtet!

      • name schrieb am 5. Juli 2010 at 23:13 - Permalink

        Noch nie einen Schrauber mit Motorrad getroffen oder gesprochen?

    118. Namal schrieb am 5. Juli 2010 at 23:15 - Permalink

      Mit Abstand der blödeste Artikel, den ich hier lesen musste! Mit den raucherkneipen sterbe ein stück kultur….lächerlich!

    119. Erstkommentar schrieb am 5. Juli 2010 at 23:17 - Permalink

      Das ist jetzt einfach mal nötig. Ich habe mich sehr, sehr gefreut, dass gerade die Bayern einen weiteren Schritt in Richtung der Ächtung des Rauchens unternehmen. An Tabak sterben jährlich hunderttausende von Menschen, und wir werden beim Terrorismus panisch (gemacht)… (zweckgebundene Tabacksteuererhöhung 2002) Aber die Raucher sterben ja nicht einfach so. Vorher kommt der Krebs und den muss ich bezahlen, mit meinen Krankenkassenbeiträgen. Das ist noch wesentlich unmoralischer, als ein Staat, der sich per Fiskus an den Rauchern bereichert. (Obwohl letzteres auch nicht gerade prickelnd ist…)
      Mir ist überdies unveständlich, warum jemand, der sich kein Nervengift ins Gehirn pumpen oder die Lunge zuteeren will, gleich LUSTFEINDLICH sein soll. Das ist doch wirklich lächerlich! Es geht nicht um bessere oder schlechtere Menschen oder gar um Freiheit (welch idiotische Argumentation im gesellschaftlichen, rechtsstaatlichen, demokratischen Kontext), sondern, wenn man denn einen Volksentscheid nicht für sich stehen lassen, sondern sich auf moralische Argumentationen einlassen will, um die Achtung vor dem eigenen Körper und dem Wunder, das er darstellt. Und damit kann man jede Menge Genuss haben, auch ohne ihn zu zerstören. ; )

      • brandubh schrieb am 5. Juli 2010 at 23:31 - Permalink

        Was für ein dummes Gesülze von Moralaposteln so daherkommt. Mach doch mit deinem Körper, was du willst, ohne ihn zu zerstören, aber schreibe anderen nicht vor, was sie mit ihrem Körper machen sollen.
        UInd außerdem, fast keiner stirbt einfach nur so und wenn, dann ist er zu beneiden.

        • Erstkommentar schrieb am 6. Juli 2010 at 06:34 - Permalink

          Das Problem ist doch ganz einfach zu lösen.
          Der Ruf nach Volksentscheiden ist -auch hier beim SF- immer dann zu hören, wenn man eigene Interessen verwirklichen will. Wird dann mal einer durchgeführt, dessen Ergebnis einem nicht passt, ist das Volk dann plötzlich dumm und unzurechnungsfähig. Demokratie heißt, eine Entscheidung der Mehrheit akzeptieren zu können. Rechtsstaat heiß, die Gesundheit anderer zu schützen, was nötig ist, da ein Raucher eben nicht nur für sich raucht, im öffentlichen Raum, sondern auch für andere.
          Der Spiegelfechter selbst hat hier aber eine ethisch-moralische Diskusssion eingefädelt, als er von FREIHEIT sprach. Und da muss ich doch sagen, dass die Würde eines Menschen wichtiger ist, als seine Freiheit. Es ist schwierig zu sagen, wann beides kollidiert, aber Menschen, die ankündigen, sich selbst umzubringen, oder gegenseitig aufzuessen, nimmt man auch ihre Freiheit, trotz möglichen genusses bei letzterem. Ich seh da keinen großen Unterschied zum Rauchen. Letzteres hat eine Lobby.

    120. Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 23:20 - Permalink

      Na Jens,

      Bist Du zufrieden?
      Das war ja ein Wespennest!

      Die Welt in ‘ner Erbse.

      War mir erstmal auch nicht klar.

      Hat ja schon fast William Blake’sche Dimensionen (ins mikroskopische).

      Da finden wir Deutschen ja die ganze Welt.
      Ist kein englisches Patent!
      Da sind wir stur.

      Gratulation.
      Gute Nacht.

      War amüsant.

      • Groo schrieb am 5. Juli 2010 at 23:23 - Permalink

        PS:
        mein Versuch, die Proportionalität wiederherzustellen, ist total gescheitert.
        Hab’ ich auch was gelernt.
        (Hoffentlich versteht das keiner.)

    121. nobody schrieb am 5. Juli 2010 at 23:25 - Permalink

      Cool wieder ein Artikel der garantiert von keinem Nichtraucher stammt.

      Rauchen als Genussmittel. Hmm warum wissen dann die meisten Raucher nicht mehr warum sie überhaupt mit dem Rauchen angefangen haben und rauchen jetzt nur noch aus Gewohnheit bzw. weil sie nicht mehr ohne können.

      Aber hey Leute die von nem Abend in einem verqualmten Club Atembeschwerden bekommen, sind halt einfach nicht so stilsicher wie die ganzen rauchenden Stars auf den Artikelfotos.

      Klar das Hitler auch noch als Totschlagargument herhalten muss. Da kommt sich als Leser irgendwie auf den Arm genommen vor. Ist das hier nur kleiner satirischer Versuch um die Reaktion der Leserschaft zu testen?

      Herzlichen Glückwunsch! Hat geklappt!

      in diesem Sinne
      Hitler war Vegetarier!!!!

      • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 00:06 - Permalink

        @121. nobody

        nem Abend in einem verqualmten Club Atembeschwerden …

        Mensch friß chlobilou! “;-)==~~~”

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 10:26 - Permalink

        Hitler war Vegetarier!!!!

        … und Tierfreund ;-)

    122. Djafar schrieb am 5. Juli 2010 at 23:29 - Permalink

      Der liebe Spiegelfechter hat schon recht, wenn er sowas schreibt. Mal ganz davon abgesehen ob er jetzt raucher ist oder nicht. Denn hierbei geht es um das Prinzip; es geht um eure eigene Mündigkeit. Will mal hier einige sehen, die z.B leidenschaftlich gerne Ballerspiele spielen, und das soll ganz verboten werden. Das geheule wird groß sein. Und das nur als Beispiel. Es geht hier nicht nur um das Rauchen; sondern dass einige Moralapostel ihre Meinungen und Ansichten durchbringen. Und das kann auch eure Interessen beeinträchtigen, wenn die einmal Blut geleckt haben. Aber Raucher sind mörder. Und alle Zocker sind im Grunde Amokläufer; alle die Pornos gucken sind Triebtäter usw.,….Trottel.

      • Namal schrieb am 5. Juli 2010 at 23:36 - Permalink

        Wieder einer, der nix verstanden hat. Niemand hat generel das rauchen verboten! Dass passivrauchen tödlich sein kann, ist eine tatsache und keine moral! Ich habe ein recht darauf gesund zu leben und nicht jedesmal den atem anhalten zu müssen, wenn ein raucher in der nähe grade seine giffte “genießen” möchte.

        • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 00:12 - Permalink

          Dass Passivrauchen töten soll, ist unwissenschaftlicher Unfug und Propaganda.
          Ein Nichtraucher müsste schon sein ganzes Leben lang in einem Rauch verqualmten Zimmer eingesperrt sein, um die Dosis Schadstoffe inhalieren zu können, die ein Raucher in nur wenigen Tagen inhaliert.
          Rauchen ist ein Belästigung, Belästigungen kann man aus dem Weg gehen. Ich muss in keine Raucherkneipe gehen, wenn ich nicht rauche. Ich gehe ja auch nicht als Nichtschwimmer ins Hallenbad und fordere den Bademeister auf, das Wasser abzulassen, damit ich auch in den Pool hinein kann.

          • se1f schrieb am 6. Juli 2010 at 01:17 - Permalink

            Sorry, das ist einfach falsch!

            Passiv Rauchen ist fast so ungesund wie selber zu rauchen. Zu dem Thema gibt es hunderte wissenschaftliche Studien und ist allgemeine Lehrmeinung. Unterhalten Sie sich mal mit einem Pulmologen…

            • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 14:26 - Permalink

              Ähem, mitnichten gibt es davon Studien. Alle, die ich bisher zu dem Thema kenne, basieren nur auf obskuren Schätzungen, wobei die eine Studie mehr mehr übertreibt als die andere. Aber richtige Zahlen, die auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, die findest Du bis heute nirgends.

    123. Volker Birk schrieb am 5. Juli 2010 at 23:37 - Permalink

      Der Rauch riecht scheusslich für Nichtraucher, die Klamotten stinken zum Himmel, die Augen tränen und brennen. Aber das ist alles nicht der Punkt.

      Als einer der seltenen Fälle, bei dem passives Nichtrauchen nachweislich zu Gesundsheitsschäden geführt hat (üblicherweise kann man das nur statistisch zeigen, dort aber klar tausende von Todesfällen jährlich in Deutschland durch Nichtrauchen vorrechnen) kann ich Dir sagen:

      Rauchen macht Nichtraucher krank und tötet viele davon. Das ist das Problem. Und spätestestens das finden eine Menge Nichtraucher überhaupt nicht witzig.

      Es geht nicht um Toleranz. Es geht nicht um Geruchsbelästigung. Es geht nicht um tränende Augen.

      Es geht um Bronchitis, Astma, Lungenkrebs, und zwar für unfreiwillige Mitraucher.

      Rauchen macht krank und tötet: aber eben nicht nur den Erwachsenen, der sich dafür entschieden hat, das Risiko gegen den Genuss zu tauschen.

      Und sorry, da hörts auf. Da hat der Knopf ein Loch, wie man dort sagt, wo ich herkomme.

      Deshalb bin ich dafür, dass Raucher rauchen dürfen, so viel sie wollen. Es steht jedem erwachsenen Menschen frei, was sie oder er mit ihrem bzw. seinem Körper macht. Aber niemand hat das Recht, andere zu schädigen.

      Deshalb und nur deshalb muss Rauchen bei Anwesenheit von Kindern und im öffentlichen Raum verboten werden. Und es muss überall dort verboten werden, wo der Arbeitsschutz greift.

      Falls Du das für Militanz hältst: ich bin für Raucherséparées. Ich sehe keinen Grund, Leuten das Rauchen zu verbieten, solange sie Dritte nicht schädigen.

      Viele Grüsse,
      VB.

    124. Mel schrieb am 5. Juli 2010 at 23:40 - Permalink

      Eins ma vorweg: bin Nichtraucher

      Trotzdem kann ich Dir nur beipflichten. Mir geht dieser Gesundheitstaliban sowas von dermassen auf den Zeiger, daß ich glatt anfangen könnte zu rauchen bloss um denen einen reinzuwürgen… *knurr*

      Diese “wir-beglücken-euch-alle-mit-gesundem-Lebensstil-auch-wenn-ihr-nicht-wollt” Fanatiker kommen bei mir in den gleichen Eimer, wie religiöse Fanatiker. Und genau aus diesem zwanghaft-religiösem Beglückungswahn können die auch net vor der Tür des Raucherseparées stehen bleiben. Da ziehen keine logischen Argumente mehr – die glauben, sie wüssten besser was gut für andre ist, als diese andren selbst. Der Nichtraucherschutz, den sie hier wie eine Monstranz vor sich hertragen ist doch nur noch Vehikel zum Zweck allen den eigenen Lebensstil aufzuzwingen.

      • Namal schrieb am 5. Juli 2010 at 23:44 - Permalink

        Hey, warum eine promillegrenze! Die gesundheitsfanatiker können doch zu hause bleiben, wenn sie angst davor haben im straßenverkehr mit einem betrunkenen zusammen zu stoßen!

        Und auch wenn ihr dies tausendmal wiederholt! Primär sorgt sich der nichtrauicher um seine eigene gesundheit bei dieser thematik und nicht um die gesundheit des rauchers.

        • Glawen schrieb am 5. Juli 2010 at 23:59 - Permalink

          Dann war es doch perfekt ;-)
          Es gab Kneipen in denen geraucht werden durfte und andere in denen nicht geraucht werden durfte. Es gab also einen Kompromiss, wie es auch den Kompromiss mit 0,5 Promille gibt.
          Da es meiner Meinung nach in den meisten Städten mittlerweile genug rauchfreie Restaurants, Kneipen etc gibt kann ich mir nicht mehr vorstellen, dass es Leuten die für ein absolutes Rauchverbot sind um ihre Gesundheit geht. In den Städten in denen ich in letzter Zeit in Kneipen war, waren immerhin 3 Bundesländer, hatte ich nie Probleme eine Nichtraucherkneipe zu finden.

          Im übrigen hast Du einen spitzen Artikel geschrieben Jens. 230 Kommentare in gut 6 Std, wenn das nicht mal kontrovers ist :-)

          • Flying Circus schrieb am 6. Juli 2010 at 10:58 - Permalink

            Es gab also einen Kompromiss, wie es auch den Kompromiss mit 0,5 Promille gibt.

            Verursachst Du allerdings mit 0,5 Promille Alkohol im Blut einen Unfall, bist Du fällig. Das nur mal am Rande. Dann gibt es Ärger mit Polizei und Versicherungen.

            Ansonsten bin ich als Nichtraucher gegen eine Bevormundung der Raucher – von mir aus könnt Ihr rauchen, wie Ihr wollt.
            Woran mir etwas liegt, ist, daß ich in einer Gaststätte in Ruhe essen kann, ohne dabei Rauch inhalieren zu müssen. (Die “Zigarette danach” mag für Raucher der höchste Genuß sein, mir versaut sie, der ich mein Essen noch freudig erwarte oder vor mir stehen habe, schlicht den Appetit. Mir reicht es aber als tolerantem Menschen schon, wenn es in meiner Nähe eine Gaststätte gibt, wo ich rauchfrei essen kann, es müssen nicht alle “rauchfreie Zonen” sein)

            Den Ton hier, den könnten allerdings beide Seiten mal ein wenig entschärfen. Sachliche Argumente gerne, aber Vergleiche wie “Alkohol abschaffen – schädigt andere” mit ausdrücklichem Verweis auf den Straßenverkehr sind – Entschuldigung – hirnrissig. Wie oben bereits angerissen, wird Trunkenheit im Straßenverkehr auch heute schon geahndet. Spätetens, wenn es knallt.

            Am Rande oute ich mich hier als meine Gesundheit mittels Single Malt Whisky zersetzender Genießer. *g* Ich kann daher Eure “Genuß”-Argumente durchaus nachvollziehen.

            In diesem Sinne: seid nett(er) zueinander. ;-)

            • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 13:11 - Permalink

              Bis 0,3 ist man, soweit ich weiß, auf der sicheren Seite, es sei denn man ist Fahranfänger. Selbst wenn es knallt. Von daher ist das Argument gar nicht einmal so hirnrissig. Besonders da es auch viele Verfechter der 0,0 Promillegrenze gibt. Toll ist es dennoch nicht.
              Ansonsten stimme ich dir allerdings zu. Besonders in Hinblick auf die sachlichen Argumente und den Ton. Aber natürlich auch auf rauchfreie Gastronomie. Ich kann da rauchen nicht ab aber alle müssen von mir aus nicht rauchfrei sein.

        • Mel schrieb am 6. Juli 2010 at 00:11 - Permalink

          Lies bitte meinen ersten Satz noch mal. Schaum vorm Mund sieht offensichtlich nicht nur nicht gut aus sondern beeinträchtigt wohl auch die Fähigkeit gelesenes zu verstehen…

    125. Mir schrieb am 5. Juli 2010 at 23:51 - Permalink

      Sehe zwar das spezielle Problem, da das Rauchen weit verbreitet ist, aber insgesamt – entweder man verbietet deutlich ungesunde Genußmittel, oder man erlaubt alle. Alkohol ist der gleiche Blödsinn, mit diesen ganzen unsinnigen Einzelvorschriften und selektiven Sondersteuern. Auch Hunde und fettige Pommes müssten Weg, ebenso wie Extremsportarten und Autos, Helikopter, Flugzeuge, Radfahren nurnoch in Hallen mit Stützrädern und SWAT Montur, alles Teufelszeug.
      Ich kann deinen Aufschrei hier also schon verstehen, sehe das, da Opiate, Cannabis, S-Bahn Surfen und co bereits Verboten sind, aber eher nicht als Dammbruch, über den man sich nun besonders aufregen müsste, nur eine weitere inkonsequente und selektive Benachteilung. Erinnert mich an diesen Alcopop Schwachsinn, mit dem Jugendliche (welche vor den Alcopops bekanntlich chronisch abstinent in Klöstern lebten) das Saufen anfangen sollten. Dafür gibts jetzt Bierpops mit den gleichen Charakteristika und niedriger Steuer wie bei anderen Bieren, Zigarre vs Kippe, Ballerspiel vs Ballerfilm, Gotcha vs Wehrpflicht, Verbot für miefige Kleinwagen in Innenstädten bei Erlaubnis für große Stinker etc.
      Die Kippe musste nun halt gehen, weil sie in bestimmten Kreisen out und damit Abschußfähig war.

      • Namal schrieb am 5. Juli 2010 at 23:57 - Permalink

        Und auch dir muss es mal gesagt werden, da du vor lauter panik es anscheinend nicht mitgekriegt hast: Wer jemandenen gegen seinen willen mit schädlichen genußmitteln füttert, bekommt eine körperverletzungsklage an hals. Ebenso bekommt jemand der mit alkohol, extremsportarten, hunden, helicoptern, fettiger pommes, flugzeugen und radfahren, jemand ANDERS gesundheitlich schädigt? Ist es für euch raucher wirklich so schwer zu verstehen, dass euch niemand das rauchen DRAUßEN und PRIVAT verboten hat?

        • Mir schrieb am 6. Juli 2010 at 00:22 - Permalink

          ? Erstens stört mich das Rauchverbot nicht und zweitens meinen Dank für die Demonstration mit welchem Mindset ihr Verbotsjungens so unterwegs seit. Flugzeuge und Helikopter schädigen btw. ständig unbestraft andere – auf eine ziemlich ähnliche Weise wie das Rauchen. Wobei jetzt nicht weiss, wieviele Stangen Kippen man anderen ins Gesicht qualmen müsste, um auf den Schaden eines Fluges in einem Flugzeug zu kommen ;)
          Btw. geht es bei dem Verbot um das Schädigen anderer, welche mit dieser Schädigung einverstanden sind, also duckt euch besser ihr Frittenverkäufer, Namal braucht ein Ziel für seinen nächsten Kreuzzugsausflug ;)

          • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 00:41 - Permalink

            Dass grade suchtabhängige raucher vom mindset reden müssen ;)
            Flugzeuge, helicopter und selbst fettige fritten erfüllen, selbst wenn sie eine schädliche wirkung haben, primär einen anderen zweck als den benutzer und die umstehenden leute krank zu machen, Und nun erzähl nochmal was vom mindset.

            • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 00:59 - Permalink

              Auch Tabak hat nicht den primären Zweck, irgendjemanden krank zu machen.

            • Mir schrieb am 6. Juli 2010 at 01:01 - Permalink

              Mit anderen Worten es ist eine Verschwörung von Ärzteschaft und Pharmaindustrie um Patienten zu erzeugen ? Der Nordkoreaner um uns auszurotten und unsere Schrebergärten zu übernehmen ? Sind die Raucher bewußt involviert oder Braingewaschen ?
              Gut dass du es aufgedeckt hast, jetzt sehe ich es auch in einem völlig anderen Dunst ;)

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 00:24 - Permalink

        Richtig.

        AAAlles in den Untergrund.
        Verbieten. Weg.
        Teufel.
        Hölle.

        Was Alcopops betrifft, sind das programmierte Bedürfnisse der Industrie.

        Da sind wir uns einig.

        Auf Rauchen trifft das auch zu.
        Das ist auch ein programmiertes Bedürfnis .
        Alkohol: Prohibition.

        Worum es geht, ist: veränderte Bewusstseinszustände, die dazu da sind, den NORMALEN Zustand zu relativieren.

        Simpler Bezug:

        Rausch bezeichnet einen Zustand veränderter Wahrnehmung und Befindlichkeit, der durch unterschiedliche Substanzen, in unserem Kulturkreis in erster Linie Alkohol, herbeigeführt wird. Eine Unterteilung in einfacher und pathologischer Rausch ist aus medizinischer Sicht nicht angebracht, da erstens die Datenlage zu sog. „pathologischen Räuschen“ spärlich ist und zweitens der einfache Rausch schwerlich als nicht-pathologisch bezeichnet werden kann.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Rausch

        Die Fanatiker verstehen die Frage nichtmal:

        Wozu dient der Rausch?
        Nun:
        Die konventionelle Realität infrage zu stellen.

        Deshalb die Affinität der Kreativen zu ‘Rauschzuständen’.

        Ist das so schwer zu verstehen?

        Das Leben ist lebensgefährlich, Herrschaften!
        Ob der Rausch statistische gesundheitliche Effekte hat, ist angesichts dessen, worum es ESSENTIELL geht, IRRELEVANT!
        ‘Gesundheit’– Herrschaften, ist ein NORMATIVES Konstrukt.
        Gesundheitsapostel sind für mich krank, weil sie das Ganze nicht im Auge haben.
        Wer könnte mir widersprechen?

        Da befinden wir uns schnell in einer Zone des Reflexiven, die mich persönlich schlicht verzweifeln lässt, ob der Dummheit der Thesen, die sich da über die Meinungsfläche
        ausgiesst.

        Sorry, Freunde.

        Der Alltagsverstand fühlt sich gefährdet durch abweichende Bewusstseinszutände.

        Man lese nur mal eine Minute Foucault.

        Diese Differenz zur Konvention ist NOTWENDIG, um die Gesellschaft aus anderer Perspektive zu sehen, sonst bewegt sie sich nicht!
        Das ist die Rolle von Drogen IMMER gewesen!
        was nicht heissen soll, dass man den Wallstreet-Koksern nicht MASSIV auf die Nasen klopfen sollte.
        Aber was tut man?
        Man fängt bei den Rauchern an!
        Putzig!

        Ich lese hier soviel bornierte Kommentare, dass ich mich bei einem Top-Blog wie SF nur wundern kann.

      • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:34 - Permalink

        Sehe zwar das spezielle Problem, da das Rauchen weit verbreitet ist, aber insgesamt – entweder man verbietet deutlich ungesunde Genußmittel, oder man erlaubt alle.

        Wenn Raucher auf das Ausatmen verzichten, habe ich kein Problem damit, es wie jede andere Droge zu bahndeln. Wenn jemand neben mit ein Bier zuvile kippt, bin ich nicht gewzungen, es nach ihm auch noch zu trinken.

    126. WInne2 schrieb am 6. Juli 2010 at 00:02 - Permalink

      Okay ich hab s verstanden: Morgen starte ich ein Volksbegehren für ein Fickverbot in Swingerclubs. Ich finde, diese Regelung mit getrennten Räumlichkeiten für Penetrierer und nicht Penetrierer hat sich nicht bewährt – es kommt immer wieder zu Schwangerschaften.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 00:04 - Permalink

        Viel erfolg!

    127. Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 00:06 - Permalink

      Nachdem ich’s jetzt hier schon wieder 100x lesen musste:

      Die Einstellung “Niemand zwingt einen, in Raucherkneipen zu gehen” ist keine Lösung, spndern pure Augenwischerei, die an der Realität völlig vorbeigeht. Man sucht für gewöhnlich weder seine Freunde nach ihren Rauchgewohnheiten aus, noch ist für die rauchenden Mitglieder der Gruppe ein rauchfreier Ort (so man einen finden sollte) akzeptabel. Was passierte nun früher in der Praxis? Man gab als Nichtraucher nach und ignorierte den Rauch so gut es ging. Nochmal Klartext: Der Ausgeh-Akt mit Freunden _an_sich_ ist immens viel wichtiger als die Frage ob geraucht wird oder nicht. So gut wie _niemand_ würde auf die Idee kommen, lieber zu Hause zu bleiben, als diesen Wermutstropfen zu schlucken.
      Jetzt kommt der entscheidende Satz:
      Ein Staat, der auch nur halbwegs wirksamen Nichtraucherschutz betreiben will, hat daher IMO keine andere Wahl, als das Rauchen in öffentlichen geschlossenen Räumen generell zu verbieten. Man kann natürlich gegen Nichtraucherschutz sein, aber das wäre dann eine ganz andere Debatte.

      Zum Thema Raucherraum: Finde ich an sich als Kompromiss nicht ganz übel. Wenn im Gesetz gestanden wäre, solche Räume sind erlaubt, wenn dort nichts ausgeschenkt wird, keine Musik läuft und keine Sitzmöbel vorhanden sind (sprich: keine Anreize, an diesem Ort zu verweilen), dann wäre mir das lieber gewesen. Auch die Ausnahmegenehmigung bei evtl. zukünftigen technischen Lösungen, sofern deren Wirksamkeit nachgewiesen wäre, hätten mich im Gesetz nicht gestört. Stand hier aber alles nicht zur Debatte. Sondern die Wahl war:

      a) Die bestehende, nach meiner subjektiven Einschätzung etwa in der Hälfte der Fälle nicht funktionierende (insbesondere durch die ausgesetzte Kontrollpflicht) Regelung beibehalten.

      b) Das Rauchen in öffentlichen Räumen ganz zu verbieten und den Rauchern die IMO nicht unendlich grausame Verpflichtung aufzuerlegen, ihr Bedürfnis bitte draußen zu erledigen.

      Es ging _nicht_ um ein totales Rauchverbot! Das wäre – zu Recht – auch nicht durchgekommen.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 00:15 - Permalink

        Hoffentlich wird es demnächst keine Kneipen mehr geben, mit denen du mit deinen rauchenden Freunden hingehen kannst. Dann kannst du dort alleine hingehen und Nichtraucher treffen.
        Deine Freunde können dann ja zu Hause rauchen und trinken. Viel Spaß.

        • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 00:47 - Permalink

          Das wird nicht passieren, keine Sorge.

      • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 00:18 - Permalink

        Naja als es kaum Nichtraucherkneipen gab, sind wir regelmäßig im Freundeskreis in Raucherkneipen gegangen, gab ja keine andere Alternative. Nun gehen wir immer in Nichtraucherkneipen, ob Raucher dabei sind oder nicht. Mich hat es immer gestört, dass es keine Nichtraucherkneipen gab aber bei uns in der Gruppe lag das nicht an den Rauchern.

        Ich will ja nichts gegen Deine Freunde sagen, aber wenn für Dich der Satz gilt:

        Was passierte nun früher in der Praxis? Man gab als Nichtraucher nach und ignorierte den Rauch so gut es ging.

        Ein Staat, der auch nur halbwegs wirksamen Nichtraucherschutz betreiben will, hat daher IMO keine andere Wahl, als das Rauchen in öffentlichen geschlossenen Räumen generell zu verbieten. Man kann natürlich gegen Nichtraucherschutz sein, aber das wäre dann eine ganz andere Debatte.

        , dann bist Du ja auf Grund von Gruppenzwang für eine absolutes Rauchverbot in geschlossenen Räumen oder habe deine Sätze falsch verstanden? Dann hast du vielleicht doch die falschen Freunde, wenn du deine Freunde nur mit dem Gesetz davon abhalten kannst dich zu etwas zu zwingen, was du nicht möchtest.

        • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 00:43 - Permalink

          dann bist Du ja auf Grund von Gruppenzwang für eine absolutes Rauchverbot in geschlossenen Räumen oder habe deine Sätze falsch verstanden?

          Genau

          Dann hast du vielleicht doch die falschen Freunde, wenn du deine Freunde nur mit dem Gesetz davon abhalten kannst dich zu etwas zu zwingen, was du nicht möchtest.

          Niemand zwingt. Ich sagte schon, die meisten Leute richten ihr Weggehverhalten _nicht_ nach den Rauchgewohnheiten aus. Die Raucher machen halt einfach mehr Druck. Und ich würde auch niemals eine ungemütliche Nichtraucherkneipe einer gemütlichen Raucherkneipe vorziehen. Dafür ist der unmittelbare Belästigungsfaktor einfach zu klein. Aber die langfr. Schäden sind eben trotzdem da -> daher: Nichtraucherschutz oder kein Nichtraucherschutz, das ist hier die Frage.

          • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 01:01 - Permalink

            Sehe ich anders. Wie gesagt, ich gehe halt nur in Nichtraucherkneipen, wer aber gerne in Raucherkneipen gehen möchte soll das gerne tun. Wer geschützt werde möchte kann sich schützen lassen aber es gibt immer Eventualitäten. Ich möchte hier jetzt nicht irgendwelche blöden Vergleiche bringen, die eh höchstens den Kern leicht anreißen aber für mich hört sich das mehr nach:” -> daher: Totalschutz oder nicht Totalschutz, das ist hier die Frage.” an. Normalerweise muss man auch immer ein wenig Eigenverantwortung mitbringen. Wenn man nicht in Raucherkneipen will aber einige aus dem Freundeskreis, kann in meinen Augen nicht ein Gesetz die bessere Alternative sein. Man ist in einer Gruppe, einem Freundeskreis, da muss das untereinander zu regeln sein. Willst Du jetzt, weil du dich nicht in deiner Gruppe durchsetzen kannst auf die nächste Ebene gehen und auch einer reinen Rauchergruppe verbieten in eine Raucherkneipe zu gehen?
            Ich bin der Meinung das es durch die bisherigen Regelungen, am besten kenne ich sie aus RLP, einen außreichenden Nichtraucherschutz gibt. Jetzt ist es nämlich wirklich so, dass niemand in eine Raucherkneipe gehen muss wenn er nicht will. Ärgerlicherweise musste es erst mal ein Gesetzt dafür geben, was ich immer noch nicht verstehe.

            Kann natürlich auch immer noch so sein, dass ich die Regelung aus BY nicht ganz richtig verstanden habe aber das war doch wohl so, dass die meisten Restaurants und Kneipen rauchfrei waren.

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 09:53 - Permalink

              aber für mich hört sich das mehr nach:” -> daher: Totalschutz oder nicht Totalschutz, das ist hier die Frage.” an.

              Jein. In meiner Argumentation war das bestehende Gesetz eben gar kein Schutz, denn…

              (ich muss hier mal kurz deine Aussage in der Reihenfolge umsortieren)

              Ich bin der Meinung das es durch die bisherigen Regelungen, am besten kenne ich sie aus RLP, einen außreichenden Nichtraucherschutz gibt. Jetzt ist es nämlich wirklich so, dass niemand in eine Raucherkneipe gehen muss wenn er nicht will.

              …das ist in mindestens in Bayern _nicht_ der Fall. Gerade auf dem Land ist die Zahl der Lokalitäten sehr begrenzt. Ganz zu schweigen von irgendwelchen Spartenläden (z.B. mit bestimmter nicht-Mainstream-Musik), die oft auch in größerem Umkreis einzigartig sind. Ich sag’s nochmal: Die Forderung nach Auswahl der Lokalität nach Raucherlaubnis geht _völlig_ an der Realität vorbei. Das gilt um das dreifache mehr für junge Leute, bei denen spielen solche Kriterien nicht die geringste Rolle. (zu dieser Gruppe gehöre ich aber nicht mehr).

              Von den Kneipen, die sich mangels Kontrolle nicht an die Regelung gehalten haben, was sehr häufig vorkommt, will ich jetzt gar nicht anfangen.

              Willst Du jetzt, weil du dich nicht in deiner Gruppe durchsetzen kannst auf die nächste bene gehen und auch einer reinen Rauchergruppe verbieten in eine Raucherkneipe zu gehen?

              Jein. Würde ich prinzipiell nicht wollen, aber es gibt eben (aus den genannten Gründen) keine Raucherkneipen mehr.

          • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 10:27 - Permalink

            Ende Gelände mit direkter Antwort. Haben die Höchstmarke von fünf erreicht. Daher Antworte ich Dir einfach mal eins weiter oben.

            Offensichtlich haben wir andere Erfahrungen gemacht. Bei meinem derzeitigen Erfahrungsstand sehe ich keinen Grund für die Erweiterung gegeben, da ich den bisherigen Nichtraucherschutz als ausreichend ansehe. In meinen Augen kann man das ganze, wenn es Probleme gibt und du berichtest ja von einigen, durchaus anders Regeln und ein völliges verbieten von Raucherbereichen in Kneipen kann ich nicht nachvollziehen. Zum Beispiel sehe ich

            Das gilt um das dreifache mehr für junge Leute, bei denen spielen solche Kriterien nicht die geringste Rolle.

            nicht wirklich als Argument für einen stärkeren Nichtraucherschutz, damit würde man ihnen ja eine Entscheidung abnehmen, die sie nicht treffen wollen. Wie gesagt, man muss sich auch schützen wollen, wenn es jemandem egal ist ob er zugestänkert wird und seine Gesundheit schaden nimmt, kann und brauche ich ihm auch nicht in der Hinsicht helfen. Natürlich nur so lange es ausreichend Ausweichmöglichkeiten gibt, bei einigen wohl nicht gegeben aber anders regelbar, und sie nicht von außen gezwungen werden. Gruppenzwang und Gruppendynamik meine ich damit im übrigen nicht, das ist meiner Meinung nach ein gesellschaftliches Problem bei dem der Nichtraucherschutz höchstens ein Symptom bekämpfen könnte.
            Ich weiß auch nicht wie ein absolutes Rauchverbot helfen kann, wenn sich Kneipen bei derzeitiger Regelung auf Grund von fehlender Kontrolle schon über die Verbote hinweggesetzt haben, etwas zu verbessern.

            Fazit: Auch wenn es mich nicht betrifft, halte das absolute Rauchverbot, welches jetzt in Bayern durchgesetzt wurde, für überzogen. Meiner Meinung nach müsste man das anders regeln können damit alle glücklich werden, naja wenigstens etwas, ein Kompromiss eben.

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 11:40 - Permalink

              Du verstehst offenbar leider immer noch mein Hauptargument nicht. Ich versuch’s nochmal nur mit dem Kern: Das Rauchen an sich ist nicht bedeutend genug, um für die Entscheidung herangezogen zu werden, ob und mit wem man irgendwo hingeht. So gut wie alles andere ist _erheblich_ wichtiger, Sympathien, Musik, Ambiente, Erreichbarkeit usw. Der Nichtraucher ignoriert den Rauch halt, weil alles andere wichtiger ist. Er denkt i.A. nicht mal darüber nach, ob er lieber nach Hause gehen sollte, um Rauch zu vermeiden.
              Der Nichtraucher trifft nicht die Entscheidung: “Hui, heute ist es ja lustig, aber die wollen jetzt alle in den Raucherschuppen, da gehe ich lieber nach Hause und gucke noch ein bisschen aus dem Fenster, dann lebe ich länger”. Halte das für charakterschwach oder prinzipienlos oder was auch immer. Dennoch ist es so. Das ist die Realität.
              Die Raucherfreunde dazu zu überreden, woanders hin zu gehen, steht nicht zur Debatte, denn die Gruppe und auch der Nichtraucher selbst will ja genau in _den_ Laden gehen, der je nach den Präferenzen der Gruppe (Musik, Ambiente usw.) am geeignetsten ist. Dabei ist Rauchen eben kein, oder nur minimales Kriterium. Das ist die Realität.

              Der Staat muss sich nun entscheiden. Er kann alles so lassen, wie es ist, d.h. Nichtraucher werden nicht geschützt. _Wenn_ er jedoch Nichtraucher schützen will, so muss er den Rauch aus den Räumen verbannen.

          • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 12:58 - Permalink

            Doch natürlich verstehe ich dein Hauptargument, ich kann es sogar nachvollziehen, für mich wiegt es einfach nicht allzu schwer. Wenn es genug Ausweichmöglichkeiten gibt, ich sprach ja von einer Möglichkeit der Regulierung, damit meinte ich Raucherbereiche und vielleicht noch rauchen in Inhaber geführten Einraumkneipen, dann braucht es in meinen Augen nicht mehr.

            Wenn jemand sich gegen seine Gesundheit entscheidet und lieber rauchen möchte ist das sein Problem, in meinen Augen aber auch wenn einer sich frei entscheidet lieber mit seinen (rauchenden) Kumpels in dem für Raucher vorgesehenen Bereich ab zu hängen. Es ist seine freie Entscheidung, auch wenn es ihm halt egal ist. Das kann ihm der Gesetzgeber nicht abnehmen. Wie gesagt ich sprach von einer anderen Regelung. Im Prinzip alles rauchfrei aber die Möglichkeit zu Raucherbereichen. Dies sehe ich als völlig ausreichend an. In RLP ist es glaube ich so, in Bayern war es aber wohl anders.

            Es sei denn ich habe dein Argument immer noch nicht geschnallt, dann bringt es aber auch nichts mehr glaube ich es nochmals zu versuchen. Dann stehe ich wohl so derbe auf dem Schlauch das ich es wohl auch nicht mehr raffe.

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 15:41 - Permalink

              aber auch wenn einer sich frei entscheidet lieber mit seinen (rauchenden) Kumpels in dem für Raucher vorgesehenen Bereich ab zu hängen. Es ist seine freie Entscheidung, auch wenn es ihm halt egal ist. Das kann ihm der Gesetzgeber nicht abnehmen.

              Es ist seine Entscheidung, natürlich. Die Frage ist, will der Staat es zulassen, dass seine Bürger durch das Treffen solch’ “unvernünftiger” (oder evtl. besser: kurzsichtigen) Entscheidungen Schaden nehmen.

              In ganz vielen anderen Bereichen sagt der Staat an dieser Stelle: “Nein”. Z.B. Bei der Gurtpflicht im Auto. Die geht übrigens sogar noch weiter als unser Gesetz hier, denn beim Fahren ohne Gurt schädigt man sich i.A. nur selbst.

              Eine nun zu erwartende Antwort wäre, unter diesem Gesichtspunkt sollte der Staat das Rauchen ganz verbieten, also auch zuhause. Da wäre ich aber dagegen, denn hier wiegt die Einschränkung der persönlichen Freiheit IMO schwerer.

              Beim Ausgehen ist aufgrund der direkten Gefährdung von anderen ohne _reale_ Ausweichmöglichkeit die Grenze jedoch überschritten, und eine Zustimmung zu diesem Volksentscheid sah für mich wg. des Scheiterns der bisherigen Versuche wie die einzige im Moment umsetzbare Lösung aus.

          • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 17:48 - Permalink

            In ganz vielen anderen Bereichen sagt der Staat an dieser Stelle: “Nein”. Z.B. Bei der Gurtpflicht im Auto. Die geht übrigens sogar noch weiter als unser Gesetz hier, denn beim Fahren ohne Gurt schädigt man sich i.A. nur selbst.

            Und in vielen Bereichen sagt der Staat: “Mir doch egal”. Das sehe ich ja auch als recht großes Problem an. Weder beim Fahrradfahren noch beim Skifahren gibt es eine Helmpflicht, beim Motorradfahren aber schon. Was will der Staat denn nun?
            Das ist, in meinen Augen, aber nicht mehr zielführend bei der Diskussion über ein absolutes Rauchverbot in Kneipen oder nicht. Ich finde es wie gesagt überzogen und man hätte zu einem durchführbaren Kompromiss kommen müssen. Wenn sich die Raucher nur noch selbst schaden können und nur Nichtrauchern geschadet wird die es wirklich wollen, braucht man kein neues Gesetz. In einigen Bundesländern gibt es diese Kompromisse ja, wobei einige monieren, dass diese nicht entsprechend durchgesetzt werde. Dies ist aber kein Fehler der Legislative sondern der Exekutive und benötigt in meinen Augen folglich kein anderes Gesetz sondern die Einhaltung der bestehenden. Wobei ich aber auch deine Aussage:

            Beim Ausgehen ist aufgrund der direkten Gefährdung von anderen ohne _reale_ Ausweichmöglichkeit die Grenze jedoch überschritten, und eine Zustimmung zu diesem Volksentscheid sah für mich wg. des Scheiterns der bisherigen Versuche wie die einzige im Moment umsetzbare Lösung aus.

            durchaus nachvollziehen kann. Für mich trifft sie halt nicht zu, da es hier kaum reine Raucherkneipen gibt und alle Restaurants in denen ich in letzter Zeit war komplett rauchfrei waren. Hier hat kein Nichtraucher Probleme die richtige Kneipe zu finden, wenn er will. Ich wohne allerdings in einer 100000 Einwohnerstadt. Aber wenn es Probleme gibt, zum Beispiel auf Dörfern, liegt das meiner Meinung nach an der fehlenden Umsetzung bestehender Gesetze und benötigt folglich kein neues.

            Mhhh wie ich sehe habe ich in unserer Diskussion hier das ganz eigentlich schon mal mindestens ähnlich geschrieben. Irgendwie wiederhole ich mich. Haben offensichtlich nicht die gleiche Meinung und keiner kann den anderen überzeugen ^^

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 17:53 - Permalink

              Aber wenn es Probleme gibt, zum Beispiel auf Dörfern, liegt das meiner Meinung nach an der fehlenden Umsetzung bestehender Gesetze und benötigt folglich kein neues.

              Du wirst das wahrscheinlich nicht mitbekommen haben. Die bayrische Landesregierung hat öffentlich verkündet, die Einhaltung des alten Gesetzes nicht mehr zu überwachen -> In sehr vielen Kneipen wurde wieder munter drauf losgeraucht. Das war IIRC der Haupt-Aufhänger, durch den das Volksbegehren überhaupt erst aufgekommen ist, denn viele Nichtraucher waren dann mindestens genauso sauer wie viele Raucher beim ursprünglichen Gesetz.

          • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 18:06 - Permalink

            Mh jetzt wo du es sagst, ich kann mich da an etwas nach der Landtagswahl erinnern, bei dem die CSU die großen Stimmenverluste mit der Einführung des Rauchverbots erklärt hatten. Das sie allerdings ausgegeben hatte nicht mehr zu kontrollieren hatte ich noch nicht gehört. So wie die ihre Felle aber davon schwimmen sahen, kann ich es mir jedoch vorstellen.
            Ändert allerdings nichts an meiner Meinung, dass die Ausführung das Problem ist/war und nicht das Gesetz. Wobei ich jetzt noch eher nachvollziehen kann, dass einige das absolute Rauchverbot in Gaststätten durch einen Volksentscheid als einzig gangbare Lösung sahen. In meinen Augen nicht. Wenn das erste Gesetz nicht angewendet wird, kann man doch nicht ein schärferes verabschieden, damit man mindestens die Vorteile des ersten hat. Irgendwie seltsam.

      • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 00:18 - Permalink

        Wenn im Gesetz gestanden wäre, solche Räume sind erlaubt, wenn dort nichts ausgeschenkt wird, keine Musik läuft und keine Sitzmöbel vorhanden sind (sprich: keine Anreize, an diesem Ort zu verweilen), dann wäre mir das lieber gewesen.

        Also rauchen sollen sie dürfen, aber sich bloß nicht wohlfühlen dabei?

        • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 00:45 - Permalink

          Also rauchen sollen sie dürfen, aber sich bloß nicht wohlfühlen dabei?

          Wenn man das nicht so macht, sitzen wieder alle im Raucherzimmer. Dann ist genau gar nichts erreicht.

          • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 01:07 - Permalink

            Du willst also Deinen Freunden per Gesetz vorschreiben lassen, Dich nicht zu lange allein zu lassen.

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 09:54 - Permalink

              Ich sehe hier kein Argument, sondern nur unnütze Polemik, daher lassen wir’s wohl besser mit der Diskussion.

          • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:52 - Permalink

            Mit jemand wie Dir würde ich weder in einem Raucherzimmer noch sonstwo zusammensitzen wollen.

    128. Christoph schrieb am 6. Juli 2010 at 00:16 - Permalink

      Sieht der Herr Nachbar denn nicht ein, dass er sich selbst schädigt? Das muss man ihm doch verbieten, wenn er denn nicht selber im Stande ist, sich vor sich selbst zu schützen. Man meint es doch nur gut mit ihm …

      Jeden Tag sehe ich eine Familie, wie sie morgens die zwei Kilometer mit dem Auto die Kinder zum Kindergarten bringen. Ok, das soll mir egal sein, aber das beide Eltern vorne quarzen und hinten die Kleinen im Rauch sitzen, das kotzt mich echt an und von mir aus könnte das wirklich verboten werden.
      Auch wenn ich jetzt zu den “*****” gezählt werde.
      Gruß
      Christoph

      • Mir schrieb am 6. Juli 2010 at 00:28 - Permalink

        Eher ein Fall für den Entzug des Sorgerechts als für ein Rauchverbot. Wenn die ihr Kinder zuqualmen, wer weiss was sonst noch.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 00:29 - Permalink

        Und das ist das Argument gegen Raucherkneipen?
        Sind die Kinder jetzt hinten in der Karre geschützt, wenn in Kneipen generell ein Rauchverbot herrscht? Ihr habt, ehrlich gesagt, nicht mehr alle Tassen im Schrank.

        Aber es wird soweit kommen: bald darf man auch nicht mehr zu Hause rauchen. Dann kommt die Rauchpolizei. Aber vorher bekommt die einen Anruf vom Nachbarn. Die Stasi lässt grüssen.

        Macht aus eurer Anti-Raucher-Kampagne doch eine Religion!

    129. hans schrieb am 6. Juli 2010 at 00:25 - Permalink

      Mann ey, einen in derart geschliffener, polemischer Rhetorik geschriebenen, und gleichzeit inhaltlich so schwachen (um nicht zu sagen schwachsinnigen) Artikel habe ich selten gelesen – und definitiv nicht von dir, lieber Spiegelfechter, erwartet.

    130. brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 00:27 - Permalink

      Und außerdem: Kneipen sind keine öffentlichen Orte. Jeder Gastwirt kann einem Gast den Zutritt verwehren. Keiner wird gezwungen in eine Kneipe zu gehen.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 00:44 - Permalink

        Niemand zwingt die raucher dazu in den kneipen zu rauchen, aus irgendeinem grund tun sie es trotzdem.

      • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:29 - Permalink

        Auch Gaststätten sind öffentliche Orte. Du bist ja kein privater Gast, sondern zahlst für deinen Verzehr (hoffe ich wenigstens).

    131. Interessierter schrieb am 6. Juli 2010 at 00:28 - Permalink

      Welches Grundrecht verpflichtet den Staat, nichtrauchende Mitbürger vor Rauchenden zu schützen?

      Mir ist folgendes nicht ganz klar: Wenn es denn diesen unglaublich großen Bedarf an rauchfreien Gaststätten und Eckkneipen gibt, wieso kam noch nie ein Wirt drauf, rauchfreie Gaststätten zu eröffnen? Er hätte sich ja demnach dumm und dämlich verdienen müssen. Die Mehrheit ist ja angeblich für das Rauchverbot und überzeugter Nichtraucher. Trotzdem sind die meisten Kneipen Raucherkneipen und kaum ist ein Verbot erlassen, dauert es nicht lang, bis dieses kreativ umgangen wird. Wie kann das sein, wenn doch die Mehrheit gegen das Rauchen ist? Schon wieder Marktversagen.

      Ich hoffe inständig, das BVerfG kassiert dieses unsinnige Gesetz. Ist auch ein toller Kompromiss, zwischen absolut rauchfrei und dem Bedürfnis der Raucher. Erinnert so ein wenig an die 2 % Merkelsteuer der SPD.

      • Chris schrieb am 6. Juli 2010 at 00:45 - Permalink

        Wenn Du’s genau wissen willst:

        Grundgesetz Artikel 2, Absatz 2, Satz 1:

        “Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit.”

    132. transwarp schrieb am 6. Juli 2010 at 00:35 - Permalink

      Wo ist denn der Artikel zum Alkohol-verkaufsverbot an tankstellen ab 10 Uhr?

      So ne schweinerei, da geht auch ein Teil der Jugendkultur….

      Zum Rauchen, muss ich sagen.. Hab das rauchen in den Griff bekommen…Rauche nur noch zu besonderen Anlässen… Jogge 3 mal die Woche…spiel fussball….
      es jeeeht mit Disziplin……. scheiss militante Nichtraucher…….

    133. edgar schrieb am 6. Juli 2010 at 00:40 - Permalink

      Was tummeln sich hier für angepasste Mitbürger.
      @SF Wird mal Zeit noch ein Schritt weiter zu gehen. ;)

    134. Gary schrieb am 6. Juli 2010 at 00:42 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Musste der Nazivergleich wirklich sein?

      Hast du das nur geschrieben, weil du betroffen bist? Falls nein: Warum schreibst du nicht Pro Kiffen?

    135. unschuldvomland schrieb am 6. Juli 2010 at 00:42 - Permalink

      Ich wohne in Bayern:
      Es gab keine Kampagnen zur Volksabstimmung am 04.07. Es gab fast keine Plakate, keine Artikel oder Beiträge in TV/Zeitungen etc. Es gab zum 04.07. keine größeren Demonstrationen, Veranstaltungen. Viele gingen davon aus, dass diese Abstimmung wegen der allgemeinen Lage (Finanz-Wirtschaftskrise) und wegen der Fußball-WM wegen Nichtbeteiligung einfach untergehen würde.
      Wehret den Anfängen hinsichtlich eines allgemeinen Verbotsstaat spielt hier absolut keine Rolle.
      Es gibt einfach eine Menge Menschen, denen Zigarettenrauch schlicht auf den Nerv (und die Gesundheit) geht.
      Die Lobby der Festttagswirte lamentieren wiederum beratungsresistent. Rauchfrei könnte für die Lokale, aber auch Festivitäten ein Qualitätsgewinn sein.
      @ SF: “linksliberal” und Rauchverbot. Da wirst Du noch einige harte Repiklen an entsprechender Stelle lesen können.
      Das wollte ich abschließend nach anbringen: Dieser Artikel von SF war so qualitätslos, das strahlt auf die Glaubwürdigkeit aller seiner Artikel ab.
      Außerdem behaupte ich: In 5 Jahren wird das Gesetz, das zumindest wortwörtlich beschlossen ist und mit unverändertem Text zum 01.08.2010 in Kraft treten muss, als völlig normal umgesetzt und auch als akzeptiert gelten wird.

    136. Australier schrieb am 6. Juli 2010 at 00:43 - Permalink

      Ich befinde mich derzeit in Suedaustralien, und hier gilt naehzu totales Rauchverbot, auf jeden Fall in oeffentlichen Raeumen und auf Plaetzen mit vielen Menschen. Es ist kein Problem, und wer raucht hat sich daran gewoehnt, vor die Tuer zu gehen. Es geht also, und die meisten Aussies hier finden das auch gut, selbst die Mehrheit der (wenigen) Raucher, die ich kenne (bin selbst Nichtraucher).

      Man kann natuerlich mit diesem Votum eine grundsaetzliche Diskussion darueber verbinden, was erlaubt oder verboten ist. Aber geht es hier nicht eher um die Aenderung einer gesellschaftlich bislang vorherschenden Haltung, von der die meisten wissen, dass sie ungesund ist — und erhebliche Mittel fuer die Gesundheit investieren? Also um Bewusstseinsbildung?

      Wenn ich mir anschaue, wie viel Geld vonseiten interessierter Wirtschaftskreise in dieses Kampagne investiert worden ist, wider besseres Wissen, dann scheint diese Haltungsaenderung ohne ein solches Verbot nicht moeglich zu sein.

      G

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 01:05 - Permalink

        was willst Du sagen?

        Dass es einen westlichen Konsens von ‘political correctness’ gibt?

        Australische Säufer gehen zum Rauchen vors Haus?

        Als nächstes gewohnt man ihnen das Saufen ab.
        Nur eine Frage der Reihenfolge

        Und dann das Pissen am Strand.

        Ist ja alles gut.
        Hat das mit dem kategorischen Imperativ (der persönlichen Einsicht in Notwendigkeiten) zu tun–oder geht es um was anderes?

        Wäre mal nett zu hören.

    137. Paul Lanon schrieb am 6. Juli 2010 at 01:10 - Permalink

      Ich empfehle an dieser Stelle die US-Serie Madman. Es ist mir bis heute schleierhaft, wie viel damals geraucht wurde und vor allem bei welchen Gelegenheiten: Nachts schlecht geschlafen, aufstehen, Eine rauchen – Grund gütiger.

      Von Tabakgenuss zu reden, halte ich für starken Tobak. Rauchen halte ich für keinen Genuss. Stattdessen wird der Entzug bekämpft, um auf ein normales Wohlfühlniveau zurückzukehren. Jeder der mit einem Raucher im Kino war, kennt das. Am Ende der Vorstellung muss erst eine geraucht werden. Damit der Raucher auf das Niveau zurückkommt, auf der der Nichtraucher schon längst ist. Und das soll Genuss sein? Muhahahaha… Ich finde es immer drollig, wenn Raucher von Genuss reden.

      Unabhängig davon habe ich nicht das Recht, anderen vorzuschreiben, wie sie ihr Leben zu führen haben. Wer rauchen will, bitte – so lange er dafür vor die Tür geht. Allerdings aus meiner persönlichen Erfahrung heraus: Vor 10 Jahren wäre kein Raucher freiwillig vor die Tür gegangen, wohl wissend, dass sein Rauch schädlich für jeden Anderen am Tisch ist. Wir würden die Diskussion nicht führen, wären die Raucher schon damals vor die Tür verschwunden, oder hätten sich in rauchenden Männerclubs amüsiert. Als tun wir nicht so, als hätten Raucher plötzlich ihr tolerantes Gen entdeckt. Raucher sind genauso tolerant oder intolerant wie Nichtraucher.

      Und so viel Sarkasmus muss sein: Nüchtern betrachtet, bin ich für Jeden dankbar, der sich bewusst einem Gesundheitsrisiko aussetzt. Motorradfahrer, die netten Organspender von nebenan, Raucher die an Krebs frühzeitig sterben. Die ganzen Gesunden können wir uns auf Dauer doch eh nicht leisten.
      Und wo wir bei Sarkasmus gerade schon sind: “Thank You For Smoking” :)

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 01:21 - Permalink

        Jetzt werde ich mal SEEHR philosophisch:

        Gibt es eine Tat — basierend auf einer Erkenntnis oder einer reinen Tat– die logisch und unbezweifelbar die Welt besser macht?

        Wenn diese Frage beantwortbar wäre , wären viele Gott- und Weltkonzepte obsolet.

        ‘Ich’–my humble self– habe das noch nicht geschafft.

        Aber vielleicht gibt es ein paar Geistesriesen hier, die diese simple Frage beantworten können

        • Flying Circus schrieb am 6. Juli 2010 at 11:07 - Permalink

          Gibt es eine Tat — basierend auf einer Erkenntnis oder einer reinen Tat– die logisch und unbezweifelbar die Welt besser macht?

          “Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst”.

          Wie immer Du jetzt persönlich “Tat” definierst, setz obiges um und Du machst die Welt logisch und unbezweifelbar besser.

          Gegenbeweise, anyone? ;-)

          Übrigens läßt sich auf die obige Weise auch das Raucherproblem “erschlagen” (das Problem, nicht der Raucher!!!).

          Der Raucher, der seinen Nächsten liebt, setzt ihn nicht seinem Qualm aus, so der Nächste das nicht will.
          Der Nächste, der wiederum den Raucher liebt, überlegt sich dreimal, ob er den Raucher wegen einer Kippe in zwei Stunden wirklich vor die Tür schickt.

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 10:02 - Permalink

        Rauchen halte ich für keinen Genuss

        Ach was. Wissen Sie was? Es gibt bestimmt auch 100 Dinge die Sie gerne tun, die ich nicht mag oder gar als störend empfinde. Trotzdem würde ich nicht auf die Idee kommen, Ihnen davon irgendwas zu verbieten.
        Aber das Antiraucher sich selbst als Maß aller Dinge verstehen, ist jetzt ja nichts neues.

    138. diman schrieb am 6. Juli 2010 at 01:27 - Permalink

      Sehr guter Artikel und m.E. nach sehr objektiv geschrieben.

      Die Wahlbeteiligung lag im Schnitt bei ca. 33%.

      Etwa 60% stimmten für das Rauchverbot.

      1/5 des Volkes haben also entschieden . . .

      Wenn ich nun über den Aschenbecherrand nach Frankreich oder Schottland schauen soll, dann lunze ich auch liebend gerne mal ganz kurz nach Russland und Osteuropa. Dort darf man fast überall noch rauchen. Die meisten Leute dort haben nämlich noch Hunger, sodass ihnen recht wenig Zeit zum Denken bleibt. Dort kann eine Zigarette noch helfen, den Hunger (vorrübergehend) zu unterdrücken.

      Der unaufgeklärte Proletarier soll doch am besten jedes Wochenende durcharbeiten dürfen, anstatt die Bourgeoisie an ihrem wohlverdienten Sonnabend mit gesundheitsschädlichem Rauch zu gefährden. In seinen zwei Pausen hat der rauchende Proletarier doch die Möglichkeit seine gesamte Kippenschachtel leerzurauchen ohne dass dabei nichtrauchende Bürger gesundheitlich in Mitleidenschaft gezogen werden.

      PS: Ich bin Nichtraucher.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 01:49 - Permalink

        Die Wahlbeteiligung lag im Schnitt bei ca. 33%.

        Etwa 60% stimmten für das Rauchverbot.

        1/5 des Volkes haben also entschieden . . .

        Nicht des volkes, sondern der bayer. Hat den rauchern das bier und die sprichwörtliche verqualmte atmosphäre in den wahllokalen gefehlt oder wieso sind sie nicht gekommen um mit mehrheit dagegen zu stimmen? Der Artikel ist übrigens alles andere als objektiv, ist fast scgon pi niveau.

        • diman schrieb am 6. Juli 2010 at 01:58 - Permalink

          Wahrscheinlich mussten sie Sonntag arbeiten ;-)

          Die 40% haben doch dagegen gestimmt. Bei einer Wahlbeteiligung von 33% entsprechen die Gegenstimmen ungefähr 13% der Gesamtbevölkerung von Bayern. Viel mehr Proletarier u./o. Raucher wird Bayern wohl nicht haben ;-).
          Die Empörung außerhalb Bayerns scheint umso größer.

    139. Lazarus09 schrieb am 6. Juli 2010 at 01:46 - Permalink

      Lassen sie es mich mit den Worten Mark Twains sagen:

      Kaum verloren wir das Ziel aus den Augen, verdoppelten wir unsere Anstrengungen..

      Die Deutsche Tugend ,der vorrauseilende Gehorsam ,die Sehnsucht nach Recht und Ordnung,die einem vom der eigenen beurteilung entbindet ,am liebsten wenn der Michel von oben gesagt bekommt was denn Recht zu sein hat.
      So braucht er sich keine eigenen Gedanken machen und der Simpel kann immer sagen ,” Ich habe nur gemacht was man mir gesagt hat” Nach 45 sehr beliebt gefolgt von ” Ich …habe den nieeeemals gewaehlt ..wie Moevenpic Tiegerente das war auch keiner oder GazGerd ..keiner war’s oder :Das haben wir nicht gewusst……und wenn gar nichts hilft der Spruch wir konnten nichts dagegen tun.Wie beim zu/wegschauen bei Gewalttaten ..soll doch sonstwer ..

      Ich schaeme mich ein bisschen nicht genug gegen die permanente Freiheitsbeschneidung getan zu haben….
      Toleranz Entgegenkommen und gesunder Menschenverstand ..statt Demokratur und Gaengelung…. irgendwann werden mich meine Enkel fragen….warum?

      PS: einer der geraucht ..und aufgehoert hat jedoch trotzdem kein Problem mit seinen rauchenden Mitmenschen hat.

    140. 7schläfer schrieb am 6. Juli 2010 at 01:55 - Permalink

      Weils so schön ist, auch wenn Fakten von vielen als störend empfunden werden:

      Habe über das DKFZ folgende Stellungsnahme der Berufsgenossenschaft für Nahrungsmittel und Gaststätten bezüglich des Themas “Passivrauchen und Lungenkrebs – eine Frage der Epidemiologie” gefunden.

      http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Passivrauchen_und_Lungenkrebs_Frage_der_Epidemiologie.pdf

      Sind nur 8 Seiten, und ich zitiere mal gewollt 3 Passagen:

      Im Rahmen einer Studie der BGN in Kooperation mit unterschiedlichen
      Krankenkassen wurden ca. 650.000 Versicherte aus dem Gastronomiegewerbezweig
      mit 6,5 Mio. Versicherten aus anderen Gewerbezweigen hinsichtlich ihrer tatsächlich
      vorhandenen, nach ICD 10 geschlüsselten, Erkrankungen verglichen. Ein Ansatz der
      Auswertung krankheitsbezogener Daten, den auch die WHO verfolgt.
      Die Auswertung der echten Krankendaten der Beschäftigten dieser Branche zeigte
      im Gegensatz zu den geschätzten Daten der „errechneten“ Modelle Ergebnisse, die
      bei den im Gastronomiebereich Versicherten deutlich weniger Lungenkarzinome,
      Erkrankungen am Herzen und im Bronchialsystem belegen als bei den anderen
      Gewerbezweigen. Raucher und Nichtraucher wurden hierbei nicht differenziert
      betrachtet. Etwaige „healthy worker“ – Effekte werden hierbei untersucht, dürften sich
      aber nicht in der Größenordnung der in den dargestellten Publikationen geschätzten
      Zahlen bewegen.
      Bei exponierten Versicherten im Gastronomiebereich können auf der Grundlage
      tatsächlicher Daten nur 2 Lungenkarzinom-Erkrankungsfälle/100.000 ermittelt
      werden. D. h., dass bei 2 Mio. Versicherten, die exponiert sein können, insgesamt ca.
      40 Fälle/Jahr auftreten. Bei diesen 40 Fällen sind Raucher und Nichtraucher
      zusammengenommen.

      und:

      2 Fälle/100.000/Jahr, die aus den tatsächlich gezählten Lungenkarzinomfällen bei Versicherten der Gastronomie resultieren. Da die Aktiv- und Passivraucher
      zusammengenommen sind und auch unterhalb des Bevölkerungsschnittes liegen,
      können wir die Aussage machen, dass für die Versicherten der deutschen
      Gastronomie die Wissenschaftsaussagen, die in politische Handlungen umgesetzt
      wurden, nicht stimmen.

      sowie:

      Die erheblichen Diskrepanzen beim Vergleich von errechneten, geschätzten
      Zahlen mit tatsächlichen Erkrankungszahlen lassen erhebliche Zweifel an der
      Zuverlässigkeit epidemiologischer Schätzungen im Themengebiet
      Passivrauch aufkommen. Hier ist Forschungsbedarf anzumelden.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 07:14 - Permalink

        Und wenn die 2 Fälle auf 100000 pro Jahr auf 1 Fall zurückgehen, dann wird die Nichtraucherlobby behaupten: durch das totale Rauchverbot in Gaststätten sind
        die Erkrankungen um 50% zurückgegangen.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 07:42 - Permalink

        schöner Fund!

        Erinnert mich an:
        “Das ist Körperverletzung!
        Es tut mir weh wenn ich zuschaun muss!
        Wegschaun kann ich auch nicht!”

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 10:38 - Permalink

        Interessant wäre es, die Kohortenstruktur dieser Studie zu erfahren. Krebserkrankungen treten meist im höheren Alter auf und besonders das Gaststättengewerbe hat einen relativ niedrigen Altersschnitt im Thekenbereich. Ohne zusätzliche Informationen kann man m.E. mit dieser Vergleichsstudie nicht so viel anfangen.

        • 7schläfer schrieb am 6. Juli 2010 at 12:39 - Permalink

          Es wird auf jeden Fall schön dargelegt, wie die Zahlen der Nichtraucherlobby zustandekommen. Außerdem finde ich es interessant, dass andere Gewerbezweige deutlich mehr Erkrankte aufweisen.

          Apropos höheres Alter: ob die im höheren Alter auftretenden Schäden tatsächlich auf das Rauchen/Passivrauchen zurückzuführen sind ist mehr als zweifelhaft, wenn bereits der Konsum von Hamburgern zu der gleichen Zellwandschädigung führt wie es dem Passivrauchen unterstellt wird (sie Link #24). Über Feinstaubbelastung und Ähnliches brauchen wir da gar nicht sprechen.

          Generell habe ich die Erfahrung gemacht, dass es schwierig ist an sinnvolle Studien heranzukommen um sich ein eigenes Bild über die Qualität derselbigen zu machen, egal von welcher Seite.

          • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 12:45 - Permalink

            Sicher, die “Studien” der Anti-Raucher-Lobby sind keinesfalls sauber. Dennoch würde ich von der Grundaussage der zitierten Studie instinktiv Abstand nehmen. Warum? Sage ich Dir.

            Welche Berufsgruppe hat die höchste Mortalitätsziffer und auch die höchste Krebsrate?

            a) KFZ-Mechaniker
            b) Ärzte
            c) Bischöfe

            Ohne Zahlen zu haben, lege ich mich fest, dass die Reihenfolge C-B-A sein wird. Warum? Weil Bischöfe nun einmal in der Grundgesamtheit wesentlich älter sind als Ärzte, die wiederum wegen ihres langen Studiums in der Grundgesamtheit älter als KFZ-Mechaniker sind. Mit bösem Weihrauch hat das also nichts zu tun ;-)

            Die o.g. Studie wäre dann interessant, wenn es nicht um die Sterbeziffern pro Jahr, sondern um die Lebenserwartung und die Krebsziffern pro Alterskohorte ginge. Das 20jährige Bardamen seltener Lungenkrebs bekommen als 60jährige Büroangestellte verwundert mich jedenfalls nicht – Rauchen hin, Rauchen her.

            • 7schläfer schrieb am 6. Juli 2010 at 13:28 - Permalink

              Der Anteil der 20jährigen Bardamen dürfte sich in überschaubaren Grenzen halten, gibt es auch im Gastronomiebereich auch viele Angestellte jenseits der 50 und 60; je nach dem in welchen Betrieb man geht.

              Generell stimme ich Dir natürlich vollkommen zu, dass differenziertere Studien wesentlich mehr Licht in die Thematik bringen würde.

              Ich allerdings würde von dieser Stellungnahme nur aus einem Grund Abstand nehmen: eine Berufsgenossenschaft hat natürlich kein Interesse daran, dass die Beschäftigten Risiken ausgesetzt werden, für die dann die BG aufkommen müsste. Wenn das Rentenalter der Beschäftigten erreicht wird, kann sie so den Einfluß der Arbeitsumgebung ausschließen, und die “normalen” Krankenkassen bekommen die Kosten aufgebrummt.

    141. Lazarus09 schrieb am 6. Juli 2010 at 02:23 - Permalink

      Der ganze Kaese ist absurd…..

      demnaechst wird noch ein Ueberfallkomando unser Esszimmer stuermen und uns von der fetten Haxen befreien weil die ja soooo ungesund ist….. zu unser aller Wohl bekommen wir bald jede Entscheidung abgenommen und der Michel bettelt noch um bevormundung.Na zum waehlen sind wir hier auch zu bloede ,darum bekommen wir eine Handvoll vorverlesener Lobbyistischer Klientelpolitiker …zu unser aller Wohl wohlgemerkt…. und wir duerfen dann ” waehlen” das Ergebniss sieht man seit Jahren ueberdeutlich.

      Sind hier alle durchgedreht ?

    142. landbewohner schrieb am 6. Juli 2010 at 02:24 - Permalink

      intoleranz hat ja nun wohl ganz klat was mit dummheit zu tun. und die satte mehrheit von 60% bei 40% wahlbeteiligung macht nach adam riese eine minderheit von ca 20% aus.
      und kann und soll es wirklich sein, daß eine minderheit von gesundheits- oder sicherheitsfanatikern der mehrheit vorschreibt, wie sie zu leben hat?
      wer als fanatischer raucherbekämpfer die reine luft in eckkneipen sucht, der erinnert mich an einen co2 apostel, der auf der autobahn mit dem radl herumirrt.
      und zum schluß: alle diejenigen, die schon immer wussten und wissen, was für ihre lieben mitmenschen das beste ist und dieses dann auch noch in gesetzesform gegossen sehen wollen, sollten nach rom exportiert werden. da gibts ja einen angeblich unfehlbaren, der sich papst nennt.
      aber ob die welt 100 000de nichtrauchende päpste braucht? oder italien oder rom?

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 07:16 - Permalink

        Hauptsache, es ist “demokratisch” zugegangen. Intoleranz als plebiszitäres Element. Heute stimmen wir gegen Raucher, morgen gegen Kranke, Rentner, Arbeitslose und Ausländer.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:18 - Permalink

          Also wenn trotz massiver Förderung durch Gastonomiebranche und Tabakhersteller die Nichtraucherseite gewinnt, scheint es doch sehr demokratisch zugegangen zu sein, denn es hat mit Sicherheit nicht die Seite mit der größeren medialen Lobby gewonnen. Daher stimmen auch die Vergleiche mit dem Minatrettentscheid in der Schweiz nicht.

      • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 17:27 - Permalink

        “und kann und soll es wirklich sein, daß eine minderheit von gesundheits- oder sicherheitsfanatikern der mehrheit vorschreibt, wie sie zu leben hat?”

        Wie kommst Du auf das schmale Brett, die Nichtraucher wären in Deutschland oder nur in Bayern in der Minderheit?
        Und mal ganz ehrlich, ich habe hier noch kaum einen Beitrag pro Rauchen bzw. zur Abstimmung in Bayern gelesen, der sich nicht die Nichtsüchtigen als Feinbild erklärt hätte, sondern die abtrünnigen Raucher, die ihr Nein zu den Verschärfungen verweigerten hatten bleiben ungeschoren.

        Vielleicht ist ja auch die Wahrnehmung getrübt weil alles so vernebelt war ;-)

    143. Volker Birk schrieb am 6. Juli 2010 at 02:26 - Permalink

      Macht der Sumpf das Land unbegehbar? Die Frösche meinen: “Nein! Da ist Forschungsbedarf!”

      SCNR,
      VB.

    144. Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 03:30 - Permalink

      Spiegelfechter,
      bitte mach den Gröfaz raus, das passt überhaupt nicht hier rein, ist töricht und wird als Verharmlosung ausgelegt. Nazivergleiche müssen gezogen werden, wenn es tatsächlich um Nazimethoden geht oder die Ideologie (z.B. die der Arbeitsverherrlichung, Zwangsarbeit, Unterordnung des Individualinteresses unter das des völkischen, umschrieben heute oft mit dem Allgemeininteresse) betrieben wird, deutlich richtungsweisend festzustellen in den Hartz-Gesetzen. Da muß man solche Vergleiche zielsicher anbringen, denn da haben sie ihre Denkstrukturen eingebracht. Aber doch bitte nicht bei einem bloßen Rauchverbot.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 11:10 - Permalink

        Die Abbildung des “Gröfaz” ist kein Nazivergleich, sondern ein schlagendes Argument gegen die moralische Überlegenheit der Nichtraucher ;-)

    145. noname schrieb am 6. Juli 2010 at 03:32 - Permalink

      Selten dämliche Diskussion.

      “Nichtrauchen ist ungesund” bla.., “körperliche Unversehrtheit” blub.. Gott was für ein lächerlicher Schwachsinn. Man setzt sich täglich ganz anderen Gefahren aus. Geht man in ein klimatisiertes Kaufhaus oder steigt man in einen angenehm kühlen Bus läuft man Gefahr mit einer u.U. tödlichen Lungenentzündung nachhause zu kommen, täglich werden Leute beim Straße überqueren oder sogar auf dem Bürgersteig überfahren und ich habe mal gehört dass bereits Menschen durch die berauschende Wirkung von Alkohol ihr Leben verloren haben.
      Trotzdem sind Drogen verboten, Wodka ist erlaubt und Zigaretten nun auch so halb dazwischen.
      Man braucht nur die richtige Lobby dahinter, und man kann so ziemlich alles verbieten. Bei Volksentscheiden kann man ohnehin immer auf die Machtgeilheit des Volkes zählen.. irgendwie deprimierend.

    146. Lars schrieb am 6. Juli 2010 at 06:42 - Permalink

      Was soll ich sagen… der Artikel ist nen halben Tag online und schon sind es weit über 300 Kommentare. Und das furchtbare ist, wenn man all jene raussortieren würde, die sich garnicht mit dem Thema beschäftigen, sondern bloß ein wenig hetzen wollen, dann bleiben vielleicht 20 übrig.
      Divide et impera funktioniert, da kann das Thema noch so absurd sein.

      • Will Hierweg schrieb am 6. Juli 2010 at 10:16 - Permalink

        @146
        Genau so ist es.

        Erschreckend, wie auf dieses Thema angesprungen wird. Wäre schön, wenn sich die Leute dann auch etwas mehr mit den wirklich wichtigen Themen wie Finanzkrise, Datenschutz, Abbau des Sozialstaats etc. auseinandersetzen würden, aber das interessiert augenscheinlich keine Sau. Ist ja auch mit Mühe verbunden, sich hier eine differenziertere Meinung zu bilden, die über die eigene Pippi-Langstrumpf-Weltanschauung hinausgeht.

    147. André schrieb am 6. Juli 2010 at 07:05 - Permalink

      Was für ein emotionales Thema! Ich sage bloß: Respekt, Ihr Bayern, ich ziehe den Hut. Denn wenn man mal die ganze Polemik rausnimmt, dann bleibt am Ende des Tages ein basisdemokratisches Votum. Und das alleine ist es, was zählt. In einem Land, wo das Stimmvieh alle vier Jahre ein Kreuzchen machen darf, da ist ein Volksentscheid schon etwas besonderes. Das gilt es angemessen zu würdigen. Natürlich zittern jetzt alle Raucher, daß dies bundesweit Schule machen könnte. Na und? Dann stellt doch einen Gegen – Volksentscheid auf die Beine, Ihr Raucher! Der Unterstützung der Tabakindustrie und der Gastronomie könnt Ihr euch sicher sein.

      Ich für meinen Teil freue mich, daß es in diesem Land offensichtlich nicht nur Stillstand gibt. Und daß hier gerade Bayern voranschreitet, das sollte all denjenigen, die weiter im Norden wohnen und die Bayern immer nur müde belächeln, schwer zu denken geben. Hier wurde ein Zeichen wider den Parteienklüngel gesetzt, die “Volkspartei” CSU ist angeschlagen, deutet diesen Schuß vor den Bug aber in alter Manier in eine Art Bestätigung ihres Tuns um.

      Ich freue mich jedenfalls auf weitere Volksentscheide. Und nicht verzagen, liebe Raucher! Beim nächsten Mal müßt Ihr eure Reihen einfach dichter schließen, dann könnte es mit dem Erhalt einiger Raucher – Biotope noch klappen.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 07:23 - Permalink

        So sind sie halt, die intoleranten Ökowahnsinnigen. Erklären ihre Intoleranz mit Basisdemokratie.
        Der Nazivergleich kommt nicht von ungefähr. Auch die Nazis dachten an das Gute, als sie dieses Land von etwas befreien wollten.
        Wehret den Anfängen.

    148. Eike Herzbach schrieb am 6. Juli 2010 at 07:35 - Permalink

      Kann mal jemand erklären, warum z.B. die nichtrauchende, schwangere Bedienung im Raucherzimmer einer Kneipe oder im Bierzelt gezwungen werden darf, passiv zu rauchen?

      Im Sinne des Arbeitsschutzes sollte in unserem Land jeder Arbeitnehmer das Recht auf saubere Luft am Arbeitsplatz haben.

      Ich würde als Raucher freiwillig vor die Türe gehen aus Respekt vor den Angestellten, die nämlich keine Wahl haben. Und Kündigung oder Gasmaske tragen ist für die Bedienung nun mal keine ernsthafte Alternative.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 07:52 - Permalink

        konstruierter Fall,

        schau Dir DAS mal an, damit Du einen Sinn für Proportion bekommst:
        http://www.foreignpolicy.com/articles/2010/06/21/postcards_from_hell?page=0,1

        Ich würde als Raucher freiwillig…

        in ein Lokal gehen, wo der Wirt raucht.

      • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 09:29 - Permalink

        Selbst das blödeste Beispiel ist der Nichtraucherlobby noch gut genug. Was hat eine Schwangere in einer Kneipe zu bedienen? Wenn eine Schwangere ihr Kind schädigt, dann mit Sicherheit nicht durch Passivrauch, sondern durch die Tatsache, dass sie als Schwangere
        schwere Gläser tragen muss.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:14 - Permalink

          Schlägst du jetzt jeder Kellnerin vor, ihren Job eine Viertelstunde nach der Zeugung zu kündigen?

      • diman schrieb am 6. Juli 2010 at 12:20 - Permalink

        Warum bewirbt sich die Nichtraucherin denn als Aushilfe in einer Kneipe wo geraucht wird?

        Wenn ich z.B. eine Allergie gegen bestimmte Stoffe habe, dann kann ich auch nicht uneingeschränkt in der Lebensmittelproduktion tätig sein.

        Komm jetzt bitte nicht mit Arbeitsschutz und sauberer Luft am Arbeitsplatz . . .

        • Marc schrieb am 6. Juli 2010 at 14:10 - Permalink

          Warum bewirbt sich die Nichtraucherin denn als Aushilfe in einer Kneipe wo geraucht wird?

          Du scheinst dir nicht vorstellen zu können, dass viele Frauen in Kneipen arbeiten und dann schwanger werden? Die sollen sich deiner Meinung nach dann zwischen weiterhin Passivrauchen oder Kündigung entscheiden? Super.

          Ich freue mich schon auf den effektiven bundesweiten Nichtraucherschutz in Arbeitsstätten. Es wird endlich Zeit. Und so wie es aussieht wird der auch bald kommen.

    149. Stefan K. schrieb am 6. Juli 2010 at 07:42 - Permalink

      @ Stephan

      Wer die Toleranz der Berliner nicht aushält, sollte halt nich nach Berlin ziehen!

    150. Wuwei schrieb am 6. Juli 2010 at 07:55 - Permalink

      Wer so schreibt , sollte ebenfalls plädieren für:

      -das Recht des Autofahrers, durch fremde Vorgärten zu fahren
      - das Recht des Bürgers, jederzeitig gutsichtbare Waffen zu tragen
      - die Möglichkeit zur Errichtung von Chemiewerken in Wohngebieten

      u.äm.

      Wuwei

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 08:14 - Permalink

        …das Recht fetter Weiber, Bikini zu tragen

        …das Recht von Ländern, Präemptiv-Kriege zu führen

        Was will der Dichter uns damit sagen?

        Dass er keinen Sinn für Proportion hat?
        Dass er seine Vergleiche nicht im Griff hat?

        Fragen über Fragen.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 08:20 - Permalink

        nochmal:
        Es zeugt von gesundem Menschenverstand, eine Mücke von einem Elefanten unterscheiden zu können.

        • Wuwei schrieb am 8. Juli 2010 at 08:23 - Permalink

          @ Groo

          “Es zeugt von gesundem Menschenverstand, eine Mücke von einem Elefanten unterscheiden zu können”

          Zumindest der, der solche Sätze sagt, sollte den Unterschied selbst kennen. Aber wo der Rauch das Gehirn vernebelt, bleiben Bonmots Worthülsen.

          Wuwei

    151. Sukram71 schrieb am 6. Juli 2010 at 08:14 - Permalink

      KRRRRIIIIIIIEEEEEGGGGGG!!!!! – Keine Gefangenen!

      • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 10:11 - Permalink

        …tu felix Helvetia, Bella gerant alii ;-)==~~~

    152. tom52 schrieb am 6. Juli 2010 at 08:17 - Permalink

      Als nächstes geht es vielleicht den Fettleibigen an den Kragen; in einer schönen neuen Welt – mit schönen neuen Menschen – ist ein solcher Makel nicht zu tolerieren. Entsprechende Ansätze, Fettleibige aus der Volks- und Solidargemeinschaft auszuschließen, gibt es bereits.

      Wo bzw. in welcher Form gibt es sowas?

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 08:25 - Permalink

        last time I checked:

        Risikoaufschläge auf die KV bzw Zwangstherapien bei Fettleibigkeit.

        gottseidank immer noch eine Minderheit.
        Kann aber noch werden.

      • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 08:44 - Permalink

        @152. tom52

        Wo bzw. in welcher Form gibt es sowas?

        z.B. hier da ist für uns noch Luft nach oben drin.

    153. Katinka schrieb am 6. Juli 2010 at 08:34 - Permalink

      Ähnlich dem religiösen Puritanismus zielt der moderne Moraltotalitarismus auf das Verbot als Form der manifestierten Selbstverneinung. Und wer sich selbst veneint, der entwickelt einen latenten Neid. Wer Ehebruch und Homosexualität dämonisiert, hat oft selbst eine langweilige Ehe oder ist ein verkappter Schwuler.

      An der Stelle habe ich dies mal aufgehört zu lesen. Wenn ich was in politischen Artikeln nicht ab kann, dann ist es Küchen- bzw. Raucherstammtischpsychologie, die eigentlich nur scheinbar fundiert Vorurteile pflegt.

    154. Nym schrieb am 6. Juli 2010 at 08:38 - Permalink

      Meine Fresse. Als beleidigter Quarzer mit Niemöller kommen, stark. Das ist für mich ein Glaubwürdigkeitseinbrauch um gefühlte 95%. Ich hoffe sehr, derartigen – entschuldigen: grobschlächtigen Mist – hier so bald nicht wieder lesen zu müssen, da ich ansonsten regelmäßig meinen Hut ziehe vor dem Autor und seiner Treffsicherheit.

      Übrigens: Da wird also basisdemokratisch abgestimmt, es kommt zu einer Mehrheit – und das ist dann eine Diktatur? Gut, diesen Unsinn hat nicht Herr Berger ersonnen, der qualmt seit Sonntag aus den ganzen Wohnungen derjenigen, die sich wohl im Nachhinein ärgern, zu faul zum Abstimmen gewesen zu sein. Aber es zeigt ja schon sehr schön, was man sich unter kognitiver Dissonanz vorzustellen hat.

      In diesem Sinne, gute Besserung. Und das meine ich ganz wörtlich.

      • André schrieb am 6. Juli 2010 at 09:11 - Permalink

        Genau, das ist mir auch sauer aufgestoßen: Es gibt eine Abstimmung, an der sich jeder beteiligen kann, und dann kommen die Verlierer hinterher mit Diktaturgefasel und packen gleich den Adolf aus. Ja Leute, was wollt Ihr denn??? Alle vier Jahre zur Wahl gehen, um hinterher zusehen zu müssen, wie die sogenannten Volksparteien Euren angeblichen Wählerwillen interpretieren?

        Geht erstmal in Euch, bevor Ihr auf niedrigstem Stammtischniveau um Euch haut. Das ist übrigens bemerkenswert: Geht es um Basisdinge wie Fußball und Rauchen, dann sinkt das Niveau dieses ansonsten beachtlichen Forums ins Bodenlose. Wie ist das nur zu erklären???

        • brandubh schrieb am 6. Juli 2010 at 09:43 - Permalink

          Ist doch gaaaanz einfach, was w i r wollen. Die wenigen Freiräume, die wir noch haben.
          Wir wollen nicht in Krankenhäusern rauchen, rauchen auch nicht mehr in Restaurants, nicht mehr im Bahnhof, nicht mehr im Zug und auch nicht mehr am Arbeitsplatz. Überall dort wird ja auch nicht mehr geraucht.

          Aber was wollt i h r denn? Uns die letzten Freiräume nehmen: die kleine Eckkneipe und Raucher-Separées, und das ganz ohne Not, wenn man denn den Wahn, einfach nur Recht haben zu wollen und andere bevormunden zu müssen, nicht als Not bezeichnet.
          Aber es scheint ja wirklich eine Not zu sein.
          R a u c h e r mögen suchtkrank sein, aber i h r seid krank im Kopf.

          • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:11 - Permalink

            Wir wollen nicht in Krankenhäusern rauchen, rauchen auch nicht mehr in Restaurants, nicht mehr im Bahnhof, nicht mehr im Zug und auch nicht mehr am Arbeitsplatz. Überall dort wird ja auch nicht mehr geraucht.

            Warum tun es dann so viele, die auch in normalen Restaurant (und wenn es das Klo ist, das verpestet wird) und vor allem auf Bahnhöfen rauchen.

            Ich würde mir ja wünschen, daß öffentliche Rauchverbote mal genauso scharf kontrolliert und sanktioniert würden wie Schwarzfahren etc, dann kann man über Raucherreservate reden.

            • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:40 - Permalink

              Rauchverbote auf (den meisten) Bahnsteigen sind sowieso lächerlich. Die wurden auch nicht zum Nichtraucherschutz eingeführt (wie auch an der frischen Luft), sondern weil die Bahn Kohle sparen wollte.

              Und weil dieses Verbot so lächerlich ist, hät sich auch niemand daran. Wie mit allen lächerlichen Verboten.

              Ich würde mir ja wünschen, daß öffentliche Rauchverbote mal genauso scharf kontrolliert und sanktioniert würden wie Schwarzfahren etc

              Schreist Du bei den Dingen, wo Du selbst gerne mal Fünfe gerade sein lässt, auch nach härteren Sanktionen?

        • Peleo schrieb am 6. Juli 2010 at 09:55 - Permalink

          dann sinkt das Niveau dieses ansonsten beachtlichen Forums ins Bodenlose. Wie ist das nur zu erklären???

          Vielleicht so: Das (Raucher)-Sein bestimmt das (politische) Bewusstsein, auch bei Bloggern.

          • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:34 - Permalink

            Ich habe mehr den Verdacht:

            Das Nichtraucher-Sein bestimmt die politische Haltung bzw. den persönlichen Liberalitätsgrad.

            Ich habe schon vor vielen Jahren damit aufgehört, mich selbst als “Linken” zu bezeichnen, obwohl meine Vorstellungen von Politik mich als genau solchen ausweisen würden.
            Allerdings widert mich die geradezu faschistische Grundhaltung eines Großteils der Linken an. Toleranz – meist Fehlanzeige. Der Ruf nach Verboten (vor allem gegen politische Gegner und andere Meinungen) ist bei den meisten Linken deutlich ausgeprägter als bei den vielgeschmähten Konservativen oder gar Rechten.
            Werde ich heute nach meiner politischen Ausrichtung gefragt, dann bezeichne ich mich als “Liberalen” – selbst auf die Gefahr hin, bei der FDP verortet zu werden (die alles andere als liberal ist). Das ist mir immer noch lieber als mit Gesinnungsfaschisten in einen Topf geworfen zu werden!

    155. Hans Bambel schrieb am 6. Juli 2010 at 08:39 - Permalink

      Konsequent wäre es, den Verkauf und die Herstellung von Zigaretten zu verbieten. Sind ja so tödlich, dass es auf jeder Packung draufsteht. Aber man hat ja Angst um die Arbeitsplätze und Steuerausfälle. Das sich da die “radikale” Nichtraucher-Lobby nicht verar***t vorkommt. In meinen Augen alles Heuchelei…. Hauptsache, es wird mal wieder Demokratie demonstriert. Oder sowas ähnliches. Wenn man jetzt kurz drüber nachdenkt, in welchen Bereichen genauso gearbeitet werden könnte… z.B. Lebensmittelindustrie (Stichwort Klebefleisch), da wird einem schon schlecht.

    156. Kalle schrieb am 6. Juli 2010 at 09:17 - Permalink

      Zwischen “Lustfeindlichkeit ist wieder gesellschaftsfähig” und “Wie weit noch?” hast Du ja ein paar diskussionswürdige Sachen geschrieben, aber alles davor und danach sind Strohmänner, auf die Du fröhlich eindrischst, und Dich ein wenig lächerlich machst.
      Ich als Nichtraucher habe eine rauchfreie Umgebung also gern, nicht weil Rauch stinkt, Hustenreiz auslöst, die Augen zum tränen bringt und ein weiterer krebserregender Faktor in meinem Leben ist, sondern weil ich auf die “Gemütlichkeit” der Raucher neidisch bin. So so. Sehr interessant. Aber leider völliger Quatsch.

      Bei dem Argument für “Raucher”kneipen und Kneipen mit separaten Raucherräumen bin ich ja noch bei Dir, aber der Rest ist einfach Quatsch.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 09:41 - Permalink

        Ich als Nichtraucher habe eine rauchfreie Umgebung also gern, nicht weil Rauch stinkt, Hustenreiz auslöst, die Augen zum tränen bringt und ein weiterer krebserregender Faktor in meinem Leben ist, sondern weil ich auf die “Gemütlichkeit” der Raucher neidisch bin. So so. Sehr interessant. Aber leider völliger Quatsch.

        Man stelle sich vor, ich bringe mit in die kneipe einen behälter mit terpentin, buttersäure oder lackfarbe und mache sie auf um die dämpfe zu “genießen” zu meinem bier. Aber das tue ich ja nicht, weil ich weiß, dass es die menschen in der umgebung stören könnte und ich hochkant aus der kneipe geprügelt werde. Und es liegt bestimmt nicht daran, dass die anderen neidisch sind auf meine “gemütlichkeit”.

    157. H.H.Schmidt schrieb am 6. Juli 2010 at 09:35 - Permalink

      Die Politik kann sich ins Fäustchen lachen. Das Volk der Querolanten, der Besserwisser, Hypochonder, der Dauerflüchtigen vor dem eigentlich unausweichlichen Tode nimmt das Instrument der Freiheitsbeschneidung selbst in die Hand. So kennt man den Deutschen.

      Wer diesen Wahn konsequent zuende denkt, muss jetzt das Atmen auf öffentlichen Straßenland verbieten oder dem Individualverkehr den Garaus machen.

      Dieser Diktatur der Minderheiten kann nur Einhalt gebotern werden, wenn für Volksentscheide eine Wahlplicht gesetzlich eingeführt, verankert wird.

      • Flying Circus schrieb am 6. Juli 2010 at 11:14 - Permalink

        Dieser Diktatur der Minderheiten kann nur Einhalt gebotern werden, wenn für Volksentscheide eine Wahlplicht gesetzlich eingeführt, verankert wird.

        Biste dann auch für eine Wahlpflicht bei z.B. der Bundestagswahl?

        Leute, es ist doch ganz einfach: geht das nächste Mal einfach hin und stimmt mit ab! Wer zu Hause bleibt, darf sich anschließend nicht darüber beklagen, daß sein nicht geäußerter Wille nicht berücksichtigt wurde. Dann und nur dann kann natürlich eine Minderheit eine Mehrheit “terrorisieren”. Das ist dann aber die Schuld der Mehrheit. Hätte ja jeder hingehen und abstimmen können.

        • H.H.Schmidt schrieb am 6. Juli 2010 at 11:37 - Permalink

          Biste dann auch für eine Wahlpflicht bei z.B. der Bundestagswahl?

          Darüber nachzudenken lohnt sich allemal, gerade wenn dann in Verbindung die ablehnenden Stimmen bei der Verteilung der Sitze/Mandate einbezogen werden könnten.

          • Flying Circus schrieb am 7. Juli 2010 at 16:39 - Permalink

            Pffft. Nochmal: wenn die Minderheit es schafft, eine Mehrheit zu dominieren, liegt das mit Verlaub einfach daran, daß die Mehrheit ihren Allerwertesten nicht hochkriegt.

            Und dann verdient sie exakt kein Mitleid.

    158. Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 09:44 - Permalink

      Danke Jens.

      An alle Befürworter dieses Gesetzes habe ich nur diese Frage:
      Vor diesem Volksentscheid waren bereits 90% (lt. Tagesschau) der Gaststätten in Bayern rauchfrei. Wo ist denn euer verdammtest Problem? Warum müsst ihr unbedingt auch noch die verbliebenen 10% für euch beanspruchen? Habt ihr nichts besseres zu tun?
      Als Befürworter dieses Entscheids, den Rauchern noch ihre letzten Räume wegzunehmen, muss man schon ein verdammt verbohrter, intoleranter Egozentriker sein.

      • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 10:18 - Permalink

        Tja, diese Zahl stammt vom Hotel- und Gaststättenverband, der aber gleichzeitig behauptet hat, durch das Gesetz würde 30% des Umsatzes wegfallen. Und das, obwohl angeblich schon 90% rauchfrei sind? Selbst ein Totalausfall dieser 10% würde keine 30% Gesamtumsatzeinbuße bedeuten. Das zeigt, was man von diesen Zahlen zu halten hat.

        Andere Zahlen reden von 1/3 rauchfrei momentan, was eher meiner subjektiven Erfahrung entspricht. Die Wahrheit ist wahrscheinlich irgendwo in der Mitte, aber es sind definitiv deutlich mehr als 10% Raucherkneipen.

        • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 11:07 - Permalink

          Nunja, kann ich nicht einschätzen, da ich nicht in Bayern wohne. Die geschätzten Umsatzeinbußen waren schon vor dem ersten Nichtraucherschutzgesetz überzogen.
          Wenn ich mich allerdings hier in meiner Umgebung (Hessen) umsehe, scheinen mir die 90% noch fast zu wenig zu sein, ich kenne insgesamt 2 Raucherkneipen in meiner Stadt.

      • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 10:22 - Permalink

        Sollte ein normaler Kommentar sein, keine Antwort

        • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 10:36 - Permalink

          Kommentar verschoben.

    159. Lenny123 schrieb am 6. Juli 2010 at 09:59 - Permalink

      Es geht also um den Schutz der Nichtraucher-ANs , die halt aufgrund beruflicher Zwänge keine andere Wahl haben und somit geschützt werden müssen.

      Ok…diese Argumentation nehme ich mal auf und fordere ein Verbot der Benutzung von PKWs, die nicht absolut notwendig ist.

      Ich besitze keinen PKW und fahre prinzipiell nur mit dem Fahrrad oder mit den öffentlichen Nahverkehr. Ich habe ebenfalls – aus beruflichen Zwängen – keine andere Wahl als mich auf den Weg zur Arbeit, den Straßen zu bedienen (beamen geht ja noch nicht ;)).

      Dass die Verbrennungsgase von PKWs gesundheitsschädlich sind, kann wohl auch keiner ernsthaft bestreiten.

      Die Frage ist, ob die Benutzung von des PKWs zwingend notwendig ist, so dass die Abwägung der Interessen nicht zugunsten meiner Gesundheit ausfällt.

      “Man benötigt den PKW um zur Arbeit zu kommen”. Nö, das ist nicht wahr. JEDER Punkt in Deutschland ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln und/oder Fahrrad zu erreichen, es dauert nur länger. Die Dauer der Anreise ist jedoch nur eine Frage der Bequemlichkeit und keine Notwendigkeit, dann muss man halt früher los.

      Wenn also die Gesundheit anderer vor meinem Genuß zu Rauchen steht, dann steht meine Gesundheit doch wohl ebenfalls vor der Bequemlichkeit der (meissten) PKW-Benutzer!

      *dumdidum…;-)*

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 10:10 - Permalink

        Dass die Verbrennungsgase von PKWs gesundheitsschädlich sind, kann wohl auch keiner ernsthaft bestreiten.

        Deshalb gibt es in regelmäßigen abständen auch eine abgasuntersuchung für die fahrzeuge und man tut alles die schädlichen abgase zu minimieren. Ernsthafte gefahr für die gesundheit stellen die abgase sowieso nur dann dar, wenn jemand seine nase direkt am auspuff hält oder in geschlossenen räumen. Wenn also jemand sein auto mit in die kneipe nehmen würde, dann wäre es ein argument.. Ansonsten wieder eine leere drohung. Du kannst mal ja unterschriften sammeln für ein volksentscheid. Viel erfolg!

        • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:24 - Permalink

          Das Argument ist genauso stichhaltig wie die Argumente gegen das Passivrauchen.
          Wenn schon, denn schon….

          Aber sobald die eigene Bequemlichkeit bedroht bzw. die eigene Toleranz gefordert sind……
          Mein Gott widert mich diese Haltung an. Kehrt doch erst mal alle vor Eurer eigenen Tür, bevor ihr anderen Eure Lebensweise aufzuoktroyieren versucht.

    160. Lyman Zerga schrieb am 6. Juli 2010 at 10:10 - Permalink

      Lieber Jens Berger, so sehr ich Deine Artikel schätze und Deine politischen Ansichten teile, so wenig kann ich mich mit diesem einseitigen Stuss zufrieden geben.

      Das Rauchverbot als Ausdruck neuer Lustfeindlichkeit wahrzunehmen, dazu gehört schon viel. Ich kann ja verstehen, dass man als Autor von politischen Texten schnell die Zuspitzung sucht, das hat ja auch oft etwas für sich, etwas gewaltiges, dramatisches. In diesem Fall ist es schlicht peinlich.

      Das Rauchen in Kneipen zum Kulturgut hochzustilisieren erscheint im Angesichte der wissenschaftlichen Erkenntnise zur Gefährlichkeit von (Passiv)rauchen geradezu abstrus. Natürlich soll jeder Mensch das Recht haben, sich zu schädigen. Aber hier ist – wie du schon sagst – der Grundsatz der Verhältnismäßigkeit einzuhalten. Das Recht zur Selbstschädigung kollidiert erheblich mit dem Interesse der Nichtraucher am Erhalt ihrer eigenen Gesundheit. Und dieses Interesse muss überwiegen. Rauchen an sich ist ja nicht verboten. Es verbleibt die Möglichkeit in dafür vorgesehenen Orten oder in Privaträumen auch weiterhin zu rauchen.

      Ein striktes Rauchverbot in der Öffentlichkeit ist kein Vorzeichen vom Untergang der Selbstbestimmung. Es ist das Zeichen ein aufgeklärten Gesellschaft.

    161. Peleo schrieb am 6. Juli 2010 at 10:12 - Permalink

      Warum müsst ihr unbedingt auch noch die verbliebenen 10% für euch beanspruchen?

      Endlich ein handfestes Argument in dieser unseligen Debatte, das mich überzeugt. Auch brandhub (richtig geschrieben?) kann ich zustimmen.

      Ud darüber kann man das ganze Geschwafel über Diktatur, Totalitarismus, Selbst-Unterwerfung usw. vergessen. Die Bonhoeffer-Adaption wird dem Spiegelfechter noch lange anhängen. Da geht´s mir wie André: Das erschüttert die Glaubwürdigkeit. Wenn ihr schon hier zu solchen Grundsatz-Keulen greift, wie wollt ihr dann gegen die letzten kleinen Zocker – und Steuer-Oasen argumentieren?

      Die Geld- Wirtschaft muss dringend und schärfstens reguliert werden, die Gast-Wirtschaft aber nicht?

    162. ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 10:13 - Permalink

      @Jens
      Mit dem Nazi-Vergleich hast den Vogel dieses Mal wirklich abgeschossen – negativ gemeint. Hättest du eigentlich nicht nötig. :(

      Bin selbst Nichtraucher. Ich für meinen Teil bin zu dem Ergebnis gekommen, dass man die Debatte pro/contra-Rauchen nur schwer ohne Emotionen führen kann.

      Meine persönlichen Erfahrungen sind folgende:

      Vor den Nichtraucher-Verordnungen war es für mich immer gesundheitlich eine Belastung, wenn ich abends zu Konzerten oder in Discotheken gegangen bin. Die stickige Luft ging schon stark auf die Atemwege. Vom direkten Waschen der Kleidung – gleich nach dem ersten Anziehen – weil sie total verqualmt stinkt mal abgesehen.

      Jetzt, nach dem bei solchen indoor-Veranstaltungen nicht mehr geraucht werden darf, lässt es sich entschieden entspannter Spaß haben. Man richt vllt. heute deutlicher u.a. Schweiß, aber der hat kein Potential, Dritte krank zu machen.

      Restaurants/Bars das gleiche. In meinem Bekanntenkreis haben die meisten auch kein Problem, zum Rauchen raus zu gehen. Dieses Umdenken war vorher offenbar nicht möglich gewesen – u.a. sicherlich auch auf Grund von Bequemlichkeit.

      Kleiner Nachtrag:
      Die hohe Konzentration von Abgasen in Großstädten finde ich im Übrigen auch nicht witzig. Aber vllt. folgt da ja noch ein Umdenken seitens der Hersteller ohne weitere Auflagen vom Bund.

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 10:34 - Permalink

        Es wäre vorher mit Sicherheit möglich gewesen. Aber leider sind nunmal die meisten Nichtraucher nicht dazu in der Lage gewesen, Ihren rauchenden Kollegen zu fragen ob er bitte rausgehen kann. Und deswegen müssen sie natürlich vom Gesetzgeber geschützt werden, weil sie selbst nicht dazu in der Lage sind solche Dinge auf zwischenmenschlicher Ebene zu klären.

        • Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 11:04 - Permalink

          Was machst du, wenn der Raucher kein Bekannter ist. In Gaststätten oder Discos etwa?

          Wenn du da fragst, kriegst du doch nur eine dumme Antwort. Oder patzig.

          Oder, wie auch Spiegelfechter schrieb, man könnte ja selbst verschwinden. Man müßte ja nicht dort sein, wo geraucht wird.

          Es jetzt auf die Nichtraucher zu schieben, dass sie nicht gefragt hätten ist dürftig. Kommen Raucher nicht selbst auf sowas?
          Obwohl, nach der Anzahl der Raucher unter dem Rauchverbotsschild auf dem Bahnsteig zu urteilen sind manche Raucher entweder Provokateure oder Analphabeten.

        • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 11:07 - Permalink

          Grenzwertig wurde es dann aber, wenn der angesprochene Raucher partu nicht rausgehen wollte und lieber neben seinem Bierglas weiter rauchte.

          Man kann es drehen und wenden wie man will, aber vor den “Verboten” war die Bereitschaft seitens der rauchenden Bevölkerung mMn deutlich geringer, Rücksicht zu nehmen. Vllt. ist in manchen Bereichen ein Umdenken nur durch “Regelungen” möglich?!?

        • Dominik schrieb am 6. Juli 2010 at 11:15 - Permalink

          Wie bitte? Es ist nicht die Aufgabe der Nichtraucher ständig durch das Restaurant oder die Bar zu rennen und die Raucher aufzufordern sich gefälligst anständig zu verhalten und raus zu gehen.
          Wer anderen schadet hat das gefälligst zu unterlassen. Von alleine und ohne Aufforderung.

          Genau diese verdrehte Logik, dass es Aufgabe der Nichtraucher sei dafür zu sorgen, dass in der Bar nicht geraucht wird ist mit ein Grund warum es jetzt komplett verboten ist.

        • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 11:24 - Permalink

          Mir geht es da hauptsächlich um diesen Satz:

          Dieses Umdenken war vorher offenbar nicht möglich gewesen

          Ich für meinen Teil wurde vorher nicht ein einziges Mal gefragt, ob ich rausgehen könnte. Wenn mir niemand sagt, dass ich ihn mit etwas (nicht nur aufs Rauchen bezogen) störe, braucht er sich nachher nicht darüber zu beschweren, wenn ich es weiter tue.

          Ich will ja gar nicht behaupten das alle Raucher so rücksichtsvoll sind. Ich will nur sagen, dass ein Umdenken m.M.n. durchaus ohne gesetzliche Regelungen möglich gewesen wäre. Letztendlich finde ich es auch ok, wenn rauchfrei zum “Normalzustand” wird, aber ich finde es absolut daneben, die paar verbliebenen Raucherkneipen jetzt per Gesetz zu verbieten. Warum dürfen denn neben den normalen Nichtraucherkneipen nicht auch Raucherkneipen existieren?

          • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 11:38 - Permalink

            Ich persönlich habe z.B. die Erfahrung im Bekanntenkreis wie folgt gemacht:

            Zu unterschiedlichsten Gelegenheiten kam das Thema Rauchen mal zur Sprache. Meine Äußerungen waren stets, dass mich der Rauch stört. Kam es dann mal zu ner gemütlichen Runde in ner Kneipe/Bar, wurde das Ding trotzdem direkt neben mir angemacht und erst eine kurze Aufforderung oder ein dezentes Räuspern hatte dann zur Folge, dass der Stängel zumindest in die andere Hand wanderte. Der Rauch zog dennoch rüber.

            Das ging mir so aber auch mit mir vorher unbekannten in einer entsprechenden Situation.

            Ich will damit nur sagen, das ich nicht das Glück hatte, auf “viel” Rücksicht zu stoßen.

            Btw. ich hätte dich gern gesehen, wie du in ner Disco jeden Raucher darum bittest, mal eben für 5min vor die Tür zu gehen zum rauchen.

          • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 10:51 - Permalink

            Der Punkt den ich oben versucht habe zu machen ist doch auch, dass es eigentlich nicht sein kann, dass Raucher hier erst darauf warten, dass ihnen jemand sagt, dass es sie stört.

            Um mal wieder etwas zu übertreiben, ich verprügel jemanden, weil er mir bisher nicht gesagt hat, dass es ihn stört. ;)

            Rauchen schadet der Gesundheit anderer. Das alleine reicht eigentlich schon, dass Raucher generell nicht in Anwesenheit anderer rauchen sollten ohne vorher zu fragen ob es jemanden stört.

            Hier gibt es zwei Probleme. Das erste hat man zum Beispiel in Bayern sehen können. Nach dem schlechten Wahlergebnis, kam von der Regierung die Ansage, Rauchverbot wird nicht kontrolliert, macht was ihr wollt.
            Sofort waren wieder alle Clubs und Bars offen für Raucher. Ich bin mir sicher, wenn das Gesetz durchgesetzt worden wäre und nur einige wenige Clubs zu Raucher-Clubs geworden wären, das Volksbegehren hätte es nicht gegeben. Oder mindestens ich hätte nicht dafür gestimmt.

    163. Christopher schrieb am 6. Juli 2010 at 10:14 - Permalink

      Bis zum letzten Absatz fand ich den Artikel gut. Das umgebogene Niemöller-Zitat darunter hat dann das Vorzeichen geändert. Diesen dümmlichen Nazi-Vergleich hättest Du Dir wirklich sparen können, das hat den ganzen Artikel ruiniert.

      Scheint ein Deutscher Reflex zu sein mit den Nazi-Vergleichen.

      Ich hab das Rauchen selbst vor einigen Jahren aufgegeben und während dieser Zeit war es natürlich wichtig, der Versuchung auch aus dem Wege gehen zu können. Aber solange mir dies möglich war, hab ich mich nie an Rauchern gestört. Das muß letztlich jeder selbst wissen und solange mir niemand den Rauch ins Gesicht bläßt fühle ich mich da auch überhaupt nicht gestört. Wenn mir mal aus ein paar Metern eine kleine Zigarettenrauchschwade entgegenwabert ist die garantiert auch nicht schädlicher als eine Rauchschwade vom Grill oder aus einem Auspuff. Man muß auch mal auf dem Teppich bleiben.

    164. titus schrieb am 6. Juli 2010 at 10:23 - Permalink

      hier spiegelt sich das reale leben…

      etliche meiner freunde und bekannten sind genauso, verbohrt, intolerant und spassbremsen. am schlimmsten sind die ehemaligen raucher…
      vor einigen jahren hab ich mich mal anstecken lassen und mit dem rauchen aufgehört…
      war scheisse, und überhaupt nicht mehr spassig, denn hauptsächlich kreisten die gespräche ums für und wider dem rauchen, um auch noch die letzten verbliebenen raucher zu bekehren…
      hab wieder angefangen zu rauchen und alle diejenigen, die es nicht tolerieren wollten entsorgt… punkt und basta
      heute haben wir wenige aber wenigstens unseren spass und genuss und können beim käffchen oder weizen unsere fluppe durchziehen…
      wenn wir raucher nicht wären, hätte unser wirt schon lange zusperren müssen…
      inzwischen hab ich alle

    165. Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 10:24 - Permalink

      Irgendwie bestätigt sich hier wiedermal nur die alte Erkenntnis, dass Süchtige, bezogen auf alles, was ihre Sucht betrifft, völlig irrational sind.

      Was da alles auf den Tisch kommt. Nazivergleiche, angedichtete Intentionen fern der Realität, irrsinnige Übertreibungen, Hysterie, Extrem-Rabulistik. Und selbst der sonst besonnene und (in seinen Worten) “unaufgeregte” SF zückt hier das ganz große Messer. Wegen der Pflicht, zum Rauchen kurz raus vor die Tür zu gehen. Wenn die Leute sich nur mal wegen wirklich wichtiger Sachen so echauffieren würden…

      Naja, wenn dieses Gesetz so ganz nebenbei dazu beitragen sollte, dass in 15-30 Jahren die Zahl der Raucher stark gesunken ist (was ich mir durchaus vorstellen kann), dann wär’s allein deswegen was Gutes.

      • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 10:38 - Permalink

        Da hat der Marlboro Man mit seinem Bild der Freiheit des Wilden Westens halt immer noch Eindruck hinterlassen.

        Inzwischen hat Rauchen schon viel von seinem Image eingebüßt, wenn man es mit vor ein paar Jahrzehnten vergleicht und ich denke, viele Raucher haben halt Angst, weiter zurückgedrängt zu werden.
        Das führt dann zu entsprechenden irrationalen Erwiderungen.

        • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 10:49 - Permalink

          Es ist schon faszinierend, dass einem immer noch unterstellt wird, man würde des Images wegen rauchen. Das Image des Rauchers ist doch dank dieser unsäglichen Hetzkampagne heutzutage das Bild des faulen Hartz IV-Verlierers der sein ganzes Leben nichts auf die Reihe bekommt. Auch wenn Rauchern gerne unterstellt wird, sie wären nicht ganz klar im Kopf, nein, dieses Bild ist auch für Raucher nicht erstrebenswert ;)
          Wer heute noch raucht, tut das nicht wegen sondern trotz des schlechten Images.

          • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 11:12 - Permalink

            Natürlich raucht man heutzutage nicht mehr wegen dem Image.

            Aber das alte Image steckt immer noch im Hinterkopf und das hat halt zur Folge, dass man den beschriebenen Imagewandel besonders wahrnimmt und sich so zurückgedrängt und aus dem alten Image abgeleiteter Rechte beraubt fühlt.

            Mit dem Rauchen in Kneipen wird dabei eben die soziale Akzeptanz verbunden und das Nichtrauchergesetz als Angriff auf eben diese empfunden.
            Die Folge ist niveauloser Text selbst von denen, die normalerweise fundiert und sachlich argumentieren.

    166. Yukionna schrieb am 6. Juli 2010 at 10:42 - Permalink

      Hallo ich heiße Schul Dig und bin Raucher.

      Das passiv rauchen nicht unbedingt Gesundheits fördernd ist mir jetzt klar.
      Das Zigarettenqualm in den Augen brennt,ja auch dies.
      Das Zigaretten stinken und sich der Gestank in eurer gerade frisch gewaschenen nach Lavendel duftenden Gardrobe einistet, auch OK.

      Ich gelobe mich zu bessern,bitte helft mir.”ja wir helfen Dir,notfalls per Gesetz”

      Interessant wie sich hier zwei “Kulturen” behämmern!

      Nichtraucher-Schutzgesetz find ich in Ordnung, in allen Einrichtungen die der Staat der Allgemeinheit zur Verfügung stellt.Es enstanden in den letzten Jahren kompromisse wie seperate “Raucherräume” etc.

      Jedoch,kann man einen Gastwirt dem die Gaststätte(Kneipe) gehöhrt und das ist sehr wichtig,nicht vorschreiben ob in seiner eigenen Gaststätte geraucht werden darf oder nicht.Dies geht dann doch schon ein wenig zu weit und entspricht schon so etwas wie einer Entmündigung.

      Letztendlich sollte der mündige Bürger selbst entscheiden,ob er sich in einen vernebelten Pub setzt oder nicht.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 10:58 - Permalink

        Jedoch,kann man einen Gastwirt dem die Gaststätte(Kneipe) gehöhrt und das ist sehr wichtig,nicht vorschreiben ob in seiner eigenen Gaststätte geraucht werden darf oder nicht.Dies geht dann doch schon ein wenig zu weit und entspricht schon so etwas wie einer Entmündigung.

        Doch, kann man! Der wird bekommt eine ausschank lizenz, die festlegt was er anbieten darf und was nicht und die ihm auch jederzeit entzogen werden kann. Er muss den brandschutz einhalten ebenso jugendschutz. Falls noch zusätzlich lebensmittel angeboten werden, muss auch deren vorgeschriebene lagerung beachtet werden und er bekommt regelmäßig besuch vom gesundheitsamt!

        • Yukionna schrieb am 6. Juli 2010 at 11:15 - Permalink

          Dies sind Dinge die sich unmittelbar auf das Gewerbe beziehen.
          Ohne diese Regeln hätten wir wahrscheinlich kein funktionierendes Gaststätten-Gewerbe und die Diskussion würde sich erübrigen.

          Das Rauchen jedoch wird von seinen Kunden ausgeübt, aus freier Entscheidung
          und dies hat nicht unmittelbar (bei kleine Stamm und Eckkneiben schon ehr;) )
          mit dem Gewerbe zu tun.
          Nur der Wirt kann entscheiden ob geraucht werden darf oder nicht.
          Klar machen wir ein Gesetz das dies verbietet…..aber wann hörts auf?
          Ich weiß,Bannanen brauchen auch eine bestimmte Krümmung.

    167. Michael S. schrieb am 6. Juli 2010 at 10:58 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Man kann Liberalität auch übertreiben. Kneipengeselligkeit ist sicher nicht vom Rauch abhängig, und der damit kein schützenswertes Kulturgut (Tabak kam erst nach Kolumbus in unsere Welt). Und die angebliche Beeinträchtigung der Wirte ist ja wohl ein Witz, denn ihr Gewerbe bezieht sich ja wohl auf den Ausschank an Speisen und Getränken.

      Was die Volksabstimmung in Bayern notwendig gemacht hat, war ja wohl der unsägliche, auch hier in NRW betriebene Umgang mit Ausnahmeregelungen. Raucherklub sollte das Unwort des Jahres werden. Familienbesuche im Restaurant sind unmöglich, mit meinem Sohn kann ich den Billardtisch im Irish Pub nicht mehr benutzen.

      Die Sucht einer Minderheit wird aus angeblichen wirtschaftlichen Erwägungen der Mehrheit aufgezwungen. Natürlich wäre es angebracht gewesen, die Möglichkeit von Raucherzimmern zu erlauben, wenn die Räumlichkeiten vorhanden sind, aber nicht als Hauüptraum, den man zum Nebenzimmern ichtraucherraum durchqueren muß. In UK hat das Rauchverbot im Übriogen nicht zu einem Pubsterben geführt. Aber wie bei allem, auch bei politischen Konzepten so auch beim Rauchverbot muß bei uns alles anders funktionieren oder andere Auswirkungen haben.

      Wenn ich sehe, wie Raucher jedes bestehende Rauchverbot, sei es auf Bahnhöfen, Flughäfen usw ignorieren, oftmals direkt unter dem Rauchverbotshinweis stehend, und sogar auf Ansprache nur dummdreist reagieren, ist eine solche gesetzliche Basis mal notwendig, um Nichtraucher wirklich zu schützen. Denn es geht genau darum, die Nichtraucher vorm Mitrauchen zu schützen. Was Raucher mit ihrer eigenen Gesundheit anstellen, ist mir egal. Jetzt zu argumentieren, man könnte ja Alterkontrollen durchführen, und jeder wäre frei, die Örtlichkeit nicht zu betreten, schafft nur einen Freiraum für eine Minderheit, ohne daß es, eben wegen der vielen Raucherklubs, für Nichtraucher und Familien noch adäquate Ausweichmöglichkeiten gibt, von FastFood oder Nobelrestaurants abgesehen. Und ob es den fraglichen Einrichtungen am Ende nicht an Kundschaft mangelt, wenn alle Nichtraucher wegbleiben (müssen), ist auch die Frage.

      Auch frage ich mich, inwieweit eine Kontrolle mit liberalem Denken vereinbar ist.

      Also bitte jetzt nicht die Raucher zu Verfolgten machen. Im Verhältnis zu ihrer Zahl haben sie genug Lobby.

      • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 11:24 - Permalink

        Kneipengeselligkeit ist sicher nicht vom Rauch abhängig, und der damit kein schützenswertes Kulturgut (Tabak kam erst nach Kolumbus in unsere Welt).

        Wenn sich allerdings bereits die alten Germanen ein Pfeifchen angesteckt hätten, wär es ein echtes schützenswertes Kulturgut™? Was ist denn dann mit Kulturgütern wie Jazz, dem Tonfilm oder gar der hochdeutschen Sprache? Alles noch nicht mal 500 Jahre etabliert.
        Wir haben uns hier in Europa die Güter einer anderen Kultur angeeignet. Das macht sie nicht weniger schützenswert.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 11:27 - Permalink

        Mal ne Frage – wann hast Du das letzte Mal eine Kneipe von innen gesehen?

    168. thom schrieb am 6. Juli 2010 at 10:59 - Permalink

      Es ist schon erstaunlich, welche Blüten der Wohlstand und die Langeweile so treiben.
      Denken wir das mal zu Ende, Tabak verbieten, Alkohol verbieten, Autofahren verbieten, naja kurz, direkt einfach den Menschen verbieten, dann ist es auch nicht mehr notwendig, solche Debatten zu führen. Wenn wir sonst keine Sorgen haben, dann gehts ja.

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 11:04 - Permalink

        Thema verfehlt, tabak hat niemand verboten. Es wurde das rauchen in ÖFFENTLICHEN Plätzen verboten um die nichtraucher zu schützen. Versuchen Sie es nochmal.

        • SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:19 - Permalink

          Das ist aber der nächste Schritt.

          Solche Gesetze sind nur ein weiterer Schritt auf dem Weg dahin.

          Es gibt noch genug Dinge, die man verbieten könnte. Auf geht’s.

          • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 11:26 - Permalink

            Und die Gurtpflicht war ein Schritt auf dem Weg zum Verbot von Autos?
            Die Begrenzung der Lärmbelästigung hat dazu geführt, dass Musik jetzt verboten ist?

            • Gideon schrieb am 6. Juli 2010 at 11:51 - Permalink

              das wie mit dem Tempolimit auf Autobahnen, irgendwann ist das 0 und Autos sind verboten. Die Promille Grenze die man haben darf wird auch irgendwann auf 0 gesetzt und nicht nur beim Autofahren, sonern auch beim Laufen. Is klar. Völliger Unfug diese Behauptungen jetzt wird bald alles verboten. Da klingen die Raucher eher nach beleidigter Räucherwurst.

            • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 15:57 - Permalink

              @Gideon:
              Wer Auto fährt hat keinen Alkohol zu trinken. Da gibt es überhaupt nix dran zu drehen. Ob das jetzt nen kleines Alster ist oder 2cl Kräuter zum “Verdauen” oder 20 Bier ist völlig wumpe. Dafür gibt es eindeutig zu viele Unfalltote auf Grund von Alkoholkonsum!

    169. Dominik schrieb am 6. Juli 2010 at 11:10 - Permalink

      Immer wieder dieselben albernen Argumente.

      Rauchen schadet der Gesundheit anderer, woraus automatisch folgt, dass es in der Öffentlichkeit verboten werden muss. Das Recht auf Unversehrtheit überwiegt hier sehr deutlich die Freiheit des Rauchers zu rauchen.

      Bayern hatte vor einiger Zeit schon ein strenges Rauchverbot, dass aber nach einem schlechten Wahlergebnis so aufgeweicht wurde, dass es praktisch nutzlos war. In München gab es zum Beispiel so gut wie keine Disco oder Bar, die kein Raucherclub war.
      Und genau hier liegt auch das Problem. Wenn sich die Raucher, die Wirte, die Politik oder wer auch immer tatsächlich dem Problem angenommen hätte und eine Italienische Lösung mit separierten Raucherräumen geschaffen hätte. Es wäre keine Volksabstimmung entstanden. Aber wenn die Politik und auch die Wirte unfähig sind so etwas simples einzurichten, und die Raucher keinerlei Interesse zeigen auch nur das kleinste bisschen anständig zu handeln und zum rauchen rauszugehen, dann werden sie halt gezwungen. (Raucher ist hier zugegeben etwas zu verallgemeinert, gibt ja doch einige die rausgehen. Sind aber leider deutlich in der Minderheit.)

      Und zum Thema: “Letztendlich sollte der mündige Bürger selbst entscheiden,ob er sich in einen vernebelten Pub setzt oder nicht.”
      Das funktioniert halt einfach nicht in der Realität. Zeigt die Vergangenheit recht deutlich. Wenn man es die Wirte entscheiden lässt, dann sind fast alle Lokalitäten eben nicht Rauchfrei. Hat nichts damit zu tun dass Raucher mehr weggehen oder der Pub ohne Raucher nicht überleben kann. Sondern mehr mit Bequemlichkeit, kein Risiko eingehen und simple Gewinnmaximierung. Ganz abgesehen davon, dass der, der anderen schadet, der ist der auch Rücksicht nehmen muss. Das bedeutet automatisch, dass die Entscheidung in welche Bar ich gehen will nicht durch Raucher eingeschränkt werden darf.
      Ist schon wieder dieser Grundsätzliche Freiheitsgedanke, der in der Debatte so gerne verdreht auf Seiten der Raucher beansprucht wird.

      Jeder darf tun und lassen was er möchte, solange er damit nicht die Freiheit anderer einschränkt. Bitte Raucher, lest euch das hier mal genau durch und überlegt ein bisschen.
      Ihr seid es die etwas tun was die Freiheit und körperliche Gesundheit anderer einschränkt. Die logische Konsequenz daraus kann eigentlich nur ein Rauchverbot sein. Und dass dieses nun so absolut ausfällt, ist eure eigenen Schuld (siehe oben).

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 11:38 - Permalink

        Das funktioniert halt einfach nicht in der Realität. Zeigt die Vergangenheit recht deutlich. Wenn man es die Wirte entscheiden lässt, dann sind fast alle Lokalitäten eben nicht Rauchfrei. Hat nichts damit zu tun dass Raucher mehr weggehen oder der Pub ohne Raucher nicht überleben kann. Sondern mehr mit Bequemlichkeit, kein Risiko eingehen und simple Gewinnmaximierung.

        Gutes Stichwort: Gewinnmaximierung. Wenn die ganzen Nichtraucher, die sich so schrecklich belästigt gefühlt haben, einfach mal für ein Jahr auf Kneipenbesuche verzichtet hätten, wären von ganz alleine Nichtrauchkneipen entstanden, da den Raucherkneipen Umsatz wegbricht und ein Markt für Nichtraucherkneipen entsteht. “Vote with your wallet”

        Ich für meinen Teil halte das so und besuche seit dem Rauchverbot nur noch höchst selten diese rauchfreien Kneipen. Da kann ich mich mit meinen Kumpels auch bei denen oder mir zuhause treffen, da ist die Atmosphäre meist angenehmer, es läuft Musik die uns gefällt, die Getränke kosten nur einen Bruchteil und rauchen darf ich da zumeist auch nicht.
        Aber dafür fehlt dem Nichtraucher scheinbar die nötige Konsequenz?!

        • Dominik schrieb am 6. Juli 2010 at 18:51 - Permalink

          Nicht die Nichtraucher haben hier irgendetwas zu tun, damit wir vielleicht irgendwann jemanden dazu bringen unser Recht auf Körperliche Unversehrtheit zu achten.

          Nach der verqueren Logik in Ihrem Beitrag kann ich auch anfangen Leute zu verprügeln, Hauptsache ich stell vor der Bar ein Schild auf. Sollen die halt woanders hingehen.

          • Thomas schrieb am 7. Juli 2010 at 12:18 - Permalink

            Verquere Logik? Das ist Marktwirtschaft, ganz einfach. Wenn es kein Angebot gibt was mir zusagt, nutze ich diese Angebote nicht. Fertig. Ihren kruden Vergleich verstehe ich nicht, da er leider keinerlei Bezug zu meinem Beitrag hat.

            • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 00:45 - Permalink

              Die verquere Logik liegt darin, dass Sie erwarten, dass die Nichtraucher etwas tun müssen, damit sie in Zukunft in Rauchfreie Bars gehen können.
              Und das ist genau der Fehler.
              Es kann nicht sein, dass die Verantwortung hier einfach dem Opfer aufgedrückt wird. Der Täter, in diesem Fall der Raucher ist derjenige, der damit aufzuhören hat andere Gesundheitlich zu schädigen.

      • Interessierter schrieb am 6. Juli 2010 at 13:36 - Permalink

        Rauchen schadet der Gesundheit anderer, woraus automatisch folgt, dass es in der Öffentlichkeit verboten werden muss. Das Recht auf Unversehrtheit überwiegt hier sehr deutlich die Freiheit des Rauchers zu rauchen.

        Naja, ganz so einfach isses nun auch wieder nicht. Das Recht auf allgemeine Handlungsfreiheit und der Berufsfreiheit der Raucher und Wirte ist ein Abwehrrecht gegen Regulierung des Staates. Das Verlangen der Nichtraucher, dass der Staat sie vor Ihren Mitbürgern schützen soll, ist ein positives Recht, eine Forderung an den Staat. Der Nichtraucher verlangt Eingriff in die privaten Verhältnisse von Menschen. Klassisch sollen die Grundrechte Abwehrrechte gegen die Staatsmacht sein, als Balance und notwendiger Schutz des Einzelnen und Minderheiten gegen die demokratische Mehrheit. Forderungen an den Staat, Nichtraucherschutz, Arbeitsschutz, Strafgesetz, Sozialstaatsklausel etc. sind stets umstritten und müssten eigentlich fundiert belegt werden. Und dies ist beim Passivrauchen schwierig und zweifelhaft, nach Popper unmöglich, in dubio pro reo, also gegen das Rauchverbot.

        Letztendlich garantiert das Grundgesetz kein Recht auf rauchfreien Genuss von Speisen in Gaststätten und darauf läuft es doch hinaus. Die Argumente, der armen Kellnerin, der Gesundheit etc., sind doch vorgeschoben, weil man es nicht ganz einfach sagen will: Es stört mich, meine Kleidung stinkt, das Essen schmeckt nicht. Aber das ist einfach kein ausreichender Grund für ein Verbot.

        • Dominik schrieb am 6. Juli 2010 at 18:59 - Permalink

          Ihr Argument wäre relevant, wenn es wirklich nur um stinkende Kleidung oder ähnliches ginge. Man hat in der Tag kein recht darauf, nicht genervt oder gestört zu sein.
          (Wobei auch das nur begrenzt stimmt, siehe Ruhestörung etc.)

          Beim Rauchen ist der zentrale Punkt, es schadet nicht nur der Gesundheit des Rauchers, sondern auch allen umstehenden, die den Rauch zwangsweise abbekommen. Und genau hier ist die Diskussion zu Ende.
          Es geht um den Schutz der Körperlichen Unversehrtheit.

          Und das Passivrauchen schadet, darüber braucht man nun wirklich nicht weiter zu diskutieren. Ob die immer wieder genannten 3000 Toten stimmen oder nicht spielt dabei auch keine wirkliche Rolle. Egal ob jemand daran stirbt, es reicht,d ass die Gesundheit beeinträchtig ist.

    170. SwENSkE schrieb am 6. Juli 2010 at 11:13 - Permalink

      Haha, da haste ja in ein Wespennest gestochen :D

      Aber Du sprichst mir ja sowas von aus der Seele – damit ist Dir der eher schwache Fußballartikel mehr als verziehen.

      Es gibt kein einziges vernünftiges Argument für ein totales Rauchverbot und die Abstimmung in Bayern hat ein malmehr gezeigt, wo das Problem mit Volksentscheiden liegt.
      Ich bezweifle ganz stark, daß die Mehrheit der Bayern wirklich dieses extrem strenge Rauchverbot haben wollte. Abgestimmt haben vor allem die, die dafür waren. Bei einer Wahlbeteiligung von 38% kann man kaum vom Mehrheitswillen sprechen.
      Armes Bayern!

      Zum Glück liegen die Hürden in BW ziemlich hoch – ist also nicht anzunehmen, daß dieser ÖDP-Blödsinn auch zu uns hinüberschwappt.
      Ich bin zwar generell ein Fan von mehr direkter Demokratie, aber solche Auswüchse zeigen mir einmal mehr, daß die Erleichterung von Volksentscheiden wohl bedacht sein muß.
      Ich hätte nämlich nur ungern eine Diktatur der Minderheit – genausowenig wie eine der Mehrheit. Dazu bin ich zu sehr Liberaler.

      • ABC-Schütze schrieb am 6. Juli 2010 at 12:50 - Permalink

        Warum kann man denn hier nicht von einem Mehrheitswillen sprechen? Wohl war: Absolut haben 23% der bayerischen Bevölkerung für diesen Entscheid gestimmt. Die schweigende Mehrheit hat sich enthalten und damit indirekt dafür gestimmt. Wem das Thema Rauchen so wichtig ist, geht wählen. Hinterher rumjammern ist zwar einfach, aber leider zu spät. Ist halt wie beim Fußball: Nur schön spielen reicht nicht, man muss auch Tore schießen.
        Zu Deinem Vergleich zu BW gilt zu sagen, dass auch die Hürden in Bayern für einen Volksentscheid recht hoch sind. Man kann doch aber direkte Demokratie nicht nur dann mögen, wenn einem das Ergebnis passt. Zum Liberalismus gehört auch, zu akzeptieren, wenn das erreichte Ergebnis dem eigenen Wunsch konträr geht.

        • SwENSkE schrieb am 7. Juli 2010 at 16:02 - Permalink

          Zu Deinem Vergleich zu BW gilt zu sagen, dass auch die Hürden in Bayern für einen Volksentscheid recht hoch sind.

          Offensichtlich nicht hoch genug ;)

          Und in jedem Fall KEIN Vergleich zu BW (16,6% der Wahlberechtigten müssen innerhalb 14 Tagen einen Volksentscheid unterstützen – persönlich im jeweiligen Rathaus :D).
          Das schaffen die ÖDP-Freaks nie.

          Die schweigende Mehrheit hat sich enthalten und damit indirekt dafür gestimmt.

          Das ist das Problem mit einfachen Mehrheiten – sie ermöglichen die Diktatur der Minderheit. Warum sollten die alle indirekt dagegen sein?
          “10.000 Stimmen in 6 Monaten sammeln” ist ein Witz um einen Volksentscheid herbeizuführen. Wenn es dann ein Thema ist, daß der Mehrheit am Arsch vorbei geht, dann kriegt man solche Ergebnisse (61% von 38% ist keine Mehrheit).

          • Flying Circus schrieb am 7. Juli 2010 at 16:45 - Permalink

            Sorry, aber das ist Unfug. Wenn es der Mehrheit am Allerwertesten vorbeigeht, dann ist das eben Pech. So funktionieren demokratische Wahlen und Abstimmungen.

            Oder anders ausgedrückt: wenn die Masse der Raucher zu faul ist, für ihr Recht auf Qualm auf die Straße zu gehen, soll sie sich nicht hinterher beschweren, sie würde “von einer Minderheit unterdrückt”.

            Ich bin gegen dieses erweiterte Rauchverbot – als Nichtraucher – aber sorry, da hört es bei mir auf.
            Ich habe auch was gegen Leute, die z.B. nicht zur Bundestagswahl gehen, hinterher aber hysterisch darüber faseln, ihr Wille würde nicht berücksichtigt.

    171. lilywhite schrieb am 6. Juli 2010 at 11:21 - Permalink

      Nee, Jens, sorry, aber dem muss ich vehement widersprechen.
      Und man merkt diesem Beitrag – im Gegensatz zu den vielen anderen aus deiner Feder – auch stark an, dass er wenig rationalen Überlegungen folgt, sondern eher von erworbenen Trieben und Protektionismus geleitet ist.
      “Lustfeindlichkeit”? Entschuldige, aber wer das Rauchen auf Lust reduziert, der hat etwas Entscheidendes nicht begriffen. Im Gegensatz zu anderen Gelüsten (Sex, Süßes, Nervenkitzel) gefährde ich beim Rauchen sowohl meine eigene als auch die Gesundheit Dritter. Rauchen macht zudem nachweislich süchtig (ich weiß das aus eigener Erfahrung), und welche Auswirkungen das unter Umständen auf die soziale Kompetenz hat, sieht man an Äußerungen, wie man sie in deinem Artikel (dem Artikel eines anscheinend leidenschaftlichen Rauchers) findet.
      Es ist Bestandteil sozialer Kompetenz, dass ich möglichst davon Abstand nehme, die Gesundheit meiner Mitmenschen zu gefährden. Ich finde es schlimm, dass überhaupt geraucht wird. Wie viele Kinder müssen alltäglich das Gequalme ihrer sogenannten Erziehungsberechtigten ertragen und später mit den Folgen leben – und dagegen wird nichts unternommen.
      Ich finde es grotesk, dass es tatsächlich eine Bewegung gibt, die ein Recht auf freie Selbstschädigung und durchaus auch auf Schädigung Dritter einfordert.
      Ich bin dafür, dass es in jeder Stadt noch ein paar wenige explizite Raucherkneipe geben sollte. Dorthin könnten sich dann die Raucher ab und an unter ihresgleichen zurückziehen und sich die Hucke vollqualmen.
      Aber im Grunde finde ich es richtig, dass der Nichtraucherschutz Priorität hat und nicht die Nichtraucher diejenigen sind, die für ihre gesunde Lebensweise sozial benachteiligt werden, indem es ohne Schutzgesetz gemäß der Natur der jahrhundertealten Sache generell nur Kneipen geben würde, in denen das Rauchen erlaubt ist. Wir haben aber gerade auf ethischem und medizinischem Gebiet in den letzten 200 Jahren einige Fortschritte gemacht, die einen Wandel der Kneipenkultur erforderlich machen. Rauchen ist gesundheitsschädlich. Punkt.

    172. Jeeves schrieb am 6. Juli 2010 at 11:26 - Permalink

      Ich vermute, der seltsame Pro-Zigaretten-Artikel ist ironisch gemeint? Er will uns zeigen, wie absurd die “Argumente” der Zigaretten-Industrie und die ihrer Abhängigen sind?
      Leider dringt die Ironie nicht so richtig durch.

    173. Stimmvieh schrieb am 6. Juli 2010 at 11:26 - Permalink

      Ich sehe das ganze etwas zwiespältig.
      Einerseits gehe ich auch zu Hause zum Rauchen auf den Balkon, weil ich verrauchte Luft nicht mag. Ich habe mir zwei Jahre ein Büro mit einem manchmal fast schon Kette rauchenden Vorgesetzten geteilt und hatte damals fast jeden Tag Kopfschmerzen, die sich auf mysteriöse Weise immer verflüchtigten, wenn ich knapp zehn Minuten aus dem Büro raus war.
      Andererseits habe ich auch schon so manche Nacht in verrauchten Diskotheken verbracht, da gehört das für mich irgendwie dazu. Und auch wenn ich nun wirklich kein Eckkneipenbesucher bin, denke ich bei dem Wort “Kneipe” automatisch auch an verrauchte Luft. Wenn mir das nicht passt, gehe ich halt nicht hin (und auch wenn das freilich nicht der einzige Grund ist, bin ich selten in Diskotheken und praktisch nie in Kneipen zu sehen).

      Ich finde, die Aufregung, die das Thema erfährt, wäre besser bei anderen Themen “angelegt”, wie der munter voran schreitenden Spaltung unserer Gesellschaft in Reich und Arm, den Auslandseinsätzen der Bundeswehr, oder der der allmählichen Transformation hin zu einem Polizei- und Überwachungsstaat.

    174. Richard schrieb am 6. Juli 2010 at 11:26 - Permalink

      Ich bin Raucher und befürworte ein Rauchverbot in Gaststätten.

    175. Thomals Mayer schrieb am 6. Juli 2010 at 11:29 - Permalink

      “Das gefällt dem Michel gut, liebt der Michel doch Autoritäten, die ihm sagen, was er zu tun und zu lassen, zu denken und zu meinen hat – und wann er in Polen einmarschieren soll.”

      Woaaaah, ein Nazivergleich. Wie provozierend, wie einfallsreich, wie … lahm.
      Den Rest hab ich nicht mehr gelesen.

    176. plaY schrieb am 6. Juli 2010 at 11:31 - Permalink

      @Spiegelfechter
      Du hast den Sinn des Verbots nicht verstanden.
      Setzen Sechs.

      Ah und noch was. Es gibt keine Passivfettleibigen, es gibt keine Passivtrinker… nur halt die Passivraucher, denk mal drüber nach.

      Und servas

      • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 11:39 - Permalink

        diesen Punkt akzeptieren aber die wenigsten Raucher bzw. spielen den runter.

      • Schneemann schrieb am 6. Juli 2010 at 12:05 - Permalink

        Es gibt keine Passivfettleibigen, es gibt keine Passivtrinker

        Es gibt noch keine Passivfettleibigen, es gibt noch keine Passivtrinker — geb den nach Schlagzeilen dürstenden Medien keine weitergehenden Anregungen.

        • Glawen schrieb am 6. Juli 2010 at 12:37 - Permalink

          Sicher das es keine Passivfettleibigkeit gibt? Es kommen doch immer mehr Studien raus, dass Kinder fettleibiger Eltern einen viel höheren Risikofaktor haben. Somit verursachen die Eltern durch ihr Übergewicht mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit Gesundheitsschäden bei ihren Kindern. Warts mal ab bis es da mal Klick macht, wobei, in einigen Staaten hat man die Gefahr ja schon erkannt.

          • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 16:02 - Permalink

            Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

            Wenn ich als Elternteil nicht in der Lage bin, mein Kind ne gesunde Ernährung beizubringen ist das jawohl nicht damit gleichzusetzen, dass ich als wenn ich als Raucher anderen Menschen aktiv den Rauch um die Nase puste.

            • SwENSkE schrieb am 7. Juli 2010 at 16:05 - Permalink

              Das sind zwei verschiedene paar Schuhe.

              Wieso?
              Hier führt (angeblich) zweimal das Verhalten bestimmter Menschen zur Gesundheitsgefährdung Dritter (genau wie beim Auto- oder Skifahren).

      • Micha schrieb am 6. Juli 2010 at 12:34 - Permalink

        @plaY

        Ziatat:”Ah und noch was. Es gibt keine Passivfettleibigen, es gibt keine Passivtrinker… nur halt die Passivraucher, denk mal drüber nach.”

        Geht es nich um die Sache an sich? Es wird Toleranz auf weiter Ebene gepredigt, gleichzeitig werden Minderheiten, in dem Falle die Raucher, ihrer Rechte bestohlen. Was ist den Unrecht, wenn Raucher in einer Raucherkneipe ihren Gelüsten frönen.

        Man könnte den Trinkern ja auch unterstellen, die Nichttrinker zum Trinken zu animieren? Denn ohne Vorbilder oder ohne Alk gäbe es keine Trinker, oder Menschen, die zum Trinker werden…

        Womöglich werden die Schlanken demnächst durch beleibtere Menschen in ihrem estetischen Empfinden gestört und fühlen sich unwohl? Was dann?

        Leben und leben lassen, sonst käme jemand auf ganz andere Ideen, wie man bestimmten Mehrheiten das Leben versüßen kann….

        • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 16:07 - Permalink

          kurze Frage:
          Habe ich das Recht, deine körperliche Unversehrtheit in ner Kneipe mit nem Messer zu beeinträchtigen? Nein, also wieso sollst du bitte ein Recht darauf haben, die meine an besagtem Ort mit deinem Zigarettenqualm zu schädigen?
          Raucher können bei sich zu Hause mMn die Lunge ausm Leib quarzen, aber lasst mich mit dem Scheiß in Ruhe, wenn ich gemühtlich nen Glas Wein oder nen Sandwich in netter Gesellschaft in nem Lokal genießen möchte.
          Ich füge euch kein Leid zu, also ist es wohl das mindeste, dieses auch von euch Rauchern zu erwarten. Aber hey, mit zweierlei Maß messen ist halt schon geil, ne?!?

          • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 16:26 - Permalink

            In einer abgetrennten Messer-Zone, in die nur Leute gehen sollten, die gerne mit Messern stechen, dürftest Du das. Aber da ich derlei Freizeitbeschäftigungen nicht so schätze, würde ich mich ja auch in die messerfreie Zone setzen und den Messerstechern ihren Spaß gönnen.

            • ChP schrieb am 7. Juli 2010 at 08:11 - Permalink

              Ich hoffe aber, du verstehst, worauf ich hinaus möchte, oder?

              Sicher das Messer ist jetzt nen Extrembeispiel, aber ich bin der Meinung, es verdeutlicht schon recht gut, welches Problem die meisten “Nichtraucher” in Bezug auf Zigaretten haben.

              Wenn die gesundheitliche Gefahr für Dritte nicht wäre, wär es mir persönlich halt total egal, ob ihr eure Lunge teert und federt. Dem ist aber leider nicht so und deswegen habe ich damit ein Problem und begrüße solche Entscheidungen wie “Discotheken/Restaurants/Kneipen/etc. bleiben zukünftig rauchfrei.”. Das resultiert teilweise auch daraus, dass Raucher in meinem Umfeld eben oft weniger Rücksicht nehmen als vllt. angebracht gewesen wäre.

            • plaY schrieb am 7. Juli 2010 at 12:33 - Permalink

              Das Blöde ist halt, dass in Bayern die Messer aus der Messer-Zone in die messerfreie Zone fliegen und somit die Nichtmesserstecher töten… wenn du verstehst ;)

              Du hast da evtl. andere Erfahrungen gemacht, aber bei uns wird das bestehende Gesetz von der Politik nicht kontrolliert, es hat sich vieles beim alten eingependelt, überall wird geraucht… zumindest in Bayern(besser gesagt Passau, weiß nicht wie es in ganz Bayern aussieht, anscheinend genauso)… darum mussten die Menschen in Bayern es selbst in die Hand nehmen, wenn man so verarscht wird.

            • Flying Circus schrieb am 7. Juli 2010 at 16:49 - Permalink

              @Jens:

              der Vergleich hinkt – so schön er auch ist. :-) Eine Messerstecherei wäre auch dann verboten, wenn alle Beteiligten vorher ihr Einverständnis abgäben. Ab einem gewissen Grad wird die Strafbarkeit der Handlung dadurch nicht mehr aufgehoben.

              Das trifft auf das Rauchen aber eben nicht zu: wer sich freiwillig dem Qualm aussetzen möchte, soll das mMn auch weiterhin dürfen. Deswegen bin ich gegen das erweiterte Rauchverbot.

              Mir genügt es völlig, daß es mittlerweile Kneipen gibt, wo ich in Ruhe ein Bier (oder einen Whisky) trinken kann, ohne dabei geräuchert zu werden.

        • plaY schrieb am 7. Juli 2010 at 12:52 - Permalink

          @ Micha

          Meiner Meinung nach ist daran nichts unrecht, aber wenn fast alle Locations zu Raucherclubs werden, dann hast du als Nichtraucher keine Chance dem Rauch zu entgehen.

          Die Raucher haben ja eine Chance gehabt Raucherclubs zu gründen, aber leider schlecht umgesetzt, in dem einfach alles zum Raucherclub wurde… (d.h. keine Veränderung)

          Das mit dem Trinken hast du immer noch nicht verstanden. Beim Trinken entscheide ich selber, auch wenn dich die Anderen zum Trinken verleiten und dafür Werbung machen… Die ganze Welt ist voller Werbung, trotzdem entscheidest du noch immer selber ob du es konsumieren willst. Der Rauch kommt aber ganz allein zu dir, egal ob du willst oder nicht. Alkohol tut das nicht ;) da musst du schon selber handeln, damit er in deinen Körper gelangt.

          Du sagst es, leben und leben lassen. Ich kann meine Bedürfnisse nicht über die Gesundheit von meinen Mitmenschen stellen.

      • R_Winter schrieb am 6. Juli 2010 at 13:14 - Permalink

        Nein? Gibt es doch. Was ist mit dem ungeborenen Leben – aber dieses ist nicht der Sinn des Artikels.

        Es geht doch um die schrittweise Einschränkung der persönlichen Rechte.
        Verbote und Strafen lösen kein Suchtproblem, weder die Toten im Straßenverkehr, noch die z.B. 23.000 ermordeten Menschen in Mexiko als als Folge der Rauschgiftsucht usw.
        Verbote und Strafen in allen Suchtbereichen abschaffen, dann sind in den Suchtbereichen die Folgen kleiner – aber korrupte Politiker und andere verdienen prächtig an den “Verboten”.
        Das absolute Rauchverbot in Kneipen löst nichts, genau so wie eine Videoüberwachung als Vorbeugung sinnlos ist.
        Leider haben sehr viele Kommentatoren den wirklichen Sinn dieses Artikel nicht vollständig erfasst und schwimmen zu sehr an der Oberfläche.

        • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 16:56 - Permalink

          Das absolute Rauchverbot in Kneipen löst nichts, genau so wie eine Videoüberwachung als Vorbeugung sinnlos ist.

          Es löst das Problem der Nichtraucher, die ohne Passiv-Rauch ausgehen möchten. Das war auch genau die Intention.

          Leider haben sehr viele Kommentatoren den wirklichen Sinn dieses Artikel nicht vollständig erfasst und schwimmen zu sehr an der Oberfläche.

          Jetzt reicht’s aber langsam. SF ist derjenige, der schon mehrmals wirklich wichtige Dinge wie z.B. Online-Durchsuchung als nicht überragend problematisch gesehen hat, trotz der schwerwiegenden Missbrauchsmöglichkeiten, die im ungünstigen Falle schon mal ein ganzes Land in einen totalitären Staat verwandeln können (etwa wenn die Opposition durch Infos auf illegal durchsuchten IT-Systemen kurz vor Wahlen zu Fall gebracht wird).

          Bei so einem Pipifax wie diese Draußen-Rauch-Pflicht in öffentlich zugänglichen Räumen packt er hier nun die allerdickste Keule aus – mehr geht nicht!

          Hinzu kommt schwachsinnige Klischeereiterei, wie z.B. das mit den Homophoben, die “oft” selbst schwul seien oder das mit dem typischen Verhalten des deutschen Michel. Hier hat Alex irgendwo schon erwähnt, dass sehr viele andere Länder den Nichtraucherschutz erheblich früher und genauso scharf umgesetzt haben. Typisch deutsch? Das ich nicht lache. Das ist einfach nur Verblendung.

          Oder das Minarettverbot. Es ist totaler Quatsch so was zu verglichen, ein Minarett schadet _niemandem_. Und nur diese Schädigung von Anderen ist der zentrale Grund für den Erfolg dieses Volksentscheids bzw. die Unterstützung von Leuten, denen Freiheit ebenfalls wichtig ist. Die Vereinnahmung dieses Begriffs an dieser Stelle empfinde ich sowieso als ziemlichen Hohn.

          Sorry, aber mir fehlt hier das Verständnis, so gerne ich auch viele andere Artikel von SF lese. Ich kann mir das nur durch das gleiche Suchtverhalten erklären, das ich auch bei meiner Mutter beobachten kann – eigentlich eine vernünftige Frau, die aber, wenn es um das Thema Rauchen geht, ebenso jede Rationalität verliert. Ein totaler Gegensatz zu den Positionen bei sonstigen Themen.

          Und nein, ich bin kein militanter Nichtraucher, sondern habe mein ganzes früheres Partyleben in unzähligen rauchgeschwängerten, nein -übersättigten Räumen verbracht. Ich verbiete auch den Leuten bei mir Zuhause nicht das Rauchen.

          Man muss einfach feststellen: In Bayern ist der Nichtraucherschutz nach zu großen Lockerung wieder zusammengebrochen. Ganz besonders auf dem Land. In den meisten Kleinstädten und Dörfern wirst du keine einzige Kneipe finden, in der danach nicht wieder geraucht wurde.

    177. schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 11:42 - Permalink

      147 Andre

      Ich sage bloß: Respekt, Ihr Bayern, ich ziehe den Hut.

      Nun, ich wuerde angesichts der aktuellen Bayerngroteske eher die Hose herunterlassen und den Eingeborenen dort meinen Arsch zeigen :-).

      • André schrieb am 6. Juli 2010 at 12:53 - Permalink

        Ich sage nur: Stammtisch.

      • devnull schrieb am 7. Juli 2010 at 00:36 - Permalink

        Glaubst Du wirklich hier gibt jemand was drauf? Pffft… Sollen Sie Ihre lustigen Gesetze machen; interessiert kaum jemand, ja gut die Zugroasten und sonst? Wer schert sich drum? Also lass die Hose oben ;-) Ich hoffe das war hochdeutsch genug…

    178. Lukas schrieb am 6. Juli 2010 at 11:56 - Permalink

      Fakt 1: Keine einzige wissenschaftliche Untersuchung hat jemals auch nur einen Hinweis auf einen Zusammenhang zwischen Gesundheitsschäden und Rauchen bewiesen.
      Die, von der skrupellosen, aber mächtigen Nichtraucherlobby in Auftrag gegebenen Studien sind das Papier nicht wert, auf dem sie geschrieben sind.

      Fakt 2: Rauchen bescheert dem Staat jedes Jahr gigantische Steuermehreinnahmen. Rauchen entlastet insbesondere Kommunen und Gemeinden unter 1000 Einwohnern, Rauchen schafft pro jahr mehrere 10.000 Arbeitsplätze und ist somit noch vor Waffenexport und Automobilindustrie einer der wichtigsten Jobmotoren, über die die Deutsche Volkswirtschaft verfügt.

      Fakt 3: Rauchen ist einfach geil.Nichtraucher sind deshalb in ihrer überwältigenden Mehrheit unerträglich, nicht nur, weil sie etwas gegen Zigaretten haben, nein, sie haben etwas gegen das Leben insgesamt. Nichtraucher sind im Kern genuss-, lust- und damit lebensfeindlich und wir alle wissen, wie leicht aus Lebensfeindlichkeit Fremdenfeindlichkeit wird.
      Der Hass auf alles Andere und was das gerade in Deutschland bedeutet: Gleichschaltung, Todeskult, Erlösungssehnsucht, Blutopfer und Untergang. Bad Neustadt, Raucherstadt mit Herz

      Hände haben gelb zu sein von Nikotin, und wer einen grünen Daumen hat, sollte wenigstens Eier genug haben, ihn sich abzuschneiden

      Statt Nichtraucherschutz Raucherschutz. Raucher müssen vor militanten Nichtrauchern viel besser geschützt werden und Nichtraucher müssen vor sich selbst geschützt werden.

      Heinz Strunk, Spitzenkandidat der Partei 2008 in Hamburg zum Rauchen

      • muffin schrieb am 6. Juli 2010 at 12:01 - Permalink

        Du bist doch nicht ganz knusper. Was soll dein Agent-Provokateur-Post bewirken? Blöde Frage, die Absicht ist sonnenklar.

        • Lukas schrieb am 6. Juli 2010 at 12:34 - Permalink

          Er sollte zur allgemeinen Belustigung dienen.

          Wenn du dadurch deiner heiligen Wut ein weiteres Ziel geben kannst und dich so besser fühlst freut mich das ebenfalls.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 12:07 - Permalink

        *rofl*

        Seeeehr schön ;-)

    179. Alex schrieb am 6. Juli 2010 at 11:57 - Permalink

      Ich schätze deine Texte sehr und könnte sie meist zu 100% unterschreiben. Jeder darf seine Meinung zu dem Thema haben und du als Betreiber dieses Blogs darfst auch nach Herzenslust gegen die andere Seite polemisieren. Allein deinem bisherigen Schreibstil, möglichst sachlich und ausgewogen zu kommentieren, widerspricht die Grundausrichtung dieses Textes meiner Meinung nach deutlich.
      Zu sehr und zu oft verklärst du „deine“ Raucherkneipen zu Orten der Gemütlichkeit, denen du dann, ebenfalls eher eindimensional gezeichnete, Nichtraucherkneipen gegenüberstellst, die den Charme einer Reinigungsmittelabteilung im Supermarkt ausstrahlen. Die Tatsache, ob in einer Kneipe geraucht werden darf oder nicht, mag ja Einfluss auf den im Kopf des Betrachters entstehenden Gemütlichkeitsfaktor der jeweiligen Lokalität haben, ausschließlich dafür verantwortlich dürfte sie selbst bei Hardcore- Rauchern nicht sein.
      Interessant an deiner Argumentation ist z.B. der Vergleich Minarette/Schweiz mit Raucherkneipen. Du fragst „Warum stören Minarette den Schweizer? Warum stören Raucherkneipen den Bayern?“ Vom Standpunkt des Betrachters aus der Zeit VOR Einführung der Nichtraucherschutzgesetze lassen sich die Fragen wie folgt beantworten: Minarette gibt es wohl 4 in der gesamten Schweiz. Ich unterstelle einfach mal, dass man, auch wenn man den Anblick von hohen runden Gebäuden mit Spitze nicht mag, diesem Anblick doch recht einfach aus dem Weg gehen konnte. Raucherkneipen hingegen waren in Deutschland vor Durchsetzung der Raucherschutzgesetze STANDARD!! Nichtraucher- Kneipen und Gaststätten waren von ganz wenigen Ausnahmen abgesehen nicht existent. Alleine diese Tatsache aber wird von Gegnern der Nichtraucherschutzgesetze ignoriert bzw. verklärt. Tenor: Wieso, es gibt doch genug Nichtraucherkneipen, man hat doch die Wahl. Ja, hat man aber erst seit Einführung der Nichtrauchergesetze. Diese Gesetze waren ein massiver Eingriff in die Freiheit der Wirte, das ist richtig. Sie beschränkten das Recht der Wirte, mit ihrem Privateigentum machen zu können, was sie wollen. Sie wurden gezwungen, ihre Gastwirtschaften nach gewissen Vorgaben des Gesetzgebers umzubauen. Waren sie notwendig? Ich denke, ja. Und jeder, der jetzt mit der Möglichkeit, eine wirkliche Wahl zwischen Raucher- und Nichtraucherkneipe zu haben, argumentiert, sollte die Richtigkeit diese Gesetze akzeptieren. Anderenfalls gäbe es diese Wahlmöglichkeit nicht und die Argumentation bräche zusammen.
      Nur um es klar zu stellen: Ich kenne die gegenwärtige Situation nicht in Bayern und erlaube mir auch kein abschließendes Urteil, ob eine weitere Verschärfung der Nichtraucherschutzmaßnahmen notwendig ist oder nicht. Mich ärgert vor allem deine undifferenzierte Sichtweise.
      Ganz nebenbei bemerkt finde ich die Anspielung auf den „Deutschen Michel“ eher unpassend. Nichtraucherschutz ist europaweit ein Thema und wir Deutschen sind da keineswegs Vorreiter oder besonders verbitterte Verfechter eines militanten Nichtrauchertums. In dem gesamten Artikel konstruierst du jede Menge Querverweise, die ich persönlich unpassend finde.

      • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 12:13 - Permalink

        Insgesamt Zustimmung, noch ein paar Anmerkungen:

        Nur um es klar zu stellen: Ich kenne die gegenwärtige Situation nicht in Bayern und erlaube mir auch kein abschließendes Urteil, ob eine weitere Verschärfung der Nichtraucherschutzmaßnahmen notwendig ist oder nicht.

        Das Problem war: Die Landesregierung hat nach dem desaströsen Ergebis der Landtagswahl die Kontrollen ausgesetzt, was zur Folge hatte, dass in nach meiner Schätzung etwa 50% der Kneipen einfach trotzdem geraucht wurde (in Berlin ist das IMO sogar ein noch höherer Prozentsatz btw.)
        Des weiteren haben manche Wirte angefangen, den Raucherraum als den eigentlichen Hauptraum auszubauen.
        Und dann noch das Problem der Bierzelte, in denen sich auch sehr viele Familien mit Kindern aufhalten.
        Das waren einfach schwere Fehler der Regierung. Wäre das ursprüngliche Gesetz besser gewesen, so wäre es zu dem jetzigen Volksentscheid nie gekommen.

        Mich ärgert vor allem deine undifferenzierte Sichtweise.
        Ganz nebenbei bemerkt finde ich die Anspielung auf den „Deutschen Michel“ eher unpassend. Nichtraucherschutz ist europaweit ein Thema und wir Deutschen sind da keineswegs Vorreiter oder besonders verbitterte Verfechter eines militanten Nichtrauchertums. In dem gesamten Artikel konstruierst du jede Menge Querverweise, die ich persönlich unpassend finde.

        Absolute Zustimmung bei diesem Absatz!

    180. Schneemann schrieb am 6. Juli 2010 at 12:01 - Permalink

      ich wuerde angesichts der aktuellen Bayerngroteske eher die Hose herunterlassen und den Eingeborenen dort meinen Arsch zeigen

      Mach das, guter Schwitzig, bevor der nächste Volksentscheid solchem Tun einen gesetzlichen Riegel vorschiebt. Doch warst Du nicht derjenige, der überzeugte Nichtwähler als Asoziale brandmarken wollte, und nun, da ein Wahlergebnis nicht paßt, das Wahlvolk als unzurechnungsfähig klassifiziert?

      Bin zwar gegen die zunehmende Hatz auf unsere paffsteuerzahlenden Mitbürger, doch finde ich Deine gewundene Linie hier auch recht gewagt.

    181. Pistol schrieb am 6. Juli 2010 at 12:01 - Permalink

      ich seh das so:

      nicht rauchen (natürlich) —> rauchen (sucht, eigenes problem)

      warum in aller welt sollen nicht-raucher sich den problemen der selbstverschuldet süchtigen fügen???

      das ist sowas von lächerlich.

      soll ich also samstag abends auch lieber nicht mehr durch die stadt ziehen und u-bahn fahren, denn die besoffenen pöbler haben das vorrecht?

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 17:04 - Permalink

        Was Du als natürlich empfindest, kann wohl kaum Diskussionsgrundlage sein. Nur mal so: Gerade die Naturvölker haben alles mögliche geraucht, oft auch aus zeremoniellen Anlass. Generell ist das Rauchen quasi so alt wie die Menschheitsgeschichte.

    182. Ralf schrieb am 6. Juli 2010 at 12:13 - Permalink

      Es ist schon lustig, wie die Raucher hier die “Freiheit” bedroht sehen.
      Meine Freiheit ist bedroht:

      weil ich keine Waffen tragen darf,
      weil ich keinen Sex mit Nutten auf dem Münchner Marienplatz haben darf
      weil ich in meiner EIGENEN Wohnung nicht die Musik soweit aufdrehen darf, wie ich will

      DAS IST DIE BEDROHUNG DER FREIHEIT !!!
      ICH BIN DOCH ALT GENUG!!!
      ICH TUE NIEMANDEM WEH DAMIT!!!

      UND TROTZDEM IST ES VERBOTEN!!!!
      WARUM???

      Tja liebe Raucher schon mal was von gemeinschaftlichem Zusammenleben gehört, zieht doch einfach in den Wald.

    183. schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 12:14 - Permalink

      @Schneemann 180

      Mach das, guter Schwitzig, bevor der nächste Volksentscheid solchem Tun einen gesetzlichen Riegel vorschiebt. Doch warst Du nicht derjenige, der überzeugte Nichtwähler als Asoziale brandmarken wollte, und nun, da ein Wahlergebnis nicht paßt, das Wahlvolk als unzurechnungsfähig klassifiziert?

      Bin zwar gegen die zunehmende Hatz auf unsere paffsteuerzahlenden Mitbürger, doch finde ich Deine gewundene Linie hier auch recht gewagt.

      Weil Du nicht richtig liest und mehr interpretierst als weisst: Ich bin z.B. für eine Wahlpflicht in Verbindung mit abgewandelten Wahlzetteln und Wertung von “keine dieser Parteien”.
      Und das “Wahlergebnis” einer Wahl, die einen Tag nach dem Deutschland-Länderspiel mit einer Zustimmungsquote von effektiv 22,8% durchgeführt wurde, belegt wohl eher, dass Fanatiker und Hysteriker besser zu mobilisieren sind, als denkende Menschen.
      Ich behaupte einfach mal, dass dieses Gesetz bei einer Wahlpflicht abgelehnt worden wäre. Jedoch selbst wenn es nicht abgelehnt worden wäre, wäre es eine demokratische Entscheidung. Derzeit ist es einfach nur Fanatikerdominanz, der Sieg der Taliban.
      Und: Schon mal Gedanken darüber gemacht, warum es möglich ist, in unserer “Demokratie” für so etwas vergleichsweise völlig Unwichtiges eine Volksabstimmung durchzusetzen, aber es beispielsweise für die EU-Verfassung keine gibt? Oder Afghanistan? Oder … und, und, und?

      • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 12:20 - Permalink

        Lustig, ich behaupte das Gegenteil. Ich lehne mich sogar aus dem Fenster und sage, die Zustimmung wäre noch größer gewesen.

        • Schneemann schrieb am 6. Juli 2010 at 12:27 - Permalink

          Weil Du nicht richtig liest und mehr interpretierst als weisst: Ich bin z.B. für eine Wahlpflicht

          Das mag durchaus so sein. Deine Aussage “Nichtwähler sind asozial.” vor wenigen Wochen bietet halt auch eine Menge Interpretationsspielraum. Vor allem beim nicht richtig lesen.

          Karsten: meine Antwort erscheint eins zu weit eingerückt, beim nicht richtig posten. Sie ist ausschließlich an schwitzig gerichtet.

        • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 13:04 - Permalink

          @Karsten Bier

          Was sagt Dir dieser Satz? :-)

          Jedoch selbst wenn es nicht abgelehnt worden wäre, wäre es eine demokratische Entscheidung

          • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 13:56 - Permalink

            Siehe die Antworten zum nächsten Beitrag 184

      • ABC-Schütze schrieb am 6. Juli 2010 at 12:53 - Permalink

        Hehe, sehr schön

    184. Lars schrieb am 6. Juli 2010 at 12:16 - Permalink

      Nochmal zum Plebiszit:

      Was ist eigentlich trauriger?
      Das es möglich ist, dass bei einer Wahlbeteiligung von gerademal einem Drittel eine Minderheit dem Rest der Bevölkerung ihre Verbote aufdrücken kann? Das kann in einer Demokratie durchaus vorkommen und man kann höchstens drüber debattieren, in wieweit man gewisse Beteiligungsgrenzen zur Legitimation zieht. Diese gibt es aber bei anderen Wahlen auch nicht (Bundestag etc.). Wenn da nur noch 30% zur Wahl gehen und die auch noch NPD wählen, dann ist das ein legitimes demokratischer Ergebnis.
      Um aber zum Anfang zurück zu kommen ist doch die eigentlich traurige Angelegenheit, dass die restlichen zwei Drittel ganz einfach zu träge / ignorant sind, um das Ergebnis auf ein festes Fundament zu stellen. Dass es ihnen anscheinend egal ist, wie andere über sie entscheiden.

      • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 12:23 - Permalink

        Die Wahlbeteiligung war für eine Sachentscheidung nicht sehr gering. Das Thema interessiert nun mal nicht jeden.
        Das darf man nicht mit Land- und Bundestagswahlen verwechseln.

      • AndreasM schrieb am 6. Juli 2010 at 12:41 - Permalink

        Im Gegensatz zu Repräsentantenwahlen ist bei Sachfragen Nichtwählen einfach eine Enthaltung und das ist durchaus eine zulässige Wahl.

    185. zeno schrieb am 6. Juli 2010 at 12:32 - Permalink

      Etwas traurig macht es mich, mit anzusehen, wie bei einem solch unwichtigen Thema in kürzester Zeit knapp 500 Kommentare zusammen kommen und bei wirklich wichtigen Themen (Krieg, Eurorettung etc.) oft nur ein paar Dutzend.

      Einer ist jetzt leider auch noch von mir…

      • Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 13:16 - Permalink

        Leider haben jetzt auch noch die “Nachdenkseiten” auf diese Seite verlinkt http://www.nachdenkseiten.de/?p=6105 ,
        ohne auch nur in einem Kurzkommentar auf die Banalität dieses Schreckens hinzuweisen.
        Herr Müller, Herr Müller…. ! (?).

    186. krusty20 schrieb am 6. Juli 2010 at 12:35 - Permalink

      Chapeau, lieber Jens, wieder mal ein ausgezeichneter Artikel. Ich bin nicht immer Deiner Meinung, aber hier unterschreibe ich Wort für Wort.

      Ich werde nie verstehen, warum man den Rauchern nicht einmal kleinste Rückzugsräume (separate Räumlichkeiten, keine Speisegaststätte, keine Bedienung durch passivrauchende Angestellte des Gastwirtes) lässt. Das wäre alles möglich, und doch ist die irrationale Militanz der Nichtraucher so viel größer. Ich vermute, es ist sowas wie die Rache für jahrelanges Rauch-ertragen-müssen.

      Dass dabei die eine oder andere Kneipe, deren Stammklientel nunmal aus Rauchern besteht, und die (wie Du so schön sagst) jahrelang kein Mitglied der Fit-for-Fun-Gesellschaft mehr gesehen hat, auf der Strecke bleiben wird, scheint diese Leute jedenfalls nicht sonderlich zu schmerzen. Aber warum sollte es auch: genau dort geht man ja ohnehin nicht hin. :-(

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 16:50 - Permalink

        Na und wenn die Eckkneipe endlich weg ist, kann die nächste hippe Gesundheits-Fruchtsaft-Bar aufmachen. ;)

    187. Phanto schrieb am 6. Juli 2010 at 12:44 - Permalink

      Was für ein einseitiger Artikel. Als ob man nicht auch bei einem Getränk OHNE Zigarette in der Kneipe gemütlich “klönen” könnte…

      Und selbst wenn es ein Bier (Alkohol, bäh) ist: Dies schädigt im Vergleich zum Rauch (Passivrauchen) maximal die eigene Gesundheit und nicht die der Mitmenschen. Warum ist wohl etwa zu schnelles fahren in Ortschaften verboten? Um Menschen zu schützen! Sicher nicht, um dem Michel die Freude an seinem Auto zu nehmen.

      • Alex schrieb am 6. Juli 2010 at 12:55 - Permalink

        Dein Vergleich allein macht schon deutlich, dass Du den Kritikpunkt des Artikels nichtmal ansatzweise verstanden hast. Um in Deinem Bild zu bleiben: Man will Rennstrecken verbieten, weil dort schnell gefahren wird.

        Ansonsten bin ich vollkommen krusty20s Meinung @186, und das, man höre und staune, als Nichtraucher.

        • Alex (aber ein anderer) schrieb am 6. Juli 2010 at 13:15 - Permalink

          “Man will Rennstrecken verbieten, weil dort schnell gefahren wird.”
          Nein. Der originäre Zweck einer Rennstrecke ist es, das dort Rennen gefahren werden.
          Ein Gaststätte oder auch Kneipe dient primär der Verköstigung ihrer Gäste durch Speisen und Getränke, sekundär erfüllt sie auch noch einige andere, vor allem soziale Funktionen.
          Die gleichzeitige Auslebung einer zusätzlichen Gepflogenheit, in dem Fall des Rauchens, mag vielen als völlig normal erscheinen und war es über lange zeit ja auch, hat aber mit dem eigentlich Sinn des Gastronomiebetriebs nur sehr wenig zu tun.

          • Alex schrieb am 6. Juli 2010 at 13:30 - Permalink

            Der originäre Zweck eines Raucherseparées ist, dass dort geraucht wird. Hier (in BW) zumindest ist in den von Dir beschriebenen Bereichen das Rauchen sowieso schon verboten (und das nicht erst seit gestern). Weitere, darüber hinaus reichende Verbote kann ich nur als Wahn empfinden.

            • Alex (aber ein anderer) schrieb am 6. Juli 2010 at 14:05 - Permalink

              Verboten sollte das Rauchen bei euch in BW dennoch erst seit Einführung der Rauchschutzgesete gewesen sein, oder?
              Wie ich in einem anderen Post schon erwähnt hatte, kenne ich die konkrete Situation in Bayern nicht. Den Beschreibungen hier entnehme ich aber, dass das einst strenge Antirauchergesetz so sehr von Geststättenbetreibern aufgeweicht wurde, dass es für Nichtraucher erneut nur noch eingeschränkt möglich war, sich rauchfrei in Gastronomiebetrieben aufhalten zu können.
              Dazu trägt mit Sicherheit auch der verlockend einfache Weg bei, die Gastwirtschaft zu einem Raucherclub umzudeklarieren. Ebenso verlockend würde mir als Gastwirt die Möglichkeit erscheinen, einfach einen (möglichst großen) Teil meiner Gastwirtschaft in ein Raucherseparee umzuwandeln. Den kurzfristigen Interessen des Gastwirtes dürfte das sehr gelegen kommen, ihm kann man da auch gar keinen Vorwurf machen. Dem Ziel, dass durch die Einführung der Nichtrauchschutzgesetze erreicht werden sollte, wirken diese Bestrebungen aber zuwider.
              Ich bin der Meinung, dass Rauchfreunde auch die Möglichkeit haben sollten, sich in einer Art Raucherclub treffen zu können. Dieser Club sollte aber nicht die alte Kneipe von nebenan + kleines Schild neben der Tür sein, sondern ein deutlich als NICHTÖFFENTLICH zu erkennende Lokalität a la türkischer Kulturverein sein. Das ist zumindest die Überlegung, zu der ich gerade gekommen bin. Gegenvorschläge sind aber willkommen.

      • Phil schrieb am 6. Juli 2010 at 23:06 - Permalink

        Spätestens wenn der Alkoholtrinker in sein Auto steigt, kann er zur Gefahr werden. Und das kann selbst bei 50 passieren.

        • Flying Circus schrieb am 7. Juli 2010 at 16:55 - Permalink

          Deswegen gibt’s auch jede Menge Ärger, wenn man in alkoholisiertem Zustand am Steuer erwischt wird. Da sehe ich keinerlei weiteren Handlungsbedarf.

          • Phil schrieb am 14. Juli 2010 at 04:42 - Permalink

            Nö, nicht wirklich. Unter 0,5 Promille hast Du nur dann was zu befürchten, wenn Du einen Unfall baust. Und ansonsten muten musst Du auch erst einmal erwischt werden. Einem Berufstrinker merkst Du es nicht an, erst wenn er aus dem Maul stinkt oder auch wieder in einen Unfall verwickelt ist.

            Und bis heute konnte noch nicht nachgewiesen werden, dass Passivrauchen schädigen würde.

            • Namal schrieb am 14. Juli 2010 at 09:23 - Permalink

              Kannst dich ja beim deutschen Krebsforschungszentrum erkundigen, bevor du hier deine dämlichen thesen in den raum wirfst. Demnach kann beim passivrauchen volgendes auftreten:

              Asthma (Entstehung und Verschlimmerung)
              Lungenentzündung (Entstehung und Verschlimmerung)
              Bronchitis (Entstehung und Verschlimmerung)
              Atembeschwerden (allgemein)
              akute oder chronische Koronarerkrankungen
              Mittelohrentzündungen bei Kindern
              Lungenkrebsrisiko erhöht
              Herzinfarktrisiko erhöht
              Schlaganfallrisiko erhöht

    188. Rossi schrieb am 6. Juli 2010 at 12:55 - Permalink

      Wann ist eigentlich der Monat rum, ab dem man endlich diese grauenhaft unübersichtlich verschachtelten Kommentare mit Aussicht auf Wahrnehmung durch SF kritisieren darf? Sollte das nicht dem Zwecke dienen bei einer grossen Kommentarfülle mehr Übersicht zu bieten? Ich finde gerade bei dem Thema hier kann man sehr deutlich sehen wie es genau das Gegenteil bewirkt, zumal ab 5 (?) Verschachtelungen Schluss ist.
      Wie wäre es mit einer Abstimmung?

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 13:05 - Permalink

        Das dauert noch ;-)

        Mehr als 5 Verschachtelungen gehen aufgrund der Breite nicht und vor allem bei Kommentarorgien wie zu diesem Artikel ist es deutlich(!!!) übersichtlicher. Ich werde daran allerdings noch bei Zeiten feilen (Nummerierung, Einklappen der Stränge und eMail-Benachrichtigungen für direkte Antworten). Einstweilen habe ich von dem ganzen Technik-Mist die Nase voll ;-) Ich bin Autor und kein Programmierer.

        • Rossi schrieb am 6. Juli 2010 at 13:20 - Permalink

          Ich gönne dir ja auch durchweg mal von der Technik in Ruhe gelassen zu werden! Deinem Kommentar entnehme ich allerdings indirekt, dass die Entscheidung wohl schon gefallen ist. :-/ Schade schade, denn seit dem neuen System steige ich irgend wann hier immer aus, weil mir der Faden flöten geht. E-Mail-Benachrichtigung und Einklappen wird das wohl nicht verbessern… einzig ein System, welches einem die Möglichkeit gibt zu erkennen welche Kommentare man schon gelesen hat könnte das IMO aufbessern. Ich bin mal gespannt, ob du am Ende ein System findest, welches wirklich besser als das alte ist. In dem Falle darfst du mich dann gerne zu den Leuten zaehlen, die erstmal immer nur meckern muessen, wenn sich was aendert. :P

          • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 13:28 - Permalink

            Wenn Du da eine Lösung (Plugin oder Script) kennst – immer her damit ;-)

            Eine Entscheidung ist übrigens noch nicht gefallen, ich betrachte das “ergebnisoffen” und sehe momentan Vor- aber auch Nachteile. Vorteile für Leser, Nachteile für Diskutanten. Je mehr Kommentare desto größer die Vor-, aber auch die Nachteile ;-)

            • Rossi schrieb am 6. Juli 2010 at 13:52 - Permalink

              Leider habe ich mit WordPress nicht viel am Hut. Eine andere Idee, die mir noch eingefallen ist, wäre ein Umschalten der Ansicht der Kommentare auf eine chronologische Reihenfolge. Das dürfte technisch ja eigentlich nicht so schwer umzusetzen sein und am Ende kann jeder nach seiner Fasson glücklich werden.

            • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 14:01 - Permalink

              @Rossi

              Das dürfte technisch ja eigentlich nicht so schwer umzusetzen sein

              Na Du machst mir Spaß ;-)

              Wenn Du eine Idee hast, wie man das umsetzen könnte – her damit ;-)

            • Rossi schrieb am 6. Juli 2010 at 14:10 - Permalink

              Ich dachte du verfügst mittlerweile über eine fachkompetente IT Abteilung! :P

          • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 19:48 - Permalink

            @ 188. Rossi
            Falls Dir → ‘Greasemonkey’ etwas sagt, kannst Du als Notbehelf
            »Cuttlet-Block« hier installieren:
            http://www.e3internet.com/tools/cuttlet-block/
            ↩
            oder userscript.org
            http://userscripts.org/scripts/show/13057
            ↩
            Unter Benutzerscript verwalten
            http://www.spiegelfechter.com/wordpress/*
            hinzufügen.
            Das Script ist zwar von 2007, funktioniert aber noch im wesenlichen
            auf spiegelfechter.com. Betrachte es als Übergangslösung und bei
            Nichtgefallen einfach wieder deinstallieren.
            Ansonsten Strg + F/G ebenso Alt + Pfeil links/rechts nutzen

        • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 14:18 - Permalink

          @Rossi

          Ach was – Du kennst ja diese ITler ;-)

    189. Micha schrieb am 6. Juli 2010 at 13:03 - Permalink

      Dieses Gesetz ist eine Frechheit, als nächstes verbieten wir das rauchen auf der Straße und im eigenen Wohnzimmer. Und gleich danach verbieten wir den Alkohol, nachdem das durch ist verbieten wir Unfälle und Sex.

      Und ganz wichtig, ein Selbstmordversuch sollte mit der Todesstrafe geandet werde, wie in den USA mancherorts üblich.

    190. WILLY schrieb am 6. Juli 2010 at 13:09 - Permalink

      Raucher sind eben nicht in der Lage, die Empfindungen eines Nichtrauchers zu verstehen angesichts des allgegenwärtigen Gestanks an der Bushaltestelle, oder wann immer ein Raucher an einem vorbeigeht, usw. ; schließlich empfinden sie selbst den Rauch als angenehm.

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 16:47 - Permalink

        Gestank ist kein Argument. Auf dem Weg durch die Stadt begegnen mir alte Dieselkarren die stinken wie die Pest, Parfümjunkies, Leute die weder wissen was ein Deo oder eine Dusche ist, Müll der gerade im Sommer fröhlich vor sich hinstinkt, die Kanalisation verseucht hier und da die Umwelt, Busse die wie Frittenbuden stinken, Frittenbuden selbst, vollgeschissene Babywindeln usw usf. Und auf dem Land kann man sich in regelmäßigen Abständen über riesige Felder freuen, die wie die Kuhscheisse stinken, die auf ihnen ausgekippt wurde.

        Es tut mir leid, der Gestank alleine ist kein Argument. Wir sind ständig unangenehmen Gerüchen ausgesetzt.

    191. paul schrieb am 6. Juli 2010 at 13:11 - Permalink

      Der Spiegelfechter ist einer meiner absoluten Lieblingsblogs, aber dieser Artikel hier ist meiner Meinung nach äusserst polemisch und Deiner nicht würdig, Jens.

      Und ‘nen Godwin-Point hast Du Dir auch “verdient”.

      • SwENSkE schrieb am 7. Juli 2010 at 16:15 - Permalink

        Und ‘nen Godwin-Point hast Du Dir auch “verdient”.

        Blödsinn!

        Wo denn? Die Behauptung kam schon öfter, aber mir konnte noch keiner den angeblichen Nazi-Vergleich zeigen!

    192. na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 13:11 - Permalink

      @SF
      …meine Güte! … über 500 Kommentare!
      …
      Hier hat’s angefangen … ↑ …
      …
      … und so wird es noch enden! … ↓ …

    193. Axelander schrieb am 6. Juli 2010 at 13:21 - Permalink

      Es gibt diese Tage, da denkt man sich, mindestens die Hälfte der Leute tickt nicht ganz richtig. Und heute ist so ein Tag.

      Rauchverbot mit dem Niemöller-Spruch zu kombinieren mag ja als rhetorisches Mittel okay sein, aber jetzt mal nüchtern betrachtet: Das geht gar nicht.

      Ich denke, hier haben einige “Liberale” ihren Kompass nicht ganz gerade justiert. Es ist ja nicht so, dass Rauchen komplett verboten würde. An der frischen Luft und zu Hause geht ja noch. Im Gegensatz zum dritten Reich (und mancher wird auch die DDR anführen), wo Widerworte auch zu Folgen führen können, wenn man sie “privat” äußerte. Hier gefallen sich doch nur einige in der Opferrolle.

      Und jetzt werde ich mal unernst: Gemessen am Spruch, wir würde alle über unsere Verhältnisse leben, muss man sagen, dass sich unser solidarisches Gesundheitssystem die vielen Raucher und Fettleibigen schon längst nicht mehr leisten kann. Hier ist es schon längst Zeit für entsprechen Beitragsaufschläge. Aber komischerweise nehmen wir uns die Freiheit, hier solidarisch zu sein.

      In diesem Land kann man mit 0,5 Promille und 250 kmh legal auf der Autobahn rasen. Und dann wollt ihr mir erzählen, die Freiheit wird mit Füßen getreten. Halbang machen.

      • Thomas schrieb am 6. Juli 2010 at 16:39 - Permalink

        Nochmal zum mitschreiben – wenn Raucher einen Effekt auf das Krankenkassensystem haben, dann einen entlastenden. Denn sie sterben früher (und den größten Teil der Kosten verursacht ein Versicherter im hohen Alter) und bezahlen über die Tabaksteuer bereits einen Beitragsaufschlag.

        Wenn etwas für Krankenkassen nicht bezahlbar ist, dann sind es diese ultralanglebigen Gesundheitsfreaks die in den letzten 10 Jahren ihres Lebens mehr Kosten verursachen als die 70 Jahre vorher zusammen.

        • Axelander schrieb am 8. Juli 2010 at 12:36 - Permalink

          Auch für die Ultralanglebigkeitsfreaks gilt: Der Löwenanteil der “Kosten” fällt im letzten Lebensjahr an. Ja, genau wie bei Rauchern. Daher ist es auch kein entlastender Effekt, wenn Raucher früher sterben. Aber wer mal eine Lungenklinik von innen sieht, der überlegt sich, ob das sein muss.

          Die Tabaksteuer fließt leider nicht ins Gesundheitssystem, deswegen ist das auch kein Beitragsaufschlag.

          Aber es geht bei der Diskussion ja nicht um Kosten, sondern um freiheitliche Rechte. Und es gibt kein Recht auf Körperverletzung.

    194. NannyOgg07 schrieb am 6. Juli 2010 at 13:21 - Permalink

      Kommt Jens aus Bayern? Ich glaube mich zu erinnern dass dem nicht so ist.
      Ich schon, daher will ich als Exraucher dazu gerne mal was sagen.:

      Zunächst, man nennt das direkte demokratie, wenn das Ergebnis ein anderes gewesen wäre hätten alle applaudiert, weil es ihnen gefällt was da abgestimmt wurde?
      Wir hatten genau dieses Rauchverbot auch vorher schon. Und es gab keine Abstimmung gegen Rauchen in allen Lokalen außer Raucherklubs. Wir konnten uns überlegen gar nicht drin zu rauchen oder alles zu lassen wie es ist, was hier im Ort bedeutet, dass nur in den Speiselokalen nciht geraucht wird, in allen anderen Kneipen (3 an der Zahl) schon. Davon bietet eine Kneipe als einzige eine Spielgelegenheit für meine Kinder und kleine Snacks an. Sprich essen gehen/ausgehen und die Kinder mitnehmen geht nur noch mit RAuch.
      Dazu kommt dass das Argument der PErsonalschutzes in den Debatten konsequent ignoriert wird.
      Ist ja auch reiner Zufall dass ich dem Glimmstengel trotz massiver Sucht (2-3 Schachteln/d) erst entrinnen konnte als ich nicht mehr meinen Lebensunterhalt mit kellnern verdienen musste? Klar kann ich auch daheim bleiben, was muss ich auch in die Kneipe gehen… Aber was macht die Kellnerin im Bayrischen Wald, wo es vor Arbeitplätzen nur so wimmelt. ??
      Kein Mensch verbietet irgendwem das Rauchen (obwohl es mcih schon manchmal wundert wie plötzlihc so wichtige Themen wie Umweltschutz keine Rolle merh spielen), ebenso wie saufen oder vor dem TV hocken jedemanns freie Entscheidung ist. Nur wenn er mich zwingt mitzusaufen oder mir verbietet lieber im Garten zu sein wird es happig. Die Beispiele hinken etwas, aber vielleicht werd ich dennoch verstanden?

    195. Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 13:22 - Permalink

      Ein hervorragender Artikel. Bravo!
      Ich lese diese Seite sowieso sehr gern.

      Was mich an dieser ganzen Geschichte am meisten erschüttert, ist die Entwicklung (ja, wohin geht sie wohl?) meiner Mitmenschen in diesem Land.
      Mir kommen da so Erinnerungen hoch, an die Geschichte unseres Landes vor einigen Jahrzehnten.
      Vor vielen vielen Jahren, als meine Kinder noch Schüler waren, kamen sie
      eines Tages aus der Schule – sie hatten im Unterricht gerade das 3. Reich durchgenommen – und fragten mich, ob sich sowas wohl wiederholen könnte.
      Ich überlegte mir die Antwort gut und sagte ihnen, dass ich überzeugt davon sei, dass sich so etwas wiederholen könne, nur unter einem anderen Gesicht.
      Nun schaue ich mir diese Gesichter so an und ich sage:
      Ich fürchte mich!
      Ich fürchte mich schrecklich vor Freiheitsverlust, vor Verlust des Aussprechens der eigenen Meinung, vor Verlust der Toleranz, vor Denunzianten, vor Enge, vor Überwachung und noch einiges mehr. Meiner Meinung nach sind wir mitten drin und viele, leider zu viele dumme Schäflein bemerken es nicht.
      Ich fürchte mich schrecklich.
      Und es lähmt mich manchmal, weil ich überhaupt nichts dagegen tun kann!
      Das andere ist stärker. Die Dummheit ist stärker. Die Macht des Geldes ist
      stärker.

      • Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 14:08 - Permalink

        Freiheit,
        ich habe es weiter oben ja schon einmal gesagt. Der – mehr oder weniger direkt – angebrachte Vergleich mit der Naziideologie im Zusammenhang mit einem Rauchverbot in Kneipen ist so etwas von töricht und fahrlässig wie er aus nichtigem und hier nicht zu rechtfertigendem Anlass bemüht wird. Er desavouiert nämlich jeden Anlass irgend eines Vergleiches mit der braunen Ideologie auch und gerade dann, wenn er dringend geboten ist, weil in einem ernsten Anlass diese Ideologie, auch in versteckter Form, durchgesetzt werden soll.
        Wenn man Menschen die Lebensgrundlage entzieht, weil sie sich nicht so willfährig einer bestimmenden Mehrheit (der “Mitte” !!!) gegenüber verhalten, diese vor die Alternative des Unterganges stellt (§ 9 und 31 des SGB II) hat das eine ebenso, völlig andere Dimension als ein banales Verhaltensgebot oder -verbot bei Besuch einer ebenso banalen Kneipe, welches die Population, und zwar ausnahmslos, insgesamt und jeden Einzelnen betrifft. Dein Kommentar wäre mehr als angebracht und zutreffend, wenn er die Hartz-Gesetze, ein braunes Machwerk einer angeblich roten Regierung, betreffen würde, was Dir offenbar keiner Überlegung wert ist.

    196. Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 13:31 - Permalink

      Warum jetzt die Nachdenkseiten auch noch diesen äußerst miserablen Scheiß-Artikel in ihrer Tagesliste aufführen, ist mir unbegreiflich.
      Damit diskreditieren sich die Nachdenkseiten selbst.

      • krusty20 schrieb am 6. Juli 2010 at 13:35 - Permalink

        Der einzige, der sich diskreditiert, bist Du mit Deinem völlig unsachlichen Kommentar. Diskussionskultur ist ein Fremdwort für Dich, oder?

        • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 13:45 - Permalink

          Du Schlaumeier.

          Ich hab zu diesem Artikel bereits alles gesagt, was zu sagen ist.

          Strg+f “Florian”!

          • krusty20 schrieb am 6. Juli 2010 at 14:08 - Permalink

            Strg+F macht Deine Kommentare unter # 82, 89, 97 etc. pp. aber auch nicht sachlicher.

        • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 13:58 - Permalink

          Der ist ein CDU-Sympathisant … das sagt doch schon alles, oder? :-)

          • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 15:18 - Permalink

            @schwitzig

            Ich weiß, dass es Dir nicht nicht immer einfach fällt, Sachverhalte in ihrer Gesamtheit zu verstehen, aber ich bin Sympathisant der von Herrn Seehofer geführten CSU. :-)

            • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 17:57 - Permalink

              @Florian

              Ich weiß

              Ich denke, dass es sehr wenig gibt, was Du wirklich weisst, aber dafür um so mehr, an was Du irrationalerweise glaubst. Und der Unterschied CDU/CSU ist wie der Unterschied CDU/SPD: Er ist nicht vorhanden.

              Allerdings sind die CSU-Politclowns in der Regel noch ein bißchen dämlicher und korrupter als der CDU-Durchschnitt und so betrachtet passt die Differenzierung in Deinem speziellen Fall dann doch ganz gut.

            • SwENSkE schrieb am 7. Juli 2010 at 16:18 - Permalink

              @ schwitzig

              :D

              Treffer, versenkt!

    197. Sepp schrieb am 6. Juli 2010 at 13:44 - Permalink

      Ich hörte davon, dass mit Hochdruck daran gearbeitet wird, Flughäfen und Gaststätten mit Zapfsäulen auszustatten, aus denen – durch biegsame, endlos lange Schläuche bis in die hintersten Ecken der Gesellschaft – ganz clean Nikotin verabreicht werden kann, so dass die Herumstehenden, die ohne Schlauch, kaum bis gar nicht beeinträchtigt werden, wobei die Wissenschaftler ausdrücklich betonen, dass es sich hierbei nur um eine Übergangslösung handelt, da man davon ausgehen kann, dass ab dem Jahr ca. 2210 überwiegend Fettleibige mit schneeweißen Lungen auf engstem Raum zusammen leben müssen, so dass jeder mit High-Tech-Schlauchsystemen ausgestattet sein wird, die nicht nur die Nahrungs-, Sucht- und Schutzmittelzufuhr erleichtern, ohne den Nachbarn kirre zu machen, sondern auch, um ohne zusätzliche Hardwarekomponenten ins Internet zu gelangen. Kann das jemand bestätigen?

      • Schneemann schrieb am 6. Juli 2010 at 14:05 - Permalink

        Kann das jemand bestätigen?

        Zumindest ich nicht. Doch ist aus sonst gut unterbelichteten Flachkreisen hinausgedrungen, daß Rammbus ein Präventivpatent beantragt haben möchte, in dem die Funktionsweise einer Rauchmaschine mit integrierter Abgasreinigung angerissen ist. Die gesunde Zigarre ist im Anrau(s)chen!

      • schankwirt aus hessen schrieb am 6. Juli 2010 at 15:30 - Permalink

        meine wirtskollegen in bayern tun mir leid. alle finanziellen anstrengungen ihr geschäft, und damit ihre existenz zu erhalten, bekommen einen dämpfer.
        ich selbst betreibe eine große billard- und dart halle und einen, mit sehr viel geld, abgetrennten großen raucherraum. ohne die vielen rauchenden stammgäste hätte ich schon längst schließen müssen. die wenigen nichtraucher reichen leider nicht zum überleben.
        hoffentlich bleibt es in hessen bei der nebenraumlösung. das ist blanke existenzangst die ein nichtselbständiger einfach nicht verstehen kann……..

        ….wer schreibfehler findet darf sie behalten:-)

    198. Pleifel schrieb am 6. Juli 2010 at 14:00 - Permalink

      Guter Artikel! Aber:
      Selbsttötung ist nach deutschem Recht rechtswidrig, aber nicht stafbar. Wie auch, wenn vollzogen. Neben wir die Einführung der Pflicht, sich den Sicherheitsgurt anzulegen: sicher eine Einschränkung der persönlichen Freiheit. So hatte der ADAC argumentiert.
      Worauf will ich hinaus? Nun, von der Selbstötung über den Sicherheitsgurt zum Rauchen gibt es nur einen wesentlichen Unterschied, nämlich den zeitlichen Aspekt (zugestanden, wir wissen nicht konkret, wie viele Lebenstage der Raucher verschenkt).
      1. Selbstötung –> unmittelbar
      2. schwerer Unfall ohne Gurt –> zeitlich unbestimmt, wenn aber, mit wahrscheinlicher Todesfolge
      3. (starker) Raucher –> zeitlich unbestimmt, aber statistisch erwiesen.
      Wir können Selbsttötung nicht verhindern, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass die öffentlichen Möglichkeiten eingeschränkt werden.
      Im Übrigen ist dies ein starkes Zeichen für die nachwachsende Generation, wo der Staat (wir in der Mehrheit) deutliche Zeichen setzt.
      Klar: jetzt kommen wieder die Argumente mit den Dicken, dem Alkohol usw. Aber dies macht meine Argumentation nicht hinfällig.

      • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 14:27 - Permalink

        @198. Pfeifel

        Selbsttötung ist nach deutschem Recht rechtswidrig, aber nicht stafbar.

        Na wie denn auch …’n Selbstmörder vom Strick abschneiden und anschließend
        zu 14 Tagen Lebenslänglich verdonnern?

        Wir können Selbsttötung nicht verhindern, aber wir können zumindest dafür sorgen, dass die öffentlichen Möglichkeiten eingeschränkt werden.

        …reichlich geSPONStig!

        • Pleifel schrieb am 6. Juli 2010 at 14:36 - Permalink

          @na sowas
          das war Ironie.

    199. dew schrieb am 6. Juli 2010 at 14:00 - Permalink

      Danke, toller Artikel geistreich geschrieben.

      Als Vater und seltener Kneipengänger, der bei einem Bier auch gerne eine raucht, halte ich die Regelung mit den separaten Raucherzimmern für angemessen.

      Sobald die Puritaner das Rauchen in die letzten Winkel verdrängt haben, werden sie neues Futter brauchen.
      Hier ein wenig Input:
      - Schlechtes Essen schadet – verbieten
      - Nachmittagsprogramme verblöden – weg damit
      - Computerspiele – das sind sie ja schon dran
      - Stehpinkeln – ne
      - Kochen bei offenem Fenster – stört mich

      Manche können sich nicht vorstellen, wohin Intoleranz führt.

      • André schrieb am 6. Juli 2010 at 14:18 - Permalink

        Also ist der böse Nichtraucher intolerant – na gut. Aber was macht der Raucher hier in diesem Forum? Der haut dem Nichtraucher bergeweise Vergleiche mit dem Dritten Reich um die Ohren und packt den Adolf auf den Tisch. Das nenne ich dann mal echte Toleranz.

        • dew schrieb am 6. Juli 2010 at 14:59 - Permalink

          wichtig ist doch, das jeder die Wahl und ausreichend alternativen hat. deshalb finde ich die bestehende regelung in BW ok und sogar gut. niemand ist gezwungen sich rauch auszusetzen. erst wenn es kleinlich wird, wird es militant.

        • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 16:01 - Permalink

          nicht dem “Nichtraucher”, sondern dem “Antiraucher”. Raucher und Nichtraucher haben selten Probleme.

    200. Irgendwo im Osten schrieb am 6. Juli 2010 at 14:13 - Permalink

      Was für ein Heckmeck. Rauchen bleibt doch erlaubt. Dort wo niemand gefährdet wird. Solange es auch nur eine Kellnerin gibt, die ihre Arbeitskraft in einer Gaststätte verkaufen muss, solange ist es notwendig, sie konsequent vor Tabakrauch zu schützen.
      Ob die Kellnerin selbst Raucherin ist, ist volkommen gleichgültig. Arbeitsschutz hat Vorrang, auch gegen den Willen der Arbeitnehmer. Ansonsten ist der allgemeinen Ausbeutung Tür und Tor geöffnet. Und zwar nicht nur der Kapitalisten gegenüber den Arbeitnehmern, sondern auch der Selbstausbeutung.

      Noch ein Wort zu Rauchern allgemein:
      Wieso drückt ihr euch das Nikotin nicht einfach in die Vene, gekonnt durchgeführt kickt das sicher besser…müsste sich in Gaststätten bei genügend Nachfrage doch als kulturelles Brauchtum durchsetzen lassen. Hätte ich absolut nüscht dagegen. Genauso wie Cannabiskonsum durch Kekse essen oder Teetrinken.

      Raucher nerven. Nicht ihre Sucht (wer hat keine Laster), sondern die asoziale Konsumform. Das der SF Schadstoffe in die Umwelt zu emittieren mit “Liberalismus” in Verbindung bringt, ist für mich persönlich der qualitative Tiefpunkt dieses Blogs. Liberalismus als Synonym für Egozentrik ohne Rücksicht auf Andere. Achso, das meint Liberalismus ja sowieso. Na dann viel Spaß beim “Linksliberal” sein.

      • Florian Schmitt schrieb am 6. Juli 2010 at 15:17 - Permalink

        Rauchen bleibt doch erlaubt. Dort wo niemand gefährdet wird.

        Nein, eben nicht. Raucherkneipen wird es nicht mehr geben.

        Ob die Kellnerin selbst Raucherin ist, ist volkommen gleichgültig. Arbeitsschutz hat Vorrang, auch gegen den Willen der Arbeitnehmer. Ansonsten ist der allgemeinen Ausbeutung Tür und Tor geöffnet. Und zwar nicht nur der Kapitalisten gegenüber den Arbeitnehmern, sondern auch der Selbstausbeutung.

        Den Leuten verbieten oder vorschreiben, wo sie zu arbeiten haben? Gehts noch?
        Wenn es nach dir ginge müsste man auch Rauchern das Rauchen verbieten, um “Selbstschädigung” zu verhindern!

        So ein Blödsinn!

        • Ralf schrieb am 6. Juli 2010 at 16:13 - Permalink

          Nein. Verhindern, daß Menschen gezwungen sind, in einem ungesunden Arbeitsumfeld zu arbeiten.
          “Aber die Kellnerin muss doch gar nicht dort arbeiten”, sprach der liberale Tabaklobbyist. Und seine Partei strich der Hartz4-Empfängerin das Elterngeld.

          Leute, steckt euch doch erstmal Eine an, damit ihr wieder klar denken könnt.

          • Thomas schrieb am 8. Juli 2010 at 13:27 - Permalink

            “Aber die Kellnerin muss doch gar nicht dort arbeiten”, sprach der liberale Tabaklobbyist. Und seine Partei strich der Hartz4-Empfängerin das Elterngeld.

            Zusammenhang? Nicht vorhanden.

      • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 19:55 - Permalink

        Da bin ich aber sehr froh, dass u.a. das abgereicherte Uran der westlichen-Werte-Freiheits-Kämpfer die Grenzen des Iraks und Afghanistans akzeptiert und ausschließlich dort in endloser Starre verharrt. Mann, da kann der Rest der Welt sich aber darüber freuen, dass er keine asozialen Konsumformen erleiden muß.

    201. Anti-Bio-Macht schrieb am 6. Juli 2010 at 14:14 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Seit wann ist für Verbote zu sein die, die persönliche Freiheit und alleinige hoheit über den eigenen Körper einschränken, links?

      @all

      Die Rauchverbotspolitik ist eine äußerst fragwürdige Form von Biopolitik.
      Ich empfehle allen fürsprechern die Lektüre von Michel Foucault.
      http://de.wikipedia.org/wiki/Bio-Macht

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 16:05 - Permalink

        Seit wann ist für Verbote zu sein die, die persönliche Freiheit und alleinige hoheit über den eigenen Körper einschränken, links?

        Eigentlich ist das ganz und gar nicht links. Es ist allerdings etatistisch und die moderne Linke ist nun einmal etatistisch.

        Die Rauchverbotspolitik ist eine äußerst fragwürdige Form von Biopolitik.
        Ich empfehle allen fürsprechern die Lektüre von Michel Foucault.

        Vergiss es, da sind die Antiraucher taub. Das ist doch wieder so ein Intellektueller … so ein rauchender Dichter! Bäh ;-)

      • Peter Jörke schrieb am 10. Juli 2010 at 14:53 - Permalink

        Seit Stalin! Vorher nicht.

    202. leslie schrieb am 6. Juli 2010 at 14:35 - Permalink

      Hmmm Rauchverbot…

      In öffentlichen Gebäuden wohl sinnvoll.
      In Restaurants wohl auch..

      Aber in Kneipen…:-/
      Leute die viel Bier trinken,
      rauchen auch zu 90%.

      Wenn schon Gesundheit zerstören,dann richtig.

      Bin mal gespannt wann das Rauchen in Mietwohnungen verboten wird.

      So ne Wohnung von nem Kettenraucher ist nach 5 Jahren sanierungsbedürftig,
      da der Mist in den Putz eindringt.

      Im übrigem sollten rauchenden Eltern die Kinder weggenommen werden.

      Ist mein Ernst.

      Im übrigem bin ich Raucher.
      Naja,eher Kiffer.
      Rauchen mit Mehrwert.

      Und zu dem netten Mehrteiler…

      Zuerst holten sie die Raucher.
      Ich schwieg, denn ich rauchte ja nicht.
      Dann holten sie die Fettleibigen.
      Ich schwieg, denn ich war ja schlank…

      Die Kiffer sind sie schon heute und seid 60 Jahren am holen.
      Einen der friedlichsten Menschenschläge die es so gibt(Oder hat euch schonmal ein bekiffter geschlägert?)
      Scheint aber keine Sau zu interessieren.

      Im übrigem hat Fettleibigkeit nix mit Freiheit zu tun.
      Das ist einfach nur krank.
      Diesen Leuten sollte man eine gratis Magenbandoperation schenken.

      Ich hatte auch mal 40 Kilo zuviel auf den Rippen.
      Nach Rückenproblemen beschloss ich aber,
      täglich 20 Km Rad zu fahren und schwupps schmolz das Fett dahin.

      Mlg

    203. unbequemer schrieb am 6. Juli 2010 at 14:46 - Permalink

      Das Bundesverwaltungsgericht entschied, dass ein Bürger Verkehrsbeschränkungen auf einzelnen Straßen einklagen kann, wenn die Feinstaub-Belastung zu groß ist. Der Europäische Gerichtshof gibt sogar jeder unmittelbar betroffenen Einzelperson das Recht, einen Aktionsplan gegen Feinstaub zu verlangen.

      ***

      Dann müsste dem Bürger und vor allem den dort Beschäftigten auch zugestanden werden, sich gegen Rauchbelastung in Kneipen zu wehren. Wer nicht hören kann, und seine Sucht einfach öffentlich auf dem Rücken der Nichtraucher austragen will, dem muss eben ein Stopschild gesetzt werden.

      Aber da mit einer Sucht Geld verdient werden kann …

      Wenn Raucher die Gefahr für sich verleugnen, ist das nur der Dissonanzreduktion zuzuschreiben.

      • dew schrieb am 6. Juli 2010 at 15:07 - Permalink

        Möchtest Du als nächstes die Musik in Diskotheken verbieten, weil Lärm nachgewiesen schadet. Mit dem Hinweis, dass die armen angestellten das nur tun, weil sie sozial benachteiligt sind und sonst nicht für ihren Lebensunterhalt aufkommen können.

        Taxifahrer können es sich auch nicht aussuchen, auf welchen Straßen sie sich bewegen und welchen Emissionen sie ausgesetzt sind.

        Die Liste lässt sich beliebig fortsetzten bis sich kein Rad mehr dreht in D.

        • unbequemer schrieb am 6. Juli 2010 at 15:25 - Permalink

          Es gibt Ohrschützer gegen Lärm. Wer vernünftig handelt nutzt diese Methode. Und dort gibt es schon Gesetze! die den Lärm begrenzen.

          Wer selber rauchen möchte, soll das eben für sich alleine tun und nicht andere gefährden. Wie wäre es mit einem “Raucherhelm”, rundum geschlossen damit die Raucher auch wirklich nur sich selbst gefährden?

          Wer Alkohol trinkt und dann Auto fahren will … da sind auch nur die Täter gegen die Promillegrenze.

          Es ist eben oft nur die Dummheit, Gefahren nicht zu erkennen, die dazu führt, sich und andere zu gefährden.

          http://www.aerztezeitung.de/medizin/krankheiten/neuro-psychiatrische_krankheiten/suchtkrankheiten/article/550598/rauchende-eltern-schlechte-vorbilder.html

          Für ausstiegswillige Raucher bietet die Deutsche Herzstiftung den neuen Sonderdruck “Ausstieg aus der Sucht”. Es gibt ihn kostenfrei.

          • SwENSkE schrieb am 7. Juli 2010 at 16:24 - Permalink

            Es gibt Ohrschützer gegen Lärm. Wer vernünftig handelt nutzt diese Methode. Und dort gibt es schon Gesetze! die den Lärm begrenzen.

            Noch nie was von Gasmasken gehört? :D
            Es gab auch ein Gesetz, das den Rauch begrenzte…..

            Aber kein Argument ist zu dumm, um nicht die Meinung eines Anti-Rauchers zu stützen.

    204. leslie schrieb am 6. Juli 2010 at 14:54 - Permalink

      Noch ein vergessen..

      Zitat”"… und fressen kleine Kinder!!!

      Das tu ich doch…

      http://www.impawards.com/1942/posters/devils_harvest.jpg

      :-))

      Mlg

    205. raucher schrieb am 6. Juli 2010 at 14:54 - Permalink

      meine güte, wat schreiben hier die militanten nichtraucher einen dünnpfiff. der SF schreibt hier völlig korrekt. es sollte die entscheidung der gastronomen sein, welche art von lokalität er führen will. wenn er einen raucherladen führen möchte (nebst raucher-personal), dann hat er das verdammte recht dazu und sollte dafür sorge tragen, dass die nichtraucher rausfliegen, bzw, ein warnschild “auf eigene gefahr” aushängt. wenn ich ein bierchen trinken möchte, dann suche ich mir den laden auch aus. ich kann dann auch nicht von jedem kneiper verlangen dass er die und die biersorte hat, sondern muss dahin wo es das gewünschte gibt. niemand hat jemals einen nichtraucher gezwungen läden aufzusuchen, wo geraucht wird. kommt mir man nicht mit dem gesundheitsfimmel. dann muss ich auch verlangen, dass sämtlicher alkohol aus den supermärkten, werbung für alk oder eben alk aus sämtlichen bereichen verschwindet. ist auch ungesund, bzw, kann süchtig machen. sollte ich im bekanntenkreis nichtraucher haben, bin ich der letzte, der keinen kompromiss eingeht und in eine lokalität des nichtrauchens einkehrt, doch ebenso will ich das recht haben dahin zu gehen wo es mir gefällt. wenn es eine verqualmte bude ist, soll das mein prob sein und nicht das eines militanten nichtrauchers, der in seinem wellnesstempel einen bananen-brokkoli-shake schlabbert und das liedchen trällert, “ich bin das heisseste wiener würstchen der stadt” ! auf der anderen seite aber jeden tach einen wein säuft und in einigen fällen sich ne tüte weed reinbrezelt und dahin schwelgt, wie intellektuell er doch ist und es eine sauerei ist, dass wir keine holländischen verhältnisse hier in deutschland haben. irgendeiner quatschte hier was davon, dass ein raucher auch unangenehm riechen würde. das stimmt teilweise schon und das mag für den militanten dummquatscher richtig sein, doch es gibt da ebenso viele menschen die auch ohne kippen stinken wie die otzenmoppels. ich finde es auch teilweise eklig, wenn mir ein müslifresser mit verfilzten haaren, speckigen jeans oder hanfhosen nebst dreckigen und ungepflegten mauken über den weg läuft. schon klar, extrembeispiel, doch davon gibt es mehr als genug. es gibt auch menschen die haben eine knobifahne wo einem schlecht werden könnte. soll ich nun den knobi verbieten und die person unter arrest in einer ausstinkzelle stellen? manch einer trägt ein parfüm welches wie “laternenpfahl ganz unten” riecht. was mache ich mit dem?
      ich will damit nur sagen, dass eure argumente ein oberwitz sind. ich könnte da mehr als 1000 dinge aufzählen, die man dann ebenso verbieten müsste. warum bspw versuchen die knalldrüsen nicht das autofahren zu verbieten? es fährt auch nicht jeder auto. ist laut, stinkt schadet der umwelt usw…
      oder gehen wir in die arbeitswelt. wieviel menschen leiden unter den psychischen druck bei der arbeit und der mikrigen bezahlung und werden dadurch nachweislich krank? wie siehts da aus? verbieten? hehehe….kommt mal klar in eurer welt…..

      daher kann ich den gesundheitsfanatikern nur ans herz legen, wenn schon…(denn schon) dann bitte alles was gesundheitsgefährdend ist verbieten.und da wäre es nur konsequent, wenn ich in deutschland die kippen, den alk und alles andere verbieten würde (also nicht mehr käuflich in D) was meiner gesundheit schaden könnte, auch die ausbeuterjobs.

      so und nun stecke ich mir erstmal eine an…….

      • Micha schrieb am 6. Juli 2010 at 15:38 - Permalink

        Eben,

        was stört es denn die Nichtraucher, wenn die Qualmer in der Raucherkneipe ihre Lungen vollblasen, oder das Hinterzimmer vollräuchern?
        Könnte sie auf der Straße ein Raucher mit dem Duft der Klamotten belästigen?
        Das sind doch keine “Gebiete” (die Kneipen), die sie aufsuchen müssen.
        Wie bemerkt, das bestehende Gesetz war meiner Meinung nach völlig ausreichend. Wenn die Kontrollen zu schlaff waren, kann keiner etwas dafür!

        Aber klar, was seitens des Gesetzgebers und der ausführenden Organe nicht gut kontrolliert werden kann, muss ganz verboten werden.

      • unbequemer schrieb am 6. Juli 2010 at 15:40 - Permalink

        http://www.nichtraucherschutz.de/option,com_mosforms/Itemid,61.html

        Guter Text:

        Raucher stinken

        vor sich hin und in sich hinein.

        und für die Hardcoreraucher:

        http://bohnenzaehler.blog.de/2007/09/02/45_schock_fotos_gegen_das_rauchen~2910859/

        • na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 18:29 - Permalink

          @ unbequemer
          Besserer Text:
          …
          Nie wieder Krieg!
          …
          und für die hardcore-Brunnenbohrer:
          …
          After Surviving, Learning to Live

      • schankwirt aus hessen schrieb am 6. Juli 2010 at 15:45 - Permalink

        das ist sehr herzlich rübergebracht und trifft den nagel auf den kopf.

    206. Stefan schrieb am 6. Juli 2010 at 14:57 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Sehr schade. Und wirklich peinlich.

      Dieser Beitrag markiert den qualitativen Tiefpunkt dieses Blogs. Mit dem heutigen Tag habe ich alle Flattr-Spenden für spiegelfechter.com eingestellt und mein Abonnement gelöscht.

      “Auf nimmerwiederlesen”.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 15:05 - Permalink

        Tschüss ;-)

        • schankwirt aus hessen schrieb am 6. Juli 2010 at 15:48 - Permalink

          dafür sind mindestens zehn neue dazugekommen:-)

      • Rossi schrieb am 6. Juli 2010 at 15:36 - Permalink

        LOL, ein einziger Artikel veranlasst dich zu sowas? Ich vermute mal, dass die Liste deiner Abonnements sehr übersichtlich ist! ;)

        • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 16:05 - Permalink

          Der SF teilt nicht seine Meinung. Das ist boese :-)

      • Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 16:30 - Permalink

        Du meine Güte !!!!!
        Das verschlägt mir fast die Sprache.

    207. FreshD schrieb am 6. Juli 2010 at 15:13 - Permalink

      Ein Dank für diesen Artikel an den Spiegelfechter!

      Auch wenn ich es ein bisschen fies finde, Nichtraucher sofort mit Hitler zu vergleichen (zumindest suggestiv), so freut es mich doch sehr einen solchen Artikel zu lesen.

      Nicht weil ich ihn inhaltlich überragend finde, sondern weil der Spiegelfechter sich offen als Genussmensch bekennt. Gut so! Es geht beim Rauchverbot doch wirklich nicht darum zu verbieten Säuglingen Rauch ins Gesicht zu blasen.

      Und wenn Nichtraucher hundert mal recht haben, ist es mir doch egal, weil ich gerne rauche und mit Genuss.

    208. Frank Schenk schrieb am 6. Juli 2010 at 15:34 - Permalink

      Die Nichtraucher wollen nur einfach nicht verstehen, daß keiner die Edelfischpipitrinker in den Eckkneipen haben will, also sorgen sie dafür, daß niemand mehr hingeht!

      Schönen Tag noch :)

    209. na sowas schrieb am 6. Juli 2010 at 15:35 - Permalink

      Ich werf jetzt mal ein wordle in die Runde! ☂

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 16:13 - Permalink

        Und das Wort “Toleranz” ganz klein links unten am Rand. Wie passend ;-)

    210. Chris Sedlmair schrieb am 6. Juli 2010 at 15:37 - Permalink

      Ich bin nicht Liberal, sondern links und deshalb gegen diese Verbotsscheiße. WEr außerdem der Meinung ist, daß SPD, Grüne oder gar die Ökokonservative ÖDP links seien, hat die letzten 20 Jahre verpennt. Diese Pratein haben sich längst rechts der CSU angesiedelt, Zumindest was Krieg, Soziales und Wirtschaftspolitik angeht. Links ist für Freiheit, Gleichheit und Solidarität zu kämpfen. Damit aht Totales Rauchverbot nichts zu tun.

    211. Sigmund schrieb am 6. Juli 2010 at 15:37 - Permalink

      Warum steht unter dem Artikel die Angabe “580 Kommentare” und meiner ist nur Nummer 211?

      Zur Sache, ich freu mich! Die Leute, die jetzt über das Ergebnis schimpfen, fanden beim Minarettverbot noch Referenden gut. Ein Schelm, wer Arges dabei denkt…

      Man könnte auch sagen:
      Liebe Raucher, jetzt wißt ihr, wie sich die Schweizer Muslime fühlen!!! :-)

      • Chris Sedlmair schrieb am 6. Juli 2010 at 15:39 - Permalink

        weil antworten auf kommentare nicht als eigener kommentar in der liste gezählt werden

        • Sigmund schrieb am 6. Juli 2010 at 18:32 - Permalink

          Ah! Danke.

    212. Tom schrieb am 6. Juli 2010 at 15:40 - Permalink

      Ich werde den Gedanken nicht los, aber das beschriebene Szenario erinnert mich an den Film “Demolition Man”, in dem, die in der Kanalisation lebenden sog. Scrabs sich gegen das streng reglementierte Wohlstandsvolk auflehnen. Dies wird von einem machtbesessenen Bischof regiert, der jegliche Form von Unreinheit und Verschmutzung verbietet. Sly verschlägt sich auf die Seite der Hotdog-Fresser und lößt das Regelkorsett des Wohlstands in alter 90er Jahre-Manier. Das waren noch Zeiten.

      Da Jens immer seine liberale Ader betont:
      Ich denke es ist in jedemfall ein liberaler Ansatz wenn man dem Individuum die Freiheit zum Selbstentscheid ermöglicht? Die Verbotspyramide wächst doch sonst weiter. Verbote sind kurzfristige Problemlöser, die wieder eine Kette von Ausnahmeregelungen mit sich zieht. Der Mensch ist ein unordentlicher Komplex der sich niemals und solang es ihn gibt auf Dauer in ein Regelwerk einfärchen lässt. Da wir in einer Welt des größten Entscheidungswohlstandes leben, sollte die Förderung der “richtigen” Entscheidungen für den jeweiligen Menschen stattfinden. Diese wird im Kopf getroffen und kann nur durch eine individuell optimierte Erziehung angeignet werden. In Deutschland gibt es deswegen soviele Verbote, weil Bildung und Erziehung versagt haben.

      Der Weg zum Glück ist das Gewiss nicht, nur wo wollen wir hin?
      Erstmal, denke ich, müssen wir unsere Ängste besser verstehen. Die Angst ein falsches Leben zu führen wird Massenmedial erzeugt. Menschen die sich resistent gegenüber dieser versuchten Manipulation zeigen, müssen sich auch nicht jedem Trend unterordnen.
      Dieser Entscheid ist ein Trend des BIO-Kult: Wir brauchen mehr BIO vom Brutto!
      Die neuen Gardening-Trend-Rebellen sind auch im Vormarsch. Zwanghaft anders sein als die anderen ist die Devise. Sobald sich das normalisiert hat und alle mit nem grünen Kopp durch die Stadt laufen, ist Rauchen wieder “IN”!

      Wie wärs mit BIO-Zigaretten? Zigaretten mit kleinen Pflanzensamen: Wenn man sie wegschmeisst wächst eine Pflanze um die gerade verpestete Luft wieder zu erzeugen *lach.

      In diesem Sinne

    213. Morpf schrieb am 6. Juli 2010 at 15:45 - Permalink

      So, nun bei einem so umstrittenen Thema endlich mein erster Kommentar.

      Seit drei Tagen informiere ich mich nun zu dem Thema und streite mich mich Gegnern und Befürwortern. Ich selber bin völlig hin und her gerissen mit meiner Meinung. Da ich selber Raucher bin, verstehe ich natürlich vollkommen alle liberalen Argumente.
      Ich befürworte grundsätzlich die Möglichkeit zum rauchfreiem Ausgehen, dies war lange Zeit nicht möglich, denn egal ob in die Disco, Kneipe ins Restaurant oder aufs Kindergartenfest, geraucht wurde überall.
      Die Ausnahmeregelungen hingegen fand ich bis zu einem gewissen Punkt auch gut umgesetzt, hier hat man meiner Meinung nach jedoch über die Strenge geschlagen. Muss das Rauchen in Bierzelten auf einem Volksfest erlaubt sein? Ich denke nicht. Muss eine mittelgroße Kneipe, die sich durchaus Raucherraum und sogar Biergarten leisten kann zu einer Raucherkneipe werden (wie hier in RLP)? Auch hier bin ich dagegen.
      Müssen alle Raucherräume in allen möglichen Etablissement Zwangsabgeschafft werden. Eigentlich auch nicht.

      Wer schonmal in einem größeren Freundeskreis involviert war, in dem es auch einige wenige Nichtraucher gab, die zwar nicht militant waren, aber dennoch auf ihr Recht pochten, in einer rauchfreien Umgebung sich aufhalten zu können, weiß, wie schwer und anstrengend es sein kann, Raucher- und Nichtraucherinteressen unter einen Hut zu bringen. Da kommt leider Streit auf und meiner Erfahrung nach sind es oftmals die Raucher, die – besonders in Überzahl – nicht gerade rücksichtsvoll mit den Wünschen der anderen Partei umgehen. “Dann bleib doch zu Hause”. Klar, kann man machen, man kann sich auch neue Freunde suchen, dies führt aber langfristig nicht zu Lösungen mit denen alle leben können.

      Was meiner Meinung nach fehlt, ist eine Raucherknigge. Ich war überrascht, als ich neulich unter freiem Himmel auf einem öffentlichen Platz ein WM Spiel sah, und einer seine Umgebung fragte, ob es jemandem was ausmache, wenn er rauche. Das fand ich gut, sowas gibt es leider viel zu selten.
      Auch an Bushaltestellen finde ich es – als Raucher – recht dreist wenn 20 Menschen sich unter den Regenschutz drängen und Leute fangen an zu rauchen. Hier hat der Nichtraucher keine Chance dem Rauch zu entgehen. Dasselbe an öffentlichen Gebäuden. Schön wenn es rauchfrei ist, aber müssen sich alle in unmittelbare Nähe des Eingangs aufhalten?

      Ja, alle haben das Recht zu rauchen. Auch und besonders in Kneipen. Aber solange es für Nichtraucher, unter denen es nicht nur Gesundheitsfreaks und militante Nichtraucher, sondern auch Asthmatiker und andere Atemwegserkrankte gibt, de facto und in der Praxis nicht möglich ist, wirklich vom Rauch der anderen verschont zu bleiben, helfen wohl leider nur Verbote.

    214. Dani schrieb am 6. Juli 2010 at 15:48 - Permalink

      Ein ganz doller Artikel. Erinnert mich an das Problem mit dem Spielplatz bei uns in der Nähe. Da haben sich Nachts ein paar Junkies öfters mal einen Schuss gesetzt und hin und wieder die Spritzen und Nadeln im Sandkasten etc. liegen lassen. Die Diskussion darüber verlief allerdings nicht so geteilt wie hier im Forum ;)

      Man stelle sich mal vor, die Junkies würden ihren Drogenkonsum an diesem Ort mit ‘Lustfeindlichkeit der Eltern’ verteidigen, kein Kind wäre ja gezwungen auf diesem Spielplatz zu spielen und die Gesundheitsgefahr sei weit übertrieben ;)

      Ich rauche selbst, aber die Ignoranz und Hochnäsigkeit vieler Raucher gegenüber den Menschen die nicht rauchen, die sich davon extrem belästigt fühlen und vielleicht sogar aufgrund gesunheitlicher Probleme (Astma z.B.) gerne in rauchfreier Umgebung Freunde treffen und ein Bier trinken wollen, macht mich sauer. Wenn Raucher sich selbst zu bessere Menschen erklären und nicht rauchende zu Lustfeinden, dann wird es einfach nur noch peinlich. Das die Freiheit der Raucher nur auf Kosten der Unfreiheit der Nicht-Raucher besteht, können nur die wenigsten Raucher eingestehen.

      Und übrigens: kein Nicht-Raucher ist gezwungen in eine Kneipe zu gehen. Raucher sind aber auch nicht gezwungen sich in einer Kneipe eine Kippe an zu zünden.

    215. drüberleser schrieb am 6. Juli 2010 at 16:04 - Permalink

      Was (verdammt nochmal) verstehen die Gutmenschen hier eigentlich nicht?

      Ich als Raucher bin soetwas von in die Ecke gedrängt und habe mich damit aber abgefunden. Es gibt Rauchfreie Kneipen und manche mit seperatem Raum.

      Wieso muss man den Rauchern jetzt noch das nehmen?
      Da stimmt doch etwas nicht.
      Wie kann man sich noch derart darüber aufregen, dass jemand raucht, wenn man nach dem vorherigen Gesetz eigentlich schon gar nicht mehr mit ihm in Berührung kommt?

      Verbietet doch Fernsehen und Alkohol, das macht Menschen auch krank.
      Wie kann man sich nur derart in das Leben anderer einmischen, das ist einfach ekelhaft.

      Und dann immer das Argument “Der Raucher beeinträchtigt mich”.
      Wie lächerlich. Die Raucher, die euch heutzutage noch beeinträchtigen sind eure Freunde oder Bekannte. Oder wie kommt ihr noch näher an Raucher ran?

      Und wenn nicht, dann macht doch einfach einen Bogen um die “fremden, mordenden” Raucher in Raucher(!!!)kneipen.

      Diese Welt ist wird immer wahnsinniger.

      Links, liberal oder Linksliberal. Aber das Prädikat liberal hat sich hier eigenlich niemand mehr verdient. Erschreckend, ich hatte gehofft dass gerade hier im Kommentarsystem das Problem worum es mit dem Verbot geht an der Wurzel diskutiert wird und nicht mit Nebelkerzen gekämpft wird.

      Wird das Ende der Gesellschaft tatsächlich an einem Rauchverbot deutlich?
      Ich hoffe doch nicht.
      Achja und Liberal hat nicht immer was mit FDP zu tun.

      Rauchige Grüße,
      hust,hust.

      • Meerbuscher schrieb am 6. Juli 2010 at 16:37 - Permalink

        “Gutmenschen” – wie ich dieses Wort …

        Ich verstehe ja dein Geheule schon auf der einen Seite, auf der anderen hat es vor Nichtraucherschutzzeiten von Rauchern kaum Toleranz gegenüber Nichtrauchern gegeben. Also verlange die nun nicht unbedingt im Übermaß von Nichtrauchern.

        Hat damals ein Nichtraucher so argumentiert wie du, dann hieß es meistens knallhart: “Dich zwingt ja keiner hier zu bleiben.” Schonmal als Nichtraucher einen 13-stündigen Fernflug 3 Reihen hinter der Raucherabteilung gemacht? “Dich zwingt ja keiner mit diesem Flugzeug zu fliegen!” Als Nichtraucher hat man sich geradezu verhöhnt gefühlt. Stelle du dich also heute nicht in die Opferecke. Früher war es normal, dass man als Nichtraucher der Gekniffene war – passe dich an oder hau ab (das hat ein Raucher damals so natürlich nie wahrgenommen). Opfergehabe oder Widerspruch gab es sowieso in der Regel nicht. Man war genervt und hat es hinnehmen müssen, lebte gezwungenermaßen damit. Insofern war das Gesetz gut.

        Du hast aber Recht, heute komme ich kaum noch mit Rauchern in Kontakt. Da wo sie sind, verbringe ich meine Freizeit so gut wie nicht. Man kann heute weitestgehend rauchfrei leben. Deshalb brauche ich auch diese überzogenen Verbote nicht.

        • drüberleser schrieb am 6. Juli 2010 at 23:26 - Permalink

          “Deshalb brauche ich auch diese überzogenen Verbote nicht.”

          Ich habe vielleicht einige Dinge zu überhastet niedergetippt.
          Aber genau darum ging es mir.

          • Flying Circus schrieb am 7. Juli 2010 at 17:08 - Permalink

            Da kann ich als Nichtraucher Dir auch zustimmen.

            Ich kann mich allerdings auch noch sehr gut an Zeiten erinnern, wo es schlicht unmöglich war, eine Kneipe zu finden, wo nicht geraucht wurde.
            Und das ging mir als Nichtraucher ernsthaft auf den Zwirn.

            Eine ausgewogene Mischung aus Nichtraucher- und Raucherkneipen (bzw. mit getrennten Räumlichkeiten) – und allen ist gedient.

      • ManeD schrieb am 7. Juli 2010 at 14:04 - Permalink

        Ich kann mir gut vorstellen, dass in nächstem Step seitens der ÖDP gefordert wird, den Sonnenschein zu verbieten. Weil er im Verdacht steht, Hautkrebs zu verursachen…

        Jeder ist seines Glückes Schmied. Die militante Fraktion unter den Nichtrauchern versucht jedoch, das von ihr erfündene Glück zum Allgemeinglück zu erklären.

        Gute Nacht Bayern und danach Deutschland.

        Ich mache meinen Urlaub nur noch im benachbarten Ausland oder in benachbarten Bundesländern. Selbst in Italien gibt es noch ausgewiesene Raucherräume.

    216. memoon schrieb am 6. Juli 2010 at 16:05 - Permalink

      @SF

      Danke für den Artikel :)

      Der Einblick in des Deutschen Michels Seele hier in den Kommentaren ist allerdings beängstigend. Falls dieses ominöse “Zeitalter der Aufklärung” je statt fand, dann ist es nun definitiv wieder vorüber.

      PS: Das Auflösen der Chronologie der Kommentare hält mich zunehmend vom Lesen derselben ab.

      • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 20:13 - Permalink

        Sorge Dich nicht und lebe. Die Aufklärung als geistiger Prozeß hat zu jeder Zeit nur verständige, denkende Menschen erreicht. Also eine Minderheit.
        Die wird gebraucht werden, wenn die Läden (wieder mal) zusammengekracht und alle bekannten und notwendigen Institutionen an die Wand gefahren sind.

    217. abc schrieb am 6. Juli 2010 at 16:06 - Permalink

      Der Qualm ist ja schon schlimm aber habt ihr mal einen Raucherhusten gehört? Man meint die Leute ersticken gleich oder kotzen die Lunge aus dem Leib. Seit der Hitze schlafe ich immer mit aufgerissenen Fenstern. Frühmorgens treibt es dann die Raucher aus den Betten, weil sie keine Luft mehr bekommen. Ich habe hier zwei in der Nachbarschaft. Die kotzen dann morgens um 6 auf der Terasse rum, weil sie ihr Partner aus dem Haus jagt weil man bei dem Gekotze nicht schlafen kann. Jetzt werde ich jeden morgen durch ekliges Herumgekotze abrupt aus dem Schlaf gerissen.

      Wie kann man so ein Hobby auch noch schönreden? Meine keuchenden Nachbarn kommen auch nicht auf die Idee sich das Rauchen endlich abzugewöhnen, die ersticken lieber, stehen jeden morgen draussen in der Früh auf der Terasse, die sind nicht süchtig sondern bekloppt. Und sowas wird auch noch als Genuss, Lebensart,… gerechtfertigt.

      Raucher zum Psychiater aber alle und sofort!

      • Micha schrieb am 6. Juli 2010 at 16:14 - Permalink

        Dann lass sie doch husten und früh sterben, die Rentenkassen wird es freuen.
        Was den Lärm durch das Husten betrifft, dieses Thema gehört nicht hier her.
        Lärm macht Vieles, auch der Hund nebenan früh morgens!

      • jo-SR schrieb am 6. Juli 2010 at 16:46 - Permalink

        Raucher zum Psychiater aber alle und sofort!

        Wenn ich die Tiraden der Nichtraucher hier zur Kenntnis nehm, wären eher die ein Fall fürn Psychoklemptner

    218. Rainer schrieb am 6. Juli 2010 at 16:08 - Permalink

      Nein, ich kenn ihn nicht, diesen Sebastian Frankenberger der es geschafft hat, im Jahr 2010 mit gerade mal 23% militanten nichtrauchenden Bajuwaren ein Stück preußischen Gebotswahns zu restaurieren.
      Ich habe nur kurz recherchiert und ein Interview in der Süddeutschen gefunden. Und was ich da lesen muss, lässt für mich nur zwei Schlüsse zu: der Fremdenführer ist ein Blender, ein Wichtigtuer und Hochstapler: die Einschränkung der Freiheit der Menschen sowie Zwang und Strafandrohung mit Jauch’schen Quizantworten zu vergleichen ist schlicht maßlos dumm.
      Oder aber diesem chronischen Studienabbrecher ist der Nichtraucherschutz scheißegal, er will nur groß hinaus und benutzt eine unsichere Gesetzgebung als Sprungbrett.
      Wiewohl auch immer, hehre Gründe für seine Initiative kann ich beim besten Willlen bei diesem Bürschchen nicht erkennen.
      Im Übrigen bin ich seit drei Jahren Nichtraucher und froh darum.

    219. Drops schrieb am 6. Juli 2010 at 16:08 - Permalink

      Mensch Spiegelfechter, welche Freiheiten wills du denn erkämpfen wenn du die Gesundheit deiner Mitmenschen nicht schätzt? Die Freiheit anderen mit deinem Giftrauch Lungenkrebs zu bescheren? Ich wußte gar nicht das wir im Marlboro-Land leben.

      Dann mißbrauchst du auch noch Laotse. Nicht das sein Zitat “Je mehr Verbote, umso ärmer das Volk.” keine Gültigkeit mehr hat, ganz im Gegenteil. Weil der Anstand und Respekt vor den Mitmenschen fehlt gibt es dieses Gesetz.

      Dieser geistige Hirnschiss von wegen “militante Nichtraucher”, nein nein… hört auf über Politik hier zu schreiben, ihr bedient euch Sprachmanipulation um eure pimitivsten Triebe zu rechtfertigen.

      Diese Diskussion beweist nur das es in diesem Land nicht besser werden kann.

      • Florian Schmitt schrieb am 6. Juli 2010 at 16:17 - Permalink

        Da hat jemand weder den Artikel noch die Kommentare dazu gelesen. :(

    220. Dani schrieb am 6. Juli 2010 at 16:18 - Permalink

      Den letzten Absatz frei nach Niemöller hab ich grade erst wahrgenommen. Jens, das ist wirklich einfach nur total unfassbar daneben!! Es gibt zu viele Raucher, denen es offensichtlich komplett den Verstand vernebelt hat. Ich höre jetzt auf zu rauchen und wünsche euch ein Rauchverbot a la USA…

    221. Meerbuscher schrieb am 6. Juli 2010 at 16:18 - Permalink

      Deutschland – das Land in dem du für alles einen Darfschein brauchst, ansonsten ist es verboten – außer du hast nen Ausnahmeschein, dann gehts wieder, aber nur “Mo-Do zwischen 11.30 Uhr und 14:30 Uhr”. Wir Michels und Michaelas gestalten unser Leben eben gerne in äußerst geregelten Bahnen. Was kann einem das auf den Keks gehen.

      Raucher allerdings auch. Ich kenne keinen Raucher, der auch je nur im Ansatz begriffen hätte, wie sehr anderen Menschen dieser Qualm und Mief auf den Senkel geht – mal abgesehen von den gesundheitlichen Problemen, den Aschenbecherküssen und dem nervigen Gehabe dieser drogenabhängigen Junkies, wenn mal wieder zwei Stunden ohne Glimmstängel vergangen waren. Aber gut, das ist nicht meine Gesundheit, wen ich küsse, kann ich mir aussuchen und wenn die gelben Finger anfangen zu zittern, kann ich ja weggucken.

      Dass es aber endlich eine Regelung gab, für alle Situationen, wo Menschen gezwungenermaßen zusammenkommen, war längst überfällig und gut. Ich denke da etwa an Arbeitsplätze, Flughäfen, Konzerthallen, Restaurants … – hat auch nur ein Raucher den Furz einer Ahnung, wie sehr er viele von uns jahrzehntelang belästigt hat und uns auch den Spaß an vielen Dingen genommen hat? Ja geschenkt: Zwei oder drei gibt es bestimmt. Na ja, wie sagt man: Der Drops ist (weitestgehend) gelutscht, endlich kann man wieder ohne Kratzhals, angeschwollene Schleimhäute, Atemnot und Stinkeklamotten arbeiten, fliegen, Musik hören und Essen gehen. Dass als Topping mein Krebsrisiko noch sinkt: ebenfalls geschenkt. Eigentlich war die Situation bzw. der Kompromiss nun weitestgehend erträglich. Aber da haben wir die Rechnung ohne den Wirt gemacht.

      Obwohl der wahrscheinlich am wenigsten damit zu tun haben will. Eher ist es der deutsche Michel, der wieder zuschlägt. Soviel politischen Aktionismus wünscht man ihm bei anderen Themen – es müsste z. B. ein Sturm gegen diese komische Gesundheitsreform Beitragserhöhung losbrechen. Das einzige, was der Michel als Bürger aber noch selber hinkriegt, ist es, sich selbst zu verbieten. Wir sind echt die Größten.

    222. schädlingsbote schrieb am 6. Juli 2010 at 16:23 - Permalink

      Man sollte aber auch über den Schaden an der Volksgesundheit reden, der jetzt dadurch
      entsteht, das die Nichtraucher jetzt alle in die rauchfreien Kneipen strömen
      um sich dort die Leber zu ruinieren.
      Ich persönlich habe übrigens ein grosses Problem mit der Lautstärke der Musik
      (und oft auch der Musik selber) in vielen Kneipen und Diskotheken.
      Man kann sich kaum unterhalten und wenn dann mit max. einer Person, muss sich zu kleineren Menschen ständig herunterbeugen, wird beim Anschreien gegen den Lärm heiser, und ruiniert sich auch noch die Ohren.
      In die Kneipe geht man ja nicht primär wegen der Musik, und zum Tanzen in der Disko muss die Lautstärke nicht umbedingt einen A380 beim Start übertönen können.
      Die Musikauswahl vieler Läden beleidigt zudem noch meine musikalische Intelligenz.
      Ginge es nach mir, würde nur Zwölftonmusik in Zimmerlautstärke gespielt werden,
      die Ladygagasüchtigen können ja kurz vor die Türe gehen und sich dort Ihre Dosis
      über Mp3-Player und Ohrenstöpsel geben.
      Ich habe es satt das mir noch drei Tage lang die Ohren pfeifen wenn ich mich
      doch nur anständig betrinken will.

      viele grüße, Euer Schädlingsbote

      • ChP schrieb am 6. Juli 2010 at 16:31 - Permalink

        Ich für meinen Teil schaue, dass ich mir Oropax aus Wax reinhau, damit kann ich das Pfeifen extremst minimieren bzw. manchmal auch ganz vermeiden am Ende der Nacht. Aber stimmt schon, wenn ständig die Mucke aufgeruppt wird, nervt das u.U. nur noch.

        Dumm nur, dass es sowas wie Oropax nicht auch für die Atemwege gibt. Wenn dem so wäre, wär es mir auch vollkommen wumpe, ob der neben mir quarzt bis er kotzt.

      • Tom schrieb am 6. Juli 2010 at 17:29 - Permalink

        Das schreit nach einem Lautstärkeverbot! ;-)

        • schädlingsbote schrieb am 6. Juli 2010 at 17:55 - Permalink

          Die Leute sollen halt vor die Tür gehen und kopfhörer aufsetzen

    223. Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 16:23 - Permalink

      Ho, ho, ho,
      braunes Hartz,

      nun ja, wie soll ich in ein paar Sätzen rüberbringen, worum es mir geht.
      Es geht mir hier nicht um Naziideologie, Rauchen, etc.
      Das Rauchverbot in Bayern ist nur ein Aufhänger für das, was abgeht.
      Z.B. auch wie das alles abgelaufen ist, wer das initiiert hat, etc., etc.
      Es geht mir um die Intoleranz der Menschen.

      Wie von Jens wunderbar geschrieben,

      jetzt sind es die Raucher,
      morgen sind es die Dicken,
      übermorgen muss ich einen schriftlichen Antrag einreichen um auf’s Clo
      zu dürfen?
      So geht das nicht.
      Es geht mir hier um die Zeichen, die nicht mehr zu übersehen sind.
      Wenn ich z.B. lese, dass Eltern, die rauchen, die Kinder weggenommen werden sollen, dann kann ich gar nicht so schnell kotzen, wie mir übel ist.
      Wer masst sich so was an? Und wohin führt das?
      Schauen wir doch mal in die Geschichte.
      Z.B. die Prohibition in Amerika. Das einzige, was dabei rauskam, waren einige
      clevere Menschen, die sich bei diesem Verbot eine goldene Nase verdient haben. Was mehr? Nichts!

      “Dein Kommentar wäre mehr als angebracht und zutreffend, wenn er die Hartz-Gesetze, ein braunes Machwerk einer angeblich roten Regierung, betreffen würde, was Dir offenbar keiner Überlegung wert ist.”

      Keine Frage, wer sagt, dass ich das nicht tue? Aber das ist hier nicht das Thema, es würde den Rahmen sprengen.
      Wir leben in einer derart versifften Welt und genau das macht mir zu schaffen.
      Wir sind Menschen. Und wir haben Stärken und Fehler. Und keiner, aber auch gar keiner wird das ändern. Deshalb bin ich auch so wahnsinnig sauer.
      Anstatt, dass sich um die anliegenden Probleme gekümmert wird, werden uns die Augen verschleiert, das Gehör manipuliert und gelogen, gelogen, gelogen.
      Jeder halbwegs intelligente Mensch muss sich verletzt fühlen, wenn er so
      verarscht wird, wie wir es z.Zt. werden.
      Rauchverbot, Fußballweltmeisterschaft, etc., etc.
      Brot und Spiele fürs Volk und dahinter werden wir über den Tisch gezogen, so schnell, dass wir gar nicht nachkommen.
      Das ist es, was ich meine, um Naziideologie geht es mir hier gar nicht.
      Aber ein gelegentlicher Blick zurück ist manchmal nicht schlecht, oder?

      • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 16:49 - Permalink

        @Freiheit:

        übermorgen muss ich einen schriftlichen Antrag einreichen um auf’s Clo
        zu dürfen?

        Du musst erstmal einen schriftlichen Antrag einreichen, um Klo mit C schreiben zu dürfen.

        • Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 17:24 - Permalink

          Klasse!

        • Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 17:38 - Permalink

          Klasse!

          (Klo mit K sieht so hmm aus, mir gefällt es mit C besser)
          Ob diesem Antrag stattgegeben wird?

          • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 18:12 - Permalink

            (Klo mit K sieht so hmm aus, mir gefällt es mit C besser)
            Ob diesem Antrag stattgegeben wird?

            … zumal Florian, der Bildungsvermeider, nicht weiss, woher die Kurzform “Klo” eigentlich stammt :-). Dafür ist er ganz groß darin, sich zu blamieren,

            • drüberleser schrieb am 6. Juli 2010 at 23:21 - Permalink

              göttlich, hab eben noch nachgedacht warum clo mit c mir irgendwie bekammt vorkam heheh

      • Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 16:59 - Permalink

        Ja, gut, mir ging es darum, daß irgendwelche Nazi-Konnotationen ein scharfes Schwert sind, das nicht leichtfertig verwandt (und damit verbraucht) werden darf.

        Wenn man den Blick zurück wirft, sollte man sich neben der Alkohol-Prohibition auch mal die Geschichte mit dem Cannabis-Verbot ansehen und die Verflechtung eines gewissen Harry Ansslinger. Hier führt man doch seit fast einem Jahrhundert ein beinhartes Verbot durch, das jeder rationalen Grundlage entbehrt. Im Gegensatz zu den Millionen Toten des Alkohol- und Nikotinkonsums ist meines Wissens bis heute diesbezüglich kein Einziger bekannt. Wo ist da die Logik ?

        • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 17:08 - Permalink

          Im Gegensatz zu den Millionen Toten des Alkohol- und Nikotinkonsums ist meines Wissens bis heute diesbezüglich kein Einziger bekannt.

          Einer schon: http://www.youtube.com/watch?v=pdukSYLClDQ

          • Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 17:35 - Permalink

            hahaha, der arme Hank. Lustiger Song, schmunzel.

        • Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 17:22 - Permalink

          …. was die Menschen nicht davon abhält, es zu konsumieren
          :-)))
          Nun ja, so hat jeder seine persönliche Baustelle, nicht?
          Das ist doch das schöne an uns Menschen. Der eine raucht,
          der andere trinkt, der nächste isst gerne Schokolade, der übernächste bricht sich die Haxen beim Bergsteigen, man könnte ewig so weitermachen. Was soll das?
          Jeder nach seinem Gusto. Und ob einer dick, dünn oder sonst was ist, interessiert mich nicht. Mir geht es darum, ob ich mich mit ihm verstehe, alles andere zählt nicht.

      • Braunes Hartz schrieb am 6. Juli 2010 at 17:12 - Permalink

        http://de.wikipedia.org/wiki/Harry_J._Anslinger

      • popel schrieb am 6. Juli 2010 at 17:33 - Permalink

        Du hast definitiv die Waffenträger vergessen. Waffen töten schliesslich auch nicht, sondern nur die Träger! ;)

    224. Mouse schrieb am 6. Juli 2010 at 16:48 - Permalink

      *seufz*

      Meine Güte, wie mich der Ton ankotzt. “Ihr seid Gesundheitsnazis!” – “Und ihr seid die Huren der Tabaklobby!”. Blah blah blah. Man meint ja gerade, man hätte sich in die Headline-Schmiede der großen englischen Tabloids verirrt.
      Und was noch? Achja. “Eure Untersuchungen sind doof!” – “Nein, eure sind doof!”. Ja, es ist schon traurig, wenn wir das vertrauen in wissenschaftliche Arbeit so sehr verloren haben. Kommt allerdings auch nicht von ungefähr.

      Also, ich bin in meinem recht jungen Leben doch in Deutschland schon etwas herum gekommen. Und als jemand mit der einen oder anderen chronischen Atemwegserkrankung und ähnlichem muss ich sagen, dass ich Rauch nicht abkann, noch nie einen Glimmstengel angerührt habe und um richtige Raucherkneipen normalerweise auch einen weiten Bogen mache. Es ist irgendwie nur zu dumm, wenn man auf dem Land ist und in die nächste Großstadt fahren müsste, um mal rauchfrei einen Trinken zu gehen. Und tut mir ja Leid, liebe Raucher, gibt sicher auch ganz nette und rücksichtsvolle unter euch, aber manche Raucher schert es oft nicht, wohin ihr Rauch so hinzieht. Ich niese Leuten ja auch nicht ins Gesicht, wenn ich krank bin. Oder bewege meinen Hintern in Richtung anderer Leute Nase wenn ich gerade mal ein wenig Druck abbauen muss. Letzteres stinkt dann sogar nur, ist auch 100% frei von seltsamen unbekannten Stoffen im Filter-Klebstoff oder Nikotin oder sonstigem. Ich mache das jetzt aber trotzdem nicht.
      Ich finde ein bischen, sagen wir, Solidarität gehört schon dazu. Rücksicht und der ganze Hippie-Kram. Ist ja heute alles schon Hippie- und Kommunistenkram, wenn man kein rücksichtsloses Arschloch mehr ist. Ja, von mir aus sollen Raucher qualmen bis sie umfallen – aber bitte verschont mich damit. Und auch alle anderen, die das nicht wollen. Warum müssen manche Leute außerdem zwanghaft ihren Rauch in die Gesichter andere Leute pusten? Ist das irgendein seltsames Ritual? Warum?!

      Andererseits ist es auch lächerlich, erwachsenen Menschen etwas verbieten zu wollen, was nur ihre eigene Gesundheit angeht, gerade weil es um ihre Gesundheit geht. Und sie natürlich keine Ahnung von nichts haben und bevormundet werden müssen. Das sind wirklich unnötige Verbote. Es stimmt schon, dass man die Rechte des Individuums auch gegen die Massen verteidigen muss. Vor allem, da Massen dazu tendieren, aus dem kritischsten und intelligentesten Menschen einen jubelnden Vollidioten zu machen.
      Allerdings jetzt all die Entscheidungen durch Volksabstimmungen, die einem nicht in den Kragen passen, pauschal als Diktatur des Pöbels abzustempeln ist auch nicht in Ordnung. Aber ich gehe mal davon aus, dass der Artikel mit einem Schmunzeln geschrieben wurde.

      Ich muss ja sagen, das Gesetz von wegen Räucher Raucherkneipen und – Räumen war ja schön und gut. Auf dem Papier, versteht sich. Vielleicht liegt es ja auch daran, dass Niedersachsen dufte Typen sind und sich dran halten. Hier in Hessen ist das jeder Sau egal. Und mit Sau meine ich hier mal die Raucher, tut mir Leid. In dem Kaff meiner Eltern gibt es keine einzige Kneipe, in der nicht geraucht wird. Selbst in Restaurants wird gequalmt – es achtet halt auch keiner drauf, gehört halt dazu, die Zigarette danach, davor und während dessen. Mir verdirbt es den Appetit, aber wer bin ich schon?

      Kommen wir zu meiner Kernaussage:
      Ich hätte in Bayern auch dafür gestimmt. Aber Gott sei Dank bin ich ja Hesse, mich fragt man ja nicht, was ich will. Ich sehe dieses strickte Rauchverbot als eine Art Aufschrei gegen diesen laxen Umgang miteinander und mit dem Gesetz. Das hat mit Gesundheitnazis nichts zu tun. Es ist nunmal so, dass dieses theoretisch ganz gute Gesetz nicht mal ansatzweise eingehalten wird [außer in Niedersachsen, anscheinend].
      Ich hoffe ja, dass das noch gekippt wird. Ich würde ja hoffen, dass es im Rest vom Bund aufzeigen würde, wie schlecht das vernünftige bestehende Gesetz an vielen Orten [außer Niedersachsen] eingehalten wird.
      Das einzige, was jetzt aber wieder passieren wird, ist eine “Verhärtung der Fronten” [siehe Anfang des Kommentars]. Sollte das jetzt gekippt werden, werden viele Raucher Nichtrauchern erst recht ihren schlechten Atem + Rauch ins Gesicht pusten und Nichtraucher werden erst recht, mit fanatischem Eifer geradezu, dafür sorgen wollen, dass Leben der Raucher gesünder zu machen. Gesünder hier im Sinne von “für den Raucher beschissener”.

      Um es mal auf den Punkt zu bringen, und entschuldigt hier mein Hessisch: Meine Fresse, geht mir damit net auf’n Sack. Denkt mal aneinander. Raucher wollen rauchen, es ist ihre Freiheit, lasst sie. Nichtraucher wollen davon verschont bleiben, lasst sie. Haltet euch an dieses verdammte bestehende Gesetz, und zwar richtig, und alles wäre wunderbar, Friede – Freude – Eierkuchen! Aber neeeein. Nein. Nein! Das hier ist Krieg. Mit Nazis auf beiden Seiten. Die einen wollen verbieten, die anderen vergasen. ‘Tschuldigung.
      Ich bin kein strikter Antiraucher, habe nichts gegen rücksichtsvolle Raucher [obwohl Raucherinnen nicht gut schmecken, finde ich] und überhaupt. Jeder hat ja so seine kleinen Sünden, Aber ..

      Geht mir net auf’n Sack! Seid freundlich zueinander! Aber das ist ja schon zu viel verlangt.

      PS: So im Nachhinein hoffe ich, dass das Sinn macht. Irgendwie wollte das mal raus, glaube ich. Nach langer Zeit des schweigenden Mitlesens mein erster Kommentar hier. Glaube ich jedenfalls. Hooray!

      PPS: Irgendwie hab ich jetzt aber doch das Gefühl, ich hätte weiter schweigend mitlesen sollen. Ach, egal, Kommentar abgeben! *click*

      • Axel aus Bayern (genauer: Unterfranken) schrieb am 6. Juli 2010 at 17:01 - Permalink

        Danke Mouse!

        Spiegelfechters Blogeintrag ist entweder ironisch, was ich eher nicht glaube, oder polemisch, was für einen Blog selbstredend in Ordnung ist. Die drei- bis vier-fache Menge an Kommentaren sprechen für das prachtvolle Funktionieren dieser einseitigen Provokation.
        Chapeau, Spiegelfechter!

      • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 17:03 - Permalink

        Das bestehende Gesetz (Raucherräume/-kneipen) war also ganz gut, wurde nur leider zu lax umgesetzt bzw. nicht kontrolliert. Also brauchen wir ein Totalverbot von Rauchen in der Gastronomie das dann wie umgesetzt und kontrolliert wird?

        • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 17:13 - Permalink

          Das bestehende Gesetz (Raucherräume/-kneipen) war also ganz gut, wurde nur leider zu lax umgesetzt bzw. nicht kontrolliert. Also brauchen wir ein Totalverbot von Rauchen in der Gastronomie das dann wie umgesetzt und kontrolliert wird?

          Im Gesetz ist eine Hinwirkungspflicht der Exekutive auf Einhaltung festgeschrieben. Das heißt, ab August watscheln da Kontrolleure los.

          Totalverbot _in_öffentlich_zugänglichen_Räumen_ hätte es von mir aus nicht sein müssen. Die Raucher haben sich da aber das Gestaltungsheft von einer evtl. militanten Einzelperson (ich kenn’ den Mann nicht) aus der Hand nehmen lassen -> selber schuld.

          • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 17:28 - Permalink

            Das hätte man doch zuvor auch kontrollieren können. Und auf welche Weise hätten die Raucher das Heft denn in der Hand behalten können?

            • Karsten Bier schrieb am 6. Juli 2010 at 17:36 - Permalink

              Natürlich hätte man das kontrollieren können. Frag’ die Landesregierung, warum sie der Meinung war, die Kontrollen aussetzen zu müssen. Die Raucher hätten ein eigenes Volksbegehren starten können – und das können sie immer noch.

      • Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 17:21 - Permalink

        @Parkster

        Fass Dich an die eigene Nase und frage Dich, warum es einen diesbezüglichen Volksentscheid nicht gegeben hat.
        Du hättest wie jeder andere bayerische Wahlberechtigte dazu nach Art. 71 BV ein Volksbegehren initiieren können.

        Stimm, hätte ich. Mich hat die vorherige Regelung aber nicht gestört :)

        Man kann m.W. auch wieder ein gegenteiliges Volksbegehren starten.

        Intelligente, sich anpassende Menschen bedingen eine intelligente, sich anpassenden Gesetzgebung => Bayern, nicht nur hinsichtlich der direkten Demokratie das Paradies auf Erden.

        • Parkster schrieb am 6. Juli 2010 at 23:25 - Permalink

          Man kann m.W. auch wieder ein gegenteiliges Volksbegehren starten.

          Ui, da kennt sich aber einer aus :)
          Was ist nun, wenn ich mit der Situation zufrieden war und kein Volksbegehren starten wollte? Oder hätte ich ein Volksbegehren gegen das Volksbegehren starten sollen? Geht sowas? Ich frag nur, damit ich es für´´s nächste Mal weiß… ;)

    225. aloa5 schrieb am 6. Juli 2010 at 16:56 - Permalink

      In Zeiten wo im Gesundheitsministerium darauf gedrängt wird “selbstverschuldete” Autounfälle von der GKV auszunehmen und schon die Vorgängerin Ulla ein Gesetz so formuliert hat das man neben Piercing-Folgen auch die von Skiunfällen und Rücken- und Knieleiden wegen Übergewicht aus den Kassenleistungen streichen kann….. wen juckts noch. Wir befinden uns in einer Gesellschaft in welcher wir Angst vor anderen haben und andere an unserem Unwohlsein Schuld sind. Wer sich bewegt hat verloren.

      In einer feinen Gesellschaft befinden wir uns da.

    226. Schwurbestuss schrieb am 6. Juli 2010 at 17:10 - Permalink

      Da beklagt sich der Spiegelfechter über das Ergebnis des Volksbegehrens in Bayern. Dabei zeigt sich doch eine bekannte, dem Raucher innewohnende Symptomatik, er kann einfach nicht NEIN sagen ;-)))

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 17:17 - Permalink

        so ein Sünder, dieser Spiegelfechter!

        • goldman sachs schrieb am 6. Juli 2010 at 17:50 - Permalink

          “so ein Sünder, dieser Spiegelfechter!”
          @spiegelfechter, raffst du´s wirklich ned?

          Nach der Machtergreifung durch Seehofer erließ die allerletzte Staatspartei CSU ein liberales Raucher-Gesetz, weil die CSU ja so furchtbar liberal ist. Die Bier- und Wirtsmafia wurde dadurch stinksauer, weil nicht genug Kneipen ins Gras beißen und die Bierpreise einfach nicht schnell genug hoch genug kommen.

          Also ließ die Bayernmafia ihre einschlägigen Taliban das Anti-Raucherlied so anstimmen, dass immer mehr depperte Bayern mitgölten. Je mehr die Taliban grölten desto mehr verleugnete die neue Seehofer-CSU ihr liberales Rauchergesetz, Horst Seehofer wurde total liberal und hatte plötzlich keinerlei konkrete Meinung mehr.

          Also sagte sich die CSU-Mafia, der Seehofer Horst hat jetzt keinen Charakter mehr, ist quasi charakterlos, jetzt lassen wir mal das nichtrauchende Volk der Bayern per Volksabstimmung von der Leine, das Volk verpasst für uns dem Seehofer Horst und seinem Sööder eine dermaßen brudale Watschn und wir können dannn endlich die Zahl der Wirtshäuser gnadenlos ausweiden und dann die Bierpreise schlagartig erhöhen zwengs dieser ganzen horrenden Kosten wegen des Rauchverbots.

          Polidisch sagt die BY-Mafia: Das Volk der Bayern hat ein brudales Mißtrauensvotum gegen diese unsere Seehofersche Staatspartei ausgeschprochen und für eine knackige harde Linie auf der richtisch rechten Spur!

          Die Bayern sind halt voll die Deppen an den Bandln der CSU-Mafia und alldieweil sie sich bei der kommenden Hitze die Hirne einschlagen wg. des lächerlichen Rauchverbots, sööderts anschwellend.

          • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 17:54 - Permalink

            @spiegelfechter, raffst du´s wirklich ned?

            Natürlich nicht! Dafür habe ich ja das Blog-enfant-terrible Goldman Sachs, der immer den Erklärbär gibt. Was wäre ich nur ohne ihn?

            • goldman sachs schrieb am 6. Juli 2010 at 18:13 - Permalink

              @spiefelfechter, fällt dir was auf, wenn quasi eine CSU-Zeitung wie der “Merkur” schreibt:

              Unfassbar: Bushido soll CSU-Hymne singen
              München – Bushido singt Sätze wie “Ihr seid Schwuchteln, Jungs, auf einmal kriegt ihr Muskelschwund. Ja, ich habe deine Mama letzte Nacht im Puff gebumst!” Doch Horst Seehofer schwärmt von diesem Rap-Rüpel.

              “Ich kenne seine Musik von meinen Kindern. Er ist ein sehr höflicher junger Mann”, wird Seehofer in der Bild zitiert. Der Musiker und der Politiker hatten sich am Wochenende beim Münchner Filmball getroffen.

              Doch weiß Seehofer wirklich, wovon er spricht. Kennt er wirklich die Texte vom Berliner Rapper, der sich selbst als Staatsfeind Nr. 1 bezeichnet?

              “Guten Appetit, das hier ist kein Pumpernickel, Du kannst mich besuchen wenn ich deine Mutter ficke. Mit eiserner Faust teil ich jetzt aus, Du Fettsack machst dich immernoch peinlich du Clown.”

              Seehofer geht sogar noch weiter: “Ich würde mir wünschen, dass Bushido einen Wahlkampfsong für uns macht“, soll der CSU-Ministerpräsident gesagt haben.

              Wer weiß, vielleicht werden auf CSU-Versammlungen statt “Gott mit Dir Du Land der Bayern” bald Bushido-Songs wie “Endgegner”, “Knast oder Ruhm” oder “Waffendealer gesungen”?
              http://www.merkur-online.de/nachrichten/politik/seehoferbushido-soll-csu-hymne-singen-596917.html

              Spiegelfechter ist auch so ein Höflicher, wird seehofer horst in BILD zitiert: “Was wäre ich nur ohne ihn?”

        • Schwurbelstuss schrieb am 6. Juli 2010 at 17:51 - Permalink

          OK, hier muß ich mich etwas korrigieren. Das mit dem “Nein sagen” war nicht auf Dich persönlich gerichtet gedacht sondern als, in diesem Zusammenhang sarkastisch überspitzter Hinweis auf ein tatsächliches “Problem” vieler Raucher oder von anderweitig Süchtigen ;-)

    227. Fl-Beta-orian schrieb am 6. Juli 2010 at 17:18 - Permalink

      @Parkster

      Fass Dich an die eigene Nase und frage Dich, warum es einen diesbezüglichen Volksentscheid nicht gegeben hat.
      Du hättest wie jeder andere bayerische Wahlberechtigte dazu nach Art. 71 BV ein Volksbegehren initieren können.

      Stimm, hätte ich. Mich hat die vorherige Regelung aber nicht gestört :)

      Man kann m.W. auch wieder ein gegenteiliges Volksbegehren starten.

      Intelligente, sich anpassende Menschen bedingen einer intelligenten, sich anpassenden Gesetzgebung => Bayern, nicht nur hinsichtlich der direkten Demokratie das Paradies auf Erden

      • Parkster schrieb am 6. Juli 2010 at 23:28 - Permalink

        Hmm… also… ich hab unter 225 schon den gleichen Kommentar gefunden und geantwortet… muss ich das jetzt hier nochmal machen?
        …
        … nö, das lass ich.

    228. Paul Lanon schrieb am 6. Juli 2010 at 17:20 - Permalink

      Definiere kontroverse Debatte: Mehr als 600 Kommentare und keine Flattr-Spenden.

      Irgendwann wenn Jens Altbundespräsident ist, wird ihm dieses Volksbegehren auch egal sein, weil er einfach die dickeren Eier hat.

    229. Yukionna schrieb am 6. Juli 2010 at 17:28 - Permalink

      Verbote pflastern den Weg den Lemminge beschreiten.
      Immer weiter so,immer weiter so!

      Ist schon knuffig hier,ich denke Jens Berger geht es einfach nur um den Kompromiss.

      • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 17:52 - Permalink

        Verbote pflastern den Weg den Lemminge beschreiten.

        Deswegen fand ich das Video von Knorkator “Wir werden alle sterben”, das ich hier gepostet habe, so passend :-)

        • Ecker schrieb am 6. Juli 2010 at 20:18 - Permalink

          Der Abhang ist der trefflichste Verbotsirrtum der Lemminge……

          http://www.ralf-koenig.com/comics/gesetzgeber/
          Für die finsteren Fundis aller GläubigerInnen.

      • Alex S. schrieb am 6. Juli 2010 at 18:01 - Permalink

        Ja und das ist auch gut so. Eine Welt ohne Verbote würde nur funktionieren, wenn jeder Mensch mündig genug wäre, von sich aus zu erkennen, wie weit er gehen kann, um seine Interessen umzusetzen, ohne dabei die Interessen anderer zu sehr zu verletzen. Und da ich an dieser Mündigkeit leider sehr zweifeln muss, bin ich froh, dass all unser Handeln in einem uns manchmal aufgezwungenen Rahmen ablaufen muss.
        Aber hey, in einer idealen Welt mit idealen Menschen, ja dann wäre ich auch gegen jedes Verbot. Ehrlich. Nur bis dahin…

        Und zum Kompromiss: Scheinbar scheint der bei Jens seiner Lieblingskneipe möglich gewesen zu sein, in einem Großteil der Kneipen in Bayern aber ebenso scheinbar nicht. Wieso sollten die Menschen in Bayern aber nicht auch das Recht haben, eine Nichtraucherkneipe zu besuchen? Vorrangig ist vor allem erst einmal der Nichtraucherschutz. Ist der umfänglich gewährleistet, spricht nichts gegen eine Lösung wie in Jens’ Kneipe. Dann kann der Kompromiss kommen. Da aber scheinbar keiner der Zuständigen in Bayern das Gesetz so anwenden wollte, dass es auch so wie bei Jens’ Kneipe wirkte, halte ich die Durchsetzung des Bürgerentscheids für durchaus legitim!

        • Yukionna schrieb am 6. Juli 2010 at 19:03 - Permalink

          Die Zehn Verbote Gottes sind schon eine tolle Sache.
          Hält sich leider auch nicht jeder dran.

          Ich bezweifel hier aber auch dass das Ziel die Mittel rechtfertigt.
          Denn jedes weitere Verbot zieht das nächste mit sich und sofort.
          Den Kompromiss gab es ja schon,kein rauchen in öffentlichen Einrichtungen, getrennte Einrichtungen bei Gaststätten bei denen
          dies möglich war/ist.

          Sprich, hier die Raucher und da eben die Nichtraucher.Und wenn es eben gar nicht ging,geht man vor die Tür.Inwieweit die Behörden dies kontrollieren können vermag ich nicht zu beurteilen,immer alles nie,das hundert Protzentige gibt es leider nicht.Und dies jetzt, ist kein Kompromiss sondern “basta”.Aber wenn Sie mit basta leben können….mein Segen haben Sie.

          Dumm nur,das eine kompromisslose Gesellschaft kein Dialog führen kann und dies führt einfach zur Ignoranz.
          Oder anders,zu brettern vorm Kopf.

    230. Pippilotta2010 schrieb am 6. Juli 2010 at 17:46 - Permalink

      Kauf-Sucht
      Tabletten-Sucht
      Alkoholismus
      Arbeitssucht (workoholic)
      Sex-Sucht
      Computer-Sucht
      ‘F’rEss-Sucht

      … so könnte man das Ganze jetzt beliebig fortführen. Ich meine, dass es einem Nichtraucher offen steht, sich seine Umgebung selbst zu suchen. Ich habe als Radfahrerin leider nicht die Möglichkeit, meinen Mitmenschen das Autofahren zu verbieten und muss mich daher weiterhin ‘vergasen’ lassen. Wen stört’s? Eins ist klar, dass Leben endet in allen Fällen tödlich.
      Was das Verhalten meiner Mitmenschen betrifft, bin ich doch äußerst irritiert. Es scheint wohl zur Mentalität meiner Landsleute zu gehören, permanent diktiert zu bekommen was sie zu tun oder zu lassen haben. Bei mir hingegen sträuben sich bei Verboten die Nackenhaare. Diese Sch… Obrigkeitshörigkeit geht mir echt mächtig auf die ‘nicht vorhandenen …’
      Sorry, aber das musste mal raus ;-)))))

    231. hase schrieb am 6. Juli 2010 at 17:52 - Permalink

      Ich bin mir sicher, dass sich für die Raucher in Bayern auch nach dem neuen Gesetzt eine Lösung finden wird, mit der sich arrangiert werden kann.

      Die (Stamm-)Eckkneipe wird dann kurzerhand zu einem privaten (Raucher-)Club umdeklariert, am Eingang werden spontan Mitgliedsausweise verteilt und drinnen sitzen dann wieder die üblichen Freibiergesichter und “genießen” ihre Kippen. Solange da eine große Nachfrage besteht, werden sich da auch entsprechende Angebote auftun.

      Ich rauche seit 15 Jahren alles mögliche. Die Gesetze empfinde ich nicht als Intolleranz, sondern als kleine Hilfestellung meinen Konsum zumindest etwas einzuschränken. Ist eine Einstellungssache, klar, aber mal Hand aufs Herz: Die Gründe (bzw. Rechtfertigungen) zu rauchen sind meistens nur zurechtgebogen und grenzen oft an Selbstbetrug. Je schwerer mir das Rauchen gemacht wird, desto weniger rauche ich. Damit kann ich leben.

      • Apostata schrieb am 6. Juli 2010 at 18:39 - Permalink

        Die Gesetze empfinde ich nicht als Intolleranz, sondern als kleine Hilfestellung meinen Konsum zumindest etwas einzuschränken.

        Wenn du nicht mehr rauchen willst, dann hör halt auf. Wozu brauchst Du da ein Gesetz?

    232. Nichtraucher schrieb am 6. Juli 2010 at 17:54 - Permalink

      n bisschen Käse zu deinem whine?

    233. Sunflare schrieb am 6. Juli 2010 at 17:55 - Permalink

      Sorry, auch wenn der Spiegelfechter manchmal ganz interessante Artikel schreibt, wenns ums Rauchen geht, kommt hier nur – mit Verlaub- : geistiger Dünnschiss.

    234. Freiheit schrieb am 6. Juli 2010 at 17:58 - Permalink

      Ohne Worte!

      http://www.freitag.de/2002/13/02131702.php

      http://www.youtube.com/watch?v=EzeyElCGZE8

      http://eur-lex.europa.eu/LexUriServ/LexUriServ.do?uri=OJ:C:2009:296:0004:0014:DE:PDF

    235. Drops schrieb am 6. Juli 2010 at 18:16 - Permalink

      Deutschland wird nicht mehr am Hindukusch verteidigt, nein sondern direkt an der Raucherfront. dort wo Egoismus mit Freiheit verwechselt wird. Und morgen stehts in der Bastion des Betreuten Denkens (kurz BILD) in großen fetten Buchstaben “Wir sind Raucher.”

    236. FlorianGamma schrieb am 6. Juli 2010 at 18:18 - Permalink

      Die SPD lässt es sich natürlich nicht nehmen, gleich für ganz Deutschland ein Rauchverbot zu fordern. Dass in den anderen Bundesländern das Volk darüber frei entscheiden kann, sieht die SPD natürlich nicht vor. Nein, die SPD will wie immer über den eigentlichen Souverän der Demokratie -dem Volk- bestimmen und herrschen. Die Auffassung der SPD bezüglich der Demokratie ähnelt m.E. mehr absolutistischen Staatsformen wie es sie unter König Ludwig XIV gegeben hat.

      Lauterbach erklärte weiter: „Die Gegenseite besteht überwiegend aus Lobbyisten. Und dann muss man sich einfach fragen: Für wen macht man Politik – für den Gaststättenverband oder die Mehrheit der Bürger?“

      http://www.welt.de/politik/deutschland/article8326745/Die-SPD-will-ein-bundesweites-Rauchverbot.html

      Köstlich. Einer der grössten Lobbyisten der Republik bezeichnet -in abwertender Weise- die (seine?) Gegenseite als Lobbyisten.

      http://www.tagesschau.de/inland/rauchverbote102.html

    237. clear schrieb am 6. Juli 2010 at 18:18 - Permalink

      Ich habs geahnt dass da jetzt wieder ein Artikel kommt ;)
      Und der coole James Dean muss wieder herhalten.

      Immerhin ist das mal ein Thema das tatsächlich von den Leuten bestimmt wird und nicht so extrem von irgendwelchen Wirtschaftsinteressenvertretern. Zumindest auf der “rauchfreien” Seite.

      Käse zum whine ? :)

    238. Eike schrieb am 6. Juli 2010 at 18:22 - Permalink

      Hier trifft mal wieder zusammen, was nicht zusammen passt. Ich finde den Artikel schon aus Gründen der Freiheit wertvoll. Außergewöhnlich ist, das im Gegensatz zu den hier getroffenen Äußerungen, viele Nichtraucher gerade in Raucherkneipen gehen und nicht etwa umgekehrt. Warum? 1. Weil das Kommunikationslevel dort einfach besser ist und 2. Natürlich vor allem auch dann, wenn die Kneipe “in” ist. Auf einmal ist mit solcher Trivialität jede Vernunft ausgehebelt und die nach Rauch stinkenden Klamotten stören auch nicht mehr so. Sowas!

      • Juli schrieb am 6. Juli 2010 at 19:41 - Permalink

        Na klar, Raucher sind einfach eine Art Herrenmenschen, zu denen man sich als nichtrauchender Untermensch zwangsläufig hingezogen fühlen muss. Raucher sind cooler, sind ‘in’, haben ein überdurchschnittliches Kommunikationslevel…

        Ihr seid echt traurige Gestalten…

        • Eike schrieb am 7. Juli 2010 at 16:07 - Permalink

          Text absichtlich falsch verstanden um mal wieder eine Sau durch’s Dorf treiben zu können. Mach ruhig so weiter.

      • JackGoldfinch schrieb am 6. Juli 2010 at 19:52 - Permalink

        1. Weil das Kommunikationslevel dort einfach besser ist

        *Kicher* Genau, und wenn dann alle mit ihren Kippen in der Hand gestikulieren wirkt es auch direkt viel intellektueller…

        Wahrer Grund:
        Weil es keine anderen Kneipen mehr gibt.

        Wie ich bereits weiter oben schrieb, haben sich hier (Siegen, NRW) bis auf drei Ausnahmen, die mehr oder eher weniger separierte Bereiche eingerichtet haben, alle Kneipen zum Raucherclub erklärt.

        Zu den Ausnahmen:
        Entweder, man muss durch den Raucherbereich durch, um in den Nichtraucherbereich zu kommen, oder man muss durch den Raucherbereich, um zu Toilette zu kommen.
        (Wo ich jetzt gerade genauer darüber nachdenke: Die eine Kneipe, bei der sich sogar eine Tür zwischen Raucher und Nichtraucherbereich befindet, hat diese Tür eigentlich auch nur als Alibi, denn es gibt immer noch einen Durchgang ohne Tür hinter die Theke und die befindet sich (wo wohl) im Raucherbereich.

        Was den Entscheid in Bayern angeht, ist meine Meinung zweigeteilt, zunächst mal finde ich es als überzeugter, ewiger und manchmal auch militanter Nichtraucher gut, dass die Entscheidung in Bayern so gefällt wurde, wenngleich sie offenbar an einigen Stellen über das Ziel hinausschießt, welches meines Wissens nicht darin lag, dass Raucher nicht mehr ihrem Hobby / ihrer Lust / Sucht etc. nachgehen dürfen sollen, sondern dass Nichtraucher nicht mehr gezwungenermaßen dabei mitmachen müssen. (Deswegen hieß das Gesetz ja auch nicht Raucherschikaniergesetz, sondern Nichtraucherschutzgesetz.)
        Andererseits ist es selbstverständlich mindestens fragwürdig, das Rauchen in separaten Räumen (vorausgesetzt, sie sind wirklich separiert!) bzw. ausgesprochenen Raucherclubs zu verbieten, aber was denn, wenn sich dann wie hier wirklich alle guten Läden zu Raucherclubs deklarieren? Fällt jemandem eine sinnvolle Regelung ein, wie sich das verhindern ließe? Für die Gastwirte hier war das vermutlich eine leichte Entscheidung: “Entweder, die Raucher, die den Großteil der Gäste ausmachen, kommen nicht mehr, oder es bleibt alles beim alten, weil die Nichtraucher ja auch noch – zumindest hin und wieder – mal am kulturellen Leben teilnehmen wollen… ergo: Raucherclub. Hallelujah!”
        Ich persönlich bezweifele ja, dass die Raucher dann tatsächlich nicht mehr gekommen wären, aber mich hat ja niemand gefragt… :)

        Es mag in Niedersachsen punktuell oder sogar generell anders sein, aber hier in Siegen hat man als Nichtraucher die vielbeschworene Wahl definitiv NICHT!

    239. FlorianGamma schrieb am 6. Juli 2010 at 18:26 - Permalink

      Auch in Bayern verhinderte das ausgeprägte neoliberale (neofeudale) Machtdenken der Grünen und der SPD (von vielen auch Rot –Grüne Nutten genannt), dass beide Parteien darüber das Volk frei entscheiden ließen. Beide Parteien mussten sich auf die Seiten der Nichtraucherschutz-Aktivisten schlagen. Nicht so die CSU: Sie gab diese –nicht unbedeutende- Entscheidungen in die Hände des Souveräns –dem Volk- damit dieses frei und nicht durch einzelne Parteien beeinflusst darüber nach seinen Bedürfnissen entscheiden konnte.

      • schwitzig schrieb am 6. Juli 2010 at 18:33 - Permalink

        Sag mal … bist Du als F.-Beta/Gamma jetzt hier die Florian-Parodie? Das Zeug ist ja derart überspitzt satirisch, dass es wie zuviel Süßstoff wirkt. Lass das doch mal, schließlich ist Florian selbst ja schon als Parodie eines Bayern amüsant genug :-)

        • Delta-Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 19:21 - Permalink

          @schwitzig
          Florian Beta/gamma/ delta sind nur in Erscheinung getreten, da ich plötzlich erheblich Probleme hatte, meine Kommentare zu versenden.
          Für Näheres musst Du den Spiegelfechter fragen :-)

          Es gibt in Bayern mehr aufrichte CSU-Gemeinderäte wie z.b. Dr. med. Jan Erik Döllein

          müsste natürlich “aufrichtige” heißen.

          Eine 60+X Partei kann es sich nicht leisten, auf grosse Teile der eigenen Bevölkerungen zu scheißen.

          In Bayern wären m.E. z.B. viele Merkmale der Schröder-regierung nie so in ihrer extremen Form eingeführt worden, gäbe es einen eigenen, unabhängigen bayerischen Staat und gäbe es prozentual gesehen so viele Hartz-4 Empfänger wie in Gesamtdeutschland.
          In der Realität gibt es in Bayern prozentual gesehen viel weniger Hartz-4 Empfänger als in Rest-deutschland. Und Bayern ist auch nicht unabhängig.

      • goldman sachs schrieb am 6. Juli 2010 at 18:37 - Permalink

        @FlorianGamma

        Nicht so die CSU: Sie gab diese –nicht unbedeutende- Entscheidungen in die Hände des Souveräns –dem Volk- damit dieses frei und nicht durch einzelne Parteien beeinflusst darüber nach seinen Bedürfnissen entscheiden konnte.

        Für diese deine CSU-lutscherei bekommst du den bayerischen Orden

        “eine richtige Sau” – das ist so ziemlich das höchste Kompliment, das ein CSU-Politiker vergeben kann.
        http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-21133564.html

    240. Peleo schrieb am 6. Juli 2010 at 18:38 - Permalink

      Nach dem Lesen vieler (alle schaff ich nicht) Kommentare drängt sich eine Frage auf:
      Wäre der Spiegelfechter Nichtraucher, hätte er dann das Volksbegehren als Sieg der Basisdemokratie über die Tabaklobby gefeiert?

    241. Delta-Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 18:39 - Permalink

      Verbesserung

      (neofeudale) Machtdenken der Grünen und SPD

      müsste lauten

      mir bisweilen als neofeudal erscheinende Machtdenken der Grünen und der SPD

      • goldman sachs schrieb am 6. Juli 2010 at 18:52 - Permalink

        @Delta-Florian

        müsste lauten
        mir bisweilen als neofeudal erscheinende Machtdenken der Grünen und der SPD

        FAZ, bisweilen neufeudal schleimend:
        “Karl-Theodor zu Guttenberg – Selbstbewusst, bescheiden,
        vielsprachig (…) Vieles, was der bisherige CSU-Generalsekretär als Befähigungsnachweis für das Staatsamt aufzuweisen hat, wurzelt in seiner Familie. Wer sich über Jahrhunderte halten und dann noch ein gewisses Vermögen vorweisen kann, versteht überdurchschnittlich viel von Wirtschaft.

        Der junge Jurist hat auch schon etliche Jahre als Mitglied des Aufsichtsrates einer aufstrebenden Aktiengesellschaft im Krankenhauswesen aufzubieten; die wirtschaftliche Seite der vom katholischen Adel traditionell betriebenen Krankenpflege gehört seit langem zu den Interessen der Guttenbergs.

        Diese selbstbewusste Bescheidenheit, die er den erlauchten Zuhörern auch in unterschiedlichen Sprachen vermitteln kann, gehört zu den Mitbringseln des jüngsten Kabinettsmitglieds. Da werden manche Ältere ihre Freude daran haben.

        Der mit einer Gräfin von Bismarck-Schönhausen verheiratete Guttenberg ist sich nie zu schade, seinen Namen und seine Arbeitskraft für seine Ziele einzusetzen. Wer wissen will, worauf sich seine Konkurrenten gefasst machen müssen, sollte das Lehrstück von der Erlangung des CSU-Bezirksvorsitzes in Oberfranken studieren.
        http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~E3A82A1799B87426C8A6358E7AF0554BA~ATpl~Ecommon~Scontent.html

        • Delta-Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 19:03 - Permalink

          Spar Dir Deinen Dreck. Er interessiert mich nicht.
          Ist es Dir “Genie” mal in den Sinn gekommen, dass es verschiedene Formen gibt, wie Medien aufrichtige, integere Politiker wie Herrn Seehofer innerparteilich unter Druck setzen wollen.
          Bei der CSU funktioniert es nur nicht so wirklich.

          Deswegen greifen die einschlägig bekannten Blätter wie z.B. der Spiegel tief in ihre Waffenkiste und bringen Artikel wie diesen hier heraus:

          http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,686756,00.html

          Fundierte Argumente? Fehlanzeige!
          Beweise für die vogelwilden Ausführungen von Herrn Fischer? Fehlanzeige!

          • KAPPArkster schrieb am 6. Juli 2010 at 23:33 - Permalink

            … aufrichtige, integere Politiker wie Herrn Seehofer.

            Du meinst Horst “Ach übrigens Schatz, ich hab ne andere geschwängert” Seehofer? Diese aufrichtige, integere Person? Na dann.

    242. RioChe schrieb am 6. Juli 2010 at 18:58 - Permalink

      Klasse Kommentar, dem gibts nichts hinzuzufügen… vielleicht wird ja diese Thematik die Leuts endlich aus der vollgefressenen Lethargie reissen !?

    243. Schweigsam schrieb am 6. Juli 2010 at 19:23 - Permalink

      Schöner Artikel!
      Ich selbst bin Raucher. Würde aber ehrlich gesagt auch gerne wieder aufhören.
      Vor 20zig Jahren etwa schaffte ich es auch 1 Jahr lang.
      Trotz allen wenn ich nochmal aufhören sollte mit dem Rauchen dann werde ich aber sicherlich nicht zum Jogger-Junky mutieren.

    244. Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 19:34 - Permalink

      Zur Info:

      heute ein nettes B2 tagesgespräch mit Georg Ringswandl.

      Thema:
      Was nicht erlaubt ist, ist verboten: Wo fühlen Sie sich gegängelt? Mod.: Stefan Parrisius; Gast: Georg Ringsgwandl, Musikkabarettist und ehem. Arzt

      Als podcast
      http://www.br-online.de/imperia/md/audio/podcast/import/2010_07/2010_07_06_14_23_12_podcasttagesgesprch06072010_a.mp3

      Ringsgwandl ist immer originell.

      Er bringt da u.a. einen wichtigen Aspekt, der hier garnicht angesprochen wurde:

      Da gibt es die Gestrandeten und Halbobdachlosen, die sich um 8Uhr in der Früh in der Eckkneipe treffen.
      Die sind meistens allein und suchen Gesellschaft.
      Da wird geraucht und natürlich auch getrunken.
      Dann wird ihnen von den Korrekten gesagt, dass sie Looser sind, und gefälligst zum Rauchen vor die Tür gehen sollen, wo sie sowieso unter sich da drinhocken.

      Und ein paar kernige Kommentare von Zuhörern.

      Empfehlenswert v.a. auch für alle Bayern-Verächter hier.

    245. ROFL schrieb am 6. Juli 2010 at 19:35 - Permalink

      bestürzend und in seiner Systematik nahezu grotesk…ist dieser depperte Artikel. Und wo dürfen bitte Kindsoldaten in Deutschland “das Töten lernen”??

    246. Delta-Florian schrieb am 6. Juli 2010 at 19:46 - Permalink

      http://www.lumperladen.de/lumpereien/2009/06/09/was-derzeit-wirklich-geschieht-teil-2/

      http://www.gesellschaft-und-visionen.de/PDF/Gesundheit/Gesundheitspolitik%20II.pdf

      Abschließen möchte ich mit einem Zitat meines Landesvaters:

      Sozial denken hat nichts mit links oder rechts zu tun, sondern nur mit vernünftig denken.

    247. EpsiFlolonrian schrieb am 6. Juli 2010 at 19:55 - Permalink

      http://www.lumperladen.de/lumpereien/2009/06/09/was-derzeit-wirklich-geschieht-teil-2/

      http://www.gesellschaft-und-visionen.de/PDF/Gesundheit/Gesundheitspolitik%20II.pdf

      Sozial denken hat nichts mit links oder rechts zu tun, sondern nur mit vernünftig denken.

      Horst Seehofer

    248. H. Müller schrieb am 6. Juli 2010 at 20:05 - Permalink

      Es ist eine Schande, dass man sich von suchtkranken Arschlöchern als Nichtraucher bezeichnen lassen muss. Das hat die Tabakindustrie in jahrzehntelanger Propaganda und Gehirnwäsche einwandfrei hinbekommen.

      • Micha schrieb am 6. Juli 2010 at 20:28 - Permalink

        Mal halblang, suchtkrank, wegen mir, DU hast auch DEINE Süchte, mit Sicherheit! Das Arschlöcher, das sind wir anderen Suchtkranken nicht!!!

        Schlechten Tag gehabt????

        Wenn wir Raucher Raucher sind, bist Du Nicht-Raucher! Oder ein Nichtnikotinkonsument. Oder, was die Nikotinsucht angeht, Nichtsüchtiger, oder Unsüchtig?

        Würd gern mal mehr über Dich wissen, Du Unsüchtiger!

        • H. Müller schrieb am 6. Juli 2010 at 21:04 - Permalink

          “Das Arschlöcher, das sind wir anderen Suchtkranken nicht!!!”

          Ich meine auch nicht die anderen Suchtkranken sondern speziell nur die Raucher. Kein anderer Suchtkranker hält so ein pupertäres Gedöns um seine Krankheit zu rechtfertigen.

          “Wenn wir Raucher Raucher sind, bist Du Nicht-Raucher! usw.”

          Sorry, ich bin weder ein “Nicht” noch ein “Un”. Ich bin einfach nur gesund.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 20:28 - Permalink

        @H.Müller,

        sag mal,
        wieso bist Du Dir so sicher?

        7schläfer#140 hat einen netten Link gebracht

        Hier nochmal, damit Du nicht suchen musst:
        http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Passivrauchen_und_Lungenkrebs_Frage_der_Epidemiologie.pdf

        Ich hab mir auch andere Kommentare zur empirischen Basis über die Wirkung von Passivrauchen angeschaut.
        Solltest du auch machen.
        Fazit: Die ist schwach, sogar extrem schwach.

        Deshalb ist doch bei einigen der Verdacht aufgekommen, dass es sich hier um eine ganz andere Lobby handelt.

        Sollte das stimmen, müssen sich die Nichtraucherfundis ordentlich an der Nase fassen.
        Oder in den Spiegel schauen, ob da nicht ein Nasenring ist.

        Jedenfalls finde ich Dein Gekeife unästhetisch (auch Raucher können Ästheten sein!), so wie das von einem alten Waschweib.

        • H. Müller schrieb am 6. Juli 2010 at 21:17 - Permalink

          “sag mal,
          wieso bist Du Dir so sicher?”

          Dass Raucher suchtkranke Arschlöcher sind? Zu der Erkenntnis bin ich unter anderem durch Dein Gekeife in deinen vielen Beiträgen gekommen.

          Deine Hinweise auf diverse Links kannst Du dir sparen. Beschäftige dich mal mit der amerikanischen Justiz bezüglich Tabakindustrie und Du wirst von dem Baum der Erkenntnis naschen.

      • ...es reicht! schrieb am 6. Juli 2010 at 20:38 - Permalink

        @H.Müller

        von suchtkranken Arschlöchern

        Die Antwort ist nur zwei mouseclick’s entfernt

      • Namal schrieb am 6. Juli 2010 at 23:39 - Permalink

        Hast du acuh wieder recht. Man spricht ja auch nicht von nichtdrogensüchtigen etc…

    249. Seismograph schrieb am 6. Juli 2010 at 20:19 - Permalink

      Vollste Zustimmung, Jens

      Um die wirklich wichtigen Dinge braucht sich keiner zu kümmern, das machen schon unsere korrupten, unterbelichteten Polit-Gesichtsbaracken!

      Während uns hinten rum der letzte sauervediente Euro für die Rettung der hochkriminellen Banker und Zocker aus der Tasche gezogen wird, hat der deutsche Schrebergartenmegaspiesser keine anderen Sorgen, als das Qualmen in eben diesen Kneipen verbieten zu lassen, die der abgehalfterte deutsche Mittelstands-Arschkriecher sowieso nicht betritt.

      Es ist einem wirklich immer öfter speiübel. Dieses Land sieht man sich am besten im Rückspiegel an.

      Gute Nacht Deutschland

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 20:43 - Permalink

        Yep,
        sag ich ja auch dauernd.

        Ansonsten:
        Ich habe erst gelesen: Polit-Gesichts-Schabracken.
        Da hab ich mir gleich was vorstellen können.

        Schabracke

        Bügeleinlage zur Versteifung von Hüten, Taschen, u. ä.

        Und was war Deine Idee dazu so?

    250. Turtle schrieb am 6. Juli 2010 at 20:25 - Permalink

      Was ist eigentlich mit Angestellten in den Kneipen? Gilt fuer das Recht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz eigentlich nicht?

      Abgesehen davon, haette die CSU einfach ihr urspruengliches Gesetz beibehalten, waere ueberhaupt nichts passiert. Und da gab es Raucherclubs.
      Diese daemlichen Sonderregelungen, die kein normal denkender Mensch einfach umsetzen kann, haben doch dazu gefuehrt, dass die Bayern die Schnauze voll hatten und den Volksentscheid wollten.
      Ich habe fuer “Ja” gestimmt, weil es eben nicht klappt, einfach drauf zu hoffen, dass die Raucher und die Wirte sich an Rauchverbote halten oder so “tolerant” sind wie es von den Nichtrauchern immer gefordert wird. Jetzt gilt gleiches Recht fuer alle und gut ist. Die meisten Raucher qualmen ihre eigene Wohnung auch nicht voll, weil es stinkt. Aber in einer Kneipe ist es dann ok im Innenraum zu rauchen. In den Raucherabteilungen der Zuege frueher, haben die Raucher auch oft nicht die ganze Zeit gesessen sondern nur geraucht. Ich wage zu behaupten, dass auch viele Raucher kein Problem mit dem Rauchverbot haben. Bier kriegen sie doch immer noch.

      Die bayerische Kultur wird auch ohne die verrauchten Eckkneipen ueberleben. Und Reinraumklima wird da trotzdem noch nicht herrschen. Und vielleicht sind die nicht verrauchten Eckkneipen auch attraktiver fuer mehr Menschen.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 20:48 - Permalink

        Turtle, wo krabbelst Du denn rum?

        Lesen (zB von Kommentaren) bildet.
        Und Nachdenken festigt das

        zB -ähem- mein Kommentar zu #249:
        …
        7schläfer#140 hat einen netten Link gebracht

        Hier nochmal, damit Du nicht suchen musst:
        http://praevention.portal.bgn.de/files/8819/Passivrauchen_und_Lungenkrebs_Frage_der_Epidemiologie.pdf
        …

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 21:02 - Permalink

        nochwas:

        ich zitiere Ringsgwandl nochmal (meine #245)

        Er bringt da u.a. einen wichtigen Aspekt, der hier garnicht angesprochen wurde:

        Da gibt es die Gestrandeten und Halbobdachlosen, die sich um 8Uhr in der Früh in der Eckkneipe treffen.
        Die sind meistens allein und suchen Gesellschaft.
        Da wird geraucht und natürlich auch getrunken.
        Dann wird ihnen von den Korrekten gesagt, dass sie Looser sind, und gefälligst zum Rauchen vor die Tür gehen sollen, wo sie sowieso unter sich da drinhocken.

        Dein statement:

        Die bayerische Kultur wird auch ohne die verrauchten Eckkneipen ueberleben.

        Wenn du da nicht hingehst, passiert Dir auch nichts!

        Verstehst Du nicht, dass das (u.a.) soziale Rückzugsräume sind.
        Das letzte, was solche Leute sehen wollen, sind Leute wie Du!

        Also geh’ ihnen aus dem Weg, und gut isses!

        Aber nein, Du willst da anscheinend mit wirren Verallgemeinerungen reinmaulen, weil Du nicht in der Lage bist, aus Deinem Kokon mal rauszuschlüpfen, ohne gleich Ohnmachtsanfälle zu kriegen.

    251. Amike schrieb am 6. Juli 2010 at 20:56 - Permalink

      Mein lieber Spiegelfechter,

      da hast du aber einen kapitalen Bock geschossen!
      Ich lese hier immer gern und habe deinen Blog immer für das gleichbleibend hohe Niveau und den guten Stil geschätzt (und ich rede hier nicht von Knigge-Attributen, auch wenns ein bisschen danach klingt). Aber heute musste ich mehrmals schlucken und nachprüfen, ob der Artikel auch tatsächlich aus deiner Feder stammt und nicht etwa unter “Satire” abgeheftet ist.
      Ich habe die Kommentare nicht komplett gelesen, vllt etwa die ersten 100-200. Deshalb verzeih, wenn das schon so geschrieben wurde, aber:
      Es ist ja wohl ziemlich krass, Nichtraucher alle derart über einen Kamm zu scheren. Schlimmstenfalls sind sie also Nazis und bestenfalls Gesundheitsfreaks, die weder selbst fähig zum Genuss sind, noch anderen diesen in irgendeiner Form gönnen.
      Da ich nun weder rauche, noch besonders häufig trinke und zu allem Übel auch noch Vegetarier bin (wie Hitler ja auch), hab ich also automatisch eine faschistische politische Grundeinstellung und mir mangelt es an jeglicher Toleranz?
      Wenn Sarrazzin so ne Verwurschtung über Arbeitslose, Türken oder sonstwen ablässt, bist du doch einer der ersten, der schreit. Ich übrigens auch.
      Ich gehe sehr gern in Kneipen, um dort meine Freunde zu treffen, Billard zu spielen, zu kickern oder ab und an tatsächlich mal was zu trinken, tanzen zu gehn, was man halt so macht. Allerdings stört mich das Rauchen der anderen Kneipengäste oft, da diese sich oft sehr rücksichtslos verhalten und wenn in einer Kneipe, wo gut was los ist, etwa die Hälfte der Leute permanent ne Kippe zwischen den Zähnen hat, dann wird die Luft irgendwann wirklich eklig (das finden übrigens auch die meisten Raucher, die ich kenne), da nützt auch das beste Lüften nix. Und statt mal sinnvollerweise freiwillig zum Rauchen rauszugehn oder es einfach etwas einzuschränken um der Allgemeinheit willen (nicht nur der Nichtraucher!), kommt aber das typisch deutsche/westliche Verhalten à la “Warum soll iiiich mich denn einschränken, wenn die anderen doch auch rauchen, ich find die Luft zwar auch zum Kotzen, aber das ist ja wohl nicht meine Schuld!”
      Was die Raucher mit ihrer Gesundheit anstellen, bleibt ihnen überlassen, wer mag, kann neben mir in der Kneipe ein Kilo Chips futtern oder ne Magnumflasche Wodka saufen, so lange er mir nicht vor die Füße kotzt, nur sollte der Kneipenbesuch mit Genuss nicht allein dein Rauchern vorbehalten sein.
      Jegliche Sonderregelungen, die mir in diversen Bundesländern untergekommen sind, waren, wenn nicht schon im Kern vermurkst, dann doch zumindest umgesetzt große Sch****, von Raucherräumen mit knappen 10qm, in denen der Kickertisch untergebracht war, die nichtmal Hardcoreraucher freiwillig betreten haben, über Lüftungssysteme der Raucherbereiche, die sich darauf beschränkt haben, die Tür zum Nichtraucherraum offen stehen zu lassen, bis hin zu Kneipen mit einem lächerlichen Nichtraucherraum ohne Theke, den man nur durch den Raucherraum erreichen konnte (stand immer leer).
      Und übrigens, in anderen Ländern, in denen es die strenge Regelung gibt, gibt es weder Kneipenschwund, noch Probleme mit dem draußen Rauchen, das werden dann ebenso gesellige Runden wie drinnen (ich spreche aus eigener Erfahrung), nur können Nichtraucher da im Kreise ihrer rauchenden Freunde am gesellschaftlichen Ritual “Kneipenbesuch” teilnehmen, ohne am Ende des Abends mit Kopfschmerzen und verpesteten Klamotten nach Hause zu gehen.
      Tut mir leid, aber du argumentierst weder gut, noch gehst du auf ernsthafte Gegenargumente ein (soweit ich gelesen habe), du kotzt dich nur mal aus, weil dir gewisse Personen auf den Sack gehen (ich mag penetrante Missionierer auch nicht) und haust dabei einfach mal einen großen Teil der Gesellschaft voll in die Pfanne unter dem Etikett liberaler Gesinnung, das kenn ich sonst eher aus anderen Kreisen…

      Ansonsten aber Respekt vor deiner guten Arbeit, diesen Text heute werd ich mal als Ausrutscher ansehen und besserer Tage harren ;)

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 21:19 - Permalink

        @amike

        Dann les’ es halt als Satire.
        Geht schon.

        Der Artikel ist doch deshalb so reizvoll, weil er zumindest von halbwegs kritikfähigen Leuten so oder so gelesen werden kann.

        Du hast den Verdacht, aber liest ihn anders.

        Was deine Thesen betrifft:

        …so lange er mir nicht vor die Füße kotzt, nur sollte der Kneipenbesuch mit Genuss nicht allein dein Rauchern vorbehalten sein.

        Wer sagt denn sowas?
        Es ist doch effektiv andersrum!

        Hier am Ort wo ich lebe, (somewhere in Bayern), gibt es KEINE, auch nicht die kleinste Möglichkeit, dem Rauchverbot in geschlossenen Lokalen/Räumen zu entkommen.

        Aus meiner Sicht stilisierst Du Dich zur Minderheit/Opfer, wo das längst nicht mehr der Fall ist, sondern ANDERSRUM!

        Zu Deinen krassen Thesen vom Kotzen etc kann ich nur sagen: wo gehst DU denn so hin?

        Oder phantsierst Du dir da einen Popanz zusammen?
        Dann geh mal zum Arzt!

        Worums mir geht:
        Kneipen sind U.A. auch soziale Rückzugsräume von Leuten, mit denen vermutlich weder Du noch ich regelmässigen kontakt haben wollen.

        Was uns unterscheidet, ist wohl, dass ich ihnen das GERNE lasse, Du offenbar nicht.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. Juli 2010 at 21:32 - Permalink

        Werte Amike,

        Es ist ja wohl ziemlich krass, Nichtraucher alle derart über einen Kamm zu scheren. Schlimmstenfalls sind sie also Nazis und bestenfalls Gesundheitsfreaks, die weder selbst fähig zum Genuss sind, noch anderen diesen in irgendeiner Form gönnen.

        Ich weiß nicht, wo Du so etwas herauslesen willst. Vielleicht ist es Dir aufgefallen, dass ich gar nicht von Nicht-, sondern von Anti-Rauchern spreche.

        Da ich nun weder rauche, noch besonders häufig trinke und zu allem Übel auch noch Vegetarier bin (wie Hitler ja auch), hab ich also automatisch eine faschistische politische Grundeinstellung und mir mangelt es an jeglicher Toleranz?

        Sicher nicht, zumindest nicht automatisch ;-)

        Wenn Sarrazzin so ne Verwurschtung über Arbeitslose, Türken oder sonstwen ablässt, bist du doch einer der ersten, der schreit. Ich übrigens auch.

        Natürlich. Ich weiß aber nicht, wo hier der Zusammenhang besteht.

        Ich gehe sehr gern in Kneipen, um dort meine Freunde zu treffen, Billard zu spielen, zu kickern oder ab und an tatsächlich mal was zu trinken, tanzen zu gehn, was man halt so macht. Allerdings stört mich das Rauchen der anderen Kneipengäste oft, da diese sich oft sehr rücksichtslos verhalten und wenn in einer Kneipe, wo gut was los ist, etwa die Hälfte der Leute permanent ne Kippe zwischen den Zähnen hat ….

        Da stellt sich die Frage, wann und wo Du diese Erfahrungen gemacht hast. In nahezu allen Bundesländern ist dies ganz explizit verboten(!!!) und wird (mit Ausnahme von Berlin) zumindest im Norden und Westen auch weitestgehend eingehalten. Es geht um die Raucherräume, in die Du als Nichtraucherin ja auch gar nicht gehst. Wo ist das Problem?

        Jegliche Sonderregelungen, die mir in diversen Bundesländern untergekommen sind, waren, wenn nicht schon im Kern vermurkst, dann doch zumindest umgesetzt große Sch****, von Raucherräumen mit knappen 10qm, in denen der Kickertisch untergebracht war, die nichtmal Hardcoreraucher freiwillig betreten haben, über Lüftungssysteme der Raucherbereiche, die sich darauf beschränkt haben, die Tür zum Nichtraucherraum offen stehen zu lassen, bis hin zu Kneipen mit einem lächerlichen Nichtraucherraum ohne Theke, den man nur durch den Raucherraum erreichen konnte (stand immer leer).

        All dies ist in Niedersachsen so nicht möglich – außer dem Raucherraum mit 10qm. Aber das sollte Dich ja nicht stören. Warum also nicht das niedersächsische Modell adaptieren? Nein, das ist zu “raucherfreundlich”, da muss man verbieten. Warum?

        Und übrigens, in anderen Ländern, in denen es die strenge Regelung gibt, gibt es weder Kneipenschwund, noch Probleme mit dem draußen Rauchen, das werden dann ebenso gesellige Runden wie drinnen (ich spreche aus eigener Erfahrung), nur können Nichtraucher da im Kreise ihrer rauchenden Freunde am gesellschaftlichen Ritual “Kneipenbesuch” teilnehmen, ohne am Ende des Abends mit Kopfschmerzen und verpesteten Klamotten nach Hause zu gehen.

        Das ist – sorry – Blödsinn! Das Problem existiert in Irland, Schottland und England im gleichen Maße wie hier, nur dass dort das Kneipensterben wesentlich bedrohlicher ist. Im Süden wird es entweder ordentlich gehandhabt (E, GR) oder weitestgehend ignoriert (I, außer in Touristenzonen, da es hier gleich Anzeigen hagelt ;-)). Und von den puritanischen USA wollen wir gar nicht anfangen.

        • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 22:10 - Permalink

          Jens,
          einverstanden.

          Könntest du in Deinen argumentativen Beutel das Ringsgwandl’sche Argument einbauen?
          (s. mein link zum B2- Podcast oben. Interessant. Kostet Dich leider eine Stunde)

          Das ist ein WESENTLICHER Punkt, den ich bis heute Mittag noch garnicht gesehen habe.

          Ich nenne das mal vorläufig: soziale Ventilfunktion.
          Ich kämpfe noch um den richtigen Begriff.

          Es ist dieses Unverständnis der ‘Korrekten’ gegenüber den Abgehängten
          das mich so aufregt.
          Versetz’ Dich in deren Lage, solange Du stark bist.

          Schlicht eine Variante des Imperativs.

          • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 22:31 - Permalink

            stimmt nicht:

            Rückzugszone/Reservat trifft es besser.

            Vor dem Terror der Majorität.

            Das sind fragmentierte Grüppchen mit je unterschiedlichen Interessen.

            Analogien zur Makropolitik vermeide ich erstmal, damit die Meute nicht nochmehr aufheult.

        • Axel aus Bayern (genauer: Unterfranken) schrieb am 6. Juli 2010 at 23:13 - Permalink

          Lieber Spiegelfechter,

          Amike stimme ich aus vollem Herzen zu.

          Deine Beiträge lese ich mit großem Interesse, weil sie häufig neue Blickwinkel aufweisen. Bei diesem wundere ich mich über die m. E. unangemessene schwarz-weiß Malerei. Deine recht platten Antworten auf Amikes differenziertes Schreiben sind schwer verdaulich, kein Ruhmesblatt.

          Ist das ein Testballon um zu sehen wie die Reaktionen ausfallen?

        • Amike schrieb am 7. Juli 2010 at 03:18 - Permalink

          Vielen Dank für die Antwort, hätte ich bei so vielen Kommentaren gar nicht erwartet :)

          Zu deinen Punkten:
          Also, dass du nicht so platt vorgehst, zu sagen “Alle Nichtraucher sind Nazis”, das ist ja wohl klar, dann hätte ich den Artikel gar nicht erst zu Ende gelesen. Aber wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, bei einem Volksentscheid abzustimmen, wäre ich auch für den Nichtraucherschutz gewesen. Das macht mich ja dann schon zu dem Antiraucher, den du meinst, oder nicht? Und in der Auflistung deines Artikels bist du ganz schnell vom Antiraucher beim tumben deutschen Michel und dann beim Einmarsch in Polen. Du stellst nicht alle explizit auf eine Stufe, aber diese Andeutungen (und du bist rhetorisch gut, da muss ich dir nicht erzählen, was mit Polemik und Andeutungen so läuft…) halte ich einfach für bedenklich.
          Und dann hinter diese Einstellung gleich eine Riesenlobby zu dichten, finde ich übertrieben. Hinter Lobbyarbeit stecken meist erhebliche finanzielle Interessen, da steht m.E. die Tabakindustrie eher unter Verdacht als Nichtraucher.
          Es nervt viele Nichtraucher einfach nur ziemlich, wie rücksichtslos sich viele (NICHT ALLE) Raucher verhalten und dass man, wenn man sich beschwert, bzw. um Rücksicht bittet, gleich wieder abgekanzelt wird mit dummen Sprüchen wie “Du musst ja nicht in (Raucher)kneipen gehn”.
          Ja, natürlich muss ich nicht, ich kann ja auch jeden Abend zu Hause bleiben und fernsehen oder nen Häkelkreis gründen, aber ich möchte vielleicht in bestimmte Kneipen gehn und mich dort mit bestimmten Leuten treffen, die dann halt Raucher sind oder nicht (ich such mir meine Freunde doch nicht nach den Rauchgewohnheiten aus; ich unterstelle Rauchern nämlich nicht irgendeine politische Gesinnung, seien sie nun gegen oder für Nichtraucherschutz) und da möchte ich (und auch keiner meiner Freunde/Bekannten) die Abendplanung nicht danach ausrichten, wer denn dann wo und wann rauchen kann und ab wie viel Uhr ich vorraussichtlich Kopfschmerzen bekomme/mir schlecht wird, weil einfach alles vollgequalmt ist.
          Die Sonderregelungen (zumindest die in Hamburg, an denen aber auch ständig rumgedoktert wurde) haben in dem Bereich NICHTS geleistet, nur etliche Stilblüten hervorgebracht, wie z.B. die ersten beiden meiner Beispiele (das dritte ist aus Köln, von vor 3-4 Jahren schätze ich).

          Mit dem Sarrazzin Beispiel wollte ich dir bestimmt nicht unterstellen, dass du ähnlich faschistisch drauf bist wie er, ich wollte nur nahelegen, dass du in diesem Fall bei deiner eigenen Schreibe ähnlich kritisch sein solltest, wie bei Äußerungen solcher Knallchargen, es wäre doch schade, wenn sich dieses Niveau bei dir durchsetzen würde.
          Bei Vergleichen, bzw. Metaphern liegt es im Übrigen in der Natur der Sache, dass sie mit dem Thema nicht (zwangsläufig) zu tun haben; sie zum Verdeutlichen von Beziehungen oder Sachverhalten heranzuziehen ist jedoch durchaus legitim, oder nicht?

          Ich will mich auch gar nicht mit dir streiten oder dir deine Meinung abschlägig machen, dass dieses Gesetz für Raucher nervig und mit Unbequemlichkeiten behaftet ist und dass da einige Leute im Zuge des Nichtraucherschutzes eine heftige Bevormundungskeule schwingen.

          Es ist mir halt einfach nur ein Rätsel, wie man so ein Fass aufmachen kann, weil man zum Rauchen vor die Tür muss. Es wurde doch nicht entschieden, Raucher zum Zwangsentzug in den Keller zu sperren oder sie mit einer Armbinde rumlaufen zu lassen.
          Wenn meine Freunde zum Rauchen vor die Tür gehen, dann komm ich mit, weil wir zusammen unterwegs sind; wenn für sie ne Zigarette zwischendurch zu einem schönen Abend dazugehört, dann komm ich mit, ich will ihnen ihren Spaß bestimmt nicht verderben. Ich will mich auch nicht nur auf Grund des Rauchens aus irgendeiner Gemeinschaft ausschließen (lassen). Und wenn ich mir aus Solidarität im Winter den Ar*** abfrieren kann und wir dann nach der Kippe wieder gemütlich bei nem Bier oder sonstwas zusammensitzen und ALLE was von der qualmfreien Luft haben, dann kann es für die Raucher ja wohl kein ernsthaftes Problem sein, zum Rauchen mal eben vor die Tür zu gehen.

          Wenn die Leute sich freiwillig so sozial verhalten würden, dann wäre Nichtraucherschutz unnötig, das tun sie aber einfach nicht und es hilft mir auch wenig, wenn meine fünf Freunde (haha) zum Rauchen rausgehn, 100 andere Gäste aber trotzdem drinnen alles vollqualmen.

          Und wenn das mit den Raucherräumen durchgehend klappen würde, dann könnte sich ja auch keiner beschweren, aber es funktioniert einfach in großen Teilen nicht (ich kann nicht über ganz Deutschland sprechen, nur über Hamburg und Einzelfälle anderswo, aber andere haben ja durchaus schon ihre Erfahrungen aus anderen Bundesländern gepostet, die scheinen meinen Eindruck zu bestätigen).

          Meine Erfahrungen aus anderen Ländern bezogen sich hauptsächlich auf Skandinavien und da klappt das super, das einzige Problem sind die zig Heizpilze, die im Winter für die Raucher aufgestellt werden, da sollte man sich evtl was Umweltfreundlicheres ausdenken (und damit meine ich nicht, man soll die Raucher doch einfach erfrieren lassen).
          Irgendwie hab ich auch ganz dunkel im Hinterkopf, dass es in HH auch mal eine strengere Variante vom Nichtrauchergesetz gab, da gabs die wenigsten Probleme, wenn welche rauchen wollten, sind alle zusammen raus und nach der Zigarettenpause wieder rein. Zigarettenpause ist doch auch ein tolles Stück Kulturgut, das es zu würdigen gilt ;-)!

          So, jetzt hab ich mich etwas in Rage geschrieben, sorry für das wirre und komplett strukturlose Posting, ich wollte dir nur die Antwort nicht schuldig bleiben. Ist ja auch schon spät und so…

          Wir könnten ja mal kurz vor die Tür (keine Sorge, das wird keine Drohung), du kannst zur Beruhigung erstmal eine rauchen und ich atme ein paar Mal in der frischen Nachtluft tief durch, dann gehts vllt wieder ;-)

          • Axel aus Bayern (genauer: Unterfranken) schrieb am 7. Juli 2010 at 07:18 - Permalink

            Meine Meinung, allerdings viel sympathischer formuliert. :-)

          • Spiegelfechter schrieb am 7. Juli 2010 at 10:17 - Permalink

            Aber wenn ich die Möglichkeit gehabt hätte, bei einem Volksentscheid abzustimmen, wäre ich auch für den Nichtraucherschutz gewesen. Das macht mich ja dann schon zu dem Antiraucher, den du meinst, oder nicht?

            Nicht zwingend, es gibt auch Mitläufer. Nicht jeder Schweizer, der für das Minarettverbot gestimmt hat, ist automatisch fremdenfeindlich.

            Und in der Auflistung deines Artikels bist du ganz schnell vom Antiraucher beim tumben deutschen Michel und dann beim Einmarsch in Polen. Du stellst nicht alle explizit auf eine Stufe, aber diese Andeutungen (und du bist rhetorisch gut, da muss ich dir nicht erzählen, was mit Polemik und Andeutungen so läuft…) halte ich einfach für bedenklich.

            Der Artikel ist ja nun recht eindeutig als Polemik zu verstehen und da muss man natürlich auch mal etwas krachledernder zu Werke gehen. Nicht jeder Vergleich (hier vergleiche ich übrigens noch nicht einmal) ist eine Gleichsetzung! Wenn ich denn die Nazi-Keule hätten auspacken wollen, hätte ich es auch getan, es gäbe da eine Steilvorlage nach der anderen – die Nazis bauten schließlich nicht nur Autobahnen, sondern waren auch die ersten ideologisch überzeugten Anti-Raucher nach den Puritanern.Wer aber – wie ich – eine Fackel der Freiheit entzünden will, sollte sich nicht an den Nazis abarbeiten, die da als Feindbild wegen ihrer offensichtlichen Ablehnung der Freiheit nicht taugen. Da taugen die Fit-for-Fun-Dogamtiker als Feindbild doch schon wesentlich besser, da diese sich – absurderweise – sogar als liberal verstehen.

            Und dann hinter diese Einstellung gleich eine Riesenlobby zu dichten, finde ich übertrieben. Hinter Lobbyarbeit stecken meist erhebliche finanzielle Interessen, da steht m.E. die Tabakindustrie eher unter Verdacht als Nichtraucher.

            Na, die Nichtraucher haben daran natürlich kein Interesse. Das sieht bei der Medizin- und Pharamabranche ganz anders aus. Wäre ich CEO von Lilly oder Marseille würde ich der Anti-Raucher-Lobby großzügig unter die Arme greifen … und das machen die Konzerne ja auch. Oder was meinst Du, wer die Studien finanziert?

            Es nervt viele Nichtraucher einfach nur ziemlich, wie rücksichtslos sich viele (NICHT ALLE) Raucher verhalten und dass man, wenn man sich beschwert, bzw. um Rücksicht bittet, gleich wieder abgekanzelt wird mit dummen Sprüchen wie “Du musst ja nicht in (Raucher)kneipen gehn”.

            Da muss ich den intoleranten Rauchern aber auch einmal Recht geben. Wenn Du trotz des riesigen Angebots (zumindest hierzulande) an Nichtraucherkneipen oder Mixed-Kneipen nun unbedingt im Raucherraum sitzen musst, kannst Du den Rauchern nun einmal auch keinen Vorwurf machen. Ich gehe auch nicht in ein Erotikkino und erzähle den Herren, dass es unfein ist, dort zu masturbieren.

            Ja, natürlich muss ich nicht, ich kann ja auch jeden Abend zu Hause bleiben und fernsehen oder nen Häkelkreis gründen, aber ich möchte vielleicht in bestimmte Kneipen gehn und mich dort mit bestimmten Leuten treffen, die dann halt Raucher sind oder nicht

            Da kommen wir doch langsam zum eigentlichen Punkt. Du gehst deshalb nicht in Nichtraucherbereiche, weil Deine rauchenden Freunde lieber im Raucherbereich sind. Und um dieses Problem zu lösen, willst Du den Raucherbereich abschaffen. Das ist zwar konsequent, aber nicht unbedingt zielführend, wenn es darum geht, Alternativen zu suchen, die sowohl Rauchern als auch Nichtrauchern gefallen. Die Anti-Raucher brauchen wir da nicht zu fragen, für sie gibt es nur eine Maximallösung.

            Die Sonderregelungen (zumindest die in Hamburg, an denen aber auch ständig rumgedoktert wurde) haben in dem Bereich NICHTS geleistet

            Och, ich bin selbst hin- und wieder in Hamburg und sehe das ganz anders. Wenn Du allerdings die Zielsetzung hast, das Rauchen auch in den Raucherbereichen zu untersagen, haben diese Regelungen selbstredend NICHTS geleistet, da das nicht ihr Ziel ist.

            Wenn die Leute sich freiwillig so sozial verhalten würden, dann wäre Nichtraucherschutz unnötig

            Stimmt – sozial wäre es, den Raucher ihre Refugien zu lassen ;-)

          • H. Müller schrieb am 7. Juli 2010 at 11:50 - Permalink

            Hallo Amike.

            Volle Zustimmung!!!!

            Das köstliche an dem Artikel und den vielen Kommentaren ist, dass ein Großteil der “Stammblogger”, die bei anderen Themen zu unwahrscheinlich großen Geistern mutieren, bei diesem Thema sich doch als kleingeistige Spießer outen. Aus einem Fechter wird ein “f”echterchen.

            Deswegen, einfach ignorieren und in der Praxis weiterhin für ein absolutes Rauchverbot wie in Bayern werben. Und wenn sich dann diese kranken Deppen nicht daran halten. Anzeigen!!!!!

            • Amike schrieb am 7. Juli 2010 at 14:12 - Permalink

              Na, also bis zur Anzeige möchte ich bestimmt nicht gehen, dazu ist mir das Thema nicht wichtig genug, da müsste ich ja jeden Tag nen neuen Prozess zum Laufen bringen, wenn ich alles und jeden anzeigen würde, was mir nicht in den Kram passt. Außerdem ist sone Rechtsschutzversicherung teuer, das kann ich mir nicht leisten.

              Der Volksentscheid war recht eindeutig und von mir aus kann sich das in anderen Bundesländern wiederholen. Ne direkte Demokratie ist mir alle mal lieber als ne Dauerkarte bei der deutschen Justiz. Und falls der Volksentscheid mal nicht nach meinen Vorstellungen ausfällt, dann werde ich nicht auf einmal die direkte Demokratie als Diktat des Pöbels verschreien, weil mir das Ergebnis nicht passt. Das ist der Unterschied.
              (Ironischerweise steht in Hamburg tatsächlich ein Volksentscheid an, zu einer ganz anderen Sache, dessen Ausgang liegt mir sehr am Herzen und wie da die Lobbyarbeit am Werke ist, da kann einem ganz schlecht werden…)

              Ich werde es jetzt auch hierbei belassen, wenn einem die Worte im Mund herumgedreht werden, die wichtigeren Punkte ignoriert oder polemisch beantwortet werden (wenn sich also die Nazibehauptung nicht mehr halten lässt, sind die Nichtraucher halt Opportunisten und Mitläufer, irgendwie kriegt man sie schon dran), dann sehe ich wenig Sinn darin, die Diskussion fortzuführen, finde es jedoch ziemlich schade, darauf hier zu stoßen, da mir die Diskussionskultur hier immer sehr gut gefallen hat.

              Wie gesagt, ich werde mich auf die nächsten, wieder besseren Artikel (der aktuelle verspricht ja wieder einiges) konzentrieren und diesen hier als Ausreißer betrachten, wobei die krasse Engstirnigkeit bei diesem Thema mich doch verwundert und mir wohl im Gedächtnis bleiben wird. Tja, die Sehne des Achilles ist wohl die Raucherlunge des Spiegelfechters (oder so…)

          • Peter Jörke schrieb am 10. Juli 2010 at 16:05 - Permalink

            Nach durchlesen des gesamten Blogs (mit einigen Zigaretten) erscheint mir das für alle Beteiligten das praktikabelste zu sein.
            Frauen können doch sehr vernünftig zu sein. Es war auch gar nicht wirr noch strukturlos, sondern komplex und lebensnah. Danke!

    252. bombjack schrieb am 6. Juli 2010 at 21:03 - Permalink

      Just my 2 cent:

      a) Gesetze müssen durchsetzbar sein und ich stelle mir z.B. gerade diverse Bierzelte vor, wo jemand das Rauchverbot bei Besoffenen durchsetzen möchte…..in der Haut des Sicherheitsdienst möchte ich nicht stecken….

      b) Was gilt die Wette das dieses Gesetz ignoriert wird, denn wo kein Kläger kein Richter und ich kenne definitiv eine Wirtshaus in meiner Heimatstadt wo sich der Wirt nicht dran halten wird….und die Gäste stört es nicht…..

      c) Ich hätte damit leben können, dass das Rauchverbot auch auf Bierzelte ausgedehnt wird, aber dieses generelle Teil ohne Ausnahme zeigt für mich nur, dass es denn Initiatoren um die Lust am verbieten geht, sie geilen sich auf anderen Vorschriften machen zu dürfen….

      d) Auf die ewige Leier mit dem Anrecht auf einen rauchfreien Arbeitsplatz kommt von mir die Freiheit der Berufswahl, zum einen hätte man dies regeln können und zum anderen existieren genügend Berufe wo ein gewisses Risiko und Gesundheitsbelastung zum Beruf gehört und keiner regt sich auf….schon mal mit Pflegepersonal gesprochen wie bei denen der Rücken am Ende der Lebensarbeitszeit aussieht? Was ist mit Möbelpacker die eben falls am Ende ihrer Zeit ein körperliches Wrack sind? Klar bei Pflegern gibt es z.B. um die Patienten zu heben einen Lift, bloß blöde das der Auf- und Abbau anscheinend 15 bis 30 min dauert und da man nicht nur einen Patienten hat, es schnell gehen muss hebt bzw. rollt man ihn halt ohne dieses Hilfsmittel. Ich bin fast zu weit Befürworten zu wünschen an einen Pfleger zu kommen der dann Dienst nach Vorschrift macht und seinen Rücken schont…was macht es schon wenn der Befürworter, weil er ein Pflegefall ist, mal zwei Stunden länger in der vollgeschissenen Windel liegt…..weil es halt nicht so schnell geht….

      bombjack

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 21:32 - Permalink

        ja, Du hat anscheinend noch gesunden Menschenverstand

        Die Type Frankenberger (der das VB betrieben hat) möchte ich in der Nacht nicht mit der Beisszange anfassen.

        Mit dem Mixa zusammengesperrt, und gut isses.

        Zu deinem Punkt (d):

        Schön wärs, wenn da mal eine Generaldebatte losbrechen würde, wer eigentlich welches Risiko in der Gesellschaft trägt, und welche Kraft fürs Allgemeininteresse investiert.

        DAS ist nämlich der Skandal!

        • msk schrieb am 7. Juli 2010 at 15:20 - Permalink

          Um mich mal der ad-hominem “Argumentation” von Groo zu bedienen:

          Hat der Zigarettenrauch die offensichtlich sowieso nicht zahlreich vorhandenen Gehirnzellen in den kollektiven Selbstmord getrieben?
          Etwas anderes als primitivste Pöbeleien und Beleidigungen ggü. Sebastian Frankenberger scheint Ihnen ja nicht einzufallen.

    253. Werner B. schrieb am 6. Juli 2010 at 21:42 - Permalink

      Es klang ja so gut:

      Bereits bei einem früheren Verfahren stellte der Verfassungsrichter Johannes Masing fest, “dass [ein totales Rauchverbot in Gaststätten] mangels Interessenausgleich unverhältnismäßig [sei] und die Gefahr paternalistischer Bevormundung in sich [berge]“. Daher sehe er “keinen hinreichenden Grund, den Rauchern die ‘Kultur des Tabakgenusses bei Speis und Trank’ auch zu verbieten, wo es aus Gründen des Nichtraucherschutzes nicht erforderlich [sei]“. Ob diese Grenze der Verhältnismäßigkeit durch das neue Gesetz gegeben ist, dürfte daher wohl letztlich erst in Karlsruhe entschieden werden

      Die vollständige Wahrheit sieht leider anders aus:

      „Ein ausnahmsloses Rauchverbot in allen Gaststätten wäre verfassungswidrig.“ So heißt es im Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 30. Juli 2008. Der Satz steht freilich lediglich im Sondervotum des Richters Johannes Masing. Die Mehrheit der Richter des Ersten Senats sah das anders: Der Gesetzgeber sei nicht gehindert, ein striktes, ausnahmsloses Rauchverbot in Gaststätten zu verhängen, entschied das Gericht damals ungefragt.

      (Zitat: http://www.faz.net/s/Rub594835B672714A1DB1A121534F010EE1/Doc~ED639011D5D08492B9A8997033B7967BD~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

      Mit der letzt-letztendlichen Entscheidung in Karlsruhe dürfte daher wohl leider nicht mehr zu rechnen sein.

      • Groo schrieb am 6. Juli 2010 at 22:17 - Permalink

        interessant.

        Oberhalb des Verfassungsgerichts steht nur noch die Revolution.

        Aber die sparen wir uns für wichtigeres auf ;)

    254. Winfried schrieb am 6. Juli 2010 at 22:13 - Permalink

      Jens,
      meistens lese ich deine Beiträge sehr gerne und bin auch deiner Meinung.
      Dieser Beitrag, in dem du Raucher mit Nazi-Opfern gleichsetzt und das Gedicht von Niemöller pervertierst, ist einfach widerlich.
      Du solltest dich dafür entschuldigen!
      Und wenn du schon Larry Flynt zitierst, dann hättest du auch begreifen sollen, dass die Wölfe die Raucher sind und dass es die individuellen Rechte der Nichtraucher sind, die geschützt werden müssen.
      Jens, dieser Artikel ist unterirdisch schlecht!

      • brandubh schrieb am 7. Juli 2010 at 00:45 - Permalink

        Schlecht, weil er nicht die eigene Meinung widerspiegelt?

        Jens vergleicht auch nicht explizit Nazi-Opfer mit Rauchern, nur weil er ein Bild des Nichtrauchers Hitlers mit dem Hinweis versieht, dass Nichtraucher nicht die besseren Menschen sind, nur weil sie nicht rauchen. Jens thematisiert den Umstand, dass sich die Anti-Raucher als die besseren Menschen verstehen.

        Überhaupt werde ich es auch nie verstehen, dass ein Vergleich der Nazis als Täter mit irgendwelchen anderen Tätern mit dem Argument verworfen wird, weil man dadurch angeblich die Opfer beleidigen würde.

        Als Außenstehender – (aber wer ist das schon?) – müsste man bei den Argumenten der Anti-Raucher davon ausgehen, dass alle Nichtraucher jederzeit das Bedürftnis haben, eine Kneipe aufsuchen zu müssen, dass es also quasi ihr individuelles Grundrecht sei, Kneipen zu besuchen, selbst die, die sich als Raucherkneipen bezeichnen.
        Man könnte dann an alle zweckgebundenen Orte, an denen sich Gleichgesinnte treffen, die Forderung stellen, sich doch an das eigene persönliche Gusto anzupassen. So könnte man als Heterosexueller fordern, dass Homosexuellenlokale endlich auch Frauen Einlass gewähren, da man Männer in sexueller Hinsicht ja eigentlich gar nicht mag.
        Das Verbot der Homosexualität ist sogar der selben Grundeinstellung geschuldet, die zum strikten Verbot von Raucherkneipen führt. Und das hat nichts damit zu tun, ob Rauchen nun Nichtraucher schädigen könnte, sondern hat einzig damit etwas zu tun, dass man Gleichgesinnte davon abhält, sich zusammenzutreffen.
        Dieses ist das Recht, das – nach Larry Flint – die Anti-Raucher-Fraktion den Rauchern verwehrt.

    255. stehk schrieb am 6. Juli 2010 at 22:14 - Permalink

      ojeoje…
      Ein paar Quälgeister vertreiben die Herde. Und die kann sich nicht wehren und schreit nach der eisernen Hand des Staates.
      Also wird die kapitalistische Abendgestaltungsmaschinerie (wer seine gemütliche Stammkneipe von nebenan jetzt beleidigt glaubt, soll nicht so empfindlich sein) von ein paar Leuten in weißen Kitteln mit dem deutschen Bundesadler auf der Stirn einmal kräftig durchgeputzt.
      Sollte sowas nicht eigentlich der schöne Markt regeln? Und Kraft seiner selbstregulativen Fähigkeiten die Minderheit der Raucher ins (kleine) Eck(lokal) drängen?
      hmm… Geht nicht? Zu langsam? Wir wollen selbst ins kleine Ecklokal?
      Nehmen wir doch besser die Keule!

      • Cabana schrieb am 7. Juli 2010 at 04:05 - Permalink

        Und wozu gibt es die Polizei? Warum greift der Staat ins täglich Verbrechen ein? Soll das doch der schöne Markt regeln…wird sich schon selbst regulieren! Es ist ja nicht so, daß den Rauchern vom bösen Staat die Teddybären weggenommen werden.

    256. Hmmm schrieb am 7. Juli 2010 at 00:14 - Permalink

      Die gesamte Diskussion geht doch völlig am Thema vorbei, denn “selbst in separaten Gaststättenräumen mit geschlossenem Lüftungssystem und in kleinen Eckkneipen” arbeiten Menschen, dessen Gesundheit es zu schützen gilt. Punkt und aus.

      “Freiheit von Wirten und Gästen…” Dass ich nicht lache!
      Muss denn der Freiheitsbegriff heute für jeden Schund missbraucht werden?
      Aber um mal bei dieser fragwürdigen Rhetorik zu bleiben: Dann sollen sie eben nach draußen gehen und sich ihre Freiheit zurück holen. :> Jetzt muss ich doch lachen.
      Da bekommt das Wort Lokal ja gleich eine zusätzliche Deutung. Im Bezug auf Lokale Unfreiheit.

      Ich warte natürlich noch auf die Argumente “Arbeitsrisiko” und “könn sich ja was andres suchen, eh” …..

      • brandubh schrieb am 7. Juli 2010 at 01:00 - Permalink

        Der Arbeitnehmerschutz ist natürlich ein Punkt.
        Normalerweise erfolgt der Schutz der Arbeitnehmer durch entsprechende Schadstoffverringerungsmaßnahmen. Der Koch eines Restaurants wird beispielsweise vor den Gefahren der Essenszubereitung (die es tatsächlich gibt und die auch in den entsprechenden Arbeitsverordnungen genannt werden) durch eine geeignete Entlüftung geschützt. Im Falle des Rauchens aber sollen die Mitarbeiter einer kleinen Eckkneipe dagegen geschützt werden, indem fast die gesamte Kundschaft “entlüftet” wird, so dass der Betrieb über kurz oder lang mangels Kundschaft geschlossen werden muss?

        Es geht hier nicht um Rhetorik, sondern um die nackte Existenz kleiner Kneipenbesitzer, die ihrerseits vor dem Zynismus militanter Anti-Raucher kapitulieren müssen.
        Rauchen ist mittlerweile fast überall verboten. Was wollt ihr eigentlich? Nur Recht haben?
        Euren Willen durchsetzen?

        Ich glaube, das ist es: ihr wollt einfach nur euren Willen durchsetzen. Was ist die Existenz eines Eckkneipenbesitzers schon wert gegenüber die Durchsetzung eures Willens?
        Offensichtlich ist es gar nichts wert.

        • Phil schrieb am 7. Juli 2010 at 01:51 - Permalink

          Es geht nur darum, nach zu treten, koste es, was es wolle. Eine vernünftige Antwort, warum Raucherclubs/Raucherkneipen, die entsprechend gekennzeichnet sind, schlecht sein soll, kommt keine Antwort bzw. dass man Nichtraucher damit belästigen würde, wobei niemand die darein zwingt.

      • bombjack schrieb am 7. Juli 2010 at 07:16 - Permalink

        [...]Die gesamte Diskussion geht doch völlig am Thema vorbei, denn “selbst in separaten Gaststättenräumen mit geschlossenem Lüftungssystem und in kleinen Eckkneipen” arbeiten Menschen, dessen Gesundheit es zu schützen gilt. Punkt und aus.
        [...]

        Hmmm

        Frage: Wie schaut es mit den Arbeitern aus, die auf den Straßen ihre Arbeit verrichten? Gibt es für Autoabgase eine MAK oder wird diese vorhandene Belastung einfach so hingenommen? Ich denke da z.B. an Autobahnbaustellen und Baustellen in Großstädten?
        Nimmt man nun Dein Argument für bare Münze, wäre folglich bei solchen Baustellen eine Sperrung bzw. zumindest Verringerung des Verkehrs vonnöten egal ob dies zum Kollaps führt. Komischerweise wird dies nicht gemacht, kann es sein, dass in dem Fall die Gesundheit der Arbeitnehmer den wirtschaftlichen Interessen geopfert wird?

        Das Beispiel mit den Pflegekräften habe ich in Posting 253 schon gebracht…mit anderen Worten das Argument “Arbeitnehmerschutz” zieht in meinen Augen nicht, denn es kann geregelt werden, sei es durch technische Maßnahmen oder explizite Zustimmung des Angestellten, es soll schließlich auch rauchende Bedienungen geben oder welche die dies nicht so stört dort zu arbeiten, außerdem gibt es auch Kneipen wo nur der rauchende Wirt da ist…..und zum anderen bei anderen Jobs wird eine Gesundheitsgefährdung des Arbeitnehmers einfach in Kauf genommen.

        bombjack

    257. doug schrieb am 7. Juli 2010 at 00:27 - Permalink

      Wisst ihr was Leute?
      Jens Berger hat recht.

      • Cabana schrieb am 7. Juli 2010 at 04:00 - Permalink

        Wieder was dazugelernt!

    258. Gekis schrieb am 7. Juli 2010 at 00:51 - Permalink

      Hey Nikotinjunkies nicht verzagen Dr. von Hirschhausen Fragen.

      http://www.youtube.com/watch?v=opq6Be4_eIU ;-)

      • brandubh schrieb am 7. Juli 2010 at 01:06 - Permalink

        Herrn Hirschhausen würde allerdings das Lachen vergehen, wenn in dem kleinen Theater das Rauchen erlaubt wäre.
        Schade, dass es so nicht ist, dann hätte die Anti-Raucher-Fraktion noch viel vor sich.

        Gaststätten sind keine öffentlichen Orte. Gaststätten sind Unternehmen und genauso wie ein Unternehmen, das industrielle Produkte herstellt, nicht jeden Hinz und Kunz den Zutritt aufs Betriebsgelände zulassen muss, muss auch keine Gaststätte Krethi und Plethi Einlass gewähren.
        Eine Gaststätte kann sich ihre Gäste aussuchen. Ein Gastwirt kann Nichtrauchern den Zutritt verwehren.
        Dieses Recht verwehrt die Anti-Raucher-Fraktion dem Gastwirtsunternehmer.
        Gaststätten sind also, ebenso wie andere Unternehmen private Orte.
        Die Arbeit der Anti-Raucher ist also noch lange nicht vorbei.
        So kann sie demnächst auch dem privaten Ort zu Hause verordnen, dass er rauchfrei zu sein hat. Es könnte ja mal ein Nichtraucher-Briefträger vor der Wohnungstür stehen oder Mitarbeiter der Telefongesellschaft müssen mal in die Wohnung und die müssen natürlich alle geschützt werden.

        • Namal schrieb am 7. Juli 2010 at 03:28 - Permalink

          Eine Gaststätte kann sich ihre Gäste aussuchen. Ein Gastwirt kann Nichtrauchern den Zutritt verwehren.

          Aber natüüürlich. Die gaststätte kann auch frei entscheiden ob sie gammelfleisch verkauft und alkohol an kinder ausschenkt. Eine Gaststätte ist KEIN unternehmen und darf NICHT alles tun und lassen was seh will. Sie bekommt eine ERLAUBNIS von dem Staat getränke und speisen an gäste zu verkaufen!

          • Brandubh schrieb am 7. Juli 2010 at 09:31 - Permalink

            Sinnlose Diskussion.
            Sie werden es wohl nie raffen. Raucherkneipen bieten Alkohol und den Ort, wo sich Raucher treffen können. Cafés bieten Kaffee und Kuchen. Bordelle bieten Damen an.

    259. COPOKA schrieb am 7. Juli 2010 at 02:40 - Permalink

      Also, wenn ich auf sooo viel Toleranz und Einfühlungsvermögen schon in Bildungsschicht stoße, so wird mir Angst und Bange. Wozu noch nach Afghanistan ziehen, um die Taliban mit unseren Wertvorstellungen zu beglücken? Nicht nur sie sind Menschen wie wir, sondern auch wir sind Menschen wie sie, auch wenn es im gewohnten Alltag nicht so auffällt.
      Ist es wirklich erstrebenswert, gesund zu leben um das alles länger als nötig zu ertragen? Was gewinnt man eigentlich, wenn das Unvermeidliche um 10 oder 15 Jahre verschoben wird? Wird das eigene Leben dadurch aufgewertet?

      • Namal schrieb am 7. Juli 2010 at 03:35 - Permalink

        Ist es wirklich erstrebenswert, gesund zu leben um das alles länger als nötig zu ertragen?….

        Von menschen, die sich selbst vergiften und das noch als “genuss” bezeichnen, also offensichtlich an einer üblen form von schizophrenie leiden, ist es nicht verwunderlich zu hören, dass sie nur leiden und ihe umwelt nur unter drogen aushalten.

      • Cabana schrieb am 7. Juli 2010 at 03:55 - Permalink

        Wie wäre es mit einem kleinen Lungenkrebs? Gleich morgen? Dann wird der Gewinn vielleicht deutlich.

        • Brandubh schrieb am 7. Juli 2010 at 09:37 - Permalink

          Liebe(r) Cabana, noch geht es nicht darum den Leuten das Rauchen zu verbieten. Es geht hier erst einmal um die Frage, wo die Raucher noch rauchen dürfen.

          Apropos dein Wunsch, dass Raucher doch am besten Lungenkrebs bekommen sollen, damit sie kuriert sind. Wie wäre es, wenn du morgens aufstehst und plötzlich Lungenkrebs hast?
          Alles schon mal vorgekommen: Nichtraucher, der sich kaum unter Rauchern aufhält, bekommt Lungenkrebs. Haustiere beispielsweise sind ein Lungenkrebsrisiko, z. B. Wellensittiche,
          aber auch Hunde, Katze. Fernfahrer haben ein Risiko. Aber auch Stahlarbeiter, Minenarbeiter, Leute, die mit Asbest arbeiten etc. Genetik spielt auch eine Rolle.
          Was meinst du, wieviele Leute sauer auf Helmut Schmidt sind? Der pafft und pafft und
          wer wird lungenkrank?

          Jedes Jahr erkranken 40000 Menschen an Lungenkrebs. Das Risiko als Raucher
          Lungenkrebs zu bekommen, beträgt 0,1%. Das Risiko als Nichtraucher, Lungenkrebs zu bekommen beträgt 0,0015%. Aber eines ist sicher: das Risiko irgendwann zu sterben, ist für jeden von uns 100%.

          • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 02:10 - Permalink

            Quelle? Mit liegen andere Zehlen vor und zwar 0,1% (raucher) und 0,04% (nichtraucher).

        • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 02:12 - Permalink

          wie wäre es mit bildung, gleich jetzt?

      • Vogel schrieb am 7. Juli 2010 at 09:16 - Permalink

        Was gewinnt man eigentlich, wenn das Unvermeidliche um 10 oder 15 Jahre verschoben wird? Wird das eigene Leben dadurch aufgewertet?

        Für mich die Perle unter all den Kommentaren und Argumenten!

    260. OAlexander schrieb am 7. Juli 2010 at 03:59 - Permalink

      Die Argumente sind ausgetauscht. Ändern wird das auch nichts mehr. Die Liberalitas bavariae hat sich selbst artig durch den Fleischwolf gedreht. Als Raucher werde ich mich nicht alle Stunde mal vor die Tür stellen, zudem, es könnte ja auch kalt sein und regnen. Unbequem saufen kann ich auch daheim. Die Kneipiers, die meinen, dass nun plötzlich alle Nichtraucher nur so in die Kneipen strömen werden lange warten. Auch die Raucher, die nach einem langen Nichtrauchertag im Büro noch in die nächste Kneipe einziehen und dabei auch noch ein paar Nichtraucher mitziehen werden ausbleiben.

      Das große Sterben der Pubs im Königreich und Irland sollte keinem der die Sache verfolgt unbekannt geblieben sein.

      Das ganze wird unweigerlich also zu einem Kneipensterben führen, und in Bayern gibt’s dann halt auch bald viele Orte ganz ohne Wirtshaus. Stammtisch und Kartenrunde finden ohne mich statt, die Lösen sich auf und dem Wirtshaus fehlen alein daher 100 Trinkerstunden pro Woche zu je 5 Euros Umsatz. Zum einen gibt es damit einige Arbeitslose, und auch einige Verkehrstote, mehr (bei Verkehrstoten immer auch ein mehrfaches an Krüppeln dazu rechnen). Am schwerwiegendsten dürfte aber der Verlust an sozialen Austausch und damit gesellschaftlicher Kohäsion wiegen. Entfremdung ist das Wort.

      “Australier” berichtet auf #136 enthusiastisch vom Erfolg des Nichtrauchens in South Australia. Auch dort sind die Pubs leer. Die leben nur noch von den Pokermaschinen die drin aufgestellt sind. Da hocken sie den ganzen Tag vor den Maschinen werfen Münzen und nun auch Geldscheine in die rein – und reden dabei kein Wort miteinander. Bier schenken die Pubs nur noch aus, weil man zum Pokermaschinenbetrieb eine Pub-Lizenz braucht – Geld macht man damit keines mehr. South Australia hat auch mit Nick Xenophon einen Single-Interest Kandidaten ins Parlament gewählt der einzig und allein dafür steht, dass er gegen “Pokies” ist.

      Australien ist mittlerweile auch dafür bekannt, dass die Polizei in ihren dieser Tage eher miliz-artigen Uniformen in Sechsergruppen die Strände patrouilliert und stichprobenmässig auch die Taschen von auch unschuldigst ‘rüberkommenden Familienverbänden inspiziert ob da auch wirklich keinerlei alkoholische Getränke drin sind.

      Aber auch die Internet Zensur in Australien macht munter Fortschritte. Nach den alsbald anstehenden Wahlen wird Australien das erstliche westliche Land mit einem nationalen Filtersytem sein.

      Das Wort “Liberalität” verkommt zusehends zum rein wirtschaftskundlichen Begriff – weltweit.

      • OAlexander schrieb am 7. Juli 2010 at 04:37 - Permalink

        Die Konsequenz des ganzen ist natürlich, dass sich nach der ganzen Chose die Nichtraucher in nicht vorhandenen lokalen Eckkneipen und Wirtshäusern nicht die Hucke vollsaufen können, was natürlich auch die Leber schont. Einige zentral gelegene Mega-Besäufnisanstalten werden wohl profitieren, wenngleich der Gesamtkonsum beträchtlich abnimmt – Profiteure sind auch die Nicorette-Pharma-Hersteller. Insgesamt ist die Funktion der lokalen Trinkanstalt, die kleine Kneipe, das örtliche Wirtshaus, der Kiosks mit Innenraum, weit unterschätzt und deren Abwesenheit wird vielfältigen Niederschlag finden; auch in der Kriminalitätsrate.

        Und das alles wegen der “charakterschwachen” Nichtraucher, die sich immer wieder von Rauchern in deren “Höhlen” reinziehen lassen. Marktwirtschaft sagt mir, die sollen ihre eigenen Läden aufmachen. Nichtraucherkneipen rechnen sich halt nicht, mit oder ohne Gesetz und Alternativen.

        In Australien hat das auch die Konsequenz, dass nach der Zensur die Australier dank des National Broadband Network kein Porno und kein MP3 schneller runterladen können als alle andere Länder der Welt.

    261. henry schrieb am 7. Juli 2010 at 04:16 - Permalink

      Stimme dem Artikel als Nichtraucher zu, wundere mich über die (billige) Moralität des deutschen Mittelständlers und halte es auch hier mit Spinoza, an dem Punkt, daß nur die Unkenntnis der wahren Ursachen uns die Einbildung der Freiheit … erlaubt.
      Nach dem Verfall früherer emanzipatorischer Hoffnung stürzt man sich nun auf Welt(en)rettung auf magerem Boden.
      Ein Zeitgeist, der nicht anders kann, als sich zu langweilen und sich zu ekeln.
      Es gab mal eine Tabakkultur.
      Sie hat/te grundlegende gesellschaftliche Basis.
      Seit wir im Zeitalter der Gesundheitspanik und der Desinfektionswut, seit dem gerät aus dem Blick, daß, wo Politik auf wichtigen Feldern versagt, Pseudopolitok herhalten muß.
      Rauchen und dessen Kultur wird so dargestellt, als wäre sie ein Massenvernichtungsmittel. Die Art und Weise des Herangehens- nicht nur an diese Frage- stellt sich da, als eine sauberkeitsbesessene Vernunft, die die Welt von allem Schmutz befreien will.
      Mir scheint diese “Vernunft” sehr nahe an einem nazistischen Verhältnis zur Gesellschaft, also einer Vorstufe, die dann bald alles “Unreine” ausmerzen will.
      Und: weil hier grad das “Saubere” aus Bayern zu kommen scheint: man duldet wohl eher Kreuze in den Klassenzimmern, als Raucher auf dem Flur.

    262. schmoke schrieb am 7. Juli 2010 at 08:26 - Permalink

      Für die gegenwärtigen Raucher ist das unbequemst, für Wirte wirtschaftlich kacke,, aber für alle die nachkommen wird es imo ein deutliches Zeichen sein und ein Hindernis auf dem Weg in die Sucht, das wird im Endeffekt (zusammen mit hoffentlich weiteren Maßnahmen) helfen Leben zu retten, und damit sollten die vorgenannten Nachteile in den Hintergrund rücken, oder?
      Sage ich als Kettenraucherin, die schon bei dem Gedanken an eine rauchfreie 5-Stunden-Zugfahrt die Krise kriegt.
      Ich rede mir diese Versklavung aber auch nicht mehr schön als Protesthaltung. Habe ich jahrelang getan, jetzt nicht mehr, der nächste Schritt ist die Umsetzung, bisher nach wenigen Stunden an akutem Durchdrehen gescheitert.
      Ich freu mich auf den Tag, an dem ich meine 10 € an was besseres verschwende als an eine übrigens zutiefst ausbeuterische Industrie, die mir nen Sargnagel an jeder Ecke feilbietet.

    263. ManeD schrieb am 7. Juli 2010 at 10:27 - Permalink

      Dieser Artikel trifft den Nagel auf den Kopf. Wer denkt, es ginge hier nur um das Rauchen, hat nicht gelernt, zwischen den Zeilen zu lesen. Bei meinem Engagement gegen das von der ÖDP entworfene neue Nichtraucherschutzgesetz durfte ich leidvoll erfahren, wie diese Partei taktiert. Auf einer Podiumsdisskussion musste ich mich als “gestanksüchtigen, jugendverführenden Anarchisten” bezichnen lassen. Politische Korrektheit sieht anders aus, bzw. bedient sich einer anderen Wortwahl.

      Ich kann hier nicht alles darstellen, was ich in den letzten 6 Wochen an politischer Unfairness erleben durfte. Nur eines: Die Nichtraucherlobby hat zu Mitteln gegriffen, die ich als überzeugter Demokrat in jeglicher Hinsicht ablehne… Solch eine (einseitige) Schlammschlacht muss ich nicht unbedingt noch einmal erleben.

      Mit fairen und toleranten Grüßen
      Manfred

    264. Meerbuscher schrieb am 7. Juli 2010 at 10:38 - Permalink

      Die eigentliche Problematik sehe ich vor allem im Missbrauch direkter Demokratie im Interesse des Verbotes individueller Freiheiten.

      Welche Chance hatten denn die Raucher überhaupt bei dieser Wahl? Mal eine Milchmädchenrechnung (ich unterstelle, ein Raucher ist gegen, ein Nichtraucher für ein Rauchverbot): Wenn man davon ausgeht, dass “Pi mal Daumen” derzeit etwa 27% der Bevölkerung Raucher sind und Bayern ebenso “Pi mal Daumen” ca. 9.7 Mio. Wahlberechtigte aufzuweisen hat, dann haben wir es mit ca. 2.6 Mio. wahlberechtigten, rauchenden Lederhosen zu tun, denen 7,1 Mio. nichtrauchende Spaßbremsen gegenüber stehen. Wenn nun mind. 36.7 % der Nichtraucher zur Wahl gehen (die Gesamtwahlbeteiligung lag tatsächlich bei 37.7%) und für ein Rauchverbot stimmen, brauchen die Raucher erst gar nicht zur Wahl antreten, selbst wenn sie zu 100% zu den Wahlurnen flitzen würden. Wenn nur 20% der Nichtraucher zur Wahl gehen, müssen sich immer noch ca. 55 % der Raucher keuchend ins Wahllokal schleppen. Unwahrscheinlich – Werte wie bei einer Landtagswahl?

      Erschwerend ist beim Rauchen ja tendenziell eine gewisse Schichtenproblematik zu beobachten – was in Bayern zugegebenermaßen nicht so zum Tragen kommt – in anderen Bundesländern aber eine stärkere Rolle spielen könnte. Gerade in sozialen Schichten, in denen eher viel geraucht wird, gibt es bei anderen (politischen) Wahlen, ebenso tendenziell den Hang zur geringen Wahlbeteiligung.

      Jens hat es angemahnt:

      [...] Wo bleibt da die Gleichheit der Waffen? [...]

      Die gab es nie. Demgemäß: Ein demokratischer Akt war das ganze unwürdige Spiel denn wohl auch nie. Den eigentlichen Witz an der ganzen Aufregung sehe ich aber hier:

      Den großen Zigarettenfirmen, sagt ein Insider, sei der Volksentscheid ziemlich egal. Er habe kaum Einfluss auf ihre Umsätze.

      soweit der DLF in einem Interview zum Thema der Finanzierung der Kampagnen. Süchtige müssen ihrer Sucht nun mal nachgehen und da bringen Verbote erfahrungsgemäß fast gar nichts. Der Vorteil für uns Nichtraucher ist natürlich, sie qualmen wenigstens nicht mehr uns voll.

      Klar, ein grundlegendes Prinzip der Demokratie ist wohl das der Mehrheitsentscheidung. Aber man sieht an diesem Beispiel auch, wie es um den Minderheitenschutz steht. Geringe Wahlbeteiligungen führen dazu, dass relativ kleine Minderheiten sich wie Mehrheiten gerieren und damit die Freiheiten von anderen Minderheiten einschränken können. Ist das demokratisch und im Sinn eines liberalen Rechtsstaats? Ich meine, hier ist man vermutlich zu weit gegangen.

      Am Ende geht es mir aber wohl wie vielen, ich finds im Ergebnis irgendwie gut, liegt wohl daran, dass ich mich heutzutage in solchen Kneipen nicht mehr herumtreibe. Heute nervt mich nur noch ab und zu der rauchende Nachbar über mir. Zum Schutz seines Neugeborenen geht er wohl auf den Balkon, um sich den Schuss zu setzen, dafür qualmt er halt uns Nachbarn voll und ab und zu stinkts im Treppenhaus. Aber was solls – dafür hat er am Wochenende von mir im Gegenzug ein bisschen Grillduft bekommen. Solange alles im Rahmen bleibt …

      Dass es überhaupt so weit kommen konnte, ist natürlich auch mit Schuld der Raucher, die es immer als ihr ureigenstes Recht angesehen haben, sich die Freiheit herausnehmen zu können, die Welt mit ihrer Sucht zu beglücken.

      P. S. Ich lese gerade, es waren 9.4 Mio. Wahlberechtigte … sei es drum, das macht die Kuh jetzt auch nicht mehr fetter.

      • ManeD schrieb am 7. Juli 2010 at 11:05 - Permalink

        Zum Thema Gleichheit der Waffen

        In Traunstein (Oberbayern) durften wir als Gegner des totalen Rauchverbots nicht plakatieren. Weil wir keine im Bayrischen Landtag vertretene Partei sind. Die ÖDP hatte jedoch die SPD und die GRÜNEN mit an Bord und durfte daher plakatieren wie wild.

        Den Veranstaltungsort für eine Podiumsdiskussion hat der ÖDP-Kreisverband Traunstein sowohl auf seiner Website, als auch in der lokalen Presse falsch angegeben. Daher standen wir 12 Gegner des Volksentscheides einer Mehrheit von ca. 40 Befürwortern gegenüber. Diese wurden jedoch nachweislich aus 3 Landkreisen (Landkreis Traunstein, Rosenheim und Berchtesgadener Land (TS, RO, BGL)) “zusammen geholt”.

        Nur auf Umwegen gelang es uns, den richtigen Veranstaltungsort zu erfahren. Selbst am Tag vor der Podiumsdiskussion behauptete der Initiator des Volksentscheides, Herr Sebastian Frankenberger bei einem persönlichen Telefonat noch, selbst nicht zu wissen, wo die Veranstaltung stattfinden würde. Eine gleichlautende Anfrage meinerseits an den ÖDP-Kreisvorstand (per Mail) blieb unbeantwortet.

        In München wurden Plakate der Gegner des totalen Rauchverbots mit Kot beschmiert. Andere Plakate wurden von der Gegenseite einfach überklebt.

        An unserem Infostand in Traunstein bekamen wir die beste Resonanz von älteren Damen und Herren, die in ihrer Kindheit oder Jugend noch einen totalitären Verbotsstaat erleben mussten. Sie fühlten sich durch diverse Kampagnen der Befürworter des totalen Rauchverbots an diese Zeit erinnert….

    265. Banana Joe schrieb am 7. Juli 2010 at 11:19 - Permalink

      Tags: Deutschland Menschenrechte
      Bitte ergänzen:
      +Polemik

      Lieber Jens,

      diesen Artikel -der den Freiheitsbegriff sehr überstrapaziert- hättest Du Dir sparen können. Frank Powers hat es schon geschrieben (siehe hier)

      Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit der anderen anfängt. Einfach mal drüber nachdenken.

      Oder anders formuliert: Die Freiheit des einzelnen endet dort, wo die Freiheit der anderen einschränkt wird. So ist es! Einfach mal drüber nachdenken. (Gerne auch bei einer schönen Zigarette z.B. auf dem Balkon eines Mehrfamilienhauses, wo oberhalb dieser Wohnung ein Nachbar (Nichtraucher) sich beim Lüften der Wohnung über den “freiheitlich frischen Rauch” des “freiheitsliebenden” Nachbarn erfreut)

      Banana Joe

      P.S. Gratulation zu den vielen Kommentaren z.Zt. 777; trotzdem nur 15 Flattr Punkte – Das sagt alles über die “Qualität” dieses Artikels. Meine Wertung: einer Deiner schwächsten Artikel lieber Jens! Leider BILD Niveau – nur mehr Text. ;-)

    266. Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 11:34 - Permalink

      Lieber Jens Berger,

      eigentlich lese ich ihren Blog meistens recht gerne – auch wenn ich nicht immer einer Meinung bin.
      Doch dieses Mal scheinen sie nichts weiter getan/geleistet zu haben, denn von der AZ, TZ und Bild abzuschreiben.
      Mit Vergleichen, die Raucherschützer in die Nähe von Faschisten rücken, disqalifizieren sie sich selbst.
      Ihnen würde ob ihrer Arroganz langsam mal die Lektüre der einen oder anderen wissenschaftlichen Studie (aus der Soziologie, wie aus der Psychologie) gut tun, sofern sie überhaupt in der Lage sind, eine solche zu verstehen.
      So langsam zweifle ich nämlich an ihrer Kompetenz – viel zu oft höre ich sie lediglich in das Horn, das bereits 100mal ertönte, stoßen…

    267. Gyna Philia schrieb am 7. Juli 2010 at 11:39 - Permalink

      Die Freiheit des Einen hört dort auf, wo die des Anderen entscheidend berührt wird.
      Ich habe nichts dagegen, wenn Leute rauchen – wenn sie es dort tun, wo ich es nicht riechen/einatmen muss.
      Wenn ich in einem Restaurant sitze und esse, und ich bekomme Zigaretten- oder Zigarrenqualm in die Nase, vergeht mir der Appetit. Es stinkt, es verdirbt den Appetit, und man schmeckt nichts mehr. Um diesem Rauch zu entfliehen, habe ich auch schon gezahlt ohne aufzuessen.
      Was ich sehr interessant finde ist, dass ich einem Haus wohne mit nur 1 rauchenden Mietpartei, aber 7 Mietparteien, die nicht rauchen. Die Raucher rauchen nur in ihrer Wohnung/Balkon und ausserhalb des Gebäudes, aber trotzdem werden alle anderen durch sie belästigt: sobald er die Wohnungstür aufmacht, wabert der Gestank nach draussen und sinkt langsam durch Treppenhaus nach draussen. Ok, im Sommer kann man die Fenster aufmachen, aber im Winter??? Auch der Aufzug stinkt durch die qualmgetränkten Klamotten…. Und im Sommer haben wir Anspruch – wenn der Wind ungünstig steht – Anspruch auf seine Wolke vom Balkon, so dass wir die Türen schliessen müssen und den Balkon verlassen. Wir Nichtraucher haben das alle festgestellt, aber da wir ‘tolerant’ sind, lassen wir ihn “geniessen” und begnügen uns mit verbalem Auskotzen unter uns.
      Ich stelle mir gerne vor, in solchen Momenten hole ich mein Weihrauchschälchen raus, lege ein paar Styroporkügelchen hinein, und zünde sie an. Und wenn jemand sich beschwert, dann sage ich einfach nur: “Ich brauche das. Das ist meine Freiheit, das ist mein Genuss.”
      Oder ersetzen wir das durch ein mitgebrachtes Radio: ich lasse es gegen die Restaurantmusik anplärren, mit der gleichen Begründung.
      Ich nenne Rauchen in der Öffentlichkeit “unsoziales Verhalten”, und derartiges wird in unserer ‘demokratischen’ Gesellschaft nun mal rechtlich geahndet/verfolgt, und Gesetze sind in der Regel eine Mehrheitsenscheidung (wenn auch nicht vom Volk).
      PS: die wirtschaftliche Seite ist hier beiseite gelassen – das würde mal eben das “Kapital” füllen.
      PPS: der Mensch braucht kein Zigaretten-/Zigarren-/Pfeifenrauch zum Leben (vor 400 Jahren wusste man im fortschrittlichen Europa nicht mal, was es ist).

      • bombjack schrieb am 7. Juli 2010 at 11:57 - Permalink

        [...]Die Freiheit des Einen hört dort auf, wo die des Anderen entscheidend berührt wird.
        Ich habe nichts dagegen, wenn Leute rauchen – wenn sie es dort tun, wo ich es nicht riechen/einatmen muss.[...]

        Wie verträgt sich das mit dem generellen Verbot des Rauchens ohne Ausnhame d.h. z.B. Raucherclubs oder Raucherkneipen, wo jeder weiß der hineingeht hier wird geraucht…

        bombjack

        • Gyna Philia schrieb am 7. Juli 2010 at 12:09 - Permalink

          Ich bin für Raucherclubs bzw. -kneipen, die deutlich gekennzeichnet sein müssen.
          Aber: ich erinnere mich an Situationen, wo wir toleranten Nichtraucher, nur wegen eines oder zwei Rauchern in unserer Gruppe extra in Raucherabteilen gesessen haben. Wenn die Mentalitäten sich dermassen ändern, dass die SCHWEIGENDE Mehrheit sich regelmässig durchsetzt (Ausnahmen bestätigen die Regel), dann bin ich auch davon überzeugt, dass diese Raucherclubs bzw. -kneipen eine absolute Minderheit ausmachen werden/würden. Denn welcher soziale Raucher würde ausschliesslich wegen des Rauchens eine solche aufsuchen?

          • bombjack schrieb am 8. Juli 2010 at 08:58 - Permalink

            [...]Ich bin für Raucherclubs bzw. -kneipen, die deutlich gekennzeichnet sein müssen.[...]

            Klar…nur warum kommt das im Entwurf der Rauchgegner nicht vor, sondern ein komplettes Rauchverbot? Sorry, da drängt sich eben bei mir der Gedanke auf, dass es diesen Damen und Herren nicht um das Rauchen an sich geht, sondern sie es genießen anderen Vorschriften machen zu können.

            [...]Aber: ich erinnere mich an Situationen, wo wir toleranten Nichtraucher, nur wegen eines oder zwei Rauchern in unserer Gruppe extra in Raucherabteilen gesessen haben.
            [...]

            und ich kenne eine Menge Situationen wo es genau anders rum war, als Gelegenheitsraucher habe ich mir den Rauch verkniffen bzw. mich entfernt um andere nicht zu stören….

            bombjack

    268. Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 12:33 - Permalink

      Hat hier irgendjemand der Schlaumeier (inklusive Herr Berger) den fraglichen Gesetzesentwurf überhaupt gelesen?
      Oder plappert ihr nur den Bullshit der Medien nach?

      “Totales Rauchverbot” – wenn ich das schon lese….Dass ist “totaler Schwachsinn”…

      In der Gastronomie gibt es weiterhin eine Ausnahmeregelung, die besagt, dass geraucht werden darf, wenn ein Raucherbereich eingerichtet ist, der keinen ständigen Luftaustausch mit dem Nichtraucherbereich aufweist.

      Also: Erst lesen, dann geistigen Dünnpfiff abgeben…

      • AndreasM schrieb am 7. Juli 2010 at 13:34 - Permalink

        Ich habe das Gesetz gelesen.
        Gaststätten sind darin (zusammen mit einigen anderen vom Rauchverbot betroffenen Kategorien) von der Nebenraumregel ausgenommen. Sie dürfen also keinen Rauchernebenraum einrichten.

        • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 13:38 - Permalink

          Falsch – nochmal lesen und die Artikelbezüge richtig verstehen…
          Gaststätten sind nicht ausgenommen – ausgenommen sind lediglich Schulen, Kindergaärten, etc….

          • AndreasM schrieb am 7. Juli 2010 at 14:00 - Permalink

            (1) 1 Der oder die Verantwortliche (Art. 7) kann abweichend von Art. 3 Abs. 1 Satz 1 für jedes Gebäude oder
            jede Einrichtung das Rauchen in einem Nebenraum gestatten. 2 Satz 1 gilt nicht für Einrichtungen nach Art. 2
            Nr. 2 – mit Ausnahme von Einrichtungen der ambulanten und stationären Suchttherapie sowie der Erziehungsund
            Eingliederungshilfe für Jugendliche und junge Volljährige – sowie nicht für Einrichtungen nach Art. 2 Nrn. 6
            bis 8

            Die Nebenraumregel gilt also nicht für Einrichtungen nach Art. 2 Nrn. 6-8.
            Art. 2 Nr. 8 sind aber die Gaststätten. Somit können sie keinen Nebenraum nach Art. 2 Satz 1 einrichten.

            • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 14:43 - Permalink

              Stimmt…sorry….sie haben recht…

              Ändert aber nichts an den Argumenten FÜR einen Nichtraucherschutz, und verstärkt nur das Argument der Wettbewerbsgerechtigkeit…

              P.S.: Im Übrigen bin ich selbst Raucher…

    269. falsch schrieb am 7. Juli 2010 at 12:36 - Permalink

      “Ich rauche gern”, aber keiner darfs wissen:
      Bald steigen dann auch die Krankenkassenbeiträge für “Selbstschädiger”

    270. fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 12:44 - Permalink

      Gyna Philia schrieb am 7. Juli 2010 at 12:09
      Ich bin für Raucherclubs bzw. -kneipen, die deutlich gekennzeichnet sein müssen.

      Das kann ich Ihnen nicht so recht abnehmen, sonst hätten Sie sich gar nicht erst bemüßigt fühlen müssen, hier Stellung zu nehmen – der Volksentscheid wäre dann nämlich nicht nötig gewesen.
      Überhaupt muß ich hier eindeutig eine Lanze für Herrn Berger brechen, er hat den Nagel auf den Kopf getroffen. Er prangert nicht die Nichtraucher – Unterstützer an, sondern die Totalitaristen jeder couleur. Und stellt fest, dass sich unter dem Banner des TOTALEN Rauchverbots sehr viele davon tummeln. Eben alle, die das >totale< Rauchverbot gutheißen. Trittbrettfahrer, die immer dabei sind, wenn es etwas total zu verbieten gilt. Und er hat recht. Genauso, wie er recht hat mit der Vermutung, es handle sich in vielen Fällen um Lustfeinde, wobei ich diese eher als Lustneider bezeichnen würde.
      Ich weiß, ich werde gesteinigt dafür, trotzdem behaupte ich: Die Schäden des Passivrauchens sind herbeigeredet und unbedeutend, ihre Relevanz ist kampagnenmäßig aufgeplustert worden, so wie die Schweinegrippe-Pandemie, bei der im Nachhinein alle gelangweilt abwinken.

      • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 12:51 - Permalink

        Aber lesen können sie schon, oder?

        Wie dummdreist gehts eigentlich noch?

        Es gibt kein “totales Rauchverbot” – so ein Bullshit kann nur von einem Bildleser kommen…

        • fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 13:29 - Permalink

          Jetzt kriegen Sie sich erst mal wieder ein, Herr Markus: Wie und wo bitte soll eine Eckkneipe einen Raucherraum einrichten? Und warum keine Raucherclubs?
          Das ist doch noch zusätzlich perfide, hämisch entgegenzuhalten, man könne ja einen Extraraum einrichten, wohl wissend, dass die Praxis dies nicht zulässt.

          Und nachfolgend ein Auszug von der HP der Gesetzesinitiative:
          …….
          Der Gesetzentwurf des Volksentscheides „Für echten Nichtraucherschutz“
          Gesetzesbestimmungen:
          Der Gesetzentwurf des Volksentscheides unterscheidet sich von dem Wortlaut des bayerischen Gesundheitsschutzgesetzes in der Fassung vom 12.12.2007 nur in einem Punkt. Diese Änderung betrifft Art. 2 Nr. 8: Die Klausel „soweit [die Gaststätten] öffentlich zugänglich sind“ wird ersatzlos gestrichen. Damit entfällt die Rechtsgrundlage für die Einrichtung von Raucherclubs.

          Umsetzung in die Praxis: In der Praxis zielt der Gesetzentwurf auf ein komplett rauchfreies Gastgewerbe.
          …………

          • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 13:44 - Permalink

            Schonmal andersrum gedacht?
            Welchen Wettbewerbsvorteil würden sich denn solche “Eckkneipen” verschaffen durch diverse Ausnahmeregeln, die das Rauchverbot in diesem Gesetzesentwurf umgehen?
            Denn wo fängt eine “Eckkneipe” an, eine “Eckkneipe” zu sein?
            Ab welcher Größe ist ein Raucherraum zumutbar?

            Da gäbe es wieder nur ein Gedrängel der Gastwirte vor den Gerichten und der Steuerzahler darf dann die lächerlichen Diskussionen von “Eckkneipen”-Besitzern vor Gericht zahlen…

            Klare Regelungen – wie auch immer sie aussehen – schützen vor allzu viel Bullshit, der nur kostet.

            • fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 14:04 - Permalink

              Die vorherige Regelung war doch eindeutig: Raucherkneipen bis 70 m². Wo soll es da Deutungsspielraum geben?
              Und es geht nicht um deren Wettbewerbsvorteile, sondern um ihre Existenz, die durch eben diese entweder/oder – Haltung ausgelöscht werden soll. Diese Unangepassten sollen auch noch in der letzten Eckkneipe “ausgeräuchert” (wie passend!) werden.

          • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 14:18 - Permalink

            Nebenräume von Diskotheken und anderen Tanzlokalen, „sofern sich darin keine Tanzfläche befindet“ (GSG Art.6 Abs. 1)

            Hier gibt es Deutungsspielraum…denn was ist ein Tanzlokal? Und was ist ein Nebenraum?
            Denn in einem Tanzlokal muss der Nebenraum nicht WIRKLICH abgetrennt sein…

            Außerdem: Was zählt alles zu den 74 m2?
            Garderobe? Eingangsbereich? Theke? Oder darf ich das alles wegrechnen?
            Jeder Jurist konnte dieses Gestz zerreißen…

            • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 14:49 - Permalink

              Ich verstehe im Übrigen noch immer nicht, wie das Rauchverbot Gaststätten gefährden soll…

              Wenn es für alle gilt – und zwar OHNE deutbare Ausnahmen -, hat niemand einen Nachteil gegenüber Wettbewerbsteilnehmern.

            • fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 14:55 - Permalink

              Die Definition kostet doch genau einen Satz, z.B. “Dazu gehören alle Räume.” Punkt. Aber darum geht es doch ohnehin nicht, sondern um das TOTALE.
              Wie AndreasM, der offenbar besser als wir beide lesen kann, weiter oben nachgewiesen hat, gilt ja das TOTALE Rauchverbot.

            • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 15:05 - Permalink

              Selbst in Anbetracht der Tatsache, dass in Gaststätten nicht mehr (unter keinen Umständen) geraucht werden darf, handelt es sich dennoch nicht um ein TOTALES Rauchverbot – schließlich darf ich ja sonst überall (draußen, zu Hause) rauchen.

              TOTAL wäre das Rauchverbot, wenn ich als Raucher eine Strafe fürs Rauchen bekäme.

              Hier geht es ja nichtmal um ein Rauchverbot, sondern lediglich um ein Nichtraucherschutz-Gesetz, welches die Nichtraucher vor UNS Rauchern schützt.
              Und ja, das auch uns Raucher ein Stück weit vor uns selbst schützt…

            • fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 15:19 - Permalink

              Die Gaststätten waren und sind aber doch der einzige Streitpunkt der Auseinandersetzung. Also bitte: Es gilt das totale Gaststätten-Rauchverbot.
              Aber lassen wir es gut sein…

    271. Claudia schrieb am 7. Juli 2010 at 12:48 - Permalink

      Danke, Herr Frankenberger. Ich habe heute meine Kündigung zum 1. August bekommen. Mein Chef muss sein Lokal zusperren. So bin ich als alleinerziehende Mutter erstmalig in meinem Leben auf Hartz IV angewiesen. Die toleranten Arbeitszeiten, die ich in den letzten drei Jahren genießen durfte und die ich wegen meiner Tochter derzeit noch brauche,, werde ich so schnell wo anders nicht mehr vorfinden.
      Jetzt können diejenigen, die für diesen Mist gestimmt haben, auch nicht in unser bald ehemaliges Lokal gehen, denn sie werden vor einer verschlossenen Türe stehen.
      Danke noch einmal, Herr Frankenberger, danke an all diese fanatischen Nichtraucher und danke an all die Raucher, die ihren Allerwertesten nicht hochbekommen haben um mit Nein zu stimmen. Ihr habt meiner Tochter und mir den Lebensunterhalt genommen. Fühlt sich das wenigstens gut an?

      • H. Müller schrieb am 7. Juli 2010 at 16:19 - Permalink

        Ach Gottchen, mir kommen die Tränen.
        Wer hat dich denn für diesen Beitrag gesponsert?

        • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 00:50 - Permalink

          So eine Menschenverachtung widert mich an. Wir leben in Zeiten der Hartz-Gesetze. Da zeigt sich wieder eimal das faschistoide Weltbild des verhetzten Anti-Raucher-Mobs

          • H. Müller schrieb am 8. Juli 2010 at 12:01 - Permalink

            Du bist der beste Beweis dafür, dass Nikotin erhebliche Durchblutungsstörungen im Gehirn verursachen kann.

            • Chris Sedlmair schrieb am 10. Juli 2010 at 11:11 - Permalink

              Ja, so sind die aufwiegler des Mobs. Danke für die Beweisführung. So muß ich weniger schreiben. ;-)

      • Banachraum schrieb am 10. Juli 2010 at 15:37 - Permalink

        Ich glaube Dir kein Wort.

    272. huppiefluppie schrieb am 7. Juli 2010 at 12:49 - Permalink

      Kann nicht mal jemand dem armen Blogger recht geben????

      In meiner Auffassung hätte dieser Artikel auch von einem (sehr) Links-Liberalen NICHTRaucher geschrieben werden können, da es nicht um das Rauchverbot per se, sondern um den Regelungswahn der Politik im allgemeinen geht (hier eben am Beispiel des strengen Rauchverbotes in Bayern). Dies ist mir als Freiheitsliebender Bürger (Liberal verbindet man immer so schnell mit der FDP …) genauso ein Dorn im Auge wie dem Verfasser dieses Artikels. Allerdings gibts es da schlimmere dümmere nervigere unsinnigere Gesetzte zur Eindämmung der “persönlichen Freiheit”.

      Was dann allerdings doch sehr schade ist, ist das zwar richtige und gute Argumente angeführt werden und hervorragend durch Zitate (vor allem die von Laotse und Larry Flynt) unterstützt werden, der Verfasser daraus dann, wohl aus persönlichem Denken, aber (meiner Meinung nach) die falschen Schlüsse zieht.

      In einer egoistischen unsozialen(zumindest in den Köpfen der Menschen) Nehmergesellschaft wie der Unseren kann man gewissen Missständen eben nur per Gesetz begegnen. Nicht umsonst beschweren sich hier viele über rücksichtslose Raucher (das ist wirklich Realität!!). Für Freiheit benötigt man eben eine gewisse Intelligenz, nicht zuletzt auch um sich in andere hinein versetzen zu können (wie hier im Schlussteil, im Zitat von Larry Flynt, ja auch beschrieben wird) und die ist meiner Meinung und Erfahrung nach im Moment NICHT vorhanden! Wenn Laotse also von der Menge der Vorbote auf die Armut des Volkes schließt, hat er wohl recht, aber man muss sich dann wohl eingestehen, dass wir eine sehr arme Gesellschaft sind.
      In meinem Verständnis ist das die richtige Schlussfolgerung der Argumentation und nicht das Rauchverbot zu verurteilen.

      Und weils so gut passt in Stichworten noch andere Fehleinschätzungen:
      - Die Freiheit der Wirte wird beschnitten? Wenn Gastronomen schon bei einem generellen Rauchverbot befürchten, dass sie sich nicht halten können, wie soll dann ein einzelner Wirt ein Rauchverbot in seiner Kneipe durchsetzen können, ohne schließen zu müssen. Nennst du das Freiheit???
      - Nichtraucherschutz ist genussfeindlich? Ich verstehe immer noch nicht wie Rauchen (wie die meisten Raucher es zumindest betreiben) mit Genuss zusammenhängt? Wenn dass Nikotin und Rauchteilchen die Schleimhäute lahm legen, die Zähne und die gesamte Umgebung gelb färben, die Lunge beschädigt und damit das Atmen erschwert, so dass ein gewöhnlicher Spaziergang durch die Natur zur Herausforderung wird und zu guter Letzt Geruchs- und damit den Geschmackssinn Lähmt (Schmecken ist wohl Genuss per se für die meisten Menschen) hat dass für mich wenig mit “Genuss” zu tun…
      - Außerdem beschneidet dieses Gesetz NICHT die Freiheit der Raucher!! Sie dürfen weiterhin auf der Straße und zu hause ihrem Laster nachgehen und dass ist denke ich ein akzeptabler Kompromiss wenn man bedenkt was Raucher in ihrer Umgebung anrichten (da will ich noch mal die ganzen “Anti-Raucher” anführen, die sich wohl nicht so radikalisieren würden, wenn sie sich nicht zumindest irgendwie belästigt fühlen würden. Dafür sind es einfach zu viele!). Außerdem ist nackte Haut, wie sie hier angeführt wird, in freier Gesellschaft ja nun auch nicht Gestattet.

    273. salvo schrieb am 7. Juli 2010 at 12:56 - Permalink

      weil dieser Begriff so oft fällt, jedenfalls ist es interessant, mit welcher Selbstverständlichkeit so viele Menschen sich mit diesem Begriff identifizieren und sich als ‘liberal’ bzw ‘linksliberal’ bezeichnen. Ob die auch wissen, was sie tun? Ich bezweifle das. Die Entstehungsgeschichte des Begriffs zeigt doch, dass diejenigen, die sich ursprünglich als Liberale bezeichneten alles Andere als die Freiheit des Anderen meinten, sondern nur die eigene begriffen, die uneingeschränkte Verfügung über eigene Privilegien und sozioökonomische Mittel (was die Unfreiheit des Anderen einschloss), so dass es für sie kein Widerspruch war, zugleich Sklavenhalter und Liberaler zu sein. An diesem Selbstverhältnis hat sich im grunde genommen bis heute wenig verändert, wenn man den Zustand vieler westlicher ‘liberalen’ Parteien als auch die persönliche Einstellung vieler ‘Liberaler’ betrachtet: Es gilt im Grunde immer noch heute – angepaßt an den veränderten historischen Bedingungen: Sklavenhalter ist er nicht mehr der Liberale aber ein ‘Leistungsträger’: Der liberale Selbstanspruch, der Anspruch auf eine Freiheit, der sich vor allem gegen die Einschränkungen durch eine äußere Staatsgewalt wendet als auch gegen den ‘Pöbel’ (die früheren Sklaven, heute die Erwerbsarbeitsabhängigen oder Lohnsklaven), der diese ‘Freiheit’ gar nicht verdient, weil er damit nichts anfangen kann , und den auszuplündern und aus der gesellschaftlichen Willensbildung auszuschließen der ‘Liberale’ die ‘Freiheit’ hat.

      “Im Zusammenhang mit der sich abzeichnenden Entgegensetzung von »Liberalen« und »Servilen« wird die »liberale« Haltung als Antithese bestimmt sowohl zur absoluten Macht des Monarchen wie zu einer servilen oder auch nur plebejischen Lage. Die Dichotomie liberal/illiberal bezieht sich auf den Unterschied und den Konflikt zwischen zwei Weltsichten, aber auch zwischen zwei gesellschaftlichen Verhältnissen. Während der amerikanischen Revolution [1775–1783] beklagt [der englische Staatsphilosoph und Politiker Edmund] Burke [1729–1797], der sich für die Versöhnung mit den aufständischen Siedlern ausspricht, die in England wegen des Krieges vorgenommenen Einschränkungen der individuellen Freiheit und bedauert, daß »die liberale Regierung dieser freien Nation vom Söldnerschwert deutscher Bauern und Vasallen (boors and vassals) unterstützt wird«. Und erneut kritisiert das liberale Glaubensbekenntnis einerseits die mißbräuchliche Ausweitung der Macht der Krone und geht andererseits auf Distanz zu den untergebenen Klassen, die zur Arbeit gezwungen und folglich servil sind. Man versteht jetzt die Entrüstung des englischen Whigs über diejenigen, die, im Namen einer angeblichen und »unterschiedslosen« Freiheit, gerne die »servilen Arme« von Sklaven oder emanzipierten Sklaven aufbieten würden, um den Aufstand der Siedler niederzuschlagen, die doch, gerade als Sklavenhalter, besonders tief jene Freiheitsliebe empfinden, die in jeder Seele wohnen muß, welche nicht servil ist. Und man versteht ebenso, daß dem englischen Staatsmann schon 1790, wegen der Einschränkung des politischen Gewichts des Adels, die »Freiheit« der Franzosen als von »Grobheit und Vulgarität« verseucht erscheint: sie »ist nicht liberal« (is not liberal). Sich allem, was volkstümlich und plebejisch ist, entgegensetzend, tendiert »liberal« dazu, synonym mit »aristokratisch« zu sein; und tatsächlich erweist sich, so Burke, der »hohe aristokratische Geist« der Sklavenhalter von Virginia als eng verflochten mit einem »Geist der Freiheit«, der sich durch seinen »edleren und liberaleren Charakter« auszeichnet. Während er der »liberalen Regierung dieser freien Nation« huldigt, bekennt sich Burke zu der »aristokratischen Partei«, der Partei, die »mit dem gediegenen, permanenten und alten, langjährigen Eigentum verbunden« ist, und fühlt sich verpflichtet, mit aller Energie für »diese aristokratischen Grundsätze und die mit ihnen zusammenhängenden Interessen« zu kämpfen.

      Im Laufe der amerikanischen Revolution wird von [dem ersten Präsidenten der Vereinigten Staaten] George Washington [1732–1799] nicht nur, wie wir bereits wissen, das »liberale politische System« gefeiert, sondern gefeiert werden auch die Freunde der »freien Künste« (liberal arts), im Unterschied zu den »Mechanikern« (mechanics), den aus Europa kommenden Immigranten von bescheidenem gesellschaftlichen Status. Aber besonders erhellend ist ein Argument von John Adams [1735–1826, dem zweiten US-Präsidenten]. Um eine geordnete Freiheit zu verwirklichen, dürften nicht die »Mechaniker« und einfachen Leute die Macht ausüben, »denen jegliche Kenntnis aus dem Bereich der freien Wissenschaften und Künste« fehle; nein, es müßten diejenigen sein, »die eine liberale Erziehung erhalten, den üblichen Grad an Belesenheit in den freien Künsten und Wissenschaften erworben haben«; und das seien »die aus guter Familie und die Reichen«.”

      http://www.jungewelt.de/2010/04-20/008.php?sstr=

      • Spiegelfechter schrieb am 7. Juli 2010 at 13:09 - Permalink

        Deine Interpretation des Liberalismus kann mich in keiner Form überzeugen. Du tust ja gerade so als seien Personen wie Diderot und Rousseau INSM-Botschafter, denen es um die Interessen der Eliten ging. Jeder ist Kind seiner Zeit – in den Kindertagen des Liberalismus waren es Adel und Monarchie, die die Freiheit des Individuums beschränkten. Dass es den Philosophen nicht in den Sinn kam, nicht unbedingt die bildungsfernen Schichten an der Gestaltung teilhaben zu lassen, ist richtig und aus zeitgenössischer Sicht auch verständlich. Aber waren sollen die Liberalen da auch anders sein, als beispielsweise die Sozialisten. Auch den frühen Sozialisten und Kommunisten kam es nie in den Sinn, die normalen Proletarier an der Gestaltung teilhaben zu lassen – wofür gab es schließlich die Intelligenzija? Und wer gehörte zur “neuen” Führungsschicht? Natürlich die Philosophen.

        • salvo schrieb am 7. Juli 2010 at 13:44 - Permalink

          blödsinn, das ist nicht ‘meine Interpretation’ des Liberalismus, das sind historische Fakten

    274. Alzheimer sen., Bonn schrieb am 7. Juli 2010 at 13:35 - Permalink

      Sehr geehrter Herr Spiegelfechter,

      als älterem Menschen fiel mir auf, daß weder Sie noch Ihre vielen Beiträger von TUGENDTERROR sprechen, obgleich dies m.E. angemessener ist als Ihr bombastisches Neuwort MORALTOTALITARISMUS, nix für ungut,

      mit freundlichem Gruß

      v.A.

    275. TheRebel schrieb am 7. Juli 2010 at 14:47 - Permalink

      Leider ist sonst schon oft der Zusammenhang zwischen Regierung und Volkeswillen verloren gegangen, denn eine Abstrafung der Regierung aufgrund von Handlungen die gegen den Volkeswillen gehen sieht man fast nie.

      Siesmal aber bleibt nur zu sagen:
      Echte Demokratie ist schon scheisse wah?
      In Wahrheit hat doch diesmal keine böse Regierung ein Verbot ausgesprochen sondern die bösen Mitbürger…
      Eine Gesellschaft ohne Zigaretten (und Folgekosten) ist jedenfalls für mich und wohl auch einen nicht geringen Teil der Bevölkerung erstrebenswert. Das dies – bei der bestehenden Geldmachinerie – nicht ohne Verbote möglich ist, scheint mir inzwischen auch einleuchtend.

      • fanni schrieb am 7. Juli 2010 at 15:12 - Permalink

        Lesen Sie doch mal den Beitrag von ManeD unter 263ff. Da erfährt man, wie “echte” Demokratie heutzutage funktioniert.

        • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 15:16 - Permalink

          Demokratie macht immernoch das Volk, nicht eine Partei – der ich in diesem Fall SEHR kritisch gegenüberstehe…

    276. willy schrieb am 7. Juli 2010 at 14:54 - Permalink

      Tatsache ist: der Nichtraucher übt durch sein Nichtrauchen keinerlei Einfluss auf den Raucher aus, umgekehrt beeinflusst letzterer den ersteren sehr wohl, und zwar auch gegen dessen Willen. Also wer hat sein Verhalten zu ändern?

      Im übrigen verstehe ich nicht, wie man den Nichtrauchern vorhalten kann, sie sollten sich mal nicht so anstellen und gefälligst die Freiheit der anderen respektieren, und gleichzeitig gegen Neoliberale und Umverteilung von unten nach oben wettern kann. Letzten Endes ist die neoliberale Forderung die gleiche: akzeptiert, dass wir euch schädigen, wer das nicht will, ist totalitär und undemokratisch.

      • Peleo schrieb am 7. Juli 2010 at 23:08 - Permalink

        Letzten Endes ist die neoliberale Forderung die gleiche:

        Darüber habe ich auch schon gegrübelt.

        Das Gleiche gilt für den Lobbyismus. Der ist offenbar auch nur schlecht, wenn er den eigenen Zielen entgegenwirkt. Von der nun wirklich mächtigen und trickreichen Tabaklobby findet sich in Jens´ Artikel kein Wort. Für mich unverständlich und enttäuschend.

    277. na sowas schrieb am 7. Juli 2010 at 14:59 - Permalink

      Eine bescheidene Frage an alle Anti-Raucher:
      …
      Darf ICH als Wasserscheuer jetzt endlich von den Schwimmern verlangen das der See trocken gelegt wird? Es zieht mich doch so magisch zur Seemitte! Wasser beschränkt meinen Anspruch dort auch mal trockenen Fußes hin zugelangen. Man bedenke doch einmal die Badeunfälle, von tausenden Ertrunkenen mal ganz zu schweigen.
      Ich bitte daher um Eure Unterstützung gegen das Geschrei dieser renitenten Bademeister.

      mfg ☂ aquaphobic ☂

    278. Drops schrieb am 7. Juli 2010 at 15:12 - Permalink

      @Claudia
      Naja, Hartz4 bildet weiter, da lernen sie dann an den richtigen Problemen der Gesellschaft mitzuwirken. So wie sie könnte auch ein Henker argumentieren der arbeitslos wird weil die Todesstrafe abgeschafft wurde.

      Der einzigste Erkenntnisgewinn aus diesem Artikel von Jens Berger ist, dass mit aneinander gereihten Wörtern alles möglich ist. Man kann Opfer zu Tätern machen und aus Schwarz gleich Weiß.

      • Markus schrieb am 7. Juli 2010 at 15:18 - Permalink

        TOP!

      • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 00:46 - Permalink

        “Der einzigste Erkenntnisgewinn aus diesem Artikel von Jens Berger ist, dass mit aneinander gereihten Wörtern alles möglich ist. Man kann Opfer zu Tätern machen und aus Schwarz gleich Weiß.”

        Richtig. So haben es die Aufwiegler des Anti-Raucher-Mobs aus den Hartz4- und Kreigsparteien gemacht.

    279. Fian schrieb am 7. Juli 2010 at 15:39 - Permalink

      Sensationell!

      Sehr interessanter Artikel – auch wenn das eigentliche Thema mich nicht wirklich beschäftigt (bin Nichtraucher, den die Raucher in ihren Bereichen nicht stören), zeigt es doch wirklich nennenswerte “Nebenschauplätze” auf!
      Die ausgesprochen lebhafte „Diskussion“ offenbart viele, die eben noch nach mehr Toleranz von anderen verlangt haben, dass sie selbst auch nicht all zu sehr damit ausgestattet sind. Und das auf beiden Seiten!
      Noch wichtiger finde ich jedoch die Erkenntnis, wie schnell sich die grundsätzlichen Einstellungen und Meinungen bei einem Themenwechsel ändern. Vor nur wenigen Tagen beschwerten sich hier die Meisten über die fehlende Demokratie im Rahmen der Bundespräsidentenwahl und verlangten nach mehr Einflussmöglichkeiten vom Volk. Gegen den nun völlig unabhängig dazu durchgeführten Volksentscheid (zu einem anderen Thema) wird wiederum aus der entgegen gerichteten Gründen gewettert, dass man solche Entscheidungen jawohl nicht so (demokratisch) fällen könne, da „Minderheiten“ dadurch benachteiligt würden ().

      Was soll es denn nun werden?
      Mehr Demokratie z.B. bei der Bundespräsidentenwahl und dafür volle Akzeptanz der Volksentscheide oder doch lieber nicht…
      Da kann man die Politiker ruhig auch mal in den Schutz nehmen: manchmal weiß das Volk auch nicht alles besser…

      • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 01:00 - Permalink

        So kann man sich das auch zurechtreimen. volksentscheide, die reaktionäre Eingriffe in indivisuelle und kollektive Freiheiten vornehmen, wie das Anti-Raucher-Gesetz oder das schweizer Minarett-Verbot sind der gezielte Misßbrauch der Demokratie um undemokratische Zustände herbeizuführen. auch eine Mehrheit darf nicht alles. Mit dem gleichen Argument könnte man Demokraten, die 1918/19 für Republik und Demokratie kämpften vorwerfen sie wären undemokratsich, wenn sie die Wahl der NSdAP 1933 nicht akzeptieren würden.

    280. Eike schrieb am 7. Juli 2010 at 17:32 - Permalink

      http://www.schandmaennchen.de/wordpress/wp-content/uploads/2010/07/nogo.jpg

    281. ul schrieb am 7. Juli 2010 at 18:57 - Permalink

      Hui, über 800 Kommentare ! Da bleibt mir nur noch eines zu sagen:

      Wer raucht stirbt an Lungenkrebs !

      Wer nichtraucht stirbt an Arschkrebs !

      P.S. Als Gastronom wünsche ich mir, wie auch meine Kollegen, natürlich sehnlichst, dass die Nichtraucher nun unsere Lokale stürmen um die rauchfreie Luft zu genießen. Bisher sah man davon leider recht wenig. Aber was soll´s wenn die kleinen Kneipen pleite gehen; mehr Platz für Handy Shops, supi.

    282. holm hanssen schrieb am 7. Juli 2010 at 19:58 - Permalink

      eigentlich gilt doch nur festzustellen, dass zwar (fast) alle nach demokratie streben und auf selbige sich berufen, dabei möglichst selber die gutmenschen(oberdemokraten) sein wollen. aber kaum einer ist dann wirklich bereit, demokratisch zu sein und jedem nach dessen facon leben zu lassen.
      wer nicht rauchen will, soll es lassen und ebensolche lokalitäten meiden. geht das nicht, sollte er sich dann aber auch nicht an den gegebenheiten stören und iese akzeptieren – oder eben wegbleiben und wo anders hingehen.
      ich denke, würde jeder mal einen schritt zurück gehen, seinen standpunkt nicht stets als der weisheit letzten schluss betrachten, dann bräuchten wir nicht so eine überflüssige gesetzgebung.
      abgesehen davon, dass dies schön von den wichtigeren themen ablenkt, der zerschlagung des unseres sozialstaates.

      p.s. bin selber nichtraucher

    283. zungenwerk schrieb am 7. Juli 2010 at 20:31 - Permalink

      @spiegelfechter zu salve (post nr.273)
      (zitat)”….Diderot und Rousseau INSM-Botschafter, denen es um die Interessen der Eliten ging. Jeder ist Kind seiner Zeit….”

      du aber schüttelst die adolf-karte aus dem ärmel als ob der täter heute noch übelte, um argumente aufzufetten. *kopfschüttel*

      @willy ( post nr.276)
      (zitat) “Tatsache ist: der Nichtraucher übt durch sein Nichtrauchen keinerlei Einfluss auf den Raucher aus, umgekehrt beeinflusst letzterer den ersteren sehr wohl, und zwar auch gegen dessen Willen. Also wer hat sein Verhalten zu ändern?”

      ich pflichte dir bei.

      @na sowas (post nr.277)
      wasserratten sind im gegensatz zu raucherinnen nicht suchtkrank.
      gleiches gilt für tänzer, die nun befürchtungen hegen, der staat besäße gute karten, via plebiszit auch parkettböden kassieren zu dürfen, oder autofahrerinnen, die sich um ihre mobilität sorgen machen, insbesondere, wenn sie hohen alters wegen keine öffis mehr benützen können oder auf dem lande wohnen.

      ein fahrzeug zu chauffieren ist mit umweltauflagen verbunden: wer ohne kat auspufft oder keine plakette der werkstatt klebt, zahlt oder verliert das vehikel (bleihaltige benzine werden an tankstellen nicht mal mehr angeboten). diese vorschriften tragen einer schadensminimierung des individualverkehrs rechnung, und der besitzer eines kfz sieht sich nicht in der lage, sich im weigerungsfalle auf seine freiheitsbedürfnisse zu beziehen, toleranz und liberale gesinnung einzufordern resp. moraltotalitarismen(?) ins spiel zu bringen. warum um alles in der welt sollte sich das ebenfalls schädliche auspuffen von zigarettenrauch drogenabhängiger im gesetzesfreien raum abspielen dürfen?

    284. Tech-o-matic schrieb am 7. Juli 2010 at 22:25 - Permalink

      @sapere aude:
      Also Lichtblick ist ja echt mal pfui. Hanseatisches Kleinkapitalistenfamilienunternehmen. Ha! Der umweltbewusste Nichtraucher von heute pflegt bei Naturstrom seine nachhaltige Energie zu erwerben. Diese Kunde müsste doch mittlerweile auch in Jena angekommen sein!
      (Zumal Naturstrom auch noch günstiger zu haben ist!)

    285. Ralf-zwei.null schrieb am 7. Juli 2010 at 22:47 - Permalink

      Sensationell!
      Die Zahl der Kommentare als Spiegelbild der Gesellschaft ist ein Ausdruck dafür, mit welchem Schmus man ein ganzes Volk von wirklich wichtigen Dingen abhalten kann.
      Außerdem denke ich, dass der Spiegelfechter mit diesem herrlich knackigen Artikel wunderbar polarisiert und damit den Schaum vom Weizen trennt.

      Ralf,
      ehemaliger Raucher und Ohne-Helm-Radfahrer, der keinen staatlichen Vormund braucht, sondern sich die Kneipe seiner Wahl, da wo’s ihm g’fallt, selbst auszuwählen in der Lage ist. :-P

    286. zungenwerk schrieb am 7. Juli 2010 at 22:48 - Permalink

      @tech-o-matic
      dein wort ist zwar nicht an mich gerichtet, ich wage dennoch eine frage hinsichtlich des textes:
      was hat die weigerung eines nichtrauchers, drogenabhängig zu werden, mit der stromversorgung zu tun?
      ?

    287. Peleo schrieb am 7. Juli 2010 at 23:23 - Permalink

      @ Amike

      Deine Beiträge haben mir inhaltlich und sprachlich gut gefallen.

      @ Ralph 2.0

      Die Zahl der Kommentare als Spiegelbild der Gesellschaft

      Ich glaube, es geht nicht nur (nicht mal in erster Linie) ums Rauchen, sondern darum: Was ist eigentlich liberal? Dehalb sollte der Denk-Anstoß von salvo aufgenommen werden trotz des Verdikts vom Chef.

      @ salvo
      Danke für den Link. Hast Du auch eine Erklärung der Wandlung des Begriffs “liberal” in den USA? Heute heißt das dort doch wohl so was ähnliches wie bei uns “links”, oder?

    288. 7schläfer schrieb am 7. Juli 2010 at 23:36 - Permalink

      Wenn man sich viele Verbotsbefürworter anschaut, läuft es doch auf eine Kernaussage hinaus:

      die Raucher feiern die besseren Partys, bzw. die besseren Partys finden dort statt, wo geraucht werden darf. Der Verbotsbefürworter denkt sich, dass die tollsten Partys nicht ohne ihn stattfinden dürfen und können, und deshalb auch niemand rauchen darf, damit er daran teilnehmen kann.

      Anstelle eine bessere Party/Feier/etc. auf die Beine zu stellen, will er den anderen gegen das Schienbein treten. Das Resultat kennen wir ja bereits.

      • Juli schrieb am 8. Juli 2010 at 01:19 - Permalink

        die Raucher feiern die besseren Partys, bzw. die besseren Partys finden dort statt, wo geraucht werden darf. Der Verbotsbefürworter denkt sich, dass die tollsten Partys nicht ohne ihn stattfinden dürfen und können, und deshalb auch niemand rauchen darf, damit er daran teilnehmen kann.

        Und noch einer, der rein gar nichts kapieren will und die überlegene Raucher-Herrenmenschen-Rasse feiern will.

        Irgendwie scheint die Wunschvorstellung, als Raucher ein besserer Mensch zu sein, bei vielen pathologisch zu sein. Vielleicht ist es der letzte Strohhalm, bevor man sich eine schlichte Drogensucht eingestehen muss, deren angedrohte Einschränkung den Verstand zu den urkomischsten und absurdesten Rechtfertigungen zwingt. Möglicherweise gibt es auch einen statistischen Zusammenhang zwischen Borderline und schwerer Nikotinabhängigkeit.

        Deutschlands Freiheit wird am Kippenautomat verteidigt!

        • Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 02:32 - Permalink

          Totale Realitätsverweigerung: Die Raucher halten sich eben nciht für eine “Herrenrasse”, sondern verwehren sich dagegen, als “Untermenschen” dargestellt zu werden von bekloppten Fanatikern.

          Übrigens konnten auch die slawischen Unermenschen bessere Parties feiern als die verbiesterten Nazi-Militaristen. Als die nämlcih feirten, lag Europa in Schutt und Asche. Nciht das größte Feuerwerk macht das fest, sondern das schönste ;-)

        • 7schläfer schrieb am 8. Juli 2010 at 09:20 - Permalink

          Wer lesen kann, und dies auch noch tut, ist klar im Vorteil!

          Neben ein paar gewollten Verdrehungen zeichnest Du Dich genau durch die Arroganz aus, die Du mir vorwirfst. Nur: ich halte Raucher nicht für bessere Menschen als Nichtraucher, und nicht nur das, ich halte alle Menschen für gleichwertig.

          Schade, dass das bei Dir nicht so ist.

          • Dani schrieb am 8. Juli 2010 at 11:30 - Permalink

            Wer lesen kann, und dies auch noch tut, ist klar im Vorteil!

            Juli bezieht sich ganz offensichtlich auf das von dir und etlichen Anderen vorgebrachte “Argument”, das Raucher die besseren Partys machen, wo geraucht wird, sei es viel toller und geselliger. Eine unbelegbare Standardbehauptung, ein Totschlagargument so vieler Raucher um Nichtraucher als Langweiler und Lustfeinde zu diskreditieren. Oder zuwas soll deine Behauptung sonst gut sein? Sieht so Dialog aus? Und kaum wirst du dafür zu Recht angegriffen, ziehst du feige dein Schwänzchen ein: nein, du siehst Raucher doch gar nicht als die besseren Partymacher etc. alles falsch verstanden. Natürlich. Steh doch zu dem was du sagst und spiel nicht gleich die beleidigte Leberwurst wenn sich jemand gegen derartige Diffamierung wehrt…

            • 7schläfer schrieb am 8. Juli 2010 at 15:39 - Permalink

              Juli als auch Du habt wohl eine Leseschwäche, denn ich schrieb:

              Wenn man sich viele Verbotsbefürworter anschaut,[...]

              Ich habe also Argumente von Verbotsbefürwortern aus dem Kommentarbereich zu diesem Artikel zusammengefasst. Das ist nicht, wie von Juli und Dir postuliert, meine Meinung zu diesem Thema, auch wenn es euch so in den Kram passt.
              Diese Verbotsbefürworter argumentieren nämlich, dass die Gruppe sich zwar über das Ziel einig war (von wegen Musik, Atmosphäre, etc.), dort allerdings geraucht werden darf, weshalb das Rauchverbot deshalb ok ist, damit auch sie dort feiern können.

    289. Braunes Hartz schrieb am 7. Juli 2010 at 23:38 - Permalink

      Wie lautet der Verbotstext eigentlich genau, ich meine, betrifft er nur das Tabakrauchen ?

      • Braunes Hartz schrieb am 8. Juli 2010 at 00:46 - Permalink

        P.S.: Ich frage deshalb, weil es ja nicht nur Tabak gibt, sondern andere, erlaubte Kräuter, z.B. Damiana, die sich wie Tabak rauchen lassen, aber nicht das Nervengift Nikotin enthalten. Salvia Divinorum war bis vor 2 Jahren erlaubt und ist jetzt verboten, ganz zu schweigen von dem irrsinnigen Cannabis-Verbot. Ich wundere mich die ganze Zeit, warum man sich über ein läppisches Rauchverbot in irgendeiner Kaschemme so köstlich aufregen kann, wenn es aber um die wirklich echten, in die ureigene Persönlichkeit eingreifenden Verbote (Besitzverbote !) geht ist man völlig unempfindlich, nimmt sie noch nicht einmal zur Kenntnis. Ausgerechnet an der Suchtdroge Nikotin hängt man sich so auf, die überhaupt nichts bringt, nur süchtig macht, wie Heroin. Kann mir diese Irrationalität mal jemand erklären ?

    290. Frank Benedikt schrieb am 8. Juli 2010 at 00:19 - Permalink

      Manche Leute stört die Fliege an der Wand …

      Mal ein kleiner Abreger zu dieser teilweise doch recht hitzigen Diskussion:

    291. zungenwerk schrieb am 8. Juli 2010 at 00:51 - Permalink

      *lach*
      danke, frank.

    292. Chris Sedlmair schrieb am 8. Juli 2010 at 02:27 - Permalink

      Die passage ist am besten:

      Ähnlich dem religiösen Puritanismus zielt der moderne Moraltotalitarismus auf das Verbot als Form der manifestierten Selbstverneinung. Und wer sich selbst veneint, der entwickelt einen latenten Neid. Wer Ehebruch und Homosexualität dämonisiert, hat oft selbst eine langweilige Ehe oder ist ein verkappter Schwuler. Wer täglich joggt, seine Knäckebrot isst und dem Alkohol abgeschworen hat, schaut oft mit Argwohn auf seinen Nachbarn herab, der am Samstag Abend rauchend mit seinen Freunden bei einem kühlen Bier in der Kneipe klönt. Sieht der Herr Nachbar denn nicht ein, dass er sich selbst schädigt? Das muss man ihm doch verbieten, wenn er denn nicht selber im Stande ist, sich vor sich selbst zu schützen. Man meint es doch nur gut mit ihm …

      Ich bin Muslim und trinke keinen Alkohol. Trotzudem bekomme ich weder positive noch negative Gefühle über Personen, die sich Abends mal ein Bierchen gönnen… Was ich mache oder nciht mache ist meine Sache, was die ndern machen ist dern sache. Trotzdem steht es für m ich außer Frage, daß die Gesllschaft Menschen helfen kann, soll und muß ihre Alkoholsucht zu überiwnden. Ich könnte mich dann auch hinstellen und Alkohol-Verbot fordern, weil es die geslschaft was kostet. Nein Solidarität bedeutet auch Solidarität mit anderen Lebens- und Wertvorstellungen zu üben und diese zu verteidigen gegen die autoritären Allmachtsphantasien bedeutungsloser Kleinparteienanführer. SPD und Grüne haben es hervorragend geschafft die ÖDP als Drahtzieher hinzustellen. Und die war willig genug und bereit zu allem um erwähnugn in der überregionalen Presse zu bekommen. Aber die ÖDP hätte nciht mal 5% der Wäler zur Unterschrift bewegen könnne. Das haben SPD und Grüne gemacht. Wiviele Todesfälle anderer hat Alkohol am Steuer verursacht? Das Schädigen anderer ist wesentlich verwerflicher als sich selbst zu schädigen. Die Logik wäre auch passend für foglendes Volksbegehren “Todesstrafe für versuchen Selbstmord” weil der Feuerwehreisnatz immer so teuer ist. Gute Nacht für heute, schlaft gut.

    293. Heiner schrieb am 8. Juli 2010 at 07:44 - Permalink

      Nur mal so ne Frage: will sich jemand statistisch mit der Korrelation zwischen “Nein-Anteil” und “Entfernung zur tschechischen Grenze” auseinandersetzen? interessant könnten hier auch noch die Werte “Raucheranteil in der Bevölkerung” und “eingenommene Tabaksteuer” in Abhängigkeit der Wahlkreise sein.

    294. Psycho schrieb am 8. Juli 2010 at 11:34 - Permalink

      Huiii hier wird ja so viel diskutiert, dass ich mir die ersten 750 Kommentare ja locker schenken konnte ^^.

      Also mein Senf:
      Das Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen halte ich ebenfalls für Blödsinn. Erstens wird in Gaststätten, die mehr auf Speis und Trank ausgerichtet sind zumeist weniger geraucht als in den sog. “Eckkneipen”. Zweitens verstehe ich nicht, wieso man gerade in den von der Straße und damit auch ein wenig von der öffentlichen Sichtbarkeit abgeschirmten Immobilien das Rauchen verbietet es aber zulässt, dass man auf der offenen Straße trotzdem mit Glimmstängel rumrennt? Das Gesetz verfehlt meiner Meinung nach seine Wirkung auf ganzer Linie. Kneipen und Bars sind nun mal Lasterhöhlen. Das sind sie nicht, weil irgendein böser gesellschaftlicher oder wirtschaftlicher Geist diese einst edlen Etablissements (oh Gott, ist das richtig geschrieben Oo?) verdorben hätte, sondern sie sind es, weil sie von vorn herein so gedacht waren. Ich muss dem Gastwirt ul zustimmen, wenn er sich darüber erregt, dass zwar das Rauchverbot durch ist, jetzt aber wahrscheinlich trotzdem nicht mehr Nichtraucher in sein Lokal stürmen als vor dem Verbot. Menschen, die überall ihre kleinen Risikofaktoren rumschweben, -fliegen, -kriechen sehen werden auch jetzt nicht in eine Kneipe gehen. Das Rauchverbot ist also Blödsinn. Es ist aber nicht Blödsinn, weil es das Rauchen in der Öffentlichkeit einschränken soll, um die Nichtraucher zu schützen. Es ist Blödsinn, weil es gerade da wo der Nichtraucher sowieso nicht vertreten ist, bzw. toleranten Umgang mit Rauchern pflegt, ansetzt.
      Ich bin selber jahrelanger Raucher und versuche es mir gerade abzugewöhnen (bestimmt schon 5 Tage rauchfrei, heyyyyy!) und denke, dass der Zigarettenkonsum in unserer Gesellschaft wirklich etwas sehr Schädliches und Perverses an sich hat. Manch einer mag jetzt meinen, dass das Rauchen auch in Deutschland eine lange Tradition hat und würde damit recht bekommen. ABER in dem extremen Maße wie es heute von vielen Rauchern praktiziert wird wurde nie geraucht. Sich ab und an eine Pfeife anstecken oder ein Blättchen zu rollen, das ist normal, hat was mit Kultur und Genuss zu tun. Jedoch sieht das heute vielerorts ganz anders aus. Die Zigarette ist zum Suchtmittel verkommen, eine kleine leistungssteigernde Glimmstange, die von der Industrie Massenhaft ausgeschüttet wird, um möglichst viele Zigaretten für möglichst wenig Geld verkaufen zu können. Kinder fangen mit dem Rauchen an, bevor sie sich das erste mal am Sack (sry für den Sexismus ;D) rumspielen und sind dann hochgradig süchtig, wenn sie damit anfangen. Ständig wird geraucht, man vergisst darüber sogar manchmal das Essen. Auf der Straße sieht man ständig Menschen mit Kippen in der Hand die unseren Kindern gute Vorbilder sind, in dem sie demonstrieren, dass es eher zum guten Ton gehört zu Rauchen, als dass es etwas mit Genuss zu tun hätte. Und was passiert eigentlich mit diesen unsäglichen Kunststofffiltern? Die landen irgendwo im öffentlichen Raum, weil es zuviel ist im Gehen mal eben stehen zu bleiben, den verdammten Stengel auszuquetschen und dann im Mülleimer 5 Meter weiter zu entsorgen.
      Zum Glück ist das Rauchen in der Öffentlichkeit nicht verboten. Nur in Kneipen, denn dort leidet die Gesellschaft am meisten unter den pösen Rauchern ;).

      • Lago schrieb am 8. Juli 2010 at 12:23 - Permalink

        Das Rauchverbot in Gaststätten und Kneipen halte ich ebenfalls für Blödsinn. Erstens wird in Gaststätten, die mehr auf Speis und Trank ausgerichtet sind zumeist weniger geraucht als in den sog. “Eckkneipen”.

        Dieses Argument ist nun allerdings nicht besonders stark. Für dich als Raucher mag “weniger Rauch” einen ausreichenden Unterschied darstellen, aber normalen Menschen könnte dieser quantitative Unterschied möglicherweise weniger signifikant erscheinen.

        Es gibt ja mittlerweile einen gesellschaftlichen Konsens dazu, dass niemand gezwungen werden darf, passiv rauchen zu müssen. Wenn du also etwa einräumst, dass in Gaststätten nicht vorrangig geraucht wird, sondern vor allem gegessen, dann folgt aus obigem Konsens, dass hier Rauchverbot gelten sollte.

        Ich muss dem Gastwirt ul zustimmen, wenn er sich darüber erregt, dass zwar das Rauchverbot durch ist, jetzt aber wahrscheinlich trotzdem nicht mehr Nichtraucher in sein Lokal stürmen als vor dem Verbot. Menschen, die überall ihre kleinen Risikofaktoren rumschweben, -fliegen, -kriechen sehen werden auch jetzt nicht in eine Kneipe gehen.

        Nun sind nicht alle normalen Menschen paranoid. Vor zehn Jahren, als der Schutz vor den Rauchern in Deutschland noch sehr stark verbesserungswürdig war, war ich mal in den USA. Dort gibt es Kneipen, in denen ganz selbstverständlich nicht geraucht wird, und trotzdem sind die voll (und das in einem Land, dass, anders als Deutschland, wirklich eine kulturelle Bindung an den Tabak hat).

        Meine Tante hat während ihrer Ausbildung überlegt, Lehrerin zu werden. Sie entschied sich dagegen, weil sie nicht rauchte und Schulen deshalb meiden musste. Heute ist die Tatsache, kein Raucher zu sein, kein Hinderungsgrund mehr. MaW: Man kann die Umgebung beeinflussen, und dies hat – vielleicht nicht kurzfristig – eine Auswirkung.

        Ich bemerke diesen Unterschied jetzt bereits im Generationenquerschnitt. Für die Jugend von heute ist das Rauchen zur Ausnahme geworden (nur manche Menschen rauchen überhaupt, nur an bestimmten Orten, usw.), entsprechend ändert sich die Erwartungshaltung und die sozialen Skripte. Teilweise unabhängig davon, ob sie selbst rauchen oder nicht empfinden sie das Rauchen in der Öffentlichkeit als falsch.

        Während ihre Elterngeneration mit dem omnipräsenten Rauch aufgewachsen ist und den pöbelnden Raucher im (damals noch existierenden “Nichtraucher”-Abteil) resignativ hinnahm, kommt ihnen diese Szene ein bisschen irreal vor.

        Es ist Blödsinn, weil es gerade da wo der Nichtraucher sowieso nicht vertreten ist, bzw. toleranten Umgang mit Rauchern pflegt, ansetzt.

        Als ich aus den USA zurückkam, war das erste, was mir in Deutschland auffiel, das schlechte Wetter und der völlig verqualmte Flughafen. Noch früher, als die Freiheit noch etwas wert war, da begaben sich völlig selbstverständlich nur Raucher oder tolerante Passivraucher an solche Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe, Büros, Arztpraxen, usw. Es war also ziemlicher Blödsinn, dort das Rauchen zu verbieten, wo der Nichtraucher sowieso nicht vertreten war bzw. eben einen toleranten Umgang pflegte.

        ps. Ich glaube, deine Argumentation geht etwas am Ziel der spiegelfechterschen Polemik vorbei. Es gibt Lösungen zwischen völliger Raucherfreigabe sämtlicher Gaststätten und Kneipen einerseits und dem kompletten Rauchverbot andererseits, mehrnoch, solche Kompromisse sind Gesetz in den meisten Bundesländern.

        • Psycho schrieb am 8. Juli 2010 at 13:05 - Permalink

          Na logo ist das Argument stark ;D! Die meisten größeren Gaststätten, haben sowieso getrennte Abteile oder ein generelles Rauchverbot. Kneipen jedoch meist nicht, siehe hierzu die Passage mit den Lasterhöhlen. Es macht einfach keinen Sinn zu versuchen einen ,,Tempel der Ungesundheit” in seiner Grundausrichtung verändern zu wollen.

          Vor zehn Jahren, als der Schutz vor den Rauchern in Deutschland noch sehr stark verbesserungswürdig war, war ich mal in den USA. Dort gibt es Kneipen, in denen ganz selbstverständlich nicht geraucht wird, und trotzdem sind die voll (und das in einem Land, dass, anders als Deutschland, wirklich eine kulturelle Bindung an den Tabak hat).

          Das ist schön. Das ist gut. Um nicht zu sagen schönchen. ABER es macht einen Unterschied ob ich die ,,Nichtraucherkneipe” als Marktlücke erkenne und eröffne oder aber dazu gezwungen werde meinen Gästen das Rauchen zu verbieten obwohl ich das gar nicht möchte. Lass es dir auf der Gehirnwindung zergehen.

          Als ich aus den USA zurückkam, war das erste, was mir in Deutschland auffiel, das schlechte Wetter und der völlig verqualmte Flughafen. Noch früher, als die Freiheit noch etwas wert war, da begaben sich völlig selbstverständlich nur Raucher oder tolerante Passivraucher an solche Orte wie Flughäfen, Bahnhöfe, Büros, Arztpraxen, usw. Es war also ziemlicher Blödsinn, dort das Rauchen zu verbieten, wo der Nichtraucher sowieso nicht vertreten war bzw. eben einen toleranten Umgang pflegte.

          Ist doch ganz meine Meinung. Ich halte Rauchverbote an öffentlichen Plätzen für völlig sinnvoll und erstrebenswert. Denk doch bitte einmal wer an die Kinder (O_O) *fg* !!! Es geht mir vor allem um Kneipen. Dir müsste ja eigentlich bei genauerem Hinsehen aufgefallen sein, dass ich eher für ein Rauchverbot in der Öffentlichkeit bin, als für ein generelles Rauchverbot für Kneipen und Restaurants.

          PS: Achtung der letzte Satz in meinem Beitrag war irnoisch gemeint ;)!

          PPS: Meine Argumentation? SF Polemik? Passen? Du glaubst … ? Naja… darf ja jeder das glauben was er will ;D.

          • Lago schrieb am 8. Juli 2010 at 14:20 - Permalink

            Die meisten größeren Gaststätten, haben sowieso getrennte Abteile oder ein generelles Rauchverbot.

            Dann habe ich dich vermutlich falsch verstanden. Ich interpretierte deine Aussage, dass in Gaststätten ohnehin weniger geraucht werde, in die Richtung, dass man deshalb dort das Rauchen gar nicht mehr verbieten müsse.

            Der von dir benannte Zustand ist allerdings nicht aufgrund der toleranten Haltung von Gastwirten und Rauchern zustandegekommen, sondern “dank” der autoritativen staatlichen Gewalt. Vor zwanzig Jahren hätte man, genauso wie du es jetzt im Bezug auf Kneipen tust, argumentieren können, dass Rauchen eben zur Gaststätte gehöre und wer das nicht wolle, der gehe halt nicht hin. Die Freiheit der Wirtschaft hat diesen Zustand nicht geändert, sondern die Unfreiheit durch das Gesetz.

            Es macht einfach keinen Sinn zu versuchen einen ,,Tempel der Ungesundheit” in seiner Grundausrichtung verändern zu wollen.

            Das ist halt die Frage. Das Büro war auch mal so ein Tempel der Ungesundheit. Oder das Schwesterzimmer. Das Rauchen gehörte schlicht dazu. Hier war es die sinnlose Wut der Rauch-Intoleranten, die diesen Umstand änderte. Und, mal ehrlich, da sind wir doch alle ziemlich froh drüber?

            Also zur Kneipe: Sollte man den Rauchern ein Rückzugsgebiet lassen (also mal abgesehen vom eigenen Heim und von den demütigenden Hinterhöfen neben den Mülleimern)? Sollte der moraltotalitäre Staat (das sind wir) den Rauchern erlauben, auch noch Spaß am Rauchen zu haben?

            Das kommt drauf an: Das Rauchen wurde von der Arbeit entkoppelt, es wurde vom Essen entkoppelt, ja manche Leute haben sogar Sex ohne Zigaretten. Und im Moment wird die Affiliation vom Rauchen entkoppelt, wir befinden uns in einer Übergangsphase. Mir persönlich ginge eine Intoleranz gegenüber Rauchern wie in den USA zu weit, eine Intoleranz gegenüber Nichtrauchern wie in China natürlich auch. Das Problem ist halt, dass die Raucher nicht freiwillig tolerant in den bereits besetzten sozialen Räumen (Arbeitsplatz, Öffentlichkeit, Freizeit) sind. Deshalb musste ein Staat, der Rauchen als schädliches, aber nicht kriminalisiertes Verhalten bekämpfen wollte, exekutiv dagegen vorgehen, denn anders kommt die gesellschaftliche Veränderung nicht.

            Um mal richtig moraltotalitär zu werden: Möchte ich, dass meine Kinder rauchen? Ich persönlich würde das verneinen. Aber verhindern kann ich es nicht. Denn ob sie rauchen oder nicht, hängt weniger von mir als von der Gesellschaft ab (bzw. ist in einer bestimmten Gesellschaft nur mit massiver anderweitiger Schädigung durchsetzbar). Deshalb möchte ich gerne eine Gesellschaft, in der Rauchen geächtet, aber, aus Schutz vor der Minderheit der Raucher, nicht kriminalisiert ist. Und ich persönlich habe das Gefühl, dass dafür das bayrische Rauchverbot in dieser Form unnötig ist.

        • Thomas schrieb am 8. Juli 2010 at 13:36 - Permalink

          Für dich als Raucher mag “weniger Rauch” einen ausreichenden Unterschied darstellen, aber normalen Menschen könnte dieser quantitative Unterschied möglicherweise weniger signifikant erscheinen.

          Oha, jetzt sind Raucher nicht mal mehr normale Menschen.
          Wer solche Feststellungen trifft, braucht sich über Nazivergleiche aber nun wirklich nicht wundern.

          • Lago schrieb am 8. Juli 2010 at 13:46 - Permalink

            Nazivergleiche? Wo wurde ich mit einem Nazi verglichen?

            Und, ja, Raucher, Trinker, Diabethiker, Linkshänder, Kinder, Mittvierziger, Schilddrüsengestörte, alle sind in bestimmten Kontexten jeweils keine normalen Menschen, weil sie durch ihre besonderen Bedürfnisse, Süchte, Krankheiten etc. pp. eben anders sind als die Norm im Bezug auf bestimmte Situationen.

            Im Bezug darauf, wieviel Zigarettenrauch beim Essen erträglich ist, ist etwa für die Gruppe der Raucher vermutlich anders als für die Gesamtgruppe und insbesondere gegenüber denjenigen, die diese Normabweichung nicht haben.

            Ich weiß nicht, wo das Echauffierungspotential liegen soll. Wenn ich sagte, dass ein Diabethiker eine andere Auffassung davon hat, wann ein Kuchen zuviel Zucker enthält als ein normaler Mensch, würdest du mich dann auch einen Nazi nennen?

            • Thomas schrieb am 8. Juli 2010 at 14:46 - Permalink

              Nazivergleiche? Wo wurde ich mit einem Nazi verglichen?

              Den Artikel ganz oben hast Du schon gelesen, oder?

              Im Bezug darauf, wieviel Zigarettenrauch beim Essen erträglich ist, ist etwa für die Gruppe der Raucher vermutlich anders als für die Gesamtgruppe und insbesondere gegenüber denjenigen, die diese Normabweichung nicht haben.

              Ganz schlechtes Beispiel, denn gerade beim Essen haben die meisten Raucher es auch lieber rauchfrei. Die meisten Raucher unterstützen daher auch das Rauchverbot in Restaurants.

              Und, ja, Raucher, Trinker, Diabethiker, Linkshänder, Kinder, Mittvierziger, Schilddrüsengestörte, alle sind in bestimmten Kontexten jeweils keine normalen Menschen, weil sie durch ihre besonderen Bedürfnisse, Süchte, Krankheiten etc. pp. eben anders sind als die Norm im Bezug auf bestimmte Situationen.

              Ähm… ok. Belassen wir es dabei, dass wir offensichtlich ein unterschiedliches Verständnis vom Begriff “normaler Mensch” haben.

    295. Tech-o-matic schrieb am 8. Juli 2010 at 11:48 - Permalink

      @Zungenwerk:
      Dazu musst du mal sapere audes eigenen Artikel lesen (bis zum Schluss!):
      http://www.thueringerblogzentrale.de/2007/04/04/pro-nichtraucherschutz/

      @all:
      Eigentlich sollte man die gewerbliche Herstellung und den Verkauf von Industriezigaretten – und vor allem deren heftig krassen Zusatzstoffe! – verbieten.
      Gegen eine Zigarre, ein Pfeifchen oder den Joint beim gemütlichen Beisammensein ist _überhaupt_ nichts einzuwenden. Es ist die Zigarettenindustrie, die die Leute ins Verderben schickt.

    296. na sowas schrieb am 8. Juli 2010 at 11:50 - Permalink

      7:0 für den Spiegelfechter. Dieses eindeutige Resultat wurde zuverlässig von »Paul The Octopus« vorausgetippt. Der Artikel ist ein ☆FAKE☆ – einzig und alleine in Erwartung einer überwältigenden Anzahl an Kommentare geschrieben!
      Von Technikern bestätigt:
      …
      id: commentlist
      position: static
      height: 255859px !!!

      …
      ist dies der ruchlose Stresstest seines erst kürzlich eingeführten Kommentar-PlugIns. Obendrein von Schall&Rauch™ mit dem Vorwurf konfrontiert, Nicorette Kaugummi statt Filterlose zu bevorzugen, war von SF – wie so oft nur auf russischen Servern – folgendes Statement zu hören.
      …
      btw.
      Y viva España FREE »Paul The Octopus«
      …aber bitte nicht mittels Klospülung → verstopft das ☼Sommerloch☼ it’s Lunchtime!

    297. militanter raucher schrieb am 8. Juli 2010 at 14:04 - Permalink

      Es schreibt ein wohlweislich militanter Raucher, der äußerst erzürnt ist. Jeder fünfte Bayer hat sich aufgemacht, um zu verbieten: In Raucherclubs, Shisha-bars, Zigarrenlounges oder luftdicht abgetrennten Raumbereichen von Kneipen und Cafes soll das Rauchen vollständig untersagt werden.

      Bereits vor dem Verbotsgesuch herrschte in ausnahmslos allen Speiselokalen und öffentlichen Gebäuden sowie in den meisten Cafes, Kneipen und Diskotheken ein umfassendes Rauchverbot. Der subjektive Eindruck eines militanten Rauchers: In Bayern kam auf zwanzig Diskotheken eine Raucherdiskothek, auf zehn Cafes ein Rauchercafe, auf drei Eckkneipen zwei Raucherkneipen. Kurzum: Wer zu Milchkaffe und Zeitung oder Weizenbier und Stammtisch unbedingt Zigaretten rauchen wollte, bedurfte einer gewissen Ortskenntnis, um entsprechende Läden zu finden. Wer dagegen auf Zigaretten verzichten konnte, musste sich mitunter unglücklich verirren, um in einem Raucherladen zu landen.

      Den verbotssuchenden Nichtrauchern kann es im vulgärpluralistischen Sinne natürlich nicht daran gelegen sein, unbelehrbar süchtige Raucher aus missionarischem Eifer und eines höheren Wissens wegen gesundheitlich zu maßregeln: Es teilt wohl keiner das Gesellschaftsbild eines Taliban, der aus solcherlei Gründen strafbewährte Nikotinverbote erlässt. Außerdem gibt es unglaublich viel Gesundheitsschädliches, das auch unter Nichtrauchern Anklang findet. Nein: Den Nichtrauchern geht es berechtigterweise um die Freiheit, Kaffe und Bier in geselliger Runde zu trinken, ohne vom Passivrauch Schaden zu nehmen und den Rauchgeruch ertragen zu müssen.

      Während sich über Gestank freilich streiten lässt – ob eine rauchfreie Diskothek mit Schweißgeruch und billigem Parfum besser riecht als eine Raucherdiskothek, eine rauchfreie Eckkneipe mit ungeputzter Toilette und fettigem Eichenholz besser als eine verrauchte Eckkneipe, bleibt diskussionswürdig – der gesundheitliche Schaden dagegen ist tatsächlich relevant. Wenn man obskure Studien von Nichtraucherorganisationen zur Hand nimmt, sterben jährlich 3000 Menschen am Passivrauch. Ob das diejenigen sind, die gelegentlich für ein, zwei Stunden in einem verrauchten Lokal sitzen oder doch vielmehr die nichtrauchenden Frauen von rücksichtlos ketterauchenden Ehemännern, sei dahingestellt. Angesichts der 60.000 Verkehrsunfälle im Zusammenhang mit Alkohol oder anderen Opfern an die westliche Zivilisation nimmt sich die dubiose Zahl der verunglückten Passivraucher sicherlich gering aus. Aber unbestritten bleibt: Passivrauch ist schädlich und für manche – längst nicht alle – Nichtraucher auch kurzzeitig nur schwer erträglich. (Freilich ist der subjektive Eindruck eines militanten Rauchers: Meine nichtrauchenden Freunde haben überhaupt kein Problem, mit mir für ein Stündchen in einem Raucherlokal zu sitzen, solange das nicht übervoll oder schlecht belüftet ist.)

      Wahr bleibt aber auch: In schicken Loungecafes sitzen überwiegend Nichtraucher, in schmutzigen Eckkneipen zu 95% Raucher. Dort halten sich überwiegend Menschen auf, die zu häufig Alkohol trinken und unter solchen gibt es nunmal kaum Nichtraucher. Und bevor sich solche zu Hause bei Frau und Kindern betrinken und ihrer Nikotinsucht nachkommen, ist es im Interesse aller vernünftigen Menschen, auch für diese außerhalb der eigenen vier Wände Rückzugsräume zu schaffen.

      Was muss also in den Köpfen der verbotssuchenden Nichtraucher vorgehen, deren Anliegen ausdrücklich nicht die bevormundende Maßregelung der Raucher aus Prinzip ist: „Wenn ich eines Tages einmal Lust bekommen sollte, mich in eine schmutzige Eckkneipe zu setzen, möchte ich vom Passivrauch nicht gestört werden? Schließlich möchte ich nicht nur in den Nichtraucher-Eckkneipen sitzen, sondern auch in den Raucherkneipen? Sollen die Stammgäste halt vor die Tür gehen, damit ich, gesetz des Falles, mich verschlägt es einmal in solch eine Raucherlokalität, nicht am Geruch stören muss?“ Wie absurd und unbegreiflich!

      Was muss in den Köpfen von verbotssuchenden Nichtrauchern vorgehen, Menschen wie mir, die ohne Zigarette den Kaffe nicht genießen und ihre Zeitung nicht in Ruhe lesen können und wollen, die letzten, ganz wenigen verbliebenen Rauchercafes zu verbieten: „Sollen die Stammgäste halt vor die Tür gehen, damit ich, gesetz des Falles, mich verschlägt es trotz hundert Alternativen einmal in solch eine Raucherlokalität, nicht am Geruch stören muss?“ Wie absurd und unbegreiflich!

      Was muss in den Köpfen von verbotssuchenden Nichtrauchern vorgehen, die letzte und einzige kleine Raucherdiskothek zu verbieten, so dass dort wie vielerorts die Mehrheit der Besucher nicht mehr auf der Tanzfläche sondern vor dem Club auf der Straße zum Rauchen steht: „Sollen die Stammgäste halt vor die Tür gehen, damit ich, gesetz des Falles, mich verschlägt es trotz hundert Alternativen einmal in solch eine Raucherlokalität, nicht am Geruch stören muss?“ Wie absurd und unbegreiflich!

      Die schlichte Wahrheit ist: Wären nur diejenigen Raucher und Nichtraucher gefragt worden, die im Nachtleben oder den wenigen Rauchercafes tatsächlich vom Rauchverbot betroffen wären, hätte es ohne Zweifel eine absolute Mehrheit gegen das totale Rauchverbot gegeben. Denn alle Erfahrung bestätigt: Wo Alkohol getrunken wird, in Kneipen und Diskotheken, gibt es einfach viel mehr Raucher als Nichtraucher. Dennoch gibt es unlängst überproportional mehr Nichtraucherlokalitäten als Nichtraucher, die diese wegen der Rauchfreiheit besuchen. Abgestimmt haben also nicht diejenigen, die sich in relevantem Maß vom Rauch in Kneipen gestört fühlen, sondern gläubige Abstinenzler die eine Kneipe höchstens zum Apfelschorletrinken besuchen würden, Öko-Muttis, die seit zwanzig Jahren in keiner Diskothek mehr waren, Apotheke-Rundschau Tanten, die sich um das Wohl ihrer Enkelkinder sorgen, wohl situierte Akademiker, die die Lebensweise des Pöbels verachten ohne aber mit ihm je in Berührung zu kommen, usw. usf.

      Bleibt noch das heuchlerische Argument um das Wohl der passivrauchenden Bedienungen. Dazu sei gesagt: 1) Der subjektive Eindruck eines militanten Rauchers: Ich habe noch keine Bedienung in einem Raucherlokal erlebt, die nicht selber Raucher wäre. 2) Wer sich vom Passivrauch gestört fühlt, hat in 98% der Fälle die Möglichkeit, in einem Nichtraucherladen zu arbeiten. 3) Die Verhältnismäßigkeit geht völlig verloren: Es gibt hunderte Arbeiten, die wesentlich gefährlicher und gesundheitsschädlicher sind: Von der Arbeit in der Gießerei bis zur Bedienung in der lauten Nichtraucherdiskothek. Sollen jetzt alle Diskotheken den Lärmpegel runter drehen, damit die Bedienung nicht irgendwann einen Hörschaden bekommt? Geht’s noch?

      Man geht mir als militantem Raucher dieses anmaßende Nichtraucherpack auf den Sack.

      • Psycho schrieb am 8. Juli 2010 at 15:45 - Permalink

        Der Beitrag war geil ^^! Den mittleren Teil könntest du glatt als Propagandarede vorm Brandenburger Tor halten >_<, wie absurd und unbegreiflich.
        Um deine These mal zu untermauern, wer dort alles abgestimmt hat. Ich habe den Redelsführer kürzlich beim Zappen in einem Interview gesehen, er sprach von reger Spendenbeteiligung durch niedergelassene Ärzte, Apotheken, glaube auch KKassen (würd mich aber nicht drauf festnageln lassen wollen), wohingegen die Pharmakonzerne wohl nichts zur Kampagne beigesteuert haben sollen… nun… was ich damit sagen will ist, man kann sich vorstellen, dass diejenigen die die Kampagne finanziell unterstützt haben, das Verbot bei der Wahl auch direkt befürwortet haben. Wenn man das aus Sicht der Ärzte betrachtet ist das natürlich logisch und ich denke auch intrinsisch motiviert gewesen, um die Gesundheit der Rauchjunks zu verbessern… naja nobler Gedanke sicher, aber wirklich wie du schon meintest absurd den Mitbürger dadurch zu entmündigen indem man einfach behauptet selbst davon betroffen zu sein. Heißt ja dass Nichtraucher dadurch geschützt werden sollen ;D.

    298. TheRebel schrieb am 8. Juli 2010 at 16:44 - Permalink

      Kirche im Dorf lassen.

      Es geht um nachweislich gesundheitsschädliches, kostenverursachendes Verhalten von Bürgern. Eine art milder Körperverletzung. Für mich geht hier der Schutz und die Weiterentwicklung der Gesellschaft vor. Ich bin jedenfalls nicht bereit auf Dauer die entstehenden Kosten und Risiken des Rauchens zu tragen. Das Verbot in öffentlichen Einrichtungen nicht zu rauchen ist eine akzeptable Einschränkung wie bei Anderen Dingen (Die Einnahme von harten Drogen, Nudistenverbot, Köperverletzung etc.) auch.

      Und jetzt könnt Ihr wieder abschweifen, Nazikeulen schwingen und mit den Finger auf die Anderen zeigen an diesen einfachen Fakten ändert ihr nichts.

      Eine Raucherecke im Restaurant ist wie ein Pissbereich im Pool.

      • Drops schrieb am 8. Juli 2010 at 18:12 - Permalink

        Volle Zustimmung, gerade das mit dem Pool. ^^
        Wie war gleich das Verhalten von Suchtkranken wenn sie auf Entzug sind? Genauso spiegelns die Kommentare leider wieder und das wollen jene auch noch als Eigenverantwortung verkaufen. Die Frage nach der Zurechnungsfähigkeit spare ich mir, das kann man leider schon aus medizinischer Sicht verneinen. Und nein das soll nicht beleidigend sein.

        Verzicht üben, etwas zurückstecken, nicht Eigenverantwortung sondern Verantwortung anderen gegenüber sollte in der Zukunft zählen. Wenn man wie schon oben geschrieben es nicht mal bei ner Kippe schafft, dann erst Recht nicht bei den großen Themen.

        “Wenn wir es nicht lernen, miteinander als Brüder zu leben, werden wir als Narren miteinander untergehen.“

    299. Fettsack schrieb am 8. Juli 2010 at 17:28 - Permalink

      Ich möchte hiermit dem Artikel vehement widersprechen. Als versoffener, unsportlicher, stark übergewichtiger Junk-Food-Fan, Unterschichtler und Nichtraucher entspreche ich zwar in keinem einzigen Punkt dem oben gezeichneten Bild des Öko-Schnösels, begrüße das Rauchverbot aber dennoch. Ich hab mein Leben lang nicht verstanden, weswegen man sein Geld für Drogen ausgeben sollte, die nicht einmal breit machen. Naja, muss jeder selber wissen, was er sich reinpfeift, aber dann gefälligst nicht andere Leute zum Mitkonsum zwingen, die sich in der gemütlichen Eckkneipe lieber die Leber als die Lunge ruinieren wollen.

      Was mir aber noch viel mehr auf den Senkel geht, sind diese linken Spießer, die immer noch der Meinung sind, Nikotinkonsum wäre irgendwie rebellisch und würde sie auf wundersame Weise moralisch von den übrigen Besserverdienern abheben. Ihr braucht doch die Eckkneipe gar nicht und findet deren “Bewohner” sowieso abstoßend. Und in euren Lofts habt ihr Hausrecht und könnt qualmen was das Zeug hält. Nur bekommt dann niemand was mit von eurer Rebellion. Tja, man kann eben nicht alles haben.

    300. rauchfreund schrieb am 8. Juli 2010 at 19:59 - Permalink

      ich danke Ihnen für diesen Artikel. Ich hätte es nicht besser sagen können und ich bin überzeugt, Sie haben zu hundert Prozent Recht.

    301. zungenwerk schrieb am 8. Juli 2010 at 20:58 - Permalink

      zitat fettsack # 299: “Ich hab mein Leben lang nicht verstanden, weswegen man sein Geld für Drogen ausgeben sollte, die nicht einmal breit machen.”

      diese frage stellte sich meine genusssucht vor etwa 14 jahren ebenfalls, nachdem sie sich 10 lenze lang am paffen delektiert (zwei päckchen marlboro täglich seit dem 14. lebensjahr), tabakobsession zu hassen begonnen hatte (abhängigkeit von einer substanz steht nun mal dem phänomen der freiheit entgegen) und meine geliebten waldläufe immer häufiger in hustenkoloraturen ihr ende gefunden hatten.

      ich begann mein suchtverhalten einer näheren betrachtung zu unterziehen, legte pros und cons auf waagschalen, besah entsetzt einen zeiger, der heftig in richtung cons ausschlug (macht zwar krank, aber nicht mal breit), und entschied, hinter meine raucherkarriere einen schlusspunkt zu setzen.

      :-)

    302. Tech-o-matic schrieb am 8. Juli 2010 at 21:52 - Permalink

      @zungenwerk:
      So in etwa war das auch bei mir. Irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr, die ganze Zeit Rauchen _zu müssen_.
      Trotzdem habe ich kein Problem damit, in rauchigen Wirtschaften rumzuhängen. Ich finde generelle Rauchverbote mehr als bedenklich. Wie wäre es mit einem Verbot für den schändlichen Alkohol? Oder einem Parfümierungsverbot (die olfaktorische Belästigung durch manche Zeitgenossen ist echt enorm – selbst bei 5 Metern Abstand auf dem Gehweg)? Irgendwie lassen sich sicher auch für solche Verbote einwandfreie und wissenschaftlich unterlegte Argumentationen entwickeln. Die dann von einer Mehrheit per Abstimmung dekretiert werden.

      • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 00:48 - Permalink

        Es geht nicht um olfaktorische Belästigung oder darum, dass die Klamotten nach dem Besuch der Bar nicht mehr stinken.
        Es geht darum, dass Passivrauchen Gesundheitsschädigend ist.

        Es gibt kein Recht darauf nicht von anderen genervt zu sein.

        Aber es gibt sehr wohl ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, welches durch Raucher, die in Anwesenheit anderer rauchen verletzt wird.

    303. militanter raucher schrieb am 9. Juli 2010 at 02:53 - Permalink

      sacht mal, es ist BEÄNGSTIGEND — regelrecht angsteinflößend wie die komplexzerfressenen Antiraucher den Hals nicht vollbekommen können. Zur Erinnerung: In Bayern gab es bereits vor dem Puritanerdiktat ein totales Rauchverbot in fast allen Bars, in defacto allen Cafes, in den allermeisten Diskotheken, in vielen Kneipen und in absolut allen Speiselokalen und öffentlichen Gebäuden. WAS wollt ihr eigentlich?

      WAS redet ihr von der Freiheit der Raucher, die bei der Freiheit der Nichtraucher endet? Wieviele Minuten im Jahr kommt ihr in Kontakt mit Raucherräumen? Wieviel Lebensqualität büßt ihr ein, wenn es in zwei Cafes erlaubt bleibt zu rauchen, während in den übrigen 50 ein absolutes Rauchverbot besteht? ICH büße Lebensqualität ein, wenn ich zu Kaffee und Zeitung keine Zigaretten mehr rauchen kann. Nennt es Sucht oder wie auch immer – ich bin ein mündiger, verantwortungsvoll handelnder erwachsener Mensch, der sich von idelologisch Verrannten, die so armselig argumentieren wie hier zur Schau getsellt, nicht vorschreiben lässt, wie er sich zu verhalten hat. WAS bildet ihr euch ein?

      Viele Kommentare der Antiraucher hier sind an Ignoranz und maßloser Dummheit kaum zu überbieten.

      • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 08:56 - Permalink

        In Bayern gab es bereits vor dem Puritanerdiktat ein totales Rauchverbot in fast allen Bars, in defacto allen Cafes, in den allermeisten Diskotheken, in vielen Kneipen und in absolut allen Speiselokalen und öffentlichen Gebäuden. WAS wollt ihr eigentlich?

        Dieses “totale Rachverbot” existiert nur auf dem Papier.
        Wahrscheinlich wollten die Menschen, dass es auch mal angewendet wird.

        Beispiel.
        Bin in einer Disco und sag zu meinem Kumpel der raucht:”bin ich froh, wenn hier ab August nicht mehr geraucht werden darf”. Er antwortet:”hier darf auch nicht geraucht werden, aber jeder tuts”. Ah ja ^^ kann echt damit leben, aber wenn es ne Möglichkeit gibt rauchfrei den Abend zu verbringen, dann bin ich dafür.

        Oder eine andere Disco. Versucht das “totale Rachverbot” umzusetzen. Es gibt ein Raucherbereich mit drei Eingägen. Leider sind die Türen unsichtbar :)

        Glaub solche Sachen(in Bayern) haben dazu geführt, dass mehr für Ja gestimmt haben.
        Lieder fallen auch die Eckkneipen/Raucherkneipen und Shisha-bars drunter. :(
        Aber die Nichtraucher haben halt nur diese eine Chance gehabt.

        WAS redet ihr von der Freiheit der Raucher, die bei der Freiheit der Nichtraucher endet?

        Lass mich mal kurz überlegen.
        Die Freiheit seine Mitmenschen zum Rauchen zu zwingen, oder die Freiheit nicht vergiftet zu werden.
        Nein, dann doch lieber das Zweite ^^

        Wieviel Lebensqualität büßt ihr ein, wenn es in zwei Cafes erlaubt bleibt zu rauchen, während in den übrigen 50 ein absolutes Rauchverbot besteht?

        Wenn es nur so gewesen wäre *träum*

        Viele Kommentare der Antiraucher hier sind an Ignoranz und maßloser Dummheit kaum zu überbieten.

        Viele Kommentare der extrem Nikotinsüchtigen hier sind an Ignoranz und maßloser Dummheit kaum zu überbieten.

        • militanter raucher schrieb am 9. Juli 2010 at 10:58 - Permalink

          Dieses “totale Rachverbot” existiert nur auf dem Papier.

          das stimmt einfach nicht. grade wir bayern haben das vorhergegangene verbot mit voller hörigkeit angenommen. ich kenne, von einem kleinen linken punkerschuppen abgesehen, keinen laden, in dem sich nicht dran gehalten wird.

          wenn es in zwei Cafes erlaubt bleibt zu rauchen, während in den übrigen 50 ein absolutes Rauchverbot besteht

          bei cafes und cocktailbars ist dieses das real existierende verhältnis – etwas anderes zu behaupten ist schlicht unwahr.

          Die Freiheit seine Mitmenschen zum Rauchen zu zwingen, oder die Freiheit nicht vergiftet zu werden.

          als noch im flugzeug geraucht wurde, war der satz sicher richtig. unter den gegebenen umständen gab es diese ewig runtergebetete alternative aber nicht. punktum. durch hundertfaches wiederholen wird der satz auch nicht wahrer.

          • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 11:58 - Permalink

            das stimmt einfach nicht. grade wir bayern haben das vorhergegangene verbot mit voller hörigkeit angenommen. ich kenne, von einem kleinen linken punkerschuppen abgesehen, keinen laden, in dem sich nicht dran gehalten wird.

            Dann haben wir wohl verschiedene Erfahrungen gemacht.

            als noch im flugzeug geraucht wurde, war der satz sicher richtig. unter den gegebenen umständen gab es diese ewig runtergebetete alternative aber nicht. punktum. durch hundertfaches wiederholen wird der satz auch nicht wahrer.

            Wie es gerade ist, hab ich leider keine andere Wahl. In Nichtraucherdiscos wird geraucht und es interessiert niemanden… die abgesperrten Raucherbereiche sind ein Witz…
            wenn mein Freundeskreis irgendwo hingeht, wo geraucht werden darf(ist eig. ehh egal, weil überall geraucht wird… zumindest hier), dann bleib ich bestimmt nicht zu Hause ;) Wenn ich Party mit meinen Freunden machen will und nicht zu Hause hocken will, dann habe ich die Wahl auch nicht. Da liegen meine Prioritäten bei der Auswahl wo ich hingehe wo anders, als bei Rauch oder kein Rauch. Ist halt schöner, wenn da nicht geraucht wird, wo Nichtraucher und Raucher hingehen. Wenn sich dazu die Gelegenheit durch ein Volksentscheid bietet, dann nimmt man sie gerne an.

            • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 12:03 - Permalink

              Lass dich nicht auf die Diskussion ein.
              Raucher dürften Nichtraucher von vorneherein nicht zu dieser Entscheidung zwingen. Es sind nicht die Nichtraucher, deren Freiheit eingeschränkt wird. Nicht die Raucher. Dementsprechend spielt es keine Rolle warum du in eine Bar gehen möchtest. Der Raucher hat Rücksicht zu nehmen. Er ist es, von dem die Gesundheitliche Schädigung ausgeht.

            • militanter raucher schrieb am 9. Juli 2010 at 16:43 - Permalink

              Lass dich nicht auf eine Disskusion ein (-:

              Für Nichtraucher ist es sicherlich schöner, nicht zugeraucht zu werden. Gesundheitsschädlich ist es daneben auch. (Wobei so unglaublich viel in unserem Leben gesundheitsschädlich und gefährlich ist… Würde man die Argumentation nur halbwegs zu Ende denken, wären wir prompt in einer totalitären Gesundheitsdiktatur…)

              Für Raucher – arme Süchtige – ist es schöner, rauchen zu können, weil ihnen sonst ihr Bier nicht schmeckt und es für sie keinen Zweck hat in eine Kneipe zu gehen.

              Drum also hat man sich einträglich geeinigt und beschlossen, dass in den allermeisten Lokalitäten nicht mehr geraucht werden darf. Wenige Ausnahmen (und es sind, wie mans dreht und wendet, nur wenige) ermöglichen das friedsame Zusammenleben. In den meisten Läden steht die Rauchertraube draußen vor der Tür, in den wenigsten dürfen sie friedlich und zufrieden rauchen. (Im Übrigen kenne ich keine Nichtraucher, die nur im Minidesten solche Probleme damit haben, in halbwegs belüfteten Raucherräumen zu sitzen, wie die fanatischen “keine Diskussion, Raucher sind Mörder” freaks hier.)

              Dass nun in einer Stadt mit 5.000 Kneipen die Mehrheit der Kneipenbesucher nichteinmal in einer einzigen Kneipe noch das machen darf, was sie am liebsten macht: Nämlich Trinken und Rauchen (…für viele – arme Süchtige – gehört das untrennbar zusammen und bedeutet: Lebensqualität…) ist in unerträglicher Weise anmaßend.

              Sollte sich heruasstellen, dass der Zwang zum Nichtrauchen nun die Nichtraucher scharenweise in die Kneipen treibt, nehme ich alles zurück. Tatsächlich geht es den “Er ist es, der dich schädigt” Fanatikern ums Prinzip, ohne jede Rücksicht darauf, ob die Minderung der Lebensqualität der Raucher ihren Zuwachs an Lebensqualität um ein Vielfaches übersteigt.

              Anmaßend ist das.

              Es sind nicht die Nichtraucher, deren Freiheit eingeschränkt wird. Nicht die Raucher.

              Und wieder und wieder und wieder und nochmal, richtiger wird es trotzdem nicht. 1) Wird die Freiheit der Raucher selbstverständlich imens eingechränkt. 2) War die Freiheit der Nichtraucher vorher nur geringfügig eingeschränkt (called: Tolleranz), da sie 1001undeine Möglichkeit hatten, rauchfreie Lokale zu besuchen. Insofern haben Raucher bereits ausreichend Rücksicht genommen.

            • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 17:11 - Permalink

              Die Freiheit der Raucher wird kein bisschen eingeschränkt.
              Zumindest nicht die, die im Grundgesetz verankert ist.

              Es gibt und gab auch noch nie die Freiheit alles zu tun wozu man lustig ist.
              Sondern wenn immer nur: Man hat die Freiheit alles zu tun, solange man damit nicht die Freiheit anderer einschränkt.

              Und genau darum geht es hier. Raucher schränken die Freiheit der Nichtraucher ein. Eine Abwägung gibt es hier ja auch, indem gesagt wird, dass nur an öffentlichen Orten nicht geraucht werden darf. Und ja, Bars, Clubs, Supermärkte sind alles öffentliche und keine privaten Orte.
              Das bedeutet, dass es eben nicht sein kann, dass Raucher die Nichtraucher zwingen bestimmte öffentliche Orte zu meiden, wenn sie nicht zugequalmt werden möchten.
              Übrigens, Die Raucher haben gar keine Rücksicht genommen. Sie wurden per Gesetzt gezwungen. Wenn sie von vornherein Rücksicht genommen hätten, wäre weder ein Gesetzt noch der jetzige Volksentscheid notwendig gewesen.

              Lösungen wie abgetrennter Raucherbereich (und damit meine ich wirklich abgetrennt, mit ordentlichem Abzug und Luftschleuse), darüber hätte man gerne diskutieren können. Aber dazu war keine Bereitschaft da.
              Erst kam das “harte” Rauchverbot der CSU/FDP, dass dann nach einem schlechten Wahlergebnis komplett aufgeweicht wurde und zusätzlich noch die dienstliche Anweisung kam, generell keine Kontrollen durchzuführen.
              Folge war dann, dass in München fast alle Clubs und Bars zu sogenannten Raucherclubs wurden und wir uns im Endeffekt wieder beim Stand von vor dem Gesetz befunden haben.

              Und genau das war der Grund warum ich jetzt für das absolute Rauchverbot gestimmt habe. Es waren Jahre Zeit um hier Rücksicht zu nehmen und abgetrennte Raucherbereiche einzurichten. Gaststättenverband zum Beispiel hat schon vor vielen Jahren versprochen dafür zu sorgen, dass Restaurants entsprechende Vorkehrungen treffen. Nichts ist passiert. Wenn es ohne Verbot nicht geht, dann muss es halt mit sein.

              Ich weiss nicht wie das ausserhalb Münchens lief, ist für mich auch nicht wirklich relevant. In München gab es definitiv kaum Nichtraucherlokalitäten.

              Und das ganze Lebensqualität Argument. Spielt absolut keine Rolle.
              Es geht nicht um Lebensqualität oder sich gestört fühlen. Grundlage für das Verbot ist, dass rauchen Gesundheitlich schadet und dieser Schaden sogar zum Tod führen kann.
              Da ist gesunkene Lebensqualität des Rauchers schlicht und ergreifend kein Argument mehr.

    304. schwitzig schrieb am 9. Juli 2010 at 08:20 - Permalink

      @Dominik

      Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 00:48 – Permalink Antworten

      Es geht nicht um olfaktorische Belästigung oder darum, dass die Klamotten nach dem Besuch der Bar nicht mehr stinken.
      Es geht darum, dass Passivrauchen Gesundheitsschädigend ist.

      Es gibt kein Recht darauf nicht von anderen genervt zu sein.

      Aber es gibt sehr wohl ein Recht auf körperliche Unversehrtheit, welches durch Raucher, die in Anwesenheit anderer rauchen verletzt wird.

      Typen wie Du (wahrscheinlich so’n CDU/CSU-Wähler) treiben meinen Herzschlag hoch. Wut ist körperlich schädigend. DU gefährdest also mit Deiner Ignoranz, deinem radikalen Extremismus und Deiner Faktenverdrehung meine Gesundheit.

      Ich will jetzt nicht gleich auf mein Recht pochen, Dich verbieten zu lassen – da ich ein toleranter Mensch bin, darfst Du in Deinen Privaträumen existieren. Deine Teilhabe an der Öffentlichkeit ist allerdings eine Gefährdung der Volksgesundheit und sollte unverzüglich via Gesetz verboten werden.

      • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 09:58 - Permalink

        Typen wie Du (wahrscheinlich so’n CDU/CSU-Wähler) treiben meinen Herzschlag hoch. Wut ist körperlich schädigend. DU gefährdest also mit Deiner Ignoranz, deinem radikalen Extremismus und Deiner Faktenverdrehung meine Gesundheit.

        Dann musst echt an dir arbeiten, geh mal zum Arzt oder so… oder kauf dir ein Stressless Sessel.
        Wir können leider nicht daran arbeiten die Luft für Ewig anzuhalten (auch wenn du es dir sehr wünschst ;) )
        Ähm “Passivrauchen ist Gesundheitsschädigend” ist für dich Faktenverdrehung?

        • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 10:40 - Permalink

          Leute wie schwitzig wollen einfach nicht einsehen, dass sie anderen Schaden. Hauptsache sie können weiter rauchen und sich wohl fühlen. Wen interessiert schon der Krebs anderer.

      • H. Müller schrieb am 9. Juli 2010 at 10:09 - Permalink

        Na mein Freund. Wer wird denn gleich in die Luft gehen?
        Greife lieber zur HB, dann geht alles wie von selbst.

    305. Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 11:00 - Permalink

      - Passivrauchen gefährdet – wissenschaftlich(!) erwiesen – in ungeheurem Maße die Gesundheit
      - Nichtraucher sind gezwungen(!) in Gaststätten passiv zu rauchen
      - Raucher sind Täter!
      -> Ergo: Hier stehen Einzelinteressen der Volksgesundheit entgegen! Rauchen ist vernünftigerweise verboten worden! (Zum Glück sind die Raucher eine Minderheit!)

      - Die Abgase von Holzkohlegrills in Parks oder auf Balkonen sind gesundheitsschädlich. Nebenbei: Die Ablagerungen auf dem Grillgut sind krebserregend – aber das ist natürlich Privatsache derjenigen, die das angeblich aus Genussgründen (haha) zu sich nehmen.
      - Parkbesucher oder Obermieter sind gezwungen(!) diese schädlichen Grill-Abgase einzuatmen
      - Grillbetreiber sind Täter!
      -> Ergo: Grillen sollte verboten werden. Hier stehen Einzelinteressen der Volksgesundheit entgegen! Hier muss die Vernunft endlich über die Schädlinge siegen.

      - Fahrzeuge mit altertümlichen Verbrennungsmotoren erzeugen – wissenschaftlich(!) erwiesen – gesundheitsschädliche Abgase. Die Abgasbelastung ist so stark, dass stark befahrene Innenstädte zeitweise für den Autoverkehr gesperrt werden müssen um ein akutes Gesundheitsrisiko zu vermeiden. PKW-Besitzer fahren ihre Autos zu 4/5 aus Jux und Dollerei (zum “Genuss”?). In Fahrzeugen mit Sitzplätzen, Gewicht, Motordimension und Abgasvolumen für die Beförderung von 5+ Personen sitzt in der Regel nur eine Person, der Fahrer!
      - Alle Stadtbewohner (auch diejenigen ohne PKW) sind gezwungen(!) die entstehenden schädlichen Abgase zu stoffwechseln.
      - PKW-Besitzer sind Täter!
      -> Ergo: Die Nutzung von überdimensionierten PKW muss verboten werden. Hier stehen Einzelinteressen ganz klar der Volksgesundheit entgegen! Auch hier muss die Vernunft endlich siegen.

      … zahllose weitere gesetzliche Verhaltensvorschriften müssen folgen. Für ein Leben unter der absoluten Doktrin der Vernunft! Es geht um nichts weniger als die heilige Gesundheit unseres Volkskörpers! Da gibt es absolut nichts zu diskutieren! Also Ruhe jetzt, verdammt!

      • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 11:18 - Permalink

        Lustig :)

        Niemand hat verboten im Park zu rauchen, auf dem Balkon zu rauchen, auf der Straße zu rauchen.

      • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 11:31 - Permalink

        Erstens, wie plaY schon sagte, rauchen im Park, auf der Straße oder auf dem Balkon ist nicht verboten.
        Grillen auf dem Balkon ist übrigens schon sehr stark eingeschränkt und kann im Mietvertrag komplett untersagt werden. Rauchen nicht.

        Für den PKW vergleich.
        Es gibt auch hier schon sehr viele Gesetzliche Verbote und Eingriffe, wie zum Beispiel die Kat-Pflicht, Umweltzonen und diverse andere Massnahmen die Schäden für Umwelt und Gesundheit durch Verkehr zu verringern. Ich hätte auch kein Problem, wenn man hier in Zukunft noch weiter geht. Höherer Benzinpreis zum Beispiel oder Ausbau der ÖV.

        Wobei allerdings der Vergleich zwischen Auto und Rauchen eh etwas weit her geholt ist. Das Auto ist in unserer Gesellschaft eine Notwendigkeit. Rauchen defintiv nicht.
        (Achja, diese 4/5 die nur aus Jux und Dollerei fahren. Das ist nun wieder ein Zahl die ich nicht ohne Quelle glaube.)

    306. Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 11:50 - Permalink

      @PlaY, Dominik:
      Die 4/5 sind die leeren Plätze( = “nicht notwendige” Abgase), die in den quasi leer gefahrenen 5+Personenwagen “mitfahren”, wenn nur der Fahrer im Auto sitzt.

      BTW: Ich habe nirgends behauptet, dass Rauchen im Park/Balkon verboten ist! Aber vielleicht sollte man darüber mal nachdenken. Das wäre wenigstens konsequent!
      Andererseits: Die Rauchentwicklung bei Zigaretten ist glücklicherweise nicht so stark wie bei Holzkohlegrills.

      • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 11:59 - Permalink

        Öhm, nein, wäre nicht wirklich Sinnvoll.

        Rauchen ist genausowenig wie Grillen im Park verboten. Also mal abgesehen von den meisten Parks in denen Grillen aber nicht Rauchen verboten ist. ;)
        Rauchen ist auch auf dem Balkon weder verboten noch eingeschränkt. Grillen nicht.

        Von daher wäre es konsequent das rauchen auch auf dem Balkon einzuschränken, mit der Möglichkeit es komplett im Mietvertrag zu untersagen. Der Punkt ist, Ihr Beispiel des Grillens geht deswegen schief, weil es schon lange viel weiter eingeschränkt ist, als das rauchen.

        Zum Thema Auto, naja, ich finde das (von Anfang an eher schwache) Argument wird gerade immer dünner und dünner. Wobei für mich der zentrale Punkt bleibt, Auto fahren Leute aus Mobilitätsgründen. Rauchen aus reinem Spass an der Freude. Will heissen es gibt durchaus gute Argumente für das Autofahren. Für das rauchen gibt es keine ausser: “Ich will aber”.

        • schwitzig schrieb am 9. Juli 2010 at 12:09 - Permalink

          @Dominik

          Hmmm … entweder bist Du tatsächlich so ein CDU/CSU/FDP-Wähler (da ist Hopfen und Malz sowieso verloren) oder Du solltest 305/306 noch mal lesen und wenigstens versuchen, Dein Gehirn zu benutzen.

          306: Aber vielleicht sollte man darüber mal nachdenken. Das wäre wenigstens konsequent!

          Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 11:59 – Permalink Antworten

          Öhm, nein, wäre nicht wirklich Sinnvoll.

          Andererseits – die Antwort von Dir ist immerhin ehrlich. Du willst also nicht denken … gut.
          Vielleicht sollte man doch besser gleich Dich als Person verbieten. Mein Herz!

          • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 14:10 - Permalink

            @Schwitzig

            Nur damit du dich ned wunderst, warum ich dir nicht antworte. ;)

            http://www.andrews-corner.org/troll.html

      • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 12:09 - Permalink

        Damit wollt ich sagen, dass dein Vergleich hinkt.
        Du vergleichst eine Tätigkeit in geschlossenen Räumen mit Tätigkeiten die Draussen durchgeführt werden.

        Wenns danach geht, dann müssten wir ja die Verbrennung an sich verbieten.

    307. Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 12:16 - Permalink

      @Dominik:
      Ich glaube du hast nicht ganz verstanden, dass vom Individualverkehr eine große unmittelbare gesundheitliche Gefahr ausgeht (mal von der noch viel drastischeren mittelbaren Auswirkung auf das planetare Klima abgesehen)

      Unmittelbare Gesundheitliche Gefahren entstehen durch Unfälle und durch die giftigen Abgase. Selbst wenn man davon ausgeht, dass diese wahnsinnige Mobilität durch unser gottgegebenes Wirtschaftsystem erzwungen ist, ändert das nichts daran, dass die gewöhnlich genutzten Fahrzeuge (auch sog. “Kleinwagen”!) viel zu groß sind für den Einsatzzweck. Die PKWs sind für die gewöhnliche Nutzung regelmäßig 5-fach (!) überdimensioniert (1 Passagier in Fahrzeug für 5 Personen).
      5-Fach überdimensioniert bedeutet konkret:
      - vielfach schwerer als nötig = vielfacher Abgasausstoss als notwendig + vielfach schwerere Unfallfolgen = vielfache Krankheitsfolgen und viele unnötige Tote als unbedingt notwendig.
      Das ist nicht akzeptabel! Was zählt ein Menschenleben für diese “Schlächter”, die es wohl einfach nur angenehm und genussfördernd finden alleine in einem 5-Personenwagen durch die Stadt zu cruisen?

      Schade, dass die geistige Potenz unserer Mitbürger gerade noch ausreicht um “stinkigen” Rauchern das Treiben zu verbieten, bei Dingen, die um die Ecke gedacht werden müssen, herrscht dann aber regelmäßig Flaute im Oberstübchen.

      • Dominik schrieb am 9. Juli 2010 at 14:02 - Permalink

        Wie oben schon gesagt. Ich habe keinerlei Problem damit den Autoverkehr auch weiter einzuschränken. Vor allem SUVs und ähnlich unsinnige Konstruktionen aber auch generell.
        Kann auf unterschiedlichsten Wegen passieren und in vielen Bereichen passiert ja auch schon was. Zugegeben leider nur sehr langsam.

        Will heissen, klar, stimme dir zu, wie oben geschrieben. Hat aber nicht wirklich was mit dem Rauchverbot zu tun und ist schon gar kein Argument gegen das Rauchverbot.

    308. Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 12:19 - Permalink

      @plaY :

      Du vergleichst eine Tätigkeit in geschlossenen Räumen mit Tätigkeiten die Draussen durchgeführt werden.

      Es geht hier nicht um draussen oder drinnen. Es geht um gesundheitsschädliche Handlungen im öffentlichen Raum!
      Warum verteidigst du Mörder*? Wie kann man nur!

      *siehe erster Kommetar von Sapere Aude

      • plaY schrieb am 9. Juli 2010 at 13:15 - Permalink

        Also ich finde ja den Begriff Selbstmordattentäter passender :)
        Sagen wirs mal so, Autos usw. entwickeln sich langsam in die richtige Richtung.
        Was Umwelt und Gesundheit angeht. Beim Rauchen in geschlossenen Räumen entwickelt sich nichts, außer Krebs.

        Das zeigt halt, dass die Gesellschaft sich weiterentwickelt. Bei Fortbewegungsmittel ist es die Forschung die vorangetrieben wird um den jetzigen Zustand zu verbessern, beim Rauchen gehts halt nur mit einem Verbot. Es geht aber alles in die selbe Richtung und zwar “gesundheitsschädliche Handlungen im öffentlichen Raum zu vermeiden”.

    309. Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 13:33 - Permalink

      @play:
      Was du behauptest ist falsch. Die Summe der gefahrenen Kilometer im Individualverkehr steigt (politisch gefördert!). Es gibt einen eindeutigen Trend zu immer schwereren Fahrzeugen – und damit ist nicht der ungebrochene Trend zum SUV und Zweitwagen gemeint. Einzig die Anzahl der Verkehrstoten ist gesunken, allerdings dank “schwerer” Sicherheitstechnik, also letztlich auf Kosten des Schadstoffausstosses.
      Die Schädigungen werden also größer und nicht kleiner, wie von dir suggeriert.

      Und wenn man einen Trend schon argumentativ heranzieht: In den letzten Jahren nahm die Anzahl der Raucher kontinuierlich ab. Es gibt einen Trend zur Lightzigarette mit weniger Schadstoffen…

    310. jakob schrieb am 9. Juli 2010 at 13:36 - Permalink

      Hat eigentlich schon irgendjemand Pinklerecken im Freibadbecken gefordert?

      • Tech-o-matic schrieb am 9. Juli 2010 at 14:13 - Permalink

        Ja. 298. So lustig ist das nun auch wieder nicht.

      • 7schläfer schrieb am 9. Juli 2010 at 16:23 - Permalink

        Dieser falsche Vergleich legt die Denke der Verbotsbefürworter offen. Der Vergleich ist schon deshalb falsch, da er analog bedeuten würde, dass in einer Nichtraucherkneipe in einer Ecke, die vom restlichen Raum nicht abgetrennt wäre, geraucht werden dürfte.

        Bleiben wir beim Pool: richtig wäre der Vergleich, wenn es ein extra Becken für dieses “Bedürfnis” gäbe. Mit extra Beschilderung und Warnhinweisen. Man könnte sich auch ein ganzes Schwimmbad vorstellen, in dem dies in jedem Becken erlaubt wäre, ebenfalls mit Beschilderung und Warnhinweisen.
        Ihr wollt nun, warum auch immer, in genau dieses Becken/Schwimmbad und erwartet auch noch, dass alle anderen dies nicht mehr so nutzen, wie es ausgelegt worden ist.

        Ihr geht also in eine gekennzeichnete Raucherkneipe, die nur so existieren will, und erwartet, dass dort nicht mehr geraucht werden darf.

        Euch sind doch die anderen vollkommen egal, aber Hauptsache, ihr habr euren Willen durchgesetzt.

    311. Luisa schrieb am 9. Juli 2010 at 16:37 - Permalink

      Wenn ein oft übergewichtiger, ungepflegter Mensch unfähig ist, mit dem Rauchen aufzuhören, sollte er es wenigstens nicht dann tun, wenn er mich dadurch mitschädigt.

      Es würde mich interessieren, ob schwitzig (Das gewählte Pseudonym spricht schon Bände) ein attraktiver, mit beiden Beinen im Leben stehender und beruflich erfolgreicher Mensch ist.

      • militanter raucher schrieb am 9. Juli 2010 at 16:58 - Permalink

        Mich würde interessieren was du so für ein Mensch bist (-:

        du bist bestimmt eine attraktive, gesundheitsbewusse, mit beiden Beinen im Leben stehende und permanent auf den vorzeigbaren beruflichen und privaten Erfolg bedachte Dame, die gerne auch mal einen alkoholfreien Maracujashake trinkt und eigentlich sonst eher so langweilig ist. Ist ja ok, jeder wie er möchte.

        Allerdings lasse ich mir von dir nicht vorschreiben, wie ich zu leben habe, wenn du davon nicht betroffen bist. Und wenn die ungepflegten Übergewichtigen im Raucherclub rauchen, bist du davon nicht betroffen. Also lebe dein Leben, kümmer dich vielleicht ein bisschen weniger um deinen Körper und mehr um deinen Kopf, sei hübsch, friedlich, geh deinen eigenen Kompensationsbeschäftigungen nach und lass den Rauchern die ihre.

      • schwitzig schrieb am 9. Juli 2010 at 18:00 - Permalink

        @311 Luisa

        Es würde mich interessieren, ob schwitzig (Das gewählte Pseudonym spricht schon Bände) ein attraktiver, mit beiden Beinen im Leben stehender und beruflich erfolgreicher Mensch ist.

        :-)

        Eines vorab: “schwitzig” hat rein gar nichts mit Transpirationsgewohnheiten zu tun :-). Und ja, “schwitzig” ist im landläufigen Sinn recht attraktiv, wird gemeinhin 5 bis 8 Jahre jünger geschätzt, steht mit beiden Beinen im Leben, verdient ziemlich viel (und hat trotzdem nie Geld über :-) und definiert sich bei weitem nicht nur über seinen Beruf, sondern in erster Linie über eines seiner Hobbies, das mal ein Beruf war. Und “schwitzig” amüsiert sich königlich über bissig ernste Menschen, die eine zynische und satirische Erhöhung selbst dann nicht erkennen, wenn sie ihnen in den Arsch beisst, weil “schwitzig” glaubt, dass genau dieses Verhalten ein Indiz für einen egomanischen Charakter ist. Leute, die sich selbst viel zu wichtig vorkommen, reagieren gerne überspitzt, wenn man ihnen einen Zerrspiegel vorhält. Sie “outen” sich quasi – um auch mal einen ausnahmsweise praktischen Anglizismus anzubringen.

    312. zungenwerk schrieb am 10. Juli 2010 at 01:13 - Permalink

      dein post #313 darf als klassische demonstration einer stoffgebundenen suchtkrankheit gesehen werden, schwitzig*):

      verleugnung des zwanghaften bedürfnisses nach der substanz (jederzeit aufhören zu können oder schon mal aufgehört zu haben)

      rückfälle zu schönen (abhängigkeit zu negieren und dem umstand, erneut dem tabakrauch zu frönen, freiwilligkeitsnatur zu verpassen; klarstellung, dass irgendwann mal der zeitpunkt kommen wird, ganz aufzuhören)

      auf die erfahrung verweisen, dass abstinenz lebensqualität reduziert (typisches junkie-syndrom: angewiesen sein auf die substanz)

      flucht in lügengebäude (keine sportlerin, die ich kenne, akzeptierte den fakt, dass ihre lungenkapazität nicht genügt, sie zöge konsequenzen -> entweder verzicht auf sport oder auf zichte)

      da sich sämtliche postings dieses threads neuerdings auf hiebe unter die gürtellinie konzentrieren und persönliche angriffe mich anwidern, klinke ich mich an dieser stelle aus und bedaure, zeit vergeudet zu haben.

      *) mit hinweisen auf den drogensuchtcharakter des tabaks nicht sparsam umzugehen, stellt keine attacke gegen deine person dar, schwitzig, sondern intendiert, augen zu öffnen.

    313. schwitzig schrieb am 10. Juli 2010 at 09:34 - Permalink

      @312

      zungenwerk schrieb am 10. Juli 2010 at 01:13 – Permalink Antworten

      dein post #313 darf als klassische demonstration einer stoffgebundenen suchtkrankheit gesehen werden, schwitzig*):

      Sicher. Rauchen ist eine schwere Abhängigkeit und das nicht nur von Nikotin. Habe ich das irgendwo angezweifelt?

      verleugnung des zwanghaften bedürfnisses nach der substanz (jederzeit aufhören zu können oder schon mal aufgehört zu haben)

      Was ein Quatsch – erstens verleugne ich das zwanghafte Bedürfnis nicht und zweitens kann ich sehr wohl jedezeit aufhören, auch wenn es schwer fällt. Aber ungeachtet der Einschränkung der Freiheit, macht das Leben mit der Sucht mehrr Spass, als ein Leben ohne Rauchen.

      rückfälle zu schönen (abhängigkeit zu negieren und dem umstand, erneut dem tabakrauch zu frönen, freiwilligkeitsnatur zu verpassen; klarstellung, dass irgendwann mal der zeitpunkt kommen wird, ganz aufzuhören)

      Hobbypsychologe? Nun, da musst Du noch ein wenig üben, denn erstens negiere ich nicht die Abhängigkeit, zweitens ist es nach mehr als einem Jahr durchaus freiwillig gewesen, wieder anzufangen, weil es aufgrund der Abhängigkeit (die wie bei Alkoholikern immer bleiben wird) eine Reduktion der Lebensqualität gab. Und aufhören werde ich mit Sicherheit, wenn mein Körper nicht mehr in der Lage ist, die Belastung zu verkraften.

      auf die erfahrung verweisen, dass abstinenz lebensqualität reduziert (typisches junkie-syndrom: angewiesen sein auf die substanz)

      Ja und weisst Du was? Der Junkie hat in Bezug auf das Rauchen Recht. Wenn ich eine chronische Krankheit habe, behandele ich sie auch und lebe mit der Krankheit. Das Rauchen behandelt das seelische Wohlbefinden. Und der Rausch und das Gefühl einer Zigarette macht einfach Spass. Das ist auch der Grund, warum viele Raucher das Rauchen nie aufgeben: Es macht Spass. Die körperlichen Entzugseffekte sind eher leicht,aber die Persönlichkeitsveränderung ist das wirklich schwierige und reduziert die Lebensqualität.

      flucht in lügengebäude (keine sportlerin, die ich kenne, akzeptierte den fakt, dass ihre lungenkapazität nicht genügt, sie zöge konsequenzen -> entweder verzicht auf sport oder auf zichte)

      Was ein Quatsch. Selbstverständlich reduziert Rauchen die Lungenkapazität – aber: Wenn ich dennoch schneller, stärker, hübscher, besserverdienender, generell fitter, oft intelligenter, beliebter, kreativer und einfach in den meisten Belangen besser als z.B. die meisten Nichtraucher bin, ist das nun mal so.

      da sich sämtliche postings dieses threads neuerdings auf hiebe unter die gürtellinie konzentrieren und persönliche angriffe mich anwidern, klinke ich mich an dieser stelle aus und bedaure, zeit vergeudet zu haben.

      Och – ich würde jetzt nicht sagen, dass Du Zeit vergeudet hast. Ich finde Leute, die genau wissen, was für andere besser ist, recht amüsant und Du hast mich kurzzeitig erheitert.

      *) mit hinweisen auf den drogensuchtcharakter des tabaks nicht sparsam umzugehen, stellt keine attacke gegen deine person dar, schwitzig, sondern intendiert, augen zu öffnen.

      Ich denke, dass ich in meinem Leben bedeutend mehr mit Suchtkranken und Suchtkrankheiten zu hatte, als Du es jemals haben wirst – sowohl in praktische als auch theoretischer Hinsicht. Dein “Augen öffnen” ist qualitativ eher bei einem Wohnzimmergespräch während einer Party anzusiedeln.

    314. svenson schrieb am 10. Juli 2010 at 13:15 - Permalink

      Hallo Luisa,

      ich habe nur Kommentar 314 und 315 rückblätternd gelesen und ich will Ihnen sagen,
      dass Sie in Ausdruck und Form, menschlich gesehen, gewaltig auf dem Holzweg sind.
      Ich mache mir deshalb die Mühe, denn Ihr soziales Umfeld oder “Intelligente Umgebung”, noch Ihre eigenen Befähigungen, so befürchte ich jedenfalls ganz stark, werden ausreichen bzw. werden Ihnen diesen Umstand nicht mehr genügend reflektieren können.

      Freundliche Grüße Svenson

    315. Namal schrieb am 10. Juli 2010 at 14:24 - Permalink

      Heute beim Italiener in einem ort in Thüringen. Verständlich dass man bei dem wetter sich draußen setzen will. Aber es ist nur noch ein tisch frei und daneben sitzen raucher und “genießen” ihre krebsstängel nach dem essen und scheren sich ein dreck um andere gäste. Aber wir nichtgiftkonsumierer sind ja tolerant und müssen diesen armen giftgenussgeschöpfen ihre freiräume lassen. Leider ist Thüringen nicht so weit wie Bayern.

      • brandubh schrieb am 10. Juli 2010 at 21:31 - Permalink

        Tja, ihr Nichtgriftkonsumierer werdet alle sterben.
        Habt ihr auch schon Passivraucherhusten?
        Rennt ihr morgen zum Lungenarzt, weil ihr befürchtet, dass der Passivrauch, bei dem ihr in einer Stunde (!) ein Tausendstel der Schadstoffe inhaliert habt, die die Raucher direkt inhaliert haben (neben dem Passivrauch, den die Raucher ja auch inhalieren), bald eines Rauchertodes sterbt?
        Angst macht dumm und mit dummen Menschen über die Gefahren des Passivrauchens zu reden ist sinnlos.

    316. t.h.wolff schrieb am 10. Juli 2010 at 14:58 - Permalink

      Was haben wir also bis hierher gelernt ? Der Raucher ist

      - ungebildet
      - erfolglos
      - hilfloses Objekt seiner Sucht
      - versteht seine AlgII-Leistungen nicht einzuteilen
      und
      - vererbt überdies all diese Defizite an seine Nachkommen

      Potzblitz, beinahe hätte ich vergessen: Wer Zigaretten anzündet, der zündet auch Bücher und Menschen an.

      Die Systempolitik randaliert in den wenigen Entscheidungsspielräumchen, die noch nicht in den Händen der Kapitalseite sind; und offensichtlich randalieren einige Millionen kleine Blockwarte bereitwilligst mit.

    317. Wirrer Süchtiger schrieb am 10. Juli 2010 at 18:22 - Permalink

      Ich bin ein Mensch, der Gewalt – sehr zu Recht! – verachtet. Alle wissenschaftlichen Studien belegen: Der Anblick sadistischer Grausamkeiten kann zu Albträumen und seelischer Beeinträchtigung führen. Meine Freunde pflegen allerdings gelegentlich widerliche Horrorfilme im Kino zu besuchen. Um nicht alleine zu bleiben, muss ich mich da anschließen. Und selbst wenn ich einen anderen Film sehen wollte: Fast jeder zweite Kinofilm strotzt nur so vor Gewalt! Um mir also ohne Einschränkung meiner Freiheit jeden Kinofilm ansehen zu können – ohne dadurch seelischen Schaden zu erleiden – stimme ich dafür, menschenverachtende Gewaltfilme aus allen – genau: allen! – Kinosälen zu verbannen!

      Ich bin ein Mensch, der sich von zu lauter Musik – sehr zu Recht! – gesundheitlich beeinträchtigt fühl. Alle wissenschaftlichen Studien belegen: Zu laute Musik kann nachweislich dem Gehör schaden! Meine Freunde pflegen allerdings gelegentlich laute Diskotheken zu besuchen. Um nicht alleine zu bleiben, muss ich mich da anschließen. Und selbst wenn ich in einem anderen Establishment ausgehen wollte: In fast jedem zweiten Laden wird zu laute Musik gespielt! Damit ich also ohne Einschränkung meiner Freiheit am gesamten Nachtleben teilhaben kann – ohne einen Hörschaden zu riskieren – stimme ich dafür, dass Musik in allen – genau: allen! – Diskotheken nur noch auf Zimmerlautstärke gehört werden darf.

      Ich bin ein sehr prüder Mensch, der beim Anblick von nacktem Fleisch – sehr zu Recht! – in große Verlegenheit gerät. Alle Mullahs bestätigen: Unzüchtigkeit ist gottlos! Meine Freunde pflegen allerdings, gelegentlich unsittliche Stripbars zu besuchen. Um nicht alleine zu bleiben, muss ich mich da anschließen. Und selbst wenn ich in einem anderen Establishment ausgehen wollte: In fast jedem zweiten Laden wird schamlos mit den nackten Reizen gespielt! Damit ich also ohne Einschränkung meiner Freiheit am gesamten Nachtleben teilhaben kann – ohne mich sittlich massiv gestört zu fühlen – stimme ich dafür, dass in allen – genau: allen! – Ausgehmöglichkeiten eine strikte Burkapflicht herrscht.

      Ich bin ein sehr gesundheitsbewusster Mensch, der sich von Tabakrauch – sehr zu Recht! – gesundheitlich beeinträchtigt fühlt. Alle wissenschaftlichen Studien belegen: Passivrauchen kann der Gesundheit schaden! Meine Freunde pflegen allerdings gelegentlich verrauchte Raucherclubs zu besuchen. Um nicht alleine zu bleiben, muss ich mich da anschließen. Und selbst wenn ich in einem anderen Establishment ausgehen wollte: In fast jedem zweiten Laden ist das Rauchen erlaubt! Damit ich also ohne Einschränkung meiner Freiheit am gesamten Nachtleben teilhaben kann – ohne einen gesundheitlichen Schaden zu riskieren – stimme ich dafür, dass das Rauchen in allen – genau: allen! – Ausgehmöglichkeiten unter Strafandrohung verboten wird.

    318. brandubh schrieb am 10. Juli 2010 at 18:32 - Permalink

      Und wenn ich mich noch einmal wiederholen muss:
      Bars, Clubs, Kneipen, Bordelle sind keine öffentlichen Orte.

    319. ScheissSPD schrieb am 11. Juli 2010 at 01:33 - Permalink

      Und wir singen Scheiß SssPppDddd! Scheiß SssssssssssPppppppppDddddddd!
      Wir singen Scheiß SssPppDddd! Scheiß SssssssssssPppppppppDddddddd!

      Wer hat die Nichtraucherschutzaktivisten unterstützt?
      Wer hat Sebastian Frankenberger logistisch unterstützt?
      Wer kam gleich nach dem Volksentscheid mit der Forderung diesen Entscheid als Gesetz für ganz Deutschland verbindlich zu machen?

      Richtig:

      Es war die Drecks-SPD, einer Partei der ich seit Schröder ohnehin bis in alle Ewigkeit in tiefer Feindschaft verbunden bleibe. Kein Verzeihen! Nie!

      Und wir singen Scheiß SssPppDddd! Scheiß SssssssssssPppppppppDddddddd!
      Wir singen Scheiß SssPppDddd! Scheiß SssssssssssPppppppppDddddddd!

    320. henry schrieb am 11. Juli 2010 at 03:07 - Permalink

      Interessant, wie doch immer wieder am Artikel vorbei geschrieben wird.
      Man redet von Freiheit. Wessen Freiheit?
      Man behauptet, ohne zu beweisen.
      Vor allem fragt niemand nach den echten Hintergründen.
      Der Artikel hat es schon auf den Punkt gebracht: Es geht um den Einbruch des Nazissmus in die Gegenwartskultur. (Richard Sennett: “The Fall of Public Man”).
      Wie bereits gesagt:Wer lesen kann.. wer kann denn?? Und wo??
      Dieser kulturelle Nazissmus (Lustversagen, Neid, GeizZeremonien, Privat geht vor Katastrophe! Jeder ist seines Glückes Schmied! Sauberkeitsriten, Sehnsucht nach Magie der Reinheit etc.etc) schließt Rauchverbote logischerweise ein.
      Der KERN der Sache ist: Dieser kulturelle Nazismus unterstützt die neoliberale Politik so wirksam, daß eine kleine gesellschaftliche Schicht es fertig bringt, ihre partikularen Interessen als allgemein gesellschaftliche Interessen darzustellen. Anders gesagt, mit diesem Stil beherrschen sie wunderbar den Großtel der Gesellschaft, indem sie allen anderen ihre Interessen als die der Gesellschaft verkaufen.
      Das garantiert, daß die, die schon immer von Bildung ausgeschlossen waren, es auch bleiben; daß diejenigen, die schon immer die größte Beute an sich reißen wollten, es auch weiterhin ungestört tun.
      Es geht hier also in erster Linie nicht ums Rauchen.
      Es geht um die ideologische Hegemonie des Neoliberalismus.
      Es geht um die Aufrechterhaltung freiwilliger Selbstbeschränkung ganzer kultureller Gruppen, die sich damit vom Kampf um die oben genannte Hegemonie SELBST ausschließen.
      Jaa, so viel theoretischen Sch.. muß sein!! Tut mir leid.

    321. Peleo schrieb am 11. Juli 2010 at 11:13 - Permalink

      @ 319 “ScheissSPD”

      Da hab ich einen Tipp für Dich: Es gibt doch noch die FREIE Demokratische Partei. Die haben auch Übung darin, sich lächerlich zu machen.

    322. Peleo schrieb am 11. Juli 2010 at 14:39 - Permalink

      Warren Buffet zu einem Investmentbanker:
      “Ich sage Dir, warum ich die Zigarettenindustrie so mag: Man produziert Zigaretten für einen Penny, man verkauft sie für einen Dollar. Sie machen abhängig, und die Käufer bleiben ihren Marken treu”.

    323. schwitzig schrieb am 11. Juli 2010 at 15:40 - Permalink

      @320 henry

      Ja, der Puritanismus ist der erste Schritt zum Faschismus. So sehe ich das auch und die Kommentare der Nichtrauchertaliban unterstützen meine Ansicht … leider. ein Volk von Dummen und Bornierten, regiert von Dummen und Bornierten. Und wie die Geschichte beweist: Hinterher haben sie “nichts gewußt”.
      Oder einfacher: Jeder Baum entwickelt sich aus einem winzigen Samenkorn.

    324. Knilch schrieb am 12. Juli 2010 at 11:22 - Permalink

      Eigentlich müsste man dazu nichts mehr sagen. Aber als jemand, der momentan in München wohnt, kann ich einfach nicht nachvollziehen, wie einige behaupten, hier hätte es „1001“ Möglichkeiten gegeben, sich in Bars, Clubs oder was auch immer nicht vollqualmen zu lassen.

      Hier in der Straße ist sogar ein griechisches Restaurant dessen Besitzer nach Einführung der alten Regelung kurzerhand beschlossen hat, einen Zettel an die Tür zu hängen mit dem Hinweis darauf, daß das ein Raucherlokal ist. Der Zettel hängt noch immer und jetzt muß er sich möglicherweise etwas anderes überlegen.

      Andererseits hat der Italiener schon vor der „Regelung“ beschlossen, das Rauchen im Restaurant nicht mehr zu erlauben. Da brauchte es glücklicherweise keine totalitäre Staatsmacht.

      Wenn ich abends ausgegangen bin, hatte ich definitiv keine Möglichkeit zu entscheiden, den Abend rauchfrei zu verbringen. Andererseits habe ich zig Mitgliedskarten von selbsternannten Raucherclubs bei mir herumliegen, da in München nunmal fast alles Raucherclub geworden ist. Wo da meine verzerrte Wahrnehmung sein soll, würde ich schon gerne wissen.

      Mir persönlich hätte es absolut gereicht, hätte es eine funktionierende Regelung gegeben. Also getrennte Raucher- /Nichtraucherbereiche und keine Möglichkeit von „Raucherclubs“. Damit wollte man die Wettbewerbsfähigkeit kleiner Kneipen und DIscotheken erhalten, die die räumlichen Voraussetzungen nicht hatten, das ist mir durchaus klar. Nur waren damit grundsätzlich alle „kleineren“ Betriebe sofort Raucherclub.

      Im Endeffekt hat man nun also endlich klare Verhältnisse geschaffen und kein Wirt muß sich mehr über wettbewerbsverzerrende Umstände beschweren (was unendlich viele taten und es dadurch zu den zahllosen Ausnahmeregelungen gekommen ist). Denn jetzt haben alle die gleichen Voraussetzungen.

      Mir ist in den Jahren seit Beginn des „Nichtraucherschutzgesetzes“ in München keine Lokalität untergekommen, in der es eine funktionierende Trennung gegeben hätte. Über eine Erweiterung meines anscheinend begrenzten Horizontes wäre ich sehr glücklich.

    325. schwitzig schrieb am 12. Juli 2010 at 17:23 - Permalink

      @Knilch 324

      Im Endeffekt hat man nun also endlich klare Verhältnisse geschaffen und kein Wirt muß sich mehr über wettbewerbsverzerrende Umstände beschweren (was unendlich viele taten und es dadurch zu den zahllosen Ausnahmeregelungen gekommen ist). Denn jetzt haben alle die gleichen Voraussetzungen.

      Jo – sie werden wohl in die Pleite gehen. Ganz offensichtlich sind Nichtraucher überwiegend Kneipenvermeider,was sich dadurch erkennen läßt, dass die Kneipen durch den überproportionalen Gastanteil aus dem Rauchermilieu verraucht sind und es dennoch keine Nichtrauherkneipen gibt . Deine Behauptung mit den Restaurant ist natürlich – wie Du ja auch selbst sehr genau weisst – völliger Blödsinn. Auch in München ist in den meisten Restaurants Rauchen verboten, Dann muss man als Nichtraucher halt mal in ein Nichtraucherrestaurant gehen, Die muss es ja schließlich geben, denn kein Restaurantbesitzer würde doch gegen seine überwiegende Kundschaft handeln,nicht wahr.

      Mir ist in den Jahren seit Beginn des „Nichtraucherschutzgesetzes“ in München keine Lokalität untergekommen, in der es eine funktionierende Trennung gegeben hätte. Über eine Erweiterung meines anscheinend begrenzten Horizontes wäre ich sehr glücklich.

      Das bestätigt meine Vermutung, dass der Anteil der Spassverneinénden, nicht-gesellschaftsfähigen und der miefigen Muffel bei den Nichtrauchern deutlich höher als bei den Rauchern ist. Wenn man nicht ausgeht,keine Freunde hat, nirgendwo hingeht und sein Leben damit verbringt, ununterbrochen herumzunölen und zu greinen, dann sieht man natürlich auch nicht viel. Um Mißverständnissen vorzubeugen: Das hat nichts mit dem Rauchen zu tun, sondern gerade diese Charaktereigenschaften haben als korrelierendes Element scheinbar oft auch eine Ausprobierangst, eine Ablehnung von Spass und solche Leute lehnen logischerweise auch sogenannte Genußmittel größtenteils ab.

    326. Peleo schrieb am 13. Juli 2010 at 17:44 - Permalink

      Vielleicht der tausendste Kommentar zum Rauchverbot:

      Josef Joffe, der neoliberale Fundi von der ZEIT (mainstream, igitt), argumentiert wie der Spiegelfechter und die meisten Rauchverbotsgegner hier: Das Rauchverbot ist die Tyrannei des Guten.

      Gebildet wie er ist, geht das natürlich nicht ohne Latein: Quem ad finem (Wohin soll das führen?) heißt das offenbar für die gebildeten Schichten, und geborgt hat er es von John Stuart Mill, dem Stammvater des britischen Liberalismus.

      Friendly Fire oder Beifall von der falschen Seite?

      Aber er hat auch eine Lösung: Raucher-Separées mit Turbo-Gebläse und ohne Bedienung.

    327. Knilch schrieb am 13. Juli 2010 at 21:17 - Permalink

      @schwitzig: Jawohl, wie Du richtig festgestellt hast, bin ich ein spassverneinender, nicht-gesellschaftsfähiger und miefiger Muffel, der keine Ahnung hat, was in der Stadt, in der er lebt, vor sich geht.

      Natürlich sind die meisten Restaurants, um nicht zu sagen fast alle, rauchfrei gewesen. Die (eigentlich nicht gesetzeskonforme) Ausnahme hier bei mir in der Nähe habe ich nur als herausragendes Beispiel angebracht um darzulegen, wie den Behörden die Einhaltung der Vorschriften am Herzen liegt.

      Wie Du aus dem Geschriebenen nun wieder einmal auf den Charakter schließen kannst, zeichnet Dich wirklich aus. Schonmal daran gedacht, daß Du vielleicht die gestörte Wahrnehmung hast, nachdem Du mit Deiner Meinung über die Münchner Lokalitäten ziemlich alleine dastehst? Als „militanter Raucher“ ist es eben auch schwierig, das ganze objektiv zu sehen.

      Ich hatte und habe keine Lust, erst ewig nach einem Lokal zu suchen, in welchem nicht geraucht werden darf und/oder in dem eine funktionierende Trennung herrscht (bist Du eigentlich aus München oder kennst Du die Stadt nur von der Landkarte?), daher finde ich die aktuelle Nichtregelung einfach nur armselig.

      Aber um Dir Deinen Tag zu retten und Dein Blut noch ein wenig in Wallung zu bringen (bei Dir fällt mir übrigens nur „typisch deutsch“ ein): ich trinke auch keinerlei Alkohol. Mir ist es daher von Natur aus nicht möglich, Spaß zu haben.

      • schwitzig schrieb am 13. Juli 2010 at 21:49 - Permalink

        @schwitzig: Jawohl, wie Du richtig festgestellt hast, bin ich ein spassverneinender, nicht-gesellschaftsfähiger und miefiger Muffel, der keine Ahnung hat, was in der Stadt, in der er lebt, vor sich geht.

        Hm, ja … Du klingst ziemlich verbiestert.

        Wie Du aus dem Geschriebenen nun wieder einmal auf den Charakter schließen kannst, zeichnet Dich wirklich aus.

        Komisch. Ich habe gar nicht aus dem Geschriebenen auf Deinen Charakter geschlossen. Vielmehr habe ich sogar darauf hingewiesen, dass eben nicht der Nichtraucher den Charakter prägt, sondern dass ganz im Gegenteil bestimmte Charaktere eher Nichtraucher sind. Vielleicht solltest Du meinen Text zwecks Verständnis noch einmal lesen?

        Schonmal daran gedacht, daß Du vielleicht die gestörte Wahrnehmung hast, nachdem Du mit Deiner Meinung über die Münchner Lokalitäten ziemlich alleine dastehst?

        Nun – ich kenne viele Menschen und ein gewisser Anteil kennt auch die Münchener Lokalitäten. Vielleicht solltest Du Dich nicht so überhöhen und Dich selbst als Mehrheit sehen.

        Als „militanter Raucher“ ist es eben auch schwierig, das ganze objektiv zu sehen.

        Und schon wieder so eine plumpe rhetorische Verdrehung von Dir – tatsächlich verwehre ich mich gegen militante Nichtraucher. Das ist ein gewaltiger Unterschied!

        Ich hatte und habe keine Lust, erst ewig nach einem Lokal zu suchen, in welchem nicht geraucht werden darf und/oder in dem eine funktionierende Trennung herrscht

        Na, DAS ist natürlich ein Argument! Er hatte keine Lust! Also muss in seiner Umgebung alles verboten werden, was ihm nicht passt.

        (bist Du eigentlich aus München oder kennst Du die Stadt nur von der Landkarte?)

        Ich musste 1,5 Jahre meines Lebens verschwenden, als ich dort arbeiten musste.

        Aber um Dir Deinen Tag zu retten und Dein Blut noch ein wenig in Wallung zu bringen

        Ich werde bei der Nichtrauchermiliz nicht wütend – ich finde sie eher amüsant.

        (bei Dir fällt mir übrigens nur „typisch deutsch“ ein)

        Komisch. Ich dachte immer “typisch deutsch” wären die, die alles verbieten, regeln und kontrollieren wollen, sowie anderen diktieren möchten, wie sie zu leben haben. So kann man sich irren.

        : ich trinke auch keinerlei Alkohol. Mir ist es daher von Natur aus nicht möglich, Spaß zu haben.

        Wenn Du mir jetzt noch erklärst, was Alkohol mit Spass haben zu können zu tun haben soll, wäre ich Dir dankbar,

    328. johnsfstag schrieb am 13. Juli 2010 at 23:39 - Permalink

      Kürzlich hat meine Deutschlehrerin (bin 37 und am Abendgymnasium für Berufstätige) einen Artikel mit dem Titel “Vox populi, vox Rindvieh” mitgebracht. Jetzt weiß ich, dass es ein Auschnitt aus diesem ist. Als ich las, “Im Jahre 1692 …” habe ich meiner Nachbarin gesagt, “falsch”.
      Einst hatte ich mal einen Seitenlangen Bericht zum Thema “Geschichte des Rauchverbots in Europa”, leider finde ich ihn jetzt nicht mehr im Netz. Dort stand, dass 1671 in Lüneburg der letzte Deutsche wegen Tabakkonsum hingerichtet wurde. Bei Wiki steht nur, dass bis 1692 in Lüneburg die Todesstrafe auf Rauchen sogar die Todesstrafe.

      http://de.wikipedia.org/wiki/Rauchverbot#Geschichte

      Gruß
      johnsf

    329. Namal schrieb am 14. Juli 2010 at 11:20 - Permalink

      Hier noch mal der Link für die dämlichen idioten hier, die behaupten, es fehle der nachweis für die gefährlichkeit des passiven rauchens.

      http://www.dkfz.de/de/presse/pressemitteilungen/2005/dkfz_pm_05_71.php

      • Frank Schenk schrieb am 14. Juli 2010 at 11:45 - Permalink

        Und an dir ist 5 Jahre lang das hier http://www.zeit.de/online/2005/51/passivrauchen und die Diskussion über diese “Studie” ist auch komplett an dir vorbei gegangen?

        Gruß

        • Namal schrieb am 14. Juli 2010 at 12:12 - Permalink

          Ah ok, passivrauchen schadet nich, nehmne alles zurück. Sollte man wieder in kinos und krankenhäusern erlauben.

    330. Knilch schrieb am 14. Juli 2010 at 12:12 - Permalink

      @schwitzig: Nun, da Du jemanden kennst, der jemanden kennt, der jemanden in München kennt, ist bei mir in dieser Hinsicht völlige Klarheit eingekehrt.

      Erklär mir bitte auch, wie der letzte Absatz Deines Beitrags 325 nicht versucht, meinen Charakter als alles verbietender Nichtraucher (wobei mir bei einer funktionierenden Trennung der Raucher an sich pupsegal ist) en detail zu zerlegen. Ob Du jetzt der militante Raucher bist, der sich gegen militante Nichtraucher wehrt, ist mir eigentlich wurst. Mein Beileid hast Du zumindest fast.

      Ja, ich hatte keine Lust, weil die Quote eben nicht so toll ist, wie Du hier wiederholt darlegen willst. Und im Gegensatz zu Deiner Darstellung möchte ich nicht in militante Nichtraucherökotempel gehen und mir mit Genuss eine kleine Scheibe Baguette mit einem Gläschen Orangensaft zu Gemüte führen. Ich würde auch gerne mal in eine „normale“ Bar (nur, um Dir den Angriffspunkt zu nehmen: KEINE Eckraucherkneipe, was auch immer das ist) gehen. Aber dort wurde halt geraucht, auch wenn gar kein Raucherclub ausgeschrieben war. Deine 1,5 Jahre sind gegenüber meinen mittlerweile 5 Jahren in Wohnhaft (nein, ich mag diese Stadt auch nicht) hier natürlich höher zu bewerten, Du hast schließlich Lebenserfahrung, bist erfolgreich, verdienst viel Geld und da ich nie irgendwo ausgehe, habe ich nicht die Kompetenz, das zu beurteilen. Soweit alles richtig? Merkst Du eigentlich, was für ein selbstverliebter Egomane Du bist?

      Komisch. Ich dachte immer “typisch deutsch” wären die, die alles verbieten, regeln und kontrollieren wollen, sowie anderen diktieren möchten, wie sie zu leben haben. So kann man sich irren.

      Na dann lade ich Dich ein, Dir Deinen Sermon hier noch einmal durchzulesen und zu schauen, inwieweit dieser Absatz darauf angewendet werden kann. Ich persönlich finde da erstaunlich viele Berührungspunkte.

      Wenn Du mir jetzt noch erklärst, was Alkohol mit Spass haben zu können zu tun haben soll, wäre ich Dir dankbar,

      War nur eine Vorsichtsmaßnahme, da normalerweise Leute wie Du darauf gern abfahren. Aber ich gebe zu, da vielleicht ein wenig in Schubladendenken verfallen zu sein und Dich nach Deinem bisher geschriebenen beurteilt zu haben.

      • schwitzig schrieb am 14. Juli 2010 at 19:18 - Permalink

        @Knilch

        @schwitzig: Nun, da Du jemanden kennst, der jemanden kennt, der jemanden in München kennt, ist bei mir in dieser Hinsicht völlige Klarheit eingekehrt.

        OK – Du hast jetzt bewiesen, dass Du den Nick “Knilch” zu Recht ausgewählt hast. Ich habe schon mehrmals geschrieben, dass ich 1,5 Jahre dort leben musste.
        Ich denke, dass es keinen Sinn hat, einem wie Dir mit Argumenten zu kommen – daher /EOD

    331. Eike schrieb am 14. Juli 2010 at 17:11 - Permalink

      Wieso? Raucher gehen ja raus. Es gibt allerdings Situationen die das nicht zulassen.
      http://www.youtube.com/watch?v=6WcgAkK2LTo&feature=player_embedded#at=186

    332. Andreas schrieb am 15. Juli 2010 at 02:41 - Permalink

      Erstmal muss ich feststellen, dass viele Rauchverbots-Befürworter erstaunlicherweise in der ach so freiheitsliebenden “linken” (nicht linksliberalen) Szene beheimatet sind, wenn ich mir die verlinkten Seiten so anschaue. Wie sagte Volker Pispers noch: “40 Jahre Diktatur gehen nicht spurlos an der Festplatte vorbei.”
      Und wenn es um die Diktatur geht, hatten “Sozialisten” ja noch nie ein Problem, sich mit Rechten zusammenzutun. Aktuell ist es halt die stockkonservativ-klerikale ÖDP mit diesem Dauerstudenten aus Passau.

      Aber zu den angeführten Argumenten. Die meisten von beiden Seiten wiederholen sich ständig, deshalb muss ich das nicht auch noch tun. Zwei Dinge wurden aber meiner Meinung nach nicht berücksichtigt

      Erstmal ist das Argument des Gesundheitsschutzes und des Nichtraucherschutzes Blödsinn. Steht irgendjemand mit einer Waffe hinter euch und zwingt euch, die Raucherkneipen zu betreten? Oder könnte es nicht eher sein, dass ihr in übelster Blockwart-Mentalität nach Raucherläden sucht, um hinterher darüber zu meckern und/oder eurem Hausarzt einen vom “Verdacht auf Lungenkrebs” vorzuheulen?

      Das dümmste Argument ist aber der “öffentliche Raum”, den eine Kneipe, ein Restaurant oder eine andere von einer Privatperson betriebene Gastronomie angeblich darstellt.
      Dann stelle ich mir nämlich schon die Frage, warum vor zwei oder drei Wochen die Meldung durch die Medien ging, dass ein Hotelier, der dem NPD-Chef die Übernachtung in einem Hotel verwehrt hat, vor Gericht unter Hinweis auf sein Hausverbot Recht bekommen hat. Der NPD-Mann wollte privat dort absteigen und wurde mit dem Hinweis abgewiesen, seine Anwesenheit würde andere Gäste von der Übernachtung abhalten. Wieso ist ein Voigt geschäftsschädigend, ein militanter Nichtraucher, der zufällig in eine Kneipe kommt und auf dem “Nichtraucherschutz” besteht, für einen Wirt, der fast ausschließlich von seinen 20 rauchenden Stammgästen lebt, aber nicht?
      Und wieso dürfen irgendwelche kahlrasierten Krawallos in Bomberjacken, der Volksmund nennt sie “Türsteher”, Personen völlig willkürlich den Zugang zu Diskotheken verweigern, wenn sie sich auf das Hausrecht berufen?. Ganz so öffentlich, wie es einige hier sehen wollen, ist eine Gaststätte nämlich nicht.

      Und in den kleineren Kneipen, die von dem Verbot besonders schwer (bzw. meist existenzgefährdend) betroffen sind, hat man zumeist keine Angestellten, sondern nur den selber rauchenden Wirt. Der Arnbeitnehmerschutz zieht in diesen Fällen also auch nicht. Oder will man einen Aktivraucher vor dem Passivrauchen schützen?

      Die militanten Nichtraucher werden sich ohnehin irgendwann umschauen, wenn viele Lokale, die sie immer schon mal besuchen wollten, sobald dort nicht mehr “gequalmt” wird, wie es das gebührenfinanzierte “Qualitätsfernsehen” ZDF in schlimmster RTL-Manier zu formulieren pflegt, nicht in ein Nichtraucherlokal, sondern in eine Wohnung umgewandelt werden, weil sich der Betrieb nicht mehr lohnt. Davon sind, wie der Autor zu Recht bemerkte, irgendwelche In-”Lounges” und sonstige Trend-Gaststätten nicht betroffen. Aber auch nur die…

      Ich habe in meinem Umfeld, in dem Raucher wie auch nicht-hypochondrische Nichtraucher verkehren, nämlich die Tendenz bemerkt, dass sich die Leute privat treffen. Selbst das vor dem ersten NRW-Anti-Raucher-Gesetz knallvolle Brauhaus meiner Heimatstadt war nach dem in vorauseilendem Gehorsam erlassenen totalen Rauchverbot schlagartig nur noch zu einem Drittel gefüllt. Nach der notgedrungenen Installation eines Raucherraumes hat man sich mühsam wieder auf 50% der urprünglichen Gästezahl berappelt. Es sind aber eben nicht alle früheren Gäste wiedergekommen, weil sie mittlerweile festgestellt haben, dass private Treffen genauso gesellig, aber viel preiswerter sind, Außerdem haben Raucher die Angewohnheit, ihre Zigarette beim Bier genießen zu wollen und nicht zwischen zwei Bieren.

      Dieses Rauchverbot ist nur der Anfang. Erstmal wird es ausgeweitet, weil es diesem mediengeilen Initiator eben nicht reicht, dass er seinen Willen bekommen hat. Er hat einerseits ein missionarisches Sendungsbewusstsein, wie es Radikalen zu eigen ist, und will andererseits, ganz profan, seiner verschrobenen, erzchristlichen Politsekte zu Wahlerfolgen verhelfen. Schön für ihn, dass er dabei auf die Hilfe vieler Linker bauen kann…

    333. Knilch schrieb am 15. Juli 2010 at 09:47 - Permalink

      Dieses hier gebe ich einfach mal retour:

      Ich denke, dass es keinen Sinn hat, einem wie Dir mit Argumenten zu kommen – daher /EOD

      Wäre nur noch interessant zu wissen, wann diese 1,5 Jahre waren und ob es da dieses ominöse „Nichtraucherschutzgesetz“ schon gab.

    334. InterBeob schrieb am 15. Juli 2010 at 11:02 - Permalink

      /vote kickbanignore schwitzig

      Diese permanenten Beleidigungen, egal bei welchem Thema, sollten langsam zu einem Ban vom SF-Forum führen.

    335. Dexter schrieb am 15. Juli 2010 at 11:53 - Permalink

      // gelöscht (falscher “Platz”)

    336. Dexter schrieb am 15. Juli 2010 at 12:03 - Permalink

      320 & 323: Ganz genau. Mehr muss man dazu eigentlich nicht mehr sagen.
      Obwohl es auch schon irgendwie lesenswert ist, wie sich die ganzen autoritätssüchtig-verklemmten Nichtraucherspiesser hier aufgeilen an “ihrem” schönen neuen Verbot.

      @Knilch: Nebenbei: Wer mit offenen Sinnen auch nur einmal in M ist, der kann diesen seltsam bornierten Geist spüren, der dort durch die schöne Stadt streicht (bzw. mit dem 卍Porsche fährt).

      Aber mal was anderes: Kann mir mal jemand erklären, wie es sein konnte, dass es vor dem Verbot offensichtlich kaum (selbsterklärte) Nichtrauchergaststätten gab, wenn das Verlangen nach rauchfreien Stätten so riesig war? Der Anteil der Raucher unter den Gästen dürfte dem Anteil der Raucher in der Gesamtbevölkerung entsprochen haben, also irgendwelche paar zehn Prozent. Warum war es also nicht “geschäftsschädigend”, wenn in solchen Wirtschaften geraucht wurde?

    337. Luisa schrieb am 9. Juli 2010 at 16:50 - Permalink

      Ich glaube, dass überaus freundliche Herr Schwitzig noch ganz andere Probleme als nur das Rauchen hat. Seine mangelnde Bildung zum Beispiel.

      Lieber schwitzig,

      wo findet man einen Zeitungsartikel, in dem das Wort “Clo” verwendet wird?
      Artikel, die das Wort “Klo” beinhalten, finden sich in grösserer Anzahl.

      Ach echt, closet sagt man also in Frankreich. Was bist Du Doch ein verhindertes Genie!
      Hast Du Closet einmal in einem deutschen Zeitungsartikel gefunden, du sich wichtig machender Witzbold?

      Keine Bildung, kein Erfolg, trotzdem meint schwitzig, dass er sich noch nicht genug entblödet hat.

    338. schwitzig schrieb am 9. Juli 2010 at 18:07 - Permalink

      @Luisa

      Keine Bildung, kein Erfolg, trotzdem meint schwitzig, dass er sich noch nicht genug entblödet hat.

      Komisch – irgendwie bezweifele ich, dass Du aus der Perspektive Deiner Kompetenz die Befähigung besitzt, das zu beurteilen … warum nur? :-)

      Übrigens: Weshalb hältst Du “Rauchen” und die dadurch impliziete Nikotin- und [Diverses]-Abhängigkeit für ein Problem von mir?
      Ich hatte nach langem Kettenrauchen das Rauchen erfolgreich aufgegeben und musste feststellen, dass das zumindest in meiner individuellen Wahrnehmung meine Lebensqualität reduziert hat.
      Ich habe dann ohne schlechtes Gewissen wieder angefangen, da mir Lebensqualität wichtiger als Lebenslänge war und ist. Ich bin mir sicher, dass irgendwann wieder der Zeitpunkt kommen wird, an dem ich – vielleicht für immer – denke, dass ich nicht mehr Rauchen will. Dann höre ich auf und bis dahin mache ich das, was mir Spass macht.
      Aber auch das wirst Du sicherlich nicht verstehen.

      Ach,ein kleiner Nachtrag noch:
      Ich bin übrigens sehr sportlich – sowohl Ausdauer als auch Kraft betreffend. Und nein – ich gehe nicht in ein Fitnessstudio. Ich laufe im Wald und meine Fitnessübungen mache ich zu Hause im Wohnzimmer :-). Schon wieder ein Klischee, das ich nicht erfülle.

      Ach so – noch etwas:
      Ich habe keinen Fernseher und war in den letzten 20 Jahren genau einmal knapp 3 Monate arbeitslos. Ja, diese Klischees … :-)

    339. brandubh schrieb am 10. Juli 2010 at 09:48 - Permalink

      Mit Nichtrauchern über die Nikotinsucht zu diskutieren, ist dasselbe wie mit Blinden über Farben zu reden. Am besten lässt man es deshalb auch.

    340. Namal schrieb am 10. Juli 2010 at 14:14 - Permalink

      Nur dass die blinden in diesem fall die nikotinsüchtigen sind,

    341. brandubh schrieb am 10. Juli 2010 at 18:20 - Permalink

      Nein, es sind die Nichtraucher, die sich nicht in Raucher hineinversetzen können, zumindest die, die nie in ihrem Leben geraucht haben. Sie können die Nikotinsucht nicht nachvollziehen und entsprechend wird auch diskutiert.
      Raucher sind kompromisbereit, diese Nichtraucher allerdings nie.

    342. Namal schrieb am 11. Juli 2010 at 10:04 - Permalink

      Wenn raucher kompromisbereit wären käme es zu diesem gesetz garnicht.


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