Alle Jahre wieder
29. Mai 2008 von Spiegelfechter - Drucken
In Teilen der Blogosphäre und der „alternativen Webmedien“ ist ein interessantes Phänomen zu beobachten – in regelmäßigen Abständen wird von einem unmittelbar bevorstehenden Angriff der USA auf Iran berichtet. Wahlweise „sickerte“ dies aus regierungsnahen Quellen durch oder wurde von russischen Militärexperten analysiert. Meldungen dieser Art verbreiten sich wie ein Lauffeuer in Blogs und Internetpublikationen. Meist handelt es sich entweder um einen Hoax bzw. eine Ente oder um gewollt platzierte Falschmeldungen. Es sind aber nicht nur Seiten von Amateuren, die auf diese Art von Meldungen hereinfallen, sondern auch angesehene Profimedien fallen auf die Spökenkieker herein. Diese Woche hat es offensichtlich auch die angesehene Internetzeitung Asia Times erwischt. Bereits 5.010 Seiten* zitieren laut Google bereits den Artikel aus der Asia Times wörtlich – ein Großteil davon aus der stets gut unterrichteten „Truther-Szene“, die stets jeder Meldung des Mainstreams Manipulation unterstellt, dafür aber alles kritiklos glaubt, was aus „alternativen Medien“ stammt.
Die Asia Times berichtete im besagten Artikel folgendes:
Details provided by the administration raised alarm bells on Capitol Hill, the source said. After receiving secret briefings on the planned air strike, Senator Diane Feinstein, Democrat of California, and Senator Richard Lugar, Republican of Indiana, said they would write a New York Times op-ed piece “within days”, the source said last week, to express their opposition. Feinstein is a member of the Senate Intelligence Committee and Lugar is the ranking Republican on the Foreign Relations Committee.
Die Asia Times fragte offensichtlich auch bei den beiden genannten Senatoren nach, ob an der Geschichte denn etwas dran sei:
In a statement received by Asia Times Online from Feinstein’s office, the senator said she “has not received any briefing, classified or unclassified, from the administration involving any plans to strike Iran”.
Aber ein so klares Dementi, ist für den Autoren der AsiaTimes anscheinend immer noch nicht klar genug:
Given their obligations to uphold the secrecy of classified information, it is unlikely the senators would reveal the Bush administration’s plan or their knowledge of it. However, going public on the issue, even without specifics, would likely create a public groundswell of criticism that could induce the Bush administration reconsider its plan.
Nur hatte keiner der beiden Senatoren je vor, an die Öffentlichkeit zu gehen und der beschriebene Plan, einen Artikel in der New York Times zu veröffentlichen, entspringt wohl eher der Phantasie des nicht genannten Informanten. Laura Rosen, Autorin beim Non-Profit Magazin Mother Jones, machte sich zumindest die Mühe und tat das, was jeder Journalist in einem solchen Falle tun sollte. Sie fragte bei den Senatoren an, ob an dem Bericht denn etwas dran sei. Natürlich erwies sich die ganze Sache als „Ente“, wie der Sprecher von Senator Lugar – der im übrigen ein ausgemachter Kritiker von Bushs Iran-Politik ist – berichten konnte. Er hätte in den letzten Tagen bereits mehrere Anfragen zu diesem Thema bekommen. Sicher nicht von der wahrheitsliebenden „Truther-Szene“.
Gut zu beobachten war dieses Phänomen, als die Internetseite Information Clearing House am 3.4.2008 „versehentlich“ eine Falschmeldung vom 27.3.2007 eins zu eins wiederholte. Obwohl die Meldung der RIA-Novosti sich bereits im letzten Jahr als Ente herausstellte, verbreitete sich die gleiche Meldung auch im Folgejahr wie ein Lauffeuer. Die Seite Global Research, die stolze 4.050 Treffer für die Suchkombination „Iran AND USA AND Attack“ aufweisen kann, hat und „natürlich“ bereits 2007 ausführlich über die Sache berichtete, brachte die ganze Geschichte genau ein Jahr später mit dem gleichen grundüberzeugten Tenor des Alarmschreis. Erst drei Tage später widerrief sie die offensichtliche Falschmeldung. Für ein Medium, dass sich professionell mit dieser Thematik beschäftigt, ist dies ein Armutszeugnis.
Sicher ist es nicht falsch, vor einer aggressiven Politik der USA zu warnen. Sicher steckt bei den meisten Autoren, die „Hoaxes“ und „Enten“ willfährig weiterverbreiten, ein moralisch integrer Ansatz hinter ihrer Kritiklosigkeit. Nur setzt beim kritischen Leser eine Art Abstumpfung ein, wenn er fortwährend Geschichten dieser Art liest, die sich später als Falschmeldungen herausstellen. Die Glaubwürdigkeit des Internets als Informationsmedium wird durch solch laxen Umgang mit der Wahrheit ebenfalls beschädigt. Kritiklose Autoren erreichen damit eine ähnliche Wirkung bei den Lesern, wie einst der Hirtenjunge aus Aesops Fabel:
Es war einmal ein Hirtenjunge, der jeden Tag die Schafe hütete. Jeden Morgen holte er die Tiere von ihren Besitzern ab und trieb sie in die Berge, wo die Schafe grasen sollten. Am Abend brachte er sie gewissenhaft zurück ins Dorf.
Doch manchmal langweilte sich der Hirtenjunge, schließlich sah er den ganzen Tag nur Schafe. So wollte er sich einmal einen Spaß erlauben und rief: „Der Wolf! Der Wolf! Der Wolf will sich ein Schaf holen!“
Da kamen alle Leute mit ihren Mistgabeln und Dreschflegeln aus dem Dorf gelaufen um den Wolf zu verjagen.Doch da war kein Wolf!
Der Hirtenjunge lachte Tränen über die verdutzten Gesichter der Bauern. Dem Jungen gefiel der Spaß so gut, dass er ihn nach einigen Tagen wiederholte. Und wieder rief er: „Der Wolf! Der Wolf will sich ein Schaf holen!“ Und wieder kamen alle Bewohner des Dorfes angerannt, um den Wolf zu verscheuchen, doch es war kein Wolf zu sehen.
Eines Herbstabends, als sich der Hirtenjunge mit den Schafen auf den Heimweg machen wollte, kam wirklich ein Wolf. Der Bursche schrie voller Angst: „Der Wolf! Der Wolf will eines der Schafe holen!“ Doch diesmal kam nicht ein einziger Bauer.
Und so trieb der Wolf die Schafe in die Berge und fraß sie alle auf.
Dem Leser kann man daher nur raten, äußerst kritisch zu sein und höchste Vorsicht walten zu lassen, wenn es um Informationen aus dem Umfeld der „Truther-Szene“ geht. Und Bloggern und Autoren sei nur zu empfehlen, Meldungen zu verifizieren und Blogs und alternativen Medien genau so kritisch gegenüber zu stehen, wie Regierungsmeldungen und dem Mainstream. Nur dann kann das Internet zu einer wirklich glaubhaften Gegenöffentlichkeit werden.
* Stand 29.05 17.00 - um 21.30 waren es bereits 6.260 Seiten, Tendenz steigend. Diese Zahlen sind allerdings brutto und nicht netto, wie mir der Kommentator Corax verriet ;-)
Update: Auch Senator Finkelstein hat mittlerweile die Falschmeldung der Asia Times dementieren lassen.
Jens Berger
Bildnachweis: Screencaps von Infokrieg.tv und CommonDreams.org. Bild:Xinhua
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Was bitte meinst Du in dem Kontext mit Kassandrarufe(r)? Für mich macht der Satz, in dem Du den Begriff verwendest, keinen Sinn.
Ich finde die Fabel unpassend. Sie impliziert, dass Nachrichtenenten, doch irgendwann war werden. Und in diesem Falle halte ich das für unwahrscheinlich.
@Iris
Da hast Du recht - ein klarer Fall von “Dummschwätz” meinerseits ;-)
Ich habe das Wort mal durch “Scharlatan” ersetzt … was besseres fällt mir gerade eben nicht ein ;-)
Es handelt sich hier um ein Damoklesschwert, das nun seit geraumer Zeit über uns hängt.
Daran zu erinnern, halte ich nicht für einen Fehler, mindestens für einen geringeren, als sorglos abzuwarten, bis es überraschend sämtliche Träume zerstört. und wir uns im ungünstigsten Fall in einem nuklearen Holocaust wiederfinden.
Wir können die Mehrzahl der Meldungen zu diesem Thema meist nicht verifizieren: dazu bräuchten wir einen eigenen Geheimdienst.
Wenn offizielle Sprecher irgendwelche sie betreffenden Informationen dementieren, dann sagt dies mehr über sie selbst oder die von ihnen Repräsentierten, als zu den realen Gegebenheiten.
Lugar und Feinstein stehen ggf. unter dem Druck, wegen Geheimnisverrats unter Anklage gestellt zu werden. Vor diesem Hintergrund wäre es für sie (oder ihre Sprecher) geradezu illegal, eine positive Auskunft zu geben.
Und die Bushregierung würde ggf. sicher diese juristischen Hebel in Bewegung setzen.
Ich glaube dass eine Art Tonkinzwischenfall zwar keine Invasion, aber doch einen militärischen Aktion von Seiten der USA auslösen könnte.
Würde zwar icht viel Sinn machen, aber… ja… würde nicht viel Sinn machen.:)
Vielleicht würden die Necons mit einem Angriff eine dauherhafte Krise für einen möglichen demokratischen Präsidenten provozieren und damit sicherstellen dass der Wohlfahrtsstaat für ihre Gönner, dem Militärkomplex erhalten bleibt.
Reine Spekulation.
@gwhh
Nicht wirklich - bei einigen Meldungen genügt kleinere Recherche. Andere Meldungen kann man zumindest auf Plausibilität prüfen. Die 2008er Version der “Operation Bite” hätte sich kinderleicht widerlegen lassen.
Was die beiden Senatoren angeht, so gilt hier das Gebot, Sachen, die nicht verfizierbar sind, als solche kenntlich zu machen. Der Autor der ATimes wendet ja den gleichen Kunstgriff an, wie Du. Damit kann man allerdings jedes Gerücht (und sei es noch so abstrus) begründen.
Es geht auch nicht um untätigen Fatalismus. Mann kann und muß die bellizistische Politik der Bush-Regierung kritisieren - immer und immer wieder. Aber dabei sollte man bei Fakten bleiben und diese nicht selbst verfälschen. Es ja auch nicht gerade so, dass es nichts gäbe, mit dem man die Bush-Iran Politik kritisieren könnte.
Wenn ich aber fast jede Woche einen Artikel lese, der behauptet irgendeine anonyme Quelle würde behaupten, die USA würden definitiv in Kürze Iran angreifen, so stumpfe ich eher ab und nach einem halben Jahr lese ich diese Artikel gar nicht mehr - und so wird es vielen Lesern gehen.
@5 algore
IdT und dagegen ist ja auch nichts zu sagen. Wenn ich jede Woche einen Kommentar lesen würde, der in diese Richtung spekuliert, hätte ich kein Problem damit. Das Problem kommt, wenn dies als Tatsachenbehauptung formuliert wird.
ich meine, diese ‘Inflation’ der Meldungen über einen bevorstehenden Angriff drückt auch eine große Unsicherheit aus gerade angesichts der katastrophalen Konsequenzen eines solchen Angriffs. Wir haben den Angriff auf Serbien, auf Afghanistan, auf den Irak. Wir haben eine aggressive Außenpolitik der USA und Teile ihrer Verbündete. Wir haben einen bellizistischen Jargon, der ausdrücklich eine militärische Option vorsieht. Es gibt Kreise, die Interesse an einem solchen Konflikt haben, und wir haben eine ideologische Grundlage, die solchen Angriff legitimieren würde. Mich wundert es nicht, dass angesichts solcher Konstellation es zu einer sehr ausgeprägten Sensibilität gegenüber solcher Meldungen kommt.
Aus diesem Grunde finde ich die Fabel unpassend: Es ist kein Spiel mit der Gefahr im Spiel, sondern die Sorge, dass es tatsächlich passiert und man nicht alles getan hat, um es zu verhindern.
@all
Der Artikel behandelt ja eher das Medienphänomen. Über das eigentliche Thema ist folgender Artikel von Zbigniew Brzezinski sehr interessant.
@8 salvo
Drum schrob ich ja auch, “die Wirkung” auf den Leser sei vergleichbar.
Man sollte aber keineswegs vergessen, dass die professionellen Verbreiter von Falschmeldungen davon leben! Und eine brandheiße Story über einen bevorstehenden Angriff “verkauft” sich nun einmal viel besser, als eine realpolitische Abhandlung über dieses Thema. Die Blogger, Forenautoren und Betreiber kleinerer Seiten meine ich damit freilich nicht - diese sind im besten Falle Instrumente, im schlimmsten Falle Opfer der Profiautoren.
Es ist doch möglich, dass Angriffspläne existieren, sie jedoch nicht realisiert werden, weil sie wegen solcher Meldungen wie von Seymor Hersh nicht realisiert werden, weil sie nicht überraschend durchgeführt werden können und mit erheblichen Kolateralschäden zu rechnen ist. Erinnert mich an das Heisenbergsche Unbestimmtheitsprinzip, wo die Messung das Messergebnis beeinflusst.
@10 supperguppi
Um mich nicht falsch zu verstehen: Ich schätze Hersh und seine Arbeit außerordentlich - in der Tat halte ich ihn für einen der besten Journalisten. Aber … seine Arbeitsweise mit “Quellen” ist höchst umstritten. Er hat auch selbst einmal gesagt “Sometimes I change events, dates, and places in a certain way to protect people… I can’t fudge what I write. But I can certainly fudge what I say”.
Natürlich kann es sein, dass ein Angriff wegen eines Artikels von Hersh abgeblasen wurde - aber das ist (Hallo, Hannilein!) Spökenkiekerei. Es gab in 2006 und in 2007 auch ein Zeitfenster, in dem ein Angriff nicht auszuschließen gewesen wäre - aber darum geht es bei den “Falschmeldungen” ja auch gar nicht. Momentan herrschen ganz andere Begleitumstände, die einen Angriff sehr unwahrscheinlich machen.
@1 Iris
Jetzt hab ich das passende Wort: Spökenkieker! *lol*
und ich dachte “Unkenrufer” wärn’s gewesen
@Lau Dan
Ja “Unkenrufer” passt natürlich auch sehr gut. Aber ich hatte mit meiner Teilzeitlektorin “Hannilein” eine Art interner Wette laufen, in der es darum ging, dass ich es nicht schaffe die Wörter “Spökenkiekerei” und “koppheister” in einen Artikel zu bringen ;-)
50% habe ich jetzt geschafft, bei “koppheister” wird´s idT schwer ;-)
@Spiegelfechter (#3):
Macht nix, kann ja mal passieren. Aber an manchen Tagenl nervt mich das besonders, wenn Redewendungen (die ich eigentlich als rhetorisches Stilmittel mag, weil sie Texte so lebendig machen) derartig sinnentstellt werden. Heute ist so ein Tag. Vorhin hat z.B. einer zu mir gesagt: “Na, dann werd’ ich jetzt mal etwas in mich kehren.” Da könnt’ ich …grrrrr. Jeder hat halt ‘ne andere Fehlertoleranz. Manche rasten bei unsinnigem Apostroph-Gebrauch aus, und ich bleib’ halt an sowas hängen.
Jens,
es sind momentan 254 Treffer bei google.
Man muss bei dieser Gugelsuche “brutto” von “netto” unterscheiden indem man in den Ergebnissseiten unten bis nach hinten durchklickt. ;-)
Screenshot per mail.
Horax hin Horax her: solange niemand Einblick in die genauen Planungunterlagen des Pentagon bekommt, kann niemand beurteilen, wie hoch die Kriegsgefahr gegen den Iran ist.
Es ist absolut unmöglich, genaue Quellen überhaupt zu qualifizieren: keiner aus dem militärisch industriellen Komplex würde sich offiziell hinstellen und brüllen, wir planen einen Krieg gegen XYZ.
Bei vermeintlichen Lapalien überwacht die deutsche Telekom schon mal alle Vorstandsmitglieder, dringt in Redaktionen und nutzt alle Waffen, die dem Konzern zur Verfügung stehen.
Was ähnliches für den militärischen Bereich in so extrem hochsensiblen Bereichen betrifft, lässt sich leicht ausmalen. Einer wie Hersh schafft es selbst irgendwie, seine Quellen trotzdem zu schützen, und wie nah oder wie fern die Kriegsgefahr zu diesen Zeitpunkten wirklich war, wird die Historie in 80 Jahren beurteilen, wenn die entsprechenden Archive vielleicht freigegeben werden.
Fakt ist aber:
geopolitisch bedroht ein unabhängiger Iran die momentane amerikanische Politik und deren Doktrin im Nahen Ostens und das unter dem Schwert eines rohstoffhungrigen Chinas und Indiens. China und Israel werden nicht tatenlos zuschauen, wenn der zukünftige amerikanische Deal gegenüber dem Iran heisst: Sicherheit gegen Rohstoffe und Aussschluss dritter Staaten.
Interessant dazu hier:
stratfor.c...
zu 15, ich find ja eher im Gegenteil, Metaphermissgriffe lassen das Gesagte erst richtig funkeln
mir fällt dazu noch ein dass Gysi, das was hier halb wohlwollend “Truther” genannt wurde als “Verfolgungstheoretiker” bezeichnet…
jedoch “der Paranoiker kennt alle Fakten” ( Borroughs), zum Thema :
- der Angriff hat ja schon begonnen, vor Jahren, im Grunde täuschen die Spekulationen (und die Beschwerde ) darüber hinweg dass es heute viele kryptische und offene Möglichkeiten gibt, Krieg zu führen, und ein klassischer Aufmarsch muss eigenlich nicht der Beginn des Krieges sein, sondern die letzte Phase ( - ähnlich wie man eine Wohnung erst bezieht nachdem man sie erworben hat, vorher wird noch renoviert und die eine oder andere Wand eingerissen -) und ist je nach dem sogar unnötig
mit Sicherheit gibt es nicht nur eine, sondern viele Optionen, Eskalationsstufen und Strategien - nicht nur gegenüber Iran sondern gegenüber allen Regionen einschliesslich EU,- und mit Sicherheit werden diese laufend mit der aktuellen Lage abgeglichen
insofern spiegeln Gerüchte nur wieder, wie die “Wetterlage” gerade für offene, bzw eindeutig offensive Schläge von dem einem oder anderem eingeschätz wird
man könnte den Artikel hier böswillig auch so lesen : “Ich will aber wissen, wann der Krieg jetzt wirklich anfängt”
- und dann ? bzw, wenn er doch nicht, wie behauptet, voll im Gange ist - mit welchem anderen Krieg verwechsel ich das dann ?
im Grunde bleibt uns doch nur wie die Schafe dumm zu glotzen, und den Geschichten über Wölfe zu lauschen
–
zu weiter oben, einen öffentlichen “Geheim”dienst kann es nicht geben, zwar ist die Blog-etc-sphäre im Grunde ein öffentlicher “Intelligenzservice”, aber ein äusserst schwacher und anfälliger
– zu Hersh fällt mir noch ein - solche Leute lassen sich beliebig füttern, abgesehn davon dass er auch nur mit Wasser kochen kann, und abgesehn davon wie jeder in ähnlicher Rolle einfach auch absondern muss egal was da ist
ähnliches guilt für die RIA die sich mit den Meldungen Publicity verschafft
doch was sagt uns das alles : nichts, weder Fisch noch Fleisch,
willkommen im Desinformationszeitalter, es hat gerade erst begonnen
@corax
Joo - hast recht. Ich und die Tante Gugel - eine Geschichte voller Mißverständnisse
@name
Nun ja - eigentlich begannen alle Kriege im 20 und 21 Jhd nach einem gewissen Schema. Und dieses Schema mag ich (zum Glück) im Falle Iran nicht zu erkennen. Die Gefangennahme der brit. Seeleute, den Zwischenfall in der Straße von Hormus und die Anhörung wegen der Booby Traps im Irak … all das waren solche Schemata, die zu einer Eskalation hätten führen können. Aber alle diese Vorfälle sind verhallt und momentan ist es sehr ruhig an der Front.
btw.: Selbst de bellizistischsten der US-Pundits schreien nicht mehr nach einem Krieg. Auch das war in allen anderen Fällen anders.
@18 Lau Dan
Das Wort mag ich nicht so, da es einen negativen Beiklang hat. Außerdem finde ich das „Truth“ in „Truther“ einfach zu passend, um die Diskrepanz zwischen Anspruch und Wirklichkeit darzustellen.
Natürlich – Frieden ist ja nicht das Gegenteil von Krieg
Auch das ist klar – aber nach dem ollen Clausewitz ist Krieg eine Fortführung der Politik. Und wenn es sich um Realpolitik handelt, so fließen für jede Option und jede Eskalationsstufe Pros und Contras mit ein. Und ein „echter“ Krieg hat im Falle Irans nun mal (selbst in der boshaftesten Unterstellung gg.über den USA) nun einmal sehr wenig Pros und sehr viele Contras. Der momentane Wirtschaftskrieg und die „Geheimoperationen“ sind da wesentlich sinniger (aus Perspektive der Falken aus den USA).
Meine Herangehensweise ist die eines Rollenspielers. Man kennt die „Denke“ und die „Argumentation“ der NeoCons und der Falken. Wie würde man selbst die Lage beurteilen, wenn man einer von ihnen wäre? Nach reiflicher Überlegung könnte ich als „NeoCon“ einen Angriff ausschließen, da er mehr Nachteile als Vorteile brächte.
Ich würde da mal in den Opferzahlen unterscheiden. US-Operationen im iranischen Hinterland sehe ich aus diesem Gesichtspunkt eher gelassen. Ein „echter“ Krieg mit tausenden Opfern ist da schon ein anderes Kaliber.
Ja natürlich – was anders würde ich nie behaupten
@SF #20
Es sei daran erinnert, dass seit der “Erfindung” des Nationalstaates alle Kriege wegen Ressourcen geführt werden. Jetzt muss man nur noch überlegen, welche Ressourcen der Iran hat, und wie frei (für unsere Marktwirtschaft) sie zugänglich sind.
Da der Iran wohl noch über keine Atombombe verfügt, ist ein militärischer Konflikt zwischen den USA und dem Iran nicht ausgeschlossen.
Welche Gründe man anführt, ist wie gehabt ein völlig anderes Kapitel ;)
@7Schläfer
Na - das wage ich mal zu bezweifeln. Sagen wir es mal lieber so: Bei allen Kriegen konnte man iwS Ressourcen als eins(!) von vielen Motiven ausmachen. Die Gegenthese wäre auch nicht aufstellbar - da jedes Land Ressourcen hat.
Sie sind bestens zugänglich, gar kein Problem. Die Ressource “Öl” lässt sich bestenfalls “freundlich” erobern. Das wissen mittlerweile auch die Amis. Das Irak-Desaster hat es ihnen bewiesen.
Ausschließen kann man das nie. Aber die Motive für einen Angriffskrieg sind ganz einfach nicht da. Das Motiv, dass am meisten gegen einen Angriffskrieg spricht, ist übrigens Öl. Was meinst Du, was ein zeitweiliger Totalausfall der iranischen Exporte und ein wahrscheinlicher Teilausfall der Ölexporte aus dem gesamten Golf (Straße von Hormuz - iranische Raketen) für eine Wirkung auf den Ölpreis hätte? Und nun überlege mal, welches Land auf der Erde am meisten unter einem sehr hohen Ölpreis zu leiden hätte? Und nun gucke in die Statistiken und sage mir welches Land (außer Japan) derart auf Ölimporte angewiesen ist? Für die angeschlagene USA wäre dies wirtschaftlicher Selbstmord - die Option “Krieg” existiert nich und das wissen die Iraner ganz genau.
@SF #23
Sage mir, welcher Krieg (von Nationalstaaten) nicht wegen Ressourcen geführt wurde; ich würde (eigentlich lehne ich es ja kategorisch ab) darauf wetten, dass Du keinen einzigen Krieg benennen kannst, der nicht (von Nationalstaaten) wegen Ressourcen geführt wurde.
sag jetzt aber bitte nicht “Human Ressources”
Irak-Desaster…. wie kommst Du bitte nur auf diesen Begriff…. was am Irak-Krieg ist bitteschön ein Desaster (aus US-Politischer Sicht)… man hat nun “freien” Zugriff auf die Ressource Öl, der vorher so nicht gegeben war. Außerdem vergesse nicht die langfristige Strategie, nämlich die Demokratie im Irak einzuführen….. die Verluste sind, im Vergleich zum WKII bspw. minimal ;)
Die Option Krieg existiert für die “Amis” übrigens immer; jüngstes Beispiel Kosovo: für die geplante Öl-Pipeline destabilisieren sie (übrigens auch Deutschland) den Balkan; für das Öl destabilisieren sie den Nahen Osten (was zB Bushs Vater aus diesem Grunde (die Destabilisation) abgelehnt hat).
@7Schläfer
Wie wäre es mit den Jugoslawien-Kriegen, bei denen Ressourcen eine sehr untergeordnete Rolle spielten?
USA gegen Panama? Es ging um den Kanal
Der Falklandkrieg? China gegen Vietnam? Der Fußballkrieg? Der chinesisch-indische Grenzkrieg? Auch die diversen Kriege mit Israel waren sicher nicht primär Ressourcenkriege. Im Ersten Weltkrieg ging es auch nicht um Ressourcen und Hitlers “Lebensraum” hatte auch nicht viel mit Ressourcen zu tun, auch wenn in diesem Falle das der “offizielle” Kriegsgrund war.
Und wenn es Bananen sind - eine öde Wüstenei gibt es nun mal nirgends.
Falsch! Man hat keinen freien Zugriff! Die Rechte am Öl hat der Staat Irak und wenn dieser die Amis rausschmeißt, war es das mit dem Öl. Außerdem kriegen die Amis aus dem Irak weniger Öl, als die Chinesen und die Lieferengpässe sind ein Grund für die hohen Preise.
Tja, das wird aber nie funktionieren. Daher ja auch Desaster. Über das kurdische Öl können die Amis auch jetzt gar nicht verfügen und die südirakischen Vorkommen sind mehr oder weniger vom Placet eines gewissen Herrn al-Sadr abhängig. Warte noch 10 Jahre und der Irak wird ein (wie auch immer gestaltetes) Land sein, in dem die Amis nichts mehr zu sagen haben.
Ich meinte damit “nur” die Option für Iran. Im Kosovo gibts kein Öl ;-)
Ach Quatsch ;-)
Welche Pipeline soll denn durchs Kosovo gehen? Die wichtigen Pipelines Northstram, Southstream, Bluestream I und II, Nabucco und unzähliger kleinere liegen weit weit weg vom Kosovo. Das ist nun wirklich kein Kriegsgrund. Der gleiche Quatsch wurde ja auch wg. Afghanistan kolportiert.
@spiegelfechter:
ich wäre ja sehr froh, wenn deine Einschätzung zutreffen würde, dass ein Krieg heute unwahrscheinlich sei.
Leider ist das überhaupt nicht der Fall: die Umstände sind günstig, wie nie, und die Gründe für einen Krieg evident für den, der sich die Situation genau anschaut.
Für Bush/Cheney und ihren Anhang gibt es mit einem Krieg viel zu gewinnen: die Rüstungsindustrie kann damit ihre Umsätze verdoppeln, wenn der Kriegsschauplatz sich auf ein Mehrfaches ausdehnt. Halliburton / Lockheed (=Cheneys Altersversorgung) schwimmen dann ganz obenauf., ebenso, wie Carlyle usw.. Dasselbe gilt für die Ölindustrie: der Krieg wird den Ölpreis auf 2 - 300 Dollar hochtreiben und die großen Ölkonzerne im Fett schwimmen.
Die renitenten Iraner kriegen endlich ihre langverdienten Prügel. Die ca. 80 Millionen evangelikalen Armageddon-Fnns, die republikanische Stammwählkerschaft, bekommt endlich, worauf sie lange gewartet hat.
Und man trifft den neuen Erzfeind / strategischen Gegner: China. Mit dem 200 Milliarden $-Deal zur Lieferung von Öl und Gas wirds dann vorbei sein: die Iraner können nicht liefern und der Stoff der Begierde bleibt im Boden (wo ihn die Amerikaner dann in 10 - 20 Jahren herauszuholen gedenken).
Den Chinesen wird es vergehen, mit den USA als führende Wirtschaftsmacht zu konkurrieren: sie werden das Öl, das sie dafür brauchen, nicht mehr bezahlen können.
Viele Fliegen können durch einen Irankrieg mit einer Klappe geschlagen werden.
Mit Glück werden die Iraner noch ein wenig terroristisch und geben Bush-Cheney die Gelegenheit, den Ausnahmezustand zu verhängen, und sie können Bürgerrechte und Demokratie vertagen bis zum Kriegsende (irgendwann in 10 - 20 Jahren).
Die Militärs, die dieses Treiben stoppen könnten (und dies im vergangenen Jahr getan haben zusammen mit den Geheimdiensten), sind in den vergangenen 12 Monaten ausgebootet worden. Und in Frankreich und Italien regieren neuerdings Bush-Freunde, die das Spiel mitspielen würden.
Wer ist es, der mit dem nötigen Nachdruck dagegen halten würde? Habe ich da jemanden vergessen?
zur Ergänzung:
“Das Motiv, dass am meisten gegen einen Angriffskrieg spricht, ist übrigens Öl. Was meinst Du, was ein zeitweiliger Totalausfall der iranischen Exporte und ein wahrscheinlicher Teilausfall der Ölexporte aus dem gesamten Golf (Straße von Hormuz - iranische Raketen) für eine Wirkung auf den Ölpreis hätte? Und nun überlege mal, welches Land auf der Erde am meisten unter einem sehr hohen Ölpreis zu leiden hätte? Und nun gucke in die Statistiken und sage mir welches Land (außer Japan) derart auf Ölimporte angewiesen ist? Für die angeschlagene USA wäre dies wirtschaftlicher Selbstmord -”
Diese Überlegung ist leider eine Täuschung.
Sie setzt voraus, dass Bush & Co. am Gemeinwohl der USA interessiert seien - was mit großer Sicherheit nicht der Realität entspricht.
Stattdessen vertreten sie die Interessen der Öl- und Rüstungsindustrie. Beide werden durch einen Krieg massiv promotet.
Dafür ist es nicht erforderlich, dass man an das Öl heran kommt.
Im Gegenteil: die zu erwartende Blockade der Strasse von Hormuz wird den Ölpreis explodieren lassen - und damit den Wert der Ölkonzerne (ihrer Reserven).
Wer Öl braucht (die ganze Welt) wird auf das Wohlwollen / die Kooperation des amerikanischen Militärs angewiesen sein bzw. ansonsten blockiert oder versenkt.
Die USA selbst sind im Begriff, sich vom Öl unabhängig zu machen: es wurden bereits im großen Stil Getreidevorräte, Mais usw. aufgekauft, um sie in Biosprit zu verwandeln. Ausserdem wird die Ausbeutung der kanadischen Ölsände forciert. Sie brauchen kein Öl aus Middle East.
Im Übrigen sind sie - nachdem sie den Ausnahmezustand erklärt haben weil der Energienotstand eingetreten ist - in der Lage, jeden Tanker, der auf den Weltmeeren schwimmt, zu versenken oder zu kapern (im nationalen Interesse der USA).
Was sollten die Betroffenen - Chinesen, Japaner, Inder usw. - dem entgegensetzen?
Bush & Cheney sind verrückt / radikal genug, um sich über die konventionellen politischen Gepflogenheiten hinwegzusetzen, um ihr Traumziel: den ewigen Krieg - zu erreichen.
Die beiden haben auf jeden Fall noch bis zum 4. November Zeit…
@SF
Na, DAS glaube ich eher weniger :-). Eher würde Hersh plötzlich “Drogenprobleme” o.Ä. haben, die ihn diskreditieren.
Der Angriff kommt definitiv. Vielleicht nicht heute, vielleicht nicht morgen, aber die USA haben bisher jedes Land zerstört, welches Gewinne z.B. in Form von Öl oder Förderung der heimischen Rüstungsindustrie versprochen hat.
Wahrscheinlich werden sie aber erstmal Venezuela und Freunde “auf Linie bringen (amerikanisch=”befreien”;”demokratisieren”)” wollen.
In solchen Ländern arbeiten die Guten aber meistens verdeckt mittels Vergiftung der Bevölkerung, Sponsoring von kriminellen Massenmördern etc. pp..
@Spiegelfechter:
Du schreibst: “Falsch! Man hat keinen freien Zugriff! Die Rechte am Öl hat der Staat Irak und wenn dieser die Amis rausschmeißt, war es das mit dem Öl. Außerdem kriegen die Amis aus dem Irak weniger Öl, als die Chinesen und die Lieferengpässe sind ein Grund für die hohen Preise.”
Der Staat Irak schmeißt die Amis raus??? In 100 Jahren nicht, wie McCain richtig erkannt hat. Aber darum geht’s mir gar nicht.
Du sagst es: Die Lieferengpässe sind ein Grund für die hohen Preise. Die hohen Preise haben u.a. Exxon Mobil zum profitabelsten Unternehmen der Welt gemacht. Die US Regierung hat engste Beziehungen zu Exxon und Co. Ergo: der Irakkrieg war in erster Linie dazu da, Lieferengpässe entstehen zu lassen.
Das ist, grob gesagt, die These von Greg Palast, dessen Arbeit ich Dir, falls Du sie noch nicht kennen solltest, sehr ans Herz legen möchte.
gregpalast...
Sein Buch Armed Madhouse ist eine sehr beängstigende und unterhaltsam zu lesende Dokumentation des Wahnsinns, der im Weißen Haus herrscht. Eine Art journalistischer Horrorroman.
value
ich denke auch das der iran-krieg in jedem fall ausbricht, bzw. bereits ausgebrochen ist.
das problem einer solchen ente ist, dass sie eine verkehrte fragestellung hervorruft: es heißt nicht mehr “ob/warum/wofür?” sondern “wann?”.
man könnte also durchaus davon ausgehen, dass eine falschmeldung bezüglich des iran krieges im sinne der us propaganda ist, da wir uns jetzt bereits jetzt mit dessen ausbruch abgefunden haben.
empfehlenswert in diesem zusammenhang ist die doku “war made easy”, erzählt von sean penn. auch wenn das meiste bereits bekannt ist, schön es einmal so klar formuliert zu hören.
“Falsch! Man hat keinen freien Zugriff! Die Rechte am Öl hat der Staat Irak und wenn dieser die Amis rausschmeißt, war es das mit dem Öl. Außerdem kriegen die Amis aus dem Irak weniger Öl, als die Chinesen und die Lieferengpässe sind ein Grund für die hohen Preise.”
Inwiefern kann denn der sogenannte Staat Irak die USA rausschmeissen. Etwa mit Krieg drohen?:). Werden deswegen von den USA 5 riesige, permanente Militärbasen und die grösste Verwal… ähhhh Botschaft in der Welt gebaut. Sicher nicht um sich rausschmeissen zu lassen.
Ausserdem gibt das neue Ölgesetz dem Staat eben nicht die Verfügungsgewalt über die Ölreserven. Ich weiss jetzt nicht genau die Zahlen, aber ein grosser Teil der Profite wurde den “Privaten” gesichert. Die Ölarbeiter haben sicher nicht demonstriert und gestreikt, weil sie so glücklich mit der Ausarbeitung des Gesetzes waren.
All das kann man ganz gut auf dieser Internetseite nachlesen:
democracyn...
“Warte noch 10 Jahre und der Irak wird ein (wie auch immer gestaltetes) Land sein, in dem die Amis nichts mehr zu sagen haben.”
Da wette ich 2 jahre Studiengebühren und ein Salamibrötchen dagegen.
Falsch! Man hat keinen freien Zugriff! Die Rechte am Öl hat der Staat Irak und wenn dieser die Amis rausschmeißt, war es das mit dem Öl. Außerdem kriegen die Amis aus dem Irak weniger Öl, als die Chinesen und die Lieferengpässe sind ein Grund für die hohen Preise.”
Inwiefern kann denn der sogenannte Staat Irak die USA rausschmeissen. Etwa mit Krieg drohen?:). Werden deswegen von den USA 5 riesige, permanente Militärbasen und die grösste Verwal… ähhhh Botschaft in der Welt gebaut. Sicher nicht um sich rausschmeissen zu lassen.
Ausserdem gibt das neue Ölgesetz dem Staat eben nicht die Verfügungsgewalt über die Ölreserven. Ich weiss jetzt nicht genau die Zahlen, aber ein grosser Teil der Profite wurde den “Privaten” gesichert. Die Ölarbeiter haben sicher nicht demonstriert und gestreikt, weil sie so glücklich mit der Ausarbeitung des Gesetzes waren.
All das kann man ganz gut auf dieser Internetseite nachlesen:
democracyn...
“Warte noch 10 Jahre und der Irak wird ein (wie auch immer gestaltetes) Land sein, in dem die Amis nichts mehr zu sagen haben.”
Da wette ich 2 jahre Studiengebühren und ein Salamibrötchen dagegen.
Moin moin,
es wurde von den USA und Israel mehrfach mit “bombing” gedroht. Wenn das wirklich passiert, geht das auch an uns nicht folgenlos vorbei. IMHO wären die Folgen weltweit nicht zu übersehen. Das macht eben vielen Leuten Angst. Da der Prozentsatz von Spinnern/Idioten/… weltweit konstant ist, erzeugt das eben auch “Rauschen”.
PS: Unterhalten sich zwei Schweine beim Bauern im Stall. Sagt das erste: “Der Bauer füttert uns nur, um uns zu schlachten!”. Antwortet das andere: “Du glaubst aber auch jede Verschwörungstheorie!”.
Hallo Jens,
Du hast mit Deinem Artikel Recht und Unrecht. Sicher, man sollte nicht ständig irgendwelche Zeitpunkte orakeln, die so eh nicht eintreffen. Fakt ist doch aber, dass die amerikanische und israelische Regierung alles daran setzt den Iran zu provozieren, bzw etwas unterjubeln will, um einen Kriegsgrund zu haben. Natürlich blasen sämtliche Kasperregierungen, wie die unsere, ins selbe Horn. Man hatt ja schon immer das Gefühl, wenn der amerikanische Präsident Blähungen hatte, mussten unsere Politker furzen. Das ist doch schon sehr merkwürdig, wie die öffentlichen Aussagen mit den Kriegstreibern im Einklang sind. Wenn ich mir dann noch die Rede von unserem zu engen Hosenanzug in der Knesset anschaue, wo sie inhaltlich doch tatsächlich sagt, dass es ihr im Prinzip egal sei, dass 2/3 der europäischen Bevölkerung der Meinung sind, dass eine grössere Gefahr von Israel ausgeht als vom Iran, könnte ich kotzen. Natürlich scheint dies ja nicht wirklich zu interessieren. Und genau da setzt mein Menschenverstand ein, der da sagt, die wollen unbedingt Krieg. Ich finde jedenfalls nix in den Geschichtsbüchern davon, dass der Iran in den letzten ein-zwei-drei- hundert Jahren einen Krieg angefangen hat. Oder täusche ich mich hier?
Ich finde es in diesem Fall hervorragend wenn sämtliche Medien darüber berichten. Denn die Zusammenhänge des ganzen Geschehen im nahen Osten liegen so dicht beieinander, dass es schon zum Himmel schreit. Denn so eine Verarsche wie der Irakkrieg, darf ja wohl nicht nochmal passieren.
Ein sehr brisantes Thema dazu schrieb auch Karl Weiss: berlinerum...
Wenn ich so etwas lese, können bei den aufmerksamen Menschen nur sämtliche Alarmglocken schrillen. Daher bin ich der Meinung, je mehr über dieses Thema medial getrommelt wird, desto schwieriger wird es für die Kriegstreiber ihre Schweinereien abzuziehen.
Ja, unsere VOLKSVERTRETER(Handelsmarke) sind schon richtige ARSCHGESICHTER. Deswegen riecht es auch immer so streng, wenn sie ihr Maul aufmachen. Ich denke, dass ein sprechender VOLKSVERTRETER(Handelsmarke) tatsächlich furzt, wenn er seinen Mund öffnet - auch im biologischen Sinne.
Übrigens; der Gag des Jahres: Schäuble redet mit Obermann über Datenschutz!
:-))
@jens
Natürlich hast du in Deiner Bewertung recht, dass momentan eine strategische Veränderung in der Frage Iran in den amerikanischen Eliten scheinbar sichbar ist. Für mich sieht es momentan so aus, als ob man sich entschieden hat, Schutzherr für die Region mit Zugeständnissen an die regionalen Mächte wie den Iran zu gewähren.
Ich halte diese Strategie der neuen alten Eliten um den ollen Zbignew viel gefährlicher. Die Konflikte gegen den sich neu und unabhängig formierenden Block in Südamerika werden zunehmen. Der Krieg gegen den Irak hat zynischer Weise diese dortige Unabhängigkeit erst möglich gemacht.
Den neuen Eliten in den USA geht es darum, ihr militärisches Potential wieder am wirkungsvollsten einsetzen zu können. Sie haben selbst erkannt, dass sie nicht in der Lage sind, mehrere politisch ökonomische Konflikte militärisch führen zu können.
Die Frage, ob man China die Rohstoffzufuhr aus dem Nahen Osten durch einen dauerhaften Bürgerkrieg in der Region (wie bisher) sperrt, oder durch Aufkauf der politischen Eliten ,durch politische Erpressung (Einbindung unter Waffengewalt) mit einem kleinen Spielraum an Eigenständigkeit, ist noch nicht entschieden. Vieles deutet auf letzteres hin. Friedliche Aussichten sind das noch lange nicht.
So schlimm wie das klingt, aber ich halte momentan (leider!) einen längerfristigen Frieden im Nahen Osten und in Südamerika und eine eigenständige, unabhängige, von diesen selbst gewählte und bestimmte Entwicklung nur für möglich, wenn die dortigen regionalen Mächte auch in der Lage sind, auch über ein hochgradiges Abschreckungspotential an Massenvernichtungswaffen zu verfügen.
@26 gwhh
Ja sicher – dann könnten sie auch Russland den Krieg erklären, da brummt der MI-Komplex. Was aber nur all zu gerne vergessen wird, ist, dass die USA aus mehr als MI und Öl bestehen und Bush mit einer Kriegserklärung gg. Iran – ohne vorher Kongreß und Senat auf seine Seite geholt zu haben - zweifelsohne sofort abgesetzt werden würde. Cheney ist seit zwei Jahren eine Lame Duck vor dem Herrn – der gute Mann hat weniger zu melden, als die Putzfrau von Dabbeljuh.
Nein, das würden sie nicht – das ist etwas komplexer. Am Wochenende erscheint ein Artikel von mir zu genau diesem Thema auf Telepolis. Gedulde Dich bitte ;-)
Noch nicht einmal die dreistesten NeoCons sind so naiv – dazu gibt es zig Studien.
*lol*
Die Chinesen? Nicht bezahlen können? Anders herum wird ein Schuh daraus – die Amis können bereits momentan kaum ihr Öl bezahlen, die Chinesen zahlen das aus der Protokasse.
Yep, so wird´s sein *rolleyes*
Ach watt – Fallon war nicht der einzige Militär, der gegen einen Iran-Krieg ist.
Frankreich würde bei einem Iran-Krieg mitmachen? Wie kommst Du darauf? Ein anonymer Informant aus Sakros näherem Umfeld?
Gemeinwohl hin, Gemeinwohl her. Der Irakkrieg und der War on Terror waren zumindest rational für die Falken erklärbar – bei Iran läge eine komplett irrationale Motivation zugrunde. Unterschätze die NeoCons nicht.
Das tun sie (im Ölsektor) keinesfalls. Die Gewinne amerikanischer Multis aus dem Irak sind marginal, die Verluste durch Venezuela und vor allem durch die neue Konkurrenz aus China und Russland (und auch Indien) sind riesig – aber dazu mehr im besagten Artikel.
Und wer hat die Reserven? Die Multis jedenfalls nicht. Wenn Du von dieser „Idee“ überzeugt bist, dann kannst Du Lukoil-Aktien kaufen – dies ist der einzige private Konzern, der über relevante Reserven verfügt. Der Rest ist staatlich oder mehrheitlich in Staatsbesitz.
*g*
Ja, damit kommen sie wahnsinnig weit – nach grober Schätzung reichen diese Vorräte nicht einmal ein Jahr für die 12 Trägergruppen ;-)
Damit vertrittst Du eine (sagen wir es mal freundlich) krasse Aussenseitermeinung, die sich durch keine Zahlen begründen ließe.
Amen!
@29 Schwitzig
So so – Mexiko? Venezuela (das Öl dort wurde mehr als einmal verstaatlicht)? Saudi-Arabien? Russland? Katar? Die VAE? Kuwait? Algerien? Libyen? Das wäre mir neu.
Eine Intervention in Venezuela (über die Stellvertreter aus Kolumbien) halte ich für wesentlich(!) wahrscheinlicher, als ein Angriff auf Iran. Aus Equador, Peru und einige afrikanische Staaten sind gefährdet.
Yep, kennst Du den Film „The Revolution will not be televised“?
@sf
Das sind aber alles Staaten, die starke Verbündete haben oder bei denen sie Schiss haben, dass die vielleicht Waffen haben könnten, mit denen sie sich wehren können. Wenn sich die Amis mit Russland anlegen - auch indirekt - werden sie ziemlich schnell zermantscht werden. Das wollen sie nicht - sie wollen nur Geld, wobei diesen Typen die Methode zur Geldvermehrung völlig egal ist. Im Umkehrschluss heisst das: Wenn die ganze Welt ausser den USA in Schutt und Asche gebombt werden müßte und die Eliten in den USA dadurch einen Vorteil hätten, würden sie das tun.
Der Angriff auf den Iran hat noch nicht stattgefunden, weil sie sich unsicher sind, wie gut sich der Iran wehren kann, weil Verbündete wie Russland verunsichern und weil Israel immer noch nicht die Arschkarte des Angreifens “zur Selbstverteidigung” übernommen hat.
Ja - deswegen schrieb ich ja auch “wahrscheinlich [...]” :-).
Nein. Sollte ich ihn kennen?
@schwitzig
den Film unbedingt anschauen, den Jens empfohlen hat @„The Revolution will not be televised“
Ich habe den schon vor Jahren gesehen.
@30 value
Na – so sicher wäre ich mir da nicht. Sogar die Einheitsregierung hat schon klipp und klar gesagt, dass die Amis bald abhauen sollten. Das „bald“ wurde freilich nicht näher umschrieben. Wenn al-Sadr den „Pax-Persia“ *g* brechen sollte, sieht es für die Amis ganz übel aus. Er ist im schiitischen Süden (da ist das Öl) der beliebteste Politiker und würde zweifelsohne auch demokratisch gewählt, wenn er denn wollte.
Dann wären die Lobbisten von ExxonMobil, BP, Shell; ConocoPhillips und Chevron aber genial – leider passt das so nicht. Allen fünf Multis gehen die Reserven aus und im Irak haben sie keine(!) Rechte auf die Reserven – die hat die irakische Ölverwaltung. Und wie man in vielen Ländern sieht (und gesehen hat) sind die Multis schneller draußen, als man gucken kann, wenn der Staat es denn nur will.
@spiegelfechter:
ich antworte hier nur auf einen der oben genannten Punkte (leider fehlt mir die Musse, auch die übrigen , etwa zur Dynamik des Irankonflikts, die ich seit mehreren Jahren verfolge, hier entsprechend zu reflektieren und verweise deshalb auf unsere diversen redaktionellen Beiträge unter meta-info.... ):
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“Die USA selbst sind im Begriff, sich vom Öl unabhängig zu machen: es wurden bereits im großen Stil Getreidevorräte, Mais usw. aufgekauft, um sie in Biosprit zu verwandeln
*g*
Ja, damit kommen sie wahnsinnig weit – nach grober Schätzung reichen diese Vorräte nicht einmal ein Jahr für die 12 Trägergruppen ;-)
Ausserdem wird die Ausbeutung der kanadischen Ölsände forciert. Sie brauchen kein Öl aus Middle East.
Damit vertrittst Du eine (sagen wir es mal freundlich) krasse Aussenseitermeinung, die sich durch keine Zahlen begründen ließe.”
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Die USA brauchen, wie erwähnt, kein Öl aus dem Golf: die Ölimporte haben derzeit einen Umfang von etwa 3,5 Milliarden Barrel / Jahr, mit fallender Tendenz (besonders der private Verbrauch schrumpft derzeit deutlich). Etwa die Hälfte davon kommt aus Mexiko, Venezuela und Kanada. Im regionalen Umfeld kommen Ecuador und Kolumbien, darüberhinaus afrikanische Länder, wie Nigeria, Angola usw. hinzu, aber auch ein Teil der norwegischen Produktion landet in den USA.
Die kanadischen Ölsände umfassen ca. 350 Milliarden Barrel: früher war ihre Förderung zu teuer und zu aufwendig. Bei den derzeitigen Preisen hingegen wird sie sehr profitabel. Mit ihnen kann der amerikanische Konsum also über Jahrzehnte gedeckt werden.
Zum Thema Biosprit: der überwiegende Teil des brasilianischen Spritverbrauchs wird heute bereits durch Ethanol abgedeckt.
Die amerikanische Getreideproduktion beträgt das 7-fache der brasilianischen (ganz abgesehen von dem privilegierten Zugriff der USA auf den Weltmarkt).
Heute sind weltweit die “Heuschrecken” auf dem Sprung, Flächen zur Produktion von Biomasse aufzukaufen. Das Thema hat (ökonomisch) längst die Gegenwart eingeholt, ob man das möchte, oder nicht: es ist die Konsequenz des hohen Ölpreises.
Einmal einen Blick werfen in die Finanzpresse (Financial Times, Handelsblatt, Economist usw).
(Zahlen > u.a. Wikipedia und Bundesanstalt f. Geowissenschaften).
Im Übrigen noch zur Unterstützung eines Irankriegs durch die amerikanischen Demokraten (auf dem liberalen Bloggerportal HuffingtonPost): huffington...
Kein führender demokratischer Politiker erklärt heute, einen Irankrieg verhindern zu wollen / nicht ggf. zu unterstützen. Nach Umfragen gibt es eine mehrheitliche Akzeptanz für einen Krieg sowohl in den USA, wie auch bei uns.
@32 algore
Das ist gar nicht nötig. Stell Dir vor al-Sadr tritt an, gewinnt die Wahl und macht kein Einheitsbündnis. Welche Wahl haben die Amis dann? Krieg gegen einen demokratischen Irak? Sehr schwer vorstellbar.
Nein – militärisch werden sie wohl vor Ort bleiben. Aber haben sie dadurch auch alleinigen Einfluss auf die Politik? Den haben sie ja auch heute nicht. China hat beispielsweise mit der Einheitsregierung Verträge zur Exploration von neuen Erdölvorkommen abgeschlossen! China!
Korrigiere mich, wenn ich falsch liege – aber mW ist das Ölgesetz überhaupt gar nicht in Kraft, d.h. es wurde nie vom Irak verabschiedet.
Noch eins: neben “alternativen Kassandrarufern” erklärt auch Joschka Fischer in der “Zeit”, dass ein Krieg droht: zeit.de/on....
Auch wenn ich ihn nicht gerade zu meinen politischen Vordenkern rechne, wird man seine Warnung nicht leicht abtun können (die von ihm angeführten Gründe und Motive halte ich weitgehend für Unfug / Mainstream-Propaganda)
@37 name
Yep – die Amis sind (man glaubt es kaum) dort nämlich in der Defensive. Ich hatte neulich eine sehr interessante Studie eines eher konservativen Think-Tanks gelesen, in der es um die Wahrscheinlichkeit ging, dass in einem undemokratischen Staat in Nahost und Nordafrika eine demokratische Regierung pro-amerikanisch sei – die Antwort war 0%. Die USA sind also (das war auch das Fazit der Studie) gut beraten, den Ball flach zu halten und die Despoten nicht durch ein Überschwappen der Konflikte zu gefährden. Was dann herauskäme, wäre nämlich so gar nicht im Sinne der USA … und auch der EU.
Na da sind wir aber grundverschiedener Meinung ;-)
Das muß nicht so sein – die USA sind „natürlicher“ Handelspartner Südamerikas. Wenn die USA einen fairen(!) Handel mit Südamerika eingehen, der nicht (wie bis jetzt) einseitig die USA bevorzugt, so ist eine gute Partnerschaft (auf gleicher Augenhöhe) möglich. Abwarten und Tee trinken.
Yep und das ist im historischen Kontext die mit Abstand größte Niederlage Bushs. Er ist der Präsident, der den eigenen Vorhof verloren hat, der seit der Monroe-Doktrin fest zum Hegemonialbereich gezählt wurde. Alle sonstigen Fehler von ihm, sind historisch betrachtet dagegen Petitessen.
Wer sind diese „neuen“ Eliten? Eigentlich ist das Gegenteil der Fall. Studien der meisten Think-Tanks gehen momentan auf „Soft-Power“, der natürlich militärisch gedeckt sein muß. Ansonsten hast Du aber recht.
Warum „wie bisher“? China ist sehr aktiv im Nahen Osten – in Irak, Iran, Saudi-Arabien, Katar und mW auch in Kuwait haben sich die Chinesen in sehr wichtigen Explorationsgebieten „eingekauft“, während „Big Oil“ dort, gar keinen Vertrag mehr bekommt und auf dem Rückzug ist. Aus dem Nahen Osten fließt wesentlich(!) mehr Öl nach Asien, als in die USA.
D´accord – aber weniger wegen der USA, sondern allen voran wegen Israel.
@29 Schwitzig
Katar? VAE? Kuwait? Mexiko? Venezuela? Saudi-Arabien?
Wohl kaum.
Wenn die USA das letzte Land der Welt wären, hätten die Eliten dadurch aber ganz sicher keinen Vorteil ;-)
Auch – aber mE spielen hier auch sehr rationale ökonomische Dinge eine sehr entscheidende Rolle.
Aber auf jeden Fall – gibt´s im Esel und auf Indypeer
@43 gwhh
Ich sehe schon, dass es sinnvoll wäre, einige Missverständnisse über „Öl“ auszuräumen.
Anders als Gas ist Öl nicht leitungsgebunden, d.h. der Markt ist relativ flexibel. Wer nun an wen verkauft, wird meist durch geographische Fragen beantwortet. Die USA kaufen v.a. deshalb so viel Öl aus ihren Nachbarländern, weil dies billiger ist. Die Preise werden auf den drei Terminbörsen fixiert und ein Barrel Öl aus Mexiko ist nun einmal billiger, als ein Barrel aus Papua-Neuguinea. Der Kurzschluss, daher könne es den USA egal sein, was mit dem Nahen Osten passiert, ist allerdings falsch. Wenn es kein Öl aus dieser Region gäbe, würden Asien und Europa auch vermehrt in Mexiko, Kanada und Venezuela einkaufen. Die USA hätten dann keine sichere Ölversorgung, sondern alle Staaten hätten einen irrsinnigen Preis zu zahlen und würden je nach Angebot und Nachfrage auch ihr Öl bekommen. Die PEMEX, die PDVSA und Petrobras haben ja keine Exklusivverträge mit den USA – sie verkaufen an den Meistbietenden. Und wer sich etwas in der Weltwirtschaft auskennt, weiß, dass dies bei einem explodierenden Ölpreis nicht mehr die Amis wären.
Damit wird nicht der amerikanische Konsum gedeckt, sondern in das große schwarze System Ölmarkt werden zusätzliche Mengen eingespeist, die aber an anderer Seite auch wieder wegfallen (Peak-Oil, von dem allen voran die USA und Europa betroffen sind, da die Felder dort als erstes versiegen).
Yep
Wenn dies so kommen würde, würde der Getreidepreis explodieren und Agrofuel wäre unbezahlbar – das ist eine Milchmädchenrechnung, die den Markt komplett ausblendet.
Ich finde es klasse, daß sich eine solche Nachricht verbreitet wie ein Lauffeuer, denn selbst wenn es nicht stimmt, kann die USA im August schonmal keinen Angriff mehr auf den IRAN durchführen, denn dann wird jeder sagen, seht ihr die USA haben das alles geplant und der IRAN ist das Opfer !!!
Das ist im Prinzip umgekehrte Psychologie. So wie uns die USA mit ihren Lügen eindeckt, verbreiten wir unsere “Wahrheiten” die von der USA im Falle einer Durchführung einer solchen “Wahrheit”, schwer zu widerlegen sein wird.
Wenn wir den Bogen dahingehend nicht überspannen, können wir so den Plänen der USA einen schönen Strich durch die Rechnung machen.
Ich habe schon die nächste Nachricht !
Vor den US-Wahlen wird in den westlichen Staaten im Zuge einer FalseFlag-Operation ein atomarer Sprengsatz detonieren und dieser wird natürlich vom IRAN stammen. Somit wird man einen Grund haben, den IRAN mit einem Atomaren “Erstschlag” zu vernichten. Daraufhin wird man in den USA den nationalen Notstand aussprechen und Bush bleibt Präsident auf Lebenszeit mit offiziell diktatorischen Befugnissen. Alle Gegner werden in die FEMA- Lager gesperrt und dort zu Tode gefoltert oder mit Pfefferspray zu Tode gesprüht.
Diese vorgehensweise schwappt dann auf Europa über. Tony Blair wird die EU-Verfassung im Zuge des Notstands früher und vorallem ohne Ratifizierung in Kraft setzen und auch hier werden die Notstandsgesetze in Kraft treten. Alle bis dahin auf der Terrorliste stehenden Personen werden ins Ausland deportiert und entsorgt. Aufständige werden auf offener Straße von aus dem Ausland herbeigeholten Eingreiftruppen niedergeschossen.
Alles weitere hängt stark von den Reaktionen von China und Russland ab. Sollten sie eingreifen und die USA über Alaska, wo zuerst die HAARP Anlage dem Erdboden gleich gemacht wird, angreifen, haben wir den von der Elite gewollten III. Weltkrieg.
Wo die sich dann verstecken ist reine Spekulation. Möglicherweise befinden sie sich aufrgund sehr fortschrittlicher, der Bevölkerung bisher vorenthaltener Technologie weit genug weg vom Geschehen und man wartet ab bis sich die Bevölkerung auf die gewünschten 500 Millionen dezimiert hat, bis man zurückkehrt und dann als Erlöser oder Erretter eine göttliche Rolle einnimmt.
Und so schließt sich der Kreis der Menschheitsgeschichte und alles beginnt von vorn !
Wir schreiben das Jahr 2013 !!!
@dionyx
Das schlimme und gefährliche an deiner Auffassung ist, dass damit tatsächliche Gefahren völlig verschwiegen werden, und eine Erkenntnis über die Machtverhältnisse gar nicht möglich ist.Das ist dümmster Bullshit.
Alles bleibt im falschen USA USA USA stehen: die europäische imperialistische Politik wird dann auch nicht mehr erwähnt, mit schlimmsten Folgen.
Ich habe für die aktuelle Politik der amerikanischen Eliten nichts übrig, aber wenn morgen Kolumbien einen Stellvertreterkrieg im Wissen und Wollen der Vereinigten Staaten gegen den entglittenen südamerikanischen Kontinent losschlägt, der ja auf einem low level eigentlich schon begonnen hat, und völlig von der Irandesinformation überlagert wird, dann haben die gezielt falsch gelegten Medienspuren ihr Ziel erreicht.
Es geht um Erkenntnisse, und nicht um die schönste Schauergeschichte.
@sf 25
Die argumentative Herleitung meiner Aussage, dass seit dem Zeitalter der Nationalstaaten Kriege nur wegen Ressourcen geführt werden, kenne ich nicht mehr. Ich weiß, dass es sie gibt ;)
Wobei Du bei Deiner Aufzählung auch Kriege dabei hast, wo es sehr offensichtlich um Ressourcen geht; beim Jugoslawienkrieg (hast Du ja selber eingeräumt), aber besonders bei den beiden WKs. Hitlers Lebensraum im Osten… was ist denn dort? Nach Brzezinski die Kornkammer Europas (Ukraine) und von dem Ressourcenreichtum von Rußland braucht man gar nicht erst anfangen. Israel? Wasser! (im Wüstengebiet top Ressource)
Manchmal geht es auch um den gesicherten Zugang zu, und den Transport (sonst macht es ja keinen Sinn) von Ressourcen (Panamakanal)
Da habe ich mich wohl mißverständlich ausgedrückt: ich meinte nur, dass der “Markt” freien Zugriff auf die Ressource hat
Die Amis werden wohl noch in 50 Jahren dort sein. Die Amis verfolgen da eine langfristige Strategie und wissen, dass das mit der Demokratie noch sehr lange dauern wird. Ebenso mit dem Öl. Es geht nicht darum sofort an ans Öl zu kommen, sondern man schafft die Voraussetzungen langfristig das Öl den Märkten zur Verfügung zu stellen, natürlich auch, um es in die USA zu importieren.
Ich meine diese Pipeline … ziemlich am Ende des Artikels ;)
Hallo Jens alies Spiegelfechter!
Ich habe nur eine Bitte: Berichte über die EU-Verfassung, welche Deutschland als selbständigen freien Staat begräbt! Berichte über Herrn Gauweiler, über Herr Professor Schachtschneider und sorge für eine Diskussion welche mithilft sich zu verbreiten!
Unser Land wird sowas von hintergangen! Die Ratifizierung wird nirgends in den Medien erwähnt, keiner ausser eine Minderheit weiss überhaupt was gerade passiert!
Unser Staat und die Gewaltentrennung stehen am Abgrund und werden durch eine voreilige, vorerst indirekte EU-Verfassung (Lissaboner Vertrag) mit den Füßen getreten!
Danke!
@ Cheffe, #38
Ergänzend zu unserem gestrigen Gespräch, und zu Deiner Anmerkung, Cheney wäre nur noch eine “lame duck”, die Frage: Was eigentlich, wenn der wieder was ausheckt und deshalb nur noch so wenig öffentlichkeitswirksam erscheint?
Dazu noch ein Hinweis auf das neue Buch von Scott, in welchem er die Rolle von Cheney als “Grauer Eminenz” bekräftigt: washington...
Wird so ein “Player” sich wirklich so einfach vom “Spielfeld” verabschieden?
Grüße vom hannilein
zu 51 / 25
den letzten zitierten Satz (”Der gleiche Quatsch wurde ja auch wg. Afghanistan kolportiert.”) versteh ich übrigens auch nicht - die gescheiterten Pipeline Pläne vor dem Überfall und der Abschluss des Vertrags unmittelbar danach - das Projekt wäre ohne Invasion nicht möglich gewesen dachte ich
@SF
Ja was ist denn jetzt er Hauptgrund für den Irak Krieg gewesen? Früher hast du ja immer hauptsächlich mit Öl argumentiert.
Deine Hinweis welchen Wert das Irakische ÖL im vergleich zu den Kriegskosten hat hat mich ziemlich Überzeugt…
Gleichzeitig hast du den evtl.Handel von ÖL in Euro als Kriegsgrund für absolut nichtig erklärt. Ab und zu erwähnteste du auch den MI-Komplex.
Jetzt kommst du jedoch mit solchen Aussagen:
ÖL, MACHT EINFLUSS??
“Nein – militärisch werden sie wohl vor Ort bleiben. Aber haben sie dadurch auch alleinigen Einfluss auf die Politik? Den haben sie ja auch heute nicht”
“Dann wären die Lobbisten von ExxonMobil, BP, Shell; ConocoPhillips und Chevron aber genial – leider passt das so nicht. Allen fünf Multis gehen die Reserven aus und im Irak haben sie keine(!) Rechte auf die Reserven – die hat die irakische Ölverwaltung”
“Warum „wie bisher“? China ist sehr aktiv im Nahen Osten – in Irak, Iran, Saudi-Arabien, Katar und mW auch in Kuwait haben sich die Chinesen in sehr wichtigen Explorationsgebieten „eingekauft“, während „Big Oil“ dort, gar keinen Vertrag mehr bekommt und auf dem Rückzug ist. Aus dem Nahen Osten fließt wesentlich(!) mehr Öl nach Asien, als in die USA.”
“MI-komplex”
“Ja sicher – dann könnten sie auch Russland den Krieg erklären, da brummt der MI-Komplex. Was aber nur all zu gerne vergessen wird, ist, dass die USA aus mehr als MI und Öl bestehen…..
Also wie konnten die USA den ganzen Irak Krieg so vermasseln? Kein ÖL, Kaum politischen Einfluss?, imense Kosten?
Ich meine war der desaströse Verlauf des Irak krieges nicht vohersehbar? Viele haben dies ja ziemlich genau getan.
Also was ist jetzt deiner Meinung der Hauptgrund für den für die USA so desaströsen Irak Krieg gewesen? Was war die treibende überzeugende Kraft!?
“D´accord – aber weniger wegen der USA, sondern allen voran wegen Israel”
Wars jetzt doch die Israel Lobby?
youtube.co...
Moin,
ich hätte noch mindestens einen weiteren Kriegsgrund ausser “Öl, Macht und Einfluss”
im Angebot.
Wenn gesagt wird der Irakkrieg wäre ein Desaster, und gleichzeitig mit den ausufernden Kosten argumentiert wird, dann frage ich mich ein Desaster für wen?
Vielleicht für die Iraker und für die amerikanischen Steuerzahler, aber bestimmt nicht für diejenigen, bei denen die ganzen zig Milliarden ankommen.
Wäre es nur um die 3 erstgenannten Gründe gegangen, das Ganze hätte man wesentlich billiger ohne Krieg haben können.
Ich kann jedem nur mal empfehlen sich folgenden Link durchzulesen. Damit dürfte mal ein wenig Klarheit geschaffen werden. Denn dort sind für mich die Verstrickungen ganz gut beschrieben. Und mein lieber Jens, Öl spielte in den Kriegen im nahen Osten immer eine Rolle. Natürlich nicht immer so, wie es meist vermutet wird.
Bush-Geschichten oder Warum der Bush-Clan geil auf Kriege ist
Hier der Link: aristo.exc...
Moin Jens,
hier eine Seite, die nicht schlecht