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> <channel><title>Kommentare zu: Das Ölpreisorakel</title> <atom:link href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel</link> <description></description> <lastBuildDate>Fri, 10 Feb 2012 18:32:29 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: salvo</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-21055</link> <dc:creator>salvo</dc:creator> <pubDate>Mon, 30 Jun 2008 10:42:22 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-21055</guid> <description>ein paar Hinweise dazu
&quot;How Speculators are Manipulating &amp; Profiting from the Global Food and Oil Crisis&quot;
http://www.indypendent.org/2008/06/27/market-madness/
&quot;As Oil Hits Another Record High, A Look at the New Geopolitics of Energy&quot;
http://www.democracynow.org/2008/6/27/as_oil_hits_another_record_high</description> <content:encoded><![CDATA[<p>ein paar Hinweise dazu</p><p>&#8220;How Speculators are Manipulating &amp; Profiting from the Global Food and Oil Crisis&#8221;</p><p><a
href="http://www.indypendent.org/2008/06/27/market-madness/" rel="nofollow">http://www.indypendent.org/2008/06/27/market-madness/</a></p><p>&#8220;As Oil Hits Another Record High, A Look at the New Geopolitics of Energy&#8221;</p><p><a
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20992</guid> <description>Gute Deckung ;)
http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/378832.html?mode=print
Das Rätselraten geht weiter.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Gute Deckung ;)<br
/> <a
href="http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/378832.html?mode=print" rel="nofollow">http://www.ftd.de/boersen_maerkte/aktien/marktberichte/378832.html?mode=print</a><br
/> Das Rätselraten geht weiter.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Querblog.de - Schlimmer als die Finanzkrise</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20845</link> <dc:creator>Querblog.de - Schlimmer als die Finanzkrise</dc:creator> <pubDate>Tue, 24 Jun 2008 17:52:08 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20845</guid> <description>[...] nachhaltiger und dramatischer belasten, als wir das heute wahrhaben wollen. Erste Anzeichen sprechen eine eindeutige [...]</description> <content:encoded><![CDATA[<p>[...] nachhaltiger und dramatischer belasten, als wir das heute wahrhaben wollen. Erste Anzeichen sprechen eine eindeutige [...]</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Peinhard</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20686</link> <dc:creator>Peinhard</dc:creator> <pubDate>Thu, 19 Jun 2008 10:38:15 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20686</guid> <description>@91 Spiegelfechter
&quot;Es geht mir doch nicht um die wirtschaftshistorische Betrachtung der Jungsteinzeit, sondern um den Mechanismus des Tausches. Und ich denke, es wäre bestenfalls naiv, anzunehmen, damals sei man so altruistisch gewesen, dass niemand zum eigenen Vorteil getauscht hätte.&quot;
*g* Dann schreib das doch gleich. ;)
Zum eigenen Vorteil kann ich unter Umständen auch ein drei Jahre altes Auto gegen ein Fahrrad tauschen, zB wenn ich in einer Großstadt wohne, das Ding eh nur rumsteht und dauernd die Antenne fehlt, und wenn ich schon mal losfahre nicht weiss, wo ich es wieder abstellen soll. Trotzdem werde ich, obwohl ein Fahrrad für mich unzweifelhaft den größeren Nutzen hätte, einen solchen Tausch nicht vollziehen, da ich um ein geheimnisvolles Ding namens &#039;Wert&#039; weiss. Und dieser, ganz offenbar irgendwie vom individuellen Gebrauchswert abgekoppelte (Tausch-) &#039;Wert&#039; ergibt sich eben erst in einer Wirtschaft, die vom Markt, dh ständigen Tauschbeziehungen, dominiert wird.
Ich würde also wie Samson diesem Satz:
&quot;Der Steinzeitmensch, der den schönen Säberzahntigerzahn gegen die hübsche Tochter des Sippenkollegen eingetauscht hat, agierte im Rahmen einer Marktwirtschaft.&quot;
so lange widersprechen, wie solche Tauschaktionen die Ausnahme in einer ansonsten von anderen Faktoren und Verhaltensweisen geprägten &#039;Wirtschaft&#039; sind, also zB der gemeinsamen Jagd oder der gemeinsamen Bestellung von Feldern, deren Erträge nach irgendeinem Schlüssel verteilt, aber eben nicht getauscht werden. Zudem erfordert dein Beispiel auch noch weitere Annahmen, deren Gegebenheit zumindest stark zweifelhaft ist. So muss der Kollege mit der Tochter einen Begriff davon haben, dass diese tatsächlich sein &#039;Eigentum&#039; ist, damit er überhaupt das &#039;Recht&#039; hat, sie zu tauschen. Dh, singuläre Tauschakte des Schemas &#039;ich gebe dir, dafür gibst du mir&#039; konstituieren eben noch lange keine &#039;Marktwirtschaft&#039;, dazu gehört einiges mehr, das uns heute als &#039;selbstverständlich&#039; erscheinen mag, aber nicht ohne weiteres auf frühere bzw &#039;andere&#039; Gesellschaftsformen übertragbar ist. Auch die Frage nach einem evt &#039;Altruismus&#039; in einer solchen Tauschbeziehung lässt sich überhaupt erst stellen, wenn man durch die &#039;Alltäglichkeit&#039; des Tauschens bereits einen Begriff von &#039;Wert&#039; entwickelt hat, und dazu gehört auch sehr schnell so etwas wie ein &#039;universelles Tauschmittel&#039;. Mit &#039;Angebot und Nachfrage&#039; alleine kann man den heutigen Begriff von &#039;Wert&#039; übrigens auch nicht mehr allein fassen, das ergibt erstmal nur den &#039;Preis&#039;, und von dem wissen wir auch schon aus dem Alltag, dass er sowohl unter wie auch über dem &#039;Wert&#039; liegen kann.
Dominieren hingegen Konstruktionen wie eben gemeinsame Jagd oder gemeinsame Feldbestellung mit Verteilung nach irgendeinem Schlüssel, spielen diese Dinge überhaupt keine Rolle. Erst wenn wir mit unseren heutigen Begriffen und Kategorien auf eine solche Situation losgehen, werden wir vielleicht zu dem Schluss kommen, dass da evt jemand &#039;betrogen&#039; wurde. Wir hätten es ihm aber aller Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht begreiflich machen können - er hätte uns womöglich irgendwas von &#039;gottgewollt&#039; erzählt, worüber wir nur wieder den Kopf schütteln würden. Erst im Feudalismus entwickelte sich mit zunehmendem Handel auch &#039;der Markt&#039;, von dem sinnvoll tatsächlich auch erst gesprochen werden kann, wenn man ihn von den einzelnen physischen &#039;Tauschplätzen&#039; abstrahieren kann.
Handel, und das hiess zunächst mal Überschüsse billig einkaufen, um sie andernorts teuer wieder zu verkaufen, war zunächst einmal nicht nur eine Randerscheinung, sondern interessanterweise auch eher &#039;übel beleumundet&#039;. Die Anfänge der &#039;Marktwirtschaft&#039; wurden noch als &#039;organisierter Betrug&#039; und eine Art &#039;Schmarotzertum&#039; empfunden. Neben &#039;Wert&#039; und (einem veränderten Begriff von) &#039;Eigentum&#039; (&#039;patrimonium&#039; vs &#039;dominium&#039;) bildete sich auch erst hier der heutige Begriff von &#039;Kapital&#039; als etwas, dessen (privater!) Einsatz ein &#039;mehr davon&#039; ergeben soll, heraus. In dem bei der gemeinsamen Feldbestellung eingesetzten Saatgut &#039;Kapital&#039; zu sehen, geht auch nur wieder mittels (unzulässiger) &#039;Rückübertragung&#039; heutiger Kategorien auf frühere bzw andere Verhältnisse. Auch der heutige Begriff der (wirtschaftlichen) &#039;Konkurrenz&#039; gehört dazu wie auch der Bgeriff der &#039;Ware&#039; spätestens in dem Moment, wo es nicht mehr um &#039;Überschüsse&#039; ging, sondern &#039;der Markt&#039; begann, auch die Produktion in dem Sinne zu beeinflussen, dass in erster Linie &#039;für ihn&#039; produziert wurde.
Historisch lässt sich also recht gut zeigen, dass &#039;der Markt&#039;, sobald er zum umfassenden bzw dominierenden Prinzip wurde, zumindest den Keim zum &#039;Kapitalismus&#039; schon in sich trug. Der Olle aus Trier hat dann versucht, das nicht nur historisch, sondern (man verzeihe den Ausdruck) auch &#039;logisch-dialektisch&#039; zu er- und begründen. Und übrigens auch, dass und wie der &#039;Kapitalismus&#039; auch schon das &#039;Kasino&#039; in sich trägt. Ich würde dieser &#039;Gleichsetzung&#039;:
&quot;Leider muß ich aber feststellen, dass viele Kommentatoren ?Markt? und ?Marktwirtschaft? mit ?Kapitalismus? oder sogar ?Casino-/Manchesterkapitalismus? gleichsetzen.&quot;
also &#039;leider&#039; so lange zustimmen, bis das jemand schlüssig widerlegt bzw eine &#039;nicht kapitalistische Marktwirtschaft&#039; aufzeigt. Also dass &#039;Äquivalenten(!)tausch&#039; mit den notwendig sich dabei herausbildenden Kategorien wie Wert, Ware, (Privat-) Eigentum (im &#039;Gefolge&#039; auch Staat, Recht und Politik) nicht auch genauso notwendig die des &#039;Kapitals&#039; nach sich zieht.
PS:
&quot;Eine Verschwendung von Ressourcen wäre die Folge. Wenn ich keinen Nachteil für den Mehrverbrauch eines Produktes oder einer Dienstleistung erleiden müßte, gehe ich mit diesen Dingen auch nicht verantwortungsvoll um. Wenn Wasser beispielsweise kostenlos wäre, würde niemand einen defekten Verschluß reparieren oder reparieren lassen ? das Wasser würde zwar fortwährend durchlaufen, aber das wäre ja egal, da es nichts kostet.&quot;
Also ich repariere tropfende Hähne schon allein weil sie mich stören und bevor ich ausgerechnet habe, wann sich die Dichtung amortisiert, und die zerstörende Kraft des Wassers sollte bei größeren Defekten auch nicht ganz unbeachtet bleiben. ;) Anderes Beispiel: wenn ab morgen Brötchen grundsätzlich kostenlos wären, würdest du jeden morgen statt der gewohnten drei oder vier hunderte in deine Höhle schleppen, nebst kiloweise Brot - und wenn nicht, warum? Und ich mag auch noch einmal darauf hinweisen, dass die &#039;Allokation von Ressourcen&#039; auf stofflicher Ebene oft genug lausig ist, gerade weil Wert-Äquivalente getauscht werden, der berühmte Yoghurt auf Geisterfahrt oder die Baumwollfaser, die zweimal den Erdball umrundet, bevor sie als Strumpf hier ankommt sind beredte Beispiele. Es geht dann eben immer in erster Linie um diese eine &#039;Ressource&#039;, von der man sagt, dass sie die Welt regiere, und alles &#039;stoffliche&#039;, inklusive der Bedürfnisbefriedigung, ist &#039;nachrangig&#039; bzw nur noch Mittel zum (sich auch zunehmend entwickelnden Selbst-) Zweck, dessen vorerst letzte Inkarnation dann eben das &#039;Kasino&#039; ist.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@91 Spiegelfechter</p><p>&#8220;Es geht mir doch nicht um die wirtschaftshistorische Betrachtung der Jungsteinzeit, sondern um den Mechanismus des Tausches. Und ich denke, es wäre bestenfalls naiv, anzunehmen, damals sei man so altruistisch gewesen, dass niemand zum eigenen Vorteil getauscht hätte.&#8221;</p><p>*g* Dann schreib das doch gleich. ;)</p><p>Zum eigenen Vorteil kann ich unter Umständen auch ein drei Jahre altes Auto gegen ein Fahrrad tauschen, zB wenn ich in einer Großstadt wohne, das Ding eh nur rumsteht und dauernd die Antenne fehlt, und wenn ich schon mal losfahre nicht weiss, wo ich es wieder abstellen soll. Trotzdem werde ich, obwohl ein Fahrrad für mich unzweifelhaft den größeren Nutzen hätte, einen solchen Tausch nicht vollziehen, da ich um ein geheimnisvolles Ding namens &#8216;Wert&#8217; weiss. Und dieser, ganz offenbar irgendwie vom individuellen Gebrauchswert abgekoppelte (Tausch-) &#8216;Wert&#8217; ergibt sich eben erst in einer Wirtschaft, die vom Markt, dh ständigen Tauschbeziehungen, dominiert wird.</p><p>Ich würde also wie Samson diesem Satz:</p><p>&#8220;Der Steinzeitmensch, der den schönen Säberzahntigerzahn gegen die hübsche Tochter des Sippenkollegen eingetauscht hat, agierte im Rahmen einer Marktwirtschaft.&#8221;</p><p>so lange widersprechen, wie solche Tauschaktionen die Ausnahme in einer ansonsten von anderen Faktoren und Verhaltensweisen geprägten &#8216;Wirtschaft&#8217; sind, also zB der gemeinsamen Jagd oder der gemeinsamen Bestellung von Feldern, deren Erträge nach irgendeinem Schlüssel verteilt, aber eben nicht getauscht werden. Zudem erfordert dein Beispiel auch noch weitere Annahmen, deren Gegebenheit zumindest stark zweifelhaft ist. So muss der Kollege mit der Tochter einen Begriff davon haben, dass diese tatsächlich sein &#8216;Eigentum&#8217; ist, damit er überhaupt das &#8216;Recht&#8217; hat, sie zu tauschen. Dh, singuläre Tauschakte des Schemas &#8216;ich gebe dir, dafür gibst du mir&#8217; konstituieren eben noch lange keine &#8216;Marktwirtschaft&#8217;, dazu gehört einiges mehr, das uns heute als &#8216;selbstverständlich&#8217; erscheinen mag, aber nicht ohne weiteres auf frühere bzw &#8216;andere&#8217; Gesellschaftsformen übertragbar ist. Auch die Frage nach einem evt &#8216;Altruismus&#8217; in einer solchen Tauschbeziehung lässt sich überhaupt erst stellen, wenn man durch die &#8216;Alltäglichkeit&#8217; des Tauschens bereits einen Begriff von &#8216;Wert&#8217; entwickelt hat, und dazu gehört auch sehr schnell so etwas wie ein &#8216;universelles Tauschmittel&#8217;. Mit &#8216;Angebot und Nachfrage&#8217; alleine kann man den heutigen Begriff von &#8216;Wert&#8217; übrigens auch nicht mehr allein fassen, das ergibt erstmal nur den &#8216;Preis&#8217;, und von dem wissen wir auch schon aus dem Alltag, dass er sowohl unter wie auch über dem &#8216;Wert&#8217; liegen kann.</p><p>Dominieren hingegen Konstruktionen wie eben gemeinsame Jagd oder gemeinsame Feldbestellung mit Verteilung nach irgendeinem Schlüssel, spielen diese Dinge überhaupt keine Rolle. Erst wenn wir mit unseren heutigen Begriffen und Kategorien auf eine solche Situation losgehen, werden wir vielleicht zu dem Schluss kommen, dass da evt jemand &#8216;betrogen&#8217; wurde. Wir hätten es ihm aber aller Wahrscheinlichkeit überhaupt nicht begreiflich machen können &#8211; er hätte uns womöglich irgendwas von &#8216;gottgewollt&#8217; erzählt, worüber wir nur wieder den Kopf schütteln würden. Erst im Feudalismus entwickelte sich mit zunehmendem Handel auch &#8216;der Markt&#8217;, von dem sinnvoll tatsächlich auch erst gesprochen werden kann, wenn man ihn von den einzelnen physischen &#8216;Tauschplätzen&#8217; abstrahieren kann.</p><p>Handel, und das hiess zunächst mal Überschüsse billig einkaufen, um sie andernorts teuer wieder zu verkaufen, war zunächst einmal nicht nur eine Randerscheinung, sondern interessanterweise auch eher &#8216;übel beleumundet&#8217;. Die Anfänge der &#8216;Marktwirtschaft&#8217; wurden noch als &#8216;organisierter Betrug&#8217; und eine Art &#8216;Schmarotzertum&#8217; empfunden. Neben &#8216;Wert&#8217; und (einem veränderten Begriff von) &#8216;Eigentum&#8217; (&#8216;patrimonium&#8217; vs &#8216;dominium&#8217;) bildete sich auch erst hier der heutige Begriff von &#8216;Kapital&#8217; als etwas, dessen (privater!) Einsatz ein &#8216;mehr davon&#8217; ergeben soll, heraus. In dem bei der gemeinsamen Feldbestellung eingesetzten Saatgut &#8216;Kapital&#8217; zu sehen, geht auch nur wieder mittels (unzulässiger) &#8216;Rückübertragung&#8217; heutiger Kategorien auf frühere bzw andere Verhältnisse. Auch der heutige Begriff der (wirtschaftlichen) &#8216;Konkurrenz&#8217; gehört dazu wie auch der Bgeriff der &#8216;Ware&#8217; spätestens in dem Moment, wo es nicht mehr um &#8216;Überschüsse&#8217; ging, sondern &#8216;der Markt&#8217; begann, auch die Produktion in dem Sinne zu beeinflussen, dass in erster Linie &#8216;für ihn&#8217; produziert wurde.</p><p>Historisch lässt sich also recht gut zeigen, dass &#8216;der Markt&#8217;, sobald er zum umfassenden bzw dominierenden Prinzip wurde, zumindest den Keim zum &#8216;Kapitalismus&#8217; schon in sich trug. Der Olle aus Trier hat dann versucht, das nicht nur historisch, sondern (man verzeihe den Ausdruck) auch &#8216;logisch-dialektisch&#8217; zu er- und begründen. Und übrigens auch, dass und wie der &#8216;Kapitalismus&#8217; auch schon das &#8216;Kasino&#8217; in sich trägt. Ich würde dieser &#8216;Gleichsetzung&#8217;:</p><p>&#8220;Leider muß ich aber feststellen, dass viele Kommentatoren ?Markt? und ?Marktwirtschaft? mit ?Kapitalismus? oder sogar ?Casino-/Manchesterkapitalismus? gleichsetzen.&#8221;</p><p>also &#8216;leider&#8217; so lange zustimmen, bis das jemand schlüssig widerlegt bzw eine &#8216;nicht kapitalistische Marktwirtschaft&#8217; aufzeigt. Also dass &#8216;Äquivalenten(!)tausch&#8217; mit den notwendig sich dabei herausbildenden Kategorien wie Wert, Ware, (Privat-) Eigentum (im &#8216;Gefolge&#8217; auch Staat, Recht und Politik) nicht auch genauso notwendig die des &#8216;Kapitals&#8217; nach sich zieht.</p><p>PS:</p><p>&#8220;Eine Verschwendung von Ressourcen wäre die Folge. Wenn ich keinen Nachteil für den Mehrverbrauch eines Produktes oder einer Dienstleistung erleiden müßte, gehe ich mit diesen Dingen auch nicht verantwortungsvoll um. Wenn Wasser beispielsweise kostenlos wäre, würde niemand einen defekten Verschluß reparieren oder reparieren lassen ? das Wasser würde zwar fortwährend durchlaufen, aber das wäre ja egal, da es nichts kostet.&#8221;</p><p>Also ich repariere tropfende Hähne schon allein weil sie mich stören und bevor ich ausgerechnet habe, wann sich die Dichtung amortisiert, und die zerstörende Kraft des Wassers sollte bei größeren Defekten auch nicht ganz unbeachtet bleiben. ;) Anderes Beispiel: wenn ab morgen Brötchen grundsätzlich kostenlos wären, würdest du jeden morgen statt der gewohnten drei oder vier hunderte in deine Höhle schleppen, nebst kiloweise Brot &#8211; und wenn nicht, warum? Und ich mag auch noch einmal darauf hinweisen, dass die &#8216;Allokation von Ressourcen&#8217; auf stofflicher Ebene oft genug lausig ist, gerade weil Wert-Äquivalente getauscht werden, der berühmte Yoghurt auf Geisterfahrt oder die Baumwollfaser, die zweimal den Erdball umrundet, bevor sie als Strumpf hier ankommt sind beredte Beispiele. Es geht dann eben immer in erster Linie um diese eine &#8216;Ressource&#8217;, von der man sagt, dass sie die Welt regiere, und alles &#8216;stoffliche&#8217;, inklusive der Bedürfnisbefriedigung, ist &#8216;nachrangig&#8217; bzw nur noch Mittel zum (sich auch zunehmend entwickelnden Selbst-) Zweck, dessen vorerst letzte Inkarnation dann eben das &#8216;Kasino&#8217; ist.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Samson</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20668</link> <dc:creator>Samson</dc:creator> <pubDate>Wed, 18 Jun 2008 20:00:29 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20668</guid> <description>@COPOKA
&lt;blockquote&gt;Du versuchst es, wie ich es nachvollziehen kann, auf ethischer Ebene zu betrachten.&lt;/blockquote&gt;Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Ich versuche nur zu zeigen, dass der an und für sich gegenüber der &lt;i&gt;Natur&lt;/i&gt; &#039;usurpative&#039; Anspruch, als Mensch wenigstens ein kleines bischen mehr als bloße Natur zu sein, in der &lt;i&gt;Praxis&lt;/i&gt; nicht mit dem zusammen passt, was die Menschen tun, um jenen Anspruch zu &#039;realisieren&#039;. Dass aber das, was sie wirklich tun, eben keineswegs zufällig immer wieder zu &lt;i&gt;gesellschaftlichen&lt;/i&gt; &#039;Kollapsen&#039; führt, sondern Gründe hat, die man bennen und insofern auch beseitigen kann, weil sie von den Menschen selber gemacht sind.
&lt;blockquote&gt;... historische Entwicklung ist kein determinierter Prozess, und gesellschaftliche Zukunft ist und bleibt unberechenbar. Ob sie auch indeterminiert ist, ist eine Ansichtssache - kommt auf die Definition und konzeptuelle Auslegung des Begriffes Determinismus.&lt;/blockquote&gt;Vermutlich kommt es eher auf die Definition des Begriffs von &lt;i&gt;Fortschritt&lt;/i&gt;, sonst ist es halt &lt;i&gt;Evolution&lt;/i&gt;, und deren Determinanten kennt in der Tat niemand wirklich. Allerdings impliziert der Begriff von Fortschritt m.E. Anfang und Ende von nicht erkennbarer Geschichte. Ohne solchen Begriff lässt zwischen Steinzeit und &#039;Moderne&#039; erst recht kein Unterschied macht, schon gar kein &#039;geschichtlicher&#039;. Dann braucht man sich übers Für und Wider oder gar &#039;Subjekte&#039;, die irgendwas machen sowenig zu unterhalten wie über &#039;Ethik&#039; (die m.E. selber wieder was &#039;historisches&#039; i.d.S. ist, dass sie &#039;evolutionär&#039; keineswegs notwendig ist).
&lt;blockquote&gt;Beruft man sich auf &#039;allgemein gültige&#039; Normen, so ist diese Basis viel zu abstrakt, um konstruktiv zu sein.&lt;/blockquote&gt;Da verstehst du nun wieder grundsätzlich was falsch, mir gehts keineswegs um &#039;Konstruktivität&#039;, sondern primär um Kritik. Das geht aber nur, wenn man das Allgemeine des kritisierten Gegenstands hat. Wenn du keinen &lt;i&gt;abtrakten&lt;/i&gt; Begriff von einem Baum hast, dann erst recht keinen von einem &lt;i&gt;konkreten&lt;/i&gt;, so ähnlich ist das auch mit den Menschen und den Kulturen. Wenn du keinen allgemeinen, also von allen Besonderheiten abstahierenden Begriff von Kultur hast, wie willst du dann zwischen Steinzeit und heute überhaupt unterscheiden, geschweige denn, was irgendwie anderes als diese oder jene &quot;wünschen&quot;?
&lt;blockquote&gt;Bei Wasserversorgung entstehen eben keine marktwirtschaftlichen Verhältnisse, weil die Verbraucher:
a) nicht darauf verzichten oder auf Bier ausweichen können, und
b) keine alternative Angebote oder gar Anbieter in Sicht haben.&lt;/blockquote&gt;Es ist schon Markt, weil es um Eigentum geht. Und der wirklich Grund, warum Markt nichts mit &#039;freien Willen&#039; aber alles mit Zwang zu tun hat, wird gerade an dem Beispiel deutlich. Das was die &quot;Verbraucher&quot; &lt;i&gt;notwendig&lt;/i&gt; brauchen, bekommen sie nicht anders, und sie bekommen es überhaupt nur, wenn sie das &lt;i&gt;formal&lt;/i&gt; Eigentümer des Wassers werden, dass sie &quot;verbrauchen&quot; wollen/müssen/sollen. es ist gerade die &lt;i&gt;Alternativlosigkeit&lt;/i&gt;, welche die Leute überhaupt dazu zwingt, dass was sie brauchen, auf dem Markt als Eigentum zu erwerben. Es ist nicht die Freiheit des Markts sondern der Zwang, dahin gehen zu müssen und um dazu überhaupt in der Lage zu sein, in Ermangelung anderer &quot;Tauschmittel&quot; sich selber als solches auf dem &quot;Arbeitsmarkt&quot; (der eigentlich ein Arbeits&lt;i&gt;kraft&lt;/i&gt;markt ist) feilzubieten.
Dass die Verhältnisse derart eingerichtet sind hat aber nun gerade nichts damit zu tun, dass Tauschen irgendwie schon bei den Steinzeitlern üblich gewesen wäre o.s.ä. Es lässt sich aber mit der Existenz von &lt;i&gt;Herrschaft&lt;/i&gt; begründen, die eben etwas anderes ist als die stets fragile Hirarchie in Wolfs- oder Löwenrudeln. Wenn man derlei Herrschaft aber nicht in Frage stellen will, dann braucht man auch nicht über Ethik oder Altruismus zu grübeln und Erwägungen über &quot;Knappheit&quot; von irgendwas erübrigen sich gleich ganz ;-)</description> <content:encoded><![CDATA[<p>@COPOKA</p><blockquote><p>Du versuchst es, wie ich es nachvollziehen kann, auf ethischer Ebene zu betrachten.</p></blockquote><p>Ganz so einfach ist es nun auch wieder nicht. Ich versuche nur zu zeigen, dass der an und für sich gegenüber der <i>Natur</i> &#8216;usurpative&#8217; Anspruch, als Mensch wenigstens ein kleines bischen mehr als bloße Natur zu sein, in der <i>Praxis</i> nicht mit dem zusammen passt, was die Menschen tun, um jenen Anspruch zu &#8216;realisieren&#8217;. Dass aber das, was sie wirklich tun, eben keineswegs zufällig immer wieder zu <i>gesellschaftlichen</i> &#8216;Kollapsen&#8217; führt, sondern Gründe hat, die man bennen und insofern auch beseitigen kann, weil sie von den Menschen selber gemacht sind.</p><blockquote><p>&#8230; historische Entwicklung ist kein determinierter Prozess, und gesellschaftliche Zukunft ist und bleibt unberechenbar. Ob sie auch indeterminiert ist, ist eine Ansichtssache &#8211; kommt auf die Definition und konzeptuelle Auslegung des Begriffes Determinismus.</p></blockquote><p>Vermutlich kommt es eher auf die Definition des Begriffs von <i>Fortschritt</i>, sonst ist es halt <i>Evolution</i>, und deren Determinanten kennt in der Tat niemand wirklich. Allerdings impliziert der Begriff von Fortschritt m.E. Anfang und Ende von nicht erkennbarer Geschichte. Ohne solchen Begriff lässt zwischen Steinzeit und &#8216;Moderne&#8217; erst recht kein Unterschied macht, schon gar kein &#8216;geschichtlicher&#8217;. Dann braucht man sich übers Für und Wider oder gar &#8216;Subjekte&#8217;, die irgendwas machen sowenig zu unterhalten wie über &#8216;Ethik&#8217; (die m.E. selber wieder was &#8216;historisches&#8217; i.d.S. ist, dass sie &#8216;evolutionär&#8217; keineswegs notwendig ist).</p><blockquote><p>Beruft man sich auf &#8216;allgemein gültige&#8217; Normen, so ist diese Basis viel zu abstrakt, um konstruktiv zu sein.</p></blockquote><p>Da verstehst du nun wieder grundsätzlich was falsch, mir gehts keineswegs um &#8216;Konstruktivität&#8217;, sondern primär um Kritik. Das geht aber nur, wenn man das Allgemeine des kritisierten Gegenstands hat. Wenn du keinen <i>abtrakten</i> Begriff von einem Baum hast, dann erst recht keinen von einem <i>konkreten</i>, so ähnlich ist das auch mit den Menschen und den Kulturen. Wenn du keinen allgemeinen, also von allen Besonderheiten abstahierenden Begriff von Kultur hast, wie willst du dann zwischen Steinzeit und heute überhaupt unterscheiden, geschweige denn, was irgendwie anderes als diese oder jene &#8220;wünschen&#8221;?</p><blockquote><p>Bei Wasserversorgung entstehen eben keine marktwirtschaftlichen Verhältnisse, weil die Verbraucher:<br
/> a) nicht darauf verzichten oder auf Bier ausweichen können, und<br
/> b) keine alternative Angebote oder gar Anbieter in Sicht haben.</p></blockquote><p>Es ist schon Markt, weil es um Eigentum geht. Und der wirklich Grund, warum Markt nichts mit &#8216;freien Willen&#8217; aber alles mit Zwang zu tun hat, wird gerade an dem Beispiel deutlich. Das was die &#8220;Verbraucher&#8221; <i>notwendig</i> brauchen, bekommen sie nicht anders, und sie bekommen es überhaupt nur, wenn sie das <i>formal</i> Eigentümer des Wassers werden, dass sie &#8220;verbrauchen&#8221; wollen/müssen/sollen. es ist gerade die <i>Alternativlosigkeit</i>, welche die Leute überhaupt dazu zwingt, dass was sie brauchen, auf dem Markt als Eigentum zu erwerben. Es ist nicht die Freiheit des Markts sondern der Zwang, dahin gehen zu müssen und um dazu überhaupt in der Lage zu sein, in Ermangelung anderer &#8220;Tauschmittel&#8221; sich selber als solches auf dem &#8220;Arbeitsmarkt&#8221; (der eigentlich ein Arbeits<i>kraft</i>markt ist) feilzubieten.</p><p>Dass die Verhältnisse derart eingerichtet sind hat aber nun gerade nichts damit zu tun, dass Tauschen irgendwie schon bei den Steinzeitlern üblich gewesen wäre o.s.ä. Es lässt sich aber mit der Existenz von <i>Herrschaft</i> begründen, die eben etwas anderes ist als die stets fragile Hirarchie in Wolfs- oder Löwenrudeln. Wenn man derlei Herrschaft aber nicht in Frage stellen will, dann braucht man auch nicht über Ethik oder Altruismus zu grübeln und Erwägungen über &#8220;Knappheit&#8221; von irgendwas erübrigen sich gleich ganz ;-)</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
