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  • Deutsch-Russische Spiegelbilder

    geschrieben am 04. Juli 2008 von Spiegelfechter

    Stereotype bestimmen unser Denken. Das Russlandbild der Deutschen und das Deutschlandbild der Russen sind von diesen Stereotypen bestimmt, die teilweise seit Jahrhunderten bestehen. Aber auch die aktuelle Medienberichterstattung hat einen großen Einfluss auf das jeweilige Bild des Anderen. Wie sieht das Russlandbild der Deutschen und wie das Deutschlandbild der Russen fast zwanzig Jahre nach der Beendigung des Kalten Krieges aus, wie tragen die Medien zu diesen Fremdansichten bei und wie lässt sich das Bild des Anderen verbessern, um zur Völkerverständigung und Partnerschaft beizutragen? Diese Fragen wurden Anfang der Woche auf den 10. Potsdamer Begegnungen gestellt, die alljährlich vom Deutsch-Russischen Forum ausgetragen werden.

    Das Russlandbild der Deutschen ist ambivalent. Einerseits sind alte Stereotype vom weiten, endlosen Land mit seinen kalten Wintern und den trinkfreudigen, genügsamen Russen immer noch in den Köpfen und werden durch zahlreiche undifferenzierte Reiseberichte im TV immer wieder aufgefrischt. Andererseits wird das Russlandbild auch von politischen Entwicklungen geprägt, wie dem Zweiten Weltkrieg, der deutschen Teilung, dem Kalten Krieg, der Transformationsphase nach der Auflösung der Sowjetunion und der neuerlichen Ereignisse in der Ära Putin.

    Das Russlandbild der Deutschen ist im Wesentlichen ein positives, wie Studien des Institutes für Demoskopie Allensbach herausfanden. Russland wird von 56% der Deutschen als eines der wichtigsten Länder der Erde gesehen und belegt dabei den dritten Platz hinter den USA und China. Dennoch sagt nur jeder fünfte Deutsche von sich, er habe ein ausgeprägtes Interesse an den Entwicklungen in Russland, während sich über die Hälfte als desinteressiert bezeichnet. Das Interesse an Russland nimmt mit dem Alter zu ? die Gruppe der unter 30-Jährigen interessiert sich kaum für Russland, was allerdings im allgemeinen Trend liegt, dass die jüngere Generation sich generell immer weniger für politische Themen interessiert. Die überwältigende Mehrheit der Deutschen bezeichnet die deutsch-russischen Beziehungen als positiv, zwei Drittel sind davon überzeugt, dass Deutschland und Russland dauerhaft gute Beziehungen haben werden und fast die Hälfte antwortet auf die Frage, mit welchem Land Deutschland möglichst eng zusammenarbeiten sollte mit ?Russland?. In einem ?Elitenpanel?, bei dem die Spitzen aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft befragt werden, antworteten sogar 99% der Befragten, sie hielten es für wichtig oder sehr wichtig, eng mit Russland zusammenzuarbeiten. Die Bevorzugung einer transatlantischen Ausrichtung, die häufig von Politik und Medien gefordert wird, trifft in der deutschen Bevölkerung auf wenig Zustimmung. Auf die Frage, ob Deutschland eher zu den USA oder zu Russland mehr Kontakte pflegen sollte, antworteten 23% mit ?USA?, 18% mit ?Russland? und 52%, man sollte mit beiden Ländern gleichermaßen Kontakt pflegen.

    Trotz dieses positiven Bildes über die Bedeutung der deutsch-russischen Beziehungen ist das Russlandbild selbst eher negativ. Nur 17% meinen, man könne sich auf Russland verlassen, wenn es ?darauf ankommt? und 51% sind vom Gegenteil überzeugt ? mit deutlich steigender Tendenz. Fragt man die Deutschen, woran sie bei ?Russland? denken, so antworten 65% mit ?berechnend?, 59% mit ?unsicher?, 55% mit ?Gefahr? und 53% mit ?Weltmacht?, während 62% an ?Aufbruch?, 44% an ?faszinierend? und 41% an ?Zukunft? denken ? nur 8% denken bei ?Russland? an ?Freiheit?. Mit Russland verbinden die Deutschen vor allem ?Mafia?, ?Korruption?, ?große Armut? und ?hohe Kriminalität?, erst dann kommen positive Assoziationen wie ?schöne Landschaft/Städte?, ?Kultur?, ?Wissenschaft? oder ?gute Sportler?. Das Russlandbild ist durch eine Kombination aus Faszination, Bewunderung, Skepsis und Furcht bestimmt und höchst ambivalent. Es deckt sich im weitesten Sinne mit der Art und Weise der Medienberichterstattung, die sich durch kitschige, mit Stereotypen überhäuften Reiseberichte und kritische bis überkritische Berichte über die politische Entwicklung ?auszeichnet?.

    Das Deutschlandbild der Russen ist wesentlich positiver, wie Studien des Moskauer Lewada-Zentrums herausfanden. Während drei Viertel aller Russen ein positives Bild von Deutschland haben, sagen nur 4% von sich, sie hätten ein negatives Deutschlandbild. Der Zweite Weltkrieg mit all seinen negativen Begleiterscheinungen ist in den Köpfen der Russen zwar noch präsent, er wird aber nicht mehr negativ auf das Bild des Deutschlands des Jahres 2008 übertragen ? nur 12% sehen die Schuld für historische Ereignisse ?kollektiv bei den Völkern?, während 74% denken, die Schuld liege bei den Regierenden und nicht bei den Völkern. Wie auch die Deutschen, sind die Russen weitestgehend desinteressiert an den jeweilig anderen Völkern. Nur 9% bekunden Sympathie und Interesse, während 82% ihren Standpunkt zu Deutschland als ?ruhig und ohne besondere Gefühle? beschreiben.

    Die Russen sehen den Staat Deutschland als Freund und Partner ? hinter Kasachstan und Belarus belegt Deutschland in dieser Kategorie mit 24% den dritten Platz, während es in der Kategorie ?Feind/Gegner? nur von 2% der Bevölkerung genannt wird. Hier belegen das Baltikum, die USA, die Ukraine und Polen die Spitzenplätze. Bei den zugeschriebenen Charaktereigenschaften verfallen auch die Russen in alte Stereotype ? Deutsche werden als ?kultiviert/wohlerzogen?, ?arbeitsam/fleißig?, ?rational? und ?selbstbewusst? gesehen, während die Russen sich selbst als ?offen/einfach?, ?gastfreundlich?, geduldig?, ?hilfsbereit? und ?friedliebend? sehen. Da nur wenige Russen schon einmal in Deutschland waren, verwundert die stereotype Sicht der Deutschen, die eher der Hochkultur als der Realität entspricht, wenig.

    Während sich alte Stereotypen lange in den Köpfen halten sind die neueren negativen Assoziationen im Russlandbild der Deutschen vor allem auf die Wahrnehmung Russlands über die Medien zurückzuführen. Dieses Thema war auch widerholt ein Streitpunkt auf den ?Potsdamer Begegnungen?, der sich grabenkriegsartig durch die Diskussion zog. Während die russische Seite, allem voran unter den wortgewaltigen Anklagen des russischen Journalisten und Intellektuellen Maksim Shevchenko, eine wenig objektive und negativ manipulierte Berichterstattung der westlichen Medien anklagte, verteidigten sich den anwesenden Vertreter der deutschen Print- und Rundfunkmedien mit dem Verweis, man könne über negative Entwicklungen nun einmal nicht positiv berichten. Eine Studie von Studenten des Freien Russisch-Deutschen Institutes für Publizistik der Lomonossov-Universität in Moskau, die die Berichterstattung deutscher ?Qualitätszeitungen? während der Ereignisse in Beslan untersuchte, konnte indes die Vorwürfe der russischen Seite bestätigen ? über 80% der Berichte wurden von den Journalistik-Studenten als nicht objektiv und tendenziös eingeordnet.

    Dieses tendenziöse Russlandbild deutscher ?Mainstreammedien? ist ja auch seit längerem Thema des ?Spiegelfechters? und vor allem das Internet und seine Kommunikations- und Publikationsformen stellen demgemäß auch ein Korrektiv zu dieser medialen ?Wirklichkeit? dar. Die Aussichten, dass sich aufgrund des Internets das Bild der Bevölkerung ändern könnte, sind indes mehr als vage. In einem Land, in dem ?Pisa-Studie? und wachsender ?TV-Konsum? mit einem allgemeinen Bildungsrückgang einhergehen, ist die steigende Nutzung der ?neuen Medien? eher ein Informationsgewinn der informierten und informationsdürstenden Teile der Gesellschaft, während sich die Masse der Diskussion entzieht. Für die etablierten Medien ist dies jedoch doppelt tragisch ? die Masse interessiert sich immer weniger für ihre Berichte und diejenigen, die sich interessieren, finden im Internet alternative Berichterstattung und kritische Kommentierungen zur Berichterstattung der etablierten Medien. Das Meinungsmonopol der etablierten Medien löst sich immer weiter auf und dies ist für die Eliten durchaus als Bedrohung zu verstehen. Das Internet entzieht sich jeglicher Kontrolle ? sowohl im positiven als auch im negativen. Weder die Eliten noch die etablierten Medien scheinen sich dieses Kontrollverlusts wirklich bewusst zu sein – ?Man solle das Internet nicht überbewerten ? in fünf Jahren gäbe es 3D-Fernsehen und dann spräche man kaum noch vom Internet?, so ließ es ein Konferenzteilnehmer das verblüffte Publikum wissen.

    Das politische Bild anderer Länder ist vor allem durch die Medien geprägt, das persönliche Bild von den Menschen anderer Länder ist jedoch eher durch persönliche Erfahrungen geprägt. Daher geht nichts über persönliche Kontakte, wenn man sich ein eigenes Bild von seinem Gegenüber machen will. In den deutsch-russischen Beziehungen stellt hier vor allem die Visafrage ein signifikantes Hindernis dar. Wer extra nach Moskau reisen muss, um sich ? mit ungewissem Ausgang ?eine Reiseerlaubnis nach Deutschland zu besorgen, der überlegt es sich zweimal, ob er das Land als Tourist bereisen will. Eine Änderung der Visavorschriften steht daher sowohl auf russischer als auch auf deutscher Seite ganz oben auf der Agenda. Wenn man ein Land einmal persönlich bereist hat, könnte auch das Interesse für dieses Land steigen und dieser Erfahrungs- und Wissensschatz ist die beste Impfung gegen negative Stereotype und tendenziöse Berichterstattung. Vor allem Jugendaustauschprogramme sollten daher ebenfalls ganz weit oben auf der Agenda stehen. So lautete neben einer Forderung nach besseren Kulturprogrammen dann auch das praktische Fazit der ?10. Potsdamer Begegnungen?.

    Jens Berger

    Bildnachweis (v.o.n.u.): Bild 1, 3 und 5 Deutsch-Russisches Forum e.V. (Photograph KD Busch), Bild 2 Stern, Bild 4 B.Z., Bild 6 Katalog der Ausstellung “Unsere Russen ? unsere Deutschen; Bilder vom anderen 1800 bis 2000″

    40 Kommentare Print This Post
    Stereotype bestimmen unser Denken. Das Russlandbild der Deutschen und das Deutschlandbild der Russen sind von diesen Stereotypen bestimmt, die teilweise seit Jahrhunderten bestehen. Aber auch die aktuelle Medienberichterstattung hat einen großen Einfluss auf das jeweilige Bild des Anderen. Wie sieht das Russlandbild der Deutschen und wie das Deutschlandbild der Russen fast zwanzig Jahre nach ...
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    1. Deutsch-Russische « Ansar News

    40 Kommentare:

    1. COPOKA schrieb am 4. Juli 2008 at 20:16 - Permalink

      Soso, in fünf Jahren sollte also ‘ne 3D-Glotze das Internet toppen
      :))
      Lustige Teilnehmer gab’s da auf der Konferenz.
      Ich hoffe jedoch, dass es keine vertane Zeit war – die Liste der Teilnehmer scheint vielversprechend zu sein.

      Das mit der Visafrage habe ich, ehrlich gesagt, nicht verstanden, wohin du hinaus wolltest.
      Als wir nach Russland müssten, haben wir uns in einem Reisebüro ganz unbürokratisch Touristenvisa für einen Monat in paar Tagen besorgt.

    2. noamik schrieb am 4. Juli 2008 at 21:53 - Permalink

      Vor allem, wenn man bedenkt, dass ausgerechnet 3D für das Internet keine Hürde darstellt. Im Wesentlichen mangelt es an Wiedergabegeräten …

    3. Mephane schrieb am 4. Juli 2008 at 22:15 - Permalink

      ?Man solle das Internet nicht überbewerten ? in fünf Jahren gäbe es 3D-Fernsehen und dann spräche man kaum noch vom Internet?

      Da hat jemand das Internet nicht verstanden. /facepalm

    4. Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2008 at 23:09 - Permalink

      @COPOKA

      Ne, es war sehr interessant und definitiv keine vergebene Zeit – mehr gerne per Mail ;-)

      -> Visa

      Das gilt für die russische Seite – als Russe muß man in der Moskauer Botschaft den Antrag ausfüllen und abgeben, bevor er erst mal geprüft wird. In Einzelfällen (Stichprobe) gibt es auch noch eine ausführliche Befragung. Der Autor Kabakov (Konferenzteilnehmer) hat aus diesem Grund z.B. mal einen Besuch auf der Frankfurter Buchmesse verpasst. Außerdem ist es für jemanden, der in Sibiren lebt, nicht eben einfach, mal kurz in Moskau bei der Botschaft vorbei zu fahren ;-)

    5. Spiegelfechter schrieb am 4. Juli 2008 at 23:11 - Permalink

      @Mepahne

      Da hat jemand das Internet nicht verstanden

      Ganz offensichtlich ;-)

      Leider ist dies aber für die “Eliten” sympthomatisch

    6. Zernichter schrieb am 4. Juli 2008 at 23:17 - Permalink

      Das Internet entzieht sich jeglicher Kontrolle ? sowohl im positiven als auch im negativen. Weder die Eliten noch die etablierten Medien scheinen sich dieses Kontrollverlusts wirklich bewusst zu sein – ?Man solle das Internet nicht überbewerten ? in fünf Jahren gäbe es 3D-Fernsehen und dann spräche man kaum noch vom Internet?, so ließ es ein Konferenzteilnehmer das verblüffte Publikum wissen.

      Mag ja sein, dass es verwirrte Geister gibt, die an die Rettung eines mit Mangeln behafteten Mediums glauben (3D-Fernsehen). Aber Untätigkeit der Eliten um das ‘Problem der interessierten und aufmüpfigen Internetnutzer’ zu begegnen kann ich absolut nicht sehen. Ob nun der Anstoß zur ‘Problemkontrolle’ von der Polit-Elite oder – wie in den letzten Tagen – von den Machtzirkeln der Inkontinenz-Mafia kommt: Sie arbeiten hart an ihren Zielen. Stichwort Telekom-Paket.

    7. COPOKA schrieb am 4. Juli 2008 at 23:38 - Permalink

      Ne, es war sehr interessant und definitiv keine vergebene Zeit …

      Bin gespannt :)

      Das gilt für die russische Seite – als Russe muß man in der Moskauer Botschaft den Antrag ausfüllen und abgeben, bevor er erst mal geprüft wird. In Einzelfällen (Stichprobe) gibt es auch noch eine ausführliche Befragung. …

      Oh ja!!!
      Meine Frau hat einmal eine Freundin und vor kurzem ihre Mutter eingeladen – die haben uns einiges berichtet.
      Auch in De wurde meine Frau nicht g’rade taktvoll und unbürokratisch behandelt, sodass ich mir einen Tag Urlaub nehmen musste um die Gelegenheiten zu klären.

      Außerdem ist es für jemanden, der in Sibiren lebt, nicht eben einfach, mal kurz in Moskau bei der Botschaft vorbei zu fahren ;-)

      Na ja, in Sibirien gibt’s zwar in paar großen Städten Konsulaten, aber man muss halt persönlich hin und einiges über sich ergehen lassen bevor man Visa kriegt.

      Apropos Russlandbild in westlichen Medien.
      Da erinnere ich mich an eine russische Untersuchung – Russophobie-Rating westlicher Medien (leider ohne deutsche): http://www.e-generator.ru/news/index.php?news_id=8255
      Die Tabelle am Ende ist auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

    8. COPOKA schrieb am 5. Juli 2008 at 00:01 - Permalink

      @Zernichter, #6

      … Stichwort Telekom-Paket.

      Ohje, es gibt Neuigkeiten aus EU-Gruselkabinett. Fein!
      Zunächst dachte ich, es gehe um t-online-Pornofilmchen.

    9. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 00:08 - Permalink

      @COPOKA

      Da erinnere ich mich an eine russische Untersuchung – Russophobie-Rating westlicher Medien (leider ohne deutsche): e-generato…
      Die Tabelle am Ende ist auch ohne Russischkenntnisse verständlich.

      Aufschlussreich – leider ohne die Verdächtigen WELT und FOCUS, die sich idT selbst in Russophobie übertreffen. Verstörend finde ich in diesem Zusammenhang das Selbstbild der deutschen Medienvertreter, die wirklich davon überzeugt sind, neutral und objektiv zu berichten. Ich führe dies mal auf einen hohes Maß an “Betriebsblindheit” zurück.

    10. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 00:11 - Permalink

      @Zernichter

      Auch ich finde diese Pläne und Tendenzen natürlich schlimm und gefährlich – aber eine signifikante Bedrohung für das “Medium Internet” stellen sie mE nicht dar. Das könnte nur über eine Abschaffung des GG realisiert werden … und davon sind wir zum Glück noch weit entfernt.

    11. Zernichter schrieb am 5. Juli 2008 at 01:22 - Permalink

      @COPOKA, @Spiegelfechter

      Ja, klingt wie das kleine nette Päckchen des an der Tür klingelnden Telekomikers ‘mit alles drin. Auch scharf’ ;-). Und so ist auch. Es geht um nichts weniger als die Abschaffung der Netzneutralität durch eine Zwangseinführung von ‘deep paket inspection’ beim Provider, um letztlich Zensur des Internetz zu betreiben. Und alles nur möglich aufgrund konzertiertem und zeitlich punktgenauem Hinterzimmerlobbyimus der Kondens-Mafia. Erst sind es nur die Sachen von Walt, später dann die Bildkollagen vom Spiegelfechter wegen angeblich zu niedriger Schöpfungshöhe. Abgesehen davon kommt dieser Vorstoß dem in .de größten Netzbetreiber wohl auch sehr gelegen, denn dieses ist die zu nehmende Hürde für vielversprechende neue Geschäftsmodelle z.B. Bandbreitenmanagement abhängig vom Inhalt. Oder im Marketing-Geblubber würde man das dann wohl Precesu (premium content for solvent users) nennen ;-).

    12. COPOKA schrieb am 5. Juli 2008 at 01:48 - Permalink

      @Zernichter

      > … Es geht um nichts weniger als die Abschaffung der Netzneutralität …
      Ja, hab’ mich schon informiert – Danke für den Hinweis.

      In Hinsicht auf Internet würde ich deswegen nicht in Alarmstimmung verfallen. Aber die feuchten Träume der Kondens-Mafia sind idT widerlich und führen uns noch einmal deutlich vor Augen, was die EU auf keinen Fall sein dürfte.

    13. Zernichter schrieb am 5. Juli 2008 at 02:16 - Permalink

      @COPOKA

      In Hinsicht auf Internet würde ich deswegen nicht in Alarmstimmung verfallen.

      Das ist ein Großangriff auf die Freiheit der Internetnutzung, da bewundere ich deine Gelassenheit :-). Ich schätze, die muss ich mir noch erkämpfen. Wenn ich so die Entwicklungen der letzten Jahre überblicke, sehe ich da für mich wenig Entspannung :-).
      Wie erreiche ich Abhilfe? Durch Yoga? :-)

    14. COPOKA schrieb am 5. Juli 2008 at 02:46 - Permalink

      @Zernichter

      Das ist ein Großangriff auf die Freiheit der Internetnutzung, …

      Ach weißt du, ginge es nach Vorstellungen der Möchtegernstaatslenker, wären wir schon längst versklavt und alle Arbeitsunwilligen nach Soylent Green verarbeitet.

      Gelassenheit :-). Ich schätze, die muss ich mir noch erkämpfen. …

      Hab Geduld, das kommt mit gewissem Alter von selbst ;)

      Wie erreiche ich Abhilfe? Durch Yoga? :-)

      Ich bevorzuge klassische Musik.
      Lässt sich im Gegenteil zu Yoga wunderbar mit allerlei sinnvollen Tätigkeiten kombinieren.

      Gut’s Nächtle.

    15. Schwitzig schrieb am 5. Juli 2008 at 05:51 - Permalink

      @SF

      @Zernichter

      Auch ich finde diese Pläne und Tendenzen natürlich schlimm und gefährlich – aber eine signifikante Bedrohung für das ?Medium Internet? stellen sie mE nicht dar. Das könnte nur über eine Abschaffung des GG realisiert werden ? und davon sind wir zum Glück noch weit entfernt.

      Das setzt natürlich voraus, dass irgendjemand das GG beachtet …

      http://www.heise.de/newsticker/Bayerischer-Landtag-setzt-den-Bayerntrojaner-frei–/meldung/110426

      Wenn ich mir das hier so durchlese, kann ich nur wenig Beachtung des GGs finden.

      Mit Telcom-Paket ist doch das hier gemeint:
      http://www.heise.de/newsticker/Europaweite-Kampagne-gegen-Ueberwachungsplaene-im-EU-Telecom-Paket–/meldung/110350

      Mit Gesetzespamphleten wie dem BKA-Gesetz in Bayern ist das DIE Isolationsstrategie.

      Zu den Russen: Beruflich habe ich oft Kontakt zu Russen und zumindest eine Affinität zu Wodka im Kaffee kann ich bestätigen :-). Aber ich habe z.B. noch nie einen Russen mit Fellmütze und besoffen torkelnd gesehen, was natürlich auch an der Selektion liegen kann, dass ich nur Russen aus bestimmten Gesellschaftsschichten kennenlerne. Generell benehmen sich Finnen schlechter :-). Ausserdem bin ich vorsichtig damit geworden, Besucher in Gruppen nach ihrem Auftreten in einem fremden Land zu beurteilen, denn man darf dabei nicht die Gruppendynamik vergessen und sollte bedenken, dass auch für Besucher der Besuch in der Regel ein besonderes Erlebnis ist und sie sich dementsprechend untypisch verhalten. Sonst könnte man auch extrapolieren, dass der typische Mallorca-Deutsche DER Archetyp des Deutschen ist (bitte nicht :-).
      Bedenkenswert fand ich, dass Russland in der Jezin-Ära – also in einer Phase, in der Jelzin das Land verarmt und ruiniert hat – von den deutschen Medien deutlich positiver dargestellt wurde, als das seit Putin der Fall ist. Fakt ist, dass es wirtschaftlich seit Putin aufwärts geht; vielen auch in der breiten Bevölkerung geht es besser als zuvor und man mag von Putin halten was man will – für das Land war er ein guter Einfluss, zumindest wenn man sich die Arbeit seines Vorgängers ansieht. Wenn also Medien ein verzerrtes Bild zeichnen, hat das in meinen Augen einen Grund, denn auch Journalisten sind nicht gegen politisch dirigierte Propaganda gefeit.
      Alleine schon die verzerrte Darstellung von Kasparow als “Freiheitskämpfer” und der empörte Aufschrei “des Westens” nach der Inhaftierung dieses Öl-Oligarchen, hat mich schon aufhören lassen und zu der Annahme geführt, dass es wieder großangelegte Spin-Aktionen gibt.
      Generell glaube ich schon an Metalitätsunterschiede, aber nicht an grundsätzlichen Wesensunterschieden bei Menschen. Das “böse” und das “gute” Land gibt es in meiner Welt nicht, wenn schon, dann höchstens schlechte und gute Repräsentanten.

    16. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 10:56 - Permalink

      @Schwitzig

      Bedenkenswert fand ich, dass Russland in der Jezin-Ära – also in einer Phase, in der Jelzin das Land verarmt und ruiniert hat – von den deutschen Medien deutlich positiver dargestellt wurde, als das seit Putin der Fall ist.

      Ganz richtig – die negativen Entwicklungen (Armut/Mafia/Oligarchen) fanden unter Jelzin zu ihrem Höhepunkt und Putin konnte (teils allerdings mit wenig Erfolg) sie zumindest eindämmen. Man sollte auch nie vergessen, dass Jelzin im außen- und militärpolitischen Sektor sicher kein Freund des Westens war. Die Bedrohung für den Frieden war unter Jelzin um einiges größer, als heute. Auch war die Stabilität des Landes wesentlich geringer, was auch eine Gefahr darstellt.

      Jelzin wurde vom Westen an dem Tag zum Star, als er (im metaphorischen Sinn) sich als Präsident der Russischen Föderation mit blanker Brust vor die Panzer der Putschisten stellte und so zu einem recht schnellen Ende des Putsches beitrug. Außerdem erfüllte er (massig, alkoholaffin, tiefe, sonore Stimme) natürlich ganz die Klischees des Russen. Putin wirkt indes verschlagen, listig, ruhig und sehr rational – damit kann der Westen seltsamerweise nicht umgehen.

      Die Unterschiedliche Einstellung zur “freien Marktwirtschaft” ist natürlich auch ein Punkt, aber mE nur einer unter vielen. Man sollte nie vergessen – Jelzin hat die Reichtümer des Landes an die Oligarchen verschenkt, aber direkt konnte der Westen auch unter Jelzin sich keine Filetstücke aneignen.

      Fakt ist, dass es wirtschaftlich seit Putin aufwärts geht; vielen auch in der breiten Bevölkerung geht es besser als zuvor und man mag von Putin halten was man will – für das Land war er ein guter Einfluss, zumindest wenn man sich die Arbeit seines Vorgängers ansieht.

      D´accord. Natürlich kann (und muß) man auch viele Dinge an Putin kritisieren – in toto fällt das Resumé aber positiv aus; zumindest wenn man die Auswirkungen der Politik auf die russische Bevölkerung als Maßstab nimmt.

      Wenn also Medien ein verzerrtes Bild zeichnen, hat das in meinen Augen einen Grund, denn auch Journalisten sind nicht gegen politisch dirigierte Propaganda gefeit.

      Hier habe ich einen anderen Eindruck. Schaut man sich die tatsächlich geäußerten Zitate der Politik an, so fallen sie keinesfalls sooo negativ aus, wie gerne berichtet wird. Merkel und der Transatlantikerflügel der CDU sind sicher keine begeisterten Russlandfreunde, sie sind aber auch nur eine Stimme unter vielen und die Aussenpolitik wird auch nicht im Kanzleramt gemacht.

      “Die Medien” preschen mit ihrem Argwohn und ihrer Russophobie an der Politik vorbei und ich denke, es ist eher der Fall, dass sich einige Politiker bei den Medien anbiedern wollen, wenn sie auf diesen Zug aufspringen und nicht umgekehrt.

      Alleine schon die verzerrte Darstellung von Kasparow als ?Freiheitskämpfer? und der empörte Aufschrei ?des Westens? nach der Inhaftierung dieses Öl-Oligarchen, hat mich schon aufhören lassen und zu der Annahme geführt, dass es wieder großangelegte Spin-Aktionen gibt.

      Ja natürlich – die Fälle Litwinenko, Politovskaja und Beslan passen auch in dieses Bild.

      Generell glaube ich schon an Metalitätsunterschiede, aber nicht an grundsätzlichen Wesensunterschieden bei Menschen. Das ?böse? und das ?gute? Land gibt es in meiner Welt nicht, wenn schon, dann höchstens schlechte und gute Repräsentanten.

      Na, dann bist Du ja doch ein Humanist … Willkommen im Klub ;-)

    17. Der Unbequeme schrieb am 5. Juli 2008 at 11:46 - Permalink

      Hallo,

      danke für diesen Beitrag. Meiner Meinung nach stehen die außenpolitischen Vorstellungen und die Meinungen der Bevölkerungsmehrheit der Deutschen zur strategischen Ausrichtung ihres Landes in einem deutlichen Gegensatz zu den vorherrschenden Stimmungen in Politik und Medien (so viel zur Demokratie in Deutschland). Das Stichwort Transatlantismus ist in der offiziellen Sphäre eine derart heilige Kuh, dass man sich fragen muss, welche unsichtbaren Mechanismen dies überhaupt so aufrechthalten. Die Divergenz der offiziell-medialen und der öffentlichen Meinung ist mittlerweile so groß (auch unter Berücksichtigung der Tatsache, dass die offiziell-mediale Meinung zu einem gewissen Teil die öffentliche beeinflusst), dass sich Deutschland vom Grundprinzip her in eine Reihe mit offen manipulierten und schwachen Staaten wie Tschechien, Polen und die Ukraine stellen ließe.

    18. Lau Dan schrieb am 5. Juli 2008 at 11:52 - Permalink

      um das OT (sorry) nochmal aufzunehemen, ich seh das ähnlich wie der Zernichter, es fällt ja auch auf in dem Thread hier, dass die eher entspannten sich mit dem Thema noch gar nicht gross beschäftigt hatten – deswegen denke ich, die Anekdote vom 3D Fernsehen beruht nur auf einem kleinen, eher unwichtigen Missverständniss :

      in 5 Jahren ist das Internet eine Art Superkabelfernsehshop ( u. ja, man kann da auch 3D und andre dolle Dinger )

      Links zum Thema :

      Österreichischer Rundfunk : EU-Pläne bedrohen das freie Internet

      G8 ACTA (Anti-Counterfeiting Trade Agreement)

      RIAA Suggestions for content of ACTA

      in der Schweiz sind zumindest Teile von ACTA ( “Produktfälschungen” betreffend ) seit letzter Woche in Kraft ( “Produktfälschungen” können bekanntlich – besonders lukrativ – auch digital sein ) – wir sprechen also über einen Zug der bereits abgefahren ist, nächste Stationen G8, EU

      zum Folgendem hab ich keine Links, ist also Spekulation :

      ausserdem wird das Copyright entsprechend geändert werden, Copyrightschutz wird es nur noch gegen gebührenpflichtige Registrierung bei Privatorganisationen geben ( um “User Generated Content” noch besser u wasserdicht ausschlachten zu können als heute )

      um Copyrights ( auch von Text ) automatisch klären zu können, muss nicht nur das Internet und Datenträger kontrolliert werden können, sondern sinnvollerweise enthält jedes egal wie erstelltes File ein entsprechendes Tag / Fingerprint /erweitertes DRMS, das
      den Urheber und jeden Bearbeitugsschritt dokumentiert, für jedwedes Dokument

      Softwarehersteller ( dazu gehört zB auch WordPress ) werden haftbar wenn sie die unversehrtheit des erweiterten DRMS nicht unterstützen

      natürlich liesse sich ein solches erweitertes DRMS jederzeit privat umgehen oder manipulieren, nur stellt halt der Besitz von entsprechenden Tools einen schweren Straftatbestand da

      aus der Luft gegriffen ? – es geht zum einen um hunderte Millarden Umsatz, zum anderen um totale Bürger-, Nachrichten- u Informationskontrolle, einer solchen Interessenlage kann sich mMn nichts und niemand entgegenstellen

      von solchen Konzepten haben mir übrigens schon Leute zu Dotcomzeiten regelrecht vorgeschwärmt – damals fehlten aber noch ein paar technische u politische Voraussetzungen

      ins Bild passend, im Grunde nur ein kleines Gerangel im Zug um die besten Plätze :
      Google muss YouTube-Logfiles an Viacom herausgeben

      – soviel von mir zum Thema Russland ;)
      wenn sie es dort “mit der Demokratie ernst meinen”^^ werden sie sich dieser Entwicklung ebenfalls nicht verschliessen können, auch wenn RU evtl andere Interessen hat

    19. Malte schrieb am 5. Juli 2008 at 12:13 - Permalink

      wie hat es der SF eigentlich auf diese veranstaltung geschafft? blogger von russischer seite aus waren offenbar nicht dabei. schade, dass dann letztlich ein eher quantitativ-statistischer text dabei heraus gekommen ist; dafür hätte man evtl. nicht hinfahren müssen. die persönlichen marotten der anwesenden hätten mich mehr interessiert.

    20. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 12:37 - Permalink

      @Malte

      blogger von russischer seite aus waren offenbar nicht dabei.

      Der Macher von inosmi.ru war von russischer Seite da – dies ist eine Seite, die interessante Artikel aus der Weltpresse ins Russische übersetzt, die dann von der Community diskutiert werden. Der Gute hat 500.000 Besucher im Monat – das ist schon viel. Es ist auch nicht einfach, Blogger zu finden. Viele verschließen sich der verbalen Diskussion; so ist das halt bei “Nerds” ;-)

      schade, dass dann letztlich ein eher quantitativ-statistischer text dabei heraus gekommen ist; dafür hätte man evtl. nicht hinfahren müssen.

      Zum einen wird das sicher nicht der letzte Text dazu bleiben, zum anderen, ist wesentlich entscheidender, was man für sich von der ganzen Sache mitgenommen hat – und dazu gehören auch die informellen Gespräche hinter den Kulissen. Und sei Dir sicher, da gab es einiges, was in spätere Artikel einfließen wird. Der Qualität der zukünftigen Artikel hat das Alles sicher nicht geschadet ;-)

      die persönlichen marotten der anwesenden hätten mich mehr interessiert.

      Nun ja – damit wäre dann ja wieder das typische Klischee der Blogosphäre seitens der “Holzmedien” erfüllt, die Bloggern nicht zutrauen, sich ernsthaft mit anspruchsvollen Themen auseinander zu setzen und das Medium eher in die U- als in die E-Schiene packen wollen ;-)

    21. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 12:40 - Permalink

      @17 Der Unbequeme

      Diesen Eindruck habe ich idT auch – und dies trifft ja nicht nur auf die Russlandberichterstattung zu. Themen wie Sozialpolitik oder Wirtschaftspolitik fallen ebenso in dieses Schema. Andere Themen (z.B. Terrorismus oder Klimawandel) werden erst von den Medien geschaffen und dann von der Politik ausgenutzt, um von den wirklichen Problemen abzulenken.

    22. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 13:29 - Permalink

      @Lau Dan

      Verstehe mich da bitte bloß nicht falsch – ich habe ebenfalls schwere Bedenken, was die Thematik angeht. Aber ich würde das nicht so schwarz malen. Ich bin der Meinung, dass das Internet (als Oberbegriff) viel zu chaotisch ist, um es überhaipt dirigistisch kontrollieren zu können. Dennoch sehe ich in der Copyrightfrage ebenfalls die größte Bedrohung. Aber …

      - Copyright betrifft nur Inhalte, die vom Verfasser geschützt werden wollen. Ich habe meine Inhalte z.B. mit einer CC-Lizenz versehen, erlaube also ausdrücklich die Weiterverwendung in einem nicht-kommerziellen Rahmen. Und damit liege ich ja absolut im Trend, wenn es um Blogs, Foren etc. pp. geht. Wenn die kommerziellen Content-Lieferanten auch bei schärferen Gesetzen auf die rigide Umsetzung ihrer Urheberrechte drücken, wird das Netz noch mehr auf alternative Inhalte ausweichen. Damit schneiden sich die etablierten Medien nur ins eigene Fleisch, da sie noch mehr an Bedeutung verlieren werden.

      - DRM ist nur durch neue Standards umsetzbar. Warum sollte man diese Standards nutzen? Meine Musiksammlung besteht ausschliesslich aus DRM-freien MP3s und Neuzugänge sind ebenfalls DRM-frei. Warum sollte ich auf ein neues Format umsteigen, von dem ich nur Nachteile habe? Dies gilt für etliche andere Beispiele in gleicher Form. Wenn DRM von der Masse weder akzeptiert, noch adaptiert wird, verliert es auch an Bedeutung. Besonders textliche, visuelle und akustische Inhalte lassen sich nun einmal schlecht per Dekret in “neue” Formate zwängen, wenn die alten Formate weiterleben. Und einen Verbot der alten Formateoblem kann ich mir nicht vorstellen.

      - Wenn Kommuniktionssoftware á la WordPress DRM-fähig gemacht wird und dem Nutzer dadurch Nachteile entstehen, ist dies das Ende dieser Software. Dann gibt es halt eine OS Lösung, die WordPress ablöst – ich sehe da kein großes Problem. Mit dem Ende von Napster feierten die Medien ja bereits das Ende “illegaler” Musik im Netz … was für ein kurzsichtiges Zwischenfazit ;-)

      - Die Gedanken sind frei und das Netz ist die Plattform, freie Gedanken zu kommunizieren. Eine Kontrolle ist hier undenkbar. Allen Ansätzen der Politik zum Trotz. Pandoras Büchse ist offen und der Geist ist allgegenwertig – man kann ihn nicht mehr zurück in die Büchse verbannen.

    23. Lex schrieb am 5. Juli 2008 at 14:14 - Permalink

      @ Der Unbequeme: Wann kommt eigentlich mal ein neuer Eintrag in deinem Blog? Da fehlt ja noch Teil 2 und 3 der Bilanz ;)

      mfg

    24. Der Unbequeme schrieb am 5. Juli 2008 at 14:52 - Permalink

      @ Lex

      Habe zur Zeit leider privat viel zu tun (neue Arbeitsstelle, Umzug, kein regelmäßiger Internetzugang), so dass mein Blog darunter etwas leiden muss. Ich versuche, ihn bald wieder zu reaktivieren.

      Viele Grüsse

    25. Spiegelfechter schrieb am 5. Juli 2008 at 14:56 - Permalink

      @Der Unbequeme

      Ich versuche, ihn bald wieder zu reaktivieren.

      Das wäre fein ;-)

      Keep on bloggin´

    26. COPOKA schrieb am 6. Juli 2008 at 00:38 - Permalink

      @Schwitzig

      Zu den Russen: Beruflich habe ich oft Kontakt zu Russen und zumindest eine Affinität zu Wodka im Kaffee kann ich bestätigen :-)

      Brrr, das ist doch absolut ekelhaftes Zeug!
      M.W. wird in Russland gerne schwarzer Kaffee mit Cognac getrunken, so wie Tee mit Rum – so paar Teelöffel auf eineTasse. Das tue ich ab und zu auch mal gerne – lecker! :))
      Einmal in meinem Leben habe ich Kaffee mit Wodka probiert – es war schlicht kein Cognac zur Hand. Das tue ich nie wieder! :D

      Zum Telekom-Paket – im Westen nix neues!
      Das ist bei weitem nicht der erste Anlauf in der Richtung und das darf selbstverständlich nicht ignoriert werden.
      Aber es wird nicht so heiß gegessen, wie die Lobbyisten es gerne möchten.
      Dafür gibt’s sehr viele sowohl politischen a.a. technischen Gründe.
      Näher will ich das jetzt und hier nicht diskutieren.

    27. COPOKA schrieb am 6. Juli 2008 at 00:39 - Permalink

      @Malte, #19

      In Russland ist Bloggen so wie hier ziemlich unpopulär und so gut wie unbekannt. Was jedoch in Russland sehr populär ist, ist livejournal.com
      Da treten wirklich sehr viele und durchaus aktiv auf, darunter viele prominente Politiker, Journalisten und einfach engagierte Menschen.
      Livejournal.com ist russische Blogosphäre schlechthin.

    28. COPOKA schrieb am 9. Juli 2008 at 00:01 - Permalink

      @Zernichter, #13 Ergänzung
      http://www.heise.de/newsticker/EU-Internetkontrolle-Ein-reiner-Schutz-grosser-Unterhaltungskonzerne-ist-verhindert-worden–/meldung/110588
      Aber die Hartnäckigkeit, mit der die Lobbyisten ihre Interessen durchboxen, ist schlicht verblüffend.

      Apropos Lobbyisten.
      Laut http://www.heise.de/newsticker/Grossbritannien-Big-Brother-kostet-20-Milliarden-Pfund–/meldung/110581
      ist britischen “Terrorbekämpfer” gelungen, jedem Briten von Säugling bis zum Greis knapp 500 ? aus der Tasche zu ziehen. Rechnet man das auf die Steuerzahler um, so sind es wesentlich mehr als 1000,-? pro Steuerzahler. Ein wirklich gelungener Clou der Raubritter!
      Im Vergleich zu denen sieht unser Otto wie ein lausiger Taschendieb aus.

    29. Lau Dan schrieb am 9. Juli 2008 at 11:55 - Permalink

      um Heise news zu verlinken, muss man den Titel in der URL aus dem Pfad löschen, so : http://www.heise.de/newsticker/meldung/110588

      das als Erfolg zu betrachten ist aber wenn ich das richtig verstehe reine Augenwischerei, aus der vorangehenden Meldung, unten im Artikel http://www.heise.de/newsticker/meldung/110583 :

      “Gleichwohl wird mit ihm dennoch die Formulierung “gesetzeskonforme Inhalte” in das Telekommunikationspaket eingeführt. Diese Formulierung verankert einen urheberrechtlichen Regelungskomplex im Gesetzespaket. Mitgliedsstaaten können daran weitere Regelungen anknüpfen”

      dh die Richtlinie ist nicht mehr ganz so verbos rigoros, die Richtung bleibt, Details dürfen die Mitgliedsländer jetzt halt selbst formulieren, in DE ( wie auch F u GB ) wird sich da wohl kaum was ändern –
      ein Erfolg wäre gewesen wenn sich die Erkenntnis durchgestzt hätte dass es des “Pakets” überhaupt nicht bedarf, ein reines Scheingefecht dass da wieder abläuft

    30. Corwin schrieb am 11. Juli 2008 at 13:31 - Permalink

      Da nur 4% der Russen bereits im Ausland waren…

      Wo kommt diese Quatsch her? :)

    31. COPOKA schrieb am 11. Juli 2008 at 16:31 - Permalink

      @Corwin

      > Wo kommt dieser Quatsch her? :)

      Hmm, ich bin zwar auch kurz über die Zahl gestolpert, wusste aber auch nicht besser.
      Schliesst man s.g. “??????? ?????????” aus, so erscheint für mich die Zahl durchaus plausibel.
      Hast du Statistiken dazu?

    32. COPOKA schrieb am 11. Juli 2008 at 16:43 - Permalink

      @Lau Dan

      um Heise news zu verlinken, muss man den Titel in der URL aus dem Pfad löschen, so : heise.de/n…

      Danke für den Tipp. Hab schon mal “%E2%80%93″ am Tilelende durch “–” ersetzt, dann aber wieder vergessen ;)

      das als Erfolg zu betrachten …

      So war es nicht gemeint, zumindest von mir.
      Dass die Lobbyisten immer “va bank” spielen und letztes Endes sich mit erreichtem zufrieden geben, ist hinlänglich bekannt. Leider haben sie bei solchen Gebaren nichts zu verlieren und können es sich leisten. Genau wie all die Kommisaren & Co.

    33. Spiegelfechter schrieb am 13. Juli 2008 at 16:41 - Permalink

      @Corwin und COPOKA

      Da nur 4% der Russen bereits im Ausland waren?

      Wo kommt diese Quatsch her? :)

      Quelle für diese Zahl ist das Levada-Institut und es geht nur um private oder geschäftliche Aufenthalte – also keine Militärpräsenz.

    34. COPOKA schrieb am 13. Juli 2008 at 17:35 - Permalink

      … es geht nur um private oder geschäftliche Aufenthalte – also keine Militärpräsenz.

      Auf das letztere bin ich erst gar nicht gekommen :D
      ——————
      Mein Glückwunsch zur Auszeichnung.

      Schönes WE,
      C.

    35. Spiegelfechter schrieb am 13. Juli 2008 at 17:55 - Permalink

      @COPOKA

      Mein Glückwunsch zur Auszeichnung.

      Es ist ja “nur” eine Nominierung ;-)

      Schönes WE,

      Dir auch … zumindest was davon noch übrig bleibt.

    36. Corwin schrieb am 15. Juli 2008 at 10:39 - Permalink

      Jungs, das mit 4 % kann nicht sein :). Mit Levada ist vermutlich eine “Lost in Translation” passiert. oder die Zahl ist zu alt. Oder nur für 1 Jahr.

      Laut ????? (Stand Anfang 2007) war 1 Viertel aller Russen im Ausland. Je 4-5% waren dabei in der Ukraine, Türkei und Egypten. Ukraine ist übrigens das einzige ex-UdSSR Land, was von Russen immer wieder besucht wird.

      http://wciom.ru/novosti/press-vypuski/press-vypusk/single/8059.html

      Im Jahr 2007 (http://www.lenta.ru/news/2008/03/14/tour/) haben 9,36 Mio Russen ihr Urlaub im Ausland verbracht. 1,25 Mio davon waren in Egypten, 1,92 Mio – in der Türkei. Das sind, wie gesagt, nur die Urlauber. Au-Pairs, Praktikanten, Diplomanden, Gastarbeiter, Studenten, Wissenschaftler etc, die im Ausland arbeiten, nicht mitgerechnet. Ansonsten fährt mal nach Baden-Baden. Nur dort findet man schon 4% der Russen ;).

    37. COPOKA schrieb am 18. Juli 2008 at 18:29 - Permalink

      @SF, #35

      …
      Es ist ja ?nur? eine Nominierung ;-)

      Aber jetzt :)
      Herzlichen Glückwunsch zum Gold!

      ——————————–
      Corwin hat ja recht, nicht 4% sondern ca. 1/4.

      Schönes WE,
      C.

    38. Spiegelfechter schrieb am 18. Juli 2008 at 19:31 - Permalink

      @COPOKA

      Aber jetzt :)
      Herzlichen Glückwunsch zum Gold!

      Danke ;-)

      Corwin hat ja recht, nicht 4% sondern ca. 1/4.

      Das befürchte ich auch … ich werde den Text mal abändern.

      Schönes WE,

      Dir auch!

    39. Me schrieb am 24. Juli 2008 at 14:14 - Permalink

      Wenn man nach Stereotypen fragt, bekommt man Stereotypen als Antwort ;-)


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