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  • Fannie, Freddie und die Lästerzungen

    geschrieben am 14. Juli 2008 von Spiegelfechter

    ?Fannie Mae? und ?Freddie Mac? ? zwei Namen, die nach dem ?guten alten Amerika? der Vergangenheit klingen und sowohl Wohlstand und Wachstum, als auch altbackene Bodenständigkeit und Beständigkeit symbolisieren. Dies sind Werte, die in den heutigen USA nicht mehr “en vouge” sind. Die von der Finanz- und Immobilienkrise durchgeschüttelte größte Volkswirtschaft der Welt leidet unter einer manifesten Vertrauenskrise, die jetzt auch die altbackenen Schwergewichte Fannie und Freddie erreicht hat.

    ?Fannie Mae? ist der geläufige Name für die Federal National Mortgage Association. Sie wurde 1938 im Rahmen von Roosevelts New Deal Politik gegründet, um den Immobilienmarkt zu stabilisieren und es dem ?kleinen Mann? einfacher zu machen, seine eigenen vier Wände zu besitzen. Lokale Banken und Immobilienfinanzierer konnten die einzelnen Hypotheken an die ?Fannie Mae? auslagern, die sie gebündelt an Großinvestoren weiterverkaufte. Damit hatten sie freie Mittel, um neue Hypotheken zu vergeben. Bis ins Jahr 1968 war ?Fannie Mae? eine Behörde, 1968 wurde sie privatisiert und ist seitdem ein ?staatlich gefördertes Unternehmen?, welches zwar als private Aktiengesellschaft firmiert, aber aufgrund der gemeinwirtschaftlichen Aufgaben spezielle Vorzüge genießt und auch spezielle Auflagen hat. ?Freddie Mac? ? eigentlich Federal Home Loan Mortgage Corporation ? wurde 1970 als Konkurrenz gegründet und ist ?Fannie Maes? Zwilling.

    Die Besonderheit beider Unternehmen ist, dass sie eine implizite staatliche Garantie haben, im Notfall stützend einzugreifen. Dadurch können sie sich dank sehr guter Ratings günstige Kredite auf dem Markt beschaffen und unterliegen einer geringeren Eigenkapitalquote als andere Finanzunternehmen. Fannie und Freddie bedienen heute rund die Hälfte des US-Hypothekenmarktes ? zusammen 5.550 Mrd. US$. Gläubiger sind neben den vielen Pensionsfonds und institutionellen Anlegern auch Staatsfonds. Die größten Gläubiger sind China und Japan, die sichere Anlagen für die Dollarrückstellungen suchten und neuerdings auch Russland ? das russische Finanzministerium hat 100 Mrd. US$ in US-Hypotheken der beiden Unternehmen investiert, dies ist rund ein Fünftel der Devisenreserven.

    Den ausstehenden Schulden stehen verschwindend geringe Eigenkapitalmengen gegenüber ? im Falle ?Freddie Mac? sind es z.B. 16 Mrd. US$ Aktienvolumen. Ein Hebel von geschätzten 30:1, keine Diversifizierung, sondern eine ausschließliche Fixierung auf Hypotheken am krisengeschüttelten US-Immobilienmarkt ? für jede Privatbank wäre dies der Kollaps. Durch die implizite Sicherung der Kredite durch die US-Regierung sieht es für die beiden Hypotheken-Giganten aber keinesfalls so düster aus, wie es einige Analysten gerne sehen würden.

    Den 5.500 Mrd. US$ stehen nach momentanen Marktwert nämlich auch mindestens 5.500 Mrd. US$ an Sicherheiten aus Immobilien gegenüber. Fannie und Freddie sind ? ganz anders als der am Freitag kollabierte private Immobilienfinanzierer ?Indy-Mac? ? nicht im Subprimegeschäft investiert, sondern haben nur solide Kunden. Ein Großteil der beliehenen Immobilien ist nur zu einem Teil über Hypotheken finanziert, so dass durch einen zu erwartenden weiteren Wertverlust auf dem US-Immobilienmarkt und die damit verbundenen Zwangsversteigerungen das Ausfallrisiko zwar nicht gravierend aber dennoch signifikant ist. Seit Beginn der Immobilienkrise haben Fannie und Freddie bereits schätzungsweise 20 Mrd. US$ abschreiben müssen. Dies liegt zu einem an der stark gestiegenen Ausfallquote ? 6,35% der Hypothekenkredite in den USA waren im ersten Quartal 2008 im Verzug, während es ein Jahr zuvor ?nur? 4,84% waren. Ein weiterer Grund für die ?Schieflage? bei Fannie und Freddie sind die gesunkenen Immobilienpreise ? bei Ausfällen lässt sich am Markt nicht in allen Fällen das komplette Finanzierungsvolumen erzielen, was natürlich zu Abschreibungen führt.

    Gemessen am Gesamtvolumen von 5.500 Mrd. US$ sind die 20 Mrd. US$ Abschreibungen aber nicht wirklich bedrohlich, wenn die Zufuhr an frischem Kapital nicht ins Stocken gerät. Genau dies zeichnete sich aber am Wochenende ab. Am Freitag verstärkten sich die Befürchtungen einiger Analysten, dass Fannie und Freddie kurzfristig illiquide sind und Titel nicht bedienen können. Lehman Brothers orakelte, die beiden Unternehmen bräuchten sofort 75 Mrd. US$ an Liquidität, wenn sie ?normal? bilanzieren würden ? das sie dies nicht tun, ist allerdings bekannt und welche Interessen Lehman Brothers an einer ?Unsicherheit? auf dem Markt haben, darf allenfalls vermutet werden. William Pole, ein ehemaliger Präsident der FED von St. Louis, verstärkte die Gerüchte, als er letzte Woche sagte, beide Unternehmen seien ?technisch insolvent? ? ein Vorwurf, der von ihnen indes vehement zurückgewiesen wurde. Welche Interessen Pole verfolgt, ist hierbei auch unklar ? er sprach von ?steuerfinanzierten Privilegien?, die die beiden Unternehmen genössen, was nach einem Lobbying aus der privaten Finanzwirtschaft klingt, der die ?quasistaatlichen? Konkurrenten schon lange ein Dorn im Auge sind.

    Die zielgenau gestreuten Gerüchte reichten zumindest aus, um den Aktienkurs der beiden Unternehmen massiv einbrechen zu lassen ? am Freitag notierten sie bei Öffnung der Märkte rund 40% unter Vortagsniveau. Damit war der Punkt erreicht, an dem die US-Regierung mit der “implizierten Sicherung” der beiden Unternehmen ernst machen musste. Finanzminister Paulson kündigte an, dass der staatlich festgelegte Kreditrahmen der beiden Unternehmen vorübergehend ausgesetzt würde und die US-Regierung Anteile der Unternehmen kaufen würde, sofern dies nötig sei. Die FED bot an, beiden Unternehmen vorübergehend den Zugang zum Diskont-Kreditprogramm zu gewähren. Damit könnten sich Fannie und Freddie bei der FED gegen Hinterlegung ihrer eigenen Papiere als Sicherheit beinahe unbegrenzt mit frischem Kapital zum Diskontsatz von 2,25% versorgen ? ein Privileg, das eigentlich nur Geschäftsbanken genießen. Am Wochenende telefonierten Beamte der US-Behörden extra noch mit den Vertretern verschiedener Geschäftsbanken, um sich zu versichern, dass diese bei der heutigen Emission von 3 Mrd. US$ kurzfristiger Schuldpapiere durch “Freddie Mac” auch mitbieten werden ? auch dieses Manöver war erfolgreich, die emittierten Papiere verkauften sich am heutigen Markt gut.

    Wer vorschnell argumentiert, dies stelle eine typische Solidarisierung der Verluste dar, während Gewinne auch bei diesen Unternehmen privatisiert würden, vergisst allerdings die Bedeutung der beiden Unternehmen. Die US-Regierung hat keine Alternative ? sie muss eingreifen, ein Kollaps oder eine Insolvenz der beiden Giganten wäre der GAU für den US-Finanzmarkt. Dies wissen allerdings auch alle Akteure und die angeschlagenen Unternehmen sind nicht dafür bekannt, die frischen Gelder für riskante neue Geschäfte zu verwenden, was bei einem staatlichen ?Bailout? ? der von Steuergeldern finanziert ist ? immer ein gewisses Problem ist. Wenn sich die Lage auf dem Immobilienmarkt irgendwann einmal stabilisiert haben sollte ? was durchaus erst in drei oder vier Jahren sein kann ? werden beide Unternehmen keine Probleme haben, die Liquiditätsspritzen zurückzuzahlen. Das Signal der Regierung und der FED war ohne Zweifel richtig und wichtig. Wer hinter den ?Attacken? auf die Glaubwürdigkeit und Zahlungsfähigkeit von Fannie und Freddie steht, ist noch unbekannt. Aussagen, wie die des berüchtigten Finanzjongleurs Jim Rogers, der die Rettungsaktion ?katastrophal? findet und die eines Analysten von Goldman-Sachs, der die Kurse der beiden Unternehmen weiter fallen sieht, sind nicht ernst zu nehmen, wenn man nicht weiß, in was diese Investoren zu diesem Zeitpunkt investiert sind. Auch mit sinkenden Kursen kann man prächtig verdienen und staatlich regulierte Unternehmen im Finanzsektor sind dem ?freien Markt? ein Graus – daher sind Investmentgurus auch die schlechtesten Ratgeber, wenn es um staatliche Interventionen geht.

    Zum Thema: Mark Trumbull: Mortgage giants falter
    Paul Krugman: Fannie, Freddie and You

    Jens Berger

    54 Kommentare Print This Post
    ?Fannie Mae? und ?Freddie Mac? ? zwei Namen, die nach dem ?guten alten Amerika? der Vergangenheit klingen und sowohl Wohlstand und Wachstum, als auch altbackene Bodenständigkeit und Beständigkeit symbolisieren. Dies sind Werte, die in den heutigen USA nicht mehr "en vouge" sind. Die von der Finanz- und Immobilienkrise durchgeschüttelte größte Volkswirtschaft der Welt leidet ...
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    54 Kommentare:

    1. Schwitzig schrieb am 14. Juli 2008 at 17:45 - Permalink

      Zitat:
      “Die US-Regierung hat keine Alternative ? sie muss eingreifen, ein Kollaps oder eine Insolvenz der beiden Giganten wäre der GAU für den US-Finanzmarkt.”

      Das sehe ich anders: Nur durch blutige Aufstände und einen Bürgerkrieg kann der Schweinezyklus des systemimmanent kranken Krebsgeschwürs des Finanzsystem durchbrochen werden.
      Die unfreiwilligen Interventionen der Steuerzahler in Form ihrer Repräsentanten ziehen das Überleben des Krebsgeschwürs nur noch weiter hinaus. Das Geldsystem hat nie und wird nie für die Allgemeinheit funktionieren und durch die Rettungsaktionen wird diese fiese Krankheit sogar noch unterstützt.
      Bei Telepolis hat Thomasz Konicz einen guten Artikel über das Geschwür Kapitalismus geschrieben:
      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28280/1.html

      Auszug:
      “Für das Kapital wie auch die gängige Betriebswirtschaftslehre gibt es nur dort Nachfrage nach einer Ware, wo es auch die Mittel gibt, diese zu erwerben. So kann ein jeder BWLer ruhigen Gewissens feststellen, dass am Horn von Afrika, wo sich gerade eine Hungersnot anbahnt, keine Nachfrage nach Lebensmitteln herrscht.”

      Das obige Zitat sagt eigentlich alles zu der Perversion aus. Ich zitiere mal Captain James Tiberius Kirk:

      “Lasst sie sterben!”

      :-)

    2. Yoshi schrieb am 14. Juli 2008 at 18:46 - Permalink

      @ Schwitzig:

      Nur durch blutige Aufstände und einen Bürgerkrieg kann der Schweinezyklus des systemimmanent kranken Krebsgeschwürs des Finanzsystem durchbrochen werden.

      Und dann? Patient in einem definierten Zustand (tot)?

      mfg Yoshi

    3. Schwitzig schrieb am 14. Juli 2008 at 19:26 - Permalink

      Und dann? Patient in einem definierten Zustand (tot)?

      Vielleicht wird dann endlich mal aus der Geschichte gelernt und nicht derselbe Fehler wie seit Jahrtausenden immer wieder wiederholt.

    4. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 19:28 - Permalink

      @Schwitzig

      Das sehe ich anders

      Alles andere hätte mich auch gewundert ;-)

      Nur durch blutige Aufstände und einen Bürgerkrieg kann der Schweinezyklus des systemimmanent kranken Krebsgeschwürs des Finanzsystem durchbrochen werden.

      So so – und was kommt danach? Ohne eine Antwort auf diese Frage erscheint mir Dein Defaitismus ein wenig übereilt.

      Das Geldsystem hat nie und wird nie für die Allgemeinheit funktionieren

      Auch das sehe ich ganz anders. Man weiß schlichtweg nicht, wie eine “moderne” Gegenwart mit einem anderen Geldsystem aussähe und mir fehlt die Phantasie hier etwas realistisches positiveres zu sehen.

      ?Für das Kapital wie auch die gängige Betriebswirtschaftslehre gibt es nur dort Nachfrage nach einer Ware, wo es auch die Mittel gibt, diese zu erwerben. So kann ein jeder BWLer ruhigen Gewissens feststellen, dass am Horn von Afrika, wo sich gerade eine Hungersnot anbahnt, keine Nachfrage nach Lebensmitteln herrscht.?

      Das ist ja korrekt so – der BWLer hat kein soziales Interesse zu haben, da sein Ziel die Vermehrung von Kapital ist. Daher brauch es u.a. den VWLer, der hilft, Regeln aufzustellen, die das Eigeninteresse des BWLers sozial verträglich gestallten. Der Wolf, die Schafsherde und der Schäfer … wir hatten das ja schon häufiger.

      Ich zitiere mal Captain James Tiberius Kirk:

      ?Lasst sie sterben!?

      Dem kann ich Mister Spock entgegenhalten – Scotty, beam me up – there is no intelligent life on this planet ;-)

    5. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 19:29 - Permalink

      @3 Schwitzig

      Vielleicht wird dann endlich mal aus der Geschichte gelernt und nicht derselbe Fehler wie seit Jahrtausenden immer wieder wiederholt.

      Das glaubst Du aber doch nicht ernsthaft? Oder?

    6. Annabelle Meyer schrieb am 14. Juli 2008 at 19:59 - Permalink

      “Wer vorschnell argumentiert, dies stelle eine typische Solidarisierung der Verluste dar, während Gewinne auch bei diesen Unternehmen privatisiert würden, vergisst allerdings die Bedeutung der beiden Unternehmen. Die US-Regierung hat keine Alternative ? sie muss eingreifen, ein Kollaps oder eine Insolvenz der beiden Giganten wäre der GAU für den US-Finanzmarkt.”

      Ich sehe da den Widerspruch nicht. Natürlich handelt es sich um eine Sozialisierung der Verluste. Das ist auch dann so, wenn es in diesem System dazu keine Alternative gibt. Es ist ein schönes Beispiel für die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus. Marx nannte das die Diktatur des Kapitals.

      Grüße

      Annabelle

    7. name schrieb am 14. Juli 2008 at 19:59 - Permalink

      Wir haben vor 10 Jahren mit einem alten Wirtschaftswissenschafter mal darüber diskutiert, wie die Eliten des kapitalistischen Leitwolf Numero Odin wohl auf so eine Krise, wie sie jetzt besteht, reagieren werden, und was das qualitativ Besondere sein wird. Das sie die Verluste sozialisieren müssen, war allen natürlich klar, wenn sie das kapitalistische System noch über einen gewisses Zeitfenster retten wollen, aber in welchem Rahmen das wohl geschehen würde, war umstritten.

      Das absolut Neue und Besondere aus meiner Sicht ist, dass diese Sozialisierung der Verluste national und gleichzeitig global erfolgt, und das sich dieser Krise keine Region auf Welt entziehen kann. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die arabischen, norwegischen, russischen und chinesischen Staatsfonds mit ihren Dollarbeständen selbst gefressen werden, und ob sie auch unfreiwillig bereit sind, diesen Preis auch zu bezahlen.

      Die leise gestellte Frage “Sozialismus oder Barbarei?” haben die kapitalistischen Eliten schon beantwortet: die kapitalistische Barbarei, diese Produktionsweise muss mit der Sozialisierung der Verluste weiter und weiter gehen.

      Zwei Faktoren werden den weiteren Verlauf bestimmen: gibt es eine vereinte Gegenwehr von denjenigen, die diese Verluste physisch zu tragen haben und wie gewalttätig wird der verbliebene Konkurrenzkampf ausgetragen werden.

    8. Peinhard schrieb am 14. Juli 2008 at 20:10 - Permalink

      @4 Spiegelfechter

      “Daher brauch es u.a. den VWLer, der hilft, Regeln aufzustellen, die das Eigeninteresse des BWLers sozial verträglich gestallten. Der Wolf, die Schafsherde und der Schäfer ? wir hatten das ja schon häufiger.”

      Und mindestens genauso häufig müssen wir feststellen, dass es immer weniger funktioniert. Wir müssen neue Formen jenseits von Profit und Wachstum finden, die Scherenbewegung nicht nur aufhalten sondern umkehren, den nachgelagerten technischen ‘Umweltschutz’ zumindest in unseren Breiten durch regelrechte ‘Produktionsvermeidung’ ersetzen etc – alles mit dem Kapitalismus nicht zu machen und nicht zu haben. Denn auch der VWLer ist immer darauf angewiesen, dass zunächst mal der BWLer ‘sein Recht’ bekommt. Und nur den Spielraum, der dann noch bleibt, kann er nutzen. An den seit geraumer Zeit sinkenden Sozial- und Umweltstandards kann man ablesen, wie es um diesen Spielraum bestellt ist.

      Wir werden also Phantasie entwickeln müssen – oder eben mit Vollgas an die Wand.

    9. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 20:26 - Permalink

      @Annabelle

      Ich sehe da den Widerspruch nicht. Natürlich handelt es sich um eine Sozialisierung der Verluste. Das ist auch dann so, wenn es in diesem System dazu keine Alternative gibt. Es ist ein schönes Beispiel für die Machtverhältnisse im globalen Kapitalismus.

      Jein – sprächen wir über Bear Sterns, die ja auch mit Steuergeldern “rausgehauen” wurden, gäbe ich Dir ja recht. Aber Fannie und Freddie sind ja eben Statthalter des “alten” Finanzsystems, darum geraten sie ja auch unter Druck. Die “Krise” wurde nicht durch sie ausgelöst, im Gegenteil – gäbe es die beiden Firmen nicht und aller Hypotheken wären von privaten Instituten finanziert worden, wäre das System ja kollabiert, was in diesem Falle vor allem die “kleinen Häuslebauer” geschädigt hätte.

      Macht man einen Vergleich auf, wie viele Mrd. US$ bei einer “echten” Immobilienkrise den “Kleinen” aus der Tasche gezogen würden, stellt die Summe, die Fannie und Freddie zur Verfügung gestellt wird (sie wird ja auch zurückgezahlt, was bei Bear Sterns nicht so sicher ist) eine Petitesse dar. Ich habe dann ein Problem, wenn aus Steuergeldern private Investoren gemästet werden – in diesem Falle ist es aber nicht so.

    10. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 20:31 - Permalink

      @Peinhard

      Und mindestens genauso häufig müssen wir feststellen, dass es immer weniger funktioniert.

      M.E. haben wir das nicht – wir haben nur die politisch opportunen Varianten kritisiert. Dies ist eine Scheuklappe. Würde man ernsthaft den New Deal auf unsere Zeit übertragen, ließe sich viel erreichen. Da dies aber für alle(!), die mit Finanztiteln handeln, oder in diese investiert sind (also “die Mächtigen”), sehr von Nachteil wäre, wird dies nicht diskutiert. “Das System” – wobei man sich fragen muß, was das überhaupt ist – ist mE sehr wohl überlebensfähig, wenn man die Parameter ändert.

      Denn auch der VWLer ist immer darauf angewiesen, dass zunächst mal der BWLer ?sein Recht? bekommt.

      Nicht unbedingt – dies sind zwei sehr verschiedene Felder.

      Wir werden also Phantasie entwickeln müssen – oder eben mit Vollgas an die Wand.

      Letzteres ist wahrscheinlicher

    11. algore schrieb am 14. Juli 2008 at 21:31 - Permalink

      Hey,

      “Auch das sehe ich ganz anders. Man weiß schlichtweg nicht, wie eine ?moderne? Gegenwart mit einem anderen Geldsystem aussähe und mir fehlt die Phantasie hier etwas realistisches positiveres zu sehen”

      Dazu: Schon mal was von parecon gehört, wenigstens der Anfang einer Alternative. Erfrischend zu lesen wenn man in einer Zeit ohne Visionen leben muss. Das technokratische Geschwafel vermeintlicher Realisten, die eigentlich vekappte Ideologen sind, geht mir auf die Nerven.

      Also,mal was anderes:

      https://www.zcommunications.org/zparecon/capvsparown.htm

      immer unten auf next section klicken, bisserl versteckt

    12. algore schrieb am 14. Juli 2008 at 21:34 - Permalink

      also mit technokraten meine ich diese neoliberale,internationale Kampftruppe aus Republikanern, Blair und Brown-Labour,Demokraten ohne Kucinich, Schröder-SPD, CDU ohne Rüttgers,und Chicago Schule….usw.

    13. Oeffinger Freidenker schrieb am 14. Juli 2008 at 23:06 - Permalink

      Ich wollte schon selber was dazu schreiben, aber den Job hast du mir ja abgenommen ;) In der SZ orakeln sie gerade wieder, dass der ungezügelte Finanzkapitalismus ja gar nicht böse ist, sondern Rossevelt 1938 mit seinen staatlichen Eingriffen schuld ist…

    14. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 23:30 - Permalink

      @algore

      Parecon oder das partizipatorisches Volkswirtschaftssystem ist eine recht idealistische Idee, die ich nun nicht als ein realistisches Modell, das so von den Menschen antizipiert werden würde, bezeichnen würde – aber das ist ein anderes Thema.

    15. Spiegelfechter schrieb am 14. Juli 2008 at 23:33 - Permalink

      @Oeffinger Freidenker

      In der SZ orakeln sie gerade wieder, dass der ungezügelte Finanzkapitalismus ja gar nicht böse ist, sondern Rossevelt 1938 mit seinen staatlichen Eingriffen schuld ist?

      Hätte ich die dämlichen Artikel aus SZ und ZEIT vorher gelesen, wäre der Artikel auch anders ausgefallen ;-)

      Der verlinkte Artikel aus dem CSM und die Berichte von Guardian/Independent zu diesem Thema sind beispielsweise wesentlich besser, als alles, was ich dazu in den deutschsprachigen Medien gelesen habe … außer vielleicht dem Standard, der auch recht ordentlich berichtete.

    16. hannilein schrieb am 14. Juli 2008 at 23:49 - Permalink

      Sag mal, Cheffe –

      wie wärs mit einem update hinsichtlich “Indymac”? SZ etal. berichten schon den ganzen Tag darüber, bspw. http://www.sueddeutsche.de/finanzen/artikel/225/185640/

      Bis morjen ;-)
      hannilein

    17. Spiegelfechter schrieb am 15. Juli 2008 at 01:53 - Permalink

      @hannilein

      Ich habe “Indy-Mac” doch in einem Nebensatz erwähnt – das sollte man mE aber nicht durcheinander werfen, da dies eine “echte” Subprime-Sache war.

    18. hannilein schrieb am 15. Juli 2008 at 03:01 - Permalink

      @ Cheffe, #17

      Einen Nebensatz halte ich da halt eben nicht unbedingt für ausreichend, da es “Tagesthema” war. Gut, ist aber halt wohl unseren unterschiedlichen Ansichten hinsichtlich Blog und Tagespresse geschuldet. Können wir ja gerne die Tage bei etlichen Bierchen rauf- und runterdiskutieren… ;-)

      Freu mich schon!
      Deine untreue Teilzeitkraft

    19. Schwitzig schrieb am 15. Juli 2008 at 05:47 - Permalink

      @4 SF

      @Schwitzig

      Das sehe ich anders

      Alles andere hätte mich auch gewundert ;-)

      Nur durch blutige Aufstände und einen Bürgerkrieg kann der Schweinezyklus des systemimmanent kranken Krebsgeschwürs des Finanzsystem durchbrochen werden.

      So so – und was kommt danach? Ohne eine Antwort auf diese Frage erscheint mir Dein Defaitismus ein wenig übereilt.

      Danach kommt der übliche Wiederaufbau, wie ihn die Geschichte schon oft präsentiert hat. Allerdings besteht die Chance, dass er diesmal besser bewerkstelligt wird, denn noch nie war die Menschheit in der bisherigen Geschichte derart global vernetzt und gebildet. Mehr Menschen denn je haben Zugang zu Hintergrundinformationen, das Skizzieren von platten Feindbildern klappt nicht mehr und es gibt mittlerweile internationale Bewegungen, die ethische und nicht kapitalistische Grundsätze haben.

      Das Geldsystem hat nie und wird nie für die Allgemeinheit funktionieren

      Auch das sehe ich ganz anders. Man weiß schlichtweg nicht, wie eine ?moderne? Gegenwart mit einem anderen Geldsystem aussähe und mir fehlt die Phantasie hier etwas realistisches positiveres zu sehen.

      OK – aber das aktuelle Geldsystem hat nachweislich immer wieder zum Crash und zur Verarmung von Massen zugunsten von ein paar Schmarotzern geführt. Es hat bewiesen, dass es schlecht ist, nicht funktioniert und sogar unser Überleben als Spezies gefährdet. Also muss es logischerweise weg. Ob ein anderes Handelssystem besser ist, sei dahin gestellt, aber weiterhin eines zu pflegen, das nachweislich beschissen ist und zur Ausrottung des aktuellen Lebens auf der Erde führen wird, ist meines Erachtens die Strategie eines Gehirnamputierten.

      Dem kann ich Mister Spock entgegenhalten – Scotty, beam me up – there is no intelligent life on this planet ;-)

      Das sehe ich anders: Das intelligent life hat nur keine Stimme. Unsere Gesellschaften werden von Dummen, Gierigen und Masslosen regiert.

    20. algore schrieb am 15. Juli 2008 at 07:39 - Permalink

      “Parecon oder das partizipatorisches Volkswirtschaftssystem ist eine recht idealistische Idee, die ich nun nicht als ein realistisches Modell, das so von den Menschen antizipiert werden würde, bezeichnen würde – aber das ist ein anderes Thema.”

      Vor 300 Jahren in den USA:
      Die Abschaffung der Sklaverei ist recht idealistische Idee, die ich nun nicht als ein realistisches Modell,das so von den Menschen antizipiert werden würde,bezeichnen würde- aber das ist ein anderes Thema. Tom, hol mir ein Wasser.

      Entschuldige wenn ich deine Antwort satirisch verfremdet habe, will dich auf keinen Fall mit einem Sklavenhalter gleichsetzen:). Will nur deutlich machen, dass Menschen (hoffentlich) in 300 Jahren uns als genauso rückständig, fantasielos und barbarisch im Denken und Handeln betrachten werden, wie wir den fiktiven Tom Besitzer heute sehen.

    21. tar schrieb am 15. Juli 2008 at 08:29 - Permalink

      die 15 milliarden zuschuss vom staat plus die aktienmarktkapitalisierung von gemeinsam $ 15,1 milliarden, die 6000 milliarden verpflichtungen gegenüberstehen werden natürlich das grundübel beseitigen.. höhö.

      und wenn der staat diese verpflichtungen auf die staatsverschuldung draufpackt, hat es sich für das finanzsystem sowieso geklärt (rating von AAA zu AA). da hilft nur noch ein krieg.

      Das Geldsystem hat nie und wird nie für die Allgemeinheit funktionieren

      Auch das sehe ich ganz anders. Man weiß schlichtweg nicht, wie eine ?moderne? Gegenwart mit einem anderen Geldsystem aussähe und mir fehlt die Phantasie hier etwas realistisches positiveres zu sehen.

      kurz: “ein änderung des geldsystem ist unvorstellbar und kann nichts positives an sich haben!”

      wozu dann dieser blog?

      immer wieder interessant, wie vom spiegelfechter ständig die missstände der welt aufgezeigt, aber alternativen sofort vergängelt werden.

      da könnte man annehmen, der spiegelfechter hätte wohl einfach das herrschende geldsystem und seine folgen nicht verstanden. dem kann aber seit langem abgeholfen werden – nicht nur mit texten, sondern mit filmen. und da ich mir sicher bin, dass der spiegelfechter diese informationen seit längerem kennt und immer noch eine fundamentale änderung des geldsystems in frage stellt, bleibt nur der schluss:

      er ist nicht an aufklärung interessiert.

      es handelt sich demzufolge hier nur um ein weiteres pseudoblog, welches das herrschende finanzsystem in irgendeiner weise durch scheinlösungen zu rechtfertigen versucht. in der art: “mehr transparenz und wirtschaftsbelebung durch den staat, sprich höhere staatsverschuldung und alles wird gut.” nichts anderes ist die forderung nach einem neuen new deal. ähnlichen unsinn schwafeln auch die nachdenkseiten. wenn wir erstmal alle den durchblick haben, kann ja auch gar nichts mehr schiefgehen. bis zum nächsten krieg, gelle.

    22. Nanuk schrieb am 15. Juli 2008 at 09:38 - Permalink

      Das hat mit Marktwirtschaft soviel zu tun wie Heroin mit Gesundheit. Das ist Sozialismuss für Reiche.Gewinne privatisieren verluste sozialisieren… The same old story…

    23. Peinhard schrieb am 15. Juli 2008 at 12:17 - Permalink

      @10etc Spiegelfechter

      >>Denn auch der VWLer ist immer darauf angewiesen, dass zunächst mal der BWLer ?sein Recht? bekommt.

      >Nicht unbedingt – dies sind zwei sehr verschiedene Felder.

      Ganz unbedingt – macht der BWLer keinen oder auch nur zuwenig Profit, wird er seine Tätigkeiten schlicht einstellen. Der VWLer kann wie gesagt nur in dem Rahmen agieren, den diese allererste und grundlegende Forderung ihm lässt. Und der Maßstab dafür war und ist der Weltmarkt.

      >?Das System? – wobei man sich fragen muß, was das überhaupt ist – ist mE sehr wohl überlebensfähig, wenn man die Parameter ändert.

      Auf die Gefahr hin, mich zu wiederholen ;) – ‘das System’ ist bereits umfassend dargestellt und analysiert worden. Wichtiger aber ist, dass ein auf Profit und Konkurrenz beruhendes System entweder ständig wachsen muss, oder sich, wie gegenwärtig, nur noch ‘konzentriert’, also zusammenzieht und verengt und damit immer mehr Menschen teilweise oder ganz ‘überflüssig’ macht. Ersteres stösst an ökologische, zweites an soziale Grenzen. Und wie du selbst schreibst, ist jede Veränderung der Parameter ja auch eine Machtfrage. Ich halte es gar nichtr mal für ausgeschlossen, dass es noch mal einen ‘New Deal’ (von ‘oben versteht sich) geben wird. Aber wie nachhaltig war der denn? Und wie wäre es gewesen, wenn ihm nicht noch Kriegswirtschaft und Wiederaufbau ‘zu Hilfe’ gekommen wären? Und können wir überhaupt noch mal vernünftigerweise auf einen solchen Schub materiellen ‘Wohlstands’ hoffen, bei dem (allein ökologischen) Preis, den wir heute schon für den letzten zahlen – bzw eigentlich schon gar nicht mehr zahlen können?

      >Parecon oder das partizipatorisches Volkswirtschaftssystem ist eine recht idealistische Idee, die ich nun nicht als ein realistisches Modell, das so von den Menschen antizipiert werden würde, bezeichnen würde – aber das ist ein anderes Thema.

      Hast du mal überlegt, wie ‘idealistisch’ (oder ‘ideologisch verblendet’) Schafe eigentlich sein müssen, indem sie sich Wölfe leisten…?

      Wen’s interessiert, findet zB hier einen weiteren Diskussionsansatz:

      http://peerconomy.org/wiki/Deutsch

      >>Wir werden also Phantasie entwickeln müssen – oder eben mit Vollgas an die Wand.

      >Letzteres ist wahrscheinlicher.

      Da sind wir immerhin mal einer Meinung. :(

    24. Peinhard schrieb am 15. Juli 2008 at 14:54 - Permalink

      @22 Nanuk

      >Das hat mit Marktwirtschaft soviel zu tun wie Heroin mit Gesundheit.

      Markwirtschaft ist kein statisches Gebilde, sondern ein dynamischer Prozess. Den kann man nicht auf irgendeiner Stufe anhalten, nur weil einem das ‘idealistisch’ so gefällt – entweder bedient man seine ‘Sachzwänge’ oder er stirbt ab. Und natürlich haben diese Sachzwänge auch etwas mit Macht zu tun – der Macht der 2%, die bereits nicht weniger als ‘die Hälfte der Welt’ ihr eigen nennt. So gesehen ist die Geschichte der Menschheit bis heute vielleicht auch gerade keine der ‘Befreiung’, sondern im Gegenteil eine der immer perfekteren Herrschaft und Ausbeutung. Noch nie hat eine derart kleine Schicht eine derart umfassende Kontrolle ausgeübt. Und gleichzeitig so erfolgreich die Illusion von Freiheit verbreitet.

      Siehe dazu auch die Studie ‘Wem gehört die EU?’

      http://www.uni-muenster.de/PeaCon/wemgehoertdieeu/eu-web.htm

      Die USA dürften auch da schon wieder einen Schritt weiter sein…

    25. name schrieb am 15. Juli 2008 at 15:03 - Permalink

      @peinhard

      Volle Zustimmung.

      Nur mit dem Untersatz, dass in den Vereinigten Staaten praktisch schon seit knapp 10 Jahren ein “New Deal” (!!!) besteht, und dieser qualitativ jedoch den Charakter einer spezifschen keynesianschen Militärökonomie hat. Das ist /war die gegenwärtige und zukünftige ökonomische Lösung, die man nach 10 Jahren seit dem Zusammenbruch des Reich des Bösen als einzige Variante für tauglich befunden hat.

      Man kommt sich bei der ganzen Diskussion wirklich vor, als befinde man sich in einer Gummizelle, bei dem der Eingesperrte nur die verschieden Arten des Gummis mal zustimmend, mal abweichend bewertet, aber ansonsten diese überhaupt nicht in Frage stellt. Wir werden noch sehen, wie aktutelle globale Überproduktionskrise, die letzten verbliebenden Produzenten im Kampf um die letzten zahlungsfähigen Nachfrager genau nach dieser militärischen Lösung ausrottet.

      Hey, Computer werden billiger, dass Fressen und Saufen dafür unbezahlbar :)

    26. Nanuk schrieb am 15. Juli 2008 at 16:16 - Permalink

      Wenn eine Regierung bestimmt wer überlebt und wer Pleite geht ist das Sozialismuss.Da gibt es keine Sachzwänge.Wer bestimmt denn was ein Sachzwang ist genau diejenigen die den Dreck verbockt haben.Wer sind diejenigen die sagen der Markt bricht zusammen wenn wir dies und das nicht tun diejenigen die ihre Porsche verkaufen müsten.Das hat mir Idiologischer verblendung nix zu tun das ist erstmal die Realität.

      “Hey, Computer werden billiger, dass Fressen und Saufen dafür unbezahlbar :)”

      Schon mal überlegt das das damit was zu tun haben könnte das die Amerikanische Notenbank die halbe Welt Inflationiert und ihren Dollar verschenkt nur um irgendwo ne neue Blase zu basteln und damit kurzfristig hilft aber langfristig noch grösseren Schaden anrichtet.Blasen müssen platzen das hilft langfristig allen.

    27. name schrieb am 15. Juli 2008 at 18:03 - Permalink

      Au Nanuk:

      Hinsetzen und mal genau den Zusammenhang zwischen kapitalistischer Wirtschafts- und Produktionsweise und dem kapitalistischen Staat mit seinen Organen, den Zusammenhang zwischen Produktionsweise und deren Verteilungorganen, erfassen.

      Wir haben seit Jahren eine weltweite kapitalistische Überproduktionskrise in allen Bereichen, was anderes sind die “Blasen” im Kern überhaupt nicht.

      Aber bitte lass deinen”liberalen” dummen Kindergartenunsinn von der “Marktwirtschaft”: Wenn Du nicht über das Kapital, über sinkende Profitraten, über Zentralisation und Konzentration des Kapitals und deren Eigentumsverhältnisse und politische Strukturen, den kapitalistischen Staat aufklären willst, dann schweige einfach.

      Es bleibt langfristig nur eine weltweite sozialistische geplante Wirtschaftsordnung oder die weitere weltweite Barbarei des Kapitals, deren Produktionsweise diese Erde vernichten wird.

    28. Nanuk schrieb am 15. Juli 2008 at 20:42 - Permalink

      “Wir haben seit Jahren eine weltweite kapitalistische Überproduktionskrise in allen Bereichen, was anderes sind die ?Blasen? im Kern überhaupt nicht.”

      Wenn du so ein schlaues Kerlchen bist dann sag mir doch wie du ohne Markt die Nachfrage feststellen willst.

    29. name schrieb am 15. Juli 2008 at 22:22 - Permalink

      Aber Nanukchen, du kannst dir eine vollständig geplante, demokratische organisierte Volkswirtschaft ohne den “Markt” (den ist im übrigen abstrakt nie historisch so gab und gibt) mit dem kapitalistischen Zwang nach dem Kriterium der zahlungsfähigen Nachfrage nicht vorstellen?

      Du kannst Dir nicht vorstellen, dass es möglich ist, die Menschen demokratisch und direkt per Volksabstimmung darüber abzustimmen zu lassen, wieviele dieser Resourcen der Volkswirtschaft in den Umweltschutz, in die Gesundheitsversorgung oder in die Weltraumforschung gehen, bzw. all diejeniger Kriterien, die dass Überleben dieser einen Erde samt seiner Bewohnung direkt betreffen?

      Du kannst Dir nicht vorstellen, dass eine effizente Planung und Herstellung von präferenzierten Verbrauchsgütern durch eine direkte Auswahl der Menschen (bei Angleichung des Plans nach jeder Periode an diese Verbrauchsgüter) und Abrechnung über Arbeitsgutscheine, unter dem Vorbehalt resourcenschonender Herstellung (alternative Produktionsmethoden) und Minimierung der gesellschaftlich notwendigen Arbeitszeit möglich ist?

      Du kannst dir als gesellschaftliche umfängliche Abrechnungs- und Kostenermittelungseinheit nicht die gesellschaftlich notwenige Arbeitzeit als Kriterium vorstellen?

      Du kannst Dir eine Gesellschaft, die von der Bereitschaft der Menschen (Linux Linux Open Source, da war doch was was) ohne Profitstreben lebt, nicht vorstellen?

      Die Nachfrage (nach Verbrauchsgütern etc.), nach der du so suchst, wird zukünftig zwangläufig Kriterien unterliegen müssen, die sich an dem Überleben dieser Erde und der Mehrheit der Menschen orientieren muss, und nicht nach subjektiven Befindlichkeiten weniger, da die Kosten der Zerstörung und Verschwendung der Umwelt an einem Punkt gelangt sind, die jetzt schon nicht mehr rückgängig gemacht werden können.

    30. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 08:51 - Permalink

      “Aber Nanukchen, du kannst dir eine vollständig geplante, demokratische organisierte Volkswirtschaft ohne den ?Markt? (den ist im übrigen abstrakt nie historisch so gab und gibt) mit dem kapitalistischen Zwang nach dem Kriterium der zahlungsfähigen Nachfrage nicht vorstellen?”

      Ne kann ich nicht.
      Mach mal 4 Wochen Praktikum auf einem Grossmarkt oder auf nem Basar und wenn dir ein Schwarzer Schwan begegnet dann weist du auch wovon du redest.So etwas lähmt eine Gesellschaft weil sie nicht schnell genug reagieren kann.Was machst bei Ernte ausfällen abstimmen wir Pflanzen nächstes Jahr was anderes.Glaubst du wirklich die Menschen ändern ihre Gewohnheiten weil es vernüftig ist.Irgendwann siehst auch du ein das das ein frommer Wunsch ist.(Linux Linux Open Source, da war doch was was) hehe…
      Ja ja ohne Profitstreben… Weist du wieviele von Linux Leben und das nichtmal schlecht…
      Ausserdem ist wissen etwas anderes als Tomaten , Äpfel oder Birnen.Weil wissen keine Grenzen kennt zumindest keine die Menschen erreichen können.

      Was ich mir vorstellen kann ist das Geldsystem so umzubauen das es kein Wachstum mehr braucht.

    31. name schrieb am 16. Juli 2008 at 10:34 - Permalink

      Au ja Nanukchen das Geldsystem, die Gesellen und wie wahre Ware Marktwirtschaft :)

      Wenn du vom Kapitalismus nicht reden willst, die Art und Weise wie Menschen unter gewissen historischen produzieren und konsumieren, wenn du über das Eigentum an Produktionsmitteln schweigen willst, wenn du die einfache Realität gar nicht wahrnimmst, dann bitte weitermachen Nanukchen und immer dabei an die wahre wahre einizge ultarwahre Marktwirtschaft denken.

      Hast du eigentlich erfasst, dass die FED momentan voll auf Gesell mit seinem positiv Zins völlig abfährt und genau das macht, was ihr Gesellspinner fordert?

      Die Menschen ändern seit Jahrtausenden Ihre Gewohnheiten, seit Jahrtausenden Nanukchen. Nicht einmal das scheint dir aufzufallen: den dummen Sozialdarwinismus, vom Tier und von Schafen und den anderen Quatsch, der von den Kapitalverkäufern ideologisch verkauft wird und der dir jetzt auf der Zunge liegt, kannste gleich runterschlucken.

    32. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 11:22 - Permalink

      “Die Menschen ändern seit Jahrtausenden Ihre Gewohnheiten, ”
      Ja tun sie aber sie bleiben Menschen und ich brauche keinen Sozialdarwinismus um einen Marktplatz zu begründen. Ich brauche kein Wettbewerbsgefasel.
      Nur ein Satz reicht um Planung von Wirtschaft als unmöglich zu begründen.

      Menschen können nicht die Zukunft vorhersagen.

      Wir können nur vermutungen auf Grund von vergangenem anstellen wie es sein könnte und ein Markt verteilt die zukunfts Risiken auf viele Schultern darum ist es besser als abstimmen.Du willst das nicht verstehen.Gehe auf einen Grossmarkt arbeite dort 2 Jahre und du verstehst was ich meine.Der Marktplatz ist ein verteilungs Mechanismuss nicht mehr und nicht weniger.Ich bin da überhaupt nicht Idiologisch aufgeladen.Das Problem ist nicht der Marktplatz das Problem ist unsere Konstruktion von Geld.

    33. Peinhard schrieb am 16. Juli 2008 at 12:40 - Permalink

      “Gehe auf einen Grossmarkt arbeite dort 2 Jahre und du verstehst was ich meine.Der Marktplatz ist ein verteilungs Mechanismuss nicht mehr und nicht weniger.Ich bin da überhaupt nicht Idiologisch aufgeladen.Das Problem ist nicht der Marktplatz das Problem ist unsere Konstruktion von Geld.”

      An den Vorgängen auf einem ‘Marktplatz’ kannst du aber nur sehr beschränkte Erkenntnisse darüber gewinnen, wie eine ‘Marktwirtschaft’ funktioniert, insbesondere erfährst du wenig oder nichts von den Auswirkungen von Konkurrenz und Profit auf die Produktion, wenig oder nichts über die Besonderheiten der Ware Arbeitskraft, wenig oder nichts über die Dynamik, die diese Produktion für den Markt in Gang setzt. Du siehst mit dem scheinbar neutralen Akt des Tauschens selbst nur einen winzigen Ausschnitt des gesamten Geschehens und kommst so notwendig zu einer ‘naiven’, ‘idealisierten’ Auffassung des Ganzen, wie sie eben zB auch den ‘Gesellianern’ eignet, die auch nur ‘statisch’ und auf einer längst vergangenen Stufe dieses Prozesses argumentieren. Das Geldsystem reflektiert aber immer nur die Notwendigkeiten dieser ‘Marktdynamik’, wobei sich (so geht ‘Dialektik’ nunmal) natürlich auch immer neue Möglichkeiten für diesen Prozess ergeben. ‘Markt’ und ‘Geld’ stehen in einer ähnlichen Wechselwirkung wie auch ‘Markt’ und ‘Staat’ (bzw ‘Politik’) – als Voraussetzung und Wirkung gleichermassen.

    34. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 12:44 - Permalink

      (so geht ?Dialektik? nunmal) Hegel war ein spinner…

    35. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 12:50 - Permalink

      Du versuchst auf einfache Fragen mit geschwaller zu antworten…
      Du Interpretierst dich zu Tode ein Markt ist nichts besonderes er ist für nichts verantwortlich.

      Er dient dem Austausch von Waren kühl mal dein Gehirn.Ich idealisiere garnichts es wird gelogen und betrogen auf Märkten das ist mir alles klar man kann damit durchkommen oder auch nicht.Aber du wirst es nicht ändern weil man Menschen nicht ändern kann.

    36. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 13:16 - Permalink

      Wenn es keine geregelten Märkte gibt um das ganze zu beenden bilden sich Schwarzmärkte auf denen getauscht wird.Da benötigt man nichtmal Geld für das ist auch die gröste Gefahr für Staaten das sich die Menschen dazu entschliessen die Währung nicht mehr zu benutzen dann muss mit Gewalt dafür gesorg werden das die Währung benutzt wird. Märkte und Tausch sind völlig natürliche vorgänge das macht Homo Sapiens seit er denken kann.

    37. Peinhard schrieb am 16. Juli 2008 at 14:29 - Permalink

      “Märkte und Tausch sind völlig natürliche vorgänge das macht Homo Sapiens seit er denken kann.”

      Stimmt (in etwa) – aber das konstituiert eben noch lange keine ‘Marktwirtschaft’, da gehört noch einiges mehr dazu. Siehe auch

      http://www.spiegelfechter.com/wordpress/361/das-olpreisorakel#comment-20686

      und die vorangegangene Diskussion.

      “Hegel war ein spinner?”

      Alles klar. ;)

    38. Nanuk schrieb am 16. Juli 2008 at 14:52 - Permalink

      Stimmt (in etwa) – aber das konstituiert eben noch lange keine ?Marktwirtschaft?, da gehört noch einiges mehr dazu.
      Nein eben nicht. Alles andere hat mit Marktwirtschaft rein garnichts zu tun.
      Damit ist eine Wirtschaftordnung gemeint in der die Preise nicht festgelegt werden.So einfach ist das und in einer Sozialen Marktwirtschaft wird dafür gesorg das Menschen in würde leben können auch wenn sie scheitern oder fehler begehen weil Menschen das nunmal tun.Da gehört nichtmal Geld zu wir können von mir aus auch Muscheln nehmen solange zwei unter sich ausmachen was der Preis für eine Ware ist.

      “Hegel war ein spinner…”
      Das hab nicht ich behauptet sondern Arthur Schopenhauer und was für ein Bockmist bei der Hegelei rauskommt sieht man ja an den Kommentaren.

    39. Peinhard schrieb am 16. Juli 2008 at 15:22 - Permalink

      “Damit ist eine Wirtschaftordnung gemeint in der die Preise nicht festgelegt werden.”

      Damit machst du impizit schon die erste unzulässige Annahme – dass eine Wirtschaftsordnung immer ‘Preise’ hat und ohne nicht vorstellbar ist. Das ist für den weit überwiegenden Teil der Menschheitsgeschichte aber schon mal nicht der Fall. ‘Preise’ sind ein ziemlich junges Phänomen, nicht festgelegte ein noch jüngeres (im Mittelalter bspw legten die Zünfte die Preise fest – und es wurde auch nur ein Bruchteil der Güter überhaupt ‘gehandelt’), und Preise bzw Preisfindung im Weltmarktmaßstab noch einmal ein jüngeres. So einfach ist das eben nicht – im übrigen verweise ich nochmal auf die bereits verlinkte Diskussion.

    40. Nanuk schrieb am 17. Juli 2008 at 08:10 - Permalink

      Damit machst du impizit schon die erste unzulässige Annahme – dass eine Wirtschaftsordnung immer ?Preise? hat und ohne nicht vorstellbar ist.

      Natürlich ist auch vorstellbar das die Menschen wieder selbst ihre Nahrung anbauen nur haben wir leider ein kleines Platz problem und damit meine ich nicht das es zuviele Adipöse Menschen gibt….

      “im Mittelalter bspw legten die Zünfte die Preise fest – und es wurde auch nur ein Bruchteil der Güter überhaupt ?gehandelt?

      Ja ja das Mittelalter die Hochzeit der Freiheit und der Wirtschaftlichen Prosperität frei von Frondiensten und Stände denken.Ja ja geradezu herrlich.

      Wenn da nicht das Problem mit der Säkularisierung währe dann könnte man heute noch dem Wucherer mit ewigen Höllenqualen drohen und die Kirchen würden wieder im alten glanz erstrahlen.

      Hach mir wird ganz warm um Herz wenn ich daran denke man könnte Gebildete Frauen wieder auf dem Scheiterhaufen grillen.

      Ja daran sollten wir uns ein beispiel nehmen…

      “Hegelei” wie ich bereits sagte.

    41. name schrieb am 17. Juli 2008 at 11:06 - Permalink

      Wann begreifst du endlich nanukchen, dass jede Erscheinung (!) historisch determiniert ist, dass der Preis, das private (geraubte – entzogene) Eigentum und alle anderen ökonomischen Beziehungen, Begriffe sowie die gesamte bürgerliche Ordnung, die Art und Weise, wie Menschen unter bestimmten historischen Bedingungen mit bestimmen historischen Produktionsmitteln produzieren und konsumieren keinen Ewigkeitscharakter besitzen, sondern auf einer bestimmten Stufe der menschlichen Entwicklung entstanden sind, und auch wieder vergehen?

      Deinen ahistorischen Unsinn ist pures Geplapper. Das ist nichts nanukchen, einfach nichts.

      Wann begreifst du, dass die erste Form der Warenaustausches der Raub der Menschen untereinander in der Geschichte der Menschen war, ohne einen Markt?

      Du plapperst nur dummes Zeug: ist reine Zeitverschwendung, sich mit Dir auszutauschen, und sich den Unsinn vom wenigen Platz und die anderen Spielarten des Sozialdarwinismus (au man man man) mit- und anlesen zu müssen.

      Die Ständewirtschaft, der Feudalismus im Mittelalter ist nicht untergangen weil sie moralisch “böse böse” war, sondern weil die Art der Produktion und Konsumtion ineffektiv geworden war. Gleiches gilt für das alte Rom, für Griechenland, für Karthago für die typische Sklavereigesellschaft, bei der der menschliche Sklave das entscheidene Produktionsmittel war. Du begreifst gar nicht, wo die wirklichen entscheidenen Prämissen in der Entwicklung der Geschichte der Menschenheit waren und sind, du begreifst überhaupt nicht, was ein Prozeß, eine Entwicklung ist, und welche Kriterien diese entscheidend bestimmen.

      Ach ja Peinhard: danke für guten Link oben über die EU und ich stimme dir natürlich in vielen Punkten absolut zu.

    42. Nanuk schrieb am 17. Juli 2008 at 11:58 - Permalink

      dass jede Erscheinung (!) historisch determiniert ist,

      Ich bin aber kein Geschichtsroboter… und vor allem lasse ich mich nicht dazu machen.Ich bin ein freies Wesen und treffe meine Entscheidungen auf Grund der gegenwärtigen Situation das lasse ich mir von niemanden nehmen nur damit es in ein Weltbild passt das Gesellschaft Markt oder sonst etwas verantwortlich für das Ehlend in der Welt macht ausser den Menschen selbst.

    43. Lau Dan schrieb am 17. Juli 2008 at 12:57 - Permalink

      Wann begreifst du, dass die erste Form der Warenaustausches der Raub der Menschen untereinander in der Geschichte der Menschen war, ohne einen Markt?

      tendenziöser bullshit – wenn dem so wäre gäbe es gar keine menschheit
      ( weibchen u heranwachsende haben einen höheren kalorienbedarf u sind gleichzeit beim sammeln erfolgreicher, aber zierlicher u weniger aggresiv
      erfolgreicher raub in nenneswertem massstab würde daher vorwiegend von ausgewachsenen mänchen zu lasten des arterhalts ausgehen )

      die erste belegte form des warentausches betrifft im übrigen werkzeuge bzw lokal nicht vorhandenes rohmaterial dafür

      ob es sich dabei um austausch oder geschenke handelt, darüber kann man nur spekulieren

      bei jägern u sammlern der jüngeren zeit überwiegt jedenfalls noch das geschenk bzw ritueller tausch ( kein handel ) weswegen diese leute in der regel auch nicht zählen können

      älter als werkzeugtausch sind sicher braut- bzw zuneigugsgeschenke die gibt es ansatzweise sogar im tierreich u sie sind der arterhaltung dienlich

      –

      zur planwirtschaft: marktwirtschaftliche ansätze u ausnahmen gab es sogar
      im ostblock u das nicht ohne grund
      auch gab es im ostblock schon in den 50gern literatur die sich äusserst kritisch mit der planwirtschft u deren mittelfristigem versagen ausseinander setzt

      u vor allem gab es “graue” marktwirtschaft an den plänen vorbei, u das im grossen stil – das ist auch der grund weshalb sich eine kleine clique zB in RU innerhalb kürzester zeit praktisch das ganze land unter den nagel reissen konnte, als die zeit reif war – jahrzehntelange ausserplanmässige wirtschaftsbeziehungen machtens möglich

    44. name schrieb am 17. Juli 2008 at 13:26 - Permalink

      Lau Lauchen, bitte verschone mich mit deinem dummen Unsinn:

      was glaubst du wohl, warum im Wortstammt von “Privat” immer noch das alte Doma des “entziehens, raubens” (der Gemeinschaft) seinen Ursprung hat?

      Als die Menschen noch nicht seßhaft waren, umherzogen, kein Feuer und Salz nicht kannten, keine Ahnung davon hatten ,wie man die Gemeinschaft vor dem Verhungern bewahren konnte , war “unfreiwilliger” Warenaustausch, also Raub, die erste Form des Warenaustausches.

      Hunger nur Hunger war eines der frühesten Merkmale der menschlichen Sippen.

      Was glaubst du wohl, warum man nicht nur die eigenen Kinder des Stammes, deren Ernährung man nicht gewährleisten konnte und auch fremde Sippen, gleich gefressen bzw totgeschlagen hat?

      Der Tausch der Werkzeuge und die Geschenke entstehen erst zu einem Zeitpunkt, indem der Mensch das Feuer als Mittel entdeckt hat.

      Was glaubst du wohl, warum es sich noch heute, an der Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit jurististischer Termini das feine Unterscheidungsmerkmal gezogen wird, und trotzdem völlig anerkannt ist, dass Raub, Diebstahl nichts weiter als Handlungen des Warenaustausches sind, die aber sanktioniert sind, weil der bürgerliche Warenaustausch, wie deren Produktionsweise, auf Freiwilligkeit der tauschenden Subjekte beruht.

    45. Nanuk schrieb am 17. Juli 2008 at 13:41 - Permalink

      “Was glaubst du wohl, warum es sich noch heute, an der Freiwilligkeit und Unfreiwilligkeit jurististischer Termini das feine Unterscheidungsmerkmal gezogen wird, und trotzdem völlig anerkannt ist, dass Raub, Diebstahl nichts weiter als Handlungen des Warenaustausches sind, die aber sanktioniert sind, weil der bürgerliche Warenaustausch, wie deren Produktionsweise, auf Freiwilligkeit der tauschenden Subjekte beruht.”

      Erzähle das einem Harz 4 empfänger der will keine Wolkenkuckucksheime der will essen schlafen ne warme Wohnung ein wenig seine Träume erfüllen vieleicht ein kleines Häuschen im grünen.

      Der will nicht befreit werden der will Leben.Es gibt das Paradies auf Erden nicht.Gib auf und werd Erwachsen.

      Das ändert aber auch nichts an der Tatsache das mit der Rettung von Bear Sterns und von Fanny und Freddy Politiker Milliarden von Steuergelden verschwenden um den Millionären dieser Welt den Arsch zu retten denn die Armen haben da nix von.Darum nenne ich das Sozialismuss für Reiche und da bleibe ich auch bei.

    46. Peinhard schrieb am 17. Juli 2008 at 15:49 - Permalink

      “zur planwirtschaft: marktwirtschaftliche ansätze u ausnahmen gab es sogar
      im ostblock u das nicht ohne grund
      auch gab es im ostblock schon in den 50gern literatur die sich äusserst kritisch mit der planwirtschft u deren mittelfristigem versagen ausseinander setzt”

      Vor allem gab es schon in den frühen 20ern Menschen, die bemerkten, dass es sich bei dieser Planwirtschaft nach wie vor um eine Variante der Marktwirtschaft handelte, um ein ‘warenproduzierendes System’ mit allen gängigen Merkmalen wie Lohnarbeit, Ausbeutung und sogar Konkurrenz. Die freilich meinte man ‘managen’ zu können, anstatt sie dem ‘freien Spiel der Kräfte’ zu überlassen. Es handelte sich im wesentlichen um den merkwürdigen Versuch einer ‘gelenkten Marktwirtschaft’, von vornherein ein Widerspruch in sich. Und damit natürlich auch weit weniger ‘effektiv’ als das Original mit ‘echter’ Konkurrenz und ‘echter’ Ausbeutung.

    47. Spiegelfechter schrieb am 17. Juli 2008 at 17:27 - Permalink

      @name

      Gelbe Karte!
      Zügel bitte Deinen Umgangston; wir sind hier nicht im SPIEGEL-Forum oder bei TP.

    48. transwarp schrieb am 19. Juli 2008 at 22:15 - Permalink

      who gives a FUCK about Trupolis…?!

      …andere themen bitte…

    49. transwarp schrieb am 19. Juli 2008 at 22:18 - Permalink

      …Cool das is doch nen neues Thema Spitze..

      nehms zurück…

      und hier als schmankerl , passend zum Thema:
      http://blondesense.blogspot.com/2008/07/bush-vs-bernanke-la-jon-stewart.html

    50. Alex schrieb am 27. Juli 2008 at 11:32 - Permalink

      Wie da wieder rauskommen?

      “Die Besonderheit beider Unternehmen ist, dass sie eine implizite staatliche Garantie haben, im Notfall stützend einzugreifen. Dadurch können sie sich dank sehr guter Ratings günstige Kredite auf dem Markt beschaffen und unterliegen einer geringeren Eigenkapitalquote als andere Finanzunternehmen. Fannie und Freddie bedienen heute rund die Hälfte des US-Hypothekenmarktes ? zusammen 5.550 Mrd. US$. Gläubiger sind neben den vielen Pensionsfonds und institutionellen Anlegern auch Staatsfonds. Die größten Gläubiger sind China und Japan, die sichere Anlagen für die Dollarrückstellungen suchten und neuerdings auch Russland ? das russische Finanzministerium hat 100 Mrd. US$ in US-Hypotheken der beiden Unternehmen investiert, dies ist rund ein Fünftel der Devisenreserven.”

      Wenn ich das so lese, werden die USA aus dieser Verschuldung irgendwann doch nur noch rauskommen, wenn sie einen großen Krieg gegen mindestens einen ihrer Hauptgläubiger führen. Dieser Krieg wäre für die USA nur sinnvoll, wenn sie ihn gewinnen, denn nur dann können sie die andere Seite zwingen, die Schulden nicht zurück zu fordern. Da die USA dieses Mal nicht mehr in der Lage sein werden, die Kriegshandlungen von ihrem eigenen Territorium fern zu halten, müssen sie den Krieg eher früher als später starten, denn je länger sie warten, desto wahrscheinlicher ist die Fähigkeit der anderen Seite gewachsen, Kriegshandlungen ins Territorium der USA zu projezieren. Mit anderen Worten: je länger die USA warten, desto mehr schrumpft ihr Vorsprung an Projektionskapazität.

      Das sind leider sehr unangenehme Aussichten. Sieht hier jemand einen anderen Ausweg? Mir wäre das sehr recht.

      Gruß Alex

    51. ??????? schrieb am 5. September 2008 at 10:56 - Permalink

      5tI dont think so.7l I compleatly agree with last post. prr
      This is my project ??????? 4p

    52. ??????? schrieb am 8. September 2008 at 02:19 - Permalink

      4t?????????? ??????????!.5c ???? ???, ???? ???????? ??? ????.!
      ??????? 1r
      ??????? ????????? 4s
      ???????

    53. Christian schrieb am 23. September 2008 at 08:32 - Permalink

      Interessanter Abriss zur Geschichte der beiden Hypothekenfinanzierer! Vieles davon wusste ich noch gar nicht, aber eigentlich dachte ich auch, bald müsste man sich gar nicht mehr mit denen beschäftigen, weil sie eh bald Geschichte werden. Aber nein, nun kommen 700 Milliarden von der regierung daher und schon sieht alles wieder ganz anders aus. Alle Probleme erstmal beseitigt. Erstmal, denn ich glaube das dicke Ende kommt erst noch nach dieser Aktion, die meiner Meinung nach auch absolut nicht die beste Möglichkeit ist.


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