Beta-Journalisten und Beta-Blogger

21. Juli 2008 von Spiegelfechter - Drucken

Der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein „neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt.

Die politische Blogosphäre in Deutschland ist im besten Falle „nur“ Zweite Liga – soviel ist klar. Ein Fußballverein wie der FC. St. Pauli, der in der Zweiten Liga spielt, hat auch wesentlich mehr Charme und Authentizität, als ein kommerziell erfolgreicher Retortenklub der Ersten Liga. Streng genommen sind die deutschen Politblogs sogar nur Amateurliga. Das große Geld, die professionelle Vermarktung und die Fokussierung auf den wirtschaftlichen Erfolg sind ein Merkmal der Profi-Ligen – in denen spielen deutsche Blogs aber nicht. Der vom SPIEGEL aufgestellte Vergleich zwischen der deutschen Politbloggerszene und der amerikanischen ist daher auch ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Der erfolgreichste amerikanische Politblog, die Huffington Post, beschäftigt beispielsweise 43 Vollzeitmitarbeiter, wurde von der Millionen Dollar schweren „Ölbaronin“ Arianna Huffington gegründet und mit mindestens 5 Mio. US$ Venture-Kapital ausgestattet. Die deutschen Politblogs sind Amateurprojekte, die meist als Hobby oder Nebentätigkeit betrieben werden. Mit Geld kann man Reichweite kaufen, Authentizität nicht. Blogs sind in ihrer eigentlichen Bedeutung „Bürgerjournalismus“ und keine publizistischen Onlineprojekte, in die mehrere Millionen investiert wurden. Die Grenze zwischen den eigentlichen Blogs und Medienprojekten á la „Huffington Post“ ist klar zu ziehen, während sich die professionellen Blogprojekte nur marginal von gut gemachten Kommentarsektionen ambitionierter klassischer Medien, wie beim Guardian, unterscheiden.

Das Merkmal „Amateur“ oder „Profi“ entscheidet indes keinesfalls über die Qualität eines Mediums. Unter den „Amateuren“ gibt es ebenso viele Dilettanten, wie unter den „Profis“ und umgekehrt gibt es sowohl bei den „Profis“ gut recherchierte Hintergrundartikel, als auch bei den „Amateuren“. Der Richter ist einzig und alleine der Leser. Aus der Tatsache, dass ein Autor hauptberuflich einem anderen Feld nachgeht, zu suggerieren, er sei nicht kompetent, wie es der SPIEGEL im Falle „SPIEGELFECHTER“ versucht, entbehrt nicht einer gewissen Komik. Da fragt man sich doch, was einen Herrn Malzahn vom SPIEGEL eigentlich qualifiziert, über Außen-, Sozial- und Wirtschaftspolitik zu schreiben, ist er doch weder Volkswirt oder Politologe, sondern seit seinem Abitur in den Redaktionsstuben der Republik tätig. Wer das „alte“ Berufsideal des investigativen Journalisten mal einen Moment beiseite lässt und sich die journalistische Realität anschaut, die von Stellenstreichungen, Abgabedruck und wirtschaftlichen Aspekten bestimmt ist, wird konzedieren müssen, dass der „Amateur“ mehr Zeit und mehr Freiraum hat, in alle Richtungen zu recherchieren, als der „Profi“. Welcher „professionelle“ Journalist hat beispielsweise die Möglichkeit, sich durch hunderte Seiten starke Studien und Abhandlungen über ein außenpolitisches Thema zu lesen, wenn er einen Artikel schreiben „muss“? Das Wort „Amateur“ stammt aus dem Französischen und heißt „Liebhaber“ – wer ein Thema „liebt“, bringt nun einmal oft mehr zustande, als derjenige, der die Beschäftigung mit einem Thema als Stufe auf der Karriereleiter sieht.

In den USA ist alles größer, stärker und besser – die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. Lässt man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben fast fünfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen hätte die Huffington Post auf deutsche Zahlen übertragen auch „nur“ 47.000 Leser am Tag. Die „Nachdenkseiten“ haben trotz des „Web-Steinzeit Looks“, den der SPIEGEL ihnen attestiert, bis zu 25.000 Leser am Tag. So viel weniger ist dies auch nicht und wenn man sich vor Augen hält, dass die „Nachdenkseiten“ nur einen kleinen politischen Themenbereich abdecken, während die „Huffington Post“ das gesamte Spektrum abdeckt, ist die Besucherzahl sogar bemerkenswert. Schuster bleib bei deinen Leisten – auch der SPIEGELFECHTER mit seinen 5.000 Lesern am Tag muss sich nicht verstecken. Qualitätsmedien wie der FREITAG haben nur eine Auflage von 12.400 pro Woche, bei einer hochwertigen Qualität, mit der ein privates Blog nie mithalten kann. Der Rheinische Merkur, eine Wochenzeitung, die als kompetente Qualitätszeitung gilt, hat eine Auflage von 81.000 – das sind 11.600 pro Tag, die Hälfte der „Nachdenkseiten“ und „nur“ etwas mehr als doppelt so viel, wie der „SPIEGELFECHTER“ und dies mit 25 fest angestellten Redakteuren.

Die deutsche Politblogszene steckt noch in den Kinderschuhen, aber auch Kinder entwachsen irgendwann ihren Schuhen. Während die „klassischen Medien“ vor zwanzig Jahren noch eine große Glaubwürdigkeit beim Leser genossen, so gehört dies mittlerweile der Geschichte an. Seit seiner neoliberalen Wende ist der SPIEGEL bei wirtschaftspolitischen Themen in etwa so glaubwürdig, wie die Apothekenumschau bei Gesundheitsthemen. Wenn man seine eigenen Fehler sieht, kann man sie abschalten – das Problem an den „Mainstreammedien“ ist allerdings, dass sie ihre eigenen Fehler nicht sehen und Kritik als „Freaktum“ abtun. In einem Gespräch über dieses Thema sagte Michael Rutz – Chefredakteur beim „Rheinischen Merkur“ – dem Autor, sein Blatt kommentiere aktuelle Themen stets objektiv. Im journalistischen Kontext ist ein Kommentar allerdings per Definition „die persönliche Meinung des Autors“ und kann bestenfalls zu einem „objektiven“ Bild beim Leser beitragen, aber nie selbst „objektiv“ sein. Diese „unfreiwillige“ Offenbarung des Selbstbildnisses des deutschen Journalismus, illustriert die Kernaufgabe von Blogs.

Meinungsvielfalt kontra Meinungsmonopolismus. Dies ist kein „Nullsummenspiel“, wie der SPIEGEL mutmaßt, sondern ein wichtiger Beitrag zur Meinungsbildung des Lesers. Nur wer alle Facetten eines Themas kennt, kann sich selbst ein Bild machen. Leider vernachlässigen es die deutschen „Mainstreammedien“ zusehends, Facetten anzubieten, die nicht in die politische Ausrichtung dieser Medien passen. So lange sie ihrem Auftrag nicht nachkommen, möglichst unfassend und undogmatisch über das weltpolitische Geschehen zu berichten, ist das – zugegebenermaßen schleppende – Wachstum der politischen Blogosphäre nicht zu stoppen. Der Leser ist nicht so dumm, wie man in einigen Redaktionsstuben denkt – er sucht nach seiner eignen „Wahrheit“ und wenn er in den „Mainstreammedien“ keine Erkenntnisse findet, die ihn intellektuell befruchten, sucht er sich diese Erkenntnisse halt woanders. Anders als der „Qualitätsjournalismus“ erhebt die Blogosphäre gar nicht den Anspruch „objektiv“ zu sein – sie ist eine Facette im großen Spektrum unterschiedlicher Meinungen. Man kann sie zur Kenntnis nehmen, man kann ihr Glauben schenken, man kann sie als Ergänzung oder als Korrektiv zum „Qualtiätsjournalismus“ sehen – man kann und sollte sie indes nicht marginalisieren. Letztendlich entscheidet der Leser, was er als Teil seiner eigenen „Wahrheitsfindung“ lesen will. Konkurrenz belebt das Geschäft und wenn die deutschen Beta-Journalisten eines ganz gut gebrauchen könnten, dann ist dies Konkurrenz.

P.s.: Der Vergleich zwischen deutschen und englischsprachigen Medien, ließe sich auch auf den Bereich des Print- und Onlinejournalismus ausdehnen. Woran liegt es, dass die verlinkten „Hintergrundartikel“ der meisten SPIEGELFECHTER-Artikel – mit wenigen Ausnahmen – englischsprachige Medien sind? Warum berichten Guardian, Christian Science Monitor, Times, Washington-Post oder Independent besser über außenpolitische Themen als ihre deutschsprachigen Pendants? Warum hat es der SPIEGEL in letzter Zeit nicht vermocht, einen Artikel hervorzubringen, der qualitativ so hochwertig war, dass er „verlinkbar“ wäre? Stecken die deutschen „Beta-Journalisten“ etwa in einer Daseinskrise?

Update: Der Artikel ist jetzt (Mo. 18:45) auch auf SPON zur Zweitverwertung erschienen. Und wie es bei dem Gossen- und Boulevardableger des SPIEGELS üblich ist, wird dort die Story in der Überschrift ein wenig “aufgesext”. “Polemisch, rechthaberisch, machtlos [...]” - so so, polemisch sind “wir” nun auch schon. Was dazu wohl Herr Broder sagen wird? Einen Artikel “Blog” zu nennen, grenzt derweil an Dämlichkeit. Und ob der kleine aber feine Schreibfehler in der Webadresse vom SPIEGELFECHTER nur ein Zufall ist? Wer weiß.

Zu diesem Thema auch: Der Qualitätsjournalismus wird gegen das böse Internet obsiegen

Aus der Blogosphäre:
Medienlese: Blogs in Deutschland: “Man spricht nicht darüber”
Weltblick plus: Die Beta-Blogger
Die Welt ist Scheisse: Blogs funktionieren nicht, weil…
F!XMBR: Ich muss mich vielleicht korrigieren - Blogs scheinen doch zu funktionieren
Citronengras: Allein das Wort schon!
opponent.de: Bloggen: Ein Blick in den “Spiegel”
CIO Weblog: Spiegel treibt Sau durchs Sommerloch

Update:
Auch lesenswert: Moritz Homan - Morgen Aronal, Mittags Karies

Update II:
Eine gut geschrieben Replik auf den SPIEGEL Artikel hat Thomas Knüwer in seinem Blog “Indiskretion Ehrensache” verfasst.
Auch der Oeffinger Freidenker hat sich des Themas angenommen.

Update III:
Nun hat sich auch Albrecht Müller von den Nachdenkseiten zum Thema geäußert - und dies in einer Form, die das Attribut “Lesebefehl” rechtfertigt.

Bildnachweis (v.o.n.u.): Spiegelfechter, Blog@Netplanet, DHM, Spiegelfechter, F!XMBR

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Trackbacks:

  1. [...] Der Spiegelfechter hat das bisher beste bzgl. des Spiegelartikels geschrieben. Da steht alles drin, was man dazu wissen [...]


  2. [...] Der Spiegelfechter: Beta-Journalisten und Beta-Blogger. [...]


  3. 3 · Weltblick » Die Beta-Blogger am 21. Juli 2008 um 18:26

    [...] Der Spiegelfechter: Beta-Journalisten und Beta-Blogger [...]


  4. [...] Das Zitat des Tages von mir zum Zitat des Tages von [...]


  5. [...] genau an dieser Nahtstelle zwischen der Diskussion zum Thema Politblogger und der zum Thema “Funktionieren von Blogs” liegt das Körnchen Realität. [...]


  6. 6 · o.me - du blogst noch? du amateur am 21. Juli 2008 um 21:15

    [...] anderem haben der spiegelfechter, coffee and tv und einige andere auch antworten zu selbigem verfasst. die meinung der blogbar kann [...]


  7. [...] Symbolbild für den polemischen, rechthaberischen und machtlosen Blogger genommen wird, hat er sich direkt dazu geäußert und mit seinem Eintrag vollkommen recht. “Polemisch”, sagt der Spiegel, der mit Henryk [...]


  8. [...] Spiegel-Artikel muss man nichts mehr sagen, der Spiegelfechter hat das schon gemacht. Die Beta-Blogger: Polemisch, rechthaberisch, machtlos ist ein [...]


  9. [...] Reaktionen zur SPIEGEL-Story hier, hier, hier und [...]


  10. 10 · Medientrauma | Bürger-Herold am 21. Juli 2008 um 23:55

    [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger [...]


  11. 11 · Die Beta-Blogger (SPIEGEL) at Robin Haseler am 22. Juli 2008 um 08:20

    [...] Spiegelfechter: “Beta-Journalisten und Beta-Blogger” [...]


  12. 12 · medienlese.com » Blog Archiv » 6 vor 9 am 22. Juli 2008 um 08:55

    [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger (spiegelfechter.com) “In den USA ist alles größer, stärker und besser – die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. Lässt man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben fast fünfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen hätte die Huffington Post auf deutsche Zahlen übertragen auch ‘nur’ 47.000 Leser am Tag.” [...]


  13. [...] ich natürlich zum SPIEGEL-Thema auch verlinken: Lukas Heinser, Sven Keßen, Erich Kubitz, Jens Berger oder Besim Karadeniz - um nur einige Beispiele zu nennen. :) Verwandte [...]


  14. 14 · Blog-Abwatschenspaß - xTown.net am 22. Juli 2008 um 09:21

    [...] Besserblogger wie Herrn Niggemeyer oder Jens Berger als “Beta-Blogger” ab. Letzterer freilich lässt das nicht auf sich sitzen und schreibt gegen die Ungerechtigkeiten an, die Spiegel Online ihm angetan hat: Ein Fußballverein [...]


  15. [...] In den USA ist alles größer, stärker und besser – die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. Lässt man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben fünfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen hätte die Huffington Post auf deutsche Zahlen übertragen auch „nur“ 37.000 Leser am Tag. Die „Nachdenkseiten“ haben trotz des „Web-Steinzeit Looks“, den der SPIEGEL ihnen attestiert, bis zu 25.000 Leser am Tag. So viel weniger ist dies auch nicht und wenn man sich vor Augen hält, dass die „Nachdenkseiten“ nur einen kleinen politischen Themenbereich abdecken, während die „Huffington Post“ das gesamte Spektrum abdeckt, ist die Besucherzahl sogar bemerkenswert. Quelle: Spiegelfechter [...]


  16. [...] noch die Meinung einiger anderer Köche, ähhh, Blogger: Spiegelfechter, medienlese, f!xmbr, CIO Blog) Veröffentlicht von Achim Barczok Abgelegt unter [...]


  17. 17 · Wir lieben das Web 2.0 bei Pflasterstrand am 22. Juli 2008 um 10:21

    [...] sich die Angesprochenen zu Recht wehren (es gibt so viele Kommentare, aber vor allem lesenswert ist dieser hier), während also mal wieder Journalisten und Blogger gegeneinander hetzen, möchte ich einen Dank [...]


  18. 18 · ” Blogs, die die Welt noch braucht » ring2* am 22. Juli 2008 um 11:28

    [...] der fröhlichen Diskussion in den deutschen Blogs (1, 2, bspw.) zum Spiegel-Artikel “Die Beta-Blogger”, sickert langsam durch, was genau hinter dem Artikel steckt. [...]


  19. [...] selbstbezogen und unprofessionell. Kurz: Lauter Schlaubi Schlümpfe. Einige Lichtblicke wie Der Spiegelfechter, Stefan Niggemeier, BildBLOG, oder die NachDenkSeiten werden zwar erwähnt, an der [...]


  20. 20 · SPON: Linkbait auf die böse Tour? am 22. Juli 2008 um 14:50

    [...] paar Reaktionen samt leckerer Backlinks gibt es schon (hier oder hier und hier) aber mal ehrlich: muss man sich wirklich von jeder SPON-Anmache wie eine Sau [...]


  21. [...] da schließe ich mich mit ein. Viele Blogger wie Spiegelfechter, Coffee and TV oder CIO Weblog haben sich ja schon darüber aufgeregt. Was sage ich dazu? Ja, der [...]


  22. [...] in Deutschland zerpflückt auch diesen Spiegel-Artikel. Egal, ob da nun über Reichweiten, Zahnpasta, Heuchelei, Professionalität, PR, Alpha-Journalisten, Vergleicherei, Hackebeile, [...]


  23. [...] dieser überflüssigen Diskussion. Gleiches gilt auch für Magazine, Fernsehen, Flugblätter,… Lasst doch einfach die armen Bäume weiterleben, [...]


  24. [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger beim "Spiegelfechter": "…der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein „neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt…" (Quelle und Originaltext: Der Spiegelfechter) [...]


  25. [...] in Deutschland zerpflückt auch diesen Spiegel-Artikel. Egal, ob da nun über Reichweiten, Zahnpasta, Heuchelei, Professionalität, PR, Alpha-Journalisten, Vergleicherei, Hackebeile, [...]


  26. [...] Der vom SPIEGEL aufgestellte Vergleich zwischen der deutschen Politbloggerszene und der amerikanischen ist daher auch ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Der erfolgreichste amerikanische Politblog, die Huffington Post, beschäftigt beispielsweise 43 Vollzeitmitarbeiter, wurde von der Millionen Dollar schweren “Ölbaronin” Arianna Huffington gegründet und mit mindestens fünf Mio. US$ Venture-Kapital ausgestattet. Die deutschen Politblogs sind Amateurprojekte, die meist als Hobby oder Nebentätigkeit betrieben werden. Mit Geld kann man Reichweite kaufen, Authentizität nicht. Blogs sind in ihrer eigentlichen Bedeutung “Bürgerjournalismus” und keine publizistischen Onlineprojekte, in die mehrere Millionen investiert wurden. In den USA ist alles größer, stärker und besser – die Huffington Post hat pro Monat bis zu 5,7 Mio. Leser. Lässt man die Tatsache mal heraus, dass Englisch auf der ganzen Welt gesprochen wird und viele dieser Leser keine Amerikaner sind, relativiert sich diese Zahl. Die USA haben fünfmal so viele Einwohner wie Deutschland, so gesehen hätte die Huffington Post auf deutsche Zahlen übertragen auch “nur” 37.000 Leser am Tag. Die “Nachdenkseiten” haben trotz des “Web-Steinzeit Looks”, den der SPIEGEL ihnen attestiert, bis zu 25.000 Leser am Tag. So viel weniger ist dies auch nicht und wenn man sich vor Augen hält, dass die “Nachdenkseiten” nur einen kleinen politischen Themenbereich abdecken, während die “Huffington Post” das gesamte Spektrum abdeckt, ist die Besucherzahl sogar bemerkenswert. Quelle: Spiegelfechter [...]


  27. 27 · Danke, SPIEGEL! « aprosdokese am 23. Juli 2008 um 07:25

    [...] ganze Welt Blogosphäre ist in heller Aufregung, ärgert sich übers Nachtreten oder schlechte Wortspiele. Da werden aber auch Artikel [...]


  28. [...] Die politische Blogosphäre in Deutschland ist im besten Falle „nur“ Zweite Liga – soviel ist klar. Ein Fußballverein wie der FC. St. Pauli, der in der Zweiten Liga spielt, hat auch wesentlich mehr Charme und Authentizität, als ein kommerziell erfolgreicher Retortenklub der Ersten Liga. Streng genommen sind die deutschen Politblogs sogar nur Amateurliga. Das große Geld, die professionelle Vermarktung und die Fokussierung auf den wirtschaftlichen Erfolg sind ein Merkmal der Profi-Ligen – in denen spielen deutsche Blogs aber nicht. Der vom SPIEGEL aufgestellte Vergleich zwischen der deutschen Politbloggerszene und der amerikanischen ist daher auch ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Der erfolgreichste amerikanische Politblog, die Huffington Post, beschäftigt beispielsweise 43 Vollzeitmitarbeiter, wurde von der Millionen Dollar schweren „Ölbaronin“ Arianna Huffington gegründet und mit mindestens 5 Mio. US$ Venture-Kapital ausgestattet. Die deutschen Politblogs sind Amateurprojekte, die meist als Hobby oder Nebentätigkeit betrieben werden. Mit Geld kann man Reichweite kaufen, Authentizität nicht. Blogs sind in ihrer eigentlichen Bedeutung „Bürgerjournalismus“ und keine publizistischen Onlineprojekte, in die mehrere Millionen investiert wurden. Die Grenze zwischen den eigentlichen Blogs und Medienprojekten á la „Huffington Post“ ist klar zu ziehen, während sich die professionellen Blogprojekte nur marginal von gut gemachten Kommentarsektionen ambitionierter klassischer Medien, wie beim Guardian, unterscheiden. mehr bei Der Spiegelfechter… [...]


  29. [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger beim “Spiegelfechter”: “…der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein „neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt…” (Quelle und Originaltext: Der Spiegelfechter) [...]


  30. [...] “Beta-Journalisten und Beta-Blogger” (Der SPIEGELFECHTER) [...]


  31. [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger beim “Spiegelfechter”: “…der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein „neues“ Phänomen entdeckt – Deutschlands Politblogger, international nur Zweite Liga und „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohung durch den Bürgerjournalismus ist eine Entwicklung, die den deutschen Beta-Journalisten in seinem Selbstverständnis berührt…” (Quelle und Originaltext: Der Spiegelfechter) [...]


  32. [...] Blogs auf genau das ein, was die Kritik erst auslöste. So können (oder wollen?) weder der Spiegelfechter noch die Nachdenkseiten der Versuchung widerstehen und geben sich genau wie zig andere Blogs (die [...]


  33. [...] nur Zweite Liga und „unpolitsch und rechthaberisch, selbstbezogen und unprofessionell.“ Aber immerhin doch so unwichtig, dass man ihnen drei Seiten widmen muss, denn die gefühlte Bedrohun… (Der [...]


  34. [...] Die politische Blogosphäre in Deutschland ist im besten Falle „nur“ Zweite Liga – soviel ist klar. Ein Fußballverein wie der FC. St. Pauli, der in der Zweiten Liga spielt, hat auch wesentlich mehr Charme und Authentizität, als ein kommerziell erfolgreicher Retortenklub der Ersten Liga. Streng genommen sind die deutschen Politblogs sogar nur Amateurliga. Das große Geld, die professionelle Vermarktung und die Fokussierung auf den wirtschaftlichen Erfolg sind ein Merkmal der Profi-Ligen – in denen spielen deutsche Blogs aber nicht. Der vom SPIEGEL aufgestellte Vergleich zwischen der deutschen Politbloggerszene und der amerikanischen ist daher auch ein Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Der erfolgreichste amerikanische Politblog, die Huffington Post, beschäftigt beispielsweise 43 Vollzeitmitarbeiter, wurde von der Millionen Dollar schweren „Ölbaronin“ Arianna Huffington gegründet und mit mindestens 5 Mio. US$ Venture-Kapital ausgestattet. Die deutschen Politblogs sind Amateurprojekte, die meist als Hobby oder Nebentätigkeit betrieben werden. Mit Geld kann man Reichweite kaufen, Authentizität nicht. Blogs sind in ihrer eigentlichen Bedeutung „Bürgerjournalismus“ und keine publizistischen Onlineprojekte, in die mehrere Millionen investiert wurden. Die Grenze zwischen den eigentlichen Blogs und Medienprojekten á la „Huffington Post“ ist klar zu ziehen, während sich die professionellen Blogprojekte nur marginal von gut gemachten Kommentarsektionen ambitionierter klassischer Medien, wie beim Guardian, unterscheiden. . . Weiterlesen [...]


  35. [...] Durchaus nicht frei von Polemik, aber reich an stichhaltigen Argumenten antworten Blogs wie “Spiegelfechter” und “Indiskretion [...]


  36. [...] Sie hier den Beitrag des [...]


  37. [...] nicht gern zu berechenbarem, blökendem Herdenvieh. Klar, dass namentlich genannte Blogger wie Jens Berger und die Nachdenkseiten aus der “Web-Steinzeit” darauf reagieren. Thomas Knüwer [...]


  38. 38 · Unwichtige Blogger - unnamed feelings am 30. Juli 2008 um 04:16

    [...] zu zeigen, daß deutsche Polit-Blogs unwichtig sind und man besser beim Spiegel bleibt, nimmt der Spiegelfechter sich des Artikels an und arbeitet ihn auf. Wobei, wenn ich mir mal so die meisten sogenannten [...]


  39. [...] Spiegelfechter ( Jens Berger ) , 21. 7. : Beta- Journalisten und Beta- Blogger Der SPIEGEL hat in seiner jüngsten Print-Ausgabe ein “neues“ Phänomen entdeckt – [...]


  40. [...] die Replik der Nachdenkseiten und die des Spiegelfechters. Dort gibt es denn auch reichlich [...]


  41. [...] Beiträgen auch einen zu “Bürgerjournalisten & Weblogs” findet, ein immer wieder heiß diskutiertes Thema, aber meiner Meinung nicht das interessanteste. In dem Sammelband wird zum [...]


  42. [...] Beiträgen auch einen zu “Bürgerjournalisten & Weblogs” findet, ein immer wieder heiß diskutiertes Thema, aber meiner Meinung nicht das interessanteste. In dem Sammelband wird zum [...]


  43. [...] werden, u.a. in Blogs. Dabei muss niemand Spiegelkritik lesen, und auch die im Spiegel namentlich Geschmähten darf man durchaus übersehen, für irrelevant halten, einfach nicht mögen. Aber unterm [...]


  44. [...] Beta-Journalisten und Beta-Blogger (Spiegelfechter) [...]


Kommentare:

  1. · Franktireur am 21. Juli 2008 um 13:12 - Permalink

    Ja ja, unsere geliebten Durchschnittsqualitätsjournalisten…
    Ich frage mich stets, wann denen endlich mal auffällt, wie sehr sie sich selbst dauernd widersprechen. Entweder ist etwas wichtig und bedrohlich - dann schreibe ich darüber und setze mich damit auseinander; oder es ist völlig unwichtig und belanglos - dann lasse ich es links liegen. Aber nein, unsere etablierten Medien behaupten stets das zweitere, um sich dann mit Vehemenz draufzustürzen. Früher wurden solche Vorstöße “Mut der Verzweiflung” genannt. Doch ich habe eher den Eindruck, daß es nur noch mit Angst und Verzweiflung einhergeht, wenn sich diese “Journalisten” so mit blogs und anderen websites beschäftigen. Denn sie merken, daß sie hinterherhinken, daß sie nicht mehr das exklusive Meinungsmacherrecht besitzen und zudem ihre Hohlheit, ihre Einseitigkeit, ihre Schlampigkeit bei der Recherche und ihr Rudelverhalten von mal zu mal immer mehr Menschen auffällt. Und das macht Angst, denke ich. Da jaulen sie dann wie ein waidwundes Tier. Recht so, sie haben es sich in den letzten Jahren redlich erarbeitet. Sie wollten nicht hören, also fühlen sie es jetzt.


  2. · CHR am 21. Juli 2008 um 13:38 - Permalink

    Ist es bezeichnend, dass ich schon im zweiten Absatz an dem Wort “Profiligen” scheiterte, da ich es im Kontext der Kommerzialisierung als “Profil-igen” statt “Profi-Ligen” las?


  3. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 13:44 - Permalink

    @CHR

    Ist es bezeichnend [...] ?

    Das darfst Du mich nicht fragen ;-)


  4. · N. am 21. Juli 2008 um 13:49 - Permalink

    (Fast) kommentarlos:
    youtube.co...

    Ab 1:10.

    So unglaublich dumm/dreist, kein Wunder, dass man gegen Blogs tritt. Sonst hat man ja nichts zu schreiben. Und kein Wunder, dass gegenwärtig ja die ersten Versuche in der EU anlaufen, Blogs zu zertifizieren etc. pp.

    Eines der imho besten Bücher zum Thema Medien wäre Chomskys Manufacturing Consent.


  5. · Peter am 21. Juli 2008 um 13:56 - Permalink

    Darf ich auf einen kleinen Buchstabenfehler aufmerksam machen?

    „Qualitätsmedien wir der FREITAG haben…“


  6. · Jochen Hoff am 21. Juli 2008 um 14:01 - Permalink

    Ich muss immer ein wenig lächeln wenn der Spiegel über die Qualität von anderen berichtet, oder noch besser anderen sagt, was sie tun sollen. Das erinnert immer ein wenig an den Geburtsblinden, der anderen die Farbe der Milch erklärt. Es ist niedlich.

    Ich sehe die Entwicklung deutscher Blogs von meinem gemütlichen Flecken, hinterm Friedhof, ganz am Rande von Kleinbloggersdorf, recht positiv. Die Leserzahlen steigen selbst in so einem Meckerblog wie dem meinen kontinuirlich an, ließen sich mit besseren Leuten als ich es bin, auch problemlos weiter ausbauen. Würde man mit mehr Leuten schreiben, gäbe es noch mehr Leser.

    Leute sind wie Jens es schon beschreibt eine Frage des Geldes. Aber ich glaube das es auch so geht. Die Menschen in Deutschland sind zunehmend dazu bereit, ihre Informationen auch zu suchen. In einem Blog der mit Klarnamen geführt wird, gibt es immer mehr Schnittmengen, zwischen der Realität und der virtuellen Welt.

    Es ist durchaus üblich, mir auf der Straße zu sagen, worüber ich schreiben soll. Die Anzahl der Tips über das Kontaktformular oder Mail nimmt zu. Selbst per Snail-Mail kommen Hinweise.

    Dazu kommt eine wieder besser werdende Vernetzung der Blogs untereinander. Wir weisen wieder darauf hin, wer selbst etwas zu einem Thema gesagt hat, das wir selbst beackern.

    Ich glaube wir stehen geradezu auf einer Schwelle zu einer neuen deutschen Blogwelt und die hämischen Kommentare von Spiegel, Zeit und Süddeutscher helfen uns. Sag den Leuten wo sie engagierte Meinung finden und sie gehen dort hin. Sie sind auch in der Lage die Überreaktion der Blogger zu sehen, zu kritisieren oder auch zu verstärken. Es ist Bewegung in der Sache.

    Übrigens Herr Malzahn und andere Spiegelautoren sind natürlich qualifiziert für alles. Hinter dem Spiegel steht die Familie Mohn mit ihrer unsäglichen Bertelsmannstiftung die es geschafft hat, so etwas wie eine Staatsmeinung bei unseren Politikern zu etablieren, die in Wirklichkeit nur dem Nutzen der Familie Mohn dient.

    Mit der riesigen Steuersubvention durch die Stiftung sind die Mohns in der Lage jeden auch noch so großen Blödsinn durch ihre Magazine Stern und Spiegel, oder ihre Fernsehsender RTL und n-tv zwecks Meinungsmache hindurchzuscheuchen. Dieser Demagogie kann kaum einer entgehen. Deshalb kann der Spiegel ja auch schreiben was er will. Also alles. Bis auf die Wahrheit natürlich. Die gibt es im Reiche Mohn nicht. Die darf auch nicht geschrieben werden.


  7. · VdU am 21. Juli 2008 um 14:10 - Permalink

    Ein sehr schöner Kommentar.

    Ich besuche die großen amerikanischen Blogs regelmäßig, gerade mit der Huffington Post kann ich mich aber nicht anfreunden. Unübersichtlich, verworren und oftmals mit sehr vagen Quellen - selbiges gilt für einige weitere Großprojekte in der US-Blogosphäre.

    Ich sehe es daher keineswegs als Nachteil an, dass deutsche Blogs - bestes Beispiel eben der Spiegelfechter - die Sache in kleinerem Rahmen angehen. Lieber lese ich alle paar Tage einen tiefgründigen, interessanten Artikel, als tagtäglich mit Unmengen von Meinungen und viel Rumgeschrei überschwemmt zu werden.

    Den Konflikt zwischen klassischem Journalismus und Blogs sehe ich im übrigen nur beim Spiegel. Insbesondere englischsprachige Publikationen, die New Yorks Times oder der Guardian, integrieren Blogs sehr sinnvoll und informativ in ihr Angebot - der Spiegel scheint dahingehend einen eigenen Weg gehen zu wollen. Man möchte fast sagen, dass da jemand eine Entwicklung verschlafen hat…


  8. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 14:11 - Permalink

    @Peter

    Danke!


  9. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 14:17 - Permalink

    @VdU

    Den Konflikt zwischen klassischem Journalismus und Blogs sehe ich im übrigen nur beim Spiegel. Insbesondere englischsprachige Publikationen, die New Yorks Times oder der Guardian, integrieren Blogs sehr sinnvoll und informativ in ihr Angebot

    Absolut - obgleich die Blogsektionen der genannten Medien streng genommen eher Kommentarsektionen bzw. Kolumnen sind, die blogtypische Kommentare von Usern zulassen. Das soll nicht wertend sein, lieber eine gut gemachte “Kolumne”, als ein schlecht gemachter Blog.

    der Spiegel scheint dahingehend einen eigenen Weg gehen zu wollen. Man möchte fast sagen, dass da jemand eine Entwicklung verschlafen hat…

    Absolut - “Blogs” sind in der SPIEGEL-Denke ein internetinternes Phänomen, dass sich mit dem Internet und nicht mit der “echten” Politik zu beschäftigen hat. “U” anstatt “E”, ein klassisches Mißverständnis.

    btw.: Es gibt sehr gute deutsche Journalisten; sie arbeiten z.B. für die Hörfunkprogramme der Öffentlich Rechtlichen und haben dort eine ähnlich miese Reichweite, wie der FREITAG oder “wir” Blogger.


  10. · Rikler am 21. Juli 2008 um 14:46 - Permalink

    Was erwartet man denn vom SPIEGEL? Ich fühle mich nur noch mehr bestätigt, dass ich ihn nicht lese. Ich unterhalte mich ja auch nicht mit einem 3jährigen über Weltpolitik, geschweige denn, dass ich seine Meinung darüber wissen möchte.


  11. · Luca am 21. Juli 2008 um 15:17 - Permalink

    Klasse Werbung für Spiegelfechter & Co., selbst wenn die Bloggs zerissen wurden, das wird trotzdem oder gerade deswegen den ein oder anderen Spiegel-Leser auf euch neugierig gemacht haben.

    Was würde denn eine dreiseitige Werbung im Spiegel kosten? 50.000 Euro? Ich würde diesen Artikel als fettes Geschenk sehen. :-)


  12. · Lau Dan am 21. Juli 2008 um 15:21 - Permalink

    oh, es gibt sogar gute Journalisten, die zusätzlich zu ihren Brotjobs noch Artikel in Blogs veröffentlichen …

    ausserdem ist der Artikle hier mal wieder viel zu gnädig mit dem Spiegel, mMn gibt es überhaupt keine Themen bei dem dieser Praktikanten- u Schnöselzoo noch glaubwürdig wäre -
    es sind ja grad Spiegel u Co die sich nicht mit “der echten” Politik beschäftigen, und uns “U” für “E” vorspielen, Scheinpolitik & Propganda aufgelockert mit Boulevard u Konsumtips - natürlich werden die Sesself***** dort hämisch wenn sie irgendwo anders Aufrichtigkeit wittern


  13. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 15:24 - Permalink

    @Luca

    Ich würde diesen Artikel als fettes Geschenk sehen. :-)

    Na klar ;-)
    Ich (und sicher auch Wolfgang Lieb) ahnte ja schon vorher, wo diese “Story” hingehen wird. Anfangs war ich auch eher skeptisch, mich mit dem SPIEGEL zu treffen, aber letztendlich dachte ich mir, “die können schreiben, was sie wollen, der Leser entscheidet”. Und ein bisschen Werbung für die Nachdenkseiten und mich … das passt schon ;-)


  14. · Armin am 21. Juli 2008 um 15:25 - Permalink

    Ich habe ja auch immer gedacht der SPIEGEL sei das Hauptquatier des realitätsfernen Arroganzjournalsmus - bis ich auf blog.tagesschau.de stieß.

    Jens, Du brauchst einfach mehr Fotostrecken! Und mehr die “10 Tipps für…” und natürlich mehr Gastkommentare von Broder (ein Mann der sich, immer wenn er über die Türkei redet, einen Fes aufsetzt, muss einfach gut sein). Dafür könnten wir ja auch mal zusammenlegen.

    Andererseits: Toll zu den oberen 5000 zu gehören! ;-)


  15. · Jolly Rogers am 21. Juli 2008 um 15:34 - Permalink

    Danke für den Hinweis auf die profunde Ausbildung des Herrn Malzahn…

    ;-)

    Im Übrigen schließe ich mich der Meinung an, dass die Artikel hier besser recherchiert und besser geschrieben sind als 90% der “Inhalte”, die uns DER SPIEGEL als “Qualität” vorsetzt.


  16. · Marco am 21. Juli 2008 um 15:46 - Permalink

    Jetzt läuft der Blog ja wieder. :-)

    Als ich Sonntagnacht vorbeischaute, da gab’s ‘ne Fehlermeldung (irgenwas mit “failed to connect database.” oder so). Probleme mit dem Wordpress-Update gehabt?


  17. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 15:52 - Permalink

    @Marco

    Nee, der Fehler lag beim Hoster und ausnahmsweise mal nicht bei mir ;-)


  18. · fuchs am 21. Juli 2008 um 16:27 - Permalink

    Hallo Jens,
    vielen Dank erst mal für Deinen grandiosen Blog. Da hinkt der Spiegel – vor allem in der Online-Version – qualitativ Lichtjahre hinterher. Vielleicht werde ich ja im SPON-Forum nicht mehr veröffentlicht weil ich zu oft auf Artikel von Dir, Oeffinger Freidenker, Egon Kreutzer, Feynsinn.org und weitere. verlinkt habe.

    Immerhin geht den „Qualitäts-Journalisten” der Ar… mittlerweile ganz schön auf Grundeis. Vor diesem Hintergrund ist Abqualifizierung seitens des Spiegels als höchstes Lob und beste PR für Dich zu werten. Mach weiter so!

    fuchs (alias im SPON-Forum)


  19. · hannilein am 21. Juli 2008 um 16:32 - Permalink

    @ CHR, #2

    Du hast leider recht, bin selber auch darüber gestolpert und habe das jetzt abgeändert. Dummerweise habe ich als Jens “ehrenamtliche Teilzeitlektorin” derzeit leider einfach nicht die Zeit, regelmäßig Korrektur zu lesen (ist ja für einen Blog eh schon eher ungewöhnlich), und es kommt ja zunächst auch mal auf die Inhalte an, aber eine sorgfältige und klare “Schreibe” begrüsse natürlich auch ich ;-)

    Gruß
    hannilein

    Notiz für den “Cheffe”: Hab’s abgeändert - wenn Du auf Deiner Schreibweise beharrst, änderst Du halt meine Änderung :-P


  20. · Michael Kostic am 21. Juli 2008 um 16:33 - Permalink

    Hallo Jens,

    also jetzt mal unter uns Betschwestern (hier liest ja eh Keiner):

    Wie viel Euro hat dir die “Bild der Intellektuellen” abgeknöpft, damit Du dort derart offensichtlich Erwähnung findest?

    Ordentlich (und vor allem zeitnah) recherchiert ist der Artikel zumindest nicht, wie Du sicherlich sofort erkannt hast :-)

    Für mich war es damals tatsächlich sehr erschreckend in welcher Geschwindigkeit das besagte Blatt (in so gut wie allen Aspekten) neue -teils absolut entstellende- Züge annahm, kaum das die fleischlichen Überreste - des Geistes dahinter- erkaltet waren. Rudolf Augstein war eine bedeutende, sehr weit denkende Persönlichkeit. In den gewaltigen Fussspuren seines Wesens haben sich fast alle Journalisten des Blattes simpel verirrt!

    Und genau das ist der Spiegel aktuell. Ein Zerrbild der Irrungen und Wirrungen. Exakt so liest sich denn auch der von dir beschriebene Artikel…

    Gruß

    Derweil: Ich bekomme immer noch keine Kommentare in meinem FEED-Reader von dir angezeigt.


  21. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 16:43 - Permalink

    @hannilein

    Das Wort heißt “Profiliga” und nicht “Profi-Liga”, warum sollte da ein Bindestrich stehen? Die Assoziation “Profil-igen” erschließt sich mir auch nicht. Aber da Du ja der Germanist von uns beiden bist, gebe ich natürlich geschlagen ;-)


  22. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 16:47 - Permalink

    @Michael

    Wie viel Euro hat dir die “Bild der Intellektuellen” abgeknöpft, damit Du dort derart offensichtlich Erwähnung findest?

    Oh, das willst Du gar nicht wissen - aber die siebenstellige Venturekapitalspritze, die ich abgezockt habe, ist nun fast aufgebraucht ;-)

    Ordentlich (und vor allem zeitnah) recherchiert ist der Artikel zumindest nicht, wie Du sicherlich sofort erkannt hast :-)

    Klar, aber das liegt eher an meinen Aussagen und nicht an der Recherche. Da muß ich den Autor schon mal in Schutz nehmen.

    Rudolf Augstein war eine bedeutende, sehr weit denkende Persönlichkeit. In den gewaltigen Fussspuren seines Wesens haben sich fast alle Journalisten des Blattes simpel verirrt!

    Leider ist dem genau so und es ist keine Besserung in Sicht.

    Derweil: Ich bekomme immer noch keine Kommentare in meinem FEED-Reader von dir angezeigt.

    Keine Ahnung, woran das liegt. Bei mir liest sich der Kommentarfeed normal. Darüber können wir mal per Mail reden.


  23. · Fabian am 21. Juli 2008 um 16:54 - Permalink

    Jens: Kannst du denn schon einen Anstieg der Besucherzahlen bemerken?


  24. · Chris am 21. Juli 2008 um 17:04 - Permalink

    @Fabian: Jetzt wohl weniger, wenn überhaupt am Ende des Tages.

    Zudem sind diese Zahlen, und auch die der nächsten Tage, nicht aussagekräftig, weil die Blogosphäre mal wieder eine Sau durchs Dorf treibt, und Jeder Jeden verlinkt… ;-)

    @Jens: Du solltest vielleicht mal einen Text selbst über das Gespräch mit dem sogenannten Spiegel-Journalisten schreiben. Mich würde wahnsinnig interessieren, wie das abgelaufen ist.

    Wie haben die Kontakt aufgenommen?
    Was wurde im Vorfeld gesagt?
    Wurde etwas verpsrochen?
    etc. pp.


  25. · Marcel am 21. Juli 2008 um 17:10 - Permalink

    Das schöne an der ganzen Zerreisserei der DeuBlogs ist ja, daß der Spiegel selbst bei Ehrensenf mit drinhängt. Ist irgendwie… merkwürdig und widersprüchlich.


  26. · Michael Schöfer am 21. Juli 2008 um 17:15 - Permalink

    Wo liegt eigentlich das Problem? Ich schreibe - selbst wenn mich der Spiegel als E-Blogger bezeichnen würde. Na und? Mir macht’s Spaß. Das ist Grund genug, nur darauf kommt es an. Da in den etablierten Medien immer wieder abfällig über Blogger geschrieben wird, scheint die aber etwas mächtig zu ärgern. Wenn die Qualität vom Spiegel so gut und die Qualität von Weblogs so schlecht ist, bräuchte die das im Grunde überhaupt nicht zu stören. Ob die vielleicht ein bisschen verunsichert sind?


  27. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 17:47 - Permalink

    @Fabian

    Jens: Kannst du denn schon einen Anstieg der Besucherzahlen bemerken?

    Ja, aber nur leicht - ein kommentierter Link auf den Nachdenkseiten oder gar auf Heise.de bringt einiges mehr ;-)

    Mal schauen, was kommt, wenn der Artikel von SPON “zweitverwertet” wird.


  28. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 17:50 - Permalink

    @chris

    Du solltest vielleicht mal einen Text selbst über das Gespräch mit dem sogenannten Spiegel-Journalisten schreiben. Mich würde wahnsinnig interessieren, wie das abgelaufen ist.

    Was sollte daran interessant sein? Ein zivilisiertes rund zwei Stunden langes Gespräch unter zwei zivilisierten Menschen ;-)

    Wie haben die Kontakt aufgenommen?
    Was wurde im Vorfeld gesagt?
    Wurde etwas verpsrochen?

    Die Kontaktaufnahme erfolgte per Mail und dann telefonisch. Versprochen wurde gar nichts, man hat nur abgeklärt, um was es eigentlich geht.


  29. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 17:52 - Permalink

    @Michael Schöfer

    Wo liegt eigentlich das Problem? Ich schreibe - selbst wenn mich der Spiegel als E-Blogger bezeichnen würde. Na und?

    Genau so soll das ja auch sein ;-)

    Ich bin auch lieber Anhänger eines charmanten, authentischen Amateurclubs, der nicht in der Champion-League spielt.


  30. · hannilein am 21. Juli 2008 um 17:57 - Permalink

    @ Cheffe, # 21

    Schon richtig ;-) Eigentlich heißt dat Dingens natürlich “Profiliga”, aber im Plural und im Sachzusammenhang kann man da - mit ein wenig Vorstellungskraft - den Neologismus “profilig” erfinden/sehen :-D Ist mir, wie wohl auch “CHR” so passiert, weshalb ich zur Sicherheit einen Bindestrich setzte.

    Hoffentlich jetzt klarer? *gg*

    Dein treues hannilein

    P.s.: Habe noch Waschtag, weshalb ich der Diskussion leider nur zwischen Tür und Angel folgen kann und auch eigentlich nicht zu weiteren Korrekturen komme :-(


  31. · Chris am 21. Juli 2008 um 18:02 - Permalink

    Der sogenannte Artikel ist ja nun alles andere als zivilisiert… ;-)


  32. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 18:03 - Permalink

    @hannilein

    Hoffentlich jetzt klarer? *gg*

    Nun ja *hüstel*
    Du bist ja bekanntlich meine oberste Kapazität auf diesem Gebiet und da vertraue ich Dir mal blind, verstehen muß ich das ja nicht, denn “wir Blogger” sind ja schließlich nicht rechthaberisch, wie der SPIEGEL meint ;-)


  33. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 18:13 - Permalink

    @Chris

    Der sogenannte Artikel ist ja nun alles andere als zivilisiert… ;-)

    Wieso? Aus SPIEGEL-Sicht ist er schon recht zivilisiert - es kommt halt auf den Maßstab an. Wir sind anderer Meinung; aber so ist das nun einmal. Ein “guter” Artikel wäre da schon fast als Revolution zu werten. Im Norden nichts neues ;-)


  34. · Marco am 21. Juli 2008 um 18:15 - Permalink

    Hab da mal was gebastelt. Viel Spaß damit. ;)


  35. · Maria v. Boisse am 21. Juli 2008 um 18:18 - Permalink

    Sehr schöne Geschichte, das ist mal ein echter Fnord, sich selbst so in die Pfanne zu hauen :-) Vergesst nicht - Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic! Alles Gute Jens.


  36. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 18:23 - Permalink

    @Maria

    Vergesst nicht - Amateure bauten die Arche, Profis die Titanic!

    *lol*
    YMMD


  37. · hannilein am 21. Juli 2008 um 18:29 - Permalink

    @ Cheffe, #32

    Du bist ja bekanntlich meine oberste Kapazität auf diesem Gebiet…

    Das will ich mir aber auch ausbedungen haben :-P So, und jetzt gehe ich weiter Wäsche aufhängen (auch “Deine” Handtücher *g*)… ;-)

    Und bevor noch jemand vermutet, der “Cheffe” könnte eventuell was mit seiner “Teilzeitlektorin” haben - das ist ein reines Arbeitsverhältnis :-D

    Gruß
    hannilein


  38. · hannilein am 21. Juli 2008 um 18:43 - Permalink

    @ Cheffe

    Noch was: Souveränität bedeutet, sich bewußt über unsinnige Regeln erheben zu können.
    Ist mir gerade bei der Wäsche eingefallen ;-)


  39. · Seraja Ten am 21. Juli 2008 um 18:44 - Permalink

    Ich war schon mit 16 Jahren begeisterter Leser des SPIEGEL. Erst habe ich die gelesenen Exemplare meines Vaters durchgeackert, irgendwann dann sogar abonniert. Das Abo lief insgesamt wohl 5 Jahre, als uns beiden immer stärker auffiel, wie wenig wir inzwischen in den einzelnen Ausgaben lesen.
    Schließlich, nach einem kurzen Gespräch kamen Paps und ich überein, dass sich die Inhalte und die Tendenzen in den Berichten des SPIEGEL immer weiter von dem entfernt hatten, was wir als ausgewogene Berichterstattung bezeichnet hätten.

    Letztlich kam es, wie es kommen musste: Wir haben das Abo gekündigt.

    Als vor 2 Jahren der SPIEGEL-Abonnement-Service bei mir telefonisch anfragte, was sie denn tun müssten, um mir das Heft wieder attraktiv zu machen, fiel mir spontan nur eine Antwort ein: Grabt Augstein wieder aus!

    Der SPIEGEL von vor 10 Jahren war ein durchweg kompetentes Stück Journalismus. Genaugenommen hatte ich mir damals sogar vorstellen können selber mal solche Artikel zu schreiben. Leider ist von der Qualität des Hefts jetzt nicht mehr allzu viel übrig.


  40. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 18:51 - Permalink

    @all

    Update: Der Artikel ist jetzt auch auf SPON zur Zweitverwertung erschienen.


  41. · bernd am 21. Juli 2008 um 18:57 - Permalink

    Der Spiegel schlägt heftig um sich - das letzte Gefecht wohl noch nicht - leider - aber es scheint mir ein bisschen hilflos. Naja, ich lese dieses Blatt seit Jahren nicht mehr.

    Sollte ich je einen Artikel im Spiegel finden, der der Qualität des Spiegelfechters entspricht lese ich das Blatt wieder.

    Aber der Mainstream hat Angst - von Zeit zu Zeit wird gegen Blogger geschlagen.


  42. · Seb am 21. Juli 2008 um 19:07 - Permalink

    Was ich wirklich bezeichnend finde, ist dass zu diesem Artikel der “Diskutieren Sie auf Spiegel Online” - Link fehlt ;)
    Normalerweise kann kein B-Promi ein Lüftchen lassen oder sonst Belangloses passieren, ohne dass ein neuer Thread zum Klickssammeln eröffnet wird, aber in diesem Fall möchte man sich die Kommentare zu dem lächerlichen Artikel wohl lieber sparen….


  43. · Chris am 21. Juli 2008 um 19:09 - Permalink

    *grööööööööööööhl*

    Von der SpOn-Hautseite:

    Der Teaser endet mit den Worten:

    Ein Blog über die Blogs.

    Offener kann man seine Unwissenheit, seine Blödheit nicht zur Schau tragen. Wie kann man einen Artikel nur Blog nennen?

    Das sind die gleichen Journalisten, die sonst Deutschland über Obama, Beck, die Wirtschaft & Co. informieren.

    Willst du wissen, warum es unserem Land so schlecht geht? Schau Dir die sogenannten Journalisten vom Spiegel an… ;-)


  44. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 19:16 - Permalink

    @Chris

    Ein Blog über die Blogs.

    *rolleyes* Sissies ;-)

    Die SPON-Deppen sind sogar in der internen Hierarchie im SPIEGEL-Verlag noch unter den Putzfrauen angesiedelt … so sagt man zumindest ;-)


  45. · Jonas am 21. Juli 2008 um 19:45 - Permalink

    spiegel.de...
    Jetzt auch in der Onlineausgabe


  46. · transwarp am 21. Juli 2008 um 19:49 - Permalink

    getroffene Hunde Bellen

    Und Spiegel,Journalismus, Qualität in einem Satz. Das erinnert mich an Ehrlicher Pole, mit eigenem Auto, sucht Arbeit.


  47. · Dr. Dean am 21. Juli 2008 um 19:51 - Permalink

    Jens, die gebroderte Karikatur von Spiegels Wertmullah: ist äußerst gelungen. Sensationell!

    (darf ich die für mein Blog nutzen?)


  48. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 19:54 - Permalink

    @Dr.Dean

    Jens, die gebroderte Karikatur von Spiegels Wertmullah: ist äußerst gelungen. Sensationell!

    (darf ich die für mein Blog nutzen?)

    Aber natürlich ;-)


  49. · Björn am 21. Juli 2008 um 19:59 - Permalink

    Antipathien gegenüber dem “Spiegel” hin oder her - in einigen wesentlichen Punkten haben die Autoren des Artikels recht, z.T. wird die Kritik ja auch von namhaften Bloggern artikuliert. Ein Großteil der Blogs ist einfach bloß Müll, die wahren Leuchttürme fehlen, alberne Kleinkriege (v.a. Broder gegen den Rest der Welt) sind an der Tagesordnung.
    Ich bin Journalist, Internetnutzer, eifriger Blog-, Magazin- und Zeitungsleser - und ich verstehe diese ganzen aufgeregten Abgrenzungsversuche von Seiten der Blogger so wenig wie die der Journalisten. Fest steht: Ich möchte mich ganz sicher nicht nur über Blogs informieren - und ja, ein professioneller Journalist in einem Qualitätsblatt hat sehr wohl die Zeit, sich eingehend mit einer Studie und ganz allgemein mit einem bestimmten Thema zu befassen. Blogs sind eine sinnvolle Ergänzung. Mehr aber ganz sicher nicht.


  50. · Marco am 21. Juli 2008 um 20:07 - Permalink

    @Björn

    Ich gehe mit fast allen Deiner getroffenen Aussagen mit, außer hiermit:

    “Blogs sind eine sinnvolle Ergänzung. Mehr aber ganz sicher nicht.”

    Was ein Blog ist, kommt doch wohl sehr auf den einzelnen Blog an, auf dessen (inhaltliche) Qualität Themenrelevanz etc., oder?


  51. · transwarp am 21. Juli 2008 um 20:09 - Permalink

    @Björn

    “ein professioneller Journalist in einem Qualitätsblatt hat sehr wohl die Zeit, sich eingehend mit einer Studie und ganz allgemein mit einem bestimmten Thema zu befassen”

    youtube.co...


  52. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 20:12 - Permalink

    @Björn

    in einigen wesentlichen Punkten haben die Autoren des Artikels recht, z.T. wird die Kritik ja auch von namhaften Bloggern artikuliert. Ein Großteil der Blogs ist einfach bloß Müll, die wahren Leuchttürme fehlen, alberne Kleinkriege (v.a. Broder gegen den Rest der Welt) sind an der Tagesordnung.

    Das sehe ich ganz genau so.

    Fest steht: Ich möchte mich ganz sicher nicht nur über Blogs informieren -

    Um Himmels Willen - das könnten Blogs auch gar nicht leisten.

    [...] und ja, ein professioneller Journalist in einem Qualitätsblatt hat sehr wohl die Zeit, sich eingehend mit einer Studie und ganz allgemein mit einem bestimmten Thema zu befassen.

    Leider merkt man davon in der Berichterstattung einer Medien nur sehr wenig - natürlich gibt es Ausnahmen, aber deren Erkenntnisse reichen oft nicht bis in die Redaktionsleitungen. O-Ton eines (durchaus erfolgreichen) Journalisten, mit dem ich mich mal über das Thema unterhalten habe: “Ich schreibe für meinen Redaktionsleiter und nicht fürs Publikum. Wenn er eine gewisse Linie vorgibt, so folge ich dem - das ist eine Art Rollenspiel.” Ernüchternd aber ehrlich.

    Blogs sind eine sinnvolle Ergänzung. Mehr aber ganz sicher nicht.

    D´accord - mehr wollen “wir” ja auch gar nicht sein


  53. · so am 21. Juli 2008 um 20:32 - Permalink

    Ich habe den Spiegel Artikel auch heute schon mehrfach mit meinen Freunden und Bekannten diskutiert. Was mir dabei auffiel war die Tatsache, dass die meisten der Meinung waren, dass es auch beim Spiegel Leute gibt, die keine Profis sind. Deine Ausführungen weiter oben, wie Einwohnerzahlvergleich zwischen den USA und BRD entwerten ziemlich schnell die aufreisserischen Aussagen in dem Spiegel Artikel. Nun gut, was soll man da noch sagen? Früher war es mal so, dass sogar der Spiegel für eine breitgestreute Medienlandschaft war, mit all seinen konträren Meinungen. Man wird nicht überzeugender, wenn man einen Teil der Meinungen (hier die Blogger) versucht auf derart plumpe Weise schlechtzureden.
    Shit happens…


  54. · soimar am 21. Juli 2008 um 20:41 - Permalink

    Hallo Björn,
    kannst Du mir vielleicht erklären warum man in den Mainstreamblättern nichts über die 911-Unstimmigkeiten, Autopsiebilder von Uwe Barschel, US gesponsorte Dschundullah Aktivitäten in Iran, Fema Camps, Bilderbergtreffen (v. Klaeden war übrigens auch da) und Genozid durch Depleted Uranium Munition liest?
    Glaubt Ihr wirklich diese Informationslücke mit Knut und Flocke füllen zu können?
    Ja ich kenne sie auch, die Leute denen ein Oberflächlichlicher Überblick über das Zeitgeschehen ausreicht um meinen mitreden zu können. Das sind dann die, die hinterher behaupten von nichts gewusst zu haben. Ob sie wieder die gesellschaftliche Mehrheit bilden wird die Zukunft zeigen und nicht irgendwelche Hochglanzmagazine.


  55. · Olaf am 21. Juli 2008 um 20:49 - Permalink

    Danke für diesen Artikel. Ich dachte, ich les nicht recht, als ich Spon angeklickt habe. Aber nicht, dass du dich jetzt für einen Profi hältst ;-)


  56. · Mark F. am 21. Juli 2008 um 20:53 - Permalink

    Nach Sigmar Gabriel bist du nun bundesweit der bekannteste Goslarer|Goslarener|Goslaner. Glückwunsch!


  57. · Chat Atkins am 21. Juli 2008 um 20:53 - Permalink

    Jetzt, wo er online steht, habe ich den Text auch gelesen: Uns den eigenen Hausautor Henryk M. Broder plötzlich als exemplarischen Motzblogger zu verkaufen, das ist schon ein dolles Ding.


  58. · CHR am 21. Juli 2008 um 20:56 - Permalink

    @Spiegelfechter & hannilein:
    Nur zur Aufklärung eines Missverständnisses - ich hatte das Profiligen nicht als Bezug auf die Kommerzialisierung gelesen, sondern als Seitenhieb auf den Anspruch des Artikels, aus der Warte der ausgebildeten Journalisten über anmaßende Blogger zu schreiben. Mit selbst angedichtetem Profil also über die vorgeblich Ahnungslosen zu richten.

    Dennoch sieht, glaube ich, die neue Rechtschreibung an solchen Stellen einen Bindestrich vor, wenn es den Sinn unterstreicht. Ist in diesem Fall aber eher nicht notwendig, da ich es als Neuschöpfung las. Mein Fehler.


  59. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 20:59 - Permalink

    @Marc F.

    Nach Sigmar Gabriel bist du nun bundesweit der bekannteste Goslarer|Goslarener|Goslaner. Glückwunsch!

    Und das ganz ohne einem Wachshitler den Kopf abgerissen zu haben, sich bei einer Sangesshow lächerlich gemacht zu haben oder bei Jauch an der 200 Euro Frage gescheitert zu sein … irgendwie anachronistisch ;-)

    @Olaf

    Aber nicht, dass du dich jetzt für einen Profi hältst ;-)

    Iiieeek - natürlich nicht ;-)


  60. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 21:01 - Permalink

    @CHR

    Ach soooo, jetzt verstehe ich das - so weit habe ich nicht um die Ecke gedacht, sorry ;-)


  61. · Liebhaber am 21. Juli 2008 um 21:05 - Permalink

    Ich hab gerade keine Zeit die Kommentare zu lesen, aber wollte doch wenigsten mal sagen, warum ich täglich hier vorbeischaue:

    - überdurchschnittlich gut geschriebene Artikel, ich mag deine Schreibe,
    - Themen die mich interessieren, daher nehme ich mir die Zeit,
    - die Kommentare sind auch zumeist lesenswert (wenn ich es denn schaffe, sie zu lesen)

    Ich öffne einmal am Abend genau zehn Blogs auf einmal, schau schnell ob es was neues gibt, dann nach den Überschriften, ob mich ein Beitrag interessiert, und verbringe dann maximal eine Stunde mit Lesen. Wer es also schafft, die Aufmerksamkeit von mich absolutem Durchschnittsmenschen so zu erringen wie du, braucht sich über Kommentare des Spiegels keine Gedanken zu machen. Es sei denn, du müsstest davon leben…

    Mach weiter so und danke!


  62. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 21:15 - Permalink

    @Liebhaber

    Danke - ein schön formuliertes Lob, dass ich gerne als Ansporn für ein “weiter so” nehme.


  63. · Doc am 21. Juli 2008 um 21:15 - Permalink

    Auf die Apotheken Umschau ist in Gesundheitsfragen kein Verlass? Wann haben Sie das letzte Mal eine in der Hand gehabt?


  64. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 21:19 - Permalink

    @Doc

    Ist das jetzt ernst gemeint?


  65. · Doc am 21. Juli 2008 um 21:27 - Permalink

    Sonst hätte ich mir wohl kaum die Mühe gemacht, wegen dieses einen Vergleichs hier einen Kommentar zu hinterlassen. Die Apotheken Umschau muss sich nicht verstecken, was ihre Gesundheitsberichterstattung angeht. Lesen Sie mal in eine rein.

    Ach so: Nein, ich bin nicht unabhängig, sondern arbeite gelegentlich für die Apotheken Umschau.


  66. · Spiegelfechter am 21. Juli 2008 um 21:35 - Permalink

    @Doc

    Ach so: Nein, ich bin nicht unabhängig, sondern arbeite gelegentlich für die Apotheken Umschau.

    Ach so, dann