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> <channel><title>Kommentare zu: Iran muss diplomatischen Rückschlag hinnehmen</title> <atom:link href="http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" /><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen</link> <description></description> <lastBuildDate>Sat, 11 Feb 2012 11:09:10 +0000</lastBuildDate> <sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod> <sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency> <generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator> <item><title>Von: AK</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen#comment-22638</link> <dc:creator>AK</dc:creator> <pubDate>Sun, 10 Aug 2008 21:35:27 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=377#comment-22638</guid> <description>Ein interessanter Artikel der Asia Times zu Irans &quot;Atom-Diplomatie&quot;: http://www.atimes.com/atimes/Middle_East/JH09Ak01.html</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Ein interessanter Artikel der Asia Times zu Irans &#8220;Atom-Diplomatie&#8221;: <a
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isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=377#comment-21987</guid> <description>die aussage, dass der iran seinen status als protegé eingebüßt hat, würde ich stark bezweifeln.
die interessen die russland und china an iran haben lassen sich nicht einfach runterschrauben nur weil der iran zu sehr mit dem westen bockt.
die wirtschaftliche zusammenarbeit dieses trios hat nicht nur existenziellen wert , sie ist auch eine wichtige hegemonialstrategie der SCO länder.
vielmehr hält man sich zurück damit der westen nicht zu zickig wird.
warum sollte die geheimpolitik die bezüglich der kurden mit der türkei angewendet worden ist, nicht auch zwischen den SCO ländern üblich sein?
peace</description> <content:encoded><![CDATA[<p>die aussage, dass der iran seinen status als protegé eingebüßt hat, würde ich stark bezweifeln.</p><p>die interessen die russland und china an iran haben lassen sich nicht einfach runterschrauben nur weil der iran zu sehr mit dem westen bockt.</p><p>die wirtschaftliche zusammenarbeit dieses trios hat nicht nur existenziellen wert , sie ist auch eine wichtige hegemonialstrategie der SCO länder.<br
/> vielmehr hält man sich zurück damit der westen nicht zu zickig wird.</p><p>warum sollte die geheimpolitik die bezüglich der kurden mit der türkei angewendet worden ist, nicht auch zwischen den SCO ländern üblich sein?</p><p>peace</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: scrutograph</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen#comment-21981</link> <dc:creator>scrutograph</dc:creator> <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 15:23:25 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=377#comment-21981</guid> <description>Geht es im Nahen Osten und beim Engagement im Irak um europäische Ölinteressen, nicht um amerikanische? Amerika will sich langfristig von arabischem Öl unabhängig machen, heißt es.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Geht es im Nahen Osten und beim Engagement im Irak um europäische Ölinteressen, nicht um amerikanische? Amerika will sich langfristig von arabischem Öl unabhängig machen, heißt es.</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: Fiend_THeyde</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen#comment-21967</link> <dc:creator>Fiend_THeyde</dc:creator> <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 13:03:03 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=377#comment-21967</guid> <description>&lt;i&gt;Diese Kassandrarufe gibt es immer ;-)&lt;/i&gt;
Sehr wahr! Selbst wenn es zu keinen kriegerischen Auseinandersetzungen kommen sollte: der nächste Termin für den Weltuntergang (nach 1999/2000/2003/2006) wurde auf 2012 festgesetzt...dann erscheint nämlich der sagenhafte &quot;10.Planet Nibiru&quot; und es setzt Erdbeben, Vulkanausbrüche, Kriege und Flutwellen, daß es eine Art hat (bei schlechter Laune auf YouTube nach &quot;Nibiru&quot; oder &quot;Planet X&quot; suchen...sehr erheiternd).  ;-)
&lt;i&gt;Mir ging es eher um den NPT und das daraus resultierende Recht Irans auf ein ziviles Atomprogramm.&lt;/i&gt;
Schon klar...meine Bemerkung bezog sich auf die genannten Analysen der Analysten, die du zitiert hast.
&lt;i&gt;Wenn die Türkei allerdings ihre Lage verbessern will, so ist dies mE am ehesten auf dem diplomatischen Parkett zu erreichen. Ein Vermittlungserfolg Iran-Westen oder Israel-Syrien wäre schon eine schön schillernde Feder am türkischen Hut.&lt;/i&gt;
Grundsätzlich schon. Allerdings dürfte das auf &quot;unsere&quot; politischen Führungspersönlichkeiten keinen positiven Eindruck machen. Der Konflikt mit Iran ist schließlich gewollt und eine andere Lösung als Kapitulation/Unterwerfung überhaupt nicht erwünscht. Da können Steinmeier und Angie noch so traulich dreinschauen, wenn sie von &quot;diplomatischen Lösungen&quot; schwadronieren. Der Iran soll sich dem Willen der &quot;westlichen Wertegemeinschaft&quot; beugen...nicht mehr, nicht weniger. Würde die Türkei tatsächlich durch diplomatische Bemühungen eine Lösung des Konfliktes ermöglichen, würde dies die Potentaten a la Merkel &amp;Co. eher verärgern, denn erfreuen, da es sie in Erklärungsnöte stürzen würde, weshalb man auf eine Einigung verzichtet.
Bekanntlich führt die Bereitschaft eines sog. &quot;Schurkenstaates&quot; zur &quot;Zusammenarbeit&quot; nur zu einer Aufstockung der Forderungen (siehe Dayton, siehe Vorfeld des Irakkrieges), es sei denn, dieser &quot;Schurkenstaat&quot; verfügt über eine nukleare Bewaffnung.
&lt;i&gt;Wäre der Ölpreis bei 10 US$, gäbe ich Dir recht. Mittlerweile ist aber ein Krieg so ziemlich das letzte, was der Westen gebrauchen könnte. Wenn die Alternative Krieg oder Kompromiss heißt, wird der Westen bei den momentanen Rahmenbedingungen auch von seiner Maximalforderung abrücken. Da habe ich gar keine Zweifel.&lt;/i&gt;
Ich schon, denn ein hoher Ölpreis mag zwar die Bevölkerung und die reale Wirtschaft treffen, aber unsere &quot;Eliten&quot; stammen bekanntlich derzeit in erster Linie aus der Finanzbranche, respektive fühlen sich deren Wohlergehen so verpflichtet, daß die Regierungen Quasi-Garantien für die Übernahme jedweder Spekulationsverluste übernommen haben. Ein steigender Ölpreis ist eher ein Anreiz für Spekulation und bietet Aussicht auf eine neue Blase, die hohe &quot;Renditen&quot; verspricht.
Anhaltend hohe Arbeitslosenzahlen sind erwünscht, denn dadurch lassen sich die Löhne drücken und die Sozialleistungen senken, respektive die dadurch freiwerdenden Gelder in die Kassen privater Konzerne lenken. Unsere Politiker werden bekanntlich nicht von gestandenen Volkswirten beraten, sondern von BWLern, die sich bestenfalls als Volkswirte ausgeben. Prof.Sinn meinte kürzlich, daß der hohe Ölpreis die Folge eines Überangebotes an Öl sei und erst dann sinken werde, wenn die Erzeugerländer ihre Produktion drosseln würden, um auf diese Weise die Nachfrage zu senken. Ein Krieg, der das Ölangebot vermindert, würde daher die Preise senken (folgt man Sinns Unsinn).
Ich würde nicht zu sehr auf die wirtschaftliche Vernunft unserer Eliten vertrauen, bzw. darauf, daß der hohe Ölpreis irgendeinen Einfluß auf die strategischen Absichten der westlichen Politgeneralität ausübt.
&lt;i&gt;Bislang war ?Krieg? immer nur als ultima ratio im Raum. Wenn man einen Zwischenkompromiss finden könnte, käme man da schnell zu einer ordentlichen Lösung. Die Formel ?Keine Gespräche ohne einseitigen Stopp der Aufbereitung? haben die USA ja bereits aufgegeben und es erscheint nur eine Frage der Zeit, bis dies auch die 6 1 Verhandlungen tun werden.&lt;/i&gt;
Es mag ja sein, daß die USA einen Beobachter teilnehmen lassen, aber direkte Verhandlungen sind das noch nicht, geschweige denn eine Aufgabe der Vorbedingung &quot;keine Anreicherung&quot;. Teheran hat stets erklärt, daß die Anreicherung nicht verhandelbar ist (nachvollziehbar, da ohne Anreicherung keine Kernenergie), zumal der Atomwaffensperrvertrag das Recht auf zivile Nutzung ausdrücklich einräumt. Israel hat ebenfalls stets erklärt, einen nuklearbewaffneten Iran niemals hinzunehmen (weil dies die eigene Überlegenheit auf diesem Gebiet gefährdet).
Einen Ausgleich zwischen solchen Maximalforderungen kann es kaum geben, erst recht nicht, da sich die &quot;westliche Wertegemeinschaft&quot; eindeutig auf die Seite Israels gestellt hat. Die Krux ist eben der dual-use der Kernenergie, was übrigens - nebenbei gesagt - das Beharren der Regierungsparteien hierzulande auf einer weiteren Nutzung der Kernenergie erklärt (abgesehen von dem Wunsch, den Energiemonopolisten steuerfreie Gewinne zuzuschanzen).
Eine nukleare Bewaffnung der Bundeswehr war bekanntlich stets der Traum (national)konservativer Kreise. Bislang begnügt man sich mit der nuklearen Teilhabe im transatlantischen Bündnis, bzw. aktuell im europäischem Rahmen, aber für den Fall des Falles wäre eine deutsche Bombe in nullkommanix herzustellen.
Allerdings hast du recht, was die geringe Bereitschaft zu einem weiteren Waffengang betrifft: die Neocons haben ihre &quot;Chance&quot; verpasst, denn Teheran ist auf die Provokation der Briten nicht eingegangen. Das Säbelrasseln der israelischen Regierung dürfte ein Indiz dafür sein, daß &quot;die Amis&quot; (zumindest vorerst) wenig geneigt sind, einen Angriff auf Iran zu starten, zumal die militärische Lage im Irak und in Afghanistan mehr als schlecht ist. Die Europäer verfügen (noch) nicht über die Mittel, militärisch gegen den Iran vorzugehen.
&lt;i&gt;Weil dies a) nicht zu verhindern sein wird, wenn sich die Lage entspannt und b) die Alternative eine Konfrontation wäre, die Russland noch weniger will.&lt;/i&gt;
Naja, die Konfrontation findet doch längst wieder statt, seit man sich im Westen dazu entschlossen hat, den Popanz &quot;russische Bedrohung&quot; wieder hervorzukramen, weil die &quot;Terrorgefahr&quot; sich als angstmachendes Element auf Dauer abzunutzen droht. Die NATO-Staaten haben sich einmal mehr als vertragsbrüchig erwiesen, denn der Verzicht auf eine Ausweitung der NATO auf die Staaten des ehemaligen Warschauer Bündnisses war bekanntlich eine der Vorbedingungen für die deutsche &quot;Einigung&quot;.
Eventuelle Verhandlungspartner jedweder Art dürften daher den &quot;Zusicherungen&quot; der westlichen &quot;Wertegemeinschaft&quot; wenig Vertrauen entgegenbringen. Inwieweit der neue russische Präsident einen anderen Kurs verfolgt als Putin, bleibt abzuwarten. Ich vermute eher, daß gewisse Kreise darauf hoffen durch mediale Musik, die Medwedj westliche Ambitionen unterstellt, einen Keil zwischen Putin und Medwedj zu treiben, in der Hoffnung, dadurch die russische Regierung zu schwächen.
Imübrigen können Rußland und China durch eine Einigung im Sinne des Westens nur verlieren. Ich bezweifle daher, daß sie auf Teheran ernsthaft Druck ausüben würden, um die westlichen Vorstellungen von einer &quot;Verhandlungslösung&quot; zu befördern, erst recht nicht, weil sie sich vor einem Konflikt mit dem Westen fürchten würden oder auch nur müßten.
Europa müßte einen Konflikt mit Rußland fürchten, nicht umgekehrt, denn es ist von russischen Energielieferungen hochgradig abhängig. Ein Verzicht auf russische Lieferungen zum Zwecke des Druckes, würde Europa mehr schaden als Rußland. Davor muß sich der Kreml wohl kaum fürchten. Die Zeiten haben sich geändert: Zar Boris ist schon lange tot und mit ihm das schwache, wehrlose Rußland von damals, daß der Gnade westlicher Institutionen und Kreditgeber ausgeliefert war. :-)
Die &quot;westliche Wertegemeinschaft&quot; dürfte wenig Handhabe besitzen, um auf China dergestalt Druck auszuüben, daß es zur Konfliktvermeidung gegen seine ureigensten Interessen handelt und dem Westen bei der Unterwerfung Teherans hilft. Erst recht, weil danach sämtliche im Iran getätigten Investitionen verlorengingen und China energiepolitisch von westlichem Wohlwollen abhängig wäre. Die chinesische Führung mag manchmal undurchsichtig handeln, aber so blöd ist sie gewiß nicht, sich selbst zu schwächen, um dadurch die westliche Hegemonie zu restaurieren. :-)</description> <content:encoded><![CDATA[<p><i>Diese Kassandrarufe gibt es immer ;-)</i></p><p>Sehr wahr! Selbst wenn es zu keinen kriegerischen Auseinandersetzungen kommen sollte: der nächste Termin für den Weltuntergang (nach 1999/2000/2003/2006) wurde auf 2012 festgesetzt&#8230;dann erscheint nämlich der sagenhafte &#8220;10.Planet Nibiru&#8221; und es setzt Erdbeben, Vulkanausbrüche, Kriege und Flutwellen, daß es eine Art hat (bei schlechter Laune auf YouTube nach &#8220;Nibiru&#8221; oder &#8220;Planet X&#8221; suchen&#8230;sehr erheiternd).  ;-)</p><p><i>Mir ging es eher um den NPT und das daraus resultierende Recht Irans auf ein ziviles Atomprogramm.</i></p><p>Schon klar&#8230;meine Bemerkung bezog sich auf die genannten Analysen der Analysten, die du zitiert hast.</p><p><i>Wenn die Türkei allerdings ihre Lage verbessern will, so ist dies mE am ehesten auf dem diplomatischen Parkett zu erreichen. Ein Vermittlungserfolg Iran-Westen oder Israel-Syrien wäre schon eine schön schillernde Feder am türkischen Hut.</i></p><p>Grundsätzlich schon. Allerdings dürfte das auf &#8220;unsere&#8221; politischen Führungspersönlichkeiten keinen positiven Eindruck machen. Der Konflikt mit Iran ist schließlich gewollt und eine andere Lösung als Kapitulation/Unterwerfung überhaupt nicht erwünscht. Da können Steinmeier und Angie noch so traulich dreinschauen, wenn sie von &#8220;diplomatischen Lösungen&#8221; schwadronieren. Der Iran soll sich dem Willen der &#8220;westlichen Wertegemeinschaft&#8221; beugen&#8230;nicht mehr, nicht weniger. Würde die Türkei tatsächlich durch diplomatische Bemühungen eine Lösung des Konfliktes ermöglichen, würde dies die Potentaten a la Merkel &#038;Co. eher verärgern, denn erfreuen, da es sie in Erklärungsnöte stürzen würde, weshalb man auf eine Einigung verzichtet.</p><p>Bekanntlich führt die Bereitschaft eines sog. &#8220;Schurkenstaates&#8221; zur &#8220;Zusammenarbeit&#8221; nur zu einer Aufstockung der Forderungen (siehe Dayton, siehe Vorfeld des Irakkrieges), es sei denn, dieser &#8220;Schurkenstaat&#8221; verfügt über eine nukleare Bewaffnung.</p><p><i>Wäre der Ölpreis bei 10 US$, gäbe ich Dir recht. Mittlerweile ist aber ein Krieg so ziemlich das letzte, was der Westen gebrauchen könnte. Wenn die Alternative Krieg oder Kompromiss heißt, wird der Westen bei den momentanen Rahmenbedingungen auch von seiner Maximalforderung abrücken. Da habe ich gar keine Zweifel.</i></p><p>Ich schon, denn ein hoher Ölpreis mag zwar die Bevölkerung und die reale Wirtschaft treffen, aber unsere &#8220;Eliten&#8221; stammen bekanntlich derzeit in erster Linie aus der Finanzbranche, respektive fühlen sich deren Wohlergehen so verpflichtet, daß die Regierungen Quasi-Garantien für die Übernahme jedweder Spekulationsverluste übernommen haben. Ein steigender Ölpreis ist eher ein Anreiz für Spekulation und bietet Aussicht auf eine neue Blase, die hohe &#8220;Renditen&#8221; verspricht.</p><p>Anhaltend hohe Arbeitslosenzahlen sind erwünscht, denn dadurch lassen sich die Löhne drücken und die Sozialleistungen senken, respektive die dadurch freiwerdenden Gelder in die Kassen privater Konzerne lenken. Unsere Politiker werden bekanntlich nicht von gestandenen Volkswirten beraten, sondern von BWLern, die sich bestenfalls als Volkswirte ausgeben. Prof.Sinn meinte kürzlich, daß der hohe Ölpreis die Folge eines Überangebotes an Öl sei und erst dann sinken werde, wenn die Erzeugerländer ihre Produktion drosseln würden, um auf diese Weise die Nachfrage zu senken. Ein Krieg, der das Ölangebot vermindert, würde daher die Preise senken (folgt man Sinns Unsinn).</p><p>Ich würde nicht zu sehr auf die wirtschaftliche Vernunft unserer Eliten vertrauen, bzw. darauf, daß der hohe Ölpreis irgendeinen Einfluß auf die strategischen Absichten der westlichen Politgeneralität ausübt.</p><p><i>Bislang war ?Krieg? immer nur als ultima ratio im Raum. Wenn man einen Zwischenkompromiss finden könnte, käme man da schnell zu einer ordentlichen Lösung. Die Formel ?Keine Gespräche ohne einseitigen Stopp der Aufbereitung? haben die USA ja bereits aufgegeben und es erscheint nur eine Frage der Zeit, bis dies auch die 6 1 Verhandlungen tun werden.</i></p><p>Es mag ja sein, daß die USA einen Beobachter teilnehmen lassen, aber direkte Verhandlungen sind das noch nicht, geschweige denn eine Aufgabe der Vorbedingung &#8220;keine Anreicherung&#8221;. Teheran hat stets erklärt, daß die Anreicherung nicht verhandelbar ist (nachvollziehbar, da ohne Anreicherung keine Kernenergie), zumal der Atomwaffensperrvertrag das Recht auf zivile Nutzung ausdrücklich einräumt. Israel hat ebenfalls stets erklärt, einen nuklearbewaffneten Iran niemals hinzunehmen (weil dies die eigene Überlegenheit auf diesem Gebiet gefährdet).</p><p>Einen Ausgleich zwischen solchen Maximalforderungen kann es kaum geben, erst recht nicht, da sich die &#8220;westliche Wertegemeinschaft&#8221; eindeutig auf die Seite Israels gestellt hat. Die Krux ist eben der dual-use der Kernenergie, was übrigens &#8211; nebenbei gesagt &#8211; das Beharren der Regierungsparteien hierzulande auf einer weiteren Nutzung der Kernenergie erklärt (abgesehen von dem Wunsch, den Energiemonopolisten steuerfreie Gewinne zuzuschanzen).</p><p>Eine nukleare Bewaffnung der Bundeswehr war bekanntlich stets der Traum (national)konservativer Kreise. Bislang begnügt man sich mit der nuklearen Teilhabe im transatlantischen Bündnis, bzw. aktuell im europäischem Rahmen, aber für den Fall des Falles wäre eine deutsche Bombe in nullkommanix herzustellen.</p><p>Allerdings hast du recht, was die geringe Bereitschaft zu einem weiteren Waffengang betrifft: die Neocons haben ihre &#8220;Chance&#8221; verpasst, denn Teheran ist auf die Provokation der Briten nicht eingegangen. Das Säbelrasseln der israelischen Regierung dürfte ein Indiz dafür sein, daß &#8220;die Amis&#8221; (zumindest vorerst) wenig geneigt sind, einen Angriff auf Iran zu starten, zumal die militärische Lage im Irak und in Afghanistan mehr als schlecht ist. Die Europäer verfügen (noch) nicht über die Mittel, militärisch gegen den Iran vorzugehen.</p><p><i>Weil dies a) nicht zu verhindern sein wird, wenn sich die Lage entspannt und b) die Alternative eine Konfrontation wäre, die Russland noch weniger will.</i></p><p>Naja, die Konfrontation findet doch längst wieder statt, seit man sich im Westen dazu entschlossen hat, den Popanz &#8220;russische Bedrohung&#8221; wieder hervorzukramen, weil die &#8220;Terrorgefahr&#8221; sich als angstmachendes Element auf Dauer abzunutzen droht. Die NATO-Staaten haben sich einmal mehr als vertragsbrüchig erwiesen, denn der Verzicht auf eine Ausweitung der NATO auf die Staaten des ehemaligen Warschauer Bündnisses war bekanntlich eine der Vorbedingungen für die deutsche &#8220;Einigung&#8221;.</p><p>Eventuelle Verhandlungspartner jedweder Art dürften daher den &#8220;Zusicherungen&#8221; der westlichen &#8220;Wertegemeinschaft&#8221; wenig Vertrauen entgegenbringen. Inwieweit der neue russische Präsident einen anderen Kurs verfolgt als Putin, bleibt abzuwarten. Ich vermute eher, daß gewisse Kreise darauf hoffen durch mediale Musik, die Medwedj westliche Ambitionen unterstellt, einen Keil zwischen Putin und Medwedj zu treiben, in der Hoffnung, dadurch die russische Regierung zu schwächen.</p><p>Imübrigen können Rußland und China durch eine Einigung im Sinne des Westens nur verlieren. Ich bezweifle daher, daß sie auf Teheran ernsthaft Druck ausüben würden, um die westlichen Vorstellungen von einer &#8220;Verhandlungslösung&#8221; zu befördern, erst recht nicht, weil sie sich vor einem Konflikt mit dem Westen fürchten würden oder auch nur müßten.</p><p>Europa müßte einen Konflikt mit Rußland fürchten, nicht umgekehrt, denn es ist von russischen Energielieferungen hochgradig abhängig. Ein Verzicht auf russische Lieferungen zum Zwecke des Druckes, würde Europa mehr schaden als Rußland. Davor muß sich der Kreml wohl kaum fürchten. Die Zeiten haben sich geändert: Zar Boris ist schon lange tot und mit ihm das schwache, wehrlose Rußland von damals, daß der Gnade westlicher Institutionen und Kreditgeber ausgeliefert war. :-)</p><p>Die &#8220;westliche Wertegemeinschaft&#8221; dürfte wenig Handhabe besitzen, um auf China dergestalt Druck auszuüben, daß es zur Konfliktvermeidung gegen seine ureigensten Interessen handelt und dem Westen bei der Unterwerfung Teherans hilft. Erst recht, weil danach sämtliche im Iran getätigten Investitionen verlorengingen und China energiepolitisch von westlichem Wohlwollen abhängig wäre. Die chinesische Führung mag manchmal undurchsichtig handeln, aber so blöd ist sie gewiß nicht, sich selbst zu schwächen, um dadurch die westliche Hegemonie zu restaurieren. :-)</p> ]]></content:encoded> </item> <item><title>Von: doktor_tod</title><link>http://www.spiegelfechter.com/wordpress/377/iran-muss-diplomatischen-ruckschlag-hinnehmen#comment-21964</link> <dc:creator>doktor_tod</dc:creator> <pubDate>Wed, 30 Jul 2008 12:08:39 +0000</pubDate> <guid
isPermaLink="false">http://www.spiegelfechter.com/wordpress/?p=377#comment-21964</guid> <description>Am Rande mal ne kurze Verständnisfrage:
Warum sitzt Deutschland denn eigentlich mit am Verhandlungstisch?
Und wozu brauchen wir eigentlich Internationales Recht?
Sollen sie doch einfach schreiben wenn der Westen sagt das du springen sollst dann hast du gefälligst zu springen.Und wenn du nicht springst bekommst du eins auf den Deckel.
Ist doch viel einfacher und erspart dieses ganzen unproduktiven Verhandlungskram.
Mal im Ernst:
Das zeigt doch mal wieder wunderschön die Doppelzüngigkeit der sogenannten &quot;Internationalen Gemeinschaft&quot; andere auzufordern sich an Regeln zu halten die man selbst nicht ernst nimmt.</description> <content:encoded><![CDATA[<p>Am Rande mal ne kurze Verständnisfrage:<br
/> Warum sitzt Deutschland denn eigentlich mit am Verhandlungstisch?</p><p>Und wozu brauchen wir eigentlich Internationales Recht?<br
/> Sollen sie doch einfach schreiben wenn der Westen sagt das du springen sollst dann hast du gefälligst zu springen.Und wenn du nicht springst bekommst du eins auf den Deckel.<br
/> Ist doch viel einfacher und erspart dieses ganzen unproduktiven Verhandlungskram.</p><p>Mal im Ernst:<br
/> Das zeigt doch mal wieder wunderschön die Doppelzüngigkeit der sogenannten &#8220;Internationalen Gemeinschaft&#8221; andere auzufordern sich an Regeln zu halten die man selbst nicht ernst nimmt.</p> ]]></content:encoded> </item> </channel> </rss>
