Direkt zum Inhalt
  • Newsletter
  • Über mich
  • Kontakt

  • Jeden Monat wieder! Ein zweiter Klick abonniert den Blog-Flattr.

  • Werbung

    Handy Preisvergleich

  • Partner

    OA Logo
  • Archiv

  • Kategorien

    • Afghanistan
    • Afrika
    • Allgemein
    • Ausland
    • Bildungssystem
    • Blogintern
    • Blogs
    • Buchvorstellungen
    • Bundespräsident
    • CDU
    • China
    • Deutschland
    • Energie
    • Europa
    • FDP
    • Finanzkrise
    • Frankreich
    • Geopolitik
    • Georgien
    • Gesundheitssystem
    • Glosse
    • Great Game
    • Großbritannien
    • Grundlagen
    • Grüne
    • Irak
    • Iran
    • Israel
    • Kampagnenjournalismus
    • Lesebefehl
    • Linke
    • Medien
    • Menschenrechte
    • Nahostkonflikt
    • Neoliberalismus
    • Panik
    • Podcasts
    • Polen
    • Politclowns
    • Politischer Diskurs
    • Russland
    • Schwarz-Gelb
    • Sicherheitspolitik
    • Sozialpolitik
    • Sparen
    • SPD
    • Spezialdemokraten
    • Südamerika
    • Superwahljahr 09
    • Türkei
    • Unsympathen
    • US-Wahlen 08
    • USA
    • Verschwörungstheorien
    • Volkswirtschaft
    • Wirtschaft
  • Blogroll

    • 7Schläfer
    • Ad Sinistram
    • AllesDrehtSichImKreis
    • Blogsgesang
    • Chefarztfrau
    • Egghat
    • Feynsinn
    • FixMBR
    • Foreign Policy Watch
    • Geschichtsblog
    • Guardian of the Blind
    • Jacob Jung Blog
    • Maiak
    • Maskenfall
    • Michael Schöfer
    • NachDenkSeiten
    • Notizen aus der Unterwelt
    • Oeffinger Freidenker
    • Philibuster
    • Sargnagelschmiede
    • sp!ked
    • Spiegelkritik
    • Spreeblick
    • Tautenhahn
    • TomDispatch
    • Transatlantikblog
    • uiuiuiuiuiuiui
    • Unser globales Dorf
    • Wolfgang Michal
  • Quellen

    • AG Friedensforschung
    • Alternet
    • Asia Times
    • Common Dreams
    • Das Dossier
    • Economist´s View
    • FinanceScout24 Versicherungsvergleich
    • Foreign Policy in Focus
    • Freitag
    • German-foreign-policy
    • journalismus – nachrichten von heute
    • Junge Welt
    • Kontaktlinsen Preisvergleich
    • NachDenkSeiten
    • Net News Global
    • Neue Rheinische Zeitung
    • Open Democracy
    • Ossietzky
    • Project Syndicate
    • Russland-Aktuell
    • Russland.ru
    • Telepolis
    • Vox
  • RSS Nachdenkseiten

    • Hinweise des Tages
    • Parallelwelten: Merkel und Sarkozy feiern sich, während ihr Versagen offenkundig und gefährlich ist.
    • Hinweise des Tages
    • Die Ordinate wird auch in Sachen Krieg und Frieden stets nach rechts verschoben – auch mithilfe von Friedensnobelpreisträgerinnen
    • Flassbecks „Zehn Mythen der Krise“ – ein Kippbild zur herrschenden Lehre
  • RSS ad sinistram

    • Diese EU hat keine Berechtigung mehr
    • Nicht rechts, nicht links
    • Sit venia verbo
    • Und dann fehlen uns die Worte
    • Der vage Ausdruck
    • Finanzmärkte als Gegner
    • Ridendo dicere verum
    • Hinter die Schalter!
    • Rückschrittlichkeiten
    • Kinderarmut mit Einkommen verrechnet
  • RSS binsenbrenner.de

    • “Linke” Kanzlerin unter rechtem Beschuss
    • Den Worten ein Gewissen …
    • Amazon und Hungerlohn
    • Ein Volk von Bundestrainern?
    • Sie haben Post! (II)
  • RSS Feynsinn

    • Nichts zu verbergen
    • Humanistische Solidarität
    • 2000 – Ich widerrufe alles
    • Neues aus der besten aller Welten
    • Tierkinderporno
  • RSS Oeffinger Freidenker

    • Konservativer Zwergenaufstand
    • Die Schuldenschnitter
    • Zur Steinbach-Debatte
    • Der Tick mit den jungen Frauen
    • Die Basics über Auschwitz
  • RSS Jacob Jung

    • Das Imperium schlägt zurück: Anstieg linksmotivierter Straftaten
    • Es ist besser, als ein Wulff zu sterben, denn als Hund zu leben
    • Jacobs Woche (29.1. – 4.2.2012)
    • Mitbestimmung oder Mogelpackung: Merkels Zukunftsdialog
    • IGH: Deutschland muss Nazi-Opfer nicht entschädigen
  • Suchen

  • RSS Feeds

    • Artikel
    • Kommentare
    • eMail-Abo
  • Dein Shop für Outdoor Ausrüstung und Bekleidung. Zweimal südlich Münchens, Einmalig im Internet.

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Letzte Kommentare

      Andreas bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Nein, ich denke, da keimt eher eine zarte Sympathie für diesen Verein.

      Andreas bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Sehr gut getroffen! Wäre ich SPON Forist, ich würde...

      Andreas bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Den Druck durch die Medien würde ich als eher gering einschätzen....

      Karla bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Als Ergänzungslektüre zu diesem Artikel oder vielleicht auch eher zwecks...

      Daeva bei Konservativer Zwergenaufstand:

      @Heldentasse Über den Sinn oder Unsinn von Werten grundsätzlich zu...

      Hans Bambel bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Wer an Traditionen festhält, geht mit ihnen unter……..

      Heldentasse bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Just my two cents: Es gibt eine demokratische Partei im teutschen...

      Mod bei zur Steinbach-Debatte:

      Schlafen sie gut! Freue mich auf ihre Kommentare!!

      Joachim Endemann bei zur Steinbach-Debatte:

      Wie begegnen wir dem? Jeder auf seine Weise – vielleicht? – auch etwas...

      Mod bei Konservativer Zwergenaufstand:

      Genau das meine ich, es besteht keine Wahlfreiheit, es besteht vielmehr u.a....

      Mod bei zur Steinbach-Debatte:

      Wie auch immer. Die INSM-Halunken haben diesen Kokolores geliebt. Hans Werner Sinn...

      Joachim Endemann bei Punk Economics – Europe’s austerian state of play:

      Und manche zeugen, in dem sie zeugen,...

      t.h.wolff bei zur Steinbach-Debatte:

      Der Sozialstaat als Kaiser/Führer/Reichs-Ersatz und damit als Restbestand des...

      Sergio bei Punk Economics – Europe’s austerian state of play:

      Hallo, Gold steigt weil Gold GELD ist. Der Wert...

      Mod bei zur Steinbach-Debatte:

      Herr Endemann was halten sie sich mit den Begrifflichkeiten auf, ob der...

  • Twitter Contact News Spenden Login Anmelden

  • Werbung

    Hier könnte Ihre Werbung stehen

  • Facebook

  • Leseempfehlungen

    An dieser Stelle stehen hier normalerweise Leseempfehlungen mit einem Link auf Amazon. Da Amazon, wie sich mittlerweile herausgestellt hat, offenbar ein überaus unsozialer Konzern ist, der sich an den Schwächsten der Gesellschaft bereichert, hat sich der SPIEGELFECHTER entschlossen, die Zusammenarbeit mit Amazon mit sofortiger Wirkung zu kündigen. Es ist natürlich klar, dass dieser Boykott mit spürbaren finanziellen Einbußen verbunden ist. Wir würden uns daher freuen, wenn Ihr unsere Unabhängigkeit durch eine kleine Spende unterstützen könntet.
  • Alle Wege führten zur Loveparade

    geschrieben am 05. August 2010 von Spiegelfechter

    Adolf Sauerland geht auf Tauchstation und will offenbar den Sturm der Empörung aussitzen. Hinter den Kulissen läuft die PR-Maschine derweil auf Hochtouren. An allen Ecken und Enden finden sich Schuldige für die Katastrophe von Duisburg – der Veranstalter, die Polizei, die Journalisten, Ordner und sogar die Raver selbst. Fast scheint es so als habe sich ein unsichtbare Kordon um die politische Klasse aufgebaut, die kollektiv der Verantwortung entflieht.

    Geht es nach dem bloggenden Großjournalisten Michael Spreng, ist Sauerland sogar ein Opfer. Über das gegenseitige Beschuldigen geraten jedoch drei aufeinander aufbauende zentrale Frage, die bei den staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen noch eine Rolle spielen werden, in den Hintergrund: Warum wurde eine zu schmale Rampe als zentraler Ein- und Ausgang gewählt? Gab es Alternativen? Warum wurden diese Alternativen nicht in Betracht gezogen? All diese Fragen sind an die Stadt Duisburg und somit an OB Sauerland zu richten, schließlich war die Stadt nicht nur federführend am Sicherheits- und Wegekonzept beteiligt, sondern hat die Konzepte letztlich auch genehmigt.

    Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat sich der Spiegelfechter noch einmal in Zusammenarbeit mit Duisburgern die Situation vor Ort angeschaut. Neben dem Zugang über den Tunnel und die Rampe gibt es zwei wesentlich offensichtlichere und weitaus geeignetere Wege zum Veranstaltungsgelände. Da die meisten Besucher mit dem öffentlichen Nahverkehr nach Duisburg kamen, sollte dem Weg vom Hauptbahnhof zum Veranstaltungsgelände besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden.


    Der Haupteingang

    Manchmal führt auch der direkte Weg (rot) ans Ziel. Wer von Hauptbahnhof zum Veranstaltungsgelände gehen will, wird den direkten Weg über ein Parkplatzareal und einen Verkehrskreisel nehmen und gelangt nach rund 500 Meter Fußweg zum Haupteingang des ehemaligen Güterbahnhofs. Hätte man dort auch den Haupteingang zur Loveparade installiert, so hätte man die Ein- und Ausgänge über stolze 100 Meter Breite strecken und je nach Bedarf verteilen können. Das rückwärtige Areal bietet viel Platz für etwaigen Rückstauraum und über den angrenzenden Tunnel „Koloniestrasse“ wäre sogar ein separater Rückweg möglich gewesen, der nach rund 800 Meter Fußmarsch am anderen Ende des Hauptbahnhofs endet.

    Warum hat man sich beim Wegekonzept gegen den direkten Zugang zum Gelände entschieden? Offiziell heißt es, der direkte Weg hätte womöglich zu Rückstauungen bis ins Bahnhofsgelände geführt und sei daher aus Sicherheitsgründen nicht in Betracht gezogen worden. Die Deutsche Bahn AG weiß von solchen Bedenken allerdings nichts und auch der Besitzer des Veranstaltungsgelände, die Aurelis GmbH, hatte offenbar keine Einwände gegen eine Nutzung als Ein- und Ausgang. Sollten tatsächlich Platzgründe eine Rolle bei der Entscheidungen gegen den direkten Weg gespielt haben, so sind diese Bedenken vielmehr in der mangelhaften Kapazität des eigentlichen Veranstaltungsgelände zu suchen. Dies führt wiederum zu der Frage, mit wie vielen Besuchern der Veranstalter und die Stadt Duisburg gerechnet haben. Nimmt man die nachträglich genannte Zahl von 400.000 Besuchern als Kalkulationsbasis, so spräche nichts gegen eine Verwendung des direkten Weges als Haupteingang, zumal man seitens des Veranstalters ja davon ausging, dass sich die Besucherzahl über den ganzen Tag erstreckt und zu keinem Zeitpunkt mehr als 250.000 Besucher auf dem Gelände sind. Ein solche Fluktuation ist natürlich nur möglich, wenn es neben den Ein- auch Ausgänge gibt. Am Tag der Loveparade gab es jedoch aufgrund des Wegekonzepts vor und während der Katastrophe keinen funktionierenden Ausgang, was ein gewichtiger Grund für den Massenstau war, der letztlich Todesopfer forderte.

    Wenn Veranstalter und Stadt den direkten Zugang zum Gelände aus Platzgründen verworfen haben, so heißt dies, dass sie mit weitaus mehr als 400.000 Besuchern kalkuliert haben. Die Verkehrsplaner der Stadt Duisburg gingen von 700.000 Besuchern aus – warum sollte man in den unterschiedlichen Dezernaten mit unterschiedlichen Zahlen operieren? Sollte die Stadt tatsächlich mit 700.000 Besuchern kalkuliert haben, wäre der direkte Weg zum Gelände zweifelsohne als einziger Zu- und Abweg zu klein – das gilt allerdings umso mehr für den wesentlich engeren Zugang über Tunnel und Rampe (blau)!

    Hindernis VIP-Bereich

    Schaut man sich die Lagepläne an, so entdeckt man jedoch einen ganz anderen Grund, warum der direkte Weg nicht als öffentlich zugänglicher Zugang verwendet wurde. Am oberen Ende des Veranstaltungsgeländes platzierte der Veranstalter nämlich den VIP- und den Pressebereich. Für die Besucher erster Klasse war dies natürlich besonders komfortabel. Sie konnten mit der Bahn anreisen und erreichten bereits nach wenigen Metern – ungestört vom drängelnden Pöbel – das Veranstaltungsgelände. Wer mit der eigenen Limousine anreisen wollte, konnte sogar auf dem Gelände bewacht parken. Im VIP-Bereich wurden den B-Promis dann kostenlose Burger und alkoholische Getränke der Sponsoren offeriert. Man feierte dort bis in die Nacht, obgleich das Argument, man müsse die Party weiterführen, um weitere Tote zu verhindern, hier an Absurdität kaum zu überbieten war. Außer Boxweltmeister Klitschko, der als McFit-Werbemaskottchen zwangsverpflichtet wurde, ließ sich allerdings kein echter Promi bei der Loveparade blicken.

    Fast scheint es so, als sei den Planern bei Stadt und Veranstalter der Komfort der VIPs beim Entwurf des Sicherheits- und Wegekonzepts wichtiger gewesen, als die Sicherheit der normalen Besucher. Aus Insiderkreisen ist jedoch auch zu vernehmen, dass es von Seite der Medien durchaus Druck auf den Veranstalter gab, die Zuwege für die Presse so kurz und komfortabel wie möglich zu gestalten. Anders lässt es sich nicht erklären, dass der direkte Weg nicht zumindest als zweiter Ein- und Ausgang ins Veranstaltungskonzept integriert wurde. Vielleicht hat allerdings auch hier der schnöde Mammon die eigentliche Rolle gespielt. Je länger der Weg, desto mehr Merchandising und Gastro-Angebote lassen sich gegen gutes Entgeld platzieren. Auch mit Dosenbier zum Preis von 3,50 Euro plus 1,00 Euro Dosenpfand lässt sich sehr viel Geld verdienen.

    Die Autobahn

    Eine optimale Besucherführung hätte vor allem über die gesperrte A59 (grün) realisiert werden können. Die Autobahn ist ohne große Probleme vom Hauptbahnhof aus zu erreichen und führt direkt am Veranstaltungsgelände vorbei. Auf insgesamt 400 Meter Breite hätte man Ein- und Ausgänge betreiben können – man hätte die Absperrung allerdings auch ganz weglassen können und die Autobahn mit Bühnen und Gastroständen ins Veranstaltungskonzept integrieren können. Dafür wären allerdings Arbeiten an der Böschung nötig gewesen, sowie der Aufbau einiger Rampen. Das war den Verantwortlichen jedoch zu teuer, wie die ablehnende Reaktion auf das alternative Sicherheitskonzept von Feuerwehr und Polizei belegt, das die Autobahn als zentralen Zu- und Abgang vorsah.

    Je nachdem, mit wievielen Besuchern Stadt und Veranstalter rechneten, war eine Einbeziehung der Autobahn in das Wegekonzept jedoch alternativlos. Der gewählte Zu- und Abgang über Tunnel und Rampe war selbst für Besucherzahlen weit unterhalb der zugelassenen 250.000 vollkommen ungeeignet, ein Zu- und Abgang über den direkten Weg (rot) hätte ebenfalls bei Besucherzahlen rund um 400.000 seine Maximalauslastung erreicht, während größere Zahlen nur über die Autobahn sicher zum Gelände hätten geführt werden können. Eine Kombination aus allen drei Wegvarianten hätte locker ausgereicht, um die Gefahr von kritischen Menschenansammlungen zu verhindern. Der Eingang über die Rampe hätte sich beispielsweise als zusätzlicher An- und Abreiseweg für Besucher angeboten, die mit dem Auto anreisten, zumal die weiträumigen Parkplätze des MSV-Stadions sich unterhalb des Eingangs an der Rampe befinden.

    Sicherheit contra Kosten

    Letztlich scheiterte ein sicheres Wegekonzept jedoch am Geld. Der Veranstalter wollte mit minimalem Aufwand maximale Werbeeffekte realisieren und die Stadt wollte ihm keine Auflagen machen, um die Sicherheit der Besucher zu gewährleisten. Zwei oder drei Ein- und Ausgänge wären mit 1.000 Ordnern wahrscheinlich nicht realisierbar gewesen und die zusätzlichen Kosten für den Aufbau dieser Ein- und Ausgänge scheute der Betreiber offenbar. Hier liegt jedoch die zentrale Verantwortung der Stadt Duisburg. Wäre die Loveparade ausgefallen, wenn Rainer Schaller ein verantwortungsvolles Wegekonzept zu höheren Kosten hätte umsetzen müssen? Wenn dies der Fall ist, hätte man die Loveparade absagen müssen. Man hat jedoch das ungenügende Sicherheits- und Wegekonzept nicht nur – gegen den massiven Widerstand unzähliger Experten – genehmigt, sondern sogar mitentworfen. Die Stadtverwaltung der Stadt Duisburg hat massive Schuld am Tod von 21 Menschen. Adolf Sauerland ist Täter und kein Opfer.

    Jens Berger

    110 Kommentare Print This Post
    Adolf Sauerland geht auf Tauchstation und will offenbar den Sturm der Empörung aussitzen. Hinter den Kulissen läuft die PR-Maschine derweil auf Hochtouren. An allen Ecken und Enden finden sich Schuldige für die Katastrophe von Duisburg - der Veranstalter, die Polizei, die Journalisten, Ordner und sogar die Raver selbst. Fast scheint es so als habe ...
    Tags: Deutschland
    Werbeblog
    Partnersuche im Internet
    Vertrauen Sie Deutschlands Nr. 1
    Wissenschaftlich fundierter Test!
    www.PARSHIP.de

    Trackbacks:

    1. Tweets that mention Alle Wege führten zur Loveparade » Spiegelfechter — Topsy.com
    2. Auch hier, wie es schon immer war und ist… | WIR die ZZ-ZeitZeitung
    3. pussyimploder – art under pressure » Blog Archive » mit etwas abstand zu duisburg

    110 Kommentare:

    1. elwu schrieb am 5. August 2010 at 09:45 - Permalink

      Mit dem Sauerland hast du es aber. Ob er persönlich fachlich fatale Fehler beging, wird die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht feststellen. Bis zu einem Ergebnis sollte auch bei linken Bloggern die Unschuldsvermutung für ihn gelten. Die politische Verantwortung dagegen kann man wohl bereits jetzt bei ihm verorten. Aber nicht mal das ist sicher.

      Ich halte es sowieso für wahrscheinlicher, dass bei der Sache kein eindeutiger Alleintäter verantwortlich war und daher auch niemand als Alleintäter belangt werden kann.

      Da haben viele Leute aus vielen Organisationen viel falsch gemacht, was dann in Summe letztlich zu der Katastrophe führte.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 09:46 - Permalink

        Mir geht es hier auch nicht um die strafrechtliche, sondern um die politische Verantwortung und Schuld. Strafrechtlich wird diese Frage von Gerichten beantwortet werden.

      • Kalle schrieb am 5. August 2010 at 11:01 - Permalink

        *seufz* deine anti-Haltung wird langsam alt…
        Denk doch bitte in Zukunft 2 Minuten nach, ob deine Kritik an Jens auch nur entfernt Sinn macht.
        “Mit dem Sauerland hast du es aber.” Jens hat es mit allen Verantwortlichen, das haben bisher alle seine Artikel zu dem Thema gezeigt. Sauerland wird in manchen Medien zum Opfer umstilisiert und da muss man als moralische Person gegenhalten.
        “Ob er persönlich fachlich fatale Fehler beging, wird die Staatsanwaltschaft bzw. ein Gericht feststellen.” Nein. Ob er für sein Verhalten zur Verantwortung gezogen wird, wird ein Gericht feststellen. Und “persönlich, fachliche Fehler” sprichst nur Du an. Die Artikel machen deutlich, was kritisiert wird. Er trug die Verantwortung und leugnet das jetzt. Er hat die Loveparade gegen alle Widerstände aus Großmannssucht nach Duisburg geholt, etc, etc, etc.
        “Bis zu einem Ergebnis sollte auch bei linken Bloggern die Unschuldsvermutung für ihn gelten. Die politische Verantwortung dagegen kann man wohl bereits jetzt bei ihm verorten. Aber nicht mal das ist sicher.” Natürlich is das sicher. Und genau das wird ihm vorgeworfen. Das ist alles dokumentiert. Da hilft auch keine “Unschuldsvermutung”. Ob es strafrechtlich Konsequenzen geben muss/wird ist eine ganz andere Frage.
        “Ich halte es sowieso für wahrscheinlicher, dass bei der Sache kein eindeutiger Alleintäter verantwortlich war und daher auch niemand als Alleintäter belangt werden kann. Da haben viele Leute aus vielen Organisationen viel falsch gemacht, was dann in Summe letztlich zu der Katastrophe führte.” Also genau das, was Jens von Anfang an geschrieben hat…
        Wirklich, wenn man nichts zu sagen hat, einfach mal…

        So genug der Trollfütterung. Danke für den Artikel Jens. Das ist das erste Mal, dass ich die möglichen Alternativen graphisch aufgearbeitet sehen.

        • elwu schrieb am 5. August 2010 at 11:27 - Permalink

          Halte dich doch an deine eigene Empfehlung, da du nichts zu sagen hast, einfach mal die…

          Jens’ Antwort war souverän, im Gegensatz zu deinem aufgeregten Eifern.

          Ich bleibe übrigens auch gegenüber dir Troll dabei: die allfälligen Vorverurteilungen u.a. gegen Sauerland belegen ein bedenkliches Rechtsstaatsverständnis.

      • Sukram71 schrieb am 6. August 2010 at 14:27 - Permalink

        Warum verdient ein Oberbürgermeister so viel Geld? – Wegen der hohen Verantwortung die auf ihm lastet. Weil er die Verantwortung auch für das trägt, was seine Mitarbeiter falsch machen. Weil er bestimmt wo’s lang geht, wer welchen Posten bekommt und wie was gemacht wird.

    2. Thomas R. schrieb am 5. August 2010 at 10:01 - Permalink

      Es herrscht ein weit verbreitetes Missverständnis vor, was die Unschuldsvermutung bedeutet.

      Darf ich Helmut Kohl nicht kritisieren, weil es wegen seines Ehrenworts keinen Urteilsspruch gegeben hat? Was ist mit George Bush und seinen Kriegen? Keine Kritik erlaubt, weil er nie rechtskräftig verurteilt wurde?
      Ich verlange nicht, dass Sauerland ohne Prozess eingesperrt wird, um Himmels Willen.
      Aber es liegen genügend Fakten (nicht Vermutungen) auf dem Tisch, um sich schonmal selbst ein Bild von seiner politischen (nicht juristischen) Schuld zu machen.

      • Rieser schrieb am 5. August 2010 at 12:31 - Permalink

        Da liegt bei Ihnen ein Misssverständnis vor. Lesen Sie bitte nach: “Art. 11 Abs. 1 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte der Vereinten Nationen von 1948″. Natürlich können Sie die von Ihnen Genannten kritisieren – nur möchte ich nicht in Ihrer Haut stecken, wenn Jene rechtliche Schritte gegen Sie einleiten…

        Ich halte das ganze Tamtam, was von den Medien und leider auch von Ihnen, Herr Berger, seit Wochen veranstaltet wird, für überzogen. Ich überlasse es der Justiz, die Sachverhalte aufzuklären.
        Die Medien haben meist nur wenig Ahnung von einer Sache und dann werden ominöse Quellen auch noch durch das Verfassungsgericht geschützt….Und, übrigens: Haben sich die Medien schon JEMALS für eine falsche Meldung entschuldigt? Oder eine ordentliche Gegendarstellung gedruckt? Wird diese Meinungsmache geahndet?

        • Brixius schrieb am 5. August 2010 at 13:02 - Permalink

          Die da oben machen das schon! lieber nicht einmischen, voll gefährlich sowas…

        • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 13:05 - Permalink

          Ach herrjeh, wie drollig ;-)

          Ja, die bösen Medien und die bösen Blogger – da besitzen diese Gestallten die Ruchlosigkeit und kritisieren Politiker! Dagegen muss man natürlich mit Hilfe der UN-Menschenrechtscharta vorgehen! Ein Affenzirkus ist das hier.

          • Rieser schrieb am 6. August 2010 at 18:08 - Permalink

            Finde ich gar nicht drollig, Herr Berger. Lesen Sie doch einmal diverse “Blätter” – was da angeboten wird, grenzt an versuchte Körperverletzung. Und EINES dürfen Sie nie vergessen – diese Blätter LEBEN von der breiten Masse, die sich diesen Müll “reinzieht”. Hand auf´s Herz, Herr Berger: Wieviele der Leser haben WIRKLICH Ahnung, wenn es um die Sache geht? 10%? 20%? Mehr? Bekommen die mehr Information, weil sie lesen? Wenn Sie das glauben, kommt am 24.12. das Christkind….Ich denke, dass ein Grossteil der Leser ZU WENIG detaillierte Informationen zur Verfügung hat, um mitreden zu können…
            Was mich stört,ist die Tatsache, dass in Foren unseren MitbürgerInnen die Möglichkeit gegeben wird, “mitreden” zu können – das ist schön – fragt sich nur für WEN?
            Die Blogger sollten sich einmal an der eigenen Nase fassen – rummaulen und kritisieren – das kann Jeder, selbst Menschen solcher Spezies…Aber konstruktiv Kritik üben, gute Alternativvorschläge bringen – da ist meist gähnende Leere angesagt….Deshalb verlasse ich wieder diesen m.E. überschätzten Blog – es geht auch ohne – garantiert.

            • John Dea schrieb am 7. August 2010 at 23:16 - Permalink

              Ihre Entscheidung verdient größtes Wohlwollen! Danke.

            • ym schrieb am 7. August 2010 at 23:22 - Permalink

              … so do I, John …

        • Chiasmus schrieb am 5. August 2010 at 13:42 - Permalink

          Artikel 11 Absatz 1:
          “Jeder Mensch, der einer strafbaren Handlung beschuldigt wird, ist solange als unschuldig anzusehen, bis seine Schuld in einem öffentlichen Verfahren, in dem alle für seine Verteidigung nötigen Voraussetzungen gewährleistet waren, gemäß dem Gesetz nachgewiesen ist.”

          Ein Vater, der einen Kindergeburtstag betreut oder seinem Kind genehmigt, hat eine Sorgfaltspflicht. Sollte es auf diesem Fest zu einem Unglück kommen ist zumindest klar wer mein Ansprechpartner ist.

          Das Problem in diesem Fall ist, es gibt keinen Ansprechpartner – der Stadt”vater” – oder Bürgermeister entzieht sich jeder Verantwortung.

          Wenn ich Jens richtig verstehe geht es ihm genau darum.
          Strafrechtlich greift natürlich Artikel 11 Absatz 1

    3. FreshD schrieb am 5. August 2010 at 10:15 - Permalink

      Natürlich gab es viele Versäumnisse von vielen verschiedenen Menschen.

      Es ist jedoch auf Basis der Sachlage davon auszugehen, dass Sauerland die Loveparade unbedingt haben wollte. Das war die Entscheidung des OB. Es war auch seine Entscheidung um welchen Preis er die Loveparade haben wollte.

      Diesen Preis möchte er nun nicht zahlen.

      • elwu schrieb am 5. August 2010 at 11:36 - Permalink

        Es ist jedoch auf Basis der Sachlage davon auszugehen, dass Sauerland die Loveparade unbedingt haben wollte

        Zweifellos. So wie auch unzählige andere Kommunal- und Landespolitiker. Und hunderttausende Raver.

        Das war die Entscheidung des OB.

        Sie zu wollen oder sie zu genehmigen? Ersteres ist nicht strafbar, und bringt weder Verantwortung noch Schuld mit sich. Falls letzteres: wurde sie allein von Sauerland genehmigt, und wenn ja, ist er deshalb für die Katastrophe verantwortlich?

        Ach ja, offenbar werde ich hier von so manchem Mitschreiber falsch verstanden, gewollt, anzunehmenderweise. Ich schätze Sauerland nicht, er hat auch meiner Einschätzung nach Fehler begangen. Und ich hätte aus meiner bequemen moralischer Sicht seinen Rücktritt zur rechten Zeit (die ist längst vorbei) begrüßt.

        Mir geht es um einen fairen Umgang. Den sollte man auch dem politischen Gegner zugestehen. Statt Annahmen, Vermutungen, Unterstellungen, Medienberichte, Spekulationen etc. zu ‘Fakten’ zu erhöhen, auf deren Basis dann Konsequenzen gefordert werden. Da halte ich es mit der alten Weisheit ‘was du nicht willst, das man dir tu…’, aber auch das hält halt jeder, wie er kann.

        • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 12:00 - Permalink

          Zweifellos. So wie auch unzählige andere Kommunal- und Landespolitiker. Und hunderttausende Raver.

          Richtig, allerdings hatten die Raver (genauso wie die meisten Kommunal- und Landespolitiker) keinen Einblick in die Diskussion hinter den Kulissen. Dies ist sicher auch ein Versäumniss der lokalen Medien. Dennoch ist der “unbedingte Wunsch” zur Loveparade seitens der Raver und seitens der Stadt Duisburg nicht gleich zu werten, da beide Seiten durch eine massiv ungleiche Informationstiefe getrennt sind.

          Nehmen wir mal ein Beispiel: Wenn ein Autofahrer nicht weiß, dass die Bremsen an seinem Auto defekt sind, von dem Defekt überrascht wird und in eine Menschenmenge fährt, dann ist dies eine “normale” Fahrlässigkeit. Schließlich muss er sich um den Zustand seines Wagens kümmern. War er eine Woche zuvor beim TÜV, dürfte er sogar ungeschoren aus der Sache herauskommen.

          Wie sieht die Sache aber aus, wenn ihm sowohl die Bordinstrumente, als auch seine Werkstatt und der TÜV bereits gesagt haben, dass die Bremsen defekt sind und der Wagen so nicht verkehrstauglich ist? OB Sauerland ist genau dieser Autofahrer.

        • schwitzig schrieb am 5. August 2010 at 19:26 - Permalink

          - Die Raver waren nicht entscheidungsbefugt.
          - Unzählige andere Kommunalpolitiker waren nicht entscheidungsbefugt.
          - Die Polizei war nicht entscheidungsbefugt.
          - Der Veranstalter war nicht entscheidungsbefugt.
          - Rabe war bedingt entscheidungsbefugt.
          - Sauerland ist war entscheidungsbefugt.

    4. Peter schrieb am 5. August 2010 at 10:36 - Permalink

      @FreshD

      Es ist jedoch auf Basis der Sachlage davon auszugehen, dass Sauerland die Loveparade unbedingt haben wollte. Das war die Entscheidung des OB. Es war auch seine Entscheidung um welchen Preis er die Loveparade haben wollte.

      Genauso ist es. Und das ist auch aus den bisher bekannt geworden Fakten ersichtlich.
      Würde Sauerland Ypsilanti heißen, hätte die gesamte Presse ihn/sie schon in der Luft zerrissen. Da wette ich einen kaputten Socken gegen mein Jahresgehalt.

      Peter

    5. ak schrieb am 5. August 2010 at 11:36 - Permalink

      @Blogger

      Zum leidigen Thema DU-Love Parade, die zur Death Parade wurde mit vielen Toten und (Schwer-) Verletzten nur zwei Hinweise:

      -Die diesjährige LOVE PARADE in Duisburg 24. Juli hätte nicht genehmigt werden dürfen, sondern untersagt werden müssen. Spätestens am Freitag(vor)mittag 23. Juli von der Bezirksregierung Düsseldorf als NRW-Kommunalaufsicht: http://static.rp-online.de/layout/fotos/HB5XA4Wi.pdf Auch der (kultur- bzw. kommunal- und NRW-) politische Eindruck vom sog. Erwartungsdruck, der dann zur tödlichen Fehlentscheidung führte: http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33075/1.html bestätigt dies.

      -Es soll bekanntlich im gegenwärtigen Deutschland keine (Alters-) Armut geben,
      folglich würde auch der Noch-OB-DU Adolf S. nicht „ins Bodenlose fallen“, er sollte,
      was legitim wäre, keinerlei Staatsbeamtenpension erhalten, denn auch Adolf S. bekäme wenns bei ihm soweit wäre in gut zehn Jahren auf Antrag Altersgrundsicherung, derzeit knapp 700 € monatlich (Warmmiete eingerechnet), ab 2011 vermutlich dann 50 € monatlich mehr. Für Herrn Herr Adolf S. sollte das ausreichend sein, denn er ist nichts Besseres, eher was Schlechteres.

    6. Theo schrieb am 5. August 2010 at 12:16 - Permalink

      Ich frage mich durchaus, wieso es überhaupt Eingänge und Eingangskontrollen geben musste. Ich dachte bisher immer, die Loveparade wäre eine, wie ihr Name sagt, Parade und somit eine offene Veranstaltung. Das lag aber offenbar nicht im Interesse des Veranstalters. Der wollte möglichst viel Reibach mit der Loveparade machen und hat deswegen auf wenig Eingangsmöglichkeiten und Kontrollen gesetzt. So kann man viel besser die Taschen kontrollieren und dafür sorgen, dass die Leute sich nicht ihr eigenes Bier und Wasser mitbringen. Denn dann kaufen die ja nicht mehr so viel auf dem Gelände und das bedeutet, weniger Einnahmen.

      Es ging also von Anfang an nur ums Geld. Tatsächlich hätte man das gesamte Autobahnstück öffnen und daraus einen riesigen Ein- und Ausgang machen können. Dann hätte sogar der VIP-Bereich bleiben können.

      @ak: Der Sauerland steht nicht vor der Altersarmut, selbst, wenn er zurücktritt. Es geht um vielleicht 1000-2000 Euro, die er monatlich weniger hätte, von den 700 Euro Grundsicherung wäre er dabei aber noch weit entfernt. Ehrlich, an der Stelle muss wirklich niemand mit ihm Mitleid haben.

    7. SwENSkE schrieb am 5. August 2010 at 13:03 - Permalink

      Ohgott, schon wieder ein Sauerland/Loveparade-Artikel….
      Man könnte fast meinen, er hat Dir mal was getan, der Sauerland^^.

      Und btw, wtf ist ein “Großjournalist”? Alle Journalisten über 1,85m?

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 13:12 - Permalink

        Klar, der Sauerland hat mir mein Mädchen ausgespannt ;-)

        -> Großjournalist

        Hmm, hat ein “Großkopferter” Hutgröße 62? Man weiß so wenig.

      • gregor schrieb am 5. August 2010 at 13:57 - Permalink

        Und btw, wtf ist ein “Großjournalist”? Alle Journalisten über 1,85m?

        vielleicht jemand, der seit jahrzehnten an den schalthebeln der medialen macht des landes sitzt:
        Spreng wer?

    8. Duisburger schrieb am 5. August 2010 at 13:19 - Permalink

      Zunächst die Fakten:
      1.) Eine Genehmigung wird erst am 21.07.2010 ausgestellt. Das ist äußerst knapp bemessen. Der Aufbau auf dem Gelände war zu diesem Zeitpunkt weitestgehend fertig (man konnte bereits Zelte, Dixi Klos u.ä. von der Bahnstrecke aus sehen).
      2.) Der zuständige Baudezernent Dressler lehnt jegliche Verantwortung für sich und das Amt 62 (u.a. untere Bauaufsichtsbehörde) in sehr deutlichen Worten ab. Dies zeigt überdeutlich, dass aus Sicht der zuständigen Fachdienststelle schwere Bedenken bestanden haben müssen.
      Aus meiner Sicht konnte man zu dem Zeitpunkt der Erteilung der Genehmigung, 21.07.2010, eigentlich schon nicht mehr absagen. Es wirkt bereits merkwürdig, dass ein Veranstalter ohne Genehmigung einen solchen Aufwand betrieben hat… Weiterhin ist es merkwürdig, dass trotz deutlich ablehnender Haltung des Baudezernenten eine Genehmigung erteilt wurde. Hier muss eindeutig Druck aufgebaut worden sein. Wenn der Baudezernent dies ablehnt, kann der Druck nur von einem Amtsleiter, was ich eher für unwahrscheinlich halte, da diese sich nicht mit ihrem Dezernenten überwerfen wollen, oder von noch höherer Stelle gekommen sein. Um es ganz klar zu sagen: das können nur der OB oder der Stadtrat selbst sein. Das will auch insofern etwas heißen, dass der Baudezernent Dressler nicht gerade als „handzahm“ gilt, sondern eher als tlw. „undiplomatisch“ und jmd. der im Notfall auch mal „poltert“, also durchaus durchsetzungsstark ist.
      Das ganze stinkt zum Himmel! Die Genehmigung zu erteilen war mindestens im nachhinein ein Fehler. Bedenken gab es von mehreren Seiten. Das bedeutet, dass auch die Abwägung im Vorfeld fehlerhaft war. Mindestens eine politische Verantwortung trägt Sauerland als Chef der Verwaltung.
      Die Frage bleibt, warum er nicht zumindest zurücktritt. Seine Erklärung, bei der Aufklärung mithelfen zu wollen, ist hanebüchen. Das geht auch ohne ihn. Sogar noch viel besser. Aber solange man im Amt ist, kann man natürlich auch an der Verklärung der Ereignisse mitarbeiten….

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 13:26 - Permalink

        Kein Widerspruch meinerseits, aber Du betrachtest hier nur die Endphase. Hier gab es idT nur die Entscheidung “Abnicken oder Absagen”. Warum kam es aber soweit? Die m.E. viel gewichtigeren Fehler wurden bereits im Vorfeld begangen. Die Stadt hat alle(!) Warnungen ignoriert und sich zusammen mit Schaller auf ein Sicherheits- und Wegekonzept konzentriert, das indiskutabel ist. In dieser Frühphase gaben Sauerland und Rabe den Takt vor und würgten sämtliche Kritiker im eigenen Hause ab. Ich wäre ja gerne mal Mäusschen bei den staatsanwaltschaftlichen Befragungen der subalternen Beamten.

      • lebowski schrieb am 6. August 2010 at 11:06 - Permalink

        Und wer hat die Genehmigung erteilt?
        Sauerland soll es nicht gewesen sein.
        Angeblich war das ein Sachbearbeiter. War es ein Sachbearbeiter, der Dressler unterstellt war?

    9. Duisburger schrieb am 5. August 2010 at 13:37 - Permalink

      Das ist vollkommen richtig. Es ging von vorneherein ausschließlich darum, die LP zu realisieren. Egal wie. In den Duisburger Medien ging es zuvor nicht um die Örtlichkeit, Zuwegungen o.ä.. Das einzige Thema war die Finanzierung, an der das Projekt hätte scheitern können. Dass die mit alternativen Zuwegungen (an eine Standortdiskussion kann ich mich nicht erinnern) verbundenen Kosten der Grund für das “Wegwägen” der Bedenken waren, ist für mich eindeutig.

    10. robert schrieb am 5. August 2010 at 13:49 - Permalink

      kurze frage: inwieweit kann ich einen ob unterstellen, dass er inhaltliche fehler gemacht hat? muss er sich bei seinem ja oder nein nicht auf seine berater verlassen, was in diesem fall der panikforscher (gutachten) und das ordnungsamt waren? meines wissens haben beide instanzen die sache abgenickt.

      ich bin gootlob kein fan sauerlands, würde ihm aber nichts unterstellen wollen, weil meines wissen ein ob sich primär auf die einschätzungen seiner experten verlassen muss.

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 13:58 - Permalink

        Die Details wird die Staatsanwaltschaft zu Tage bringen. Im Raum stehen jedenfalls folgende Punkte:

        - es gab explizite Sicherheitsbedenken der Duisburger Polizei und der Duisburger Feuerwehr
        - die Duisburger Polizei hat mit der Feuerwehr ein alternatives Konzept entwickelt
        - es gab explizite Sicherheitsbedenken zweier renommierter Katastrophenforscher
        - es gab explizite Sicherheitsbedenken des Baudezernats
        - es gab explizite Sicherheitsbedenken der Polizei aus Essen, Dortmund und Köln, die in die Vorbereitung einbezogen wurden

        Von all diesen Bedenken sollte Sauerland gewußt haben, bei einigen Punkten ist dies sogar belegt.

        Und das sind nur die öffentlich bekannten Punkte, in denen es um das Sicherheits- und Wegekonzept geht. Von den anderen Verantwortlichkeiten will ich gar nicht erst anfangen. Die obrige Liste ließe sich übrigens mühelos erweitern.

        • horst.pachulke schrieb am 5. August 2010 at 16:22 - Permalink

          Die Annahme, dass er von den massiven Sicherheitsbedenken nichts gewusst, ließe den OB auch nicht besser dastehen. Er ist das Oberhaupt der Verwaltung, diese muss ihm zuarbeiten. Wenn er es nicht hinbekommt, dass diese Verwaltung ihm zuarbeitet und ihm Bedenken meldet, dann ist er als OB schlicht ungeeignet.

      • Duisburger schrieb am 5. August 2010 at 14:12 - Permalink

        Seine Berater waren aber auch die Polizei, die Feuerwehr und die untere Bauaufsichtsbehörde und die haben eben Bedenken geäußert bzw. Alternativen angeboeten. Wenn innerhalb einer Verwaltung unterschiedliche Meinungen bestehen, kann der OB, als Chef der Verwaltung, die Verwaltungsmeinung herzustellen. Die von ak unter Nr. 5 geposteten Links zu öffentlich gewordenen Verwaltungsvermerken machen deutlich, dass der Dezernent Rabe die unbedingte Durchführung der LP als Wunsch des OB`s darstellt. Sowas baut natürlich Druck auf. Von einer sachgerechten Abwägung kann dann keine Rede mehr sein. Im Zweifelsfall hätte man auch den Rat entscheiden lassen können.

    11. Der Dude schrieb am 5. August 2010 at 14:23 - Permalink

      Ich finde es gut, dass Sauerland nicht zurücktritt!

      Warum?

      Weil dieses Beispiel sehr schön deutlich macht, wie sehr sich die politische Klasse/Kaste von moralischen Prinzipien entfernt hat.

      Er geht nicht zu der Trauerfeier um keine Aggressionen zu provozieren (nachvollziehbar), glaubt dann aber Bürgermeister bleiben zu können (nicht nachvollziehbar).

      Ein Bürgermeister der sich nicht unter die Bürger traut. Absurder geht´s kaum…

    12. Thomas Dudek schrieb am 5. August 2010 at 14:55 - Permalink

      @Duisburger

      Du hast Recht, im Vorfeld der Love Parade hat man in Duisburg nur über die Finanzierung gesprochen. Fragen nach der Sicherheit, außer bei den für die Love Parade zuständigen Behörden, hat keiner gestellt. Nicht die Presse und auch nicht die im Stadtrat vertretenen Parteien. Und warum? Weil sie alle die Veranstaltung in der Stadt haben wollten. Und auch wenn ich kein Fan von Sauerland bin, und auch niemals einer war, kann ich mir sehr gut vorstellen was in Duisburg im Frühjahr losgewesen wäre, wenn Sauerland aus politischen und wirtschaftlichen Interessen die Sicherheitsbedenken nicht ignoriert, sondern ernst genommen und die Veranstaltung abgesagt hätte?!

      Schlimm ist, dass Sauerland sich jetzt so an seinem Amt hält. Damit schadet er der Stadt noch mehr als das Unglück alleine. Dass die CDU seit 2004 aber so stolz wie Oskar durch Duisburg läuft, weil sie das letzte Mal 1948 einen Duisburger Bürgermeister stellte, mag auch eine Erklärung für die jetzige Lage sein.

      Und auch wenn man im Nachhinein immer schlauer ist. Als ich gehört habe, dass die Love Parade auf dem alten Güterbahnhof stattfindet und der Tunnel in der Karl-Lehr-Straße der einzige Zugang ist, habe ich nur mit dem Kopf geschüttelt. Den Tunnel habe ich schon als unheimlich empfunden, als ich noch in Duisburg mit meinen Fahrkünsten die Straßen unsicher machte.

      • Duisburger schrieb am 5. August 2010 at 15:28 - Permalink

        Keine Frage, medial wäre eine solche Entscheidung verheerend gewesen. Aber: 1.) Er hätte die Entscheidung nicht alleine tragen müssen und den Stadtrat entscheiden lassen können und 2.) haben auch die Bochumer trotz des medialen Echos “ihre” LP abgesagt.

        Mal ganz davon abgesehen: wenn kein Geld da ist, um eine Großveranstaltung mit ausreichenden Sicherheitsmaßnahmen abzuhalten, geht das eben nicht. Punkt. Politischer und/oder medialer Druck dürfen keine Rechtfertigung für Fehlentscheidungen sein.

        • Thomas Dudek schrieb am 5. August 2010 at 15:50 - Permalink

          Ich gebe dir Recht. Politischer und/oder medialer Druck dürfen keine Rechtfertigung für Fehlentscheidungen sein. Aber in der Realität sind sie es. Leider!

          Stimmt, die Bochumer haben ihre Love Parade abgesagt und das mediale Echo überlebt. Aber schon damals übten die heute so trauernden WAZ-Medien Druck auf Duisburg aus. “So etwas darf nicht noch einmal passieren, da es ein schlechtes Bild auf das Ruhrgebiet wirft”. Da spielte es auch keine Rolle, dass viele Revierkommunen Duisburg eh zum Niederrhein zählen. ;-). Außerdem war der Druck auf Bochum weniger groß, da 2009 das Ruhrgebiet noch keine Kulturhauptstadt war.

          Und was auch entscheidend ist: Bochum hat kein Brachgebiet in bester Lage, für die es mit der Love Parade Werbung machen wollte. Erst Multi Casa, dann Duisburger Freiheit und nun Möbelhaus Höffner. Die über ein Jahrzehnt alte Diskussion über die Zukunft des alten Güterbahnhofs gehört schon zum Duisburger Alltag wie das Graefen zum Dellplatz.

          Und allein wegen dem Güterbahnhof habe ich meine Zweifel, ob der Stadtrat, der ja auch nicht gerade mit Möbelhaus Höffner sympathisiert, die Absage der Love Parade getragen hätte. Ihre Aussagen zur Love Parade kann man auf ihren Homepages wunderbar nachlesen.

        • John Dea schrieb am 7. August 2010 at 23:27 - Permalink

          Unheimlich ist in meinen Augen auch, wie die Finanzlogik einer verarmten Kommune (Stadt Duisburg) jegliche Spielräume für ein angemesseneres und besseres Sicherheitskonzept begrenzt hat.

          Ich finde das gruselig, zumal – bei vorsichtiger Kalkulation – eine Loveparade, wenn sie denn gelungen wäre, für eine Stadt einen durchaus beachtlichen Zufluss von Publikum, Touristen und Geld bedeutet. Rechnet man konservativ mit 70 Euro pro Person (und mit 500.000 Ravern/Besuchern), sowie einer kommunalen “Steuerquote” infolge dieser Mehreinnahmen in Höhe von 15 Prozent, so erhält man einen finanziellen Rahmen von bis zu 5,25 Millionen Euro, die Duisburg hätte ausgeben können – ohne finanziell draufzuzahlen. Ein großzügigeres Wege- und Veranstaltungskonzept wäre also allemal drin gewesen!

          Leider aber ist Duisburg derart in seinen Kommunalfinanzen verarmt, dass es seine Finanzentscheidungen nicht autonom treffen darf und an engste Vorgaben gebunden ist, auch wenn dieses – in letzter Konsequenz – wie bei der Loveparade geradezu tödlich sind…

          Das wäre, neben dem Versagen der Duisburger Verwaltung, dem Versagen der Herren Rabe, Sauerland und Schaller, auch einer Erörterung wert: Die Verarmung vieler Kommunen bewirkt einen Zwang, unvernünftige Entscheidungen zu treffen – zum großen Nachteil für die Bürger!

          P.S.
          Shize-Neoliberalismus!

    13. Marc schrieb am 5. August 2010 at 14:58 - Permalink

      Ich hatte es befürchtet, ein Eindruck hat sich bestätigt: die LoPa in Duisburg war nichts anderes als ein Bespaßungs-KZ. Die Aufseher in den VIP-Loungen hatten trotz der Tragödie ihren dekadenten Spass.
      Es tut mir Leid, aber andere Worte kann und will ich nicht finden für das was dort geschehen ist.

      Etwas OT. Es gab da ja vor kurzem ein Gutachten, das den OB Adolf Sauerland und die Statdtverwaltung von Schuld freisprach. Hier gibt es ein paar interessante Hintergründe zur Kanzlei und speziell zur Frau Jaspers, die das Gutachten erstelte:
      http://www.xtranews.de/2010/08/04/loveparade-gutachten-wie-glaubhaft-ist-frau-dr-ute-jasper/

    14. JFamondt schrieb am 5. August 2010 at 15:06 - Permalink

      der OB klebt an seinem stuhl und es wird sicherlich interessant zu beobachten sein, ob er denn in duisburg so mir nichts dir nichts zur tagesordnung übergehen kann. unternehmenseröffnungen, vorträge, jubiläumsfeiern es gibt so vieles bei dem ein OB sich repräsentieren muss. im august ist die ExpoReal in münchen, hier wollte Sauerland sicherlich das güterbahnhofsgelände präsentieren um reichlich investoren für seine DuisburgerFreiheit zu bekommen.

      was aber wird er machen? fährt er hin und ergibt sich schimpf und schande, oder wird er – klein wie er ist – erhobenen hauptes nach münchen fahren, sich hinter seinem “freundschafts”gutachten verschanzen – welches ihm bescheinigt, dass ihn keine schuld trifft – und so tun als wenn nichts gewesen wäre?

      ich kann nur eines mit gewissheit sagen, um auf den BlogPost zu kommen. wer die örtlichkeiten in duisburg kennt, wer einmal im eingangsbereich des güterbahnhosgeländes gestanden hat und wer weiß, wie viel fläche dort zu verfügung steht – und das mit zwei eingängen, der wird schockiert über all die ausflüchte sein, die vorgetragen und … wird sich wundern, wie viele, die in der stadt was zu sagen haben, dieses, wie kleine papageien nachplappern ….

      je dicker der filz um so zäher das durchkommen

      • Duisburger schrieb am 5. August 2010 at 16:02 - Permalink

        “Duisburger Freiheit” ist Geschichte. Das wird überwiegend Möbelmarkt oder bleibt eben brach liegen, bis sich die Stadt Krieger beugt. Was der mit Hamburg machen kann, kann er erst recht mit Duisburg machen…

        Zum Thema: Natürlich hätten auch andere, bspw. Ratspolitiker und Medien, eine realistischere Einschätzung der Situation im Vorfeld haben müssen, wenn sie sich damit auseinandergesetzt hätten. Insbesondere da die in den Medien im Vorfeld geschätzte Besucherzahl bei rd. 1. Mio lag.
        Ich fand das schon damals unverstellbar: das wären mehr als doppelt soviele Einwohner wie Duisburg hat…und alle Strömen an einem Tag in die Innenstadt. Eine irrsinnige Vorstellung, auch wenns später wohl deutlich weniger waren. Oder aber der Vergleich mit dem Stillleben: (angeblich) 3 Mio. Besucher. Resultat: eine überwiegend vierspurige Autobahn, die vollkommen verstopft war. Zudem kam noch ein gigantisches Verkehrschaos zumindest in der Duisburger Innenstadt. Ich habe mittags knapp 40 Min gebraucht, um aus der Innenstadt rauszufahren ( zu Fuß wärens nur 15-20 min gewesen). Allerdings haben sich die Besucher auf rd. 60 km verstreut. Bei der Ansage von einem Drittel lediglich in der Duisburger City konnte ich nur den Kopf schütteln. Auch wenn es letztendlich deutlich weniger waren, diese Relationen hätten zum Nachdenken bewegen müssen, insbesondere bei der schmalen Zuwegung.

        • Stefan K. schrieb am 5. August 2010 at 16:28 - Permalink

          Krieger hat ja mit dem Kauf des Geländes und der Beauftragung einer eigenen Planung den abgesegneten städtebaulichen Rahmenplan des Büros Foster+Partners ausgehebelt und die Stadt vor vollendete Tatsachen gestellt.

          Leider hat die Stadt offensichtlich zuwenig finanzielle Mittel, um den notwendigen Einfluss auf die Gestaltung auszuüben (z.B. das Gelände selbst zu kaufen) – womit wir wieder bei dem Konflikt “Gemeinwohl vs. privatwirtschaftliche Interessen” landen, welcher sich aufgrund klammer Kassen der Kommunen mehr und mehr zugunsten Letzterer entwickelt.

        • Thomas Dudek schrieb am 5. August 2010 at 17:32 - Permalink

          In ihrer von Foster entworfenen Form ist die Duisburger Freiheit Geschichte. Krieger ist der Stadt schon entgegengekommen und hat sein Konzept bereits überarbeitet, den Plänen Fosters also angenähert.

          Meines Wissens benötigt jeder Neubau die Genehmigung der dafür verantwortlichen kommunalen Behörde. Und so wie Krieger die Stadt vorgeführt hat, kann ich mir sehr gut vorstellen, dass man da Wege gefunden hätte, um die Pläne Kriegers zumindest für eine gewisse Zeit zu sabotieren.

          Und meine persönliche Meinung: Die Pläne Fosters für Duisburg finde ich größenwahnsinnig. Leider ist Duisburg nicht attraktiv genug, um die in der Duisburger Freiheit geplanten Bürogebäude und Wohnungen zu vermieten. Und dann noch die Konkurrenz in der Nachbarschaft: Düsseldorf, Köln ja sogar Essen. Alles Städte, die auf Investoren interessanter wirken als Duisburg. So hart sich das anhört: auch wenn Duisburg den größten Binnenhafen der Welt hat, ein zweites Hamburg werden wir nicht, wie der Innenhafen beweist!
          Ein Möbelhaus mit einem dazugehörenden Logistikzentrum auf dem Gelände des Güterbahnhofs hat Duisburg, trotz der angeblichen 600 Arbeitsplätze, die Krieger verspricht, auch nicht verdient. Dafür ist die Lage einfach zu schade!

    15. Elga schrieb am 5. August 2010 at 15:51 - Permalink

      Für jemand wie mich, der noch nie in Duisburg war und die örtlichen Gegebenheiten nicht kennt ist der Artikel sehr aufschlussreich.

      Ich habe den Eindruck, das ganze Theater um den Rücktritt von Bürgermeister Sauerland hat den Zweck abzulenken. Mit der Forderung zum Rücktritt von Sauerland soll sich das Volk abreagieren wie an einer Boxbirne. Der Veranstalter und die anderen Beteiligten sollen aus der Schusslinie genommen werden.

    16. JayAr schrieb am 5. August 2010 at 16:13 - Permalink

      Trotzdem trägt die größte Schuld doch der Veranstalter, der die Kosten sparen und seine VIPs schützen wollte. Natürlich hätte die Stadt dem nicht zustimmen dürfen, aber Schaller hat nicht weniger Schuld als Sauerland.

      • schwitzig schrieb am 5. August 2010 at 20:02 - Permalink

        @JayAr

        Trotzdem trägt die größte Schuld doch der Veranstalter, der die Kosten sparen und seine VIPs schützen wollte.

        Aber nein! Veranstalter wollen genau das immer. Deswegen sind Großveranstaltungen genehmigungspflichtig. Durch die Stadt.

        • Vogel schrieb am 5. August 2010 at 21:24 - Permalink

          Volltreffer!

        • JayAr schrieb am 5. August 2010 at 22:29 - Permalink

          Also wenn ich als Veranstalter jährlich ein riesen Festival veranstalten will, dann ist mir doch bewusst das irgendwann was schiefläuft wenn ich ständig an der Sicherheit spare und damit mein Festival für die nächsten Jahre zerstört ist. Genauso kann McFit jetzt doch (hoffentlich, aber wahrscheinlich ein Wunschtraum) seinen Laden dicht machen. Zumindest werden sie einige Verluste einstecken.

          Ich unterstelle mal zum Beispiel einem Rock am Ring Verantalter, dass der genau weiß was geht und was nicht.

          Wie dem auch sei, der Veranstalter trägt doch auf jeden Fall Verantwortung und kann nicht einfach sagen, das Ding wurde genehmigt also kann mir nichts passieren…

    17. booomups schrieb am 5. August 2010 at 16:15 - Permalink

      mal ne kurze frage…

      sollten die LP besucher sich auf diesem “kleinen” gelände immer im kreis herum bewegen und dabei überhaupt nichts von der Stadt zu gesicht bekommen?

      das kommt mir irgendwie erbärmlich und den Teilnehmern gegenüber sehr abschätzig vor im gegensatz zur z.B Parade hier in Zürich.

      edit: aber solange keine andere Stadt zu mehr aufwand bereit ist/war/sein wird…

      • Thomas Dudek schrieb am 5. August 2010 at 16:53 - Permalink

        Ich war zwar noch nie in Zürich, weshalb ich auch nichts über die dortige Location sagen kann, aber Duisburg ist nicht dafür geschaffen, mitten in der Stadt eine Love Parade zu veranstalten. Dafür ist die Stadt zu eng bebaut. Und mögliche andere großflächige Veranstaltungsorte sind mit dem öffentlichen Nahverkehr schwer zu erreichen. Vor allem, wenn es 400.000 Raver sind, die man quer durch die Stadt transportieren muss.

    18. MNB schrieb am 5. August 2010 at 16:50 - Permalink

      Erster Punkt: die Bochumer Bürgermeisterin schilderte in einem DLF-Interview, wie der Sturm der lokalen Journaille losbrach, als sie die Loveparade nicht in Bochum wollte. Von daher ist das Urteil der Journaille typisch scheinheilig. Hauptsache, auf irgendwen kann in Patronage für die Scheingerechtigkeit eingeprügelt werden. Egal ob dafür oder dagegen. Es zählt die Aufreger.

      Zweiter Punkt: Es ist mir unerklärlich, warum das Nichtzurücktreten des OBs Feigheit oder Verwerfenswert sein soll, die Tatsache des Nichtabwählenwollens des OBs durch die CDU-Mitglieder des Stadtrates nicht. Diese Zurücktreteritis, gerade in letzter Zeit, geht mir sehr auf den Zünder. Welches Problem, außer des Mütchenkühlens, wird denn dadurch gelöst? Im Gegenteil, die Wogen glätten sich so viel zu schnell. Sauberer wäre eher, der CDU-Stadtrat würde ein Misstrauensvotum gegen den OB anstrengen. Aber da sitzen die richtigen Feiglinge. Ebenso wie in der Journaille, für die ein schnelles Opfer schlagzeilentauglicher ist.

    19. ak schrieb am 5. August 2010 at 17:08 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Halten Sie dieses rechtsadvokatische Papier http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf vom 3. August für ein „Gutachten“?

      Wie deuten Sie das massive Unterlassungshandeln im Vorfeld, damit/weil die LOVE PARADE genannte Veranstaltung in Duisburg am 24. Juli stattfand?

      Gruß

      ak

      • Lennard schrieb am 5. August 2010 at 17:50 - Permalink

        @19(ak):

        Als Zusatzinfo zu deinem Link möchte ich folgenden hinterherschicken, vielleicht interessierts dich ja:

        http://www.politblogger.eu/duisburg-zwischenbericht-der-stadt-aus-dubioser-feder/

        Das Gutachten selbst konnte ich noch nicht lesen. In der VM hier muss ich ohne PDF-Unterstützung auskommen.

        mfG

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 19:08 - Permalink

        Halten Sie dieses rechtsadvokatische Papier http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf vom 3. August für ein „Gutachten“?

        Da zitiere ich mich doch mal selbst: “Der Ruhrpott-Filz ist eine der absonderlichsten Formen organisierter Kriminalität”. Ich denke das reicht als Beitrag zu diesem “Gutachten”.

        • goldman sachs schrieb am 5. August 2010 at 19:52 - Permalink

          @spiegelfechter

          Da zitiere ich mich doch mal selbst: “Der Ruhrpott-Filz ist eine der absonderlichsten Formen organisierter Kriminalität”. Ich denke das reicht als Beitrag zu diesem “Gutachten”

          Daß der Ruhrpott-Filz der Stadt Duisburg eine einschlägig wg. Korruptionsverdacht vorbelastete Anwältin wie Dr. Ute Jasper als Gutachterin präsentiert, wirft eine Menge Fragen auf. Zu ihren Kompetenzen schreibt Dr. Jasper auf ihrer Homepage:
          • Infrastruktur- und Großprojekte der öffentlichen Hand
          • Umstrukturierungen und Kooperationen von Bund, Länder und Kommunen
          • Vergabeverfahren und Investorenwettbewerbe
          • Fördermittel und Beihilfen

          Wieso wird Dr. Ute Jasper als Gutachterin bei der Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe beauftragt? Dr. Ute Jasper berät den Ruhrpott-Filz seit Jahren bei der Enteignung von Bürgereigentum durch Privatisierung und kassierte Millionen ab.

          In Duisburg ist noch viel Bürgereigentum zum Nutzen der Ruhrpott-Mafia zu rauben: die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gebag, die städtische Anteile an Hafen und Klinikum, die städtische Anteile an RWE.

          Die Toten der Loveparade sollten ein Anstoß sein, die verfaulende Eiterbeule Ruhrpott-Filz jetzt aufzustechen.

          • goldman sachs schrieb am 5. August 2010 at 20:05 - Permalink

            Wieso wird Dr. Ute Jasper als Gutachterin bei der Aufarbeitung der Loveparade-Katastrophe beauftragt? Dr. Ute Jasper berät den Ruhrpott-Filz seit Jahren bei der Enteignung von Bürgereigentum durch Privatisierung und kassierte Millionen ab.

            Die Privatisierung von Duisburg: “FDP-Oberbürgermeisterkandidat Frank Albrecht überreichte bereits im Februar diesen Jahres ein 460. Mio. Euro Einnahme- und Einsparpaket an OB Sauerland. (…) In dem von der FDP erarbeiteten Einnahme- und Einsparpaket sind mindestens 200 Mio. Euro aus dem Verkauf der Gebag einkalkuliert, 50 Mio. Euro durch den Verkauf der Anteile an der Gemeinschaftsmüllverbrennungsanlage Oberhausen, 13 Mio. Euro aus dem Verkauf der RWE-Aktien, geschätzte 100 Mio. Euro aus einem Anteilsverkauf der Stadtwerke (dieser Anteil lässt sich schwer beziffern, er könnte auch doppelt so hoch sein) und 30 Mio. Euro durch den Verkauf des 51%igen Anteils der Stadt am Klinikum Duisburg.

            Jährliche Einsparungen in Höhe von 50 Mio. Euro ließen sich allein durch die Privatisierung des ÖPNV generieren, 800.000 Euro jährlich durch die Abschaffung der kommunalen Geschwindigkeitsüberwachung. Außerdem könnten 400.000 Euro jährlich eingespart werden, wenn das Theater am Marientor nicht mehr durch die Stadt betrieben würde und jährliche Ausgaben von 350.000 Euro könnten der Stadt erspart bleiben, wenn man das Projekt ´Stadtfenster´ derzeit nicht realisieren würde, was außerdem eine Einsparung von ca. 20 Mio. Euro an Baukosten bedeuten würde. ”
            http://www.fdp-duisburg.de/Sonderseite2-460-Mio-Euro-Sparpaket.htm

      • Spiegelfechter schrieb am 5. August 2010 at 19:13 - Permalink

        Lustig auch, dass ausgerechnet Prof. Schreckenberg im Gutachten als eine Art “Entlastungszeuge” genannt wird. Schreckenberg war jedoch – laut eigenen Aussagen – nie mit dem Veranstaltungsgelände betraut worden und hat sich ausschließlich um das Abreisekonzept und den Hauptbahnhof gekümmtert. Quelle: HR2-Der Tag

    20. Herbinger schrieb am 5. August 2010 at 17:15 - Permalink

      Wie immer ein guter und erhellender Artikel zur Loveparade vom Spiegelfechter. Allerdings sieht der direkte Zugang vom Bahnhof auch reichlich schmal aus – mit genügend “Pushern” (die ihren Job auch erledigen) hätte das jedoch vielleicht klappen können.

      Je länger ich darüber nachdenke, desto affiger erscheint mir das Konzept dieser Duisburger Loveparade: Ein paar Floats, die immer wieder im Kreis um eine olle Lagerhalle fahren? Wenn solche Festwagen durch eine (Innen-)Stadt fahren, okay. Aber auf einem runtergekommenen Bauschuttgelände hätte man auch ebenso stehende Bühnen aufbauen und auf die unnötige “Umlaufbahn” einfach verzichten können. Das hätte es den “Pushern” sicher auch leichter gemacht, den oberen Teil der Rampe freizuräumen.

      [Das "Endgeld" stößt mir allerdings etwas sauer auf, sowas kategorisiere ich eigentlich als "Deppenfehler"...]

    21. JFamondt schrieb am 5. August 2010 at 18:00 - Permalink

      @Spiegelfechter

      Halten Sie dieses rechtsadvokatische Papier http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf vom 3. August für ein „Gutachten“?

      ich frage mich gerade, hinsichtlich des doch sehr schnell veröffentlichen zwischengutachtens, “hätte die stadt duisburg ein gutachten, was nicht für sie spricht, auch so schnell veröffentlicht?” – würde sagen, “nein!”

      was die beauftragte kanzlei betrifft, so mag man gespaltener meinung sein, allerdings ist dies

      http://www.xtranews.de/2010/08/04/loveparade-gutachten-wie-glaubhaft-ist-frau-dr-ute-jasper/

      sicherlich nicht uninteressant

      • goldman sachs schrieb am 5. August 2010 at 18:23 - Permalink

        @JFamondt

        sicherlich nicht uninteressant

        “Nach Baganz Rücktritt vom Amt des Oberbürgermeisters wurde das Rechnungsprüfungsamt (RPA) mit der Aufklärung der Korruptionsvorwürfe in Sachen Jens Baganz/Ute Jasper beauftragt. Die Prüfer empfahlen eine Strafanzeige. Die wurde von den Verantwortlichen bei der Stadt abgelehnt, und die Staatsanwaltschaft Duisburg stellte daraufhin auch ihre Ermittlungen ein.”
        http://www.xtranews.de/2010/08/04/loveparade-gutachten-wie-glaubhaft-ist-frau-dr-ute-jasper/

        Jens Eugen Baganz war von 1999 bis 2002 Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr und von 2005 bis 2010 Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. (…) „1987 trat Baganz in die CDU ein. 1999 wurde er zum Oberbürgermeister der Stadt Mülheim an der Ruhr gewählt. In dieser Position machte er sich schnell einen Ruf als harter Privatisierer. Er unterstützte die Vergabe der Müllentsorgung an den Unternehmer Hellmut Trienekens und den Verkauf städtischer Anteile an der Wassergesellschaft RWW für 118 Mio. Euro an die RWE-(RWE Aqua). Über den Verkaufspreis wurde im Auftrag der Stadt Mülheim von Ute Jasper ein Gutachten erstellt.

        Kurze Zeit später wurde bekannt, dass Ute Jasper, die zu diesem Zeitpunkt bereits privat mit Baganz liiert war, gleichzeitig einen Beratervertrag mit dem Kaufinteressenten RWE hatte. Baganz trat am 22. November 2002 aus privaten Gründen als Oberbürgermeister zurück. Es wurden aber keine juristische Ermittlungen gegen Ute Jasper eröffnet.

        Von 2003 bis 2005 übte Jens Baganz eine Beratertätigkeit aus – zuletzt als Partner der goetzpartners Management Consultants GmbH. Im Anschluss an die NRW-Wahl 2005 ernannte ihn das Kabinett am 30. Juni 2005 zum Staatssekretär im Wirtschaftsministerium.Derzeit ist Baganz Mitglied des Aufsichtsrates der aufgrund von Fehlspekulationen in die Krise geratenen IKB Deutsche Industriebank. Deshalb wird ihm Mitverantwortung angelastet für die Anfang 2008 auf ca. 5 Mrd. EUR geschätzten Verluste, die zum Teil mit Steuergeldern ausgeglichen werden, die Finanzminister Peer Steinbrück in einem Interview vom 13. Februar 2008 in Höhe von 1 Mrd. EUR nach einem Krisentreffen mit der Kreditanstalt für Wiederaufbau zugesagt hat.
        http://de.wikipedia.org/wiki/Jens_Baganz

        Beratertätigkeit Dr. Ute Jasper
        „Beim PPP-Projekt Straßen im Kreis Lippe lassen sich Landrat Heuwinkel und die Verwaltungsspitze durch das Beratungsunternehmen Heuking, Kühn & Partner beraten. Die Rechtsanwältin Dr. Ute Jasper spielt dabei eine herausragende Rolle. Nach einem Beitrag des WDR 5 vom 5.März 2006 „Mühlheim und das große Schweigen“ und einem Beitrag in dem Buch „Die Berater – Ihr Wirken in Staat und Gesellschaft“ (Hrsg. Werner Rügener) hat eben diese Beraterin Frau Dr. Ute Jasper über 115 Millionen € Schaden durch ihre Trinkwasserversorgung – Privatisierungsberatung zum Nachteil der beteiligten Städte Mühleim, Bottrop, Gladbeck und Oberhausen verursacht.

        Behauptet wird auch, dass Frau Dr. Ute Jasper für die Beratung 1,4 Millionen € Honorar für nachweisliche 1.405 Stunden (ohne Einzelnachweise) abgerechnet hat, was einem Stundenhonorar von 996 € entspricht. Geschildert wird weiterhin, dass Frau Dr. Ute Jasper gleichzeitig für zusätzliche 800 Tausend € das Unternehmen beraten hat, welches die Trinkwasserversorgung dann übernahm!

        Und in Lippe? Wenn im Kreistag das Interessenbekundungsverfahren für das PPPProjekt Straßen verabschiedet werden sollte, werden die Beratungsunternehmen über 400 Tausend € bekommen (Machbarkeitsstudien plus Haushaltsansatz Beratung für das Verfahren). Ein Großteil davon wird an Frau Dr. Ute Jasper gehen, mit der sich Landrat Heuwinkel gern sehen lässt.“
        http://www.stoppp-strassen-lippe.de/Flugblatt_PPP_Strassen_Lippe_Dubiose_Beratung.pdf

        • goldman sachs schrieb am 5. August 2010 at 18:42 - Permalink

          “Frau Anwältin Dr. Ute Jasper vom Büro Heukens&Kühne gilt als ein führender Kopf der Beraterindustrie bei allem was mit Privatisierung und Vergaberecht zu tun hat, obwohl sie viele Gerichtsprozesse für privatisierungswütige Stadtoberen verloren hat, u.a. für die Stadt Gießen beim EuGH zu Vergaberecht oder für Oberhausen zu Müllgebühren, oder ….

          Frau Dr. Jasper beriet die Stadt Mülheim für Millionenhonorare drei Jahre lang bei unzählbar vielen Privatisierungplänen und Vorhaben (Wasserwerksverkauf, Müll- und Abwasserprivatisierung, Crossborder-Leasing-Versuch zu Straßenbahnen, ÖPNV-Gmbh, Stadthalle, Neubau Sporthallen, Einkaufszentrum Heifeskamp uswusf…).

          Der erste Auftrag der “Hoflieferantin” (Zitat Rechnungsprüfungsamt) war der Verkauf von 49% Müllabfuhr + Straßenreinigung an Trienekens. Sie erhielt von dieser skandalumwitterten Fa. ca. 500.000 DM dafür, dass sie die Stadt beriet, dies ohne Vergabeverfahren zu ermöglichen. Entsprechend zahlte Trienekens auch nur 2,7 Mio. Euro, obwohl der Markt in 2000 ca. 7 bis 8 Mio hätte bringen können. (…)

          Frau Dr. Jasper wurde nach Ende 2002 in Mülheim seltener gesehen, nachdem bekannt wurde, dass sie bereits im 6. Monat schwanger war von einem ihrer vielen parallelen Auftraggeber, nämlich dem Mülheimer OB Dr. Baganz . Der machte sich schnell vom Acker und gründete mit dem BPG-Chef Kraushaar eine eigene Beraterfirma, die Kommunen bei Privatierungen “half”. BPG+Kraushaar waren immer im Verbund mit Frau Dr. Jasper in Mülheim beratend tätig gewesen, sozusagen die “Hoflieferanten” für die wirtschaftliche “Beratung”. An den Folgen leiden etliche städt. Beteiligungsgesellschaften noch heute schwer.

          Dr. Baganz wurde dann 2005 von der neu gewählten Rüttgers-Regierung zum Staatssekretär im Wirtschaftsministerium gekürt. Er engagierte eigenmächtig die Kraushaar-BPG, damit diese ihn zur RAG-Umwandlung berate. Das fiel auf und die BPG raus, Baganz blieb. Er schämte sich auch nicht, gegen seine ex-Ehefrau rückwirkend Unterhaltsprozesse zu führen, weil die als Telefonistin bei einer Wohlfahrtsorganisation in seiner BPG-Intermezzozeit zwar wenig, aber doch Geld verdient hatte, er aber alles auf 0 rechnen konnte, ja sogar noch von seiner neuen Lebensgespielin Dr. Jasper hohe Kredite nehmen musste. Schließlich waren ja auch die Mietkosten für die gemeinsame Villa in Düsseldorf mit 8000 Euro/mtl. recht happig. All das war u.a. der Bildzeitung unwidersprochen zu entnehmen.

          Widersprochen hat Dr. J.B. dagegen dem WDR-Radiofeature von W. Rügemer mit dem Titel “Mülheim oder Das Schweigen”, das sich u.a. mit dem unrühmlichen Wirken des “dreamteams” Baganz/Jasper befasste. Da gerade die Wiederwahl bzw. Nachfolge von Intendant Pleitgen anstand, reichte ein Baganz-Brief, damit Frau Piel als damalige Rundfunkchefin sofort das Feature aus dem Internet verbannen ließ. Sie wurde dann ja auch Pleitgen-Nachfolgerin. Der “alte Fritz” darf dafür nun die Kulturhauptstadt Essen 2010 als Geschäftsführer managen.
          http://www.mbi-mh.de/bis2009/MBI-Arbeit/Presse/MEG/MEG-Zukunft/meg-zukunft.html#dreamteam

          • Vogel schrieb am 5. August 2010 at 21:37 - Permalink

            at work – unsere Eliten! Dass mir keiner die Kriminellen beleidigt … *Grrrh*

          • elwu schrieb am 6. August 2010 at 11:01 - Permalink

            Anwälte halt.

    22. Stefan K. schrieb am 5. August 2010 at 20:51 - Permalink

      @ goldman sachs

      Diese Art von Filz ist nicht nur Ruhrpotttypisch.
      In Berlin haben wir ähnliche Erfahrungen im Zuge der Privatisierung öffentlichen Eigentums gemacht – die Blaupause dafür war die Treuhandanstalt, welche das gesamte Gemeinschaftseigentum von 17 Mio. Bürgern mit Verlusten zuungunsten der öffentlichen Hand verscherbelt hat – was am Ende mit Ineffiziens, maroden wirtschaftlichen Strukturen usw. begründet wurde.
      Klingt doch vertraut, oder?!

    23. ak schrieb am 5. August 2010 at 21:06 - Permalink

      Danke für die reichhaltige Kritik an dem hier

      http://www.duisburg.de/news/medien-12/Zwischenbericht_Loveparade.pdf

      Das kann dann wohl wirklich nur als GEFÄLLIGKEITSGUTACHTEN
      für die Stadt Duisburg bezeichnet werden.

    24. Jürgen Gerhardt schrieb am 5. August 2010 at 22:28 - Permalink

      Den Artikel finde ich logisch, nur in der Konsequenz ist er falsch.
      Die Konsequenz wäre nämlich: Diese Veranstaltung hätte niemals stattfinden dürfen!!!
      Ich war selber als Presse zu gelassen. In der Organisation wusste keiner richtig was er machen sollte. Mal ein Beispiel: Es gab eine Pressebrücke, wovon man Bilder machen durfte. Die Brücke durfte nur von maximal 80 Menschen betreten werden-wurde uns beim Briefing gesagt.
      Nur keiner kontrollierte das. Erst als die Katastrophe da war, fingen auf einmal Ordner an zu zählen. Dann standen auf einmal neben dem Pressezelt Feuerwehrautos mit Blaulicht, die wussten jedoch nicht was sie an dem Ort machen sollten. Das Presse- und VIP-Zelt abspritzen?
      Um es mit einem Wort zu sagen, es war das totale Chaos von Anfang an.

      Das ganze ist nur noch als politisches Schmierentheater einzuordnen. Für die Opfer wird das unerträglich sein. Heute haben sich die Grünen zu Wort gemeldet um eine Abwahl des OB von sich zu weisen.
      Der OB Sauerland hat den richtigen Zeitpunkt verpasst um zurück zu treten.

      Ist der Ruf erst ruiniert, lebt sich´s vollkommen ungeniert.

    25. unschuldvomland schrieb am 5. August 2010 at 23:02 - Permalink

      Dieses Gutachten allein ist schon der Hammer:
      Zentrale Aussage gemäß “Gutachten”:
      Die Stadt Duisburg sei nur Bauaufsichtsbehörde, aber nicht für öffentliche Ordnung und Sicherheit (Gefahrenabwehr) zuständig.

      § 1 Absatz 1 OBG (heißt in NRW nun mal Orddnungsbehördengesetz)
      (1) Die Ordnungsbehörden haben die Aufgabe, Gefahren für die öffentliche Sicherheit oder Ordnung abzuwehren (Gefahrenabwehr).

      § 2 OBG
      Vollzugshilfe der Polizei
      Die Polizei leistet den Ordnungsbehörden Vollzugshilfe nach den Vorschriften der §§ 47 bis 49 des Polizeigesetzes des Landes Nordrhein-Westfalen (PolG NW).
      (Wohlgemerkt: Die Polizei ist lediglich “Vollzugsgehilfe”).

      § 3
      Aufbau
      (1) Die Aufgaben der örtlichen Ordnungsbehörden nehmen die Gemeinden, die Aufgaben der Kreisordnungsbehörden
      die Kreise und kreisfreien Städte als Pflichtaufgaben zur Erfüllung nach Weisung (§ 9) wahr;
      dies gilt auch für die ihnen als Sonderordnungsbehörden übertragenen Aufgaben.
      (2) Landesordnungsbehörden sind die Bezirksregierungen.
      § 4
      Örtliche Zuständigkeit
      (1) Örtlich zuständig ist die Ordnungsbehörde, in deren Bezirk die zu schützenden Interessen verletzt oder
      gefährdet werden.
      (2) Ist es zweckmäßig, ordnungsbehördliche Aufgaben in benachbarten Bezirken einheitlich zu erfüllen, so
      erklärt die den beteiligten Ordnungsbehörden gemeinsame Aufsichtsbehörde eine dieser Ordnungsbehörden
      für zuständig.
      § 5
      Sachliche Zuständigkeit
      (1) Für die Aufgaben der Gefahrenabwehr sind die örtlichen Ordnungsbehörden zuständig. Werden den
      Ordnungsbehörden der Großen und Mittleren kreisangehörigen Städte Aufgaben durch besondere gesetzliche
      Vorschrift zugewiesen, nehmen sie diese als örtliche Ordnungsbehörden wahr.
      (2) Die Zuständigkeit der Landes- und Kreisordnungsbehörden bestimmt sich nach den hierüber erlassenen
      gesetzlichen Vorschriften.
      (3) Für den Erlaß von ordnungsbehördlichen Verordnungen gelten die §§ 26 und 27.
      http://www.bezreg-koeln.nrw.de/brk_internet/organisation/abteilung05/dezernat_54/obg.pdf
      Es ist nun mal ein öffentlich-rechtliches Gesetz, aber dennoch eindeutig: Die Stadt Duisburg war für die öffentliche Sicherheit verantwortlich.
      Wie dieses “Gutachten” das so zentral verschweigt (im Gutachten findet sich keinerlei Bezug zum OBG) ist unglaublich. Gibt es in NRW eigentlich noch irgendjemanden, der ein Gesetz liest bzw. anwendet oder herrscht bereits blanke Gesetzlosigkeit ?
      Aber auch im “Genehmigungsbescheid” findet sich nichts zu “öffentlicher Sicherheit und Ordnung”. Es ist angeblich ja “nur” eine baurechtliche Nutzungsänderung (wobei man aber dann doch so großzügig war, Befreiungen von Fluchtplänen auszusprechen).
      Diese Genehmigung an sich müsste juristischer Sprengstoff sein. Diese Genehmigung erfolgte absichtlich in sehr guter Kenntnis der Sachlage, von Fahrlässigkeit kann man nicht mehr sprechen.
      Es stellt sich die Frage (um es mal vorsichtig auszudrücken), wer in der Verwaltung von Duisburg nicht mit sofortiger Wirkung vom Dienst entfernt werden müsste (ich meine jetzt nicht kleine Sachbearbeiter).
      Wer ein bißchen was von Verwaltungsjuristerei versteht, sieht auf Anhieb, dass sich hier ein Fass ohne Boden geöffnet hat.

    26. Lazarus09 schrieb am 5. August 2010 at 23:10 - Permalink

      Ja die Politik, egal wie und wo wenn es darum geht Verantwortung zu uebernehmen haben die Damen und Herren die Haende im Weihwasser.
      Angeblich schlecht und unterbezahlt in Anbetracht der ernormen Verantwortung und zum Vergleich der beklagt besser bezahlten Wirtschaftsbosse, wird wenn es dann gefordert wird die Verantwortung nach unten deligiert,,von sich gewiesen,sich dumm gestellt oder schlicht und ergreifend nur warme Luft abgelassen und die Sache ausgesessen.
      Man betrachtet das Amt als eine bequeme Art des gemuedlichen Geldeinstreichens,den von verdienen kein keine Rede sein, bei bester Altersversorgung . Bestenfalls als Sprungbrett zu leckeren Poestchen in der Wirtschaft,mit lobbyismus eingefaedelt.

      Egal ob Ramstein Flugschau 1988 ,Eschede Zugunglueck oder nun hier,die Opfer und Hinterbliebenen werden mit Soforthilfen und markigen Spruechen vertroestet,dann alleine gelassen, hingehalten und koennen spaeter ueber Jahre um ihr Recht kaempfen,waehrend die Verantwortlichen aus der Oeffentlichen Aufmerksamkeit entschwinden und zur Tagesordnung uebergehen.Die Schuld wird durchgereicht …. keiner ist greifbar .

    27. Winne2 schrieb am 5. August 2010 at 23:12 - Permalink

      Also beim Grundkurs Gotcha (damals bei der Bundeswehr) hab ich mal gelernt. Einen zahlenmässig überlegenen Gegner leite und locke ich an in eine Engstelle, die am besten an an einem oder beiden Enden geschlossen werden kann…. Als Beispiel dienten die Guten alten Spartaner bei den Thermophylen und die ollen Germanen die den Varus samt Legionen auf engen eingedämmten Wegen aufgerieben haben. In beiden fällen hat der Befehlshaber der auf die Engstelle reingefallen ist entweder mit dem Job bezahlt (Xerxes nachdem er schwere Verluste hatte und dann bei Salamis verlor), oder sich ordnungsgemäss umbringen lassen oder selbst umgebracht (Varus). Also ich finde, Sauerland muss keinen Selbstmord begehen. Die Zeiten sind wirklich vorbei.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. August 2010 at 11:11 - Permalink

        Du hast bei der Bundeswehr Gotcha erlernt? Da tun sich ja Abgründe auf ;-)

        Man muss aber nicht gleich an Seppuku denken. Es würde ja schon reichen, wenn Sauerland es den drolligen Japanern gleichtun würde und mit zerknirschtem Gesicht im Holzspecht-Verbeugungs-Staccato seinen Rücktritt erklären würde.

        • goldman sachs schrieb am 6. August 2010 at 11:49 - Permalink

          @spiegelfechter

          Du hast bei der Bundeswehr Gotcha erlernt? Da tun sich ja Abgründe auf ;-)

          In den USA werden Gotcha-Turniere –so heissts in Germany- seit den 1990ern im TV ausgestrahlt. Beliebt ist in Amiland auch die Elimination-Variante (Last Man standing), ein Jeder-gegen-Jeden-Spiel.

          Für deutsche Wehrsportgruppen ist rote Farbe bei den elektropneumatischen Markierern noch verboten wegen der Verwechslungsgefahr mit Blut.

          Man muss aber nicht gleich an Seppuku denken. Es würde ja schon reichen, wenn Sauerland es den drolligen Japanern gleichtun würde und mit zerknirschtem Gesicht im Holzspecht-Verbeugungs-Staccato seinen Rücktritt erklären würde.

          Adolf S. denkt vielleicht an seine Parteifreundin Dr. Angela Merkel, wenn er größenwahnsinnig denkt, er müsste es den chinesischen Kaisern gleichtun. Manchen chinesischen Kaisern wurden mehr als 30 Konkubinen ins Grab mitgegeben.

    28. Interessierter schrieb am 6. August 2010 at 01:28 - Permalink

      Wie kam es denn überhaupt zu der Ausrichtung in Duisburg. Hat der Veranstalter mehrere Städte angeschrieben und der Sauerland hat am lautesten hier geschrieen?

      • Jürgen Gerhardt schrieb am 6. August 2010 at 01:59 - Permalink

        Als der Austragungsort Berlin sich zerschlug ging die Love Parade in die Insolvenz. Schaller hat die Namensrechte an der Love Parade erworben. Dann ist er mit den Ruhrgebietsstädten Essen, Dortmund, Bochum, Duisburg und Gelsenkirchen überein gekommen die Veranstaltung in diesen Städte zu organisieren. Das Event sollte jedes Jahr an einen anderen Ort dieser Städte stattfinden. Das waren aber nur Absichtserklärungen der Städte. Essen und Dortmund lief der Event schon. Bochum lehnte als erste Stadt aus Sicherheitsgründen ab. Die Sprechregelung war, dass Event ist nicht finanzierbar. In diesem Jahr war Duisburg dran.

    29. Mir schrieb am 6. August 2010 at 01:33 - Permalink

      Ernstgemeinte Frage: Wie kommt die Sicherheit bei den Zahlen zustande ? Ala Y Personen könnten über Zugang Z kommen, aber X Personen wären schon zu viel und gingen nur über Zugang W etc.
      Da muss man ja sicherlich sehr viel berücksichtigen, z.B wieviele Personen zu welchen Zeiten kommen und gehen, wie lange sie für welchen Weg brauchen, an welchen Punkten sie wie lange verweilen + Sicherheitsmargen etc pp.
      Sind das offizielle Zahlen, wo dir konkrete Berechnungen vorliegen oder sind das übernommene/eigene Schätzungen ?

      Wie kommt es, dass Sauerland im Zentrum der Kritik steht, hat er direkt an den Planungen mitgewirkt, war er über die Risiken informiert und hat trotzdem seinen Karl Gustav unter Genehmigungen gesetzt ? Ich hätte angenommen, dass eher untere Chargen verantwortlich wären, da der große Tampono von Details der Organisation eher nichts mitbekommen würde.

      • Spiegelfechter schrieb am 6. August 2010 at 11:14 - Permalink

        Das sind Schätzungen, die auf der Breite der Ein-/Ausgänge und der Zuwege auf Grundlage veröffentlichter Studien für andere Veranstaltungen basieren. Das Problem bei allen Angaben, ist es, festlegen zu wollen, wieviele Besucher sich wie lange auf dem Veranstatlungsgelände selbst aufhalten. Bei Zahlen oberhalb von 300.000 ist das Gelände selbst nämlich die “Sollbruchstelle”, wenn die Leute dort lange verweilen. Aber das ist eine andere Diskussion.

    30. Duisburgerin schrieb am 6. August 2010 at 02:59 - Permalink

      Danke Spiegelfechter, dass Sie sich die Örtlichkeiten angesehen haben. Mir als EInwohner war die Wegführung nicht lange vorher bekannt. Bewusst wurde sie mirm, durch die WAZ mit dem Artikel übr den “Drahtseilakt”. Aber auch da konnte ich mir noch nicht vorstellen, dass die Besucher durch den Tunnel geführt werden sollten und dies gleichzeitig Ein- und Ausgang sein sollte. Bewusst wahrgenommen habe ich kurz vor dem 24.7. nur die Freigabe auf das Gelände am VIP-Eingang, da am Mercatorkreisel. Nach Informationen der Presse m u s s t e man die Besucher auf eine lange Wegstrecke bringen, um das Gelände am Tunnel nicht zu fluten. Wenn man die Zahlen jetzt liest, kann man ja fast davon ausgehen, dass gar nicht alle Besucher in der Veranstaltungszeit auf das Gelände gelangen konnten. Sie sollten auf der Strecke festgehalten werden. Was ist denn das für eine Veranstaltung, wo schon vorher absehbar ist, dass Besucher sie nicht besuchen können. Natürlich mache ich mir den Vorwurf, Besucher nicht gewarnt zu haben. Aber ich habe es Hand auf Herz nicht gewusst wie die Planung verläuft. So, und diesen Vorwurf mache ich allen im Stadtrat, die alle abtauchen und sich sogar noch im Urlaub befinden. Der Landtag beruft eine Sondersitzung ein und der Rat der Stadt ist erst Ende August in der Lage zusammenzutreffen. Der Stadtdirektor musste aufgefordert werden, seinen Urlaub abzubrechen. Was nach dieser Tragödie hier passiert ist schlimm, schlimmer gehts nicht. Alle haben unterschätzt, wie viele Menschen die Loveparade betreffen. Man zähle nur die Menschen, die stundenlang niemanden erreichen konnten. Zu den Ignoraten zähle ich auch die Bundepolitiker, die, die Wagner-Festspiele besuchen und auch die, die auf Mallorca bei Maschmeyer urlauben. Das hätte es in keinem anderen Land gegeben. Zumindest aus PR-Gründen wären sie an den Ort des Geschehens geeilt. Letztendlich hat sich Sauerland mit der Beauftragung des Gutachtens an diese Kanzlei keinen Gefallen getan.Ich hoffe, das war es dann für ihn. Man könnte auch noch viel dazu sagen, warum er so um seine Ehre (Pension) kämpft, aber das wäre dann doch zu persönlich. Da könnten dann mal recherchieren.

      • DuisburgerJung schrieb am 6. August 2010 at 10:12 - Permalink

        Wenn man die Zahlen jetzt liest, kann man ja fast davon ausgehen, dass gar nicht alle Besucher in der Veranstaltungszeit auf das Gelände gelangen konnten. Sie sollten auf der Strecke festgehalten werden. Was ist denn das für eine Veranstaltung, wo schon vorher absehbar ist, dass Besucher sie nicht besuchen können.

        Umgekehrt und bei richtiger Umsetzung sehe ich das eher als “gute Planung” im Kontext des limitierten Sicherheitskonzeptes auf dem Gelände. Man hätte halt nur soviele Menschen in den Tunnel/Rampe/Gelände lassen solle, wie es zu verantworten war. Hierum drehen sich ja auch die Hauptvorwürfe an die Ordner und Polizei. Aber die zitierte Einstellung von Ihnen (bei den Ordnungskräften vor Ort) hat genau dazu geführt, dass das Limit überschritten wurde.

        Zudem: In welchem Staat/Stadt leben wir denn, wenn nicht jeder an einer kostenfreien Veranstaltung teilnehmen darf, weil der Veranstalter nicht genug Kapazitäten vorhält ?!
        Was für ein Staat baut nur 3 spurige Autobahnen, und am Anfang der Sommerferien stehe ich trotzdem im Stau?! Welcher Staat lässt mich nicht Public Viewing auf der Dreieckswiese (Duisburg) gucken, nur weil 10.000 vor mir da waren?! Warum baut die Kirche nicht größere Gotteshäuser, damit ich Weihnachten auch einen Sitzplatz bekomme?!
        (Ironie aus) … Neben der Großmannssucht und dem PR für Muckibuden ist es doch auch genau diese Einstellung, die ein klares “Ja, wir machen die Loveparade aber nur mit 300.000 Menschen” (egal von welcher Seite: OB, Polizei, Presse, Bürger) verhindert hat.
        Ich will damit nicht sagen, dass die Planung richtig und gut war, weil diese für die “veranschlagte” kleine Menge Menschen vielleicht ausgereicht hätte, aber verdeutlichen, dass die Verblendung von OB Sauerland (Loveparade – Duisburg – 1,4 Mio – Rest der Welt, dass MUSS passen) auch in jedem von uns wohnt.

        Das der Zugang schlecht gewählt war, hat der Spiegelfechter hier ja schön anhand der Alternativen diskutiert.

    31. Duisburgerin schrieb am 6. August 2010 at 03:25 - Permalink

      Zum Schluss noch, was mich an dem Konzept stört ist, dass genau an den Punkten, die kritisch zu betrachten sind, es gar nicht möglich war, Hilfskräfte zu positionieren. Wenn man bedenkt, dass der Tunnel und die Rampe die Stellen sind, an denen es kritisch werden kann, hätten gerade hier Krankenwagen e.t.c Platz finden müssen. Insofern war das Konzept von Anfang an falsch. Und für mich ist die Rampe ein Tunnel ohne Decke.

    32. altautonomer schrieb am 6. August 2010 at 08:17 - Permalink

      Danke für diese Skizze und die entsprechende Erläuterung. Jetzt habe ich es auch kapiert. Es wäre doch so einfach gewesen, das Gefahrenpotenzial radikal zu minimieren. Es springt dabei förmlich ins Auge, dass die Sache schiefgehen musste. Ich hoffe, dass die Staatsanwaltschaft jenseits der Gutachter und Experten einfach mal auch ihren gesunden Menschenverstand einsetzt und feststellt, dass es selbst einem Laien möglich war, diese Gefahr zu erkennen.

      Mich wundert nach wie vor, dass die Bedenken der Abteilungs- (oder damals noch Amts-) leiterin Geer und ihr Aktenvermerk, in dem sie die Verantwortung für die Entscheidung über die Baugenehmigung ablehnt nicht Gegenstand der Diskussion und insbesondere des Gutachtens ist. Hier hat eine besonders gut ausgeschlafene Person das Richtige getan.

      Und abschließend noch eine kleine Korrektur:
      1. Die Baugenehmigung wurde am 21.07.2010 ausgefertigt (aber nicht unterzeichnet).
      2. Das mehrfach “nachgebesserte” prüffähige, in den Augen der Entscheider dann “akzeptable” Brandschutzkonzept datiert vom 22.07.2010 und wurde
      3. am 23.07.2010 -also einen Tag vor der LP – zum Gegenstand der an diesem Tag unterzeichneten und damit wirksamen Baugenehmigung gemacht.

      Das ist so, als ob einen Tag vor Fertigstellung eines Vierfamilienhauses die Baugenehmigung erteilt wird und am nächsten Tag die Wohnungen bereits bezogen werden.

    33. JFamondt schrieb am 6. August 2010 at 08:26 - Permalink

      @duisburgerin

      Zum Schluss noch, was mich an dem Konzept stört ist, dass genau an den Punkten, die kritisch zu betrachten sind, es gar nicht möglich war, Hilfskräfte zu positionieren.

      genau das ist der punkt, ruft man sich die örtlichkeit im tunnel noch einmal ins gedächtnis, so stellt man fest, da hätten gar keine rettungskäfte platz gehabt. allenfalls auf der autobahn und von dort ist es auch gleich ein ganzes stück zum ort des geschehens, respektive zur rampe.

      bezüglich des gutachten, so befürchte ist, ist die breite und lesende MainstreamMasse ruhig gestellt. zu wenige denken wirklich darüber nach oder machen sich die mühe dieses gutachten zu hinterfragen.

      mich würde auch wirklich interessieren wieso auf einmal die grünen und die fdp abgesprungen sind und jetzt doch keine abwahl des ob’s wollen.

      Genauso kann McFit jetzt doch (hoffentlich, aber wahrscheinlich ein Wunschtraum) seinen Laden dicht machen. Zumindest werden sie einige Verluste einstecken.

      das ist eher nicht zu erwarten. in dem McFit studios ist eher das “einfache” Volk beheimatet. habe mir die tage mal die mühe gemacht und dort ein bisschen “SchönerWerden” luft geschnuppert. g u t, ich halte mich da jetzt zurück aber ganz ehrlich, “da lauf ich lieber einmal um’ en pudding als dort die geräte zu benutzen.

      nein, ich denke, McFit wird soviel verlust nicht fahren ….

    34. ak schrieb am 6. August 2010 at 09:00 - Permalink

      @Blogger (Nr. 32 etc.)

      Das Gefälligkeits”gutachten” der Düsseldorfer Rechtsadvokaten stützt sich unter anderem auf unsystematisch durchgesehene kommunale DU-Verwaltungsakten, Uni-DUE-Verkehrs”wissenschaftler” Schreckenberger und kann dennoch nicht von der Verantwortlichkeit des DU-Stadtoberen Adolf S. für Leid, (Todes-) Ängste, (Schwer-) Verletzte und Tote ablenken.

      Im übrigen gab es im mittelfristigen Vorfeld ein Knäuel von gesellschaftspolitisch wichtigen Love-Parade-Interessenten, zu denen nicht nur Veranstalter und Stadt, sondern auch WAZ, BILD, WDR und NRW-Landesregierung gehörte/n.

      Im kurzfristigen Vorfeld war es so wie oben von Nr. 32/Altautonomer zusammengefaßt:

      1. Die Baugenehmigung wurde am 21.07.2010 ausgefertigt (aber nicht unterzeichnet).
      2. Das mehrfach “nachgebesserte” prüffähige, in den Augen der Entscheider dann “akzeptable” Brandschutzkonzept datiert vom 22.07.2010 und wurde
      3. am 23.07.2010 -also einen Tag vor der LP – zum Gegenstand der an diesem Tag unterzeichneten und damit wirksamen Baugenehmigung gemacht.

      Damit hätte die Veranstaltung niemals genehmigt werden, sondern spätestens am Freitag(vor)mittag abgesagt werden müssen. Das war und ist die Kerntatsache.

    35. JFamondt schrieb am 6. August 2010 at 09:12 - Permalink

      3. am 23.07.2010 -also einen Tag vor der LP – zum Gegenstand der an diesem Tag unterzeichneten und damit wirksamen Baugenehmigung gemacht.

      in diesem zusammenhang ist noch zu erwähnen, dass die mitarbeiterin des bauordnungsamtes zwangsversetzt wurde und am tage der veranstaltung “irgendjemand” unterschrieben hat ….

    36. TheShortHair schrieb am 6. August 2010 at 09:16 - Permalink

      Hallo Spiegelfechter, es ist schlimm genug, dass Menschen bei dieser Veranstaltung ums Leben gekommen sind. Sie alle werden für ihre Familien und Freunde nicht wieder zum Leben erweckt. Es zeigt die tatsächliche Moral dieser Gesellschaft, dass niemand dafür die politische Verantwortung übernimmt. Die Schuldfrage wird hin und her geschoben. Mich stört darüber hinaus die Doppelmoral! Nocheinmal, es ist tragisch, dass Menschen starben!!! Aber gib es diesen “kollektiven Aufschrei” eigentlich auch bei den vielen Toten deutschen Soldaten, die aus Afganistan kamen und noch kommen werden!!!
      TheShortHair

    37. JFamondt schrieb am 6. August 2010 at 09:19 - Permalink

      Aber gib es diesen “kollektiven Aufschrei” eigentlich auch bei den vielen Toten deutschen Soldaten, die aus Afganistan kamen und noch kommen werden!!!

      sorry, ich denke, dieser vergleich hinkt ein wenig. wenn ich mich als soldat verpflichte, dann muss ich damit rechnen in einem krisengebiet getötet zu werden.

      bei der loveparade wollten junge menschen tanzen und feiern. sie gingen nicht – wissentlich – in einen krieg ….

    38. TheShortHair schrieb am 6. August 2010 at 09:27 - Permalink

      zu (JFamondt) … der Vergleich hinkt vielleicht wie einige andere Vergleiche auch. Allerdings ändert dies nicht´s an der Tatsache das in beiden Fällen Menschen ums Leben kamen. Im übrigen stellt sich auch im Falle der Soldatinen und Soldaten die Frage wer die politische Verantwortung übernimmt. TheShortHair

    39. JFamondt schrieb am 6. August 2010 at 09:31 - Permalink

      @TheShortHair

      wir drehen uns im kreis. noch einmal, wenn jemand soldat wird, sich also bewusst für den einsatz im krisenbereich entscheidet, dann unterzeichnet er – möglicherweise – sein todesurteil. und das weiß er auch! um ehrlich zu sein, ich habe da nicht viel mitleid mit ….

    40. TheShortHair schrieb am 6. August 2010 at 09:44 - Permalink

      zu (JFamondt) … da habe ich leider andere Erfahrungen gesammelt. Das “Wissen” darüber, was passieren kann, ist sehr begrenzt. Ob die Soldaten wirklich wissen was sie da unterschreiben, daran bestehen erhebliche Zweifel. Darüber hinaus ist meine Auffassung – wir haben dort nicht´s, aber auch gar nicht´s zu suchen. Ich würde es gern bei dieser Antwort belassen, da sich die Diskussionen hier doch mehr um die Zusammenhänge zur Love Parade in Duisburg drehen. TheShortHair

    41. goldman sachs schrieb am 6. August 2010 at 11:10 - Permalink

      @spiegelfechter

      Fast scheint es so als habe sich ein unsichtbare Kordon um die politische Klasse aufgebaut, die kollektiv der Verantwortung entflieht.

      „Wir stecken alle in dieser dichtgedrängten Menschenwelle, die auf einer engen Rampe zusammengepfercht wird, ohne Ausgang, mit nur einer Überlebenschance, nämlich wenn wir bereit sind, auf die schon am Boden Liegenden zu steigen und so noch etwas frische Luft zu erhaschen. Wir alle geraten durch Enge, Hitze und Ausweglosigkeit in Panik, das Adrenalin treibt uns wahlweise in die Raserei oder lähmt uns zur Schockstarre. Wir sind alle daran beteiligt, weil wir ja Teil der Masse sind. (..)

      Die große Katastrophe hat aber jetzt schon einen klaren Schuldigen, der mit einem Begriff bezeichnet wird, den ein großer prophetischer Denker schon vor 150 Jahren geprägt hat, welcher vor eben diesem Untergang der Zivilisation auch schon gewarnt hat, wenn die Menschheit es nicht schaffe, zu einer vernunftgesteuerten Lebensweise zu finden. Der Mann hieß natürlich Karl Marx, und das zu tötende Monster heißt Kapitalismus.(…)

      Wer es mehr mit dem Berprediger hat, der vor 2000 Jahren herumzog und das Leben in Besitzlosigkeit empfahl: der wußte zwar noch nichts von der Gewalt der kapitalistischen Maschine, aber das gottlose Wesen des Besitzstrebens und seine Folgen hat er genauso deutlich erkannt.

      Und so, wie wir alle (…) doch ahnen, daß der Tod der Zivilisation kommen wird, so wissen das natürlich auch unsere Politiker, ob sie nun versuchen, hier und da noch ein unbedeutendes Stellschräubchen zu justieren, oder ob sie penetrant merkelig das Immersoweiter, das Immermehr und Immerschneller noch propagieren und hätscheln. (…)

      Wir alle zusammen müssen den (…) Lokführer entmachten. Den Tunnel verlassen. Die Stürzenden auffangen. Mit dem Glauben an Eigentum und unbeschränkten Reichtum aufhören. Uns endlich nehmen, was uns allen zusteht: Leben, Essen*, eine Wohnung, eine sinnvolle Arbeit, Bildung, Medizin, Kultur, Liebe.(…)

      Es sind nicht nur die schuld, die uns in die Tunnel gesperrt haben. Auch wir selber haben einen Fehler gemacht, als wir dort hineingingen, weil wir glaubten, daß dort keine Gefahr bestünde. Als wir meinten: „wenn man uns hier hineinläßt, wird es wohl richtig sein, die Verantwortlichen da oben haben das bestimmt alles genau durchdacht. Wenn es gefährlich wäre, wäre es doch verboten.“

      Das lernen wir: die haben nichts durchdacht, und die verantworten auch nichts. Ihnen zu trauen kann tödlich sein. Wir allein müssen die Folgen tragen. Bei jedem Einkauf im Supermarkt und in jeder Minute auf der Arbeit ebenso wie bei Fragen von Krieg und Frieden.“
      http://rauskucker.wordpress.com/2010/07/28/im-ice-von-duisburg-nach-auschwitz/

      “Diese amerikanische Seele, die sich die Welten ständig neu erschafft, um sie alsbald wie abgelegtes Spielzeug hinter sich zu lassen, hat notwendigerweise keinen Sinn für Geschichte. Für sie zählt die subjektive Erfahrung des Augenblicks. (…) Sie kann sogar, ohne weder mit einer objektiven Wahrheit noch mit sich selbst ins Gehege zu kommen, morgen das genaue Gegenteil dessen verkünden, was sie heute mit Inbrunst als Standpunkt verficht: Sage das, was du jetzt denkst, in harten Worten, und morgen sage das, was das Morgen denkt, wiederum in harten Worten, auch wenn es allem widerspricht, was du heute gesagt hast.”
      http://www.udo-leuschner.de/tocqueville/usa07.htm

      כלמנ תכל
      „Auf der Alten Rampe am Güterbahnhof von Auschwitz, ab Mai 1944 auf der Neuen Rampe innerhalb des Vernichtungslagers Birkenau, trieben SS-Männer die Menschen aus den Waggons der Deutschen Reichsbahn und beraubten sie ihrer letzten Habe. Nach der anschließenden Selektion, zunächst durch SS-Angehörige der Lagerverwaltung, später meist durch SS-Ärzte, eskortierten die Wachmannschaften Schwache, Alte, Kranke, Kinder und Jugendliche sowie schwangere Frauen direkt in die Gaskammern.“
      http://www.wollheim-memorial.de/de/deportationen_nach_auschwitzbirkenau

    42. Ronny schrieb am 6. August 2010 at 12:11 - Permalink

      Naja ich weiß nicht so recht was ich dazu sagen soll und wer die Schuld dafür hat ist für mich auch noch nicht ganz klar. Ich glaube auch, dass wir nur einen kleinen Teil der Wahrheit erfahren. Ich bin gespannt auf das Ergebnis und hoffe, dass die Angehörigen das Recht bekommen das ihnen zusteht.

    43. Mike schrieb am 6. August 2010 at 12:20 - Permalink

      Ob es strafrechtlich Konsequenzen geben wird ist eine ganz andere Frage, ich denke nicht.

    44. Bakunin schrieb am 6. August 2010 at 12:23 - Permalink

      Bei dieser Geschichte wird am Ende nichts weiter rauskommen, keine letztlich wirklich Verantwortlichen ernshaft, neudeutsch: “nachhaltig” zur Rechenschaft gezogen werden.
      Die Sache wir langsam aber sicher einfach ausgessenen und so langsam verblassen.
      Und in ein paar Wochen, wie viele Leute in diesem Land werden sich überhaupt noch daran erinnern, sich erinnern WOLLEN?

    45. SteinMain schrieb am 6. August 2010 at 12:51 - Permalink

      Lieber @spiegelfechter, ich finde deine Artikel normalerweise sehr durchdacht und erhellend, auch diese Aufarbeitung, zum ersten mal mit einem Plan des Geländes, war mehr als das was die Presse bisher hergab. NUR:

      Ich kann es nicht mehr hören, mit dieser unsäglichen Massenveranstaltung, ich würde sagen, am selben Tag starben die üblichen 15 Menschen in D-Land durch (Auto)-Strassenverkehr, von anderen Ländern mit z.Zt. Naturkatastrophen mal ganz zu schweigen. Ausserdem:

      Wenn dieser Bürgermeister Sauerland die Veranstaltung unterbunden hätte, wäre er garantiert zum Nazi stilisiert worden (Adolf !!), und den Ruf hätte er weggehabt, ohne das da wochenlange Aufarbeitung gefolgt wäre.

      • Interessierter schrieb am 6. August 2010 at 13:35 - Permalink

        Wenn dieser Bürgermeister Sauerland die Veranstaltung unterbunden hätte, wäre er garantiert zum Nazi stilisiert worden (Adolf !!),

        Sehr richtig. Deshalb hat der Spreng so unrecht nicht, wenn er sagt, Sauerland sei eine tragische Figur. Der man hatte zwei Wahlmöglichkeiten: LP absagen, mit dem darauf folgenden Presseecho + Karriereende, immer feste drauf. Keiner hätte ihn als Held gefeiert, der 21 Menschen das Leben gerettet hat. Oder Variante 2: stattfinden lassen, wird schon gut gehen.

        Jetzt möge sich jeder in die Lage versetzen und sagen, wie er entschieden hätte. Sicher eins auf die Mütze oder hoffen, dass es schon gut gehen wird. Ob nun Großmannssucht etc. hinzukommt, ist erstmal irrelevant. Ich möchte mal behaupten, dass in diesem Fall vielleicht einer von 1000, 10000, 100000 gesagt hätte, wir machens nicht.

        Verantwortung zu übernehmen, heisst in diesem Fall, sich einzugestehen, Schuld am Tod von 21 Menschen zu sein. Sicherlich ist das nicht leicht. Dass man das von sich wegschiebt, ist doch verständlich, oder nicht? Nicht gut, aber verständlich. Zumal der Rücktritt einen erheblichen Schönheitsfehler hätte: Man hat seinen Schuldigen gefunden, alle anderen wären fein raus. Ich kann mir gut vorstellen, dass der Sauerland sich denkt, Leute, ihr A…. (Pleitgen, Schaller etc.) ihr wolltets doch auch, ich halt doch nicht den Kopf für euch hin. Man weiss es doch nicht, wer wie wo Druck gemacht hat.

        Bevor du jemanden kritisierst, lauf erstmal eine Meile in seinen Schuhen ….

        • goldman sachs schrieb am 6. August 2010 at 14:55 - Permalink

          @Interessierter

          Sehr richtig. Deshalb hat der Spreng so unrecht nicht, wenn er sagt, Sauerland sei eine tragische Figur. (…) Ich kann mir gut vorstellen, dass der Sauerland sich denkt, Leute, ihr A…. (Pleitgen, Schaller etc.) ihr wolltets doch auch, ich halt doch nicht den Kopf für euch hin. Man weiss es doch nicht, wer wie wo Druck gemacht hat.Bevor du jemanden kritisierst, lauf erstmal eine Meile in seinen Schuhen

          Das alles ist schon sehr amateurhaft, billig, dreist und über allem steht die offene Verschleierung der Hintergründe. Bochums Oberbürgermeisterin hat die Loveparade abgesagt und niemand hat sie dafür Nazi genannt.

          Die Loveparade in Duisburg war nur als ablenkender Vorhang geplant, um ganz andere krumme Sachen durchzuziehen. OB Sauerland darf jetzt nicht zurücktreten, da er jetzt eine Puppe im Puppentheater spielen muß, deren Rumzappeln ablenkend die Aufmerksamkeit der unbedarften Zuschauer auf sich ziehen soll. Denn sobald OB Sauerland von der Bühne verschwunden ist, richtet sich die Aufmerksamkeit der Zuschauer auf das wirklich interessante Thema,die krummen Sachen.

          Schon vor zwei Jahren hat Duisburgs CDU-MdB Mahlberg die Loveparade als systemrelevant (für die Kohlenpott-Mafia) erklärt, indem er in einem Schreiben an den FDP-Innenminister erfolgreich die Absetzung des Duisburger Polizeipräsidenten verlangte, der wg. Sicherheitsbedenken strikt gegen die Loveparade in Duisburg eingetreten ist. Man kann es nicht oft genug wiederholen: Auch in Duisburg geht es zum Xten Mal um das ideologische Herzensanliegen der Ruhrpott-Mafia, den Raub von öffentlichem Eigentum, verschleiernd „Privatisierung“ getauft und den Anteil der Täter an der „Beute“. Duisburgs FDP hat die Beute in ihrem Wahlprogramm konkret beziffert. Ein megaöffentlichwirksames Showprojekt wie die Loveparade könnte als ablenkender Vorhang dienen, hinter der die Kohlenpott-Mafia ihre Privatisierungs-Raubzüge vorbereitet und durchzieht.

          OB Sauerland war dabei das Rädchen im Getriebe, der den Druck des mafiösen Netzwerks auf die lokale Verwaltung weiterleitete und ohne schriftliche Spuren zu hinterlassen in den Beamtenhirnen die Botschaft verankerte, die Loveparade sei höheren Ortes systemrelevant und die Verwaltung müsse sie möglich machen, egal wie.

          Die Kohlenpott-Mafia hat sich durch das Entlastungsgutachten für OB Sauerland, erstellt von der Privatisierungsprofitlerin Dr. Ute Jasper, nun endlich öffentlich geoutet. Warum? Fällt OB Sauerland, fällt auch ein entscheidender Eckstein der Privatisierungs-Mafia! CDU und FDP verlieren in Duisburg die Macht! Denn eines ist klasklar: OB Sauerland geht es nur am Rande um seine Beamtenpension, auch das ist unappetitliche Ablenkung. Der wahre Grund ist, tritt OB Sauerland zurück, muß er auf seinen Anteil an der Duisburger Privatisierungsbeute verzichten. So ist das nun mal bei der Kohlenpott-Mafia. Krimineller Neoliberalismus LIVE.

          • brandubh schrieb am 9. August 2010 at 04:07 - Permalink

            Was für einen Blödsinn man hier lesen muss.
            Die FPD beispielsweise ist für die Abwahl des OB Sauerlands.
            Dagegen schreiben Sie: “CDU und FDP verlieren in Duisburg die Macht”
            Wenn schon, dann muss es CDU und Grüne heißen, aber nicht CDU und FDP. Die FDP ist nämlich in Duisburg sozusagen in der Opposition.
            Zumindest arbeiten in Duisburg CDU und die Grünen zusammen, wobei diese noch nicht einmal die Mehrheit haben.
            Ich habe so das Gefühl hier schreiben Leute ohne Sinn, Verstand und vor allem ohne Wissen.

            So schreibt Jens Berger:
            “Eine optimale Besucherführung hätte vor allem über die gesperrte A59 (grün) realisiert werden können. Die Autobahn ist ohne große Probleme vom Hauptbahnhof aus zu erreichen ”
            War Herr Berger eigentlich jemals in Duisburg? Offensichtlich nicht.

            Denn dann wüsste er, wie man vom Hauptbahnhof zur A59 kommt: man müssete etwa 15 Meter herunterspringen auf die Autobahn, wenn man vom Hauptbahnhof kommt. Die Autobahn liegt nämlich in einem 300 m langen Einschnitt.
            Vom Hauptbahnhof kommt man nämlich unbeschadet erst zur A59, wenn man sich vorher auf das Gelände der LP bewegt.

            Die Frage also, wieso schreiben so viele Leute so vieles dummes Zeug hier????????????????????????????????????

      • Marc schrieb am 6. August 2010 at 14:00 - Permalink

        Der gute Herr Sauerland hat den Job als Bürgermeister nicht im Lotto gewonnen, jedenfalls nicht das ich wüsste. Er ist daher kein Opfer der Verantwortung, sondern ein williger Vollstrecker.
        Das Autoargument finde ich sowas von daneben. Leute, die im Straßenverkehr Menschen überfahren, können sich doch nicht hinstellen und sagen: Ups, noch einer tot,. Ach, das macht ja nichts, es kommen sowieso jeden Tag Menschen im Straßenverkehr um.

      • MBausE schrieb am 6. August 2010 at 14:36 - Permalink

        Ja ich habe da schon angeregt, dem Stadtrat der Stadt Duisburg einen Antrag zu übereichen, wo eine Stelle eröffnet wird wo man Herrn Sauerland, zum einen persönlich danken kann das er sich so hervoragend auch persönlich einbrachte das dies stattfand und zum zweiten ein spendenkonto für den armen geschasten OB Sauerland einrichtet.

    46. Sukram71 schrieb am 6. August 2010 at 14:34 - Permalink

      Warum verdient ein Oberbürgermeister so viel Geld? – Wegen der hohen Verantwortung die auf ihm lastet.
      Weil er die Verantwortung auch für das trägt, was seine Mitarbeiter falsch machen. Weil er bestimmt wo’s lang geht, wer welchen Posten bekommt und wie was gemacht wird.

      Und damit so ein Job, das politsiche Risiko und die riesen Verantwortung zumutbar ist und ein OB es sich im Zweifel leisten kann – ohne persönlich was falsch gemacht zu haben – zurück zu treten, verdient ein Oberbürgermeister über 10.000 Euro im Monat. Sich dann zu verhalten, wie dieser Sauerland ist schäbig und peinlich.

      Das hohe Ansehen eines Oberbürgermeisters und das dicke Gehalt einstreichen, bei Erfolg einer Sache damit Wahlkampf machen, aber beim Misserfolg alle Verantwortung auf die Untergebenen abzuschieben, die er doch selber eingestellt hat, ist einfach wirklich nur unsäglich.

      Und bei 21 Toten ist einfach ein deutliches poltisches Zeichen notwendig, dass das nicht business-as-usual ist und bloß ein paar weitere Verwaltungsakte, Gutachten und Gerichtsprozesse zum Tagesgeschäft dazu kommen …

    47. Sulukol schrieb am 6. August 2010 at 17:49 - Permalink

      Heute bin ich auf Artikel von Heribert Prantl gestoßen vom Juni dieses Jahres, der mit dem Thema hier eigentlich nicht zu tun hat. Aber er enthält etwas, was eine interessante Anmerkung zu der in den Kommentaren immer wieder auftauchenden Formel “die juristische Schuld wird von der Staatsanwaltschaft und Gerichten geklärt” darstellt:

      Die Staatsanwaltschaft hat bekanntlich alle möglichen Zwangsmittel zur Verfügung, bis hin zum Haftbefehl. Täuscht mein Eindruck, dass Publizität ein viel wirksameres Mittel sein kann? Die Macht und die Kraft der Medien können bei der Aufklärung politischer Skandale mit strafrechtlichem Einschlag in besonderer Weise deutlich werden – gerade dann, wenn man die Rolle der Medien vergleicht mit der noch immer bescheidenen Rolle, die dabei Staatsanwaltschaft und Justiz spielen. Man musste seinerzeit, vor zehn Jahren, ja fast lachen darüber, mit welcher Inbrunst der seinerzeitige CDU-Chef Wolfgang Schäuble und die damalige CDU-Generalsekretärin Angela Merkel
      bei den Skandal-Pressekonferenzen immer wieder auf die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft verwiesen haben – als sei dort der große Hort der Aufklärung. Vielleicht war der Verweis auf die Staatsanwaltschaft ja gerade deswegen so inbrünstig, weil man weiß, wie dort Anspruch und Wirklichkeit bei strafrechtlichen Ermittlungen im politischen Kontext auseinanderklaffen.
      Welcher der großen politischen Skandale der Bundesrepublik ist strafrechtlich wirklich aufgearbeitet worden? Die Instrumente des Strafrechts kratzten meist nur an der Oberfläche. Ob bei der sogenannten „Spiegel“-Affäre im Jahr 1962, ob bei der Spielbankenaffäre von 1959, bei der der damalige CSU-Generalsekretär und nachmalige Bundesinnenminister Friedrich Zimmermann einen Falscheid schwor, ob beim sogenannten Celler Loch – keiner der Akteure, Planer und mitwissenden Profiteure wurde je dafür zur Rechenschaft gezogen. Welche strafrechtlichen Konsequenzen wurden eigentlich aus dem „Fall Barschel“ gezogen? Es gab ein Verfahren gegen den Journalisten, der ins Genfer Hotelzimmer eingedrungen war, in dem der tote Ministerpräsident in der Badewanne lag; wegen Hausfriedensbruch wurde der Journalist bestraft. Und was ist mit denen passiert, die im schleswig-holsteinischen Gemeinwesen, im Haus der Verfassung, gehaust haben? Wenig, nichts. Nur bei den diversen Parteispendenaffären wurden prominente Politiker mit den Instrumenten des Strafrechts etwas gepiekt.

      link: http://www.blaetter.de/archiv/jahrgaenge/2010/juni/das-taegliche-brot-der-demokratie

    48. JFamondt schrieb am 6. August 2010 at 19:44 - Permalink

      Wie der wdr gerade zu berichten wusste, gab es zwischen der stadt duisburg und lopavent massive kommunilationsprobleme. Nicht zuletzt, das absprachen nicht eingehalten wurden von seiten lopavents.

      Im so mehr erstaunt es dann, dass die stadt ueberhaupt eine veranstaltungsgenehmigung gegeben hat, wenn doch von seiten des veranstalters nicht das eingehalten wurde, was gefordert wurde … komisch das

      • brandubh schrieb am 9. August 2010 at 01:35 - Permalink

        Eine Stadt kann eben nicht in die Zukunft blicken, so wie die meisten, die ja alle schon gewusst haben, was passieren wird.
        Wenn die Lovavent während der Veranstaltung Absprachen nicht einhält, wie soll die Genehmigungsbehörde das denn vorher wissen.

        Wenn man schon im Vorhinein davon ausgehen muss, dass sich niemand an die Vorgaben einer Genehmigung hält, dann dürfte man gar nichts mehr genehmigen.,

        Wie bereits gesagt, die ganze Diskussion krankt daran, dass man so tut, als sei die Stadt Duisburg der Veranstalter des “Events” gewesen.
        Das sehen die meisten “Konsumenten” der Medien fälschlicherweise auch so.

      • brandubh schrieb am 9. August 2010 at 01:35 - Permalink

        Eine Stadt kann eben nicht in die Zukunft blicken, so wie die meisten, die ja alle schon gewusst haben, was passieren wird.
        Wenn die Lovavent während der Veranstaltung Absprachen nicht einhält, wie soll die Genehmigungsbehörde das denn vorher wissen.

        Wenn man schon im Vorhinein davon ausgehen muss, dass sich niemand an die Vorgaben einer Genehmigung hält, dann dürfte man gar nichts mehr genehmigen.,

        Wie bereits gesagt, die ganze Diskussion krankt daran, dass man so tut, als sei die Stadt Duisburg der Veranstalter des “Events” gewesen.
        Das sehen die meisten Konsumenten fälschlicherweise auch so.

    49. Meerbuscher schrieb am 6. August 2010 at 20:16 - Permalink

      Nur mal so am Rande – Schlagzeile bei SPON gerade: “Rainer Schaller mit Lamborghini verunglückt” – ob da das Schicksal sein Glück versucht hat?

      Aber ruhig bleiben … “nur ein Frontschaden” … “100.000 Euro Schaden” – allerdings: Sogar ein Klaus Ernst muss dafür lange stricken.

      http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,710613,00.html

    50. ak schrieb am 6. August 2010 at 22:54 - Permalink

      In der gesamten öffentlichen Debatte kam leider ein grundlegender Gesichtspunkt bisher zu kurz: Artikel 2 (2) des Grundgesetzes schreibt das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit“ -> http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_körperliche_Unversehrtheit fest, von Profivolljuristen typischerweise Menschenrechtslyrik genannt. Wer diesen Zynismus nicht teilt, darf – und sollte – daran erinnern, daß der Schutz menschlichen Lebens Oberstes Gebot allen staatlichen Handeln ist. Das gilt auch und gerade für Planung, Organisation und Durchführung der diesjährigen LOVE PARADE in Duisburg und die nach wie vor notwendige und bisher nur ungenügend geleistetete Aufklärung, warum am 24. Juli 2010 in Duisburg „Leben und körperliche Unversehrtheit“ leider nicht geschützt wurden und wer außer dem Duisburger OB dafür verantwortlich war.

    51. brandubh schrieb am 9. August 2010 at 01:27 - Permalink

      Man muss eben immer einen Sündenbock finden. Das fordert die Selbstgerechtigkeit.
      Außerdem ist es ein wohliges Gefühl selbst nicht schuld und über jeden Zweifel erhaben zu sein.

      Interessant ist, dass so getan wird, als sei die Stadt Duisburg “Ausrichter und Veranstalter” der Loveparade gewesen.
      In der Sendung “Zapp” kommt der unsägliche Chef-Redakteur des WDR, Jörg Schönenborn, zu Wort:
      “…an dieser Stelle wird deutlich, dass es generell ein Problem darstellt, wenn eine Veranstaltung mit Hundertausenden von Menschen in der Verantwortung einer Stadt
      liegt, die sonst die Müllabfuhr organisiert.”
      Eigentlich eine Unverschämtheit, aber nachsehbar, da dieser Mensch keine Ahnung hat.

      Keine Stadt, weder Essen noch Dortmund oder Berlin, und auch nicht Duisburg, war für die Organisation der Veranstaltung verantwortlich.

      Der Stadt Duisburg oblag keine übergeordnete Zuständigkleit für die Sicherheit der Veranstaltung.
      Sie war lediglich zuständig für die Genehmigung in Bezug auf die Sondernutzung des Geländes, zu der die “Tunnelanlagen” und die Rampe gehörten.

      Die Vorbereitungen zur Loveparade dauerten 10 Monate.
      Es gab sogar eine AG Sicherheit. An mehr als Dutzend von Sitzungen nahmen teil: Feuerwehr, Ordnungsamt, Bundespolizei, Ordnungsamt der Stadt Duisburg, Polizei Düsseldorf,. Polizei Duisburg, und der Veranstalter.
      Genug Zeit für alle Bedenkenträger, Ihre Bedenken kundzutun. Ausgereicht hätte eine schriftliche Meldung an die Kommunalaufsicht in NRW.

      Einige wollen es ja schon immer gewusst haben. So schreibt ein Blogger
      auf den Seiten „der Westen“ im Vorfeld:
      „Wissen die Verantwortlichen, was sie da tun? Wenn in solchen
      Menschenmengen bei dem beschränkten Raum man eine unkontrollierte
      Bewegung entsteht, dann gibt es zu Hauf Tote und Verletzte“.
      Man unterstellt den Verantwortlichen, dass Sie blöd gewesen seien.
      Dabei war die Situation am Eingangstunnel bereits im Mai 2009 Thema
      im Rahmen des Nutzungsänderungsantrags durch den Veranstalter.

      Stattdessen wird so getan, als hätten es sich alle Beteiligten ganz einfach gemacht
      und die Katastrophe absichtlich fahrlässig herbeigeführt.

      So einfach kann man es sich in vielen Dingen machen, wenn man selbst
      nicht involviert ist.

    52. Volker schrieb am 9. August 2010 at 05:55 - Permalink

      Der Spiegelfechter meint in diesem, aber auch in vorherigen Artikeln zum Thema, die Autobahn A59, die an Hauptbahnhof und ehemaligem Güterbahnhof-Gelände vorbeiführt, sei “eine optimale Besucherführung”. Das glaube ich als Ex-Duisburger nun nicht. Denn vor dem Hauptbahnhof verläuft diese Stadtautobahn ja in einem Trog, vielleicht so fünf bis sechs Meter tief. Der einzige Zugang sind die Auf- und Abfahrten zur A59, einmal etwas nördlich des Hauptbahnhofs, dann etwas südlich, Abstand etwa 500 Meter. Es fällt mir schwer zu glauben, daß hunderttausende Menschen über die doch recht schmalen Auf-/Abfahrten marschieren sollen. Darüberhinaus steht bei Nutzung der A59 als Zuwegung natürlich kein separater Weg für Feuerwehr/ Polizei/ Krankenwagen mehr zur Verfügung.
      Das Bild in obigem Artikel gibt das auch wieder: Die im Bild zu sehende Brücke ist ebenerdig, die Autobahn verläuft darunter.
      Siehe dazu auch die Fotostrecke der Rheinischen Post (Bild 8):
      http://www.rp-online.de/niederrheinnord/duisburg/Streckenverlauf-Love-Parade-2010-Hier-soll-gefeiert-werden_bid_52813.html

      Aber selbst wenn man alle Probleme mit der Zuwegung gelöst hätte, bliebe natürlich die zu geringe Fläche des Veranstaltungsgeländes.

      Ein weiteres Problem (neben der Finanzierung) scheint mir auch der späte Beginn der Vorbereitung des Geländes zu sein. Eine Pressemitteilung der Aurelis vom 5. Mai 2010 (inzwischen von der Webseite entfernt) sagt:
      “Seit dieser Woche ist ein Duisburger Abbruchunternehmen in einem ersten Schritt vom Grundstückseigentümer aurelis damit beauftragt, sieben Gebäude auf dem alten Güterbahnhof abzureißen. Innerhalb der nächsten Wochen wird in einem zweiten Schritt der Paradenweg hergerichtet, der notwendig ist, um die erwartete Besucherzahl und die Floats auf dem Areal aufzunehmen.”

      Hätte man mehr Zeit gehabt, hätte man auch einige der (z.T wohl baufälligen) Hallen mit abreißen können, um die Kapazität des Geländes zu steigern.

      Ein schönes Luftbild mit der ungerodeten Fläche des Güterbahnhofs ist übrigens hier zu finden:
      http://www.wirtschaftsmagazin-ruhr.de/fileadmin/wmr/magazin/wmr0209/Gueterbahnhof_Duisburg_WMR_0209.pdf

      • brandubh schrieb am 9. August 2010 at 13:26 - Permalink

        Die Heuchler wussten nicht nur alles schon vorher, nein sie wissen auch jetzt alles.
        Aber wie sich herausstellt, wissen sie gar nichts.

        Unterhalb des Eingangs an der Rampe sollen sich ja auch laut Jens Berger die “weiträumigen Parkplätze des MSV-Stadions” befinden.
        Irgendwie würde das ja stimmen,, wenn man sich unter “unterhalb des Eingangs” eine kurze Entfernung vorstellt und nicht die tatsächliche Entfernung von 2 km, die man von der Rampe zu den Parkplätzen zurücklegen muss.

        Sich bei einer Lynchhatz auf eine einzige Person zu stürzen, scheint ein Charakterzug bestimmter Menschen zu sein. Das sind wahrscheinlich auch dieseben Menschen, die man als Gaffer bezeichnen kann. Und auch die, die alle Grausamkeiten auf der Kamera bannen wollen und hinterher berichten, wie schlimm das doch alles gewesen sei.

        Richter und Ankläger in einem sein zu wollen, hätte ich vorher als eher dem Mittelalter zugehörig gesehen.
        Wie man allerdings sieht, die Gehirnstruktur eines nicht geringen Teils der Menschen
        entspricht dem der Menschen im Mittelalter, wenn nicht der Steinzeit.

    53. JFamondt schrieb am 9. August 2010 at 10:36 - Permalink

      @brandubh

      jetzt werden wir erst mal ein bisschen locker und regen uns nicht so auf, dann lesen wir vielleicht mal diesen artikel:

      http://www.sueddeutsche.de/t5a38P/3503642/Nicht-geeignet-fuer-eine-Genehmigung.html

      und überlegen dann, ob die stadt nicht vielleicht doch die loveparade besser abgesagt, als unterschrieben hätte und dann fragen wir uns möglicherweise noch einmal ganz leise, ob der OB vielleicht nicht doch eine – politische – schuld trägt, da er ja in letzter instanz diesem ganzen wahnsinn zugestimmt hat …

    54. ak schrieb am 9. August 2010 at 14:30 - Permalink

      Drei kritische Anmerkungen:

      Anstatt einer Zusammenfassung

      1] Artikel 2 (2) des Grundgesetzes schreibt das „Recht auf Leben und körperliche Unversehrheit“ http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_auf_körperliche_Unversehrtheit fest, von Profivolljuristen typischerweise Menschenrechtslyrik genannt. Wer diesen Zynismus nicht teilt, darf – und sollte – daran erinnern, daß der Schutz menschlichen Lebens Oberstes Gebot allen staatlichen Handeln ist. Das gilt auch und gerade für Planung, Organisation und Durchführung der diesjährigen LOVE PARADE in Duisburg und die nach wie vor notwendige und bisher nur ungenügend geleistete Aufklärung, warum am 24. Juli 2010 in Duisburg „Leben und körperliche Unversehrtheit“ leider nicht geschützt wurden und wer außer dem Duisburger OB Adolf S. dafür verantwortlich war. Denn immer stärker zeigt sich in den letzten Tagen, was nur wenige in den ersten Tagen nach dem 24. Juli 2010 schon sagten:

      Diese DU-LOVE PARADE hätte nie genehmigt. Sondern spätestens am Vortag (Freitag 23. 7. 2010) vor/mittag von der Bezirksregierung Düsseldorf wegen der gefährlichen Risiken untersagt werden müssen.

      2] Dr. Heribert Prantl (SZ-Politressortleiter) hat in seiner Bielefelder Antrittsvorlesung 22. Jänner 2010 http://www.sueddeutsche.de/kultur/antrittsvorlesung-heribert-prantl-das-taegliche-brot-der-demokratie-1.74289 auf die (letztlich einen „schwachen Staat“ kennzeichnende) reale Ohnmacht von Staatsanwaltschaften verwiesen, die das Gegenteil des auch in der LOVE-PARADE-Folgediskussion nach dem 24. Juli bestärkten MYTHOS STAATSANWALTSCHAFT ist:

      „Die Staatsanwaltschaft hat bekanntlich alle möglichen Zwangsmittel zur Verfügung, bis hin zum Haftbefehl. Täuscht mein Eindruck, daß Publizität ein viel wirksameres Mittel sein kann? Die Macht und die Kraft der Medien können bei der Aufklärung politischer Skandale mit strafrechtlichem Einschlag in besonderer Weise deutlich werden – gerade dann, wenn man die Rolle der Medien vergleicht mit der noch immer bescheidenen Rolle, die dabei Staatanwaltschaft und Justiz spielen.“

      Aus dieser realempirisch-realistischen Sicht kann es nur wie Opferverhöhnung klingen, wenn gerade das Täterspektrum sich auch im DU-LOVE-PARADE-Fall hinterm Staatsanwalt verschanzt.

      3] Gerade weil das unsagbare und auch traumatisierende Leid, die Todesängste wie die vielen Toten und (Schwer) Verletzten des DU-24.Juli 2010 nicht aus der Welt zu schaffen sind und weil es nicht um Rache, sondern um moralische Verantwortung und politische Kompetenzen/Zuständigkeiten/Verantwortlichkeiten geht, ist der Präventionsaspekt – wie künftig diese, ähnliche und vergleichbare Ereignisse zu vermeiden sind – auch aus dieser Sicht zentral.

      AK – 9.8.2010


    Der Spiegelfechter läuft mit WordPress
    und benutzt Icons von DryIcons
    Copyright © Spiegelfechter.com | Impressum
    Wikio - Top Blog - Politik