Jetzt sind wir mal alle so richtig paranoid!
geschrieben am 17. August 2010 von Spiegelfechter
Als die NASA im Jahre 1977 ihre Voyager-Raumsonden ins All schickte, spendierten die Vereinten Nationen den stellaren Reisenden eine Botschaft, die die Menschheit vertreten sollte. Auf der „Voyager Golden Record“ gravierte man Schallrillen, auf denen nicht nur das gemeinsame kulturelle Erbe der abendländischen Hälfte der Menschheit in Gestalt der Werke von Bach, Mozart und Chuck Berry verewigt ist, sondern auch eine Grußansprache des damaligen UN-Generalsekretärs und NS-Kriegsverbrechers Kurt Waldheim. Die Idee hinter der goldenen Schallplatte war einfach und genial: falls die Menschheit den blauen Planeten einmal in die Luft sprengt, sollten außerirdische Forscher wenigstens einen Beweis dafür bekommen, dass es die Menschheit einmal gegeben hat – die Platte soll noch in 500 Millionen Jahren abspielbar sein.
Was hätte die Menschheit ins All geschickt, wenn Voyager nicht im Jahre 1977, sondern im Jahre 2010 ins All gestartet wäre? Die digitale Wikipedia? Oder vielleicht eine stationäre Version von Google Earth mit der Erweiterung Google Street View? Außerirdische Forscher hätten sich mittels Street View ein hervorragendes Bild von der Menschheit machen können und sich wahrscheinlich gefragt, was das Datenloch in der Mitte Europas zu bedeuten hat. Fand dort eine schreckliche Katastrophe statt, so dass man dort keine Photos machen konnte? Wohnten dort vielleicht seltsame Eingeborenenstämme, die die Photographen von Google mit Speeren verjagten, weil sie dachten, mit einer Lichtbildaufnahme würden die Google-Datenkraken ihnen ihre Seele rauben? Fast richtig – die Eingeborenen, die Angst haben, dass ihre Häuser photographiert werden, haben zwar keine Angst davor, dass man ihnen die Seele raubt, dafür aber …
German Angst
Ja vor was haben die Deutschen eigentlich Angst – so viel Angst, dass die Meldung, Google habe seine Widerspruchsliste für Hausbesitzer und Mieter online gestellt, sogar Topmeldung in den heutigen Radionachrichten ist? Ein ganzes Volk scheint in kollektiver Sommerlochparanoia versunken zu sein. So sehr unterscheiden sich die pixelwütigen Google-Gegner bei näherer Betrachtung nicht von den Eingeborenen, die einst dachten, mit einer Lichtbildaufnahme würde man ihnen ihre Seele rauben. Wenn ein Dienst wie Google Earth Straßenzüge photographiert und sie zur freien Nutzung ins Netz stellt, so ist dies eigentlich eine ganz hervorragende Sache, die man sich vor Jahren noch nicht einmal vorstellen konnte. Vielen Menschen macht die virtuelle und vor allem interaktive Weltreise ganz einfach Spaß.
Google Earth und Google Street View sind zweifelsohne Bestandteil der digitalen Revolution. Das Internet ist im Idealfall ein demokratischer Zugangsweg zu Informationen jeglicher Art, Google Street View eine logische Ergänzung diese Ideals. Um mir die Innenstadt von Miami anzuschauen, muss ich mir keinen Reiseführer mehr kaufen oder gar ins Flugzeug steigen, sondern kann dies bequem vom heimischen Sofa aus tun. Dass der Dienst seine hohen Kosten durch Werbung refinanzieren will, ist einerseits verständlich und andererseits legitim. Komisch nur, dass sich niemand aufgeregt hat, als der Konkurrent SightWalk im letzten Jahr deutsche Städte – ohne Widerspruchsformular – abphotographierte.
Es muss wohl an Google und dessen schlechtem Image als Datenkrake liegen, dass dieses Thema zum Füllen des Sommerlochs taugt. Aber in einem Rechtsstaat muss es auch unsympathischen Unternehmen erlaubt sein, ihre Geschäfte zu betreiben – so lange sie sich an die Gesetze halten. Eine Open-Source-Alternative wäre zwar wünschenswert, ist aber unbezahlbar. Man stelle sich die langen Gesichter der Politiker vor, wenn die Vereinten Nationen ein solches Projekt mit Steuergeldern als Open-Source-Plattform planen würden.
Keine Photos, keine Kommentare!
Die Aussenansicht von Häusern ist juristisch öffentlicher Raum und es ist jedem gestattet, diesen öffentlichen Raum zu photographieren und mit seinen Daten auch wirtschaftlichen Gewinn zu erzielen. Wenn der Besitzer eines Hauses, das auf einer Luftbildpostkarte zu erkennen ist, den Postkartenverlag verklagen würde, weil dieser ihn weder um Erlaubnis gefragt noch am Gewinn beteiligt hat, so würde er zweifelsohne den Kürzeren ziehen.
Der öffentliche Raum hört natürlich dort auf, wo die Privatsphäre beginnt. Aber diese Grenze überschreitet Google Street View in der Regel nicht. Gesichter und Autokennzeichen sind beispielsweise durch grobe Pixel unkenntlich gemacht – zumindest dann, wenn die Google-Software unfallfrei arbeitet. Da ist Google weiter als andere Medien. Oder hat man schon einmal gesehen, dass bei Fernsehaufnahmen eines Volksfestes alle Gesichter der abgebildeten Personen unkenntlich gemacht wurden? Nein – und kein Datenschützer würde dies fordern, weil es offensichtlich absurd ist.
Die typisch deutsche* Hysterie rund um das Thema Google Street View ist an Skurrilität nur schwer zu übertreffen. Da warnen Kriminalbeamte davor, dass Einbrecher mit Hilfe von Street View auf Beuteschau gehen könnten. Der Herr Einbrecher sieht auf Street View allerdings nicht mehr, als er sehen würde, wenn er den betreffenden Straßenzug per pedes oder mit dem Auto begutachten würde – streng genommen sieht er sogar wesentlich weniger. Sicherheitsexperten kramen sogar die Mär vom bösen Terroristen heraus, der nun über Street View gefahrlos optimale Orte für seine Bomben finden kann. Das kann der Herr Terrorist aber auch so – völlig gefahrlos und zu Fuß.
Hauptsache dagegen!
Die Kritik an Google Street View ist lagerübergreifend. Der Rentner, der noch nie im Leben im Internet war, weiß – dank BILD – ganz genau, dass die böse Datenkrake sein Eigenheim nicht photographieren dürfen soll – seine Payback-Karte nutzt er allerdings bedenkenlos. Der Internetfreak, der sich nur allzu gerne von der Paranoia der deutschen Blogosphäre anstecken lässt, weiß natürlich auch, dass Google Street View ein absolutes No Go ist – das teilt er seinen Kameraden natürlich auch gleich über Google-Mail, Twitter und Facebook mit.
Dabei ist es doch so einfach: Wer im Netz weder Klarnamen noch Adresse angibt, muss auch nicht befürchten, dass das Netz merkt, dass man – je nach politischer oder gesellschaftlicher Einstellung – in einer Gründerzeit-Villa oder einem Plattenbau wohnt. Wer allerdings mit seiner Adresse öffentlich hausieren geht, muss auch ohne Street View damit rechnen, dass jedermann sich sein Haus anschauen kann. Um dies zu verhindern, müsste man sein Haus mit einer drei Meter hohen Schutzhecke vor der Öffentlichkeit abkapseln – aber dann sieht auch Google Street View nichts. Also kein Grund zur Panik.
Auch der notorische Vorwurf, potentielle Kreditgeber könnten nun über Street View sehen, im welchem sozialen Milieu der potentielle Schuldner wohnt, laufen ins Leere und zeugen eher von Realitätsverweigerung. Bereits heute bieten unzählige Auskunfteien völlig legal detaillierte Profile an, aus denen sogar hervorgeht, ob die Nachbarn bei ihren Krediten bereits im Rückstand sind. Darüber regt sich seltsamerweise aber fast niemand auf.
Den Vogel schießt allerdings wieder einmal die deutsche Politik ab. Ein breites Bündnis von Linke bis CSU krakeelt und will seine eigenen Häuser pixeln lassen. Ja worüber krakeelen diese Politiker eigentlich? Jahrzehntelang behandelten sie den Datenschutz stiefmütterlich und nun, in der Sommerpause, fällt ihnen plötzlich auf, dass Google Häuser photographiert? Nun ist eh zu spät, etwas dagegen zu unternehmen. Wer Street View in Deutschland hätte verhindern wollen, hätte den Google-Wagen das Photographieren verbieten müssen, bevor die deutschen Städte digital im Serverpark von Google Inc. in Mountain View verschwanden.
Selbst wenn Angela Merkel, die unheilschwanger vom „exekutiven Handlungsbedarf“ brabbelt, morgen in einer Krisensitzung ein Notstandsgesetz durchdrücken würde, so würde dies die Kalifornier nicht sonderlich beeindrucken, schließlich gilt für sie amerikanisches Recht. Genauso wenig könnte Iran Google verbieten, auf dessen Bildersuche keine barbusigen Damen abzubilden, weil dies gegen iranisches Recht verstoße. Die deutsche Politik hat jahrelang keinen Finger gerührt, wenn es darum ging, internationale Standards auszuhandeln. Aber Google ist ein dankbares Feindbild und eignet sich anscheinend dafür, Schlachtfeld für jedwede Spiegelfechterei über den Datenschutz zu werden.
Gut, dass wir unsere Ilse haben!
Bei Lieschen Müller bleibt dabei nur „Die tun was!“ hängen, wenn sie die Breitseiten der alkoholisierten Dirndl-Politikerin Ilse Aigner in der Prime-Time hört. Denkste, Lieschen, die tun nix, die tun nur so. Frau Aigner, die sich als Jeanne d´Arc der informationellen Selbstbestimmung inszeniert, hatte keine Probleme damit, der Vorratsdatenspeicherung, dem BKA-Gesetz oder den Netzsperren zuzustimmen. Wenn sie sich nun burschikos an einem amerikanischen Konzern abarbeitet, der Häuser photographiert, so ist dies eher ein Zeichen von Doppelzüngigkeit. Doch jedes Volk hat die Politiker, die es verdient.
Auch Lieschen Müller akzeptiert ohne Schulterzucken, dass ihre Kreditkartendaten kommerziell ausgewertet werden, ihre Telefonnummer mitsamt ihres Kundenprofils am Markt gehandelt wird, ihre Telefon- und Internetdaten gespeichert und ihre Bank- und Flugdaten an die USA weitergegeben werden. Aber wenn ein Auto von Google ein Photo von ihrem Häuschen macht, sieht Lieschen das Abendland in Gefahr und greift zu Stift und Zettel, um Google aufzufordern, ihre digitalisierte Habseligkeit unkenntlich zu machen. Vielleicht hat es dieses Land auch verdient, dereinst von Außerirdischen für ein schwarzes Loch gehalten zu werden.
* Der Autor weiß durchaus, dass es typisch deutsch ist, spießige Denkschemata als „typisch deutsch“ zu bezeichnen ;-)
Jens Berger

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Korrekt, Probleme beginnen immer beim Denken. Es gibt eine natürliche Angst und eine irrationale. Die Funktion der ersteren ist es, uns zu schützen (vor Datenverknüpfung)
Sehr schöner Kommentar :)
Es müsste eigentlich Jeanne d’Arc heißen, außer du vermutest, dass die Ilse eigentlich ein Mann ist :D
Was ist denn heute los? Machen die Verben Pause?
Als das ganze Trara anfing, hies es noch, dass Google auch Gesichter erst auf Anfrage unkenntlich macht.
Aha, GSV ist also toll, weil man die Welt vom Rechner aus erkunden kann, aber nicht so schlimm, weil man die Welt auch zu Fuß erkunden kann…
Darüber regen sich zum Glück einige auf, aber Du hast recht, dass das wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient als GSV.
Naja, Politiker der Linken halten den Datenschutz eigentlich schon immer hoch und “krakeelen” (Zumindest seit der Wiedervereinigung *hust*). Denen hier Wendehälsigkeit vor- und sie in einen Topf mit den (Ex-)Regierungsparteien zuwerfen, finde ich dann doch etwas unfair.
Zum Thema allgemein: Dat ficht mich nicht an.
Ich mag es zwar nicht, beobachtet oder fotographiert zu werden, aber so selten, wie ich auf der Straße bin, sind die Chancen gering, dass GSV mich erwischt. Und wenn tatsächlich automatisch gepixelt wird, ist es noch irrelevanter. Aber ein ungutes Gefühl ob der zusätzlichen Daten, die in Profilbildung eingebunden werden können, bleibt dennoch. Und Mitleid mit den armen Tropfen, die vorm Sexshop in ihren Lieblingsklamotten erwischt wurden, habe ich auch ;)
Prinzipiell finde ich aber auch, dass es Vieles gibt, dass mehr Aufregung wert ist.
Ja ja, mir ist auf versehen der Rohtext herausgerutscht, da musste ich den Text online korrigieren. Nun sollte er aber korrekt sein ;-)
Richtig
Da mache ich nicht, ich beschreibe nur die Ablehnung der GSV-Aktion.
Ansonsten ACK
Nunja ;)
Spendiere deinem Text doch nochmal ungefähr ein dutzend “ß”, überall bei “Strasse” und “ausser”, dann wirds besser ;)
(photographieren statt fotografieren mutet zwar auch etwas altbacken an, stört mich aber weniger^^ )
Ansonsten: Mal wieder ein prägnant formulierter Text.
Ey, Sir!
“Aye, Sir”, bitte ;)
Dass die Leute so doof sind… Wer die Nachrichten verfolgt, wusste, dass Google Gesichter schon seit langer Zeit verpixelt — mit interessanten Fehlerkennungen (http://www.telegraph.co.uk/technology/google/5356031/Google-Street-View-blurs-face-of-Colonel-Sanders-at-every-KFC.html).
@Nikolai
Aber der gute Nikolai ist so intelligent. Er verfolgt die Nachrichten, ließt sogar englische Zeitungen und hat sofort erkannt, dass die ganze Diskussion um street view nur dümmliche Hysterie der minderbemittelten Massen ist…..
Hmm, ist es denn nun schon vor erwähnenswert herausragender Intelligenz, wenn man Wert drauf legt, dass nicht immer alles blind geglaubt wird, was in der Bildzeitung steht?
In meiner Welt gehört es dazu, sich Informationen zu beschaffen, wenn man über etwas schreibt. Im Falle von GSV heißt das, dass man etwas recherchieren sollte, wenn man schon auf den Gedanken gekommen ist, dass Gesichter eventuell verpixelt werden könnten. Quasi um den Status Quo einmal zu erfahren. Dazu würde schon ausreichen, GSV in den USA oder einem anderen Land einmal anzuschauen, denn Deutschland ist in dieser Sache alles andere als ein Vorreiterland. Dass die Journalisten dazu nicht in der Lage sind oder es aus anderen Gründen nicht wollen oder vielleicht sogar nicht dürfen, ist nicht wirklich mein Problem.
Und die Hysterie wird tatsächlich von den Medien geschürt, die Massen glauben das dann einfach. Beispielsweise dann auch, dass man bei GSV Livebilder sieht…
Ach, jetzt ist man schon dumm, weil man den Heute-Nachrichten glaubt, soso.
“Auf Anfrage pixelt Google Gesichter.” Solch eine Aussage sollte natürlich dazu führen, dass man weiter recherchiert! Auch wenn einen das Thema kaum wirklich interessiert… Zumal die Aussage ja sogar korrekt ist, nur eben nur die halbe Wahrheit.
Wobei ich nicht wissen will, was man sagen würde, wenn die Linkspartei GSV befürworten würde. So von wegen – bei Stasi-Überwachung sind die immer dabei…
Boah ey – die Öffentlichkeit ist öffentlich!1!! Das ist natürlich ganz schrecklich gefährlich, und wahrscheinlich werden wir alle störben.
Die Politiker behandeln den Datenschutz beleibe nicht stiefmütterlich! Sie kümmern sich doch sogar mit einem Elan um ihn, den man sonst gar nicht kennt. Vorratsdatenspeicherung, SWIFT-Abkommen, ELENA und so weiter und so fort…
das hast Du natürlich Recht :-(
Die Sehenswürdigkeiten einer Stadt zusammen mit erläuternden Kommentaren, Innenansichten, Museumsführern würden viele interaktiv im Internet erkunden wollen.
Und vielleicht würden die Museen sogar mitspielen, wenn sie für die entgangenen Eintrittsgelder entschädigt werden.
Die im Tourismus Arbeitenden werden nicht gefragt.
Sie verlieren vielleicht ihren Job.
Aber zum Himmel , langweilige Strassenzüge.
Die Amerikaner denken in Geldgrößen.
Ich bin ein Gehaltscheck.
Wäre es nicht sinnvoller gewesen alle Autos zu fotografieren und dazu Namen , Adresse, und die Höhe der Ratenzahlungen zu verschweigen?
Wieso? Gerade das ist interessant. Schau Dir mal Flint, Michigan an ;-)
Ich nix verstehen ;-)
Ich schätze mal, dass ein Drittel der gesamten Produktkosten für Marketing draufgehen.
Die Lohnsumme der Beschäftigten in den verarbeitenden Gewerben würde auch nie ausreichen alle Konsumgüter, zu den Preisvorstellungen der Unternehmen, zu kaufen.
Z.B. gibt Nestle pro 1 Milliarde Euro produzierter Güter noch 800 Millionen Euro für Verwaltung und Marketing aus.
Die Kosten für Streetview werden auf die Preise umgelegt.
Wurde da irgendetwas demokratisch entschieden?
Nein, wenige die diesen Dienst sinnvoll nutzen können und auch wollen legen die Kosten dafür auf ALLe um.
Solaranbieter können Marketingaktionen planen, mit geigneter Software und Zugang zur Adressdatenbank der Post oder anderer Anbieter kein Problem, das ist doch lustig.
Das ist doch bei Werbung immer so. Das hat mit dem Thema Street View aber nix zu tun. Toll, ich bin auch gegen Werbung in Zeitschriften, weil dann die Danone Joghurt teurer wird, interessiert aber keinen.
Das ist doch eine Marktlücke für Maler: Einfach gute “Digital-Camouflage” auf die Edelhütte und schon kann kein Autofokus mehr scharf stellen. ;-) Da spart man sich auch den Antrag bei Google die Hütten zu pixeln, die sind es ja schon.
Spiegelfechter, du naiver $(“§$”§%/.
GSV ist erst der Anfang in den heise Foren liest man schon von Drohungen, die verpixelten Häuser händisch nach zu fotographieren und ins Netz zu stellen, weil “was hätte man denn schon zu verbergen?”.
Schon lustig, dass die ganzen Staatsüberwachungsparanoiker und Piratenparteiwähler überhaupt kein Problem damit haben, immer mehr Daten in den Google/Facebook-Cloud zu verlagern, die nach US-Gesetzeslage mit den Heimatschutzbehörden (CIA/NSA) kooperieren _muss_.
Dieser Strohmann “Lieschen_Müller hat aber nichts gegen SWIFT, also darf sie bei GSV gepflegt die Fresse halten” ist genau das, nur ein Strohmann.
Ich kann sehr wohl gegen staatliches _und_ privates Data-Mining sein.
Nein, Katastrophe!
Fuck, die CIA kann auch Google Earth bedienen? Ei, der Daus! Hätte ich das vorher gewußt!
Du kannst auch gegen die Schwerkraft sein, überzeugen wirst Du mich damit aber nicht.
Ja genau, und CIA/NSA benutzen Streetview um Dich zu observieren und auszuspähen.
*lol*
Da habe ich schonmal auf ähnlich helle Köpfe geantwortet, spart mir die Tipparbeit:
http://www.heise.de/newsticker/foren/S-Re-Schon-lustig/forum-183947/msg-18968071/read/
ähhhm ja – dazu sage ich jetzt lieber nichts ;-)
Ist wohl besser so.
;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-) ;-)
Und was genau hat dieser Beitrag im Heise-Forum jetzt mit meinem Beitrag zu tun? :-)
hättest Du mal nicht gefragt *rolleyes*
Mit deiner Trollerei nicht viel, aber es fasst die Probleme, die ich mit Google und seinen Auswüchsen habe, ganz gut zusammen.
@Jens:
Sorry, ich amüsier mich hier gerade so königlich, da musste ich fragen ;-)
@Blockpartei:
Ja, ähm… Na dann. Jedem seine Meinung, nicht?
Sheldon: “[generic statement]”
Penny: “Sheldon, why is …”
the rest: “Nooooo….”
Holy Shit! Man möchte eigentlich meinen die User besitzen die Fähigkeit über das nachzudenken was sie lesen. Ich hoffe bloss solche Leute bleiben weiterhin in der Minderheit, die sind nämlich die eigentliche Gefahr nicht Google Street-View. Hier stimme ich dem Verfasser nämlich absolut zu, es ist nichts anderes als eine Karte wie sie der Wirklichkeit entspricht. Ob und wie ich mein eigenes Haus sehe ist doch völlig Latte, den mehr als eine Hausfront wirst du nicht zu sehen bekommen.
Wenn ich über jemanden Informationen haben möchte, dann nicht über Google-Map oder Street-View (wenigstens ein bisschen Restverstand sollte eigentlich schon noch vorhanden sein,scheinbar aber bei vielen auch schon auf und davon) Oder manche sollten sich einfach mal den Speichel aus den Mundwinkel wischen und dann erst das Schreiben beginnen…
Vor allem ändert das nichts immer wieder Heise zu nennen, der Informationsgehalt ist dort für mich ähnlich wie der in der BIILD
in verbindung mit google earth tun sie es auf jeden fall! zur observation gehört mehr, als mit der kamera im auto zu sitzen und den kaffee zu verschütten. ich gehe allerdings davon aus, dass sie besseres kartenmaterial zur verfügung haben als die diese dienste finanzierende öffentlichkeit. aber über solche dinge reflektiert man besser erst gar nicht tiefer. da gerät man doch allzu leicht in die verschwörer- und paranoikerecke. und über andere abzulollen ist schon seit kindergartenzeiten ein probates mittel, mit der eigenen unsicherheit umzugehen. auch wenn man nichts davon weiss.
Meinst du das wirklich ernst? :-) Die haben eigene Spionagesatelliten die schon vor Jahren weit über das hinaus gingen was GoogleEarth uns präsentiert…
Und “Kartenmaterial”? Wozu Karten wenn mans Live sehen kann?
um einblick in gehöfte oder andere bauten abseits der ballungsräume zu bekommen, ist es bisweilen nicht schlecht, auf bild- und kartenmaterial zugriff zu haben, insbesondere, wenn diese einblicke weit weg von den interessierten personen sind. war doch ganz einfach, oder?
abgesehen davon, ich bin kein gegner von streetview oder google earth. ich bin nur nicht naiv oder dummgläubig oder anhänger der stumpf-ist-trumpf-theorie.
Ich nenne das Ganze ja: “Die Streetview Phobie – Eine typisch deutsche Krankheit” Meine Meinung dazu, kann man in der Gesamtheit bei DerFreitag nachlesen, für einen Leserkommentar ist es zu lang, daher hier nur ein Auszug:
“In Deutschland wird überwacht auf Server komm raus, aber ausgerechnet an Google Streetview erhitzen sich die Gemüter selbsternannter Datenschützer und Internetfachleute. Ein Popanz wird aufgebaut, panisch melden sich sämtliche Hinterwälderpolitiker zu Wort und kündigen groß die Verpixelung ihrer uninteressanten Häuschen bei Streetview an. Gleichzeitig werden täglich die Verbindungsdaten von Millionen Telefonaten, Internetverbindungen, Sozialdaten wie Hartz IV, Flugdaten in die USA, Bankbewegungen usw. aufgezeichnet, gespeichert und ausgewertet.
Über all dies regt sich aber niemand auf. Nun schlägt die Unwissenheit der Stammtische und ihres Zentralorgans BILD zu, willfährig unterstützt von Politikern, die vom Internet sowenig Ahnung haben wie von Politik, nämlich gar keine und diese Allianz der Ignoranz und Volksverdummung kreierte im Sommerloch jetzt eine neue, typisch deutsche Krankheit: “Die Streetview Phobie”
Link zum Artikel: http://www.freitag.de/community/blogs/meisterdero/die-streetview-phobie—eine-typisch-deutsche-krankheit
ach Du bist MeisterderO ;-)
Guter Text
Wusstest Du nicht, daß mein Nickname MeisterderO ist, lieber Jens? Der Artikel war bei DerFreitag auf Seite 1, was mich gefreut hat. Danke auch für Dein Kompliment, hatte Dir den Artikel ja auch vorab zugesandt.
Öcht? Vielleicht sollte ich meine eMails regelmäßiger lesen *ärger*
Die Argumentation der Politiker wird noch absurder, wenn man bedenkt, wie alt das Kartenmaterial teilweise ist. Mit Hilfe anderer Dienste kann man viel besser interessante Wohngebiete auskundschaften.
Prima Beitrag, meine volle Zustimmung!
Ich konnte von Anfang an nichts mit dieser künstlichen Aufregung anfangen, da viele dieser Erregten, wie im Ausgangsbeitrag völlig richtig gesagt, bei anderen, viel schwerwiegenderen Verletzungen der Privatsphäre und des Datenschutzes schweigen, dies für “normal” halten da man ja “nichts zu verbergen habe”.
So sind sie halt, unsere Spießbürger jeden Standes und jeder Bildungsstufe, bei Kleinigkeiten sich aufplustern wie Frösche, den “Demokraten” und Revoluzzer mimen, aber bei wirklich wichtigen Themen vorauseilend rechtfertigen oder schweigen wie ein Grab, sich verkriechen.
Also,
ich kann nicht recht einsehen, wieso das Paranoia sein soll.
Google hat genau das Sommerloch genutzt, um den Dienst anzuschieben.
Die Methoden sind schäbig, die Widerspruchsmöglichkeiten Feigenblätter.
Google ist ein verdruckster Laden.
WLAN hotspots abhören.
Wieso?
Angeblich nichts gefunden.
Follow the money:
Was ist damit zu verdienen?
Vielleicht fehlt mir die Phantasie.
“Do’nt be evil”
Dass ich nicht lache.
Die Nähe der grossen Datenaggregatoren ebay, amazon und wohl auch google zu den US-Geheimdiensten ist doch ansatzweise bekannt.
Wie war das vor ein paar Jahren, wo jemand von der US-Immigration gefilzt und ein paar Tage weggesperrt wurde? Der Zusammenhang wurde damals plausibel so rausgearbeitet, dass der immigration-’officer’ am Terminal mit grosser Sicherheit Zugang zu Amazon-Daten hatte.
Alles Paranoia?
urban legend?
Alles was gemacht werden kann, wird gemacht.
Das ist das Mantra.
Wollte nicht Bush alle Buchausleihungen über die homeland-security registrieren lassen und auf verdächtige Titel durchsuchen lassen?
Nach mächtigen Protesten wurde dann ein Rückzieher gemacht.
auch eine urban legend?
Dass 3jährige auf die nofly-list kommen, weil die Profiling-software mal wieder gesponnen hat, und der officer sich partout weigerte, in Gelächter auszubrechen–
auch eine urban legend?
Job’s zunehmende Anfälle von ‘political correctness’ und Kontrollwahn.
Mag sein, dass ich deshalb paranoid bin.
Mag sein, dass andere schlicht doof sind.
Who knows, until its too late.
Abgesehen davon gibt es das deutsche “sightwalk”.
Mit dem Chef gabs kürzlich in B2 ein aufschlussreiches Interview, wie die das handhaben:
zB:
Nur öffentliche Räume in Absprache mit der jeweiligen Stadt/Gemeinde,
grundsätzlich keine Wohnsiedlungen, unbürokratisches, unbegrenztes Löschrecht etc.
Keine Spitzfindigkeiten, was denn ein öffentlicher Raum ist, sondern eine mE kluge Selbstbeschränkung.
UND: jederzeit voll der deutschen Rechtssprechung unterworfen.
Mach das mal mit Google, wenn du nicht China bist.
Wieso brauchen wir streetview?
Google macht alles besser, oder was?
Bin ich jetzt paranoid oder vielleicht nur überinformiert?
You guess.
…
ausserdem habe ich noch nichts gehört, dass google ‘Indusview’ (eigene Erfindung) durch Pakistan schippert, um die Schäden der Welt ins Bewusstsein zu rufen.
Ist wohl nichts zu verdienen.
Lieber schaut ‘man’ den Nachbarn ins Schlafzimmer.
Ist ja auch mehr zu verdienen.
Dann wird ein cookie gesetzt zum nächsten Gardinen-Kaufladen.
Hier reden mir zuviele dem gutsten Jens nach dem Mund, auch wenn er einen seiner gottseidank seltenen Griffe ins Klo macht.
Hoffentlich ist da nicht ein urban Krokodil drin, was man kontrollieren könnte, wenn man wüsste, dass der Nachbar drüber eine Reptiliensammlung hat.
Es gibt viel zu tun.
Überlassen wir es Google, uns zu schützen und informieren.
Ach Gott Groo, schreib doch nicht so einen Mist ;-)
Was hat das jetzt mit dem Hochwasser in Pakistan zu tun? Das ist doch Bullshit. Außerdem schaut GSV niemanden ins Schlafzimmer. Das ist doch BILD-Niveau.
sorry, das war eine polemische Überspitzung, s. weiter u. …
Immerhin: dankeschön, dass Du mich aufmerksam machst,
Wenn DU das in der Kürze der Zeit nicht mitktiegst, worauf ich rauswill, dann die Ungeübteren sicher noch weniger.
Nochmal:
Unter uns Ökonomen:
Die angebliche Gleichung ist immer noch die ganz alte:
Das common good ist gleich dem (Mittel des ) individual good.
(Wer das ‘Individuum’ ist? der kleine bis zum grossen Profit-Maximizer.
Wir sind alle eine happy family: Von Frau Biedermann bis zu –eben–google.)
Ich kaufe halt diesen bullshit niemandem mehr ab.
Das, was Groo über sidewalk geschrieben hat, ist nicht unbedingt bullshit.
Dazu kommt, dass man google nie weiß, ob nicht doch was an den Gerüchten dran ist, mit wem google alles zusammenarbeitet.
Google kann bei einem Standard Browser und google aus Suchmaschine mit einer Kombination aus google analytics, dem bekannten/ gängigen CSS Exploit, usw… meine Surfbewegungen 1:1 protokollieren.
Sie könnten wissen, was der User “kini” heute unter anderen Namen noch alles geschrieben hat.
Dass ich mir um 22:30 eine Pizza in Leipzig in die Bla bla Gasse bestellte.
Dass ich die anal-Pornos auf Bumsen.BananeundBier.ciü besser finde als auf Pimmel.ParadiesundPussy.ciü.
usw….
Sidewalk ist von dieser Machtposition weit entfernt.
Noch dazu gehen sie -wie Groo nicht falsch dargestellt hat- einige Selbstverpflichtungen ein, von denen man bei google m.W. noch nicht gehört hat.
PS: Natürlich kann sich dagegen wehren, und z.B. google analytics blocken. Aber wie viele Leute machen dies?
Hierbei ist zu sagen, dass die Einschätzung über die Fähigkeiten von google, Surfbewegungen zu protokollieren, auf meinem persönlichen Wissenstand beruht.
Dieser muss nicht 1:1 der Wahrheit entsprechen, insbesondere dann wenn die “Mächtigkeit” von google analytics und das Ausmaß, in wie weit google dieses Instrument nützt, nicht ganz unstrittig ist.
Mal sehen wie Street View intelligent genutzt wird. Google earth diente Solaranbietern um neue Dachflächen zu mieten oder direkt Module zu verkaufen. Wenn etwas in der Richtung passiert ist das zumindest ne gute Seite.
Fand ich ganz interessant zu dem Thema:
http://www.bildblog.de/21374/die-schlechtesten-gruende-gegen-street-view/
Es wird schnell klar, dass die Angst hauptsächlich aus der unendlichen Ignoranz gegenüber dem Thema entsteht.
Wunderbarer Link ;-)
Am Besten finde ich:
Das ist natürlich eine Einladung an alle Paparazzi und Spanner *lach*
Jaja, die Dummen müssen wieder mal herhalten.
Vielleicht zur info:
Die update-Rate wird wohl bei 1/2Jahr bis eher 2Jahren liegen.
(meine Schätzung)
Siehe Haiti.
Google hat da vollkommen versagt, und die ‘Freien’ sind eingesprungen.
War ja nichts zu verdienen.
Quatsch, es ist gar kein Update vorgesehen, zumal das viel zu teuer wäre.
da weisst Du mehr als ich.
Hängt wohl davon ab, wer für was wieviel zahlt.
Google hat paid dienste, wo Du ablesen kannst, WANN die Daten erfasst wurden, und man hat Zugriff auf die history.
(Beispiel: Ölfelder in Saudi-Arabien.)
Ist aber nicht billig.
Weisst du sicher, oder?
Wenn jemand genügend zahlt für Frau Biedermanns Schlafzimmerfenster, Google wird da schon eine diskrete Lösung finden.
Heute science fiction, morgen eine gute Einkommensquelle.
Denk’ doch auch mal an Deine Zukunft!
Du hast nach Paranoia gefragt, hier hast Du sie.
Das war doch der Sinn des Artikels, oder?
Spieltheorien, Extrapolationen, science fiction.
also bitte!
Die aktuelle Faktenlage ist schon trüb genug!
*seufz*
Ja ja, lassen wir es dabei, habe heute keine Lust auf fruchtlose Kaspereien im Netz ;-)
Jeanette Biedermann beim Nacktbaden im Garten. Dann fahre ich doch lieber auf dem Rummel mit der Geisterbahn.
Okay, ich denk noch mal darüber nach, ob ich Einspruch einlege, aber ich hab die Schnauze voll, dass alle mögliche Daten über mich gesammelt werden, ganz egal von wem.
Noch was ganz anderes, ich weiß nicht, ob es wirklich korrekt ist, Waldheim einfach so als NS-Kriegsverbrecher zu bezeichnen.
Laut Wikipedia ist es zumindest fraglich, ob ihm mehr nachzusagen ist, als die, in diesem Zusammenhang üblichen, tiefgreifenden Bewußtseinstrübungen.
Zumal hier wohl auch Kreise involviert waren, die im SF immer wieder mal negativ auffallen.
Wikipedia:
“Vorwürfe gegen Waldheim wurden auch von Seiten des Jüdischen Weltkongresses (WJC) erhoben. So sollte er an der Deportation von 40.000 Juden aus Saloniki beteiligt gewesen sein. Elan Steinberg meinte als Vertreter des WJC, Waldheim sei „in eine Reihe mit Eichmann, Barbie und Mengele” zu stellen. Simon Wiesenthal trat daraufhin in Opposition zum WJC und sprach sich gegen die Anschuldigung, Waldheim sei ein Kriegsverbrecher, aus. Der damalige israelische Justizminister Jitzchak Modai stellte fest, dass ihm keinerlei Beweise für eine Beteiligung Waldheims an Kriegsverbrechen vorlägen.”
und:
“Der ehemalige Mossad-Offizier Victor Ostrovsky behauptet, die Affäre Waldheim wäre von einer Al-Einheit des Mossad inszeniert worden, die in das UNO-Gebäude eingedrungen wäre und verschiedene gefälschte „belastende Dokumente” in die Akte Waldheim und anderer Personen geschmuggelt hätte. Diese Dokumente wären dann vom damaligen israelischen UNO-Botschafter Benjamin Netanyahu „entdeckt” worden. Als Grund für diese Diffamierungskampagne nennt Ostrovsky die kritische Haltung Waldheims gegenüber Israels Aktivitäten im südlichen Libanon.”
Nix für ungut!
Wieso? Du zitierst ja Wiesenthal selbst: Er ist ein Kriegsverbrecher, aus. Die weiteren Anschuldigungen spielen da m.E. keine Rolle.
@all
Nein, hier findet jetzt keine OT-Diskussion zu den Themen Israel, Rothschild oder whatever statt. Ich werde jeden Beitrag, der OT ist, löschen!
Was hast Du gelesen?
Ich habe selbst vor kurzem erst entdeckt, dass mein Gedächtnis bzgl. Waldheim der Propaganda aufgesessen ist. Waldheim war Nazi. Punkt. Kein Widerstand, keine Opposition. Keine Verbrechen. Kein Filbinger. Punkt.
Hier wird an jedem Scheiss Komma- oder Rechtschreibefehler rumgebrockelt, da wird ein inhaltlicher Hinweis wohl mal erlaubt sein !?
Die Frage ist, was man mit den GSV-Daten alles so machen kann?
Das beunruhigt die Bevölkerung. Niemand glaubt, dass dahinter philanthrope Motive stehen.
Von Paranoia auf Seiten der Bevölkerung zu sprechen, resultiert m. E. aus einem Mangel an Vorstellungskraft.
Sicher kann man die Daten auch militärisch nutzen. Da ist vieles denkbar. Z. B. um Drohnen punktgenau steuern zu können, wenn satellitengestützte Systeme ausfallen.
ja sicher. Ich habe ganz fürchterrrrrliche Angst, dass die CIA mein Haus nun dank der GSV-Daten mit einer Drohne in die Luft sprengt. Oh Mann *kopfschüttel*
Dass die Hysterie überzogen ist, da stimme ich dir zu. Auch dass jeder das Recht hat unser Haus zu fotografieren. Allerdings ist es auch gut, dass man Widerspruch einlegenkann, und davon werde ich auch Gebrauch machen. Dafür habe ich auch triftige Gründe (die bisher in der Debatte noch nicht genannt wurden), die ich aber für mich behalten werde, das ist mein gutes Recht. Sidewalk ist geschenkt, das kannte bisher kaum jemand, und wenn google-streetview erst mal da ist, wird das vermutlich völlig verschwinden. Letztendlich ist “meine” Stadt da bisher auch nicht mit drin.
Interessant…so sieht das also aus, wenn der SF ein Sommerloch hat? Zugegeben…immernoch sinnvoller als das, was Bild so bringt, aber irgendwie nicht wirklich nahrhaft, oder?
Wenn die Aliens wirklich clever sind, wovon man beruhigt ausgehen kann, dann machen sie einen riesen Bogen um unsere Kugel ;)
Zum irdischen aspekt kann ich nur sagen…es schweben hunderte Beobachtungssatelliten über uns. Wen kratzt es da, wenn Google ein paar Fotos macht?
… oder schauen Frau Biedermann (s.o.) beim Nacktbaden zu ;-)
Da orakel ich jetzt mal eine Verschwörungstheorie herbei.
Google plant, möglichst viele nackte Mädels bei Streetview zu erwischen und damit dann noch reicher zu werden. Wie jeder weis: Sex sells.
Die Geschäftsidee ist nicht neu, aber in diesem ausmaß durchaus interessant.
Ich denke, ich bin gegen die Einspruchsmöglichkeit…
Teufel auch…wenn jetzt wieder die Armee der Emanzen aus dem letzten Artikel anrücken, bin ich so gut wie erledigt. Da verkrümel ich mich lieber wieder in meine Flasche.
Aber wo soll Google “nackte Mädels” finden? Am FKK-Strand? Wenn ich Du die Strassen gehe und fahre, sehe ich keine “nackten Mädels”
Aber hallo…eines der letzten mir bekannten Argumente gegen den Streetview-Wagen war doch, dass die Kamera über 2 Meter hoch ist und somit auch über Gartenzäune und Hecken hinweg aufnimmt. Na, da kann ich nur sagen: Raus aus deinem Plüschsessel, schnapp dir ne Staffelei und spechte mal zum Nachbarn rüber…alles voller nackter Weiber ;P
Aus dem Bus herraus hat man die gleiche Perspektive.
Man kann sich die GSV-Welt ja schon lange live anschauen. So viele nackte Mädels habe ich da nicht gesehen ;-)
Klar, es gibt Ausnahmen. Aber so dramatisch finde ich das jetzt nicht ;-)
Ah ja…
Ich sehe schon, ich muss mal wieder mehr mit dem Bus fahren.
Ich seh das ebenso wenig dramatisch. Wenn in unserer verträumten Kleinstadt ne Horde Touristen Fotoknipsend durchtrampelt, dann sagt ja auch keiner was. Warum auch? Wer nach Thailand in den Urlaub fliegt, der erwartet ja bei seiner Rückkehr auch keine Urheberrechtsklage, weil er dort Fotos von einem Haus gemacht hat, oder?
Alles Mumpitz…da denk ich lieber weiter an nackte Weiber ;)
off topic @SF:
-Klick mal deinen Link “Kontakt” an
-check deine Mails
-der Bug beim editieren ist immernoch da…im Sekundentakt scrollt das Editfeld nach oben!
Ja, das vergesse ich immer *seufz*
Konkret? Oder allgemein? ;-)
aha, welches OS und welche Browserversion?
Konkret deine jensberger auf GMX…da der kontakt Link nicht geht, weiss ich natürlich nicht, ob die Adresse noch gültig ist ;P
Die Details schick ich dann lieber per Mail, da ich die Diskussion nicht mit off-Topic Beiträgen stören wollte. Gib kurz laut bitte, wenn die Mailadresse noch aktuell ist.
Hey, SF! Du Spanner Du, machst wohl Dein privates “Viewing”? Uguttugutt
@Spiegelfechter
Warum Du auch gerade das Bild herausgesucht hast, auf dem die Person so gut wie gar nicht zu erkennen ist?
Den Typen an der Massachusetts Avenue
kann man besser erkennen.
Den neuen Tony Hawks mit lateinamerikanischen Wurzeln auch.
Google fotografiert sogar in offene Fenster:
smh.com.au/ffximage/2007/0604/billgatesstevejobs06_wideweb__470x319,0.jpg
Frau Eigner und die anderen haben genug Geld, sich reflektierende, blickdichte Fensterfolien, blickdichte Hecken und weitläufige, Blicke abschirmende Gartenanlagen zu leisten.
Kann sich Otto NormalHartz4 das leisten? Oder Otto NormalZeitarbeiter?
Die scharfe Petra Normalputze?
@Kini
Ja mei, dann müsste auf deutschen Strassen photographieren ganz verboten werden! Wer verhindert denn, dass Photos, die von Häusern und Menschen gemacht wurden, ins Netz gestellt werden? Bei Flickr, wo sie jeder sehen kann.
Mal etwas provokativ:
Der Datenschutz schützt mich und Dich und Dich vor unseren eigenen Daten – jeder andere bekommt die so und so…
Darum geht es wohl – wo immer Datenquellen da bzw. zu erschließen sind, wird sich auch jemand finden, der für diese zahlt und erst recht jemand finden, der das ‘Geld’ gern annimmt.
Da nun den ‘schwarzen Peter’ allein Google anzubappen erscheint mir zu oberflächlich, sorry.
Ursache dieser Wirkung/Erscheinung/’Realität’ ist doch wohl eher, daß mit und für Geld beinahe ‘alles geht’.
Und da liegt für mich der Hund begraben.
Sich darüber aufregen und ‘Lösungen’ anstreben ist vielleicht(?) ‘produktiver’….
Ich habe mir in letzten Tagen auch schon Gedanken darüber gemacht, woher plötzlich dieses Datenschutz-Bewusstsein en masse kommt.
Ich schätze, es liegt schlicht daran, dass Google durchaus liquide ist – da gibt’s unter Umständen sogar was zu holen. Nichts zwar für kleinere Hausbesitzer, aber für manche selbsternannte Schutzvereine.
Mit echtem Datenschutz wäre das ganze zu aufwendig und aus Sicht gewisser “Leistungsträger” sogar kontraproduktiv gewesen, aber das mit dem Bildchen eigener Behausung ist für jeden BILD-Hänsel greifbar und lässt sich wunderbar instrumentalisieren und ausschlachten, auch PR-mässig – wir tun was für das Volk und seine Rechte!!1!eins!elf
Klar doch… Bielefeld! ๏̯͡๏
Bielefeld?
Nochmal:
(scheint untergegangen zu sein)
Welchen Mehrwert liefert streetview gegen sightwalk?
ME keinen.
Frei nach P…(‘Popper’ ist ja -ähem- heutzutage missverständlich in mehrerlei Hinsicht) ist mir ein kleines Arschloch ggf ‘lieber’ als ein grosses.
(Das hat nichts mit unanständigen Tätigkeiten zu tun.)
Das kann man nämlich besser verschliessen, wenn es mal Dünnschiss hat.
Dieses Plädoyer fürs grosse A… scheint mir ein zentrales Problem zu sein.
Wer nichts anderes als Google kennt.
Naja.
Für den gibts sowieso keine Alternative.
Kommt darauf an was Du damit machst.
Streetview ist z.B. eine super Angelegenheit, wenn man sich nach einer neuen Wohnung umschaut. Oder einen wichtigen Termin in einer, einem selbst völlig fremden Gegend hat. Oder um zu schauen, in was für eine Gegend der kürzlich umgezogene Kumpel gezogen ist. Oder aus einfacher Spaß an der Freude, die regionaltypischen Gebäude anzusehen. Oder oder oder.
Und in der Zukunft, wenn die mobilen Netzwerke schnell genug sind: Google Navigation auf dem Android-Smartphone mit Streetview-Bildern statt abstrakten Streckenkarten.
Ich freu mich drauf.
Allerdings wirst Du einen Preis zahlen.
Und auf die Rechnung wirst Du keinen Einfluss haben.
So wie die alten Weiber, denen man eine Heizdecke andreht.
OK?
Oh ja, der Preis: Ich wurde vor 2 (oder 3, weiss nicht mehr genau) Jahren von einem Streetview-Auto beim Warten an der Bushaltestelle fotografiert. Uhuhu, da bauen die jetzt sicher ein vollumfassendes Bewegungsprofil von mir draus ;-)
@Thomas
und ich dieses Frühjahr beim Spaziergang mit dem Hund. Ich werde einen Antrag stellen, das Gesicht vom Hund pixeln zu lassen! Sonst weiß die CIA noch, welchen Hund ich habe ;-)
Man stelle sich nur vor, was die mit diesem Wissen alles über Dein alltägliches Leben ableiten können! *lol*
@Groo
Du hast Recht und wir unsere Ruhe ;-)
Nein nein,
SOO leicht gehts nicht!
Das habe ich befürchtet ;-)
Loriots Figuren pflegten da immer zu sagen:
Mooooment! (z.B. beim Kosakenzipfel) ;-)
btw: http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/using-street-view.html
Das sieht Google als Nutzungsszenarien. An sowas hatte ich bisher auch noch nicht gedacht:
Nimm das Thema nich zu leicht Jens. Ich jedenfalls habe Maßnahmen ergriffen:
Kontakt zu Christo hergestellt: Hütte wird verhängt, dann iss dess Theam Streetview genauso erledigt wie glotzende Fußgänger (hab’ mir ‘n Loch in den Gartenzaun geschnitten, schleich mich von hinten rein).
Frage: Burka wird ja bei Frauen nich so gern gesehen, aber wenn man – aus Datenschutzgründen, Recht am eigenen Bild usw. – als Mann ‘ne Burka trägt? Gibt’s da Einwände? Wo krisch isch so e Ding?
GoogleGoggle Jacket heißt dat Ding für Männer!Danke für’s Link, da find’ ich von meinem Uropa (Flieger in WK I) noch ‘was auf’m Speicher! Btw: Du hast mich ans nachdenken gebracht: ‘N Strahlenschutzanzug ginge auch – zwei Fliegen mit einer Klappe: Zusätzlicher Schutz vor nuklearem Fallout … ;-)
Geil, ey, dess mach’ ich!
Tut mir leid, werter Spiegelfechter, aber dieses Mal sprechen Sie mir voll aus dem Herzen.
und endlich wird mir Paranioker klar:
Jens kassiert läppische 100K€++ von Google, um seine renitente Leserschaft von der Unsinnigkeit ihrer Verdachte zu überzeugen.
Finde ich ein gutes Investment (von Google).
Ich war mal … bevor ich … nicht weitererzählen.
Man kauft die Kritiker weg, die eine Klientel haben, und führt deren Argumente ad absurdum.
Als Alpha-Bulle (hier:=Jens) führt man sie an der Nase rum.
So werden zB die Kühe in den Schlachthof geführt.
Scheint mir hier ähnlich zu sein.
Jens asked for trouble.
Here he got it!
Wat Nu?
Ich hoffe doch auf einen intelligenten Kommentar auf eine ‘Spieltheorie’.
Als gewohnheitsmässiger Kopfkratzer halte ich diese Frage für extrem kompliziert.
Also bitte keine einfachen Antworten oder smileys.
Ein bissel doof sind die Jungs bei Google ja schon.
Hätten sie sich ein Beispiel an unserer AgitProp-Expertin aus dem Kanzleramt genommen, dann hätten sie ihre Autos einfach während der Fußball-WM durch die Straßen geschickt und die liebe bierseelige Nation hätte es nichtmal gemerkt.
Aber so direkt im Sommerloch fällt das halt auf.
Wer bei dieser Hexen-Jagt den Überblick behält, ist der de Maizière. Guter Mann! Wäre für mich jetzt der geeignete Kanzlerkanditat der CDU, wenn Merkels Stern sinkt. 10 mal besser als von der Leyen, die mit ihrer Hartz-IV-Chipkarte. Der Mann hat Überblick und vertritt souverän seine kompetente Meinung, auch wenn Bild, ZEIT und SpOn aus allen Rohren schießen. Respekt!
Ist schon traurig solche öffentlichen Proteste und Anteilnahme hätte ich mir doch lieber bei wesentlich wichtigerin Themen z.b. Datenschutz, netzneutralität ….gewünscht, aber die “Bekämpfung von Terrorismus” scheint wohl alles zurechtfertigen.
Wohl ein, zwei SD-Karten mit einem Abzug von archiv.org, die bereits beim Verlassen unseres Sonnensystems nicht mehr lesbar wären.
Nur falls sie sich in die Niederungen von Javascript begeben hätten…
Ein erster wenngleich falscher Hinweis auf das Datenschutzparadies Schweiz!
Vor Verknüpfung der Daten im großen Stil, wie sie bei Google und anderen den Geheimdiensten nahestehenden Unternehmen ohne unser Wissen und gegen unseren Willen durchgeführt wird.
Zweifelsohne. Vor allem, wenn Revolution durch Knebelung oder auch Manipulation ersetzt wird. Daß Google zusammen mit den Hasbara und ADL massiv gegen Andersdenkende vorgeht, ist offenbar von nachrangigem Interesse.
Nicht mal von der Schweiz und von Spanien, oder? Mann stelle sich einmal die Reaktionen vor, wenn ein russisches oder arabisches Unternehmen das selbe Vorhaben durchführen wollte.
Macht die Legitimierung eines zweifelhaften Geschäftsmodells andere halbseidene Ideen salonfähiger?
Sind die wirklich alle weg, verschwunden, unauffindbar? Nu, dat wär ein Dingens!
Und was soll Fräulein Müller dagegen unternehmen? Vor allem, wenn ihr die meisten Sachverhalte von regimenahen Massenmedien sorgsam verheimlicht werden?
Wobei Google ohne die internationale Hochfinanz und deren Interesse an unseren Daten nicht existieren würde.
Kopfschütteln hilft nicht gegen feindliche Angriffe, wie aus Pakistan berichtet wird.
Oder eine 8″ Diskette mit Kommentaren der Spiegelfechter-Leser ;-)
Das Verknüpfen von Daten durch die Privatwirtschaft ist idT ein großes Problem. Die Geheimdienste sind mir komplett wurscht. Ich weiß aber nicht, welchen Mehrwert GSV denen bringen sollte. Aber meine Phantasie ist da auch nicht ausgeprägt, vielleicht sollte ich häufiger Schall&Rauch oder so was lesen ;-)
Dafür verraten ihr ja die Resistance-Blogs aus dem Untergrund, was zu tun ist. Alufolie auf dem Kopf wäre ein erster Ansatz!
Ach, hinter Google stecken auch “die Juden”? Sachen gibt´s!
…
Ach, hinter Google stecken auch “die Juden”? Sachen gibt´s!
…
Da hast Du wohl einen blinden Fleck!
Darum gehts nämlich nicht!
Da ich Dich nicht für komplett blöd halte –wie du weisst–
hier mal ein Link zu den Heterodoxen, denen ich mir nahe fühle:
http://rwer.wordpress.com/2010/08/15/comments-of-the-week-davies-radford-gelles-and-knibbe-discuss-bruce-edmonds-5-suggestions/
Erkennst Du die Zusammenhänge?
Ich habe mich letztens echauffiert über Pathologien, oder ‘Pathologien’.
(Die Apostrophe machen den Unterschied, OK?)
Das ist (-ähem- mE) Stand der Erkenntnis.
Wieso Du einen global – hinterwäldlerischen Standpunkt einnimmst, ist mir momentan unerfindlich.
Werd’ ich noch herausfinden.
Da bin ich mir ziemlich sicher … zur Not bei einem Bier bei den Hinterwäldlern im Harz ;-)
Das war auch meine Absicht.
Irgendwann wird es so schwierig, dass man das nur noch durch Fingerhakeln oder sonstwas rausfinden kann.
Auf deutsch:
Man trifft sich.
Freu mich!
bin auch dagegen….stalke schon viel zu viel…muss wieder mal was arbeiten…
Das ist nun wirklich paranoid. Würde mich nicht wundern, wenn das noch in ein paar Jahren an Unis gelehrt wird.
Kann mir überhaupt mal irgender hier sagen, wo denn tatsächlich das Problem liegt?
Da fährt ein Auto durch die Strassen und macht Fotos…UND? Das kann ich auch…
Ist es der simple Neid darüber, dass eine Firma damit Geld verdient, man selber aber nicht?
Ich meine…bitte…hat jemand wirklich Angst davor, dass das Bild seines Hauses irgendwo im internet abgebildet ist??? Hallo? Haus? Bild?
Da müsste ich ja jeden Spaziergänger erschiessen, der auch nur einen Blick auf meine Hütte wirft…nein mal ganz ehrlich…was ist denn soooooo schlimm daran, dass jemand Fremder, von mir aus auch weltweit, das Bild meines Hauses sieht? Und nur nebenher…glaubt ihr, dass sich da irgendwer, der euch nicht kennt, den ihr nicht kennt, da irgendwelche Gedanken über eure Hütte macht? Wie boniert muss man da sein…
werter Flaschengeist,
wo lebst Du?
noch in der Flasche oder schon ‘da draussen’?
Les’ mal Stanislav Lem, bis zu Summa Technologiae.
Es ist mir ja peinlich, jemanden der Naivität zu bezichtigen, und das ist ja für sich schon peinlich. Kennst du die Orwell-Huxley-Debatte?
Also bitte!
@Groo
Also ich kenne weder Stanislav Lem, noch die Orwell-Huxley-Debatte…
Und?
Hat irgendwie keine Auswirkungen auf mein Leben (hab wirklich kurz überlegt, aber…nein, kenn ich nicht)
…werde ich Steuerbefreit, wenn ich sage, ich kenne die Typen? Lebe ich länger? Bekomme ich 3 Tage Urlaub mehr im jahr, wenn ich die zitieren kann? schon seltsam, dass ich trotzdem jeden Tag lebe…und, sakrileg…mir gehts sogar gut…hätte ich jetzt wohl nicht sagen dürfen….
Ich lebe heute, hier und jetzt. Ich weiss ja nicht, was für ein Leben du führst Groo…aber mir geht es doch gelinde gesagt am Arsch vorbei, ob Google nun Fotos von meiner Hütte macht, oder vom Nordpol oder vom Eifelturm (worüber sich niemand aufregen würde…warum eigentlich nicht?)
Och, ich denke ich lebe in der Realität. Irgendwelche toten Schriftsteller tangieren mich nicht. Arbeitslosigkeit, falsche Wirtschaftspolitik, allgemein die bedenkliche politische Entwicklung in Deutschland…DAS sollte jeden interessieren.
Wir haben soviele Probleme…sorry, aber da geht mir dein Stanislav Lem, wie auch Google Street View dermassen am Arsch vorbei…
Nun ja – das ist lustig und zeigt die Beschränktheit einiger (oder vieler) Mitmenschen, aber letztendlich sollte jeder Mensch selbst entscheiden, wem er seine Daten zur Verfügung stellt. Und wenn es Bank, Staat und CIA ja, aber Google nein heißt, dann muss man das akzeptieren.
Die Straßenseite von Häusern ist meiner Meinung aber öffentlich und ich kann tatsächlich nicht verstehen, wieso man davon keine Fotos veröffentlichen können sollte. Dies betrifft aber z.B. auch das Urheberrecht, wenn Architekten verbieten, Fotos ihrer Häuser zu veröffentlichen. Das ist alles Schwachsinn.
Interessant ist da vielmehr, in wie weit die Software von Google in der Lage ist, alle Menschen und Autokennzeichen usw. zu verpixeln. Wie hoch ist da die Fehlerquote (ich meine irgendwo ein Beispiel mit einer spiegelnden Fensterscheibe gesehen zu haben)?
Die Updaterate wird wohl ziemlich mau sein. Bei Googlemaps sehe ich immer noch, wo mein Auto vor vier Jahren parkte. Aber da wird das mit dem eigenen Garten und dem Nacktbaden noch viel interessanter, wenn höher aufgelöste Satellitenbilder oder gar Bilder aus Luftschiffen dazu kommen. Was dann?
Insgesamt ein schwierigeres Feld als hier angedeutet. Eine differenziertere Sichtweise tut m.E. schon Not. Im übrigen fährt nicht vor jeder Hecke/Mauer ein Bus, aus dem man drüber schauen kann…
Nun, ich denke, einige Schreiber sollten wirklich einmal nachdenken, bevor sie Googles Aktion verharmlosen und die Kritiker kritisieren.
Es geht meines Erachtens eben nicht um die Häuser. Das ist nur die Ablenkung. Es geht um das allemeine Persönlichkeitsrecht.
http://de.wikipedia.org/wiki/Recht_am_eigenen_Bild#.C2.A7_201a_StGB
Danach wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft, wer
(1) von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, unbefugt Bildaufnahmen herstellt oder überträgt und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt.
(2) Ebenso wird bestraft, wer eine durch eine Tat nach Absatz 1 hergestellte Bildaufnahme gebraucht oder einem Dritten zugänglich macht.
(3) Wer eine befugt hergestellte Bildaufnahme von einer anderen Person, die sich in einer Wohnung oder einem gegen Einblick besonders geschützten Raum befindet, wissentlich unbefugt einem Dritten zugänglich macht und dadurch deren höchstpersönlichen Lebensbereich verletzt, wird mit Freiheitsstrafe bis zu einem Jahr oder mit Geldstrafe bestraft.
Bei dem Fotografieren von Personen außerhalb des Privatbereichs kann aufgrund einer Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts unter besonderem Umständen die Polizei einschreiten und die Bilder beschlagnahmen, auch wenn nicht zu befürchten steht, dass eine Veröffentlichung der Bilder erfolgt.
DAS wird mit der Hausbildaktion verdrängt. Wenn ich auf der Straße Personen ohne Einwilligung fotografiere …
Wenn ich an einem Fotowettbewerb teilnehme, dann muß ich erklären, das ich auch die Rechte an den Fotos besitze, gerade wenn Personen auf den Bilern sind.
§ 22 KunstUrhG bestimmt:
„Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden. Die Einwilligung gilt im Zweifel als erteilt, wenn der Abgebildete dafür, dass er sich abbilden ließ, eine Entlohnung erhielt. Nach dem Tode des Abgebildeten bedarf es bis zum Ablaufe von zehn Jahren der Einwilligung der Angehörigen des Abgebildeten. Angehörige im Sinne dieses Gesetzes sind der überlebende Ehegatte oder Lebenspartner und die Kinder des Abgebildeten und, wenn weder ein Ehegatte oder Lebenspartner noch Kinder vorhanden sind, die Eltern des Abgebildeten.“
das ist ja alles richtig, gilt aber nicht für den öffentlichen Raum. Ansonsten müsste jede Zeitung oder Zeitschrift, die Bilder mit Straßenszenen oder Volksfesten und Veranstaltungen publiziert ja verklagt werden können.
Es ist schon ein Unterschied ob die Presse Fotos macht, oder ob ich einfach mit einem Teleobjektiv wie ein Paparazzi Fotos schiesse.
Und diesen Hinweis haben Sie wohl übersehen:
Bei dem Fotografieren von Personen außerhalb des Privatbereichs kann aufgrund einer Verletzung des Allgemeinen Persönlichkeitsrechts unter besonderem Umständen die Polizei einschreiten und die Bilder beschlagnahmen, auch wenn nicht zu befürchten steht, dass eine Veröffentlichung der Bilder erfolgt.
Ja, aber GSV nutzt kein Teleobjektiv
Wehrter Herr Spiegelfechter ;-)
ich meine zwar auch, daß zur Zeit mit dem Thema Streetview Sommerlöcher gestopft werden, aber andererseits möchte ich Sie ausdrücklich bitten sich mal mit dem Bildrecht und im speziellen mit der Panoramafreiheit zu befassen. Hier wird beispielsweise auch durchaus ein Unterschied deutlich zwischen den Google-Kameras und den Projekten beispielsweise in Dusseldorf oder Kölle. Ich plädiere hiermit durchaus dafür auch mal die Kirche im Dorf zu lassen und auch tatsächlich bestehende Rechte anderer zu achten. Egal wie die eigene Einstellung dazu auch sein möge.
http://de.wikipedia.org/wiki/Wikipedia:Bildrechte
Ich bin jetzt kein Jurist, aber meines Wissens nach ist das Aufnehmen und Veröffentlichen von beliebigen Bildern auch ohne Zustimmung der darauf abgebildeten Personen legal, solange man diese anonymisiert. Was Google tut. (Im Gegensatz zu so manchen Boulevardblättchen zum Beispiel…)
Hast schon mal überlegt, wie die Flugbahn einer cruise missile präzisiert werden kann? Oder daß von einem 3d-Modell – wie es Google aufnimmt – aus verbesserte externe Abhör- und Überwachungsmaßnahmen geplant werden können?
A la spiegelflechter.com, wa? Diejenigen, die sich aktiv um Informationen bemühen, wissen, was los ist. Doch die 95% Passivkonsumenten verlassen sich – leider – auf Tagesschau und Bild (Dir keine Meinung).
Interpretierst Du hier meine Aussage nicht etwas zu weit über Deine Alufolie hinaus? Doch wo Du recht hast, sollst Du auch recht behalten. :(
Ich halte das im Umfeld der GSV-Diskussion für 20 deutsche Städte auch nicht für relevant. Ja, ich weiß, einige meiner Leser haben davor Angst, jede Sekunde von einer Cruise Missile getroffen wurde, die die CIA auf Basis von GSV-Daten zielgenau in ihr Wohnzimmer steuert. Aber dafür kann ich auch nichts.
Ich weiß, ich werde ja täglich mit diesen Wahrheiten(TM) im Kommentarbereich “belästigt” *rolleyes*
Also erstens wäre es mir neu, dass Geheimdienste mit Raketen um sich schießen, wenn man solche kleinen Lichter wie Otto Normalbürger auch einfach so umnieten können. Könnte man dann sogar ein wenig schönen, und schwupps, warst du das Opfer eines Raubüberfalls.
Ja ich weiß, das hilft den typischen Paranoia-Kommentatoren jetzt auch nicht, ihre irrationalen Ängste zu überwinden, aber das muss doch mal gesagt werden. Die CIA schießt mir GSV-gesteuerten Raketen auf deutsche Bürger. Meine Güte. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
Und zweitens .. selbst wenn, glauben sie nicht, dass die das auch wunderbar ohne GSV hinkriegen könnten? Soweit ich weiß, wurde bis heute auch ganz ohne GSV außerordentlich gut gebombt.
Entschuldigen sie den Ton, aber .. WTF?!
Noch eines – wenn ich nun Ihr (SF) Bild kopiere und an anderer Stelle benutze würde es Ihnen sicher nicht gefallen. So etwas macht keiner? Da muss ich aber lachen.
Es gab da einen Fall, der gab sich mit einem “geklauten” Bild als Domian aus und naive Teilnehmer glaubten es sei der echte Domian. Die wollten das Forum dann nutzen und stellten da so ihre Fragen, aber die Antworten … das konnte nicht der “echte Domian” sein, und so war es dann auch nicht. Ein Anruf genügte, um den echten Domian zu fragen.
Vielleicht bekommen ja irgendwann auch SIE einen Anruf, ob Sie das sind, bei XYZ. Oder auch Wat, oder Nikolai, die mit ihren Bildchen hier aktiv sind.
Und der bekannte Rechtsanwalt – Gravenreuth – der als Tanja aktiv war – hat ja auch so ein fremdes Bild benutzt. Nun, er hat sich selbst gerichtet, viel zu spät.
dieser “Vergleich” ist derart abstrus ;-)
Mann, Mann, was ist nur heute wieder hier los?
Vielleicht haben zuviele Spiegelfechter.com-Kommentarautoren das ‘wir’ der Überschrift auf Deine aktive Leserschaft bezogen?
Nein, ich denke die SF-Leser sind noch ein wenig verwirrt von den letzten 600 Kommentaren.
Hat nichts mit dem Thema zu tun, aber wo liest du (Schneemann) sonst noch so im Internetz? Mich würde interessieren wie du auf die Idee kommst, dass man mit Hilfe der GSV-Daten eine cruise missile präziser um den Globus schicken kann.
lg
Vorab: Ich persönlich habe auch kein Problem mit GSV.
Meines Erachtens ist das aber eine gute Gelegenheit Otto Normalverbraucher für den Datenschutz zu sensibilsieren. Der Aufschrei erfolgt doch, weil hier die Leute mal etwas Greifbares haben. Unter Fotos im (bösen) Internet können sich die Meisten etwas vorstellen.
Von VDS, ELENA, SWIFT, etc. haben viele nie etwas gehört, geschweige denn sie verstehen es. Abgesehen von denen, die ihre Daten auch noch freiwillig per Payback in die weite Welt blasen.
Also allen jeden GSV-Gegner mal fragen, was er von den o.g. Dingen hält und ob er meint, nur weil diese Daten von Behörden/ dem Staat erhoben werden geht das schon in Ordnung?
häh? soll das getzt was mit GSV zu tun haben?!
okay, evtl. ein bisschen zu kurz argumentiert.
Also: Ich nehme an, daß die größten Bedenken gegen GSV daraus resultieren, daß (vermeintlich) Einblicke in die Privatsphäre gewährt werden. Und zwar jedem der einen Browser bedienen kann. Das aber diese Privatsphäre auch an anderer Stelle durch andere Organisationen schon längst durchleuchtet wird, haben viele nicht auf dem Schirm. Deshalb so als Denkanstoß: “Warum bist Du gegen GSV und VDS, ELENA, SWIFT sind Dir egal?”
Dieses Argument ist natürlich völliger Unsinn. Wer will kann per GSV sein Operationsgebiet hundertmal schneller, wesentlich unauffälliger und kostenlos auswählen.
Frage: Würdest du z.B. eine lückenlose polizeiliche Videoüberwachung der Städte incl. Speicherung aller Aufzeichnungen auch verteidigen? (Es wäre ja nichts grundsätzlich neues, schließlich könnten dir die Überwacher ja bereits jetzt völlig gefahrlos und zu Fuß folgen um zu sehen, was du so machst.)
nein, das ist ein Unterschied wie Tag und Nacht. Wenn die Polizei denn tatsächlich einmalig Standphotos von meinem Haus machen wollte, so hätte ich nichts dagegen.
Ich würde GSV auch rigoros ablehnen, wenn es nicht um einmalige Standphotos sondern um Live-Videos ginge.
@unbequemer
Jup…es handelt sich hier nur um eine simple Annahme. Mit Fakten hat das nix zu tun. Ich spekulier da einfach mal auf deiner schiene und behaupte, google will nur oben ohne Mädels im Garten Filmen und das dann vermarkten. Wie schon gesagt: sex sells.
Ne Leutz…manchmal ist ein Apfel nur ein Apfel und eben keine Handgranate.
Wem tuts denn wirklich weh, wenn ein Haus im Internet zu sehen ist?
Millionen von Leuten geben freiwillig ihre persönlichen Daten in Facebook ein…mir drängt sich die Vermutung auf, das einige davon dabei sind, die sich jetzt über Google Streetview aufregen…total Mediengelenkt ohne wirklich griffige Argumente.
Ich stelle die Frage noch einmal: welcher Schaden entsteht mir denn, wenn jemand meine Wohnung/Haus fotografiert und ins Internet stellt? Huch…das können ja jetzt alle sehen??? Und? Tagtäglich rennen vermutlich hunderte von Menschen an euren Wohnungen, oder euren Häusern vorbei…die haben das schon gesehen…und jetzt? Wie geht man dagegen juristisch vor? “Herr Richter…Der Angeklagte Herr Müller ist am 10.08 an meinem Haus vorbeigegangen und hat ein Foto davon gemacht. ”
Ich weiss nicht, wovon reden wir hier eigentlich reden? Da kann ich nur spekulieren. Einige mögen wirklich von Neid zerfressen sein, weil Google mit seiner Idee dick Kohle verdient…andere womöglich sind nur von der Tagespresse beeinflusst, die Stimmung gegen Google macht. Google ist sicherlich ein Unternehmen, dem gegenüber man schon allein aufgrund seiner Grösse kritisch begegnen sollte. Dabei sollte man aber nüchtern und nicht einfach kopflos vorgehen.
Wie gesagt..manchmal ist ein Apfel nur ein Apfel.
Es gibt Tage an denen mein Gesicht anscheinend besonderes empfänglich für Entgleisungen der freudigen Art ist. Heute scheint eben einer dieser zu sein.
Mit einem freundlichen Lächeln auf den Lippen zum Gruße.
sphinx
:)
Naja….
habe mir gerade damit mal zwei meiner Lieblingsrestaurants in Hong Kong angesehen, steht jedesmal ein LKW davor, lol
Es wird mal wieder eine Sau durch’s Sommerloch getrieben, und dieses Jahr heißt sie Google Streetview.
Das ist schön bunt, das hat Bilder, das verstehen auch unsere Politiker.
Diesen Artikel finde ich vom Tenor zwar gut, aber irgendwie wird die wichtige Ebene ausgeblendet!
Worum gehts bei dem Theater?
Politiker und Medien labern heiße Luft und lenken ab. Letzteres (ablenken) ist kein Sommerlochthema sondern so geplant.
Man merkt, dass in der Bevölkerung eine diffuse Angst herrscht, und das Überwachung zunimmt. Die Schuldigen daran, (VDS, Netzsperren, ELENA, SWIFT etc. etc.) verschieben nun den schwarzen Peter (und damit das Image des Privatsphärezerstörers) alleinig an Google und versuchen dabei eine Personifizierung des Bösen um von sich abzulenken und bei der Bevölkerung zu punkten. Und die Medien, die sonst ganz vorn bei Menschenverachtung und Manipulation der Massen sind, gerieren sich nun als Verteidiger der Menschen. Widerlich! Und das mit der gleichen manipulativen Art wie immer. Ahnungslose (oder einfach nur PR-geile) C-Promis erwecken den Eindruck, als ob durch eine Kamerafahrt nun ein dauerhaftes Filmen stattfände. Dieses Instrumentalisieren von Promis erinnert mich immer wieder an “H…..s Helfer”.
Natürlich ist Google nicht nur gut, aber GSV ist nun fast das letzte, was man Google negativ auslegen kann, da gibts weiß Gott anderes.
Das tollste dabei ist aber, wie das Ganze am Ende “aufgelöst” wird. Google sitzt in den USA und hat schon die Daten, da können wir leider nichts machen.
Die ganze Nummer ist eine widerliche aufgeblasene PR Nummer. Ablenken, Scheingefecht führen, so tun, als setze man sich für die Menschen ein und nicht tätig werden müssen. Ideal für die Minderleister in Regierung, Parlament und Medien.
Eigentlich ist das Universum voll von intelligentem Leben.
Es versteckt sich lediglich vor pseudo intelligentem Leben mit dem Hang zur Produktion dicker Wummen gegen alles, was bei drei nicht wieder in seinem Raumschiff ist und ist für uns daher leider nicht Auffindbar ;)
Was Goggle angeht. Es wurden wohl ebenfalls persönliche Daten gesammelt/abgehört, nicht lediglich Geknippst.
Meines wissens gab es auch einen mäßgen Skandal, als bei Besichtung der Abhör/Abtastautos (was auch immer) durch MdB`s das Speichermodul nicht vorhanden war.
Natürlich wurde nicht dauerhaft alles abgehört, dass dürfen bei uns nur die Amis, daher ist von der Seite wohl wenig zu befürchten.
Ansonsten ist das Projekt eher belanglos und maximal Entertainment, was man dort sehen kann, konnte man mit mehr Aufwand, dafür aber detaillierter, auch vorher schon sehen.
Aber klar.
Wer sich heute im internet bewegt, der wird verfolgt. Die meisten klicks werden registriert.
Ich denke den meisten, ist garnicht klar, was heute alles gespeichert wird.
Wenn ich heute auf irgendeiner Seite unterwegs bin, wird meine IP Adresse gespeichert, welche Links ich angeklickt habe, von wo ich gekommen bin, und wie lange ich mir eine bestimmte Seite angesehen habe. Das hat mit Vorratsdatenspeicherung nix zu tun…da geht es um Statistiken und um Verkaufszahlen. Es sind also längst nicht mehr die Provider, die zur speicherung gezwungen worden sind, und dies garnicht wollten, sondern vielmehr die Anbieter, die das für ihre Statistiken sehr wohl wollen. Bekomme ich eine Mail, so kann festgestellt werden, ob ich diese geöffnet habe, oder nicht, Links darin angeklickt habe und ob ich dort letztendlich etwas bestellt habe. Besuche ich eine Internetseite, so kann festgehalten werden, von welcher Seite ich gekommen bin, welche Links ich angeklickt habe, wie lange ich da war und wohin ich danach gewandert bin.
Das ist doch alles kein Hexenwerk…das ist heute absoluter Standard.
Aufwachen bitte!
Das hat auch nix mit Verschwörungstheorie zu tun…das sind relativ einfache, zum Teil sogar kostenlose Open Source Programme, mit denen das jeder machen kann. Wer das nicht kann…auch egal…gibts alles auch schon fertig zum kaufen.
Und da wird hier rumgezetert, weil ein Google Auto Häuser Fotografiert….das ist echt albern.
Richtig … vielleicht müssen wir uns aber auch daran gewöhnen. Das ist idT ein sehr deutsches Thema – was ich keineswegs abwertend meine. International sind diese Bedenke aber kaum ausgeprägt, vor allem im IT-Land USA nicht. Standards ließen sich aber – wenn überhaupt – nur international durchsetzen. Ich glaube, wir müssen uns daran gewöhnen, dass wir nicht anonym sind.
Ich fände es gut, wenn diese Bedenken international ausgeprägter wären. Und sich das vermeintliche IT-Land USA ein wenig mehr an Deutschland orientierte.
Die Internetdatenschutzbewegung ist in Deutschland im positiven Sinne einzigartig.
Die meisten Torserver, bisweilen sogar nicht nur bezogen auf die Bevölkerungsanzahl sondern in absoluten Zahlen.
usw…..
Die Rede war nicht vom Internet, sondern von den “Googlecars”, welche auch Telefongespräche, W-Lan u.U auch normale Gespräche etc. auffingen und speicherten (wenn ich das richtig erinnere, ist etwas her und hat mich nicht wirklich interessiert).
Aber wie schon gesagt, nur drive by Schnipsel, also nicht wirklich schlimm.
Öhm… Hast Du dazu irgendeine Quelle?
Gut, es wurde WLAN-Traffic mitgeschnitten. Wer sein WLAN aber verschlüsselt – selbst mit dem unsicherem WEP – braucht da nicht zu befürchten das Google irgendetwas lesen könnte. Und alle, die ihr WLAN unverschlüsselt betreiben, sollten keine Angst vor Google haben, sondern eher vor x-beliebigen Leuten die dann wirklich illegales über die Leitung betreiben.
mit der Kombination
NS-Kriegsverbrecher / Kurt Waldheim
kann man bei gewissen Lesern gut punkten ,
richtig ist diese Behauptung nicht .
Wie beinahe alle Österreicher hat Waldheim nichts gewusst ,
am nichtwissenwollen der Österreicher hat sich wenig geändert ,
Die Kritik des Österreichers am Zweitwesentlichen ist hart und furchtbar , an die Autorität und das grundsätzlich Gute des Österreichers glaubt der Österreicher unbedingt .
Der Waldheim war ein Österreicher ,
nur sein Pferd war bei der SS ( copyright Bundeskanzler F. Sinovatz ), –
Kriegsverbrechen nachweisen konnte man
dem Hr. Waldheim allerdings nicht .
Passiert selten, aber heute einfach mal: Volle Zustimmung!
ich danke dir für diesen wirklich intelligenten Artikel. Wenn ich flattr benutzen würde und du so einen Button hättest würde ich dir jetzt unendlich (gefühlt) Geld zukommen lassen, so aber bleibt es bei einem altmodischen: Danke!
Ich habe so einen Button ;-)
Ei der Daus, tatsächlich. Da war ich aber doch wirklich blind. Hmmm, jetzt habe ich ja keine Ausrede mehr, um dir kein Geld zukommen zu lassen… :) Und das mache ich mit Freude!
Wenn ich mich als 17 jähriger irgendwo bewerben würde, mein Vater jedoch den Garten (oder das Haus) total verkommen lassen hätte, störte es mich wenn mein potentieller Arbeitsgeber das Haus meiner Familie via Street-view auskundschaften könnte.
Das ist eines von tausend Szenarien, warum ich Street View entschieden ablehne.
Doch. Ich finde dies problematisch.
ja, das ist auch wenn es denn benutzt wird eine ausgeweitete soziale Kontrolle. Die Daten werden aber nicht ständig erneuert, es fährt ja nicht andauernd nen Google Auto rum. Satelliten haben sie ja (noch) nicht.
Der Zustand des Hauses/ des Gartens am Stichtag ist entscheidend.
Dem Tag, an dem die von google ins Netz gestelle Bilder fotografiert wurden.
Die Bilder müssen nicht fortlaufend erneuert werden, um das Ansehen der dort Wohnhaften zu beschädigen und den dort Wohnhafen Nachteile zu bringen.
Eben – vielleicht sollte Google den Termin seiner Kameratouren bekannt geben, so dass alle Bürger ihre Häuser und Räsen fein herrichten können. Das geht aber wohl nicht, weil dies natürlich Sabotageakte von unseren Datenschutzfreunden provozieren würde ;-)
@spiegelfechter
Vielen Leuten wird jedoch das Geld fehlen, ein schäbiges, herunterkommenes Haus wieder auf Vordermann zu bringen.
Einigen auch die Disziplin. Wiederum andere haben sich aufgeben und bringen nicht mehr die Energie oder den Willen auf, ihr Haus / ihren Garten in Schuss zu halten.
Darf man sie deswegen im Netz bloßstellen?
Man darf die Realtiät im Netz abbilden – natürlich. Wir leben hier doch nicht im rosaroten Gummibärchenland.
Ich natürlich auch, nicht, dass Du mich da falsch verstehst.
Und du glaubst wirklich, irgendein halbwegs klar denkender Arbeitgeber würde einen Bewerber ausgerechnet deshalb ablehnen, weil Papi die Hecke nicht akurat genug gestutzt hat?
Naja, wenn sich der Sohnemann als Hausmeistergehilfe bei Herrn Krause bewirbt, dann kann das sogar wirklich sein.
Ich finde es billig, sich über Kleinbürgers Ängste lustig zu machen und nicht den Kern Wahrheit darin entdecken zu wollen. Das kommt bei mir wie Applaus heischendes Rowdytum an. Dafür spricht auch dass Du die Masche anwendest, ein Übel mit dem Verweis auf ein größeres Übel abzutun. Ist das die Aufmerksamkeit Wert, die Du hier zweifelsohne bekommst?
Es genügt wohl nicht mehr, die Doppelzüngigkeit der Politik auzuzeigen. Das lockt keinen Leser vom virtuellen Streetview-Spaziergang weg. Nein. Richtig auf den Hut muss es geben. Bornierte Kleinbürger sind wir ja gottseidank alle nicht…
Hmm, das ist keine Masche. Du weißt, dass ich sehrwohl alert bin, wenn es um Datenschutz geht. Bei diesem Thema verstehe ich – und das geht offenbar vielen “Insidern” so – die Aufregung ganz einfach nicht. Ehrlich.
So ein bischen geht es wenn von paranoid gesprochen wird doch vll wirklich darum, dass wir uns beobachtet fühlen.
Irgend eine Auswirkung hat es doch, das wir denken jeder kann uns beobachten, auch wenn es objektiv gar nicht so ist. Das fängt bei Facebook und wkw an und geht eben hin bis street- google ich guck über deine hecke Alta view. Nur früher waren es noch mehr die Dorfgemeinschaft und heute eben die wkw Netzgemeinde (sofern man da drin ist)
Vll auch son bischen alte Generation gegen Jüngere? So ein Datenschutzmann vorhin im Fernsehen, war doch schon einige Tage älter und forderte die Leute auf schonmal formell Ablehnungen zu schicken. mal gucken.
Das ist aber mal eine schwache Floskel.
Eigentlich sogar noch schlimmer als „typisch deutsch“. :-)
Aufwachsen mit Technik und es ganz natürlich finden vs. O Gott was Neues. Das ist normal. Das ist auch die “Killerspieldebatte” die unsere Jugend kaputtmachende Technik.
Es ist auch ganz einfach die Tatsache, dass -sollte am Haus/Garten meiner Eltern/von mir für mein Ansehen nicht Förderliches (Rasen nur alle 2 Monate gemäht usw) zu finden sein- davon für gewöhnlich nur die Nachbarn wüssten.
Mit Google Street View weiß die ganze Welt davon. Arbeitgeber, Prüfungsamt der Hochschule, mögliche Kreditgeber, mögliche Investoren, Krankenkassen, Hartz-4 Behörden usw…
Finde ich ein wenig beängstigend.
Ogottogott! Gerade so, als ob man die Rasenhöhe auf den grob auflösenden Panorama-Bildern sehen könnte ;-)
@Spiegelfechter
Du scheinst entweder ein fleissiger Rasenmäher oder kein Gärtner zu sein.
Den Unterschied zwischen einem echten Wildrasen mit allen möglichen Sorten von Gräsern und Unkraut und einem gut getrimmten Rasen kann man definitiv auf grob auflösenden Panorama-Bildern erkennen.
Wenn Du da mir nicht glaubst, klammere das von mir als bewusst deutsch wahrgenommenes und deshalb angeführtes Beispiel der Rasenhöhe aus, und lege dar, wie ein schlechter Zustand des Hauses/ des Gartens den dort Wohnhaften keine Nachteile brächte, wenn jeder (Arbeitgeber, Prüfungsamt der Hochschule, mögliche Kreditgeber, mögliche Investoren, Krankenkassen, Hartz-4 Behörden…..) sich über mit minimalen Aufwand über den Zustand der Wohnstätte informieren könnte.
Lege Du doch erstmal dar, inwiefern ein schlechter Zustand des Hauses & Gartens Dir da Nachteile bringt? Was interessiert denn Deinen Arbeitgeber Deine Rasenhöhe auf einer einmaligen Aufnahme vor einigen Jahren?
Selbst wenn Dein Wohnhaus komplett mit Grafittis übersäht ist, weiss er höchstens das sich der damalige (zum Zeitpunkt der Aufnahme) Hausbesitzer sich nicht darum gekümmert hat. Er weiss aber immer noch nicht wer der Hausbesitzer war und wer heute der Hausbesitzer ist. Noch weiß er ob Du zum fraglichen Zeitpunkt (den er auch nicht genau kennt) dort gelebt hast.
Prüfungsamt der Hochschule?! Hast Du sie noch alle beisammen? Meinst Du die Prüfer haben nicht besseres zu tun als erstmal jede Adresse eines jeden Studienbewerbers bei google einzugeben? Denkst Du ernsthaft, dass Du zur Uni nicht zugelassen wirst, weil der Rasen vor ein paar Jahren 5cm zu hoch ist?
Niemand weiß, ob Du zum Zeitpunkt der Aufnahme in dem Haus gelebt hast, ob Du es besessen hast oder ob Du erst vor 2 Monaten in das frisch sanierte Haus eingezogen bist, was auf Streetview noch wie eine Ruine aussieht.
Wie paranoid kann man eigentlich sein?
Ich spiele nicht auf den auf grob auflösenden Panorama Bildern nicht erkennbaren Unterschied zwischen einem 5 mm und einem 10 mm Rasen an.
Möglicherweise geht’s ja eher darum, dass man das ungepflegte Hanffeld im Vorgarten sehen könnte… ;)
Psst. Leise.
:-)
Was wären die Reaktionen, wenn der elterliche Garten eines Bewerbers um eine Lehrstelle als Bankkaufmann so oder ähnlich aussähe:
1
2
3
farm1.static.flickr.com/162/416766941_2e9cf0f5e1.jpg
Es gibt sicher noch besser geeignete Bilder, um aufzuzeigen, dass Google Street View viele Probleme mit sich brächte. Ich bin jedoch zu müde, um danach zu suchen.
Man könnte sich jedoch vorstellen, dass der Vater des Bewerbers einen Hundezwinger im Garten hätte.
Ein Hundezwinger, der vielleicht einem der Zwinger ähnelte, die von dem Betreiber dieser Seite als negative Bespiele aufgeführt werden.
Würde es Euch Spass machen, wenn Eurer Haus/Garten Gegenstand von Diskussionen im Internetforen wäre?
Wenn Euer Haus (Garten) als negatives Beispiel eines total heruntergekommenen Haus (Garten) in diesen Diskussionen diente?
Ja schrecklich wenn so ein Personalchef sich 5 Jahre alte Aufnahmen anguckt. Was genau könnte er jetzt aus diesen Bildern (die imho so nicht von der Straße zu sehen wären) ableiten, was er sich nicht schon bei der Nennung von Stadtteil und Straße und nach einer kurzen Recherche in StasiVZ und Co. denken könnte? Der Erkenntnisgewinn hält sich doch arg in Grenzen, vorallem weil die Sache schon 2 Wochen nach der Aufnahme ganz anders ausgesehen haben kann. Man mag sich gar nicht Vorstellen was ein Personalchef alles anstellen kann mit den VIDEOS die Immobilienfirmen in Großstädten gern mal von ganzen Straßen drehen.
Naja. Hauptsache man kann später sagen “Ich war dabei bei der Streetview Hysterie von 0 10″. Ich mein…es geht gegen amerikanische Großkonzerne. Da hat man automatisch recht!
Und das böse Internet(tm) weiß jetzt woher das man genau dort wohnt? Hat der böse Personalchef etwa gepetzt? Und was hält die Leute wenn sie die Adresse haben JETZT davon ab hinzufahren und ein Foto zu schiessen für die allgemeine Internetforenbespaßung. Außerdem…wo ist Korrelation zwischen dem einem etwas baufälligen Haus der Eltern und einer angestrebten Lehre? Haben Personalchefs heutzutage die Zeit sich auch noch die Wohnhäuser von Verwandten, Freunden und entfernten Bekannten anzuschauen? Kommt nächstes Jahr die biometrische Stuhlprobe für Bankkauflehrlinge?
Man weiß so wenig. :)
Es gibt anscheinend Menschen, die den Spiegelfechter so toll finden, dass sie die Standardfloskeln von ihm gerade dann verwenden, wenn dazu nicht der geringste Anlass besteht.
*Kopfschüttel*
Weiterhin ist es ist mir zuwider, auf Deinen Unfug näher einzugehen, da es einfach unfundierter Quatsch ist.
Nur ein Beispiel: Bei StasiVZ(tm) muss man sich nicht anmelden. Man muss nicht richtige Daten angeben, man kann seine Daten für andere nicht öffentlich machen. Ich erspare es mir, den Rest Deines zusammenhanglosen, vogelwilden Geschrubbel richtig zu stellen.
PS: Ich freue mich für Dich, dass Du Dich nicht von dieser oberpeinlichen Hysterie ™ in die Irre leiten lässt. Das ist das Wichtigste. Dann kann man nämlich später sagen, dass man nicht an der oberpeinlichen Hysterie mitgemacht hat, da man ja sooooooooo viel klüger und aufgeklärter ist (wenn auch nur vermeintlich).
Man weiß so viel. :)
PPS:
Schläfst Du in einem Schlafanzug mit Spiegelfechter-Konterfei?
PPPS:
Folgende Sprüche sind auch toll:
Möchtest es Du nicht mal ihnen probieren?
Nun komm mal wider runter mit Deinem Rasen-Tick. Das ist ja lächerlich.
Wo schreibe ich in diesem Kommentar von einem Rasen?
Nein ich hab keinen Schlafanzug mit Spiegelfechter-Konterfei. Wo gibts den zu kaufen? Der würde zu meiner Spiegelfechter-Bettwäsche passen!
Im übrigen nur weil man irgendwelche Horrorszenarien konstruiert, müssen sie nicht zwangsläufig eintreten. GSV gibt bereit in knapp 20 Ländern. Teilweise seit Jahren. Und auch dort finden Leute noch Lehrstellen, sind nicht alle Keller augeraubt, haben Terroristen keine guten Stellen für Autobomben gefunden, wurden keine Prominenten zufällig beim Nacktbaden vom auf der Straße vorbeifahrenden SV-Auto gefilmt und und und.
Aber halt! In Deutschland wird das alles anders! Hier wird Chaos, Pandämonium und der allgemeine Verfall der Sitten ausbrechen. Weil der Nachbar sehen kann das ich vor 5 Jahren meinen Rasen 2 cm zu hoch stehen hatte!
Schlimmste vorzivilisatorische Zustände.
Aber das mußt du jetzt natürlich nicht ernstnehmen…kommt ja schließlich von einen dieser bösen Spiegelfechterfanboys, die mit völlig gebräuchlichen Redewendungen um sich werfen, welche deinen Aluhut so komisch knistern lassen und auch deine Begeisterung für gepflegte Vorgärten nicht so recht teilen wollen.
Ja ja.
Warum fällt es Dir schwer, einfache Sachverhalte nachzuvollziehen?
Für 39
Dann noch einmal etwas ausführlicher. Fakt ist aber, das Google mit den Aufnahmen keine Rechte an den Bildern der Personen erworben hat. Es geht darum, das bei den Aufnahmen eben MENSCHEN aufgenommen wurden. Wenn nun alle aufgenommenen Menschen bei Google beantragen, unkenntlich gemacht zu werden, das wäre eine umfangreiche Arbeit.
Deswegen werden die Aufnahmen der Häuser in den Vordergrund gestellt. Die Aufnahmen von irgend welchen Häusern gehen mit am A… vorbei. Das stört mich nicht. Ich halte das eben für eine Ablenkung von den Persönlichkeitsrechten, die so in den Hintergrund geraten.
Sich hier an den Hausaufnahmen abzureagieren ist überflüssig, den Beitrag auf diesen Gesichtspunkt zu beschränken ist schon erstaunlich.
Deswegen mein Hinweis auf die wichtigeren Persönlichkeitsrechte. Das die dann abgetan werden, schwache Leistung.
Nochmal zum mitschreiben. Gesichter und KfZ-Kennzeichen werden bei StreetView schon immer verpixelt. Wo genau werden da Persönlichkeitsrechte verletzt? Darf niemand wissen das Unbekannter #1 (da links mit dem schwarzen Pulli und den komischen langen Haaren, ey) eigentlich arbeiten sollte? Da auf der fünf Jahre alten Aufnahme?.
http://www.google.de/help/maps/streetview/
ich kann dort aber Gesichter erkennen!
Nein, kannst du nicht! Du kannst maximal sehen, dass dort Menschen sind, aber erkennbar(!) ist dort (in dem pariser Beispiel) kein Einziger.
Sie können das Bild vergrößern und dort auch scrollen.
Wenn ich mir da die Gegend so betrachte, die Autoschilder, die sind unkenntlich gemacht worden, aber eben nicht alle Gesichter.
Das große Problem, das unsere “Datenschützer” mit den Bildern haben, ist folgendes:
Man kann erkennen, dass es in Deutschland Häuser, Autos und Menschen gibt.
Skandal!
Ich hoffe mal, dass Du meinen Sarkasmus mit Sarkasmus beantwortet hast :-).
Übrigens: Wirklich gerne würde ich der Aigner ja mal diesen Vollenthirntenspruch reindrücken:
“Wer nichts zu verbergen hat, hat auch nichts zu befürchten.”
:-)
Das gilt ja nur für staatliche Überwachung. Und wir alle wissen, dass die eigene Hausfassade deutlich schützenswerter ist als zB die eigene Krankengeschichte oder Kontobewegungen :-)
Ja, ich hätte wohl besser einen Smilie anhängen sollen ;-)
Ich kann bei diesem ganzen nutzlosen Theater an nichts anderes denken als den Spruch mit den 2 Sachen die unendlich sind…
Vielleicht ist es auch einfach nur so, dass viele Menschen das ihnen politisch/wirtschaftlich aus der Hand gerissene Privatsphärenzepter wieder ein wenig an sich reißen möchten. Denn wenn Staat hier wieder einmal nicht wirklich eingreifen und schützen will, besteht zumindest endlich mal persönlich UND öffentlichkeitswirksam die Möglichkeit, einem dieser Nervkonzerne in den Arsch zu treten,… sorry einen Strich durch die Kostenrechnung zu machen.
Dass wir durchleuchtet und überwacht werden ist nichts Neues. Dieser bürgelich-kollektive Aufschrei dagegen schon, der hat nämlich ganz andere Qualitäten und weist die Konzernmacht, wenn auch nur für kurze (mediale) Zeit, endlich mal in Ihre Schranken.
R@Z€
Ick stelle mir mal, Micro$oft würde solch ein Dienst anbieten, gegen Gebühr…
Die Menschen würden es tolerieren und für solchen Dienste viel Geld zahlen.
Ich vermute, gerade der Deutsche kann sich nicht vorstellen, dass etwas ohne offensichtliche Gegenleistung erbracht wird. Das ist, schätze ich, der Nährboden des Schwachsinns.
Ich die paar Opas, die sich da hinstellten vor Ihren Spießerbutzen; wer weiß, ob da nicht der mit besten Wissen und Gewissen arbeitende Journalist hier und dort übertrieben hat, um einfach hier und dort noch ein Artikel verkaufen zu können. (OT: ich würde für solch einen Dreckscontent nicht ein cent bezahlen)
UNd ich schätze, das die deutschen Politiker froh sind, endlich mal jemand gefunden zu haben, mit dem sie sich richtig sauber reinwaschen können.
P.S.: Ich lernte mal, in früheren Zeiten, ein “Einbrecherduo” kennen. Für die beiden zählte: Nur mit aktueller, selbst erfolgter Rechere klappt ein Bruch.
An sich hat “der Deutsche” kein Problem mit dem Gedanken, etwas geschenkt zu kriegen. Zum Beispiel können manche Landsleute die Tatsache gut verdrängen, dass eine dreitägige Kaffeefahrt in die Türkei mit Vollpension und Unterbringung in einem 5-Sterne-Hotel für nur 5 Euro schlicht und einfach nicht kostendeckend sein können.
Ich schließe mich deiner Vermutung mit Microsoft an. Wenn die mit dem Wagen herumgefahren wären, wäre es eine Ehre für jeden Politiker von Rang und Namen gewesen, sich von der Presse neben einem solchen Wagen ablichten zu lassen, und Lokalpolitiker würden viel Geld aus der klammen Stadtkasse locker machen, damit Microsoft sie auch in ihrer schönen Stadt mit dem Kamerawagen beehrt.
@SF: Danke für diesen Artikel. Er spricht mir aus der Seele.
@SF
Danke für diesen Artikel über den neuesten Schildbürgerstreich unserer “Volksvertreter”-Kaste!
Wer mich kennt, weiss dass ich seit mehr als 10 Jahren für Datenschutzaspekte kämpfe und dort große auf uns zukommende Probleme sehe – aber Google-Streetview hat wenig mit Datenschutzproblemen und sehr viel mit Ablenkung zu tun.
Um so skurriler wird es, wenn ein Peter Schaar plötzlich “aktiv” wird und zu den wirklichen Schweinereien nur Worthülsen aufsteigen läßt.
Nicht von ungefähr ist ein EU-Verfahren gegen Deutschland anhängig:
http://de.wikipedia.org/wiki/Datenschutz#Bundesrepublik_Deutschland
Peter Schaar ist dem Innenministerium unterstellt! Das soll nicht bedeuten, dass ich seine Integrität anzweifele, aber es bedeutet, dass er a) in einer Maulkorbposition ist und b) keine Machtbefugnisse zur Durchsetzung von Strafmaßnahmen hat.
Ich hätte nicht gedacht, das ich ausgerechnet mal Google in Schutz nehme, aber hier handelt es sich um eine reine Nebelkerze zur Verschleierung schlechter Absichten zum Schutz von Partikularinteressen. Und nein, das ist keine VT :-).
Kafka.
Ähem, hab ich das jetzt richtig verstanden, dass das alles garnicht so schlimm ist, weil es das schon gibt?
Mit dieser Legitimationsstrategie kann man aber noch ganz andere tolle Dinge begründen…
Nein, das hast Du falsch verstanden. Effektiv könnte Google-Streetview nur dazu mißbraucht werden, lohnende Ziele zu suchen. Sobald ein Haus verpixelt ist, ist es wahrscheinlich, dass dort ein “Volksvertreter” oder Vermögender wohnt.
OK – das kann man auch feststellen, wenn man einfach mal mit echten biologischen Augen direkt dahin guckt.
Datenschutz wird mit Streetview nicht verletzt.
Viel problematischer wäre Google Earthview, da dort auch topographische Informationen extrahierbar sind. Darüber redet aber kein Schwein … wäre ja auch kontraproduktiv, weil die diversen Überwachungssatelliten von uns und unseren Freunden – den Amerikanern – seit Jahren dasselbe tun und sogar Profilzuordungsbare Ortungen via GPS bieten. Das ist wirklich ein Problem – aber da würde man sich ja ins China-Knie schiessen.
Genau. Mit den Argumenten der Street View-Kritiker könnte man auch Autos und Handys verbieten.
Weil mit Autos fahren Einbrecher über weite Strecken zum Haus des Opfers und transportieren die Beute ab und mit Handys verabreden die sich mit Komplizen. Ohne Autos und Handys gäbe es nachweislich (!) weniger Kriminalität.
Mit solchen Argumenten kann man wirklich gegen jede Art von neuer Technik angehen. ^^ Das ist alles zum Haar raufen.
oh, meiohmei…
was hier doch für einige flachwixxer unterwegens sind…
machen sich sorgen, das der onkel vonne bank den ungeschnittenen rasen sehen kann oder cruise missiles zielgenau ins schlafzimmer gelenkt werden könnten…
Mensch Meier, hier wird ja jeden Tag eine andere digitale Sau durchs Blogs getrieben. ;)
Der Meinung von SF zu Google Street View kann ich mich teilweise anschließen, denn die rechtlichen Grundlagen scheinen ja z.Z. auch klar gegen die Bedenkenträger und für Googel zu sprechen, in Zukunft könnte der Gesetzgeber da aber einen Riegel vorschieben, weil es vermutlich beim Wahlvolk in der Mehrheit gut ankommen würde.
Das ist die eine Seite, allerdings ist es IMO nicht richtig die Gegner mit „Hauptsache dagegen“ zu deklassieren, nur weil BLÖD gegen etwas „schreibt“ muss das ja nicht automatisch falsch sein. Man sollte die Meinung der Menschen die ein ungutes Gefühl bei dieser Art von Datenerfassung haben schon ernst nehmen! Kritisieren kann man daran aber, dass dieses Thema künstlich aufgeblasen und dadurch andere Bereiche die dringend Datenschutz benötigen (Beispiele) verdeckt, und evtl. auch verdecken soll.
Insgesamt würde mich brennend interessieren wie das Internet (mit Google&Co) die Wahrnehmung und das Handeln der Menschen verändert, und ob diese Veränderungen eher eine freiheitliche Entwicklung der Gesellschaft oder das Gegenteil fördern? Evtl. haben die Gegner von Street View ja auch „nur“ eine diffuse Angst die in die Richtung „Die wissen alles und ich weiß fast nichts, und was passiert mit meinen de facto nicht löschbaren Daten wenn diese in die falschen Hände gelangen, bzw. sich womöglich die Demokratie verabschiedet?“.
Zumindest die Asymmetrie des „Wissens“ und damit wohl auch der Macht, ist meiner Meinung nach gegeben und nicht irrational!
Randbemerkung: Sehr interessant und visionär (für damalige Verhältnisse) ist der 1975(!) erschienene Roman „The Shockwave Rider“ von John Brunner. Der „Held“ beseitigt diese Asymmetrie, in dem er einen Wurm(!!!) programmiert, der alle Daten im Netz allen Menschen zugänglich macht.
die zweite Nachfrage, weil die erste für mich unauffindbar ist.
Vorweg: Ich möchte auf keinen Fall eine Diskussion über eine Moderation von Beiträgen, ich denke der Betreiber eines Blogs kann sich das vorbehalten um die Qualität zu sichern!
Weil ich aber ein ganz klein wenig meiner Lebenszeit in meine Beiträge investiere, möchte ich schon wissen wie die Spielregeln sind wenn obige Meldung erscheint, um mich ggf. nach diesen richten zu können.
Des weiteren wäre es anständig, falls man einen Beitrag löscht (wie meine erste Anfrage zum Thema) zumindest einen Rumpf mit dem Hinweis „vom Blogwart einkassiert ;)“ oder so stehen zu lassen.
Vielen Dank
Nachtrag: Erste Anfrage ist wieder da :-)
Die Jeanne dÀrc der informationellen Selbstbestimmung fürchtet die Konkurrenz, weil alle bayrischen Alm- und DAV-Hütten bereits ausführlich im Internet besichtigt werden können.
Beispiele:
http://www.mittenwald-aktiv.de/Huettentouren/Dammkarhuette/dammkarhuette.html
http://www.mtb-mittenwald.de/hike/bergtour-mittenwalder-huette.asp
http://www.dav-huettensuche.de/?pagedef=details&huetten_id=216464
http://de.wikipedia.org/wiki/Meilerh%C3%BCtte
Sie weiß wahrscheinlich auch, dass diese Orte nur mit einem GSV-SUV oder von einem Hubschrauber aus gefilmt werden könnten und Google daran kein Interesse haben dürfte..
Ich schätze mal, so wie das mit den Widersprüchen gehandhabt wird, können wir Steet View in Deutschland vermutlich vergessen.
Ich wohne z. B. in Köln in ner schönen Wohnanlage mit locker 20 Wohnungen. Wenn nur einer (1!) Widerspruch einlegt, wird das ganze Haus verpixelt. Ich schätze mal, das wird dann bei vielen Häusern so sein.
In der Hausverwaltung bei der ich arbeite hat die (senior-)Chefin dieses Jahr überall auf den Eigentümerversammlungen über Street View abstimmen lassen. Den meisten Leuten war das egal. Aber wenn nur ein so nen Bauer, der gar kein Internet hat, sagt “Mit mir nicht! Die sollen mit meinem Haus kein Geld verdienen.” dann wurde der Widerspruch beschlossen. …
Dazu kommt die Sorge der Hausverwalter (gleichzeitig Wohnungs-Makler), Street View könnte denen irgendwann das Makler-Geschäft kaputt machen. Diese Sorge ist vielleicht sogar berechtigt, das kann aber m. E. genau so gut nach hinten los gehen.
Die Sorge finde ich unbegründet.
Klar sind Makler in erster Linie Informationshändler, die man anfragt, um gute Wohnungen auf die eigenen Bedürfnisse zugeschnitten zu finden, die man sonst einfach nicht kennen würde.
Aber im Endeffekt ist vor allem die Ansicht und der Zustand von Innen ausschlaggebend, ob, ich die Wohnung will oder nicht. Und das zeigt GSV ja nicht.
Auch ich sehe keinen Nutzen an GSV. Was habe ich davon, virtuell durch die Städte zu ziehen? Wenn dann reise ich dorthin. Oder wird GSV später nur noch von der verarmten Gesellschaftsschicht genutzt, die sich echte Reisen nicht leisten können? Aber kann man damit Geld verdienen? Ich komm einfach nicht dahinter. Aber OK, damals hätte auch niemand gedacht, dass man in einem Telefon eine Kamera braucht.
Verpixelung: Es ist zwar richtig, dass Gesichter und Nummernschilder etc. verpixelt werden sollen. Aber die Rohdaten liegen trotzdem noch irgendwo und werden nicht unwiderruflich gelöscht. Ausserdem: Wenn es einen Algorithmus gibt der Gesichter verpixelt, dann lässt sich dies auch wieder zurückrechnen.
Disziplinierungsgesellschaft: Ich empfehle das Buch Überwachen und Strafen von Michel Foucault. ISBN-10: 3518387715. Danach sollte jedem klar sein, was Massnahmen wie Vorratsdatenspeicherung, Überwachungskameras oder auch GSV in uns bewirken.
Was mich sonst noch stört: Firmen bekommen die Kundendaten KOSTENLOS und verdienen damit Geld. (Erinnert mich an die Goldgräberstimmung in den US of A)
Ich selbst habe keine einzige Kundenkarte. Ich störe mich nicht daran, dass die Geschäfte meine Daten wollen. Ich störe mich daran, dass sie diese nur für eine Einverständniserklärung bekommen sollen (und gefühlte 0,0005% Rabatt). Sorry, aber das ist es mir nicht Wert!
Die Firmen haben schon lange erkannt, dass Information das Geschäft der Zukunft ist. Wer weiss, was abgeht, hat die Nase vorn. War zwar schon immer so, aber heute ist es eben nur zu einfach.
Das ist ein berechtigter Einwand – aber es wäre sicherlich möglich, Google dazu zu verpflichten, die Originale nach der Verpixelung durch die modifizierten Bilder zu überschreiben. Damit wäre das Problem gelöst, falls es aus Kostengründen nicht schon sowieso so gehandhabt wird.
Nein, das ist nicht richtig.
Vorab (!) Urlaub planen, Hotelumgebung auskundschaften, Entfernung zum Strand nachgucken, Wohnung suchen, Werbung fürs eigene Geschäft/Hotel/Stadt machen, Eltern neue Wohnung zeigen, usw.
Die sollen auch unwiderbringlich gelöscht werden. Aber jetzt mal im Ernst, was weiß ich, wie oft ich schon von Touristen auf der Straße geknippst oder gefilmt wurde. Diese Daten liegen auch noch irgendwo.
Das ist doch Quatsch. Verpixelt ist verpixelt. Da lässt sich gar nix zurückrechnen. Die Daten sind verloren. Was willste da zurückrechnen?
Ich meine mich an einen Fall zu erinnern, wo die Polizei ein verpixeltes Gesicht rekonstruiert hat. Da ging es um diesen Kinderschänder den sie aufgrund der “Gesicht-OP” aufspüren konnten. Dieser Mann war letztes Jahr eines der Hauptthemen.
Ja, ich weiß. Hatte ich eben auch im Sinn.
Das lag aber nur daran, weil der sich nicht verpixelt, sondern nen Filter verwendet hat, der das Gesicht “verstrudelt”. Das hier. Beim verpixeln, verwischen oder unscharf machen, sind die Daten weg.
(Aber im Fall der Fälle immer dran denken, dass JPG im Header ein Mini-Vorschaubild speichert, das nicht verändert/verpixelt wird.^^)
Aaaaaaaaha! OK, da ist mein Einwand natürlich nicht korrekt gewesen.
http://maps.google.de/intl/de/help/maps/streetview/using-street-view.html
Nur ein paar Nutzungsszenarien.
MICH persönlich reisst das jetzt nicht vom Hocker. Natürlich gibt es Menschen, die damit was anfangen können.
Ich hatte mir auch mal Google Earth installiert vor zwei Jahren. Das Programm liegt jetzt – trotz Flugsimulator – seit etwas weniger als 2 Jahren ungenutzt auf dem Rechner.
Die von Google angeführten Anwendungsmöglichkeiten wirken mir teils etwas an den Haaren herbeigezogen. Gerade die Möglichkeit der Werbung für Unternehmen halte ich für realitätsfern. Berufsbedingt kenne einige Kleinunternehmer, die sich mit Googles Adwords abkämpfen und trotzdem immer noch da stehen wo sie vorher waren…. In meinen Augen wird das etwas überbewertet.
Google Earth hat bei mir ein ähnliches Schicksal erlitten: Einmal installiert, angeschaut und nie wieder angefasst.
Aber: Dieselbe Kartenbasis nutze ich nahezu täglich auf Google Maps. Ebenso komme ich damit in den Genuss der kostenfreien Google Navigationssoftware auf meinem Android-Handy. Und diese Navigation kann dann in Zukunft durch Streetview-Bilder angereichert werden. Das sehe ich, z.B. an unübersichtlichen Kreuzungen, schon als Vorteil.
Weiterhin empfinde ich die Nutzung von Streetview bei der Wohnungssuche von großem Vorteil.
Und zB daran:
…hatte ich nichtmal gedacht. Streetview hilft Rettungskräften, sich zu orientieren und dadurch ggf. dabei, Menschenleben zu retten.
All das zu dem kleinen Preis, das meine Hausfassade im Internet zu sehen ist. So sehr ich mich auch anstrenge, mir fällt kein Szenario ein, in dem das wirklich schwerwiegend negativ auf mich zurückschlagen könnte.
Das schlimmste Szenario was mir einfällt, ist das Kollegen darüber lästern, wie schlimm meine Wohngegend aussieht (und das auch nur, wenn ich ihnen meine Adresse gebe). Aber das könnten sie auch, wenn sie mal zufällig durch die Gegend laufen/fahren oder sich dort ohnehin, aus welchen Gründen auch immer, auskennen.
Das freut mich für Dich, ich habe leider nicht so viel Geld und gestehe, dass ich Spaß an Google Earth und Google Street View habe. Natürlich könnte ich mich auch in den Privatjet setzen und mir das alles in natura anschauen. Aber leider haben die bösen Onkels von der Bank wohl meinen ungemähten Rasen gesehen und wollen mir keinen Millionenkredit geben.
Das ist richtig, aber m.E. auch nicht problematisch.
Viel Spaß beim Ausprobieren ;-)
Umsonst ja, kostenlos nein. Firmen bieten dafür eine Gegenleistung. Frag Dich doch mal, warum Dienste á la Google-Mail, Twitter, Facebook etc. pp. umsonst sind? Diese Unternehmen sind keine Kommunisten und auch keine Altruisten, sonden börsennotierte Konzerne. Die einfachste Waffe, die man als Nutzer hat, ist es, diese Dienste nicht zu nutzen, wenn man Probleme mit diesen Geschäftsmodellen hat.
Dito
Der deutsche Tourismus-Verband war zu diesem Thema bisher recht still. Oder habe ich es einfach überhört?
Das ich nicht dazu in der Lage bin, sollte auch Dir klar sein. Auch, dass ich mich damit nicht meinte.
Die Gegenleistung besteht hier darin, dass ich z.B. den ganzen Tag auf der Farmville ernten darf. Prima. Im Gegenzug erstellen diese Firmen ein Profil von mir und anderen Usern. Diese Profile dienen dazu ihr Unternehmen effizienter zu gestalten bzw. die Produkte besser auf die Kundschaften auszurichten. Also für den zu erwartenden Umsatzzuwachs hätte ich schon gerne eine bessere Umsatzbeteiligung….
Es steht Dir frei, diese Dienste auch nicht zu nutzen, wenn Du Dich übervorteilt fühlst. Klingt jetzt platt, ist aber so ;-)
Deswegen nutze ich sie ja auch nicht. Man muss ja auch nicht Trend mitmachen… :)
Und was ist daran jetzt schlecht? Die Unternehmen gewinnen, weil sie mit einem besseren Service mehr Kunden und mehr Kundenbindung erreichen. Und die Kunden bekommen einen Service, der ihren Bedürfnissen entspricht. Für mich klingt das nach win-win-situation…
Nenn mir ein Beispiel wo das funktioniert. War es schon immer ein Bedürfnis der Menschen, ein iPad auf dem Wohnzimmertisch liegen zu haben? Oder nehmen wir meinen Email Account. Um diesen weiterhin kostenlos nutzen zu können, musste ich auf einmal persönliche Angaben machen. Ich gab u.a. an, dass ich eine Lebenspartnerin habe. Und trotzdem ist mein Logout-Fenster voll mit Partnervermittlungen. Irre oder?
Beispiele:
- Google-Suche (Passende Werbung, Autovervollständigung)
- Amazons “Kunden die dieses gekauft haben, haben auch jenes gekauft”-Empfehlungssystem
- Last.fm
- Google Reader (Empfehlungen von anderen Feeds anhand der abonnierten Feeds)
Sowie unzählige Webseiten und Softwaren, die anhand von bekannten Verhaltensmustern stetig ihre Usability optimieren. Ja, dazu gehört auch das iPhone (auch wenn ich persönlich nichts damit anfangen kann).
Vielleicht hab ich da auch einen etwas anderen Blick drauf, weil ich in der Softwareentwicklung arbeite. Es geht mitnichten darum, Leute auszuspähen und private Daten zu sammeln. Es geht darum den Nutzern ein optimales Nutzungserlebnis zu bieten. Und das kann man nur, wenn man weiss, wie die Nutzer die eigenen Produkte verwenden.
Dein Beispiel mit der Email kann ich nicht beurteilen, da ich weder weiss um welchen Anbieter es sich handelt, noch welchen Mechanismus für Werbung die benutzen oder warum die das abgefragt haben.
Andererseits: Das Du dort noch Werbung für Partnervermittlungen angezeigt bekommst zeigt doch vor allem eins: Dass Deine Daten eben gerade NICHT für Werbeschaltung genutzt werden sondern höchstwahrscheinlich auf dem Server ohne viel Sinn und Zweck vor sich hinschlummern. Dass Deine Daten eben NICHT von Unternehmen zusammengeführt und verknüpft werden.
Ich sehe das eher pragmatisch:
Wenn ich nicht will, dass bestimmte Informationen über mich und/oder deren Verknüpfungen miteinander der Öffentlichkeit allgemein zugänglich gemacht werden, verhindere ich es, sofern ich es beeinflussen kann. Meine Gründe dafür sind dabei meine persönliche Angelegenheit und es ist für mich weniger der Datenschutz als mein Grundrecht auf freie Selbstbestimmung und Entfaltung der Persönlichkeit maßgebend.
Im Fall von Payback, Facebook und Co. habe ich es einfach; deren Datenerhebungen basieren auf meinen freiwilligen Angaben (bzw. wird mein Einverständnis zur Datenauswertung vorher ausdrücklich eingeholt) und ich müsste überdies selbst aktiv werden, um diese Dienste nutzen.
Bei GSV ist das umgekehrt, hier wird mein Einverständnis vorausgesetzt und ich muss aktiv widersprechen, wenn ich nicht einverstanden bin. Mir darf schließlich auch niemand ein kostenpflichtiges Zeitungsabo andrehen, das ich nur verhindern kann, in dem ich diesem ausdrücklich widerspreche.
Klar wäre es für Google ein Riesenaufwand, sich vor der Fotoaktion von jedem Hausbesitzer/Mieter das Einverständnis für die Veröffentlichung zu holen, aber rechtfertigt das automatisch die Umkehrung des Verfahrens? Mit ähnlicher Argumentation kann man auch den Wunsch nach Volksentscheiden (oder gleich nach freien Wahlen) abblocken.
Ich lasse jedem seine ganz persönlichen Gründe für seinen ganz persönlichen Datenschutz, auch wenn er zu GSV nein und zu Payback ja sagt. Google wird damit leben können und ich erst recht.
Die gesetzliche Panoramafreiheit rechtfertigt das.
Eigentlich müsste Google noch nicht mal Gesichter und Kennzeichen verpixeln.
Das macht sonst ja auch kaum jemand, z. B. Zeitungen, etc..
@Sukram71
Dort steht jedoch:
“Die Aufnahme muss von einem öffentlichen Weg, einer Straße oder einem Platz aus gemacht werden. …
Der Aufnahmestandpunkt muss zudem allgemein ohne Hilfsmittel zugänglich sein. Eine Leiter – auch wenn sie nicht dazu dienen sollte, über ein Hindernis hinwegzublicken – ist demnach genauso wenig zulässig wie ein Hubschrauber. ”
Aber die Google-Autos mit ihrer Stativkamera sind ein Hilfsmittel.
Ein Stativ ist in diesem Sinne aber kein Hilfsmittel. GSV photographiert zwar aus 2,50 Meter Höhe, aber das schaffe ich als 1,80 Meter großer Mensch auch, wenn ich mich auf die Zehenspitzen stelle und den Arm mit der Kamera auf biologische Art und Weise ausfahre ;-)
Außerdem sollen damit Paparazzi abgehalten werden, Prominente mit Hilfsmitteln in ihren privaten Gärten gezielt zu fotografieren, was ja auch sinnvoll ist.
Wenn Google aber 1 mal in 10 Jahren Straßenansichten aufnimmt, dann sind Leute die gerade im Garten rumlaufen ja nur Beiwerk und werden obendrein auch noch unkenntlich gemacht. Und auf Wunsch sogar ganz ausgeblendet.
Vom Reisebus aus Fotos zu schießen, ist ja auch nicht verboten.
Als Paparazzi nen Reisebuss zu mieten und von dort aus gezielt Promis auf ner privaten Pool-Party zu fotografieren, aber vermutlich schon.
Ein Foto zu machen und ein Foto zu veröffentlichen ist ein grosser Unterschied.
Soweit ich weiss ist es in Deutschland notwendig die Erlaubnis des Hausbesitzers einzuholen, wenn man ein Bild seines Hauses veröffentlichen will.
Genauso, wie ich in Deutschland zwar Bilder von Personen im öffentlichen Raum machen darf, diese aber im Allgemeinen nur mit der Einwilligung des Aufgenommenen auch veröffentlichen darf (Ausgenommen sind hier z.B. Mitglieder einer Menschenmenge, oder Touristen vor Sehenswürdigkeiten). Das ist z.B. in den USA anders, ein Lebenswerk wie das von H.C. Bresson wäre bei uns in dieser Form wohl nur schwer möglich gewesen.
Ob das nun sinnvoll ist oder nicht, mag ja erstmal dahingestellt sein, aber zunächst einmal hat in Deutschland jeder ein Recht am eigenen Bild und soweit ich weiss auch am Bild des eigenen Hauses.
Ich finde es schon bedenklich, wenn ein Recht einfach mal so ausser Kraft gesetzt wird mit dem Hinweis darauf, man könne ja nachgelagert Widerspruch einlegen.
Wenn dem so wäre, hätten deutsche Abmahnanwälte wohl auf ewige Zeiten ausgesorgt. Wenn ich mir bei Flickr beispielsweise dieses Photo anschaue, das in der unmittelbaren Nachbarschaft von mir geschossen wurde, so kann ich 100% davon ausgehen, dass der Besitzer des Hauses keine Genehmigung für das Bild erteilt hat. Das Bild steht unter Copyright, ist also als gewerblich einzustufen. Was nun? Das ist ja kein Einzelfall, sondern die Regel. Ich könnte Dir – wenn ich Lust und Zeit dazu hätte – sicher 1.000 Photos im Netz raussuchen, die alleine in der Stadt Goslar aufgenommen wurden und ohne Genehmigung der Hausbesitzer im Netz stehen. Ist das nun die normative Kraft des Faktischen, legal oder illegal?
Und Straßenphotos á la GSV zählen m.W. zur Menschenmenge.
Wo kein Kläger, da kein Richter. Ist für Abmahnanwälte wohl eher uninteressant, da man nach Objekten auf Fotos noch nicht so leicht automatisch Suchen kann wie nach Texten oder konkreten Dateien. Für Abmahnanwälte zählt die Masse, und die automatisierte Suche nach ‘Abmahnbarem’, sonst lohnt es sich nicht.
Es ist jetzt nicht so das ich diese Doppelmoral einiger Politclowns befürworte, denn sicherlich gibt es wichtigere Bereiche um über den Umgang mit persönlichen Daten zu diskutieren. Das ist vielmehr eine Art Spaltkeil in den Reihen derjenigen, die allgemein für einen sensibleren Umgang mit vertraulichen Daten plädieren.
Lasst Euch nicht veräppeln, Streetview ist nicht die Einführung der totalen Überwachung, aber fangt jetzt im ‘Datenschutzsensiblen Mileu’ keine Grabenkämpfe an und denkt nicht das alle, die aus welchen Gründen auch immer von ihrem Recht am Bild des eigenen Hauses gebrauch machen wollen alle komplett paranoide Verschwörungsfanatiker sind.
Da sich aber auf fast jedem Foto im Hintergrund “ein Objekt” befindet, müsste man nicht lange suchen. ^^
Straßenkartendaten sind z. B. urheberrechtlich geschützt und Abmahnanwälte verdienen sich ne goldene Nase daran, kleine Leute/Selbständige abzumahnen, die mal nen Stadtplan einscannen, um den Weg zu beschreiben.
Nein, das hat damit nichts zu tun, sondern ist vollkommen legal
Mh, da scheine ich bezüglich der Rechte am Bild des eigenen Hauses nicht richtig informiert gewesen zu sein…
Ich bin zuversichtlich, dass jeder Außerirdische, der unsere Satellitenkommunikation abhört, entweder direkt wieder in seine Heimatgalaxie umkehrt, weil er mit den Irren da unten nichts zu tun haben will, oder aber noch ein paar Jahre wartet, bis die Menschheit sich ohnehin selber zerstört hat.
@ Monsieur Berger,
Ich genieße ihn sehr Ihren Blog Herr Berger, viel habe ich hier gelernt und mir gefällt Ihre genaue Recherche und Vorsicht. Wenn mir eines nicht gefällt, dann sind es Ihre sporadischen und immer wiederkehrenden Versuche politische Positionen zu psychologisieren. Sei es beim Streit um Rauchergesetze oder eben auch bei Google Street View. Es würde mich freuen wenn sie im Argumentativen verharren würden, anstelle einer Benutzung der Normalisierungskeule, die die sachliche Argumentation stets umgeht und politische Positionen als „krank“ disqualifiziert. Sie werden dann wohl auch zugeben müssen, dass Schundbegriffe wie „German Angst“ stets für allerlei Unsinn und Rattenfängerei missbraucht werden und auch Ihre eigene Rationalität und Argumentation von solchen Begriffen gefährdet wird.
Mag sein, dass Ihnen die Position lächerlich und unbegründet erscheint und dennoch hat ein Misstrauen gegenüber dem Konzern wohl doch seine politische Berechtigung. Die expansive Logik von Technologie erschließt und durchdringt immer neue Räume und macht jeden aus weiter Entfernung zugänglich und berechenbar. Und das GSV eine neue panoptizistische Dimension darstellt werden sie wohl auch zugeben müssen. Nein, eine Ablehnung von GSV erscheint durchaus auf lange Sicht rational. Er ist gleichsam Präzedenzfall, der andeutet mit welchen einfachen Mitteln der politische Wille der Bevölkerung umgangen und mit impotenten Zusatzgesetzen relativiert werden kann. Wie überdeutlich wird hier wieder einmal, dass grundsätzliche politische Positionen in der globalisierten Welt unmöglich werden.
Ich denke eher, dass wir endlich öffentlich eine Diskussion führen müssen, wie wir ganz allgemein neue Technologien gesellschaftlich und rechtlich handhaben wollen. Natürlich werden wir vom technologischen Wandel überrant – sei es das Internet, sei es die Genforschung oder auch ganz allgemein die Informationstechnologie. Wenn wir nicht die Eingeborenen werden wollen, die mit Speeren die “Seelendiebe” wegjagen, müssen wir zunächst einmal aufklären. Das sehe ich aber hinten und vorne nicht. Natürlich ist das ein Problem. Das ist aber m.E. eher ein allgemein gefasstes Problem und GSV eignet sich denkbar ungeeignet dazu, hier als Diskussionsgrundlage verwendet zu werden.
Dem kann ich nur Zustimmen. Sobald man sich mit einem Thema auseinandersetzen möchte, ist dieses fast schon wieder veraltet. Ich arbeite in der UE Branche (ja, ich habe gerade Persönliches preisgegeben) und wie da Kunden bezgl. technische Begriffe und Vorgänge anstehen, offenbart in welch rasanter Geschwindigkeit wir uns bewegen. Da gibt es halt immer noch Menschen die nicht in der Lage sind z.B. ein AV Kabel richtig anzuschließen oder ein Firmware Update auf Ihr Gerät aufzuspielen.
Da stellt sich mir schon die Frage, ob wir das alles so verkraften werden oder ob sich die Menschheit da nicht irgendwann verrennt.
Eigentlich wird die Diskussion ja schon geführt wenn es um das Thema lebenslanges Lernen geht. Da ist es eben auf die Berufsplanung bezogen und die ständige Flexibilität der man sich ausgesetzt sieht. Es ist aber auch die Informationskompetenz die sich jeder aneignen soll. Schon lange aufgegriffen von Douglas Adams (wir haben doch gesagt das die Erde gesprengt werden soll)
Die abgefahrensten Gedanken dazu sind für mich die der technologischen Singularität.
Dann gehen nämlich nicht mehr wir mit der Technik um, sondern die Technik mit sich selbst. Bzw. nur noch die Menschen mit der speziellen technischne Ausrüstung können der Entwicklung überhaupt folgen. Also halbe Cyborgs. Da gabs hier mal nen Link der sagte das der RCDS gegen Cyborgs ist :-)
wobei, wenn Cyborgs Chancenungleichheit bedeuten dann ist das ja nett wenn der RCDS dagegen ist. Oder heißt es jetzt Cyborgs für alle…
Ja, das sehe ich ganz genauso.
Mit den ersten Sätzen bzgl. der “Psychologisierung” gebe ich dem Vorposter aber ausdrücklich recht, das ist mir in letzter Zeit auch mehrmals sauer aufgestoßen. Solche Stilmittel hast du aus meiner Sicht keinesfalls nötig (oder erhöhen sich die Besucherzahlen dadurch so stark?) und schaffen nur unnötige Angriffsflächen.
Der Artikel an sich ist IMO völlig berechtigt. Die Leute regen sich über den harmlosen Nadelstich GSV auf (wobei hier der Nutzen für die Allgemeinheit den Schaden des Einzelnen auch noch recht deutlich überwiegt), aber bleiben ruhig, während ihnen mit VDS u.ä. die Hand abgehackt wird. Die Reaktionen sind in keinster Weise verhältnismäßig. Ich kann nur hoffen, dass sich als einziges positives Ergebnis dieses Hypes eine erhöhte Sensibilisierung möglichst vieler Leute bzgl. Datenschutzaspekten ergibt.
Kaum zu glauben: Wenn im offiziellen Auftrag Daten gesammelt werden sollen, überschlägt sich die gesamte Blogosphäre, geifernd vor Empörung über die Politiker und unseren Datenkrakenstaat. Aber wenn das Gleiche durch ein dediziert kommerzielles Unternehmen gemacht wird, auch dann noch von “be not evil” Google, ist man gerne bereit nicht nur auf die eigene Privatsphäre, sondern auch auf die anderer Leute zu verzichten. Die Argumente “wird sowieso schon gemacht”, “Paypal” und “Dagegen” sind unerheblich: Der Fall GSV dient auch als Exempel, an dem endlich einmal ein öffentlicher Diskurs zum Thema Datensammelei durch Unternehmen stattfindet. Das den Digital Natives das nicht gefällt und sie darauf mit kindischem Geplärre reagieren ist bezeichnend. Das sie versuchen die Gegner von GSV zu diskreditieren ist dagegen ein echtes Armutszeugnis. Anscheinend tragen die eigenen Argumente wohl doch nicht so weit wie gedacht.
@Spiegelfechter
Insofern frage ich mich, lieber Spiegelfechter, wie Du auf der einen Seite gegen Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung und Onlinedurchsuchung sein kannst, auf der anderen Seite genau solche Bestrebungen in der Privatwirtschaft befürwortest.
Nein, das ist nicht richtig. Wenn die Privatwirtschaft Internetsperren, Vorratsdatenspeicherung oder Onlinedurchsuchungen planen würde, so wäre dies noch(!) problematischer, als wenn dies der Staat tut. Es gibt aber einen großen qualitativen Unterschied zwischen diesen Dingen, die ich rundherum ablehne, und GSV. Es ist niemanden damit geholfen, alle Sachen, die irgendetwas mit Internet und Datenschutz zu tun haben, in einen Topf zu werfen. Im Gegenteil! Das nutzt nur den Befürwortern von Sperren, Vorratsdatenspeicherung etc. pp., da es für diese Dinge kaum gute Argumente gibt, für GSV allerdings schon. Wenn man alles in einen Topf wirft, geht man das Risiko ein, dass unbedarfte Naturen die guten Argumente gegen die GSV-Kritiker auch als Argumente gegen andere – wesentlich sensiblere – Datenschutzthemen auffassen.
Vielleicht sollten wir alle doch etwas mehr Phantasie walten lassen und nicht ausschließlich nur daran glauben, was wir anfassen können. ;-)
Ich gebe ja zu, dass ich eigentlich auch eher so “gestrickt” bin. Aber alle Gedanken abzulehnen, weil wir sie uns selbst (noch) nicht erklären können? Ich habe ein Beispiel, welches mich erschreckt, ja erschüttert hat. Und mich (noch) stärker zum Nachdenken gebracht hat.
Ich bekam vor einiger Zeit eine Einladung zu facebook. Ich hatte mich dort bewusst nie registriert und habe auch diese Einladung nicht angenommen. Wochen später bekam ich eine Erinnerung an die Einladung mit einem Begleittext, dass ich dort ja eventuell auch Leute finden könne, die ich vielleicht kenne. Dazu wurden mir 4 Personen namentlich aufgeführt. Alle 4 kenne ich!
Diese 4 Leute entstammen aber unterschiedlichen Phasen meines Lebens, unterschiedlichen Lebenssituationen und haben miteinander nicht das Geringste zu tun. Ich würde soweit gehen, zu behaupten, dass keiner der Vier einen der Anderen kennt. Sie wohnen räumlich weit getrennt, bis auf eine Ausnahme, der Kontakt ist teilweise eingeschlafen, Namen wurden in der Zwischenzeit durch Heirat geändert (ohne dass ich dies überhaupt wusste).
Wie kann es sein, dass facebook “rein zufällig” eine hundertprozentige Trefferquote landet? Woher haben die diese Informationen? Ein öffentlich nachvollziehbarer Kontakt (im Netz) fand nur bei zwei dieser Personen überhaupt statt, allerdings auf völlig anderen Ebenen.
Werden etwa meine E-Mails bzgl. der Sender und Empfänger durchsucht (und gespeichert) oder gar noch die Inhalte gelesen und analysiert? Das wäre die einzige, mir plausible, Erklärung dafür, wie facebook zu diesen Informationen kommen könnte.
Wenn dies so wäre, wie weit ist die Überwachung schon gediegen? Ist es dann nicht blauäugig, alles als Verschwörungstheorie und Hirngespinst abtun zu wollen, was wir uns selbst in unseren kühnsten, eigentlich schrecklichsten, Phantasien nicht vorstellen können?
Dass hierbei GSV eher sogar noch den harmloseren “Dienst” darstellt, da gehe ich mit Jens konform. Und dass das aktuelle Säbelrasseln der Politiker nur der übliche Klamauk ist, um sich selbst als die großen Datenschützer zu generieren, ist unbestritten. Mich erschüttert vielmehr, was inzwischen, über die bekannten Dinge hinaus, alles nicht nur möglich ist, sondern offensichtlich auch schon gemacht wird, ohne dass wir es überhaupt wissen. Irgendwie lande ich immer wieder bei Orwell, tut mir leid. Big Brother Is Watching You. Anytime And Everywhere.
Zum Thema Facebook kann ich Dir als “Neu-Facebook-Nutzer” vielleicht weiterhelfen. Wenn ich mich z.B. bei Facebook registiere, bietet der Dienst mir an, meinen E-Mail-Account nach E-Mail-Adressen zu durchsuchen, um herauszufinden, ob meine Kontakte auch bei Facebook sind, so dass ich sie gleich zu meinen Facebook-Freunden machen kann. Selbstverständlich lasse ich Facebook das nicht durchgehen, aber viele andere machen das. Wenn ich es allerdings gestatten würde, hätten die auch Deine Adresse – wir haben ja mal gemailt. Schon weiß Facebook Lutz Hausstein “kennt” Jens Berger. Wenn Facebook sieht, dass ich Adressen in meinem E-Mail-Adressbuch habe, die nicht bei Facebook sind, bietet der Dienst auch gleich an, diese Leute “einzuladen”. Die Einladung ging also wahrscheinlich von jemanden aus, der Dich kannte. Über diese Beziehungsnetze schlägt Facebook dann immer wieder neue “Bekannte” vor, die man i.d.T. zu mehr 50% kennt. Das ist natürlich mehr als bedenklich und ich nutze diesen Dienst daher auch passiv und gestatte Facebook keinen Zugriff auf meine Daten. Ich hoffe, ich konnte das Mysterium ein wenig aufklären ;-)
Okay, Erklärung angekommen und sogar verstanden. :-)
Aber, ehrlich gesagt, finde ich diese Praktiken mehr als skandalös. Der “normale” Nutzer denkt sich sicherlich dabei überhaupt nichts, hält es wohl gar noch für eine nette “Service”-Leistung. Dabei ist es doch eigentlich das ganze Gegenteil. Und vor allem: Der Gegenpart, der darüber “eingeladen” wird und dessen persönliches Lebensumfeld damit augekundschaftet wird, kann nicht das Geringste dagegen tun.
Das habe ich mir auch gedacht. Das ist wie die ungefragte Weitergabe einer Telefonnummer, die man nicht öffentlich zeigen möchte (z.B. Telefonbuch).
Und wenn schon…versuch’s mal mit .host
…
There's no place like 127.0.0.1Interessante Sache, kannte ich noch gar nicht. Gleich mal editiert. Wenn ich jetzt hier keine Artikel mehr veröffentlichen kann, bist DU Schuld ;-)
Interessante Sache? …nee, alter Hut!
Boaaah, wat ne
paranoidefaule Ausrede…der Herr macht sich wohl Sorgen sein bordeaulaiser Barriques
könnte austrocknen.
Mein Tip → eigener Weinberg mit WLan und die intensiven Aromen von süssen Amarenenkirschen, Grenadine – pardon
Artikel werden Dir nie ausgehen! ♫
Herr wirf Hirn vom Himmel… nur wie kann er jemals die Richtigen treffen,
die sind ja alle reichlich verpixelt! ๏̯͡๏
*prrruuuust*
Danke für den Link! ;-)
Ah wie kann man besser gegen eine Veröffentlichung seines Hauses im Internet protestieren, als sich vor seinem Haus (schmaler Fußweg?!) fotografieren zu lassen und mit vollem Namen in einem Internet Artikel abdrucken zu lassen. Ein Zitat nach dem Motto
“Das ist doch absurd, da werden Daten einfach so veröffentlicht, das hätte der Staat verhindern müssen.”
rundet dann das Bild ab.
http://www.rp-online.de/duesseldorf/duesseldorf-stadt/nachrichten/Buergerprotest-gegen-Google_aid_892897.html
Na Sowas war schneller. Verdammt!
ist aber so herrlich, dass man es auch 2x posten kann ;-)
Aufhören! Ich kann nicht mehr … :-)
Wenn ich nicht selbst einer wäre, würde ich sagen: “Deutsche …”
(Gacker)
Danke für diesen Artikel! Endlich mal wieder ein treffender Kommentar zum Thema.
Dass sich sommerlochgeplagte “Leitmedien” und kompetenzbefreite Politkasperl in Rage reden war ja zu erwarten – was mich wirklich erschreckt hat, ist die Tatsache, dass sich auch unsere ach so netzaffine Blogosphäre teilweise diesem Irrsinn angeschlossen hat…
@Dear Mr. spiegelfechter, sympatische Menschen treten neuen Technologien aufgeschlossen gegenüber.
Hier unser preisgünstiges aktuelles Angebot: Sie senden uns die Kundennummer Ihres Providers (oder eine Kundennummer einer Drittperson Ihrer Wahl) per Mail zu. Dazu installieren Sie http://digital-privacy.de/tutorials/gnupg/windows/grundinstallation . Sie erhalten dann per Mail eine Kontoverbindung und überweisen den angegebenen vierstelligen Betrag in US-Dollar. Nach Eingang der Zahlung auf dem angegebenen Konto erhalten Sie einen Datenträger mit allen E-Mails sowie allen Telefonaten der letzten 6 Monate ein- bzw. abgehend von dem angegebenen Anschluß.
Damit Sie bedienerfreundlich die Dateien auf dem Datenträger entschlüsseln, erwerben Sie anschließend noch unser elektronisches Zusatzgerät für einen zusätzlichen dreistelligen Betrag in US-Dollar. Das Zusatzgerät ist nach der ersten Nutzung noch 6 Monate unbeschränkt nutzbar, wenn sie unser 6-month-package (mit gesetzlicher Kündigungsfrist nach international Recht) kostenpflichtig nutzen werden.
Was für eine lächerliche Aufregung. Pah, ganz im Gegenteil, ich werde mich beschweren, wenn meine leicht zu übersehende Nebenstraße hier in Berlin nicht abfotografiert wird… also bitte, wann gibt es denn sone Chance, dass die Welt hier vorbeischauen kann?
Ich kenne Leute, die, wenn in irgendwelchen Zeitschriften auf Fotos in Berichten über irgendwelche deutschen Urlaubsregionen (in meinem Falle Harz – nicht verwandt oder verschwägert mit dem akustisch gleich klingenden Peter) ihr Häuschen zufällig mit im Bild war, vor Freude darüber fast an die Decke gesprungen sind. “Guck mal, unser Haus ist auch mit drauf!” oder ähnliche Jubelarien halt. Dann aber zügig Verwandte, Bekannte und sonstige Leutchen, die das schnellstens erfahren müssen, angerufen, damit diese möglichst heute noch dieses Blättchen unbedingt kaufen sollen. GSV allerdings ist für diese natürlich völlig inakzeptabel. War halt nur ein Beispiel für “Paranoia” aus dem “richtigen” Leben gleich nebenan.
Ich denke trotzdem nicht, dass alles so lächerlich ist. Ein Gesichtspunkt ist mir hier bisher nämlich noch viel zu kurz gekommen. Die Verknüpfung aller möglichen Daten.
Ich mache es mal sehr plastisch. Ich liebe Vergleiche. :-)
Ich bin Chemiker und habe eine größere Anzahl von Ausgangsstoffen. Die meisten völlig ungefährlich, ein paar wenige gering gefährlich. Nun “kippe” ich alle zusammen. Daraus KANN ggf. ein extrem gefährlicher Stoff entstehen.
Konkret. An den verschiedensten Stellen erleben wir (oder hören zumindest), dass die unterschiedlichsten Daten über jeden von uns erhoben und gespeichert werden. Staatliche/kommunale Verwaltungen (Einwohnermeldeamt, Zulassungsbehörde, …), Arbeitgeber, Krankenkassen, Sozialbehörden, Banken, Telefonanbieter, Handynetzbetreiber (ggf. samt Standortbestimmung), Internetanbieter, soziale Netzwerke, öffentliche Foren und-weiß-der-Fuchs-noch. Separat bilden viele davon nur einen äußerst geringen Gefahrenstatus. Je mehr jedoch von diesen zusammengeführt werden, umso umfassender wird das Gefahrenpotential und die Überwachung.
Haben wir alle schon die ganzen Datenskandale vergessen, die nur wenige Monate zurückliegen? Telefonlisten, die in Müllcontainern gelandet sind und dort rausgefischt wurden? Ganze Schränke mit Akten aus öffentlichen Verwaltungen, welche sich versehentlich in der Öffentlichkeit wiederfanden? Arbeitgeber, die ihre Mitarbeiter per Kamera in der Firma überwachen? Firmen, die illegal die Liquidität ihrer Mitarbeiter überprüfen lassen, um sie dann ggf. unter fadenscheinigen Gründen zu entlassen? Und und und …
Wenn man jetzt noch mehrere Quellen zusammenführt, wird es richtig deftig. Dort liegt, meines Erachtens, die Hauptgefahr. Mögen auch einzelne Datensammlungen relativ ungefährlich sein. Ihre Brisanz entwickeln sie aber allerspätestens beim Zusammenführen mit anderen Daten.
Wie oben schon bei meinem “Problem” mit facebook gesehen. Facebook holt sich die (gesammelten) Daten aus dem E-Mail-Account, dummerweise auch noch mit Zustimmung des Users, und legt so das Beziehungsgeflecht eines völlig unbeteiligten Dritten offen. Da wird das zukünftige unbehelligte Techtelmechtel mit der Frau meines besten Freundes immer unwahrscheinlicher. :-) :-)
Du hast durchaus Recht – allerdings sehe ich immer noch nicht, inwiefern Streetview jetzt sensible persönliche Daten beinhaltet, die verknüpft werden können. Um ein Streetview-Bild mit Dir verknüpfen zu können, braucht man in der Datensammlung über Dich überhaupt erst mal Deine Adresse. Und selbst wenn diese vorliegt: welche Aussage über Dich kann man denn anhand der Fassade des Hauses, in dem Du wohnst treffen? Was genau sind denn die Daten, die sich aus diesem (nichtmal aktuellem!) Bild ablesen lassen?
Z.B.: So wie es für die Bonitätsbewertung EIN Kriterium ist, in welcher Gegend ein Mandant wohnt, kann man dies z.B. auch auf potentielle oder aktuelle Arbeitgeber ausweiten. Oder ggf. auch für Selbstständige bezüglich potentieller/aktueller Kunden oder Geschäftspartner. Und schon bekommt die ganz konkrete Wohnsituation (Haus, Umfeld des Hauses), zusätzlich zur Wohngegend allgemein, schon ein gewisses Gewicht. Nur mal so als Beispiel.
sorry, aber mit dem Argument könnte man auch Suchmaschinen verbieten. Schließlich helfen sie Personalchefs auch, Informationen zu bekommen, an die sie in einer datenschutzrechtlich idealen Welt nie kommen dürften.
Hm … Da fällt mir augenblicklich erst einmal kein Gegenargument ein.
Obwohl mir mein Bauch zwar gerade etwas anderes bekundet. Aber vielleicht ist es ja auch nur das “Ich bin satt”-Zeichen. ;-)
Aber im Ernst. Mein Gefühl bedeutet mir, dass man beides nicht gleich bewerten kann. Aber mit meinen Gefühlen werde ich Dich sicherlich nur sehr gering überzeugen können …
Genau dieser Aspekt der Verknüpfung von Daten – auch wenn diese in nicht unbedingt nächster Zukunft liegen mag & egal ob von staatlichen oder privaten Institutionen veranlasst – bereitet mir auch ein mittelschweres Grummeln in der Magengegend, aber keine irrationalen Angstzustände bezüglich GSV & Schlafstörung durch Raketenbesuch im heimischen Bett – btw ein lustig-abstruses andersweitig erwähntes Diskussionsargument die bessere Flugbahnberechnung mittels GSV, wo man doch weiss, dass im Orbit ja ausschliesslich Wetter-Satelliten auf ihrer Umlaufbahn dösig Temperatur & Wolkendichte messend vor sich hin trudeln ;)
Über den von Dir weiter oben erwähnten Vorfall mit Ges(ch)ichtsbuch habe ich kürzlich einen das behandelnden interessanten Beitrag bei Monitor gesehen, der meine (gesunde) Skepsis i.B. auf die Datensammler dieser Tage nur weiter steigert. Wenn man sich nur eine simple Nutzen/Schaden-Analyse vor das geistige Auge führt, erkennt man recht schnell, wer alles von den (zumeist freiwillig preisgegeben) vorhandenen Daten profitiert.
Natürlich tendiert meine Grundeinstellung – wie unschwer zu erkennen – in dieser Sache durch meine Zweifel eher in die Annahme einer negativen Ausschlachtung von Daten sowohl in privatwirtschaftlichen als auch in staatlichen Händen und die noch lückenhaften Datenschutz-Regelungen diesbezüglich sowie die gegenwärtige Unvorstellbarkeit der Möglichkeiten & Folgen einer grossangelegten Datenzusammenführung für den Einzelnen führt dazu, dass ich mich Diensten wie MeinRaum, Zwitsch, RückZahl & nicht zuletzt auch FratzenFoliant schlicht verweigere, wobei ich die (ursprünglichen) Grundideen dieser Angebote nicht per se verteufele. Bei staatlichen Einrichtungen, die übertrieben datengeil sind, ist die Verweigerung ungleich schwerer.
Nicole Simon bringt es im tagesschau-interview imho ganz gut auf den Punkt (Hervorhebung von mir):
http://www.tagesschau.de/inland/google322.html
Die Diskussion um GSV ist nur vorgeschoben und lenkt von einer anderen ab: Netzneutralität
Gar nicht dumm gemacht von google, beide Sachen ziemlich zeitgleich zu starten ..
ou, das ist nen interessantes Thema. so wie ich das verstanden habe, tritt Google aber für eine gerechte Verteilung ohne Mautstrassen ein… Info?
Vor einigen Monaten gab es auf ArteTV einen Film über das „Recycling“ von französischem Atommüll in einer Plutoniumfabrik in Tomsk/Sibirien. Wer sofort nach der Sendung in Google Earth nachschaute, fand die umzäunte Atomanlage in Tomsk und entdeckte darin eine Fläche von mehreren Fußballfeldern Größe, auf denen einige Hundert Behälter von Castor-Behälter-Größe aufgereiht standen. Unter freiem Feld ein riesiges Atom-Zwischenlager? Ich informierte einen Journalisten, wir riefen im Internet die Stelle in Google Earth einige Tage später wieder auf … und siehe da: das „Atommüll-Zwischenlager“ innerhalb der umzäunten Atomanlage war „gepixelt“.
Hmmmm, wechseln wir nun zur Abwechslung ins demokratische Deutschland.
Nehmen wir mal ganz unnaiv an, einschlägige deutsche US-Militär-Stützpunkte wie z.B. die Airbase Ramstein wären auf Google Earth „gepixelt“. Man könnte sich dann naiv fragen, auf welcher Rechtsgrundlage z.B. die Abfertigungsgebäude auf der US-Airbase Ramstein „gepixelt“ sind?
http://maps.google.de/ suche ramstein, airbase
No prob, Deutschland ist gotttseidank ein Land, das genau die Politiker hat, die es verdient.
Die verdienten Politiker stoßen nur zu gern per Medien eine Kampagne an, damit die Masse der Zivilisten damit beruhigt wird, inden Google ihnen großzügig das Recht einräumt, Wohnhäuser per Einspruch zu „pixeln“. Auf deutsch nennen verdiente Politiker das, Akzeptanzschwellen tiefer legen.
Damit den Deutschen nebenbei wieder dämmert, dass sie ihre Politiker auch wirklich verdient haben, trommeln dieselbigen Politiker für ein neues Gesetz, das das „Pixeln“ auf eine „klare Rechtsgrundlage“ stellt. Somit können Militäranlagen auch künftig weiter „gepixelt“ werden, aber jetzt auf einer „klaren Rechtsgrundlage“.
@gs,
… http://maps.google.de/ suche ramstein, airbase
schönes Beispiel.
Es scheint ja so zu sein, dass google-Material nach US-Recht gehandled wird, gleich wo das Material herkommt, wenn es mal zugelassen wurde.
Wer es anders weiss, kläre mich bitte auf.
Bis vor kurzem hätte ich nicht gedacht, dass ich mich mal bei einem Thema beim WSJ besser aufgehoben fühle als beim Spiegelfechter.
http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703309704575413553851854026.html#printMode
Mit etlichen interessanten Links.
keine Angst, liener Groo. Was die bösen Amis können, kannst Du schon lange. Da muss niemand die Rakete in Deinem Vorgarten sehen, wenn Du sie pixeln lässt ;-)
sorry lieber Jens, das war nicht ich. ;)
Ja, wenn die das pixeln, will ich das auch pixeln dürfen. Ob man das jetzt pixeln will oder nicht egal, gut das man es pixeln darf.
Wenn ich ne Rakete im Garten stehen habe werde ich mir dafür aber nen Tarnnetz holen. Ich verlass mich da nicht auf die da oben die für mich pixeln :-)
öhm ja, alter Hut.
Du meinst gs?
Das mag ein alter Hut sein, weist aber auf eine sensible Sache hin:
Grenzüberschreitende Rechtsfragen.
Anderes Beispiel:
Ebay.
http://de.wikipedia.org/wiki/Ebay#Rechtliches
Damit möchte ich nicht einer -mutmasslichen- Chimäre nationaler Souveränität hinterherjagen, sondern nur auf ein Problem aufmerksam machen.
Gegen deutsche Gesetze, Gesundheitskarten etc, was hier angezogen wurde, kann man vorgehen/klagen.
Klage jemand mal gegen google vor einem US-Gericht deutsche Rechtsauffassung ein.
Soooo harmlos ist GSV mit Verknüpfungt mit anderen Daten nicht.
Der Punkt ist kritische Masse.
Dann fliegt uns das Ganze um die Ohren!
Etliche Meinungen hier sind mM reichlich blauäugig.
Ist das nachvollziehbar?
Nein, für mich ist und bleibt das nicht nachvollziehbar. Die Gefahr als solche sehe ich natürlich – aber ich sehe da keinen relevanten Zusammenhang mit GSV. Wer kennt beispielsweise meine Adresse? Google kennt sich nicht, Amazon kennt sie nicht, das Telefonbuch kennt mich nicht, im Impressum steht meine Büroadresse. So viele Möglichkeiten, da etwas zu verknüpfen gibt es nicht. Wer andererseits meine Adresse kennt, kann sich von mir aus auch via GSV anschauen, wie mein Haus irgendwann einmal im April 2009 aussah. Deshalb bekomme ich keinen Herzinfarkt. Verstehe mich nicht falsch. Es gibt 1.000(!) Sachen, die mich auf diesem Themenfeld wirklich stören – auch an Google und seinen Geschäftspraktiken habe ich einiges ausszusetzen. Aber GSV gehört nicht dazu.
Sehr schöner Artikel, danke SF.
Der Erkenntnissprozess bei Wichtel Wichtig in der Gartenstraße 7 läuft zur Zeit vermutlich so:
1)Ich bin so unwichtig – ihr da ohm macht doch eh watt ihr volt.*
2)Die da oben wollen mein Haus fotografieren – ich bin also doch wichtig!
3)ICH BIN SO WICHTIG DASS IHR DA OHM JETZT BITTE MAL MACHT WAS ICH WILL!!**
*Deswegen wählt er schon lange NPD – Denkzettel und so.
**Haus verpixeln.
Und wenn Google so weitermacht – dann kündigt Ilse A. Ihre Mitgliedschaft hier im Club Deutschland.
sehr interessant @ Goldman Sachs!
und natürlich auch klasse humorvoller Artikel vom SF ;)
Hallo!
Mein Haus ist schon bei Street-View seit über einem Jahr abgebildet, nie hatte ich ein schlechtes Gefühl.
Wenn es bei euch in Deutschland so große Bedenken gibt, vielleicht sollte Google den Zugang für IPs aus Deutschland komplett sperren und ein Stoppschild davor hängen?
Der Rest der Welt kann dann auf deutsche Häuser schauen, deutsche Einbrecher sehen dann aber nur ein Stoppschild und die Fehlermeldung.
Damit wäre allen geholfen.
Ciao,
Luca
Neeeeein! Da verliert doch Google das Land mit den meisten StreetView Benutzern von allen Ländern in denen es SV noch nicht gibt. :)
Aber nun ja…das fällt vermutlich wieder in die Kategorie “so isser halt der Deutsche”. Man möcht natürlich gern hinter der Gardine stehen und alles beobachten, aber man selbst will niemals nicht gesehen werden. *seufz*
Komplette Streichung deutscher IPs auf Google Streetview würde ich begrüßen, denn sie dürfen kein Zugriff auf das Bild meines Hauses haben, wir hatten schon 1943 “Besuch” von Deutschen und mit Streetview könnte die nächste Invasion besser geplant werden.
Chapeau, lieber Jens, in weniger als 24 Stunden schon wieder 247 Kommentare zu einem Artikel.
Sehr schöner Artikel, bin ganz Deiner Meinung, auch wenn ich mich schon allein mit diesem Lob der Gefahr aussetze, als hinterwäldlerischer Naivling tituliert zu werden.
Denn wieder sind die ganzen “Informierten” an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, die ganz große Verschwörung aufzudecken. Beim Überfliegen der Kommentare bin ich ja schon auf die CIA, den Hochkapitalismus und natürlich die Juden gestoßen.
Fehlen nur noch die Bilderberger. Ich bin ja ein bisschen enttäuscht, dass die bislang noch gar nicht genannt wurden. ;-)
und dann kommst Du daher,
und kehrst alles zusammen mit Deinem grossen Besen ‘informiert’ untern Teppich.
Google zieht Street View wegen der Proteste in Deutschland zurück.
Kam eben in den Nachrichten. ^^
Ich sehe Datamining im generelen auch sehr kritisch, sei es nun GSV oder andere Dienste, die Daten sammeln.
Im falle Street View: So könnte ein zukünftiger Chef zum Beispiel leicht gucken, wie ein Bewerber wohnt, ganz unkompliziert, ohne vorbeifahren zu müssen. Und sicher die Öffentlichkeit ist öffentlich, aber wer macht sich schon die Arbeit, zum Beispiel 200km zu fahren, nur um sich ein Haus von jemandem anzugucken? Da ist GSV dann eine willkommene Lösung, um ebend schnell mal zu gucken: “Wie wohnt der überhaupt?”
Ausserdem weiss man einfach nicht, was in 20 Jahren ist. Man vertritt heute öffentlich eine Einstellung, die man vielleicht in 20 jahren nicht mehr vertreten würde, weil man sich entwickelt hat, seine Meinung, sich selbst geändert hat. Aber durch das Data – Mining lassen sich dann ebend komplette “Lebens-”Profile erstellen, und man hat evtl. keine Chance mehr, sich zu verteidigen, das das, was man früher gedacht hat, ebend nur Jugendsünden wahren, oder im falle Streetview, das man ebend mal in einer Kommune mit Punkern gelebt hat, das ist aber 20 Jahre her….
Nur Beispiele, mir fallen da noch mehr Dinge ein.
Ich habe selbst schon “schlechte” Erfahrungen damit gemacht – google hat das damalige, komplette Fidonet ins Internet gestellt, unter google groups. Ich war schon ziemlich baff, als ich auf einmal Mails aus meiner Jugendzeit hier im öffentlichen Netz fand…
Und dann weiß er wie die Behausung des Bewerbers an dem einen Tag vor 5 Jahren als das Google Auto vorbeikam ausgesehen hat. Wohnte der Bewerber damals schon dort? Steht das Haus noch? Wie sah es 2 Wochen später aus? Was kann der potentielle Chef mit dieser Information anfangen? Heißt es dann im Bewerbungsgespräch: “Also ihr Efeu sah aber vor 5 Jahren ganz ungepflegt aus und ihr Auto in der Einfahrt war auch ziemlich schmutzig, wir können sie leider als Bankkaufmann mit dieser erdrückenden Beweislast nicht einstellen” ?
Mal ehrlich…diese Aufregung gegen GSV ist doch intellektuell unredlich ohne Ende. 90% der Gegner haben nix gegen SWIFT, Elena, VDS, Stoppschilder, stellen intimste Details bei Facebook, Twitter und StasiVZ ins Netz, nehmen an zig Gewinnspielen teil, haben Paybackkarten und und und. Aber das eigene Haus, das wie tausend andere Häuser aussieht und das jeder Depp von der Straße aus den ganzen Tag angucken kann, ja das ist natürlich sakrosankt.
Schade das die Leute heute keine Vergangenheit mehr haben dürfen, was? Früher konnt man selbst als ehemaliger Steinewerfer noch Außenminister oder Lobbyist oder beides gleichzeitig werden. Aber die Zeiten sind vorbei. Daran ist bestimmt auch Google schuld. :P
Hätte es bei Youtube ein Video von Fischer gewesen, in dem er Steine wirft, hätte er damals zurücktreten müssen. Die Bilder wären dann stärker gewesen. Ist so. ^^
Ah jo…hätt’ er halt immer noch Lobbyist machen können. Wär vielleicht sogar besser gewesen. Fürs Kosovo zum Beispiel, oder den Kurnaz. :D
Wie zur Hölle soll man das aus einem Bild einer Hausfassade ablesen, dass DU dort vor 20 Jahren gelebt hast?! Schreibst Du an jedes Haus in dem Du wohnst Deinen vollen Namen, Geburtstag und -Ort und Kontaktadressen?!
@fyyff #83
Ja kruziment!
Woher hast Du denn Deine Weisheiten?
zB 97% der Internetnutzer besuchen lt neuesten Umfragen Facebook NIE. Nur 7% lesen Blogs.
Guckst Du da:
http://www.rainersche-post.de/wirtschaften/97-prozent-twittern-nie.php
Also lass’ mal die Kirche im Dorf mit Deiner ‘Zahl’.
DAS ist nämlich unredlich!
Ich zumindest weiss jetzt, dass Du Strohmänner liebst, und ansonsten ein ziemlich phantasieloser Knochen zu sein scheinst.
Vielleicht gewöhnst du Dir das mal ab, und bist in 5 Jahren oder so ein gaaanz anderer.
Kann man ja nie wissen.
“Gefühlt 90% der Gegner” hätte es wohl besser getroffen. Die restlichen 10% gehören zur Aluhut-Fraktion die in GSV die neueste Geheimwaffe von CIA/Bilderbergern/Aldi-Nord (unzutreffendes streichen) sehen.
Es gibt schlicht zig wichtigere Dinge bei denen man Radau machen sollte als grade das mehr oder minder harmlose GSV. Aber das ist ja mit bissel Aufregen nicht getan. Und überhaupt gehts gegen einen amerikanischen(!) Großkonzern. Da hat man unabhängig von der eigenen Person und den eigenen Verhaltensweisen ja automatisch immer recht, gell? Und DAS ist unredlich.
Darf man das eigentlich schon Paranoia nennen wenn einen ein simples jahrealtes Foto das jeder Depp von der Straße tagesaktuell selber schießen kann in einen solchen heiligen Furor versetzt? Und nun kommts: den selben Dienst bieten Microsoft und einige andere Anbieter auch an. Immobilienmakler machen sogar gern mal Videos von ganzen Straßenzügen. Zeitungen machen auch mal Bilder ohne alles zu verpixeln. Zu so gut wie jeder Tages-und Nachtzeit wird man von Satelliten beobachtet. Furchtbar, oder? Bloß aufpassen das der Blutdruck nicht zu sehr steigt bei der Vorstellung was die Illuminaten alles mit diesen Daten anfangen können.
Wie ich erkennen muss, hat entweder das Absenden eines Beitrages nciht funktioniert, oder der Beitrag wurde gelöscht.
Also dann noch einmal der Versuch:
http://www.egon-w-kreutzer.de/
09.30 Uhr Streetview Widerspruch online funktioniert jetzt
Würde jemand versuchen, eine Leiter an die Gartenhecke zu lehnen, um besser fotografieren zu können, wie es hinter der Einfriedung aussieht, 9 von 10 Hausbesitzern würden den laut fluchend zum Teufel jagen.
Und das Schöne für Google ist: Die Server stehen in den USA. Die Speicherung und Bereitstellung im Internet unterliegt ausschließlich US-Gesetzen und US-Überwachung. Das Zugeständnis, in Deutschland Häuser unkenntlich zu machen, hat nichts mit Gesetzen und Rechtslage zu tun. Kein Deutscher kann Google zwingen, etwas zu unterlassen. Warum haben wir uns denn die Unverletzlichkeit der Wohnung, das Post- und Fernmeldegeheimnis, die Freizügigkeit des Aufenthalts ins Grundgesetz schreiben lassen?
Weil wir dem Staat nicht gestatten wollen, seine Nase zu tief in unsere Angelegenheiten zu stecken.
Und weil es Google ist, und nicht der Staat, ist es uns egal?
Weil es noch andere Anschläge auf die Informationelle Selbstbestimmung und auf das Bankgeheimnis gibt, sind wir bei Google großzügig?
(Zitat Ende)
So, nun können die Verharmloser der Google Aktion ja einmal anfangen nachzudenken!
Und wie ich schon geschrieben habe, was auch ignoriert wird, das mit den Aufnahmen der Häuser ist doch nur eine Ablenkung – wichtiger sind die Persönlichkeitsrechte.
Noch eine Meldung:
Die Bundeswehr prüft laut dem Sprecher des Verteidigungsministeriums allerdings noch, ob bei Google gegen die Abbildung von Kasernen und anderen sicherheitsrelevanten Gebäuden Einspruch eingelegt werden soll. Laut dem Sprecher des Justizministerium ist es ohnehin strafbar, sicherheitsrrelevante Gebäude abzubilden.
Es darf ja jeder sein Persönlichkeitsrecht wahrnehmen. man darf ja sagen das man das nicht will. Es ist nur mittlerweile so, das es Google Maps und Panorama gibt.
liegt es daran, dass jeder gucken kann wann er will? Die Aufregung ist wirklich seltsam.
Bundeswehr?
Das mit den Raketen im Vorgarten hatten wir ja schon.
Eine Bekanntgabe der Durchfahrten wäre allerdings lustig. Also wenn das einer herausfinden könnte. Ich sehe schon die Demos und vielen Plakate an den Wänden. Wie oder wo kriegt man das raus?
Und was hat das alles bitte mit Street View zu tun? Google dringt weder in Deine Wohnung ein, öffnet nicht Deine Post, hört Dein Telefon nicht ab und schränkt auch nicht Dein Recht ein, dorthin zu gehen wohin Du willst. Das ist doch nur heiße Luft.
@unbequemer,
Kreutzer ist OK.
der hat seine Murmeln halbwegs beisammen.
Sein Hauptartikel ist der:
11.08.2010
09.00 Uhr Googles Straßen-Blick
Bin voll seiner Meinung.
http://www.egon-w-kreutzer.de/
dann runterscrollen.
Ich weiss garnicht, wieso Kreutzer so relativ wenig Publikum hat.
Das hat er nicht verdient.
Grüsse
Meine Meinung zu Kreutzer ist eine ganz andere, aber …
… das sehe ich auch so, schließlich schreibt er den “Skeptikern” und “Infokriegern” doch förmlich nach dem Maul ;-)
also Jens,
nehmen wir mal an, dass ich auch nicht ganz blöd bin.
Nur so.
OK?
Ich habe auch an Müller, Lieb, Jahnke und yep, auch an …
ab und an was auszusetzen.
Dass etwa Thomas Strobl ein Keynesianer ist, geht mir partout nicht in den Kopp. Keynes WAR doll. Aber jetzt? Ich habe sogar an Krugman was auszusetzen.
Es geht um was anderes:
Möglicherweises sind wir ein inkohärentes Konglomerat von Memen, aus dem sich unsere Überzeugungen zusammensetzen. (Dawkins, Dennet etc)
OK?
Was dann?
Was ist DIE Wahrheit?
Das Neuzusammensetzen eines Puzzles?
Beliebig wie abertausende?
So ist das nicht.
Ich -ähem- glaube nach wie vor an Kohärenz, aber nicht alle Inkohärenten haben unrecht in allen Punkten.
Ich bin da sehr tolerant.
Ansonsten würde ich einer typischen Schwäche der meisten ‘Linken’ zum Opfer fallen:
Dass sie sich über Details zerstreiten über die beste aller möglichen Welten, und infolgedessen die Rechten leichtes Spiel haben.
(Vgl teabagger)
Habe ich mich verständlich ausgedrückt?
Ich erläutere das gerne genauer, was meine ‘Meinung’ ist, und bin sogar lernfähig!
(Naja, das behauptet sich leicht. Eigentlich müssen das Andere beurteilen)
ansonsten ist mir durchaus klar, dass ich ein Showstopper bin.
Mag ich irgendwie.
Debatten, die ins Nichts führen, zu stoppen, finde ich mindestens ähnlich ‘konstruktiv’, wie sie zu starten.
Dazwischen sind ein paar Nuggets oder eben: petrified shit.
Da müssen wir eine zeitlang herumklopfen, um das rauszufinden.
OK?
Pfui dieses Google. Kommt einfach in mein Haus, fotografiert alle Räume, durchwühlt den Müll und schändet die Katze!
Oder moment nein…die fahren ja nur auf der öffentlichen Straße vorbei und knipsen Fotos die jeder Depp mit ausgestreckten Armen selber machen kann.
Mmmh. Wo war da nochmal die Verletzung der “Unverletzlichkeit der Wohnung, das Post- und Fernmeldegeheimnis, die Freizügigkeit des Aufenthalts”? Und vorallem….was haben die vier Dinge auch nur peripher mit GSV zu tun?
lol
Wir wissen einfach nicht, was in ein paar Jahren mit den Daten passiert, und wie die Daten miteinander verknüpft werden. Das sehe ich einfach als grosses Problem.
Ich bin auch gegen studivz, facebook, etc. Nicht weil ich die Idee sozialer Netze blöd finde, sondern ebend weil durch Abgleich von Daten aus verschiedenen Quellen neue Daten generiert werden können.
So langsam glaube ich auch zu erkennen, was hinter Googles Motto “Don’t be evil” steckt. “dont’be evil, because your life is transparent for us.”
Ich will weiterhin meine Anonymität. So bleibe ich eine Stimme unter Tausenden, ohne das ich bewertet werde nach Status, Besitz, oder ebend wie ich wohne. Und lebe ich in einer wirklich armen, runtergekommenen Gegend, weil ich es mir nicht leisten kann besser zu wohnen, oder ein wenig dissolzial bin und mir meine Wohnung ausreicht, dann will ich dadurch wenigstens keine Nachteile haben.
Google sollte einfach StreetView sofort einführen ohne jegliche Häuserverpixelung. Bin gespannt wieviel Leute nachdem sie gesehen was bei SV zu sehen oder besser nicht zu sehen ist dann noch was von den Persönlichkeitsrechten ihrer Häuser faseln. Auch gespannt wäre ich darauf die Gesichter einiger “ich bin dagegen, weil ich dagegen bin”-Protestler zu sehen wenn Google dann nach paar Jahren den mit Sicherheit folgenden Rechtsstreit haushoch vor dem BVerfG gewinnt, weil Panoramafreiheit numal Panoramafreiheit ist.
Alternativ könnte man auch die beste Idee des Tages umsetzen: alle gepixelten Häuser nach der Markteinführung privat knipsen und bei Panoramio reinstellen.
Du checkst es nicht, werter Fyyff.
Das ist ein durchaus diffiziles strukturelles Problem, und nicht eins von hedonistischen Voyeuren, wie Du einer zu sein scheinst.
Ander’ Leut treten an, Dich vor Deiner eigenen Kurzsichtigkeit zu bewahren, und Du hast nur Spott für sie übrig.
Wie ein Kleinkind fällst du die Böschung runter, und dann machst Du irgendwann Mama und Papa Vorwürfe, wieso sie DICH dolles Ego nicht ‘gerettet’ haben.
Kopfschüttel.
Babytalk.
Der Junge versteht m.E. nicht nur dies nicht.
Yep.
Naja, das hat die Inquisition aber auch schon behauptet…
ja klar.
Nach einer Phase der Ignoranz habe ich feststellen müssen, dass Robespierre schon seinen Punkt hatte.
Recherchier’ mal.
Robbespierre starb mit grademal 36.
Da muss ich mich mittlerweile für etliche Jahre schämen.
Was er damals gesagt hat, war STUPEND!
Ich habe hier in der Ecke 20 Radierungen stehen, btrf frz Rev.
Immer wieder schaue ich sie mir an.
Is ja gut. Ich bastel mir jetzt nen Aluhut damit SIE(tm) mich nicht kriegen und mach auch mit beim hippen Google-Bashing. Bonuspunkte gibts für pseudophilophisches Geschwafel, gelebten Antikapitalismus mit leichtem Amerikahass und nen Fimmel für gepflegte Rasenflächen zum Zwecke der Arbeitgeberbeienflussung.
Als hedonistischer Voyeur (yay) möchte ich aber doch noch darauf hinweisen, das die 23 anderen Länder mit GSV samt und sonders nicht im Chaos versunken sind. Wie passt das in Weltuntergangsvision? Aso…das sind ja nur Ausländer die wissen das nicht besser. Hier in Deutschland muß jetzt die Linie gezogen werden. Jawoll.
Überhaupt – damals als ich noch jung war hatten Aushilfrevoluzzer und Hobbygärtner noch die Freundlichkeit nur wirre Leserbriefe ans Lokalblatt zu schicken und Leute die mich vor irgendwas zu meinem eigenen Besten retten wollten kamen nur alle paar Monate mal mit dem Wachturm in der Hand an die Haustür.
PS. Nochmal danke für die lustige Drohung der Marke: “Nach der Revolution bist du dran, Jungchen!!!” Darüber kann ich mich wahrscheinlich noch die ganze Woche amüsieren, während ich hedonistisch vor mich hin voyeurierend in GoogleEarth mal wieder ein bissel in die Welt gucken gehe. :P
@fyyff,
nett geschrieben.
wenigstens sollten wir uns amüsieren, wenn sonst schon nichts.
@ Fyyff,
nicht ärgern lassen. Dieser Blog scheint die Trolle neuerdings magisch anzuziehen. Erst die Isi und jetzt der Groo. :-( Drei Ratschläge von mir:
1) Nicht vergessen: der Groo hat immer Recht, und wenn Du das nicht verstehen willst,
a) bist Du einfach nur naiv,
b) bist Du hinterwäldlerisch,
c) hast Du einfach nur zu wenig Stanislav Lem gelesen,
d) hast Du die Orwell-Huxley-Debatte nicht verstanden,
e) gehörst Du zu den/dem Illuminaten/Bilderbergern/militärisch-industriellen Komplex/Satan/etc.
(nichtzutreffendes bitte einfach streichen).
2) Was gar nicht geht: Argumente wie Elena, SWIFT, Bundetrojaner. Mit solchen Lappalien geben sich die richtigen Verschwörungstheoretiker nämlich gar nicht erst ab.
3) Und wenn Du endlich zugibst, dass Du keine Ahnung hast, können wir endlich alle unruhig schlafen, weil wir ja jetzt wissen, dass wir immer und überall von bösen Mächten verfolgt werden.
*zustimmendes Nicken, bei dem der neugebaute Aluhut lustig knistert*
Shake it, Baby, shake it!
http://pix.motivatedphotos.com/2009/1/12/633673729262531831-TinfoilHat.jpg
:)
die Politiker erkennen langsam den Milliardenmarkt, den Google erschließt, und wollen ihren Teil vom Kuchen abhaben; wie das geschehen soll, weiß ich zwar (noch) nicht, aber es ist m.E. im Prinzip genauso wie bei dieser Chip-Karten-Geschichte für Hartz-IV-Kinder: letztlich geht es den von-der-Leyens & Co. darum, Gelder um- und rumzuschichten und dabei die eigenen Taschen zu füllen (schließlich muss an die Versorgung in der späteren postpolitischen Zeit gedacht werden!)
@SF
Ja das weiß ich. Ich wollte Dich auf Deinen Anspruch aufmerksam machen. Hinter dieser Aufregung steht meiner Meinung nach schon ein Gefühl des Ausgeliefertseins. Es ist diffus und diese Unsicherheit wird durch widersprüchliche Signale der Politik und der Medien verstärkt. Insofern hätte ich mir eine unaufgeregte Aufklärung über die wirklichen Gefahren und das falsche Spiel der Politik gewünscht (vielleicht sogar Deine Meinung zur allgemeinen Entwicklung des Verhältnisses der Gesellschaft zur Privatsphäre). Nicht eine Polemik, die die Internetausdrucker (die mir persönlich und abgesehen von ihren sonstigen Ideen erstmal sympathisch sind) lächerlich macht.
…diesem herrlich wahren Artikel bleibt nichts hinzuzufügen.
1+ mit Sternchen, Thema voll getroffen!
Vielen Dank!
Ich sehe der ganzen Sache mit einer gesunden Portion Zweifel.
Ich bin gegen GSV, ich habe etwas gegen Datenkraken und es geht mir nicht darum, dass ich fürchten muss, eine Rakete ins Schlafzimmer geschickt zu bekommen.
Die gesammelten Daten werden gegen uns verwendet werden. Garantiert. Wenn niemand sich ein solchen Fall vorstellen kann, so ist es nur naiv.
Beispiele?
Ich weiß, dass Amtsentscheidungen, zweifelhafter Art, durchaus auf Grundlage von Google Earth Bilder entschieden wurde. Im entsprechenden Bescheid wurde sogar darauf hingewiesen. Dann mal viel Spaß sich gegen so etwas zu wehren.
Ich denke, das Beispiel der Schufa ist auch angebracht. Das Scorring beruht auf alles mögliche, Name, Alter, Herkunft etc… Ich denke mir, die Schufa wird gerne mal nachschauen, ob die Adresse eher ein baureifes Haus zeigt und damit die Zinsen erhöht oder gar den ganzen Kreditvertrag platzen läßt.
Ich habe in bösen Absichten nicht viel Phantasie, doch bin ich mir sicher, andere haben die Phantasie.
Och, wer nichts zu verstecken hat, braucht nichts zu befürchten? Es werden Daten gesammelt und im Notfall gegen euch verwendet. Solange wir Otto Normalverbraucher sind, kein Thema, doch wehe sie glauben du bist gefährlich, dann werden sie nach dir in den Informationen suchen und im reichhaltigen Fundus auch fündig werden. Herr Berger hat ein Hund? Ja, hat er auch die Steuern bezahlt? Kontrollieren wir doch gleich mal die EC Karte, bei welchem Tierarzt ist er denn…
So wird ein Profil erstellt und wehe, ja wehe wenn du im Netz der Rastafahndung hängen bleibst. Ich habe es am eigenen Leib zu spüren bekommen: eines Tages standen plötzlich zwei Kripos bei mir vor der Tür und beschuldigten mich ein kleines Mädchen vergewaltigt und getötet zu haben.
So sehr ich mich bemühe, keine Daten über mich weiterzugeben, so weiß ich, dass selbst die Stasi eine Akte über mich hatte, die Akte des MAD ist sogar um ein vielfaches dicker. Und ich bin Otto Normalverbraucher. Ich will nicht wissen, was sie über mich herausbekommen könnten, wenn sie es nur wollten. Google ist dabei deren Freund.
Nebenbei ein OT Thema zur Diskussionskultur hier: ich beschäftige mich derzeit mit den “Kunstgriffen“. Ich finde in einigen Diskussionsbeiträgen diese Beispiele bestätigt.
So ist das mit der Wiki-Generation :)
Ich empfehle Dir einen Test zu machen. Führe (oder beobachte – aber selber machen ist besser) mal eine Diskussion über ein gutes Thema, zu dem sich viele Pro- und Kontrapunkte finden lassen.
Im Idealfall sollten beide Seiten gut informiert und etwas älter sein. (Schätze mal so ab Mitte 20) Sprich, Empathie und emotionale Intelligenz ist vorhanden, kann man erkennen und auch anwenden.
Ich kann Dir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit vorhersagen, dass Du je nach Thema und Person früher oder später meinst Kunstgriffe zu erkennen, obwohl beide Seiten noch nie etwas von Schopenhauer oder den Kunstgriffen gehört haben. Schopenhauer hat nix erfunden – er hat nur gut beobachtet und gesammelt. (meine bescheidene Meinung als Laie)
Einige der Verhaltensweisen bei den Kunstgriffen sind einfach in einem drin. (schönes Beispiel ist zB “ad hominem” und “ad personam” – das hieß früher Choleriker oder schlicht Arsch)
Bei den Leuten, welche diese bewusst verwenden gibt es meist mehrere Gründe.
Der einfachste ist: man will dem Gegenüber demonstrieren, dass man die Kunstgriffe kennt, und bereit ist diese anzuwenden. Sozusagen kurz das Uchigatana ziehen und gleich wieder wegstecken.
Und ein bisl kunstgreifen ist nicht so schlimm. Vieles passiert im Eifer des Gefechts. Speziell wenn man eher die angelsächsische Art des Diskurses mag.
Nervig wirds, wenn’s in den Trollbereich geht.
Noch nerviger wirds, wenn so verkappte Philosophie-Studenten aus dem Grundstudium angedackelt kommen und jetzt mal “testen” wollen, was sie so gelernt haben.
Oh, und ein anderer Grund ist: ich glaube zu bemerken, dass der Vorwurf des Benutzens der Kunstgriffe mittlerweile auch gern als Totschlagargument benutzt wird. So nach dem Motto: “Ey Du schopenhauerst mit Dir red i net mehr. *PLONK*”
mfG
Ach was, im Zweifel ist das Sache des Katasteramtes. Google Earth Bilder haben keine juristische Bedeutung.
Also, die Schufa schaut gar nicht nach, sondern kriegt nur Daten von externen Kunden. Zinsen erhöhen ist in D verboten. Und ob jemand in einem Villenviertel oder in einem “Arbeiterbezirk” lebt, wissen die potentiellen Kreditoren eh.
Woher soll irgendwer wissen, dass der Pixelhaufen Herr Berger ist? Wer hat Zugriff auf meine EC-Karten-Daten? Wer sagt, dass ich beim Tierarzt mit Karte bezahle?
Äääähm, ja – das überzeugt ;-)
Sage das mal den entsprechenden Behörden, sie scheinen dies nicht zu wissen.
Im angedachten Fall ging es um Bäume im öffentlichen Bereich. Die angeschriebene Behörde war zu faul für ein Ortstermin und nahm Google Earth Bilder als Beweis, dass die Bäume nicht auf öffentlichem Boden wachsen…. Klingt doch nach Schildbürger.
Alleine eine KreditANFRAGE verschlechtert das Scorring. Und nein, die Schufa ist ein kranker Krakenhaufen. Ich arbeite im Vertrieb, manche der Verkauften Sachen werden geleast und manchmal winkt die Schufa ab. Die Begründungen sind zuweilen haarstreubend, insbesondere wenn man die wirklichen Lebensumstände kennt. (Wir kennen unsere Kunden alle beim Namen und wissen wen wir vor uns haben…)
Nein, die Kreditoren wissen es nicht, sie interessieren sich auch nicht dafür, denn es gibt doch die wunderbare Einrichtung Schufa.
Ein Grund, warum ich nicht mit EC zahle, es braucht niemand zu wissen wo wann ich wofür ich mein Geld ausgebe. Aber glaubst du allen Ernstes, dass eine XY Ladenkette nicht die Möglichkeit nutzen würde in Erfahrung zu bringen wer was wie oft wieviel wo kaufen wird? Mit der EC hervorragend nachvollziehbar. Gerade deswegen gibt es auch die Kundenkarte. Damit werden auch die Barzahler erfasst.
Es geht nur darum möglichst viele Informationen zu sammeln, ausgewertet wird erst, wenn Bedarf besteht. Schön nach dem Motto, ja welche Informationen haben wir den über Herrn XY…
Oder in meinem Fall: es gab eine Rastafahndung und ich blieb im Netz hängen. Kein schönes Erlebnis, wenn man seine Unschuld beweisen muss.
Meine Argumentation geht über GSV weit hinaus, aber es geht um Daten an sich. Ich kann Ihre Position sehr gut verstehen und nachvollziehen, doch da es um Daten in der Gesamtheit geht, da streube ich mich gegen jedes Bild, gegen jede Registrierung. Ohne Schufa, ohne Google, ohne MAD, CIA, oder wer auch immer, ich würde Ihre Position teilen. Doch es werden von uns Daten abgegrasst, dagegen kann man sich kaum wehren. Hier ein bisschen, da ein bisschen, im Zusammenhang ein gutes Bild des Bürgers. Ist es da nicht unsere Pflicht uns gegen weitere Datenerhebung zu wehren? Welcher Art auch immer?
Vor vielen Jahren gab es mal ein Versuch der Volkszählung. Das Volk schrie auf. Nein, man wolle keine Formulare ausfüllen und als Datenmensch in die Statistiken auftauchen. Der Aufschrei war erfolgreich.
Es gibt nun wieder eine Volkszählung, es wird nach wesentlich sensibleren Daten gefragt, doch es gibt kein Aufschrei, weil es keine Formulare gibt, die Daten werden aus dem bereits vorhandenen abgefragt. Eine schreckliche Entwicklung.
Da erscheint es mehr als fahrlässig, wenn man seine Daten als unwichtig abtut…
Interessant, wie sich Leute immer noch gegen das Fakt wehren, das mit gesammelten Daten viel blödsinn gemacht wird.
Mein Chef guckt zum Beispiel ganz genau nach, wie seine Angestellten im Netz aktiv sind, und warum sollte er dann bei neuen Bewerbern nicht mal nachschauen, wie sie wohnen? Vorbei fahren würde er niemals, dafür ist er zu faul, ausserdem ist Zeit = Geld.
Ich will mich hier nicht an Einzelbeispielen aufhängen. Es ist einfach nicht absehbar, wie die Bilder von GSV vielleicht irgend wann mal verwendet werden. Und Technologien, die Chaos angerichtet haben, weil sie einfach eingeführt wurden ohne drüber nachzudenken was für weitreichende Konsequenzen sie haben, haben wir nun weissgott schon genug.
Und was hat er davon?
Zum einen ist Streetview mitnichten eine neue Technologie. Zum anderen kann man diese Argumentation gegen beliebige neue Dinge führen. Wenn alle Menschen so denken würden, würden wir heute noch in Höhlen sitzen.
Und dann weiß er was? Das dein Gartentor irgendwann 2008 offenstand? Das der Efeu vom potentiellen Bewerber an dem Tag im Jahre 2007 als das Googleauto durchgefahren ist ein bissel ungepflegt aussah? Das der Bewerber offensichtlich in ein Mietskaserne wohnt?
Efeu und Gartentor sind ja wohl eher belanglos und die Mietskaserne kennt man als Stadtkundiger auch wenn man nur die Adresse ohne Foto hat. Was genau also könnte der Chef so schreckliches erfahren, wenn er per GSV jahrealte Fotos deiner Behausung anschaut? Hast du vielleicht in neongrüner Sprühfarbe an die von der Straße sichtbaren Teile deines Hauses geschrieben: “Diesen Dreck im Garten habe ich (Name einfügen) gemacht und werde ihn auch NIE wieder wegräumen…außerdem bin ich auf Arbeit ziemlich faul und mein Chef ist schlimmer wie die Stasi!” ? Und das in weiser Vorraussicht schon vor 3-4 Jahren? :)
Ehrlich ich versteh es nicht. Es gibt zig Dinge die eben nicht so harmlos wie GSV sind. Warum lassen sich soviele vermeintlich “informierte” Leute von den selben Politikern am Nasenring gen Google führen, für die Datenschutz bisher eher lästiges Hindernis beim Gesetzemachen war? Fangt doch gegen Elena, SWIFT, VDS, Stopschilder usw. einen Kreuzzug an. Da bin ich dann mit Freude dabei und muß nicht wochenlang irgendwelche haarsträubenden Szenarien entkräften .
Absolute Inkompetenz der verantwortlichen Ministerin:
“Die Gesichter der meisten Passanten sind gepixelt, aber man konnte sie oft trotzdem erkennen.” Äh, was?
“Es gibt in den Entwicklungsabteilungen von IT-Firmen längst eine Foto-Software für Handys, mit deren Hilfe Gesichter auf der Straße binnen Sekunden mit einem Namen, einer Adresse und dem dazugehörigen Bild, einem Geburtsdatum [..]verbunden werden können”
Äh, paranoid?
“Google hat die Bürger in den Sommerferien überrumpelt und sich damit keinen Gefallen getan.” Nein. Nur die Blinden, die die Autos im Jar 2008 nicht gesehen haben.
Das beste kommt zum Schluss:
“Morgen haben wir es vielleicht nicht mehr nur mit Kameraautos, sondern mit dem Satelliten oder Drohnen zu tun, die Städte und Gemeinden kartieren.” Ja, morgen klar. Flugzeuge die Aufnahmen von Gemeinden machen? Unheard of? Satelliten die am Ende die ganze Welt zeigen. wie sollen wir uns das vorstellen? Niemals dürfen wir zulassen von google – hmm wie könnte man das nennen – “earth” überrumpelt zu werden.
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712514,00.html
Mit jedem Apple Rechner, Mac OS X und iPhoto schon jetzt machbar…
Also Realität.
Realität ja, fürchterlich leistungsfähig aber nicht ;-)
Stimmt, ist auch eher eine Zugabe, doch es zeigt, was Apple eben mal mit wenig Erfahrung hinbekommt, wird eine Firma mit entsprechender Zielsetzung wesentlich effektiver ausgestalten können.
Das Problem der Gesichtserkennung ist nie zu 100% zu lösen. Es kommt für die IT eigentlich darauf an möglichst nah an die 100% zu kommen und selbst wenn sie nur 95% erfassen könnten, würde dies mir Sorge bereiten.
Das hat nichts mit Gesichtserkennungssoftware zu tun. Was sie sagt, ist dass ich eine beliebige Person fotografiere und sofort weiß wer das ist, wo er wohnt und wann er geboren wurde. Dazu braucht man eine Datenbank von allen Menschen die im Internet frei zugänglich steht. Mit einem Rechner der binnen Sekunden Milliarden Menschen mit dem Foto vergleicht und das bei beliebig vielen Anfragen. DAS IST PARANOID! Der Nacktscanner fürs handy 3.0 nur €4,50 im Orwell-Abo von Jamba. Aber vielleicht hat sie sich ja auch verplappert und das ist ne Entwicklung für die Polizei uns mit unseren Passbildern abgleicht, denn dann würde man genau die Infos bekommen, die sie angibt. Vielleicht bin ich ja auch paranoid.
Wichtiger ist aber, dass sie google earth und Luftaufnahmen aus Flugzeugen, die teuer verkauft werden/wurden, nicht kennt. Sie ist also völlig inkompetent. Ich hätte den Rest einfach weg lassen sollen.
Sorry fürs OT, wollte nur kurz nen Link ablassen:
“USA: Unliebsame Recherchen unterbunden
Deutsche Journalistin abgeschoben. Gaby Weber wollte unter anderem Akten über Nazi-Kriegsverbrecher recherchieren”
http://www.heise.de/tp/blogs/6/148232
Keine Ahnung was ich davon halten soll. Vielleicht sind wir ja jetzt mal alle so richtig paranoid? Evtl. kann der Hausherr da was in Erfahrung bringen? (Artikel oder Kommentar)
mfG
…”Keine Ahnung was ich davon halten soll. ” …
Das ist nicht OT.
Es mangelt nur manchen an Phantasie und Realitätssinn.
##############
Ebenfalls OT:
Heribert Prantl, der (wg Steinbrück) Gescholtene, hat sich eben (19:32) in 3sat zu streetview geäussert.
Ganz entsprechend meiner Meinung.
(Übrigens ganz ähnlich wie Egon Kreutzer, der vom Hausherrn ebenfalls Gescholtene.)
Was er nicht so deutlich, -aber indirekt- ausgedrückt hat: globale Informationssysteme verlangen ein globales Recht.
Ansonsten ist das ein US-imperiales Bauklötzchen, wo wir nur tatenlos zuschauen können.
Und davon haben wir wahrlich schon genug!
Selbst ein Fuchs wie Jens scheint das nicht zu merken, und unter den Teppich der Irrelevanz zu kehren.
Na ja, an Phantasie mangelt es Dir sicher nicht ;-)
Und? Sage ich etwas anderes?
ich habe Dich so verstanden, dass Du das Thema GSV als irrelevanten Popanz siehst.
Ich habe dafür plädiert, einen Dienst wie sightwalk zu präferieren, der DEUTSCHEM Recht unterworfen ist.
Die meisten Kommentatoren scheinen garnicht zu erkennen, was der Unterschied ist, selbst wenn das Resultat für den Betrachter das Gleiche wäre.
sightwalk hat ein bestimmtes -ähem- Ethos, das ich bei GSV vermisse.
Ansonsten geht mir die Debatte -ehrlich gesagt- irgendwo vorbei.
Es geht um ein Prinzip der potentiellen Informationsverknüpfung, das wesentlich für den Datenschutz ist.
Und das auch noch von einem -don’t be evil- US-Konzern, der durch deutsches Recht faktisch unbelangbar ist!
Darf ich lachen?
Was mich aufregt, sind irgendwelche Trottel, die aus ihrem hedonistischen Bauchgefühl heraus ihre Ignoranz zur Norm machen wollen.
Auf deutsch: ich versuche sie vor ihrem Selbst in 5-50 Jahren zu beschützen, wenn sie dann jammern: Ach, wenn ich das nur gewusst hätte!
OK?
@Groo
Das kommt beinahe hin ;-)
Das heißt aber nicht, dass ich Anstrenungen, die Gesetze international zu harmonisieren, sehr wichtig finde.
Und? Sightwalk ist im Vergelich zu GSV Müll.
Dann treiben Dich wohl andere Gelüste, hier im Stakkato zu posten?
Lass mal gut sein, wir brauchen Deinen Schutz nicht ;-)
Das ist ein ad hominem. Eigentlich unter Deiner Würde.
Was das Stakkato betrifft: ich habe manchmal Zeit, meist nicht. Dann sammelt sich etlicher Unsinn an, und dann gehe ich ins Bett. Dann ist wieder Schluss.
Verständlich?
Ich werfe Dir ja auch nicht vor, zu Allem und Jedem in kürzester Zeit eine Meinung zu haben!
Wo Du ziemlich treffsicher bist. Aber nicht treffsicherer als Heribert Prantl, btw.
#############
Nein.
Es geht mir (hier) um ein Rechtsprinzip, das Du offenbar nicht zu verstehen scheinst.
Ansonsten verstehe ich das als Wink mit dem Zaunpfahl, erstmal eine längere Pause zu machen.
Mach ich doch.
Bin sowieso unverständlich und hier fehl am Platz.
Ich verstehe sehr wohl, was Du meinst, finde es aber – ganz anders als Du – in diesem Zusammenhang für unwichtig.
Öhhhm … ja! ;-)
hast Du wohl vergessen
@SF:
Ein letztes Wort sei mir gestattet:
Wer sagt mir, dass du kein Agent provocateur bist?
Etliches spricht dafür.
Du sammelst email adressen von hiesigen Dissidenten, und leitest sie -wo exactly?- weiter?
Wer sagt mir, dass das NICHT passiert?
Das ‘Ehrenwort’ eines ‘SF’?
Darauf gebe ich erstmal keinen Pfifferling.
Dass Du ein ehrenwerter Mensch bist, davon wollte ich mich eigentlich zusammen mit meinem Sohnemann irgendwo in der Nähe von Goslar überzeugen. ich habe ihm schon vorgeschwärmt, was für ein doller Mensch Du bist, und Dich als Rollenmodell empfohlen, weil ich selber schon etwas angegraut bit.
In welchem Fachwerkhaus Du genau haust, will ich garnicht wissen.
Ich wollte meinem Sohnemann einen ‘Ehrenmann’ zeigen, mit dem man ein Bier trinken kann, und der vertrauenswürdig ist.
Jetzt bin ich mir da nicht mehr so sicher.
Worte sind billig.
Wo sind die Taten?
Sich zu echauffieren über dies und das ist eine zweischneidige Sache, solang sie sich nur in luftigen Thesen im Netz erschöpft.
Letztlich hält man den Kopf hin!
Und stirbt tragisch, wie Daxenberger und seine Frau.
DAS beweist was!
Nicht direkt, weil es keine ursächlichen Zusammenhänge gibt, aber indirekt, weil man eine Metapher für die Verhältnisse ist.
(Versteht keiner. Muss man wohl einen Roman drüber schreiben)
Thesen rauskicken, ohne (physische) Substanz im Hintergrund kann jeder.
Dann noch twittern und facebooken.
Da ist dann irgendwo der Ofen aus.
Also:
Frage:
Wie kannst Du Deine Authentizität nachweisen?
Und bist nicht nur ein windhundiger Datensammler, der seine Schäfchen judasmässig an den Meistbietenden verkauft?
Ich bin nachwievor bereit, dass wir uns auf neutralem Boden ‘freundschaftlich’ in der Nähe von Goslar treffen, und mein Sohnemann ein Unikum der deutschen Blogosphere kennenlernt, das ich nach wie vor sehr schätze.
Da ich erwartungsgemäss längst in Deiner -ähem- gepflegten ‘Datenbank’ bin, die du ja schon wie gesagt hast, habe ich ja wenig zu verlieren.
Da Du mich allerdings wahlweise als VTler verschiedenster Couleur bezeichnest, bin ich dann doch abwechselnd beruhigt und beunruhigt.
Anscheinend kein Durchblick DEINERSEITS, aber die Ambition zu einem Urteil habe ICH schon noch.
Zurück:
Wir können frei reden, aber … .
Ist alles nicht so einfach.
Falls Du mein -ähem-komplexes Geschwurbel nicht verstehst.
Vergiss es.
Vermutlich bist du schon beschäftigt, die nächste Sau durchs Dorf zu treiben, und was den Tod der letzten verursacht hat–wer kann sich da schon noch kümmern?
@Wink Z. Pfahl
Kopfkratz,
Du bist ja fast so unverständlich wie ich!
Aber irgendwie habe ich den Eindruck, dass Du da einer Sache auf der Spur bist.
Nur macht sich keiner die Mühe, dem nachzuspüren.
Es gibt eine gewisse mainstream-Debatte, die Kohl ganz richtig als ‘Karawane’ bezeichnet hat,
Und die bellenden Hunde, naja, die laufen irgendwo.
Das nur als Restarbeit.
ich poste hier nicht mehr.
räume nur noch den ‘Müll’ auf.
Junge, bist Du echt?
Wenigstens stark alkoholisiert?
Ohne SEK im Rücken würde ich mich auf kein Treffen mit Dir einlassen.
Ist ja unheimlich.
zu deiner lektüre gehört wahrscheinlich auch nur die bildzeitung…
mannomann, wieviel mist muss man noch über gsv lesen…
regt euch über die sachen auf, die wirklich ans eingemachte gehen!!!
nanü, hat sich mein blabla doch auf einen kommentator bezogen, der meint, fyffs rote shorts auf der wäscheleine und einen naggischen jens berger mittels street view zu erwischen…
wo ist der kommentar denn hinne?
hat sich die datenkrake google den geholt…?
Ne, er ist wohl der Zensur des Herr Berger zum Opfer gefallen.
Warum?
-weil im besagten Kommentar vielleicht einige für Herrn Berger unliebsame Wahrheiten angesprochen wurden?
Reife Leistung für einen selbsternannten Aufklärer des medialen Spin, wenn er für ihn nachteilige Kommentare einfach löscht. Aber vielleicht postet derjenige den Kommentar ja noch mal. Weiterhin ist es eine reife Leistung, dass es fast nicht mehr möglich ist, am Leben auf spiegelfechter.com unter grosser Anonymität teilzunehmen. Ich habe mir sagen lassen, dass viele Leute, die über Server aus Indien, China, Brasilien usw auf spiegelfechter.com kommentieren wollten, nicht kommentieren konnten.
Jedoch habe ich auch gehört, dass diesen besagten Menschen immer wieder etwas neues einfallen wird, um doch auf spiegelfechter.com zu kommentieren.
Der Chef der Polizeigewerkschaft denkt GSV ist in Realtime O_o
http://www.lawblog.de/index.php/archives/2010/08/16/verbrecherjagd-mit-street-view/
http://www.faz.net/s/RubFC06D389EE76479E9E76425072B196C3/Doc~E55128C143D0F41C7908CEAECD73B14B6~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Ich hab ja nix dagegen, ein wenig zu verharmlosen, wenns um GSV geht und denke auch, hier wird exemplarisch – ähnlich wie in der Kinderpornodebatte – etwas hochgekocht, was das Thema eigentlich so nicht hergibt. Ich finde ebenfalls viele Dienste, die Google anbietet, für sehr attraktiv und nutze auch einige – wenn auch G-Mail nur als Notfalladresse. GSC, Earth, Maps,.. – dazu gibt es zwar Alternativen und zwar manchmal auch bessere – zu Google an und für sich ja auch. Tja, aber warum gehn auch sonst alle immer nur bei ALDI einkaufen und nicht im Bioladen. Der Preis alleine kanns nicht sein. Die Leute ham gern alles unter einem Dach.
Und da fängts an, schwierig zu werden. Denn die Verknüpfung der Daten kann ja stattfinden und sie findet in einem privaten Unternehmen statt. DAs Unternehmen hat seinen Sitz in einem Land, das mit den Menschenrechten nicht so wirklich gut umgeht und gerne auch mal jemand auf Verdacht am Flughafen einsperrt. Die NSA kooperiert mit Google. Und mit der Verknüpfung all der Daten, die man so im Netz hinterlasst – oder andere über einen hinterlassen (Mit Jörg Rupp auf Party gestern in XYZ, tagged, Fotos von Party bei Jörg gestern, tagged, im Urlaub, …) hinzukommend weitere angedachte Dienste wie Gesichtserkennung, Rückverfolgung von Telefonnummern, Zugirff auf Webcams, …Leute, ganz erhlich, dies alles in der Hand eines privaten Unternehmens, dessen Mitarbeiter (und Chefs) alls möglicherweise erpressbar sind, da wird mir schon schwummrig. Gäbe es morgen 2 bis 3 Angriffe auf die USA im Stile des 11.9., garantierte ich weder für die dortige Demokratie noch für die weltweite Einhaltung der Menschenrechte oder des Genfer Abkommens.
Also, grundsätzlich sind solche Dienste wie GSV und die Verwendung der daten genauer zu kontrollieren, unabhängig. Ich könnte mir eine UN-Behörde vorstellen, die weltweit agiert, uneingeschränkten Zugriff und Kontrollvollmacht hat. UNd das hat nix mit Paranoia zu tun, sondern schlicht geöffnete Augen, wie weltweit mit Daten und -schutz umgegangen wird.
Leider bleibt mir angesichts dieser strunzdummen “Nachbarn”, Altforderen Bildzeitungslesern und Zombies im Allgemeinen nur noch das Fremdschämen als deutscher Staatsbürger. Es ist einfach unsäglich in welchem Tempo sich Gehirnmasse zurückentwickeln kann. Die USA überholt uns schon bald mit Ihrem Exportschlager :
http://www.chaostheorien.de/artikel/-/asset_publisher/haR1/content/america-a-walking-dead-zombie-country?redirect=%2Fstartseite
Google ist meiner Ansicht nach eines der ganz wenigen nachhaltig profitablen Unternehmen und derzeit demokratischer aufgebaut und geführt als die Mehrheit im Westen existierender Volkswirtschaften. Spätestens seit meinem letzten Besuch auf der “Kirmes” ist dieses Phänomen für mich nicht nur absolut evident sondern zugleich erschreckend real und es verbreitet sich rasend schnell.
@Winston
Selten so einen lächerlichen, peinlichen Scheiß gelesen.
Wiege Deine Gehirnmasse mal nach, da scheint etwas nicht mehr ganz zu stimmen.
Ich hoffe, dass die Masse Deines Gehirn noch ausreichend ist, um Dir die Kommaregeln anzuschauen und zu verstehen, dass die Masse eines Gehirns nur sehr nachrangig für die Intelligenz entscheidend ist; stattdessen jedoch das Ausmaß und die Effektivität mit der die Neuronen über Synapsen miteinander verbunden sind.#
Mit freundlichen, google street view widersprechenden Grüssen
Toni, der seinen Widerspruch schon abgeschickt hat.
Toller Artikel und er trifft in etwa das was ich ueber diese ganze Diskussion denke. Endlich mal ein Artikel, den es sich lohnt zu empfehlen. Weiter so!
Ich könnt’ mich beömmeln, wenn ich hier, auf dem Rebellenmarkt des Don Alphonso oder bei f!xmbr, um nur einige zu nennen, die Artikel und Kommentare der Streetviewgegner lese. Nein, dies soll nicht heißen, dass ich die Ängste dieser Menschen der Lächerlichkeit preisgeben will. Jedoch wird die Diskussion contra Streetview mit einem ordentlichen Maß an Fanatismus geführt. Seitens der Autoren macht man dann auch keinen Hehl aus der Tatsache, dass Kommentare rigoroß moderiert werden. Pippi Langstrumpf hätte ihre wahre Freude: Ich mach mir die Welt widde-widde-wie sie mir gefällt.
Mir fällt leider keine andere Erklärung als Arroganz ein, weshalb einerseits “aufklärerische” Texte verfasst werden, aber andererseits der Disput mit dem vermeintlichen “Gegner” mit aller Macht unterbunden werden soll.
Da wird dann gerne einmal argumentiert, dass die Gefahr ja nicht Streetview ist, sondern die Verknüpfung der Streetview Daten mit anderen bereits bestehenden, oder noch zu erzeugenden Datenbanken besteht. Gut, dass Daten wertvoller werden, wenn sie zu anderen Daten in Relation gesetzt werden, lässt sich nicht von der Hand weisen. Jedoch woher nehmen diese Apologeten die Gewissheit für sich in Anspruch,dass genau dieser Fakt gerade für Geodaten einen negativen Einfluss auf die Privatsphäre haben wird?
Schaue ich als Deutscher nach Schweden, dann sehe ich, dass in meinen Augen weitaus “sensiblere” Daten der Öffentlichkeit preis gegeben werden. Laut dem seit Jahrzehnten bestehenden Informationsfreiheitsgesetz ist vereinbart, dass sämtliche den Staat erreichende, sowie von ihm ausgehende Dokumente, der Öffentlichkeit zugänglich sein müssen. Das gipfelt dann darin, dass dies natürlich auch die vom Staat verschickten Steuerbescheide betrifft. Als Konsequenz daraus kann jeder Schwede in Erfahrung bringen, was sein Nachbar so verdient.
Aber wenn solche wesentlich privateren Daten, als dies das statische Abbild einer Häuserfront ist, in’s Lichte der Öffentlichkeit gelangen, muss doch eigentlich laut der Datenschutzfanatiker die Welt untergehen? Tut sie aber in Schweden nicht. Im Gegenteil. Diese Transparenz scheint dahin zu führen, dass ein Weg hin zu mehr Gerechtigkeit beschritten wird. Wenn ich es recht in Erinnerung behalten habe, ist das Lohngefälle zwischen Mann und Frau wohl das niedrigste der EU und liegt im Schnitt bei 6%. Gut, noch keine wünschenswerte Parität, und garantiert auch nicht die Lösung sämtlicher gesellschaftlichen Gerechtigkeitsprobleme, aber immerhin ein Anfang..
Aber warum treffen die Schreckensszenarien der militanten Datenschützer nicht auf Schweden zu? Nun zu aller erst, weil die Schweden mit diesem System der “Freiheit” von Daten aufgewachsen sind, und somit gelernt haben mit Transparenz umzugehen. Transparenz bedeutet nämlich auch immer eine Kontrollmöglichkeit. Der zweite wichtige Punkt ist jener, dass beim Bewerten dieser Situationen verkannt wird, dass es sich um zwei vollkommen unterschiedliche Sachverhalte handelt, wenn der Zugriff auf Daten vieler Individuen nur von wenigen erfolgt (das typische Big Brother Szenario), oder aber ob der Zugriff auf die Daten von allen erfolgen kann.
Woher kommt also die Gewissheit, dass die negativen Erfahrungen, welche in Systemen gemacht wurde, welche die erhobenen Daten Vieler nur Einzelnen zugänglich gemacht hat, auf jene Systeme, welche die Daten Allen zur Verfügung stellen, übertragbar wären? Ich denke, dass das schwedische Beispiel deutlich zeigt, dass ein solcher Schluss eben nicht zulässig ist.
Aus diesem Grunde bitte ich doch all jene, welche Erfahrungen von einem bekannten System auf ein anderes übertragen wollen, sich zu aller erst mit der Frage beschäftigen, ob die primären Systemeigenschaften überhaupt übereinstimmen, und somit wenigstens ansatzweise ein Erfahrungsübertrag möglich ist.
So liebe Streetviekritiker. Jetzt mal Schaum vor’m Mund abwischen. Dies ist nur ein Diskussionsangebot meinerseits, und ist weder für die Ewigkeit zementiert, noch nehme ich für mich in Anspruch die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Ihr könnt ja auch mal ein solches machen, in dem ihr mitteilt, an welcher Stelle genau ihr in Zukunft den Riegel sowohl im Netz, als auch in der realen Welt beim Sammeln neuer Daten ziehen wollt. Bedenkt aber beim Formulieren eines solchen Vorschlages bitte auch, dass Daten sehr schnell von der real
en in die digitale Welt wandern können. Und sind sie einmal dort, bekommt man sie auch ganz schwer bzw. gar nicht wieder da raus. Und nichts anderes als der Streisandeffekt, allerdings als Ausprägung Digital- vs. Realwelt, ist es, wenn versucht werden soll, den Fluß von Informationen/Bildern, deren Sammlung in der Realen Welt erlaubt ist, in die digitale Welt zu unterbinden. Macht euch mal Gedanken, ich bin gespannt.
NixApologet
hätte nicht gedacht, dass du dich als fürsprecher des datenkrakens outest, jens.
es ist schon schlimm genug, dass der staat unsere daten sammelt, archiviert und im zweifelsfall gegen uns verwendet. degegen wendet sich ja nun sogar eine eigens aus diesem anlass gegründete partei.
sich jetzt aber noch – freiwillig! – von einem privatunternehmen ausspionieren zu lassen, einzig zum zwecke des profits für dieses unternehmen, das ist an borniertheit nicht zu überbieten.
Ich habe keine Meinung zu dem Thema, allerdings läßt mich folgendes Arguments des Autors doch stark schmunzeln.
“Dabei ist es doch so einfach: Wer im Netz weder Klarnamen noch Adresse angibt, …”
Bei der Aussage verlässt sich der Autor auf etwas, was er gleichzeitig kritisiert. Nämlich Datenschutz. Er geht naiv davon aus, dass wenn man nicht persönlich seine Daten (Adresse, Name, Bilder, Videos) irgendwo im Netz angibt, hochläd u.s.w, sie nie in Netz gelangen könnten.
Des Weiteren glaubt er wohl auch, dass alle Firmen, die Kundendaten erheben nie im Leben (wäre ja unanständig) diese Daten in irgendeiner Art und Weise nutzen oder verkaufen könnten.
Es gibt ja den Datenschutz! Da passiert sowas nicht!