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  • Steinbrück und der Offenbarungseid der politischen Klasse

    geschrieben am 18. August 2010 von Spiegelfechter

    In seiner Amtszeit als Finanzminister rettete Peer Steinbrück das deutsche Finanzsystem. Mehr als 500 Milliarden Euro Steuergelder wurden in der Ära Steinbrück in das Finanzsystem gepumpt – wieviel davon irgendwann wieder zurückgezahlt werden, darüber kann man nur spekulieren. Die Formalien stehen im Kleingedruckten und das ist – natürlich – nicht öffentlich einsehbar. Wessen Interessen hat Steinbrück vertreten? Die des Volkes, dem er als Staatsdiener verpflichtet ist? Oder doch die der Finanzinstitute, die er als Fachminister eigentlich überwachen sollte? Auf wessen Gehaltsliste der Minister steht, darüber gibt ein aktueller Blogbeitrag des Portals abgeordnetenwatch.de Auskunft. Kaum wurde Steinbrück vom Wähler aus dem Amt entfernt, ließ er sich fürstlich von den Profiteuren seiner großzügigen „Rettungspakete“ und „Subventionen“ honorieren. Heute ist Steinbrück Nebeneinkommensmillionär, sein Bundestagsmandat nimmt er jedoch nur stiefmütterlich wahr. Hätte die Infamie der politischen Klasse ein Gesicht, so wäre dies die Fratze Steinbrücks.

    Haupt- oder Nebenjob?

    Peer Steinbrücks offizieller Beruf ist der des Bundestagsabgeordneten. In dieser Legislaturperiode hat man Steinbrück jedoch nur selten im Bundestag oder in den Berliner Gremien gesehen. Bei den 19 wichtigen Bundestagsabstimmungen, die seit Dezember 2009 vorgenommen wurden, fehlte Steinbrück zwölfmal. Am Rednerpult des Deutschen Bundestags hat man Peer Steinbrück in diesem Jahr noch kein einziges Mal gesehen. Dafür hielt er ganze 29 Vorträge bei Privatveranstaltungen, die er sich großzügig bezahlen ließ. Teilweise überschnitten sich dabei sogar die Termine zwischen Haupt- und Nebentätigkeit, wobei nicht wirklich klar ist, welchen Beruf Peer Steinbrück nun haupt- und nebenamtlich ausübt. Als der Bundestag den aktuellen Haushalt debattierte, referierte Steinbrück in Mannheim auf der „Leitmesse für Finanzprofis“. Die Sponsoren dieser Messe sind das Who is Who der deutschen Finanzwirtschaft und es ist davon auszugehen, dass Peer Steinbrück für seine Rede in Mannheim mehr Geld bekam, als er vom Staat in einem ganzen Monat bekommt.

    Schweigen ist Silber, Reden ist Gold

    Wer sich ein wenig mit den Honorarforderungen von Rednern des Kaliber eines Peer Steinbrück auskennt, weiß, dass sie – natürlich netto und ohne Spesen – im fünfstelligen Bereich liegen. Steinbrück liegt zwar nicht in einer Preisklasse mit der Champions League (z.B. Clinton und Blair), in der schon einmal bis zu 500.000 Euro pro Vortrag gezahlt werden, aber in der Regionalliga eines Friedrich Merz, der rund 10.000 Euro pro Vortrag bekommt, spielt Steinbrück nun auch wieder nicht. Erfahrungsgemäß dürften es daher zwischen 15.000 und 25.000 Euro sein, die Peer Steinbrück für eine Rede bekommt. Nimmt man einen Mittelwert von 20.000 Euro als Basis, so hat Peer Steinbrück in diesem Jahr bereits 580.000 Euro als Redner verdient.

    Der Nebeneinkommensmillionär

    Zusammen mit den geschätzten 130.000 bis 230.000 Euro, die Steinbrück von der Krupp-Stiftung bekommt, weil er für sie im Aufsichtsrat des Stahlkonzerns Thyssen-Krupp sitzt, der ebenfalls in seiner Amtszeit üppige Subventionen aus der Staatskasse bekam, und einem Vorschuss des Verlags Hoffmann & Campe, den Brancheninsider auf rund 250.000 Euro schätzen, kann sich Steinbrück damit als Nebeneinkommensmillionär bezeichnen. War da noch was? Ach ja, nebenbei bekommt Peer Steinbrück natürlich auch noch seine Diäten und darf sich schon auf eine üppige Pension aus der Staatskasse freuen. Aber das sind im Vergleich zu seinen „Nebeneinnahmen“ wirklich nur Peanuts.

    Doch wer zahlt dem ehemaligen Finanzminister solch stolzen Summen? Und vor allem wofür? Steinbrücks Kundenliste ist durchaus beeindruckend – Deutsche Bank, BNP Paribas, KPMG, Union Investment und diverse Interessenverbände, die natürlich kein Interesse an einer sozialen Politik haben, sondern die Interessen der Märkte und des Finanzkapitals vertreten. Er wird also von denjenigen bezahlt, deren Wünsche er auf Kosten der Staatskasse nur allzu bereitwillig erfüllt hat. Das hat nichts mehr mit einem „G´schmäckle“ zu tun. Es ist vielmehr so, als ob ein ehemaliger Innenminister, der die Ermittlungen gegen die Organisierte Kriminalität eingestellt hat, kurz nach seiner Amtszeit gut dotierte Vorträge bei der Mafia hält, in denen er Tipps für kreative Geschäftsmodelle zur Geldwäsche gibt und sich von den Capos feiern lässt. Das ist nicht nur Betrug am Wähler, sondern auch Betrug am Staat, vertritt ein Minister doch die Interessen des obersten Souveräns. Und dieser Souverän ist – auch wenn das heutzutage kaum jemand mehr glaubt – immer noch das Volk, so will es das Grundgesetz.

    Wer die Kapelle bezahlt …

    Doch Peer Steinbrück ist in bester Gesellschaft. In diesem Jahr hielt er beispielsweise bereits ganz fünf Vorträge für eine Agentur namens „Celebrity Speaker Ltd.“. Dort befindet er sich in bester Gesellschaft: Neben den üblichen Verdächtigen aus der Politik (Westerwelle, von Dohnanyi, Fischer, Bangemann) finden sich im Angebot der Agentur auch die großen Finanzmarktretter Otmar Issing und Hans Tietmeyer. Selbstverständlich dürfen auch andere Celebrities wie Sabine Christansen, Bono, Bob Geldof oder Hans Olaf Henkel dort nicht fehlen. Ist das anrüchig? Wenn man Hans Olaf Henkel, Bono oder Bob Geldof heißt, sicher nicht – wer Henkel bucht, sorgt dafür, dass das neoliberale Mietmaul weiterhin auf Kampflinie gepolt bleibt und wer Bono und Geldof bucht, kann zeigen, was für ein gewissenhaftes Unternehmen man doch ist. Da spielt es keine Rolle, dass ein „Aktivist“ wie Bono seinen Steuersitz in die Niederlande verlegt hat und von den 200.000 Euro, die er pro Vortrag kassiert, sicher nur Peanuts „an die armen Negerkinder“ spendet.

    Bei Politikern sieht das jedoch anders aus. Natürlich besteht ein Interessenkonflikt, wenn ein Politiker großzügig von einer Interessengruppe bezahlt wird. Die Honorierungspraxis für aktive und ehemalige Politiker hat nichts mehr mit dem Pluralismus zu tun. Natürlich kann der Paritätische Wohlfahrtsverband einem Politiker keine fünfstellige Summe für einen Vortrag zahlen – für eine Bank, Arbeitgeberverbände oder die diversen Pressure-Groups des Finanzkapitals sind dies Peanuts, eine gute Investition. Man bleibt unter sich und zahlt. Wer die Kapelle zahlt, bestimmt, welche Musik gespielt wird. Und die Kunden Steinbrücks wollen sicher nicht, dass der Mann mit sozialdemokratischem Parteibuch plötzlich Arbeiterlieder anstimmt.

    Es ist dabei schon fast rührselig, wie Nutzer des Portals abgeordnetenwatch.de Steinbrück implizit auffordern, seinen Platz im Plenum für „engagierte Nachrücker“ freizumachen. Natürlich hat Peer Steinbrück nichts im Deutschen Bundestag zu suchen. Das eigentliche Problem ist allerdings das dröhnende Schweigen der Politik und der Medien. Während der Porsche des Linken-Vorsitzenden Klaus Ernst der Journaille ein Sommerlochtheater wert war, ziert man sich kollektiv, die wirklich heißen Eisen anzufassen. Was ist Klaus Ernst schon gegen Peer Steinbrück? Und hier geht es ausnahmsweise nicht um die Höhe der Einkünfte, sondern um die Verbindung zwischen Macht und Politik, zwischen Interessengruppen und Politikern. Peer Steinbrück ist korrupt. Ein Politiker, der sich von den Interessengruppen fürstlich bezahlen lässt, denen er in seiner aktiven Zeit wohlgesonnen war und die er mit Steuergeldern überhäuft hat, ist kein Fall für „Anne Will“, sondern ein Fall für den Staatsanwalt. Dies ist leider wohl nicht möglich, denn nach geltender Rechtslage ist diese Form der Korruption leider sogar legal. Aber wer soll die Gesetze ändern? Die Politik? Da würde man ja den Bock zum Gärtner machen.

    Jens Berger

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    Tags: Deutschland Neoliberalismus SPD Spezialdemokraten
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    6. Zum Thema Steinbrück. Das Thema müsste eigentlich Schamlosigkeit heißen.
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    225 Kommentare:

    1. Jürgen Beck schrieb am 18. August 2010 um 16:51 - Permalink

      Da alles nichts nützt und sich diese Kaste eine Parallelwelt aufgebaut hat, in der sie mit uns macht was sie will, hätte ich durchaus Verständnis wenn die “RAFF” von der “RAF” eine passende Antwort bekommen würde.

      • william wolfo schrieb am 18. August 2010 um 22:59 - Permalink

        Wer hat Verantwortung, wer ist bloßes Objekt? Viele machen es sich zu einfach. Die Gier nach der bunten Welt herrscht doch überall – die Wahlergebnisse der Bundestagswahl spiegeln unsere Denken wieder. Es gibt heute nur eine Partei: Die ich-will-Mehr-Partei! Jeden einzelnen Tag entscheiden sich zuviele Bürger für den geistlosen Materialismus. Und wer einmal mit einer menschlichen Idee antritt, führt sie im Mund, aber nie im Herzen. Das ganze Gerede ist doch meist nur eine Funktion, um an die Macht zu kommen. Schaut euch den Werdegang UNSERER “Elite” an, die uns repräsentiert. Wann öffnest Du deine Augen?

        Also müssen wir in die andere Richtung blicken: Beginnt bei euch selbst. Im Bild oben im Text sehen wir es zugespitzt: Die Schweinenase, das Tier sucht zwanghaft nach wohlschmeckenden Trüffeln, um unter Verlust der Selbstkontrolle (Mangel an innerer Freiheit) seinen Trieb zu befriedigen. WOLLEN wir wie Tiere dahinvegitieren und vergehen? Ich glaube, wir haben ein größeres Potential, das uns zum Glücklichsein führt.

        Alles ändert sich, sobald wir die menschliche Seite in uns betonen. Lasst uns aufhören, die uns gegebene Lebenszeit zu vergeuden.

      • volker N. schrieb am 19. August 2010 um 12:44 - Permalink

        Wir reden , schreiben immer über DIE DA, was die mit uns machen !!!! WER sind DIE DA ? Übers dritte reich ist auch nur bekannt das DIE DA das waren was geschah( hitler himmel göring und einige andere missetäter). Waren nur sie es alleine ? und sind DIE das heute auch nur alleine ??? Oder ist es nicht so das ein grosser haufen von mitläufern, handlangern , empörten , systemikern usw mitspielt ? alle darauf bedacht ihren fetisch zu frönen oder das portemonnaie zu füllen. leute machen wir uns nichts vor ..das ego tanzt tango auf dem tisch wie eine wildsau…und jeder von uns möchte mitmachen. wir empören uns darüber was DIE DA machen , lassen unsere wut heraus und sind sauer darauf das wir nicht an deren stelle sind ..und das lässt uns dann wieder schweigen,bist zur nächsten empörungswelle. So denkt die mehrheit. und nun die frage…was dagegen tun ??!!!!…vieleicht werde ich meine gedanken weiter spinnen ..

      • NWO-Skeptiker schrieb am 24. August 2010 um 11:07 - Permalink

        Problem dabei: die RAF ist mir überwiegender Wahrscheinlichkeit eine Erfindung der RAFF (recherchiere und vgl. Buback, Herrhausen etc).

    2. ThorDok schrieb am 18. August 2010 um 16:52 - Permalink

      Bei solchen Dingen wird einem richtig übel!
      no more comment …

    3. ppp schrieb am 18. August 2010 um 17:07 - Permalink

      Das war so völlig vorhersehbar… schon immer arrogant bis zum geht nicht mehr, gleichzeitig widerlegte die Realität jede seiner markigen Ansagen (Krise =”amerkanischen Problem) und politischen Projekte. Krachende Wahlniederlagen eingefahren… und sich durchweg auf Kosten der Partei profiliert.

      Und danach schön am eigenen Mythos arbeiten und den Weltdozenten geben… mann, mann, mann, wo die SPD immer diese Leute herkriegt?

    4. bombjack schrieb am 18. August 2010 um 17:08 - Permalink

      und auf der anderen Seite ging vor Jahren an meinem Forschungsinstitut (öffentlicher Dienst) ein Rundschreiben über Korruption herum in dem stand: “Auch die Flasche Rotwein oder der Beutel Kaffee kann u.U. schon im Hinblick auf Korruptionsvorwürfe fraglich sein und sollte daher vermieden werden.”

      Mal blöde gefragt: Wenn im öffentlichen Dienst, beim Verkehr mit Vertretern (Laborbedarf, Medikamente (Krankenhausapotheke)) schon eine Flasche Wein oder der Kaffee kritisch zu sehen ist, warum geht so eine Vermischung bei Politikern so ohne weiteres? Können diese ihren Wählerauftrag und den Sitz im Aufsichtsrat so gut trennen, dass da keine Einflussnahme erfolgt (ein Herr Schily lässt grüßen)?

      bombjack

      • no0ne schrieb am 19. August 2010 um 07:53 - Permalink

        Genau die Frage habe ich mir auch gestellt.

        Die “kleinen” Mitarbeiter werden gegängelt und die größeren können machen was sie wollen, fängt in den Kommunen an und zieht sich hoch bis zum Bund.

    5. Thomas schrieb am 18. August 2010 um 17:11 - Permalink

      Das ist doch Alltag in der Politik.

    6. FDP Horst schrieb am 18. August 2010 um 17:13 - Permalink

      die obere kaste scheint immer mehr abzuheben. aber das tragischte ist, dass es sich so langsam in alle bereiche erstreckt. ich kenn das nur aus der uni wo die profs ihre tätigkeit alle als netten nebenverdienst ansehen, aber wenn überhaupt einen tag in der woche anwesend sind und sich eben sonst um alles mögliche kümmern, nur nicht um ihre studenten. gab es früher so etwas wie einen ehren-kodex in berufsgruppen? heute scheint es ja immer mehr in die richtung zu gehen a la ich nehme alles mit was geht…

    7. jojo schrieb am 18. August 2010 um 17:22 - Permalink

      Typischer SPD-Politiker. Was soll man dazu noch sagen?

      • Lutz Hausstein schrieb am 18. August 2010 um 20:23 - Permalink

        Streich beruhigt das “SPD”. Es betrifft die ganze politische Klasse.

        Ziel Aller ist es doch, am “großen Fressen” teilzunehmen und dort auch noch mit dem möglichst größten Löffel hantieren zu können.

        Ich kann nur hoffen, dass diesmal endlich die Gelegenheit ergriffen wird, diesem ganzen pervertierten System ein Ende zu bereiten. Ein Verbot jeglicher “Neben”tätigkeiten muss das Ziel sein, nicht nur irgendeine etwas detailiertere Offenlegungspflicht oder eine halbseidene Beschränkung.

        Aber da sind wir wieder beim Hauptproblem. Wer müsste darüber entscheiden? Rischtisch. Die Volkszertreter. Und an dieser Stelle hat v. Arnim völlig recht: Wer den Sumpf trocken legen will, darf nicht die Frösche befragen.

        • jojo schrieb am 18. August 2010 um 20:36 - Permalink

          Ja, stimmt. Ändern kann man daran leider nix – da müssen wir wohl auf die nächste Befreiung warten.

        • Vogel schrieb am 18. August 2010 um 21:27 - Permalink

          Tach Lutz Hausstein
          Richtig: SPD iss zu streichen (!!), CDUFDPCSUGRÜNE aber auch, Siemens, Krupp, Deutsche Bank, RWE, e.on & Co. kannste auch streichen, Aufsichtsrat und Vorstand ebenso …

          Wir können …

          … nur hoffen, dass diesmal endlich die Gelegenheit ergriffen wird, diesem ganzen pervertierten System ein Ende zu bereiten.

          d’accord, wir könnten z. B. ‘mal drüber bloggen, gell?

          Ich will nich zynisch sein/werden, aber: “Wer” bereitet ein Ende?, “wie” macht der das?, “wann” macht der das?, “wo” macht der das?

          Ich weiß, wer Vorschläge macht, setzt sich ‘nem Risiko aus … daher behalt’ ich auch meine Vorschläge für mich … und es sage keiner: “Ooch, komm, dess iss abber feisch!”

          :-D

          Wir (persönlich) hören voneinander, versprochen!

          PS.: “Mein” MdB kriegt alle 10 d ‘ne Mehl von mir (mind. 1 x im Monat ist das Ziel, dessen Sekretariat meldet sich schon bei mir, wenn der in Urlaub iss), 3 Mehls hat er schon im Kasten, anfang nächste Woche wird nach gefasst (“Urlaub iss um!”) und die vierte geht raus – was nutzt’s? Schaun merr ma’! Aber: Ich hab wenigstens ‘was getan!! Wisst ihr alle, wie Eure MdBs heißen?, wie deren Mehladresse lautet? Habt ihr auch schon geschrieben?

          • Lutz Hausstein schrieb am 18. August 2010 um 22:17 - Permalink

            Ach, mein Guter. Wenn Du wüsstest, was ich schon so alles unternommen habe. Ich könnte ein Buch darüber schreiben.

            • Pitt schrieb am 19. August 2010 um 13:28 - Permalink

              Wie wärs mit sinnvollem Handeln?

              Wieso fühlt ihr euch hier alle so hilflos? Ich denke kaum dass freundliche Briefe an Abgeordnete oder diskussionen mit Gleichgesinnten viel ausrichten können und das hätte vorher klar sein können. Aber das ist leider die bequemste Masche: Ich halte anderen die Missstände vor und weise jegliche Mitschuld weit von mir. Und was selber machen? Unmöglich!

              Dabei liegt die eigentliche “Macht” nach wie vor beim Volke. Das dumme ist nur dass die lieben Bundesbürger sich dem entweder nicht bewusst sind oder es sehr schnell wieder verdrängen da es nicht sehr bequem ist. Das Stichwort heisst übrigens Konsum.

              Wo kommen denn all die Milliarden der Konzerne her? Es sind die 80 Millionen Bundesbürger die Tag für Tag bei genau diesen Konzernen einkaufen und brav Ihr Geld abliefern. Da wird die tägliche Eigenverantwortung von Millionen Menschen Tag für Tag einfach ausgeblendet und weicht einem sehr einfachen “Ich kann hier doch eh nichts ändern”. Alles schreit laut auf wenn Konzerne Politiker kaufen, die Umwelt verseuchen oder den Datenschutz systematisch aushöhlen. Aber deswegen gleich die Einkaufsgewohnheiten ändern? Oder weniger konsumieren? Sich mit den Produkten und Firmen beschäftigen die man täglich kauft, benutzt oder verzehrt? Niemals! Das soll die Politik für mich regeln! Oder Vereine! Und für kontrolle eventuell auch noch zu bezahlen? Ich bin doch nicht blöd!

              Und dort unterscheiden wir uns auch nicht von unseren Politikern. Wir werfen dort anderen vor sich nur bereichern zu wollen oder das allgemeinwohl nicht zu berücksichtigen. Und was machen wir selber? Tja..

              Wer kauft schon teuren Öko-Strom aus den Windparks wenn die Atomkraftwerke auch per Gesetz abgeschafft werden könn(t)en? Ich glaube dass es unter den Anklägern hier kaum einen gibt der aus dem Artikel irgendwelche konsequenzen für sich selber zieht. Lieber nochmal auf die verhassten Politiker schimpfen und als gewissensbereinigende Aktion nochmal ein Briefchen schicken.

              Bitte konsumiert einfach bewusster und redet nicht mit Politikern oder gleichgesinnten sondern mit den Nachbarn. Und wer weiss, vielleicht könnt ihr sie ja überzeugen? Und sie gehen ihrerseits zu den nächsten Nachbarn… Spinnt man diesen Gedanken weiter kommt vielleicht wirklich der Moment in dem Konzerne ihre Kunden fürchten und verantwortlich handeln, Politiker ihre Wähler vertreten und die breite Masse eine legitimation hat sich zu beschweren wenn etwas schief läuft.

              Aber es wird leider ein Traum bleiben. Denn leider ist das ja alles viel zu unbequem…

            • Vogel schrieb am 19. August 2010 um 17:43 - Permalink

              Ooch, ich denke, dass wir noch vor Ende des Jahres ein “neues System”, das “alle_glücklich_machende_System” haben werden. Noch ‘n paar Mails unn die Jungs sind weich. Meinste nich? ;-)

              Jezz ernst: Da kann man nichts machen. Und weil man da nichts machen kann, machen wir da auch nichts! Besser?

              Also jezz aber wirklich ernst: “Wir” müssen halt viele Jahre durchhalten und die “Volksvertretern” mit Fragen und Aufmerksamkeit bombardieren! Ich habe auch meine Erfahrungen gesammelt: Sommer ’92 habe ich 673 (?) MdB’s persönlich je eine 40-seitige Doku ind Fach gelegt (es ging damals um’s Gesundheitsstrukturgesetz, GSG), wir haben auch mit dem damaligen Staatssekretär diskutiert – klar haben die nich alles umgekrempelt, trotzdem würde ich mich ärgern, wäre ich passiv geblieben. Das wird mir nich mehr passieren.

              Was Du, lieber Lutz, so alles verbrochen hast, da werd ich sicher noch ‘was erfahren ;-)

          • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 06:53 - Permalink

            Wisst ihr alle, wie Eure MdBs heißen?, wie deren Mehladresse lautet? Habt ihr auch schon geschrieben?

            Ich weiss, dass unsere “Volksvertreter” von dem guten Willen von Leuten wie mir abhängig sind. Eine Regierung ohne funktionierende, vertrauenswürdige Infrastruktur ist eine schwer behinderte Regierung. Unsere “Vertreter” haben sich sehr von der IT abhängig gemacht und es ist sicherlich keine gute Idee, den Hund, der einen schützt, zu treten. Da hilft auf lange Sicht auch nicht der kleine, behinderte Dackel, den sie Sicherheitsdienst nennen.

            • Vogel schrieb am 19. August 2010 um 17:46 - Permalink

              Ich versteh’ Dich nich so ganz, kannste mir helfen?

              Was ich aber versteh’: Du könntest “Die” abschalten?, dann mach das doch!!

          • Martin schrieb am 19. August 2010 um 08:52 - Permalink

            Werter Vogel,

            Ich will nich zynisch sein/werden, aber: “Wer” bereitet ein Ende?, “wie” macht der das?, “wann” macht der das?, “wo” macht der das?
            Ich weiß, wer Vorschläge macht, setzt sich ‘nem Risiko aus … daher behalt’ ich auch meine Vorschläge für mich … und es sage keiner: “Ooch, komm, dess iss abber feisch!”

            Es wird niemand aufstehen, es wird niemand irgendwem ein Ende bereiten. :-D

            “Mein” MdB kriegt alle 10 d ‘ne Mehl von mir (mind. 1 x im Monat ist das Ziel, dessen Sekretariat meldet sich schon bei mir, wenn der in Urlaub iss), 3 Mehls hat er schon im Kasten, anfang nächste Woche wird nach gefasst (“Urlaub iss um!”) und die vierte geht raus – was nutzt’s? Schaun merr ma’! Aber: Ich hab wenigstens ‘was getan!! Wisst ihr alle, wie Eure MdBs heißen?, wie deren Mehladresse lautet? Habt ihr auch schon geschrieben?

            “Mein” MdB lügt ohne rotzuwerden und scheint mich für Dumm zu halten. Wenn mein Sohn/meine Tochter mich anlügt, erkläre ich es ihm/ihr und gut ist. Es passiert in der Regel nicht ein der gleichen Sache nochmal. “Mein” MdB sagt mit einfach nur, ich hätte keine Ahnung. Die einzige Sprache, die mich verständlich machte, widerspricht meiner pazifistischen Grundhaltung.

            Leider war die RAF auch keine Lösung, und selbst bei der franz. Revolution haben Sie nur begeistert geköpft, großartig verändert hat sich nix, außer dass in D frühzeitig Sozialgesetze erlassen wurden, um den Pöbel ruhig zu stellen, die jetzt ja endlich auch abgewickelt werden.

            • Vogel schrieb am 19. August 2010 um 17:50 - Permalink

              Alles richtig, natürlich, leider. Aber nix machen iss auch keine Option, oder? Jens weiß doch auch, dass man da nix machen kann – und schreibt trotzdem …

    8. HAL9002 schrieb am 18. August 2010 um 17:28 - Permalink

      @SF
      Uiuiuiui, na ja; hast ja schon einiges an Übung, was das Zurückziehen von Artikel angeht. Oder denkst Du, der Text könnte unter der Satire-Flagge segeln? Wohl kaum, m.E.n. Logischerweise gibt es keine legale Korruption, jedenfalls nicht nach StGB.
      Wer also sind die Adressaten Deines Artikels? Die treuen Leser des SF, die sowieso nur zustimmen und mitjammern können? Ein Entlastungsangriff für Ernst (“davon könnte man 10 Porsche kaufen”), oder damit Fräulein Isi einsieht, dass es hier doch gute MenschenInnen gibt? Kein vernünftiger, karriereorientierter Journalist wird es wagen, Steinbrück öffentlich wegen einer lumpigen Million anzuprangern.
      Die einzige strategische Möglichkeit etwas an diesen korrupten Zuständen zu ändern, wäre es Peer genug Geld zu zahlen (> 2Mio), damit er der Linken beitritt. Da alle gegen die Linke sind, würde Blöd das Thema aufgreifen und parlamentarische Trittbrettfahrer (Wifelspütz o.ä.) könnten aufspringen. Die sPD wäre bestimmt bereit, sich sogar die üppig sprudelnden Gazprom – Quellen abzugraben, nur um den sog. Commis eins auszuwischen.
      Ich schließe den SF in mein Gebet mit ein

      • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 17:53 - Permalink

        Ich schließe den SF in mein Gebet mit ein

        Wenn Du schon so gute Kontakte hast, sorge bitte dafür, dass solche Drecksäcke wie Steinbrück (meine Meinung) unverzüglich ins ewige Fegefeuer überführt werden.

        Vielen Dank. Kriegst auch ne Kerze.

        H. Müller

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:19 - Permalink

        Uiuiuiui, na ja; hast ja schon einiges an Übung, was das Zurückziehen von Artikel angeht.

        Diesen Artikel werde ich nicht “zurückziehen” – und wenn ich vorm Kadi lande!

        Oder denkst Du, der Text könnte unter der Satire-Flagge segeln? Wohl kaum, m.E.n. Logischerweise gibt es keine legale Korruption, jedenfalls nicht nach StGB.

        Das schreibe ich auch nicht. Unser lieber Baron würde sagen, das ist “umgangssprachliche Korruption”.

        Wer also sind die Adressaten Deines Artikels? Die treuen Leser des SF, die sowieso nur zustimmen und mitjammern können? Ein Entlastungsangriff für Ernst (“davon könnte man 10 Porsche kaufen”), oder damit Fräulein Isi einsieht, dass es hier doch gute MenschenInnen gibt?

        Ach, die Knallcharge kann mir doch den Buckel runterrutschen ;-)

        Kein vernünftiger, karriereorientierter Journalist wird es wagen, Steinbrück öffentlich wegen einer lumpigen Million anzuprangern.

        Ich bin ja auch weder vernünftig noch karriereorientiert.

      • COPOKA schrieb am 18. August 2010 um 18:58 - Permalink

        Kein vernünftiger, karriereorientierter Journalist wird es wagen, Steinbrück öffentlich wegen einer lumpigen Million anzuprangern.

        Es geht gar nicht um seine lumpigen Millionen, sondern um die dafür veruntreuten Abermilliarden aus der Steuerkasse.
        Das ist der Punkt. Und das ist das Elend ggw. Politgewerbe – da werden Unsummen veruntreut und verschleudert um paar Kröten für sich selbst herauszuschlagen.

        Ach wie schön es wäre, die Parteien für Amtshandlungen ihrer Genossen zur finanziellen Haftung zu ziehen **träum**

        • HAL9002 schrieb am 18. August 2010 um 21:00 - Permalink

          @H. Müller
          @SF
          @COPOKA

          Zum Ersten: Danke, für die Antworten.
          Zum Zweiten : Es ist ein valider Einwand, dass man zum Himmel stinkende Ungerechtigkeiten, einfach öfter zur Sprache bringen muss, damit sie registriert werden; so “Karthago muss zerstört werden”-mäßig.
          Also gut:
          Revoco! Der Artikel ist nicht unnötig sondern notwendig

    9. schwitzig schrieb am 18. August 2010 um 17:35 - Permalink

      Zitat SF:

      denn nach geltender Rechtslage ist diese Form der Korruption leider sogar legal.

      Das ist das wirklich bittere, denn weil das so ist, schneidet Deutschland immer noch so unverdient gut bei z.B. Transparency International ab.

      Figuren wie Steinbrück sind sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb es so viele Wahlverweigerer gibt.

      • muffin schrieb am 18. August 2010 um 18:08 - Permalink

        Deutschland ist laut OECD seit Mitte der 90´das korrupteste Land der Welt. (Uwe Dolata) Für diese Aussage die er öffentlich gemacht hatte, wurde er nicht angegriffen oder angefeindet, also muss es stich und hiebfest sein.
        Die Korruption findet dabei nicht so sehr im Alltag des Otto-Normal-Bürgers statt, dafür um so mehr “Elitekriesen” oder im Export. Gesundheitswesen, Finanzwesen, Politik, Versicherungen…. Deutschland ist auch Weltmeister im Schmieren, daher ist es auch kein Wunder das Deutschland so lange Exportweltmeister gewesen ist, trotz der veralteten Schrottanlagen (von zB Siemens nach Griechenland ) in die ganze Welt verkauft wurden.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:20 - Permalink

        Figuren wie Steinbrück sind sicherlich einer der Hauptgründe, weshalb es so viele Wahlverweigerer gibt.

        Exakt!

        • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 12:08 - Permalink

          Wahlverweigerer

          Kann ich so nicht bestätigen. Die Wahlverweigerer habe ich sehr selten getroffen. Wo immer man sich umhörte, war Steinbrück fast ein Star (ok, kann daran liegen, dass das “umhören” eher im Osten und Norden passierte – da ist man eh etwas direkter und kompatibler zu Steinbrücks burschikoser Art).
          Viele fanden toll, dass er mal “die Meinung” sagt. Seine ungehobelte Art kam an und wurde wohl als Bodenständigkeit wahrgenommen :(.
          Als er mit den Sprüchen anfing à la “Flop! Schwiiz” oder “die Amis sind schuld an unserer Finanzkrise” (sinngemäß), gab es Beifall bei Grillabenden und Partys.
          Ob die Leute, die ihn so toll fanden, auch wählen waren, weiß ich nicht.

          Ich muss allerdings zugestehen, dass ich das Thema SPD (und somit auch Steinbrück) seit längerer Zeit nicht mehr auf BBQ’s oder kleinen Feiern anschneide. Ist einfach besser für meine Gesundheit. Ich bin daher nicht mehr so informiert, ob dieselben “Fans” heute eher die Wahl verweigern würden.

          Wie gesagt, ich habe Steinbrück eher als einen der beliebtesten Politiker wahrgenommen.

          Edit: Das mit dem vielen Geld finde ich noch nicht mal so schlimm (ja ich bin mittlerweile abgestumpft). Vielmehr erbost mich die Tatsache des Schwänzens der politischen Arbeit im Bundestag. Imho ein Punkt, an dem man eher ansetzen könnte. Aus den Nebenverdiensten kann er sich m.E. nach ganz gut herausreden, solange man den Inhalt der Reden nicht kennt.

          Aber die politische Arbeit schwänzen, wofür er vom Steuerzahler/Staat bezahlt wird…

    10. landbewohner schrieb am 18. August 2010 um 17:38 - Permalink

      einen steinbrück zur aufgabe seines butamandats zu zwingen hieße allerdings alle anderen korruptis ebenfalls. dann wär der stall leer.
      zum pic mit der schweineschnauze: schweine sollen sehr soziale tiere sein.
      anders eben als die steinbrücks.

    11. Beate schrieb am 18. August 2010 um 17:40 - Permalink

      “Jährlich werden 1000 Milliarden Euro gewaschen.”

      Das geht nicht ohne Hilfe von Politikern und angesehenen Geschäftsleuten.

      “In der Bank UBS in Zürich fielen im Frühjahr dieses Jahres ungewöhnlich hohe Geldtransaktionen auf, die auf Konten bei der UBS auf den Grand Cayman-Inseln eingerichtet wurden. Deshalb gab es ein Vorermittlungsverfahren bei der FINMA, der Eidgenössischen Finanzmarktaufsicht in Bern. Ein Kontoinhaber der UBS-Cayman ist ein deutscher Ex-Politiker. Auf dessen Konto sollen weitaus mehr als 100 Millionen Euro deponiert worden sein. Überweisungsgrund: Sondertantiemen.”

      “Bei allen Finanzcrashs in Deutschland, ob Hypo Real Estate oder Bayerische Landesbank, zeigte sich die Bereitschaft, reine Profitinteressen einer kleinen Clique dem Gemeinwohl überzuordnen. Und die zuständigen Politiker in der Bundesregierung haben alle mitgemacht. Dummheit und Unwissenheit schützt bekanntlich nicht vor Komplizenschaft. Was die rot-grüne Bundesregierung angeht, so sind ihre Repräsentanten, insbesondere in der SPD (Schröder, Clement, Steinbrück etc.), die Hauptverantwortlichen für diesen Zustand. Aufklärung war politisch nicht gewollt – im Gegenteil.”

      http://www.heise.de/tp/r4/artikel/32/32795/1.html

    12. Dr. Gonzo schrieb am 18. August 2010 um 17:45 - Permalink

      Sowas muss doch an den Pranger! Irgendwas muss doch geschehen. Sollen wir in gewohnter Manier über die Schlechtigkeit der Welt und die Korruptheit der meistentscheidenden Politiker lamentieren und dann kopfschüttelnd weiter dem Alltag nachgehen? Es spricht ja noch niemand von Straßenbarrikaden und Revolution, alles fängt klein an. Hand aufs Herz – Hat angesichts dessen nicht jeder von uns drei Minuten Zeit, um ein kurzes Rücktrittsgesuch per Mail zu versenden? Oder um diesen Artikel wenigstens an den besten Freund zu verlinken? Oder um die nächste politische Diskussion kurz auf ernste Korruptionsfälle zu lenken wenns wieder um Porsche-Klaus geht?

      Die Blogosphäre und “Das Internet” wenn ich das mal so sagen darf, haben doch erfahrungsgemäß Potential eine Aktion zu starten und am Ende evtl. auch größere Medienorgane zum Mitmachen zu bewegen. Warum suchen “wir” uns nicht einen besonders hartnäckigen Fall (oder mehrere?) wie z.b. eben diesen aus und machen daraus einen Präzedenzfall? Wir setzen uns für eine gesetzliche Regelung ein, welche die Nebeneinkünfte von Politikern regelt! Wie schon bemerkt werden die etablierten Medien sich von alleine nicht darum kümmern…

      Was sagt Ihr dazu?

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:05 - Permalink

        Was sagt Ihr dazu?

        Kommt Zeit, kommt Rat, kommt Attentat – habe ich das jetzt gesagt? Nee ;-)

        • Brixius schrieb am 18. August 2010 um 18:56 - Permalink

          Die kalte Wut. echtmal. Nach Gender und Google mal wieder etwas das einen auf den Boden holt.

      • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 18:23 - Permalink

        Ich habe soeben über http://www.abgeordnetenwatch.de unter Rubrik “Inneres und Justiz” folgende Aufforderung an Steinbrück geschickt:

        Herr Ex-Minister und Bundestagsabgeordneter,

        wie ich den Medien entnehme, werden Sie dort wegen ihren “Nebeneinnahmen, in religiösen Kreisen spricht man auch von Judaslohn) als korrupt bezeichnet.

        Ich fordere Sie hiermit auf, innerhalb von 3 (in Worten: drei) Tagen von allen Ihren politischen Ämtern zurück zu treten und den “Judaslohn” an gemeinnützige Institutionen für ALG 2-Empfänger, Rentner usw. abzugeben. Keine Spenden!!!!!

        Sollten Sie dieser Aufforderung nicht fristgemäß nachkommen, werde ich Ihnen unverzüglich die “Schweizer Kavallerie” zwecks Entsorgung auf den Hals hetzten.

        In hochachtungsvoller Verachtung.

        H. Müller

        • schwitzig schrieb am 18. August 2010 um 19:54 - Permalink

          Ich kann’s ja verstehen, aber Briefe an Merkels, Steinbrücks und ähnliche Angehörige von “Volksparteien” mit Vorwürfen und Empörung interessieren diese Typen einen Scheiß. Sie ärgern sich wahrscheinlich noch nicht einmal darüber, denn es ist ihnen einfach völlig wurscht, solange sie nicht irgendwelche persönlichen Nachteile oder gar Konsequenzen zu befürchten haben.
          Die Empörung ist bei den Menschen, die eine Moral, ein Gewissen und ein Ethikverständnis haben. Unsere Politiker haben vielleicht so etwas wie ein Ethikverständnis, was sie allerdings nicht in ihren Handlungen und Entscheidungen beeinflusst. Dreck schwimmt oben.
          Du kannst ihnen mit Briefen nicht gefährlich werden und das wissen sie. Genauso wie sie wissen, dass genehmigte (!) Demonstrationen und Streiks sie niemals persönlich gefährden werden. Und Generalstreiks sind verboten … (!). Und für die derzeitigen und zukünftigen Unwägbarkeiten wird ein Schutzapparat aus Überwachung und gut bezahlten und ausgebildeten Schutzmannschaften (für “Volksvertreter” zum Schutz vor ihrem Volk …) aufgebaut.

          Du solltest Dich mit dem Gedanken vertraut machen, dass wir es nicht mit dummen, sondern mit intelligenten Arschlöchern zu tun haben.
          Die wissen genau, was sie tun. Im speziellen Steinbrück, der im Gegensatz zu den meisten anderen eine Ausbildung genossen hat, die ihn dazu qualifiziert.
          Die einzige gewaltfreie Chance, die ich noch sehe, sind Wahlen. Denn alle 4 Jahre müssen sie (noch) vorsichtig sein, um ihre Pfründe nicht zu gefährden.
          Deswegen bringt es viel mehr, wenn Du Artikel wie diesen z.B. per Mail so weit wie möglich verbreitest, als wenn Du einen Brief an einen “Volksvertreter” schreibst, der diesen höchstwahrscheinlich noch nicht mal liest und selbst wenn doch, kein bißchen davon tangiert wird.

          • Elbarto schrieb am 18. August 2010 um 20:01 - Permalink

            Die einzige gewaltfreie Chance, die ich noch sehe, sind Wahlen. Denn alle 4 Jahre müssen sie (noch) vorsichtig sein, um ihre Pfründe nicht zu gefährden.

            Vielleicht helfen Wahlen, aber mMn nur wenn wir sagen wir mal ca. 80% Nichtwähler haben. Dann hätten die Hanseln erhebliche Legtimationsprobleme und das Volk könnte diese Junta zum Teufel jagen.

            • Wat. schrieb am 18. August 2010 um 20:11 - Permalink

              Legitimationsprobleme ergeben sich nicht automatisch. Eine Wahl ist mW auch mit 20 % gültig.

              Sie ergäben sich mE nur dann, wenn die dann zuhaus gebliebenen 80 % auch noch anders, als nur durch ‘nicht-wählen’, ihr Desinteresse an der ‘Veranstaltung’ zeigen.

              Muß ja vielleicht nicht einmal die Großdemo sein – bequem bei allem zuhaus sitzen – ‘funktioniert’ vielleicht auch…

              Wenn 80 % weder Strom, noch Raten/bzw. Mieten fürs Haus/die Wohnung zahlen, sich ihr Geld von der Bank nach Eingang sofort auszahlen lassen und überall weitestgehend einig verweigern….

              Wäre kein Generalstreik – die, die noch Arbeit haben, die gehen ja hin und arbeiten auch hübsch deutsch fleißig ;-)

              … Da reichen 25% denke ich, müssen nicht mal 80 % sein…

              … wenn doch die Menschen nicht immer so einen Schiß vor der eigenen Verantwortung für ihre Meinung hätten…

          • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 20:16 - Permalink

            Ich stimme Dir zu 99 % zu.
            Nur – Warten auf die Wahlen alle 4 Jahre ist zu wenig. Bei Steinbrück auch sinnlos, da er mit Sicherheit nicht mehr antritt.

            Kampagne ist das Stichwort. Werft dem Steinbrück bzw. seinen Mitarbeitern mal 100.000 Briefe vor die Füße und ebenso viele Mails. Das wird zumindest lästig. Für uns kein Aufwand. Die Masse macht’s aber für die Gegenseite unbequem und regt vielleicht doch zum Denken an.

            Weiterverbreitung sowieso. Nur nutzt es nichts, wenn alle lesen, sich aufregen, aber nichts machen.

            Gruß

            H. Müller

            • Elbarto schrieb am 18. August 2010 um 20:37 - Permalink

              Legitimationsprobleme ergeben sich nicht automatisch. Eine Wahl ist mW auch mit 20 % gültig.

              Da hast du wohl Recht, das es eine “Mindestwahlbeteilung” in bestimmter Höhe geben muss, steht nirgendwo. Aber wenn wir wirklich mal bei 80% Nichtwählern angekommen sind, wird sich mit Sicherheit eine öffentlich Debatte darüber entwickeln.

              Die Lösung wird wohl eine Wahlplficht und bei nicht wählen 100 € Strafe sein ;-)

          • Sandsturm schrieb am 18. August 2010 um 21:31 - Permalink

            @schwitzig
            Wenn Wahlen etwas verändern könnten dann wäre sie verboten.
            Aber in gewisser Weise hast du Recht – das System muss von innen herraus aufgebohrt werden nur dafür gehts allen hierzulande noch nicht schlecht genug. In Venezuela ist Chavez auch nicht an die Macht gekommen weil ein paar Eierköpfe aus der Oberschicht meinten, das ein anderes politisches System dem Land gut täte; er ist an die Macht gekommen weil es der Bevölkerung offenbar so beschissen ging, dass sie trotz der Beeinflussung aus den Massenmedien (in Venezuela ist fast alle Fernsehsender Chavez-feindlich) das richtige gewählt haben – obwohl die Gegenseite um Längen mehr Mittel verfügte.

            Nein – eine Änderung gibts erst wenn HARTZ IV abgeschafft wird. Erst wenn Westerwelle und Co. so gierig werden, dass sie nicht mehr kapieren das HIV die Leute davon abhält auf die Straße zu gehen, erst dann wird sich hierzulande was bewegen, vorher nicht.

            • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 06:42 - Permalink

              Wenn Wahlen etwas verändern könnten dann wäre sie verboten.

              Ich kann diese Brechtsche Verallgemeinerung nachvollziehen, aber nur bedingt akzeptieren, denn:

              Bei der BTW haben die Wähler CDU, FDP, SPD und Grüne gewählt! Sie haben diese Gruppierungen, die meiner Ansicht nach im Feld der Organisierten Kriminalität anzusiedeln sind, aktiv unterstützt, obwohl es keinen Zwang dazu gab und obwohl sie etwas anderes hätten wählen können. Ganz legal, mit zähneknirschender Duldung der Protagonisten aus der CDUSPDFDPGRÜNE.

              Die Wähler und die Wahlverweigerer sind die Täter, die entweder aktiv unterstützt oder passiv geduldet haben und insofern passt der Spruch von Brecht nicht, der obendrein ziemlich dumm ist. In einer sterbenden Demokratie ist die Simulation eben dieser um so wichtiger für das Herauszögern des Zusammenbruchs. Sinnvoller wäre dieser:

              Wenn Wahlen etwas verändern könnten, hätten wir Wahlautomaten.

              Da von unserer Regierung schon seit geraumer Zeit versucht wird, entgegen jeder wirtschaftlichen und juristischen Logik Wahlautomaten einzuführen – was momentan zum Glück vom BVerfG untersagt wurde – , bedeutet das im Umkehrschluss, dass Wahlen noch etwas bewirken können. Auch andere Indikatoren sprechen dafür: Siehe Medienmanipulation, -hetze und -kampagnen.

              Nein – eine Änderung gibts erst wenn HARTZ IV abgeschafft wird. Erst wenn Westerwelle und Co. so gierig werden, dass sie nicht mehr kapieren das HIV die Leute davon abhält auf die Straße zu gehen, erst dann wird sich hierzulande was bewegen, vorher nicht.

              Vielleicht ist das einer der Gründe, weshalb die CDU-Schergen sich von dieser FDP-Sekte trennen wollen. Sie erkennen, dass diese Gläubigen tatsächlich den Tropfen in das volle Fass schmeissen könnten, weil sie nicht einer rationalen Gier, sondern einem religiösen Wahn verhaftet sind.

          • gerdos schrieb am 19. August 2010 um 09:59 - Permalink

            “Du kannst ihnen mit Briefen nicht gefährlich werden und das wissen sie. Genauso wie sie wissen, dass genehmigte (!) Demonstrationen und Streiks sie niemals persönlich gefährden werden. Und Generalstreiks sind verboten … (!). Und für die derzeitigen und zukünftigen Unwägbarkeiten wird ein Schutzapparat aus Überwachung und gut bezahlten und ausgebildeten Schutzmannschaften (für “Volksvertreter” zum Schutz vor ihrem Volk …) aufgebaut.”

            Hast ja Recht, aber die Angst muss die Seiten wechseln. Und dafür sehe ich in Frankreich (Aufstände 2005 in den Banieleus), Generalstreiks, die bevorstehenden Revolten angesichts der Sparmassnahmen in Griechenland
            und die Protestaktionen anläßlich der letzten G8-Gipfel erste Ansätze. Wenn es ernst wird, ist es egal, ob ein Generalstreik rechtswidrig ist oder nicht. Das Legalitätsprinzip dient doch nur den Herrschenden.

            Gewaltlosigkeit als ethisch-moralisch leitende Matrix hinter gesellschaftlich-politischem Engagement kann nur funktionieren, wenn das angesprochene Gegenüber – also im Normalfall die herrschende Macht – , die in der demonstrativ gewaltfreien Position enthaltenen Angebote von Offenheit, Beziehung, Verzicht auf Verletzung u.a. auch als solche wahrnehmen, sprich sich davon berühren lassen kann. Die Idee hinter Aktionen wie Unterschriftensammlungen, Petitionen, öffentlichen Appellen, Kundgebungen und Menschenketten etc. geht unausgesprochen eben von dieser der anderen Seite unterstellten Fähigkeit aus: Mitmenschliche Kritik ernst zu nehmen, sich davon berühren zu lassen und gegebenenfalls konsequenzen für das eigene Handeln zu ziehen.

    13. transwarp schrieb am 18. August 2010 um 17:57 - Permalink

      mehr als 500 Milliarden Euro Steuergelder wurden in der Ära Steinbrück in das Finanzsystem gepumpt – wieviel davon irgendwann wieder zurückgezahlt werden, darüber kann man nur spekulieren

      Da hab ich mich mal mit nem Verwandten (StarAnwalt und Bankenfreund) gezofft. Er hat sich natuerlich “bestens” ausgekannt, und mein halbwissen gruendlich zerlegt.

      Deutschland etwa legte ein Programm mit einem Volumen von 480 Milliarden Euro auf,
      Hinzu kommt, dass die Banken nur einen Bruchteil der bereitgestellten Mittel brauchten

      Skeptisch ist Schildbach auch für einen Teil des Geldes, das in Deutschland an die Banken geflossen ist: „Langfristig erscheint es angesichts der strukturell geringen Profitabilität des deutschen Bankensystems höchst unwahrscheinlich, dass die beiden größten Kapitalempfänger Commerzbank (18,2 Milliarden Euro) und Hypo Real Estate (7,7 Milliarden Euro) die erhaltenen Mittel vollständig zurückzahlen werden.“ Wenig Hoffnung hat er auch für die Landesbanken. „Die betroffenen Bundesländer dürften kaum mehr als einen kleinen Teil der 18 Milliarden Euro zurückerhalten.“ Dennoch erwartet er, dass zumindest einige Milliarden zurück an den Staat gehen. „Insgesamt wird die Netto-Belastung der deutschen Haushalte in absoluten Größen voraussichtlich erheblich sein“, schreibt er, „jedoch unter ein Prozent des BIP bleiben“. Das wären etwa 25 Milliarden Euro.

      http://www.focus.de/finanzen/banken/finanzkrise-das-guenstige-desaster_aid_525770.html

      mit “darüber kann man nur spekulieren” kann ich den Staranwalt nicht ownen!
      Will nicht wieder wie der linke bauer der familie dastehen;)

      paar “seriöse” quellen wären auch hilfreich…..

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:28 - Permalink

        nee, alleine in die HRE flossen (ganz real) über 100 Mrd. HSH-Nordbank, Commerzbank, Bayern/LB usw. usf. machen noch mal zusammen 100 Mrd. Wieviel aus dem SoFFin geflossen ist, weiß ich gerade aus dem Stehgreif auch nicht. Wenn man akkribisch alle Posten zusammenzählt kommt man auf über 500 Mrd.

        Ich kann das gerne mal im Rahmen eines separaten Arikel aufrechnen. Jetzt alles herauskramen, ist mir – sorry – zu zeitaufwändig.

        • transwarp schrieb am 18. August 2010 um 18:57 - Permalink

          mir gehts weniger um die 20 Milliarden +- sondern um:

          Hinzu kommt, dass die Banken nur einen Bruchteil der bereitgestellten Mittel brauchten.
          Vier Prozent des BIP waren es in den USA, 3,1 Prozent in Deutschland.

          also ist das eine glatte luege?!

          und das:

          Insgesamt wird die Netto-Belastung der deutschen Haushalte in absoluten Größen voraussichtlich erheblich sein“, schreibt er, „jedoch unter ein Prozent des BIP bleiben“. Das wären etwa 25 Milliarden Euro.

          totaler bloedsinn?

          Mein, ich glaub ja keiner studie von “DB Research”. aber wo ist der formulierungs kniff das die mit sowas durchkommen koennen?

          • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 19:03 - Permalink

            dazu kann jetzt auf die schnelle nichts sagen. Das müsste man nachrechnen und vor allem schauen, welche Töpfe da genau gemeint sind. Wenn es nur um den SoFFin geht … ok, dann könnte das stimmen. Dazu später mehr.

            • Uncle Dave schrieb am 19. August 2010 um 19:47 - Permalink

              Jens, mach das bitte. Alles in Ruhe auseinanderrechnen und mit Quellen präsentieren. Es macht ja sonst keiner. Deine Leser werden es Dir danken. Als zweite Wiedergutmachung nach dem Emanzen-Bullshit. Im Gegensatz zu letzterem führt eine solche Faktensammlung vielleicht auch zu etwas. Wenn das Ganze schwarz auf weiß, nachprüfbar und sprachlich wie gewohnt hervorragend daliegt, wird das seien Resonanz finden.

              PS: Ist Elbartos Replique auf meinen Komment von Gestern Abend mitsamt den zwei weiteren Folge-Postings von Dir gelöscht worden?!?

        • ppp schrieb am 18. August 2010 um 19:31 - Permalink

          Das mit der Soffin wird gar nicht richtig eruierbar sein… selbst der dafür zuständige parlamentarische Kontrollausschuss erhält im Nachhinein nur grobe Infos. Es ist aus öffentlichen Quellen nicht mal festzustellen, welche konkreten Personen aktuell im Lenkungsausschuss, der alle wichtigen Entscheidungen trifft, sitzen. Gab ja nen Regierungswechsel.
          Wäre natürlich ein lohnendes Thema, hehe.

          Übrigens zu Steinbrück aus dem Jahre 2009:

          Am deutlichsten bringt Finanzminister Peer Steinbrück (62, SPD) seine Geringschätzung gegenüber den Parlamentariern zum Ausdruck: Obwohl ihn Rupprecht persönlich vorlud, hielt es der Minister bis heute nicht für nötig, vor den Abgeordneten zu erscheinen. Stattdessen führt in den freitäglichen Sitzungen meist der scheidende Finanzstaatssekretär Axel Nawrath (54) als Vorsitzender des Soffin-Lenkungsausschusses das Wort.

          http://www.manager-magazin.de/magazin/artikel/0,2828,608901-2,00.html

        • Karsten Bier schrieb am 19. August 2010 um 01:08 - Permalink

          Dazu ein (mit Quellen versehener) Artikel, das wäre wirklich wunderbar. Ich habe inzwischen schon einige Diskussionen erlebt, in denen es genau zu diesem Thema ziemlich viel Streit gab. Da mal verlässliche Zahlen zu haben wäre echt toll.

        • x-cube schrieb am 19. August 2010 um 09:04 - Permalink

          Ich kann das gerne mal im Rahmen eines separaten Arikel aufrechnen. Jetzt alles herauskramen, ist mir – sorry – zu zeitaufwändig.

          Das währe super klasse. Denn ich glaube man hat
          1. Den Überblick verloren und
          2. etwas gegen das Argument “Es sei kein Geld da” in der Hand

          Ein Artikel darüber wäre fantastisch. Dann würde man mal sehen, das kein Milliönchen für Rentner, aber Milliarden für die Banken vorhanden sind.

          Toller Artikel übrigens. Danke

    14. Der Dude schrieb am 18. August 2010 um 18:02 - Permalink

      Fast noch saurer als auf Steinbrück bin ich auf unsere “4. Gewalt”, den Medien. Sich auf jedes Skandälchen der Linken stürzen, aber die wirklichen Skandale fallen unter den Teppich. Selbst sog. linke Printmedien, wie Junge Welt, Taz, FR versagen hier meist total. Von öffentlichen-rechtlichen Fernsehsendern erwarte ich hier überhaupt nix mehr.

      Armes Deutschland (für die meisten zumindest – manche leben ja hier, auf Kosten der Anderen, wie die Made im Speck. Aber dann auf die Hartz-IV Schmarotzer schimpfen. Kann gar nicht so viel essen, wie ich kotzen möchte.)

    15. Anonymer Leser schrieb am 18. August 2010 um 18:10 - Permalink

      “Negerkinder” sind aber Autobahn. Aber was erwartet man auch von einem frauenfeindlichen Machoblogger. *G*

      Aber trotzdem nett von Bobele Geldorf, dass er einen Beutel Erdnüsse aus der ersten Klasse mitnimmt und jedem Kind in Afrika eine gibt, solange der Vorrat reicht. Damit wird dem Welthunger Einhalt geboten.

      • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 18:29 - Permalink

        “Negerkinder” sind aber Autobahn

        Vergiß es. Negerkinder sind schwarz. Autobahnen heute grau früher braun.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:29 - Permalink

        Diese Autobahn haben wir im Blog schon zwei oder dreimal durchdisuktiert. Und ich bleibe bei dem Wort, wenn es passt. Basta! ;-)

        • Kini schrieb am 18. August 2010 um 20:52 - Permalink

          Fünfmal durchdiskutiert. :-)

          Mindestens.

    16. Machu Picchu schrieb am 18. August 2010 um 18:13 - Permalink

      Spiegelfechter, darf ich Dir (natürlich unter Ausschluß der Öffentlichkeit) etwas beipflichten? Für Artikel wie dieser liebe ich Dich! ;-)

      Und nein, ich bin nicht schwul!

      Deutschland = Korruptistan
      Wirklich, ich könnte jetzt KOTZEN!

      Wann endlich hören wir auf zu schreiben und gehen auf die Strassen dieser Bananenrepublik, um diese korrupten und rückgratlosen Politverbrecher in die Pampa zu schicken? Was lassen wir uns noch alles gefallen? Für wie bescheuert und gehirngewaschen hält uns diese “Polit-Elite”?

      Könnt Ihr das ganze Affentheater, das von unseren “Volksvertretern” präsentiert wird, noch ertragen? Ich nicht mehr!

    17. MNB schrieb am 18. August 2010 um 18:21 - Permalink

      Schon x-mal angeschnitten. Steinbrück ist nur der Ausfluß des Systems. Wir brauchen MEHR Abgeordnete und müssen die anders entlohnen. Denn wie oben beschrieben: wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik. Hier würde ich nicht wegen ein paar Milliönkens Hasenfüße bekommen.

      Mehr Abgeordnete wünsche ich mir für noch kleinere Wahlkreise. Und Abgeordnete sollten 2 Jahre über ihr Ausscheiden aus dem BT hinaus ihr Einkommen als Abgeordneter beziehen, und zwar in voller Höhe. DAFÜR: Wettbewerbsverbot. Keine zusätzliche Beschäftigung, außer kostenfreie Vorträge an Hochschulen und öffentlichen Veranstaltungen bspw.

      Solange wir während der Abgeordnetentätigkeit Nebentätigkeiten zu lassen und keine Karenzzeit nach der Parlamentszeit, werden wir uns in 1000 Jahren immer wieder über die Steinbrücks dieses Landes echauffieren.

      • DerFlaschengeist schrieb am 18. August 2010 um 18:28 - Permalink

        Denn wie oben beschrieben: wer die Kapelle bezahlt, bestimmt die Musik.

        Naja…so ganz stimmt das ja eben nicht. Eigentlich haben WIR die Kapelle bezahlt. Nur springen eben aus dem vorlauten Publikum ständig Gäste auf, die Wünsche äussern, die die Kapelle dann spielt.
        Eigentlich müsste man der Kapelle den Strom abstellen, den Bierausschank einstellen und dann die Gäste zum gehen auffordern.

      • Wat. schrieb am 18. August 2010 um 20:37 - Permalink

        Solange wir während der Abgeordnetentätigkeit Nebentätigkeiten zu lassen und keine Karenzzeit nach der Parlamentszeit, werden wir uns in 1000 Jahren immer wieder über die Steinbrücks dieses Landes echauffieren.

        Gut, wir ‘echauffieren’ uns über Steinbrück & Co. und deren Nebentätigkeit.
        Aber ist das wirklich das Thema?

        Regen wir uns nicht eigentlich darüber auf, daß ‘die’ nur an sich denken und das mit dem Souverän: “Das Volk” ad absurdum führen?

        Natürlich sollten wir ihnen ‘Feuer unterm A…nus machen’, fürs erste ja auch nicht wirklich schlecht.
        Nur, das (!) Problem hätten wir trotzdem für die nächsten ’1000 Jahre’ weiter.

        Wird wohl nicht anders gehen, als selbst machen lernen…
        Wie?
        Müssen wir wohl ausprobieren – kann das Rezeptbuch dafür (auch) nicht finden – und falls es das geben sollte – würden mir die Rezepte bestimmt nicht ‘schmecken’ ;-)

        • na sowas schrieb am 19. August 2010 um 10:29 - Permalink

          Wie?

          Es ist wenig charmant einer Frau ein ‘Rezeptbuch’ zu empfehlen – pardon – aber ein paar
          ❝Recipes for Disaster❞ gäbe es schon. ☀
          Et bon appétit bien sûr !
          …
          Vena laus amoris, pax, beis, bistodis. [latinitas culinaria]

          • Wat. schrieb am 19. August 2010 um 10:41 - Permalink

            @na sowas

            Ja, ja – ‘Küchen-Latein’ ;-)

            Bei mir ist ‘Kochen’ tatsächlich noch etwas anderes, als den Pizza-Service anrufen…

            Btw. – prima ‘Einlage’ – *lach*

          • Wat. schrieb am 19. August 2010 um 10:59 - Permalink

            Nachtrag @na sowas

            Bin nicht so wissend – Google hat geholfen…
            Kochen kann ich trotzdem.

            … und Chaos klick ich auch schon mal einfach weg ;-)

        • MNB schrieb am 19. August 2010 um 10:46 - Permalink

          Ich denke, Du hast mich bzw. die Auswirkungen nicht in meinem Sinne verstanden. ;-)

          Wenn Politiker keine Nebeneinkünfte haben dürfen, dann ist dieser legale Weg, einem Politiker gezielt über uninteressante Vorträge, Schubladen-Studien und Frühstücksdirektorenposten Geld zufliessen zu lassen, versperrt.

          Wenn Politiker dann eine Ruhezeit nach dem Amt haben und ihnen weiterhin kein Geld zugesteckt werden kann und sie 2 Jahre nicht für die Wirtschaft arbeiten dürfen, dann verfällt ihr Wissen über die aktuell in ihrem Beritt herumschwirrenden Dokumente. Sie werden für die Wirtschaft uninteressanter.

          Das Rezept heißt also: Die Milch sauer werden lassen.

    18. DerFlaschengeist schrieb am 18. August 2010 um 18:22 - Permalink

      Sowas muss doch an den Pranger! Irgendwas muss doch geschehen.

      Das ist ja das Feine…es passiert ja gerade was ;)
      Ausgegangen von Abgeordnetenwatch hat mindestens NDS, SF und SPON darüber berichtet (sicherlich noch mehr, ist mir persönlich aber gerade nichts bekannt, da ich heute kaum Zeit hatte).
      Die Ein-, oder andere Seite greift das Thema sicherlich auch noch morgen auf, denn eines ist klar. Auch wenn jeder schon still und heimlich für sich soetwas vermutet hatte, so ist der Anblick der nackten Zahlen und Fakten doch trotzdem noch schockierend genug. Ist irgendwie wie mit dem Winter. Jeder weiss, da schneits, aber wenn dann der erste Schnee fällt, ist doch jeder überrascht und montiert hektisch seine Winterreifen.

      So empörend Steinbrücks Verhalten auch ist. Dass er nicht der Einzige ist, der sich so schamlos an seinem Amt bereichert, dürfte auch klar sein. Ich hege da die vermutung, dass das nur die oberste Schneeflocke der Spitze des Eisberges ist und hoffe wirklich, dass Abgeordnetenwatch mit der Ankündigung (im Newsletter) Ernst macht, noch weitere Fälle aufzuspüren.

      Dem Jens dahier hier viel Glück zu wünschen, ist verfrüht. Das braucht er wohl erst dann, wenn Abgeordnetenwatch aufgrund eines “technischen Problems”, oder eines “Versehens” plötzlich nicht mehr erreichbar ist. Wäre ja nicht das erste Mal, dass einer kritischen Webseite so ein “Pech” wiederfährt…

      Aber zurück zum anfang. Ja, es muss etwas passieren. Ist mehr als überfällig. Sagt es weiter, schickt Mails an Hinz und Kunz, denn diesmal könnte es sogar wirklich eine kleine Lawine auslösen. Ok, bei Hartz 4 Empfängern, da kommt Opa nicht extra aus dem Sessel…interessiert nicht. Steuererhöhungen sind so unabwendbar wie der Frühling. Da kann man eh nix ändern. Hier aber ist der Skandal so offensichtlich und die Sachlage so klar, dass selbst ein eingeschläferter hauptberuflicher Nichwähler erkennen sollte, dass es so nicht geht.

      Alternativ dazu könnte jemand ja der Bildzeitung ne Millionen spenden, damit sie das auf Seite 1 bringen. Dann würde es zwar immernoch nicht jeder verstehen, aber wenigstens glauben.

      In diesem Sinne….

    19. R_Winter schrieb am 18. August 2010 um 18:30 - Permalink

      Der Artikel ist gut und beschreibt doch nur ein Teil.
      Der Politversager Peer Steinbrück geht straffrei mit einer Million € in der Tasche.
      “Systemrelevant”, “unvermeidlich” sind die Leistung. Juristisch ist Steinbrück nicht zu fassen, der nicht einmal den “Kofferträger” Asmussen steuern könnte und ihm aus Dank zum Staatssektär befördert hatte.
      Alle Parteien sind am “Großen Bankraub von 500 Mrd. €” beteiligt – von Lafontaine bis Merkel und darum kann Steinbrück hemmungslos absahnen und gleichzeitig lenken die Medien auf Ernst ab.

      • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 18:45 - Permalink

        Warum Lafontaine?

        • R_Winter schrieb am 18. August 2010 um 18:57 - Permalink

          Lafontaine war Mitglied im Kontrollgremium der IHK-Bank.
          Gestützt vom Staat mit > 10 Mrd. € und dann für 130 Mill. € verkauft.

          • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 19:10 - Permalink

            Ich kenne keine IHK-Bank.

            • R_Winter schrieb am 18. August 2010 um 19:14 - Permalink

              Richtig, muß “IKB-Bank” lauten.

          • H. Müller schrieb am 18. August 2010 um 20:19 - Permalink

            Richtig, muß “IKB-Bank” lauten

            Und welche Funktion genau hatte Lafontaine in dieser Bank?

            • DerFlaschengeist schrieb am 19. August 2010 um 07:17 - Permalink

              Guckst du hier
              http://www.gidf.de

            • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 12:53 - Permalink

              http://www.tagesspiegel.de/politik/lafontaine-gibt-seinen-posten-bei-der-kfw-auf/1380572.html

              http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/849042/

              So als Start…
              Und so oberflächlich wie R_Winter sollte man das eigentlich nicht formulieren. Ich finde, das ist ein wenig komplexer als “alle stecken mit drin”. Nix für ungut.

              OT:
              Ich mag Herrn Lafontaine persönlich nicht besonders, da er ein paar Eigenheiten hat, die mir ein Mögen gründlich erschweren. Aber fachlich habe ich allergrößten Respekt vor seiner Arbeit und würde ihn gern in der aktiven Finanzpolitik sehen. Und seit ich ihn persönlich bei der Diskussionsrunde in der Kulturbrauerei im November letzten Jahres erlebt habe, hat sich dieser Respekt gefestigt.

            • R_Winter schrieb am 19. August 2010 um 13:48 - Permalink

              Das war nicht gut von mir, denn ich hätte es richtig wissen müssen.

            • H. Müller schrieb am 19. August 2010 um 18:40 - Permalink

              @ DerFlaschengeist

              Guckst du hier
              http://www.gidf.de

              Klugscheißer!!!!!!
              Beantworte meine Frage oder halt die Klappe!!

              @Lennard

              Du sagst es. Ich wollte R_Winter ganz behutsam auf den Weg der Erkenntnis führen.

              @ R_Winter

              Das war nicht gut von mir, denn ich hätte es richtig wissen müssen.

              O.K. Schwamm drüber, auf ein Neues. :-)

    20. David schrieb am 18. August 2010 um 18:34 - Permalink

      Die linksliberale Avantgarde aus München findet Kritik am lieben Peer “kleinlich”.

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:42 - Permalink

        Oha! Und das von Prantl, den ich ansonsten sehr schätze. Schade.

      • noname schrieb am 18. August 2010 um 18:54 - Permalink

        Wollte gerade den gleichen Link posten. Hab auch nur noch den Kopf geschüttelt.

        http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,712225,00.html

        Verkehrte Welt.

      • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:07 - Permalink

        Seltsam, das ist für mich kein typischer Prantl-Artikel. Viel zu kurz und oberflächlich. Möchte mal wissen, was ihn da geritten hat.
        Seine Artikel haben doch früher nicht den Eindruck gemacht, als wären sie in der Frühstückspause geschrieben worden. *seufz* Oh man, nicht der auch noch.

    21. helga müller schrieb am 18. August 2010 um 18:40 - Permalink

      Guter Artikel, gerade las ich folgenden von Wolfgang Bittner, der sich auf dieses nebulöse Getue der Mächtigen richtet.
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=6505
      Sind diese Leute alle schon scientologygeführte?

      • Spiegelfechter schrieb am 18. August 2010 um 18:41 - Permalink

        Der mann heißt Wolfgang Lieb ;-)

        Trotzdem Danke für den Link.

        Ich kann nicht lesen … sorry ;-)

    22. Groo schrieb am 18. August 2010 um 18:43 - Permalink

      im Zusammenhang: aus der Rede von Bittner

      Wer sind SIE? Ist das ein anonymes Wesen, das irgendwo im Hintergrund lauert und wie im Märchen hin und wieder durch Menschenopfer zufrieden zu stellen ist? Oder ist es vielleicht so ein mafiöser Krake, der Schutzgelder erpresst und ähnliche verbrecherische Dinge macht? Nein, wir wissen, wer SIE sind. SIE lassen sich benennen, wenn wir genauer hinschauen, sogar namentlich. Es sind in ihrer großen Mehrheit die Führungskräfte in Politik und Wirtschaft, eine Pseudo-Elite, die durch Geburt oder Opportunismus, durch Vetternwirtschaft oder Schleimerei in Positionen gelangt ist, die sie überfordern, in Verantwortung, der sie nicht gewachsen sind, intellektuell nicht oder charakterlich nicht, oft trifft beides zusammen.

      Bei nicht wenigen dieser Personen sind pathologische Verhaltensweisen festzustellen, die sich mit Gefühlskälte, Hartherzigkeit und Mitleidlosigkeit, ja sogar mit Brutalität und Unbarmherzigkeit durchaus treffend beschreiben lassen. Wenn ich mit solchen Leuten zu tun habe, stehen mir manchmal geschichtliche Gestalten wie Hernan Cortés, der Eroberer von Mexiko, oder Roland Freisler, der Präsident des Volksgerichtshofs, oder einer dieser schrecklichen Päpste des Mittelalters vor Augen. Psychopathen, die über Leichen gingen. Und ich finde in den Verhaltensweisen unserer sogenannten Eliten deutliche Parallelen zu ihren historischen Vorgängern, wenngleich heutzutage nicht mehr so offen betrogen, geraubt, gefoltert und gemordet wird, jedenfalls nicht in unseren Gegenden.

      http://www.nachdenkseiten.de/?p=6505#more-6505

      Meine Rede.

      Das ist ein pathologisches Phänomen.
      Teils genetisch, teils antrainiert. (primäre/sekundäre Soziopathie nenn’ ich das)
      Das ist keine VT, sondern wird laufend mehr empirisch erhärtet.

      btw., was macht eigentlich Asmussen, Steinbrücks Alter Ego zZ?

      Die Schweinereien um die HRE Insolvenzverschleppung sind schon down im memoryhole.

      Da noch was:
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=4137#h03
      Punkt Drei

      Solang die SPD die Seeheimer nicht zum Teufel jagt, ist sie nicht satisfaktionsfähig.
      Vielleicht merkt das mal einer von denen.

      Ansonsten:
      Die erste Tat des modernen Politikers ist die, sich selbst zu exkulpieren, also zusammen mit seinen Konzern-Kumpanen verantwortungsfrei zu stellen.
      Da ist kaum mehr was zu machen.
      Etliche Legislaturperioden und gut isses.

    23. Huuh (rrah) schrieb am 18. August 2010 um 18:51 - Permalink

      Nicht, dass ich auf dieses Pferd gewettet hätte. Aber am Endspurt teilzunehmen, kann man ihm doch nicht verwehren.

      • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:12 - Permalink

        Naja, vielleicht wird Pferdewurst ja wieder modern.

        SCNR

    24. Machu Picchu schrieb am 18. August 2010 um 18:55 - Permalink

      Ich sollte öfter Ausschau nach meinen E-Mails halten.

      “Unsere Recherchen haben außerdem ergeben, dass Steinbrück sogar einer Bundestagssitzung fernblieb, um einen Privatvortrag zu halten. Am 23. April 2010 debattierte das Parlament über eine Regierungserklärung von Wirtschaftsminister Brüderle und über einen Antrag zum Thema Mindestlohn, während Steinbrück vor Managern bei einem Finanzsymposium als Referent auftrat. Auch am 21. Januar 2010, dem Tag einer Haushaltsdebatte, fehlte Steinbrück. Abends sprach er bei der „Trend und Service Messe EK Live“ in Bielefeld.

      Außerdem hat der ehemalige Finanzminister seit der Bundestagswahl 2009 an 12 von 19 wichtigen Parlamentsabstimmungen nicht teilgenommen und bislang noch keine der 15 an ihn gestellten Fragen auf abgeordnetenwatch.de beantwortet. ”

      Quelle: abgeordnetenwatch.de

    25. michael1366 schrieb am 18. August 2010 um 18:59 - Permalink

      DA hilft wirklich nur noch das Warten auf die Nachfolger von Christian Klein und Konsorten. Das ganze korruptionsanrüchige Gesindel von Russen-Gerd über Adecco-Clement bis zu Mietmaul-Joschka und Penunze-Peer wünscht man von Herzen ein französisches Adelsschicksal, wie es ja um 1789 üblich gewesen sein soll.
      Keine Ahnung ob meine Äusserungen justitiabel sind, satisfaktionsfähig ist dieses Pack definitiv nicht mehr, die haben sich durch ihr Verhalten ausserhalb des Grundgesetzes gestellt.
      Da bleibt nur noch der biblische Zorn der in einem brodelt.

      • egal schrieb am 19. August 2010 um 14:36 - Permalink

        Dann warte mal schön… wenn der Nachfolger Kleins nicht erscheinen sollte, warte einfach ein bißchen länger… dann kehrt Christus wieder und tritt dem Peer kräftig in den Arsch.

        Da die Verbreitung von Kriegswaffen seit den 70ern erheblich abgenommen hat, es die DDR nicht mehr gibt und Frankreich den deutschen Überschuss vorerst nur politisch bekämpfen will, hat kein keine zivile Gruppe in Deutschland die logistischen Möglichkeiten für einen zweiten deutschen Herbst.

    26. v.A. schrieb am 18. August 2010 um 19:09 - Permalink

      “Am Rednerpult des Deutschen Bundestags hat man Peer Steinbrück in diesem Jahr noch kein einziges Mal gesehen” – find ich gut, noch besser freilich wär wenn sich auch dieser alte Spitzensozizausel bevor die diesjährige Sommerpause zuende geht aus der Politlandschaft schaffte — dann hätt´ er wirklich mal was geschafft;-)

      v.A.

    27. DerFlaschengeist schrieb am 18. August 2010 um 19:26 - Permalink

      Gerade erst mal angesehen…die YouTube Verlinkung zu Uwe Kling.
      Ich bin da mehr ein Fan von Volker Pispers, aber beeindruckend fand ich die Publikumsreaktionen. War doch alles sehr verhalten. Ok, Die Vorstellung, bzw der Song war jetzt nicht so der Hammer, aber es kam zumindest mir so vor, als hätten die Leute nicht nur deswegen so wenig gelacht, weil der Song nicht so der Hit war, sondern weil einige dann doch den Sinn dahinter erkannt haben.
      Das lässt hoffen…langsam immer mehr…steter Tropfen höhlt den Stein…

      • JensJ schrieb am 19. August 2010 um 16:26 - Permalink

        sondern weil einige dann doch den Sinn dahinter erkannt haben.

        und ich meinte da nun eher ein “Aber so kann man das ja nun wirklich nicht sagen. Ich finde, das geht dann doch ein Stückchen zu weit.” diverser SPD-Verwaltungsangestellter nebst Gattinnen erkannt zu haben…

        so unterschiedlich kann Wahrnehmung sein… (-;

    28. Irreversibel schrieb am 18. August 2010 um 19:32 - Permalink

      “es ist davon auszugehen, dass Peer Steinbrück für seine Rede in Mannheim mehr Geld bekam, wie er vom Staat in einem ganzen Monat bekommt.”

      mehr Geld als, nicht wie.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 19:41 - Permalink

        genau.

        Man muss genau sein!

        Schindluder mit Adjektiven und Attributen und Komparativen und … , und schon gehts bergab.

        Das ist durchaus nicht unernst gemeint!

    29. Truvor schrieb am 18. August 2010 um 19:53 - Permalink

      Ja, so sieht unsere, a la steinbrückgeschneiderte, Demokratie aus.
      Ich erinnere mich noch als in der zweiten Hälfte der 80er Jahre, bei uns eine rege Diskussion über Demokratie und Korruption gab, nach dem Motto: “Wenn wir nur die westliche Demokratie hätten, dann gäbe es bei uns bestimmt keine Korruption mehr. Diese Scheiß-Kommunisten sind allesamt so was von Korrupt, wenn wir aber demokratischgewählte Politiker hätten, dann ……. (danach folgten weitere Träumereien)”.
      Ha,ha, wir wußten damals aber nicht, daß in den Demokratien eine “legale” (in diesem Artikel beschriebene) Korruption gibt.
      Nicht mal die Scheiß-Kommunisten sind auf diese Idee gekommen.
      Die Korruption ist unbesiegbar und wir müssen uns damit abfinden :-(

      PS. Es wäre toll, wenn Steinbrücks Wähler diesen Artikel lesen könnten.

      • schwitzig schrieb am 18. August 2010 um 20:05 - Permalink

        PS. Es wäre toll, wenn Steinbrücks Wähler diesen Artikel lesen könnten.

        Sie würden ihn nicht verstehen oder würden glauben, dass “Oskar” ihn geschrieben hat.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 20:10 - Permalink

        Die Korruption ist unbesiegbar und wir müssen uns damit abfinden :-(

        Schaut so aus, muss nicht sein.
        Revolutionen sind unberechenbar.

        Deutschland ist da nicht vorn. Klar.

        Schauen wir nach
        a) Griechenland
        b) Island
        c) Irland
        d) Ungarn
        e) Lettland/Litauen
        f) …

        Europa (nicht: EUROland) wird von der Peripherie her aufgerollt.
        Irgendwann implodiert das Zentrum.
        Deutschland zuletzt.
        Und zahlt alles. (Im Geldbeutel der Michels scheint die revolutionäre Kraft zu liegen. Da ist offenbar auch sein Hirn. Naja. Wird er endlich sein Recht bekommen.)

        • JensJ schrieb am 19. August 2010 um 18:27 - Permalink

          Schauen wir nach

          d) Ungarn

          Europa (nicht: EUROland) wird von der Peripherie her aufgerollt.

          ganz schlechtes Beispiel

          zwar wurden auch auf Grund der Korruption (so scheint sich an den “Budapester Verkehrsbetrieben” fast jeder bereichert zu haben, der ein sozialistisches Parteibuch in der Tasche trug) die Sozialisten abgewählt

          allerdings mit dem Ergebniss einer absoluten Mehrheit der Rechtskonservativen (und gegen die ist die CDU fast schon auf Juso-Linie), die jetzt gerade dabei sind, sich die Verfassung so zurechtzuschneidern, damit das auch für immer so bleibt

          und dazu kamen dann auch noch die Rechtsextremen mit knapp 20% ins Parlament

          das, was im Augenblick in Ungarn los ist, würde ich mir für ganz Europa dann eigentlich doch nicht wünschen

          http://www.pesterlloyd.net/index.html

          ich verlinke jetzt mal keinen speziellen Artikel
          ist alles lesenswert, wenn man sich für dieses Land interessiert

          sorry für die kleine Abschweifung…

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 20:41 - Permalink

        Die Korruption ist unbesiegbar und wir müssen uns damit abfinden :-(

        NEIN!

        a) Benenn’ das Rumpelstilzchen!
        b) Dann sehen wir weiter.

        Zumindest hat es mal eine Zeit gegeben, wo man glaubte, dass die Nennung des Namens die Wahrheit ans Licht brachte.
        Nominalismus.
        Gute alte Zeit.

        Ich finde es putzig, dass der Nominalismus sozusagen durch die Hintertür seine Urständ feiert!

        Keiner versteht das.
        Vielleicht irgendwann.

    30. Killroy schrieb am 18. August 2010 um 20:19 - Permalink

      Ja, wieder ein guter Artikel. Zu Steinbrück und Konsorten ist eigentlich schon alles gesagt.
      Gibt eine Doku zu dem Thema : Gier und Größenwahn – Wie die Banken die Politiker über den Tisch zogen . Ist von der ARD, so etwas kommt natürlich erst nach 23 Uhr.
      Als zweites zur Hypo Real Estate : Verzockt, verloren, verstaatlicht. Die Doku ist vom ZDF, dafür aber recht kritisch. Habe mir beide aus dem Internet besorgt, wer weiß wann die Öffis die Dokus löschen müssen.

      • Uncle Dave schrieb am 18. August 2010 um 21:16 - Permalink

        Vom NDR gibts noch eine Doku zum HSH-Dordbank-Fall, die ist auch nicht schlecht. Ist schon eine Weile alt, aber immernoch online.
        http://www3.ndr.de/sendungen/45_min/hintergrund/diezockerbank104.html

      • DerFlaschengeist schrieb am 19. August 2010 um 07:26 - Permalink

        ….wer weiß wann die Öffis die Dokus löschen müssen.

        Meines Wissens nach, nach 7 Tagen.
        Dankschreiben an die Sat1 Pro7 Medienmafiosis, die gerichtlich durchgesetzt haben, dass GEZ Zahler auch ja nicht in irgendeiner Art und Weise von der Zwangsabgabe profitieren könnten. Aber das ist ein andere Thema.

        • Kalle schrieb am 19. August 2010 um 14:05 - Permalink

          Nicht gerichtlich. Die haben das schön mit Politikern wie Koch und Steinbrück im letzten Rundfunkstaatsvertag “ausgehandelt”.

          Aber die 7-Tage-Regel scheint auch nicht durchgängig angewendet zu werden. Muss alles ert dreimal geprüft werden, bevor es im Netzt bleiben darf. Da sind “Sicherheitskopien” von wichtigen Sendungen keine schlechte Idee.

    31. Shitop schrieb am 18. August 2010 um 20:20 - Permalink

      Peer Steinbrück ist korrupt.

      @Jens
      Für den Fall, dass Du den Artikel doch zurückziehen müssen solltest. Die Kommentare bleiben uns ja traditionell erhalten. Man kann die Kernaussage eigentlich gar nicht oft genug wiederholen: Peer Steinbrück ist korrupt.

      • MNB schrieb am 19. August 2010 um 10:55 - Permalink

        Ach was. Steinbrück hat sicher was vom Streisand-Effekt gehört. Und außerdem gibt es ausreichend Seiten wie mein-parteibuch.com auf denen solche Artikel dann weiterhin nachzulesen wären. – Zudem: auf dem Roß, auf dem der gefühlte Deutschlandretter Steinbrück sitzt, nimmt dieser den Spiegelfechter nur als kleinen schwarzen Punkt weit unter sich wahr. Wenn überhaupt. Natürlich zu unrecht.

    32. Emmy schrieb am 18. August 2010 um 20:29 - Permalink

      Ein Anfang wäre vielleicht diese Petition hier: http://108e.de/volltext
      Innerhalb des Petitionsportals des Bundestages wurde diese abgelehnt, daher läuft das Ganze ausserhalb, allerdings bisher bei nur knapp 4000 Unterstützern leider mit relativ wenig Resonanz. :-(
      Eine weitere Forderung wäre, wenn man sich den Erfolg der im Falle Steinbrücks durch abgeordnetenwatch.de hergestellten Transparenz anschaut, eine Veränderung der Auskunftsmodalitäten von Abgeordneten-Nebeneinkünften. > 7000 € als aktueller Maximalwert im Monat hat in Bezug auf Vorstandsbezüge und Vortragshonorare einfach überhaupt keinerlei wachrüttelnde Aussagekraft. Also, schaut euch einfach um, wo die Partei ist, die solches fordert und wählt diese…

      Grüsse, Emmy

    33. politicus schrieb am 18. August 2010 um 20:33 - Permalink

      Ich möchte mal folgendes Vorschlagen. Jeder der werten Schreiber hier kopiert den Artikel, natürlich nur wenn es der Autor auch erlaubt, verteilt diesen als Flyer in den Briefkästen seines Viertels. Das bringt mehr als hier zu jammern.
      Ich würde es gerne tun, wenn ich die Erlaubnis bekomme.
      Und wie wär`s?

      • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:26 - Permalink

        Dann aber bitte noch diese Liste mit dazu legen. So eine nüchterne Auflistung, bei wem genau er denn nebenverdient hat, könnte wirken.

        http://www.politblogger.eu/nebenjob-volksvertreter/

    34. Schneemann schrieb am 18. August 2010 um 20:35 - Permalink

      Hätte die Infamie der politischen Klasse ein Gesicht, so wäre dies die Fratze Steinbrücks.
      …
      vielmehr so, als ob ein ehemaliger Innenminister, der die Ermittlungen gegen die Organisierte Kriminalität eingestellt hat, kurz nach seiner Amtszeit gut dotierte Vorträge bei der Mafia hält, in denen er Tipps für kreative Geschäftsmodelle zur Geldwäsche gibt…
      …
      Peer Steinbrück ist korrupt. Ein Politiker, der sich von den Interessengruppen fürstlich bezahlen lässt, denen er in seiner aktiven Zeit wohlgesonnen war und die er mit Steuergeldern überhäuft hat, ist kein Fall für „Anne Will“, sondern ein Fall für den Staatsanwalt.

      Endlich mal wieder ein echter Spiegelfechter, der richtig gut tut nach den vielen Flachpässen der letzten Tage und Wochen. Klasse, Jens, danke! Für solche Themen bleib ich Dir treu. Doch liegt das Problem weniger an der Person Steinbrück, sondern am System hierzulande, wie Du abschließend ja auch andeutest:

      …nach geltender Rechtslage ist diese Form der Korruption leider sogar legal. Aber wer soll die Gesetze ändern?

      Auf englisch heißt die Lösung dafür ‘purge’, und wenn uns die Demokratur nicht bald ganz verknebelt, wird sich vielleicht einst einer finden, der den Augiasstall gründlich ausmistet. Jenem sollten wir dann auch tatkräftig zuarbeiten anstatt ihm in die Arme zu fallen.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 20:43 - Permalink

        Auf englisch heißt die Lösung dafür ‘purge’,

        und ist zahnlos.

        Nicht weil es englisch ist, ist es gut.

        Aber das weisst Du sicher selbst.
        Also was solls?

        • Schneemann schrieb am 18. August 2010 um 21:08 - Permalink

          und ist zahnlos.

          Tatsächlich? Ob das die Betroffenen bisheriger Säuberungen auch so sahen?

          • Groo schrieb am 18. August 2010 um 21:42 - Permalink

            natürlich nicht.

      • Rossi schrieb am 18. August 2010 um 21:14 - Permalink

        Ha, beim Lesen des “Endlich mal wieder ein echter Spiegelfechter” kam mir doch tatsächlich als erstes in den Sinn: Recht hat er! Es war mir gar nicht so richtig aufgefallen, aber solche Artikel habe ich eigentlich auch ein wenig vermisst. Nicht, dass die anderen Themen generell schlecht sind, aber genau diese Art von Beiträgen hat mich ursprünglich mal hier hergelockt. Also bitte wieder mehr davon SF! Andere Themen sind natürlich nicht generell verkehrt, aber wenn der Schwerpunkt wieder etwas mehr auf die alten Präferenzen gerichtet werden würde, dann fände ich das schon nicht schlecht.

        Anderseits sind es vielleicht auch einfach nur die Gastbeiträge, die ein wenig das Gesamtbild des Blogs verändert haben.

      • Karsten Bier schrieb am 19. August 2010 um 01:12 - Permalink

        Endlich mal wieder ein echter Spiegelfechter, der richtig gut tut nach den vielen Flachpässen der letzten Tage und Wochen. Klasse, Jens, danke!

        Ich schließe mich zu 100% an.

      • COPOKA schrieb am 19. August 2010 um 03:46 - Permalink

        Auf englisch heißt die Lösung dafür ‘purge’, und wenn uns die Demokratur nicht bald ganz verknebelt, wird sich vielleicht einst einer finden, der den Augiasstall gründlich ausmistet.

        Ich befürchte, dass das genau die ‘Lösung’ seien wird, wonach bald die Massen laut rufen werden. Und der Erlöser lässt nicht mehr lange auf sich warten.

        Wie hier schon angemerkt wurde: die Köpfe wachsen nämlich nach.

        • H. Müller schrieb am 19. August 2010 um 19:01 - Permalink

          Und der Erlöser lässt nicht mehr lange auf sich warten.

          Jaaawollll!!! Ich lass mir schon meinen Oberlippenbart wachsen. Den Volkspöbel kann man doch noch für ganz andere Sachen benutzen.

    35. Kini schrieb am 18. August 2010 um 20:51 - Permalink

      Sehr guter Artikel.

    36. elwu schrieb am 18. August 2010 um 21:01 - Permalink

      Der Heribert Prantl von der SZ sieht derlei Kritik als ‘kleinliche Beckmesserei’ an. Was auch immer dieses Wort eines Juristen für einen Wert haben mag. Bei mir jedenfalls kommen Juristen im Ansehen gleichauf mit Politikern und Bankstern.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 21:14 - Permalink

        Heribert Prantl ist wirklich ein Juwel der deutschen Journaille.

        Ich bin ungefähr so selten anderer Meinung mit ihm wie mit Jens/SF.
        Kommt vor, aber ist die extreme Ausnahme.

        Muss ich genau analysieren.
        Kommt vor, muss aber auf den Seziertisch.

        Ich wiederhole mich:
        Die Links’rationalen’ sollten sich nicht ohne gute Gründe zerfleischen.

        Bevor ich Prantl zerlege, versuche ich erstmal, ihn zu verstehen.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 21:45 - Permalink

        Was den Status von Juristen betrifft, gebe ich Dir 110% recht.

        Das ist eine Pest!
        Darüber könnte man Romane schreiben!

        Ausnahmen: Rosendorfer, Prantl.

    37. Uncle Dave schrieb am 18. August 2010 um 21:19 - Permalink

      Habe mir gerade alle Kommentare durchgelesen, und nun macht sich in mir auch noch ein merkwürdiges Gefühl deswegen breit, weil mehrfach implizit die Rede davon ist, die Verantwortlichen einen Kopf kürzer zu machen. Unter anderem auch von unserem wirklich geschätzten Gastgeber. Im Scherz oder auch nicht – das kann es ja wohl nicht sein, Leute.

      • Wat. schrieb am 18. August 2010 um 21:33 - Permalink

        das kann es ja wohl nicht sein, Leute.

        Kann es auch nicht.
        Die Köpfte wachsen nämlich wieder nach.
        Gut, nicht die selben, aber die gleichen.

        Außer für die ‘Ausführenden’ im besten Fall ‘Kost und Logie frei’ würde dabei wohl nicht herauskommen…

        • Groo schrieb am 18. August 2010 um 21:49 - Permalink

          werte Dame,

          ich bin ja schon erfreut, wenn Frau/Mann den Unterschied zwischen ‘Selbe’ und ‘Gleiche’ kennen.

          No offense, please.

        • egal schrieb am 19. August 2010 um 14:53 - Permalink

          Aber du siehst doch, wie die Journallie abwiegelt. Richte Steinbrück hin und sage: “Weil er korrupt war.” Die Hälfte Deutschlands wird es mitkriegen.

          Das ist doch schonmal was.

          • Wat. schrieb am 19. August 2010 um 15:33 - Permalink

            Ja, und?
            Was ändert das tatsächlich?

            Ich mag mich nunmal nicht über ‘Aasgeier’ aufregen, wenn ihnen andererseits die entsprechende Nahrung zur Verfügung gestellt wird.

            … egal, hat halt immer (noch) der andere etwas nicht richtig gemacht, bloß wir selbst nicht…
            Ist so auch viel einfacher und bequemer – werde das mal für mich selbst überdenken, vielleicht lebe ich dann ruhiger.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 22:01 - Permalink

        Scherzkeks.

        Putzig.
        Die Situation ist VOLLKOMMEN anders als Du meinst.
        Das geht so:
        Man prüfe, was global machbar ist: zB Pakistan, Haiti.
        Daraus leite man ab, was man der lokalen Bevölkerung zumuten kann.

        Fazit:
        Eine Menge.
        Also weiter so.
        Zwischenfrage: Hält eine Wissensgeselschaft pakistanische Verhältnisse aus?
        nein.
        Chinesische?
        Offenbar,

        China ist das Role-Model unserer Schlaumeier.
        Schon gemerkt?

        Bevor ich hier weiter schwadroniere, und Du sowieso nur Bahnhof verstehst, halte ich mal.
        (Stuttgart 21 und so. Schau Dich dort um. Der lokale Depp hiess wie? Oe………..)

        • Linus schrieb am 18. August 2010 um 22:13 - Permalink

          Bevor ich hier weiter schwadroniere, und Du sowieso nur Bahnhof verstehst, halte ich mal.

          Gute Idee. Es wird zunehmend schwieriger, dir zu folgen. Ich find´s ja interessant, dein “informelles” Selbstgespräch. Aber halt doch kurz mal inne und fasse zusammen, sozusagen für die Landwirtschaft zum Mitschreiben. Dann sind wir wieder gleichauf. Danach kannst du wieder Gas geben.

          • Groo schrieb am 18. August 2010 um 22:28 - Permalink

            werter Linus,

            es ist mir wichtig, dass Du mich verstehst.
            Nicht so als Guru, was nie meine Absicht ist.
            Sondern als Mensch.

            Irgendwie habe ich anscheinend was falsch gemacht.

            Bitte erstmal um Entschuldigung.

            Es ist für mich heute zu spät, das sauber aufzuarbeiten.

            Danke für Dein Verständnis!

        • Uncle Dave schrieb am 18. August 2010 um 22:14 - Permalink

          Scherzkeks.

          Ich weiß nicht, welchen Teil Du als Scherz verstanden hast. Davon abgesehen ist der Rest Deiner Antwort für mich nicht aufschlussreicher.

        • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 06:24 - Permalink

          Dein Denkfehler ist es, dass z.B. die Leute in Pakistan einen Informationsnotstand haben und menschenwürdige Verhältnisse nicht kennengelernt haben. Hier ist das anders. Nimm jemanden etwas weg, was er schätzte und er wird es sich irgendwann zurückholen.

    38. fellow passenger schrieb am 18. August 2010 um 21:23 - Permalink

      Vielleicht bezahlen wir unsere Abgeordneten einfach zu schlecht. Wie mag man sich fühlen, wenn die Geschicke einer ganzen Nation lenken soll, aber weniger dafür bezahlt bekommt, als der Inhaber einer Franchaise-Frittenbude?

      Womöglich wäre es besser, wir verdreifachten die Diäten unserer Abgeordneten und verböten ihnen im Gegenzug, bezahlten Nebentätigkeiten nachzugehen.

      Was sie nach ihrem Mandat einnehmen, könnte man ja auf die regulären Bezüge anrechnen. Alles was über den staatlichen Bezügen liegt, fließt erst mal an den Staat zurück.

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 22:05 - Permalink

        Vielleicht bezahlen wir unsere Abgeordneten einfach zu schlecht.

        Ist Moral einfach so abgeltbar/bezahlbar?

        Geh’ mal in Dich und überprüfe die Logik Deiner Frage.

        • fellow passenger schrieb am 18. August 2010 um 23:04 - Permalink

          Groo, meine Überlegung zielt nicht darauf ab, Moral abzugelten, sondern Korruption weniger attraktiv zu machen. Moral und Idealismus ist toll, aber notorisch unzuverlässig. Geld wirkt dagegen immer.

          Deswegen fände ich es besser es den Typen gleich aus dem Staatssäckel zu geben, als daß sie es sich hintenrum aus der Wirtschaft holen, was uns ein Vielfaches teurer zu stehen kommt.

          • Groo schrieb am 18. August 2010 um 23:30 - Permalink

            das stimmt irgendwie.

            Aber eskaliert da nicht was?

            Ich erinnere mich noch, als die Clintons praktisch pleite waren.
            Wg Lewinsky-Prozess etc. Das war die Absicht der Repubs.

            Nach den Memoiren, Vorträgen etc, sind die Clintons heute knappe 100mio wert.

            Also erstmal noch nicht wirklich auf Rumsfeld/Cheney-Niveau.

            Aber man ist aus dem ärgsten raus.
            Chelsea Clinton heiratet einen Wallstreet Banker, Sohn eines mehrfach bestraften Schlawiners.

            ##########
            Da ist mit ‘Kompensation’ nichts zu machen.

            Diese Leute sind rotten to the core.
            Man könnte ihnen die Welt bieten, und dann würde es ihnen immer noch nicht reichen.

            Ein Steinbrück ist da im Vergleich nur ein Gartenzwerg.
            Wehret den Anfängen!

            • goldman sachs schrieb am 19. August 2010 um 02:24 - Permalink

              @groo

              Ein Steinbrück ist da im Vergleich nur ein Gartenzwerg.

              Steinbrück konnte man schon als Finanzminister für einen Capo halten, der aufgrund seines nüchternen überlegenen Verstandes und seiner Position an der Schaltstelle schneller und nüchterner erkannte, welches Spiel der Kern wirklich mit und in diesem Lande spielt. Wer heute in hohem moralischen Tone daherjammert: „Das ist nicht nur Betrug am Wähler, sondern auch Betrug am Staat, vertritt ein Minister doch die Interessen des obersten Souveräns“, den kann man nur als extrem naiv bezeichnen.

              Ein Steinbrück mag vor seinem Regierungsamte, als er noch glaubte Sozialdemokrat zu sein, daran geglaubt haben, dass ein Minister im Staatsamte die Interessen des obersten Souveräns“ vertritt. Steinbrück glaubte wohl auch im eigenen Interesse an die sozialdemokratische Idee, erst Minister werden zu müssen, da nur ein mächtiger Minister die Interessen des obersten Souveräns vertreten kann (worunter Sozialdemokraten “immer das Volk” mißverstehen). Wie so häufig mußte Steinbrück erst die oberen Stufen der politischen Macht erklimmen, um der Erkenntnis teilhaftig zu werden, wer dieser mysteriöse “oberste Souverän” in Wirklichkeit wirklich ist. Man lese in den Memoiren einiger dieser rot-grünen Minister ab 1998 zwischen den Zeilen und man versteht vielleicht etwas, WER es ist,

              Wieso wird nun im Eingangsartikel mit Beispielen herumgeeiert, „als ob“ jemand für die Mafia tätig ist? Warum nicht klar und deutlich: Ja, auch Steinbrück war und ist für die Mafia -sagen wir besser Organisierte Kriminalität- tätig. Steinbrück muß es ganz schnell gecheckt haben: gerade ein Finanzminister mut Mafioso sein. Ist der Finanzminister der drittgrößten Wirtschaftsmacht des Globus nicht schon qua Amt Statthalter und Zuträger der globalen Mafia?

              Diese Sorte Mafia ist wie ein unersättlicher Parasit, der sich in diese Gesellschaft eingefressen hat und seine eigene Ausbeutungsbasis bis zu Ende zerstört. Auch Steinbrück ist von diesem Virus befallen, aber er ist sicher nicht der einzige Mafioso und wohl -relativ gesehen- nur ein Handlanger, ein Capo.

              Trotzdem könnte dem einen oder anderen auffallen, daß vergangene Woche ein porschefahrender LINKE-Parteivorsitzender und diese Woche ein Ex-sozialdemokratischer Finanzminister ins Visier genommen wird,der mal eben 500 Mrd. Euros rausgekippt hat. Keiner von beiden gehört zu dem, was manche als „oberster Souverän“ bezeichnen würden. Seltsam.

          • hmm schrieb am 19. August 2010 um 00:13 - Permalink

            Vielleicht bezahlen wir unsere Abgeordneten einfach zu schlecht.

            imo ist das völliger Quatsch. Ich mache dir aber keinen Vorwurf, natürlich versucht man als konstruktiver Bürger möglichst einfache Lösungen zu finden, eine Revolution zu vermeiden. Dabei kann man schonmal auf solch verzweifelte Ideen kommen. “Er ist korrupt, also bezahlt ihn besser!” – Absurd.
            Das Problem ist die grenzenlose Gier. Kein Gehalt der Welt kann dagegen was ausrichten. Wahrscheinlich musst du einfach noch einige ähnliche Skandale miterleben, bis du es erkennst. Vielleicht sehe ich das alles auch zu pessimistisch.. aber eigentlich nicht. Dieses System ist am Ende.

          • COPOKA schrieb am 19. August 2010 um 03:31 - Permalink

            @fellow passenger

            Erstens, bezahlen nicht ‘wir’ unsere(??) Abgeordneten.
            Zweitens, gehören sie zu engem Kreis der Auserwählten, die selber über die Höhe ihrer Besoldung entscheiden.

            … Geld wirkt dagegen immer.

            Ja, nur anders als Du denkst.

            • fellow passenger schrieb am 19. August 2010 um 22:29 - Permalink

              Erstens, bezahlen nicht ‘wir’ unsere(??) Abgeordneten.

              Ich denke doch. Die Industrie mag sie mit viel höheren Zuwendungen schmieren, aber ihre Diäten zahlen wir.

              Ganz offensichtlich sind der Selbstgestaltung hinsichtlich der Höhe Grenzen gesetzt. Ehe ein Hinterbänkler von der Industrie “entdeckt” wird, bekommt er ja nur die reguläre “Entschädigung”. Trotzdem haben sie sich die nicht mal eben verzehnfacht. Warum?

          • Lutz Hausstein schrieb am 19. August 2010 um 10:57 - Permalink

            Naja, ganz so dumm war die Idee von fellow passenger schon nicht. Denn alle Kritiker haben einen nicht unwichtigen Teilsatz von ihm unterschlagen:

            Womöglich wäre es besser, wir verdreifachten die Diäten unserer Abgeordneten und verböten ihnen im Gegenzug, bezahlten Nebentätigkeiten nachzugehen.

            Ein striktes Verbot irgendwelcher anderer bezahlter Tätigkeiten könnte da schon sehr stark regulativ wirken. Nicht, dass dadurch diese Tätigkeiten, und mit ihr Korruption, völlig ausgeschlossen würden, aber sie würden erschwert und vor allem: Sie wären verboten!

            Das würde zwar “schwarz bezahlte” Tätigkeiten immer noch nicht ausschließen und auch immer noch die Möglichkeit zulassen, nach dem Zeitraum der Anbgeordnetentätigkeit sowie einer Karenzzeit diese wahrzunehmen (oder vllt. auch, erst dann real bezahlen zu lassen), aber es könnte eine erste Idee sein. Das bedeutet ja nicht, dass man diese Idee nicht noch weiter ausbauen und diese Schlupflöcher mit anderen geeigneten Maßnahmen schließen könnte.

            Also, ich hielte diese Idee für einen Schritt in die richtige Richtung.

            • H. Müller schrieb am 19. August 2010 um 19:13 - Permalink

              @Lutz Hausstein

              Genau so ist es.

              Aber die Jungs hier schwelgen lieber erst einmal in ihren eigenen Ergüssen ohne überhaupt den Beitrag richtig gelesen bzw. verstanden zu haben.

              Gruß

              H. Müller

            • fellow passenger schrieb am 19. August 2010 um 19:50 - Permalink

              H. Müller: Dabei hatte ich mich doch extra kurz gefasst ;-)

    39. JayAr schrieb am 18. August 2010 um 22:39 - Permalink

      Gruselig

    40. Ranger schrieb am 18. August 2010 um 22:46 - Permalink

      Laut Spiegel wollen die deutschen ja inzwischen etwas anderes als die derzeitige Politik, den Kapitalismus in seiner derzeitigen Form usw. Ich geh trotzdem jede Wette ein dass wir bei der nächsten Wahl das schlechteste aus SPD, Grünen, FDP und CDU bekommen. Denn wer so doof ist bei der letzten Wahl die Zeichen nicht gesehen zu haben der wird’s jetzt auch nicht schnallen. Bleibt zu hoffen dass die leidende junge Generation mal ein Zeichen setzt. Übrigens hält der teil der älteren Generation den ich kenne uns jüngere für Memmen und Jammerlappen, die sich einfach mal anstrengen müssten um “was zu werden”.
      Ich mache mich selbständig biete demnächst Bustouren in meine Soylent Green Fabrik zu günstigen Preisen!

    41. Wat. schrieb am 18. August 2010 um 22:58 - Permalink

      @Ranger

      in meine Soylent Green Fabrik zu günstigen Preisen

      Der war gut :-D

      Ich bin schon lange nicht mehr jung – trotzdem -”Ich bin jung, ich kann warten” – gilt noch!

      Das “warten” muß gelten, das Warten auf die anderen, sonst schreibt wieder einer dem anderen vor, was ‘gut’ für ihn ist…

      Auch wenn ich nicht mehr jung bin, ich gehöre wohl trotzdem schon zu einer Generation, die eine Vorgänger-Generation (Eltern) hatte, die nicht mehr mit dem Lebensziel: “Unsere Kinder sollen es einmal besser haben” an den ‘Start’ gingen.

      Entfremdung, Vereinzelung, Egoismus.

      Vielleicht ist das aber gerade der (Um-)Weg, den ‘wir’ gehen müssen, um uns als selbständige Individuen irgendwann einmal in ein Gemeinschaft einbringen zu können.

      Laßt Euch ruhig ‘beschimpfen’, es schimpfen ja die, die selbst ihren Käcka nicht hoch kriegen, keine Idee haben, außer, daß ‘früher’ alles besser war… ;-)

      Verweigerung, auch innere, ist auch eine Haltung – Eure, Deine, vllt. auch manchmal meine.

      So fängt’s an…

      • Groo schrieb am 18. August 2010 um 23:47 - Permalink

        liebe Wat,
        zu kompliziert.
        Leider.

        Ich versuche, meine Schärfe immer kürzer zu fassen.
        Bisher umsonst.
        Ein bisschen Inhalt muss ja auch noch sein,
        sonst könnte ich ja dauernd shit,shit, shit sagen.

        Üben wir uns in der Kunst zu beleidigen.

        Grüsse.

        • Wat. schrieb am 19. August 2010 um 00:02 - Permalink

          zu kompliziert.
          Leider.

          Mist.

          Üben wir uns in der Kunst zu beleidigen.

          Muß ich da mitmachen? – Nee^^

          Sag ich besser: “shit, shit, shit” (Mist) – wären wir uns vllt. einmal einig ;-)

          Auch Grüße – und – Gute Nacht/ Guten Morgen.

    42. hmm schrieb am 18. August 2010 um 23:56 - Permalink

      Kein System ist perfekt. Wie man es auch formuliert, Schlupflöcher gibt es immer. Ausgenutzt werden sie immer. Es läuft immer darauf hinaus, dass die löblichen Grundsätze und Ideale unterwandert, ausgehölt und korrumpiert werden. Dennoch ist nicht alles für die Katz, mit jeder Revolution können alte Fehler ausgemerzt und ein neuer Versuch gestartet werden. Solange, bis das neue System dann wieder kaputtgewirtschaftet wurde. Es ist ein langsamer Prozess, die Idee ist aber die, irgendwann eben das ideale System zu erreichen. Bis dahin ist es ein langer Weg. Viele Systeme müssen noch kommen, ausprobiert werden, und dann wieder verschwinden.
      Dieses hier ist am Ende angekommen. Wer jedoch ehrlich zu sich selbst ist wird feststellen, dass eine tatsächliche Revolution ab nächste Woche für die persönliche Planung doch relativ unpassend wäre, ist doch gerade so schönes Wetter. Damit sich wirklich etwas tut muss es wohl noch um einiges schlimmer werden. Wie schlimm? Weiß ich nicht. Da die Revolution sowieso nicht zu vermeiden ist, hätte ich sie persönlich lieber heute als morgen.

    43. Urx schrieb am 19. August 2010 um 00:22 - Permalink

      nur so am Rande :) bin nach dem Lesen dieses Artikels über selbigen gestolpert:

      Korruptionsbereiter Unternehmer veröffentlicht Reisefotos mit Politikern und Botschaftern

      u.a. auch mit Herrn Steinbrück…

    44. anna schrieb am 19. August 2010 um 06:42 - Permalink

      Was mich immer wieder wundert: Wer ist bereit, diese Honorara für so viel dummes Geschwätz zu bezahlen…

      • Mir schrieb am 19. August 2010 um 08:11 - Permalink

        Es kommt nicht auf das Geschwätz an. Es geht darum, den Schwätzer in ein bestimmtes Umfeld zu holen und dort zu sozialisieren. Anderen Schwätzern die Profitabilität bestimmter Handlungen vor Augen zu führen. Ob nun als Berater, Schwätzer, oder Aufseher, ist dabei egal.
        Jedenfalls ist das meine Vermutung, sie beruht natürlich auf der Annahme, dass die Beteiligten Schlau sind und nimmt das Resultat als intendiertes Ziel an.
        Es kann aber natürlich auch sein, dass es sich lediglich um verbandelte Dämelacks handelt, die den Stuß tatsächlich glauben und in einer Art Kollektiv-Psychose gefangen sind ;)

      • Lutz Hausstein schrieb am 19. August 2010 um 11:07 - Permalink

        Die Vorträge sind nur das Mäntelchen, das um die Zahlung von Geldern drumherum gehängt wird. Man kann ja schlecht schreiben: “Provision für die Erreichung eines unternehmensfreundlichen Gesetzes” oder “Provision für erfolgreichen Lobbyismus in der Regierung”. Das ist 1. wohl nur schwer dem Finanzamt vermittelbar und somit für die Unternehmen nicht absetzbar und wäre 2. der (normalerweise) sofortige “Genickbruch” für die Karriere des betreffenden Politikers. Dann müssten die Unternehmen auf diesen Handlanger zukünftig verzichten.

        Also bekommt dieser eine aberwitzige Summe für einen Vortrag, ganz legal, und er hält diesen Vortrag sogar auch noch. Meistens jedenfalls. Schröder nicht immer. ;-) Aber “sein” Geld brekommt er deswegen ja trotzdem.

    45. Rossi schrieb am 19. August 2010 um 08:06 - Permalink

      Man zahlt ja nicht primär für das dumme Geschwätz, sondern für die Einflussnahme. Das Honorar ist nur der einfachste Weg, die Bezahlung legal zu halten…

    46. Harry Tuttle schrieb am 19. August 2010 um 08:20 - Permalink

      @38: Uncle Dave

      Einen Kopf kürzer zu machen wäre kontraproduktiv.

      Lieber Humankapital verwerten: Plattenbau, Ein-Euro-Job, Hartz-IV, Verfolgungsbetreuung und Einzug des Vermögens bis der Schaden durch Korruption beglichen ist.

      Es genügt nicht verantwortlich sein. Der Wille, die Verantwortlichen konsequent zur Verantwortung zu ziehen muss vorhanden sein.

    47. hotte im paradies schrieb am 19. August 2010 um 09:53 - Permalink

      heute in der sz:

      Peer Steinbrück hat sich als Finanzminister verdient gemacht. Jetzt wird ihm Geschäftemacherei vorgeworfen – weil er Vorträge hält und ein Buch geschrieben hat. Das ist kleinlich.

      Der SPD-Abgeordnete Peer Steinbrück war von 2005 bis 2009 Bundesfinanzminister. In dieser Funktion hat er mit Sachverstand und der ihm eigenen Rustikalität Deutschland durch die internationalen Finanz- und Wirtschaftskrisen gesteuert. Er hat sich (das darf man sagen, auch wenn man die Hartz-SPD, die er mitverkörpert hat, nicht mag) um das Land verdient gemacht. Jetzt freilich, so lautet die aktuelle Kritik, trachte er eher danach, neben (oder bisweilen gar statt) seiner Abgeordnetentätigkeit viele Vorträge zu halten und damit nicht wenig Geld zu verdienen. Die Organisation “Abgeordnetenwatch”, die im Internet Politiker beobachtet, wirft ihm das vor – und klagt im Übrigen auch darüber, dass er ihre Fragen nicht beantworte.

      Das trauen sich in der Tat nicht viele Politiker, weil sie Angst davor haben, dann im Internet angeprangert zu werden. Aber nicht unbedingt diejenigen Abgeordneten sind die besten Politiker, die Fragen einer Internetplattform am schnellsten oder am ausführlichsten behandeln. Und wenn ein Politiker zu vielen Vorträgen eingeladen wird, ist das zu allererst ein Indiz dafür, dass er etwas zu sagen hat. Wenn er schließlich ein Buch schreibt, das nicht – wie bei vielen Politikern – aus zusammengepappten Redemanuskripten besteht, sondern über das politische Geschäft nachdenkt, dann ist das eine Tätigkeit, die man nicht zuvorderst unter der Rubrik Geschäftemacherei einordnen sollte.

      Natürlich: Die Ausübung des Mandats muss im Mittelpunkt der Tätigkeit eines Abgeordneten stehen, ob er nun ein junger ehrgeiziger Hüpfer ist oder ein abgeklärter Alt-Minister. Wenn sich einer neben seinem Mandat als Berufslobbyist betätigt, wird das Mandat Nebensache.

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      Wenn sich einer als Geschäftsführer eines Verbandes verdingt und dafür bezahlen lässt, dass er sich für Lobby-Interessen einsetzt, ist er ein befangener, kein freier Abgeordneter. Wes Brot ich ess, des Lied ich sing – das ist ein Sprichwort, das zum Repertoire der parlamentarischen Demokratie nicht gehören darf. Dergleichen bezahlte Liebedienerei kann man aber einem wie Steinbrück nicht vorwerfen.

      Er gehört allerdings nicht zu denen, die mit einer besonders hohen Präsenz im Parlament glänzen. Das gilt aber auch für andere, die dank ihrer geistigen und persönlichen Unabhängigkeit zum Urtypus eines Abgeordneten gerechnet werden: für den CSU-Abgeordneten Peter Gauweiler beispielsweise, der mit dem Geld, das er außerhalb seines Berufs als Abgeordneter verdient, verdienstvolle Urteile beim Bundesverfassungsgericht erwirkt hat. Das zeigt: Nebenverdienste müssen zwar beim Bundestagspräsidenten gemeldet, sollten aber nicht verboten werden.

      Abgeordneten-Diäten (die Steinbrück nicht bezieht, weil sie mit den Versorgungsbezügen aus seiner Zeit als Ministerpräsident verrechnet werden) sind nicht unbedingt eine Sesselprämie. Politiker-Kritik sollte nicht zur übertrieben kleinlichen Beckmesserei werden.

      • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 10:03 - Permalink

        Ach ja, das ist der Prantl-Auswurf. Ob er eine Anweisung erhalten hat oder ob er aus Prinzip einfach nur das Gegenteil von SpinSPON schreibt?
        SpinSPON hat den Steinbrück-Skandal tatsächlich mal aufgegriffen. Ob Steinbrück plötzlich irgendwelche Feinde bei der INSM hat? Schließlich sind Der SPIEGEL und SPON ja das wichtigste Presseorgan der INSM.

        • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:39 - Permalink

          Ist Dir aufgefallen wer den Artikel bei SPON geschrieben hat?
          Abgesehen davon geht’s schon nach einer kurzen Einleitung mit dem Relativieren los: “Ja aber er ist doch nicht der Einzige…ist doch nicht verboten…wischiwaschi…glattgebügelt”

          Für mich ein recht typischer SPON-Artikel der Marke “Wir müssen es irgendwie hinbekommen, dass man uns für ein investigatives Medium hält.” Dabei sein ist alles.

          Wenn Du verstehst was ich meine. Allzu intensiv habe ich den Artikel noch nicht gelesen. Veit Medick und Florian Gathmann verursachen bei mir meist Übelkeit. Da muss ich mit der Dosis immer vorsichtig sein.

      • Spiegelfechter schrieb am 19. August 2010 um 10:32 - Permalink

        OT: “Hotte im Paradies”, genialer Film ;-)

    48. Winne2 schrieb am 19. August 2010 um 09:58 - Permalink

      Es war 1997 als wir den PÜV gründeten. Den Parlamentarier Überwachungsverein. Und weil es noch kein Internet gab wieder eingestellt – keine Förder. Rausgekommen ist “abgeordnetenwatch.de”. Ein von Milliardären geförderter Verein der tooooootal kritisch und folgenlos mit der politischen Klasse umgeht. Der PÜV sollte Abgeordnete behandeln wie “Angestellte” ihres Arbeitgebers “Volk”. Und die “Personalakte” offenlegen – mit allen Einkünften, Abstimmungsverhalten, Reden, Nebentätigkeiten etc.pp. – einfach übersichtlich einsehbar für alle Wähler / Bürger. Wäre mal einen neuen Versuch wert. Und nur Politiker mit “PÜV Plakette” sind überhaupt wählbar…. ;o)

    49. Berggeist1963 schrieb am 19. August 2010 um 10:12 - Permalink

      Nun lasst dem armen Peer doch auch mal ordentlich das eigene Täschchen (noch mehr) auffüllen. Der Wolfgang und der Gerd als alte Weggefährten und Gesinnungsgenossen machen das doch jetzt auch schon einige Zeit und scheffeln noch viel mehr Kohle dabei. Nee, immer diese Miesepeter im und aus dem eigenen Volk. Anstatt dem GröFaZ (Grössten Finanzminister aller Zeiten gemäss seiner eigenen Einschätzung nach) nun die Zusatzeinnahmen zu gönnen erdreistet sich dieses dämliche Stimmvieh also tatsächlich, daran was zu bekritteln. Aber wartet nur ab, der Peer wird Euch schon noch die Leviten lesen und dann gibt´s Rente mit 75, sittenwidrige Löhne werden erst ab 0,05 Euro/Stunde als solche anerkannt und Hartz IV wird dann auch schon noch entsprechend verschärft werden. Man sollte eben – nach Stephen King – nie vergessen: Manchmal kommen sie wieder.

      Der Kommentar von Heribert Prantl in der SZ kam mir übrigens ebenfalls gar nicht “Prantl-like” vor. Wird er evtl. so nach und nach “auf Linie getrimmt”?

    50. Carsten Thumulla schrieb am 19. August 2010 um 10:21 - Permalink

      garbage collector
      http://www.toonpool.com/user/10394/files/garbage_947509.jpg

    51. t.h.wolff schrieb am 19. August 2010 um 10:25 - Permalink

      SpinSPON hat den Steinbrück-Skandal tatsächlich mal aufgegriffen. Ob Steinbrück plötzlich irgendwelche Feinde bei der INSM hat? Schließlich sind Der SPIEGEL und SPON ja das wichtigste Presseorgan der INSM.

      Steinbrück ist eine lame duck. Er hat, ähnlich wie Schröder, Clement und die übrigen Konsorten von der Seeheimer Fraktion, seine ihm übertragenen Aufgaben zur vollsten Zufriedenheit der Wirtschaftsverbände erfüllt, nicht ohne sein treues U-Boot Jörg Asmussen (Goldman-Sachs Deutschland) im Lenkungsausschuß des Soffin zu plazieren. Steinbrück darf nunmehr ruhig beschossen werden, es kümmert seine Puppeteers nicht mehr. Kümmern wird es auch ihn selbst kaum, hat man ihn doch auch angesichts des katatstrophalen Scheiterns seiner wirtschaftsliberalen politischen Linie stets unbeeindruckt bis naßforsch erlebt. Der Wähler in NRW wußte schon, warum er 2005 die Notbremse zog und Steinbrück und die SPD in die Opposition schickte, wenn auch die “Alternative” Rüttgers nicht wirklich Anlaß zur Hoffnung gab. In NRW kaum entschärft, diente Steinbrück von Stund an als Finanzminister im Kabinett Merkel I. Das ist das Üble am Föderalismus bundesdeutscher Prägung mit seiner Plethora an Parlamenten: They are like bad pennies – they always turn up again.

      • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 10:41 - Permalink

        Ja, es könnte gut sein, dass Steinbrück gemäß der INSM/FDP-Nutzviehideologie noch zum Bauernopfer erkoren wird.

        • Retans schrieb am 19. August 2010 um 11:41 - Permalink

          Ach wo. Der Metzger Oswald wird doch auch noch brav von Kannegießers Putztruppe durchgefüttert. Peerstone kann sich allerdings nicht auf die Gnade des falschen Studiums berufen.

          • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:45 - Permalink

            What? Ich steh grad auf’m Schlauch. Ich dachte Oswald hat weder eine abgeschlossene Berufsausbildung noch ein abgeschlossenes Studium. Hat der sich schon mal auf ein Studium berufen?

            Naja is auch egal. Das Peter-Prinzip holt (fast) jeden irgendwann ein :)

      • lebowski schrieb am 19. August 2010 um 11:44 - Permalink

        “..nicht ohne sein treues U-Boot Jörg Asmussen (Goldman-Sachs Deutschland) im Lenkungsausschuß des Soffin zu plazieren.”

        Ja, und -quel surprise!- Asmussen hat auch den Regierungswechsel überlebt.
        Normalerweise ist es doch beim Politgesindel üblich, langgediente Lakaien mit Staatssekretärsposten zu versorgen. Da hätte Asmussen eigentlich nach Beendigung der großen Koalition fliegen und für einen FDP- oder CDU-Büttel Platz machen müssen.
        Aber der Jörg durfte auch bei Schwarz-Gelb bleiben. Da wird der Ackermann-Josef wohl ein Machtwort gesprochen haben.
        Dass dieser Mann SPD-Mitglied ist sagt eigentlich alles über diese Partei.

        • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 13:56 - Permalink

          :)
          Einer hat’s mal kurz versucht. Frank Schäffler von der FDP. Als es um das Rettungspaket für Griechenland ging, erboste er sich mal in einer kurzen MAZ (heute, kulturzeit, tagesthemen oder tagesschau – weiß ich leider nicht mehr genau) über “Überbleibsel” der SPD an den Stellen der Macht.
          O-Ton war in etwa: Die Bundesregierung (und vor allem die FDP) könne ihre Arbeit nicht richtig machen, solange ein Sozialdemokrat an der Schaltstelle sitzt. Das wäre alles noch SPD-Politik und hätte nichts mit der FDP zu tun.
          Da es aus diesem Jahr ist, müsste man das noch im Netz finden können.

          • lebowski schrieb am 19. August 2010 um 14:10 - Permalink

            Jo, Asmussen macht soziademokratische Politik im besten Sinne des Wortes.

    52. André aus H. schrieb am 19. August 2010 um 10:36 - Permalink

      Hier beim SF sind sich doch alle mehr oder weniger einig: Die Politikerkaste ist durch und durch korrupt. Nur: Welche Schlüsse werden daraus bei Wahlen gezogen? Gar keine, stimmt´s? Wie oft wurden schon die Nebeneinkünfte diskutiert, wie oft fühlte man sich betrogen. Aber es ändert sich nichts. Solange man es schafft, die Rentner bei der Stange zu halten, solange läuft das Ding genauso weiter. Denn die gehen auch noch wählen, und die wählen immer wieder die Parteien, die dafür sorgen, daß die Rente nicht deutlich sinkt (ganz im Gegensatz zu meinem Gehalt, das sich krisenbedingt heftig abwärtsbewegt).

      Und wer denkt, daß man die Abgeordneten einfach mit Post zukippt: Lesen die das überhaupt? So etwas landet doch im Vorzimmer und wird gefiltert! Macht korrumpiert. Das ist so und das bleibt so.

      • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 11:36 - Permalink

        Solange man es schafft, die Rentner bei der Stange zu halten, solange läuft das Ding genauso weiter.

        Aber selbst das schaffen die Korruptis nicht mehr effektiv. Im Moment scheinen die Nichtwähler unter den Rentnern zuzunehmen.

      • Kalle schrieb am 19. August 2010 um 17:20 - Permalink

        Hier beim SF sind sich doch alle mehr oder weniger einig: Die Politikerkaste ist durch und durch korrupt. Nur: Welche Schlüsse werden daraus bei Wahlen gezogen? Gar keine, stimmt´s?

        Nö, stimmt nicht ;) Ich bezweifle sehr stark, dass jemand für SPDGRÜNEFDPUNION gestimmt hat und sich jetzt hier in den Kommentaren über deren “legale” Korruption aufregt. Wir sind nunmal nicht für das Wahlverhalten unserer Mitmenschen verantwortlch.
        Und nur so nebenbei, trotz massiven Gegenwindes der SPDGRÜNEFDPUNION und der Mainstreammedien hat die Linke sich etablieren können. Und obwohl ich befürchte, dass die irgendwann den Weg der SPD oder der Grünen (gestern grün, heute gelb und morgen schwarz) stehen sie noch für gerechte Besteuerung, gerechte Löhne, vernünftige Wirtschaftspolitik, Datenschutz, vernünftige Umweltpolitik, vernünftige Aussenpolitik und sind deutlich weiter von Spendenskandalen, Schwarzgeld und Drehtürkorruption entfernt als die anderen. Dementsprechend sehen mein “Schlüsse bei den Wahlen” aus…
        Just sayin’.

        • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 17:27 - Permalink

          Ihre Schlüsse hab ich auch gezogen, trotzdem schlage ich eine Wette vor: sobald die LINKEN an der Macht sind, sind sie in derselben Zeitspanne (ca 45 min – die länge der ‘nach-der-wahl-interviews’) :-)) genauso korrupt wie alle anderen – genau wie einst bei den Grünen.

          • R_Winter schrieb am 19. August 2010 um 17:36 - Permalink

            ……eine Wette vor: …..

            – da wirst Du bestimmt keinen finden.
            Mache es so wie die Banken: Wette mit Dir selber, dann gewinnst Du immer.

            • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 17:58 - Permalink

              Aber irgendwas mache ich immer falsch: Ich habe eben nicht hinterher mehr als vorher, wenn ich mit mir selbst Wette :-)

          • titus schrieb am 19. August 2010 um 17:53 - Permalink

            verstehe nicht, warum den linken gleich immer unterstellt wird, genauso korrupt zu werden wie alle anderen…
            selbst wenn….
            und nur 30 % ihres programms verwirklicht würde, wäre uns allen schon mal sehr geholfen…

            noch hat sie uns aber nix getan und sollte deshalb alle stimmen des gemeinen pöbels bekommen, schon weil es alldieweil die einzigste partei im momentanen system ist, die eine chance auf veränderungen bietet…

            • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 17:57 - Permalink

              Ich stimme ihnen ja völlig zu, meine Stimme werden Sie wahrscheinlich bekommen. Hoffnung, dass meine Wette nicht eintritt, habe ich trotzdem keine.

          • french connections schrieb am 20. August 2010 um 04:46 - Permalink

            unterschätzt mal nicht die soft power der grünen. umweltgedanke, umstellung der energieversorgung, … (wobei das eher die grüne bewegung, als die partei “die grünen” ist) aber stimmt schon, von trittin mal abgesehen wird da doch öfters versucht, sich bei den arbeitgebern anzudocken.

      • H. Müller schrieb am 19. August 2010 um 19:30 - Permalink

        Solange man es schafft, die Rentner bei der Stange zu halten, solange läuft das Ding genauso weiter. Denn die gehen auch noch wählen, und die wählen immer wieder die Parteien, die dafür sorgen, daß die Rente nicht deutlich sinkt (ganz im Gegensatz zu meinem Gehalt, das sich krisenbedingt heftig abwärtsbewegt).

        So ein undifferenzierter Schwachsinn!!

    53. Elbarto schrieb am 19. August 2010 um 10:44 - Permalink

      Hach ja, Westerwelle war ja vor einiger Zeit auch in den Medien wegen seiner Nebeneinkünfte und die Verstrickungen seines Lebensgefährten mit der Politik. Was ist passiert? Richtig, nichts.

      Genau das wird mit Steinbrück passieren. Er kassiert jetzt die Beträge, um die entsprechende Politik ab 2013 zu machen. Es ist im Moment ja abzusehen das die Tigerenten Koalition wohl eher nicht in die Verlängerung gehen wird.

      Dabei frage ich mich, was sind das für Deppen die HellRot/Dunkelgrün wieder eine Mehrheit verschaffen? Könnte auch Propaganda sein, who knows.

    54. permabird schrieb am 19. August 2010 um 12:52 - Permalink

      Es hilft leider wenig die einzelnen Akteure und Protagonisten eines kleptokratischen Systems zu verurteilen – das System selbst muß zum Einsturz gebracht werden.
      Da wir alle mehr oder weniger an dessen Aufrechterhaltung beteiligt sind kommt es auch auf jeden einzelnen an !!
      Es geht ums Geld und genau dort muß der Hebel angesetzt werden, denn IHR bezahlt diesen Affenzirkus.
      Deshalb:
      Kündigt eure Konten bei den staatlichen und privaten Banken und bringt euer Erspartes (falls vorhanden) auf eine Raiffeisenbank!
      Nehmt niemals einen Kredit auf – und wenn es nicht anders geht dann z.B. hier:
      http://www.smava.de
      Zahlt so weing Steuern wie möglich – sucht euch den besten Steuerberater den ihr finden könnt, macht euch selbständig, meldet euch arbeitslos und/oder arbeitet “auf die Hand”!
      Verweigert nach Möglichkeit jeden unnötigen Konsum, vermeidet Strafzettel und Mahngebühren – kündigt alle überflüssigen Versicherungen, zusätzliche Renten – und Krankenversicherungen usw…
      Seid Sand im Getriebe bis dieser Höllenmaschine die Kolben herausfliegen !

      • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 13:31 - Permalink

        Das ist ein sehr wichtiger Kommentar von Ihnen. In meinen Augen ist mit ‘Demokratischen Mitteln’/'wählen gehen’ kein Blumentopf zu gewinnen. Die einzige Macht, die ‘wir’ haben ist die Macht des Konsumenten. Und die ist gar nicht so klein. Lustig fände ich es bspw., wenn man diejenigen Firmen, bei denen unsere Damen und Herren Politiker ihre Nebenverdienste einstreichen, mit einem öffentlich verbreiteten ‘Konsumentzug’ belegen würde, verbunden mit der Forderung, die entsprechenden Personen von den Lohnlisten zu streichen, solange diese für die ‘Demokratie tätig sind’. Das wäre eine interessante ‘konsumokratische’ Machtprobe. Angesichts der sehr erfolgreichen staatlich verordneten Verblödung großer Teile der Bevölkerung wird es aber wohl nicht dazu kommen. Aber vielleicht sollte man aufklärerischen Artikeln wie diesem immer eine Liste derjenigen Produkte beifügen, die zum Salär des beschriebenen Kleptokraten beitragen. (ich gebe zu, bei Herrn Steinbrück und Thyssen-Krupp ist das wohl nicht so einfach :-)

    55. Martin (abgeordnetenwatch.de) schrieb am 19. August 2010 um 13:12 - Permalink

      Kleiner Beitrag zur Diskussion:

      http://blog.abgeordnetenwatch.de/2010/08/19/an-den-taten-sollt-ihr-sie-messen-eine-replik-auf-heribert-prantls-kommentar-zum-fall-steinbruck/

      • R_Winter schrieb am 19. August 2010 um 13:34 - Permalink

        Die Ausführungen im Link sind kaum zu glauben.
        Wo führt denn die Medienmanipulation hin, wenn nicht einmal Prandl mehr geglaubt werden kann – oder stammt der Kommentar in der SZ nicht von Prandl, sondern trägt nur seinen Namen? War er im Urlaub, als der Artikel gedruckt wurde, denn wir kennen es ja…..?

      • Kalle schrieb am 19. August 2010 um 17:40 - Permalink

        Wo hat er sich “verdient gemacht”? Als er unvorbereitet in die Krisensitzung mit den Banken gegangen ist? Als er Bafin-Briefe ignoriert hat, die ihn schon lange vor dem Zusammenbruch über Risiken der HRE informiert haben? Als er die Krise monatelang ignoriert hat und die Legende gestrickt hat, die Krise wäre ein rein amerikanisches Problem und später, dass sie erst mit dem Lehman-Zusammenbruch angefangen hätte? Als er zusammen mit Merkel, Tietmeyer, Asmussen und wie sie alle heißen, die Kosten der Finanzkrise sozialisiert hat? Als er maßgeblich zur Deregulierung der Finanzmärkte in Deutschland beigetragen hat (Hat das Finanzbundesliga spielen nicht Spaß gemacht? So einen Spaß zahlt man doch gerne. Was sind 500 Milliarden alle 10 Jahre solange Ackermann schön Renditen reinfährt?)? Als er nichts getan hat um zukünftige Krisen zu verhindern oder wenigstens unwahrscheinlicher zu machen?

        Diese Legendenstrickung, er hätte einen guten “Job” gemacht, ärgert mich fast noch mehr als die im System inherente Korruption.

        Zu Prantl: Der hat alle paar Monate einen Aussetzer. Das ist mindestens der dritte Artikel, der nicht ganz zu seinen übrigen passt, der mir aufgefallen ist.

    56. Mad schrieb am 19. August 2010 um 13:33 - Permalink

      Und solange sich die Politik selbst kontrolliert ändert sich daran nichts. Es ist wirklich zum Kotzen !!!

    57. Beate schrieb am 19. August 2010 um 14:54 - Permalink

      Was bringt ein Konsumentenstreik?
      Machen die Japaner seit 20 Jahren.
      Eine japanische Hausfrau schafft es mit 90 Euro pro Person für Lebensmittel monatlich auszukommen.
      Bewirkt hat es politisch gar nichts. Die Reichen sind reich geblieben, die armen arm.

      • Lennard schrieb am 19. August 2010 um 17:48 - Permalink

        Das hat in Japan aber vor allem kulturelle Gründe. Weniger finanz- oder wirtschaftspolitische.

    58. summsumm schrieb am 19. August 2010 um 15:04 - Permalink

      Steinbrück und Co. handeln völlig richtig. Zur Bestätigung ein altes koptisches Lied:

      Lasset Gelehrte sich zanken und streiten;
      streng und bedächtig die Lehrer auch sein;
      alle die Weisesten aller der Zeiten;
      lächeln und winken und stimmen mit ein:
      ist töricht auf Besserung der Toren zu harren;
      o´ Kinder der Klugheit, haltet die Narren;
      eben zum Narren auch, wie sichs gehört!

    59. MultiGD schrieb am 19. August 2010 um 15:15 - Permalink

      Steinbrück ist zu kritisieren dafür, dass er sein Abgeordnetenmandat nur unzureichend wahrnimmt. Allerdings bedeutet das auch, dass er im Bundestag wenig Einfluss ausübt.

      Deshalb ist der Korruptionsvorwurf totaler Bullshit. Steinbrück hat außer diesem wenig genutzten Mandat keine anderen Funktionen mehr. Folglich kann er auch nicht korrupt sein. Er trifft ja keine Entscheidungen mehr im Sinne irgendwelcher Geldgeber.

      Dass die Finanzindustrie ihn zu öffentlichen Vorträgen einlädt – was soll daran verwerflich sein? Er ist ehemaliger Finanzminister, ein guter Rhetoriker noch dazu – man geht richtigerweise davon aus, dass er was zu sagen haben wird.

      Wenn sich jemand in seiner aktiven Zeit für Umweltpolitik stark gemacht hat, dann wird der danach wohl auch von jeder Menge Umweltverbändern eingeladen werden. Ist das dann auch korrupt?

      Politiker sind Staatsbürger und keine Politeunuchen. Korruption liegt einzig und allein dann vor, wenn für konkrete Entscheidungen Geld geflossen ist – und zwar mit der Intention diese Entscheidungen zu beeinflussen. Steinbrück ist nicht korrupt. Der hier formulierte Vorwurf ist ehrenrührig.

      • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 15:30 - Permalink

        Und wenn der von ihnen entworfene Umweltminister permanent von Solarzellen-Herstellern eingeladen wird und in seiner Amtszeit verschiedene Gesetze zur Förderung der Solarenergie entstanden sind ist das nur folgerichtig. Und dass er schon zu seinen Ministerzeiten verschiedenste Pöstchen und Aufgaben in ebendiesen Unternehmen hatte, spricht nur dafür, wie kompetent er bei dem Thema ist, richtig ?

      • Retans schrieb am 19. August 2010 um 16:58 - Permalink

        Dass die Finanzindustrie ihn zu öffentlichen Vorträgen einlädt – was soll daran verwerflich sein? Er ist ehemaliger Finanzminister, ein guter Rhetoriker noch dazu – man geht richtigerweise davon aus, dass er was zu sagen haben wird.

        Daß der große Finanzkrisen-Bewältiger und Kavallerie-Rhetoriker nunmehr seine Extra-Boni als Dankeschön einstreicht, ist sicher der Tatsache geschuldet, daß er milliardenschwer Omas-Klein-Sparguthaben gerettet hat. Wo er doch schon bei anlaufender Krise noch blitzgescheit auf dem Schauch stand und irgendwas “von Krise herbeireiden” halluzinierte. Honi soit qui mal y pense.

      • titus schrieb am 19. August 2010 um 17:08 - Permalink

        das tut schon weh…

        welch ein schlichtes gemüt du doch hast…

      • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 17:11 - Permalink

        Lies den Artikel. Und dann lies mal etwas über die Hypo Vereinsbank, über 5 Jahre und einen Tag und deren Bad Bank HRE.

        Ich frage mich ernsthaft, ab wann Korruption überhaupt beginnen soll, wenn das keine ist.

    60. hmm schrieb am 19. August 2010 um 15:20 - Permalink

      Er trifft ja keine Entscheidungen mehr im Sinne irgendwelcher Geldgeber.

      Natürlich nicht, denn die traf er schon letztes Jahr.

    61. Lesefuchs schrieb am 19. August 2010 um 15:20 - Permalink

      Wie ich immer und immer wieder sage: Was solls!
      Wieso entstehen durch solche Politiker NICHTWÄHLER? Wieso nicht Protestwähler? Für mich sind das Ausreden. Viele die ich kenne, fahren lieber ins Grüne oder zur Omma, statt Wählen zu gehen. Die überall anzutreffende Ausrede: Man kann ja doch nichts ändern!
      Kann man auch nicht, wenn man nicht hingeht!
      Die Menschen feilschen um jeden Cent in der Kneipe, aber wenn es um den Milliarden-Geldklau durch gewählte Volksvertreter geht (Bankenrettung), bleiben sie zu Hause.
      Die Typen die uns, langsam aber sicher, an die Wand lenken, wurden durch die kleine Mehrheit der Wähler gewählt und die wurden durch die Nichtwähler unterstützt.
      Sollen sie doch Graue Panther o.ä. wählen. Nur die ABGEGEBENE und GÜLTIGE Stimme wird etwas ändern. So lange das die Nichtwähler nicht kappieren, wird es nicht besser und die “oben” werden weiter machen was sie wollen!

      • drummy-b schrieb am 19. August 2010 um 15:44 - Permalink

        Ich gebe Ihnen Recht: Nichtwählen finde ich auch nicht gut. Aber:

        Nur die ABGEGEBENE und GÜLTIGE Stimme wird etwas ändern

        Das glaube ich ehrlich geagt nicht. Jede Partei die ich bisher gewählt habe und die tatsächlich längere Zeit die 5%-Hürde übersprungen hat, hat sich genau soweit an das vorherrschende System assimiliert (oder ‘ist worden’, wie man will), dass sie genau so korrupt und genau so ‘ein Lügenverein’ waren, wie alle anderen auch. Ich persönlich wäre für die Gründung der ‘KAB’ (Korrupte Abzocker Bande) mit entsprechendem Programm. Ich würde die sofort wählen, denn dann bestünde die Hoffnung, dass auch mal das drin ist, was draufsteht.

    62. Lutz Hausstein schrieb am 19. August 2010 um 15:21 - Permalink

      Auszug aus “Frost/Nixon” 2008:

      Nixon: Sehen Sie, wenn sie im Amt sind, ist es gelegentlich so, dass sie Dinge machen müssen, die durchaus nicht immer, nach strenger Auslegung der Gesetze, legal sind. Sie machen sie trotzdem, weil sie im größeren Interesse der Nation sind.

      Frost: Warten Sie. Wenn ich Sie richtig verstehe. Sie wollen also sagen, dass in gewissen Situationen der Präsident entscheidet, ob etwas im besten Interesse der Nation ist und dann darf er etwas illegales tun?

      Nixon: Ich sage Ihnen, wenn ich als Präsident etwas tue, so bedeutet das, es ist nicht illegal.

      Frost: Wie bitte?

      Nixon: Das ist meine Überzeugung.

      (…)

      Frost: Es gibt 3 Dinge, die die Menschen gern hören möchten.

      1. (…) Es war Fehlverhalten. Und ja, ein Verbrechen war es möglicherweise auch.
      2. Ja, ich habe die Macht missbraucht, die ich als Präsident hatte.
      3. Ich habe dem amerikanischen Volk 2 Jahre sinnlosen Leids zugemutet.

      Dafür entschuldige ich mich. (…)

      Nixon: Ja, es ist wahr. Ich habe Fehler gemacht. Entsetzliche Fehler. Fehler, die fraglos eines Präsidenten nicht würdig waren. Fehler, die nicht vereinbar waren mit den Tugenden, von denen ich geträumt hatte, als ich noch ein kleiner Junge war. (…) Und für all diese Fehler empfinde ich ein tiefes Bedauern. (…)

      Frost: Und das amerikanische Volk?

      Nixon: Das habe ich verraten. Ich habe meine Freunde verraten und schließlich auch unser Land. Das Schlimmste aber ist, ich habe die Demokratie und unsere Werte verraten. Und die Träume all jener jungen Menschen, die eigentlich in die Politik kommen sollten und inzwischen meinen: Oh, das ist ja alles so korrupt und so weiter. Ja, ich habe das amerikanische Volk verraten.

      Es wäre zu hinterfragen, warum Watergate immer noch als wohl größter Politik-Skandal der Demokratien westlicher Prägung gilt, während hierzulande Politiker wie Lambsdorff, Kohl, Rüttgers, Koch, Möllemann, Schröder, Fischer (Liste ist beliebig fortführbar) unbehelligt bleiben und gar noch wie Helden verehrt werden.

      Nixon war offensichtlich der Korruption schuldig, wurde aber von seinem Vizepräsidenten und Amtsnachfolger Ford “jetzt und für alle Zeit voll, uneingeschränkt und bedingungslos für alle Vergehen gegen die Vereinigten Staaten” begnadigt.

      Wer jetzt glauben sollte, dass dies doch so gar nichts mit dem aktuellen Fall und auch mit der politischen Korruption in Deutschland zu tun habe, der sollte sich einmal etwas intensiver mit dem Umfang der Watergate-Affäre, den vielfältigen Zusammenhängen und den politischen Folgen beschäftigen. Denn diese gingen bis zu den Themen Wahlkampfspenden und “Neben”verdienste.

    63. Pritney schrieb am 19. August 2010 um 16:09 - Permalink

      “an die armen Negerkinder“ … ups, you did it again. ;)

    64. gerdos schrieb am 19. August 2010 um 16:24 - Permalink

      Vor wenigen Jahren noch Satire-Inhalt, heute Realität:
      http://www.ag-sozialdemokraten.de/

      • schwitzig schrieb am 19. August 2010 um 20:03 - Permalink

        Ich habe nur kurz draufgekuckt, aber das sind doch SPD-Mitglieder, die die SPD von innen sozialdemokratisieren wollen, richtig?

        Dazu fällt mir nur ein, dass man ein totes Pferd nicht reiten sollte. Meine persönliche Meinung ist ja, dass jeder Sozialdemokrat, der noch ein SPD-Parteibuch zeichnet, entweder ein hoffnungsloser Träumer oder ein grenzdebiler Vollpfosten ist. Diese Partei hat mit dem Programm einer SPD nun wirklich überhaupt nichts mehr zu tun.
        Man könnte analog genauso versuchen, die NPD von innen zu einer Linken zu reformieren.

    65. Maxi Lanz schrieb am 19. August 2010 um 18:02 - Permalink

      Steinbrück sieht nicht nur wie ein Schwein aus, er ist auch eins und zwar ein Wildschwein.

      Scheiß-Volksverräter, würde ich mal sagen…

    66. Gerd Weghorn schrieb am 19. August 2010 um 18:26 - Permalink

      Ich habe zum Thema vor Jahren mal diese Zeilen geschrieben: http://profiprofil.wordpress.com/2009/10/24/wem-gehort-eigentlich-die-spd/

      • Groo schrieb am 19. August 2010 um 19:24 - Permalink

        schön geschrieben!

        Solang die SPD die Seeheimer nicht loswird/loswerden WILL, wird das auch nichts.
        Mag sein, dass hinter den Kulissen da Machtkämpfe stattfinden, aber davon ist wenig zu merken.

        Darüber hinaus hat ein Steinbrück auch noch den ‘Macher’-Bonus, der von den Medien fleissig gepflegt wird.

        Das wird sich erst ändern, wenn der Unfug der Bankenrettung, Griechenland und anderen aufgezwungene ‘Austerität’, Wachstumsbeschleunigungsgesetz etc sich als das zeigen werden, was sie sind:
        Rohrkrepierer.

        Aber selbst dann, fürchte ich, ist die SPD schlecht gewappnet.
        Nichtmal die LINKE!

        Das ist auch dem zweifelhaften Vermächtnis von Marx zu verdanken, der sich zu seiner Zeit eine endliche Welt garnicht vorstellen konnte.
        (man/ich müsste mal nachforschen, ob/wie Marx sich irgendwann mal zu Malthus geäussert hat.)

        (sorry. würde zuweit führen, das hier näher auszuführen. Nur ein Stichwort: degrowth. )

        • Groo schrieb am 19. August 2010 um 19:56 - Permalink

          Nachtrag:

          google (-ähem-): Marx Malthus.

          Ergiebiges Thema.
          Führt am Thema hier vorbei.
          Aber ich bin hier ja schon berüchtigt für meine ausschweifenden Assoziationen.

          Von Steinbrück zu Malthus.
          Fast rekordverdächtig.
          Kann ich aber locker verteidigen.

        • french connections schrieb am 20. August 2010 um 04:31 - Permalink

          gabriel macht mit den seeheimern einen kuschel-kurs (ist auch selber einer, soweit ich weiß). bloß nichts zurücknehmen, aber doch wieder “sozialdemokratisch werden”. fragt sich, ob das geht.

          die einzigen mit wirklich plan bei der spd sind ursula engelen-käfer (eisenhart!!) und hermann scheer, der im folgenden video trotz des neoliberalen zeitgeistes berthold brecht zitiert (!!): http://www.youtube.com/watch?v=iM0TA9tnUIs&feature=search (zuhören lohnt sich, ein guter rundumschlag, der einzige der sagt, was gesagt werden muss).

    67. Bongabonga schrieb am 19. August 2010 um 22:32 - Permalink

      Was für ein Gejammer! Leute, wir leben in einer kapitalistischen Demokratie, in der jeder das Recht hat, einen (oder mehrere) Politiker zu kaufen.
      Wenn man den Politikern Geld gibt, dann werden sie auch was nützliches tun, aber wenn die Bürger knickriger sind als die Wirtschaft, dann brauchen sie sich nicht wundern, wenn die Politiker lieber für die Wirtschaft arbeiten, als für das Volk. So funktioniert nun mal der Kapitalismus!

      • permabird schrieb am 20. August 2010 um 01:23 - Permalink

        Sehe ich genauso – jeder Bundestagsabgeornete bekommt 10 Mio. pro Anno während seiner Amtszeit – unter der Bedingung, daß er keine weiteren Nebeneinkünfte in dieser Zeit erzielt. Punkt !

        …und das EU – Parlament wird mindestens halbiert :-)

    68. t.h.wolff schrieb am 20. August 2010 um 00:59 - Permalink

      Bongabonga schrieb am 19. August 2010 at 22:32 – Permalink Antworten

      Was für ein Gejammer! Leute, wir leben in einer kapitalistischen Demokratie, in der jeder das Recht hat, einen (oder mehrere) Politiker zu kaufen.

      Jau. Auf Bongabonga ist das vielleicht sogar so.

    69. unschland schrieb am 20. August 2010 um 01:26 - Permalink

      bitte keine politikerfotos mehr – gnade. oder ne triggerwarnung
      - fotos von steinbrück waren der grund, weshalb ich den eintrag zuerst nicht lesen wollte. von dem grinsefoto krieg ich migräne

    70. Toni schrieb am 20. August 2010 um 17:22 - Permalink

      Wie man Legenden strickt – mithilfe noch glaubwürdiger Personen, zum Beispiel Heribert Prantls von der SZ

      Die Betonung des Namens Prantl liegt auf “noch”
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=6549

      Toni

    71. Enimani schrieb am 20. August 2010 um 18:22 - Permalink

      Danke für diesen Artikel.
      Wir glauben, dass uns so etwas wie das dritte reich nicht mehr passiert. Aber glaubt ihr das wirklich? Mal abgesehen von den hier kommentierenden, ist der Großteil der Menschen in unserm Land nicht so gebildet, wie man es hoffen könnte. Dieser Teil der Bevölkerung ist über Jahre so Bildungsfern erzogen worden, dass es jetzt solche korrupten Politiker wie Peer Steinbrück hinnimmt bzw. nicht mal seinen Namen kennt.
      Vor der letzten BTW gab es einen Demagogen der ein fantastisches Wahlergebnis einfuhr (Westerwelle/FDP). Dank Blöd und dem übrigen Mainstream wurde er auf den Sessel des Vizekanzlers gehievt.
      Meine Befürchtung ist, dass irgendwann ein wirklich guter Frasendrescher kommt und die Volksseele zum explodieren bringt. Und meiner Ansicht nach werden einige, die hier so laut schreien, diesem Neohitler folge leisten. Aber, ist das die Lösung, die wir anstreben? Vielleicht! Vielleicht brauchen wir einen solchen radikalen Neuanfang, damit wir es besser machen können. Was ich bezweifle. Resignation und Angst macht sich in mir breit.

      • Brixius schrieb am 20. August 2010 um 19:28 - Permalink

        I want you to get mad! I don’t want you to protest. I don’t want you to riot – I don’t want you to write to your congressman because I wouldn’t know what to tell you to write. I don’t know what to do about the depression and the inflation and the Russians and the crime in the street. All I know is that first you’ve got to get mad.
        You’ve got to say, ‘I’m a HUMAN BEING, Goddamnit! My life has VALUE!’ So I want you to get up now. I want all of you to get up out of your chairs. I want you to get up right now and go to the window. Open it, and stick your head out, and yell,
        ‘I’M AS MAD AS HELL, AND I’M NOT GOING TO TAKE THIS ANYMORE!’ http://www.youtube.com/watch?v=QMBZDwf9dok

    72. Kini schrieb am 21. August 2010 um 22:20 - Permalink

      Bevor es untergeht: Dieser Artikel ist weltklasse.

      Sonst denkst Du Dir ja womöglich noch, dass ich nur am kritisieren und nörgeln wäre. Der Google Street View Artikel ist hingegen nicht so toll.

    73. Seelengesang schrieb am 23. August 2010 um 00:02 - Permalink

      Der Wolf im Wolfspelz.

      Homo homini lupus

    74. Stefan schrieb am 24. August 2010 um 08:05 - Permalink

      für mich ist klar, dass es Steinbrück nicht um das Gehalt für seine “Abgeordneten-Tätigkeit” geht, sondern um die Imunität. Die Imunität als Bundestagsabgeordneter schützt Ihn um seine Geschäfte ungestraft weiterzuführen. Das Geld was man ihm hinterherwirft wird dann auch noch gerne genommen.

    75. Huber Gerhard schrieb am 24. August 2010 um 11:11 - Permalink

      Was hier für ein Müll geschrieben wird, wundert es doch nicht, dass solche Schweine sich vermehren….

    76. Huber Gerhard schrieb am 24. August 2010 um 11:14 - Permalink

      Und wo ermittelt da der Staasanwalt?


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