Morbus Sarrazin
geschrieben am 31. August 2010 von Spiegelfechter
„Wir stehen vor der Tatsache, daß der Geburtenüberschuß in Deutschland auf 1.000 Einwohner 1874 noch 13,4 betrug, 1904 14,5 – 1927 aber nur 6,4! (…) Nach Lenz braucht Deutschland zwecks Stabilisierung seiner Volkszahl auf 78 Millionen 1.366.000 Lebendgeburten. 1927 wurden aber nur 1.160.000 geboren, d. h. von der zur Erhaltung des Bestandes an gebärfähigen Frauen nötigen Mindestzahl fehlten also bereits 15%. (…) Nimmt man hinzu, daß die Völker im Osten sich fortlaufend weiter vermehren (…) so steht die Frage fürs deutsche Volk einfach so, ob es gewillt ist (…) zu siegen oder unterzugehen.“
Nein, dieses Zitat stammt nicht aus Thilo Sarrazins Buch „Deutschland schafft sich ab“, sondern aus „Der Mythus des 20. Jahrhunderts“ des NS-Rassenideologen Alfred Rosenberg. Die Vorstellung, eine Nation könne nur dann in Wohlstand gedeihen, wenn sie ihre Gesamtpopulation zumindest stabil hält, ist historisch gesehen eine Ausnahme. In früheren Jahrhunderten galt der Umkehrschluss – sobald eine Nation eine Wohlstandsphase durchlebt, steigt automatisch ihre Population. Diese Entwicklung wurde jedoch von den zeitgenössischen Wissenschaftlern wie Robert Malthus keinesfalls als wünschenswert, sondern als problematisch angesehen, da weder die Wirtschaft, noch die Nahrungsmittelproduktion diese Wachstumsraten mitgehen können. Die Wende im Denken lösten die „Stahlgewitter“ (Ernst Jünger) des Ersten Weltkriegs aus – im industrialisierten Massenkrieg in den Schützengräben Flanderns wurde der Mensch endgültig auf seine Funktion als Humanressource reduziert.
Raum ohne Volk?
Doch diese Zeiten sind glücklicherweise vorbei. Dennoch erfreuen sich Rosenbergs Populationsthesen vor allem in konservativen Kreisen bis heute einer befremdlichen Beliebtheit. Sarrazins Gedanken zur Bevölkerungsentwicklung, die sich durch sein neues Buch wie ein roter Faden ziehen, erlebten bereits im letzten Jahrzehnt eine Renaissance. Schon in den 90ern knüpfte der Sozialwissenschaftler Meinhard Miegel an Rosenberg an, prophezeite den Deutschen das baldige Aussterben und erhielt dafür viel Applaus von konservativen Publizisten wie Frank Schirrmacher. Miegels wissenschaftliche und publizistische Tätigkeiten wurden seinerzeit von August Baron von Finck jr. finanziert (“Rechts vom Gustl steht bloß noch Dschingis Khan“) und stellen die Saat dar, aus der in den letzten Jahren Pflanzen wie Eva Herman oder Ursula von der Leyen sprießen konnten, die nahtlos an die These des aussterbenden deutschen Volkes anknüpften.
Die Frage, warum es erstrebenswert sein sollte, eine möglichst große Population zu haben, wird jedoch seit Rosenberg von keinem der Untergangspropheten zufriedenstellend beantwortet. Selbst wenn Deutschland in 300 Jahren nur noch 3 Millionen Einwohner haben sollte, wie es Thilo Sarrazin unheilschwanger prophezeit, so fragt man sich unwillkürlich, was daran in Zeiten schwindender natürlicher Ressourcen so schlimm sein sollte.
Geht es dem Dänen etwa schlechter als dem Deutschen, nur weil es rund 15mal so viele Deutsche als Dänen gibt? Auch die These vom „Raum ohne Volk“ lässt sich anhand der Beispiele Kanada, Schweden oder auch der USA mühelos widerlegen. Im Gegenteil – angesichts einer zu erwartenden 20:80 Gesellschaft erscheint eine Abnahme der Gesamtpopulation sogar wünschenswert. Sogar Rosenbergs Kanonenfutter-These bietet heute, in Zeiten, in denen Drohnen automatisiert töten, keine befriedigende Erklärung mehr.
Von Rosenberg über Spengler zu Sarrazin
Wer Sarrazin, Herman und Co. verstehen will, sollte sich daher auch von der rein quantitativen Betrachtung verabschieden. Die Motivation der modernen Kulturpessimisten leitet sich vielmehr vom „Vater des Kulturpessimismus“ ab.
„Nach dem Übergang der Kultur in Zivilisation verschwindet allmählich die gesamte kulturfähige Bevölkerung, indem sie (…) die Produktion von Nachkommen vernachlässigt. Das ehemalige Kulturgebiet bewohnen am Ende primitive Volksmassen, die Fellachen.“
Die „Fellachen“, die Oswald Spengler in seinem umstrittenen geschichtsphilosophischen Standardwerk „Der Untergang des Abendlandes“ als Nachfolger der zivilisierten Bewohner Europas ausmachte, sind in Sarrazins Ideologie „die Muslime“. Doch Sarrazin geht in seiner „Analyse“ weiter als Spengler, der trotz seiner expliziten Distanzierung von der zeitgenössischen Rassenlehre – vielleicht zu unrecht – als einer der Wegbereiter der nationalsozialistischen „Blut und Boden-Ideologie“ gilt. Thilo Sarrazin vermengt stattdessen unausgegorenes Halbwissen aus der Genetik mit seiner bürgerlichen Abart des Kulturpessimismus.
Thilos Welt
Thilo Sarrazins Welt ist eine naive Seifenblase, in der jeder talentierte Tellerwäscher tatsächlich Millionär wird. Wer Tellerwäscher – oder noch schlimmer: Hartz-IV-Empfänger – bleibt, kann demnach auch nicht die Eigenschaften mitbringen, in dieser Gesellschaft eine produktivere Funktion wahrzunehmen. Wer arm ist, ist dumm. Wer dumm ist, zeugt dumme Kinder – und da der Dumme mehr Kinder zeugt als der Schlaue, nimmt die Zahl der Dummen zwangsläufig zu und das Land verblödet. Derlei unsinnige publizistische Blödeleien sind es eigentlich nicht wert, dass man ernsthaft darauf eingeht. Wahrscheinlich würde Sarrazins Buch auch wie Blei in den Regalen der Buchhandlungen liegen bleiben, wenn er seine kruden Thesen nicht mit einer Portion Xenophobie gewürzt hätte.
Früher hat Sarrazin noch den Journalisten seine reine Le(e/h)re in den Notizblock diktiert. Er hetzte gegen Hartz-IV-Empfänger, Jogginghosenträger und alle Angehörigen der bildungsfernen und ökonomisch erfolglosen Schichten. Das kam zwar bei einigen abstiegsverängstigten Angehörigen der Mittelschicht gut an, taugte jedoch nicht für die Rolle des Volkstribuns, die der überaus eitle Sarrazin für sich beansprucht. Sarrazin lernte aus seinen Fehlern und schraubte an seinem Feinbild. Nicht „die Unterschicht“, sondern „die Ausländer“ standen fortan im Visier seiner geistigen Güllespritze. Für einen verängstigten Bürger ohne ernstzunehmende intellektuelle Prädisposition ist Ausländer natürlich nicht gleich Ausländer. Wer an Xenophobie leidet, hat keine Angst vor fremden Pässen, sondern vor einer fremden Kultur. Dabei spielt der Pass gar keine Rolle, der Großteil der Muslime, die auf der Abschussliste des Bundesbankers stehen, hat schließlich sogar einen deutschen Pass.
So lügt man mit Statistik
Sarrazins Kreuzzug gegen Muslime ist aus intellektueller Perspektive kaum mehr als ein Rohrkrepierer. Sein Buch liest sich stellenweise wie eine Arbeitsvorlage für Walter Krämers vergnügliches Lehrbuch „So lügt man mit Statistik“. Sarrazin vermag es nicht, zwischen Korrelation und Kausalität zu unterscheiden. Er präsentiert dem Leser vielmehr Unmengen an durchaus interessanten Zahlen, vermeidet es jedoch auf Teufel komm raus, die Kausalität zwischen diesen Zahlen und seinen wirren biologistischen Thesen herzustellen. Es gibt auch eine Korrelation zwischen der Gesamtpopulation der Störche im Burgenland und der dortigen Geburtenrate – aber sogar ein Thilo Sarrazin käme wohl nicht auf die Idee, daraus die Kausalität herzustellen, Kinder würden vom Klapperstorch gebracht. Umgekehrt hat Sarrazin jedoch keine Problem damit, soziale Parameter wie Bildungserfolg, beruflichen Status oder Kriminalität mit der Herkunft der Eltern kausal zu verknüpfen.
Wenn Sarrazin mutmaßt, dass Intelligenz zu 50-80% vererbbar sei und die Dummheit der Welt sich dadurch reduzieren ließe, wenn die Dummen weniger Kinder bekämen, dann ist dies nicht nur absurd, wie Markus Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn, es ausdrückt, sondern vielmehr eine Vorstufe der Eugenik. Thilo Sarrazins Welt ist eine Welt, in der Menschen nach Nutzbarkeit bewertet werden. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dabei stellen nicht nur die Muslime „unwertes Leben“ dar, da sie ja den Steuerzahler in toto mehr Geld kosten würden, als sie ihm einbrächten (auch diese These ist falsch). Wer die Gesellschaft in taugliche und untaugliche, nützliche und schädliche Mitglieder aufteilt, müsste folgerichtig auch Behinderten ihre Zugehörigkeit zur „Volksgemeinschaft“ absprechen. Wenn man Sarrazins Gedanken konsequent zu Ende denkt, so landet man bei der Eugenik, deren Vordenker Rassenhygiene durch die Vernichtung und Vermeidung „unwerten Lebens“ erreichen wollten. Vernichten will Sarrazin „unwertes Leben“ nicht – dass er jedoch die Geburt solch „unwerten Lebens“ lieber bereits im Vorfeld vermeiden will, stellte er bereits vor einem Jahr fest, als er forderte, das Sozialsystem so umzubauen, dass Hartz-IV-Empfängern, die in Sarrazins Welt lediglich nutzlose Kostenfaktoren sind, das Kinderkriegen durch finanzielle Sanktionen ausgetrieben werden sollte.
Jedes Volk hat die Demagogen, die es verdient
Aber nicht Sarrazins unwissenschaftliches Rosinenpicken in den Zahlenkolonnen des Mikrozensus und seine wirre Vermischung von Korrelationen und Kausalitäten ist bemerkenswert, sondern die Rezeption dieser kruden Thesen durch die Bevölkerung. Obwohl Sarrazins Kauderwelsch von nahezu allen größeren Medien (mit Ausnahme von BILD und SPIEGEL) gnadenlos zerfleischt wird und kein ernstzunehmender Multiplikator sich schützend hinter „Pöbel-Thilo“ stellt, frisst das Volk dem Möchtegern-Demagogen willfährig aus der Hand. Bei allen Online- oder Telefonumfragen zum Thema kann Sarrazin Unterstützungswerte erreichen, die nur von den Wahlergebnissen in der ehemaligen DDR getoppt wurden. Wer je geglaubt hat, das Volk der Richter und Henker hätte aus seiner Vergangenheit etwas gelernt, sollte sich schleunigst einem Realitätscheck unterziehen.
Xenophobie ist hipp – vor allem bei denen, die noch nicht einmal wissen, was dieses Wort zu bedeuten hat. Seit Beginn der IT-Revolution und der Globalisierung dreht die Welt sich schneller und immer mehr Menschen bleiben auf der Strecke. Sie sehen nicht die Zusammenhänge, sondern lediglich, dass ihr Job weg ist, ihre Kinder wohl nie aus Hartz IV herauskommen und Staat und Politik vor den Problemen dieser Menschen kapituliert haben. Dies ist die Zeit für Rattenfänger und Hassprediger. Teile und herrsche, dieses Prinzip ist wohl so alt wie die Welt selbst. Hass kann besonders dort gedeihen, wo Hoffnung fehlt und die alten Institutionen keine brauchbare Alternative anbieten können.
Doch Xenophobie kann nur dort wachsen, wo das Fremde wirklich fremd ist. Interessanterweise feiert der Fremdenhass dort die größten Erfolge, wo es kaum Fremde gibt. Rechtsradikale Parteien schneiden in ländlichen, strukturschwachen Regionen besonders gut ab, die Kommentatoren, die sich in Blogs und Foren über die Zustände in Berlin Neukölln ereifern, kommen in der Regel aus der westdeutschen Provinz*. Publizisten wie Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder bauen ein virtuelles Schreckgespenst auf, das an der Lebenswirklichkeit der Menschen vorbeigeht – das wollen die braven Bürger aber nicht wissen. Na klar, der Türke in ihrer Nachbarschaft ist ja ein Netter, aber in Neukölln steinigt der Muselmann schließlich seine verschleierte Frau und ersticht sein „Kopftuchmädchen“, das kein Deutsch spricht, wenn es nicht den eigenen Cousin heiraten will. Diese Stereotypen gehören zur zeitgenössischen deutschen Gegenwart, wie das Stereotyp des geizigen, krummnäsigen Juden zur deutschen Gegenwart unserer Großeltern gehörte. Wehret den Anfängen? Ja sicher, aber wie?
Medizin
Gegen den Morbus Sarrazin hilft nur Aufklärung. Zum Glück hat Sarrazin nicht das Haider-Gen und wirkt im richtigen Leben eher wie ein großbürgerlicher Abklatsch von „Ekel Alfred“. Sobald man Sarrazin ins Rampenlicht stellt und mit seinen kruden Thesen konfrontiert, fängt er an, sich hilflos stotternd in Verteidigungsgefechte zu stürzen. In seiner ganzen Hilflosigkeit wirkt der Provokateur dann eher wie ein Internet-Troll, den man aus dem schützenden Mantel der Anonymität gezogen hat. Es wäre mehr als kontraproduktiv, wenn man ihn ausgrenzen und aus Partei und Ämtern jagen würde – auch wenn dies freilich mehr als gerechtfertigt wäre. Auf einen Märtyrer wartet die ultrarechte Szene schon seit Jahren. Ein Sarrazin in seiner ganzen snobistischen Bräsigkeit wäre ein Märtyrer par excellence. Nicht verbieten, sondern bloßstellen – das ist die Devise. Hassprediger vom Schlage eines Thilo Sarrazin kochen auch nur mit Wasser und wenn man sie auf sachlicher Ebene bloßstellt, erkennt jedes Kind, dass der alte Mann unter seinem Mäntelchen nackt ist und ein jämmerliches Bild abgibt. Vielleicht sollte man Sarrazin auch ganz einfach nur auslachen – ist er doch nur der Hanswurst in einem Spiel, das er selbst nicht versteht.
Jens Berger
* empirische Ergebnisse aus dem IP-Tracking fremdenfeindlicher Beiträge
p.s.: Sämtliche Kommentare, die über anonyme Proxy-Server abgegben werden, werden kommentarlos gelöscht. Wer aus nachvollziehbaren Gründen einen anonymen Proxyserver nutzen muss, kann sich gerne per Mail mit mir kurzschließen.

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Danke für den Beitrag. Doch leider halte ich die Idee vom Auslachen für wenig sinnvoll, da das die “Jünger” eh nicht mitkriegen. Aber Aufklärungsarbeit betreiben ist wichtig. Ich habe schon bei dem anderen Sarrazin-Beitrag auf das famose Buch von Thomas Etzemüller hingewiesen: Ein ewigwährender Untergang: Der apokalyptische Bevölkerungsdiskurs im 20. Jahrhundert, Bielefeld 2007.
Auf der Verlagsseite gibt’s eine Leseprobe. Er zeigt, wie abgedroschen und wie oft widerlegt diese Thesen, aus welcher Ecke sie konkret auch immer kommen mag, eigentlich ist. Von wegen “Tabubruch” und so. Diese Attitüde – “das muss man doch mal sagen dürfen” – scheint mir einer der wichtigen Ingredienzien für den Erfolg von TS zu sein.
Der Klappentext sagt genug:
“In allen Feuilletons wird der bevorstehende demographische Kollaps der westlichen Industriegesellschaften beschworen. Vor 100 Jahren war das nicht anders. Die Beschwörung der Demographie in der Form einer nahenden Katastrophe hat seit langem Konjunktur. Wieso aber leben wir noch? Warum schlagen demographische Prognosen regelmäßig fehl? Welche bio-politischen Funktionen könnte ein Diskurs haben, der erfolgreich sein permanentes Scheitern überlebt? Um Alternativen zur aktuellen Untergangsstimmung denken zu können, soll ein vergleichender Blick in die Geschichte die spezifische Form des Sprechens über Bevölkerung enthüllen.”
Semi-Off-Topic: Was soll denn dieser “Kampf der Anonymität”, der hier nebenbei im P. S. angekündigt wird?
Gilt dieser nur für diesen Artikel, weil angenommen wird, daß das Thema zu “radikalen” Beiträgen von rechts und links animiert?
Wieso besteht eine Identifizierungspflicht für die Abgabe eines Kommentars?
Ist dem Spiegelfechter klar, daß eine erste Kontaktaufnahme via E-Mail (Verschlüsselung für Vertraulichkeit der Kommunikation aufgrund fehlenden öffentlichen Schlüssels nicht möglich), um um die Möglichkeit der anonymen Kommentierung zu ersuchen, eben diese ad absurdum führt?
Kurz und knapp: was soll das?
Prinzipiell ja – aber ich könnte auch damit leben, anonyme Proxies generell auszusperren. Meine interne Statistik zeigt, dass rund 98% aller Kommentare, die über solche Proxies kommen, Trollereien sind – meist von “ultrarechts”. Die Leute wissen schon, warum sie Proxies nutzen.
Die besteht nicht. Mit der IP Deines Providers kann ich persönlich gar nichts anfangen. Im Falle strafrelevanter Äußerungen ist das allerdings etwas anderes.
Mag sein, stört mich aber nicht. Ich sehe keinen Grund darin, dass meine Kommentatoren sich solcher Kommunikationsmittel bedienen.
Lieber Jens,
ich glaube hier gehst du einen Schritt zu weit. Es gibt Menschen, die nur über Autonomisierung aus ihrem Alltag ausbrechen können. Diese Möglichkeit sollte man ihnen lassen. Wenn du als Top10-Blogger hier mit schlechtem Beispiel vor ran gehst, dann kannst du in Zukunft Beiträge zum Thema Netzpolitik ganz lassen, da du deiner persönlichen Verantwortung nicht gerecht wirst. Lise Meier kann das machen, um sich gegen das böse Internet zu wehren, aber du solltest die nötige Ruhe und die nötige Kompetenz mitbringen um mit Pöbeleien um zu gehen. Vor dem Hintergrund der letzten Beiträge bzw. Kommentare zu diesen kann ich dich verstehen, aber bitte erkenne und korregiere diesen Schritt in die falsche Richtung.
Grüße
Robert
Ps: Auch wenn ich sehr selten kommentiere bin ich großer Fan von dir… also nicht falsch verstehen und: Weitermachen! ;-)
Na ja, Hunde, die bellen beißen nicht. Wie jeder andere Blogger, moderiere ich selbstverständlich. Anoynme Proxies sind mir schon seit langem ein Graus, da sie m.E. fast ausschließlich für Trollereien missbraucht werden. Solange sich das alles unterhalb der justiziablen Schwelle abspielt, bleibe ich allerdings locker und betätige im Regelfall die Löschtaste – nicht weil der Kommentar über einen anonymen Proxy abgesetzt wurde, sondern weil er den Tatbestand der Trollerei erfüllt. Den Großteil dieser Kommentare sehr ihr gar nicht, da ich eine recht umfangreiche “Blacklist” mit Proxies habe. Kommt ein Kommentar über einen solchen Proxy, landet er erst einmal in der Moderationsschlange.
Beim Thema Netzpolitik habe ich übrigens eine recht ambivalente Position, wie Du vielleicht weißt ;-)
Ich verstehs trotzdem nicht. Schon gar nicht die Keule mit der Strafbarkeit. Wer anonym bleiben will bleibt es. Frei Zugänge im legalen als auch illegalen gibt es doch mehr als genug, sowohl mit Proxy als auch ohne. Was versprechen sie sich davon noch außer einem Troll Filter?
Keule Meinungsfreiheit? Oder lesen sie alle Kommentare? Ich glaube sie brauchen langsam ein Diskussionsforum mit Moderatoren. So wie es bei allen erfolgreichen Seiten passiert. Aber an ihrer Seite rumbasteln ist ja auch nicht so ihr Bespassungsgebiet was? Meins auch nicht ;-)
Ich hatte es so verstanden, dass Kommentare über diese Proxys auf jeden Fall blockiert werden und nur mit einer Mail an dich ermöglicht werden. So wie du es jetzt darstellst, ist es eine legitime Schutzmaßnahme gegen Idioten und Spammer.
Aber noch mal zur Klärung:
Wenn ich über eine anonyme Proxy kommentiere, dann lande ich in der wordpress-moderation und du wirst den Beitrag früher oder später lesen und freischalten, wenn es nicht den Troll-/Spam-Tatbestand erfüllt. Richtig?
@Mikadozapper
Ganz einfach. Stell Dir vor, ein User, der mir böses will, postet etwas strafrechtlich relevantes. Wenn man den Täter aufgrund des Proxies nicht ermitteln kann, bin ich als Plattformanbieter dafür rechtlich voll verantwortlich.
Klar, aber der “gemeine Troll” sucht nun nicht unbedingt einen öffentlich zugänglichen Hotspot, um sein Unwesen zu treiben, während sich der Zugang über Proxies auch vom heimischen Sofa aus problemlos herstellen lässt.
Na vor allem den Troll-Filter als solchen.
Natürlich lese ich alle Kommentare, die in der Moderationsschlange stehen, zumal der systemeigene Spamfilter nicht sonderlich zuverlässig ist.
Mit Meinungsfreiheit hat das alles aber gar nichts zu tun. Hier gilt Hausrecht – so wie in jedem anderen Blog auch.
Nur wenn ich mal im Urlaub bin, ansonsten schaffe ich das problemlos nebenher.
Nö ;-)
Zumal aus einer “it-fernen Schicht” stamme.
@Robert
Nee, da habe ich mich wohl falsch ausgedrückt. Das ganze ist eher eine Abschreckungsmaßnahme gegen …
… Idioten und Spammer. Automatisiert läuft das nicht.
Goldrichtig
Eine interesssante Gegenüberstellung in den Nachdenkseiten vom 26.August 2010 :
a. “Die Deutschen aber schaffen sich allmählich ab“
Eine Nettoreproduktionsrate (Töchter pro Frau, d. Red.) von 0,7 oder weniger, wie wir sie seit 40 Jahren haben, bedeutet ja nichts anderes, als dass die Generation der Enkel jeweils halb so groß ist wie die der Großväter. Die Geburtenzahl sank in Deutschland von über 1,3 Millionen jährlich in der ersten Hälfte der Sechzigerjahre auf 650 000 im Jahr 2009 ab.
Geht das so weiter – und warum sollte sich etwas ändern an diesem Trend, der schon über vier Jahrzehnte anhält –, dann wird in 90 Jahren die Zahl der Geburten in Deutschland bei rund 200 000 bis 250 000 liegen. Höchstens die Hälfte davon werden Nachfahren der 1965 in Deutschland lebenden Bevölkerung sein …
Die sozialen Belastungen einer ungesteuerten Migration waren stets tabu, und schon gar nicht durfte man darüber reden, dass Menschen unterschiedlich sind – nämlich intellektuell mehr oder weniger begabt, fauler oder fleißiger, mehr oder weniger moralisch gefestigt – und dass noch so viel Bildung und Chancengleichheit daran nichts ändert. [...] So wurde viel zu lange übersehen, dass die Alterung und Schrumpfung der deutschen Bevölkerung einhergeht mit qualitativen Veränderungen in deren Zusammensetzung. Über die schiere Abnahme der Bevölkerung hinaus gefährdet vor allem die kontinuierliche Zunahme der weniger Stabilen, weniger Intelligenten und weniger Tüchtigen die Zukunft Deutschlands.” Thilo Sarrazin in der Bild-Zeitung Quelle: Bild
b) Das bedeutet aber, daß die begabtere wertvolle Schicht von Generationen nahezu abnimmt und in wenigen Generationen nahezu vollkommen ausgestorben sein wird, damit aber auch Leistung und deutsche Kultur… Bei der überaus starken Belastung unseres Volkes mit Steuern, Sozialabgaben und Zinsen dürfen wir uns der Erkenntnis nicht verschließen, daß der Staat an einen Umbau der gesamten Gesetzgebung und eine Verminderung der Lasten für Minderwertige und Asoziale heranzugehen haben wird. Wie sehr die Ausgaben für Minderwertige, Asoziale, Kranke, Schwachsinnige, Geisteskranke, Krüppel und Verbrecher heute das Maß dessen überschreiten, was wir unserer schwer um ihre Existenz ringenden Bevölkerung zumuten dürften, ersehen wir aus den Kosten, die heute vom Reich, von den Ländern und den Kommunen zu ihrer Versorgung aufgebracht werden müssen. Dafür nur einige Beispiele: es kostet der Geisteskranke etwa 4 RM. den Tag, der Verbrecher 3,50 RM., der Krüppel und Taubstumme 5-6 RM. den Tag, während der ungelernte Arbeiter nur etwa 2,50 RM., der Angestellte 3,60 RM., der untere Beamte etwa 4 RM. den Tag zur Verfügung haben. Das sind Folgen einer übertriebenen Fürsorge für das Einzelindividuum, die den Arbeitswillen der Gesunden ertöten und das Volk zu Rentenempfängern erziehen muß. Andererseits belasten sie die wertvollen Familien derart, daß Abtreibung und Geburtenverhütung die Folge davon sind. Was wir bisher ausgebaut haben, ist also eine übertriebene Personenhygiene und Fürsorge für das Einzelindividuum, ohne Rücksicht auf die Erkenntnisse der Vererbungslehre, der Lebensauslese und der Rassenhygiene. Diese Art moderner ‘Humanität’ und sozialer Fürsorge für das kranke, schwache und minderwertige Individuum muß sich für das Volk im großen gesehen als größte Grausamkeit auswirken und schließlich zu seinem Untergang führen. Die Deutschen hätten sich damit quasi abgeschafft.“
Quelle: Der Reichsminister des Innern, Dr. Wilhelm Frick in seiner Ansprache auf der ersten Sitzung des Sachverständigenbeirates für Bevölkerungs- und Rassenpolitik am 28. Juni 1933 in Berlin (Reichsausschuss für Volksgesundheitsdienst) 1933.
…. eine Kommentierung erübrigt sich ! Vielleicht nur: Wieder Tage, Wochen,
in denen die erpresserischen Machenschaften der Atomenergiekonzerne nicht
thematisiert werden … und wieder Wochen und Monate, in denen die Bankster ihr kriminelles Spiel an den Börsen unbehelligt weiter betreiben können –
und anstatt diese Kapitalverbrecher anzuklagen und diesen gewaltigen Sumpf trockenzulegen wird dem ‘Volk’ suggeriert, dass es uns ja golden ging, wenn wir nur nicht diese xy% faulen Muslime/Türken/Araber hätten ….
Das ist der Punkt, der mich u. a. an dieser unsäglichen PR-Kampagne für S’s Buch nervt!
So ist es halt wieder: Etwas Gutes tun – notwendigerweise gegen S’s krude Thesen argumentieren, schreiben, reden – ist doppelt schlimm: Es verdeckt die anderen wichtigen Themen und bestellt auch noch, letztendlich, dessen Acker! Ein Polylemma! *grrrh*
ach Kinders ;-)
Glaubt ihr etwa ernsthaft, dass Deutschland sich über wichtige Themen unterhalten würden, wenn Sarrazin kein Buch geschrieben hätte? Dann wäre halt die Kapitänsfrage der Fußballnationalmannschaft oder Steinmeiers Niere Tagesthema Nummer Eins. Ihr kennt doch a) die Journallie und b) Eure Mitbürger ;-)
Stimmt! Der Punkt geht (leider) an Dich! Trotzdem – oder gerade deswegen: *Ächz*
Sehr schön Jens. Haste jut jemacht.
Die Verantwortung liegt bei den Entscheidern aber auch im Volke selbst. Zumal in jeder Legislaturperiode sich Möglichkeiten ergeben sollten, kritische Entscheidungen mit Protest und legalen Aktionen zu kommentieren. Ich verfolge auch die Webseite Muslim Markt, wo ich mich dem Autor der aktuellen Beiträge in Sachen Sarrazin anschliessen kann. Auch wenn ich nicht dem Glauben angehöre.
Einen Sinn in der Buchvorstellung sowie der Anti-Kampagne verstehe wer will. Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich damit und auch dem Rest des Volkes einen Gefallen erweist. Viel schlimmer finde ich aber, die Reaktionen auf diversen Webseiten und das sich so viele Bürger seinen Thesen anschliessen. Mich hatte die NS-Zeit in der Schule, auch wenns lange her ist, immer interessiert. Mir war bewußt, wie schlimm und unmenschlich und mit welchen Thesen damals Debatten geführt und wie Opfer zu Tätern gemacht wurden. Nichts aber auch garnichts ist in vielen Köpfen hängengeblieben. Die Reaktionen aus dem Volk und der Politik müßten eigentlich heftiger sein. Doch ich habe den Eindruck, das sich jeder geschickt zurückhält. Ich meine sogar, dass in früheren Jahren mehr Kritik und Protest aus den Reihen der Politik / Gewerkschaften kam. Oder täusche ich mich?
In den vergangenen Tagen habe ich mir auch Gedanken zu den Bewertungen Deutschlands gemacht. Wir seien nur ein mittelmäßiges Land in Sachen Bildung, hängen eher dazwischen als weiter oben. Auch, dass uns Fachkräfte fehlen und wir dringend Leute aus dem Ausland zu uns holen müssten. Dazu kommen die angeblich schlechten Azubis, die “nicht ausbildungsfähigen Schüler” – dazu passt vielleicht die Aussage “wer dumm ist bekommt dumme Kinder…..Ich selber bin kein Abi Mensch, besitze weder Studium noch komme ich aus reichem Hause. Was ich mir selber angeeignet habe ist, selbständig die Dinge in die Hand zu nehmen und mich weiterzubilden; auch privat und auch in Sachen Sprache. Sicherlich liegt es an einem selbst, wie weit er oder sie kommt. Aber grundsätzlich von “dumm bleibt dumm” zu reden, dass setzt allem die Krone auf. Egal woher du kommst, du kannst dich entwickeln, dich neuen Aufgaben stellen. Dass sich gerade Geringverdiener oder H4ler Kinder “anschaffen” wird hier in Deutschland schon wie eine Art “Verbreitung einer Seuche” deklariert. Das macht einen schon sehr nachdenklich und bedrückt mich sehr. Erst sollen wir mehr Kinder bekommen, aber dann bitte nur die Gutverdiener oder was?
Angenehmen Abend.
man muss doch zuerst jedem einzelnen den kopf in die Scheisse drücken, also schon fast gewalttätig aufzwingen, bis er merkt wie es stinkt… die idee ist schön und gut und dein text ist super wie immer, aber wie soll man denn TS nun massenwirksam “blosstellen”? Es gab/gibt noch ganz andere Figuren… in unserm Ländle – voller Zombies.
Wir Blogger können da sicher einen ordentlichen Job machen, obgleich die “klassischen Journalisten” hier m.E. auch recht ordentlich arbeiten. Optimal eignet sich allerdings das Medium “Fernsehen”. Schön fand ich beispielsweise gestern die Talkshow “Beckmann”. Da hat der wache Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar den “Ekel Alfred” galant versenkt. So etwas bleibt auch beim Publikum hängen.
@ Spiegelfechter
“Da hat der wache Wissenschaftsjournalist Ranga Yogeshwar den “Ekel Alfred” galant versenkt.”
Habe zwar die Sendung nicht vollständig gesehen, aber versenkt hat sich eher Frau Künast.
Und von Yogishwar hatte ich, ehrlich zu sagen, viel mehr erwartet.
Als ich Yogishwar sah, mein erster Gedanke war: “Hitler kaputt !”, jetzt macht er “Adolf” brrr. “Alfred” platt, aber das war leider nicht so.
Ihm fehlt die Power und Dreistigkeit von dieser dummen Putte, Frau Künast.
Für die Otto-Normal-Deutschen waren Yogishwars Thesen das “Intelligente Gelabber” und nicht mehr.
Ich habe gestern zum ersten (und hoffentlich letzten) mal Beckmann gesehen. (Der Kerl ist wirklich unterträglich, permanent fällt er den Leuten ins Wort, wenn sie von seinen Fragen abweichen.)
Die Sendung war sonst war wirklich sehr interessant, weil sie wunderbar gezeigt hat, was für eine armselige Person Herr Sarrazin ist. Wie ihm von allen Seiten um die Ohren gehauen wurde, was alles nicht stimmt an seinem Buch. Die Fehler in seinen Argumentationen, die Fehler in seinen Statistiken, Argumente, die auf 100 Jahre alte Ergebnisse beruhen, die schon längst überholt sind, Fehler in den Bewertungen der Statistiken, die selektive Auswahl von Statistiken, usw. Dass hat Spaß beim zusehen gemacht. Und das er nur entgegnen konnte, er hätte “alles sauber abgeleitet”.
Leider werden die Leute, die sich für seine Thesen begeistern, sich wenig dafür interessieren, denn sie suchen sich sicher genauso selektiv ihre Argumente zusammen wie Herr Sarrazin.
Ja, das war schön zu sehen, wie er den lieben Sarrazin bzw. seine Argumente zerlegt hat.
Äußerst unfein finde ich allerdings nach wie vor die Unart des ‘Moderators’,
seinen Gästen permanent ins Wort zu fallen.
Deshalb schaue ich mir die Sendung normalerweise auch nicht an und deswegen war auch gestern nach ca 15 Minuten Schluss für mich.
Wer Beckmann schon nicht aushält, sollte sich dann heute abend Plasberg erst recht nicht ansehen. Das wird noch schlimmer. Besonders, wenn ich mir die Gästliste und das Umfrageeergebnis (82 % für T. S.) ansehe. Jetzt geht es nur noch um Krawall und Quote. Wenn Typen wie Beckmann und Plasberg Journalisten sind, dann ist ein Friseur ein Hirnforscher.
Widerlegen (was einfach ist) oder auslachen (noch einfacher)? Hmm. Ich glaube ich nehme Option 3: komplettes Ignorieren. Das ist vermutlich das schlimmste was man jemandem der intellektuell so wenig satisfaktionsfähig wie Herr Sarrazin ist antun kann.
Richtig. Ignoranz ist ein scharfes Schwert.
Schade, wenn nur “wir Drei” uns dran halten. Der Rest strullt seelig weiter … und Essig iss mit Ignoranz.
Halte ich genauso, ich verstehe auch nicht wirklich das große Geschwurbel was um diesen Spinner veranstaltet wird.
Etwas OT, aber ein sehr sehenswerter TED Talk zur Rolle der westlichen Gesellschaft in 2050. Für Scholl-Latour-Leser aber vermutlich nichts neues…
http://www.ted.com/talks/lang/eng/hans_rosling_on_global_population_growth.html
(Eine sehr erfrischend analoge Vortragstechnik, übrigens ;)
stimmt, schöner Vortrag … aber ein seltsamer Akzent, erinnert mich ein wenig an Dr. Scott aus der Rocky Horror Picture Show ;-)
Roslings absolutes Highlight ist aber dieser hier, unübertroffen würde ich sagen:
http://www.ted.com/talks/lang/eng/hans_rosling_shows_the_best_stats_you_ve_ever_seen.html
Rosling’s (kostenloses) ‘Gapminder’-Programm ist auch sehr nettes Bonbon für alle Freunde von guter Datenvisualisierung: http://www.gapminder.org/
… das ist jetzt aber völlig offtopic.
Es ist immer wieder gut, wenn einem etwas erklaert wird, dann aber bitte korrekt, denn dass in der Regel 50%-80% der Intelligenz vererbt werden ist unbestritten auch Herr Nöthen sagt dies anhand der ihm bekannten Publikationen von Spezialisten.
Dass auch die Umwelt eine Rolle spielt, hat aber Herr Sarrazin nicht bestritten, in einem muslimischen Unterschichten-Elternhaus sind die Chancen aber sicher nicht so gut.
“Na klar, der Türke in ihrer Nachbarschaft ist ja ein Netter, aber in Neukölln steinigt der Muselmann schließlich seine verschleierte Frau und ersticht sein „Kopftuchmädchen“, das kein Deutsch spricht, wenn es nicht den eigenen Cousin heiraten will. ”
Letzendlich ist diese Aussage eine Verhoehnung der bisherigen Opfer.
Wenn ich nicht Jens Berger gelesen haette, haette ich es fuer einen Artikel von Jens Jessen gehalten, dessen Videoblog ja in die Geschichte der Realitaetsverweigerer eingegangen ist.
Nein, dass sagt Herr Nöthen nicht. Wissenschaftlicher Konsens ist, dass “Inteligenz” zwar auch durch die Genetik bedingt ist, dieser Prozess allerdings ein hochkomplexes Wechselspiel diverser Faktoren ist, bei dem die Gene ein Faktor von vielen sind, der allerdings nicht(!!!) monokausal herangezogen werden kann.
Ich zitiere da mal die Wissenschaftsredaktion des SPIEGELS:
Von Monokausal hat niemand gesprochen, aber die Gene von Vater oder Mutter koennen einen entscheidenden Anteil haben und einen anderen Anteil hat die Umwelt.
Dazu muss man auch fast kein Fachmann sein, wenn identische Hirnregionen vererbt werden, werden diese sicher genauso arbeiten wie beim Erzeuger, und zusaetzlich koennen durch Kopftraining vorwiegend im Kindesalter Regionen erweitert werden.
Ich traue mich ja kaum einen Link zu nennen, weil es dabei um Zwillinge geht:
“Studie an Zwillingen zeigt: Intelligenz ist teilweise angeboren”
http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/151495.html
Man sollte auch von Sarrazin nicht erwarten, dass er in naturwissenschaftlichen Themen glaenzt, er verlaesst sich auch nur auf die Aussagen von Fachleuten.
Aber ihm eine Rassentheorie zu unterstellen faende ich starken Tobak.
Nein, er agiert nach dem Motto Internettroll und repliziert “Aufgelesenes” in einer unausgegorenen Art und Weise, um seine krude Weltsicht zu untermauern.
Da stehst Du allein auf weiter Flur.
Ich bin zwar kein Neurobiologe und auch kein Biologe. Das meiste, was ich über Genetik weiß, habe ich im Bio-Leistungskurs gelernt. Die meisten Kommentatoren und ich glaube auch Spiegelfechter dürften bestenfalls genausogut gestellt sein. Wir haben nicht annähernd die Kompetenz um uns eine fundierte Meinung darüber bilden zu können, inwiefern Intelligenz nun vererbbar sei. Das sollten wir uns alle mal ins Bewusstsein rufen. (Sarrazin im Übrigen ebenfalls nicht.)
Auf Wikipedia kann man nachlesen, dass 50-80% gar nicht so abwegig ist. Anderswo habe ich ähnliche Werte ebenfalls schon gelesen. Und selbst, wenn der Einfluß deutlich geringer ist:
Es sagt ja niemand, dass die Gene die Intelligenz eines Menschen – wie auch immer man sie konkret definieren mag – determinieren. Aber es erscheint mir ganz und gar nicht plausibel zu behaupten, dass es so gar keinen Einfluß der Gene gibt.
Im Übrigen habe ich den Eindruck gewonnen, durch die wenigen tatsächlichen Zitate Sarrazins, dass ihm und seiner Sache dieses Statement gar nicht so wichtig ist. Es ist ziemlich unerheblich, wie stark der Einfluß der Gene ist, weil die Erzeuger in der Regel auch die Erziehung übernehmen. So ist es keine große Denkleistung mehr zu dem Schluss zu kommen, dass die Kinder bildungsferner Eltern deutlich schlechtere Chancen haben als der Rest, ganz einfach deshalb, weil die Eltern ihren Kindern weniger “mit auf den Weg geben” können. Und genau das ist eine der zentralen Thesen Sarrazins, wie ich es bisher verstanden habe.
Ich schreibe das, weil ich an die Vernunft glaube und ich etwas angewidert bin von der sehr einseitigen Kampagne gegen TS. Er wird als Rassist hingestellt, der er einfach nicht ist. Es werden in der ganzen Debatte mal wieder kaum Quellen genannt und es gibt kaum die Möglichkeit für Menschen wie mich, sich wirklich eine eigene, fundierte Meinung zu bilden. Das meiste dreht sich um gezielt zusammengestückelte Zitate und Halbwahrheiten (insbesondere hantieren viele Möchtegern-Genetiker mit Möchtegern-Fakten, um die Aussage der vererbbaren Intelligenz möchtergern-zu-widerlegen; aber wie ich gezeigt habe, ist diese Aussage weder besonders abwegig noch unabdingbar für TS Thesen).
@Robert
Ich bin da inkompetent, aber die Kommentare von “Lago” sollten Dir da weiterhelfen.
Kannst du den entsprechenden Artikel mal verlinken/zitieren? Falls so etwas tatsächlich da stehen sollte, muss das schleunigst entfernt werden.
Das ist jetzt aber die Argumentation eines “Möchtegern-Genetikers mit Möchtegern-Fakten”. Ohne die Gene gäbe es den Menschen gar nicht, und also auch keine Möglichkeit, seine Intelligenz festzustellen. Insofern hast du Recht.
Jede Prozentangabe, die aussagen soll, wieviel von der Intelligenz eines existierenden Menschen “genetisch” und wieviel “erworben” sein soll, ist aber dummer Unfug. Die ontogenetische Entwicklung ist immer eine untrennbare Kombination von genetischem “Programm” und umweltlicher Transkription/Translation dieser genetischen Information. Beim Nervensystem kommt noch dazu, dass die Architektur selbst hochgradig dynamisiert ist und selbst kaum etwas über die Leistungsfähigkeit aussagt.
Öhm, sollte dies der Fall sein, dann wundere ich mich über die merkwürdige Angewohnheit Sarrazins, diese Zitate jeweils dort einzustreuen, wo sie nur hinpassen, wenn er die genetische Vererbbarkeit von gesellschaftlicher Nützlichlichkeit belegen will.
Auch wundere ich mich dann darüber, dass er sich etwa gegen die Förderung von Menschen aus bestimmten seiner Meinung nach genetisch negativ dispositionierten Gruppen ausspricht.
Das ist bereits falsch. Es gibt keine Trennung von Genen und Umwelt. Gene sind schlicht Bau- und Steueranleitungen für das Erzeugen von Eiweißen, da steht nicht einmal eine Bauanleitung für ein Gehirn wirklich drin, zumal ein Gehirn per se auch völlig unbrauchbar wäre.
Die Vorstellung, dass sich die Hirnfunktionen oder gar die Intelligenz aus genetischen und Umweltanteilen irgendwie additiv zusammensetze, ist schlicht nicht haltbar.
Hirnregionen werden aber nicht identisch vererbt. Und die Arbeitsweise im Gehirn ist zudem so spezifisch an die Entwicklung angepasst wie bei keinem bekannten anderen Organ bei irgendeinem Tier oder Pflanze.
Regionen werden auch nicht “erweitert”, sondern überhaupt erst durch Erfahrung ausgebildet. Ein Mensch, dessen Augen frühzeitig zerstört werden, bildet gar nicht erst ein Sehzentrum aus. Richtig ist dagegen, dass die Plastizität des Gehirns mit dem Alter abnimmt, weil das Lernen das Gehirn sozusagen zerstört – und Menschen unfähig sind, _nicht_ zu lernen.
Entscheidender für die genetische Vererbung von ähnlichen kognitiven oder sonstigen mentalen Attributen ist nicht so sehr der Aufbau des Gehirns als etwa die Konzentration von Neurotransmittern. (Tatsächlich gibt es Entwicklungsstörungen, bei denen das Gehirn zu wesentlichen Teilen zerstört ist, und trotzdem entwickeln sich diese Menschen völlig normal und haben oft einen ähnlichen Charakter wie ihre Eltern!)
Was bei diesen Zwillings- oder auch Adoptionsstudien herausgefunden werden kann, sind mögliche Erklärungen für die Varianz des IQ in einer Gruppe nach erworbenem und vor-erworbenem Anteil. Dabei kommt man beim IQ auf einen Wert zwischen 40% und 60% genetischem Anteil. Das ist _nicht_ der Anteil des Genoms an der Ausprägung der Intelligenz, sondern der Erklärung der Varianz in einer Gruppe. Das ist etwas _völlig_ anderes. Ich glaube nicht, dass Sarrazin diesen Unterschied nicht versteht, er sollte als Wirtschaftswissenschaftler in der Lage sein, die Grundlagen der Statistik nachvollziehen zu können.
Danke für den kompetenten Kommentar
Also zur Intelligenzproblematik juckts mir doch mal in den Fingern. Mir liegt schon länger ein Bonmot von Richard P. Feynman dazu auf den Lippen. Das kommt am Ende.
Ob Sarrazin nun hinsichtlich der Intelligenzproblematik glücklich argumentiert und ob er sich überhaupt auf dieses Glatteis hätte begeben sollen mag dahingestellt sein.
Sarrazin selbst bestreitet in dem unten verlinkten Interview nicht, das man durch Förderung etwas verbessern kann, er fordert sogar die Verbesserung. Was sollte er auch anders tun. Ob er die Mittel bereitstellen will und ob Verbesserungen dadurch überhaupt realisierbar sind sei dahingestellt. Er kann ja auch gar nicht bestreiten, das man etwas verbessern kann, wenn er behauptet das nur 50 bis 80% der Intelligenz angeboren sein sollen!
Allerdings ist dann auch klar, daß jedes Förder-Ergebnis durch die Gene begrenzt ist! Eine sehr interessante Behauptung ist, das sich in einem optimalen (Förder)System die Unterschiede sogar eher verstärken. Allerdings wäre das ja nicht schlimm.
Was meint Feynman in seinem Vorwort zu den Vorlesungen über Physik:
Einige Studenten hätten jedoch weder mit der Vorlesung noch den Übungsaufgaben Probleme gehabt und diejenigen wären es gewesen die er habe ansprechen wollen. Er habe jedoch nicht vorgehabt jemanden vollständig auf der Strecke zu lassen wie es wohl passiert sei.
Aber so meint er: Die Kunst der Lehre sei selten von Erfolg gekrönt, außer in den wenigen Fällen in denen sie fast überflüssig sei.
Also ich mag Sarrazins Äußerungen zu Hartz IV überhaupt nicht. Das will ich hier nicht weiter auseinandersetzen. Aber das folgende Interview zeigt, das man ihn nicht zum reinen Hetzer und Demagogen abstempeln kann.
Im Gegensatz zu Merkel und Gabriel, bringt Sarrazin die Zeit dazu mit ihm zu diskutieren.
Bitte nicht am Titel des Interviews stören. Dafür bin ich nicht verantwortlich. Den kann ich im Link nicht ändern.
Interessant an dem folgenden Interview ist, das Sarrazin sich durch die teilweise polemischen Fragen der Zeit keineswegs aufs Glatteis führen läßt. Ich habe es allerdings nur kurz überflogen und weiß nicht ob er insgesamt stimmig bleibt bzw. eine Lösung bietet.
http://www.zeit.de/2010/35/Sarrazin
Und eben das ist falsch.
Auch falsch. Richtig waere kann, aber muss aber nicht.
Wenn z.b. eine Gehirnkrankheit vererbt wird, kann sich diese als Intelligenz-Begrenzer auessern.
das m.E. Wortklauberei. Natürlich hast Du damit Recht.
Ersteres stimmt natürlich, es gibt so etwas wie eine Grenze für bestimmte Fähig- oder Fertigkeiten, die durch Förderung oder Training zu erreichen extrem schwer wird. Allerdings ist diese Grenze für die meisten Menschen bei vielen Eigenschaften so hoch, dass sie irrelevant ist. Problematisch ist das nur, wenn man nun versucht, Menschen gerade in “ihrer” Schwächedisziplin zur Höchstleistung zu bringen (etwa weil man die vielen anderen Begabungen übersieht oder absichtlich ignoriert).
Der zweite Punkt resultiert aus demselben Missverständis wie Sarrazins 50-80%-Aussage. Tatsächlich nimmt unter homogener, optimaler Förderung der genetische Anteil an der IQ-Varianz zu – das muss er ja, da homogene, optimale Förderung gerade bedeutet, dass man den nicht-genetischen Anteil der IQ-Varianz minimiert (in dem man diese Varianz minimiert), allerdings explodiert gleichzeitig der absolute IQ-Wert und die relative IQ-Varianz insgesamt geht zurück.
Ich habe mich mittlerweile auch belehren lassen, das nicht 50 bis 80% der Intelligenz eines Menschen erblich festgelegt sind (man also zu 50 bis 80% erblich determiniert wäre), sondern die Abweichung vom Mittel zu 50 bis 80% erblich bedingt ist. So korrigiert Elsbeth Stern Sarrazin und das steht so auch in der Wikipedia! Was das nun bedeutet ist mir allerdings nicht klar.
Ich versuchs mal.
Eltern vererben ihren Kindern damit aber doch einen Rahmen innerhalb dessen deren Intelligenz durch Umwelteinflüsse beeinflussbar ist.
Freilich daraus das eine Disposition vererbt wird (wenn das nun so richtig ist) kann man dann nicht mehr schließen, das ein bestimmtes Merkmal zu 100% weitergegeben wird, womit Sarazins “Verdummungshypothese” nicht mehr haltbar ist. Vielleicht kann man sagen, das Intelligenz zwar von der genetischen Ausstattung des Individuums abhängt, diese genetische Ausstattung jedoch hinsichtlich der Intelligenz weder aus den Fähigkeiten noch aus dem Erbgut der Eltern (selbst wenn alle die Intelligenz bestimmenden Gene bekannt wären) hinreichend eindeutig bestimmt ist.
Andererseits: wenn meine Disposition hinsichtlich eines Intelligenzmerkmals durch meine Gene stark nach unten abweicht habe ich aber doch geringere Entwicklungsmöglichkeiten hinsichtlich dieses Merkmals und zwar genetisch bedingt. Also haben die Gene doch irgendwie einen mehr oder weniger großen Einfluß.
@Axel
Ich machs mal kürzer:
Die Wissenschaft hat festgestellt, das schwarze Kleidungsstücke wärmer halten als weiße (gleicher machart natürlich). Thilo will uns weißmachen, dass wir nun im Sommer unsere weißen Skianzug anziehen sollen, im Winter das kurze schwarze von Mutti.
Ich stimme zu: Wenn man sich mal Interviews mit TS durchliest stellt man fest, dass er nicht annähernd der Rassist oder Demagoge sein kann, als der er hingestellt wird, sondern im Gegenteil sogar sehr vernünftig rüberkommt. Ein weiterer Grund, den Kritikern kritisch zu begegnen (ohne dass ich damit behaupten würde, TS hätte auch nur ansatzweise mit allem Recht, was er sagt).
Ich fand das Interview auf Welt Online toll (ungeachtet des schrecklichen Titels -.-):
http://www.welt.de/politik/deutschland/article9255898/Moegen-Sie-keine-Tuerken-Herr-Sarrazin.html
Morbus Sarrazin würde gar nicht erst zu wuchern beginnen, wenn alle Betrachtungen so überlegt gewesen wären wie diese.
Sarrazins Methode funktioniert ja nur, weil so viele Leute bereit sind, sich quasi blind aufzuregen und dann nicht mehr zurück können oder wollen. Dabei gibt es zwei Möglichkeiten:
Entweder Sarrazin behauptet irgendetwas triviales, formuliert es aber so, dass man es rassistisch “miss”verstehen kann. Da der Mann nun nicht davor zurückschreckt, mit markigen Worten Minderheiten anzugreifen, tun ihm viele den Gefallen und spinnen seine vermeindlichen Gedanken weiter und greifen ihn dann für etwas an, dass er nicht gesagt hat, von dem sie aber glauben er hätte es gemeint.
Da ist es leicht zu kontern und es sieht aus, als würden seine Kritiker nicht fair mit ihm umgehen.
Die ander Methode ist die aus dem Intelligenzbeispiel oben. Das funktioniert dann so, dass Sarrazin Behauptungen aufstellt, die bestenfals umstritten, oft auch Quatsch sind, so wie über den genetischen Anteil der Intelligenz, über die Intelligenz der zugezogenen Muslime (nein, man ist nicht automatisch dumm, weil man einen anatolischen Bauern als Vater hat) usw.
Daraus zieht er dann Schlüsse, die natürlich absurd sind, weil schon die Voraussetzungen nicht stimmen, isoliert betrachtet aber logisch erscheinen.
Was dann aber kritisiert wird, sind leider oft die vermeindlich logischen Schlüsse die er zieht, nicht seine Ausgangspunkte, und das sorgt dann wieder dafür, dass man das Gefühl bekommt, seine Kritiker gingen nicht fair mit dem Mann um.
(wg Unfug gelöscht/sf)
OK
deiner Meinung nach wird mittelalterliche Kultur also über die Gene verteilt oder wie soll ich das verstehen?
Dann müssten wir (guten) Europäer ja auch noch gut dunkles Mittelalter im Erbgut haben.
“Der Böse hat Gen gesagt”
Das ist falsch, ich habe nicht Gen gesagt.
Spiegelfechter hat meinen Eintrag leider gelöscht, jedoch Ihren Eintrag belassen.
Daher kann man nicht mehr sehen, dass Sie mir fälschlich unterstellen, ich hätte Gen gesagt.
Ich habe gesagt, dass die Verbindung von archaischen Traditionen mit Islamismus ins Mittelalter führt.
Das darf ich privat überspitzt so sagen, denn auch der Politiker Siegmar Gabriel sagt es politisch korrekt im Spiegel http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,715687,00.html</a>”Der Grund für den angestrebten Ausschluss sei vielmehr die “Kernthese” in Sarrazins Buch, wonach die Integrationsprobleme damit zu tun hätten, “dass Menschen genetisch disponiert sind und bestimmte Verhaltensweisen sich nicht etwa kulturell vererben, sondern genetisch, biologisch.” “
Im Klartext: Integrationsprobleme durch “bestimmte Verhaltensweisen” (d.h. in meinem Klartext archaische Traditionen) können KULTURELL VERERBT werden.
Natürlich spricht Siegmar Gabriel hier wissenschaftlich gesehen unscharf wenn er sagt “…bestimmte Verhaltensweisen sich nicht etwa kulturell VERERBEN, sondern…genetisch). Gabriel hätte sagen müssen “kulturell WEITERGEGEBEN” (und nicht “vererben”), weil der Begriff “vererben” 2 Dinge bedeuten kann “kulturell weitergeben” als auch “genetisch vererben”.
Der Begriff “Vererbung” hat bei Genetikern allerdings die Bedeutung “GENETISCHE Vererbung”.
Diesen Unterschied haben Sie nicht verstanden.
Ich habe jedoch ganz klar nicht Gen gesagt und nicht gemeint.
Die meisten Kommentare in diesem Blog sind zu jung, um zu wissen, das wir nach dem Kriege alle arm waren, aber nicht dumm. Unsere Eltern haben uns ein Ausbildung ermöglicht, die in keinem Verhältnis zur Armut stand, aber heute wird von weiten (ungebildeten) Kreisen Armut mit Bildung gleich gesetzt.
Wir wollen nicht zur Kenntnis nehmen, daß gerade Muslime aus einer anderen Umgebung, mit anderen Wertvorstellungen kommen, die wir häufig aus Unwissenheit nicht verstehen.
Sarrazin+Co sind im Denken konsequent. Sie sehen eine Zukunft nur im Wachstum, sei es im Bevölkerungszuwachs, dem Wirtschafts- oder dem hemmungslosen Geldwachstum.
Die Geschichte kann hier kein Maßstab sein. Wachstum geht mehr und mehr auf Kosten jener, die arbeiten und nicht ihr Luxusleben auf Finanzeinkünfte aufbauen.
In den letzten fünf Jahren sind die Löhne um 2,5% gestiegen, aber die Einkommen aus Finanzerlösen um 41% (Stat. Bundesamt) – dieses Wachstum meinen Sarrazin + Co offensichtlich.
- das ist so ähnlich wie die Protestbewegung / Aufstand gg. Stuttgart 21 !
- alle ” Bürger ” sind derselben Meinung aber das poltische Schmierentheater
und die Mainstream – Presse hacken ohne den Bürgerwille zu beachten auf TS ein
- was sagt denn dieser Mann ? – nur das was ja 90 % aller Deutschen denken !
- wenn in unseren Schulklassen bis zu 70 % Auslandskinder ( sorry Migranten )
sitzen und damit den Lernfortschritt verhindern( u.a. weil sie nicht Deutsch sprechen können ) und mit größter Respektlosigkeit gg. Lehrkräfte aggieren , dann kann mir niemand erzählen , daß diese Kinder die künftige Elite Deutschlands bilden können !
- das Buch von Sarrazin kommt einige Jahre zu spät , Deutschland ist dem Niedergang schon näher als viele glauben wollen !
- deswegen auch der Aufschrei ( auch von Spiegelfechter ) schade
- es gilt abzuwarten wie lange das noch gut geht !
- übrigens der dvu Verlag der TS Buch auflegt gehört der Bertelsmann Stiftung und diese berät ja bekanntlich unsere Frau Bundeskanzlerin !
- na und : weis ja jeder Politker und Journalist – verschweigt es aber gerne !
cui bono : wem nützt es
a) wer sind “alle Bürger”?
b) seit wann muss die Presse vorher den Mob konsultieren?
Das sagt man Hitler auch nach. Hatte Hitler deshalb recht?
Nein, wenn es denn solche Fälle gibt, sollte man sich Gedanken machen, ob das Schulsystem (und die frühkindliche Bildung) hier nicht versagt haben.
Oh ja, ich schnall mich schon mal an!
Der Bertelsmann Striftung gehört er nicht, sondern der Bertelsmann AG. Aber das macht für unsere lieben VTler eh keinen Unterschied.
Es ist aber nicht immer das Schulsystem, wenn eine Bevoelkerungsgruppe in einem eigenen gesellschaftlichen Kontext leben will, wie ihn z.B. der Islam vorgibt, hilft auch die beste Schule nichts.
So, so – Lernunwilligkeit und mangelnder Respekt sind nun also ein gesellschaftlicher Kontext des Islam? Wer sagt das? Broder?
Die gesamte westliche Welt, wie wir sie kennen und schätzen gelernt haben, ist im Begriff sich in Wohlgefallen aufzulösen. Ich erlebe das jeden Tag bei meiner Arbeit als “Nanny”. Lady Gaga, Geiz is geil, Gendermainstreaming, frühkindliche Sexualerziehung, Gangsta Rap (Hip Hop hat andere Wurzeln), Loveparade als Werbeveranstaltung für Mc… (war mal eine Demo für Frieden und Völkerverständigung und Techno-House ein selbstbewusstes Undergroundmovement), Multi-Kulti-Sozialromantik, etc.. “Der Westen” schlittert mir nix, dir nix in eine schöne, neue, Larifariwelt! Es gibt Probleme zu lösen, Freunde!
Überleg dir mal, was die Elterngeneration gedacht hat, als ihre Kinder Elvis Presley oder den Beatles verfallen waren. Die haben dann wahrscheinlich genauso geschwafelt wie du jetzt.
Und dass die Musik nicht beim Rock’n'Roll stehenbleibt, ist dir doch wohl auch klar.
Wer ist geizig? Etwa die Leute, die wenig (Geld) haben, sich aber trotzdem etwas gönnen wollen und daher warten, bis die Preise sinken?
Das ist kein Geiz. Und geil ist das Verhalten auch nicht, sondern vernünftig.
Wo gibt es so etwas?
Ja und? Willst du alle Musikgenres nun verteufeln, die dir nicht passen?
Larifari-Welt? Wo sind die Tassen?
Besser so als rückständig zu sein.
Und nochmal, die westliche Gesellschaft, wie wir sie kennen und schätzen gelernt haben, löst sich gerade vor unseren Augen auf…schafft sich ab…wie auch immer. Das ist keine Kritik, lediglich eine Feststellung. Die hässlichen “Nebenerscheinungen” sind unter anderem auch Herrn Sarazzins Äusserungen. Doch halte ich die Debatte über diesen Menschen und seine literarischen Ergüsse für völlig überbewertet. Die rasende Veränderung unserer westlichen, achso freien Gesellschaft “produziert” täglich neue, “richtige” Herausforderungen denen wir uns stellen müssen. Aber nein, die intellektuelle Elite diskutiert wiedermal fröhlich über, wie ich finde, Nebensächlichkeiten. Prima. Und die Dummbatze treffen die Entscheidungen. Nochmal Prima.
Ja, Du willst doch jetzt nicht etwa Elvis und die Beatels mit Lady Gaga gleichsetzten? Nicht nur musikalisch liegen da Welten dazwischen.
Mit “Geiz is geil!” wollte ich auf den, durch die Werbeindustrie anerzogenen, Konsumwahn anspielen, welchen ich sehr bedenklich finde. Das ist wohl nicht geglückt. Ich selbst bin auch “arm”, und muss den Cent zweimal drehen, bevor ich eine Kaufentscheidung treffe.
Und da ich selbst vor Jahren lange Zeit als MC (Rapper) im deutschen Hip Hop Underground unterwegs war, erlaube ich mir zu behaupten, das “richtiger” Gangsta Rap ala N.W.A. (for those who know) etwas für sich hatte, denn dieser spiegelte die “wirklich” harten Realitäten in Compton/ LA wieder. Aber Bushido, z.B. ist da nur ein Abziehbildchen. Ein paar Tage U-Haft, aber so tun als wäre man der krasseste Gangsta. Die Kidz die das hören, denken sich: “Alta, Gangsta sein is voll korrekt und männlich!” Wie wir alle wissen, ist Gangster sein, aber nicht korrekt. Ein Teil der Szene hat sich dem Mammon verschrieben. Zitat Stieber Twins: “In zu viel deutschen Köpfen wird mir zu wenig nachgedacht!”
Frühkindliche Sexualerziehung, guckst Du hier:
http://www.familienhandbuch.de/cmain/f_Aktuelles/a_Kindliche_Entwicklung/s_306.html
oder hier:
http://www.erziehungstrends.de/Sexualerziehung
Ich bin der Meinung, Kinder sollten dann mit Sexualität konfrontiert werden wenn ihre biologische Entwicklung es erfordert. Das klingt jetzt
“oldschool”, konservativ. Von mir aus. Sex ist etwas derart Schönes, bald hätt ich geschrieben heiliges, daß man es “bewusst” geniessen sollte, und nicht schon im Vorschulalter.
Und diese Feststellung ist universal gültig. Die westliche Gesellschaft unserer Eltern hat sich aufgelöst, die westliche Gesellschaft unserer Großelten ebenfalls. Es gibt wohl keine Gesellschaft, die sich jemals in einer besonders langen statischen Phase befunden hätte – wenn wir mal die chinesische Frühgeschichte herauslassen, die idT recht statisch war. Das ist übrigens eine der Kernthesen von Spengler ;-)
Was soll die intellektuelle Elite denn sonst machen? Wenn sie sich über grundsätzliche Fragen auslässt, erscheint das im Feulliton oder auf DLF und wird von 10.000 Menschen wahrgenommen. Menschen wohlgemerkt, die selbst zur intellektuellen Elite gehören. Das Volk ignoriert solche Diskussionen komplett. Das Thema Sarrazin ist allerdings ein Volksthema.
Genau so, wie zwischen Elvis und Rudi Schuricke, wie zwischen Rudi Schuricke und Johann Strauss und wie zwischen Johann Strauss und Gustav Mahler. Aber lassen wir das. Geschichte, Gesellschaft und auch Musik sind im Fluß und nicht statisch.
“Alles ist im Fluss” stimmt natürlich nur teilweise. Wie bei Sprache oder Rechtsprechung auch ist ein Teil dynamisch (Sprachgebrauch, Rechtsprechung), beruht aber auf einem Fundament (Wortschatz, Grammatik bzw. Gesetze) bzw. auf Regeln, die nur sehr schwer veränderlich sind. Da sich Kultur nicht in Popmusik erschöpft, ist es legitim, dass man sich auch für den Erhalt von kulturellen Fundamenten stark macht. Kultur ist ein weites Feld und so kann man bedenkenlos erklären, dass es ein universales Gesetz ist, dass sich die Welt der Eltern und Großeltern aufgelöst hat. Das Ganze ist allerdings ziemlicher Humbug, wenn man mal ein paar Beispiele nennt:
1. Rituale und gesellschaftliche Übereinkünfte wie Feiertage: (z.B. Weihnachten), der Umgang mit Verstobenen (Beerdigungen) etc. haben in dieser Gesellschaft ein breites Fundament. Selbst wenn Einzelne die Auflösung dieser Dinge befürworten würden, würden sie doch für 99,x % Geltung haben. Feiertage z.B. haben eine meist christliche Tradition, stecken aber in einem Wandel. Selbst jene, die mit Kirche und Glauben nichts anfangen können, gehen Weihnachten nicht arbeiten, schenken Geschenke und sehen das Fest als Anlass zur Besinnung. Dynamik: Ja, Auflösung: Nein.
2. Werte: z.B. Freiheit der Meinung, Freiheit der Kunst. Gleichberechtigung der Geschlechter. Alles im Grundgesetz verankert, alles in der Tradition der Aufklärung. Eine Auflösung dieser Werte mit der lapidaren Feststellung “alles ist im Fluss” bekommt meine Zustimmung nicht. Dass es, kulturell bedingt, aber auch andere Auffasssungen zu diesen Grundwerten gibt, sollte eigentlich jeder belesene Intellektuelle seit Salman Rushdie wissen. Und wenn ein Deutscher seine Tochter nicht zum Sportunterricht schickt, nicht studieren lässt, den Umgang mit Ausländern verbietet und mit ihrem Cousin verheiraten will, hält man ihn bestenfalls für bekloppt. Dass man ihn für bekloppt hält und sein Handeln nicht als etwas in dieser Gesellschaft ganz normales ansieht, hat wohl etwas mit den Übereinkünften in dieser Gesellschaft zu tun, also mit der zugrunde liegenden (europäischen, aufklärerischen, abendländischen … wie auch immer) Kultur.
Ich halte die Gefahr, dass diese Grundwerte abgeschafft werden, für ziemlich gering. Aber ein “alles-löst-sich-auf-das-war-außer-in-china-immer-und-überall-so-Gesetz” finde ich unangebracht.
3. Bildungskanon: Nicht alles, was lernbar ist, kann gelernt werden. Die Schulpläne sind im Fluss, aber es gibt sie immerhin. Wie ist es um die Behandlung von türkischen, griechischen, polnischen oder arabischen Autoren im Deutschunterricht bestellt? fragt der Publizist Mark Terkessidis. Man mag eine Verschiebung des Bildungskanons von deutscher bzw. europäischer zu internationaler Literatur, Kunstgeschichte etc. für gut oder für schlecht halten. Eines ist sicher: eine solche Verschiebung wäre in der Tat eine dramatische Verschiebung, die man mit Auflösung der westlichen Welt umschreiben darf. Man mag diese neue Vielfalt toll finden – und dann die eigenen Kinder lieber doch auf eine andere Schule schicken.
Kultur löst sich nicht einfach so auf. Sie unterliegt einem Wandel, der aber nicht wie eine Naturkatastrophe über die Kultur hereinbricht, sondern langsam und über langwierige Diskurse sich vollzieht. Dabei bleibt ein nicht unbeträchtliches Fundament stehen, das eine Gesellschaft zusammen hält.
@mathieu
Nicht nur bei Dir, die maximale Zahl der Antworthierachien ist 5.
Das ist natürlich korrekt, ich habe das der Einfachheit halber etwas verkürzt dargestellt.
Als Absolvent eines humanistischen Gymnasiums gebe ich Dir da natürlich zu 100% Recht, auch wenn ich das natürlich während meiner Schulzeit ein wenig anders gesehen habe ;-)
Korrekt
So will ich auch nicht verstanden werden. Aber auch die Freiheit der Kunst ist beispielsweise in einem stetigen Fluss, der allerdings hierzulande eine recht solide Basis hat.
Sehr richtig.
Ja und nein – das ist für mich eher ein jüngeres Zeichen des Modernismus und Individualismus. Wir brauchen gar nicht so weit in unserer Geschichte zurückgehen, dann werden wir sehen, dass solches Handeln (den Sportunterricht lassen wir da mal raus) auch im abendländischen Kulturkreis “gute Sitte” war. Die klassischen Dramen der Aufklärer Schiller und Goethe sind nur ein Beispiel dafür, auch in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts war beispielsweise die “freie”, interreligiöse und vor allem klassenübergreifende Liebe eher die Ausnahme. Noch bei meinen Großeltern spielte die Konfession nicht nur bei der Partnerwahl, sondern auch bei anderen persönlichen sozialen Fragen eine gewichtige Rolle.
Nicht, dass Du mich falsch verstehst. Ich will damit die konservativen Vorstellungen einiger Immigranten nicht rechtfertigen und schon gar nicht gutheißen. Sie aber als Abweichung von unseren kulturellen Grundwerten zu sehen, greift mir zu kurz.
Ich habe mein Abitur Anfang der 90er gemacht und sehe nicht, dass der damalige Schulplan besonders nationalistisch war. Natürlich – im Deutschunterricht wurden ausschließlich deutsche, österreichische und schweizer Autoren für die “großen Werke” gewählt. Aber sogar damals lasen wir bereits Lyrik und Kurzgeschichten von Migranten, vor allem, wenn sie das Thema Integration behandelten. Anders Unterrichtsfächer (Kunst, Werte und Normen (die nds Version von Philosophie) oder Englisch) wurden selbstverständlich internationale Autoren gelesen. Wie Du schreibst, dieser Kanon ist im Fluss – ich weiß leider nicht, wie das heute ausschaut, kann mir aber vorstellen, dass der Kanon sich weiter internationalisiert hat, wobei allerdings der Kern sicher stabil geblieben ist.
Richtig, selbst temporär unbeliebte kulturelle Phänomene bleiben erhalten, wie mein Beispiel Oswald Spenglers zeigt, der sicher über Jahrzehnte noch nicht einmal zum Bildungskanon der Geschichts- oder Philosophiestudenten gehörte, dessen Kernaussagen aber immer noch Verbreitung finden.
Ich bin auch Bürger und ich verlange das der Mann endlich seinen dummen Mund hält. Und schwupps sind schon mal nicht mehr alle Bürger derselben Meinung. Oder sind nur die “Bürger” bürgerwert die Sarrazins kruden Blödsinn nachplappern und auch keinerlei Ahnung von Genetik und Soziologie haben?
Prima Argument. Millionen Fliegen fressen Scheisse. Scheisse ist super. Die Mehrheit irrt nie!
Komisch auch das soviele gegen Sarrazin protestieren, wo doch die Mehrheit schweigend dafür ist.
Und das ist primär die Schuld von Jahrzehnten komplett idiotischer Intergrationspolitik, gerade und besonders gefördert von jenen die patentierte “Bürger” sind und nun den schwarzen Peter an die “unbürgerlichen” Multikultispinner abgeben wollen. Dazu noch ein geradezu kafkaeskes Bildungssystem in dem jedes Land seinen eigenen Nonsens macht – auch wieder gefördert und gefordert von ach so deutschen “Bürgern” – und fertig ist die Katastrophe.
Als Nicht-Fernseherin habe ich mir eben ein Sarrazin-Interview auf youtube angetan. Ich wollte dem armen Mann ja kein Unrecht tun, den schätzungsweise 70 Prozent der TAZ-Leserkommentare (bei BILD sind es vermutlich 99,9 Prozent) für die von fiesen Gutmenschen verfolgte Unschuld halten, wenn sie nicht gar, wie hier Kommentator Nr. 11., von einer „öffentlichen Hinrichtung“ schwafeln.
Da sehe ich nun jemanden, der keine drei zusammenhängenden Worte herausbringt, nicht mal aus seinem eigenen Buch fehlerfrei vorlesen kann und wahrhaft mitleiderregend von “äh, äh, also… inschenör… inschenörmäßigem – äh – äh Wissen…” stammelt; offenbar gilt ihm der deutsche Diplom-Ingenieur als Krone der Schöpfung.
Er selbst ist ja dummerweise keiner geworden, warum auch immer…
Schade.
Hier stand vorhin ein Kommentar, der jetzt leider weg ist. (warum?)
Darin wurde u.a. darauf hingewiesen, daß TS mal einen Schlaganfall hatte, woraus sich seine schleppende Sprechweise und manch andere Äußerlichkeit erklären, auf denen man nicht unbedingt rumreiten muß, um den Mann nicht zu mögen.
Das stimmt. Darüberhinaus kann jeder an seinem etwas heruntergefallenen rechten Auge die davon zurückgebliebene Schädigung erkennen.
Oh, waren wohl die Gene nicht gut???
“Teile und herrsche, dieses Prinzip ist wohl so alt wie die Welt selbst”
Was also ist ihr Ziel, oder glaubt jemand, dass BILD, WELT, SPIEGEL und auch die ZEIT (letztere jedenfalls bist gestern) zufällig diese “Gene” gefunden haben. Wissenschaft wird nie ohne Prämissen betrieben. Was ist ihr Motiv, warum sprechen Sie nicht über die 95%-Affengene des Herrn Sarazin?
Ich will es in der Sprache der Propagandisten selbst sagen:
1. Der Grundsatz der SpringerPresse lautet:
“Die Unterstützung des transatlantischen Bündnisses und die Solidarität in der freiheitlichen Wertegemeinschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika.”
http://www.axelspringer.de/artikel/Grundsaetze-und-Leitlinien_40218.html
2. Auf Wikileaks findet sich das aktuelle Dokument der CIA, mit Tipps dazu, wie man die europäische Öffentlichkeit zum militärischen Aktivwerden in Nahost verführen kann:http://wikileaks.org/wiki/CIA_report_into_shoring_up_Afghan_war_support_in_Western_Europe,_11_Mar_2010
Ziel soll es sein, zwischenmenschliche Gefühle in jedem Einzelnen auszulösen. Psychologische Kriegsführung also, gegen uns!
Rechnet 1 und 1 zusammen! Die Bevölkerung soll aus Angst agieren, Hass gegen Muslime haben. Angst um die eigene Existenz und ein Sündenbock, jetzt müssen wir ihnen nur noch eine Waffe vor die Augen halten. Der Preis spielt dann keine Rolle mehr.
Wir sind geistig zu anfällig, weil wir wie Gräser im Wind sind, traurig. Das ist weder erwachsen noch menschlich. Noch schlimmer, viele lassen sie gewähren, solange der Magen gefüllt wird. Das ist tierisch!
Mich hätte es auch erstaunt, wenn nicht irgendein verstrahlter Kommentator sogar dieses Thema in die Nähe der CIA rücken würde. Das hat ja schon Comedy-Charakter ;-)
hi spiegelfechter – sieht man nicht, dass die Rohen alle aus denselben Antrieben zuschlagen? Frau Springer, Merkel, Dörfner, Bush, Bliar und abertausende Weitere – viele Namenlose darunter, die dies jetzt hier lesen – teilen doch dieselbe Ideologie (nicht ein “Gen”;) :
“Lasst uns gut leben rücksichtslos auf Kosten aller anderen”.
Auch wenn es das “rote Telefon” zwischen ihnen nicht gibt (“CIA-Verschwörung”). Sie arbeiten alle in dieselbe Richtung mit demselben Denken. Die Ähnlichkeiten zwischen Ihnen sind größer als die Unterschiede zwischen einem einfachen Menschen in Berlin und dem in Hong Kong, El Salvador oder Ridah.
Wir müssen diese Gruppe der selbsternannten Edelmenschen endlich als einheitliche Ideologie begreifen, denn nichts anderes als einen verfehlten Glauben betreiben sie. Jeder hat eine Weltanschauung, ihre ist unmenschlich. Ich bin dir sehr dankbar, wenn du noch etwas dazu sagst, ich schätze deine Person. Danke für die Diskussion, die zur Rationalität beitragen soll. Also meine These: Wir haben es mit verirrten Glaubensanhänger zu tun, die einem unmenschlichen Ich-Kult anhängen.
achja, die “Legitimation” der Außenpolitik kommt jetzt an:
“Angela Merkels Solidarität mit Westergaard, die einen hohen außenpolitischen Preis fordern könnte, inspiriert die Freiheitsbewegung in Iran und verleiht auch den internationalen Einsätzen der Bundeswehr eine symbolische Legitimation. ”
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E6762D4CF046141829F1A9533368C843E~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Die Themen werden von diesen Hasspredigern gesetzt und wir verzetteln uns im Klein-Klein der Diskussion. Mein Vorschlag: Wir legen ihre Ideologie, ihre Motive offen und entscheiden uns für ein Gegenkonzept. Nach dem status quo laufen wir der Diskussion unweigerlich hinterher, und die Themen kommen über uns wie das Wetter. Dabei werden die Themen per Motiv gesetzt (eigentlich klar, das Motiv ist nicht sichtbar, aber real!). Vorbereitet wurde es schon lange:
http://www.bundestag.de/dasparlament/2007/26-27/Beilage/006.html
Schöner Artikel, dem grundsätzlich nur zuzustimmen ist. Lediglich zwei Dinge sehe ich etwas anders:
1. Der Mann gehört auch dann aus allen öffentlichen Ämtern entlassen wenn es ihn zum Märtyrer des rechten Packs macht. Leute, die solche unsägliche Hetze betreiben sollten nicht auch noch von der Gesellschaft üppig finanziert werden und diese zudem in hohen Ämtern repräsentieren. Die SPD hätte ihn schon nach seinem damaligen Interview achtkantig rauswerfen sollen wenn sie sich noch als auch nur ansatzweise links bzw. humanistisch definiert.
2. Ich kann wirklich nicht erkenne, das Sarrazin von sämtlichen Mainstreammedien außer SPIEGEL & BILD zerfleischt wird. Die ZEIT titelte online vor einigen Tagen “Sarrazin schrammt knapp an der Lüge vorbei” und im ZDF (“heute”) wird dieser Möchtegern-Schädelvermesser immer noch gerne als “Provokateur” bezeichnet, dessen Thesen ja durchaus diskussionswürdig seien, er habe sich lediglich im Ton vergriffen. Als ob Eugenik-Theorien und Sozialdarwinismus par excellence in sanftere Worte gepackt gar nicht so schlimm seien bzw. einen wahren Kern besäßen. Da haben Leute wie Koch & Co. mit dem jahrzehntelangen Schüren von Ressentiments sauber den Weg dafür bereitet, daß heute ganz Deutschland darüber diskutiert ob es das Judengen gibt und Muslime grundsätzlich dümmer sind als Deutsche mit Ariernacheweis. Willkommen im Jahr 2010.
Das Problem mit dem Judengen scheint ein deutsches Problem zu sein, die Juden haben dieses Problem nicht:
http://www.tagesanzeiger.ch/ausland/europa/Juedisches-Gen-erzuernt-die-Deutschen-und-macht-Israelis-stolz/story/30847587
Die Juden sind nicht die Israelis und umgekehrt. Herrjeh!
Gut, dass ist korrekt, freudscher Fluechtigkeitsfehler, gemeint war: aber die israelischen Juden haben mit der Sarrazinaussage scheinbar kein Problem.
aus dem Link
ok, vor 3000 Jahren irgendwo im mittleren Osten gab es mal ein Gähn….
wenn da jemand stolz drauf ist, das es ihn getroffen hat, dieses 3000 Jahre alte Gen, dann ist dem ja auch nicht mehr zu helfen.
@ Spiegelfechter
“Die Juden sind nicht Israelis und umgekehrt. Herrjeh!”
Was sind sie dann !?
Wird ja immer besser hier, jetzt dienen schon genetische Ähnlichkeiten als Begründung für ein Großisrael.
Das diese genetische Ähnlichkeit auch im gleichen Maße zwischen den sog. Juden und den sog. Palästinensern zu finden ist wird seltsamerweise nicht zitiert. Warum wohl?
Scheint sich um Thilologie zu handeln
@ Brixius
Habe was über judische bzw. hebräische Gene hier: http://www.lebed.com/2007/art4914.htm
http://www.lebed.com/2007/art4922.htm
http://www.lebed.com/2007/art4931.htm
http://www.lebed.com/2007/art4940.htm vom Professor Anatole Klyosov eine interessante Forschungsarbeit (leider auf Russisch).
Er ist Genetiker und lebt und arbeitet seit geraumer Zeit in den USA (soweit ich weiß in Boston).
Es gibt bestimmt was auf English von ihm, versuche es mal zu googeln.
Auch interessant, über seine genetische Geschichte (leider auch auf Russisch,): http://www.lebed.com/2006/art4606.htm http://www.lebed.com/2006/art4614.htm
@Trevor
vielen Dank ich bin nicht an dieser Art Genforschung interessiert.
Das Zitat weiter oben kommt aus Marta`s Link.
Völlig vegebene Zeit nach Unterschieden zu suchen. Das ist wie kulturelles Lotto mit nem verrückten Zahlenguru.
@ Brixius 02.04.2010 22:01
Keine Bange, Klyosov hat nichts schlimmes über die Juden oder judische Gene geschrieben.
Die Juden/Hebräer suchen schon seit Jahrhunderten nach ihren verlorenen Stämmen.
Klyosov als Genetiker hilft lediglich ihnen dabei.
Wäre damit nicht doch manche These Sarrazins untermauert?
Wenn das deutsche Schulsystem nicht durch die vielen Gastarbeiterkinder überlastet wäre, hätten die Lehrkräfte mehr Zeit, den heimischen Nachwuchs durch intensivere Betreuung auf Intelligenz zu trimmen, was der Gesellschaft an sich wiederum zugute käme.
Zudem muß zwischen verschiedenen Herkunftsländern unterschieden werden. So unterhalten beispielsweise unsere Japaner eigene mehrsprachige Schulen in fast ganz Deutschland, während einige jugoslawische Flüchtlinge im öffentlichen Schulraum offensichtlich eher einen idealen Aufmarschplatz für organisiertes Bandentum sehen als eine Chance auf zu erarbeitende Bildung.
Auch wenn verschiedene Aussagen von Sarrazin unbequem sein mögen — falsch sind die deswegen nicht. Die von ihm möglicherweise verstärkte Ausländerhetze ist dennoch fehl am Platze, da die Politik die Weichen in die falsche Richtung stellte und stellt. Doch vielleicht bewirken Sarrazin’s Thesen ein nachhaltiges Überdenken des Gaststatus unserer Langzeitgäste?
Nein, das untermauert seine Thesen in keinster Weise, da seine unterstellte Kausalität die Korrelation nicht erklärt.
@Schneemann
Was hast denn Du geraucht? Nomen est Omen oder wie?
Ich denke mal, das Problem ist die deutsche Einwanderungspolitik, die seit Kohls Zeiten an einem der schönsten kapitalistischen Märchen, ich nenne es mal das “Demografiemärchen” festgemacht wird. Wenn man sich vorstellt, das sich in den letzten 30 Jahren die sog. Arbeitsproduktivität mit Sicherheit verdoppelt hat, könnte man temporär auch eine niedrigere Geburtenrate aus etwa gesellschaftspolitischen Gründen durchaus akzeptieren, ohne das die Bevölkerung verarmen muss.
Das Problem liegt da, das das Kapital und die besitzenden Spekulanten jeglichen Produktivitätszuwachs unter sich aufteilen möchten, und von daher damals ihren gekauften dicken Pfälzer beauftragten, D.U.-Lande eine Zuwanderungspolitik zu verpassen.
Jetzt wo sich langsam üble Risse in der Gesellschaft auftun ergreifen Bildzeitungsleser wie unser Thilo das Wort, und die sturzbetroffene Erregung der linken geht mal wieder voll am eigentlichen Thema vorbei.
dummerweise sind es nicht nur die bildleser – obwohl auch die heutzutage schon zu 50% abi haben dürften-, die auf diese tilohetze eingehen. ein wirklich gebildeter mensch würde sich mit solch einem hetzer nicht in einen raum begeben, geschweige denn ihm auch noch in pressekonferenzen, talkshows etc als ebenbürtigen gesprächspartner akzeptieren.
und der rassismus – die muslime betreffend – ist ja nur ein anfang oder eine nuance der sozialrassistischen einstellung des herrn sarazzin, die mit ihm aber mehr oder weniger alle “unserer eliten” teilen.
was so nebenbei allerdings auffällt ist, daß “unsere elite” – die wirklichen herrscher dieses landes – maximal 1-2 % der bevölkerung ausmachen und sich vorzugsweise auch nur innerhalb dieser gruppe vermehren. typischer fall von inzucht also, der nach meinung von thilos gesinnungsgenossen und vordenkern zu vermehrter schwachsinnigkeit führt.
eventuell ist das ja die erklärung für all das dumme zeugs was uns da so alltäglich vorgebetet wird.
Hi Jens,
ich bin schon seit ein paar Wochen nicht (kaum) internetsfähig, es wird sich irgendwann (bald) ändern …
Bin ich aber so froh, dass ich gerade diesen Aufsatz „erwischt“ habe … er ist so fantastisch (!!!) … eine extra Klasse
„das Volk der Richter und Henker“ … ich kann kaum aufhören zu lachen … aber welches Volk war “gut”, wenn es stark war (kein Trost, aber … na ja … )
„Doch Xenophobie kann nur dort wachsen, wo das Fremde wirklich fremd ist. Interessanterweise feiert der Fremdenhass dort die größten Erfolge, wo es kaum Fremde gibt. Rechtsradikale Parteien schneiden in ländlichen, strukturschwachen Regionen besonders gut ab“ … Ein gutes Beispiel, aber nicht das beste: Wo gab es in Ex-Jugoslawien (gar!) keine Grausamkeiten? Dort, wo viele ganz verschiedene Völker nebeneinander leben (Vojvodina)
„Sobald man Sarrazin ins Rampenlicht stellt und mit seinen kruden Thesen konfrontiert, fängt er an, sich hilflos stotternd in Verteidigungsgefechte zu stürzen. In seiner ganzen Hilflosigkeit wirkt der Provokateur dann eher wie ein Internet-Troll, den man aus dem schützenden Mantel der Anonymität gezogen hat. Es wäre mehr als kontraproduktiv, wenn man ihn ausgrenzen und aus Partei und Ämtern jagen würde – auch wenn dies freilich mehr als gerechtfertigt wäre. Auf einen Märtyrer wartet die ultrarechte Szene schon seit Jahren.“ – Ja, so ist es
Gruss ;-)
und ich habe mich schon gewundert, wo Du abgeblieben bist ;-)
Gruß zurück
Die Frage, wie ich finde, lautet: Wie geht man mit Sarrazin’s Thesen um? Und diesbezüglich fand ich folgendes Zitat aus Deinem Artikel am interessantesten:
Man sollte Sarrazin nicht angreifen, indem man ihm Rassismus vorwirft (obwohl ich ihn persönlich in der Tat für einen miesen Rassisten und Volksverhetzer halte), sondern indem man die Unwahrheit der “wissenschaftliche Wahrheit”, auf die er sich beruft, klar stellt. Seit ich diesen Spruch von der 50-80%igen Vererbbarkeit von Intelligenz zum ersten Mal gehört habe, habe ich mich gefragt, wo die Genetiker und die Intelligenzforscher sind, die diesen Spruch in der Luft zerreißen, wo er doch so offensichtlich angreifbar ist. Stattdessen kommt immer diese Rassismusschiene, bei der es für ihn immer einfach ist, sich als missverstandenen Propheten und Opfer darzustellen.
Da ich keinen Fernseher habe, komme ich auch nicht in die Versuchung, mir den Mann live anzuschauen. Die Argumente jedoch, die ich in Interviews bisher lesen konnte, sind wissenschaftlich unhaltbar, und das sollte doch der Öffentlichkeit ziemlich leicht zu vermitteln sein.
Ja, das frage ich mich auch. Kein Psychologiestudent würde das erste Semester überstehen, ohne die Frage beantworten zu können, warum die Aussage von der 50%en Vererbbarkeit von Intelligenz hanebüchener Unsinn ist. Aber niemand, absolut niemand widerspricht hier, obwohl völlig klar ist, welchen elementaren Fehler Sarrazin hier gemacht hat (er hat den Unterschied zwischen Varianz des IQ und dem IQ selber nicht verstanden).
Sarrazin nennt völlig falsche Zahlen bzw. völlig unhaltbare, weil schlicht falsche Schlüsse aus Zahlen – und die einzige Kritik, die wirklich kommt, ist: Man darf nicht nur auf die Zahlen sehen, sondern muss auch das Menschliche … blah blah
Entweder Sarrazin lügt oder er ist zu dumm für die Materie. So einfach ist das.
Wieder keine Auseinandersetzung mit Sarrazins Thesen. Natürlich. Wir wissen ja schon alles, Spengler und so. Und wo wir vielleicht falsch liegen, darüber wollen wir auch nicht reden.
Necla Kelek hat das Buch sehr prägnant so vorgestellt:
Obwohl die Berliner Schulen ein viel günstigeres Lehrer/Schüler-Verhältnis haben und mehr Geld pro Schüler ausgegeben wird als zum Beispiel in Bayern, rangiert Bayern bei der Pisa-Studie vorn und Berlin hinten. Für den Autor sind Unterrichtsqualität und Leistungserwartungen - unabhängig von deutscher oder migrantischer Herkunft - entscheidend. Sarrazin widerspricht der These „Viel hilft viel“. [...]Die von Sarrazin aufgezeigte Wechselbeziehung von Intelligenz und Demographie wird als biologistisch diffamiert. Dabei scheint schon der gesunde Menschenverstand nahezulegen, dass Ethnien wie zum Beispiel die Völker Anatoliens oder Ägyptens, die über Jahrhunderte von den Osmanen daran gehindert wurden, Lesen und Schreiben zu lernen, bei denen noch heute Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen, andere Talente vererbt bekommen, als die Söhne von Johann Sebastian Bach und dass es auch bei der Intelligenz so etwas wie die Gaußsche Normalverteilung gibt.
Der von muslimischen Forschern erarbeitete Arab Development Report beklagt seit Jahren, dass die mangelnde Tradition der Bildung, die fehlende Lese- und Abstraktionsfähigkeit durch das pädagogische Prinzip des Taqlid, das das Nachahmen fördert und die Neugier verbietet, die eigenen Gesellschaften behindern, sich zu entwickeln. [...]
Sarrazin schildert die Situation der muslimischen Migranten am Beispiel des Berliner Bezirks Neukölln und stellt fest: „Bei uns muss sich niemand integrieren. Es reicht, wenn er jemanden findet, der ihm den Antrag auf Grundsicherung ausfüllt und bei der Wohnungssuche behilflich ist. Die Integration, die in klassischen Einwanderungsländern durch die Teilnahme am Arbeitsleben erzwungen wird, wird für muslimische Migranten in Deutschland zu einem Luxus, den man sich leisten kann, aber nicht muss.“ [...]
Die Kanzlerin und ihre Integrationsministerin lassen ihrer Empörung freien Lauf und tun so, als müssten sie sich schützend vor die Kinder in der Koranschule stellen. Der SPD-Vorsitzende bangt um seine türkischen Wähler, und seine Generalsekretärin mobbt einen Genossen. Der Sozialarbeiter im Parteivorstand der Grünen redet vom Stammeskrieger, die FDP-Justizministerin spricht von wirren Thesen, eine Exbischöfin von Menschenverachtung, die türkische Lobby will ihn verklagen. Alle, die den Zustand der Integration mitzuverantworten haben, rufen „Haltet den Dieb!“ und „Nicht in diesem Ton!“ und „Das nützt den Rechten“.
Das Beste, was Sarrazin und Mitstreiter erreichen könnten, ist, dass diejenigen, die jetzt vereint in Panik über ihn herfallen – vielleicht unter einem gewissen subkutanen Druck – endlich eingestehen, dass sie eine sehr schlechte Einwanderungspolitik betrieben haben. Dann ist “Deutschland schafft sich ab” vielleicht gar keine Horrorperspektive.
@karl heinrich
“Obwohl die Berliner Schulen ein viel günstigeres Lehrer/Schüler-Verhältnis haben und mehr Geld pro Schüler ausgegeben wird als zum Beispiel in Bayern, rangiert Bayern bei der Pisa-Studie vorn und Berlin hinten.”
Äh, und damit wäre jetzt welche These Sarrazins bewiesen? München ist deutschlandweit übrigens die Stadt mit dem höchsten Ausländeranteil.
“Dabei scheint schon der gesunde Menschenverstand nahezulegen, dass Ethnien wie zum Beispiel die Völker Anatoliens oder Ägyptens, die über Jahrhunderte von den Osmanen daran gehindert wurden, Lesen und Schreiben zu lernen, bei denen noch heute Mädchen nicht zur Schule gehen dürfen, andere Talente vererbt bekommen, als die Söhne von Johann Sebastian Bach”
Und der Sohn von Johann Sebastian Bach – das bist jetzt du, oder was? *lol*
Nein, im Ernst: Ich glaube es zwar nicht, aber kann ja sein, dass Türken und Araber im Durchschnitt dümmer sind. Na und? Macht sie das zu minderwertigen Geschöpfen, deren Vermehrung man einschränken sollte? (Ich empfehle übrigens diesen ziemlich klugen Kommentar von Robert Leicht: Anstand ist wichtiger als Verstand)
“Der von muslimischen Forschern erarbeitete Arab Development Report beklagt seit Jahren, dass die mangelnde Tradition der Bildung, die fehlende Lese- und Abstraktionsfähigkeit durch das pädagogische Prinzip des Taqlid, das das Nachahmen fördert und die Neugier verbietet, die eigenen Gesellschaften behindern, sich zu entwickeln.”
Oh bitte, immer diese kulturalistischen Theorien… Auch in ostasiatischen Gesellschaften ist das traditionelle pädagogische Prinzip die Nachahmung. Trotzdem haben sich Gesellschaften wie die Japans, Chinas oder Koreas entwickelt, ja, deren Bewohner fallen nicht nur durch hohen Bildungsehrgeiz, sondern auch durch einen hohen IQ auf.
@spiegelfechter
danke für diesen hervorragenden beitrag!
Guter Punkt. Der Unterschied liegt doch wohl in dem, was nachgeahmt wird. In islamischen Gesellschaften kommt das immer von innen, von der Religion. Deswegen die peinvoll anerzogenen Rezitationen in klassischem Arabisch, das den meisten dabei unverständlich ist. Im Fernen Osten wird repliziert, was praktisch ist.
Ist es nicht eher so, dass sich die Kulturalisten und Kulturpessimisten ihre Welt nach gusto zurechtschwurbeln? Woher kommt denn die Behauptung von der besseren Mittel- und Lehrerausstattung der Berliner Schulen? Welcher Berliner Schulen? Wie viele Lehrer und Schüler, welche Unterrichtsausfälle? Kelek ist auch hochgradig unseriös und hat ihren Tunnelblick auf das Hassobjekt Islam. Dabei haben “islamischere” Migrantenkinder im Unterschichtmilieu nicht selten bessere Schulleistungen als säkularere.
Da sekundieren sich die Ideologen, die von Empirie nicht reden mögen. Das geht im Übrigen weiter beim “IQ”. Der IQ nach den gängigen Inventaren (in der Regel Hamburg-Wechsler in einer seiner Varianten ist nicht viel mehr als ein standardisierter Schulleistungstest, deshalb geht er auch ziemlich linear mit dem Bildungsalter und wird auch dagegen kalibriert. Aussagen über “den niedrigen IQ bildungsferner Schichten” sind daher tautologisch und laienhaft im besten und denunziatorisch im schlechteren Falle. Zu verstehen, was da gemessen wird und warum die diesbezüglichen Aussagen Bogus sind, das scheint Sarrazin wie Kelek zu überfordern. Bzw. sie wollen nicht, sondern Propaganda betreiben und Effekte haschen.
Nur schade, dass Du drauf reinfällst, Dir hätte ich da mehr zugetraut.
a^2
@aquadraht
Ich bin mir nicht sicher, ob dein Kommentar an mich gerichtet war. Trotzdem zur Erklärung: Ich sehe das IQ-Konzept auch skeptisch, würde es aber nicht so ohne weiteres vom Tisch wischen wie du das anscheinend tust. Für mich ist das auch gar nicht der Punkt. Es ist offensichtlich, dass es Menschen gibt, die “von Natur aus” (um nicht von einem bestimmten Gen zu sprechen ;)…) mit weniger Fähigkeit zur Intelligenz ausgestattet sind als andere. So what, was ist schlimm daran? Die Wertigkeit eines Menschen bemisst sich doch bitteschön nicht daran, wie klug er ist oder wie viel er zur Produktivität unserer Volkswirtschaft beiträgt (auch so eine Sarrazin-Argument).
Absolut richtig.
@Björn (ich antworte auf mich, weil die Verschachtelungstiefe erreicht ist): Ich hatte auf Karl-Heinrich geantwortet. Sicher hat der Wert eines Menschen nichts mit seiner Intelligenz zu tun, egal ob die genetisch oder sonstwie begründet ist. Ich hatte heute im Zug als Mitfahrer ein älteres Paar mit ihrer etwa 8jährigen geistig behinderten Enkelin, einem netten und freundlichen Mädchen und einer angenehmen Mitreisenden. Ich würde jedem, der behauptet, dieses Kind sei weniger wert als irgendjemand anders, ohne Skrupel den Kehlkopf wegbeissen (ich bin nicht nett).
Das hat aber nichts zu tun mit der Entlarvung von Pseudowissenschaft. Und das Geschwafel von Thilo ist Pseudowissenschaft. Ich habe unüberrascht festgestellt, dass auf Piratebay ein Torrent des Buchs steht, jpg-scan, also kein perfektes Dokument (68MB), aber man kann es lesen ohne den Troll zu füttern. Schon auf Seite 5, Seite 2 des Texts steht Scheisse, von “90% des Jahrgangs, die man zur Hochschulreife führen kann, aber dennoch nicht einmal 10% davon den Anforderungen eines Mathematikstudiums gewachsen sind”. Hallo, von 2.1 Mill. Studenten
sind 25.000 Mathestudenten, bei einer Abbrecherquote von gut 80%. Naja, was kümmern Thilo Fakten, er ist ja “Fachökonom, Spitzenbeamter und Politiker” (S8). Dumm, eitel, gierig und bösartig.
Naja, ich wühle mich weiter durch die Kloake. Nur beruhigend, dass ich kein Geld dafür verschwendet habe. Aber dennoch eklig.
Schönen Abend, a^2
In China wurden mindestens bis 1911, wenn nicht länger, mit Stockhieben und Co. allen Schülern die mechanische, halb gesungene Rezitation der konfuzianischen Klassiker in klassischem Chinesisch, das längst reine, ungesprochene Schriftsprache geworden war, peinvoll anerzogen.
Die Beamtenprüfungen erforderten jahrhundertelang fast nur noch den kunstvollen Einsatz von Zitaten aus den unantastbaren Klassikern und man beschuldigt(e) die Zementierung der Klassiker im Mittelalter, jede Weiterentwicklung des chinesischen Denkens und Staates zu verhindern/verhindert zu haben.
Steht Arabisch/Persisch nicht in Verbindung mit Hochkulturen zu Zeiten, in denen wir die fanatischen Religiösen waren?
Und überhaupt – gibt es nur in hochentwickelten (wie auch immer man das verstehen mag) Ländern intelligente Menschen?
Was für eine Aussagekraft soll Intelligenz für die “Tauglichkeit” einer Person haben? Wer bäckt unser Brot, tischlert, baut, schneidet die Haare und entsorgt unseren Müll, wenn nur die Abstraktler etwas gelten in diesem Land?
Mit dieser Abwertung aller nicht abstrakten Begabungen, infolgedessen alle “Durchgefallenen” nie als anderweitig begabt behandelt oder gar gefördert werden (vielleicht noch an Waldorfschulen?) sondern lediglich als nicht-intellektuell-begabt pauschal auf’s Abstellgleis eines nur auf Abstraktion gerichteten Bildungssystems geschoben werden, erschaffen wir doch selbst eine künstliche “Untauglichkeit”!
Und überhaupt – zum x-ten Mal auf der Kommentarseite – wohin kommen wir denn mit solchem materiellen/intellektuellen Nutzendenken? Alte, Schwache, Kranke, Behinderte, na was??? Bloss nicht B sagen, denn dann wäre die Absurdität der ganzen Sache zu offensichtlich, nicht wahr?
Alles Nazis, außer Mutti!
Damit wäre der Artikel hinreichend charakterisiert. Aufschlussreich ist einzig die Beobachtung, dass sich die große Mehrheit der Bevölkerung auf der einen, und die Schreiberlinge auf der anderen Seite komplett entfremdet zu haben scheinen. Zumindest für diese Debatte. Wer sich mal auf einen Streifzug durch das gesamte politische Spektrum der Online-Portale begibt, also von Taz über Sueddeutsche, FR, Zeit, Spiegel, Springer, Focus, FAZ usw., der trifft überall auf das gleiche Bild: Die Autoren fordern den Kopf von Sarrazin, die Kommentatoren fordern den Kopf der Autoren.
Heißt das jetzt, Gut das die meisten Kommentatoren keine Autoren geworden sind?
und hoffentlich immer Kommentatoren bleiben?
:P
“Aufschlussreich ist einzig die Beobachtung, dass sich die große Mehrheit der Bevölkerung auf der einen, und die Schreiberlinge auf der anderen Seite komplett entfremdet zu haben scheinen.”
Die Mehrheit der Leute, die bei BILD-Telefonumfragen anrufen, und die Mehrheit der Leute, die Kommentarspalten zumüllen, sind nicht identisch mit der “großen Mehrheit der Bevölkerung”, auch wenn der rechte Rand gerne so tut als ob. Ich halte Sarrazins Äußerungen über genetisch minderwertige Muslime für komplett gaga, aber ich käme im Leben nicht auf den Gedanken, mich an einer BILD-Telefonaktion zu beteiligen oder mich mit verbohrten Rechten im SPIEGEL-Forum oder in den Kommentarspalten von Zeitungen zu streiten. Jens Berger und vielen anderen dürfte es ähnlich gehen. Natürlich melden sich in besagten Kommentarspalten vor allem Sarrazins Anhänger lautstark zu Wort. Der Rest schüttelt einfach nur den Kopf über diesen Zausel und liest den nächsten Artikel. Eine repräsentative Umfrage a la “Glauben Sie daran, dass andere Kulturen als die deutsche genetisch minderwertig sind, weshalb sie sich nicht fortpflanzen sollten?” – die könnte ein brauchbares Ergebnis dazu liefern, wie die Mehrzahl der Bevölkerung über Sarrazins Thesen denkt.
Danke, genau das habe ich jetzt schon mehrere Tage lang getan und komme zu dem gleichen Ergebnis. Die Diskussion hier, wie auch der Artikel selbst, bewegen sich zwar meist auf einem intellektuell hohen Niveau, berühren aber das, was offensichtlich die Menschen bewegt, nur am Rande.
Es wird also landauf und landab aneinander vorbei geredet. Von seiten der Medien und insbesondere der Politiker hat dies aber meiner Meinung nach zunehmend System.
Ich war 22 Jahre Lehrer an 4 Hamburger Gymnasien und 2 Gesamrschulen. In Harburg war der Anteil der Schüler (meist türkischer Herkunft) ca. 50%, in Dulsberg hatte meine (dort kein Einzelfall) Klasse 10 bei 28 Schülern gerade einmal 5 Deutsche, ansonsten viele russisch-jüdische Immigranten, Türken, Libanesen, Serben, Kroaten, Kosovaren und Marrokaner.
Was man bei so einer unglaublichen Herkunftsverteilung zuerst lernt ist vor allem, daß man hier schier überfordert ist, um noch irgendeine sinnvolle Binnendifferenzierung nach individueller Begabung im Unterricht vorzunehmen. Was sich aus meiner unterrichtlichen Praxis aber unzweideutig ergeben hat ist, dass es für den Lernerfolg der Schüler förderlich ist, wenn man möglichst die mitgebrachten – in nicht unerheblichem Maße auch von kulturellen Eigenheiten abhängigen – Lernvoraussetzungen und Lernbiographien, sowie die Lebenumstände der Schüler berücksichtigt. Das braucht seine Zeit und auch viel Geduld, die nicht selten in der Praxis immer wieder auf die Probe gestellt wird.
Im Falle Harburgs kann ich aus einigen Klassen, in den der Anteil nicht deutschstämmiger Bürger z.T. noch höher als 50% lag, sagen, dass nicht selten die Schüler von mir beaufsichtigt wurden, wir aber von einem Unterricht im eigentlichen Sinne weit entfernt waren. Ich habe als Musiker eine ausgebildete Stimme und ich kann mich auch sonst durchsetzen – daran lag es nicht. Es lag daran, dass Lernen als solches von einer Mehrheit (die sich darüber auch permanent genseitig bestärkte) schlichtweg nicht als notwendig akzeptiert wurde und lernwillige heruntergemacht wurden. Auch wenn man tapfer und konsequent immier wieder dagegenhält, wird man dennoch den ungleichen Kampf gegen so eine Mehrheitshaltung verlieren. Hier entstand bei mir und natürlich bei vielen anderen Kollegen eine tiefe Ratlosigkeit. Das ist eine Situation, mit der wohl die wenigsten ad hoc umgehen könnten. Es helfen übrigens auch keine schönen Aufpepper wie im Fernsehen (Physik mit Knalleffekt, Explosionschemie, damit’s Spaß macht oder Rap-Songs im Deutschunterricht). Wenn man dann auch nur ein wenig tiefer in das Leben dieser Schüler blickt, so stellt man fest, dass einige Biographien leider wohl schon abehbar sind. Es gibt überdies einen ungemein deutlichen Unterschied zwischen Jungen und Mädchen, insbesondere bei den Schülern türkischer Herkunft. Diese sind zwar im allgemeinen sehr still und manchmal auch durch das Dominanzverhalten ihrer männlichen Klassenkameraden eingeschüchtert, aber hier wirkt konsequent unterstützendes Lehrerverhalten Wunder. Im Ergebnis ergibt sich so das statistische Bild, das uns bis heute für diesen Kulturkreis immer wieder möglichst vorenthalten werden soll. Die Arbeit mit den Eltern ist hier meist sehr schwierig. Sprachprobleme, in anderen Fällen ein zu starkes Inschutznehmen des eigenen Sprößlings bei Kritk am Verhalten oder Lernwillen und – dies gilt aber ebenfalls für deutsche Eltern aus eher sozial schwachen Familien – schlichtes Fernbleiben von Gesprächen, fadenscheinige Entschuldigungen oder manchmal auch gar keine Reaktion. Im Endeffekt spricht man fast nur mit Eltern, deren Kinder eignetlich keine größeren Probleme haben – verkehrte Welt eben, aber alltäglich.
Um all dies über die Jahre in der eigenen Unterrichtspraxis zu erleben, damit für die Schüler möglichst förderlich umzugehen und immer wieder geduldig kleinere oder größere Neuanfänge – trotz vieler, vieler Rückschläge – bei einzelnen Schülern anzuschieben, braucht man keine Sarrazin-Statistik aber erst recht keine permanente Schönrednerei und Verdrängung durch die Politik.
Die Probleme sind die Ghettos, die über die vergangenen Jahre insbesondere in den großen Städten entstanden sind. Fast alle Probleme reduzieren sich aus meiner Erfahrung auf Normalmaß – ohne merkliche Unterschiede zwischen den Herkunftsländern – wenn man es schafft, den Anteil der Schüler mit Migrationshintergrund in einem Stadtteil auf maximal ca. 10-15% (das mag variieren, ich möchte hier also kein neues, unnötiges Dogma aufstellen) zu begrenzen. Beispiele hierzu habe ich im Hamburger Norden erlebt an der größten Hamburger Gesamtschule und an einem traditionellen Gymnasium im Zentrum Hamburgs. Wer’s nicht glaubt, möge im eigenen Bekanntenkreis einmal nachfragen oder selbst einmal Mäuschen spielen in einer Klasse, was ohne Probleme möglich ist).
Das sind – zumindest aus dem Schulbereich – wichtige Problematiken.
Im Vorschul- und Grundschulbereich kommen z.T. noch andere Probleme dazu: Die immer noch allzu lockere Auffassung in Klasse 3 und 4 (selbstbestimmtes Lernen, offener Unterricht etc.) gehen insbesondere Schülern vorbei, die aus dem Elternhaus eine klare Autoritötsstruktur kennen. Dies kann dann die Ursache für späteres Schulversagen sein (Stichwort: stilles Durchschleppen von Quasi-Analphabeten, weil keiner es wagt, dies offen festzustellen und gegenzusteuern; keine Divison durchgenommen, weil die Zeit fehlte; später an Gesamtschulen z.B.: selbstverursachte Verschiebung von ursprünglichen Förderungsstunden in den Vertretungsstundenpool der Schule – ein flächendeckendes Phänomen, mit dem z.T. der grassierende Stundenausfall gegenüber den Eltern verdeckt werden soll, auf Kosten der Förderung lernschwacher Schüler, usw.).
Im Vorschulbereich treten fast alle kulturell bedingten Probleme ganz massiv auf: Jungen/Mädchen Problematik, das Essen, das An- und Ausziehen, das Schlafen, das Beten, das Fasten usw. Es gibt schlichtweg bisher keine einfach zu praktizierende Lösung für alle diese Dinge, immerhin aber viele Ansätze und auch erfolgversprechende Beispiele. Eines weiss ich aber, wenn ich auf meine eigene Kindheit in den 50er/60er Jahren zurückblicke: Wenn wir es heute nicht nötig hätten, flächendeckend Kindergärten anzubieten, sondern wenn Kinder auch heute noch ungezwungen in ihrer eigenen Lebensumgebung miteinander spielen könnten, würden sie sicherlich – auch im Umgang mit türkischen, japanischen, indischen oder anderen Kindern fast alle diese Probleme ziemlich einfach und problemslos untereinander regeln.
Deshalb sehe ich hier nicht nur ein von ausländischen Kulturkreisen importiertes, sondern gleichermaßen ein auch von unserer Gesellschaft verursachtes Problem. Jedenfalls lohnt es sich mehr, hierzu Lösungen anzustreben, als Sarrazin zu lesen oder zuzuhören.
D. Reimers
@Reimers: Schöner Beitrag. Allerdings: Mit den geschilderten Problemen kämpfen – wie Du richtig schreibst, weitgehend unabhängig von Nationalität Religion und Kultur der Schüler – Deine Kollegen im Haupt- (früher “Volks-”) und Sonderschulbereich schon seit über einem halben Jahrhundert. Besser ist es nicht geworden. Mittlerweile schwappen die Probleme schon in die weiterführenden Schulen über.
Die Zahl der Schüler mit Migrationshintergrund auf 10-15% zu beschränken halte ich allerdings für illusorisch, da die Jahrgangsbreite der Personen mit Migrationshintergrund mittlerweile deutlich über 35% liegt, in den städtischen Verdichtungen noch einmal höher. Der Anteil der Personen mit Migrationshintergrund in der Bevölkerung liegt derzeit bei ca. 19%.
Richtig ist, dass da Lösungen hermüssen. Am Anfang der sechziger Jahre wurde einmal quer durch die politischen Lager vor einer Bildungskatastrophe gewarnt. Damals sah man es als nationale Aufgabe, die Bildungsreserven der unteren Sozial- und Bildungsschichten zu erschliessen, Studenten gingen in einer Aktion zur Bildungswerbung in ländliche Gebiete und städtische “bildungsferne” Quartiere, um die Eltern in Veranstaltungen von den Vorteilen weiterführender Bildung zu überzeugen.
Heute werden diese Bevölkerungsgruppen als faul, versoffen und bildungsscheu stigmatisiert, als Schmarotzer beschimpft und es wird ihnen mehr oder weniger offen die Bildungsfähigkeit abgesprochen. Auch hier wütet der neoliberale Zeitgeist und setzt zur Zerstörung der Gesellschaft an. Sarrazin ist nur ein Wicht in diesem Abbruchunternehmen, das nicht weiser ist als das des Adels im Ancien Regime des 18. Jahrhunderts.
a^2
Danke. Was Sie ansprechen aus den 60er und 70er Jahren, war damals tatsächlich eine bildungsoffene und sozial emanzipatorische Bewegung, die unsere Bildungslandschaft nachhaltig geprägt und damals auch zum positiven verändert hat, wenngleich heute viele der damaligen sozialen Ansätze heute vergessen scheinen (als Beispiel Deutschlandfunk: Sendung mit Namen “Kampus und Karriere”). Das ist direkter Ausdruck dafür, dass Machteliten hier erfolgreich eine Verschiebung vorgenommen haben. Dies muss den heutigen Studenten aber erst einmal selbst bewusst werden, was noch nicht der Fall ist.
Die damalige Bewegung war aber größtenteils auf Deutsche bezogen, die auch hier geboren waren, Zugewanderte lagen nicht sosehr im Fokus, es ging also um gleiche Bildungschancen für alle und damit war auch verbunden, dass sozial schwächere eine ausgleichende finanzielle Hilfe für Hochschulbildung bekamen (Schüler- und Hochschul-Bafög).
Alles, worum es damals ging, ist weiterhin hochaktuell, jetzt wird aber durch die politischen Versäumnisse deutlich, dass ewig verordnete Tabus in dazugehörigen Bereichen (siehe jahrezehntelanger Beschluss der Innenministerkonferenz, nichts über die Migrationshintergründe der Straftäter verlautbaren zu lassen, oder der Bildungsbereicht der Bundesregierung, auf den Sarrazin sich explizit bezieht, in dem wieder einmal für den Bereich der Bildung Vertusuchung betrieben wurde u.v.a.).
Ich bin in meinem Artikel bewusst nicht auf diese Dinge eingegangen. Wer interessiert ist, ich habe auf Telepolis dazu einen langen Kommentar geschrieben, in dem ich mich zum behördlichlichen Schweigegelöbnis, zur behördlichen Wegguckpraxis und meinen Erfahrungen an Hamburger Schulen geäußert habe, da ich dies jetzt tun kann.
Die Zeitungen (fast ohne Ausnahme) zeigen in ihren Artikeln ebenso eine immer größer werdende Diskrepanz zwischen veröffentlichter und öffentlicher Meinung. Besonders aufgefallen ist mir (auch heute), dass fast alle klar differenzieren zwischen Sarrazins provokanten Äußerungen und seinen Kernaussagen. Auch in den Talkshows wurde dies deutlich, denn man vermied peinlichst, hierauf einzugehen (bis auf Dressler in “Hart aber Fair”, der einiges entlarvende über Politikerkonformismus und Schweigeverordnung sagte).
Mein bisheriges Fazit ist, dass Sarrazin für die meisten Bürger nicht weiter als der aktuelle Anlass – die Projektionsfläche ist – ist, um diese immer noch verdrängte Problematik anzusprechen, die Bürger selbst haben dabei eine ausgesprochen differenzierte und überhaupt nicht rassistisch angehauchte Meinungsvielfalt ausgedrückt.
Wir sind in vielen Dingen nicht so leicht mit Holland oder Österreich zu vergleichen und ich denke nicht, dass wir so schnell einen Wilders oder Haider hier bekommen, denn die Diskussion selbst und das Bewusstsein um die Dringlichkeit von Lösungen ist dafür schon zu weit fortgeschritten, was in diesem Zusammenhang vom rechten Rand kommt, ist eindeutig marginal und wird längst durchschaut. In den besagten Ländern wurde dieser Unmut dagegen frühzeitig von ein paar Rattenfängern in ihre Richtung gelenkt, was sich dann als Partei konstituierte.
Bei uns könnte dies nur dann geschehen, wenn unsere Politiker sich weiterhin weigern, sich dem Problem zu stellen, ihr bisheriges Versagen eingestehen und sich dadurch innerhalb der politischen Strukturen sich etwas verändert. Immerhin hat Herr Wolffssohn schon mal seine Analyse darüber kundgetan (ich glaube es war in der SZ).
MFG
D. Reimers
Das klingt alles sehr interessant. Hast Du vielleicht Lust aus Deinen Kommentaren einen “echten” Gastartikel zu machen? Ich würde diese Dinge meinen Lesern gerne in einem separaten Block zur Diskussion stellen, zumal die von Dir aufgegriffenen Themen wirklich wichtig sind und ich in diesem Themenfeld inkompetent bin. Wenn Du Interesse hast, kannst Du mich ja mal kurz anmailen.
Wunderbar, das es möglich gemacht und umgesetzt wurde. Danke
Ergänzung: Meine Frau hat ein viertel Jahrhundert als Grundschullehrerin abgeleistet, Migrantenkinder waren bei allen 4 Schulen nicht das Problem – aber, beispielsweise, bei 31 Kindern (viel zu viele!) 16 aus halben Familien, viele ohne Pausenbrot, im Winter ohne Strümpfe, ungepflegt, ohne Schulsachen … was soll man da noch sagen, was soll/kann aus den Kindern werden? Und dass zu den Elterngesprächen überwiegend die kommen, die nicht unbedingt kommen müssten … wer wäre hätte das gedacht?
Soweit ich mitreden kann: In den ersten 10 Jahren wird alles verpennt, was man nur verpennen kann – und die Politik schwurbelt und schwurbelt, und ergeht sich in ideologischen, förderalen Spiegelfechtereien!
Ich wünschte mir auch, dass SF’s Anregung aufgegriffen wird und beispielsweise Du das Thema ‘mal kompetent und ausführlich angehst.
Das ein Humangenetiker sich gegen eine These Sarrazins ausspreche ist für mich natürlich interessant, weil es ja darum geht die Faktenlage zu klären. Der Humangenetiker ist ja zunächst mal grundsätzlich der Fachmann und die Respektsperson. Das sollte auch für Sarrazin so sein. Wenn die Humangenetiker sich nicht einig sind muß man weiter überlegen.
Was ich fand war zunächst folgendes. (Ich seh gleich nochmal nach ob es weitere Äußerungen von Nöthen gibt)
Humangenetiker entkräftet Gen-These
Der Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn, Markus Nöthen, unterstützt diesen Standpunkt. Die Thesen zur genetisch bedingten Ausprägung von Eigenschaften wie der Intelligenz einzelner Volksgruppen seien aus wissenschaftlicher Sicht nicht haltbar. Eine solche These sei “absurd”, sagte Nöthen. “Bei hochkomplexen Eigenschaften wie der Intelligenz sind hunderte von Genen im Spiel.”
Das möge stimmen (ich habe natürlich schon mal anderes gelesen). Ich bin mir aber nicht sicher, ob hier etwas entkräftet wird was Sarrazin behauptet. Im Interview mit der Zeit (http://www.zeit.de/2010/35/Sarrazin) läßt er sich darauf jedenfalls nicht ein. Was er im Buch sagt weiß ich nicht, ich werde das Buch auch nicht lesen, es gibt interessantere Bücher.
Es hilft nichts, man muß schon ganz genau sein!
Es ist ein Unterschied ob man behauptet das Intelligenz vererbbar oder zu großen Teilen genetisch bedingt ist und daher Menschen unterschiedlich intelligent prädisponiert (was die 50 bis 80% These ist) sind oder ob man behauptet, das ganze Volksgruppen genetisch bedingt unterschiedlich intelligent sind.
Kurze Anmerkung. Wenn man unter Volksgruppe eine bestimmte Schicht der Bevölkerung versteht dann könnte die Äußerung Nöthens sich auf die sog, Unterschicht beziehen. Dann muß ich meinen Kommentar überdenken oder zurückziehen. Aber ich habe selbstverständlich bei Volksgruppe schon ganz richtig an die korrekte Definition gedacht und darüber vergessen, das Nöthen fälschlicherweise eine Schicht der Bevölkerung als Volksgruppe bezeichnet haben könnte.
Wikipedia sagt:
MInderheit für Schicht mag noch angehen, aber Volksgruppe war schon verwirrend weil ich an Ethnie dachte. Minderheit im Sinne von Schicht die über das gesamte Staatsgebiet verteilt lebt ist wirklich das letzte was man mit dem Begriff Volksgruppe assoziiert.
Prof. Nöthen geht u. a. davon aus, dass die These von einer vererbbaren oder genetisch bedingten Intelligenz nicht haltbar ist, weil sich Familien, Stämme und Völker ständig durchmischen.
Diese Begründung wiederum ist mit äußerster Vorsicht zu genießen.
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/2/erbkrankheiten/index.jhtml
Nichtsdestotrotz ist das Herumreiten auf “der Intelligenz” natürlich Banane und da frag ich mich, warum der Herr Professor das nicht anmerkt.
Was für eine Gesellschaft soll den erreicht werden ?
Braucht es einen Staat in dem es von reservierten, distanzierten und spröden Intelligenz-Adeligen nur so wimmelt ?
Braucht es einen IQ von über 120 um in einem Altersheim die Kartoffeln zu schälen?
Die Eselsbrücken sind doch gut erkennbar, sollte man meinen.
Intelligenzfaschismus ist das einzig richtige Wort, das für die kruden Thesen diesen Mannes verwendet werden kann.
Solche Gestalten wie der Herr Sarazzin zeichnen sich schon seit geraumer Zeit ab.
Wer das nicht vorhersehen kann ist selber schuld.
Jetzt, quasi Empörung an den Tag zu legen hilft auch nicht weiter und zeugt nur von Unreife.
Ich weiss nicht warum sich viele Schreiber hier verwundert zeigen, ich erlebe und erfahre solche Einstellungen wie die von Sarazzin, schon mein ganzes Leben lang.
Wer die Thesen vertritt das nur durch einen “Intelligenzanstieg” eine richtige und produktive Gesellschaft entstehen kann der ist nicht nur dumm sondern richtig bescheuert.
Viele Linke dürften in dieser Hinsicht die gleiche Meinung haben und sollten sich fragen ob sie nicht von diesem Argument abrücken sollten um sich geistig auf eine andere Ebene als die des Herrn Sarazzin zu begeben.
Solange Intelligenz als der Masstab aller Dinge gilt, ist der Sozialdarwinismus klar im Vorteil.
Da durch die dumm-studierten wissenschaftlichen Kreise die Evolution als Non-Plus-Ultra anerkannt wird, kann der menschliche Geist in kleinen logischen Schritten gentechinsch decodiert werden. Und das führt unwiderruflich zu neuen “Sarazzins” als Optimum.
Nehmen wir doch mal einen anderen biologischen Vorteil als Massstab aller Dinge und nennen ihn “Mitgefühl”. Wo würde da der Herr Sarazzin und seinesgleichen stehen ?
Ist euch schon klar das dem Mann niemand so viel Beachtung schenken würde, wenn er nicht ein hohes Tier bei der Bundesbank wäre ?
Da wir ja in einer Gesellschaft leben die Erfolg nur mit € Zeichen misst, wird sich die Qualität der Bestseller in Zukunft auch nicht ändern.
guter Kommentar:-)
Intelligenzfaschismus. super!
deine Seite fkt leider gerade nicht.
Schöne Wortschöpfung. Regt auf jeden Fall zum Nachdenken an.
Du hast in mehrfacher Weise Recht und Unrecht.
Zum Beispiel: Die Deutschen (egal wann sie oder ihre Vorfahren nun immigriert sind) sind heute so intelligent (gem. messbarer Intelligenz) wie nie zuvor, und zwar durch die Bank und die Gesellschaft. Das liegt schlicht daran, dass das gesellschaftliche Intelligenzwachstum der dominierende Faktor bei der Entwicklung dieser Größe ist (und Vorstellungen, wie sie von vielen auch links-konservativen – oder eben auch Sarrazin – vertreten werden, dass die heutige Jugend etwa dümmer wäre als die, die es “zu ihrer Zeit” gegeben habe, ist blanker Unsinn. Zumindest im IQ-Test würde Sarrazins Generation im selben Alter mit den heutigen Unterschichtkindern nicht mithalten können.)
Daraus zu schlussfolgern, dass die Nachkriegsgeneration wirtschaftlich unfähig oder volkswirtschaftlich “unwert” gewesen wäre – weil eben zu “dumm” – ist aber ganz offensichtlich falsch.
Zum Beispiel: Messbare Intelligenz im Sinne des IQ korreliert mit vielen Dingen, aber nur bedingt mit volkswirtschaftlichem Nutzen im Sinne etwa des Bruttosozialproduktes. Tatsächlich sind die Normalintelligenten mit einem IQ von 90-110 diejenigen mit der höchsten wirtschaftlichen “Nutzbarkeit”.
Aber all das ist ja völlig irrelevant im Bezug auf die völlige Sinnfreiheit der “Thesen” Sarrazins, denn daran stimmt einfach gar nichts.
Nur als Anmerkung: IQ ist keine absolute Skala, sondern verschiebt sich. 100 ist dabei immer der Durchschnitt der Bevölkerung. Ergo kann es keine IQ120-Kartoffelschäler im Altersheim geben weil es einfach nicht soviel Hochbegabte gibt. :)
Zwei Anmerkungen: Kartoffelschäler war gestern. Das wird heutzutage von Maschinen erledigt. Da werden direkt die geschälten Kartoffeln angeliefert. Ein Beispiel für Produktivitätssteigerung. Einerseits gut, denn wer will schon den ganzen Tag Kartoffeln schälen. Andererseits schlecht, denn stattdessen HartzIV ist auch doof. Aber ein gutes Beispiel dafür das es Zeit ist für ein gesellschaftliches Umdenken. Vollbeschäftigung war gestern und wird niemals wiederkommen, es sei denn nach Weltkrieg III. Deshalb kann man solche Leute wie Sarrazin mit seinen menschenverachtenden Thesen vielleicht auch als Verteidigungsgefecht des Kapitals ansehen. Hartzer gegen (noch) Malocher aufhetzten, dass ist die Strategie. Denn wenn sich die kleinen Leute einig währen ginge es den Herren Bänkern vielleicht bald schon mal an den weißen Kragen. Und besser wir regen uns über Pöbel-Thilo auf als über das Ausbleiben der Tobinsteuer, des Mindestlohns oder gar des bedingungslosen Grundeinkommens.
Anmerkung zwei: Mann muss nicht dumm sein um im Altersheim zu Arbeiten. Nicht jeder „schlaue“ Mensch will Atomphysiker werden. Mann kann auch die Arbeit mit alten Menschen als durchaus sinnvoll und erfüllend ansehen. Das traurige ist eher, das diese zunehmend wichtige Arbeit so erbärmlich schlecht Bezahlt wird und deshalb auch gesellschaftlich niedrig angesehen ist. (Schlechte Bezahlung = Minderwertige Arbeit, Kapitalismus halt)
Einen wunderschönen guten Tag Herr Berger,
seit etwa zwei Jahren bin ich begeisterter Leser Ihrer Blogbeiträge und finde, dass Sie einen guten Job machen.
Es ist richtig, dass Sie in Ihrem Beitrag über „Pöbel-Thilo“, seine polemischen und „seltsamen“ Äußerungen kritisieren. Jedoch finde ich es schade, dass Sie meines Erachtens nicht auf das Hauptanliegen des Herrn Sarazins eingehen. Und dass ist- meiner Meinung nach -die schlechte Integration der moslemischen Migranten der zweiten und dritten Generation.
Es wäre schade, wenn es nach dieser ganzen Aufregung am Ende keine bessere Integrationspolitik geben würde. Diese würde langfristig allen Bürgern Deutschlands gut tun. Das Kleinreden oder nicht wahr haben wollen dieses Problems wird langfristig mehr schaden als nützen, besonders denn betroffenen Migranten.
Es wäre schön bei Spiegelfechter demnächst einen Beitrag über Erfolge und Misserfolge bei der Integration von Ausländern zu lesen. Am besten mit ein paar Statistiken (Faktencheck wie bei Hart aber Fair :-)) und Analysen, wie gut und wie schlecht sich mache Migrantengruppen integrieren; möglichen Ursachen für die unterschiede zwischen den Gruppen und mögliche Lösungen für eine bessere Integration.
Mit freundlichen Grüßen
maulwurfmeister
Tja, wenn Dummspacken nix mehr vom originären Kapitalismus wahrnehmen wollen, ist mal wieder Nationalitätensoße für Dumme angesagt, und die reduziert sich bei diesem verkommenen Pack auf die schlichte Formel “Ausländer raus”, die ja gar nicht so gemeint wäre, gemeint sei und man doch darüber reden müsste.
Da gibt es eigentlich nur eine denkbare Lösung:
Bomber Harris Do it Again – und diesmal vollumfänglich im Ausrottungsmodus fürs gemein deutsche Rassistenpack.
Wo ist die RAF, die Royal Air Force eigentlich, wenn diese kleingeistigen Rassisten keine Angst mehr haben, ihr dämliches öffentlich Maul aufzureissen zu müssen?
Ausrottungsmodus?
Sind Sie krank im Kopf?
Was für ein widerwärtiger, vor Hass triefender, anti-deutscher Kommentar
(gelöscht/sf)
Ich find’ Deinen Kommentar gar nich so übel ;-) auch wenn Du natürlich “etwas” über’s Ziel … halt wie die RAF bei Nebel über der Ruhr (dann leidet Hildesheim) :-D
Nun, die Zahlen (und das ist ja Sarrazins Marotte) sind da gar nicht so schlecht. Es geht auch nicht um “muslimische Migranten”, sondern um Türken. Bei Afghanen, Irakern oder Iranern sind die Zahlen nämlich ganz hervorragend. Das ist aber eine andere Diskussion und darum geht es Sarrazin auch nicht! Dieses Thema ist nur vorgeschoben.
Ja, das ist richtig. Ich sehe aber leider das genaue Gegenteil in der momentanen Entwicklung. Sarrazins Buch – und da sind sich alle ernstzunehmenden Fachleute einig – ist für diese Diskussion absolut kontraproduktiv und wirft sie sogar zurück. Warum spricht z.B. niemand über eine bessere Sprachausbildung im frühkindlichen Bereich?
Ich weiß nicht, ob es sinnvoll ist, dies nach Herkunft der Migranten zu sortieren. Eine Statistik nach Wohnort wäre sicher erhellender. Schließlich können weder Metin aus Neukölln, noch Kevin aus Marzan etwas dafür, dass die Industrie Berlin den Rücken gekehrt hat und es zu wenig Arbeitsplätze und damit schlechte soziale Rahmenbedingungen gibt. Interessanter wäre es da, die “Integrationserfolge” zwischen Berlin und einer strukturstarken Region wie Baden zu vergleichen. Ich schätze diese Ergebnisse könnten wirklich interessant und lehrreich sein.
Das ist schon eine bemerkenswerte These, für jemanden, der das Buch nur überfolgen hat.
rhetorische Umschreibung dafür, dass sich nicht alle Fachleute einig sind.
Der Tabubruch besteht möglicherweise darin, dass Sarrazin die These ,überall, wo Integration nicht funktioniert, hat die Politik schuld’ nicht unterschreibt, sondern stattdessen erklärt ,mangelnde Integration und daraus resultierende Probleme haben jene, die nicht integriert sind, selbst zu verantworten.’ Aber egal, ob das Sarrazin nun sagt und wie er es sagt – in einer Diskussionsrunde von Überfliegern und Nichtlesern sind mir die pawlowschen Reaktionen und der daraus resultierende Schaum vor dem Mund ohnehin suspekt (deshalb ist das folgende auch keine S-Interpretation) – wenn man diese These weiter verfolgt, wird man zwangsläufig andere Argumente anführen müssen als bisher. Wer den Grund für Probleme zu kennen meint (falsche Integrationspolitik) muss natürlich nicht weiter bohren. Wer weiter bohrt wird allerdings bemerken, dass Probleme in einem Zusammenhang stehen. Wenn diese Probleme dann auch noch mit einer kulturell-ideologisch-religiösen Background-Melange korrelieren, wird man wohl kaum mehr auf den Gedanken kommen, dass Wohnorte ausschlaggebend sind. Ehrenmorde in Köln oder Neukölln korrelieren nämlich ausschließlich mit dieser kulturell-ideologisch-religiösen Background-Melange. Leider kann man diese Melange nicht begrifflich zusammen fassen, z.B. mit “Islam”, denn abgesehen davon, dass dies erneut pawlowsche Reaktionen (die bekanntermaßen nichts mit Reflektion zu tun haben) hervorrufen würde, wäre es auch falsch. Denn Islam ist schließlich eine Religion und hat sich wie alle Religionen unangreifbar gemacht bereits zu einem Zeitpunkt als Meinungsfreiheit und Kritik noch keine Selbstverständlichkeiten waren. (Wer christliche Fanatiker oder nur schon sehr fromme Menschen kennt, weiß wie schnell sie in ihren religiösen Gefühlen beleidigt sind. Nun hat Meinungsfreiheit da ihre Grenzen, wo sie in persönliche Diffarmierung und Verleumdung abdriftet, aber religiöse Gefühle fühlen sich sehr schnell persönlich verleumdet. Fanatiker sehen darin dann gleich ein Recht, gewalttätig zu werden.)
Gewiss, Ehrenmorde gibt es auch auf Sizilien, aber einer Familienclan-mafiösen Tradition würden wir auch nicht mit besserer Integrationspolitik begegnen wollen. Und durch den Hinweis auf mafiöse Familienclans auf Sizilien würden sich nicht sämtliche Sizilianer beleidigt fühlen. Erst recht nicht würde man auf die romatische Idee verfallen, dass dies auf soziale Probleme zurück zu führen wäre, weil die Industrie Berlin den Rücken kehrt. Ich halte diese Sozialargumentation schon für ein bisschen respektlos, weil sie Menschen die Verantwortung für ihr Handeln abspricht. (Okay, Statistiken belegen, dass es eine gewisse Korrelation zwischen sozialem Background und Problemen gibt, mehr aber auch nicht).
Wieso sollte sich ein souveräner Politiker, der die Fakten kennt und um Probleme weiß von irgendjemand zurückwerfen lassen. Eine souveräne Politik würde den Wirbel um Sarrazin überhaupt nicht mitmachen (bzw. hätte es überhaupt nicht nötig ihn mitzumachen). De Maiziere meint doch man wisse um die Probleme und brauche keine Belehrung. Soll er doch “die Probleme” angehen. Oder er könnte uns sagen was schon alles getan wurde und wird.
Ich weiß z. B. nicht was in Sachen Integration unternommen wird und ob etwaige Mißerfolge nur der Politik zuzuschreiben sind. Ich will mich ja nicht nur von Sarrazin “informieren” lassen.
Hi Jens,
danke für deine Artikel (genrell). Kurz zum Thema Sarazin: In meinen Augen trägt er mit seinen Äußerungen zu keinem Mehrwert für die Gesellschaft bei. Er versteht sich allerdings geschickt zum günstigen Zeitpunkt in die Öffentlich zu stellen und damit Geld zu verdienen.
-> ich ignoriere ihn wegen Zeitverschwendung
Anderes Thema:
Mich würde mal interessieren, ob du mit deinen Artikeln und den daraus entstehenden Diskussionen, die wie ich finde schon zur Aufklärung beitragen bzw. ein breites Spektrum an Ansichten liefern, nicht stärker an die Öffentlichkeit gehen möchtest, damit möglichst viele Menschen auch mal in den Genuß verschiedener Ansichten kommen? In meinem Umfeld ermutige ich z.B verschiedene Leute solche Beiträge und Diskussionen wie hier zu lesen, einfach um mal andere Ansichten, die man in den Tageszeitungen und Nachrichten nicht mitbekommt, kennen zu lernen, um letztendlich In der Lage zu sein, Geschehnisse aus verschiedenen Perspektiven betrachten und auf sachlicher Ebene verstehen und sich über die eigentliche Problematik unterhalten zu können.
Grüße,
Chris
Das Bizarre an der Rolle Sarrazins ist, das es sie schon seit 2004 im Comedy-Format gibt:
Die Figur “Dittsche”, meisterhaft von Olli Dittrich verkörpert, spinnt aus allen möglichen (Pseudo-) Erkenntnissen von BILD, RTL oder seiner Nachbarin Frau Karger einen höchst amüsanten, weil abstrusen Megamix aus Viertelwissen und halb Verstandenem, den er zu einer allgemeinen Theorie zurechthäkelt (“Weltidee”).
Genauso wichtig ist jedoch sein Counterpart, der Imbisswirt Ingo. Dieser verkörpert den skeptischen “Normalo”, der auf Dittsches sensationelle Welterklärungen gelassen bis kopfschüttelnd regiert und ihm “den Kopf wäscht”.
Unter den wenigen übrigen Imbissgästen ist kein einziger, der Dittsches Weltsicht teilt. Allenfalls schulterklopfend-mitleidiges Lächeln erntet Dittsche von ihnen. Stammgast “Schildkröte” blökt gar stets “Halt´ die Klappe – ich hab´ Feierabend!”.
Das bezeichnende an Sarrazin ist nun:
1. Er gibt nicht nur den Dittsche, er ist es wirklich.
2. Er nimmt sich selbst ganz ernst dabei.
3. Er findet tatsächlich Clacquere, die ihn ebenfalls ganz ernst nehmen (unsäglich v.a. die türkischstämmige “Soziologin”, die sein Buch vorstellte).
Zeit zu sagen:
Halt´ die Klappe, Sarrazin – Du hast Feierabend!
Thats it, ich hab mich immer gefragt woher das Déjà-vu kam.
Thilo im Bademantel als Imbisskunde
Da kann ich nur sagen
“Ich hab Feierabend”
Good point…
Mein Kommentar auf Beitrag 14 wurde gelöscht.
Beitrag 14 diffamiert Sarrazin auf Grund einer gesundheitlichen Behinderung (Schlaganfall, Stottern, “Optik”).
Mir ist in Presse, Fernsehen und Internet (auch im obigen SF Artikel) aufgefallen, dass auffallend viele Kommentare sich auf das “Stottern” von Sarrazin beziehen.
Stottern ist eine ernste Behinderung, die auf den Betroffenen eine zerstörerische Wirkung hat.
“Stottern …auf den Betroffenen eine zerstörerische Wirkung”?? Also ich wünsche mir für Herrn TS möglichst rasch, viele, viele TV- und Radiointerviews. Leider wird das die Ideen nicht ausstottern. Da muss man sich noch mal was anderes einfallen lassen.
Ein wenig Hintergrund zu Sarrazin:
http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2010/08/divide-et-impera.html
Dem könnte man zustimmen, wenn
a) die Lasten des Generationenvertrages sinken und nicht mangels junger Nachkommen steigen würden, wie bekanntlich der Fall
b) die Population aller Bevölkerungsgruppen gleichverteilt abnehmen würde und so kein wachsendes Missverhältnis entsteht, das zu Spannungen zwischen sich vermehrenden Transferleistungsempfängern und wegsterbenden bzw. abziehenden Transferierenden führt.
Gruß!
Des mit der 20:80 Gesellschaft haste nich so ganz verstanden, gelle?
ja so langsam steigts einem dann zu kopf, gell? die elitejournaille entwickelt sich und die neuen schafe folgen wie immer frag- und kritiklos.
Treffer, versenkt.
Danke für den Artikel.
Sarrazin ist sowas von raus, dass ist wohl inzwischen jedem mit Gehirn klar geworden. Wurde aber auch Zeit. Kann mich daran erinnern, dass ihn viele verteidigt haben als er so komische Äußerungen in so ner komischen Zeitschrift gemacht hat. Damit ist nun hoffentlich schluß.
Noch was zum vererben von Intelligenz, viel ist wirklich nicht bekannt. Aber es ist nicht unwahrscheinlich, dass ein Kind einen höheren IQ hat als die Eltern, ungefähr genauso wahrscheinlich wie wenn das Kind einen niedrigeren IQ hätte. Heiratet also ein Patner mit mittlerem IQ eine Partnerin mit ebenfalls mittleren IQ so haben 25% der Kinder einen niedrigeren IQ, 50% ungefähr den gleichen IQ und 25% sind deutlich begabter.
Wobei ein Kind mit hohem IQ es nicht zwingend weit bringen muss/kann/wird.
edit: außerdem muss ich diesem Beitrag aus Sprengsatz zustimmen: http://www.sprengsatz.de/?p=3478 mir wurde das ganze auch viel zu sehr gehypt.
Du setzt hier voraus, dass Intelligenz vollständig genetisch vererbt wird und es eine mendelsche Bipolarität von Dumm- und Schlaugenen gibt?
In diesem Fall hättest du Recht, und bereits dies würde Sarrazins These der Volksverdummung widerlegen – einfach weil die aussterbende Schlauschicht von den Positivausreißern der Dummschicht quantitativ ausgeglichen würde.
Praktisch stimmt das natürlich nicht ganz. Denn da korreliert die Intelligenz zwischen Kindern und Eltern sehr viel _stärker_ als in deinem Gen-Modell. Das liegt daran, dass das Elternhaus in den jeweils prägenden Phasen die wichtigste Lernumgebung darstellt und diese zumindest im friedlichen Mitteleuropa recht stabil sein kann. Dazu kommen dann noch weitere proximale Prozesse im weiteren Umfeld (unter Einbeziehung der geno- und phenotypischen Ähnlichkeit, falls gegeben).
Tatsächlich ist die Wahrscheinlichkeit, dass das Kind einen höheren IQ bekommt als die Eltern, höher als die, dass es einen kleineren bekommt. Das liegt an der generellen Verbesserung der Situation, in der Menschen leben und im kulturellen Fortschritt. Deshalb war jede Generation seit dem 2. Weltkrieg durchschnittlich intelligenter als die davor – und eben Kinder durchschnittlich intelligenter als die Eltern.
schon klar das intelligenz nicht 100% vererbt wird, Statistik macht meist einige rein theoretische Annahmen, es ging mir auch nur um den vererbten Anteil der Intelligenz. So in etwar kommt das auch hin. Das die Menschen mit der Zeit intelligenter werden könnte ja auch nur am Umfeld liegen in dem der Mensch lebt und absolut nichts mit Genetik zu tun haben, das siehst du ja genau so ;-) .
Ja klar, die statistische Intelligenzzunahme der Kinder ggü. den Eltern _kann_ nur durch den reinen Umwelteinfluss zustandekommen (anders als die der gesamten Kohorte oder die individuelle eines Kindes), Epigenetik inbegriffen. Die darwinsche Mikroevolution kann dabei ja aus prinzipiellen Gründen nicht stattfinden.
@Lago
Nachdem hier so viel über Intelligenz und IQ schwadroniert wurde …
Was ist eigentlich Intelligenz und WAS wird genauer quantifiziert, wenn etwa IQ gemessen wird? Ist das Gemessene etwas absolutes?
Du ahnst wohl, wohin ich hinaus will – ein Tilo, der sich vermutlich für Bezugsmuster der Intelligenz hält, würde im Busch (oder auch in ‘modernen’ Slums) ohne fremder Unterstützung keine Woche überleben, und jeder Buschmann (bzw. Strassenpenner) würde ihn ganz zu Recht als dumm qualifizieren.
Davon ganz abgesehen und unbeachtet dessen, was Intelligenz eigentlich sei. Wenn Maß einer Eigenschaft erblich wäre, würde dieser Eigenschaft erst gar nicht geben.
“Intelligenz ist, was der IQ-Test misst.”
Zumindest in der Psychologie ist Intelligenz ein ziemlich gigantischer Komplex, und nur für einige wenige “Komponenten” gibt es überhaupt Metriken, denen man so etwas wie Validität andichten kann.
Aber sogar die obige Selbstbeschränkung der “quantitativen Intelligenzforschung” bringt keine “absolute” Metrik hervor. Derselbe Mensch, absolviert er einen heutigen, lokalisierten IQ-Test an zwei verschiedenen Tagen (wobei in diesem Modell Lerneffekte ausgeschlossen werden), wird zwei Werte erzielen, die erwartungsgemäß um etwa 10 Punkte von einander abweichen. Bereits dieser Unterschied eines Menschen zu sich selbst ist größer als alle “Niveauunterschiede” von “Volksgruppen”.
Da ein IQ-Test aber immer auf bestimmte plastische Intelligenzkomponenten abstellt – normalerweise diejenigen, die in der Gesellschaft als “signifikant” für Intelligenz gehalten werden – und die allermeisten Intelligenzkomponenten (insbesondere der elastischen/fluiden Intelligenz) ignoriert werden müssen, muss man schlicht feststellen, dass es bisher keine Möglichkeit gibt, Intelligenz zu messen. Bisher ist nicht einmal die Voraussetzung dazu erfüllt, nämlich ein akzeptiertes umfassendes Modell der Intelligenz.
@Lago
:)
Das kann ich mir denken.
Darum geht mir gar nicht. Man kann es ja auch N-mal messen lassen und dann mitteln. Besser wird es dadurch nicht, nur genauer.
Jep, Wer misst, misst Mist. Es wird bestenfalls das gemessen, was man hier und jetzt für gesellschaftlich oder korporatistisch “signifikant” hält. Und da jeder “Entscheidungsträger” und Vermessungsmeister sich für außerordentlich intelligent hält, wird damit nicht zuletzt das Opportunitätsgrad zu herrschenden Macht- und Wertesystem gemessen. Das setzt zweifelsohne auch gewisse Intelligenz voraus, DIE Intelligenz ist es jedoch keinesfalls. … Bauernschläue?
Das war zu vermuten.
Kleine Anekdote dazu am Rande. Als die ersten IQ-Test durchgeführt wurden stellte sich heraus, dass die Frauen damit etwas besser als die Männer abschnitten. Da jeder jedoch damals wusste, dass die Frauen dümmer als die Männer sind, wurde es als Fehler in der Methodik erachtet und die Tests daraufhin überarbeitet. Danach wurde die Welt wieder in Ordnung – die Männer schnitten damit besser ab ;p
(weiß allerdings nicht mehr, wo ich das aufgeschnappt habe).
Also, ich find die ganze Sache klasse.
Das Buch hab ich nicht gelesen und werde ich auch nicht, denn das ist so was von unwichtig.
Also, da druckt die BILD-Zeitung Auszüge von Sarrazin’s Buch vor der Veröffentlichung ab.
Dann kommen all die üblichen Gutmenschen und empören sich öffentlich, ohne anscheinend das Buch überhaupt gelesen zu haben.
Dann erscheint auch noch das Merkel und äußert ihr Mißfallen darüber. Wo sie doch angeblich so gut mit Friede Springer kann, der ja die BILD-Zeitung gehört, die eben diese Auszüge abgedruckt hat.
Und dann will auch noch die SPD Sarrazin rausschmeißen, und bei der Bundesbank wollen sie ihn nun auch rausschmeißen, das geht aber alles nicht so einfach, aber die Presse hat jetzt erstmal genug zu schreiben für die nächsten Wochen und Monate.
Ich glaube eher, das läuft nach dem Motto “Hey, Thilo, schreib mal was über Kanaken. Oder Asoziale. Hier, kriegst auch 100 Euros.”
Sommerloch gefüllt, erfolgreich von wichtigeren Sachen abgelenkt.
Warscheinlich wird Sarrazin demnächst ein Kochbuch schreiben und einen ähnlichen medialen Wirbel auslösen..
50 bis 80 Prozent der Deutschen stimmen Herrn Sarrazin zu 50 bis 80 Prozent zu. Haben die alle das Nazi-Gen?
Nein. Die sind alle ähnlich karnevalesk, wie Leute die “Sarrazin statt Muezzin” für das unglaublich geistreiche Produkt von 200 Jahren “Land der Dichter und Denker” halten. Da hilft auch kein Sarazzynismus weiter. Lobotomiert bleibt lobotomiert. Egal ob zu 50% oder zu 80%.
Klar, die Masse von denen, die diesen Unsinn bejahen sind schlichtweg dumme Rassisten, die auch noch zu feige sind, zu ihren sozialdarwistischen Ansichten politisch zu stehen.
Hier ist eine ordentliche Zusammenstellung einer Schweizer Intelligenzforscherin:
http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Herr-Sarrazin-hat-da-etwas-falsch-verstanden-/story/22219338
Aber wie bereits erwaehnt, finde ich es albern, Herrn Sarrazin an der Sache festzunageln, da er einerseits mit seiner Einschaetzung schon recht gut lag und andererseits man anstatt der Angriffe jetzt endlich mal an die Kernpunkte seiner Auesserungen gehen sollte und probieren sollte, etwas zu aendern…
Ich finde, dass es auf der Seite der sog. Linken teilweise eine ideologische Verbohrtheit besteht.
Es wird kuenstlich eine ideologische Barriere aufgebaut, die eigentlich nicht notwendig ist, die ‘Wahrheit’ wird praktisch ideologisch beansprucht, abweichende empirische Realitaet wird passend geredet.
Ihr könnt Sarrazin zerlegen, wie Ihr wollt. Er hat momentan eine Öffentlichkeit, um die ihn sicher mancher Möchtegernpolitiker beneidet. Und selbst wenn alle schreien, daß der Mann gefährlich oder dumm oder beides ist: Seine Thesen sind draußen, die Zustimmung ist riesig. Und je mehr man sich mit ihm in den Medien beschäftigt, desto bekannter wird er. Beste Voraussetzung, um ein Volkstribun zu werden. Warten wir´s mal ab.
Setz doch mal den Fokus von der Nation auf deine eigene Familie. Würdest Du dich freuen, wenn Du absehen könntest, dass deine Familie unweigerlich aus der Geschichte verschwinden würde, weil sie keine Lust oder Zeit zum Kinderkriegen hat?
Genau diese Einstellung finde ich sehr bedenklich: Was soll daran schlimm sein, wenn die eigene Familie, das ‘eigene Blut’ aus der Geschichte verschwindet ? Was ist an der eigenen Familie besser als an einer X-beliebigen anderen ?? Genau diese Denkart ist aus meiner Sicht der Grundstein für nationalistische und auch rassistische Ideologien. Natürlich möchte ich auch nicht, das meine Familie ‘zu Lebzeiten’ aus der ‘Geschichte verschwindet’, aber wenn sie sich nicht mehr Fortpflanzt oder die ‘Familien-Gene’ (was immer das sein mag) durch Adoption z.B. verloren gehen – who cares ?
I care…
Also ich fühle mich meiner Familie zutiefst verbunden. Und das hat nichts mit rassistischem Gedankengut zu tun, sondern mit Liebe. Ich finde es bedenklich wenn es den Leuten egal ist, was aus ihrer Familie wird. Natürlich kann man selbst bestimmte Entwicklungen in der Familie nicht beeinflussen. Aber die Rahmenbedingungen sind eben auch nicht gerade dafür ausgelegt, dass die Menschen hier genügend Antrieb zur Fortpflanzung haben. Sie sind eher mit arbeiten und konsumieren beschäftigt.
Man könnte natürlich auch wieder in urzeitliche kulturelle Verhältnisse zurückkehren, wo man noch keinen Sinn für Traditionen hatte.
Genau um diesem Missverständnis zu begegnen hatte ich oben den Nebensatz mit ‘zu lebzeiten’ eingefügt. Ich liebe auch meine Familie, aber ich liebe keine zukünftige Option auf Fortpflanzung. Um es genau zu nehmen, liebe ich real existierende Menschen und ihre in allererster linie sozial und kulturell geprägten Eigenarten und Charakteristika, ich liebe aber keine genetischen Eigenschaften und auch keine noch nicht existierenden Familienmitglieder. Ich würde soweit gehen: Wer seine Liebe ausschließlich auf einen bestimmten, klar (durch ‘blutsverwandschaft’) definierten Auschnitt der Gesellschaft – genannt Familie – legt, ist ‘Rassist’.
Was meinen Sie mit ‘zutiefst Verbunden’ ? Wenn das heißt, dass sie
wegen der sozial ähnlichen Herkunft und natürlich dem gemeinsamen Aufwachsen und dem gemeinsamen Erleben ihre Familienmitglieder lieben – schön ! Wenn es aber heißt, dass Sie denken, jegliche Option auf Leben ihres ‘Genpools’, unabhängig von persönlicher Bekanntschaft und von den individuellen charakterlichen Eigenschaften lieben zu werden bzw. verbunden zu sein, dann halte ich das für einen Ausgagngspunkt von Nationalismus und Rassismus.
Extrem-Beispiel: Eine schwangere Frau oder zumindest eine Frau mit Kinderwunsch ist in Ihren Augen also ansatzweise rassistisch und nationalistisch? Jetzt kommen sie mal wieder runter….
Ich wollte mit meiner ursprünglichen Aussage eigentlich nur einen Vergleich ziehen. Raus kommt sowas. Wenn es die Leute heute schon nicht interessiert, was mit ihren Nachkommen passiert – da man sie ja noch nicht kennt oder generell nie zu Gesicht bekommt – was sollen dann bitte noch die ganzen Diskussionen über CO2 Ausstoss und Atomenergie, oder die Aufregung um den EU-Vertrag von Lissabon. Who cares? Wir leben doch im jetzt und heute. Nach mir die Sintflut.
Ich muss nochmal zitieren:
Soll jetzt aber nicht heissen, dass sich Herr Berger über jeden Flugzeugabsturz freut oder? Oder der naive Glaube, dass die restliche Erdbevölkerung im gleichen Masse schrumpft? Da soll es ja angeblich elitäre Kreise geben, die in diese Richtung denken…. Hust…
@Hans Bambel
Was hat das mit der Populationszahl zu tun? Nichts? Fast richtig. Wieviel Energie, wieviel Öl, wieviel CO2, wieviel Wasser, wieviel Rindfleisch brauchen 85 Millionen Menschen? Und wieviel brauchen 3 Millionen Menschen? Gesamtgesellschaftlich ist es sicher kein Nachteil, wenn die Population schrumpft. Die anderen Dinge haben mit dem Thema nichts zu tun, sie hier anzuführen, ist unsinnig.
@Hans Bambel
Sie wollen es nicht verstehen oder ? Eine schwangere Frau und eine Frau mit Kinderwunsch ist doch eine völlig konkrete Sache. Mir geht es um die Idee, dass ich jemanden liebe, nur weil er ‘aus meiner Familie kommt’, und zwar unabhängig davon, ob ich ihn kenne, ob ich ihn mag und ob er in letzter Konsequenz überhaupt existiert. Das halte ich für gefährlich, weil es die ‘Blutsverwandschaft’ allen anderen Menschlichen Regungen voranstellt, und das ist imho eine Grundlage für Rassismus.
Hier sprechen Sie von den Menschen als solchen, aber nicht Konkret von ihrer Familie, und da ist es eine bewundernswerte und viel zu selten gepflegte Tugend, Verantwortung für zukünftige Generationen zu übernehmen. Aber eben nicht nur für die Generationen Ihrer Familie
Jetzt wird es aber problematisch. Denn ein Grossteil der Muslime denkt genau so wie sie es für bedenklich halten. Holen wir uns dann jetzt tausende Menschen mit rassistischen Ansichten ins Land? Wenn ja, was machen wir mit ihnen? Wir haben ja schon Mühe die deutschen Rassisten umzuerziehen.
@Hans Bambel
Der Großteil der Muslime versteht Liebe so, das jegliche Emphatie dem Bluts- und Zugehörigkeitsgedanken untergeordnet wird?
Aha!
Bei solchen Aussagen würde mir als Muslim wirklich jegliche Emphatie verlorengehen…
@Hans Bambel
Vielleicht sprechen Sie ja hier die Ehrenmorde und Familien/Clan-Streitigkeiten an, da würde ich ihnen dann im Detail Recht geben, das ist auch in meinen Augen eine Art von Mini-Rassismus. (Wobei diese ‘Phänomene’ nicht von Religion bestimmt sind, sondern eher von Tradition und vor allem Region).
Aber hier vom Grossteil der Muslime zu sprechen, das ist genau das: Rassisimus.
@Brixius
Erklären Sie mir doch bitte nur als Beispiel das Zustandekommen von sogenannten “Ehrenmorden”. In meinen Augen geht es da sehr wohl um den Schutz der Familie als solche, egal ob alle Familienmitglieder geliebt werden oder nicht.
Vielleicht haben Sie auch Recht damit, dass ich den Bereich zu weit gefasst habe. Man hört allerdings nur in diesen religiösen Kreisen von solchen Taten. Kann natürlich auch am Mainstream liegen.
Aber wir schweifen dann doch zu sehr ab. Hier geht es ja eigentlich um Herrn Sarrazin. Heben wir uns die Diskussion für später auf.
Ehrenmord heißt bei “uns” Familientragödie und davon liest man (subjektiv) ständig.
Teilweise kann es wohl durch nicht entsprochenen, klassischen Rollenmodelle erklärt werden, passiert aber auch den deutschen, arbeitlos gewordenen Rechtskonservativen der nicht mehr der Versorger ist.
@Brixius
Das ist falsch, da die Motivation eine andere ist.
Es geht im Kern bei Beiden darum das Bild der Familie aufrecht zu erhalten. Den einen trifft die kulturelle Veränderung den anderen die finanzielle.
Bewältigung durch Gewalt als Lösungsform ist bei beiden da.
Ein recht klar definierter Ehrenmord und eine unklare Familientragödie mal so eben zu vergleichen war von mir auch nicht ganz richtig. Zeigen wollte ich aber das es da eben nicht unbedingt nur die eine Kultur gibt, die so etwas macht.
Die Motivation ist die selbe, nämlich Wahnsinn, in beiden Fällen will diese Tat eigentlich niemand, incl. der Täter, doch gerade diese sind – in der Regel – Opfer eines Wahns und sehen die Wirklichkeit nicht.
Und wieso wird eigentlich penetrant verallgemeinert? Solche Geschichten sind von Fall zu Fall sowieso dermaßen unterschiedlich, dass man es nicht in einer Statistik unterbringen könnte, weil man dann nun mal einfach Äpfel mit Birnen mischt.
Die Leute sollten viel öfter die WARUM-Frage stellen bevor sie Aussagen machen.
Fein, für wen trifft das nicht zu? Aber was hat “Liebe” mit der Frage zu tun, wie hoch die Reproduktionsrate meiner Kinder und Kindeskinder ist?
Auch dies hat überhaupt nichts mit der Reproduktionsrate zu tun.
Das ist natürlich richitg. Historisch gesehen nimmt die Reproduktionsrate mit steigender Bildung und steigendem Wohlstand stetig ab. Was ist so schlimm daran?
Klar, um mit Spengler zu sprechen, könnte man versuchen, die Zivilisation dadurch abzuschütteln, das man selbst Fellache wird. Aber warum?
Sorry, aber für mich sind die beiden Dinge zwei völlig unterschiedliche:
(a) Meine Liebe zu meiner real existierenden Familie.
(b) Die Aussicht, dass in 300 Jahren kein genetischer Nachfahre meiner selbst existiert.
Ich teile deine Sorge um diejenigen Menschen, die keine Empathie für ihre Familienmitglieder empfinden können. Ob aber (b) der Fall ist oder nicht, dazu habe ich ganz ehrlich genau Null emotionale Haltung.
Wie bitte? Natürlich kann man das.
Ist das per se schlimm? Unbestrittenermaßen gibt es einen biologischen, kulturell überformten Antrieb zur “Fortpflanzung”. Dieser drückt sich z.B. in dem Wunsch nach Generativität bei fast allen Menschen aus. Dass sich Menschen heute aufopferungsvoll wie noch nie in der menschlichen Geschichte um Schützlinge kümmern, die mit ihnen nicht direkt verwandt sind, erscheint mir eher als eine positive denn negative Entwicklung.
Also diesen Satz verstehe ich nun gar nicht – er ist meines Erachtens mehrfach völlig falsch.
@marta
Die Kernpunkte seiner Äußerungen basieren auf falschen Prämissen und irrigen Annahmen! Diese sind gesellschaftlich als Basis für irgendwelche probehalben Änderungen völlig ungeeignet!
Die einzig angemessene Änderung wäre, den Herrn S. den Realitäten auszusetzen, d.h. seiner einträglichen, mitunter steuerfinanzierten Pöstchen, Apanagen und Ämter zu entheben und ihn juristisch für seine Rolle im Berliner Bankenskandal und während seiner Tätigkeit bei der Treuhandanstalt zur Verantwortung zu ziehen. Danach wäre es angemessen, ihn seine Thesen bezüglich Ernährung/Warmwasser/Heizung und HartzIV empirisch überprüfen zu lassen. Vielleicht kommt dabei ein neues Kochbuch heraus? Sowas wie “Deckenputz schmackhaft und gesund zubereitet” oder Ratgeber a la “Reich werden durch Magersucht”.
Das stimmt! Die Rechten sind allerdings keineswegs weniger verbohrt…
Die “empirische Realität”, die bspw. Herr S. als Leumund beruft, hat dieser Herr kaum selbst erleben können, da er sich während er in Berlin weilte, wohl kaum in Neukölln etc. aufgehalten hat. Dafür dürfte er angesichts seiner 46 Nebentätigkeiten ohnehin kaum Zeit gehabt haben. Und unter seinen Nebentätigkeiten war keine Lehrerstelle an einer Neuköllner Schule….
Er bezieht sich stattdessen auf Hörensagen, nämlich auf das, was bei den ansonsten von ihm verachteten Plebs gut ankommt.
Und solange die Leute bereit sind, lieber nach imaginären Feindbildern zu treten, statt mal tüchtig nach denen auszukeilen, die tatsächlich für HartzIV, Niedriglöhne, Arbeitslosigkeit und Überschuldung verantwortlich sind, haben Typen wie S. Erfolg.
@Hans Bambel
Zu welchem Behufe sollte man Nation und Familie gleichsetzen? Familien lassen sich durch Heirat – aka Zu/Einwanderung – vergrößern. In meiner Familie bspw., gibt es (durch Heirat) mehrere Griechen. Die Familie wäre also ein Beispiel pro Einwanderung. Ist das in deinem Sinne?
Damit habe ich gar kein Problem und der Name Berger ist auch nicht unbedingt auf der Washingtoner Artenschutzliste ;-)
OT:
das allerdings ist richtig schade :-).
So what?
Dieser Artikel gefällt mit sehr, vielen Dank! SF bringt die Sache auf den Punkt und macht die ganze Widersinnigkeit der pseudowissenschaftlichen Thesen von Herrn S. transparent und verständlich, und dass besser als es bei Beckmann mit Yogeshwar&Co. im TV zu sehen war. (Ich habe gestern die Sendung auf PHOENIX gesehen und war trotz oder gerade wegen der Vorschusslorbeeren ein wenig enttäuscht)
Ist wirklich köstlich. Evtl. könnte man es noch erweitern mit „.. und hätte ihn nicht die SPD und nachher die Bundesbank aufgenommen, wäre er jetzt Großtroll im Internet mit dem Schwerpunkt Rassenhygiene“.
Superb wäre es wenn Herr S. dafür vom Volke einfach ausgelacht würde! Da aber leider nur eine Minderheit lacht und die Braunen – bei denen er den „Ausländerrückführungsbeauftragten“ machen könnte – mit diesem Müll salonfähig werden, bleiben einem die Lacher aber schnell im Halse stecken.
P.S.: Ganz abwägig finde ich das hier nicht
@ rauskucker (Nr. 14)
Das mag schon sein, dass Sarrazins mitleiderregendes Gestammel zu den Folgeerscheinungen eines Schlaganfalls gehört. Wer sich allerdings derartig penetrant als Bildungsbürger par excellence geriert, sollte schon in der Lage sein, „Ingenieur“ statt „Inschenör“ und „Material“ statt „Matrial“ zu sagen… Es handelt sich hier unverkennbar nicht um einen vom Apoplex induzierten SprachFEHLER, sondern schlicht um unschöne SprachSCHLAMPEREI.
Stichworte: Glashaus, Steine schmeißen.
@ Guest (Nr. 29)
Über Sarrazins äußere Erscheinung habe ich kein Wort verloren.
@Saby: Volle Zustimmung. Mal obendrein: wieso soll man ausgerechnet dem rücksichtslosen überbezahlten Pöbler gegenüber Mitleid zeigen? Nach seinen Massstäben ist doch sein Apoplex Folge seiner schlechten Gene.
a^2
Ich bin selbst Migrant , und teile die Meinungen von Herrn Dr. Sarrazin. Es wurde auch mal wirklich Zeit, dass man Klartext spricht und die Muslime hier in Deutschland kritisiert. Aber natürlich nur diese, die sich nicht anpassen wollen. Herr Sarrazin selbst hat bei Beckmann gesagt ,dass er sich über jeden Migranten freue der sein Abitur macht. Aber Migranten, die der deutschen Sprachen nicht mächtig sind bzw nicht mächtig sein wollen, denen muss man das Handwerk legen. Ich komme selbst aus dem Iran. Bei uns ist das eine Schande. Wir passen uns an und tun was für die Gesellschaft.
Mit freundlichen Grüßen ….
Das man einige (bitte keine unsäglichen Verallgemeinerungen wie die) Muslime in Deutschland kritisiert, damit gibt es doch gar kein Problem. Problem sind doch die kruden, unwahren, eugenischen und gefährlichen Begründungen, die Sarrazin dafür anbietet. Sarrazins ‘Klartext’ ist doch nichts weiter als nebulöses Herumgepöbele. Die Geschichte der iranischen Einwanderer in Deutschland ist eine andere als die aus der Türkei, die Probleme sind auch völlig andere. Aber sie haben eben nichts mit irgendwelchen Genen, nicht mal etwas mit der Herkunft an sich zu tun. Es sind in erster Linie soziale und wirtschaftliche Probleme, gut bekannt und erforscht. Was, wie im ersten Satz angedeutet, natürlich nicht heißt, dass man den ‘Integrationswillen’ einzelner nicht kritisieren könnte/dürfte.
So, so – das Handwerk legen. Nun ist es also schon ein Verbrechen, eine Sprache nicht erlenen zu wollen/können. Wie wäre es, wenn Du in Deinem Satz die Worte “das Handwerk legen” durch “Kurse anbieten” ersetzt?
Der Wert aller Dinge wird in der kapitalistischen Logik in Geldwert ausgedrückt.
Der Wert des Menschen besteht in dieser Logik in seiner Nützlichkeit. Der Nutzen eines Menschen ist seine wirtschaftliche Verwertbarkeit durch das Kapital.
Der Arbeiter und Angestellte, allgemein überzogen als ^Mensch^ tituliert, wird durch bestimmte Charakterkonstellation wie Fleiß, Ehrgeiz und Zuverlässigkeit, aber auch durch ^Intelligenz^ AUSbildung, Gesundheitsstatus, normgerechtes Verhalten und Gehorsam nützlicher, also wertvoller, weil er dann besser in der kapitalistischen Verwertungslogik benutzt werden kann.
Dies bestimmt der Zeitgeist. Ein normatives Korrektiv durch humanistische Bildung ist nicht vorgesehen und wird gerade abgebaut, weil es zuviel kostet und keinen ausgiebigen Nutzen in der breiten Schicht erwirkt, ausser dem Bürger zu kritischen Gedanken zu befähigen, was seine Verwertung erschwert.
Was macht man denn mit einem kritischen Zeitgenossen? Der taugt ja nicht mal mehr für den Stammtisch…
Ernsthaft. Wer wundert sich das dieser Ständedünkler sich wie ein Arschloch gebärdet? Er ist ein gelehriger Köter in vorausseilendem Gehorsam. Solche Leute bringens zu etwas, das wird ja gerade wieder dem Kleinkind eingeimpft in Vorschulcoachings, Managementtheorie, Chinesischunterricht. Wenn sie dem Druck von Eltern, Lehrern, Arbeitgebern, Politik dann alle schön brav unterworfen sind, sind sie tolle Kinder. Ansonsten hilft Ritalindoping den Rebellen an die Kette zu legen.
Ich unterstelle nicht das das alles eine VT ist, nein. Es ist nur der Gang der Gesellschaft, die sich in diesem gewünschten Charakterbild selbst prägt indem sie nach wenigen Jahrzehnten erntet was sie gesät hat.
___
An all jene die meinen, daß Kinder, die kein Deutsch können von den deutsch-sprachigen getrennt werden sollen: Ja, der Meinung bin ich auch. Raus aus dem deutschsprachigen Unterricht, rein in den türkischsprachigen bzw. konkret: Muttersprachlich geführten Unterricht, der um Deutsch als erste Fremdsprache ab der ersten Klasse mitunterrichtet wird.
Wollt ihr nicht?
Soviel zur Schulproblematik.
Ah, ich vergaß, ihr wollt ja gar nicht das dieses Heer erfolgreich ist. Ihr habt ja schon Angst vor dem Türken, der kein Deutsch kann. Im Grunde habt ihr ja Angst vor euch selbst, vor im weitesteten Sinne gewaltbereiter Autorität. Vor eurer Zukunft. Vor dem Verfall dessen, was ihr zu kennen glaubt. Vor Unsicherheiten und Unwägbarkeiten im Leben.
Das müssen dann die Schwachen büßen … Vor allem anderen habt ihr ja Angst.
Soviel zum Wesen des Rechten, Rassisten, Hetzers und oder Hasspredigers.
Nein. Das ist nicht schön, aber wir müssen auch diese Menschen verstehen, ihre Selbstentfremdung und ihr Leiden. Dann können wir Ihnen helfen. Wenn wir das nicht tun, wird das Ende der Gewaltspirale nie erreichbar.
Besser hätte man es kaum sagen können. Das ist ja an dieser ganzen ‘Ist Dummheit angeboren/von der Herkunft determiniert’-Diskussion (auch hier in den Kommentaren) so widerlich: selbst wenn es so wäre, was hätte das für Konsequenzen, wozu würde es ‘uns’ berechtigen ?
Beam me up Scotty, aber schnell …
ja, dem stimme ich zu. Deutschland wird wieder offen zu dem, was es schon immer war. Die so genannte Entnazifizierung entpuppt sich als das, was sie war: das bloße Verbergen eines kranken mörderischen hasserfüllten Kerns, der die Persönlichkeitsstruktur weiter Teile der Bevölkerung hier ausmacht, und der sich nur erzwungenermaßen der Autorität der Sieger unterworfen hat. Hinter einer formaldemokratischen Maske können aber die mörderischen Bedürfnisse dieser kranken Persönlichkeiten nur mit Mühe unterdrückt werden, in der Alltagssprache, im Alltagsverhalten, sind sie schon immer zum Ausdruck gekommen. Sie sind schon immer auf der Suche nach einer neuen Führerfigur gewesen, die ihnen als Projektionsfläche für ihren Selbsthaß dient. Jetzt haben sie einen gefunden, hinter dessen Pseudo-Rationalität sich ein Hass verbirgt, den sie spüren und in dem sie sich wiederfinden. Das neue Feindbild ist legitimiert, das ein altes ersetzt, gegen das sie nicht mehr ihren Kreuzzug fahren können, denn den Juden dürfen sie ja nicht mehr offen jagen, noch nicht. Der Gipfelpunkt dieser Perversität liegt unter Anderem in der feigen Geste, sich scheinbar mit den damaligen Opfern zu identifizieren, um ihr wiederholtes Tätersein zu legitimieren.
Arno Gruen hat eine solchen deutschen Helden beschrieben:
“Er wurde schnell von Nazi-Bonzen gefördert und 1933 zum KZ Esterwege kommandiert. Dort war er verantwortlich für die Entwicklung grauenhafter Foltertechniken: Er ließ spezielle Gestelle für Auspeitschungen errichten und ersann Methoden, einem Menschen Wasser in den Mund zu leiten, so dass dieser unter dem ständigen Wasserdruck auseinanderplatzte. Er warf Opfer in Jauchegruben und sah ihnen beim Ertrinken zu, er zwang Alte und Gebrechliche, Zementsäcke zu tragen, um sie dann auszupeitschen, wenn sie zusammenbrachen. Und all das in Begleitung von Marsch- und Zigeunermusik.”
OT: Wo Du die Entnazifizierung schon ansprichst. Kennst Du eigentlich das Buch “Die Kalte Amnestie” von Jörg Friedrich? Ich kann es nur empfehlen.
nein, ich bin aber für wichtige Hinweise immer dankbar, wenn ich Zeit finde, werde ich es lesen
apropos Bücher, in Arno Gruens ‘Der Fremde in uns’ zitiert er den US Kinderarzt und Psychoanalytiker Donald W. Winnicott.
Im Bezug auf die Bedeutung des Wortes Demokratie stellt Winnicott die These auf, dass eine demokratischen Gesellschaft emotionale Reife benötige, um zu funktionieren. Er stellt auch die Frage, welchen Anteil an anti-sozialen Individuen eine Gesellschaft verkraften könne, ohne ihre demokratischen Tendenzen zu verlieren. Als anti-sozial bezeichnet er Menschen, die sich aus Gründen, die mit ihrer inneren Unsicherheit zusammenhängen, mit Autoritäten identifizieren. Solche Personen sind ungesund und unreif, da ihre Identifikation mit dem Aggressor eine Selbst-Entdeckung verhindert.
Dass Figuren wie Sarrazin solche Zustimmung ernten können, zeigt eigentlich, wie sehr dieser Gesellschaft ihre demokratische Substanz abhanden gekommen ist. Für eine echte Demokratie, die über die bloß formale Maske hinausgeht, scheint die Mehrheit, wohl nicht nur in Deutschland, sondern in den meisten europäischen Ländern, noch nicht reif zu sein.
Was hat “echte Demokratie” denn damit zu tun, dass ein Mann wie Sarrazin diverse Missstände, die fast überall zu sehen sind, benennt? Ihnen passt bloß nicht, dass es – politisch inkorrekt – nicht Deutsche, sondern Ausländer betrifft. Das ist alles.
Die Zustimmung zu seinen Äußerungen kommt nicht daher, dass in 80-90 Prozent der Deutschen ein “Nazi” schlummert, sondern weil seine Äußerungen sich mit der Lebenswirklichkeit vieler Menschen deckt.
Eine ähnliche Tonalität wie bei Herrn Sarazzin lediglich bezogen auf ein anderes Hassobjekt und um einiges gesteigert! Bravo!
Hier übrigens – aus den Nachdenkseiten übernommen – zerpflückt ein Fachmann, der Biologe und Wissenschaftsjournalist Michael Lange, Sarrazins Thesen sehr klar und allgemein verständlich:
http://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/31/drw_201008311005_das_bestimmte_juedische_gen_thilo_ec88ab90.mp3
ja, unglücklicherweise, sind die Anhänger, die sich jetzt in Scharen, der neuen Führerfigur unterwerfen, nicht mit Aufklärung zu erreichen, die suchen lediglich ein durch eine Autorität legitimiertes Feindbild, und das werden sie sich freiwillig nicht nehmen lassen, wie die Geschichte eindrucksvoll und erschreckend gezeigt hat
Was Lange leider nicht richtig erklärt, ist die Sache mit der erblichen “Intelligenz”.
Ich mach das mal an einem stupiden Beispiel:
Ein Produzent stellt Maschinenbauteile her. Die Qualität der Endprodukte hängt (a) vom Ausgangsmaterial (genetisch) und (b) vom Herstellungsprozess (umwelt) ab. Wir wollen jetzt wissen, wie hoch der genetische Anteil der Qualität* ist und wie hoch der Umweltanteil. Dazu korrelieren wir die Qualitätsunterschiede der Produkte mit den Qualitätsunterschieden des Ausgangsmaterial. Die gemeinsame Varianz ist der “genetische Varianzanteil”, die restliche Varianz kommt durch das tatsächliche Herstellen/Umwelt sowie durch die Messfehler zu stande.
So, nun stellt der Hersteller von individueller Drehbank-Arbeit auf rein maschinelle Massenproduktion mit integrierter Qualitätskontrolle um. Die Endprodukte sind nun (a) durchschnittlich qualitativ hochwertiger und (b) weniger unterschiedlich. Da der Prozess jetzt sehr stark vereinheitlicht wurde, nimmt der durch die Produktion hervorgerufene Unterschied zwischen den Produkten ab und der größte Teil der Unterschiede ist unmittelbar in den Unterschieden des Ausgangsmaterials zu suchen.
Anders als Lange es formuliert, ist hier nicht das Modell fragwürdig, sondern die lediglich die Verknüpfung der Modell-internen Variablen mit bestimmten Begriffen ist schlicht falsch (*): Gemessen wird nicht der “genetische” Anteil an der Produktqualität, sondern an der _Varianz_ der Produktqualität. Und deshalb nimmt bei besserer/homogenerer Förderung dieser genetische Anteil zu.
Hier lichtet sich bei mir etwas Nebel – ich habe nie verstanden, wie man überhaupt auf Aussagen wie die kommen kann, ein “Anteil” von x% an der Intelligenz sei erblich. Noch vor allen Problemen, die Sie auch nennen, und deren größtes das Fehlen eines operationalisierbaren Konzepts “Intelligenz”, also eines Modells, also überhaupt eines Meßgegenstandes zu sein scheint.
Die Erläuterung zur Korrelation der Varianzen führt mich zu der Frage, ob denn da nicht überhaupt zwei Korrelationen verglichen werden, um zu sinnvollen Aussagen zu kommen ? (Also, in Ihrer Illustration, die Korrelation Materialvarianz/Handprodukt-Varianz mit der Korrelation Materialvarianz/Maschinenprodukt-Varianz ?) Denn wenigstens beim Menschen müßte man doch vermuten, daß die Varianz von Erbgutqualität und die Varianz der ausgeprägten Dispositionen und Fähigkeiten immer verschieden sind, weil bei der Entfaltung immer Umwelt wirksam ist.
Und für Aussagen über den Einfluß von Vererbung vs. Umwelt – müßte ich da nicht zuletzt sogar zwei solcher Korrrelationspaare miteinander vergleichen ? Also Material M je korreliert mit Umwelt U1 und Umwelt U2 – und überdies noch Umwelt U je korreliert mit Material M1 und Material M2 ?
Gruß,
KL
nun ja,
was sagt man denn dazu,
wenn man selber schon nicht mehr ‘reindeutsch’ ist
in der familie,
und alle nicht ‘reindeutschen’ auch noch die höchsten bildungsabschlüsse haben-
ich meine, wenn man sich die kommentare durchliest,
vor allem die
‘also-richtig-finden-wir-das-aber-nicht-dass-die-deutschen-jetzt-aussterben’,
da müsste man es doch gleich mit der angst zu tun bekommen,
weil man in persona etwas widerlegt,
(quasi der lebende beweis ist),
dass es doch anders ist,
als 90% der bevölkerung meinen:
dass die anderen,
wenn sie schon das land überrennen
auch noch dumm zu sein haben,
damit man einen grund hat
sie für gefährlich und ausrottbar zu halten.
genau genommen sind in unserer familie die deutschen nur noch
in einem verschwindend geringen bruchteil vorhanden.
ist das jetzt schlimm?
Vielleicht sollte man den Gaul einmal anders herum aufzäumen.
Herr Sarrazin gehört zum deutschen Großbürgertum. Nun ist es gerade in dieser Gesellschaftsschicht üblich, daß man standesgemäß heiratet und/oder Kinder bekommt. Wenn wir jetzt die kruden Vermutungen des Herrn Sarrazin über die Vererbung als Maßstab anlegen, so könnte man vermuten, daß auf Grund der fortschreitenden Inzucht, gerade das Großbürgertum immer mehr ausstirbt. Vielleicht ist das ja der Grund, warum die Frauen aus den “höheren” Schichten weniger Kinder bekommen. Und da mit fortschreitender Inzucht oft auch genetische Deformationen zunehmen, wäre es vielleicht möglich, daß gerade diese Frauen auch mehr kranke Kinder gebären, die sich dann nicht mehr fortpflanzen.
Demzufolge wäre es sinnvoll, wenn sich das Großbürgertum mit dem Prekariat vermischen würde – als Blutauffrischung sozusagen.
Übrigens ein kleiner Einwurf zu den “jüdischen” Genen. Wenn man die bisherigen Erkenntnisse der menschlichen Entwicklung zu Grunde legt, dann sind wir im Grunde alle Afrikaner, denn wir haben alle noch Urgene unserer afrikanischen Vorfahren. Diese Genspekulation ist nichts weiter als eine Frage des Zeitpunktes, den man an die Entwicklung der Menschheit anlegt.
Es freut mich, dass die meisten dieser Beiträge hier gut fundiert sind und man merkt, dass die Verfasser sich Gedanken zum Thema gemacht haben.
Allerdings muss ich sagen, dass fast alle von einem falschen Ansatz in eine Sackgasse geführt werden. Immer wieder wird Sarrazin größtenteils wegen seines “Gen-Zitates” rechtsradikales Gedankengut unterstellt. Das finde ich sehr schade! Durch sein Buch hat Sarrazin lediglich auf einen Bildungsdefizit hingewiesen und versucht, die Gründe anhand von offiziellen und öffentlichen Zahlen zu erklären.
Zudem kann ich nicht verstehen, wie einige Leute solche versuchten Bloßstellungen wie bei Beckmann schön finden können. 7 gegen 1 sollte doch immer als unfair und nicht als schön gelten. Wenn er etwas verbrochen hätte, wäre dies selbstverständlich etwas anderes, aber von einer Talkshow, die mit öffentlichen Geldern finanziert wird, sollte man doch noch Fairness erwarten dürfen. Auf den Inhalt der Sendung möchte ich nicht weiter eingehen, so viel Zeit habe ich nicht.
Das sind die zwei wichtigsten Punkte in meinen Augen, über welche ich die fleißigen Schreiberlinge dieses Blogs bitte, mal nachzudenken. Einfach mal das Schwert der Stigmatisierung zur Seite legen und versuchen, unbefangen an Sarrazins Thesen heranzugehen.
Das hatte ich zuerst auch dedacht es ist aber nicht richtig, denn Sarrazin schreibt:
Mal sich unvoreingenommen informieren, wäre nicht schlecht. Z. B. hier:
http://www.dailymail.co.uk/health/article-1305078/TAZEEN-AHMAD-Three-uncles-deaf-Five-aunts-died-babies-Why-My-grandparents-cousins-married.html
und hier:
http://www.wdr.de/themen/gesundheit/2/erbkrankheiten/index.jhtml
und hier:
http://www.duisburg.de/micro/verwandtenheirat/
Auch den ganzen Gen-Kram haben die Mainstream-Medien vor wenigen Jahren noch äußerst begeistert aufgegegriffen und völlig unkritisch und unwidersprochen publiziert. Entsprechende Links kann ich gerne nachliefern.
Als kleinen Denkanstoß nur mal dieses hier:
http://www.igenea.com/index.php?content=40&adwords=godede_s_jud
Man sollte sich nicht auf einer Ebene über Sarazzin streiten, auf der man selbst nicht kompetent ist…
Oh Bruder,
Wenn du mir nun noch erklärst was Taubheit mit Dummheit oder die auf Zypern grassierende Bluterkrankheit mit dieser zu tun hat …
Vielleicht gilt ja auch Epilepsie = dumm?
Aber sicher kannst du mir die ganze Biologie erklären. Nur bitte ohne Ben Stein.
Sind nun die MSM deiner Meinung nach schlecht oder gut? Du kannst ja nicht jemanden zitieren, von dem du glaubst, dass er die tiefere Wahrheit vor dir verbergen will.
Aus einer Zeile kann man meine Kompetenz ableiten? Auch zu anderen Themen? Wie schauts bei mir bei Fußball aus?
Es ist dir wohl nicht bewusst, aber
Ups, S. ist ein Rassist.
Oh Bruder, du wirst das nie verstehen.
Wahrheiten werden nicht zu Lügen und Fakten nicht zu Fiktionen, nur weil sie von mißliebigen und fragwürdigen Menschenkategorien (Rassisten, Nazis, Verschwörungstheoretiker, Beamte, Bankster usw,) ausgesprochen werden. Einschätzungen, Meinungen, politsche Dogmen und Ansichten sind lediglich Denkmodelle und schaffen keine Realität.
Ist das für Dich zu hoch?
Doch genau diese Realität schaffen sie. Wenn ich Jemanden immer wieder sage wie schlecht er ist, dann wird er ganz bestimmt dadurch nicht besser.
Es gab ein Attentat auf ein Gebäuder verübt von einer Gruppe Leute. Die Opfer des Attentats sagen da ist diese Gruppe und ihre ganze Kultur dran schuld. Andere sagen, da ist eure Politik und das ganze Systhem dran schuld. Beide haben sie recht. Das Gebäude ist immer noch kaputt. Folge ich den Argumenten der die sagen, das Gebäude ist kaputt, die sind schuld, machen wir sie kaputt, oder folge ich den Argumenten derjenigen die sagen, ja das Gebäude ist kaputt sucht die Schuldigen aber nehmt keine Nation, Religion in Sippenhaft…
@ Bruder Johannes:
Jupp. Ich verstehe nicht was du mit Wahrheiten meinst. Ich hatte immer gedacht: “Es kann nur eine(n) geben.”
Deine Argumentation ist verdreht. Ich bewerte eine Aussage von ihm und stelle fest, dass sie rassistisch ist und daher nenne ich ihn einen Rassisten. Also genau der gegenteilige Vorgang. Er hat durch seine Meinung die Schublade selbst gewählt, in die ich ihn, ausschließlich aufgrund seines Kommentars, schiebe.
@Karl Heinrich
Der Islam teilt die Menschen IMO in drei Gruppen ein von denen ich in der verachtenswertesten (quasi “the proles”) stehe, “Buchbesitzer” (outer party) etwas darüber und ganz oben die Moslems (inner party). Ich interpretiere den Koran so, dass dieser eine eine Freundschaft zwischen den “Ungläubigen” und Moslems verbietet, mein bester Freund(Moslem) tut das offensichtlich nicht. Vieles eine Frage der Interpretation.
Wir haben über Jahrzehnte viele Menschen ohne Chance in ihren Ländern als Hilfsarbeiter ins Land geholt und wundern uns nun, dass es Hilfsarbeiter sind. Stellen sie sich mal vor sie müssten jetzt unsere wirre Sprache (unumgängliche Vorraussetzung) neu lernen. Natürlich ist ein Mangel an Intelligenz ein Hemmnis für Integration.
Dahinter steckt die Idee, dass soziokulturelle Bedingungen zu einer negativen Selektion der Intelligenz führen können. Das kann sein, ist aber Spekulation, und führt in der Sache nicht weiter. Für die Integration der muslimischen Zuwanderer spielt der Islam eine negative Rolle. An der Intelligenz scheitert sie aber nicht.
Das Problem ist, daß einer faschistischen Massenmörder Ideologie nicht mit gutem Willen beizukommen ist.
Das Problem ist, daß solche Leute nur durch eine rigorose “Gewalterfahrung” von einer von ihnen anerkannten Autorität einen Richtungswechsel im Denken vollziehen werden. Überzeugungsarbeit ist Perlen vor die Säue, wenn sie nicht von einer höheren Autorität ausgeübt wird. Das ist das Problem an rechten Ideologen und Ideologien. Das viel zu oft geglaubt wird, man könne diese durch politisch-inhaltliche Auseinandersetzung zu neuen Denkansätzen motivieren.
Ehrlich gesagt, erfährt Thilo S. für meinen Geschmack zu viel öffentliche Aufmerksamkeit. Eine Staatsanwaltschaft und anschließend ein Gericht reichen an Aufmerksamkeit vollkommen aus.
Seine “Thesen” sind es nicht wert, dass sich ansonsten jemand damit beschäftigt.
Volle Zustimmung!!!!
Aber der mainstream ist ja froh, wenn er eine Sau durchs Dorf jagen kann. Egal wie bescheuert die Sau auch ist.
Das einzig interessante an der Sache ist, wieviele Frischlinge auf einmal auftauchen und der Sau hinterher laufen. Das bestätigt mir aber nur, dass ich immer noch in Deutschland lebe.
Gruß
H. Müller
Sarrazin ist tatsächlich Rassist. Dabei finde ich faszinierend, dass Sarrazin sich dabei auf die Evolution beruft und sein Buch durch PI gefeiert wird. Dort ist doch stets eine Werbung für Expelled von Ben Stein. Man kann doch nicht Teils für Evolution und Teils Creationist sein. Mich interessiert wer PI eigentlich bezahlt, vielleicht ein rechter “Think-Tank” in den USA? Leider führt die Diskussion nun dazu, dass sich andere Creationisten aus ihren Löchern wagen und es dabei schaffen so zu erscheinen als stünden sie auf Seiten der Wahrheit.
http://www.faz.net/s/Rub9B4326FE2669456BAC0CF17E0C7E9105/Doc~E0439B949FC414E4BA0BD30FDB27317FD~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Woran man solche Leute erkennt:
Sie vermeiden das Wort Evolution und nutzen stattdessen Worte wie “vulgärdarwinistische” oder “Darwinismus”.
Verwendet gerne folgendes Zitat von Darwin:
Was für ein böser Mensch. Quasi Hitlers Großonkel. Wäre da nicht der nächste Absatz:
Und behaupten dann noch völlig wirres Zeug:
Ökonomische Finken und so.
Die Evolution, tatsächlich? Vielleicht meint er auch Eugenik. Mir egal, dieser Mensch glaubt offensichtlich, dass Dinosaurier und Menschen zusammen die Erde bevölkert haben.
http://de.wikipedia.org/wiki/Frank_Schirrmacher
Jupp und ihr Artikel tut es ihm gleich.
Ich glaube, diese Aussage ist nicht ganz so falsch, wie sie zunächst wirkt. Tatsächlich gibt es in der damaligen wissenschaftlich Sphäre eine Verbreitung des Paradigmas “dynamischer Optimierung”. Diese schlug sich in der Nationalökonomie genauso nieder wie in den Evolutionstheorien. Ich weiß nicht, wie weit Darwin Malthus rezipiert hat, aber die Analogien sind durchaus augenfällig.
Die Vorstellung, dass ein paar Finken am Wegesrand eine Theorie beinhalten, erscheint mir sehr viel unwahrscheinlicher …
ps. Offenbar hat Darwin selbst bewusst Malthus als Inspiration genommen, wie ich gerade in einem Zitat Darwins gelesen habe …
Die Vorstellung, dass Beobachtungen zu einer Theorie über ihre Ursache führen finden Sie unwahrscheinlich?
http://en.wikipedia.org/wiki/Scientific_method
Sarrazin hat PI tatsächlich in eine Zwickmühle geführt. Da distanziert er sich deutlich vom PI-Idol Wilders und dann kritisiert auch noch das PI-Idol Buschkowsky Sarrazin. Für unsere Intelligenzabstinenzler ist das schon eine echte Herausforderung.
Ja auch. Aber diese Seite wirkt wie von US RightWing-Blogs abgeschaut.
1. Judeo-Christian Culture
2. Creationismus
3. Diese Main Stream Media Geschwafel
4. Geschwafel über das Grundgesetz (mit gezielter Ausklammerung der Religionsfreiheit)
5. Ablehnung des Klimawandels
Also ist jemand, der sich bei seinen “Thesen” fälschlicherweise auf Darwin stützt …
A egal.
Erklärung: Doublethink
Ich war noch nie ohne Adblocker auf PI (zum Glück), aber…wow. Das passt wie Arsch auf Eimer.
Wobei…Ben Stein ist doch der “Atheismus führt zu Massenmördern”-Vollidiot?
Wie passt das zusammen mit den PIpifanten die ja Massenmörder eigentlich ganz gut finden, wenn sie nur die richtigen massenmorden?
PS. Zum Thema Expelled sei an diese epische Geschichte erinnert.
Naja, Darwin beruft sich schon auf Malthus – wobei er ihn neutralisiert: nicht nur die Menschen, sondern auch die “Nahrungsmittel” vermehren sich in geometrischer Reihe.
Richtig lenkt Schirrmacher aber den Blick auf die eugenisch-rassistischen US-Einwanderungsgesetze von [1882,] 1921 und 1924 (zur Freude Hitlers).
Ach – was sagt “seine” Allianz-Versicherung dazu?
Nein Schirrmacher macht in dem Artikel nichts richtig.
Er behauptet die Grundlage vieler Wissenschaften ist falsch. Gruft der Geschichte und so. Legt Darwin durch quote-mining ins Bett mit negativer Eugenik.
Ja, aber nicht auf dessen ökonomische Theorie. Auch nicht dessen Moralvorstellungen, denn diese sind lange vor Darwins Evolutionstheorie “sozial-darwinistisch”:
Darwin bezeichnet solche Aussagen als evil: Wir könnten nicht so handeln
Der Creationist at his best:
Das ist … nein ich habe keine Ahnung was das sein soll. Das ist völlig wirres Zeug. Züchtung ist gezielte Selektion durch den Menschen und war ganz offensichtlich lange vor Darwin bekannt und ja folgt ausschließlich dem Nutzen für die Menschen und nein das brauchte Darwin auch nicht behaupten.
Im nächsten Satz behauptet er wieder, dass Darwin für begeistert war vom Sozialdarwinismus inklusive bösartigster Eugenik
Warum muss man einen so offensichtlichen Lügner und Scharlatan verteidigen? Der Feind meines Feindes ist mein Freund reicht das?
Ganz isoliert: die Erinnerung an die rassistischen US-Einwanderungsgesetze (und ihre fatalen Folgen) ist nützlich – für mich nur Aufhänger für die Irreleitung des IQ-Konzepts (im Unterschied zu Binet); Kontrollinstanz bei der US-Rekrutenmessung im 1. Weltkrieg waren übrigens die vorgesetzten Offiziere.
Klar ist Malthus vor Darwin, und damit die Rede von Sozial-Darwinismus Unsinn. Dabei noch der Witz: Darwin hebt Malthus’ behauptete Trennung von Menschen- und Nahrungsmittelvermehrung auf.
[Warum geht hier das Eintippen so zäh? Das führt zu Fehlern.]
ist leider eine traurige Wahrheit. Hab grad auf der Amazon Seite die Rezensionen zu dem Buch kurz durchgelesen, ca. 85-90% der Kommentatoren bewerten das Buch als sehr empfehlenswert.
Was soll Aufklärung bringen? Sarrazin erntet Zustimmung, weil er ausspricht, was viele fühlen. Wenn seine Argumente noch schlechter wären, könnte das der Begeisterung keinen Abbruch tun.
Wenn man den Sarrazins wirklich etwas entgegensetzen will, dann muss man eine emotionale Antwort auf die Kränkungen und Ängste seiner Anhänger finden.
Kardinal Meisner, bitte übernehmen Sie.
Dass TS das aussprechen soll was die sog. “schweigende Mehrheit” denkt, halte ich für ziemlichen Bullshit. Von seinen Attacken dürfte sich doch so ziemlich jeder angesprochen fühlen, der keine Mitgliedschaft im Golfclub und bei den Rotarys sein Eigen nennt, so durchlässig wie unsere Gesellschaft inzwischen nach unten geworden ist.
Aber: könnte es nicht sein, dass TS sich als das Sprachrohr der SPD versteht? Bitte erinnern: Die SPD, das war in den vergangenen Jahren Müntes “Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen”, Gazprom-Gerd, Wolfgang Clement (der immer lautstark gegen Mindestlöhne war), das war Agenda 21. Mag sein, dass Gabriel und Nahles jetzt nicht mehr so gerne damit in Verbindung gebracht werden wollen, aber DAS ist durchaus heute noch die SPD, so lange sie keine handfesten Gegenbeweise erbringt. Und ein erster klarer Gegenbeweis wäre ein Parteiausschluss von TS. (Was freilich nur ein bequemes Bauernopfer wäre ohne anschließendes konsequentes Eintreten für gesetzliche Mindestlöhne und Verbesserung der H4 Bedingungen, aber ich fange an zu phantasieren…)
Und morgen bitte einen Artikel über unserer Regierung und der Marionetten, die da drin sitzen, die uns Tagein und Tagaus dreist ins Gesicht lügen, Pleitebanken und Pleitestaaten mit Abermilliarden unterstützen, SWIFT-Abkommen unterschreiben aber im nächsten Atemzug die Sozialleistungen senken, bei der Gesundheit kürzen; kurz: dem eigenen Volk das Geld aus der Tasche ziehen um es der Lobby hinterherzuschmeißen.
Sarrazin plätschert in die deutsche Medien-Toilette, jetzt können alle nicht mehr bei sich halten, weil ihre deutsche Blase am platzen ist und brunzen hinterher.
Man braucht sich nur die Public Viewings der letzten beiden WMs anschauen und man weiss das Sarrazin nicht allein ist. Wobei das unideologisch betrachtet, ja manchmal ganz nett anzuschauen war.
Dabei fällt mir auch Kloses “innerer Reichsparteitag” ein. (War doch Klose? und ich weiss immer noch nicht ob ich der Moderatorin soviel Wortwitz zutrauen soll) Da steckt doch einiges in der deutschen Seele das nach draussen will. Den Tenor kann man immer wieder mal hören wenn man den Leuten ( z.B. in einer gediegenen Weinstube) ein bischen zuhört.
Man sollte einen Sarrazin Preis einrichten, denn es werden sicher noch einige auf seinen Zug springen und ihren mentalen Zustand schriftlich outen.
Kanditaten wären z.B die Memoiren von VdL, Schröder, Guttenberg…
Was für ein Schwachsinn. Was hat das Eine mit dem Anderen zu tun?
Und schon wieder Schwachsinn.
Vaterlandsliebe ist der gemeinsame Nenner, ist das nicht offensichtlich? Wer sich emotional an den Erfolg der Deutschen Nationalmannschaft bindet, der kann auch beim Gedanken, dass das Deutsche Volk in 100 Jahren ausstirbt, in Rage geraten.
Nein, das ist kompletter Blödsinn. Mit “Vaterlandsliebe” hatte die WM allenfalls in den Köpfen ewigbräsiger Antideutschter zu tun ;-)
Aber das Thema hatten wir ja vor ein paar Monaten schon.
Das ist falsch. Ich bin weder gegen Deutsche, gegen das Deutschsein, noch bräsig ;-)
Die Antideutschen hab ich nie verstanden. Ich bin anti-nationalistisch.
Ich versuche es anders: verbindend ist die Bereitschaft zur Identifikation mit den Symbolen der Nation, seien sie Hymnen, Fahnen, Namen oder einfach nur Stereotypen (zb “blond und blauäugig” oder “Volk der Dichter und Denker”, übrigens tolles Wortspiel Deinerseits).
Anyway. Der nationalistische Kern in Sarazins Thesen wird mir bei der Kritik nicht genug berücksichtigt.
Das glaube ich Dir gerne ;-)
Ich würde das im Kontext von Fußball nicht überbewerten. Aber wie gesagt – das ist ein anderes Thema und die “Schlacht” wurde hier bereits ausgiebig geschlagen.
Das sehe ich eigentlich nicht. Ich habe viele Kommentare zu dem Thema gelesen und die Kritik am Nationalismus Sarrazins war durchaus vorhanden.
Was ich an der ganzen Diskussion nicht verstehen, jeder hängt sich an einzelnen Zitaten auf, das gesamte Buch kennt jedoch kaum einer. Warum wird nicht erst einmal das Buch von Herrn Sarrazin gelesen und anschließend diskutitiert? Ich glaub so könnte man sich einiges an Diskussion ersparen.
Das hat natürlich etwas mit Sarrazins PR zu tun. Sein Buch ist ödes Beiwerk für die Diskussion, die er provizieren will. Ich habe das Buch überflogen – es zu lesen, beleidigt meinen Intellekt. Es ist auch müßig, das Motto seines Buches ist “Fallacia fictae necessitatis”. Wen interessiert das eigentlich? Die Diskussion um das Buch und vor allem um Sarrazin selbst ist jedoch hochinteressant.
@spiegelfechter
Das Motto von Sarrazins Buch “Fallacia fictae necessitatis“ bezeichnet in der Logik den Fehler des willkürlichen Schlusses. Der Fehler besteht in der Logik darin, dass die zu beweisende These nur scheinbar aus den Argumenten hervorgeht, während tatsächlich aus den Argumenten eine ganz andere These folgt oder gar nichts zu folgern ist.
http://de.wikipedia.org/wiki/Fallacia_fictae_necessitatis
Die deutsche Diskussion um Sarrazins Buch ist vor allem deshalb hochinteressant, weil es bis zum heutigen Tag öffentlich an keiner Stelle um die mögliche „ganz andere These“ geht, die gemäß Sarrazins Buchmotto logisch aus Sarrazins Buch folgen könnte.
Eine mögliche These Sarrazins wäre, dass z.B., die Lösung des Problems der Nicht-Integrierbarkeit von Muslimen genau wie in Israel die Aufteilung Deutschlands in zwei Staaten wäre, ein „christlicher“ Staat und ein „muslimischer“ Staat. Eine 2. mögliche These Sarrazins könnte sein, das Problem der Nicht-Integrierbarkeit von Muslimen durch das Schaffen eines „Gaza-Streifens“ in Deutschland zu lösen.
Die dritte mögliche Lösung Sarrazins wäre die Lösung-„Liberman“: die ethnische Säuberung. Dazu müßte in Deutschland eine politische Stimmung verstärkt werden, dass das demokratische System nur öffentliche Verachtung hervorruft und die Ansicht, „alle Politiker sind Gauner“ und „das System ist bis in den Kern verkommen“ sich immer weiter verbreitet, Dies würde einer neuen Partei den Boden bereitet, die z.B. einer bolschewistischen Partei ähneln könnte (Bolschewismus minus Marxismus ist gleich Faschismus). Diese neue bolschewistische Partei der extremen Rechten könnte dann mit der Forderung der ethnische Säuberung im Parteiprogramm rechts punkten.
Quatsch.
Sarrazin hat doch Möglichkeiten zur Problemlösung benannt und angedeutet. Was muss man ihm da eine hidden agenda unterstellen? Ockham.
Wie von Meuma hier schon angesprochen, sieht Sarrazin sich als Sozialdemokrat. Seine Problemlösungsvorschläge bestehen deshalb darin, die Politik der letzten Jahre konsequent fortzuführen. Das ist ja das eigentlich erschreckende. Sarrazin ist kein Alien. Wenn er seine umstrittenen Aussagen über Genetik und Moslems weggelassen hätte, bekäme er viel Unterstützung von der Elite.
Beispiele:
1. Wellfare abbauen, Workfare ausbauen:
“Die klare Erwartung, dass die Migranten eine Integrationsleistung zu erbringen haben, muss die gesamte Gesellschaft durchdringen. Sie muss – freundlich, aber fest und absolut eindeutig – auf allen Ebenen der Gesellschaft dort zum Ausdruck kommen, wo Kontakt mit Migranten besteht. Diese Erwartungshaltung müssen der Sachbearbeiter im Sozialamt, die Erzieherin in der Kita und die Lehrkraft in der Schule gleichermaßen nicht nur verbal zum Ausdruck bringen, sondern täglich vorleben.
Hilfsangebote müssen sein. Aber sie müssen einen eindeutigen Aufforderungscharakter haben. Und dort, wo sie nicht angenommen werden, wo vielleicht sogar gesetzliche Pflichten verletzt werden, müssen die finanziellen Folgen schnell und eindeutig sein:
Jeder Arbeitsfähige, der Unterstützung erhält, muss sich an gesetzlichen Arbeitstagen zur festgesetzten Uhrzeit dort einfinden, wo er eingeteilt ist. An die Stelle gemeinnütziger Arbeit treten bei jenen Migranten, die der deutschen Sprache nicht ausreichend mächtig sind, Sprachkurse. Unpünktlichkeit und Nichtteilnahme haben Abzüge beim Arbeitslosengeld II zur Folge, Krankmeldungen werden überprüft. Durch das System wird die Schwarzarbeit der Transferempfänger wirksam verhindert, der Anreiz, sich eine bezahlte Arbeit am regulären Arbeitsmarkt zu besorgen, wird erhöht.”
Sarrazin im Spiegel
Das ist HartzIV in konsequenter. Roland Koch und Hilmar Schneider haben schon Schlimmeres gefordert.
2. positive Bevölkerungspolitik um eine negative Ergänzen
Dass in Deutschland die falschen Kinder kriegen, hat Arnulf Baring schon vor Jahren ausdrücklich so gesagt. Auch die Zeit hat dem ganze Dossiers gewidmet. Ergebnis war das Elterngeld.
Nur: positive Bevölkerungspolitik funktioniert nicht. Im NS waren die Kinderprämien gemessen am Durchschnittseinkommen viel höher und die Geburtenrate nahm trotzdem ab.
Sarrazin will das “Auswachsen” der ungewünschten Bevölkerungsgruppen durch das klassische liberale Instrument Aushungern erreichen. Beleg such ich jetzt nicht raus.
Keine finanziellen Anreize fürs Kinderkriegen zu gewähren (also die Sozialtransfers nicht mit steigender Kinderzahl und damit steigendem Bedraf ansteigen zu lassen), ist auch keine neue Forderung. S. z. B. Buschkowsky.
Übrigens: ist bisher nur unter Konservativen ein Thema.
Schwangerschaftsabruch ist bis zur Xten Schwangerschaftswoche straffrei. Behinderte Föten dürfen meines Wissens bis zur Geburt abgetrieben werden. Hat Rot-Grün so eingeführt. Ist angeblich (keine seriöse Quelle) dank Pränataldiagnostik erfolgreicher als T4. Bestimmte genetisch bedingte Behinderungen kommen kaum noch vor.
3. Statussichernde Elemte im Bildungsystem stärken.
Studiengebühren…
und so weiter
Also wenn schon eine Aufteilung Deutschlands, dann bitte nicht nach Religion, sondern nach den Prinzipien der balkanisierung Deutschlands, also nicht in zwei sondern in drei Zonen, nämlich in
* die “Asoziale Parasiten-Zonen” (APZ)
* die “Sichere Beschäftigungs-Zonen” (SBZ) und
* der “Gewalt-Erlebnis-Park” (GEP)
Für die Rückverdummung Deutschlands!
(Kleiner Spaß, aber weniger dumm als es scheint, sollte so mancher vielleicht mal drüber Nachdenken)
M. E. richtige Überlegungen. Ich war schon immer dafür, Berlin zu einem muslimischen Stadtstaat zu erklären. :-))
Ich lese oft den Vorwurf, dass sich angeblich Leute über T. S. äußern, die sein Buch überhaupt nicht gelesen hätten. Für mich hat er auch ohne sein Buch ein eindeutiges rassistisches Profil, wie das Gutachten des letzten Skandals ja untermauerte. Um zu verstehen, wer Hitler war, muss ich doch auch nicht “Mein Kampf” lesen.
wobei wir sicher davon ausgehen können, dass jene, die diesen Vorwurf erheben, das fraglich Buch selbst nicht oder kaum gelesen haben. Um dessen konkreten Inhalt geht es den Gefolgsleuten Sarrazins nicht, sondern um die mit massenmedialer Hilfe ausgeführte Inszenierung der neuen Führerfigur, mit der sie sich restlos identifizieren können. Es geht um die Botschaften, die mit seiner Persönlichkeit verbunden werden, und diese zielen eindeutig auf die Schaffung eines Feindbildes, mit dem Sarrazin die mörderischen Bedürfnisse in der Bevölkerung bedient. Was in dem Buch steht ist letzten Endes gleichgültig, es könnte wie auch immer fachlich widerlegt werden, was den damit verbundenen Mythos nicht erschüttern würde. Man lese sich die Kommentare zur Rezension eines Schirrmachers, der klar dargelegt hat, in welcher Tradition Sarrazins abstraktes Gedankengebäude steht, in dem Biologismus, aus dem auch die politische Ideologie der Nazis entstanden ist, und die um die Idee der Entartung des Volkskörpers kreist. Sarrazin benennt das nur nicht direkt, aber sein Schreiben kreist unablässig um diesen Bedeutungszusammenhang. Das Perfide an ihm ist, dass er, wie auch der Hofdenker Sloterdjik, nichts Anderes tut, als Leben zu werten, indem er das Wertvolle vom Wertlosen trennt, aber zugleich negiert, das zu tun. Der Rassist ist eben keiner, solange er sich hinter der formaldemokratischen Fassade verbergen kann. Und dennoch wollen seine Anhänger diese Kontinuität nicht wahrhaben, würde das ihre Identifikation als illegitim entlarven, der Schein von Normalität zusammenbrechen.
Hitler phantasierte ja auch über Blutvergifter, die den Körper der Deutschen mit fremden minderwertigen Blut verseuchten, und ließ sich sogar sein eigenes Blut von Blutegeln aussaugen, um sich dieses Giftes zu entledigen. Sarrazin phantasiert von einer Schädigung des deutschen Volkskörpers durch fremde minderwertige Gene.
ernsthaft, muss man so was lesen?? nur um mitreden zu können? Nein, Danke. Vor allem erst noch Geld dafür ausgeben. (Genauso wenig bin ich scharf darauf “Mein Kampf” zu lesen.) Ok, der Vergleich ist nicht so gut, das klammer ich mal ein.
Hey, sewer rat may taste like pumpkin pie, but I’d never know ’cause I wouldn’t eat the filthy motherfucker.
In Hamburg, wo ich herkomme, sind bereits ganze Stadtteile (Elbvororte) total vergreist. Mehrere Orte in der Innenstadt sollte frau als Autochthonin lieber nicht aufsuchen, wenn sie nicht als Freiwild betrachtet werden will.
Dass es eines Bundesbankvorstands bedarf, um die Probleme durch den demographischen Wandel zu thematisieren (die Politiker und Medien singen ja fast nur Lobeshymnen darauf), finde ich ziemlich arm. Auch scheint mir Sarrazin für diesen Themenkomplex alleine ziemlich überfordert. Gibt halt nur kaum andere, die ihre Karriere riskieren wollen.
Wen wundert das? Bestimmte Stadtteile Hamburgs (die Elbvororte) sind nun einmal so teuer, dass sich nur die “silberne Generation” leisten kann, dort zu leben. Mit demographischem Wandel hat das wenig zu tun.
Bitte? Das Bödsinnthema “demographischer Wandel” war über Jahre hinweg das bestimmende Thema des Kampagnenjournalismus und der politischen Debatte. Du scheinst nicht wirklich “autochton” zu sein, sondern das letzte Jahrzehnt auf einen anderem Stern verbracht zu haben ;-)
Sicher, Schirrmacher, Baring, von der Leyen und Miegel haben idT ihre Karriere riskiert ;-)
Die Elbvororte bestehen nicht nur aus dem teuren Blankenese/Nienstedten, sondern auch aus ‘bürgerlichen’ Gegenden, die sich Normalverdiener und Durchschnittsrentner leisten können.
In Rissen/Sülldorf/Iserbrook z.B. wird sehr viel gebaut: Ich möchte mal behaupten zwei von drei Neubauprojekten sind Altenheime bzw. betreutes Wohnen für Senioren. Kindergärten werden weiterhin gerne aus den Dorfkernen weggemobbt.
Was kommt da für eine Zukunft auf uns zu ?
Nun, was ist daran so schlimm? Wenn die Kinderzahlen zurückgehen, weichen die Kindergärten den Altenheimen. Auch das ist ein Auswuchs unserer Individualisierung. Früher hat Oma ihren Lebensabend in der Familie verbracht, heute wird sie ins Heim gegeben wie ein räudiger Hund. Wir haben es so gewollt.
früher war es normal, dass man neben an gewohnt hat oder sogar im gleichen Haus. Heute ist das anders, aber nicht tragisch, ich kenne auch ältere Menschen die haben sich selber ins Heim “eingewiesen”, weil sie es so wollten und/oder niemandem zur Last fallen wollten.
@Gideon
Klar, meine Großmutter hat sich auch “selbst eingewiesen” und ist im Heim glücklicher als sie es daheim je sein könnte. Ich wollte das auch nicht kritisieren. Mein leicht polemischer Ton ist da sicher nicht hilfreich ;-)
greise sind doch toll, ok manchmal senil und manchmal wenig tolerant gegenüber Lärm/Partys aber sonst super.
Wär die “Welt” (hier deutschland :D) soviel besser wenn 70% der Bevölkerung von Deutschland unter 20 wären.
Ich bin mir nicht sicher, ob wir das wirklich alle so gewollt haben oder ob uns Politik/Medien/Wirtschaft in diesen allgemeinen Konsum-/Arbeitsfetischismus manövriert haben, bei dem Kinder und Alte (ich traue mich in diesem Blog nicht, das Wort ‘Familien’ zu verwenden…) ganz schlechte Karten haben.
Ich halte den Menschen für ein verantwortungsvolles Wesen. Sicher gibt es Kräfte, die den Menschen in die eine oder andere Richtung manövrieren wollen. Die Verantwortung für sein Handeln trägt er jedoch selbst. Ich sehe es allerdings keinesfalls so, dass “Kinder und Alte ganz schlechte Karten haben”. Wir wollen hier doch nicht idealisieren. Das “Schlüsselkind” war früher genau so Realtität wie die Oma, die an der “natürlichen Todesursache” Kissen gestorben ist, weil die lieben Kinder endlich ein Zimmer für die Kleinen haben wollten.
ja ich seh schon, echt nicht von schlechten Eltern/Omas/Opas, deine Polemik. ;-)
*g*
Die “natürliche Todesursache Kissen” habe ich übrigens von einem alten Freund der Familie, der fast 50 Jahre als Landarzt tätig war, die Todesscheine gnädig ausgefüllt hat und so einige politische unkorrekte Geschichten über die “gute alte Zeit” auf Lager hat.
@spiegelfechter
Offen gestanden ist die Angst vorm Staatsanwalt, die ja mache Ärzte noch im Hinterkopf haben, völlig unbegründet. 10% aller Todesursachen werden eh falsch im Totenschein eingetragen. Außerdem weiß der Arzt ja, dass nur 3% der Todesfälle mit dem Kreuzchen hinter „unnatürlich“ überhaupt obduziert werden müssen, denn der Dorfpolizist hat ja meist schon nach einem Schnaps bereits durch Umfeldermittlung ein Fremdverschulden ausgeschlossen. .
Politik/Medien/Wirtschaft gehört alles zum WIR, ist ja auch von Menschen gemacht und nicht von bösen Maschienen ;-). Im Prinzip haben “wir” es immer so gewollt wie es ist. :-) Rentner haben übrigens ganz gute Karten, z.b. bei der CDU sind schließlich ziemlich viele, die die wählen. Dei ältere Generation, die oft auch Geld hat, hat ganze Wirtschaftszweige hinter sich: Reisen für Rentner, Altersheime/Pflegeheime, Computerbetreuung, Medizin….
bei Kindern sieht das anders aus, aber Bemühungen sind da um das zu ändern. Recht auf einen Grippenplatz etc pp.
Fazit: Es gibt zwei Dinge die unendlich sind. 1. Das Universum und 2. die menschliche Dummheit. Wobei das für das Universum noch zu beweisen wäre.
Schon faszinierend wie ein altes Einsteinzitat noch heute auf eine ganze Menge Gegebenheiten zutrifft.
Auch viele (die meisten) Mediziner verstehen statistische Aussagen nicht richtig. Das kann auch bei Wirtschafts-”Wissenschaftlern” so sein. Das wäre noch die wohlwollende Deutung. Die andere würde ja heißen: Er hetzt ganz bewusst.
Für einen Bundesbank-Vorstand ist beides fatal. Hat nicht Risiko-Management viel mit Statistik zu tun?
Zu Deutschlands Einwanderungspolitik gibts eigentlich nur eins zu sagen:
Wer für alle offen ist,kann nicht ganz dicht sein!
Mlg
Wer Deutschlands Einwanderungspolitik für “offen” hält, erst recht nicht.
Alles, was man nicht an einer Hand abzählen kann, ist für einige schon hochproblematisch.
Der Mathematiker würde sagen n -> unendlich, der Rechte würde sagen die Grenzen sind offen..
Ein lesenswerterer Artikel zu den Themen, die Sarrazin anspricht:
http://www.freiewelt.net/blog-2259/der-st%F6renfried.html
Gruß!
Da wie festgestellt die Thesen des Herrn S. wissenschaftlich nicht haltbar sind, hier mal ein in meinen Augen durchaus positives und informatives Gegenbeispiel wie seriöse Geisteswissenschaft in diesem doch sehr heiklem Terrain “funktioniert”.
Die Aussage:
aus
Die Zukunft der menschlichen Eugenik
Auf dem Weg zu einem liberalen Umgang mit unserer Natur
von Christian Kummer
stimmt mich froh :-)
klingt ziemlich dämlich das Zitat, was haben Gene bitte mit dem persönlichem Werden zu tun. Und sind die Gene bzw ein Gen (Startcodon UTR introns exons, stopcodon…) in der Genetik ziemlich klar definiert sogar auf molekularer Ebene. Das die Gene den Menschen nicht zu 100% definieren ist aber auch klar.
edit: Christian Kummer Professor für Naturphilosophie, ja dann ist ja alles klar. :D
Das ist doch nicht so schwer zu verstehen: Genom ist die Grundlage der Genese, Genese ist die Entstehung, Entstehung ist Werden. Klar, das ist ein eher sprachphilosophischer Einwand.
Tja, eben eine ganze Menge. Nur eben kaum auf der Ebene, die für den Menschen verfügbar wäre. Zumal bereits Genom (von Genese ganz zu schweigen) ja wesentlich mehr ist als einfach nur Gene …
@Gideon
Wäre ich jetzt so drauf wie Herr S. würde ich sagen die bestimmen ob man ausländischer Mitbürger oder Deutscher wird, und dann wird man was oder auch nicht. (ACHTUNG SATIRE).
Im Ernst gehe ich davon aus, dass unser Verhalten unser Werden massgeblich beinflusst. Und zum Verhalten kann man z.B. im Wikipedia finden:
Ethologie
Im übrigen sehe ich Naturforscher sowie Naturphilosophen als *die* Verbindung zwischen Geistes und Naturwissenschaften an. Man sollte IMO deren Leistungen nicht ohne Grund abtun, auch wenn deren Ergebnisse nicht so klar erscheinen wie die von Molekularbiologen.
…und dann buchen die größten pro Sarrazin Schreihälse wieder nach Alanya um wieder billig Urlaub machen zu können!
Alles Heuchler !
Ärgerlich ist nur, daß sich alle das Maul über Sarrazins krude Thesen zerreißen, aber praktisch niemand es unternimmt, ihm mal mit Zahlen und Fakten das Maul zu stopfen. Könnten wir in der Diskussion nicht weiterkommen, wenn wir einfach über Tatsachen sprechen statt uns in argumentfreien Debatten zu verlieren?
Das macht m.E. keinen Sinn, da es ja nicht um die Zahlen sondern um die Interpretation der Zahlen geht – oder um es mit “Jens Berger” zu sagen: Korrelation vs. Kausalität. Ein buchhalterisches Gezänk über Zahlen nutzt niemanden.
Stimmt, aber auch das geschriebene Buch ist ein willkürliches Faktum, zu welchem Zweck wird es von der BILD herausgegriffen und gefördert. Es ist zu simpel, dem SpringerKonzern nur Gewinninteressen nachzusagen (Leserschaft befriedigen). Oben nannte ich eine These zur Außenpolitik, die vom Spiegelfechter ob ihrer Plakativität:) kritisiert wurde. Meine These mit primär innenpolitischer Intention lautet, dass BILD&Co das Konservatismus-Selbstverständnis wandeln möchten, mit der Perspektive: Weg von dem Idealtypus von Birne, Bier, Familie und Pour Le Merite – hin zu Tea-party, PI-News, Goldmännern und McCain. Das wäre aber ein Angriff auf die CDU, der langfristig vielleicht zur Spaltung führt. Was meint ihr?
Diese Vermutung halte ich nicht für so abwegig und VT-mäßig wie Jens. Ist es wirklich so bedeutsam, ob Random House nun der Bertelsmann AG gehört oder der Stiftung? Immerhin ging die Initiative zum Sarazzin-Buch vom Verlag aus und nicht vom “Autor”.
ich glaube auch, dass ein Teil der VTler nur sauer ist, dass Sarrazin nicht bei ihrem Haus&Hof-Verlag Kopp publiziert hat.
schade, dass wir gerade nicht erfahren werden, welches motiv jens hinter dem klamauk sieht – absichten, über deren auswirkungen wir reden, sind ja immer nur VT…?!? würde seine meinung schon gern erfahren, oder hab ichs wieder überlesen? gruss
Nun, zunächst mal Fakten in eine – bisher vor allem emotional geführte – Diskussion einzuführen, halte ich schon für sinnvoll. Interpretation ist dann der nächste Schritt.
Nachvollziehbar, und eigentlich die richtige Reihenfolge – wenn nich jeder “seinen” “Experten”, “seine” Zahlen hätte. Es ist idT zu befürchten, dass das Jahr rum iss und die Faktenlage weiterhin ungeklärt.
Ansonsten? Alles gutt? Wünsch’ ich Dir jedenfalls, Frank.
Nun, lieber Vogel, das Interessante daran ist ja, daß praktisch alle Studien belegen, daß es um die Integration gar nicht so schlecht bestellt ist; so selbst in der SVR-Studie, die immerhin von Körber und Bertelsmann(!) mitgetragen wird. Dazu schrieb ich die Tage was bei mir drüben: http://www.binsenbrenner.de/wordpress/2010/09/01/thilos-willfahrige-apologeten/
Beste Grüße
Frank
P.s.: Bei mir ist alles okay, bin nur wie stets mit der Zeit knapp. Hoffe, es geht Dir und der Familie ebenfalls gut.
Ich muss ganz ehrlich sagen: Ich finde das verschwendete Potential ist eine Schande!
Für mich ist die Unzufriedenheit mit den Politikern, deren gefühlte und tatsächliche “Abgehobenheit von der Wirklichkeit” eine der Stützpfeiler der breiten öffentlichen Zustimmung. Diese Abgehobenheit ist ja nun durchaus etwas, dass man in linken und wirklich liberalen Kreisen auch nun schon seit Jahren kritisiert. Und wem kommt das nun zu gute? Linken Politikern? Vernunft-Predigern? Nein, nein, alles falsch. Gerade eine rechte Socke, ein einfallsloser Pöbler macht sich diese Unzufriedenheit zu Nutze. Und nicht nur das, sondern auch noch Antiintellektualismus, den man in vergleichbaren Ausmaßen meiner Meinung nach nur in den USA finden kann.
Da wurde dieser Pöbelfutzi nun in Beckmann eindrucksvoll als das bloßgestellt, was er nunmal ist: ein Pöbelfutzi. Und was denkt die breite Masse der Sarrazin-Fans? Politiker, Intellektuelle und “die breite Masse der linken Medien” [Bwahaha!] haben von nichts eine Ahnung, wollen die Augen verschließen und pöbeln den sachlich argumentierenden und die Wahrheit sprechenden Sarrazin in Grund und Boden. Verstehe das mal einer. Das ist doch ein Trauerspiel.
Da stellt sich einer hin und sagt “Diese Muslime sind doof und unwert, in diesem wundervollen Staate zu leben.” Man hört dabei immer ein lese geflüstertes “Wenn überhaupt!” im Hintergrund. Und das wird von der Meinungsfreiheit gedeckt.
Dann stellt sich dort jemand hin, widerlegt die beeindruckend mit handfesten Fakten [Oh mein Gott, alles, aber bloß keine Fakten!] und wirft diesem jemand vor, unsachlich zu sein. Und das ist dann plötzlich nicht mehr durch die Meinungsfreiheit gedeckt! Nicht nur das, es widerspricht ihr, es macht sie lächerlich, will sie praktisch abschaffen! Und das Abendland gleich mit!
Man könnte echt die Krise kriegen. Ist solchen Leuten überhaupt noch mit Vernunft beizukommen? Kann man jemanden mit Wissen und Weisheit überzeugen, wenn dieser jemand sich aktiv selbst verblöden will? Oder müssen sich diese Leute wirklich mal am Herd verbrennen, bevor sie merken, dass man sich nicht mit dem nackten Hintern drauf setzt?
Vielen Dank für diesen Text, Herr Berger, und vielen Dank für die zahlreichen Kommentare.
Kann mir jemand vielleicht noch ein paar Tipps geben, wie man es vermeidet, sich in etwas hinein zu steigern, dass nur in einem Herzinfarkt enden kann? Also, natürlich mal davon abgesehen, den Spiegelfechter zu lesen. Das versteht sich von selbst. Vielen Dank im Voraus!
Ich habe mir hier alle Kommentare durchgelesen, und ich hab mir auch alle Kommentare auf pi durchgelesen, und muss zugeben, dass die auf dieser Seite bedeutend weniger Brechreiz erzeugt haben.
Und dennoch vermisse ich in der Diskussion eine konstruktive Herangehensweise und sehe wie bei der Hartz4-Diskussion nur dieses ewigen Gutmenschen vs. Nazi Gebashe.
Gibt es denn nicht noch mehr Leute, die die Thesen der Herrn TS differenziert sehen und losgelöst von “Judengen”, “Kopftuchmädchen” und “80% Intelligenz-Vererbung” diskutieren. Ich bin nicht sonderlich clever und ich hab das Buch auch nicht gelesen, aber ich meine, dass die öffentliche Diskussion und die große Zustimmung dadurch verursacht werden, dass man für die erlebte Realität relativ einfache Erklärungen angeboten bekommt.
Die Realität setzt sich bei jedem anders zusammen. Ich behaupte aber mal, dass der Durchschnittsdeutsche den netten Türken aus dem Obstladen kennt, sich aber ernsthaft Gedanken macht, wenn er Berichte über türkische Gangs anschaut, die ganze Stadtteile in Beschlag nehmen und die Polizei sich nicht mehr traut, einzugreifen (das sind nur 2 Beispiele). Man ist doch kein Nazi, nur weil man das bedenklich findet. Zudem ist der Islam eine Religion/Kultur, die extrem ins tägliche Leben eingreift. Es ist einer Muslimin verboten, den ehelichen Beischlaf zu verweigern, ebensowenig darf sie einen Nicht-Muslim heiraten. Das sind Dinge, die sich zunächst mal schwer mit unserer Lebensweise vereinbaren lassen. Deswegen sind Muslime aber nicht weniger wert, dümmer oder gar unwürdig, in Deutschland zu wohnen.
Die instinktive Angst vor dem Unbekannten bekommt Unterstützung durch die Medien, die einerseits TS zerreißen, andererseits aber selbst Öl ins Feuer gießen.
Es wundert mich nicht, dass die Leute wie Lemminge hinter TS herlaufen, weil sich in der Politikl niemand findet, der diese Probleme beim Namen nennt und klar Position GEGEN diejenigen Migranten bezieht, die sich nicht integrieren wollen. Hier ist das Volk meiner Meinung nach viel weiter als die Elite: Man kann gegen eine kleine GRUPPE der eingewanderten Muslime Stellung beziehen, wie man sich auch gegen eine kleine GRUPPE der Hartz4-Empfänger stellen kann, die sich in der sozialen Hängematte ausruhen. Deswegen ist man kein Rassist, sondern im schlechtesten Fall ein Egoist. Und weil diese Differenzierung durch die Medien überhaupt nicht gemacht wird, entsteht so eine große Diskrepanz zwischen Medienmeinung und Umfrageergebnissen.
Auch bei dem fürchterlichen Beckmann wurde 2 Stunden gelabert und nur die paar unwichtigen Thesen zerrissen, die in dem Buch eher zweitrangig waren oder gar nicht aus dem Buch stammten. Zwar habe ich die Sendung nicht als Hinrichtung empfunden, aber die Aufteilung der Gäste und die Zuschaltung der attraktiven Statistikbeamtin mit Migrationshintergrund, vor der deutschen Flagge positioniert, empfand ich als inszeniert. Als hilflos empfand ich TS auch nicht, an manchen Stellen hätte ich mir gewünscht, dass er Yogeshwar mal direkt anspricht und festnagelt (der hat der Vererbungsthese z.B. gar nicht widersprochen, das ist aber untergegegangen). Extrem unglücklich war sicherlich, dass er den Namen der Ministerin nicht richtig kannte und sich sehr stur auf seine Zahlen berufen hat.
Die 90% Zustimmung (nach Beckmann immer noch 70%) kann man nicht mit dem “Millionen Fliegen fressen Scheisse”-Bild abtun. Wenn man diese Mehrheit ignoriert und als Spinner abtut, wird sich bald ein medientauglicher Typ finden, der das für sich ausnutzt. Und DANN schafft Deutschland sich ab.
Deswegen nicht aber, wenn man andeutet, dass Araber allgemein weniger intelligent sind, dass das an ihren Genen liegt, und daher die Zuwanderung dieser einschränken will schon. Das hat er geschrieben. Er ist ein Rassist.
Ich hatte das Buch ja, wie gesagt, nicht gelesen, hatte ihn aber bisher so verstanden, dass er die “Söhne anatolischer Bauern” nennt, die vielleicht weniger intelligent sind, und das dann auch weitergeben.
Wenn er das geschrieben hat, ist er meinetwegen ein Rassist. Die Aussage bezog sich ja auch auf meine Aussagen und die von TS. Ich wollte auch mit keinem Wort die Thesen des TS untermauern, sondern nur die festgefahrenen Fronten beschreiben und die Stimmung, die gewisse (nicht nur Migranten-) Gruppen in den Köpfen der Menschen erzeugen, was genausowenig verschwiegen werden darf wie Falschheit mancher Auswüchse von TS.
@ Christian
Diesen Einwand verstehe ich nicht: ALLE Politiker sagen doch, dass die Migranten sich anstrengen und sich integrieren müssen.
S. zieht immer wieder die “klassischen” Einwanderungsländer heran, die hohe Anforderungen an Qualifikation, Gesundheit usw. stellen. Das stimmt. Es stimmt aber auch, dass z. B. in USA und Brasilien (Blumenau) Einwanderer-Kolonien entstanden und es mehrere Generationen gedauert hat, bis diese sich “integriert ” haben.
Da sind sie bestimmt cleverer als ich.. Kenne mich mit Einwanderer-Kolonien nicht so aus. Ich sehe ja nun auch nicht die Apokalypse in der nächsten Generation, sondern teile durchaus Ihre Hoffnungen.
Natürlich sagen die Politiker, dass sich die Ausländer anstrengen müssen! Sie sagen auch, dass man den Gürtel enger schnallen muss und den Bänkern das Handwerk legen muss. Ich fürchte nur, dass die meisten Leute denken, dass das nicht reicht. Wenn es darum geht, Steuern zu zahlen, belassen es die Politiker schliesslich auch nicht bei ein paar warmen Worten. Herr Steinbrück hetzt den Schweizern sogar direkt die Kavallerie auf den Hals.
Thilo WER !!!???
Der Häßliche Alte Mann Sarrazin (HAMS) ist mit seiner aktuell sozidarwinistischen und tendenziell rassistischen Hetze vom “Judengen” meiner Erfahrung nach das, was Hannah Arendt historisch MOBFÜHRER nannte.
Diesen Typ braucht´s grad heuer im kriselnden Ganzdeutschland zum erneuten BÜNDNIS MOB + „ELITE“.
Insofern ist Bundesbankstervorstand HAMS grad linkspolitisch verdammt ernstzunehmen.
v.A. 1.9.2010
Sehr schöner Artikel. Bin ich etwas neidig. Hätte ich auch gern so geschrieben…
http://www.peer-spektive.de/politik/sarrazin-und-kein-ende
Danke für ;-)
Ich halte aber Sarrazin nur für die Spitze eines Eisberges.
Wann endlich wird in Deutschland öffentlich diskutiert wie weit unser Land seit der Einheit nach extrem Rechts gewandert ist? Zumindest was die “Eliten”, und Teile deren Befürworter angeht.
Sarrazin ist doch nur einer von vielen.
Vor Jahren schon, als Hartz IV eingeführt wurde, gab es solche Gestalten wie Clement und Müntefering, die gegen Arbeitslose mit Nazi-Wörtern wie “Parasiten” hetzten.
Wo blieb da der öffentliche Aufschrei? Übrigens, ich meine sogar Sarrazin war einer der Neoliberalen, die damals in das Geschrei gegen Arbeitslose, mit sozialrassistischen bzw. -darwinistischen Thesen hetzten.
Alles vergessen?
Also noch einmal die Frage:
Wo bleibt die öffentliche Diskussion darüber wie weit der Faschismus des 21. Jahrhunderts in Deutschland bei Merkel, Westerwelle, Clement, Müntefering, Schröder, Steinmeier, Steinbrück und Gabriel gediehen sein dürfte?
Es sind doch nicht nur die Thesen Sarrazins, die jemanden zum Rechtsextremisten machen, die Sache fängt doch schon damit an wen man gegen arbeitslose Menschen (Deutsche wie Nichtdeutschstämmige) hetzt.
Wie schon erwähnt, ich verfolge die Diskussion schon seit 2004/2005, und halte Sarrazin nur für einen von vielen.
Ich weiß, eine solche Diskussion wie ich diese mir wünsche wird es nicht geben, denn die “Eliten” sind ja an der Macht.
Anders würde es aussehen wenn die gesellschaftlichen Verhältnisse so aussehen würden, dass die “Eliten” machtlos wären….
Die Diskussionen ahne ich dann schon…..
Gruß
Bernie
Tatsache ist Sarrazin sagt DER Wahrheit.
Problem an der Sache ist, Politiker und andere Begriffsstutzige interpretieren zu viel in die Aussagen hinein, wobei Sarrazin nur Fakten aufzeigt, die bei der Lösung der Probleme die es in Deutschland gibt helfen sollen. Rechtsradikale Muslime breiten sich immer stärker aus.
Ein Großteil der muslimischen Zuwanderer kommt nur nach Deutschland, weil sie wissen, hier braucht man nicht zu arbeiten, hier bekommt man vom deutschen Steuerzahler alles bezahlt. Das Schlimme ist ein Großteil der muslimischten Zuwanderer gibt sogar offen zu die Deutschen nur auszunutzen. Doch keiner unternimmt etwas dagegen ! Keinesfalls sollte der Fehler gemacht werden, dass Sarrazin alle muslimischen Zuwanderer und deren Generationen verteufelt. Es gibt viele posivitve Beispiele, für vorzeige Muslim-Deutsche, allerdings viel zu wenige ! Das ist das Problem, das will er lösen, dieses Buch gibt sehr viele Denkanstöße, wo die Probleme liegen, die wir in Deutschland haben und wie man sie lösen kann.
Würde Sarrazin als Kanzlerkandidat pledieren, er hätte meine Stimme. Wir brauchen Politiker, die nicht im Gleich-Strom mit allen Anderen schwimmen, schleimen und Ja-Sagern, nur um mehr Wähler/ mehr Geld zu bekommen, wir brauchen Politiker, die sich nicht scheuen die bittere Wahrheit auszusprechen und dabei nicht ihr Wohl zuerst sehen, sondern zuerst an das Wohl des Volkes denken.
Danke Sarrazin du hast mir gezeigt, dass es doch noch Hoffnung in der Politik gibt und nicht alle öffentliche Personen, dass tun was irgendeinem einheitlichen Schema entspricht.
Es ist nicht verwunderlich, dass sein Buch so große Wellen schlägt, denn er spricht dem deutschen Volk aus der Seele.
Bitte mehr von Sarrazin-Typen. Ich habe keine Lust in 50 Jahren in einem Land zu leben, indem muslimische Jugendliche deutsche jugendliche Jungen und Mädchen derart peinigen, dass sie Angst haben, auf die Straßen in den Bahn/Bus oder zur Schule zu gehen! Nur weil die muslimischen Jugendlichen es nicht besser wissen, weil sie es aus ihrem Elternhaus nicht besser beigebracht bekommen haben. …ach… das ist ja heute schon so der Fall, ich vergaß ! ? ò.ó
Bitte mehr von Sarrazin-Typen. Möge die Revolution beginnen !
LG, Gandalfrevolutinär >:D
Sehr schöne Satire auf die Möchtegern-Intelligenz-Elite.
Danke sehr!
Serrazin iss selbst Araber, jedenfalls wegen seiner Nachnamen.
Guckst du mal da:
Der DLF-Podcast
in:
nachdenkseiten.de/?p=6624#h12
Schwachsinn, warum sollte ein einziger Ahn, der vor hunderten Jahren lebte, dafür verantwortlich sein, welcher Ethnie man angehört. Das ist Rassenlehre at it´s worst.
Wieso kommen eigentlich bei diesem Thema die ganzen Volldeppen, die noch nicht einmal die Grundregeln der Othographie beherrschen, aus ihren Löchern?
Das gehäufte Auftreten von Halbdeppen korreliert mit dem späteren gehäuften Auftreten von Volldeppen. Ich weiß allerdings nicht, ob es da einen kausalen Zusammenhang gibt, ob die Halbdeppen irgendwie die Volldeppen anlocken oder ob Halb- und Volldeppen gleiche Bewegungsmuster haben (und die Volldeppen eben eine etwas höhere Latenz).
Wie dem auch sei, heißt das nicht Ottographie nach dem genetischen Vater der Deutschen?
wunderbare Persiflage. Danke!
Lieber Gandalfrevolutinär !
Ich bin mir ziemlich sicher, dass wenn ich Mithrandir das von Dir geschriebene zuschicke, dass er sich doch noch mal aufraffen könnte, die Grauen Anfurten zu verlassen, um Dich zu strafen. Hoffe einfach mal darauf, dass er der Einschätzung vom Spiegelfechter zu Deinem Traktat folge leistet…
Gruß
Your Ugly Mom
Für alle, die sich mit den Pro’s und Contra’ s um 50, 60 oder 80 Prozent vererbter Intelligenz abmühen, hier noch einige Anmerkungen: Es wurden in der Vergangenheit (und werden zum Teil heute noch) Untersuchungen über Vererbung von Intelligenz gemacht, die bisweilen sogar in regelrechte Zuchtprogramme führten. Sie sind alle gescheitert, eine Korrelation zwischen Intelligenz und genetischer Veranlagung herzustellen. Es soll zwar noch Leute geben, die glauben, aus einer Verbindung eines Einstein und Claudia Schiffer könnte ein blondes, gut gebautes Physikgenie entstehen, aber das ist absoluter Unsinn.
@ wschira
Ich kann Dir nur zustimmen !
Als ich meine Ausbildung im Konservatorium (ich bin Musiker), in der Sowjetunion, machte, haben wir (die Studenten) mit unseren Pädagogen auch darüber (über die vererbbare Intelligenz und Talent) gesprochen.
Wir (Studenten) waren allesamt der Meinung, daß die talentiertesten Kinder aus den Familien der Intelligenz stammen, aber unsere Pädagogen waren da gaaaaanz anderer Meinung.
In Wirklichkeit kommen die talentiertesten Kinder (zumindest was Musik angeht) aus otto-normalen Bauern- und Arbeiterfamilien.
Der (erfahrenste unter allen) Pädagoge (er war der Vokallehrer und Chorderigent) meines Bruders war sogar der Meinung, daß in den Dörfern unserer Welt, mehrere (was Talent angeht) “rotznäsige” Mozarts, Bachs, Beethovens etc. umherlaufen, aber für die Welt bleiben sie meist unentdeckt, weil es niemanden (im Dorf) gibt, der ihr Talent (zumindest) entdecken könnte.
Am Ende meiner Ausbildung konnte ich nur diese These, unserer Pädagogen, bestätigen.
Fast alle tallentierte(sten) Studenten waren entweder Arbeiter- oder Bauernsprösslinge.
Und die Nationalität spielt(e), was Talent und Intelligenz angeht, überhaupt keine Rolle.
Der Liebe Gott fragt bestimmt nicht nach der Nationalität, wenn er Talent verteilt. :-)
Ich kannte einen Kasachen (Kasachen sind übrigens, ein verwandtes Volk mit den, vom Sarrazin so unbeliebten, Türken), dessen musikalisches Talent war so Groß (ich hoffe immer noch ist), daß wenn wir sogar sein Talent an 100 andere Menschen verteilt hätten, dann wären diese 100 immer noch talentiert.
Lieber Jens!
Ich denke jetzt reichts. Der “Generalfrevolutionär” hat sich wohl im Blog verirrt. Für NPD bitte den richtigen Code eingeben. Auch BLÖD läßt noch zu diesem Thema Maulhooligans in seine Onlineseiten exkrementieren.
Oder möchtest Du den Ruf bekommen, mit Deinem Blog einen rassistischen Diskurs zu befördern und der Sarrazen-Fangemeinde in Forum zu bieten?
Gruss g.
Schnell, schnell, macht den “Rassisten” mundtot!
Es kann ja wohl nicht angehen, dass hier andere Meinungen geduldet werden.
Ich glaube, SIE gerdos, wären im NPD-Blog gut aufgehoben.
NPD ist ja auch antidemokratisch und hält nicht viel von Meinungsfreiheit. Passt also gut zusammen, Sie Rotfascho.
Lissy: Ich glaube, Sie verwechseln die Identifikation eines “Generalfrevolutionärs” mit biologistisch gefärbter rassistischer Hetze mit freier Meinungsäußerung.Die Prädikate, mit denen Sie mich in Ermangelung einer sachlichen Auseinandersetzung versehen, prallen an mir ab, lösen sie in mir doch eher das Gefühl einer gewissen intellektuellen Einsamkeit aus. Rotfascho ist übrigens ein geläufiges Schimpfwort der extremen Mitte.
Wenn Toleranz zum stillschweigenden Absegnen auch menschenverachtender Meinungen wird, einem Absegnen unmoralischer Geisteselaborate, dann wird sie – die Toleranz – zum repressiven Mittel.
ach lass mal. Der ist endweder unglaublich blöd oder ein Spaßvogel. Solche Sachen kann man stehen lassen, sind sie doch eigentlich eine ganz hervorragende Demonstration der Dummheit von rechts.
Wer sich in bevölkerungspolitische Diskussionen einmischt hat schon alles verkehrt gemacht.
Dass die meisten Leute hierzulande völkische Freaks, wie Sarrazin wohl durchaus einer ist, nicht kritisieren liegt – wie sich mir nach dem Ansehen dieser furchtbaren Beckmann-Sendung aufdrängt – nicht daran, dass sie sich dafür zu schade wären, oder seine “Furchtbaren Thesen nicht durch Kritik aufwerten wollen” – in die Sendung sind die entsprechenden Herrschaften gekommen. Vielmehr stellte es sich so dar, dass sie die Grundlage des Nachdenkens, den Gegenstand ihrer Fürsorge teilen – ebne auch im Fall Sarrazin. Ja, Renate Künast, Frau Özkan, Herr Yogeshwar und der unvermeidliche Olaf Scholz (“Am Ende des Buches finden sich Forderungen, die wir ja alle teilen…“) sind sich einig: Deutschland soll vorankommen in der Welt, für Staatszwecke muss “Bevölkerungspolitik” doch taugen. Kein Wort wird verloren über die Brutalität, die diese Kategorie schon vor der Füllung mit konkretem politischem Inhalt voraussetzt – und das ist ja im Sinne einer demokratischen Öffentlichkeit sehr Sachgerecht, die immer nur Kritik übt und üben kann, in dem sie die Herrschenden an ihren Maßstäben des Erfolgs misst.
Eine Kritik daran, dass noch bevor ein Bevölkerungspolitiker zu Tate schreitet und unter diesem Stichwort, Streetworker losschickt, Renten kürzt oder intelligente Juden ein- und “Kopftuchmädchen” ausbürgert, allein dieses Wort sagt: Menschen sind hier Herrschaft unterworfen, die noch ihre bloße Existenz (geboren werden, Sterben, … eben “Demographie” und ihr Wandel) zum Gegenstand der Kalkulationen einer politischen Gewalt macht, die damit ihre Zwecke verfolgt, geht ihnen vollkommen ab.
Auf der Grundlage diskutieren Beckmanns Gäste nun ob dafür (Deutschland, sein Vorrankommen in der Konkurrenz der Nationen, usw.) Selektion, (ein paar mehr intelligente Juden ein paar weniger “Kopftuchmädchen”) oder Integration (Demokratische Erziehung, Erziehung zum Leistungsstreben, ein “deutscher Islam” etc.) besser taugen.
In den Streit mischt man sich vernünftiger Weise nicht ein, sonder kritisiert die Grundlage: Die Sorge um Deutschland.
Die Verwertung und Abrichtung von Menschen ist nunmal die Geschäftsgrundlage des bürgerlichen Staates (und zu einem Gewissen Grade aller gesellschaftlicher Ordnung). Der moderne liberale Rechts- und Sozialstaat setzt der Verwertung von Menschen aber Grenzen. So ist Arbeitskraft eine Ware, der Arbeitnehmer kann aber nicht wie eine Sache behandelt werden. Das Arbeitsrecht schafft hier einen Schutzraum. Staatliche Eingriffe in das Fortpflanzung- und Lebensrecht von Menschen waren grundsätzlich verboten.
In den letzten Jahren wurden die Grenzen zunehmend zuungusten individueller Rechte verschoben. Sarrazin will sie noch weiter verschieben. Darum dreht sich die Debatte.
Schön auch der DLF Podcast Kommentar vom dradio, der über die Nachdenkseiten verlinkt wurde:
nachdenkseiten.de/?p=6624#h12
ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2010/08/31/drw_201008311005_das_bestimmte_juedische_gen_thilo_ec88ab90.mp3
Kurze grobe Zusammenfassung eines kurzen Ausschnittes:
[Ein Wissenschaftler, befragt zur Vererbung:]
Schöne, gut zu verstehende, wissenschaftliche Zusammenfassung von Sarrazins wissenschaftlich vollkommen unhaltbaren Thesen.
Diese ganze Debatte um Intelligenz ist im Grunde Blödsinn, wenn man auch nur eine Ahnung davon hat, wie sehr sich unser Gehirn anpassen kann. Und Anpassung bedeutet Lernfähigkeit! Unser menschliches Gehirn ist von der Geburt bis zum Tode eine sich ständig verbessernde Lernmaschine, die zu unglaublichen Leistungen fähig ist. Da ist das Bestehen eines Intelligenztestes nach entsprechendem Training für unser Gehirn ein Klacks. Mit der entsprechenden Übung ist jeder Mensch in der Lage, seinen IQ zu steigern.
(Übrigens, daß Thema IQ ist ein ganz eigenes. Ursprünglich hatte der IQ den Zweck, Menschen in Arbeiter und Führungskräfte zu selektieren. Er war speziell für die Industrie des letzten Jahrhunderts erschaffen.)
Es gibt für die Fähigkeiten unseres Gehirns einen Begriff – Neuroplastizität! Unser Gehirn ist keineswegs ein statisches Organ, welches wir bei der Geburt mitbekommen und daß nichts weiter tut, als langsam zu sterben. Es ist hochdynamisch und verändert mit jedem Umwelteinfluß seine Struktur, manchmal geringfügig und manchmal ändern sich große Teile. Ich kann den Diskutanten nur empfehlen, das Buch “Neustart im Kopf” von Norman Doidge zu lesen. Da geht es zwar hauptsächlich um Gehirnschädigungen und deren erfolgreiche Behandlung, aber die Erkenntnisse sind auch bestimmend für das normale Lernen.
Es ist im Grunde so, daß jeder, der intensiv sich mit der Materie Lernen und Intelligenz beschäftigt, die Theorien von Herrn Sarrazin und seinesgleichen für Schwachsinn hält.
Vieles hängt von dem Elternhaus ab, denn hier werden die meisten Trainingsreize, d.h. Lernreize gesetzt. Wenn im Elternhaus nur zwei Bücher vorhanden sind, das Telefonbuch und ein Kochbuch, ansonsten das Fernsehen das einzige Bildungsmedium ist, dann braucht man sich über “dumme” Kinder nicht zu wundern. Meiner Meinung nach versagt gerade hier das Fernseheh, denn wirklich bildende Sendungen sind eine Seltenheit. Wo sollen Kinder der o.g. Familien den Input über modernes Wissen denn erhalten? Woher soll überhaupt eine Sehnsucht nach Lernen kommen?
Im Grunde ist unsere gesamte heutige Bildungspolitik ein einziger Zynismus. Da wird von Eliten geredet und die große Masse der Kinder sträflich vernachlässigt. Wenn Kinder schon nicht im Elternhaus die Bildung bekommen, dann sollen sie einfach überhaupt keine erhalten. Das deutsche Bürgertum weiß im Grunde genau, daß auch die Kinder der unteren Schichten die gleiche Intelligenz aufweisen können, wie ihre Sprößlinge, vorausgesetzt, die Chancen sind gleich. Schlechtere Startbedingungen lassen sich aufholen, aber wenn man überhaupt keine Chance hat, dann läßt sich nichts aufholen. Und genau das macht das deutsche Schulsystem, welches ja in Hamburg von der Mehrheit des Bürgertums befürwortet wurde. Es verhindert sehr effektiv, daß Außenseiter, z.B. Migranten oder Menschen aus armen Familien, überhaupt die Möglichkeit erhalten, ihre vom Bürgertum zugewiesene Rolle zu verlassen. Es wäre vielleicht einmal interessant, zu untersuchen, aus welchen Schichten Akademiker kommen, die sich heute mit Billigjobs über Wasser halten.
Herr Sarrazin und seine Konsorten haben im Grunde eine panische Angst vor Veränderungen der Gesellschaft. Und diese Angst resultiert aus dem unbewußten Wissen, daß alle Menschen grundsätzlich zu fast allem fähig sind. Es ist auch die Angst, daß nicht die Geburt sondern wirkliche Leistung den Lebenserfolg bestimmt. Und da sie an der Macht sind, legen sie die Regeln so fest, daß eine Art Geburtsrecht ihresgleichen vorzieht.
@ v. Altenheimer sen.
Komisch nur, dass die Juden das selbst ganz anders sehen. Dazu der Tagesanzeiger, bezugnehmend auf Haaretz:
Was kein Wunder ist, denn Sarrazin bezieht sich lediglich auf aktuelle Studien:
Aber natürlich ist das alles nebensächlich. Denn die Gutmenschen-Community hatte ohnehin noch nie etwas für die Juden übrig, schon mal gar nicht für die in Israel.
Dafür eignen sich Juden hervorragend, um den politischen Gegner mundtot zu machen, in diesem Fall Sarrazin. Allerdings nur in ihrer Rolle als Opfer der Nazi-Diktatur. Denn die können sich gegen die Vereinnahmung nicht mehr wehren. Holocoust-Überlebende wie Ralph Giordano können das zum Glück noch:
http://www.sueddeutsche.de/politik/streitfall-sarrazin-weber-wollte-sarrazins-interview-stoppen-1.32893
Woher willst Du wissen, wie die Juden das sehen? Im Tagesanzeiger steht etwas über die Rezeption der israelischen Politik.
… und bringt dabei so ziemlich alles durcheinander. Ist er doof? Ist er fahrlässig? Oder will er provozieren?
Ach herrjeh ;-)
Giordano ist sich leider in seinem hohen Alter für nichts mehr zu dumm. Immer wenn es “gegen den Islam” geht, ist er in der ersten Reihe – getreu der Broder Maxime “Es macht mehr Spaß Täter als Opfer zu sein”.
Es gibt athetistische Idioten, muslimische Iditoten, christliche Idioten und natürlich auch jüdische Idioten. So what?
1) Ist kaum vorstellbar, man sollte sich da von seinen rhetorischen Defiziten nicht täuschen lassen. Eine Kombination aus 2) und 3) ist vorstellbar.
Ihn und seine Symphatisanten als Rassisten zu bezeichnen ist aber reine Propaganda.
Sei froh, dass man an dich nicht die gleichen Maßstäbe anlegt, wie an Sarrazin, obwohl du letzten Endes auch bloß “publizierst”. Sonst wär’s das jetze gewesen. :-b
@spiegelfechter
Interessant, dass die aktuelle Migrantenpolitik in Israel viele Verbindungen zur Sarrazin-Debatte aufweist. Derzeit erwägt die israelische Regierung, mehreren Hundert muslimischen Migranten die israelische Staatsbürgerschaft zu gewähren. Dies hat Israels Innenmninister Eli Yishai von der (ultra – orthodoxen) Shass-Partei Partei scharf kritisiert. In der „Jerusalem Post“ vom 8. August 2010 sagte Eli Yishai, wenn ein Konvertit auf orthodoxem Weg zum jüdischen Glauben konvertiere, «hat er das jüdische Gen», wenn er nicht auf orthodoxem Weg konvertiere, „hat er das jüdische Gen nicht, so einfach ist das“.
Der Innenminister wollte damit zum Ausdruck bringen, dass jemand für ihn als orthodoxen Juden nur dann Jude werden könne, wenn er das „jüdische Gen“ hat. Nur ein Jude könne die israelische Staatsangehörigkeit erwerben. Der heutige israelische Innenminister vertritt also öffentlich den Standpunkt, wer die israelische Staatsangehörigkeit erwerben wolle, müsse das „jüdische Gen“ nachweisen.
Darauf konterte der israelische Künstler Yehoram Gaon im israelischen Radio, auch die arabischen Palästinenser hätten ein „jüdisches Gen“.
Auch in der laufenden israelischen Debatte über die mögliche Einbürgerung der muslimischen Immigranten tauchen alle einschlägigen Argumente auf. Es wird argumentiert, Israel bekomme dadurch grösstenteils ungebildete Leute. Nur weil die Kinder dieser Leute mit der hebräischen Sprache aufwachsen, seien sie noch lange keine Israelis. Außerdem wollten sie sich nicht in den israelischen Staat integrieren, da sie ja nicht zum Judentum konvertieren könnten. Wenn immer mehr Nichtjuden in Israel leben würden, bedeute eine Gefahr für das Judentum. Außerdem sollten sich nur diejenigen zu diesem Thema äußern, die als Juden in Israel leben.
Das “jüdische Gen” ist in Israel durchaus ein salonfähiges Thema. Dabei geht es um zwei wesentliche Fragen: 1. Welchem der Urstämme gehört meine Familie an? 2. Stamme ich vielleicht von der (höchsten) Priesterkaste ab?
In dieses Thema ist sowohl die Religionsführung als auch die Regierung involviert.
Da gibt es nichts weg zu diskutieren, sorry!
Ah, ist das so? Nö. Es ist nach diversen Quellen wohl zutreffend, dass 30 bis 80 Prozent der Unterschiede in der Intelligenz auf genetische Unterschiede zurückgehen.
Aber daraus darf man mitnichten wie TS schließen, dass der Unterschied in den Schulleistungen deutscher und muslimischer Kinder genetisch bedingt ist.
Wie lange wird es wohl dauern, bis auch der letzte verstanden hat, wie das mit den 30-80% in den zitierten Studien gemeint ist ?
Kürzer, wenn Sie es leicht verständlich erläutern. Wir hören!
hier
und hier
oder hier
steht weiter oben
Ab welchem Intelligenzquotienten gehört man denn jetzt zu den produktiven Menschen?
Reicht es aus so intelligent wie Sloterdijk zu sein?
Unsere Elite das sind 3000 Personen.
Wie macht man erfolgreich eine Revolution?
Hitler hat anläßlich des inszenierten Röhmputsches einen Teil der Elite erschießen lassen und einen Teil in Konzentrationslager verschleppt.
Mehr braucht es nicht für eine erfolgreiche Revolution.
Definitiv nicht!
Wie kommst Du auf diese Zahl?
Das steht im Internet ;-)
Na wenn das unsere Historiker wüßten.
Hartmann nennt 4000.
http://www.tagesspiegel.de/kultur/die-elite-gefaehrdet-die-demokratie/1172760.html
Gar nicht so schlecht geschätzt.
Da gibt es ja noch mehr Vermögen neu zu verteilen.
Wer will denn die mottenzerfressenen Teppiche von den Unproduktiven.
Auch der Spiegel hat neun gute Vorschläge, wie man mit Sarrazin umgehen sollte, damit er “verschwindet”:
http://www.spiegel.de/spam/0,1518,714731,00.html
*g*
Einen sehr schöner Artikel haben Sie verfasst. Sie und die Kommentatoren hier sprechen mir aus der Seele. Ich habe mir in der letzten Woche auf B*ld.de die Auszüge aus dem Pamphlet Sarrazins durchgelesen, um mir einen eigenen Eindruck zu bilden. Schon beim Lesen habe ich festgestellt, dass diese “Thesen” keinem Gegenbeweis standhalten können: Wie kann Sarrazin die Mendel´schen Regeln mit Humangenetik gleichsetzen? oder behaupten, “Transferleistungsempfänger” (was für ein Wort) vermehren sich wie die Karnickel und vererben gerademal das bißchen Wissen weiter, dass deren “Brut” weiß wie man die Glotze bedient oder sich ne Büchse Pils aufmacht oder das Arbeitslose und Migranten leistungs- und nutzlos sind.
Glücklicherweise deckt Ihre Seite und auch andere Quellen (NDS, Dossier,…) ja täglich die Augenwischerei der Politik auf und zeigt mir seriöse Gegenbeweise.
Erschrocken war ich auch über die Kommentare auf B*ld.de o.ä. Internetseiten. Der Großteil bestand alles aus Zustimmungen und Lobeshymnen zu Sarrazins “Thesen”. Die wenigen Gegenstimmen wurden gleich mit den üblichen Sprüchen angefeindet (“Gutmensch”, man will die “Wahrheit” nicht wahrhaben, man will ihn nur mundtot machen, usw.)
Ich bin echt froh, dass es solche Internetseiten wie Spiegelfechter u.ä. gibt. Ebenfalls froh stimmt es mich, dass es doch noch genügend “Einäugige” unter den “Blinden” gibt, was ich anhand der guten Kommentare sehen kann.
In diesem Sinne, macht weiter so.
Soso. Eigene Meinung. Vielleicht sollten Sie es halten wie Erhard Eppler oder Egon Bahr (beide der Geneigtheit zu rechtem Gedankengut unverdächtig), um nur zwei zu nennen: erst mal lesen, was da steht.
Ich halte es wie diese beiden für völlig inakzeptabel, aufgrund von Meinungsäußerungen Dritter, die zumal das Buch selbst noch nicht gelesen haben, sich eine Meinung vordenken zu lassen.
Ach ja, Jens, hast du es denn schon gelesen?
Selbstredend nicht, aber ich habe es überflogen, was reichen sollte. Der Großteil des Buches besteht nur aus dem Herunterrattern von Zahlen aus dem Mikrozensus.
Mir würde das nicht reichen. Aber schon mit dem Überfliegen hast du wohl vielen deiner Zunft viel voraus, allgemein wird dazu ja gemault ohne eigene nähere Beschäftigung. So scheint es jedenfalls.
Eigentlich hatte ich nicht vor, TS für sein Elaborat auch noch Geld zukommen zu lassen, so ein Zeug hat für mich keinen Wert. Vielleicht kaufe und lese ich es nun aber dennoch. Denn da unisono so drauf gedroschen wird, muss es einige Leute an empfindlichen Stellen getroffen haben, danebenschlagen verursacht nicht solche Schmerzen. Und zudem aus Neugier um festzustellen, ob du und die anderen lautstarken und allzuoft recht undifferenziert daherkommenden Kritiker nicht vielleicht ‘versehentlich’ arg ideologisch vorgefiltert gelesen haben. Oder gar eine Einschätzung fanden, die ich teile, das ist bei diesem Thema nicht unmöglich :)
Herrje…wie groß ist wohl die Chance das der nicht schon vorher einzusehende Teil von Sarrazins Idiotenbibel ganz plötzlich von der Realität gedeckte Fakten und Zahlen enthält?
Ich mein…hat man da beim Verlag extra das Zeug vorab verbreiten lassen das garantiert nicht mal einer oberflächlichen kritischen Betrachtung standhält und im restlichen Buch zeigt Sarrazin dann wider Erwarten das er doch den Hauch einer Ahnung von Genetik und Soziologie hat?
Da kann man die 23€ schon eher beim Lotto verschleudern, die Chancen dürften etwa gleich sein.
Das folgende tippe ich jetzt ganz langsam, damit auch Sie eine Chance haben, es zu verstehen:
Es ist nach diversen Quellen wohl zutreffend, dass 30 bis 80 Prozent der Unterschiede in der Intelligenz auf genetische Unterschiede zurückgehen.
Aber daraus darf man mitnichten wie TS schließen, dass der Unterschied in den Schulleistungen deutscher und muslimischer Kinder genetisch bedingt ist.
Diese Quellen beinhalten seriöse solche zur Genetik und Soziologie.
Klar soweit?
@elwu
Dadurch das Sie diesen Satz Mantra-artig rezitieren,wird er nicht wahrer. Dieser Satz ist nur richtig, wenn er heißt: Es ist nach diversen Quellen wohl zutreffend, dass 30 bis 80 Prozent der Unterschiede in der Intelligenz auf genetische Unterschiede zurückgehen, wenn alle anderen Faktoren (Bildungsangebot, Soziale Umstände, etc.) ausgeblendet/nicht berücksichtigt werden. Damit verbreiten Sie eine genau so üble Propaganda, wie Herr Sarrazin. Bei Herr Sarrazin möchte ich noch hinzufügen, dass er das mit voller Absicht macht, weil er als Bundesbankvorstand und Ex-Finanzsenator wohl in der Lage ist, einfache wissenschaftliche Zusammenhänge zu begreifen. Bevor Sie also anderen Leuten vorwerfen, ihre Quellen nicht zu kennen, sollten Sie erst mal die eigenen kennen. Hier können Sie sich die Zusammenhänge ausführlicher zu Gemüte führen.
Da kann man die 23€ schon eher beim Lotto verschleudern, …
Alter Verwalter. 23 €. Allein im Buchpreis scheint sich schon ein gewisser Rassismus zu äußern, n’est-ce pas ?
Zum Thema “selbst das Buch gelesen?”
Als Nachtrag: den Schirrmacher mag ich nicht, aber diesem Artikel vermag ich nicht abzusprechen, den offen undemokratischen Umgang der Politik und der Medien mit dem Thema korrekt anzuprangern.
Auch hier im Blog und den Threads zum Thema war auffallend, wie viele sich trotz eigener Unkenntnis, rein aufgrund von Auszügen und Vorabveröffentlichungen, oder gar von wertenden Kommentierungen, vernichtend über die Person Sarrazin und die Inhalte des Buches in Rage geschrieben haben.
Nun ja, jeder wie er kann.
@elwu: Du schwafelst wieder einmal Blödsinn, und das noch reichlich unverschämt. Die meisten, die sich zu dem Buch inhaltlich geäussert haben, haben es gelesen. Und weder Du noch ein einziger der Apologeten konnte widerlegen, dass Sarrazins eugenische Thesen, die explizit geäussert werden, Schwachsinn und pseudowissenschaftliches Geblöke sind, dass er die Situation der Migranten ver- und gefälscht darstellt (nichttürkische islamische Migranten gehören mehrheitlich eher der Bildungs- und Mittelschicht an, “christliche” Migranten aus Italien, Portugal und Ex-Jugoslawien haben mehr Bildungsprobleme als türkische, türkische Migranten sind auch seltener arbeitslos als russische etc.) und vieles mehr. Sarrazin lügt und fälscht mit manipulierten Statistiken, von der ersten Seite des Buches an, das am Ende zu einem Reichstagsbrandfanal zur Abschaffung des Grundgesetzes aufruft (bzw. davon “träumt”).
Nebenbei: Migranten haben Probleme. Ich bin gerade in USA, und entgegen Sarrazins Geschwätz sind hier die “Türken” die Hispanics. Und eine perfekte Migrationspolitik gibt es nicht. Aber es gibt Elefanten im Porzellanladen und Wildsäue, die durchs Dorf amoken. So eine Wildsau ist Sarrazin.
a^2
@ aquadraht:
Wenn du mit mir diskutieren willst, must du schon deine persönlichen Stänkereien unterlassen. Und zum Text des Herrn Schirrmacher hast du zudem überhaupt nichts zu schreiben gewusst. Aber vielleicht klappt es ja beim nächsten Versuch.
@elwu: Ich will nicht “mit Dir diskutieren” über Deine Lüge, die Kritiker hätten das Buch nicht gelesen. Antworte auf die inhaltlichen Argumente, die darlegen, dass das Buch Pseudowissenschaft, Manipulation und Demagogie ist. Das geht gegen den Inhalt, nicht gegen irgendeine Person, und das lässt sich glasklar belegen.
Schirrmacher verfehlt bewusst das Thema. Sarrazin war ein politischer Beamter auf einem sensiblen, aussenwirtschaftspolitisch und aussenpolitisch relevanten Posten. Er hat sich da schon mehrfach danebenbenommen und ist verwarnt worden. Wenn Du im Vorstand von Bahlsen Keks bist, kannst Du auch nicht Deine freie Meinung über fettmachende Backwaren in die Welt posaunen, nichtmal, wenn’s stimmt. Und die Dich rausschmeissen, brauchen nicht Deine Elaborate zu lesen, der öffentliche Eindruck reicht. Oder als Leiter einer gerontologischen Klinik hast Du nicht über verblödete Demente, die die Versicherung Unsummen kosten, zu ranten, auch nicht, wenn der Stammtisch dasselbe tut.
Dem Sarrazin hat niemand seine Meinungsfreiheit abgesprochen. Es gibt aber professionelle Grenzen derselben. Wenn er das nicht gerafft hat, dann ist er für den hochbezahlten Posten unqualifiziert. Was mich stört, ist, dass keiner den Arsch hatte, ihn fristlos zu feuern. Das ist der eigentliche Skandal.
So, nu reichts mir. Und jammer nicht weiter rum. Wenn Du inhaltliche Argumente hast, bitte. Sonst 脖嘴 (ok, kleiner Scherz, richtig 闭嘴), auch wenn’s Deine Meinungsfreiheit beeinträchtigt.
a^2
Zahlen aus dem Mikrozensus also. Mh, na zum Glück müssen Die ja stimmen, schliesslich ist es Vorschrift dort Wahrheitsgemäße Angaben zu machen.
Warum sollte ich Sarrazin knapp 23 € in den Rachen werfen ohne mir vorher einen Eindruck zu machen?
Desweiteren hat ja die B*ld Auszüge aus seinem Buch abgedruckt, also direkt aus der Quelle. Ich habe mir mein Urteil nicht anhand der Kommentare gebildet. (Wer lesen kann ist klar im Vorteil). Und ich brauch nicht das ganze Buch zu lesen, um mir eine Meinung zu bilden. Oder wie handhaben Sie es, wenn sie ein Buch kaufen? Mit Eene,meene muh? oder welches hat den schönsten Umschlag?
Ich schätze mal Sie lesen bestimmt den Klappentext, oder? Und daran legen Sie sich fest, ob sie das Buch erwerben.
Also, was wollen Sie mit diesem Kommentar mitteilen?
Jeder lässt denken, wo er kann. Ich in meinem Kopf, Sie offenbar auswärts.
Ich glaube, ich schreib zu kompliziert, dass Sie nicht verstehen. Man muss nicht das komplette Buch lesen, um sich einen Eindruck zu machen. Da reichen Auszüge aus ein Buch (wie sie die B*ld Eins zu eins aus Sarrazins Buch abgedruckt hat), um zu wissen, über was das Buch handelt.
Ganz unrecht haben Sie damit nicht, ich muss auch nicht ihre sämtlichen Webbeiträge lesen um mir einen Eindruck über Sie zu bilden. Im Gegensatz zu Ihrer Meinungsbildung übrigens schaffe ich das ganz ohne Hilfe der B*ld, die filtert und manipuliert. Jeder wie er kann, gehaben Sie sich wohl.
@allesnichtsoder: Man kann es lesen ohne den Troll mit Geld zu füttern. Der erste Scan war zwei Tage nach Erscheinen im Netz. Und @elwu: jemandem vorzuwerfen, dass er die ausführlichen Vorabdrucke gelesen hat, die der Springerverlag ins Netz gestellt hat, ist allerunterste Schublade primitiver Pöbelei. Du hast die Beweislast, dass in den nicht abgedruckten Teilen bessere und wichtigere Aussagen stehen, die den mit Sarrazins Einverständnis erfolgten Vorabdrucken widersprechen. Und das kannst Du nicht beweisen (weil es nicht stimmt, was ich weiss, da ich das Buch ganz gelesen habe). Daher lügst, pöbelst und fälschst Du wie Dein Vorbild Sarrazin.
a^2
der/die hat es offensichtlich gelesen und bestätigt mit seinen Zitaten, was SF schreibt: http://daeva.blogsport.eu/2010/09/01/sarrazin-zukunft-sozialstaat/
Wie man im Spiegel lesen kann, ist das Buch von Sarrazin nicht nur verkaufsmässig ein Hammer, sondern es fördert auch Parteieintritte von islamfeindlichen Parteien. Vielleicht denken jetzt mal die Kritiker nach, wem sie mit ihrem Aufschrei eigentlich helfen. Den Verkaufszahlen des Buches und den islamfeindlichen Parteien. Manchmal, und das betrifft jetzt nicht nur Sarrazin, sondern auch die Kritiker, ist Schweigen besser als Reden.
Sarrazins Erfolg seinen Kritikern anzulasten – Respekt! Vermutlich haben wir den “totalen Krieg” auch der Weißen Rose zu verdanken?
Ich verlink mal was:
http://ahoipolloi.blogger.de/stories/1688304/
Vielleicht hat er auch extra genau gezielt, der Gute? Der Bundesbank schwimmen die Felle weg, der Staat ist bankrott, der IWF stockt seine Finanzprogramme massiv auf, nahezu das gesamte Bankensystem der EU hängt am Liquiditätstropf der Zentralbank, und von Ungarn über Spanien bis Irland kracht’s gewaltig im Gebälk des morschen Konstrukts, da beruhigen sprudelnde Einnahmen aus Buchverkäufen eine besorgte Bankierseele ungemein.
Ich finde es (auch) ein wenig schade, dass immer nur auf die (sicherlich “gefälschten”) Statistiken des Buches eingegangen wird und sich kaum einer mit den Lösungsvorschlägen von T. S. auseinandersetzt. Klar, das Buch strotzt vor Zahlen, aber ganz so pervers sind Lösungsvorschläge meiner Meinung nach nicht. Jedenfalls diskussionswürdiger als die Statistiken.
Ich bin auf jeden Fall gespannt, ob man den ein oder anderen Ansatz nicht bald in einem der wahlbefeuernden Parteiprogramme wiederfinden wird (die NPD und ähnliche Parteien seien hier mal ausgenommen). Wundern würde es mich nicht.
Warnung!
Der angebliche Blog von Thilo Sarrazin bei blogspot ist ein FAKE.
Zumindest liegt das sehr nahe, wenn man sich sein “Profil” ansieht, aber auch an der Art und dem Stil, aber auch den geäußerten Positionen in den Blogbeiträgen.
Ich denke nicht das Sarrazin einen solchen Blog führen würde, er wäre von unseren MSM Sarrazin auch schon längst um die Ohren geschlagen worden, scheinbar ist aber selbst für unsere Qualitätsjournalisten schnell ersichtlich wäre, dass dies nicht Herrn Sarrazins Blog ist.
Man sollte dem Betreiber von Blogspot Hinweis-E-Mails schicken und auch über Anzeigen bei der Polizei gegen Unbekannt nachdenken, da ich befürchte Sarrazin selber ist nicht Internetaffin genug um den internetspezifischen Teil der Schmutzkampagne mitzubekommen! Gerade deswegen sollte jemand auch Herrn Sarrazin einen Brief oder anderweitig eine Nachricht schicken, wenn jemand eine Kontaktmöglichkeit kennt.
klar sofort anzeigen. :D selten so gelacht. solche fake blogs/seiten oder accounts bei facebook sind nix neues.
Ich find ja vor allem super, dass damit die Reichweite des Blogs nur vergrößert wird. Scheinbar nicht wirklich im Interesse von Fakealarm, aber so läuft das nunmal im Netz… ;)
Ich liebe den Blog jedenfalls, habe mehrfach laut gelacht. Gehört zur besten Satire die ich seit einiger Zeit gelesen habe!
Es wirkt nicht wie Satire, sondern wie ein Diffamierungsversuch. Und wenn die Reichweite durch Warnungen vor der Fälschung erhöht wird, so what? Um so besser, denn die Diffamierer entblößen sich ja durch ihre Unterstellungen selber. Hauptsache niemand fällt darauf rein, ich kenne nämlich einige denen es passiert ist, z.B. auch hier und es handelt sich um einen Blog mit sehr differenzierter Ansicht, der vorher Sarrazin als problematischer EIngeschätzt hat. Zitat:
Die Reaktion nie wie bei richtiger und guter Satire (z.B. DHMO) eine gewisse Amüsiertheit, sondern eher das Gefühl verarscht wurden zu sein und das dies auch die Absicht war.
Es wäre ja schon mal etwas anderes, wenn da wenigstens “Satire” stünde. Aber der Blogbetreiber geht auch noch unter falschem Pseudonym in anderen Blogs umher, und es wirkt spätestens dadurch eher wie ein Täuschungs- und Diffamierungsversuch.
jede Wette, dass der “Warner” der Blogbetreiber ist ;-)
Lay down with Thilo:
http://sphotos.ak.fbcdn.net/hphotos-ak-snc4/hs423.snc4/46589_148352881855799_148103468547407_328336_7205831_n.jpg
;-)
S. hat soviel Dreck am Stecken, dass passt auf keine Kuhhaut. Seine Rolle in der Treuhandanstalt (zig Milliarden verschwanden), seine Rolle in Berlin (Berlin-Garantien für die ausgeraubte LBB, CBL-Geschäfte, Privatisierungen… etcetc.) Milliaradenverluste, kriminelle Machenschaften, Seilschaften… als S. in der Verantwortung stand, sind unter seiner Ägide min. 100 Milliarden Euro in die seine Tasche und Taschen seiner Räuberkollegen gesteckt worden. Und da wundert sich einer, dass der Mann immer wieder davon ablenken will, indem er auf Minderheiten eindrischt, sie beleidigt, und diffamiert. Aber das passt dem reaktionärem Spießbürger, der gerne mit den Wöfen heult.
@elwu
Das ist völliger Mumpitz. Eine einfache Frage: Wie definierst Du “Intelligenz”?
BTW. Sarrazin ist ein Symptom, nicht die Ursache.
@ SF: Danke für den schönen Ursprungsbeitrag.
Mit dem Demagogen S. beschäftige ich mich nur in soweit, dass ich ihn müde belächle und auf den hoffentlich mehrheitlich vorhandenen gesunden Menschenverstand baue.
Solche Rassisten sind eines weiteren Kommentars eigentlich unwürdig. Keine Ahnung wie (dem Schreiben nach) auch nur halbwegs gebildete (intelligente?) Menschen sein Machwerk und seine Äußerungen mit mehr als einem Schulterzucken begegnen können.
Wirft das nicht im Kontext der Aussagen des Demogogen ein kurioses Bild auf seine eigenen rassistischen Ansichten der “bildungsfernen Schichten”?
Keine Sorge: rhetorische Frage. ;-)
Gerne möchte ich auf die Webseiten von Spreegurke und German IRIB.IR hinweisen. Dort finden sich Reaktionen bzw. Erklärungen in Sachen des Rassismusvorwurfs und auch etwas Geschichte in der deutschen Namensgebung inkl. Quellangaben.
Ein Aufruf zur Demo in Frankreich fand sich auf http://www.tlaxcala-int.org/article.asp?reference=1167. Es geht um die Abschiebung der Roma. Eine Petition kann auch unterzeichnet werden und beträgt derzeit ca. 49tsd. Unterzeichner ( meist Franzosen, aber vielleicht kann etwas Support aus Germany nicht schaden ).
Also genug Stoff, sich mit den Anderen, den Verfolgten und Bedrohten zu beschäftigen.
Hoffen wir doch alle, daß sich nicht ein Flächenbrand ausbreitet. Nice day.
Die Vermischung der arischen Rasse war bei den Nazis ja auch ein Mega-Thema. Das Mischvolk der Deutschen sei ja dabei, sich in einen riesigen amorphen Zellhaufen zu vermischen. Das Ende des Abendlands stünde bevor, wenn das so weiterginge, und so weiter und so fort, so heulte Herr Himmler den lieben langen Tag.
In den USA heiraten weniger als 1% der Weißen einen Schwarzen. Die Frage ist, warum nur so wenig? Was spricht eigentlich gegen Vermischung? Eigentlich nix, man siehts ja auf den Straßen Berlins: Reinrassige Hunde schleichen sabbernd mit verkorksten Hüften und abgefuckten Schnauzen durch die Gegend. Promenadenmischungen sehen dagegen zwar aus wie ein Haufen dreckiger Lumpen, sind hyperquicklebendig und werden genau zum rechten Zeitpunkt krank, wenn sie eh bald den Löffel abgeben.
Genforscher nennen das mit den Promenadenmischungen „Luxurieren”, denn die genetische Vielfalt ist genau das, was nicht nur Hunde stärker macht. Gewiß, Herr Himmler -ausgebildeter Hühnerzüchter- rotiert gerade heftig im Grabe, aber die Inzucht unter muslimischen Immigranten in Duisburg zeigt doch die Gefahr, dass ein paar schädliche Gene einfach dazu führen können, dass z.B. reinrassige Hunde sabbernd mit verkorksten Hüften und abgefuckten Schnauzen durch Duisburg schleichen.
Ein schönes Beispiel für die Folgen von Inzucht sind die Ashkenazi-Juden, die überdurchschnittlich oft am Morbus Tay-Sachs erkranken, nur weil sie es gern nur unter sich treiben. Wenn sie mal ein paar Goyim ranlassen würden, würde der Genpool durch Inzucht weniger trübe. Jeder Pool braucht halt gelegentlich etwas frisches Wasser.
Aber Achtung! Genforscher sehen Inzucht auch als eine Ursache für allerhöchste Intelligenz. Durch Inzucht wird zwar ein Genpool trübe und eklig, Erbkrankheiten, Mutationen machen die Runde. Wissenschaftlich betrachtet sind allerdings einige Mutationen ein Segen, denn manche durch Inzucht ausgelöste Mutationen produzieren genau das, was manche als Intelligenz bezeichnen, manche als Psychopathie.
Das „Deutsche Ärzte-Blatt“ referiert z.B. „Ashkenazi-Juden haben einen im Vergleich zu Nordwest-Europäern signifikant höheren Intelligenzquotienten (IQ). Dies könnte auf genetische Faktoren hinweisen, die bei Ashkenazi-Juden häufiger vorkommen. Die Autoren vermuten, dass Mutationen für rezessiv erbliche Krankheiten …), die bei Ashkenazi-Juden häufig vorkommen, bei einfachem Vorliegen IQ-disponierend wirken. Dies soll die „Ashkenazi-spezifischen“ Mutationen aus der Familie der lysosomalen Speicherkrankheiten betreffen (Gaucher, Nieman-Pick, Tay-Sachs, Mukolipidose Typ IV). … Die starke IQ-Selektion wurde zusätzlich durch die fehlende genetische Durchmischung mit anderen Bevölkerungsgruppen verstärkt.
http://www.aerzteblatt.de/v4/archiv/artikel.asp?src=heft&id=55787
Um nun an der Stelle auf Herr Sarrazin zurückzukommen, die Inzucht der muslimischen Immigranten in Duisburg wird zwar einige Generationen von Deppen hervorbringen, wenn aber die richtige Mutation darunter ist, werden die muslimischen Immigranten durch ihre dauernde Inzucht vielleicht die hochintelligenten muslimischen Ashkenasi von Morgen hervorbringen.
Zu 100% sollten sich die Deutschen allerdings nicht auf die Inzucht verlassen. Die Vermischung von Genotypen kann nämlich manchmal auch zu super Ergebnissen führen. Wenn man zum Beispiel eine debile deutsche Frau mit einem fantastischen Arsch erschaffen wollte, wäre die Kreuzung eines Neuköllners mit einer Brasilianerin gewiß keine schlechte Idee. Gewiß würde es nicht unbedingt das klügste Mädchen auf der Welt werden, aber das wäre ja vielleicht auch nicht unbedingt Sinn der Sache.
… Bayern? Schon mal da auf’m Land gewesen?
och, da muss man gar nicht so weit schauen. Gleich in meiner Nachbarschaft gibt es eine kleine Berggemeinde, in der die Hälfte der Bewohner auf den Nachnamen “Bauerochse” hört ;-)
Und von der Inzucht im Adel will ich gar nicht anfangen ;-)
bei uns im dörfli geht der leitspruch um:
schlag nie ein kind, es könnt dein eigenes sein…
ps: ich bin nur zugereister
willst Du mich beleidigen? ;)
verstehst du die Biermösl Blosn? Polt?
Man kann bestimmte Gründe ausmachen, zB dass im frühen Mittelalter die Bauern von den höheren Ständen garnicht als ‘Menschen’ angesehen wurden.
Die Stände waren über ein paar Jahrhunderte auch weitgehend geschlossene Gesellschaften.
Guckst Du zB bei LeGoff.
Dass sich da was rausmendelt, kann man erwarten.
Ein zartgliedriger Hofmusiker hat auf dem Bauernhof halt wenig zu suchen.
Der kommt nichtmal ins Fortpflanzungsalter.
Wies’ um den europäischen Hochadel stand, hat, wenn ich mich recht erinnere, Jens hier auch schon angedeutet.
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Was Carlos Manoso in #94 andeutet, ist die alte Idee von inbreeding- und outbreeding- Gesellschaften.
Ich kenn’ das von C.D. Darlington, der daran in den 40ern laboriert hat, und daraus grosse Theoriengebäude entwickelt hat.
zB hat er die alten Ägypter für inbreeder gehalten.
Da gibt es zahllose Theorien, die alle ein Körnchen Wahrheit haben mögen, aber je für sich zu 9x % falsch sind.
Das ist eine Hypothesensuppe, in der seit Malthus dauernd herumgerührt wird.
Also was soll das?
Heute leben wir in Zeiten individueller Genschalter, und manche Genetiker scheinen sich zZ da, was die Perspektive und Belastbarkeit der Hypothesen betrifft, auch mächtig zu blamieren.
zB die Expertin Elsbeth Stern.
http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin,
die sich in ‘Hart aber Fair von Sarrazin distanziert hat.
Darwin’s ET hat heute einen anderen Status als noch vor 20 Jahren.
Die ET-Triade: Variation-Selektion-Reproduktion kommt mächtig unter Beschuss.
(Ich bin kein Genetiker. Genausowenig wie Sarrazin. Aber ich spüre hoffentlich den Wind!)
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Noch was Anderes zur Ernüchterung:
Theodore Roosevelt, US-Präsident und Friedensnobelpreisträger 1906
hat solche Sachen gesagt:
Deswegen haben die US-Suprematisten auch so gerne Geschäfte mit den Nazis gemacht.
Reimt Euch das selber zusammen.
Wenn ich das (zusammenreimen) besorge, werde ich hier als verkopft und unverständlich verschrieen.
Scheint mir in Blogs und Kommentaren auch nicht machbar.
Das habe ich gelernt.
Aber es kann ja auch nicht sein, wenn man nur zum Chor predigt.
Oder?
(ist hier nicht der Fall, deshalb bin ich ja noch da.)
Der Ton wird auch hier rauher , habe ich den Eindruck.
Was ich schade finde.
nochmal zu den Bayern:
Die renitenten Bayern haben die Fähigkeit,
einen Valentin, der ja ‘genetisch’ garkein Bayer war, selbstverständlich zu integrieren und sogar zu einem Paradebayern zu machen.
Ebenso Django Asyl.
Der ist ein reiner Bayer!
Darüber denken wir überhaupt nicht nach!
Gilt auch für die Provinz!
Vielleicht sind wir dumm?
Könnt ihr Nordlichter, oder was ihr sonst seid, das nicht verstehen?
Gegen FJS und sonstigen temporär mehrheitsfähigen Gestalten gab es in Bayern immer Widerstand.
Den werden wir auch noch auf seine ‘Grösse’ zurückstutzen.
Mit Hilfe von zB Dieter Hildebrandt, der auch ein Bayer im Herzen ist.
Da gibt es überhaupt keine Distanz!
Versteht ihr das nicht?
Intelligenz wird genauso vererbt wie Schönheit. Die schöne Frau kann sich einen intelligenten Mann suchen. Vielleicht wird ihr erstes Kind schön und intelligent, ihr zweites halbwegs schön und halbwegs intelligent, ihr drittes aber hässlich und dumm.
Noch so ein Nichtsblicker. OK – beantworte eine einfache Frage: Was ist “Schönheit”? Und komm mir nicht mit dem Symmetrie-Quatsch. Und nebenbei: Die Mendelschen Gesetze hast Du nicht begriffen.
jetzt komm mal wieder runter, ist ja alles nicht so ernst gemeint. Die mendelschen gesetze funktionieren ja auch super wenn eine Eigenschaft von mehreren Genen beeinflußt wird, gell Herr schwitzig, gut aufgepasst in Bio!
Es nervt halt, wenn Blödis so tun, als wenn sie keine wären.
Kann mich ein schwitzig beleidigen?
@Carsten Penkella (fühltsichwitzig)
Nein, denn Du würdest es nicht verstehen.
Sarrazin statt Muezzin verbreitet immer noch uninformierten Quatsch mit Genen. *Man stelle sich an dieser Stelle meine Überraschung vor.*
Als ari..deutscher Intelligenzschwergewichtler hatten sie doch sicher eine hervorragende Schulbildung, oder? Die sollte sie eigentlich dazu befähigen wissenschaftliche Texte zumindest zu verstehen. Also los…im Internet gibt es genug hervorragende, wissenschaftlich fundierte Schriften zum Thema Gene. Und schon wüßten sie warum ihr Beispiel Käse³ ist. Und warum Sarrazin ebenfalls keine Ahnung von Genetik haben kann.
Sie schreiben:
“Intelligenz wird genauso vererbt wie Schönheit.”
Das ist purer Unsinn! Die taz stellt klar:
“Jedenfalls zeigte sich in Adoptionsstudien, dass Unterschichtenkinder mühelos einen gymnasialreifen Intelligenzquotienten von 107 erreichen – wenn sie von bildungsbeflissenen Mittelschichtsfamilien aufgenommen werden.”
http://visionaer92.blogspot.com/
Eine OECD-Studie zeigt, daß in kaum einem Industriestaat der Welt der Schulerfolg so abhängig vom Familieneinkommen und der Vorbildung der Eltern wie in Deutschland ist. Nur in Ungarn, Belgien und Portugal sind die Aussichten für Kinder aus sozial schwachen Familien noch schlechter. Aber das interessiert Sarrazin und dessen rechte Gesinningskumpels in keinster Weise! Er möchte die Mittel- und die Unterschicht aufeinanderhetzen, indem er nach der Methode “Teile und herrsche” verfährt” Das gibt den “Eliten” die Möglichkeit, ungehindert die eigenen Interessen durchszusetzen.
Da haben wir den Salat -
Sarrazin hat muslimische Ahnen!!!
Würde man Herrn Sarrazin in einen Kaftan stecken und auf einen beliebigen Basar setzen, ginge er rein äußerlich total gut als Muselmane durch. Das Äußerliche von Herrn Sarazien hat selbstredend seine genetische Entsprechung, leitet sich doch seine Name von den Sarazenen ab, einer Bezeichnung, die besonders im Zeitalter der Kreuzzüge für Muslime gebräuchlich war. „Besonders in Frankreich und der Schweiz ist noch heute der Familienname Sar(r)asin bzw. Sar(r)azin verbreitet,… Vorläufer solcher Namen ist im Mittelalter ein in den lateinischen Quellen seit dem 11. Jh. vielfach dokumentierter Name oder Beiname Saracenus in vielen Fällen wegen einer „sarazenischen“ Herkunft des Trägers…. Gegenwärtig prominentes Beispiel in Deutschland ist Bundesbankvorstandsmitglied und SPD-Politiker Thilo Sarrazin…“ (Wikipedia). Gut zu wissen, wenn man Anhänger seiner Thesen ist und den Intelligenzquotienten von Herr Sarrazin richtig einschätzen möchte….Tja, da erinnert man sich doch gerne an die gute alte deutsche Volksweisheit: „Dumm geboren und nichts dazugelernt!“
elwu:
Und schon dieser Ansatz ist Unsinn. Und obwohl das schon einige Male erläutert wurde mach ich es jetzt noch mal extra langsam, damit auch sie es verstehen.
Genetische Veranlagung spielt nur dann eine Rolle wenn alle anderen Faktoren gleich sind, oder noch besser ausgeblendet werden. Ergo: genetische Dispositionen spielen eine sehr viel geringere Rolle als die Finanzkraft der Eltern, Lebensituationen etc pp. Nichts anderes sagen die von ihnen erwähnten “Studien” übrigens aus. Nur begreift das Sarazzin (und vermutlich auch sie) nicht. Womit wir wieder bei einem alten Problem so ziemlich aller öffentlichkeitsgeilen Schreihälse wären. Eine eigene Meinung darf man sich gern bilden, aber eigene Fakten nicht.
Und nochmal: lesen sie dieses m.M. nach sehr gute Interview. Das wurde zwar schon gepostet, aber ständige Wiederholung erhöht ja angeblich den Lernerfolg.
PS. Bonusfrage: Gibt es ihnen zu denken das nicht EIN EINZIGER Wissenschaftler der sich mit dem Thema beschäftigt hat, Sarrazin recht gibt? Was könnte das bedeuten?
Vergebene Lebensmüh, Fyyff.
Solange man nicht das komplette Buch gelesen hat, darf man sich lt. elwu kein Urteil erlauben.
Im übrigen stimme ich Ihrer Meinung von oben zu:
In diesem Sinne…
Dieser Artikel ist für mich schwer zu lesen. Respekt vor deiner Terminologie lieber Jens.
Aber sollte dieses Thema Sarrazin und seine wiederwärtigen Thesen nicht für jeden lesenden Menschen dargesstellt werden?
Auch für Menschen mit weniger Schulbildung?
Oder ist Sarrazin nur zu entarnen mit solch hochgestochenen Begiffen?
Welche “hochgestochenen” Begriffe meinst Du?
Lieber Jens, du willst mich doch nicht als Dummkopf hinstellen?
Denn soviel sei gesagt, etwas weniger Begriffe aus dem griechischen oder lateinischen wäre zum Vorteil.
Ich gebe mir ja schon Mühe, da solltest Du erst einmal meine “lieben Soziologen” lesen ;-)
Soooo viele Fremdwörter sind nun wirklich nicht im Artikel und wenn man ein Wort mal nicht versteht, kann man es ja in der Wiki nachschlagen – SF lesen bildet ;-)
Oder sehe ich das falsch und der Artikel ist so unverständlich? Die Frage ist durchaus ernst gemeint.
Ich kann Schweigsams Kritik nicht ganz nachvollziehen. Zumindest nicht auf etwaige Fremdwörter bezogen. Für jemanden, der eh gerne liest und schreibt, ist der Text gut verständlich. Die wenigen Fremdwörter die auftauchen, werden doch meistens durch den sie umgebenden Kontext erklärt (zB. Xenophobie oder Korrelation und Kausalität).
Der Artikel selbst wirkt maximal etwas unrund und “flutscht” nicht so – aber da habe ich mit Texten von Roberto meist mehr zu tun *g*. (nein, die sind nicht “unrund”, aber für Nicht-Germanisten manchmal – nur kurz – anstrengend)
Mich würde auch interessieren, was die anderen dazu sagen.
Nein, unverständlich wäre voll am Ziel vorbei geschossen.
Ich sagte schwer zu lesen.
Ich tat mich etwas schwer mit den Begriffen Korrelation und Kausalität in einem Satz.
Wobei ich in Wiki nachschauen musste, aber aus dem Textfluß herauskam.
Aber trotz allem: dass du dir Mühe machst deine Artikel verständlich zu schreiben will ich dir hier nicht absprechen.
@Schweigsam
OK, das Beispiel ist gut. Die beiden Wörter “Korrelation” und “Kausalität” sind allerdings Fachbegriffe aus der Statistik, die für meine Kritik an Sarrazins Methodik von zentraler Bedeutung sind. Für Nichtakademiker sind diese Wörter sicher erklärungsbedürftig. Aber anhand des “Klapperstorchbeispiels” versuche ich ja eben das. Für einige Fachbegriffe gibt es leider keine sinnvollen Alternativen. Natürlich hätte ich “Xenophobie” durch “Fremdenfeindlichkeit” ersetzen können, dann wäre mir aber der schöne Seitenhieb verloren gegangen.
Aber Danke für die Anmerkung, hin und wieder ist solch stilistisches Feedback sehr nützlich. Ich werde mir Mühe geben.
Dem deutschen Bildungsbürger ist es egal, ob eine polnische oder türkische Putzfrau bei ihm putzt. Es interessiert ihn auch nicht, wer am Band in Wolfsburg steht, nicht einmal, ob das Band noch in Wolfsburg steht.
Die realen Erfahrungen des deutschen Arbeiters oder Kleinbürgers mit Globalisierung und Migration tangieren die Medienmenschen nur peripher. Haben Sie, verehrter Spiegelfechter, schulpflichtige Kinder?
Sehr gut formuliert. Dem kann ich mich nur anschließen. Die Lebenswirklichkeit der “einfachen Leute” ist den meisten Intellektuellen und gut situierten Besserverdienern doch völlig fremd.
Auch in der Lebenswirklichkeit von “einfachen Leuten” funktioniert Genetik nicht plötzlich anders, nur weil Kleingeist McSpießer denkt es wäre so.
Hätte der “deutsche Kleinbürger” und der “deutsche Arbeiter” nicht jahrzehntelang in seeliger Umarmung mit diversen konservativen Regierungen fröhlich jegliche Integrationspolitik mit geradezu sadistischer Freude verhindert, würde die Situation schon mal ganz anders aussehen.
Seht ihr…auch der vermeintlich Intellektuelle (ich nehm das mal für mich in Anspruch) sieht durchaus das es Probleme gibt. Es wird lediglich gesagt das die Schlufolgerungen von Sarrazin und seinen Jubelpersern bestenfalls kompletter Quatsch und schlimmstenfalls blanker Rassismus sind.
Vergessen Sie doch mal diese umstrittene Genetiksache. Das ist ein Nebenschauplatz.
Der Schwerpunkt bei Sarrazin liegt auf der fehlgeschlagenen Intergrationspolitik, die er anprangert. Und seine Befürchtungen, was die demografische Entwicklung betrifft, sind nicht von der Hand zu weisen. Dieses Land, das “Land der Deutschen”, schafft sich selbst tatsächlich ab, wenn sich nichts ändert.
“Dieses Land, das “Land der Deutschen”, schafft sich selbst tatsächlich ab, wenn sich nichts ändert.”
Wegen 5 Prozent Muslimen?
Oder weil die Unterschicht zu viele Kinder bekommt?
Dass ausgerechnet ein erklärter Freund der “einfachen Leute” Sarrazin verteidigt, finde ich schon lustig. Mir ist – von Hans Olaf Henkel vielleicht mal abgesehen – noch kein arroganterer Oberschichten-Bildungsbürger-Schnösel untergekommen als Sarrazin, der ja im Prinzip nix anderes sagt als: Je dümmer, desto schlechter.
Ja genau, Haut ihm den Kopf ab. So wie bei all den anderen, die konservativ sind und sich erdreisten dies auch öffentlich zu bekennen.
Was genau bedeutet eigentlich Meinungsfreiheit für Euch? Das jeder sagen kann, was er denkt, um danach einen Kopf kürzer gemacht zu werden, wenn die Meinung nicht gefällt?
Ach so, jetzt hab ichs verstanden:
Meinungsfreiheit bedeutet, wenn jemand seine Meinung sagt, dann darf man nachher nix Gegenteiliges mehr behaupten.
Das hast du schon mal falsch verstanden. Herr Sarrazin darf freilich seine eigene Meinung haben. Aber eben nicht seine eigenen (erdachten) Fakten. Und an denen zerschellt seine komplette Argumentation. Wenn man mit Genetik und Soziologie argumentiert, sollte man zumindest den Hauch einer Ahnung von diesen beiden Bereichen haben.
Im übrigen mag ich Konservative. Also solche die auch tatsächlich welche sind. Konservativ sein geht nämlich auch hervorragend ohne Rassismus, Industrielobbyismus und latenten Hass auf alles was man nicht versteht. Als Beispiel sei hier Peter Gauweiler genannt.
Ich finde, dass ist der erste gute Artikel zu diesem “Skandal”.
Nur weil Sarrazin SPD-Mitglied und Bundesvorstand ist, können die rechten Medien Bild, Spiegel, Focus, FAZ ihn ausgiebig zitieren.
Es ist eine Schweinerei, daß die SPD ihn nicht schon vor Jahren aus der Partei ausgeschlossen hat.
DEMOKRATEN WÄHLT NIE WIEDER SPD.
Hätte sich die Bild getraut Auszüge aus dem unten zitierten Buch abzudrucken?
http://www.taz.de/1/archiv/archiv/?dig=2005/08/08/a0096
“Der Humangenetiker Weiss leitet seit 1995 die Deutsche Zentralstelle für Genealogie in Leipzig. Sein wissenschaftliches Interesse gilt unter anderem dem “Verfall der nationalen Begabung”. Schuld daran, so Weiss, seien vor allem türkische Migranten. Diese macht er für das schlechte Abschneiden Deutschlands bei Pisa verantwortlich.
Aus den Ergebnissen der Studie zieht Weiss Rückschlüsse auf den IQ-Wert der getesteten Schüler. So kommt er zu dem Ergebnis, “dass der mittlere IQ der Zuwanderer aus der Türkei nur bei 85 liegt”. Dafür seien jedoch keineswegs gesellschaftliche oder bildungspolitische Faktoren verantwortlich. “IQ-Werte und Pisa-Werte sind nicht nur Ergebnis von Mängeln und Erfolgen des Bildungssystems, sondern auch Ausdruck einer bestimmten genetischen Qualität der Bevölkerung”, schreibt der Genealoge in einer Veröffentlichung der rechten “Gesellschaft für freie Publizistik”. Die gleiche These vertritt er auch in seinem Buch “Die IQ-Falle: Intelligenz, Sozialstruktur und Politik” anhand von “Zigeunern” und “Negern”. “
Ich denke, daß das Aufzeigen von Tricks, welche die Natur aufbietet um Nischen der Existenzmöglichkeit(Mutation) zu schaffen, allenfalls ein Teil der Aufklärung sein kann. Gesellschaftlichen Nutzen kann man damit eher nicht generieren, das Gegenteil in Form von bereits vorurteilsbehafteter Bestätigung des falschen Weltbildes erreichen aber mit ziemlicher Sicherheit. Zumindest wird das bei der avisierten Zielgruppe der Fall sein.
Ich halte es für wichtiger, die Zusammenhänge von beruflichen Erfolg und gesellschaftlichen Nutzen stärker hervorzuheben und zu vermitteln, und zwar von unten heraus angefangen.
Das immer noch Verbreitete: “Wenn du nichts kannst, dann lernst du halt (Schmalspur-)BWL.”, halte ich für Eines der größtmöglichen Eigentore elterlicher Erziehung und gesellschaftlicher Prägung derer.
Es wird dann immer versucht, dem eigenen Filius die Berufsgruppe mit dem größten Einkommen(Ich sage bewußt nicht Verdienst!) aufzunötigen, anstatt die Vorlieben und Fähigkeiten zu erkennen und zu fördern. Und hier sitzt der Keim, der den “gesellschaftl. fertigen” Herangewachsenen teils vorurteilsbehaftet und teils verwirrt zurücklässt, ihn aber sicherlich zu einem Boomerang für alle werden lässt. Das schwankt dann im Ergebnis von -kontraproduktiv- bis -hätte besser sein müssen/können-.
Wer erstmal “gelernt” hat wie einfach es ist, jemandem etwas wegzunehmen, ohne daß derjenige es zunächst merkt, der ist für Argumente hinsichtlich der Gestaltung einer homogeneren Gesellschaft ebenso persistent wie es schwer ist, erneut einen Ausgleich an anderer Stelle für diese essentiellen Werte zu schaffen.
Der Artikel soll ja zur Diskussion anregen und ist deswegen klar fokussiert. In der Diskussion fehlen mir etwas die praktischen Lösungsansätze für die Schaffung von vermehrter sozialer Kompetenz.
Deswegen schaut euch dies hier bitte mal an:
http://www.neweconomics.org/sites/neweconomics.org/files/A_Bit_Rich.pdf
Es kann einfach nicht sein, daß wir erst solchen ärmlichen Gestalten die Bühne überlassen und Zwietracht und Mißgunst unter uns streuen lassen und dann die Zeit damit verplempern müssen, sie zu entarnen und sie didaktisch von dort wieder runter zu holen. Damit erreichen wir weite Teile der Zuhörerschaft nicht, die Demagogen wie TS vereinnahmen. Wenn dann auch noch versucht wird, diese Menschen ebenso erbärmlich und mit den mit den gleichen stumpfen Waffen, die trotzdem noch in ihrer Konstruktion unter die Haager Landkriegsordnung fallen dürften…, zu demaskieren, ist Niemandem geholfen. Gut, man hat dann halt 5 Minuten die Lacher auf seiner Seite und seine eigene Seele mit ein wenig Galgenhumor für den Tag gerettet. Let`s move on…
—note-to-self: Jetzt erstmal einen Kamillentee, die Argumentationskette ist eh gerade nicht auffindbar… :) —
Die Lösungsansätze für eine homogenere Gesellschaft haben wir doch eigentlich parat. Es gilt mMn, im eigenen Umfeld die nächste Generation zu bestärken – eigenes Interesse vorausgesetzt, doch auch beispielsweise mal den Beruf Altenpfleger zu erlernen. Der Seitenhieb der Tante(Dipl.-Ing.): “Da verdienst`ste(!^^) doch nüscht.” gehört dann von links und rechts verbal geohrfeigt. Da dürfen dann durchaus auch “Establishment” und “Bourgeoise” als wachmachende Radiowecker fallen, auch wenn ich mich da fast(!) schon wieder bei der am Anfang erwähnten avisierten Zielgruppe abreagiere.
Es sind letztendlich diese kleinen Unachtsamkeiten, Fehleinschätzungen, ja, nicht-reflektierter Lebensweisheiten, die ich als Auslöser für so viel Mißstand sehe. Der Arroganz, den eigenen bzw. gesellschaftl. wahrgenommenen Ist-zustand dem Individuum der nächsten Generation immerzu nach Schema F einzutrichtern, gehört mehr Beachtung geschenkt und Widerstand entgegengesetzt.
Erst, wenn das mehrheitlich verstanden sein wird und jeder seinen klitzekleinen Beitrag mit wachen Augen leistet, dann hätten wir auch nicht mehr diese Clowns(trifft es halt leider nicht ganz, Spalter müsste es ja heißen), die jede Woche einen Anderen aus dem Wandschrank des Volker Pispers holen und unsere Kräfte in Höhlen wie dem Spiegelfechter binden. Der Wandschrank wäre nämlich leer.
In diesem Sinne: Remember, Remember, the 5th of November!
Anm.: Ich muss noch einmal auf meinen Eingangssatz zurückspringen, mit dem ich wie auch mit dem Rest meines Textes vor allem auf den Kommentar von Carlos Manoso(#94) ziele. Was könnten wir doch für effiziente und glückliche Wesen in Form einer Allgemeinheit sein, wenn wir nur die Unterscheidung zwischen Psychopathie und Intelligenz(nicht nur im Bezug auf die erwähnten Mutationen) auf breiter Basis hinbekämen und die Größe unserer Denkschubladen nicht Streichholzschachtelgröße mäße?
Ich finde es immer wieder erstaunlich wie viele doch durchaus intelligente Menschen sich für dieses doch relativ banale Thema Sarrazin “erwärmen” können, das ist doch nur Mummpitz. Da stellt sich einer hin haut ein paar völlig aus der Luft gegriffene Thesen und Statistiken in die Landschaft und die “Qualitätsmedien” stürzen sich darauf als ob es kein Morgen gäbe. Dabei hätten wir gerade so viel wichtigere auch globale Themen *seufz* ich versteh das nicht wie man solche Trolle auch noch dermassen mit Aufmerksamkeit füttern kann.
Ach ja @Marek Meinungsfreiheit bedeutet für “uns” (ich nehme an du meinst damit alle, die nicht “wertkonservativ” durch Leben huschen) auch, dass “wir” ebenfalls eine andere Meinung haben dürfen als Herr Sarrazin, nech ;) ich find das immer süß, wenn Leute auf die Meinungsfreiheit pochen nur weil man selbst anderer Meinung ist.
@zing
Da machst du es Dir etwas zu einfach.
Das Thema ist 100-200 Jahre alt, je nach dem wie Du es fasst, und zielt auf die Deutungshoheit über das Schicksal von Gesellschaften.
…
Rest weggekürzt
…
Versteh’s, oder nicht.
Da stimme ich dir vollkommen zu! Dass man sich über den Klaun so aufregt ist doch keine Zeit wert. Es gibt tatsächlich globale Probleme.
Hier ist meine Antwort an den Herrn Sarazzin:
http://www.blogist.de/thilo-sarrazin-intelligenz-ist-erbbar/
Zitat von “Tubshell”
Es wäre ja schon mal etwas anderes, wenn da wenigstens “Satire” stünde. Aber der Blogbetreiber geht auch noch unter falschem Pseudonym in anderen Blogs umher, und es wirkt spätestens dadurch eher wie ein Täuschungs- und Diffamierungsversuch.
Die Sarrazin-Hasser können sich freuen: Er wurde heute quasi mit einem Berufsverbot belegt. Die Zustimmung von Wulff ist wohl nur noch eine Formsache, denn unser Bundespräsident war ja bislang sehr „neutral” in dieser Sache. Erst die TV-Tribunale, nun der Rauswurf bei der Bundesbank…
Wer jetzt immer noch nicht verstanden hat, was hier eigentlich vor sich geht und immer noch an Demokratie und Meinungsfreiheit in diesem Land glaubt, der glaubt auch an grüne Marsmenschen.
Das ist eine Hexenjagd wie im Mittelalter und ich schäme mich für dieses Land.
Sagt mal, kann mir einer mal das mit der Varianz der Intelligenz und der Intelligenz erklären? Ich versteh es einfach nicht und finde im I-Net auch keine einefachen Definitionen.
Hier versucht es Elsbeth Stern zu erklären.
http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin
Zentral sind die folgenden Zeilen:
Ich muß aber zugeben, das auch ich immer noch nicht weiß (und auch aus dem gesamten Beitrag mir nicht deutlich wird) was das nun für die Vererbung der Intelligenz wirklich bedeutet.
Wenn sie schreibt:
und das als Mißverständnis bezeichnet (was es ja auch ist),
würde ich jetzt eine positive Erläuterung (eventuell in Zahlen) für den Fall erwarten das der gemessene IQ einer Person vom Mittelwert abweicht. Denn die Abweichungen vom Mittelwert sollen ja zu 50 bis 80% genetisch bedingt sein. Aber auch hier kommt kein Beispiel.
Alle anderen Erläuterungen die ich online gefunden habe beschränken sich i. w. darauf zu sagen, das 50-80% der Abweichung vom Mittelwert genetisch bedingt sind.
Klar scheint mir zu sein, das natürlich die genetische Ausstattung, also das was man ererbt hat, den IQ beeinflußt. Was vererbt wird kann man aber nicht vorhersagen.
Die Dame in der Zeit ist ein wunderbares Beispiel, wie man durch Geschwurbel jemandem “widersprechen” kann, ohne zuzugeben, dass er (größtenteils) recht hatte (bzw. dann einfach seine Schlussfolgerung abzustreiten), aber sonst wäre sie wohl nicht in die Zeit gelangt.
Man muss der Frau aber zugute halten, dass Sie den Einleitungstext ihres Artikels wahrscheinlich nicht zu Verantworten hat.
Da der Zeitbeitrag allerdings wohl die meisten hier nur beruhigt hat, dass Sarrazin (scheinbar) von Experten widersprochen wird, ohne die Argumentation und die Hintergründe zu verstehen, hier eine gute Erläuterung zu der Thematik, die beim (Selber-)Verstehen hilft.
Zum Thema gibt es eine mehrteilige Blogserie auf Zettels Raum, in der auch der Begriff der Varianz sehr gut und allgemeinverständlich erklärt wird:
Teil 1: Definition und Messung von Inteligenz
Teil 2: Ergebnisse der Forschung zur Vererbbarkeit
Wer sich (nach lesen der beiden Artikel) für die genauere Berechnung der Varianz interessiert:
Es ist der Erwartungswert der Abweichungsquadrate vom Erwartungswert (auch Mittelwert genannt) des gemessenen Merkmales. Die Abweichungsquadrate sind das Quadrat der Abweichung einer Zufallszahl vom Erwartungswert.
@Largo:
“Da der Prozess jetzt sehr stark vereinheitlicht wurde, nimmt der durch die Produktion hervorgerufene Unterschied zwischen den Produkten ab und der größte Teil der Unterschiede ist unmittelbar in den Unterschieden des Ausgangsmaterials zu suchen.”
In der Tat berechnet man den Prozentsatz, in dem man die Varianz die man nach Ausschluss der Umweltbedingungen erhält, mit der Varianz der Verteilung, bei der man das nicht getan hat, ins Verhältnis setzt. Aber was ändert das an den Schlussfolgerungen?
(1-107) gackgackgack,
gack?
gack!
gruß / fritz
@#109
das ist ja ein Beitrag!
Der Sammelgack von fritz dem Hahn erspart den Zimmermann.
Einen thread zu beenden ist schon eine Kunst.
Amen und gut nacht.
Hallo Herr Berger,
Lese sehr viel in Ihrem Block und das fast immer mit Vergnügen doch
Ihr jetziger Beitrag ist sehr kindisch und billig, im Ganzen.
Tut mir Leid aber hier kommen mir echte Zweifel auf zur Ihrer Person.
“Wenn Sarrazin mutmaßt, dass Intelligenz zu 50-80% vererbbar sei und die Dummheit der Welt sich dadurch reduzieren ließe, wenn die Dummen weniger Kinder bekämen, dann ist dies nicht nur absurd, wie Markus Nöthen, Direktor des Instituts für Humangenetik an der Universität Bonn, es ausdrückt, sondern vielmehr eine Vorstufe der Eugenik. Thilo Sarrazins Welt ist eine Welt, in der Menschen nach Nutzbarkeit bewertet werden. Die Guten ins Töpfchen, die Schlechten ins Kröpfchen. Dabei stellen nicht nur die Muslime „unwertes Leben“ dar, da sie ja den Steuerzahler in toto mehr Geld kosten würden, als sie ihm einbrächten (auch diese These ist falsch). Wer die Gesellschaft in taugliche und untaugliche, nützliche und schädliche Mitglieder aufteilt, müsste folgerichtig auch Behinderten ihre Zugehörigkeit zur „Volksgemeinschaft“ absprechen. Wenn man Sarrazins Gedanken konsequent zu Ende denkt, so landet man bei der Eugenik, deren Vordenker Rassenhygiene durch die Vernichtung und Vermeidung „unwerten Lebens“ erreichen wollten. Vernichten will Sarrazin „unwertes Leben“ nicht – dass er jedoch die Geburt solch „unwerten Lebens“ lieber bereits im Vorfeld vermeiden will, stellte er bereits vor einem Jahr fest, als er forderte, das Sozialsystem so umzubauen, dass Hartz-IV-Empfängern, die in Sarrazins Welt lediglich nutzlose Kostenfaktoren sind, das Kinderkriegen durch finanzielle Sanktionen ausgetrieben werden sollte.”
Das einzige was z. Bsp. an diesem Absatz stimmt, zufälliger Weise, den der Schreiberling hat das Buch nicht mal Ansatzweise gelesen, ist
“Thilo Sarrazins Welt ist eine Welt, in der Menschen nach Nutzbarkeit bewertet werden”.
Stimmt, den Herr Sarrazin ist ein Kapitalist der alten Schule. Profit, Profit, Profit und das dieses Hauptsächliche für vieles Schuld ist spricht er bisher nicht an. Ich bin derzeit auf Seite 170.
Alles anderes ist der größte Schwachsinn! Nichts aber auch garnichts davon hat Herr S. bisher geschrieben.
Er schreibt das eine Senkung der Grundsicherung nicht durchführbar ist. Seite 160!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Lesen bildet!
Ich bin seit 30 Jahren Linker, aber lesen sollte der Schreiberling schon können um seinen “Feind beurteilen zu können. Alles andere ist reine Diffamierung und Ihres einfach unwürdig.
„Ich dachte, wir hätten Meinungsfreiheit“
Henkel: Das Nichtdiskutieren über gesellschaftliche Probleme hat uns noch
nie weitergebracht. Aus meiner Zeit als Präsident der Leibniz-Gemeinschaft
ist mir noch in Erinnerung, dass inzwischen selbst Wissenschaftler sich
nicht mehr frei fühlen, solche Schulvergleichsstudien zu veröffentlichen,
die zu ähnlichen Ergebnissen wie die führen, die von Sarrazin erwähnt werden.
Das Unter-den-Teppich-Kehren führt nur dazu, dass irgendwann die Sache explodiert.”
Auszug aus einem Interview im focus
Ich haben mit Herrn Hans-Olaf Henkel sonst nichts, rein garnichts politisch gemeinsam. Doch wo mein “Feind” sagt 2 mal 2 ist 4 muss ich zustimmen.
Hier im Block wird fast nur geschimpft, gewettert, diffamiert, gehetzt und bevormundet. Das auf so billige Art. Brrr.
Nur die Gegenbeweise fehlen bisher komplett. Es wird nur um den heißen Brei geredet und geschwaffelt. Warum eigentlich?
Den vielen linken politischen Tieffliegern in diesem Block und den Kommentator sei daran erinnert das nicht nur das Lesen bildet sondern vor allem das verstehen. Lenin zum Beispiel hat auch Marx und Engels gelesen (hoffe ich wenigstens), aber nicht verstanden. Wenn er sie verstanden hätte, hätte er niemals eine sozialistischen Revolution in seinem Land,
zu jener Zeit ausgerufen. Das Ergebnis ist bekannt!
Soll heißen, den vermeintlichen “Feind” Sarrazin lesen, verstehen und dann u. U. auseinander nehmen.
Oder besser gesagt eine inhaltliche Auseinandersetzung führen.
Vorher gilt immer der sehr weise Spruch; Wenn man keine Ahnung hat einfach Klappe halten.
Man fragt sich, warum es unmöglich ist in Deutschland, Tabuthemen anzusprechen, ohne nicht gleich reflexhaft als Rassist oder Fremdenfeind diffamiert zu werden, und das auch noch von Möchtegerne-Linken.
Zumal der Islam eine saumiese Ideologie ist und keine Rasse. Aber das ist einem gebildeter Mensch ja bekannt. Oder?
Dabei ist die Kritik am Islam gar nicht typisch deutsch, sondern ein Bestandteil gesamteuropäischer Kultur.
Und das ist gut so. Der Islam hasst jedes andere Weltbild, er hasst jeden von uns, besonders Euch und uns Linke, es sei den man gehört wie einige
“Gutmenschen” zu seiner fünften Kolonne. Koran lesen und verstehen!
Der Islam ist nunmal aus heutiger Betrachtungsweise menschenfeindlich und seit langer Zeit in seiner Entwicklung stehengeblieben. (Lest mal Faust und versteht ihn, war übrigens mal Pflichtlektüre)
Kommentar eines englischen Historikers
“Die Deutschen lassen sich eine Menge Dinge sehr lange gefallen.
Aber Sie neigen dazu sie irgendwann mit beängstigender Effiziens zu lösen.”
Leider ist irgendwann schon morgen, Weil das Jahrzehnte lange wegducken keine Lösung darstellt!
So und jetzt kühlt euer Mündchen. Ich gehe dann mal wieder das Bruttosozialprodukt steigern, damit der E-Strom für diesen Block weiterfließen kann. Den ohne die fleißigen Einheimischen kein Block, das wird hoffentlich ohne Diffamierung verstanden. Wobei die Dummheit stirbt ja bekanntlich nie aus?
Ansonsten schlage ich Ihnen allen Pseudolinken vor M+E zu lesen.
Biiiiite wenigstens einmal in eurem Leben. Die Kumpels haben nicht geschimpft, gewettert, diffamiert, gehetzt und bevormundet.
Um einen ersten Eindruck zu gewinnen kauft Euch beim Verlag “neues Leben” die Zitatenreihe Engels heute; starker Tobak und Marx heute; unschlagbare Zitate. Das macht zwar aus den viele linken politischen Tiefliegern hier keine Leuchten aber es schonmal ein kleiner Anfang.
Übrigens ist politischer Tieflieger keine Beleidigung, war ja auch mal einer.
Ist eine Frage der Bildung und vor allem einer dialektischen Vorgehensweise.
“Wem nutzt es” Damit klärt sich alles.
Freundschaft
Ihre bisheriges Engagement in Ehren Probleme lösen zu wollen und die Meinungsfreiheit zu verteidigen. Aber Sarrazin hat ein Buch zur Zukunft des Sozialstaates (S.409) geschrieben. Dabei geht es nicht um die Fragen von Finanzierung, sondern eigentlich um eines. Den Sozialstaat brauchen wir nicht. Jeder soll sich gefälligst um sich selbst kümmern. Die Rundumversorgung soll abgeschafft, die Grundsicherung sukzessive gesenkt werden (S.178). Bei Rentnern spricht er nur von Sozialrentner. Der Spiegelfechter hat hier in allen Punkten recht.
Ich bin übrigens einigermaßen verwundert, dass Sie auf S.170 angelangt sind, aber kein bißchen Darwinismus und Evolution entdecken möchten: S.92: Durch die Grundversorgung werden “Jahrtausendealte Selektionsmuster dadurch außer kraft gesetzt”. Auf den weiteren Seiten führt er unbekümmert seine Gentheorien zu den Juden aus. Auf späteren Seiten erwartet Sie noch viel rassistscher Dreck. Auf S.288 wird die erfolgreiche Integration der Juden beschrieben. Bekanntlich hatten diese durch den Antisemitismus nur zwei Alternativen: Emanzipation oder Pogrom. Er nimmt auch das rechtsextreme Paradigma von der Einwanderung in die Sozialsysteme auf (S.324), unterstellt Ausländern, dass sie andere ausnutzen und selber zu faul zum arbeiten sind. Die vielen anderen Vorwürfe, z.B. s.292, dass Moslems eigentlich nicht herhergehören, faul, gewalttätig, kriminell und eine Neigung zu Terrorismus haben, finden sich natürlich auch.
Auch den anderen Einwänden des Spiegelfechters kann ich nur bestätigen. Es ist wenig geistreich und die statistische Auswertung ist mangelhaft.
Blättern Sie nur 5 Seiten weiter, als Sie bislang gelesen haben. Auf S.175, entfaltet Sarrazin seinen gesamten Intellekt: Er beklagt die Arbeitslosigkeit von 16% in Gelsenkirchen, während gleichzeitig 427 (!) Stellen für die Stadt und die Region offen sind. Wie soll hier die sarrazinsche These von geringem Leistungsdenken der Arbeitslosen (z.B. S.128) überhaupt Gültigkeit besitzen?
Herr Henkel ist ja auch so eine wirtschaftliche Koryphäe. Wer er nicht Personalchef in dem Unternehmen, das Bill Gates auf die Straße gesetzt hat? Großartige Leistung. Und er soll nun angeblich andere Menschen einschätzen können? In den USA gilt Henkel nicht zu unrecht als Rassist.
Übrigens sollten Sie von Stichwörterbüchern Abstand nehmen und Marx und Engels selber lesen. Dann würden Sie einerseits verstehen, was unsere Probleme sind – das ist die soziale Ungleichheit, die der Kapitalismus hervorbringt -, und andererseits warum in der Marxschen Kapitalismusanalyse der Begriff Kultur fehlt. Die Verbindung von Kultur bzw. Rasse und wirtschaftlichen Erfolg haben erst die erfolgreichen Kolonialherren eingeführt, da sie in ihrem Triumph auch noch einen Rassenwahn benötigt haben um ihren Status zu rechtfertigen.
In Deutschland hat sich übrigens Kant sehr darum bemüht und zudem um die Verbindung von Arbeit und Antisemitismus. Das können Sie in seiner Physischen Geographie und den Schriften zur Anthropologie nachschlagen.
Viel ärgerlicher finde ich es, dass auch Sie meinen, mit Ideologie und Kultur sei alles gesagt. Was die Menschen denken und fühlen und wie sich verhalten, die Sie so eben eine einheitliche Kultur unterstellen, interessiert Sie nicht. Sie haben Ihre ordentliche Gruppeneinteilung vorgenommen. Da hat jeder seinen Platz. Nur das hehre Ziel der Aufklärung und des Standpunkts des Individuums, das gibt es bei Ihnen nicht. Bei Ihnen verschwindet das Individuum in der Kultur und in der Nation. Sie sind damit auch gar nicht in der Lage Individuum verantwortlich zu machen. Ob das nun dumm oder kulturalisitisch ist, weiß ich nicht. Dazu sind mir Ihre Absätze zu wenig. Aber eines ist sicher, Ihre Ansichten sind vollkommen untauglich die Realität zu erklären.
Der Preis für die souveränste Entgegnung des Tages geht an dich, Daeva. Ich verneige mich… ;)
Wahrscheinlich hab’ ich’s hier überlesen … wahrgenommen hab’ ich’s wo anders, am Rande: S. hat in seiner Zeit als Phynazsenator in Berlin neben vielem Unsinn, den er gemacht hat, bei dem er mit dabei war, eines nicht gemacht: Genügend Mittel für Bildung und Integrationsprojekte bereit gestellt. Iss ja klar, bei dem Menschen- und Weltbild.
Vielen Dank, Herr S., für praktische Politik, für’s übliche halt. Wasser predigen, Schnaps saufen!
@vogel.
richtig.
Du hast es überlesen.
Amen.
Om mani padme hum
Kapisko?
@Lago
“Auch wundere ich mich dann darüber, dass er sich etwa gegen die Förderung von Menschen aus bestimmten seiner Meinung nach genetisch negativ dispositionierten Gruppen ausspricht.”
Tut er nicht. Zitat für diese Forderung bitte. Haben Sie das Buch gelesen? Ich noch nicht, aber meines Wissens nach setzt er sich für die Ganztagsschule ein, als einen Lösungsvorschlag. Und Abschieben möchte er (nicht straffällig gewordene) auch nicht. Seine Lösungsvorschläge sollen sehr Sozialdemkratisch sein. Die Probleme anzusprechen, das nimmt man ihm aber Übel.
Die Dame in der Zeit ist ein wunderbares Beispiel, wie man durch Geschwurbel jemandem “widersprechen” kann, ohne zuzugeben, dass er (größtenteils) recht hatte (bzw. dann einfach seine Schlussfolgerung abzustreiten), aber sonst wäre sie wohl nicht in die Zeit gelangt.
Man muss der Frau aber zugute halten, dass Sie den Einleitungstext ihres Artikels wahrscheinlich nicht zu Verantworten hat.
Da der Zeitbeitrag allerdings wohl die meisten hier nur beruhigt hat, dass Sarrazin (scheinbar) von Experten widersprochen wird, ohne die Argumentation und die Hintergründe zu verstehen, hier eine gute Erläuterung zu der Thematik, die beim (Selber-)Verstehen hilft.
Zum Thema gibt es eine mehrteilige Blogserie auf Zettels Raum, in der auch der Begriff der Varianz sehr gut und allgemeinverständlich erklärt wird:
Teil 1: Definition und Messung von Intelligenz
Teil 2: Ergebnisse der Forschung zur Vererbbarkeit
Wer sich (nach lesen der beiden Artikel) für die genauere Berechnung der Varianz interessiert:
Es ist der Erwartungswert der Abweichungsquadrate vom Erwartungswert (auch Mittelwert genannt) des gemessenen Merkmales. Die Abweichungsquadrate sind das Quadrat der Abweichung einer Zufallszahl vom Erwartungswert.
Im Forum ist man dort mit Fragen und Einwendungen auch stets willkommen.
@Largo:
“Da der Prozess jetzt sehr stark vereinheitlicht wurde, nimmt der durch die Produktion hervorgerufene Unterschied zwischen den Produkten ab und der größte Teil der Unterschiede ist unmittelbar in den Unterschieden des Ausgangsmaterials zu suchen.”
In der Tat berechnet man den Prozentsatz, in dem man die Varianz die man nach Ausschluss der Umweltbedingungen erhält, mit der Varianz der Verteilung, bei der man das nicht getan hat, ins Verhältnis setzt. Aber was ändert das an den Schlussfolgerungen?
“Man muss deshalb nicht von der Vererbung von Intelligenz, sondern von der Erblichkeit von Intelligenzunterschieden sprechen.”
http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin
Ich habe das Gefühl, die Expertin verwechselt die Frage, was gemessen wird bzw. woran etwas gemessen wird auf der einen Seite, mit der Frage was vererbt wird, auf der anderen Seite.
Intelligenzunterschiede sind erblich, ja, und das wird gemessen. Aber warum sind die Intelligenzunterschiede (zum Teil) erblich? Weil die Intelligenz zum Teil von den Genen mitbestimmt wird, man kann die Intelligenz nur nicht absolut Messen, man misst sie stattdessen relativ – als Abweichung vom Mittelwert.
Ja, es ist einigermaßen amüsant mitanzusehen, wie Frau Stern nun unter Aufbietung all ihrer rhetorischen Kunst versucht, ihre Reputation und berufliche Zukunft zu retten, nachdem der Große Böse Satan es gewagt hat, ihren Namen öffentlich im Mund zu führen. Sie muß ihm also mit großen Gesten in irgendeinem Detail oder einer Begrifflichkeit energisch widersprechen, um dann in Nebensätzen und mit anderen Begrifflichkeiten die Substanz zu bestätigen. (“In entwickelten Ländern mit allgemeiner Schulpflicht sind mindestens 50 Prozent der Intelligenzunterschiede auf Variationen in den Genen zurückzuführen.”)
Im FAZ-Interview genau so: Auf die letzte Frage (“Kann der Durchschnitts-IQ absinken?”) kommt zuerst das emphatische und sinnfreie “Nein!”, mit dem sie sich zitieren lassen kann, und zwei Sätze weiter dessen genaues Gegenteil: “Das Ungleichgewicht in der Fortpflanzung müsste noch über viele Generationen gehen, bevor der IQ merklich absinkt.” Was ja exakt jenes langfristige Szenario ist, vor dem der Große Böse Satan sein Volk warnen wollte.
@Techniknörgler, @twex Sie wollen die Umkehrung Sarrazins Thesen wohl durch persönliches Beispiel belegen oder wie ?
Der Link zu diesem Zettelkasten ist ja höchst peinlich, da werden in diesem ekelerregenden reaktionärem Gutmenschen-Forum seitenlange pseude-freundliche und ‘Wissenschaft mal verständlich erklärt’ Ergüsse zum Thema abgeliefert, dabei erwähnt man wohl die fundementalste ‘Besonderheit’ der Zwillingsstudien (ich schreibs nochmal, weils so schön ist: Gene erklären die Varianz in der Intelligenz [zu 50-80%] nur, wenn alle anderen Faktoren konstant gehalten werden) mit keinem Wort, hier würde ich tatsächlich davon ausgehen, dass man ‘zu doof ist’…
Wenn’s so weitergeht, werden wir bald zwecks Umkehrung der Verdummung um mehr Einwanderer beten müssen…
Hurra, das Buch ist da. Kam mit DHL von Amazon. Mal lesen, was Sarrazin wirklich schreibt.
Schlage vor: Nur die, die es gelesen haben, sollten hier kommentieren.
Verehrter Spiegelfechter, wie viele Seiten haben Sie schon gelesen? Ehrliche Antwort erwünscht.
Na, dann wirst Du ja ein langweiliges Wochenende haben ;-)
Du willst also, dass ich alle Deine Kommentare lösche?
Ich habe das ganze Buch überflogen und einige Passagen auch gelesen. Mehr muss wirklich nicht sein.
Danke für die ehrliche Antwort, verehrter Spiegelfechter.
Ich stelle fest, dass sowohl der Autor als auch wir Kommentatoren den Sarrazin überhaupt nicht gelesen oder mal gerade so überflogen haben.
Genügt das, um fundiert pro oder kontra Sarrazin zu schreiben?
“Genügt das, um fundiert pro oder kontra Sarrazin zu schreiben?”
Wenn Sie glauben, das genüge nicht – warum haben Sie dann extra eine Internetseite pro Sarrazin eingerichtet? Verstehe ich nicht…
Solange die Kritiker Sarrazins den gleichen prozentualen Kenntnisstand seines Machwerks haben, wie Sarrazin zum Zusammenhang von Genetik und Intelligenz, sollte dies von Deiner Seite doch eigentlich unwidersprochen bleiben.
Siehe auch: FAZ-Interview mit Elsbeth Stern
Muß man mehr als ein Kapitel der Bibel lesen um zu sehen, das das ganze Buch offensichtlich unlogischer magische-Himmelsfee-Blödsinn ist?
Muß man mehr als ein paar Seiten “Mein Kampf” lesen um zu sehen, das das Buch himmelschreiendender dumm-völkischer Quark ist?
Muß man mehr als eine Ausgabe BILD gesehen haben um zu sehen, das diese Zeitung widerwärtigste Anbiederung an die niedrigsten Ressentiments zum Götzen erhoben hat?
Um mich mal schamlos selbst zu zititieren:
Boah wat ein Unsinn. Es wurden wahrlich genug idiotische Ausszüge vorher veröffentlicht. Die Wahrscheinlichkeit das im restlichen Buch plötzlich sinnvolle, von der Realität gedeckte Beobachtungen gemacht werden ist verschwindend gering. Meinen sie nicht das bei all’ den Leuten die dieses Machwerk bisher gelesen haben mittlerweile bekannt geworden wäre, wenn die noch nicht vorher rumgezeigten Teile ganz zufälligerweise völlig anders wären als die Stammtischparolen die veröffentlicht wurden?
Ehrliche Antwort bitte.
PS. Verlangen sie auch das man die Bibel komplett gelesen haben muß, bevor man Atheist sein darf? Oder reicht es die ersten paar Kapitel voller unlogischem Schwachsinn gelesen zu haben? Reicht die Genesis schon?
@ Fyyff:
Haben Sie denn wenigstens den längere Ausschnitt im Spiegel gelesen? WIrkt nicht wie Stammtischparolen.
Oder geht es ihnen um die vielen Kurzzitate, mit denen man Sarrazin zu demontieren versuchte, so gut es geht.
Ich hab einige der veröffentlichen Passagen gelesen ja. Aber selbst wenn nicht – ändert sich Sarrazins Meinung plötzlich irgendwo weiter hinten im Buch, ohne das es einer der mittlerweile vielen Leser gemerkt hat? Sagt er irgendwo “Ey…alles was bei BILD, Spiegel und Co. vorab veröffentlicht wurde war nur Spaß, in Wirklichkeit habe ich Ahnung von Genetik und Soziologie und in Wirklichkeit sieht es so, so und so aus!”? Nein? Na sowas.
Und selbst in diesem Fall wäre was veröffentlicht wurde noch Unsinn. Der wird nicht richtiger nur weil man mehr davon konsumiert.
Alles in allem kommen mir Thilos Jubelperser hier vor wie die Leute die nicht wahrhaben wollten das der Kaiser nackt ist und Kritiker darauf hinweisen sie müßten nur richtig hinschauen und schon würden sie die feinen Stoffe, den exellenten Schnitt und die wunderbare Eleganz der kaiserlichen Bekleidung erkennen – und überhaupt, wie könne man sich anmaßen über die kaiserliche Mode zu befinden ohne zig Abhandlungen zu Leder, Stoffen und Mode gelesen zu haben. Kurz: Courtier’s Reply in Reinform.
Zu lang:nicht gelesen-Version: Man muß offensichtlichen Quatsch nicht mit noch mehr Quatsch unterfüttern um rauszufinden das es Quatsch ist.
Vor allem wurde ja nun in drei verschiedenen Polit-Talk-Shows Sarrazins Thesen aus seinem Buch zitiert. Diese waren deckungsgleich mit den Vorabveröffentlichungen.
Ergo, (ich bin mal so frech)
“Ich hab einige der veröffentlichen Passagen gelesen ja. Aber selbst wenn nicht – ändert sich Sarrazins Meinung plötzlich irgendwo weiter hinten im Buch, ohne das es einer der mittlerweile vielen Leser gemerkt hat? Sagt er irgendwo “Ey…alles was bei BILD, Spiegel und Co. vorab veröffentlicht wurde war nur Spaß, in Wirklichkeit habe ich Ahnung von Genetik und Soziologie und in Wirklichkeit sieht es so, so und so aus!”? Nein? Na sowas.
Und selbst in diesem Fall wäre was veröffentlicht wurde noch Unsinn. Der wird nicht richtiger nur weil man mehr davon konsumiert.”
Er schreibt in den Ausschnitten (z.B. auf SPON) aber gar keinen rassistischen Unsinn!
@Carsten Penkella (Sarrazyniker)
Hmmm, wenn du Sarrazins „Mein Krampf“ ausgelesen hast, musst du anschließend dringend bei Amazon „Mein Kampf“ von Adolf Hitler bestellen. Denn nur denen, die „Mein Kampf“ nicht gelesen haben, ist künftig das Recht gestattet, das Nazitum wohlwollend zu kommentieren!
Und jetzt raus mit der Sprache! Wieviele Seiten von Hitlers „Mein Kampf“ hast du noch nicht gelesen? Nur wenn es alle Seiten sein sollten, darfst du das Nazitum weiter wohlwollend kommentieren. Ehrliche Antwort erwünscht!
@ drummy b:
Es ist immer mißlich, wenn man sich zu einer Sache äußert, von der man nichts versteht. Einen Faktor “konstant halten” heißt schlicht, daß man Fälle analysiert, in denen dieser Faktor nicht variiert.
Wenn Sie zum Beispiel wissen wollen, wie sich die Temperatur in dieser Woche entwickelt, dann ist es keine gute Idee, am Montag morgens, am Dienstag mittags und an anderen Tagen nachmittags zu messen.
Sondern Sie werden immer zur selben Tageszeit eine Messung vornehmen. Man sagt dann, daß Sie den Faktor Tageszeit konstant halten.
So einfach ist das, und mehr verbirgt sich dahinter nicht. Es ist halt die Sprache der Wissenschaft, und wenn man die nicht kennt, dann mißversteht man schon mal das eine oder andere.
Daß Sie menen Blog lesen, obwohl er für Sie “ekelerregend” ist, finde ich stark. Glückwunsch zu dieser Selbstüberwindung!
Herzlich, Zettel
das bestreitet hier doch auch keiner.
aber die frage hier ist doch vielmehr, wie stark der faktor “vererbung” das gesamtergebnis (den iq) überhaupt absolut und relativ beeinflusst. der iq setzt sich aus einer gleichung mit vielen variablen zusammen, welche jeweils auch noch unterschiedlich gewichtet werden. und die variable “vererbung” hat nun einmal laut wissenschaft einen sehr geringen anteil am gesamtergebnis.
aber das wurde hier schon 1000mal erwähnt :(
Es wurde, lieber Mordred, vielleicht schon 1000 mal erwähnt, aber es ist nun einmal trotzdem falsch.
Das ist nicht eine Frage der politischen Einstellung oder der Bewertung, sondern schlicht der Fakten.
Eine Kommissiion der APA (der Amerikanischen Psychologischen Gesellschaft), in der nahezu alle führenden Forscher auf diesem Gebiet saßen (der Vorsitzende war Ulric Neisser, einer der bedeutendsten Psychologen des 20. Jahrhundertes) hat 1996 die gesamte damals verfügbare wissenschaftliche Literatur analyisert und ist zu dem Ergebnis gekommen, daß bei Kindern 45 Prozent der Varianz und bei Erwachsenen 75 Prozent der Varianz hereditär bedingt sind. Die seitherige Forschung hat zu eher noch höheren Schätzwerten bei Erwachsenen geführt, in der Größenordnung einer Heredität von .85. Niemand, der auf diesem Gebiet forscht, bestreitet heute noch die erhebliche Erblichkeit der Intelligenz.
Dabei spielt die Interaktion zwischen Anlage und Umwelt eine wesentliche Rolle; Sie können das in meinem Artikel nachlesen.
Wenn Sie diese Zahlen, die Sie auch in der Wikipedia nachschlagen können, anzweifeln, dann würde mich interessieren, auf welche wissenschaftlichen Quellen Sie Ihre Meinung stützen.
Herzlich, Zettel
Also ich will die Problematik nur korrekt verstehen.
Ich wills noch mal in eigenen Worten versuchen:
Da die absolute Intelligenz nicht messbar ist, kann man nur Intelligenzunterschiede (als Abweichung vom Mittelwert der Intelligenz) messen.
Aus Zwillingsstudien weiß man, das Intelligenz sowohl genetisch als auch durch die Umwelt bedingt ist. D. h, der IQ ist immer ein „Produkt“ aus genetischer Disposition und Umwelteinflüssen.
Aus den Studien an eineiigen und zweieiigen Zwillingen ergibt sich nun das 50 bis 80% des Unterschiedes in der Intelligenz (in Gesellschaften mit allgemeiner Schulpflicht) genetisch bedingt sind. Ein solches Ergebnis gilt also nur in einer bestimmten Gesellschaft. Die „50-80% Aussage“ ist also keine feste Größe. Es hätte sich sogar das Ergebnis ergeben können, das die Unterschiede in der Intelligenz zu 100% genetisch bedingt sind. Das würde dann aber nicht heißen, das die Gene zu 100% die Intelligenz bestimmen bzw. das die Umwelt keinen Einfluß auf die Intelligenz (den IQ) hat.
Wären z. B. für alle die Umweltbedingungen gleich (optimal), so wären die Unterschiede im IQ, nicht jedoch der IQ, (in den gehen die Umweltbedingen noch mit ein. und erhöhen ihn) vollständig auf die Gene zurückzuführen. Die Unterschiede würden jedoch, obwohl im Schnitt der IQ höher wäre, nicht verschwinden.
Man kann also nicht angeben wie hoch der Anteil der Gene am IQ ist sondern nur wie hoch der Anteil der Gene am Intelligenz-Unterschied ist.
Eine Aussage wie 50-80% der Unterschiede in der Intelligenz sind genetisch bedingt, setzt also eine durchschnittliche Grenze für das Förder-Potenial eines Individuums in unsere Gesellschaft.
Was bedeutet das nun für die Vererbung von Intelligenz?
Unter Erblichkeit der Intelligenz (im Gegensatz zu Vererbung von Intelligenz) würde ich verstehen, das die eerbten Anlagen eines Individuums seine Intelligenz (erheblich) mitbestimmen. Das wäre aber etwas anderes als die Behauptung, das man prognostizieren kann welche Anlagen (welches Potential) Eltern ihren Kindern vererben. (So verwendet Sarrazin ja die “50-80%” Aussage). Dazu müßte man zusätzliche Untersuchungen anstellen, was man sicher getan hat.
Danke für diesen lesenswerten Beitrag zu einer Diskussion, die ich bisher als unergiebig empfunden habe.
Die Leistung in den einzelnen Aufgaben z.B. des HAWIE wird auf einer Verhältnisskala gemessen. Man kann also zum Beispiel sagen, daß jemand doppelt so viele Punkte erreicht hat wie ein anderer. Dem IQ allerdings liegt, da haben Sie Recht, eine Intervallskala zugrunde, basierend auf der Standardabweichung.
Man kann also nicht sagen, daß jemand doppelt so intelligent wie jemand anders ist. Die korrekte Aussage lautet, daß er – beispielsweise – intelligenter ist als 77 Prozent der Bevölkerung und ergo weniger intelligent als 23 Prozent. Das allein drückt der IQ aus; und zwar in normalisierter Form auf einer Skala, deren Einheit auf die Standardabweichung bezogen ist (15 IQ-Punkte entsprechen einer Standardabweichung).
Richtig. Und zwar Produkt nicht nur in dem Sinn, daß sich diese Einflüsse addieren; sondern sie interagieren miteinander.
Das kann sein. Soweit mir bekannt, hat man aber bisher keine Unterschiede zwischen verschiedenen Gesellschaften gefunden; wohl aber zwischen sozialen Schichten. Bei Kindern aus der Unterschicht ist der hereditäre Anteil am IQ geringer; was aber nicht bedeutet, daß ihre Begabung, also der genetische Anteil am IQ, weniger von derjenigen ihrer Eltern abhängen würde.
Man muß also – das wird gerade auch in Zettels kleinem Zimmer diskutiert – zwei Dinge auseinanderhalten: Die Begabung oder Anlage, also die genetische Komponente der Intelligenz, und den gemessenen IQ.
Richtig.
Das müßten Sie bitte erläutern. Meinen Sie, daß man nicht im Einzelfall sagen kann, welche Anlagen ein Kind von welchem Elternteil erbt? Das ist richtig. (Einstein soll mal gesagt haben: Das wäre doch toll, wenn ich Marilyn Monroe heiraten würde und wir hätten Kinder – ihr Aussehen und meine Intelligenz! – - Was aber, wenn sie mein Aussehen und ihre Intelligenz haben werden?).
Aber Sarrazins Aussage ist ja statistisch und davon unberührt. Sie ist im Kern richtig, nur daß er von Varianzanteilen hätte sprechen sollen statt von “Prozent der Intelligenz”. Sie finden diese Redeweise freilich immer wieder, und normalerweise stört es niemanden. Nur jetzt hat sich Elsbeth Stern bemüßigt gefühlt, wegen dieser kleinen Unschärfe Sarrazin vorzuhalten, er hätte das Konzept der Intelligenz nicht verstanden.
Naja, das Ganze ist halt weniger eine wissenschaftliche als eine politische Auseinandersetzung. Es geht um die Meinungsdominanz. Ein pc Weltbild, in dem die Gene keine Rolle spielen, in dem die Demographie tabu ist und in dem die mit der Einwanderung einhergehenden Probleme verdrängt werden, soll verteidigt werden. Die Mittel, die man dabei verwendet, sind nicht fein.
Wenn es Sie interessiert, ich habe das hier ein wenig ausgeführt.
Herzlich, Zettel
@Zettel
Jetzt wird’s aber lustig:
Und was heißt das für die Übertragbarkeit des Untersuchungsergebnisses für die ‘wirkliche Welt’ ? Und davon handeln wir. Aber schön, dass Sie’s selbst nochmal gesagt haben. Vielleicht sollten Sie’s in ihrem Blog auch nachtragen. Sie dürfen dann auch mein Beispiel verwenden. Ich werd’s auch nicht überprüfen …
In dem Falle werde ich mich ratsuchend an ihren Blog wenden
Ich war mir nicht so recht klar darüber was Vererbung von Unterschieden bedeutet. Insbesondere wenn man davon ausgehen muß, das Eltern mit niedriger Intelligenz ein Kind mit hoher Intelligenz haben können und umgekehrt.
Aber diese Ausreißer bringen die Statisktik wohl nicht zu Fall.
Mich hatte halt irritiert das Fachleute wie Elsbeth Stern dahingehend rumdrucksen (http://www.zeit.de/2010/36/Intelligenz-Sarrazin) das (hohe) Intelligenz ein glücklicher Zufall …. sei und damit das Statistik-Argument letztlich verwässern. Aber das hat “Techniknörgler” ja ausgeführt.
Ich hatte selbst naiv (ein solches Beispiel vermißte ich z. B. bei Elsbeth Stern) versucht zu rechnen, wie man den IQ eines Kindes im Mittel vorhersagen kann wenn 50% (bis 80%) des Unterschiedes in der Intelligenz vererbt werden, wie es ja nun mal die Forschung behauptet.
Angenommen die Eltern haben einen IQ von 120 dann wären 10 Punkte (über 100) davon genetisch bedingt. Wenn diese weitergegeben werden hätte das Kind im Mittel einen IQ von 110, wenn man Umwelteinflüsse nicht berücksichtigt. Umgekehrt hätte ein Kind von Eltern mit IQ 80 einen IQ von 90, Es wird jeweils (statistisch) die positive bzw. negative 10 Punkte Abweichung vom Mittelwert (100) weitergegeben.
Tendenziell würde sich also Intelligenz von oben wie unten statistisch dem Mittelwert annähern was auch Elsbeth Stern in einem FAZ-Interview konzediert.
Wenn man jetzt ein Beispiel für das von Sarrazin behauptete Fortpflanzungsverhalten durchrechnet, so kann man sich davon überzeugen, das die Intelligenz in einer Population zahlenmäßig im Mittel sinkt, wie ja auch Elsbeth Stern zugibt.
Eine andere Frage ist ob das große Auswirkungen hat.
Ob Sigmar Gabriel, Angela Merkel, Christian Wulff die Bundesbank und die Leitmedien und deren Multiplikatoren usw. über so etwas nachgedacht haben als sie Sarrazin ob dieses Argumentes richteten, (um nun freilich im Nachhinein den in Gang gekommenen Prozeß für sich auszuschlachten), darf bezweifelt werden.
Egal was man von Sarrazin halten mag, auf der Basis der aktuellen Erkenntnisse der Intelligenzforschung kann man ihm ob seiner “Erblichkeitsargumentation” zwar Ungenauigkeiten vorwerfen, aber keinen Rassismus oder ähnliches.
@ drummy-b
Es heißt, daß die Ergebnisse auf die wirkliche Welt übertragbar sind. Nahezu die gesamte wissenschaftliche Forschung funktioniert so, daß man Kausalzusammenhänge untersucht und dabei einen Teil der Faktoren konstant hält. Das geht nicht anders, weil die reale Welt zu komplex ist, um alle dort bestehenden Kausalzusammenhänge zugleich erfassen zu können.
Selbstverständlich kann man die Ergebnisse, wenn sie stimmen, dann auf die Wirklichkeit, die eben komplexer ist, übertragen. Das ist die Logik der Naturwissenschaft, seit Galilei das Fallgesetz fand, als er vom schiefen Turm von Pisa verschiedene, unterschiedlich schwere Gegenstände herabfallen ließ.
Er hatte freilich keine idealen Meßbedingungen, denn er konnte seine Messungen nicht im luftleeren Raum vornehmen.
Wenn Sie aber die Gravitationskonstante bestimmen wollen, dann müssen Sie den betreffenden Körper im luftleeren Raum fallen lassen, weil sonst die Fallgeschwindigkeit durch den Luftwiderstand verringert wird.
Haben Sie die Messung vorgenommen, dann können Sie das Ergebnis vollständig und ohne jede Einschränkung auf die “wirkliche Welt” übertragen und sie beispielsweise verwenden, um die Geschwindigkeit zu berechnen, die eine Rakete erreichen muß, um die Erdgravitation zu überwinden.
Übrigens – haben Sie denn im Physikunterricht nicht solche Experimente vorgeführt bekommen und gelernt, daß man die Ergebnisse auf die “wirkliche Welt” übertragen kann?
Ebenso ist es bei den Untersuchungen, die ich zitiere. Sie wurden überwiegend an Zwillingen und Adoptivkindern vorgenommen, aber die Ergebnisse sind ohne Einschränkung auf alle Menschen übertragbar. Jedenfalls gibt es bisher keinen Hinweis darauf, daß das nicht so wäre.
Herzlich, Zettel
Sie sind aber heute wirklich spaßig drauf ! Glauben Sie dass eigentlich selbst, was sie da schreiben ? So naiv kann man doch gar nicht sein ?? Haben Sie schon mal was davon gehört, dass man den Einfluß von als konstant angenommenen Variablen kontrollieren muss [insofern man es denn auf die Realität übertragen will. Einen Anspruch, den die zitierten Studien m.E. gar nicht stellen].
Wenn Sie ihr dämliches Gravitationsexperiment von einem 1000m hohen Baum machen, bekommen sie eine Gravitation von fast 0. Also müssen Sie, wie sie es richtig angemerkt haben, die Luftreibung herausrechnen. Wo in den Intelligenz-Studien sind die ‘real-world’ Umstände geschätzt worden, wo herausgerechnet ? Wenn Sie WIRKLICH glauben, was sie hier zum besten geben, sollten Sie sich schleunigst noch mal zum Abendgymnasium anmelden und das bloggen lieber seinlassen.
drummy-b: Die Psychologen leiden darunter, dass ihre Wissenschaft nicht als “hard science” ernstgenommen wird, und kompensieren das durch eine extrem naive Überanpassung an das, was sie für “hard science” halten. Dabei kommen solche Sachen raus wie “Intelligenz ist, was der Intelligenztest misst (bzw. testet)”. Jedem Wissenschaftstheoretiker fallen die Haare aus bei solchen Sprüchen. Dass es sich bei allen auf empirischer Erhebung beruhenden numerischen “Verfahren” um Modelle handelt, wirst Du diesen Verdinglichern nie klarmachen können. Das sind dann Leute, die allen Ernstes schreiben, Intelligenz “liege normalverteilt vor”. Pah, dagegen sind ja Ökonomen beinahe Wissenschaftler (sorry Jens ;))
a^2
Ja? Es ist schlicht eine operationale Definition. Wie definieren Sie, Verehrter, denn beispielsweise Masse? Oder Zeit?
Bei numerischen Verfahren handelt es sich nicht um Modelle. Verfahren der Datenerhebung – also beispielsweise die Intelligenzmessung – führen, um das Ihnen als Wissenschaftstheoretiker in der Terminologie von Moritz Schlick zu sagen, – zu Protokollsätzen. Modelle sind hingegen die Formalisierung theoretischer Aussagen, liegen also auf einer anderen Ebene.
Das mit der Normalverteilung der Intelligenz interessiert mich, und hier würde ich Sie um Aufklärung bitten.
In einer homogenenen Stichprobe ist der IQ in aller Regel annähernd normal verteilt. Wenn Sie Befunde kennen, die davon abweichen, würde ich diese gern kennelernen. Man lernt ja immer Neues. :)
Herzlich, Zettel
@zettel,
Volkmar Weiss zB bestreitet die Normalverteilung.
Das kommt von seinem Ansatz.
Angedeutet zB da:
http://de.wikipedia.org/wiki/Volkmar_Weiss#Fachliche_Positionen_-_Kritik
@Zettel: “Intelligenz ist”, das allein ist ein wissenschaftstheoretischer Skandal. Nicht, dass ich umstandslos (bei aller Verehrung) Hilberts Standpunkt einnehme. Aber so eine Scheisse, wie sie die Psychoten ablassen, ist seit Hume nicht mehr tragbar. Gewiss kann ich eine operationale Teilmenge des Phänomens “Intelligenz” eingrenzen auf das, was “der” (welcher, Binets, Wechslers, wie bitte kalibriert, werden Sie doch bitte mal wissenschaftlich, der Mist misst doch Schulleistung, kaum mehr, haben Sie das nach 60 Jahren Debatte nicht gerafft?) Intelligenztest misst. Das heisst aber, dass sich jede nationale, regionale, sogar alters- und bildungsgruppenspezifische “Intelligenz” unterscheidet, denn danach werden Intelligenztests kalibriert.
Zu behaupten, das “sei” Intelligenz, ist verwegen, wenn nicht einfach doof. Es zeigt nur die Ferne der Psychologie von Wissenschaft.
a^2
@Groo: Er “bestreitet die Normalverteilung” natürlich nicht. Die Normalverteilung oder Gaussche Verteilung ist ein Verteilungsmodell, mit dem sehr viele naturwissenschaftlich erfassbare Phänomene gut darstellbar sind. Aber auch in der Welt der Physik und Chemie, noch mehr im Rest der mess- und wahrnehmbaren Welt, folgen Verteilungen nicht notwendig dem Modell der Gaussschen Verteilung. Vielmehr ist aufklärungs- und erklärungsbedürftig, wenn oder wann sie einer solchen Verteilung entsprechen und wann und warum Verteilungen links- oder rechtsschief oder gar irregulär sind. Auch die Natur kennt solche Verteilungen, die nicht gaussch sind. Wer hier Normalverteilung behauptet, hat eine Bringschuld der Begründung.
a^2
Wenn Sie ein Objekt von einem 1000 m hohen Baum fallen lassen, dann bekommen sie selbstverständlich dieselbe Gravitationskonstante wie bei jeder anderen Fallhöhe.
Ich fürchte, auf diesem Niveau kann ich nicht mit Ihnen diskutieren. Vielleicht machen Sie sich erst einmal mit dem Physikstoff der Mittelstufe eines Gymnasiums vertraut.
Herzlich, Zettel
Sie haben meinen Kommentar aber schon gelesen, oder haben sie ihn evtl so gelesen, wie sie alles andere zu lesen scheinen, was Ihnen unter die Nase kommt ?? Selbstverständlich wird die Gravitationskonstante immer kleiner, je höher der Baum ist (zumindest ab ~30m Höhe), und bei einem ‘fantastischen’ Baum von 1000m Höhe messen Sie quasi 0. Bäume wachsen nämlich i.d.R. nicht im luftleeren Raum. Und exakt denselben Fehler begehen diejenigen, die die festgestellte genetische Abhängigkeit einfach so auf gesellschaftliche Gruppen oder sogar Rassen übertragen. Das wars aber jetzt von meiner Seite, weiterer Nachhilfeunterricht ist kostenpflichtig.
Wir müssen unterscheiden zwischen der Gravitationskonstante G und der Erdbeschleunigung g (ich bekenne mich schuldig, da bei meinem ersten Beitrag auch geschlampt zu haben).
Wie der Name sagt, ist die Gravitationskonstante eine Konstante.
Die Gravitationskonstante G beträgt
G = 6.67300 × 10-11 m3 kg-1 s-2
Und das, Bester, gilt nicht nur auf Ihrem Baum, sondern überall in unserem Weltall.
Was Sie meinen, das ist die Erdbeschleunigung g. Diese nimmt zwar in der Tat mit der Entfernung zwischen einem Objekt und der Erdoberfläche ab, aber sie ist in 1000 m Höhe keineswegs “quasi null” (sonst könnten Sie schon auf der Zugspitze schwerlos herumfliegen wie in der ISS ;-).
In 1000 m Höhe ist die Erdbeschleunigung praktisch dieselbe wie auf der Erdoberfläche. Erst in 1000 Kilometer Höhe beträgt sie ungefähr 7 m/s*2 statt des Werts 9,81 m/s*2 auf der Erdoberfläche.
So, genug. Sie reden – tut mir leid – über Dinge, die Sie nicht beherrschen. Ich beende deshalb jetzt diese Diskussion von meiner Seite.
Herzlich, Zettel
@Zettel
Mein Gott, sie verstehen die einfachsten Analogien nicht, Ich sprach von messen und beobachten. Aber dafür haben Sie wohl kein Verständnis, da ihre Meinung ja scheinbar schon vor dem Experiment feststeht. Besser, als in diesen paar Kommentaren, hätten sie ihren blinden Fleck nicht demonstrieren können. Und es scheint, als wäre dieser Fleck braun…
Und die Gravitationskonstante ändert sich auch je nachdem wie reich Mama und Papa Gravitationskonstante sind und wie behütet sie aufwächst?
Nein?
Na sowas….dann hat ihr Beispiel ja NULL mit den Vorstellungen von Herrn Sarrazin zu tun, das Gene den Großteil des Bildungserfolges ausmachen.
Physikstoff auf Gymnasialniveau my ass. Mit dem eigenen Wissen prollen wollen, aber nicht die simplesten Aussagen der eigenen Links verstehen. In ALLEN Links auf wissenschaftliche Texte oder die englische Wikipedia wird deutlich das Umwelteinflüsse eine sehr viel wichtigere Rolle in der Bildung spielen als jegliche genetische Faktoren, abseits eines angeboren Schadens.
Aber ich verstehe schon…man fühlt sich halt so schön überlegen wenn die Armen und die Ausländer und *hier Hassobjekt einfügen* “von Natur aus” minderwertig und blöd sind, gell? Dieser Geisteszustand hat sogar einen Namen…ich komm grad nicht drauf….
Biologismus? Hmmm? Nö.
Ach ja genau – Rassismus!
Sie sind Rassist. Gratulation. :)
@Fyff
Stimmt. Ich glaube, dass ich dies in der 8 oder 9 Klasse lernte. Schon interessant, dass sich jemand etwas darauf einbildet, auf dem Leistungsniveau von bayerischen Gymnasiasten der 8 oder 9 Klasse zu sein.
Kennt eigentlich jemand den Abiturschnitt von Sarrazin? :-)
Halbiert man ihn, erhält man meinen, den ich trotz miserabelster Bedingungen erzielte.
Mein Abiturschnitt ist so herausragend gut, dass ich nicht über die Abiturbestenquote Medizin studieren könnte. :-)
Kurz: Mein Schnitt ist schon nicht wirklich gut. Der von Sarrazin ist einfach nur erbärmlich schlecht.
Oft ist es ja so, dass derjenige, der Anderen etwas vorwirft, genau in diesen Punkten wesentlich schlimmere Defizite aufweist. Ich denke, dass dies auf Sarrazin und auf einige andere Mitglieder einer sich als Elite gerierenden Schicht zutreffen könnte.
PS: Sarrazin regt mich eigentlich gar nicht auf. Der Axel-Springer Konzern und der Spiegel erzürnen mich jedoch in höchsten Maße.
Es ändert nichts an der Tatsache, dass Vergleiche aus der Physik oder Meteorologie nicht auf die Genetik übertragen werden kann.
Nochmal, die Intelligenz ist keine absolute Größe wie z.B. Temperatur. In der Psychologie wird untersucht, wie sich Intelligenz vererbt, unter Ausschluss sämtlicher Umwelteinflüsse. Und die Untersuchungen kann man nicht auf alle Menschen projizieren, sonst wäre der Bereich zwischen 30% – 80% nicht so groß. Desweiteren kann man bei der Intelligenzvererbung wie auch der Meteorlogie keine sicheren Prognosen über einen großen Zeitraum erzielen. Bricht auf irgendeiner Insel ein Vulkan aus, dessen Aschewolke den Himmel verdunkelt, ist´s aus mit der Vorhersage.
Sie irren, lieber Allesnichtsoder.
In der Psychologie werden Umwelteinflüsse auf die Intelligenz sehr eingehend untersucht; ich habe ja in dem Artikel zum Beispiel auf den Artikel von Flynn hingewiesen. Wenn Sie 11 Dollar und ein paar Cent investieren, können Sie sich den Artikel herunterladen. sie finden dort eine ausführliche Darstellung der Umwelteinflüsse auf die Intelligenz, Stand 2001. Sie können sich zum Beispiel auch den Wikipedia-Artikel Environment and Intelligence ansehen.
Niemand, der sich in dieser Forschung auskennt, wird behaupten, daß die Umwelt nicht einen erheblichen Einfluß auf den IQ hätte. Bei sozial benachteiligten Kindern kann durch Förderungsprogramme eine Zunahme der Intelligenz in der Größenordnung von 10 bis 15 Punkten erreicht werden.
Das ändert aber alles nicht daran, daß es eine massive hereditäre Komponente gibt.
Herzlich, Zettel
Dass haben Sie aber gut erkannt, dass in der Psychologie Umwelteinflüsse berücksichtigt werden. Und inwiefern wurde das in den (in ihrem Blog zitierten) Studien gemacht ? Wie übertragbar ist das auf ethnische Gruppen ?? DaSie ja so gern bei Wikipedia nachlesen, vielleicht mal hier schau’n: Heritability of IQ, insbesondere letzter Absatz ‘Between-group heritability’
Warum geht nicht mal einer der Befürworter von Sarrazins Arschlochthesen darauf ein, dass die gleiche Förderung der Intelligenzvariationen einen so starken Anstieg der Gesamtintelligenz bedingen würde, das sich die Frage neu stellt. Nämlich dahin, ob sich Varianzen bei sozialer Gerechtigkeit und einer wirklich multikulturellen Gesellschaft ganz neu ergeben. Wenn schon so ein Inteligenzfaschismus gepaart mit Rassistischen Ideen aufkommt, dann müßten diese Intelligenzspackos doch auch auf die Idee kommen, dass Erbinformation welche ganz neu gemischt werden, eben auch verblüffende neue vll bessere Ergebnisse bringen.
Aber nein, da wird rumgerechnet um den eigenen Dumpfsinn welcher bei so vielen Variablen überhaupt nicht auszurechnen ist zu bestätigen. Das ist doch die pure Zeitverschwendung.
Auch schön wie die Diskussion abläuft:
A: Ey der Sarrazin hat recht!
B: Kann es sein das der Mann ein ganz klein wenig ein Rassist ist? Keine seiner Thesen ist wissenschaftlich irgendwie haltbar.
A: Doch haltbar! Siehe Link1 Link2.
B: Ja und? Da steht genau das was ich eben andeutete. Sämtliche Wissenschaftler die sich mit dem Thema beschäftigen sagen was komplett anderes wie Sarrazin. So ein Zufall.
A: Waaaaas? Das ist aber nicht so.
B: Doch…die Realität ist nu mal so.
A: Umso schlimmer für die Realität wenn sie nicht in mein Weltbild passt. Es ist so wie ich sage!
B: Hast du Ahnung von Genetik? Von Soziologie?
A: Nein, aber Link1 Link2 sagen das ich recht habe!
*kurze Pause in der alles ab “Ja und?” noch 10x mal wiederholt wird*
A: Siehste ich hab recht! Egal was die Wissenschaftler sagen!
B: ….*seufz* Ja ist jut. Ich gebs auf. Viel Spaß noch in Bizarrowelt.
A: GEWONNEN! GEWONNEN! SARRA-ZIN! SARRA-ZIN!
So ungefähr darf sich ein vernünftiger Mensch die Hölle vorstellen.
Ganz gut zusammengefasst, nur der letzte Punkt mit Sarrazin stimmt nicht.
Denn wenn die Wissenschaft um etwas streitet, das in einem größeren Zusammenhang einfach so nicht wirkt, dann hat derjenige der aus dem Zusammenhang heraus die wissenschaftliche Diskussion stört ja auch Recht.
Den Zusammenhang von außen hat Gro hier ganz gut dargestellt.
http://www.idw-online.de/pages/de/news384817
Hier ein Link vom Informationsdienst Wissenschaft über die Evolutionsbiologie.
“In Bezug auf die Aussagen Sarrazins zur Genetik verwehrt sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) entschieden gegen jede Verfälschung und politische Instrumentalisierung biologischer Fakten. – Sei es durch Thilo Sarrazin selbst, sei es durch andere Teilnehmer der derzeit laufenden öffentlichen und medialen Debatte.”
Die haben lediglich Angst ins ideologische Kreuzfeuer zu geraten, was ihre Forschungen behindern würde. Da haben diese aber mehr von der PC zu fürchten. Ein weiteres Beispiel für weitestgehenden Pseudowiderspruch.
Wenn man erblich wäre, müsste man sagen: In manchen Details irrt sich Sarrazin oder hat ein Detail falsch verstanden, aber grob und im Großen und Ganzen gibt er die derzeitigen Erkenntnisse wider.
“Dass es auch messbare Unterschiede in Intelligenzleistungen gibt, liegt nur daran, dass die Intelligenztests durch kulturelle Vorerfahrungen beeinflusst werden. Jede Volksgruppe, die einen Intelligenztest auf der Basis ihrer eigenen Kultur entwickeln würde, würde feststellen, dass die meisten anderen Kulturen durchschnittlich schlechtere Leistungen zeigen als die Mitglieder des eigenen Kulturkreises.”
http://www.idw-online.de/pages/de/news384817
Da gibt es doch sicher untermauernde Studien zu.
Keinesfalls könnten sie jedoch davor Angst haben das ein kleingeistiger ehemaliger Finanzsenator von Berlin, welcher keinerlei Ahnung von Genetik hat und schon einige mal durch brechende Arroganz und latenten Rassismus aufgefallen ist, ihre Ergebnisse völlig falsch verstehen könnte und einen mittleren Volksaufstand mit seinem Buch
“Mein Ka..”“Deutschland schafft sich ab” anzettelt. Keinesfalls könnte es sie ärgern, das jemand ihre Studien so gründlich mißversteht und sie ellenlang erklären müssen warum alle wissenschaftlichen Betrachtungen des Bundesbankers kompletter Mumpitz sind. Noch viel weniger möglich wäre es das die Biologen einfach nicht als Begründung für eine neue Rassenhygiene herangezogen werden wollen.Völlig unvorstellbar dieses Szenario.
“In Bezug auf die Aussagen Sarrazins zur Genetik verwehrt sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) entschieden gegen jede Verfälschung und politische Instrumentalisierung biologischer Fakten. – Sei es durch Thilo Sarrazin selbst, sei es durch andere Teilnehmer der derzeit laufenden öffentlichen und medialen Debatte.”
Die haben lediglich Angst ins ideologische Kreuzfeuer zu geraten, was ihre Forschungen behindern würde. Da haben diese aber mehr von der PC zu fürchten. Ein weiteres Beispiel für weitestgehenden Pseudowiderspruch.
Wenn man ehrlich wäre, müsste man sagen: In manchen Details irrt sich Sarrazin oder hat ein Detail falsch verstanden, aber grob und im Großen und Ganzen gibt er die derzeitigen Erkenntnisse wider.
“Dass es auch messbare Unterschiede in Intelligenzleistungen gibt, liegt nur daran, dass die Intelligenztests durch kulturelle Vorerfahrungen beeinflusst werden. Jede Volksgruppe, die einen Intelligenztest auf der Basis ihrer eigenen Kultur entwickeln würde, würde feststellen, dass die meisten anderen Kulturen durchschnittlich schlechtere Leistungen zeigen als die Mitglieder des eigenen Kulturkreises.”
http://www.idw-online.de/pages/de/news384817
Da gibt es doch sicher untermauernde Studien zu.
So schwer kann es doch nicht sein! Jeder weiß aus eigener Anschauung, dass Talente normalverteilt sind. Die Chancen, diese Möglichkeiten zu nutzen, sind allerdings ungleich. So erklären sich vielleicht die Unterschiede.
Jeder sieht, daß Lernverhalten individuell ist, Kinder reagieren z.B. unterschiedlich auf den gleichen Unterricht. Das ist auch Ausdruck der ungleichen Lebensbedingungen. Manche Kinder haben ein gutes Lernumfeld (gesunde Ernährung, Wohnung, Familientraditionen, Vorbilder, Bücher, Zuwendung), manche ein schlechtes Lernumfeld (Fastfood, Gewalt, Angst, Vernachlässigung). Manche Kinder schaffen es, die Hindernisse eines schlechten Lernumfelds zu überwinden, die meisten nicht. Schulen können diese unterschiedlichen Voraussetzungen der Kinder nur teilweise ausgleichen. In Frankreich gibt es z.B. gemeinsame Ganztagsschulen, in Deutschland dreigliedrige Halbtagsschulen. In Deutschland gibt es Hausaufgaben, in Frankreich nicht. Die Hausaufgaben zuhause tragen zum Beispiel in Deutschland dazu bei z.B., dass vor allem diejenigen auf weiterführende Schulen kommen, die zuhause ein gutes Lernumfeld haben, z.B. umfassend in deutscher Sprache betreut werden. Also könnten in Deutschland mehr Ganztagsschulen und mehr Gesamtschulen mehr Talente heben, mehr Chancengleichheit herstellen, was ja die Bürger nicht wirklich wollen (Hamburg). Am besten es wird nichts verändert, es geht alles so wie es immer war, es hat ja alles irgendwie alles mit den Genen zu tun, was ja irgendwie die Politiker nicht wahrhaben wollen, weshalb sie den totalen Durchblicker Sarrazin kaltstellen, der je mit allem irgendwie recht hat, was nur keiner von denen zugeben will und so weiter und so fort sabbert es.
Um was zu verändern, dazu bräuchte es unter anderem auch einen bestimmten Typus Lehrer, den es aus strukturellen Gründen in Deutschland aber ganz selten gibt. Wie bei der Inzucht wollen nämlich die einfallslosesten Abiturienten wieder Lehrer werden, die deshalb nach wenigen Jahren schon scheintot sind. Ausgebrannt stehen in deutschen Schulen von Erziehungsbürokraten geistig versklavte unmündige Erziehungsbeamte alleine vor viel zu großen Klassen und ziehen wie am Fließband von Beamtensäcken erstellte Lernpläne durch, fragten hirnlose Hausaufgaben ab, geben gehorsamen Schülern gnädige Noten, testen und sortieren Schüler, produzieren Anpassung, Passivität und Duckmäusertum, machen Absolventen brav, schlaff und einfältig, je höher der staatliche Schultyp, desto erschreckender.
Ach ja, der Glaube existiert nur im einfältigen Hirn des Bundesbänkers T. S., dass das Thema Intelligenzquotient irgendwie irgendwo den Niedergang des Abendlandes weiterbringen würde.
Offenbar ist das doch SOOOO schwer. Oder “die Musels sind schuld!!11″ ist noch viel einfacher. Wer weiß.
Aber da kann man noch so oft erklären das Lebensituation VIEL wichtiger ist als Genetik, die Stammtischrassisten verstehen es nicht. Das übliche Kleinbürger-Denkschema eben. “Der Ausländer/H4er/Arme ist immer noch selbst schuld an seinem Elend! So ist das, jawoll.” Hauptsache sich nicht mit der Realität beschäftigen müssen und sich am Nasenring von einer Haßwoche zur nächsten führen lassen. Da jubelt das Herz des ewigen Schrebergärtners… *seufz*
@carlos manoso,
Das ist ein mutiger Satz.
Aus ‘Anschauung’ erkennt keiner eine Normalverteilung. Behaupte ich mal.
Weiter oben hat ja Herr Zettel dieselbe These aufgestellt, aber mit einem Fragezeichen.
Der umstrittene Volkmar Weiss nimmt eben KEINE NV an!
(Nicht, dass ich seiner Meinung wäre. Mir ist die ganze Debatte suspekt.)
habe ich oben zitiert:
http://de.wikipedia.org/wiki/Volkmar_Weiss#Fachliche_Positionen_-_Kritik
Die NV ist erstmal ein mathematisch-physikalisches Konstrukt.
Ergodentheorem
Gastheorie
etc.
Guckst du etwas weiter, siehst Du die üblichen Verdächtigen in der selbsterklärten ‘Königin der Sozialwissenschaften’ (=Ökonomie):
Den homo oeconomicus, ein Gesellschaftspartikel, das mit ‘physikalischen’ Gesetzen beschreibbar ist.
Die Equilibrium-These.
Und was es sonst noch an Unfug gibt.
Danach wird es nämlich konfus, weil die ‘Theorie’ defekt ist.
Haben wir mittlerweile alle gemerkt, oder?
Es ist ja nicht zufällig, dass Sarrazin genau aus der Ecke kommt.
Ein Ideologe aus dem Finanzsektor.
Ohne es vermutlich zu merken.
Er ist ein Neoklassiker auf der Suche nach einem Überbau.
@groo
groo, ich fürchte, jede bestellte Meinungsumfrage wird dir bestätigen, dass „jeder … aus eigener Anschauung … weiß“, dass „Talente“ normalverteilt sind, zumindest wenn die Befragten normal normalverteilt sind. Das Modell der Gaussschen Verteilung ist nämlich so derart anschaulich, dass es in den Schulen experimentell so lange durchgenudelt wird, bis irgendwann alle genervt nur noch gerne glauben wollen, der ganze Rest der sicht- und unsichtbaren Welt folge diesem komischen Modell der Gaussschen Verteilung.
Nehmen wir nur mal das Talent zum Schachspielen. Über seinen genialen Schachgroßmeister schrieb Stefan Zweig in der „Schachnovelle“, dessen Hirn bestehe aus einem Gebirge grauen tauben Gesteins, in dem tief verborgen sich irgendwo eine winzige dünne Goldader schlängle. Will sagen, in bezug auf das Schachspielen ist er der geniale Schachgroßmeister ein Genie, in bezug auf den ganzen Rest ein totaler Depp. Nun ist es leider so, dass intelligente Menschen nur zu gerne auf diese winzige dünne Goldader starren und dort, wo schlichte Gemüter bloß das Gebirge tauben Gesteins erblicken können, einen riesigen Goldklumpen vermuten wollen.
Wenn nun zum Beispiel Herr Sarrazin am Kranzlereck steht, glaubt sein Hirn statistisch, dass die normalverteilte Welt um das Kranzlereck herum aus lauter Deppen besteht. Aha, denkt Sarrazin, beim Kranzlereck sind wir gemäß Gausssches Modell also intelligenzmäßg am Kurvenende der totalen Debilen. Na also nichts wie weiter den Kudamm hoch, ruft es in Sarrazin, jetzt schnell die Intelligenznormalverteilung hoch Richtung Olivaer Platz. Aah, hier ist das Plateau der Intelligenz erreicht, stöhnt Sarrazin erleichtert!. Uff! Also nix wie weiter! Denn je höher Herr Sarrazin den Kudamm hoch in Richtung Grunewald schlurft, also die Gaussche Normalverteilung runter, desto höher „erkennt“ Herr Sarrazin aus „eigener Anschauung“ den durchschnittlichen IQ. Waahnsinn, tönt es aus Bundesbänker Sarrazin! Schnell schießt er per Handy ein paar Bits voll Euronen zu seinem käuflichen Schreibknecht, und der bläst ihm den Kudamm-Spaziergang auf 465 Seiten zu einem Bestseller auf.
@carlos,
jetzt hast Du Dich aber herausgeschummelt :)
Noch was anderes:
Komisch wird es ja, wenn man sich mal am oberen und unteren Ende der ‘IQ-Skala’ umschaut.
Unten: Die Buschmänner und Aboriginees
Oben: ein paar Einzelne
Was mich bei den Buschmännern/Aboriginees bzgl IQ immer ärgert, ist, dass die die ältesten und stabilsten Kulturen überhaupt hatten, bis die Cleverles sie kaputtgemacht haben.
Norbert Bischof (den kennt wieder keiner) hat das Paradoxon mal mit ‘Survival of the stable’ zu lösen versucht.
———-
Was das obere Ende betrifft, wirds ganz schrullig.
Google mal nach “wer war der intelligenteste Mensch” etc, dann stösst Du auf jede Menge Schmarrer und wüste Vermutungen.
Der mit GEMESSENER Intelligenz war anscheinend ein James Sidis mit einem IQ>>200 (250 bis 300 geschätzt, heisst es — die Tester waren einfach zu dumm, wies scheint, den IQ genau zu beziffern).
Was er sein Leben lang gemacht hat, war reichlich sonderbar.
Guckst Du zB da:
http://www.dradio.de/dkultur/sendungen/kalenderblatt/1047342/
Ein anderer Fall, an den ich mich vage erinnere, ist ein Retortenkind.
Die Mutter -in Kalifornien natürlich- hat sich Nobelpreisträger-Samen aus der Samenbank besorgt, und prompt ist ein ‘superintelligentes’ Kind herausgekommen.
Was hat er gemacht: Irgendwann hat er angefangen, die Veden zu lesen und Sitar zu spielen und hat sein Zimmer nichtmehr verlassen.
Die Mama war verzweifelt. Sie wollte ja einen ‘Leistungsträger’ oder sowas in der Art.
Ich hab mir irgendwann abgewöhnt, gross über ‘Intelligenz’ nachzudenken. Nur Sarrazin schwemmt das wieder mal hoch.
Vielleicht sollten wir mehr über ‘Weisheit’ nachdenken und sie vielleicht sogar wertschätzen und anstreben.
(Die ‘Weisheitsforschung’ ist immerhin schon soweit, dass sie sagen kann, dass ‘Weisheit’ und ‘Intelligenz’ schlecht bis garnicht korrelieren.
Hookudanode?)
Aber nein, der ‘klügste Deutsche’ ist Günter Jauch.
Armes Deutschland.
Grüsse
@groo
Groo, um die Wahrheit zu sagen, schrieb ich „Talente“, während du „IQ-Skala“ liest. Einem Buschmann der Kalahari-Wüste würde es auffallen und somit hätte er kein Motiv, sich da “herauszuschummeln”. Abgesehen davon würde ein Buschmann die Vorstellung echt komisch und langnasenhaft finden, sich irgendwo “herauszuschummeln”. Ein Buschmann der Kalahari-Wüste geht einfach nur rein und geht raus ; wenn er dann wieder rein geht, dann bleibt er und setzt sich in den Schatten. Der Buschmann sagt nämlich von sich, er wisse aus eigener Anschauung, daß er einen Schatten hat.
Ehrlich gesagt glaube ich, dass Thilo Sarrazin im Hauskino der Bundesbank den Film „Die Götter müssen verrückt sein“ von Jaymie Uys gesehen haben muß. In dem Film wird ja aus einem Flugzeug über der Kalahari-Wüste eine Cola-Flasche geworfen, die direkt vor dem Buschmann-Häuptling Xi landet, was Xi als Zeichen der Götter deutet. Aber es gibt Streit, weil es die Cola-Flasche ja nur einmal gibt. Schließlich beschließt Xi, die Cola-Flasche den Göttern zurückzugeben.
Herr Sarrazin macht nun einfach aus dem Buschmann-Film ein Buch und aus der Cola-Flasche eine „IQ-Skala“.
Nochwas, um das ‘Intelligenz’-Syndrom genauer zu verstehen:
(unter Syndrom verstehe ich einen lose gekoppelten Denkkomplex.)
– Singularity (die ultimative Intelligenz)
– Cryonics (Unsterblichkeit)
– Moore’s Law (exponentielles technologisches Wachstum)
Der Guru ist Ray Kurzweil.
In zweiter Reihe Eliezer Yudkowsky, Robin Hanson …
‘Kluge’ Leute. Aber nicht eben weise.
Da:
http://singinst.org/aboutus/team
Kein Wunder, dass dieses Denken in USA im Allgemeinen und in Kalifornien im Besonderen zuhause ist.
Kurzweil kam vor ein paar Jahren mal auf die schicke Idee, seine Singularity durch Microtrading zu finanzieren, also die infinitesmalen ‘Ineffizienzen’ des Marktes durch pattern-erkennende trading-Robots auszuschöpfen.
Was eine ziemlich dumme Idee war, weil er dabei davon ausging, dass Märkte immer liquide sind.
Ich kann nur hoffen, dass er mittlerweile pleite ist.
Typischer Fall von ‘superintelligenter’ Erbsenzählerei, und dabei das grosse Ganze aus dem Auge verlieren.
Die ‘Effizienz’-Steigerung führt nämlich ab einem gewissen Punkt zu einem market-stall. So passiert 2008.
Das scheint der Genius Kurzweil nicht antizipiert zu haben.
Jedenfalls wirbt er nach wie vor um Gelder,
und ebenso das Singularity Insitute
Wer spenden möchte:
http://singinst.org/donate
Haha!
————
Cryonics ist eine Abfallidee von inflationierten Egos, die glauben, ihre Cleverness hätte das ewige Leben verdient.
Etwas kürzer gedacht ist das eine Dominanzthese, die nicht berücksichtigt, dass der wütende Mob sie irgendwann mal auftauen könnte, weil der sie als die wahren Übeltäter identifiziert.
————
Die ‘Singularitäts-Idee’ ist die ultimative Perversion des ‘Intelligenz-Gedankens’.
Ist schon einige Zeit her, wo ich mich daran abgearbeitet habe:
Ein kleines Gedankenexperiment:
Können wir eine ‘Intelligenz’ mit IQ >> 1Mio überhaupt erkennen?
NEIN!
Sie erscheint wie ein ‘Gott’.
Wieso?
Weil sie Kausalitäten im Vorfeld erkennen würde, bevor wir sie auch nur ahnen könnten.
Eliezer Yudkowsky et al haben sich auf den Weg gemacht herauszufinden, wie man eine benevolente Singularität schaffen könnte.
Pragmatisch betrachtet eine ziemlich absurde Idee.
Aber mit sowas beschäftigt sich zZ die US-techno-Intelligenzia.
Da der europäische Diskurs hier hoffnungslos hinterherhinkt –aus guten Gründen — das hier nur mal als Merkzeichen!
Ansonsten wäre das ja eine reine Themaverfehlung.
Vielleicht gibt es hier den Einen oder Anderen, der merkt, was hier abgeht!?
—————–
Wir können einerseits froh sein, dass wir es hierzulande mit Gartenzwergen ala Sarrazin zu tun haben, andererseits verstellt er uns den Blick auf noch grösseren Unsinn, wie er anderswo ausgebrütet wird.
Alles eine Frage der Perspektive.
Für Ameisen ist ein Gartenzwerg schon riesig, und kann grösseres Unheil total verdecken.
Think big, then be humble.
Amen.
Amen auch :-)
Aus technischer Singularität folgt ja, das wir die Maschinen nicht mehr verstehen können wenn wir uns nicht technisch nachrüsten. Also ohne Zusatzarbeitsspeicher sind wir nicht mehr intelligent genug.
Das ist vll nen Stück weiter als bei uns aber wenn es von der bourdieuschen Ressourcenfrage aus gesehen wird eben doch nichts anderes.
Um einen Ausgleich zu schaffen und die positiv lernbehinderten superintelligenten in die Gesellschaft einzugliedern muss denen eben auch geholfen werden. Das Problem ist das sie ihre Macht nicht nicht so gerne abgeben wollen. Wobei wir jetzt bei der Macht der Mehrheit wären.
Durch Gesetze wäre dem eventuell durch freien Zugang zu Wissen und auf den Markt übertragenen Zwang einer Gemeinnützigkeit beizukommen.
Fragen über Fragen und wer will eigentlich Millionär werden? :-)
@Brixius,
was ich u.a. versucht habe darzulegen, ist, dass es es einen Terror der Mitte gibt.
Unten und oben büchst es aus.
Man muss einen mittleren Level von ‘Dummheit/Intelligenz’ haben, um das
mitzumachen, was wir ‘Gesellschaft’ nennen.
Die Singularität ist eine Art Systembruch aus sich heraus.
Also der Glaube, dass mehr vom Selben Dasselbe heilen könnte.
Auf ‘Intelligenz’ bezogen ist das definitiv nicht der Fall.
Ich habe irgendwann mal ein paar Essays für mich geschrieben, um mir klarzumachen, was passiert, wenn die Singularität ‘zündet’.
Kurz: Sie wird erstmal so traurig sein, dass sie implodiert.
Sie zieht sich den Stecker.
Irgendwann, wenn man ihr ein paar Eigenarten abtrainiert hat, wird sie sich das Universum und die kleinen Zündler vornehmen, und es vernichten, um endlich Ruhe zu haben.
Das ‘Schöne’ ist, dass selbst wir Dummköpfe das erkennen können.
Ist ein bisschen philosophische science fiction, aber man gönnt sich ja sonst nichts.
Hilft , den alltäglichen Wahnsinn in Perspektive zu bringen.
Amen.
Mehr vom selben kann das Selbe nicht heilen.
Da stimme ich zu.
Wenn es einen Sarrazin braucht, wie schon mehrfach in den Medien aufgetaucht, dann ist es wohl die Angst, die einen Willen zur Veränderung bringt. Schocktherapie. Angst aber hindert auch am klaren Denken, ist kein guter Ratgeber für Intelligenz. Nicht wenn sie dauerhaft herrscht.
Das sich die Singularität den Stecker zieht, kann schon gut sein. Darum haben vll auch andere Religionen als die christliche mehr als einen Gott. Der ist dann nicht alleine, wird nicht depressiv und braucht sich nicht den Stecker zu ziehen :-)
Sollte sich der Mensch als Gott sehen und damit in seiner superintelligenten Art über die Dinge verstehend erkennen, könnte er wie Sarrazin abdrehen sich selber als Herr über Gene und Leben verstehen.
Dann braucht es eben ein, zwei andere Götter die ihm entgegentreten. Das könnte auch ein Superorganismus wie eine vernünftig miteinander vernetzte Menschheit sein.
Für Ameisen ist ein Gartenzwerg schon riesig, und kann grösseres Unheil total verdecken.
Ameisen sind so ein Superorganimus. Da gibt es durchaus Arten, die zerstörerisch aber auch friedlich sind und in Symbiose mit anderen leben. Den Gartenzwerg können sie trotzdem eingraben.
Ole
Weltfrieden und höhere Strafen für Wiederholungssarrazins ;-)
Der Mensch ist aus krummem Holz gemacht. Jeder Versuch, aus ihm etwas gänzlich Gerades zu zimmern, hat bislang nur einen Ort erschaffen: die Hölle auf Erden.
Lust an der Apokalypse: http://www.spiegel.de/spiegel/0,1518,599582,00.html
T.S. die Katastrophe?
@brixius,
Du hast es erfasst!
Vor zwei Wochen gab es mal eine nette Sendung (3sat) über die Verrücktheit der griechischen Götter.
Grundsätzlich gebe ich Dir recht.
Der Polytheismus war/ist ein Gegenentwurf gegen die Vereinnahmung durch EINEN universalen Idioten.
Wie immer der heisst.
Die Götterwelt ist eine Projektionsfläche unserer Wünsche.
Was ich mich frage, ist, ob die ‘Weisen’ das nicht gelernt haben, und als uns als Welterklärungsvehikel präsentieren.
Grüsse
Sorry.
Ich nehm das zurück.
Weisheit spielt keine Rolle.
Clever muss man sein. Den Vorteil erkennen. Ausnutzen. Umsetzen. Wert schaffen. Der Beste sein. Gummi geben.
Ziemlich blöd von mir.
Ich glaub Gott ist ein Kollektiv :-)
… aus Verrückten, Thilo macht auch mit, steht aber meistens in der Ecke.
@groo
Groo, wenn du schreibst, die „Singularitäts-Idee …(ist) …die ultimative Perversion des Intelligenz-Gedankens“, ist das ein so extremer Satz, dass die Intelligenz darin nicht von Idiotie zu unterscheiden ist. Es mag jetzt womöglich weit hergeholt erscheinen, aber Karl Marx hat in seiner Schrift „Zur Judenfrage“ dazu das Richtige seiner strengen Logik geklärt. Man muß aber schon Jesus heißen, um alles in einem einzigen Satz zusammenzufassen: „Mein Reich ist nicht von diese Welt“.
Offen gestanden neige ich in diesen Dingen zu der darunter liegenden Idee, dass der Intellekt des Menschen seit Anbeginn dem inneren Streit zweier antinomischer Paare unterworfen ist. Das Innerste des Menschen spricht zwar von der Wirklichkeit des Todes, aber zugleich erscheint er als unwirklich, unvorstellbar. Die Unsterblichkeit, von der das Innerste des Menschen gleichzeitig spricht, erscheint gleichfalls unwirklich, unvorstellbar. Obwohl sich der Mensch Tod und Unsterblichkeit nicht simultan vorstellen kann, hat er dennoch die innere Gewissheit von beidem.
Unsterblichkeit kann der INTELLEKT des Menschen aber nur denken wie den Tod, VORSTELLEN können wir uns aber nichts außerhalb der Zeit. Da sich der Intellekt des Menschen die Unsterblichkeit als ein Dasein unendlicher Dauer INNERHALB der Zeit vorstellt, gelangt er in eine Art intellektuellem Zauberkreis, aus dem es keinen Weg zurück gibt in die echte Unendlichkeit des Seins. Denn leere Zeit lässt sich ebenso denken und ebenso wenig vorstellen wie keine Zeit. Die Vorstellung des Intellekts von einem unendlichen Dasein in der diesseitigen Zeit füllt sich daher zwangsläufig mit einem nur ins Unendlichen ausgedehnten Diesseits und wird damit in alle rationalen und affektiven Züge des Diesseits getaucht, bis die Unsterblichkeit als schlechtes Duplikat des Dieseits erscheint, dem nur gewisse Züge wie z.B. die Materie fehlen. Intellektuell gesehen wird die Unsterblichkeit zum Absurdum, emotional wird sie zum Mittel gegen Todesangst und Todesgewissheit und taucht damit in alle tief affektgeladenen Widersprüche ein, die den Zauberkreis des Todeswissens verwirren. Dagegen hilft nur das jüdische Gebot der Weisheit: DU SOLLST DIR KEIN BILD MACHEN.
—von Idioten.
Haha.
Ja.
Mitspielen muss man auch noch dürfen.
Sonst gehts ab…Meint der gutste Sarrazin.
Wenn Du Dir mal einen lustigen Abend machen willst, dann lies David Humes Dialogues Concerning Natural Religion.
Der hat alles schon durchgespielt.
Aber es ist nicht schlecht, selber drauf zu kommen, und dann festzustellen, dass das vor 250 Jahren auch schon jemand gedacht hat.
Man kriegt dann so ein Gefühl des Zusammenhalts über die Zeiten.
Und das ist schön.
Grüsse
@carlos: Bitte erzähle keinen Scheiss. Kein Mensch kann aus der Anschauung wissen, ob eine Verteilung Gaussch, rechts- oder linksschief ist. Verdammt, das sind Modelle. Wenn die biologistischen und neoliberalen Idioten die verdinglichen, ok, das sind Hirnis. Tu quoque fili?
a^2
sorry ich habe Dich missverstanden, was Du schreibst, trifft zu. Die NV ist ein Modell, das bestimmte Prozesse und Zustände, etwa in der Gasdynamik, gut beschreibt. Die Behauptung, es beschreibe gesellschaftliche Phänomene adäquat, ist begründungsbedürftig.
Gruss und nichts für ungut, a^2
Jetzt geht´s mir wieder besser, auch Dank dieses Artikels:
/www.stern.de/politik/deutschland/und-jetzt-django-asuel-thilo-sarrazin-der-mit-dem-pluender-gen-1599297.html
Nun denn!
1. Soll Bundespräsident Wulff Sarrazins Rausschmiss aus der Bundesbank absegnen?
2. Was würde Gauck machen, wenn er Bundespräsident geworden wäre?
Die pseudowissenschaftliche Maske, in der Xenophobie hier einmal mehr auftritt, ist doch gar nicht das Problem. Sondern doch das diese konstituierende sittliche Empfinden selbst, welches das andere, das fremde, das schwache, feingeistige und ‘unproduktive’ – das ”nichtidentische’ also – notorisch als Bedrohung wahrnimmt. ‘Mir wird schlecht, wenn mir in der S-Bahn die Türken gegenüber sitzen’ – mit einer Dekonstruktion falscher Urteile werden wir hier defintiv nicht weit kommen…
Nenne mir ein Volk, das nicht “xenophob” ist. Nenne mir ein Land, das Millionen arbeitslose Einwanderer und ihre Kinder alimentiert.
@carsten penkella: Die Xenophobie ist gewiss ein weltweites Problem.Die Reaktion darauf ist verschieden. In China hätte ein Thilo kein Buch veröffentlichen können, wenn er gegen die dortigen “Türken” (Uighuren, Kasachen, Tibeter) gehetzt hätte. Er wäre beim ersten Mal zur Gongan zum Tee gebeten worden, beim zweiten Mal wären Job und Internetanschluss weg, und beim dritten Mal hätte er zusammen mit uigurischen Knackis Steine klopfen dürfen. Und nein, ich finde das nicht toll. Aber Leute, die Bevölkerungsgruppen aufeinander hetzen, sind auch in meinen Augen Kriminelle.
a^2
Carsten, mir fällt jetzt kein Volk ein, in dem nicht auch xenophob gefühlt würde. Einen Unterschied machen kann ich jedoch anhand der Konsequenz, für die davon Betroffenen. Tödlicher als in Deutschland war diese bekanntlich nirgends. . .
Aqua, Xenophobie mit Gewalt an ihrer Äusserung zu hindern, wäre und ist eine Option. Nur verschwinden wird diese damit nicht. Die Xenophobie erhält sich und kumuliert im Untergrund, bis ein Sarrazin die dünnhäutige zivilisatorische Membran zum Zerreissen bringt. Dessen kulturelle Leistung ist es, das xenophobe Feeling mittels pseudowissenschaftlicher Ableitung in eine sozial akzeptierte Verlaufsform gebracht zu haben. Der Deutsche lernt: ‘Hey, die Fremden zu hassen ist absolut ok ! Sich beim Einkaufen vor Kopftuchmädchen zu ekeln ist normal ! Ich bin nicht allein, 95 % ticken gneauso wie ich ! Gott, tut das gut, dies endlich mal wieder rauszulassen!
Noch als Nachsatz: Xenophobie findet ihr Mass nicht in ihrem Objekt. Die davon Betroffenen können sonstwas an Anstrengung unternehmen, um den ihnen aufgemachten Verdacht zu entkräften. Sich zB zu ‘integrieren’, so wie es die wunderbare Naika Foroutan offenbar geschafft hat. Deren in der Sendung etwas untergangene Provokation ‘ich bin Deutsche’ ist beim Publikum durchaus angekommen, wie die an sie adressierten Hate-Posts in diversen Foren belegen…
Spiegelfechter steht bei mir ganz oben in der Link-Liste “Zeitungen online” , weil er die Dinge meist von der anderen Seite des Mainstream (Tagesschau usw.) sieht.
Der etwas andere Blickwinkel – das ist es wonach treue Spiegelfechterleser eigentlich lechzen.
Ob der Mainstream Journalismus recht hat oder nicht, interessiert dabei nicht.
Spiegelfechter hat sich jedoch diesmal auf die Seite des vom Bundeskanzler politsch verordneten journalistischen Mainstream gestellt.
Dabei hat sich Spiegelfechter soweit herabgelassen, das “Stottern” von Sarrazin als Argument heranzuziehen, als ob der Wahrheitsgehalt einer Botschaft vom Stottern des Boten abhänge.
Ich meine die Diskussion um Sarrazin spaltet die Nation und es werden von beiden Seiten halbverstandene Argumente (Gen, Vererbung, Kultur, Juden) verwendet.
Nachdem Sarrazins Kopf politisch gerollt ist, wird in Politik und Mainstream-Journalismus erst Depression und dann Rationalität eintreten, denn die Probleme bleiben.
Spiegelfechter hätte zum Thema Sarrazin einfach abwarten und zunächst NICHTS schreiben sollen, denn was SF über Sarrazin geschrieben hat ist beliebig und könnte ebenso aus der Feder von “Die Welt” etc. stammen.
Die Diskussion zum Artikel finde ich teilweise excellent, nämlich zur Variation der Intelligenz. Die Diskussion bestätigt, dass es zum Thema natürliche oder gesellschaftliche bedingte (“nature-or-nurture”) Intelligenz-Unterschiede bis heute keine Übereinstimmung gibt, da die Diskussionspartner im Verteilungskampf Partei nehmen.
Ich werde weiter treu den Spiegelfechter lesen, aber mein Misstrauen gegenüber dem Autor ist durch den Sarrazin-Artikel geweckt.
Ja, so wollt ihr es uns verkaufen: Die Faktenlage nüchtern sachlich durchsortiert und zu dem Befund durchgerungen, dass der Moslem hier deplaziert sei. Doch umgekehrt wird ein Schuh draus: Der destruktive Befund ist der Ausgangspunkt,, der sich eines Mikrozensuses oder einer Intelligenzdiskussion lediglich selektiv bedient,, um sich legitimatorisch einzubetten. ..
Wenn sich 95 % inklusive ihrer medialen Flagschiffe ‘Bild’, ‘Welt’ ua darin einig sind, dass Sarrazins Rassentheorie ‘die Wahrheit’ ausspricht, dann repräsentieren die doch ganz offensichtlich den Mainstream…
Nein, ich habe nichts mit denen zu tun die sagen dass “der” Moslem hier deplaziert sei. Allerdings sind die Moslems mit denen ich seit 30 Jahren befreundet bin erfolgreich immigriert und aus Südasien. Aber dass interessiert Sie ja nicht.
Ich wollte rüberbringen, dass es für mich nicht wert war dieses Sarrazin-Essay zu lesen, das nicht besser ist als die kreischende „Beckmann“-Talkshow am Montag im Staatsfernsehen.
Die „Beckmann“-Talkshow war im ARD ein bisher nicht dagewesener Urknall für schlechtesten Journalismus.
Um es auf den Punkt zu bringen: Das wertvollste was ein normaler Leser hat ist FREIZEIT.
Wenn ein Leser 15min kostbarer Lebenszeit in das abendliche Lesen von Spiegelfechter investiert, muss er vorher Vertrauen haben, dass er dort nicht dasselbe liest was er vorher im Staatsfernsehen gesehen hat. Dieses Urvertrauen in Spiegelfechter ist jetzt erschüttert.
Ich habe aber eine Einsicht, dass ich hier gut Reden halte, denn in dem derzeitigen extrem heissen politischen Klima müssen sich Blogger sehr gut überlegen was sie schreiben und in den Beiträgen zulassen.
Ich finde es sinnvoll, sich von Denkschablonen wie “Mainstream-Journalismus” zu befreien. Etwas wird nicht dadurch wahr, dass es der Spiegelfechter schreibt und nicht dadurch falsch, dass es in der “Welt” steht.
Der Sarrazin hat
Fi…en“Gen” gesagt!!!Es ist zwar schon mehrmals ähnlich gesagt worden, muss aber wegen des unaufhörlichen “Er hat Gen gesagt” nochmal klar gesagt werden:
Die Genetikerin Stern will sich vor der Hexenjagd retten, rudert verbal zurück und bleibt doch dabei: IntelligenzUNTERSCHIEDE sind zu 50…80% erblich.
Hier der Artikel mit Frau Stern:
http://bazonline.ch/wissen/medizin-und-psychologie/Herr-Sarrazin-hat-da-etwas-falsch-verstanden-/story/22219338
Frau Stern, Thilo Sarrazin bezieht sich unter anderem auf Ihre Aussagen, wenn er seine Thesen belegen will. Sarrazin sagt, dass 50 bis 80 Prozent der Intelligenz erblich sind, also nur 20 bis 50 Prozent von der Umwelt abhängen. Stimmt das so? Nein, Herr Sarrazin hat da etwas fundamental falsch verstanden. Es muss heissen: 50 bis 80 Prozent der Intelligenzunterschiede sind auf Gene zurückzuführen. Der Intelligenzquotient ist keine absolute Grösse, sondern gibt an, wie stark jemand vom Durchschnitt nach unten oder oben abweicht.
Mit Schulmathematik lässt sich leicht ausreichnen, wenn diese IntelligenzUNTERSCHIEDE zu 50…80% erblich sind, dann sind automatisch in der untersuchten Gruppe auch die Unterschiede der Intelligenz gemessen als IQ erblich (nur die Zahlenverhältnisse ändern sich etwas).
(siehe dazu den fundierten Artikel von Zettel bei http://zettelsraum.blogspot.com/2010/09/sarrazin-auf-dem-prufstand-der_02.html)
Sarrazin hat sich also POPULÄRwissenschaftlich akzeptabel ausgedrückt, wenn er sagt “Intelligenz ist zu 50…80% erblich”.
Sarrazin hätte wissenschaftlich korrekt sagen müssen “IntelligenzUNTERSCHIEDE sind zu 50…80% erblich”. Gerade deutsche Journalisten nehmen es doch mit Zahlen nicht genau. Traue keinem Journalisten wenn er eine Zahl nennt (ständige Verwechslung von Million und Milliarde usw.).
Dazu muss noch gesagt werden, dass die Genetikerin Stern KEINE RASSENunterschiede meint, wenn sie Intelligenzunterschiede sagt.
Sarrazin meint jedoch RASSENunterschiede (Araber) und KLASSENunterschiede (das “Prekariat”). Das macht ihn angreifbar.
Sarrazin hätte einfach dabei bleiben sollen, dass nicht genetische Vererbung, sondern das elterliche ERZIEHERISCHE WEITERGEBEN von Stammes- und Clan-Traditionen und von radikalem Islamismus die Integration eines Teils der Muslim-Immigraten erschwert. Er hätte nach seinem Ansatz auch sagen können, dass mit wissenschaftlichem Rückhalt durch die Genetische Forschung von Frau Stern INNERHALB der Population der Islamischen Migranten IntelligenzUNTERSCHIEDE auftreten könnten, die in Kombination mit dem Islamismus bei einem Teil der Migranten Migrationsprobleme verursachen. Damit hätte er zwar nicht überzeugt, aber er hätte seinen Kopf gerettet.
Jupp, Rassenunterschiede sind das Problem. S. ist ohne es zu wissen ein Rassist.
Die Behauptung, dass Intelligenz nicht vererbt wird, die ja manchmal vorgebracht wird, ist einfach nur albern. Denn das würde auch bedeuten, dass auch andere Eigenschaften nicht vererbt werden können. Ich hätte nur so viel trainieren müssen wie Müller und jetzt wäre ich ein Spitzenfußballer. So läuft das nicht. 100 % meiner Grenzen sind genetisch. Was daraus wird ist zu 100 % von meiner Umgebung und mir bestimmt.
Beim Einfluss der Religion ist auch folgender Artikel interessant: http://physicsworld.com/cws/article/print/42134
Und der hier auch http://www.enfal.de/wissen.htm
@Fyyff:
“B: Ja und? Da steht genau das was ich eben andeutete. Sämtliche Wissenschaftler die sich mit dem Thema beschäftigen sagen was komplett anderes wie Sarrazin. So ein Zufall.”
Im Zeit-Artikel von Frau Stern wird Sarrazins Behauptung aber Grundsätzlich bestätigt. Nur mit einem lauten “Nein, er hat nicht Recht” versehen.
Sie brauchen Zitate?
Hier, auf die Frage “Wird es im Sinne Sarrazins zu einem Einbruch des Durchschnitts-IQ in Deutschland kommen, wenn Menschen, die sich in der unteren Hälfte der Intelligenzverteilung befinden, mehr Kinder bekommen? “:
Frau Stern bestätigt also genau das langfristigen Modell, auf das Sarrazin in seinem Buch anspielt.
Das ist Korrekt. Und hier kommen wir nun zum nächsten Scheinkampf mit Sarrazin. Dieser fordert nämlich Ganztagsschule, verbindliche Vorschule und mehr Förderung. Warum kämpft man also gegen Sarrazin? Warum greift man ihn an? Warum verschweigt man diese Forderungen von ihm? Um ihn stattdessen als “Rassisten” und “Biologisten” brandmarken zu können und dann selber mit dieser Erkenntnis zu kommen, so dass man sich als guter, aufgeklärter, linker Kämpfer gegen Rechts positionieren kann! Was für ein eitler Gockelhaufen, der unseren politmedialen Komplex und sonstige linke Kreise darstellen. Und dann hält man sich nur für was besseres, weil man sich ja selber nicht für etwas besseres halte.
@Fyyff:
“B: Ja und? Da steht genau das was ich eben andeutete. Sämtliche Wissenschaftler die sich mit dem Thema beschäftigen sagen was komplett anderes wie Sarrazin. So ein Zufall.”
Im Zeit-Artikel von Frau Stern wird Sarrazins Behauptung aber Grundsätzlich bestätigt. Nur mit einem lauten “Nein, er hat nicht Recht” versehen.
Sie brauchen Zitate?
Hier, auf die Frage “Wird es im Sinne Sarrazins zu einem Einbruch des Durchschnitts-IQ in Deutschland kommen, wenn Menschen, die sich in der unteren Hälfte der Intelligenzverteilung befinden, mehr Kinder bekommen? “:
Frau Stern bestätigt also genau das langfristigen Modell, auf das Sarrazin in seinem Buch anspielt.
Und dann in ihrem Zeit-Artikel:
Das ist Korrekt. Und hier kommen wir nun zum nächsten Scheinkampf mit Sarrazin. Dieser fordert nämlich Ganztagsschule, verbindliche Vorschule und mehr Förderung. Warum kämpft man also gegen Sarrazin? Warum greift man ihn an? Warum verschweigt man diese Forderungen von ihm? Um ihn stattdessen als “Rassisten” und “Biologisten” brandmarken zu können und dann selber mit dieser Erkenntnis zu kommen, so dass man sich als guter, aufgeklärter, linker Kämpfer gegen Rechts positionieren kann! Was für ein eitler Gockelhaufen, der unseren politmedialen Komplex und sonstige linke Kreise darstellen. Und dann hält man sich nur für was besseres, weil man sich ja selber nicht für etwas besseres halte.
Gehn mit deinem besonderen Rassistengen spielen, du geistige Niete.
Das solche Hackfressen wie Du überhaupt das Maul aufmachen, und sich dann noch einbilden, sie wären irgend bebildert.
Hat man dir Kleinkind nicht erklärt, was Bildung ist?
Die Ganztagsschule die dieser Mann fordert, würde wahrscheinlich ganz besonders auf die kulturellen Eigenheiten eingehen und ein Miteinander fördern. Ganz bestimmt würde in dieser Ganztagsschule die Religion aller Schüler anerkannt werden.
Die Leitkultur würde in seiner Ganztagsschule die Schüler davon überzeugen, dass sie Ihren Nachmittag opfern sollten um alles für eine Karriere in diesen Land zu tun.
Ihr Sport und Musikverein wär ihnen nicht mehr wichtig. Auch das Spielen mit den Geschwistern könnte in die Schule verlegt werden. Denn so viele wie das sind, wär das ja gar nicht anders möglich. Hausarbeiten und Alltagswissen, davon hat die Familie keine Ahnung, dafür werden dann nen paar mehr Pädagogen eingestellt. Ach Pädagogen, 1€ Jobber mit Arbeitserfahrung
Nebenjobs brauchen Schüler nicht. Die könnten ja in der Schule arbeiten.
Kontakt zu Freunden außerhalb der Schule. Lenkt nur vom Standardwissen ab.
Jawoll
Junge, junge, junge. Wiedereinmal zeigst du nur das du zwar lesen kannst, aber trotzdem nicht liest.
Nur davon das man das grad für sich genehmen fettet wird die eigene Aussage nicht wahrer. Sarrazins kruder Biologismus der einer bestimmten Ethnie von Natur aus schlechtere Bildungschance bescheinigt ist eben Blödsinn. Find dich damit ab, das wir zum großen Glück für uns und die Welt nie wieder vermeintlich wisschenschaftliche Erklärungen finden werden, um Menschen in angebliche “Rassen” einzuteilen, welche besser oder schlechter wären. Nicht nur weil das moralisch grob fahrlässig wäre, sondern weil es schlicht unwissenschaftlicher Unsinn ist.
Aber mal zu deinen “Punkten”.
Herrgott. Wie kann man aus: “Nein, das müßte noch viele Generationen so gehen bevor irgendwas sichtbares passiert, viel wichtiger sind soziale und finanzielle Faktoren, die wirken nämlich sofort” ein “Siehste sie gibt Thilos recht! Die Kopftuchmädchen sind unser Untergang” machen? Ist das irgendwie der Leitsatz in der heiligen Kirche des Biologismus das die Gene unbedingt viel wichtiger als andere sein müssen?
Und Bonusantwort für das unvermeidliche “ja die Musels haben halt schon Generationen vor sich hin degeneriert”: Bildung in dem Sinne wie wir sie heute verstehen gibts auch “bei uns” erst seit einigen Generationen.
Davor hatten vermutlich auch deine Vorfahren keinen blassen Schimmer von irgendwelchen wissenschaftlichen Theorien, durften sich aber sicher die Meinung von Adligen und ähnlichem anhören, das sie als der gemeine Pöbel sowieso nicht für höhere Gedankenvorgänge taugen würden.
Weil die Aussage der Wissenschaftlerin so ziemlich das Gegenteil von Sarrazins Aussage ist. Versteh doch das “Die Araber sind von Natur aus blöd, karnickeln rum und sind gewaltbereit…das liegt an den Genen” nunmal kein sonderlich kluger und schon gar kein wissenschaftlicher Ansatz ist.
Eine Gruppe anhand irgendwelcher genetischen Merkmale abwerten zu wollen ist nunmal Biologismus.
Eine Gruppe nur anhand ihrer Andersartigkeit und ihrer Fremdheit bestrafen zu wollen ist nun mal Rassismus.
Was erwartest du? Das Sarrazin nachdem er solche Thesen verbreitet hat, auch gleich noch die Schlußfolgerung daraus liefert, die ihm und allen anderen Stammtischrassisten vorschwebt, gleich auch noch reinschreibt? Das muß er gar nicht, das erkennen sein Fans schon freudig selber. Und dadurch das er eben nicht schreibt “Musel=schlechte Gene=Musel darf sich nicht vermehren” obwohl es geradezu offensichtlich aus seiner These hervorgeht, muß er wenigstens keine Anklage wegen Volksverhetzung fürchten.
Das er noch ein paar Alibiforderungen nach Ganztagsschulen reinschreibt ändert genau NULL an der Widerwärtigkeit seiner Grundthesen. Hitler hat auch schöne Autobahnen bauen lassen. Macht ihn das zu einem netteren Massenmörder?
Als Abschlußbemerkung weil ich es auch langsam Leid bin – und ja, stell schon mal den Schampus kalt und üb’ das “Gewonnen! Gewonnen! Sarra-Zin! Sarra-Zin!” – sei folgendes angemerkt.
JEDE wissenschaftliche Betrachtung zum Thema sagt: man vererbt lediglich die Abweichungen zum DurschschnittsIQ zu Teilen, das hat aber nix mit Bildung an sich zu tun. Für Bildung sind Umwelteinflüsse VIEL wichtiger. Die Schlußfolgerung hier lautet für einen intelligenten Menschen: “Aha! Müssen wir allen gute Lebensumstände liefern und schon haben eine Menge Leute bessere Bildungschancen.” Ihr kleinen Sarrassisten jedoch schlußfolgert: “Aha! Müssen wir nur die Musels alle rauschmeißen, dann steigt der Bildungstandard.” Wie man darauf kommt? Keine Ahnung, die Forschung gibt das ums Verrecken nicht her!
Da es in meinem Beitrag nicht um irgendwelche angeblichen Unterschiede zwischen Ethnien ging, reden Sie am Thema vorbei.
Weil es genau das langfristige Modell ist, welches Herr Sarazin angesprochen hat. Also (in diesem Punkt) nichts anderes gesagt hat. Das Problem der Parallelgesellschaft ist nämlich wiederum ein Kulturelles. Und ein anders Thema.
Jemand anderem eine Behauptung zu unterstellen bringt eben nicht weiter.
Das hat Herr Sarrazin so aber gar nicht gesagt. Es geht
- zum einen über die Unterschicht allgemein
und
- zum anderen um die Probleme der Parallelgesellschaft.
Ich frage Sie noch einmal: Wo fordert Sarrazin das? Wo will er eine Gruppe wegen ihrer genetischen Merkmale bestrafen?
Schön das du seinen Gedanken lesen kannst.
Zum Abschluss, der eigentlich nur zeigt, wie extrem links diese Seite ist, dass sie unsere Medien für Rechts hält:
Nein, dazu muss man nur wissen, dass laut repräsentativen Umfragen unter Politikjournalisten eine Zweidrittel-Mehrheit für Grün-Rot zustande käme – mit den Grünen vor der SPD!
Der Marxismus-Leninismus hielt sich aber bekanntlich selbst für eine exakte Wissenschaft – offenbar kennen sich hier aber viele nicht einmal mit den simpelsten Grundlagen aus, wie dem Konstanthalten aller anderen Faktoren, um den Einfluss eines zu messen. Davon kann man dann natürlich Rückschlüsse auf die komplexre Wirklichkeit schließen.
Fehlerhafter Link. Hier ist der Richtige.
Zweidrittel unserer Politikjournalisten sind für Grün-Rot!
Jetzt schliess’ nicht von Einzelmeinungen aufs Ganze.
Es gibt hier ein Spektrum, das schon linkslastig ist, aber über den Rand der Scheibe fallen eher wenige manchmal.
Sollen sie runterfallen, wenns denn so ist.
Ich habe hier heut abend ein Traktat losgelassen, dass ‘wir’ bzw Einzelne uns/sich nicht in bisweilen fragwürdigen Thesen verbunkern sollten.
(–> Groo schrieb am 5. September 2010 at 20:57 )
Das wäre allerdings tödlich.
Kannst Du das akzeptieren?
Danke
@Techniknörgler,
darf ich was vermuten?
So wie Du schreibst:
Bist ein frustrierter Mittelständler aus den NBL.
Habe ich recht?
Wenn ja, bist Du ein Paradebeispiel für Marxens These, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Wenn ja, berappel Dich mal!
Das willst Du doch grade NICHT sein!
Grüsse
@Fyyff
Zitat: …man vererbt lediglich die Abweichungen zum DurschschnittsIQ zu Teilen, das hat aber nix mit Bildung an sich zu tun. Für Bildung sind Umwelteinflüsse VIEL wichtiger. Die Schlußfolgerung hier lautet für einen intelligenten Menschen: “Aha! Müssen wir allen gute Lebensumstände liefern und schon haben eine Menge Leute bessere Bildungschancen….”
Du hast es immer noch nicht verstanden: Richtig ist, bei GLEICHEN Bildungschancen führt die Vererbung zu 50…80 % Anteil an den NACH der Bildung festgestellten IntelligenzUNTERSCHIEDEN.
Es gibt also auch bei gleichen Bildungschancen “underperformer” =das politisch-korrekte USA-Wort für Verlierer.
Manche Immigranten in den kritisierten Parallelgesellschaften entziehen sich jedoch der Bildung. Oder die Bildungsziele werden von Ihnen trotz Bemühen nicht erreicht – der Grund dafür ist wahrscheinlich weil sie weniger intelligent sind als die erfolgreichen Immigranten der GLEICHEN Population. In einfachen Worten – es gibt dumme/faule und kluge/fleissige Deutsch-Türken (wie auch bei den Deutsch-Deutschen, das ist daher kein Rassismus).
Daher wird dieser Teil der Migranten zu Verlierern im Arbeitsmarkt. In der Praxis lässt sich jedoch niemals ohne umfangreiche Statistische Daten nachweisen, dass solche underperformer bildungsunwillig oder weniger effizient sind. Aus diesem Grund wird versucht, die Statistiken von Sarazzin abzuwerten. Eine Fernsehprofessorin “türkt” Statistiken vor laufender Kamera.
Ich möchte Dich mit gutmütiger Absicht auf Grammatik-Fehler aufmerksam machen: Du schreibst ein paarmal “Müssen wir …”. Es muss richtig heissen “Wir müssen…”
Ja, deutsche Sprache schwere Sprache. Aber Kompliment, denn mein Türkisch ist wesentlich schlechter (nämlich Null) als Dein fast perfektes Deutsch.
Nawasgugsdu?
Weils mir grad erst aufällt.
Unsere Medien.
Links.
Höhöhöhöhöhöhö.
Der war gut. Ihr armen Kerlchen, der Strauß hat euch damals mit seinem Gesabbel vom “Rotfunk” aber gehörig ins Hirn geballert, kann das sein? Muß ja schlimm sein, wenn man nach 50 Jahren immer noch an die “linken” (hahahaha, oh Gott) Medien glaubt. Lebt ihr eigentlich im selben Land wie ich? Wenn nein, wie ist das Wetter in Bizzarrowelt so?
Sarrazins Forderungen (besonders auch die am Ende seines Spiegel-Artikels) wenden sich folglich auch nahezu alle in erster Linie an die Politik – und das wird ihm übel genommen.
Es wird ihm außerdem Übel genommen wirkliche Integration anzustreben.
So ein langweiliger, lustloser Muff, der hier verbreitet wird.
Sarrazin mag im Detail die ein oder andere Ungenauigkeit unterlaufen sein,
aber darum geht es nicht. Es geht um den Kern der Debatte und der lautet:
Die Integrationspolitik ist ein Desaster.
Ich habe lange Jahre SPD gewählt. Nie wieder. Was meiner Partei da an Fehlern unterlaufen ist, das bin ich nicht gewillt, TOTZUSCHWEIGEN und WEGZULÜGEN.
Wenn sie Sarrazin behalten, dann bleibe ich der SPD weiterhin treu. Wenn nicht, dann nicht.
Jaja…das bissel Rassismus…eine Ungenauigkeit! Das bissel Biologismus….ein Detail!
Und warum sagt er das nicht einfach? Stattdessen gibts blanken Rassismus mit einer Prise Eugenikandeutung. Aso. Darf man ja nicht sagen. Integration war ja die letzten 50 Jahre grade bei den “guten Deutschen” ein Werk des Teufels, weil man die doofen Ausländer ja auch mal wieder loswerden wollte. Bravo.
Wenn der Baum vom Nachbar in dein Grundstück hängt, spekulierst du bestimmt auch erstmal ellenlang darüber wie minderwertig Buchen im Vergleich zu deutschen Eichen sind,um deinen Nachbarn auf das Problem hinzuweisen, oder?
…
Und die Bildungsrepublik Deutschland ist ein Desaster.
Und die föderalen Streitigkeiten dahinter sind ein Desaster
Und die Politiker sind ein Desaster
Und die Medien sind ein Desaster.
Und die Vorurteile sind ein Desaster.
Und die Gene sind ein Desater.
Und der Islam ist ein Desaster.
Und die Migranten sind ein Desaster.
DA haben wir schliesslich die Wichte, auf die wir einklopfen können.
Herr/Frau Mustermann machen sich die Welt passend.
Guggschdu da
Intelligenter als alle Beiträge in diesem Fred, angefangen vom Ursprungsposting. Jep.
Zitat Welt (aus der Überschrift vom Link)
Die große Zustimmung, die Thilo Sarrazin erfährt, begründet sich mit dem Unmut über ein Sozialsystem, das es Migranten zu leicht macht.
da muss ich doch gar nicht weiterlesen…
Sarrazin ist politisch gekreuzigt – Es lebe der neue Prophet Sarrazin. Höret den Ruf des Sarrazin. Steht dabei aufrecht oder kniet oder liegt.
Die Anzeichen einer “Wende” mehren sich. Die “Welt” hat sich hier ab heute gerade noch rechtzeitig “gewendet”:
http://www.welt.de/kultur/article9375534/Ein-Stoss-ins-Herz-der-Political-Correctness.html
Fazit (Zitat): “Ich lese Thilo Sarrazins „Deutschland schafft sich ab“ wie eine Enzyklopädie des Migrations-Integrationskomplexes in seiner deutschen und europäischen Dimension, wie ein Lehrbuch, das der dritten und vierten Generation von Zugewanderten Hemmnisse aus dem Weg räumen könnte.”
Und hier ein Leserbrief bei “Welt”: http://www.welt.de/die-welt/debatte/article9339649/Leserbriefe.html
“Wie eine Bleidecke haben die medialen und politischen Kapos der Political Correctness ihre Meinungsunterdrückung über unser Land gelegt. …”
Die “Welt” hat es endlich kapiert. Ich denke die haben es von Anfang an kapiert, obwohl sie Sarrazin politisch korrekt erst gekreuzigt haben.
Sarrazin musste gekreuzigt werden um der “Political Correctness” zu genügen.
Sarrazin hat das erforderliche messianische Bewusstsein. Sarrazin WOLLTE gekreuzigt werden und hat nicht abgeschworen.
Aus dieser Sichtweise könnte man die schrille Sarrazin-Talkshow “Beckmann” bei ARD ironisch verstehen (nur als Witz: vielleicht haben Beckmann und Sarrazin hinterher ein Bier getrunken :-)).
Um zu zeigen, dass es sich mit dieser Sichtweise nicht um Unfug handelt, hier ein Lehrstück über “Political Correctness”
http://de.wikipedia.org/wiki/Politische_Korrektheit
und die viel bessere englische Seite
http://en.wikipedia.org/wiki/Political_correctness
“…In current usage, the term is primarily pejorative,[1][2]”
In meinen einfachen Worten: Wer nicht politisch korrekt handelt, spricht unbequeme Wahrheiten aus.
@Findus: Kommst Du Dir nicht selbst dumm vor? Wenn nicht, warum nicht?
meinjanur, a^2
Denk nochmal drüber nach :-)
Political Correctness – definition.
@Linus. Ja ich hab nochmal drüber nachgedacht und schlage als Änderung vor:
Wer in Deutschland eine politisch unbequeme Wahrheit (ein Tabu) ausspricht, verstösst gegen “Political Correctness” bzw. er handelt politisch nicht korrekt.
Der Umkehrschluss gilt jedoch nicht, sonst könnte ja ein Staatsdiener lügen oder stehlen und dann beanspruchen er hätte mit der Lüge oder dem Diebstahl nur ein Tabu gebrochen:
Wer nicht “politisch korrekt” handelt, spricht unbequeme Wahrheiten aus,
ODER er verbreitet politisch relevante Unwahrheiten
ODER er macht andere Dummheiten die ein Politiker oder Staatsbediensteter nicht machen darf (z.B. er lädt im Büro seinen Auto-Akku auf). Insofern habe ich mich korrigiert.
“Political Correctness” stammt als ironisch gemeinter Begriff aus den USA dessen wahre Bedeutung mir in USA an einem Beispiel wie folgt erklärt wurde: Manche Staatsangestellte sind in Bezug auf die Rasse Rassisten. Das dürfen sie im Rahmen der “political correctness” nicht sagen. Ob sie als Rassisten handeln (z.B. durch Benachteiligung bei Job-Bewerbungen), kann man daher nicht nachweisen.
Materiell ethisch gesehen handeln solche Rassisten dann rassistisch, obwohl sie sich an die “Political Correctness” halten.
Genau: “Mit Verlaub, Herr Präsident, Sie sind ein Arschloch.” Das ist politisch nicht korrekt, es wird dadurch aber auch nicht automatisch wahr. Es bleibt also weiterhin notwendig, einen nüchternen Blick auf das A… des Präsidenten – ich meine, auf den Präsidenten zu werfen ;-)
Gruß
Ich habe Sarrazins Buch noch nicht gelesen, deshalb kann ich noch nichts zu den darin enthaltenen Statistiken sagen. Aber eine Sache sollte uns zu Denken geben: sollte er mit seinen Thesen richtig liegen, dann könnte uns in 10-20 Jahren die gesamte Gesellschaft mit einem lauten Knall um die Ohren fliegen.
Was mich so zum nachdenken angeregt hat ist das Interview von dieser Intelligenzforscherin Elsbeth Stern in der FAZ. Es liest sich eigentlich so, als ob sie darin doch dieselbe Überzeugung vertritt wie er und dies lediglich durch geschickte Formulierungen anders klingen läßt. Ich habe den Verdacht, sie hat Angst um ihre Karriere, da sie ja noch keine 64 ist wie Sarrazin. Je mehr ich über das Thema Erblichkeit von Intelligenz recherchiere, desto mehr komme ich jedenfalls ins Grübeln.
ist ihre argumentation über die dislokalen fremdenfeindlichen beiträge nicht genau auf dem von ihnen bei sarrazin beschworenen niveau? vielleicht sind diese menschen ja genau aus diesen gründen weggezogen.
dann wäre ja die meinung der juden die malmö wegen stetig zunehmender gewalt seitens der muslime gemäß ihrem schema auch irrelevant, weil sie malmö längst verlassen haben und dadurch in malmö nicht representativ ihre meinung kundgeben ..
Von Kosovo lernen heisst siegen lernen.
Um der “political correctness” politisch korrekt zu genügen, gebe ich jetzt zum dritten Mal nur die WIKIPEDIA links an, die darauf hindeuten, was ich sagen will aber wegen eines Tabus nicht sagen darf:
Seht Euch hier die RUSSISCHE Wikipedia Seite von KOSOVO an:
http://ru.wikipedia.org/wiki/%D0%9A%D0%BE%D1%81%D0%BE%D0%B2%D0%BE_%D0%B8_%D0%9C%D0%B5%D1%82%D0%BE%D1%85%D0%B8%D1%8F
Die Tabelle unten Die ethnische Zusammensetzung des Kosovo und Metohija von Jahr zu Jahr, in%”
Wer glaubt, die Russen von Wikipedia hätten die Zahlen von 1871 “geserbt” (aus Gründen der politischen Korrektheit darf ich nicht sagen die Russen hätten die Zahlen nicht “getürkt”) der betrachte Seite: http://en.wikipedia.org/wiki/Demographics_of_Kosovo
Findus, ich akzeptiere doch – darin streng klientenzentriert – Deine negativen Gefühle in Richtung Musel. Diese sind Deine emotionale Realität ! Und ich verstehe auch, dass Du dich wie dein Vorbild als verfolgter Tabubrecher wahrnimmst, auch wenn dein Feeling von mindestens 95 % geteilt wird und dies heutzutage bemerkenswert laustark.
Und nicht zuletzt verstehe ich auch dieses triumphierende Gefühl, nachdem die Reeducation von 45 ff retro so glasklar als untauglicher Versuch entlarvt wurde. 60 harte Jahre habt ihr still überwintert, euch nichts anmerken lassen – aber jetzt seid ihr alle wieder da. Ungebrochen in eurem antimodernen Aufstand…
Für uns verbleibende Gutmenschen (ein Ausdruck, den Goebbels für diejenigen einführte, die sich der Vernichtung unwerten Lebens entgegenstellten) eine echt harte Nuss, dass will ich Dir versichern ! Denn wir sind zu Fremden im eigenen Land geworden. Wieder einmal. Nur noch eine Bitte: Verschon uns bitte mit dem ganzen Statistikquark ! Der ist jetzt echt nicht mehr nötig….
Pressemitteilung
Thilo Sarrazin hat grundlegende genetische Zusammenhänge falsch verstanden
Dr. Kerstin Elbing, Geschäftsstelle Berlin
Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland e.V.
02.09.2010 13:17
institution logo
Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat bei der Vorstellung seines neuen Buches “Deutschland schafft sich ab – Wie wir unser Land aufs Spiel setzen” provokante Thesen aufgestellt, die eine kontroverse Diskussion ausgelöst haben. In Bezug auf die Aussagen Sarrazins zur Genetik verwehrt sich der Verband Biologie, Biowissenschaften und Biomedizin in Deutschland (VBIO e. V.) entschieden gegen jede Verfälschung und politische Instrumentalisierung biologischer Fakten. – Sei es durch Thilo Sarrazin selbst, sei es durch andere Teilnehmer der derzeit laufenden öffentlichen und medialen Debatte.
Die genetischen Thesen von Herrn Sarrazin sind nicht mit den modernen Erkenntnissen zur Evolutionsbiologie des Menschen vereinbar.
Evolutionsbiologisch gesehen ist der Mensch eine der genetisch homogensten Spezies die es auf der Erde gibt. Im Vergleich zu anderen Spezies sind die Unterschiede zwischen Populationsgruppen sehr gering. Tatsächlich sind die Unterschiede innerhalb von Populationsgruppen etwa 5-fach höher als zwischen ihnen.
Das genetische Repertoire des heutigen Menschen geht auf eine Gründerpopulation von weniger als 50.000 Individuen zurück. Praktisch alle heute existierenden Genvarianten gab es bereits in dieser Population und diese sind in praktisch allen gegenwärtigen Volksgruppen zu finden. Die einzige signifikante Differenzierung die kürzlich gefunden wurde, ist die, dass sich nur die Vorgänger der Europäer und Asiaten mit Genmaterial des Neandertalers vermischt haben, nicht aber die Afrikaner. Genau genommen gibt es “genetisch reine” Menschen – aus evolutionsbiologischer Sicht allerdings ein unsinniger Begriff – daher nur in Afrika. [...]
http://idw-online.de/pages/de/news384817
Neandertaler-Gene sind es also, auf die Thilo so stolz ist… Hi hi.
Roberto de Lapuente : Gut, dass er das nicht mehr erleben muß
http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/09/gut-dass-er-das-nicht-mehr-erleben-mu.html
Jenseits dessen, ob man Sarrazin zustimmt oder nicht. Es bleibt der Widerspruch im Fortpflanzungsverhalten der Unterstützer Sarrazins:
Das Fortpflanzungsverhalten der Unterstützer Sarrazins ist optimal ! Sie haben inzwischen Deutschland übernommen wie weiland die Musels den Kosovo…
Ehrlich gesagt habe ich große Schwierigkeiten zu glauben, dass die Intelligenz eines Menschen nur so wenig mit den Genen zu tun haben soll. Jedenfalls gibt es in meinem Bekanntenkreis einen Fall, der mir die These „Intelligenz zu mehr als 50% ererbt“ deutlich zu belegen scheint.
Es handelt sich um eine Familie mit 4 Kindern. Die Mutter der beiden älteren Kinder (Junge und Mädchen) verstarb einige Monate nach der Geburt des Mädchens; der Junge war zu diesem Zeitpunkt knapp 3 Jahre alt..
Der Vater der beiden hat ca. 2 Jahre später wieder geheiratet und es kamen kurz darauf noch ein Mädchen und ein Junge zur Welt (im Abstand von ca. 2 Jahren).
Was mich nun einen starken Einfluss der Gene bzgl. Intelligenz für wahrscheinlich halten lässt ist
der Tatbestand, dass die beiden älteren Kinder (von der ersten, früh verstorbenen Frau) jeweils mit relativ wenig Mühe ein ziemlich gutes Abitur hingelegt haben (und im einen Fall ein naturwissenschaftliches Studium erfolgreich abgeschlossen), wohingegen die beiden jüngeren Kinder sich mit dem Lernen recht schwer taten und es bei ihnen trotz intensiver Nachhilfe durch ihre älteren Geschwister nur zu einem durchschnittlichen Hauptschulabschluss bzw. unterdurchschnittlichem Realschulabschluss gereicht hat.
Klar, ist nur ein Einzelfall, aber für mich ein Hinweis darauf, dass man die These vom deutlichen Einfluss der Gene auf das geistige Potential eines Menschen nicht so einfach vom Tisch wischen kann – da ist m.E. das letzte Wort noch lange nicht gesprochen.
Heinrich, der SF hat doch oben bereits den typischen Fehler ausgeführt, einer blossen Korrelation eine Kausalität andichten zu wollen. Für den relativen Schulerfolg kann es alle möglichen Gründe geben, Besonders sensible und besonders intelligente Kinder haben bekanntlich nicht gerade selten besonders Probleme, die Schule, so wie sie ist, überhaupt nur auszuhalten. Selbst Einstein verliess das Gym ohne jeden Abschluss (hatte er später allerdings nachgeholt) …
Also Herr „Spiegelfechter“…
Nur durch Zufall, nicht durch Sarazin´s“ bin ich auf Ihre Seite gelangt. Ich will’s ganz kurz und verdichtet halten. Mit dem Anspruch „Intellektueller“ Kognitivität Ihres Diskursangebotes hier möchten Sie sich sicherlich von allgemeiner Belanglosigkeit alternativer Blogs abheben? Einerseits finde ich anerkennend, dass Sie gleichgesinnter Klientel eine Möglichkeit artikulierter Gruppenscholastik geben um in einem abgesonderten Miteinander sich der frohen Beweihräucherung gegen über allgemeiner Verständlichkeit hinzugeben. Andererseits sollten Sie aber doch auch schon mal einige Ihrer hier aufkommenden Kommentarschreiber nicht ständig durch profane Argumentation korrigieren. Mein Eindruck hier, dass nicht wenige an intellektueller Leistung Ihnen überlegen sind. Beispiel: Sie schreiben am 01.09.10 12:14 Uhr Zitat “ Ich habe das Buch überflogen – es zu lesen, beleidigt meinen Intellekt.“ Zitat Ende Na Hallooo? Ich als Bibelmaus kann Sie da vielleicht mal wieder ins rechte Mass zurechtrücken. Sollte es um Sie so gut bestellt sein freuen Sie sich. Vergessen Sie jedoch nicht, dass ein Sehender unter Blinden zwar ein König – aber nicht der Kaiser ist. Der Blog ist Gut – aber bleiben Sie auf dem Teppich. Susi…
Wie passen denn die Untersuchungen von Eric Kandel zu den Thesen Sarrazins, der festgestellt hat, daß unser Gehirn in der Lage ist die menschlichen Gene zu ändern?
Gerhard,
ich finde es ok, über Gen zu diskutieren – aber bitte jenseits der Sarrazinschen Rassentheorie, jenseits des Denkens in nationalen bzw ethnischen Kollektiven. Dort können wir nur noch eines tun: Zu leugen, dass diese einem wissenschaftlichen Befund entsprungen seien !
Ansonsten gilt die These, dass Gene eine statische Disposition darstellen, spätestens mit Entdeckung der sog Spiegelneurone als substantiell bestritten. Siehe auch die Arbeit von Prof J. Bauer:
‘Gene sind – anders als jahrelang gelehrt wurde und bis heute noch weithin angenommen wird – keineswegs autonome Kommandeure des Organismus. Gene sind eine Klaviatur, die vom Organismus bzw. von den Zellen des Organismus bespielt wird. Der Organismus bzw. seine Zellen bestimmen, ob Gene aktiviert (d. h. abgelesen) oder deaktiviert (d. h. stillgelegt werden), ein als “Genregulation” bezeichneter Vorgang. Jedes Gen hat einen oder mehrere “Genschalter”, d. h. eine oder mehrere sogenannte “regulatorische Sequenz(en)”.
Genschalter können von außen (d. h. von außerhalb der Zelle oder von außerhalb des Körpers) kommende Signale empfangen mit der Folge, dass das mit dem Genschalter verbundene Gen aktiviert oder gehemmt wird. Signale, die Gene an- oder abschalten, können stofflicher Natur sein (z. B. Nahrung), sie können nicht-stofflicher Natur sein (z. B. Strahlung), sie können ihren Ursprung aber auch in zwischenmenschlichen Beziehungserfahrungen haben. Da das Gehirn zwischenmenschliche Ereignisse in biologische Signale verwandelt, da es aus Psychologie sozusagen Biologie macht, können auch psychische Vorgänge – dies wurde konkret nachgewiesen – die Aktivität von Genen beeinflussen. Gene kommunizieren also fortwährend mit der Umwelt, Gene sind “molekulare Kommunikatoren”. Nähere Ausführungen dazu finden sich in Joachim Bauers Büchern “Das Gedächtnis des Körpers”, “Prinzip Menschlichkeit” sowie in “Das kooperative Gen”. ‘
Link
Grundsätzlich gilt es, in der Sphäre von Intelligenztheorie, Evolutions- und Neurobiologie ff hübsch vorsichtig zu bleiben. Forscher kommen zu den gegensätzlichsten Schlüssen und der Diskurs ist von Haus aus ideologisch kontaminiert. Es handelt sich nicht um Mathe ! Insofern wäre es auch völlig belanglos, ob die Intelligenzexpertin Frau Stern den Sarrazin nun bestätigt oder nicht…
naja,
das hängt auch davon ab, wie umfangreich die Möglichkeiten sind.
Etwas Hintergrund über den aktuellen Stand gibts da:
http://www.br-online.de/bayern2/iq-wissenschaft-und-forschung/iq-epigenetik-genforschung-ID1277714177097.xml
Ganz unten der Link zum Podcast
oder da:
http://www.br-online.de/podcast/mp3-download/bayern2/mp3-download-podcast-radiowissen.shtml
Die Macht der Gene – Unschätzbar oder überschätzt? – 07.05.2010
Podcast
Jedenfalls brechen zZ mit der Entdeckung der Genschalter einige alte Vorstellungen zusammen.
Das Perverse dabei ist, dass Sarrazin zZ möglicherweile einige ‘Schalter’ in einigen Gehirnen umlegt. ;)
Grüsse
Nachtrag,
man kann das auch weiterspinnen:
Wie wichtig frühkindliche Sprach-Erziehung gerade auch von Migrantenkindern ist.
Da hat Sarrazin ja sogar irgendwie recht, aber eher zufällig, fürchte ich.
Ausserdem ist das nichts Neues.
Wenn es nämlich so ist, dass Sprache auf die Gene rückwirkt, kann man das auch weiterdenken, indem man fragt, welche Art von Sprache…
Dazu gibt es einen hochinteressanten Artikel, der zwar nicht direkt auf Gene abzielt, aber etwas über -ähem- kollektive psychische Verfasstheiten sagt:
http://www.wired.com/wiredscience/2010/08/why-russians-dont-get-depressed/
Grüsse
@groo, „Alles Geschaffene ist aus dem Wort gemacht und nichts, das gemacht ist, ist ohne es gemacht“ (Johannes 1.3). Nach der Quantenmechanik ist Materie „geronnene“ Strahlung und Strahlung „verdünnte“ Materie”. Der Volksmund sagt: “Wie man in den Wald ruft, so schallt es zurück“: Von nichts kommt eben nichts, von Gutem Gutes und von Schlechtem Schlechtes.
Herr Sarrazin berichtete dem Journalisten Robin Mishra vom Rheinischen Merkur vor Jahren von seinem Besuch der Behinderteneinrichtungen in Bethel, einer Einrichtung für geistig und körperlich Behinderte. Mishra: „Von seinem Besuch in den Behinderteneinrichtungen von Bethel berichtete er, der nicht etwa Mitleid ausgelöst, sondern bei ihm die Frage aufgeworfen habe, inwiefern die Menschen dort überhaupt eine Seele haben“.
http://brightsblog.wordpress.com/2009/10/09/der-polit-mephisto/
Sarrazin fragte sich in Bethel: ist die Seele in einem behinderten lebenden Körper anwesend? Sarrazin hat damit schon Jahre vor seiner Bestellung zum Bundesbankvorstand alles -wirklich alles- über sich gesagt. Wer wirklich wissen will, wer oder was Sarrazin wirklich ist, der könnte es wirklich wissen! Sarrazin sagt uns, ich bin es nicht, es sind nur meine Gene!
@carlos manoso,
sorry.
Hab’ das durch die Verschachtelungen hier überlesen.
Das ist schon erstaunlich.
Sarrazin hat wohl in mehrfacherem Sinn einen an der Waffel, als ich bisher dachte.
Bemüht auch noch die ‘Seele’.
Ich fass es nicht.
Wie spricht ein Zombie von der ‘Seele’?
Erinnert irgendwie an Searle’s chinese room.
Nur andersrum.
Grüsse
Schön, daß hier endlich einige überholte Vorstellungen zurechtgerückt werden. Nur eine kurze Anmerkung: “Der intensivste Zugriff aufs Gehirn ist die Sprache.”
Das halte ich für kompletten Käse.
Einmal hängt das sehr von den Umständen ab. Bsp 1: Der Menschen nimmt in erster Linie visuell auf, der Hund orientiert sich dagegen über seinen Geruchssinn. Bsp. 2: Für ein Kleinkind ist Körperkontakt viel wichtiger als zugelabert zu werden. Bsp. 3: Die Welt. Sie spricht nicht mit Sprache, sie spricht mit tausend Zungen.
Zum zweiten frage ich mich, ob man hier überhaupt eine Skala der Wichtigkeiten einführen muß. Ich vermute mal stark, das entspringt den üblichen oligokausalen Denkmustern, nach denen auch unsere Professoren noch blindlings verfahren. Genau die sind aber beim Untersuchungsobjekt “genetisches System” völlig daneben.
Ein kleiner weiterführender Gedanke noch: Die Gene sind eine Blaupause, also eine Art Gedächtnis der Natur. Deswegen wurden/haben sie sich entwickelt. Es ist jedoch nicht einzusehen, warum dieses Gedächtnis nur in den Genen, also an der Organisationsbasis vorliegen sollte. Ich vermute, daß die Natur auch auf anderen Ebenen ein Gedächtnis vorhält und dabei noch nicht mal an der Grenze Individuum/Außenwelt haltmacht. Bei den Menschen ist dies offensichtlich, hier dienen Kultur, Überlieferung, Bücher als höhere Formen des (sogar kollektiven) Gedächtnisses. Mit ziemlicher Sicherheit gibt es auch in der Natur sowas. Die Begründung ist einfach: weil es Sinn macht! Das kann man weiterspinnen: Dann müßte die Sprache der Gene verwandt sein mit den Sprachen auf höheren Ebenen.
Hängt man solchen Gedanken nach, dann bekommt eine Ahnung von der Komplexität und Dynamik des Systems. Und dann wirkt die ursprüngliche Idee, daß Gene Ein-/Aus-Schalter für festgelegte Programme seien, einfach nur noch lächerlich.
@linus,
sei nicht so streng.
Ich habe erstmal nur Zieglgänsberger zitiert.
Er ist offenbar dieser Meinung, und kann sie in der Debatte vertreten, ohne sich lächerlich zu machen.
So ist es ja nicht.
Gene -evtl Gruppen- produzieren Proteine, und die bewirken dann was.
zB über Hormone.
Und zwar mehr oder weniger, nicht Ja-Nein.
Die Programm-/Computer-Metapher zieht also nicht recht.
Bzgl des quantitativen Faktors bin ich nicht uptodate.
zB Insulin-Produktion. Wer/was regelt das wie auf Genlevel?
Vermutlich weiss das zZ Herr Niemand.
Wir sollten nicht den Fehler machen, eine offene Debatte zu einer dogmatischen Konfrontation zu verhärten.
(‘Lächerlich’ ist ein hartes Urteil, das normalerweise jeden Dialog killt, und leicht auf den zurückfällt, der das äussert. Was nicht heissen soll, dass es keine lächerlichen Thesen gibt.)
Ich bin kein Genetiker, sondern nur ein hoffentlich aufmerksamer Beobachter.
Ich glaube, das willst Du auch sein.
Was Du ansonsten sagst, finde ich sehr richtig.
Grüsse
@Groo:
Ich bin doch nicht streng, war eher ´ne Randbemerkung. Und was ‘lächerlich’ anbetrifft. Da meine ich auch mich selber mit, eine Art persönlicher Appell an die Demut.
Aber zu den Genen: Ich glaube, daß es hier wirklich eine Art Sprache gibt, nicht eine Computer-Sprache, sondern etwas, was der menschlichen Sprache ähnelt, also mit Analogien zu z.B. Assoziationsfeldern u.ä. (deshalb auch “mehr oder weniger, nicht Ja-Nein”). Die Gene sind dabei die Wörter. Allein sind sie bedeutungsleer, die Bedeutung erwächst erst aus dem Kontext. Aber das ist jetzt bare Hypothese. Es ging mir auch nur darum, Zweifel an einem m.E. zu einfachen Weltbild zu streuen.
Ok, kehren wir also zurück zur aktuellen Sarrazinade.
Ja klar,
glaube Dich mittlerweile etwas zu kennen, was ja via blogs schon ziemlich exotisch ist.
Ist halt eine andere Art von ‘kennen’.
Deshalb war mir schon -ähem- klar, was Du vermutlich meintest.
Was den sprachlichen Charakter der Gene und ihrer Beziehungen zueinander betrifft, glaube ich, dass da was dran ist.
Nur wissen wir leider nicht, wie Sprache funktioniert.
Chomskys generative Grammatik ist ja debunked, und die Zwischenposition, dass die ‘Welt’ in der Sprache der Mathematik geschrieben ist, finde ich ziemlich unbefriedigend.
Meine stille Hoffnung/Erwartung ist, dass wir das nie herausfinden werden, bzw, wir das Alphabet nicht entdecken, sondern sukkzessive erfinden.
Die Welt als Werkstatt.
Amen & Grüsse
Völlig OT, ich geb´s zu, pardon! Ich mißbrauche das Internet schon seit Längerem als persönliches Archiv (garbage in, garbage out). Aber der Gedanke ist interessant:
Ich habe vorhin die Vermutung von einem kollektivem Gedächtnis geäußert (‘weil es Sinn macht’. NB: m.E. ein sehr interessantes induktives Argument).
Frage: Wo speichert die Natur das ‘kollektive Gedächtnis’? Die naheliegendste Antwort wäre: Dort, wo sie auch alles andere auch speichert, in den Genen.
Nun wäre es aber Verschwendung, dieselbe kollektive Information x-fach zu speichern. Also machen wir es wie Bit-Torrent: Wir zerbröseln die Information in kleine Schnipsel, die wir statistisch und so sparsam über die Speicherorte verteilen, daß ein Individuum jeweils nicht den gesamten Informationssatz hat. Solang die Population groß genug ist, bekommen wir als Gesamtpopulation auch den kompletten Satz an Information wieder zusammen. Und wenn die Population zu klein wird? Auch nicht tragisch, dann können wir uns die Information für ‘große’ Kollektive sparen, die für´s individuelle Überleben wichtige bringen wir hoffentlich noch zusammen. Daraus läßt sich ein einfaches Gesetz ableiten: Je wichtiger die Information für das Überleben, desto redundanter wird sie abgespeichert. Jedes Individuum besitzt dann eine Kopie – oder sogar mehrere – der selben Information. Unwichtige Information wird dagegen nicht komplett und statistisch über die Individuen verteilt, was sich sichtbar als genetische Varianz ausdrückt. Es gibt also eine inverse Korrelation zwischen Wichtigkeit und Varianz (damit wären die Rassisten tot :-).
Neben der Bewahrung von Information stellt sich der Natur die Aufgabe des Kreativen, also Neu-Kombination von Information. Auch hier erweist sich das Schnipselprinzip als von Vorteil. Wir kommen zu einem großen Puzzle, wo es sehr viele, jedoch nicht beliebig viele Möglichkeiten gibt. Jeder Stein bestimmt etwas (z.B. blau: kann Wasser, Himmel oder sonst was Blaues bedeuten), auch ist nicht jeder Stein mit jedem kombinierbar, viele Möglichkeiten sind es trotzdem.
Führt man jetzt noch das Argument ins Feld, daß die Natur die Grenze Individuum/Außenwelt so nicht – oder nur eingeschränkt – kennt, dann fiele diese Grenze weitgehend weg und diese Prinzipien – Bewahrung durch Redundanz, Variation durch unvollständigen Informationssatz, Kreativität durch Rekombination von Schnipseln – könnten homogen über sämtliche Organisations-/Sprachebenen des Genoms hinweg gelten. <EOF>
Also ich sehe das so: Wer, auch streng wissenschaftlich, jetzt über Gene/Genschalter und deren Einfluss auf die Intelligenz diskutiert – der ist bereits dem Sarazzin auf den Leim gegangen.
Geht es wirklich darum? Gerade jetzt und so plötzlich? Ist das wirklich die “Wahrheit”, die der “mutige” und deshalb vom “Berufsverbot” (mit 65 und mehrfach überversorgt) bedrohte S. endlich auszusprechen wagte?
Bin ziemlich verwirrt. Eine Antwort findet man, glaube ich, bei adsinistram. Aber ich werde weiter suchen und grübeln.
Aber Hey, Peleo,
wer nicht mehr streng wissenschaftlich über Genschalter diskutieren mag, weil auch der S. sich dort bedient, ist ihm auf den Leim gegangen. Nur mit ihm und seinem Mob darüber zu diskutieren wäre der Fehler. ..
Kopf hoch !
@Peleo,
es geht ja bei den Genschaltern nicht primär um ‘Intelligenz’, sondern zB darum, dass ein Schock-Trauma spontan Genschalter umlegen kann, und im Schlepptau um vermutlich Myriaden andere Kausalitäten.
(Es ist halt so, dass zuerst starke Reize untersucht werden, weil die starke Effekte haben, die statistisch robuste Ergebnisse liefern. Und eben nicht nur Korrelationen, sondern auch Kausalitäten! )
Und ganz allgemein darum, dass
a) die Evolutionstheorie zZ kräftig umgeschrieben wird.
b) die Gene ein offenes, mit der Umwelt kommunizierndes Ausgangs-Programm sind.
Die klassische Evolutionstheorie hat zB den Lamarckismus massiv bekämpft.
Heute ist es Stand der Erkenntnis, dass zB Fettleibigkeit erwerbbar UND vererbbar, bzw auf die nächsten ein zwei Generationen übertragbar ist.
Da wird man genau hinschauen müssen, welche Gen-Komplexe robust und welche variabel schaltbar sind.
Das ist offener Forschungsgegenstand mit einigen erstaunlichen Zwischenergebnissen.
Dass ich damit einem Sarrazin auf seinen schlichten Leim gehe, kann ich nicht erkennen.
Sarrazin ist ein Erbsenzähler (Banker/Politiker eben) mit einem Weltbild aus dem 19.Jhrh.
(Damit will ich das 19.Jhrh. nicht generell abwerten.)
Grüsse
@groo
Gewiß, der Monsanto-Konzern, der ja schon seit vielen Jahren die Gene von Schweinen und Menschen genotypisiert, hat schon vor Jahren festgestellt, dass die Anordnung der Gene auf gewissen Chromosomenabschnitten beim Schwein und beim Menschen sehr ähnlich ist, Offenbar sollen rund 90% aller bisher exprimierten Gen-Sequenzen zwischen Mensch und Schwein gleich sein.
Die Genom-Sequenz für das Schwein wird vermutlich in den nächsten ein/zwei Jahren abgeschlossen werden und die Integration der beiden genetischen Karten der Genomsequenzen könnte künftig die kundenorientierte Montage von Schweinen und Menschen gewiß unterstützen.
Wie heute schon bei der Bestellung von Neuwagen üblich, könnte der Kunde am PC das Produkt individuell konfigurieren, wobei eine höhere Qualität in der Regel auch höhere Anschaffungskosten beinhaltet. Andererseits wird dem Kunden auch gerechnet, dass bei etwaigen Reparaturen während des Produktlebenszyklus höherwertige Teile optimal austauschen lassen. Zu beachten ist, dass das “Gehirn” des künftigen Autos eine Flashspeichertechnologie realisiert, die die komplette Neuprogrammierung durch Programmierroboter in Sekunden erlaubt.
Hallo Thilo und Groo,
die Diskussion an sich ist ja höchst spannend und wird hier auch auf beachtlichem Niveau geführt. Wenn sie durch eine seriöse Veröffentlichung angestoßen worden wäre, hätte ich meine Freude daran. Aber so….
S. hat das Buch garantiert nicht geschrieben, um DIESE Diskussion anzustoßen. Er sagt ja selbst: er will damit “beweisen”, dass die unintelligenten Migranten …. aber das wisst Ihr ja selbst.
Dass man das nicht dem “Pöbel” überlassen sollte, stimmt natürlich. Aber der meint doch etwas anderes, s. oben. Da ist etwas aufgebrochen, was auch mir wie vielen anderen hier Angst macht.
Über 90 % Zustimmung, gechätzt 10 % beim SF. Für was eigentlich? Sicher nicht für die “Erkenntnis”, dass Intelligenz nun x oder y Prozent erblich ist. Diesen Aspekt zu sehen halte ich gegenwärtig für vordringlich. Die wissenschaftliche Diskussion kann man später in Ruhe führen.
@Peleo,
danke, man müht sich.
Es ist nicht ganz so trübe:
Man sieht hier deutlich ein Projektionsphänomen, aber auch gesunde Skepsis.
Grüsse
@ Groo
Danke für die Zahlen, die kannte ich noch nicht. Lässt wieder ein bisschen hoffen.
Die Mühlen der Wissenschaft mahlen (leider) langsam.
Und sie kann auch nicht alle Probleme lösen.
Da bin ich auch sehr besorgt und ziemlich ratlos!
Grüsse
was Roberto Lapuente betrifft, kann ich nur sagen:
recht hast Du, aber komm bitte runter!
Wegen einem Sarrazin werde ich nicht hysterisch.
Ich justiere allenfalls meinen Blödheitsdetektor etwas nach.
Der ist aber schon soweit im roten Bereich, dass mich so schnell nichts mehr aufregt.
Um die Diskussion mal etwas aufzulockern. Und weil ich wissen wollte, wie man einem Link einen “Namen” gibt.
Wie ein Ebenbild des Vaters.
Es ist allerdings nicht immer so!
hehe,
http://www.wired.com/wiredscience/2010/08/how-to-raise-a-superstar/
Bei Gelegenheit kannst Du mir/uns mal den Trick verraten.
Da bin ich echt zu doof zu.
grüsse
Also ich habe mich lange davor gedrückt darüber nachzudenken. Ich dachte immer man könne Links wie Zitate erzeugen. Aber mich hat schon immer das dann erscheinende “http://” irritiert. Dann merkte ich das ein Original-Link als Fließtext (sagt man das so) erkannt wird.
Vorhin hätte ich in einem Kommentar nun einen sehr langen kryptischen Link einfügen müssen, so das ich ihn wegließ.
Also dachte ich mir: Ich schreibe eine Bezeichnung für den Link in den Kommentar. Z. b.: “Wie ein Ebenbild des Vaters”. Markiere diese Bezeichnung. Klicke auf Link und füge den Originallink nach “http://” ein.
Das funktionierte.
Aaaah,
probiere ich gleich mal
The Personality Paradox
schaun mer mal
Schaut gut aus.
Wie leicht das Lernen geht, wenn man einen guten Lehrer hat ;)
Bissel offtopic, learn2html :D
Ging [a href="Link"]Klick mich-Text[/a] nicht?
[ und ] mit > und < ersetzen.
PS. Schwer > und < hier im Text zu schreiben…doofer Editor.
ich hab mich ja immer schon gefragt, wieso ein Fussballer
‘Kunstwadl’ heisst,
oder ein Zahnarzt ‘Weh’
http://www.pointoo.de/poi/Loerrach/Dr-med-dent-Hans-Juergen-Weh-Zahnarzt-427968.html
Fragen über Fragen.
Kein Wunder dass sich Leser über diese Diskussion beschwert haben.
Thilo schrieb am 5. September 2010 at 12:47
“Aber Hey, Peleo, wer nicht mehr streng wissenschaftlich über Genschalter diskutieren mag, weil auch der S. sich dort bedient, ist ihm auf den Leim gegangen. Nur mit ihm und seinem Mob darüber zu diskutieren wäre der Fehler. ..”
@Thilo. Das ist aber nett, dass Sie auf einmal als Förderer wissenschaftlicher Diskussion auftreten.
Nach Ihren bisherigen kurz-trotzigen nichtssagenden Kommentaren war ich der Meinung, dass Sie einfach nur ein ungebildeter Dogmatiker sind.
Da Sie sich aber jetzt schnell unausgegorenes Wissen über Genschalter angelesen haben und sich die Maske der Wissenschaftlichkeit geben folgende Frage:
Wer vertritt denn in diesem Forum nach Ihrer Meinung den “Mob” von Sarrazin? Die Wissenschaftler etwa die nicht Ihrer Meinung sind?
Sie schreiben doch zu Beitrag 139: “…Link. Grundsätzlich gilt es, in der Sphäre von Intelligenztheorie, Evolutions- und Neurobiologie ff hübsch vorsichtig zu bleiben. Forscher kommen zu den gegensätzlichsten Schlüssen und der Diskurs ist von Haus aus ideologisch kontaminiert. Es handelt sich nicht um Mathe ! Insofern wäre es auch völlig belanglos, ob die Intelligenzexpertin Frau Stern den Sarrazin nun bestätigt oder nicht….”
Wenn Sie also schon richtig erkannt haben, dass die Intelligenztheorie “ideologisch kontaminiert” ist, dann erkennen Sie doch an, dass die Wissenschaft einfach noch keinen Konsens dazu gefunden hat über die Frage ob es natürliche Ingelligenzunterschiede gibt (das nature-nurture-problem).
Ich habe ganz klar dem Rassismus in meinen Beiträgen verurteilt, jedoch nicht die Möglichkeit natürlicher Intellizenzunterschiede innerhalb von Gruppen.
Warum bezeichnen Sie die Wissenschaftler die nicht Ihre Meinung vertreten als Sarrazins Mob?
Wen meinen Sie mit Mob? Jeden der die Varianz von Intelligenz bejaht? Sago, Zettel usw., mich?.
Hören Sie auf diese Diskussion mit Ihren kurzatmigen Trotzreaktionen zuzudecken und die Fachdiskussion abzuwürgen,
da unter Ihren und Ihresgleichen wissenschaftsfeindlichen Beiträgen die Beiträge mit wissenschaftlichem Ansatz begraben werden.
Sie betreiben diese Diskussion vulgär, nur auf der anderen Grabenseite wie die unkritischen Sarrazin-Anhänger die “Daumen-hoch drücken” auf den Sarrazin-Abstimmmaschinen in den online-Zeitungen.
Findus, zum ‘Mob’ zählt für mich derjenige, der seinem waldursprünglichen Hass auf alles, was ihm fremd (und wehrlos) genug vorkommt, freien Lauf lässt – nachdem es von oben grünes Licht gegeben hat. Dass er dabei Statistik- und Genquark bemüht,, erklärt sich aus einem grundlegenden psychologischen Bedürfnis, zumindest dem Schein nach aus einem vernünftigen Grund heraus zu handeln. An der Konstruktion dieses Scheins werde ich mich jedoch sicher nicht beteiligen…
Ansonsten ist dies kein wissenscchaftliches Forum zur Intelligenzableitung. Hier verfasst niemand eine ‘Diss’ und deshalb ist es auch deplaciert,, deren Kriterien einzufordern. Im besten Fall wird hier ideologische Verblendung dekonstruiert, was auch bitter nötig erscheint…
Und nein, ich zähle Dich bestimmt nicht zum ‘Mob’. Der findet passendere Plattformen zum Austoben als den SF…
Immer noch trotzig (liegt an den Genen!), Dein Thilo
@Thilo: Dieses (Sarrazin-)Forum dient durchaus auch der wissenschaftlichen Verständigung. Hier kann man anonym Thesen aufstellen (auch überspitzte Thesen).
Damit ist es zumindest gelungen Sie aus der Reserve zu locken indem Sie Ihren Ansatz offenlegen:
Zitat “…zum ‘Mob’ zählt für mich derjenige, der …Statistik- und Genquark bemüht…”
Zitat Thilo schrieb am 5. September 2010 at 12:47 – wer nicht mehr streng wissenschaftlich über Genschalter diskutieren mag, weil auch der S. sich dort bedient, ist ihm auf den Leim gegangen. Nur mit ihm und seinem Mob darüber zu diskutieren wäre der Fehler. ..”
Sie wollen also der Diskussion eine wissenschaftliche Tiefe geben, aber jeder der nicht ihrer Meinung ist gehört zum Mob.
Zitat Thilo “Verschon uns bitte mit dem ganzen Statistikquark !”
Warum soll ich denn auf die statistischen Zahlen verzichten die zeigen, wie die Serben Kosovo verloren haben.
Ihre Verachtung der Zahlen-Tatsachen lässt schliessen, die gegenwärtige deutsche Kultur, ein im historischen Vergleich humanes Gesellschaftssystem, ist Ihnen nichts wert.
Natürlich werden Sie nicht wirklich so denken. Oder gehören Sie zu der Sorte linker Chaoten die rufen “Ausländer rein” und sich Chaos ausrechnen um den “Kapitalismus” zu stürzen?
Glauben Sie übrigens an die schöngefärbten Statistiken von Frau Foroutan, die diese bei “Maybrit Illner” aus dem Ärmel gezaubert hatten bis selbst die Zuschauer zu stöhnen begannen?
@Findus,
Darf ich dazu was sagen?
Ich habe Thilo jetzt nicht so verstanden, und habe zugegeben auch nicht alles, was er gesagt hat, durchforstet und auf die Waage gelegt.
Kommentare wie hier verstehe ich eher als Probebühne, wo man eine These oder Meinung äussert, ohne bis Sankt Nimmerlein darauf festgelegt zu werden.
Jeder muss dann selbst wissen, wie er mit Kritik/Gegenwind umgeht.
Hartnäckige Wiederholungstäter sind eine Sache, mal eine unausgegorene Meinung äussern oder einen Satz schreiben eine andere.
Ich stelle mir vor, dass ein Datenbanksystem alles was ich jemals gesagt habe, abrufbereit stellt, und dann jemand pingelig jeden Satz auf die Goldwaage legt.
Und da wird mir übel.
Sollten wir uns da nicht etwas ‘Freiheit’ gönnen?
Mal zu irren und auch Thesen wieder zurückziehen?
Das gestehe ich sogar einem Sarrazin zu.
Allerdings ist der mittlerweile ein Wiederholungstäter.
Ich persönlich bemühe mich schon um Konsistenz, erwarte sie aber nicht unbedingt -immer und überall- von anderen, und habe auch schon ab und an ins Klo gegriffen.
Wenn wir das tun, und uns bis St Nimmerlein dies und das vorwerfen, sind wir verloren.
Keiner kann dann jemand von irgendwas mehr überzeugen.
Wir verbunkern uns einzeln in Meinungshöhlen und beschiessen uns.
Das kanns ja nicht sein!
Wie weit da jeweils der ‘Spielraum’ ist muss jeder für sich entscheiden.
Sehr diffizile Sache, ich gebs zu.
Ich möchte nur auf die Risiken und Nebenwirkungen hinweisen!
Danke, Amen & gute Nacht
Findus, wer die ggw deutsche Kultur, die in der Tat im historischen Vergleich humanistische Imperative wenigstens ansatzweise transportiert, verachtet und abschaffen will, ist für mich keine Frage. ..
Wie ich oben schon ausführte, befasse ich mich bei einem Xenophoben mit seinem xenophobischen Gefühl und selbstverständlich nicht mit dessen pseudorationaler Einbettung. Die Frage wäre zB, die wo kommt all dieser Ekel her, der so manchen autochthonen Zeitgenossen überfällt, wenn er beim Bäcker auf ein Kopftuchmädchen trifft ? Eine Aufgabenstellung für den Psychologen, nicht für den Gen-Theoretiker ..
Und nein, bei Statistiken, empirischen Erhebungen und Studien bleibe ich grundsätzlich skeptisch. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass soziale Wirklichkeit deformiert gespiegelt wird – und dies aus materiellem oder ideologischem Bedarf heraus – ist als hoch einzustufen. ..
Und ja, ich kann mir durchaus etwas anderes als den modernen Kapitalismus vorstellen. Doch diesen ziehe ich allemal der völkischen Barbarei vor, für die ein Sarrazin gerade die Dämme eingerissen hat…
Es ist bekanntlich nicht möglich, ein (rassistisches) Vorurteil argumentativ zu entkräften. Deshalb sollte man es gar nicht erst versuchen…
„…Längst ist der Fall Sarrazin über Sarrazin hinaus. Viel größer als der Mann oder das Buch. Im Fall Sarrazin geht es um den Fall Merkel, um den Fall SPD, um das politische und publizistische Establishment in Deutschland. Sarrazin ist zur Chiffre geworden für die Empörung darüber, wie das juste milieu der Konsensgesellschaft den Saalschutz losschickt, um einen verstörenden Zwischenrufer nach draußen zu eskortieren. Und ihm auf dem Weg nach draußen zuzischelt: „Wir werden Dir Toleranz schon noch einbimsen.“…
Dieser Artikel von Matthias Matussek – Die Gegenwut – ist eine wirkliche treffende Analyse:
http://www.matthias-matussek.de/2010/09/die-gegenwut/comment-page-1/#comment-280
Matussek steht nicht allein. Jenseits des teils grotesken Protestgeschreies von allen Seiten merken immer mehr Medien- und Politikmenschen in klarer Sprache an, dass der Umgang mit Sarrazin und seinen Thesen anders sein sollte. Z.B. hier, oder hier, oder hier.
Das Feuern aus allen medialen und politischen Rohren gegen Sarrazin könnte sich noch als klassisches Trommelfeuer ins eigene Knie der selbstgerecht Empörten herausstellen.
Nun ja, seit der ersten Sarrazin-Provokationsrunde im Frühling 2010 ist doch jedem klar, daß die Causa Sarrazin der Zünder einer Bombe ist, die die politische Klasse und die Schwarz-Gelbe Koalition wegsprengen könnte und vielleicht auch soll. Aus heutiger Sicht wird Schwarz-Gelb bei der Bundestagswahl 2013 im Orkus versinken und das linke Spektrum würde erstmals in der Geschichte der Republik die absolute Mehrheit erhalten. Die ANDERE REPUBLIK, ein POLITIKWECHSEL NACH LINKS steht vor der Tür. Sarrazin soll die Bombe sein, um die Koalition zu zerstören und das Treibmittel zünden für eine neue rechte Partei, für den POLITIKWECHSEL NACH RECHTS. Ist das so schwer zu kapieren???
Dein Gelalle vom “Saalschutz”, von Sarrazin als “Verstörenden Zwischenrufer” ist allerdings Beweis von Brainwashing. Wenn Sarrazin nicht Vorstand der Bundesbank, sondern Vorstand von Daimler-Benz wäre und er in einem Buch schreiben würde, daß die Autos von Mercedes Schrott sind, die Qualität der Mercedes-Autos kontinuierlich abnimmt und in 300 Jahren bei Null ist, wäre Sarrazin in maximal 30 Minuten seinen Job fristlos los und kein Schwein würde ihn als armes Opfer hirngewaschen bemitleiden. Wenn ein Bundesbankvorstand ein Buch schreiben würde und darin prognostizieren würde, daß Deutschland den Bach runtergeht, sollte man annehmen, daß massiv Kapital aus Deutschland abgezogen wird und niemand mehr in den Standort Deutschland investiert. Wenn der Vorstand ihn wegen seines geschäftsschädignden Gelaber entlässt, heulen genau die von Figuren wie Sarrazins geschädigten armen Wichte was von “Saalschutz” und fehlender Meinungsfreiheit.
Wie abgefuckt und verkommen will dieses Land Deutschland eigentlich noch werden?? In dem Land, das Sarrazin vielleicht schon bald herbeimanipulieren wird, würden schmierige Figuren wie er als Hochverräter sofort abgeurteilt!
Amen.
Die Gen-debatte ist häßlich – vor allem in BRD. Deshalb wird S. vor allem aus dieser Richtung
madig gemacht. Also der alte Trick: Den Gegner als Unmenschen darstellen, damit man sich die Auseinandersetzung mit seinen sonstigen Thesen sparen kann. Auch sein Stottern ist ein willkommener Nachweis für seinen konfusen Geist. Zusätzlich wird die ihm zustimmende Mehrheit als “Stammtisch” eingeordnet. Ich wette, dass seine Gen-zitate bzgl. Entlassung aus SPD und Bundesbank Hauptargument sein werden.
Ich halte den genetischen Bezug für überflüssig für die Migrantendebatte, weil es hierfür egal ist, ob sich Intelligenz zu null oder 1-57% vererbt.
Die Deutschen werden jetzt wiederholt aufgefordert, mehr für die Problemmigranten zu tun, finanziell, personell, persönlich. Ich habe verstärkt den Eindruck, dass die Mehrheit (mich eingeschlossen) dazu weder Lust, Nerven, Zeit noch Geld hat.
Das macht Sarrazin natürlich ganz anders. Seine Gegner bezeichnet er nicht als Unmenschen, nur irgendwie als von Natur aus dumm, minderwertig und so. Wegen ihrer schlechteren Gene. Quasi als fast…untermenschlich. Ups.
Gratulation. Nichts anderes sagen alle seine Gegner. Und “überflüssig” ist noch nett, wenn man bedenkt welche historischen Schubladen der Mann aufmacht.
Aber natürlich könnte man sich nicht so schön als Märtyrer stilisieren, wenn man einfach nur sagen würde das die Integrationspolitik der letzten 50 Jahre Unsinn war. Vorallem müßte man sich dann eventuell Gedanken machen, ob das Nichtgelingen der Intregration vielleicht nicht nur am “dummen Ausländer” liegt. Komischerweise wollen aber genau diese Diskussion Sarrazin und sein Beifall klatschenden Sarrassisten nicht. Woran das liegen mag?
Und sie wundern sich warum der böse Ausländer auch keine Lust, Nerven, Zeit noch Geld(das schon gar nicht) für Integration hat? Integration ist eine duale Angelegenheit. Wenn nur eine Seite herumintegrieren soll, nennt man das Assimilation. Wollen sie das? Dann sagen sie das auch.
Man sieht hier eine gestaffelte PsyOp, in der Sarraz erst die mephistophlische (=teuflische, diabolische, dämonische, satanische) Rolle des unschuldig Erniedrigten und Beleidigten spielen muß und dann die Rolle des kalten Rächers der Enterbten, der eine Schneise der berserkerhaften Verwüstung in unsere aus allen Fugen geratene Welt schlägt.
Die von Sarrazin angestoßene Rassismus-Debatte ist in dem Stücke nur der Aufmacher und Aufheizer, der vom eigentlichen Höhepunkt und Schlußakt weglenken soll. Prinzipiell legen die Integrationsprobleme muslimischer Immigranten teilweise gravierende Defizite der deutschen Bildungssysteme und Sozialsysteme offen. Die „offizielle“ Politik hat vor 5-6 Jahren erstmal den Schalter bei der Integration muslimischer Immigranten umgelegt; denn die „Wirtschaft“ hat erkannt, dass diese Gruppe zwingend in die arbeitsfähige Bevölkerung integriert werden muß. Seither will die „offizielle“ Politik ihre Maßnahmen der Integrationspolitik positiv verkaufen, aber weniger die Defizite und Probleme herausstellen. Eine Randbedingung ist, dass alles überlagert wird von einer latent rassistischen Vorurteilsbildung in weiten Teilen der deutschen Bevölkerung.
Dieses Gemisch wird nun im Zuge der wirtschaftlichen und politischen Krise enzündlich und ein Sarrazin ist geradezu als Zünder prädestiniert, denn er ist Mitglied einer der mächtigsten Institutionen der herrschenden Klasse, der Bundesbank. Sarrazin muß sich nur als Projektionsfläche für die Ressentiments des deklassierten bzw. von Deklassifizierungsängsten geplagten deutschen Unter- und Mittelschichten aufmanteln. Durch eine Arie simpler Provokationen löst Sarrazin Kritik in den TV-Medien, seitens der Intellektuellen, seitens der Politiker, seitens der Bundeskanzlerin persönlich aus. Zweck der Übung ist erstmal, den der Chef der Bundesbank zu nötigen, seinen Vorstand Sarrazin subito zu kündigen. Dies wiederum kann dann von den einschlägigen Medien wie der BILD-Zeitung als Anschlag auf die Meinungsfreiheit dargestellt werden. Dies hat den unschätzbaren Vorteil, dass der oberklassige Bundesbänker Sarrazin als Opfer dargestellt werden kann, das unbarmherzig bestraft wird von den Mächtigen, nur weil er all die rassistischen Vorurteile nur bestätigt, die in den von Deklassierung bedrohten Unter- und Mittelschichten neblig wabern. Damit kann Sarrazin als Repräsentant einer Institution der herrschenden Klasse von den Medien der herrschenden Klasse zum Teil der unterdrückten Klassen gemacht werden, in dem er ein unschuldig verfolgtes Opfer wird wie diese tief Erniedrigten und Beleidigten des Kapitalismus auch.
Der Chef der Bundesbank, die Bundesregierung und der Bundeskanzler haben nun ein ganz gravierendes Problem. Der Chef der Bundesbank steht schon als Böser dar und er steht als Verlierer da, wenn Sarrazins Kündigung als Rohrkrepierer endet. Also käme der Chef der Bundesbank nicht mehr als künftiger Chef der Europäischen Zentralbank im Jahr 2011 in Betracht und Chef der Europäischen Zentralbank würde der ehemaligen Chef der italienischen Tochter von Goldman Sachs, die Wallstreet-Banker würden die Macht über den Euro übernehmen. Sarrazin würde also die Rolle zukommen, die Wallstreet-Banker bei der EZB an die Macht zu bringen und ihnen gleich die passende faschistische Partei zu kreieren. Die politische Klasse dürfte dann auf den Zuschauerplätzen zuschauen. Den Retter der politischen Klasse darf nun möglicherweise der extra neu bestellte Bundespräsident Wulff spielen, so er denn geruht. Wenn Wulff sich bockig weigern sollte -warum auch immer-, die Kündigung Sarrazins durch den Bundesbankchef durchzuwinken, hätte Deutschland eine ganz saftige schwere Staatskrise. Winkt Bundespräsident Wulff ganz harmlos in die Gegend grinsend die Causa Sarrazin durch, das Bundesverfassungsgericht aber leider nicht, hätte Deutschland die erste Mega-Staatskrise nach 1945. Erst dann würde Sarrazin aus der Deckung kommen und einige andere auch und aus dem Vakuum wuchert etwas stinkend Braunes heraus.
klingt wie fünfdimensionales Schach.
Ich plädiere eher für ein mittleres Niveau an Dummheit/Bosheit, das ich auch noch kapieren kann.
Übermenschen sind da nicht unterwegs.
Das bilden sich allenfalls einige ein.
(Doing god’s work etc.)
Wir können sie schon noch an empfindlichen Körperteilen fassen, und nicht nur an ihren dreckigen Zehennägeln.
Noch!
@groo, der Gesandte Allahs -möge Allah ihn loben und Heil schenken- pflegte bei dergleichen Gelegenheiten zu sagen: “Das Erwähnen der Wahrheit darf nicht verschwiegen werden!“
http://basseera.com/de/fiqh/unterricht/361-erotische-traeume-bei-einer-frau.html
Groo, das Mephistophelische scheint dir relativ fremd zu sein, gell? Selbstverständlich muß ein Werkzeug wie Sarrazin selber kein Übermensch sein, nur um einige Szenen in God’s own work auszuführen. Vergleicht man etwa den äußerst komplexen Plot der 9/11-Story mit dem B-Picture, in der Sarrazin seine Auftritte hat, würde man nicht umhin kommen, das Sarrazin-Drehbuch als deutlich unterkomplex zu qualifizieren. Thilo Sarranazis Rolle ähnelt ja teilweise der Rolle von Mohammed Atta, der ja auch wohl nur -aus naheliegenden Gründen- nur den Teil des Drehbuchs lesen durfte, in dem er seine Auftritte hatte und auch davon nur Ausschnitte.
Wenn man im Rückblick die Auflösung des 9/11-Plots betrachtet, muß einem der Ex-Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin schon jetzt leid tun, denn wüsste Sarrazin die Auflösung des Films, würde er gewiß als Patriot –für den er sich ja offenbar hält- sich breitschlagend NICHT mitspielen.
Ich finde es ja lustig welche Kapriolen unsere Politgrößen auf einmal schlagen.
Hat Sarrazin tatsächlich behauptet, das negative Verhaltensweisen vererbbar sind (egal ob sowas möglich ist), wie Gabriel hier behauptet? Kann natürlich auch sein das Gabriel falsch oder unvollständig zitiert wird.
Ich meine ja die Debatte legt mehr über unsere Polit-Clowns offen als über den tatsächlichen Stand der Integration.
Merkel will Integrationsvereinbarung
Ich habe mittlerweile Sarrazins Erguß gelesen (den kann man bei Piratebay als Torrent runterladen). Er behauptet in der Tat penetrant, dass durch die stärkere Vermehrung der “weniger intelligenten” Unterschichten und Migranten die Intelligenz im Lande abnimmt. Das steht nicht zwanzigmal, sondern öfter explizit in seinem Pamphlet. Sarrazin behauptet auch die erblich höhere Intelligenz der Juden, die durch den Selektionsdruck der Judenverfolgungen entstanden sei. Können uns die Juden ja dankbar sein für die Pogrome, ok, der Holocaust war wohl ein bisschen übertrieben …
Davon ab ist das Buch eine Art Mein Kampf auf sarrazinisch. Zu lesen lohnt es nicht. Wie das erwähnte Mein Kampf und der Archipel Gulag wird es wohl zu den vielgekauften, aber nur von den Gegnern komplett gelesenen Büchern gehören.
a^2
yep,
anfangs hatte ich die 70MB-Version,
dann die 1.5MB ebook Version.
Jetzt warte ich auf die 1kB Schrumpfversion.
Aber die haben wir ja schon.
Die Tabellen blähen das auf.
Ist immer wieder erschreckend, wiewenig selbst klügere Geister als S. zum kollektiven Informationsbestand beitragen.
Plus oder Minus.
Das ist letztlich die Frage.
Jewish genetics is apparently a hot topic now because it turns out that John Hagee, the Evangelist preacher whose name recently made headlines as the one who funded Im Tirtzu and decided to withdraw his support for the organization, is an expert on Jewish genetics. In his book, “Who is a Jew?” Hagee claims that Hitler was a half-Jew and a descendant of Esau. In May 2008, at the height of the U.S. election campaign, a tape was distributed in which Hagee claimed that Hitler fulfilled the will of the Lord to bring the Jews back to the Land of Israel, in accordance with the Biblical prophecy.
http://www.haaretz.com/misc/article-print-page/jewish-gene-theories-make-waves-in-germany-go-unnoticed-in-israel-1.311182
@ Axel: Trau keinem Journalisten wenn es um korrekte Zahlen oder Wissenschaft geht. Ausnahmen bestätigen die Regel.
Was Gabriel über Vererbung gesagt hat ist im Forum weiter oben erläutert worden: Die Clan-Cultur könnte durchaus Immigrationsprobleme durch Erziehung weitergeben. Vererbbar ist sowas nicht.
Was der rbb sagt hier angeblich sagt ist Unsinn.
Ich bin ein Sarraziner
Aha.
Das ist ja mal eine klare Ansage.
Ich bin eine Weisswurst.
Was jetzt?
Messer raus!
guten Appetit!
Senf musst Du selber mitbringen!
sonst unverdaulich. ;)
Sarrassist. Das heißt Sarrassist.
Tja, Wolfgang, viel besser kannst du dich hier nicht darstellen. Soviel dumme Scheiße in vier Worten wurden in Stalingard für gleiche Charaktere, die damals ebenso großartig umkotzten, sie wären Hitleristen, ausführlich mit Blei und Stahl und Sibirien beantwortet.
Das ist die einzige Sprache dir Ihr Rassisten versteht.
Sarrazin und seine Mitstreiter von der Bertelsmann-Stiftung haben die deutsche Gesellschaft wieder ein Stück verändert.
Es ist erstaunlich wie erfolgreich die Bertelsmann-Stiftung ist, daß Verständnis von Gesellschaft einiger alter aber reicher Männer, zu einer allgemeinen und realen zu machen in dem die Welt solange geändert wird, bis sie so schlecht ist wie man sie immer gesehen hat.
Da hast Du recht.
Sarrazin schreibt in seiner Danksagung:
—–
Das lässt dann schon einige Fragen offen, was die Relationen Bertelsmann-Random House-DVA … betrifft.
Grüsse
Jens hält das ja für eine VT – und erklärt, dass Random House ja der Bertelsmann Stiftung gehört und nicht der Bertelsmann AG. Welchen Unterschied macht das? Nach meinen Informationen ist die Stiftung so konstruiert, dass Liz Mohn auf jeden Fall die Fäden in der Hand hat.
Schon wieder was zum Grübeln…..
…
was die ‘reichen alten Männer’ betrifft, möchte ich doch darauf hinweisen, dass Liz Mohn in dieser unsäglichen ‘Stiftung’ hier mittlerweile das Szepter schwingt!
OK?
Groo: A chick with a dick. Ein reicher alter Mann mit Titten.
a^2
yep.
wär lustig, wenns nicht so traurig wär
@ Groo
Pardon, Du bist jedes Mal schneller!
sorry ;)
Ist wichtiger, dass wir uns einig sind,
Nicht?
Was ist schon Geschwindigkeit?
Moins, ich glaube das hier trifft diese ünsägliche Sache auf den Pünkt. :-)
Mitternachtsspitzen 4.Sep.10 – Wilfried Schmickler zu Sarrazin
Also ich finde es interessant wie sich die Diskussion in den letzten Tagen so entwickelt. Vieles von dem was nun passiert ist eigentlich völlig logisch und ich frage mich wirklich was Sarrazin sich dabei gedacht hat.
Ich versuch mal mich in Sarrazin hineinzudenken und unterstelle daher, dass er von “lauteren” Motiven getrieben war, sich wirklich Sorgen um ein “lebenswertes Deutschland” macht und daher nur mal eine Entwicklung aufzeigen wollte, die er eben linear aus dem hochrechnet was bisher seiner Meinung nach passiert ist.
Aber hilfreich scheint dieses Buch nun wirklich nicht zu sein.
Erstens redet Sarrazin mit Sicherheit über ein Minderheit. Egal wie man es rechnet – die allermeisten Migranten (und Deutsche mit Migrationshintergrund) sind integriert, bemühen sich, ihr Einkommen hier in Deutschland selbst zu erwirtschaften und haben dies auch geschafft.
Das es eine “integrationsunwillige” und “bildungsresistente” Gruppe gibt, bleibt dabei nach meiner Einschätzung unbestreitbar – aber ob die nun so groß ist wie es diverse Talkshows immer wieder durch Aufzeigen von Harz IV Migrantenfamilien mit mehreren Kindern oder durch die “netten” Interviews mit Migranten die nach 20 Jahren noch immer nicht deutsch können zu suggerieren versuchen – wage ich auch stark zu bezweifeln.
Zweitens hat sich Sarrazin mit seinen Aussagen zu genetischen Vorbedingungen auf ein Minenfeld begeben, welches seit Jahrzehnten bekannt ist. Gerade im “Intelligenzbereich” wurde noch vor nicht allzulanger Zeit ein genetischer Einfluß fast völlig ausgeschlossen – seit dem “Genetik-Hype” um 2000 herum schlägt das Pendel wieder stark in die andere Richtung aus – aber was das aussagt kann keiner wirklich beurteilen.
Selbst wenn ein Teil der Intelligenz vererbbar ist, bleibt dann noch immer der Streit darüber was “Intelligenz” selber aussagt. Und ob jemand der einen meßbaren IQ von 110 hat dann um 10 % besser dasteht als jemand mit 100, mag mathematisch stimmen – über den Lebensverlauf und über den Menschen sagt das absolut nix aus.
Und das dann von Sarrazin eben gerne Statistiken verwendet werden und Prozentzahlen als “Beweise” für irgendwas genommen werden ist doch von vornherein als angreifbar zu erkennen.
So macht man es zwar sich selber leicht irgendetwas “zu beweisen”, aber auch den Gegnern leicht eben immer irgendwelche Fehler zu finden. Letztendlich lassen sich für beinahe jede beliebige Prozentzahl zu jedem beliebigen Thema entsprechende Statistiken finden.
Und so wird nun ein Diskussion um Genetik und Prozentzahlen geführt und wenn Sarrazin hier wirklich von “edlen Motiven” getrieben war, muss er nun irgendwann zugeben, dass er leider alles falsch gemacht hat. Ich habe auch die TV Diakussionen teilweise verfolgt – bei Hart aber Fair ist mir aufgefallen, dass mehrfach darauf hingewiesen wurde, dass eben anwesende “integrierte Migranten” sich von seinen Aussagen im Buch beleidigt fühlten – was mir wirklich gefehlt hat war, dass Sarrazin sich dafür entschuldigt hätte – hätte ihm sicher nicht geschadet.
Auf der einen Seite wirkt er so, als würde er ja nur “in aller Unschuld” eine (zugegebenermaßen tasächlich mögliche) Fehlentwicklung aufzeigen – auf der anderen Seite ist er völlig resistent dagegen, dass er dadurch eben pauschaliert und demagogisch vorgeht.
Schade eigentlich – das Thema der “Intergrationsunwilligkeit” an sich ist diskussionswürdig und ich glaube, dass vieles von der Zustimmung zu Sarrazin auch darauf beruht, dass die Politik eigentlich seit Jahren immer vermittelt “der Staat muss mehr für Integration tun und mehr fördern” und bei dem Slogen “fördern und fordern” dert zweite Teil nicht wirklich sichtbar ist.
Hier werden eben viele der durchaus berechtigten Meinung sein, dass auch mehr “gefordert” werden muss.
Zum Argument Meinungsfreiheit:
http://www.taz.de/1/debatte/kommentar/artikel/1/nein-zum-salonrassismus/
“Als sich der Imam Yakup Tasci in einer Predigt in der Mevlana-Moschee in Berlin-Kreuzberg im November 2004 abfällig über Deutsche äußerte, hatte das Folgen. Denn ein Kamerateam des ZDF war vor Ort und strahlte seine Rede später in Auszügen aus. Unter anderem hatte Tasci die “mangelnde Nützlichkeit der Deutschen” beklagt und behauptet, ihr Schweiß verbreite “einen üblen Geruch”, weil sie sich zu selten waschen würden. Als seine Hasspredigt publik wurde, suspendierte ihn sein Verband, die Islamische Föderation, umgehend von allen Ämtern.
Doch damit enden die Parallelen zum Fall Sarrazin. Denn die Berliner Ausländerbehörde nahm diese Predigt und eine andere Hetzrede zum Anlass, den damals 59-jährigen Imam des Landes zu verweisen. Nach 34 Jahren, die er in Deutschland verbracht hatte, musste er deshalb 2005 seine Koffer packen.”
Haha,
oder mangelnde Reinlichkeit?
Da greift man im Wörterbuch eine Seite daneben, und schon ist man Hassprediger.
Hoffen wir, dass kein WK III draus wird.
@Fyyff:
Da es in meinem Beitrag nicht um irgendwelche angeblichen Unterschiede zwischen Ethnien ging, reden Sie am Thema vorbei.
Weil es genau das langfristige Modell ist, welches Herr Sarazin angesprochen hat. Also (in diesem Punkt) nichts anderes gesagt hat. Das Problem der Parallelgesellschaft ist nämlich wiederum ein Kulturelles. Und ein anders Thema.
Jemand anderem eine Behauptung zu unterstellen bringt eben nicht weiter.
Das hat Herr Sarrazin so aber gar nicht gesagt. Es geht
- zum einen über die Unterschicht allgemein
und
- zum anderen um die Probleme der Parallelgesellschaft.
Ich frage Sie noch einmal: Wo fordert Sarrazin das? Wo will er eine Gruppe wegen ihrer genetischen Merkmale bestrafen?
Schön das du seinen Gedanken lesen kannst.
Zum Abschluss, der eigentlich nur zeigt, wie extrem links diese Seite ist, dass sie unsere Medien für Rechts hält:
Nein, dazu muss man nur wissen, dass laut repräsentativen Umfragen unter Politikjournalisten eine Zweidrittel-Mehrheit für Grün-Rot zustande käme – mit den Grünen vor der SPD!
Der Marxismus-Leninismus hielt sich aber bekanntlich selbst für eine exakte Wissenschaft – offenbar kennen sich hier aber viele nicht einmal mit den simpelsten Grundlagen aus, wie dem Konstanthalten aller anderen Faktoren, um den Einfluss eines zu messen. Davon kann man dann natürlich Rückschlüsse auf die komplexre Wirklichkeit schließen.
Es geht Sarrazin also um:
Soso. Und warum sagt er das nicht? Warum der ganze biologistische Schwachsinn über Gene, von dem Sarrazin offensichtlich nicht die geringste Ahnung hat? Wird da der Märtyrerkomplex nicht so schön gestreichelt wenn er nur gesagt hätte: “Die Integrationspolitik, unsere Behandlung der ‘Unterschicht’ und unser Umgang mit sich bildenden Parallelgesellschaften sind ein Katastrophe, hier sind potentielle Lösungen”?
Da hätte er aber womöglich nicht so viel Bücher verkauft, wa?
Ich schreib nochmal: Das muß er gar nicht. Den Gedankensprung zur praktischen Anwendung seiner Thesen machen seine frisch aus 60 Jahre Winterschlaf erwachten Sarrassisten schon selber. Oder was meinst du was Leute die auch keine Ahnung von Genetik und Soziologie aus der vereinfachten Formel “Musel=schlechte Gene=keine Bildung/Gewalt/Probleme” machen?
Glaubst du einer von euch Claqueuren käme auf die Idee zu sagen: “Hey lass uns den Leuten und allen anderen Benachteiligten (bspw. Hartzer) unter die Arme greifen, damit sie die selben Chancen haben”? Und versuche bitte nicht meinen und deinen Intellekt zu beleidigen, indem du irgendwas anderes als “Natürlich nicht!” antwortest.
Hahaha. Oh wow. Das ist deine Antwort? Hallo nach Bizzarrowelt.
Bei so einer furchtbaren schwarz-geld Regierung wirst du wahrscheinlich bei ziemlich vielen Berufsgruppen ein 2/3-Mehrheit für rot-grün finden. So ein Wunder.
Vorallem aber: das ändert jetzt genau was daran, das es in diesem Land so ziemlich kein Medium außerhalb des Internets gibt das richtige linke Inhalte verbreitet? Die SPD und die Grünen zu “links” zu zählen ist ja putzig, entspricht nur leider nicht der Realität der letzten 20 Jahre.
Ansonsten. Nenn doch mal die angeblich so linken Medien. 2-3 Beispiele genügen.
Kurze Frage an die Runde:
Wer glaubt hier, dass die Integrationsprobleme, die bei bestimmten Einwanderergruppen statistisch häufiger auftreten, nicht die Schuld der sich in einer Parallelgesellschaft isolierenden sind, sondern lediglich auf Ausgrenzung beruhen?
Was hindert jemanden daran, sich hier zu integrieren? Haben so viele doch geschafft!
Warum soll immer die Gesellschaft schuld sein?
Was hindert jemanden daran, sich hier zu integrieren? Haben so viele doch geschafft!
Gegenfrage: Sind die Aussagen von Sarrazin förderlich für eine Integration? Probleme und Abwertung in einen Topf zu werfen, ist das förderlich?
Ist es förderlich seinem Kind zu sagen, “Ach du hast Probleme in Mathe, bist halt nen bischen blöd, Kopftuchmädchen du kleines, zieh dich erstmal anders an, dann helf ich dir vll bei den Hausaufgaben…?
Aber ach nee, ist ja Politik, da kann man ja mal auf den Tisch hauen. Sind ja Gruppen die man anspricht keine Menschen.
möchte hier keine Aussagen über Intelligenzverteilung treffen, find ich sinnlos, wichtiger ist die Möglichkeit einer durchlässigen Gesellschaft. Arbeitslosigkeit vs. Arbeit, möglichkeiten zur Bildung, Bürgergeld, ach war doch alles schon da
@ Techniknörgler:
Was hindert einen, sich hier zu intergrieren? Hab ich bei meiner Frau gesehen, die aus Suedamerika kommt.
Also, da waeren: Boese Blicke, hinterhergerufene Parolen, latente Unfreundlichkeit von Kassierern, Busfahreren etc; Berichte von abgestochenen Auslaendern (letzens in Dresden), eben das generelle Gefuehl, hier nicht wilkommen zu sein.
Ich verstehe es (begruesse es aber nicht), dass Auslaender gerne unter sich bleiben – man ist einfach mehr unter seinesgleichen, und fuehlt sich sicherer als man es mit Deutschen sein koennte.
Achgut
Sehr geschliffen, was dein Link da vorbringt. Fairerweise hättest du auch folgenden Absatz daraus zitieren sollen:
Was sich ja nun nicht gegen Sarrazin wendet, oder?
Nein, es wendet sich gegen dich und deinen Link. Der gute alte Herrenmensch läßt grüßen.
Der von dir zitierte Ausschnitt liefert dir auch nichts gegen mich oder meinen Link.
Techniknörgler: Klar, dass Du mit Faschistenlinks aus den PI/Broderspektrum missionierst. Wie “ist” es denn um die Entwicklung der Türken bestellt, die als Ungelernte ins Land kamen und von denen in der zweiten und dritten Generation 14% Abitur machen, während es von der in vergleichbarer Lage befindlichen deutschen Unterschicht keine sechs Prozent sind? Ihr rechten Rassisten seid es doch, die die Realität leugnen. Die Lebenswelt der Migranten ist gewiss kein Ponyhof, noch weniger in den Zeiten der Agenda. Aber die Migranten kämpfen sich da durch und erzielen Fortschritte. Das scheint Euch zu überfordern.
a^2
Umd die 14% geht es ja gar nicht.
Wer sagt im übrigen, diese 14% würden alle aus der Unterschicht stammen? Hier werden Äpfel mit Birnen verglichen.
Jonas, es ist sehr bedauerlich, was Deine Frau erleben muss! Ja, nicht willkommen und bestenfalls geduldet zu sein, dürfte einer häufigen Grunderfahrung von Migranten entsprechen. Allerdings gibt es auch Zusammenhänge und Millieus, in denen Multikulturalität eine absolute Selbstverständlichkeit ist. ..
Technik, Friedmann hat es – dank seiner um 15 % höheren Intelligenz – immerhin kapiert, wer da auf dem Label von ‘Islamkritik’ unterwegs ist. Ganz im Ggs zu Giardano + Broder,, die womöglich solange den Stichwortgeber für die Völkischen geben ,bis sie selbst zur Zielscheibe werden – dann, wenn diese zu ihrem originären Anliegen zurückfinden. ..
Gegen Defamierung , welche die Trittbrettfahrerei anderer ausnutzen, kann man sich nur schlecht wären.
Aber trotz der Trittbrettfahrer: Die Erde dreht sich um die Sonne.
Den völkischen spielt ihr in die Hände, in dem ihr nicht differenziert!
Für den Autor dieses Pamphlets kann man sich ja nur wünschen, dass er von den ‘bildungsfernen, integrationsresistenten, kinderreichen muslimischen Familien’ bei der nächsten S-Bahn-Fahrt ordentlich eins auf die F**** kriegt. Für das verbreiten solcher Links natürlich auch.
Umschlagendes Argument.
Warum freuen sich denn manche Leute so darüber wenn der Sarrazin feststellt, das es Sinn macht Geld für Bildung auszugeben. Das haben andere auch vorher gesagt ohne rassistisch zu werden. Also ist es doch der Rassismus. Durschaubar und mies. Bleib lieber bei der Technik, die kann man einfacher berechnen.
Nein, es ist nicht nur die stupide, abgedroschene, unkonkrete Forderung nach “mehr Geld”. Es geht um ein umfassenderes Konzept, welches natürlich die Augen vor den Problemen und ihren kulturellen Hintergründen nicht verschließen darf.
Intellizenzunterschiede NACH der Bildung. Zweiter Sende-Versuch
@Fyyff Fyyff schrieb am 5. September 2010 at 15:42
Zitat: …man vererbt lediglich die Abweichungen zum DurschschnittsIQ zu Teilen, das hat aber nix mit Bildung an sich zu tun. Für Bildung sind Umwelteinflüsse VIEL wichtiger. Die Schlußfolgerung hier lautet für einen intelligenten Menschen: “Aha! Müssen wir allen gute Lebensumstände liefern und schon haben eine Menge Leute bessere Bildungschancen….”
Du hast es immer noch nicht verstanden: Richtig ist, bei GLEICHEN Bildungschancen führt die Vererbung zu 50…80 % Anteil an den NACH der Bildung festgestellten IntelligenzUNTERSCHIEDEN.
Es gibt also auch bei gleichen Bildungschancen “underperformer” =das politisch-korrekte USA-Wort für Verlierer.
Manche Immigranten in den kritisierten Parallelgesellschaften entziehen sich jedoch der Bildung. Oder die Bildungsziele werden von Ihnen trotz Bemühen nicht erreicht – der Grund dafür ist wahrscheinlich weil sie weniger intelligent sind als die erfolgreichen Immigranten der GLEICHEN Population. In einfachen Worten – es gibt dumme/faule und kluge/fleissige Deutsch-Türken (wie auch bei den Deutsch-Deutschen, das ist daher kein Rassismus).
Daher wird dieser Teil der Migranten zu Verlierern im Arbeitsmarkt. In der Praxis lässt sich jedoch niemals ohne umfangreiche Statistische Daten nachweisen, dass solche underperformer bildungsunwillig oder weniger effizient sind. Aus diesem Grund wird versucht, die Statistiken von Sarazzin abzuwerten. Eine Fernsehprofessorin “türkt” Statistiken vor laufender Kamera.
Ich möchte Dich mit gutmütiger Absicht auf Grammatik-Fehler aufmerksam machen: Du schreibst ein paarmal “Müssen wir …”. Es muss richtig heissen “Wir müssen…”
Ja, deutsche Sprache schwere Sprache. Aber Kompliment, denn mein Türkisch ist wesentlich schlechter (nämlich Null) als Dein fast perfektes Deutsch.
Nawasgugsdu?
Und das hat jetzt alles genau was mit Sarrazins Blödsinn zu tun? Oh, oh warte. Der Araber wäre auch bei gleichen Chancen minderwertig gell? Weil er ja von Natur aus “underperformen” würde. Huhu Biologismus. Wieviel eigentlich? 5%? 10%? Kennst du Zahlen dazu? Darf ich die Zahlen auch sehen? Würde ihn das für immer arbeitsunfähig machen oder ist es wurst 95IQ oder 105IQ zu haben?
Vorallem, wie passen, sagen wir mal, Iraner in deine und uns’ Thilos Theorie von der großen Muselminderwertigkeit? Die hier eingwanderten Iraner sind nämlich durch die Bank relativ erfolgreich und gebildet? Oh, das mag natürlich daran liegen, das fast nur gutgebildete Iraner ausgewandert sind. Aber oh Graus, das darf nicht sein. Das würde ja dafür sprechen das Umwelteinflüsse (zum Beispiel die Bildung der Eltern, ihr daraus resultierender höherer Lebenstandard etc) eine viel wichtigere Rolle als die morschen Moslemgene spielen. Sowas aber auch.
PS. Lustig, lustig was Hobbywahrheitologen wieder alles in Grammatik und Satzbau entdecken wollen. Aber um dich zu beruhigen: Schreib dich nicht ab. 70 Millionen Deutsche können kein Türkisch. Ich übrigens auch nicht. *ba-dum-tiiiisch*
Vielleicht weil Sarrazin gar nicht so sehr diesen “Blödsinn” vertreten hat, den du ihm unterstellst?
Es geht um zwei Sachen:
1. Intelligenzunterschiede (und damit auch die Intelligenz) sind zu einem nicht zu unterschätzenden Teil vererblich. (Angebliche) Unterschiede zwischen Ethnien sind hier nebensächlich, da der Unterschied innerhalb einer Ethnien grundsätzlich größer ist, als zwischen den Ethnien.
2. Integrationsprobleme bestimmter Migrantengruppen, diese sind hauptsächlich kulturell bedingt.
seltsamer Medienforscher schwadroniert über die vielen meinungsbildenden linken Medien während der größte Teil der Bevölkerung eher rechts davon steht und es deshalb wohl zu diesem Interesse an Sarrazin und seinem Buch kommt… wo ist denn jetzt eigentlich links und wo ist rechts? wo oben und wo unten?
Ich schäme mich zu diesen Zeiten fast darüber, Sozialist zu sein, wenn ich die ganzen Beissreflexe gegen Sarrazin sehe. Die Kritik an ihm ist in den seltensten Fällen inhaltlich sondern meistens sehr emotional und entbehren jeder Etiquette. Dann pickt man sich nocht kleine Fehler aus dem Buch heraus um den Autoren als Nazi, Rassisten, Eugeniker, zweiten Rosenberg und wahrscheinlich wird er wohl auch noch als die Reinkarnation Hitlers bezeichnet.
Sehen wir uns doch nüchtern die Kernthesen an:
1.Die Deutschen (das kann man über jedes Europäische Land und auch die Ostastischen Länder sagen) haben zuwenig Kinder und werden immer weniger.
2.Die muslimischen Immigranten in Deutschland haben aber mehr Kinder. Das führt dazu, dass der prozentuale Anteil der Moslems in Deutschland (und dem Rest Westeuropas) immer größer wird und irgendwann die Anzahl der Deutschen überholt.
3.Die Moslems in Deutschland haben im Schnitt einen niedrigen IQ und schneiden in der Schule wesentlich schlechter ab als andere Ethnien.
4. Da der Anteil der Moslems immer größer wird, werden auch IQ und Schulleistungen sinken.
Ich denke zu den ersten beiden Punkten muss ich nichts sagen, da sie wohl niemand bezweifeln kann. Herr Sarrazin hat auch beim dritten Punkt recht. Es ist einfach so in Deutschland. Aber warum ist es so? Heißt das jetzt, dass Türken dumm sind? Nein, das heißt es eben nicht. Es wird nur gesagt, dass die Türken in Deutschland im Durchschnitt einen weniger hohen IQ (was nicht mit Intelligenz gleichgesetzt werden kann) und bildungsferner sind. Aber woher kommt das denn? Es liegt daran, dass die BRD ihre “Gastarbeiter” aus sehr unterentwickelten Gebieten der Türkei angeworben hat und auch von denen die bildungsferne Schicht von sehr ländlichen Regionen. Wir haben uns also die Schicht, die schon in der Türkei bildungsfern war, nach Deutschland geholt. Es ist also nur wenig überraschend, dass diese es auch in Deutschland so geblieben sind.
Dann folgt meist von vielen Linken eine typisch mostmodernistischer Gleichgültigkeit. Ach dann passiert das halt. Mir doch egal. Deutschland/Europa/Japan ist sowieso scheisse. Wen stört es also? Ich frage mich dann, für was kämpft ihr überhaupt wenn all das, wofür die meisten modernen Linken stehen, sich ebenfalls abschafft. Gleichberechtigung, Menschenrechte, Sekularität, Aufklärung, Sozialismus. Denkt ihr denn, dass ein muslimisches Europa noch für soetwas kämpfen würde? Letztendlich werden sich Linke Bewegungen selbst abschaffen dadurch und es wird stattdessen wieder religiöser und konservativer. Irgendwie ironisch. Da ich nicht mit einer sozialistischen Revolution rechne, die es auch für Europäer das Kinderkriegen wesentlich erleichtert und den Trend damit ändert, glaube ich den Untergangspropheten.
Der einzige Trost? Ich bin dann schon tot.
Ich schäme mich zu diesen Zeiten fast darüber, Sozialist zu sein, wenn ich die ganzen Beissreflexe gegen Sarrazin sehe.
ja son Nationalsozialistentum ist schon schwer
Gerade zu den ersten beiden Punkten muß man etwas sagen, da sie einen üblichen Denkfehler machen:
1. Es gibt keine Definition dafür, was zu wenig Kinder sind. Desweiteren ist auch der Begriff “Deutscher” nicht eindeutig definiert, ist derjenge ein Deutscher der einen deutschen Pass hat oder z.B. derjeniger, der nachweisen kann, daß die letzten 8 Ahnen reinrassig deutschen Ursprungs sind.
Desweiteren wird hier, genau wie bei S., linear interpoliert. Die Geburtenrate ändert sich aber, d.h. sie bleibt nicht konstant. Daher ist die Annahme, daß die “Deutschen” aussterben eine, wenn auch unwahrscheinliche Möglichkeit!
2. Auch hier gelten die Annahmen von 1.
Und, woher nehmen wir die Gewissheit, daß die nächsten Generationen die gleiche Geburtenrate wie heute haben?
Die ganzen Theoretiker sollten endlich einmal aufhören, ihnen genehme Daten ausschließlich linear fortzuschreiben. Die Welt ist nicht linear, sie ist ein äußerst komplexes System mit vielen dynamischen Effekten, wie Schleifen, Rückkopplungen, etc.. Natürlich ist es für die meisten Menschen einfacher, sich einen linearen Aktion-Reaktion-Mechanismus vorzustellen. Nur ist Linearität die Ausnahme und nicht die Regel. Daher sind alle Spekulationen, was mit Deutschen, Migranten, Ober- und Unterschicht passieren wird, nichts weiter als pure Spekulation – eine moderne Form des Märchens.
Und deswegen ist alles relativ? Egal? Deswegen muss man nach seinem Beißreflex urteilen, anstatt eine rationale Bewertung vorzunehmen? Der typische Reflex von Kulturrelativisten.
Ich weiß nicht was schlimmer ist. Angegriffen zu werden ob meiner (mit all dem anderen Ausländergesocks geteilten kollektiven) Dummheit oder wegen dieser Dummheit bemitleidet zu werden.
Vielleicht solltest Du auf Sarrazin hören, Spiegelfechter, und auch zum Intelligenzfaschisten werden Ein IQ-Test beim Aufrufen der Seite wäre ein Anfang.
Es wird nur gesagt, dass die Türken in Deutschland im Durchschnitt einen weniger hohen IQ (was nicht mit Intelligenz gleichgesetzt werden kann) und bildungsferner sind.
Volltreffer! Lies nochmal, nachdenken Supersozialist, selber Dattel kaufen (schmeckt gut) und dann meinetwegen auch sterben wenn das denn besser ist als die eigene Ideologie siegen zu sehen.
@ FYYFF 145, Zitat aus Ihrer Gegenrede:
“Und sie wundern sich warum der böse Ausländer auch keine Lust, Nerven, Zeit noch Geld(das schon gar nicht) für Integration hat? Integration ist eine duale Angelegenheit. Wenn nur eine Seite herumintegrieren soll, nennt man das Assimilation. Wollen sie das? Dann sagen sie das auch.”
Ich wundere mich weder über zu geringe Anstregungen von Deutschen noch Zuwanderen hinsichtlich Bildungserwerb als Selbstzweck und zur Ergatterung eines gutbezahlten Arbeitsplatzes.
Zumindest hier sind wir doch 100% gleich: Man ist relativ faul und möchte mit möglichst wenig Arbeit und Stress ein gutes Leben haben.
Ich habe auch kein Problem mit Parallelgesellschaften oder ein paar wenigen Kriminellen.
Spätestens jedoch bei der Arbeitssuche ist schluss mit lustig. Man muß möglichst gebraucht werden und etwas mehr erwirtschaften als man kostet, Teamgeist ist auch nicht schlecht. Aus dem daraus erwirtschafteten Überschuss werden Alte, Kranke, Kinder etc. versorgt.
Warum soll ein Arbeitgeber sich aus 300 Bewerbern für einen Arbeitsplatz einem potentiellen Problemfall raussuchen?
Und warum soll ich meine Freizeit mit Deutschen oder Zugewanderten verbringen, die für sich Rücksicht auf dogmatische Denkbarrieren fordern? Hirngespinste kultureller oder religiöser Art sind umso stärker polemisch anzugreifen, je mehr sie für sich Unberührbarkeit beanspruchen. Insofern müssen alle Religiösen auf schärfste beleidigt werden, ob ihrer Dreistigkeit, angebliche Wahrheiten zu verkünden. Gleiches gilt für Äußerungen wie “Das machen wir schon seit Jahrhunderten so aus kulturellen Gründen.”.
Man kann sogar noch einige hundert Jahre so weitermachen, wenn man auch alle Nachteile in Kauf nimmt.
Demzufolge sind Sie aber auch aufs Schärfste zu beleidigen, ob Ihrer Dreistigkeit, angebliche Wahrheiten zu verkünden.
“Potentieller Problemfall, dogmatische Denkbarrieren”.. oh Mann. Ich hoffe wirklich, dass ihr Name nichts mit ihrem Geburtsjahr zu tun hat.
MfG
Ausländer1990
Quintessenz: “Der Ausländer darf gerne da sein, solang er mir nicht den Job wegnimmt.”
Wow.
Das macht wer? Oder ist es jetzt schon eine “dogmatische Denkbarriere” wenn man sagt, das man auch oben was reinstecken muß, wenn unten was rauskommen soll. Einfach nur erwarten, das sich arme Leute (und das unabhängig von Herkunft und Religion) von sich aus schon fangen werden ist in einer Gesellschaft wie der unseren, auch und besonders dank “guter Deutscher” , utopisch.
Natürlich könnte man mit dem Ansatz “Wir helfen denen, die sich nicht selbst helfen können” nicht so schön Stimmung machen. Und schon gar nicht gegen den bösen Islam, gell?
PS. Bevor jetzt noch mehr ganz, ganz sachte Andeutungen auf den Islam als Wurzel allen Übels kommen. Ich bin auch dafür das weniger Minarette gebaut werden. Und noch dazu ein paar Kirchtürme abgerissen werden. Überhaupt wärs schön wenn sich die Menschheit langsam von der Gehirnkrankheit “Religion” komplett befreien würde.
Schön wäre auch wenn Rassisten nicht immer so tun als wäre ihr Unsinn wissenschaftlich belegt.
Schön wäre auch wenn pipifantile Moslemhasser sich mal mit allen Religionen so kritisch befassen würden (zum Beispiel den anderen beiden magische-Himmelsfee-Glaubensrichtungen).
Schön wäre auch wenn die “Sie klaun unsre Jooobs!”-Lobotomierten endlich mal ihre uninformierten Klappen halten würden. Ehrlich. So schwer ist das nicht sich erstmal schlau zu machen vor dem rumplappern.
Schön wäre es.
Und sie sind jetzt besser, weil sie nicht gegen den Islam an sich, sondern gegen Religionen im Allgemeinen sind? Rassismus nicht gegenüber der Hautfarbe, sondern gegen den Glauben, Konfession = Konfusion?
Ja nee, is klar. Moslems, Christen, Juden und Konsorten (aber nicht Buddhisten, die sind exotisch und pfoll kuhl) sind alles verwirrte Trottel und als Atheist ist man per se aufgeklärt und intelligent. Die tatsächliche Gehirnkrankheit von der Deutschland bzw. generell der “aufgeklärte”, ach so zivilisierte Westen befreit werden muss, ist der zwanghafte Drang, jeden und alles von seiner angeblichen Gehirnkrankheit Religion zu befreien.
Ne Buddhisten sind genauso übel. Tut mir ja leid das ich nicht dem Klischee vom linken Weltverbesserer und Dalai Lama-Fan entspreche.
Ansonsten hab ich auch nix gegen den Glauben von Leuten. Ich finde nur das es eine persönliche Angelegenheit ist, die in einer öffentlichen Diskussion nix zu suchen hat. Und schon gar nicht hat irgend wer das Recht seine Religion anderen aufzudrängen oder deshalb irgendeinen besonderen Respekt zu fordern, nur weil er meint sein spezieller magischer Quatsch wäre besser als anderer magischer Quatsch.
Kurz ich will das das 11. Gebot eingehalten wird: Du sollst deine Religion für dich behalten. Danke.
PS. Das war jetzt aber arg OT. :)
Zumal ich das religiöse Argument gar nicht eingebracht habe, sondern nur kritisiere das andere es benutzen. Ich finde die Sarrazindebatte hat mit Religion wenig zu tun, sondern eher mehr mit Rassismus, Biologismus und der Problematik, das Armut der beste Weg ist nur wenig Bildung zu bekommen.
Dann fallen sie jetzt ins Klischee des gelangweilten unterforderten Anti-gegen-alles-Atheisten. Klischees gibt’s genug, man sollte sich nicht über sie beschweren wenn man selbst mit ihnen hantiert.
Hier jetzt über Leute, die anderen ihre Religion aufdrängen, zu sprechen ist einfach fehl am Platz.
Aber richtig, die Religion bzw. in diesem Falle der Islam ist eine persönliche Angelegenheit, er wird seltsamerweise aber selten von denjenigen in die öffentliche Diskussion gezogen die ihn praktizieren. Sarrazin mit seinen idiotischen Thesen, Schäuble mit seinen bescheuerten Islamkonferenzen usw. usf… man bekommt das Gefühl diese Glaubens-”Debatte” wird den Muslimen hierzulande und anderswo oktroyiert.
Weiterhin: Wenn meine Religion Privatsache ist, dann muss mein Ausländertum das auch sein. Aus welchem Grund, abgesehen von der arroganten jahrhundertealten Einstellung des Westens, er wäre per se “besser”, “fortgeschrittener”, aus welchem Grund sollte ich meine Kultur, Religion oder auch nur persönliche Marotten aufgeben, weil ich mich innerhalb anderer geographischer Grenzen bewege? Weil die Germanen und Alemannen hier Jahrhunderte vor meinen Vorfahren herkamen? Für mich persönlich reicht es, wenn ich die hiesigen Gesetze beachte und auch sonst niemandem schaden will, das sind Gesetze die überall gelten. Mehr darf laut Deutschem Gesetz niemand verlangen, darüber hinaus hat es ohnehin jedem egal zu sein, ob ich mit den Füßen esse oder meine Hosen falsch herum tragen will, Leute, die sich über solche Dinge echauffieren sind diejenigen die tatsächlich einen Integrationskurs besuchen sollten.
Dieser Gedanke von “wir sind hier zuhause, die anderen sind hier Gäste” ist es, der das eigentliche Problem überhaupt erst entstehen lässt. Ansonsten würde man jeden pöbelnden türkischstämmigen Jugendlichen einfach als Arschloch bezeichnen, und nicht als personifizierten Untergang des Abendlandes.
Und sie fallen in das Klischee des WischiWaschi-Appeasement-Agnostikers.
Religion ist eines der großen Probleme der Menschheit. Nur hat sie halt im Falle Sarrazin nur eine sehr periphere Rolle. Komisch das alle möglichen Seiten das irgendwie in die Diskussion einbringen, obwohl es (wie ziemlich oft bei Religionen) im Grunde nur überflüssig ist.
Und ja, sie haben vollkommen recht, wenn sie Ausländer, Ausländer sein lassen wollen, solang sie Gesetze befolgen. Die Frage ist doch: ist es falsch zu erwarten das aus Einwandern irgendwann Mitbürger werden? Sicher nicht. Nur darf man das nicht mit dem Brecheisen vorantreiben wollen. Und schon gar nicht darf man mit einer “Ausländer pass dich gefälligst an”-Einstellung herangehen. Ich denke mal da sind wir gar nicht so weit auseinander.
Sie könnten nicht weiter daneben liegen ;-)
Mir gefällt der Ausdruck “Appeasement” in dem Zusammenhang überhaupt nicht, ich will aber auch keine Grundsatzdebatte über Religion/Atheismus anfangen. Glaube übrigens kaum dass Religion in der Debatte keine Rolle spielt, es ist bestimmt kein Zufall dass nur muslimische Einwanderer in der “Kritik” (falls man das so nennen könnte) stehen.
Erläutern sie aber bitte doch, was mit “Mitbürger” gemeint ist.
Zitat “ja son Nationalsozialistentum ist schon schwer”
@Brixius – Beruhigen Sie sich. Kaufen Sie sich doch mal eine Dattel, kauen darauf eine Woche herum, und dann kommen Sie wieder.
Gute und gerechte Bildung für alle Bevölkerungsschichten kostet Geld. Das Geld muß aber in andere Taschen. Also muß eine Begründung her, daß man diese gute, gerechte, teure Bildung gar nicht braucht. Diese Begründung muß gerade so hanebüchen und dumm sein, daß sie der gerne hört, der an der Theke steht und sagt: “Zwei Brötchen und die Bild.” Die Begründung muß auch in die Köpfe gehämmert werden, immer wieder. Da ist so ein Aufreger nur recht. Oh ja, wenn ich wieder wiedergewählt werden will, sage ich: “Oh, aber ein bißchen pfui!” Und grinse erst dann, wenn keiner mehr herguckt.
Zur Aufheiterung (naja, nicht unbedingt aufheiternd, aber was soll’s)
http://bilder.bild.de/BILD/Home/2010/09/04/bc-meinungsfreiheit__17512557-1283527506-4.gif
ich würde sagen, dass der Link eher Magenschmerzen und Unwohlsein erzeugt, lachen konnte ich jedenfalls nicht.
Hab auch nur gelacht weil ich erstens dachte es wäre ein Fake (hätte ich nicht mal bild zugetraut) und zweitens die Vorstellung wie jemand wirklich so’ne Parkscheibe ins Auto legt doch recht lustig ist ;)
Das sollte auch keine Kritik sein ;-) Manchmal mag man den Umfang der Dummheit einfach nicht glauben …
@ Fyyff
Zur Religion: Meine angedeutete Religionskritik richtet sich gegen jede Religion bzw. Hirngespinste, die so bezeichnet werden. Dabei geht es nicht um den Glauben an sich, sondern um die Abgrenzung zu Nicht- und Andersgläubigen und das dumme Gefühl, der eigene Glaube sei irgendwie besser. Noch übler sind Handlungsvorschriften aufgrund dieser Hirngespinste sowie die Herabwürdigung entsprechend anders Handelnder.
Zur Arbeit: Alle nehmen allen Arbeitsplätze weg, das sollte man sportlich sehen und hat mit Deutsche gegen Ausländer nichts zu tun.
Je mehr man durch Religion und Kultur und sonst noch was denkblokiert ist, desto schwerer fällt unvereingenommenes Lernen und Anpassung an neue wirtschaftliche Gegebenheiten. Mir fällt duch viele Auslandsreisen immer wieder auf, wie pragmatisches Denken die Leute und ihr Land weiterbringt einschliesslich der Entwicklng einer religionsfreien Ethik.
@ no name
Mein Alter = 58 hat durchaus etwas mit meiner Aversion gegen Dogmatismus zu tun.
Wir mußten uns in den 60ern + 70ern von unseren Eltern befreien, soweit diese uns einzwängen wollten in überkommene Denkschablonen aus Religion, Kultur und sexueller Verklemmtheit. Gegenüber den heutigen Problemzuwanderern waren sie allerdings weltoffen.
@ Udo Kunze
Unsere Bildungsangebote sind für Deutsche und Zuwanderer identisch. Daraus machen einige Zuwanderer sogar noch überdurchschnittlich Lernergebnisse. Da ich nicht dafür plädiere, irgend jemand seine Kinder wegzunehmen, hat die Gesellschaft kaum Enfluß auf die frühkindliche Erziehung. Fall sich Eltern nicht befähigt sehen, können sie schon frühzeitig Hilfe bekommen.
Ihr Problem scheint zu sein, das sie nicht erkennen (wollen?) warum sich ein marginalisierter Ausländer unter anderem auch in die Religion flüchtet. Gäbe es bessere Bildung würde natürlich die Religiösität abnehmen. Sie meinen die Bildung bekommt er unter anderem nicht, weil er religiös verblödet ist. Sehen sie den Zirkelschluß? Im übrigen: auch ohne Religion wären die meisten Migranten noch arm und entsprechend wenig erfolgreich im Bildungswesen. Woran läge es dann, ihrer Meinung nach?
Wenn man von “marginalisiert[n]r Ausländer[n]” reden darf, darf man dann eigentlich auch von sich “marginalisiert fühlenden Deutschen” reden? Was habt ihr vor um hier eine Radikalisierung zu verhindern? Denn eines wäre ja klar: Nicht die Radikalisierten selber wären schuld, sondern ihr (da ihr sie maginalisiert habt). Selbe Logik, nur umgedreht.
Erst einmal wird hier, wenn es denn schon um Technik gehen soll keiner Gruppe die Schuld zugeschrieben sondern nur den Strukturen in denen sie leben. Das ein Mensch aber auch Eigenverantwortung hat und diese auch bitte nutzen soll ist auch klar. Denn nur die eigene Erfahrung bringt auch einen Lerneffekt.
Eigenverantwortung und Handlungsmöglichkeit soll aber auch gegeben werden. Da kein Mensch, das ist hinlänglich bewiesen gerne gesellschaftlich schlecht gestellt ist, MUSS es eben auch ein strukturelles Problem sein das die Probleme gebracht hat ansonsten hätte die Eigenverantwortlichkeit doch längst gegriffen. (Alles andere ist ein mieses/fehlgeleitetes Menschenbild)
Sarrazin pranger Mißstände an, schiebt dann aber wieder dick die Eigenverantwortlichkeit in den Raum. (steht auch so im Artikel)
Weil er anscheinend selber merkt das die Eigenverantwortlichkeit so nicht ganz funktionieren kann, kommt er dann mit den Genen an. Ganz toll. Was will er denn nun? Helfen oder Schuldige suchen? Am besten noch da wo keiner mehr helfen kann bei biologischen Ursachen?
Ok, wenn er es denn so will, dann soll er doch nicht die Biologie durcheinander bringen und Wut und Hass streuen durch seine Doppelbotschaften, sondern auf die Biologie, dazu zähle ich jetzt auch die Gefühle beachten.
Guten Morgen
Das mag sein, aber warum folgert daraus zwangsläufig
?
Oder jemand wälzt die Schuld für die eigenen Probleme auf andere ab.
Nein, es ist nicht immer die Gesellschaft schuld. Das ist nur ein Dogma.
Da also einige ihre Eigenverantwortung nicht wahrnehmen (was nicht zwangsläufig die Schuld der aufnehmenden Gesellschaft ist, denn von vielen Einwanderergruppen wird sie ja wahrgenommen) fordert Sarrazin (u.a.)
- Ganztagsschulen
- verbindliche Vorschulen, um Deutschkenntnisse früher zu verankern
- Kopftuchverbot an Schulen
- Kürzung von Kindergeld, wenn z.B. Schulpflicht nicht erfüllt wird oder die Teilnahme am Sexualkundeunterricht oder Klassenfahrten verweigert wird
Die Forderungen sind (größtenteils) nicht neu. Na und? Erst Sarrazin hat versucht sie wieder richtig ins Gespräch zu bringen.
Kein Mensch ist gerne gesellschaftlich schlecht gestellt=> Verbindung zum strukturellen Problem?: was hat ihn daran gehindert die gesellschaftliche Rolle einzunehmen!
Diese Frage mit reiner Eigenverantwortlichkeit zu beantworten ist eben einfach viel zu kurz und schlicht falsch.
Gegen mehr Förderung hat ja keiner was. Danke an Sarazzin für den Hinweis.
Aber:
was Sarrazin mal so richtig ins Gespräch gebracht hat ist ein autoritäres Menschenbild. Das bitte unter Autoritärem Charakter bei Wikipedia nachgucken.
Wenn dieser als erstrebenswert erachtet wird, bitte: rechts abbiegen und rein in den braunen Kackehaufen.
Hoffe das war nicht zu autoritär :-P
@ Fyyff
Die Flucht in Religion finden Sie auch bei Gebildeten, z.B. die “modernen” US-Kreatitionalisten, oder die “Rückbesinner” und “neue Suche nach Halt und Werten”.
Denkblockaden gibt es vielerarten, Religion ist nur eine davon, jedoch eine der schädlichsten, wenn auch noch die ganze Persönlichkeitsstruktur damit verwoben ist und kritische Distanz / Zweifel am Glauben nicht vorhanden ist.
Wenn sich einer vorrangig als Muslim bezeichnet könnte man flapsig fragen: “Und sonst?”
Selbtsverständlich sind auch vietnamesische und chinesische Bauern bettelarm, aber sie benötigen selten eine Aufforderung, sich von jedweden Hirngespinsten zu trennen. Deshalb lernen sie lockerer und arbeiten sich selbst aus ihrer Armut heraus. Alle Chinesen, die ich in China kennenlernte, sind höher gebildet und haben bessere jobs als ihre Eltern.
Auch in Afrika sind nicht die Gene sondern die Geister das Problem. Man muß diese zuerst verscheuchen, um erfolgreich in die Gegenwart aufzubrechen.
Nach der Aufklärung hat man die Religion irrtümlich für abgehakt gehalten, weil man die Sehnsucht nach Transzendenz und Heilsversprechen und vor allen die Todesangst unterschätzt hat. Der verträumte Muslim mit mittelalterlicher Kultur würde beim Verlust dieser beiden Komponenten einen kleinen psychischen Tod sterben – oder sich befreien wie z.B. die wenigen starken Frauen aus diesem Umfeld.
Mensch Leute, hier wird ja so getan als ob „Religion“ oder „Glaube an etwas“ Zeichen mangelnder Interaktion zu seinem Umfeld verstanden werden kann. Ich als Bibelmaus sage mal: Genau so wie einst die Gewürze aus dem vorderen Orient (Pfeffer, Paprika, Majoran …) allesamt als „Pfeffer“ im Sprachgebrauch waren und auch heut noch „Pfefferkuchen oder Lebkuchen“ eine gängige Bezeichnung für das Knabberzeug darstellt – wird wohl heut keiner mehr behaupten das der „Pfefferkuchen“ aus dem Supermarkt wirklich nur oder aus Pfeffer ist? Ebenso verhält es sich mit Religion, hier – weil ich eine Bibelmaus bin, meine Christliche. Wenn am Anfang Gott den Menschen aus „Erde“ schuf – dann sicher nicht aus Pampe oder Dreck. Nein – genau so wie bei den Pfefferkuchen ist das eine Sache der Begrifflichkeit. Erde – ein Sammelbegriff aus allen uns bekannten Elementen des Periodensystems. Wenn es heisst: …und erschuf aus Erde […], dann sind darin die meisten Elemente in unterschiedlicher Konzentration und Menge des uns bekannten Periodensystems enthalten. Und auch so wie einige tierische Lebewesen Töne über 20kHz hören, welche uns Menschen verborgen bleiben, und Licht über eine bestimmete, uns ebenso verborgene, Wellenlängen wahrnehmen können – ist es immer eine Sache der Begrifflichkeit wie man Religio, Gott und Wirklichkeit erfährt oder Wahrnimmt. Einstein hat mal gesagt: “Gott würfelt nicht“. Je mehr sich ein menschlicher Geist auf die Suche nach physikalischer Erklärbarkeit, nach humanistischer Vernunft oder philosophischer Gewissheit aufmacht – je mehr erkennt er eine „Schaffende“ Ordnung aller Dinge im Universum.
Liebe Brüder und Schwestern…das nur mal kurz von mir Bibelmaus hinsichtlich der Feststellung das „Religion“ eben nicht Opium fürs Volk ist. So was sagen meisst Menschen die in ihrem rationalen Intellekt den Schlüssel zu der Tür sehen – durch welche alle Menschen am Lebensquell einherschreiten werden.
Nun wirds aber arg OffTopic.
Seis drum.
Tut er das? Euch Kreationisten und ID-Heinis ist auch kein Argument zu blödsinnig oder? Wozu braucht das Universum eine “schaffende” Ordnung? Das funktioniert auch gut ohne. Gott ist lediglich eine unnötige Verkomplizierung der Dinge. Wie also kommt ihr auf die Idee das alles eine Ordnung, damit auch einen Schöpfer haben muß? Und wenn alles einen Schöpfer haben muß, wer schuf Gott? Und wenn Gott keinen Schöpfer benötigt, warum nicht? Und wenn Gott einen Schöpfer (Gott) hatte, hatte dann Gottes Gott einen Schöpfer? Infiniter Regress ist was feines, nicht? :)
Und sowas behaupten gern Himmelsfeegläubige aller Art um zu verdecken, das ihr eigenes Begriffsvermögen nicht ausreicht um sich aus den wirren Gedankengängen eines von bronzezeitlichen Schafhirten geschrieben und über Generationen weiter entstellten Mythos zu befreien.
So und nun lass ich sie sich über die bösen Atheisten aufregen, die so gar keinen Respekt zeigen wollen vor ihrem unlogischen Wahn.
Oder um es mit Laplace zu sagen: “Je n’avais pas besoin de cette hypothese-la.”
Hallo Fyyff…
Ich bleib da ganz gelassen. Reg mich auch nicht auf. Zur Ordnung: versuchen Sie doch mal eine Konstante im Periodensystem der Elemente auch nur um einen geringfügigen Teil zu verändern. Sie meinen nicht was da alles so durcheinander kommen würde. Ordnung in dem Sinne, als das ein „schaffendes“ jedem Element, jede Ordnungszahl, jede Haupt- oder Nebengruppe eine festen unveränderlichen Platz im Universum zugewiesen wurde. Daher ja auch Einsteins Spruch: Gott würfelt nicht“. Vor einigen Tagen konnten Sie ja so fasst nebenbei aus Medien erfahren das Hawkins abenteuerliche Vorstellungen von einem Universum „ohne“ Schöpfung für ihn erklärlicher ist als die Vorstellung eines „geschaffenen“. Der Mensch lebt nicht von Brot allein. Und was den Leib füllt ist nicht für den Geist. Ich bin keinem nachtragend der auf anderen Stassen geht. Eine Kreuzung kommt jedoch immer wieder. Und nicht in jedem Ziel ist auch ein Sieger sondern oft ist auch die Reise das Ziel.
Und das wissen sie woher? Waren sie in anderen Universen und haben nachgeschaut, ob eine andere Ordnung funktioniert oder nicht?
Alles was sie aussagen ist, wenn es anders wäre, wäre es anders. Wow.
Im Endeffekt läuft es auf IHRE subjektive Betrachtung heraus. Argument aus Ignoranz und Unwissen halt. Sie können sich nicht vorstellen das es anders ist, also geht es nicht. Sie nehmen Komplexität war und denken “Gottwars!”, weil sie sich nicht vorstellen können wie sie natürlich entstanden sein kann.
Gibt es irgendeinen Grund anzunehmen das PSE wäre irgendein Beweis für Schöpfung, außer der Tatsache das sie Komplexität blödsinnigerweise sofort für ein Zeichen von Schöpfung halten?
Und das Problem ist wo? Ein Universum ohne Schöpfung ist nunmal logischer als eins mit.
So und nun geschwind das nächste Argument hervorkramen und widerlegt werden, da steht ihr Godbots doch drauf. :P
wenn ich was dazu sagen darf…
Und das Problem ist wo? Ein Universum ohne Schöpfung ist nunmal logischer als eins mit.
Da es noch keine Erklärung für das Universum gibt, kann auch nicht die Aussage getroffen werden ob es mit oder ohne Gott logischer wäre.
Gott muss auch nicht zur Reduzierung von Komplexität herangezogen werden und verhindert auch nicht die Aufklärung von Komplexität. Das beste Beispiel ist immer noch der gläubige Einstein. Es gibt eben in einer aufgeklärten Gesellschaft Menschen die für sich einen Gott gefunden haben und diesen Glauben religiös ausüben ohne ideologisch zu werden oder missionieren zu wollen. Gott näher zu kommen kann ja auch Fragen sein, also das Gegenteil von Komplexreduzierung.
Nur der Ordnung halber:
Mit dem Spruch “Gott würfelt nicht” bezog sich Einstein nicht etwa auf die Problematik die heute als “Feinabstimmung der Naturkonstanten” bekannt ist Diese Feinabstimmung wird von manchen für notwendig erachtet, um den physikalischen Zustand des beobachtbaren Universums zu erklären, also auch die Existenz von Leben und damit auch des Menschen.
Nein Einstein glaubte das es in der gesamten Realität kausal-deterministstisch zugehe. also auch in der “Realität” die in der Quantenmechanik beschrieben wird. Aber in der Quantenmechanik regiert der Zufall. Einstein irrte also.
Was die angesprochene “Ordnung der Realität” angeht Eine Möglichkeit wäre, das eine nahezu unendliche Anzahl von Universen existiert und wir halt in demjenigen leben in dem die Feinabstimmung (die Ordnung) zufällig so realisiert ist, das “wir” möglich sind. Die String-Theorie macht in dieser Hinsicht aus der Not eine Tugend. Die Theorie führt nicht (wie man es herkömmlicherweise erwarten würde) auf ein mögliches, sondern eben auf nahezu unendlich viele Möglichkeiten von Universen. Aber die Physik stellt natürlich ungern solche ad hoc Hypothesen auf, wenn eine Prüfung kaum möglich scheint.
Darüber hinaus ist jedoch umstritten, “ob es diese Feinabstimmung tatsächlich gibt, ob diese notwendig für die Erklärung der Natur ist, oder ob diese nur eine Folge unzureichender, unvollständiger Theorien ist”.
Was Einsteins Gott angeht, so meine ich haben er (oder einer seiner Interpreten) mal gesagt, das dies jedenfalls nicht der Gott der Menschen sei.
Russland diskutiert http://expert.ru/printisseus/expert/2010/35/mezhdu_tolerantnostyu_i_bezotvetstvennostuyu?esr=17 mit.
link funktioniert nicht
@ noname
Sorry, habe mich verschrieben.
Zweiter Versuch: http://expert.ru/printissues/expert/2010/35/mezhdu-tolerantnostyu_i_bezotvetstvennuyu?esr=17
immer noch nix :P
Kannst alternativ eine kurze Zusammenfassung geben wenn du möchtest. Mein Russisch reicht zwar mittlerweile um Alltagsgespräche zu verstehen, bei einer politischen Diskussion inkl. Fremdwörter werde ich allerdings kaum Land sehen.
Alle gute Dinge sind drei.
Dritter Versuch: http://expert.ru/printissues/expert/2010/35/mezhdu_tolerantnostyu_i_bezotvetsennuyu?esr=17
http://expert.ru/printissues/expert/2010/35/mezhdu_tolerantnostyu_i_bezotvetstvennuyu/
Alle gute Dinge sind nicht drei, sondern vier !
Dieser Link ist verhext, ehrlich.
PS. Habe nichts getrunken, schwöre !
Zum Thema: http://lenta.ru/articles/2010/09/10/abbruch/
… mal eben – da verlinkt – vorbeigeschaut.
Nach lesen des Artikels und der Kommentare habe ich jetzt ‘ne Verknispelung der Antibinaxe. Oh Gott, hoffentlich werde ich die wieder los. Ich war gesund …
Lieber Jens,
danke für diesen Artikel. Er illustriert genau meine eigene Sicht auf die Thesen dieses für mich so verabscheuungswürdigen Demagogen, die ich – in dieser Deutlichkeit – in den Massenmedien doch leider sehr vermisse. Die Tatsache, dass sowohl die Bild als auch der Spiegel offenbar ebenfalls auf dieser Welle zu reiten versuchen, um damit weite Teile der Bevölkerung mit diesem halbgaren Unsinn gegeneinander auszuspielen (seit jeher ein beliebtes Herrschaftsmodell), ist für mich ein ernsthafter Anlass zur Sorge. Wahrscheinlich handelt es sich hierbei leider nicht nur um einen Vorstoss eines einzelnen ‘Irren’. Es scheint tatsächlich immer noch Kreise zu geben, in denen derartige Thesen samt den üblichen Eugenik-Märchen nach weit über 100 Jahren immer noch salonfähig sind.
Eine Anregung habe ich dennoch. Ich vermisse praktisch überall den Hinweis darauf, dass Herr Sarrazin die Bildung mit der Intelligenz verwechselt. Er tut dies nämlich ganz massiv. Bildung ist nicht vererbbar, diese muss man sich selbst erarbeiten, und ungebildete Menschen, wo auch immer sie auch herkommen mögen, sind in ihrem Potential nicht zwangsläufig unintelligenter als andere. Es gibt auf der Welt Millionen Menschen aus bildungsfernen Familien, die einen Universitätsabschluss erreicht haben. Ein gutes Beispiel dafür ist Indien.
Dagegen scheint die Sorge vor einer unmündigen und ungebildeten Gesellschaft in Zeiten von Jamba-Klingeltönen und oberflächlichen MTV-Reality-Shows, die Individuen mit dem ‘falschen’ Aussehen, den ‘falschen’ Produkten und dem ‘falschen’ Lebensstil unterschwellig zu ‘unhippen’ Menschen zweiter Klasse degradieren, leider ziemlich gerechtfertigt. Der Zweck des menschlichen Daseins wird von vielen Medien offenbar primär als ein unentwegtes Streben nach Konsum und bestimmten äusseren Merkmalen dargestellt. Das Mittel mit der eine Gesellschaft dazu getrimmt wird, ist letzlich die erpresserische ‘Rudelzugehörigkeitskeule’: “Du bist als Frau zu dick oder hast zu kleine Brüste? Du gehörst nicht dazu!”, “Du bist Schüler, hast das falsche Handy und die falschen Klamotten an? Du gehörst nicht dazu!” etc.
Genau hier werden menschenverachtende Mechanismen, die zu einer Ausgrenzung von bestimmten Gruppen führen, bereits impementiert. Es ist haargenau das gleiche Prinzip, und es ist faschistoid.
Andere Werte und Modelle wie die des aufklärenden Humanismus oder Bildung im allgemeinen zählen hingegen überhaupt nicht. Doch wer macht das in den Medien zum Thema?
Im Prinzip gebe ich Dir Recht, nur ist es sinnlos, die Medien allein verantwortlich zu machen, denn die sind immer nur ein Spiegel der Gesellschaft. Es muss sich gesellschaftlich etwas ändern, dann sehen auch die Medien anders aus. Wenn es unsere konservativen Vordenker mit ihrer Wertediskussion Ernst meinen würden, wäre ich sofot dabei. Denn dass dabei herauskommt, dass der Markt alles regelt und der Konsum einzig glücklich macht, ist nicht zu erwarten. Das hätte allerdings Konsequenzen für die Gestaltung unseres Landes, die zu ziehen, sich die meisten “Granden” wohl scheuen würden, denn dann könnten sie sich nicht mehr so leicht auf Kosten der Mehrheit bereichern.
Insgesamt sehe ich die ganze Diskussion vor allem als soziale Frage. Und da lautet das oberste Gebot: Wir sollten uns als “Normalbürger” nicht gegeneinnader ausspielen lassen und etwas für eine gerechtere und menschenfreundlichere Gesellschaft tun, anstelle auf die vermeintlich Schwächeren einzuschlagen…
Wie soll das aber geschehen? Das Fernsehen befriedigt doch die primitivsten menschlichen Instinkte. Und diese sind so alt wie die Menschheit selbst. Deshalb ist nicht zu erwarten, dass der überwiegende Teil der Bevölkerung von selbst aufhört solche Inhalte im Fernsehen zu konsumieren. Warum sollten sie auch? Früher haben uns lediglich ethische und gesellschaftliche Tabus vom Angebot solcher Inhalte abgehalten, und es gab kein Privatfernsehen.
Kurzum: Mir fällt hierzu keine wirklich akzeptable Lösung ein, d. h. eine solche, die die Freiheit des Individuums nicht beschneidet. Falls jemand hierzu eine Idee hat, bitte her damit.
Dagegen dass zwei Parteien völlig freiwillig und zu ihrem eigenen Vorteil untereinander Vereinbarungen treffen, jedoch in einer Weise, dass sie wiederrum die Lebensbedingungen und die Freiheit der anderen nicht einschränken, fällt mir eigentlich kein Argument ein. Dies tun zu können ist doch ein völlig natürlicher Prozess, der vor Marx in allen Gesellschaften dieser Erde zwischen freien Individuen gang und gäbe war. Es ist ein Bestandteil persönlicher Freiheit, und dies zu verbieten wäre ein massiver Eingriff in diese.
Ich halte es ebenfalls für sehr bedenklich, dass sich eine kleine Minderheit auf Kosten der Mehrheit bereichert, interpretiere unsere Wirklichkeit jedoch völlig anders. Die Leute, die das tun, sind weder ‘waschechte’ Kapitalisten noch glauben sie, unabhängig davon was sie darüber erzählen, tatsächlich an den freien Wettbewerb oder den freien Markt.
Denn sonst würden sie doch nicht wegen ihren persönlichen Wehwehchen oder der Option persönliche Vorteile auf Kosten der Steuerzahler und der Konkurrenten zu erhaschen, ständig heulend (O-Ton: Wir sind PLEITE!) oder einschmeichelnd (O-Ton: Gebt uns paar 1€-Jobber.) zum ‘Papa Staat’ laufen. Das gesamte Lobby-System hätte unter einer solchen Schar von ehrlichen Markt-Gläubigen überhaupt keinen Sinn und würde gar nicht erst existieren. Auch glaubt ein Millionär, der sein Geld lediglich bei einer Bank zu einem rentablen Zins anlegt, um sich anschliessend in die gesellschaftliche Matte zu hängen, ganz sicher nicht an den freien Wettbewerb oder bspw. den Wert der Arbeit.
Viele Repräsentanten dieser ‘priviligierten Klasse’ sind somit inzwischen selbst nichts anderes als Transfer-Empfänger.
Kurzum: Unser gegenwärtiges System würde ich bestenfalls als ‘Sozialismus für Superreiche’ betrachten.
Zumindest eien Antwort gibt es ja :-)
bzw.: http://www.youtube.com/watch?v=9eO6R5un9Yk
Gesagt ist zu S. inzwischen fast alles, gesungen aber noch nicht. Deshalb hier klicken:
Hihi, gut gemacht das Video! Der SPIEGEL hat ja eine andere Entschuldigung für seine Aussetzer: Schlafmangel. Genfehler können dann noch dazukommen, z.B. ein fehlendes Einstein-Juden-Gen …
Den SPIEGEL-Artikel finde ich übrigens gar nicht schlecht, die Gründe für das große Echo werden analysiert und dem Sari ganz nüchtern etliche Fehler nachgewiesen.