Die drei kleinen Schweinchen

30. September 2008 von Spiegelfechter - Drucken

Die kleinen Schweinchen Hank und Ben bauten sich ein Haus aus Stroh und genossen ansonsten ihr Leben in vollen Zügen auf Pump. Als der große böse Wolf kam, hatte er es einfach. Hank und Ben wollten ihn zwar nicht hereinlassen, aber er konnte ihr Haus ohne Probleme wegpusten und Hank und Ben fressen. Als ihr Nachbar, das kleine Schweinchen Peer, dies sah, lachte er über die Dummheit von Hank und Ben. Peer hatte sein Haus nämlich aus Holzstöckchen gebaut und war sich ganz sicher, dass sein Haus sicher sei. Als der große böse Wolf zu Peer kam, verging ihm das Lachen jedoch sehr schnell und auch Peer fand sich schnell im Magen des großen bösen Wolfes wieder.

Peer Steinbrück holte am Donnerstag in einem Anflug von Hybris zu einem Rundumschlag gegen die USA aus und frohlockte, dass Deutschland eine Insel der Seligen in einem Ozean der Finanzkrise sei. Unter Steinbrücks Verantwortung hatte zwar bereits die IKB-Pleite den Steuerzahler rund 10 Mrd. Euro gekostet. Der Löwenanteil entfällt dabei auf Abschreibungen bei der staatlichen KfW-Bank, die den insolventen Lehman Brothers erst vor zwei Wochen 536 Mio. Euro überwies. Geld, das dem Steuerzahler gehört. Der Freistaat Sachsen bürgt mit 2,75 Mrd. Euro für die Spätfolgen der hochriskanten Spekulationen der SachsenLB, die für den Discountpreis von 300 Mio. Euro an die LBBW verscherbelt werden musste. Der genaue Verlust von Steuerzahlergeldern lässt sich bei dieser Pleite nicht berechnen, er dürfte aber erheblich sein. Die staatliche BayernLB musste bereits 4,3 Mrd. Euro abschreiben, die direkt auf die Finanzkrise zurückzuführen sind – weitere Ausfälle durch den Zusammenbruch von Lehman Brothers werden folgen, zumal man nach der Wahl wohl ein wenig gründlicher unter dem Teppich nachschauen wird. Die WestLB hat ebenfalls rund 2 Mrd. Euro abgeschrieben und das Land Nordrhein Westfalen hat in Kooperation mit dem öffentlich-rechtlichen Sparkassenverband Sicherheiten in Höhe von 5 Mrd. Euro zugesagt. Die staatliche HSH Nordbank musste bis jetzt ebenfalls 1,1 Mrd. Euro abschreiben. Summiert sind dies Abschreibungen in Höhe von 18 Mrd. Euro, hinzu kommen staatliche Sicherheiten in Höhe von 7,8 Mrd. Euro – und dies betrifft nur die genannten Banken. Weitere Abschreibungen und Verluste von staatlichen Banken sind wahrscheinlich.

18 Mrd. Euro aus dem Volksvermögen – verbrannt. Wie Finanzminister Steinbrück angesichts dieser desaströsen Zahlen von einer „amerikanischen Krise“ sprechen konnte, die dem „stabilen“ deutschen Finanzsystem nichts anhaben könne, bleibt sein Geheimnis. Wenn die Banken sich untereinander nicht trauen und sich gegenseitig kein Geld leihen, warum sollte der Kunde eben diesen Banken sein Vermögen anvertrauen? Während Steinmeier am Donnerstag genüsslich über die Fehler der amerikanischen Regierung schwadronierte und die Notwendigkeit eines staatlichen Hilfsprogramms für Deutschland weit von sich wies, schrillten in der Münchner Zentrale der Hypo Real Estate Bank die Alarmglocken – wenn der Bank keine zusätzlichen Mittel zur Verfügung gestellt würden, wäre die im DAX notierte Bank wohl am Dienstag illiquide, so die interne Befürchtung. Am Freitag rief Georg Funke, der Vorstandsvorsitzende der HRE, den Bafin Chef Sanio an und teilte ihm die Hiobsbotschaft mit. Was die Märkte angeblich überraschte, war eine beinahe logische Folge. Bei der HRE stellt das Eigenkapital nur 0,6% des Wertes der Vermögenswerte. Kaum eine andere Bank ist derart verschuldet wie die HRE. Wenn man sein Geld damit verdient, langfristig vergebene Kredite mit kurzfristig geliehenen Geldern zu refinanzieren, ist man im momentanen Finanzumfeld bei einer derart niedrigen Eigenkapitaldecke der Erste, der schlachtreif erklärt wird. Wenn Steinbrück diese Schieflage nicht kannte, hat er sein Ministerium nicht in Griff. Wenn er die Schieflage kannte, war seine vollmundige Regierungserklärung vom Donnerstag nichts anderes als ein „Haltet den Dieb!“-Ruf vom Dieb selbst.

Nun muss der Steuerzahler auch in Deutschland einspringen, um eine Privatbank zu retten, die zu groß und wichtig ist, um sie fallen zu lassen. Der Steuerzahler springt flux mit Sicherheiten in Höhe von 26,6 Mrd. Euro ein, private Banken garantieren 8,4 Mrd. Euro. Damit wird sich die Kreditwürdigkeit der privaten Banken, die sich auf den Deal eingelassen haben, nicht eben steigern. Anders als in den USA, lässt sich Steinbrück die noble Tat auf Kosten der Steuerzahler auch nicht durch eine Beteiligung am zu rettenden Unternehmen absichern. Den Sicherungsgebern wurden zwar 42 Mrd. Euro Vermögenswerte der HRE als Gegenleistung übertragen, bei einer Bank, die nur 0,6% Eigenkapitalquote hat, würde sich der Staat im Falle eines Konkurses der HRE diese Vermögenswerte allerdings mit anderen Gläubigern teilen müssen. Wenn keine Bank der HRE gegen diese „Sicherheiten“ Kredit gewährt, warum sollte der Staat dies machen? Eine konsequente Lösung wäre ein AIG-Modell gewesen. Der Staat übernimmt die Sicherheiten von 35 Mrd. Euro in voller Höhe, dafür wird die HRE, deren Marktkapitalisierung mittlerweile unter einer Milliarde liegt, verstaatlicht. Dann könnte der Staat die Bank in aller Ruhe filetieren und brauchbare Geschäftsbereiche an andere Staatsbanken auslagern, während Geschäftsbereiche, die Reminiszenzen an den Turbokapitalismus angelsächsischer Prägung darstellen, abgewickelt werden könnten. Der Steuerzahler würde aus diesem Unterfangen bestmöglich herauskommen und die Shareholder, wie z.B. der 25% Anteileigner JC Flowers, ein PE-Fonds, hätten sich die Finger an riskanten Investments verbrannt, was durchaus lehrreich wirken könnte. HRE Chef Funke bezeichnet die Rettungsaktion des deutschen Staates auch erwartungsgemäß als „innovativen Ansatz“ – was an einer Rettungsaktion, bei der der Steuerzahler das Risiko trägt nun sonderlich innovativ sein soll, weiß wohl nur Funke.

Steinbrück machte am Donnerstag das „wahnsinnige Streben nach Rendite“ und die „Laissez-faire-Haltung” des amerikanischen Gesetzgebers für die Finanzkrise verantwortlich. Die Botschaft hört man wohl, allein es fehlt der Glaube, dass Steinbrück seine eigene Botschaft überhaupt im Ansatz verstanden hat. Es war die „Laissez-faire-Haltung“ der Bundesregierungen Schröder und Merkel, die sowohl die Verluste der Staatsbanken, als auch die Schieflage der HRE überhaupt erst möglich gemacht haben. Wer – zu recht – internationale Reglementierungen der Banken und Finanzmärkte fordert, aber vor der eigenen Haustür den Besen zum Auskehren entweder stehen lässt oder gar direkt an die Institute übergibt, die kontrolliert werden sollen, hat nicht nur seine Hausaufgaben nicht gemacht – er hat das Problem schlichtweg nicht verstanden. Die HRE ist – Angaben aus der Finanzwirtschaft zufolge – durch eine massive Schieflage der Tochter „Depfa Bank“ an den Rand der Zahlungsunfähigkeit geraten. Die „Depfa Bank“ wurde 1922 als Preußische Landespfandbriefanstalt gegründet und war bis 1990 eine Bundesanstalt, deren Geschäftsfeld vor allem die Finanzierung von Kommunen und staatlichen Organen war. 2001 wurde diese Bank privatisiert und fortan führte die „Depfa Bank“ ihre Geschäfte als irische AG vom schönen Dublin aus. Dorthin zog man aber nicht etwa wegen der geringen Lohnkosten oder des leckeren irischen Biers, sondern wegen der laschen irischen Reglementierungen für Banken und nicht zuletzt der niedrigen Steuern. Der deutsche Staat privatisierte also eine Bundesanstalt, deren Geschäftszweck die Finanzierung der öffentlichen Hand ist. Renditeerwartungen der privaten Investoren wurden somit vom Steuerzahler erfüllt. Warum eigentlich vergab der Staat seine Finanzierungsdienstleistungen an eine private irische Bank, deren Gewinne teils privaten Investoren, teils dem irischen Steuerzahler zugute kommen?

Wenn der deutsche Staat auf diese Art und Weise seine eigenen geringen Reglementierungen bei hoheitlichen Aufgaben selbst aushebelt, kann nicht gleichzeitig mit dem Finger über den Atlantik zeigen und dort den alleinigen Buhmann ausmachen. Die HRE hat die „Depfa Bank“ gekauft, um Geschäfte zu machen, die in Deutschland legal nicht zu realisieren sind und um die gemachten Gewinne vor dem deutschen Fiskus zu retten. Nun springt der deutsche Staat willfährig ein, um dieses Institut zu retten und außer wohlklingenden Worten ist nicht zu hören, wie der Staat solche Auswüchse in Zukunft verhindern will. Steinbrück scheint außer markiger Häme in Richtung Washington nichts mehr im Köcher zu haben. Die deutsche Politik hat mit ihrer „Laissez-faire-Haltung“ die Grundlagen geschaffen, die dafür verantwortlich sind, dass Deutschland keine Insel der Seligen in einem Ozean der Finanzkrise sein kann. Merkel und Steinbrück täten gut daran, nicht nur über den Atlantik zu geifern, in der Hoffnung, der deutsche Wähler könne so von den eigenen Missetaten abgelenkt werden. Sie täten gut daran, Missstände zu beseitigen und im eigenen Vorgarten den Besen zu schwingen. Dass es auch anders geht, zeigt Spanien. Dort ist der Auslöser der Finanzkrise, die Immobilienblase, zwar so ausgeprägt, wie in keinem anderen europäischen Land. Dennoch haben spanische Banken kein Problem mit der weltweiten Finanzkrise. Dies hat einen einfachen Grund - Nach der spanischen Bankenkrise in den 1980ern hat der spanische Staat eine rigide Bankenaufsicht etabliert und spanischen Banken all das verboten, was ihrer internationalen Konkurrenz nun das Genick bricht.

Während die Schweinchen Hank, Ben und Peer gerade eben vom großen bösen Wolf gefressen werden, scheint es kein Schweinchen Schlau zu geben, das auf die Idee käme, sein Haus lieber aus Ziegelsteinen zu bauen. Auch wenn Hank, Ben und Peer über die Schweinchen lachen, die stabile Häuser bauen wollen, so sollte man sich das Schicksal der dummen Schweinchen vor Augen halten und sich vielleicht doch eines besseren besinnen.

Jens Berger

p.s.: Der KfW-Fehler als Illustration für ITler, die ja einen Großteil meiner Leser ausmachen:

Lesetipps:

Birgit Marschall - Stütze vom Staat
Robert von Heusinger - Verstaatlicht alle Banken!
Peter Bofinger im Interview - Wir stehen vor einer Epochenwende

Bildnachweis: Alle Montagen CC Spiegelfechter

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Trackbacks:

  1. 1 · Readers Edition » Die drei kleinen Schweinchen am 1. Oktober 2008 um 03:03

    [...] Von Jens Berger erschienen auf:  spiegelfechter.com [...]


  2. [...] empfehle ich das Studium der Geschichte von den “Drei kleinen Schweinchen”, in der Exegese des “Spiegelfechter”. Endlich dämmert mir, aus welchen Gründen die KfW 300 Millionen an die Lehmann-Bank überwiesen [...]


  3. 3 · Die Finanzkrise - Seite 2 - TweakPC Hardware Forum am 7. Oktober 2008 um 18:05

    [...] Spiegelfechter 2 schne Beitrge verfasst,im Blickpunkt vor allem wer wie mit der Krise umgeht: Der Spiegelfechter Blog Archive Die drei kleinen Schweinchen Der Spiegelfechter Blog Archive [...]


Kommentare:

  1. · Spiegelfechter am 30. September 2008 um 16:10 - Permalink

    Nicht direkt zum Thema, aber doch sehr sehenswert ;-)


  2. · Paul Lanon am 30. September 2008 um 16:52 - Permalink

    Selbst ein Ziegelhaus wird den Schweinchen nicht helfen, wenn die Wölfe das Haus bauen. Und selber bauen, dauert, wie immer, zu lang.


  3. · Schwitzig am 30. September 2008 um 17:46 - Permalink

    Was sich mir immer noch nicht erschliesst:
    Warum muss eine Bank wie die HRE (”Real” - grins :-) “gerettet” werden?

    Was passiert, wenn sie nicht “gerettet” wird?

    Beim “Retten” sollte es darum gehen, die Leute, die dort Geld, Kredite oder sonst etwas haben zu schützen - NICHT die Bank, die sich in die Scheisse geritten hat!

    Logische Massnahmen wären folgende:

    - Vollständige Enteignung der Privatvermögen sämtlicher Entscheidungsträger und Überführung in die Konkursmasse.
    - Vollständige Enteignung der IT-Infrastruktur, der Gebäude und anderer Sachwerte und Überführung in die Konkursmasse.
    - Eine Übernahme der laufenden Kredite durch eine staatliche Bank, die diese zu den vereinbarten Vertragskonditionen fortführt, sofern diese legal und nicht sittenwidrig sind.

    DAMIT wäre der Volkswirtschaft gedient und SO wird es mit jedem Minibetrieb gemacht.

    Alles andere wäre eine kriminelle Handlung, die nur durch Geldkoffer und Pöstchen an “Volksvertreter”(Handelsmarke) zu rechtfertigen wäre.
    -


  4. · Sukram71 am 30. September 2008 um 17:47 - Permalink

    > Es war die „Laissez-faire-Haltung“ der Bundesregierungen Schröder und Merkel, die sowohl die Verluste der Staatsbanken, als auch die Schieflage der HRE überhaupt erst möglich gemacht haben. Wer – zu recht – internationale Reglementierungen der Banken und Finanzmärkte fordert, aber vor der eigenen Haustür den Besen zum Auskehren entweder stehen lässt oder gar direkt an die Institute übergibt, die kontrolliert werden sollen, hat nicht nur seine Hausaufgaben nicht gemacht – er hat das Problem schlichtweg nicht verstanden.

    > 2001 wurde diese Bank privatisiert und fortan führte die „Depfa Bank“ ihre Geschäfte als irische AG vom schönen Dublin aus. Dorthin zog man aber nicht etwa wegen der geringen Lohnkosten oder des leckeren irischen Biers, sondern wegen der laschen irischen Reglementierungen für Banken und nicht zuletzt der niedrigen Steuern

    Na wenn die Schieflage der HRE-Tochter „Depfa Bank” in Dublin erfolgte, kann man dem deutschen Peer Steinbrück doch schlecht vorwerfen, er hätte vor seiner eigenen Tür nicht gekehrt. Weil in Irland gilt doch irisches Recht.

    Und - ich verstehe aber nicht genug davon - vielleicht machen solche Regelungen der Finanzmärkte auch nur Sinn, wenn man diese global einführt. Und wenn die andern Länder nicht alle mitmachen, dann ist deren Wirkung begrenzt.

    Die Privatisierung kann man denen vorwerfen. Die Gesetze in Dublin aber doch nicht.


  5. · Spiegelfechter am 30. September 2008 um 17:56 - Permalink

    @Schwitzig

    Was sich mir immer noch nicht erschliesst:
    Warum muss eine Bank wie die HRE (”Real” - grins :-) “gerettet” werden?

    Ich muß bei HRE immer ans “Heilige Römische Reich (Holy Roman Empire)” denken - das hat zumindest 1000 Jahre überdauert ;-)

    Man mußte die Bank retten, da ansonsten der Markt für Pfandbriefe implodiert wäre, was v.a. Kommunen und öffentliche Anstallten Milliarden gekostet hätte.

    Was passiert, wenn sie nicht “gerettet” wird?

    Boom

    Logische Massnahmen wären folgende:

    Nun ja, *hüstel*

    No comment ;-)


  6. · Spiegelfechter am 30. September 2008 um 17:58 - Permalink

    @Sukram

    Wenn die Depfa eine 100% Tochter der HRE ist, gelten für die Bilanzierung der Depfa-Posten auch deutsche Bankvorschriften. Soooo einfach ist es auch nicht, diese zu umgehen ;-)


  7. · Schwitzig am 30. September 2008 um 18:05 - Permalink

    @SF

    Man mußte die Bank retten, da ansonsten der Markt für Pfandbriefe implodiert wäre, was v.a. Kommunen und öffentliche Anstallten Milliarden gekostet hätte.

    Verstehe ich nicht (ehrlich, kein Sarkasmus :-). Warum sollten Kommunen Pfandbriefe halten, wieso wäre der Markt durch den Konkurs einer einzigen Bank implodiert und wieso gibt es keine Gegenrechnung in dieser Form:
    Nehmen wir 30.000.000.000 Euro Defizit an. Diese Defizite müssen irgendwo tatsächlich real liegen, so dass sie mit der Konkursmasse (Privatvermögen, Immobilien, IT-Infra usw.) verrechnet werden können. Das was “überbleibt” ist dann das, was der Steuerzahler für ein Nullsummenspiel hinzuschiessen müßte und obendrein wäre man die ganzen legalen Kriminellen los. Aber einfach so mal ein paar Milliarden Steuergelder auf gut Glück und mit dem erhobenen Zeigefinger ins Monopolyfeld zu werfen, und die legalen Kriminellen wie bisher “wirtschaften” zu lassen, dürfte wohl kaum irgendeine Ersparniss bringen.


  8. · Spiegelfechter am 30. September 2008 um 18:15 - Permalink

    @Schwitzig

    Kommunen halte diese Briefe nicht, sondern geben sie aus. Die Depfa hat m.W. Pfandbriefe in Höhe von 50 Mrd. Euro emittiert. Diese Briefe wären zwar für die Besitzer bei einer HRE-Pleite geschützt, aber durch wen? Durch den Steuerzahler … klar. Der Vertrauensverlust der Anleger auf den Jumbo-Pfandbriefmarkt würde die Finanzierung der öffentlichen Hand ferner stark verteuern. Warum gibt man diese Briefe nicht über die KfW aus? Ich weiß es auch nicht.


  9. · Schwitzig am 30. September 2008 um 18:23 - Permalink

    @SF

    @Schwitzig

    Kommunen halte diese Briefe nicht, sondern geben sie aus. Warum gibt man diese Briefe nicht über die KfW aus? Ich weiß es auch nicht.

    Das ist allerdings ein Skandal, wenn Kommunen mit halbseidenen Privatbanken in einem fremden Land (!) Geschäfte machen. Auch da müssten Köpfe rollen, ähnlich wie bei den kriminellen Offshore-Leasing Geschäften (richtiger Terminus?) mit Infrastruktur wie städtischen Kanalisationen etc..
    OK - den geschätzten 50.000.000.000 Euro (sind die deutschen Kommunen die einzigen Abnehmer?) stehen immer noch die Privatvermögen der Entscheidungsträger, eventuell der verantwortlichen “Volksvertreter”(Handelsmarke), sowie die Sachwerte der HRE entgegen, die den Betrag sicherlich um einiges, wenn nicht mehr als die Hälfte reduzieren.
    Den Rest müßte man dann mit Steuergeldern refinanzieren und man wäre den Moloch los. Aber ich vermute mal, dass man mal wieder einen Mafia-Weg finden wird :-/.
    Das “Vertrauen” der Märkte ist sowieso sinnlos. Diese “Märkte” haben kein Vertrauen verdient und werden sich auch nur “vertrauen”, wenn der letzte Steuereuro versickert ist.


  10. · Spiegelfechter am 30. September 2008 um 18:28 - Permalink

    @Schwitzig

    -> Vermögenswerte der HRE

    Joo, da sind wir ja beim Grundproblem, das alle Banken und Versicherungen betrifft, die über den Jordan gegangen sind, oder vom Staat gerettet wurden. Viele Aktiva haben momentan keinen Handelswert - wenn man einen sehr langen Atem hat, kann man das aussitzen und eine ordentliche Quote erzielen. Das kann der Staat, aber nicht die Finanzwirtschaft, die stetig neues kurzfristiges Geld braucht.


  11. · Sukram71 am 30. September 2008 um 18:54 - Permalink

    @ 6 Spiegelfechter

    Achso, ich dachte nur, weil im Text steht:
    “Dorthin [Dublin] zog man [2001] … wegen der laschen irischen Reglementierungen für Banken …”

    Deshalb hatte ich gedacht, in Dublin würden die laschen irischen Reglementierung für Banken gelten, die man (in 2008) Peer Steinbrück ja wohl schlecht vorwerfen und als „Laissez-faire-Haltung“ in Deutschland auslegen kann … :)
    Und das Versagen der verantwortlichen Bank-Manger auch nicht.


  12. · otti am 30. September 2008 um 19:01 - Permalink

    Flugs geantwortet: Artikel spricht mir aus der Seele!

    Darf und kann man, augenzwinkernd gefragt, unter diesen Umständen überhaupt noch Schweinefleisch essen?

    Der Skandal ist doch der, dass von diesen Leuten, ob aus Politik, Wirtschaft oder Medien, der Eindruck erweckt wurde, strafrechtlich nennt man das Täuschung, dass in Täuschland alles in Ordnung sei. Gerade bei HRE scheint ja das, nennen wir es mal Ereignis, ganz ‘plötzlich’ aufgetreten zu sein. Die öffentliche Kommunikation der HRE hat deshalb sicherlich nicht vertrauensbildend gewirkt, weder bei Geschäftpartnern noch beim Publikum!

    Schönfärben bis zum Gehtnichtmehr ist offensichtlich die Devise der Machthaber.

    Die Person, die nun den Finanzminster gibt und zuvor in NRW als Ministerpräsident vom Volk abgewählt worden ist, glänzt einzig durch sinnfreie Überheblichkeit (”sado-maso”), was angesicht der Ausmaße der finanziellen Verwerfungen ungeheuerlich ist. Gerade diese Person hat nicht Schaden abgewendt, sondern zusammen mit der Kanzlerin und derem Vorgänger durch eine verantwortungslose neoliberale Politik dem Volk geschadet, wie noch keine Regierung zuvor.

    Diese Leute gehören vor Gericht gestellt, aber nicht an die Spitze unseres Landes. Da haben sie nichts verloren!

    Wie zu erfahren war, sollte die Rettung der HRE nach Wunsch der Wirtschaft alleine vom Staat, also von uns als Steuerzahler, geschultert werden. Was, wenn nicht hier, ist der Begriff des Parasiten in’s Spiel zu bringen. Für ihr verwerfliches Tun soll der Bürger geradestehen, für die, die dem Götzen “Überrendite” bis zum Erbrechen gehuldigt haben.
    Haben diese Leute jeglichen persönlichen Anstand verloren?
    Wenn es sich da nicht um ehrbare Kaufleute handelt, dann muss allerdings die Frage in den Raum gestellt werden, ob unsere Gesellschaft von einem gewissenlosen Finanzgesindel zerfressen wird.

    Um darauf eine Anwort zu bekommen, wären die Verantwortlichen durch den Bürger direkt, nicht durch staatliche Organe, einer zeitlich lückenlosen Hartz IV-Überwachung und einer entsprechend gnadenlosen Verfolgungsbetreung zu unterziehen. Würden die Verantwortlichen verpflichet, ihre Hosen runterzulassen, bankentechnisch ausgedrückt, ihre Assets offenzulegen, wäre schon viel gewonnen. Das wäre eine vertrauensbildende Maßnahme erster Güte, die eine weitere Erosion des Marktes begrenzen könnte.

    Warum gilt “Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser” nur für den einfachen Bürger und nicht auch für die Leute an den Schalthebeln der Macht?

    Diese Leute müssen Rechenschaft ablegen und zur Rechenschaft gezogen werden. So oder so!


  13. · Stefan am 30. September 2008 um 19:03 - Permalink

    Nun ja, so wie ich das sehe, hat die Depfa ja nun ausser einem riskanteren Geschäftsmodell, als andere Banken soviel falsch nicht gemacht. Die langfristigen Kredite an öffentliche Haushalte (und auch andere Länder, wenn ich das richtig verstanden habe) sind ja nun eher solidere Anlagen (sehen wir mal von der Staatspleite Argentiniens, die ja wohl eher singulär war, ab), das heisst, den 35 oder wieviel auch immer Milliarden stehen im Gegensatz zu den Immobiliengeschichten reale Werte gegenüber, nur dass es eben auf dem Interbankenmarkt kein Geld gibt. Insofern kann ich die ganze Aufregung nicht so recht verstehen, denn letzlich ist das Geld eher nicht verloren, wie in anderen Fällen. Aber ich bin kein Ökonom, vielleicht sehe ich ja auch alles falsch…


  14. · otti am 30. September 2008 um 19:29 - Permalink

    Ein Maß zur Verunsicherung der Marktteilnehmer.
    bloomberg....


  15. · klml am 30. September 2008 um 19:49 - Permalink

    @Schwitzig etc

    Ich bin auch der Meinung das unsere Herren Leistungselite gefälligst sterben gehen können, bisher haben sie ja auch gesagt das sie alle alleine können. Aber die haben schon ganze Volkswirtschaften als Geisel.

    Aber wie immer in der Geschichte haben die (ich nenn sie mal so) Vorteilsnehmer das System so gebaut das sie immer oben auf sind. Egal ob sich Adel und Klerus Wasser predigten und Wein sauften oder Staatsmänner fürs “Vaterland” “kämpften” es ging darum irgendwo sich persönlich die Finger ab zu putzen.

    Auch dieses mal haben die Herren Neo”liberlaen” mit dem Deckmäntelchen freier Markt (Gsell würde rotieren) nicht anderes gemacht als faschistischen Imperialismus betreiben.

    Aber wir haben doch nichts anders verdient. Hat jemand vor 2 Jahren dieses System in Frage gestellt und nach echten Werten gefragt wurde er von keinem ernst genommen, gewählt oder als Kreditnehmer gewürdigt.
    Ehrlich gesagt müssen wir auf keinen einzelnen schimpfen (auch nicht auf die 3 erwähnten Schweinchen, oder gar den ExHuber) Jeder der in diesem Spiel nicht mitgemacht hat und hätte wurde doch vom westlichen Arroganz-Zeitgeist verhöhnt.
    Und es sind eben nicht nur die bösen Bänker schuld, jeder hat doch das Märchen von 29% Rendite geglaubt. Wenn Buchhalter von Unternehmertum, Streifenpolizisten von Finanzselbstregulation oder Computeradmins von Zukunftsbranchen reden, und das auch noch als bare Münze feiern, dann hat ein System nichts anderes verdient als ein “watschn”.

    Leid tuts mir nur wieder um die Großmutter die ihre Groschen verloren hat.

    Was ich mich jetzt aber Frage, ist das neoliberale Zeitalter bald zuende? Und wenn ja was kommt danach für eine Show? Ich würde nämlich gern mitmachen.


  16. · name am 30. September 2008 um 19:58 - Permalink

    Hoffentlich ist das hier bloss ein Schreibfehler von der Ard

    tagesschau...

    Wenn nicht, wäre das Paket ja fast so groß, wie das in den Staaten…

    ftd.de/pol...


  17. · Jakester am 30. September 2008 um 20:42 - Permalink

    Ehrlich gesagt verstehe ich diesbezueglich ehh nur Bahnhof.
    aber,
    “Merkel und Steinbrück täten gut daran, nicht nur über den Atlantik zu geifern, in der Hoffnung, der deutsche Wähler könne so von den eigenen Missetaten abgelenkt werden. Sie täten gut daran, ”’Missstände zu beseitigen”’ und im eigenen Vorgarten den Besen zu schwingen.”
    halte ich fuer absolut ausgeschlossen.


  18. · Gebintit am 30. September 2008 um 20:54 - Permalink

    Mit Häme sollte man vorsichtig sein, auch wenn es das eigene Ego stärkt. In Wirklichkeit geht es doch vielen, wie Helmut Schmidt in dem berühmten Loriot-Sketch “Ich verstehe meine eigene Wasserrechnung nicht, obwohl ich mir jedes mal wieder Mühe gebe …ich verstehe auch meine eigene Lohnabrechnung nicht …” (http://medien.zeit.de/medialinks/loriot_low.mov).
    Es ist schon fast komisch, wie blind die meisten von uns sich in diesem System bewegen, darauf vertrauend, dass es schon gut gehen wird.


  19. · Einfach am 30. September 2008 um 21:17 - Permalink

    Wisconsin works.

    Sieht schlecht aus für die USA.

    Arbeitslosigkeit über 10%.

    blog.markt...


  20. · Sukram71 am 30. September 2008 um 21:28 - Permalink

    @17, Jakester

    Was ich daran halt nicht verstehe ist, warum “Merkel und Steinbrück [heute!] gut daran täten, Missstände zu beseitigen und im eigenen Vorgarten den Besen zu schwingen”, wenn das was man denen (teils zurecht) vorwirft, eine Bank-Privatisierung im Jahre 2001 ist.

    Und diese private Bank dann 7 (!) Jahre später im Jahre 2008 durch Geschäfte im unreglementierten Markt Irland, fast pleite geht (was man damals mangels Glaskugel doch - trotz allem - nicht unbedingt wissen konnte.)

    Ich meine, Vorwürfe in Richtung USA sind trotzdem auch von Merkel und Steinbrück erlaubt, weil es ein Unterschied ist, ob man einem Markt aus ideologischen Gründen völlig de-reguliert oder ob man eine Bank privatisiert und der dort Geschäfte erlaubt, was die Manager vergeigen.
    Gute Nacht.


  21. · H. Wolter am 1. Oktober 2008 um 00:46 - Permalink

    Merkel und Steinbrück mimen zu Unrecht die Unschuld vom Lande. Mit ihrer Unterstützung wurde neoliberale Politik exekutiert, die zum Finanzmarkt-Desaster maßgeblich beigetragen hat, z.B.
    - Zulassung von Hedgefonds in Deutschland,
    - Zulassung des Verkaufs von Forderungen (Kettenbrief-System)
    - Steuerliche Freistellung von Veräußerungsgewinnen beim Unternehmensverkauf (Anlockung von “Heuschrecken”)
    -Zunehmende Einkommens-/Vermögenskonzentration
    - Exportfixierung


  22. · carlo am 1. Oktober 2008 um 00:48 - Permalink

    Guter Artikel Jens, allerdings denke ich, wenn so mit der Gießkanne die Finanzwirtschaft risikofrei beglückt wird, wäre doch auch eine Alternative denkbar.

    Warum nicht die Finanzbanken pleite gehen lassen und die Staatsgelder den von Zwangsversteigerungen ihrer Häuser Bedrohten, einfach die Zinsen reduzieren? Jede Zwangsversteigerung bringt Verluste………eine Zinssenkung könnte den einen oder anderen Kredit noch retten..aber….
    Aber nein, das System muß betoniert werden, wie eine religiöses Dogma!
    Der Glaube an den Zins ist wohl stärker, als an den der jungfräulichen Empfängnis.

    Zu Steinbrück, Glos etc. hast Du recht……..ich nehme an, das sie nicht einmal in der Lage sind einen Sack Kartoffeln mit Gewinn verkaufen zu können.
    Ja, diese Nullen könnten nicht einmal einen Zigarettenkiosk führen.
    Sie sind aber immer und überall präsent als “sachverständig, kompetent, erfahren, etc.”, vielleicht gelten diese Vokabulari demnächst als Leerformen.
    salud
    carlo


  23. · My 0,02 Euro am 1. Oktober 2008 um 01:15 - Permalink

    Nordrhein-Westfahlen? Auch wenn dort sicherlich einigen “fahl” im Gesicht wird angesichts der tollen Nachrichten überall, ist das “h” für die Benennung des Bundeslandes doch nicht ganz passend ;o)

    Die Privatbanken haften übrigens mitnichten mit 8,4 Milliarden Euro, sondern nur mit schlaffen 3 Milliarden:

    ftd.de/pol...

    Stehen noch einige andere tolle Details über z.B. Pfandbriefe und die Forderungen aus Kommunen und Berufsgenossenschaften im Bericht, die eventuell ein Update dieser schönen Spiegelfechter-Zusammenfassung wert wäre.


  24. · Schwitzig am 1. Oktober 2008 um 05:52 - Permalink

    @22 Carlo

    Warum nicht die Finanzbanken pleite gehen lassen und die Staatsgelder den von Zwangsversteigerungen ihrer Häuser Bedrohten, einfach die Zinsen reduzieren? Jede Zwangsversteigerung bringt Verluste………eine Zinssenkung könnte den einen oder anderen Kredit noch retten..aber….
    Aber nein, das System muß betoniert werden, wie eine religiöses Dogma!
    Der Glaube an den Zins ist wohl stärker, als an den der jungfräulichen Empfängnis.

    Genau so sehe ich das auch. Der Staat hat auf Basis der Steuereinnahmen (noch) den langen Atem, um genau das zu tun. Er hat auch vom GG gesichert die Möglichkeit zur Enteignung von Vermögenswerten der Banken und obendrein muss er keinen Profit erzielen, sondern er kann wie schon gesagt sogar Steuergelder zur Finanzierung benutzen.
    Die Banken und “Finanzmärkte” haben erwiesenermassen keinerlei Vertrauen verdient und sollten daher fallengelassen und abgewickelt werden - so, wie es bei normalen Unternehmen _tagtäglich_ passiert!
    Deswegen haben wir ein Konkursrecht und anstatt die Milliarden an Steuergeldern in schwarze Löcher zu schmeissen, könnte man diese Milliarden dazu verwenden, die Volkswirtschaft - die Allgemeinheit - zu stärken und die privaten legalen Kriminellen (Banken, Börse etc.) auf ihren Status als Dienstleister zwangszureduzieren.
    Aktuell werden ganze Volkswirtschaften wortwörtlich von einigen “Finanzkonzernen” erpresst. Wenn man der Erpressung nachgibt, wird man immer wieder Schutzgelder zahlen dürfen.
    Der Unterschied zwischen dem “Finanzwesen” und der Mafia besteht darin, dass es in der Mafia einen Ehrenkodex gibt.


  25. · Schwitzig am 1. Oktober 2008 um 06:18 - Permalink

    Zur HRE und Pfandbriefen:
    faz.net/s/...


  26. · KL am 1. Oktober 2008 um 08:08 - Permalink

    Aus dem verlinkten Artikel von Birgit Marschall:

    “… ‘Die Bankenvertreter wollten eigentlich die Verstaatlichung von HRE’, heißt es im Umfeld des Finanzministers. Steinbrück und Merkel bleiben in den Verhandlungen jedoch so hart wie möglich: Sie sind der Meinung, dass die Privatwirtschaft für ihr Versagen selbst einstehen müsse. …”

    Ich versuche noch, herauszufinden, welche raffinierte Volte nun wieder hier dahintersteckt. Denn daß die Genannten dumm genug sind, so etwas ahnungslos öffentlich zu sagen, mag ich doch nicht glauben.

    Gruß,
    KL


  27. · Fragezeichner am 1. Oktober 2008 um 08:12 - Permalink

    Ich fühle mich nicht in der Lage, ein Urteil über die Situation zu bilden und frage mich auch, ob das überhaupt jemand kann. Ebenso wie Schwitzig und Carlo frage ich mich, warum man die betroffenenen Banken nicht einfach bankrott gehen lässt. Diese Möglichkeit wird in der Öffentlichkeit eigentlich nicht wirklich diskutiert. Es scheint ausgemacht, dass ein Ablehnen des Bail-Outs eine Katastrophe für alle wäre. Aber ist das denn wirklich so?

    Was wären denn die Folgen einer Marktbereinigung? Paulsen warnte vor einem Austrocknen der kurzfristigen Kredite für Unternehmen. Aber würden nicht andere Banken die Reste übernehmen und dafür sorgen, dass der Kreditmarkt nicht austrocknet? Ergeben sich damit nicht Chancen für neue Marktteilnehmer (übrigens bietet auch das liquide Microsoft mittlerweile Kredite an)? Könnte nicht sogar eine staatliche Bank in Zusammenarbeit mit der Zentralbank dafür sorgen, dass die Realwirtschaft mit Liquidität versorgt werden kann?
    Der andere Grund könnte sein, dass Bürger viel Geld verlieren, die auf diese wertlosen Derivate reingefallen sind. Aber würden die ihr Geld nicht so oder so verlieren? Wäre es nicht auch hier sinnvoller, den Leuten direkt zu helfen? Wäre Paulsen/Bernankes Rettungsplan nicht ein verheerendes Signal an Wallstreet so weiterzumachen wie bisher?
    Wäre ein Bankrott nicht der bessere Weg zum Neuanfang? Sind es womöglich gar persönliche Motive des Ex-Bankers Paulsen, die die Regierung leiten?

    Hier ein Link mit der Meinung eines libertären Professors, der Bankrott als einzige Antwort aus der Krise sieht. Wie immer ist es schwer zu beurteilen, ob da Ideologie oder Vernunft die Argumente formt und wie weit es mit den Argumenten her ist.
    cnn.com/20...
    Ich lasse mich gerne mit guten Argumenten und Links aufklären.


  28. · Bauernopfer am 1. Oktober 2008 um 08:49 - Permalink

    @13 Stefan:

    > hat die Depfa [...] soviel falsch nicht gemacht

    Sicherlich nicht. Es hat die angebotenen Möglichkeiten genutzt und das eine Zeit lange sicherlich auch zum Vorteil der Anleger.

    > Die langfristigen Kredite an öffentliche Haushalte [...] sind ja nun eher solidere Anlagen

    Sogar die solidesten die es gibt. Was ich mich aber frage ist;

    1. Wir (Kommunen) leihen Geld von Bank.
    2. Wir zahlen Zinsen.
    3. Bank geht Pleite, braucht und bekommt Geld von uns (Staat).

    Warum wird 1 und 3 nicht verrechnet und 2 dadurch aufgelöst?


  29. · Sulukol am 1. Oktober 2008 um 11:48 - Permalink

    SF

    “Wer – zu recht – internationale Reglementierungen der Banken und Finanzmärkte fordert, …”

    Hier wäre es interessant zu wissen, welche konkrete Vorschläge gemacht wurden. Ohne es zu genau zu wissen, wage ich zu sagen, dass die Vorschläge von Merkel oder Steinbrück nicht weit über die Kosmetik hianusgegangen sind, wenn sie überhaupt ernst gemeint waren.

    Steinbrück ist geradezu das Prototyp eines insoweit durchaus fähigen Karrieristen, dem man aber auch nicht ein Wort abnehmen darf, denn man weiß aus guter Erfahrung, morgen kann es ganz anders kommen. Dazu wunderbarer Text

    feynsinn.o...


  30. · AK am 1. Oktober 2008 um 11:56 - Permalink

    Warum manche Banken ‘too big to fail’ sind:

    jungewelt....


  31. · Spiegelfechter am 1. Oktober 2008 um 12:08 - Permalink

    @My 0,02 Euro

    Die Privatbanken haften übrigens mitnichten mit 8,4 Milliarden Euro, sondern nur mit schlaffen 3 Milliarden:

    Der FTD-Artikel ist nach meinem erschienen - ansonsten hätte ich das anders formuliert. Die 5,5 Mrd. aus “anderen Instituten, wie Versicherungen” sind mir allerdings momentan auch noch zu vage. Mal schauen, was da noch kommt.

    Stehen noch einige andere tolle Details über z.B. Pfandbriefe und die Forderungen aus Kommunen und Berufsgenossenschaften im Bericht, die eventuell ein Update dieser schönen Spiegelfechter-Zusammenfassung wert wäre.

    Ja, das wird auch noch kommen ;-)


  32. · Sulukol am 1. Oktober 2008 um 12:14 - Permalink

    Bei aller Kritik an der Politik darf man aber natürlich keinen Augenblick lang vergessen, wo die hauptsächlich Verantwortlichen für die Krise (und vorher schon für massive Verwerfungen im Sozialgefüge) sitzen. Viele davon in den Redaktionen, die jetzt auf die regierenden Politiker eindreschen, manche immer wieder in Fernsehstudios (Herr Henkel z.B.) und die FDP müsste sich eigentlich auflösen.


  33. · Jan Hanfeld am 1. Oktober 2008 um 12:38 - Permalink

    Ein Hinweis an alle Leser:
    Attac hat gestern eine Kampagne gestartet

    Das Casino schließen! — Finanzmärkte kontrollieren - jetzt!

    Link: casino-sch...


  34. · Presto am 1. Oktober 2008 um 17:43 - Permalink

    Eine interessante Resource zu den Vorgängen scheinen auch die Protokolle der Regierungspressekonferenzen ( bundesregi... )zu sein:
    Hier ein Ausschnitt: (…)
    STS WILHELM: Vielen Dank, Herr Albig. ‑ Ich möchte das noch mit einigen grundsätzlichen Bewertungen ergänzen. Mit der Entscheidung der Bundesregierung, Risiken aus der Liquiditätsaktion der Banken für die Hypo Real Estate abzusichern, konnte gestern eine Ausbreitung der Finanzkrise auf Deutschland abgewendet werden. Damit schützt die Bundesregierung auch alle anderen Finanzmarktteilnehmer vor Belastungen, die ohne das Eintreten des Staates das Finanzsystem insgesamt gefährdet hätten oder hätten gefährden können.
    Die Hypo Real Estate hat kein Privatkundengeschäft. Gleichwohl kommt die Bundesregierung mit der Absicherung des Systems auch ihrer Verantwortung für die Sicherung der Privateinlagen vieler Menschen in Deutschland nach.
    Die Liquiditätsaktion für die Hypo Real Estate steht in einem internationalen Kontext ‑ Kollege Albig hat gerade darauf hingewiesen ‑: Gestern haben die Regierungen der Beneluxstaaten und Großbritanniens die Fortis-Bank und die Bank Bradford & Bingley verstaatlicht, um Weiterungen der Finanzkrise zu vermeiden.
    Der Schritt der Bundesregierung erfolgte in enger Abstimmung mit der Bundesbank, der BaFin, der Europäischen Zentralbank und den Regierungen Europas. Alle Beteiligten haben diesen Schritt gestern begrüßt.
    FRAGE: Zunächst zur Genese der ganzen Geschichte: Wann hat der Minister von der Lage bei der Hypo Real Estate erfahren? Ganz konkret gefragt: Hat er zum Zeitpunkt der Regierungserklärung, in der er die relative Stabilität des deutschen Finanzsystems noch einmal hervorgehoben hat, schon von diesem Fall gewusst? Hat dieses Thema am Abend bei dem Gipfel mit den führenden Vertretern der deutschen Bankenbranche auf der Hauptveranstaltung eine Rolle gespielt oder danach schon eine Rolle gespielt?
    ALBIG: Die konkrete Zuspitzung hat sich am Wochenende ergeben. Dass die Hypo Real Estate durchaus ein Institut ist, das im Blickfeld der Bankenvertreter stand, hat sich in der Tat schon am Donnerstag in den Gesprächen gezeigt.
    ZUSATZFRAGE: Zum Zeitpunkt der Regierungserklärung war das noch nicht abzusehen?
    ALBIG: In dieser Ausprägung nicht, nein.
    FRAGE: Nach Ihrer betont sachlichen Beurteilung dieser Vorgänge, Herr Wilhelm und auch Herr Albig, würde mich noch interessieren, ob es seitens der Bundesregierung auch so etwas wie Verärgerung oder ein Gefühl des Sauerseins gibt, dass die privaten Bank die Bundesregierung und auch den Bundeshaushalt in diese Verlegenheit bringen.
    ALBIG: Ich glaube, das wären falsche Attribute für die Bewältigung einer solchen Situation. Es stehen, glaube ich, beide, die Finanzindustrie wie die Bundesregierung, in der Verantwortung für das Funktionieren des Finanzplatzes Deutschland. Da sind Beschreibungen wie “Verärgerung” oder “sauer sein” keine richtigen Einordnungen dessen, was getan wird. Es sind sehr schwerwiegende Maßnahmen, die Sie in ihrer Bedeutung sicherlich alle so einschätzen können, dass ich sie hier nicht weiter erklären muss. Aber wir halten sie für absolut notwendig, um Schaden von diesem Land zu wenden. (…)

    Interessant das Herr Albig von Finanzindustrie spricht - Industrie hört sich in einem Industrieland doch viel wichtiger an Dienstleister…


  35. · Karl Heinrich am 2. Oktober 2008 um 00:03 - Permalink

    Den Sicherungsgebern wurden zwar 42 Mrd. Euro Vermögenswerte der HRE als Gegenleistung übertragen, bei einer Bank, die nur 0,6% Eigenkapitalquote hat, würde sich der Staat im Falle eines Konkurses der HRE diese Vermögenswerte allerdings mit anderen Gläubigern teilen müssen. Wenn keine Bank der HRE gegen diese „Sicherheiten“ Kredit gewährt, warum sollte der Staat dies machen? Eine konsequente Lösung wäre ein AIG-Modell gewesen.

    Aber so ganz anders ist das nicht, was die mit HRE gemacht haben. Denn der Bürge, hat er einmal geleistet, kann ja schön beim Schuldner Sicherungsrechte verwerten. In diesem Fall sind das die Pfandbriefe der Depfa. Denen stehen dann nicht mehr so große Verbindlichkeiten gegenüber; der Bürge hat die ja gerade abgelöst.

    Was HRE natürlich von den amerikanischen Fällen unterscheidet, ist, dass die Bank nicht so sehr unter toxischen Assets leidet. Deswegen die konditionierte Ablösung durch den Staat.


  36. · Schwitzig am 2. Oktober 2008 um 05:52 - Permalink

    Der US-Senat stimmt der Megaverteilung zu (”Rettungsplan” genannt):
    heise.de/t...

    Am besten ist der letzte Satz, der die Krise sehr schön zusammenfasst.


  37. · Schwitzig am 2. Oktober 2008 um 06:07 - Permalink

    Ich habe einen echten Idioten mit Fönfrisur gefunden:
    manager-ma...


  38. · Frank Schenk am 2. Oktober 2008 um 12:41 - Permalink

    Also Börse und Finanzmärkte sind doch Casinos für Superreiche. Überhaupt die Geschäftsideen, die hinter manchen Banken stehen. Ich leih mir langfristig Geld für 2%, verleihe es für 2,2%, leih mir anderes Geld für 2,5% und verleihe es für 2.6% - wer braucht so eine Bank, die nur Rahm abschöpft mit nichts als Geldschiebereien?

    Das Problem ist nur - wenn solche Banken verstaatlicht werden, wirds auch nicht besser. Es muss eine wirksame Kontrolle her. Und daß sich irgendwelche Pleitebankiers kurz vor Feierabend dicke, 2-3 stellige Millionenprämien in die Tasche stecken, kann ja wohl auch nicht richtig sein.

    Es müssen endlich mal ein paar Banken platzen, Pleitebankiers in den Knast. Das Geld der Bürger sollte vom Staat abgesichert werden, nicht das Geld der Konkursmanager. Verstaatlichen, alles versilbern, damit die Verbindlichkeiten so weit wie möglich tilgen und zumachen.

    Es war an der Zeit, daß diese Blase geplatzt ist, in 10 Jahren wärs noch schlimmer gekommen. Das erinnert mich an die Milchmädchenrechnungen mancher.

    Ich kauf mir ein Auto auf Pump für 300 Euro im Monat bei nur 4,7% Zinsen und meine 10000 Euro leg ich für 6% an. Dabei verdienen:

    Der Verkäufer
    Der Kreditgeber
    Der Kreditnehmer

    Nur der Autobesitzer hat nach 4 Jahren, wenn ihm das Auto dann gehört, ein Fahrzeug, das nur noch 40% vom Originalpreis wert ist und zusätzlich 10tsd Euro 3tsd Euro Zinsen an den Kreditgeber gezahlt. Für 13tsd Euro ein 4tsd Euro Auto gekauft, dafür aber 2tsd Euro Zinsen bekommen. Effektiv Verlust gemacht.

    Sachen gibts


  39. · Einfach am 2. Oktober 2008 um 17:59 - Permalink

    Die Rezession wird sich offentsichtlich nicht vermeiden lassen.
    Sogar ich habe das Wirtschaftseinmaleins begriffen, dass nur die Ausgaben des Einen, die Einnahmen eines anderen sein können.

    ftd.de/boe...

    Jetzt sollten Steinbrück und Merkel zurücktreten.

    Sie verantworten diese Krise mit.

    Sie hätten 100 deutsche Gesetze ändern können, um den deutschen Finanzmarkt zu regulieren. Angefangen beim Verbot von Hedgefonds.

    Ich hoffe am Ende der Krise stehen wie in den 30er Jahren des letzten Jahrhunderts wieder Spitzensteuersätze von 80%. Und eine wöchentliche Arbeitszeit von 28 Stunden.


  40. · Schwitzig am 2. Oktober 2008 um 18:57 - Permalink

    Prust :-) - dieses Bild wäre eines Spiegelfechters würdig:

    hartgeld.c...


  41. · Presto am 2. Oktober 2008 um 19:19 - Permalink

    Da kann ich noch einen draufsetzen:

    SRS STEG: (…)Sowohl der Bundesfinanzminister als auch die Bundeskanzlerin haben zu jeder Zeit den Überblick behalten und werden den Überblick behalten. (…)

    Aus der Regierungspressekonferenz vom 1.10.08 (n. 24h Sperrfrist)
    bundesregi...


  42. · Gebintit am 2. Oktober 2008 um 19:59 - Permalink

    Wer kennt die Banken besser als die Banken?
    Die Banken trauen sich gegenseitig nicht mehr, geben den anderen Banken keinen Kredit mehr.
    Warum, so könnte sich da der brave Sparer fragen, soll ich den Banken trauen, wenn sie sich selber nicht mehr trauen?
    Aber alles kein Grund zur Sorge, beschwichtigt Staatsmutter Merkel in der BILD. Gute Nacht!


  43. · fpk am 3. Oktober 2008 um 08:24 - Permalink

    Nachdem bis auf die HRE bis jetzt alle Banken in Deutschland mit Problemen solche unter staatlicher Kontrolle waren, erschießt sich mir die Logik hinter der Forderung einer Verstaatlichung nicht ganz. Aber seis drum.


  44. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 08:59 - Permalink

    Da werden wir noch kräftig zahlen dürfen:
    Zitat aus:http://www.berlinkontor.de/30.09.2008/finanzkrise-us-rettungspaket-zunaechst-gescheitert.html

    “In Deutschland macht die “größte Rettungsaktion in der Geschichte der Bundesrepublik” Schlagzeilen. Die Hypo Real Estate (HRE) soll durch eine Liquiditätshilfe von ca. € 50 Milliarden “aufgefangen” werden. Bundesfinanzminister Peer STEINBRÜCK (SPD) verteidigte die “richtige und erforderliche” Entscheidung, um eine “geordnete Abwicklung” des Instituts in den nächsten Jahren zu ermöglichen und den “freien Fall” zu verhindern. Eine “ungeordnete Abwicklung” oder eine Insolvenz hätten erheblichen Schaden für den deutschen Finanzmarkt und die deutsche Wirtschaft bedeutet. Bei einer Insolvenz wäre “erheblicher Schaden” für deutsche Unternehmen und deutsche Arbeitsplätze entstanden, so Steinbrück.

    Die HRE - so heißt es - habe kein Solvenzproblem, sondern ein Liquiditätsproblem gehabt. Ausgelöst wurde dies vor allem durch die Pleitel der US-Investmentbank Lehman Brothers. Die “Lösung” für die HRE: € 15 Milliarden werden durch die Veräußerung von Vermögensbestandteilen (assets) bereit gestellt, darüber hinaus weitere € 35 Milliarden an Liquidität. € 15 Milliarden werden durch den Bankensektor und € 20 Milliarden durch Notenbanken erbracht. Es würden nicht Steuergelder in Höhe von “€ 35 Milliarden über die Rampe geschoben”, betonte der deutsche Finanzminister. Die Bereitstellung von Liquidität ließen sich beide Gruppen durch Wertpapiere absichern, die die HRE-Gruppe nach wie vor habe.

    Der Bund sei bereit - so Steinbrück weiter - die Abwicklung der Bank in Form einer Zweckgesellschaft mit einer Garantie in Höhe von € 35 Milliarden zu versehen. Eine größere Rettungsaktion habe es bisher in der Bundesrepublik Deutschland “nach meiner Erinnerung” nicht gegeben, so der Finanzminister. Er habe vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages einen “Ermächtigungsrahmen von € 95 Milliarden”. Bislang habe er jedoch “nur von € 52 Milliarden” Gebrauch gemacht. Weitere € 43 Milliarden stünden dem Bundesfinanzminister also noch für eine Bürgschaft zur Verfügung.”


  45. · otti am 3. Oktober 2008 um 10:50 - Permalink

    European banks too big to fail?
    ft.com/cms...


  46. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 11:55 - Permalink

    Ob das etwas dran ist?

    alles-scha...

    Im aktuellen Kontext nicht irrelevant.


  47. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 13:33 - Permalink

    Ein passender Artikel zur aktuellen Steuerveruntreuungsdiskussion:
    duckhome.d...


  48. · Gebintit am 3. Oktober 2008 um 15:15 - Permalink

    Viele tolle Linktipps findet man hier in den Kommentaren, so lässt sich ein so trüber Oktobertag gut überstehen.
    Eine nette Geschichte ist auch die des Großinvestors Luqman Arnold, im Manager-Magazin (UBS:Luqman und …). Dieser hat UBS-Aktien im Wert von über einer Milliarde Euro (!) an Lehman-Brothers verliehen. Nach der Lehman-Pleite sind diese Aktien nun verschollen. Nicht mal rechtlich ist klar, wem die Aktien nun gehören. Da könnte man ja fast Mitleid bekommen! Selbst Großkapitalisten sind plötzlich für mehr Regulierung und Transparenz.


  49. · Spiegelfechter am 3. Oktober 2008 um 16:06 - Permalink

    @Schwitzig

    Ob das etwas dran ist?

    Nicht uninteressant dieses Gesetz. Warum geht so etwas nur in den USA? Deutschland könnte ein solches Gesetz hervorragend gebrauchen - aber leider wird es wohl nicht mit EU-Recht zu vereinbaren sein. Die Schlüsse, die der Autor zieht, sind freilich absurd, da das Gesetz Steuerflüchtlinge und nicht normale Rentner betrifft - wer kann schon einen Wertzuwachs von über 600.000 US$ auf seine Wertanlagen verbuchen?


  50. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 16:36 - Permalink

    @SF

    Nicht uninteressant dieses Gesetz. Warum geht so etwas nur in den USA? Deutschland könnte ein solches Gesetz hervorragend gebrauchen - aber leider wird es wohl nicht mit EU-Recht zu vereinbaren sein. Die Schlüsse, die der Autor zieht, sind freilich absurd, da das Gesetz Steuerflüchtlinge und nicht normale Rentner betrifft - wer kann schon einen Wertzuwachs von über 600.000 US$ auf seine Wertanlagen verbuchen?

    Das interessante an dem Gesetz ist meiner Meinung nach eher der Zeitpunkt des Erlasses - da zeichnete sich der Crash schon ab, wurde aber öffentlich noch nicht nennenswert thematisiert. Da erscheint das “schnelle Handeln” und die “Überraschung” von Paulson und Konsorten recht absurd.
    Zu den 600.000 Zuwachs: Da in den USA die Rentenvorsorge größtenteil privat stattfindet, ist das so selten nicht - auf 4 Jahrzehnte Berufsleben gestreckt. Eine Steuerprüfung könnte z.B. bei Aktie-X die im Jahr 1960 bei x=1 und im Jahr 2000 bei x=200 bei Zeichnungsmenge 3000 durchaus die notwendigen Gegebenheiten vorfinden :-), auch wenn sie ausserhalb des Prüfungszeitraumes im Jahr 2008 wieder bei 200 gelandet ist - man muss halt den Prüfungszeitraum richtig definieren :-).


  51. · Spiegelfechter am 3. Oktober 2008 um 16:40 - Permalink

    @Schwitzig

    -> Zeitpunkt

    Nun ja ;-)

    -> 600.000 Dollar

    Es mag ja sein, dass es in den USA einige Privatiers (Rentner sind dies nicht ;-)) gibt, die Millionen auf dem Konto haben. Wenn sie sich durch Steuerflucht ihrer Verpflichtung der Allgemeinheit gegenüber entziehen wollen … ok, dann müssen sie halt etwas abführen. Ich finde das gerecht. Ich kann auch der Antistaatshysterie der NWO-Fighter nichts - aber auch gar nichts - abgewinnen.


  52. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 17:43 - Permalink

    @SF

    der Zeitpunkt mit den 600.000 ist schon interessant, denn Kleinvieh interessiert nicht. Kleinvieh wandert auch nicht aus, weil ihm die finanzielle Potenz dazu fehlt. Nicht dass wir uns falsch verstehen: Ich finde die Besteuerung sogar OK, aber der _Zeitpunkt_ des Erlasses läßt mich eine Motivation des Gesetzgebers erkennen, dass davon ausgegangen wurde, dass in naher Zukunft eine nennenswerte Kapitalflucht stattfinden könnte und in diesem Licht finde ich die Hektik von Paulson, Bush & Co. etwas befremdlich.
    NWO finde ich auch unrealistisch - so perfekt kann man die Zeitgeist-Rekonstruktionen eigentlich nicht geheimhalten. Ich glaube an Gruppen- und Eigendynamik, deren Endergebnis allerdings durchaus gleichwertig beschissen sein kann :-)


  53. · Spiegelfechter am 3. Oktober 2008 um 18:19 - Permalink

    @Schwitzig

    NWO finde ich auch unrealistisch - so perfekt kann man die Zeitgeist-Rekonstruktionen eigentlich nicht geheimhalten.

    Och, ich finde, das ist großartiges Entertainment. Ich habe mir die Filmchen mal angeschaut und mich prächtig amüsiert. Was für herrlicher Spinnerkrams ;-)

    Ach ja - Vote for Ron Paul *rofl*


  54. · Schwitzig am 3. Oktober 2008 um 20:26 - Permalink

    @SF

    Och, ich finde, das ist großartiges Entertainment. Ich habe mir die Filmchen mal angeschaut und mich prächtig amüsiert. Was für herrlicher Spinnerkrams ;-)

    Ich finde solche Filme eigentlich überhaupt nicht gut, denn wenn es tatsächlich mal Verschwörungen, Absprachen oder miese Pläne gibt, werden die Leute, die so etwas thematisieren schnell in diesen Spinnertrog geworfen :-/. Ein gutes Beispiel ist 9/11 (ja, ich weiss :-):
    So, wie es die offizielle Verschwörungstheorie beschreibt, _kann_ es nicht abgelaufen sein. Durch Machwerke wie “Zeitgeist” wird allerdings jede rational kritische Auseinandersetzung mit dem Vorfall und vor allem den Folgen (!) diskreditiert. Damit spielen die Macher denen, die sie anprangern, indirekt in die Hände.


  55. · Schwitzig am 4. Oktober 2008 um 08:06 - Permalink

    Nach meiner Meinung lesenswert:
    info.kopp-...

    Ich halte es auch für denkbar, dass die FED selbst um ihr Überleben kämpft.


  56. · Schwitzig am 4. Oktober 2008 um 11:35 - Permalink

    Ich bin kein Freund von Lafontaine, aber wenn man schon das kleinere Übel wählt, klingt er zumindest logischer als die aktuellen Religionsführer in Deutschland:

    sueddeutsc...

    Bei der Lektüre fand ich es direkt peinlich, wie der “Journalist” mit eindeutig gefärbten Fragen versucht hat, Lafontaine mitverantwortlich (!) für das Neolib-Desaster zu machen.
    Wie sehr Lafontaine recht hat, sieht man hier:

    spiegel.de...

    Ich bin mir sicher, dass unsere Gläubigen von der Regierung angesichts des Ami-Kamins (nette Metapher: Unten wird reingeschaufelt und es löst sich nach oben in Rauch auf) jeden einzelnen Steuereuro der nächsten Jahrhunderte bedenklos in das Loch schmeissen werden, um unsere Reichen noch reicher zu machen.

    Natürlich muss dafür Nutten-Peter-IV gekürzt werden.

    Und Rentner können sich schließlich auch von Katzenfutter ernähren. Katzen leben davon schließlich bis zu 20 Jahre, was die Lebenserwartung der meisten Rentner nach Ausscheiden aus dem Berufsleben ja sogar übertrifft.

    Und die Jugend ist sowieso so “Bildungsfern”. Da muss man auch nicht in Bildung investieren - es reicht doch, wenn die, die die Bildung schon im Elternhaus mitgeliefert bekommen, ausreichend Angebote haben. Da werden dann auch die “Richtigen” zu “Entscheidern”. Dann noch fix ein “soziales Wahlrecht” - also ein Wahlrecht, das den Wert der Stimme an dem “(Geld-)Wert” der Partizipation an der Gesellschaft festmacht und schon sind wir eine glückliche Vorzeigedemokratie, die nicht mehr durch die Stimmen der “Unzufriedenen” gefährdet wird.

    Die “Unzufriedenen” werden zu ihrem eigenen Besten totalüberwacht, denn schließlich könnten sie sich aus ihrer Perspektivlosigkeit zu “Terroristen” entwickeln und wir “kämpfen” doch gegen den “Terrorismus”.

    In unserer schönen neuen marktwirtschaftlich/kapitalistischen Welt können dank Präventivüberwachung Protestbewegungen im Keim erstickt werden, ehe sie durch Entwicklung die “beste aller Demokratien” gefährden können.


  57. · klml am 4. Oktober 2008 um 17:27 - Permalink

    > 2. Boykottiert die etablierten Medien…
    Das musst Du so kranken freaks wie bloglesern nicht sagen, aber im großen Spiel Kai Diekmann vs. Jens Berger stehts immernoch 1020393☂9844☭☃3943☥05 : 2

    > 3. Boykottiert das Militaer….
    zum Glück ist Antimilitarismus schon seit längerem ein teil der reiten Kultur, aber das dauert, schon seit der erste Zivi den ersten A…. wischte

    > 4. Werdet so unabhaengig wie moeglich….
    … wie möglich. Geht nur zu wenig weit, wähle, aber weise welchen Du Vertrauen musst. (z.B. Josef Ackermann;)

    > 6. Werdet eine kritische Masse, ….
    braucht man Druck zu. Viel Druuuuck. Leidensdruck. Aber der wird kommen so wie Krankenkassenanhebung auf 16%, da kommt noch mehr, wird ungemütlich, aber hilft.

    > Die Entscheidung liegt bei euch.
    Bullsit. Das ist alles vom fliegenden Pastlonimonster geplant…

    > 1. Wir muessen das Monopol der Grossbanken boykottieren.

    was hältst Du von ripplepay.... , jaja ich weiss, Spielzeug, so wie das Auto um 1900, 680KB oder dem Fondueset für 5 Personen in wertvoller Geschenkverpackung.


  58. · Alexe am 4. Oktober 2008 um 17:53 - Permalink

    @Spiegelfechter

    Gibt es auch eine Begründung, warum Du meinen Beitrag hast löschen müssen? Ich weiß, dass Du solche “Filmchen” “großartiges Entertainment” findest, wenn ich Dich zitieren darf. Ob die Inhalte dieser “Filmchen” tatsächlich nur “Spinnerkrams” sind, sei dahingestellt. So gesehen könnte man auch viele Deiner Beiträge als “Verschwörungstheorien” einstuffen.

    Ich erwarte von Dir eine evidente Begründung bzw. das Motiv hinsichtlich dieser Löschung. Sonst kann ich nur annehmen, dass Dein Blog nur dazu dient, Meinungen aus der Bevölkerung zu sammeln, um eine, schlussendlich, “Stimmungslage” der Bevölkerung bzw. der Leser Deines Blogs “erörtern” zu können.

    Ferner werde ich über diesen Vorfall an meine Freunde der NachDenkSeiten berichten.


  59. · Spiegelfechter am 4. Oktober 2008 um 18:03 - Permalink

    @Alexe

    Gibt es auch eine Begründung, warum Du meinen Beitrag hast löschen müssen?

    Gibt es. Ich fasse ihn mal als VT-Spam auf. Der komplette Text ist aus einem anderem Blog per C&P eingefügt und der Link auf den Film ist mit den inhaltlichen Richtlinien dieses Blogs nicht vereinbar. Ich kenne den Film und halte ihn für grobe Desinformation und Propaganda. Es gibt viele Blogs, die sich diesen Themen mit weniger Skepsis annehmen, ich gehöre nicht dazu. Ich habe schon genug damit zu tun, auf den gequirlten Mist, den diese Filme publizieren, in den Kommentaren einzugehen. Das reicht mir. Punkt.

    Ob die Inhalte dieser “Filmchen” tatsächlich nur “Spinnerkrams” sind, sei dahingestellt.

    Könnt Ihr gerne diskutieren - aber nicht im Kommentarbereich. Dafür gibt es die Spielwiese im Forum.

    So gesehen könnte man auch viele Deiner Beiträge als “Verschwörungstheorien” einstuffen.

    Ja? So so - das bezweifele ich aber doch stark.

    Ich erwarte von Dir eine evidente Begründung bzw. das Motiv hinsichtlich dieser Löschung.

    Das sollte ich gegeben haben.

    Sonst kann ich nur annehmen, dass Dein Blog nur dazu dient, Meinungen aus der Bevölkerung zu sammeln, um eine, schlussendlich, “Stimmungslage” der Bevölkerung bzw. der Leser Deines Blogs “erörtern” zu können.

    Ganz genau! Mein zweiter Vorname ist bekanntlich “Bilder”. Nimm an, was Du willst.

    Ferner werde ich über diesen Vorfall an meine Freunde der NachDenkSeiten berichten.

    Nur zu, Albrecht Müller wird sich ganz sicher geschockt zeigen ;-)


  60. · Alexe am 4. Oktober 2008 um 18:36 - Permalink

    So, so, “grobe Desinformation und Propaganda”… Was einige Leser/Kommentatoren Deines Blogs schreiben, ist also “gequirlter Mist” - danke für die eloquente Erläuterung. Mit solchen und anderen Kommentaren zeigst Du ganz simpel, wessen Geistes Kind Du bist. Du solltest Dich doch freuen, wenn sich Menschen, besorgte und nicht zuletzt interessierte Bürger, hier, an den “Diskussionen”, beteiligen. Nur so, und nicht anders, kannst auch Du den Zeitgeist einfagen - nicht wahr?

    Ich erlaube mir, Dich noch ein letzes Mal zu zitieren (aus Deinem “About”): “Die Politik täuscht und trickst. Kriege sind immer noch die bloße Fortsetzung von Politik mit anderen Mitteln. Auch wenn es den meisten von uns “noch” ganz gut geht, so hat in den letzten 20 Jahren eine einmalige Umverteilung von Vermögen stattgefunden. Die Profiteure sind diejenigen, die die Politik lenken und die Medien beeinflussen. Mittlerweile wird es immer schwerer in den Medien Wahrheit von Spin oder vorsätzlicher Lüge zu unterscheiden. Spiegelfechtereien sind es mit denen die Medien uns beschäftigen.”

    Ich glaube, das, was Du mal geschrieben hast, ist eine deformierte (Verschwörungs)Theorie, die schon viele wahren Freigeister, noch vor Deiner Zeit, in die Welt gesetzt haben. Na, wie gefällt Dir das?

    Im Übrigen, in Einem gehe ich mit Dir konform: inzwischen ist es immer schwieriger, Wahrheit von Spin, vorsätzlicher Lüge oder gar arglistiger Täuschung zu unterscheiden.

    PS. Gibt es wirklich Profiteure, die die Politik lenken und die Medien beeinflussen? Du meinst, unsere Damen und Herren Politiker sind Marionetten, die von gierigen, “nichtmehrhalsvollbekomm” Profiteure gelenkt werden? Ich darf meiner Tagesschau nicht mehr trauen? Ach, mein Lieber, welch eine Verschwörungstheorie! In unserer Bananenrepublik ist doch alles, aber wirklich alles in Ordnung! Und die Erde ‘ne Scheibe!


  61. · Spiegelfechter am 4. Oktober 2008 um 18:57 - Permalink

    @Alexe

    So, so, “grobe Desinformation und Propaganda”… Was einige Leser/Kommentatoren Deines Blogs schreiben, ist also “gequirlter Mist”

    Wo ist das Problem? Wir leben in einer multipolaren Mediengesellschaft - vor allem im Internet wird von allen Seiten aus allen Denkrichtungen etwas publiziert. Das ist ja auch ok. Ich will PI, Scientology, die Zeugen Jehovas oder irgendwelche VT-Heinis ja nicht mundtot machen. Was das Netz braucht ist vor allem Medienkompetenz. Nicht alles, was in den Mainstreammedien steht, ist richtig - aber der Umkehrschluß, dass alles, was im NEtz zu finden ist, richtig oder wahr sei, ist mindestens genau so falsch. Nichts gegen eine sachliche Diskussion - die findet hier öfters mit Leuten statt, die radikale bzw. fundamentalistische Ansichten haben. Man sollte als Blogbetreiber allerdings aufpassen, dass dieser Dialog in Grenzen hält und die sachliche Diskussion nicht zerstört.

    Als Notwehrmaßnahme habe ich z.B. Filter eingebaut, die der PI-Fraktion das Leben schwer machen, nachdem sie systematisch(!) Diskussionen gestört haben und ihre fundamentalistische Sicht der Dinge zum Kern der Diskussionen hier gemacht haben. So etwas schreckt die Leser und die potentiellen Kommentatoren ab. Ein Blog, der Wert auf Diskussionen legt, sollte sich den Inhalt dieser Diskussionen nicht fremdbestimmen lassen - egal, ob es PI, Freigeldler oder eben VTler sind. Für die Diskussionen über diese Fachgebiete gibt es Fachforen und Fachblogs.

    Mit solchen und anderen Kommentaren zeigst Du ganz simpel, wessen Geistes Kind Du bist.

    Das hoffe ich doch stark.

    Du solltest Dich doch freuen, wenn sich Menschen, besorgte und nicht zuletzt interessierte Bürger, hier, an den “Diskussionen”, beteiligen.

    Oh, ich freue mich sehr über Menschen, die sich hier an “Diskussionen” beteiligen. Um so mehr freue ich mich auch, wenn diese Diskussionen sachlich geführt werden und ein gewisses Mindestniveau haben.

    Nur so, und nicht anders, kannst auch Du den Zeitgeist einfagen - nicht wahr?

    In den VT-Streifen sehe ich beileibe keinen Beitrag zu irgendeiner Diskussion, der es wert wäre, sich sachlich damit auseinanderzusetzen. Über einzelne Behauptungen des Filmes kann man gerne - so es zum Thema passt - sprechen. Was aber bereits zu genüge getan wurde.

    Ich glaube, das, was Du mal geschrieben hast, ist eine deformierte (Verschwörungs)Theorie, die schon viele wahren Freigeister, noch vor Deiner Zeit, in die Welt gesetzt haben. Na, wie gefällt Dir das?

    Nö, weil ich weder etwas von Bilderbergern, dem Finanzjudentum oder sonstigen schwachsinnigen Zentralsteuerungshypothesen schreibe. Darin unterscheide ich mich von Euch.

    Im Übrigen, in Einem gehe ich mit Dir konform: inzwischen ist es immer schwieriger, Wahrheit von Spin, vorsätzlicher Lüge oder gar arglistiger Täuschung zu unterscheiden.

    Na wunderbar. Guckt weiter Eure Filmchen und denkt, Ihr habt die Wahrheit gefunden … viel Spaß ;-)


  62. · Alexe am 4. Oktober 2008 um 19:08 - Permalink

    Ach, und noch etwas: Vor zwei, drei Jahren, als die “Verschwörungstheoretiker” von dem Finanzcrash (damals und noch vor wenigen Wochen auch als “Spinnerkrams” abgestempelt) gewarnt oder ihn besser gesagt “prophezeit” haben, waren die Reaktionen darauf genau die gleichen, hysterischen wie Deine, die Du, Spiegelfechter, heute ans Tageslicht legst. Noch vor wenigen Monaten waren der evident kommende Finanzcrasch und dessen verheerende Folgen noch Desinformation und Propaganda. Wen willst Du hier für dumm verkaufen, Spiegelfechter?


  63. · Spiegelfechter am 4. Oktober 2008 um 19:13 - Permalink

    @Alexe

    Nun komm mal runter, Bürschlein!
    Schau auf einen der ersten Artikel, die hier im Blog unter “Wirtschaft” veröffentlicht wurden - Kritik am Finanzsystem ist beileibe kein Monopol der VTler. Wenn ich vorhersage, dass morgen früh die Sonne aufgeht, weil das Spaghettimonster sie an den Himmel hängt, so ist dies auch kein Beweis, das es ein Spaghettimonster gibt, wenn die Sonne morgen wirklich aufgehen wird.


  64. · Alexe am 4. Oktober 2008 um 19:52 - Permalink

    Spiegelfechter, die Assoziation Sonne-Spaghettimonster-Himmel ist wahrscheinlich der missglückte! Versuch, sich von existierenden, längst approbierten Fakten freizusprechen.

    Mich “Bürschlein” zu nennen, zeigt erneut wessen Geistes Kind Du bist - etwas mehr Respekt und! Distanz, nicht nur mir gegenüber, wäre schon angebracht, findest Du nicht?

    Zeitgeist - Addendum: welche ist, Deiner bescheidenen Meinung nach, die größte Verschwörungstheorie in diesem Film? Ich gehe recht in der Annahme, dass Du der englischen Sprache mächtig bist, oder? Oder ist der ganze Film an sich eine einzige Verschwörungstheorie?

    Übrigens, ich finde es witzig, dass Du Dich der Maske des “V” bedient hast, als Avatar zu Deinem Nick bzw. Maskottchen Deines Blogs. Wie schön für Dich, dass Warner Bros sehr gütig mit seinen Möchtegern-V’s umgeht und sich nicht in seinem Copyright verletzt fühlt… But, never say never!

    Ich habe den Eindruck, dass Du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst - beati monoculi in terra caecorum…


  65. · Spiegelfechter am 4. Oktober 2008 um 20:01 - Permalink

    @Alexe

    Spiegelfechter, die Assoziation Sonne-Spaghettimonster-Himmel ist wahrscheinlich der missglückte! Versuch, sich von existierenden Fakten freizusprechen.

    Na denn ;-)

    Mich “Bürschlein” zu nennen, zeigt erneut wessen Geistes Kind Du bist - etwas mehr Respekt und! Distanz, nicht nur mir gegenüber, wäre schon angebracht, findest Du nicht?

    Nein, das finde ich nicht. Wie man in die Wald hineinruft, so schalt es hinaus. Wenn Du mich anpaulst, paule ich zurück. So einfach ist das.

    Zeitgeist - Addendum: welche ist, Deiner bescheidenen Meinung nach, die größte Verschwörungstheorie in diesem Film? Ich gehe recht in der Annahme, dass Du der englischen Sprache mächtig bist, oder? Oder ist der ganze Film an sich eine einzige Verschwörungstheorie?

    Der Film baut bereits in den ersten Minuten auf falschen Grundannahmen auf (Debitismus, Geldschöpfung etc. pp.). Da ich doch mal annehmen, dass “Zeitgeist” ein kohärentes Werk sein soll, gehe ich mal davon aus, dass die “Hintermänner” hinter den - ausgemachten - Mißständen die Bilderberger/Finanzjudentum/Globalisten und whatever sind? Ist aber auch wurscht, ich will jetzt keinesfalls diesen seltsamen Film “besprechen”.

    Übrigens, ich finde es witzig, dass Du Dich der Maske des “V” bedient hast, als Avatar zu Deinem Nick.

    “V” hat mit Euren wirren Gedankenwelten so viel zu tun, wie die Filmchen mit Seriösität - nichts.

    Ich habe den Eindruck, dass Du vor lauter Bäumen den Wald nicht mehr siehst - beati monoculi in terra caecorum…

    Du mich auch - over and out


  66. · Alexe am 4. Oktober 2008 um 20:57 - Permalink

    Spiegelfechter, weil Du den Debitismus erwähnst und diesem jedwede Bedeutung absprichst oder absprechen willst: Hätten wir z.B. “Verschwörungstheoretiker” (damals noch Häretiker genannt) wie Nikolaus Kopernikus und Galileo Galilei nicht gehabt, so wäre die Erde höchstwahrscheinlich immer noch eine Scheibe und wir hätten, im besten Fall, noch ein geozentrisches Weltbild, auch in Zeiten der Neoklassik.

    Homo oeconomicus ist tot!


  67. · Spiegelfechter am 4. Oktober 2008 um 20:59 - Permalink

    @Alexe

    Homo oeconomicus ist tot!

    Na wenigstens in einem Punkt sind wir uns einig ;-)


  68. · misterL am 4. Oktober 2008 um 21:09 - Permalink

    ganz frisch von yahoo.de

    München (AFP) - Der Rettungsplan für den Münchner Immobilienfinanzierer Hypo Real Estate (HRE) ist gescheitert. Mehrere Finanzinstitute würden ihre Zusage, sich an einer Bürgschaft mit einer Gesamthöhe von 35 Milliarden Euro zu beteiligen, nicht mehr aufrechterhalten, teilte HRE in einer Erklärung mit. Die Gruppe prüfe nun “die daraus drohenden Konsequenzen für die Einheiten des Konzerns”, hieß es weiter. Es werde nach “alternativen Maßnahmen” gesucht.

    Vor der HRE-Mitteilung hatten mehrere Zeitungen bereits berichtet, dass der Rettungplan ins Wanken geraten sei. Die Nachrichtenagentur AFP erfuhr in Berlin, dass sich der Finanzbedarf des Geldinstituts statt der zugesagten 35 Milliarden Euro allein bis Jahresende auf bis zu rund 50 Milliarden Euro belaufen könne. Bis Ende 2009 ist demnach sogar von einem Finanzbedarf von bis zu 100 Milliarden Euro die Rede.

    darf man annehmen, die bankenwirtschaft möchte den steuerzahler alleine lassen bei der rettungsaktion internationales bankenwesen? falls dem so kommt, dürfte der ruf nach verstaatlichung des gesamten bankenwesens lauter werden und es dürfte niemanden wundern.


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