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  • Das Vakuum rechts der Mitte

    geschrieben am 08. September 2010 von Spiegelfechter

    Bekommt Deutschland eine weitere Partei am rechten Rand? Ein Berliner Ex-CDU-Mann will auf der Sarrazin-Welle reiten – doch die Chancen sind nicht groß

    Glaubt man einer Umfrage, die das Forsa-Institut für den Stern durchgeführt hat, ist Thilo Sarrazins These von der „Überfremdung der Deutschen im eigenen Land“ vor allem bei zwei Bevölkerungsgruppen sehr beliebt – den FDP-Wählern und den Hauptschulabsolventen. Wenn letztere ahnen würden, was der „Märtyrer“ Sarrazin ansonsten von ihnen, den Angehörigen der unteren Bildungsschicht hält, würde sich wohl ihre Begeisterung für den selbsternannten Tabubrecher in Grenzen halten. Es grenzt schon an Ironie, dass der eitle Geck Sarrazin nun vor allem von denjenigen Applaus bekommt, die er ansonsten verachtet. Viele Deutsche transportieren ihre über die Zeit angestaute Unzufriedenheit mit der real existierenden Parteiendemokratie nun auf den verstoßenen Sohn des politischen Establishments. Je nach Umfrage könnten sich 16 oder 18 Prozent der Bevölkerung sogar vorstellen, eine neue „Sarrazin-Partei“ zu wählen. Es scheint fast so, als hätten die Mahner Recht behalten und Deutschland wartet nur auf einen Rattenfänger, der das bislang weitestgehend ignorierte Wählerpotential am rechten Rand einsammelt.

    Die Diskussion über eine sechste Partei im politischen System der Bundesrepublik ist nicht eben neu. Konnten CDU und CSU über Jahrzehnte noch das konservative Kleinbürgertum und die Unzufriedenen am rechten Rand mit reaktionären Sprüchen an sich binden, so hat die Union diese Funktion heute weitestgehend eingebüßt. Spätestens seit der Ära Merkel treibt es die Union in die Mitte, Ecken und Kanten wurden abgeschliffen. Noch vor wenigen Jahren hätte es gar keinen Sarrazin geben können, da Unionsgranden wie Franz Josef Strauß, Alfred Dregger oder Roland Koch diese Lücke gefüllt hätten. Strauß und Dregger sind tot, Koch hat keine Lust mehr und die Union gefällt sich als Hüter der Political Correctness. Je mehr die beiden Volksparteien in die Mitte streben, desto größer wird allerdings das politische Vakuum, das sich an den Rändern bildet. Das Vakuum links der Mitte konnte erfolgreich von den Grünen und der Linken ausgefüllt werden. Trotz zahlreicher Versuche gelang es jedoch keiner Partei, sich rechts der Union zu etablieren.

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    Bekommt Deutschland eine weitere Partei am rechten Rand? Ein Berliner Ex-CDU-Mann will auf der Sarrazin-Welle reiten – doch die Chancen sind nicht groß Glaubt man einer Umfrage, die das Forsa-Institut für den Stern durchgeführt hat, ist Thilo Sarrazins These von der „Überfremdung der Deutschen im eigenen Land“ vor allem bei zwei Bevölkerungsgruppen sehr beliebt - ...
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    188 Kommentare:

    1. R_Winter schrieb am 8. September 2010 at 12:59 - Permalink

      Je nach Umfrage könnten sich 16 oder 18 Prozent der Bevölkerung sogar vorstellen, eine neue „Sarrazin-Partei“ zu wählen.

      Ich könnte mir auch vorstellen die CDU zu wählen – mache ich aber nicht.
      Die bildungsfernen Kreise, könnten sich vorstellen SF zu lesen – machen sie aber nicht.

      Eine Sarrizin-Partei hat keine Chance und Schill hatte nur lokal “Erfolg”. Wo ist er jetzt? In Südafrika?

      • Spiegelfechter schrieb am 8. September 2010 at 13:08 - Permalink

        Die bildungsfernen Kreise, könnten sich vorstellen SF zu lesen – machen sie aber nicht.

        Wooos? Bei einigen Kommentatoren bin ich mir ziemlich sicher, dass sie bildungsfernen Kreisen angehören ;-)

        Eine Sarrizin-Partei hat keine Chance und Schill hatte nur lokal “Erfolg”. Wo ist er jetzt? In Südafrika?

        M.W. in Brasilien – dennoch war Schill ein Phänomen und wenn (ja ja wenn) Deutschland einen Haider hätte … ich weiß ja nicht.

      • hartzler schrieb am 8. September 2010 at 13:10 - Permalink

        Die bildungsfernen Kreise, könnten sich vorstellen SF zu lesen – machen sie aber nicht.

        Vorraussetzung dafür wäre, daß man sie von der Möglichkeit dazu in Kenntnis setzt. Ein Teil der Agitationskette könnten SF-Flashmobs in den einschlägigen Szenekneipen sein… :)

        • Spiegelfechter schrieb am 8. September 2010 at 13:29 - Permalink

          Ieeeekkk! Dann muss ich ja meinen Troll-Filter auf “scharf” stellen ;-)

    2. susi bibelmaus schrieb am 8. September 2010 at 13:07 - Permalink

      Nicht erst jener „Sarrazin-Diskurs“ eröffnete das aktuelle Dilemma einer sich zu weiten Teilen hin ausgeklinkten politischen Mehrheit. Quer durch die Reihen amtierend politischer Kräfte, eingenommen in Abhängigkeit geratener Medien, relativiert eine unverhohlen voreingenommene Deutungshoheit klare Meinungsäusserungen einer breiten Schicht der Bevölkerung. Und hierbei flankieren keineswegs nur „Hauptschüler“ den breit angelegten Flügel der Entrüstung. Dabei stellt doch nicht erst das Buch Sarrazin`s den Widerspruch von öffentlicher hin zu veröffentlichter Meinung dar. Nie zu vor wurde ein so derart offenes Missverhältnis volksparteilichen Demokratieverständnisses deutlich und dies unabhängig Intelektueller Zuordnung und dem Vorwurf diffus rechtsgerichteter Ausrichtung. Es fragt sich inwieweit das auseinander driften politischer Willensbildung gegen den Essens basisbezogener Bürgerlichkeit in Zukunft, und hier Reden Wir nicht von Jahren, auf kommende parlamentarische Auseinandersetzungen auswirken wird? Die jetzigen Signale jedenfalls – geben allen Anlass besorgt zu sein. Und ein immer wieder nachträglich korrektives Einwirken linkspopulistischer Agitation auf eine nicht nur aus Grund- und Hauptschülern bestehend wahrnehmende Bevölkerungsmehrheit wirkt sich eben nicht Fördernd für die Lösung anstehender Probleme aus.

    3. HAL9002 schrieb am 8. September 2010 at 13:26 - Permalink

      /Off the topic:
      Mal was Erfreuliches zu dem unappetitlichen Thema Sarrazin:
      Seitder Clown seine neuen, alten Thesen vorgestellt hat, ist das lat. Lehnwort, Adjektiv “krude” wieder in aller Munde; zumindest bei der journalistischen Aufarbeitung.
      Vielleicht kann er D nicht vor dem Aussterben bewahren, aber zumindest das Wort “krude”, das bestimmt blitzkriegartig dem englischen Wortschatz in deutscher Diktion zugeführt werden wird.
      Die Türken retteten das lat. “krass” und wer rettet “dufte”?
      /end

      • Spiegelfechter schrieb am 8. September 2010 at 13:29 - Permalink

        *lol*

        YMMD

      • Lars schrieb am 8. September 2010 at 13:41 - Permalink

        Ok, sollte ich mich nun gleich als jemand outen, der den Witz nicht verstanden hat, dann entschuldige ich mich präventiv.
        Aber im englischen gibt’s doch schon das wort ‘crude’ dass hier durchaus sinngemäß in Betracht kommt, oder?
        Aber ansonsten stimme ich dir zu. Find das auch besser, als wenn ständig jeder von ‘kafkaesk’ spricht und dieses so schöne Wort damit inflationär entwertet :)

        • schwitzig schrieb am 8. September 2010 at 14:12 - Permalink

          als wenn ständig jeder von ‘kafkaesk’ spricht und dieses so schöne Wort damit inflationär entwertet :)

          Doppeldenk: Die Inflation findet nicht durch den Gebrauch des Wortes, sondern durch den Zwang statt, das Wort “kafkaesk” immer häufiger als Zustandsbeschreibung benutzen zu müssen.

          • Lars schrieb am 9. September 2010 at 12:08 - Permalink

            Ja, da ist leider was dran…

    4. Zahnwart schrieb am 8. September 2010 at 13:36 - Permalink

      Ich zweifle am Erfolg solch einer Partei. Weil rechtspopulistische Parteien qua definitionem eine Führerfigur brauchen. Und die ist zumindest in Ländern, in denen Rechtspopulisten nachhaltig erfolgreich sind, Italien, Österreich, Niederlande zum Beispiel, immer mit einem gewissen Glamour ausgestattet. Aber hierzulande? Sarrazin, der geifernde Spießer? Westerwelle, der Klemmi? Merz, der Sauerland-Rocker? Schill hätte das Zeug dazu gehabt, war dann aber irgendwann zu besoffen vom eigenen Erfolg und auf lange Sicht wohl auch zu unseriös. Aber sonst?

      Ich befürchte allerdings, dass die CDU nach den demnächst zu erwartenden Wahlschlappen ganz massiv nach rechts rückt. Für eine eigene Partei rechts der CDU ist dann kein Platz mehr. Aber wäre das wünschenswert?

      • Gideon schrieb am 8. September 2010 at 13:37 - Permalink

        ich glaube nicht, dass die CDU einen Rechtsruck machen wird, da werden am Ende mehr Stimmen fehlen, als sie dazugewinnen. Zumindest mit Merkel macht die CDU das nicht, aber wer weiß, wie es in 3 Jahren aussieht.

      • elwu schrieb am 8. September 2010 at 13:49 - Permalink

        Ich befürchte allerdings, dass die CDU nach den demnächst zu erwartenden Wahlschlappen ganz massiv nach rechts rückt

        Das befürche ich nicht. Sondern dass sie versuchen wird, wie auch die Grünen, die SPD und die FDP, jede auf ihre Weise, den seit langem weitgehend ignorierten Bereich der bürgerlich-konservativen Interessen, Sorgen und Ängste zu bedienen.

        Die letzten Jahrzehnte zeichnete sich die deutsche Politik aller Parteien primär durch die Bedienung von Partikularinteressen aller möglichen Gruppen und Randgruppen aus. Die gesellschaftliche Mitte, von selbsternannten Eliten jeder Coleur gerne verächtlich als spießig und kleinbürgerlich abgewertet, durfte und darf dagegen zwar die Hauptlast der Finanzierung des ganzen Zirkus schultern, um ihre Belange hat sich aber keine etablierte Partei wirklich gekümmert, geschweige denn offensiv ihre Interessen vertreten.

      • rauskucker schrieb am 8. September 2010 at 20:42 - Permalink

        Ich möchte an dieser Stelle nur mal den Namen Steinhöfel in die Runde werfen.

    5. elwu schrieb am 8. September 2010 at 13:41 - Permalink

      Da nunmehr die programmatische Lücke rechts der Mitte (und zugleich weit links vom rechten Rand) von den etablierten Parteien erkannt sein dürfte, werden die sich derzeit wohl dringlich damit auseinandersetzen, wie sie die überzeugend für sich besetzen können.

      Das ist aus sehr vielen Gründen, nicht zuletzt zur präventiven Abwehr rechter Spinner längst überfällig, der erfolgte Anstoß daher zu begrüßen (nein, das ist keine Sympathieerklärung für TS und seine Thesen).

      Für eine eigenständige rechtsmittige Partei sehe ich keine Erfolgschancen. Schill war ein Ausnahmephänomen, gottlob kurzlebig. Stadtkewitz wird scheitern, und das ist gut so.

    6. Lennard schrieb am 8. September 2010 at 13:50 - Permalink

      Im Moment gibt es etwas, was mir viel mehr Sorgen bereitet, als alle möglichen Rechtsparteien zusammen: Fremdenfeindlichkeit scheint zur Zeit en vogue zu sein. Frankreich, Ungarn, Italien, Deutschland, Österreich, Schweiz, Südafrika…

      So locker (“ach solang’s keinen Haider gibt, is doch alles ned so schlümm. das wird schon wieder”) kann ich das langsam nicht mehr sehen.

      • Tubl schrieb am 8. September 2010 at 17:55 - Permalink

        Das ist, wie überraschend, ein weiteres Symptom der Krise. Sollten wir noch mal in die Rezession abrutschen, dann wird’s garantiert noch schlimmer. Wetten?!

    7. André aus H. schrieb am 8. September 2010 at 15:10 - Permalink

      Ich halte eine stramm rechte Partei durchaus für möglich. Sarrazin ist vor der Kamera ein großer Versager, ansonsten haut er aber in die richtige Kerbe. Der muß also nur noch eine “Führerfigur” suchen, die im Fernsehen präsent ist, und schon läuft das Ding.

    8. carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 15:11 - Permalink

      @spiegelfechter
      Wie schon mehrfach gesagt könnte man die laufenden Dinge unter dem Blickwinkel betrachten, dass die Entscheidungsschlacht bei der Bundestagswahl 2013 stattfindet. 2013 wäre dann vielleicht sowas wie die Entscheidungsschlacht von Stalingrad. Die Linke wäre heute mit drei Armeen strategisch gut aufgestellt, sie könnte der Rechten ein Cannae bereiten.

      Wahlergebnisse sind natürlich nicht immer alles. Hitlers Mephistopheles Goebbels, brüstete sich ja, Berlin für die Nazis erobert zu haben – dabei bekamen die Nazis in Berlin bei den letzten freien Wahlen 1932 knapp 24%, die Kommunisten aber fast 38% der Stimmen.

      Militärisch betrachtet hat sich auf der Rechten die 1. Armee unter Merkel eingegraben, während die 2. Armee unter Westerwelle schon so gut wie aufgerieben ist. Eine neue 3. rechte Armeegruppe zu formieren und in den möglichen Kessel hineinzuschicken; für dieses Himmelfahrtskommando wäre zum heutigen Zeitpunkt ein Format Sarrazin gewiß noch zu schade. Die Strategen hinter Sarrazin wissen nämlich, dass sie nur noch einen einzigen Schuß frei haben, zumindest wenn man es demokratisch betrachtet und das ZK der EU erstmal als Option ausklammert.

      Außerdem, sobald sich eine wirklich ernsthafte rechtskonservative Armee auf dem äußersten Rand formieren sollte, wird die Partei die „Linke“ nach Rechts rücken und die SPD sich nach Links öffnen, damit die Grenzen zwischen links und rechts optisch noch mehr verschwimmen.

    9. Fyyff schrieb am 8. September 2010 at 15:18 - Permalink

      Je nach Umfrage könnten sich 16 oder 18 Prozent der Bevölkerung sogar vorstellen, eine neue „Sarrazin-Partei“ zu wählen.

      Vorstellen können sich die Leute vieles. Ich kann mir auch ne ganze Menge vorstellen. Realer wirds dadurch aber nicht.
      Wie war das gleich letztes Jahr? 20% können sich vorstellen eine Horst-Schlämmer-Partei zu wählen.
      Besser kann man die Aussagekraft solcher “Umfragen” fast nicht demonstrieren.

      Sicher gibt es ein Potential rechts von der CDU. Und ich befürchte das wird irgendwann von der FDP eingefangen. Ich warte schon seit langem auf den Tag, an dem es bei Guidolein “klick” macht und er in einer Art Epiphanie plötzlich bemerkt: “Verdammt noch mal….DIE AUSLÄNDER!! Die haben keine Lobby!” und dann fröhlich seine widerwärtige an den Hartzern erprobte Hetze auspackt. Und vermutlich hätte er damit noch mehr “schweigende” Zustimmung, als mit seinen Betrachtungen über spätrömische Dekadenz.
      Alles in allem ist es nämlich -glaube ich- nur Westerwelles Dummheit, dem Fehlen einer charismatischen Führerfigur (also NICHT Westerwelle :D ) und den letzten Resten der “alten” FDP zuzuschreiben ,das sich die 4%-Klientelpartei nicht schon längst in eine deutsche FPÖ verwandelt hat.

    10. flatter schrieb am 8. September 2010 at 16:04 - Permalink

      Daß Sarrazin als Führer die Garantie für den Mißerfolg seiner eigenen Partei wäre, ist das Phänomen an der Oberfläche. Der Schoß aber, das zeigt die Zustimmung zu rassistischen Ausfällen, ist fruchtbar. Gerade im Zusammenhang mit dem neoliberalen Menschenbild, das einen quasi schicksalhaften Verwertungszusammenhang postuliert, in dem halt ‘jeder das Seine’ kriegt, liegt ein großes Potential. Figuren, die die Kutsche besetzen, gibt es genug. Clement, Merz, Sarrazin (als Volksheld im Hintergrund), von Dohnanyi und Jürgen Walter zum Beispiel. Es braucht nur einen redegewandten Zyniker, der halbwegs brauchbar aussieht, und schon kann es losgehen mit der vermutlich ‘Freiheitlichen Partei Deutschlands’. Auf dieser Seite ist derzeit am meisten zu holen, und auch wenn die FDP nicht selbst einen rechtsradikalen Führer findet, wird dieser Raum nicht ewig ungenutzt bleiben.

      • Groo schrieb am 8. September 2010 at 19:25 - Permalink

        Es braucht nur einen redegewandten Zyniker, der halbwegs brauchbar aussieht, und schon kann es losgehen.

        Das kann mE nur einer unserer MedienkasperInnen sein.

        Nach etlichem Grübeln bin ich draufgekommen, dass die Erste-Wahl-Kandidaten
        1) Gottschalk,
        2) Jauch
        sind.

        Wie ich drauf komme?
        Erklären, dass sie auswandern, wenn die Linke in eine Regierungskoalition kommt.
        Haben sich im Dubai-Tower eingekauft.

        Keine Sorge.
        Alles nur ein Traum.

    11. Jule schrieb am 8. September 2010 at 16:23 - Permalink

      sarrazin wird ganz sicher keine partei gründen und stadtkewitz ist zu wenig charismatisch….ich glaube aber, dass die pläne für eine partei rechts der cdu viel weiter gediehen sind, als gemeinhin angenommen. norbert bolz hat das im tagesspiegel vor kurzem bereits sehr klar formuliert. bolz scheint die rolle des intellektuellen vordenkers übernommen zu haben, bei anne will konnte er am vergangenen sonntag massiv sympathiepunkte einsammeln. meiner meinung nach ist der rücktritt von koch kein zufall. möglicherweise sieht man die zeit noch nicht für geekommen….aber lange wird es nicht mehr dauern, da bin ich mir sicher. sarrazin hat jetzt sozusagen den brandbeschleuniger gegeben…

      • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 17:59 - Permalink

        @jule
        sarrazin hat jetzt sozusagen den brandbeschleuniger gegeben…
        Natürlich laufen die Motoren der politischen Rechten schon mal heulend auf Hochtouren, um eine neue politische Bewegung in Schwung zu bringen,

        Die Rechte wird sich erstmal so verkaufen, dass sie harmlos für die von allen –vor allem von den 1968ern- so unendlich tief verachtete „Bürgerlichkeit“ steht. Wichtig ist, dass sich ein paar „linke Intellektuelle“ –vermutlich so was wie Sarrazin- endlich so wie Schwule outen als Rechte mit dem Bekenntnis: „Isch bin so extrem rechts und das ist gut so“. Die zentrale Angriffslinie wird voll auf den Wohlfahrtsstaat zielen und damit das irgendwie intellektuell fundiert aussieht, werden als Vordenker Figuren wie von Hayek und von Mises präsentiert werden. Konkret wird die Rechte den Grundgesetz-Artikel 20 in Frage stellen, revolutionär den grundlegenden Umbau der bundesdeutschen Staatsräson fordern und sich vor die Eigenheime schützend stellen, die ja die gierige Linke für die Konkursmasse des sozialistischen Systems rrrücksichtslos und uuuunterbittlich wie schon Adolf H. beschlagnahmen wollen.

        Der Berliner Obervolltrottel René Stadtkewitz hatte clever in seinem offenen Brief an die CDU geheult, dass es ihm um die Frage gehe „welche Kraft wir noch haben, die Werte unserer christlich-jüdischen Kultur in allen Gebieten der Stadt ausnahmslos zur Geltung zu bringen“. „Christlich-jüdischen Kultur“!! Kultur! Kein Zufall.

        Prof Bolz sich rechts am Kopf kratzend: „Das ist das Sarrazin-Syndrom: Du hast ja recht, aber das kann man doch nicht sagen … Hier zeigt sich besonders deutlich, dass sich der nachträgliche Kampf gegen die Nazis in den letzten fünfzig Jahren zu unserer größten Denkblockade entwickelt hat. Sie besteht in der grotesken Gleichung: konservativ=reaktionär=faschistisch. Diese Keule schwebt über jedem, der versucht, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung der Gutmenschen zu bedienen.“

        • Groo schrieb am 8. September 2010 at 19:31 - Permalink

          Prof Bolz sich rechts am Kopf kratzend

          Haha.

          Haben wir den gleichen Sack, in dem wir unsere Lieblingsfeinde sammeln?

    12. Werner schrieb am 8. September 2010 at 16:42 - Permalink

      Was ist mit dem Vakuum links der Mitte? Sarrazin wurde als Trojaner in der SPD installiert. Nun inszeniert man ihn als Märtyrer, nach seinem großen Rauswurf bei den Roten kann er feierlich zur FDP heimkehren. Verlierer ist die SPD, die bald von den Gelben geschluckt wird.

      • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 09:25 - Permalink

        Sarrazin wurde als Trojaner in der SPD installiert.

        Und die Schlümpfe sind eine Erfindung der CIA.

        • Hubert Kohl schrieb am 10. September 2010 at 12:58 - Permalink

          …wer sich noch an die Dokumentation zur CIA Operation “Cobalt” erinnert wird das wissen. Die Farbe der Schlümpfe ist nämlich kein Zufall. Hmmm ist der Trollfilter wieder mal verstopft oder warum geht das hier durch?

          Jedenfalls erscheint mir die SPD, diese Erkenntnis reifte während der unseligen Ypsilanti Affäre, durchaus durchsetzt von verschiedensten politischen Strömen die eher in andere Parteirichtungen gepolt sind. Jedesmal wenn die Farbe bekennen, leidet die alte Tante SPD unter Zahnschmerzen und Substanzverlust.

          Schlage vor, eine Blaue Partei zu gründen. Die Farbe gibt’s noch nicht im Parlament. Konservatives Profil ausgedrückt durch Slogans wie “Wir sind ständig!”

    13. genova schrieb am 8. September 2010 at 16:51 - Permalink

      Bei Bolz von einem “intellektuellen Vordenker” zu sprechen, ist ein Widerspruch in sich. Wie der Typ seinen Lehrstuhl bekommen hat, würde ich gerne mal wissen. Der hat vorher vor allem populäre Sachbücher geschrieben, die sich durch einen flotten Stil und Denkfaulheit auszeichneten (Das konsumistische Manifest). Und was er da am Sonntag bei Anne Wille sagte, ging genau in diese Richtung. Ein paar Behauptungen, ein paar Parolen, keinerlei Belege, nichts greifbares. Immer dieselbe Leier von der schweigenden Mehrheit, die von den bösen linksintellektuellen (“Feuilleton”) unterdrückt wird. Dazu die Mär von der “Sozialdemokratisierung” der CDU durch Merkel. Auch dafür keinen einzigen Beleg.

      Früher waren die bösen Unterdrücker die Alliierten, die uns einer Gehirnwäsche unterzogen haben. Es ist der übliche schwarz-braune Sud, der angerührt wird. Bolz ist einer der dümmsten im Lager, genau deshalb hat der das Zeug dazu, im rechten Lager mitzumischen. Als Intellektueller, jo.

      • Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 8. September 2010 at 18:21 - Permalink

        Haben Sie auch sachliche Argumente gegen Herrn Bolz?

        • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 18:46 - Permalink

          @Carsten Penkella (Sarrazyniker)

          Haben Sie auch sachliche Argumente gegen Herrn Bolz?

          Prof. Bolz kannst du auf der Stelle mit 1001 Argumenten widerlegen! Bolz schrieb: „Das ist das Sarrazin-Syndrom: Du hast ja recht, aber das kann man doch nicht sagen … ”

          Nehmen wir mit Prof. Bolz an, du hast ja sooo recht, dann kannst du dein rechthaben hier nicht nur sagen, sondern schreiben so viel du willst.

          Ich hööööre …

        • genova schrieb am 8. September 2010 at 19:03 - Permalink

          In meinem Posting reiht sich ein sachliches Argument an das andere. Aber konkret: Bolz behauptete bei Anne Will, Sarrazin werde die Meinungsfreiheit verweigert (Gedächtnisprotokoll). Das ist objektiver Blödsinn. Sarrazin war in allen Medien, auf allen Kanälen, er sagt, was er will, alle reden darüber. So geht also verweigerte Meinungsfreiheit, ja?

          Wenn sein Chef sagt, dass seine Aussagen nicht mit seiner beruflichen Position vereinbar ist, dann hat das nichts mit unterdrückter Meinungsfreiheit zu tun. Und zur SPD: Wenn ich einem Anglerverein beitrete und dann ein Buch schreibe, wo ich alle Angler zu Deppen erkläre, wirft mich der Anglerverein wahrscheinlich raus. Meinungsfrei bin ich trotzdem.

          Und wie gesagt, so ein Schrott plappert nicht etwa jemand auf PI, sondern der Inhalber eines Lehrstuhls für Medientheorie (!!) an der TU Berlin, bezahlt von Steuergeldern.

          • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 19:21 - Permalink

            dann hat das nichts mit unterdrückter Meinungsfreiheit zu tun.

            Der Inhalber des Lehrstuhls für Medientheorie an der TU Berlin, Prof. Bolz, fängt seine Vorlesung zur Medientheorie wie folgt an:
            Prof Bolz: „Das ist das Sarrazin-Syndrom: Du hast ja recht, aber das kann man doch nicht sagen …
            (zur Studentin in der ersten Reihe gebeugt)
            … fallen Ihnen dazu einige Beispiele ein?”
            Studentin antwortet : „Ich bin heute mal wieder so richtig rasend scharf“!
            Prof. Bolz diagnostiziert: „Sie leiden eindeutig am Sarrazin-Syndrom. Sie haben ja so recht, aber das können sie doch nicht sagen…“.

        • Groo schrieb am 8. September 2010 at 19:47 - Permalink

          Argumente gegen Bolz?

          zB da:

          3sat-Kulturzeit: “Klimaglaube”, Ersatzreligion und Klimapropheten

          Bolz reiht sich nahtlos ein in die rechtsintellektuellen Krawallbrüder Broder, Matussek, Sloterdijk, Schirrmacher… .
          (vor ein paar Jahren hatte man noch gerätselt, ob es sowas wie Rechtsintellektualismus überhaupt geben kann, aber jetzt haben wir ihn. In ordentlicher Breite und Tiefe.)

          Selbstdarsteller, die die Sprache missbrauchen.
          (Im Fall von Sloterdijk stand ich etwas auf der Leitung–bin mittlerweile aber bekehrt. mea culpa mea culpa.)

          Wohlfeile Metaphern und Analogien, pseudointellektueller Dummschwatz.

    14. Kant schrieb am 8. September 2010 at 17:10 - Permalink

      Lieber SF !
      Bitte unterlass doch diese unsägliche Redewendung bzw. Metapher vom ‘Rattenfänger’. (Der Rattenfänger vom Hameln hat die Bürger dieser Stadt von einer großen Rattenplage befreit. Als die Bürger ihn um den versprochenen Lohn betrügen, rächt er sich und entführt ihre Kinder. – Das Motiv des Mannes ist also durchaus zu verstehen, auch wenn seine Reaktion sehr hart und unmenschlich ist!)
      Wenn man nun , wie geschehen, Leute vom Schlage eines Sarazin o.a. Ratten-fänger nennt – was ja mit der Sage der Gebrüder Grimm nichts zu tun hat – so bezeichnet man die Menschen, um die er mit seiner rassistischen Ideologie wirbt, als Ratten. … dies wiederum ist ein nicht akzeptabler Sprachgebrauch, auch wenn diese auf Sarazinaden/rassist. Ideologie Hereinfallenden meinetwegen unbelehrbar-dumme Hohlköpfe sind.

      • Lennard schrieb am 8. September 2010 at 17:18 - Permalink

        Ich sehe das Problem nicht. Ratten sind äußerst widerstandsfähige, niedliche, intelligente und sehr soziale Wesen. Von einigen Schweigern der Mehrheit würde ich das nicht behaupten wollen.

        SCRBWN

        • Netti schrieb am 8. September 2010 at 17:49 - Permalink

          Danke für die vorzügliche und notwendige Ehrenrettung der Ratten! Ich möchte noch hinzufügen: Ratten sind NICHT GIERIG. Es ist nicht Intelligenz oder Bewusstsein oder Seele, was Mensch von Tier unterscheidet, es ist die Gier.

          Auch ‘ne Rattenfreundin:
          Netti

          P.S.: für die Hamelner Rattenplage war entweder fanatisch-abergläubischer Katzenmord verantwortlich oder Unmengen menschlicher Müll (NEIN, Herr Sarrazin, damit sind nicht Unterschicht-Individuen gemeint, sondern Fäkalien und Essensreste!!) Wo Räuber/Beute/Nahrungsangebot in natürlichem Verhältnis stehen, gibt es keine Plage (jedenfalls nicht lange…, auch die menschliche wird so oder so verschwinden)

      • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 17:36 - Permalink

        @Kant

        Das Motiv des Mannes ist also durchaus zu verstehen, auch wenn seine Reaktion sehr hart und unmenschlich ist!)

        Adolf Hitler schilderte in „Mein Kampf“ die Ursachen von Interessen- und Verteilungskämpfen in Deutschland in folgenden Worten: “Aus dem einigen Volk wird im Handumdrehen eine sich blutig bekämpfende Rotte von Ratten.” (Adolf Hitler, Mein Kampf) Adolf Hitler vertrat somit die Auffassung, das „deutsche Volk“ ohne Juden sei ein „einiges Volk“, mit Juden jedoch werde das „deutsche Volk“ zu einer „sich blutig bekämpfenden Rotte von Ratten.”

        In einem Memorandum des SS-Sicherheitsamts an Reinhard Heydrich vom 24. Mai 1934 heißt es daher: “Den Juden sind die Lebensmöglichkeiten – nicht nur wirtschaftlich genommen – einzuschränken. Deutschland muss ihnen ein Land ohne Zukunft sein, in der wohl die alte Generation in ihren Restpositionen sterben, nicht aber die junge leben kann, so dass der Anreiz zur Auswanderung dauernd wach bleibt. Abzulehnen sind die Mittel des Radau-Antisemitismus. Gegen Ratten kämpft man nicht mit dem Revolver, sondern mit Gift und Gas. Der aussenpolitische Schaden der Strassenmethoden steht in gar keinem Verhältnis zu dem örtlichen Erfolg.”

        Hitlers Propagandaminister Joseph Goebbels schrieb noch am 14. März 1945 in sein Tagebuch: “Es ist nötig, diese Juden wie Ratten auszurotten, ein für alle Mal.”

        • Gideon schrieb am 8. September 2010 at 17:42 - Permalink

          wooot? weil Hitler und Goebbels das Wort “Ratte” gebraucht haben ist es total akzeptabel? Oder was willst du uns mit dieser Ausführung sagen??

          • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 18:15 - Permalink

            @gideon
            checkst du es nicht. Für Adolf Hitler mutierten die Deutschen in Interessen- und Verteilungskämpfen zu einer „sich blutig bekämpfenden Rotte von Ratten”, aber nur dann, wenn Juden (=Sozialisten) darunter gemischt waren. Wenn nun die Juden zu Ratten gemacht und vernichtet wurden, waren die Deutschen auf einmal keine „sich blutig bekämpfende Rotte von Ratten” mehr.

            Die Deutschen konnten nach der “Aussonderung” der Juden auf einmal plötzlich brav geworden wie dumme Kälber zum Metzger zwengs Schlachten geführt werden. Ede Stoiber freute sich ja darüber noch beim Wahlkampf 2005 über seine Deutschen: Nur dumme Kälber wie meine Deutschen wählen ihren Schlachter selbst!

            • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 18:36 - Permalink

              Die Deutschen konnten nach der “Aussonderung” der Juden auf einmal plötzlich brav geworden wie dumme Kälber zum Metzger zwengs Schlachten geführt werden. Ede Stoiber freute sich ja darüber noch beim Wahlkampf 2005 über seine Deutschen: Nur dumme Kälber wie meine Deutschen wählen ihren Schlachter selbst!

              Sorry, Richtigstellung! Herr Ede Stoiber beschwerte sich soeben auf bayerisch, er habe das überhaupt nicht so gemeint. Er habe mit dem Metzger selbstverständlich nicht sich selbst, sondern die Ex-DDR-Partei PDS gemeint, die ja von den sozialistischen Ossis so hirnlos gewählt werde wie die CSU von den Bayern, dagegen sei die CSU selbstverständlich auch.

              Nie und nimmer habe er -Ede Stoiber- gemeint, die Ossis seien als Sozialisten wie die Juden damals und wenn sie erst weg wären, wären die Deutschen auch keine „sich blutig bekämpfende Rotte von Ratten” mehr

      • Thomas schrieb am 8. September 2010 at 17:46 - Permalink

        Da hast Du natürlich Recht. “Ratte” ist für Menschen, die ernsthaft der Ansicht sind das “die Muslime”™ ihnen genetisch unterlegen sind ja noch ein Kompliment.

      • Groo schrieb am 8. September 2010 at 20:02 - Permalink

        werter Kant, tiefer Denker,

        – so bezeichnet man die Menschen, um die er mit seiner rassistischen Ideologie wirbt, als Ratten.

        Ganz so ist es nicht.

        Das Märchen ist (mindestens) zweistufig.
        Der Rattenfänger ist erstmal nur ein Rattenfänger, d.h. , er fängt Ratten.

        Im zweiten Schritt verhalten sich die KINDER der Menschen, die er vor der Plage erlöst hat, selber wie Ratten, nach seiner Musik.

        Ein interessantes Detail:

        Nur zwei Kinder kehrten zurück, weil sie sich verspätet hatten; von ihnen war aber das eine blind, so dass es den Ort nicht zeigen konnte, das andere stumm, so dass es nicht erzählen konnte.

        Das Märchen ist schon diffizil und vieldimensional, wie es ein gutes Märchen halt ist, und thematisiert u.a. die analogischen Zusammenhänge in der Welt.

        • Netti schrieb am 8. September 2010 at 20:38 - Permalink

          Ein interessantes Detail:

          Nur zwei Kinder kehrten zurück, weil sie sich verspätet hatten; von ihnen war aber das eine blind, so dass es den Ort nicht zeigen konnte, das andere stumm, so dass es nicht erzählen konnte.

          Das Märchen ist schon diffizil und vieldimensional, wie es ein gutes Märchen halt ist, und thematisiert u.a. die analogischen Zusammenhänge in der Welt.

          Ich kenne eine Version, in der ein Kind taub ist und deshalb das Flötenspiel des Rattenfängers nicht hören konnte, und das zweite Kind ein lahmes Bein hat, daher nicht schnell genug mit den anderen mitlaufen konnte. Mir gefiel an dieser Fassung immer besonders gut, dass es gerade die “Behinderten” sind, die nicht verführt werden können.

          Es ist tatsächlich ein hochinteressantes Märchen! Seltsamerweise vom englischen Wikipedia sehr viel ausführlicher behandelt als vom deutschen:
          http://en.wikipedia.org/wiki/Pied_piper

          • Groo schrieb am 8. September 2010 at 20:47 - Permalink

            Yep,
            es ist –u.a.– ein subtiles Plädoyer für Vielfalt.

            vielleicht kommt es im US-amerikanischen Kontext von Lincoln.

            “You can fool all the people some of the time, and some of the people all the time, but you cannot fool all the people all the time.”

            Klein ist die Welt, und recht wenige unsere Denkmuster.
            Schlimm genug, wenn es denn so sein sollte.
            Wir müssen neue zuerfinden, an der Welt stricken.

            Freut mich jedenfalls, dass Du das Thema aufgenommen hast!

      • Schweigsam schrieb am 8. September 2010 at 22:03 - Permalink

        Sie indirekt als Ratten zu bezeichnen stößt dir auf.
        Aber diese Klientel dann als unbelehrbare dumme Hohlköpfe zu bezeichnen ist besser oder was?

        • Kant schrieb am 10. September 2010 at 23:08 - Permalink

          … ja, die Bezeichnung ‘Dummkopf oder Hohlkopf’ ist qualitativ eine andere, als einen Menschen als ‘Ratte’ zu bezeichnen.
          Du weißt sicher, dass mit dem Tiervergleich eine kaum zu steigernde Verachtung ausgedrückt worden ist / wird und mensch sich mit solchen Menschenverächtern durch diesen Sprachgebrauch nicht gemein machen sollte.
          Ein Dummkopf/Hohlkopf ist einer, der nicht hören will, was Sache ist, der nicht lernt, der aus Schaden nicht klug wird, … er ist einer, der sein Gehirn nicht benutzt …

    15. schwitzig schrieb am 8. September 2010 at 17:42 - Permalink

      Ich glaube nicht, dass rechts von der CDU ein besetzbarer Platz ist. Spätestens wenn irgendein Charismatiker diesen Platz zu besetzen droht, wird er unter KiPo-Verdacht stehen oder Parteigelder wurden nicht “korrekt” abgerechnet oder er wird notfalls gebarschelt.
      Es ist auch wenig zielführend, in Kategorien wie “Rechts”, “Mitte” oder “Links” zu denken, denn die bei unseren “Volksvertretern” einzige relevante Kategorie ist korrupt oder nicht korrupt.
      Die politischen Positionen werden mittlerweile zumindest in allen Schlüsselpositionen von den Leuten besetzt, die die Volksvertreter erworben haben. Wenn es also darum geht, zu eruieren, welche politische Richtung anzusetzen ist, sollte man nicht die Volksvertreter fragen und einschätzen, die ja als PR-Agenten agieren, sondern sinnigerweise die Unternehmen, denen die jeweiligen Volksvertreter gehören.

      • Vogel schrieb am 9. September 2010 at 21:03 - Permalink

        Kipo oder Kassen-(Spesen-)betrug reicht. Das iss doch gerade bei den rechten Jungs serienmäßig – barscheln iss da nich notwendig, das war damals.

    16. kugelsicher schrieb am 8. September 2010 at 18:02 - Permalink

      Zuviel Aufhebens um ein Umfrageergebnis. Ich habe auch gelesen, dass 78 % der Deutschen sich “vorstellen” können, dieses Land zu verlassen.

      ………………….und 80 % können sich vorstellen, die Mauer wieder aufzubauen, die restlichen 20 % wären schon mit einem Elektrozaun zufrieden………………………haben wir gelacht………………………………

    17. Netti schrieb am 8. September 2010 at 18:19 - Permalink

      Da hab ich doch grad was superspannendes gelesen:

      “Dumme Mäuse schaffen sich ab”
      (ich glaube, dieser Titel ist nicht ganz ironiefrei, viele Wissenschaftler sind heimliche Kabarettisten!?)
      “Forscher entdecken Zusammenhang zwischen Hirngröße und Fruchtbarkeit”
      “Kleines Hirn und kleine Hoden”
      http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-12227-2010-09-08.html?utm_source=feedburner&utm_medium=feed&utm_campaign=Feed%3A+scinexx+%28scinexx+|+Das+Wissensmagazin%29

      Wenn das bei Menschen wie bei Mäusen… dann hat Sarrazin ein Problem: denn dann sind die Fruchtbareren die Intelligenteren!! Haha!! Überlegt man dazu noch, wieviel Profit mit Fortpflanzungsmedizin gemacht wird…

      • zg schrieb am 8. September 2010 at 19:00 - Permalink

        @Netti

        “Nur die dümmsten Kälber / wählen ihre Metzger selber” (Bert Brecht)

        Was beim Dr. S. unterging – er schürte Ängste nach dem Muster: “Die Moslems” wolln Deutschland genauso erobern wie´s Kosovo – durch ihre gebährfreudigen Frauen (Muslima) – primitiefstere Hetze geht kaum noch … oer doch?

        Gruß

        ZG

        • Netti schrieb am 8. September 2010 at 19:39 - Permalink

          Vor allem ist das ja nicht mal sachlich annähernd zutreffend: ich hatte keine Zeit es zu kontrollieren, habe jedoch aus glaubwürdiger Quelle vernommen, dass die Geburtenrate bei “Migranten” (ich HASSE dieses Wort) tatsächlich lediglich um etwa 0,5 Prozentpunkte höher liegt – somit würde die “Eroberung” locker ein Jahrtausend und länger dauern, und ob es so lange Deutschland überhaupt noch gibt??? Das letzte Mal hat’s mit dem tausendjährigen Reich schließlich auch nur so zu einem Prozent geklappt ;-))

    18. Kalle schrieb am 8. September 2010 at 18:23 - Permalink

      Nur mal so aus Interesse, weil mein politisches Bewustsein nur 5-10 Jahre zurückreicht: Wann waren die Grünen “links” von der SPD? Und wodurch hat sich das ausgedrückt?

      Ansonsten erinnert mich die Diskussion um eine Partei rechts der CDU oder einer Spaltung der Union immer an die Diskussion um “Kapitän: Ballack oder Lahm” und “Wird Ballack jemals wieder für die Nationalmannschafft spielen?”. Total aufgebauscht und aus den Fingern gesogen, als ob es nichts Wichtigeres über das man berichten könnte/müsste.
      Wo ich grade dabei bin, Jens, wie gehen deine Recherchen zu den Kosten der Finanzkrise (das war doch das Thema, oder? *gedächnislässtnach*) voran?

    19. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 8. September 2010 at 18:39 - Permalink

      Wir brauchen keine Partei rechts von der CDU/CSU (und FDP), sondern eine jenseits von Linksblock und Rechtskartell. Persönlichkeiten wie Thilo Sarrazin, Joachim Gauck, Friedrich Merz, Alice Schwarzer und Necla Kelek sollten sie gründen.
      Mit Henryk M. Broder als Pressesprecher dürfte ihr Einzug in den Bundestag nicht aufzuhalten sein.

      • Netti schrieb am 8. September 2010 at 18:48 - Permalink

        Oha! Lauter Narzissten in EINER Partei!? Das dürfte auf jeden Fall Unterhaltungswert haben.

    20. carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 18:57 - Permalink

      Wir brauchen keine Partei rechts von der CDU/CSU (und FDP), sondern eine jenseits von Linksblock und Rechtskartell. Persönlichkeiten wie Thilo Sarrazin, Joachim Gauck, Friedrich Merz, Alice Schwarzer und Necla Kelek sollten sie gründen.
      Mit Henryk M. Broder als Pressesprecher dürfte ihr Einzug in den Bundestag nicht aufzuhalten sein.

      Hmm, weil Alice Schwarzer für die BILD-Zeitungs mit dem Spruch warb, “Jede Wahrheit braucht eine Mutige, die sie ausspricht” darf sie jetzt brühwarm für BILD vom Vergewaltigungsprozeß gegen Herrn Kachelmann berichten. Wenn Alice Schwarze eine Mutige wäre, die die Wahrheit ausspricht, wäre es spätestens jetzt an der Zeit für Alice Schwarzers Outing: “Ich bin trotz meiner 65 Jahre noch eine lesbische Jungfrau, und das ist auch gut so”!

      • Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 8. September 2010 at 19:07 - Permalink

        Was mich stört, ist nicht, dass man die Meinungen der Sarrazins und Schwarzers nicht teilt, sondern dass man sie persönlich verunglimpft. Wer gute Argumente hat, muss andere nicht beleidigen.

        • Groo schrieb am 8. September 2010 at 20:25 - Permalink

          ach Carsten, wie recht Du hast!

          eine schöne Replik zu Sarrazin ist zB

          Dancing the Sarrazin?

          Von einem anständigen Philosophen und Humanisten. Ohne jegliche Beleidigung.

          Bei Schwarzer tue ich mir unwesentlich schwerer.

          Aber vielleicht hilft das:
          Vor ca 4 Jahren habe ich mal eine geharnischte Email an die Gutste geschickt, weil sie Ein-Euro-Jobberinnen für die Emma-Redaktion gesucht hatte.
          Natürlich ohne Antwort.
          Das ist ein bigottes Weib, das sich als Emanze vermarktet.

          Mittlerweile dient sie sich der Bildzeitung an.
          Was kommt noch?

          Bilde Dir selber eine Meinung.

          • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 20:40 - Permalink

            @groo

            Das ist ein bigottes Weib, das sich als Emanze vermarktet.
            Mittlerweile dient sie sich der Bildzeitung an.

            Sollte ihr Alice Schwarzers Liebesleben tatsächlich so aussehen wie Emma das Liebesleben zeichnet, ist sie “ein ziemlicher gestörter Mensch, der in Therapie gehört”.

            “Auch nette Männer vergewaltigen manchmal, Kollege Kachelmann. Leider.” Eine furchtbar frustrierte frigide Giftschlange, ekelhaft!
            http://www.abendblatt.de/kultur-live/tv-und-medien/article1586847/Auch-nette-Maenner-vergewaltigen-manchmal-Kollege-Kachelmann.html

            • Groo schrieb am 8. September 2010 at 21:08 - Permalink

              haha!

              Alle in den Sack.
              Schlägt man drauf, trifft man nie den Falschen.

              Alte bayrische Lebensweisheit.
              (Von der ich mich natürlich fallweise distanziere.)

        • carlos manoso schrieb am 8. September 2010 at 20:52 - Permalink

          @Carsten Penkella (Sarrazyniker)

          Was mich stört, ist nicht, dass man die Meinungen der Sarrazins und Schwarzers nicht teilt, sondern dass man sie persönlich verunglimpft. Wer gute Argumente hat, muss andere nicht beleidigen.

          Von den Sarrazins und Schwarzers fühle ich mich nun mal persönlich verunglimpft. Leider kann man diese Mischpoke aus den allseits bekannten Gründen (Sarrazins fehlende Meinungsfreiheit) nicht persönlich beleidigen, zu meinem allergrößten Bedauern. Leider.

      • Netti schrieb am 8. September 2010 at 21:12 - Permalink

        Alice Schwarzer kann meinetwegen eine lesbische Jungfrau sein oder eine Hetero-Nymphomanin, das ist mir völlig wurscht.

        Unsäglich finde ich, wie ihr Drang zur Selbstdarstellung inzwischen so gigantisch geworden ist, dass sie sich nicht mal mehr zu schade ist, im Drecksblatt BILD zu veröffentlichen (geschweige denn, dafür Werbung zu machen *kotz*). Das Drecksblatt, in dem ich nicht mal einen toten Fisch einwickeln würde – aus Respekt vor dem Fisch (ist nicht von mir, hab vergessen, wem ich das geklaut habe)! Das Drecksblatt, das sie in früheren, besseren Jahren heftigst bekämpft hat, damals, als ihr Inhalte noch wichtiger waren als Selbstdarstellung.

        Es ist ein Jammer, denn damit macht sie kaputt, was sie mal an wichtigen Gedankenanstößen geliefert hat… mit dem Effekt, dass heute Frauen, die sich für Gleichberechtigung einsetzen, wieder mal als Emanzen und Lesben abqualifizert werden.

        Als langjährige EMMA-Leserin (Anmerkung: das Blatt wird auch von Nicht-Lesben und sogar von nicht-schwulen Männern gelesen. Anmerkung zur Anmerkung: ich habe nichts gegen Lesben und Schwule.) wage ich auch die Vermutung, dass Demokratie kein vorherrschendes Kriterium ihrer Reaktionsführung ist. Schadeschadeschade.

        • kugelsicher schrieb am 9. September 2010 at 08:10 - Permalink

          @netti: Ich kann -glaub ich- helfen. Das mit dem Fisch war in einem Kommentar von Wiglaf Droste in der “Jungen Welt” zu einem taz-Jubiläum zu lesen. In diesem Zusammenhang hat er auch noch erwähnt, wenn X ein Journalist ist, dann ist ein Friseur ein Hirnforscher.

          • Netti schrieb am 9. September 2010 at 11:37 - Permalink

            Das kommt hin, denn an den Friseur als Hirnforscher erinnere ich mich ebenfalls – GÖTTLICH!!!

    21. susi bibelmaus schrieb am 8. September 2010 at 19:27 - Permalink

      Man muss sich ja nicht immer in korrelativer Relance die sprachliche Umschreibung Dritter zu Eigen machen um Meinungen eines vermeidlichen „Mitstreiters“ in einer Art zu agitieren die geneigt ist den geäusserten „Fluss“ des Gegenübers lächerlich zu machen um sich so der Sachlichkeit zu entziehen. Ich behaupte mal das sich die Selbstbeweihräucherung ideologischer Plattitüden der politischen Mitte von CDU/CSU in einer Aussage erschöpft welche zwar eine Richtung vorzeigt – …aber nur, wie schon von Spiegelfechter gesagt, um eine erst seit Merkel auftauchend gefärbte Kantenlosigkeit alternativlos zu untermauern. Grundlegend wertschöpfende Eigenschaften welche einst eine CDU/CSU am politischen Firmament von proletarischer SPD unterschied nähert sich mit Merkel, einer ehemaligen FDJ Sekretärin, einem mehr und mehr einvernehmlichen Parteienprogramm an. Ecken und Kanten wie einst CSU Bayer Stoiber, der sich auch schon mal für Kreuze in bayrischen Klassenzimmern so richtig ins Zeug legte, oder der ehemalige CDU Frontmann und Finanzexperte Merz, der auch im öffentlichen Disput mit Merkel nicht ins gleiche Horn blies, waren noch Wertestreiter die sich der eigenen Meinung verpflichtet fühlten. Die jetzige Schlammschlacht um einen Sarrazin und ein Buch das längst bekannte Statistiken aufzeigt, eine ehemalige Berliner Jugendrichterin Heisig die in Ihrem Buch markante Probleme ignoranter Politiker anspricht – all diese „Streiter“ weichen entweder freiwillig oder unter Druck trotz öffentlicher Diskussion den unverfrorenen Kantenschliff einer neuen politisch gewollten Mittelklasse die willig genug ist all ihre Befugnisse in seichten Schritten einer europäischen Zentralverwaltung zu übertragen.

      • Groo schrieb am 8. September 2010 at 20:14 - Permalink

        sag mal, bibelmaus,

        Bist Du grade in einem stream-of consciousness?
        Ich kenn’ das auch, aber ganz so extrem wars bei mir nicht.

        Du kommst da wieder raus!
        Erster Tip:
        Absätze einfügen.

        Den hätte ich sogar Kant gern gegeben, wenn er mir nicht unter der Hand weggestorben wäre.

      • Netti schrieb am 8. September 2010 at 20:14 - Permalink

        1. “längst bekannte Statistiken”?
        Nenn mir eine These, und ich mach dir die Statistik dazu!

        2. Ich habe nicht den Eindruck, dass sich irgendjemand über die von Sarrazin ausgewählten Statistiken aufregt! Zumindest jeder, den ich kenne, regt sich über seine daraus gezogenen Schlussfolgerungen auf!!

        Sarrazin behauptet, es gäbe eine Unterschicht, die qua Abstammung unheilbar bildungs-, arbeits- und leistungsscheu sei und daher an weiterer Vermehrung gehindert werden müsse.

        Ich sehe dieselbe Statistik wie er und sage: Es gibt eine Unterschicht, die systematisch und zweckgerichtet von der Teilhabe an Bildung und Wohlstand ausgeschlossen wird. Schlimmer noch: in der sehr breiten Grauzone am Rande dieser Schicht werden Reste von Verstand, Bildungswillen und Leistungsbestreben durch Verblödungsmedien vernichtet, um brave Konsumschafe heranzuziehen. Damit meine ich nicht nur die “Opfer-Sender” im Fernsehen (gibt es überhaupt “Täter-Sender”? – Ich glaube nicht, denn Täter brauchen kein Fernsehen, die können überall selbst hingehen und gucken und abgreifen)! Man braucht sich doch nur mal im Supermarkt am Zeitschriftenregal anzuschauen, was für unsägliche Verblödungs- und Verkaufsförderungshefte da für Jugendliche angeboten werden… wem da nicht die Hand zum nebenan bei der Kasse hängenden Einwegfeuerzeug zuckt, der hat kein Herz und keine Leidenschaft!

        Ach, was schreib ich!? Georg Schramm kann’s so viel besser:

        @Groo: kicher!!! Dazu wollte ich auch was sagen, aber du bist nicht zu toppen!!!

        • Groo schrieb am 8. September 2010 at 20:30 - Permalink

          @Netti,

          lieb!
          aber wenn ich mal in Fahrt bin…

        • susi bibelmaus schrieb am 8. September 2010 at 21:15 - Permalink

          Es ist doch bekannt das voneinander unabhängige Gutachten verschiedenster Auftraggeber (Migrationsberichte des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration im Auftrag der Bundesregierung z.B. von 2004, oder Jahresgutachten der Bertelsmann Stiftung 2010) – um nur einige zu nennen – durchweg gemeinsame Kernaussagen vermitteln. Diese Statistiken, Berichte, Ergebnisstudien und sonst noch was – sind frei zugänglich. Also Bitte vermitteln Sie nicht den Eindruck einer inhaltsfernen Nachprüfbarkeit. Fest steht, Migrationspolitik wurde vor sich her geschoben. Und Jahr für Jahr ständig die gleich betroffene Feststellung: >>Wir müssen Migration fördern und noch mehr Bildungsangebote unterbreiten<< Und auch jetzt wieder, nach ein paar Tagen Aufregung, wird schon wieder ein breiter Konsens politischer Mittelmässigkeit heraufbeschworen. Vorläufiges Zwischenergebnis: …noch mehr Lehrer und Beamte mit Migrationshintergrund an öffentlichen Schulen und Behörden? Na… und das nach all den Jahrzehnten der Berichte, Statistiken, Meinungsumfragen.

          • Brixius schrieb am 8. September 2010 at 21:37 - Permalink

            Funktioniert bestimmt nur begrenzt solange sich nicht das drumherum ändert.

            Wer nicht vom Kapitalismus reden will, sollte von seiner Bildungspolitik schweigen.

            Die vergessenen Reservearmeen der Bildungsschicht oder so.

          • Netti schrieb am 8. September 2010 at 21:37 - Permalink

            Habe ich behauptet, es würde nicht geredet?

            Natürlich wird geredet, es wurde geredet, und es wird geredet werden.
            (und speziell für bibelmaus noch ein Futur-II: es wird geredet worden sein)

            Aber es wird nichts getan! Es wurde nichts getan! Es wird nichts getan werden!
            (Futur-II jetzt bitte selbst bilden. Wenn’s nicht klappt, bei Sarrazin zur Sterilisation anmelden!)

            Das ist doch gerade der heimtückische Trick! Dadurch das ständig und überall über Fördermaßnahmen geschrieben, geredet, gesendet, gegutmenschelt wird (Bertelsmann gehört zu den Hauptkriminellen auf dem Gebiet), glaubt der unbedarfte Leser/Zuhörer/Zuschauer (nicht ÖPNV, sondern Eigenlimousine fahrend… fern von Brennpunktvierteln wohnend… Kinder – wenn überhaupt – auf dem Gymnasium), DAS würde auch ALLES REALISIERT!!!

            Es werden Gremien eingerichtet, um über die Beschaffung notwendiger Sachkenntnis zu beraten, wofür die Gremienmitglieder bezahlt werden.

            Es werden Expertisen angefordert von Experten, die dafür bezahlt werden.

            Es werden neue Gremien eingerichtet, die mögliche Umsetzungen der Expertisen beraten, wofür die Gremienmitglieder bezahlt werden.

            Dann ist kein Geld mehr da.

            Dann ist das eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die nur privatwirtschaftlich gestemmt werden kann.

            Dann wird die Existenzgründung von Weiterbildungsfirmen gefördert. Dort verdient das Management gut, und das Lehrpersonal hat 400-Euro-Verträge und entsprechende Qualifikation. Die machen dann irgendwas, was viel kostet und wenig nützt.

            Folglich muss festgestellt werden, dass neue Maßnahmen angedacht werden müssen, mit Gremien, die… und Experten, die… – ein Perpetuum Mobile, nur Gelddrucken geht schneller!

            • susi bibelmaus schrieb am 8. September 2010 at 21:55 - Permalink

              Richtig Schwester…
              Ich hab als Beispiel sinnentleerter Begutachtung nur zwei […] von all den „Experten“ ausgewählt um die Gleichgültigkeit, und dies über Jahrzehnte hinweg, für dringendst erforderliche Lösungen zu verdeutlichen. Die Bertelsmann Stiftung ist da schon Gut von Dir benannt. Wie kommt es überhaupt dies diese „Krake“ in Politik und Wirtschaft was zu melden hat?

          • Groo schrieb am 8. September 2010 at 22:05 - Permalink

            @susi bibelmaus,

            aaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah. Tief durchatmen

            jetzt muss ich doch das Geschwafel in seine Bestandteile zerlegen:

            Es ist doch bekannt das voneinander unabhängige Gutachten verschiedenster Auftraggeber (Migrationsberichte des Sachverständigenrates für Zuwanderung und Integration im Auftrag der Bundesregierung z.B. von 2004, oder Jahresgutachten der Bertelsmann Stiftung 2010) – um nur einige zu nennen – durchweg gemeinsame Kernaussagen vermitteln.

            Diese Statistiken, Berichte, Ergebnisstudien und sonst noch was – sind frei zugänglich.

            Also Bitte vermitteln Sie, werte bibelmaus, nicht den Eindruck einer inhaltsfernen Nachprüfbarkeit.

            Fest steht, Migrationspolitik wurde vor sich her geschoben.

            Und Jahr für Jahr ständig die gleich betroffene Feststellung:
            >>Wir müssen Migration fördern und noch mehr Bildungsangebote unterbreiten<<

            Geht’s noch?

            Und auch jetzt wieder, nach ein paar Tagen Aufregung, wird schon wieder ein breiter Konsens politischer Mittelmässigkeit heraufbeschworen.

            Vorläufiges Zwischenergebnis:
            …noch mehr Lehrer und Beamte mit Migrationshintergrund an öffentlichen Schulen und Behörden?

            Na… und das nach all den Jahrzehnten der Berichte, Statistiken, Meinungsumfragen.
            #########################################
            Werte bibelmaus.
            Verdienen Sie eigentlich an diesem Dummschwatz etwas?

            Klingt wie Bertelsmann-Propaganda.

            Ist das Nachbehandlung ala Sarrazin?

            Ich traue mich ja fast nicht mehr zum Zahnarzt zu gehen, wenn ich sowas lese.

            Diese Absatzlosigkeit– ist das ein Trick?
            Dummschwatz als Schwall abzusondern?
            Was bringt das ein, mit Verlaub gefragt?
            Euros, oder Cents?

            NB: Hier lesen sowenig Bildzeitungsleser, dass es sich echt nicht lohnt!

            Gute Nacht!

            • Groo schrieb am 8. September 2010 at 22:24 - Permalink

              sorry für das Format-Chaos.

              Hoffe, ihr blickt da noch durch.

              Aber das hat doch eine schicke Struktur, oder?

            • Netti schrieb am 8. September 2010 at 22:32 - Permalink

              Diese Absatzlosigkeit– ist das ein Trick?

              Vielleicht weiß sie nicht, welche Taste… ???

              Oder sie traut sich nicht, denn auf der Taste ist ein Pfeil nach LINKS…, darf der Bourgois das… ??? (äh, die Bourgoise? Bourgoisin?)

    22. Gähner schrieb am 8. September 2010 at 21:26 - Permalink

      Es ist doch bekannt das

      Fest steht,

      Vorläufiges Zwischenergebnis

      Bibi Muselsaus erklärt die Welt. Gähn.

      • Netti schrieb am 8. September 2010 at 21:54 - Permalink

        POLITIKER.

        Die produzieren solche Satzfragmente wie unsereins öh, hm, ich glaub, also.

        Außer Guttenberg. Bei dem heißt das:

        “Es muss schließlich heute noch gestattet sein, einmal nachdrücklich darauf hinzuweisen, wie hinlänglich doch bekannt ist, dass…”

        “Ich möchte hier wieder einmal ganz vehement und mit aller Deutlichkeit anmerken, dass bei den traditionellen Werten, derer wir uns in dieser Gesellschaft würdig zu erweisen haben, eindeutig fest steht…”

        “Ich glaube es wagen zu dürfen – aufgrund meiner dankenswerterweise umfangreichen persönlichen Erfahrung, die ich auf diesem Gebiet im Laufe vieler Jahre zu sammeln in der Lage war – dass als vorläufiges Zwischenergebnis mit Sicherheit angenommen werden kann…”

        *gähhhhhhhn* jetzt kann ich nicht mehr, gute Nacht!

    23. Benjamin schrieb am 8. September 2010 at 21:55 - Permalink

      Neue rechte Partei??
      Wieso das denn, klappt doch für die Eliten super so, oder?
      Sarrazin war nur ein Bauer in diesem Schachspiel…
      Es ist für die Medien- und Geschäftswelt und deren Handlanger (Politiker) nicht wünschenswert, dass Moscheen brennen oder Arbeitslager für das Prekariat aufgebaut werden (noch nicht).
      Das Image der Deutschland AG könnte Schaden nehmen…
      Stattdessen werden wir a la Salamitaktik immer mehr zu einem schlechten USA-Abklatsch, was dann unter dem schwammigen Begriff “Mitte” firmiert. Also “Trippelschritte in die richtige Richtung” :/
      Sarrazin hat seine Schuldigkeit getan, SPD geschadet (als Juniorpartner für die CDU 2013 zurechtgestaucht), ein wenig von den wahren politischen Problemen abgelenkt, das Sommerloch gestopft und ein wenig die Stimmung vergiftet.
      Er kann nun gehen (nächste Talkshow/Aufsichtsratposten/Puff)
      Und die Rechthaber konnten auch noch etwas mitlabern (intellektueller Tiefpunkt: Bohei um das Judengen, (nicht aber um das Baskengen;))
      Unsere Elite ist nämlich nicht rechts oder links, auch nicht Mitte; die haben überhaupt gar keine Meinung, abgesehen von “mein Haus, mein Auto, mein…”
      Sie wollen einfach nur an der Macht bleiben und ihren Müll verkaufen.
      Und das machen die auch richtig gut so.
      Ein neuer Führer würde da etwas nerven.
      (…nicht dass man sich da nicht arrangieren würde;)

      • Netti schrieb am 8. September 2010 at 22:10 - Permalink

        Sehr, sehr, sehr gut!!!

        Wenn Du es jetzt noch schaffst, dass Alice Schwarzer Deinen Text in der BILD-Zeitung veröffentlicht, dann wähle ich Dich! Bei was und für was auch immer!!!

        • Benjamin schrieb am 8. September 2010 at 22:29 - Permalink

          Ich möchte niemanden regieren müssen, der so dumm ist mich zu wählen :)

    24. Schweigsam schrieb am 8. September 2010 at 22:10 - Permalink

      Ein wirklich guter Artikel. Nüchtern analysiert und gut geschrieben!

    25. Martin schrieb am 9. September 2010 at 02:04 - Permalink

      “vor allem bei zwei Bevölkerungsgruppen sehr beliebt – den FDP-Wählern und den Hauptschulabsolventen.”

      Eines vorweg. Ich gehöre zur zweiten Gruppe. Ja! Ich war auf der Hauptschule. Gerne hätte ich mehr aus meinem Leben gemacht, aber mein Hauptschulabschluß hat dieses nicht hergegeben. Dennoch bin ich ein eifriger Leser deines und vielen anderen blogs, wie z.B. denen von Feynsinn oder fixmbr.
      Vielleicht habe ich in der Hauptschule auch zu wenig gelesen, bin aber im Begriff dieses nachzuhohlen. Nun könnte ich dagegenhalten, dass ich in meiner beruflichen Laufbahn einige, wenn nicht sogar viele, Abiturienten kennen gelernt habe, die nicht mal in der Lage sind, die ältesten und einfachsten Sprichwörter zu interpretieren.
      Aber zurück zu deiner oben genannten Aussage. Woher weißt Du, dass es sich in erster Linie um Hauptschüler und/oder FDP Wähler handelt?
      Das Problem ist doch, dass das ganze Land im braunen Sumpf watet. Ich könnte Dir zig Beispiele aus allen Schichten- und ich kenne viele- nennen, in denen immer und immer wieder gegen alles “nichtdeutsche” gehetzt wird.
      O.k., ich bin ein wenig angepisst, dass Du, den ich wirklich bewundere, HAuptschulabsolventen mit anderem Kroppzeug gleichstellst. Vielleicht sind gerade diese Hauptschüler viel offener als Du es denkst, weil wir uns viel mehr mit anderen Kulturen auseinanderstzen mußten, als Du es je mußtest.

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 11:32 - Permalink

        Bravo Martin! Ich (erstklassiges Uni-Diplom) habe eine ganze Reihe Hauptschüler kennengelernt, die mit gesundem Menschenverstand, politisch-gesellschaftlichem Interesse/Wissen und bürgerschaftlichem Engagement eine Menge Akademiker in die Tasche stecken konnten. Theoretische Bücherweisheit (von mir sehr gern “Hirnwichsen” genannt :)) trägt nichts zur Verbesserung von tatsächlichen Lebensbedingungen bei.

        Darüberhinaus: Wenn ein Hauptschüler extremistisches Gedankengut äußert, gehe ich davon aus, dass er sich nicht wehren konnte (verzeihlich). Wenn ein Akademiker extremistisches Gedankengut äußert, gehe ich davon aus, dass er zu faul zum Denken ist (gerade noch verständlich) oder eigenen Profit im Hintersinn hat (unverzeihlich).

      • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 15:38 - Permalink

        Vielleicht sind gerade diese Hauptschüler viel offener als Du es denkst, weil wir uns viel mehr mit anderen Kulturen auseinanderstzen mußten, als Du es je mußtest.

        ja, kann sein. Auf jeden Fall ist da eine Abwertung enthalten in der FDP Hauptschüler Aussage die mir auch nicht gefällt.
        War aber nicht der Spiegelfechter der sich das ausgedacht sondern das Forsa Institut welches das ermittelt hat.
        Dazu von der Forsa Seite:

        Die Ergebnisse können am Mittag des nächsten Tages, also 24 Stunden nach Beauftragung, geliefert werden (Kurzkommentar oder Datendokumentation in Tabellenform)

        Heißt das wirklich die liefern innerhalb eines Tages nach Beauftragung sone “Studie”? Ist ja der Hit!
        Überzeugt mich

      • Schweigsam schrieb am 9. September 2010 at 18:36 - Permalink

        Ich gehöre auch dieser “bildungsfernen” Schicht an.
        Das ist leider heutiger Jargon.
        Meiner Beobachtung nach werden heute sehr viele Gräben quer durch die Gesellschaft gezogen und mitunter auch gern stigmatisiert. Für welchen Vorteil auch immer.
        Das du “sauer” auf solche Aussagen bist kann ich gut verstehen (stößt bei mir mitunter auch auf).
        Aber das Schulsystem, das heute unverzichtbar erscheint, ist nicht der Weisheit letzter Schluß.
        Denn Bildung findet besonders im alltäglichen Leben statt.

    26. Bakunin schrieb am 9. September 2010 at 03:14 - Permalink

      Hallo Spiegelfechter, dass diese NATO-OLIV-Staatsknete abzockenden “GRÜNEN” ein Vakuum “links” von der (asozialen) SPD besetzt haben sollen, ist doch wohl ein total verspäteter April-Scherz!!!
      Die “GRÜNEN” sind die grün angemalte FDP, bürgerlich, spießig, konservativ bis auf die Knochen.
      Außer schwäbisch-pietistischer Heuchelei keinerlei politische Substanz.
      Aufwachen, wir schreiben nicht mehr 1980, sondern 2010.
      Die Blumentöpfe und Sonnenblumen schwenkenden “Langbärte” und “Norweger-Pullover” von einst sind alle voll gefressen meist im Statsdienst angekommen, den einst rein verbal abgelehnten “Insttutionen”…, die einstigen wirklichen GRÜNEN haben diesen Haufen schon vor langer Zeit verlassen.
      Also nix mit “GRÜNEN” … “links” von der asozialen SPD – Aufwachen – - 2010!!!

      • altautonomer schrieb am 9. September 2010 at 08:23 - Permalink

        Danke Bakunin. Wieder mal eine Punktlandung. Ich teile Deinen Ekel vor den Grünen, den größten politischen Heuchlern und Opportunisten der letzten 20 Jahre. Aber das ist ein eigenes Thema.

      • Kalle schrieb am 9. September 2010 at 09:26 - Permalink

        Das war auch meine erste Reaktion. Aber Jens legt sich auf keine Zeit fest. Seine Aussage stimmt solange die Grünen irgendwann links von der SPD standen.
        Drum meine Frage weiter Oben, wann das der Fall gewesen sein soll.

    27. Karl Heinrich schrieb am 9. September 2010 at 09:17 - Permalink

      Weder Sarrazin noch Geert Wilders sind “rechts” (von der Union oder sonstwas). Das möchte die Linke, die sich vom Projekt der Aufklärung abgewendet hat, nur gerne so haben. (Man vergleiche als herausgegriffenes Beispiel die frivole, überladene Verzierung des letzten Spiegelfechter-Artikels mit Kopftuchmädchen.)

      Diejenigen, die Sarrazins Standpunkt teilen, sind bloß der Meinung, dass es katastrophale Kulturen geben kann. Und dass viele Erscheinungsformen des Islams in diese Kategorie fallen. Dass wir in Deutschland und anderswo in Europa in dieser Beziehung mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind, in der sich Atatürk bei der Modernisierung der Türkei befand. Und dass von dieser Kultur durchaus ein Herrschaftsanspruch ausgeht, den Migranten-Frauen genauso schmerzvoll erleben wie zurückgelassene autochthone Kinder in Migrantenschulen (wie der WDR-Film “Kampf im Klassenzimmer” eindrucksvoll gezeigt hat) – für die sich niemand interessiert, weil das inkorrekt ist.

      Bevor daraus in Deutschland eine Ein-Punkt-Partei entsteht, werden sich die größeren Parteien – wenn auch nicht die grüne Bohème mit ihrer realitätsfernen Romantik – vielleicht doch dem Problem stellen. Sarrazin hat dazu jetzt schon beigetragen.

      • schwitzig schrieb am 9. September 2010 at 09:54 - Permalink

        @Karl Heinrich

        Weder Sarrazin noch Geert Wilders sind “rechts” (von der Union oder sonstwas).

        Das sehe ich genauso. Es sind fanatisch religiöse Neoliberalisten.

        Das möchte die Linke,

        Kreisch, Zeter, Bläääh … die LINKE (zitter). Du warts ja schon schon immer ein Niveautieftaucher, aber ein bißchen weniger hysterisches Gekeife stünde Dir auch mal zu Gesicht.

        Diejenigen, die Sarrazins Standpunkt teilen, sind bloß der Meinung, dass es katastrophale Kulturen geben kann. Und dass viele Erscheinungsformen des Islams in diese Kategorie fallen.

        Also – ich persönlich finde die katastrophale neoliberale Arschlochreligion, die von Leuten wie Dir und unseren Gekauften (Regierung) zum Dogma erhoben wird, bedeutend gefährlicher. Wenn ich alleine an die ganze Gewalt denke, die durch die Lambsdorff-Papier-Regierung erst entsteht, wird mir ganz anders.

        Dass wir in Deutschland und anderswo in Europa in dieser Beziehung mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind, in der sich Atatürk bei der Modernisierung der Türkei befand.

        Mumpitz und das weisst Du auch – schließlich bist Du kein Vollpfosten wie z.B. CarstenP(dersichwitzigfindet).

        Und dass von dieser Kultur durchaus ein Herrschaftsanspruch ausgeht, den Migranten-Frauen genauso schmerzvoll erleben wie zurückgelassene autochthone Kinder in Migrantenschulen (wie der WDR-Film “Kampf im Klassenzimmer” eindrucksvoll gezeigt hat) – für die sich niemand interessiert, weil das inkorrekt ist.

        Heute wird der Prozess gegen einen 28-Jährigen Gelsenkirchener gemacht, der die Tochter seiner Freundin 5 Jahre lang ab dem 7ten Lebensjahr regelmäßig mißbraucht hat. Seine Freundin hat das Kind übrigens dabei festgehalten. Christliche Kultur? Oder ist er sogar ein CDU/FDP-Wähler? Wer weiss …

        Bevor daraus in Deutschland eine Ein-Punkt-Partei entsteht, werden sich die größeren Parteien – wenn auch nicht die grüne Bohème mit ihrer realitätsfernen Romantik – vielleicht doch dem Problem stellen. Sarrazin hat dazu jetzt schon beigetragen.

        Die werden sich “dem Problem” nur dann stellen, wenn sie einen persönlichen geldwerten Vorteil haben. Unsere Regierungsvertreter stehen auf einer im ethischen Sinn mit Deiner sehr vergleichbaren Evolutionsstufe.

        • Netti schrieb am 9. September 2010 at 11:57 - Permalink

          @schwitzig

          Heute wird der Prozess gegen einen 28-Jährigen Gelsenkirchener gemacht, der die Tochter seiner Freundin 5 Jahre lang ab dem 7ten Lebensjahr regelmäßig mißbraucht hat. Seine Freundin hat das Kind übrigens dabei festgehalten. Christliche Kultur? Oder ist er sogar ein CDU/FDP-Wähler? Wer weiss …

          Yesh! Es ist doch immer wieder überraschend, wie angestrengt versucht wird, schlichte menschliche (definitiv völlig untierische) Grausamkeit mit ideologischen Konstrukten zu erklären. Es kommt immer erst die Grausamkeit und dann die Ideologie, und dafür nimmt man die Religion/Politik/Philosophie, die grad dumm rumsteht und sich nicht wehren kann.

          Schon der olle Schiller hat in seinem unsterblichen Integrationslehrbuch “Nathan der Weise” deutlich gemacht, dass Muselmänner und Juden christlicher sein können als Christen. (Jesus persönlich bereits 1800 Jahre zuvor, man denke z.B. an den barmherzigen Samariter) – Vice versa gilt das mit Sicherheit ebenso.

          Oder wie Volker Pispers so schön sagt: Ich hab schon so viel damit zu tun, Mensch zu sein, dass ich nur ganz selten Zeit habe, Deutscher zu sein (oder Christ oder …)

          • schwitzig schrieb am 9. September 2010 at 12:06 - Permalink

            Yesh! Es ist doch immer wieder überraschend, wie angestrengt versucht wird, schlichte menschliche (definitiv völlig untierische) Grausamkeit mit ideologischen Konstrukten zu erklären.

            Nicht wahr? Und genau das habe ich mit dem Beispiel illustriert.

          • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 13:56 - Permalink

            Zweierlei Maß ist in Deutschland ja nix neues.

            Irgendein Familienvater aus bspw. dem Taunus bringt seine komplette Familie und sich selbst um = Familiendrama, vielleicht sogar Familientragödie
            Irgendein türkischer Familienvater bringt sein komplette Familie und sich selbst um = EHRENMORD!!!!111

            • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 15:17 - Permalink

              Hach, wie einfach ist es doch, Informationen zu erhalten, um sich selbst aufzuklären.
              Im (wahrscheinlich) “rechtspopulistischen” Wikipedia zu finden:

              “Der Begriff Ehrenmord bezeichnet die vorsätzliche Tötung bzw. Ermordung eines meist – aber nicht zwingend – weiblichen Mitglieds der Familie des Täters zur Abwendung einer ihm oder seiner Familie drohenden oder bereits zugefügten, als solche aufgefassten gesellschaftlichen Herabsetzung durch Verletzung geschlechtsbezogener Verhaltensregeln.

              Nach Schätzungen des Weltbevölkerungsberichts der UNO werden alljährlich weltweit mindestens 5.000 Mädchen und Frauen wegen „sittlicher Ehre“ ermordet.[1] Die soziale Rechtfertigung dieser Morde erfahren sie durch einen traditionellen Ehrenkodex, der bestimmte Verhaltensregeln festlegt.”

              Differenzieren heißt noch lange nicht mit zweierlei Maß messen. Wenn Kinder mit Pump-Guns Amok laufen, würde ich auch dagegen protestieren, dass in jedem Supermarkt Munition frei verkäuflich ist (Hier mal ein Filmtipp: Bowling for Columbine) und die amerikanische Waffenlobby anpinkeln, auch wenn ich weiß, dass die Muni nicht die Gründe sind, dass Menschen auch durch herab geworfene Steine von Autobahnbrücken sterben können.

            • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 15:28 - Permalink

              Dies (Ehrenmord) würde sich ja eventuell auch entschärfen, wenn Teile der Scharia wie weiter unten besprochen in hiesige Rechtsordnung aufgenommen würden. Dann gibt es eine teilweise Anerkennung und der komplette Rückzug in Kulturen die es erlaubt Frauen aus (mir nicht nachvollziehbaren Gründen) umzubringen wäre klarer ausgegrenzt. Dann würde das kulurelle Argument nicht mehr, noch weniger, ziehen.

            • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 16:09 - Permalink

              Hach wie einfach ist es scheinbar, komplett an der Aussage meines Einwurfs vorbeizugehen, wa lieber mathieu?.

              Dann nehmen sie doch einen Fall in dem ein (sagen wir) bayrischer Vater seine Tochter umbringt? Glauben sie da würde in der BILD oder bei RTL oder sonstwo ein einziger Mensch von Ehrenmord sprechen? Ernsthaft? Das wäre Familientragödie wenns hochkommt.

              Warum also, nur weil es ein türkischer Täter war unbedingt eine unsinnige neue Kategorie einführen? Mord ist Mord. Egal aus welchen Gründen. Da brauch ich den Täter nicht noch ein bissel herabwürdigen weil mir seine Ethnie nicht passt. Oder wird der Mord mordiger weil Ehren davor steht?

            • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 19:54 - Permalink

              hmm, mein Einschub über die Möglichkeit der Anerkennung religiöser Gesetze im gewöhnlichen Recht war vorschnell. Eine Religion in der herrschendes Recht nach gewöhnlichen Recht Unrecht ist,
              über eine Eingliederung in das gewöhnliche Recht zwangszuhumanisieren ist schon arg um die Ecke gedacht.
              Andererseits gibt es die Parallelkulturen jetzt schon und Recht wird zu Hause gelebt nicht nur vor Gericht.
              Was dann fehlt ist eine öffentliche Debatte über den Islam der von Muslimen geführt wird.
              Solange dieser aber in der Minderheit ist und teils zum Zufluchtsort wird für Menschen die über andere Statussymbole/Werte/Handlungen nicht glänzen können, wird er in Teilen wohl radikal bleiben.

        • Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 9. September 2010 at 14:18 - Permalink

          Wie wäre es, sehr geehrter schwitzig, wenn Sie sachlich argumentieren würden? Persönliche Beleidigungen deuten auf mangelnde intellektuelle und charakterliche Fähigkeiten hin.

          • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 14:45 - Permalink

            Persönliche Beleidigungen deuten auf mangelnde intellektuelle und charakterliche Fähigkeiten hin.

            Nur wenn sie nicht der Wahrheit entsprechen.

      • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 10:23 - Permalink

        Es wundert mich überhaupt nicht, dass hier im Blog wie in den Kommantaren nicht im geringsten auf Islam eingegangen wird. Dazu fehlt allen die Kenntnis. Lieber versuchen Linke mit der Abgrenzung nach Rechts das Nachdenken zu umgehen. (Die Frage nach einer Partei rechts von der CDU ist eine Scheindebatte, weil sie das Thema angenehm auf eine Rechts-Links-Debatte reduziert – in dieser Reduktion gilt es dann nur noch, auf der richtigen Seite zu stehen). Wenn ich hier lese, wer alles, weil nicht links-konformistisch in die rechte Ecke abgedrängt wird, dann könnte ich mich eigentlich nur schaudernd von Links abwenden. Tue ich aber nicht, weil es ebenso dumm wäre. Es interessiert mich aber im Fall Sarrazin, im Fall Islam, überhaupt nicht die Frage, ob jemand links oder rechts ist (was im Blog und den Kommantaren die zentrale Frage zu sein scheint). Mir schaudert allerdings vor Geistern, die sich über Hauptschulabschlüsse erheben, meinen, wenn sie abschätzig Bild-Zeitung sagen, würde das schon etwas über ihren hohen Intellekt aussagen, die meinen, weil sie hier unter sich wären und sich gegenseitig bestätigen, hätten sie auch die Wahrheit gefressen.

        • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 10:40 - Permalink

          Bitte einfach beteiligen, Ihre Kenntnisse über den Islam austauschen und sich nicht ausgeschlossen fühlen von der ach so hohen Intelligenz.

          • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 11:46 - Permalink

            Da Sie es ja offenbar auf Vorträge abgesehen haben und es hier um Intelligenz geht, zitiere ich hier mal als kleine Anregung, sich mit dem Islam zu beschäftigen, eine Fatwa:

            “”"Rechtsgutachten zum Thema “Mangel an Intelligenz und Gottesverehrung bei Frauen”

            Von dem 1999 verstorbenen Rechtsgutachter Abdul-Aziz bin Baz, dem ehemaligen offiziellen Staatsrechtsgutachter Saudi-Arabiens und einem der prominentesten Gelehrten des sunnitischen Islam im 20. Jahrhundert

            (Institut für Islamfragen, dh, 16.04.2010)

            “Allahs Prophet – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – hat erklärt, dass Frauen einen Mangel an Intelligenz und Gottesverehrung haben. In der Regel wollen die Frauen diese Tatsache nicht hören und wehren sich dagegen. Ausgenommen davon sind Frauen, die rechtgeleitet und weise sind. Dieses Urteil des Propheten Allahs – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – ist bewiesen und wurde in den zwei authentischen Überlieferungssammlungen von al-Bukhari und Muslim überliefert.

            Die Bedeutung von ‘Die Frauen leiden an einem Mangel an Intelligenz’ wurde von Allahs Propheten – Allahs Segen und Heil seien auf ihm – folgendermaßen erklärt: ‘Das Zeugnis [im Gericht] von einer [Frau] zählt [nur] wie das halbe Zeugnis eines Mannes. Zwei Frauen zählen wie ein Mann. Dies ist die Folge des Mangels an Intelligenz’.

            Er [Muhammad] erklärte ebenfalls die Bedeutung des Mangels an Gottesverehrung: ‘Tage und Nächte vergehen, ohne dass die Frau beten darf, weil sie ihre Menstruation hat. Das gleiche gilt während der Tage nach der Geburt’.

            Dieser Mangel bei den Frauen lag in der Absicht Allahs. Die Frauen müssen diese Tatsache anerkennen. Es ändert sich auch nichts, wenn eine Frau über viel Intelligenz, Scharfsinn oder Wissen verfügt.”

            Quelle: http://www.binbaz.org.sa/mat/19950“”"

            Was eine Fatwa ist kann man googeln.

            Über Frauen im Islam wird bald die “Rechtspopulistin” Alice Schwartzer ein Buch veröffentlichen. Ich empfehle schon jertzt die vorurteilsfreie Lektüre auch ohne deren Kenntnis.

            • Netti schrieb am 9. September 2010 at 12:25 - Permalink

              Na und?

              Das könnte auch aus einer noch gar nicht so betagten Veröffentlichkung des Vatikan kommen.

              Ich verstehe gut, dass Christen Angst vor dem Islam haben. Wenn die Muslime es noch schaffen wollen, die Christen mit der Anzahl von Ermordeten, Gefolterten und Entwürdigten im Namen des Glaubens einzuholen, müssen sie sich ranhalten. 3000 Tote sind ein Klacks für einen guten Genozid-Tag an amerikanischen Ureinwohnern. Man kann sogar diskutieren, ob es womöglich weniger grausam ist, ein Flugzeug in einen Wolkenkratzer zu fliegen, als Pocken-infizierte Decken an Indianer zu verteilen. Das ist Geschmackssache. (Wobei ich betonen möchte, dass ich persönlich einen islamistischen Hintergrund für 9/11 stark anzweifle, aber mir fällt kein Ereignis mit vergleichbarer Opferzahl ein…)

              GANZ WICHTIG ist meiner Meinung, zwischen persönlicher religiöser Überzeugung (die jedermanns Privatsache sein muss) und Religion als Dogma zu unterscheiden.

              Man kann Etiketten “Christ”, “Moslem”, “Jude”, “Hindu” (…) auf Dosen kleben. Wenn man wissen will, was drin ist, muss man immer den Deckel aufmachen und reinschauen. Bei jeder einzelnen Dose.

              Religion als Dogma diente zu aller Zeit lediglich als Werkzeug zur Rechtfertigung und Ermöglichung des menschenverachtenden Erwerbs von Macht und Reichtum, wobei die geschickten Handwerker, von denen das Werkzeug gehandhabt wird, allzumal Atheisten sind.

              Im (früh)mittelalterlichen Europa war das Christentum sehr nützlich (wer hatte die ersten Banken???).

              Heute treten Islam und Neoliberalismus auf der Kasperlebühne auf, während hinter den Kulissen Raffkes aller Nationen und Glaubensrichtungen einträchtig die Profite teilen. Wohin in aller Götter Namen mit all den Waffen, wenn es keine Religionskriege mehr gibt???

              Deshalb ist es auch erfreulich, wenn in den Kommentaren zu diesem Spiegelfechter-Artikel gerade NICHT über den Islam diskutiert wird. Denn der Islam ist in diesem Zusammenhang nicht mehr als ein Spiegel, der unbequeme Fechter ablenken soll…

            • Lennard schrieb am 9. September 2010 at 14:27 - Permalink

              The same procedure as every…*seufz*

              Es gibt so ein paar Dinge, die ich bei euch dummdreisten PIpifanten durchaus bewundere: Ihr schafft es, mit einer unglaublichen Ignoranz und selektiver Wahrnehmung, Fakten zu ignorieren und euch nur das herauszupicken und zu interpretieren, was euch in den Kram passt – über Jahre hinweg. Soviel Lernresistenz ist faszinierend.

              Aber der Reihe nach. Der rote Hering hier ist schon etwas älter, deshalb muss ich ihn etwas einwickeln.

              Einleitung: Das “Institut für Islamfragen” ist kein wissenschaftliches Institut, wie gerne suggeriert wird, sondern ein religiöser Think Tank.
              Genauer: eine Organisation die zur “Deutschen Evangelischen Allianz” gehört. Nun, man ist ja als fröhlicher Ignostiker generell an spirituellen Verwirrtheiten interessiert, also schau’n wir doch mal bei der Allianz vorbei. Oh, die “DEA” ist auch nur eine Unterorganisation der “Evangelischen Allianz”. Wofür man nun eine “Evangelische Allianz” braucht?

              Als Gründe der seinerzeitigen Gründung nennt die Evangelische Allianz vor allem
              # zunehmende Säkularisierung
              # leerer werdende Kirchen
              # die Infragestellung der Bibel
              # christliche Zersplitterungen

              Ah ok. Naja, ich hatte da mehr Feuer und Leidenschaft und Androhung von verschiedenen Höllenschicksalen vermutet, aber Säkularisierung und Infragestellung der Bibel als Bedrohung zu sehen ist ja auch nicht schlecht. Jeder fängt schließlich mal klein an.

              Grr, aber da muss doch noch was…ah ja:

              Es gehe darum, meinte DEA-Chef Steeb, “dass sich unsere Gesellschaft zur ,christlichen Leitkultur’ stellt”. Ein weltanschaulich neutraler Staat hätte keine gute Zukunft. “Werteungebundene Toleranz macht Deutschland zum gefundenen Fressen einer auf Expansion und Aufrichtung einer islamischen ,Gottes-Staat-Ideologie’ ausgerichteten islamischen Weltsicht.”

              Na bitte, geht doch. Aber sonst irgendwie unspannend.

              Schauen wir doch mal in deine Text die so schön hat geprickelt in mein Bauchnabel Monsieur mathieu:

              Los geht’s ja gleich mal mit einem Linksgutachten eines saudi-arabischen Gutmenschen. Irgendein Abdul-azeez…al..ibn…shash…ARGHH können sich diese Musels keine vernünftigen Namen geben? Dreck, ich nenn den jetzt mal Ronny, sonst wird der Kommentar zu lang. Also fix nachgeschaut, was Ronny da unten so getrieben hat:

              Ronny was the subject of Osama bin Laden’s first public pronouncement intended for the general Muslim public. This open letter condescendingly criticized him for endorsing the Oslo peace accord between the PLO and Israeli government. Ronny defended his decision to endorse the Oslo Accords by citing the Treaty of Hudaybiyyah, saying that a peace treaty with non-Muslims has historical precedent if it can avoid the loss of life.

              Hm, Ronny ist also ‘n Weichei. Frieden zwischen PLO und Israel. Jo, so hat das ja mit dem Hitler damals (kurz vorm Farbfernsehen) auch angefanen. Der wollte doch auch Frieden oder so. Kann doch jetzt nicht sein. Turbans are evil.

              Da muss doch…

              He also used to invite people after Isha prayer to share a meal with him.
              …
              Ibn Baz was among the Muslim scholars who opposed regime change using violence.

              Crap! ‘n verdammter Hippie. War ja klar bei diesen Gutmen…Gutmusels. Aber ich hab doch dieses Fallafel-Fahrrad-Fatwat, genau Fatwa! schonmal gehört? Das war irgendwas krass konkretes und sowieso bestimmt voll doof. Außerdem reden die bestimmt immer so laut dabei. Ich finde das bedrohlich.

              Eh wo hab ich’s noch:

              A fatwā in the Islamic faith is a religious opinion concerning Islamic law issued by an Islamic scholar.

              Religious opinion? Religilous opinion? What the…wie kann man denn eine Meinung zu einem Gesetz haben? Was rauchen die Typen eigentlich?

              In Sunni Islam any fatwā is non-binding, whereas in Shia Islam it could be considered by an individual as binding, depending on his or her relation to the scholar.

              Fuck yeah! Jetzt hab ich den Hippie-Musel überführt! Der lücht wie gedruckt. Selber Sunnit, der Ronny, und dann is’ seine Meinung nichma bindend? Nichtmal für ihn?

              Und hier, dings, Sunny und so, das kenn ich auch woher:

              Sunni Islam is the largest branch of Islam, comprising up to 90% of the total Muslim population of the world.

              Da fehlen einem doch echt die Worte. Nicht nur, dass diese Gutmusels eine Meinung zu Gesetzen haben, und diese Meinung noch nicht mal bindend für sie selber ist, jetzt sind die auch noch in der Überzahl? Riesensauerei!

              Aber mir reichts jetzt hier. Irgendwann muss auch mal gut sein. Das mit ihrem Meinungsdingens können die bei sich ihren Burka-Schneidereien machen. Hier im Vaterland herrschen andere Sitten.
              Ich setz mich jetzt mit meinem Mettbrötchen vor eine Kirche und verbrenne einen Döner. Denen werd ichs zeigen! Damn hippies!

              [Anmerkung: Dass Dein Zitat nur in den einschlägigen Mülleimern wie die-grüne-pest, anonymen google- und yahoo-Gruppen und pi-news gebraucht wird, ist für mich als Heringhändler nicht ganz so interessant. Dass keinerlei englische Übersetzung aus nachvollziehbarer Quelle vorhanden ist schon eher. Ein sehr bekannter Gelehrter des Salafismus und nur eine einzige deutsche Elite Group findet dieses "Schmankerl"? Bevor ich hier nicht nachprüfbare säkulare Quellen (die Briten und Franzosen haben z.B. Lichtjahre Vorsprung in gelebtem Säkularismus) aufgezeigt bekomme, tu' ich das als Fake ab. Aber was erwarte ich auch von Evangelikalen wissenschaftliches Arbeiten.]

            • egal schrieb am 9. September 2010 at 19:28 - Permalink

              Abdul-Aziz bin Baz: Frauen sind dümmer.
              Sarrazin: Moslems sind dümmer.
              Buschkowsky, Heimson: HartzIV-Empfänger sind dümmer.
              Alle: Hauptschüler sind dümmer.

              Ergebnis: wir haben ein Islamproblem. Wird man ja wohl noch mal drüber sprechen dürfen.

        • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 14:04 - Permalink

          Warum sollte man auch auf den Islam eingehen? Der ist genauso unlogischer Blödsinn und magischer Wunderglaube wie alle anderen Religionen. Und genau wie alle anderen Religionen auch, ist der Islam lediglich eine Ausrede für die eigene Machtgeilheit und Grausamkeit. Da sollte man ansetzen, nicht bei der Religion selber.

          Ehrlich – da nehmen sich die meisten Religionen nix. Ob sie nun an die bärtige Himmelsfee oder an einen 2000 Jahre alten Zombie oder an das fliegende Spaghettimonster glauben ist da letzlich egal.

          • Lennard schrieb am 9. September 2010 at 14:39 - Permalink

            Du bist ein perfektes Beispiel, wie nervig Atheisten sein können. Dein Missionierungsdrang, es gäbe keinen Gott und alles ist nur wirrer Aberglaube und in Wahrheit gehts nur um Macht und Geld, ist für mich genauso nervig wie die Zeugen Jehovas oder Osama bin Laden vor der Haustür. Werd doch mal lockerer. Fühlst Du Dich durch Gläubige bedroht? Wenn die an irgendwas glauben wollen – lass die doch. Solange die mir nicht auf den Zeiger gehen können die glauben was die wollen.

            mfiG

            • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 16:11 - Permalink

              @Lennard: Nach deinen höchst wissenschaftlichen, unpolemischen, sachlichen Ausführungen über den Islam, muss ich meine Sicht korrigieren: Der Islam ist ein Pudding, den man versucht an die Wand zu nageln. Er besteht aus lauter Einzelaussagen, die für sich genommen so wenig bindend sind wie die Aussagen eines Herrn Sarrazin. Der eine sagt, schlagt den Ungläubigen die Köpfe mit dem Schwert ab, der andere erklärt nur, dass der Islam die überlegene Religion ist und dass man Ungläubige nicht achten muss. Natürlich muss sich keiner daran halten. Du hast Recht, an Gott glauben ist nichts Verwerfliches, an Gott glauben müssen, ihn nicht in Frage stellen dürfen, ist verwerflich. Zeige mir doch mal die Stellen, wo ein islamischer Gelehrter erklärt, dass es erlaubt ist, an Gott zu zweifeln.

            • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 16:16 - Permalink

              Ja ich fühle mich durch Gläubige bedroht, weil sehr viele (nicht alle, zum Glück) davon aus ihrem Irrglauben das Recht ableiten anderen zu erzählen was sie zu tun und zu lassen haben. Und für sich eine besondere, respektvolle Behandlung fordern, weil ihr persönlicher Blödsinn irgendwie Respekt verdiene. Und immer noch viel zu viele Menschen auch hierzulande aufgrund von bronzezeitlichem Quatsch sterben.

              Dagegen MUSS man kämpfen. Nur WischiWaschi-Appeasement-Agnostizismus hilft da genau Null. Viel zu lange schon haben durchaus schlaue Leute zugelassen das Religion weiter vor sich hinschwurbelt. “Die machen doch nix schlimmes, lass sie doch, die werden schon aufhören.” ist genau die Einstellung die Chamberlain in München gezeigt hat. Wie das ausgegangen ist wissen wir.

            • Lennard schrieb am 9. September 2010 at 17:06 - Permalink

              @Fyyff (unter 27):

              Ja ich fühle mich durch Gläubige bedroht, weil sehr viele (nicht alle, zum Glück) davon aus ihrem Irrglauben das Recht ableiten anderen zu erzählen was sie zu tun und zu lassen haben. Und für sich eine besondere, respektvolle Behandlung fordern, weil ihr persönlicher Blödsinn irgendwie Respekt verdiene.

              Ist das’n Joke? Lebst Du in den USA? Ich war in Kirchen, Moscheen, Synagogen und verschiedene Tempel besuchen – nebst einem Kloster und diversen Wohnungen.
              Nicht ein einziges Mal hat mir jemand erzählt was ich zu tun habe (Vorschriften im Hausrecht akzeptiere ich eh, wenn nicht, dann betrete ich es erst gar nicht).
              Im Gegenteil – ich musste aktiv und teilweise penetrant nachfragen, damit man mir was erzählte was nun gerade passiert oder was dies und jenes nun bedeute.
              Niemand wollte mich missionieren. Respekt hat auch keiner eingefordert. Wer sich mir gegenüber höflich verhält, bekommt automatisch Respekt. Da ist nichts mit Fordern.
              Kann es sein, dass Du “Gläubige” nur aus dem Fernsehen kennst? Das was Du beschreibst, trifft nur auf radikale Splittergruppen zu. Speziell auf Evangelikale und ihre Entsprechungen in anderen Religionen.

              Und immer noch viel zu viele Menschen auch hierzulande aufgrund von bronzezeitlichem Quatsch sterben.

              Ja ne is klar. 2000-1000 v. Chr. – hier in Deutschland. Oder meinst Du damit generell Gewalt? Für religiöse die Gewalt verüben, ist die Religion selbst nur eine Ausrede. So kann man sich auch selbst einfach (aber unbewusst) von Schuld befreien. Serienmörder und Vergewaltiger (nur als Beispiel) haben andere Selbstschutzmechanismen, die aber den gleichen Zweck erfüllen – das eigene Gewissen beruhigen.

              Dagegen MUSS man kämpfen. Nur WischiWaschi-Appeasement-Agnostizismus hilft da genau Null. Viel zu lange schon haben durchaus schlaue Leute zugelassen das Religion weiter vor sich hinschwurbelt. “Die machen doch nix schlimmes, lass sie doch, die werden schon aufhören.” ist genau die Einstellung die Chamberlain in München gezeigt hat. Wie das ausgegangen ist wissen wir.

              Lol, ich hab ja ehrlich gesagt die Minuten gezählt, bis erste Godwin-Punkte vergeben werden, aber dass gleich jemand vorprescht…oy weh.
              Du MUSST gegen Religion kämpfen? Jo mach halt, nen Kreuzzug gegen Religion – ist mal neues. Du brauchst offenbar deine Angst und deinen Hass um zu funktionieren. Ich find’s nur komisch, dass Du nicht mal merkst, dass Du genau die gleichen Mechanismen und Argumentationen benutzt, wie radikale Splittergruppen der Religionen das tun. Oh, und falls sich das “Wischi-Waschi-Agnostizismus” auf mich bezieht – ich bin Ignostiker. Du kannst da anscheinend nicht unterscheiden, oder Du willst gar nicht erst unterscheiden. Ich respektiere Dein Feindbild. (“jeder der nicht explizit sagt es gibt keinen Gott und an irgendwas glaubt gehört bekämpft, weil er ja Nazis zulässt”)
              Deine Gleichsetzung von Agnostikern mit Leuten, die sich nicht am Faschismus stören und Hitler ja gar nicht mal so schlimm fanden sind einfach nur panne und unter aller Sau. Kann auch sein, dass Du einfach nur ein schlecht erzogener und uninformierter Bub bist.
              Und deswegen steige ich hier auch aus der Diskussion aus. Ich habe keine Lust mit Fanatikern zu diskutieren, egal welcher Seite sie angehören. Außerdem habe ich jetzt schon auf grund des vielen OT ein schlechtes Gewissen dem Hausherren gegenüber.

              Hier ging es mal um “Neue Rechts-Partei” und Politik.

            • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 17:34 - Permalink

              Bester Lennard. Nein ich lebe nicht in den USA. Zum Glück. Aber auch hier feiern gerade auch christliche und islamische Spinner aller Col gerade fröhlich Urständ. Hier werden Kreationisten Ministerpräsidenten (Althaus) oder evangelikale Spinner Bundespräsident (Wulff oder Gauck, egal). Noch immer sitzen in Ethikräten auch Vertreter von Kirchen. Warum? Haben die irgendwas spezielles studiert außer Wahrheitologie in der jeweiligen religiösen Ausprägung das sie besonders zu moralischen Entscheidungen qualifiziert?
              Waren die Zeugen schon mal bei dir?

              Und ja es sterben Leute. Ob man nun Bluttransfusionen ablehnt, oder aus religiösen Gründen Frauen verprügelt oder die böse, böse ungöttliche Wissenschaft und Medizin ablehnt oder “Ungläubige” abzieht. Das dieses Problem in fundemantalistischeren Ländern wie Afghanistan oder den USA schlimmer ist, ändert nichts an der Verwerflichkeit der vergleichsweise wenigen Beispiele bei uns.
              An dieser Stelle Gratulation für das genial “No True Scotsman(tm)”-Argument im Zusammenhang mit der religiösen Gewalt. Sicher, sicher…die Gewaltätigen sind halt nicht “echte” Moslems, oder “echte” Christen. So wird man Verantwortung auch schön billig los.

              Im Übrigen habe ich Religöse mitnichten mit Nazis verglichen. Ich hab lediglich klar gemacht das es viel zu viele Leute gibt und gab die gefährlichen Ideologien mit einer abwartenden Haltung gegenüber stehen und ihnen damit helfen.
              Ach und bevor ichs vergesse. Ignostizismus ist pure Wortklauberei. Quasi Agnostizismus in Reinkultur mit einem Tropfen “ich bin schlauer als ihr”. Auf nichts festlegen wollen, bedröppert gucken, religiöse Spinner machen lassen (“buhu Gott ist ein Wort das nicht definierbar ist, da halt ich mich raus”) und Atheisten für ihre Chuzpe verachten. Bravo. So kommt die Welt aus dem Mittelalter.

              PS. Wenn nicht gewollt ist über Religion zu reden, sollte man eben den Islam aus einer Diskussion herauslassen, in der er keine besondere Rolle spielt. Oder?

      • Spiegelfechter schrieb am 9. September 2010 at 10:36 - Permalink

        @Karl-Heinrich

        Weder Sarrazin noch Geert Wilders sind “rechts” (von der Union oder sonstwas).

        Nee, natürlich nicht. Es gibt gar keine politische Rechte, denn wir wissen ja, Deutschland und die ganze Welt befinden sich in einem epochalen Linksruck!

        Dass wir in Deutschland und anderswo in Europa in dieser Beziehung mit einer ähnlichen Situation konfrontiert sind, in der sich Atatürk bei der Modernisierung der Türkei befand.

        *lol*, das ist ja ganz großes Kino!

        Und dass von dieser Kultur durchaus ein Herrschaftsanspruch ausgeht, den Migranten-Frauen genauso schmerzvoll erleben wie zurückgelassene autochthone Kinder in Migrantenschulen (wie der WDR-Film “Kampf im Klassenzimmer” eindrucksvoll gezeigt hat) – für die sich niemand interessiert, weil das inkorrekt ist.

        Und weil das soooo inkorrekt ist, habe ich ja auch den Gastartikel von Herrn Reimers veröffentlichen lassen, der die gleichen Probleme aufgreift, sie aber nicht im luftleeren Raum stehen lässt. Aber so was wollen Karl-Heinrichs nicht wahrnehmen, lieben und hegen sie doch ihre Vorurteile so sehr wie ihre Buchbaumhecke.

        • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 11:24 - Permalink

          Es gibt gar keine politische Rechte, denn wir wissen ja, Deutschland und die ganze Welt befinden sich in einem epochalen Linksruck!

          Sicher gibt es eine politische Rechte, aber nicht jedes Thema lässt sich mit Links/Rechts abtun. Ist die Anti-Aufklärung des Islam rechts oder links? Ist es links, wenn man versteht, dass sich Muslime beleidigt fühlen, wenn man ihren Propheten karikiert? Ist es rechts wenn man nicht versteht, dass dieselben Muslime schulterzuckend zur Tagesordnung übergehen, wenn Muslime im Namen des Koran zu Morden aufrufen. Ist es links, wenn man dafür ist, dass in Familienangelegenheiten nach der Scharia geurteilt wird?

          • Gideon schrieb am 9. September 2010 at 18:58 - Permalink

            ich glaube du hast die Ironie übersehen ;-)

    28. Persephone schrieb am 9. September 2010 at 09:57 - Permalink

      Vielen Dank für die zeitgemäße(!) Illustration des Artikels mit dem Portrait von Mephisto.

    29. susi bibelmaus schrieb am 9. September 2010 at 10:41 - Permalink

      Richtig @mathieu…
      Schon sehr bedenklich was, in diesem Land aber auch darüber hinaus, sich gerade so wahrnehmbar und präsent hier abspielt. Selbst ein „Possentheater“ der Provinz stünden den mitwirkenden Sparten qualifiziertere Regisseure zu Verfügung. Allen Ernstes sieht man in den „nach Angaben einiger Medienvertreter meisst aus Hauptschülern und FDP Wählern“ bestehenden Protesten und breiten Zustimmungen zu Sarrazin`Thesen, eine quakende sich selbst entlarvende Unterschicht getrieben durch rechtspopulistische Propaganda.

      Mit dem gut platzierten Hinweis unserer Medien und politischen Eliten vor jener unterbewussten „Angst vor Überfremdung“ in uns deutschen wird sich sprachlich auf das Niveau eines Freud eingelassen der, wie es Hoimar von Ditfurth (Professor für Psychiatrie und Neurologie, Publizist) in seinem Buch -Innenansichten eines Artgenossen – so treffend beschrieb, weniger Arzt als vielmehr fantastischer Geschichtenerzähler war und den Menschen einredete der Kampf in der tiefe seiner Seele zeige im unbewusst verborgenen die Wurzel aller Neurosen und Entscheidungen des Menschen auf. Und genau in die „Possenartikulation“ unbewusst diffuser Ängste , ja genau in dieser und mit dieser pseudo Erkenntnis tiefenpsychologischer Fantasterei die in Fachkreisen schon längst keine Anwendung mehr findet und zu Recht belächelt wird, sieht eine abgeschliffene Regierung ihr Seelenheil.

      Es ist keine Angst vor „Fremdheit“ im Allgemeinen sofern sie sich eben nicht als jene „verweigerte“ Fremdheit enttarnt. Einer Vielfallt kulturellen Lebens stehen Bürger nicht abwehrend gegen über – Nein, …er Verweigert sich mit Recht gegen einen mittelalterlichen Islam, gegen einen Rückfall aus der philosophischen Stoa – hin zu einem menschenverachtenden Weltbild.
      Gruss Susi…

      • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 11:12 - Permalink

        Es ist keine Angst vor „Fremdheit“ im Allgemeinen sofern sie sich eben nicht als jene „verweigerte“ Fremdheit enttarnt. Einer Vielfallt kulturellen Lebens stehen Bürger nicht abwehrend gegen über – Nein, …er Verweigert sich mit Recht gegen einen mittelalterlichen Islam, gegen einen Rückfall aus der philosophischen Stoa – hin zu einem menschenverachtenden Weltbild.

        Abgesehen davon, dass ich Angst nicht als verwerflich ansehe (zunächst mal ist sie und das ist keine moralische Frage) handelt es sich wie du richtig sagst um Angst gegenüber Werten und Handlungen, die so radikal unserem freiheitlichen Weltbild entgegen gesetzt sind, dass diese Ängste und Widerstände auch begründet sind. Der “Rechtspopulist” Geert Wilders wurde erst durch einen Theo van Gogh ermöglicht. Man kann nur hoffen, dass sich so etwas in anderen Ländern nicht wiederholt (ich meine die Ermordung). Es waren in Holland nicht nur konservative, die nach der Ermordung van Goghs auf die Straße gegangen sind und es sind nicht nur rechte, die Wilders in Holland ihre Stimme geben (auch wenn sie bei weitem nicht mit allem übereinstimmen, was Wilders so von sich lässt). Wer die Spitze des Eisberges Islam als Islamismus abtut, sollte sich mal ansehen, was alles noch darunter liegt.
        Atheisten haben es übrigens bekanntermaßen im Islam schwer, aber bekanntermaßen ist auch der Weg von gewissen linken Atheisten zum Islamisten kürzer als der zu einem freien Geist. Die “bildungsfernen” Schichten, die sich jetzt schweigend und mehrheitlich über Sarrazin freuen, sind übrigens auch ganz normale atheistische Hauptschulabsolventen-Familien, die erleben mussten, dass ihre Kinder in der Schule von muslimischen Kindern gemobbt und verprügelt wurden, weil sie zu äußern wagten, dass sie nicht an Gott glauben.
        Assimilierte Türken wissen schon, warum sie ihre Kinder von diesen Schulen nehmen.

    30. Björn schrieb am 9. September 2010 at 11:54 - Permalink

      @mathieu

      Danke für Ihr großzügiges Verrühren scheinbarer Wahrheiten! Und hübsch, wie ein selbsterklärter Verteidiger der Aufklärung wie Sie dabei ganz auf seine “gefühlte Wirklichkeit” setzt und weitgehend ohne Fakten auskommt.

      “Wer die Spitze des Eisberges Islam als Islamismus abtut, sollte sich mal ansehen, was alles noch darunter liegt.”
      Nämlich?

      “Die “bildungsfernen” Schichten, die sich jetzt schweigend und mehrheitlich über Sarrazin freuen, sind übrigens auch ganz normale atheistische Hauptschulabsolventen-Familien, die erleben mussten, dass ihre Kinder in der Schule von muslimischen Kindern gemobbt und verprügelt wurden, weil sie zu äußern wagten, dass sie nicht an Gott glauben.”
      Beweise?

      “Assimilierte Türken wissen schon, warum sie ihre Kinder von diesen Schulen nehmen.”
      Dazu müssen die erwähnten Türken weder assimiliert noch areligiös sein, es reicht schon, dass sie sich eine gute Bildung für ihre Kinder wünschen.

      • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 12:36 - Permalink

        Nämlich?

        Eine Abhandlung über den Islam kann ich hier leider nicht leisten, zumal auch meine Kenntnisse nicht umfassend sind, zumal man sich auf einfache Art und Weise selbst ein Bild verschaffen kann. Kleiner Anreiz sich mit dem Islam zu beschäftigen ist die weiter oben zitierte Fatwa. Dennoch ist es so, dass ich meine Kenntnisse nicht aus Blog-Kommentaren gewonnen habe und nicht durch leichtfertiges Glauben an linke oder sonstwelche Autoritäten. Auch ohne eingehende Beschäftigung mit dem Islam sollten einem gewisse Dinge aufgefallen sein bzw. auffallen: Wo bleibt der Widerstand respektive die Berichterstattung über den Widerstand gegen den Islamismus seitens der Moslems?

        Beweise?

        WDR-Doku “Kampf im Klassenzimmer” (sofern man nicht mit Verschwörungstheorien kommt und die türkische Autorin für gekauft hält)

        Dazu müssen die erwähnten Türken weder assimiliert noch areligiös sein, es reicht schon, dass sie sich eine gute Bildung für ihre Kinder wünschen.

        Erkenne ich mal so als Bestätigung denn als Gegenargument an. Sarrazin würde hier wohl zustimmend nicken.

    31. mathieu schrieb am 9. September 2010 at 12:58 - Permalink

      @Netti: Das ist deine Logik: Wer den Islam kritisiert, muss Christ sein (so wie jeder, der nicht den linker Konformist ist, rechts sein muss) und soll dann mal schön das Christentum des Mittelalters verteidigen. Der Islam heute bekämpft nicht das christliche Mittelalter, nicht einmal fundamentalistische Christen, sondern Aufklärung, Freiheit, Gleichheit.
      Na und, diskutieren wir lieber über was anderes, sonst könnte es ja noch unbequem werden.
      Seltsame Logik: Das Volk ist gut, aber nicht der Mob, der sich über Sarrazin freut. Untaten werden nicht durch Ideologien befördert, sondern sind individuelle Fehlgriffe frei von Ursachen mit Ausnahme sozialer, es sei denn die Ideologie ist rechts oder kapitalistisch. Dann ist die Ideologie Ursache.
      Alles, woran man dann beim besten Willen nicht vorbei schauen kann, kann man dann noch als Verschwörungen oder Lügen einer staatlich gelenkte Medienbande abtun, um im eigenen Kokon zu bleiben.

      • hartzler schrieb am 9. September 2010 at 13:10 - Permalink

        Na und, diskutieren wir lieber über was Anderes, sonst könnte es ja noch unbequem werden.

        Nein, bitte, führe das mal weiter aus. Wie definierst du Aufklärung?

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 13:21 - Permalink

        ääähhhhm.

        Habe ich mich so unklar ausgedrückt?

        Ich habe mich doch AUSDRÜCKLICH dagegen gewehrt, von “den” Christen, “den” Moslems, “dem” Christentum, “dem” Islam etc zu sprechen???

        Wodurch entstand Dein Eindruck, ich wolle behaupten, “das Volk ist gut”??

        Das ist ganz und gar nicht meine Meinung! Jede Ansammlung von mehreren Menschen (Volk, Zuschauer, Kirche, Kerwe, Moschee, Bazar, was auch immer) ist potentiell gefährlich.

        Ich habe ganz im Gegenteil gefordert, dass man jeden Menschen EINZELN genau ansehen muss, um sich ein gerechtes Urteil jenseits von Klischees und Vorverurteilungen zu bilden.

        Ich habe gefordert, dass Religionen und andere Gruppenzugehörigkeiten nicht missbraucht werden dürfen, um einzelnen Menschen bestimmte Eigenschaften zu unterstellen (Moral, Misogynie, Fanatismus, Friedfertigkeit, Dummheit…)

        Die Missetaten des Christentums habe ich nicht zitiert, um Missetaten anderer Religionsmissbraucher zu mildern, sondern um das System dahinter aufzuzeigen, das mit Religion nichts zu tun hat.

        Ist es jetzt verständlicher, oder muss ich einen Integrationskurs besuchen?

        • Gideon schrieb am 9. September 2010 at 13:39 - Permalink

          Kirche != Religion != Glaube.

    32. mathieu schrieb am 9. September 2010 at 13:40 - Permalink

      Du vergleichst die Misstaten der Christen mit denen der Muslime. Da steht doch die Christen oder habe ich mich verlesen? Ich finde den Hinweis auf Missetaten von Christen wenig hilfreich. Was willst du damit sagen, vor allem, wenn ein “Na und” davor gestellt ist? Ich gebe allen hier recht, wenn gesagt wird, dass eine Missetat eine Missetat ist, egal wer sie verübt, aber das muss nicht den Blick auf die Ursachen verschleiern.
      Du hast recht, dass Religion persönliche Überzeugung sein sollte, aber du argumentierst aus Sicht assimilierter Religion, die staatliche Ansprüche respektiert. Der Islam ist nicht nur Religion, jedem zur Deutung überlassen, sondern erhebt den Anspruch, in alle Lebensbereiche hinein zu dominieren. Du hast Recht, man sollte jeden einzelnen Menschen einzeln betrachten. Verfährst du auch so, wenn es um andere Ideologien geht? Betrachtest du jeden einzelnen fundamentalistischen Christen oder kann man hier auch über Ideologie etwas aussagen ohne damit jeden einzelnen Menschen zu meinen?

      Die Sätze über Volk etc. bezogen sich nicht auf dich. War nicht deutlich, ich weiß. Bezog sich auf die gesamte Diskussion und war wahrscheinlich auch nicht sehr hilfreich.

      • susi bibelmaus schrieb am 9. September 2010 at 13:58 - Permalink

        Sehr gut geschrieben.

        Der Unterschied zwischen „Kultur“ und „Zivilisation“ liegt darin: „das Sie in einer Kultur jemanden den Kopf abschlagen können in einer Zivilisation aber dafür vor Gericht kommen.“

        Ein gesunder Menschenverstand kann nicht nachvollziehen wie sich ein immer weiter ausbreitend einfordernder Islam ohne sichtlichen Widerstand einer aufgeklärten Zivilisation bemächtigen kann.

        Unseren Politikern, unseren Medien und Journalisten mache ich zum Vorwurf sich unreflektiert auf humanistische Abgründe eines „Glaubens“ einzulassen welchen Sie mit Ihrem aufgeklärten kognitiven Intellekt zu dessen niederer Instinktlosigkeit nicht zu fassen in der Lage sind.

        Es soll – und es darf – nach Ansicht zerstörender Kräfte einfach keine realistische Wahrnehmbarkeit vermittelt werden welche die Inkompatibilität zweier so von Grund auf diametraler Kulturen belegen könne.

        Gruss Susi

        • Gideon schrieb am 9. September 2010 at 14:32 - Permalink

          na wenn du schon soweit bist, dann ade schöne welt. Klingt irgendwie stark rechts angehaucht.

          • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 16:18 - Permalink

            Nach dem Motto und der Methode: Schublade rechts auf, reinpacken, Schublade zu. Zurück lehnen und sich gut fühlen.

        • Netti schrieb am 9. September 2010 at 14:41 - Permalink

          Da sind wir beinahe d’accord.

          Außer:

          1.
          Gesunder Menschenverstand macht nicht satt. Wo finstere Lebensumstände herrschen, ist ALLES möglich. Orwells Nineteen Eighty-Four zeigt, dass “finster” nicht unbedingt eine mittelalterliche Religion sein muss. Es gibt viele Wege, um Zivilisation, Menschlichkeit und moralische Werte zu vernichten. Schauen wir nicht auf die Zündhölzchen, sondern auf die Kreaturen, die zündeln.

          2.
          Ich bezweifle, dass Politiker, Medien und Journalisten “unreflektiert” agieren. Dummheit ist ein weites Feld, aber soooo viel Dummheit kann dann doch kein Zufall mehr sein. Sie haben Gründe. Sie haben Ziele. Die meisten von ihnen.

          @Goo: guck mal, bibelmaus macht Absätze!!! Wie die zum Innehalten und Reflektieren einladen!!!

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 14:10 - Permalink

        Du hast recht: ich habe wirklich “die Christen” geschrieben – beim Bloggen liest man halt nicht alles auf perfekte Stimmigkeit durch. Ich hoffe jedoch, aus dem Kontext wird klar, dass ich “die Christen” keineswegs universell abqualifizierend gemeint habe. Streichen wir das “die”, OK?

        Mit “na und” meinte ich, Misogynie ist kein Exklusiv-Tatort des Islam. Auch christliche Organisationen taten und tun sich auf dem Gebiet hervor. Weitere Beispiele habe ich aus Platzgründen unterschlagen, kann ich gern nachliefern: Unter Informatikern, die durchschnittlich als aufgeklärte intelligente Menschen gelten dürfen, finden sich glühende Frauenverachter, man werfe einen Blick in entsprechende Foren oder frage Informatikerinnen. Menschen, die sich im 19. Jahrhundert als Psychiater-oder-sowas bezeichneten, haben umfangreiche wissenschaftliche Abhandlungen über die geistige Unterlegenheit der Frau geschrieben. Reicht das, um den Verdacht einseitiger Religionskritik von mir abzuwaschen?

        Der Islam ist nicht nur Religion, jedem zur Deutung überlassen, sondern erhebt den Anspruch, in alle Lebensbereiche hinein zu dominieren.

        Soviel ich weiß (was nicht viel ist, lasse mich gern belehren), ist der Islam gerade NICHT eine hierarchisch und institutionell organisierte Religion mit einer obersten Deutungshoheit. Sondern es gibt sehr viele Gruppierungen mit jeweils sehr unterschiedlichen Auffassungen, von denen einige an der Auslöschung einiger anderer recht engagiert arbeiten.

        “Alle Lebensbereiche dominieren” scheint mir lediglich für Staatsregierungen zuzutreffen, die sich auf den Islam berufen, womit wir wieder bei dem sind, was ich als “Werkzeug” (häufig in der Hand von Atheisten) bezeichne. Erklär mir doch mal einer, wie es Dubai geben kann, wenn der Islam TATSÄCHLICH alle Lebensbereiche dort bestimmen würde???

        Ich hatte eine sehr interessante Diskussion in einer Kaffeepause eines Kurses, wo ein muslimischer Deutscher türkischer Abstammung (ich hoffe, das ist jetzt unzweideutig formuliert) und ich als – sagen wir mal: kirchenkritische Jesus-Anhängerin deutscher Abstammung – gegenüber einer Gruppe von Atheisten den Standpunkt der gewissenhaften Unterscheidung zwischen “privater” und “dogmatischer” Religion gemeinsam und mit großer Übereinstimmung vertreten haben. Das scheint mir doch ein bisschen für Ausgewogenheit zu sprechen, oder?

        • Kalle schrieb am 9. September 2010 at 17:52 - Permalink

          Liebe Netti, deine Kommentare ließen sich wesentlich angenehmer lesen, wenn du nicht ständig behaupten würdest, die “Brandstifter” die das Zündholz “Religion” benützten, wären “in Wirklichkeit alles Atheisten”. Du hast keinerlei Möglichkeit das zu Beweisen und ohne Beweis ist es Glaube und damit wieder nur dein Zündholz. Und da du gläubig bist, ist die Behauptung widerlegt. qed ;)
          Im Ernst, die Seitenhiebe nerven und Vieles von dem Quatsch der im Namen von Religion gesagt und getan wurde, wird, werden wird und worden sein wird hat keine rationale Basis. Was die Vermutung zugrunde legt, dass der Brandstifter seinen eigenen Quatsch durchaus geglaubt hat.

          • Netti schrieb am 9. September 2010 at 19:00 - Permalink

            Liebe Netti, deine Kommentare ließen sich wesentlich angenehmer lesen, wenn du nicht ständig behaupten würdest, die “Brandstifter” die das Zündholz “Religion” benützten, wären “in Wirklichkeit alles Atheisten”.

            Meine Überlegung ist folgende: Das, was die “Brandstifter” tun, würde zumindest von den Propheten (mir fällt kein besserer gemeinsamer Begriff ein) etlicher Religionen – nennen wir mal Jesus, Mohammed und Buddha – vehement abgelehnt. Was die “Brandstifter” benutzen, sind Entstellungen der ursprünglichen Überzeugungen, und daher können die “Brandstifter” nicht wirklich “gläubig” sein.

            Ich gebe Dir recht, dafür ist “Atheist” eine sehr unglücklich gewählte Formulierung. Ich wollte betonen, dass diese “Brandstifter” meiner Meinung keinerlei “Rechtfertigung” aus ihrer Religion beziehen können. Mir war nicht bewusst, dass man das als eine Verunglimpfung von Atheisten auffassen kann – was absolut nicht meine Absicht war! Ich habe Probleme mit Fundamentalisten jeglicher Art, aber ganz sicher nicht mit Atheisten!

            Daher bitte ich zerknirscht um Entschuldigung! Wie wäre es mit “Utilitarist”? Jemand der Religion als Mittel zum egoistischen Zweck einsetzt?

      • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 14:35 - Permalink

        Der Islam ist nicht nur Religion, jedem zur Deutung überlassen, sondern erhebt den Anspruch, in alle Lebensbereiche hinein zu dominieren.

        Der Unterschied zum Christentum ist wo? Zum Judentum? Zum Hinduismus? Zu irgendeiner Religion?
        Bitte liebe Islamophile, sagt doch wie ihrs meint. Der unlogische, mittelalterliche Unsinn kollidiert mit eurer unsinnigen, bronzezeitlichen Unlogik (vulgo: Christentum, siehe auch Leit(d)kultur). Und das ist schlecht.
        Wenn ihr nur besorgte Bürger wärt, müßtet ihr nicht gezielt den Islam zur “Religion des Teufels” (O-Ton des Koranverbrenners Jones) machen, sondern würdet allgemein gegen die Gehirnerkrankung Religion vorgehen.

    33. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 9. September 2010 at 14:39 - Permalink

      Zu welcher (Gehalts-)Klasse, Schicht, Etnie, Generation, Partei, Religion, Intelligenzgruppe gehören Sie, verehrter Spiegelfechter?
      Und ergeben sich daraus Ihre Weltanschauung und ihr Menschenbild? Hätten Sie bei gleichen Voraussetzungen ein Anderer (katholisch? konservativ? liberal? national?) werden können?

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 15:03 - Permalink

        Hätten wir nicht alle unter anderen Bedingungen ganz andere werden können, zum Beispiel, wenn nicht an diesem einen, Umstände umwendenden Tag die Curry-Wurst nicht ausverkauft gewesen wäre, und wir den Kartoffelsalat mit der verdorbenen Mayonnaise nicht gegessen hätten?

        Heidegger ist geradezu konkret lebensnah und sinnstiftend im Vergleich…

      • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 16:18 - Permalink

        Wenn man zum Beispiel ganz zufällig lobotomiert wurden wäre, hätte man Nazi oder Rassist werden können. Meinen sie sowas?

    34. mathieu schrieb am 9. September 2010 at 15:02 - Permalink

      Soviel ich weiß (was nicht viel ist, lasse mich gern belehren), ist der Islam gerade NICHT eine hierarchisch und institutionell organisierte Religion mit einer obersten Deutungshoheit. Sondern es gibt sehr viele Gruppierungen mit jeweils sehr unterschiedlichen Auffassungen, von denen einige an der Auslöschung einiger anderer recht engagiert arbeiten.

      Das stimmt, was aber erstens nicht bedeutet, dass die Aussagen, Auffassungen nicht für jeweilige Gruppen bindend wären, zweitens nicht eine generelle ideologische Gemeinsamkeit ausschließt. Ich denke, man kann, wenn man die Aussagen über Frauen, gemäßigte wie extreme, von heutigen wie von früheren Gelehrten, zusammen nimmt, doch von einem Frauenbild sprechen, das der Islam verbreitet und das antiaufklärerisch und antiemanzipatorisch ist – selbst noch in den gemäßigten Aussagen. Von dort führt ein direkter Weg zu männlichen Jugendlichen, die weibliche Lehrkräfte nicht anerkennen, zu Ehrenmorden, zu Zwangsheirat, zu Gewalt und Vergewaltigungen in der Ehe, zu Kleidungsver- und geboten für Mädchen, zu Verboten für Töchter, sich alleine außerhalb des Hauses zu bewegen etc.
      (Bei den Informatikern vermute ich eine umgekehrte Kausalität, nicht weil jemand Informatiker ist, ist er frauenverachtend, sondern weil er Frauen verachtet, wird er Informatiker – oder: wer Angst vor Frauen hat, flüchtet sich in die Informatik; – Achtung, das war eine recht unqualifizierte, unbelegbare Pauschalaussage, mehr aus Unterhaltungsgründen eingebaut. Natürlich muss man jeden Informatiker einzeln sehen und, ja, es gibt auch Informatiker, die nicht Frauen verachten.)

      Alle Lebensbereiche dominieren: Ich mach’s mir mal einfach und zitiere aus Wikipedia zum Thema Scharia:
      “Die Schari’a ist für den Muslim der verbindliche Wegweiser, der den Menschen zu Gott, seiner Quelle, führen soll und „die Gesamtheit der auf die Handlungen des Menschen bezüglichen Vorschriften Allahs.“[1] „In der islamischen Kultur bezeichnet die Scharia das Gesetz in seiner weitesten Form, d. h. die Gesamtheit der religiösen, moralischen, sozialen und rechtlichen Normen, welche im Koran und der prophetischen Tradition beinhaltet sind.“ ”
      …
      “In der Türkei wurde die Schari’a mit der Verfassung vom 20. April 1924 unter Mustafa Kemal Atatürk abgeschafft.”
      …
      “In westlichen Industriestaaten sowie in sonstigen nicht islamisch geprägten Ländern der Welt kann die Schari’a – vermittelt über das jeweilige Internationale Privatrecht des Landes – Rechtswirkung entfalten. Allerdings findet die Geltung etwa in Deutschland ihre Grenzen im Ordre public: so werden Normen, die mit rechtlichen Grundvorstellungen unvereinbar sind, nicht angewendet. In Großbritannien wird die Schari’a nicht von den staatlichen Gerichten angewendet, allerdings gibt es in bestimmten Fällen religiöse Schiedsgerichte, die auf freiwilliger Basis von den Parteien angerufen werden können. Dabei kommt die Schari’a zur Anwendung, soweit sie nicht gegen Common Law verstößt.”
      …
      “In den Niederlanden ist die Diskussion über die Einführung der Schari’a in vollem Gange, nachdem der damalige niederländische Justizminister Piet Hein Donner, ein Christdemokrat, im September 2006 erklärte, er könne sich die Einführung der Schari’a in Holland gut vorstellen, wenn die Mehrheit der Wähler dafür wäre.”
      …
      “Kritiker halten der Anwendung der Schari’a in westlichen Ländern entgegen, dass die Schari’a nicht mit der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte vereinbar sei. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg (ECHR) urteilte in mehreren Verfahren, dass die Scharia „inkompatibel mit den fundamentalen Prinzipien in der Demokratie“ sei.”

      Soweit Wikipedia. Dort kann man die Zitate im Zusammenhang lesen.

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 15:16 - Permalink

        Statt eigener Bemühungen beziehe ich mich sehr gern auf Lennard und das Geprickel im Bauchnabel. Ich bin zwar Vegetarier und esse keine Mettbrötchen und lasse Heringe jeder Farbe lieber im Wasser, aber alles andere passt prima – und freies Rauchzeugs für alle, für mehr “jeden nach seiner Facon glücklich werden lassen”!!!

      • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 15:19 - Permalink

        Die Einführung der Scharia als zweite Rechtsordnung die nicht gegen “common law” verstößt wäre wirklich interessant.
        Dazu auch aus Wikipedia:

        Es gibt Fatwas aus allen Bereichen des Lebens. Ehe-, Kauf-, Vertrags- und Strafrecht, sowie die Beziehungen zu der nichtmuslimischen Welt wird geregelt. Die Scharia darf aber nicht als kodifiziertes Recht verstanden werden, obwohl es auch Bemühungen zur Kodifizierungen gab. Wann immer deshalb von der „Einführung der Scharia“ als Rechtssystem gesprochen wird, handelt es sich nur um Teile der Scharia

        Wo jetzt die Probleme und Möglichkeiten in der Umsetzung liegen, müßten dann eine Gruppe aus Juristen, Soziologen…. klären und schließlich auch von der Bevölkerung getragen werden. Dadurch würde ein Dialog entstehen, bei dem alle Parteien partizipieren können und müssen.

        Eine teilweise Aufnahme der Scharia in deutsche Gesetzgebung wäre ein Schritt der mir völlig neu ist und die Diskussion in den Niederlanden habe ich auch nicht mitverfolgt ist aber spannende Zukunftsmusik.
        Die Aufnahme eines neuen Rechtssystems würde eine ganz neue Stufe der Anerkennung von gegenseitigen Interessen mit sich bringen.

      • carlos manoso schrieb am 9. September 2010 at 18:06 - Permalink

        @mathieu
        “Ich denke, man kann, wenn man die Aussagen über Frauen, gemäßigte wie extreme, von heutigen wie von früheren Gelehrten, zusammen nimmt, doch von einem Frauenbild sprechen, das der Islam verbreitet und das antiaufklärerisch und antiemanzipatorisch ist – selbst noch in den gemäßigten Aussagen.”
        Du hast da ein paar Sachen noch nicht richtig verarbeitet. Über die Stellung der Frau gibt es in allen Gesellschaften Debatten, Auseinandersetzungen etc. Innerhalb der Gesellschaften gibt es ein sehr breites Spektrum von Meinungen. In allen Gesellschaften, die “schristlich-jüdisch” geprägt sind wie auch in “muslimischen” Gesellschaften, nimmt der Einfluß des Fundamentalismus zu. Im Kern wird man kaum Unterschiede zwisc hen etwa evangelikalen Christen in Utah, orthodoxen Juden in Jerusalem oder Muslimbrüdern in Kairo in der Sicht auf die Frau erkennen! Die Unterschiede liegen nur darin, daß sie in unterschiedlichem Umfang die Politik ihrer staatlichen “Eliten” prägen.

        Ein Beispiel aus dem SPIEGEL:
        “Frauen müssen an den hinteren Türen einsteigen, sitzen dürfen sie nur im rückwärtigen Teil des Busses: Eine am vergangenen Donnerstag in Jerusalem eingerichtete Buslinie mit strikter Geschlechtertrennung hat den Zorn des Verkehrsministeriums provoziert. Säkulare Israelis schütteln nur den Kopf. (…)

        Die neue Linie, die vornehmlich das von ultraorthodoxen Juden bewohnte Stadtviertel mit der Klagemauer in der Altstadt verbindet, wurde von einer Privatfirma in Betrieb genommen. Der Auftrag kam vom “Rabbiner-Komittee für Transportfragen”: Die Religiösen halten es für sittenwidrig, wenn sich nicht verwandte Männer und Frauen im Bus nahekommen. (…)

        Auf weniger frequentierten Linien, die nicht durch das touristische Zentrum Jerusalems führen, hat sich Egged bereits vor Jahren darauf eingelassen, Sitzplätze im hinteren Teil der Busse für Frauen zu reservieren. Ob sie diese nutzten, blieb den weiblichen Fahrgästen jedoch selbst überlassen. Immer wieder kam es zu Zwischenfällen, bei denen Frauen, die es nicht hinnehmen wollten, in den hinteren Teil der Fahrzeuge verbannt zu werden, von religiösen Fanatikern beleidigt und angegriffen wurden. Bei den nun auf der Linie 2 verkehrenden Alternativ-Bussen ist Trennung obligatorisch – und die Fahrt gratis. (…)

        Die “Haredim” schotteten sich zunehmend vom Rest der Gesellschaft ab, unter anderem durch ein eigenes Bildungssystem. In sieben Jahren werde die Zahl der Schulkinder von 6 bis 14 Jahren in den ultraorthodoxen Jerusalemer Privatschulen dreimal höher sein als die der Kinder in staatlichen Schulen, so die “Haaretz”.
        http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,615024,00.html

        Frage, warum wird die Debatte über fundamentale Diskriminierungen von Frauen fast immer ausschließlich auf die Muslime, aber fast nie auf die jüdischen Orthodoxen oder die “christlichen” Evangelikalen gelenkt? Warum wird die Debatte über den Vormarsch der Fundamentalismen so durchsichtig einseitig geführt? Warum weiß niemand etwas von dem grossen wissenschaftlichen Kenntnísstand auf diesem Gebiet? Warum weiß niemand etwas von den Ergebnissen der Studien?

        • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 20:08 - Permalink

          fast immer ausschließlich auf die Muslime, aber fast nie auf die jüdischen Orthodoxen oder die “christlichen” Evangelikalen gelenkt

          Ist vll ne Machtfrage und könnte mit daran liegen, das wir lesen was wir lesen und wo wir lesen und leben.

    35. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 9. September 2010 at 15:26 - Permalink

      Ja, es gibt Unterschiede im islamischen Recht bzw. in seiner Auslegung, z.B. über die Größe der Steine, die bei Steinigungen zu verwenden sind.

    36. mathieu schrieb am 9. September 2010 at 15:27 - Permalink

      Spannend wäre in der Tat wie sich unser Rechtsstatus als “Harbis” (Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden.) dann gedeutet würde, wenn “Die Scharia (es) gebietet, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.” (Quelle Wikipedia)

      Klingt ganz lustig, oder?

      • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 15:30 - Permalink

        Recht auf Eigentum haben Arbeitslose in der kapitalistischen Religion auch nicht.

      • carlos manoso schrieb am 9. September 2010 at 17:26 - Permalink

        @mathieu

        Spannend wäre in der Tat wie sich unser Rechtsstatus als “Harbis” (Nicht-Muslime, die sich im Kriegszustand mit den Muslimen befinden.) dann gedeutet würde, wenn “Die Scharia (es) gebietet, diese Menschen zu töten. Frauen, Kinder und nicht am Kampf beteiligte Männer wie z.B. Mönche, sind jedoch gesondert geschützt. Rechte wie das Recht auf Eigentum haben Harbis nicht, so darf beispielsweise ihr Eigentum als Kriegsbeute genommen werden.” (Quelle Wikipedia)

        Es ist ganz einfach zu verstehen. Die an die “westliche Religion” glauben, sind die Gläubigen. Die nicht an die “westliche Religion” glauben, sind die Ungläubigen. Oder wie der heilige GW Busch sagte: Wer nicht für uns ist, ist gegen uns”. Mit diesen Rufe hatte der christliche Fundamentalist George Bush am 11. September 2001, dem ersten der von seinem US-Schattenreich ausgeführten Mega-Terroranschläge gegen uns alle, den “war on terror” ausgerufen, auch gegen uns alle.

        Mit diesem Kampfruf der “westlichen” Fundamentalterroristen wurden alle Menschen weltweit von den Staatsterroristen zu Terroristen erklärt, die nicht an die “westliche” Religion glauben, die Ungläubige sind. Ungläubige sind a) Inländer und Ausländer, die nicht an die Staatsterroristen glauben, und natürlich c) alle übrigen Ungläubigen, die Widerstand gegen den Staatsterrorismus leisten, leisten werden oder leisten könnten, Die Muslime wurden von den Staatsterroristen mit Hilfe ihres Staatsterroranschlags vom 11. September 2001, als Terroristen aufgebaut, damit die Gläubigen Angriffskriege gegen IRak und Afghanistherbeimanipulieren konnten, um Angst zu verbreiten iunter den Ungläubigen n Amerika, in Europa, in der Welt des Islam, um jeden Widerstand weltweit mittels manipulierter Angst zu brechen.

        Unerwartet beißen sich die Staatsterroristen in Washington, Berlin und in anderswo gerade ihre faulen Zähne aus am militärischen Widerstand der Ungläubigen in Afghanistan aus,. So wird wahr, was mal ein witwirkender Staatsterrorist in Berlin sagte: “Deutschlands Freiheit wird am Hindukusch verteidigt”. Wie recht der Mann doch hatte! Die Taliban verteidigen am Hindukusch unsere Freiheit in Deutschland!!! Unterstützen wir sie, wo es geht!!!

    37. mathieu schrieb am 9. September 2010 at 15:44 - Permalink

      Sagen wir mal so, der Unterschied wäre: Würdest du im Lotto gewinnen (ich weiß, auch ohne dich zu kennen, dass du nie Lotto spielst, trotzdem:) und ich wäre Moslem (du weißt sicher, auch ohne mich zu kennen, dass ich nie Moslem würde, trotzdem:), würde ich dich einfach umbringen und mir den Gewinn als Kriegsbeute unter den Nagel reißen. Als arbeitsloser Kapitalist (so nennt man doch die Anhänger dieser Religion?) würdest du deinen Status “arbeitslos” verlieren.

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 15:54 - Permalink

        …so langsam verstehe ich: demnächst schickt das Job-Center also einen Moslem, wenn ein Arbeitsloser im Lotto gewinnt???

        • Brixius schrieb am 9. September 2010 at 19:31 - Permalink

          Der Taliban vom Arbeitsamt :-D

    38. hartzler schrieb am 9. September 2010 at 15:53 - Permalink

      Ganz toll, während Carsten sich ne Krokodilsträne aus dem Knopfloch drückt, zeigst du, lieber mathieu, immer noch auf andere Menschen/Nationen.

      Du bleibst mir immer noch die Erklärung schuldig, was du selbst unter Aufklärung verstehst.

      • mathieu schrieb am 11. September 2010 at 10:31 - Permalink

        Wusste noch gar nicht, dass der Islam ein Mensch oder eine Nation ist.

    39. name schrieb am 9. September 2010 at 16:01 - Permalink

      Ist ja echt süss mal wieder hier, wenn ein paar hirnverbrannte rechte Schwachmaten mit Gott im Gepäck die super Soße predigen wollen, und das noch ganz schick frei nach wiki, und einem Zeitfaktor, über den man sich in Zeiten der größen Krise Verwertungskrise an Humankapital im real existierenden Kapitalismus niemand wundern braucht.

      Es ist halt genau die Zeit der Scharlane, die auch im religiös christlichen Gewand an allen Fronten mit rechten Obrigkeitskonzepten den Kampf um die Köpfe begonnen haben, und dabei von sich behaupten, sie wären nur Demokraten, die kulturell besorgt sein würden.

      Ich halte es da eher mit mit Alf und seiner Vorliebe für Katzen, als mit Gott und seinen Supertitten.

    40. Mockelpotze schrieb am 9. September 2010 at 16:18 - Permalink

      Öhm, hat einer das “Buch” gelesen und kann die Geburtenprämie für Akademiker bestätigen: http://www.rp-online.de/hps/client/opinio/public/pjsub/production_long.hbs?hxmain_object_id=PJSUB::ARTICLE::626271&hxmain_category=::pjsub::opinio::/politik___gesellschaft/deutschland/debatte
      …oder ist das eine Ente? Kann’s gerade gar nicht so richtig glauben, dass der 1A-Genetiker das ernsthaft schreibt? o.O

      • groo schrieb am 9. September 2010 at 16:33 - Permalink

        so stehts im Buch:

        Möglicherweise könnte hier ein fühlbarer Anreiz – quasi mit Fristsetzung – helfen. Es könnte beispielsweise bei abgeschlossenem Studium für jedes Kind, das vor Vollendung des 30. Lebensjahres der Mutter geboren wird, eine staatliche Prämie von 50 000 Euro ausgesetzt werden. Man könnte diese Altersgrenze auch für das erste, zweite und dritte Kind variieren. Mit der Prämie für zwei Kinder hätten die jungen Eltern – beispielsweise – das notwendige Eigenkapital für Wohneigentum. Eine Prämie wäre gar nicht mal teurer als das heutige Kindergeld. Das kostet nämlich, über 25 Jahre gezahlt, pro Kind 55 500 Euro.

        Kapitel 8

        Demografie und Bevölkerungspolitik
        Mehr Kinder von den Klugen, bevor es zu spät ist
        …
        Überlegungen zur Trendumkehr

        • Netti schrieb am 9. September 2010 at 16:48 - Permalink

          Oh Shit, das ist doch mal wieder diskriminierend! Warum nur bis 30? Ich bin noch gebährfähig, UND ich hab studiert, UND ich kann Hochdeutsch, UND ich könnte 50.000 Euro gebrauchen, unter anderem für die Ausbildung meiner voreilig zu früh geborenen Kinder! Oder bin ich jetzt nicht intelligent genug, weil ich ohne finanziellen Anreiz… furchtbar fruchtbar… oh Gott… oder oh Allah?

          P.S.: öhm, GEBÄRFÄHIG, also doch kein Hochdeutsch und oh Allah!

      • aquadraht schrieb am 9. September 2010 at 17:34 - Permalink

        @mockelpotze: auf piratebay findest Du den Schinken als Torrent von 68MB (PDF). Der Scan ist erstklassig, aber es sind nur PDF-embedded jpegs. Dass es gerade die Woche eine Razzia gegen Torrenttracker gab, liegt aber eher nicht an Sarrazin.

        a^2

        • groo schrieb am 9. September 2010 at 17:43 - Permalink

          gibts auch als ebook (Format epub) mit schlanken 1,5MB.
          Bitte selber suchen.
          Ist durchsuchbar, man kann Textstellen rauskopieren etc.
          Kann man immer im Firefox auflassen, wenn man grad nichts besseres zu tun hat. ;)

    41. Teja552 schrieb am 9. September 2010 at 16:40 - Permalink

      Ich denke mal so unmöglich ist das nicht mit einer neuen Partei rechts der Mitte, nur der “Führer” ist noch nicht ausgemacht, unzufriedene und Potenzial gibt es aber genug!

      Man wird das im Auge behalten müssen!

      • Lennard schrieb am 9. September 2010 at 17:21 - Permalink

        Die neue Partei (TM?) wird (imho) nicht kommen. Dafür haben dann die meisten doch nicht den Arsch in der Hose. Auf dem Sofa sitzen und mit knöchrigem Zeigefinger gegen Ausländer schimpfen können viele.
        Aber dann wirklich selber machen und politisch betätigen? Ne ne.

        Kann man manchmal schön an diversen Stammtischen beobachten. Da wird herzergreifend gewettert und geschimpft. Die Gesichter werden röter und die Gläser immer leerer. Alle paar Minuten wird dieses Ritual dann kurz unterbrochen mit einem schaufenden “Da muss man doch was tun…Da muss doch mal einer…Was der sagt hat doch…”

        Dann blickt man glasig in die Runde ob nicht doch endlich mal wer aufsteht und “was macht”. Und letztendlich wird schnell ein neues Bier bestellt und weiter schwadroniert, damit auch ja niemandem am Tisch auffällt, dass gerade niemand aufgestanden ist.

        Meine persönliche Vermutung ist: die rechten Parteien (CDU/CSU/FDP) werden weiter nach rechts rücken – ok sind sie ja schon, aber da is ja noch Platz. Frankreich machts gerade vor. Die Grünen werden in der Mitte stehenbleiben und den freiwerdenden Platz mit exorbitanten Luftblasen füllen. Und DIE LINKE – naja da bin ich mir nicht sicher ob die weiter nach links rutschen. Bei der diffusen Außenwirkung, die die gerade haben, können die überall hin rutschen -leider.

        mfG

    42. Netti schrieb am 9. September 2010 at 17:11 - Permalink

      Lieber Lennard, mir ist da noch was eingefallen: Dein Mettbrötchen gönne ich Dir ja, auch als Vegetarier, so viel Toleranz muss sein. Aber das mit dem Dönerverbrennen musst Du Dir noch mal gut überlegen. Ich meine, wenn ein Deutscher einen Döner verbrennt, also ein deutschstämmiger Deutscher, dann ist das doch irgendwie Nestbeschmutzung? Schließlich hat doch ein Deutscher den Döner erfunden, also ein türkischstämmiger Deutscher natürlich.

      Meine persönliche, rein philosophische, von jeglicher Sach- und Fatwakenntnis unbeleckte Interpretation ist die:

      Jeder türkische Türke in der Türkei isst sein Fleischspießgeschabsel vom Teller. Vorzugsweise zusammen mit seinen Kumpels. Tee und Rauchzeugs hinterher für solide Verdauung.

      Der optimal integrierte türkische Geschäftsmann deutscher Nation, also Deutschtürke oder türkischstämmige Deutsche hat jedoch krass schnell erkannt, dass deutsche Leistungs-, Bedenken- und Schicksalsträger (mit oder ohne krude Meinungen) für sowas keine Zeit haben. Folgerichtig und anpassungsbereit hat er eine kulturell kompatible Version des Fleischspießgeschabsels entwickelt: Mobil verzehrbar, flexibel (mit und ohne scharf) und teamfähig (auch ohne Knoblauchsauce). Wenn das kein Beweis für Integrationswillen und Kulturverständnis ist, weiß ich echt nicht, was der Sarrazin NOCH will? Blonde Perücken und blaue Iris-Transplantate?

      Also verbrenn doch lieber einen Halalburger! Denn wenn jetzt auch noch die Moslems anfangen, beim Essen zu laufen, dann ist zumindest die Ess-Kultur im Lande bald engültig untergegangen. Und dann gibt es Heringe nur noch als Nordseebrötchen.

      Liebe Grüße von Netti, und lass es Dir schmecken!

      @alle: wie unschwer erkennbar, habe ich jetzt fertig mit ernsthafter Diskussion. Es gibt eine Schmerzschwelle, jenseits derer geht nur noch (Galgen)humor.

      @mathieu: sag mal, gibts eigentlich Stein(igungs)humor?? Also das mit den Regeln für die verschieden großen Steine scheint mir doch ziemlich dicht dran?

      • Lennard schrieb am 9. September 2010 at 17:32 - Permalink

        Das “Lieber Lennard” ist auch noch groß geschrieben. *rotwerd* Oder du flunkerst gerade. :)

        Das mit dem Mettbrötchen war ein Scherz, ich esse generell kein rohes Fleisch – egal in welcher Zubereitung. Ich versuche generell wenig Fleisch zu essen. Aber ganz fleischlos gehts auch nicht. Vegetarischer Dürüm ist i.Ü. extremst lecker.

        Es gibt eine Schmerzschwelle, jenseits derer geht nur noch (Galgen)humor.

        Eben! Das Thema ist mir zu wichtig, um ständig jeder Nebelkerze (hier Islam/Religion) hinterherzurennen und sie auszublasen. Ist bei mir auch so eine Art Selbstschutzmechanismus. Weil rationale Kunstperlen vor Bioschweine zu werfen ist mir mittlerweile zu zeitraubend. Die armen Perlen. Den Erklärbär-Job haben hier auch andere. Quasi die Erklärgebärfähigen.
        SCNR

        Sanfte Grüße

        • Netti schrieb am 9. September 2010 at 18:16 - Permalink

          Oder du flunkerst gerade

          Vulkanier und Vegetarier lügen nie :-))

          Vegetarischer Dürüm ist i.Ü. extremst lecker

          gibts in meinem türkischen Bistro (noch) nicht, aber ich frag mal…

      • mathieu schrieb am 9. September 2010 at 21:19 - Permalink

        Auch wenn ich es nicht geschrieben habe: Steinigungshumor ist wohl neu. Bisher hieß das im Iran Galgenhumor.

    43. susi bibelmaus schrieb am 9. September 2010 at 17:13 - Permalink

      @ Netti oder besser „Messi“?

      Das Zweite wird wohl eher für ihre kognitiv septische Betriebsamkeit zutreffen.

      Ein „Wirrer linker“ Geist dessen grösste Furcht es ist sich einem freien Gegenüber konfrontiert zu sehen. Da kann man den Sudor so richtig beim treiben beiwohnen.

      Es muss furchterregend sein wenn einem der Umstand beikommt: „es gleite einem aus den Händen“ Na und eine der furchterregendsten, wirklich sehr schlimmen…, Phobien linkseditierter Pubertät wirkt sich steht´s im sich „auf den zu freien Lumpen stürzenden“ aus. Und deutlich: Messi – …mit geistigen Diarrhöe macht man sich für seine Umgebung zuordbar.

      Gruss Susi

      • Netti schrieb am 9. September 2010 at 17:24 - Permalink

        Ist es ein Paradoxon, wenn ein “Messi” Wert legt auf ordentliche Grammatik und nicht allzu sparsamen Umgang mit Satzzeichen zum Zwecke der größeren Übersichtlichkeit der (eventuell) gedachten Satzstruktur?

        Was um alles in der Welt ist “kognitiv septische Betriebsamkeit”?

        • Kalle schrieb am 9. September 2010 at 18:09 - Permalink

          kognitiv = guck nie tief. War Hans Guck-In-Die-Lufts Motto.
          septisch = Sieben. Ein Film über einen katholischen Mörder
          Betriebsamkeit = Calvinismus

          Zusammen ergibt sich die Definition Deutsch-Christlicher Leitkultur. Bibelmausi hält dich offensichtlich für ein Vorbild. Das solltest Du Dir nicht gefallen lassen.

          Oder ich habe das falsch interpretiert und süßemaus16 wollte darauf hinaus, dass deine Gedankengänge krank, entzündet, giftig und vielzählig sind. Das solltest Du Dir nicht gefallen lassen.

          War das jetzt Scheiterhaufenhumor?

          • Netti schrieb am 9. September 2010 at 18:32 - Permalink

            muhahaa! Bitte, bitte, kannst Du ein Fremdwörterbuch veröffentlichen? Das ist ja besser als “The Deeper Meaning of Liff” (von seiner Gnaden Douglas Adams und somit die summa-cum-laude-Stufe meiner nach unten offenen Bewertungsskala!)

            Vielzählige Gedankengänge lass ich gelten, ich komme oft selbst nicht nach beim Mitzählen.

            Krank, entzündet, giftig?

            Hey, ich geb’s ja zu: Ich bin krank und kann deshalb heute mal NICHT zu einer linken Demo gehen. Und ein fanatischer Sarrazin-Fan hat alle meine Bücher verbrannt. Deshalb bleibt mir kein anderer Zeitvertreib als bebildete inländische Mitbürger mit meinem sehr-spät-post-pubertären Trotzphasen-Exsudat zu traktieren. Wenn Susi das jetzt nicht versteht, kannst Du’s ihr ja erkären!!

            • Kalle schrieb am 10. September 2010 at 12:45 - Permalink

              Naja, heute habe ich keine Medikamente geschluckt und ohne Schmerzmittel lässt sich nicht gut Französisch sprechen, aber ich kann’s ja versuchen:
              inländische Mitbürger = Verzweifelter Versuch eines Weltbürgers inländische von ausländischen Mitbürgern zu unterscheiden. Alternativ kann es auch als “Nicht-Kanacke” bzw. nach Sarraazin “Inhaber eines deutschen Mitläufer-Gens” gelesen werden.

              sehr-spät-post-pubertär = Zustandsbeschreibung der Post nach der Privatisierung.

              Trotzphasen-Exsudant = entweder eine Kompression von “lieber trotzige Haasen als Ex-Soldaten” oder eine Phasentrennung von Nasenschleim und Auswurf.

              traktieren = mit einem Traktor überfahren.

              Zusammen würde ich das lesen als: Du bist krank, hast nichts zu lesen und wartest seit der Pubertät auf einen Brief, also bleibt dir kein anderer Zeitvertreib als deutsch Deutsche mit einem Traktor, der wahlweise auf Rotze oder auf Erbrochenem läuft, zu überfahren.

              Das kann ich ja nachvollziehen, aber warum so kompliziert formulieren? ;)

    44. Carsten Penkella (Sarrazyniker) schrieb am 9. September 2010 at 18:24 - Permalink

      Darf ich mein Sarrazin-Buch (öffentlich) verbrennen? Oder will es jemand für 100 Dollar kaufen?

      • Fyyff schrieb am 9. September 2010 at 19:07 - Permalink

        Du kannst mit deinem Eigentum machen was du willst. Probleme sollte damit keiner haben, schließlich ist Sarrassismus NOCH keine Religion.

        Wobei das Preisleistungsverhältnis für das bißchen Feuer echt mies ist. Für die 23Euro das Buches bekommst du knapp 10 Liter von diesem Zeug, da hast du mehr von.

    45. Benjamin schrieb am 9. September 2010 at 20:47 - Permalink

      Egal ob Religion, Gesinnung oder Farbe des Trainingsanzuges…
      Dahinter steckt der Mensch. Und der ist Mitläufer und ändert sich auch nicht.

      Deswegen ist das ganze “links” vs. “rechts”, “Ost” vs. “West”, “Freiheit” vs. “Islam” etc. auch alles nur Gelaber. Ständig wechselnde beliebige Zweckbündnisse und Umlackierungen sind langsam echt öde.
      Bsp. bin Laden; gestern CIA-Mann, heute Buhmann.

      Wenn wir hier die selben materiellen Verhältnisse hätten wie im Sandkasten der Amis, dann würde bei uns auch das wahre Gesicht des Menschen zutage gefördert; Flaggen würden brennen, Nacken würden wieder ausrasiert und Nagelschuhe wieder marschieren.

      Deswegen bin ich Misanthrop. Versuche aber halbwegs mit meinen Mitmenschen klarzukommen und nicht zu sehr zu stressen.
      Naja…

      • Schweigsam schrieb am 9. September 2010 at 23:57 - Permalink

        Deswegen bin ich Misanthrop.

        Ja es gibt für mich auch Anlässe zu einem Misanthrop zu werden.
        Off-Topic/
        Heute las ich bei PETA wieder was über Tierquälerei in einen amerikanischen Tierversuchslabor (PLRS) was mich tief erschütterte.
        Vielleicht müssen wir erkennen das wir schlecht sind um besseres zu sein?

        • Groo schrieb am 10. September 2010 at 23:36 - Permalink

          @benjamin &schweigsam

          Deswegen bin ich Misanthrop. Versuche aber halbwegs mit meinen Mitmenschen klarzukommen und nicht zu sehr zu stressen.

          Vielleicht müssen wir erkennen das wir schlecht sind um besseres zu sein?

          Ihr überseht da was!

          Nicht, dass ich jetzt als grosser Guru auftreten möchte–das liegt mir sowas von fern– aber das stimmt einfach nicht!
          Eure Kapitulationserklärung!

          Ich komm darauf zurück!

    46. Oberwespe schrieb am 9. September 2010 at 21:35 - Permalink

      @ Benjamin: Besser hätte ich es nicht schreiben können. Zustimmung und Vote.

    47. susi bibelmaus schrieb am 9. September 2010 at 23:31 - Permalink

      Ist schon komisch. Einerseits soll ein „böser Christ“ ein noch böseres Buch nicht schände, weil der sonst wirklich noch mehr böse Sachen tun wird, und im gleichen Frame der Nachrichtenbreiträge nur Sekunden weiter – liebe islamische Mitbürger welche brüllend schreiend wild um sich schlagend taumelnd – ja man könnte fasst meinen – geradezu drohend! so wirklich richtig furchterregend erbost und vor laute „Entsetzlichkeit“ eine wunderschöne neue Fahne aus Amerika verbrennen?

      Hab ich da als Mausi was Falsches in die Bilder hinein interpretiert? Helft Mir…

      • Brixius schrieb am 10. September 2010 at 00:10 - Permalink

        Alles ist bunt,niemand nur böse und
        niemand nur gut. Es ist recht banal.
        Ich mag auch die Sternchen auf der Ami Flagge, wenn sie nicht so symbolträchtig wäre könnte sie wirklich wunderschön sein.

        Hilfe?
        Einen guten Morgen Dauerlauf und dann zum nächsten Bauern fahren und beim Ausmisten helfen. Dann sind dir die verrückten Kinder und Buchkaputten fürn Moment egal.

      • Fyyff schrieb am 10. September 2010 at 15:11 - Permalink

        Die anderen benehmen sich wie unzivilisierte Arschgeigen – das wollen wir auch dürfen.
        Die anderen steinigen Leute – das wollen wir auch dürfen.
        Die anderen verbrennen Sachen – das wollen wir auch dürfen.

        *Gähn*

        Ich hab noch nie verstanden warum “aber die machen das auch” eine gute Begründung dafür sein soll sich selbst wie ein Idiot aufzuführen.

        PS: Nicht Heinrich Heine vergessen, liebe Möchtegern-Koranverbrenner. Der schrieb schon 1821 was über euch (und ja, da gings tatsächlich um eine Koranverbrennung). “Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

    48. Berggeist1963 schrieb am 10. September 2010 at 10:07 - Permalink

      Also habe ich jetzt irgendwas falsch verstanden? Ich dachte, es ginge hier um die “Parteienlandschaft” und nicht um Glauben, “gute” und “böse” Religionen usw. Könnte ja dann mal zur Diskussion stellen, ob die katholische oder die evangelische Kirche mehr Menschenleben auf dem Gewissen hat. Ist aber nicht das Thema hier, also lassen wir es auch. Nur noch ein Zitat zur Auflockerung von Linus in einer “Peanuts”-Folge: “Es gibt drei Dinge, über die man mit den Menschen nicht diskutieren kann: Politik, Religion und den Grossen Kürbis!”
      In diesem Sinne: Schönes Wochenende für alle Gläubigen und Ungläubigen!

    49. Kalle schrieb am 10. September 2010 at 14:09 - Permalink

      Btw: Jetzt wo die Steinbach schmollt und “hingeschnissen” hat, kann ich zum ersten Mal nachvollziehen, dass sich einige von der CDU abspalten und eine neue rechte Partei bilden könnten. Dass die dann tatsächlich über 5% kommen, kann ich mir trotzdem nicht vorstellen.

    50. Lennard schrieb am 10. September 2010 at 14:41 - Permalink

      Aus aktuellem Anlass:

      Habe gerade im Radio des Firmenautos in den Nachrichten vernommen, dass René Stadtkewitz eine neue Partei gründen will. (oder schon gegründet hat? kann es leider nicht genau wiedergeben)

      Der Name war irgendwas mit “Freiheit”.

      Edit: “Die Freiheit” war der Name. Gründen will er die Partei bis zum Ende des Jahres mit 2 Mitstreitern

    51. Emmy schrieb am 10. September 2010 at 16:34 - Permalink

      Da haben wir´s ja, es wächst zusammen, was zusammen gehört:

      http://www.berlinonline.de/aktuelles/berlin/detail_ddp_1284111000.php
      http://www.diefreiheit.org/
      http://aaron-koenig.blogspot.com/

      Fehlt nur noch der Herr Sarrazin:
      http://www.spreeblick.com/2010/09/10/vreitagsvers-der-siebzehnte/

    52. Hans schrieb am 10. September 2010 at 19:12 - Permalink

      Und es hat Plopp gemacht: “Die Freiheit”

      • Groo schrieb am 10. September 2010 at 20:55 - Permalink

        oioioi,

        Am 10. September 2010 wurde in Berlin “Die Freiheit” durch den ehemaligen CDU Abgeordneten René Stadtkewitz gegründet.

        Ziele und Parteiprogramm

        Dem offiziellen Parteiprogramm[1] zufolge, will sich die Partei für ein Höchstmaß an Freiheiten einsetzen. Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass Freiheiten für jeden Menschen, unabhängig von Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht oder sexueller Orientierung gelten müssen. Konkret angesprochen wurden die Meinungsfreiheit, die Freiheit der Presse, die Versammlungsfreiheit, die Freiheit vor Kriminalität und Gewalt, die Freiheit der Partnerwahl und die Religionsfreiheit.

        http://de.knolib.com/a/Die_Freiheit_(Partei)

        Den Kerl kenne ich als Südlicht überhaupt nicht.
        Bis aufs Fettgedruckte betet er das Grundgesetz nach, will also neue Schwerpunkte setzen, weil die Suppe ja sonst zu dünn wäre.
        Das Fettgedruckte ist eine verquaste Formulierung des ‘Rechts auf körperliche (und nebenbei: geistige) Unversehrtheit’ was ein Teil der UN-Menschenrechtscharta ist.

        Was will er also sagen?

        Wenn ich mir das aber so anschaue:

        Stadtkewitz und die Berliner CDU erklärten eine gemeinsame Erklärung der Abgeordnetenhausfraktionen, die die „islamfeindliche Propaganda“ im Umfeld der Moschee-Proteste nach einem Brandanschlag auf die Baustelle der Moschee verurteilte.

        (sch… wikipedia-Deutsch)

        Er beteiligte sich an mehreren Demonstrationen gegen den geplanten Moscheebau. Auf der Abschlusskundgebung der Demonstration am 11. Juli 2007 hielt er eine Rede, in der er den Islam als Politik-Religion und als in „Europa nicht integrierbar“ bezeichnete.

        http://de.wikipedia.org/wiki/Ren%C3%A9_Stadtkewitz

        Die Freiheit, die ER meint, wird sich ja bald zeigen.
        FDP mit Rechtsdrall für die niederen Stände, würde ich mal vermuten.

        Wenn das so stimmt, würde ich sagen, dass der Gutste an einer mehr oder weniger milden Form von Schizophrenie zu leiden scheint.

        Aber das prädestiniert ja heute für höchste Ämter.

        Warten wir erstmal auf die Namen der zwei Mitstreiter.

        Glaube nicht, dass da was ‘Hochkarätiges’ dabei ist.

        • Wandschrank schrieb am 10. September 2010 at 20:59 - Permalink

          @Groo

          Die Freiheit, die ER meint, wird sich ja bald zeigen.
          FDP mit Rechtsdrall, würde ich mal vermuten.

          Du als Bayer kennst doch sicher die ausgezeichnete Definition von “Freiheit” neoliberaler Ausrichtung durch Gerhard Polt:

          http://www.youtube.com/watch?v=HQs9ReCEUM0

          • Groo schrieb am 10. September 2010 at 21:13 - Permalink

            Haha!

            Sorry, ich hab da noch was editiert:
            …
            FDP mit Rechtsdrall für die niederen Stände, würde ich mal vermuten.
            …

            So passts besser.

            Die ‘oberen’ FDP-Stände habe den ja sowieso schon.
            Es muss zusammengeführt werden, was zusammengehört!

            Das ist wohl die Idee.

    53. Limited schrieb am 13. September 2010 at 17:20 - Permalink

      Zu den Unterstützern von die Freiheit gibt es eine nette Sidestory:

      http://www.pro-nrw.net/?p=2531

      Stefan Herre und die Prolinge haben sich nicht mehr lieb.

      Irgendwie bin ich jetzt aber ganz arg betroffen ;-)

      • Lennard schrieb am 13. September 2010 at 17:42 - Permalink

        Was meinst Du, wie sich unsere Aktiven fühlen, die jahrelang für PI eingetreten sind und nun auf eine Stufe mit Demokratiefeinden gestellt werden?

        ROFL

        Wenn man’s nicht selber liest…Das ist so unfassbar göttlich. Ein einziger Heulsusenbrief. Danke für den Link.


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