The Three Stooges
geschrieben am 13. September 2010 von Spiegelfechter
Wer anlässlich der Sarrazin-Debatte nun das „große Schisma“ am konservativen Rand befürchtet hat, kann sich beruhigt zurücklehnen. Die groß angekündigte Gründung einer neuen Partei am rechten Rand rund um den ehemaligen CDU-Rechtsaussen René Stadtkewitz hat bestenfalls das Zeug zu einer weiteren rechten Splitterpartei weit jenseits der Fünf-Prozent-Hürde. Statt charismatischer Volkstribunen holte sich Stadtkewitz mit dem ehemaligen Lehrer Marc Doll und dem Internetunternehmer Stefan Koenig, der sich aus nicht ersichtlichen Gründen „Aaron“ nennt, zwei drittklassige Hobbydemagogen ins Boot. Ihre neue Drei-Mann-Partei „DIE FREIHEIT“ versucht sich als politischer Aggregator des rechten Internetblogs „Politically Incorrect“ (PI), distanziert sich jedoch gleichzeitig krampfhaft von der politischen Rechten. Ob die Partei mit einer diffusen Mischung aus proisraelischer NeoCon-Rhetorik, Islamophobie, verklemmter Spießbürgerlichkeit und libertärer Wirtschaftspolitik auch abseits der einschlägig bekannten Rechtsaußen- und Verschwörungstheoretiker-Blogs Stimmen einsammeln kann, darf jedoch getrost bezweifelt werden.
René Stadtkewitz – der kleinbürgerliche Spaltpilz ohne Charisma
René Stadtkewitz ist der Kopf der neuen Partei und alleine dieser Umstand sagt bereits mehr über „DIE FREIHEIT“ aus, als es der Partei recht sein kann. Der gelernte Metallurge taugt weder als Volkstribun noch als Theoretiker einer politischen Bewegung. Er ist eher die typische Inkarnation des Berliner Kleinbürgers – grau, uncharismatisch, eher schlicht gestrickt. Würde man einen Werbeprofi fragen, welches Produkt man mit seinem Gesicht vermarkten könnte, so käme dabei wohl am ehesten ein traditionsorientierter Baumarkt in Frage. Wenn Stadtkewitz sich darüber echauffiert, dass es in der heutigen CDU keinen Platz für Menschen wie ihn gibt, so ist das durchaus überzeugend. Eigentlich ist die CDU für Menschen wie Stadtkewitz erfunden worden. Für Law-and-Order-Blockwarte scheint jedoch in Angela Merkels CDU des Jahres 2010 kein mehr Platz zu sein – jedenfalls dann nicht, wenn man zu offen mit den Schmuddelkindern flirtet und dann auch noch das Wahlvolk gegen die offizielle Parteilinie in Stellung bringt. Stadtkewitz´ Parteiaustritt im November letzten Jahres und der Ausschluss aus der CDU-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus waren logische Folgen seines privaten Engagements in politischen Gruppierungen, mit denen die CDU lieber nicht in einem Atemzug genannt werden will.
Stadtkewitz ist nämlich nicht nur ehemaliges CDU-Mitglied, sondern auch stellvertretender Bundesvorsitzender der „Bürgerbewegung Pax Europa“ (BPE). Die BPE tritt offen fremdenfeindlich auf, steht diversen europäischen Rechtsparteien nahe und nutzt dabei xenophobe Stereotypen als politisches Kampfmittel. BPE gilt als politischer Arm des rechtspopulistischen Internetblogs „Politically Incorrect“, der wiederum als Hauspostille der BPE fungiert. Man plant gemeinsame Veranstaltungen, PI berichtet in trauter Stetigkeit von den Aktivitäten der BPE und veröffentlicht „exklusiv“ Interviews mit den Köpfen der Bewegung. Keine Frage, PI-Gründer Stefan Herre und BPE-Sprachrohr René Stadtkewitz können gut miteinander. Zusammen organisierte man bereits im April eine „Solidaritätsdemonstration“ für den niederländischen Rechtspopulisten Geert Wilders. Auch die Veranstaltung am 2. Oktober dieses Jahres, auf der Geert Wilders sprechen soll, wird von Herre und Stadtkewitz gemeinsam organisiert. Diese Veranstaltung war auch der Grund, warum Stadtkewitz aus der Fraktionsgemeinschaft mit der CDU ausgeschlossen wurde.

Neuer politischer Arm von PI
Für Beobachter der rechten Szene ist diese Partnerschaft, die nun durch die Gründung der Partei „DIE FREIHEIT“ zementiert wurde, keine große Überraschung. PI sympathisierte lange Zeit offen mit der rechtsextremen „Pro-Bewegung“, die mittlerweile vom Verfassungsschutz beobachtet wird. Das rechte Spektrum ist jedoch heterogen und findet nur bei wenigen Themen, wie beispielsweise dem Fremdenhass, einen gemeinsamen Nenner. Ansonsten ist man sich spinnefeind – die Republikaner halten die NPD für „sozialistisch”, die NPD sympathisiert (alleine schon wegen des gemeinsamen Antisemitismus) mit den Arabern und dem iranischen Präsidenten Ahmadinedschad, während die diversen rechts-libertären und antideutschen Gruppierungen zionistisch sind und sowohl den Palästinensern als auch der theokratischen Elite Irans am liebsten den Krieg erklären würden. Während sie sich – aufgrund der neokonservativen Politik Bushs – auch mit den USA solidarisieren, hassen die „Altrechten“ die Amerikaner wie die Pest.
Am deutlichsten wird die Heterogenität im rechten Spektrum beim „Flaggenstreit“: Während die „Altrechten“ rund um die NPD und die DVU am liebsten die Reichskriegsflagge hissen würden, bevorzugen die bürgerlichen, patriotischen Rechten rund um Republikaner und Pro-Bewegungen die schwarz-rot-goldene Flagge. Beides wird bei den „neuen Rechten“ rund um PI und BPE nicht gerne gesehen, dort flaggt man lieber „Stars and Stripes“ oder den „Davidstern“. Dies sorgt im rechten Lager natürlich für Verwirrung – so wurde beispielsweise einem Demonstranten auf der von PI und BPE organisierten „Solidaritätsdemo für Geert Wilders“ untersagt, seine preussische Flagge (schwarz-weiß-schwarz mit Adler) an der Rednertribüne aufzuhängen – auch schwarz-rot-goldene Flaggen suchte man vergebens, dafür waren sowohl die israelische als auch die amerikanische Flagge allgegenwärtig.

Der deutsche Kleinbürger hisst allerdings schwarz-rot-gold, ist Patriot und hat für die seltsamen Befindlichkeiten der Aktivisten rund um PI und BPE kein Verständnis. Die Möglichkeit einer „gemeinsamen Rechten“ haben PI und BPE jedoch bereits ausgeschlossen. Wer Mitglied der neuen Partei „DIE FREIHEIT“ werden will, muss sich nicht nur zum Grundgesetz bekennen, sondern auch unterschreiben, dass er kein Mitglied einer rechten Partei ist und einer solchen Partei auch nicht nahesteht. Gründungsvater Koenig kündigte sogar an, die Namen der Aufnahmewilligen zu „googlen“, um eine strenge Abgrenzung zu den anderen rechten Parteien zu erreichen. Dies verwundert um so mehr, wenn man bedenkt, dass René Stadtkewitz – nach Informationen rechter Medien – bis zuletzt versucht haben soll, Funktionäre der Pro-Bewegung mit ins Boot zu holen. In den anderen rechten Parteien und deren Sympathisantenumfeld schreit man nun Zeter und Mordio und bezeichnet Stadtkewitz und Co. als Spaltpilze, die der „gemeinsamen Sache“ mehr schaden als nützen.
Marc Doll – der PI-Autor mit großem Mundwerk
Der zweite Mann im Boot der neuen Rechtspartei ist ein kleines Licht, das außerhalb der PI-Szene kaum bekannt ist. Marc Doll ist zarte 33 Jahre alt und hat bis vor kurzem als Lehrer an einer Privatschule gearbeitet. Momentan macht er sich nach eigenen Angaben selbstständig – was auch immer das heißen soll. Politisch war er bis letzte Woche im Berliner CDU-Ortsverband „Bernauer Strasse“ als Schriftführer tätig. Zusätzlich leitete er in seinem Ortsverband auch noch den Gesprächskreis Sicherheit, was ihn in den Augen seiner neuen Partei bereits zum „CDU-Sicherheitspolitiker“ macht.
Außerhalb der CDU trat Doll vor allem als Redner bei rechtslastigen Veranstaltungen auf. Mal erklärte er ultrarechten Burschenschaften die Probleme mit dem Islam, mal trat er auf Veranstaltungen wie der Geert-Wilders-Solidaritätsdemonstration vor 150 Menschen auf, um sich über die „Bundesaussenministerin“ lustig zu machen und sich fast im gleichen Atemzug über die Homophobie türkischer Jugendlicher aufzuregen. Mit seinem Mentor Stadtkewitz teilt Doll die Sympathie für das PI-Blog. Er schreibt nicht nur als regelmäßiger Gastautor für das rechtspopulistische Medium, sondern lässt sich von PI auch auf seinen Vorträgen begleiten und benutzt das Blog als persönliches Sprachrohr für seine Presseerklärungen.
Stefan „Aaron“ Koenig – der braune Pirat und Hayek-Fan
Nicht ganz ins Bild der neuen Partei passt das dritte Gründungsmitglied: Stefan „Aaron“ Koenig ist bekennender Libertärer mit ausgeprägten pawlowschen Geiferreflexen, wenn es um das Thema „Islam“ geht. Früher war Koenig einmal im Bundesvorstand der Piraten. Als jedoch offenbar wurde, dass der Piraten-Hype nur kurz währt und einige Parteimitglieder Kritik an seinen rechten Positionen zum Thema Iran (Bombardieren!) und Moscheen (Verbieten!) nahmen, nahm Koenig den Hut und arbeitete fortan an der Gründung einer neuen Partei. Der Name „DIE FREIHEIT“ stammt von Koenig, bereits im Mai gründete er kurz nach seinem Austritt bei den Piraten die Internetseite die-freiheit.net, die künftig als Diskussionsplattform der neuen Partei fungieren soll. Koenig ist somit der eigentliche Gründungsvater der Partei – wie lange er bereits mit Stadtkewitz und PI in näheren Verhandlungen steht, ist unbekannt.
Koenig, Stadtkewitz und Doll haben zwar bei den Themen „Integration und Islam“ einen gemeinsamen Nenner, auf anderen Themenfeldern wirken sie jedoch eher wie bunte Vögel, die ihre extremistischen Positionen nur schwer unter ein gemeinsames Parteidach bringen können. Koenig sieht sich selbst als Libertären und nennt Ludwig von Mises und Friedrich August von Hayek seine wirtschaftspolitischen Vorbilder. Libertarismus ist die Steigerungsform des Neoliberalismus und ist damit eigentlich nicht kompatibel zum typischen Berliner Kleinbürger, der sich von der neuen Rechtspartei ansonsten angesprochen fühlen soll.
Richtungsstreitigkeiten sind da bereits vorprogrammiert. Wie lange Koenig sich im „Glanz“ der Sarrazin-Debatte sonnen kann, wird die Zeit zeigen. Mit den Law-and-Order-Kleinbürgern Stadtkewitz und Doll ist sein Vulgärlibertarismus jedenfalls inkompatibel. Sollte „DIE FREIHEIT“ im nächsten Jahr bei den Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus scheitern, wird sie wahrscheinlich bereits an dieser Nagelprobe zerbrechen. Von der Gründung einer bundesweiten Partei, die Stadtkewitz vorschwebt, ist diese Drei-Mann-Ein-Thema-Partei ohnehin meilenweit entfernt. Ihr großer PR-Scoop wird am 2. Oktober stattfinden. Falls die Medien die für diesen Termin geplante Geert-Wilders-Veranstaltung ausführlich covern, wird die neue Partei in aller Munde sein, übergehen die Medien die Veranstaltung, wird auch „DIE FREIHEIT“ in die Marginalität absinken, wie so viele rechte Splitterparteien vor ihr. Diverse „Bündnisse gegen Rechts“ und aufgekratzte „Antifa-Kiddies“ werden Stadtkewitz und Co. allerdings sicher gerne bei der PR-Arbeit helfen.
Vereinigung aller Irren und Spinner
Die meisten Parteienforscher und Beobachter sind sich in einem Punkt einig – das große Potential am rechten Rand des politischen Spektrums kann nur dann abgerufen werden, wenn eine neue Partei altbekannte Gesichter ins Boot holen kann, die von den Medien als seriös angesehen werden. Genau an diesem Punkt scheitert „DIE FREIHEIT“ jedoch auf ganzer Linie. Mit Doll und Koenig kann man zwar rechte Blogs bespaßen, den Weg in die klassischen Medien wird man mit diesen Schmalspurpopulisten jedoch nicht finden. Ohne seriöse Gesichter bleibt eine solche Partei jedoch das, was Thilo Sarrazin jüngst als „Vereinigung aller Irren und Spinner“ bezeichnete.
Ich werde nie mehr aktiver Politiker sein. Diese Phase ist in meinem Leben abgeschlossen (…) Alle Parteigründungen bei uns sind gescheitert – außer den Grünen – weil in einer neuen Partei kommt erst mal die Vereinigung aller Irren und Spinner zusammen.
Das Vakuum am rechten Rand ließe sich wahrscheinlich am ehesten mit einer konservativen Bürgerbewegung schließen, die „die guten alten Werte“, angereichert mit einer Portion Fremdenfeindlichkeit, Islamophobie, Patriotismus und deutscher Leitkultur darreicht. Stadtkewitz, Doll und Koenig sind allerdings keine klassischen Rechten, die an Führer, Volk und Vaterland appellieren. „Illustre“ Personen am völkisch-nationalen Rand werden sie daher auch kaum für ihre Partei begeistern können. Erika Steinbach passt nun einmal nur schlecht unter „Stars and Stripes“ oder den „Davidstern“. Auch andere „Celebrities“ am rechten Rand, wie beispielsweise Eva Herman, sind mit Stadtkewitz und Co. nicht unbedingt kompatibel. Natürlich, es gibt auch noch Hans-Peter Raddatz, Karl Albrecht Schachtschneider oder Udo Ulfkotte, die im PI-Umfeld sehr populär sind und als Parteimitglieder in Frage kommen. Aber wer außerhalb des Internets kennt Raddatz, Schachtschneider und Ulfkotte? Es gibt zum Glück auch kaum einen Zweifel, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.
Jens Berger


Dazu möchte ich doch noch mal auf die Stellungnahme der Prolinge zu dieser Sache hinweisen:
http://www.pro-nrw.net/?p=2531
Vielleicht kann man davon ja noch was als Ergänzung einbauen.
Ich bin im übrigen furchtbar betroffen, dass sich PI-News, Stefan Herre und die Prolinge nicht mehr lieb haben. Schnüff, eine großartige Beziehung findet ihr Ende.
Ja, mir rinnt gerade eben auch eine Träne durchs Knopfloch *schnäuz*
Ich hatte den Text im Rahmen der Recherche schon gelesen – ich habe heute eigentlich nur “rechte Seiten” gelesen ;-)
Auf den offenen Brief wollte ich auch gerade hinweisen. Herres verschmähte Liebschaft weint bittere Tränen. Köstlich!
Das ist ja interessant.
Ich dachte der Herre wäre gar nicht derjenige der hinter PI steht.
Hier klingt das eher so als ob er nicht nur hinter PI stehen würde sondern auch noch auf irgendwelchen Events damit auftritt.
Der PRO Beitrag liest sich als wäre da ein Kind von seinen Eltern zurückgelassen worden und würde nun bitterlich weinen.
Das ist ja mal eine wirklich traurige Truppe.
Ich weiß nicht, woher diese häufig geäußerte Vermutung kommt. Nach meinen Informationen hat Herre zwar offenbar die alltägliche Arbeit deligiert, steht aber als eine Art Herausgeber immer noch für die “publizistischen Linien” von PI. Die politische Arbeit erledigt er jedenfalls weiterhin als “Chef”.
http://web.archive.org/web/20080731061647/http://www.pi-news.net/ueber-pi/
Das ist besser.
na ja, das hat wohl eher etwas mit den rechtlichen Aspekten zu tun. So lange der “V. i. S. d. P.” nicht zu ermitteln ist, gestaltet sich auch eine straf- oder zivilrechtliche Klage schwer. Herre behauptet auch immer wieder, dass er PI ehrenamtlich betreibt. Da möchte ich ja mal wissen, was mit den üppigen Werbe- und Spendeneinnahmen passiert. Ich glaube ihm jedenfalls nicht weiter, als ich ihn werfen kann – und ich bin kein Sportlehrer ;-)
Wie, du warst auch auf dem Blog von Jörg Lau?
ja, aber den würde ich kaum als “rechts” bezeichnen
Grundsätzlich stimme ich zu, wenn ich auch in einigen Punkten Zweifel habe.
Was unterscheidet Sarrazin im Aussehen und in der Qualität der Aussagen von Stadtkewitz?
Nicht immer haben die so genannten Marketingstrategen recht.
Es kommt leider nicht auf das Aussehen und die Aussagen an.
Sarrazins wird millionenfach akzeptiert und in den Medien hoch und runter gehandelt.
“Wiederhole eine Lüge nur oft genug und sie wird als Wahrheit betrachtet”.
Wer steht wirklich hinter Stadtkewitz+Co? Er wird durch die politischen Entscheidung dieser Regierung stark gemacht.
Welcher aufgeklärte Mensch hätte den lächerlichen Hitler gewählt?
Er hatte sehr reiche Gönner.
Lächerlich machen reicht allein nicht.
Die Herren sind durch Bücher, Vorträge, Rundfunk, Fernsehen sehr wohl weit bekannt.
Hier bist Du scheinbar nicht richtig informiert. Du schätzt die Gefahr m.M. nach nicht richtig ein.
na ja, noch sehe ich keinen einzigen Unterstützer “hinter” der Stadtkewitz-Partei. Solange sich das nicht ändern sollte, halte ich auch überhaupt nichts von der typischen Netz-Hysterie und mache mich lieber lustig.
Dieses hatten auch einige gedacht, es langt Hitler lächerlich zu machen.
Das Ergebnis kennt jeder.
1. Ich würde unsere kleinen Hobby-Politiker keinesfalls mit Hitler vergleichen. Der Vergleich hinkt an so ziemlich allen Ecken.
2. Wurde sich denn über Hitler lustig gemacht? Ich wüßte nicht. Vielleicht wäre Hitler zu verhindern gewesen, wenn man mehr über ihn gelacht hätte. Gründe dafür gab es ja mehr als genug.
Was ist der Unterschied zwischen einem Hobby-Politiker und einem verhinderten Kunstmaler?
Ich möchte dieses Thema ungern im Kommentarbereich diskutieren, da Du a) eine ordentliche Antwort verdienst, ich aber b) gerade eben keine Zeit habe, eine solche Antwort zu schreiben. Tut mir leid.
Man hat Hitler leider gar zu lange nicht ernst genommen :-( Hohn und Spott gab es reichlich, selbst noch im “Dritten Reich”, aber aber derlei prallt an derart humor- wie fühllosen Menschen einfach ab und verstärkt ihre Wut.
@Frank
Genau das ging mir auch durch den Kopf.
Sarrazins Elaborat haben die BILD und Spöggl in die Bestseller-Liste gehievt. Klappt es mit dem Trottel nicht, so wird der Nächste promotet bis es endlich klappt, die beste Wachstumsmassnahme in Gang zu setzen.
@Jens
Äh, wie jetzt? Ich bin verwirrt. Habe ich doch glatt gedacht, den Persönchen Bärtchen zu malen hätte genau diese Intention. So kann man sich täuschen ;-)
Die Jungs warten auf ihren Erweckungstag, sobald der verrückte Geerd nach Berlin kommt. In einem Hobbyforum versuche ich seit Tagen, leider ohne jeden Erfolg, einen rechtslibertären Islamhasser zum Eintritt in “Die Freiheit” zu bewegen. Am Anfang dachte ich, das müsse ein Leichtes sein, weil der Herr zusätzlich ein echter Fan von Stefan König ist. Aber weit gefehlt! Ich habe ihm sogar eine “niedrige, zweistellige Mitgliedsnummer” zugesagt, ihn richtig angefleht und er könne auch Ortskreisvorsitzender in Monschau werden.
Nichts half.
(tatsächlich: Diese Splittergruppierung “die Freiheit” ist sogar denen dubios, die da voll auf ihrer Linie liegen, d.h. Islamhass in Bürgergewand und “von Mises”-Gefolgschaft)
hey wo sind die reisserischen polemischen Sätze hin? So kommen hier ja nie viele Kommentare zustande. :D
übrigens fixmbr meint wohl guttenberg könnte hier profitieren:
http://www.fixmbr.de/warum-der-naechste-kanzler-karl-theodor-zu-guttenberg-heisst/
na ja, ich kann dem Chris da ja teilweise folgen, glaube aber auch nicht, dass der adlige Wehrpflichtabschaffer bei den konservativen Kreisen so sehr zieht.
Na ich bin doch kein Beißreflex-Blogger ;-)
Na hoffentlich! ;-)
Warten wir es ab. Wenn die Bild den Konservativen erzählt, zu Guttenberg ist ihr Mann, glauben die das. Sen Sozialdemokraten wurde auch igendwann einmal verkauft, Schröder sei ihr Mann… ;-)
Den würde ich auch nicht so bezeichnen, aber seine Kommentarspalten. Die sind ein wenig infiltriert.
Is aber lustig – ein fundamentalistischer Nihilist gegen “Free Spech”. Ich amüsiere mich trotz meiner Erkältung köstlich.
Schön auch die Querlinks dort “SpiritofEntebbe”, “Zettelsraum”, “SPON-Forum”, “WELT-Forum”.
Geht man da dann hin, findet man die Leute wieder, mit den gleichen Parolen und Querlinks, als wenn die sich gegenseitig einmal durch Presse- und Bloglandschaft jagen.
Von der “Netzseite” der sympathischen Pro-NRW-Jugend:
Außer mit patriotischen Schenkelklopfern (“Lass dich nicht linken. Komm auf den rechten Weg.”´) vermelden die folgende Wünsche:
“Wir haben keine Lust auf Kriminalität, Extremismus, Arbeitslosigkeit, Ausbeutung und den Verlust unserer Kultur und deren abendländischen Werte.
Wir wollen endlich wieder in einem Deutschland leben, in dem man sich auch noch abends hinaus trauen kann und sich zu seiner Kultur bekennen darf, ohne gleich abgestempelt zu werden.
Waren es einst Tugend und Werte die uns zum Volk der Dichter und Denker machte, so werden unsere Werte heute durch Multikulturalismus, Islamisierung, Linksextremismus und Drogen nieder gestreckt.”
Kleines off-topic-Spiel dazu: Mit der deutschen Orthographie und Grammatik stehen unsere jungdeutschen Dichter und Denker mächtig gewaltig auf Kriegsfuß. Wer findet die meisten üblen Klopfer?
Lustig auch folgende vermurkste Parole:
“Stärkere Bekämpfung von Drogenhandel und Konsum.”
Ist doch einfach zu erklären: Wer gut schreibt, kann auch klar denken. Wer nicht gut schreibt, landet eben bei denen.
Ich bin ein wenig unglücklich darüber, dass man Herrn Schachtschneider in einer Reihe mit Raddatz und Ulfkotte nennt.
Herrn Schachtschneider kann man m.E. einen überdurchschnittlichen Intellekt nicht absprechen. Bei Ulfkotte oder Raddatz bin ich diesbezüglich anderer Meinung. Ich halte Beide für Menschen, die nur aufgrund für sie äußerst guter Bedingungen die Bedeutung erhalten haben, die sie nun einnehmen. Eine Bedeutung, die bei Beiden auch wirklich nicht von herausragender Natur ist.
Sicherheitsmanagement (*g*) Udo Ulfkotte oder im Kopp Verlag publizierte Bücher sind nun mal etwas anderes als eine Professur an einer nicht schlechten Universität. :-)
Ich weiß auch nicht, ob sich bei Herrn Schachtschneider auf persönlicher Ebene grosse Überschneidungen mit dem Horizont eines (ehemaligen?) (arbeitslosen?) Sportlehrers(?) wie Herre finden lassen.
Wieso das? Schachtschneider ist doch ein lupenreiner Rechter, der sich auch gerne von PI interviewen lässt und auf BPE-Veranstaltungen zeigt. Die “Helden” der VTler haben meist Dreck am Stecken – egal ob hier oder in den USA.
Sag mal Jens,
hältst du womöglich auch Christoph Hörstel, Frieder Wagner oder Jürgen Elsässer für VT-er und rechte/linke Spinner?
Offensichtlich haben sie keine Berührungsängste mit NuoVisio oder gar mit S&R. Kürzlich ist auf NuoVisio sogar ein Vortrag von S. Wagenknecht zu sehen. Alles Spinner, nur weil nebenan auch UFOs, Kornkreise und ähnliches Zeug vorzufinden ist?
Wie würdest du im Übrigen Hans Herbert von Arnim anordnen?
Konservativ ist er allemal.
ich kenne nur den letzten von den drei Genannten und von dem halte ich so gut wie gar nichts.
Was hat das mit Schachtschneider zu tun?
Ich kenne nur sein Buch “Volksparteien ohne Volk” – und das finde ich gut.
Die beiden anderen kannst du hier kurz kennenlernen:
http://www.nuoviso.tv/vortraege/was-koennen-wir-tun.html
Wenn Andreas Clauss im Film auftaucht, kannst du getrost abschalten – ein typischer Schaumschläger, die auch immer dabei sind. Man muss derart Typen ohne große Aufregung ertragen lernen.
Die beiden kommentieren zgT auch folgenden Film:
http://www.nuoviso.tv/featured/kriegsversprechen.html
der m.E. alles andere als zu VT-like ist. Zumindest ist er wesentlich näher an Realität, als die Mickimaus-Berichterstattung in Massenmedien. Ja ja, am Ende tauchen im Film Thruter und S&R-Jungs auf, mit denen du nicht so gut kannst. Aber das ist eine Unvermeidbarkeit der Realität, dass die schrägen Vögel mit ihrem Esozeug und ultimativen Welterklärungen turnusgemäß überall dort auftauchen, wo sich Leute um Aufklärung bemühen. Auf deinem Blog ist es auch nicht viel anders.
Und wie du wießt, habe ich im Gegensatz zu dir kein Problem mit dem Esozeug – es ist m.E. auch eine berechtigte Möglichkeit, die Welt zu begreifen. Es lässt sich damit leicht abfinden, wenn dahinter keine menschenverachtenden Ideologien stecken. Letztes Endes partizipieren breite Massen mit gehobenem Bildungsstand an ideologischen Dogmen s.g. Wirtschafts- und Politikwissenschaften (oder was dafür verkauft wird), was im Grunde nichts anderes als reines Esozeug ist. Menschliches Wissen ist sehr mannigfaltig und das erfordert auch gewisse intellektuelle Toleranz.
Na ja, zunächst mal war ich genau wie ‘Wandschrank’ etwas unglücklich darüber, das du ihn in einem Atemzug mit Raddatz und Ulfkotte genannt hast. Ehrlich gesagt, habe ich keine endgültige Meinung über ihn – weder eine gute, noch schlechte. Seine Anregungen zu der EU und der EU-Verfassung finde ich jedoch lobenswert. Aber deine Argumentation, dass er sich von den “bösen Buben” interviewen lässt, macht ihn nicht automatisch zu lupenreinen Rechten, was auch immer damit gemeint sein mag.
Dass er rechts-konservativ ist, ist schwer zu übersehen. Von daher ist es auch verständlich, dass er sich nach Kräften bemüht, Unvereinbarkeit des Islams mit unserer Verfassung zu begründen. Mich überzeut derart Rechtsrabulistik keinesfalls, aber die Mehrheit der CDU und wahrscheinlich auch des Bundestages wird sich damit begeistert solidarisieren, nicht? Klingt ja so logisch! Juristerei und Rechtswissenschaften sind nun mal auch ein Esozeug, mit dem sich sehr viel “erklären” und “begründen” lässt.
Ich denke Schachtschneider und von Arnim sind von ähnlicher Motivation getrieben, wobei von Arnim es ruhig, solide und nicht so schrill und penitrant wie Schachtschneider tut, was allerdings nicht zu seiner Popularität und Bekanntheit seiner Position beiträgt. Das finde ich schade. Etwas mehr begründete Skepsis ggü. der “Eliten” und “Entscheidern” würde diesem Lande nicht schaden.
Warum entsprichst Du nicht meinen löschantrag. Mein Kommentar war ein wenig vorschnell.
ja, ich hatte Dir aber schon geantwortet und ich finde, dass der Punkt wichtig ist, da viele Leser nicht wissen, welche Interessen Schachtschneider abseits seiner Lissabon-Kritik hat.
Merke: Erst alles löschen. Dann Löschantrag abschicken.
Skandal, da klaut mir der Spiegelfechter doch meine Three Stooges… :D
Ich wünsche dann mal viel Spaß, ich Linksnazi, ich :D durfte im Minutentakt Kommentare löschen. ;-)
Die Partei wird im Übrigen genauso schnell wieder verschwinden, wie sie entstanden ist. Stadtkewitz wird mit Wilders noch einmal in die Schlagzeilen kommen, und das war es dann. Ich kann mir durchaus vorstellen, das heute schon Heulen und Zähneklappern vorherrscht – ist der Stürmer der Neuzeit doch nicht auf die drei neuen Helden angesprungen. Tja, selbst Wagner & Co haben doch mehr Hirn, als die Three Stooges… :D
Chris, wenn es nicht wir wären, würde ich sagen, zwei Dumme ein Gedanke. So sage ich: Genius minds think alike ;-)
Ansonsten: Full Ack
Genius minds think alike
Der Satz trifft es dann ziemlich gut. *hüstel*
Dem stimme ich nur zu, wenn meinem Antrag entsprochen wird. ;-)
ihr seid schon so zwei scherzkekse, aber nicht vergessen:
Genie und Wahnsinn liegen dicht beieinander. :P
Und warum? Metallurgen sind schließlich fähig, hinter die schillernden Fassaden zu blicken und besitzen zudem eine analytische Ader. Oder vielleicht gar ein entsprechendes Gen?
Prima, nun haben wir von der Gruppe auch einmal gehört.
Wäre dies verwerflich?
Die Jungs wollen wohl zeigen, daß die ihnen nachgesagte ‘Fremdenfeindlichkeit’ den politischen Realitäten in keiner Weise entspricht.
Gibt es eine Definition, nach der eine Partei ‘rechts’ oder ‘links’ oder ‘mitte’ ist? Vor allen Dingen im Hinblick auf:
Was genau sind diese extremistischen Positionen? Bombardierung des Iran? Grüne, Gelbe, Schwarze und Rote Extremistischen lassen Afghanistan und Serbien bombardieren. Fremdenhaß? Die einen stehen wohl den Besatzern Palästinas und den Amerikanern nahe, die anderen sympathisieren offen mit den Arabern. Während SPD und CDU Abschiebungen durchziehen. Innere Sicherheit, resp. Überwachung? Der Schilikatalog wurde von einer gemäßigten Mitte verabschiedet. Gemäßigt??
Manche sehen im Libertarismus eher das Gegenteil vom Neoliberalismus, zumindest wenn ersterer in der halbwegs reinen Lehre betrachtet wird, und letzterer in der amerikanischen Ausprägung. Bei den Libertaristen wären die großen Geldhäuser komplett weg vom Fenster, anstatt nun mit staatlichen Stützgeldern zocken zu dürfen. Manche Ideen der Libertarier sind ausgesprochen gut (Beispiel: verantwortungsvoll mit dem Geld haushalten), während die Neocons stets auf das Volle gehen (Kriege auf Schuldenbasis, zeitgleich Steuersenkungen für die engere Verwandtschaft, Resultat, falls der Bluff auffliegt: Staatsbankrott).
Doch, doch, Jens. Du kennst doch all die Nachbarn, die Angst vor den Sozis haben, da sie schließlich ihre Zahnbürste verstaatlichen wollen. Solange die Sklaven ihre Ketten verehren, ist nix mit der Befreiung derselben, ja, bleiben sie sehr verläßliche Stützen des Systems, das sie ausbeutet. Auch John Brown war seiner Zeit lange voraus.
Hätt ganz gern mal ein “Bündins gegen Staatsbankrott” oder zumindest ein “Bündnis gegen Überfremdung” entdeckt, doch da bleibt die Landschaft leer und verlassen. Solche Themen berühren auch kaum einen.
Nun, meine Schlußfolgerung: es geht nicht um Politik, um Themen, die umgesetzt werden sollen, sondern einerseits um nette Pöstchen, die verteilt werden, und – vor allem – um Ablenkung. Beim Sarraziehn erleuchtete mich dieser Gedanke etwas zu spät, doch nachdem er den Flankenschuß pünktlich abgesetzt hatte, und tags darauf die HRE um weitere 40 Mrd. Euro, oder 80 Mrd. DM, anstand, war klar, woher der Wind weht.
Wohl, wohl. Zumal all diese Irren und Spinner meist aus den bisherigen Parteien rüberwechseln. Denn das organisierte Reservoir an den Zitierten scheint unerschöpflich zu sein.
Dank Deiner kritischen Beleuchtung, für die Dir Dank gebührt, sind diese Namen nun einem weiteren Kreis kurzfristig bekannt. Und übermorgen brauchen wir neue Schlagzeilen, um von den massiven Staatsproblemen abzulenken. Doch vertrauen wir darauf, daß der herrschenden Klicke wieder etwas Unpassendes einfällt.
;)
Natürlich
Schon klar, der liebe Nazi von nebenan – sehr überzeugend!
Da gibt es einige – das dumme Gebrabbel vom rechten Rand, “moderne Politik sei nicht mehr in die alten Schemata zu bringen”, langweilt auch nur noch.
Ja, “Manche” haben nun einmal den Schuss nicht gehört und sich noch nie mit der Idelogie Hayeks beschäftigt.
Das wird in VT-Blogs gerne so dargstellt, ist aber Unfug. Libertäre sehen in dem Markt das allseligmachende Dogma. Der moderne Finanzkapitalismus ist 100% kompatibel zu Hayek und Co. und wer tatsächlich meint, es würde sich irgendetwas verbessern, wenn man sämtliche Regeln abschafft, so ist er ganz einfach ein Heuchler oder mit dem Klammerbeutel gepudert.
Wieso? Das sind doch DIE Themen der neuen Rechten. Keine Angst, da wirst Du schon bedient.
Gab es da nicht eine Grundregel, dass man nicht Boshaftigkeit unterstellen sollte, wenn das Verhalten durch Dummheit erklärbar ist?
Ich weiß, dass fällt manchmal schwer …
Bei so manchen Libertären habe ich stark das Gefühl, das ihre Postionen auf – sagen wir mal – nicht ausreichend breiter Bildung basieren.
Diesen Eindruck habe ich auch.
Schneemam, der Rechtslibertarismus, den du so klasse findest, der steht in seiner extremsten Form zu allem (!) im Gegensatz. Also auch in Gegensatz zum Neoliberalismus.
Und zu sich selbst… D-))
Wo ist denn das Problem? Es wäre doch klasse eine Partei rechts von der CDU zu haben, so wie die Linkspartei die SPD beackert. Ihr vergesst, dass die Leute Medienkompetenz haben. Das ist etwas sehr wichtiges.
Die meisten Organisationen scheitern am Fundamentalen. “Die Freiheit” hat Chancen, weil man eine Art bürgerlich-populistische Variante der Piraten mit allgemeinpolitischer Ausrichtung schafft. Das hat durchaus Potenzial und mehr Potenzial, weil man die allgemeine Öffentlichkeit allgemeinpolitisch beackert. Das Internet ist längst das Leitmedium.
König kann viel aus dem Hut zaubern, weil er damit bereits Erfahrung hat. Der weiss schon wie viel Leute man für einen Landesverband braucht, was die Fallen in den Satzungen sind, sogar aus dem Parteiprogramm der Piraten kann man vieles übernehmen. Warum soll denn nicht auch die neue Partei patentkritisch sein und staatliche Überwachungsmaßnahmen ablehnen. Ich glaube das ist die Stärke, die Fähigkeit eine Partei zu gründen und aufzustellen wie andere ein Schlauchboot aufblasen und wieder zusammenfalten.
Den dümmsten Fehler, den ihr machen könntet wäre mit Inquisitorenstimmung hier sozusagen Feldforschung zu betreiben. Auch Eure Nazipolemik greift zu kurz, weil das eben nicht zutrifft.
Die “Leute haben Medienkompetenz”? Ja wo denn? Sprechen wir vom gleichen Land? Was Koenig aus dem Hut zaubern will, will ich gar nicht wissen. Und zum Glück wird es wohl kaum jemand erfahren ;-)
@ Kurtz
Natürlich hat “die Freiheit” keine Chancen.
Das beginnt mit dem Spitzenpersonal. Keine Strahlkraft, zu tumb. Parteien, welche die äußerste Zuspitzung von Ideologien darstellen (hier: A) “Der Islam ist unser Unglück” und B) radikaler Rechtslibertarismus), sind immer darauf angelegt, Splitterparteien zu sein.
Schöner noch: Die neuen Radikalen werden sich über kurz oder lang in Untergruppen und Aussplitterungen auseinandergliedern. Das liegt in ihrem Wesen begründet – und einer (auch am politischen Profil sichtbaren) Unfähigkeit, politische Kompromisse einzugehen und auszuhalten.
Doch Du mein Sohn: Gehe hin, und rufe den Herrn Stadtewitz an – trete ein!
Das wundert mich immer ein wenig bei Extremisten. Es geht immer um die reine Lehre. Das hat was von Eschatologie und entzieht sich dann auch rationaler Begründbarkeit.
Und dann schmiert die reine Lehre ab und was kommt?
Die nächste reine Lehre hinter der man herläuft (Pro NRW-Freiheit).
Selbst denken scheint in diesen Kreisen nicht besonders modisch geworden zu sein.
Jens, Thema verfehlt. Schade.
Tut es das tatsächlich? Zu den Extremisten, die die Mitte gekapert haben, kein Wort. Schade.
Und die heutigen Autos sind zu 100% kompatibel zu den Autobahnen der dreissiger Jahre. Das macht alle Autofahrer zu N…, oder? Unsereins muß Hayek (und Mises) keineswegs in allen Punkten zustimmen, doch einige ihrer Ideen sind zumindest wert, eruiert zu werden.
Dann muß ich da besser Ausschau halten!
Natürlich nicht, weil das a) qualitativ immer noch etwas anderes ist und b) derlei Anspielungen den Extremisten natürlich nur in die Hände spielen.
Es gibt keinen Libertarismus light – wenn wir die FPD mal rauslassen.
Das machst Du schon.
Gut, das wollen wir auch nicht. Die CDUSPDFDPGrünenextremisten bombardieren sich hoffentlich sowieso bald ihr eigenes Grab.
Ich bleibe bei der Trennung von Libertaristen und Neokonservativen/Neoliberalen und befürworte Sparsamkeit beim Schuldenmachen, Leben ohne Kriege, Eigenverantwortung. Die von den Libertaristen vertretene ungezügelte Freiheit der Märkte hingegen lehne ich komplett ab. Aus meiner Sicht hat die FDP mit den Libertaristen ebenso wenig gemein.
Na, dass hoffe ich doch mal nicht. Denn was danach kommt, wird keinesfalls “besser” sein.
Fein, Du bist also gegen die soziale Marktwirtschaft, gegen sozialstaatliches Elemente, gegen Marktregulierung, für Privatisierungen, gegen ein staatlich subventioniertes Bildungssystems, für den Waffenbesitz für jedermann usw. usf.. Was unterscheidet Dich von einem Neoliberalen?
Du solltest Dich erst einmal schlau machen, was Liberalismus überhaupt ist und was Hayek und Mises wollten.
Das wäre durchaus einen Versuch wert. Viel schlimmer kann es nicht mehr werden.
Nicht unbedingt, wenngleich ich mir u.U. Alternativen dazu vorstellen kann. Beispiel: ein staatliches Bildungssystem braucht keine Subventionen, oder?
Zumindest das bereits Aufgeführte:
- kein übermäßiges Schuldenmachen,
- Leben ohne Kriege,
- Eigenverantwortung,
sowie
- Ablehnung von Vetternwirtschaft.
So etwa im Sinne von Ron Paul ohne dessen sozialpolitischer Einstellung.
Hatte vorhin einen Absatz der Wikipedia falsch interpretiert, zugegeben. Dennoch nehm ich mir die Freiheit, aus verschiedenen, auch ungeliebten, Strömungen mir einzelne Rosinen auszusuchen und sie zu einer möglicherweise unkonventionellen Denkweise zu vermengen. Dein ‘Neocon’-Stempel ist mir da ebenso zu billig wie der einer ‘Neuen Rechten’.
Dir fehlt offensichtlich nur die Kenntnis der Geschichte, sondern auch der weltpolitische Weitblick und vor allem die Phantasie. Dein Hauptfehler ist allerdings offensichtlich ein komplett verkorkstes Realitätsabbild. Diese Diagnose ist Netzbewohnern allerdings leider recht häufig auszustellen.
Lassen wir das, da unterhalte ich mich lieber mit einer Nonne über das Kamasutra ;-)
das ist neoliberal
das ist bla
ein neoliberaler Kampfbegriff
sehen Neoliberale genau so
Ist mir schon klar. Ron Paul ist libertär und somit neoliberal bis aufs Mark.
Bitte nicht böse sein, aber auf Basis von Wiki-Wissen halte ich eine solche Diskussion für sinnlos.
Mahlzeit Jens, bin Dir keinesfalls böse. Denn offensichtlich, ganz ohne es zu wissen oder gar zu wollen, bin ich anscheinend doch bei
:(
Gruß!
Interessanter Beitrag, wobei ich mich dann aber frage, ob die Aufmerksamkeit für solche “Gruppierungen” – egal wie groß und mit welcher Person in Front – nicht gedrosselt werden sollte. Je mehr Interesse geweckt wird, desto mehr, meine ich, bekämen diese Zulauf. Vielleicht täusche ich mich ja.
Das Thema ist nach wie vor beunruhigend. Die wirtschaftliche Lage wird nicht besser, Ängst und Sorgen um den Arbeitsplatz und die Zukunftsplanung treiben reihenweise frustrierte Wähler in diese Lager. Nicht nur in Deutschland. Die angebliche Überfremdung und die anti-islamische Denkweise vieler Bürger ist output des Mainstream. Siehe Beitrag Huffpost der vergangenen Tage in Sachen Terry Jones und Consorten. Einfach (zensiert).
Zum Text. Die von Dir geäußerte Prognose, das so eine Partei unterhalb von 5 Prozent liegen wird, bezweifle ich. Die Schill Partei (19,6 Prozent, Sep 2001) hatte auch wegen der Berichterstattung um die Urteile von Schill redlichen Zulauf – auch, wenn hier angesprochener Protagonist solche Referenzen nicht nachweisen kann. Aber wer weiß das schon, was der Mainstream da noch auf Lager hat. Aus Asche mache Gold…..
Die Verschwörungstheoretiker sind aber nicht alle rechts angesiedelt – auch wenn Du sicherlich “infokrieger” und Kopp-Verlag bzgl. Ausländerhetze meinst. Dort sollte der geneigte User lieber einen extrem weiten Bogen drum machen.
Wegen der Schlichtheit….warum nicht gerade deswegen einen solchen Typen wählen? Weil einfach, einfach einfach ist….oder wie ich es mal auf einer Webseite las, das sich hier in Deutschland z. B. einfache Musik und Werbung besser einprägen und verkaufen lassen. So wie Ohrwürmer…..
Ich hoffe sehr, dass sich dieses Szenario nicht ausweitet und die Bürger sich bewußt werden, das wir alle gemeinsam Probleme lösen können und nicht alles den Polit-Clowns und Trittbrettfahrern überlassen.
nein, da hast Du schon Recht. Glücklicherweise haben die großen Medien das Thema ja weitestgehen ignoriert und was wir Internetheinis schreiben, wird mangels Reichweite eh nicht wahrgenommen.
Ja richtig, aber zwischen Schill und Stadtkewitz liegen in den Kategorien Talent und Charisma Welten.
Infokrieger, Schall und Rauch, Kopp-Verlag und und und. Andere VTler scheinen mir allerdings Querfrontstrategen zu sein. Und auch der Libertarismus ist in diesen Kreisen sehr beliebt. Aber das wäre eine andere Diskussion.
Nope. Sollte sie nicht, sollte er nicht. Das ist genau die Strategie des Ignorierens und Marginalisierens, die auch die “Leitmedien” praktizieren und die uns in diesen hirntoten Gesamtzustand verbracht hat.
Nein, die Dissidenten, egal von wo, verdienen Aufmerksamkeit – und aus dieser heraus dann auch die passenden Antworten, gern laut und drastisch. Das hat AUCH den schönen Effekt, dass die “share of voice” des mainstreams (Bild, SPON, faz etc) sinkt, aufmerksamkeitsökonomisch. Seine “Leitmacht” sinkt – durch die Aufmerksamkeit für die Ränder wird das Zentrum wackelig.
Deine “bloß-erst-gar-nicht-erwähnen” Scheu ist die Strategie einer Betschwester, die in ihrem schein-heiligen common-sense nicht gestört werden möchte.
Es werden nicht zu viele, es werden VIEL ZU WENIG Auseinandersetzungen geführt!
Darum habe ich auch gar nichts gegen Sarrazin. Er könnte helfen, wichtige Auseinandersetzungen zu führen und wichtige Fragen anzusprechen, so zB und vor allem auch die nach seinen “Werten”, die ökonomische sind und die er so dummdreist biologisiert.
Das “Igitt” der Offiziellen, die aber exakt in der Logik HANDELN in der er redet – ist da nicht nur verlogen, sondern auch schädlich.
Naja, wenn ich an die öffentliche Aufmerksamkeit (zumindest in Bayern) für Gabriele Pauli und ihrer Freien Union denke , mache ich mir keine Sorgen, dass die öffentliche Aufmerksamkeit Inhalte und Perönlichkeiten ersetzen kann.
Seit den “Piraten” sollte doch klar sein, dass die Partei als solche, als Modell, ein Auslaufmodell ist. Die wichtigen gegenwärtigen Auseinandersetzungen werden ja auch nicht mehr ZWISCHEN den Parteien geführt, sondern allenfalls IN ihnen (sind ja alles potentielle “Volksparteien”, also schon dem Namen nach schizo) – wenn nicht sowieso ganz woanders.
Bild, BamS, Glotze – sagte einst ein Großer Volks-Vertreter…
“Es gibt zum Glück auch kaum einen Zweifel, dass sich daran bald etwas ändern könnte.”
Diesen Satz verstehe ich nicht. Müsste es nicht in dem Zusammenhang viel eher heißen:
“Es gibt zum Glück auch kaum einen Zweifel, dass dies auch in Zukunft so bleiben wird.”
bzw.
“Es bestehen berechtigte Zweifel, dass sich daran bald etwas ändern könnte.” ?
Ansonsten ein interessanter Artikel, habe von der Partei vorhin in der Kulturzeit erstmals etwas gehört, da war es eine schöne Überraschung, beim Spiegelfechter sogleich Details zu erfahren.
klar, der letzte Satz war natürlich Bullshit. Danke für den Hinweis.
Passiert Dir in letzter Zeit öfter, wa?
Das wird nichts mit der neuen Partei Die Freiheit.
@ Carsten Penkella
Woher weißt Du das ?
Einem Bach entspringt ein Fluß.
Das meiste Wasser versickert.
(das gilt auch für lebensfeindlichen sauren Regen)
Keine Sorge, die neoliberale Elite wird schon keine solche Partei von den Medien heranwachsen lassen, das wäre nicht opportun. Vielleicht hin und wieder ein paar Giftspritzen a la Sarrazin zur Ablenkung oder um die Stimmung ein wenig zu vergiften, aber mehr wird da nicht nachkommen.
Lustig auch die Debatte auf GR und Co..
Die sind gerade so konfus und geschockt, dass sie sogar schon wieder Christian Worch fragen, was sie denn machen sollen.
Der hat aber ausser wirren Zitaten auch keinen Tränenkelch parat.
Lieber SF, darf ich mal eine themenfremde Frage stellen?
Vor Jahren gab es hier mal eine Kritik des Filmes “Im Tal von Elah”. Die wollte ich noch mal lesen, aber sie ist nicht zu finden. Kannst du mir weiterhelfen?
Danke.
Hallo Sigmund, die war m.W. im Forum, das ich mangels Interesse der Besucher mittlerweile geschlossen und gelöscht habe. Sorry.
Aha.
So einfach ist das auch wieder nicht. ;-)
Ich habe die PIpifanten lange beobachtet und der Davidstern dient hauptsächlich als Feigenblatt. Es gibt auf PI Gastbeiträge in denen u.a. Geschichtsrevisionisten zu Wort gekommen sind, die mal eben die Zahlen der im Holocaust getöteten Juden neu definiert haben. Besonders deutlich wird dies auch, wenn von den Kommentarbereicherern mal wieder der ZdJ, bzw. dessen Vorsitzende beschimpft wird, weil sich dieser zu gutmenschlich äußert.
“Stars and Stripes” mochte Stefan Herre übrigens auch nur so lange, wie Bush jr. Präsident war. Nachdem dieser (im PI-Slang) “maximalpigmentierte Musel” an die Macht kam, war es mit der USA-Verehrung schnell vorbei.
Und natürlich mag man bei PI auch die schwarz-rot-goldene Flagge. Dazu gibt es in vielen Beiträgen die Forderung mehr Patriotismus zu zeigen. So wurden z.B. die vielen Flaggen während der Fußball-WM durchaus als positiv empfunden. Andersherum war die Empörung groß, als irgendwelche Grünen angeblich auf die Deutschland-Flagge uriniert haben sollen, oder als in den ARD-Nachrichten versehentlich die Farben vertauscht wurden.
Insgesamt aber hast du natürlich Recht, dass diese Rechtsaußen-Bewegungen insgesamt sehr heterogen sind.
Ich finde, die Hitler-Fotos sind ein wenig plump und tun den Hinterhofproleten auch etwas zu viel der Ehre an; sonst sehr guter Artikel. Ich verweise bezüglich der Richtungsdebatte in der CDU auch ganz uneigennützig auf meinen eigenen Artikel zum Thema:
http://oeffingerfreidenker.blogspot.com/2010/09/konservativ-sozialdemokratisch-oder.html
Toll, toll, toll! Endlich wird pi mal nüchtern behandelt. Sehr gut zusammengefasst und wirklich ausführlich und klar analysiert. Vielen Dank! Hoffen wir alle, dass du mit deiner Prognose Recht behalten wirst und seien wir froh, dass es (politische) Populisten in Deutschland zumindest noch etwas schwerer haben, als in anderen Ländern. Denn Achtung, die Übergänge vom Reden und Handeln eines Sarcozy, über die Brandstifter der Schweizerischen Volkspartei SVP bis hin zu Rechtspopulisten wie Haider und Islamophobikern wie Wilders sind fließend. Und die Zustimmungswerte für Sarrazin waren ebenfalls kein böser Traum; es gibt doch ein weiteres Spektrum an Menschen als wir vielleicht dachten und wahrhaben wollten, die auch mal beide Augen zudrücken, wenn einer mit “guten Argumenten” daherkommt – einer, der ihnen die Ängste förmlich aus dem Leib kitzelt. Wäre er rhetorisch über die Stufe eines Viertklässlers mit ADHS-Störung hinausgekommen, nicht auszudenken…
@julian
einer, der ihnen die Ängste förmlich aus dem Leib kitzelt.
Aber gerade das ist doch NÖTIG!
Das kapiert ihr alle nicht. Die Ängste müssen RAUS, BEVOR sie sich zu einem nur noch von einem GröVaZ (Größter Volksverarscher aller Zeiten) beherrschbaren Ungetüm auftürmen. Denn nur so lange besteht die Chance, die wirklichen Verhältnisse in den Blick und in die (SEHR anstrengende, gewiss!) Debatte zu bekommen.
Ihr lehnt euch hier alle erleichtert zurück, weil das erstens ja nicht ernst zu nehmen ist und zweitens die gesteuerten Leitmedien nicht so richtig drauf anspringen.
Macht nur so weiter mit eurer Scheuklappenlogik. Es gibt immer ein nächstes Mal, und irgendwann wird es dann so weit sein, dass die Lage kritisch genug und und die Ängste groß genug sein werden, um diese behaglich-bigotte FDGO komplett zu ignorieren, so wie es uns in Teilen schon seit Jahren vorgemacht wird. “Ist ja nicht so schlimm, könnte schlimmer sein, könnte noch schlimmer kommen, besser nicht mal ignorieren…” merkt ihr nicht, wie DOOF das ist???
Was sollen denn immer die ganzen Hitlervergleiche? Das macht das ganze einfach nurnoch lächerlich und damit meine ich nicht die Rechten Politiker (obwohl die es auch sind) sondern den Artikel, der sonst in vielen Punkten recht hat.
Rechts wie Links gibt es viele unterschiedliche Ideologien. Die NPD besteht größtenteils aus getarnten Neonazis und V-Männern. Die Republikaner waren eher national-liberale. DVU eher traditionalistisch-autoritär. Bei vielen der neuen rechten Bewegungen handelt es sich, genau wie bei den 3 Stooges hier, einfach um Neocons. Von vorne bis hinten stimmen sie haargenau mit den amerikanischen Neocons überein. Wenn es aussieht wie eine Ente, quakt wie eine Ente und watschelt wie eine Ente, dann ist es auch eine Ente.
was denn für Hitlervergleiche? Der alte Ösi taucht hier doch nur als satirisches Bild auf. Nun bleib mal locker ;-) Was habt ihr eigentlich alle so eine panische Angst vor dem böhmischen Gefreiten?
Naja, der Typ war halt ziemlich kacke.
Bei all den Berichten zu einer Partei rechts der CDU/CSU, auch wenn in diesem Fall die “Mainstream”-Medien nicht auf den Zug aufgesprungen sind, sollte man deren Wirkung auf den “Durchschnittsbürger” nicht außer Acht lassen.
Nämlich, dass durch die mittlerweile gehäuften Äußerungen (Bild, SPON, Spiegel, FAZ; zu Sarazzin, Steinbach, et. al) der Eindruck erweckt wird, die CDU/CSU sei nicht “rechts”, sondern eher in der Mitte angesiedelt (muss ja so sein, wenn da rechts noch was Platz hat). Eine recht passable Unschärfe bezüglich neo-konservativer bzw. neo-liberaler Entscheidungen der letzen Zeit durch CDU/CSU und deren Koalitionäre.
Den Standpunkt kann ich verstehen. Zur Mitte blinken, rechts abbiegen.
Vielleicht hat das trotzdem etwas Gutes: Die Konservativen und Rechten in der CDU glauben an die Mitte-Lastigkeit der CDU – und das wiederum führt zur Demobilisierung der CDU-Anhängerschaft.
SF,
ich finde, Deine Analyse potentieller Führungsfiguren möglicher neuer rechter Bewegungen unter dem Marketing-Gesichtspunkt – haben diese das Zeug, Charisma, den Style usf, ihren Dreck effektiv an den Mann zu bringen – wird der Bedrohungslage nicht gerecht. Denn was der Sarrazin-Diskurs lehrt ist doch vor allem eines: Das Potential für einen völkisch-xenophob inspirierten antimodernen Aufstand ist massenhaft vorhanden. Sobald es grünes Licht von oben gibt, wird wieder Blut fliessen – das ist doch die implizite Ansage ! Dabei ist es doch fast wurscht, wer dafür die politische Repräsentation übernimmt. Die Stimmungslage unter unseren so freundlich und harmlos wirkenden Nachbarn ist das Problem, welches mit dem Verweis auf die objektive Lächerlichkeit eines Sarrazins oder Stadtkewitz nicht die Bohne vom Tisch ist. ..
Könnte sein. Deswegen find ich es auch gut, dass Sarrazin rausgeschmissen wird. Die Frage ist, wieso die Linke jetzt nicht ein bischen offensiver ähnliche Aussagen von CDu und SPD Seite thematisiert und zeigt wie ähnlich sich Teile deren Aussagen und die von Sarrazin sind. Sarrazin hat ja auch grünes Licht von oben oder der Seite gekriegt. Ihn haben sie halt verbrannt, (besser) er ist von alleine losgerannt.
Wenn ich es bitterernst will, geh ich halt zur Antifa. Die haben dafür die richtigen Flaggenfarben. (obwohl wenn ich gerade mal hochscroll…)
Viele Grüße an den geliebten Stressmob :-)
Aber weder dies noch der, am Ende gar, Rücktritt (statt Rauswurf) Sarrazins aus der Bundesbank mit dem, um einen Edelstein bereicherten, vergoldeten Handschlag ist ausreichend, in den Köpfen der Bevölkerung die richtgen Schlüsse herzustellen.
Ich kann es immer nur wiederholen. Sarrazins Behauptungen und Äußerungen sind menschenverachtend und rassistisch. Dies verdient nicht nur die Entfernung aus einem öffentlichen Amt, welches von der Bevölkerung großzügig alimentiert wird, wie auch den Ausschluss aus einer Partei, welche sich selbst als demokratisch bezeichnet. Für seine Äußerungen gehört Sarrazin vor ein Gericht.
Erst dann wird die Bevölkerung (vielleicht) begreifen, welches Gedankengut hinter seinen als “freie Meinung” versteckten Thesen steht und dass diese außerhalb jeglicher humanistischer Gesinnung sind. Ansonsten wird er zum Bauernopfer und Märtyrer verklärt, der nur aus Ränkespielen aus einer Partei und einer staatlichen Institution entfernt wurde.
Deshalb sehe ich in einem Abgang aus der Bundesbank, welcher sogar noch “freiwillig” geschah und mit einer Pension in grandioser Höhe belohnt wird, ein unzureichendes, ja sogar falsches Signal.
Auch gut.
Volksverhetzung:
Wer in einer Weise, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören,
1. zum Hass gegen Teile der Bevölkerung aufstachelt oder zu Gewalt- oder Willkürmaßnahmen gegen sie auffordert oder
2. die Menschenwürde anderer dadurch angreift, dass er Teile der Bevölkerung beschimpft, böswillig verächtlich macht oder verleumdet,
wird mit Freiheitsstrafe von drei Monaten bis zu fünf Jahren bestraft.
Grundsätzlich schließt das Grundrecht auf Meinungsfreiheit auch das Recht ein, falsche Tatsachen zu behaupten.
Eingeschränkt werden kann dieses Grundrecht bei “arglistiger Täuschung” Sind Sarrazins Thesen arglistig?
Ich bin kein Jurist. Würde aber auch gerne eine Anklage an Ihn sehen. Selbst wenn sie nicht durchkommt.
So gesehen wäre es angebracht sich über Ihn lustig zu machen (für die die verstehen was passiert) Extra3 macht das ja auch hervorragend. und zur Aufklärung für den Rest der Bevölkerung die Anklage.
Upps sry, knapp die Bearbeitungszeit verpasst. wollte nur noch zufügen, dass Sarrazins Thesen sehr wohl als arglistig sind, da falsch mit Wissenschaft angereichert und so den Anschein von Sachbeständen haben. Wieso klagt denn da keiner.
Warum wird bei sowas eigentlich nicht sowieso häufiger geklagt und müßte überhaupt geklagt werden wenn die “Parteigenossen” nicht mehr Courage hätten und viel deutlicher Stellung beziehen würden. Da geht es um Wählerstimmen und Macht. Politikverdrossenheit. Bei mir auch.
@SF:
Wo haste denn diese Weisheit her?
Bitte doch einfach nichts zu schreiben oder sich erstmal belesen zu machen, bevor Du so selten-dämliche Vergleiche immer anstellst. Was haben denn Herman oder Schachtschneider mit Stars & Stripes oder dem DavidStern zu tun?
Das genaue Gegenteil ist der Fall. -
Nichtmal Ulfkotte vertritt einen derart rassistischen Standpunkt, den die beiden Symbole heute suggerieren..!
Du hast leider von alternativer Interessen-Vertretung links der bürgerlichen Mitte keinen Schimmer und versuchst auch nicht, dein erhebliches Informations-Defizit in diesem Bereich zu beheben, Jens.
Zwischen dem Einstehen für seine Weltansicht und billigem Rechts-Populismus / -Rassismusbesteht ein Unterschied.
Besonders wenn die vertretene und konsequent selbstkritisch reflektierte Weltanschauung zahlreicher Kopp-Autoren und Galleons-Figuren wie Schachtschneider eine sehr authentische ist, die im Gegensatz zur Bundespolitik oder den Rechtspopulisten faktische Hintergründe, Zusammenhänge und Tendenzen offenbart und diese (teilweise leicht überzeichnet) wiederspiegelt.
Doch es ist die einzige Anschauung – der einzige Blickwinkel, der Mißstände benennen und scharf zu kritisieren in der Lage ist und noch mehr, versucht durch Aufklärung und (wie unser spezieller Freund “freeman”) durch Aufforderung zum Aktivismus, diese Mißstände zu beseitigen indem Druck gegen die Verantwortlichen aufgebaut wird.
Dies ist die Herausforderung unserer (meiner) Generation, die Wahrheit zu erkennen und zur Aktivierung der kritischen Masse des Volkes beizutragen.
Da die alternativ-libertäre Szene der truther und des antikapitalistischen Blocks etc. auf einem starken Fundement fußt und das Potential zur Zusammenarbeit gegegen ist, wird in den kommenden Jahren – eventuell unter Einflussnahme der Piratenpartei – eine neue, bestens vernetzte und daher zum Erlangen signifikanter politischer Macht prädistinierte Quer-Front entstehen.
Sag mal, kriegst Du en Honorar für solche unsinnigen Behauptungen?
Druck? Auf wen? Nimmt den irgendwer das rechte Gekeife ernst? Und was Du “Aufklärung” nennst, nenne ich Vulgär-Populismus, der noch nicht einmal die allerniedrigsten journalistischen Standards erfüllt.
Das hätte genau so gut von Baldur von Schirach stammen können.
Täusche Dich mal nicht. Diese Querfront aus Wirrköpfen, Neuen Rechten, Alten Rechten, Libertären, Antisemiten und Partikularinteressierten (z.B. den Debitisten und Gesell-Fans) ist außerhalb des Internets kaum von Bedeutung. Natürlich machen 100.000 Personen im Netz den Eindruck einer Massenbewegung, in der “echten Politik” reicht das allerdings nicht.
@ egalitarist
Lass mich raten: Fantasie, Vorstellungskraft und Kreativität gehören zu deinen großen persönlichen Stärken?
Was ein Quatsch. Warst wohl noch nie auf einem Stammtisch der Piraten. Die Menschen die sich engagieren, sind alles andere als VTler etc. Solche wie du, werden da nur belächelt..
Internet != RealLife
Für was steht VTler gleich noch – virtuelle Traumtänzer?
Ich besuche unregelmäßig das Würzburger Piraten-Treffen. Ist mir schon klar, dass die PP sich nach Außen hin distanziert von der Cyber-Querfront, aber die PP ist genauso wie die Linken ein Bündnis zahlreicher Protest-Gruppierungen.
Und da ich die nächsten Monate für die bayerische PP Referenten-Veranstaltungen zu verschiedenen Thematiken mit organisieren werde, bekomme ich dadurch evtl. auch einen besseren Zugang zu diesen – genauso wie ich das mit der Kommunistischen Franktion der Linken anstrebe ;)
“Gott muss lieben verrückte Menschen .. er hat so viele davon gemacht ”
-im crazy insane :)
Verschwörungstheorie/Verschwörungstheoretiker = VT(s)
Kannst ja gerne was planen, genau wie man ehrenamtlich was machen kann, heißt aber noch lange nicht, dass du deine “Meinung” einbringen kannst oder dass gar irgendjemand condom mit dir geht.
Ludwig Hirsch deutet die Anfänge der Menschheit etwas anders.
Kann mir jemand sagen, warum libertäre stets mit der politischen Rechten assoziert werden? Ich finde diesen Punkt des Artikels schlecht ausgearbeitet, und es wird dort fast durchgehend dieser Zusammenhang dargestellt.
Ferner wundere ich mich immer noch über diese für mich seltsame Unterteilung zwischen Rechts und Links. Wer hat diesen Schwachsinn einst erfunden? Warum plappern das alle nach? Das verstehe ich überhaupt nicht.
Es gibt Staatsformen, die die Freiheit des Individuums mehr einschränken als andere. Und es gibt sogar Staatsformen, die bestimmte Gruppen von Menschen unterdrücken, diskriminieren oder gar ermorden. Ob es sich hierbei um ein Modell wie unter Mussolini, Franco, Hitler oder um die kommunistische Sowjetunion und das kommunistische China handelt, ist hierbei praktisch völlig egal.
Die Logik sagt: Ein Libertärer (nach der ursprünglichen Definition) kann sich gar nicht für solche grausamen Vorhaben aussprechen, weil er dem Staat die Mittel und die Macht nehmen will, um diese zu verwirklichen. Dies zu tun ist ein logischer Widerspruch.
soso … Logik. Das muss nicht von staatlicher Seite kommen. Guck nach Südamerika 1970er-2000er Jahre. Das erledigen dann Todesschwadronen, Drogen- und andere kriminelle Kartelle, Blackwater und Co. Muss nicht zwingend rassistisch sein, aber sozialrassistisch ist nicht besser.
Das wird auch nicht “ausgesprochen” sondern stillschweigend durchgezogen.
Das Argument, mit schwachem Staat gäbe es das nicht, ist keins.
Welche südamerikanischen Staaten aus dieser Zeit würdest Du denn nicht als zentralistisch regiert und nicht korrumpiert bezeichnen? Welcher dieser Staaten hatte überhaupt eine wirklich funktionierende Gewaltenteilung und Demokratie?
Und welche Rechte und Freiheiten hatten die Bürger dort um sich vor organisiertem Verbrechen zu schützen? Bspw. Klagen einzureichen und die enstsprechenden Prozesse zu gewinnen?
Ich bin sicher, dass sich eine demokratisch organisierte Gesellschaft das organisierte Verbrechen nicht gefallen lassen würde. Auch wenn ich eine Welt ohne jägliche Kriminalität für eine Utopie halte.
Organisiertes Verbrechen auf hohem Niveau findet fast immer mit der stillschweigenden Duldung seitens der Teile des staatlichen Apparats statt. Selbst bei uns. Schau Dir dazu mal die Seite von Jürgen Roth an. Darüber hinaus bitetet die Idee eines in alles intervernierenden Staates ein Paradoxon sondergleichen:
-Der Sozialarbeiter würde seinen Job verlieren, wenn es keine Armut mehr gäbe. Er wäre überflüssig.
-Der Polizist würde seinen Job verlieren, wenn es keine Kriminalität gäbe. Er wäre überflüssig.
-die Drogenbekämpfungsbehörde ebenso.
-Die Suchttherapeuten würden ihren Job verlieren, wenn nicht viele oder sogar die meisten ihrer Kunden irgendwann nicht rückfällig würden oder ständig neue dazu kämen. Sie wären überflüssig.
Ein solcher Staat kann diese Probleme nicht erfolgreich bekämpfen, er kann sie höchstens ‘managen’.
Das heisst nicht, dass ich die Existenz solcher Institutionen kategorisch ablehne. Man sollte nur so realistisch und ehrlich sein zuzugeben, dass es für viele Probleme keine Lösung gibt. Zumindest kenne ich bis dato keine.
Das ist relativ einfach. Libertarismus heißt (anders als Liberalismus) einen Rückzug der ordnenden staatlichen Elemente auf ein absolutes Minimum. In den Bereichen “persönliche” und “wirtschaftliche” Freiheiten markiert er somit ein Maximum. Mit den “Law-and-Order-Rechten” hat das freilich wenig zu tun, auch wenn er immer wieder von solchen Politkern (z.B. Thatcher oder Reagan) herausgekramt wird. Wer libertär denkt, möchte keinen Ausgleich, keine Förderung von Benachteiligten, keine Stärkung der Schwachen. Oder um es anders zu sagen, Libertäre machen den evoultionären Gedanken (Surivial of the fittest) zum Dogma und bieten daher dem Sozialdarwinismus freie Bahn. Wer hat Vorteile von einer solchen Politik? Natürich die Starken, wer sonst? Das ist m.E. eine rechte Politik.
Och, die “Rechten” sollten doch endlich einmal Mut haben, zu ihrer politischen Ausrichtung zu stehen. Natürlich vereinfacht die Rechts-Links-Einteilung in einigen Bereichen massiv. Als grobes Koordinatensystem passt sie jedoch.
Natürlich.
Sicher – das sind daber keine demokratischen Staaten. Hier greift das Rechts-Links-Modell eh nicht. War Mussolini rechts? Oder links? Oder beides? Oder keines? Auch Stalin und Mao sind keinesfall so einfach zu verorten.
Richtig, ein Libertärer privatisert die Verbrechen. Ist das besser? Wir sprechen hier wohlgemerkt nur von demokratischen Staaten, in denen der Staat nicht als Mörder, sondern als ordnender Faktor auftritt. Mit blutrünstigen Diktaturen, in denen der Staat eine Bedrohung ist, gilt das natürlich nicht.
Aber wieso, Jens? Hast Dich etwa noch nie mit den Ansichten von Thomas Jefferson beschäftigt?
Um die rechte des Individuums zu stärken und zu sichern, ist bspw. eine strikte Gewaltenteilung erforderlich. Darüber hinaus sind Konzepte des Föderalismus hierfür förderlich.
Es ist bis dato immer noch das bestbekannte Rezept, um die Korrumpierbarkeit des Staates auf ein Minimum zu senken und die Demokratie auch praktisch umzusetzen und zu verteidigen. Und dieses Minimum der Korrumpierbarkeit ist wichtig, um die von Dir so vehement angeprangerte politische und wirtschaftliche Macht der Konzerne und ihrer Stiftungen zu beschränken. In einem demokratischen Staat kann bspw.
Lieschen Müller den Grosskonzern xy verklagen und gewinnen.
Denn alle juristischen Personen haben die gleichen Rechte.
In einem zentralistisch regierten Staat dagegen, in dem praktisch alles reglementiert und kontrolliert wird, bis hin zu der Frage, welche Glühbirnen man benutzen darf, aus welcher Quelle der Strom zu kommen hat, ja selbst wie Gurken auszusehen haben, und wer welches Gewerbe und unter welchen Vorraussetzungen ausüben darf etc. , wird das Grosskapital hingegen immer einen Weg finden, die Politik für seine Zwecke zu instrumentalisieren, seine Konkurrenten per Gesetz anstatt durch ehrlichen Wettbewerb auszuschalten, und den Menschen seine Bedingungen aufzudrücken. Das Ergebnis davon kennen wir ja. Es ist genau der neoliberale Staat mit all seinem Lobbyismus, den Du hier so kritisierst.
Das stimmt so nicht. Viele, die libertär denken, wollen die ‘Umverteilung von unten nach oben’ stoppen. Und diese ist in vielen Bereichen staatlich verordnet. Platt ausgedrückt:
Der Staat kassiert bei den Schwachen ab, um das Geld den Reichen zu schenken.” Es gibt eine Vielzahl von Subventionen, völlig überteuerte medizinische Leistungen, einen wuchernden bürokratischen Apparat etc. Spätestens seit der Bankenkrise dürfte das jedem klar sein. Du hast doch erst vor wenigen Monaten hier darüber geschrieben.
Ein solcher Ausgang ist in einem zentralistisch regierten Staat unvermeidbar. Die Menschen sind korrumpierbar. Egal wo.
Das ist Unsinn. Der Sozialdarwinismus ist keine ernst zunehmende wissenschaftliche Theorie. Du kannst nicht zwei Menschen, von denen einer über eine sehr gute Ausbildung und enorme finanzielle Mittel vom Hause aus verfügt, während der andere aus armen und schwierigen Verhältnissen stammt und über diese Eigenschaften nicht verfügt, in einem ‘biologischen’ Wettbewerb sehen. Die Leute, die das tun, sind nicht libertär, sie sind ungebildete und menschenverachtende Quacksalber oder Nazis. Egal, was sie sonst selbst über sich behaupten.
Bis dahin gehe ich ja auch noch mit.
So viel zur Theorie. Auch der Kommunismus mag (ich denke das nicht) in der Theorie eine gute Lehre sein. Fakt ist jedoch, dass der Liberalismus in der Realität nie auch nur im Ansatz das hält, was er theoretisch postuliert. War z.B. Chile nach den Experimenten der Chicago Boys weniger korrupt? Waren die USA oder GB in der Post-Reagan- und Post-Thatcher-Ära in irgendeiner Form gerechter? Wenn man sozialdarwinistischen Prinzipien folgt, kommt dabei sicher nicht Gerechtigkeit heraus.
Die Lobbys versuchen doch letztendlich meist nur, die steuernden Elemente des Staates auszuhebeln. Nehmen wir mal die Energiepolitik. Ein echter Neoliberaler wäre hier z.B. zwar gegen die Förderung alternativer Energien und für die Privatisierung des gesamten Sektors, aber gegen monopolistische Strukturen oder Oligopole. Ein Libertärer sieht das Heil im Markt und ist fest davon überzeugt, das ein Markt gar keine Monopole hervorbringen kann. Glaubst Du ernsthaft, ohne Regularien würde es am Strommarkt nicht zu Monopolen kommen? Das ist m.E. grundnaiv. Letztendlich sind es meist die Großen, die durch den Libertarismus gestärkt würden. Die Beispiele USA und GB sollten jedem Freund der Libertarismus ein Fanal sein. Dort haben die libertären Phasen zu einer Marktkonzentration und sogar zu Oligo- und Monopolen geführt. Der heilige Markt hat versagt.
Das ist doch nur Propaganda. In toto verteilt jeder Staat (auch Deutschland) weit mehr Geld von oben nach unten als umgekehrt. Wer das umgekehrt ausdrückt, streut den Leuten doch nur Sand in die Augen.
Was für ein Blödsinn.
Dann sind für Dich Mises und Hayek “ungebildetete und menschenverachtende Quacksalber oder Nazis”? Interessant, so weit würde ja noch nicht einmal ich gehen.
Lieber Jens, Du möchtest allen Ernstes behaupten, dass ein Diktator wie Pinochet, der infolge eines mit Hilfe von Kissinger durchgeführten Putsches von Salvador Allende für die US-Amerikaner in Chile installiert worden ist, ein Libertärer war? Oder dass Reagen und Thatcher libertär waren, nur weil sie Steuern senkten, Staatsbetriebe privatisierten, Haushaltskürzungen bei sozialen Aufgaben durchführten und die Macht der Gewerkschaften einschränkten?
Nein. Das waren sie nicht. Ich schätze Dein Hintergrundwissen, mit dem Du bei vielen Artikeln brillierst, sehr, aber speziell hier hast Du leider noch Lücken.
Man kann es auch anders formulieren: Die Lobbys versuchen die Macht des Staates für die Zwecke ihrer Auftraggeber zu intrumentalisieren. Menschen auf fast allen Ebenen sind korrumpierbar.
Welche Gegenmassnahmen im Falle eines “starken Staates” schlägst Du vor, um diesem Problem beizukommen?
Nun, der Ansicht bin ich nicht. Jedoch sind Monopole nicht von ewiger Dauer, falls ihre kleinen Konkurrenten bessere technischen Innovationen vorweisen können und einen Zugang zum Kapitamarkt haben. Auf diese Weise sind schon etliche Monopole verschwunden. Ein hervorragendes Beispiel hierfür ist US Steel. Darüber hinaus sollte nicht ein Bürokrat sondern der Konsument darüber entscheiden, und die entsprechenden Produkte nicht mehr kaufen. Dies ist weitaus demokratischer.
Aha. Wie sehen denn die Zahlen dazu aus (Subventionen miteingerechnet)?
Wirklich? Nach Joaquín Almunia, Vizepräsident der EU-Kommission, erhielten die Banken von Oktober 2008 bis März 2010 etwa 4 Bio. Euro Staatshilfen, davon drei Viertel in der Form von staatlichen Garantien. Für dieses Geld hat allein der Steuerzahler aufzukommen. Dieses Geld wird bei den Ärmsten der Gesellschaft nicht ankommen. Es ist lediglich dazu da, um die Zahlungsunfähigkeit infolge der zahlreichen Abschreibungen der betreffenden Institute zu verhindern.
Lieber Jens. Wo finden sich entsprechende Zitate, welche den Sozialdarwinismus der beiden Herrn belegen sollen?
Die Rechts-Links-Unterteilung ist weitgehend orthogonal zur Autoritarismus-Liberalismus-Achse, d.h. die Frage, ob eine Ideologie rechts oder links ist, hat nicht unbedingt etwas mit der Frage dieser Ideologie zu staatlicher Gewalt, individueller Freiheit, zur Demokratie usw. zu tun.
Die Grund-Unterscheidung zwischen Rechten und Linken entspringt aus deren Menschenbild.
Rechte gehen, ganz grob vereinfacht und neutral gesagt, davon aus, dass das Leben ein Konflikt egoistischer Interessen ist, und das Ziel des politischen Handelns dem Gewinnen dieses Konfliktes entspricht. Die Loyalität der Rechten liegt dabei bei der eigenen Gruppe (Individuum, Familie, Seilschaft, Rasse, Kulturkreis, Nation o.ä.), deren Interessen gegenüber dem feindlichen Rest der Welt durchgesetzt werden müssen.
Wer diese Gruppe ist, und auf welchem Wege ihre Interessen durchgesetzt werden können (z.B. diktatorische Machtaneignung, oder Abschaffung eines die Eigeninteressen limitierenden Staates) und welche Mittel erlaubt sind, unterscheidet die jeweiligen rechten Strömungen.
Beispielsweise war Hitlers Gruppe die “deutsche Rasse”, innerhalb welcher er einen Interessenausgleich zwischen den ökonomischen Klassen (allerdings nicht deren Abschaffung) anstrebte, und die er von “Fremdkörpern” (insbesondere “Juden”) befreien wollte, um sie fit für den kolonialen Kampf gegen andere Rassen zu machen. Für Hitler waren alle Mittel erlaubt, und auch notwendig, da er den Feinden (Juden, Sozialdemokraten, Kommunisten etc.) dieselbe Radikalität (aber geringere Fitness) unterstellte.
Auch Sarrazin ist entsprechend dieser Definition ein Rechter (seine Gruppe ist das gebildete, westlich geprägte Bürgertum), aber selbstredend würde er keine Auslöschung der minderwertigeren Gruppen fordern, sondern wünscht sich lediglich, dass die Fremdkörper von der eigenen Gruppe nicht allzusehr alimentiert werden. Schon damit verläßt er aber den Konsens der Sozialdemokraten. Er passt aber weder in die NPD noch in eine Stadtkewitzpartei, weil er dort weder seine In-Group noch seine Vorstellungen von Demokratie reflektiert sieht.
Linke gehen, ebenso vereinfacht und neutral gesagt, davon aus, dass das Ziel politischen Handels die Erreichung allgemeinen Lebensglücks darstellt, also dem Ausgleich der Interessen aller gerecht werden muss. Wer alle sind (ob z.B. die Tiere mit dazugehören), wie man mit denen umgeht, die ihre egoistischen Interessen über das Allgemeinwohl stellen, was genau die allgemeinen Interessen sind, auf welchem Wege sie durchgesetzt werden können (z.B. diktatorische Machtaneignung, oder Abschaffung eines egoistische Interessen verteidigenden Staates) und welche Mittel erlaubt sind, unterscheidet die jeweiligen linken Strömungen.
Linke, die Gewalt zur Durchsetzung ihrer Vorstellungen ablehnen, werden von Nicht-Linken übrigens oft als “Gutmenschen” bezeichnet.
Und der Mond ist aus Käse.
Genau, warum nicht mal die große Blechtrommel schlagen. Wenn schon Messiaskomplex, dann richtig.
Darauf freut sich wohl schon jeder hier. Endlich mal eine alternativ-libertär-nihilistisch-anarchistisch-rechtspopulistisch-antikapitalistische-querfrontische Volksfront.
Einmal Otternzungen und Popcorn bitte.
@egal 27&28
Du hattest doch noch vor kurzem im Linkspartei Forum auf StudiVZ einen mittelschweren “Weinkrampf”, weil du trotz angeblich, erheblicher Bemühungen, keinen Praktikumsplatz bei einem Abgeordneten der Linkspartei bekommen konntest .
Endlich weiß ich warum :)
Danke
linkspartei forum in stvz, wo man sich überall rumtreiben kann, wer hätte das erwartet. :D
Ja, ein Gruppenforum eben, ist nichts offizielles sollte man vielleicht dazusagen :)
Aber Trolle den Honigtopf vor die Nase setzen kann auch mal ganz witzig sein :)
Und wie sieht die Inkarnation eines Goslarschen Kleinbürgers aus? Wie Sigmar Gabriel? Oder wie Jens Berger?
Der Artikel deckt sich mit meiner Wahrnehmung dieses adoleszenten Trios, das so gern in der großen weiten Welt der Polititk mitspielen möchte, aber nicht kann.
Meine Anmerkung gilt dem letzten Absatz, in dem der Spiegelfechter den Sarrazin prominent zitiert. Äusserungen derartiger Faschisten sind nicht als strategische Festlegung zu verstehen, sondern vor allem darauf hin zu untersuchen, gegen wen sie sich richten, wer den mühsam unterdrückten Hass des zu kurz gekommenen Kleinbürgers zu spüren bekommen soll. Und in der TV Diskussion, in der dieses Zitat fiel, liess Deutschlands Bestseller Autor Nr.1 sich nicht lange bitten, Es ging ihm darum, die Linke zu bashen, wie er deutlich kurz darauf klarstellte.
Es wäre fatal, die Äusserungen unter anderen Gesichtspunkten als diesen zu betrachten. Der Oberlippenbart wird weder vors Gericht ziehen, um bei der Deutschen Bundesbank zu verweilen noch wird er sein Parteibuch mit ins Grab nehmen. Genauso wenig wird er zögern, sich einer Partei anzuschliessen, wenn sie nur seiner Eitelkeit und seinem Geldbeutel genügend schmeichelt. Zumindest ist das zu keiner Zeit ausgeschlossen. Einen notorischen Lügner inhaltlich ernst zu nehmen, bedeutet, ihm schon auf den Leim gegangen zu sein.
Abgesehen davon hat mich der Artikel sehr amüsiert. :D
Ich gebe, dir Jens, absolut recht, dass diese zerstrittenen Rechten allenfalls rechte Blogs bespaßen kann. (zum Glück) Allerdings glaube ich schon, dass das Thema “neue Rechte-Partei oder neue Konservative Partei” etc die Massenmedien beschäftigt.
Aber anders als die neue Kleinbürger -Partei es sich erhofft. Die konservativen Medien nutzen das Thema, Sarrazin und Neue Rechtspartei dazu, die Volksparteien wieder ihre rechten Stimmen Verhör zu schaffen. Die NDS haben schon darauf hingewiesen
http://www.nachdenkseiten.de/?p=6652#more-6652
Siehe Diskussionen der letzten Woche. “Ist die CDU noch konservativ genug” “Wo ist das Konservative”
..und in der SPD melden sich die rechten Sozis (Steinbrück und Doynanni), die Sarrazin in der SPD halte wollen…..
Vielleicht tragen dann doch die neuen Kleinbürger um René Stadtkewitz und Sarrazin´s PR-Kampagne dazu bei , die Volksparteien noch weiter nach rechts rücken zu lassen..? Irgendwann..je nachdem wie lange das ganze bei Berlin-Direkt und anderswo diskutiert wird.
Aber grundsätzlich sollten wir das wirklich nicht ganz so hysterisch sehen..und bestimmten Interessengruppen so wenig Marktplatz wie nötig geben… da stimme ich dir zu!
Was soll denn dieses Geschwafel über die Kleinbürger? Wer soll denn das sein und welche anderen gibt es noch? Und zu welcher Gruppe zählen Sie sich?
Wenn Sie sich persönlich beleidigt fühlen, bitte ich um Entschuldigung, Das war nicht meine Absicht ;)
Jens Berger du bist der typische linke Meinungsfaschist mit Beißreflexen eines pawlowischen Hundes, diese infantilen Photos mit den Adolf Schnauzer zeigen das Niveau deines Intellektes sehr deutlich, und der Hass-Sabber das aus deinem Mund tropft zeigt den Ausmass deiner geistigen Verwirrung. Mann bist du ein peinlicher Geselle. Ich hab aber ein schönes Bildchen für dich:
http://www.bilder-space.de/bilder/76862c-1284392062.jpg
Müsste doch dein Herz erwärmen, wenn du dein Idol zusammen mit deiner Religion auf einem Bild siehst, druck dir das aus, hänge in der Toilette auf und geniesse.
*schmatz* ;-)
Ich wusste es, dass dir das Bild gefällt ist doch dein Niveau.
Ey Typ: Du bist krank – ernsthaft.
*plonk*
Der arme Dativ :(
Wieso stehen PIpifanten, die von Intellekt schreiben, immer mit der deutschen Rechtschreibung auf Kriegsfuß?
Das habe ich weiter oben schon erläutert.
Damit eine rechte Partei Erfolg haben kann, brauchst du – erstens – einen wirklichen ‘Anlass’, einen Vertrag von Versailles oder so, aber keine kalte Ente à la Sarrazin, Zweitens brauchst du die dazu passende ‘Schnauze’ – auch die ist bisher weit und breit nicht zu sehen. Bisher sind’s alles zweitklassige Kulissenchargen.
Ob die kalte Ente ausreicht, wird sich bis zur nächsten Bundestagswahl zeigen. Die wirkliche oder eingebildete Überfremdung ist kein deutsches Phänomen, sondern weltweit vorhanden, weil genetisch bedingt.
Und das ist das tröstliche: Diese Gene haben alle Menschen gemeinsam. Die Unterschiede zwischen den Völkern, Rassen, Klassen sind zwar vorhanden, aber die Gemeinsamkeiten auch. Letztere erscheinen mir sogar größer.
Aha, Überfremdung ist also “genetisch bedingt”. Wie meinst Du das? Ich bin ja schon gespannt, was nun von der Hobby-Anthropologenfront kommt ;-)
@spiegelfechter
“Aha, Überfremdung ist also “genetisch bedingt”. Wie meinst Du das? Ich bin ja schon gespannt, was nun von der Hobby-Anthropologenfront kommt ;-)”
Stöööhn, der kleine Carsten, hat bei seinen Nazis gelesen, daß er sich nicht mir fremdgenetischen “Negerinnen” paaren darf, weil “Rassemischlinge” Gensalat seien. Es sei am Allersichersten, Gensalat zu meiden, wenn Carsten seine Inzucht ;-) ;-) unter reingenetisch-reinrassigen Ariern suche und “Fremdgene” meide.
Daß die “Überfremdung” genetisch bedingt ist, sieht Carsten schon an der rassereinen Hunderasse, die unser Carsten Penkella (;-) bereits nach zwei Runden Inzucht an den sabbernden Hängeschnauzen, knochenerweichten krummen Beinchen, sodaß Carsten seinen Liebling am Hundehalsband rutschend durch die Gegend ziehen muß. Carsten selbstbemitleidend: “Und das ist das tröstliche: Diese Gene haben alle Menschen gemeinsam.”
@ Carsten, gehe doch einfach mal davon aus, dass du 99 % deiner Gene mit dem Schimpansen gemeinsam hast. Wie ich und der Sarrazin auch. Der Rest von einem Prozent ist zu vernachlässigen.
Wenn ich jemanden von Überfremdung reden höre, dann erfahre ich zwar viel über sein ‘Fremdeln’ in diesem Land, aber wenig über Fakten.
Der war gut! Die CDU hat selbst ehemalige NSDAP Mitglieder aufgenommen und zu Ministerpräsidenten gemacht. Ob da die PRO-Parteien oder die “Freiheit” wirklich schlimmer sind?
Also ich glaube nicht, dass die CDU ein moralisches Problem hat, es dürfte wie immer nur um Macht und Geld gehen und René Stadtkewitz, ist für die Berliner CDU Führung offensichtlich eine Bedrohung, denn er könnte den farb- und meinungslosen Frank Henkel wohl mit Leichtigkeit verdrängen.
Aber das waren doch andere Zeiten. Adenauer hat das mal mit dem Satz “Wenn ich kein sauberes Wasser zum Waschen haben, dann muss ich eben dreckiges nehmen!” kommentiert. Und heute – das wissen wir doch alle *g* – gibt es so viel sauberes Wasser, dass wir bis zum Hals darin stehen.
Erinnere mich noch, als die Sache mit Stefan König los ging .. ein paar Äußerungen hier, ein paar Blogbeiträge da und schon war jedem klar, wie der Herr tickt..
Das Problem war ganz einfach, dass man ihn nicht direkt los werden konnte, da die Piratenpartei (PP) ja auch für Meinungsfreiheit etc. steht und man seinen Senf unter diese einordnen konnte. Wie sähe das auch aus, wenn eine Partei mit den Zielen bei sich selber dagegen “verstößt”. Aber genau diese “Meinungsfreiheit” war es auch, die natürlich die ganzen Spinner zu uns gelockt hat. Die Rechten, die Linken, die VTler, usw. Erinnere mich noch an ein lokales Parteitreffen, wo auch so einer war.. ich sag euch, das war ein Erlebnis. Wobei der glaub ich auch noch auf Drogen war.
Aber die Außenwahrnehmung leidet ja gerade unter diesen Leute, weil diese fanatischen Personen ja gerade auch die sind, die am meisten im Netz schreiben und kommentieren und unter diesen leiden natürlich alle, die sich wirklich engagieren und was bewegen wollen ..
Na klar, das ist natürlich ein Problem. Aber da sollte man dann schon zwischen Parteimitglied und Bundesvorstand unterscheiden. Es ist bestenfalls naiv, sich selbst so ein faules Ei ins Nest des Bundesvorstandes zu legen.
Tja, äh, das war dumm gelaufen. 2009 war ne etwas turbulente Zeit und wenn der Marsch durch die Institutionen wegfällt, dann hat das halt nicht nur Vorteile.
Das schöne daran ist, wenn man solche Fails in jungen Jahren abzieht, macht man sie später nicht so leicht wieder. Das ist wie mit den Masern. ;)
Ich denke Herrn König aus der Piratenpartei auszuschliessen hat nichts mit der Einschränkung der Meinungsfreiheit zu tun. Meinungsfreiheit bedeutet, dass jeder frei und ohne Konsequenzen befürchten zu müssen seine Meinung kund tun darf. Und selbstverständlich kann hier auch eine Partei sagen: “Wer solch idiotische Meinungen vertritt hat in unserer Partei nichts verloren.”
Wenn ich dummes Zeug rede, dann muss ich auch (ganz im Sinne der Meinungsfreiheit) damit leben, dass andere, dass was ich von mir gebe dummes Zeug nennen.
Ich glaube nicht, dass die rechte “Journalie” wirklich eine Rechtspartei möchte. Ich glaube, dass “Springer” et. al. den Kurs der CDU nach rechts korrigieren möchte. Merkel gibt man im Moment noch die Möglichkeit das selbst zu tun – noch. Welcher Reaktionär möchte seine eigene Machtoption schwächen? Irgendwann wird es selbst für die 4 Besatzungsmächte (e.on, rwe…) zu teuer vier Parteien zu schmieren (fdp,cdu,csu, irgendwas).
Die liberale, vielleicht leicht sozialdemokratische Journalie (Anwesende nicht ausgenommen) suhlt sich hingegen in wohligem Schaudern, ob der Rechtsoption und pusht damit indirekt die Ziele der rechten Medien.
Das gegenteilige Vorgehen, konnte man bei der sPD vs. Linke sehen. Wurde da etwa versucht, die alte SPD wieder nach links zu schieben, wohin sie eigentlich gehörte? Nö; sPD nach rechts und die Linken totschweigen oder diffamieren.
Die gegenwärtige Diskussion sagt genauso viel über den Einfluss der Medien aus wie über die irrationale Befindlichkeit der Bevölkerung.
Vielleicht ist es noch nicht einmal eine Kampagne; vielleicht auch nur die zu Papier und Webseiten geronnen Ignoranz gegenüber diesem gefährlichen Spiel.
Es wird Zeit das eine neue Sau durch das rechte Dorf getrieben wird. Die Illusionen am rechten Rand müssen geschädigt werden, anstatt denen eine neue Perspektive aufzuzeigen. Stattdessen haben wir eine Diskussion, was den so den durchschnittlichen Konservativen ausmacht. WTF! Auf die Idee, dass Blödheit, Chauvinismus und Geldgier die herrausragenden Merkmale eines guten Konservativen ausmachen, kommt wohl keiner mehr.
Es macht doch keinen Sinn den Vuvuzelas der kleinbürgerlichen Spießigkeit (Gauweiler, Sarrazin, Clement, ZDF Nachrichten ………) eine Laber-Plattform für deren pseudo-konservative Krawallakustik zu bieten.
Zieht deren Leichen aus dem Keller!
Hat Stoiber nicht mal D in Grenzen von 1937 gefordert? War es nicht Gauweiler, der heute hochgejubelte Freiheitskämpfer, der HIV-Infizierte internieren wollte? Wo ist denn die politische Heimat der kirchlichen Kinderficker?
Imho: Erika Steinbach ist in Moment das ideale Opfer, um konservative Werte der Lächerlichkeit preiszugeben. Und genau wie Sarrazin, kann Sie die Klappe nicht halten. Also drauf auf die Alte – medial gesehen.
Genug gemeckert.
Full ACK. Von den “Oberen” bei Springer und Co. will niemand eine Rechtspartei. Die lieben Kollegen unterhalb der Chefetage hätten alledings nichts dagegen, ist ihnen die “Konsenssoße” doch ein Graus. Ein Journalist lebt von Schlagzeilen und was liefert bessere Schlagzeilen als Sarrazin und Co.?
Zitat:
“Der gelernte Metallurge taugt weder als Volkstribun”
“Horizont eines (ehemaligen?) (arbeitslosen?) Sportlehrers(?)”
Ich habe mich verirrt, ich habe den Kreis der Uebermenschen versehentlich beim Surfen gekreuzt.
In der Sphaere der geistigen Elite der Germanistik-Studenten mit Nebenfach 12h-Berufsblogger und Berufsziel Hartz-IV oder “Taxisubunternehmer” kann ich nicht mithalten.
Ich wuerde sicher auch zuviele Rechts’schreibfehler machen, die man mir spaeter als Dummheit auslegen duerfte.
Der Blog steht ja auch unter dem Motto: Die Linke schafft sich ab.
Versehentlich – wer’s glaubt.
Nö, Deine selektive Wahrnehmung und wirren Rants reichen da vollkommen aus.
Surft ihr PI-ler vor lauter USA-Freundschaft jetzt mit englischer Tastaturbelegung, oder warum gehen euch die Ümlauts aus? Weiterhin würde mich interessieren, was Du gegen Germanistik-Studenten und Taxifahrer hast. :)
Wie dramatisch! Hoffentlich hast Du keinen Schaden für Leib und Seele erlitten!
Wie schade – herzliches Beileid.
Weckt mich bitte, wenn noch ein Sack Reis umfällt – oder wenn die irgendwo mehr als 2% kriegen (also nie).
“Mit Doll und Koenig kann man zwar rechte Blogs bespaßen, den Weg in die klassischen Medien wird man mit diesen Schmalspurpopulisten jedoch nicht finden. ”
Immerhin haben Doll und Koenig ja schon mal den Weg in die linken Blogs gefunden;-)
Überhaupt ist es ein interessantes Phänomen, in einen ellenlangen Beitrag drei angeblich völlig uninteressante graue Mäuse zu besprechen. Wenn sie wirklich uninteressant wären, hätte dieser Beitrag ja wohl flach fallen müssen.
It’s the logic!
Oh, es ist auch interessant, etwas Uninteressantes zu analysieren und manchmal ist das Banale hochdramatisch ;-)
Irgendwie daneben. Populismus bleibt Populismus. Was du hier veranstaltest, ist nichts anderes, als das was Sarrazin gemacht hat, nur halt vom extrem linken Rand. Glaubst du das bringt etwas? Du spaltest und machst bringst die Diskussion genauso wenig durch deine lächerlichen Nazi-Vergleiche voran. Hattest wohl einen Eimer braune Farbe über, den du mal fix loswerden wolltest?
Islamkritik ist nicht von Grund auf verwerflich, wenn sie nach den normalen Regeln einer Diskussion geführt werden. Da aber Islamkritiker hierzulande und auch in anderen Ländern einfach mal fix braun gemalt werden, muss man anscheinend härtere Töne anschlagen, um überhaupt noch gehört zu werden. Islamkritik wird es in der Bevölkerung geben, solange es einen Grund dazu gibt. Natürlich kann ich in einer Diskussionsrunde wunderbar integrierte Musterbeispiele mit „ich spreche fünf Sprachen fließend“ hinsetzen. Nur gibt es denn Statistiken, wie es wirklich aussieht? Und wenn es welche gibt, warum werden bedenkliche Zahlen dann kleingehalten und Übereinstimmungen zwischen bestimmten Punkten und Islam als „rein zufällig“ abgetan?
Und zwischen Moscheenverbot und Minarettverbot ist wohl schon noch ein Unterschied, oder? Das Minarett ist ein Zeichen des politischen Islam, das nicht zum Gebet ruft, sondern die Überlegenheit des Islam in die Welt hinausruft. Da gegen zu sein, ist etwas komplett anderes als eine Moschee verbieten zu wollen. Seltsames Land. Die Kreuze werden durch Gerichtsbeschlüsse abgehängt (was ich in Ordnung finde, ich bin für ein säkulares Land), aber andererseits werden dann Gebetsräume eingerichtet. Eine Diskussion ist dringend nötig, sonst wird sich das eines Tages unschön entladen. Der Islam muss in Europa genauso Kritik standhalten, wie die christlichen Kirchen, sonst ist ein Zusammenleben hier mit Sicherheit nicht möglich.
Ach Gottchen, vom “extrem linken” Bereich also? Und dann auch gleich noch Sarrazin reloaded? Schon klar, lieber Stefan ;-)
Wo ist denn im Text ein Nazi-Vergleich? Klär mich doch bitte auf. Oder kann es sein, dass Du den Artikel gar nicht gelesen hast? Ist das vielleicht die Sarrazin-Parallele? Man weiß so wenig.
Natürlich nicht, behauptet das irgendjemand?
Welche “Islamkritiker” meinst Du denn? Etwa die eines Bassam Tibi, der zwar sicherlich streitbar, aber keinesfalls “braun gefärbt” ist? Oder einen Tilman Nagel?
Was Sarrazin, Wilders oder Ulfkotte machen, hat mit “Islamkritik” nichts zu tun. Genau so gut könnte man “Protokolle” als Kritik an Judentum bezeichnen.
Was hat eine Religion mit der Fähigkeit zu tun, verschiedene Sprachen zu sprechen?
Ach Quatsch. Du solltest nicht so viel Unfug lesen.
Natürlich muss jede Religion Kritik standhalten. Wo ist das Problem? Aber auch Kritik muss natürlich Kritik standhalten.
“Das Minarett ist ein Zeichen des politischen Islam, das nicht zum Gebet ruft, sondern die Überlegenheit des Islam in die Welt hinausruft.”
Jau Bingo, ein islamisches Phallussymbol, hihi, aber sind Kirchtürme nicht auch sowas, da hängen ja sogar Glocken dran. Naja, wer den SF am extrem linken Rand verordnet.
….”da hängen sogar Glocken dran”….
Naja…..sagen wir besser “der Familienschmuck”;-)
Ja richtig;-) dieses christlich, dominante Glockengebimmsel bringt mich imma ganz durchananda und das fiese ist, wir bezahlen das alle auch noch, egal ob Muslim, Atheist oder Buddhist:
http://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,699422,00.html
soviel zum säkularen Staat
Immer diese Kirchenfeindlichkeit!!!1
Die sind doch so schön goth und auf den Bänken kann man doch schlafen wenn’s mal wieder länger dauert, außerdem hat das Gebimmel sowas heimeliges…
Was da allerdings an Kroppzeuchs rumläuft, da schaudert’s mich als wirklich.
:)
Warum soll es uninteressant sein, wenn drei selbsternannte Abendlandretter eine Splitterpartei gründen und das zu Verwerfungen in der rechten Szene führt?
Ich finde das interessant und amüsant.
Genau, nun laßt die Jungs doch mal ran! Nicht immer im Vorfeld komplett zerlegen, das machen die im besten Falle auch selber. Bisher kannte ich sie jedenfalls nicht. Mit diesem Artikel haben sie nun etwas mehr Öffentlichkeit. Ist das gut oder schlecht?
@ SF
Interessanter Artikel.
Meine Meinung:
Ich denke auch, dass diese “Partei” eine Schnellverschwinderpartei wird. Leider.
Warum leider?
Leider, weil ich es begrüßen würde, wenn es eine neue Partei rechts der CDU gäbe, die nicht das Schmuddelimage der bisherigen hat, denn dann werden viele CDU-Wahlenthirnte genau dorthin abwanderen und die Partei nicht stark genug für politischen Einfluss machen, dafür aber die CDU-Ergebnisse weiter nach unten drücken – ein Nebeneffekt, der mich begeistern könnte: Trotz Rentner & Vollprols weniger CDU-Stammwähler!
Zu Schachtschneider:
Ich kenne von ihm nichts, bis auf seine EU-Einschätzung, die in weiten Teilen zutreffend erscheint. Trotz seines gewöhnungsbedürftigen Stils hätte dieser Mensch das Potential, mehr Menschen um sich zu scharen. Dass er dem rechten Lager zuzurechnen ist, war mir bisher nicht bewußt, da ich diesen PI-Schmutz normalerweise zu vermeiden suche.
Allerdings Leute wie er hätten vielleicht das Potential, eine CDU-Schwächungspartei zu schaffen. Durchaus begrüßenswert. Dann brauchen wir nur noch eine SPD/GRÜNE/FDP-Schwächungspartei und vielleicht kann dann der beeindruckende Korruptionsgrad der deutschen Regierung gesenkt werden.
Schachtschneider ist nicht ohne – und seine Lissabon-Kritik ist in weiten Teilen abstrus. Es gibt gute Gründe gegen Lissabon, Schachtschneiders Punkte gehören m.E. nicht dazu. Ich bezweifele auch, dass sie juristisch überhaupt haltbar sind. Vor Gerichten hat er jedenfalls stets verloren.
“Leider, weil ich es begrüßen würde, wenn es eine neue Partei rechts der CDU gäbe, die nicht das Schmuddelimage der bisherigen hat, denn dann werden viele CDU-Wahlenthirnte genau dorthin abwanderen und die Partei nicht stark genug für politischen Einfluss machen, dafür aber die CDU-Ergebnisse weiter nach unten drücken – ein Nebeneffekt, der mich begeistern könnte: Trotz Rentner & Vollprols weniger CDU-Stammwähler!”
Gäbe es eine solche Partei und käme sie auf über 5%, könnte sie auch mit CDU, FDP vlt. sogar SPD koalieren, so what ? Das rechte Wählerpotenzial ist nun leider einmal da.
@all
Wer sich wundert, woher die seltsamen Kommentare einiger “Pipifanten” kommen. Ein gewisse Gudrun Eussner, die in rechten Kreisen vergöttert wird, hat diverse rechte und ultrarechte Medien angeschrieben und sie auf diesen Artikel aufmerksam gemacht. Ich habe eben die Mail zu Gesicht bekommen. Lustig *rofl*
[Ja der Name Eussner ist bekannt. *schauder*]
Naja, “wundern” nun nicht direkt – man kennt ja die…äh…Zielgruppe.
Aber ich hatte Dir schon noch ein oder zwei Tage Schonfrist gegeben. :P
hmm,
nie gehört von dieser Frau.
Muss gestehen, dass ich erst die letzte Zeit mitkriege, was ‘PI’ ist.
Wenn ich mir die Seite der gutsten so anschaue, scheint sie ja hptschlch mit Links zu operieren.
zB:
…Was das Schaf zu blöken hat…
http://www.eussner.net/schaf_2005-08-31_14-41-03.html
Was hat es zu blöken?
Ca 200 Links, die wohl alle bestätigen sollen, was sie so denkt.
Linkorrhoe.
Keiner liest das.
Das ist mal klar.
Es scheint also darum zu gehen, eine Meinung X durch einen Linkhaufen scheinbar zu bestätigen.
Darin eingestreut verschmitzte Hinweise via Judenwitzchen oder sonstwas.
Die Illusion eines Gedankenkosmos, der sich über Andeutungen aufspannt.
Der Fan weiss schon, was gemeint ist.
Gefährlich das!
Manchmal gurgelt mein Ausguss auch so.
Und dann frage ich mich, was er mir sagen will?
Das Netz hilft!
Abfluss verstopft – was tun?
Hier werden Sie geholfen!
Ein dankbarer Leser:
…
Die Tipps zum Thema Abfluß verstopft sind echt gut. Kann die Seite weiterempfehlen und hoffe, dass noch weitere Ideen gegen verstopfte Abflüsse dazukommen.
…
Kenne die Dame nicht. PI hat aber schon vor Tagen dazu aufgerufen, in linken blogs den Diskurswechsel voranzubringen. Dazu gehörte Weissgarnix und der Spiegelfechter. Die Aufforderung war aber völlig in Ordnung: Der Autor forderte eine inhaltliche Auseinandersetzung. Die braucht man ja nicht zu scheuen, denke ich.
Och nö, versuchen die sich mit ihren dürftigen Mitteln mal wieder in Agitation?
Langweilig, wenn jetzt wieder die selbsternannten Abendlandretter alles mit ihren dämlichen Phrasen zumüllen.
Als “Normaldenkender” muss man die Dame auch nicht kennen. Frau Eussner war früher mal als Autorin für linksextreme “Zeitungen” unterwegs und hat vor einigen Jahren (Mahler, ick hör Dir trappsen) den kleinen Schritt auf die andere Seite des Spektrums vollzogen. Neben unverkäuflichen Büchern schreibt sie momentan vor allem als – nicht sonderlich talentierte – Gastautorin im Broder-Umfeld. Wie gesagt – man muss sie nicht kennen.
Zum Thema PI und die Forderung, “linke Blogs” mit Argumenten zu beackern: Hier unterscheiden sich aber Theorie und Praxis, Anspruch und Wirklichkeit. Natürlich gibt es auch einige Personen aus dem PI-Umfeld, die geistig in der Lage sind, Sachdiskussionen zu führen. Aber machen wir uns doch nichts vor – der Großteil der Leserschaft versteht unter einem solchen Aufruf etwas ganz anderes.
@ 48
Och, die will ich auch lesen. Bitte, bitte…..
nee, Mails veröffentliche ich nicht.
Polemik von links habe ich schon scharfsinniger und witziger gelesen. Deshalb kommt hier auch kein richtiger Streit auf, zu dem ich nun beitragen möchte. Mit meiner Gegenpolemik von rechts verzichte ich wie der Artikel auf zeitraubende Differenzierungen.
Was die Junglinken ignorieren, ist das fundamentale Scheitern des Sozialismus. Nun kommen Sie wieder angeschlichen mit “sozialer Grechtigkeit”, als wenn die Kapitalisten ihren vermeintlich gezielten Plan zur Vereledung des Proletariats nicht schon längst aufgegeben hätten. Sich selbst unkritisch gegenüberstehne Linke sind gescheiterte Existenzen, die im Kapitalismus keinen wirtschaftlichen Erfolg oder Anerkennung bekommen. Kurzerhand wird die Realität als “Schweinesystem” umgedeutet und man macht sich zum Anwalt aller Unterpriviligierten, um zumindest von diesen und untereinander ein Schulterklopfen zu ergattern.
Schon das ständige Einfordern der Menschenrechte erhebt sie über jene, die zunächst die wirtschaftlichen Grundlagen dafür schaffen wollen. Aber was interessiert die Linken wo die Kohle herkommt? Die vorhanden Mittel müssen nur gerechter verteilt werden. Auf der Ausgaben-/Verteilungsseite sieht der Sozialismus auch ganz nett aus und bekommt jene Wähler, die sich ebenfalls wenig scheren wer anschafft. Auf der Einahmeseite ist das Versagen komplett, weil Leistungsträger nicht sozialistisch motiviert werden können. Der natürliche Egoismus ist imer noch unschlagbar als Arbeitsmotivation, und in der sozialen Markwirtschaft ist die Vereledungen der Massen nur noch als relative Armut umzudeklarieren.
Das soll eine “Polemik” sein? Na ja, *hüstel* Altmännergemurmel trifft es wohl besser.
Der natürliche Egoismus an sich ist schon so ne Sache, besonders in der neuen sozialen Marktwirtschaft.
Arnulf Baring – bist du’s?
@Chat Atkins, ok, du hast mich enttarnt. Du glaubst ja garnicht, wie es sehr es mich ankotzt, in Talkshows immer noch den neokonservativen alten Prof. Dr. jur.Arnulf Baring zu geben und das offensichtliche fundamentale Scheitern des Kapitalismus vertragsgemäß ignorieren zu müssen. Schon am 19.11.2002 forderte ich als quasi neuer Arnulf Baring in der FAZ die “Revolution”, daß die “Zeit reif für einen Aufstand ist” angesichts einer Krise wie Anfang der 30er Jahre:
“Selbst Kinder wissen inzwischen, daß Deutschland seit langem im steten Niedergang ist, der sich …gewaltig beschleunigt hat und große Unruhe auslöst, weil keinerlei Aussicht besteht, unter den herrschenden Verhältnissen unserer Konsensgesellschaft die zunehmende Stagnation zu überwinden und die Situation des Landes zu stabilisieren. Für das Notwendige mag man den längst verschlissenen Begriff der “Reform” nicht mehr in den Mund nehmen. (…)
Man darf sich nichts vormachen: Nicht nur die Regierung ist, wenige Wochen nach ihrer Wiederwahl, innerlich bereits am Ende – auch wenn sie sich mit Flickschusterei, mit Minimallösungen, die das Debakel aufschieben, eine Weile noch durchhelfen kann. Deutschland ist auf dem Weg in eine westliche “DDR light“. Ein Symptom dieser Entartung ist die Tatsache, daß rund achtzig Prozent unserer Abgeordneten aus dem öffentlichen Dienst, aus den Gewerkschaften kommen. Im Bundestag sitzen unter sechshundert Abgeordneten bestenfalls ein Dutzend, die wirklich etwas von Wirtschaft verstehen. Ein bürokratischer Apparat lenkt seinen Staat ohne klare ordnungspolitische Vorstellungen, ohne je die Welt gesehen, ohne je eigene Erfahrungen im Wirtschaftsleben machen zu müssen: eine drohnenhafte Herrschaftskaste. “(…)
Es festigt sich im Lande die Überzeugung, daß unser Parteiensystem, in welcher Farbkombination auch immer, den heutigen Herausforderungen in keiner Weise gewachsen ist und daher von der Krise verschlungen werden wird, wenn es nicht die Kraft zur durchgreifenden Erneuerung findet. Wenn unsere Parteien weder programmatisch noch personell in der Lage sind, die Bevölkerung mit klaren Alternativen zu konfrontieren und damit Richtungsentscheidungen zu erzwingen, ist diese Republik am Ende.(…)
Man muß gerecht sein, darf nicht übersehen, daß unsere Verfassung ihrerseits durchgreifende Lösungen erschwert. Die heutige Lage zeigt, bei einigen Verschiedenheiten, Ähnlichkeit mit der Krise am Anfang der dreißiger Jahre. (…)
Das Grundgesetz hat vier Jahre nach dem Ende der braunen Diktatur aus damals verständlicher Angst vor der Wiederkehr eines Führerstaates keine praktikablen Regelungen für den innenpolitischen Ernstfall geschaffen. Niemand wird heute eine demokratische Diktatur fordern. Aber was wird, wenn die normalen Verfahren nicht mehr greifen? (…)
Die Geduld der Deutschen ist, wenn nicht alles täuscht, am Ende. So wie bisher geht es auf keinen Fall weiter.Die Situation ist reif für einen Aufstand gegen das erstarrte Parteiensystem. Ein massenhafter Steuerboykott, passiver und aktiver Widerstand, empörte Revolten liegen in der Luft.
Bürger, auf die Barrikaden! Wir dürfen nicht zulassen, daß alles weiter bergab geht, hilflose Politiker das Land verrotten lassen. Alle Deutschen sollten unsere Leipziger Landsleute als Vorbilder entdecken, sich ihre Parole des Herbstes vor dreizehn Jahren zu eigen machen: Wir sind das Volk!
http://www.arnulf-baring.de/html-dateien/presse_buergeraufdiebarrikaden.htm
Na, süsstewoll, ich hörte dir doch gleich den Sound jener weltentfremdeten Greise an, die ihr unausweichliches Herantorkeln an den Grabesrand gleich mit dem Ende der Welt zu verwechseln pflegen – und dann begreiflicherweise einen Aufstand noch aus dem Grab heraus gegen diesen Skandal predigen. Zombietum heißt so etwas in der Fachsprache, glaube ich …
Wir sprechen uns wieder, wenn du “Outgesourct” wurdest, und nach 12 Monaten von ALG1 auf 359 EUR-Diät gesetzt wurdest. Ehrlich, Leuten wie dir ist das aus Gründen der persönlichen Weiterentwicklung durchaus zu wünschen.
@ SF
Wenigstens ein paar Stellen oder umschrieben – alleine damit man mal nachvollziehen kann, welche Sprachbilder und welche Formen der Paranoia gerade auf der Seite wider jeder Vernunft grasieren.
Gerade eben “streite” ich mich mit der Eussnerin wegen ihrer mangelhaften Lesekompetenz. Man sollte solchen Leuten aber kein Forum bieten.
Na, mit dem Recht auf geistiges Eigentum hat sie es offenbar auch nicht so.
Den Volltext von Sarrazins Buch über einen Link in der Linkliste zur Verfügung stellen? Ob das dem Thilo wohl gefällt?
NunJa, die einschlägigen Puppenspieler dieses abgedrehten Trio Infernale scheinen ja ebenfalls drittklassige Sozial-Ingenieure zu sein. Muß es wirklich noch sein, dass sie braune Politstricher wie Stefan König alias „Aaron“ König auf die Bühne schieben? Bei einer abgefeimten Kanaille wie „Aaron“ König sollte nun wirklich dem letzten Deppen auffallen, aus welchem einschlägigen Loche „Aaron“ gekrochen kommt, in welcher Währung „Aaron“ von wem und wofür bezahlt wird.
Es reicht nur, „Aaron Ks.“ psychopathisches Auftrags-Gesabber zu lesen, das „Aaron K.“ von seinem Teleprompter hirnlos abschreibt:
PS: Aaron (K.)
Religionshistoriker wissen, dass der Islam und das Christentum der Herkunft nach mosaische Sekten sind, die den zunächst wohl ägyptischen Monotheismus (Aton-Glauben des Echnaton) zum mosaischen Judentum weiterentwickelten. Aaron ist in der Bibel der ältere Bruder des Mose, dem von Gott die erbliche Hohepriesterwürde übertragen wurde. Als “Harun” ist Aaron einer der Propheten des Islam (Koran, Sure 19,51). Laut Bibel verletzte Aaron die Würde seines Hohepriesteramtes durch die Anfertigung des Goldenen Kalbes.
Nach islamischer Tradition wurde Aaron von Allah zum Volk der Juden nach Israel gesandt, um seine Botschaft zu verkünden, nämlich keinem Gott zu dienen außer Allah und nur das Gute zu tun und den Menschen kein Unrecht zuzufügen.
@carlos manoso,
beim zweiten Zitat habe ich mir erstmal gedacht, dass der gutste Aaron irgendwie fremdgesteuert sein könnte –National Endowment, Atlantikbrücke oder sowas.
Halte ich momentan für eher unwahrscheinlich.
Als Pirat hat er ja noch so geredet:
Volksentscheid über Afghanistan!
(9.12.2009)
Hätte ich erstmal nicht für unvernünftig gehalten.
Dass er jetzt bzgl Iran so redet?
Wie kann jemand den völkerrechtswidrigen Afghanistankrieg ablehnen, aber für einen völkerrechtswidrigen Präventivschlag gegen Iran plädieren?
Meine Vermutung ist, dass es ihm garnicht um Kohärenz geht,
– da ist er ja noch eine Hausnummer unterhalb Westerwelle. –
sondern um Wichtigtuerei.
Kurz, ich versteh’ den Kerl nicht.
stooge(s): Handlanger, Jasager, Strohmann ???
Vielleicht eher: Wirrkopf.
Aber da ist er nicht allein:
19.2.2010
Von den anderen clowns ganz zu schweigen.
Wo ist der Unterschied zwischen den Grünen und der ‘Freiheit’?
Wie wärs mal mit sauberer, konsequenter Deeskalation, und Druck auf die grössten Paranoiker in der Region?
Tit for tat mit angemessener Vorleistung des Westens?
Gleich pack’ ich mein Strickzeug aus, ich Gutmensch.
@groo
groo, wenn jemand sich in “Aaron” umtauft, sich in den Vorstand einer Bewegung wie der “Piratenpartei” manipuliert, ist er gewiß ferngesteuert. Aaron spielt die Rolle eines Minenhundes, der anzeigt, wer in dieser Bewegung wobei hochgeht und wer nicht hochgeht. So wird die herrschende Strömung in einer Partei per Vollbremsung gestoppt und diejenigen, die nicht hochgegangen sind, erfahren eine “Förderung”. Solche politischen Spielchen von Strategen sind durchaus normal, man kann es sogar bei Jungvereinen der Jungen Union analysieren.
Was “Aaron” über den Iran äußert, sind Textbausteine, die sich eindeutig zuordnen lassen. Es spiegelt die Psychopathie der herrschenden rechtsextremen Hardcore-Zionisten, nennen wir sie Zionazis, in Israel und ihrer WErkzeuge, zu denen die US-Neocons gehören. Liest man dagegen Beiträge Aarons wie http://aaron-koenig.blogspot.com/2010/09/gibt-es-judische-gene.html ist Aaron durchaus breiter aufgestellt, wenn er Shlomo Sand zitiert.
http://www.fr-online.de/kultur/literatur/es-gibt-kein-juedisches-volk/-/1472266/2750060/-/index.html
naja,
ich halte ein Auge drauf.
Dein Bild mit dem Spürhund finde ich nicht schlecht.
Macht ja nichts, wenn einer mal hochgeht.
Nobel nennt man das ja ‘shifting the overton window’ , wofür Sarrazin ja ein Paradebeispiel wäre.
(Motto: “darf ja wohl noch gesagt werden”)
Eine ausgebuffte Strategie wäre, permanent das Sagbare versuchshalber abzutesten, und dann die öffentliche Meinung sachte in die gewünschte Richtung bugsieren.
Wenn WIR schon – als Teilzeitsemantiker – drauf kommen, sollte man zumindest damit rechnen, dass sowas von interessierten Kreisen auch professionell betrieben wird.
(Ansonsten sollten wir Genies schnellstens gross ins ‘Geschäft’ einsteigen!)
Grüsse
PS:
Bei Sarrazin war zumindest auffällig, dass das zur Hälfte eine Auftragsarbeit durch DVA/Bertelsmann gewesen zu sein scheint, und Sarrazin sicher auch nicht abgeneigt war, sein Buch zu schreiben. Eine win-win Situation unter Hyänen sozusagen. Man jagt im Rudel.
Wenn wir noch einen Rest von investigativem Journalismus hätten, würde sich mal jemand festbeissen an der Frage, ob Sarrazin für seine Auftragsarbeit ein Sonderhonorar bekommen hat, das ja normalerweise bei lumpigen 1€/Exemplar liegt.
2€/Ex oder eine Basispauschale wären schon sehr verdächtig.
apropos ‘overton window’
In der deutschen wikipedia gibt es garkeinen Eintrag dazu.
Nichtmal zu “(Joseph) Overton”
Schon merkwürdig.
Leben wir so in der Diaspora, was Methoden der Manipulation betrifft?
http://en.wikipedia.org/wiki/Overton_window
Vielleicht erklärt das auch, dass Jens (sorry, Jens) manchmal zu schnell den grossen Sack ‘VT’ aufmacht, und wenig Mülltrennung praktiziert.
@groo
Groo, die Welt ist in der Iranfrage schon längst „zur Geisel von Clowns und Wahnsinnigen“ gemacht worden, wobei Volltrottel wie „Aaron“ König und Dan Schüftan nur zur allerschmierigeren Sorte Klein-Clowns gehören.
Der Oberwahnsinnige Netanjahu soll ja vor Monaten im Kreml Herrn Putin gedroht haben, er werde den „Himmel einstürzen lassen“, falls Russland –wie vertraglich vereinbart- russische S 300- Luftabwehrraketen an den Iran liefere. Das heißt nichts anderes, daß die Oberwahnsinnigen in Israel Großmächten offen damit drohen, einen atomaren Weltkrieg vom Zaune zu brechen, und die Welt in die Steinzeit zu bomben, falls diese etwa Luftabwehrraketen an Iran liefern sollten, damit der Iran sich gegen Luftangriffe schützt, die die Israelische Luftwaffe schon seit 6 Jahren dauernd übt. Die zionistischen Oberwahnsinnigen sprengen -das wissen wir jetzt- eher die gesamte Welt in die Luft, als ein Gramm Vernunft zu zeigen und auf den Boden zu kommen.
„Angemessene Vorleistung des Westens“ kann im Falle Iran nur heißen, dass auch Israel endlich -wie ja der Iran bereits seit langem- dem Atomsperrvertrag beitritt, internationale Kontrollen seiner Atomanlagen zulässt und sein Atombombenarsenal offenlegt. Was offenbar niemand weiß, existiert ja ein Beschluß des US-Kongresses aus den 1970er Jahren, wonach Staaten, die ein Atomwaffenarsenal haben, ohne Unterzeichnerstaat des Atomsperrvertrags zu sein, umfassenden Wirtschaftssanktionen unterworfen werden müssen und keinerlei US-Wirtschaftshilfen erhalten dürfen.
Nun hat Israel bereits ein illegales Atombombenarsenal seit den 1960er Jahren und dürfte seit dieser Zeit weit mehr als 200 Mrd. US-Dollar Wirtschaftshilfe aus den USA erhalten haben. Die US-Hilfen an Israel trotz dessen ilegalen Atombombenbesitz wurden am US-Kongress vorbei formell dadurch legalisiert, dass Israel offiziell stets dementierte, Atomwaffen zu besitzen. Statt nun Israel als Atombombenstaat aufzufordern, dem Atomwaffensperrvertrag beizutreten, sich internationalen Kontrollen zu unterwerfen und wegen der schon 50 Jahre anhaltenden illegalen Besitzes von Atombomben Israel mit schärfsten Wirtschaftssanktionen zu drohen, unterzieht der Westen ohne jeden Beweis den Iran mit ebensolchen Maßnahmen Tiefer kann “der Westen”nicht demonstrieren, dass er bis zum tiesten Abschaum abgesunken ist.
Das alles ist derart psychopathisch abgefeimt, dass sie jetzt sogar ihre dümmsten Volltrottel bestellt singen lassen:
„Auch Aaron König, 45, Autor des Blogs politicool.de und Mitglied im Bundesvorstand der Piratenpartei warnt im sonntaz-Streit vor einer Appeasement-Politik.(…)
Dan Schüftan, Direktor des Zentrums für nationale Sicherheitsstudien an der Universität Haifa, fordert dagegen „gewaltvollere Schritte“. Sobald der Iran zum Atomstaat geworden sei, würden andere Staaten folgen. Schüftan fürchtet einen „multiatomaren Nahen Osten“ – und, dass immer mehr Länder zu Atomstaaten werden. „An dem Tag, an dem Hugo Chávez in den Besitz einer Atombombe kommt, können wir uns von der Zivilisation verabschieden. Die Welt wird dann zur Geisel von Clowns und Wahnsinnigen“, schreibt Schüftan in der sonntaz.“
http://www.taz.de/1/debatte/sonntazstreit/artikel/1/die-welt-wird-zur-geisel-von-clowns-1/
@carlos manoso,
interessanter Link!
Vor allem die Kommentare!
Koenig ist ja am 10.5. aus den Piraten ausgetreten.
Scheint mir eher zu sein, dass er ausgetreten wurde.
————–
Schüftan scheint ja in der Tradition (besser: Geistesverfassung) der Strategen der RAND corporation zu denken.
Und sein Chefdenker, ‘beautiful mind’ John Nash:
http://de.wikipedia.org/wiki/A_Beautiful_Mind_%E2%80%93_Genie_und_Wahnsinn
The mentally ill running the asylum.
Wo gehts bitte zur nächsten Anstalt?
Grüsse
Das ist doch prima. Dann hat Aaron noch Karrieremöglichkeiten, wenn das mit die Freiheit nix wird und er mal wieder sein Bündel schnürt.
Wird er halt salafistischer Prediger und hat ne neue Spielwiese. Zutrauen würde ich es ihm.
Dein ursprünglicher ‘nicht ohne’-Link auf die esowatch-Hetzseite war bewußt so gesetzt?
Interessant.
Der esowatcher scheinbar ebenso.
Der Kleinkrieg zwischen VTlern, Esodeppen und Esowatch interessiert mich ehrlich gesagt überhaupt nicht. Die Punkte aus dem Esowatch-Artikel über Schachtschneider sind jedoch keine Frage der Interpretation, sondern klare Fakten, die den rechten Staatsrechtler ins rechte Licht rücken.
Sehe ich auch so. 2 + 2 ist 4. Auch wenn Hitler dies sagt. Und auch, wenn Che Guevara das sagt.
Gut, ich versteh jedoch nicht, wieso Dir sowas*) unbequem aufstößt:
Sobald der Ausnahmezustand verhängt ist, gelten Sonderregeln für die EU-Truppe Eurogendfor, die ohne jegliche politische Kontrolle EU-weit nach gusto agieren darf. Jenseits von Recht und Grundgesetz, welches mittlerweile zur Makulatur verkommen ist.
*) Die anderen geschilderten Beobachtungen beschreiben im Wesentlichen lediglich, wo er sich ein Zubrot als Redner oder auch Klageschriftverfasser verdient hat. Ob im Falle eines Auftritts bei der ‘Linken’ auch der stets beobachtende Verfassungsschutz so häufig zitiert worden wäre?
Na ich bitte Dich! Wenn jemand im Vorstand einer rechtspopulistischen Partei saß und regelmäßig auf Veranstaltungen rechtsextremer Gruppierungen spricht, ist das sicher kein Zeugnis für eine wie auch immer geartete Integrität.
Ich habe keine Ahnung, ob das stimmt. Glaube es aber nicht, wenn ich mir die Quelle anschaue. Im Netz steht viel. Bevor ich aber “glaube”, dass Elvis lebt und in Warschau eine Currywurstbude betreibt, hinterfrage ich solche Quellen doch lieber.
Ach Jens, hier ist doch des Manfred Brunners ehemaliger ‘Bund freier Bürger’ gemeint. Was ist an denen ‘rechtspopulistisch’? Brunner stammte aus der FDP, die einige Jährchen zuvor noch mit der SPD im Bette gemauschelt hatte.
Zu seinen Anfangszeiten hatte ich einmal das Vergnügen mit ihm, und der alte Rechtsanwalt war, und wahrscheinlich ist noch immer, recht harmlos, und eher besitzstandwahrend. Halt ein typischer deutscher Vorzeigebürger, wie Du ihn wohl bezeichnen würdest: besonnen, ruhig, vertrauenserweckend. Und nur nichts überstürzen, oder gar umstürzen, könnte seine Devise gewesen sein.
Der BfB mag in die Nähe der CSU gerückt worden sein, doch alleine ihr Kampf um unsere einst gesunde Deutsche Mark machte sie für Viele zur einzigen wählbaren Alternative.
Deswegen ist der weiter oben Genannte, dessen Namen mir bereits wieder entfleucht ist, keineswegs im ‘nationalsozialistischen’ Milieu unterwegs, wie es die zitierte Webseite behauptet.
@Schneemann
An dieser Stelle. Es ist aber auch von der NPD und anderen die Rede. Fragen wir mal so: Ab wann ist man bei Dir denn “rechts”? Gibt es überhaupt “Rechte”? Oder ist das nur eine Übertreibung der Linken?
Das bezieht die Seite auf die NPD, die in Deinen Augen sicher nur auch eine FDP mit Seitenscheitel ist. Aber lassen wird das.
Jens, bitte les nochmal genauer nach. Für die NPD war er – lediglich! – als Sachverständiger im Landtag Sachsens tätig. Wird ein Gutachter vor Gericht nun auch zum (Mit-)Täter? Vielleicht fehlt mir auch nur die Weitsicht zum Verstehen Deiner Logik hier? Oder ich erwarte von Dir zu viel journalistische Unvoreingenommenheit, ein Über-der-Sache-Stehen.
War wohl rhetorisch gefragt, doch ein NPD-Mitglied darfst Du gerne als ‘rechts’ titulieren. Gerne auch als ‘rechtsextrem’, wenn die vom Verfassungschutz beobachteten Linken (und Grünen und wer weiß was noch) ebenfalls als irgendwas-’extrem’ bezeichnet werden. Der Verfassungsschutz weiß nämlich, was er tut, und zu tun hat. Nicht wahr?
Eine Zusammenarbeit mit der NPD fand laut Webseite nur einmalig statt, und lediglich als Sachverständiger im wohl ebenso extremistischen Landtag. Meine Meinung zur FDP dürfte bekannt sein, die zur NPD ist unbedeutend. Beide verbindet das Streben ihrer Funktionsträger nach Amt, Macht und Würden, und dabei sind sie bei weitem nicht alleine.
Und wie würden Sie sich selbst beschreiben, verehrter Spiegelfechter?
Großbürgerlich? Bildungsbürgerlich? Proletarisch?
Zu welcher Pilzsorte gehören Sie?
Wie weit her ist es mit Ihrem Charisma?
Charisma hat Jens keines, doch gehört er immerhin zur wichtigen, wenngleich schwächelnden vierten Säule des Staates, dem kritischen Journalismus, der die Zustände hinterfragt. Und das macht er recht gut, auch wenn wir seine Ansichten nicht immer teilen.
Glücklicherweise muss ich als Schreiberling auch nicht unbedingt charismatisch sein ;-)
@Schneemann, neoliberal
Der kritische Journalismus gehört nicht “zur schwächelnden vierten Säule des Staates”, weil er schon die fünfte ff Säule ist, denn die anderen vier Säulen sind ja in Wahrheit nur noch eine einzige schwächeld verfaulende Säule.
Ist doch sekundär, wie viele der Säulen schon am verrotten sind, oder? ;)
Jens bringt unbequeme Themen auf den Tisch, während die präzis gesteuerte Großpresse dieselben elegant ausblendet. Das macht seinen Blog lesenswert, zumal seine Berichterstattung interessant und (meist) fundiert ist.
Und, Jens, dazu brauchst Du natürlich auch kein Charisma, sondern eher Begabung mit der Feder, die Dir jedoch nicht abzustreiten ist. Auch als neu-klassifizierten Neoliberalen wirst Du mich daher als zukünftigen Leser dulden müssen.
Aber immer gerne, vielleicht kann ich ja zur Vermehrung der gewonnenen Einsichten bei Dir beitragen ;-)
Er hat sich hier im Blog als linksliberal und zugehörig zur bürgerlichen Mittelschicht bezeichnet. Was auch immer das bedeuten mag. Und nun?
Ich stimme voll zu. in Amerika funzt das zwar, aber in Deutschland hat so was keine Chance. Ich finde den Artikel durchweg Klasse (mit Ausnahme der Bildchen [siehe oben]).
So etwas OT: Kann es sein, dass das politische Spektrum ein Kreis ist, bei dem sich links und rechts in der Anachie quasi diametral zur sozialen Marktwirtschaft wieder treffen?
Die einen wollen egoistische Anachie und die andern glauben, dass soziale Anachie möglich wäre.
Glenn Beck als Aushängeschild der “rechten” Anachie will ein privates Militär. Was ja nur zeigt, dass er das mit Angebot und Nachfrage nicht schnallt. und die andern (“linken” Anachisten) checken nicht, dass es Menschen wie Beck gibt. Für alle die den nicht kennen:
Ganz weit OT: Anfangs hab ich immer gedacht, was haben die eigentlich mit von Mises, der ist doch klasse (GEH und so) konnt ja nicht wissen, dass der nen bösen Bruder hat. Is ja wie bei Knight Rider.
Hatte mir gestern abend zufällig das Lebenswerk von Kenneth Lay zu Gemüte geführt. Auch eine Motivation…
‘the smartest guys in the room’?
Bravo!
is ä-ä-a Klassiker, as we say (oT Beckenbauer)
Dann noch ‘the corporation’.
Dann noch… .
Dann hast Du’s bald geschafft!
Die große öffentliche Zustimmung bei Sarrazin zu seiner Kritik an muslimischen Einwanderern spricht doch Bände. Sollen das etwa alles Nazis sein? Rechte sind nicht zwangsläufig rechtsextrem. Das ist eher die Ausnahme.
Tatsache ist: Der gemeine deutsche Bürger der Unter- und Mittelschicht fühlt sich von den etablierten Parteien nicht mehr vertreten. Reale Probleme, wie die fehlgeschlagene Integration von (vor allem muslimischen) Einwanderern werden geleugnet und der Überbringer der schlechten Nachricht (Sarrazin) wird demontiert. Das sorgt für Frust und Unverständnis. Daher ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine rechte Partei diese Stimmen einsammeln kann. Vielleicht wird es noch dauern, bis eine Partei den Durchbruch schafft, doch dies ist nur eine Frage der Zeit.
Ihr Linken macht es Euch sehr einfach. Hauptsache, man ist auf der Seite der vermeintlich “Guten”. Das ist halt auch am bequemsten und sichersten.
Noch ein Schlückchen Rotwein?
(Die Fotomontagen sind übrigens infam. Ich hoffe, der Spiegelfechter bekommt ‘ne Klage an den Hals wegen Beleidigung.)
@The Hero
Dein leckerer Erguß liest sich in der Tat so, als hättest du dir deinen Beitrag nach intensiver Lektüre des gestrigen Titels deiner Lieblingslektüre BILD (aus dem Hause Springer) abgedrückt:
BILD von Gestern (Noch ein Schlückchen Rotwein?)
Nicht jeder, der die Bildzeitung nicht liest, ist intelligent.
Und die Fotomontagen mit den Hitlerbärtchen sind in der Tat ausgesprochen niveaulos und beleidigend.@Carsten Penkella (Sarrazyniker)
… aber jeder, der die Bildzeitung aus dem Hause Springer liest, ist durch BILD tiiieef dumm&verblödet.
Dazu die WELT aus dem Hause Springer
“Jene paar Haare, die man sich unter der Nase stehen ließ, waren die Erwiderung der USA auf die gewaltig ausgreifenden, die gewachsten Kaiser-Wilhelm-Bärte. Aus Amerika schwappte die Mode dann nach Europa hinüber. 1907 meldete die „New York Times“, deutsche Frauen seien zutiefst dagegen, dass jener Schrumpfbart den Platz des imposanten „Kaiserbartes“ usurpiere. Nichts Urdeutsches also! Man kann es auch anders ausdrücken: Das Zweifingerbärtchen gehörte Chaplin, bevor es Hitlers Eigentum wurde. “(…)
Rich Cohens Entschluss, sich unter der Nase nicht mehr zu rasieren, war nicht ausschließlich von schlechtem Geschmack diktiert. Er wollte ausprobieren, ob dieses Symbol wieder in den Zustand der historischen Unschuld zurückversetzt werden kann. Ist es möglich, als amerikanischer Jude mit einem Hitlerbärtchen sorglos durch New York spazieren zu gehen? Die Antwort lautet: Nein. Es ist wie bei den Assoziationen, die schmutzige Wörter im Gehirn dessen, der sie hört, unwillkürlich hervorrufen: Das Hitlerbärtchen hat zu viel Geschichte in sich aufgesogen. Es verhält sich wie mit dem Vornamen Adolf. Er ist kontaminiert, nicht mehr verwendbar.mmerhin hat Rich Cohen seinem fehlgeschlagenen Experiment aber eine einleuchtende geschichtliche Daumenregel abgewonnen: Wenn von zwei Staatsmännern einer einen Schnäuzer trägt, so postuliert er, dann wird wahrscheinlich der Bärtige einen Krieg anfangen – und diesen dann aus lauter Machismo verlieren. (…)
http://www.welt.de/politik/article1303683/Hitlers_kleines_Baertchen_stammt_aus_Amerika.html
@carlos manoso,
bist ja kulturgeschichtlich interessiert.
Die einzigen US-Präsidenten mit Bart waren
[16] Abraham Lincoln
[18] Ulysses S Grant [18] Ulysses Grant S
[19] Rutherford B Hayes [19] Rutherford Hayes B
[20] James Garfield [20] James Garfield
[23] Benjamin Harrison
Also, ab 1901 waren die Bärte ab.
Clash of beards vs non-beards?
Ho Chi Minh, Castro, Saddam, Osama, Karzai.
Schaut nicht gut aus!
Ups. Wer lesen kann (zum Beispiel alle Beiträge dieser Woche auf diesem Blog) ist klar im Vorteil.
Du Held hab ich dir das mit Sarrazin nicht schon mal erklärt. Der ist Rassist.
Du Held. Schon mal mit nem Moslem geredet?
Du Held. Schon mal aufgefallen, dass keiner leugnet, dass wir ein Problem haben. Selbst viele der oben genannten nicht. Ah ne das geht ja nicht, denn wie willst du in Kontakt mit einem studierenden/studiertem Moslem kommen, die laufen in Unis und Bibos rum.
Nur bei Bild Lesern wie dir.
Du Held.
Aber gern.
Hast Du schon mal mit Sarrazin geredet? Hast Du sein Buch gelesen? Beweise mir mit den entsprechenden Zitaten, dass er Rassist ist.
&Carsten Penkella: Nein, ich habe nicht mit Sarrazin geredet, und ich denke auch nicht, dass er mit mir reden wollte. Aber ich habe das Buch gelesen. Ob Sarrazin Rassist ist, hängt davon ab, wie man Rassismus definiert. Wenn man Leute, die anderen ethnische oder biologische Minderwertigkeit zuschreiben, als Rassisten bezeichnet, dann ist Sarrazin ohne jeden Zweifel ein Rassist. Sarrazin behauptet, die türkischen Migranten seien vererblich zu dumm für das höherwertige deutsche Erbgut und durch Inzucht noch stärker geschädigt. Ich kann Dir die wörtlichen Zitate bringen und die Kapitelnummer, die Seitenzahl natürlich nicht , denn ich kaufe solchen Dreck nicht. Und die Scans im Netz haben die Seitenzahlen nicht.
a^2
@Carsten Penkella (Sarrazyniker)
Beweis du erstmal, daß du schon mal mit Sarrazin geredet hast. Dann beweist du, daß du Sarrazins Buch gelesen hast. Danach beweist du mit den entsprechenden Zitaten, dass Sarazin KEIN Rassist ist.
@carlos manoso: Nein Carsten hat recht die Beweislast liegt bei mir. Aber mir ist zu blöd das immer wieder zu machen.
@carlos manoso: Nein Carsten hat recht die Beweislast liegt bei mir. Aber mir ist zu blöd das immer wieder zu machen.
@Carsten
Nope.
Wenn du verstehst was ich meine. Zitat inklusive Definition von Rassismus hier im blog (vorletzte Woche oder so), gepostet von mir, zu finden von Menschen die lesen können. Also: Such Carsten!
@Brick
Aber nein, ein Carsten Penkella (Sarrazyniker) hat prinzipiell nie recht und die Beweislast liegt prinzipiell immer bei ihm. Beweise? Die Beweise dafür liefert er doch dauernd!
Aber bitte nicht so rum wie in dem Bild Artikel. Beim Wein trinken bin ich eher konservativ. ;-)
@Brick
Der Verband der Deutschen Prädikats- und Qualitätsweingüter e.V., dessen Mitglieder Rotweine aus ersten Lagen anbauen (zu erkennen am Adler auf der Traube) hat sich schon bei BILD Eigentümerin Frau Friede Springer, Freundin von Dr.Angela Merkel, heftig über den BILD-Artikel “Bizarres aus dem Rettungsdienst Mann nach Rotwein-Einlauf im Bordell bewusstlos” beschwert, da sie neuerdings bei Genießen von Rotwein mit Freundin Angela Merkel dauernd an einen Einlauf denken muss.
Nein, der ist der Überbringer der schlechten Nachricht. Schaff die Krokodile weg, wir haben 2010.
Ja.
Tatsächlich? Ich sehe, höre und lese immer nur den Tanz um den heißen Brei. Wirklich angegangen und gelöst wurden ungefähr, warte ich, ich habs gleich… 0 Probleme.
Mag sein, dass 50% der rund 8%* aller Moslems mit Abi an unseren Unis herumlaufen. Das wären dann stolze 4%. Super!
Nicht zu vergessen: Wir haben sogar eine türkische Minsterin! Hey, Integrationsprobleme KANN es gar nicht geben *Ironie off*
Natürlich, in Deutschland gibt es bekanntermaßen seit 1945 keine Nazis mehr.
So so, mit welchem gemeinen Bürger hast Du denn darüber gesprochen?
Gerne, aber nicht so einen billigen Fusel. Meine Adresse steht ja im Impressum.
Von wem? Den Rechtsnachfolgern des Schnubarts?
Richtig. Nicht in nennenswerter Zahl (0,5%?).
Die Mehrheit der Sarrazin-Befürworter kommt zweifelsohne aus der bügerlichen Mitte. Anstatt auf ihn oder seine Anhänger verbal einzudreschen, sollte sich jeder Gutmensch mal fragen, WARUM er so einen Erfolg hat.
Eine demokratische, rechte Partei wird sicherlich irgendwann zu Erfolg kommen und dann wirst Du viel zum “gegenanschreiben” haben ;-)
Mein Held,
es ist schon was dran, dass das Sein das Bewusstsein bestimmt.
Zumindest bei einer erklecklichen Anzahl unserer Mitmenschen.
Viele denken anscheinend ausschliesslich durch ihren Geldbeutel durch.
Dass die ‘bürgerliche Mitte’ unter Druck ist, pfeifen mittlerweile die Spatzen seit etlicher Zeit vom Dach.
Die Frage ist: Von wem?
Abstiegsängste–der Hartzer als Feind, oder Druck von Oben –Neofeudalismus der diversen ‘Eliten’?
Wer ist schuld?
Zu Zeiten, wo schon etliche Bücher zum Thema geschrieben wurden, ist Sarrzin das ‘rechte’ Erklärungsmuster. Eine Minderheitsmeinung.
Nicht ohne Grund! Zumindest unter Leuten, die ihre Murmeln im Kopf noch halbwegs beisammen haben.
Schau mal nach!
Ich zitiere mal James Kwak:
http://baselinescenario.com/2010/09/13/the-importance-of-the-1970s/
Hoffe, das überfordert Dich nicht intellektuell, wenn Du den ganzen Artikel liest.
Darüber hinaus werden diese sozialen Konflikte sich noch massiv verstärken, das kann ich Dir garantieren.
Aus ökonomisch/ökologisch/energetischen Gründen, die von SF (leider) selten angesprochen werden.
Es geht nicht um abstrakte Gedanken, die sich wie Wolken formen und wieder zerfliessen, sondern es geht um beinharte Verteilungskämpfe
(leider), wo die ‘Elite’ herumzündelt, und sich die ‘Mittelschicht’ eine passende Ideologie von ihren ‘Peers’ from the top zusammenschneidern lässt, und dumm genug ist, die zu übernehmen, und mit ihnen untergehen wird!
Also denk mal nach, solang es nicht zu spät ist.
Dann tust du auch mir was Gutes.
Ich muss mich dann nämlich nicht gaaanz in den tiefen Wald zurückziehen, um diversen Dummschwätzern zu entkommen, die meinen, mit ihrem abgelenkten Verstand mal so nebenbei die Welt erklären zu können.
(Ansonsten kann ich mich gut verteidigen. Hoffe, Du hast ein paar martial arts in petto, (die ich als Menschenfreund nicht anwenden möchte), und nicht nur ein paar dumme Spruchblasen.)
Amen.
Was machen dann nur die Bürger, die nicht gemein sein wollen?
Wählen die alle den Freitod? Mehr Freiheit geht ja schließlich kaum.
Ich stimme zu, dass es einen zunehmenden Parteienverdruss gibt. Das sich dies aber irgendwie zwangsläufig in die Freiheit oder sonstigen Sammlungsbewegungen eher dubioser Gestalten in größerem Umfang niederschlägt, halte ich für eher unwahrscheinlich.
Vor allem wenn man mit einem programmatischen Butterbrotpapier hausieren geht wie die Freiheit.
Schon mal den Koran gelesen? Kann ich mir nicht vorstellen. Natürlich gibt es massenweise friedliche und freiheitsliebende Muslime, aber nicht wegen dem Koran. Ich könnte sogar lästerlicherweise fragen: trotzt des Korans? So wie die katholische Kirche ihre Gräueltaten nicht aus dem Neuen Testament herleiten kann, so kann man aus dem Koran keine friedliche Religion herleiten. Ich habe den Koran gelesen. Alles was ich finden konnte, sind immer wiederkehrende, gebetsartige Unterwerfung vor Allah, die schon über das Maß einer Gehirnwäsche hinausgehen. Außerdem eine Menge Frauenfeindlichkeit, Hass gegen Nicht- oder Andersgläubige, bizarre Regeln und Gesetze und mindestens einmal pro Seite (wenn nicht öfter) die Androhung einer ewigen Hölle unter unermesslichen Qualen für Nicht-Gläubige. Super Buch. Was dem Islam fehlt, ist eine ordentliche Exegese ihres Korans. Jedem Muslim, der wirklich an die göttliche wörtliche Überlieferung glaubt und alles was darin steht glaubt und befolgt, dem sollte man immer mit Misstrauen begegnen und hier nicht willkommen heißen. Natürlich gibt es eine Menge Christen, denen man ebenfalls gehörig ins Hirn geschissen hat, nur leider kann man die ja nicht ausweisen.
Sehenswert, hier wird ein Spiegel-TV-Hetz-Reporter, bei einer Veranstaltung zum Ende des Ramadan, mundtot gemacht ;-)
@stefan
Der Islam ist ein Abkömmling der mosaischen Religion, der die mosaischen Gesetze in ihrer ursprünglichen Reinheit wiederherstellen und bewahren wollte, was ja im späteren Judentum und im Christentum nicht gelungen war.
Die erste Wut nach dem Lesen des Koran ist völlig normal und vor allem erwünscht. Die Muslime erkennen daran, daß du geistig erst auf der niedersten Stufe stehst, z.B. auf einer Skala von 0-1000 bei 50. Etwa ab der Stufe 750 bist du ein friedlicher Mensch und folglich ist auch der Islam ab dann eine friedliche Religion. Das ist auch in der christlichen und jüdischen Religion so, nur von der neoliberalen Religion kann das wohl niemand behaupten, weil deren Skala nur bis ca. 100 geht.
Nein, muss ich gestehen. Meine Kenntnisse in Früharabisch sind nicht nennenswert, ein Manko, das ich mit 99,9% der Menschheit teile.
Vertraue ich aber von neueren Erkenntnissen der Linguistik, Arabistik und kritischer Koranexegese geleiteten Übersetzungen, dann ist weitgehend unklar, was in diesem Buch eigentlich tatsächlich steht, da es auch eher auf der Tradition des Erzählens aufbaut und weniger als schriftlicher Text interpretiert werden sollte.
Die im Umlauf befindlichen Koranausgaben, die über die Jahrhunderte in wesentlichen Teilen redigiert wurden, kann man eigentlich ad acta legen. Zumal auch nicht klar ist, ob der Urkoran nicht eher in Aramäisch verfasst wurde.
Aber was hat das eigentlich mit die Freiheit und den drei Pappnasen zu tun?
Ich beschwere mich ja auch nicht darüber, dass im Alten Testament zu Steinigungen, Massenmord, Sklavenhandel und anderen nicht mit der modernen Demokratie vereinbarbaren Verhaltensweisen aufgerufen wird und man diesen Text daher indizieren müsste.
Ich bin da tolerant, auch als Nichtmuslim.
Es gibt einen Unterschied, aber das scheinst du nicht zu verstehen. Bei den Juden ist die Thora eine historische Aufzeichnung ihrer Geschichte, die Gräueltaten sind also im historischen Kontext zu sehen. Im Neuen Testament gibt es keine Geschichten dieser Art mehr, Jesus lehrt nur Nächstenliebe (ich bin übrigens kein Christ). Insbesondere die Bibel wurde seit der Aufklärung exegetisch auseinandergenommen. Daher sind auch solche Aussagen, wie die der Zeugen Jehovas, die sich kein Blut transferieren lassen, weil Gott gesagt hat, man solle kein Blut vom Menschen nehmen, so lächerlich. Was man hier historisch sieht, ist eine Abkehr im frühen Judentum von Menschenopfern und dem damals weit verbreiteten Kannibalismus. Nichts anderes wollte diese Thorastelle damit aussagen.
Den Koran darf und kann man aber nicht im historischen Kontext interpretieren oder lesen, er ist eben nicht ein von Menschen geschriebenes Buch, sondern von Gott durch Gabriel diktiert. Er ist rein und unverändert, daran hat nie ein Mensch etwas geändert. Und darf nicht hinterfragt werden. Jede ältere Versstelle, die im Wiederspruch mit einer neueren steht, ersetzt diese. Also sind die früheren, noch friedlichen durch die späteren überschrieben worden. Als Mohammed noch schwach war, und nur wenige Anhänger hatte, da war er noch kompromissbereit. Als er im Laufe der Zeit mehr Anhänger hatte und sich kriegerisch gegen seine “Feinde” durchsetzen konnte (z. B. in der Schlacht von Badr), änderte sich der Kontext. Der Prophet kehr Heim, von wo er vertrieben wurde und rächt sich furchtbar an seinen Feinden.
Von der Seite aus kann man also nicht an das Buch herangehen.
Also musst du auf die Taten der Propheten schauen, um den Kern einer Religion zu sehen. Jesus hat Nächstenliebe vorgelebt, gegenüber seinen Feinden und Sündern insbesondere. Genauso auch Buddha. Aber wie seltsam, dass der Prophet eher die Biographie eines Despoten, Räubers und Massenmörders aufweist. Kriegszüge ohne Ende seit der Gründung des Islam. Mohammed hat drei jüdische Stämme in einem Krieg von der arabischen Halbinsel “entfernt”, so etwas nennt man heute Genozid. Er brüstet sich sogar selber damit einige hundert persönlich geköpft zu haben. Ein tolles Musterbeispiel und ein wahrer Prophet des Friedens.
Ach ja? Und bei den Muslimen und dem Koran ist das natürlich anders. Warum eigentlich?
Na zumindest einige Passagen und auch etliches in den Römerbriefen riecht nicht gerade nach Toleranz und Nächstenliebe. Und es war über 1500 Jahre offenbar kein Problem auch das Neue Testament zur Legitimation grausamer Verbrechen in Anspruch zu nehmen. Man muss das nur entsprechend interpretieren.
Das sehen die Zeugen Jehovas anders. Und sie können durchaus eine exegetische Ableitung für ihre Sichtweise anbieten. Lächerlich finde ich eher das Auftreten der drei Stooges.
BTW – Glaubst du eigentlich, du würdest mit dem dir vorliegenden Text der Bibel einen authentischen Text lesen?
Nun, schaut man auf die Apokryphen und die vielfältigen Neufassungen der Bibel, dann ist dein Text wohl eher nicht zu 100% was urprünglich mal mitgeteilt werden sollte. Ähnlich wird es mit der Thora sein.
Von Menschen gemachte Bücher, entstanden aus einem spezifischen historischen Kontext, durch politische Entscheidungen redigiert und über die Jahrhunderte immer mal wieder umgeschrieben.
Alles in allem kein Grund sich aufzuregen.
Aber auch kein Grund sich darauf zu berufen. Schon gar nicht in einer politischen Debatte – da hat Religion nichts verloren.
Das behaupten die orthodoxen Muslime und die orthodoxen Muslimfeinde nehmen diese Sichtweise gerne an. Gerade der Koran muss interpretiert werden – sonst macht das mit der Surenfolgen noch weniger Sinn als ohnehin. Das weiß jeder, der sich über bloße Zitation mal mit dem Koran beschäftigt hat.
Die meisten Muslime gehen in ihrem Alltag sowieso eher läßlich damit um, was im Koran steht. Falls sie es überhaupt wissen.
Noch ein Quellenhinweis in diesem Zusammenhang:
http://www.evangelisch.de/themen/religion/mohammed-oder-die-fu%C3%9Fspuren-einer-biografie23045
Es ist nur zum Teil erheblich, was Jesus vorgelebt oder nicht vorgelebt haben soll. Es gibt genügend Beispiele dafür, dass ein Teil seiner Anhänger alles andere als Nächstenliebe praktiziert.
Das Neue Testament ist übrigens – um nur ein Beispiel zu nennen – von Verfechtern der Sklaverei in Amerika bemüht worden, um eben daher eine religiöse Rechtfertigung für die Sklaverei herzuleiten, z.B. aus dem Lukasevangelium 12,35-48; 17,7-10, dem Epheserbrief 5,21-6,9, Kolosserbrief, etc. … Auf der anderen Seite haben die Gegner der Sklaverei ebenfalls die Bibel bemüht. Heilige Bücher sind Sammlungen von Gleichnissen und Erzählungen, aus denen man sich alles herauspicken kann, was einem beliebt.
Was deine Experten-Islamkentnisse angeht, kann ich nur empfehlen, seriöse Literatur heranzuziehen (z.B. von John Esposito), um den historischen Kontext und die Bedeutung verschiedener Denkschulen im Islam zu erfassen.
Btw, deine Schauergeschichten sind wirklich nett und bestimmt kommt demnächst noch das “Kinderschänder-Argument”. Schonmal was zu Praxis des Heiratens im mittelalterlichen Europa gelesen? Kinder zu verheiraten, war nicht ungewöhnlich, siehe bspw. Spiess, Karl-Heinz: Familie und Verwandtschaft im deutschen Hochadel des Spätmittelalters. 13. bis Anfang des 16.Jahrhunderts. Stuttgart, 1993. Manche führen ja gerne Karl den Großen als “Vater” Europas an – so gesehen könnte man, die Heiratspraxis des Adels vor Augen, eine christlich-europäische Tradition der Kinderschändung herbeischreiben. Na, wie gefällt dir das? Das wäre natürlich Blödsinn, aber das ist genau die Art und Weise deiner Argumentation.
@stefan,
DAS ZWEITE BUCH MOSE (Exodus):
@carlos,
bist Du vielleicht auch Leser von
Dwindling in unbelief?
@groo, hope you find DAS VIERTE BUCH MOSE (Numeri) also useful.
„Und Israel lagerte in Schittim. Da fing das Volk an zu huren mit den Töchtern der Moabiter; die luden das Volk zu den Opfern ihrer Götter. Und das Volk aß und betete ihre Götter an. Und Israel betete den Baal-Peor an. Da entbrannte YHWH von Zorn über Israel und er sprach zu Mose: Nimm alle Oberen des Volks und hänge sie vor JHWH auf im Angesicht der Sonne, damit sich der grimmige Zorn JHWHs von Israel wende. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Töte ein jeder seine Leute, die sich an den Baal-Peor gehängt haben.
Und ein Mann aus Israel kam und brachte unter seine Brüder eine Midianiterin vor den Augen des Mose und der ganzen Gemeinde der Israeliten, die da weinten vor der Tür der Stiftshütte. Als das Pinhas sah, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, stand er auf aus der Gemeinde und nahm einen Speer in seine Hand und ging dem israelitischen Mann nach in die Kammer und durchstach sie beide, den israelitischen Mann und die Frau, durch ihren Leib. Da hörte das Töten auf unter den Israeliten. Es waren getötet worden vierundzwanzigtausend.
Und JHWH redete mit Mose und sprach: Pinhas, der Sohn Eleasars, des Sohnes des Priesters Aaron, hat meinen Grimm von den Israeliten gewendet durch seinen Eifer um mich, dass ich nicht in meinem Zorn die Israeliten vertilgte. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens, und dieser Bund soll ihm und seinen Nachkommen das ewige Priestertum zuteilen, weil er für seinen Gott geeifert und für die Israeliten Sühne geschafft hat.
Hehe,
Who has killed more, Satan or God?
How many has God killed? (Complete list and estimated total)
Stefan, ich stimme Dir zu. Wenn man sich, statt irgendwelcher dummen Sprüche zu klopfen (“Du BILD-Leser!”), ernsthaft mit dem Thema beschäftigt, kommt man zu solch einem Schluss.
Leider ist dieser Blog offenbar ein Sammelbecken für politisch Überkorrekte und chronische Realitätsverweigerer. Das merkt man ja an äußerst einseitigen Kommentaren hier. Man klopft sich in der Runde auf die Schulter und freut sich. Da stört so ein Einwurf wie Deiner oder meiner nur.
Personen wie Limited werden sich und alle anderen hierzulande sprichwörtlich zu Tode tolerieren. Frei nach dem bekannten Ausspruch “wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht”.
Endlich. Selbsterkenntnis. Ich würde es allerdings nicht als “Ein”wurf, sondern deskriptiver als “Aus”wurf bezeichnen.
Hitlerbärtchen auf Politikerportraits zu malen, erinnert mich an meine Zeit auf der Unterstufe. Ich finde es gut, daß sich mancher auf die politischen Argumentationen seiner Jugend bezieht und sich nicht vom Lauf der Dinge beeinflussen läßt. War ja schon damals zum giggeln…
@ 64
Kalauer kann ich auch, sogar selbsterfundene: Besser undicht, als verstopft.
Jetzt komm aber Hero. Sei ein Held. Das kommt recht wehleidig rüber. Zuviel bei WGNX über das Jammern der Konservative meditiert?
Ihr stört nicht. Ich finde euch lustig und so herrlich süß naiv.
tja,
The Hero ist echt ein Held.
Wenn sich jemand ‘The Hero’ nennt, sollte doch irgendwo der ironische Bruch zu erkennen sein.
Aber offenbar meint er das so.
Den selbstdeklarierten Helden — der sich nicht zugleich zum Narren gemacht hat — kennt man in der Geschichte bisher nicht.
Vielleicht ist er der Erste.
Dann sollten wir wohl glücklich sein, ihn grade hier zu treffen.
Diese Sicht paßt auch auf den ständigen Gruppenbezug und die Entpersonalisierung der Gegner.
@brixius,
kannst Du etwas mehr ‘Fülle’ in Dein Argument bringen, dass man es auch versteht?
sry
Einseitig sind die Kommentare wirklich nicht. Bei mir manchmal etwas einsilbig das geb ich zu.
Hier eben wieder eine Verallgemeinerung auf alle Muslime. Da steckt ne Mordsangst dahinter. Die hindert einen natürlich den Menschen zu sehen, sondern verengt den Blick auf die Gruppe.
Wenn Sarrazin Biologismus vorgeworfen wird, dann doch bitte richtiger.
Wenn ein Biologe eine Pflanze sieht, guckt er sich ja auch Ihre Merkmale an um dann zu bestimmen wohin sie gehört und ordnet sie nicht einer Gruppe zu und fängt dann an seine Zuordnung zu rechtfertigen. Schon arg daneben, wer sowas noch verteidigt.
Das hat nichts mit Angst zu tun, sondern mit Misstrauen. Wenn eine ach so friedliche Religion leicht umgedeutet werden kann, dann ist das schlimm. Ich habe Muslime in der Familie. Tolerante aber leider auch schlechte Beispiele. Ich habe erlebt, wie ein Muslim, der tolerant und friedlich war, sogar Alkohol getrunken hat, nach dem Tod seiner deutschen Frau (meiner Cousine) sich radikalisiert hat. Seine Töchter, hier geboren und aufgewachsen, werden von ihm unterdrückt. Die ältere ist geflohen und lebt jetzt an einem Ort, den nur meine Tante kennt. Die jüngere hat ihre Schule mit wunderbaren Noten hinter sich gebracht, doch der Vater behindert sie, wo er nur kann. Sie muss ein Kopftuch tragen, er überwacht sie, liest ihre SMS, fängt Geschenke ab, vor dem Haus meiner Tante treiben sich Gruppen von pöbelnden, muslimischen Jugendlichen herum, die vom Imam aufgestachelt wurden etc. Natürlich ist es eine Straftat, was der Mann meiner Cousine mit seinen Töchtern macht, aber wie soll man das anzeigen? Die kleine Tochter ist dermaßen eingeschüchtert, dass sie niemals eine Anzeige erstatten würde. Klingt übertrieben? Ich wünsche, dass wäre es. Einzelfall höre ich dich natürlich schreien. Klar. Sicher. Komisch, dass es so viele Einzelfälle gibt. Es geht darum, dass es möglich ist dieses Buch auf diese Weise zu interpretieren, dass ist der Skandal.
hätte er das mal lieber nicht…
klingt wie meine Familie
Hab nen Schrebergartenkapitän als Nachbar. da ist nichts mehr mit Spass sag ich dir.
Rassismus muss nicht interpretiert werden.
Wenn denn eine Lösung her soll, dann doch nicht indem ich: nen paar Prophezeiungen aufstelle die möglichst mies sind, entsprechende Meinungen schaffe, größtmögliche Relevanz erzeuge, dann Problemkinder nen dickes Stigma auf die Stirn kriegen und nicht nach den wahren Ursachen frage.
Das ist der Skandal.
Ich habe auch schon Frauen getroffen die anonym leben mussten, wegen Drohung und Gewalt. Aus verschiedenen Kulturen. Alle diese gewaltätigen sind traurig und es muss da was gemacht werden. Wir leben hier aber alle in einem Boot. Einen auf Dauer an den Mast binden geht nicht. Das gibt Meuterei irgendwann.
Ähem. Libertäre sind von Neoliberalen, bzw. dem, was man darunter heute versteht, ungefähr so weit entfernt, wie von Kommunisten ;)
Neoliberale treten für starke staatliche Regulierungen zugunsten ihrer Klientel und deren Schutz vor jeglicher Form von Wettbewerb ein. Ausserdem für die notfalls militärische Durchsetzung der Interessen ihrer Klientel im Ausland.
Nehmen zur Sicherung dieser Interessen auch gerne den Abbau von persönlichen Freiheiten und höhere Steuern und Abgaben (für Andere) in Kauf.
Sind im Wesentlichen das, was in den USA unter Neocon firmiert.
Hat mit Libertarimus recht wenig zu tun, ist simple Lobbypolitik mit liberalem Mäntelchen ;)
Eine erfolgreiche neue Partei am Rechten Rand fände ich begrüßenswert, nach dem Linken würde dann auch der rechte Rand für die Etablierten unzugänglicher werden. Vielleicht hält dann hier mal wieder soetwas wie Vielfalt Einzug.
Fehlt nurnoch eine liberale Partei, aber da kann ich lange warten, schätze ich.
PS: Habe schonmal besser gemalte Bärte gesehen, sieht aus wie Edding.
ähem,
ismen mal hintangestellt.
DER Libertäre, den ich halbwegs schätzen kann, ist Justin Raimondo. (antiwar).
Er hat Ralph Nader und Dennis Kucinich unterstützt. Grossartig!
Gleich dahinter kommt allerdings Ron Paul, wo ich schwer ins Schwanken komme.
Was es mit ihm auf sich hat, kann man an seinem Sohn Rand Paul sehen.
Ein Haar in der Suppe halte ich durchaus für verdaulich.
Aber da hörts dann echt auf.
Wer etwa Hayek als ‘Libertären’ im Wappen führt, dem fahre ich grob übers Maul.
Der Hayeksche Libertarianismus ist nah am (Ayn) Randianismus, und ist ein verkappter Suprematismus. Eine schäbige Ideologie.
Da beisst auch der österreichische Schmäh eines wgnx keinen Faden ab.
Lebende deutsche ‘Libertäre’, die sich so nennen, fallen mir momentan keine ein.
Lebende deutsche “Libertäre” sind idT rar – sie haben zwar einen Arbeitskreis in der FDP, gehen ansonsten aber meist in den Neoliberalen auf.
Wenn Du mal fahnden willst, kannst Du ja mal nach der Mont Pelerin Society goggeln. Ich finde ich es ja eh merkwürdig, dass unserer VTler stets in aller Fülle über die Bilderberger berichten, die m.E. wesentlich bedenklicherer Mont Pelerin Society aber rechts liegen lassen.
Kann es sein, dass Du der Meinung bist, Westerwelle un Co. seien Neoliberale? Tröste Dich, dem ist nicht so. Sie kramen den Neoliberalismus stets dann heraus, wenn er ihren Interessen dient.
Ah ja, neoliberal gleich neokonservativ. So so. Interessant ;-)
Nochmal Ähem.
Sagte doch, was man heute so unter Neoliberal versteht ;)
Da fällt Westerwelle idT. drunter, fällt das Wort Neoliberal, sind in der Regel “Die” gemeint, nahm also an du meintest König sei auf westerwellige Weise “Neoliberal”, da das Wort in 99,999% aller Fälle solche Typen meint, wenn es verwendet wird.
apropos Libertarians.
Wer sich dafür interessiert:
http://www.econtalk.org/
Was es damit auf sich hat, braucht > ungefähr 30podcasts, und dann den einen oder anderen Satz, der alles ‘erklärt’.
Einen ‘Aha’-Moment.
DAS meinen sie also!
Ich müsste jetzt nachschauen, wer das wann gesagt hat, aber es ist ein implizites libertäres Credo, dass eine bestimmte Menge Schmerz die kollektive Kreativität erhöht.
Frage:
Wie kann man dem widersprechen, und wenn ja, mit welchen Gründen?
Das geht sehr tief, und betrifft irgendwie schon die ‘Natur’ des Universums, und die Rolle des Leidens in der Welt.
Nicht so einfach.
Sorry.
So ist das halt.
Gute Nacht!
Hallo
betr. SARRAZIN
Der Sarrassismus der letzten Wochen war eine BILD-Campagne. Das hat sich gestern sogar bei Telepolis-Heise, gewiß kein Linksblog, rumgesprochen
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/33/33301/1.html
Der “Fall Sarrazin” zeigt: Wie 1968 ist es höchste Zeit für eine neue Campagne
ENTEIGNET SPRINGER
Und dann?
Wollen Sie bestimmen, was in der Bildzeitung steht?
@spiegelfechter
Dass wir persönliche Freiheiten einschränken müssen hat mit links-rechts nichts zu tun. Die spannende Frage ist doch, wer genau bestimmt, wie eingeschränkt wird. Ich möchte weder von linken noch rechten Ideologen eingeschränkt werden, sondern lieber von der noch so “dummen” Mehrheit, gerne auch von “Scheissliberalen”.
Ihre Kritik an meiner Polemik (o.g. 50.) ist berechtigt. Ich war viel zu sachlich, zu wenig persönlich diffamierend und demnach auch nicht witzig genug.
Falls sie wie andere hier den Kapitalismus für gescheitert halten:
Sie leben mitten drin und müssen nicht innerhalb der gescheiterten sozialistischen Großversuche leben, was ich Ihnen von Herzen gönne.
Fragen wir doch einmal so:
Welche Rolle spiele ich in der herrschenden Gesellschaftsordnung? Und welche Rolle stelle ich mir vor in der Gesellschaftsordnung, die ich propagiere?
[Und statt ich ließe sich auch Du oder Sie einsetzen.]
Ich kann mir kaum vorstellen, dass derjenige, der hier den Sozialismus befürwortet, sich dann, falls er eingeführt würde, als einfacher Kombinats-Arbeiter ohne politischen Einfluss mit Frau und Kind in einer 3-Raum-Plattenwohnung wiedersehen möchte.
Warum nicht, geschätzter Carsten, das klingt doch deutlich besser als Hartz4 beantragen zu müssen, damit die Wuchermiete auch vom sinkenden Einkommen bezahlt werden kann.
So in etwa bei VEB Opel oder Finanzkombinat Kommerzbank die Arbeitswoche bei auskömmlichem Einkommen ohne Angst vor Jobverlust und Auttsohrsing zu absolvieren, wohlwissend, daß weder ungerechtfertigte Managerboni noch schiefe Derivatverlustgeschäfte den Unternehmenserfolg auf’s Spiel setzen können, beruhigt zu wissen, daß auch der Nachwuchs bei entsprechender Intelligenz einen Studien- – und sogar späteren Arbeitsplatz – bekommen wird?
Wenn diese eingeimpfte, tief sitzende Angst vor der verstaatlichten eigenen Zahnbürste nicht wäre, hätten die Nachbarn hier alle ein tiefrotes Kreuzchen bei der letzten Wahl gemacht. Doch dank intensiver Springer’scher Aufklärungsarbeit haben sie brav, wie schon ihre sämtlichen Vorfahren, sicher auch mit Blick auf die grauende Zukunft, jedoch tief schwarz gemalt.
Klingt irgendwie nach DDR.
Dort gab es zwar auch nicht Arbeit für alle, sondern lediglich einen Arbeitsplatz für jeden. Und da hatte er sich jeden Morgen einzufinden, egal, ob es etwas Sinnvolles zu tun gab oder nicht. Das war so eine Art HartzIV-System mit täglicher Meldepflicht. Außerdem gab es einen riesigen Dritten Arbeitsmarkt in der Security-Branche.
Wuchermieten gab es in der Tat nicht: entsprechend sah die Bausubstanz nach 40 Jahren Sozialismus aus.
Sicher. Diese System hätte der Westen durchaus fördern statt sabotieren können, dann wäre auch unser jetziger Niedergang nicht so schmerzhaft geworden.
Jedoch ohne all’ die Demütigungen.
Ne, ne, die Idee der privaten Söldnertruppen stammt eher aus den USA. Siehe Blackwater & Co.
Das wiederum stimmt. Denn in den hiesigen Plattenbaustadtteilen blühen nicht nur die Blumen. ;)
Ich sprach nicht von privaten Söldnertruppen (die ich für eine schreckliche Fehlentwicklung halte), sondern von volkseigenen Sicherheitskräften.
War mir schon klar, geschätzter Carsten. Wollte Dir Gelegenheit zum Augenzwinkern bieten, hast ja teilweise recht. Nur die generelle Verteufelung der DDR/des Sozialismus lehne ich ab. Viele Menschen waren dort zufriedener als es die Bewohner des hier herrschenden Systems sein können.
Gruß!
Daß sich der westdeutsche Kapitalismus mit der räuberischen Zerstörung des DDR-”Sozialismus” sein eigenes Grab geschaufelt hat, haben schon viele Klarblicker der DDR nach der “Wende” prognostiziert. Einige Punkte wurden ja schon gestern in einem TV-Beitrag angesprochen. Beispielsweise fand ein Hunderte Milliarden schwerer Transfer 1990 zu den westdeutschen Großbanken statt, z.B. wurden DDr-Banken für 49 Mio. DM übernommen und gleichzeitig deren 15 Mrd. DM Kredite an DDR-Bürger. Beispielsweise wurden den neugegründeten Wohnungsbaugenossenschaften gezwungen, ca. 300 Mrd. DM Verbindlichkeiten in ihre Bilanzen einzubuchen, womit die DDR-Mieter in Plattenbauten über Jahrzehnte hoch belastet wurden. Dabei zahlten die DDR-Kombinate aus ihren “Gewinnen” Beträge an den Staat, der diese Mittel zum Bau z.B. von Plattenbauten an den Standorten der Kombinate bereitstellte. Mit anderen Worten wurden die Plattenbauten mit erwirtschafteten Gewinnen gebaut. Die Kreativen Zerstörer der BRD verteilten nun die entsprechenden “Kredite” des Staates auf die Wohnungsbaugesellschaften, damit diese sich die Mittel in den nächsten Jahrzehnten von den Mietern zurückholen.
Derartige kriminelle “Fehler” hatten bei der “Wiedervereinigung” Methode, jedenfalls wurden 15 Mio. DDR-Bürgern die Augen geöffnet über das “wahre Gesicht des kapitalistischen Westens” und man muß schon sehr naiv sein, um nicht zu verstehen, daß erst der Wende-Kapitalismus die DDRler zu künftigen Sozialisten gemacht haben.
Alles richtig.
80% der Deutschen wollen die Mauer zurück, die restlichen 20% wären schon mit einem Elektrozaun zufrieden.
Bloß wo – zwischen Drau und Theiß…??
@Christian
Sie liegen richtig. Die Antwort von “Schneemann” beweist den Neid von Sozialträumern, die gerne arm sind, wenn es auch dem Nachbarn oder Vorgesetzten kaum besser geht. Aber die DDR war ja nicht nur ein Gleichmacher auf tiefem “gemeinsamen” wirtschaftlichem Niveau, sondern trat die meisten Rechte seiner Bürger mit Füßen. Staatssozialismus geht nicht freiwillig, weshalb die Verbrecher an der Spitze solcher Staaten Millionen von Opfern zu verantworten haben.
Übrigends: Hartz4 ist immer plus Miete und ich kenne keinen Sozialismus wo mehr gezahlt wird, wenn man nicht auf Rohöl o.ä. sitzt
Der Blick von Schneemann auf die “auf die grauende Zukunft” ist seine Selbstbetrachtung; denn der neue Jugendreport zeigt eine optimistische deutsche Jugend, ausgenommen jene, die von ihren Eltern emotional vernachlässigt werden oder deren kulturell/religiös borniertes Weltbild aufgedrückt bekommen.
Guter Klaus, ich hüpf hier gleich mal drauf.
Tut die BRD dies etwa nicht? Was ist mit dem Recht auf Leben, dem Recht auf freie Entfaltung der Persönlichkeit, dem Recht auf Arbeit, dem Recht auf Ausbildung? Millionen hierzulande wird dies vorenthalten. Du wirfst mir Sozialneid vor, was Dir zusteht, doch nicht zutrifft. Ich habe gute Freunde von ‘drüben’, ein hiesiger Freund von mir hat gar für den Honnecker Strafanzeige gegen die damalige Bundesregierung gestellt. Deshalb verstehe ich, daß viele Leute, wenn sie die Wahl haben sollten, anstatt der Freiheit im Graben zu verenden, lieber die Sicherheit eines erfüllenden Arbeitsplatzes mit geregeltem Einkommen und jährlicher Urlaubsmöglichkeit wählen.
Zu Zeiten der guten alten Sowjetunion konnten sich ihre Bürger Flüge nach hause ebenso leisten wie einen gelegentlichen Besuch im Bolshoi Theater in Moskau oder die notwendige Behandlung im Krankenhaus. Nachdem die westlichen Abzocker das Land ausgeblutet hatten, war damit Sense. Du redest von Neid, ich rede von Gerechtigkeit.
Wenn ich die letzten paar dutzend Jahre so anschaue, sehe ich wesentlich mehr Opfer von ‘demokratischen’ Staatsoberhäuptern als von von Dir als ‘Verbrecher’ Titulierten. Wieviele Kriege und Überfälle führte die UdSSR und wieviele die USA, wie sieht die Relation bei BRD und DDR aus?
Mag schon sein, daß mir der Blick in die geschätzten Gedankengänge Anderer verwehrt bleibt, doch habe ich regelmäßig mit der Analyse internationaler Wirtschaftsdaten zu tun, und die Lage ist genau so wie der Euro: der Schein trügt.
Gruß!
Und ausgenommen jene, die beispielsweise in Armut aufwachsen, was in der Zukunft – dank wirtschaftlicher Rahmenbedingungen und einer Politik, welche die Mittelschicht zugunsten der sogenannten “Leistungsträger” benachteiligt, immer mehr sein werden. Das hattest du wohl “überlesen”, bei deiner Lektüre des Jugendreports. Apropos Borniertheit… ;-)
N.A.
Süß, wenn alte Herren von Dingen reden, von denen sie nicht den Hauch einer Ahnung haben. Aber was will man auch von Leuten erwarten, die ihr “Wissen” über den Sozialismus und die DDR aus Spiegel- und Stern-TV Sendungen herausdestillieren.
Oh, und das:
ist schlichtweg eine Lüge.
Aber als relativ junger Mensch erwarte ich da offenbar zuviel von Dir. Informieren und recherchieren ist wahrscheinlich nur etwas für emotional vernachlässigte Jugendliche, die von ihren Eltern deren kulturell/religiös borniertes Weltbild…
Deine krankhafte Angst davor, anderen von Deinem “Besitz” etwas abgeben zu müssen, solltest Du i.Ü. behandeln lassen.
Ich muss Typen wie Dich auch durchfüttern und – wenns dumm läuft – später pflegen. Aber ich schätze mal, Du wirst selbst dann gegen humanistische Werte und soziale Umgangsformen wettern, wenn Dir der Pfleger den Brei bringt und Dir den Arsch abwischt.
Du solltest besser froh sein, dass es Leute mit sozial(istisch)em Wesen gibt. Die helfen nämlich auch verbitterten alten Misanthropen.
Du bist nicht zufällig Lemmy’s Vater? Ich entdecke da erschreckende Parallelen.
Kannst ja dann mal Christian/Jan/”Carsten Penkella” in seinem Studentenwohnheim in München (ha, wer’s glaubt) besuchen und ein Schwätzchen über die DDR halten.
Man man man, seit 20 Jahren ständig die selbe Leier.
Lest eure BILD, eure Alice, euren Thilo und eure WELT. Schaut Knopp und geht zu Aldi (wenn kein Besuch kommt) oder in’s KaDeWe (wenn doch mal Besuch kommt) und lasst die Jugend in Ruhe.
sagt Schneemann.
Warum wurde dann die DDR abgeschafft?
Die ist nur vorübergehend stillgelegt… bis die Narben der Plünderung von 1989ff überwunden sind.
;)
Lieber Schneemann,
mein angeborener und durch mein soziales Umfeld angereicherter IQ reicht leider nicht aus, um zu verstehen, was Dein Zusatz neoliberal aussagen soll. Mit 50- bis 80-prozentiger Wahrscheinlichkeit tippe ich auf … … …
Ironie?Der ergab sich aus der vor- und gestrigen Diskussion, in der es HJ (Hausherr Jens) gelungen ist, mich – ziemlich gegen meinen Willen – klar und eindeutig so zu schubladisieren. (Anlaß: Ich fand einige Libertäre Ideen nicht unbedingt verwerflich.) Und da ich seinen Blog schätze, und besonders auch ihm das manchmal schwierige Verständnis meiner Beiträge erleichtern möchte, beabsichtige ich, so eine Zeit lang mit dem Zaunpfahl zu winken. ;)
Dabei darf ich noch anmerken, daß ich seltener so heftig in Diskussionen einsteige, sondern eher gelegentlich einen einzelnen Beitrag verfasse, und sonst lieber lesend umherlungere. Drum sei mir bitte verziehen, wenn ich nicht stets auf alle Einlassungen antworte.
Gruß!
Anmerkung: Dieser Beitrag war als Antwort auf den mit ‘Ironie?’ endenden von Carsten gedacht, vielleicht kann Jens hier helfend eingreifen?
@Schneemann
Ich teile Ihre Sensucht nach Gleichheit & Brüderlichkeit und danke Ihnen, dass Sie (falls von links) den (vermeintlich) Rechten nicht absprechen, diese Werte ebenfalls zu schätzen.
Sie diagnostizieren Umsetzungsdefizite – aber ja doch, wie sollte man das auch jemals 100%tig erreichen. Brüderlichkeit ist ein gutes Gefühl und deshalb genauso wenig objektivierbar wie Gleichheit oder die “neue” Gerechtigkeit. Die Ungleichheit ist naturgegeben; denn wir sind keine Maschinenprodukte. Es geht also um das Spannungsfeld zwischen individueller Entfaltung und Motivation für sich und andere zu arbeiten und der Unterstützung der Schwächsten.
Ich kenne kein besseres real existierendes Staatswesen als unseres, welches diese Pole am friedfertigsten zusammenbindet. Sozialträumerische Ansätze “man müßte, könnte, sollte…” sind mir zu substanzlos. Ein sehr weit reichender, sogenannter sozialer Ausgleich der Ungleichheit führt leider zum Gegenteil, dass nämlich von der Leistungsträgerseite zu wenig reinkäme, um mehr an die Schächeren umzuverteilen. Unser System muß demnach auf Basis eines realistischen Menschenbildes ständg neu ausbalanciert werden.
Der neue “Nischen”sozialismus funktioniert nur noch innerhalb eines Kapitalismus, der für die Umverteilungsmasse sorgt.
Und wenn Sie meinen, der Kapitalismus (ursprünglich Egoismus) gehört in einigen Bereichen stärker an die Kandarre genommen, stimme ich prinzipiell zu. Nur bitte keine Ostalgie “die gute alte DDR”, die schöne Sowjetunion” oder “Maos kleines rotes Buch”. Das alles hat zu viele Todesopfer gefordert.
@ Nick Abbe
Ein geringes Einkommen der Eltern ist kein großes Problem, meine Eltern hatten Hartz4 Einkommensniveau. Das ist kein Grund, alle kostenlosen Bildungsangebote nicht anzunehmen.
Die erfolgreichen Zuwanderer aus Vietnam waren auch nicht besser dran als die anderen.
@Lennard
Ich “kristallisiere” meine Ansicht über die DDR und ähnliche menschenverachtende Regime aus den Aktionen derer, die ihnen entkommen sind und uns darüber berichten – egal in welchem Medium.
Wieso soll Alter ein Nachteil sein für die Beurteilung der neusozialistischen Ansätze, die in diesem Forum grassieren? Wollen Sie sich lieber in einem geschlossenen Club einschliessen, um sich ohne Störer gegenseitig zu beweihräuchern, wie menschenfreundlich und jugendlich “fortschrittlich” Sie sind?
@Klaus58
Das wirklich geile an Dir ist ja, dass fast aus jedem einzelnen Satz Deiner Postings die pure Menschenverachtung (für alle, die nicht so toll wie Du sind (in Deiner Wahrnehmung)) spricht und ausgerechnet Du in anderen Systemen eine solche erkennen willst :-))
Klaus, bitte kein ‘Sie’ – hier haben wir alle virtuelle Identitäten, sind Gleiche, gewissermaßen fast schon Brüder im Wortstreit. Danke.
Volle Zustimmung, solche Werte sind numerisch nicht erfaßbar, umso mehr sollte uns daran liegen, sie anzustreben. Ebenso wie Harmonie in der Musik.
Auch hier sehen wir die Sache durchaus ähnlich. Allerdings sehe ich im Kapitalismus einige Auswüchse, die nicht tolerierbar sind. Neulich zitierte ich einen Link zu Enron. Dort waren Abzocker am Werk, die aus niedrigsten Motiven ihre Firma und deren Geschäftspartner zugrunde richteten. Mittlerweile wird vergleichbarer Buchhaltungs- und Bilanzbetrug schamlos auf Staatsebene praktiziert – Kenneth Lay dreht sich im Grabe um, acht oder zehn Jahre zu früh aufgeflogen zu sein. Du magst sehen was hier funktioniert, ich betrachte gerne, was schief läuft. Übrigens: auch in der DDR, oder UdSSR, lief und läuft eine ganze Menge wesentlich besser, als hierzulande von den Konzernmedien veröffentlicht wird.
Nun will ich gerne wissen, wer diese ‘Leistungsträger’ sind. Die Ackermänner, die kleinere Firmen ausquetschen, um sich dicke Boni einzusacken, und nebenher noch 2000 produktive Mitarbeiter auf die Straße schmeissen? Oder die Politiker, die nicht imstande sind, einen halbwegs ausgeglichenen Staatshaushalt auch in guten Zeiten auf die Reihe kriegen? Oder die Anwälte, die Schüler und Tanten mit ungerechtfertigten Abmahnungen überziehen, damit sie ihre Steuersparmodelle mit frischer Liquidität versorgen können? Oder gar die zig tausende Steuerhinterzieher, denen das Konto in der Schweiz wichtiger ist als die Gesundheit einer sterbenden Großtante? Ich hab die Schnauze von den Finanzartisten jeglicher Couleur gestrichen voll, und ich weiß daß sowohl in der Schweiz als auch in Norwegen die Einkommensschere um Faktoren weniger weit auseinanderklafft als in diesem einst so schönen Lande. Zuviele Deiner ‘Leistungsträger’ schafften den Weg in ihre Stellung durch günstige Beziehungen, und weder durch Talent noch durch Arbeit.
Nein, er gehört nicht stärker an die Kandarre genommen, sondern massiv in seine vom Staat – das sind wir, das ist (idealerweise) das Volk! – zugewiesenen Schranken verwiesen. Bis er durch ein verbessertes Wirtschaftsmodell abgelöst wird. Die Wirtschaft hat dem Volk zu dienen, und nicht die Menschen der Wirtschaft. Damit sind die Prioritäten wieder richtig gesetzt.
Was hätten die Jungs anno dazumal denn machen sollen? Wenn einer eine neue Idee durchsetzen will, gibt es halt ein paar Opfer. Vielleicht hätte ja eine Umerziehung der Zarenfamilie anno 1917 gereicht, um sie von den Vorteilen der Ideen Lenins zu überzeugen? Ich bleibe da bei meinen Zweifeln…
Was hältst eigentlich vom ersten Schießbefehl an deutschen Grenzen – aufgrund dessen schon vor 60 Jahren – eine Dekade vor der DDR – im Raum Aachen Familienväter und Jugendliche wegen ‘ner Tüte geschmuggelten Kaffees staatlich sanktioniert ermordet wurden? Das ist unser tolles System.
@Schneemann
Die Auswüchse im Kapitalismus sind ähnlich schädlich wie im Sozialismus. Beide Auswüchse sind prinzipiell identisch, weil die Menschen weder kapitalistisch noch sozialistisch korrumpierbar sind, sondern einfach nur korumpierbar, und zwar nicht nur in der Mißachtung der ihnen aufgezwungenen Regeln, sodern auch noch der sich selbst verordneten.
Wenn der Sozialismus einen wirklich besseren Menschen geschaffen hätte, würde er wohl heute noch real existieren. Der Sozialismus ist gescheitert an einer zu geringfügigen Veränderbarkeit der Menschen durch geänderte wirtschaftliche Bedingungen (was man damals erhofft hatte) und einer zu geringen altruistischen Motivation, sich für eine anonyme Masse kräftig ins Zeug zu legen. Wir kommen an einer produktiven Erschaffung von Waren und Dienstleistungen nicht herum – zur Not unter Nutzbarmachung des Egoismus.
Zu den Opfern:
Hier verstehe ich Dich überhaupt nicht. Wieso sollen die Opfer der Rechtsfaschisten anders zu bewerten sein als jene von Stalin, Pol Pot & Co.? Die Berge von Toten sollte man nicht aufrechnen sondern addieren.
Der lange Marsch von Mao war richtig, solange er der Vertreibung der Kuomintang, Großgrundbesitzer und sonstiger Volksausquetscher diente, aber sein späteres Blutbad unter Andersdenkenden in der VR China befleckt inzwischen auch in China sein Ansehen.
@klaus58
Wie bitte, “der Sozialismus” erschafft also “einen wirklich besseren Menschen”?? Na wer ist denn “der Sozialismus”?
Also, der kleine Klaus malt sich irgendwie aus, irgendein großer Führer erschafft irgendein Herrschaftssystem, das er dann “Nationalsozialismus” oder “Sozialismus” tauft und dann “erschafft” dieses Herrschaftssystem irgendwie den “besseren Menschen” oder den schlechteren Menschen, je nachdem. Wenn dem tatsächlich so wäre, hätte ja dein gestrenger Vater deine Familie als Herrschaftssystem erschaffen, das den kleinen Klaus als “einen wirklich besseren Menschen” erschaffen hätte.
Lieber Klausi, werd endlich erwachsen: Nicht “der Sozialismus” oder wer auch immer erschafft den “besseren Menschen”, sondern die Menschen erschaffen sich durch ihr konkretes Tun selbst als bessere Menschen!
“Der Sozialismus” ist übrigens auch nicht irgendein fixierbarer fester Zustand, wie du dir als kleiner Klaus einbildest, sondern das tägliche Tun von dir selbst und von Millionen anderer Menschen. Wenn du dein Mitgefühl deinem Nächsten praktisch zeigst, verwirklichst du ganz praktisch ein kleines Stück Sozialismus. Wenn du deine egoistische Härte gegen deinen Nächsten zeigst, verwirklichst du etwas, das man früher als Hölle bezeichnete und heute als die kalte dunkle Welt des Neoliberalismus bezeichnen würde.
@schwitzig
Sag’ doch mal, wie Du die Menschenrechte dort beförderst, wo sie besonders im Argen liegen, z.B. in der 3. Welt. Etwa mit der vollmundigen Forderung hier oder auf einem dortigen Marktplatz? Die werden nach kurzem Vortrag fragen, ob Du nur den Mund vollnimmst oder auch etwas Greifbares in den Händen hälst.
Noch “besser”: Gegen die dortigen ausländischen, kapitalistischen Arbeitgeber wettern, auch wenn deren Löhne und Nebenleistungen besser sind als die von den lieben einheimischen Arbeitgebern. Oder gegen Leute wie mich hetzten, die ihnen ganze Containerladungen gegen Devisen abkaufen.
@klaus58:
Mir kommt es so vor, als wenn Sie mit Ihrer Sockenpuppe (Schneemann) rumlamentieren würden.
Oder ist das nur indirektes Trollen, indem sie einem Bekannten Ihre “Selbstgespräche” per E-Mail schicken, der diese dann von seinem Computer aus veröffentlicht?
Wie dem auch sei, ich stimme Ihrer Theorie in keinem Punkt zu, den der Mensch ist kein Raubtier, das ausschließlich seinem Egoismus folgt.
Dies wird schon durch die Stammeskultur in der Steinzeit widerlegt.
Der Mensch ist ein soziales Wesen, das seine Intelligenz durch ein “Miteinander” evolutionär erworben hat.
Ein sehr interessantes Interview, dass Sie unbedingt gelesen haben sollten, steht zu diesem Thema auf folgender Seite: http://www.zeit.de/2010/38/Die-Gene-des-Guten
Hier ein Auszug:
“Klein: Eine Theorie stammt von der amerikanischen Anthropologin Sarah Hrdy. Sie wunderte sich über den enormen Aufwand, der nötig ist, um ein Menschenkind großzuziehen. Ein auf sich gestelltes Elternpaar könne in der Natur gar nicht ein ganzes Jahrzehnt lang ausreichend Nahrung heranschaffen, die der Nachwuchs für einen sicheren Start ins Leben brauche. Fortpflanzen könnten sich die Menschen daher nur, wenn eine Gemeinschaft sie unterstütze. Natürlich dauert unsere Jugend so lange, weil das menschliche Gehirn ungewöhnlich viel lernt und deswegen extrem langsam heranreift. So mussten Hrdy zufolge die Menschen erst die freundlichsten aller Affen werden, bevor sie sich auch zu den klügsten entwickeln konnten.”
Sagen Sie mir bitte bescheid, wenn Sie Ihre Meinung dadurch geändert haben sollten!
Kleiner Einwurf zu den Begriffen “rechts” und “rechtspopulistisch”:
PI und Konsorten kann man sicher so bezeichnen, aber ich stelle mit Bedauern fest, dass sich meine Bezeichnung “Nazis 2.0″ (http://exportabel.wordpress.com/2009/03/12/nazis-20/) für diese Leute nicht durchgesetzt hat. Dabei passt sie so gut: Zum einen weist der Begriff auf die Online-Präsenz dieser Bewegung hin, im real life kommt sie fast nicht vor, zum anderen wird der Bezug zu den alten Nazis hergestellt, die Parallelen sind offensichtlich, vor allem, was die Feindbildproduktion angeht. Die oder wir, es geht um alles oder nichts. Ob da die Juden gemeint sind oder die Moslems, ist Nebensache.
Vielleicht könnte man so auch einen klaren Trennungsstrich ziehen zwischen dem, was derzeit in der Union unter dem Stichwort Konservativismus diskutiert wird und dem, was ganz rechts vor sich hinwabert.
@Jochen
Die gute Sarah hat bestimmt Recht: Der enorme Aufwand zwecks guter Sozialisatzion des Kindes ist erforderlich, weil es nicht als sogenannter guter Mensch geboren wird. Ansonsten könnte man sich den Stress sparen, diese kleinen Superegoisten zu angenehmen Mitmenschen zu erziehen.
Insofern widerspricht diese Forschung allen, einschliesslich Ihnen, die an das schon ausreichend vorhandene “Gute” im Neugeborenen glauben. Auch der Gegenpol “Raubtier” ist Unsinn, weil die biologische Evolution nicht in menschlichen Werteeintelungen funktioniert.
Die Sache ist ambivalent wie man an Massenmördern und wunderbaren Menschen erkennt.
Aber vielleicht sind Sozialisten eine biologische Mutation mit mehr Empathie als bei Kapitalisten.
Oder ihre Eltern habe sie zu besseren Menschen erzogen. Ich höre aus dieser Richtung ganz stark den Versuch, sich “menschlich qualitativ” über Andersdenkende zu erheben.
Jochen, Sie weiteres ich unserer multiplen Persöhnlichkeit, bitte verrate nicht die innersten Geheimnisse, die so einen Block erfolgreich machen.
Sie scheinen den Text nicht verstanden zu haben, anders kann ich mir Ihr Schlussfolgerung nicht erklären.
Es ist eine historische Tatsache, dass die Ur-Gemeinschaft als reiner Steinzeitkommunismus angesehen worde.
Also liegt es doch in den Genen des Menschen sozial zu sein, da sich diese Form des Zusammenlebens in allen Menschenstämmen automatisch herausgebildet hat!?
Erst durch eine soziale Gemeinschaft, die ihr Wissen bereitwillig weitergab, war es möglich, dass sich Sprache, Schrift, Kultur usw. entwickeln konnte.
Und in diesem Kontext war erst die paralelle Entwicklung des menschlichen Geistes möglich und die Physiologie folgte den neuen Anforderungen allmählich nach (siehe Daumen).
Oder glauben Sie, dass ein einzelner Ur-Mensch eine Mammutherde erlegen und die Fackeltreibtechnik entwickeln konnte?
Als potenzieller Nachfolger des Menschen wird der Japanische Schneeaffe angesehen.
Diese Affenart hat gelernt, sich in heiße Quellen zu setzen und darin mindestens eine Stunde am Tag Fellpflege zu betreiben.
Dieses Wissen wurde vor rund 60 Jahren von einem Exemplar dieser Gattung durch Zufall erworben und bereitwillig an seine Artgenossen weitergegeben.
Des Weiteren wurde beobachtet, dass diese Affenart Werkzeuge außerst geschickt benutzt.
Und wer weiß, vielleicht lernen diese Schneeaffen bald reden und deren Daumen beginnt – durch die ständige Benutzung von Werkzeugen – zu wandern.
@carlos manoso
“Wenn du dein Mitgefühl deinem Nächsten praktisch zeigst, verwirklichst du ganz praktisch ein kleines Stück Sozialismus.”
Jetzt hast Du es mir richtig erklärt, was wohl die meisten Sozialisten glauben:
Mitgefühl ist per se sozialistisch!
Was treibt die jungen Sozialisten bloß (wieder) in diese Selbstverherrlichung?
@klaus58
Na gut, dann gehört eben dein Mitgefühl “Damen” wie Sarah Palin, als fundamentale evangelikale Christin strikte Gegnerin von jedwedem vorehelichen Sex und demzufolge strikte Abtreibungsgegnerin.
Wie du ja schon ahnst, hat es die Dame deines Mitgefühls nun wirklich fundamentalistisch faustdick hinter ihren Ohren …
1) Kurz nach ihrer Nominierung zur US-Vizepräsidentin erklärte die strikte Abtreibungsgegnerin Sarah Palin plötzlich, sie sei im 7. Monat schwanger. Das war vorher bei ihren TV-Auftritten niemand aufgefallen. Dann erklärte kurz Sarah Palin vor den Wahlen öffentlich, das Kind habe das Down-Syndrom, als erklärte Abtreibungsgegnerin werde sie das Kind deshalb ganz besonders lieben.
2) Kurz vor den Präsidentschaftswahlen tauchten in US-Zeitungen Berichte auf, das behinderte Kind sei gar nicht von der strikten Gegnerin von jedwedem vorehelichen Sex, Sarah Palin, sondern von ihrer ältesten Tochter Bristol (17) und der Vater sei garnicht Sarah Palins Ehemann, sondern der Freund ihrer Tochter, Levi Johnston (18).
http://www.postchronicle.com/cgi-bin/artman/exec/view.cgi?archive=91&num=168912
http://www.postchronicle.com/cgi-bin/artman/exec/view.cgi?archive=90&num=168574
??) Also noch mal, normalerweise wäre Sarah Palins Ehemann der Erzeuger ihres Babys, aber nun ist das Baby plötzlich die Tochter ihrer Tochter und der Erzeugerdes Babys ist plötzlich nicht der Ehemann von Sarah Palin (44), sondern Bristol Palins (17) Lover Levi Johnston (18).
Bristol Palins (17) Lover Levi Johnston (18) hat Bartstoppeln, krause Locken, Rehblick: Bristol Palins Lover Levi Johnston sieht aus, als könne er kein Wässerchen trüben, hat es aber ebenfalls ziemlich faustdick hinter den Ohren (bzw. seinen xxx.
guckst du Levi …
http://www.huffingtonpost.com/2009/12/07/levi-johnstons-playgirl-n_n_382600.html
4) Kurz nach den Präsidentschaftswahlen, „aber noch vor der Hochzeit (der Tochter Palins) ging die Beziehung in die Brüche. Zur Belustigung der amerikanischen Öffentlichkeit plauderte der Ex-Verlobte Levi Johnston einige pikante Details über die angebliche Vorzeigefamilie aus. Von glücklicher Ehe könne im Hause Palin keine Rede sein – ständig streite sich Sarah mit ihrem Gatten, es werde auch viel über Scheidung gesprochen. Ihren Job als Gouverneurin von Alaska nehme sie auch nicht sonderlich ernst: Oft sei sie schon mittags von der Arbeit nach Hause gekommen – nicht etwa, um die Kinder zu versorgen, sondern um zu baden oder fernzusehen.
http://www.stern.de/lifestyle/leute/bristol-palin-und-levi-johnston-liebeschaos-bei-familie-sauberfrau-1590004.html
5) Etwas länger nach den Präsidentschaftswahlen: „Verliebt, verlobt, schwanger, getrennt, verlobt, wieder getrennt. Das endlose Theater um die Nicht-oder-doch-wieder-Beziehung zwischen Bristol Palin, Tochter der republikanischen Vizepräsidentschaftskandidatin Sarah Palin, und Levi Johnston ist um eine Wendung reicher. Wie die 19-jährige Bristol mitteilte, hat sie sich nun erneut von dem Vater ihres 19 Monate alten Sohnes Tripp getrennt und ist Hals über Kopf wieder zu Hause eingezogen. Dabei ist es keine vier Wochen her, dass die beiden in aller Öffentlichkeit ihre Versöhnung zelebriert und ihre Verlobung erneuert hatten
http://www.stern.de/lifestyle/leute/bristol-palin-und-levi-johnston-liebeschaos-bei-familie-sauberfrau-1590004.html
@klaus58,
wenn ich mich einmischen darf:
zZ wird ja allenthalben begriffliches Grossreinemachen gemacht.
Was versteht die Freitag-Community unter konservativ?
oder Luebberding:
http://www.weissgarnix.de/2010/09/14/das-jammern-der-konservativen/
Das Ergebnis ist recht unbefriedigend bis jämmerlich.
Dito ‘liberal’ , ‘sozialistisch’.
Mir scheint, die häufig gebrauchten Begriffe verschleissen sich irgendwann, oder werden gezielt vom jeweiligen Gegner torpediert.
Wie wär’s denn mit Suprematisten?
Leute, die an das ‘natürliche’ Privileg einer bestimmten/ihrer eigenen Gruppe glauben, mehr beanspruchen zu dürfen als andere, und keine Hemmungen haben, andere schlechter zu stellen, als die sowieso schon dastehen.
Die anderen sind der Auffassung, dass Vorteile, ob ‘ererbt’ (sic!) oder genetisch ‘erworben’,
eher Verpflichtung sind, den Benachteiligten zu helfen.
Das wären dann Egalitarier oder Brüderliche.
Jetzt betrachte mal die politische Landschaft aus diesem Blickwinkel.
Was siehst Du dann?
Wo würdest du einen
– Sozialdarwinisten
– Narzissten
– FDP-Liberalen
einordnen?
@ carlos manoso
Ich mag Sarah Palin genausowenig wie Du. Ich lese täglich die New York Times OPINION Webseite mit vielen sehr aufschlussreichen Leserzuschriften, um die Stimmungslage der Amis mitzubekommen – diese ist zurecht skeptisch bis schlecht. Vom guten alten Pioniergeist ist kaum noch etwas übrig.
Was sollen diese reflexartigen Abwehrreaktionen, nach flüchtigem Lesen einer unliebsamen Meinungsäußerung mit Sätzen anzufangen wie:
“Du glaubt wohl auch / Du denkst wohl, das….”?
Außer Sarah Palin gehen mir noch etlich mehr Republikaner auf den Sack aber auch der Nobelpreisträgers aus dem weißen Haus wegen seines Angriffkrieges in Afghanistan.
Bitte verschont mich mit (langweiligem) Schubladendenken, das z.B. eine Meinung, die einem rechts von sich selbst vorkommt schon mal deshalb falsch sein muß.
Ich schätze an den meisten Linken ihre grundsätzliche Menschenfreundlichkeit. Diese guten Gefühle kennen wir aus Familie und Freundeskreis, Hier lassen sich (sozialistische?) Werte ganz einfach leben. Das funktioniert jedoch immer schlechter, je größer und unhomogener die Gruppe wird. Wir können das nicht mehr diskutieren wie vor 100 Jahren als der Staatssozialismus noch eine (sehr einladende) Utopie war.
@ Groo
“Suprematisten” ? Warum nicht, wenn man sich auf eine gemeinsame Definition einigen könnte, z.B. diese:
Der Begriff kennzeichnet Menschen, die dem Wahn verfallen sind, dass ihre Gesinnung hochwertiger ist als jene, die ein gegensätzliches oder stark von ihnen abweichendes Weltbild haben. Das angestrebte Wohlgefühl stellt sich besonders in Gruppen Gleichgesinnter ein. Die inhaltlich Auseindersetzung mit Andersdenkenden kann entfallen, es genügt deren Kennzeichnung mit Begriffen wie “Menschenverachter”.
Ich soll die genannten Sozialdarwinisten etc. einordnen? Meinst Du menschlich-qualitativ?
Benötigst Du auch Schubladen oder habe ich Dich falsch verstanden?
Demnächst bei Ravensburger: ” Wir basteln uns unseren Neuen Rechten ”
Die nicht neue angestrengte Suche der linken Spiegelfechter- Bohemé nach entsprechenden Feinden, so banal wie hier in Steckbrief- Manier mit Adi- Bärtchen lange nicht gesehen. Und wenn es einem in den Kram passt, kann man dann doch mal den bösen Thilo zitieren, ja, weil der Spruch war ja mal gut.
Das wichtigste ist, über Köpfe herumzupalavern und sich nicht mit den Problemen zu beschäftigen.
PS. Auch ich bin mir sicher, daß diese Partei bald von dannen ist. Die Eitlen werden sich zerfleischen. Auch die vorhandenen sind zu nichts in der Lage. Also, die Räte wieder zusammenholen?
Sagen Sie mal Herr Berger sind ihnen diese Bilder nicht peinlich, so eine Art der “Argumentation” kann man einem Kind noch verzeihen bei einem Erwachsenen ist das einfach nur noch peinlich.
Unterste journalistische Schublade… gibt es neben plumper Diffamierung und Beleidigung noch etwas anderes was ähnlich platt ist ?
Aber sicher, ich vergas: man setzt sich für die Meinungsfreiheit und eine pluralistische Gesellschaft ein… ;-))
Hatten wir das nicht schon mal in Deutschland ? das verächtlich machen der anderen Meinung ?
Ich fühle mich in Stil und Inhalt doch sehr an den Stürmer oder den Völkischen Beobachter erinnert… aber immer schön engagiert im Kampf gegen Rechts…
Mir grausts…