Irrungen, Wirrungen, Spekulationen
geschrieben am 16. Oktober 2008 von Spiegelfechter
De mortuis nihil nisi bene ? aber über den verstorbenen Kärntner Landeshauptmann Jörg Haider fällt einem sicher nicht viel Gutes ein. Schweigen sollte man deshalb aber nicht. Natürlich ist ein Todesfall für den engeren Freundes- und Familienkreis eines Menschen immer eine Tragödie. Wenn es sich bei diesem Menschen allerdings um einen einflussreichen Politiker handelt, wird aus der privaten Tragödie auch ein Politikum. Im Falle Haider mag es den neutralen Betrachter verwundern und bisweilen auch verstören, wie Print- und Internetmedien den Tod des Rechtspopulisten behandeln, während Haiders Heimat Kärnten in eine bizarre Lady Di-Hysterie verfällt. Haider ist auf dem besten Weg, ein Märtyrer des rechten Spektrums zu werden und unliebsame Details über seinen Tod werden derweil in absurden Verschwörungstheorien erstickt. Das Spektrum der Trauernden vereint auf eine abstrus erscheinende Art antisemitische Nazis, proisraelische und islamophobe Rechtspopulisten, antisemitische Muslime und deutschnationale Österreicher, die in selten gekannter Einheit den stets braungebrannten Bergfex ehren und munter nach Schuldigen für dessen Tod suchen.
Wenn man sich die österreichischen Zeitungen durchliest, könnte man denken, mit Jörg Haider sei ein großer und anerkannter Politiker aus dem Leben geschieden. Aus dem fremdenfeindlichen Enfant terrible, das in seiner politischen Laufbahn die Beschäftigungspolitik der Nazis lobte, Österreich als nationale Missgeburt bezeichnete und dessen größte politische Leistung darin bestand, latente Deutschtümelei und tumbe Fremdenfeindlichkeit in Österreich salonfähig zu machen, wurde postum ein ?engagierter? ?Tabubrecher? mit ?markigen Sprüchen?, der nun von der österreichischen Presse zum ?begabtesten Politiker seit Kreisky? hochgeschrieben wird (alles O-Zitate). Österreich trauert ? aus dieser Trauer erwächst allerdings ein unseliger Totenkult, der an die allgemeine Hysterie nach dem Unfalltod der ehemaligen englischen Thronfolgergattin Lady Diana Spencer erinnert. Es fehlt nur noch, dass Rechtspopulist Henryk M. Broder sich am Samstag im Dom zu Klagenfurt ans Klavier setzt und dem Verstorbenen ein ?Kerzerl im Wind? hinterherträllert. Der Kult um Haider lässt seine Sünden vergessen und erweckt postum den Eindruck, seine rechtspopulistischen Ausfälle wären nicht nur salonfähig, sondern ?common sense? – dies mag für das rechte Spektrum so gelten, die Zivilgesellschaft sollte sich demgegenüber indes verwahren, will sie keinen rechten Märtyrer schaffen, dessen Seele das Land weit über seinen Tod hinaus beeinflusst.
Polizeiliche Untersuchungen ergaben, dass der ?König der Kärntner Herzen? nächtens und bei Nebel und schlechten Straßenverhältnissen sturzbetrunken mit 1,8 Promille bei 143 km/h in einer 70er Zone mit seinem Dienstwagen von der Straße abkam und auf einen Betonpfeiler prallte. Einen solchen Unfall übersteht auch kein teutonisches Luxusgefährt. Das ist sicher eine menschliche Tragödie – zum Glück kam bei der rasanten Trunkenheitsfahrt wenigstens kein Unbeteiligter zu Schaden. Weil aber nicht sein kann, was nicht sein darf, verdrängen Haider-Anhänger quer durch alle weltanschaulichen Lager die profanen Umstände seines Todes und basteln sich ihre eigenen Versionen zusammen. Der gefallene Engel kann für sie nicht wie ein normaler Mensch gestorben sein ? da steckt doch sicher ein übermächtiger Gegner dahinter.
Bereits am Tag seines Todes sprudelte der rechte Internetsumpf nur so vor Verschwörungstheorien. Im nationalsozialistisch geprägten ?Thiazi Forum? war man sofort ?tief erschüttert? über das ?zu frühe Ableben des Volksgenossen und Kameraden Haider?, der schließlich die ?personifizierte Hoffnung für Deutschland (nicht nur für die Ostmark alleine)? war. Ein Nutzer drückte seine Trauer besonders herzzerreißend aus: ?Ich schere mich nicht um das deutschfeindliche Klischee des harten, deutschen Mannes, der nicht weinen darf. Gefühlsäusserungen gehören eben zu seelisch gut entwickelten Menschen, wie es der Arier nun sein sollte.? Die Tragweite des Todes Haiders wurde von einem Nutzer folgendermaßen umschrieben: ?Dieser Verlust ist in der Tragweite vergleichbar mit dem Ableben Reinhard Heydrichs 1942. Es traf die SS bis ins Mark. Und alle, die völkisch denken heute sicherlich auch. Aber es muss weitergehen.? An einen normalen Autounfall glauben viele Nutzer des Forums nicht, schließlich haben ?reiche zionistische Familien? etwas gegen Haider gehabt. Die These, der Mossad sei an Haiders Tod schuld, zieht sich derweil ? angefeuert durch die Aussagen des ehemaligen Haider Parteifreundes Karlheinz Klement ? quer durchs rechte Spektrum. Während man im rechtsextremen ?Störtebecker-Netz? griffig ?wieder einmal [einen] feigen und hinterhältigen Mord der jüdischen Killerorganisation Mossad? ausgemacht haben will, formuliert man es im Kommentarbereich von Springers WELT etwas kryptischer ? dort verdächtigt man ?die Ostküste? (eine Chiffre für den Ausdruck ?Finanzjudentum?), für den ?Mord? verantwortlich zu sein.
Von einem ?normalen? Autounfall will man auch im rechtspopulistischen PI-Blog nichts wissen und demonstriert dabei Einigkeit mit den klassischen Rechtsextremen. In bester Truther-Manier wundert man sich bei PI über eine ?merkwürdige Delle? am Dach des Unfallfahrzeugs und lädt die versammelte Leserschaft zum munteren Spekulieren ein. PI spricht allerdings ein anderes Spektrum der Rechten an, das sich bedingungslos ?proisraelisch? und ?proamerikanisch? definiert, da der vermeintlich gemeinsame Feind ?Islam? die fremdenfeindlichen Intelligenzabstinenzler von PI zu Fans der Bush-Doktrin und der israelischen Rechten macht. Dort ist natürlich nicht der Mossad Verdächtiger Nummer Eins, sondern ?Linksterroristen? und ?Alt-68er? – und die islamistischen Migranten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Die Unfallursache ist bei PI wahlweise ein von einem Baum herunter geworfener Gegenstand, ein Blendscheinwerfer, ein Schuss in den Reifen oder ein nicht näher benannter Verfolger. Ein PI-Kommentator droht unheilsschwanger: ?Mit Jörg Haider wurde uns ein guter Mensch genommen, ein noch besserer Märtyrer wurde geboren. Zu den Linken und den Islamisten unsere Zeit der Vergeltung wird kommen und die pädophilen 68er stehen ganz oben auf der Liste. Jetzt erst recht !!!? Ein solcher Aufruf zur Gewalt bleibt im ?größten politischen Blog in deutscher Sprache? (Eigenaussage) natürlich unkommentiert stehen ? Gewalt ist eben nur dann Gewalt, wenn sie von ?Moslems? verübt oder angedroht wird.
Es stellt sich an dieser Stelle die Frage, ob die ?Proisraelis? von PI noch nie etwas von Haiders antisemitischen Ausfällen gehört haben und ob es ihnen entgangen ist, dass ausgerechnet der Staat Israel im Jahre 2000 seinen Botschafter aus Wien abzog, weil sich dort eine Mitte-Rechts Koalition mit Jörg Haider die Regierungsgeschäfte teilte. Den tapferen politisch Unkorrekten scheint auch entgangen zu sein, dass der Tod Haiders in der arabischen Welt mit großer Anteilnahme verfolgt wurde. Der Löwe (Haidar heißt auf arabische Löwe) aus Österreich pflegte zeitlebends einen regen Kontakt zur arabischen Welt, wo sein latenter Antisemitismus auch sehr geschätzt wurde. Es ist heutzutage aber auch sehr schwer, ein ?neuer? deutscher Rechter zu sein, wenn man nicht mehr weiß, wer ?Freund? und ?Feind? ist.
Natürlich bleiben die üblichen Verdächtigen nicht außen vor, wenn es darum geht anhand von Photos wilde Verschwörungstheorien zu schmieden. Für Gerhard Wisnewski, die magna mater der deutschen Truther-Szene, war natürlich bereits am Dienstag alles klar – ?So dürfte diese Limousine eigentlich gar nicht aussehen?, schließlich wird der Phaeton ja von VW als ?Höchstmaß an Stabilität und Crash-Sicherheit? beworben. Seltsam, dass ein Autor, der jedem Pressebericht misstraut, ausgerechnet einem Werbeprospekt von VW Glauben schenkt. Was nicht passt, wird passend gemacht ? solange dies die Auflage der Bücher steigert. Wisnewski findet in seiner ?Enthüllung? dann auch den offiziellen Hergang ?wenig plausibel?, denn ?so ein Auto fährt wie auf Schienen.? Man kann für Wisnewski nur hoffen, dass er das nicht selbst glaubt. Natürlich offenbart er seinen Lesern in den Folgeartikeln auch ?Medienfälschungen? und ?Zeugen?, die an Haiders Trunkenheit zweifeln ? die Kärntner Lady Di. Zufällig wirbt Wisnewskis Verlag gleich mit zwei Enthüllungsbüchern über die ?wahren Hintergründe? des Todes der ?Königin der Herzen? auf den Seiten des großen Enthüllers. Vielleicht will Wisnewski ja auch ein Buch über die ?wahren Hintergründe? des Todes des ?Königs der Kärntner Herzen? schreiben ? potentielle Käufer gibt es sicher genug. Enttäuscht wird der Leser hingegen, wenn er bei Wisnewski Spekulationen über das ?Qui bono?? sucht. Diesem Thema widmet man sich allerdings ausführlich im ?aufklärerischen? Blog ?Alles Schall und Rauch?. Auch dort findet man es ?schon interessant, wie die sogenannten Querulanten in der Politszene, oder Rechtspopulisten, die nicht nach der Pfeife des Establishments tanzen und sich gegen die EU-Diktatur stellen, seltsam sterben? und rückt Haider in eine unselige Reihe mit Pim Fortuyn, Jürgen Möllemann, Uwe Leichsenring und Uwe Barschel, wobei der letztere wohl kaum als Rechtspopulist durchgehen kann. Bei ?Schall und Rauch? verdächtigt man ? wie üblich ? den Mossad, Islamisten und die Banken-Mafia. Zumindest hegt selbst der Autor Zweifel an seinen eigenen Gedanken, aber zumindest schluckt er nach eigenem Bekenntnis nicht ?mit Gehorsam die offizielle Erklärung? – natürlich, wer sollte dies auch von einem Aufklärer erwarten, zumal wenn es um den Tod eines ?sogenannten Querulanten? geht, der gegen die ?EU-Diktatur? gekämpft hat.
Jens Berger
Hintergrund zu Jörg Haider:
Interview mit Anton Pelinka – Medien haben Haider zu ernst genommen
Bildnachweis (v.o.n.u.): Wikicommions, kaernten.at, Ausriß PI-News


Bei allem Respekt, diesen Artikel finde ich doch etwas oberflächlich. Egal aus welchem politischen Lager ein Politiker kommt, (ja von mir aus auch aus diesem kranken rechtsgerichteten Haufen) darf ein Nachdenken über Eventualitäten nicht verboten sein. Mord ist Mord falls es so sein sollte. Ich erspare mir ein aufzählen verunfallter, erselbstmordeter Politiker.
Man, Drops. Der Vollhorst hat sich besoffen zu Tode gefahren. Man sollte dankbar sein, dass er nicht auch noch andere Menschen und Familien ins Unglück gestürzt hat. Und ja, Kennedy wurde vom CIA ermordet, die Mondlandung hat nie stattgefunden, Bielefeld existiert nicht und 9/11 wurde von Bush persönlich befehligt…
@Drops
Die Gedanken sind frei … aber nicht immer nötig oder gar sinnvoll ;-)
Lese Ihre Beiträge regelmäßig mit großem Interesse aber dieser ist mit großem Abstand der schwächste aus Ihrer Feder.
Ich glaube Ihre persönliche Einstellung zu diesem Mann hat die Objektivität des Beitrags stark beeinflusst.
Schade!
[Doppelpost gelöscht - "AW" ist gleich "Müller"; es geht schon wieder los *rolleyes*/SF]
Jörg Haider ist tot, jeder dritte Österreicher hat rechtsaußen gewählt. Das sind die Fakten.
Die Globalisierung überfordert eben viele: die Banker, die Politiker, die Österreicher, … .
Guter Artikel Jens,
Haider war so wertvoll für die bürgerlichen Eliten, weil er bewiesen hat, dass selbst in der heutigen Zeit mit viel Lüge und Rassismus das Führerprinzip als taugliche Regierungsvariante noch möglich ist. Darum jammert der Mainstream, weil Onkel Addy immer noch on tour sein könnte, wenn es Politiker gibt, die es verstehen, die tatsächlichen sozialen Gegensätze und Schieflagen, in eine für die bürgerliche Gesellschaft ungefährliche rein ethnische Hauptkampflinie zu drehen, um vom großen “Wir” zu schwadronieren.
Diesen tatsächlichen Beweis angetreten zu haben, ist aus bürgerlicher Sicht, sein Verdienst und Versagen der österreichischen Linken.
@SF
Schön, dass endlich mal jemand gegen den aktuellen Haider-Kult schreibt. Selbst in den Mainstreammedien wird er immer noch als “Macher”, als “Mann des Volkes” etc. dargestellt, während er meiner Meinung nach, die Du deutlich freundlicher formuliert hast :-), einfach ein borniertes, arrogantes Arschloch war.
Zum Unfall: Schwer zu beurteilen, ob er verursacht oder selbstverschuldet war.
Was nicht passt, sind folgende Details:
- Keine Gras- und Dreckspuren irgendwo am Auto.
- Keine Schleifspuren am Auto.
- Keine Lackspuren am Betonpfeiler.
- Die Delle und der Verformungswinkel sehen wirklich seltsam aus.
Wenn er geMöllemannt oder geBarschelt wurde, war es wahrscheinlich eine Abrißbirne. Das hat zumindest eine unfreiwillige Komik :-). Das muss noch nicht einmal der Mossad gewesen sein, sondern vielleicht ist Bauer Müller zum falschen Zeitpunkt mit seinem Autoaufhaltertrecker und seiner Abrißbirne durch’s Dorf geeiert – und hat dann mal richtig Gas gegeben, als er gemerkt hat, was er angerichtet hat :-).
Nun, der Zeitpunkt passt gut und er hat sich seine Feinde mühevoll verdient. Auch wenn es ein normaler Unfall war, finde ich nicht, dass die Welt einen Verlust erlitten hat. Er hätte vielleicht noch viel Schlechtes bewirken können, da er in der Tat Charisma hatte, worauf immer wieder gerne hereingefallen wird.
[Zensur/SF]
Es läuft ncht gut für die Rechten: der geplatzte Kongress in Köln, schlechte Ergebnisse bei den Landtagswahlen in Bayern, und jetzt der Tod von Haider.
Zudem droht Obama ins Weiße Haus einzuziehen, Olmert will, dass sich Israel aus allen besetzten Gebieten zurückzieht, Chavez, Morales und CO. sind auf dem Vormarsch, ein Iran-Krieg ist in weite Ferne gerückt und und und…
Obwohl die “Obsession”- DVD, ein islamophobes Hetzfilmchen, millionenfach von seriösen US-Medien an die Haushalte verteilt wird, obwohl auf youtube ein Filmemacher namens “Illuminati-Pictures” sich verzweifelt bemüht, Obama als Nicht-US-Bürger zu entlarven (angeblich wurde Obama in Kenia geboren und seine Mutter hat mit der Geburtsurkunde geschummelt), trotz dieser und anderer verzweifelter Anstrengungen mächtiger Kreise, die Welt weiter auf das welterschütternde Terror-Potenzial des Islam hinzuweisen und zur entsprechender Gegenwehr aufzurufen, entpuppt sich die mächtige Kampagne als Flop.
Die “Politically-Incorrect”-Seite ist ein Ableger einer gleichnamigen US-Hetzseite, an der Falken und AICAP einen nicht unwesentlichen Anteil haben dürften.
Überhaupt ist es sehr interessant, die Linklisten dieser Seite durchzugehen.
Es wird ein wenig klarer, was so alles im Verborgenen blüht.
Man sollte nicht jede Verschwörungstheorie ernst nehmen, es ist wichtig, zu unterscheiden.
Dass Haider zu diesem Zeitpunkt ums Leben gekommen ist, ist immerhin seltsam.
Politische Morde sind kein Ausnahmephänomen, und trotz der bekannten Tatsachen (überhöhte Geschwindigkeit, hoher Blutalkohospiegel) lässt sich eine Manipulation, z.B. durch Blendung, nicht ganz ausschließen.
Man muss das nicht glauben – das tue ich auch nicht – andererseits muss man es auch nicht außerhalb des Möglichen verweisen.
@sf
na ja…..seine schon krankhafte Eitelkeit. Wenn Hendrik eine neue “Chance” also Rausschmiss beim Spiegel etc, erhält, wird er auch wieder normal! Er war früher mal ganz in Ordnung, aber das viele Geld!!! verdirbt…naja….will sagen, er hält sich für den “Superstar”.
Eben spinnt er und richtet sein rhetorisches Luftgewehr nach Zielansprache seiner Arbeitgeber aus.
Aber bei einem Aufprall von über 140 km/h sähe auch ein Humvee der US.Army nicht anders aus. (nur mal zur Erinnerung an die Oberstufe: kinetische Energie! in Worten ‘einhalb-emm-vau-quadrat’…der Phaeton wiegt mehr als 2 Tonnen….da zerreisst es alles!) Eigentlich sind die Bilder der völlig zerstörten Luxuslimousine vergleichbar mit den Alltagsbildern gleicher Unfälle auf Deutschen Autobahnen.
Da hilfts nix, mit Strahlen, Bomben, Leuchten, Attentat vielleicht noch Vodoozauber,aber es war einfach ein tragischer Unfalltod wegen Aufprall auf Hinderniss mit überhöhter Geschwindigkeit.
Muß dann jeder Unfalltod oder Alterstod eines Reaktionärs gleich ein Heldentod oder gar eine mörderische Intrige sein? Ein zweiter Horst Wessel ?
Das Problem wird sein, sie wissen nicht was sie auf den Grabstein schreiben sollen, um spätere Jünger davor in Andacht erstarren zu lassen. Da hätte ich was. Auf rumäniendeutschen Friedhöfen galt es als üblich, humoristische Verse über den Verstorbenen, seis in den Stein zu hauen oder aufs Holzkreuz zu schreiben.
Da liegt der Jerge Haider platt,
der sich zu tot gesoffen hat.
Er war ein schlechter Brunzer,
bet ihm ein Vaterunser.
Nicht böse gemeint und gut verbindlich………nicht das es wieder heißt ich wäre beleidigend…die Rumänendeutschen haben wirklich diese Eigenart.
Nun ja Haider fuhr auch alleine und daz besofen in einer limosine welche vermutlich schwere zu steuern ist als nen Otto Normal pkw.
Anstatt irgend welche Verschwörung therorien zu bringen sollte man sich fragen wieso er sein Leben so “Sch*isse” fand das er so leicht fertig riskierte.
[Zensur wg. Copy&Paste/SF]
Das muss man pragmatisch sehen: Politische Morde sind in wahrscheinlich allen Staaten möglich. Also ist es im schlimmsten Fall Business as usual und im besten ein selten dämlicher Autofahrer.
Am Ergebnis ändert sich aber nichts: Er ist weg. An die ganzen Heldenverehrer: Das ändert man übrigens auch nicht, wenn man einen “Schuldigen” findet. Rudi Dutschke ist auch tot. Natürlich ist es falsch, dass die Schuldigen keinerlei Strafe bekommen haben, allerdings wird dadurch nichts ungeschehen gemacht und sein Tod war nur ein kleiner Mosaikstein in der Gesellschaftsstruktur, deren Zahnräder gemäß Vorgabe funktioniert haben und es immer noch tun. Der Rahmen muss verändert werden, um die Richtung zu korrigieren. Märtyrer sind schlicht Einzelschicksale, die bestenfalls als Anstoss dienen können – aber nicht als Intention. Unter der Prämisse finde ich es aus meiner Position heraus überhaupt nicht tragisch, dass ein Mensch wie Haider nicht mehr aktiv unsere Gesellschaft gestalten kann.
P.S.: Wenn es hier von Flüchtigkeitsfehlern wimmelt, liegt das an einem Wein, den mir eine Arbeitskollegin geschenkt hat. Der schmeckt richtig gut, aber leider vertrage ich nichts mehr :-)
P.P.S.: Äh, nein – ich fahre jetzt kein Auto mehr :-)
OT: @SF
Das finde ich mal richtig gute Zensur – dass Du mämlich den C&P Artikel entfernt hastz, aber in gleichzeitig einen Link dahin gesetzt hast. Kompliment, das nenne ich souverän.
Grüsse
@carlo
Was ist denn ein “Brunzer? Hat das irgendwas mit Brunft zu tun (assoziation Österreich, brünftige Platzhirsche in Kärnten, die für die Maid herumbrüllen)
War das ein Aufwand für die Attentäter: Grünzeug umpflügen, Zäune umhauen, Beton mit der Spitzhacke bearbeiten und den angeblich so unverwüstlichen Phaeton so zermatschen und das alles in der Nähe von Wohnhäusern! Für mich ist der Fall klar: es waren Außerirdische, denen Haider die Einbürgerung verweigert hat.
Ich glaube ja nicht was ich für Kommentare lese. Da fährt sich besoffener Nazi zu tode und wer war?s? Der Jude, natürlich. Wer sonst.
Wenn sowas noch von so vielen vorbehaltslos gegblaubt wird, ist es kein Wunder dass solche Politiker so erfolgreich sind.
@Gebintit
Meine Abrißbirne erklärt das alles: Sie ist zurückgeschwungen – und schwups: Kollateralschaden :-)
Sollte man mal verfilmen. Sieht bestimmt coll aus!
@Spiegelfechter
Ich habe den Eindruck, dass dir die “Meinungsfreiheit” NICHTS wert ist. Oder täusche ich mich nur?
Übrigens, danke für die Blumen!
“Für Gerhard Wisnewski, die magna mater der deutschen Truther-Szene, war natürlich bereits am Dienstag alles klar – ?So dürfte diese Limousine eigentlich gar nicht aussehen?, schließlich wird der Phaeton ja von VW als ?Höchstmaß an Stabilität und Crash-Sicherheit? beworben.”
GW
Schwacher Artikel. Ja was heizt denn die Spekulationen an? Darauf geben Sie keine Bezugnahme.
2 Tage vor diesem “Unfall” hat Haider in einem Interview die Bankenmafia kritisiert und Strafverfolgung bzw. Haftung mit persönlichem Vermögen der Banker/Politiker gefordert.
Dieser wesentliche Aspekt wird einfach ausgelassen, und jeder der dahinter einen Zusammenhang vermutet, als jemand der sentimentalem rechtem Märtyrerkult nachhängt diffamiert.
Wirklich ein schwacher Beitrag in einem ansonsten lesenswerten Blog.
· nakimushi am 16. Oktober 2008 um 22:21 – Permalink
Schwacher Artikel. Ja was heizt denn die Spekulationen an? Darauf geben Sie keine Bezugnahme.
2 Tage vor diesem ?Unfall? hat Haider in einem Interview die Bankenmafia kritisiert und Strafverfolgung bzw. Haftung mit persönlichem Vermögen der Banker/Politiker gefordert.
Jo – da hat der Ackermann gesagt: “Da müssen wir jetzt aber mal die ABrissbirne>
/b> einsetzen, weil so’n Provinzöstereicher da voll den Regress gefordert hat!
Klar doch :-)
K
Lokalbetreiber, Gäste und Haiders Geschäftsführer Petzner stimmen laut ersten Presseberichten einhellig überein, dass Jörg Haider von 21.00 bis zum Verlassen des Lokales ca. 0:30 keinen Alkohol getrunken hat. 1 Stunde danach rast er ungebremst mit 142, 170, 183 km oder wieviel auch immer behauptet wird in den Tod.
Vermutlich hat er in der einen Stunde mal schnell irgendwo 20 Schnäpse getrunken. Klingt doch plausibel, oder?
@GW
Ich kann nicht erahnen, wo dieser Eindruck herkommen könnte.
@15 schwitzig
Lieber setz ich den link, als das der sf wieder böse auf mich wird, und mich tadelt….
Das ist ein Brunzer, so jedenfalls im allgemeinen….:-)
Ich, weiß alles unanständig……für ein Heldendenkmal!
In Frankreich, übrigens, hab ich an einem Kriegerdenkmal das Warnschild gesehen:
“Défense d’uriner”
…so isses halt….
Oder kurz gesagt: Es ist zum Kotzen! Nicht nur die mediale Anbiederung, auch die Verschwörungsparanoiden, die sich um das Thema sammeln.
@ #17
“Ich glaube ja nicht was ich für Kommentare lese. Da fährt sich besoffener Nazi zu tode und wer war?s? Der Jude, natürlich. Wer sonst.
Wenn sowas noch von so vielen vorbehaltslos gegblaubt wird, ist es kein Wunder dass solche Politiker so erfolgreich sind.”
Fakt ist, dass er tot. Aber wer sich abspeisen lässt mit “besoffener Nazi” klarer Fall … dem hapert es auch an einem Auge für die Wirklichkeit. “Wenn sowas noch von so vielen vorbehaltslos gegblaubt wird, ist es kein Wunder dass solche Politiker so erfolgreich sind” – dann ist es kein Wunder das die Dinge im System sind wie sie sind wenn DU Alles glaubst !!
er war zwar ein arschloch, aber den tod hat er imo nicht verdient. er ist halt in einer nazi familie aufgewachsen. darueber hinaus war er jahrelang in der regierungsverantwortung, was ihn im vergleich zu fueheren jahren mit seinen markigen fascho-spruechen, rundgeschliffen hat. zuletzt war er nicht schlimmer als ein roland koch, der jedesmal mit auslaenderhass wahlkampf macht! dafuer war haider aber 10 mal unterhaltsamer. ausserdem war er fuer oesterreich wichtig, weil er die rechten spaltete. wenn es in oesterreich eine linke partei gaebe, waeren laut werner schneyder die rechten dort nicht mal halb so stark.
@bojenberg
Sicher, da ist was dran. Allerdings würde für einen verunglückten Roland Koch sicher nicht zehntausende Blumen niederlegen und der HR würde auch nicht die komplette Beisetzungszeremonie übertragen. Mir ging es im Artikel neben den rechten VTs auch um den kaum rational zu erklärenden Wahn rund um den braungebrannten Bergfex.
Hallo Jens, liebe Blogleser
zum Unfallhergang, habe ich mir die Bilder öfter angeschaut, und etwas darüber nachgedacht, bin aber Laie.
Ich beziehe mich auf diese Bilderserie vom Spiegel,
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,583655,00.html
weiß aber dass es noch mehr Bilder gibt, dich ich nur zum Teil angeschaut habe.
Ich denke, dass Haider nach rechts von der Fahrbahn abkam, und mit der linken vorderen Ecke das 50 km Schild niedergemäht hat. So sieht zumindest die Stosstange vorne aus. Sie hat sonst keinen direkten Einschlag abbekommen. Dazu passend ist evtl die Felge vom linken Vorderrad, diese ist zum Teil gebrochen. NICHT die Felge vom rechten Vorderrad, was bedeutet, dass er nicht mit dem rechten Vorderrad an dem Mauersockel hängen geblieben ist. Sonst wäre diese Schrott. Und es gibt keinen Betonpfeiler sondern nur einen Mauersockel, auf dem ein Gartenzaun stand.
Abgehoben hat das Auto bereits vor dem Mauersockel. In dem Bild dass das 50 km Schild liegend auf der Straße zeigt, steht immer noch im Hintergrund der reguläre Straßenbegrenzungspfosten! Ich denke, so wie es aussieht ist er rechts an dem vorbei. Im Bild lassen sich meins Erachtens nach rechts daneben bei dem Gebüsch Markierungen der Polizei auf der Wiese erkennen.
Hier hat das Auto bereits abgehoben, mit Drehung nach links, also Richtung Fahrertüre zum Boden. Und nun das entscheidende wg. dem deformierten Dach, weshalb ist die A-Säule auf der Fahrerseite so schwer eingedrückt.
Ich denke, dass er so ziemlich genau ein 130-170 Grad Drehung hinbekommen hat und exakt mit dieser A-Säule auf den Mauersockel drauf ist. Das würde die starke Deformation und eventuell abgerissene Türen erklären, insbesondere bei dieser hohen Geschwindigkeit. Dabei wurde so viel Energie vernichtet, dass das Fahrzeug über die Motorhaube abgerollt ist, und quasi auf allen Vieren wieder aufkam. Das erklärt auch die kaum beschädigte rechtet Seite, und die stark verbeulte Motorhaube.
Das Fahrzeug kam so dann irgendwann zum Stehen.
Also nix Abrissbirne vom Mossad oder so was, normaler Überschlag, mit beschissener Landung.
Zu dem Straßenschild-Gummiding, das mal da und mal nicht da ist, auf den Fotos. Die verständlichste Erklärung las ich irgendwo im Gelben. Die Rettungskräfte haben sie bei Seite geschoben, und der Polizei gesagt, die lag da rechts vorm Wagen, ging uns im Weg um, und sie wurde dann wieder ungefähr hingelegt.
Weiter Spekulationen, ob er gejagt wurde, geblendet, Wildwechsel, Sekundenschlaf etc, sind schwierig und bleiben spekulativ. Sekundenschlaf passt am Besten zu nicht vorhandenen Bremsspuren.
Soweit mein Versuch einer Analyse.
Das Haider nun nicht mehr populistisch propagieren kann finde ich gut,
Für Haider als Mensch tut es mir leid, er hat nicht mehr die Möglichkeit seine Einstellungen, Meinungen und Überzeugungen zu überdenken und eventuell zu revidieren, was ja bei einigem sehr angebracht wäre.
Gruß, Plechi
@ SF (28)
Um den Mythos Haider verstehen zu können, muss man ihn wohl selbst erlebt haben. Selbst in diesem Jahr hat er bei seinem Antreten seiner Splitterpartei (welche außerhalb Kärntens über keine Parteistruktur verfügt) in anderen Bundesländern bis zu 13 % erreichen. Er war schlicht und ergreifend ein politischer Vollprofi, der von Hochsprache zu Dialekt switchte, wie er es brauchte. Der wusste, wie man Leuten das Gefühl gibt ihnen zu zuhören.
Ich bin mir sogar sicher, dass er Reden oft stundenlang vor dem Spiegel übte.
Und das ganze ungeachtet seiner politischen Einstellungen, die ohnehin sehr verschwommen waren.
Zitat: “Jo – da hat der Ackermann gesagt: ?Da müssen wir jetzt aber mal die ABrissbirne>
/b> einsetzen, weil so?n Provinzöstereicher da voll den Regress gefordert hat!
Klar doch :-)
K”
Leg mir keine Worte in den Mund, dadurch wirkst du nur dumm.
Nun, es ist sicher legitim, darüber nachzudenken, ob sich der Unfall wirklich so zugetragen hat, wie es offiziell mitgeteilt wird. Auch wenn ich glaube, dass das ein ganz normaler Unfall eines ganz normal besoffenen Rasers war, muss man trotzdem nicht andere Leute der Lächerlichkeit preisgeben. Überlassen Sie das lieber Bild, Spiegel und Co. Ich ese Ihren Blog nämlich äusserst gern.
Nicht nur die Gedanken sind übrigens frei, nein, auch die Meinungen sind es! Obwohl ich keine Symphatien für Haider, geschweige denn für irgendwelche Schwachmatten von PI und Co oder Nazis hege, denke ich doch dass auch diese Menschen ein Recht auf ihre, zugegeben verschrobene Meinung haben! Auch wenn es weh tut! Wer Meinungen per Gericht verbietet und unter Strafe stellt, ist schon ziemlich nah an einer Diktatur, eigentlich schon mittendrin! In so nem komischen, absolut hirnrissigen Buch hiess das mal: Gedankenverbrechen!
P.S: Ich lebe in der Schweiz und ich kann Ihnen nur eines sagen: Den Ausdruck “EU-Diktatur” in Anführungszeichen zu setzen ist schlicht…ähm, *cough cough*! Fragen Sie mal all die tausenden Deutschen die zu uns kommen, die sind ganz einfach auf der Flucht….wirtschaftlich, politisch, lebenstechnisch! Vom Regen in die Traufe ohne es zu wissen….;)
Der schwächste Beitrag den ich bisher hier gelesen habe. Wurde diese Seite von Springer übernommen?
Dieses thiazi-Forum ist mir aber auch nicht sehr geheuer.
Occams Razor
@22 Urban
Ach herjeeh, jetzt kommt der Spekulatius:
Er hat “das Lokal” um 23.45 verlassen und wohl zu dem Zeitpunkt den ein oder anderen Sekt intus gehabt, was die Herren und Damen in österreichischer Verklärung (er habe an Sekftgläsern “genippt”) auch in den IVs sagten. Danach war er in einem stadtbekannten Schwulenlokal, in dem aus dem Jägermeister-Zapfhahn in Strömen gekühlter Averna fließt. Ja, das klingt plausibel.
Ich selbst wurde einmal radfahrend nach vier großen Ritterbock-Bieren von den netten Herren der Polizei zum “Pusten” gebeten – siehe da: 1,4 Promille, obgleich ich 80kg wiege. Mit zwo Glaserln Sekt im Vorfeld wäre ich auch auf Haider-Niveau gewesen und dabei war noch nicht einmal Averna im Spiel ;-)
p.s.: Dass das Schwulenlokal von den Medien schwupps zum Szenelokal umgewandelt wurde, ist typisch für die schizophrene Welt der neuen Rechten und alten Bürgerlichen.
@tatsch
Natürlich sind Meinungen frei, ich wäre der letzte, der sie verbieten wollte. Wer seine Meinung äußert, muss allerdings auch damit rechnen, dass sie diskutiert wird und wenn sie “lächerlich” ist, kann man das auch ruhig aufzeigen und bennenen. Ich kann als Blogger nicht immer “nur” die Texte von den Herren Malzahn, Steingart und Co ob ihrere Lächerlichkeit “zerreißen” und dann beide Augen fest zudrücken, wenn aus der (sicherlich nicht weniger gelesenen) rechten Blogosphäre Lächerlichkeiten nur so sprudeln. Viele Blogs wollen endlich ernst genommen werden – das ist gut und richtig. Aber dann müssen sie sich auch der Kritik stellen.
@29 Plechi
Ein einleuchtender Text – Zustimmung
@35 AK
Manchmal ist sein Rasiermesser so scharf, dass man sich förmlich dran schneidet ;-)
@all
Ein guter Kommentar zum “Phänomen” Haider im Standard:
Hilflosigkeit und Obsession der “Haider-Entzauberer”
Kompliment, ein schwieriges Thema gut gemeistert. Viel Spass beim Löschen der Kommentarflut, die wahrscheinlich bald anrauscht ;)
An alle Verschwörer: wenn man auf nem Trip ist, passt alles zusammen! Bestes Mittel: Abstand gewinnen, Prämissen überprüfen, eigene Überzeugungen hinterfragen.
@39
Naja, der Kommentar dort im Standard ist eine verschobene und falsche Nebelwand, die irgendwo daherschwebt, aber nicht einmal in Ansätzen erklärt, warum es historisch im österreichischen Parteiensystem einer Persönlichkeit wie Haider bedurfte, die den sozialen Umbau Österreichs als Retter des Vaterlandes am besten verkaufen konnte und warum ein Frank Stronach zu dieser Werbefigur völlig unfähig ist.
Ach ja, Franz Josef als entpolitisierte Erscheinung zu deuten, und diese dann auf ein Haiderbildchen vergleichend zu werfen hat alles komische einer posthumen Weihe Haiders und einer Entstellung von Franz Josef, nur keine Form einer Analyse. Oberflächlicher kann man Haider nachträglich nicht umarmen.
Haider hat es geschafft, die soziale Ängste in einer Umbruchssituation für die Kleinddr Österreich systemerhaltend in eine Richtung zu drehen, sie zu bündeln, und aus dieser Position heraus, das vom Bürgertum verachtete Volk ruhig zu führen. Das war Verdienst.
Ein paar Dinge mal aus Österreich.
Für seine Familie, insbesondere für seine Mutter zu deren Geburtstag er unterwegs war, ist das eine Katastrophe.
Er hatte wirklich Charisma (siehe 8 Schwitzig) und er war nun mal seit Jahren der beste Politiker Österreichs. “Beste” im Sinne von, er hat das Handwerk wirklich beherrscht. (leider auf einer sehr fraglichen politischen Seite). Er machte den Eindruck als könner er die “Eristische Dialektik” auswendig.
Er hat auch wirklich was für Österreich geleiste: Er hat den ganz rechten Block gespalten. Wären FPÖ und BZÖ noch eine Partei, wäre das schrecklich.
Zugegeben ändert das leider nichts daran, dass in Österreich nur mehr Mitte bis ganz Rechts im Parlament existiert.
Die rechten Pateien in Österreich werden relativ besser, da alle anderen ihr Niveau anpassen und die Unterschiede immer geringer werden, und Haider hat das genutz.
Und nun ist Jörg Haider wohl vom rechten Weg abgekommen.
Aber den spiegelfechter halte ich immer noch fuer ne zu linke socke!;)
Nazi, Rechtsradikal,… haben die Leute jeglichen bezug zu den Ausdrücken verloren, die sie da benutzen? Ich hätte gerne mal ein paar dieser “radikalen” oder nationalsozialistischen Aspekte gehöhrt, die man Haider hier vorwirft. Für mich klingt dass alles allzu sehr nach nachgeplapper der Konzernpresse. Inkliusive Spiegelfechter, der ansonsten ´nen prima Job macht.
Patriotismus =/= Nationalsozialismus
Leider zu viele bemitleidenswerte Leute, die mit einer dank Globalisierung insgesamt gerechteren Welt nicht klarkommen, sind auf die “starken” Sprüche Haiders hereingefallen. Geändert hat sich mit seinem Tod nicht viel. Das Pack wird sich einen neuen Gedankenführer suchen. Eine Mehrheit werden diese faulen und im Grunde verfestigt-mutlosen Loser sowieso nie bekommen.
Was mir als erstes Nach Haiders Tod eingefallen ist:
Der Rechtsanwalt und Angehörige der slowenischen Minderheit in Kärnten Rudi Vouk ist mit ca 65kmh ins Ortsgebiet gefahren, um dadurch auf die Rechtswidrigkeit der einsprachigen Ortstafeln hinzuweisen.
Jörg Haiders Reaktion darauf erscheint heute in ganz anderem Licht: http://oesterreich.orf.at/kaernten/stories/204937/
Ich sag gleich mal vorweg dass ich sicher kein Freund eines Jörg Haider oder H.C. Strache bin, doch trotzdem verwundern mich einige Ereignisse nach seinem Unfall.
Haider verunfallt um 1.15 in der Früh (am Sonntag) und schon am selben Tag wird in den Abendstunden berichtet: für den Staatsanwalt ist der Akt erledigt, definitiv kein Fremdverschulden.
Immerhin war Haider vorsitzender einer Partei, die sich wenige Tage zuvor praktisch verdreifacht hat, und es ging nun an Koalitionsverhandlungen, sprich um die Aufteilung der Macht im Staate selbst. Da ist es imho zulässig, die Vorfälle tiefergehend zu überprüfen, bevor man den Akt schliesst.
Desweiteren ist es definitiv in Österreich so, dass man bei einem tödlichen Unfall (sofern nicht weitere Personen in irgendeiner Form in Mitleidenschaft gezogen wurden) KEINE Überprüfung des Blutalkoholspiegels durchführt. Diese wurde dennoch durchgeführt, und OBENDREIN noch den Medien gesteckt – folglich auch die Klage der Familie Haider gegen die Staatsanwaltschaft. Wenn ein Alkoholtest auf diese Weise zustande kommt, wie kann man dem auch mit vorauseilendem Gehorsam glauben? Ich mein, es kann stimmen, ich wünsche es mir ja auch, dass alles wirklich so verlaufen wäre, aber ich kann auch nachvollziehen, warum andere dies nicht einfach so hinnehmen wollen.
Gepaart mit der medialen Hetze die im Moment abläuft (ich habe eben gelesen, dass Haider sich angeblich kurz vor dem Unfall mit einem “Jüngling” – interessante Wortwahl – zurückgezogen hat, um eine Flasche Wodka runterzukippen, und anschliessend Tel Nummern auszutauschen) und der prinzipiellen Einstellung, mal nicht alles sofort zu glauben, ohne diese Information aus verschiedenen Quellen bestätigt zu bekommen wirken die Ereignisse zumindest mal zweifelhaft.
An irgendwelche Verschwörungen glaube ich zwar nicht, aber Klärungsbedarf ist auf jeden Fall gegeben.
Zum einen zum Unfallghergang:
die Medien veröffentlichen hier sehr schnell ungesicherte Daten z.b. bezüglich der Geschwindigkeit
Auf Youtube finden sich 2 Animationen (von orf und rtl), die beide sehr fragwürdig sind.
Bei einem landet der Wagen gar nicht auf dem Dach, was angesichts der Beschädigungen am Wrack unglaubwürdig erscheint, bei beiden Videos enspricht das Gelände (vor allem die steile Böschung) nicht dem der Unfallstelle.
Zu klären wäre auch die Zeit vor dem Unfall, der Zeitrahmen in dem sich Haider betrunken haben soll ist schon sehr knapp. Ich denke Petzner weiß da mehr als er preis gibt.
Ich bin zwar kein Psychologe, aber die Tatsache dass er bei der Pressekonferenz in Tränen ausbricht, gibt schon zu denken…
Es lassen sich auch recht leicht Theorien mit Bezug auf die vermutete Homosexualität Haiders konstruieren.
Auf jeden Fall denke ich, dass von Seiten der Medien bzw. Staatsanwaltschaft mehr Sorgfalt angebracht wäre bei einem so emotional geladenem Thema. Schade, dass die Medien aus diesen Emotionen lieber Gewinn schlagen wollen indem sie im Stundentakt ungeprüfte Meldungen und Mutmaßungen veröffentlichen und damit meiner Meinung nach geroßen Schaden anrichten. So einen Märtyrer braucht Österreich wirklich nicht.
@Rupert
Nun, die Medien sind immer schnell mit irgendetwas bei der Hand – das ist nichts neues und da der Zuschauer/Leser nicht warten will, bis es offizielle Angaben gibt, blühen dann vage Angaben, die nicht belastbar sind.
ORF und RTL … tja, was soll man da sagen? Warum sollte es einen Klärungsbedarf geben, weil die Journalisten mal wieder unsauber arbieten und ihnen die Phantasie ein wenig durchgeht?
Schlamperei der Medien ist allerdings kein Grund für VT-Spekulationen. Wenn denn die offiziellen Stellen eine Animation veröffentlichen würdenm die überprüfbaren Fakten widerspricht, wäre das was anderes.
Ich finde es auch immer wieder bemerkenswert, dass normale Internetnutzer bei solchen Fragen immer wieder zu Gutachtern werden, die vom heimischen Monitor aus, stichfeste Angaben zu Detailfragen machen können ;-)
Ich denke, Petzner will nicht sagen, dass das Jörgl noch ein wenig Spaß mit einem feschen Buan hatte – was auch verständlich ist, da das BZÖ natürlich vom Haider-Hype profitiert. Es ist übrigens keinesfalls ungewöhnlich, dass ein g´standenes Mannsbild, das den ganzen Tag über kleiner Dosen an Alkohol zu sich nimmt (mehrere Empfänge, immer wieder ein oder zwei Glaslerl Sekt) und dann in kurzer Zeit ordentlich einen hebt, 1,8 Promille haben kann, ohne dass dies jemand wirklich merkt – zumal dann, wenn die Anwesenden ebenfalls angeschickert sind. Die Angaben über den Abend gehen genau in diese Richtung.
Na klar – das kann viele Gründe haben. Fest steht, er profitiert vom Hype.
Auch das.
Was wirfst Du der Staatsanwaltschaft eigentlich vor? Ich würde die Medien schelten, von der Staatsanwaltschaft kam (außer der Meldung, das Haider schwer alkoholisiert war) nichts bedeutsames.
Das sehe ich ganz genau so.
@47/Dominik:
Mag sein, daß es in Österreich nicht üblich ist, den Blutalkohol eines Unfalltoten zu bestimmen.
Bei Prominenten wie dem verblichenen Herrn Dr. Haider allerdings könnte die Lage anders aussehen. Da mag sich die StA bestimmt nicht vorwerfen lassen, sie hätte nicht alle möglichen Unfallursachen untersucht. Und dazu gehört die Frage, ob der Fahrer bewußtseinstrübende Substanzen konsumiert hatte.
Tut mir leid, schlechter Artikel.
Reisserisch, boulevardesk, einseitig, manipulativ…
Schade um die Lesezeit.
Ich lese Ihre Beiträge ansonsten ganz gerne, Ihr obiger
Artikel ist allerdins erschreckend oberflächlich geraten.
Sie beziehen Ihr Wissen offenbar nur aus der gleichgeschalteten
Systempresse, ohne je verstanden zu haben, dass die Medien
nach dem Motto handeln: “only bad news are good news”.
Die Medien im In- und Ausland haben immer bestens daran
verdient, Hr. Haider als den ultimativen Bösewicht
erscheinen zu lassen, und im Zuge dessen alles Positive
unterdrückt, was es über ihn zu berichten gegeben hätte.
Herr Berger, anstatt einen so langen Artikel ohne Hinter-
grundwissen auf die Schnelle zusammenzuzimmern, hätten Sie
auch einfach nur schreiben können: “Ich mag Haider nicht”.
Das wäre in etwa genauso “informativ” wie der ganz Artikel.
Übrigens: Dass Sie Hr. Gerhard Wisnewski kritisieren,
steht Ihnen nicht wirklich zu. Hr. Wisnewski analysiert
den Unfallhergang einfach nur, und das ist auch sein
gutes Recht.
Die Reportagen von Wisnewski sind zudem meist gut
recherchiert, klar im Stil, informativ, unterhaltsam,
manchmal witzig – aber niemals gehässig oder persönlich
werdend wie Ihre Beiträge.
Da können Sie sicher noch was lernen.
@lebovsky
Schon komisch, dass jedesmal, wenn ich einen Artikel “gegen rechts” schreibe, Kommentatoren auftauchen, die über anonyme Proxys surfen, noch nie hier einen Kommentar verfasst haben und mich siezen – man kann die Uhr danach stellen. Aber das ist gaaaaanz sicher nur Zurfall ;-)
Da die “Quellen” im Artikel verlinkt sind und sich größtenteils aus Blogs und Foren zusammensetzten, ist dieser “Vorwurf” mehr als lächerlich.
Ja ja, schon klar – die “heilige Säufer” ;-)
Ich sehe aber wenig Unterschiede zur Haider-Beweihräucherung in den rechten Blogs und in der Kronen-Zeitung … aber ich bin da natürlich voreingenommen ;-)
Hr. W. denkt sich anhand von Bildern aus dem Netz abstruse Geschichten aus – natürlich ist das sein Recht, es ist aber auch mein Recht, das zu kritisieren.
Q.e.d. – schon klar ;-)
Wenn ich einen VT-Blog auchmachen wollte und Bücher über die WAHRHEIT(TM) schreiben will, die sich sehr gut verkaufen … ja, dann kann ich da viel lernen. Wenn ich das nicht vorhabe, dann … nein, lieber nicht.
Sehr gute Zusammenfassung der Beitrag
Zum penetranterweise in den Kommentaren zitierten Kopp-Verlag aber noch eine kleine Anmerkung. Es ist ja schon bezeichnend das dieser Verlag als Quelle herhalten soll. Ein Verlag in dem Jan van Helsing und Ryke Gerd Hamer ihre Werke veröffentlichen und auch das Doppel-U treibt dort seine Islamophoben Spielchen. Die Selbstreferenzialität in bestimmten Kreisen ist immer wieder sehr *hüstel* interessant
@Jens,
ja, über die braune Soße, die bei solchen Gelegenheiten hochkommt, kann man wirklich nur in Erschütterung ausbrechen! :-(( Man sollte Phaetons an die Jungs verschenken! :-)
Was ich noch beitragen kann: Meine Frau hat irgendwo IVs aufgeschnappt: Freunde wäre ungern mit dem Jörgel Auto gefahren, weil er a) immer (!) gefahren sei und b) immer der Meinung war, die Straßenverkehrsordnung gelte nich für ihn, sprich: Er war immer zu schnell unterwegs – 140 plus in der Ortschaft, Nachts … manchmal steht da die Todesstrafe drauf! :-)
Was Du zum Thema Alk sagst – d’accord. Es ist ja bekannt: Den Tag über ‘mal hier, ‘mal Da nippen, dann noch ‘n Schluck obendrauf und Schwupps, schon sind 1,8 %o (= richtig besoffen!) beisammen!
Grüße
Vogel
PS: Kollesche Schwitzig: Der Wein von Deiner Kollegin war wohl aus Kärnten? :-) Ich hab’ mir aus dem Anlass auch’n Wein gegönnt, am Sonntagmorgen, als Frühschoppen, Mann hat das gut getan!
@lebovsky
Witzig ist er, das muss ich unterstreichen, ob das allerdings immer Absicht ist? Im Artikel von Herrn W. über Haiders Unfall könnte ich mich über den Kommentar zu dem Google-Maps-Satellitenbild vom Unfallort halb schlapp lachen:
Köstlich! Das nenne ich Satellitenaufklärung!
Bevor sie in einem ihrer Artikel schreiben, was Haider auf anderen Sprachen heisst, möchte ich sie ermutigen, vorher nochmal Nachforschungen diesbezüglich anzustellen. Azad heisst Löwe auf arabisch. Desweiteren gehe ich davon aus, dass Haider weitestgehend unbkannt in der arabischen Welt ist.
mfg
Ytong
@ytong: zumindest im Internet findet man häufig, dass arab.: Haydar m. Löwe heisst, das war auch ein Beiname des Ali. Also bitte selbst informieren und stichhaltigen Beleg liefern.
Wasser predigen und Wein trinken…..
passt anscheinend wie die Faust aufs Auge für “Law and Order” Anhänger zu denen ich auch einen Herrn Haider gezählt habe.
Zum einen besonders bei anderen auf strikte Einhaltung von Gesetzen pochen und bei auch geringen Übertretungen harte Strafen fordern, aber selber auf diverse Gesetze scheißen…..wobei dies wenn man sich den Alkohollevel ins Gedächtnis ruft wohl kein Einzelvorkommnis war, denn mit 1,8 Promille sollte einem doch bewußt sein, daß man besoffen ist und dies dann sich in der Geschwindigkeit niederschlagen d.h. man schleicht mit 50/60 km/h dahin und fährt nicht 140 km/h.
D.h. meiner Ansicht nach, daß er den Konsum von größeren Mengen Alk gewöhnt war und damit öfter “das Gesetz” gebrochen haben dürfte……
und damit reiht er sich in die lange Reihe von Law and Order Befürworter ein, die selber “Dreck am Stecken” haben bzw. gehabt hatten.
bombjack
Man sollte sich auf die objekive Wahrheitsfindung konzentrieren. VW hat mehrmals nach dem Crash betont das es keine Simulation einer solchen Verschrottung bei dem Tempo gegeben hat. Dafür wird es nun nachgestllt. Der Ruf des Politwagen VW schein in Gefahr zu sein. ^^
Zitat:
“Der Sprecher des Volkswagenkonzerns Peter Thul äußert sich in der britischen Zeitung “Sun” über den tödlichen Unfall von Jörg Haider.
Laut Thul sei der VW Phaeton einer der sichersten Wagen der Welt und die Straßenlage am Unfallort hätte trotz der Geschwindigkeit für das Fahrzeug kein Problem sein dürfen.
Der Sprecher stellt Überlegungen an, dass jemand mit Zugriff auf Haiders Fahrzeugschlüssel das Auto hätte manipulieren können. Volkswagen möchte nun ein eigenes Expertenteam zur Klärung der Umstände zum Autowrack schicken.”
Desweiteren glaubt nicht den Quellen OE24 und Standard wenn es um Haider geht. Sie haben ihn stets als Rechts “verkauft”, mit Ihm Geld verdient.
Ich ordne diese Diskussion als Albern ein wenn Bilder von Google und damit verbundende Lokalbeschreibungen Wahrheitsfindungen unterstreichen sollen. Zudem ist dies keine Diskussion um Links oder Rechts, sondern um EU und Kapitalmacht, dem objektiven Gegenwirken des Herrn Haider.
Das nun plötzliche Szene(Schwulen)lokal gibt den Menschen die gleiche, subjektive Meinungsbildung wie im jüngsten Georgienkonflikt oder den Teppichmesserattentättern vom Turm Babel, welche jüngst vereinzelt wieder als lebend identifiziert wurden.
Auch Frankfurt ist so ein Beispiel der subjektiven, unterfütterten Berichterstattung:
26.09.2008 Festnahme von fehlverdächtigten Selbstmordattentätern
27.09.2008 Gipfeltreffen für stärkere Terrorbekämpfung
02.10.2008 Fehlalarm
Egal wer was glaubt, die im Folgenden zu findende Wiederlegung des Spiegelfechters spiegeln unsere Welt wie sie funktioniert. “Wirst du objektiv, so wird dir ein Subjekt verraten das du einem subjetiven Kult angehörst. Das Subjekt widmet sich dann dem
Subjekt statt den objektiv Erkennbaren.
Weiter so Jens.
Spiegelfechter schrieb:
“Das Spektrum der Trauernden vereint auf eine abstrus erscheinende Art antisemitische Nazis, proisraelische und islamophobe Rechtspopulisten, antisemitische Muslime und deutschnationale Österreicher, die in selten gekannter Einheit den stets braungebrannten Bergfex ehren und munter nach Schuldigen für dessen Tod suchen.”
Sowas zu lesen, das zeigt wie subjektiv man einige Blogger einschätzen muss. Objektivität unbekannt!
Der letzte Abend…
http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/Eine_Flasche_Wodka_dann_startete_er_den_Phaeton_379601.ece
Wenigstens hat er noch ne Nummer geschoben…
Oder sich einen reinschieben lassen.
Ist das normal oder hat Olivia Jones doch Recht…
http://www.youtube.com/watch?v=lPjiLm6_Z0w
Nicht das das doch n schwuler Verein ist…
Mlg
sogar sein bester Freund (Petzner) hat gesagt, dass Haider 2 Stunden vor dem Unfall noch immer nüchtern war und dann hat er auf einmal 1.8?
zuerst schickt er seinen fahrer nach hause um sich dann einen anzusaufen und alleine nach Hause zu fahren?
schon möglich, dass alles stimmt, aber man muss wohl oder über zugeben, dass die ganze geschichte bis zum himmel stinkt
Über den Artikel lässt sich streiten.
Über die von gar nicht so wenigen geäußerten Verschwörungstheorien nicht.
Mein Gott, nicht hinter jedem alkoholbedingten Verkehrsunfall stecken CIA, Mossad oder extraterrestrische Kräfte.
Oh Spiegelfechter, jetzt beschäftige ich mich doch tatsächlich schon Stunden mit dem blöden Unfall von Haider, als ob ich nichts besseres zu tun hätte! Jetzt versuche ich auch schon im Geiste die letzte Bahn des Haider-Phaetons zu rekonstruieren. Ist das Auto schon auf die rechte Seite gedreht gewesen, als es die Grundstücksbegrenzung teilweise niedermähte?
Bitte, Bitte, schreib wieder über die Wirtschaftskrise, Haider lenkt nur ab!
Ich find diese Anschuldigungen (Mossad/CIA) auch absurd, aber das nicht weil ich prinzipiell die Vermutung lächerlich fände, dass Geheimdienste Menschen töten, sondern weil schlicht keine Beweise geliefert werden die diese Anschuldigungen untermauern könnten.
So bleibt nur ein sonderbarer Beigeschmack bei dieser Story, bezüglich der “moralischen” Geschichte, die uns Medial vermittelt wird (Homosexueller, Alkoholiker, Drogen?, ich hab sogar schon davon gelesen, dass Haider angeblich in letzter Zeit oft in die Slowakei gefahren ist, weil dort das Schutzalter für Sexualkontakte bei 15 Jahren liegt –> Pädophilie?), der Überschreitung der rechtlichen Grundlagen seitens der Exekutive (Alkoholtest und das Zuspielen der Infos an die Medien -> man könnte meinen da will jemand einer Partei schaden) und nicht zuletzt aufgrund des abschliessens der Untersuchungen binnen 18 Stunden seitens der Staatsanwaltschaft. (nochmals, die Person um die es hier geht hatte real eine nicht unbedeutende Macht im Staate, die sich womöglich auch vermehrt hätte bei einer eventuellen Regierungsbeteiligung auf Bundesebene)
Jedenfalls, mir hängt das Thema schon zum Hals raus. Da mir der Haider eh relativ scheissegal ist, pflichte ich meinem Vorposter bei, ein Artikel zur Finanzkrise wär interessanter :)
mfg
(In #64 habe ich rechts und links verwechselt, aber das nur nebenbei.)
Als Anregung für einen Artikel: was ist denn bei dem neuen Gesetz beim Bilanzrecht mit “andere Bewertungsmodelle” gemeint?
Quelle: FTD.de – Gesetz gegen …
Irgendwie kriege ich das Gefühl nicht los, dass die das Hütchenspiel nicht abschaffen, sondern verbessern wollen.
Hier ein sehr interessantes Interview zu dem Thema @Gebintit (Passend zu deiner Bemerkung)
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/28/28905/1.html
Robert Kurz beschreibt darin, dass das wechseln von der “Ausprägung” (des Kapitalismus) von Keynesianismus zum Neo-Liberalismus eine systembedingte Notwendigkeit war, da weiteres Wachstum nur auf diese Weise möglich gewesen ist. (ein reales Wachstum von 2-3% im Jahr ist ein exponentielles Wachstum, folglich auch schwer aufrecht zu erhalten)
Und nun kannst du mal raten, was der nächste Wechsel zu einer neuen “Ausprägung” die dieses Wachstum wieder für einige Zeit ermöglichen könnte, für den Normalen Bürger mit sich bringen wird.
Ich sags ja, im Grunde genommen wissen die Leute (egal welche Bildung, egal welcher soziale Status) eh, dass sie ständig mehr und mehr abgezockt werden, wenn sie sich nicht zur Wehr setzen. :)
@Ytong: Eigene Nase fassen und so und am Besten erst Arabisch lernen und dann posen:
“http://www.lessan.org/web/all.jsp?term=Löwe”
Wie man deutlich sieht, gibt es mehrere Wörter. Das Erste ist in der Tat “Azad” und das Dritte in der Tat “Haidar” (stimmt nicht ganz, aber die Buchstaben/Laute gibt es im Deutschen nicht und diese Schreibung und Aussprache kommt dem wohl am Nächsten).
So schnell kann man Recht haben und trotzdem Unsinn erzählen …
Update zum Thema JH und Alk:
Wie heute morgen in der Presse zu lesen ist (KStA):
Hm, wenn das stimmt, warum hat ein Dritter JH angeboten, ihn nach Hause zu fahren? Weil doch einer gemerkt hat, dass JH doch ganz schön angeschickert war?
@bombjack #59
Bingo!! Gut beobachtet!!
Beste Grüße
Vogel
Hallo Jens,
ich staune, dass Dir der Unfall einen Bericht wert war…und ja, im Gegensatz zu allem anderen, was ich von Dir gelesen habe, finde ich ihn auch etwas schwach auf der Brust, um das mal nett auszudrücken.
Das erste, was ich bei der Nachricht dachte, war auch, komischer Zeitpunkt. Andererseits sind auch schon andere Politiker durch stinknormale Autounfälle ums Leben gekommen und damit, ich gebe es zu, war Haider für mich abgetan. Wie oberflächlich von mir ;-).
@60 Kommantator
So wie es der Herr Wisznewski tut?
Ja ja, die objektive Wahrheitsfindung. “Limo Nazi ‘murder’ probed” … die Sun ist ja geradezu berühmt für die objektive Wahrheitsfindung.
Oder auch nicht. Aber ich bin mir sicher, Du kennst das Dementi von Volkswagen bereits. Wie man halt objektive Wahrheitsfindung so definiert oder sollte man doch eher von Scheuklappen sprechen?
Na, das ist ja mal ein Ding – Haider rechts? Unglaublich! Diese unsägliche Systempresse! Dafür glaubst Du ja anscheinend der SUN, die Haider als “Neo-Nazi Führer” bezeichnet.
Schon wieder dieses tolle Wort “objektiv” – was hat denn der Herr Haider “objektiv” so gegen “EU und Kapitalmacht” getan … außer der üblichen heißen Luft, die man von Populisten so kennt? Das gewisse VT-Kreise den Begriff “rechts” nicht mögen, ist mir ebenfalls nicht eben neu. Dann müssen wir uns wohl ein neues Wort für Leute wie Broder, Wilders oder Haider ausdenken.
So so *lol*
“Subjektiv” ist also alles, was Dir nicht in den Kram passt, während alles was Deinem Weltbild entspricht “objekitv” ist … danke für die Klarstellung ;-)
Das war Köln … aber das ist ja egal
Wow! Große Philosophie ;-)
Dem “objektiv” Erkennbaren … hast Du vor Schreiben des Textes Haiders Alkoholkonsum rekonstruiert?
Nicht jeder mag es, wenn man ihm den Spiegel vor´s Gesicht hält … das ist mir klar.
@61 leslie
Danke für den Link, aber Du siehst ja (#60), wie dies bereits abgeschmettert wird. Die olle Systempresse (Standard, OE24), die Haider “rechts” nannte, ist für einige um “Objektivität” und “Wahrheitsfindung” bemühte Seelen unglaubwürdig und damit gabe es das Flascherl Vodka nicht. Weil nicht sein kann, was nicht sein darf.
@62 ~_^
Es scheint mir nicht besonders außergewöhnlich zu sein, dass man seinen Fahrer nach Hause schickt, wenn man noch in einer Szene(Schwulen)bar ein Bürscherl klar machen will.
Das stimmt natürlich – die scheinheilige Märtyrerverehrung stinkt idT bis zum Himmel.
“…, Haider lenkt nur ab!”
ja finde ich auch: Wenn die Medien schon ablenken – was ja ihr Geschäft ist – sollten wir es auch nicht noch tun
ich finds falsch und oberflächlich, die leute, die haider betrauern, als alte nazis und junge NS-nostalgiker hinzustellen siehe zitat
“Das Spektrum der Trauernden vereint auf eine abstrus erscheinende Art antisemitische Nazis, proisraelische und islamophobe Rechtspopulisten, antisemitische Muslime und deutschnationale Österreicher, die in selten gekannter Einheit den stets braungebrannten Bergfex ehren und munter nach Schuldigen für dessen Tod suchen.”
zwar kann man es in den anderen österreichischen bundesländern nicht wirklich nachvollziehen, aber die trauer um haider geht in kärnten quer durch die bevölkerung, wohl auch weil er sich bemühte, die menschen immer direkt anzusprechen (was anderswo etwas gönnerhaft wirkt, da er auch immer wieder mittel verteilte).
haiders karriere hat auch die seite, dass medien jede seiner aussagen zum hype machten, weil dort auch sehr viele voll faszination waren, er auch immer für mehr auflage bei den wochenmagazinen sorgte (um 25% mehr hieß es zb heute in einem beitrag). er hat immer ziemlich genau kalkuliert, womit man stimmung machen kann und das dann auch getan. da haben die anderen parteien oft hilflos reagiert, wobei ihm zeitweise nur der konservative schüssel in fernsehdiskussionen etwas entgegensetzen konnte (und ja auch die koalition mit haiders partei einging, um diesen zu “zähmen”).
am ende seines lebens agierte haider anders, viel gemäßigter, und verzichtete auch weitgehend auf ausländerfeindliches (er erklärte zb dem heutigen FPÖ-chef strache bei einer TV-diskussion vor der wahl, warum es unsinn ist, deutschkurse für kindergartenkinder mit migrationshintergrund zu fordern, da es auch kinder ohne migrationshintergrund gibt, die da gefördert werden müssen). freilich war er immer noch ambivalent, wollte zb bestimmte asylwerber auf einer alm “kasernieren” (was in der schweiz versucht wurde und scheiterte). weggefährten wie die ehemalige vizekanzlerin riess-passer fanden diesen neuen, anders agierenden haider als den eigentlich interessantesten und fragen sich, was er da noch alles getan hätte (natürlich kann man da auch sagen, dass haider immer sehr wandlungsfähig war und sich fragt, ob er beim anders agieren geblieben wäre).
@ vogel siehe
“Update zum Thema JH und Alk:
Wie heute morgen in der Presse zu lesen ist (KStA):
Haider selbst fühlte sich anscheinend weiterhin in der Lage, das Auto zu steuern, da er im ?Stadtkämer? auch das Angebot eines Gastes abgelehnt hatte, ihn nach Hause zu fahren.
Hm, wenn das stimmt, warum hat ein Dritter JH angeboten, ihn nach Hause zu fahren? Weil doch einer gemerkt hat, dass JH doch ganz schön angeschickert war?”
es ist natürlich etwas unkonkret, wenn alle möglichen nicht genannten leute jetzt auf den plan treten und was neues bestätigen – es gibt ja siehe foto bei http://www.oe.24.at ein bild von haider mit einem jungen mann in einem lokal, nachdem er sich nach seinem letzten termin von seinem sekretär petzner verabschiedet hat. die identität des mannes ist der öffentlichkeit nicht bekannt, der besitzer des lokals weiss nicht ob haider (je) in seinem lokal zu gast war (das auch als “schwulentreff” gilt, aber offenbar auch und nicht nur), ein ungenannter barkeeper sah ihn an jenem abend und, wie du erwähnst, jemand unbekannter bot ihm an, ihn heimzufahren.
wenn man aber dran denkt, dass es hier wohl auch drum gehen kann, die privatsphäre von haiders familie zu schützen, ist verständlich, dass hier niemand nachhakt. petzner bat die medien ja im einvernehmen mit der familie auch drum, dass nun stopp ist und nicht weiter jede letzte minute haiders rekonstruiert wird (petzner nimmt hier seine aufgaben als pressesprecher haiders wahr und wendet sich deshalb an die medien; wie es ihm dabei geht, nämlich ziemlich dreckig, zeigt ein video bei http://www.krone.at ).
es ist sicher für angehörige und freunde schlimm genug, dass wahnsinnsgeschwindigkeit und alkohol eine rolle spielten und das dauernd in den medien ist – und nun eben noch das thema “schwulenlokal” hinzukommt – klar, dass man da nicht unbedingt jedes detail noch recherchieren und ausbreiten muss (die kronen zeitung macht da zb auch explizit selbstbeschränkung, wie sie auch selber schreibt, und österreich belässat es dabei, dass der mann auf dem foto unbekannt ist)
PS:
eben hat das profil, das am montag gedruckt herauskommt, seinen artikel über haiders letzte stunden ins web gestellt:
http://www.profil.at/articles/0842/560/222763/joerg-haiders-1950-2008-stunden-das-protokoll-verschwoerung
verschwörung ist nicht ganz das richtige wort, sondern dass zuerst verschleiert wurde, wo haider zuletzt war (das profil kennt offenbar auch den fotografen, der das bild von haider im lokal machte)
gut beschrieben wird, warum haider in kärnten so einen erfolg hatte, und wie er immer wieder stimmung gegen die slowenen macht, die jetzt besonders böse bemerkungen ertragen müssen. in kärnten bekennen sich 13.500 menschen als slowenen, es sind aber wohl 75.000, wobei die hälfte aller menschen (auch) slowenische wurzeln hat, viele das aber verleugnen, weil sie sich, auch durch haider und co. gepusht, als “deutschkärntner” fühlen wollen. (die slowenen sind als volksgruppe anerkannt wie die kroaten und ungarn im burgenland mit speziellen verfassungsmäßigen rechten u.a. auf zweisprachige ortstafeln, die haider vielfach beharrlich verweigert)
grundsätzlich kann man sagen, je weiter weg von kärnten desto weniger haider-trauer – in wien, wo ein großteil der proteste gegen die regierungsbeteiligung von haiders partei stattfand, taten sich medien sogar schwer, aussagen der bevölkerung zu haiders tod einzuholen.
Wenn ich nochmal auf das Thema eingehe, dann wegen der interessanten und intelligenten Beiträge von Alex. Haider war wohl tatsächlich komplexer und interessanter als der normale Wegwerfnazi, wie er in der deutschen NPD zu dreizehn am Dutzend vorkommt. Ich nenne da keine Namen, weil die Figuren so komplett austauschbar sind, nicht eine einzige Persönlichkeit. Das sollte nicht dazu verführen, von der Kritik an dem Schaden abzurücken, den Haider mit seiner Hetze gegen Minderheiten und Ausländer, seiner Deutschtümelei und seiner NS-V erharmlosung angerichtet hat.
Haiders Popularität hat meiner Meinung nach sehr viel mit dem zu tun, was seinen Tod verursachte: er ist das ewige Kind gewesen, der Bube, der mit seinem jungenhaften Charme die Massen bezaubert hat. Das hat mit Politik und Inhalten recht wenig zu tun, mit Haider aber sehr viel, wenn nicht fast alles. Das erklärt das trotzige Rasen gegen alle Verkehrsregeln ebenso wie die Abenteuer am anderen sexuellen Ufer. Ich glaube nicht recht, dass Haider je der klemmschwule Zwangshetero war und seine Kinder nur der Konvention halber gezeugt hat. Zum ewigen Kind passt aber, dass er im fortgeschrittenen Alter auch andere Varianten erkundet. Das mag im Widerspruch zur reaktionären Agenda stehen, aber nicht im Widerspruch zu der Persönlichkeit, die er kommuniziert hat. Komischerweise dürfte Haider als Selbstvermarkter sehr authentisch gewesen sein, authentischer als die meisten anderen Politiker.
Das allerdings, was ihn überzeugend machte, war auch sein Untergang. Haider hat Politik gemacht, wie er Auto gefahren ist. Man mag fast sagen, zum Glück, denn beim Autofahren schlägt die Physik zurück.
Er soll ja kurz vorher in ner Schwulenbar angetroffen worden sein ^^.
Na ob das so gut ankam bei den kamerrrraden XD
Glückwunsch für seinen zu weit nach rechts eingeschlagenen weg.
Auch wenn ein Todesfall immer Leid über die Familie des Betroffenen bringt, sollte man nicht vergessen wofür Herr Haider stand. So kurz nach dessen Unfall ist ein derartiger Kommentar sicherlich etwas heikel, aber nicht unangebracht und ich möchte nicht hoffen, dass eine 2.te “Lady Di” geboren ist. Ich finde es auch mehr als merkwürdig, wie viele Österreicher diesem Mann noch huldigen. Zumindest wohnten der Beerdigung, soviel ich weiss keine europäischen Politgrößen bei. Dies mag vielleicht unmenschlich klingen, aber ich glaube, dass man sich in Europa bewusst “enthalten” hat.
Die Geschichte musste ja polarisieren, oder Jens? JH, Alk, Tod, Rechtspopulismus, Antisemitismus, Pro-Israel, Pro-Amerika, Verschwörungstheorie usw…
Natürlich kannst Du ja hier schreiben was Du möchtest, es passt allerdings nicht so wirklich ins Bild. Ja, es ist ein “mächtiger” Rechtspopulist in Österreich ums Leben gekommen. Er hat sich betrunken um einen Stein gewickelt = Und Tschüss, Packo!
Damit wäre es wohl gut gewesen, denn leider gilt: Um so mehr Berichterstattung über diese Pfeife, desto größer wird sie.
Ist natürlich echt witzig, welche “lustigen” Gestalten hier auf einmal auf den Hof kacken, weil Jens eine Note zu subjektiv über den Tod eines JH geschrieben hat.
Ich für meinen Teil habe rein gar nichts empfunden als die Meldung kam. In erster Linie: Nen Alki der sich zu Tode “gebrunzt” hat (hessisch für schnell fahren). Natürlich echt tragisch für die Familie –> Man sollte sich nicht zu 100% pietätslos zeigen.
Dieser tragische Akt hat zur Folge, dass man nun einen Rechtspopulisten weniger zu ertragen hat, was ich nicht für tragisch befinde!
@ Verschwörungstheoretiker: Ich denke es gibt auf dieser Welt mit Sicherheit so den ein oder anderen runden Tisch, der mächtig genug ist Weisungen zu erteilen die anschließend kommentarlos in die Tat umgesetzt werden. Die Elitenbildung ist eine Erscheinung, die man überall auf der Welt, zu jeder Epoche verfolgen konnte. Nun jedoch, zu einem Unfall, dessen Ursachen mit ziemlicher Sicherheit Alkohol und zu schnelles Fahren waren, ein Mossad-, CIA-, Illuminaten-Zerrbild zu entwerfen ist dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass man wirklich am allgemeinen gesunden Menschenverstand zweifeln muss.
Isch hab feddisch (hessische Übersetzung des italo-deutschen Auspruchs: Iech ‘abe färrtig)
Der Artikel von Jens Berger ist gut, weil er unterhält. So wie alle seine Artikel. Und es wird einem solchen Artikel auch nicht angelastet das er die Verwirrung nimmt und klare Stellung einnimmt.
Mittlerweile haben wir Sonntag 19.10.2008 14:45 Uhr
16.10.2008
Den Erstaussagen von Lokalgästen hat Haider um 00:15 Uhr das “LeCabaret” in Velden ohne Alkoholkonsum (1 Sektglas des Empfangs ausgenommen) verlassen, um 1.15 Uhr hat sich sein Dienstfahrzeug auf der Loibl-Bundesstraße im Süden Klagenfurts überschlagen. Einfache Entfernung Verden – Unfallstelle = 23 km = ca. 30 Minuten Fahrtzeit + 15 Minuten verabschieden würde bis auf 15 Minuten passen.
Laut OE24 soll Haider Verden gegen 22:30 verlassen haben:
“Haider taucht 45 Minuten später mit einem Unbekannten im Treff “Zum Stadtkrämer” auf (Fahrtzeit von Velden ca. 15 Minuten) und unterhält sich mit dem jungen Mann (Identität der Polizei bekannt). Beide trinken Unmengen (Augenzeugen berichten von einer ganzen Flasche Wodka). Der Landeshauptmann schwankt, als er draußen beim Auto mit dem Jüngling die Handynummern austauscht.”
Quelle: http://www.oe24.at/zeitung/oesterreich/politik/Eine_Flasche_Wodka_dann_startete_er_den_Phaeton_379601.ece
Nun erklärt mir aber mal folgendes:
Dem Radio “Antenne Kärnten” hat Haider offiziell bestätigt von “Antenne Kärnten” um 23.15 Uhr im Casino ?Le Cabaret? in VERDEN ein Radiointerview gegeben.
Interview nur noch im Google-Cache abrufbar.
http://209.85.135.104/search?q=cache:Erg8WOZjB8oJ:www.antennekaernten.at/index.php%3Fid%3D1844+http://www.antennekaernten.at+haider&hl=de&ct=clnk&cd=1&gl=de
Er kann folglich nicht vor Beendigung des Interviews um 23:15 Uhr aus Verden losgefahren sein, weshalb die Berichterstattung um seinen Aufenthalt im Stadtkrämer faktisch falsch ist.
Alles weitere ist bisher Spekulation, jedoch sind falsche Fakten in den offiziellen Darstellungen bewiesen und die Frage nach dem Alkohlkonsum und kennenlernen eines schwulen Mannes innerhalb von Minuten berechtigt.
@Chiff
Faktisch falsch wäre das nur, wenn das IV tatsächlich um 23.15 stattgefunden hätte.
Das umfangreichste Protokoll der letzten Stunden gibt es wohl auf im Profil.
Der Zeitpunkt des Interviews ist in diversen Berichten unterschiedlich. Laut diesem Bericht von OE24 war es 23.15, laut diesem Bericht auf OE24 war der Zeitpunkt kurz nach 22.00 – was ja auch wahrscheinlicher ist. Oder hast Du eine haltbare Aussage, die auf 23.15 hinweist und nicht auf vagen Angaben aus der Presse stammt?
Wenn Du die Aussagen seiner Parteifreunde als “offiziell” betrachtest … ja. Von offizieller Seite ist allerdings bislang nichts berichtet wurde, das sich als falsch herausgestellt hätte. Dass die BZÖ-Kumpels von Haider nicht unbedingt die Wahrheit sagen, war ja wohl zu erwarten, da sie a) Vorteile vom “reinen Mythos” Haiders haben und b) u.U. persönlich involviert sind – der Streit zwischen Haider und Petzner in Haiders Auto bei der Abfahrt aus Velden ist in diesem Zusammenhang sicher klärungsbedürftig. Außer es handelt sich um einen rein privaten Streit – wovon ich eigentlich ausgehe. Dass Petzner dies nicht publik machen will, ist nur all zu verständlich.
@83. Spiegelfechter
Hören Sie sich das Interview an. Die Ansagerin nennt die Uhrzeit. Das ist ein nicht zu verkennender Fakt! Bis hier ist es Fakt, was dnach passiert ist bis auf den Unfall Spekulation. Es gibt keine weiteren Zeitzeugen! Nur kann Herr Haider nicht um 23:15 Uhr im besagten Szenelokal in Klagenfurt gewesen sein. Es ist im Übrigen sehr unwahrscheinlich das der Lokalsender in seinem Interview eine verkehrte Zeitangabe setzt. Wäre der Zeitpunkt umschrieben worden ( z.B. Um 23 Uhr, Um halb elf) so wäre es spekulativ, jedoch wird eine exakte Uhrzeit genannt.
Das finde ich sollte man berücksichtigen, egal welche Stellung man zu der Person Haider bezieht.
max
@carlo
Zitat: “…Das Problem wird sein, sie wissen nicht was sie auf den Grabstein schreiben… ”
Wie wäre es denn mit dem Spruch:
“Macht endlich das Unkraut weg.”
mfg
Zu den Verschwörungstheorien: “Das Auto darf so nicht aussehen! Das kann kein normaler Unfall gewesen sein … etc …” Ja sind plötzlich alle Unfallgutachter?
Ich empfehle folgendes: Den Lehrgang TH-VU (technische Hilfeleistung Verkehrsunfall) bei der Feuerwehr belegen. Bietet jede Landesfeuerwehrschule an. Und dann bei mehreren Einsätzen (VUs ) mitfahren. Da sieht man Fahrzeuge die schon bei 70km/h total deformiert sind. Da sieht man deutlich, was die ungeheuren Energien bei Unfällen anrichten können.
Auch sehr hilfreich: Kenntnisse der Physik. Kein Auto – nichtmal der “ach-so-sichere-Phaeton” kann der Physik was entgegensetzen ;)
Das letzte was Jörg Haider beim Crash durch den Kopf ging war wohl der Heckspoiler.
Ich wüßte nicht, weshalb man das, durch Jörg Haider so gepflegte Steckenpferd des bösartigen Zynismus nicht weiter in seinem Andenken pflegen solle, es wäre bestimmt in seinem Sinne.
In diesem Sinne: Lieber Jörg, ruhe sanft und allzeit gute Trunkenheitsfahrt auf deiner tiefergelegten Luxusrennwolke!
@84: Frag doch den Klatschreporter Arne Willrich (hier im LeCabaret), ob er sich verplappert hat, oder ob da eine Verschwörung im Gange war. Falls Mord, dann war’s der Petzner aus Eifersucht, ist doch klar.
Lasst doch den selbstverliebten Haider nun in Frieden ruhen. Amen!
Günter Beckstein hat gesagt, nach zwei Maß Bier könne man noch Auto fahren. Das hat ihm Jörg Haider offenbar geglaubt.
Interessant ist, daß die Staatsanwaltschaften einem internen Weisungsrecht unterstehen. Sie sind ein Überbleibsel aus dem Obrigkeitsstaat der Kaiserzeit. Staatsanwälte sind alles andere als unabhängig. Sie sind vielmehr politisch weisungsgebunden.
Wenn die Vorgabe unserer Politiker lautet, daß es kein Mord war, wird halt nicht ermittelt. So einfach ist das.
Leute,
wer Demokratie ernst meint, muss auch JA sagen zu mißliebigen Meinungen und Menschen von RECHTS.
JA sagen heisst, Andersdenkende zu respektieren.
Und JA sagen zur Demokratie heisst auch JA sagen zu einer Wahrheit, die der political correctness zuwiderlaufen mag.
Das braucht MUT, und den hat der Haider nun mal gehabt.
Darin ist er mir tausendmal sympathischer als die mainstream- gebügelte Gesinnungspolizei der linken Medien. Auch dieses Spiegelfechters, denn die Schatten, die er im Spiegel bekämpft, das sind seine eigenen.
Ätsch.
JB
@Totengräber
Ja ja – keine Toleranz gegenüber der Intoleranz. Ein jeder darf seine Meinung sagen, man muß diese Meinung aber nicht akzeptieren. Mit “Mut” hat das, was Haider und die Rechtspopulisten so tun, aber auch gar nichts zu tun. Sich auf Kosten der Schwachen zu profilieren, ist feige und nicht mutig.
Gott sei Dank. Er ist tot, der Depp. Selber totgefahren. Hätt sich vielleicht doch nicht an die bajuwarische Empfehlung mit den zwoa Maß vorm Autofahren halten sollen.
Nur gut, daß niemand zu Schaden gekommen ist. Also außer ihm.
Selber Schuld!
Habe auch mal einen Frontalaufprall bei 120km/h mit kleinen Blessuren überstanden und konnte noch selber aussteigen. Das mit einem Auto, dass halb so groß und vor 20 Jahren ohne ABS, Airbags und diesen ganzen Spielkram absolut topp war. Machen 20km/h mehr (140) in einem Panzer wie einem Phaeton von heute soviel mehr aus, dass man so übel verstümmelt werden kann, wie es Hrn. Haider passiert ist?
Jein,
erstens kann man schon bei einem Frontalzusammenstoß mit einer Mauer bei 30 km/h tödlich verunglücken und zweitens steigt das Risiko exponentiell mit der Geschwindigkeit.
Es haben auch schon Leute einen Fallschirmsprung aus 2000 Meter Höhe überlebt, bei denen sich der Fallschirm nicht geöffnet hat. Eine Regel würde ich daraus nicht ableiten wollen …
Persönliche Erfahrungen sind bei solchen Betrachtungen all zu oft irreführend.
Schäden wie an dem Phaeton habe ich jedenfalls persönlich schon bei Überschlagsunfällen bei 40-50 km/h an Mittelklassewagen gesehen. Es kommt erheblich darauf an, welche Teile wann wie worauf auftreffen …
@94:
Lernt man sogar in der Fahrschule, dass, wenn Kollision unvermeidlich, man möglichst frontal kollidieren sollte. Da dies eine häufige (wenn nicht die häufigste Unfallart) ist, wird bei den meisten Autos viel Wert auf eine stabile (und im Idealfall möglichst große) Knautschzone gelegt.
Wenn sich ein Auto überschlägt, sehen die Dinge ganz anders aus.
Wäre interessant zu beobachten, wie sich die Verkaufszahlen des Phaeton entwickeln… seit dem Unfall liest man überall nur mehr Loblieder auf seine Sicherheit (‘Panzer’).
Ein kleines Paradoxon ;-)
Noch was zum Lachen/Weinen: http://pressemitteilung.ws/node/138427
Weiß gar nicht was man zu so einer Stümperei sagen soll…
Die große Schwäche des Spiegelfechters: Leute, die er nicht abkann, erfahren nicht die argumentative Sorgfalt, die hier sonst Standard ist.
Vorweg: Weder Haider, noch andere Rechtspopulisten finde ich irgendwie auch nur ansatzweise erträglich.
Aber das ist nach der Selbstoffenbarung des Eva Herrmann Beitrags wieder so eine Schote.
Herrmann wurde fertig gemacht, da gibt es keine Diskussion.
Ihre Argumente waren dünn und dumm, aber der absolut unfaire Umgang mit ihr gehört kritisiert. Gerade auch hier beim Spiegelfechter, der sonst sehr wertvolle Medienaufklärung betreibt.
Also bitte Medien/Blogs nicht nur kritisieren wenn HIV-Empfänger, Linke, Putin und andere niedergemacht werden, sondern die plumpe Meinungsmache auch offenlegen, wenn es Penner wie Haider und Herrman betrifft. Das wäre respektabel.
Ich kann es jedoch ansatzweise nachvollziehen, dass man Abschaum wie PI etc. nicht “unterstützen” will, aber man macht sich nicht gleich mit den “Rechten”, “Islamophobikern”, “Antisemiten” gemein, wenn man mal auf fragwürdiges hinweist.
Und wenn das alles sowieso Verschwörungsteufelszeug ist, kann man sich auch den Bericht schenken, denn du berichtest auch nicht minutiös, wenn das PI-Pack von der sog. Pädophilie Mohammeds, der Potenz des Führers und anderem schwadroniert.
Ansonsten weiter so.
@Blockpartei
Das ist richtig – ich bin auch kein um Objektivität bemühtes Nachrichtenmedium, sondern ein subjektiver Kommentator, der seine Aufgabe nicht darin sieht, den Anwalt für Hermann oder Haider zu spielen. Du wirst auch keinen Artikel von Herrn Prantl finden, in dem er Herrn Schäuble in Schutz nimmt und keinen Artikel von Tucholsky, in dem er Hitler “objektiv” verteidigte – ich weiß, Godwins Law, aber was soll´s ;-)
Haider hat genau das bedient, was viele von uns vermissen, und was uns seit Dekaden abgesprochen wird: Nationale Identität.
Ob ihn das zum Nazi, Rechten oder was auch immer machte…, für mich zweifelhaft.
Ich warte immer noch auf Aspekte von Haiders nationalsozialistischer Gesinnung, ausser blosser Beschuldigung habe ich nichts gesehen in den Kommentaren.
Vielleicht hat ja der Autor Belege für Haiders Nationalsozialismus…
Ich finde, sobald jemand auch nur im entferntesten das Thema nationales Interesse in Zusammenhang mit Migrationspolitik auf den Tisch bringt, wartet schon das Schaffott des RechtsEXTREMISMUS auf ihn.
Haben die Leute keine Ahnung, was das Wort Extremismus bedeutet? Hat er Synagogen abgefackelt, Farbige niedergeschlagen oder den Holocaust gebilligt? Mir ist davon nichts bekannt.
In einer Gesellschaft, die patriotische Strömungen mit Blasphemie gleichsetzt, darf man sich nicht beklagen, wenn Politik offensichtlich am Gemeinwohl vorbei agiert. Wenn bei Demonstrationen Jugendliche Linksautonome (sehr hübscher Ausdruck, bei dem rechten Pendant würde man den Begriff “Extremisten” nutzen) durch die Strassen skandieren, und “Nieder mit Deutschland” oder “Fuck Deutschland” schreien, wenn das tatsächlich die Meinung ist, die political correctness darstellt, dann bin ich ganz und gar political incorrect.
Immer wieder findet sich die arme Seele, die doch nur ein wenig patriotisch sein möchte und “nicht darf”. Doch nennen wir das Kind beim Namen: Nationalstolz ist das deutsche Wort. Stolz an sich ist schon eigentlich eine der weniger noblen Eigenschaften eines Menschen. Allein, dass sich Stolz im Allgemeinen auf etwas selbst geleistetes bezieht, schwächt den unangenehmen Beigeschmack dieses Charakterzuges etwas ab. Zu Recht macht der Stolze auf das selbst geleistete aufmerksam.
Nationalstolz ist hingegen Stolz für Arme. Mangels eigener Leistungen spricht man sich selbst die Erfolge einer Gemeinschaft zu, der man ja angehört und für deren Leistungen man irgendwie immer auch mit verantwortet. Bezeichnend ist hier, dass man bei sich selbst immer nur das Positive verantwortet. Auf die Taten der Ahnen möchte man sich nur zu gern beziehen, nie aber auf ihre Untaten. Den Sinn oder Nutzen des Nationalstolzes konnte noch niemand schlüssig erklären, außer eben das dumpfe Polemisieren gegen Dritte um von eigenen Problemen und Versagen abzulenken. Patriot ist nur eine nette Umschreibung für den nützlichen Idioten, den man ausbeuten kann und der es einem auch noch mit glühender Begeisterung dankt.
Aber natürlich darfst du gern nützlicher Idiot sein, auch das fällt unter Meinungsfreiheit. Nur warum stört es die gute Patrioten immer, wenn man ihre Führer als das bezeichnet was sie sind: Populisten? Liegt es daran, dass diese Bezeichnung sie immer wieder an das erinnert, was ihre eigene jämmerliche Rolle in diesem Spiel ist?
Nun mal weg mit dem Pulverdampf und ein bißchen den Blick geschärft:
1.) Nicht jeder, der den überraschenden Unfalltod eines rechten Politikers hinterfragt, muss deshalb Sympathie für ihn hegen. Andersrum wird ein Schuh daraus: Gerade WEIL Jörg Haider ein ausgewiesener Rechtspopulist war, konnten mögliche Attentäter davon ausgehen, dass die Ursache eines -wie auch immer geschehenen – Autounfalls in den Massenmedien nicht weiter beleuchtet würde. Schon gar nicht im Schatten der Finanzkrise. Anders gesagt: Wäre es ein Attentat gewesen, kein besserer Zeitpunkt hätte sich angeboten.
2.) Weder eine physikalische Energie-Masseformel noch die Tatsache (?), dass jemand mit 1,8 Promille kein sicherer Autofahrer ist, beweisen per se einen Eigenunfall. Wie das Leben manchmal so spielt, bin ich in den 70er Jahren auf der alten Inntalstrecke bei Wörgl mit einem anderen Gefährt deutscher Spitzenqualität gegen einen Betonpfeiler (ca. 40 x 40 cm) geprallt. Nach einem Überholmanöver, auf gerader Strecke. Mit der rechten Frontseite eines Mercedes B 200. Aufs Bankett geraten, Wagen brach aus, Betonpfeiler vor Hauseinfahrt stand im Wege. Bei 120 Kmh – zumindest blieb die Tachonadel beim Aufprall bei dieser Anzeige hängen. Wagen Totalschaden. Vor der ledigllich von Rissen durchzogenen Windschutzscheibe türmte sich die zerknitterte Motorhaube auf. Der Wagen war rechts vorne um ca. 20 Zentimeter kürzer, rechter Vorderreifen platt, Querlenker gebrochen, usw. Damals gab es keine Airbags. Und ich war nicht angeschnallt. Verletzungen: Angeknackste Rippen, eine halb abgerissene Oberlippe und ein paar ausgeschlagene bzw. abgebrochene Vorderzähne. Ich war mit dem Gesicht auf den (großen) Pralltopf des Lenkrades geknallt. Das war’s. Lager Rede kurzer Sinn: Ein nahezu abgerissener Arm kann evtl. durch einen Gegenstand erklärt werden, der die Windschutzscheibe durchschlug. Kann – muss aber nicht, zumal Haiders Windschutzscheibe ein “kreisrundes Loch” aufwies. (Vielleicht ein eingedrungener Pfosten eines Verkehrschildes?). Aber für die vielen Airbags des Phaeton hat Haider m.E. in der Tat ein bißchen viel tötliche Verletzungen erlitten. Und das Auto hat sich ein wenig oft überschlagen, obwohl keine Böschung als Rampe vorhanden war. Dafür weist es mit mehr als 2 Tonnen ein “Startgewicht” auf, dass gar nicht so einfach in die Luft zu bringen ist. Kurz: Der Unfall gehörte sehr gründlich von Sachverständigen untersucht – so oder so. Denn entweder baut VW ein zwar schweineteures, aber ziemlich mieses Luxusauto, dass bei jedem ADAC-Crashtest glatt durchfallen würde – oder die offizielle Unfalltheorie hat Löcher.
3.) Dass Wisnewski für seine Bücher wirbt ist völlig legitim. Nichts anderes macht “Spiegelfechter” mit den ihm genehmen Publikationen auf der linken Spalte seines Blogs. Dass GW vielleicht manchmal zu oft hinter jedem Bush sofort einen (Mossad)Räuber wittert, gehört a) zu seinem Aufklärungsjob und liegt b) häufig in der Natur der Sache. Nach meiner journalistischen Erfahrung kann man meist gar nicht so fies denken, wie die wahren Verhältnisse tatsächlich sind.
4.) Auch ohne MossadCIANSA: Es gibt auch einen ganz biederen österreichischen Geheimdienst (sogar mehrere!). Und mit Haider fällt eine charismatische Symbolfigur der Rechten in Österreich zu einem zufälligerweise sehr passenden Zeitpunkt einem Autounfall zum Opfer. Sein Tod erleichtert die Regierungsbildung in Östereich ungemein – und zwar zugunsten der alten Koalition. Ein weiterer Aufstieg der Rechten dürfte damit gestoppt sein. Also schon zwei von mehreren guten Gründen für ein mögliches Attentat.
4.) Gehen wir davon aus, Haider war betrunken. Gehen wir – mit Sicherheit! – weiter davon aus, dass er als führende Rechtsfigur ebenso von (Geheim)Diensten überwacht wurde, wie bei uns jedes führendes NDP-Mitglied (das nicht gerade selbst vom Verfassungschmutz ist). Dann war es nicht schwer zu wissen, dass er a) vielleicht immer sehr gerne viel zu schnell fuhr b) andiesem Abend viel getrunken hatte, c) wann er welche Strecke benutzen würde. Genügend Informationen also und genügend Zeit, um schnell ein wenig zu improvisieren. Nebenbei: Bei solch einer Geschwindigkeit dürfte schon ein einfacher Laserpointer genügen, um den Fahrer von der Strecke abzubringen. Das dichtbewachsene Gelände am Unfallort wäre für einen Attentäter sehr gut geeignet gewesen. Aber auch ein (ferngezündeter) Sprengsatz im Auto ist nicht SO schwierig zu installieren. Der würde z.B. die beiden herausgerissenen Türen erklären, die eines Phaeton wirklich ziemlich unwürdig sind. Der Wagen sieht übrigens aus wie die Herrhausen-Limousine nach dem Hohlladungsattentat.
Fazit: Nicht jeden Unfall muss einer sein, nur weil der Fahrer – zu Recht! – einer Menge Leute nicht geheuer war. Aber auch nicht jeder Unfall muss ein Attentat sein, nur weil der Fahrer ein Politiker war. Beide Möglichkeiten müssten noch sehr, sehr genau untersucht werden.
Hilft mir doch jemand auf die Sprünge. Warum wohl stürzen neoliberale Blockparteien äh große Koalitionen hier und in Österreich in der Wählergunst ab. Weil sie so erfolgreich sind? Weil sie sich mit so großem Schwung und wachsender Begeisterung von einer Systemkrise in die nächste retten?
Am besten sie wählten sich ein politisch korrektes Volk.
Zitat: noamik,
“Immer wieder findet sich die arme Seele, die doch nur ein wenig patriotisch sein möchte und ?nicht darf?. Doch nennen wir das Kind beim Namen: Nationalstolz ist das deutsche Wort. Stolz an sich ist schon eigentlich eine der weniger noblen Eigenschaften eines Menschen.”
Darf ich mal fragen, welche Flagge du bei der WM geschwenkt hast? Natürlich war es dir zutiefst zuwider dir dein Gesicht in schwarz rot gold anzumalen und “Deutschland! zu schreien.Und diese fanatisierten Deutschen, die da über den Ku Damm spazierten, mit FLAGGEN!!! Das hat dich sicher traumatisiert, die waren ja drauf und dran aus der Fan-Meile wieder ein KZ zu machen! Armer Kerl.
Zu deinem Zitat an sich, mir wird ganz übel. Erst mal: Deine Reduzierung ist nicht zulässig, wenn ich von nationaler Identität spreche, konstruierst du ein Pamphlet gegen Nationalstolz draus. Lass dir an dieser Stelle sagen: Ich hab Schopenhauer schon gelesen, da hast du noch überlegt, ob die Nieten oder das Hundehalsband zu deiner zerissenen Jeans passen.
Wenn man immer nur zurück blickt, kommt man nicht vorwärts. Aus 1000 Jahren deutscher Geschichte Zeit seines Lebens jegliches Nationalgefühl zu verleumden und zu verteufeln, weil 12 Jahre davon schrecklich waren…, du kannst damit Leben und definierst deine Identität durch Opposition. Dennoch bist du Teil dieser gesellschaft die sich über ihre Nationalität definiert und nur als Ganzes properieren kann.
Um dein Gewissen zu erleichtern: Wander aus.
Ich für meinen Teil: Mit der NS Zeit hatte ich nichts zu tun, warum soll ich mir ein schlechtes gewissen einreden lassen? Bestimmt nicht von dir. Versuchst du zu beginn deines Textes, Menschen mit nationalen Emotionen egal welchen Ausprägungsgrades herabzusetzen, muss ich dir sagen:
Du bist fanatisiert und hast keine Ahnung was du mit deinen so hübsch formulierten Sätzchen eigentlich implizierst.
Lern´ kritisches Denken und lass dich weniger beeinflussen.
@104
Wann begreifen solche Menschen wie Du endlich, das Menschen nach Namen und nicht nach herrschaftlichen Pässen zu qualifizieren sind, dass sie Subjekte sind und kein dämliches “Wir” “Wir”, keine dingliche Fahnschwenkerei, diese tatsächlichen Umstände wegwischen kann?
Wann erfasst so ein stolzes Subjekt wie Du, dass selbst du Afrikaner, ein Kind Mutter Afrikas bist 104, wie alle Menschen dieser Erde, und die dämliche Fahnenschwenkerei nur die sozialen Unterschiede in Krisenzeiten kaschieren soll, mit einem umheimlichen Aufwand an medialer Propaganda, um ein “Wir” zu konsumieren, was es überhaupt nicht gibt. Du hast mit den medialen Eliten, den Aldi Brüdern, Onkel Mohn und Elfriede Springer überhaupt nichts gemeinsam, und mögen Sie Dir diesen Unsinn noch dreimal billig verkaufen.
Ansonsten: Du bist Deutschland, genau das Deutschland, dass 1999 Bomben auf Belgrad geworfen hat und das 2003 beim Angriffskrieg gegen den Irak für die Amerikaner die Hauptziele und nachrichtendienstliche Drecksarbeit freiwillig gemacht macht, wie man nun seit ganz neuem weiß.
Menschen sind Subjekte, und keine Fahnenschwenker, auch wenn die direkte Politik der Bundesregierung das neue “Wir” Gefühl zur WM (!) direkt im Planungstab angewiesen hat! Wie Nietsche schon vor 100 Jahren richtig festgestellt hat, einige Charakere brauchen das kälteste aller Monster zum anbeten, weil sie sonst nichts haben
Mit deiner Logik kann man jegliche Zugehörigkeit wegwischen. Deutsche haben verbrechen begangen, europäer, afrikaner, amerikaner….Menschen an sich. Wat nu? Das menschsein verleugnen?
Zitat:
“und die dämliche Fahnenschwenkerei nur die sozialen Unterschiede in Krisenzeiten kaschieren soll, mit einem umheimlichen Aufwand an medialer Propaganda, um ein ?Wir? zu konsumieren”
SO ein Stuss. Ich hab keine Bertelsmann “Du bist Deutschland” Indoktrination gebraucht, um mich mit meinen Freunden über das zu freuen was wir sind: Deutsche die ihre Mannschaft anfeuern.
Zitat:
“Ansonsten: Du bist Deutschland, genau das Deutschland, dass 1999 Bomben auf Belgrad geworfen hat und das 2003 beim Angriffskrieg gegen den Irak für die Amerikaner die Hauptziele und nachrichtendienstliche Drecksarbeit freiwillig gemacht macht, wie man nun seit ganz neuem weiß.”
Da sind wir auf ganzer Linie, (ausser dieser schwachen “du bist deutschland” Quatscheinleitung- profilier dich mit deiner Polemik woanders, bei mir wirst du auflaufen damit)- Ich verachte unsere Regierung(en).
Ich bin vielmehr das Deutschland hier:
Konrad Adenauer, Martin Luther, Karl Marx, Sophie und Hans Scholl
Johann Sebastian Bach, Johann Wolfgang von Goethe, Johannes Gutenberg, Otto von Bismarck, Albert Einstein…
Ihr vergesst in eurer individualistischen Utopie schmerzlicherweise einen biologischen fakt, den ihr mit noch soviel linker (im doppelten Wortsinn) Rhetorik nicht fortfabulieren könnt:
Der mensch ist ein Herdentier. Wir brauchen Gruppen, um uns sicher zu fühlen.
Zitat:”Wie Nietsche schon vor 100 Jahren richtig festgestellt hat, einige Charakere brauchen das kälteste aller Monster zum anbeten, weil sie sonst nichts haben”
Ich glaub ich weiss genau, wie dein Monster aussieht.
Jeder erbärmliche Tropf, der nichts in der Welt hat worauf er stolz sein könnte, ergreift das letzte Mittel, auf die Nation, der er zufällig angehört, stolz zu sein.
Ich bin nicht stolz ein Deutscher zu sein, ich bin froh.
mfg
Zitat Spiegelfechter: Das ist richtig – ich bin auch kein um Objektivität
bemühtes Nachrichtenmedium, sondern ein subjektiver Kommentator….
Dann erkläre uns bitte, warum wir Dich überhaupt lesen sollen.
“Nicht um Objektivität bemüht” ist jede Tageszeitung, weil jede Zeitung
einer Partei nahesteht, und nicht wahrheitsgemäß berichten will.
Es werden nur diejenigen Nachrichten verbreitet, die für die Partei gut
sind und gleichzeitig auch den ungeliebten Gegner möglichst schlecht
aussehen lassen.
Und dasselbe machst Du auch, Du verwendest sogar dieselben
Manipulationstechniken wie sie die österreichischen Medien im
Falle Haiders seit 25 jahren verwenden.
So lässt auch Du nur Kritiker von Haider zu Wort kommen, wie z.B.
den stets schlecht gelaunten Hr. Pelinka, der sogar Prozessgegner
von Haider war, nur um dann vollmundig zu behaupten, dass es über
Haider nichts Gutes zu sagen gäbe. Du bist weder “um Objektivität
bemüht” noch ein “subjektiver Kommentator”, sondern Du manipulierst,
wie alle anderen auch.
Wieso soll ich Dich überhaupt anklicken und nicht einfach bei der
Tageszeitung bleiben?
@Lebovsky
Zitat: “Wieso soll ich Dich überhaupt anklicken und nicht einfach bei der
Tageszeitung bleiben?”
keiner zwingt sie den Spiegelfechter anzuklicken!
mfg
@nakimushi:
Du magst Schopenhauer gelesen haben, verstanden hast du ihn wohl nicht:
Weder bin ich je mit zerrissener Jeans herum gerannt, noch mit Hundehalsband, aber Schopenhauer wusste schon, was Typen wie du mit derartiger Argumentation bezwecken.
Nationalgefühl ist mir in der Tat fremd. Ich bin zu allererst Mensch, dann Europäer, dann Berliner, und dann irgendwann am Ende auch Deutscher. Stolz bin ich auf nichts davon, denn zu nichts davon habe ich etwas beigetragen. Schämen muss ich mich auch für nichts davon. Und Auszuwandern hab ich keinen Grund. Meine Meinung lass ich mir auch nicht verbieten, schon gar nicht von so jemanden wie Dir. Vielleicht solltest du auswandern. Es gibt genug Staaten, in denen Nationalgefühl Pflicht ist und einem gesagt wird, was man denken soll. Vielleicht fühlst du dich da wohler?
Auch du konntest den Nutzen von Nationalstolz nicht begründen. Außer Beleidigungen kommt aus dieser Ecke nichts. Verzeih, wenn ich dem Durchschnittspatrioten deshalb nur das Attribut dumpf verleihen mag und mir weitere Argumentation spare.
Zitat: “Auch du konntest den Nutzen von Nationalstolz nicht begründen. Außer Beleidigungen kommt aus dieser Ecke nichts.”
Vielleicht weil du der Einzige bist, der ständig auf Nationalstolz rumreitet? Ich hab mit keinem Wort “Stolz” verteidigt. Mir geht es um nationale Identität, die in Deutschland folgendermassen definiert wird: Selbstgeisselung und Permagehirnwäsche mit den Gräuel des 2ten Weltkrieges. Und davon hab ich die Nase voll. Deutschland war mehr und ist mehr als diese 12 Horrorjahre. Kein Grund seine Herkunft zu verleugnen.
Schopenhauers Zitat galt als Warnung vor überbordendem Nationalismus, mit blindem Patriotismus als Keimzelle. Was er garantiert NICHT wollte:
Die gänzliche Auslöschung nationaler Zugehöhrigkeitsgefühle.
Wer hier Schopenhauer nicht begriffen hat, bist ja wohl eindeutig du. Du und deinesgleichen, machen aus einer Warnung vor dem militanten Nationalismus einenKreuzzug gegen nationale Identität an sich.
Zum Vorwurf, ich könne keinen Nutzen für Nationalstolz (-dein Begriff, nicht meiner) vorbringen, dann will ich dir mal was sagen: Es hat seine Gründe, warum Vereine Trachten haben, warum Fussballspieler derselben Mannschaft die gleichen Trikots tragen, warum Polizisten eine einheitliche Uniform tragen…
Wir brauchen feste, verlässliche Bezugs- und Definitionskriterien, auch und gerade als Nation.
@110
Denkende Menschen haben noch nie nationale Bezugspunkte gebraucht, weil die idelle Konstruktion der Nation, die irgendwann auf einem gewissen historischen Level menschlicher Entwicklung aus den alten feudalen Strukturen als kapitalistische Staatsidee einer bürgerlichen Produktionsweise genauso entstanden ist, wie die Burgen des Mittelalters, und ebenso wieder vergehen werden, wie das Schiesspulver das Schicksal der Burgen besiegelte. Wer was von nationalen Identitäten statt über soziale und gesellschaftliche Strukturen schwadroniert, braucht man nur in sofern ernstnehmen, als das dieser Schwätzer irgendwann gefährlich im nationalen Reigen gegen das “Andere” aufruft.
Folgt man deiner Logik 110, müsstest du auch stolz darauf sein, Afrikaner zu sein, und das als tatsächlich gentischer Afrikaner noch viel klarer, als es jede Schwarz Rot Goldene Flagge es jemals leisten könnte.
Fahnen, werden immer dann besonders hin und her gewunken, um schwere politische und soziale Veränderungen wie Kriege durchsetzen und kaschieren zu können.
Wirkliche Bezugspunkte, ergeben sich letztlich sowieso nur aus dem Klassenstandpunkt, aus dem eigenen gesellschaftlichen Sein oder Nichtsein ;)
@name #111
Denkende Menschen haben noch nie nationale Bezugspunkte gebraucht, weil die Nation, die irgendwann auf einem gewissen historischen Level genauso entstanden ist, wie die Burgen des Mittelalters, und ebenso wieder vergehen werden[...]
Als denkender Mensch bin ich dennoch auch emotionaler Mensch, mit Verlaub, und wenn ich dann entlang der Rheins an der Burgenlandschaft mit seinen Weinbergen entlang fahre, dann ist das schon ein liebes Stück Bezugspunkt meiner erweiterten Region die Heimat stiftend ist.
Umgekehrt, weil eben die versuchsweise objektivierten (erdachten), abstrakten Bezugspunkte für den Begriff “Nation” nicht dauerhaft sind bleiben die subjektiven (emotionalen) Bezugspunkte, um über Heimat, Region auf Nation zu kommen.
Über das Rheinland und seine Burgenlandschaft emotionalisiert liegt der Wohlfühl (Heimat)-Aspekt im Elsass um ein mehrfaches näher, obwohl es Frankfreich ist, als das fast komplette Hessenland. Du würdest mich Deiner Logik nach wenn es darum ging gegen das “Andere” aufzurufen als zugezogener Rheinländer mit Wein und Flammkuchen (aus dem Elsass und dem Rheinland), Schokolade aus Belgien und Pfannkuchen aus den Niederlanden im Gepäck finden, der sich gegen alles was hessisch ist wehrt. Wo bleibt jetzt bloss Dein gedachter Überbau eines nationalen Gedankens? ;-)
@nakimushi: Von Schopenhauer hat du offensichtlich nicht mal die eristische Dialektik verstanden. Wenn doch hältst du deine Diskussionspartner für so beschränkt, dass eine Diskussion mit dir sinnlos ist.
Unabhängig davon sehe ich mich als Individuum, deine dämlichen Vorwürfe gegen “mich und meinesgleichen” laufen gänzlich ins Leere. Ich habe ein völlig unverkrampftes Verhältnis zu mir selbst und zu meiner Identität. Eine nationale Identität habe ich nicht nötig, mein Kiez wie auch dieser Kontinent und diese Welt passen nämlich wunderbar zu mir selbst. Ich brauche um mich selbst in der Welt zu verorten weder das Geschwafel der Franzosen von der “Grande Nation” (welches ebenso lächerlich ist, wie das Gerede von der tausendjährigen deutschen Geschichte) noch ein ausblenden des Dritten Reiches in Form der lächerlichen Betriebsunfalltheorie. Ich bin mir der Vergangenheit dieser “Nation” bewusst, finde die Nation als Bezugspunkt aber schon lächerlich konstruiert. Dieses Konstrukt aus dem 19. Jahrhundert welches all Zeit nur zur Kriegstreiberei gedient hat, vermisse ich nicht im geringsten.
Interessanterweise hat immer nur der rechte Rand Probleme mit der eigenen Identität. Die meisten anderen Menschen, bis auf einige vom extrem linken Rand, leben recht unverkrampft. Das Problem mit deiner Identität bist du, nicht die Gesellschaft oder die Geschichte …
Heimat ist, wo du zu Hause bist. Dafür braucht es keine Nation und kein Volk.
@112 ;)
Natürlich, und gerade an dem eigenen subjektiven emotionalen Empfinden bestimmter Orte zu bestimmten Zeiten mit bestimmten Menschen, derem Tun , Handeln und Unterlassen zeigt sich doch besonders, wie sehr das “nationale” in der eigenen subjektiven Bewertung verschwischt, es zeigt sich noch viel klarer, welche Umstände prägender auf das individuelle Ich sind, wenn der rheinländische Weinbauer, der die Weinstöcke pflanzt, die Trauben erntet und zu Wein kellnert, der elsässische Flammkuchenbäcker, der den Teig erschafft und bearbeitet und auch der hessische Bauer ihr menschliches Tun in den Vordergrund stellen. Die Identiät erwächst dann auf dem gesellschaftlichen Sein, aus der menschlichen Arbeit, sei diese direkt selbst erlebt, oder wissend und unwissend nachempfunden oder verdammt ;)
Die Schwierigkeit besteht darin, diese Tätigkeiten im bürgerlichen Konkurrenzkampf so klar auch wahrnehmen zu können, und nicht auf den Unsinn rheinländischer Weinbauer gegen den lausitzer Weinbauer hereinzufallen ;)
@name
ach der laussitzer weinbauer sollte lieber bier brauen. ;-))
Hallo Herr Berger,
auch wenn ich Ihre Ansichten meist teile und von Ihren Blogg viel nützliches erfahre, finde ich es sehr schade, dass Sie die Fragen und Ungereimheiten zum Fall Haider im Stil von Spiegel und Co. einfach ins Lächerliche ziehen… nach dem Motto “oh, die armen verwirrten Verschwörungstheoretiker”. Allein die ganzen Fragen von Herrn Wisnewski erfordern eine Antwort. Auch wenn wir den Teil aus einem VW-Werbeprospekt einfach mal ignorieren! Die 96% an weiteren Fragen sind m. E. berechtigt und verdienen eine Antwort.
Auch Ihre äußerst unfaire Bemerkung über den Blogg Schall und Rauch, hat mich enttäuscht. Sie schreiben “Bei ?Schall und Rauch? verdächtigt man ? wie üblich ? den Mossad, Islamisten und die Banken-Mafia.” Gerade bei Schall und Rauch wird nicht einfach pauschal verurteilt. Der Blogg ist sehr informativ und mutig.
Sie scheinen eine leichte Veränderung durchgemacht zu haben. Zu Zeiten von Artikeln wie “verstehen Sie Farsi” wirkten Ihre Aussagen einfach authentischer als jetzt, wo Sie bei Telepolis auftauchen. Sehr, sehr schade…
Beste Grüsse,
sunshine
@115
Lacht, ich habe diesen Wein selbst noch nicht probiert, aber die klimatischen Bedingungen, der Wassermangel der Spree und die Wärme haben sich so verändert, dass Weinanbau in der Lausitz und im Spreewald gegenwärtig und zukünftigt was völlig normales sein werden ;)
@116 sunshine
So sehe ich es aber … SPIEGEL und Co. hin, SPIEGEL und Co, her ;-)
Die Antworten sollten jedem klar Denkenden offensichtlich sein.
Der Blog verfolgt, wie andere Internetmedien – vornehmlich aus den USA – eine gelinde gesagt bedenkliche politische Linie, die ich keinesfalls teile und auch nie geteilt habe. Der ganze Ron-Paul Libertarismus ist ein Schlag ins Gesicht für jeden Humanisten, der linksliberale Positionen hat. Daraus habe ich nie einen Hehl gemacht.
Sehe ich nicht so. Nur weil man mit einer Meinung in Totalopposition zu den etablierten Medien steht, heißt dies nicht, man sei authentisch – diese Meinung sollte sich auch von Fakten unterfüttern lassen. Im Fall “Farsi” ist dies der Fall und den Artikel würde ich heute genau so schreiben. Den Zwang zum Nonkonformismus habe ich allerdings nicht. Nur weil die MM “schwarz” sagen, muß “weiß” noch lange nicht “wahr” sein.
@ chiff und andere
ja, das mit dem interview zur gleichen zeit ist seltsam – wenn sich da aber jemand geirrt hat? bzw. ginge sich alles ja auch so aus, denn in den berichten über das, was er nach dem besuch im casino in velden noch getan hat, ist von ca 45 min die rede, wo man nicht weiss, wo er war (weil ihn ja jemand gesehen haben muss, um es zu wissen). so gesehen ginge sich dann sicher beides aus, eben auch der besuch im lokal in klagenfurt, das keine schwulenbar an sich sein soll, sondern etwas, wo schwule auch willkommen sind.
dennoch fragt sich, wie man, wenn man kaum trinkt, zu 1,8 promille kommt – und da wird zb streit vermutet, nach dem haider entgegen seiner gewohnheiten doch mal viel getrunken hat (da ist übrigens, der vollständigkeit halber, auch ein politiker seiner partei skeptisch, der polizist ist siehe http://www.vol.at )
das ganze steht jatzt aber vor allem unter dem eindruck sehr offenherziger interviews von stefan petzner, der haiders pressesprecher war und sein nachfolger werden wollte, der aber fast wie ein trauernder witwer wirkt – siehe zb http://oe3.orf.at (sendung frühstück bei mir) oder http://www.krone.tv
haider war übrigens bisexuell, was immer ein offenes geheimnis in österreich war, über das aber in medien nicht geschrieben wurde. man wusste es auch in kärnten und es störte seine wähler keinesfalls.
@ aquadraht: danke fürs nette feedback – man kann haider tatsächlich nicht mit einem raster erfassen und das auf ihn anwenden, wie man andere rechtspopulisten einschätzen gelernt hat. er hatte durchaus eine menge intellekt und sprach auch sehr reflektiert über sich selbst und gab durchaus zu verstehen, dass er dinge instrumentalisiert. etwa wenn er meint, dass er bei seinen auftritten ohne differenzierungen spricht, dann weiss er, dass sie nötig wären und dass nur jene, die das entsprechende wissen haben, von selber differenzieren. bei den anderen kommen schwarz-weiss-schablonen an.
es gibt gute analysen zu haiders taktik, die sich sehr an NLP anlehnte, nach dem motto “die wir und die anderen”, die wir sind dabei immer die guten, tapferen und die anderen sind privilegienritter oder bekämpfen kritiker. wir und andere natürlich auch bezogen auf asylsuchende, sozial schwache etc., was für eine menge an gesellschaftlicher spaltung sorgte bzw. diese verstärkte.
zu haider gehörten ja auch jene, die das duldeten, also medien, die von ihm kritisch bis unkritisch fasziniert waren, und ebenso politiker anderer parteien, die nicht adäquat reagierten, und auch die leute in seiner partei, die ihm eine so einzigartige rolle zugestanden.
@ chiff und andere
ja, das mit dem interview zur gleichen zeit ist seltsam – wenn sich da aber jemand geirrt hat? bzw. ginge sich alles ja auch so aus, denn in den berichten über das, was er nach dem besuch im casino in velden noch getan hat, ist von ca 45 min die rede, wo man nicht weiss, wo er war (weil ihn ja jemand gesehen haben muss, um es zu wissen). so gesehen ginge sich dann sicher beides aus, eben auch der besuch im lokal in klagenfurt, das keine schwulenbar an sich sein soll, sondern etwas, wo schwule auch willkommen sind.
dennoch fragt sich, wie man, wenn man kaum trinkt, zu 1,8 promille kommt – und da wird zb streit vermutet, nach dem haider entgegen seiner gewohnheiten doch mal viel getrunken hat (da ist übrigens, der vollständigkeit halber, auch ein politiker seiner partei skeptisch, der polizist ist siehe http://www.vol.at )
das ganze steht jatzt aber vor allem unter dem eindruck sehr offenherziger interviews von stefan petzner, der haiders pressesprecher war und sein nachfolger werden wollte, der aber fast wie ein trauernder witwer wirkt – siehe zb http://oe3.orf.at (sendung frühstück bei mir) oder http://www.krone.tv
haider war übrigens bisexuell, was immer ein offenes geheimnis in österreich war, über das aber in medien nicht geschrieben wurde. man wusste es auch in kärnten und es störte seine wähler keinesfalls.
Weil irgendwie niemand hier die 22 Schnäpse und 7 Bier hinterfragt:
http://npd-blog.info/?p=2321
Im übrigen hätte es laut Promillerechner nur einer Maß Bier und fünf Schnäpsen (a 0,04 Liter) bedurft, wenn man von halbvollen Magen (Häppchen) und 0,1 Promille Startwert (Sektempfang 1 Glas) ausgeht, um sich von 0 Uhr bis 1:15 auf eben 1,8 Promille zu schießen (wobei angenommenerweise nur bis 1:00 getrunken wird). Das ist immer noch heftig, aber eine durchaus realistische Menge für Frustsaufen, eine lustige Runde, ein Wetttrinken oder diverse andere Anlässe.
Wenn man sieht wie sehr der gute Herr an so simplen Sachverhalten scheitert, die Bedienung eines solchen Rechners erfordert null Vorbildung und auch Experten sind leicht gefragt, wage ich mir gar nicht auszumalen, wie hoch die Kompetenz im Bereich Unfallgutachten an Hand einiger Fotos ist. Zumal meine persönliche Erfahrung bei der Feuerwehr dem Gefasel des werten Herren schlicht entgegen steht. Man kann bei fast jeder Geschwindigkeit in fast jedem Auto Glück oder eben Pech haben.