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    geschrieben am 22. Oktober 2008 von Spiegelfechter

    ?Bisher schauen wir bei der BayernLB in einen Abgrund ? vielleicht schauen wir noch in die Hölle? -, so drückte es gestern ein bayerischer Sparkassenfunktionär defätistisch aus. Monatelang wurde in München abgewiegelt und beschönigt, dann wurden plötzlich Fehler eingestanden, man kündigte Abschreibungen an und noch im August dieses Jahres ? kurz vor den bayerischen Landtagswahlen ? verkündete BayernLB-Chef Kemmer, man habe nun die akute Krise überwunden. Bis dahin hatten sich die Belastungen aus der Finanzkrise bereits auf 4,5 Mrd. Euro summiert. Als man im fernen Berlin ein milliardenschweres Rettungspaket schnürte, wehrte man sich in München noch mit Händen und Füßen gegen eine Beteiligung der Länder an diesem Paket. Der zuständige bayerische Finanzminister Huber wusste sicher, warum ? zwei Tage später entdeckte man in der Münchner Zentrale der BayernLB plötzlich ein Schwarzes Loch in der Größe von 6,4 Mrd. Euro. Dieses Loch soll nun vom Bund gestopft werden – 5,4 Mrd. Euro sollen aus dem Rettungspaket des Bundes kommen, 300 Mio. Euro sollen die bayerischen Sparkassen zur Verfügung stellen und mit 700 Mio. Euro will sich auch der Staat Bayern an der Rettung seiner Landesbank beteiligen. Ob dies überhaupt reichen wird, ist derweil vollkommen unklar. Die ?Hölle?, die der Sparkassenfunktionär an die Wand malte, könnte sich in einem riesigen Paket aus ?toxischen Papieren? manifestieren, das in den Tresoren der Münchner Landesbanker liegt.

    Ausgerechnet die stolzen Bajuwaren hat die Finanzkrise nun an den Rand des Ruins gebracht. Dies entbehrt nicht einer gewissen Ironie ? waren sie es doch, die dem Rest der Republik in den letzten Jahrzehnten immer wieder mit einer Mischung aus Hochmut und Arroganz oberlehrerhaft erklärten, wie man Politik zu machen habe. Verhandlungen über den Länderfinanzausgleich glichen einem Gang nach Canossa, bei dem ostdeutsche Ministerpräsidenten im Büßerhemd um die Gnade des bayerischen Landesfürsten betteln mussten. Diese Zeiten sind vorbei ? nun muss das Land der Laptops und Lederhosen mit Mitteln Berlins vor dem Zusammenbruch gerettet werden.

    2008 ist ein Katastrophenjahr für die CSU. Bei den Landtagswahlen geriet die große Staatspartei in einen wahren CSUnami und verlor ihre absolute Mehrheit. Nun muss die CSU in Koalitionsverhandlungen mit der FDP gehen. Koalitionsverhandlungen machen aber nur Sinn, wenn man einen Überblick über den Landeshaushalt hat, und dafür ist es nützlich zu wissen, wie groß die Defizite bei der BayernLB eigentlich sind. Diesen Überblick hatte zwar der mittlerweile zurückgetretene Finanzminister Huber, der bereits am Wochenende Begehrlichkeiten auf die Mittel aus dem Rettungspaket des Bundes anmeldete, aber anscheinend nicht der neue starke Mann in der CSU, Horst Seehofer. Auf Wunsch der bayerischen FDP-Vorsitzenden Leutheusser-Schnarrenberger zitierte man am Wochenende den Chef der BayernLB herbei, der allerdings selbst nicht wusste, wie viel Geld seine Bank nun eigentlich konkret brauchte – Chaos, dein Name ist Bayern. Der verärgerte Seehofer schickte seinen Landesbanker nach Hause und gab ihm die Aufgabe, bis spätestens Dienstag Zahlen vorzulegen, damit die Koalitionsverhandlungen weitergehen können. Diesem Wunsch kam Herr Kemmer nach und die Zahl 6,4 Mrd. Euro schockte sogar den hartgesottenen Seehofer.

    Die Auswirkungen dieses Kassensturzes werden die Bayern noch länger beschäftigen. Ihr Spielzeug BayernLB hat sich zu einem Bumerang entwickelt. Der ungeliebte SPD-Finanzminister Steinbrück wird fortan das Geschäftsmodell der bayerischen Landesbank mitbestimmen können und der Bund wird signifikant an der BayernLB beteiligt sein. Im letzten Konzernbericht weist die BayernLB ein Kernkapital von 12,5 Mrd. Euro aus, das aber aufgrund der jüngsten Entwicklungen neu bewertet werden muss. Die dem Finanzministerium unterstellte FMSA wird durch die Eigenkapitalspritze von 5,4 Mrd. Euro wohl rund ein Drittel der Anteile der BayernLB halten ? genau so viel wie der Freistaat selbst. Das letzte Drittel gehört dem bayerischen Sparkassenverband. Der Sozi Steinbrück wird den CSU-Ministern erklären wollen, wie man eine Bank zu führen hat ? was für eine Blamage für die Bayern.

    Es ist kein Zufall, dass die Finanzkrise Landesbanken besonders hart trifft und wenn die Politik nun auf die ?gierigen Banker? schimpft, sollte sie sich lieber selbst an die Nase fassen, da sie die Hauptverantwortung für die Misere trägt. Die Landesbanken sind Staatsbanken. Früher hatten sie die Aufgabe, Großprojekte der Länder zu finanzieren und die Sparkassen bei internationalen Geschäften zu unterstützen ? beide Aufgaben sind heutzutage überflüssig. Förderungsaufgaben wurden längst aus den Landesbanken ausgegliedert und die mittlerweile international gut aufgestellten Sparkassen haben keine Landesbanken als Mittler mehr nötig. Die Landesbanken sind zu einem Spielzeug der Provinzpolitiker geworden, mit dem sie – entgegen den originären Aufgaben der Landesbanken – auch mal am Großen Rad drehen wollten. In Sachsen ging dies bereits tödlich aus ? die SachsenLB wollte ebenfalls im großen Geschäft mit strukturierten Papieren mitspielen, die selbst die Landesbanker nicht verstanden. Millionen Steuergelder sind weg, das Spielzeug SachsenLB musste an die LBBW abgegeben werden und der sächsische Ministerpräsident Milbradt musste ob der demonstrierten Unfähigkeit seiner Landesbanker den Hut nehmen.

    Sind alleine die Banker schuld? Die Provinzfürsten haben in den Verwaltungsräten jahrelang dem Treiben zugeschaut, es sogar in der Hoffnung auf hohe Dividenden, mit denen man Wahlversprechen einlösen kann, gefördert. Sie haben hochspekulative Strategien auf den internationalen Kapitalmärkten abgenickt und es zugelassen, dass ihre Landesbanken außerhalb der Bilanzen in Zweckgesellschaften Schrottpapiere angehäuft haben. Die Politik trägt somit zumindest eine Teilschuld für das Versagen ? egal ob es sich nun um Fahrlässigkeit, Dummheit oder Gier handelte.

    Die BayernLB hat außerhalb der Bilanz und ohne Eigenkapitalhinterlegung über 30 Mrd. Euro in strukturierte Finanzprodukte investiert. In ihrem Zwischenbericht führt sie Kreditderivate im Nominalwert von 124 Mrd. Euro auf. Natürlich sind dies nicht nur Schrottpapiere, aber durch die Finanzkrise und die schlechte Konjunktur werden einige dieser Papiere ausfallen. Im Investmentbanking wurde vor der Finanzkrise von einer Ausfallquote von 2,6% ausgegangen, die als Risikoabsicherung von den Banken einkalkuliert und hinterlegt werden sollte. Neue Schätzungen von Moodys nennen jedoch für das Jahr 2009 eine prognostiziere Ausfallquote von 10%. Bei der BayernLB wären dies 12,4 Mrd. Euro. Natürlich hängt die Ausfallquote stark von der Art der Kredite ab, auf denen die Derivate basieren ? dass gerade die BayernLB hier konservativ und risikoavers agiert haben sollte, erscheint dem Beobachter aber zumindest fraglich. Als ?Risikopapiere? weist die BayernLB in ihrem aktuellen FSF-Bericht forderungsbasierte Papiere mit einem Nominalvolumen von 21,2 Mrd. Euro aus, wovon 1,1 Mrd. Euro durch Garantien von US-Monolinern versichert sind. Papiere im Wert von 13,2 Mrd. Euro betreffen den US-Privatimmobilienbereich, Papiere im Werte von 3,4 Mrd. sogar das Subprime-Segment. Weitere 4,6 Mrd. Euro stecken in CDOs, – das sind Papiere, die ?bunt gemischt? sind und ebenfalls Hypotheken beinhalten können. Dies ist ziemlich viel ?Giftmüll? und es erscheint eher unwahrscheinlich, dass 6,4 Mrd Euro reichen könnten, um die nötige Risikoabschirmung zu gewährleisten.

    Während Privatbanken über frei handelbare Aktien verfügen, die der Bund nach der Hilfsaktion unter Umständen sogar mit Gewinn verkaufen kann, sieht dies bei der BayernLB etwas anders aus. Dass der Freistaat und die bayerischen Sparkassen gewillt und im Stande sind, die 5,4 Mrd. Euro zurückzuzahlen, erscheint doch eher unwahrscheinlich. Am Ende des Rettungsaktes könnte also eine Fusion mit einer andern Landesbank, die Privatisierung oder gar die Zerschlagung stehen. Anders wird der Bund wohl schwerlich an sein Geld kommen. Der Steuerzahler wird bei diesem Manöver sicher keinen Gewinn machen. Die BayernLB Rettung ist ein Länderfinanzausgleich der anderen Art ? daran sollte man auch zukünftig denken, wenn ein CSU-Politiker wieder ansetzen sollte, den Rest der Welt oberlehrerhaft zu maßregeln.

    An der Rettung der BayernLB führt kein Weg vorbei. Landesbanken sind “systemische Banken”. Wenn eine Landesbank kollabiert, dann sitzen neben den Ländern selbst auch die bundesweit 480 Sparkassen als Miteigentümer mit im Boot. Im Endeffekt ist es also der Steuerzahler, der durch die öffentlich-rechtlichen Sicherungssysteme für die Fehlspekulation der Banker gerade stehen würde. Unsicherheiten im Sparkassensystem wären ein Gau ? damit wäre das Herzstück der deutschen Kreditwirtschaft in Gefahr. Für die Zukunft hat die Politik einige Hausaufgaben zu erledigen. Das jetzige Landesbankensystem ist nicht mehr tragbar, Fusionen werden folgen ? aber wofür braucht der Staat eine große, länderübergreifende Landesbank? Eine Privatisierung wäre daher wohl eine zu überlegende Variante. Nur sollte man sich dabei nicht vom Finanzmarkt über den Tisch ziehen lassen und die Banken verschenken, womöglich noch mit Garantieübernahmen für ?faule? Positionen. Eine Zerschlagung wäre daher wohl die beste Lösung. Die Geschäftsbereiche, die von öffentlichem Interesse sind, könnten von den Sparkassen übernommen werden und der Rest kann dann abgewickelt oder privatisiert werden. Banken wie BayernLB und SachsenLB haben keinen Giftmüll im Tresor, sie sind Giftmüll für die Allgemeinheit.

    Jens Berger

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    1. Seitenhiebe » Blog Archive » Die bayrische Zukunft

    69 Kommentare:

    1. jolly rogers schrieb am 22. Oktober 2008 at 19:21 - Permalink

      Seine intellektuelle Bankrotterklärung gab ein Herr Beckstein heute zum Besten, als er zu seiner Verteidigung in Sachen Bayern LB meinte, die Bankster hätten mehr Verstand als er “weil sie mehr verdienten”.

    2. Spiegelfechter schrieb am 22. Oktober 2008 at 19:24 - Permalink

      @jolly rogers

      Dass sie mehr Verstand als der Herr Beckstein haben, kann allerdings schon sein ;-)

      Nach dieser These hätte Herr Bohlen auch mehr Verstand als das ganze Kabinett zusammen … ob das stimmt? Man weiß so wenig *g*

    3. nakimushi schrieb am 22. Oktober 2008 at 19:40 - Permalink

      Okay, Zeit für den Bundesrepublikanischen Bailout. Und dann? Neues Spiel von vorne. Alle Welt zeigt sich schockiert über das Finanzgebahren (Diebstahl), die Zockerei… warum ist es denn soweit gekommen?

      Weil diese Leute genau gewusst haben, dass der Staat einspringt. Der Staat ist in einer Zwickmühle, und kann nciht anders als sich erpressen zu lassen.

      Zeit das ganze System den Lokus runterzuspülen, und zum rheinischen kapitalismus oder zu besser noch zu Silvio Gesells Freigeldwirtschaft zurückzukehren.

      Den ganzen Laden implodieren lassen, und etwas von Grund auf Neues aufbauen. Islamische Banken funktionieren anders, da ist der Zins nämlich zu Recht geächtet.

      Lieber ein Ende mit Schrecken, als ein schrecken ohne Ende. Ich nähme lieber 5 Jahre Chaos in Kauf, mit einem lebenswerteren System am Schluss, als meine Kidner in solch eine Hölle loszulassen.
      Man wird ja wohl noch träumen dürfen…

      Wie sich die Welt entwickelt hat, mit sich ankündigendem Weltfinanzmonopol, Zentralisierung im globalen Maßstab, die vielzitierte NWO, man muss sich wirklich fragen, ob man Kinder in solch einer Welt noch verantworten kann.

    4. misterL schrieb am 22. Oktober 2008 at 19:41 - Permalink

      Ohne den Artikel gelesen zu haben. Die Krise ist doch ausgestanden… ;-)

      http://www.ftd.de/politik/international/:US-Hausbesitzer-Unter-Wasser-Vom-Traum-zum-Alptraum/429407.html?p=1

    5. Spiegelfechter schrieb am 22. Oktober 2008 at 19:51 - Permalink

      @nakimushi

      Zeit das ganze System den Lokus runterzuspülen, und zum rheinischen kapitalismus oder zu besser noch zu Silvio Gesells Freigeldwirtschaft zurückzukehren.

      Wieso zu Gesell “zurück”kehren – das gab´s doch noch nie ;-)

      die vielzitierte NWO

      Och Kinners – nun lasst doch den Scheiß *kopfschüttel*

    6. jolly rogers schrieb am 22. Oktober 2008 at 20:06 - Permalink

      @SF: Für so dumm hältst du den Beckstein? Auwei… Gut, Bohlen weiß, wie man Kohle macht. Trotzdem schüttelt’s mich bei dem. Genauso wie bei Beckstein.

    7. www.demokratie-ist-wichtig.de schrieb am 22. Oktober 2008 at 20:27 - Permalink

      Vielleicht bin ich zu bayernfreundlich, aber ist es nicht nur eine Frage der Zeit, bis die anderen Landesbanken Schlange stehen?

    8. Jörg Friedrich schrieb am 22. Oktober 2008 at 20:49 - Permalink

      Kann man also sagen, dass die Idee, dass der Staat seine Aufgaben finanzieren könnte, indem er sich als Finanzkapitalist betätigt, gescheitert ist? Gibt es einen Unterschied, ob er sich als Kapitalist in der Realwirtschaft (VW, Wohnungsgesellschaften, Stadtwerke, …) betätigt oder in der Finazwirtschaft?

    9. misterL schrieb am 22. Oktober 2008 at 21:24 - Permalink

      Bei der WestLB hatt man einst einen guten Job gemacht, als man die WestLB noch nicht auf Kurs gen virtuellen Finanzbeschaffer schickte. Kann man zumindest bei den NachdenkSeiten – Link nicht parat – lesen von kompetenter Seite. Vielleicht liegt es doch am Kerngeschäft und weniger daran ob staatlich oder privat?

      Ich bin auch nicht so überzeugt davon, dass die Förderung mittelständischer Unternehmungen überreginonaler Präsenz kein sinnvolles Geschäftsgebiet sei. Man muss auch als Kritiker sich vielleicht wieder nur an andere Wachstumsziele gewöhnen?!?

    10. Timmy schrieb am 22. Oktober 2008 at 21:36 - Permalink

      Macht man es sich zu leicht mit der Kritik?

      Wieso haben sich den Landesbank in diesen Bereichen engagiert.
      Wer hat sich dazu gebracht – beraten – ihnen geholfen. Wer hat die Entwicklungen forciert.
      Von wem haben Sie das ‘Zeug’ gekauft, wer hat es Ihnen verkauft.
      Wie man überall ließt, gibt es genug du wussten was da läuft – offensichtlich nicht alle.

      Nur sich das Resultat und die letzen Kapitel anzuschauen macht nicht das ganze Buch.

      Wo es Verlierer gibt, gibt es auch Gewinner.
      Relativen Vorteil sollte man nicht unterschätzen.

    11. misterL schrieb am 22. Oktober 2008 at 21:48 - Permalink

      Yepp Timmy. Ohne das ganze Buch ist das vorletzte Einzelkapitel Meinungstrend fördernd, aber eben nicht die ganze Geschichte.

    12. michael1366 schrieb am 22. Oktober 2008 at 22:06 - Permalink

      Schade, eigentlich ein guter Artikel, nur pauschal Aussagen, dass es wieder die bösen/dummen/unfähigen oder was auch immer “Staatsbanken waren, die am Schlamassel die Hauptschuld tragen, halte ich zumindest für zu kurz gegriffen. Die Landesbanken wurden doch von interessierter politischer Seite ins Casino geschickt. Wessen Interessen diese Politiker wahrgenommen haben wird sich wahrscheinlich zeigen, wenn sie dann ihr Auskommen nach der Abwahl in bestimmten Finanzinstituten haben werden. Bestes Beispiel ist doch die sog. “staatliche” IKB; deren Anteile hat der Staat von u.a. der Allianz übernommen, mehrheitlich war sie aber immer noch eine Privatbank und am Verkauf der Derivatpapiere an die IKB-Bank soll vor allem die Deutsche Bank verdient haben…Nachtigall, ick hör dir trapsen

    13. Karl Heinrich schrieb am 22. Oktober 2008 at 22:12 - Permalink

      An der Rettung der BayernLB führt kein Weg vorbei. Landesbanken sind ?systemische Banken?. Wenn eine Landesbank kollabiert, dann sitzen neben den Ländern selbst auch die bundesweit 480 Sparkassen als Miteigentümer mit im Boot.

      Ja, das ist alles so schrecklich peinlich. Alle Welt redet davon, durch welch titanische Anstrengungen die Staaten die Banken retten müssen – allein der deutsche Staat pumpt das Geld wieder in seine eigenen Banken. Bitte nehme doch Herr Blessing oder Herr Ackermann auch etwas Staatsknete, damit auch wir von der Sozialisierung der Verluste sprechen können!

    14. Gebintit schrieb am 22. Oktober 2008 at 22:32 - Permalink

      Man muss die Länder verstehen, bei den Beamten steht gerade der große Generationenwechsel an, abertausende Studienräte etc. gehen in den Ruhestand. Dummerweise hat man für die Pensionen aber kein Geld beiseite gelegt. Der Zeitpunkt, an dem die Politker mit heruntergelassenen Hosen vor dem Wähler stehen und sagen müssen, sorry, wir ham’s verbockt, rückt immer näher. In so einer Situation greift man nach jedem Strohhalm. Es hätte ja auch klappen können, mit den Wetten. Es ist wie bei diesen tickenden Zeitbomben die man nicht durchschaut, schließlich zwickst du aus Verzweiflung irgend ein Kabel durch. Leider war es das falsche. Erst Unvermögen und dann kommt auch noch Pech dazu!

    15. Gebintit schrieb am 22. Oktober 2008 at 23:01 - Permalink

      @Karl Heinrich
      Greater fool theory

      Leider muss man davon ausgehen, dass der größte Depp am Ende immer der Steuerzahler ist. Am Ende werden also auf jeden Fall die Verluste sozialisiert und bis dahin haben auf jeden Fall viele Privatleute fette Gewinne abgegriffen, auch wenn bislang nur Landesbanken zu den Bittstellern gehören. Dass die Politiker und Landesbanker so deppert waren, das ist wirklich peinlich.

    16. superguppi schrieb am 22. Oktober 2008 at 23:08 - Permalink

      @Gebintit 14

      Für die Sozialrente wird auch kein Geld beiseite gelegt. Die Rentenversicherung hat lediglich eine Schwankungsreserve für 0,5 bis 1 Monat. Das ist eine reine Umlagefinanzierung. Es macht auch keinen Sinn, so viel Kapital anzuhäufen, weil dieses ja verzinst werden muss.

      Zu der Entwicklung der Landesbanken von den regionalen Förderbanken zu Global Players sihe diesen Artikel auf den Nachdenkseiten:
      http://www.nachdenkseiten.de/?p=3510

      Die EU hat auf Druck der großen Privatbanken den Ländern verboten, Gewährsträger für die Landesbanken zu sein. In Folge dessen mussten die Landesbanken sich nach weiteren Einnahmen umschauen, denn wie auch hier geschrieben konkurrierten nun auch die Sparkassen mit den Landesbanken.

      Die beste Lösung wäre wahrscheinlich, wenn alle Landesbanken fusionieren würden und ansonsten Service für die Sparkassen bereitstellen würden.

    17. nakimushi schrieb am 22. Oktober 2008 at 23:20 - Permalink

      @Spiegelfechter:
      Freigeld gab es sehr wohl. Recherchier mal wie ne 20.000 Einwohner Stadt das grösste gebäude Europas gebaut hat (Kölner Dom) oder woher Ausdrücke wie “Handwerk hat goldenen Boden” oder der “blaue Montag” kommen.
      Auch das Wunder von Wörgl darf man nicht aussen vor lassen. Freigeld gab es, und es hat prima funktioniert.

      Was alle aussen vor lassen: Der Zins ist das Problem. Die Zinsschuld kann per System niemals getilgt werden, sondern wächst exponentiell.
      Warum müssen wir ständig ein Wirtschaftswachstum hinlegen? Weil unser System exponentiell ist- durch den Zins.

      In der Natur gibts auch exponentielle System, die führen aber in der Regel zum Tod (Virusbefall, Krebs).

      Über die NWO: Bezeichnend, das obwohl viele Blogs im Zusammenhang mit der NWO schon vor Jahren auf den drohenden Zusammenbruch des Dollars hinwiesen, oder eben die globale Krise, diese immer noch belächelt und geleugnet wird.

      Die Amerikanischen Mainstreammedien sind da etwas weiter:
      youtube.com/watch?v=SKsiZdOD5u4 (www. davor setzen, oder nach “Glenn Beck World WHAT?” suchen)

    18. Spiegelfechter schrieb am 22. Oktober 2008 at 23:25 - Permalink

      @Nakimushi

      No comment – nur so viel:

      schon vor Jahren auf den drohenden Zusammenbruch des Dollars hinwiesen,

    19. misterL schrieb am 22. Oktober 2008 at 23:54 - Permalink

      @SF #18

      Ohne nakimushi in irgendeiner Form inhaltlich zu werten, ein Drei-Monats-Chart ist kein guter Beleg für die Zukunft für den Inhalt dieses Charts. Wir können uns ja mal den DaxChart von Feb-Mai 2008 angucken.

      Also was soll’s?

    20. Anindo schrieb am 23. Oktober 2008 at 00:37 - Permalink

      @SP
      Erst einmal: Von wegen Esoterik: http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/919/314815/text/

      Ansonsten kann ich nur sagen, dass die Landesbanken bislang vielleicht nur zu ehrlich gewesen sind. Ein knapp 500 Mrd.-Programm seitens der Regierung lässt auf viel mehr Finanz-Abrund schließen, der nur bislang sich nicht outen will, weil dann die Kunden und damit die restliche Liquidität davon läuft. Die Summe ist jedenfalls nicht aus der Luft gegriffen und mit Sicherheit nicht nur landesbankenbedingt.

      Eigentlich kann nur ein großangelegter Coup der amerikanischen Finanzindustrie, plus Regierung, plus Geheimdienste incl. Ratingagenturen etc. für diesen Oceans-11-Coup verantwortlich sein. Letztenendes gibt es genug Nutznießer und die sind nicht in Europa. Das war eine breit angelegt Finanz-Atombombe, die Europa da gierig geschluckt hat und wir tuen immer noch so, als ob das alles Schicksal war. So was gibt es im Geldsystem nicht und im Endeffekt haben wir denen die Häuser gebaut.

    21. nakimushi schrieb am 23. Oktober 2008 at 00:57 - Permalink

      @Spiegelfechter: Ich lese viele Blogs, deinen ebenfalls täglich- und das gerne. Aber diese Krise wurde in anderen Blogs schon 2006 vorhergesagt. Diese krise ist kein Zufall und auch nicht blosse Gier. Sie wurde bewusst herbeigeführt.

      Glaubst mit das sicher nicht, okay.

      Ich weiss nicht ob es dir bekannt ist, aber guck mal nach wem der Dollar gehöhrt. Ich meine wirklich gehöhrt- er ist nämlcih keine Währung wie die D-Mark, die Lire oder das Pfund es waren/sind.
      Der Dollar ist in privater Hand. Jede Dollar Note muss mit Zins zurueck gezahlt werden, an Privatleute (Rothschild, Rockefeller, Morgan…).

      Natürlich werden einige jetzt “verschwörungsspinner” schreien, denen mchte ich dringlich anraten, mal nach “FED” (Federal reserve), “Dollar” und “privat” zu googlen, und ich VERSPRECHE dass dass das Weltbild so manchen aufgeklärten menschen hier ziemlich ins wanken bringen wird.

    22. Anindo schrieb am 23. Oktober 2008 at 01:11 - Permalink

      @nakimushi
      Na wenigstens einer hier, der das erkannt hat. Aber im Endeffekt hat die USA dank ihrer Schulden die Wirtschaft global am Laufen gehalten und man könnte argumentieren: quid pro quo. Das dürfte wohl auch ein Motiv sein, warum Europa noch keine Kriegserklärung abgegeben hat. Grund genug gäbe es jetzt.

    23. Spiegelfechter schrieb am 23. Oktober 2008 at 01:14 - Permalink

      @nakimushi

      Sorry, auf dem Niveau diskutiere ich nicht.

    24. Stephan schrieb am 23. Oktober 2008 at 01:17 - Permalink

      Was? Die haben noch dieses Frühjahr CDO’s etc. im <A Bereich gekauft…
      Wie dumm kann man eigentlich sein!!!!!!!!!!!!!!!!! Da hätte man nur irgendeine x-beliebige Mainstream-Wirtschaftszeitung aufschlagen müssen, dass man sowas nicht tun sollte.
      ES IST UNGLAUBLICH! Ar*********; BAST****; WI***!!!! EINFACH VOLLPFOSTEN!!!
      UND SOWAS KONTROLLIERT UNSER LAND!
      Das wird hundertpro noch eine rechtliche Aufarbeitung benötigen. Das ist noch nicht mal mehr grob fahrlässig, das ist einfach kriminell.

    25. nox schrieb am 23. Oktober 2008 at 03:37 - Permalink

      hm darf ich jetzt nen paar bayern an den nächsten baum knüpfen? gg20…
      und ich werte das als einen solchen angriff auf mein/unser eigentum, den das ist der staat letzendlich, eigentum der souveränen, also der bürger…

    26. Schwitzig schrieb am 23. Oktober 2008 at 05:55 - Permalink

      @SF
      Wenn ich “Privatisieren” lese, stellen sich mir die Fussnägel auf :-). In diesem Falle allerdings stimme ich Dir sogar zu, denn ein VOLKSVERTRETER-Pöstchen-Garant wie die LB brauchen wir wohl tatsächlich nicht mehr. Deren originäre Aufgaben könnten die Sparkassen übernehmen, die leider allerdings auch mit Kapital bei den LB beteiligt sind.

      Ich gehe davon aus, dass die breite, korrupte Masse unserer VOLKSVERTRETER Deinen Vorschlag aufgreifen wird. Allerdings werden die LB nicht zu angemessenen Preisen verkauft, sondern geMerzt – sprich: Gegen VOLKSVERTRETER-Koffer nach der “Rettung” mit Steuergeldern für einen winzigen Bruchteil des Wertes an irgendwelche “Investoren” verramscht.
      Es gibt in Deutschland keine Korruption, da sie ab einem gewissen Ausmass erstens nicht strafbar ist und zweitens nur noch Lobbyismus genannt werden darf.

    27. Schwitzig schrieb am 23. Oktober 2008 at 06:15 - Permalink

      @SF

      · Spiegelfechter am 23. Oktober 2008 um 01:14 – Permalink

      @nakimushi

      Sorry, auf dem Niveau diskutiere ich nicht.

      Nun – so ganz Unrecht hat er mit seinem NWO-Gedanken aber tatsächlich nicht. Der Punkt, womit sich viele VTler selbst diskreditieren ist, dass sie darauf abzielen, wem was gehört.
      Leute – das ist völlig egal!
      Wichtig ist nur, dass es einzelne Institutionen gibt, die von wenigen Menschen kontrolliert werden und dennoch global durch Entscheidungen Macht ausüben können. Sobald eine solche Situation gegeben ist, werden bei Entscheidungen zwangsläufig Eigeninteressen einfließen, die in der Regel diametral gegen Gesellschaftsinteressen stehen. Und genau das ist bei der FED der Fall.
      Da der “Finanzmarkt” in keinster Weise mathematisch rational oder von Logik bestimmt ist, sondern ein Kindermathesystem mit Sandkastenherrschaft ist, ist eine Art NWO eine nicht geplante unwillkürliche Konsequenz der Idiotie der Kontrollierer. Das sind keine geheimnisvollen Verschwörer, die sich “absprechen” – unsere Politiker und Wirtschaftsgrößen sind Molluskenartige Vollpfosten, die in bornierter Eintracht und Besserwisserei den Karren vor die Wand setzen, weil sie immer erst den eigenen Vorteil oder den ihrer Seilschaften sehen und dann gucken, was sie denn so an Brotkrumen ins Volk werfen können.
      Auf Deutsch: Es sind schlicht dumme Arschlöcher. Pausenhofrowdies mit der Weitsicht eines Dreijährigen, die durch Glauben gefestigt wird.
      Unser Problem ist nicht eine NWO, sondern die Machtakkumulation, die mit der Geldakkumulation einher geht.

    28. anonym schrieb am 23. Oktober 2008 at 08:15 - Permalink

      Neoliberalen Politikern wie dem bayrischen und dem sächsischen Finanzminister war das ursprüngliche Arbeitsfeld der regionalen Wirtschaftsförderung wohl zu kleinkariert. Die Landesbanken sollten mehr und mehr agieren wie private Geschäftsbanken, obwohl insbesondere die hierfür notwendigen personellen Ressaucen fehlten. Diese Länderfinanzminister trieben die Landesbanken dann auch in das Geschäftsfeld der spekulativen Geschäfte. Das war eine Pleite mit Ansage. Die neoliberalen Politiker in Gestalt z.B. des bayrischen und sächsischen Finanzministers tragen hierfür die Verantwortung.
      Ein sehr anschauliches Beispiel (West-LB) für diese schrittweise Umwandlung der Landesbanken zeigen die NachDenkSeiten:
      nachdenkse…

    29. gerhardq schrieb am 23. Oktober 2008 at 08:25 - Permalink

      Die Idee, Schwundgeld, bzw. Freigeld einzusetzen hat schon etwas Verführerisches für sich.
      Nur wird es dann genauso ausgehen, wie in Wörgl. Sobald das System erfolgreich ist, wird es von denen, die zur Zeit die Macht haben, auf das Äußerste bekämpft, also verboten. Es darf schließlich nicht sein, daß sich irgendjemand aus diesem System, von dem nur einige wenige profitieren, verabschiedet.

      Die Landesbanken haben Gesellschaften gegründet, um im großen Stil zu spekulieren. Wieso läßt man eigentlich nicht diese Gesellschaften den Ehrentod sterben? Die andere große Frage, die sich mir stellt, wer profitiert eigentlich von den Milliardensummen, die hier zur Verfügung gestellt werden? Es handelt sich zwar um virtuelles Geld, welches an der Börse erzeugt wurde, aber irgendjemand hat daran verdient. Je mehr ich darüber nachdenke, desto eher entwickeln sich bei mir Verschwörungstheorien. Angenommen, das ganze Finanzsystem wurde durch riskante Geschäfte in eine Situation gebracht, die es kollabieren läßt. Wer würde dann davon profitieren?? Eine meiner Grundfragen bei wirtschaftlichen Nebelbänken lautet, wer profitiert – wenn Du wirklich wissen willst, was abläuft, folge der Schleimspur des Geldes.
      Wir haben in der Welt derzeit eine gigantische Umverteilung, die Arbeitsameisen werden immer weiter ausgepresst und kontrolliert. In Deutschland wird das erwirtschaftete Geld zum Teil in das Schwarze Loch Sozialstaat und von dem Rest in das andere Schwarze Loch Steuerstaat gepumpt. Beides zusammen dürften bei der normalen Arbeitsameise etwa 80% des erarbeiteten Einkommens ausmachen. Scheinbar ist das aber zu wenig, den die gegebenen Staatsgarantien sorgen dafür, daß die Steuerschraube wieder angezogen werden muß. Gleichzeitig wird mit dem Gesundheitsfond eine neue Geldvernichtungsmaschine ins Leben gerufen, natürlich unter dem Deckmantel der Chancengleichheit – es soll schließlich allen gleich schlecht gehen.

    30. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 08:27 - Permalink

      @All

      Was bedeutet “NWO”? Google ich danach, bekomme ich Infos zu einer neuen Weltordnung von Wrestlern, Omnibus.- oder Vogelgesellschaften…

      …um des lieben Friedens willen. Bitte keine Inhaltliche Debatte darüber. Einfach nur ein zwei Links zur Befriedigung meiner Neugier reichen.

      Danke.

    31. Lago schrieb am 23. Oktober 2008 at 08:42 - Permalink

      @SF 16:

      Andererseits:

      Moment, das bedeutet ja: DAS ENDE DES EURO-IMPERIUMS …

      3 Monate
      Euro-Yen: -28%
      Euro-Renminbi: -28%
      Euro-Pfund: -15%
      Euro-SFr: -11%
      Euro-US$: -21%
      Euro-Ind. Rupie: -15%

      Die Euro-Lösung ist somit schon mal klar: Alles in den Export und importierte Inflation.

      Dann gibt es endlich wieder Arbeit für alle und wir könnten schon morgen das neue China sein!

    32. Lago schrieb am 23. Oktober 2008 at 09:09 - Permalink

      Schwitzig:

      Das sind keine geheimnisvollen Verschwörer, die sich ?absprechen? – unsere Politiker und Wirtschaftsgrößen sind Molluskenartige Vollpfosten, die in bornierter Eintracht und Besserwisserei den Karren vor die Wand setzen, weil sie immer erst den eigenen Vorteil oder den ihrer Seilschaften sehen und dann gucken, was sie denn so an Brotkrumen ins Volk werfen können.

      Das halte ich als Erklärung für unzureichend. Und, nein, ich glaube nicht, dass an die entsprechenden Entscheidungspositionen in Wirtschaft und Politik ausgerechnet die dümmsten Vollidioten gespült werden (das entspricht auch nicht meinen Erfahrungen mit Politikern und Managern aus der Wirtschaft). Ich glaube, statt einer persönlichkeitspsychologischen käme man mit einer sozialpsychologischen Erklärung hier weiter. Die meisten “Entscheider” haben ein sehr hohes Verantwortlichkeitsdenken – unabhängig davon, dass sie ihre Position natürlich zum persönlichen (d.h. meist familiären) Vorteil ausnutzen, was an und für sich normal und nicht weiter schlimm ist. Das Problem besteht darin, dass ein Haufen mächtiger Männer (und mittlerweile auch Frauen), die sich gemeinsam Sorgen um die Zukunft der Welt machen (und sei es nur die Zukunft des Finanzsystems), dazu tendieren, ihre eigene Handlungsfähigkeit und ihre Kontrolle zu _über_schätzen. Weil sie gleichzeitig gemeinsam die Vorstellung entwickeln, sie wüssten, was zu tun wäre, reiten sie alle – mit den besten Absichten allerdings – noch weiter in die Scheiße.
      Diejenigen innerhalb der oder peripher zur Task Force, die dieses Problem erkennen, sind unfähig, etwas gegen die “Anpacker” auszurichten und tun das einzig richtige: Sie nutzen das Problem zu ihrem persönlichen (also wiederum familiären) Vorteil.

    33. otti schrieb am 23. Oktober 2008 at 09:24 - Permalink

      Hallo Jens,
      eine schöne Zusammenfassung der Ereignisse im bayerischen Weißwurst-Stadl. Der Huber Erich (s. Bild) ist auf einmal auch ganz grauhaarig geworden; kein Wunder bei diesen Ausmaßen öffentlich-rechtlicher Geldvernichtung. Und der Beckstein hat auch eine Entschuldigung für sein Versagen, weil ‘die mehr verdienen’.
      Was ist das für eine unfähige Truppe. Nichts verloren in der Politik haben solche Leute!

      Nach uns die Sintflut, heißt es bei Tokio Hotel.

      Pech gehabt: die Sintflut ist schon da!

      Werft den ganzen Müll der BayernLB in die Isar. Es lohnt sich einfach nicht, schlechtem Geld gutes hinterher zu schmeißen.

      Das neoliberale Modell offenbart sich jetzt als das, was es schon immer war: Betrug am Volk.

      Die Verantwortlichen aus Politik und Wirtschaft gehören vor Gericht gestellt!

    34. otti schrieb am 23. Oktober 2008 at 09:51 - Permalink

      Haftstrafen für Banker …
      http://www.faz.net/s/RubCD175863466D41BB9A6A93D460B81174/Doc~EB3C16D9D88CA4E30A930823916B84BA9~ATpl~Ecommon~Scontent.html

      … und für Politiker!

    35. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 09:55 - Permalink

      @All

      Wo bleibt eigentlich Stoiber und seine Episoden in dieser ganzen Geschichte? Huber und Beckstein sind ja nun nicht seit einer kleinen Ewigkeit an der Stelle von der sie nun geflogen sind.

    36. AK schrieb am 23. Oktober 2008 at 09:56 - Permalink

      @21: Es muss ja nicht gleich die VT-Keule sein.. Die FED ist zwar formal in privatem Besitz, das Board of Governeurs wird aber durch den US-Präsidenten, sprich die Politik, besetzt. Man kann jetzt natürlich über die Beeinflussung von politischen Entscheidungen durch Lobbyismus reden, aber die Aussage “Der Dollar ist in privater Hand…” finde ich zu stark verkürzt. Kein guter Diskussionsbeginn..

      @SF.23: Ich weiss, dass das hier das SF-Blog und nicht “VWL für Erstsemester” ist, aber Leute mit anderen Meinungen so abzubügeln, steht dem Blog nicht gut zu Gesicht und läßt Dich arrogant wirken.

      AK

      p.s. Danke für den guten Artikel.

    37. Lago schrieb am 23. Oktober 2008 at 10:03 - Permalink

      Ich glaube, dem SF geht es mittlerweile einfach auf den Sack, bei praktisch jedem politischen oder wirtschaftlichem Thema die drei neuesten Gesellisten in der immer gleichen Weise über hunderte Kommentare lang bei Laune zu halten.

      Mein Vorschlag: Wir kondensieren die bisherigen Diskussionen auf ein paar Stichpunkte zusammen, basteln daraus eine Seite z.b. im Forum und können dann die nächsten Gesell-Kohorten dort erst einmal akkulturieren.

      Btw. DER GOLDKOLLAPS: Gold verliert in den letzten drei Monaten 34% an Wert. Werden wir jetzt alle sterben?

    38. Fragezeichner schrieb am 23. Oktober 2008 at 10:56 - Permalink

      Ich würde sagen: dass Bayern die Krise am härtesten trifft, liegt vor allem am Filz und der Überheblichkeit nach Jahrzehnten der Allein-Regierung.

    39. Flat out schrieb am 23. Oktober 2008 at 11:06 - Permalink

      @ Gebintit (#14)

      “Leider muss man davon ausgehen, dass der größte Depp am Ende immer der Steuerzahler ist. ”

      Dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

    40. Spiegelfechter schrieb am 23. Oktober 2008 at 11:10 - Permalink

      @36 AK und andere

      Lago (#37) trifft es auf den Punkt. Bei jedem zweiten Artikel, der etwas mit Wirtschaft zu tun hat, kommt irgendwer auf eines der folgenden Dauerbrennerthemen zu sprechen:

      - Freiwirtschaft
      - Debititismus (v.a. in Form der bekannten Simpel-Filmchen)
      - diverse Themen aus dem VT Bereich (FED privat/Goldbetrug/Amero etc. pp)

      Ich habe alle diese Themen häufiger hier durchdiskuttiert und keine Lust unter jedem zweiten Artikel die gleiche langwierige (und wenig fruchtbare) Diskussion zu führen. Außerdem finde ich den Diskussionsinhalt nicht eben passend und dabei geht es mir vor allem um die Kommentatoren, die ernsthaft, kompetent und engagiert über das eigentliche Thema diskutieren und schreiben wollen. Es wäre schön, wenn viele Leser des Blogs auch deren Kommentare lesen, aber viele schalten ab, wenn sie wieder mal einen ganzen Strang von Freigeld-/VT Kommentaren lesen müssen – das ist schade für die Leser und ärgerlich für die Kommentatoren, deren Beiträge so nicht gelesen werden.

      Ich werde mir da was überlegen. Ich könnte entsprechende Beiträge in einen Sammelthread im Blog oder im Forum verschieben. Meine Lieblingslösung wäre eine Abteilung für Kommentare, die nichts mit dem Thema zu tun haben, die separat aufgeführt ist – so wie dies bei Indymedia gehandhabt wird. Kennt irgendwer ein Plugin, das dies kann?

    41. Geldhai schrieb am 23. Oktober 2008 at 11:19 - Permalink

      Deutschland steht zum Glück noch verhältnismäßig gut da, verglichen mit den usa. Ich hoffe wir überwinden die Krise. Nur das der Steuerzahler dafür herhalten muss, wird sich empfindlich auf die Mittelschicht auswirken.

    42. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 11:28 - Permalink

      @SF #40

      Nein, ein PlugIn, das fehlende Selbst-Dissziplin automatisch richtig handhaben kann,kenne ich nicht. Oben links unter Kategorie einen Unterpunkt VT und Ähnliches einführen und hoffen das die Damen und Herren sich dann dort dann austoben. Wie gesagt, fehlende Selbst-Dissziplin ersetzt dass aber alles nicht. Da braucht es im Zweifelsfall einen Löschbutton, Schade eigentlich.

    43. gebintit schrieb am 23. Oktober 2008 at 11:48 - Permalink

      @SF #40
      Ein Plugin kenne ich nicht, halte ich aber auch nicht für nötig. Die OT-Kommentare oder penetranten Dauerwiederholer exotischer lebensanschaulicher Thesen wird es immer geben, mich stören sie nicht groß. Mir gefällt es so wie es ist, deshalb schaue ich hier mittlerweile oft vorbei. Prinzip Klopapierrolle, einfach weiterscrollen wenn nicht verwendbar.
      Ich bevorzuge diese Darstellung gegenüber Foren. Lieber gescrollt als ständiger Seiten- bzw. Tab-Wechsel. Mir gefällt es!

    44. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 12:20 - Permalink

      Wie dreist ist das denn? http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,585961,00.html

    45. dp schrieb am 23. Oktober 2008 at 12:22 - Permalink

      an alle die den Zins hassen

      Nur dort, wo Zinsforderungen erfüllt werden müssen, wirtschaftet man und nur dort ist Dynamik.
      Alles andere ist lediglich Produktion. Das haben wir an der DDR gut studieren können.
      Als dort noch Eigentum und Zins galten, also bis zum Jahre 1948, lag ihre
      Wirtschaftsleistung – wenn man die westdeutsche pro Kopf für dasselbe Jahr
      auf 100 setzt – mit 105 % knapp darüber. 1988 – also nach 40 Jahren ohne
      Zinsdruck – war man auf etwa 20% der westdeutschen Leistung abgestürzt.
      Die Dynamik war in dem Moment weg, in dem das Eigentum abgeschafft
      war. Und eben dieses Eigentum hielten die Marxisten gerade nicht für den
      Antrieb, sondern für die Fessel der Produktivkräfte. Niemals hat es einen
      folgenreicheren Denkfehler gegeben.

    46. name schrieb am 23. Oktober 2008 at 13:11 - Permalink

      @45

      Unsinn, ist das , was du da schreibst:

      Der Zins ist kein Kriterium für irgendeine Dynamik oder anderen Unsinn. Die DDR so wie der gesamte Ostblock ist daran zerbrochen, dass dieses System im Gegensatz zum Westen die Trikontländer nicht so gnadenlos ausgebeutet hat und ausbeuten konnte.

      Der Kauf von Kaffee, Bananen und all dem anderen Rohstoffen, Südfrüchten, Kakao in der BRD beruhen und beruhten auf Gewaltenverhältnissen gegenüber den Herrstellerländern des Südens. Die Alt BRD hat dieses vertragliche Gewaltverhältnis über 40 Jahre lang ausgelebt, auf Kosten der Menschen im Trikont. Genau das Gegenteil galt für die DDR und den Ostblock, der genau aus diesem Grund zerbrechen musste.

    47. Cogito ergo sum schrieb am 23. Oktober 2008 at 14:51 - Permalink

      “Banken wie BayernLB und SachsenLB haben keinen Giftmüll im Tresor, sie sind Giftmüll für die Allgemeinheit.”

      Nun, auch ein Georg Elser hat ja “nur” den Krieg verhindern wollen…

      http://www.georg-elser.de/dok/index.html

      Dieser Mann, Georg Elser, sollte Vorbild für alle wahren Demokraten sein, und auch ein Mahnmal, damit Ähnliches nie wieder geschieht. Es gibt immer noch Menschen die sagen “Wenn so ein Regime an die Macht kommt, können wir ja doch nichts tun!” Das ist falsch und Georg Elser hat uns mit seinem mutigen Attentat ein Zeichen dafür gesetzt, nun ist es an uns es zu würdigen und seinen Gedanken von Friede und Pazifismus fort zu führen. Es ist sehr bedauerlich, dass er keinen Erfolg hatte, vielleicht wäre einiges anders gekommen, nur wegen eines einfachen Menschen, der den Mut und die Courage hatte, sein Leben für Friede und Freiheit zu geben und wären damals alle Deutschen aufgestanden wie ein Mann und hätten sich gewehrt und es gesehen wie er, dann würden wir jetzt vielleicht nicht in vollem Umfang die Bürde eines der schlimmsten Kapitel der Neuzeit auf unseren Schultern tragen. Schon alleine deswegen verdient Georg Elser größte Beachtung für sein heldenhaftes Beispiel.

      Paradoxerweise haben wir, nicht nur die Deutschen, NICHTS aus unserer Geschichte gelernt und sollten uns deshalb auch nichts vormachen, in dem wir schreiben “… sie sind Giftmüll für die Allgemeinheit.”

    48. Florian schrieb am 23. Oktober 2008 at 14:55 - Permalink

      Vor ungefæhr 10 Kommentaren fiel das letzte mal “Bayern” vor 20 Kommentaren “Landesbank”, worum geht es hier nochmal?

      Ich finde diesen Blog gut, lerne auch oft was, muss #40 SF recht geben; all das “worauf es wirklich ankomt”, “wie die Sache wirklich ist”, “was die eigentlichen Hintergruende sind” etc ist ermuedend und wenig erhellend.

      Ein Plugin, das solche Kommentare einklappt, wære fur mich hilfreich…

      P.s.: und wenn man zu lange zum Schreiben braucht, macht “Cogito ergo sum” einem den Aufhænger kaputt…

    49. Karl Heinrich schrieb am 23. Oktober 2008 at 15:16 - Permalink

      Nur dort, wo Zinsforderungen erfüllt werden müssen, wirtschaftet man und nur dort ist Dynamik.

      Das ist korrekt, und darin liegt einer der Gründe, warum Teile des arabischen Raums bei guten sonstigen Voraussetzungen so lange nicht in die Puschen kommen.

    50. otti schrieb am 23. Oktober 2008 at 15:25 - Permalink

      @35, misterL
      “Wo bleibt eigentlich Stoiber und seine Episoden in dieser ganzen Geschichte? Huber und Beckstein sind ja nun nicht seit einer kleinen Ewigkeit an der Stelle von der sie nun geflogen sind.”

      Der Stoiber Ede ist schon geflogen: in den Münchner Hauptbahnhof eingestiegen, in Berlin kurz zwischengelandet und in Brüssel als Bürokratie- bzw. Bettvorleger auf dem Altenteil angekommen.

      Wie werden Beckstein und Huber landen, wenn sie geflogen sind?
      Wahrscheinlich weich!

    51. Cogito ergo sum schrieb am 23. Oktober 2008 at 15:37 - Permalink

      Es wundert mich, dass Ihr Euch noch wundert… Beati pauperes spiritu…

      Die in Deutschland immer wieder angesprochene ReGIERung hat mitlerweile den Status ungehobelter Raubritter und Plünderer intus, ferner ist ihre Glaubwürdigkeit sogar im eigenen Lande verpufft, da barbarisches und kriminelles Gedankentum übelster Machart wieder auf dem Vormarsch ist.

      Furchteinflössend sind nicht intelligente Taktiker, sondern ein pöbelhafter Mob, der Befehle krimineller Elemente befolgt. Gott behüte uns vor dem Auswurf der Menschheit, der z.Zt. in Deutschen Schaltstellen und Ministerien das Sagen hat – und der noch nicht einmal davor zurückschreckt, seine eigenen Bürger an deutschen Grenzen auszuziehen und wie lumpige Wegelagerer ausplündert.

      Gott behüte uns auch vor deutscher Beamtenschaft, sicherlich selektiert aus den miesesten Charakteren, die sich nach dem Kriege großteils finden liessen.

      Ein Land, wie das Deutsche, das ja im Grunde am Rande des Bankrotts jongliert, dessen Verschuldung bereits heute astromische Dimensionen angenommen hat, die niemand mehr begleichen könnte, hat generell nichts mehr zu verlieren.

      Wer nichts mehr zu verlieren hat, verliert auch alle restlichen Skrupel vor der Menschheit und dem Herrn – und sollte mit allergrösster Vorsicht beäugt werden.

      So viel musste noch geschrieben werden… Danke für die Aufmerksamkeit – diem perdidi!

    52. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 16:00 - Permalink

      Sollte das BVG unsere Regierung zum Nachsitzen zwingen?

      [...]Das im Schnellverfahren beschlossene Bundesgesetz verstoße gegen das Grundgesetz, weil es keine Bestimmung enthalte, die die Rückzahlung der Finanzhilfen an den Staat regele, sagte der Nürnberger Wirtschaftsanwalt Klaus Kratzer. [...] Die Verfassungsbeschwerde solle an diesem Freitag in Karlsruhe eingereicht werden. Quelle: ftd.de 23.10.2008

      @oti #50
      Das ist zwar schön bemerkt aber inhaltlich doch zur Sache zu dünn. Das grosse Zocken wird unter Stoiber und seinem Wirtschafts- und Finanzministern begonnen haben. Die Damen und Herren (ich habe die Namen in der Tat nicht parat) sind Teil des zumindest politischen Verantwortung übernehmens und sollten Rede und Antwort stehen.

    53. otti schrieb am 23. Oktober 2008 at 16:45 - Permalink

      Das Systemische an der BayernLB könnte sein, dass sie außerhalb der Bilanz mithilfe von Zweckgesellschaften ein sehr großes Rad gedreht hat. Solange das Rendite gebracht hat, hat sicher kein Politiker aufgemuckt.
      Ansonsten ist eine Abwicklung die einzig sinnvolle Art und Weise die Sache zu einem Ende zu bringen, denn zur zusätzlichen Versorgung von anscheinend überforderten Politikern in Landesbankgremien fehlt schlicht das Geld.
      Systemisch von Bedeutung für das bundesdeutsche Finanzsystem ist die Bank wohl eher nicht.
      Siehe auch: “Banken gerettet, Staat pleite”
      http://www.ftd.de/meinung/leitartikel/:Kolumne-Banken-gerettet-Staat-pleite/426196.html

      @misterL
      Richtig, was die Merkel-Regierung da zusammengeschustert hat, sollte dringend gerichtlich überprüft werden.

    54. otti schrieb am 23. Oktober 2008 at 17:04 - Permalink

      Forderungen deutscher Banken: immer dabei, wenn es wo ein bisschen mehr gibt (Island: 21 Milliarden Dollar, Irland: 241 Milliarden Dollar).
      Es nimmt kein Ende!

      http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken-versicherungen/island-schuldet-deutschen-banken-milliarden;2070773

    55. Gebintit schrieb am 23. Oktober 2008 at 17:11 - Permalink

      @otti #53
      Das frage ich mich auch schon lange, wie definiere ich “systemisch”? Irgendwie scheint ja heute alles mit allem zusammenzuhängen, es ist wie in der Ökologie (das ist eher mein Fachgebiet als die Ökonomie), das System ist zu komplex um alle Folgen richtig vorauszusehen. Für mich sind da im Artikel von Jens Berger auch Widersprüche. Auf der einen Seite darf man die Landesbanken nicht zusammenkrachen lassen, auf der anderen Seite werden sie als Giftmüll bezeichnet. Könnte man es nicht krachen lassen und dann denen helfen, die zu Unrecht unter den Trümmern begraben wurden?
      Sehr interessant auch der ftd-Artikel auf den du verlinkst. Vielleicht sind die Dinge, die zur Zeit wackeln und umzustürzen drohen, einfach zu groß um sie am Fallen zu hindern.
      Back to the roots. Wir hatten hier im Westen verdammt gute Jahre und noch immer leben hier viele in einem noch nie dagewesenen Wohlstand. Viele Menschen riskieren täglich ihr Leben, um in dieses Paradies (nicht für alle!) zu kommen. Aber die alten Industrieländer sind alt geworden, nicht nur Gottschalk und Heidenreich. Wir müssen wieder bescheiden werden, Geld ist nicht alles!

    56. misterL schrieb am 23. Oktober 2008 at 17:25 - Permalink

      @Gebintit #55

      Jaein. Das Komplexe am Systemischen ist ja, dass man nicht genau weiss, was so alles hinterm Dominostein an vernetzten Strukturen damit verbandelnd ist und daher mit umfällt. Ausserdem braucht es Banken die nahe an der Regierung sind, weil wo kann man am Besten Einfluss nehmen? Einfluss haben, kann auch durchaus positiv belegt werden.

    57. tar schrieb am 23. Oktober 2008 at 20:36 - Permalink

      @ 40, jens

      Ich habe … keine Lust … die gleiche langwierige (und wenig fruchtbare) Diskussion zu führen. Außerdem finde ich den Diskussionsinhalt nicht eben passend und dabei geht es mir vor allem um die Kommentatoren, die ernsthaft, kompetent und engagiert über das eigentliche Thema diskutieren und schreiben wollen.

      besonders hervorzuheben ist hier das wörtchen “kompetent”, denn die sprichst du den debitisten und freigeldbefürwörtern ab, ohne übrigens eine bisher einleuchtende argumentation geliefert zu haben. aber die brauchst du ja nicht, denn du wirfst alles in den bösen, bösen VT-topf – und dass es verschwörungen nicht gibt, wissen wir ja alle aus dem fernsehen.

      wem es vernügen macht, an symptomen herumzudoktorn und darüber langwierige debatten zu führen, die letztendlich, wenn überhaupt, auch nur in symptombekämpfung münden können, dann bitte.

      aber was für eine absurdität, jene, die ernsthaft (sic!) und kompetent (sic!) den fehlerhaften geldschöpfungsprozess nachweis- und nachvollziehbar vollkommen verschwörungsfrei darlegen, auf die foren-spielwiese zu verweisen – am besten noch mit plugin, wenns denn gänge. dieses scheuklappenverhalten kenne ich auch von einem gewissen herrn ackermann: “das schlimmste ist überstanden.”

      wenn es nur nicht so traurig wäre…

    58. Gebintit schrieb am 23. Oktober 2008 at 20:48 - Permalink

      @tar: Reg dich nicht auf, es ist das Blog von Jens.
      @J.B.: Lösch doch einfach die Kommentare, die dich nerven.

    59. nakimushi schrieb am 23. Oktober 2008 at 22:29 - Permalink

      [verschoben/SF]

    60. superguppi schrieb am 23. Oktober 2008 at 23:56 - Permalink

      Laut Querschüsse stehen auch die LBBW und die WestLB auf der Kippe, weil sie zu wenig Eigenkapital im Verhältnis zu ihren SDOs haben.
      http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2008/10/lbbw-ein-sicherer-kandidat.html
      http://wirtschaftquerschuss.blogspot.com/2008/10/westlb-die-dritte.html

      Zu den Filmchen über Geld im Internet, die der Spiegelfechter am liebsten verbieten möchte nur soviel: Wie will man einem Menschen, der gerademal den Hauptschulabschluss hat die M3-Menge erklären? Die versteht vermutlich nur jemand mit VWL- oder BWL-Diplom.

      Wenn man etwas möglichst einfach erklären will, benutzt man dazu Modelle oder lässt eine Menge weg. So etwas nennt man “Didaktische Reduktion”. So vergleicht man z. B. einen Stromkreis mit einem Wasserkreislauf in einer Heizung. Auch wenn man als Fachmann jede Menge Fehler sieht, so hilft es dem einfachen Mann nicht, diese anzusprechen. Wenn man das einfache verstanden hat, kann man darauf aufbauen und das Modell verändern und komplizieren.

      Ich finde das Video “Money as Debt” auf jeden Fall ganz nett.
      http://www.youtube.com/results?search_type=search_videos&search_sort=relevance&search_query=money%20as%20debt&search=Search

    61. Karl schrieb am 24. Oktober 2008 at 07:37 - Permalink

      Wieso werden die Kommentare zu diesem Blog zensiert?

      Bitte um Stellungnahme! Das Web 2.0 ist schon richtig,
      die Stasi 2.0 musst du jedoch nicht an den Tag legen.

    62. salvo schrieb am 24. Oktober 2008 at 09:07 - Permalink

      @61

      in meinen Augen geht Jens sowieso noch viel zu lasch mit denen um, deren Intention es offensichtlich nur ist, eine sachliche Auseinandersetzung zu stören. Ich gebe zu, dass es schwierig ist scharf zwischen dem zu trennen, was sachlich dazu gehört oder nicht. Aber diese Entscheidung müssen wir wohl ihm überlassen. Es wäre aber schön, wenn es hier einen Raum gäbe, Hinweise, Kommentare, Links usw abgeben kann, die zu keinem aktuellen Artikel passen.

    63. Spiegelfechter schrieb am 24. Oktober 2008 at 10:27 - Permalink

      @salvo

      Es wäre aber schön, wenn es hier einen Raum gäbe, Hinweise, Kommentare, Links usw abgeben kann, die zu keinem aktuellen Artikel passen.

      Dafür habe ich ja das Forum eingebunden – ich gebe zu, das ist nicht das Gelbe vom Ei, wenn jemand bessere Ideen hat … her damit!

    64. salvo schrieb am 24. Oktober 2008 at 11:21 - Permalink

      @Jens

      also auf die Schnelle habe ich nichts Passendes unter den vielen Plugins für wordpress gefunden, aber wie wäre es damit: Es wäre schön, wenn es zB die Möglichkeit gäbe, Hinweise zu einer Kategorie, zB US Wahlen, einzustellen, die nicht unmittelbar in einem Artikel passen oder von übergeordneter Bedeutung sind. Ich kenne mich mit der wordpress software nicht aus, aber kann man es so gestalten, dass jeder Kategorie sozusagen ein ‘leerer’ Artikel vorangestellt wird, der lediglich eine Platzhalter Funktion hat, als Sammler von kategorisch relevanten Infos? Das hätte den Vorteil, dass alle Info gebündelt wäre und weiter von einem Ort aus leicht zugänglich bliebe, im Gegnsatz zum Forum, das eher einen anderen Zweck hat und für das ich auch zudem zu meiner Schande die Zugangsdaten verloren habe.

    65. Spiegelfechter schrieb am 24. Oktober 2008 at 12:21 - Permalink

      @salvo

      Gute Idee! Das ist einfach und schnell zu machen – wird heute nachmittag noch erledigt ;-)

    66. anonym schrieb am 24. Oktober 2008 at 13:19 - Permalink

      Die von vielen Medien fälschlichererweise als ?Staatsbank? titulierte private
      Mittelstandsbank IKB (der Staat ist hier lediglich mit seiner IKB-Beteiligung als Ausputzer
      für das Versagen der Privatwirtschaft in die Bresche gesprungen) hat einen äußerst
      illustren ?Beraterkreis?. In diesem tummelt sich beinahe die kompette deutsche
      Wirtschaftselite. Preisfrage: Wie sah in den vergangenen Jahren die Beratungs-?Leistung? dieser Damen und Herren aus der Wirtschaft aus?

      Mitglieder des Beraterkreises IKB-Bank:

      Vorsitzender des Beraterkreises:

      Jürgen R. Thumann, Berlin
      Präsident des Bundesverbandes
      der Deutschen Industrie e.V.

      Stellv. Vorsitzender des Beraterkreises:

      Dr. Hermut Kormann, Heidenheim
      Vorsitzender des Vorstands der
      Voith AG

      Die weiteren Mitglieder des Beraterkreises:

      Dipl.-Ing. Norbert Basler, Ahrensburg
      Vorsitzender des Aufsichtsrats der
      Basler AG

      Josef Beutelmann, Wuppertal
      Vorsitzender der Vorstände der
      Barmenia Versicherungs-Gesellschaften

      Dipl.-Ing. Jan-Frederic Bierbaum, Borken
      Geschäftsführender Gesellschafter
      der Bierbaum Unternehmensgruppe GmbH & Co. KG

      Dipl.-Kfm Martin Dreier, Dortmund
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Dreier-Werke GmbH Dach und Wand Dreier Immobilien

      Prof. Dr. phil. Hans-Heinrich Driftmann, Elmshorn
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Peter Kölln KGaA

      Dr. Hugo Fiege, Greven
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Fiege Holding Stiftung & Co. KG

      Hans-Michael Gallenkamp, Osnabrück
      Geschäftsführer der
      Felix Schoeller Holding GmbH & Co. KG

      Wolfgang Gutberlet, Fulda
      Vorsitzender des Vorstandes der
      tegut? Gutberlet Stiftung & Co.

      Dipl.-Kfm. Dietmar Harting, Espelkamp
      Persönlich haftender Gesellschafter
      der Harting KGaA

      Dr. Hannes Hesse, Frankfurt
      Hauptgeschäftsführer des Verbandes
      Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.

      Dr. Stephan J. Holthoff-Pförtner, Essen
      Rechtsanwalt und Notar

      Martin Kannegiesser, Vlotho
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Herbert Kannegiesser GmbH & Co.

      Dr. Michael Kaschke, Oberkochen
      Mitglied des Vorstands der Carl Zeiss AG

      Dipl.-Wirtsch.-Ing. Arndt G. Kirchhoff, Attendorn
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Kirchhoff Automotive GmbH & Co. KG

      Dr. Jochen Klein, Darmstadt
      Vorsitzender des Beirats der
      Döhler GmbH

      Prof. Dr.-Ing. Eckart Kottkamp, Bad Oldesloe
      Vorsitzender des Aufsichtsrats der
      Hako Holding GmbH & Co.

      Nicolette Kressl
      Parlamentarische Staatssekretärin
      Bundesministerium der Finanzen

      Matthias Graf von Krockow, Köln
      Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter
      des Bankhauses Sal. Oppenheim jr. & Cie. KGaA

      Andreas Langenscheidt, München
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Langenscheidt KG

      Dr.-Ing. Wolfhard Leichnitz, Bonn
      Vorsitzender des Vorstands der
      IVG Immobilien AG

      Axel Oberwelland, Berlin
      Persönlich haftender Gesellschafter und
      Vorsitzender der Geschäftsführung der
      August Storck KG

      Dipl.-Kfm. Jürgen Preiss-Daimler,
      Wilsdruff
      Geschäftsführender Gesellschafter
      der P-D Gruppe

      Olivier Schatz, Paris
      CO-Head of Corporate and Investment Banking
      NATIXIS

      Hartmut Schauerte, Berlin
      Parlamentarischer Staatssekretär beim
      Bundesminister für Wirtschaft und Technologie

      Dr. Ingeborg von Schubert, Bielefeld
      Vorsitzende des Beirates der
      Gundlach Holding GmbH & Co. KG

      Reinhold Schulte, Dortmund
      Vorsitzender des Vorstands der
      SIGNAL IDUNA Gruppe

      Dr. Eric Schweitzer, Velten bei Berlin
      Mitglied des Vorstands der
      ALBA AG

      Dr. Ing. Hans-Jochem Steim, Schramberg
      Geschäftsführender Gesellschafter der
      Hugo Kern und Liebers GmbH & Co.

      Dipl.-Kfm. Rainer Thiele, Halle/Saale
      Geschäftsführender Gesellschafter
      KATHI Rainer Thiele GmbH

      Torsten Toeller, Krefeld
      Vorsitzender der Geschäftsführung der
      Fressnapf Tiernahrungs GmbH

      Dr. Martin Wansleben, Berlin
      Hauptgeschäftsführer des
      DIHK Deutscher Industrie- und Handelskammertag

      Dr. Ludolf v. Wartenberg, Berlin
      Mitglied des Präsidiums des
      Bundesverbandes der Deutschen Industrie e.V.

      Clemens Freiherr von Weichs, Paris
      Président du Directoire Euler Hermes

    67. Vogel schrieb am 24. Oktober 2008 at 23:28 - Permalink

      @Jörg Friedrich #8
      finde Deine Fragen schon interessant, bin mit Dir aber da wohl alleine, versuch’ trotzdem ‘ne Antwort:

      Kann man also sagen, dass die Idee, dass der Staat seine Aufgaben finanzieren könnte, indem er sich als Finanzkapitalist betätigt, gescheitert ist?

      Ja!

      Gibt es einen Unterschied, ob er sich als Kapitalist in der Realwirtschaft (VW, Wohnungsgesellschaften, Stadtwerke, ?) betätigt oder in der Finazwirtschaft?

      Nein!

      Habe böse Bauchschmerzen bei all’ dem Staatseinfluss der uns jetzt aus dem Dunkel ans Licht bringen soll.

      Allerdings: Die Gegenfrage muss auch gestellt werden: Iss privat besser als öffentlich? Meine Meinung – und gerade bewiesen: Nein!

      Also, was bleibt? Menschen … !

      Iss aber trotzdem interessant, wie hier gerungen wird. Ich bin auch dafür: Alles richtig machen … und noch besser!

      ?Ich weiss nicht, ob es besser wird, wenn es anders wird. Aber es muss anders werden, wenn es besser werden soll.? Georg Christoph Lichtenberg. Tja, das ist alles was bleibt!

      Beste Grüße
      Vogel

    68. anonym schrieb am 27. Oktober 2008 at 15:30 - Permalink

      Wow! Das ist schon ein ziemlicher Hammer, besonders für jemanden wie mich, der jahrelang dort als Externer gearbeitet hat. Wir haben dort Risiko-Management-Systeme hochgezogen, die genau sowas verhindern sollten … anscheinend waren das die sprichwörtlichen Perlen vor die Säue …


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